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Photo: Fenster in Eltville/Rheingau
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Wach auf, verschlafnes Herz
1.) Wach auf, verschlafnes Herz!
Ermuntre Leib und Glieder.
Die Sonne geht dir auf,
Und heischet (a) Morgenlieder.
Auch Israel ist schon
Zu seinem Manna wach, -
Wohlan, verlass auch du
Dein faules Schlafgemach.
2.) Gott, der du bist das Licht,
Und Tag und Nacht gegeben,
Dir dank ich meine Kraft
Und mein gestÀrktes Leben.
Ich lag, als von der Hand
Des Todes ausgestreckt,
Und lÀge noch also,
Wenn du mich nicht erweckt.
3.) Denn, Herr, was ist der Mensch,
So bald er eingeschlafen?
Es tut kein Glied das Werk,
Wozu du es geschaffen.
So gar, dass unser Schlaf
Des Todes Abbild ist,
Wobei du tÀglich uns
Ein neuer Schöpfer bist.
4.) Lass aber mich den Tod
In meinem Wandel fliehen,
Und nimmer an dem Joch
Der toten Werke ziehen.
Ach gib, dass ich das Licht
Also gebrauchen mag,
Dass in der Finsternis
Du seist mein heller Tag.
5.) Gib, dass ich stets bedenk,
Dass ich dem Morgen gleiche,
Dass, wie sein Rot verbleicht,
Ich auch gar bald verbleiche.
Denn, sind wir noch so stark
Und dauerhaft gebaut,
Ist's doch ein Erdenklos,
Worauf die Menschheit traut.
6.) Gesicht, Gehör, Geruch,
Geschmack, GefĂŒhl verschwinden,
Doch missbraucht sie der Mensch
Zu Eitelkeit und SĂŒnden.
Bewahr mich, Herr, davor
Und prÀg mir's lebhaft ein,
Dass jeder heut'ge Tag
Mir kann der letzte sein.
7.) Geschieht's denn: O, so bring
Mich flugs zu jener Sonne,
Die den ErwÀhlten scheint
Zu jeder Freudenwonne.
Wenn da mein Herz dich kennt,
Und dich mein Auge sieht,
So singt dir erst mein Mund
Das rechte Morgenlied.
(a) erfordert
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Autor: Johann von Besser
Melodie: O Gott, du frommer Gott
oder: Nun danket alle Gott
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gefunden im Buch
Mitauisches [lutherische] Gesangbuch
Druck: Johann Friedrich Steffenhagen
Mitau (heute Jelgava, Lettland), 1771
Liednummer 37
Thema: Morgenlied
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Johann von Besser (* 8. Mai 1654 in Frauenburg, Kurland, heute Saldus/Kurland; â 10. Februar 1729 in Leipzig) war ein deutscher Dichter.
Besser studierte in Königsberg evangelische Theologie und kam als Begleiter des kurlĂ€ndischen Adligen Jakob Friedrich von Maydel nach Leipzig, wo er an der dortigen UniversitĂ€t Jura studierte. Auf Empfehlung des FĂŒrsten Leopold von Anhalt-Dessau wurde er 1680 kurfĂŒrstlich-brandenburgischer Rat und 1681 Legationsrat. In dieser Eigenschaft war er 1684-85 kurfĂŒrstlicher Resident in London. König Friedrich I. von PreuĂen ernannte ihn 1690 zum Zeremonienmeister und Hofpoeten und erhob ihn in den Adelsstand. 1701 wurde er Geheimer Rat und Oberzeremonienmeister. Als Friedrich Wilhelm I. bei seinem Regierungsantritt 1713 alle ĂŒberflĂŒssigen Hofchargen abschaffte, verlor von Besser seine Ămter und geriet in eine bedrĂŒckende Lage, bis er 1717 als Geheimer Kriegsrat und Zeremonienmeister an den Dresdner Hof Augusts des Starken berufen wurde. Hier verblieb er bis zu seinem Tod. Besser schrieb Lob- und Heldengedichte auf FĂŒrsten, Liebes- und Studentenlieder, Festgedichte, Singspiele, Texte von Maskenfesten und Epigramme. Als zeitgeschichtliches Dokument interessant ist seine PreuĂische Krönungsgeschichte aus dem Jahre 1712.
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At the mouth of the Venta River was a settlement called Sagare, which was mentioned in 1253. In 1290 the castle "Winda" of the Livonian Order was completed as the center of the Windau commandery. The town developed around the castle. It was chartered in 1314 and became an important mercantile city of the Hanseatic League.
As part of the Duchy of Courland, Ventspils blossomed as a shipbuilding centre. 44 warships and 79 trading ships were built here, and it was from Ventspils that the Duke's fleet set out to colonize Gambia and Tobago. Metal, amber, and wood-working shops also became important to the city's development.
During the Polish-Swedish War and the Great Northern War, Ventspils was destroyed, and in 1711 a plague wiped out most of the remaining inhabitants. After the Third Partition of Poland in 1795 Ventspils fell under the control of Russian Empire.
The port was modernized in the 1890s and connected to Moscow by rail. It became one of Imperial Russia's most profitable ports,
Photo: Fenster in Greetsiel
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Du kennst des Herzens Tiefen
1.) Du kennst des Herzens Tiefen,
Wie sie der Heuchler auch verhĂŒllt,
Du kannst Gedanken prĂŒfen,
Gott, der sie richtet und vergilt!
Es zittre der Verbrecher,
Der heuchelnd Tugend lĂŒgt,
Vor dir, der SĂŒnde RĂ€cher,
Den falscher Schein nicht trĂŒgt.
Es jauchze der Gerechte,
Der dich in Einfalt ehrt,
Dir ist an deinem Knechte
Die fromme Demut wert.
2.) Du blickest, als Erbarmer,
Auf des Gewissens Wunden hin,
Wenn vor dir nun, ich Armer,
Gebeugt, zerschlagnen Herzens hin.
Wenn dann zu deinen Höhen
Hinauf mein Auge trÀnt,
Und sich in heiĂem Flehen
Mein Herz nach Troste sehnt.
Dann sprichst du - Wort voll Leben! -
Von deinem Richterthron:
'Die Schuld ist dir veregebn,
Sei nur getrost, mein Sohn"'
3.) Nun hab' ich dich zum Freunde,
Mein treuer Gott, und zage nicht,
Wenn einer meiner Feinde
Ein lÀsternd' Urteil hassvoll spricht.
Du sahest meine Reue
Und heiltest meinen Schmerz
Und kennst nun mein auf's Neue,
Dir treu ergebnes Herz.
Einst wirst du mich erhöhen,
Dann wird mit Schimpf und Spott
Der LĂ€sterer bestehen,
Denn du entlarvst ihn, Gott!
4.) In deinem Weltgerichte
Stellst du den Rat der Herzen dar.
Da wird in deinem Lichte,
Was hier verborgen, offenbar.
Da steht dann dein Getreuer
Gekrönt vor aller Welt,
Wenn der erborgte Schleier
Den Frömmlingen entfÀllt.
Wer leiht dem Heuchler FlĂŒgel,
Dass er dem Zorn entflieht?
Wo stĂŒrzt der Berg, der HĂŒgel,
Der ihn der Straf' entzieht?
5.) Mein Gott, vor dem ich walle,
Selbst mit Gedanken sichtbar bin,
Damit ich dir gefalle,
Hilf mir geheime SĂŒnden fliehn!
Wenn ich in deinem Lichte
Gedanken, Wort und Tat
PrĂŒf und mich selber richte:
Dann eilst du Trost und Rat
Der Seele zu gewÀhren,
FĂŒhrst mich auf rechter Bahn
Und nimmst dereinst mit Ehren
Mich voll Erbarmung an.
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Autor: Georg Karl Christian Meyer
Melodie: Nun lob, mein Seel, den Herren
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Sammlung geistlicher Lieder - Band 1 -
Herausgegeben von Nikolaus Joachim Guilliam Evers
Archediakonus an der Jakobi-Kirche, Hamburg
Druck und Verlag: G.F.Schniebes, E.E.Raths
Hamburg, 1817
Liednummer 59
Thema: Gottes Reich und Eigenschaften
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Georg Karl Christian Meyer, geb. am 5. November 1730 zu Destedt im Braunschweigischen, â am 18. April 1818 als Pastor zu Evessen, Gilzum und Hachum ebenda, hat in der Zeit des herrschenden Rationalismus geistliche Lieder gedichtet, die sich durch Form und Gehalt vor vielen anderen auszeichnen. Er gab sie unter dem Titel: âGesĂ€nge ĂŒber die Evangelien und Episteln des ganzen Jahres zur Beförderung der hĂ€uslichen Andachtâ, Braunschweig 1787, heraus.
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žž,ހÂș°`°Âș€Þ,žž,ހÂș°`°Âș°Ž°Âș€Þ,žž,ހÂș°`°Âș€Þ,ž
Georg Karl Christian Meyers Lieder/ Hymns
žž,ހÂș°`°Âș€Þ,žž,ހÂș°`°Âș°Ž°Âș€Þ,žž,ހÂș°`°Âș€Þ,ž
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FrĂŒhlingslied
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Gottvertrauen, Kreuz und Trost
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O Gott, dein Auge schauet auf den
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Ostern
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Du hast, o Jesu, Heil und Leben fĂŒr uns
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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned
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Am Fest der Garben ernten wir in deinen Friedensauen
Bringt Jesu Anbetung und Dank
Dein Wort ist meines Weges Licht
Du kennst des Herzens Tiefen
Es durchdringt, Allwissender, unsers Herzens
Es strahlt ein Licht von Gottes Höhn
Gott, dass ich deine Gnad erzÀhle, ist Menschensprache
Gott, dessen Wort in unsern Herzen Sinn und GefĂŒhl
Guter Gott, dein Kind zu sein und mit ruhigem Gewissen
Könnten durch den Schleier grauer Zukunft
Mein Gott, wie schenkst du mir so viel
Mit zuversichtlich frohem Sinn weiĂ ich
SĂŒĂer Friede, sanfte Ruhe, der sich meine Seele freut
Was ist der Tod, ein leichter Schlummer
Tours (Indre-et-Loire)
Immeuble "La Transparence", 30 boulevard Heurteloup (1994).
AprĂšs la rĂ©alisation du Centre International de CongrĂšs de Tours Val-de-Loire par Jean Nouvel en 1993, la ville de Tours confia au mĂȘme architecte la conception de cet espace de 1600 m2 de bureaux et de 18 appartements.
Photo: Haus in Leer, Ostfriesland
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AllmÀchtiger und starker Gott
Lob- und Danklied, welches nach geendigtem starken Donnerwetter, oder wenn sonst ein heftiges Ungewitter ohne Schaden ist vorĂŒbergangen
1.) AllmÀchtiger und starker Gott,
Du hocherhabner Zebaoth,
Jetzt haben wir gehöret an
Mit Zittern, was dein' Allmacht kann.
2.) Wir loben, preisen, fĂŒrchten dich,
Die wir gleich jet so grausamlich
Erschrocken deine Macht gesehn,
Vor welcher niemand kann bestehn.
3.) O groĂer Gott, wir danken dir,
Dass wir, vor Furcht erstarret schier,
GeprĂŒfet doch zu dieser Frist,
Dass du noch unser Vater bist.
4.) Du hast erhöret in der Not
Dein Volk, das schier vor Schrecken tot,
Und uns in dieser schweren Zeit
Erwiesen viel Barmherzigkeit.
5.) Ach Herr, wenn TrĂŒbsal kommt herbei
Und du vernimmst ein Angstgeschrei,
Wenn wir vor Zagen werden bleich,
So bist du ja von Liebe reich.
6.) Du gibst auf alles fleiĂig Acht,
Hast diese Stund an uns gedacht
Wie an den Noah in der Flut,
Dem du gefristet Leib und Gut.
7.) Du hast uns, Herr, in dieser Not
Bewahrt vor einem schnellen Tod,
Gleich wie du dort der JĂŒnger Schar
Erhieltest in des Meers Gefahr.
8.) Es hat uns weder Feu'r noch Hitz
Noch Donner noch ein starker Blitz
Noch auch der Hagel in der Bahn
Des Ungewitters Leid getan.
9.) Was du verheiĂen vor der Zeit,
Dass uns der Flammen Grausamkeit
Im wenigsten nicht schaden soll,
Ist nun erfĂŒllet recht und wohl.
10.) Du hast verhĂŒtet Feu'r und Brand,
Dazu mit deiner Gnadenhand
Gehalten mich auf mein Begehr
Wie dort Sankt Peter in dem Meer.
11.) Dein' Hand und Schatten hat bedeckt
Uns, die wir waren sehr erschreckt:
Du hast beschirmet unsern Leib,
Auch Haus und Hof, Gut, Kind und Weib.
12.) Dem Satan hieltest du zu Trutz',
O groĂer Gott, uns starken Schutz,
Ja stundest bei uns in Gefahr,
Bis dass dein Zorn vorĂŒber war.
13.) Du hast dein freundlichs Angesicht
In dieser Not verborgen nicht.
Du hast erwiesen in der Tat,
Dass deine Treu kein Ende hat.
14.) FĂŒr solche Wohltat danken wir
Aus reinem Herzen billig dir,
Ja geben dir mit höchstem FleiĂ'
In dieser Stunde Lob und Preis.
15.) Und ob's gleich wenig nĂŒtzen kann,
So nimm doch unser Opfer an,
Das auf dem Altar Jesu Christ
Im Glauben dir gewidmet ist.
16.) Verleih uns Gnad, o du mein Licht,
Dass nimmer wir vergessen nicht
Der Wohltat, die dein Hilf' und Hand
An uns, dein armes Volk, gewand.
17.) Hilf, dass es uns zur BuĂe treib'
Und Frömmichkeit nicht auĂen bleib',
Auf dass, wenn plötzlich bricht herein
Dein Tag, wir ja nicht sicher sein.
18.) O sĂŒĂer Jesu, mach' uns fromm.
O du mein liebster Heiland, komm':
Ich wart auf dich mit höchstem FleiĂ'
Und opfre dir Lob, Ehr' und Preis'.
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
lieĂen, in heutiges Hochdeutsch ĂŒbertragen
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Text: Johann Rist
Melodie: Wenn wir in höchsten Nöten sein
Oder: Nun jauchzt dem Herren alle Welt
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gefunden in:
A. Fischer / W. TĂŒmpel:
Das deutsche evangelische Kirchenlied des 17. Jahrhunderts,
Band 2, Hildesheim 1964.
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Johannes Rist (* 8. MĂ€rz 1607 in Ottensen (heute Stadtteil von Hamburg); â 31. August 1667 in Wedel (Holstein)) war ein deutscher Dichter, Kirchenlieddichter und evangelisch-lutherischer Prediger.
Rist war der Sohn des aus Nördlingen stammenden evangelischen Pastors in Ottensen Caspar Rist und seiner Ehefrau Margarethe Ringemuth. Nach erstem Unterricht durch den Vater besuchte Rist das Johanneum in Hamburg; spÀter dann das Gymnasium in Bremen.
An der UniversitĂ€t Rinteln studierte Rist Theologie u.a. bei Johannes Gisenius und Josua Stegmann. Um 1626 wechselte er an die UniversitĂ€t Rostock. Nach dem Studium ging Rist nach Hamburg zu seinem Rostocker Kommilitonen Ernst Stapel. Mit diesem schrieb und publizierte er TheaterstĂŒcke und trat auch selbst als Darsteller auf.
1633 wurde Rist Hauslehrer beim Landschreiber Heinrich Sager in Heide. Im gleichen Jahr verlobte er sich mit Elisabeth Stapel, der Schwester des frĂŒh verstorbenen Freundes Ernst Stapel und des Pinneberger Amtmanns Franz Stapel. Durch Hilfe des letzteren wurde er im FrĂŒhjahr 1635 zum Pastor im damals dĂ€nischen Wedel an der Unterelbe nahe Hamburg berufen. Kurz nach seinem Amtsantritt heiratete Rist seine Verlobte. Aus der Ehe gingen fĂŒnf Kinder hervor, von denen zwei frĂŒh verstarben.
Beim Einfall der Schweden unter General Lennart Torstensson im Torstenssonkrieg, wĂ€hrend des DreiĂigjĂ€hrigen Krieges, verlor Rist durch PlĂŒnderungen seine wertvolle Bibliothek. Im Zweiten Nordischen Krieg verlor Rist 1658 noch einmal alles Hab und Gut und musste mit seiner Familie nach Hamburg flĂŒchten. Nachdem 1662 seine Frau Elisabeth gestorben war, heiratete Rist zwei Jahre spĂ€ter Anna Hagedorn, geb. Badenhop, die Witwe seines 1660 verstorbenen Freundes Johann Philipp Hagedorn; sie starb 1680.
Ab 1663 veröffentlichte Rist in lockerer Folge sechs MonatsgesprĂ€che, Dialoge ĂŒber jeweils ein spezielles Thema: Januar â die Tinte; Februar â das Landleben, MĂ€rz â der Stein der Weisen, April â die Malerei, Mai â Lese- und Schreibkunst, Juni â die Todesbetrachtung. Nach Rists Tod wurden die restlichen sechs MonatsgesprĂ€che durch Erasmus Finx ergĂ€nzt. Johann Rist starb hochgeachtet am 31. August 1667 im Alter von 60 Jahren in Wedel.
Johann Rist gilt neben Paul Gerhardt als der bedeutendste protestantische geistliche Dichter des 17. Jahrhunderts.
i found this cheeky little fella on my parent's bedroom window. Sorry, about the dirt on the window (negative), but it was a good positive as it made for a very nice makeshift polarising filter!
I like the contrast of the blue sea/sky and the green fields. I took a shot with just the sky in the background but thought I'd share the view from the front of our house with you.
Photo: Fenster des Evangelisch-lutherischen Doms in Schleswig, Schleswig-Holstein
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Du, welcher Weisheit will und schafft
1.) Du, welcher Weisheit will und schafft
Und Tugendeifer liebt,
Zur Weisheit und und zu Tugend Kraft
So gern uns Menschen gibt!
2.) Sieh, Vater froh gerĂŒhrt sind wir,
Wir alle, Jung und Alt,
Und blicken dankbar froh zu dir,
Dem unser Lied erschallt.
3.) Wir preisen dich, dass du uns liebst
Und Segen und Gedeihn
Dem edlen, guten Samen gibst,
Den treue Lehrer streun.
4.) Auch diese Schule ward durch dich
Ein segensreiches Land,
Der gute Same mehrte sich
Und manches Unkraut schwand.
5.) Da steht sie nun, die junge Saat,
Und preist dich hoch erfreut,
Dich, der geschĂŒtzt, gepflegt sie hat
Mit VatergĂŒtigkeit.
6.) Vernimm dafĂŒr den Dank, den Preis,
Den wir vereint dir weihn,
Lass Tugend, Sittlicheit und FleiĂ
Auch fernerhin gedeihn!
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Autor: Moritz Erdmann Engel
Melodie: Ich singe dir mit Herz und Mund
oder: Lobt Gott ihr Christen alle gleich
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Christliche ReligionsgesĂ€nge fĂŒr BĂŒrgerschulen
Neue, vermehrte Auflage
[Hrsg.: Johann Christian Dolz und Johann Gottlob Plato]
Verlag Johann Ambrosius Barth
Leipzig, 1795
Liednummer 421
Thema: BittgesÀnge, Gotteslob und -dank; Schullied
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Moritz Erdmann Engel (* 27. Juli 1767 in Plauen/KurfĂŒrstentum Sachsen; â 10. Februar 1836 ebenda) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer, Lehrer, Schriftsteller und Publizist. Engel war Stadtdiakon und Senior des Geistlichen Ministeriums in Plauen und gab u.a. eine ErlĂ€uterung der Bibel unter dem Titel 'Geist der Bibel fĂŒr Schule und Haus' heraus, die mindestens 14 Auflagen erlebte. Ein geistliches Lied von Engel steht im VogtlĂ€ndischen oder Plauener Gesangbuch und in der neueren Ausgabe des Gesangbuchs der Leipziger Freischule, das im Jahr 1795 unter dem Titel 'Christliche ReligionsgesĂ€nge fĂŒr BĂŒrgerschulen' erschienen ist. Das Lied hat den Titel 'Du, welcher Weisheit will und schafft' und steht im letztgenannten Gesangbuch unter Nummer 421.
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I'm growing again
Or am I shrinking?
Nope definitely growing. Damn
bit frightening this light coming thorough my winda too. Hasn't happened all summer...
Argghh
Photo: Nördlingen, 1997
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Mein Vater, dir sei Lob in Christo
1.) Mein Vater, dir sei Lob
In Christo, deinem Sohne,
Dass ich, von dir beschĂŒtzt,
Schlief unter'm Gnadenthrone!
Sprich nur dein Lebenswort
In meine Seel' hinein,
Dass ich in ihm stets schau
Den wahren Sonnenschein!
2.) Mein Morgenlicht, geh auf
Und geh mir nicht mehr unter,
Damit mein Aug' in dir
Stets fröhlich sei und munter
Und keine Schalkheit mir
Dein Auge decke zu,
Auch nicht ein falscher Schein
Mich bring aus deiner Ruh'.
3.) Doch, o verhĂŒllte Lieb',
In der kein Dunkel bleibet,
FĂŒhr mich in deinen Grund,
Der mich dir einverleibet,
Wo aus der Dunkelheit
Dein Licht entspringt in mir
Und du verborgen dich
Mir schenkest fĂŒr und fĂŒr!
4.) Dort ruft dein Gottesmund
Mir in den Grund der Seele:
'Nimm hin das Wort, den Sohn,
Den ich zum Licht empfehle!
Nimm ihn zu Element (a), -
Darin erhebe dich
Und steige auf zu mir,
Zu leben ewiglich!' -
5.) Dein Sohn ist mir der Weg.
wer seinen Zug will leiden,
Den fĂŒhrt die Wahrheit selbst
In's Vaterherz mit Freuden. -
Da sind die SchÀtze all'
Dem Glauben aufgetan,
Der im Gebete nimmt,
Was kein Aug' sehen kann.
6.) Ja, er vermag allein
Die MĂŒden zu erquicken,
Nimmt ihre schwere Last
Voll Gnad' auf seinen RĂŒcken.
Spricht: 'Zieht an deren satt
Geduld und Sanftmut an,
Und nehmt die Demut hin,
Die ich nur geben kann!'
7.) Nun, Vater, dies dein Licht
Geh auch an diesem Morgen
AllmÀchtig in mir auf -
Vertreib des Fleisches Sorgen,
Dass ich bestÀndig leb'
In deiner Augen Licht,
Und folge deines Sohns
Allweisem Unterricht!
8.) VerklÀr in mir dein Herz,
Das fromm ist und vollkommen,
Und mach mich Àhnlich dir
Mit allen deinen Frommen.
Ja, so gestalt in mir
Dein Bildnis, das dir gleich,
Sowie du selber bist
In deinem Freudenreich!
9.) Du willst ja mit dem Sohn
Uns alles, alles schenken,
Hast ihn am blut'gen Kreuz
Zum Tode lassen krÀnken,
Damit wir nun an ihm
Als Reben allezeit
Fortwachsen krÀftiglich
Bis zur Vollkommenheit.
10.) So lass uns, Herr, in dir
Von Neuem sein geboren,
Dass wir zum ew'gen Bild
Der Gottheit sein erkoren
Und sĂŒndigen nicht mehr! -
In Jesu Blute rein,
Zieh uns ihm stĂŒndlich nach. -
Dann nimm uns selig ein!
(a) zur Grundlage
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Autor: Gottfried Arnold
Melodie: O Gott, du frommer Gott
oder: Nun danket alle Gott
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Evangelischer Liederschatz fĂŒr
Kirche, Schule und Haus,
- Band 1 -
Zweite, umgearbeitete Augabe
Gesammelt und bearbeitet von Albert Knapp,
J. G. Cotta'scher Verlag,
Stuttgart und TĂŒbingen, 1850
Liednummer 2257
Thema: Morgenlied
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Gottfried Arnold (* 5. September 1666 in Annaberg, Erzgebirge; â 30. Mai 1714 in Perleberg) war ein deutscher pietistischer evangelischer Theologe und Kirchenlieddichter.
Gottfried Arnold war der Sohn des PrÀzeptors von Annaberg. Er besuchte das Gymnasium in Gera und studierte Theologie in Wittenberg. Beeinflusst durch Philipp Jakob Spener ging er nach Frankfurt am Main, der damaligen Wohnort Speners. Danach vermittelte dieser Arnold Stellen als Hauslehrer in Dresden (1689 bis 1693) und Quedlinburg (1693 bis 1696).
1697 wurde Arnold nach dem groĂen Erfolg seiner Schrift 'Die Erste Liebe der Gemeinden Jesu Christi' als Professor der Geschichte an die pietistisch geprĂ€gte UniversitĂ€t GieĂen berufen. Irritiert vom ruhmsĂŒchtigen Vernunftwesen des akademischen Lebens verlieĂ er sie aber bereits nach einem Semester im FrĂŒhjahr 1698 wieder und kehrte zurĂŒck nach Quedlinburg, wo 1699 sein Hauptwerk âUnparteyische Kirchen- und Ketzer-Historieâ erschien, in dem er die Ansicht vertrat, dass die christliche Wahrheit oft nicht in der Volkskirche sondern bei kleinen Gebetkreisen zu finden sei.
1701 heiratete er Anna Maria Sprögel, die Tochter des Werbener Superintendenten Johann Heinrich Sprögel. DarĂŒber hinaus wurde er 1702 Schlosspfarrer in Allstedt, nahm also ein offizielles kirchliches Amt an und vertrat wieder den gemĂ€Ăigten Pietismus seines Förderers Spener.
1705 ĂŒbernahm er in Werben das Amt des Pfarrers und Superintendenten. Ab 1707 ĂŒbte er diese Ămter in Perleberg aus. Neben der Gemeindearbeit setzte er seine schriftstellerische Arbeit fort. Am 30. Mai 1714 starb der bereits durch Skorbut stark geschwĂ€chte Arnold, wenige Tage nachdem Rekrutenwerber Friedrich Wilhelms I. seinen Pfingstgottesdienst gestĂŒrmt und junge MĂ€nner beim Abendmahl vom Altar weggerissen hatten, um sie zum Kriegsdienst zu zwingen.
1698 veröffentlichte Arnold unter dem Titel 'Göttliche Liebes-Funken' 169 Gedichte und Lieder. Arnold gilt mit seiner mystischen Poesie als einflussreichster Dichter des frĂŒhen Pietismus. Seine beiden Lieder 'O Durchbrecher aller Bande' (EG 388) und 'So fĂŒhrst du doch recht selig, Herr, die Deinen' fanden in fast allen evangelischen GesangbĂŒchern Eingang. Johann Sebastian Bach hat Lied Arnolds 'Vergiss mein nicht' vertont (BWV 504 und 505).
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