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Eine dreidimensionale Landschaft macht dreidimensionale Lösungen notwendig

Ein kleiner Bummel durch Hamburgs Innenstadt

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von Petrana Zlateva

 

Uraufführung

Siegerstück des Dramenwettbewerbs TALKING ABOUT BORDERS

 

Regie Henning Bock

Bühne und Kostüme Martin Fischer

 

Während es scheinbar um Immobiliengeschäfte und knallharte Geschäftskonkurrenz geht, stehen irrationale Sehnsüchte nach einer besseren Zukunft den scheinbar moralisch richtigen oder auch nur vernünftigen Entscheidungen im Weg. Ein Immobilienmakler, eine Kollegin von einer anderen Agentur, eine Flugticketverkäuferin, ein Autohausbesitzer und eine schwer kranke, alte Mutter – sie stehen auf der Schwelle zwischen Gestern und Morgen, hoffen auf nicht weniger als die Erfüllung geheimer, vielleicht letzter Wünsche.

Aber welche Zukunft hat eine Gehwegplattenliebe mit Kaffee und Zigaretten?

Wie teuer ist der Ausverkauf der eigenen Geschichte?

Gehen oder Bleiben – Deal or No Deal?

Mit Illusionen lässt sich Geld verdienen und an die eigenen Lügen glauben. Geld wiederum bedeutet Freiheit – und wer die Wahrheit sagt, verliert.

Schauplatz von Begegnungen, Irrungen und Entdeckungen ist ein leer stehendes zwischen Renovierung und Verfall, für die Einen ein Ort der Erinnerung, für die Anderen ein Ort der Zukunftsträume. Wahrscheinlich steht es in einer bulgarischen Großstadt, vielleicht aber auch irgendwo in Europa…

 

EIN UNMUSIKALISCHER MOMENT ist eine Uraufführung aus Bulgarien und Siegerstück des diesjährigen Dramenwettbewerbs TALKING ABOUT BORDERS, der seit 2004 AutorInnen aus Südosteuropa einlädt, sich vornehmlich mit dem „Lebensgefühl in Zeiten politischen Wandels“ auseinanderzusetzen.

Autorin des preisgekrönten Debütstücks ist die in Plovdiv lebende Schauspielerin Petrana Zlateva, die bisher vor allem durch ihre Gedichte bekannt geworden ist. In der Begründung der Jury heißt es: „Das Gewinnerstück folgt dem Bauplan einer gut gebauten zeitgenössischen Komödie, voll mit überraschenden und unvorhersehbaren Wendungen, die das Leben der HeldInnen Schritt für Schritt verändern: Die Geschichte entwickelt sich anders, als man es noch in jenem Moment vermutete…“

 

Da das Theater Osnabrück seit dem Jahr 2007 einen engen Austausch mit dem Partnertheater in Russe pflegt, wird das bulgarische Gewinnerstück des diesjährigen Dramenwettbewerbs, der vom österreichischen Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten und dem P.E.N.-Club getragen wird, in Osnabrück uraufgeführt. Für den Regisseur Henning Bock ist seit seinen Inszenierungen von ALTER FORD ESCORT DUNKELBLAU und KATZELMACHER, die in Russe und Varna gastierten, Bulgarien ebenfalls kein Neuland.

 

Fotos: Uwe Lewandowski

Eine Bäckersfamilie im Südharz.

"W. Dörfer"

"1. Lieferung für das Arbeitsdienstlager der N.S.D.A.P., Hettstedt, 1933".

Wer nicht ganz schwach im Kopfrechnen ist, wird selber drauf kommen, dass er/sie es mit einem Jubiläums-Hasen zu tun hat.

Wie man im Internet lesen kann, gab es die erste Gaststätten-Konzession aber erst 1848 [was ich nicht widerlegen kann –

1846 kann auch das Jahr der Erstellung des Gebäudes sein, siehe auch Nachtrag unten].

Die Hauswand macht einen erheblich jüngeren Eindruck – die Maurer scheinen gerade erst mit Kelle, Lot und Wasserwaage abgezogen zu sein. Im Jahr meiner Geburt ist es allerdings bereits, als das alte Fachwerk aufgrund von Baumängeln auf neuzeitliche Weise erneuert werden muss.

Jeder Oldenburger kennt den Drögen Hasen im Stadtwesten,

nahe der Grenze zum Ammerland. Das Gasthaus ist eines der alten Traditionslokale, die in und um Oldenburg noch erhalten sind. Grünkohlfahrten und Mai- oder Pfingsttanz haben hier eine lange Tradition, die auch wegen des zugehörigen Biergartens seit langem beliebt sind.

In der Nachbarschaft befindet sich der grüne Standort Wechloy der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Und der stadtauswärts hierher führende Drögen-Hasen-Weg zählt zu den schönsten Eichenalleen Niedersachsens . . . [wem das noch nicht genügt:

Das Naturschutzgebiet Haarenniederung liegt in Sichtweite].

Weitere Infos über den Hasen gibt es bei meinem früheren Kollegen Peter Bachmann und seiner Frau, die im Laufe von Jahren einen bemerkenswerten Webauftritt über Oldenburg inszeniert haben:

www.alt-oldenburg.de/stadtteile/wechloy/zum-droegen-hasen...

Nachtrag: Der Weg ist nach der Gastwirtschaft „Zum Drögen Hasen“ benannt, die sogar schon seit 1846 besteht. Auch hier hatte Gerd Bruns seine Hände im Spiel, der 1848 die Konzession für die „Krug- und Schenkwirthschaft“ erhielt. [Quelle: nwzonline.de 21.11.2017]

a good sunday for you

 

Thanks for all your views, *** and (critical) kind review :))

 

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August 2017

 

Canon EOS 6D

EF 24-105mm f/4L IS USM

 

Creative Commons Licence BY 2.0

creativecommons.org/licenses/by/2.0/

 

Quellenangabe / Credit:

Maja Dumat - Creative Commons Licence BY 2.0

Aer Lingus A320- 214 landing runway 27L from SNN

Ein Tag bei Doktor Wichtel / Bilderbuch

Verlags-Nummer: 1522 B/125

Favorit Verlag

(Rastatt / Deutschland; ~1968)

ex libris MTP

Today's Afternoon Walk

ちょっと暗くなっていたのですが、カメラ持って出かけました。ボケが面白いw

RICOH GXR A12 Lens Mount with Voigtlander NOKTON Classic 40mm F1.4 SC

Vollständiger Bericht bei: agu.li/Nf

Bei der heutigen Runde versucht, der Bise auszuweichen. So gut das halt geht bei einer Runde. Dafür musste ich aber ein paar zusätzlichen Höhenmeter in Kauf nehmen. Das GPS meint 35.07 KM und 602 Höhenmeter.

Mal eins aus unserem Crazy Food Shooting, hier mit der Lieben Caro als Model. Make Up & Maske: Macarena Unger

Copyright 14.02.2016 Manfred Pack

Ein herzliches Willkommen galt auch unseren Fans aus Gross Britanien .. 😎👉💙

 

A warm welcome was also extended to our fans from Great Britain.. 😎👉💙

Ein schöner Nachmittag am See, jedoch die Mücken, Sie stechen...;

A beautiful afternoon at the lake, but the mosquitoes bite...;

Un bel après-midi au bord du lac, mais les moustiques piquent...

Die ČSD-Baureihe T 669.0 (ab 1988: Baureihe 770) ist eine dieselelektrische Lokomotive der ehemaligen Tschechoslowakischen Staatsbahn (ČSD). Abgeleitet von der Baureihenbezeichnung ЧМЭ3 (ČME3) der Exportlokomotiven bei den Sowjetischen Eisenbahnen verdanken die Lokomotiven ihren Spitznamen Čmelak (deutsch: Hummel) auch ihren Fahrgeräuschen. Zusammen mit allen praktisch identischen Schwesterbaureihen, die von ČKD und SMZ für andere Bahngesellschaften hergestellt wurden, zählt die Bauart mit insgesamt etwa 8200 Exemplaren zu den meistgebauten Lokomotiven weltweit.

 

Die Maschine entstand 1963 als Exportauftrag für die damalige Sowjetunion und andere Länder wie Albanien. Dabei ist es sehr wahrscheinlich, dass der Besteller zur rationellen Instandhaltung und Ersatzteilhaltung gefordert hat, möglichst viele Bauteile und Aggregate der ČSD-Baureihe T 458.1 zu verwenden. Nach Fertigstellung von drei Prototypen wurden diese Ende 1963 auf den Gleisen der ČSD eingehend erprobt. Die hervorragenden Ergebnisse veranlassten die ČSD dann ab 1967 zur Beschaffung einer an die eigenen Anforderungen angepassten Variante.

 

107 weitere Lokomotiven wurden 1967 bis 1969 von SMZ in Dubnica an die ČSD und einige Industriebetriebe geliefert. Im Jahr 1968 wurde bei SMZ Dubnica die Aufhängung des Lokkastens auf den Drehgestellen verändert, dies führte zu der Baureihe ČSD-Baureihe T 669.1. 1977 und 1979 folgten nochmals zwei Maschinen von ČKD Prag.

 

Mit den hohen Vorbauten, dem stark seitlich versetzen Mittelführerstand und der umlaufenden Plattform entspricht die T 669.0 den zeitgenössischen amerikanischen Konstruktionsprinzipien. Es war eine der Forderungen der sowjetischen Besteller, dass man sich an der Konstruktion der Lokomotiven orientierte, die 1944 im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes von den USA an die Sowjetunion geliefert worden waren.

 

Das Einsatzgebiet der T 669.0 war der schwere Rangierdienst und die Beförderung von Nahgüterzügen.

  

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/%C4%8CSD-Baureihe_T_669.0

Die Trolltunga in der Region Hardanger.

Ein Tintentropfen...tropft in ein Wassaerglas...mit Photoshop leicht verfeinert ;-)

 

Die Taube gilt als Symbol des Heiligen Geistes. Schon in der Antike stand sie für Sanftmut und Liebe – aufgrund der falschen Annahme, sie habe keine Gallenblase und sei daher frei von allem Bitteren und Bösen. In der biblischen Geschichte von der Sintflut bringt eine von drei ausgesandten Tauben einen grünen Ölzweig zur Arche Noah zurück und signalisiert damit Rettung und Neuanfang.

 

Nach einem sexuellen Übergriff auf ein Kind und der Festnahme eines Tatverdächtigen aus dem Niger, Näheres ist zur Zeit nicht bekannt, versucht die extreme Rechte in Dessau-Rosslau aus der Tat Kapital zu schlagen und mobilisiert zu rassistischen Kundgebungen. Bereits eine Woche zuvor konnten rund 100 Neonazis mit rassistischen Parolen durch die Stadt ziehen. Am gestrigen Samstag wiederholte sich das Ganze, mobilisiert durch die NPD und freie Kameradschaften.

 

Nach einem Auftakt am Bahnhof Rosslau-Elbe, wo mehrere Redner das Angebot eines freien Mikros für teilweise unzusammenhängende Gedanken nutzten, zogen die Teilnehmenden unter Parolen wie „Todesstrafe für Kinderschänder“, „Kriminelle Ausländer raus“ oder „frei, sozial und national“ durch die Stadt.

 

Am Ort der Tat fand eine Zwischenkundgebung statt, die Dieter Riefling nutzte, um den Nationalsozialismus zu relativieren und heutige Geflüchtete zum Werk „finsterer Mächte der amerikanischen Ostküste“ zu erklären, einem antisemitischen Code für das angeblich von Juden dominierte internationale Finanzsystem.

 

Am Rand der Kundgebung kam es zu einem Übergriff auf eine Journalistin, der das Telefon aus der Hand geschlagen wurde, woraufhin sich ein Mob bildetet, der das Team bedrohte. Hier griff die Polizei aber schnell ein und konnte die Lage schnell wieder beruhigen. Auf twitter verkehrte währenddessen Dieter Riefling diesen Angriff zu einer Provokation einer „Fotografin der fckafa“.

 

Für kommenden Montag und Mittwoch sind erneut Kundgebungen oder Demonstrationen angemeldet, am Montag aus den Reihen der AfD. An der rassistischen Stimmungsmache beteiligen sich auch verschiedene Funktionäre der AfD- Bundestagsfraktion, darunter die Fraktionsvorsitzende Alice Weidel.

  

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

 

recherchenetzwerk.berlin@yahoo.com

Ein Exponat im sehenswerten Stadtmuseum Weilheim in Oberbayern, wo wir rein zufällig gelandet sind

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Kolkata Waste Dump Vision -

Urbane Meditation auf einer Müllkippe in Kolkata *

 

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Kolkata-Foto-Sets:

 

Kolkata Waste Dump Vision *

www.flickr.com/photos/sterneck/sets/72157626309600103

 

Kolkata - Share *

www.flickr.com/photos/sterneck/sets/72157629696098429

 

Kolkata Slum Realities *

www.flickr.com/photos/sterneck/sets/72157626695023320

 

Artikel:

Kolkata - In den Slums einer Megacity

www.sterneck.net/stern/kolkata

 

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Wolfgang Sterneck:

IN THE CRACKS OF THE WORLD

Photo-Reports:

www.flickr.com/sterneck/sets

Articles (german / english) :

www.sterneck.net

 

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Wolfgang Sterneck

 

KOLKATA - IN DEN SLUMS EINER MEGACITY

 

- Meditation auf einer Mülldeponie

- Der abgebrochene Bleistift

- Unter dem Staub ein Lächeln

- Die verkaufte Revolution

- Sex-Worker und Street-Artists

  

Immer wieder begegnen uns Kinder, die Müll sammeln und später gemeinsam auf einem Stück Pappe auf dem Bürgersteig übernachten. Auf der anderen Straßenseite findet hinter einer abgrenzenden Mauer eine mehrtägige Hochzeit in ausschweifend luxuriösem Ambiente statt.

 

Kolkata ist eine Stadt der Extreme, geprägt von vielschichtigen Gegensätzen und Widersprüchen. Fernab von Bollywood, Goa-Parties oder Indien-Romantik stehen hier Überlebenskampf, Solidarität und Ignoranz eng nebeneinander.

  

MEDITATION AUF EINER MÜLLDEPONIE

 

In einem Vorort von Kolkata (ehemals Kalkutta) stehen Moon und ich auf einen Müllberg. Krähen kreisen über dem Gelände. Vor uns laufen einige Schweine vorbei, um dann eine Tüte mit einem schwer definierbaren Inhalt auseinander zu reißen. Beladene Laster rollen den Weg hinauf und hinterlassen Sandwolken in der ohnehin schon völlig staubigen, schweratmigen Luft. Dazwischen suchen Kinder im Müll nach Plastik, Papier oder anderen noch verwertbaren Materialien, um sie dann zu einem Minimalbetrag an einen Zwischenhändler weiterzuverkaufen.

 

Wer eine Megacity wie Kolkata zumindest ansatzweise von Innen heraus kennen lernen will, der sollte den Reiseführer mit den Beschreibungen der kolonialen britischen Prachtbauten zur Seite legen und sich auf die Suche nach den eigentlichen Gesichtern der Stadt machen. Zweifellos entsprechen derartige Mülldeponien und die umgebenden Slums nur einer Seite der Stadt. Doch gerade hier finden auf einer lokalen Ebene ganz unmittelbar die globalisierten Mechanismen sozialer Ausbeutung und ökologischer Zerstörung einen Ausdruck.

 

Als Gäste der Menschen auf diesem Müllberg kommen in uns Fragen nach Wertigkeiten und den Gestaltungsmöglichkeiten von Lebenswegen auf. Schweigend laufen wir umher, verweilen, lassen die Atmosphäre auf uns wirken, nehmen sie auf, tauchen in sie hinein. Wohl wissend, dass wir uns als Außenstehende, die diesen Platz bald wieder verlassen werden, dieser Wirklichkeit nur annähern können. Der Prozess gleicht einer urbanen Meditation, die keinen Tempel sucht und keinem imaginären Gott huldigt, sondern sich in die konkrete Erfahrung begibt. Eine Erfahrung, die für unzählige Menschen auf diesem Erdball der alltäglichen Realität entspricht.

 

Als wir uns durch die Müllschichten einen Weg bahnen, kommen uns drei Kinder entgegen. Ihr Lebensinhalt besteht zu einem wesentlichen Teil in der Arbeit auf dieser Halde. Und doch strahlen sie während unseres Gespräches von Innen heraus durch ihre Augen, ihre Worte und ihre tanzenden Bewegungen. Am Ende erhebt einer von ihnen kämpferisch die Faust. Sie ist gegen niemanden direkt gerichtet, sondern vielmehr ein Zeichen der lächelnden Lebendigkeit in einer zerstörenden Umwelt.

  

DER ABGEBROCHENE BLEISTIFT

 

Mehrere Slum-Siedlungen haben sich am Subhas Sarovar gibildet, einem idyllischen, aber völlig verunreinigten See im Ostteil von Kolkata. Dort unterhalte ich mich in gebrochenem Englisch, sowie mit Zeichensprache und vor allem beiderseitig guten Willen mit einigen BewohnerInnen. Anfangs geht es um unsere Familien, anschließend im Zuge eines lockeren Gekickes mit einem fast platten Ball auch um Fußball. Eine Zeit lang steht die vergebliche Hoffnung im Mittelpunkt, ich könnte Arbeit vermitteln. Es folgt eine fragmentarische Diskussion über materielle Armut und inneren Reichtum.

 

Insbesondere mit Kindern ergibt sich schnell ein Kontakt. Um über die üblichen Fragen der Kinder nach Namen und Herkunftsland hinauszukommen, beginne ich auf einem Zettel etwas zu schreiben und zu zeichnen. Schnell entwickelt sich im Rahmen der zwangsläufig eingeschränkten Möglichkeiten eine neue Kommunikationsebene. Einige Kinder schrieben ihren Namen oder zeichneten ebenfalls auf den Zettel. Meist waren es einfache Motive aus der direkten Umgebung, wie einige Häuser und Bäume. Dazwischen finden sich einige tanzende Menschen mit lächelnden Gesichtern.

 

Am folgenden Tag versuche ich den Kontakt weiter zu entwickeln, in dem ich an weitere Kinder Zettel, Stifte und auch Spitzer verteile. Ich hatte mich bewusst für Bleibstifte aus abbaubarem Holz entschieden, um nicht durch Filzstifte oder Kulis zur weiteren Anhäufung des Plastikmülls beizutragen. Nicht ausreichend bedacht hatte ich jedoch, dass die meisten Kinder keine Erfahrung mit Bleistiften hatten bzw. ohnehin kaum einmal in ihrem Leben geschrieben oder gezeichnet haben. Zum Teil drückten so deshalb viel zu fest mit dem Stift auf den Untergrund, so dass bei vielen Kindern gleich die Spitze abbrach.

  

UNTER DEM STAUB EIN LÄCHELN

 

Die Behausungen in den Slums bestehen zumeist aus Blech- und Holzplatten, über die an einigen Stellen löchrige Planen gezogen sind. Alles ist von einer grauen Staub- und Schmutzschicht überzogen. An einer Hütte ist darunter noch ein Verkaufsslogan und ein breit lächelndes Gesicht zu erkennen, das klar macht, dass diese Abtrennwand einst zu einem großformatigen Werbebanner gehörte. Im Inneren befinden sich kaum mehr als ein Gestell mit einigen Tüchern als Schlafplatz, einige Gebrauchsgegenstände und als farbenfroher Gegensatz zur sonstigen Umgebung spirituelle Bilder. Es gibt weder fließendes Wasser noch elektrischen Strom.

 

Beißender Smog durchzieht die gesamte Stadt. Insbesondere in den ärmeren Vierteln von Kolkata sind die Straßen von Müll übersät. Eine Entsorgung von Seiten der Stadt ist bestenfalls eingeschränkt gegeben. Öffentliche Müllbehältnisse sind nicht vorhanden, stattdessen bilden sich in den Straßen teilweise Müllhaufen, die dann wieder von SammlerInnen durchwühlt werden. Offensichtlich ist, dass ein ökologisches Bewusstsein kaum vorhanden ist bzw. in Anbetracht der umgebenden Bedingungen gegebenenfalls auch nur eingeschränkt umgesetzt werden kann.

 

Ein funktionierendes Wassersystem besteht in vielen Stadtteilen bestenfalls ansatzweise. Die künstlichen Rinnsale direkt am Straßenrand werden gleichermaßen zur Hygiene, zum Waschen von Geschirr und Kleidung, teilweise auch als Toilette, sowie oftmals auch zur Abschöpfung von Trinkwasser genutzt. Entsprechend gehören vielfältige Erkrankungen zu den zwangsläufigen Folgen.

 

Auffallend ist immer wieder die Genügsamkeit mit der in Indien zumeist derartige Lebenswelten angenommen werden. Verwurzelt ist sie in den religiösen Annahmen, dass das derzeitige Leben nur eines von vielen ist. Die besondere Ausgestaltung der derzeitigen Existenz sei wesentlich vom vorherigen Leben mitbestimmt und beeinflusst wiederum zukünftige Wiedergeburten. Diese Grundhaltung eröffnet zum Teil eine beachtliche Gelassenheit und innere Ausgeglichenheit. Sie führt jedoch zum Teil auch in eine Schicksalsergebenheit, die notwendige gesellschaftliche Veränderungen vernachlässigt bzw. die Möglichkeit eines besseren Lebens auf einer persönlichen Ebene in nächste Inkarnationen verlagert.

 

Inzwischen leben wohl weit über 15 Millionen Menschen in Kolkata und den diversen Randgebieten. Auf den ersten Blick gleicht die Stadt einem riesigen Chaos, wobei insbesondere die Slums unüberschaubar erscheinen. Doch gerade hier haben sich vielfältige gemeinschaftliche Strukturen herausgebildet. Getragen sind sie auf vielen Ebenen von gegenseitiger Hilfe und Solidarität, wie auch von Improvisation, Genügsamkeit und einer grundlegend positiven Lebenshaltung. Fließend sind jedoch die Übergänge zu Bereichen, in denen der ständige Überlebenskampf vom Recht des Stärkeren bestimmt wird.

  

DIE VERKAUFTE REVOLUTION

 

In den ärmeren Vierteln findet sich vielfach das rote Hammer-und-Sichel-Symbol an den Hauswänden. Im Bundesstaat Westbengalen bzw. in seiner Hauptstadt Kolkata steht es jedoch nicht für eine im Untergrund agierende kommunistische Gruppe, sondern für die dort seit weit über dreißig Jahren regierende "Communist Party of India (Marxist)". In keinem anderen Land gelang es einer kommunistischen Partei in freien demokratischen Wahlen über einen vergleichbar langen Zeitraum immer wieder gewählt zu werden.

 

Von der einstigen revolutionären Kraft des Symbols oder gar von der Vision einer tatsächlich gerechten Gesellschaft ist jedoch auch in Kolkata kaum etwas übrig geblieben. Die Partei verweist zwar auf Fortschritte hinsichtlich einer gerechteren Landverteilung und der Bekämpfung der Armut, doch faktisch erinnert gerade in Kolkata die reale Politik eher an sozialdemokratische oder gar an neoliberale Positionen.

 

So lag ein Schwerpunkt in der Entwicklung einer investitionsfreundlichen Atmosphäre, um über neue Arbeitsplätze und erhöhte Steuereinnahmen zu einem Aufschwung der Stadt bzw. des Bundesstaates beizutragen. Dies führte dazu, dass paradoxerweise die Wirtschaftspolitik der Kommunistischen Partei von multinationalen Konzernen ausdrücklich gelobt wurde, während sich sozial engagierte Basisgruppen von der Partei ausdrücklich distanzierten.

 

Die gegenläufigen Entwicklungen fanden 2007 bei den Auseinandersetzungen um die Errichtung einer "Special Economic Zone" in der Provinzstadt Nandigram einen tragischen Höhepunkt. Große Teile der Bevölkerung wehrten sich gegen Landenteignungen zugunsten eines Unternehmens, das unter anderem den Bau einer Chemiefabrik plante. Der Widerstand wurde auf Anordnung der Kommunistischen Partei durch bewaffnete Polizeikräfte gewaltsam niedergeschlagen. Vierzehn AktivistInnen der Potestbewegung kamen dabei zu Tode.

 

Allgemein wird damit gerechnet, dass die Kommunistische Partei die 2011 anstehenden Wahlen klar verlieren wird. Doch unabhängig von der politischen Ausrichtung der regierenden Parteien krankt das politische System in weiten Teilen an Machtmissbrauch, Korruption und Vetternwirtschaft, sowie an einer Ignoranz gegenüber ökologischen Aspekten. Insbesondere die Veränderungsprozesse, die in den Slums eine Bedeutung erlangen, werden zumeist nicht von den Parteien angestoßen, sondern vielmehr von den Graswurzelprojekten, die an der Basis vor Ort aktiv sind.

  

SEX-ARBEITERINNEN UND STRASSEN-KÜNSTLER

 

Zu den größten Graswurzelgruppen gehört die in der Mitte der neunziger Jahre gegründete Organisation Durba, der in Westbengalen rund 65.000 Sex-ArbeiterInnen angehören. Inzwischen kann Durba auf eine Reihe von Erfolgen blicken. So gelang es durch AIDS-Aufklärungskampagnen und ein geschlossenes Auftreten den lange von den meisten Freiern abgelehnten Gebrauch von Kondomen zu einer Selbstverständlichkeit zu machen. Eingerichtet wurden besondere Angebote für Sex-ArbeiterInnen in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung und Kultur, sowie unter anderem auch zur Geldverwaltung. Zudem förderte der Zusammenschluss eine grundlegende Solidarisierung, wie auch die Entwicklung eines gestärkten Selbstbewusstseins. So gehen Durba-AktivistInnen inzwischen im Rotlichtviertel von Kolkata auch militant gegen gewaltsame Freier oder Zuhälter vor.

 

Zentral für die Entwicklung Kolkatas ist der Bereich der Bildung. Hier spiegeln sich besonders deutlich die sozialen Gegensätze, die für ganz Indien charakteristisch sind. Während Kolkata inzwischen zu den führenden Städten der IT-Branche in Indien zählt, haben viele Slum-BewohnerInnen kaum Rechen- und Schreibkenntnisse. Die Analphabetenrate liegt bei rund 20 Prozent.

 

Solange das staatliche Schulsystem nur einen begrenzten Teil der Bevölkerung erreicht, sind gerade in den Armenvierteln der Stadt Bildungsprojekte von großer Bedeutung, die von Basisgruppen und Hilfsorganisationen getragen werden. So konzentriert sich das Projekt "H.E.L.G.O. - Help for Education and Life Guide Organisation" auf Kinder, die zum Teil schon ab dem achten Lebensjahr arbeiten müssen. Das Projekt erstattet den Familien den geringen, aber lebensnotwendigen Lohn unter anderem in Form von Lebensmitteln und Gebrauchsgütern unter der Bedingung, dass die Kinder nicht mehr arbeiten müssen und stattdessen regelmäßig zur Schule gehen.

 

Unter dem Motto "Art for Positive Change" organisiert Magic Wallrush in Kolkata kulturelle Projekte, die in den öffentlichen Raum eingreifen. So organisierte die Gruppe eine Ausstellung mit Werken junger, engagierter KünstkerInnen, die direkt in einer Straße an Zäumen, Absperrungen und Hauswänden aufgehängt wurden. Die Mitglieder von Magic Wallrush gehören auch zu den InitiatorInnen des Ujaan-Festivals, das dem Erhalt der für das Ökosystem äußerst wichtigen Sundarbans-Mangrovenwälder gewidmet ist. Neben Auftritten von Bands stehen auch gemeinsame Entmüllungsaktionen in stark verunreinigten Abschnitten, sowie die Unterstützung von lokalen Gesundheits- und Bildungsprojekten auf dem Programm. Das Festival zielt dabei im Sinne von "Party and Politics" auf die Stärkung des öffentlichen Bewusstseins hinsichtlich ökologischer Aspekte unter der Berücksichtung sozialer Fragen.

 

Wie alle anderen Megacities der Gegenwart beheimatet Kolkata unzählige soziale und ökologische Abgründe. In den vielfältigen Graswurzelprojekten finden sich jedoch auch immer wieder die Visionen der Veränderung.

 

(2011).

 

- °* -

 

*

 

gesehen an der Holtenauer Straße / Bernhard-Minetti-Platz durch einen Laden im Kiel-Ravensberg,

VUOI VENIRE A CENA CON ME ???

  

Ancora una volta, in occasione della 24^ edizione di Ein Prosit, a Udine e provincia, nei suoi migliori ristoranti, gli appassionati possono vivere serate sicuramente irripetibili, grazie ad un programma come al solito ampio e di elevato appeal.

Gli "Chef, le Cene": ovvero un elenco interminabile e prestigioso di chef nazionali ed internazionali, che si sono avvicendati ai fornelli, anno dopo anno ed ha costituito sempre più il momento centrale della manifestazione.

 

Note tratte dal sito:

www.einprosit.org/gli-chef-le-cene/

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DO YOU WANT TO COME TO DINNER WITH ME???

  

Once again, on the occasion of the 24th edition of Ein Prosit, in Udine and its province, in its best restaurants, enthusiasts can experience evenings that are certainly unrepeatable, thanks to a programme, as usual, broad and highly appealing.

The "Chefs, the Dinners": that is, an endless and prestigious list of national and international chefs, who took turns at the kitchen, year after year and increasingly constituted the central moment of the event.

  

Immagine dedicata a Suzy, per il suo compleanno

  

Immagine realizzata con lo smartphone HUAWEI MATE 20 PRO

beifang aus der stolperstein tour

winterhude

Eine echte S-Bahn in Tharandt: Der Hamburger S-Bahn-Triebzug 490 103 (9003 / links) und eine Dresdner S-Bahn aus Dresden Hbf (rechts) bei der Einfahrt in den Bahnhof Tharandt. Der 490 wendet hier auf einer Probefahrt auf der Tharandter Rampe und kam aus Richtung Freiberg und fährt wieder in Richtung Freiberg.

 

www.larsbrueggemann.de/hamburger-s-bahn/023-490-testfahrt...

Ein typischer Doppelstockzug mit einer Lok der Baureihe 143 der S-Bahn Dresden, ein Zug der Linie S2 die zwischen Dresden Flughafen und Pirna pendelt. Man sollte natürlich nicht glauben das kleine Städtchen Pirna in Sachsen hätte eine eigene S-Bahn. Die S-Bahn hält nur einmal in Pirna und fährt von hier nach Dresden, Meißen und Schöna. Dafür hat die Nachbarstadt Heidenau gleich drei S-Bahn-Bahnhöfe.

 

www.larsbrueggemann.de/dresden-bahnen/118-bahnhof-pirna.html

Einer langen Tradition folgend, empfing Botschafter Philippe Etienne auch in diesem Jahr zahlreiche Gäste zum französischen Nationalfeiertag am 14. Juli.

Nikolaus 2012, Berlin-Kreuzberg

... Deutschland.

 

Somewhere in Germany

 

(From Veitsbronn towards Cadolzburg, Bavaria, April 2016)

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