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... vom Hasenfratz!

 

Zugegeben, ich hab auf den ersten Blick was anderes gelesen ;-)

 

Aufgenommen mit der Minolta Hi-Matic E.

Lasst es uns zugeben, nicht jeder von uns wurde mit supermodel langen Beinen gesegnet, so dass nicht alle von uns zuversichtlich genug sind, Miniröcke und Maxiröcke zu rocken. Wenn du auch oft findest, dass Miniröcke zu kurz und Maxiröcke zu lang für deine Beine sind, denke ich, dass ich ein...

 

coolideen.com/2018/08/11/4-schicke-moglichkeiten-einen-mi...

den habe ich gestern in der Eifel gefunden und das gleich als gutes Omen fürs Fußballspiel angesehen

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TUNESIEN - DIE PALÄSTE DER MACHT UND DER ZORN DER REVOLUTION

 

In den Scherben der verwüsteten Strandvilla spiegeln sich gleichermaßen der Größenwahn des gestürzten tunesischen Diktators Ben Ali wie auch die Visionen der Befreiung.

  

DER AUSGEHÖHLTE LUXUS

 

Das monumentale Gebäude überragt den Strand. Einst schien es geradezu über ihn zu thronen. Große herrschaftliche Treppen führen hinauf. Den Eingangbereich überragen Säulen, die an die Größe antiker Reiche erinnern sollten.

 

Der beeindruckende unverdeckte Ausblick schließt Meer, Stadt und Land ein, während gleichzeitig die inzwischen an machen Stellen durchbrochenen Mauern einem Einblick auf das Gelände von Außen verhinderten. Die Küche bzw. die Räumlichkeiten für die Angestellten befanden sich dagegen in einem vom eigentlichen Gebäude abgetrennten Geschoss unterhalb des Bodens.

 

Über Jahre hinweg wurde das Anwesen am Strand von Hammamet vom Clan des ehemaligen tunesischen Machthabers Ben Ali als eine von zahlreichen Sommerresidenzen genutzt. Doch nun wirkt das Gebäude wie ein ausgehöhltes Symbol der einstigen Diktatur.

 

Die ehemals weißen Außenwände sind zum Teil rußgeschwärzt und mit Graffiti-Parolen überzogen. Im Inneren gibt es keine Wand, die nicht von zahllosen handgeschriebenen Botschaften geprägt ist. Die großflächigen Fensterfassaden sind völlig verschwunden. Der Boden ist stattdessen mit Scherben überhäuft, während sich im Swimmingpool entsprechende Trümmer stapeln. Die Holzveranda mit einer eigenen Bar ist abgebrannt, nur ein verkohltes Gestell erinnert daran.

 

Im Zuge des Aufstandes gegen das Regime Ben Alis wurde das Gelände im Januar 2011 gestürmt und verwüstet. Jahrzehntelang unterdrückte Gefühle fanden hier einen Ausgang.

  

DIE JASMIN-REVOLUTION

 

Die Jasmin-Revolution begann tragisch mit der Selbstverbrennung des 26-jährigen Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi am 17. Dezember 2010. Sie wurde zu einem Fanal gegen die sozialen und politischen Missstände in Tunesien, die sich in Bouazizis Lebensbedingungen spiegelten.

 

Innerhalb weniger Wochen wuchs der Protest zu einer Massenbewegung an. Auf Demonstrationen und Streiks reagierte der Staatsapparat mit brutaler Härte. Dutzende unbewaffnete Menschen wurden bei den Protesten erschossen, worauf es mehrfach zu Straßenschlachten kam. Durch die Weigerung von Teilen des Militärs weiter gegen die Bevölkerung vorzugehen, verliert Ben Ali entscheidend an Stärke. Nachdem er Vermögenswerte in Höhe von rund 500 Millionen Euro ins Ausland transferieren ließ, flüchtete Ben Ali am 14. Januar 2011 nach Saudi-Arabien.

 

In Folge wurde eine Übergangsregierung gebildet, die den Übergang in ein parlamentarisches System ermöglichen soll. Nach Protesten gegen einige Mitglieder, die schon unter Ben Ali führende Positionen einnahmen, musste die Regierung jedoch mehrfach neu zusammengesetzt werden. Schrittweise folgten dann die Freilassung politischer Gefangener, die Aufhebung der Zensur, die Ansetzung von Wahlen und die Verurteilung von Ben Ali in Abwesenheit zu einer langen Gefängnisstrafe.

 

Im Mittelpunkt der Revolution standen die Forderung nach Meinungsfreiheit, demokratischer Mitbestimmung und Rechtsstattlichkeit, sowie das Ziel eines breiten materiellen Wohlstandes. Das prägende Grundgefühl war Bedürfnis nach freier Entfaltung im persönlichen wie im gesellschaftlichen Bereich ohne repressive Einschränkungen durch ein korruptes System. Die Grundwerte der Revolution entsprachen einem bürgerlichen Gesellschaftsbild. Islamistische Positionen nahmen dagegen eine völlig untergeordnete Rolle ein. Auch linke revolutionäre Zielsetzungen, die auf eine grundsätzliche Umgestaltung der Gesellschaft zielten, hatten nur einen geringen Einfluss.

 

Trotz der staatlichen Zensur-Bestrebungen nahm das Internet innerhalb der Revolution eine zentrale Rolle ein. Facebook, YouTube und Twitter wurden zu wichtigen Werkzeugen innerhalb der Unruhen. Weitgehend ohne hierarchische Strukturen und traditionelle Organisationsformen wurde es so möglich, selbstbestimmt Informationen über Treffpunkte, Videos von Auseinandersetzungen oder auch Songs mit systemkritischen Inhalten weiterzuverbreiten. Die Revolution fand dadurch nicht nur auf den Straßen, sondern auch im virtuellen Raum statt. Der handschriftliche Dank an Facebook an der Wand der Sommerresidenz in Hammamet spiegelt dies deutlich wider.

 

Die Jasminrevolution in Tunesien stürzte einen Diktatur, der nach weit über zwanzig Jahren an der Macht unantastbar schien. Sie bildete dadurch einen Ausgang für die revolutionären Unruhen, die sich in Folge als Widerstand gegen autoritäre Herrschaftssysteme in mehreren nordafrikanischen Ländern entfalteten.

  

PALASTSÄLE FÜR STRASSENMUSIKER

 

Wie tiefgreifend die Veränderungsprozesse in Tunesien sind, wird sich symbolhaft in der Beantwortung der Frage zeigen, ob die zahlreichen Paläste des einstigen Diktators eine neue Bedeutung erhalten oder ob sie, wie bei so vielen Revolutionen zuvor, zu den Residenzen neuer Machthaber werden.

 

Zahllose Revolutionen sind versandet, weil sie in wesentlichen Bereichen die Strukturen des alten Systems übernommen und nur die darin tätigen Personen ausgetauscht haben. Um nachhaltige Veränderungen zu bewirken, müssen auf allen Ebenen die Türen aufgebrochen und die Räume mit einem neuen Leben erfüllt werden.

 

Derzeit sind die großen Paläste des ehemaligen Diktators in Tunis und Karthago von Militärkräften weiträumig abgesperrt. Sieht man von einigen verwüsteten Residenzen ab, ist eine Besichtigung oder gar eine Nutzung durch die Bevölkerung der Städte nicht möglich.

 

Denkbar wäre dagegen beispielsweise die Nutzung der Luxus-Villen als Jugendzentren, Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose oder Dokumentationszentren. Eine ehemalige Luxussuite kann auch fantasievoll zu einem Spielsplatz für Kinder werden, die in einem Sandkasten spielen, der den ganzen Raum ausfüllt. Ebenso ließen sich Palastsäle von Straßenmusikerinnen nutzen werden, die dort zu offenen Sessions einladen.

 

Einige Gebäude sollten jedoch in ihrer derzeitigen Form erhalten bleiben, wie die Residenz in Hammamet. Das Gebäude wirkt emotional unmittelbar berührend als Mahnmal gegen die Arroganz der Macht, aber auch als Symbol der Möglichkeit gegen derartige Strukturen zu rebellieren und sie zu stürzen, wo immer sie Gestalt annehmen.

  

Wolfgang Sterneck, Juni 2011.

www.sterneck.net

 

Foto-Set:

- Hammamet - Scherben einer Diktatur °*

www.flickr.com/photos/sterneck/sets/72157627311732802

  

Dank an Moon °*

  

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Auf Facebook hatte für heute die „Friedensbewegung 2014“ zu 24 Mahnwachen in der Bundesrepublik aufgerufen. Dem Kölner „AUFRUF ZUM FRIEDLICHEN WIDERSTAND! FÜR FRIEDEN! IN EUROPA! AUF DER WELT! FÜR EINE EHRLICHE PRESSE! & GEGEN DIE TÖDLICHE POLITIK DER FEDERAL RESERVE (einer privaten Bank)!“ folgten etwa 2-300 Menschen, welche sich auch vom immer wieder einsetzenden Regen und zwischenzeitlichen Hagelschauer nicht davon abhalten, ließen den großteils kruden Wortbeitragen zu folgen. Von der Kritik der Nahrungsmittelindustrie & einem Beitrag zu Lobbyismus, bist zur US Hochfinanz GmbH und dunklen „Mächten, die uns schon vor dem 2. Weltkrieg gesteuert haben“ war alles dabei.

Einer der Redner hatte sich sogar wie er mehrmals betonte 7 Jahre eingeschlossen um sich ausgiebig mit allen für ihn interessanten Themen zu beschäftigen, jetzt sei er bereit um seine Erkenntnisse weiterzugeben, aber er habe große Angst davor anschließend direkt ins Militärgefängnis zu wandern. Zwischendurch schrie er dann immer wieder laut ins Mikro „Wollt ihr den totalen Krieg“ woraufhin die Anwesenden fast geschlossen „Nein“ zurückschrien. Auch bei den anderen Rednern ging es eigentlich fast die ganze Zeit um irgendwelche finsteren Mächte welche nicht nur in der US Notenbank die Richtung vorgeben. Am Rand hatten sich dann etwas verspätet doch noch ein paar Junghippies mit 2 Transparenten pro Person eingefunden, aber sonst hatte das mit Antimilitarismus heute nicht viel zu tun. Das Wetter war jedoch auch zu schlecht um sich das Schauspiel noch länger anzuschauen.

 

PS: Zu Beginn protestierten am Rande einige SDS Mitglieder gegen die "Mischung aus verschwörungsideologischem Denken, rechtsesoterischer Lyrik, zutiefst antisemitischer Bildsprache und Truther-Propaganda" welche im Vorfeld durch die Friedensbewegung 2014 über die sozialen Netzwerke verbreitet wurde.

 

PPS: Bemerkenswert war mit, welches Eifer der Radweg freigehalten wurde, sobald sich ein Fahrrad nährte, schrie einer der Ordner laut "Achtung Fahrrad, Radweg bitte freimachen

Today's Morning Walk

今朝は富士森公園に行ってきました。

X-H2s + XF18-55mm F2.8-4 R LM OIS

In Aachen, an der Ecke Karlsgraben/Lochnerstraße, wird man von Darkwing Duck auf den Straßenverkehr vorbereitet. Groß.

An afternoon in September 2024 in the Botanical Fruit Garden in Heilbronn.

me and tzivi

5701 Ein Motorboot in schneller Gleitfahrt passiert die Gierfähre auf der Elbe bei Aken. © www.christoph-bellin.de

Die Stadt Aken (Elbe) liegt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt innerhalb des Biosphärenreservates Mittelelbe. Auf einer Fläche von knapp 60 km² leben ca. 7500 EinwohnerInnen.

Ein besonderes Freizeitangebot bietet das Terrassenbad Herbolzheim . Von Ende April bis Mitte September sind die Pforten für Jung und Alt geöffnet. Das Freibad ist ausgestattet mit einem Nichtschwimmer-, Schwimmer- und Sprungbecken sowie mit einem Baby -Kinderbecken.

 

Kinder können sich beispielsweise an der Trampolinanlage austoben oder an den Jugendanimationen teilnehmen. Außerdem steht neben dem Beachvolleyballfeld ein Mini-Fußballfeld zur Verfügung. Aqua-Fitness, Aqua-Aerobic und Beachvolleyball auf "Miami-Beach"-Sand wird den ein oder anderen Erwachsenen ins Schwimmbad locken. Im Gastronomiebereich gibt es ein vielfältiges Speisen- und Getränkeangebot.

 

Der Bademeister mit seinem Team versucht Ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Es sind genügend Sitzplätze zum Verweilen vorhanden.

Lucilia sericata bei der Paarung

PlusMinus3

3 colour silkscreen print

acrylic on paper

limited edition of 30

unframed, 70 cm x 50 cm

handsigned and numbered by the artist

photos of this series: flic.kr/s/aHsjGVBoxN

 

The `Ju-Jitsu Championship´ of the German state `Lower Saxony´, in (the town) `Einbeck´ on March 09, 2013 with some athletes from Oldenburg.

 

Ju-Jutsu Landesmeisterschaften 2013 des `Niedersächsischen Ju-Jutsu Verbandes e.V.´ (NJJV e.V.) am 09. Febr. 2013 in Einbeck mit einigen Aktiven aus Oldenburg.

Der Mann im Mond.

 

Der Mann im Mond hängt bunte Träume,

die seine Mondfrau spinnt aus Licht,

allnächtlich in die Abendbäume,

mit einem Lächeln im Gesicht.

 

Da gibt es gelbe, rote, grüne

und Träume ganz in Himmelblau.

Mit Gold durchwirkte, zarte, kühne,

für Bub und Mädel, Mann und Frau.

 

Auch Träume, die auf Reisen führen

in Fernen, abenteuerlich.

Da hängen sie an Silberschnüren.

Und einer davon ist für DICH.

Mascha Kaleko

 

Ich wünsche für das neue Jahr, dass jeder von euch sich seinen persönlichen Traum erfüllen kann.

Upload von: fabian.daubner

Photo: © all rights reserved by Ervanofoto (Günther)

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Info: Nederlands & Deutsch

 

- Op weg naar Cuxhaven, in de omgeving van Wingst en de Balksee wordt een nieuwe 35 km lange en 152 masten tellende 110 kV hoogspanningsleiding aangelegd tussen Hemmoor en Cuxhaven. In deze vlakke regio staan er massaal veel windmolenparken. Al de stroom die zij produceren moet ook getransporteerd worden. Deels via deze nieuwe lijn. Even een kijkje gaan nemen en een paar foto's maken. De foto is genomen in de richting van Hemmoor.

 

- Unterwegs nach Cuxhaven, in der nähe von Wingst und der Balksee baut man eine neue 110 kV Hochspannungsleitung. Die 35 km lange strecke führt von Hemmoor nach Cuchaven und zahlt 152 Masten. In diese flache Region, gibt es sehr viele Windparks. Der Strom den sie produzieren muss auch transportiert werden. Teilweise auch durch diese neue Linie. Das muss ich mir mal anschauen und ein npaar Bilder machen. Das Bild zeigt in die richtung von Hemmoor.

  

Extra links:

de.wikipedia.org/wiki/Balksee

de.wikipedia.org/wiki/Wingst

  

DSCN1137_9873

Ein kleiner Bummel durch Hamburgs Innenstadt

Das ist es was wir an diesem grauen Tag, mit Schnee, Hagel und Regen brauchen

wahrscheinlich hat sie der Schaffner vom Geisterzug verloren...

Wer Fehler, Unklarheiten etc. entdeckt, möchte mir diese zur Verbesserung der Mediathek und ggf. zum Schutz der Rechte anderer Personen unter wandern-bei-muenchehofe@freenet.de mitteilen.

 

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Eine Monetarisierung der Inhalte wird weder durchgeführt, noch ist sie beabsichtigt.

 

Hiermit wird versprochen, dass die Angelegenheit so schnell wie möglich geklärt wird.

 

Für Fotos und Videos, die in den Inhaltsverzeichnissen aufgeführt, aber nicht angezeigt werden, haben die Eigentümer des Urheberrechtes keine Zustimmung gegeben.

   

macht mit solch einem Oldtimer sicher Spaß.

Upload von: Tobias Schneider - tobis.fotografie - Beschreibung: Auf einer kleinen Winterwanderung in den Allgäuer Alpen bekam ich diesen schönen Weißrückenspecht vor die Linse.

Meine Anwesenheit schien den Specht nur wenig zu stören.

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TUNESIEN - DIE PALÄSTE DER MACHT UND DER ZORN DER REVOLUTION

 

In den Scherben der verwüsteten Strandvilla spiegeln sich gleichermaßen der Größenwahn des gestürzten tunesischen Diktators Ben Ali wie auch die Visionen der Befreiung.

  

DER AUSGEHÖHLTE LUXUS

 

Das monumentale Gebäude überragt den Strand. Einst schien es geradezu über ihn zu thronen. Große herrschaftliche Treppen führen hinauf. Den Eingangbereich überragen Säulen, die an die Größe antiker Reiche erinnern sollten.

 

Der beeindruckende unverdeckte Ausblick schließt Meer, Stadt und Land ein, während gleichzeitig die inzwischen an machen Stellen durchbrochenen Mauern einem Einblick auf das Gelände von Außen verhinderten. Die Küche bzw. die Räumlichkeiten für die Angestellten befanden sich dagegen in einem vom eigentlichen Gebäude abgetrennten Geschoss unterhalb des Bodens.

 

Über Jahre hinweg wurde das Anwesen am Strand von Hammamet vom Clan des ehemaligen tunesischen Machthabers Ben Ali als eine von zahlreichen Sommerresidenzen genutzt. Doch nun wirkt das Gebäude wie ein ausgehöhltes Symbol der einstigen Diktatur.

 

Die ehemals weißen Außenwände sind zum Teil rußgeschwärzt und mit Graffiti-Parolen überzogen. Im Inneren gibt es keine Wand, die nicht von zahllosen handgeschriebenen Botschaften geprägt ist. Die großflächigen Fensterfassaden sind völlig verschwunden. Der Boden ist stattdessen mit Scherben überhäuft, während sich im Swimmingpool entsprechende Trümmer stapeln. Die Holzveranda mit einer eigenen Bar ist abgebrannt, nur ein verkohltes Gestell erinnert daran.

 

Im Zuge des Aufstandes gegen das Regime Ben Alis wurde das Gelände im Januar 2011 gestürmt und verwüstet. Jahrzehntelang unterdrückte Gefühle fanden hier einen Ausgang.

  

DIE JASMIN-REVOLUTION

 

Die Jasmin-Revolution begann tragisch mit der Selbstverbrennung des 26-jährigen Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi am 17. Dezember 2010. Sie wurde zu einem Fanal gegen die sozialen und politischen Missstände in Tunesien, die sich in Bouazizis Lebensbedingungen spiegelten.

 

Innerhalb weniger Wochen wuchs der Protest zu einer Massenbewegung an. Auf Demonstrationen und Streiks reagierte der Staatsapparat mit brutaler Härte. Dutzende unbewaffnete Menschen wurden bei den Protesten erschossen, worauf es mehrfach zu Straßenschlachten kam. Durch die Weigerung von Teilen des Militärs weiter gegen die Bevölkerung vorzugehen, verliert Ben Ali entscheidend an Stärke. Nachdem er Vermögenswerte in Höhe von rund 500 Millionen Euro ins Ausland transferieren ließ, flüchtete Ben Ali am 14. Januar 2011 nach Saudi-Arabien.

 

In Folge wurde eine Übergangsregierung gebildet, die den Übergang in ein parlamentarisches System ermöglichen soll. Nach Protesten gegen einige Mitglieder, die schon unter Ben Ali führende Positionen einnahmen, musste die Regierung jedoch mehrfach neu zusammengesetzt werden. Schrittweise folgten dann die Freilassung politischer Gefangener, die Aufhebung der Zensur, die Ansetzung von Wahlen und die Verurteilung von Ben Ali in Abwesenheit zu einer langen Gefängnisstrafe.

 

Im Mittelpunkt der Revolution standen die Forderung nach Meinungsfreiheit, demokratischer Mitbestimmung und Rechtsstattlichkeit, sowie das Ziel eines breiten materiellen Wohlstandes. Das prägende Grundgefühl war Bedürfnis nach freier Entfaltung im persönlichen wie im gesellschaftlichen Bereich ohne repressive Einschränkungen durch ein korruptes System. Die Grundwerte der Revolution entsprachen einem bürgerlichen Gesellschaftsbild. Islamistische Positionen nahmen dagegen eine völlig untergeordnete Rolle ein. Auch linke revolutionäre Zielsetzungen, die auf eine grundsätzliche Umgestaltung der Gesellschaft zielten, hatten nur einen geringen Einfluss.

 

Trotz der staatlichen Zensur-Bestrebungen nahm das Internet innerhalb der Revolution eine zentrale Rolle ein. Facebook, YouTube und Twitter wurden zu wichtigen Werkzeugen innerhalb der Unruhen. Weitgehend ohne hierarchische Strukturen und traditionelle Organisationsformen wurde es so möglich, selbstbestimmt Informationen über Treffpunkte, Videos von Auseinandersetzungen oder auch Songs mit systemkritischen Inhalten weiterzuverbreiten. Die Revolution fand dadurch nicht nur auf den Straßen, sondern auch im virtuellen Raum statt. Der handschriftliche Dank an Facebook an der Wand der Sommerresidenz in Hammamet spiegelt dies deutlich wider.

 

Die Jasminrevolution in Tunesien stürzte einen Diktatur, der nach weit über zwanzig Jahren an der Macht unantastbar schien. Sie bildete dadurch einen Ausgang für die revolutionären Unruhen, die sich in Folge als Widerstand gegen autoritäre Herrschaftssysteme in mehreren nordafrikanischen Ländern entfalteten.

  

PALASTSÄLE FÜR STRASSENMUSIKER

 

Wie tiefgreifend die Veränderungsprozesse in Tunesien sind, wird sich symbolhaft in der Beantwortung der Frage zeigen, ob die zahlreichen Paläste des einstigen Diktators eine neue Bedeutung erhalten oder ob sie, wie bei so vielen Revolutionen zuvor, zu den Residenzen neuer Machthaber werden.

 

Zahllose Revolutionen sind versandet, weil sie in wesentlichen Bereichen die Strukturen des alten Systems übernommen und nur die darin tätigen Personen ausgetauscht haben. Um nachhaltige Veränderungen zu bewirken, müssen auf allen Ebenen die Türen aufgebrochen und die Räume mit einem neuen Leben erfüllt werden.

 

Derzeit sind die großen Paläste des ehemaligen Diktators in Tunis und Karthago von Militärkräften weiträumig abgesperrt. Sieht man von einigen verwüsteten Residenzen ab, ist eine Besichtigung oder gar eine Nutzung durch die Bevölkerung der Städte nicht möglich.

 

Denkbar wäre dagegen beispielsweise die Nutzung der Luxus-Villen als Jugendzentren, Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose oder Dokumentationszentren. Eine ehemalige Luxussuite kann auch fantasievoll zu einem Spielsplatz für Kinder werden, die in einem Sandkasten spielen, der den ganzen Raum ausfüllt. Ebenso ließen sich Palastsäle von Straßenmusikerinnen nutzen werden, die dort zu offenen Sessions einladen.

 

Einige Gebäude sollten jedoch in ihrer derzeitigen Form erhalten bleiben, wie die Residenz in Hammamet. Das Gebäude wirkt emotional unmittelbar berührend als Mahnmal gegen die Arroganz der Macht, aber auch als Symbol der Möglichkeit gegen derartige Strukturen zu rebellieren und sie zu stürzen, wo immer sie Gestalt annehmen.

  

Wolfgang Sterneck, Juni 2011.

www.sterneck.net

 

Foto-Set:

- Hammamet - Scherben einer Diktatur °*

www.flickr.com/photos/sterneck/sets/72157627311732802

  

Dank an Moon °*

  

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ich war am fotografieren gewesen dan sa ich es und fotografierte es

 

The Delonix regia trees come from Madagascar, where they are considered an endangered plant. They flourish in the hot areas of Israel - the Jordan valley, Jericho and the oasis of Ein-Gedi. Blooming starts about May-June, after the temperatures start to climb high. This picture was taken on May 20th at the Ein-Gedi guest house garden.

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