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No Kings Protest. Albuquerque, NM.

Es war wie ein fast stummer Schrei

„Für Vielfalt, gegen den Rechtsruck“ – Demonstration in Winsen

... von Heiko Wruck

BERICHT

Winsen/gc. Winsen (Luhe)/gc. Das Datum hat eine historische Dimension. Am 22. Februar 2025 versammelten sich in Winsen (Luhe), einen Tag vor der Bundestagswahl, Menschen, um gegen den Rechtsruck in Deutschland zu demonstrieren. Historisch ist, dass die anstehende Wahl die erste ist, die nach 1933 wieder eine rechtsradikale Regierung offeriert. Gleichzeitig ist der 22. Februar 1943 der Tag, an dem die Faschisten in Deutschland die studentische Widerstandskämpferin Sophie Scholl mit dem Fallbeil umgebrachten. Am 19. Februar 2020 hatte ein Faschist in Hanau neun Migranten erschossen. Ein Gedenken auf der Demo in Winsen an Sophie Scholl oder an die neun Opfer in Hanau: Fehlanzeige. An der Luhe ging es allein um das Jetzt und Hier sowie um die Wahl.

 

In der niedersächsischen Kleinstadt leben unter 37.000 Einwohner. Sie ist die drittgrößte Gemeinde und zugleich die zweitgrößte Stadt des Landkreises Harburg. Als vor etwa einem Jahr (Januar 2024) in ganz Deutschland Millionen Menschen auf die Straßen gingen, um gegen die Remigration zu protestieren, waren auch in Winsen an der Luhe noch gut 2.000 bis 3.000 Menschen dabei. Dem Aufruf zur Demonstration des Veranstalters W.L.A.N. – Winsen Luhe Against Nazis – am vergangenen Samstag zur Demonstration unter dem Motto „Für Vielfalt, gegen den Rechtsruck“ waren lediglich circa 600 Menschen gefolgt. Startpunkt war der Bahnhof Winsen. Der Demonstrationszug bewegte sich unter Polizeischutz durch die Innenstadt zum Endpunkt auf dem Schlossplatz. Ihre Forderungen:

 

●Keine Koalition mit der AfD!

●Für eine Gesellschaft ohne

Rassismus, ohne Diskriminie-

rung, ohne Hetze!

●Für ein besseres Leben für alle

– unabhängig von Herkunft,

Geschlecht oder Religion!

●Lasst uns laut und entschlossen

für die Werte eintreten, die uns

als Gesellschaft zusammenhal-

ten: Respekt, Menschlichkeit

und Toleranz.

 

Die Losungen hatten klare Botschaften: „Das ist meine Wahlheimat. Ich bleibe hier!“; „Nicht mal auf meinem Plakat ist Platz für Nazis“; „Ich mag Nazis generell nicht“; „Nazis hatten wir schon! War KACKE!“; „Bunt statt Braun“ und vieles mehr stand dort zu lesen.

 

Auffällig war, dass die Demonstranten trotz ihrer guten Hör- und Sichtbarkeit weitgehend unter sich blieben. Während die Cafés gut besucht waren und auch viele Menschen durch die Stadt flanierten zog der Demonstrationszug ohne Rückkopplung an ihnen vorbei. Kein Zulauf, keine vernehmbare Zustimmung. Häufig belustigte Neugier. Unter den Passanten und Zaungästen in der Innenstadt von Winsen waren zahlreiche Migranten. Sie könnten ein ursächliches Interesse an der anstehenden Bundestagswahl haben, so die Vermutung. Aber auch diese Zaungäste wurden ganz offensichtlich nicht von den Demonstranten erreicht. Ihre Reaktionen reichten von Gelächter, Belustigung und Kopfschütteln bis hin zur Platzflucht.

 

Einigen der Winsener Passanten, ihrem Äußeren nach keine Migranten, passte offenbar die Demonstration gar nicht. Ihr Protest blieb jedoch relativ leise und verhalten. Kommentare wie „linke Spinner“, „versiffte Grüne“, „Idioten“, „die ham gerade noch gefehlt“, waren zu vernehmen, verhallten aber weitgehend ungehört. Ein Demo-Zaungast, der nicht fotografiert werden und seinen Namen nicht in den Medien genannt wissen wollte, fragte, warum es denn dazu keine Gegen-Demo gebe? Wenn die Antifa marschiert, die Schwulen und die Grünen dabei sind und die Linken, dann müsse es doch auch dagegen eine Demonstration geben. Seine Vermutung: Die dürfen wohl nichts machen. Kopfschüttelnd wandte er sich sich ab und hinterließ im Weggehen den Kommentar: „Ich habe noch niemals die AfD ge-wählt, aber ich weiß jetzt auf jeden Fall schon, wen ich wähle.“ Wen er für seine Wahl favorisierte, erklärte er jedoch nicht.

 

Protest gegen die Anti-Rechts-Demo gab es am Rande aber doch. Eine Gruppe von etwa sieben sehr jungen Menschen zeigte, dass sie gegen die Demonstranten und ihr Anliegen sind. Wenig später benutzte ein etwa Zehnjähriger einen Plastikkanister als Pauke und skandierte „AfA, AfD, AfD!“ Niemand nahm das Kind und seine Paukenschläge ernst. Unter leichtem Gelächter zog der Tross weiter durch die Innenstadt.

 

Schließlich erreichte der Demonstrationszug den Endpunkt Schlossplatz – eingerahmt von einer kleinen Bühne, vom Winsener Schloss und vom Marstall. Hier wurden dann nochmals die bereits unterwegs skandierten Slogans wiederholt. Ein paar Redner feuerten die Demonstranten an, in ihrem Widerstand gegen den Rechtsruck in Deutschland auch nach der anstehenden Bundestagswahl nicht nachzulassen. In den Reden wurde nicht nur die AfD als Feindbild der Demokratie genannt. Starker Protest wurde auch gegen die CDU/CSU und besonders gegen deren Kanzlerkandidaten Friedrich Merz gerichtet. Er wurde als Steigbügelhalter für den aufkommenden Faschismus in Deutschland gebrandmarkt. Hier wurde besonders kritisiert, dass Friedrich Merz im Wahlkampf am Mittwoch, 29. Januar 2025, die Stimmen der AfD billigend in Kauf genommen hatte, um einen „Fünf-Punkte-Plan“, der die Zurückweisung von Flüchtlingen an den deutschen Grenzen fordert, mit den Stimmen der AfD mehrheitsfähig zu machen. Dieser Antrag bekam die von Merz erhoffte parlamentarische Mehrheit. Zwei Tage später scheiterte ein weiterer CDU/CSU-Antrag für das sogenannte „Zustrom-begrenzungsgesetz“ im Bundestag. Als Kanzlerkandidat der Union hatte Friedrich Merz einen radikalen Kurswechsel in der Asyl- und Migrationspolitik angekündigt. Diesen Kurswechsel mit der ausdrücklichen Zustimmung der AfD kritisierten sowohl die Politiker der Grünen, der SPD und der Partei Die Linke als auch die Demonstranten auf dem Schlossplatz von Winsen (Luhe).

 

Das Ende der Demonstration „Für Vielfalt, gegen den Rechtsruck“ wurde schließlich durch ein scheinbar nicht enden wollendes Protest-Lied, begleitet auf der Klampfe, eingeleitet. Nach gefühlten 14 Strophen, die auch noch in einem sehr jammernden Ton vorgetragen wurden, hatten manche Demonstrationsteilnehmer den offensichtlichen Wunsch, dass die Veranstaltung dann auch endlich beendet werden könnte. Protest-Lied geht anders.

 

Fazit:

Selbst wenn die Winsener Demo deutliche Schwächen hatte, so war sie doch ein wichtiges und ehrliches Signal, die Demokratie in Deutschland bei der anstehenden Bundestagswahl zu schützen. Und das ist auf jeden Fall auch gut so.

 

Montag, 24. Februar 2025, die Bundestagswahl ist gelaufen, die AfD ist nach der CDU/CSU die zweitstärkste politische Kraft in Deutschland. Als Regierungspartei wird die CDU/CSU zeigen müssen, wie worttreu sie sich gegen einen Schulterschluss mit der AfD behaupten wird – und zwar nicht nur über die volle Distanz der nächsten Legislatur. Diese deutsche Regierung wird auch daran gemessen, wie sie es mit konkret den Menschenrechten, mit dem Völkerrecht, mit dem bislang vereinbarten EU-Recht und mit dem in Deutschland geltenden Asylrecht hält. Weitere Gradmesser werden die Klima-, Umwelt-, Sozial- und die Wirtschaftspolitik sein. Nicht zuletzt werden auch die Flüchtlingspolitik und ihre Politik zum Ukrainekrieg maßgebend dafür sein, wie die Weichenstellung für die Bundestagswahl 2029 ausfallen wird. Die Zeichen dafür stehen heute bereits auf Sturm! Denn die AfD konnte als einzige Partei im Bundestag ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl 2025 verdoppeln.

 

Bildunterschrift 1:

Winsen (Luhe), Samstag, 22. Februar 2025, Demonstration gegen den Rechtsruck in Deutschland. Foto: Heiko Wruck

 

Bildunterschrift 2:

Frauen fürchten auch in Deutschland um ihre Rechte, wenn Konservative mit Rechtsradikalen den Schulterschluss suchen. Foto: Heiko Wruck

 

Bildunterschrift 3:

Die Demokratie war seit 1945 in Deutschland an den Wahlurnen noch nie so stark bedroht wie heute. Foto: Heiko Wruck

 

Bildunterschrift 4:

Der Protest gegen den aufkommenden Faschismus in Deutschland blieb zumindest in Winsen an der Luhe eher verhalten. Foto: Heiko Wruck

 

Bildunterschrift 5:

Rund 600 Menschen hatten sich am Samstag in Winsen (Luhe) zusammengefunden, um den Faschismus zu verhindern. Foto: Heiko Wruck

 

Bildunterschrift 6:

Im Bild zwei wichtige Botschaften, die im vergangenen Wahlkampf weitergehend unterbelichtet waren. Foto: Heiko Wruck

 

Bildunterschrift 7:

Bunt statt Braun – eine Forderung, die für alle Menschen in Deutschland eine tiefgreifende, lebensbestimmende Perspektive ist. Foto: Heiko Wruck

 

Bildunterschrift 8:

Am vergangenen Samstag, 22. Februar 2025, hatten sich auf dem Schlossplatz in Winsen an der Luhe circa 600 Menschen versammelt, um gemeinsam gegen den Rechtsruck in Deutschland vor der anstehenden Bundestagswahl zu demonstrieren. Foto: Heiko Wruck

 

Kontakt:

Heiko.Wruck@t-online.de

 

Shots from the Black Lives Matter protest on Central Park West.

Israel advocates protested outside the SUBO at Brooklyn College to condemn the message of Omar Barghouti and to criticize the political science department for sponsoring the event.

Campaigners from the World Development Movement and People & Planet protesting at Threadneedle Street RBS branch in the heart of the City with a dramatic 'tar sands digger' on a tour of the RBS branch, the Treasury and the House of Commons to highlight the need to 'Get our money out of blood oil now'.

 

www.wdm.org.uk

 

© Caroline Griffin/World Development Movement

Protest against FCC chairman Ajit Pai's plan to repeal Net Neutrality protections, endangering the open internet for all. San Luis Obispo, CA.

 

Learn more:

www.battleforthenet.com/

17.11.2012 Protest against page 3 in the Sun newspaper

Protesters march near Tahrir Square, Cairo for jailed activist Alaa Abd El-Fattah.

Protesters outside Shire Hall, Gloucester, where the County Council received petitions against the building of an incinerator in Bishops Cleeve, and the closure of many of the county's libraries.

For more information see Friends of Gloucestershire Libraries

Antiwar march on Washington, 24 September 2005.

People protesting for Peta and Jesus, Hollywood Blvd, 4/28/18

Maybe complaining about the traffic? And the mayor?

7 March 2015

 

Press Release – ItsOurFuture.org.nz

The lead-up to Saturdays protests against the TPPA shows the commitment of people across the country to send a message that the government cant ignore, said ItsOurFuture spokesperson Edward Miller.Nationwide day of action against TPPA: “Ignore us at your peril” government warned

“The lead-up to Saturday’s protests against the TPPA shows the commitment of people across the country to send a message that the government can’t ignore”, said ItsOurFuture spokesperson Edward Miller.

A video shows young activists publicising Saturday’s nationwide protests with footage from Auckland, Wellington, Dunedin, Christchurch, and Nelson.

Action in the 22 centres starts at 10am in Raglan and many of the larger centre marches begin at 1pm, including Auckland, Wellington and Christchurch.

“People have been incredibly creative”, Miller said. “In Christchurch a giant plain-packaged cigarette packet will be marching in the crowd, while Auckland will be led by an enormous Trojan Horse, locked in a tug-of-war between major commercial interests and activist communities.”

“Around the country everyday kiwis will be photographed for a virtual campaign with signs saying ‘I am a ___________ and I say #TPPANoDeal.’ Already this campaign has been very popular.”

“Trade minister Tim Groser needs to recognise that people don’t buy the ‘trust me’ line. They want to be listened to when they say they don’t want the TPPA. And they deserve to be listened to.”

- Ends

I stumbled upon a large protest against Austria's Freedom Party (FPÖ) in Vienna late at night, showing that many don’t agree with their right-wing populism. I wished I had my Leica M11 instead of an Ilford HP5 loaded M2. But I made it work. #ProtestVienna #wien #PoliticalProtest #FPÖ #Austria #FreedomParty #Activism #Wahl #Nationalratswahl #NRW24 #streetphotography #streetphotographers #LeicaM2 #ilfordhp5 #anaog #analogphotography #monochrome #voitländernokton #28mm #Street

A collection of protest signs from the Women's March and the Protest of the Muslim Ban.

Various people and groups protest at a Starbucks location in Philadelphia (1801 Spruce Street) in response to an incident where 2 black men were arrested while waiting for a friend

Families of the martyrs who fell during the uprising, protesting on Friday in Maspero, demanding retribution…

Protest of the passing of proposition 8 in San Diego California. Images were contact printed in a darkroom and then scanned from the contact sheet, levels were adjusted in photoshop and an unsharp mask was applied. I also added my © notice. Film was Ilford HP5 Plus 400 and camera was a Nikon N80. Lens was a Tamron 28-300mm zoom lens.

Mass anti-war protests in Sydney, Australia opposed to the bombing of Lebanon.

Segunda manifestação em defesa à Amazônia no centro de Manaus organizado pelo coletivo Todos Amazônia (Foto: Alberto César Araújo/Amazônia Real)

These are photographs from the gun-control rally held at the Broward

County Courthouse on February 17th, 2018 in response to the vile

murder of 17 children and teachers at Marjory Stoneman Douglas High

School in Parkland, FL.

  

5MGP2660

A protest between two groups on a side street in New York.

 

All from Guinea, half for a dictator, half for democracy.

Kimani Gray Protest on Church Ave between E55th st Nostrand Ave. and in Brooklyn, NY on March 13, 2013.

Protesters were invited to share their ideas and experiences with the crowd during the Occupy Amherst demonstration.

 

By Shaina Mishkin

7 March 2015

 

Press Release – ItsOurFuture.org.nz

The lead-up to Saturdays protests against the TPPA shows the commitment of people across the country to send a message that the government cant ignore, said ItsOurFuture spokesperson Edward Miller.Nationwide day of action against TPPA: “Ignore us at your peril” government warned

“The lead-up to Saturday’s protests against the TPPA shows the commitment of people across the country to send a message that the government can’t ignore”, said ItsOurFuture spokesperson Edward Miller.

A video shows young activists publicising Saturday’s nationwide protests with footage from Auckland, Wellington, Dunedin, Christchurch, and Nelson.

Action in the 22 centres starts at 10am in Raglan and many of the larger centre marches begin at 1pm, including Auckland, Wellington and Christchurch.

“People have been incredibly creative”, Miller said. “In Christchurch a giant plain-packaged cigarette packet will be marching in the crowd, while Auckland will be led by an enormous Trojan Horse, locked in a tug-of-war between major commercial interests and activist communities.”

“Around the country everyday kiwis will be photographed for a virtual campaign with signs saying ‘I am a ___________ and I say #TPPANoDeal.’ Already this campaign has been very popular.”

“Trade minister Tim Groser needs to recognise that people don’t buy the ‘trust me’ line. They want to be listened to when they say they don’t want the TPPA. And they deserve to be listened to.”

- Ends

Egyptians Protest outside the Egyptian Embassy in London

Thousands of protesters marched through downtown Chicago on Sunday in one of the city's largest demonstrations in years, airing grievances about war, climate change and a wide range of other complaints as world leaders assembled for a NATO summit.

 

The protest, which for months had stirred worries about violence in the streets, drew together a broad assortment of participants, including peace activists joining with war veterans and people more focused on economic inequality.

 

Hundreds of protesters gathered late Sunday night near the Art Institute of Chicago as first lady Michelle Obama hosted a dinner for spouses of NATO leaders inside. At least 100 Chicago police officers in riot gear were also at the scene.

PROTEST AGAINST FRACKING OCT2013 -unedited batch-

Schoolkids protesting outside City Hall, New York.

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