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Du kennst des Herzens Tiefen
Photo: Fenster in Greetsiel
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Du kennst des Herzens Tiefen
1.) Du kennst des Herzens Tiefen,
Wie sie der Heuchler auch verhüllt,
Du kannst Gedanken prüfen,
Gott, der sie richtet und vergilt!
Es zittre der Verbrecher,
Der heuchelnd Tugend lügt,
Vor dir, der Sünde Rächer,
Den falscher Schein nicht trügt.
Es jauchze der Gerechte,
Der dich in Einfalt ehrt,
Dir ist an deinem Knechte
Die fromme Demut wert.
2.) Du blickest, als Erbarmer,
Auf des Gewissens Wunden hin,
Wenn vor dir nun, ich Armer,
Gebeugt, zerschlagnen Herzens hin.
Wenn dann zu deinen Höhen
Hinauf mein Auge tränt,
Und sich in heißem Flehen
Mein Herz nach Troste sehnt.
Dann sprichst du - Wort voll Leben! -
Von deinem Richterthron:
'Die Schuld ist dir veregebn,
Sei nur getrost, mein Sohn"'
3.) Nun hab' ich dich zum Freunde,
Mein treuer Gott, und zage nicht,
Wenn einer meiner Feinde
Ein lästernd' Urteil hassvoll spricht.
Du sahest meine Reue
Und heiltest meinen Schmerz
Und kennst nun mein auf's Neue,
Dir treu ergebnes Herz.
Einst wirst du mich erhöhen,
Dann wird mit Schimpf und Spott
Der Lästerer bestehen,
Denn du entlarvst ihn, Gott!
4.) In deinem Weltgerichte
Stellst du den Rat der Herzen dar.
Da wird in deinem Lichte,
Was hier verborgen, offenbar.
Da steht dann dein Getreuer
Gekrönt vor aller Welt,
Wenn der erborgte Schleier
Den Frömmlingen entfällt.
Wer leiht dem Heuchler Flügel,
Dass er dem Zorn entflieht?
Wo stürzt der Berg, der Hügel,
Der ihn der Straf' entzieht?
5.) Mein Gott, vor dem ich walle,
Selbst mit Gedanken sichtbar bin,
Damit ich dir gefalle,
Hilf mir geheime Sünden fliehn!
Wenn ich in deinem Lichte
Gedanken, Wort und Tat
Prüf und mich selber richte:
Dann eilst du Trost und Rat
Der Seele zu gewähren,
Führst mich auf rechter Bahn
Und nimmst dereinst mit Ehren
Mich voll Erbarmung an.
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Autor: Georg Karl Christian Meyer
Melodie: Nun lob, mein Seel, den Herren
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Sammlung geistlicher Lieder - Band 1 -
Herausgegeben von Nikolaus Joachim Guilliam Evers
Archediakonus an der Jakobi-Kirche, Hamburg
Druck und Verlag: G.F.Schniebes, E.E.Raths
Hamburg, 1817
Liednummer 59
Thema: Gottes Reich und Eigenschaften
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Georg Karl Christian Meyer, geb. am 5. November 1730 zu Destedt im Braunschweigischen, † am 18. April 1818 als Pastor zu Evessen, Gilzum und Hachum ebenda, hat in der Zeit des herrschenden Rationalismus geistliche Lieder gedichtet, die sich durch Form und Gehalt vor vielen anderen auszeichnen. Er gab sie unter dem Titel: ‚Gesänge über die Evangelien und Episteln des ganzen Jahres zur Beförderung der häuslichen Andacht’, Braunschweig 1787, heraus.
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Georg Karl Christian Meyers Lieder/ Hymns
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Frühlingslied
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Gottvertrauen, Kreuz und Trost
-------------------------
O Gott, dein Auge schauet auf den
-------------------------
Ostern
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Du hast, o Jesu, Heil und Leben für uns
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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned
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Am Fest der Garben ernten wir in deinen Friedensauen
Bringt Jesu Anbetung und Dank
Dein Wort ist meines Weges Licht
Du kennst des Herzens Tiefen
Es durchdringt, Allwissender, unsers Herzens
Es strahlt ein Licht von Gottes Höhn
Gott, dass ich deine Gnad erzähle, ist Menschensprache
Gott, dessen Wort in unsern Herzen Sinn und Gefühl
Guter Gott, dein Kind zu sein und mit ruhigem Gewissen
Könnten durch den Schleier grauer Zukunft
Mein Gott, wie schenkst du mir so viel
Mit zuversichtlich frohem Sinn weiß ich
Süßer Friede, sanfte Ruhe, der sich meine Seele freut
Was ist der Tod, ein leichter Schlummer
Du kennst des Herzens Tiefen
Photo: Fenster in Greetsiel
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Du kennst des Herzens Tiefen
1.) Du kennst des Herzens Tiefen,
Wie sie der Heuchler auch verhüllt,
Du kannst Gedanken prüfen,
Gott, der sie richtet und vergilt!
Es zittre der Verbrecher,
Der heuchelnd Tugend lügt,
Vor dir, der Sünde Rächer,
Den falscher Schein nicht trügt.
Es jauchze der Gerechte,
Der dich in Einfalt ehrt,
Dir ist an deinem Knechte
Die fromme Demut wert.
2.) Du blickest, als Erbarmer,
Auf des Gewissens Wunden hin,
Wenn vor dir nun, ich Armer,
Gebeugt, zerschlagnen Herzens hin.
Wenn dann zu deinen Höhen
Hinauf mein Auge tränt,
Und sich in heißem Flehen
Mein Herz nach Troste sehnt.
Dann sprichst du - Wort voll Leben! -
Von deinem Richterthron:
'Die Schuld ist dir veregebn,
Sei nur getrost, mein Sohn"'
3.) Nun hab' ich dich zum Freunde,
Mein treuer Gott, und zage nicht,
Wenn einer meiner Feinde
Ein lästernd' Urteil hassvoll spricht.
Du sahest meine Reue
Und heiltest meinen Schmerz
Und kennst nun mein auf's Neue,
Dir treu ergebnes Herz.
Einst wirst du mich erhöhen,
Dann wird mit Schimpf und Spott
Der Lästerer bestehen,
Denn du entlarvst ihn, Gott!
4.) In deinem Weltgerichte
Stellst du den Rat der Herzen dar.
Da wird in deinem Lichte,
Was hier verborgen, offenbar.
Da steht dann dein Getreuer
Gekrönt vor aller Welt,
Wenn der erborgte Schleier
Den Frömmlingen entfällt.
Wer leiht dem Heuchler Flügel,
Dass er dem Zorn entflieht?
Wo stürzt der Berg, der Hügel,
Der ihn der Straf' entzieht?
5.) Mein Gott, vor dem ich walle,
Selbst mit Gedanken sichtbar bin,
Damit ich dir gefalle,
Hilf mir geheime Sünden fliehn!
Wenn ich in deinem Lichte
Gedanken, Wort und Tat
Prüf und mich selber richte:
Dann eilst du Trost und Rat
Der Seele zu gewähren,
Führst mich auf rechter Bahn
Und nimmst dereinst mit Ehren
Mich voll Erbarmung an.
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Autor: Georg Karl Christian Meyer
Melodie: Nun lob, mein Seel, den Herren
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Sammlung geistlicher Lieder - Band 1 -
Herausgegeben von Nikolaus Joachim Guilliam Evers
Archediakonus an der Jakobi-Kirche, Hamburg
Druck und Verlag: G.F.Schniebes, E.E.Raths
Hamburg, 1817
Liednummer 59
Thema: Gottes Reich und Eigenschaften
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Georg Karl Christian Meyer, geb. am 5. November 1730 zu Destedt im Braunschweigischen, † am 18. April 1818 als Pastor zu Evessen, Gilzum und Hachum ebenda, hat in der Zeit des herrschenden Rationalismus geistliche Lieder gedichtet, die sich durch Form und Gehalt vor vielen anderen auszeichnen. Er gab sie unter dem Titel: ‚Gesänge über die Evangelien und Episteln des ganzen Jahres zur Beförderung der häuslichen Andacht’, Braunschweig 1787, heraus.
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Georg Karl Christian Meyers Lieder/ Hymns
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Frühlingslied
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Gottvertrauen, Kreuz und Trost
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O Gott, dein Auge schauet auf den
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Ostern
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Du hast, o Jesu, Heil und Leben für uns
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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned
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Am Fest der Garben ernten wir in deinen Friedensauen
Bringt Jesu Anbetung und Dank
Dein Wort ist meines Weges Licht
Du kennst des Herzens Tiefen
Es durchdringt, Allwissender, unsers Herzens
Es strahlt ein Licht von Gottes Höhn
Gott, dass ich deine Gnad erzähle, ist Menschensprache
Gott, dessen Wort in unsern Herzen Sinn und Gefühl
Guter Gott, dein Kind zu sein und mit ruhigem Gewissen
Könnten durch den Schleier grauer Zukunft
Mein Gott, wie schenkst du mir so viel
Mit zuversichtlich frohem Sinn weiß ich
Süßer Friede, sanfte Ruhe, der sich meine Seele freut
Was ist der Tod, ein leichter Schlummer