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Killini Trikala Ziria (3465x3465px… Zoom in and enjoy!)

Am 19.07.2025 zeigte sich die Region Trikala-Ziria auf der Peloponnes bei klarem Sommerwetter mit Temperaturen um 29 °C und einer leichten Brise aus den Bergen. Die Luft war trocken, und der Blick reichte über Wälder, Hänge und Täler bis zu den umliegenden Gipfeln.

 

Trikala ist eine Bergsiedlung im Norden der Peloponnes, gelegen im regionalen Gemeindebezirk von Xylokastro und umgeben von der Landschaft des Bergmassivs Ziria, auch als Killini bekannt. Die Geschichte des Ortes und seiner Umgebung reicht weit zurück. Archäologische Hinweise deuten auf eine Besiedlung seit der Antike, wobei die Nähe zur historischen Stadt Sikyon eine wichtige Rolle spielte. In der klassischen Zeit war das Gebiet ein Durchgangsort zwischen dem Golf von Korinth und dem Hochland des Peloponnes, und alte Handels- sowie Militärwege führten über die Gebirgspässe. Während der byzantinischen Epoche wurden kleinere Klöster und Kapellen in den Berghängen errichtet, einige mit Fresken aus dem Mittelalter, die sich trotz der Witterung erhalten haben. In der osmanischen Zeit blieb das Gebiet aufgrund seiner Höhenlage ein Rückzugsort für lokale Bevölkerung und Widerstandsgruppen. Traditionelle Steinbauten in den Dörfern, oft mehrstöckig und mit Schiefer- oder Ziegeldächern gedeckt, zeigen die Anpassung an die klimatischen Bedingungen und an die Verfügbarkeit regionaler Baumaterialien. Die Bauweise kombiniert massive Natursteinmauern mit Holzbalken und kleinen Fenstern, um die Wärme im Winter zu halten und im Sommer kühl zu bleiben. Historische Mühlen am Flusslauf, die durch Schmelz- und Quellwasser angetrieben wurden, sind noch in Ruinenform erkennbar und verweisen auf die Selbstversorgung der Berggemeinden. In den tiefer gelegenen Regionen finden sich Überreste von Pflasterwegen, die in römischer Zeit angelegt und später erneuert wurden. Auch die Nähe zu mythologisch bedeutsamen Orten, etwa zur Höhle des Hermes auf dem Ziria-Massiv, hat der Region kulturellen Stellenwert verliehen. Die religiösen Stätten, oft klein und in die Landschaft eingebettet, spiegeln eine kontinuierliche spirituelle Nutzung der Bergregion über Jahrhunderte wider.

 

Das Bergmassiv Ziria, dessen höchster Gipfel fast 2.400 Meter erreicht, prägt die Natur- und Umweltbedingungen der Region. Die Hänge sind von ausgedehnten Wäldern bedeckt, in denen Kiefern, Zedern, Tannen und Eichen dominieren. In den tieferen Lagen gedeihen Kastanien- und Walnussbäume, während auf den mittleren Höhen aromatische Sträucher wie Thymian, Salbei und Oregano vorkommen. Die alpine Zone oberhalb der Baumgrenze wird von Gräsern, niedrigen Sträuchern und saisonalen Wildblumen wie Enzian und Anemonen geprägt. Zahlreiche Quellen entspringen an den Hängen und versorgen kleine Bäche, die in den Tälern zusammenfließen. Diese Wasserläufe bieten Lebensraum für Amphibien wie Frösche und Molche, während in den stilleren Abschnitten Libellen und Wasserkäfer zu finden sind. Die Tierwelt umfasst neben Säugetieren wie Wildschweinen, Füchsen und Mardern auch seltenere Arten wie den Goldschakal und gelegentlich den Balkanluchs. Greifvögel wie Steinadler, Bussarde und Falken nutzen die Thermik entlang der Berghänge. In den Wäldern leben zahlreiche Singvögel, darunter Nachtigallen und Spechte, während Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und Käfer für die Bestäubung und den ökologischen Kreislauf entscheidend sind. Die geologische Zusammensetzung des Bergmassivs besteht überwiegend aus Kalkstein und Dolomit, was Karstformationen, Höhlen und Dolinen hervorbringt. Im Winter liegt auf den Gipfeln oft Schnee, der in höheren Mulden bis in den Frühling bestehen bleibt und als Wasserspeicher für die umliegenden Täler dient. Die klimatischen Bedingungen wechseln stark mit der Höhe: Während die Täler im Sommer warm und trocken sind, herrschen auf den Gipfeln kühlere Temperaturen und eine höhere Luftfeuchtigkeit. Die Vegetationszonen sind deutlich gestaffelt, was zu einer hohen Biodiversität auf kleinem Raum führt. In den Übergangsbereichen zwischen Wald und alpiner Zone lassen sich im Sommer zahlreiche Wildblumen finden, die auch seltenen Insektenarten Nahrung bieten. Die Region ist Teil eines empfindlichen Ökosystems, das durch nachhaltige Forstwirtschaft und kontrollierte Weidehaltung erhalten wird. Auch die traditionellen Nutzungsformen, wie das Sammeln von Heilkräutern und Harzen, sind noch in geringerem Umfang vorhanden und haben sich über Generationen hinweg bewahrt. Die Landschaft verändert sich im Jahresverlauf stark: Im Frühling und Frühsommer sind die Wiesen und Lichtungen voller Blüten, im Spätsommer dominieren trockenresistente Pflanzen, und im Herbst färben sich die Laubbäume leuchtend gelb und rot.

 

Die Region Trikala-Ziria ist aufgrund ihrer Kombination aus traditioneller Bergarchitektur, historischen Stätten und vielfältiger Natur ein Ziel für Kultur- und Naturtourismus.

 

Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Ziria

 

Kamera und Objektiv:

Sony QX1 und Sony SEL18200

Sony A6500 und Sony SEL18200LE

Sony ILCE-7CR und Sony SEL24240

 

Bildinformation:

12MP - 3465 x 3465 px - ca. 3 bis 6MB

Bildbearbeitung: Adobe Photoshop Express

 

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Uploaded on August 10, 2025
Taken on July 19, 2025