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Der Zähringerbrunnen in der Kramgasse in der Altstadt von Bern in der Schweiz
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Im Hintergrund der Zytgloggeturm / Zeitglockenturm
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Z ä h r i n g e r b r u n n e n B e r n
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Der Zähringerbrunnen gehört zu den Berner Altstadtbrunnen aus dem 16. Jahrhundert und steht
in der Kramgasse in der Altstadt - Stadt Bern im Kanton Bern der Schweiz
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Er wurde 1535 von H.ans H.iltbrand errichtet und steht unterhalb des Z.ytglogge - T.urms.
Der heutige Name des Brunnens kam erst im 19. Jahrhundert]auf und erinnert an Berns
Stadtgründer Berchtold V. von Zähringen.
Daneben wurde die Anlage auch Finstergässlibrunnen oder Bärenbrunnen genannt.
Die Brunnenfigur ist ein stehender Bär mit Helm, in dessen Gürtel zwei Schwerter
stecken. Die rechte Pranke hält ein Banner, die linke einen Schild. Banner und Schild
zeigen einen goldenen Löwen auf rotem Hintergrund und sollten das Wappen der
Zähringer darstellen.
In Wirklichkeit führte jedoch Berchtold der V. einen roten A.dler auf goldenem Hinter-
grund als Wappen. Zwischen den Beinen des grossen Bären sitzt ein Bärenjunges,
das eine T.raube verschlingt.
Nicht zu verwechseln mit dem Zähringerbrunnen ist das Z.ähringerdenkmal im
N.ydegghöfli bei der N.ydeggkirche.
1535 errichtet Hans Hiltbrand Figur, Kapitell und Säule des Brunnens am Rossmarkt.
Der Name Zähringerbrunnen taucht erst in der Mitte des 19. Jh. auf, nachdem es vorher
nicht an andern historisierenden Vorschlägen gefehlt hat ( 1.7.5.7 Berchtoldsbrunnstock ).
Gelegentlich wird der Zähringerbrunnen Finstergässlibrunnen genannt. 1.8.8.9 stellt
L.aurenti einen neuen Trog her. Zu Beginn des 20. Jh. heisst der Zähringerbrunnen auch
Bärenbrunnen.
Standort: Vor 1.6.0.3 und seit 1.9.0.2: vor dem H.aus Kramgasse 63; 1.6.0.3 - 1.9.0.2
etwas weiter östlich vor dem Haus Nr. 61
Historisch - topographisches L.exikon der Stadt Bern von B.erchtold W.eber ( 1.9.7.6 )
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Der 1542 errichtete Zähringerbrunnen zuoberst an der Kramgasse erinnert an Berns
Gründer und steht untenher des Z.eitglockenturmes unweit der Grenze der alten
Zähringerstadt.
Aus denn Brunnenstock münden aus L.öwenmasken vier von stilisierten D.elphinen
gestützte R.öhren. Die an der Basis mit Akanthusblättern verzierte, tief kannelierte
Säule ist mit einem Kapitäl gekrönt, das statt der Voluten vier Karyatiden aufweist,
zwischen denen vier Renaissanceschilder mit folgenden Aufschriften placiert sind:
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«Berchtholdus Dux Zeringen Bernam», «Liberam Conditit Anno MCLXXXXI»,
«BERCHTOLD HERZOG VON ZERINGEN HAT DIE», «STATT BERN GESTIFT IM
JAHR 1191».
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Das Standbild zeigt einen aufrechtstehenden Bären mit Spangenhelm, der als Zier
eine goldene Kugel trägt. Im Gürtel stecken zwei Schwerter. Die rechte Pranke hält
ein Banner mit einem langen Schaft, während die linke einen Schild hält.
Banner und Schild zeigen in Rot einen goldenen L.öwen, das irrtümlicherweise den
Zähringen zugeschriebene Wappen. In Wirklichkeit führte Berchtold V. in Gold einen
roten A.dler.
Hier hat es der kleine Bär nicht nötig, selbst Wehr und Waffen zu tragen. Zwischen
den Beinen des Alten sitzend, verschlingt er eine T.raube. Durheim erwähnt, dass
1.8.5.9 zwei R.öhren mit Aufschriften versehen waren. Diese Notiz ist von verschiedenen
A.utoren bis in die neueste Zeit immer wieder übernommen worden, obschon die R.öhren
selbst nicht beschriftet sind.
In Wirklichkeit waren die damals in Bern beliebten Devisen «SOLI DEO GLORIA» und
«PROTEGE NOS DOM INE» auf den beidseitig den A.rkaden zugewendeten Seiten des
achteckigen Beckens eingemeisselt, ebenso die Jahrzahl 1542.
Diese Brunnenschale wurde 1.8.8.9 entfernt und durch eine neue ersetzt, welche von
B.ildhauer L.aurenti angefertigt wurde. In Verbindung damit wurden Säule und Figur
1.8.9.0 restauriert.
So hatten, wie Spiess zu berichten weiss, frühere M.aler die I.nschriften auf den Schildern
am Kapitäl, die dann bei den Renovationsarbeiten entdeckt wurden, überstrichen. Die
Kosten für die Restauration und die neue Schale betrugen für diesen Brunnen 2372 Franken,
von denen die Hausbesitzer in der Nachbarschaft des Brunnens 1700 Franken zu tragen
hatten.
1.9.0.2, als das T.ramgeleise verlegt wurde, musste der Brunnen etwas versetzt werden. Er
steht also heute auch nicht mehr auf seinem ursprünglichen Platz. Die letzten Neube-
malungen erhielten Figur und Säule in den Jahren 1.9.0.4 und 1.9.2.6.
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( BeschriebZähringerbrunnen KantonBern AlbumStadtBern AlbumBernerBrunnen Berner
AlbumBrunnenmitBrunnenfigurinderSchweiz StadtBern Brunnen fountain springvand
suihkulähde fontaine fontana 噴水 fontein Stad fontene fontanna fonte fontän fuente fountain
Stadt City Ville シティ By 城市 Città Город Altstadt Berner Brunnen Geschichte History
Unesco Welterbe Unesco World Heritage Bärn BernerBrunnen Schweiz Suisse Switzerland
Svizzera Suissa Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza )
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Z y t g l o g g e - T u r m
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Der Zytgloggeturm ( Zeitglockenturm - Zytglogge - Zeitglocke ) bildete das alte westliche
Stadttor der Berner Altstadt in der Stadt Bern im Kanton Bern in der Schweiz
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Erbaut im Jahr 1191 war er bis 1.2.5.6 das erste Westtor und bildete einst den Abschluss
der ersten Stadterweiterung. Er änderte im Laufe der Jahre sein Aussehen sehr stark,
im Zytgloggeturm sind M.odelle aus den verschiedenen Epochen ausgestellt
Durch die Entwicklung der Stadt rückte der Turm mit jeder Erweiterung immer mehr ins
Zentrum der Stadt.
Für einige Zeit ist der Turm gar als F.rauengefängnis genutzt worden - Pfaffendirnen-
gefängnis
Nach dem grossen B.rand von 1.4. M.ai 1.4.0.5, der nahezu die gesamte Stadt in S.chutt
und A.sche legte, wurde er zum „ Zytglogge “ umfunktioniert.
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In seiner Chronik schildert der C.hronist C.onrad J.ustinger das Ausmass der K.atastrophe :
Also verbrann die alt kebie, do die zitglogge inne hanget, darinne verbrunnen siben pfaffen-
dirnen. ... Also verbrunnen bi sechshundert hüsern, gros und klein, und gros guot darinne
und me denne hundert mönschen.
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Z y t g l o g g e
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Die Zytglogge, die G.locke, die seither im neuen Turm die Stunden verkündet, wurde noch
im gleichen Jahr durch J.ohann R.eber aus A.arau gegossen. Sie war es, die dem Turm
den heutigen Namen gab : Zytglogge.
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Ihre Inschrift lautet:
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+ anno d[omi]ni mccccv mense octobris fusa sum a ma[gi]stro ioh[ann]e d[i]c[t]o reber de
arow sum vas et cer[a] et cunctis [...] gero diei horas.
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( Im Jahre 1.4.0.5 im Monat O.ktober wurde ich von M.eister J.ohannes genannt R.eber aus
A.arau gegossen. Ich bin G.efäss und W.achs (?) ...und allen verkünde ich die Stunden
des Tages ).
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U.hrwerk
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Zur Zeitmessung gehörte natürlich auch ein U.hrwerk. Gleichzeitig mit der G.locke, wurde
also auch eine U.hr mit einem Stundenschlagwerk eingebaut. Über den Erbauer und über
die Ausmasse der U.hr ist leider nichts bekannt.
Hingegen wissen wir, dass das noch heute vorhandene A.strolabium bereits damals den
Turm zierte. Wie bei andern K.unstuhren diente es vorwiegend als Repräsentationsobjekt.
Es gehörte zum Ansehen einer Stadt, technische Spitzenleistungen öffentlich zur Schau
zu stellen und damit Bewunderung auszulösen.
Nebst vielen astronomischen Indikationen konnte man beiläufig auch noch die Zeit ab-
lesen. Dies war aber schwierig und überhaupt nicht das Ziel. Wichtig war die akustische
Zeitangabe durch die G.locke.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts häuften sich die Reparaturen am bereits über 100
jährigen Uhrwerk. Es wurde immer offensichtlicher, dass das Werk ausgedient hatte.
1.5.2.7 erhielt der damalige W.affenschlosser und Zeitglockenrichter, K.aspar B.runner,
den Auftrag, ein neues U.hrwerk zu bauen. Es stand von Anfang an fest, dass die Uhr
grösser, schöner und kunstvoller sein musste als die alte von 1.4.0.5.
1.5.3.0 präsentierte B.runner den Bernern eine M.onumentaluhr mit kunstreichem Figuren-
spiel und einem R.äderwerk von gewaltigem Ausmass, wie es bis jetzt noch nicht ge-
baut wurde. Von Brunner sind keine weiteren Uhrwerke bekannt, dieses scheint sein
einziges zu sein.
Die Ausmasse, die Robustheit und die kunstvolle Bauweise ( Räder mit einzeln einge-
setzten Zähnen, massive Wellen, die Gewehrläufen ähneln ) zeugen vom Meister, der
sich im Bau von Waffen und Geschützen auskannte, aber auch in der Lage war, eine
aussergewöhnliche Uhr zu realisieren.
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An der O.stseite des Zytgloggeturms ist ein sehr schönes G.lockenspiel angebracht, unter
anderem mit B.ärenfiguren und, hoch oben im D.ach des Turms, der S.tatue von H.ans
T.hann, einem R.itter in voller R.üstung.
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Das F.igurenspiel - G.lockenspiel
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Jede volle Stunde läuft das beliebte und vor allem von T.ouristen viel beachtete F.igurenspiel
ab :
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Ca. 3 Minuten vor dem Stundenschlag kräht der H.ahn und eröffnet das Spiel.
Kurz darauf kreist der B.ärenreigen, er symbolisiert die S.tadtwache, die pflichtbewusst ihre
Runden dreht. Dazu schlägt der N.arr die Stunde an seine zwei G.löcklein. ( Zu früh, aber
das ist Narrenfreiheit )
Nun kräht der H.ahn zum zweiten Mal.
Sobald die volle Stunde erreicht ist, schlägt die Viertelstundenglocke vier Viertel, mitten
im Spielerker auf seinem T.hron dreht C.hronos, der G.ott der Zeit, die S.anduhr; dann
hebt er das Z.epter in seiner linken H.and und gibt den Auftakt zum Stundenschlag.
Nun schwingt H.ans von T.hann, der goldene G.lockenschläger, seinen H.ammer und führt
die erforderliche Anzahl Schläge aus. C.hronos hört aufmerksam zu und zählt die Schläge,
indem er seinen M.und öffnet und schliesst.
Der L.öwe, Symbol des Stadtgründers, H.erzog B.erchtold V. von Z.ähringen, quittiert jeden
Schlag mit einer leichten Kopfdrehung. Zum Schluss schlägt der H.ahn ein drittes Mal
und kündet damit den Beginn einer neuen Stunde an.
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Es ist ein wahres Meisterwerk der mittelalterlichen Uhrmacherkunst.
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A.stronomische U.hr
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Unter dem großen Z.ifferblatt ist eine astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert zu be-
wundern.
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Es handelt sich um ein A.strolabium mit südlicher Projektion, wie sie vorwiegend an
Kunstuhren bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhundert gebaut wurden.
Der S.tundenzeiger zeigt mit der g.oldenen H.and die modernen Stunden und mit dem
S.onnenemblem den S.onnenstand gegenüber dem aufgemalten P.lanisphärium, wobei
links der S.onnenaufgang im O.sten, oben der S.onnenhöchststand im S.üden und rechts
der S.onnenuntergang im W.esten dargestellt ist.
Die K.ugel ( mit einer goldenen und einer schwarzen Hälfte ) zeigt die aktuelle M.ondphase
an.
Auch der aktuelle M.ondstand kann aufgrund der relativen Position zum S.onnenzeiger ab-
gelesen werden. Auf der beweglichen exzentrischen S.cheibe der E.kliptik zeigt die S.onne
das aktuelle T.ierkreiszeichen an.
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Der Turm und das U.hrwerk können mit einer Führung besichtigt werden.
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Siehe auch :
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bern-altstadt.ch/htm/zytgloggeturm.htm
www.berninfo.com/de/page.cfm/CityToursAusfluege/Stadtfueh...
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( BeschriebZytglogge BeschriebZeitglocke BeschriebZytgloggeturm BeschriebZeitglockenturm AlbumZytgloggeturm AlbumStadtBern Bern Berne Berna Bärn Stadt City Ville kaupunki città シティ
stad ciudad Stadtturm Turm torre tower torni tour tårn wieża torn Mittelalter Geschichte History
Wehrbau Frühgeschichte Burganlage Festung Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa
Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza UNESCO Weltkulturerbe
Unesco World Heritage Stand090416W )
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Nachtspaziergang vom R.osengarten durch die Alstadt von Bern am Donnerstag den
16. Dezember 2010
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Kamera : Canon EOS 550D N Neu
Objektiv : -
Modus : -
Zeit in Sekunden : -
ISO : Auto
Weissabgleich : -
Bearbeitung : -
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Hurni101216 KantonBern StadtBern AlbumStadtBern
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 140316
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NIF
Gotthardtunnelschau zum Bau des Gotthard Bahntunnel ( Baujahr 1872 - 1882 ) im
Verkehrshaus Luzern VHS in Luzern im Kanton Luzern in der Schweiz
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Gotthardtunnel
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- Nutzung : Eisenbahntunnel
- Verkehrsverbindung : Gotthardbahn
- Ort : Gotthardmassiv, Alpen
- Länge : 15 003 m
- Anzahl der Röhren : 1
. Größte Überdeckung : ca. 1800 m
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Bau
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- Bauherr : Gotthardbahn - Gesellschaft
- Baukosten : 227 Mio. SFr.
- Baubeginn : 13. S.eptember 1872 ( S.üdportal ), 24. Oktober 1872 ( N.ordportal )
- Fertigstellung : 29. Februar 1880 ( Durchstich ), 22. Mai 1882 ( Einweihung )
- Planer : Entreprise du Grand Tunnel du Gothard
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Betrieb
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- Betreiber : SBB Infrastruktur
- Lage - Koordinaten : Göschenen ♁688 010 / 168 594 => Airolo ♁689 386 / 153 661
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Der Gotthardtunnel oder auch Gotthard - Scheiteltunnel ist der Scheiteltunnel der
Gotthardbahn und verläuft unter dem Sankt - Gotthard - Pass durch das Schweizer
Gotthardmassiv. Der 15 003 Meter lange Eisenbahntunnel besteht aus einer einzelnen,
doppelgleisig ausgebauten Tunnelröhre zwischen den Ortschaften G.öschenen im
Kanton U.ri und A.irolo im Kanton T.essin.
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Verlauf
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Zulauf :
Die Gotthardbahn benutzt von L.uzern bis I.mmensee die Schweizerische N.ordostbahn
und die A.argauische S.üdbahn, und führt am S.üdwestufer des Z.ugersees entlang über
G.oldau ( 517 m ü. M. ), entlang des L.auerzersees und durch das M.uotatal zum Vier-
w.aldstättersee ( B.runnen, F.lüelen). An dessen S.üdende ( 435 m ü. M. ) steigt sie im
R.eusstal bis G.öschenen. Im S.üden steigt sie von B.ellinzona über B.iasca ( 303 m ü. M. )
in die L.eventina.
Steigungen: Vom nördlichen T.unnelportal in G.öschenen aus, auf einer Höhe von 1106
Meter über Meer, steigt die Tunnelstrecke über etwa 8 km um 45 Meter zum ungefähr auf
der Hälfte der Strecke liegenden S.cheitelpunkt auf 1151 Meter über M.eer. Zum südlichen
T.unnelportal in A.irolo, auf 1142 Meter über M.eer, fällt die Tunnelstrecke hingegen nur
um 9 Meter.
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Gebirgsüberlagerung:
Die Überlagerung durch den Gebirgsstock über dem Tunnel beträgt zwischen 400 Meter
und maximal 1800 Meter. Die mittlere Überlagerung zwischen dem sechsten und drei-
zehnten Tunnelkilometer, von N.orden aus gemessen, beträgt etwa 1100 Meter.
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Verwaltungsgrenze:
Rund zwei Kilometer südlich des Scheitelpunkts respektive rund zehn Kilometer vom
N.ordportal aus liegt die K.antonsgrenze U.ri / T.essin im Inneren des Tunnels, der
nach weiteren fünf Kilometern das S.üdportal bei A.irolo folgt. Die Fahrt durch den
Tunnel dauert etwa neun Minuten.
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Tunnelbau
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Vorgeschichte
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Kaum hatte der Bahnbau in den nichtalpinen Gebieten Europas begonnen, kam in der
Schweiz der Gedanke auf, den N.orden mit dem S.üden durch eine Alpenbahn zu ver-
binden.
Bereits 1.8.4.7 reichte der damalige Oberingenieur des Kantons G.raubünden ein
Konzessionsbegehren für den Bau einer L.ukmanierbahn von C.hur nach B.iasca ein.
Die 1.8.5.3 erteilte Konzession verfiel dann allerdings durch Fristablauf.
1.8.5.2 stellte der Leiter des eidgenössischen Eisenbahnbüros Gottlieb Koller ein erstes
Projekt zum Bau einer Eisenbahnlinie über den Gotthard vor, und am 19. A.ugust 1.8.5.3
organisierte sich ein aus neun Kantonen bestehendes Gotthardkomitee.
Ingenieur Koller erarbeitete ein erstes Projekt für die Strecke von F.lüelen an den Langen-
s.ee ( 123 km ). 1.8.6.1 vermass der Z.ürcher Ingenieur Kaspar Wetli die Strecke von Erst-
feld nach L.ugano in nur gerade fünf Monaten, was auch heute noch als Meisterleistung
der Vermessungstechnik ( Otto Gelpke, Carl Koppe ) gilt.
Nach heftigen Auseinandersetzungen zwischen Gotthardbefürwortern und Verfechtern
der L.ukmanier- und S.plügenvariante wurde 1.8.6.3 von den Ingenieuren Wetli und Koller
erstmals die Idee eines Tunnels unter dem Gotthard präsentiert.
Als schliesslich auch Alfred Escher, der Präsident der in Z.ürich ansässigen Schweizer-
ischen N.ordostbahn ( N.O.B. ), die Linienführung über den Gotthard befürwortete, war
die Entscheidung gefallen. Zudem war die Strecke über den Gotthard die kürzeste.
Am 7. A.ugust 1.8.6.3 gründeten fünfzehn Kantone und die beiden Bahngesellschaften
Schweizerische C.entralbahn ( S.C.B ) und N.O.B die grosse Gotthardvereinigung.
Politiker und Bankier Alfred Escher, die wohl mächtigste und einflussreichste Schweizer
Persönlichkeit seiner Zeit, wurde Präsident des Komitees und damit zum umtriebigen
Vertreter der Gotthardidee. In der Folge wurde das auf den Plänen Wetlis und Kollers
basierende Projekt von Anton Beckh und Robert Gerwig vorangetrieben.
An der B.erner Gotthardkonferenz vom S.eptember 1.8.6.9 unter dem Vorsitz des
Bundesrates Emil Welti wurde festgehalten: Es sollte eine durchgehende doppelspurige
Adhäsionsbahn bebaut werden mit einer maximalen Steigung von 26 ‰, in Tunneln
23 ‰ und einem minimalen Radius von 300 Metern.
Ein S.cheiteltunnel sollte G.öschenen und A.irolo verbinden. Die Kosten für die Gotthard-
strecke sollten 187 Millionen Franken betragen, davon rund 60 Millionen für den Tunnel.
I.talien sollte 45 Millionen, das neue D.eutsche R.eich und die Schweiz je 20 Millionen
übernehmen, der Rest sollte am Kapitalmarkt aufgenommen werden.
Der d.eutsch - f.ranzösische K.rieg verzögerte die Unterzeichnung vorerst. 1.8.6.9 unter-
schrieben die Schweiz und I.talien den sogenannten Gotthardvertrag und am 28. O.ktober
1.8.7.1 schliesslich auch das D.eutsche R.eich.
Am 6. D.ezember 1.8.7.1 wurde die Gotthardbahngesellschaft (GB) unter dem Präsidium
Alfred Eschers gegründet. Die finanzielle Kontrolle über die internationale Finanzierung
hatte Escher, der 1.8.5.6 die Schweizerische Kreditanstalt gegründet hatte, welche bei der
Finanzierung der Gotthardbahn eine wichtige Rolle spielte.
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Das Projekt
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Nach einer unglaublich kurzen Eingabefrist von sechs Wochen trafen sieben Offerten ein.
Den Zuschlag erhielt die Genfer Firma "Entreprise du Grand Tunnel du Gothard" des Louis
Favre; am 7. A.ugust 1.8.7.2 wurde der von Escher aufgesetzte Vertrag unterzeichnet.
Der grösste Konkurrent war die italienische Firma "Società I.taliana di Lavori Pubblici" unter
der Leitung von Severino Grattoni. Grattoni hatte bereits den mit 12 Kilometern l.ängsten
Tunnel der W.elt erstellt, den M.ont - C.enis - T.unnel. Auch mit dem Gotthard hatte er sich
beschäftigt, hatte die Geologie geprüft und Probebohrungen vorgenommen.
Favre, der bisher keinen Tunnel gebaut hatte, der länger war als 1000 Meter, unterbot
den Mitkonkurrenten, akzeptierte die ruinösen Vertragsbedingungen und hinterlegte eine
Kaution von 8 Millionen Franken. Er versprach eine Bauzeit von acht Jahren – angesichts
der unbekannten Geologie ein riskantes Unterfangen.
Falls die vereinbarte Bauzeit überschritten würde, drohte eine Geldstrafe von 5'000
Franken täglich im ersten halben Jahr und 10'000 Franken in der folgenden Zeit, im Falle
einer vorzeitigen Fertigstellung galt der gleiche Betrag als Prämie. Sollte die Verzögerung
mehr als ein Jahr betragen, würde die hinterlegte Kaution verfallen.
Favre hoffte darauf, die beim Bau des gerade fertig gestellten M.ont - C.enis - T.unnels ge-
machten Erfahrungen nutzen zu können. Zudem stellte er dortige Mineure und Ingenieure
ein und kaufte das dort verwendete Tunnelmaterial auf.
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Bau
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Die Bauarbeiten begannen am S.üdportal am 13. S.eptember 1.8.7.2 und am 24. O.ktober
des gleichen Jahres im N.orden. Die Bautrupps bewegten sich im Firststollenverfahren
( B.elgische Bauweise ) aufeinander zu, gearbeitet wurde in drei Schichten rund um die
Uhr.
Besonders auf der S.üdseite kämpfte man schon am Anfang mit großen technischen
Schwierigkeiten. Die Belastungen durch instabile Gesteinsschichten, die manchmal alle
paar Dutzend Meter ihre Beschaffenheit wechselten, und ständige Wassereinbrüche
waren enorm und hielten während der ganzen Bauzeit an, zudem stieg die Temperatur
im Tunnel stellenweise auf 33 °C, später auf 40 °C.
Ende 1.8.7.2 war im N.orden der Firststollen erst zu 101 m ausgebrochen, im S.üden
wurde in Handarbeit nur 18 Meter vorgestossen.
Der Bauunternehmer Louis Favre übernahm die ersten Bohrmaschinen Typ Sommeiller
vom M.ont - C.enis - Tunnel. Dazu erprobte er die wichtigsten erhältlichen Schlagbohr-
maschinen vor Ort.
Die beiden Werkstattchefs in A.irolo und G.öschenen entwickelten die vorhandenen Ma-
schinen weiter. Wichtig war, dass die Maschinen weniger reparaturanfällig wurden und
die S.chlagbohrmaschinen mit einem automatischen Vortrieb versehen werden konnten.
Seguin und Ferroux, die beiden Werkstattchefs, konnten einen signifikanten Fortschritt
erzielen.
Zu Beginn mussten pro Tag drei Maschinen ausgewechselt werden, gegen Ende des
Baus nur noch eine Maschine alle drei Tage. Die Abluft der pneumatischen Schlagbohr-
maschinen diente gleichzeitig der spärlichen Belüftung des Tunnels.
Je sechs Bohrmaschinen waren auf Lafetten montiert. Mit den Maschinen wurden zirka
einen Meter tiefe Löcher gebohrt, die anschliessend mit D.ynamit gefüllt und gesprengt
wurden. Die Nachfrage nach Dynamit war so gross, dass in B.auen am U.rnersee eine
Sprengstofffabrik gebaut wurde.
Eine unzureichende Lüftung erschwerte das Atmen im mit Sprenggasen gefüllten Tunnel:
wenn zu wenig Druck vorhanden war, wurde die Maschine bevorzugt, die Lüftung musste
warten.
Weil die giftigen Dynamitdämpfe Krankheiten in Atemwegen und Augen verursachten,
musste die Schichtdauer auf fünf Stunden herabgesetzt werden. Obwohl leistungsfähigere
Maschinen aus B.elgien eingesetzt wurden, geriet Favre mit seinem Zeitplan mehr und
mehr in Rückstand, nach einem Jahr war noch nicht ein einziger Kilometer im Teilprofil
geschafft.
Favre trieb den Vorstoss schnell voran und vernachlässigte den Vollausbruch. Später
kam erschwerend dazu, dass unter dem unterschätzten Bergdruck sämtliche Holzstützen
brachen und jeder ausgebrochene Meter sofort ausgemauert werden musste.
1.8.7.3 beauftragte Oberingenieur Gerwig der Gotthardbahn - Gesellschaft den d.eutschen
Bergingenieur Friedrich Moritz Stapff für die Bearbeitung aller erforderlichen geologischen
Untersuchungen.
Zuerst war er der Bausektion A.irolo zugeteilt, später wurde er Vorstand der geologisch-
montanistischen Abteilung bei der Zentralbauleitung in A.irolo. Die Aufgaben von Stapff
umfassten die Nachführung der bestehenden geologischen K.arten, die Beobachtung
der geologischen Verhältnisse, wie Temperaturverhältnisse, Wassereinbrüche, Zustand
des Felsens, damit der Bau nicht verzögert wurde.
Stapff zeichnete alle Gesteinsformationen entlang der Tunnelachse auf und sammelte
pro Gesteinsformation eine Handstück. Eine dieser Sammlungen befindet sich heute im
V.erkehrshaus.
Favre erhöhte die Zahl der Arbeiter ständig. In G.öschenen arbeiteten maximal 1.6.4.5, in
A.irolo 1.3.0.2 Arbeiter, vorwiegend I.taliener aus den armen ländlichen Gegenden des
P.iemonts und der L.ombardei. Die Mineure und Arbeiter lebten in schmutzigen und über-
belegten Verschlägen und wurden finanziell ausgebeutet.
Ein Mineur verdiente in einer Achtstundenschicht etwa 3.90 Franken. Zwei Drittel ihres
Lohnes wurde ihnen für E.ssen und U.nterkunft wieder abgezogen, die L.ampen und das
Ö.l dafür – 30 Rappen täglich – mussten sie selber bezahlen. Abgezogen wurden ihnen
zudem fünf Franken monatlich für die Kleidung und zwei Franken für die Aufenthaltsge-
nehmigung in der Schweiz. Ein Teil des Verdienstes wurde in Coupons ausbezahlt, die
nur in den betriebseigenen Geschäften eingelöst werden konnten.
Am 27. J.uli 1.8.7.5 kam es in G.öschenen zu einem Aufstand der Arbeiter, sie streikten
und blockierten den Tunneleingang und verlangten einen Franken mehr Lohn pro Tag.
Eine eilends zusammengestellte, überforderte Milizeinheit, 21 Mann aus A.ltdorf, schoss
in die Menge, vier Arbeiter kamen ums Leben, mehrere wurden schwer verletzt.
80 Arbeiter reisten nach dem Vorfall ab.
Das Ereignis wurde durch anklagende Presseberichte in halb E.uropa bekannt und löste
Untersuchungen über die Lebensbedingungen der Tunnelarbeiter aus. Zwei eidge-
nössische Kommissionen prüften die Situation. Aus dem Bericht des inspizierenden
Arztes Dr. Sonderegger vom 30. M.ärz 1.8.7.6: « Das Elend in den für die Arbeiter her-
gerichteten Quartieren übersteigt in der Tat alle Begriffe. In kleinen dumpfen Zimmern
reiht sich Bett an Bett – elende, halb faule Strohsäcke. » Er erwähnt die schlechte Luft
in überfüllten Räumen mit ihren übel riechenden Öllampen, wo neben den Betten auch
gekocht werden musste, den Mangel an frischem Wasser, den Schmutz und die mise-
rablen hygienischen Zustände. Die Arbeiter litten an Wurmkrankheiten, Durchfall und
Typhus, und viele waren an Silikose erkrankt, die sie sich im Tunnel durch den omni-
präsenten G.ranitstaub zugezogen hatten.
Bedenkliche Zustände kamen so ans Licht, bessere Bedingungen wurden gefordert, aber
nie durchgesetzt. Niemand fühlte sich zuständig, zudem waren die Bauarbeiten schon zu
sehr in Verzug geraten.
So blieben die Zustände mehr oder weniger unverändert. Unter diesen Bedingungen war
Favres Zeitplan völlig durcheinander geraten. Neue Abklärungen ergaben, dass die Kosten
den Voranschlag um mehr als 100 Millionen Franken überschreiten würden.
Im J.uni 1.8.7.4 wurde an einer Schlichtungskonferenz in B.ern unter bundesrätlicher Lei-
tung bestimmt, « dass der gänzlich ausgebrochene Tunnel nie mehr als 600 Meter auf
jeder Seite hinter der Stollenbrust zurückbleiben darf ». Favre hielt sich nicht daran und
die GB stellte die Zahlungen ein, worauf sich Favre und die Gotthardbahngesellschaft in
Streitigkeiten verwickelten.
Die Kurse der Aktien sanken ins Bodenlose und zeitweise wurde der Bau in Frage gestellt.
Die Nachfinanzierung gelang nur, weil sich I.talien und D.eutschland nach einer weiteren
internationalen Konferenz zu neuen Zahlungen bereit erklärten.
Alfred Escher, der die Verantwortung für das finanzielle Debakel der GB trug, musste auf
Druck des Bundesrates zurücktreten. Die Finanzierung wurde durch das Alpenbahngesetz
gesichert, mit dem die Eidgenossenschaft sich verpflichtete, den Kantonen, die sich an der
Gotthardbahn beteiligt hatten, 4,5 Millionen. Franken zu zahlen.
Nach Beendigung des Baus forderte die GB von Favres Unternehmung Nachzahlungen in
Millionenhöhe, die seinen Nachlass ruinierten. Seine Tochter erhielt jedoch eine lebens-
längliche jährliche Rente von 10'000 Franken, die ihr ermöglichen sollten, den Haushalt
nach gutbürgerlichen Verhältnissen einzurichten.
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Favres Tod im Tunnel
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Am 19. J.uli 1.8.7.9 wurde Favre bei einer Besichtigung im Tunnel bei Kilometer 3 von
einem Unwohlsein befallen und starb wenige Minuten später im Alter von 53 Jahren an
Herzversagen. Obwohl er den Durchstich nicht mehr erlebte, wurde ihm trotzdem die
Ehre zuteil, als erster den Tunnel zu durchqueren: nachdem die Angehörigen des nörd-
lichen Bautrupps am 24. D.ezember 1.8.7.9 zum ersten Mal den Sprenglärm im Süden
vernommen hatten, als nur noch 422 m Fels- und Steinmassen die beiden Baustellen
trennten, durchdrang am 28. F.ebruar 1.8.8.0 um 18.45 Uhr ein Bohrer von S.üden her
die verbleibende Felswand. Durch das Loch reichten die Arbeiter ihren Kollegen auf der
N.ordseite eine Blechdose mit einem Bild Favres, das von den Worten begleitet war:
« Wer wäre würdiger gewesen, als Erster die Schwelle zu überschreiten, als Favre, der
seinen Mitarbeitern Meister, Freund und Vater war. Es lebe der Gotthard! »
Am S.onntag, dem 29. F.ebruar 1.8.8.0, kurz nach 11 Uhr, erfolgte nach sieben Jahren
und fünf Monaten der eigentliche Durchstich. Die Abweichungen betrugen seitlich nur
33 Zentimeter und 5 Zentimeter in der Höhe – eine Meisterleistung der damaligen
Ingenieurs- und Vermessungstechnik.
Das Ereignis wurde in den europäischen Medien gefeiert, der mit 15 Kilometern dazumal
längste Tunnel der Welt war entstanden.
Vom 22. bis zum 25. M.ai 1.8.8.2 wurde mit über 600 Gästen aus ganz Europa die Ein-
weihung gefeiert, Alfred Escher nahm jedoch nicht daran teil. Am 1. J.uni 1.8.8.2 nahm
die Gotthardbahn den durchgehenden Verkehr zwischen I.mmensee und C.hiasso auf.
Den ersten Postsack trug Alois Zgraggen, der Kondukteur der letzten P.ostkutsche, die
über den Pass fuhr.
Im Jahre 1.8.9.7 passierten täglich 61 Züge den Tunnel. Durch den Rauch der Dampflok-
omotiven wurden die Bahnerhaltungsarbeiten wesentlich erschwert. Daher wurde ein Be-
lüftungssystem nachträglich eingebaut, welches 1.9.0.2 mit einer Leistung von 800 PS in
Betrieb genommen wurde. Mit Unterstützung des natürlichen Luftzugs wurden Luftge-
schwindigkeiten von 2,6–3,6 m/s am N.ordportal und 2,2–3,0 m/s am S.üdportal erreicht.
Die Passage durch den Tunnel dauerte nach der Inbetriebnahme zwischen 17 und 23
Minuten. Der Fahrpreis betrug 2.70 SFr. in der 1. Klasse, 1.90 SFr. in der 2. Klasse und
1.35 SFr. in der 3. Klasse.
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Fazit
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Die durchschnittliche Tagesleistung belief sich für die gesamte Arbeitszeit auf 4,47 Meter.
Im Vergleich dazu werden mit modernen Tunnelbaumaschinen mittlerweile Tages-
leistungen von 18 Metern erreicht, wie beispielsweise beim Ausbruch der W.eströhre des
Gotthard - B.asistunnels. Die Kosten beliefen sich auf knapp 227 Millionen Franken.
Durchschnittlich arbeiteten 5472 Mann auf den verschiedenen Baustellen.
199 Arbeiter starben während der Bauarbeiten. Von den 171 Toten, die in der Unfallliste
im Bundesarchiv erwähnt werden, wurden 53 Arbeiter von W.agen oder L.okomotiven
zerquetscht, 49 von Felsen erschlagen, 46 durch Dynamit getötet. 23 kamen auf andere
Art ums Leben, einer von ihnen ertrank.
Schuld war nach offizieller Angabe jeweils der Zufall oder der Verunglückte selbst. Zahl-
reiche weitere Männer starben allerdings im Laufe der folgenden Jahre an den Spätfolgen
von Unterernährung, Krankheiten und Verletzungen, die sie sich während des Tunnelbaus
zugezogen hatten.
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D.enkmal
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1.9.3.2 wurde zum Anlass des 50. Jahrestags der Beendigung des Tunnelbaus das Denk-
mal des Tessiner Künstlers Vincenzo Vela ( 1.8.2.0 – 1.8.9.1 ) aufgestellt. Vela schuf es
1.8.8.2 aus eigenem Antrieb und ohne Bezahlung. Es trägt den Titel «Vittime del lavoro»
( Opfer der Arbeit ) und ist den beim Gotthard-Eisenbahntunnel verunglückten Arbeitern
gewidmet. Es steht in A.irolo in der Nähe des B.ahnhofs.
Im Tunnel selbst sind die Orte der Unglücke dadurch markiert, dass an die Wand mit
weisser Schrift Daten und die Namenskürzel der Opfer des jeweiligen Todesfalles einge-
tragen sind.
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Befestigungen
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Zu den Befestigungen rund um den Tunnel gehören das Wachhaus in G.öschenen und
das in der Schweiz einzigartige dreistöckige A.rtilleriewerk F.ondo del B.osco bzw. F.orte
A.irolo im S.üden.
Seine Anlage folgt dem Entwurf des österreichisch-ungarischen Generalgenieinspektors
Daniel Freiherr von S.alis - S.oglio. Es umfasst einen Kampf- und Unterkunftstrakt und
Flankiergalerien. Als Geschütze gegen Angriffe von S.üden gab es zunächst zwei
120-mm-Ringrohrkanonen ( 1.8.8.2, F.riedrich K.rupp A.G ), zwei 120-mm-Kugelmörser
( 1.8.8.8, G.rusonwerk A.G B.uckau ), fünf 84-mm-Ringrohrkanonen ( 1.8.8.0, K.rupp in
verschiedenen K.asematten ), vier 53-mm-Schnellfeuerkanonen ( 1.8.8.7, K.rupp in
V.ersenk-P.anzertürmen ) und zwölf 84-mm-Bronzekanonen ( 1.8.7.1 ) in drei Kapon-
nieren.
Hinzu kamen drei B.eobachtungs - P.anzertürmchen und ein 1 Kilometer langer Stollen
zur V.erteidigungsanlage direkt am Eingang des Tunnels. Dort gehörten ausser einer
Wache M.G - S.tände, F.lammenwerfer und S.prengkammern über dem Tunnel dazu.
Die S.prengkammern waren bereits in der ausserhalb vom Gebirgsstock gelegenen
E.infahrtsgalerie angelegt worden.
Flankiergalerien standen am S.tuei und I.nfanterieanlagen auf dem F.oppahügel. Der
Bau wurde im A.pril 1.8.8.7 begonnen und im S.ommer 1.8.9.0 beendet. Die Baukosten
betrugen etwa 1,5 Millionen Franken. Erst 1.9.4.7 wurde das längst veraltete Fort als
Kampfanlage aufgegeben und nur noch als Unterkunft genutzt. Mittlerweile wurde es
zu einem Museumsobjekt umgestaltet.
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Zukunft
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Nach der für D.ezember 2.0.1.6 geplanten Eröffnung des im Bau befindlichen Gotthard-
B.asistunnels ist die Zukunft der Bergstrecke noch offen. Eine der Überlegungen zielt
darauf ab, die alte Strecke via Scheiteltunnel für G.üterzüge zu verwenden und tagsüber
nur die schnelleren Personenzüge ( 200 km/h respektive 250 km/h ) via B.asistunnel
verkehren zu lassen.
Die Idee entspringt den sich abzeichnenden Trassenkonflikten, die sich bereits bei einem
stündlichen Personenzug und den mit maximal 100–120 km/h deutlich langsamer verkehr-
enden, schweren G.üterzügen ergeben.
Mangels geeigneter Überholgleise müssen im Basistunnel ( und faktisch auch auf den
Zulaufstrecken ) vor einem Personenzug liegende potentielle Güterzugtrassees geopfert
werden, um ein Auflaufen des P.ersonenzugs auf einen vorausfahrenden G.üterzug zu
vermeiden.
Zwar könnten isoliert betrachtet Güterzugtrassees auf der alten Bergstrecke besser ge-
nutzt werden, doch gilt in den engen K.ehrtunnels für alle Züge eine Höchstgeschwindig-
keit von 80 km/h, womit die Stundenkapazität nicht gesteigert wurde. Insbesondere würde
auch der Vorteil des Basistunnels als Flachbahn verspielt, namentlich das Führen von
schweren und langen Z.ügen im A.lpentransit, ohne den Einsatz von Verstärkungs
l.okomotiven.
2.0.0.9 erarbeiteten die Kantone U.ri und T.essin, sowie die S.B.B eine Machbarkeitsstudie
U.N.E.S.C.O Welterbe Verkehrswege Gotthard. Die Studie kam zum Schluss, dass die Ein-
zigartigkeit der Geschichte und der erhaltenen Objekte gegeben ist. In Zusammenarbeit mit
dem Bundesamt für Kultur, das für die Eingaben bei der UNESCO zuständig ist, wurde
festgelegt, dass bis zu einer Ausarbeitung eines Dossiers die S.B.B die Inventarisierung
der Bahnstrecke abschliesst und ein denkmalgerechtes Betriebskonzept der Bergstrecke
ausarbeitet. Die Kantone erstellen die nötigen raumplanerischen Voraussetzungen. Die
Ausarbeitung eines Dossiers dauert zwei Jahre, so dass die Verleihung des Labels
W.elterbe auf die Eröffnung des B.asistunnels bereit sein könnte.
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( BeschriebGotthardtunnel Tunnel Gotthardtunnel Bahntunnel tunnel tunneli トンネル túnel
Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits
Szwajcaria Suíça Suiza )
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Ausflug ins V.erkehrsh.aus mit A.ndre am Samstag den 28. September 2013
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Mit dem Z.ug von B.ern nach L.uzern und weiter mit dem
D.ampfs.chiff S.tadt L.uzern bis V.erkehrsh.aus L.ido
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G.otthardt.unnelschau- M.odell G.otth.ardb.ahn - F.ührung mit L.okführer durch die S.chienenhalle - S.ondera.usstellung C.argo - 3 x H.elikopters.imulatur und 1 x T.iger S.imulator ( A.ndre 2x)
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Mit dem S.chiff M.S W.inkelr.ied nach L.uzern und mit dem Z.ug von L.uzern über K.onolfingen - T.hun zurück nach B.ern
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Hurni130928 KantonLuzern
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 050422
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NIF
VorlageGotthardtunnel Vorlage
Extrazug 32550 P.ayerne - L.a C.haux de F.onds mit SBB Lokomotive Ae 4/7 10997 ( SLM Nr. 3536 - Baujahr 1932 - Besitzerin Swisstrain - Elektrolokomotive Triebfahrzeug ) und SBB Lokomotive Be 4/6 12339 ( Hersteller SLM Nr. 2816 - Baujahr 1922 - Elektrolokomotive mit Stangenantrieb - Besitzerin Association Swisstrain ) in grüner Farbgebung + A + Hbils am Bahnhof Kerzers im Kanton Freiburg - Fribourg der Schweiz
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SBB Lokomotive Be 4/6
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Die Be 4/6 der Serienausführung wurde als Schnellzuglokomotive für den Betrieb auf der
G.otthardbahn gebaut. Konzeptionell war sie eine Drehgestelllokomotive und entsprach
im mechanischen Teil weitgehend der Probelokomotive Be 4/6 1.2.3.0.2. Anders als
diese wurde sie dann auch tatsächlich längere Zeit am G.otthard eingesetzt.
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Betrieb
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- Lokomotivtyp : Be 4/6
- Baujahr : 1.9.2.0 - 1.9.2.3
- Betriebsnummern : 1.2.3.0.3 - 1.2.3.1.2 1.2.3.1.3 - 1.2.3.4.2
- Stückzahl Ablieferung : 10 + 30
- Stückzahl heute : 3, davon zwei nicht funktionsfähige Denkmalloks
- Einsatzgebiet : G.otthard ( anfänglich )
- Ausrangierung : bis F.ebruar 1.9.7.6
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Technische Daten
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- Loktyp : Elektro - Lokomotive
- Hersteller : SLM / BBC
- Achsfolge : (1’B)(B1’)
- Höchstgeschwindigkeit : 75 km/h
- Stundenleistung : 1'230 kW ( 1'960 PS )
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Masse und Gewicht
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- Länge über Puffer : 16’500
- Höhe : 4’550 mm, Stromabnehmer gesenkt
- Triebraddurchmesser : neu 1'530 mm
- Laufraddurchmesser : neu 950 mm
- Dienstgewicht : 107t / 110t
- Reibungsgewicht : 77t / 80t
- Besondere Merkmale : Elektrische Widerstandsbremse
- Vorgänger : Be 1.2.3.0.2
- Nachfolger : A.e 4./.7
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Vorgeschichte
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Im N.ovember 1.9.1.3 wurde vom Verwaltungsrat der SBB die Elektrifizierung der Gotthard-
strecke von E.rstfeld bis B.iasca bes.chlossen. Mit Ausbruch des ersten Weltkrieges war
die SBB zu immer grösseren Fahrplaneinschränkungen wegen der Kohleknappheit ge-
zwungen. Dies führte soweit, dass im H.erbst 1.9.1.8 an Sonntagen mit Ausnahme der
Milchzüge keine Züge mehr fuhren.
Neben anderen Strecken wurde deshalb forciert auch die G.otthardstrecke für den
elektrischen Betrieb hergerichtet. Diese Elektrifizierung war im Jahr 1.9.20. abge-
s.chlossen.
Für den Betrieb benötigten die SBB dringend Personen- und G.üterzuglokomotiven.
Da sehr schnell erkannt wurde, dass die Ablieferung der vier im Bau befindlichen Probe-
lokomotiven B.e 3./.5, Be 4/6 1.2.3.0.1, Be 4/6 1.2.3.0.2 und C.e 6./.8.I 1.4.2.0.1 nicht
abgewartet werden konnte, bestellten die SBB im M.ai 1.9.1.8 bei SLM und BBC auf-
grund einer Beurteilung der eingereichten Konstruktionsentwürfe für die Probelokomotiven
die Be 4/6 1.2.3.0.3 - 1.2.3.1.2 für den Personenzugbetrieb.
Bereits im J.uli des gleichen Jahres erfolgte die Nachfolgebestellung der Nummern
1.2.3.1.3 - 1.2.3.4.2. Ein wichtiges Kriterium für die Bestellung war eine gleichmässige
Verteilung der Lieferung von Personen- und G.üterzuglokomotiven auf die einzelnen Firmen.
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Pflichtenheft
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Die SBB verlangten von der Industrie die Erfüllung des nachfolgenden Pflichtenheftes:
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- Höchstgeschwindigkeit : 75 km/h
- Beförderung von 300t Anhängelast auf 26 ‰ Steigung bei 50 km/h
- Sicheres Anfahren auf 26 ‰ Steigung und Beschleunigen derselben Last auf 50 km/h
. in 4 Minuten
- drei Hin- und Rückfahrten L.uzern - C.hiasso innerhalb 24 Stunden ( 1'360 km ) bei je
. 15 Minuten Aufenthalt in den E.ndbahnhöfen.
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Die letztgenannte Bedingung zeigt deutlich, mit welcher Steigerung der Ausnützung der
Lokomotiven die SBB gegenüber dem D.ampfbetrieb rechneten.
Am 23. und 24. S.eptember 1.9.2.2 wurden mit der Nummer 1.2.3.2.8 Messfahrten statt,
um die Bedingungen des Pflichtenheftes in der Praxis zu prüfen.
Der Versuchszug mit einem Gewicht von 302 t wurde dabei während 25 Stunden dreimal
von L.uzern nach C.hiasso und zurück gefahren. Nach der zweiten Rückfahrt wurde in
L.uzern ein einstündiger Halt zur genauen Kontrolle und Nachschmierung eingelegt.
Die durchschnittliche Geschwindigkeit betrug dabei bei einer reinen Fahrzeit von 21
Stunden und 51 Minuten 62 km/h, was für damalige Verhältnisse beachtlich war.
Auf den 26 ‰-Rampen wurden dabei 55 - 60 km/h erreicht. Bei einem Anfahrversuch
konnte der Messzug schon in 2½ anstatt 4 Minuten die verlangte Geschwindigkeit
erreichen.
Die zulässigen Temperaturen wurden während der ganzen Versuchsphase nie über-
schritten.
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Auftragsvergabe und Projektierung
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Der Auftrag für die Personenzuglokomotive wurde an SLM und BBC erteilt.
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Inbetriebnahme
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Die erste Lokomotive ( 1.2.3.0.3 ) wurde am 1. F.ebruar 1.9.2.0 durch die SBB abge-
nommen, die letzte am 9. A.pril 1.9.2.3 ( 1.2.3.4.2.).
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Technik => Der mechanische Teil
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Die Technik wurde weitgehend von der Probelokomotive Be 4/6 1.2.3.0.2 übernommen.
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Das Fahrwerk bestand aus zwei Drehgestellen. In jedem Drehgestell befanden sich zwei
Triebachsen, eine als Bisselachse ausgebildete Laufachse und eine Vorgelegewelle. Die
Laufachsen hatten ein Seitenspiel von 2x70mm gegenüber dem Drehgestellrahmen.
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Zugkraftübertragung
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Die Übertragung der Zug- und Stosskräfte erfolgte von den Triebachsen auf die zwei Dreh-
gestelle. Von dort wurden die Kräfte aussen auf die Zughaken und Puffer weitergeleitet.
Innen waren die Drehgestelle für die Zug- und Druckkraftübertragung über eine so genannte
Kurzkupplung verbunden. Der Lokomotivkasten war an der Übertragung der Kräfte nicht
beteiligt.
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Antrieb
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Im Drehgestellrahmen waren zwei Fahrmotoren gelagert. Diese zwei Motoren trieben über
beidseitig gefederte Ritzel die Grosszahnräder je einer Achse an. Auf die Verwendung der
aufwändigen Schlitzkuppelstangen wurde verzichtet, da sich diese Antriebstechnik als sehr
wartungsaufwendig erwies.
Die Triebzapfen der Vorgelegewellen trieben über eine Triebstange direkt die jeweils
äussere Triebachse des Drehgestells an. Ein Zapfen auf der inneren Seite dieser
Triebstange trieb über eine zweite Triebstange die innere Triebachse an. Durch den
grösseren Durchmesser der Triebachsen lagen die Achsen mit der Welle des Vorgeleges
in einer Ebene, sodass die Pfeilung der Stangen, wie bei der Be 4/6 1.2.3.0.2 hier nicht
vorlag.
Im Betrieb war diese Konstruktion mit Einzelantrieb ( vgl. SBB A.e 3./.6 I und SBB A.e
4./.7) wesentlich unruhiger und kam deshalb, anders als die Schlitzkuppelstange, für
höhere Geschwindigkeiten nicht zur Anwendung.
Die Getriebeübersetzung betrug bei Nummern 1.2.3.0.3 - 1.2.3.1.2 1:3.5, bei den
nachfolgenden Lokomotiven 1:3.2.
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Lokomotivkasten
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Der Lokomotivkasten bestand aus einer durchgehenden Brücke mit aufgeschraubtem
Kastenteilen ohne Vorbauten. Er war auf beiden Drehgestellen nur abgestützt. Zug- und
Druckkräfte wurden von ihm nicht übernommen.
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Bemsanlage
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Die automatische Westinghouse - Bremse und die Regulierbremse wirkten pro Drehgestell
auf die Triebachsen. Die Laufachsen waren ungebremst. Jeder Führerstand hatte eine
Handbremse, die auf das jeweilige Drehgestell wirkte.
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Technik => Der elektrische Teil
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Auch elektrisch wurde die Technik weitgehend von der Probelokomotive Be 4/6 1.2.3.0.2
übernommen.
Die erste Serie 1.2.3.0.3 - 1.2.3.1.2 wurde unter Zeitdruck gebaut. Auf den Einbau einer
elektrischen Bremse wurde deshalb verzichtet. Elemente der Probelokomotive Be 4/6
1.2.3.0.2 wurden in fast unveränderter Form übernommen. Dies galt insbesondere für die
Fahrmotoren und für die Wendeschalter.
Die Lokomotive 1.2..3.1.3 und alle weiteren wurde mit stärkeren Fahrmotoren ausgerüstet.
Die Umschaltmöglichkeit auf 7'500 V wurde ab der Lokomotive 1.2.3.2.9 nicht mehr
eingebaut. Diese musste zuvor vorgesehen werden, da die G.otthardbahn wegen
befürchteter Überschläge durch Verrussung der Isolatoren wegen des immer noch
vorhandenen D.ampfbetriebes vorerst nur mit 7'500 V, 16 ⅔ Hz anstatt 15'000 V,
16 ⅔ Hz betrieben wurde.
Ab der Nummer 1.2.3.1.3 wurde eine elektrische Widerstandsbremse eingebaut. Die
Fahrmotoren wirkten dabei als Einphasengeneratoren. Die Bremsenergie wurde dabei
in Widerständen vernichtet. Diese waren, wie auch die Wendepolshunts zwecks Kühlung
auf dem Dach des Lokomotivkastens angeordnet.
Die Schutzhauben dieser Einrichtung prägten wesentlich das Erscheinungsbild der
Lokomotiven. Zur Erregung der Fahrmotoren war ein Bremstransformator installiert,
der seine Leistung über den Stufenschalter vom Haupttransformator bezog.
Die Wendeschalter waren deshalb wesentlich komplizierter als bei den Nummern
1.2.3.0.3 - 1.2.3.1.2.
Die Wirkung der verwendeten elektrischen Bremse ist mit modernen Anwendungen nicht
vergleichbar. Die Anwendung war auch verhältnismässig kompliziert. Zuerst musste der
Stufenschalter auf die Stellung „0“ zurücklaufen.
Anschliessend konnte der Wendeschalter auf „Bremsen“ umgestellt werden. Erst dann
konnte im Bremsbetrieb der Stufenschalter wieder hochgeschaltet werden. Auch die
Wirkung der elektrischen Bremse war vergleichsweise gering. Sie reichte knapp aus, um
eine allein fahrende Lokomotive bei der Talfahrt auf der G.otthard - S.üdrampe in Beharrung
zu halten.
Da mit den anfänglich verwendeten, einfachen Schleifstücken immer beide Stromabnehmer
angehoben sein mussten, wurden zwecks Verminderung der Fahrleitungsbeanspruchung
bei den Nummern 1.2.3.2.9 - 1.2.3.4.2 die Stromabnehmer an den Kastenenden und die
Bremswiderstände innen montiert.
Diese Anordnung hatte aber viele Stromabnehmerentgleisungen zur Folge. Deshalb wurden
die Stromabnehmer dieser Lokomotiven nach innen, wie bei den Vorgängerinnen, über die
Drehpunkte der Drehgestelle und die Bremswiderstände nach aussen verlegt.
Die Lokomotiven behielten aber die leicht vorgezogenen Dächer. Die Lokomotiven
1.2.3.0.2 - 1.2.3.2.8 wurden in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit kleinen
Sonnendächern über den Führerstandsfenstern ausgerüstet.
Die Nummern 1.2.3.1.1 und 1.2.3.1.2 wurden im Jahre 1.9.2.1 mit einer Vielfachsteuerung
ausgerüstet. Die Einrichtung wurde zwischen B.ern und T.hun erprobt. Auf eine Umrüstung
der anderen Lokomotiven wurde aber verzichtet. Die Einrichtung wurde bei den zwei
Lokomotiven wieder ausgebaut.
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Umbauten
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Grössere Umbauten sind bei den Be 4/6 nie erfolgt. Es wurden fast nur Anpassungen
wegen geänderter Vorschriften oder betrieblicher Vereinfachungen durchgeführt. Dies
zeigt, dass die Lokomotivindustrie und ihre Ingenieure ohne praktische Erfahrung eine
Lokomotive bauen konnten, die bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts ihre
Pflicht erfüllen konnte.
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Folgende Änderungen wurden durchgeführt:
- ab 1.9.3.1 Einbau der Sicherheitssteuerung für einmännige Bedienung
- ab 1.9.3.5 Ausrüstung mit dem Lichttagessignal. Dabei handelt es sich um eine rote
. Lampe, die über der mittleren Stirnlampe angeordnet war. Damit konnte die Fahrbe-
. rechtigung angezeigt werden. Dadurch muss keine rote Scheibe mehr auf die Stirnlampe
. aufgesetzt werden.
- ab 1.9.3.7 Einbau der Sicherheitssteuerung ( Signum ).
- ab 1.9.5.0 Entfernen der Heizkabel. Der Anschluss der Zugheizung erfolgte dann nur
. noch über das Heizkabel des ersten Wagens.
- ab 1.9.5.3 Ausbau der Umschalter für die Heizspannung, es verblieb nur noch 1000 V.
- ab 1.9.5.4 Verschweissen der Stirntüren und entfernen der Übergangsbleche,
. verschweissen der Türen auf Führerstandsseite.
- ab 1.9.5.5 Einbau heizbarer Frontscheiben auf Führerseite.
- ab 1.9.6.0 Ersatz der Stangenpuffer durch Hülsenpuffer.
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Gegen Ende der Laufbahn wurde noch versucht, zwei schwere Nachteile der Be 4/6 zu
beheben.
Zur Verbesserung der vertikal schlechten Laufeigenschaften der Lokomotive wurden
1.9.5..6 - 1.9.5.7 bei den Lokomotiven 1.2.3.3.5, 1.2.3.3.8 und 1.2.3.4.0 die Abstützungs-
elemente durch Gummielemente ersetzt. Die Laufeigenschaften wurden aber kaum besser
und die Gummiblöcke verformten sich. Die Lokomotiven wurden daraufhin zurückgebaut.
Mehr Erfolg hatten die Bemühungen, die elektrische Bremse zu verstärken. Im J.anuar
1.9.5.6 wurde die Nummer 1.2.3.1.6 wie nachfolgend beschrieben durch die Haupt-
w.erkstätte B.ellinzona geändert:
Stärkere Felderregung der Fahrmotoren durch Serie- anstatt Parallelschaltung der
Primärwicklungen des Bremstransformators.
Mechanische Verriegelung der Steuerkontroller, sodass beim Bremsen nur noch bis Stufe
11 geschaltet werden konnte.
Zur Erprobung wurde die Lokomotive vom D.epot Z.ürich aus speziell auf der S.O.B ein-
gesetzt.
Die Lokomotive 1.2.3.3.1 wurde in Jahr 1.9.5.7 noch weiter umgebaut:
Gleichstromwiderstandsbremse durch Felderregung vom Bremstransformator über einen
fremdbelüfteten Gleichrichter
Gegencompoundwiderstand, der der gleichgerichteten Erregerspannung und dem Erreger-
strom so entgegenwirkte, dass die Bremskraft zwischen 25 km/h und 75 km/h etwa gleich
blieb.
Ersatz der gusseisernen Bremswiderstände durch Bandwiderstände.
Die Variante 1.2.3.3.1 brachte zwar eine grosse Steigerung der Bremskraft bis zu kleinen
Geschwindigkeiten, war aber kompliziert und wenig zuverlässig. Anlässlich einer Revision
R2 wurde die ganze Bremseinrichtung im S.ommer 1.9.6.7 ausgebaut. Die Lokomotive
verkehrte nachher bis zur Ausmusterung ohne elektrische Bremse. Auch die Brems-
widerstände mit den charakteristischen Abdeckhauben auf dem Dach wurden entfernt.
Die Variante 1.2.3.1.6 war zwar weniger leistungsfähig, aber wesentlich einfacher und
brauchte einen verhältnismässig kleinen Umbauaufwand. 1.9.6.0 wurde der Auftrag für
die Lokomotiven 1.2.3.1.3 - 1.2.3.4.2 ( ohne 1.2.3.3.1) erteilt und ein Jahr vor der Aus-
musterung der ersten Lokomotive abges.chlossen
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Betriebseinsatz
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Zwischen dem 1. F.ebruar und dem 30. J.uni 1.9.2.0 wurde die erste Serie ( 1.2.3.0.3 -
1.2.3.1.2 ) im D.epot B.ern in Betrieb genommen.
Sie hatten sich zuerst vor Zügen auf der L.ötschbergbahn bis B.rig zu bewähren. Die
Nummern 1.2.3.0.3 - 1.2.3.0.7 kamen aber schon im F.rühsommer 1.9.2.0 ins D.epot
E.rstfeld.
Von dort wurden sie für Probe- und Instruktionsfahrten auf dem ersten elektrifizierten
Abschnitt E.rstfeld - G.öschenen eingesetzt.
Zwischen O.ktober und D.ezember 1.9.2.0 folgten ihnen die Lokomotiven 1.2.3.0.8 -
1.2.3.1.2.
Zwischen A.ugust 1.9.2.1 und J.anuar 1.9.2.2 wurden die Nummern 1.2.3.0.3 - 1.2.3.0.7
bereits wieder nach B.ern verschoben.
1.9.2.4 wurde die ganze erste Serie ohne elektrische Bremse ( 1.2.3.0.3 - 1.2.3.1.2 )
dem D.epot Z.ürich zugeteilt.
Mit Ausnahme der 1.2.3.0.3, deren Aufenthalt 1.9.2.9 - 1.9.4.7 und 1.9.5.0 - 1.9.5.5
B.ern war, blieben alle Lokomotiven dieser ersten Serie bis 1.9.6.2 in Z.ürich. An-
schliessend wurden sie bis zur Ausmusterung dem D.epot W.interthur zugeteilt.
Die Lokomotiven 1.2.3.1.3 - 1.2.3.1.6 des zweiten Bauloses wurden vom 12. J.anuar
1.9.2.1 bis 19. J.uli 1.9.2.1 nach B.ern ausgeliefert und kamen vor Zügen nach B.rig
zum Einsatz. Bereits im J.uli 1.9.2.1 wurden sie aber nach E.rstfeld verschoben.
Die Lokomotiven 1.2.3.1.7 - 1.2.3.4.2 wurden zwischen A.pril 1.9.2.1 und A.pril 1.9.2.3
direkt an den G.otthard ausgeliefert und auf die D.epots E.rstfeld und B.ellinzona verteilt.
Das D.epot L.uzern erhielt 1.9.2.4 die N.ummern 1.2.3.1.3 - 1.2.3.4.0. Im N.ovember
1.9.2.7 kamen einige davon nach O.lten. Das D.epot Z.ürich erhielt 1.9.2.8 und 1.9.2.9
die Nummern 1.2.3.1.3 und 1.2.3.1.4.
Interessant sind die ersten Diensteinteilungen der Be 4/6. Bei diesen handelt es sich um
die planmässigen Leistungen. Nicht eingerechnet sind hier Bedarfsleistungen, Vorspann-
dienst, Extra- und P.robezüge.
Der erste Dienstplan für den elektrischen Betrieb am G.otthard beinhaltete keine Be 4/6.
Die Leistungen zwischen E.rstfeld und A.irolo wurden mit sechs C.e 6./.8 I.I und noch
einer A 3./.5 6.0.0 erbracht. Ab 31. O.ktober 1.9.2.0 fuhren dann drei C.e 6./.8 I.I und
drei Be 4/6 im Plandienst.
Die eingeteilten Leistungen zwischen E.rstfeld und B.ellinzona waren dann ab dem
1. J.uni 1.9.2.1 wie folgt:
- 3 Be 4/6 D.epot B.ellinzona
- 3 C.e 6./.8 D.epot B.iasca
- 3 Be 4/6 D.epot E.rstfeld
- 3 Be 4/6 D.epot E.rstfeld
Die Aufteilung der Be 4/6 im S.ommer 1.9.2.8 war wie folgt:
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Nummern Depots eingeteilte Dienste
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1.2.3.0.3 - 1.2.3.1.3 Z.ürich 9
1.2.3.1.4 - 1.2.3.1.8 L.uzern 2
1.2.3.1.9 - 1.2.3.2.4 O.lten 4
1.2.3.2.5 -1.2.3.3.2 B.ellinzona 3
1.2.3.3.3 - 1.2.3.4.2 E.rstfeld 6
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Nachdem die Z.ürcher Be 4/6 im Jahre 1.9.2.6 noch ein Schnellzugpaar Z.ürich - C.hiasso
und zurück bespannt hatten, tauchten sie 1.9.2.8 am G.otthard nicht mehr auf.
Als einzigen Schnellzug bespannten sie zwischen S.chaffhausen und Z.ürich noch den
Zug 164 B.erlin - M.ilano. Sonst oblag ihnen nur noch die Führung von P.ersonen- und
G.üterzügen im Kreis III ( O.stschweiz )..
1.9.2.8 - 1.9.2.9 war die letzte Fahrplanperiode mit ausschliesslicher Führung der
S.chnellzüge am G.ottahrd durch Be 4/6 und Be 4./.7.Ein Jahr später führte bereits
eine Z.ürcher A.e 4./.7 das erste Schnellzugpaar nach C.hiasso und zurück.
Die anscheinend schlechte Auslastung der Be 4/6 des Kreises II ( N.ord-/Z.entral-/
S.üdschweiz ) mit 28 Maschinen und nur 15 eingeteilten Diensten täuscht. Auf der
G.otthardstrecke musste eine grosse betriebliche Reserve für E.xtrazüge, D.oppel-
führungen und V.orspannleistungen vorhanden sein. Die eingeteilten Dienste kamen
dabei auf eine tägliche Laufleistung von 463 km. Dies war mehr als das doppelte der
Z.ürcher Lokomotiven.
Auch die O.ltner Lokomotiven kamen mit der Führung von fast ausschliesslich G.üter-
zügen zwischen T.hun, B.asel und Z.ürich auf tägliche Laufleistungen von 369 km. Die
zwei L.uzerner Dienste bestanden aus der Führung von zwei G.üterzügen nach O.lten
und eines S.chnellzugpaares nach C.hiasso und zurück. Die L.uzerner Dienste kamen
auf eine mittlere Tagesleistung von 337 km.
Im M.ai 1.9.3.8 präsentierte sich die Depotzuteilung wie nachfolgend gezeigt.
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Nummern Depots eingeteilte Dienste
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1.2.3.0.3 B.ern 1
1.2.3.0.4 - 1.2.3.1.4 Z.ürich 8
1.2.3.1.5 - 1.2.3.1.9 O.lten 5
1.2.3.2.0 - 1.2.3.2.2 L.uzern 2
1.2.3.2.3 - 1.2.3.2.8 B.ellinzona 4
1.2.3.2.9 - 1.2.3.4.2 E.rstfeld 8
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Den hochqualifizierten Verkehr am G.otthard hatten die A.e 4./.7, A.e 8./.14 1.1.8.0.1
und A.e 4./.7, A.e 8./.1.4 1.1.8.5.1.übernommen.
Die Be 4/6 des D.epots B.ellinzona beförderten P.ersonenzüge, N.ahgüterzüge und waren
im V.orspanndienst tätig. Sie erreichten Tagesleistungen von bis zu 545 km.
Eine Lokomotive verkehrte nur zwischen B.ellinzona und L.ocarno. Eine zweite führte von
C.hiasso aus P.ersonenzüge nach B.odio.
Die E.rstfelder Maschinen führten P.ersonenzüge L.uzern - C.hiasso und leisteten Vor-
spann- und Z.wischendienst am G.otthard. Weiter führten sie Züge zwischen L.uzern
und S.empach und W.olhusen. Mit der Führung des Zuges 60 zwischen L.uzern und
E.rstfeld war ihnen noch ein S.chnellzug verblieben.
Die beiden L.uzerner Dienste bestanden hauptsächlich aus der Führung von G.üterzügen
nach O.lten und L.angnau. Die O.ltner Maschine führten weiter meistens G.üterzüge nach
B.ern, B.asel, B.iel und Z.ürich.
Verteilung und Einsatz änderten sich in den folgenden Jahren kaum. 1.9.5.7 etwa zeigte
sich folgendes Bild:
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Nummern Depots
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- 1.2.3.0.3 - 1.2.3.2.0 Z.ürich
- 1.2.3.2.1 - 1.2.3.2.5 B.iel
- 1.2.3.2.6 - 1.2.3.3.0 L.uzern
- 1.2.3.3.1 - 1.2.3.4.2 B.ellinzona
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Für die Führung von Zügen im J.ura wurden 1.9.5.5 erstmals Be 4/6 dem D.epot B.iel
zugeteilt. Mit dem vermehrten Auftreten der A.e 6./.6 verschwanden 1.9.6.2 die letzten
Be 4/6 vom G.otthard. Sie leisteten nunmehr ausschliesslich Dienst im Flachland. Die
Z.ürcher Lokomotiven wurden nach W.interthur versetzt. 1.9.6.3 bestand die nachfolgende
Verteilung:
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Nummern Depots
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- 1.2.3.0.3 - 1.2.3.2.2 W.interthur
- 1.2.3.2.3 - 1.2.3.3.4 B.iel
- 1.2.3.3.5 - 1.2.3.4.2 L.uzern
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Die Nummern 1.2.3.2.3 - 1.2.3.3.0 blieben bis zu ihrer Ausmusterung in B.iel. Die
1.2.3.3.5 - 1.2.3.4.2 folgten ihren Vorgängerinnen im Jahre 1.9.6.5 nach W.interthur.
Ihnen folgten 1.9.6.7 auch die Nummern 1.2.3.3.1 - 1.2.3.3.4. Damit ergab sich dort
die grösste Konzentration an Be 4/6 während der ganzen Lebensdauer der Maschinen.
Das Ende der Lebensdauer zeichnete sich aber langsam ab. Die Lokomotiven erforderten
immer höheren Reparatur- und Instandhaltungsaufwand. Nach der L.andesausstellung
E.xpo64 wurde im A.pril 1.9.6.5 die Nummer 1.2.3.1.2 als erste Maschine ausgemustert.
Die Nummer 1.2.3.3.9 wurde im F.ebruar 1.9.7.6 als letzte der Serie ausrangiert.
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Drei Maschinen blieben erhalten:
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Die Be 4/6 1.2.3.3.2 war ab 1.9.7.4 zuerst als D.enkmal in B.aden aufgestellt. Ab 1.9.7.2
befindet sie sich im V.erkehrshaus der S.chweiz in L.uzern.
Die Nummer 1.2.3.3.9 kam im F.ebruar 1.9.7.6 im Austausch gegen eine Drehstrom-
lokomotive nach I.talien. Dort befindet sie sich seit 1.9.9.4 zur Betreuung bei einem
privaten Club. Seit dem 18. A.pril 2.0.1.0 ist diese Lok wieder in der Schweiz und
wird durch den C.lub S.wisstrain betreut.
Die Nummer 1.2.3.2.0 verliess am 25. J.uli 1.9.7.5 nach einer Hauptrevision die Haupt-
w.erkstätte B.ellinzona. Äusserlich wurde sie wieder ungefähr in ihren ursprünglichen
Zustand zurückversetzt.
Sie erhielt auch ihren ursprünglichen rotbraunen Anstrich wieder. Seither befindet sie
sich im D.epot W.interthur und wird von Zeit zu Zeit für leichte Einsätze auf die Strecke
geschickt.
Dass die Lokomotiveserie ohne grössere Umbauten 45 bis 55 Dienstjahre hinter sich
brachte, zeigt die Bewährung der Konstruktion, die ohne grosse Erfahrung mit Proto-
typen entworfen und gebaut werden musste.
Von der äusseren Erscheinung her konnte man die Lokomotive für damalige Verhältnisse
durchaus als elegant bezeichnen. Die Laufeigenschaften waren aber eher mässig.
Die Lokomotive zeichnete sich aus durch ein mehr oder weniger heftiges vertikales
Schütteln. Dazu kam im Führerständ Seite I noch der Lärm der Ölpumpe. Die Lokomotive
war deshalb beim Personal nur mässig beliebt. Insbesondere war man gar nicht erfreut,
wenn man mit ihr eine ganze Tagesleistung zu erfüllen hatte.
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( BeschriebBe4/6 AlbumBahnenderSchweiz Be4/6 R Schweizerische Bundesbahn
Bundesbahnen Eisenbahn Lokomotive Lok SBB CFF FFS Zug Train Juna Zoug Trainen
Tog Tren Поезд Lokomotive Паровоз Locomotora Lok Lokomotiv Locomotief Locomotiva
Locomotive Eisenbahn Railway Rautatie chemin de fer Ferrovia 鉄道 Железнодорожный
Spoorweg Centralstation Ferroviaria Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa Swiss
Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza )
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Am Bahnhof Kerzers ( FOTOS RB ) am Samstag den 24. November 2012
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Hurni121124 KantonFreiburg KantonFribourg AlbumBahnenDerSchweiz AlbumBahnLinieBN AlbumZügeImF.ernsteuerb.ezirkB.ernB.ümplizN.ord
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 120917
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NIF
Megalithenanlage aus der Bronzezeit im Parc la Mutta Falera ( Megalith Steinsetzungen Steinreihe ) bei Falera in der Surselva im Kanton Graubünden - Grischun der Schweiz
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Parc la Mutta
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Der Parc la Mutta ( Mutta = rätoromanisch für «Hügelkuppe» ) ist eine in der Mittleren Bronzezeit erschaffene S.teinreihe bei Falera in der Surselva im schweizerischen Kanton Graubünden. Sie ist mit ihren gut 400 m Länge und 36 Menhiren die grösste Anlage dieser Art in der Schweiz. Neben mehreren astronomisch ausgerichteten S.teinreihen sind auch S.chalensteine vorhanden.
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Allgemeines
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Die Anlage liegt am südlichen Dorfrand Faleras oberhalb L.aax auf einer Höhe von rund 1250m. Die Mehrzahl der Steine steht auf der E.bene P.lanezzas oberhalb des P.arkp.latzes beim D.orfeingang nördlich der Mutta, eines markant bewaldeten Hügels. Die Menhire sind Findlinge aus Granit oder Diorit, der grösste hat eine Höhe von mehr als zwei Metern.
Ein grosser Teil der Steine muss vom Hang oberhalb des Dorfes nach Planezzas herbeigeschafft worden sein. In unmittelbarer Nähe steht die mehr als 1000 Jahre alte K.irche St. R.emigius.
Mit Hilfe von I.nformationstafeln und zur Verfügung gestellten Plänen können sich Besucher auf der Anlage informieren. In der S.ommersaison erfolgen Führungen durch die Anlage.
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Entdeckung
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1.9.3.5 machte der K.reisförster W.alo B.urkart, der im selben Jahr schon die Siedlung von C.restaulta entdeckt hatte, auf «sechs säulenartige Felsblöcke» aufmerksam. Die Abstände zwischen den Steinen gab er mit 19 m oder einem Vielfachen davon an. 1.9.4.8 erkannte J. Maurizio die astronomische Ausrichtung der Hauptlinie.
1.9.7.6 beschrieben U.lrich und G.reti B.üchi Steinreihen, aus denen einzelne Steine entfernt worden waren. Eine dendrochronologische Datierung von H.olzkohlestücken aus dem Lehmfundament eines Menhirs, durchgeführt von den U.niversitäten Z.ürich und B.ern, ergab einen Zeitraum zwischen 1500 und 1200 v. Chr., den Übergang zwischen mittlerer Bronzezeit und Spätbronzezeit.
Nachdem der E.inheimische I.gnaz C.athomen zusammen mit dem Z.ürcher G.eologen U.lrich B.üchi 1.9.8.6 in Eigeninitiative einige Megalithe wieder aufgerichtet hatte, wurden 1.9.8.8 im A.uftrag der Gemeinde und unter der L.eitung von U.lrich B.üchi durch G.rabungen der ursprüngliche Standort weiterer 27 Steine bestimmt und diese wieder aufgerichtet.
Im S.ommer 2.0.0.0 und 2.0.0.1 wurden in Zusammenarbeit mit dem A.rchäologischen D.ienstes des Kantons Graubünden unter der L.eitung von J.ürg R.ageth weitere neun Menhire aufgerichtet. Ermöglicht wurde die Arbeit durch die S.tiftung M.argrit B.ohren – H.oerni.
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S.teinsetzung beim P.arkplatz
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Um die Steine verankern zu können, wurde von den Erbauern zuerst eine feste Lehmschicht in die Grube eingebracht. Der Menhir wurde in dieses Lehmbett gekippt und in die gewünschte Lage gedreht.
Anschliessend wurde er mit länglichen Steinen verkeilt, dann wurde die Grube mit Moränenschutt und Humus aufgefüllt. Bei Grabungen zur Lokalisierung der ursprünglichen
Position der Menhire stiess man auf frühgeschichtliche K.eramikfragmente, O.cker, H.olzkohlereste und Steine, die zur Verkeilung dienten. Bei rund der Hälfte der wieder aufgerichteten Menhire konnten die ursprünglichen Fundationsgruben gefunden werden, vor allem auf der Ebene von P.lanezzas. Im S.teilhang zum P.arkplatz war durch Erosion und kleine Erdrutsche der Boden umgelagert worden und eine Lokalisierung der Fundationsgruben unmöglich.
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Peilungen
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Die meisten Ausrichtungen der Steinreihen auf Planezzas weisen auf bedeutende S.onnena.uf- und U.ntergangspunkte im Jahreslauf. Die Hauptlinie verläuft in nordöstlicher Richtung und besteht aus acht Blöcken; zwischen dem siebten und dem letzten Stein besteht eine Lücke von acht Blöcken, die heute verschwunden sind. Die Linie weist jeweils 30 Tage vor und nach der S.ommersonnenwende zum Aufgangspunkt der S.onne am T.aminser C.alanda.
Die Verlängerung der Steinreihe in der Gegenrichtung weist zum K.irchenareal von L.adir, wo vor dem Bau des P.farrhauses noch eine S.teinsetzung bestand. Ihre Fortsetzung führt zum K.irchenareal von R.uschein, wo bronzezeitliche G.rabfunde gemacht wurden. Wenig westlich davon liegen die S.chalensteine des F.rundsberges, auf deren K.rete ebenfalls bronzezeitliche S.iedlungsreste ausgegraben wurden.
Da die genannten Orte alle auf der gleichen Peillinie liegen, geht für sie die S.onne am 2.1. M.ai und am 2.1. J.uli an der gleichen Stelle auf. In der gleichen Linie werden in der Gegenrichtung durch die S.onnenuntergangspunkte Beginn und Ende des B.auernwinters an St. M.artin ( 1.1. N.ovember ) und zu M.ariä L.ichtmess ( 2. F.ebruar ) bezeichnet. Insgesamt liegen fünf K.irchen auf der gleichen 62°-Achse: S.chnaus, R.uschein, L.adir, F.alera und das «B.ildstöckli» von L.aax.
In der Hauptlinie bilden zwei Menhire zusammen mit einem dritten die Eckpunkte eines pythagoreischen Dreiecks mit dem Seitenverhältnis 8:15:17. Die Hypotenuse entspricht der Richtung der Hauptlinie, die Katheten liegen N.ord - S.üd bzw. O.st - W.est.
Die Hauptreihe wird von einer weiteren Reihe aus sechs Blöcken geschnitten, deren Bedeutung vom Archäo – A.strologen G.ion G.ieri C.oray aus L.uven erkannt wurde. In der mittleren Bronzezeit visierte diese Linie den A.ufgangspunkt des S.ternes C.aph im S.ternbild C.assiopeia. Infolge der Präzession gelten für die stellaren Bezugspunkte heute jedoch nicht mehr die gleichen Werte wie zur Bronzezeit.
Weitere Peillinien weisen zum S.onnenaufgangspunkt zur Zeit der S.ommersonnenwende, zum S.onnenuntergangspunkt zur Zeit der W.intersonnenwende und an den Tag - und - N.acht - Gleichen. Weiter wird der s.üdlichste Punkt am Horizont, an dem der M.ond untergeht, angepeilt. Das so genannte S.üdextrem wird alle 18.66 Jahre erreicht.
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Steine
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Um die Mutta liegen neben mehreren S.chalensteinen einige bearbeitete Steine. Nachfolgend werden die wichtigsten davon erwähnt.
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M.ondpfeil des M.ondstein
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Westlich des Aufgangs zur R.emigiuskirche ist auf einem Stein ein 60 Zentimeter langer P.feil auf einem gespannten B.ogen eingraviert. Die P.feilspitze zeigt an jene Stelle des Himmels, wo am 2.5. D.ezember 1.0.8.9 vor Christus um 1017 Uhr eine 96 - prozentige S.onnenfinsternis zu beobachten war. Die S.onne erschien zum Zeitpunkt ihrer maximalen Bedeckung durch den M.ond als m.ondförmige S.ichel, was die Darstellung einer M.ondsichel an der S.pitze des P.feils erklärt.
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S.onnenstein
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An der S.üdwestseite der Mutta steht am unteren S.pazierweg eine geneigte S.teinplatte mit einem eingeritzten K.reis von 120 Zentimeter Durchmesser, einem L.och als Mittelpunkt, einer kleinen kreisförmigen S.chale links oben sowie einer 8 Zentimeter langen, von O.st nach W.est verlaufenden K.erbe.
Seine Neigung entspricht der Neigung der Erdachse. Mit Hilfe eines Gnomons, eines Stabes, der entweder vor die P.latte oder senkrecht zu ihrer Neigung in die Mitte gestellt wird, lassen sich unter anderem die genauen Zeitpunkte für die S.ommersonnenwende sowie für den 1.1. N.ovember ( M.artinstag ) und den 2. F.ebruar ( M.aria L.ichtmess ) bestimmen; dann scheint die S.onne genau senkrecht auf den Stein. Die Bestimmung wurde von W.illiam B.runner vorgenommen, A.stronom in der M.eteorologischen A.nstalt.
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K.reuzstein
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Vor dem Eingang zum F.riedhof der K.irche S.t. R.emigius liegt rechter H.and ein Granitblock, auf dessen nahezu ebener O.berfläche ein K.reuz mit schalenförmigen V.ertiefungen an den E.nden der A.rme steht. Sein L.ängsbalken zeigt nach O.sten zum S.onnenaufgangspunkt zur Zeit beider Tag - und – N.acht - Gleichen.
Vom s.üdlichen K.reuzarm zweigt ein zweites K.reuz ab, das weniger tief ausgebildet ist. Sein L.ängsbalken zeigt zum M.onduntergang am P.iz M.undaun im S.üdextrem, dem U.ntergang des M.ondes alle 18.66 Jahre.
Es ist jedoch fraglich, ob der Stein immer noch in derselben Lage wie in der Bronzezeit liegt und ob die genannten Richtungen nicht einem Zufall entspringen. Dass er beim Bau der F.riedhofsmauer, die im Abstand von wenigen Zentimetern an ihm vorbeiführt, weder einbezogen oder versetzt wurde, lässt vermuten, dass man dem Stein und seiner Lage während Jahrhunderten seinen Respekt erwies.
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Der «l.achende M.egalithiker»
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Am 2.3. S.eptember 1.9.8.4 entdeckte der E.inheimische I.gnaz C.athomen an der südwestlichen Seite der Mutta auf einem grossen Steinblock aus I.llanzer V.errucano ein F.elsritzbild. Es zeigt ein lachendes menschliches Antlitz mit einer A.rt K.rone oder H.a.aren.
Neben der S.chulter ist eine L.anzenspitze zu erkennen – oder der obere Teil der S.cheibennadel, wie sie auf der Mutta ausgegraben wurde. Die Darstellung blickt nach N.ordwesten zum P.unkt des S.onnenuntergangs zur Zeit der S.ommersonnenwende. Der Zeitpunkt der Entstehung der Darstellung ist unbekannt.
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H.ügel «La Mutta»
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Die Mutta, ein bewaldeter und von mächtigen V.errucoanoblöcken geprägter Hügel, erhebt sich rund 50 Meter über die Ebene von Planezzas und ist von mehreren Seiten über kleine Wege erreichbar. Ausgrabungen um 1.9.3.5 durch den K.reisförster W.alo B.urkart wiesen auf dem Hügel eine S.iedlungsanlage nach.
Bodenfunde ergaben eine Belegungszeit zwischen 1.8.0.0 und 400 vor unserer Zeitrechnung, also von der Bronzezeit bis in die spätere Eisenzeit. Es wurden eine eisenzeitliche und fünf bronzezeitliche Bodenschichten nachgewiesen.
Die besiedelte Fläche belegte rund 1500 Quadratmeter. Vermutlich lebten dort in B.lockh.äusern zwischen 60 und 120 Personen. Die Siedlung war von einer mächtigen M.auer umgeben mit einer F.undamentbreite von zwei Metern und einer Kronenbreite von drei Metern. Die T.oranlage lag im N.ordnordwesten und ist heute noch erkennbar. Die Mauern sind heute stark überwachsen und nur noch zu erahnen.
Der Fund einer H.erdstelle mit K.eramikresten von F.ehlbränden beweist, dass hier getöpfert wurde; die V.erzierung der F.undstücke ist verwandt mit derjenigen von C.restaulta. Neben K.eramikscherben wurden fünf B.ronzesicheln und über fünfzig M.ahlsteine gefunden; ein Zeichen dafür, dass hier A.ckerbau betrieben wurde. Der bedeutendste Fund ist jedoch der einer grossen S.cheibennadel aus B.ronze.
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S.cheibennadel
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Die S.cheibennadel wurde im J.uli 1.9.4.3 in der drittuntersten Schicht gefunden und in die frühe Bronzezeit datiert. Sie ist 83 Zentimeter lang, der ovale Kopf misst 16,5 auf 12,5 Zentimeter.
Sie ist aus einem Stück gegossen, der K.opf wurde getrieben und mit B.uckeln unterschiedlicher Tiefe und Deutlichkeit sowie eingravierten Linien versehen. W.illiam B.runner, A.stronom in der M.eteorologischen A.nstalt, interpretierte die B.uckel und S.triche als K.alender, der die synodische Umlaufzeit der V.enus auf den Tag genau angab. Die Länge der N.adel von 83 Zentimeter entspricht der so genannten fiktiven megalithischen Elle. Das O.riginal wird im R.ätischen M.useum in C.hur aufbewahrt.
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Astronomische Interpretation
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Die astronomische Interpretation von Steinreihen und S.chalensteinen ist umstritten. Skeptiker kritisieren, dass mit gutem Willen für jede gesetzte Steinlinie eine passende Verbindung zu bestimmten S.onnen-, M.ond- oder S.ternenpunkten gefunden werden kann.
Bei einem Feld mit zahlreichen Menhiren besteht auch die Gefahr, eine Peillinie hineinzu-
interpretieren, die von den Erbauern unter Umständen gar nicht geplant war. Dazu kommt, dass die Steinsetzungen mit einer mehr oder weniger grossen Genauigkeit errichtet worden sind und die Peilung zu bestimmten Punkten manchmal recht ungenau ist.
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( BeschriebParclaMutta AlbumParclaMutta AlbumZeitreiseSchweizBronzezeit AlbumGraubünden KantonGraubünden KantonGrischun Stein Stone kivi pierre pietra ストーン steen pedra Findling Erratiker erratic arvaamaton erratique reikull irregolare 常軌を逸した uberegnelig errático oberäkneligt errático Eiszeit istid ice age jääkausi période glaciaire era glaciale 氷河時代 ijstijd istid epoka lodowcowa período glacial istiden época glacial Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza )
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Ausflug nach F.alera und W.altensb.urg am Mittwoch den 16. Oktober 2013
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Ü.bernachtung in R.häzüns
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Mit dem A.uto von R.häzüns nach F.alera
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Besuch des M.egalithena.nlage P.arc l.a M.utta
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Mit dem A.uto weiter nach W.altensb.urg
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B.esuch der K.irche W.altensb.urg und der R.uine K.ropfens.tein
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Mit dem A.uto über B.reil zurück nach R.häzüns
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Hurni131016 AlbumZZZZ131016AusflugF.aleraW.altensb.urg KantonGraubünden KantonGrischun AlbumGraubünden
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 070223
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NIF
Port Hercule
Monaco, officially the Principality of Monaco, is a sovereign city-state and microstate on the French Riviera a few kilometres west of the Italian region of Liguria, in Western Europe, on the Mediterranean Sea. It is a semi-enclave bordered by France to the north, east and west. The principality is home to nearly 39,000 residents as of the 2020s, of whom about 9,883 are Monégasque nationals. It is recognised as one of the wealthiest and most expensive places in the world. The official language of Monaco is French. Monégasque, English and Italian are also spoken and understood by many residents.
With an area of 2.08 km2 (0.80 sq mi), Monaco is the second-smallest sovereign state in the world, after Vatican City. Its population of 38,423 in 2024 makes it the most densely populated sovereign state. Monaco has the world's shortest national coastline: 3.83 km (2.38 mi). The principality is about 15 km (9.3 mi) from the border with Italy and consists of nine administrative wards, the largest of which is Monte Carlo.
The principality is governed under a form of semi-constitutional monarchy, with Prince Albert II as head of state, who still wields significant political power and is not merely a ceremonial figure like most modern monarchies. The prime minister, who is the head of government, can be either a Monégasque or French citizen; the monarch consults with the Government of France before an appointment. Key members of the judiciary are detached French magistrates. The House of Grimaldi has ruled Monaco, with brief interruptions, since 1297. The state's sovereignty was officially recognised by the Franco-Monégasque Treaty of 1861, with Monaco becoming a full United Nations voting member in 1993. Despite Monaco's independence and separate foreign policy, its defence is the responsibility of France, besides maintenance of two small military units.
Monaco's economic development was spurred in the late 19th century with the opening of the state's first casino, the Monte Carlo Casino, and a rail connection to Paris. Monaco's mild climate, scenery, and gambling facilities have contributed to its status as a tourist destination and recreation centre for the rich. Monaco has become a major banking centre and sought to diversify into the services sector and small, high-value-added, non-polluting industries. Monaco is a tax haven; it has no personal income tax (except for French citizens) and low business taxes. Over 30% of residents are millionaires, with real estate prices reaching €100,000 ($116,374) per square metre in 2018. Monaco is a global hub of money laundering, and in June 2024 the Financial Action Task Force placed Monaco under increased monitoring to combat money laundering and terrorist financing.
Monaco is not part of the European Union (EU), but participates in certain EU policies, including customs and border controls. Through its relationship with France, Monaco uses the euro as its sole currency. Monaco joined the Council of Europe in 2004 and is a member of the Organisation internationale de la Francophonie (OIF). It hosts the annual motor race, the Monaco Grand Prix, one of the original Grands Prix of Formula One. The local motorsports association gives its name to the Monte Carlo Rally, hosted in January in the French Alps. The principality has a club football team, AS Monaco, which competes in French Ligue 1 and has been French champions on multiple occasions, as well as a basketball team, which plays in the EuroLeague. A centre of research into marine conservation, Monaco is home to one of the world's first protected marine habitats, an Oceanographic Museum, and the International Atomic Energy Agency Marine Environment Laboratories, the only marine laboratory in the UN structure.
History
Monaco's name comes from the nearby 6th-century BC Phocaean Greek colony. Referred to by the Ligurians as Monoikos, from the Greek "μόνοικος", "single house", from "μόνος" (monos) "alone, single" + "οἶκος" (oikos) "house". According to an ancient myth, Hercules passed through the Monaco area and turned away the previous gods. As a result, a temple was constructed there. Because this "House" of Hercules was the only temple in the area, the city was called Monoikos. It ended up in the hands of the Holy Roman Empire, which gave it to the Genoese in 1191, in return for cracking down on pirates. By the Early 1200s, the Genoese had built a castle on the rock, and were utilizing the port.
An ousted branch of a Genoese family, the Grimaldi, captured it in 1297 by posing as monks but then had to contest it for a century before gaining official control. Though the Republic of Genoa would last until the 19th century, it allowed the Grimaldi family to keep Monaco. Likewise, both France and Spain left it alone for hundreds of years due to agreements with either of them, especially for defense. France annexed it in the French Revolution at the end of the 18th century, but after the defeat of Napoleon it was put under the care of the Kingdom of Sardinia.
In the 19th century, when Sardinia became a part of Italy, the region came under French influence but France allowed it to remain independent and it escaped being incorporated into Italy. However, it shrunk considerably when it traded two nearby towns, in exchange for sovereignty from France. Monaco relied on tourism from the late 19th century to remain financially solvent, and it was at this time the famous casino and hotels were established. Monaco was overrun by the Axis powers in the 1940s during the Second World War and for a short time was administered by Italy, then Nazi Germany, before being liberated. Although the occupation lasted for just a short time, it resulted in the deportation of the Jewish population and execution of several French Resistance members from Monaco. Since then Monaco has been independent. It has taken some steps towards integration with the European Union.
Arrival of the Grimaldi family
Following a grant of land from Emperor Henry VI in 1191, Monaco was refounded in 1215 as a colony of Genoa. Monaco was first ruled by a member of the House of Grimaldi in 1297, when Francesco Grimaldi, known as "Malizia" (translated from Italian either as "The Malicious One" or "The Cunning One"), and his men captured the fortress protecting the Rock of Monaco while dressed as Franciscan friars – a monaco in Italian – although this is a coincidence as the area was already known by this name.
Francesco was evicted a few years later by the Genoese forces, and the struggle over "the Rock" continued for another century. The Grimaldi family was Genoese and the struggle was something of a family feud. The Genoese engaged in other conflicts, and in the late 1300s Genoa lost Monaco after fighting the Crown of Aragon over Corsica. Aragon eventually became part of a united Spain, and other parts of the land grant came to be integrated piecemeal into other states. Between 1346 and 1355, Monaco annexed the towns of Menton and Roquebrune, increasing its territory by almost ten times.
1400–1800
In 1419, the Grimaldi family purchased Monaco from the Crown of Aragon and became the official and undisputed rulers of "the Rock of Monaco". In 1612, Honoré II began to style himself "Prince" of Monaco.[36] In the 1630s, he sought French protection against the Spanish forces and, in 1642, was received at the court of Louis XIII as a "duc et pair étranger".
The princes of Monaco became vassals of the French kings while at the same time remaining sovereign princes. Though successive princes and their families spent most of their lives in Paris, and intermarried with French and Italian nobilities, the House of Grimaldi is of Genoese origin. The principality continued its existence as a protectorate of France until the French Revolution.
19th century
In 1793, Revolutionary forces captured Monaco and until 1814 it was occupied by the French (in this period much of Europe had been overrun by the French armies under the command of Napoleon Bonaparte). The principality was reestablished in 1814 under the Grimaldis. It was designated a protectorate of the Kingdom of Sardinia by the Congress of Vienna in 1815. Monaco remained in this position until 1860 when, by the Treaty of Turin, the Sardinian forces pulled out of the principality; the surrounding County of Nice (as well as Savoy) was ceded to France Monaco became a French protectorate once again. Italian was the official language in Monaco until 1860, when it was replaced by French.
Before this time there was unrest in Menton and Roquebrune, where the townspeople had become weary of heavy taxation by the Grimaldi family. They declared their independence as the Free Cities of Menton and Roquebrune, hoping for annexation by Sardinia. France protested. The unrest continued until Charles III of Monaco gave up his claim to the two mainland towns (some 95% of the principality at the time) that had been ruled by the Grimaldi family for over 500 years.
These were ceded to France in return for 4,100,000 francs. The transfer and Monaco's sovereignty were recognised by the Franco-Monégasque Treaty of 1861. In 1869, the principality stopped collecting income tax from its residents — an indulgence the Grimaldi family could afford to entertain thanks solely to the extraordinary success of the casino. This made Monaco a playground for the rich and a favoured place for them to live.
20th century
Until the Monégasque Revolution of 1910 forced the adoption of the 1911 Constitution of Monaco, the princes of Monaco were absolute rulers. The new constitution slightly reduced the autocratic rule of the Grimaldi family and Prince Albert I suspended it during the First World War.
In July 1918, a new Franco-Monégasque Treaty was signed, providing for limited French protection over Monaco. The treaty, endorsed in 1919 by the Treaty of Versailles, established that Monégasque international policy would be aligned with French political, military and economic interests. It also resolved the Monaco succession crisis.
In 1943, the Italian Army invaded and occupied Monaco, forming a fascist administration. In September 1943, after Mussolini's fall from power, the German Wehrmacht occupied Italy and Monaco, and the Nazi deportation of the Jewish population began. René Blum, the prominent French Jew who founded the Ballet de l'Opéra in Monte Carlo, was arrested in his Paris home and held in the Drancy deportation camp outside the French capital before being transported to Auschwitz, where he was later murdered. Blum's colleague Raoul Gunsbourg, the director of the Opéra de Monte-Carlo, helped by the French Resistance, escaped arrest and fled to Switzerland. In August 1944, the Germans executed René Borghini, Joseph-Henri Lajoux and Esther Poggio, who were Resistance leaders.
Rainier III, succeeded to the throne on the death of his grandfather, Prince Louis II, in 1949, and ruled until 2005. On 19 April 1956, Prince Rainier married the American actress Grace Kelly, an event that was widely televised and covered in the popular press, focusing the world's attention on the tiny principality.
A 1962 amendment to the constitution abolished capital punishment, provided for women's suffrage and established a Supreme Court of Monaco to guarantee fundamental liberties. In 1963, a crisis developed when Charles de Gaulle blockaded Monaco, angered by its status as a tax haven for wealthy French citizens.
In 1993, the Principality of Monaco became a member of the United Nations, with full voting rights.
21st century
In 2002, a new treaty between France and Monaco specified that, should there be no heirs to carry on the Grimaldi dynasty, the principality would still remain an independent nation rather than revert to France. Monaco's military defense is still the responsibility of France.
On 31 March 2005, Rainier III, who was too ill to exercise his duties, relinquished them to his only son and heir, Albert. He died six days later, after a reign of 56 years, with his son succeeding him as Albert II, Sovereign Prince of Monaco. Following a period of official mourning, Prince Albert II formally assumed the princely crown on 12 July 2005, in a celebration that began with a solemn Mass at Saint Nicholas Cathedral, where his father had been buried three months earlier. His accession to the Monégasque throne was a two-step event with a further ceremony, drawing heads of state for an elaborate reception, held on 18 November 2005, at the historic Prince's Palace in Monaco-Ville. On 27 August 2015, Albert II apologised for Monaco's role during World War II in facilitating the deportation of a total of 90 Jews and resistance fighters, of whom only nine survived. "We committed the irreparable in handing over to the neighbouring authorities women, men and a child who had taken refuge with us to escape the persecutions they had suffered in France," Albert said at a ceremony in which a monument to the victims was unveiled at the Monaco cemetery. "In distress, they came specifically to take shelter with us, thinking they would find neutrality."
In 2015, Monaco unanimously approved a modest land reclamation expansion intended primarily to accommodate desperately needed housing and a small green/park area. Monaco had previously considered an expansion in 2008, but had called it off. The plan is for about six hectares (15 acres) of apartment buildings, parks, shops and offices to a land value of about 1 billion euros. The development will be adjacent to the Larvotto district and also will include a small marina. There were four main proposals, and the final mix of use will be finalised as the development progresses. The name for the new district is Anse du Portier.
On 29 February 2020, Monaco announced its first case of COVID-19, a man who was admitted to the Princess Grace Hospital Centre then transferred to Nice University Hospital in France.
On 3 September 2020, the first Monégasque satellite, OSM-1 CICERO, was launched into space from French Guiana aboard a Vega rocket. The satellite was built in Monaco by Orbital Solutions Monaco.
Government
Politics
Monaco has been governed under a constitutional monarchy since 1911, with the Sovereign Prince of Monaco as head of state. The executive branch consists of a Prime Minister as the head of government, who presides over the other five members of the Council of Government. Until 2002, the Prime Minister was a French citizen appointed by the prince from among candidates proposed by the Government of France; since a constitutional amendment in 2002, the Prime Minister can be French or Monégasque. On 2 September 2024, Prince Albert II appointed a French citizen, Didier Guillaume, to the office.
Under the 1962 Constitution of Monaco, the prince shares his veto power with the unicameral National Council. The 24 members of the National Council are elected for five-year terms; 16 are chosen through a majority electoral system and 8 by proportional representation. All legislation requires the approval of the National Council. Following the 2023 Monegasque general election, all 24 seats are held by the pro-monarchist Monegasque National Union.
The principality's city affairs are managed by the Municipality of Monaco. The municipality is directed by the Communal Council, which consists of 14 elected members and is presided over by a mayor. Georges Marsan has been mayor since 2003. Unlike the National Council, communal councillors are elected for four-year terms and are strictly non-partisan; oppositions inside the council frequently form.
Members of the judiciary of Monaco are appointed by the Sovereign Prince. Key positions within the judiciary are held by French magistrates, proposed by the Government of France. Monaco currently has three examining magistrates.
Geography
Monaco is a sovereign city-state, with five quarters and ten wards, located on the French Riviera in Western Europe. It is bordered by France's Alpes-Maritimes department on three sides, with one side bordering the Mediterranean Sea. Its centre is about 16 km (9.9 mi) from Italy and only 13 km (8.1 mi) northeast of Nice.
It has an area of 2.1 km2 (0.81 sq mi), or 208 ha (510 acres), and a population of 38,400, making Monaco the second-smallest and the most densely populated country in the world. The country has a land border of only 5.47 km (3.40 mi), a coastline of 3.83 km (2.38 mi), a maritime claim that extends 22.2 km (13.8 mi), and a width that varies between 1,700 and 349 m (5,577 and 1,145 ft).
Jurassic limestone is a prominent bedrock which is locally karstified. It hosts the Grotte de l'Observatoire, which has been open to the public since 1946.
The highest point in the country is at the access to the Patio Palace residential building on the Chemin des Révoires (ward Les Révoires) from the D6007 (Moyenne Corniche street) at 164.4 m (539 ft) above sea level. The lowest point in the country is the Mediterranean Sea.
Saint-Jean brook is the longest flowing body of water, around 0.19 km (190 m; 0.12 mi; 620 ft) in length, and Fontvieille is the largest lake, approximately 0.5 ha (1.2 acres) in area.[88] Monaco's most populated quartier is Monte Carlo, and the most populated ward is Larvotto/Bas Moulins.
After the expansion of Port Hercules,[90] Monaco's total area grew to 2.08 km2 (0.80 sq mi) or 208 ha (510 acres); subsequently, new plans were approved to extend the district of Fontvieille by 0.08 km2 (0.031 sq mi) or 8 ha (20 acres), with land reclaimed from the Mediterranean Sea. Land reclamation projects include extending the district of Fontvieille. There are two ports in Monaco, Port Hercules and Port Fontvieille. There is a neighbouring French port called Cap d'Ail that is near Monaco. Monaco's only natural resource is fishing; with almost the entire country being an urban area, Monaco lacks any sort of commercial agriculture industry. A small residential expansion formerly called Le Portier was nearing completion in 2023, and additionally a new esplanade was added at Larvatto beach which also had some maintenance.
Climate
Monaco has a hot-summer Mediterranean climate (Köppen climate classification: Csa), with strong maritime influences, with some resemblances to the humid subtropical climate (Cfa). As a result, it has balmy warm, dry summers and mild, rainy winters. The winters are very mild considering the city's latitude, being as mild as locations located much further south in the Mediterranean Basin. Cool and rainy interludes can interrupt the dry summer season, the average length of which is also shorter. Summer afternoons are infrequently hot (indeed, temperatures greater than 30 °C or 86 °F are rare) as the atmosphere is temperate because of constant sea breezes. On the other hand, the nights are very mild, due to the fairly high temperature of the sea in summer. Generally, temperatures do not drop below 20 °C (68 °F) in this season. In the winter, frosts and snowfalls are extremely rare and generally occur once or twice every ten years. On 27 February 2018, both Monaco and Monte Carlo experienced snowfall.
Demographics
Monaco's total population was 38,400 in 2015, and estimated by the United Nations to be 36,297 as of 1 July 2023.[160][161] As of 2024, Monégasques make up 24.1% of residents, followed by French (21.8%), Italian (19.5%), British (7.6%), Swiss (3.1%), Russian (3.1%), Belgian (2.7%), and German nationals (2.5%).[162] According to 2019 studies, 31% of Monaco's population is reported to be millionaires equalling up to 12,248 individuals
Citizens of Monaco, whether born in the country or naturalised, are called Monégasque. Monaco has the world's highest life expectancy at nearly 90 years.
Language
The main and official language of Monaco is French, while Italian is spoken by the principality's sizeable community from Italy. French and Italian are in fact more spoken in the principality today than Monégasque, its historic vernacular language. A variety of Ligurian, Monégasque is not recognised as an official language; nevertheless, some signage appears in both French and Monégasque, and the language is taught in schools. English is also used.
Italian was the official language in Monaco until 1860, when it was replaced by French. This was due to the annexation of the surrounding County of Nice to France following the Treaty of Turin (1860).
The Grimaldi, princes of Monaco, are of Ligurian origin; thus, the traditional national language is Monégasque, a variety of Ligurian, now spoken by only a minority of residents and as a common second language by many native residents. In Monaco-Ville, street signs are printed in both French and Monégasque.
Sports
Two important sports for Monaco are football and racing, but there are a number of other sports played; sports are also a part of Monaco's economy and culture. Monaco has competed in the Olympic Games, and also hosted competitive athletic sporting events.
See Monaco at the Olympics for more on Monaco's participation at the Olympic Games. Monaco has competed to varying degrees in every Olympic games except 1932, 1956, and 1980.
Racing
In addition to Formula One, the Circuit de Monaco hosts several support series, including FIA Formula 2, Porsche Supercup and Formula Regional Europe. It has in the past also hosted Formula Three and Formula Renault.
Formula One
Since 1929, the Monaco Grand Prix has been held annually in the streets of Monaco. It is widely considered to be one of the most prestigious automobile races in the world. The erection of the Circuit de Monaco takes six weeks to complete and the removal after the race takes another three weeks.
The circuit is narrow and tight and its tunnel, tight corners and many elevation changes make it perhaps the most demanding Formula One track.
One of the most famous, and slowest, turns in all of F1 Racing is the Loews hairpin, later renamed Fairmont hairpin when the hotel by this bend was renamed.
Formula E
Starting in 2015 Formula E started racing biennially with the Historic Grand Prix of Monaco on the Monaco ePrix and used a shorter configuration of the full Formula 1 circuit, keeping it around Port Hercules until 2021. For Season 11 of Formula E it will become a double header race.
Maserati MSG Racing, formerly named ROKiT Venturi Racing from 2014 to 2022, is the only motor racing team based in the principality, headquartered in Fontvieille. The marque competes in Formula E and was one of the founding teams of the fully-electric championship. The team is led by Co-Managing Partners Scott Swid and José M Aznar Botella, and Team Principal Cyril Blais. The outfit holds 21 podiums under the ROKiT Venturi Racing title, including 8 race wins, and to date has 6 podiums, including 2 race wins, in the series under the Maserati MSG Racing title. 1997 Formula One World Champion Jacques Villeneuve and eleven-time Formula One race winner Felipe Massa have raced for the team previously. Jake Hughes and Season 8 Formula E champion Stoffel Vandoorne currently race for the team.
Monte Carlo Rally
Since 1911 part of the Monte Carlo Rally has been held in the principality, originally held at the behest of Prince Albert I. Like the Grand Prix, the rally is organised by Automobile Club de Monaco. It has long been considered to be one of the toughest and most prestigious events in rallying and from 1973 to 2008 was the opening round of the World Rally Championship (WRC).[185] From 2009 until 2011, the rally served as the opening round of the Intercontinental Rally Challenge. The rally returned to the WRC calendar in 2012 and has been held annually since.[ Due to Monaco's limited size, all but the ending of the rally is held on French territory.
Tour de France
The 2009 Tour de France, the world's premier cycle race, started from Monaco with a 15 km (9 mi) closed-circuit individual time trial starting and finishing there on the first day, and the 182 km (113 mi) second leg starting there on the following day and ending in Brignoles, France.
Football
Monaco hosts two major football teams in the principality: the men's football club, AS Monaco FC, and the women's football club, OS Monaco. AS Monaco plays at the Stade Louis II and competes in Ligue 1, the first division of French football. The club is historically one of the most successful clubs in the French league, having won Ligue 1 eight times (most recently in 2016–17) and competed at the top level for all but six seasons since 1953. The club reached the 2004 UEFA Champions League Final, with a team that included Dado Pršo, Fernando Morientes, Jérôme Rothen, Akis Zikos and Ludovic Giuly, but lost 3–0 to Portuguese team FC Porto. French World Cup-winners Thierry Henry, Fabien Barthez, David Trezeguet, and Kylian Mbappe have played for the club. The Stade Louis II also played host to the annual UEFA Super Cup from 1998 to 2012 between the winners of the UEFA Champions League and the UEFA Europa League.
The women's team, OS Monaco, competes in the women's French football league system. The club plays in the local regional league, deep down in the league system. It once played in the Division 1 Féminine, in the 1994–95 season, but was quickly relegated.
The Monaco national football team represents the nation in association football and is controlled by the Monégasque Football Federation, the governing body for football in Monaco. Monaco is one of two sovereign states in Europe (along with the Vatican City) that is not a member of UEFA and so does not take part in any UEFA European Football Championship or FIFA World Cup competitions. They are instead affiliated with CONIFA, where they compete against other national teams that are not FIFA members. The team plays its home matches in the Stade Louis II.
(Wikipedia)
Port Hercules (French: Port Hercule [pɔʁ ɛʁkyl]) is the only deep-water port in Monaco. The port has been in use since ancient times. The modern port was completed in 1926, and underwent substantial improvements in the 1970s. It covers almost 40 acres (160,000 m2), enough to provide anchorage for up to 700 vessels. The port is located in the La Condamine district. Harbour pilots are required for all vessels longer than 30 metres. The depth of water in the harbour ranges from seven metres for standard berths and up to 40 metres for the outer piers and cruise ship docks.
History
During the 6th-century BC. Phocaeans Greeks from Massalia (modern day Marseille) founded the colony of Mònoikos. The name of the colony derives from the local veneration of the Greek demigod and mythological hero Hercules, also later adopted by the Romans, who was said to have constructed the ancient path that passed through the region from Spain to Italy. The Roman emperor Julian also wrote of Hercules's construction of Monaco's port and a coastal road. The road was dotted with altars to Hercules, and a temple dedicated to him was established on the Rock of Monaco. The name Port Hercules was subsequently used for the ancient port. Monoeci meaning "Single One" or Monoikos meaning "Single House" could be a reference to Hercules or his temple, or the isolated community inhabiting the area around the rock.
According to the "travels of Hercules" theme, also documented by Diodorus Siculus and Strabo, both Greeks and native Ligurian people asserted that Hercules passed through the area.
After the Gallic Wars, Monoecus, which served as a stopping-point for Julius Caesar on his way to campaign in Greece, fell under Roman control as part of the Maritime Alps province (Gallia Transalpina).
The Roman poet Virgil called it "that castled cliff, Monoecus by the sea" (Aeneid, VI.830). The commentator Servius's use of the passage (in R. Maltby, Lexicon of Ancient Latin Etymologies, Leeds) asserts, under the entry portus, that the epithet was derived:
dictus autem Monoecus vel quod pulsis omnibus illic solus habitavit, vel quod in eius templo numquam aliquis deorum simul colitur.
"either because Hercules drove off everyone else and lived there alone, or because in his temple no other of the gods is worshipped at the same time."
No temple to Hercules has been found at Monaco (see also Lucan 1.405.), although the rocky ground and dense conurbation make future excavations unlikely.
The port is mentioned in Pliny the Elder's Natural History (III.v) and in Tacitus' Histories (III.42), when Fabius Valens was forced to put into the port (Fabius Valens e sinu Pisano segnitia maris aut adversante vento portum Herculis Monoeci depellitur).
In 2010, the Finnish manufacturer of marinas and pontoons Marinetek was hired to deliver three new pontoons to Port Hercule. Monaco's old fixed piers were replaced by Marinetek's floating concrete pontoons. The renovation was completed in 2011.
Events
In 2011, Jean Michel Jarre performed a free concert in front of 85,000 spectators, to celebrate the wedding of Prince Albert II and Charlene Wittstock.
The Port Hercule is home to the Foire de Monaco, an annual fair that runs from October to November.
In popular culture
In 1995, the harbour was used as a location in the James Bond film GoldenEye. Bond (played for the first time by Pierce Brosnan) tries to stop the villainous Xenia Onatopp (Famke Janssen) from stealing a helicopter, but she escapes when Bond is foiled by the local police who are unaware of who he is.
(Wikipedia)
Monaco (deutsch [moˈnako], französisch [mɔnaˈko], italienisch [ˈmɔnako]) (amtlich Fürstentum Monaco, monegassisch Principatu de Mu̍negu, französisch Principauté de Monaco, italienisch Principato di Monaco) ist ein am Mittelmeer liegender Stadtstaat in Südeuropa. Die Staatsform des Fürstentums ist als konstitutionelle Monarchie verfasst; Staatsreligion ist der Katholizismus. Monaco ist nach der Vatikanstadt der zweitkleinste Staat der Erde mit 39.520 Einwohnern (Stand: 2021) auf einer Fläche von 2,084 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte weist mit 18.831 Einwohnern je Quadratkilometer die höchste Bevölkerungsdichte aller Staaten der Welt auf, gefolgt von Singapur und Bahrain. Von der Bevölkerung verfügen 77,5 Prozent nicht über die monegassische Staatsbürgerschaft. Der Staat liegt in den Seealpen und an der Côte d’Azur, der französischen Riviera, nahe der Grenze zu Italien.
Landesname
Der Landesname hat einen griechisch-lateinischen Ursprung. Monaco war ein antiker Handelsplatz der Phönizier und später der Griechen, die hier an der Nordküste des westlichen Mittelmeers einen Herkules-Tempel errichteten, der bald den Beinamen Monoikos („einzelnes Haus“) erhielt. Als der Ort ein römischer Hafen wurde, erhielt er den Namen Herculis Monoeci Portus, woraus Monaco entstand.
Territorium
Das Fürstentum liegt an der französischen Riviera, auf 43° 44′ nördlicher Breite und 7° 25′ östlicher Länge zwischen der französischen Stadt Nizza im Westen (13 km Entfernung) und der französisch-italienischen Grenze (etwa zehn Kilometer Entfernung) im Osten. Die Küstenlänge des Fürstentums ohne Häfen und Strände beträgt 4856 Meter. In den letzten Jahrzehnten wurde das Staatsgebiet durch Landgewinnung um mehr als 40 Hektar auf 208,4 Hektar (2,084 Quadratkilometer) vergrößert. Monaco verfügt über ein schmales Küstenmeeresgebiet. Die gesamte Fläche des Landes liegt am Rand der Seealpen.
Die einzige Staatsgrenze ist die zur Französischen Republik. Die französischen Nachbargemeinden, die unmittelbar an den Stadtstaat Monaco grenzen, lauten (im Uhrzeigersinn): Cap-d’Ail, La Turbie, Beausoleil, Roquebrune-Cap-Martin. Die Länge der Staatsgrenze beträgt 5469 Meter. Monaco grenzt mit 1341 Metern an Cap-d’Ail, mit 390 Metern an La Turbie, mit 3274 Metern an Beausoleil und mit 464 Metern an Roquebrune-Cap-Martin.
Physische Geographie
Geomorphologie
Die höchste Erhebung des französischen Umlandes unweit Monacos ist der 1148 Meter hohe Mont Agel, von dem aus früher Radio Monte-Carlo sendete. Die höchste Erhebung des monegassischen Staatsgebiets liegt auf gut 164,5 Metern Meereshöhe im Stadtteil Jardin Exotique, während der Platz vor dem fürstlichen Palast auf 62,2 Metern Höhe liegt.
Klima
In Monaco herrscht Mittelmeerklima mit milden Wintern und warmen Sommern, einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 1092,2 Millimetern und einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer von 2616 Stunden pro Jahr (alle Angaben von 2019). Die durchschnittlichen Temperaturen lagen im Jahr 2019 bei mindestens 15,4 Grad Celsius, höchstens bei 20,4 Grad Celsius.
Bevölkerung
Demografie
Am 31. Dezember 2019 waren in Monaco 38.100 Einwohner amtlich registriert. Im Vergleich zum 31. Dezember 2018 verzeichnete das Fürstentum 200 Einwohner weniger (−0,5 Prozent). Die Einwohner Monacos werden als Monegassen (französisch monégasques) bezeichnet. Die Fertilitätsrate beläuft sich für den Zeitraum 2017 bis 2019 auf 2,5. Im Jahr 2019 betrug die Geburtenrate 1,32 Prozent, die Sterblichkeitsrate 0,84 Prozent. Statistisch gebiert eine Frau mit monegassischer Staatsbürgerschaft im Alter von 32,4 Jahren (Zeitraum 2019 bis 2019). 2019 wurden 939 Neugeborene gezählt, hiervon waren 52,6 Prozent männlich, 47,4 Prozent weiblich. Die Lebenserwartung bei Geburten in den Jahren 2017 bis 2019 wurde durchschnittlich und unter Berücksichtigung des männlichen und weiblichen Geschlechts mit 86,5 Jahren angegeben (Männer: 84,4 Jahre, Frauen: 88,7 Jahre). Monaco war damit der Staat mit der weltweit höchsten Lebenserwartung. 524 Sterbefälle wurden 2019 registriert, davon 50,6 Prozent männlich und 49,4 Prozent weiblich.
Ethnien
Die einheimische Bevölkerung Monacos ist ligurisch-provenzalischen Ursprungs. Sie stellt knapp ein Viertel der Wohnbevölkerung dar. Somit ist Monaco ein Einwanderungsland und weist mit 77,5 Prozent einen der höchsten Anteile an Ausländern aller Staaten auf. Im Jahr 2016 verfügten 8.378 Personen (22,5 Prozent der Gesamtbevölkerung) über die monegassische Staatsbürgerschaft. 2016 waren 9.286 Einwohner Franzosen und stellten die größte Ausländergruppe dar. 8172 italienische Staatsangehörige stellten die drittgrößte Nationalität dar, gefolgt von den Briten (2795 Einwohner), Schweizern (1187), Belgiern (1073), Deutschen (907), Russen (749), Niederländern (555), Portugiesen (523), Griechen (401), US-Amerikanern (366), Schweden (323), Kanadiern (311) und Spaniern (294). Der Anteil der Franzosen an der Bevölkerung ist permanent rückläufig, da die in Monaco wohnenden französischen Staatsangehörigen aufgrund eines Abkommens zwischen Frankreich und Monaco in Frankreich steuerpflichtig sind, sodass sie die extrem hohen Lebenshaltungskosten (insbesondere Immobilienpreise) nicht durch eine Steuerersparnis kompensieren können.
Monegassische Staatsbürgerschaft
Als einziges Land der Welt unterteilt Monaco seine Bevölkerung in drei Kategorien: gebürtige Monegassen, Landeskinder (enfants du pays) und wohlhabende Ausländer. So verfügt erstere Gruppe über das Recht auf eine angemessene staatliche Wohnung (mit Möglichkeit der Vererbung). Die Landeskinder als zweite Kategorie sind nicht im Besitz der monegassischen Staatsbürgerschaft, leben jedoch seit Generationen im Fürstentum und haben einen Rechtsanspruch auf eine angemessene Wohnung aus nichtstaatlichem Immobilienbesitz.
Die monegassische Staatsbürgerschaft stellt die Zugehörigkeit einer natürlichen Person zum Fürstentum Monaco dar. Das Staatsbürgerschaftsrecht Monacos gilt als sehr restriktiv. Jährlich beantragen mehr als 500 Personen die monegassische Staatsbürgerschaft. Die Entscheidung über Zuteilung und Ablehnung der monegassischen Staatsangehörigkeit obliegt ausschließlich dem Fürsten Albert II. Im Jahr 2007 wurde 68 Personen die monegassische Staatsbürgerschaft verliehen, im Jahr 2010 nur sieben Personen.
Sprachen
Die alleinige Amtssprache Monacos ist seit 1792 das Französische. Seit 1858 ist es per Gesetz Unterrichtssprache. Vernakularsprachen sind bzw. waren Monegassisch und Okzitanisch. Während Letzteres als in Monaco nahezu ausgestorben gilt, hat sich die Position des Monegassischen seit den 1980er Jahren gefestigt. Das Monegassische (Eigenbezeichnung: munegascu) ist ein romanischer Dialekt, der mit dem an der französischen und italienischen Riviera beheimateten Ligurischen eng verwandt ist. Im Zusammenhang mit der Herkunft der Herrscherfamilie Grimaldi aus Genua wurde Monegassisch zu einem ordentlichen Lehrfach an den monegassischen Schulen erhoben; das Abitur (Matura) kann auf Monegassisch abgelegt werden. Über die muttersprachliche Verteilung der im Fürstentum gesprochenen Sprachen gibt es keine Erhebungen. Aufgrund ihres Status als offizielle Sprache, vorherrschende Unterrichtssprache und Muttersprache der starken französischen Minderheit ist das Französische als die in Monaco am häufigsten gesprochene Sprache zu betrachten, gefolgt von Italienisch. Das Französische ist seit dem Anschluss der Monaco umgebenden Ländereien, namentlich der Grafschaft Nizza und von Teilen Savoyens, an Frankreich im Jahre 1860 zur vorherrschenden Schrift- und Umgangssprache Monacos aufgestiegen; in der mit dem französischen Adelshaus Goyon de Matignon verbundenen Familie Grimaldi spielte die sprachlich-kulturelle Bindung an Frankreich bereits zuvor eine Rolle.
Religionen
Die römisch-katholische Kirche ist Staatskirche. Monaco ist Sitz eines Erzbistums, das, ohne Metropolitanbistum zu sein, direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt ist. Bischofskirche ist die Kathedrale Notre-Dame-Immaculée. Die Freiheiten anderer Religionen und Konfessionen werden von der monegassischen Verfassung garantiert. Neben Katholiken und Protestanten bestehen orthodoxe und jüdische Gemeinden.
Geschichte
Nachdem Kaiser Heinrich VI. im Jahr 1191 der Republik Genua die Herrschaft über die Küstenregion um das heutige Monaco übertragen hatte, wurde am 10. Juni 1215 an der Stelle, an der heute der Fürstenpalast steht, mit dem Bau einer genuesischen Grenzfestung begonnen. Dieser Tag gilt als das Gründungsdatum Monacos. Die bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen im 13. Jahrhundert zwischen den Ghibellinen und Guelfen in Norditalien führten 1296 zur Vertreibung der papsttreuen Guelfen und damit auch der Familie Grimaldi aus Genua. Am 8. Januar 1297 gelang es Soldaten der Grimaldi und mit ihnen verbündeter guelfischer Familien unter der Führung von Francesco Grimaldi, in die bis dahin in ghibellinischer Hand befindliche Festung Monaco einzudringen und diese im Handstreich zu erobern. Von nun an war die Geschichte Monacos eng mit der Familie Grimaldi verbunden, deren Mitglieder mit kurzen Unterbrechungen bis zum heutigen Tag die Herrschaft dort ausüben.
Der erste Herrscher Monacos aus diesem Haus wurde 1297 Raniero Grimaldi, der Monaco 1301 wieder an Genua abtreten musste. Seinem Sohn Carlo I. gelang im Jahr 1331 mit Unterstützung des französischen Königs die erneute Eroberung Monacos sowie der Erwerb von Menton (1346) und Roquebrune (1355). 1357 wurde Monaco nochmals von Genua erobert und gelangte 1419 endgültig in den Besitz der Grimaldi.
Im Jahr 1489 wurde die Unabhängigkeit Monacos vom König von Frankreich und dem Herzog von Savoyen anerkannt. Eine letzte Belagerung Monacos im Jahr 1507 durch die Genuesen endete erfolglos, worauf König Ludwig XII. 1512 die monegassische Unabhängigkeit bestätigte.
Ab 1523, nach dem Regierungsantritt Augustins I. von Monaco, verschlechterten sich die Beziehungen zu Frankreich. Monaco schloss daraufhin 1524 mit dem römisch-deutschen Kaiser Karl V. den Vertrag von Burgos und Tordesillas und stellte sich unter den Schutz der spanischen Habsburger. Honoré II. bezeichnete sich ab 1612 als Fürst und Herrn von Monaco; 1633 wurde der Fürstentitel offiziell von Spanien anerkannt.
Ungefähr ab 1630 erfolgte eine Wiederannäherung an Frankreich, die schließlich 1641 im Vertrag von Péronne besiegelt wurde. Frankreich wurde erneut Monacos Schutzmacht; noch im selben Jahr wurde die spanische Garnison aus Monaco vertrieben. Mit dem Tod von Antoine I. 1731 starben die Grimaldi in männlicher Linie aus. In der Folge gingen Name und Herrschaft auf die eingeheiratete Familie Goyon de Matignon über.
Französische Revolutionstruppen eroberten Monaco 1793. Der Nationalkonvent erklärte die Grimaldi für abgesetzt und rief die Republik Monaco aus. Am 14. Februar 1793 wurde Monaco von Frankreich annektiert, die Mitglieder der Fürstenfamilie wurden inhaftiert.
Am 6. April 1814 und endgültig am 20. November 1815 wurde in den Verträgen von Paris die Unabhängigkeit Monacos wiederhergestellt, nun allerdings unter dem Schutz des Königreichs Sardinien. Wirtschaftliche Schwierigkeiten und politische Unruhen im Gefolge der Februarrevolution 1848 führten 1848 zur Abspaltung der Orte Menton und Roquebrune, die am 2. Februar 1861 durch den Vertrag mit Napoleon III. endgültig an Frankreich fielen. Zugleich erkannte Frankreich die volle Unabhängigkeit Monacos unter der alleinigen Souveränität des Fürsten an.
In diese Zeit fiel auch der wirtschaftliche Aufstieg Monacos. Mit der Gründung der Spielbank Monte-Carlo im Jahr 1853, der Zollunion mit Frankreich 1865 und dem Anschluss an das Eisenbahnnetz 1868 wurde die Grundlage für den mondänen Tourismus gelegt, aus dem Monaco in den folgenden Jahrzehnten einen großen Teil seiner Staatseinnahmen bezog. Fürst Albert I., der sich als Ozeanograph und Paläontologe betätigte, gründete 1889 das renommierte Ozeanographische Museum. 1911 gab er dem Land die erste Verfassung.
1918 wurde das erste bilaterale Abkommen mit Frankreich unterzeichnet, das erneut die Unabhängigkeit Monacos durch Frankreich garantierte. Im Zweiten Weltkrieg war Monaco zeitweise von deutschen Truppen besetzt. Das Frauenwahlrecht auf kommunaler Ebene wurde am 24. Mai 1945 eingeführt.[15] Monaco trat am 8. Juli 1948 der Weltgesundheitsorganisation bei. Seit dem 17. Dezember 1962 gilt die heutige Verfassung. Das aktive und passive Frauenwahlrecht auf nationaler Ebene wurde am 17. Dezember 1962 eingeführt.[16] 1981 erfolgte die Erhebung zum römisch-katholischen Erzbistum Monaco, 1993 der Beitritt zu den Vereinten Nationen. Am 7. Januar 2000 wurde ein ständiger Vertreter bei der Europäischen Union in Brüssel entsandt. 2002 folgte die Einführung des Euro (den Französischen Franc ablösend) in Monaco, das den Status eines assoziierten Euro-Nutzers hat (Buchgeld ab 1999). Monaco wurde am 5. Oktober 2004 nach sechsjähriger Wartezeit in den Europarat aufgenommen. 2005 wurde das zweite bilaterale Abkommen mit Frankreich geschlossen.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte Monaco 1956, als Fürst Rainier III. die US-amerikanische Schauspielerin Grace Kelly heiratete, und erneut 2011, als ihr gemeinsamer Sohn und Thronfolger, Albert II., die Südafrikanerin Charlène Wittstock heiratete.
Das Fürstentum ist heute ein Finanzplatz und vornehmlich bei den Reichen der Welt als Hauptwohnsitz begehrt, da es keine Einkommen- und Erbschaftsteuer erhebt und im Ausland begangene Steuerdelikte nicht verfolgt. Französische Staatsbürger sowie Unternehmen zahlen hingegen Steuern.
Monaco ist nicht Mitglied der Europäischen Union, jedoch des Europarates sowie der Vereinten Nationen und der Internationalen Organisation der Frankophonie.
Politik
Verfassung und Thronfolge
Monaco ist seit 1911 eine konstitutionelle Monarchie, in der der regierende Fürst das Staatsoberhaupt ist. Er wird im Fürstentum gewöhnlich Patron („Schutzherr“) oder Monseigneur („mein Herr“) genannt.
Die Thronfolge ist im Artikel 10 der Verfassung des Fürstentums Monaco geregelt und wurde zuletzt 2002 geändert. Thronfolger ist der erste direkte und legitime Nachkomme des Fürsten mit Priorisierung der männlichen Nachkommen im gleichen Verwandtschaftsverhältnis. Wenn der Fürst keinen Nachkommen hat, gilt diese Regelung für die Brüder und Schwestern bzw. deren Nachkommen. Wenn der Thronfolger auf den Thron verzichtet, treten seine Nachkommen an seine Stelle. Der Thronerbe von Fürst Albert II. ist Alberts Sohn Prinz Jacques (* 10. Dezember 2014), gefolgt von dessen Zwillingsschwester Prinzessin Gabriella (* 10. Dezember 2014). Die frühere Regelung, dass Monaco an Frankreich zurückgefallen wäre, wenn es keine Thronerben der Grimaldis gegeben hätte, wurde im zweiten monegassisch-französischen Abkommen 2002 abgeschafft. Daher bliebe Monaco nach einem eventuellen Erlöschen der Dynastie Grimaldi ein souveräner Staat.
Die Regierungsgeschäfte Monacos werden seit April 2005 von Fürst Albert II. ausgeübt, nachdem sein Vater Fürst Rainier am 6. April 2005 verstarb. Nach einer üblichen Trauerphase wurde Albert II. am 12. Juli 2005 offiziell in sein neues Amt eingeführt. Dabei verzichtete er demonstrativ auf das sonst übliche Hofzeremoniell zugunsten einer volksnah gestalteten Feier.
Legislative
Seit der Verfassungsänderung 1962 teilt sich der Fürst seine Regierungsmacht mit dem Parlament (Conseil National). Dieses besteht aus 24 Mitgliedern, die in freien und geheimen Wahlen auf fünf Jahre gewählt werden. Das Parlament wurde zuletzt am 5. Februar 2023 gewählt. Regionale Angelegenheiten, die nur das Stadtgebiet Monacos betreffen, werden vom Gemeinderat beschlossen, der 15 gewählte Mitglieder hat, und vom Bürgermeister Georges Marsan – bzw. aktuell (Stand Januar 2024) nach Korruptionsvorwürfen gegen Marsan von Camille Svara – geleitet wird.
Exekutive
Die Exekutive besteht aus dem Regierungsrat, der aus vier Mitgliedern besteht, die das Kabinett bilden; Vorsitzender des Regierungsrates ist der Staatsminister.
Touristenziele
Die Place du Casino (von den Einheimischen liebevoll Camembert genannt) stellt in mehrfacher Hinsicht eines der touristischen Zentren Monacos dar. Erstens wegen seiner sehr zentralen Lage mitten im Fürstentum. Zweitens befinden sich dort das bekannte Hôtel de Paris sowie das berühmte Casino von Monte-Carlo und direkt daneben die prunkvolle Oper, wobei alle genannten Einrichtungen durch ihre historische Architektur beeindrucken. Drittens ist der Casino-Platz mit seinem Rondell die erste Anlaufstelle für Touristen, die auf Kreuzfahrt das Fürstentum besuchen, da die Schiffe direkt unterhalb des Casinos anlegen. In den Sommermonaten ist die Place du Casino speziell an Freitag- und Samstagabenden ein Treffpunkt für Monaco-Touristen aus aller Welt.
Als zweiter zentraler Touristenmagnet in Monaco gilt die Altstadt Monaco-Ville, die als Rocher (französisch für Felsen) bezeichnet wird. Sie ist auf dem sogenannten Fürstenfelsen gelegen, auf dem sich der Fürstenpalast, die politische und private Residenz der Fürstenfamilie, befindet. Die Altstadt Monacos ist, wie für das Fürstentum typisch, sehr eng bebaut; in den engen Gassen der Altstadt befinden sich zahlreiche Gaststätten und Souvenirläden. Speziell in der Hochsaison ist die Altstadt sehr stark von Monaco-Touristen bevölkert und mitunter schon als von Touristen überlaufen zu bezeichnen.
Der exotische Freiluftgarten Monacos – Jardin Exotique – bietet Pflanzenkundlern eine sehr große Anzahl der verschiedensten Pflanzen- und Baumarten zur Besichtigung. Der Exotische Garten zeichnet sich zudem durch seine Lage aus. Er befindet sich an der Staatsgrenze zu Frankreich in Richtung Nizza in großer Höhe, von der ein Panoramablick über das Fürstentum geboten wird.
Das Ozeanographische Museum befindet sich auf dem Felsen von Monaco in Monaco-Ville und bietet Besuchern eine Fülle von meereskundlichen Exponaten, darunter seltene lebende Meerestiere in Aquarien. Es beherbergt etwa 4000 Fischarten sowie Arten von 200 Familien Wirbelloser. Die prunkvolle Architektur des Museums weist auf seine Gründung 1910 durch Albert I hin. Der Gründer betätigte sich selbst als Ozeanologe, Walforscher und Teuthologe. Er war an dem damals als sensationell empfundenen Fund eines Lepidoteuthis grimaldii (ein geschuppter Tiefseetintenfisch) beteiligt, welcher nach seiner Familie Grimaldi benannt wurde. Das rasch danach erbaute Museum sollte diesen Fund gebührend präsentieren. Die Lage direkt 85 Meter oberhalb des Meeres auf einer Felsenklippe ist ebenfalls eindrucksvoll.
Die Jachthäfen Monacos sind regelmäßig beliebte Touristenziele, an denen große Privatjachten von vermögenden Eignern vor Anker liegen. Der größte Hafen, Port Hercule, befindet sich in La Condamine, entlang jener öffentlicher Straßen, die für den alljährlichen Formel-1-Grand-Prix genutzt werden. Weitere Jachthäfen finden sich direkt unterhalb des Fürstenfelsens in Fontvieille und auf der gegenüberliegenden Seite von Fontvieille in Richtung Cap-d’Ail (Frankreich).
In Larvotto befindet sich der öffentliche Strand Monacos, der vor allem in den warmen Sommermonaten ein sehr beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen ist. Der dortige Sand ist indessen grobkörnig und nicht mit feinen, weißen Sandstränden an anderen Mittelmeerorten zu vergleichen, und im Wasser stellen mitunter Quallen eine Störung des Badebetriebes dar. Ein weiterer vergleichsweise großer und im Sommer recht bevölkerter öffentlicher Badestrand befindet sich unmittelbar hinter Fontvieille, zu Cap-d’Ail hin und auf französischem Staatsgebiet gelegen.
Als Kontrast zu den zahllosen Betonbauten in Monaco wurden mehrere öffentliche Gärten mit teils exotischen Pflanzen, Palmen sowie einheimischen und importierten Vogelarten angelegt. Erwähnenswert sind hier der japanische Garten, der sich südlich des Grimaldi Forums an der Avenue Princesse Grace befindet und durch große Pflanzenpracht, filigrane japanische Hütten- und Brückenbauten und Teiche mit seltenen Koi-Karpfen gefällt. Weitere Gärten findet man in Fontvieille und im Bereich zwischen Ozeanographischem Museum und Fürstenpalast.
Sport
Der 1911 gegründete Club Alpin Monégasque (CAM) ist ein Alpiner Verein.
Im Jahre 1929 fand erstmals der Große Preis von Monaco statt, seit 1955 gastiert die Formel 1 jährlich (mit Ausnahme 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie)[84] im Fürstentum. Außerdem führt die Rallye Monte Carlo in den Stadtstaat.
Die AS Monaco gehört mit acht Meistertiteln zu den erfolgreichsten Fußballvereinen der französischen Liga. Der monegassische Fußballclub spielt im Stade Louis II im Stadtteil Fontvieille. Das Fürstentum unterhält außerdem eine Fußballauswahl, der Verband Fédération Monegasque de Football ist hingegen weder Mitglied der UEFA noch der FIFA.
Im Frühling findet jeweils ein Tennisturnier der ATP Tour Masters 1000 statt. Gespielt wird dabei auf Sand. Das Monte Carlo Masters gehört zu den wichtigsten Turnieren im Herrentennis.
Von 2005 bis 2009 fand im Fürstentum jährlich im September der Ironman 70.3 Monaco, ein Triathlon über die halbe Ironman-Distanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21,1 Kilometer Laufen) statt.
Seit 1995 findet im November der Marathon de Monaco et des Riviera statt.
Die EPT Monte Carlo, die seit 2005 im Monte Carlo Bay Hotel ausgetragen wird, ist das bedeutendste jährliche Pokerturnier Europas.
Seit 2003 ist Monaco Ziel der Red Bull X-Alps.
Special Olympics Monaco wurde 1980 gegründet und nahm mehrmals an Special Olympics Weltspielen teil.
(Wikipedia)
Der Port Hercule (deutsch Herkuleshafen) ist der zentral gelegene Yachthafen im Fürstentum Monaco. Er befindet sich im Stadtbezirk La Condamine, der den Hafen umschließt.
Der Bau des Port Hercule wurde 1926 fertiggestellt und erfuhr in den 1970er-Jahren Verbesserungen. Der Hafen bietet Platz für bis zu 700 Boote.
(Wikipedia)
The XK120 was launched in roadster form at the 1948 London Motor Show as a testbed and show car for the new Jaguar XK engine. It caused a sensation, which persuaded Jaguar founder and design boss William Lyons to put it into production.
The "120" in its name referred to its 120 mph (193 km/h) top speed (faster with the windscreen removed), which made the XK120 the world's fastest standard production car at the time of its launch.[4]
It was available in two open versions, first as the roadster (designated OTS, for open two-seater, in America), then also as a drophead coupé (DHC) from 1953 – and also as a closed, or "fixed-head" coupé (FHC) from 1951. The DHC was a more deluxe open model, with wind-up windows, and wood-veneer dashboard and interior door caps, as on the FHC.
The roadster was successful in racing.
(Wikipedia)
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Der Jaguar XK 120 war ein zweisitziger Roadster, den Jaguar 1948 als Nachfolger des S.S.100 auf den Markt brachte.
Der Jaguar XK 120 OTS (Open Two Seater, so die etwas umständliche Bezeichnung für den Roadster) besaß einen Sechszylinder-Reihenmotor mit 3442 cm³ Hubraum und 160 bhp.
Ab 1951 gab es den Jaguar XK 120 FHC (Fixed Head Coupé), ein Coupé mit gleicher Motorisierung und 194 km/h Höchstgeschwindigkeit. Bis zur Einstellung 1954 wurden 2678 Stück gebaut.
1953 kam der Jaguar XK 120 DHC (Drop Head Coupé), ein Cabriolet mit gefüttertem Stoffdach und der gleichen Motorisierung, auch als SE, dazu. Es wurde allerdings nur ein Jahr lang angeboten und erreichte in diesem Zeitraum die Stückzahl von 1767 Exemplaren.
(Wikipedia)
Aussicht bei der Station Eigergletscher der Jungfrau - Bahn im Berner Oberland im
Kanton Bern in der Schweiz :
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Im Hintergrund der Eiger (BE - 3`970m) und auf der rechten Seite der Eigergletscher
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Jungfraubahn (JB)
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- Fahrplanfeld : 311 - 312
- Streckenlänge : 9,34 km
- Spurweite : 1000 mm ( Meterspur )
- Stromsystem : 1125 V / 50 Hz ∆
- Maximale Neigung : 250 ‰
- Zahnstangensystem : Strub
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Die Jungfraubahn (JB) ist eine Zahnradbahn im Berner Oberland in der Schweiz. Sie führt
von der K.leinen S.cheidegg durch E.iger und M.önch bis aufs J.ungfraujoch, überwindet
auf einer L.änge von rund 9 Kilometer fast 1`400 H.öhenmeter und etwas mehr als 7
Kilometer der Strecke liegen im T.unnel.
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Geschichte
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Ab etwa 1.8.6.0 gab es verschiedene Pläne für eine Bergbahn auf die J.ungfrau, die aber
alle aufgrund finanzieller Probleme scheiterten.
So entwarf 1.8.7.0 der Nationalrat Friederich Seiler, am 1.6. O.ktober 1.8.8.9 Maurice Koechlin
und am 2.2. O.ktober 1.8.8.9 Alexander Trautweiler ein Projekt für eine Jungfraubahn.
Am 1. J.uli 1.8.9.0 stellt Eduard Locher ein Konzessionsgesuch für eine Jungfraubahn und
erhielt 1.8.9.1 zusammen mit Koechlin eine B.aubewilligung für deren P.rojekt.
Die Ausführung kam aber nicht zustande. 1.8.9.2 wurde die Konzession für eine E.igerbahn
erteilt, welche aber auch nie ausgeführt wurde.
Am 2.0. D.ezember 1.8.9.3 bewarb sich der Industrielle A.dolf G.uyer - Z.eller um eine
Konzession für eine Zahnradbahn, die an der B.ahnstation der W.engernalpbahn ( W.A.B )
auf der K.leinen S.cheidegg beginnen und in einem langen T.unnel durch das M.assiv
von E.iger und M.önch bis hinauf auf den G.ipfel der J.ungfrau führen sollte.
Am 2.1. D.ezember 1.8.9.4 erteilte der B.undesrat diese Konzession.
G.uyer plante von Anfang an einen elektrischen Betrieb für die Jungfraubahn und sicherte
sich daher die W.asserrechte an beiden L.ütschinen und erhielt am 1.0. J.uni 1.8.9.6 die
Konzession zum Bau der K.raftwerke.
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Bau
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Am 2.7. J.uli 1.8.9.6 erfolgte der erste Spatenstich zum Bau der Jungfraubahn.
Trotz des Anschlusses an die W.engernalpbahn wählte man eine andere Spurweite
(1000 mm anstatt 800 mm), eine andere Zahnstange (System Strub anstelle S.ystem
R.iggenbach) und Drehstrom anstelle von Wechselstrom, da dieser mehr Leistung und
höhere Sicherheit versprach.
Die Bauarbeiten gingen nur mühsam voran. Am 1.9. S.eptember 1.8.9.8 konnte der Betrieb
(u. a. mit einer B.ergpredigt des G.rindelwalder „G.letscherpfarrers“ G.ottfried S.trasser) auf der
im freien Gelände verlaufenden S.trecke von der S.tation Kleine S.cheidegg bis zur S.tation E.igergletscher am F.usse des E.iger eröffnet werden.
G.uyer - Z.eller sah vor, jedes Jahr eine weitere S.tation zu erreichen und diese so schnell
wie möglich in B.etrieb zu nehmen.
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Nun begannen die S.prengarbeiten im T.unnel mit drei Schichten zu je acht Stunden, doch
kurz darauf am 2.6. F.ebruar 1.8.9.9 ereignete sich ein S.prengunglück, das sechs i.talienischen
A.rbeitern das L.eben kostete.
Am 7. M.ärz 1.8.9.9 erfolgte der D.urchstich der provisorischen S.tation R.otstock, welche ab
2. A.ugust nur kurzzeitig bedient wurde.
Die Stationsanlagen sind heute grösstenteils abgebaut, aber eine T.ür führt ins Freie.
Am 7. M.ärz 1.8.9.9 erreichte die Spitze der T.unnelbauer den vorgesehenen S.tandort der
S.tation E.igerwand. Am 3. A.pril des gleichen Jahres starb in Z.ürich A.dolf G.uyer - Z.eller,
die treibende Kraft der Jungfraubahn.
G.uyer - Z.ellers S.öhne führten den Bau fort, aber erst am 2.8. J.uni 1.9.0.3 konnte der Betrieb
bis zur S.tation E.igerwand, inmitten der E.igernordwand dem V.erkehr übergeben werden.
Ab dann konnten die Reisenden von der T.errasse aus den Ausblick hinunter Richtung
G.rindelwald geniessen. Zwei Jahre später, am 2.5. J.uli konnte die Strecke bis zur Halte-
stelle E.ismeer auf rund 3'160 m, auch K.allifirn genannt, mit einer wunderbaren Aussicht
über die G.letscher eröffnet werden, dem vorläufigen T.ouristenzentrum der Bahn.
Aufgrund knapp gewordener Finanzmittel sowie dem Tod von A.dolf G.uyer Z.eller wurden
die ursprünglichen Pläne abgeändert. Anstatt eines Halts unter dem M.önchsjoch und der
weiteren Strecke bis hinauf auf den G.ipfel der J.ungfrau wurde die Trasse so abgeändert,
dass das J.ungfraujoch die E.ndstation ist.
Am 1.5. N.ovember 1.9.0.8 ereignete sich im Sprengstofflager bei der S.tation E.igerwand eine
E.xplosion, bei welcher 150 Kisten mit 30'000 kg Dynamit in die Luft flogen. Glücklicherweise
forderte das U.nglück keine O.pfer.
Auch Spannungen blieben nicht aus: Die Arbeiter opponierten gegen das Unternehmen und
streikten.
Am 2.1. F.ebruar 1.9.1.2 erfolgte der D.urchschlag in der S.tation J.ungfraujoch, und am
1. A.ugust 1.9.1.2 wurde die S.tation mit 3'454 m als höchstgelegener B.ahnhof in E.uropa
eröffnet.
Die Baukosten betrugen statt der errechneten rund 10 Millionen 14,9 Millionen Franken.
Bemerkenswert ist, dass der im Jahr 1.9.1.2 eröffnete Abschnitt E.ismeer - J.ungfraujoch
sowohl im A.dhäsionsbetrieb als auch im letzten Abschnitt kurz vor dem J.ungfraujoch
mit Z.ahnradbetrieb befahren wurde.
Daher mussten spezielle R.eibungs- und Z.ahnradlokomotiven beschafft werden. Erst 1.9.5.1
stellte man die ganze S.trecke auf durchgehenden Z.ahnradbetrieb um, dies erleichterte die Betriebsführung ungemein.
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Superlative
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- S.tation J.ungfraujoch, höchstgelegene B.ahnstation E.uropas (T.op of E.urope)
- S.tation E.igergletscher, Betrieblicher M.ittelpunkt der J.ungfraubahn mit der höchst-
..gelegenen B.etriebsküche aller B.ahnen E.uropas
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( BeschriebJungfraubahn AlbumZahnradbahnenSchweiz AlbumBahnenderSchweiz Zug Train
Juna Zoug Trainen Tog Tren Поезд Lokomotive Паровоз Locomotora Lok Lokomotiv
Locomotief Locomotiva Locomotive Eisenbahn Railway Rautatie chemin de fer Ferrovia 鉄道
Spoorweg Железнодорожный Centralstation Ferroviaria Zahnrad Zahnradbahn Bergbahn
Mountaintrain Cogwheel Crémaillère Cremallera )
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Eiger
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- Höhe : 3'970m
- Lage : Berner Oberland im Kanton Bern in der Schweiz
- Gebirge : Berner Alpen
- Gestein : Kalkstein
- Erstbesteigung : 11. A.ugust 1858 durch Christian Almer, Peter Bohren + Charles Barrington
- Normalweg : W.estflanke ZS-
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Der Eiger ist ein 3'970m hoher Gipfel in den Berner Alpen im Kanton Bern in der Schweiz .
Dem Hauptkamm der Berner Alpen nördlich vorgelagert gehört der Eiger ganz zum
Schweizer Kanton Bern.
Zusammen mit M.önch und J.ungfrau bildet er das bekannte Dreigestirn und dominiert
damit die L.andschaft des zentralen Berner Oberlandes.
Der Name Eiger wird 1252 urkundlich erstmals erwähnt als „mons Egere“. Ob dies
aus dem Mittelhochdeutschen „Hej Ger“ (= „H.oher S.piess“) stammt, ist ungeklärt.
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Lage und U.mgebung
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Der Eiger selbst erstreckt sich primär in NO - SW - Richtung und erscheint aus diesen
Richtungen als markantes H.orn. Insbesondere der NO - G.rat ( M.ittellegigrat ) ist eine
eindrucksvolle K.letterei (S, III).
Nach SO und vor allem NW zeigt er seine B.reitseiten. Er überragt das Tal bei G.rindelwald
-G.rund um gut 3`000 m und ist dem aus N.ordwesten heranziehenden S.chlechtwetter
besonders stark ausgesetzt.
Am Fusse der Eiger - N.ordwand beginnt das UNESCO - Weltnaturerbe J.ungfrau - A.letsch -B.ietschhorn.
Im Inneren des Berges, mit einem B.ahnhof und F.enstern in der E.iger - N.ordwand,
verläuft der T.unnel der J.ungfraubahn. Die im Berg gelegene S.tation E.igerwand mit
ihren P.anoramafenstern hat schon manchem B.ergsteiger das L.eben gerettet.
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Geologie
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Der Eiger besteht komplett aus Kalk, speziell aus S.edimenten des M.esozoikums
( Erdmittelalter ), die hier am Nordrand des Aarmassivs steil aufgerichtet stehen.
Das Aarmassiv ist von S.üden bis zum N.ördlichen E.igerjoch über die S.edimente
aufgeschoben ( eine geologische Rarität ).
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R.outen und B.esteigungen
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Von der W.engernalp aus gelang den G.rindelwalder Bergführern Christian Almer und
Peter Bohren gemeinsam mit ihrem i.rischen Gast Charles Barrington am 1.1. A.ugust
1.8.5.8 über die W.estflanke die E.rstbesteigung des E.igergipfels.
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Eiger - N.ordwand
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Berüchtigt ist der Eiger für seine schwierig zu durchkletternde N.ordwand ( strenggenommen
NW - W.and ) mit ca. 1.650 Metern Höhendifferenz.
Den ersten ernsthaften Besteigungsversuch unternahmen die drei S.achsen Willy Beck,
Kurt und Georg Löwinger, die am 17. J.uli 1.9.3.4 in die N.ordwand einstiegen und bis
19. J.uli eine beachtliche Höhe von 2'900 Metern erreichten.
Nach einem S.turz von Willy Beck, der Kurt und Georg Löwinger mitriss, brachen sie den
Versuch ab. Die Bergung gelang über die E.igerfenster.
Die beiden M.ünchner Bergsteiger Karl Mehringer und Max Sedlmayr starteten ihren
Versuch am 2.1. A.ugust 1.9.3.5 und starben fünf Tage später im S.chneesturm. Der Punkt,
an dem die beiden vom T.al aus mit einem F.ernrohr das letzte Mal gesehen wurden,
bekam später den N.amen T.odesbiwak.
Die N.ordwand wurde vor allem durch die dortigen K.atastrophen bekannt, insbesondere
die von Toni Kurz mit Andreas Hinterstoißer, Edi Rainer und Willy Angerer 1.9.3.6.
Tragisch verlief dieser Aufstieg über den H.interstoißer - Q.uergang bei dem E.rstbe-
steigungsversuch der D.eutschen Hinterstoißer und Toni Kurz und der Ö.sterreicher
Willy Angerer und Edi Rainer.
Nachdem die vier den Quergang an Hinterstoißers S.eil passiert hatten, zogen sie das
S.eil ab, was ihnen später den sicheren R.ückweg versperren sollte. Sie kamen nur bis
zum T.odesbiwak. Beim A.bstieg am 2.1. J.uli versuchten sie, sich hundert M.eter
abzuseilen. Dabei wurden drei B.ergsteiger durch S.teinschlag und L.awinen getötet.
Nur Toni Kurz konnte den weiteren Abstieg fortsetzen, starb aber drei M.eter über den
Rettern an E.rschöpfung, als sich ein K.noten im K.arabiner seines K.arabinerabseilsitzes
verklemmte ( siehe Tod in der Eiger - N.ordwand ).
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Nach diesem Desaster verboten die Schweizer Behörden die Besteigung der N.ordwand.
Ein G.ericht hob dieses V.erbot später jedoch wieder auf.
Erstmals durchstiegen wurde die E.igernordwand vom 2.1.–2.4. J.uli 1.9.3.8 durch eine
d.eutsche und eine ö.sterreichische S.eilschaft mit Heinrich Harrer, Anderl Heckmair,
Fritz Kasparek und Ludwig Vörg. In der W.and hatten sich die beiden S.eilschaften
(Kasparek und Harrer aus Ö.sterreich einerseits, Heckmair und Vörg aus D.eutschland
andererseits) vereinigt.
Obwohl der Z.usammenschluss der S.eilschaften keinerlei politische G.ründe hatte
(die vier hatten sich auf dem zweiten E.isfeld verbunden, weil Harrer keine S.teigeisen
dabei hatte und Heckmair den Ö.sterreichern zunächst raten wollte, besser wieder
umzukehren), instrumentalisierte das damalige n.ationalsozialistische R.egime die
V.ereinigung als S.ymbol für den A.nschluss Ö.sterreichs an D.eutschland, welcher
kurz vorher, am 13. M.ärz 1.9.3.8, erfolgt war, und schlachtete den bergsteigerischen
E.rfolg als Z.eichen für die S.tärke D.eutschlands propagandistisch aus.
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Die Schweizer hielten damals wenig von der vor allem in B.ayern und in W.ien
betriebenen „A.krobatik“ im B.ergsteigen (= Kletterei jenseits des IV. Grades) und
natürlich auch nicht von der d.eutsch - nationalen Inanspruchnahme ihres Berges.
Ein weiteres Unglück war das des Claudio Corti ( einziger Überlebender der G.ruppe
neben den umgekommenen Stefano Longhi, Günther Nothdurft und Franz Mayer, 1.9.5.7).
Die erste W.interbegehung der N.ordwand erfolgte 1.9.6.1 durch Toni Hiebeler, Walter
Almberger, Anderl Mannhard und Toni Kinshofer. Umstritten bei dieser Begehung ist,
dass der Einstieg nicht vom W.andfuß aus erfolgte, sondern durch A.usstieg aus dem
S.tollenloch der J.ungfraubahn.
Die erste A.lleinbegehung glückte 1.9.6.3 dem Schweizer Michel Darbellay.
Bekannt wurde auch das tödliche Ende eines Versuchs der Durchsteigung für vier
S.pitzenbergsteiger aus der D.D.R im Jahr 1.9.6.7.
1.9.6.8 gelang Reinhold Messner die E.rstdurchsteigung des Eiger - N.ordpfeilers. Mit
der Begehung der N.ordwand innerhalb von 10 Stunden im Jahr 1.9.7.4 stellte er
zusammen mit Peter Habeler einen Geschwindigkeitsrekord auf.
Im Jahr 2.0.0.8 kletterte die Seilschaft Roger Schäli und Simon Anthamatten die Route in
6 Stunden 50 Minuten.
Unter 5 Stunden brauchten 1.9.8.3 unabhängig voneinander Thomas Bubendorfer und
Reinhard Patscheider, jeweils in einer A.lleinbegehung.
Die Leistung Bubendorfers ist jedoch äußerst umstritten, da er die W.and nicht vom
W.andfuß aus, sondern aus dem S.tollenloch der J.ungfraubahn beging.
Noch schneller war 2.0..0.3 der S.üdtiroler Christoph Hainz mit 4,5 Stunden und im Jahr
2.0.0.7 der Schweizer Ueli Steck, der 3 Stunden 54 Minuten benötigte.
2.0.0.8 verbesserte Ueli Steck seinen Rekord auf 2 Stunden 47 Minuten.
Eine sensationelle Leistung gelang dem Z.entralschweizer A.lpinisten Daniel Arnold am
20. A.pril 2.0.1.1: Er knackte den Speedrekord am Eiger. Der 27-Jährige durchstieg die
legendäre N.ordwand solo in 2 Stunden 28 Minuten. Damit ist er 20 Minuten schneller
als der bisherige Rekordhalter Ueli Steck.
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Die klassische R.oute durch die N.ordwand ( H.eckmair - R.oute )
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E.rster P.feiler, S.tollenloch, S.chwieriger R.iss, H.interstoisser - Q.uergang, E.rstes
E.isfeld, S.chwalbennest, E.isschlauch, Z.weites E.isfeld, B.ügeleisen, T.odesbiwak,
D.rittes E.isfeld, R.ampe, W.asserfallkamin, R.ampeneisfeld, B.rüchiges B.and,
G.ötterquergang, S.pinne, C.orti B.iwak, A.usstiegsrisse und G.ipfeleisfeld.
D.irektrouten (D.irettissime) führen im zentralen W.andteil empor (John-Harlin-Route,
1.9.6.6), im rechten W.andteil (J.apaner - Route, 1.9.6.9 ) und im linken W.andteil
(T.schechen-Route II, 1.9.7.8). Unbewältigt ist bislang der Ausstieg aus der Rampe direkt
gegen die oberste N.ordrippe.
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H.interstoisser - Q.uergang
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Der H.interstoisser - Q.uergang ist eine ca. 30 m breite F.elsplatte, eine schwierige Passage
der E.igernordwand. Benannt nach dem Bad Reichenhaller Bergsteiger Andreas
Hinterstoißer (Schweizer Rechtschreibung: Hinterstoisser), welcher am 18. J.uli 1.9.3.6
zusammen mit Toni Kurz die S.telle mittels der T.echnik des S.eilzugquergangs meisterte.
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T.odesbiwak
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Das T.odesbiwak ist ein B iwak - P.latz am oberen Ende des B.ügeleisens – also des
F.elssporns, der die P.lattenschüsse trennt, die früher das Zweite und D.ritte E.isfeld
trugen. Der Name T.odesbiwak kommt davon, dass hier die deutschen B.ergsteiger
Max Sedlmayer und Karl Mehringer bei ihrem B.esteigungsversuch 1.9.3.5 zuletzt
lebend gesehen wurden.
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G.ötterquergang
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Quergang in der E.igernordwand (N.ormalroute) zwischen „R.ampe“ (genau: zwischen dem
B.rüchigen B.and) und „S.pinne“ in ca. 3600 m Höhe. Landschaftlich hervorragend schön
und zugleich gut kletterbar, daher der Name. Erstmals betreten von Anderl Heckmair und
Ludwig Vörg am 23. J.uli 1.9.3.8.
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Die „S.pinne“
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Die S.pinne ist ein F.irnfeld in der G.ipfelwand des Eigers. F.irncouloirs, die von oben her
in die S.pinne führen, und solche, die nach unten aus der S.pinne herausführen, geben
ihm das A.ussehen einer riesigen S.pinne.
Der Name "S.pinne" beschreibt jedoch nicht nur das Aussehen, sondern auch das
Wesen dieser Wand. Speziell durch L.awinen, S.teinschlag und das schnell wechselnde
W.etter wurde dieser W.andabschnitt vielen Bergsteigern zum Verhängnis.
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( BeschriebEiger KantonBern Berner Oberland BernerOberland AlbumEiger EigerBerg
KantonBern BernerOberland Berner Oberland Alps Alpit Alpes Alpi アルプス山脈 Alpene
Alpy Alperna Alpen Alperne Berg vuori Montagne montagna 山 góra montanha munte
гора montaña Landschaft landskab paysage paesaggio 風景 landschap landskap paisaje
maisema Landscape Natur Nature luonto nature natura 自然 natuur naturaleza Schweiz
Suisse Switzerland Svizzera Suissa Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria
Suíça Suiza )
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Ausflug auf`s J.ungfraujoch ( 5x ) mit Y.ves am Freitag den 01. Dezember 2006
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Mit dem Z.ug von B.ern über I.nterlaken O.st - G.rindelwald ( Mit W.etterhornlawine ) -
K.leine S.cheidegg auf`s J.ungfraujoch
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Mit dem Z.ug vom J.ungfraujoch über K.leine S.cheidegg - L.auterbrunnen - I.nterlaken O.st
wieder zurück nach B.ern
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Hurni061201 AlbumZZZZ061201AusflugJungfraujoch AlbumUnterwegsindenBernerBergen
KantonBern
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 090216
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7 / 112
Gotthardtunnelschau zum Bau des Gotthard Bahntunnel ( Baujahr 1872 - 1882 ) im
Verkehrshaus Luzern VHS in Luzern im Kanton Luzern in der Schweiz
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Gotthardtunnel
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- Nutzung : Eisenbahntunnel
- Verkehrsverbindung : Gotthardbahn
- Ort : Gotthardmassiv, Alpen
- Länge : 15 003 m
- Anzahl der Röhren : 1
. Größte Überdeckung : ca. 1800 m
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Bau
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- Bauherr : Gotthardbahn - Gesellschaft
- Baukosten : 227 Mio. SFr.
- Baubeginn : 13. S.eptember 1872 ( S.üdportal ), 24. Oktober 1872 ( N.ordportal )
- Fertigstellung : 29. Februar 1880 ( Durchstich ), 22. Mai 1882 ( Einweihung )
- Planer : Entreprise du Grand Tunnel du Gothard
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Betrieb
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- Betreiber : SBB Infrastruktur
- Lage - Koordinaten : Göschenen ♁688 010 / 168 594 => Airolo ♁689 386 / 153 661
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Der Gotthardtunnel oder auch Gotthard - Scheiteltunnel ist der Scheiteltunnel der
Gotthardbahn und verläuft unter dem Sankt - Gotthard - Pass durch das Schweizer
Gotthardmassiv. Der 15 003 Meter lange Eisenbahntunnel besteht aus einer einzelnen,
doppelgleisig ausgebauten Tunnelröhre zwischen den Ortschaften G.öschenen im
Kanton U.ri und A.irolo im Kanton T.essin.
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Verlauf
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Zulauf :
Die Gotthardbahn benutzt von L.uzern bis I.mmensee die Schweizerische N.ordostbahn
und die A.argauische S.üdbahn, und führt am S.üdwestufer des Z.ugersees entlang über
G.oldau ( 517 m ü. M. ), entlang des L.auerzersees und durch das M.uotatal zum Vier-
w.aldstättersee ( B.runnen, F.lüelen). An dessen S.üdende ( 435 m ü. M. ) steigt sie im
R.eusstal bis G.öschenen. Im S.üden steigt sie von B.ellinzona über B.iasca ( 303 m ü. M. )
in die L.eventina.
Steigungen: Vom nördlichen T.unnelportal in G.öschenen aus, auf einer Höhe von 1106
Meter über Meer, steigt die Tunnelstrecke über etwa 8 km um 45 Meter zum ungefähr auf
der Hälfte der Strecke liegenden S.cheitelpunkt auf 1151 Meter über M.eer. Zum südlichen
T.unnelportal in A.irolo, auf 1142 Meter über M.eer, fällt die Tunnelstrecke hingegen nur
um 9 Meter.
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Gebirgsüberlagerung:
Die Überlagerung durch den Gebirgsstock über dem Tunnel beträgt zwischen 400 Meter
und maximal 1800 Meter. Die mittlere Überlagerung zwischen dem sechsten und drei-
zehnten Tunnelkilometer, von N.orden aus gemessen, beträgt etwa 1100 Meter.
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Verwaltungsgrenze:
Rund zwei Kilometer südlich des Scheitelpunkts respektive rund zehn Kilometer vom
N.ordportal aus liegt die K.antonsgrenze U.ri / T.essin im Inneren des Tunnels, der
nach weiteren fünf Kilometern das S.üdportal bei A.irolo folgt. Die Fahrt durch den
Tunnel dauert etwa neun Minuten.
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Tunnelbau
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Vorgeschichte
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Kaum hatte der Bahnbau in den nichtalpinen Gebieten Europas begonnen, kam in der
Schweiz der Gedanke auf, den N.orden mit dem S.üden durch eine Alpenbahn zu ver-
binden.
Bereits 1.8.4.7 reichte der damalige Oberingenieur des Kantons G.raubünden ein
Konzessionsbegehren für den Bau einer L.ukmanierbahn von C.hur nach B.iasca ein.
Die 1.8.5.3 erteilte Konzession verfiel dann allerdings durch Fristablauf.
1.8.5.2 stellte der Leiter des eidgenössischen Eisenbahnbüros Gottlieb Koller ein erstes
Projekt zum Bau einer Eisenbahnlinie über den Gotthard vor, und am 19. A.ugust 1.8.5.3
organisierte sich ein aus neun Kantonen bestehendes Gotthardkomitee.
Ingenieur Koller erarbeitete ein erstes Projekt für die Strecke von F.lüelen an den Langen-
s.ee ( 123 km ). 1.8.6.1 vermass der Z.ürcher Ingenieur Kaspar Wetli die Strecke von Erst-
feld nach L.ugano in nur gerade fünf Monaten, was auch heute noch als Meisterleistung
der Vermessungstechnik ( Otto Gelpke, Carl Koppe ) gilt.
Nach heftigen Auseinandersetzungen zwischen Gotthardbefürwortern und Verfechtern
der L.ukmanier- und S.plügenvariante wurde 1.8.6.3 von den Ingenieuren Wetli und Koller
erstmals die Idee eines Tunnels unter dem Gotthard präsentiert.
Als schliesslich auch Alfred Escher, der Präsident der in Z.ürich ansässigen Schweizer-
ischen N.ordostbahn ( N.O.B. ), die Linienführung über den Gotthard befürwortete, war
die Entscheidung gefallen. Zudem war die Strecke über den Gotthard die kürzeste.
Am 7. A.ugust 1.8.6.3 gründeten fünfzehn Kantone und die beiden Bahngesellschaften
Schweizerische C.entralbahn ( S.C.B ) und N.O.B die grosse Gotthardvereinigung.
Politiker und Bankier Alfred Escher, die wohl mächtigste und einflussreichste Schweizer
Persönlichkeit seiner Zeit, wurde Präsident des Komitees und damit zum umtriebigen
Vertreter der Gotthardidee. In der Folge wurde das auf den Plänen Wetlis und Kollers
basierende Projekt von Anton Beckh und Robert Gerwig vorangetrieben.
An der B.erner Gotthardkonferenz vom S.eptember 1.8.6.9 unter dem Vorsitz des
Bundesrates Emil Welti wurde festgehalten: Es sollte eine durchgehende doppelspurige
Adhäsionsbahn bebaut werden mit einer maximalen Steigung von 26 ‰, in Tunneln
23 ‰ und einem minimalen Radius von 300 Metern.
Ein S.cheiteltunnel sollte G.öschenen und A.irolo verbinden. Die Kosten für die Gotthard-
strecke sollten 187 Millionen Franken betragen, davon rund 60 Millionen für den Tunnel.
I.talien sollte 45 Millionen, das neue D.eutsche R.eich und die Schweiz je 20 Millionen
übernehmen, der Rest sollte am Kapitalmarkt aufgenommen werden.
Der d.eutsch - f.ranzösische K.rieg verzögerte die Unterzeichnung vorerst. 1.8.6.9 unter-
schrieben die Schweiz und I.talien den sogenannten Gotthardvertrag und am 28. O.ktober
1.8.7.1 schliesslich auch das D.eutsche R.eich.
Am 6. D.ezember 1.8.7.1 wurde die Gotthardbahngesellschaft (GB) unter dem Präsidium
Alfred Eschers gegründet. Die finanzielle Kontrolle über die internationale Finanzierung
hatte Escher, der 1.8.5.6 die Schweizerische Kreditanstalt gegründet hatte, welche bei der
Finanzierung der Gotthardbahn eine wichtige Rolle spielte.
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Das Projekt
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Nach einer unglaublich kurzen Eingabefrist von sechs Wochen trafen sieben Offerten ein.
Den Zuschlag erhielt die Genfer Firma "Entreprise du Grand Tunnel du Gothard" des Louis
Favre; am 7. A.ugust 1.8.7.2 wurde der von Escher aufgesetzte Vertrag unterzeichnet.
Der grösste Konkurrent war die italienische Firma "Società I.taliana di Lavori Pubblici" unter
der Leitung von Severino Grattoni. Grattoni hatte bereits den mit 12 Kilometern l.ängsten
Tunnel der W.elt erstellt, den M.ont - C.enis - T.unnel. Auch mit dem Gotthard hatte er sich
beschäftigt, hatte die Geologie geprüft und Probebohrungen vorgenommen.
Favre, der bisher keinen Tunnel gebaut hatte, der länger war als 1000 Meter, unterbot
den Mitkonkurrenten, akzeptierte die ruinösen Vertragsbedingungen und hinterlegte eine
Kaution von 8 Millionen Franken. Er versprach eine Bauzeit von acht Jahren – angesichts
der unbekannten Geologie ein riskantes Unterfangen.
Falls die vereinbarte Bauzeit überschritten würde, drohte eine Geldstrafe von 5'000
Franken täglich im ersten halben Jahr und 10'000 Franken in der folgenden Zeit, im Falle
einer vorzeitigen Fertigstellung galt der gleiche Betrag als Prämie. Sollte die Verzögerung
mehr als ein Jahr betragen, würde die hinterlegte Kaution verfallen.
Favre hoffte darauf, die beim Bau des gerade fertig gestellten M.ont - C.enis - T.unnels ge-
machten Erfahrungen nutzen zu können. Zudem stellte er dortige Mineure und Ingenieure
ein und kaufte das dort verwendete Tunnelmaterial auf.
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Bau
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Die Bauarbeiten begannen am S.üdportal am 13. S.eptember 1.8.7.2 und am 24. O.ktober
des gleichen Jahres im N.orden. Die Bautrupps bewegten sich im Firststollenverfahren
( B.elgische Bauweise ) aufeinander zu, gearbeitet wurde in drei Schichten rund um die
Uhr.
Besonders auf der S.üdseite kämpfte man schon am Anfang mit großen technischen
Schwierigkeiten. Die Belastungen durch instabile Gesteinsschichten, die manchmal alle
paar Dutzend Meter ihre Beschaffenheit wechselten, und ständige Wassereinbrüche
waren enorm und hielten während der ganzen Bauzeit an, zudem stieg die Temperatur
im Tunnel stellenweise auf 33 °C, später auf 40 °C.
Ende 1.8.7.2 war im N.orden der Firststollen erst zu 101 m ausgebrochen, im S.üden
wurde in Handarbeit nur 18 Meter vorgestossen.
Der Bauunternehmer Louis Favre übernahm die ersten Bohrmaschinen Typ Sommeiller
vom M.ont - C.enis - Tunnel. Dazu erprobte er die wichtigsten erhältlichen Schlagbohr-
maschinen vor Ort.
Die beiden Werkstattchefs in A.irolo und G.öschenen entwickelten die vorhandenen Ma-
schinen weiter. Wichtig war, dass die Maschinen weniger reparaturanfällig wurden und
die S.chlagbohrmaschinen mit einem automatischen Vortrieb versehen werden konnten.
Seguin und Ferroux, die beiden Werkstattchefs, konnten einen signifikanten Fortschritt
erzielen.
Zu Beginn mussten pro Tag drei Maschinen ausgewechselt werden, gegen Ende des
Baus nur noch eine Maschine alle drei Tage. Die Abluft der pneumatischen Schlagbohr-
maschinen diente gleichzeitig der spärlichen Belüftung des Tunnels.
Je sechs Bohrmaschinen waren auf Lafetten montiert. Mit den Maschinen wurden zirka
einen Meter tiefe Löcher gebohrt, die anschliessend mit D.ynamit gefüllt und gesprengt
wurden. Die Nachfrage nach Dynamit war so gross, dass in B.auen am U.rnersee eine
Sprengstofffabrik gebaut wurde.
Eine unzureichende Lüftung erschwerte das Atmen im mit Sprenggasen gefüllten Tunnel:
wenn zu wenig Druck vorhanden war, wurde die Maschine bevorzugt, die Lüftung musste
warten.
Weil die giftigen Dynamitdämpfe Krankheiten in Atemwegen und Augen verursachten,
musste die Schichtdauer auf fünf Stunden herabgesetzt werden. Obwohl leistungsfähigere
Maschinen aus B.elgien eingesetzt wurden, geriet Favre mit seinem Zeitplan mehr und
mehr in Rückstand, nach einem Jahr war noch nicht ein einziger Kilometer im Teilprofil
geschafft.
Favre trieb den Vorstoss schnell voran und vernachlässigte den Vollausbruch. Später
kam erschwerend dazu, dass unter dem unterschätzten Bergdruck sämtliche Holzstützen
brachen und jeder ausgebrochene Meter sofort ausgemauert werden musste.
1.8.7.3 beauftragte Oberingenieur Gerwig der Gotthardbahn - Gesellschaft den d.eutschen
Bergingenieur Friedrich Moritz Stapff für die Bearbeitung aller erforderlichen geologischen
Untersuchungen.
Zuerst war er der Bausektion A.irolo zugeteilt, später wurde er Vorstand der geologisch-
montanistischen Abteilung bei der Zentralbauleitung in A.irolo. Die Aufgaben von Stapff
umfassten die Nachführung der bestehenden geologischen K.arten, die Beobachtung
der geologischen Verhältnisse, wie Temperaturverhältnisse, Wassereinbrüche, Zustand
des Felsens, damit der Bau nicht verzögert wurde.
Stapff zeichnete alle Gesteinsformationen entlang der Tunnelachse auf und sammelte
pro Gesteinsformation eine Handstück. Eine dieser Sammlungen befindet sich heute im
V.erkehrshaus.
Favre erhöhte die Zahl der Arbeiter ständig. In G.öschenen arbeiteten maximal 1.6.4.5, in
A.irolo 1.3.0.2 Arbeiter, vorwiegend I.taliener aus den armen ländlichen Gegenden des
P.iemonts und der L.ombardei. Die Mineure und Arbeiter lebten in schmutzigen und über-
belegten Verschlägen und wurden finanziell ausgebeutet.
Ein Mineur verdiente in einer Achtstundenschicht etwa 3.90 Franken. Zwei Drittel ihres
Lohnes wurde ihnen für E.ssen und U.nterkunft wieder abgezogen, die L.ampen und das
Ö.l dafür – 30 Rappen täglich – mussten sie selber bezahlen. Abgezogen wurden ihnen
zudem fünf Franken monatlich für die Kleidung und zwei Franken für die Aufenthaltsge-
nehmigung in der Schweiz. Ein Teil des Verdienstes wurde in Coupons ausbezahlt, die
nur in den betriebseigenen Geschäften eingelöst werden konnten.
Am 27. J.uli 1.8.7.5 kam es in G.öschenen zu einem Aufstand der Arbeiter, sie streikten
und blockierten den Tunneleingang und verlangten einen Franken mehr Lohn pro Tag.
Eine eilends zusammengestellte, überforderte Milizeinheit, 21 Mann aus A.ltdorf, schoss
in die Menge, vier Arbeiter kamen ums Leben, mehrere wurden schwer verletzt.
80 Arbeiter reisten nach dem Vorfall ab.
Das Ereignis wurde durch anklagende Presseberichte in halb E.uropa bekannt und löste
Untersuchungen über die Lebensbedingungen der Tunnelarbeiter aus. Zwei eidge-
nössische Kommissionen prüften die Situation. Aus dem Bericht des inspizierenden
Arztes Dr. Sonderegger vom 30. M.ärz 1.8.7.6: « Das Elend in den für die Arbeiter her-
gerichteten Quartieren übersteigt in der Tat alle Begriffe. In kleinen dumpfen Zimmern
reiht sich Bett an Bett – elende, halb faule Strohsäcke. » Er erwähnt die schlechte Luft
in überfüllten Räumen mit ihren übel riechenden Öllampen, wo neben den Betten auch
gekocht werden musste, den Mangel an frischem Wasser, den Schmutz und die mise-
rablen hygienischen Zustände. Die Arbeiter litten an Wurmkrankheiten, Durchfall und
Typhus, und viele waren an Silikose erkrankt, die sie sich im Tunnel durch den omni-
präsenten G.ranitstaub zugezogen hatten.
Bedenkliche Zustände kamen so ans Licht, bessere Bedingungen wurden gefordert, aber
nie durchgesetzt. Niemand fühlte sich zuständig, zudem waren die Bauarbeiten schon zu
sehr in Verzug geraten.
So blieben die Zustände mehr oder weniger unverändert. Unter diesen Bedingungen war
Favres Zeitplan völlig durcheinander geraten. Neue Abklärungen ergaben, dass die Kosten
den Voranschlag um mehr als 100 Millionen Franken überschreiten würden.
Im J.uni 1.8.7.4 wurde an einer Schlichtungskonferenz in B.ern unter bundesrätlicher Lei-
tung bestimmt, « dass der gänzlich ausgebrochene Tunnel nie mehr als 600 Meter auf
jeder Seite hinter der Stollenbrust zurückbleiben darf ». Favre hielt sich nicht daran und
die GB stellte die Zahlungen ein, worauf sich Favre und die Gotthardbahngesellschaft in
Streitigkeiten verwickelten.
Die Kurse der Aktien sanken ins Bodenlose und zeitweise wurde der Bau in Frage gestellt.
Die Nachfinanzierung gelang nur, weil sich I.talien und D.eutschland nach einer weiteren
internationalen Konferenz zu neuen Zahlungen bereit erklärten.
Alfred Escher, der die Verantwortung für das finanzielle Debakel der GB trug, musste auf
Druck des Bundesrates zurücktreten. Die Finanzierung wurde durch das Alpenbahngesetz
gesichert, mit dem die Eidgenossenschaft sich verpflichtete, den Kantonen, die sich an der
Gotthardbahn beteiligt hatten, 4,5 Millionen. Franken zu zahlen.
Nach Beendigung des Baus forderte die GB von Favres Unternehmung Nachzahlungen in
Millionenhöhe, die seinen Nachlass ruinierten. Seine Tochter erhielt jedoch eine lebens-
längliche jährliche Rente von 10'000 Franken, die ihr ermöglichen sollten, den Haushalt
nach gutbürgerlichen Verhältnissen einzurichten.
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Favres Tod im Tunnel
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Am 19. J.uli 1.8.7.9 wurde Favre bei einer Besichtigung im Tunnel bei Kilometer 3 von
einem Unwohlsein befallen und starb wenige Minuten später im Alter von 53 Jahren an
Herzversagen. Obwohl er den Durchstich nicht mehr erlebte, wurde ihm trotzdem die
Ehre zuteil, als erster den Tunnel zu durchqueren: nachdem die Angehörigen des nörd-
lichen Bautrupps am 24. D.ezember 1.8.7.9 zum ersten Mal den Sprenglärm im Süden
vernommen hatten, als nur noch 422 m Fels- und Steinmassen die beiden Baustellen
trennten, durchdrang am 28. F.ebruar 1.8.8.0 um 18.45 Uhr ein Bohrer von S.üden her
die verbleibende Felswand. Durch das Loch reichten die Arbeiter ihren Kollegen auf der
N.ordseite eine Blechdose mit einem Bild Favres, das von den Worten begleitet war:
« Wer wäre würdiger gewesen, als Erster die Schwelle zu überschreiten, als Favre, der
seinen Mitarbeitern Meister, Freund und Vater war. Es lebe der Gotthard! »
Am S.onntag, dem 29. F.ebruar 1.8.8.0, kurz nach 11 Uhr, erfolgte nach sieben Jahren
und fünf Monaten der eigentliche Durchstich. Die Abweichungen betrugen seitlich nur
33 Zentimeter und 5 Zentimeter in der Höhe – eine Meisterleistung der damaligen
Ingenieurs- und Vermessungstechnik.
Das Ereignis wurde in den europäischen Medien gefeiert, der mit 15 Kilometern dazumal
längste Tunnel der Welt war entstanden.
Vom 22. bis zum 25. M.ai 1.8.8.2 wurde mit über 600 Gästen aus ganz Europa die Ein-
weihung gefeiert, Alfred Escher nahm jedoch nicht daran teil. Am 1. J.uni 1.8.8.2 nahm
die Gotthardbahn den durchgehenden Verkehr zwischen I.mmensee und C.hiasso auf.
Den ersten Postsack trug Alois Zgraggen, der Kondukteur der letzten P.ostkutsche, die
über den Pass fuhr.
Im Jahre 1.8.9.7 passierten täglich 61 Züge den Tunnel. Durch den Rauch der Dampflok-
omotiven wurden die Bahnerhaltungsarbeiten wesentlich erschwert. Daher wurde ein Be-
lüftungssystem nachträglich eingebaut, welches 1.9.0.2 mit einer Leistung von 800 PS in
Betrieb genommen wurde. Mit Unterstützung des natürlichen Luftzugs wurden Luftge-
schwindigkeiten von 2,6–3,6 m/s am N.ordportal und 2,2–3,0 m/s am S.üdportal erreicht.
Die Passage durch den Tunnel dauerte nach der Inbetriebnahme zwischen 17 und 23
Minuten. Der Fahrpreis betrug 2.70 SFr. in der 1. Klasse, 1.90 SFr. in der 2. Klasse und
1.35 SFr. in der 3. Klasse.
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Fazit
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Die durchschnittliche Tagesleistung belief sich für die gesamte Arbeitszeit auf 4,47 Meter.
Im Vergleich dazu werden mit modernen Tunnelbaumaschinen mittlerweile Tages-
leistungen von 18 Metern erreicht, wie beispielsweise beim Ausbruch der W.eströhre des
Gotthard - B.asistunnels. Die Kosten beliefen sich auf knapp 227 Millionen Franken.
Durchschnittlich arbeiteten 5472 Mann auf den verschiedenen Baustellen.
199 Arbeiter starben während der Bauarbeiten. Von den 171 Toten, die in der Unfallliste
im Bundesarchiv erwähnt werden, wurden 53 Arbeiter von W.agen oder L.okomotiven
zerquetscht, 49 von Felsen erschlagen, 46 durch Dynamit getötet. 23 kamen auf andere
Art ums Leben, einer von ihnen ertrank.
Schuld war nach offizieller Angabe jeweils der Zufall oder der Verunglückte selbst. Zahl-
reiche weitere Männer starben allerdings im Laufe der folgenden Jahre an den Spätfolgen
von Unterernährung, Krankheiten und Verletzungen, die sie sich während des Tunnelbaus
zugezogen hatten.
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D.enkmal
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1.9.3.2 wurde zum Anlass des 50. Jahrestags der Beendigung des Tunnelbaus das Denk-
mal des Tessiner Künstlers Vincenzo Vela ( 1.8.2.0 – 1.8.9.1 ) aufgestellt. Vela schuf es
1.8.8.2 aus eigenem Antrieb und ohne Bezahlung. Es trägt den Titel «Vittime del lavoro»
( Opfer der Arbeit ) und ist den beim Gotthard-Eisenbahntunnel verunglückten Arbeitern
gewidmet. Es steht in A.irolo in der Nähe des B.ahnhofs.
Im Tunnel selbst sind die Orte der Unglücke dadurch markiert, dass an die Wand mit
weisser Schrift Daten und die Namenskürzel der Opfer des jeweiligen Todesfalles einge-
tragen sind.
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Befestigungen
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Zu den Befestigungen rund um den Tunnel gehören das Wachhaus in G.öschenen und
das in der Schweiz einzigartige dreistöckige A.rtilleriewerk F.ondo del B.osco bzw. F.orte
A.irolo im S.üden.
Seine Anlage folgt dem Entwurf des österreichisch-ungarischen Generalgenieinspektors
Daniel Freiherr von S.alis - S.oglio. Es umfasst einen Kampf- und Unterkunftstrakt und
Flankiergalerien. Als Geschütze gegen Angriffe von S.üden gab es zunächst zwei
120-mm-Ringrohrkanonen ( 1.8.8.2, F.riedrich K.rupp A.G ), zwei 120-mm-Kugelmörser
( 1.8.8.8, G.rusonwerk A.G B.uckau ), fünf 84-mm-Ringrohrkanonen ( 1.8.8.0, K.rupp in
verschiedenen K.asematten ), vier 53-mm-Schnellfeuerkanonen ( 1.8.8.7, K.rupp in
V.ersenk-P.anzertürmen ) und zwölf 84-mm-Bronzekanonen ( 1.8.7.1 ) in drei Kapon-
nieren.
Hinzu kamen drei B.eobachtungs - P.anzertürmchen und ein 1 Kilometer langer Stollen
zur V.erteidigungsanlage direkt am Eingang des Tunnels. Dort gehörten ausser einer
Wache M.G - S.tände, F.lammenwerfer und S.prengkammern über dem Tunnel dazu.
Die S.prengkammern waren bereits in der ausserhalb vom Gebirgsstock gelegenen
E.infahrtsgalerie angelegt worden.
Flankiergalerien standen am S.tuei und I.nfanterieanlagen auf dem F.oppahügel. Der
Bau wurde im A.pril 1.8.8.7 begonnen und im S.ommer 1.8.9.0 beendet. Die Baukosten
betrugen etwa 1,5 Millionen Franken. Erst 1.9.4.7 wurde das längst veraltete Fort als
Kampfanlage aufgegeben und nur noch als Unterkunft genutzt. Mittlerweile wurde es
zu einem Museumsobjekt umgestaltet.
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Zukunft
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Nach der für D.ezember 2.0.1.6 geplanten Eröffnung des im Bau befindlichen Gotthard-
B.asistunnels ist die Zukunft der Bergstrecke noch offen. Eine der Überlegungen zielt
darauf ab, die alte Strecke via Scheiteltunnel für G.üterzüge zu verwenden und tagsüber
nur die schnelleren Personenzüge ( 200 km/h respektive 250 km/h ) via B.asistunnel
verkehren zu lassen.
Die Idee entspringt den sich abzeichnenden Trassenkonflikten, die sich bereits bei einem
stündlichen Personenzug und den mit maximal 100–120 km/h deutlich langsamer verkehr-
enden, schweren G.üterzügen ergeben.
Mangels geeigneter Überholgleise müssen im Basistunnel ( und faktisch auch auf den
Zulaufstrecken ) vor einem Personenzug liegende potentielle Güterzugtrassees geopfert
werden, um ein Auflaufen des P.ersonenzugs auf einen vorausfahrenden G.üterzug zu
vermeiden.
Zwar könnten isoliert betrachtet Güterzugtrassees auf der alten Bergstrecke besser ge-
nutzt werden, doch gilt in den engen K.ehrtunnels für alle Züge eine Höchstgeschwindig-
keit von 80 km/h, womit die Stundenkapazität nicht gesteigert wurde. Insbesondere würde
auch der Vorteil des Basistunnels als Flachbahn verspielt, namentlich das Führen von
schweren und langen Z.ügen im A.lpentransit, ohne den Einsatz von Verstärkungs
l.okomotiven.
2.0.0.9 erarbeiteten die Kantone U.ri und T.essin, sowie die S.B.B eine Machbarkeitsstudie
U.N.E.S.C.O Welterbe Verkehrswege Gotthard. Die Studie kam zum Schluss, dass die Ein-
zigartigkeit der Geschichte und der erhaltenen Objekte gegeben ist. In Zusammenarbeit mit
dem Bundesamt für Kultur, das für die Eingaben bei der UNESCO zuständig ist, wurde
festgelegt, dass bis zu einer Ausarbeitung eines Dossiers die S.B.B die Inventarisierung
der Bahnstrecke abschliesst und ein denkmalgerechtes Betriebskonzept der Bergstrecke
ausarbeitet. Die Kantone erstellen die nötigen raumplanerischen Voraussetzungen. Die
Ausarbeitung eines Dossiers dauert zwei Jahre, so dass die Verleihung des Labels
W.elterbe auf die Eröffnung des B.asistunnels bereit sein könnte.
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( BeschriebGotthardtunnel Tunnel Gotthardtunnel Bahntunnel tunnel tunneli トンネル túnel
Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits
Szwajcaria Suíça Suiza )
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Ausflug ins V.erkehrsh.aus mit A.ndre am Samstag den 28. September 2013
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Mit dem Z.ug von B.ern nach L.uzern und weiter mit dem
D.ampfs.chiff S.tadt L.uzern bis V.erkehrsh.aus L.ido
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G.otthardt.unnel.schau- M.odell G.otthardb.ahn - F.ührung mit L.okf.ührer durch die S.chienenh.alle - S.ondera.usstellung C.argo - 3 x H.elikopters.imulatur und 1 x T.iger S.imulator ( A.ndre 2x)
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Mit dem S.chiff M.S W.inkelr.ied nach L.uzern und mit dem Z.ug von L.uzern über K.onolfingen - T.hun zurück nach B.ern
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Hurni130928 KantonLuzern
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 270322
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NIF
Tuttlingen 24.07.2011: Für den Verkehr zwischen Straßburg und Berlin erhielten die Forces Francaises en Allemagne FFA im Jahre 1964 von der Waggonfabrik Crede in Kassel zwei Güterzugbegleitwagen der Bauart Pwg. Die große Kanzel ermöglichte eine gute Bewachung der Züge auf dem Gebiet der damaligen DDR.
Über drei weitere Wagen der gleichen Bauart verfügte die US Army:
51 80 09-10 510-8 [P] Pwghss -> Müllertouren/Euro-Express, Münster -> AMVD e.V., Berlin-Tegel
51 80 09-10 512-4 [P] Pwgehss -> Transportation Museum Fort Eustis (USA)
51 80 09-10 513-2 [P] Pwghss -> Grenzlandmuseum Helmstedt
For the services between Strasbourg and Berlin, the Forces Francaises en Allemagne FFA received in 1964 from the wagon factory Crede in Kassel two Caboose vehicles. The large pulpit allowed a good guarding the trains on the territory of the former GDR.
About three other cars of the same type available to the U.S. Army.
Dieses Foto ist mit Paris beschriftet. Es zeigt aber einen Güterzug der Wehrmacht in St. Quentin. Auf einem Flachwagen stehen zwei Kraftfahrzeuge der Bauart Opel Kapitän. Der Kapitän war das letzte vor dem Zweiten Weltkrieg konstruierte Opel-Modell. Er wurde Ende 1938 als Nachfolger des Opel Super 6 vorgestellt und im Frühjahr 1939 auf dem Genfer Auto-Salon präsentiert. Den Vorkriegs-Kapitän gab es als Limousine mit zwei oder vier Türen sowie als Cabriolet. Er hatte den gleichen 2,5-Liter-Motor wie der Super 6, jedoch eine selbsttragende Karosserie und eine vordere Einzelradaufhängung mit doppelten Querlenkern anstelle der Dubonnet-Federung. Bis zur Einstellung der zivilen Pkw-Produktion bei Opel im Herbst 1940 wurden 25.371 Stück hergestellt. Für die Wehrmacht hatte er den Vorzug, dass sein Motor baugleich war mit dem des "kleinen" Opel-Blitz (1,5to) so wie der Opel Admiral einen baugleichen Motor mit dem des "großen" Opel-Blitz (3to) hatte (3,6Liter).
Man beachte die Betonmasten aller Sorten im Bahnhofsbereich.
Cette photo est inscrite à Paris. Mais il montre un train de marchandises de la Wehrmacht à Saint-Quentin. Deux voitures Opel Kaptain sont sur une voiture plate. Le capitaine était le dernier modèle Opel conçu avant la Seconde Guerre mondiale. Il a été présenté à la fin de 1938 comme le successeur de l’Opel Super 6 et présenté au Salon de Genève au printemps 1939. Le Kapitän d’avant-guerre était une limousine à deux ou quatre portes et une décapotable. Il avait le même moteur de 2,5 litres que le Super 6, mais un corps autoportant et une suspension avant à une roue avec des os doubles au lieu de la suspension Dubonnet. Jusqu’à l’arrêt de la production de voitures commerciales chez Opel à l’automne 1940, 25 371 unités ont été produites. Pour la Wehrmacht, il avait l’avantage que son moteur était identique à celui du "petit" flash Opel (1.5to) tout comme l’Opel Admiral avait un moteur identique à celui du "grand" flash Opel (3,6 litres).
This photo is inscribed with Paris. But it shows a freight train of the Wehrmacht in St. Quentin. Two Opel Captain cars are on a flat car. The captain was the last Opel model designed before World War II. It was introduced at the end of 1938 as the successor to the Opel Super 6 and presented at the Geneva Motor Show in the spring of 1939. The pre-war captain was a two- or four-door limousine and a convertible. It had the same 2.5-litre engine as the Super 6, but a self-supporting body and a front single-wheel suspension with double wishbones instead of the Dubonnet suspension. Until the cessation of commercial car production at Opel in the autumn of 1940, 25,371 units were produced. For the Wehrmacht, he had the advantage that his engine was identical to that of the "small" Opel flash (1.5to) just as the Opel Admiral had a identical engine with that of the "big" Opel flash (3.6 liters).
Eine Reproduktion und Veröffentlichung des Fotos ist ohne Erlaubnis nicht erlaubt. A reproduction and publication of the photo is not allowed without permission.
Kirche St. Remigius Falera ( Gotteshaus katholisch - Baujahr 13. Jahrhundert - Remigiuskirche Chiuche church église temple chiesa ) ob dem Dorf Falera in der Surselva im Kanton Graubünden - Grischun der Schweiz
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Kirche St. Remigius Falera
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- Baujahr :
- Erste Erwähung :
- Besonderes :
- O.rgel : 1.8.9.6 => Ersetze O.rgel von 1.7.7.3
- Schutzkategorie und Nr. : A => 2998
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Die Kirche St. Remigius steht in Falera in der Surselva im Graubünden - Grischun in der Schweiz.
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Die alte Kirche St. Remigius ( Baselgia veglia ) ist das Wahrzeichen des Dorfes Falera im Kanton Graubünden in der Schweiz.
Sie ist dem heiligen Remigius geweiht und im W.appen Faleras enthalten.
Ihre Funktion als P.farrkirche wurde 1.9.0.4 von der neu gebauten H.erz - J.esu - Kirche übernommen.
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Lage
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Die Kirche liegt abseits des Dorfes am Fusse eines bewaldeten Hügels, der M.utta, in der Nähe einer bedeutenden K.ult- und A.stronomiestätte aus v.orrömischer Zeit. Der Bau ist von einer schiffsförmigen F.riedhofsm.auer umgeben. Kirche und M.auer sind somit ein Symbol für die A.rche N.oahs und sollen die M.enschen daran erinnern, nach einem sicheren U.fer Ausschau zu halten.
Um der F.riedhofsm.auer die Form eines S.chiffes zu geben, musste viel Erde aufgeschichtet werden, damit darauf T.urm und Kirche errichtet werden konnten. Der massive T.urm hat die locker aufgeschüttete Erde im S.üdwesten zusammengepresst und hängt demzufolge auf dieser Seite 50 cm über.
Auffallend sind die speziellen architektonischen Proportionen: Die Länge der Kirche (ohne den Vorraum, der später hinzugebaut wurde) entspricht genau der Höhe des Kirchturmes. Dieses ‚Quadrat’ führt dazu, dass die Proportionen als besonders harmonisch empfunden werden.
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T.urm
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Der romanische, gemauerte Turm ohne Verputz mit seinen 1,80 m dicken Mauern stammt aus dem 13. Jahrhundert. Er ist mit einem Z.eltdach aus S.teinplatten gedeckt. Die Schallfenster, oben drei-, unten zweigliedrig, sind mit Säulen, Kapitellen und Rundbogen versehen.
Im westlichen S.challf.enster wurden S.äulen und B.ogen 1.7.7.1 entfernt, vermutlich, um eine neue G.locke aufziehen zu können. Bei der Restaurierung der Kirche 1.9.7.7 bis 1.9.8.2 wurde das F.enster wieder in seinen Urzustand versetzt. Als S.turzplatte über dem Eingang zum T.urm wurde ein spätgotische G.rabp.latte mit dem Wappen der Familie von Rink ( 14. Jahrhundert ) eingebaut.
Im Turm hängen vier G.locken. Die kleinste wurde 1900 durch die Gebrüder Theus in F.elsberg gegossen. Sie soll ursprünglich als S.chulg.locke gedient haben. Sie wird nicht geläutet, weil sie klanglich nicht zu den anderen passt.
Die grosse G.locke stammt aus dem Jahr 1771 und ist dem Heiligen Jodokus gewidmet. Sie wurde früher bei S.turmw.etter geläutet. Die mittlere G.locke, der Muttergottes gewidmet, stammt von 1765.
Die dritte wurde um 1300 gegossen. Sie hat einen Durchmesser von 71 cm und trägt eine hochgotische Inschrift: eine Widmung an die Heiligen Remigius und Germanus und an die vier Evangelisten. Sie ist eine der ältesten G.locken, die in Graubünden noch geläutet werden.
Von der alten Turmuhr ist nur noch ein Teil des Uhrwerks vorhanden. Die Uhr wurde 1853 vom Uhrmacher J. Hupelchofer aus M.aienfeld geliefert und kostete 340 Franken – der Gegenwert von vier bis fünf Rindern.
Als der T.urm der 1905 eingeweihten neuen Pfarrkirche eine Uhr erhielt, wurde die Uhr von St. Remigius nicht mehr unterhalten, lief aber bis ca. 1920. Das weisse Z.ifferb.latt auf der Westseite wurde erst 1978 entfernt.
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Vorraum und Schiff
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Der Vorraum mit dem B.einh.aus an der N.ordseite ist, wie eine Jahreszahl in einem Balken bezeugt, 1770 angebaut worden. Die innere Tür stammt aus dem Jahr 1689. Das äussere P.ortal von 1770 musste 1955 durch ein neues ersetzt werden; hergestellt wurde es vom einheimischen Schreiner Andreia Casutt.
1982 wurde ein neues Portal angefertigt, das dem Original von 1770 entsprach. Casutts Portal wird seit 1888 für die A.ufbewahrungskapelle verwendet.
Das Alter des Kirchenschiffs lässt sich nicht mit Sicherheit bestimmen. Bekannt ist, dass zwischen 1475 und 1491 an der Kirche gebaut worden ist. Im Gemeindearchiv liegen Ablassbriefe des Papstes vom 29. Oktober und 20. Dezember 1475. Darin wurden denjenigen Ablass gewährt, die beim Umbau der Remigiuskirche mitgeholfen haben.
Der s.pätgotische C.hor stammt aus dem Jahr 1491: In diesem Jahr hat der C.hurer Bischof Balthasar Brennwald am 7. D.ezember drei gotische A.ltäre geweiht.
Gewisse Teile der Kirche sind älter, ist doch die Türe zur nördlichen S.akristei mit einem romanischen Bogen versehen. Es ist denkbar, dass gleichzeitig mit dem Turm im 13. Jahrhundert eine Kirche errichtet worden ist.
Eine dem heiligen Remigius geweihte Kirche in Falera wird bereits 1045 in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Heinrich III. erwähnt. Die Urkunde erwähnt verschiedene Güter, die der K.aiser u. a. auch in Falera besass und die er dem K.loster S.chänis vermachte.
Es ist zu vermuten, dass die erwähnte k.arolingische Kirche an derselben Stelle stand wie die heutige; nirgendwo finden sich Hinweise auf eine andere Stelle. Aus welcher Zeit jene Kirche stammt, lässt sich nur vermuten.
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Innenraum
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Der Innenraum besteht aus einem einschiffigen Langhaus und einem dreiseitigen gotischen Chorraum. Schiff und Chor sind reich mit Malereien verziert: Das ausdrucksvolle Abendmahl-bild nimmt die ganze Länge der Nordseite ein. Es wurde 1646 von Georg Wilhelm Gresner aus K.onstanz gemalt, aber bereits im September 1766 vom Obersaxer Flachmaler Michel Mirer weiss übermalt.
1936 wurde Pater Notker Curt' aus dem K.loster D.isentis auf das verborgene Bild aufmerksam und die weisse Deckschicht wurde von P.ater N.otker und seinem Mitbruder Iso Müller entfernt. Bei der Restaurierung wurden die G.esichter und zum Teil Hände und Kleider von drei Aposteln mit einer synthetischen Farbe übermalt, die bald oxidierte und stark nachdunkelte.
Die Darstellung des Jüngsten Gerichts mit einer rätoromanischen Inschrift an der S.üdwand entstand um 1800, der Maler ist nicht bekannt. Sie gilt künstlerisch als nicht besonders wertvoll.
Der barocke H.ochaltar ist ein reich verzierter und vergoldeter Holzaufbau des Wallisers Jodok Ritz aus dem Jahr 1730. Das Altarbild zeigt den heiligen St. Remigius, wie er als B.ischof von R.eims den zum Christentum bekehrten K.önig C.hlodwig tauft.
Der M.aler der F.resken mit musizierenden E.ngeln im C.hor ist nicht bekannt. An einer Rippe des spätgotischen Gewölbes ist die Jahreszahl 1623 zu sehen. Die beiden S.eitena.ltäre aus Stuck wurden um 1660 / 1670 errichtet.
Der gotische W.andt.abernakel aus dem Jahr 1491 wurde beim Ausbrechen eines Fensters 1730 stark beschädigt und später rekonstruiert. Die W.andm.alereien daneben zeigen den Heiligen Remigius und Augustinus.
Die von Florin Cavelti aus S.agens originell geschnitzten K.irchenb.änke stammen aus dem Jahr 1778, das C.horg.estühl und die Emporenbrüstung mit B.auernmalerei aus dem Jahr 1778.
Das m.armorne W.eihw.asserbecken ist mit Einlegearbeiten verziert und trägt die Jahreszahl 1716. Die O.rgel mit zehn Registern wurde 1896 von der Firma Klingler aus R.orschach ein-gebaut. Sie ersetzte die erste kleine O.rgel von Pankratius Kayser von 1773. Gleichzeitig wurde die Empore vergrössert.
Die ursprüngliche H.olzd.ecke mit S.chnitzereien und einem G.emälde auf Leinwand, das J.esus und seine Jünger im S.turm auf dem S.ee G.enezareth darstellte, musste 1880 ersetzt werden und wurde dabei zerstört.
Es wurde eine neue hölzerne Decke eingebaut, die später blau gestrichen wurde. Diese blaue Decke befindet sich noch heute unter der neuen Decke, die 1980 erstellt wurde. Bei der Renovation eines M.aiensässes kamen 1978 ein paar Bretter mit Leinwandfetzen der alten gotischen Decke zum Vorschein. Sie dienten als Vorlage für Zierleisten an der Südwand bei der T.urmecke der heutigen Decke. Geschnitzt wurden sie vom C.hurer K.unsts.chnitzer Duri Caviezel.
Den Boden aus Natursteinplatten bekam die Kirche 1766.
Der Verputz wurde mit den gleichen Materialien ( gebrannter K.alk und M.ilch ) wie früher aus-gebessert, das westliche Schallloch in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt und das Blechdach aus dem 19. Jahrhundert wurde wieder durch das ursprüngliche Dach aus L.ärchens.chindeln ersetzt.
A.ltäre, C.horg.estühl und W.andm.alereien wurden unter der Leitung von Peter Jordi, W.abern bei B.ern, restauriert. Die Farbschichten an der Emporenbrüstung wurden entfernt und die O.rgel restauriert.
Obwohl bei der Entfernung des H.olzb.odens auf der N.ordseite eine G.rabp.latte und ein männliches S.kelett entdeckt wurden, verzichtete man aus Kostengründen auf weitere A.usgrabungen.
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F.riedhof
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Die F.riedhofsm.auer ist älter als der Turm, stammt also spätestens aus dem 13. Jahrhundert. Bis 1960 wurden die T.oten in F.amilieng.räbern bestattet. Da dies aus Platzgründen immer wieder zu Auseinandersetzungen führte, wurde 1961 das B.estattungswesen neu geregelt und der F.riedhof renoviert.
Auf der Südseite wurde die Friedhofsmauer um 50 cm erhöht. Der Beschluss, dass fortan nur noch eiserne G.rabk.reuze verwendet werden durften, führte zu einem F.riedhof, der mit Kirche und Umgebung ein harmonisches Ganzes bildet.
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Besonderes
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Im Jahr 1889 malte der bekannte Zürcher Maler Rudolf Koller ein Bild von St. Remigius. Es hängt im G.emeindehaus von Falera in der Kanzlei.
Die drei Kirchen St. Remigius, S.an S.ein in L.adir und S.an G.ieri in R.uschein liegen alle auf der gleichen Linie.
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( BeschriebKircheFalera KircheFalera KantonGraubünden KantonGrischun Graubünden KircheKantonGraubünden KircheKantonGrischun AlbumKircheKantonGraubünden Kirche Church Eglise Chiuche Chiuchli Iglesia Kirke Kirkko Εκκλησία Chiesa 教会 Kerk Kościół Igreja Церковь Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza AlbumGraubünden Grischun )
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Megalithenanlage aus der Bronzezeit im Parc la Mutta Falera ( Megalith Steinsetzungen Steinreihe ) bei Falera in der Surselva im Kanton Graubünden - Grischun der Schweiz
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Parc la Mutta
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Der Parc la Mutta ( Mutta = rätoromanisch für «Hügelkuppe» ) ist eine in der Mittleren
Bronzezeit erschaffene S.teinreihe bei Falera in der Surselva im schweizerischen Kanton
Graubünden. Sie ist mit ihren gut 400 m Länge und 36 Menhiren die grösste Anlage dieser
Art in der Schweiz. Neben mehreren astronomisch ausgerichteten S.teinreihen sind auch
S.chalensteine vorhanden.
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Allgemeines
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Die Anlage liegt am südlichen Dorfrand Faleras oberhalb L.aax auf einer Höhe von rund
1250m. Die Mehrzahl der Steine steht auf der E.bene P.lanezzas oberhalb des Park-
platzes beim D.orfeingang nördlich der Mutta, eines markant bewaldeten Hügels. Die
Menhire sind Findlinge aus Granit oder Diorit, der grösste hat eine Höhe von mehr als
zwei Metern.
Ein grosser Teil der Steine muss vom Hang oberhalb des Dorfes nach Planezzas herbei-
geschafft worden sein. In unmittelbarer Nähe steht die mehr als 1000 Jahre alte K.irche
St. R.emigius.
Mit Hilfe von I.nformationstafeln und zur Verfügung gestellten Plänen können sich Besucher
auf der Anlage informieren. In der S.ommersaison erfolgen Führungen durch die Anlage.
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Entdeckung
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1.9.3.5 machte der K.reisförster W.alo B.urkart, der im selben Jahr schon die Siedlung von
C.restaulta entdeckt hatte, auf «sechs säulenartige Felsblöcke» aufmerksam. Die Ab-
stände zwischen den Steinen gab er mit 19 m oder einem Vielfachen davon an. 1.9.4.8
erkannte J. Maurizio die astronomische Ausrichtung der Hauptlinie.
1.9.7.6 beschrieben U.lrich und G.reti B.üchi Steinreihen, aus denen einzelne Steine entfernt
worden waren. Eine dendrochronologische Datierung von H.olzkohlestücken aus dem
Lehmfundament eines Menhirs, durchgeführt von den U.niversitäten Z.ürich und B.ern, ergab
einen Zeitraum zwischen 1500 und 1200 v. Chr., den Übergang zwischen mittlerer Bronze-
zeit und Spätbronzezeit.
Nachdem der E.inheimische I.gnaz C.athomen zusammen mit dem Z.ürcher G.eologen U.lrich
B.üchi 1.9.8.6 in Eigeninitiative einige Megalithe wieder aufgerichtet hatte, wurden 1.9.8.8
im A.uftrag der Gemeinde und unter der L.eitung von U.lrich B.üchi durch G.rabungen der ur-
sprüngliche Standort weiterer 27 Steine bestimmt und diese wieder aufgerichtet.
Im S.ommer 2.0.0.0 und 2.0.0.1 wurden in Zusammenarbeit mit dem A.rchäologischen
D.ienstes des Kantons Graubünden unter der L.eitung von J.ürg R.ageth weitere neun
Menhire aufgerichtet. Ermöglicht wurde die Arbeit durch die S.tiftung M.argrit B.ohren – H.oerni.
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S.teinsetzung beim P.arkplatz
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Um die Steine verankern zu können, wurde von den Erbauern zuerst eine feste Lehm-
schicht in die Grube eingebracht. Der Menhir wurde in dieses Lehmbett gekippt und in
die gewünschte Lage gedreht.
Anschliessend wurde er mit länglichen Steinen verkeilt, dann wurde die Grube mit
Moränenschutt und Humus aufgefüllt. Bei Grabungen zur Lokalisierung der ursprünglichen
Position der Menhire stiess man auf frühgeschichtliche K.eramikfragmente, O.cker,
H.olzkohlereste und Steine, die zur Verkeilung dienten. Bei rund der Hälfte der wieder
aufgerichteten Menhire konnten die ursprünglichen Fundationsgruben gefunden werden,
vor allem auf der Ebene von P.lanezzas. Im S.teilhang zum P.arkplatz war durch Erosion
und kleine Erdrutsche der Boden umgelagert worden und eine Lokalisierung der
Fundationsgruben unmöglich.
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Peilungen
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Die meisten Ausrichtungen der Steinreihen auf Planezzas weisen auf bedeutende S.onnen-
a.uf- und U.ntergangspunkte im Jahreslauf. Die Hauptlinie verläuft in nordöstlicher Richtung
und besteht aus acht Blöcken; zwischen dem siebten und dem letzten Stein besteht eine
Lücke von acht Blöcken, die heute verschwunden sind. Die Linie weist jeweils 30 Tage vor
und nach der S.ommersonnenwende zum Aufgangspunkt der S.onne am T.aminser C.alanda.
Die Verlängerung der Steinreihe in der Gegenrichtung weist zum K.irchenareal von L.adir,
wo vor dem Bau des P.farrhauses noch eine S.teinsetzung bestand. Ihre Fortsetzung führt
zum K.irchenareal von R.uschein, wo bronzezeitliche G.rabfunde gemacht wurden. Wenig
westlich davon liegen die S.chalensteine des F.rundsberges, auf deren K.rete ebenfalls
bronzezeitliche S.iedlungsreste ausgegraben wurden.
Da die genannten Orte alle auf der gleichen Peillinie liegen, geht für sie die S.onne am
2.1. M.ai und am 2.1. J.uli an der gleichen Stelle auf. In der gleichen Linie werden in der
Gegenrichtung durch die S.onnenuntergangspunkte Beginn und Ende des B.auernwinters
an St. M.artin ( 1.1. N.ovember ) und zu M.ariä L.ichtmess ( 2. F.ebruar ) bezeichnet.
Insgesamt liegen fünf K.irchen auf der gleichen 62°-Achse: S.chnaus, R.uschein, L.adir,
F.alera und das «B.ildstöckli» von L.aax.
In der Hauptlinie bilden zwei Menhire zusammen mit einem dritten die Eckpunkte eines
pythagoreischen Dreiecks mit dem Seitenverhältnis 8:15:17. Die Hypotenuse entspricht
der Richtung der Hauptlinie, die Katheten liegen N.ord - S.üd bzw. O.st - W.est.
Die Hauptreihe wird von einer weiteren Reihe aus sechs Blöcken geschnitten, deren Be-
deutung vom Archäo – A.strologen G.ion G.ieri C.oray aus L.uven erkannt wurde. In der
mittleren Bronzezeit visierte diese Linie den A.ufgangspunkt des S.ternes C.aph im
S.ternbild C.assiopeia. Infolge der Präzession gelten für die stellaren Bezugspunkte heute
jedoch nicht mehr die gleichen Werte wie zur Bronzezeit.
Weitere Peillinien weisen zum S.onnenaufgangspunkt zur Zeit der S.ommersonnenwende,
zum S.onnenuntergangspunkt zur Zeit der W.intersonnenwende und an den Tag - und -
N.acht - Gleichen. Weiter wird der s.üdlichste Punkt am Horizont, an dem der M.ond unter-
geht, angepeilt. Das so genannte S.üdextrem wird alle 18.66 Jahre erreicht.
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Steine
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Um die Mutta liegen neben mehreren S.chalensteinen einige bearbeitete Steine. Nach-
folgend werden die wichtigsten davon erwähnt.
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M.ondpfeil des M.ondstein
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Westlich des Aufgangs zur R.emigiuskirche ist auf einem Stein ein 60 Zentimeter langer
P.feil auf einem gespannten B.ogen eingraviert. Die P.feilspitze zeigt an jene Stelle des
Himmels, wo am 2.5. D.ezember 1.0.8.9 vor Christus um 1017 Uhr eine 96 - prozentige
S.onnenfinsternis zu beobachten war. Die S.onne erschien zum Zeitpunkt ihrer maximalen
Bedeckung durch den M.ond als m.ondförmige S.ichel, was die Darstellung einer M.ond-
sichel an der S.pitze des P.feils erklärt.
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S.onnenstein
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An der S.üdwestseite der Mutta steht am unteren S.pazierweg eine geneigte S.teinplatte
mit einem eingeritzten K.reis von 120 Zentimeter Durchmesser, einem L.och als Mittel-
punkt, einer kleinen kreisförmigen S.chale links oben sowie einer 8 Zentimeter langen,
von O.st nach W.est verlaufenden K.erbe.
Seine Neigung entspricht der Neigung der Erdachse. Mit Hilfe eines Gnomons, eines
Stabes, der entweder vor die P.latte oder senkrecht zu ihrer Neigung in die Mitte gestellt
wird, lassen sich unter anderem die genauen Zeitpunkte für die S.ommersonnenwende
sowie für den 1.1. N.ovember ( M.artinstag ) und den 2. F.ebruar ( M.aria L.ichtmess ) be-
stimmen; dann scheint die S.onne genau senkrecht auf den Stein. Die Bestimmung
wurde von W.illiam B.runner vorgenommen, A.stronom in der M.eteorologischen A.nstalt.
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K.reuzstein
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Vor dem Eingang zum F.riedhof der K.irche S.t. R.emigius liegt rechter H.and ein Granit-
block, auf dessen nahezu ebener O.berfläche ein K.reuz mit schalenförmigen V.ertiefungen
an den E.nden der A.rme steht. Sein L.ängsbalken zeigt nach O.sten zum S.onnenaufgangs-
punkt zur Zeit beider Tag - und – N.acht - Gleichen.
Vom s.üdlichen K.reuzarm zweigt ein zweites K.reuz ab, das weniger tief ausgebildet ist.
Sein L.ängsbalken zeigt zum M.onduntergang am P.iz M.undaun im S.üdextrem, dem
U.ntergang des M.ondes alle 18.66 Jahre.
Es ist jedoch fraglich, ob der Stein immer noch in derselben Lage wie in der Bronzezeit
liegt und ob die genannten Richtungen nicht einem Zufall entspringen. Dass er beim Bau
der F.riedhofsmauer, die im Abstand von wenigen Zentimetern an ihm vorbeiführt, weder
einbezogen oder versetzt wurde, lässt vermuten, dass man dem Stein und seiner Lage
während Jahrhunderten seinen Respekt erwies.
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Der «l.achende M.egalithiker»
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Am 2.3. S.eptember 1.9.8.4 entdeckte der E.inheimische I.gnaz C.athomen an der südwest-
lichen Seite der Mutta auf einem grossen Steinblock aus I.llanzer V.errucano ein F.elsritz-
bild. Es zeigt ein lachendes menschliches Antlitz mit einer A.rt K.rone oder H.a.aren.
Neben der S.chulter ist eine L.anzenspitze zu erkennen – oder der obere Teil der
S.cheibennadel, wie sie auf der Mutta ausgegraben wurde. Die Darstellung blickt nach
N.ordwesten zum P.unkt des S.onnenuntergangs zur Zeit der S.ommersonnenwende.
Der Zeitpunkt der Entstehung der Darstellung ist unbekannt.
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H.ügel «La Mutta»
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Die Mutta, ein bewaldeter und von mächtigen V.errucoanoblöcken geprägter Hügel, erhebt
sich rund 50 Meter über die Ebene von Planezzas und ist von mehreren Seiten über kleine
Wege erreichbar. Ausgrabungen um 1.9.3.5 durch den K.reisförster W.alo B.urkart wiesen auf
dem Hügel eine S.iedlungsanlage nach.
Bodenfunde ergaben eine Belegungszeit zwischen 1.8.0.0 und 400 vor unserer Zeit-
rechnung, also von der Bronzezeit bis in die spätere Eisenzeit. Es wurden eine eisen-
zeitliche und fünf bronzezeitliche Bodenschichten nachgewiesen.
Die besiedelte Fläche belegte rund 1500 Quadratmeter. Vermutlich lebten dort in B.lock-
h.äusern zwischen 60 und 120 Personen. Die Siedlung war von einer mächtigen M.auer
umgeben mit einer F.undamentbreite von zwei Metern und einer Kronenbreite von drei
Metern. Die T.oranlage lag im N.ordnordwesten und ist heute noch erkennbar. Die Mauern
sind heute stark überwachsen und nur noch zu erahnen.
Der Fund einer H.erdstelle mit K.eramikresten von F.ehlbränden beweist, dass hier getöpfert
wurde; die V.erzierung der F.undstücke ist verwandt mit derjenigen von C.restaulta. Neben
K.eramikscherben wurden fünf B.ronzesicheln und über fünfzig M.ahlsteine gefunden; ein
Zeichen dafür, dass hier A.ckerbau betrieben wurde. Der bedeutendste Fund ist jedoch der
einer grossen S.cheibennadel aus B.ronze.
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S.cheibennadel
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Die S.cheibennadel wurde im J.uli 1.9.4.3 in der drittuntersten Schicht gefunden und in die
frühe Bronzezeit datiert. Sie ist 83 Zentimeter lang, der ovale Kopf misst 16,5 auf 12,5
Zentimeter.
Sie ist aus einem Stück gegossen, der K.opf wurde getrieben und mit B.uckeln unterschied-
licher Tiefe und Deutlichkeit sowie eingravierten Linien versehen. W.illiam B.runner, A.stro-
nom in der M.eteorologischen A.nstalt, interpretierte die B.uckel und S.triche als K.alender,
der die synodische Umlaufzeit der V.enus auf den Tag genau angab. Die Länge der N.adel
von 83 Zentimeter entspricht der so genannten fiktiven megalithischen Elle. Das O.riginal
wird im R.ätischen M.useum in C.hur aufbewahrt.
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Astronomische Interpretation
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Die astronomische Interpretation von Steinreihen und S.chalensteinen ist umstritten.
Skeptiker kritisieren, dass mit gutem Willen für jede gesetzte Steinlinie eine passende
Verbindung zu bestimmten S.onnen-, M.ond- oder S.ternenpunkten gefunden werden
kann.
Bei einem Feld mit zahlreichen Menhiren besteht auch die Gefahr, eine Peillinie hineinzu-
interpretieren, die von den Erbauern unter Umständen gar nicht geplant war. Dazu kommt,
dass die Steinsetzungen mit einer mehr oder weniger grossen Genauigkeit errichtet
worden sind und die Peilung zu bestimmten Punkten manchmal recht ungenau ist.
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( BeschriebParclaMutta AlbumParclaMutta AlbumZeitreiseSchweizBronzezeit AlbumGraubünden KantonGraubünden KantonGrischun Stein Stone kivi pierre pietra ストーン steen pedra Findling Erratiker erratic arvaamaton erratique reikull irregolare 常軌を逸した uberegnelig errático oberäkneligt errático Eiszeit istid ice age jääkausi période glaciaire era glaciale 氷河時代 ijstijd istid epoka lodowcowa período glacial istiden época glacial Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza )
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Ausflug nach F.alera und Z.illis am Samstag den 25. August 2012
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Mit dem Z.ug von B.ern über Z.ürich nach C.hur und weiter mit dem P.osta.uto über L.aax, D.orf nach F.alera P.ost
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Besuch des P.arc l.a M.utta
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Mit dem P.osta.uto von F.alera P.ost über L.aax - C.hur nach Z.illis P.ost
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Besuch der K.irche von Z.illis
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Mit dem P.osta.uto von Z.illis P.ost nach T.husis und weiter mit dem Z.ug über C.hur - Z.ürich zurück nach B.ern
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Hurni120825 AlbumZZZZ120825AusflugF.aleraZ.illis KantonGraubünden AlbumGraubünden KantonGrischun
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 060223
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NIF
VorlageKircheFalera Vorlage
Kirchturm der Heiliggeistkirche ( Kirche / Church / Eglise / Chiesa ) in der Stadt Bern im Kanton
Bern in der Schweiz
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Heiliggeistkirche Bern
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- Baujahr : Neubau 1726 bis 1729
- Erste Erwähung : 1233
- Besonderes :
- O.rgel : Erste O.rgel 1806 => Heutige O.rgel der Firma Metzler 1980 - 1981 umfasst 31 Register
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Die Heiliggeistkirche ist ein reformiertes Kirchengebäude gegenüber dem L.oebegge an
der Spitalgasse 44 in der Berner Altstadt der Stadt Bern im Kanton Bern in der Schweiz.
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Sie wurde 1726 bis 1729 von Niklaus Schiltknecht als Ersatz für die spätmittelalterliche
K.apelle des H.ospitals zum Heiligen Geist erbaut und gilt als die schönste reformierte
Barockkirche der Schweiz.
Das Innere wird durch 14 monolithische Säulen aus Sandstein und eine freistehende
K.anzel im Nordteil des Mittelschiffes beherrscht.
Wie die K.athedrale St. P.ierre in G.enf besitzt die Heiliggeistkirche 2000 Sitzplätze und
übertrifft darin in der Schweiz jede andere reformierte Kirche.
1693 bis 1698 war als Oberspitalprediger an der Heiliggeistkirche der pietistische Theologe
Samuel König tätig, und als Vikar wirkte hier von 1829 bis 1830 der Dichter Jeremias Gotthelf.
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Anfänge
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Als «hospitale» im Kirchen- und Klosterverzeichnis der Diözese L.ausanne 1228 zum ersten
Mal erwähnt, erhält das hospitale prope Bernum ordinis sancti spiritu im September 1233 die
Erlaubnis, einen eigenen F.riedhof zu errichten.
Die von den Zähringern 1191 gegründete Stadt reicht zu dieser Zeit bis zum Z.eitglockenturm –
das kleine S.pital steht 150 Meter westlich vor dem T.or, an der Strasse nach F.reiburg. Nach
dem Sickingerschen S.tadtplan umfasst es eine kleine K.apelle, nach O.sten ausgerichtet,
eventuell mit einem kleinen Dachreitter versehen, dazuwestlich angebaut einem kleinen
K.rankensaal und der U.nterkunft für vier bis fünf S.pital - Brüder.
Neben dem ummauerten F.riedhof lässt sich die S.cheune, weitere landwirtschaftliche Neben-
gebäude sowie ein O.bst- und G.emüsegarten erkennen. Das kleine mittelalterliche Heilig-
geistspital dürfte eine Art Grosshaushalt mit hohem Selbstversorgungsgrad gewesen sein.
Es nimmt Bettler, Pilger, Kranke, heimatlose Leute von der L.andstrasse auf, mehr und mehr
aber auch bettlägerige ältere Menschen aus der Stadt.
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2. Frühe Verpfründung / Kommunalisierung
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Das H.eiliggeistspital Bern wird in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in den deutschen
Verband des Heiliggeistordens eingeordnet, M.utterhaus ist S.tephansfeld im D.épartement
H.aut R.hin.
1307 baut die Stadt ein eigenes, neues S.pital beim N.ydeggstalden – das H.eiliggeistspital
wird fortan zur Unterscheidung das «O.bere S.pital» genannt. Neben den Laienbrüdern für die
Krankenpflege erscheint 1316 erstmals ein kleiner Ordenskonvent mit einem Priester, Meister
Peter. S.pital und Konvent werden vermögensrechtlich schon 1320 getrennt.
Bereits 1328 setzt der Rat für die Armen und Bettlägerigen des H.eiliggeistspitals einen städt-
ischen Meister ein, der die Schenkungen und Güter für das S.pital zu verwalten hat. 1340 wird
festgelegt, dass im S.pital niemand gerichtlich belangt werden darf, weder Personen noch
Güter.
Hintergrund für diese Massnahme ist, dass dem Spital namhafte Schenkungen für die
Krankenpflege, den Unterhalt der Gebäude, zunehmend auch für Jahrzeit- und Toten-
messen zukommen und der R.at der Stadt die ordnungsgemässe Verwendung dieser
Stiftungen überwachen und kontrollieren will.
1345 wird das H.eiliggeistspital in die letzte Stadterweiterung einbezogen und liegt nun
unmittelbar hinter der S.tadtmauer, neben dem W.esttor – dem C.hristoffeltor. Der Weg
von einer Armen- und P.ilgerherberge zu einem städtischen A.ltersheim ( P.frundanstalt )
ist damit vorgezeichnet. Eine vergleichbare Entwicklung lässt sich übrigens bei fast allen
H.eiliggeistspitälern im deutschen Sprachraum beobachten.
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3. Klerikalisierung des Konventes
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Ab dem 14. Jahrhundert werden neben der Alters- und Krankenpflege die Messestiftungen
immer wichtiger. Entsprechend nimmt die Zahl der geweihten Priester im Konvent zu, die-
jenige der Laienbrüder ab.
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wird zum ersten Mal eine Bruderschaft Mariä Empfängnis in
der Kirche des O.beren S.pitals erwähnt, die sich für ein ehrbares Begräbnis und die Toten-
und Gedächtnismessen ihrer Mitglieder verpflichtet weiss und namhafte Stiftungen einrichtet.
Zum 1335 genannten M.arienaltar kommt 1406 ein A.ntoniusaltar. Die Anzahl der Priester
wird bereits 1411 auf fünf erhöht. Verschiedene Messestiftungen zeigen, wie reiche Erb-
lasser die lebenslange Versorgung unehelicher oder nachgeborener Töchter und Söhne im
H.eiliggeistspital mit der Stiftung «ewiger» Totenmessen für sich und die Familienange-
hörigen verknüpfen.
1425 wird ein dritter A.ltar eingerichtet, gestiftet zu Ehren des Hl. Benedikt (?), 1426 ein vierter
A.ltar zu Ehren der heiligen M.ärtyrer. Um 1430 zählt das S.pital 30 Pfründer im A.ltersheim.
Diese Belegung bleibt sich ungefähr gleich bis zur Aufhebung des S.pitals in der Reform-
ationszeit, 1528.
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4. Kirchenbau und der Streit um das Kollektenwesen ( Quest )
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Nach der Vermehrung der A.ltäre und Priester entsteht in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts
der Wunsch nach einer Vergrösserung, bzw. einem Neubau von Kirche und Konvent. Neben
den Schenkungen aus Stadt und Umgebung versucht der Konvent, durch eine Almosen-
sammlung zu weiteren finanziellen Mitteln zu gelangen.
1458 erlangt das S.pital vom Generalmeister des Ordens in R.om das Recht, in den deutsch-
sprachigen Teilen der Diözesen S.itten und L.ausanne, später auch in den eidgenössischen
Teilen der Diözese K.onstanz Kollekten zur Erneuerung des Hauses einzusammeln. Im Ge-
biet des B.istums K.onstanz geraten die Berner in einen langwierigen Konflikt mit ihren
Ordensbrüdern aus M.arkgröningen bei St.uttgart, die das Privileg zur Almosensammlung
schon früher dem B.ischof von K.onstanz abgekauft hatten.
Der Neubau von Kirche und S.pital scheint um 1460 begonnen worden zu sein – vermehrte
Schenkungen zu Gunsten des Baues werden aktenkundig. Andrerseits verkauft der Konvent
Grundbesitz, um den Bau zu finanzieren. Die erwähnte Bruderschaft Maria Empfängnis zieht
um an die V.inzenzkirche ( M.ünster ) und wird bald ersetzt durch eine neu gegründete
Heiliggeistbruderschaft.
1496 ( ? ) kann die neu gebaute Kirche wieder eröffnet werden. Zur Kirche gehört ein eigenes
G.ebäude für das S.pital – wie bisher westlich an die Kirche angebaut – und ein Gebäude für
den Konvent. Dazu kommen B.einhaus und W.irtschaftsgebäude. Die Bauten scheinen um
1510 vollendet.
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5. Niedergang und E.nde des Heiliggeist - Konventes
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Der Niedergang des Konventes ab Mitte 15. Jahrhundert steht im Zusammenhang mit dem
personellen Ungenügen der Priester und Laienbrüder und der zunehmenden Bevormund-
ung durch den städtischen R.at.
Zeichen dafür: die 1462 durch den Meister von Stephansfeld erneuerte Konstitution für den
Heiliggeistkonvent in Bern ist nur im S.tadtbuch überliefert und ohne Zutun des Rates nicht
denkbar.
Sie schärft den K.lerikern die Ordensregeln neu ein, insbesondere die Gehorsamspflicht
gegenüber dem M.eister, Fasten und Schweigen, die Klausur, die anständige Distanz zur
Stadt und zu den Laien, mit denen die Konventualen offenbar nach dem Abendgebet noch
regelmässig zu spielen und zu zechen pflegen.
Spannungen im Konvent bewegen den R.at, 1497 die Auswechslung sämtlicher Priester
und Brüder zu verlangen. Ein Jahr später erfolgt ein Schriftwechsel wegen eines unehelichen
Kindes, das der verstorbene Meister Johannes Mülhauser hinterlassen haben soll.
Trotz aller Bemühungen dauern die Zerwürfnisse im Konvent an, sodass sich Meister und
Brüder in einer Verhandlung vor dem R.at offen der H.urerei, S.pielerei, S.chuldenmacherei
und K.etzerei beschuldigen. Dieser legt auf Betreiben der Brüder und des Klostervogtes
den Meister in den Klosterkerker, wo sich dieser aus Verzweiflung erhängt. ( Chronik des
Valerius Anshelm )
Nach 1500 folgen sich im raschen Wechsel verschiedene Meister. 1519 umfasst der Kon-
vent lediglich noch zwei Brüder. Die Entsendung neuer Brüder aus D.eutschland beruhigt
die Situation kaum; Visitationen der Ordensoberen schlagen fehl.
1522 visitiert der Rat selber den Konvent und findet den Meister und zwei Priester so zer-
stritten, dass er den Meister und den einen Priester auf der Stelle entlässt. Darüber hinaus
stellt der R.at übermässigen W.einkonsum fest, eine Menge S.chulden und das F.ehlen je-
glicher Vorräte für den W.inter.
Anlass zu dieser Visitation gab der gewaltsame Tod des Bruders und ehemaligen Meisters
Jakob Rosenstil, der kurz zuvor «zue ungebührlicher zit, umb die zächende stund vor mitter-
nacht us sinem gotzhus gangen und von einem, den unsern, vom läben zum tod gebracht»
worden war.
Im O.ktober des gleichen Jahres beschlagnahmt der R.at U.rkunden, S.chlüssel und S.ilber-
geschirr des H.eiliggeistkonventes und setzt einen neuen Meister, Mathias Wunderer, ein.
Das verschafft dem Konvent noch einmal etwas Ruhe, die nur einmal durch eine aktenkun-
dige Messerstecherei zwischen Bruder Hans Hug und einem Bürger von Bern gestört wird.
1528 umfasst der Konvent noch den Meister Hans Wunderer und einen einzigen Bruder,
Hans Haberstich. Nach Einführung der Reformation werden diese mit 220, bzw. 100 Gul-
den abgefunden und aus Bern weggeschickt.
K.onventshaus, G.arten und Kirche werden dem H.eiliggeistspital zugeschlagen, das
seinerseits der Beherbergung von fremden Bettlern und Pilgern dienen soll. Der F.riedhof
wird zur öffentlichen B.egräbnisstätte erklärt. Die Kirche dient fortan als K.ornhaus des
Spitals. Der Name «Heiliggeist» allerdings bleibt am Ort haften bis heute.
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1. Gründung und Organisation
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Der Heiliggeistorden wird von Guido, einem Sohn des Grafen Wilhelm VI ( VII ) von M.ontpellier
um 1170 - 1175 als Laienorden zur Krankenpflege gegründet. In M.ontpellier entsteht ein erstes
S.pital; bis 1198 sind bereits zehn Niederlassungen dokumentiert.
Am 23.4. 1198 erteilt P.apst Innozenz III den «regularis ordo» und stellt den O.rden unter
päpstlichen Schutz. Dem Orden werden die bisherigen Besitzungen des Spitals in M.ontpellier
bestätigt, wird ungehinderter B.esitzerwerb zugesichert und erlaubt, unter Einwilligung des
Ortsbischofs weitere S.pitäler und Oratorien zu erbauen. Er darf jederzeit alle freien oder frei-
gelassenen Personen als Brüder in den Orden aufnehmen.
Für die geistliche Betreuung seien Kapläne – gemeint ist, geweihte Priester – einzusetzen.
Die Ordensbrüder tragen auf schwarzen Mänteln ein weisses D.oppelkreuz.
Der Heiliggeistorden folgt der Regel des Augustinus. Die drei Hauptgelübde, Armut ( individ-
uelle Besitzlosigkeit ), K.euschheit und G.ehorsam werden ergänzt durch das vierte Gelübde,
den Dienst an Armen und Kranken. Die ersten Ordensstatuten orientieren sich am Vorbild
der J.ohanniter und an der G.ründungsurkunde ihres berühmten ( K.reuzritter ) S.pitals in
J.erusalem.
Die Laienbrüder werden unterstützt durch Priesterbrüder, sowie durch Hospitalschwestern.
Die Tätigkeit des Heiliggeistordens wird zunehmend durch zahlreiche Bruderschaften ge-
fördert. In R.om gehören der Bruderschaft zum Heiligen Geist zahlreiche Kardinäle und ver-
schiedene P.äpste an.
In der Blütezeit im 15. Jahrhundert umfasst der Orden ca. 740 Niederlassungen in ganz
Europa. In D.eutschland gehören die Hospitäler von M.emmingen, M.arkgröningen, N.eu-
m.arkt ( O.berpfalz ) und P.forzheim dazu, die zusammen mit den Spitälern von S.tephans-
f.eld ( E.lsass / Dép. H.aut R.hin), R.ufach und Bern die Provinz Alemania Superior bilden.
Allerdings – lange nicht alle Heiliggeist Spitäler lassen sich auf die Tätigkeit des Ordens
zurückführen. Oft handelt es sich um städtische Gründungen.
Die wirtschaftliche Grundlage für die Spitäler bilden Schenkungen, Messestiftungen zum
Andenken an Verstorbene, Kollekten, Almosensammlungen ( Quest ) und zunehmend die
eingebrachten Kapitalien der Pfründerinnen und Pfründer.
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2. Laien und Priester – Konflikte
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Guido begründet den Heiliggeistorden als Laienorden. Nach mittelalterlichem Verständnis
ist Krankenpflege allerdings nicht denkbar ohne tägliche Messe und Krankenkommunion,
Krankensalbung und dem fürbittenden Gebet für die Verstorbenen. Dazu braucht der Orden
von Anfang an Priester.
Der Streit um die Einsetzung der Priester, um die Zuständigkeit und die Rechte des Ortsbi-
schofs einerseits und den Rechten des Ordensgenerals andrerseits, um die Verwaltung
der geistlichen Stiftungen und Schenkungen begleitet die ganze Ordensgeschichte.
Dazu kommt eine unselige Rivalität zwischen M.ontpellier und R.om. Bereits 1204, sechs
Jahre nach der Bestätigung der Ordensregel des Guido, vereinigt der P-apst das aus der
um 725 gegründeten S.chola S.axonum hervorgegangene Spital S.anta M.aria in S.assia
in R.om mit dem S.pital in M.ontpellier und unterstellt es der Regel des Heiliggeistordens.
Guido wird zum Vorsteher beider S.pitäler ernannt.
Dem r.ömischen S.pital obliegt vor allem die Beherbergung der Pilgerströme zu den Apostel-
gräbern in R.om. Es wird mit reichen Schenkungen bedacht. Es soll um 1200 bis zu tausend
Arme und dreihundert Kranke mit F.leisch und B.rot und W.ein verpflegt haben.
Nach Guidos Tod 1208 setzt eine jahrhundertlange Rivalität um die Leitung des Ordens ein. -
1228 bestimmt P.apst Gregor IX, dass der Magister des R.ömer S.pitals die Ordensleitung
innehabe – die f.ranzösischen Niederlassungen wehren sich und so droht der Orden ständig
in einen r.ömisch - p.äpstlichen- und einem f.ranzösischen Zweig zu zerfallen. Die formelle
T.rennung erfolgt allerdings erst 1625.
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Das Elend mit den Q.uellen
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Die Quellenlage für die Erforschung der Ordensgeschichte ist prekär. Die mittelalterlichen
Schriftbestände in M.ontpellier gingen 1562 während der H.ugenottenkriege zu Grunde. Die
mittelalterlichen Schriftbestände in R.om wurden zerstört, als 1527 beim « Sacco di R.oma »
H.ospital und Kirche S.t. M.aria in S.assia in F.lammen aufgingen.
In den V.atikanischen Archiven sind K.opien zur Ordensgeschichte vorhanden, die allerdings
alle unter dem Verdacht der Fälschung stehen und bisher nicht historisch kritisch aufgearbei-
tet und publiziert worden
sind.
Dazu kommt eine systematische Fälschung vieler Dokumente und Kopien. P.apst Urban VIII
verkauft 1625 einem Oliviers de la T.rau, Sieur de la Terrade, der sich als Restaurator des
Ordens aufspielt, den Titel eines Général de l'ordre du S.aint E.sprit en deça des monts.
Oliviers de la Trau will die im Laufe der Zeit verlorenen Güter des Heiliggeistordens in F.rank-
reich zurückfordern und – gegen Geld – an Dritte weiterverleihen und vermieten. Die Lehens-
nehmer bekommen mit einer U.rkunde die Mitgliedschaft in einem vollständig erfundenen
“R.itterorden zum Heiliggeist” bestätigt und fühlen sich damit geadelt.
Die überlieferte Ordensregel wird im Sinne eines Ritterordens massiv gefälscht und umform-
uliert. Es findet sich die Behauptung, der Orden habe seinen Ursprung in R.om, er sei von
der Hl. Martha eingerichtet worden und erster General sei der Hl. Lazarus gewesen. In fiktiven
L.isten von Heiliggeistspitälern werden Häuser aufgenommen, die nachweislich sehr viel
später gegründet worden sind oder gar nie etwas mit dem Orden zu tun hatten.
Eine kritische Sichtung des Quellenmaterials steht noch aus. Das gilt auch für die Ordens-
regel in ihren verschiedenen Fassungen. Entsprechende Vorsicht ist bei allen Dokumenten
aus dem Schoss des Ordens geboten.
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Wiedereröffnung Mai 1604
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Nachdem 1528 durch die Annahme der Reformation durch R.at und Bürgerschaft der Stadt
auch die Heiliggeistkirche geräumt und für den Gottesdienst aufgehoben worden ist, dient
das Kirchengebäude zunächst als K.ornmagazin für das S.pital.
Das Konventsgebäude wird dem S.tadtarzt Valerius A.nshelm als A.mtswohnung zugewiesen.
Den letzten S.pitalmeister, Mathias Wunderer, treffen wir nach kurzem Exil 1529 als reformierten
Pfarrer von W.ohlen.
Der Rat beschliesst 1534 den Abbruch der Kirche. Einige Monate später verzichtet er darauf
mit der Begründung « weil ja auch in andern Städten bei den Spitälern Kirchen seien ».
Im Mai 1604 wird die spätmittelalterliche Heiliggeistkirche teilweise wieder für den Gottes-
dienst geöffnet. Die Bevölkerung ist stark gewachsen, auch vor der S.tadtmauer, wo die so
genannten Hausleute siedeln, Mägde und Knechte, Handwerker und Gesellen, die in der
Stadt arbeiten.
Die Insassen des « Schallenwerks » ( Gefängnis, Zuchthaus – die Gefangenen tragen
Schellen am Körper, damit sie beim Entsorgen des Kehrichts in der Stadt rasch bemerkt
werden ) und der Spinnstube sollen einen wöchentlichen Gottesdienst besuchen können.
Die Heiliggeistkirche soll auch wieder der Armenfürsorge dienen – der städtische Almos-
ner teilt nach dem Gottesdienst den Stadtarmen das Almosen aus.
Als Vorbereitung auf die Wiedereröffnung wird bereits 1595 ein neuer Turmhelm mit vier
Türmchen errichtet, die Glockenstube erhöht und mit drei neuen G.locken, gegossen in der
bekannten Giesserei Zehender beim G.olatenmatttor, versehen.
Aus Kostengründen wird allerdings keine ordentliche Pfarrstelle geschaffen. Zwei Kandidaten
der Theologie übernehmen den Predigtdienst. Das M.orgenbrot und eine geringe Entlöhnung
bekommen sie beim Spitalmeister.
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2. Die Gemeinde wächst – das 17. Jahrhundert
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Die Anstellung von Theologiekandidaten bewährt sich nicht, es gibt zu viele Wechsel. Schon
zwei Jahre später erfolgt der Antrag an den Rat: «etwas Kostens anzuwenden zur Erhaltung
eines sonderbaren Seelsorgers...» Der R.at zögert und betraut zunächst Theologieprofessoren
zusätzlich zur Lehre mit dem Pfarramt an der Heiliggeistkirche. Ein attraktives Angebot, denn
das Professorengehalt ist merklich kleiner als der Lohn eines Stadtpfarrers.
Offenbar wurde nur ein Teil des Kirchenraumes wirklich geräumt, denn 1609 und 1618 erfolgt
die zweimalige Bitte an den R.at, «man möchte das noch in einem Winkel der Kirche liegende
Getreide entfernen…»
Ab 1615 werden die Gefangenen des Schallenwerkes der Kirche zugeteilt; sie erhalten einen
speziellen Kircheneingang. Ab 1631 kommen «die mutwilligen Bettler, Trunkelbolde, die unbe-
scheidenen Taglöhner und die verwahrlosten und armen Jugendlichen» dazu, die in der be-
nachbarten S.pinnstube beschäftigt werden. 1632 fragt der Kirchenrat, «ob man nicht thunlich
funde, dass auch zu dem Heiliggeist allhier mit dem jungen Bättelvolk Kinderlehr angestellt
wurden, damit sy besser in der Forcht Gottes uferzogen wurdind?»
1650 folgt die Verordnung des R.ates, «Hausleute und Kinder sollen alle Sontag in der Kilchen
beim Heiligen Geist den Gottesdienst besuchen. Es soll ebenso Kinder-Unterricht und die
Unterweisung gehalten werden.»
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Um– und Erweiterungsbauten
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Ab 1651 wird die Kirche repariert und erweitert: Anstelle des alten, baufälligen Konvents-
gebäudes wird ein neues S.chiff angebaut.
1676 werden K.anzel und A.bendmahlstisch versetzt, der C.horbogen abgebrochen und neue
Stühle für Männer und Frauen und für die Burgerschaft eingerichtet.
1686 sähe der Rat «gerne, dass andere, sonderlich etwann ehrliche Burger aus der Nachbar-
schaft auch Platz haben möchten...» Der Spitalmeister antwortet innerhalb von zwei Tagen:
«dass, wenn jedem Burger und seiner Frauwen droben in der Kirchen zum heiligen Geist
ein eigener Stuhl würde zugetheilt werden, die Armen, für die selbige fürnehmlich gewidmet,
würden ausgeschlossen werden.» In seiner Eigenschaft als Kirchmeier müsse er darauf dringen, «dass Unordnung und Missbrauch verhütet und in erster Linie die Armen versorgt
würden.»
1693 erste Vorschläge für die Erweiterung der Kirche. 1694: Das S.chiff wird verbreitert und
der westliche H.aupteingang verlegt.
1704: Kirchenchor und Posaunisten werden neu auf der Chorempore platziert. Das Innere und
der T.urm werden aufgefrischt. Die Kirche bietet nun ca. 750 Menschen Platz.
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Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse
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Mit Dekret des Grossen Rates vom 4. und 5. Dezember 1720 werden die kirchlichen Verhält-
nisse in der Stadt neu geordnet. Es entstehen fünf neue Kirchgemeinden, darunter als letzte
die Gemeinde zum Heiligen Geist. Damit erhält die Heiliggeistkirche die Rechtsstellung einer
Pfarrkirche. Sie wird mit einer Pfarrer- und einer Pfarrhelferstelle ausgestattet. Der Pfarrer soll
am S.onntag die Predigt halten, am D.onnerstag die Kinderpredigt und den Katechismus-
unterricht.
Der Pfarrhelfer predigt am D.onnerstag und hält am S.onntag die Kinderlehre. Im Pflichtenheft
des Pfarrers ist nachzulesen: «Aufsicht und Besuchung der Haushaltungen, Verpflegung und
Trost der Kranken und Armen, sonderlich genauwer Beobachtung ergerlicher Leuthen zu
halten, damit mehrere Erkanntnus Gottes gepflanzet, Sündt und Laster entdeckt, bestraffet
und abgethan werden möge.»
1721 wird Georg Langhans als erster Pfarrer eingesetzt, Rudolf Isenschmid als Helfer gewählt.
Im selben Jahr 1721 erfolgt indes die dringliche Warnung an den Rat, die Heiliggeistkirche sei
trotz aller Reparaturen und Unterhaltsarbeiten akut einsturzgefährdet. Ein Augenschein ergibt
laut Protokoll, «dass, wan nicht allerfürdersamst Fürsehung getahn würde, man in Besorgung
einichen Unglücks stehen müsste – was Gott verhüten möge.»
Der Rat befiehlt, den Bau mit Baumstämmen zu unterstützen. Der Gottesdienst wird in die
P.redigerkirche verlegt. Abbruch der alten Kirche 1726, Einweihung der neuen Heiliggeistkirche
November 1729.
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Heiliggeistkirche von 1729 – Kunsthistorische Würdigung
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Die allseits freistehende Kirche ist auf einem einfachen Rechteck in nordsüdlicher Richtung
entwickelt: sein Längen - Breiten Verhältnis von annähernd 5:3 entspricht der zähringischen
H.ofstatt. Das M.ittelportal, flankiert von freistehenden Säulenpaaren und Nebenportalen,
führt in die T.urmhalle.
Die übrigen Fronten weisen je ein Portal auf. Im Inneren scheiden vierzehn in einem Oktogon
angeordnete mächtige korinthische Säulen den mit Emporen umgebenen Umgang vom
Raumkern. Im konsequent durchgebildeten Predigtsaal ist kein Chor ausgeschieden, da-
gegen dominiert die hoch aufgerichtete S.teinkanzel den H.allenraum.
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Aussenbau
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Strenge Geschlossenheit der Fassaden in Art vorbarocker Kirchen in R.om oder der huge-
nottischen «Temples» aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert An der Hauptfassade steht
vor der spröden zweigeschossigen Pilasterordnung eine starke Portal - Ädikula aus zwei
kompositen Säulenpaaren, darüber kräftiger Segmentgiebel und Obergeschoss mit flan-
kierenden Voluten und Tympanon mit der T.aube des heiligen Geistes im S.trahlenkranz.
Unmittelbar hinter der selbständigen Front durchstösst der elegante Turm das Satteldach.
Auf dem sichtbaren kurzen Schafft mit vier Zifferblättern sitzt eine «welsche Haube» und ein
mit schlankem Spitzhelm gedecktes G.lockentürmchen.
Längsfronten mit hohem Kalksteinsockel. Darüber eine durchgehende Ordnung hoher
Rundbogen - Hochfenster zwischen Kompositpilastern, darüber ein reich profiliertes
Kranzgesimse, bekrönt mit vasenbesetzter Balustrade mit zierlichen Obelisken an den
Eckpunkten.
Rückseite: angeglichen an die Hauptfront. Interessant die aus einem einzigen G.ranitfindling
gehauene, 1824 eingebaute F.reitreppe an der N.ordseite.
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Innenraum
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Der Innenraum wirkt wie aus einem Guss. Beherrschendes Element sind die vierzehn hohen
M.onolith - S.andsteinsäulen. Sie tragen das wuchtige, mit Balkenkopffries nach innen ausla-
dende Längsachteck - Gebälk und die schreinartige fensterlose Mitteltonne.
Diese erhält Gewicht und Relief durch die schwere umlaufende Galerie. Konstruktiv und räumlich überzeugt die Einbindung der Turmhalle in den doppelschalig umfassten Haupt-
raum.
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Ausstattung
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- T.aufstein, gehauen von J. F. Calame, in schwarzem Marmor – ein Findling.
- Kanzel, gehauen von Hans Jakob Langhans, wahrscheinlich beste S.teinkanzel des
. bernischen Barocks.
- Stuckierung durch Joseph Anton Feuchtmayer aus St. Peter im S.chwarzwald. Hauptwerk der
. Régencestuckatur in Bern, in zarten Tönen und grosser Lebendigkeit.
Erst 1806 wird eine erste O.rgel eingebaut; das heutige Instrument wurde von der Firma Metzler
1980 - 1981 erbaut, es umfasst 31 Register.
Von den sechs G.locken wurde die eine kleine S.tundenglocke aus der Vorgängerkirche über-
nommen, ein Guss von Abraham Zehender von 1596. Das moderne Des Dur Geläute in der
G.lockenstube des Turmschaftes stammt aus der Werkstatt Gebr. Rüetschi in A.arau. (1860).
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Würdigung
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Im hoch komplizierten Entwurfsprozess zu dieser Kirche ist heute kaum mehr auszumachen,
welche Elemente dem jungen Architekten Albrecht Stürler und welche dem Architekten und
Stadtbaumeister Niklaus Schiltknecht zu verdanken sind.
Grundriss und Innenraum lassen den Einfluss des Typus des hugenottischen Predigtraumes
erkennen. ( Temple von C.harenton II, 1623-25, erbaut von Salomon de Brosses ) Ein naher,
kleinerer Verwandter findet sich in G.enf, im T.emple N.euf an der P.lace de la F.usterie, erbaut
von Jean Vennes, 1713-15. Im Aussenbau wirken die Kirchenfronten r.ömischer Kirchen aus
dem Spätmanierismus nach. Stilbildend waren sicher auch die Architekturlehrbücher von
François Blondel.
Die L.ängsfronten erinnern in ihrer zurückhaltenden, fast schon frühklassizistisch anzu-
sprechenden Gliederung an Andrea Palladio und seine Kirchen in V.enedig. ( R.edentore,
S. P.ietro di C.astello)
Zum Schluss ein Zitat von P. Hofer: «Anders als in G.enf, L.ausanne, Z.ürich oder B.asel be-
gegnet der Besucher nach Verlassen des H.auptbahnhofes nicht heterogenem 19. und 20.
Jahrhundert, sondern einem scharf profilierten, aussagekräftigen Werk des westeuropäisch
disziplinierten Barocks, Hauptdenkmal des protestantischen Sakralbaus mindestens im
Westen unseres Landes und zugleich Wahrzeichen des Westeingangs in den Stadtkern
Bern.»
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Baugeschichte => Vorgeschichte, Planungsphase
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Noch 1694 wird die alte Spitalkirche erweitert, 1704 Inneres und Turm aufgefrischt, da alarmiert
am 24. Juni 1721 ein Bericht den Rat, die Kirche drohe einzustürzen. Ein knappes Jahr später
beschliesst der Rat, Kirche und S.pital am alten Ort neben dem C.hristoffeltor neu aufzuführen.
Allerdings, die innere R.ingmauer steht einer Vergrösserung des Spitalkomplexes entgegen,
obwohl vorsorglich 14 H.äuser und S.cheunen an der Spital– und Neuengasse angekauft
werden.
Niklaus Schiltknecht, Heinrich Propstatt aus L.uzern, Daniel Stürler und Abraham Wild reichen
Entwürfe für Kirche und S.pital ein – sie alle lassen sich aus Platzgründen nur unter Schleifung
der R.ingmauer realisieren.
Nach längerem Hin und Her fällt im ersten Halbjahr 1725 die Entscheidung, vorerst nur die
Kirche innerhalb der S.tadtmauern neu zu errichten. Der Neubau des S.pitals folgt erst nach
1732 ausserhalb der S.tadtmauer. Damit ist neben der organisatorischen- auch die räum-
liche Trennung von S.pitalkirche und S.pital vollzogen.
Am 18. April tritt die neu gewählte Spitalkommission für den Spital- und Kirchenbau erstmals
zusammen. Diese Kommission übt auf Planung und Realisation des Neubaus ständig mass-
geblichen Einfluss aus.
Die Entwürfe von Stürler und Schiltknecht kommen in die engere Wahl – sie werden auf
Weisung der Kommission stark überarbeitet: verlangt werden zweitausend Sitzplätze und ein
stark erhöhter Turm, damit das Glockengeläute auch ausserhalb der M.auern zu hören sei.
Am 20. Februar 1726 vergibt der Rat die ersten grossen Bauaufträge.
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Baugeschichte => Abbruch und Neubau
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Am 17. März 1726 predigt Pfarrer Langhans zum letzten Mal in der alten S.pitalkirche; zwei
Tage später wird das Dach abgedeckt; der Abbruch kommt zügig voran. Dabei kommen
mit Asche gefüllte heidnische Krüge und ein s.ilbernes B.eilchen, offenbar ein im Bernbiet
auch anderswo nachgewiesenes g.allorömisches V.otivbeilchen, zum Vorschein.
Mitte Juni 1726 fällt der entscheidende Beschluss, die Haupttonne auf vierzehn korinthische
K.olossalsäulen zu stellen und den Bau durch einheitliche Hochfenster zu beleuchten. Offen
bleibt, ob die E.mporen in H.olz oder S.tein auszuführen seien.
Im S.ommer 1727 ist der Bau der Südfront und der Längsfassaden abgeschlossen. Anfangs
A.ugust werden die S.chwarzmarmorsäulen des Haupteinganges an der S.pitalgasse aufge-
richtet.
Erst im D.ezember fällt die lange uneinig gebliebene Baukommission den Entscheid, den Em-
porenumgang durch N. Schiltknecht in Stein ausführen zu lassen. Die Idee, die neue Kirche
als emporenlose Halle zu errichten, wird längere Zeit diskutiert, aber später fallengelassen.
Aus dieser Planungsphase erklären sich die nicht geteilten Hochfenster an den Längsfass-
aden.
Im M.ai 1728 beschliesst die Kommission, die nördliche Fassade nicht wie die Längsseiten
zu gliedern, sondern als zweite-, der Südseite angeglichene Schaufront zu realisieren. Das
bedingt die Umänderung des vorgesehenen Walmdaches in ein schlichtes Satteldach.
Ebenfalls im Mai geht mit der Aufrichtung des Turmhelms der Aussenbau der Vollendung
entgegen.
Im Inneren kommt die Stuckierung der Gewölbe durch Joseph Anton Feuchtmayr rasch vor-
an. Noch ungeklärt bleibt der S.tandort der K.anzel und einer allfälligen O.rgel. Die Vollen-
dung der turmseitigen Empore wird hinausgezögert, bis sich zeigt, dass der G.lockenaufzug
nur im Kircheninnern, durch den Sprengring des ersten Turmgeschosses, technisch möglich
ist.
Die turmseitige Empore wird zu einem schmalen Verbindungsgang reduziert. Auf eine
O.rgel wird verzichtet. K.anzel und A.bendmahlstisch kommen nach einem erst im
N.ovember 1728 gefällten Entscheid ans Nordende des Schiffes zu stehen.
Am O.stermontag 1729 folgt die Aufstellung der K.anzel, E.nde O.ktober ist der Innenaus-
bau vollendet.
Unter grosser öffentlicher Anteilnahme wird am 6. November 1729 die Kirche eingeweiht.
Pfarrer Samuel Lupichius hält eine lange Weihepredigt, sie liegt gedruckt vor.
Gemäss Bauabrechnung kostete der Bau bei 49 000 Kronen.
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Baugeschichte => Veränderungen am Bau
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Erste Unterhaltsarbeiten betreffen das U.hrwerk, die Z.ifferblätter und das Geläute. Ein Sturm-
schaden bedingt 1760 die Erneuerung der Helmspitze.
1798 wird die Kirche von der italienischen A.rmee N.apoleons mit Material belegt. Die knappen
Mittel reichen nicht, um die entstandenen Schäden zu beheben.
Im Mai 1860 wird der K.opfbahnhof der C.entralbahn eingeweiht – die engen Zugänge zur
Kirche werden durch P.fosten abgesichert. Es entstehen die so genannten «Perrons».
Im Frühjahr 1865 – die entscheidende Versammlung fand übrigens in der Heiliggeistkirche
statt – wird der C.hristoffelturm abgebrochen – an der Südseite der Kirche kommen so plötz-
lich zahlreiche Schäden zum Vorschein.
1866 werden die verwitterten S.chwarzmarmorsäulen durch Hartsandsteinsäulen ersetzt: die
Fassade verliert viel von ihrer ursprünglichen Farbigkeit.
1884 wird die N.ordfassade restauriert – 1892 wird die erste H.eizung eingebaut, 1895 -
1897 Turm und S.üdseite, 1907 die B.estuhlung erneuert, neu mit zwei Mittelgängen. Eine
weitere Aussenrenovation 1907 - 1914.
1952/62: Gesamterneuerung aller vier Fassaden. 1956/57 Restauration der S.tuckaturen von
Feuchtmayr.
Ab 2003 Erneuerung des gesamten Daches, Beginn der Restauration der N.ord - Westfas-
sade. Heute sind die originalen Bestände am Äusseren der Kirche praktisch durchwegs er-
setzt. Authentische Bauteile bewahrt nur das Innere.
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Siehe auch Originaltext mit Bildern =>
www.heiliggeistkirche.ch/sidebar_uploads/heiliggeist_945b...
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( BeschriebHeiliggeistkirche KantonBern StadtBern AlbumStadtBern Bern Berne Bernä
Bärn Kirche Church Eglise Chiuche Chiuchli Iglesia Kirke Kirkko Εκκλησία Chiesa 教会
kerk Kościół Igreja Церковь Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa Swiss Sveitsi
Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza Stadt City Ville シティ By 城市
Città Город Stad UNESCO Welterbe World Heritage BeschriebHeiliggeistkircheBern )
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Ausflug auf den G.urten am Samstag den 20. Oktober 2012
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Zusammen mit K.aren, N.adia, M.ese und L.iliana
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Hurni121020 KantonBern
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 300122
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NIF
Dieses Werk von Ukelens ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
Kirchturm der Heiliggeistkirche ( Kirche / Church / Eglise / Chiesa ) in der Stadt Bern im Kanton
Bern in der Schweiz
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Heiliggeistkirche Bern
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- Baujahr : Neubau 1726 bis 1729
- Erste Erwähung : 1233
- Besonderes :
- O.rgel : Erste O.rgel 1806 => Heutige O.rgel der Firma Metzler 1980 - 1981 umfasst 31 Register
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Die Heiliggeistkirche ist ein reformiertes Kirchengebäude gegenüber dem L.oebegge an
der Spitalgasse 44 in der Berner Altstadt der Stadt Bern im Kanton Bern in der Schweiz.
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Sie wurde 1726 bis 1729 von Niklaus Schiltknecht als Ersatz für die spätmittelalterliche
K.apelle des H.ospitals zum Heiligen Geist erbaut und gilt als die schönste reformierte
Barockkirche der Schweiz.
Das Innere wird durch 14 monolithische Säulen aus Sandstein und eine freistehende
K.anzel im Nordteil des Mittelschiffes beherrscht.
Wie die K.athedrale St. P.ierre in G.enf besitzt die Heiliggeistkirche 2000 Sitzplätze und
übertrifft darin in der Schweiz jede andere reformierte Kirche.
1693 bis 1698 war als Oberspitalprediger an der Heiliggeistkirche der pietistische Theologe
Samuel König tätig, und als Vikar wirkte hier von 1829 bis 1830 der Dichter Jeremias Gotthelf.
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Anfänge
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Als «hospitale» im Kirchen- und Klosterverzeichnis der Diözese L.ausanne 1228 zum ersten
Mal erwähnt, erhält das hospitale prope Bernum ordinis sancti spiritu im September 1233 die
Erlaubnis, einen eigenen F.riedhof zu errichten.
Die von den Zähringern 1191 gegründete Stadt reicht zu dieser Zeit bis zum Z.eitglockenturm –
das kleine S.pital steht 150 Meter westlich vor dem T.or, an der Strasse nach F.reiburg. Nach
dem Sickingerschen S.tadtplan umfasst es eine kleine K.apelle, nach O.sten ausgerichtet,
eventuell mit einem kleinen Dachreitter versehen, dazuwestlich angebaut einem kleinen
K.rankensaal und der U.nterkunft für vier bis fünf S.pital - Brüder.
Neben dem ummauerten F.riedhof lässt sich die S.cheune, weitere landwirtschaftliche Neben-
gebäude sowie ein O.bst- und G.emüsegarten erkennen. Das kleine mittelalterliche Heilig-
geistspital dürfte eine Art Grosshaushalt mit hohem Selbstversorgungsgrad gewesen sein.
Es nimmt Bettler, Pilger, Kranke, heimatlose Leute von der L.andstrasse auf, mehr und mehr
aber auch bettlägerige ältere Menschen aus der Stadt.
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2. Frühe Verpfründung / Kommunalisierung
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Das H.eiliggeistspital Bern wird in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in den deutschen
Verband des Heiliggeistordens eingeordnet, M.utterhaus ist S.tephansfeld im D.épartement
H.aut R.hin.
1307 baut die Stadt ein eigenes, neues S.pital beim N.ydeggstalden – das H.eiliggeistspital
wird fortan zur Unterscheidung das «O.bere S.pital» genannt. Neben den Laienbrüdern für die
Krankenpflege erscheint 1316 erstmals ein kleiner Ordenskonvent mit einem Priester, Meister
Peter. S.pital und Konvent werden vermögensrechtlich schon 1320 getrennt.
Bereits 1328 setzt der Rat für die Armen und Bettlägerigen des H.eiliggeistspitals einen städt-
ischen Meister ein, der die Schenkungen und Güter für das S.pital zu verwalten hat. 1340 wird
festgelegt, dass im S.pital niemand gerichtlich belangt werden darf, weder Personen noch
Güter.
Hintergrund für diese Massnahme ist, dass dem Spital namhafte Schenkungen für die
Krankenpflege, den Unterhalt der Gebäude, zunehmend auch für Jahrzeit- und Toten-
messen zukommen und der R.at der Stadt die ordnungsgemässe Verwendung dieser
Stiftungen überwachen und kontrollieren will.
1345 wird das H.eiliggeistspital in die letzte Stadterweiterung einbezogen und liegt nun
unmittelbar hinter der S.tadtmauer, neben dem W.esttor – dem C.hristoffeltor. Der Weg
von einer Armen- und P.ilgerherberge zu einem städtischen A.ltersheim ( P.frundanstalt )
ist damit vorgezeichnet. Eine vergleichbare Entwicklung lässt sich übrigens bei fast allen
H.eiliggeistspitälern im deutschen Sprachraum beobachten.
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3. Klerikalisierung des Konventes
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Ab dem 14. Jahrhundert werden neben der Alters- und Krankenpflege die Messestiftungen
immer wichtiger. Entsprechend nimmt die Zahl der geweihten Priester im Konvent zu, die-
jenige der Laienbrüder ab.
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wird zum ersten Mal eine Bruderschaft Mariä Empfängnis in
der Kirche des O.beren S.pitals erwähnt, die sich für ein ehrbares Begräbnis und die Toten-
und Gedächtnismessen ihrer Mitglieder verpflichtet weiss und namhafte Stiftungen einrichtet.
Zum 1335 genannten M.arienaltar kommt 1406 ein A.ntoniusaltar. Die Anzahl der Priester
wird bereits 1411 auf fünf erhöht. Verschiedene Messestiftungen zeigen, wie reiche Erb-
lasser die lebenslange Versorgung unehelicher oder nachgeborener Töchter und Söhne im
H.eiliggeistspital mit der Stiftung «ewiger» Totenmessen für sich und die Familienange-
hörigen verknüpfen.
1425 wird ein dritter A.ltar eingerichtet, gestiftet zu Ehren des Hl. Benedikt (?), 1426 ein vierter
A.ltar zu Ehren der heiligen M.ärtyrer. Um 1430 zählt das S.pital 30 Pfründer im A.ltersheim.
Diese Belegung bleibt sich ungefähr gleich bis zur Aufhebung des S.pitals in der Reform-
ationszeit, 1528.
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4. Kirchenbau und der Streit um das Kollektenwesen ( Quest )
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Nach der Vermehrung der A.ltäre und Priester entsteht in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts
der Wunsch nach einer Vergrösserung, bzw. einem Neubau von Kirche und Konvent. Neben
den Schenkungen aus Stadt und Umgebung versucht der Konvent, durch eine Almosen-
sammlung zu weiteren finanziellen Mitteln zu gelangen.
1458 erlangt das S.pital vom Generalmeister des Ordens in R.om das Recht, in den deutsch-
sprachigen Teilen der Diözesen S.itten und L.ausanne, später auch in den eidgenössischen
Teilen der Diözese K.onstanz Kollekten zur Erneuerung des Hauses einzusammeln. Im Ge-
biet des B.istums K.onstanz geraten die Berner in einen langwierigen Konflikt mit ihren
Ordensbrüdern aus M.arkgröningen bei St.uttgart, die das Privileg zur Almosensammlung
schon früher dem B.ischof von K.onstanz abgekauft hatten.
Der Neubau von Kirche und S.pital scheint um 1460 begonnen worden zu sein – vermehrte
Schenkungen zu Gunsten des Baues werden aktenkundig. Andrerseits verkauft der Konvent
Grundbesitz, um den Bau zu finanzieren. Die erwähnte Bruderschaft Maria Empfängnis zieht
um an die V.inzenzkirche ( M.ünster ) und wird bald ersetzt durch eine neu gegründete
Heiliggeistbruderschaft.
1496 ( ? ) kann die neu gebaute Kirche wieder eröffnet werden. Zur Kirche gehört ein eigenes
G.ebäude für das S.pital – wie bisher westlich an die Kirche angebaut – und ein Gebäude für
den Konvent. Dazu kommen B.einhaus und W.irtschaftsgebäude. Die Bauten scheinen um
1510 vollendet.
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5. Niedergang und E.nde des Heiliggeist - Konventes
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Der Niedergang des Konventes ab Mitte 15. Jahrhundert steht im Zusammenhang mit dem
personellen Ungenügen der Priester und Laienbrüder und der zunehmenden Bevormund-
ung durch den städtischen R.at.
Zeichen dafür: die 1462 durch den Meister von Stephansfeld erneuerte Konstitution für den
Heiliggeistkonvent in Bern ist nur im S.tadtbuch überliefert und ohne Zutun des Rates nicht
denkbar.
Sie schärft den K.lerikern die Ordensregeln neu ein, insbesondere die Gehorsamspflicht
gegenüber dem M.eister, Fasten und Schweigen, die Klausur, die anständige Distanz zur
Stadt und zu den Laien, mit denen die Konventualen offenbar nach dem Abendgebet noch
regelmässig zu spielen und zu zechen pflegen.
Spannungen im Konvent bewegen den R.at, 1497 die Auswechslung sämtlicher Priester
und Brüder zu verlangen. Ein Jahr später erfolgt ein Schriftwechsel wegen eines unehelichen
Kindes, das der verstorbene Meister Johannes Mülhauser hinterlassen haben soll.
Trotz aller Bemühungen dauern die Zerwürfnisse im Konvent an, sodass sich Meister und
Brüder in einer Verhandlung vor dem R.at offen der H.urerei, S.pielerei, S.chuldenmacherei
und K.etzerei beschuldigen. Dieser legt auf Betreiben der Brüder und des Klostervogtes
den Meister in den Klosterkerker, wo sich dieser aus Verzweiflung erhängt. ( Chronik des
Valerius Anshelm )
Nach 1500 folgen sich im raschen Wechsel verschiedene Meister. 1519 umfasst der Kon-
vent lediglich noch zwei Brüder. Die Entsendung neuer Brüder aus D.eutschland beruhigt
die Situation kaum; Visitationen der Ordensoberen schlagen fehl.
1522 visitiert der Rat selber den Konvent und findet den Meister und zwei Priester so zer-
stritten, dass er den Meister und den einen Priester auf der Stelle entlässt. Darüber hinaus
stellt der R.at übermässigen W.einkonsum fest, eine Menge S.chulden und das F.ehlen je-
glicher Vorräte für den W.inter.
Anlass zu dieser Visitation gab der gewaltsame Tod des Bruders und ehemaligen Meisters
Jakob Rosenstil, der kurz zuvor «zue ungebührlicher zit, umb die zächende stund vor mitter-
nacht us sinem gotzhus gangen und von einem, den unsern, vom läben zum tod gebracht»
worden war.
Im O.ktober des gleichen Jahres beschlagnahmt der R.at U.rkunden, S.chlüssel und S.ilber-
geschirr des H.eiliggeistkonventes und setzt einen neuen Meister, Mathias Wunderer, ein.
Das verschafft dem Konvent noch einmal etwas Ruhe, die nur einmal durch eine aktenkun-
dige Messerstecherei zwischen Bruder Hans Hug und einem Bürger von Bern gestört wird.
1528 umfasst der Konvent noch den Meister Hans Wunderer und einen einzigen Bruder,
Hans Haberstich. Nach Einführung der Reformation werden diese mit 220, bzw. 100 Gul-
den abgefunden und aus Bern weggeschickt.
K.onventshaus, G.arten und Kirche werden dem H.eiliggeistspital zugeschlagen, das
seinerseits der Beherbergung von fremden Bettlern und Pilgern dienen soll. Der F.riedhof
wird zur öffentlichen B.egräbnisstätte erklärt. Die Kirche dient fortan als K.ornhaus des
Spitals. Der Name «Heiliggeist» allerdings bleibt am Ort haften bis heute.
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1. Gründung und Organisation
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Der Heiliggeistorden wird von Guido, einem Sohn des Grafen Wilhelm VI ( VII ) von M.ontpellier
um 1170 - 1175 als Laienorden zur Krankenpflege gegründet. In M.ontpellier entsteht ein erstes
S.pital; bis 1198 sind bereits zehn Niederlassungen dokumentiert.
Am 23.4. 1198 erteilt P.apst Innozenz III den «regularis ordo» und stellt den O.rden unter
päpstlichen Schutz. Dem Orden werden die bisherigen Besitzungen des Spitals in M.ontpellier
bestätigt, wird ungehinderter B.esitzerwerb zugesichert und erlaubt, unter Einwilligung des
Ortsbischofs weitere S.pitäler und Oratorien zu erbauen. Er darf jederzeit alle freien oder frei-
gelassenen Personen als Brüder in den Orden aufnehmen.
Für die geistliche Betreuung seien Kapläne – gemeint ist, geweihte Priester – einzusetzen.
Die Ordensbrüder tragen auf schwarzen Mänteln ein weisses D.oppelkreuz.
Der Heiliggeistorden folgt der Regel des Augustinus. Die drei Hauptgelübde, Armut ( individ-
uelle Besitzlosigkeit ), K.euschheit und G.ehorsam werden ergänzt durch das vierte Gelübde,
den Dienst an Armen und Kranken. Die ersten Ordensstatuten orientieren sich am Vorbild
der J.ohanniter und an der G.ründungsurkunde ihres berühmten ( K.reuzritter ) S.pitals in
J.erusalem.
Die Laienbrüder werden unterstützt durch Priesterbrüder, sowie durch Hospitalschwestern.
Die Tätigkeit des Heiliggeistordens wird zunehmend durch zahlreiche Bruderschaften ge-
fördert. In R.om gehören der Bruderschaft zum Heiligen Geist zahlreiche Kardinäle und ver-
schiedene P.äpste an.
In der Blütezeit im 15. Jahrhundert umfasst der Orden ca. 740 Niederlassungen in ganz
Europa. In D.eutschland gehören die Hospitäler von M.emmingen, M.arkgröningen, N.eu-
m.arkt ( O.berpfalz ) und P.forzheim dazu, die zusammen mit den Spitälern von S.tephans-
f.eld ( E.lsass / Dép. H.aut R.hin), R.ufach und Bern die Provinz Alemania Superior bilden.
Allerdings – lange nicht alle Heiliggeist Spitäler lassen sich auf die Tätigkeit des Ordens
zurückführen. Oft handelt es sich um städtische Gründungen.
Die wirtschaftliche Grundlage für die Spitäler bilden Schenkungen, Messestiftungen zum
Andenken an Verstorbene, Kollekten, Almosensammlungen ( Quest ) und zunehmend die
eingebrachten Kapitalien der Pfründerinnen und Pfründer.
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2. Laien und Priester – Konflikte
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Guido begründet den Heiliggeistorden als Laienorden. Nach mittelalterlichem Verständnis
ist Krankenpflege allerdings nicht denkbar ohne tägliche Messe und Krankenkommunion,
Krankensalbung und dem fürbittenden Gebet für die Verstorbenen. Dazu braucht der Orden
von Anfang an Priester.
Der Streit um die Einsetzung der Priester, um die Zuständigkeit und die Rechte des Ortsbi-
schofs einerseits und den Rechten des Ordensgenerals andrerseits, um die Verwaltung
der geistlichen Stiftungen und Schenkungen begleitet die ganze Ordensgeschichte.
Dazu kommt eine unselige Rivalität zwischen M.ontpellier und R.om. Bereits 1204, sechs
Jahre nach der Bestätigung der Ordensregel des Guido, vereinigt der P-apst das aus der
um 725 gegründeten S.chola S.axonum hervorgegangene Spital S.anta M.aria in S.assia
in R.om mit dem S.pital in M.ontpellier und unterstellt es der Regel des Heiliggeistordens.
Guido wird zum Vorsteher beider S.pitäler ernannt.
Dem r.ömischen S.pital obliegt vor allem die Beherbergung der Pilgerströme zu den Apostel-
gräbern in R.om. Es wird mit reichen Schenkungen bedacht. Es soll um 1200 bis zu tausend
Arme und dreihundert Kranke mit F.leisch und B.rot und W.ein verpflegt haben.
Nach Guidos Tod 1208 setzt eine jahrhundertlange Rivalität um die Leitung des Ordens ein. -
1228 bestimmt P.apst Gregor IX, dass der Magister des R.ömer S.pitals die Ordensleitung
innehabe – die f.ranzösischen Niederlassungen wehren sich und so droht der Orden ständig
in einen r.ömisch - p.äpstlichen- und einem f.ranzösischen Zweig zu zerfallen. Die formelle
T.rennung erfolgt allerdings erst 1625.
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Das Elend mit den Q.uellen
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Die Quellenlage für die Erforschung der Ordensgeschichte ist prekär. Die mittelalterlichen
Schriftbestände in M.ontpellier gingen 1562 während der H.ugenottenkriege zu Grunde. Die
mittelalterlichen Schriftbestände in R.om wurden zerstört, als 1527 beim « Sacco di R.oma »
H.ospital und Kirche S.t. M.aria in S.assia in F.lammen aufgingen.
In den V.atikanischen Archiven sind K.opien zur Ordensgeschichte vorhanden, die allerdings
alle unter dem Verdacht der Fälschung stehen und bisher nicht historisch kritisch aufgearbei-
tet und publiziert worden
sind.
Dazu kommt eine systematische Fälschung vieler Dokumente und Kopien. P.apst Urban VIII
verkauft 1625 einem Oliviers de la T.rau, Sieur de la Terrade, der sich als Restaurator des
Ordens aufspielt, den Titel eines Général de l'ordre du S.aint E.sprit en deça des monts.
Oliviers de la Trau will die im Laufe der Zeit verlorenen Güter des Heiliggeistordens in F.rank-
reich zurückfordern und – gegen Geld – an Dritte weiterverleihen und vermieten. Die Lehens-
nehmer bekommen mit einer U.rkunde die Mitgliedschaft in einem vollständig erfundenen
“R.itterorden zum Heiliggeist” bestätigt und fühlen sich damit geadelt.
Die überlieferte Ordensregel wird im Sinne eines Ritterordens massiv gefälscht und umform-
uliert. Es findet sich die Behauptung, der Orden habe seinen Ursprung in R.om, er sei von
der Hl. Martha eingerichtet worden und erster General sei der Hl. Lazarus gewesen. In fiktiven
L.isten von Heiliggeistspitälern werden Häuser aufgenommen, die nachweislich sehr viel
später gegründet worden sind oder gar nie etwas mit dem Orden zu tun hatten.
Eine kritische Sichtung des Quellenmaterials steht noch aus. Das gilt auch für die Ordens-
regel in ihren verschiedenen Fassungen. Entsprechende Vorsicht ist bei allen Dokumenten
aus dem Schoss des Ordens geboten.
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Wiedereröffnung Mai 1604
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Nachdem 1528 durch die Annahme der Reformation durch R.at und Bürgerschaft der Stadt
auch die Heiliggeistkirche geräumt und für den Gottesdienst aufgehoben worden ist, dient
das Kirchengebäude zunächst als K.ornmagazin für das S.pital.
Das Konventsgebäude wird dem S.tadtarzt Valerius A.nshelm als A.mtswohnung zugewiesen.
Den letzten S.pitalmeister, Mathias Wunderer, treffen wir nach kurzem Exil 1529 als reformierten
Pfarrer von W.ohlen.
Der Rat beschliesst 1534 den Abbruch der Kirche. Einige Monate später verzichtet er darauf
mit der Begründung « weil ja auch in andern Städten bei den Spitälern Kirchen seien ».
Im Mai 1604 wird die spätmittelalterliche Heiliggeistkirche teilweise wieder für den Gottes-
dienst geöffnet. Die Bevölkerung ist stark gewachsen, auch vor der S.tadtmauer, wo die so
genannten Hausleute siedeln, Mägde und Knechte, Handwerker und Gesellen, die in der
Stadt arbeiten.
Die Insassen des « Schallenwerks » ( Gefängnis, Zuchthaus – die Gefangenen tragen
Schellen am Körper, damit sie beim Entsorgen des Kehrichts in der Stadt rasch bemerkt
werden ) und der Spinnstube sollen einen wöchentlichen Gottesdienst besuchen können.
Die Heiliggeistkirche soll auch wieder der Armenfürsorge dienen – der städtische Almos-
ner teilt nach dem Gottesdienst den Stadtarmen das Almosen aus.
Als Vorbereitung auf die Wiedereröffnung wird bereits 1595 ein neuer Turmhelm mit vier
Türmchen errichtet, die Glockenstube erhöht und mit drei neuen G.locken, gegossen in der
bekannten Giesserei Zehender beim G.olatenmatttor, versehen.
Aus Kostengründen wird allerdings keine ordentliche Pfarrstelle geschaffen. Zwei Kandidaten
der Theologie übernehmen den Predigtdienst. Das M.orgenbrot und eine geringe Entlöhnung
bekommen sie beim Spitalmeister.
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2. Die Gemeinde wächst – das 17. Jahrhundert
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Die Anstellung von Theologiekandidaten bewährt sich nicht, es gibt zu viele Wechsel. Schon
zwei Jahre später erfolgt der Antrag an den Rat: «etwas Kostens anzuwenden zur Erhaltung
eines sonderbaren Seelsorgers...» Der R.at zögert und betraut zunächst Theologieprofessoren
zusätzlich zur Lehre mit dem Pfarramt an der Heiliggeistkirche. Ein attraktives Angebot, denn
das Professorengehalt ist merklich kleiner als der Lohn eines Stadtpfarrers.
Offenbar wurde nur ein Teil des Kirchenraumes wirklich geräumt, denn 1609 und 1618 erfolgt
die zweimalige Bitte an den R.at, «man möchte das noch in einem Winkel der Kirche liegende
Getreide entfernen…»
Ab 1615 werden die Gefangenen des Schallenwerkes der Kirche zugeteilt; sie erhalten einen
speziellen Kircheneingang. Ab 1631 kommen «die mutwilligen Bettler, Trunkelbolde, die unbe-
scheidenen Taglöhner und die verwahrlosten und armen Jugendlichen» dazu, die in der be-
nachbarten S.pinnstube beschäftigt werden. 1632 fragt der Kirchenrat, «ob man nicht thunlich
funde, dass auch zu dem Heiliggeist allhier mit dem jungen Bättelvolk Kinderlehr angestellt
wurden, damit sy besser in der Forcht Gottes uferzogen wurdind?»
1650 folgt die Verordnung des R.ates, «Hausleute und Kinder sollen alle Sontag in der Kilchen
beim Heiligen Geist den Gottesdienst besuchen. Es soll ebenso Kinder-Unterricht und die
Unterweisung gehalten werden.»
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Um– und Erweiterungsbauten
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Ab 1651 wird die Kirche repariert und erweitert: Anstelle des alten, baufälligen Konvents-
gebäudes wird ein neues S.chiff angebaut.
1676 werden K.anzel und A.bendmahlstisch versetzt, der C.horbogen abgebrochen und neue
Stühle für Männer und Frauen und für die Burgerschaft eingerichtet.
1686 sähe der Rat «gerne, dass andere, sonderlich etwann ehrliche Burger aus der Nachbar-
schaft auch Platz haben möchten...» Der Spitalmeister antwortet innerhalb von zwei Tagen:
«dass, wenn jedem Burger und seiner Frauwen droben in der Kirchen zum heiligen Geist
ein eigener Stuhl würde zugetheilt werden, die Armen, für die selbige fürnehmlich gewidmet,
würden ausgeschlossen werden.» In seiner Eigenschaft als Kirchmeier müsse er darauf dringen, «dass Unordnung und Missbrauch verhütet und in erster Linie die Armen versorgt
würden.»
1693 erste Vorschläge für die Erweiterung der Kirche. 1694: Das S.chiff wird verbreitert und
der westliche H.aupteingang verlegt.
1704: Kirchenchor und Posaunisten werden neu auf der Chorempore platziert. Das Innere und
der T.urm werden aufgefrischt. Die Kirche bietet nun ca. 750 Menschen Platz.
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Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse
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Mit Dekret des Grossen Rates vom 4. und 5. Dezember 1720 werden die kirchlichen Verhält-
nisse in der Stadt neu geordnet. Es entstehen fünf neue Kirchgemeinden, darunter als letzte
die Gemeinde zum Heiligen Geist. Damit erhält die Heiliggeistkirche die Rechtsstellung einer
Pfarrkirche. Sie wird mit einer Pfarrer- und einer Pfarrhelferstelle ausgestattet. Der Pfarrer soll
am S.onntag die Predigt halten, am D.onnerstag die Kinderpredigt und den Katechismus-
unterricht.
Der Pfarrhelfer predigt am D.onnerstag und hält am S.onntag die Kinderlehre. Im Pflichtenheft
des Pfarrers ist nachzulesen: «Aufsicht und Besuchung der Haushaltungen, Verpflegung und
Trost der Kranken und Armen, sonderlich genauwer Beobachtung ergerlicher Leuthen zu
halten, damit mehrere Erkanntnus Gottes gepflanzet, Sündt und Laster entdeckt, bestraffet
und abgethan werden möge.»
1721 wird Georg Langhans als erster Pfarrer eingesetzt, Rudolf Isenschmid als Helfer gewählt.
Im selben Jahr 1721 erfolgt indes die dringliche Warnung an den Rat, die Heiliggeistkirche sei
trotz aller Reparaturen und Unterhaltsarbeiten akut einsturzgefährdet. Ein Augenschein ergibt
laut Protokoll, «dass, wan nicht allerfürdersamst Fürsehung getahn würde, man in Besorgung
einichen Unglücks stehen müsste – was Gott verhüten möge.»
Der Rat befiehlt, den Bau mit Baumstämmen zu unterstützen. Der Gottesdienst wird in die
P.redigerkirche verlegt. Abbruch der alten Kirche 1726, Einweihung der neuen Heiliggeistkirche
November 1729.
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Heiliggeistkirche von 1729 – Kunsthistorische Würdigung
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Die allseits freistehende Kirche ist auf einem einfachen Rechteck in nordsüdlicher Richtung
entwickelt: sein Längen - Breiten Verhältnis von annähernd 5:3 entspricht der zähringischen
H.ofstatt. Das M.ittelportal, flankiert von freistehenden Säulenpaaren und Nebenportalen,
führt in die T.urmhalle.
Die übrigen Fronten weisen je ein Portal auf. Im Inneren scheiden vierzehn in einem Oktogon
angeordnete mächtige korinthische Säulen den mit Emporen umgebenen Umgang vom
Raumkern. Im konsequent durchgebildeten Predigtsaal ist kein Chor ausgeschieden, da-
gegen dominiert die hoch aufgerichtete S.teinkanzel den H.allenraum.
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Aussenbau
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Strenge Geschlossenheit der Fassaden in Art vorbarocker Kirchen in R.om oder der huge-
nottischen «Temples» aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert An der Hauptfassade steht
vor der spröden zweigeschossigen Pilasterordnung eine starke Portal - Ädikula aus zwei
kompositen Säulenpaaren, darüber kräftiger Segmentgiebel und Obergeschoss mit flan-
kierenden Voluten und Tympanon mit der T.aube des heiligen Geistes im S.trahlenkranz.
Unmittelbar hinter der selbständigen Front durchstösst der elegante Turm das Satteldach.
Auf dem sichtbaren kurzen Schafft mit vier Zifferblättern sitzt eine «welsche Haube» und ein
mit schlankem Spitzhelm gedecktes G.lockentürmchen.
Längsfronten mit hohem Kalksteinsockel. Darüber eine durchgehende Ordnung hoher
Rundbogen - Hochfenster zwischen Kompositpilastern, darüber ein reich profiliertes
Kranzgesimse, bekrönt mit vasenbesetzter Balustrade mit zierlichen Obelisken an den
Eckpunkten.
Rückseite: angeglichen an die Hauptfront. Interessant die aus einem einzigen G.ranitfindling
gehauene, 1824 eingebaute F.reitreppe an der N.ordseite.
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Innenraum
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Der Innenraum wirkt wie aus einem Guss. Beherrschendes Element sind die vierzehn hohen
M.onolith - S.andsteinsäulen. Sie tragen das wuchtige, mit Balkenkopffries nach innen ausla-
dende Längsachteck - Gebälk und die schreinartige fensterlose Mitteltonne.
Diese erhält Gewicht und Relief durch die schwere umlaufende Galerie. Konstruktiv und räumlich überzeugt die Einbindung der Turmhalle in den doppelschalig umfassten Haupt-
raum.
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Ausstattung
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- T.aufstein, gehauen von J. F. Calame, in schwarzem Marmor – ein Findling.
- Kanzel, gehauen von Hans Jakob Langhans, wahrscheinlich beste S.teinkanzel des
. bernischen Barocks.
- Stuckierung durch Joseph Anton Feuchtmayer aus St. Peter im S.chwarzwald. Hauptwerk der
. Régencestuckatur in Bern, in zarten Tönen und grosser Lebendigkeit.
Erst 1806 wird eine erste O.rgel eingebaut; das heutige Instrument wurde von der Firma Metzler
1980 - 1981 erbaut, es umfasst 31 Register.
Von den sechs G.locken wurde die eine kleine S.tundenglocke aus der Vorgängerkirche über-
nommen, ein Guss von Abraham Zehender von 1596. Das moderne Des Dur Geläute in der
G.lockenstube des Turmschaftes stammt aus der Werkstatt Gebr. Rüetschi in A.arau. (1860).
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Würdigung
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Im hoch komplizierten Entwurfsprozess zu dieser Kirche ist heute kaum mehr auszumachen,
welche Elemente dem jungen Architekten Albrecht Stürler und welche dem Architekten und
Stadtbaumeister Niklaus Schiltknecht zu verdanken sind.
Grundriss und Innenraum lassen den Einfluss des Typus des hugenottischen Predigtraumes
erkennen. ( Temple von C.harenton II, 1623-25, erbaut von Salomon de Brosses ) Ein naher,
kleinerer Verwandter findet sich in G.enf, im T.emple N.euf an der P.lace de la F.usterie, erbaut
von Jean Vennes, 1713-15. Im Aussenbau wirken die Kirchenfronten r.ömischer Kirchen aus
dem Spätmanierismus nach. Stilbildend waren sicher auch die Architekturlehrbücher von
François Blondel.
Die L.ängsfronten erinnern in ihrer zurückhaltenden, fast schon frühklassizistisch anzu-
sprechenden Gliederung an Andrea Palladio und seine Kirchen in V.enedig. ( R.edentore,
S. P.ietro di C.astello)
Zum Schluss ein Zitat von P. Hofer: «Anders als in G.enf, L.ausanne, Z.ürich oder B.asel be-
gegnet der Besucher nach Verlassen des H.auptbahnhofes nicht heterogenem 19. und 20.
Jahrhundert, sondern einem scharf profilierten, aussagekräftigen Werk des westeuropäisch
disziplinierten Barocks, Hauptdenkmal des protestantischen Sakralbaus mindestens im
Westen unseres Landes und zugleich Wahrzeichen des Westeingangs in den Stadtkern
Bern.»
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Baugeschichte => Vorgeschichte, Planungsphase
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Noch 1694 wird die alte Spitalkirche erweitert, 1704 Inneres und Turm aufgefrischt, da alarmiert
am 24. Juni 1721 ein Bericht den Rat, die Kirche drohe einzustürzen. Ein knappes Jahr später
beschliesst der Rat, Kirche und S.pital am alten Ort neben dem C.hristoffeltor neu aufzuführen.
Allerdings, die innere R.ingmauer steht einer Vergrösserung des Spitalkomplexes entgegen,
obwohl vorsorglich 14 H.äuser und S.cheunen an der Spital– und Neuengasse angekauft
werden.
Niklaus Schiltknecht, Heinrich Propstatt aus L.uzern, Daniel Stürler und Abraham Wild reichen
Entwürfe für Kirche und S.pital ein – sie alle lassen sich aus Platzgründen nur unter Schleifung
der R.ingmauer realisieren.
Nach längerem Hin und Her fällt im ersten Halbjahr 1725 die Entscheidung, vorerst nur die
Kirche innerhalb der S.tadtmauern neu zu errichten. Der Neubau des S.pitals folgt erst nach
1732 ausserhalb der S.tadtmauer. Damit ist neben der organisatorischen- auch die räum-
liche Trennung von S.pitalkirche und S.pital vollzogen.
Am 18. April tritt die neu gewählte Spitalkommission für den Spital- und Kirchenbau erstmals
zusammen. Diese Kommission übt auf Planung und Realisation des Neubaus ständig mass-
geblichen Einfluss aus.
Die Entwürfe von Stürler und Schiltknecht kommen in die engere Wahl – sie werden auf
Weisung der Kommission stark überarbeitet: verlangt werden zweitausend Sitzplätze und ein
stark erhöhter Turm, damit das Glockengeläute auch ausserhalb der M.auern zu hören sei.
Am 20. Februar 1726 vergibt der Rat die ersten grossen Bauaufträge.
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Baugeschichte => Abbruch und Neubau
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Am 17. März 1726 predigt Pfarrer Langhans zum letzten Mal in der alten S.pitalkirche; zwei
Tage später wird das Dach abgedeckt; der Abbruch kommt zügig voran. Dabei kommen
mit Asche gefüllte heidnische Krüge und ein s.ilbernes B.eilchen, offenbar ein im Bernbiet
auch anderswo nachgewiesenes g.allorömisches V.otivbeilchen, zum Vorschein.
Mitte Juni 1726 fällt der entscheidende Beschluss, die Haupttonne auf vierzehn korinthische
K.olossalsäulen zu stellen und den Bau durch einheitliche Hochfenster zu beleuchten. Offen
bleibt, ob die E.mporen in H.olz oder S.tein auszuführen seien.
Im S.ommer 1727 ist der Bau der Südfront und der Längsfassaden abgeschlossen. Anfangs
A.ugust werden die S.chwarzmarmorsäulen des Haupteinganges an der S.pitalgasse aufge-
richtet.
Erst im D.ezember fällt die lange uneinig gebliebene Baukommission den Entscheid, den Em-
porenumgang durch N. Schiltknecht in Stein ausführen zu lassen. Die Idee, die neue Kirche
als emporenlose Halle zu errichten, wird längere Zeit diskutiert, aber später fallengelassen.
Aus dieser Planungsphase erklären sich die nicht geteilten Hochfenster an den Längsfass-
aden.
Im M.ai 1728 beschliesst die Kommission, die nördliche Fassade nicht wie die Längsseiten
zu gliedern, sondern als zweite-, der Südseite angeglichene Schaufront zu realisieren. Das
bedingt die Umänderung des vorgesehenen Walmdaches in ein schlichtes Satteldach.
Ebenfalls im Mai geht mit der Aufrichtung des Turmhelms der Aussenbau der Vollendung
entgegen.
Im Inneren kommt die Stuckierung der Gewölbe durch Joseph Anton Feuchtmayr rasch vor-
an. Noch ungeklärt bleibt der S.tandort der K.anzel und einer allfälligen O.rgel. Die Vollen-
dung der turmseitigen Empore wird hinausgezögert, bis sich zeigt, dass der G.lockenaufzug
nur im Kircheninnern, durch den Sprengring des ersten Turmgeschosses, technisch möglich
ist.
Die turmseitige Empore wird zu einem schmalen Verbindungsgang reduziert. Auf eine
O.rgel wird verzichtet. K.anzel und A.bendmahlstisch kommen nach einem erst im
N.ovember 1728 gefällten Entscheid ans Nordende des Schiffes zu stehen.
Am O.stermontag 1729 folgt die Aufstellung der K.anzel, E.nde O.ktober ist der Innenaus-
bau vollendet.
Unter grosser öffentlicher Anteilnahme wird am 6. November 1729 die Kirche eingeweiht.
Pfarrer Samuel Lupichius hält eine lange Weihepredigt, sie liegt gedruckt vor.
Gemäss Bauabrechnung kostete der Bau bei 49 000 Kronen.
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Baugeschichte => Veränderungen am Bau
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Erste Unterhaltsarbeiten betreffen das U.hrwerk, die Z.ifferblätter und das Geläute. Ein Sturm-
schaden bedingt 1760 die Erneuerung der Helmspitze.
1798 wird die Kirche von der italienischen A.rmee N.apoleons mit Material belegt. Die knappen
Mittel reichen nicht, um die entstandenen Schäden zu beheben.
Im Mai 1860 wird der K.opfbahnhof der C.entralbahn eingeweiht – die engen Zugänge zur
Kirche werden durch P.fosten abgesichert. Es entstehen die so genannten «Perrons».
Im Frühjahr 1865 – die entscheidende Versammlung fand übrigens in der Heiliggeistkirche
statt – wird der C.hristoffelturm abgebrochen – an der Südseite der Kirche kommen so plötz-
lich zahlreiche Schäden zum Vorschein.
1866 werden die verwitterten S.chwarzmarmorsäulen durch Hartsandsteinsäulen ersetzt: die
Fassade verliert viel von ihrer ursprünglichen Farbigkeit.
1884 wird die N.ordfassade restauriert – 1892 wird die erste H.eizung eingebaut, 1895 -
1897 Turm und S.üdseite, 1907 die B.estuhlung erneuert, neu mit zwei Mittelgängen. Eine
weitere Aussenrenovation 1907 - 1914.
1952/62: Gesamterneuerung aller vier Fassaden. 1956/57 Restauration der S.tuckaturen von
Feuchtmayr.
Ab 2003 Erneuerung des gesamten Daches, Beginn der Restauration der N.ord - Westfas-
sade. Heute sind die originalen Bestände am Äusseren der Kirche praktisch durchwegs er-
setzt. Authentische Bauteile bewahrt nur das Innere.
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Siehe auch Originaltext mit Bildern =>
www.heiliggeistkirche.ch/sidebar_uploads/heiliggeist_945b...
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( BeschriebHeiliggeistkirche KantonBern StadtBern AlbumStadtBern Bern Berne Bernä
Bärn Kirche Church Eglise Chiuche Chiuchli Iglesia Kirke Kirkko Εκκλησία Chiesa 教会
kerk Kościół Igreja Церковь Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa Swiss Sveitsi
Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza Stadt City Ville シティ By 城市
Città Город Stad UNESCO Welterbe World Heritage BeschriebHeiliggeistkircheBern )
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Ausflug auf den G.urten am Samstag den 20. Oktober 2012
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Zusammen mit K.aren, N.adia, M.ese und L.iliana
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Hurni121020 KantonBern
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 300122
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NIF
Polymer Clay Necklace, all beads are made of the same base material, but each one is showing another kind of manufacturing it. So each bead is looking different.
Bei diesen Perlen bin ich vom gleichen Grundmaterial ausgegangen, das ich jeweils anders verarbeitet habe. Dadurch haben sich interessante Effekte und Kontraste ergeben, die dennoch harmonieren.
Hans (nacido en 1918) y Sophie (nacida en 1921) Scholl vivieron desde 1932 con sus padres y hermanos en Ulm. Durante sus estudios en Munich pertenecían - con Willy Graf, Christoph Probst, Alexander Schmorell y profesor Kurt Huber - al círculo más intimo del grupo de resistencia "Rosa Blanca" y fueron arrestados en la distribución de panfletos disidentes en la Universidad de Munich el 18 de febrero 1943. El "Tribunal Popular" nazi condenó a los hermanos Scholl en 22 de febrero 1943 "para la preparación de alta traición" a la muerte, haciendo ejecutar la sentencia en el mismo día.
Hans (* 1918) and Sophie (* 1921) Scholl lived together with their parents and siblings in Ulm since 1932. During their studies in Munich, they belonged to the innermost circle of the resistance group "Weiße Rose", with Willy Graf, Christoph Prost, Alexander Schmorell and Professor Kurt Huber, and were arrested on February 18, 1943, in the distribution of regime-critical flyers at the University of Munich. On February 22, 1943, the "People's Court of Justice" sentenced the siblings on account of preparation for high treason to death and had the sentence executed on the same day.
Hans (*1918) und Sophie (*1921) Scholl lebten seit 1932 zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern in Ulm. Während ihres Studiums in München gehörten sie - mit Willy Graf, Christoph Propst, Alexander Schmorell und Professor Kurt Huber - dem innersten Kreis der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" und wurden am 18. Februar 1943 bei der Verteilung regimekritischer Flugblätter in der Münchener Universität verhaftet. Der NS-"Volksgerichtshof" verurteilte die Geschwister Scholl am 22. Februar 1943 "wegen Vorbereitung zum Hochverrat" zum Tode und ließ das Urteil noch am gleichen Tag vollstrecken.
In 1929 NSU had sold its Heilbronn factory (near the river Neckar) to Fiat due to the economic crisis. Fiat started to produce under license Fiat Topolinos and Balillas in this factory under the brand NSU-Fiat (at the same time, the same cars were produced under license in France by SIMCA-Fiat).
In 1957, NSU decided to restart the production of personnel cars, and asked to this Fiat licensee to change its name, and therefore NSU-Fiat became Neckar. Neckar was producing less than 25,000 vehicles a year, Fiat 500 (Neckar Weinsberg), 600 (Neckar Jagst) and 1100 (Neckar Europa) slightly modified, often more luxurious and sporty than the Fiat produced in Turin.
The launch of the Fiat 1500 in 1961 and of the Neckar Panorama (derived from the Autobianchi Panoramica) allowed Neckar to reach a yearly production of 50,000 units in 1962. A nice coupe derived from the 1500 and called the Neckar Mistral was designed. A coupe and a convertible based on the Fiat 600 was produced as the Neckar Riviera. The Fiat 850 (as the Neckar Adria) was the last model produced by Neckar.
The high cost of the German workforce (compared to the Italian one) doomed Neckar. Fiat refused to sell the license of the new Fiat 124, 125 and 128 to Neckar. Production of Neckar slowed down from 1963. 50,000 cars were produced in 1962, down to 44,000 units in 1963, 22,000 in 1964, 18,000 in 1967 and 12,000 in 1970. Neckar closed in 1971 having produced 370,000 cars in total.
(Wikipedia)
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NSU-Fiat war eine Vertriebs- und Lizenzproduktionsgesellschaft für Fiat-Automobile in Deutschland. Die Vereinigten Fahrzeugwerke AG Neckarsulm, die durch die erzwungene Übernahme der Schebera Automobilwerke AG in Berlin in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen waren, wurden vom italienischen Fiat-Konzern und der Dresdner Bank gestützt. Im Sommer 1929 gründete man die NSU Automobil AG mit einem Aktienwert von 2,0 Mio. RM, die von NSU das neue Heilbronner Werk und einige NSU-7/34-PS-Wagen übernahm. Davon unabhängig existierte NSU in Neckarsulm weiter, was später zu Namenskonflikten führte (siehe unten).
Dieses NSU-Modell wurde noch bis 1931 weitergebaut. Zusätzlich versuchte man, den Fiat 522 als NSU herauszubringen, was jedoch nicht zu den erhofften Ergebnissen führte.
1934 wurde erstmals ein NSU-Fiat 1000 aus eigener Produktion herausgebracht, der eine Lizenzversion des italienischen Fiat 508 Ballila war. Wie das italienische Original erhielt der Wagen 1938 auch einen 1100-cm³-Motor. 1936 kam der NSU-Fiat 1500 und 1937 der NSU-Fiat 500, ebenfalls italienische Lizenzprodukte, dazu. Nebenbei wurden auch Fiat-Wagen aus italienischer Produktion in Deutschland vertrieben. 1941 stellte die Gesellschaft kriegsbedingt ihre Aktivitäten ein.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bot man wieder Lizenzfertigungen italienischer Fiat-Modelle an, und zwar folgende:
NSU-Fiat 500 C (= Fiat 500 Topolino C) 1951−1955, 9.064 Stück
NSU-Fiat Weinsberg (ein Coupé auf Basis des Fiat Nuova 500) 1959−1963, 6.228 Stück
NSU-Fiat Jagst 600/770 (= Fiat 600) 1956−1969, 171.355 Stück
NSU-Fiat 850 Adria (= Fiat 850) 1965−1967, 6.619 Stück
NSU-Fiat Neckar / Europa (= Fiat 1100-103) 1953−1968, 159.731 Stück
NSU-Fiat 1400 (= Fiat 1400) 1953−1954, 1.400 Stück
NSU-Fiat 1900 (= Fiat 1900) s. Fiat 1400
Fiat 124 1967−1972, 18.979 Stück
Fiat 125 1968−1972, 13.033 Stück
Fiat 128 1970−1973, 27.088 Stück
1958 begann NSU in Neckarsulm mit der Produktion des NSU Prinz. Damit gab es auf dem deutschen Markt zwei Autos von verschiedenen Herstellern mit dem gleichen Markenzeichen. Nach einem Rechtsstreit zwischen FIAT und NSU kam es im Oktober 1959 zu einer gütlichen Einigung. Zum 1. Januar 1960 nannte sich die NSU Automobil AG nun Neckar Automobilwerke AG Heilbronn, vorm. NSU Automobil AG. Zum 1. September 1966 wurde dann auf den Markennamen NSU ganz verzichtet. 1968 verschwand auch der Name Neckar.
1973 stellte die Gesellschaft die Automobilproduktion endgültig ein. Die deutsche Vertriebsgesellschaft von Fiat hatte bis 2006 in Heilbronn ihren Sitz und ist weiterhin dort präsent, obwohl der Geschäftssitz Ende 2007 nach Frankfurt verlegt wurde.
(Wikipedia)
Fahrt mit dem S.chiff " M.S R.igi " über den Z.ugersee von Z.ug nach A.rth im Kanton
S.chwyz der Schweiz :
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Schloss Boanas am U.fer des Z.ugersee im Kanton Zug
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Schloss Buonas
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Das Schloss Buonas steht am U.fer des Z.ugersee im Kanton Zug in der Schweiz
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Geschichte :
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In der Tat treten im frühen 12. Jahrhundert ein erster Ritter "von Bochunna" mit dem Eigen-
namen Immo ( oder Imino ) sowie dessen Sohn Wal(d)fried in einer Urkunde des nicht weit
entfernten K.losters M.uri auf, und zwar als Zeugen in einer Schenkungs - Urkunde vom
22. J.anuar 1.1.3.0. Bei diesem Zunamen handelt es sich um die erste Erwähnung des
Ortsnamens Buonas.
Eine Inschrift über dem Portal des Schlosses wird als die Jahreszahl 1.0.7.1 gelesen,
was auf ein Bestehen des Gebäudes schon im späteren 11. Jahrhundert hinweisen
könnte. Der genannte Immo von Buonas ist aber vor 1.1.4.0 verstorben und fällt damit
als möglicher Bauherr der Burg ausser Betracht.
Erst gegen hundert Jahre später stossen wir wiederum auf Angehörige dieser Adelsfamilie,
und zwar in U.rkunden von 1.2.2.3 ( "Petrus de Buochnase" ), 1.2.4.0 ( "Hermarinus de
Bouch[ennasl" ) sowie 1.2.5.2 und 1.2.5.7 ( "Ulrich von Buonas" ).
Aus diesen Schreibungen des Ortsnamens leitet sich auch dessen Deutung ab : Die
B.uchen - bestandene Nase ( der H.albinsel ).
Ulrichs Tochter Adelheid, u.a. bezeugt durch eine Jahrzeitenstiftung für die K.irche R.isch,
scheint die letzte Vertreterin des Rittergeschlechts von Buonas gewesen zu sein. Ihre
Vermählung um das Jahr 1.2.5.0 herum mit Ulrich von H.ertenstein bringt die Herrschaft
Buonas für die nächsten 400 Jahre in den Besitz dieser adeligen L.uzerner Familie.
Adelheid ist vor dem Jahre 1.2.6.1 verstorben - von da an erscheint die Geschichte des
Schlosses sowie seiner Besitzer als nahezu lückenlos überliefert.
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Die Schlossherren von Buonas waren von Anfang an auch eng mit der St.-V.erena - K.irche
von R.isch verbunden. So wird Ulrichs Sohn Peter 1.3.1.4 mit einer Vergabung an die
K.irche erwähnt, ebenso dessen Bruder Hartmann, der die K.irche am Ende des 13. Jahr-
hunderts vergrössert und sie für den Unterhalt eines Pfarrers reichlich dotiert hatte Peters
Sohn Berchtold wird in dieser Zeit als K.irchherr ( Pfarrer ) von R.isch genannt.
1.3.5.8 erscheint ein weiterer Ulrich von H.ertenstein als Kollator von R.isch. Eine gewisse
Rechtsunsicherheit macht sich seit dem ersten Bund von Zug ( 1.3.5.2 ) mit der 1.2.9.1
begründeten Eidgenossenschaft breit. Ulrich trat zunächst ( 1.3.6.3 ) ins Burgrecht der
S.tadt Z.ürich ( damals noch dem oesterreichischen Hause H.absburg zugeneigt ) ein,
1.3.7.0 jedoch in dasjenige der S.tadt L.uzern, die schon einige Jahrzehnte zuvor einen
ersten Bund mit den drei W.aldstätten geschlossen hatte.
1.3.9.6 gehörte er auch dem Grossen Rat von L.uzern an, doch bis zu seinem Tod anno
1.4.0.0 war es ihm nicht gelungen, seine Herrschaftsrechte in Buonas endgültig zu
sichern. Im Gegenteil: der Streit zwischen dem Stande Zug und dem Hause H.ertenstein
wurde immer heftiger. Dies mag der Grund dafür gewesen sein, dass - trotz misslicher
Finanzverhältnisse der Besitzerfamilie - im Jahre 1.4.1.1 der S.chlossturm um zwei
Geschosse aufgestockt wurde.
Zehn Jahre später drohten die Zuger tatsächlich, Buonas mit Gewalt einzunehmen. Doch
der damalige Besitzer Ulrich, jüngster Sohn des vorgenannten Grossrats von L.uzern, hielt
die Burg mit angeworbenen Kriegsleuten besetzt.
Zug tat nun desgleichen und stellte angeheuerte Truppen zum offenen Kampf gegen
H.ertenstein und die L.uzerner bereit. Doch noch rechtzeitig, wenn auch erst im A.ugust
1.4.2.4, vermittelte die Tagsatzung der Eidgenossenschaft mit einem Schiedsspruch,
welcher die Zuständigkeiten endgültig klärte: Die hohe Gerichtsbarkeit ( der "Blutbann" )
verblieb der S.tadt Zug, die mittlere und niedrige wurde dem Schlossherrn von Buonas
zugesprochen.
So verblieben Ulrich von H.ertenstein noch dreissig Jahre verhältnismässiger Ruhe, um
eine lokale Gerichtsordnung aufzubauen sowie die Lehen auf seinen Besitzungen zu
regeln. Die lokalen Güter wurden ja nicht von der Herrschaft selbst, sondern von den
ansässigen B.auern bewirtschaftet. Einer von ihnen durfte beispielsweise jährlich 5-6
B.ären fangen und zwei F.ischnetze im S.ee setzen.
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Buonaser Schlossherren als Protagonisten der eidgenössischen Grossmachtpolitik
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Nach dem Tode Ulrichs am 15. O.ktober 1.4.5.4 übernahm sein Sohn Kaspar die Herr-
schaft über den Besitz Buonas. Kaspar von H.ertenstein sollte einer der bedeutendsten
L.uzerner und einflussreichsten eidgenössischen Diplomaten des 15. Jahrhunderts werden.
Gleichzeitig wirkte er als hoher Offizier bei den eidgenössischen Truppen, die zur Zeit der
B.urgunder Kriege ( gegen den burgundischen H.erzog K.arl der K.ühne ) höchsten Kriegs_-
ruhm genossen.
Von 1.4.6.4 bis zu seinem Tod am 1. J.anuar 1.4.8.6 vertrat er den Stand L.uzern an allen
wichtigen Tagsatzungen der Eidgenossenschaft. Ab 1.4.6.8 amtete er im Turnus auch als
Schultheiss von L.uzern und 1.4.7.6 als Führer des L.uzerner Truppenkontingents in der
S.chlacht bei M.urten, in welcher das Heer K.arls des K.ühnen die entscheidende Nieder-
lage erlitt.
Ein silberner Kelch, Geschenk Kaspars an die K.irche von R.isch, erinnert dort noch heute
an die berühmte "B.urgunderbeute" der Eidgenossen aus jenem Feldzug. Kaspar von
H.ertenstein hatte 1.4.7.0 auch die neu gestiftete K.aplanei von R.isch unter seinen Schutz
gestellt. Der dortige K.aplan wurde verpflichtet, in der H.auskapelle des Schlosses Buonas
wöchentlich ein bis zwei Messen zu lesen.
In diesem Zusammenhang wird die S.chlosskapelle ( Patrozinium: Hl. Agatha ) zum ersten
Mal erwähnt. Ihrem Stand, Stil und Wirken gemäss können die Exponenten der H.erten-
steins des 15. und beginnenden 16. Jahrhunderts als kleine Renaissancefürsten gelten.
Doch es war ihnen nicht nur Ehre und Reichtum beschert: 1.4.7.8 wurde das Schloss ( es
hiess damals auch "Neu Hertenstein") Opfer einer Feuersbrunst und brannte bis auf die
meterdicken Aussenmauern aus.
Auch viele wertvolle Familienakten wurden ein Raub der Flammen. Und nur drei Jahre
später ging auch der stattliche Patriziersitz der H.ertenstein in der S.tadt L.uzern in
Flammen auf.
So hatten die drei Söhne Kaspars bei dessen Hinschied zu Beginn des Jahres 1.4.8.6 ein
schweres Erbe zu übernehmen. Neuerliche Streitigkeiten mit dem Rat von Zug bezüglich
der Herrschaftsrechte in Buonas und wohl auch Meinungsverschiedenheiten zwischen den
Erben verzögerten einen Wiederaufbau über Jahre. Kaspars Sohn Jakob hatte schon im
Todesjahr des Vaters die Ehe mit der vermögenden Veronika Se(e)vogel aus B.asel ge-
schlossen.
Diese Verbindung mag mitgeholfen haben, dass 1.4.9.4 ein Neubau begonnen und 1.4.9.8
abgeschlossen werden konnte. Dabei ist es auch um ein Stockwerk erhöht worden. Im
Jahre darauf erwarb schliesslich Jakob von Hertenstein, mittlerweile, wie schon sein Vater,
Schultheiss und Seckelmeister zu L.uzern, das neuerrichtete Schloss um 1600 Gulden.
Doch nun galt es auch, einen neuen Familiensitz in der S.tadt L.uzern aufzubauen. Im
Jahre 1.5.1.0 konnte das neue herrschaftliche H.ertensteinhaus mitten in der S.tadt
bezogen werden, und bald darauf ging es darum, den repräsentativen Neubau innen und
aussen in angemessener Qualität zu dekorieren. Diesen Auftrag erteilte die auch kunst-
beflissene Herrschaft den beiden schon damals weit bekannten Hans Holbein (d.Ae. und
d.J., d.h. Vater und Sohn).
Haupterbe Jakobs von Hertenstein, der 1.5.2.7 verstarb, wurde sein Sohn Leodegar. Dieser
hatte 1.5.1.5 als junger Truppenführer in der S.chlacht von M.arignano schwere Verwund-
ungen erlitten. Aus der ihm zugefallenen Herrschaft Buonas verkaufte er vier Hofgüter in
O.berrisch für 8000 Gulden an seine Erblehenleute, was einen lang andauernden Streit
mit seinem Bruder Benedikt zur Folge hatte. Dabei ging es auch um die Erbfolge des
Patronatsrechts der K.irche R.isch. Auch dieser Streitfall wurde von der Tagsatzung der
vier W.aldstätte geschlichtet, und nach Leodegars Tod zu Beginn des Jahres 1.5.5.4
konnte Benedikt die Nachfolge als Patronatsherr der S.t.-V.erena-K.irche antreten.
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Die Herrschaft der Hertensteins bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts
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Beim Tod Leodegars war die Herrschaft Buonas mit Schulden von gegen 10'000 Gulden
belastet, einer für die damalige Zeit beträchtlichen Summe. Die Erbschaft wurde den
Söhnen Erasmus und Hans Kaspar von Hertenstein übertragen, allerdings gegen Be-
zahlung der Summe von 10'000 Gulden. Zwei andere Söhne Leodegars, einer Domherr,
der andere D.eutschordensritter, drohten ihren Brüdern, "das Schloss im Rauch zum
Himmel zu schicken", Vom Rat von L.uzern wurden sie für diese Drohung mit 25 Gulden
gebüsst.
Ruhe und vorbildliche Ordnung hielten in Buonas erst mit dem 21jährigen Nikolaus von
Hertenstein wieder Einkehr, einem Sohn des Erasmus, der die Herrschaft Ende 1.5.8.7
gegen 9'000 Gulden übernahm. Er führte sorgfältig Urbare und Kopiebücher, denen die
Obrigkeit Rechtskraft verlieh. Damit gingen die familiären Händel und die Streitfälle mit
der Obrigkeit für ein halbes Jahrhundert deutlich zurück.
Nikolaus verstarb, fast 80-jährig, am 18. D.ezember 1.6.3.3. Von seinen 16 Kindern aus
drei Ehen waren bei seinem Tod noch neun am Leben, sechs davon hatten ein geistliches
Leben als P.riester oder K.losterfrauen gewählt.
Die Herrschaft ging im Jahre 1.6.3.7 an seine Söhne Heinrich Ludwig und Hans über.
Auch sie gerieten wieder in Streit miteinander, und die Hypothekarbelastung wurde
immer grösser. Es gelang Heinrich Ludwig, seinen Bruder im M.ärz 1.6.4.4 auszukaufen,
er selbst verstarb aber schon drei Jahre später.
Sein Sohn Erasmus überlebte ihn auch nur sieben Jahre, bis zum 10. M.ärz 1.6.5.4. Da-
mit neigt sich die Herrschaft der Hertenstein auf Buonas ihrem Ende zu : Die Schwester
von Erasmus, Anna Katharina von Hertenstein, verehelichte sich im O.ktober desselben
Jahres mit Johann Martin Schwytzer aus L.uzern und übergab Güter und Gerichte von
Buonas ihrem Manne. Lediglich die Kollatur der beiden Pfründe der K.irche R.isch verblieb
bei der Familie der Hertenstein.
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Die weiteren Besitzer der Herrschaft bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
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Der neue Herr von Buonas erwies sich als ein kluger und umsichtiger Verwalter, der auch
mit der Obrigkeit von Zug ein möglichst gutes Einvernehmen anstrebte. Während fast
sechzig Jahren führte er ein ruhiges Regiment, wobei er auch Folgen früherer Misswirt-
schaft zu tragen und zu lösen hatte.
Nach seinem Tod im Jahre 1.7.1.3 übernahm sein Sohn Jakob Franz Anton das Erbe. Zur
Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in der Umgegend führte er die S.eidenspinnerei
ein, wozu er seine Verbindungen nach Z.ürich einsetzte und aus dieser S.tadt auch das
nötige technische Wissen bezog.
Jakob Franz Anton Schwytzer verstarb um 1.7.6.0 und hinterliess die Herrschaft seinem
Sohn Josef Leonz Felix, der aber seinerseits schon 1.7.6.5 vom Tode ereilt wurde. Damit
ging die Herrschaft an seinen ältesten Sohn, den B.rigadier und S.alzdirektor Josef Xaver
Thüring Schwytzer über.
Obwohl, nach Quellen aus dem 19. Jahrhundert, von der Einwohnerschaft hoch geschätzt
und verehrt, erfuhr er immer deutlicher den zunehmenden Einfluss der Obrigkeit von Zug auf
die juristischen und verwalterischen Belange seiner Herrschaft. Er vermisste auch zureich-
ende Unterstützung aus seiner Heimatstadt L.uzern, sodass er 1.7.7.5 Verhandlungen mit
einflussreichen Zuger Bürgern aufnahm.
Trotz des nunmehr deutlich einsetzenden Widerstandes aus L.uzern verkaufte schliesslich
Josef Xaver Thüring Schwytzer das Schloss und den grösseren Teil der Herrschaft am 28.
M.ärz 1.7.8.2 für 37'625 Gulden an zwei Zuger Bürger namens Wolfgang Damian Bossard,
Zuger Ratsherr, und Blasius Land(t)wing, Jäger-Hauptmann und Spitalvogt.
Das alte Interesse des Standes Zug an dieser Besitzung zeigte sich nochmals deutlich
darin, dass Zug den Käufern einen Vorschuss von zwei Dritteln der Kaufsumme leistete!
Die restlichen Besitzungen ( W.irtshaus mit Ta.verne, das Fahr, W.eidland und 22
Jucharten W.ald ) wurden gleichzeitig dem bisherigen Gerichts-Ammann Burkhardt Meier
für 20'000 Gulden verkauft.
1.7.8.9 übernahm Bossard den Schlossbesitz einschliesslich der Gerichtshoheit für sich
alleine. Bis 1.7.9.7 hatte er den Spitalvogt Landtwing gänzlich ausgekauft, doch schon ein
Jahr später fielen Herrschaft und Schloss Buonas in die Hand der einziehenden napole-
onischen Truppen.
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Die Besitzerwechsel bis zum Jahre 1.9.9.7
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Erbweise fielen Schloss Buonas mit den noch dazu gehörenden Gebäuden und Park
später an Frau Clara Camenzind geb. Bossard und nach deren Ableben an Melchior
Camenzind-Weber. In den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts wohnten der aus seinem
K.loster verdrängte Abt von W.ettingen und ein Teil des Konvents während längerer Zeit
auf dem Schloss.
Im J.anuar 1.8.5.7 verkaufte es Melchior Camenzind ( Seidenfabrikant in G.ersau ) an den
Landammann Heglin von M.enzigen und Regierungsrat Bossard von Zug, doch noch im
gleichen Jahr wurde es von Pater Bruhin zuhanden einer "Gesellschaft" erworben, welche
auf dem Schlossgut eine Handwerker-Lehrlings- oder Arbeits-Anstalt für bedürftige Knaben
einrichtete.
Dazu gehörten auch eine B.uchdruckerei und -binderei. In diesen Jahrzehnten häufiger
Besitzerwechsel war das ganze verbliebene Anwesen ( G.ärten, B.urgrain, P.arkwald )
immer mehr vernachlässigt worden. Es war deshalb ein Glücksfall, dass im M.ärz 1.8.6.2
der sehr begüterte Graf Mieczislaw de Komar aus P.aris den Besitz erwarb und ihn mit
beträchtlichem Aufwand restaurierte und pflegte. Er kaufte auch manche der inzwischen
veräusserten Grundstücke wieder hinzu.
Auf Ende des Jahres 1.8.7.1 allerdings ging Buonas bereits wieder an einen neuen Be-
sitzer, nämlich Karl von Gonzenbach - Escher von Z.ürich über. Er geht als Erbauer des
sogenannten "Neuen Schlosses" ( 1.8.7.3 - 1.8.7.5 ) in die Geschichte der Besitzung
Buonas ein.
Bis zu seinem Tod im Jahre 1.9.0.5 blieb er also gewissermassen "doppelter Schlossherr"
von Buonas. Er war es auch, der den Landschaftspark in seiner heutigen Gestalt einrichten
liess.
Das Erbe übernahm alsdann seine einzige Tochter Vera, Gattin des Barons Ewald von
Kleist. Vera verstarb früh, anno 1.9.1.8, und schon ein halbes Jahr später verkaufte der
Baron die Besitzung an ein b.ernisches Konsortium. In dieser Zeit nach dem E.rsten W.elt-
krieg standen Grundstück- und Liegenschaftshandel in Hochkonjunktur, und so wurde der
ganze Besitz zum Weiterverkauf neuerdings aufgeteilt.
So erwarb 1.9.1.9 der Z.ürcher Industrielle Carl Abegg - Stockar die beiden Schlösser mit
Umschwung. Die folgenden Jahrzehnte waren für Buonas gekennzeichnet durch sorgfältige
Erhaltung und Pflege.
Seine Tochter, Annie Bodmer-Abegg, übernahm den Besitz Anfang der 60er Jahre, doch
bald zeigte es sich, dass das bald 100 - jährige "Neue Schloss" dem Anspruch auf zeit-
gemässen Wohnkomfort nicht länger genügte. Die neue Besitzerin entschloss sich des-
halb, das stolze Gebäude einem modernen Neubau zu opfern.
Der neugotische Bau wurde 1.9.7.2 abgebrochen und an der gleichen Stelle ein L.andhaus
errichtet, das sehr zurückhaltend in die Gesamtanlage eingebettet ist. Dies blieb die letzte
grössere bauliche Veränderung auf der H.albinsel bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.
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Nach dem Hinschied von Frau A. Bodmer-Abegg im Alter von fast 100 Jahren beschloss
die Erbengemeinschaft der Familie, sich von dem stattlichen Besitztum zu trennen. Bald
fanden sie in der Basler Unternehmung F. H.offmann - La R.oche A.G eine ernsthafte
Interessentin, und im Jahre 1.9.9.7, 101 Jahre nach deren Gründung am B.asler R.heinufer,
wurde der Kaufvertrag abgeschlossen.
R.oche liess sich damit nun also auch am U.fer des Z.ugersees nieder. In der politischen
Gemeinde R.isch, zu deren Gebiet Buonas gehört, war das Weltunternehmen allerdings
keine Unbekannte. Mit über 500 Arbeitsplätzen in der Produktionsstätte von Diagnostika-
geräten im benachbarten Industriegebiet R.otkreuz ist R.oche schon seit 1.9.6.7 der
grösste Arbeitgeber der Gemeinde Risch.
Die Firma hat den wunderschönen Landstrich mit dem historischen Baubestand erworben,
um darauf ein internationales Weiterbildungszentrum für das höhere Kader zu errichten.
Dessen Lage ist nicht nur landschaftlich bestechend und äusserst ruhig, sondern auch
verkehrsmässig sehr günstig, d.h. auf S.trasse und S.chiene leicht erreichbar ( G.otthard-
strecke ) und innert einer knappen Stunde auch vom interkontinentalen F.lughafen Z.ürich-
K.loten her.
Mit dem Ankauf hat sich R.oche auch verpflichtet, dieses jahrhunderte alte kulturelle und
landschaftliche Erbe in seinem herkömmlichen Erscheinungsbild der Nachwelt zu erhalten.
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( BeschriebSchlossBuonas KantonZug AlbumSchlösserKantonZug Schloss Castle
AlbumSchweizerSchlösser,BurgenundRuinen SchlossZug SchlossKantonZug Château
AlbumSchweizerSchlösser,BurgenundRuinen Castello Kasteel 城 Замок Castillo
Mittelalter Geschichte History Gebäude Building Archidektur Schweiz Suisse Svizzera
Switzerland Suissa Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza )
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A.usflug nach E.lm mit M.utter am Montag den 21. September 2009
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Mit dem Z.ug von B.ern nach L.uzern und weiter nach Z.ug
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Mit dem S.chiff von Z.ug über den Z.ugersee nach A.rth mit B.esichtigung der K.irche
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Weiter mit dem B.us von A.rth nach A.rth - G.oldau und mit dem Z.ug von A.rth - G.oldau
über R.othenthurm nach P.fäffikon SZ und weiter nach S.iebnen-W.angen
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Mit dem P.ostauto nach I.nnerthal am W.ägitalersee und zurück nach S.iebnen-W.angen
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Mit dem Z.ug nach L.achen und kurze B.esichtigung der K.irche und weiter mit dem Z.ug
nach S.chwanden im K.anton G.larus
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Kurzer S.paziergang durch S.chwanden und anschliessend weiter mit dem B.us nach E.lm
zum M.artinsloch
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Mit dem B.us wieder zurück nach S.chwanden und über Z.iegelbrück - Z.ürich wieder
zurück nach B.ern
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Hurni090921 KantonZug AlbumZZZZ090921ZugerseeElm
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung / Ergänzung des Textes: 14.12.13
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24 / NIF
Grosse Orgel - Kirchenorgel der ...
Heiliggeistkirche Bern ( Gotteshaus reformiert - Erwähnt 1228 - Baujahr Neubau 1726 - 1729 - Geweiht dem heiligen Geist - Kirche Chiuche church église temple chiesa ) in der Altstadt - Stadt Bern im Berner Mittelland im Kanton Bern der Schweiz
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Heiliggeistkirche Bern
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- Baujahr : Neubau 1726 bis 1729
- Erste Erwähung : 1233
- Besonderes :
- O.rgel : Erste O.rgel 1806 => Heutige O.rgel der Firma Metzler 1980 - 1981 umfasst 31 Register
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Die Heiliggeistkirche ist ein reformiertes Kirchengebäude gegenüber dem L.oebegge an
der Spitalgasse 44 in der Berner Altstadt der Stadt Bern im Kanton Bern in der Schweiz.
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Sie wurde 1726 bis 1729 von Niklaus Schiltknecht als Ersatz für die spätmittelalterliche
K.apelle des H.ospitals zum Heiligen Geist erbaut und gilt als die schönste reformierte
Barockkirche der Schweiz.
Das Innere wird durch 14 monolithische Säulen aus Sandstein und eine freistehende
K.anzel im Nordteil des Mittelschiffes beherrscht.
Wie die K.athedrale St. P.ierre in G.enf besitzt die Heiliggeistkirche 2000 Sitzplätze und
übertrifft darin in der Schweiz jede andere reformierte Kirche.
1693 bis 1698 war als Oberspitalprediger an der Heiliggeistkirche der pietistische Theologe
Samuel König tätig, und als Vikar wirkte hier von 1829 bis 1830 der Dichter Jeremias Gotthelf.
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Anfänge
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Als «hospitale» im Kirchen- und Klosterverzeichnis der Diözese L.ausanne 1228 zum ersten
Mal erwähnt, erhält das hospitale prope Bernum ordinis sancti spiritu im September 1233 die
Erlaubnis, einen eigenen F.riedhof zu errichten.
Die von den Zähringern 1191 gegründete Stadt reicht zu dieser Zeit bis zum Z.eitglockenturm –
das kleine S.pital steht 150 Meter westlich vor dem T.or, an der Strasse nach F.reiburg. Nach
dem Sickingerschen S.tadtplan umfasst es eine kleine K.apelle, nach O.sten ausgerichtet,
eventuell mit einem kleinen Dachreitter versehen, dazuwestlich angebaut einem kleinen
K.rankensaal und der U.nterkunft für vier bis fünf S.pital - Brüder.
Neben dem ummauerten F.riedhof lässt sich die S.cheune, weitere landwirtschaftliche Neben-
gebäude sowie ein O.bst- und G.emüsegarten erkennen. Das kleine mittelalterliche Heilig-
geistspital dürfte eine Art Grosshaushalt mit hohem Selbstversorgungsgrad gewesen sein.
Es nimmt Bettler, Pilger, Kranke, heimatlose Leute von der L.andstrasse auf, mehr und mehr
aber auch bettlägerige ältere Menschen aus der Stadt.
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2. Frühe Verpfründung / Kommunalisierung
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Das H.eiliggeistspital Bern wird in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in den deutschen
Verband des Heiliggeistordens eingeordnet, M.utterhaus ist S.tephansfeld im D.épartement
H.aut R.hin.
1307 baut die Stadt ein eigenes, neues S.pital beim N.ydeggstalden – das H.eiliggeistspital
wird fortan zur Unterscheidung das «O.bere S.pital» genannt. Neben den Laienbrüdern für die
Krankenpflege erscheint 1316 erstmals ein kleiner Ordenskonvent mit einem Priester, Meister
Peter. S.pital und Konvent werden vermögensrechtlich schon 1320 getrennt.
Bereits 1328 setzt der Rat für die Armen und Bettlägerigen des H.eiliggeistspitals einen städt-
ischen Meister ein, der die Schenkungen und Güter für das S.pital zu verwalten hat. 1340 wird
festgelegt, dass im S.pital niemand gerichtlich belangt werden darf, weder Personen noch
Güter.
Hintergrund für diese Massnahme ist, dass dem Spital namhafte Schenkungen für die
Krankenpflege, den Unterhalt der Gebäude, zunehmend auch für Jahrzeit- und Toten-
messen zukommen und der R.at der Stadt die ordnungsgemässe Verwendung dieser
Stiftungen überwachen und kontrollieren will.
1345 wird das H.eiliggeistspital in die letzte Stadterweiterung einbezogen und liegt nun
unmittelbar hinter der S.tadtmauer, neben dem W.esttor – dem C.hristoffeltor. Der Weg
von einer Armen- und P.ilgerherberge zu einem städtischen A.ltersheim ( P.frundanstalt )
ist damit vorgezeichnet. Eine vergleichbare Entwicklung lässt sich übrigens bei fast allen
H.eiliggeistspitälern im deutschen Sprachraum beobachten.
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3. Klerikalisierung des Konventes
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Ab dem 14. Jahrhundert werden neben der Alters- und Krankenpflege die Messestiftungen
immer wichtiger. Entsprechend nimmt die Zahl der geweihten Priester im Konvent zu, die-
jenige der Laienbrüder ab.
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wird zum ersten Mal eine Bruderschaft Mariä Empfängnis in
der Kirche des O.beren S.pitals erwähnt, die sich für ein ehrbares Begräbnis und die Toten-
und Gedächtnismessen ihrer Mitglieder verpflichtet weiss und namhafte Stiftungen einrichtet.
Zum 1335 genannten M.arienaltar kommt 1406 ein A.ntoniusaltar. Die Anzahl der Priester
wird bereits 1411 auf fünf erhöht. Verschiedene Messestiftungen zeigen, wie reiche Erb-
lasser die lebenslange Versorgung unehelicher oder nachgeborener Töchter und Söhne im
H.eiliggeistspital mit der Stiftung «ewiger» Totenmessen für sich und die Familienange-
hörigen verknüpfen.
1425 wird ein dritter A.ltar eingerichtet, gestiftet zu Ehren des Hl. Benedikt (?), 1426 ein vierter
A.ltar zu Ehren der heiligen M.ärtyrer. Um 1430 zählt das S.pital 30 Pfründer im A.ltersheim.
Diese Belegung bleibt sich ungefähr gleich bis zur Aufhebung des S.pitals in der Reform-
ationszeit, 1528.
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4. Kirchenbau und der Streit um das Kollektenwesen ( Quest )
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Nach der Vermehrung der A.ltäre und Priester entsteht in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts
der Wunsch nach einer Vergrösserung, bzw. einem Neubau von Kirche und Konvent. Neben
den Schenkungen aus Stadt und Umgebung versucht der Konvent, durch eine Almosen-
sammlung zu weiteren finanziellen Mitteln zu gelangen.
1458 erlangt das S.pital vom Generalmeister des Ordens in R.om das Recht, in den deutsch-
sprachigen Teilen der Diözesen S.itten und L.ausanne, später auch in den eidgenössischen
Teilen der Diözese K.onstanz Kollekten zur Erneuerung des Hauses einzusammeln. Im Ge-
biet des B.istums K.onstanz geraten die Berner in einen langwierigen Konflikt mit ihren
Ordensbrüdern aus M.arkgröningen bei St.uttgart, die das Privileg zur Almosensammlung
schon früher dem B.ischof von K.onstanz abgekauft hatten.
Der Neubau von Kirche und S.pital scheint um 1460 begonnen worden zu sein – vermehrte
Schenkungen zu Gunsten des Baues werden aktenkundig. Andrerseits verkauft der Konvent
Grundbesitz, um den Bau zu finanzieren. Die erwähnte Bruderschaft Maria Empfängnis zieht
um an die V.inzenzkirche ( M.ünster ) und wird bald ersetzt durch eine neu gegründete
Heiliggeistbruderschaft.
1496 ( ? ) kann die neu gebaute Kirche wieder eröffnet werden. Zur Kirche gehört ein eigenes
G.ebäude für das S.pital – wie bisher westlich an die Kirche angebaut – und ein Gebäude für
den Konvent. Dazu kommen B.einhaus und W.irtschaftsgebäude. Die Bauten scheinen um
1510 vollendet.
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5. Niedergang und E.nde des Heiliggeist - Konventes
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Der Niedergang des Konventes ab Mitte 15. Jahrhundert steht im Zusammenhang mit dem
personellen Ungenügen der Priester und Laienbrüder und der zunehmenden Bevormund-
ung durch den städtischen R.at.
Zeichen dafür: die 1462 durch den Meister von Stephansfeld erneuerte Konstitution für den
Heiliggeistkonvent in Bern ist nur im S.tadtbuch überliefert und ohne Zutun des Rates nicht
denkbar.
Sie schärft den K.lerikern die Ordensregeln neu ein, insbesondere die Gehorsamspflicht
gegenüber dem M.eister, Fasten und Schweigen, die Klausur, die anständige Distanz zur
Stadt und zu den Laien, mit denen die Konventualen offenbar nach dem Abendgebet noch
regelmässig zu spielen und zu zechen pflegen.
Spannungen im Konvent bewegen den R.at, 1497 die Auswechslung sämtlicher Priester
und Brüder zu verlangen. Ein Jahr später erfolgt ein Schriftwechsel wegen eines unehelichen
Kindes, das der verstorbene Meister Johannes Mülhauser hinterlassen haben soll.
Trotz aller Bemühungen dauern die Zerwürfnisse im Konvent an, sodass sich Meister und
Brüder in einer Verhandlung vor dem R.at offen der H.urerei, S.pielerei, S.chuldenmacherei
und K.etzerei beschuldigen. Dieser legt auf Betreiben der Brüder und des Klostervogtes
den Meister in den Klosterkerker, wo sich dieser aus Verzweiflung erhängt. ( Chronik des
Valerius Anshelm )
Nach 1500 folgen sich im raschen Wechsel verschiedene Meister. 1519 umfasst der Kon-
vent lediglich noch zwei Brüder. Die Entsendung neuer Brüder aus D.eutschland beruhigt
die Situation kaum; Visitationen der Ordensoberen schlagen fehl.
1522 visitiert der Rat selber den Konvent und findet den Meister und zwei Priester so zer-
stritten, dass er den Meister und den einen Priester auf der Stelle entlässt. Darüber hinaus
stellt der R.at übermässigen W.einkonsum fest, eine Menge S.chulden und das F.ehlen je-
glicher Vorräte für den W.inter.
Anlass zu dieser Visitation gab der gewaltsame Tod des Bruders und ehemaligen Meisters
Jakob Rosenstil, der kurz zuvor «zue ungebührlicher zit, umb die zächende stund vor mitter-
nacht us sinem gotzhus gangen und von einem, den unsern, vom läben zum tod gebracht»
worden war.
Im O.ktober des gleichen Jahres beschlagnahmt der R.at U.rkunden, S.chlüssel und S.ilber-
geschirr des H.eiliggeistkonventes und setzt einen neuen Meister, Mathias Wunderer, ein.
Das verschafft dem Konvent noch einmal etwas Ruhe, die nur einmal durch eine aktenkun-
dige Messerstecherei zwischen Bruder Hans Hug und einem Bürger von Bern gestört wird.
1528 umfasst der Konvent noch den Meister Hans Wunderer und einen einzigen Bruder,
Hans Haberstich. Nach Einführung der Reformation werden diese mit 220, bzw. 100 Gul-
den abgefunden und aus Bern weggeschickt.
K.onventshaus, G.arten und Kirche werden dem H.eiliggeistspital zugeschlagen, das
seinerseits der Beherbergung von fremden Bettlern und Pilgern dienen soll. Der F.riedhof
wird zur öffentlichen B.egräbnisstätte erklärt. Die Kirche dient fortan als K.ornhaus des
Spitals. Der Name «Heiliggeist» allerdings bleibt am Ort haften bis heute.
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1. Gründung und Organisation
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Der Heiliggeistorden wird von Guido, einem Sohn des Grafen Wilhelm VI ( VII ) von M.ontpellier
um 1170 - 1175 als Laienorden zur Krankenpflege gegründet. In M.ontpellier entsteht ein erstes
S.pital; bis 1198 sind bereits zehn Niederlassungen dokumentiert.
Am 23.4. 1198 erteilt P.apst Innozenz III den «regularis ordo» und stellt den O.rden unter
päpstlichen Schutz. Dem Orden werden die bisherigen Besitzungen des Spitals in M.ontpellier
bestätigt, wird ungehinderter B.esitzerwerb zugesichert und erlaubt, unter Einwilligung des
Ortsbischofs weitere S.pitäler und Oratorien zu erbauen. Er darf jederzeit alle freien oder frei-
gelassenen Personen als Brüder in den Orden aufnehmen.
Für die geistliche Betreuung seien Kapläne – gemeint ist, geweihte Priester – einzusetzen.
Die Ordensbrüder tragen auf schwarzen Mänteln ein weisses D.oppelkreuz.
Der Heiliggeistorden folgt der Regel des Augustinus. Die drei Hauptgelübde, Armut ( individ-
uelle Besitzlosigkeit ), K.euschheit und G.ehorsam werden ergänzt durch das vierte Gelübde,
den Dienst an Armen und Kranken. Die ersten Ordensstatuten orientieren sich am Vorbild
der J.ohanniter und an der G.ründungsurkunde ihres berühmten ( K.reuzritter ) S.pitals in
J.erusalem.
Die Laienbrüder werden unterstützt durch Priesterbrüder, sowie durch Hospitalschwestern.
Die Tätigkeit des Heiliggeistordens wird zunehmend durch zahlreiche Bruderschaften ge-
fördert. In R.om gehören der Bruderschaft zum Heiligen Geist zahlreiche Kardinäle und ver-
schiedene P.äpste an.
In der Blütezeit im 15. Jahrhundert umfasst der Orden ca. 740 Niederlassungen in ganz
Europa. In D.eutschland gehören die Hospitäler von M.emmingen, M.arkgröningen, N.eu-
m.arkt ( O.berpfalz ) und P.forzheim dazu, die zusammen mit den Spitälern von S.tephans-
f.eld ( E.lsass / Dép. H.aut R.hin), R.ufach und Bern die Provinz Alemania Superior bilden.
Allerdings – lange nicht alle Heiliggeist Spitäler lassen sich auf die Tätigkeit des Ordens
zurückführen. Oft handelt es sich um städtische Gründungen.
Die wirtschaftliche Grundlage für die Spitäler bilden Schenkungen, Messestiftungen zum
Andenken an Verstorbene, Kollekten, Almosensammlungen ( Quest ) und zunehmend die
eingebrachten Kapitalien der Pfründerinnen und Pfründer.
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2. Laien und Priester – Konflikte
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Guido begründet den Heiliggeistorden als Laienorden. Nach mittelalterlichem Verständnis
ist Krankenpflege allerdings nicht denkbar ohne tägliche Messe und Krankenkommunion,
Krankensalbung und dem fürbittenden Gebet für die Verstorbenen. Dazu braucht der Orden
von Anfang an Priester.
Der Streit um die Einsetzung der Priester, um die Zuständigkeit und die Rechte des Ortsbi-
schofs einerseits und den Rechten des Ordensgenerals andrerseits, um die Verwaltung
der geistlichen Stiftungen und Schenkungen begleitet die ganze Ordensgeschichte.
Dazu kommt eine unselige Rivalität zwischen M.ontpellier und R.om. Bereits 1204, sechs
Jahre nach der Bestätigung der Ordensregel des Guido, vereinigt der P-apst das aus der
um 725 gegründeten S.chola S.axonum hervorgegangene Spital S.anta M.aria in S.assia
in R.om mit dem S.pital in M.ontpellier und unterstellt es der Regel des Heiliggeistordens.
Guido wird zum Vorsteher beider S.pitäler ernannt.
Dem r.ömischen S.pital obliegt vor allem die Beherbergung der Pilgerströme zu den Apostel-
gräbern in R.om. Es wird mit reichen Schenkungen bedacht. Es soll um 1200 bis zu tausend
Arme und dreihundert Kranke mit F.leisch und B.rot und W.ein verpflegt haben.
Nach Guidos Tod 1208 setzt eine jahrhundertlange Rivalität um die Leitung des Ordens ein. -
1228 bestimmt P.apst Gregor IX, dass der Magister des R.ömer S.pitals die Ordensleitung
innehabe – die f.ranzösischen Niederlassungen wehren sich und so droht der Orden ständig
in einen r.ömisch - p.äpstlichen- und einem f.ranzösischen Zweig zu zerfallen. Die formelle
T.rennung erfolgt allerdings erst 1625.
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Das Elend mit den Q.uellen
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Die Quellenlage für die Erforschung der Ordensgeschichte ist prekär. Die mittelalterlichen
Schriftbestände in M.ontpellier gingen 1562 während der H.ugenottenkriege zu Grunde. Die
mittelalterlichen Schriftbestände in R.om wurden zerstört, als 1527 beim « Sacco di R.oma »
H.ospital und Kirche S.t. M.aria in S.assia in F.lammen aufgingen.
In den V.atikanischen Archiven sind K.opien zur Ordensgeschichte vorhanden, die allerdings
alle unter dem Verdacht der Fälschung stehen und bisher nicht historisch kritisch aufgearbei-
tet und publiziert worden
sind.
Dazu kommt eine systematische Fälschung vieler Dokumente und Kopien. P.apst Urban VIII
verkauft 1625 einem Oliviers de la T.rau, Sieur de la Terrade, der sich als Restaurator des
Ordens aufspielt, den Titel eines Général de l'ordre du S.aint E.sprit en deça des monts.
Oliviers de la Trau will die im Laufe der Zeit verlorenen Güter des Heiliggeistordens in F.rank-
reich zurückfordern und – gegen Geld – an Dritte weiterverleihen und vermieten. Die Lehens-
nehmer bekommen mit einer U.rkunde die Mitgliedschaft in einem vollständig erfundenen
“R.itterorden zum Heiliggeist” bestätigt und fühlen sich damit geadelt.
Die überlieferte Ordensregel wird im Sinne eines Ritterordens massiv gefälscht und umform-
uliert. Es findet sich die Behauptung, der Orden habe seinen Ursprung in R.om, er sei von
der Hl. Martha eingerichtet worden und erster General sei der Hl. Lazarus gewesen. In fiktiven
L.isten von Heiliggeistspitälern werden Häuser aufgenommen, die nachweislich sehr viel
später gegründet worden sind oder gar nie etwas mit dem Orden zu tun hatten.
Eine kritische Sichtung des Quellenmaterials steht noch aus. Das gilt auch für die Ordens-
regel in ihren verschiedenen Fassungen. Entsprechende Vorsicht ist bei allen Dokumenten
aus dem Schoss des Ordens geboten.
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Wiedereröffnung Mai 1604
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Nachdem 1528 durch die Annahme der Reformation durch R.at und Bürgerschaft der Stadt
auch die Heiliggeistkirche geräumt und für den Gottesdienst aufgehoben worden ist, dient
das Kirchengebäude zunächst als K.ornmagazin für das S.pital.
Das Konventsgebäude wird dem S.tadtarzt Valerius A.nshelm als A.mtswohnung zugewiesen.
Den letzten S.pitalmeister, Mathias Wunderer, treffen wir nach kurzem Exil 1529 als reformierten
Pfarrer von W.ohlen.
Der Rat beschliesst 1534 den Abbruch der Kirche. Einige Monate später verzichtet er darauf
mit der Begründung « weil ja auch in andern Städten bei den Spitälern Kirchen seien ».
Im Mai 1604 wird die spätmittelalterliche Heiliggeistkirche teilweise wieder für den Gottes-
dienst geöffnet. Die Bevölkerung ist stark gewachsen, auch vor der S.tadtmauer, wo die so
genannten Hausleute siedeln, Mägde und Knechte, Handwerker und Gesellen, die in der
Stadt arbeiten.
Die Insassen des « Schallenwerks » ( Gefängnis, Zuchthaus – die Gefangenen tragen
Schellen am Körper, damit sie beim Entsorgen des Kehrichts in der Stadt rasch bemerkt
werden ) und der Spinnstube sollen einen wöchentlichen Gottesdienst besuchen können.
Die Heiliggeistkirche soll auch wieder der Armenfürsorge dienen – der städtische Almos-
ner teilt nach dem Gottesdienst den Stadtarmen das Almosen aus.
Als Vorbereitung auf die Wiedereröffnung wird bereits 1595 ein neuer Turmhelm mit vier
Türmchen errichtet, die Glockenstube erhöht und mit drei neuen G.locken, gegossen in der
bekannten Giesserei Zehender beim G.olatenmatttor, versehen.
Aus Kostengründen wird allerdings keine ordentliche Pfarrstelle geschaffen. Zwei Kandidaten
der Theologie übernehmen den Predigtdienst. Das M.orgenbrot und eine geringe Entlöhnung
bekommen sie beim Spitalmeister.
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2. Die Gemeinde wächst – das 17. Jahrhundert
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Die Anstellung von Theologiekandidaten bewährt sich nicht, es gibt zu viele Wechsel. Schon
zwei Jahre später erfolgt der Antrag an den Rat: «etwas Kostens anzuwenden zur Erhaltung
eines sonderbaren Seelsorgers...» Der R.at zögert und betraut zunächst Theologieprofessoren
zusätzlich zur Lehre mit dem Pfarramt an der Heiliggeistkirche. Ein attraktives Angebot, denn
das Professorengehalt ist merklich kleiner als der Lohn eines Stadtpfarrers.
Offenbar wurde nur ein Teil des Kirchenraumes wirklich geräumt, denn 1609 und 1618 erfolgt
die zweimalige Bitte an den R.at, «man möchte das noch in einem Winkel der Kirche liegende
Getreide entfernen…»
Ab 1615 werden die Gefangenen des Schallenwerkes der Kirche zugeteilt; sie erhalten einen
speziellen Kircheneingang. Ab 1631 kommen «die mutwilligen Bettler, Trunkelbolde, die unbe-
scheidenen Taglöhner und die verwahrlosten und armen Jugendlichen» dazu, die in der be-
nachbarten S.pinnstube beschäftigt werden. 1632 fragt der Kirchenrat, «ob man nicht thunlich
funde, dass auch zu dem Heiliggeist allhier mit dem jungen Bättelvolk Kinderlehr angestellt
wurden, damit sy besser in der Forcht Gottes uferzogen wurdind?»
1650 folgt die Verordnung des R.ates, «Hausleute und Kinder sollen alle Sontag in der Kilchen
beim Heiligen Geist den Gottesdienst besuchen. Es soll ebenso Kinder-Unterricht und die
Unterweisung gehalten werden.»
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Um– und Erweiterungsbauten
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Ab 1651 wird die Kirche repariert und erweitert: Anstelle des alten, baufälligen Konvents-
gebäudes wird ein neues S.chiff angebaut.
1676 werden K.anzel und A.bendmahlstisch versetzt, der C.horbogen abgebrochen und neue
Stühle für Männer und Frauen und für die Burgerschaft eingerichtet.
1686 sähe der Rat «gerne, dass andere, sonderlich etwann ehrliche Burger aus der Nachbar-
schaft auch Platz haben möchten...» Der Spitalmeister antwortet innerhalb von zwei Tagen:
«dass, wenn jedem Burger und seiner Frauwen droben in der Kirchen zum heiligen Geist
ein eigener Stuhl würde zugetheilt werden, die Armen, für die selbige fürnehmlich gewidmet,
würden ausgeschlossen werden.» In seiner Eigenschaft als Kirchmeier müsse er darauf dringen, «dass Unordnung und Missbrauch verhütet und in erster Linie die Armen versorgt
würden.»
1693 erste Vorschläge für die Erweiterung der Kirche. 1694: Das S.chiff wird verbreitert und
der westliche H.aupteingang verlegt.
1704: Kirchenchor und Posaunisten werden neu auf der Chorempore platziert. Das Innere und
der T.urm werden aufgefrischt. Die Kirche bietet nun ca. 750 Menschen Platz.
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Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse
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Mit Dekret des Grossen Rates vom 4. und 5. Dezember 1720 werden die kirchlichen Verhält-
nisse in der Stadt neu geordnet. Es entstehen fünf neue Kirchgemeinden, darunter als letzte
die Gemeinde zum Heiligen Geist. Damit erhält die Heiliggeistkirche die Rechtsstellung einer
Pfarrkirche. Sie wird mit einer Pfarrer- und einer Pfarrhelferstelle ausgestattet. Der Pfarrer soll
am S.onntag die Predigt halten, am D.onnerstag die Kinderpredigt und den Katechismus-
unterricht.
Der Pfarrhelfer predigt am D.onnerstag und hält am S.onntag die Kinderlehre. Im Pflichtenheft
des Pfarrers ist nachzulesen: «Aufsicht und Besuchung der Haushaltungen, Verpflegung und
Trost der Kranken und Armen, sonderlich genauwer Beobachtung ergerlicher Leuthen zu
halten, damit mehrere Erkanntnus Gottes gepflanzet, Sündt und Laster entdeckt, bestraffet
und abgethan werden möge.»
1721 wird Georg Langhans als erster Pfarrer eingesetzt, Rudolf Isenschmid als Helfer gewählt.
Im selben Jahr 1721 erfolgt indes die dringliche Warnung an den Rat, die Heiliggeistkirche sei
trotz aller Reparaturen und Unterhaltsarbeiten akut einsturzgefährdet. Ein Augenschein ergibt
laut Protokoll, «dass, wan nicht allerfürdersamst Fürsehung getahn würde, man in Besorgung
einichen Unglücks stehen müsste – was Gott verhüten möge.»
Der Rat befiehlt, den Bau mit Baumstämmen zu unterstützen. Der Gottesdienst wird in die
P.redigerkirche verlegt. Abbruch der alten Kirche 1726, Einweihung der neuen Heiliggeistkirche
November 1729.
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Heiliggeistkirche von 1729 – Kunsthistorische Würdigung
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Die allseits freistehende Kirche ist auf einem einfachen Rechteck in nordsüdlicher Richtung
entwickelt: sein Längen - Breiten Verhältnis von annähernd 5:3 entspricht der zähringischen
H.ofstatt. Das M.ittelportal, flankiert von freistehenden Säulenpaaren und Nebenportalen,
führt in die T.urmhalle.
Die übrigen Fronten weisen je ein Portal auf. Im Inneren scheiden vierzehn in einem Oktogon
angeordnete mächtige korinthische Säulen den mit Emporen umgebenen Umgang vom
Raumkern. Im konsequent durchgebildeten Predigtsaal ist kein Chor ausgeschieden, da-
gegen dominiert die hoch aufgerichtete S.teinkanzel den H.allenraum.
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Aussenbau
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Strenge Geschlossenheit der Fassaden in Art vorbarocker Kirchen in R.om oder der huge-
nottischen «Temples» aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert An der Hauptfassade steht
vor der spröden zweigeschossigen Pilasterordnung eine starke Portal - Ädikula aus zwei
kompositen Säulenpaaren, darüber kräftiger Segmentgiebel und Obergeschoss mit flan-
kierenden Voluten und Tympanon mit der T.aube des heiligen Geistes im S.trahlenkranz.
Unmittelbar hinter der selbständigen Front durchstösst der elegante Turm das Satteldach.
Auf dem sichtbaren kurzen Schafft mit vier Zifferblättern sitzt eine «welsche Haube» und ein
mit schlankem Spitzhelm gedecktes G.lockentürmchen.
Längsfronten mit hohem Kalksteinsockel. Darüber eine durchgehende Ordnung hoher
Rundbogen - Hochfenster zwischen Kompositpilastern, darüber ein reich profiliertes
Kranzgesimse, bekrönt mit vasenbesetzter Balustrade mit zierlichen Obelisken an den
Eckpunkten.
Rückseite: angeglichen an die Hauptfront. Interessant die aus einem einzigen G.ranitfindling
gehauene, 1824 eingebaute F.reitreppe an der N.ordseite.
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Innenraum
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Der Innenraum wirkt wie aus einem Guss. Beherrschendes Element sind die vierzehn hohen
M.onolith - S.andsteinsäulen. Sie tragen das wuchtige, mit Balkenkopffries nach innen ausla-
dende Längsachteck - Gebälk und die schreinartige fensterlose Mitteltonne.
Diese erhält Gewicht und Relief durch die schwere umlaufende Galerie. Konstruktiv und räumlich überzeugt die Einbindung der Turmhalle in den doppelschalig umfassten Haupt-
raum.
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Ausstattung
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- T.aufstein, gehauen von J. F. Calame, in schwarzem Marmor – ein Findling.
- Kanzel, gehauen von Hans Jakob Langhans, wahrscheinlich beste S.teinkanzel des
. bernischen Barocks.
- Stuckierung durch Joseph Anton Feuchtmayer aus St. Peter im S.chwarzwald. Hauptwerk der
. Régencestuckatur in Bern, in zarten Tönen und grosser Lebendigkeit.
Erst 1806 wird eine erste O.rgel eingebaut; das heutige Instrument wurde von der Firma Metzler
1980 - 1981 erbaut, es umfasst 31 Register.
Von den sechs G.locken wurde die eine kleine S.tundenglocke aus der Vorgängerkirche über-
nommen, ein Guss von Abraham Zehender von 1596. Das moderne Des Dur Geläute in der
G.lockenstube des Turmschaftes stammt aus der Werkstatt Gebr. Rüetschi in A.arau. (1860).
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Würdigung
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Im hoch komplizierten Entwurfsprozess zu dieser Kirche ist heute kaum mehr auszumachen,
welche Elemente dem jungen Architekten Albrecht Stürler und welche dem Architekten und
Stadtbaumeister Niklaus Schiltknecht zu verdanken sind.
Grundriss und Innenraum lassen den Einfluss des Typus des hugenottischen Predigtraumes
erkennen. ( Temple von C.harenton II, 1623-25, erbaut von Salomon de Brosses ) Ein naher,
kleinerer Verwandter findet sich in G.enf, im T.emple N.euf an der P.lace de la F.usterie, erbaut
von Jean Vennes, 1713-15. Im Aussenbau wirken die Kirchenfronten r.ömischer Kirchen aus
dem Spätmanierismus nach. Stilbildend waren sicher auch die Architekturlehrbücher von
François Blondel.
Die L.ängsfronten erinnern in ihrer zurückhaltenden, fast schon frühklassizistisch anzu-
sprechenden Gliederung an Andrea Palladio und seine Kirchen in V.enedig. ( R.edentore,
S. P.ietro di C.astello)
Zum Schluss ein Zitat von P. Hofer: «Anders als in G.enf, L.ausanne, Z.ürich oder B.asel be-
gegnet der Besucher nach Verlassen des H.auptbahnhofes nicht heterogenem 19. und 20.
Jahrhundert, sondern einem scharf profilierten, aussagekräftigen Werk des westeuropäisch
disziplinierten Barocks, Hauptdenkmal des protestantischen Sakralbaus mindestens im
Westen unseres Landes und zugleich Wahrzeichen des Westeingangs in den Stadtkern
Bern.»
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Baugeschichte => Vorgeschichte, Planungsphase
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Noch 1694 wird die alte Spitalkirche erweitert, 1704 Inneres und Turm aufgefrischt, da alarmiert
am 24. Juni 1721 ein Bericht den Rat, die Kirche drohe einzustürzen. Ein knappes Jahr später
beschliesst der Rat, Kirche und S.pital am alten Ort neben dem C.hristoffeltor neu aufzuführen.
Allerdings, die innere R.ingmauer steht einer Vergrösserung des Spitalkomplexes entgegen,
obwohl vorsorglich 14 H.äuser und S.cheunen an der Spital– und Neuengasse angekauft
werden.
Niklaus Schiltknecht, Heinrich Propstatt aus L.uzern, Daniel Stürler und Abraham Wild reichen
Entwürfe für Kirche und S.pital ein – sie alle lassen sich aus Platzgründen nur unter Schleifung
der R.ingmauer realisieren.
Nach längerem Hin und Her fällt im ersten Halbjahr 1725 die Entscheidung, vorerst nur die
Kirche innerhalb der S.tadtmauern neu zu errichten. Der Neubau des S.pitals folgt erst nach
1732 ausserhalb der S.tadtmauer. Damit ist neben der organisatorischen- auch die räum-
liche Trennung von S.pitalkirche und S.pital vollzogen.
Am 18. April tritt die neu gewählte Spitalkommission für den Spital- und Kirchenbau erstmals
zusammen. Diese Kommission übt auf Planung und Realisation des Neubaus ständig mass-
geblichen Einfluss aus.
Die Entwürfe von Stürler und Schiltknecht kommen in die engere Wahl – sie werden auf
Weisung der Kommission stark überarbeitet: verlangt werden zweitausend Sitzplätze und ein
stark erhöhter Turm, damit das Glockengeläute auch ausserhalb der M.auern zu hören sei.
Am 20. Februar 1726 vergibt der Rat die ersten grossen Bauaufträge.
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Baugeschichte => Abbruch und Neubau
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Am 17. März 1726 predigt Pfarrer Langhans zum letzten Mal in der alten S.pitalkirche; zwei
Tage später wird das Dach abgedeckt; der Abbruch kommt zügig voran. Dabei kommen
mit Asche gefüllte heidnische Krüge und ein s.ilbernes B.eilchen, offenbar ein im Bernbiet
auch anderswo nachgewiesenes g.allorömisches V.otivbeilchen, zum Vorschein.
Mitte Juni 1726 fällt der entscheidende Beschluss, die Haupttonne auf vierzehn korinthische
K.olossalsäulen zu stellen und den Bau durch einheitliche Hochfenster zu beleuchten. Offen
bleibt, ob die E.mporen in H.olz oder S.tein auszuführen seien.
Im S.ommer 1727 ist der Bau der Südfront und der Längsfassaden abgeschlossen. Anfangs
A.ugust werden die S.chwarzmarmorsäulen des Haupteinganges an der S.pitalgasse aufge-
richtet.
Erst im D.ezember fällt die lange uneinig gebliebene Baukommission den Entscheid, den Em-
porenumgang durch N. Schiltknecht in Stein ausführen zu lassen. Die Idee, die neue Kirche
als emporenlose Halle zu errichten, wird längere Zeit diskutiert, aber später fallengelassen.
Aus dieser Planungsphase erklären sich die nicht geteilten Hochfenster an den Längsfass-
aden.
Im M.ai 1728 beschliesst die Kommission, die nördliche Fassade nicht wie die Längsseiten
zu gliedern, sondern als zweite-, der Südseite angeglichene Schaufront zu realisieren. Das
bedingt die Umänderung des vorgesehenen Walmdaches in ein schlichtes Satteldach.
Ebenfalls im Mai geht mit der Aufrichtung des Turmhelms der Aussenbau der Vollendung
entgegen.
Im Inneren kommt die Stuckierung der Gewölbe durch Joseph Anton Feuchtmayr rasch vor-
an. Noch ungeklärt bleibt der S.tandort der K.anzel und einer allfälligen O.rgel. Die Vollen-
dung der turmseitigen Empore wird hinausgezögert, bis sich zeigt, dass der G.lockenaufzug
nur im Kircheninnern, durch den Sprengring des ersten Turmgeschosses, technisch möglich
ist.
Die turmseitige Empore wird zu einem schmalen Verbindungsgang reduziert. Auf eine
O.rgel wird verzichtet. K.anzel und A.bendmahlstisch kommen nach einem erst im
N.ovember 1728 gefällten Entscheid ans Nordende des Schiffes zu stehen.
Am O.stermontag 1729 folgt die Aufstellung der K.anzel, E.nde O.ktober ist der Innenaus-
bau vollendet.
Unter grosser öffentlicher Anteilnahme wird am 6. November 1729 die Kirche eingeweiht.
Pfarrer Samuel Lupichius hält eine lange Weihepredigt, sie liegt gedruckt vor.
Gemäss Bauabrechnung kostete der Bau bei 49 000 Kronen.
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Baugeschichte => Veränderungen am Bau
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Erste Unterhaltsarbeiten betreffen das U.hrwerk, die Z.ifferblätter und das Geläute. Ein Sturm-
schaden bedingt 1760 die Erneuerung der Helmspitze.
1798 wird die Kirche von der italienischen A.rmee N.apoleons mit Material belegt. Die knappen
Mittel reichen nicht, um die entstandenen Schäden zu beheben.
Im Mai 1860 wird der K.opfbahnhof der C.entralbahn eingeweiht – die engen Zugänge zur
Kirche werden durch P.fosten abgesichert. Es entstehen die so genannten «Perrons».
Im Frühjahr 1865 – die entscheidende Versammlung fand übrigens in der Heiliggeistkirche
statt – wird der C.hristoffelturm abgebrochen – an der Südseite der Kirche kommen so plötz-
lich zahlreiche Schäden zum Vorschein.
1866 werden die verwitterten S.chwarzmarmorsäulen durch Hartsandsteinsäulen ersetzt: die
Fassade verliert viel von ihrer ursprünglichen Farbigkeit.
1884 wird die N.ordfassade restauriert – 1892 wird die erste H.eizung eingebaut, 1895 -
1897 Turm und S.üdseite, 1907 die B.estuhlung erneuert, neu mit zwei Mittelgängen. Eine
weitere Aussenrenovation 1907 - 1914.
1952/62: Gesamterneuerung aller vier Fassaden. 1956/57 Restauration der S.tuckaturen von
Feuchtmayr.
Ab 2003 Erneuerung des gesamten Daches, Beginn der Restauration der N.ord - Westfas-
sade. Heute sind die originalen Bestände am Äusseren der Kirche praktisch durchwegs er-
setzt. Authentische Bauteile bewahrt nur das Innere.
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Siehe auch Originaltext mit Bildern =>
www.heiliggeistkirche.ch/sidebar_uploads/heiliggeist_945b...
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( BeschriebHeiliggeistkirche KantonBern StadtBern AlbumStadtBern Bern Berne Bernä
Bärn Kirche Church Eglise Chiuche Chiuchli Iglesia Kirke Kirkko Εκκλησία Chiesa 教会
kerk Kościół Igreja Церковь Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa Swiss Sveitsi
Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza Stadt City Ville シティ By 城市
Città Город Stad UNESCO Welterbe World Heritage BeschriebHeiliggeistkircheBern )
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A.lbert A.nker A.usstellung im K.unstmuseum B.ern am Donnerstag den 16. September 2010
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Hurni100916 KantonBern StadtBern AlbumStadtBern
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 140316
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NIF
The Volvo P1800 is a sports car from Volvo Cars. The car was presented to the public for the first time at the Brussels Motor Show in January 1960 and Volvo turned to Jensen Motors whose production lines were under capacity, and they agreed to a contract of 10,000 cars.
As time progressed, Jensen had problems with quality control, so the contract was ended early at 6,000 cars. In 1963 production was moved to Volvo's Lundby Plant in Gothenburg and the car's name was changed to 1800S (the 'S' indicating Swedish assembly).
(Wikipedia)
- - -
Der Volvo P1800 ist ein PKW-Modell des schwedischen Automobilherstellers Volvo und stellt nach dem P1900 Volvos zweiten Versuch dar, in den Sportwagenmarkt einzusteigen.
In der Zeit von 1961 bis 1972 wurden von dem Coupé 39.407 Exemplare in verschiedenen Motorisierungen gebaut.
Das Design wurde 1957 von Pelle Petterson entworfen, damals Mitarbeiter bei Pietro Frua in Italien. Das erste Modell P1800 wurde von 1961 bis 1963 in Großbritannien bei Jensen Motors in West Bromwich montiert. Die Karosserien wurden vom Werk Linwood der Pressed Steel Company per Bahn angeliefert. Ausgestattet war diese Version mit einem 1,8-Liter-Vergasermotor mit 66 kW (90 PS).
Aufgrund von Qualitätsproblemen bei Montage und Lackierung beendete Volvo die Zusammenarbeit mit Jensen 1963 und verlegte die Produktion nach Schweden in das Volvo-Stammwerk Lundby bei Göteborg. Der Modellbezeichnung 1800 wurde ein S für Schweden hinzugefügt. Im gleichen Zug wurde die Leistung auf 71 kW (96 PS) gesteigert.
(Wikipedia)
WINNER OF CATEGORY 1. OBJECT OF STUDY
Description of the author:
As part of a study on influencing factors on elephant foot health, I took pictures of the feet of more than 150 Asian elephants living in European zoos. This picture shows a right front foot of a ten-year-old male from below. In the middle of the picture is the foot pad with its natural grooves working like the treads of our shoes. The brighter areas on the lateral and upper edges are the soles of the five-foot nails. When lifted (as for this picture), this foot has a circumference of 117 cm, and it expands when bearing weight.
Comment of the Jury:
This stunning picture forces viewers to slow down, immersing them in a dazzling view of organic structures of unknown scale from something they have never seen before: the underside of an elephant foot. These intricate lines form a landscape sculpted by evolution. Their sophisticated subtlety contrasts with the image usually associated with the lumbering, heavy and almost archaic mammal they belong to. These physiological structures contradict contemporary assumptions that evolution’s efficiency consists of making organisms faster.
Beschreibung:
Für eine Studie zu Faktoren, die die Gesundheit von Elefanten beeinflussen, habe ich die Füsse von über 150 Asiatischen Elefanten in europäischen Zoos fotografiert. Diese Bild zeigt den rechten Vorderfuss eines zehnjährigen Männchens von unten. Im Zentrum sieht man den Fussballen mit seinen natürlichen Rillen, die ähnlich wie das Profil von Schuhen funktionieren. Die helleren Stellen am oberen und seitlichen Rand sind die Unterseite der fünf Fussnägel. Wenn der Fuss hochgehoben wird (wie für dieses Bild) hat er einen Umfang von 117cm. Wenn er belastet wird, dehnt er sich aus.
Kommentar der Jury:
Dieses eindrückliche Bild zwingt uns, einen Gang zurückzuschalten und uns auf den faszinierenden Anblick einer organischen Struktur unbekannter Grösse einzulassen. Es ist etwas, das wir so noch nie gesehen haben: die Unterseite eines Elefantenfusses. Die feinen Linien gleichen einer von der Evolution geformten Landschaft. Ihre Feinheit bildet einen starken Kontrast zu den Bildern, die wir uns von diesen riesigen und schweren, fast archaischen Säugetieren machen. Diese Physiologie widerspricht auch der zeitgenössischen Annahme, dass die Evolution immer das Ziel grösserer Geschwindigkeit verfolgt.
Description:
Dans le cadre d’une étude sur les facteurs influençant la santé des pieds des éléphants, j’ai photographié les pieds de plus de 150 éléphants d’Asie vivant dans des zoos européens. Cette photo montre le dessous du pied avant droit d’un mâle de dix ans. On voit au milieu de l’image la plante du pied, avec ses sillons naturels qui fonctionnent comme la semelle de nos chaussures. Les parties plus claires dans les bords sont les bases des cinq ongles. Lorsqu’on le soulève, comme pour cette photo, ce pied a une circonférence de 117 cm, et il s’élargit lorsqu’il porte du poids.
Commentaire du jury:
Cette image étonnante force le spectateur à ralentir et à s’immerger dans une vue fascinante de structures organiques sans idée de leur ordre de grandeur, dans une dimension jamais vue : le dessous d’un pied d’éléphant. Ces lignes ciselées dessinent un paysage façonné par l’évolution. Leur subtile sophistication contraste avec l’image habituellement associée au mammifère lourd, massif et presque archaïque auquel ces motifs appartiennent. Ces structures physiologiques contredisent les thèses actuelles selon lesquelles l’efficacité de l’évolution consiste à rendre les organismes plus rapides.
The Liberation Monument stands at Eduard-Wallnöfer square (formerly Landhausplatz) in front of the Neue (new) Landhaus (Regional Parliament) in Innsbruck.
Genesis
The Liberation Monument was built by Tyrolean artists and artisans from 1946 to 1948 on initiative and at the expense of the French occupying forces, designed by the architect of the French military government for Tyrol and Vorarlberg, Major Jean Pascaud. The monument is dedicated to those who sacrificed their lives for the liberation of Austria from seven years of unfreedom under National Socialism from 1938 to 1945. Plans and photos of the construction of this monument and the extremely laborious assembly of the eagle on the monument at the time are kept in the Tyrolean State Museum Ferdinandeum.
Description
In contrast to the Soviet War Memorial erected in Vienna in the same year, the Innsbruck Monument shows only Austrian symbols. It bears the inscription "PRO LIBERTATE AUSTRIAE MORTUIS" The death for the freedom of Austria and in cross form the coats of arms of the nine Austrian provinces. These grids were executed by master locksmith and later ÖVP (Austrian People's Party/Österreichische Volkspartei) city councilor Anton Fritz, who also chiseled the Tyrolean eagle with shield according to a design by the sculptor Emmerich Kerle in copper.
Acknowledgment by name
As part of the redevelopment of the Landhaus square in 2011, the name of 107 people who lost their lives in the resistance against the Nazi regime was attached to the Liberation Monument. In 2015, another 16 names were added. Since March 2012, there is a website for Eduard Wallnöfer Platz, where both monuments are described in detail.
On the western side of the monument are the following names:
Nominal appraisals
The deceased for the freedom of Austria
Josef Axinger
Michael Bazil
Anton Bodenwinkler
Matthew Burgstaller
Walter Caldonazzi
Alfons Degaspari
Johann Desch
Rudolf Eder
Alois Graus
Georg Gruber
Anna Gründler
Marian Kuderna
Stefan Kuderna
Konrad Meier
Robert Moser
Andreas Obernauer
Josef Pair
Johann Pechriggl
Maria Peskoller
Victor da Pont
Anton Rausch
Anton Rettenbacher
Johann Rieder
Narciso Riet
Hedwig Romen
Josef Salcher
Josef Schmiderer
Johann Schmidt
Albert Alois Schnitzer
Johann Schroffner
Karl Seemann
Rosa Stallbaumer
Johann Steinmayer
Anton Stock
Franz Stolzlechner
Adele Stürzl
Ferdinand Thaler
Otto Thies
Konrad Tiefenthaler
Martin Tissner
Leopold Tomschik
Ludwig Totzenberger
Albert Troppmair
Stefan Valentinotti
Hans Vogl
Karl Weiroster
Josef Werndl
Lorenz Wernisch
Josef Wieser
Johann Winkler
On the eastern side of the monument are the following names:
The deceased for the freedom of Austria
Paul Anetter
Max Bär
Alois Brunner
Josefine Brunner
Viktor Czerny
Helene Delacher
Heinrich Depaoli
Ferdinand Eberhart
Johann Erler
Peter Falconer
Georg Fankhauser
Ernst Federspiel
Nikolaus Federspiel
Alois Flatsche
Franz Frank
Sepp Gangl
Jakob Gapp
Johann Gasser
Franz Gruber
Alfred Grundstein
Andreas Hofer
Alois Holzer
Ferdinand Humer
Alois Hupfau
Shmuel David Janaszewicz
Jakob Justmann
Karl Killinger
Anton Kofler
Walter Krajnc
Carl Lampert
Franz Mair
Adolf Martinek
Hubert Mayr
Karl Mayr
Johann Mentil
Franz Josef Messner
Otto Neururer
Anton Obholzer
Ernst Ortner
Emil Palla
Hugo Paterno
Oskar Pfeifer
Anton Pils
Hugo Pircher
Josef Pontiller
Erich Ranacher
Franz Reinisch
Nikolaus Schwarz
Antonia Setz
Franz Setz
Anton Steiner
Florian Steiner
Lorenz Steiner
Alfons Sturm
Klara Sturm
Das Befreiungsdenkmal steht am Eduard-Wallnöfer-Platz (vormals Landhausplatz) vor dem Neuen Landhaus in Innsbruck.
Entstehung
Das Befreiungsdenkmal wurde von 1946 bis 1948 auf Initiative und auf Kosten der französischen Besatzungsmacht nach Entwürfen des Architekten der französischen Militärregierung für Tirol und Vorarlberg, Major Jean Pascaud, von Tiroler Künstlern und Handwerkern errichtet. Das Denkmal ist jenen Personen gewidmet, die für die Befreiung Österreichs aus siebenjähriger Unfreiheit unter dem Nationalsozialismus von 1938 bis 1945 ihr Leben geopfert haben. Pläne und Fotos von der Errichtung dieses Denkmals und der, für die damalige Zeit äußerst mühsamen Montage des Adlers auf dem Denkmal, werden im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum aufbewahrt.
Beschreibung
Im Gegensatz zum im gleichen Jahr errichteten Sowjetischen Ehrenmal in Wien zeigt das Innsbrucker Denkmal nur österreichische Symbole. Es trägt die Inschrift „PRO LIBERTATE AUSTRIAE MORTUIS“ Den für die Freiheit Österreichs Gestorbenen und in Kreuzform die Wappen der neun österreichischen Bundesländer. Diese Gitter wurden von Schlossermeister und späteren ÖVP-Stadtrat Anton Fritz ausgeführt, der auch den Tiroler Adler mit Binnenschild nach einem Entwurf des Bildhauers Emmerich Kerle in Kupfer getrieben hat.
Namentliche Würdigung
Im Rahmen der Neugestaltung des Landhausplatzes im Jahr 2011 wurden an das Befreiungsdenkmal die Namen von 107 Menschen angebracht, die im Widerstand gegen das NS-Regime ums Leben kamen. 2015 wurden weitere 16 Namen ergänzt. Seit März 2012 gibt es eine Website zum Eduard Wallnöfer Platz, auf der beide Denkmäler ausführlich beschrieben sind.
Auf der westlichen Seite des Denkmals befinden sich folgende Namen:
Namentliche Würdigungen
Den für die Freiheit Österreichs Gestorbenen
Josef Axinger
Michael Bazil
Anton Bodenwinkler
Matthäus Burgstaller
Walter Caldonazzi
Alfons Degaspari
Johann Desch
Rudolf Eder
Alois Graus
Georg Gruber
Anna Gründler
Marian Kuderna
Stefan Kuderna
Konrad Meier
Robert Moser
Andreas Obernauer
Josef Pair
Johann Pechriggl
Maria Peskoller
Viktor da Pont
Anton Rausch
Anton Rettenbacher
Johann Rieder
Narciso Riet
Hedwig Romen
Josef Salcher
Josef Schmiderer
Johann Schmidt
Albert Alois Schnitzer
Johann Schroffner
Karl Seemann
Rosa Stallbaumer
Johann Steinmayer
Anton Stock
Franz Stolzlechner
Adele Stürzl
Ferdinand Thaler
Otto Thies
Konrad Tiefenthaler
Martin Tissner
Leopold Tomschik
Ludwig Totzenberger
Albert Troppmair
Stefan Valentinotti
Hans Vogl
Karl Weiroster
Josef Werndl
Lorenz Wernisch
Josef Wieser
Johann Winkler
Auf der östlichen Seite des Denkmals befinden sich folgende Namen:
Den für die Freiheit Österreichs Gestorbenen
Paul Anetter
Max Bär
Alois Brunner
Josefine Brunner
Viktor Czerny
Helene Delacher
Heinrich Depaoli
Ferdinand Eberhart
Johann Erler
Peter Falkner
Georg Fankhauser
Ernst Federspiel
Nikolaus Federspiel
Alois Flatsche
Franz Frank
Sepp Gangl
Jakob Gapp
Johann Gasser
Franz Gruber
Alfred Grundstein
Andreas Hofer
Alois Holzer
Ferdinand Humer
Alois Hupfau
Shmuel David Janaszewicz
Jakob Justmann
Karl Killinger
Anton Kofler
Walter Krajnc
Carl Lampert
Franz Mair
Adolf Martinek
Hubert Mayr
Karl Mayr
Johann Mentil
Franz Josef Messner
Otto Neururer
Anton Obholzer
Ernst Ortner
Emil Palla
Hugo Paterno
Oskar Pfeifer
Anton Pils
Hugo Pircher
Josef Pontiller
Erich Ranacher
Franz Reinisch
Nikolaus Schwarz
Antonia Setz
Franz Setz
Anton Steiner
Florian Steiner
Lorenz Steiner
Alfons Sturm
Klara Sturm
de.wikipedia.org/wiki/Befreiungsdenkmal_(Innsbruck)
Im Vordergrund die Figur des Schützenbrunnen, dahinter der Zytgloggenturm / Zeitglockenturm
in der Altstadt von Bern in der Schweiz
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S c h ü t z e n b r u n n e n B e r n
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Der Schützenbrunnen gehört zu den Berner Altstadtbrunnen aus dem 16. Jahrhundert und steht
in der Marktgasse in der Altstadt - Stadt Bern im Kanton Bern der Schweiz
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Der Brunnen stammt aus dem Jahre 1527 und erhielt 1543 von Hans Gieng die Brunnenfigur
eines geharnischten Obmanns der Schützen, der in der Rechten das Banner mit dem
Zeichen der Büchsenschützen trägt und mit der Linken den Griff eines langen Schwertes
umfasst. Zwischen seinem Beinen zielt ein Bärenjunges mit einer Büchse auf die Passanten
in der Gasse.
Bis 1.8.8.9 stand er vor dem Haus der Schützengesellschaft (ebenfalls in der Marktgasse ),
wurde dann um einige Häuser verschoben und kam 1.9.3.1 an seinen heutigen Standort.
Der heutige Name des Brunnens taucht im frühen 17. Jahrhundert auf.
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Der Brunnen von 1527 erhielt 1543 die Schützenfigur von Hans Gieng. Kapitell und Säule
wurden 1.6.7.0 von A.braham D.ünz I. ersetzt. Der früher einröhrige Brunnen hat seit der Mitte
des 18. Jh. vier Röhren. Der Trog wurde 1.7.8.4 ersetzt, das Banner letztmals 1.8.8.9. Der
Name Schützenbrunnen tritt im frühen 17. Jh. auf.
Die Figur blickte bis 1.9.3.1 nach O.sten und wurde 1.9.3.9 westwärts gewendet aufgestellt.
Standort : Vor 1.8.8.9 vor dem Haus der Schützengesellschaft ( Marktgasse 24 / 28); 1.8.8.9
bis 1.9.3.1 an der Schattseite ( vor den Häusern Nr. 27/29 ); seit der Neuaufstellung 1.9.3.9
vor dem Haus Nr. 16
Historisch - topographisches L.exikon der Stadt Bern von B.erchtold W.eber ( 1.9.7.6 )
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Der Schützenbrunnen unten an der Marktgasse hat, im Gegensatz zum S.eilerbrunnen,
den Z.eitglockenturm als H.intergrund.
Dieser Brunnen stand früher an der Stelle des 1527 von Anshelm erwähnten steinernen
Stockbrunnens in der «Nüwenstatt», vor dem Hause Nummer 28 an der Marktgasse, in
welchem die Büchsenschützen ihre Stube hatten.
Auch hier besteht die Möglichkeit einer Stiftung oder eines Kostenbeitrages dieser
Gesellschaft. Vermutlich wurden vorerst nur Säule und Figur zu dem bereits
bestehenden steinernen Brunnen erstellt.
Nach dem Sickingersehen Plan hatte der Brunnen 1.6.0.7 ein sechseckiges Becken.
Die Brunnensäule stand ausserhalb des Troges an einer Sechseckseite.
Vor dem Jahre 1.7.5.4 muss er ein neues achteckiges Becken erhalten haben, aus dessen
Mitte sich die Säule erhob.
Auch wird man ihn damals schon auf vier R.öhren umgebaut haben; denn in der
Brunnenkontrolle von 1.7.5.4 ist er bereits mit vier R.öhren erwähnt.
Auf einem korinthisierenden Kapitäl, das mit zierlichen E.ngelsköpfchen geschmückt ist,
steht auf der runden Deckplatte in meisterhafter Komposition stolz und selbstbewusst
ein geharnischter Schützenobmann.
In der Rechten trägt er das Banner mit dem Zeichen der Büchsenschützen, in Rot zwei
gekreuzte Büchsen, begleitet von drei goldenen Flammen.
Die linke Hand umfasst entschlossen den Griff des langen Schwertes. Das gesträusste
Barett verrät, dass der waffentragende Krieger nicht in den Krieg, sondern ins fröhliche
Waffenspiel auszieht.
Geschickt hat der Künstler ein Bärlein zwischen seine Beine gesetzt, um dem Standbild
die nötige Stütze zu verleihen.
Keck zielt das kleine bewaffnete Wappentier mit einer Büchse auf die Passanten in der
schattseitigen Laube. Am achteckigen Brunnenstock waren früher an vier Seiten
aufrechtstehende Bären angebracht.
Den ebenfalls achteckigen Säulensockel zieren Akanthusblätter, während der
Säulenschaft mit einer Nesselblattverzierung bedeckt ist.
Bis 1.9.3.1 war der Schaft der Säule schwarzbraun bemalt, die Blattränder mit Goldfarbe
betont.
Die barocke, mit Pilasterkonsolen verzierte Brunnenschale datiert aus dem Jahre 1.7.8.4
und wurde in S.olothurn hergestellt. Sie besteht aus zwei Stücken, von denen jedes gegen
acht Tonnen wiegt.
Verschiedene Autoren sehen in der Figur den Schützenobmann A.nton B.ischoff, andere
gar den S.eckelmeister J.ohann F.rischherz.
Diese Deutungen dürfen ruhig in das Gebiet der Fabel verwiesen werden; denn B.ischoff
wurde bereits sieben Jahre vor Errichtung des Brunnens e.nthauptet, und als F.rischherz
das B.lutgerüst besteigen musste, schrieb man bereits 1.6.4.0.
Der Brunnen aber wurde 1543 errichtet. Dieses Datum ist am oberen Rand am
Harnischrücken gleichsam als Verzierung erhaben ausgemeisselt.
Nach den Stadtrechnungen von 1.5.5.8 und 1.5.5.9 erhielt die Figur ein neues Schwert,
das vermutlich schon aus Eisen war, denn es kostete 2 Pfund.
Die Rechnungen enthalten folgende Angaben: «1.5.5.9 Franz Güder geben um das sehwert
uf dem brunnen von den schützen 2 Pfund 13 S. 4 xer», und «1.5.5.8 Hanns Rudolf Vögeli
geben von dem sehwert ze malen uffen Brunnen vor den Schützen.»
Das Renovationsdatum von 1.7.8.4 ist am Abakus eingemeisselt. Bei dieser Gelegenheit
erhielt der Brunnen das oben bereits erwähnte, neue Becken.
Als im Jahre 1.8.9.0 der Brunnen nach den Zeichnungen B.ühlers renoviert und etwas
versetzt wurde, erhielt das Banner sein heutiges Zeichen. Es ist identisch mit der Fahne
der Reismusketen-Gesellschaft. Vorher hatte es in den 40er Jahren in Rot zwei gekreuzte
Musketen, den Rand mit goldenen Flammen belegt. Nach einer Darstellung bei Streit war
das Banner mit goldenen Flammen belegt, in der Mitte eine Schildkontur und zwei
gekreuzte Musketen, während nach einer andern Darstellung das Zeichen der
Flitzbogengesellschaft angebracht war.
Das viereckige Banner entstand wahrscheinlich bei der Renovation von 1.7.8.4; denn vorher
wird die Figur ein dreieckiges Fähnlein getragen haben.
Das Fähnlein der Schützen war stets dreieckig; die viereckige Form dem Banner
vorbehalten. Auf diese heraldischen Gesetze wurde früher sehr streng geachtet.
Bis ins Jahr 1.9.3.1 befand sich der Schützenbrunnen ungefähr hundert Meter weiter oben
in der Gasse. Der Blick der Figur war gassabwärts gerichtet. Er stand auch nicht in der
Achse der Gasse, so dass die S.trassenbahn den Brunnen in beiden Richtungen auf der
Sonnseite umfahren musste. Das bedingte, dass die T.ramführer die Kreuzung ober- oder
unterhalb des «Verkehrshindernisses» abwarten mussten, das sie dann beim N.eubau
eines G.eschäftshauses gerne verschwinden sahen. Durch das B.augerüst war beim
Brunnen ein wirklich hinderlicher Engpass entstanden, so dass der Brunnen abgebrochen
werden musste.
Fast hätte man diesen schönen Brunnen vergessen. Anlässlich der Neupflästerung der
Gasse wurden Stimmen zur Wiederaufstellung des Brunnens laut, und als im H.erbst
1.9.3.9 ein mit B.lachen geschütztes B.augerüst den neuen Platz des Brunnens
kennzeichnete, näherte sich dem A.rchitekten des B.auamtes ein biederer Bürger und redete
ihn an: «So, muess jitz scho wieder eine vo dene schöne Brünnen abprotzet sy.» Eines
Tages im S.pätherbst stand der Schützenvenner renoviert an seinem neuen Platz, den
Blick gassaufwärts gerichtet, und von neuem erfreuten sich der Berner wie die fremden
Besucher an diesem künstlerisch beachtenswerten Standbild aus dem 16. Jahrhundert.
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( BeschriebSchützenbrunnen StadtBern AlbumStadtBern AlbumBernerBrunnen Stadt City
AlbumBrunnenmitBrunnenfigurinderSchweiz Ville fountain springvand suihkulähde fontaine
fontana 噴水 fontein fontene fontanna fonte fontän fuente UNESCO Weltkulturerbe Welterbe
Unesco World Heritage Berner Brunnen fountain springvand suihkulähde fontaine fontana
噴水 fontein fontene fontanna fonte fontän fuente fountain Schweiz Suisse Switzerland Suissa
Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Svizzera Sveits Szwajcaria Suíça Suiza )
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Z y t g l o g g e - T u r m
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Der Zytgloggeturm ( Zeitglockenturm / Zytglogge ) bildete das alte westliche Stadttor der Stadt /
Altstadt von Bern im Kanton Bern in der Schweiz
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Erbaut im Jahr 1191 war er bis 1256 das erste Westtor und bildete einst den Abschluss
der ersten Stadterweiterung. Er änderte im Laufe der Jahre sein Aussehen sehr stark,
im Zytgloggeturm sind Modelle aus den verschiedenen Epochen ausgestellt
Durch die Entwicklung der Stadt rückte der Turm mit jeder Erweiterung immer mehr ins
Zentrum der Stadt.
Für einige Zeit ist der Turm gar als Frauengefängnis genutzt worden => Pfaffendirnen-
gefängnis
Nach dem grossen Brand von 14. Mai 1405, der nahezu die gesamte Stadt in Schutt
und Asche legte, wurde er zum „ Zytglogge “ umfunktioniert.
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In seiner Chronik schildert der Chronist Conrad Justinger das Ausmass der Katastrophe :
Also verbrann die alt kebie, do die zitglogge inne hanget, darinne verbrunnen siben pfaffen-
dirnen. ... Also verbrunnen bi sechshundert hüsern, gros und klein, und gros guot darinne
und me denne hundert mönschen.
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Z y t g l o g g e
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Die Zytglogge, die Glocke, die seither im neuen Turm die Stunden verkündet, wurde noch
im gleichen Jahr durch Johann Reber aus A.arau gegossen. Sie war es, die dem Turm
den heutigen Namen gab : Zytglogge.
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Ihre Inschrift lautet:
+ anno d[omi]ni mccccv mense octobris fusa sum a ma[gi]stro ioh[ann]e d[i]c[t]o reber de
arow sum vas et cer[a] et cunctis [...] gero diei horas.
( Im Jahre 1405 im Monat Oktober wurde ich von Meister Johannes genannt Reber aus
A.arau gegossen. Ich bin Gefäss und Wachs (?) ...und allen verkünde ich die Stunden
des Tages ).
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Uhrwerk
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Zur Zeitmessung gehörte natürlich auch ein Uhrwerk. Gleichzeitig mit der Glocke, wurde
also auch eine Uhr mit einem Stundenschlagwerk eingebaut. Über den Erbauer und über
die Ausmasse der Uhr ist leider nichts bekannt.
Hingegen wissen wir, dass das noch heute vorhandene Astrolabium bereits damals den
Turm zierte. Wie bei andern Kunstuhren diente es vorwiegend als Repräsentationsobjekt.
Es gehörte zum Ansehen einer Stadt, technische Spitzenleistungen öffentlich zur Schau
zu stellen und damit Bewunderung auszulösen.
Nebst vielen astronomischen Indikationen konnte man beiläufig auch noch die Zeit ab-
lesen. Dies war aber schwierig und überhaupt nicht das Ziel. Wichtig war die akustische
Zeitangabe durch die Glocke.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts häuften sich die Reparaturen am bereits über 100
jährigen Uhrwerk. Es wurde immer offensichtlicher, dass das Werk ausgedient hatte.
1527 erhielt der damalige Waffenschlosser und Zeitglockenrichter, Kaspar Brunner,
den Auftrag, ein neues Uhrwerk zu bauen. Es stand von Anfang an fest, dass die Uhr
grösser, schöner und kunstvoller sein musste als die alte von 1405.
1530 präsentierte Brunner den Bernern eine Monumentaluhr mit kunstreichem Figuren-
spiel und einem Räderwerk von gewaltigem Ausmass, wie es bis jetzt noch nicht ge-
baut wurde. Von Brunner sind keine weiteren Uhrwerke bekannt, dieses scheint sein
einziges zu sein.
Die Ausmasse, die Robustheit und die kunstvolle Bauweise ( Räder mit einzeln einge-
setzten Zähnen, massive Wellen, die Gewehrläufen ähneln ) zeugen vom Meister, der
sich im Bau von Waffen und Geschützen auskannte, aber auch in der Lage war, eine
aussergewöhnliche Uhr zu realisieren.
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An der Ostseite des Zytgloggeturms ist ein sehr schönes Glockenspiel angebracht, u.a.
mit Bärenfiguren und, hoch oben im Dach des Turms, der Statue von Hans Thann, einem
Ritter in voller Rüstung.
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Das Figurenspiel / Glockenspiel
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Jede volle Stunde läuft das beliebte und vor allem von Touristen viel beachtete Figurenspiel
ab :
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Ca. 3 Minuten vor dem Stundenschlag kräht der Hahn und eröffnet das Spiel.
Kurz darauf kreist der Bärenreigen, er symbolisiert die Stadtwache, die pflichtbewusst ihre
Runden dreht. Dazu schlägt der Narr die Stunde an seine zwei Glöcklein. ( Zu früh, aber
das ist Narrenfreiheit )
Nun kräht der Hahn zum zweiten Mal.
Sobald die volle Stunde erreicht ist, schlägt die Viertelstundenglocke vier Viertel, mitten
im Spielerker auf seinem Thron dreht Chronos, der Gott der Zeit, die Sanduhr; dann hebt
er das Zepter in seiner linken Hand und gibt den Auftakt zum Stundenschlag.
Nun schwingt Hans von Thann, der goldene Glockenschläger, seinen Hammer und führt
die erforderliche Anzahl Schläge aus. Chronos hört aufmerksam zu und zählt die Schläge,
indem er seinen Mund öffnet und schliesst.
Der Löwe, Symbol des Stadtgründers, Herzog Berchtold V. von Zähringen, quittiert jeden
Schlag mit einer leichten Kopfdrehung. Zum Schluss schlägt der Hahn ein drittes Mal
und kündet damit den Beginn einer neuen Stunde an.
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Es ist ein wahres Meisterwerk der mittelalterlichen Uhrmacherkunst.
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Astronomische Uhr
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Unter dem großen Zifferblatt ist eine astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert zu be-
wundern.
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Es handelt sich um ein Astrolabium mit südlicher Projektion, wie sie vorwiegend an
Kunstuhren bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhundert gebaut wurden.
Der Stundenzeiger zeigt mit der goldenen Hand die modernen Stunden und mit dem
Sonnenemblem den Sonnenstand gegenüber dem aufgemalten Planisphärium, wobei
links der Sonnenaufgang im Osten, oben der Sonnenhöchststand im Süden und rechts
der Sonnenuntergang im Westen dargestellt ist.
Die Kugel ( mit einer goldenen und einer schwarzen Hälfte ) zeigt die aktuelle Mondphase
an.
Auch der aktuelle Mondstand kann aufgrund der relativen Position zum Sonnenzeiger ab-
gelesen werden. Auf der beweglichen exzentrischen Scheibe der Ekliptik zeigt die Sonne
das aktuelle Tierkreiszeichen an.
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Der Turm und das Urwerk können mit einer Führung besichtigt werden.
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Siehe auch :
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bern-altstadt.ch/htm/zytgloggeturm.htm
www.berninfo.com/de/page.cfm/CityToursAusfluege/Stadtfueh...
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( BeschriebZytglogge BeschriebZeitglocke BeschriebZytgloggeturm BeschriebZeitglockenturm AlbumZytgloggeturm AlbumStadtBern Bern Berne Berna Bärn Stadt City Ville kaupunki città シティ
stad ciudad Stadtturm Turm torre tower torni tour tårn wieża torn Mittelalter Geschichte History
Wehrbau Frühgeschichte Burganlage Festung Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa
Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza UNESCO Weltkulturerbe
Unesco World Heritage )
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Mit dem F.ahrrad durch die Stadt Bern am Freitag den 01. Mai 2009
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Hurni090501 AlbumZZZZVelotourStadtBern KantonBern AlbumStadtBern StadtBern
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 150216
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NIF
Villa Pisani è una villa veneta progettata nel 1552 circa da Andrea Palladio per Francesco Pisani e realizzata tra il 1553 e il 1555 nel borgo di Montagnana. È inserita dal 1996 nella lista dei patrimoni dell'umanità dell'UNESCO assieme alle altre ville palladiane del Veneto.
Storia
I Pisani erano potenti e influenti patrizi veneziani. Il cardinale Francesco Pisani, vescovo di Padova, era un mecenate e amico di artisti e letterati, da Paolo Veronese a Giovanni Battista Maganza, ad Alessandro Vittoria e allo stesso Palladio, questi ultimi entrambi coinvolti nella costruzione e decorazione della sua casa a Montagnana. Il cantiere è sicuramente attivo durante il settembre 1553 e risulta concluso nel 1555, compresa la decorazione plastica.
Descrizione del progetto
L'edificio è sia palazzo di città che residenza suburbana e anche un esempio interessante della tipologia edilizia del Palladio. Privo di parti destinate a funzioni agricole, di bellezza astratta nel volume pressoché cubico, villa Pisani ben riflette il gusto sofisticato del proprietario. Per la prima volta compare in una villa un doppio ordine di semi-colonne e un doppio loggiato coronato da timpano, soluzione già incontrata in palazzo Chiericati. Il tutto è cinto da un ininterrotto ed elegante fregio dorico su una tessitura di intonaco bianco a bugne graffite, che divide il piano terra da quello superiore. Nel fronte verso il giardino la bidimensionalità della parete si movimenta nello scavo plastico del portico e della loggia superiore.
Il materiale utilizzato è il mattone anche per la costruzione delle colonne.
Pur non esistendo disegni autografi palladiani relativi all’edificio, è possibile affermare che la tavola con la descrizione della villa dei Quattro libri dell'architettura (1570) è frutto di un ampliamento a posteriori dell’invenzione realizzata. Caso raro nella produzione palladiana, la villa è a due piani: il superiore con gli appartamenti padronali, l’inferiore per la vita di tutti i giorni, quando si trattano affari e si ricevono i fittavoli, e non solo d’estate come provano i numerosi camini. I due livelli presentano la medesima articolazione degli spazi interni. Diversi sono invece i soffitti, che al piano terreno sono voltati, a partire dallo straordinario ambiente a semi-colonne, una via di mezzo fra atrio e salone, chiaramente l’ambiente più importante della casa con sculture delle Quattro stagioni di Alessandro Vittoria, poco prima impegnato nel palladiano palazzo Thiene. I collegamenti verticali sono assicurati da scale a chiocciola ovate poste simmetricamente ai lati della loggia verso il giardino.
Da Wikipedia, l'enciclopedia libera.
Villa Pisani is around a projected Venetian villa in 1552 from Andrew Palladio for Francis Pisani and realized between 1553 and 1555 in the suburb of Montagnana. She has been inserted since 1996 in the list of the patrimonies of the humanity of the UNESCO together with the other villas palladiane of Veneto.
History
The Pisanis were powerful and influential Venetian patricians. The cardinal Francesco Pisani, bishop of Padua, was a patron and friend of artists and literates, from Paul Veronese to Giovanni Baptist Maganza, to Alexander Vittoria and to the same Palladium, these last both involved in the construction and decoration of his/her house to Montagnana. The yard is surely active during September 1553 and results concluded in 1555, understood the plastic decoration.
Description of the project
The building is both building of city and suburban residence and also an interesting example of the building typology of the Palladium. Deprived of parts destined to agricultural functions, of abstract beauty in the cubic volume nearly, villa Pisani well it reflects the sophisticated taste of the owner. For the first time best man in a villa a double order of seed-columns and a double loggiato crowned by eardrum solution already met in the building Chiericati. The everything is surrounded from a nonstop and elegant frieze dorico on a weaving of white plaster to ashlars graffite, that divides the plain earth from that superior. In the front toward the garden the bidimensionalità of the wall is enlivened in I dig it plastic of the portico and of the superior loggia.
The used material is also the brick for the construction of the columns.
Not existing sketches also autographs palladiani related to the building, it is possible to affirm that the table with the description of the villa of the Four books of the architecture (1570) it derives from an amplification to back of the realized invention. Rare case in the production palladiana, the villa is to two floors: the superior with the main apartments, the inferior one for the life of every day, when business are treated and they are received the tenants, and not only in summer as they try the numerous fireplaces. The two levels introduce the same articulation of the inside spaces. Different they are instead the ceilings, that turn to the terrestrial plan, beginning from the extraordinary seed-columns environment, an alternative between atrium and saloon, clearly the most important environment in the house with sculptures of the Four seasons of Alexander Vittoria, a little before busy in the palladiano building Thiene. The vertical connections are insured from staircases to snail ovate symmetrically set to the sides of the loggia toward the garden.
From Wikipedia, the free encyclopedia.
Villa Pisani est une villa de la Vénétie environ projetée en 1552 d'Andrea Palladium pour Francesco Pisani et réalisée entre le 1553 et le 1555 dans le bourg de Montagnana. Elle est insérée depuis 1996 dans la liste des patrimoines de l'humanité de l'UNESCO avec les autres villas palladiane de la Vénétie.
Histoire
Les Pisani étaient Vénitiens patriciens puissants et influents. Le cardinal Francesco Pisani, évêque de Padoue était un mécène et ami d'artistes et lettré, de Paolo Veronese à Giovanni Battista Maganza, à Alessandro Vittoria et au même Palladium, ces derniers les deux impliqués dans la construction et décoration de sa maison au Montagnana. Le chantier est sûrement actif pendant le septembre 1553 et il résulte conclu en 1555, comprise la décoration plastique.
Description du projet
Le bâtiment est soit immeuble de ville que résidence suburbaine et aussi un exemple intéressant de la typologie de bâtiment du Palladium. Dépourvu de parties destinées aux fonctions agricoles, de beauté abstraite dans le volume cubique presque, villa Pisani bien il réfléchit le goût sophistiqué du propriétaire. Pour la première fois il paraît dans une villa un ordre double de semi-colonnes et un loggiato double couronnés par tympan solution déjà rencontrée en immeuble Chiericati. Le tout est ceint par une décoration dorique ininterrompue et élégante sur un tissage d'enduit blanc aux bossages gravés, qu'il divise l'étage terre du supérieur. Dans le front vers le jardin le bidimensionalità du mur on anime dans le creusement plastique du portique et de la loge supérieure.
Le matériel utilisé est la brique aussi pour la construction des colonnes.
Aussi en n'existant pas dessins palladiani relatifs autographes au bâtiment, il est possible d'affirmer que la table avec la description de la villa des Quatre livres de l'architecture, 1570 est fruit d'un agrandissement à postérieurs de l'invention réalisée. Cas rare dans la production palladiana, la villa est aux deux étages: le supérieur avec les appartements de maître, l'inférieur pour la vie de tous les jours, quand ils se traitent affaires et les fermiers les reçoivent, et non seulement d'été comme ils essaient les nombreuses cheminées. Les deux niveaux présentent l'articulation même des places intérieures. Différents ils sont par contre les plafond qui sont tournés au rez-de-chaussée, à partir de le milieu extraordinaire aux semi-colonnes, un compromis entre hall et salon, clairement le milieu le plus important de la maison avec des sculptures des Quatre saisons d'Alessandro Vittoria, peu avant engagé dans le palladiano immeuble Thiene. Les liaisons verticales sont assurées par escaliers à escargot ovate symétriquement mis aux côtés de la loge vers le jardin.
De Wikipedia, l'encyclopédie libre.
Villa pisana es una villa véneta planeada en el 1552 acerca de de Andrea Paladio para Francesco pisanos y realizada entre el 1553 y el 1555 en el burgo de Montagnana. Es insertada por el 1996 en la lista de los patrimonios de la humanidad del Unesco junto a las otras villas palladiane de Véneto.
Historia
Los pisanos fueron potentes e influyentes patricios venecianos. El cardenal Francesco pisanos, obispo de Padua, fue un mecenas y amigo de artistas y literados, de Paolo veronesa a Giovanni Baptista Maganza, a Alessandro Vittoria y al mismo Paladio, este últimos ambos implicados en la construcción y decoración de su casa a Montagnana. La obra es indudablemente activo durante el septiembre de 1553 y resulta concluido en el 1555, comprendida la decoración plástica.
Descripción del proyecto
El edificio es sea edificio de ciudad sea residencia suburbana y también un ejemplo interesante de la tipología constructora del Paladio. Falto de partos destinados a funciones agrícolas, de belleza abstracta en el volumen casi cúbico, villa pisana bien refleja el gusto sofisticado del propietario. Por la primera vez comparece en una villa un doble orden de semilla-columna y un doble loggiato coronados por tímpano, solución ya encontrada en edificio Chiericati. Lo todo es ceñido por un incesante y elegante friso dórico sobre una tejedura de revoque blanco a sillares graffite, que divide la llana tierra de aquel superior. En la frente hacia el jardín el bidimensionalità de la pared se anima en la excavación plástica del porche y la logia superior.
El material utilizado también es el ladrillo por la construcción de las columnas.
Incluso no existiendo dibujos autografia palladiani relativos al edificio, es posible afirmar que la mesa con la descripción de la villa de los Cuatro libros de la arquitectura, 1570, es fruto de una ampliación a posteriores de la invención realizada. Caso raro en la producción palladiana, la villa es a dos planes: lo superior con los pisos particulares, lo inferior por la vida de todos los días, cuando se tratan asuntos y se reciben los arrendatarios, y no sólo de verano como prueban las numerosas chimeneas. Los dos niveles presentan la misma articulación de los espacios interiores. Diferentes son en cambio los techos, que se son vueltos al llano terreno, a partir del extraordinario entorno a semilla-columna, un compromiso entre pasillo y salón, claramente el entorno más importante de la casa con esculturas de las Cuatro estaciones de Alessandro Vittoria, algo antes ocupado en el palladiano edificio Thiene. Los enlaces verticales son asegurados simétricamente por escaleras de caracol trasovados correos a los lados de la logia hacia el jardín.
De Wikipedia, la enciclopedia libre.
Villa Pisani ist eine venetische Villa geplant etwa 1552 von Andrea Palladium für Francesco Pisani und verwirklicht zwischen das 1553 und das 1555 in der Ortschaft von Montagnana. Es wird von 1996 in der Liste von den Vermögen von der Menschheit des UNESCO zusammen mit die anderen Villen palladiane Venetien eingesteckt.
Storia
Die Pisani waren mächtige und einflußreiche venezianische Adelige. Der Kardinal Francesco Pisani Bischof aus Padua war ein Mäzen und ein Freund von Künstlern und Literaten von Paolo Veronese zu Giovanni Baptisten Maganza zu Alessandro Sieg und zum gleichen Palladium, diese letzten beid verwickelten in der Bau und die Verzierung von ihrem Haus in Montagnana. Die Werft ist sicher während des Septembers 1553 aktiv und es erweist sich ins 1555 verstanden die plastische Verzierung entschieden als.
Beschreibung des Planes
Das Gebäude ist sowohl Palast von Stadt der verstädtischer Wohnsitz und auch ein interessantes Beispiel von der Bau Typologie des Palladiums. Ohne von bestimmten Geburten zu Land Funktionen, abstrakte Schönheit ins kubische Volumen fast, Villa Pisani spiegelt gut den des Besitzers gekünstelten Geschmack wider. Zum ersten Mal Kumpan in eine Villa eine Doppel Bestellung von Samen-Pfeilern und einem Doppel bekrönten loggiato von Trommelfell, schon trifft Lösung in der Palast Chiericati. Das Ganze ist von einem ununterbrochenen und eleganten Fries dorico auf eine Weberei von weißem Putz zu Bossenquadern graffite, der von jenes höheren das Erdgeschoß teilt, umgeben. Der bidimensionalità der Wand belebt im plastischen Graben vom Bogengang und dem höheren Loggia in die Front nach dem Garten.
Das benutzte Material ist Ziegel für auch den Bau der Säulen.
Auch Zeichnen nicht bestehend, du autographierst palladiani bezüglich des Gebäudes, es ist möglich zu behaupten, daß der Tisch mit der Beschreibung von der Villa von den Vier Büchern der Architektur 1570 der Frucht von einer Erweiterung zu Hinter verwirklichten Erfindung ist. Seltener Fall in die Produktion palladiana, die Villa ist mit zwei Plänen: der Vorgesetzte mit den Herren Wohnungen, das untere für das Leben von allen Tagen, wenn sie Geschäfte behandeln und sie erhalten die Pächter, und nicht nur von Sommer wie sie versuchen die zahlreichen Kamine. Die zwei Stände stellen das selbst Gelenk der Innen Räume vor. Verschieden sind sie jedoch die Decken, die zu das flachen irdischen gewandt werden, ab das ungewöhnliche Milieu zu Samen-Pfeilern, ein Mittelweg zwischen Halle und Salon, klar das wichtigste Milieu des Hauses mit Bildhauereien von den Vier Jahreszeiten Alessandros Sieges, wenig erste beschäftigt in der palladiano Palast Thiene. Die senkrechten Verbindungen werden symmetrisch von Treppen Wendel gesetzte zu den Seiten des Loggia nach dem Garten garantiert.
Von Wikipedia, die freie Enzyklopädie.
SBB Historic Roter Pfeil RAe 2/4 1001 ( Hersteller SLM Nr. 3581 - Ausgeliefert als CLe 2/4 201 - Baujahr 1935 - Triebwagen ) bei Bern Brünnen Westside im Kanton Bern der Schweiz
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Roter Pfeil SBB CLe 2/4
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Nummerierung : 2.0.1 – 2.0.7 bzw. 6.0.1 – 6.0.7
Anzahl : 7 (alle umgebaut)
Hersteller : SLM BBC MFO SAAS
Baujahr : 1935
Ausmusterung : ( ab 1.9.4.4 Umbau )
Achsformel : Bo'2
Spurweite : 1435 mm
Länge über Puffer : 21500 mm
Drehzapfenabstand : 16300 mm
Drehgestellachsstand : 2500 mm
Dienstmasse : 32.6 t
Reibungsmasse : 16.2 t
Radsatzfahrmasse : 8.5 t
Höchstgeschwindigkeit : 125 km/h
Stundenleistung : 404 kW
Dauerleistung : 315 kW
Treibraddurchmesser : 900 mm
Laufraddurchmesser : 900 mm
Anzahl der Fahrmotoren : 2
Sitzplätze : 70
Stehplätze : 30
Fußbodenhöhe : 710mm
Klassen : 3. Klasse
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SBB RCe 2/4 ( RBe 2/4 - nach Umbau mit Puffer )
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Nummerierung : 6.0.1 – 6.0.7 bzw. 1.0.0.3 – 1.0.0.7
Anzahl : 7 ( 2 Umbau zu RAe 2/4 )
Hersteller : SLM BBC MFO SAAS
Baujahr(e): ( Umbau ab 1.9.4.4 )
Ausmusterung: 1.9.6.7 – 1.9.8.4
Achsformel : Bo'2
Spurweite : 1435 mm
Länge über Puffer : 22400 mm
Drehzapfenabstand : 16300 mm
Drehgestellachsstand : 2500 mm
Dienstmasse : 38 t
Reibungsmasse : 21.2 t
Radsatzfahrmasse : 10.6 t
Höchstgeschwindigkeit : 125 km/h
Stundenleistung : 404 kW
Dauerleistung : 315 kW
Treibraddurchmesser : 900 mm
Laufraddurchmesser : 900 mm
Stromsystem : 15000 V 16 2/3 Hz
Stromübertragung : Stromabnehmer
Anzahl der Fahrmotoren : 2
Sitzplätze : 70
Stehplätze : 30
Fußbodenhöhe : 710 mm
Klassen : 3. Klasse ( 2.Klasse )
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SBB RAe 2/4 (Umbau)
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Nummerierung : 1.0.0.1 + 1.0.0.2
Anzahl : 2 (1 erhalten)
Hersteller : SBB
Baujahr(e) : 1.9.5.2 – 1.9.5.3
Ausmusterung : 1.9.8.4 ( 1.0.0.2 )
Achsformel : Bo'2
Spurweite : 1435 mm
Länge über Puffer : 25200 mm
Drehzapfenabstand : 18000 mm
Drehgestellachsstand : 2500 mm
Dienstmasse : 41 t
Reibungsmasse : 21.2 t
Radsatzfahrmasse : 10.6 t
Höchstgeschwindigkeit : 125 km/h
Stundenleistung : 404 kW
Dauerleistung : 315 kW
Treibraddurchmesser : 900 mm
Laufraddurchmesser : 900 mm
Anzahl der Fahrmotoren : 2
Sitzplätze : 60
Fußbodenhöhe : 710 mm
Klassen : 1.Klasse
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Als CLe 2/4 wurden die elektrischen Roten Pfeile der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) bezeichnet, die ab 1.9.3.5 ausgeliefert wurden. Die ersten beiden unterscheiden sich im Aufbau des Drehgestells und deren Aufhängung von den später gelieferten CLe 2/4 2.0.3 – 2.0.7.
Die beiden ersten elektrischen Triebwagen wurden zusammen mit beiden D.ieseltriebwagen C.L.m 1935 ausgeliefert.
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Geschichte
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Die SBB beschloss 1.9.3.3, sich neue Schnelltriebwagen anzuschaffen. Diese sollten als Einzelfahrzeug, d.h. ohne normale Zug- und Stossvorrichtung, konstruiert sein. Auch wurde eine Einmannbedienung gefordert. Durch Wegfall des Beimannes war eine erhebliche Einsparung möglich. Zugleich wurden neben den beiden elektrischen Triebwagen auch zwei D.ieseltriebwagen nach dem gleichen Konzept bestellt. Der erste Triebwagen wurde am 1.5. M.ärz 1935 geliefert, der zweite am 6. J.uni 1.9.3.5. Da sofort nach der Inbetriebnahme sich abzeichnete, dass der Triebwagen ein Erfolg werden würde, bestellte man sogleich vier Triebwagen nach, die im F.rühling 1.9.3.6 ausgeliefert wurden. Im Jahr 1.9.3.8 wurde noch ein siebter Triebwagen ausgeliefert.
Die Triebwagen wurden zwar für den Fahrplandienst beschafft, aber bald in erster Linie für den Ausflugsverkehr benutzt. Denn für den geplanten Schnellzugsdienst auf schwachfrequentierten Linien und als Zubringer zu Schnellzügen, sogenannten Tramzügen, wurde ihr Erfolg zum Verhängnis. Da sie als Einzelfahrer konzipiert waren, war das entstandene Platzproblem nicht mit Anhängen eines Wagens zu lösen. In der Folge mussten viele Züge, für die eigentlich ein roter Pfeil vorgesehen war, auf L.okomotiv-bespannte Züge umgestellt werden, da ansonsten nicht alle Fahrgäste hätten befördert werden können. Ein weiteres Phänomen war, dass viele Fahrgäste ihre Reisepläne so ausrichteten, dass sie mit dem Roten Pfeil fahren konnten, was die Problematik zusätzlich verschärfte. Auch aus diesem Grund kamen die SBB zur Einsicht, dass Vorführfahrten angeboten werden mussten, um der Bevölkerung die Möglichkeit zu bieten, einmal mit dem Roten Pfeil zu reisen. Bei den Vorführfahrten wurde darauf geachtet, dass alle Landesteile berücksichtigt wurden. Natürlich kamen auch Anfragen von Reisegesellschaften, die den Triebwagen für eine Extrafahrt mieten wollten.
Infolge des 2. W.eltkrieges kamen diese Extrafahrten natürlich zum Erliegen, nur um nach dem Krieg umso stärker anzuziehen, so dass neben dem schon 1.9.3.9 ausgelieferten D.oppeltriebwagen ( SBB RAe 4./.8 1.0.2.1 ) 1.9.5.3 noch zwei weitere Doppeltriebwagen ( SBB RAe 4./.8 1.0.2.2 + 1.0.2.3) nur für den Ausflugsverkehr ( sprich Extrafahrten ) angeschafft wurden.
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Bezeichnung und Nummern
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Bezeichnung und Nummern wurden sehr oft geändert und gewechselt. Die ersten Fahrzeuge wurden ab 1935 als CLe 2/4 von der Industrie geliefert. Schon 1 9 3 7 wurden sie zu Re 2/4 umgezeichnet, der Triebwagen 2.0.7 trug ab Werk die Bezeichnung Re 2/4. Ab 1 9 4 7 / 4.8 wurden als RCe bezeichnet und 6.0.1 und 6.0.2 eingereiht. Ab 1.9.5.6 werden alle RCe als RBe 2/4 bezeichnet, ebenfalls wurden die Nummern gewechselt aus 6.0.1 – 6.0.7 wurde 1.0.01 – 1.0.0.7. Die beiden verlängerten Triebfahrzeuge wurden nach dem Umbau als RBe 2/4, ab 1.9.5.6 als RAe 2/4 bezeichnet. Hier ist zu erwähnen, dass die 1.0.0.2 und 1.0.0.6 1.9.5.4 die Nummern gewechselt haben ( Es handelt sich also beim RAe 2/4 1.0.0.2 um den RCe 2/4 6.0.6 von vor 1.9.5.2.).
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Technisches
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Der Wagenkasten ist als tragende Konstruktion ausgeführt. Dieser wird aus einem geschweissten Gerippe aus leichten Stahlprofilen mit eingeschweissten Wandplatten gebildet, das aussen mit Aluminiumblechen verkleidet ist. Ein gekröpfter Träger, der aus zusammengeschweissten Stahlprofilen bestand, stabilisierte den Wagenboden. Dadurch war es möglich, den Wagenboden des Fahrgastraumes auf 720 mm über Schienenoberkante abzusenken. Da ein möglichst geringer Luftwiderstand erreicht werden sollte, wurde das Dach als Doppeldach ausgeführt. Die Widerstände der elektrischen Bremse wurden zwischen den beiden Dächern eingebaut. Die notwendige Kühlluft wurde über Lüftungsschlitze, die oben und auf der Seite des Daches angebracht waren, zu- und abgeführt.
Das Fahrzeug besass anfänglich nur Hilfspuffer und unter einer Abdeckung eine Hilfskupplung, in der Form, wie sie heute noch am C.hurchill - Pfeil ( SBB RAe 4./.8 1.0.2.1 ) zu finden sind. Nachträglich wurde bei den 2.0.4 – 2.0.7 unten an der Front eine spezielle Öse, ähnlich wie sie an den Baufahrzeugen zu finden ist, angebracht, um den S.kiwagen anhängen zu können.
Die Drehgestellrahmen der ersten beiden Fahrzeuge wurden aus geschweisstem Stahlprofil hergestellt und besassen keinen Wiegebalken. Der Wagenkasten stützte über jeweils vier Blattfedern je Drehgestell auf diese ab. Jeweils zwei waren auf jeder Seite des Drehgestells aufgehängt. Zwischen dem Drehgestell und den Gehäusen der Achslager, die als Rollenlager ausgeführt waren, befanden sich acht Schraubenfedern. Im Inneren dieser Schraubenfeder war eine zylindrische Lagerführung vorhanden, weshalb das Fahrzeug keine Achshalter benötigte. Die Zug- und Bremskräfte wurden nur über den Drehzapfen übertragen, was bei einem Alleinfahrer zu vertreten war.
Die Drehgestelle der nachträglich beschafften fünf Fahrzeuge waren in anderer, verbesserter Ausführung. Denn diese besassen schon Hohlträger als Längsträger und waren ebenfalls geschweisst. Diese Längsträger waren abgekröpft, um Platz für die Wiegebalken zu haben. Der Wiegebalken stützte sich beidseitig auf pendelnde, aufgehängte Blattfedern und war mit zwei Mitnehmern mit dem Drehgestellrahmen verbunden. Das Gewicht des Wagenkastens wurde über zwei seitliche Stützlager auf den Wiegebalken übertragen.
Beim Antrieb kamen beim CLe 2/4 2.0.1 und 2.0.2 zwei unterschiedliche Bauformen zum Einsatz. Der 2.0.1 wurde noch mit Tatzlager-Antrieb ausgerüstet, der von der M.aschinenfabrik O.erlikon geliefert wurde und sich schon in T.ramfahrzeugen bewährt hatte. Der 2.0.2 erhielt den von der Brown, Boveri & Cie. neuentwickelten Federantrieb mit Hohlwelle. Das neue an diesem Federantrieb war, dass sich die Federtöpfe im Zahnrad selbst befanden. Die Vorteile dieses Federantriebs waren gleich ersichtlich, und die nachfolgenden fünf Fahrzeuge wurden ebenfalls mit diesem Antrieb ausgerüstet. Beim 2.0.1 wurde er nach kurzer Betriebszeit nachträglich eingebaut.
Der Stromabnehmer, der als Scherenstromabnehmer ausgeführt ist, ist über dem Führerstand I, d.h. über dem Laufdrehgestell angebracht. In diesem Vorbau befindet sich der Transformator, der über eine einfache Dachsicherung mit dem Stromabnehmer verbunden war. Es gab auf der Hochspannungsseite also keinen Hauptschalter. Der Transformator hatte eine Dauerleistung von 210 kVA und stützte sich auf der Kastenkonstruktion und nicht auf dem Drehgestell ab, denn ansonsten wäre eine flexible Hochspannungszuführung zum ölgekühlten Transformator notwendig gewesen.
Die beiden eigenventilierten Treibmotoren hatten eine Leistung von je 2.0.2 kW und waren aus Gewichtsgründen in Serie geschaltet. Um deren Schleuderneigung zu kompensieren, war im Trafokessel ein Spannungsteiler untergebracht.
Der Führerstand war für sitzende Bedienung eingerichtet und besaß ein großes Handrad für den Steuerkontroller. Im Fussraum war das Totmannpedal, das immer gedrückt werden musste. Das Bremsventil für die direkte Bremse ist rechts daneben angeordnet, oberhalb dieser wurde beim Umbau das Führerbremsventil angeordnet. Da der Führerstand offen war und nicht gegen den Fahrgastraum abgeschlossen, waren Sicherheitsmassnahmen vorhanden. Bei abgezogenem Fahrzeugschlüssel wurde die Steuerwelle vom Kontroller zum Nockenschalter ausgehängt, und alle elektrischen und pneumatischen Schalter auf der Stellung Aus blockiert.
In jedem Führerstand ist ein Steuerkontroller vorhanden, mit dem sowohl die Fahr- wie Bremsstufen eingestellt werden. Dieser war mit einem Nockenschalter verbunden, von dem die Hüpfer angesteuert wurden. Es waren für die Fahrstufen fünf und für die Bremsstufen neun pneumatische Hüpfer vorhanden. Auch die beiden neben dem Steuerkontroller befindlichen pneumatischen Türöffner wurden in der geschlossener Stellung blockiert. Die Lokpfeife wird über ein Seilzug betätigt.
Gebremst wurde das Fahrzeug normalerweise elektrisch über die Widerstandsbremse. Die Widerstandsbremse arbeitet von der Oberleitung unabhängig. Der benötigte Erregerstrom wird zuerst von der Batterie geliefert, bis der Bremsstrom mit 200 A so hoch ist, dass er die Motoren selbst erregen kann. Es gab 11 elektrische Bremsstufen. Die ersten acht waren reine elektrische Bremsstufen. Erst ab der neunten Bremsstufe kam automatisch die pneumatische Bremse abgestuft zum Einsatz. Für die pneumatische Bremse ist im Triebgestell an jedem Rad ein, im Laufgestell an jedem Rad zwei Bremssohlen vorhanden. Die Handbremse in jedem Führerstand wirkt nur auf das darunterliegende Drehgestell.
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Umbau (Ausrüstung mit Zug- und Stossvorrichtung)
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Da sich schnell das Fehlen der normalen Zug- und Stossvorrichtung bemerkbar machte, wurde beschlossen, alle Fahrzeuge mit einem leichten Zughaken und Puffern auszurüsten, damit sie zumindest einen Wagen mitnehmen konnten oder an einem Zugschluss eines Zuges mitgegeben werden konnten.
Als erstes wurden die beiden ersten Fahrzeuge ( 6.0.1 und 6.0.2 ) 1.9.4.4 umgebaut. Beim Umbau musste das Kastengerippe verstärkt werden, damit die Kräfte der Puffer abgeleitet werden konnten. Die Hilfskupplung wurde gegen einen leichten Zughaken ohne Schraubenkupplung getauscht. Auch musste für die Anhängelast eine normale automatische Bremse eingebaut werden. Im Führerstand wurde ein zusätzliches Führerbremsventil eingebaut. Die Umbauten erhöhten das Gesamtgewicht um rund fünf Tonnen. Nach dem Umbau war es erlaubt, dem Fahrzeug bis zu einer Steigung von 12 ‰ eine Anhängelast von 30 Tonnen mitzugeben. Über 18 ‰ Steigung war das Mitgeben einer Anhängelast verboten.
Da der Umbau als erfolgreich bezeichnet werden durfte, wurde er an allen Fahrzeugen vorgenommen.
Als Anhängewagen wurden 1.9.4.7 fünf BCF4 ( Später ABDi ) angeschafft, die nur ein Gesamtgewicht von 22 Tonnen hatten.
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Umbau zum RAe 2/4
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1.9.5.2 wurde der 6.0.6 radikal umgebaut. Es war das Ziel, ein Fahrzeug mit gehobenem Komfort zu erhalten. Dafür wurde der Wagenkasten um 2.6 Meter verlängert und auch die Innenausstattung erneuert. Es wurden komfortable Stoffsitze mit größerem Sitzabstand eingebaut. In der Folge wurde er aufklassiert ( bis 1.9.5.6 RBe 2/4, danach RAe 2/4 ). Er wechselte 1.9.5.4 die Nummer mit dem 6.0.2.
Als markanteste äußere Änderung ist das zweite seitliche Führerstandsfenster zu erwähnen, das nur die beiden umgebauten RAe 2/4 hatten.
1.9.5.3 wurde der verunfallte 6.0.1 in der gleichen Art umgebaut.
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Betriebliches
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Die ersten beiden Triebwagen wurden dem D.epot B.ern zugeteilt. Als alle sieben ausgeliefert waren, waren sie auf die D.epots B.ern, L.ausanne und Z.ürich verteilt. Schon 1.9.3.9 wurden sie alle aus dem fahrplanmässigen Verkehr zurückgezogen, da keine sinnvollen Einsätze mehr möglich waren, denn sobald ein Roter Pfeil einen planmässigen Zug über längere Zeit führte, war dieser hoffnungslos überfüllt. Um zumindest das Platzproblem wegen fehlendem Gepäckraum im Wintersportverkehr zu mildern, wurde 1.9.3.7 ein einachsiger Skianhänger angeschafft, der in eine spezielle Öse bei den Triebwagen 2.0.4 – 2.0.7 eingehängt werden konnte.
Der Triebwagen Nummer 2.0.5 wurde zusammen mit dem S.kianhänger an die O.ensingen – B.alsthal- B.ahn vermietet, da diese nach der Notelektrifizierung noch keine eigenen Fahrzeuge besaß. Es ist unklar, ob es mehr als einen Skiwagen gab, da diese keine Nummern trugen, allerdings laut dem B.A.V soll der letzte erst 1.9.5.6 abgebrochen worden sein, was auf mehrere hindeutet. Allerdings ist nur ein Skiwagen von der Industrie geliefert worden, was allerdings nicht ausschliesst, dass in einer SBB – W.erkstätte einer oder mehrere nachgebaut wurden.
Mit der Notelektrifizierung von diversen Nebenlinien während des 2. W.eltkrieges tat sich für die Triebwagen ab 1.9.4.3 wieder ein Betätigungsfeld auf. Hier machte sich das Fehlen der Zug- und Stosseinrichtung so stark bemerkbar, dass der Umbau der Triebwagen beschlossen wurde, damit zumindest ein Wagen mitgegeben werden konnte. Anfänglich wurden alte Zweiachser verwendet, danach die neu ausgelieferten L.eichtstahlwagen und ab 1.9.4.7 die speziell dafür angeschafften B.C.F.4 ( später in ABDi umgezeichnet ).
Ende 1.9.4.5 waren die Triebwagen den Depots L.ausanne, L.uzern W.interthur und Z.ürich zugeteilt. Nach der Auslieferung der SBB B.D.e 4./.4 wurden von diesen alle übriggebliebenen fahrplanmässigen Züge übernommen. Einzig die B.adezüge Z.ürich – Z.urzach konnte von den RBe 2/4 gehalten werden, die von einem Triebwagen des Depots Z.ürich geführt wurde. Zwischen J.uli und D.ezember 1.9.6.0 verkehrte an Werktagen ein Triebwagen von L.enzburg über M.ellingen nach K.ilchberg, um Arbeiter zu der S.chokoladenfabrik L.indt zu befördern. Während der E.X.P.O 6.4 kamen alle Roten Pfeile wieder zum fahrplanmässigen Einsatz ( eigentlich kam während der E.X.P.O 6.4 alles, was noch fuhr, zum Einsatz ). Der fahrplanmässige Einsatz der Roten Pfeile endete 1.9.6.8 als auch die Leitung als B.adezug wegfiel.
Es gab vereinzelte Fahrten nach D.eutschland und Ö.sterreich, wobei an der Grenze das Schleifstück gegen eines der D.B / Ö.B.B Norm getauscht werden musste.
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Unfälle
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Leider blieben die kleinen Roten Pfeile nicht vor einigen teilweise schwerwiegenden Unfällen verschont.
Glück im Unglück hatte man am 1.4. M.ai 1.9.3.7, als in B.runnen bei einem CLE 2/4 eine Achse brach. Der Triebwagen entgleiste zwar, aber es waren keine gravierenden Schäden entstanden. Allerdings wurde alle Roten Pfeile stillgelegt, nachdem die EMPA festgestellt hatte, dass mangelnde Stahlqualität für den Bruch verantwortlich war. Die Fahrzeuge wurden erst wieder in Betrieb genommen, als sie mit neuen Achsen aus Siemens – Martin - Stahl ausgerüstet worden waren.
Der schwerwiegendste Unfall geschah am 1. M.ai 1.9.5.2 in V.illeneuve. Der RCe 2/4 6.0.6 war mit Angehörigen der F.irma S.andoz aus B.asel als Gesellschaftsfahrt am oberen G.enfersee unterwegs. Der Triebwagen stieß, von L.ausanne herkommend, um 1530 frontal in die dort rangierende A.e 3./.6 I 1.0.6.8.7. Dabei wurde der führende Vorbau komplett eingedrückt, denn die A.e 3./.6 stieg auf den Triebwagen auf. Im Triebwagen starben zwei Menschen; weitere 40 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Der schwer beschädigte Triebwagen wurde von der H.auptwerkstätte Z.ürich wiederaufgebaut, dabei allerdings gleich zum RAe 2/4 umgebaut.
Die Fahrzeuge wurden wie folgt ausrangiert, ( nach der letzten Nummer folgt in Klammern die erste );
1.0.0.2 ( 2.0.6 ), 3.1. A.ugust 1.9.8.4 ( A.bbruch )
1.0.0.3 ( 2.0.3 ), J.anuar 1.9.6.8 ( Für das V.erkehrshaus remisiert )
1.0.0.4 ( 2.0.4 ), 3.1. D.ezember 1.9.6.8 ( A.bbruch )
1.0.0.5 ( 2.0.5), 3.0. N.ovember 1.9.6.6 ( A.bbruch )
1.0.0.6 ( 2.0.2 ), 3.1. D.ezember 1.9.6.7 ( A.bbruch )
1.0.0.7 ( 2.0.7 ), J.anuar 1.9.7.4 ( Verkauf an die O.e.B.B )
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Erhaltene Fahrzeuge
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RAe 2/4 1.0.0.1, als h.istorisches Fahrzeug bei der SBB Historic ( fahrfähig, in Reparatur )
RBe 2/4 1.0.0.3, als optisch aufgearbeitetes Ausstellungsfahrzeug im V.erkehrshaus in L.uzern ( nicht fahrfähig.)
RBe 2/4 1.0.0.7, als historisches Fahrzeug bei der O.ensingen – B.alsthal – B.ahn (fahrfähig)
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Der RAe 2/4 1.0.0.1 ist momentan infolge eines Transformatorschadens, den er 2.0.0.8 erlitten hat, nicht fahrfähig, mit Hilfe des ebenfalls schon beschädigten Transformators des RBe 2/4 1.0.0.3, soll er allerdings wieder fahrfähig hergerichtet werden. Dafür wurde beim 1.0.0.3, im N.ovember im D.epot E.rstfeld der Transformator ausgebau
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( BeschriebRoterPfeil AlbumBahnRotePfeile AlbumBahnenderSchweiz Schweizerische Bundesbahn
Bundesbahnen Eisenbahn Triebwagen Triebzug SBB CFF FFS SLM Zug Train Juna Zoug Trainen Tog
Tren Поезд Lokomotive Паровоз Eisenbahn Railway Rautatie chemin de fer Ferrovia 鉄道 Spoorweg
Железнодорожный Centralstation Ferroviaria Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa Swiss Sveitsi
Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza )
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Besuch des roten Pfeils der SBB RAe 2/4 1001 anlässlich der Museumsnacht Bern in Bern Brünnen am Freitag den 20. März 2009
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Hurni093020 KantonBern AlbumBahnenderSchweiz AlbumBahnRotePfeile
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 240216
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NIF
The Mercedes-Benz SSK is a roadster built by German automobile manufacturer Mercedes-Benz between 1928 and 1932. Its name is an acronym of Super Sport Kurz, with the last word being the German for "short", a reference to the fact that the car was based on the earlier Mercedes-Benz S, but with 19 inches (480 mm) chopped from the chassis to make the car lighter and more agile for racing. It was the last and greatest car designed for the company by the brilliant engineer Ferdinand Porsche, before he left to pursue the foundation of his own company. The SSK's extreme performance—with a top speed of up to 120 miles per hour (190 km/h), it was the fastest car of its day and numerous competitive successes made it one of the most highly regarded sports cars of its era. The S/SS/SSK line was one of the nominees in the penultimate round of voting for the Car of the Century award in 1999, as chosen by a panel of 132 motoring journalists and a public internet vote.
Fewer than 40 SSKs were built during its production span, of which about half were sold as Rennwagen (racing cars). Fitted with a supercharged seven litre straight-6 engine producing 200–300 metric horsepower (150–220 kW) and over 500 lb·ft (680 N·m) of torque (depending on the state of tune), it was driven to victory in numerous races, including the 1929 500 Miles of Argentina, the 1929 and 1930 Cordoba Grands Prix, the 1931 Argentine Grand Prix, and, in the hands of legendary Grand Prix racing driver Rudolf Caracciola, the 1929 British Tourist Trophy race, the 1930 Irish Grand Prix, the 1931 German Grand Prix, and the 1931 Mille Miglia.
Many were crashed while racing and subsequently cannibalised for parts, and as a result there are now almost 100 replicas using components donated from original vehicles. Only four or five entirely original models remain, and their scarcity and rich heritage make them among the most sought after cars in the world; a 1929 model was auctioned at Bonhams in Chichester in September 2004 for UK£4.17 million (US$7.4 million), making it the second most expensive automobile ever sold. Another SSK, a streamlined "Count Trossi"-bodied version owned and restored by fashion designer Ralph Lauren, has won best of show at both the 1993 Pebble Beach Concours d'Elegance and the 2007 Concorso D’Eleganza Villa d’Este.
(Wikipedia)
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Der Mercedes-Benz Typ S erschien 1926 als Ableitung des Modells K aus dem gleichen Jahr. Es handelt sich um einen äußerst leistungsfähigen Sportwagen mit sehr großem Sechszylindermotor und Kompressor. In der Folge erschienen weiterentwickelte Fahrzeuge dieser Baureihe W06 mit den Bezeichnungen Typ SS, Typ SSK und Typ SSKL.
Die zwei- und viersitzigen offenen Fahrzeuge wurden auf dem langen Fahrgestell mit 3400 mm Radstand aufgebaut. Von den anderen Mercedes-Benz-Modellen waren sie – wie das Schwestermodell K – durch drei auf der rechten Seite des Motorraums austretende, nach unten führende Abgasschläuche zu unterscheiden.
Von 1927 bis 1933 wurden die Fahrzeuge des Baumusters W06 in vielen in- und ausländischen Wettbewerben eingesetzt. Einer der bekanntesten Fahrer war Rudolf Caracciola. So begründeten sie den Weltruhm der Daimler-Benz AG als Hersteller schneller Renn- und Sportfahrzeuge.
Insgesamt wurden vom Baumuster W06 nur knapp 300 Fahrzeuge hergestellt. Dabei wurden später etliche Typen S zum Typ SS und etliche Typen SS zum Typ SSK werksmäßig umgebaut. Der Typ SSKL entstand, wie oben erwähnt, vermutlich ausschließlich durch späteren Umbau von SSK-Typen. Hier bezeichnet sind nur die ursprünglichen Ausführungen:
Typ S: ca. 150 Stück
Typ SS: ca. 110 Stück
Typ SSK: ca. 33 Stück
Vom Typ SSKL entstanden später nur wenige Exemplare; einer wurde als Werksrennwagen betrieben.
(Wikipedia)
In 1929 NSU had sold its Heilbronn factory (near the river Neckar) to Fiat due to the economic crisis. Fiat started to produce under license Fiat Topolinos and Balillas in this factory under the brand NSU-Fiat (at the same time, the same cars were produced under license in France by SIMCA-Fiat).
In 1957, NSU decided to restart the production of personnel cars, and asked to this Fiat licensee to change its name, and therefore NSU-Fiat became Neckar. Neckar was producing less than 25,000 vehicles a year, Fiat 500 (Neckar Weinsberg), 600 (Neckar Jagst) and 1100 (Neckar Europa) slightly modified, often more luxurious and sporty than the Fiat produced in Turin.
The launch of the Fiat 1500 in 1961 and of the Neckar Panorama (derived from the Autobianchi Panoramica) allowed Neckar to reach a yearly production of 50,000 units in 1962. A nice coupe derived from the 1500 and called the Neckar Mistral was designed. A coupe and a convertible based on the Fiat 600 was produced as the Neckar Riviera. The Fiat 850 (as the Neckar Adria) was the last model produced by Neckar.
The high cost of the German workforce (compared to the Italian one) doomed Neckar. Fiat refused to sell the license of the new Fiat 124, 125 and 128 to Neckar. Production of Neckar slowed down from 1963. 50,000 cars were produced in 1962, down to 44,000 units in 1963, 22,000 in 1964, 18,000 in 1967 and 12,000 in 1970. Neckar closed in 1971 having produced 370,000 cars in total.
(Wikipedia)
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NSU-Fiat war eine Vertriebs- und Lizenzproduktionsgesellschaft für Fiat-Automobile in Deutschland. Die Vereinigten Fahrzeugwerke AG Neckarsulm, die durch die erzwungene Übernahme der Schebera Automobilwerke AG in Berlin in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen waren, wurden vom italienischen Fiat-Konzern und der Dresdner Bank gestützt. Im Sommer 1929 gründete man die NSU Automobil AG mit einem Aktienwert von 2,0 Mio. RM, die von NSU das neue Heilbronner Werk und einige NSU-7/34-PS-Wagen übernahm. Davon unabhängig existierte NSU in Neckarsulm weiter, was später zu Namenskonflikten führte (siehe unten).
Dieses NSU-Modell wurde noch bis 1931 weitergebaut. Zusätzlich versuchte man, den Fiat 522 als NSU herauszubringen, was jedoch nicht zu den erhofften Ergebnissen führte.
1934 wurde erstmals ein NSU-Fiat 1000 aus eigener Produktion herausgebracht, der eine Lizenzversion des italienischen Fiat 508 Ballila war. Wie das italienische Original erhielt der Wagen 1938 auch einen 1100-cm³-Motor. 1936 kam der NSU-Fiat 1500 und 1937 der NSU-Fiat 500, ebenfalls italienische Lizenzprodukte, dazu. Nebenbei wurden auch Fiat-Wagen aus italienischer Produktion in Deutschland vertrieben. 1941 stellte die Gesellschaft kriegsbedingt ihre Aktivitäten ein.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bot man wieder Lizenzfertigungen italienischer Fiat-Modelle an, und zwar folgende:
NSU-Fiat 500 C (= Fiat 500 Topolino C) 1951−1955, 9.064 Stück
NSU-Fiat Weinsberg (ein Coupé auf Basis des Fiat Nuova 500) 1959−1963, 6.228 Stück
NSU-Fiat Jagst 600/770 (= Fiat 600) 1956−1969, 171.355 Stück
NSU-Fiat 850 Adria (= Fiat 850) 1965−1967, 6.619 Stück
NSU-Fiat Neckar / Europa (= Fiat 1100-103) 1953−1968, 159.731 Stück
NSU-Fiat 1400 (= Fiat 1400) 1953−1954, 1.400 Stück
NSU-Fiat 1900 (= Fiat 1900) s. Fiat 1400
Fiat 124 1967−1972, 18.979 Stück
Fiat 125 1968−1972, 13.033 Stück
Fiat 128 1970−1973, 27.088 Stück
1958 begann NSU in Neckarsulm mit der Produktion des NSU Prinz. Damit gab es auf dem deutschen Markt zwei Autos von verschiedenen Herstellern mit dem gleichen Markenzeichen. Nach einem Rechtsstreit zwischen FIAT und NSU kam es im Oktober 1959 zu einer gütlichen Einigung. Zum 1. Januar 1960 nannte sich die NSU Automobil AG nun Neckar Automobilwerke AG Heilbronn, vorm. NSU Automobil AG. Zum 1. September 1966 wurde dann auf den Markennamen NSU ganz verzichtet. 1968 verschwand auch der Name Neckar.
1973 stellte die Gesellschaft die Automobilproduktion endgültig ein. Die deutsche Vertriebsgesellschaft von Fiat hatte bis 2006 in Heilbronn ihren Sitz und ist weiterhin dort präsent, obwohl der Geschäftssitz Ende 2007 nach Frankfurt verlegt wurde.
(Wikipedia)
Illustration from The Secret of the Desert; or How We Crossed Arabia in the ‘Antelope’ (1895), written by E. Douglas Fawcett and illustrated by Arthur Twidle.
Arthur Twidle (1865 - 1936), whose thrilling illustrations grace the plates in E. D. Fawcett’s The Secret of the Desert, is most remembered today for taking the reins as the illustrator for many of Arthur Conan Doyle’s Sherlock Holmes tales following the death of Sidney Paget in 1908. Like the better-known Paget, Twidle’s work appeared regularly in the popular The Strand magazine, as well as in other widely-read late-19th and early-20th century publications, including Swan’s Magazine, The Red Magazine, and The Girl’s Own Paper. Twidle was a particularly prolific contributor to The Boy’s Own Paper, a British monthly story paper with an emphasis on heroic and exciting action-adventure tales. All told, Twidle’s illustrations graced dozens of novels and countless periodicals across five decades from the mid-1890s into the 1930s.
Arthur Twidle was born in Rotherlithe, Surrey, England in 1864, the fourth of five children. He married Annie Elizabeth Mason in 1885, with whom he eventually fathered two children, Arthur (born 1888) and Elizabeth (born 1887). Twidle worked consistently as an artist over the years, with his last published illustrations appearing in A Yorkshire Baking by Florence Bone in 1935, only a few months before his death at the age of 71 in April 1936.
During his artistic career Twidle worked first as an engraver, or “draughtsman in wood,” creating woodcuts for line drawings, and later as an artist and illustrator producing black and white ink drawings, water-color sketches, and pastel and oil paintings. Twidle’s fine art subjects often included figures and scenes from religious and historical mythology, and his paintings were exhibited at the Royal Academy of Arts in London. In addition to his smaller-format work, Twidle painted panels and murals.
Twidle was also an author in his own right, writing and illustrating a book based on one of his personal hobbies, lepidoptery, or butterfly collecting. The hardbound Beautiful Butterflies of the Tropics: How to Collect Them was published in 1920. Printed by R. & R. Clark, Ltd. of Edinburgh, the book features 102 pages of text, several black and white diagrams, and thirteen full-color plates by Twidle, including action-packed scenes of intrepid lepidopterists on the hunt for exotic species.
The Secret of the Desert (1895) marks one of Twidle’s earliest solo credits as an illustrator. He contributed illustrations to a number of additional “boy’s adventure” style novels published by Edward Arnold of London in the 1890s, including With the Mission to Menelik (1898) by Edward Gleichen, and In Moorish Captivity: An Account of the ‘Tourmaline’ Expedition to Sus (1899) by Henry M. Grey. Through the first decade of the 20th-century Twidle illustrated numerous titles for the publisher Frederick Warne & Co. In the years leading up to the First World War, Twidle turned his talents to illustrating a number of adventure tales set in the Canadian wilderness.
Today Arthur Twidle’s oils and drawings occasionally turn up at fine art auctions, commanding prices in the several-thousands of dollars.
The Secret of the Desert; or, How We Crossed Arabia in the ‘Antelope’ by E. Douglas Fawcett, illustrated by Arthur Twidle, is now available in eBook format for the Amazon Kindle at a reasonable price: www.amazon.com/Secret-Crossed-Antelope-Illustrated-Supple...
Or, a high-quality PDF scan of the original pages and illustrated plates is available at no cost on the web site of the British Library: access.bl.uk/item/pdf/lsidyv3a3a15a2
The British Library has also posted scans of the illustrated plates from The Secret of the Desert on Flickr (mixed in with some mis-identified images from other books):
Flauberto Künstler
Curriculum
Einzelausstellungen
Exposições Individuais
2013 „ Wer kontrolliert, was Sie denken“ „Who Controls What You Think” Embassy of Brazil in Berlin 15 years retrospective of art, paintings, photography and drawings.
2012 Galeria A livararia Berlim „ Wer kontrolliert, was Sie denken „ „Who Controls What You Think „ five years retrospective of photography.
2009 Galeria Syguaraia Berlim „O Bolo do casamento“ "The Wedding Cake". photos and paintings
2005 – Restrospectiva – 10 anos de desenhos / Retrospective - 10 years of drawings
Galeria Archidy Picado – FUNESC João Pessoa – PB – Brazil
2004 - Brasilianische Botschaft Berlin- Brazilian Embassy in Berlin Anlässlich des Benefizkonzerts des Klenke-Quartetts Weimar Am 25. Mai 2004 Beehrt sich die Brasilianische Botschaft Pinturas Berlim - Alemanha
2003 - Anlässlich des Nationalfeiertages Am 9. September 2003 Beehrt sich die Brasilianische Botschaft - Exposição do feriado Nacional . Pinturas Berlim - Alemanha
2003 – Brasilianische Künstler in Berlin- Brazilian Artist in Berlin Preisträger des Forums im Ethnologischen Museum Dahlem Brasilianische Botschaft – Artistas brasileiros em Berlim.
Flauberto Pinturas / Berlim – Alemanha
2003 - Mercedes Benz BerlinFlauberto / Pinturas / Gämalde /Paintings
Berlim - Alemanha / Berlin - Deutschland
2002 – Akademie Der Kunst Berlin – Art Academy Berlin
Flauberto / Pinturas / Gemälde / Paintings Berlin - Deutschland / Berlin – Germany.
2002 - Where Does The Sun Come First?
Brasilianische Botschaft – Brazilian Embassy – Embaixada do Brasil
Flauberto Pinturas / gemälde / Paintings Berlim - Alemanha
2001 - Diamantés Surround Brasilianisches Kulturinstitut in Deutschland / Brazilian´s Institut of Culture in Germany Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
Berlim - Alemanha
2001 - Unbewußt Unterbewußt
Galerie Gert Papke, Bamberg, Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
Berlim - Alemanha
1998 - Eu Flauberto- Ich Flauberto – I Flauberto Pinacoteca UFPB, Flauberto Pinturas /Gemälde / Paintings João Pessoa PB / Brazil.
1997- Flauberto Pinturas Núcleo de Arte Contemporânea, Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings, João Pessoa PB / Brazil
1997 - Eu Flauberto- Ich Flauberto – I Flauberto Galerie Aliança Francesa, Flauberto Desenhos / Zeichnung / Drawing João Pessoa PB Brazil
1997 - Pichações e Paixões Juazeirinho Galerie Caixa Econômica, Flauberto Pinturas João Pessoa PB / Brazil
1995 - Depois Que O Rio Passou Galerie Aliança Francesa, Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings João Pessoa PB / Brazil /
Exposições Coletivas / Collective Exhibition
2004 – United Buddy Bears
Kitzbuehel – Österreich www.united-bears.com
2004 – United Buddy BearsPequin / China www.united-bears.com
2004 – United Buddy Bears
Hong Kong / China www.united-bears.com
2003 – United Buddy Bears
Brandenburger – Tor
Berlim - Alemanha /
2002 – United Buddy Bears
Brandenburger – Tor
Berlim - Alemanha .
2000 - Kunst zum Verschenken
Galerie No Ter, Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
Berlim - Alemanha /
1999 - Museum Haus Checkpoint Charlie
Weihnachtsversteigerung
Flauberto Pinturas Berlim - Alemanha
1999 – Geração 90
Núcleo de Arte Contemporânea
Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
João Pessoa - PB / Brasil / Brasilien / Brazil.
1999 - Arte Contemporânea da Paraíba
Museu de Arte Assis Chateaubriand
Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
Canpina Grande - PB / Brasil / Brasilien / Brazil.
1999 – 1.500 Via Pedro II
Centro Cultural São Francisco
Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
Kurator / Curador: Fabio Queiroz
João Pessoa - PB / Brasil / Brasilien / Brazil.
1999 - Galerie Gamela 20 anos
Flauberto Pinturas / Gemälde /Paintings
Kuratorin / Curadora: Roseli Garciaoão Pessoa - PB / Brasil
1999 - Salão Funjop
Fundação Cultural de João Pessoa
Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
João Pessoa - PB /Brasil / Brasilien / Brazil.
1999 - Banco de Dados Itaú Cultural
Itaú Cultural, São Paulo
Flauberto Pinturas /Gemälde / Paintings
São Paulo / Brasil / Brasilien / Brazil.
1998 - 1ª Revista da Pintura Paraibana
Núcleo de Arte Contemporânea
Kurator / Curador: Cacá Santa Cruz
Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
João Pessoa - PB / Brasil / Brasilien / Brazil.
1998 - Em Defesa das Águas
Parque Sólon de Lucena
João Pessoa –PB / Brasil / Brasilien / Brazil.
1997 - Arte da Paraíba
Museu de Arte Contemporânea Assis Chateaubriand
Campina Grande - PB – Brasilien - Brazil.
1996 - Apocalipse VII
Centro Cultural São Francisco
Kurator / Curador: Gabriel Bechara
João Pessoa - PB – Brasilien - Brazil
1996 - Coletiva NAC
Museu de Arte Contemporânea Assis Chateaubriand
Kurator / Curador: Gabriel Bechara
Campina Grande - PB - Brasilien – Brazil.
1996 - Coletiva NAC
Núcleo de Arte Contemporânea da UFPB
Kurator / Curador: Gabriel Bechara
João Pessoa PB – Brasilien – Brazil.
1996 - Momento Contemporâneo
Sebrae
João Pessoa - PB – – Brazil.
1996 - Momento Contemporâneo
Manaira Shopping
João Pessoa - PB – – Brazil.
1995 - Arte da Paraíba
Fundação Espaço Cultural da Paraíba
João Pessoa - PB – – Brazil.
1995 - COPEART
Galeria Teatro Municipal Severino Cabral
Campina Grande - PB – – Brazil.
1995 - Extase Up
Galpão Porto do Capim
João Pessoa - PB – – Brazil.
1994 - Recentes Pinturas Verdes Pintores
Galerie Caixa Econômica
João Pessoa - PB – – Brazil.
1994 - Recentes pinturas Verdes Pintores
Galerie Teatro Municipal Severino Cabral
Campina Grande - PB – – Brazil.
Bienal
2003 – Novosibirsk / Rússia / Russland
Bienal / Desenho / Drawing / Zeichnung /
Salão de Arte / Art Salon
1994 VI - SamapJoão Pessoa - PB – Brasilien – Brazil
1996 - V Salão / Sesc / Prêmio/ Prize /Preis
João Pessoa - PB – Brasilien – Brazil.
1996 - VII - SAMAP / Prêmio
Oficinas e Arte / Workshops
2005 – Oficina de desenho exprimental
Ministrante Flauberto, FUNESC, João Pessoa, PB, Brasil
1998 - EU
Ministrante Flauberto e Fabiano Gonper João Pessoa, PB Brazil
1998 - Pedras de Fogo
Intercâmbio Suíça e Paraíba / Dadi Wirz coordenação João Pessoa PB Brazil
1997 - Coisas
Fenart / FUNESC /João Pessoa PB Brazil
1996 - Visões do Cabo Branco
FUNESC João Pessoa PB Brazil
Bibliografia / Bibliographie
2013 www.tagesspiegel.de/kultur/finissage/8847078.html
Flauberto: Artworks 1997 bis 2013.
2012 - www.tagesspiegel.de/kultur/vernissage/7271356.html
2012-http://www.berlinda.org/Kalender/Kalender/Eintrage/2012/11/19_17.11.2012__Tag_der_afro-brasilianischen_Kultur___Naunyn_Ritze_2.html
Jornal A União 2005
Flauberto abre workshop de desenho experimental
Jornal Correio da Paraíba janeiro de 2005
Flauberto abre exposição retrospectiva de desenho
Jornal da Paraíba janeiro de 2005
Flauberto abre exposição retrospectiva de desenho
United Buddy Bears Berlin 2003
Catálogo / www.united-buddy-bears.com/
Berlin / Alemanha / Deutschland / Germany
Jornal Correio da Paraíba 04 / 01 / 2003
Paraibano representa o Brasil na Alemanha por ( Bianca Donatangelo ) www.jornalcorreiodaparaiba.com.br
Jornal a União 18 / 07 / 2002
Paraibanos em Berlim (Adriana Crisanto)
www.auniao.jpa.com.br/anteriores/18.07.2002/cultural.htm
Neues Deutschland 06 / 08 / 2002
Brasilianische Kunst Zeigt Viel Brisanz, Galerie der Botschaft Zeigt zwei Ausstellungen ( Von Almut Schöter ) redaktion@nd-online.de
Jornal da Paraíba 07 / 08 / 2002
Paraibanos em Berlim ( Andre Cananea )
www.jornaldaparaiba.globo/vida-2-070802.html
18 / 07 /2002 Hannah Abullah
Vielseitig! Brasilianische Zeitgnössische kunst
Die Ausdehnung und Weite des Lands spiegelt sich der kunst Wider
2001 – A arte e os artistas da Paraíba.
Perfis jornalísticos – Elinaldo Rodrigues.
Der tagesspiegel 10 /06 / 2001
Berlin Kultur Seite 28 n°17432 ( DER LANGE VEG NACH MITTE) www.tagesspigel.de
22 / 02 / Bis 07 / 03 / 2001 Ilustrierte stadzaeitung ZITTY
N° 5 / 2001 / A 8.500 www.zitty.de Diamantés Surround drei wahlberliner unterschiedlicher herkunft präsentiert das Icbra
08 / 03 / bis 21 / 03 / 2001 Ilustriet ( ZITTY ) stadzaeitung
N° 6 / 2001 Für iedes Bedürfnis Sabiana Maria Van Der linden Flauberto, Ogar Grafe, Ausstellung "Diamantés Surround " in der icbra galeria www.zity.de/kunst
TIP MAGAZIN 22 / 02 /2002
Instituto Cultural Brasileiro em Berlin ( DIAMANTES SURROUND
ARTERY BERLIN 2001
Brasilianisches Kulturinstitut (Diamantes Surroud ) grenzgänge entre fronteiras Sabina Maria Calligraphy Niederlande, Flauberto Brasilien Malerei/ Painting, Ogar Grafe Deutschland stickrei, fotografia und obejcts mail. artery-berlin@t-online.de
Jornal O Norte 01 /03 / 2001
Paraibano expõe suas obras em importante galeria na Alemanha www.jornaldaparaiba.globo.com/
Jornal Correio da Paraíba 24 / 02 / 2001
Paraibano expõe na Alemanha www.correiodaparaiba.com.br
Frankischertag 23 / 08 / 2000 Bamberg
167 / nummer 193 www.frankischer-tag.de
Brasilien Meets Bamberg maler flauberto der Sandkerwa Zu Gast zur 8 H-aus-stellung Hat Der gallery gert Papke den Brasilianischen Künstler Flauberto Eingelanden
WOCHEN BLATT 23/ 08 / 2000
n° 34 Bamberg der Brasilianische Maler Flauberto zu gast bei der sandkerwa gallery Get Papke www.wochenblatt-bamberg.de
Fankische Nacht 23 / 08 / 2000
Monatsmagazin für Bamberg und gebung N° 160 / 14 Brasilien Meets Bamberg www.fraenkischer-tag.de
Frankischertag 23 / 08/ 2000 Bamberg
167 N° 193 Brasilien Mets Bamberg maler Fauberto www.fraenkischer-tag.de
Jornal a União 03 / 07 / 1999
1 500 VIA PEDRO II Exposição no Centro Cultural São Francisco
Beliner Kunst Kalender 1999
Museu Haus am Checkpoint Charlie Berlin
25° Weihnachtsverdteigerung moderation Detlef gosselek Berlin deutschland
Jornal O Norte 04 / 06 / 1999
Os primeiros registros de Flauberto surgem na infância.
por Celia Leal, João Pessoa PB Brazil
Jornal A União 03 /07 /1999
Seus trabalhos gritam urgências trepidam como seu próprio tempo. Fabio Queiroz, João Pessoa PB Brazil.
Jornal o Norte 10 / 12 / 1998
Pintura em revista no NAC Flauberto revelação recente da arte da Paraíba. João Pessoa PB Brazil Caca Santa Cruz.
Jornal O Norte 03 / 12 / 1997
A natureza revelou para ele uma espécie de perversão das cores Jose Rufino,João Pessoa PB Brazil
Jornal a União 16 / 10 / 1997
Flauberto e assim mesmo vai fundo em suas raízes e explode seus sentidos em desenhos e pinturas. Margarete Naponuceno João Pessoa PB Brazil.
Jornal Correio da Paraíba 15 / 01 / 1997
Flauberto abre exposição a partir de hoje no NAC ( Carlos Azevedo ) João Pessoa PB Brazil.
Jornal o Norte 15 / 01 / 1997
Telas disformes em mostra no NAC vida registrada em pinturas coloridas e desenhos disformes ( Sheila Raposo) João Pessoa PB Brazil.Jornal Correio da Paraíba 01 / 12 / 1997
A obra do artista está calcada na infância, o artista e declaradamente infantil
Augusto Magalhães, João Pessoa PB Brazil.
Jornal a União 13 / 12 / 1997
Excertos de corpo e memória o olhar de Flauberto sobre a existência, passa pelos devaneios e surpresas de um curioso menino de Juazeirinho ( Jose Rufino ) João Pessoa PB Brazil.
Jornal o Norte 01 / 11 / 1996
Mostra NAC 96 A nova artes plástica da Paraíba
João Pessoa PB Brazil ( Sheila Raposo )
Jornal A União 17 / 11 / 1995
Flauberto abre hoje na aliança francesa a exposição (depois que o rio passou ) João Pessoa PB Brazil.
Jornal O Norte 01 / 11 /1994
Coletiva na cef tem abstracionismo predominante, Flauberto sua obra e a fusão visual das emoções da infância, com as de hoje ( Ricardo Anísio ) João Pessoa PB Brazil.
Information about the art of the artist.
Flauberto ist in der kleinen Stadt Juazeirinhio, Paraiba geboren. Er lebt seit zehn
Jahren in Berlin und nahm bereits an bedeutenden Gemeinschaftsaustellungen
u.a. in Brasilien, USA, Deutschland und de Schweiz teil.
„Flauberto findet seine Inspiration in der überfüllten Welt unserer Alltäglichen
und aus Wortfetzen bestehenden, von Hektik geprägten Umwelt. In den
Straßen der Großstadt, den Korridoren von U-Bahnhöfen oder den tausendfach
überklebten Outdoors an den Häuserwänden finden sich die grafischen
Elemente seiner Bilder wieder. Die Leinwand scheint den gestalterischen
Gestus von Flauberto nur vorübergehend festzuhalten, denn die Intention des
Striches und der Farbkombinantionen weisen weit aus dem verschlossenen,
geordneten Innenleben eines Raumes in die Unbegrenztheit einer ungewissen
Außenwelt unter freiem Himmel.“ Flauberto“ ist einer der herausragenden Künstler der brasilianischen Kunstszene in Deutschland. Seine Werke, das sind Gemälde, Fotos und Zeichnungen zeigen einen einzigartigen Stil und befinden sich in ständigen Sammlungen der brasilianischen Botschaft, dem „Museu de Arte Contemporânea Assis Chateaubriand“ und Privatsammlungen in Russland, Schweiz, Deutschland und den USA. Außerdem wird er von den brasilianischen Medien zu den wichtigsten fünf aktuellen bildenden Künstlern des Bundesstaates Paraíba in Brasilien gezählt. Der Künstler präsentierte seine Werke unter anderem im Jahr 2003 auf der Bienale von Novosibirsk in Russland und in einer Ausstellung in der Akademie der Künste in Berlin, erhielt im Jahr 2002 den Preis des Museums in Berlin-Dahlem als „ausgezeichneter Künstler der brasilianischen Kunstszene Deutschland“. 2002 realisierter er ebenfalls eine Retrospektive in den ehemaligen Räumen des brasilianischen Kulturinstituts (ICBRA) aber auch weitere Ausstellungen in Deutschland und im Ausland, wie die Teilnahme als Repräsentant Brasiliens am Projekt „United-Buddy-Bears“ in Berlin, Tokio, Sidney, Istambul, Shangai und Peking. 1998 wurde er in einer Galerie in Zürich und auch in Basel gehandelt. 1995 wurden seine Werke in einem Workshop in Minneapolis (USA) vorgestellt und besproche.
Dr:Tiago de Oliveira Pinto
Eine sich aufweitende Kunst
Oder vielleicht eine Unordnung, die aus dem dunkeln der Rohmaterie seiner Kunst entnommen ist
Die ersten Aufzeichnungen des künstlerischen Schaffens von Flauberto stammen aus seiner Kindheit in Juazeirinho, einer kleinen und armen Stadt, die durch die Bundesstrasse BR-230 in der Mitte durchschnitten wird, eingewachsen in der gühenden Hitze in der desolaten Region von Cariri im Bundesstaat Paraiba. Seine Unruhe verschonte nicht die Wände der Häuser, die Mauern des Klassenzimmers, die grossen Türen der Lagerhäuser, die Banken und die Wände der Schule.
Es ist dieses weit zurückliegende Gedächtnis, welches sich in der emotionalen Fracht seiner aktuellen Arbeit verfasst, wenn die Welt und das Leben in Reichtweite ist, auf diesem Weg der seine Geschichte in der Mitte zerschneidet.
Das Ziel seiner Kunst ist mehr als die Bewusstheit, es ist die Besessenheit an Grenzüberschreitungen. Seine Arbeiten schreien nach Dringlichkeiten, sie beben wie die eigene Zeit und verlangen nach der Kolektivität.
“Ich habe ab 1994 angefangen intensiv Kunst zu machen, so dass Leben und Kunst in einem gemeinsamen Weg meinen künstlerischen Prozess begleitet haben. Bei der künstlerischen Tätigkeit habe ich sehr früh eine besessene, systematische und impulsive Form entwickelt . In den letzten 19 Jahren meines Schaffens habe ich mich besonders mit Zeichnungen und Malerei beschäftigt, habe aber auch Projekte mit Skulptur und Instalationen entwickelt. Die Themen meines Lebens waren immer die meines Lebens, wie Sex, Macht, Geld, und Religion, die immer verwirrende und festigende Elemente meiner Existenz waren.
Ich wusste nie zu erklären wie sich diese Dinge von einer Form in die andere (im Leben und in der Kunst) wandelten, jedoch bin ich ein autodidaktischer Künstler mit Intension und Selbstbildung. Sehr früh habe ich eine Art von Aversion zum Model der schulischen Bildung entwickelt , als ich das Studium an der Universität verlassen habe.
Seit Juazeirinho, die Stadt in der ich geboren bin und gelebt habe, fühle ich mich wie ein impulsives, obzesives und ängstliches Individuum, welches sich aus der Dunkelheit mit seinem eigenen Licht entzieht.
Ich will Fragen beantworten: Wer bin ich? zu wem gehöre ich? oder warum meine Kunst in meiner Kondition und meinem kreativen Prozess nachhallen wird
Ich und meine Kunst gehören zusammen, von den vorhandenen Händen mit der verzweifelten Lust am Fleisch.
Ich schaffe es nicht aufzuhören meinen Umkreis zu observieren, sei es in João Pessoa, Salvador, Rio de Janeiro, Basel, in der Schweiz, oder in Berlin.Städte die die Tragig meines Lebens darstellen.
Ab 2002 begann ich einen Prozess zu entwickeln der Fotografie mit Techniken wie Kollage, Foto-Kollage und digitale Manipulation, als Mittel oder Unterstützung aufweist. Ich habe in der Fotogafie ein Mittel gefunden, der persönlichen und pofessionellen Verwirklichung so klar und Transparent wie anderen Unterstützungen die ich schon genutzt habe, und die ich noch nutze. Ich setze in meine Fotografien die Unnachgiebigkeit und die Obzession der Grenzen von meiner Lust. Alles was ich mache ist ein Teil einer extrem persönlichen Entschlossenheit. Als ich mich entschloss die Fotografie in meinen Prozess der Produktion und Kreation einzubinden, machte ich dies, um an eine Objektivität und Tranzperenz des Mittels zu glauben um meine Ideen zu transportieren. Das erste Projekt von Fotos, dass ich 2002 begonnen hatte, versammelt 500 Fotografien die meine privaten Wünsche des Lebens und meine Augen vor der Welt ausdrücken. Um das Projekt zu realisieren, griff ich zum Universum der Informationen, wie Zeitungen, Jornale, Bücher, Fotos und Bilder die von anderen Künstlern gemacht wurden, also letztendlich alles was ich mit meinem lüsternden Blick erreichen konnte. Auf dem Weg der Hin und Rückfahrt nach Hause werde ich Stücke des Lebens gesammelt haben, die meine Wünschen berühren. »
Flauberto Artist
Die Perversion der Farben.
Es gab keinen anderen Weg für Flauberto wenn nicht die Kunst. Die Natur hat ihm eine Art der Perversation der Farben bereitgestellt. Als Kind seine Ziele am Abend in Juazeirinho, Paraibanischen Cariri, waren unfeiwilligerweise einfallen durch eine Leuchtende Kraft des “in den Augenen stechenden Grüns”.
Als Regen fiel füllte sich die Vegetation mit Blättern, und der Blick Flaubertos verlohr sich im kräftigen Grün des Juazeiro-Baumes, des Umbu-Baumes und des Catinga-Baumes.
Der Blick Flaubertos ist so - unterschiedlich, verzerrt und trügerisch. Aber in einer semantischen Frage, waren die Farben für Ihn immer eine Herausforderung, denn er muss nicht nur seine Namen lernen, denn auch mit einer Art bösen Magie leben, die mit einigen Farben, prinzipiell mit Grün, erscheint, die in Zusammenhang mit dem Kontext in welchem die gleichen eingefügt waren hervorstechen.
Aktuell hat Flauberto eine Sicht dieser Situation: die Fraben sehen wie kodiert aus, dominiert um zu malen. Er entwickelte eine quasi machanisiert Technik, wo es für jede Farbe einen vorbestimmten Platz gibt. Jede Farbe hält eine bestimmte Distanz zur anderen und jede Farbe ist vorbereitet und nur einmal anwendbar, niemals aber in vielen Töpfen zur gleichen Zeit.
Ich lernte die Malerei von Flauberto kennen bevor ich Ihn persönlich kennengelernt habe, als ich an etwas anderes denkend eine Bank betrat, an jenem Platz der für Ausstellungen vorgesehen war, die mir immer ein Lächeln in meinen
Mundwinkeln hervorrief. An diesem Tag hielt ich verblüfft vor einer ausgestellten Zusammenstellung an.
Vom Nahen stellte ich die Unvollkommenheit in der Vorbeitung der Farben und der Leinwände des Künstlers fest und blieb verwirrt im Akzeptieren der primitiven Kunst oder einer bewussten oder gelehrten Manifestation von einem jungen Künstler.
Ich ging heraus mit Assoziationen von Grafiken von Keith Hering, und mit den unbearbeiteten Figuren von A.R. Penk, und mit den infantilen Malereien von Donald Baechler, ohne zu wissen was sozusagen der noch unbekannte Anfänger Flauberto mit der Produktion dieser Künstler gemeinsam hatte.
Die vigorosen Grafiken Flaubertos sind Übungen der Dichotomie, schwingen wie ein taumelnder und aus den Fugen tretender Tanz zwischen einer kartesische Organisation und einem unkontrolliertem und rudimentären Kaos.
Es sind Variiationen zwischen ausschweifenden Pinselstrichen des Malers bis hin zu den feinen Linien und Strichen die sich in den etwas grosseren Kompositionen verlieren. Seine Farben gehen von der Künstlichkeit von einem fluesziereneden Orange die Übelkeit hervorrufen, bis zu friedlichen Pasteltönen.
Persönlichkeit und Malerei wechseln sich zwischen lebhaft und trüb, grob und fein, populär und gelehrt, klever und naiv, bewusst und verwirt ab. Die letzten Malereien von Flauberto zeigen schon eine Annäherung mit einigen Konzepten, die im Wiebelwind von Aufnahmen der zeitgenossischen Kunst gelernt wurden in der der Künstler sich in den letzten Jahren befand.
Es scheint aber, dass er alles mit viel Personalität behandelt. Akademische Konzepte wie Gleichgewicht und Einigkeit die bei den meisten Künstlern aus unser Generation noch zu finden sind werden meistens missachtet. Die Organisation von Flaubertos Arbeitsmaterial wirkt in den Augen zu aller erst trostlos. Schwere Figuren werden auf leichte gelegt, senkrechte Bäume schweben aus den Seiten und harte Figuren drängeln sich in außergewöhnlicher und störender Masse durch.
Seine Malerei ändert sich als ob er sie aufgrund der brasilianischen Musik und Rock geschaffen hat. Ich selber kenne keinen anderen Maler der für sich selbst eine Art von chronologischen Aktionen, die von der technischen Verbesserung bis hin zu Marketing-Aktionen gehen und sich in Stars der brasilianische Musik hineinversetzt. Er hat sich selbst vorgenommen Sachen zu schaffen, die sich jüngere Maler gar nicht trauen.
Wenn ich mit Ihnen über einige seiner Malereien spreche, scheint es als ob er immer schon einen fertige Antwort zu meinen Fragen hat. Ich muss zugeben, dass ich einige Zeit benötige um die Ergebnisse verarbeiten zu können und will meistens auch schon mal sagen z.B. dass ich nie solch ein Rot oder Lila benutzen würde. Seine Malereien überschreiten immer den Punkt bis zu dem ich kommen würde.
An diesem Punkt könnte ich Jean Dubuffet mit seinem Art Brut Konzept erwähnen, oder andererseits in diesen wirren Zeiten der Multikulturalität die Diskussionen der Kritiker der modernen Kunst durchgehen, um zu versuchen die Arbeit von Flauberto zu verstehen, aber ich verbleibe lieber auf dem Feld der Zweifel, offen für die unerwarteten Schläge der Malerei von Flauberto aus Cariri
Os primeiros registros da expressão artística de Flauberto surgem já na infância
em Juazeirinho, uma cidade pequena e pobre cortada ao meio pela Br-230,
encravada na escaldante e desolada região do Cariri paraibano.
A sua inquietude não poupava as paredes das casas, os muros do grupo escolar, as imensas portas dos armazéns de estivas, as carteiras e as paredes do colégio.
É essa memória remota que vai se constituir na carga emocional de seu trabalho atual, quando o mundo e a vida estão ao seu alcance, nessa estrada que corta a sua
história ao meio. Mais do que consciência, o objeto de sua arte é a obsessão dos limites. Seus trabalhos gritam por urgência, trepidam como o seu próprio tempo, reinvidicando a condição coletiva. “Comecei a produzir profissionalmente a partir de 1994, embora a vida e a arte tenham
caminhado juntas no desenvolvimento do meu processo artístico. Desde muito cedo
desenvolvi uma forma obsessiva, sistemática e compulsiva de se fazer arte. Nos últimos
dez anos a minha produção esteve baseada principalmente no desenho e na pintura,
mas também desenvolvi, projetos como escultura e instalação.
Os temas da minha vida sempre foram também os da minha arte. Sexo, poder,
dinheiro e religião sempre foram elementos pertubadores e condicionadores da minha
existência. Eu nunca soube explicar como estas coisas se transmutaram de uma condição à outra ( da vida para a arte) , pois sou um artista de intenção e formação autodidatas. Desde muito cedo desenvolvi um tipo de aversão ao modelo de aprendizado escolar, quando abandonei em definitivo os estudos da universidade.
Desde Juazeirinho, cidade onde nasci e vivi, sinto e percebo-me como um indivíduo
compulsivo, obsessivo, agonizante o qual retira do escuro a sua própria luz.
Eu procuro responder à perguntas como: Quem sou ? a quem pertenço? ou por que a minha arte reverbera na minha condição e no meu processo criativo?
Eu e minha arte estamos juntos, de mãos dadas com o desesperador prazer da carne.
Não consigo parar de observar o meu redor, seja em João Pessoa, Salvador,
Rio de Janeiro, Basel, na Suíça, ou em Berlim, cidades que compõem a minha tragetória de vida.
A partir de 2002 comecei a desenvolver um processo que tem a fotografia como meio
e suporte. através de técnicas como colagem, foto-montagem, e manipulação digital.
Encontrei na fotografia um meio de realização pessoal e profissional tão claro e transparentes quanto os outros suportes que já explorei, e que continuo explorando.
Coloco nas minhas fotografias a intransigência e a obsessão dos limites do meu prazer.
Tudo o que eu faço é parte de uma resolução extremamente pessoal.
Quando resolvi incluir a fotografia no meu processo de produção e criação, fiz por acreditar na objetividade e transparência do meio para veicular minha idéias.
Este projeto inicial de fotos que iniciei em 2002, reúne quinhentas fotografias que expressam os meus desejos privados pela vida e os meus olhos diante do mundo.
Para a realização deste projeto, lanço mão do universo da informação como revistas, jornais, livros, fotos ou imagens produzidas por outros artistas, em fim, tudo o que eu vou alcançando com o meu olhar carnal. Nos caminhos de ida e volta para casa vou juntando pedaços da vida que mexem com os meus desejos. ”
Texto: Fabio Queiroz + Flauberto
A peversão da cores.
Não havia outra saída para Flauberto a não ser a arte. A natureza
reservou para ele uma espécie de peversão das cores. Quando criança seus fins de tarde na cidade de Juazeirinho, Cariri paraibano, eram involutariamente invadidos por uma luminosidade “verde de doer nos olhos”.
Quando caiam a chuvas e a vegetação se enchia rapidamente de folhas, o olhar de Flauberto se perdia na “vermelhidão” dos juazeiros, umbuzeiros e catingueiras.
O olhar de Flauberto é assim; diferente,distorcido e enganoso. Mais que uma questão
de semânticas, as cores para ele sempre foram um desafio, era preciso aprender
não apenas seus nomes, mas também conviver com uma espécie de magia maldosa a qual fazia com que algumas cores, principalmente o verde, desaparecesse de acordo
com o contexto no qual estavam as mesmas inseridas.
Atualmente Flauberto tem um aparente domnio desta situação: as cores parecem estar
codificadas, dominadas para pintar. Ele desenvolveu uma técnica quase mecanizada
onde para cada tinta há um lugar pré-determinado. Mantendo cada uma, uma certa distancia da outra e cada cor é preparada e aplicada de uma só vez, nunca apartir de vários potes ao mesmo tempo.
Conheci a pintura de Flauberto antes mesmo de conhecê-lo ao entrar distraidamente
em uma agência bancária, cujo lugar destinado à exposicoes, sempre me causou
sorrisos no canto da boca. Naquele dia fui desviado com espanto para um conjunto
de grandes pinturas de cores fortes e composições rudimentares.
De perto percebi a imaturidade do artista no preparo das tintas e das telas e fiquei confuso em aceitar aceitar aquilo como arte primitiva ou uma manifestação consciênte e erudita de um jovem artista. Sai dali fazendo associações com o s grafismos de Keith Hering, e com as figuras toscas de A. R. Penk, e com as pinturas infantilizadas de Donald Baechler, sem saber que o então iniciante Flauberto desconhecia totalmente a producao destes artistas.
Os grafismos vigorosos de Flauberto são exercícios de dicotomia, oscilam como uma
dança desengonçada entre uma organização cartesiana, e um caos descontrolado e rudimentar. Variam entre grossas pinceladas de pintor de parede até finos e delicados
traços que se perdem nas composições mais pesadas.
Suas cores vão do artificialismo de um laranja fluorescente de causar náuseas, ao pacifico tons pastéis. Personalidade e pintura alternam-se entre o vibrante e o opaco,
o rude o delicado, o popular e o erudito, o esperto e o ingênuo, o consciênte e o alienado.
As últimas pinturas de Flauberto já revelam uma aproximação com alguns conceitos
apreendidos do turbilhão de imagens da arte contemporânea a qual o artista tem
se submetido nos últimos anos.
Mas ele parece tratar tudo isso com muita personalidade. Conceitos academicos como
equilibrio e unidade, ainda presente na maioria dos artistas da nossa geração,
são completamente ingnorados. A “organizacao” do espaço pictórico de Flauberto
chega a causar um desconforto no olhar. Figuras pesadas são colocadas em cima das
leves, àrvores horizontais pendem das laterais e figuras duras cortam tudo de forma
desconcertante e incômoda.
Sua pintura muda de ritmo como se pintasse ao som de música popular brasileira e rock pesado. Desconheço qualquer artista que tenha traçado para sí próprio uma espécie de cronograma de ação que vai desde o aprimoramento técnico até ações de marketing. Flauberto tem pressa na sua conquista e está sempre se espelhando em estrelas da música popular. Ele almeja galgar rapidamente os degraus que outros artistas jovens nem cogitam.
Quando o interpelo sobre algumas de suas pinturas, Flauberto parece já ter uma resposta para meus questionamentos. Confesso que demoro algum tempo para processar seus resultados, e fico sempre com vontade de dizer , por exemplo, que eu jamais usaria este vermelho ou aquele roxo. A pintura de Flauberto sempre passa do ponto onde eu pararia.
Eu poderia evocar aqui Jean Dubuffet, com seu conceito de Art Brut, ou por outro lado,
recorrer as discurssões dos criticos de arte contemporânea nesses tempos turvos de
multiculturalismo, para tentar compreender o trabalho de Flauberto, mais prefiro permanecer no campo das dúvidas, abertos para os golpes inesperados da pintura deste Flauberto do Cariri.
Texto Jose Rufino Artista plastico
Finissage 26 / 09 / 2013
Ausstellung / Exhibition
Künstler - Artist Flauberto
Who Controls What You Think
Artworks 1997 bis 2013 / Kunstwerke 1997 bis 2013
Finissage 26- 09- 2013
Open 18 hours to 20 hours
Exhibition show September 6 to September 30, 2013
Open in embassy visits from 10 to 17 hours
Visiting hours a week: Monday to Friday
Ausstellung und Show 5. September - 31. September, 2013
Zeit in Botschaft Besuche von 10 bis 17 Stunden
Besuch Tage von Montag bis Freitag
Brasilianische Botschaft in Berlin / Embassy of Brazil in Berlin
Adresse:
Wallstrasse 57
10179 – Berlin
cultural.berlim@itamaraty.gov.br
Artist Contact. flauberto.world@gmail.com Flauberto ist in der kleinen Stadt Juazeirinhio, Paraiba geboren. Er lebt seit fünfJahren in Berlin und nahm bereits an bedeutenden Gemeinschaftsaustellungenu.a. in Brasilien, USA, Deutschland und de Schweiz teil.„Flauberto findet seine Inspiration in
der überfüllten Welt unserer Alltäglichenund aus Wortfetzen bestehenden, von Hektik geprägten Umwelt. In denStraßen der Großstadt, den Korridoren von U-Bahnhöfen oder den tausendfachüberklebten Outdoors an den Häuserwänden finden sich die grafischenElemente seiner Bilder wieder. Die Leinwand scheint den gestalterischenGestus von Flauberto nur vorübergehend festzuhalten, denn die Intention desStriches und der Farbkombinantionen weisen weit aus dem verschlossenen,geordneten Innenleben eines Raumes in die Unbegrenztheit einer ungewissenAußenwelt unter freiem Himmel.“Flauberto“ ist einer der herausragenden Künstler der brasilianischen Kunstszene in Deutschland. Seine Werke, das sind Gemälde, Fotos und Zeichnungen zeigen einen einzigartigen Stil und befinden sich in ständigen Sammlungen der brasilianischen Botschaft, dem „Museu de Arte Contemporânea Assis Chateaubriand“ und Privatsammlungen in Russland, Schweiz, Deutschland und den USA. Außerdem wird er von den brasilianischen Medien zu den wichtigsten fünf aktuellen bildenden Künstlern des Bundesstaates Paraíba in Brasilien gezählt.Der Künstler präsentierte seine Werke unter anderem im Jahr 2003 auf der Bienale von Novosibirsk in Russland und in einer Ausstellung in der Akademie der Künste in Berlin, erhielt im Jahr 2002 den Preis des Museums in Berlin-Dahlem als „ausgezeichneter Künstler der brasilianischen Kunstszene Deutschland“.2002 realisierter er ebenfalls eine Retrospektive in den ehemaligen Räumen des brasilianischen Kulturinstituts (ICBRA) aber auch weitere Ausstellungen in Deutschland und im Ausland, wie die Teilnahme als Repräsentant Brasiliens am Projekt „United-Buddy-Bears“ in Berlin, Tokio, Sidney, Istambul, Shangai und Peking. 1998 wurde er in einer Galerie in Zürich und auch in Basel gehandelt. 1995 wurden seine Werke in einem Workshop in Minneapolis (USA) vorgestellt und besprochen
Die Perversion der Farben.
Es gab keinen anderen Weg für Flauberto wenn nicht die Kunst. Die Natur hat ihm eine Art der Perversation der Farben bereitgestellt. Als Kind seine Ziele am Abend in Juazeirinho, Paraibanischen Cariri, waren unfreiwilligerweise einfallen durch eine Leuchtende Kraft des “in den Augenen stechenden Grüns”.
Als Regen fiel füllte sich die Vegetation mit Blättern, und der Blick Flaubertos verlohr sich im kräftigen Grün des Juazeiro-Baumes, des Umbu-Baumes und des Catinga-Baumes.
Der Blick Flaubertos ist so - unterschiedlich, verzerrt und trügerisch. Aber in einer semantischen Frage, waren die Farben für Ihn immer eine Herausforderung, denn er muss nicht nur seine Namen lernen, denn auch mit einer Art bösen Magie leben, die mit einigen Farben, prinzipiell mit Grün, erscheint, die in Zusammenhang mit dem Kontext in welchem die gleichen eingefügt waren hervorstechen.
Aktuell hat Flauberto eine Sicht dieser Situation: die Fraben sehen wie kodiert aus, dominiert um zu malen.
Er entwickelte eine quasi machanisiert Technik, wo es für jede Farbe einen vorbestimmten Platz gibt. Jede Farbe hält eine bestimmte Distanz zur anderen und jede Farbe ist vorbereitet und nur einmal anwendbar, niemals aber in vielen Töpfen zur gleichen Zeit.
Ich lernte die Malerei von Flauberto kennen bevor ich Ihn persönlich kennengelernt habe, als ich an etwas anderes denkend eine Bank betrat, an jenem Platz der für Ausstellungen vorgesehen war, die mir immer ein Lächeln in meinen
Mundwinkeln hervorrief. An diesem Tag hielt ich verblüfft vor einer ausgestellten Zusammenstellung an.
Vom Nahen stellte ich die Unvollkommenheit in der Vorbeitung der Farben und der Leinwände des Künstlers fest und blieb verwirrt im Akzeptieren der primitiven Kunst oder einer bewussten oder gelehrten Manifestation von einem jungen Künstler.
Ich ging heraus mit Assoziationen von Grafiken von Keith Hering, und mit den unbearbeiteten Figuren von A.R. Penk, und mit den infantilen Malereien von Donald Baechler, ohne zu wissen was sozusagen der noch unbekannte Anfänger Flauberto mit der Produktion dieser Künstler gemeinsam hatte.
Die vigorosen Grafiken Flaubertos sind Übungen der Dichotomie, schwingen wie ein taumelnder und aus den Fugen tretender Tanz zwischen einer kartesische Organisation und einem unkontrolliertem und rudimentären Kaos.
Es sind Variiationen zwischen ausschweifenden Pinselstrichen des Malers bis hin zu den feinen Linien und Strichen die sich in den etwas grosseren Kompositionen verlieren. Seine Farben gehen von der Künstlichkeit von einem fluesziereneden Orange die Übelkeit hervorrufen, bis zu friedlichen Pasteltönen.
Persönlichkeit und Malerei wechseln sich zwischen lebhaft und trüb, grob und fein, populär und gelehrt, klever und naiv, bewusst und verwirt ab. Die letzten Malereien von Flauberto zeigen schon eine Annäherung mit einigen Konzepten, die im Wiebelwind von Aufnahmen der zeitgenossischen Kunst gelernt wurden in der der Künstler sich in den letzten Jahren befand.
Es scheint aber, dass er alles mit viel Personalität behandelt. Akademische Konzepte wie Gleichgewicht und Einigkeit die bei den meisten Künstlern aus unser Generation noch zu finden sind werden meistens missachtet. Die Organisation von Flaubertos Arbeitsmaterial wirkt in den Augen zu aller erst trostlos. Schwere Figuren werden auf leichte gelegt, senkrechte Bäume schweben aus den Seiten und harte Figuren drängeln sich in außergewöhnlicher und störender Masse durch.
Seine Malerei ändert sich als ob er sie aufgrund der brasilianischen Musik und Rock geschaffen hat. Ich selber kenne keinen anderen Maler der für sich selbst eine Art von chronologischen Aktionen, die von der technischen Verbesserung bis hin zu Marketing-Aktionen gehen und sich in Stars der brasilianische Musik hineinversetzt. Er hat sich selbst vorgenommen Sachen zu schaffen, die sich jüngere Maler gar nicht trauen.
Wenn ich mit Ihnen über einige seiner Malereien spreche, scheint es als ob er immer schon einen fertige Antwort zu meinen Fragen hat. Ich muss zugeben, dass ich einige Zeit benötige um die Ergebnisse verarbeiten zu können und will meistens auch schon mal sagen z.B. dass ich nie solch ein Rot oder Lila benutzen würde. Seine Malereien überschreiten immer den Punkt bis zu dem ich kommen würde.
An diesem Punkt könnte ich Jean Dubuffet mit seinem Art Brut Konzept erwähnen, oder andererseits in diesen wirren Zeiten der Multikulturalität die Diskussionen der Kritiker der modernen Kunst durchgehen, um zu versuchen die Arbeit von Flauberto zu verstehen, aber ich verbleibe lieber auf dem Feld der Zweifel, offen für die unerwarteten Schläge der Malerei von Flauberto aus Cariri
Texto Von ( Jose Rufino)
Künstler - Artist Flauberto
Who Controls What You Think
Artworks 1997 bis 2013 / Kunstwerke 1997 bis 2013
Finissage 27 /09 / 2013
exhibition and show September 6 to September 29, 2013
Time in embassy visits from 10 to 17 hours
Visiting hours a week: Monday to Friday
Ausstellung und Show 6. September - 29. September, 2013
Zeit in Botschaft Besuche von 10 bis 17 Stunden
Besuch Tage von Montag bis Freitag
Brasilianische Botschaft in Berlin / Embassy of Brazil in Berlin
Adresse:
Wallstrasse 57
10179 – Berlin
cultural.berlim@itamaraty.gov.br
Artist Contact. flauberto.world@gmail.com
The double house, in whose left wing the inn is located, has above of both parts each a double window spire light with triangular pediment and a round hatch. The "sun" is said to exist since 1350. After its destruction during the huge city fire it was soon rebuilt and is, thus, now probably the oldest surviving hotel in Offenburg. Noteworthy is its elaborate and stylish interior as well as the list of its celebrity guests (inter alia, Heinrich George, Götz George, Alice Schwarzer, Adolf Hitler...). www.badische-zeitung.de/offenburg/goetz-george-hat-spuren...
Since 1858, the inn is owned by the Schimpf family.
Earlier, the front of the hotel did not reach to the town hall. In place of the right half of house stood a private residence of Offenburg merchant Johann Valentin Battiany. Today's exterior appearance emerged by overbuilding the dividing driveway and the construction of the "sun" corresponding roof gazebo on the neighboring house in 1859 after Josef Schimpf had bought the house next door too. The "sun" kept under his leadership not only its good reputation with the Offenburger, but strove - transformed into a hotel - also increasingly for foreign guests. The only son Karl took over in 1890 the inn and handed it over in 1930 to his son Karl Otto and his wife Edith, born Delévièleuse. Karl Otto Schimpf fulfilled alongside his work as a hotelier still numerous volunteer tasks for the city of Offenburg, e.g. as a recipient of the St. Andrew's Hospital, director of the Vincentius association and others. He performed like no one else a great service for the preservation of historic buildings and monuments. So he succeeded, for example, to save remnants of the destroyed by National Socialists Drake Memorial. Until the Second World War, the landlord and landlady still additionally operated agriculture, but they gave up gradually, as it became increasingly difficult to keep in the city cows and pigs. During the Third Reich, a party and military boycott loaded the house. With the collapse of the Nazi empire, however, the disadvantages of the inn were not yet over: 1945 confiscated the "Gouvernement Militaire" the house, and in the same year, Edith and Karl Otto Schimpf for the carriage of POW mail had to go into jail.
The hotel has been gradually restored. In 1969 followed the construction of a new guest house instead of the old farm building.
Das Doppelhaus, in dessen linkem Flügel sich das Gasthaus befindet, besitzt über beiden Teilen je ein zweifenstriges Zwerchhaus mit Dreiecksgiebel und einer runden Luke. Die "Sonne" soll seit 1350 bestehen. Nach ihrer Zerstörung beim großen Stadtbrand wurde sie bald wieder aufgebaut und ist damit wohl das älteste, noch bestehende Hotel in Offenburg. Bemerkenswert ist ihre kunst- und stilvolle Inneneinrichtung ebenso wie die Liste ihrer prominenten Gäste. Seit 1858 ist das Gasthaus im Besitz der Familie Schimpf.
Früher reichte die Front des Hotels nicht bis zum Rathaus. An der Stelle der rechten Haushälfte stand ein Privathaus des Offenburger Kaufmanns Johann Valentin Battiany. Das äußere Bild von heute enstand durch Überbauung der trennenden Hofeinfahrt und Konstruktion einer der "Sonne" entsprechenden Dachlaube auf dem Nachbarhaus im Jahr 1859, nachdem Josef Schimpf auch das Nachbarhaus gekauft hatte. Die "Sonne" behielt unter seiner Leitung nicht nur ihren guten Ruf bei den Offenburgern, sondern bemühte sich - zum Hotel geworden - auch zunehmend um fremde Gäste. Der einzige Sohn Karl übernahm 1890 den Gasthof und übergab ihn 1930 seinem Sohn Karl Otto und dessen Gattin Edith, geborene Delévièleuse. Karl Otto Schimpf erfüllte neben seinem Wirken als Hotelier noch zahlreiche ehrenamtliche Aufgaben für die Stadt Offenburg, z.B. als Rezipient des St.-Andreas-Hospitals, Direktor des Vincentiusvereins u.a. Er machte sich wie kaum jemand anderer um die Erhaltung historischer Bauten und Kunstdenkmäler verdient. So gelang es ihm zum Beispiel, Reste des von Nationalsozalisten zerstörten Drake-Denkmals zu retten. Bis zum Zweiten Weltkrieg betrieben die Wirtsleute noch nebenbei Landwirtschaft, gaben sie aber nach und nach auf, da es immer schwieriger wurde, in der Stadt Kühe und Schweine zu halten. Während des Dritten Reiches belastete ein Partei- und Militärboykott das Haus. Mit dem Zusammenbruch des NS-Reiches waren die Benachteiligungen des Gasthauses jedoch noch nicht zu Ende: 1945 beschlagnahmte das "Gouvernement Militaire" das Haus, und im gleichen Jahr mußten Edith und Karl Otto Schimpf wegen Beförderung von Kriegsgefangenenpost ins Gefängnis.
Das Hotel wurde nach und nach renoviert. 1969 erfolgte der Bau eines neuen Gästehauses anstelle des alten Ökonomiegebäudes.
Villa Pisani è una villa veneta progettata nel 1552 circa da Andrea Palladio per Francesco Pisani e realizzata tra il 1553 e il 1555 nel borgo di Montagnana. È inserita dal 1996 nella lista dei patrimoni dell'umanità dell'UNESCO assieme alle altre ville palladiane del Veneto.
Storia
I Pisani erano potenti e influenti patrizi veneziani. Il cardinale Francesco Pisani, vescovo di Padova, era un mecenate e amico di artisti e letterati, da Paolo Veronese a Giovanni Battista Maganza, ad Alessandro Vittoria e allo stesso Palladio, questi ultimi entrambi coinvolti nella costruzione e decorazione della sua casa a Montagnana. Il cantiere è sicuramente attivo durante il settembre 1553 e risulta concluso nel 1555, compresa la decorazione plastica.
Descrizione del progetto
L'edificio è sia palazzo di città che residenza suburbana e anche un esempio interessante della tipologia edilizia del Palladio. Privo di parti destinate a funzioni agricole, di bellezza astratta nel volume pressoché cubico, villa Pisani ben riflette il gusto sofisticato del proprietario. Per la prima volta compare in una villa un doppio ordine di semi-colonne e un doppio loggiato coronato da timpano, soluzione già incontrata in palazzo Chiericati. Il tutto è cinto da un ininterrotto ed elegante fregio dorico su una tessitura di intonaco bianco a bugne graffite, che divide il piano terra da quello superiore. Nel fronte verso il giardino la bidimensionalità della parete si movimenta nello scavo plastico del portico e della loggia superiore.
Il materiale utilizzato è il mattone anche per la costruzione delle colonne.
Pur non esistendo disegni autografi palladiani relativi all’edificio, è possibile affermare che la tavola con la descrizione della villa dei Quattro libri dell'architettura (1570) è frutto di un ampliamento a posteriori dell’invenzione realizzata. Caso raro nella produzione palladiana, la villa è a due piani: il superiore con gli appartamenti padronali, l’inferiore per la vita di tutti i giorni, quando si trattano affari e si ricevono i fittavoli, e non solo d’estate come provano i numerosi camini. I due livelli presentano la medesima articolazione degli spazi interni. Diversi sono invece i soffitti, che al piano terreno sono voltati, a partire dallo straordinario ambiente a semi-colonne, una via di mezzo fra atrio e salone, chiaramente l’ambiente più importante della casa con sculture delle Quattro stagioni di Alessandro Vittoria, poco prima impegnato nel palladiano palazzo Thiene. I collegamenti verticali sono assicurati da scale a chiocciola ovate poste simmetricamente ai lati della loggia verso il giardino.
Da Wikipedia, l'enciclopedia libera.
Villa Pisani is around a projected Venetian villa in 1552 from Andrew Palladio for Francis Pisani and realized between 1553 and 1555 in the suburb of Montagnana. She has been inserted since 1996 in the list of the patrimonies of the humanity of the UNESCO together with the other villas palladiane of Veneto.
History
The Pisanis were powerful and influential Venetian patricians. The cardinal Francesco Pisani, bishop of Padua, was a patron and friend of artists and literates, from Paul Veronese to Giovanni Baptist Maganza, to Alexander Vittoria and to the same Palladium, these last both involved in the construction and decoration of his/her house to Montagnana. The yard is surely active during September 1553 and results concluded in 1555, understood the plastic decoration.
Description of the project
The building is both building of city and suburban residence and also an interesting example of the building typology of the Palladium. Deprived of parts destined to agricultural functions, of abstract beauty in the cubic volume nearly, villa Pisani well it reflects the sophisticated taste of the owner. For the first time best man in a villa a double order of seed-columns and a double loggiato crowned by eardrum solution already met in the building Chiericati. The everything is surrounded from a nonstop and elegant frieze dorico on a weaving of white plaster to ashlars graffite, that divides the plain earth from that superior. In the front toward the garden the bidimensionalità of the wall is enlivened in I dig it plastic of the portico and of the superior loggia.
The used material is also the brick for the construction of the columns.
Not existing sketches also autographs palladiani related to the building, it is possible to affirm that the table with the description of the villa of the Four books of the architecture (1570) it derives from an amplification to back of the realized invention. Rare case in the production palladiana, the villa is to two floors: the superior with the main apartments, the inferior one for the life of every day, when business are treated and they are received the tenants, and not only in summer as they try the numerous fireplaces. The two levels introduce the same articulation of the inside spaces. Different they are instead the ceilings, that turn to the terrestrial plan, beginning from the extraordinary seed-columns environment, an alternative between atrium and saloon, clearly the most important environment in the house with sculptures of the Four seasons of Alexander Vittoria, a little before busy in the palladiano building Thiene. The vertical connections are insured from staircases to snail ovate symmetrically set to the sides of the loggia toward the garden.
From Wikipedia, the free encyclopedia.
Villa Pisani est une villa de la Vénétie environ projetée en 1552 d'Andrea Palladium pour Francesco Pisani et réalisée entre le 1553 et le 1555 dans le bourg de Montagnana. Elle est insérée depuis 1996 dans la liste des patrimoines de l'humanité de l'UNESCO avec les autres villas palladiane de la Vénétie.
Histoire
Les Pisani étaient Vénitiens patriciens puissants et influents. Le cardinal Francesco Pisani, évêque de Padoue était un mécène et ami d'artistes et lettré, de Paolo Veronese à Giovanni Battista Maganza, à Alessandro Vittoria et au même Palladium, ces derniers les deux impliqués dans la construction et décoration de sa maison au Montagnana. Le chantier est sûrement actif pendant le septembre 1553 et il résulte conclu en 1555, comprise la décoration plastique.
Description du projet
Le bâtiment est soit immeuble de ville que résidence suburbaine et aussi un exemple intéressant de la typologie de bâtiment du Palladium. Dépourvu de parties destinées aux fonctions agricoles, de beauté abstraite dans le volume cubique presque, villa Pisani bien il réfléchit le goût sophistiqué du propriétaire. Pour la première fois il paraît dans une villa un ordre double de semi-colonnes et un loggiato double couronnés par tympan solution déjà rencontrée en immeuble Chiericati. Le tout est ceint par une décoration dorique ininterrompue et élégante sur un tissage d'enduit blanc aux bossages gravés, qu'il divise l'étage terre du supérieur. Dans le front vers le jardin le bidimensionalità du mur on anime dans le creusement plastique du portique et de la loge supérieure.
Le matériel utilisé est la brique aussi pour la construction des colonnes.
Aussi en n'existant pas dessins palladiani relatifs autographes au bâtiment, il est possible d'affirmer que la table avec la description de la villa des Quatre livres de l'architecture, 1570 est fruit d'un agrandissement à postérieurs de l'invention réalisée. Cas rare dans la production palladiana, la villa est aux deux étages: le supérieur avec les appartements de maître, l'inférieur pour la vie de tous les jours, quand ils se traitent affaires et les fermiers les reçoivent, et non seulement d'été comme ils essaient les nombreuses cheminées. Les deux niveaux présentent l'articulation même des places intérieures. Différents ils sont par contre les plafond qui sont tournés au rez-de-chaussée, à partir de le milieu extraordinaire aux semi-colonnes, un compromis entre hall et salon, clairement le milieu le plus important de la maison avec des sculptures des Quatre saisons d'Alessandro Vittoria, peu avant engagé dans le palladiano immeuble Thiene. Les liaisons verticales sont assurées par escaliers à escargot ovate symétriquement mis aux côtés de la loge vers le jardin.
De Wikipedia, l'encyclopédie libre.
Villa pisana es una villa véneta planeada en el 1552 acerca de de Andrea Paladio para Francesco pisanos y realizada entre el 1553 y el 1555 en el burgo de Montagnana. Es insertada por el 1996 en la lista de los patrimonios de la humanidad del Unesco junto a las otras villas palladiane de Véneto.
Historia
Los pisanos fueron potentes e influyentes patricios venecianos. El cardenal Francesco pisanos, obispo de Padua, fue un mecenas y amigo de artistas y literados, de Paolo veronesa a Giovanni Baptista Maganza, a Alessandro Vittoria y al mismo Paladio, este últimos ambos implicados en la construcción y decoración de su casa a Montagnana. La obra es indudablemente activo durante el septiembre de 1553 y resulta concluido en el 1555, comprendida la decoración plástica.
Descripción del proyecto
El edificio es sea edificio de ciudad sea residencia suburbana y también un ejemplo interesante de la tipología constructora del Paladio. Falto de partos destinados a funciones agrícolas, de belleza abstracta en el volumen casi cúbico, villa pisana bien refleja el gusto sofisticado del propietario. Por la primera vez comparece en una villa un doble orden de semilla-columna y un doble loggiato coronados por tímpano, solución ya encontrada en edificio Chiericati. Lo todo es ceñido por un incesante y elegante friso dórico sobre una tejedura de revoque blanco a sillares graffite, que divide la llana tierra de aquel superior. En la frente hacia el jardín el bidimensionalità de la pared se anima en la excavación plástica del porche y la logia superior.
El material utilizado también es el ladrillo por la construcción de las columnas.
Incluso no existiendo dibujos autografia palladiani relativos al edificio, es posible afirmar que la mesa con la descripción de la villa de los Cuatro libros de la arquitectura, 1570, es fruto de una ampliación a posteriores de la invención realizada. Caso raro en la producción palladiana, la villa es a dos planes: lo superior con los pisos particulares, lo inferior por la vida de todos los días, cuando se tratan asuntos y se reciben los arrendatarios, y no sólo de verano como prueban las numerosas chimeneas. Los dos niveles presentan la misma articulación de los espacios interiores. Diferentes son en cambio los techos, que se son vueltos al llano terreno, a partir del extraordinario entorno a semilla-columna, un compromiso entre pasillo y salón, claramente el entorno más importante de la casa con esculturas de las Cuatro estaciones de Alessandro Vittoria, algo antes ocupado en el palladiano edificio Thiene. Los enlaces verticales son asegurados simétricamente por escaleras de caracol trasovados correos a los lados de la logia hacia el jardín.
De Wikipedia, la enciclopedia libre.
Villa Pisani ist eine venetische Villa geplant etwa 1552 von Andrea Palladium für Francesco Pisani und verwirklicht zwischen das 1553 und das 1555 in der Ortschaft von Montagnana. Es wird von 1996 in der Liste von den Vermögen von der Menschheit des UNESCO zusammen mit die anderen Villen palladiane Venetien eingesteckt.
Storia
Die Pisani waren mächtige und einflußreiche venezianische Adelige. Der Kardinal Francesco Pisani Bischof aus Padua war ein Mäzen und ein Freund von Künstlern und Literaten von Paolo Veronese zu Giovanni Baptisten Maganza zu Alessandro Sieg und zum gleichen Palladium, diese letzten beid verwickelten in der Bau und die Verzierung von ihrem Haus in Montagnana. Die Werft ist sicher während des Septembers 1553 aktiv und es erweist sich ins 1555 verstanden die plastische Verzierung entschieden als.
Beschreibung des Planes
Das Gebäude ist sowohl Palast von Stadt der verstädtischer Wohnsitz und auch ein interessantes Beispiel von der Bau Typologie des Palladiums. Ohne von bestimmten Geburten zu Land Funktionen, abstrakte Schönheit ins kubische Volumen fast, Villa Pisani spiegelt gut den des Besitzers gekünstelten Geschmack wider. Zum ersten Mal Kumpan in eine Villa eine Doppel Bestellung von Samen-Pfeilern und einem Doppel bekrönten loggiato von Trommelfell, schon trifft Lösung in der Palast Chiericati. Das Ganze ist von einem ununterbrochenen und eleganten Fries dorico auf eine Weberei von weißem Putz zu Bossenquadern graffite, der von jenes höheren das Erdgeschoß teilt, umgeben. Der bidimensionalità der Wand belebt im plastischen Graben vom Bogengang und dem höheren Loggia in die Front nach dem Garten.
Das benutzte Material ist Ziegel für auch den Bau der Säulen.
Auch Zeichnen nicht bestehend, du autographierst palladiani bezüglich des Gebäudes, es ist möglich zu behaupten, daß der Tisch mit der Beschreibung von der Villa von den Vier Büchern der Architektur 1570 der Frucht von einer Erweiterung zu Hinter verwirklichten Erfindung ist. Seltener Fall in die Produktion palladiana, die Villa ist mit zwei Plänen: der Vorgesetzte mit den Herren Wohnungen, das untere für das Leben von allen Tagen, wenn sie Geschäfte behandeln und sie erhalten die Pächter, und nicht nur von Sommer wie sie versuchen die zahlreichen Kamine. Die zwei Stände stellen das selbst Gelenk der Innen Räume vor. Verschieden sind sie jedoch die Decken, die zu das flachen irdischen gewandt werden, ab das ungewöhnliche Milieu zu Samen-Pfeilern, ein Mittelweg zwischen Halle und Salon, klar das wichtigste Milieu des Hauses mit Bildhauereien von den Vier Jahreszeiten Alessandros Sieges, wenig erste beschäftigt in der palladiano Palast Thiene. Die senkrechten Verbindungen werden symmetrisch von Treppen Wendel gesetzte zu den Seiten des Loggia nach dem Garten garantiert.
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Heiliggeistkirche Bern ( Gotteshaus reformiert - Erwähnt 1228 - Baujahr Neubau 1726 - 1729 - Geweiht dem heiligen Geist - Kirche Chiuche church église temple chiesa ) in der Altstadt - Stadt Bern im Kanton Bern der Schweiz
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Momentan ist es in Bern wirklich unmöglich wegen dem Umbau des Bahnhofplatzes
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Nichts ist mehr wie es war und den Eingang in den Bahnhof zu finden gleicht einem
Spiessrutenlauf, der Eingang ist fast jeden Tag wieder an einem anderen Ort
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Als Ausgleich dafür hat man zur Zeit eine wirklich gute Sicht auf die Heiliggeistkirche, da nun
die Perrondächer der Trams weg sind
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Heiliggeistkirche Bern
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- Baujahr : Neubau 1726 bis 1729
- Erste Erwähung : 1233
- Besonderes :
- O.rgel : Erste O.rgel 1806 => Heutige O.rgel der Firma Metzler 1980 - 1981 umfasst 31 Register
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Die Heiliggeistkirche ist ein reformiertes Kirchengebäude gegenüber dem L.oebegge an
der Spitalgasse 44 in der Berner Altstadt der Stadt Bern im Kanton Bern in der Schweiz.
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Sie wurde 1726 bis 1729 von Niklaus Schiltknecht als Ersatz für die spätmittelalterliche
K.apelle des H.ospitals zum Heiligen Geist erbaut und gilt als die schönste reformierte
Barockkirche der Schweiz.
Das Innere wird durch 14 monolithische Säulen aus Sandstein und eine freistehende
K.anzel im Nordteil des Mittelschiffes beherrscht.
Wie die K.athedrale St. P.ierre in G.enf besitzt die Heiliggeistkirche 2000 Sitzplätze und
übertrifft darin in der Schweiz jede andere reformierte Kirche.
1693 bis 1698 war als Oberspitalprediger an der Heiliggeistkirche der pietistische Theologe
Samuel König tätig, und als Vikar wirkte hier von 1829 bis 1830 der Dichter Jeremias Gotthelf.
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Anfänge
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Als «hospitale» im Kirchen- und Klosterverzeichnis der Diözese L.ausanne 1228 zum ersten
Mal erwähnt, erhält das hospitale prope Bernum ordinis sancti spiritu im September 1233 die
Erlaubnis, einen eigenen F.riedhof zu errichten.
Die von den Zähringern 1191 gegründete Stadt reicht zu dieser Zeit bis zum Z.eitglockenturm –
das kleine S.pital steht 150 Meter westlich vor dem T.or, an der Strasse nach F.reiburg. Nach
dem Sickingerschen S.tadtplan umfasst es eine kleine K.apelle, nach O.sten ausgerichtet,
eventuell mit einem kleinen Dachreitter versehen, dazuwestlich angebaut einem kleinen
K.rankensaal und der U.nterkunft für vier bis fünf S.pital - Brüder.
Neben dem ummauerten F.riedhof lässt sich die S.cheune, weitere landwirtschaftliche Neben-
gebäude sowie ein O.bst- und G.emüsegarten erkennen. Das kleine mittelalterliche Heilig-
geistspital dürfte eine Art Grosshaushalt mit hohem Selbstversorgungsgrad gewesen sein.
Es nimmt Bettler, Pilger, Kranke, heimatlose Leute von der L.andstrasse auf, mehr und mehr
aber auch bettlägerige ältere Menschen aus der Stadt.
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2. Frühe Verpfründung / Kommunalisierung
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Das H.eiliggeistspital Bern wird in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in den deutschen
Verband des Heiliggeistordens eingeordnet, M.utterhaus ist S.tephansfeld im D.épartement
H.aut R.hin.
1307 baut die Stadt ein eigenes, neues S.pital beim N.ydeggstalden – das H.eiliggeistspital
wird fortan zur Unterscheidung das «O.bere S.pital» genannt. Neben den Laienbrüdern für die
Krankenpflege erscheint 1316 erstmals ein kleiner Ordenskonvent mit einem Priester, Meister
Peter. S.pital und Konvent werden vermögensrechtlich schon 1320 getrennt.
Bereits 1328 setzt der Rat für die Armen und Bettlägerigen des H.eiliggeistspitals einen städt-
ischen Meister ein, der die Schenkungen und Güter für das S.pital zu verwalten hat. 1340 wird
festgelegt, dass im S.pital niemand gerichtlich belangt werden darf, weder Personen noch
Güter.
Hintergrund für diese Massnahme ist, dass dem Spital namhafte Schenkungen für die
Krankenpflege, den Unterhalt der Gebäude, zunehmend auch für Jahrzeit- und Toten-
messen zukommen und der R.at der Stadt die ordnungsgemässe Verwendung dieser
Stiftungen überwachen und kontrollieren will.
1345 wird das H.eiliggeistspital in die letzte Stadterweiterung einbezogen und liegt nun
unmittelbar hinter der S.tadtmauer, neben dem W.esttor – dem C.hristoffeltor. Der Weg
von einer Armen- und P.ilgerherberge zu einem städtischen A.ltersheim ( P.frundanstalt )
ist damit vorgezeichnet. Eine vergleichbare Entwicklung lässt sich übrigens bei fast allen
H.eiliggeistspitälern im deutschen Sprachraum beobachten.
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3. Klerikalisierung des Konventes
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Ab dem 14. Jahrhundert werden neben der Alters- und Krankenpflege die Messestiftungen
immer wichtiger. Entsprechend nimmt die Zahl der geweihten Priester im Konvent zu, die-
jenige der Laienbrüder ab.
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wird zum ersten Mal eine Bruderschaft Mariä Empfängnis in
der Kirche des O.beren S.pitals erwähnt, die sich für ein ehrbares Begräbnis und die Toten-
und Gedächtnismessen ihrer Mitglieder verpflichtet weiss und namhafte Stiftungen einrichtet.
Zum 1335 genannten M.arienaltar kommt 1406 ein A.ntoniusaltar. Die Anzahl der Priester
wird bereits 1411 auf fünf erhöht. Verschiedene Messestiftungen zeigen, wie reiche Erb-
lasser die lebenslange Versorgung unehelicher oder nachgeborener Töchter und Söhne im
H.eiliggeistspital mit der Stiftung «ewiger» Totenmessen für sich und die Familienange-
hörigen verknüpfen.
1425 wird ein dritter A.ltar eingerichtet, gestiftet zu Ehren des Hl. Benedikt (?), 1426 ein vierter
A.ltar zu Ehren der heiligen M.ärtyrer. Um 1430 zählt das S.pital 30 Pfründer im A.ltersheim.
Diese Belegung bleibt sich ungefähr gleich bis zur Aufhebung des S.pitals in der Reform-
ationszeit, 1528.
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4. Kirchenbau und der Streit um das Kollektenwesen ( Quest )
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Nach der Vermehrung der A.ltäre und Priester entsteht in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts
der Wunsch nach einer Vergrösserung, bzw. einem Neubau von Kirche und Konvent. Neben
den Schenkungen aus Stadt und Umgebung versucht der Konvent, durch eine Almosen-
sammlung zu weiteren finanziellen Mitteln zu gelangen.
1458 erlangt das S.pital vom Generalmeister des Ordens in R.om das Recht, in den deutsch-
sprachigen Teilen der Diözesen S.itten und L.ausanne, später auch in den eidgenössischen
Teilen der Diözese K.onstanz Kollekten zur Erneuerung des Hauses einzusammeln. Im Ge-
biet des B.istums K.onstanz geraten die Berner in einen langwierigen Konflikt mit ihren
Ordensbrüdern aus M.arkgröningen bei St.uttgart, die das Privileg zur Almosensammlung
schon früher dem B.ischof von K.onstanz abgekauft hatten.
Der Neubau von Kirche und S.pital scheint um 1460 begonnen worden zu sein – vermehrte
Schenkungen zu Gunsten des Baues werden aktenkundig. Andrerseits verkauft der Konvent
Grundbesitz, um den Bau zu finanzieren. Die erwähnte Bruderschaft Maria Empfängnis zieht
um an die V.inzenzkirche ( M.ünster ) und wird bald ersetzt durch eine neu gegründete
Heiliggeistbruderschaft.
1496 ( ? ) kann die neu gebaute Kirche wieder eröffnet werden. Zur Kirche gehört ein eigenes
G.ebäude für das S.pital – wie bisher westlich an die Kirche angebaut – und ein Gebäude für
den Konvent. Dazu kommen B.einhaus und W.irtschaftsgebäude. Die Bauten scheinen um
1510 vollendet.
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5. Niedergang und E.nde des Heiliggeist - Konventes
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Der Niedergang des Konventes ab Mitte 15. Jahrhundert steht im Zusammenhang mit dem
personellen Ungenügen der Priester und Laienbrüder und der zunehmenden Bevormund-
ung durch den städtischen R.at.
Zeichen dafür: die 1462 durch den Meister von Stephansfeld erneuerte Konstitution für den
Heiliggeistkonvent in Bern ist nur im S.tadtbuch überliefert und ohne Zutun des Rates nicht
denkbar.
Sie schärft den K.lerikern die Ordensregeln neu ein, insbesondere die Gehorsamspflicht
gegenüber dem M.eister, Fasten und Schweigen, die Klausur, die anständige Distanz zur
Stadt und zu den Laien, mit denen die Konventualen offenbar nach dem Abendgebet noch
regelmässig zu spielen und zu zechen pflegen.
Spannungen im Konvent bewegen den R.at, 1497 die Auswechslung sämtlicher Priester
und Brüder zu verlangen. Ein Jahr später erfolgt ein Schriftwechsel wegen eines unehelichen
Kindes, das der verstorbene Meister Johannes Mülhauser hinterlassen haben soll.
Trotz aller Bemühungen dauern die Zerwürfnisse im Konvent an, sodass sich Meister und
Brüder in einer Verhandlung vor dem R.at offen der H.urerei, S.pielerei, S.chuldenmacherei
und K.etzerei beschuldigen. Dieser legt auf Betreiben der Brüder und des Klostervogtes
den Meister in den Klosterkerker, wo sich dieser aus Verzweiflung erhängt. ( Chronik des
Valerius Anshelm )
Nach 1500 folgen sich im raschen Wechsel verschiedene Meister. 1519 umfasst der Kon-
vent lediglich noch zwei Brüder. Die Entsendung neuer Brüder aus D.eutschland beruhigt
die Situation kaum; Visitationen der Ordensoberen schlagen fehl.
1522 visitiert der Rat selber den Konvent und findet den Meister und zwei Priester so zer-
stritten, dass er den Meister und den einen Priester auf der Stelle entlässt. Darüber hinaus
stellt der R.at übermässigen W.einkonsum fest, eine Menge S.chulden und das F.ehlen je-
glicher Vorräte für den W.inter.
Anlass zu dieser Visitation gab der gewaltsame Tod des Bruders und ehemaligen Meisters
Jakob Rosenstil, der kurz zuvor «zue ungebührlicher zit, umb die zächende stund vor mitter-
nacht us sinem gotzhus gangen und von einem, den unsern, vom läben zum tod gebracht»
worden war.
Im O.ktober des gleichen Jahres beschlagnahmt der R.at U.rkunden, S.chlüssel und S.ilber-
geschirr des H.eiliggeistkonventes und setzt einen neuen Meister, Mathias Wunderer, ein.
Das verschafft dem Konvent noch einmal etwas Ruhe, die nur einmal durch eine aktenkun-
dige Messerstecherei zwischen Bruder Hans Hug und einem Bürger von Bern gestört wird.
1528 umfasst der Konvent noch den Meister Hans Wunderer und einen einzigen Bruder,
Hans Haberstich. Nach Einführung der Reformation werden diese mit 220, bzw. 100 Gul-
den abgefunden und aus Bern weggeschickt.
K.onventshaus, G.arten und Kirche werden dem H.eiliggeistspital zugeschlagen, das
seinerseits der Beherbergung von fremden Bettlern und Pilgern dienen soll. Der F.riedhof
wird zur öffentlichen B.egräbnisstätte erklärt. Die Kirche dient fortan als K.ornhaus des
Spitals. Der Name «Heiliggeist» allerdings bleibt am Ort haften bis heute.
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1. Gründung und Organisation
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Der Heiliggeistorden wird von Guido, einem Sohn des Grafen Wilhelm VI ( VII ) von M.ontpellier
um 1170 - 1175 als Laienorden zur Krankenpflege gegründet. In M.ontpellier entsteht ein erstes
S.pital; bis 1198 sind bereits zehn Niederlassungen dokumentiert.
Am 23.4. 1198 erteilt P.apst Innozenz III den «regularis ordo» und stellt den O.rden unter
päpstlichen Schutz. Dem Orden werden die bisherigen Besitzungen des Spitals in M.ontpellier
bestätigt, wird ungehinderter B.esitzerwerb zugesichert und erlaubt, unter Einwilligung des
Ortsbischofs weitere S.pitäler und Oratorien zu erbauen. Er darf jederzeit alle freien oder frei-
gelassenen Personen als Brüder in den Orden aufnehmen.
Für die geistliche Betreuung seien Kapläne – gemeint ist, geweihte Priester – einzusetzen.
Die Ordensbrüder tragen auf schwarzen Mänteln ein weisses D.oppelkreuz.
Der Heiliggeistorden folgt der Regel des Augustinus. Die drei Hauptgelübde, Armut ( individ-
uelle Besitzlosigkeit ), K.euschheit und G.ehorsam werden ergänzt durch das vierte Gelübde,
den Dienst an Armen und Kranken. Die ersten Ordensstatuten orientieren sich am Vorbild
der J.ohanniter und an der G.ründungsurkunde ihres berühmten ( K.reuzritter ) S.pitals in
J.erusalem.
Die Laienbrüder werden unterstützt durch Priesterbrüder, sowie durch Hospitalschwestern.
Die Tätigkeit des Heiliggeistordens wird zunehmend durch zahlreiche Bruderschaften ge-
fördert. In R.om gehören der Bruderschaft zum Heiligen Geist zahlreiche Kardinäle und ver-
schiedene P.äpste an.
In der Blütezeit im 15. Jahrhundert umfasst der Orden ca. 740 Niederlassungen in ganz
Europa. In D.eutschland gehören die Hospitäler von M.emmingen, M.arkgröningen, N.eu-
m.arkt ( O.berpfalz ) und P.forzheim dazu, die zusammen mit den Spitälern von S.tephans-
f.eld ( E.lsass / Dép. H.aut R.hin), R.ufach und Bern die Provinz Alemania Superior bilden.
Allerdings – lange nicht alle Heiliggeist Spitäler lassen sich auf die Tätigkeit des Ordens
zurückführen. Oft handelt es sich um städtische Gründungen.
Die wirtschaftliche Grundlage für die Spitäler bilden Schenkungen, Messestiftungen zum
Andenken an Verstorbene, Kollekten, Almosensammlungen ( Quest ) und zunehmend die
eingebrachten Kapitalien der Pfründerinnen und Pfründer.
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2. Laien und Priester – Konflikte
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Guido begründet den Heiliggeistorden als Laienorden. Nach mittelalterlichem Verständnis
ist Krankenpflege allerdings nicht denkbar ohne tägliche Messe und Krankenkommunion,
Krankensalbung und dem fürbittenden Gebet für die Verstorbenen. Dazu braucht der Orden
von Anfang an Priester.
Der Streit um die Einsetzung der Priester, um die Zuständigkeit und die Rechte des Ortsbi-
schofs einerseits und den Rechten des Ordensgenerals andrerseits, um die Verwaltung
der geistlichen Stiftungen und Schenkungen begleitet die ganze Ordensgeschichte.
Dazu kommt eine unselige Rivalität zwischen M.ontpellier und R.om. Bereits 1204, sechs
Jahre nach der Bestätigung der Ordensregel des Guido, vereinigt der P-apst das aus der
um 725 gegründeten S.chola S.axonum hervorgegangene Spital S.anta M.aria in S.assia
in R.om mit dem S.pital in M.ontpellier und unterstellt es der Regel des Heiliggeistordens.
Guido wird zum Vorsteher beider S.pitäler ernannt.
Dem r.ömischen S.pital obliegt vor allem die Beherbergung der Pilgerströme zu den Apostel-
gräbern in R.om. Es wird mit reichen Schenkungen bedacht. Es soll um 1200 bis zu tausend
Arme und dreihundert Kranke mit F.leisch und B.rot und W.ein verpflegt haben.
Nach Guidos Tod 1208 setzt eine jahrhundertlange Rivalität um die Leitung des Ordens ein. -
1228 bestimmt P.apst Gregor IX, dass der Magister des R.ömer S.pitals die Ordensleitung
innehabe – die f.ranzösischen Niederlassungen wehren sich und so droht der Orden ständig
in einen r.ömisch - p.äpstlichen- und einem f.ranzösischen Zweig zu zerfallen. Die formelle
T.rennung erfolgt allerdings erst 1625.
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Das Elend mit den Q.uellen
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Die Quellenlage für die Erforschung der Ordensgeschichte ist prekär. Die mittelalterlichen
Schriftbestände in M.ontpellier gingen 1562 während der H.ugenottenkriege zu Grunde. Die
mittelalterlichen Schriftbestände in R.om wurden zerstört, als 1527 beim « Sacco di R.oma »
H.ospital und Kirche S.t. M.aria in S.assia in F.lammen aufgingen.
In den V.atikanischen Archiven sind K.opien zur Ordensgeschichte vorhanden, die allerdings
alle unter dem Verdacht der Fälschung stehen und bisher nicht historisch kritisch aufgearbei-
tet und publiziert worden
sind.
Dazu kommt eine systematische Fälschung vieler Dokumente und Kopien. P.apst Urban VIII
verkauft 1625 einem Oliviers de la T.rau, Sieur de la Terrade, der sich als Restaurator des
Ordens aufspielt, den Titel eines Général de l'ordre du S.aint E.sprit en deça des monts.
Oliviers de la Trau will die im Laufe der Zeit verlorenen Güter des Heiliggeistordens in F.rank-
reich zurückfordern und – gegen Geld – an Dritte weiterverleihen und vermieten. Die Lehens-
nehmer bekommen mit einer U.rkunde die Mitgliedschaft in einem vollständig erfundenen
“R.itterorden zum Heiliggeist” bestätigt und fühlen sich damit geadelt.
Die überlieferte Ordensregel wird im Sinne eines Ritterordens massiv gefälscht und umform-
uliert. Es findet sich die Behauptung, der Orden habe seinen Ursprung in R.om, er sei von
der Hl. Martha eingerichtet worden und erster General sei der Hl. Lazarus gewesen. In fiktiven
L.isten von Heiliggeistspitälern werden Häuser aufgenommen, die nachweislich sehr viel
später gegründet worden sind oder gar nie etwas mit dem Orden zu tun hatten.
Eine kritische Sichtung des Quellenmaterials steht noch aus. Das gilt auch für die Ordens-
regel in ihren verschiedenen Fassungen. Entsprechende Vorsicht ist bei allen Dokumenten
aus dem Schoss des Ordens geboten.
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Wiedereröffnung Mai 1604
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Nachdem 1528 durch die Annahme der Reformation durch R.at und Bürgerschaft der Stadt
auch die Heiliggeistkirche geräumt und für den Gottesdienst aufgehoben worden ist, dient
das Kirchengebäude zunächst als K.ornmagazin für das S.pital.
Das Konventsgebäude wird dem S.tadtarzt Valerius A.nshelm als A.mtswohnung zugewiesen.
Den letzten S.pitalmeister, Mathias Wunderer, treffen wir nach kurzem Exil 1529 als reformierten
Pfarrer von W.ohlen.
Der Rat beschliesst 1534 den Abbruch der Kirche. Einige Monate später verzichtet er darauf
mit der Begründung « weil ja auch in andern Städten bei den Spitälern Kirchen seien ».
Im Mai 1604 wird die spätmittelalterliche Heiliggeistkirche teilweise wieder für den Gottes-
dienst geöffnet. Die Bevölkerung ist stark gewachsen, auch vor der S.tadtmauer, wo die so
genannten Hausleute siedeln, Mägde und Knechte, Handwerker und Gesellen, die in der
Stadt arbeiten.
Die Insassen des « Schallenwerks » ( Gefängnis, Zuchthaus – die Gefangenen tragen
Schellen am Körper, damit sie beim Entsorgen des Kehrichts in der Stadt rasch bemerkt
werden ) und der Spinnstube sollen einen wöchentlichen Gottesdienst besuchen können.
Die Heiliggeistkirche soll auch wieder der Armenfürsorge dienen – der städtische Almos-
ner teilt nach dem Gottesdienst den Stadtarmen das Almosen aus.
Als Vorbereitung auf die Wiedereröffnung wird bereits 1595 ein neuer Turmhelm mit vier
Türmchen errichtet, die Glockenstube erhöht und mit drei neuen G.locken, gegossen in der
bekannten Giesserei Zehender beim G.olatenmatttor, versehen.
Aus Kostengründen wird allerdings keine ordentliche Pfarrstelle geschaffen. Zwei Kandidaten
der Theologie übernehmen den Predigtdienst. Das M.orgenbrot und eine geringe Entlöhnung
bekommen sie beim Spitalmeister.
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2. Die Gemeinde wächst – das 17. Jahrhundert
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Die Anstellung von Theologiekandidaten bewährt sich nicht, es gibt zu viele Wechsel. Schon
zwei Jahre später erfolgt der Antrag an den Rat: «etwas Kostens anzuwenden zur Erhaltung
eines sonderbaren Seelsorgers...» Der R.at zögert und betraut zunächst Theologieprofessoren
zusätzlich zur Lehre mit dem Pfarramt an der Heiliggeistkirche. Ein attraktives Angebot, denn
das Professorengehalt ist merklich kleiner als der Lohn eines Stadtpfarrers.
Offenbar wurde nur ein Teil des Kirchenraumes wirklich geräumt, denn 1609 und 1618 erfolgt
die zweimalige Bitte an den R.at, «man möchte das noch in einem Winkel der Kirche liegende
Getreide entfernen…»
Ab 1615 werden die Gefangenen des Schallenwerkes der Kirche zugeteilt; sie erhalten einen
speziellen Kircheneingang. Ab 1631 kommen «die mutwilligen Bettler, Trunkelbolde, die unbe-
scheidenen Taglöhner und die verwahrlosten und armen Jugendlichen» dazu, die in der be-
nachbarten S.pinnstube beschäftigt werden. 1632 fragt der Kirchenrat, «ob man nicht thunlich
funde, dass auch zu dem Heiliggeist allhier mit dem jungen Bättelvolk Kinderlehr angestellt
wurden, damit sy besser in der Forcht Gottes uferzogen wurdind?»
1650 folgt die Verordnung des R.ates, «Hausleute und Kinder sollen alle Sontag in der Kilchen
beim Heiligen Geist den Gottesdienst besuchen. Es soll ebenso Kinder-Unterricht und die
Unterweisung gehalten werden.»
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Um– und Erweiterungsbauten
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Ab 1651 wird die Kirche repariert und erweitert: Anstelle des alten, baufälligen Konvents-
gebäudes wird ein neues S.chiff angebaut.
1676 werden K.anzel und A.bendmahlstisch versetzt, der C.horbogen abgebrochen und neue
Stühle für Männer und Frauen und für die Burgerschaft eingerichtet.
1686 sähe der Rat «gerne, dass andere, sonderlich etwann ehrliche Burger aus der Nachbar-
schaft auch Platz haben möchten...» Der Spitalmeister antwortet innerhalb von zwei Tagen:
«dass, wenn jedem Burger und seiner Frauwen droben in der Kirchen zum heiligen Geist
ein eigener Stuhl würde zugetheilt werden, die Armen, für die selbige fürnehmlich gewidmet,
würden ausgeschlossen werden.» In seiner Eigenschaft als Kirchmeier müsse er darauf dringen, «dass Unordnung und Missbrauch verhütet und in erster Linie die Armen versorgt
würden.»
1693 erste Vorschläge für die Erweiterung der Kirche. 1694: Das S.chiff wird verbreitert und
der westliche H.aupteingang verlegt.
1704: Kirchenchor und Posaunisten werden neu auf der Chorempore platziert. Das Innere und
der T.urm werden aufgefrischt. Die Kirche bietet nun ca. 750 Menschen Platz.
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Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse
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Mit Dekret des Grossen Rates vom 4. und 5. Dezember 1720 werden die kirchlichen Verhält-
nisse in der Stadt neu geordnet. Es entstehen fünf neue Kirchgemeinden, darunter als letzte
die Gemeinde zum Heiligen Geist. Damit erhält die Heiliggeistkirche die Rechtsstellung einer
Pfarrkirche. Sie wird mit einer Pfarrer- und einer Pfarrhelferstelle ausgestattet. Der Pfarrer soll
am S.onntag die Predigt halten, am D.onnerstag die Kinderpredigt und den Katechismus-
unterricht.
Der Pfarrhelfer predigt am D.onnerstag und hält am S.onntag die Kinderlehre. Im Pflichtenheft
des Pfarrers ist nachzulesen: «Aufsicht und Besuchung der Haushaltungen, Verpflegung und
Trost der Kranken und Armen, sonderlich genauwer Beobachtung ergerlicher Leuthen zu
halten, damit mehrere Erkanntnus Gottes gepflanzet, Sündt und Laster entdeckt, bestraffet
und abgethan werden möge.»
1721 wird Georg Langhans als erster Pfarrer eingesetzt, Rudolf Isenschmid als Helfer gewählt.
Im selben Jahr 1721 erfolgt indes die dringliche Warnung an den Rat, die Heiliggeistkirche sei
trotz aller Reparaturen und Unterhaltsarbeiten akut einsturzgefährdet. Ein Augenschein ergibt
laut Protokoll, «dass, wan nicht allerfürdersamst Fürsehung getahn würde, man in Besorgung
einichen Unglücks stehen müsste – was Gott verhüten möge.»
Der Rat befiehlt, den Bau mit Baumstämmen zu unterstützen. Der Gottesdienst wird in die
P.redigerkirche verlegt. Abbruch der alten Kirche 1726, Einweihung der neuen Heiliggeistkirche
November 1729.
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Heiliggeistkirche von 1729 – Kunsthistorische Würdigung
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Die allseits freistehende Kirche ist auf einem einfachen Rechteck in nordsüdlicher Richtung
entwickelt: sein Längen - Breiten Verhältnis von annähernd 5:3 entspricht der zähringischen
H.ofstatt. Das M.ittelportal, flankiert von freistehenden Säulenpaaren und Nebenportalen,
führt in die T.urmhalle.
Die übrigen Fronten weisen je ein Portal auf. Im Inneren scheiden vierzehn in einem Oktogon
angeordnete mächtige korinthische Säulen den mit Emporen umgebenen Umgang vom
Raumkern. Im konsequent durchgebildeten Predigtsaal ist kein Chor ausgeschieden, da-
gegen dominiert die hoch aufgerichtete S.teinkanzel den H.allenraum.
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Aussenbau
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Strenge Geschlossenheit der Fassaden in Art vorbarocker Kirchen in R.om oder der huge-
nottischen «Temples» aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert An der Hauptfassade steht
vor der spröden zweigeschossigen Pilasterordnung eine starke Portal - Ädikula aus zwei
kompositen Säulenpaaren, darüber kräftiger Segmentgiebel und Obergeschoss mit flan-
kierenden Voluten und Tympanon mit der T.aube des heiligen Geistes im S.trahlenkranz.
Unmittelbar hinter der selbständigen Front durchstösst der elegante Turm das Satteldach.
Auf dem sichtbaren kurzen Schafft mit vier Zifferblättern sitzt eine «welsche Haube» und ein
mit schlankem Spitzhelm gedecktes G.lockentürmchen.
Längsfronten mit hohem Kalksteinsockel. Darüber eine durchgehende Ordnung hoher
Rundbogen - Hochfenster zwischen Kompositpilastern, darüber ein reich profiliertes
Kranzgesimse, bekrönt mit vasenbesetzter Balustrade mit zierlichen Obelisken an den
Eckpunkten.
Rückseite: angeglichen an die Hauptfront. Interessant die aus einem einzigen G.ranitfindling
gehauene, 1824 eingebaute F.reitreppe an der N.ordseite.
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Innenraum
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Der Innenraum wirkt wie aus einem Guss. Beherrschendes Element sind die vierzehn hohen
M.onolith - S.andsteinsäulen. Sie tragen das wuchtige, mit Balkenkopffries nach innen ausla-
dende Längsachteck - Gebälk und die schreinartige fensterlose Mitteltonne.
Diese erhält Gewicht und Relief durch die schwere umlaufende Galerie. Konstruktiv und räumlich überzeugt die Einbindung der Turmhalle in den doppelschalig umfassten Haupt-
raum.
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Ausstattung
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- T.aufstein, gehauen von J. F. Calame, in schwarzem Marmor – ein Findling.
- Kanzel, gehauen von Hans Jakob Langhans, wahrscheinlich beste S.teinkanzel des
. bernischen Barocks.
- Stuckierung durch Joseph Anton Feuchtmayer aus St. Peter im S.chwarzwald. Hauptwerk der
. Régencestuckatur in Bern, in zarten Tönen und grosser Lebendigkeit.
Erst 1806 wird eine erste O.rgel eingebaut; das heutige Instrument wurde von der Firma Metzler
1980 - 1981 erbaut, es umfasst 31 Register.
Von den sechs G.locken wurde die eine kleine S.tundenglocke aus der Vorgängerkirche über-
nommen, ein Guss von Abraham Zehender von 1596. Das moderne Des Dur Geläute in der
G.lockenstube des Turmschaftes stammt aus der Werkstatt Gebr. Rüetschi in A.arau. (1860).
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Würdigung
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Im hoch komplizierten Entwurfsprozess zu dieser Kirche ist heute kaum mehr auszumachen,
welche Elemente dem jungen Architekten Albrecht Stürler und welche dem Architekten und
Stadtbaumeister Niklaus Schiltknecht zu verdanken sind.
Grundriss und Innenraum lassen den Einfluss des Typus des hugenottischen Predigtraumes
erkennen. ( Temple von C.harenton II, 1623-25, erbaut von Salomon de Brosses ) Ein naher,
kleinerer Verwandter findet sich in G.enf, im T.emple N.euf an der P.lace de la F.usterie, erbaut
von Jean Vennes, 1713-15. Im Aussenbau wirken die Kirchenfronten r.ömischer Kirchen aus
dem Spätmanierismus nach. Stilbildend waren sicher auch die Architekturlehrbücher von
François Blondel.
Die L.ängsfronten erinnern in ihrer zurückhaltenden, fast schon frühklassizistisch anzu-
sprechenden Gliederung an Andrea Palladio und seine Kirchen in V.enedig. ( R.edentore,
S. P.ietro di C.astello)
Zum Schluss ein Zitat von P. Hofer: «Anders als in G.enf, L.ausanne, Z.ürich oder B.asel be-
gegnet der Besucher nach Verlassen des H.auptbahnhofes nicht heterogenem 19. und 20.
Jahrhundert, sondern einem scharf profilierten, aussagekräftigen Werk des westeuropäisch
disziplinierten Barocks, Hauptdenkmal des protestantischen Sakralbaus mindestens im
Westen unseres Landes und zugleich Wahrzeichen des Westeingangs in den Stadtkern
Bern.»
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Baugeschichte => Vorgeschichte, Planungsphase
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Noch 1694 wird die alte Spitalkirche erweitert, 1704 Inneres und Turm aufgefrischt, da alarmiert
am 24. Juni 1721 ein Bericht den Rat, die Kirche drohe einzustürzen. Ein knappes Jahr später
beschliesst der Rat, Kirche und S.pital am alten Ort neben dem C.hristoffeltor neu aufzuführen.
Allerdings, die innere R.ingmauer steht einer Vergrösserung des Spitalkomplexes entgegen,
obwohl vorsorglich 14 H.äuser und S.cheunen an der Spital– und Neuengasse angekauft
werden.
Niklaus Schiltknecht, Heinrich Propstatt aus L.uzern, Daniel Stürler und Abraham Wild reichen
Entwürfe für Kirche und S.pital ein – sie alle lassen sich aus Platzgründen nur unter Schleifung
der R.ingmauer realisieren.
Nach längerem Hin und Her fällt im ersten Halbjahr 1725 die Entscheidung, vorerst nur die
Kirche innerhalb der S.tadtmauern neu zu errichten. Der Neubau des S.pitals folgt erst nach
1732 ausserhalb der S.tadtmauer. Damit ist neben der organisatorischen- auch die räum-
liche Trennung von S.pitalkirche und S.pital vollzogen.
Am 18. April tritt die neu gewählte Spitalkommission für den Spital- und Kirchenbau erstmals
zusammen. Diese Kommission übt auf Planung und Realisation des Neubaus ständig mass-
geblichen Einfluss aus.
Die Entwürfe von Stürler und Schiltknecht kommen in die engere Wahl – sie werden auf
Weisung der Kommission stark überarbeitet: verlangt werden zweitausend Sitzplätze und ein
stark erhöhter Turm, damit das Glockengeläute auch ausserhalb der M.auern zu hören sei.
Am 20. Februar 1726 vergibt der Rat die ersten grossen Bauaufträge.
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Baugeschichte => Abbruch und Neubau
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Am 17. März 1726 predigt Pfarrer Langhans zum letzten Mal in der alten S.pitalkirche; zwei
Tage später wird das Dach abgedeckt; der Abbruch kommt zügig voran. Dabei kommen
mit Asche gefüllte heidnische Krüge und ein s.ilbernes B.eilchen, offenbar ein im Bernbiet
auch anderswo nachgewiesenes g.allorömisches V.otivbeilchen, zum Vorschein.
Mitte Juni 1726 fällt der entscheidende Beschluss, die Haupttonne auf vierzehn korinthische
K.olossalsäulen zu stellen und den Bau durch einheitliche Hochfenster zu beleuchten. Offen
bleibt, ob die E.mporen in H.olz oder S.tein auszuführen seien.
Im S.ommer 1727 ist der Bau der Südfront und der Längsfassaden abgeschlossen. Anfangs
A.ugust werden die S.chwarzmarmorsäulen des Haupteinganges an der S.pitalgasse aufge-
richtet.
Erst im D.ezember fällt die lange uneinig gebliebene Baukommission den Entscheid, den Em-
porenumgang durch N. Schiltknecht in Stein ausführen zu lassen. Die Idee, die neue Kirche
als emporenlose Halle zu errichten, wird längere Zeit diskutiert, aber später fallengelassen.
Aus dieser Planungsphase erklären sich die nicht geteilten Hochfenster an den Längsfass-
aden.
Im M.ai 1728 beschliesst die Kommission, die nördliche Fassade nicht wie die Längsseiten
zu gliedern, sondern als zweite-, der Südseite angeglichene Schaufront zu realisieren. Das
bedingt die Umänderung des vorgesehenen Walmdaches in ein schlichtes Satteldach.
Ebenfalls im Mai geht mit der Aufrichtung des Turmhelms der Aussenbau der Vollendung
entgegen.
Im Inneren kommt die Stuckierung der Gewölbe durch Joseph Anton Feuchtmayr rasch vor-
an. Noch ungeklärt bleibt der S.tandort der K.anzel und einer allfälligen O.rgel. Die Vollen-
dung der turmseitigen Empore wird hinausgezögert, bis sich zeigt, dass der G.lockenaufzug
nur im Kircheninnern, durch den Sprengring des ersten Turmgeschosses, technisch möglich
ist.
Die turmseitige Empore wird zu einem schmalen Verbindungsgang reduziert. Auf eine
O.rgel wird verzichtet. K.anzel und A.bendmahlstisch kommen nach einem erst im
N.ovember 1728 gefällten Entscheid ans Nordende des Schiffes zu stehen.
Am O.stermontag 1729 folgt die Aufstellung der K.anzel, E.nde O.ktober ist der Innenaus-
bau vollendet.
Unter grosser öffentlicher Anteilnahme wird am 6. November 1729 die Kirche eingeweiht.
Pfarrer Samuel Lupichius hält eine lange Weihepredigt, sie liegt gedruckt vor.
Gemäss Bauabrechnung kostete der Bau bei 49 000 Kronen.
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Baugeschichte => Veränderungen am Bau
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Erste Unterhaltsarbeiten betreffen das U.hrwerk, die Z.ifferblätter und das Geläute. Ein Sturm-
schaden bedingt 1760 die Erneuerung der Helmspitze.
1798 wird die Kirche von der italienischen A.rmee N.apoleons mit Material belegt. Die knappen
Mittel reichen nicht, um die entstandenen Schäden zu beheben.
Im Mai 1860 wird der K.opfbahnhof der C.entralbahn eingeweiht – die engen Zugänge zur
Kirche werden durch P.fosten abgesichert. Es entstehen die so genannten «Perrons».
Im Frühjahr 1865 – die entscheidende Versammlung fand übrigens in der Heiliggeistkirche
statt – wird der C.hristoffelturm abgebrochen – an der Südseite der Kirche kommen so plötz-
lich zahlreiche Schäden zum Vorschein.
1866 werden die verwitterten S.chwarzmarmorsäulen durch Hartsandsteinsäulen ersetzt: die
Fassade verliert viel von ihrer ursprünglichen Farbigkeit.
1884 wird die N.ordfassade restauriert – 1892 wird die erste H.eizung eingebaut, 1895 -
1897 Turm und S.üdseite, 1907 die B.estuhlung erneuert, neu mit zwei Mittelgängen. Eine
weitere Aussenrenovation 1907 - 1914.
1952/62: Gesamterneuerung aller vier Fassaden. 1956/57 Restauration der S.tuckaturen von
Feuchtmayr.
Ab 2003 Erneuerung des gesamten Daches, Beginn der Restauration der N.ord - Westfas-
sade. Heute sind die originalen Bestände am Äusseren der Kirche praktisch durchwegs er-
setzt. Authentische Bauteile bewahrt nur das Innere.
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Siehe auch Originaltext mit Bildern =>
www.heiliggeistkirche.ch/sidebar_uploads/heiliggeist_945b...
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( BeschriebHeiliggeistkirche KantonBern StadtBern AlbumStadtBern Bern Berne Bernä
Bärn Kirche Church Eglise Chiuche Chiuchli Iglesia Kirke Kirkko Εκκλησία Chiesa 教会
kerk Kościół Igreja Церковь Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa Swiss Sveitsi
Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza Stadt City Ville シティ By 城市
Città Город Stad UNESCO Welterbe World Heritage BeschriebHeiliggeistkircheBern )
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14 / 74
Abendstimmung auf der grossen Schanze in Bern oberhalb des Hauptbahnhofes im Kanton Bern in der Schweiz :
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Im Hintergrund die Berner - Alpen - Kette mit:
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Schreckhorn (BE - 4`078m) - Finsteraarhorn (BE/VS - 4`274m => Höchster Punkt des
Kanton Bern) - Eiger (BE - 3`970m) - Mönch (BE/VS - 4`107m) - Sphinx auf dem
Jungfraujoch (BE/VS - 3`569m) - Wengen Jungfrau (BE/VS - 4`089m) - Jungfrau
(BE/VS - 4`158m) - Gletscherhorn (BE/VS - 3`983m) - Äbeni Flue / Ebeneflue / Ebnefluh
(BE/VS - 3`962m - 1 x Wi) - Mittaghorn (BE/VS - 3`897m) - Grosshorn (BE/VS - 3`754m)
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Links die abgedeckte Kuppel des Bundeshauses, anschliessend und die Kräne des Bahnhofplatzumbaus
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Links der Kirchturm der Heiliggeistkirche Bern ( Gotteshaus reformiert - Erwähnt 1228 - Baujahr Neubau 1726 - 1729 - Geweiht dem heiligen Geist - Kirche Chiuche church église temple chiesa ) in der Altstadt - Stadt Bern im Kanton Bern der Schweiz
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Heiliggeistkirche Bern
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- Baujahr : Neubau 1726 bis 1729
- Erste Erwähung : 1233
- Besonderes :
- O.rgel : Erste O.rgel 1806 => Heutige O.rgel der Firma Metzler 1980 - 1981 umfasst 31 Register
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Die Heiliggeistkirche ist ein reformiertes Kirchengebäude gegenüber dem L.oebegge an
der Spitalgasse 44 in der Berner Altstadt der Stadt Bern im Kanton Bern in der Schweiz.
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Sie wurde 1726 bis 1729 von Niklaus Schiltknecht als Ersatz für die spätmittelalterliche
K.apelle des H.ospitals zum Heiligen Geist erbaut und gilt als die schönste reformierte
Barockkirche der Schweiz.
Das Innere wird durch 14 monolithische Säulen aus Sandstein und eine freistehende
K.anzel im Nordteil des Mittelschiffes beherrscht.
Wie die K.athedrale St. P.ierre in G.enf besitzt die Heiliggeistkirche 2000 Sitzplätze und
übertrifft darin in der Schweiz jede andere reformierte Kirche.
1693 bis 1698 war als Oberspitalprediger an der Heiliggeistkirche der pietistische Theologe
Samuel König tätig, und als Vikar wirkte hier von 1829 bis 1830 der Dichter Jeremias Gotthelf.
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Anfänge
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Als «hospitale» im Kirchen- und Klosterverzeichnis der Diözese L.ausanne 1228 zum ersten
Mal erwähnt, erhält das hospitale prope Bernum ordinis sancti spiritu im September 1233 die
Erlaubnis, einen eigenen F.riedhof zu errichten.
Die von den Zähringern 1191 gegründete Stadt reicht zu dieser Zeit bis zum Z.eitglockenturm –
das kleine S.pital steht 150 Meter westlich vor dem T.or, an der Strasse nach F.reiburg. Nach
dem Sickingerschen S.tadtplan umfasst es eine kleine K.apelle, nach O.sten ausgerichtet,
eventuell mit einem kleinen Dachreitter versehen, dazuwestlich angebaut einem kleinen
K.rankensaal und der U.nterkunft für vier bis fünf S.pital - Brüder.
Neben dem ummauerten F.riedhof lässt sich die S.cheune, weitere landwirtschaftliche Neben-
gebäude sowie ein O.bst- und G.emüsegarten erkennen. Das kleine mittelalterliche Heilig-
geistspital dürfte eine Art Grosshaushalt mit hohem Selbstversorgungsgrad gewesen sein.
Es nimmt Bettler, Pilger, Kranke, heimatlose Leute von der L.andstrasse auf, mehr und mehr
aber auch bettlägerige ältere Menschen aus der Stadt.
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2. Frühe Verpfründung / Kommunalisierung
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Das H.eiliggeistspital Bern wird in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in den deutschen
Verband des Heiliggeistordens eingeordnet, M.utterhaus ist S.tephansfeld im D.épartement
H.aut R.hin.
1307 baut die Stadt ein eigenes, neues S.pital beim N.ydeggstalden – das H.eiliggeistspital
wird fortan zur Unterscheidung das «O.bere S.pital» genannt. Neben den Laienbrüdern für die
Krankenpflege erscheint 1316 erstmals ein kleiner Ordenskonvent mit einem Priester, Meister
Peter. S.pital und Konvent werden vermögensrechtlich schon 1320 getrennt.
Bereits 1328 setzt der Rat für die Armen und Bettlägerigen des H.eiliggeistspitals einen städt-
ischen Meister ein, der die Schenkungen und Güter für das S.pital zu verwalten hat. 1340 wird
festgelegt, dass im S.pital niemand gerichtlich belangt werden darf, weder Personen noch
Güter.
Hintergrund für diese Massnahme ist, dass dem Spital namhafte Schenkungen für die
Krankenpflege, den Unterhalt der Gebäude, zunehmend auch für Jahrzeit- und Toten-
messen zukommen und der R.at der Stadt die ordnungsgemässe Verwendung dieser
Stiftungen überwachen und kontrollieren will.
1345 wird das H.eiliggeistspital in die letzte Stadterweiterung einbezogen und liegt nun
unmittelbar hinter der S.tadtmauer, neben dem W.esttor – dem C.hristoffeltor. Der Weg
von einer Armen- und P.ilgerherberge zu einem städtischen A.ltersheim ( P.frundanstalt )
ist damit vorgezeichnet. Eine vergleichbare Entwicklung lässt sich übrigens bei fast allen
H.eiliggeistspitälern im deutschen Sprachraum beobachten.
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3. Klerikalisierung des Konventes
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Ab dem 14. Jahrhundert werden neben der Alters- und Krankenpflege die Messestiftungen
immer wichtiger. Entsprechend nimmt die Zahl der geweihten Priester im Konvent zu, die-
jenige der Laienbrüder ab.
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wird zum ersten Mal eine Bruderschaft Mariä Empfängnis in
der Kirche des O.beren S.pitals erwähnt, die sich für ein ehrbares Begräbnis und die Toten-
und Gedächtnismessen ihrer Mitglieder verpflichtet weiss und namhafte Stiftungen einrichtet.
Zum 1335 genannten M.arienaltar kommt 1406 ein A.ntoniusaltar. Die Anzahl der Priester
wird bereits 1411 auf fünf erhöht. Verschiedene Messestiftungen zeigen, wie reiche Erb-
lasser die lebenslange Versorgung unehelicher oder nachgeborener Töchter und Söhne im
H.eiliggeistspital mit der Stiftung «ewiger» Totenmessen für sich und die Familienange-
hörigen verknüpfen.
1425 wird ein dritter A.ltar eingerichtet, gestiftet zu Ehren des Hl. Benedikt (?), 1426 ein vierter
A.ltar zu Ehren der heiligen M.ärtyrer. Um 1430 zählt das S.pital 30 Pfründer im A.ltersheim.
Diese Belegung bleibt sich ungefähr gleich bis zur Aufhebung des S.pitals in der Reform-
ationszeit, 1528.
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4. Kirchenbau und der Streit um das Kollektenwesen ( Quest )
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Nach der Vermehrung der A.ltäre und Priester entsteht in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts
der Wunsch nach einer Vergrösserung, bzw. einem Neubau von Kirche und Konvent. Neben
den Schenkungen aus Stadt und Umgebung versucht der Konvent, durch eine Almosen-
sammlung zu weiteren finanziellen Mitteln zu gelangen.
1458 erlangt das S.pital vom Generalmeister des Ordens in R.om das Recht, in den deutsch-
sprachigen Teilen der Diözesen S.itten und L.ausanne, später auch in den eidgenössischen
Teilen der Diözese K.onstanz Kollekten zur Erneuerung des Hauses einzusammeln. Im Ge-
biet des B.istums K.onstanz geraten die Berner in einen langwierigen Konflikt mit ihren
Ordensbrüdern aus M.arkgröningen bei St.uttgart, die das Privileg zur Almosensammlung
schon früher dem B.ischof von K.onstanz abgekauft hatten.
Der Neubau von Kirche und S.pital scheint um 1460 begonnen worden zu sein – vermehrte
Schenkungen zu Gunsten des Baues werden aktenkundig. Andrerseits verkauft der Konvent
Grundbesitz, um den Bau zu finanzieren. Die erwähnte Bruderschaft Maria Empfängnis zieht
um an die V.inzenzkirche ( M.ünster ) und wird bald ersetzt durch eine neu gegründete
Heiliggeistbruderschaft.
1496 ( ? ) kann die neu gebaute Kirche wieder eröffnet werden. Zur Kirche gehört ein eigenes
G.ebäude für das S.pital – wie bisher westlich an die Kirche angebaut – und ein Gebäude für
den Konvent. Dazu kommen B.einhaus und W.irtschaftsgebäude. Die Bauten scheinen um
1510 vollendet.
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5. Niedergang und E.nde des Heiliggeist - Konventes
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Der Niedergang des Konventes ab Mitte 15. Jahrhundert steht im Zusammenhang mit dem
personellen Ungenügen der Priester und Laienbrüder und der zunehmenden Bevormund-
ung durch den städtischen R.at.
Zeichen dafür: die 1462 durch den Meister von Stephansfeld erneuerte Konstitution für den
Heiliggeistkonvent in Bern ist nur im S.tadtbuch überliefert und ohne Zutun des Rates nicht
denkbar.
Sie schärft den K.lerikern die Ordensregeln neu ein, insbesondere die Gehorsamspflicht
gegenüber dem M.eister, Fasten und Schweigen, die Klausur, die anständige Distanz zur
Stadt und zu den Laien, mit denen die Konventualen offenbar nach dem Abendgebet noch
regelmässig zu spielen und zu zechen pflegen.
Spannungen im Konvent bewegen den R.at, 1497 die Auswechslung sämtlicher Priester
und Brüder zu verlangen. Ein Jahr später erfolgt ein Schriftwechsel wegen eines unehelichen
Kindes, das der verstorbene Meister Johannes Mülhauser hinterlassen haben soll.
Trotz aller Bemühungen dauern die Zerwürfnisse im Konvent an, sodass sich Meister und
Brüder in einer Verhandlung vor dem R.at offen der H.urerei, S.pielerei, S.chuldenmacherei
und K.etzerei beschuldigen. Dieser legt auf Betreiben der Brüder und des Klostervogtes
den Meister in den Klosterkerker, wo sich dieser aus Verzweiflung erhängt. ( Chronik des
Valerius Anshelm )
Nach 1500 folgen sich im raschen Wechsel verschiedene Meister. 1519 umfasst der Kon-
vent lediglich noch zwei Brüder. Die Entsendung neuer Brüder aus D.eutschland beruhigt
die Situation kaum; Visitationen der Ordensoberen schlagen fehl.
1522 visitiert der Rat selber den Konvent und findet den Meister und zwei Priester so zer-
stritten, dass er den Meister und den einen Priester auf der Stelle entlässt. Darüber hinaus
stellt der R.at übermässigen W.einkonsum fest, eine Menge S.chulden und das F.ehlen je-
glicher Vorräte für den W.inter.
Anlass zu dieser Visitation gab der gewaltsame Tod des Bruders und ehemaligen Meisters
Jakob Rosenstil, der kurz zuvor «zue ungebührlicher zit, umb die zächende stund vor mitter-
nacht us sinem gotzhus gangen und von einem, den unsern, vom läben zum tod gebracht»
worden war.
Im O.ktober des gleichen Jahres beschlagnahmt der R.at U.rkunden, S.chlüssel und S.ilber-
geschirr des H.eiliggeistkonventes und setzt einen neuen Meister, Mathias Wunderer, ein.
Das verschafft dem Konvent noch einmal etwas Ruhe, die nur einmal durch eine aktenkun-
dige Messerstecherei zwischen Bruder Hans Hug und einem Bürger von Bern gestört wird.
1528 umfasst der Konvent noch den Meister Hans Wunderer und einen einzigen Bruder,
Hans Haberstich. Nach Einführung der Reformation werden diese mit 220, bzw. 100 Gul-
den abgefunden und aus Bern weggeschickt.
K.onventshaus, G.arten und Kirche werden dem H.eiliggeistspital zugeschlagen, das
seinerseits der Beherbergung von fremden Bettlern und Pilgern dienen soll. Der F.riedhof
wird zur öffentlichen B.egräbnisstätte erklärt. Die Kirche dient fortan als K.ornhaus des
Spitals. Der Name «Heiliggeist» allerdings bleibt am Ort haften bis heute.
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1. Gründung und Organisation
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Der Heiliggeistorden wird von Guido, einem Sohn des Grafen Wilhelm VI ( VII ) von M.ontpellier
um 1170 - 1175 als Laienorden zur Krankenpflege gegründet. In M.ontpellier entsteht ein erstes
S.pital; bis 1198 sind bereits zehn Niederlassungen dokumentiert.
Am 23.4. 1198 erteilt P.apst Innozenz III den «regularis ordo» und stellt den O.rden unter
päpstlichen Schutz. Dem Orden werden die bisherigen Besitzungen des Spitals in M.ontpellier
bestätigt, wird ungehinderter B.esitzerwerb zugesichert und erlaubt, unter Einwilligung des
Ortsbischofs weitere S.pitäler und Oratorien zu erbauen. Er darf jederzeit alle freien oder frei-
gelassenen Personen als Brüder in den Orden aufnehmen.
Für die geistliche Betreuung seien Kapläne – gemeint ist, geweihte Priester – einzusetzen.
Die Ordensbrüder tragen auf schwarzen Mänteln ein weisses D.oppelkreuz.
Der Heiliggeistorden folgt der Regel des Augustinus. Die drei Hauptgelübde, Armut ( individ-
uelle Besitzlosigkeit ), K.euschheit und G.ehorsam werden ergänzt durch das vierte Gelübde,
den Dienst an Armen und Kranken. Die ersten Ordensstatuten orientieren sich am Vorbild
der J.ohanniter und an der G.ründungsurkunde ihres berühmten ( K.reuzritter ) S.pitals in
J.erusalem.
Die Laienbrüder werden unterstützt durch Priesterbrüder, sowie durch Hospitalschwestern.
Die Tätigkeit des Heiliggeistordens wird zunehmend durch zahlreiche Bruderschaften ge-
fördert. In R.om gehören der Bruderschaft zum Heiligen Geist zahlreiche Kardinäle und ver-
schiedene P.äpste an.
In der Blütezeit im 15. Jahrhundert umfasst der Orden ca. 740 Niederlassungen in ganz
Europa. In D.eutschland gehören die Hospitäler von M.emmingen, M.arkgröningen, N.eu-
m.arkt ( O.berpfalz ) und P.forzheim dazu, die zusammen mit den Spitälern von S.tephans-
f.eld ( E.lsass / Dép. H.aut R.hin), R.ufach und Bern die Provinz Alemania Superior bilden.
Allerdings – lange nicht alle Heiliggeist Spitäler lassen sich auf die Tätigkeit des Ordens
zurückführen. Oft handelt es sich um städtische Gründungen.
Die wirtschaftliche Grundlage für die Spitäler bilden Schenkungen, Messestiftungen zum
Andenken an Verstorbene, Kollekten, Almosensammlungen ( Quest ) und zunehmend die
eingebrachten Kapitalien der Pfründerinnen und Pfründer.
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2. Laien und Priester – Konflikte
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Guido begründet den Heiliggeistorden als Laienorden. Nach mittelalterlichem Verständnis
ist Krankenpflege allerdings nicht denkbar ohne tägliche Messe und Krankenkommunion,
Krankensalbung und dem fürbittenden Gebet für die Verstorbenen. Dazu braucht der Orden
von Anfang an Priester.
Der Streit um die Einsetzung der Priester, um die Zuständigkeit und die Rechte des Ortsbi-
schofs einerseits und den Rechten des Ordensgenerals andrerseits, um die Verwaltung
der geistlichen Stiftungen und Schenkungen begleitet die ganze Ordensgeschichte.
Dazu kommt eine unselige Rivalität zwischen M.ontpellier und R.om. Bereits 1204, sechs
Jahre nach der Bestätigung der Ordensregel des Guido, vereinigt der P-apst das aus der
um 725 gegründeten S.chola S.axonum hervorgegangene Spital S.anta M.aria in S.assia
in R.om mit dem S.pital in M.ontpellier und unterstellt es der Regel des Heiliggeistordens.
Guido wird zum Vorsteher beider S.pitäler ernannt.
Dem r.ömischen S.pital obliegt vor allem die Beherbergung der Pilgerströme zu den Apostel-
gräbern in R.om. Es wird mit reichen Schenkungen bedacht. Es soll um 1200 bis zu tausend
Arme und dreihundert Kranke mit F.leisch und B.rot und W.ein verpflegt haben.
Nach Guidos Tod 1208 setzt eine jahrhundertlange Rivalität um die Leitung des Ordens ein. -
1228 bestimmt P.apst Gregor IX, dass der Magister des R.ömer S.pitals die Ordensleitung
innehabe – die f.ranzösischen Niederlassungen wehren sich und so droht der Orden ständig
in einen r.ömisch - p.äpstlichen- und einem f.ranzösischen Zweig zu zerfallen. Die formelle
T.rennung erfolgt allerdings erst 1625.
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Das Elend mit den Q.uellen
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Die Quellenlage für die Erforschung der Ordensgeschichte ist prekär. Die mittelalterlichen
Schriftbestände in M.ontpellier gingen 1562 während der H.ugenottenkriege zu Grunde. Die
mittelalterlichen Schriftbestände in R.om wurden zerstört, als 1527 beim « Sacco di R.oma »
H.ospital und Kirche S.t. M.aria in S.assia in F.lammen aufgingen.
In den V.atikanischen Archiven sind K.opien zur Ordensgeschichte vorhanden, die allerdings
alle unter dem Verdacht der Fälschung stehen und bisher nicht historisch kritisch aufgearbei-
tet und publiziert worden
sind.
Dazu kommt eine systematische Fälschung vieler Dokumente und Kopien. P.apst Urban VIII
verkauft 1625 einem Oliviers de la T.rau, Sieur de la Terrade, der sich als Restaurator des
Ordens aufspielt, den Titel eines Général de l'ordre du S.aint E.sprit en deça des monts.
Oliviers de la Trau will die im Laufe der Zeit verlorenen Güter des Heiliggeistordens in F.rank-
reich zurückfordern und – gegen Geld – an Dritte weiterverleihen und vermieten. Die Lehens-
nehmer bekommen mit einer U.rkunde die Mitgliedschaft in einem vollständig erfundenen
“R.itterorden zum Heiliggeist” bestätigt und fühlen sich damit geadelt.
Die überlieferte Ordensregel wird im Sinne eines Ritterordens massiv gefälscht und umform-
uliert. Es findet sich die Behauptung, der Orden habe seinen Ursprung in R.om, er sei von
der Hl. Martha eingerichtet worden und erster General sei der Hl. Lazarus gewesen. In fiktiven
L.isten von Heiliggeistspitälern werden Häuser aufgenommen, die nachweislich sehr viel
später gegründet worden sind oder gar nie etwas mit dem Orden zu tun hatten.
Eine kritische Sichtung des Quellenmaterials steht noch aus. Das gilt auch für die Ordens-
regel in ihren verschiedenen Fassungen. Entsprechende Vorsicht ist bei allen Dokumenten
aus dem Schoss des Ordens geboten.
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Wiedereröffnung Mai 1604
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Nachdem 1528 durch die Annahme der Reformation durch R.at und Bürgerschaft der Stadt
auch die Heiliggeistkirche geräumt und für den Gottesdienst aufgehoben worden ist, dient
das Kirchengebäude zunächst als K.ornmagazin für das S.pital.
Das Konventsgebäude wird dem S.tadtarzt Valerius A.nshelm als A.mtswohnung zugewiesen.
Den letzten S.pitalmeister, Mathias Wunderer, treffen wir nach kurzem Exil 1529 als reformierten
Pfarrer von W.ohlen.
Der Rat beschliesst 1534 den Abbruch der Kirche. Einige Monate später verzichtet er darauf
mit der Begründung « weil ja auch in andern Städten bei den Spitälern Kirchen seien ».
Im Mai 1604 wird die spätmittelalterliche Heiliggeistkirche teilweise wieder für den Gottes-
dienst geöffnet. Die Bevölkerung ist stark gewachsen, auch vor der S.tadtmauer, wo die so
genannten Hausleute siedeln, Mägde und Knechte, Handwerker und Gesellen, die in der
Stadt arbeiten.
Die Insassen des « Schallenwerks » ( Gefängnis, Zuchthaus – die Gefangenen tragen
Schellen am Körper, damit sie beim Entsorgen des Kehrichts in der Stadt rasch bemerkt
werden ) und der Spinnstube sollen einen wöchentlichen Gottesdienst besuchen können.
Die Heiliggeistkirche soll auch wieder der Armenfürsorge dienen – der städtische Almos-
ner teilt nach dem Gottesdienst den Stadtarmen das Almosen aus.
Als Vorbereitung auf die Wiedereröffnung wird bereits 1595 ein neuer Turmhelm mit vier
Türmchen errichtet, die Glockenstube erhöht und mit drei neuen G.locken, gegossen in der
bekannten Giesserei Zehender beim G.olatenmatttor, versehen.
Aus Kostengründen wird allerdings keine ordentliche Pfarrstelle geschaffen. Zwei Kandidaten
der Theologie übernehmen den Predigtdienst. Das M.orgenbrot und eine geringe Entlöhnung
bekommen sie beim Spitalmeister.
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2. Die Gemeinde wächst – das 17. Jahrhundert
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Die Anstellung von Theologiekandidaten bewährt sich nicht, es gibt zu viele Wechsel. Schon
zwei Jahre später erfolgt der Antrag an den Rat: «etwas Kostens anzuwenden zur Erhaltung
eines sonderbaren Seelsorgers...» Der R.at zögert und betraut zunächst Theologieprofessoren
zusätzlich zur Lehre mit dem Pfarramt an der Heiliggeistkirche. Ein attraktives Angebot, denn
das Professorengehalt ist merklich kleiner als der Lohn eines Stadtpfarrers.
Offenbar wurde nur ein Teil des Kirchenraumes wirklich geräumt, denn 1609 und 1618 erfolgt
die zweimalige Bitte an den R.at, «man möchte das noch in einem Winkel der Kirche liegende
Getreide entfernen…»
Ab 1615 werden die Gefangenen des Schallenwerkes der Kirche zugeteilt; sie erhalten einen
speziellen Kircheneingang. Ab 1631 kommen «die mutwilligen Bettler, Trunkelbolde, die unbe-
scheidenen Taglöhner und die verwahrlosten und armen Jugendlichen» dazu, die in der be-
nachbarten S.pinnstube beschäftigt werden. 1632 fragt der Kirchenrat, «ob man nicht thunlich
funde, dass auch zu dem Heiliggeist allhier mit dem jungen Bättelvolk Kinderlehr angestellt
wurden, damit sy besser in der Forcht Gottes uferzogen wurdind?»
1650 folgt die Verordnung des R.ates, «Hausleute und Kinder sollen alle Sontag in der Kilchen
beim Heiligen Geist den Gottesdienst besuchen. Es soll ebenso Kinder-Unterricht und die
Unterweisung gehalten werden.»
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Um– und Erweiterungsbauten
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Ab 1651 wird die Kirche repariert und erweitert: Anstelle des alten, baufälligen Konvents-
gebäudes wird ein neues S.chiff angebaut.
1676 werden K.anzel und A.bendmahlstisch versetzt, der C.horbogen abgebrochen und neue
Stühle für Männer und Frauen und für die Burgerschaft eingerichtet.
1686 sähe der Rat «gerne, dass andere, sonderlich etwann ehrliche Burger aus der Nachbar-
schaft auch Platz haben möchten...» Der Spitalmeister antwortet innerhalb von zwei Tagen:
«dass, wenn jedem Burger und seiner Frauwen droben in der Kirchen zum heiligen Geist
ein eigener Stuhl würde zugetheilt werden, die Armen, für die selbige fürnehmlich gewidmet,
würden ausgeschlossen werden.» In seiner Eigenschaft als Kirchmeier müsse er darauf dringen, «dass Unordnung und Missbrauch verhütet und in erster Linie die Armen versorgt
würden.»
1693 erste Vorschläge für die Erweiterung der Kirche. 1694: Das S.chiff wird verbreitert und
der westliche H.aupteingang verlegt.
1704: Kirchenchor und Posaunisten werden neu auf der Chorempore platziert. Das Innere und
der T.urm werden aufgefrischt. Die Kirche bietet nun ca. 750 Menschen Platz.
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Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse
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Mit Dekret des Grossen Rates vom 4. und 5. Dezember 1720 werden die kirchlichen Verhält-
nisse in der Stadt neu geordnet. Es entstehen fünf neue Kirchgemeinden, darunter als letzte
die Gemeinde zum Heiligen Geist. Damit erhält die Heiliggeistkirche die Rechtsstellung einer
Pfarrkirche. Sie wird mit einer Pfarrer- und einer Pfarrhelferstelle ausgestattet. Der Pfarrer soll
am S.onntag die Predigt halten, am D.onnerstag die Kinderpredigt und den Katechismus-
unterricht.
Der Pfarrhelfer predigt am D.onnerstag und hält am S.onntag die Kinderlehre. Im Pflichtenheft
des Pfarrers ist nachzulesen: «Aufsicht und Besuchung der Haushaltungen, Verpflegung und
Trost der Kranken und Armen, sonderlich genauwer Beobachtung ergerlicher Leuthen zu
halten, damit mehrere Erkanntnus Gottes gepflanzet, Sündt und Laster entdeckt, bestraffet
und abgethan werden möge.»
1721 wird Georg Langhans als erster Pfarrer eingesetzt, Rudolf Isenschmid als Helfer gewählt.
Im selben Jahr 1721 erfolgt indes die dringliche Warnung an den Rat, die Heiliggeistkirche sei
trotz aller Reparaturen und Unterhaltsarbeiten akut einsturzgefährdet. Ein Augenschein ergibt
laut Protokoll, «dass, wan nicht allerfürdersamst Fürsehung getahn würde, man in Besorgung
einichen Unglücks stehen müsste – was Gott verhüten möge.»
Der Rat befiehlt, den Bau mit Baumstämmen zu unterstützen. Der Gottesdienst wird in die
P.redigerkirche verlegt. Abbruch der alten Kirche 1726, Einweihung der neuen Heiliggeistkirche
November 1729.
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Heiliggeistkirche von 1729 – Kunsthistorische Würdigung
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Die allseits freistehende Kirche ist auf einem einfachen Rechteck in nordsüdlicher Richtung
entwickelt: sein Längen - Breiten Verhältnis von annähernd 5:3 entspricht der zähringischen
H.ofstatt. Das M.ittelportal, flankiert von freistehenden Säulenpaaren und Nebenportalen,
führt in die T.urmhalle.
Die übrigen Fronten weisen je ein Portal auf. Im Inneren scheiden vierzehn in einem Oktogon
angeordnete mächtige korinthische Säulen den mit Emporen umgebenen Umgang vom
Raumkern. Im konsequent durchgebildeten Predigtsaal ist kein Chor ausgeschieden, da-
gegen dominiert die hoch aufgerichtete S.teinkanzel den H.allenraum.
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Aussenbau
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Strenge Geschlossenheit der Fassaden in Art vorbarocker Kirchen in R.om oder der huge-
nottischen «Temples» aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert An der Hauptfassade steht
vor der spröden zweigeschossigen Pilasterordnung eine starke Portal - Ädikula aus zwei
kompositen Säulenpaaren, darüber kräftiger Segmentgiebel und Obergeschoss mit flan-
kierenden Voluten und Tympanon mit der T.aube des heiligen Geistes im S.trahlenkranz.
Unmittelbar hinter der selbständigen Front durchstösst der elegante Turm das Satteldach.
Auf dem sichtbaren kurzen Schafft mit vier Zifferblättern sitzt eine «welsche Haube» und ein
mit schlankem Spitzhelm gedecktes G.lockentürmchen.
Längsfronten mit hohem Kalksteinsockel. Darüber eine durchgehende Ordnung hoher
Rundbogen - Hochfenster zwischen Kompositpilastern, darüber ein reich profiliertes
Kranzgesimse, bekrönt mit vasenbesetzter Balustrade mit zierlichen Obelisken an den
Eckpunkten.
Rückseite: angeglichen an die Hauptfront. Interessant die aus einem einzigen G.ranitfindling
gehauene, 1824 eingebaute F.reitreppe an der N.ordseite.
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Innenraum
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Der Innenraum wirkt wie aus einem Guss. Beherrschendes Element sind die vierzehn hohen
M.onolith - S.andsteinsäulen. Sie tragen das wuchtige, mit Balkenkopffries nach innen ausla-
dende Längsachteck - Gebälk und die schreinartige fensterlose Mitteltonne.
Diese erhält Gewicht und Relief durch die schwere umlaufende Galerie. Konstruktiv und räumlich überzeugt die Einbindung der Turmhalle in den doppelschalig umfassten Haupt-
raum.
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Ausstattung
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- T.aufstein, gehauen von J. F. Calame, in schwarzem Marmor – ein Findling.
- Kanzel, gehauen von Hans Jakob Langhans, wahrscheinlich beste S.teinkanzel des
. bernischen Barocks.
- Stuckierung durch Joseph Anton Feuchtmayer aus St. Peter im S.chwarzwald. Hauptwerk der
. Régencestuckatur in Bern, in zarten Tönen und grosser Lebendigkeit.
Erst 1806 wird eine erste O.rgel eingebaut; das heutige Instrument wurde von der Firma Metzler
1980 - 1981 erbaut, es umfasst 31 Register.
Von den sechs G.locken wurde die eine kleine S.tundenglocke aus der Vorgängerkirche über-
nommen, ein Guss von Abraham Zehender von 1596. Das moderne Des Dur Geläute in der
G.lockenstube des Turmschaftes stammt aus der Werkstatt Gebr. Rüetschi in A.arau. (1860).
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Würdigung
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Im hoch komplizierten Entwurfsprozess zu dieser Kirche ist heute kaum mehr auszumachen,
welche Elemente dem jungen Architekten Albrecht Stürler und welche dem Architekten und
Stadtbaumeister Niklaus Schiltknecht zu verdanken sind.
Grundriss und Innenraum lassen den Einfluss des Typus des hugenottischen Predigtraumes
erkennen. ( Temple von C.harenton II, 1623-25, erbaut von Salomon de Brosses ) Ein naher,
kleinerer Verwandter findet sich in G.enf, im T.emple N.euf an der P.lace de la F.usterie, erbaut
von Jean Vennes, 1713-15. Im Aussenbau wirken die Kirchenfronten r.ömischer Kirchen aus
dem Spätmanierismus nach. Stilbildend waren sicher auch die Architekturlehrbücher von
François Blondel.
Die L.ängsfronten erinnern in ihrer zurückhaltenden, fast schon frühklassizistisch anzu-
sprechenden Gliederung an Andrea Palladio und seine Kirchen in V.enedig. ( R.edentore,
S. P.ietro di C.astello)
Zum Schluss ein Zitat von P. Hofer: «Anders als in G.enf, L.ausanne, Z.ürich oder B.asel be-
gegnet der Besucher nach Verlassen des H.auptbahnhofes nicht heterogenem 19. und 20.
Jahrhundert, sondern einem scharf profilierten, aussagekräftigen Werk des westeuropäisch
disziplinierten Barocks, Hauptdenkmal des protestantischen Sakralbaus mindestens im
Westen unseres Landes und zugleich Wahrzeichen des Westeingangs in den Stadtkern
Bern.»
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Baugeschichte => Vorgeschichte, Planungsphase
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Noch 1694 wird die alte Spitalkirche erweitert, 1704 Inneres und Turm aufgefrischt, da alarmiert
am 24. Juni 1721 ein Bericht den Rat, die Kirche drohe einzustürzen. Ein knappes Jahr später
beschliesst der Rat, Kirche und S.pital am alten Ort neben dem C.hristoffeltor neu aufzuführen.
Allerdings, die innere R.ingmauer steht einer Vergrösserung des Spitalkomplexes entgegen,
obwohl vorsorglich 14 H.äuser und S.cheunen an der Spital– und Neuengasse angekauft
werden.
Niklaus Schiltknecht, Heinrich Propstatt aus L.uzern, Daniel Stürler und Abraham Wild reichen
Entwürfe für Kirche und S.pital ein – sie alle lassen sich aus Platzgründen nur unter Schleifung
der R.ingmauer realisieren.
Nach längerem Hin und Her fällt im ersten Halbjahr 1725 die Entscheidung, vorerst nur die
Kirche innerhalb der S.tadtmauern neu zu errichten. Der Neubau des S.pitals folgt erst nach
1732 ausserhalb der S.tadtmauer. Damit ist neben der organisatorischen- auch die räum-
liche Trennung von S.pitalkirche und S.pital vollzogen.
Am 18. April tritt die neu gewählte Spitalkommission für den Spital- und Kirchenbau erstmals
zusammen. Diese Kommission übt auf Planung und Realisation des Neubaus ständig mass-
geblichen Einfluss aus.
Die Entwürfe von Stürler und Schiltknecht kommen in die engere Wahl – sie werden auf
Weisung der Kommission stark überarbeitet: verlangt werden zweitausend Sitzplätze und ein
stark erhöhter Turm, damit das Glockengeläute auch ausserhalb der M.auern zu hören sei.
Am 20. Februar 1726 vergibt der Rat die ersten grossen Bauaufträge.
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Baugeschichte => Abbruch und Neubau
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Am 17. März 1726 predigt Pfarrer Langhans zum letzten Mal in der alten S.pitalkirche; zwei
Tage später wird das Dach abgedeckt; der Abbruch kommt zügig voran. Dabei kommen
mit Asche gefüllte heidnische Krüge und ein s.ilbernes B.eilchen, offenbar ein im Bernbiet
auch anderswo nachgewiesenes g.allorömisches V.otivbeilchen, zum Vorschein.
Mitte Juni 1726 fällt der entscheidende Beschluss, die Haupttonne auf vierzehn korinthische
K.olossalsäulen zu stellen und den Bau durch einheitliche Hochfenster zu beleuchten. Offen
bleibt, ob die E.mporen in H.olz oder S.tein auszuführen seien.
Im S.ommer 1727 ist der Bau der Südfront und der Längsfassaden abgeschlossen. Anfangs
A.ugust werden die S.chwarzmarmorsäulen des Haupteinganges an der S.pitalgasse aufge-
richtet.
Erst im D.ezember fällt die lange uneinig gebliebene Baukommission den Entscheid, den Em-
porenumgang durch N. Schiltknecht in Stein ausführen zu lassen. Die Idee, die neue Kirche
als emporenlose Halle zu errichten, wird längere Zeit diskutiert, aber später fallengelassen.
Aus dieser Planungsphase erklären sich die nicht geteilten Hochfenster an den Längsfass-
aden.
Im M.ai 1728 beschliesst die Kommission, die nördliche Fassade nicht wie die Längsseiten
zu gliedern, sondern als zweite-, der Südseite angeglichene Schaufront zu realisieren. Das
bedingt die Umänderung des vorgesehenen Walmdaches in ein schlichtes Satteldach.
Ebenfalls im Mai geht mit der Aufrichtung des Turmhelms der Aussenbau der Vollendung
entgegen.
Im Inneren kommt die Stuckierung der Gewölbe durch Joseph Anton Feuchtmayr rasch vor-
an. Noch ungeklärt bleibt der S.tandort der K.anzel und einer allfälligen O.rgel. Die Vollen-
dung der turmseitigen Empore wird hinausgezögert, bis sich zeigt, dass der G.lockenaufzug
nur im Kircheninnern, durch den Sprengring des ersten Turmgeschosses, technisch möglich
ist.
Die turmseitige Empore wird zu einem schmalen Verbindungsgang reduziert. Auf eine
O.rgel wird verzichtet. K.anzel und A.bendmahlstisch kommen nach einem erst im
N.ovember 1728 gefällten Entscheid ans Nordende des Schiffes zu stehen.
Am O.stermontag 1729 folgt die Aufstellung der K.anzel, E.nde O.ktober ist der Innenaus-
bau vollendet.
Unter grosser öffentlicher Anteilnahme wird am 6. November 1729 die Kirche eingeweiht.
Pfarrer Samuel Lupichius hält eine lange Weihepredigt, sie liegt gedruckt vor.
Gemäss Bauabrechnung kostete der Bau bei 49 000 Kronen.
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Baugeschichte => Veränderungen am Bau
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Erste Unterhaltsarbeiten betreffen das U.hrwerk, die Z.ifferblätter und das Geläute. Ein Sturm-
schaden bedingt 1760 die Erneuerung der Helmspitze.
1798 wird die Kirche von der italienischen A.rmee N.apoleons mit Material belegt. Die knappen
Mittel reichen nicht, um die entstandenen Schäden zu beheben.
Im Mai 1860 wird der K.opfbahnhof der C.entralbahn eingeweiht – die engen Zugänge zur
Kirche werden durch P.fosten abgesichert. Es entstehen die so genannten «Perrons».
Im Frühjahr 1865 – die entscheidende Versammlung fand übrigens in der Heiliggeistkirche
statt – wird der C.hristoffelturm abgebrochen – an der Südseite der Kirche kommen so plötz-
lich zahlreiche Schäden zum Vorschein.
1866 werden die verwitterten S.chwarzmarmorsäulen durch Hartsandsteinsäulen ersetzt: die
Fassade verliert viel von ihrer ursprünglichen Farbigkeit.
1884 wird die N.ordfassade restauriert – 1892 wird die erste H.eizung eingebaut, 1895 -
1897 Turm und S.üdseite, 1907 die B.estuhlung erneuert, neu mit zwei Mittelgängen. Eine
weitere Aussenrenovation 1907 - 1914.
1952/62: Gesamterneuerung aller vier Fassaden. 1956/57 Restauration der S.tuckaturen von
Feuchtmayr.
Ab 2003 Erneuerung des gesamten Daches, Beginn der Restauration der N.ord - Westfas-
sade. Heute sind die originalen Bestände am Äusseren der Kirche praktisch durchwegs er-
setzt. Authentische Bauteile bewahrt nur das Innere.
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Siehe auch Originaltext mit Bildern =>
www.heiliggeistkirche.ch/sidebar_uploads/heiliggeist_945b...
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( BeschriebHeiliggeistkirche KantonBern StadtBern AlbumStadtBern Bern Berne Bernä
Bärn Kirche Church Eglise Chiuche Chiuchli Iglesia Kirke Kirkko Εκκλησία Chiesa 教会
kerk Kościół Igreja Церковь Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa Swiss Sveitsi
Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza Stadt City Ville シティ By 城市
Città Город Stad UNESCO Welterbe World Heritage BeschriebHeiliggeistkircheBern )
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17 / 30
Deutschland / Bayern - Schloss Neuschwanstein
Neuschwanstein Castle (German: Schloss Neuschwanstein, pronounced [nɔʏˈʃvaːnʃtaɪn], Southern Bavarian: Schloss Neischwanstoa) is a 19th-century Romanesque Revival palace on a rugged hill above the village of Hohenschwangau near Füssen in southwest Bavaria, Germany. The palace was commissioned by Ludwig II of Bavaria as a retreat and in honour of Richard Wagner. Ludwig paid for the palace out of his personal fortune and by means of extensive borrowing, rather than Bavarian public funds.
The castle was intended as a home for the king, until he died in 1886. It was open to the public shortly after his death. Since then more than 61 million people have visited Neuschwanstein Castle. More than 1.3 million people visit annually, with as many as 6,000 per day in the summer.
The municipality of Schwangau lies at an elevation of 800 m (2,620 ft) at the southwest border of the German state of Bavaria. Its surroundings are characterised by the transition between the Alpine foothills in the south (toward the nearby Austrian border) and a hilly landscape in the north that appears flat by comparison.
In the Middle Ages, three castles overlooked the villages. One was called Schwanstein Castle. In 1832, Ludwig's father King Maximilian II of Bavaria bought its ruins to replace them with the comfortable neo-Gothic palace known as Hohenschwangau Castle. Finished in 1837, the palace became his family's summer residence, and his elder son Ludwig (born 1845) spent a large part of his childhood here.
Vorderhohenschwangau Castle and Hinterhohenschwangau Castle sat on a rugged hill overlooking Schwanstein Castle, two nearby lakes (Alpsee and Schwansee), and the village. Separated by only a moat, they jointly consisted of a hall, a keep, and a fortified tower house. In the nineteenth century only ruins remained of the twin medieval castles, but those of Hinterhohenschwangau served as a lookout place known as Sylphenturm.
The ruins above the family palace were known to the crown prince from his excursions. He first sketched one of them in his diary in 1859. When the young king came to power in 1864, the construction of a new palace in place of the two ruined castles became the first in his series of palace building projects. Ludwig called the new palace New Hohenschwangau Castle; only after his death was it renamed Neuschwanstein.[9] The confusing result is that Hohenschwangau and Schwanstein have effectively swapped names: Hohenschwangau Castle replaced the ruins of Schwanstein Castle, and Neuschwanstein Castle replaced the ruins of the two Hohenschwangau Castles.
Neuschwanstein embodies both the contemporaneous architectural fashion known as castle romanticism (German: Burgenromantik), and Ludwig II's immoderate enthusiasm for the operas of Richard Wagner.
In the 19th century, many castles were constructed or reconstructed, often with significant changes to make them more picturesque. Palace-building projects similar to Neuschwanstein had been undertaken earlier in several of the German states and included Hohenschwangau Castle, Lichtenstein Castle, Hohenzollern Castle, and numerous buildings on the River Rhine such as Stolzenfels Castle. The inspiration for the construction of Neuschwanstein came from two journeys in 1867 — one in May to the reconstructed Wartburg near Eisenach, another in July to the Château de Pierrefonds, which Eugène Viollet-le-Duc was transforming from a ruined castle into a historistic palace.
The king saw both buildings as representatives of a romantic interpretation of the Middle Ages, as well as the musical mythology of his friend Wagner, whose operas Tannhäuser and Lohengrin had made a lasting impression on him.
In February 1868, Ludwig's grandfather Ludwig I died, freeing the considerable sums that were previously spent on the abdicated king's appanage. This allowed Ludwig II to start the architectural project of building a private refuge in the familiar landscape far from the capital Munich, so that he could live out his idea of the Middle Ages.
It is my intention to rebuild the old castle ruin of Hohenschwangau near the Pöllat Gorge in the authentic style of the old German knights' castles, and I must confess to you that I am looking forward very much to living there one day [...]; you know the revered guest I would like to accommodate there; the location is one of the most beautiful to be found, holy and unapproachable, a worthy temple for the divine friend who has brought salvation and true blessing to the world. It will also remind you of "Tannhäuser" (Singers' Hall with a view of the castle in the background), "Lohengrin'" (castle courtyard, open corridor, path to the chapel) ...
— Ludwig II, Letter to Richard Wagner, May 1868
The building design was drafted by the stage designer Christian Jank and realised by the architect Eduard Riedel. For technical reasons, the ruined castles could not be integrated into the plan. Initial ideas for the palace drew stylistically on Nuremberg Castle and envisaged a simple building in place of the old Vorderhohenschwangau Castle, but they were rejected and replaced by increasingly extensive drafts, culminating in a bigger palace modelled on the Wartburg. The king insisted on a detailed plan and on personal approval of each and every draft. Ludwig's control went so far that the palace has been regarded as his own creation, rather than that of the architects involved.
Whereas contemporary architecture critics derided Neuschwanstein, one of the last big palace building projects of the nineteenth century, as kitsch, Neuschwanstein and Ludwig II's other buildings are now counted among the major works of European historicism. For financial reasons, a project similar to Neuschwanstein – Falkenstein Castle – never left the planning stages.
The palace can be regarded as typical for nineteenth-century architecture. The shapes of Romanesque (simple geometric figures such as cuboids and semicircular arches), Gothic (upward-pointing lines, slim towers, delicate embellishments) and Byzantine architecture and art (the Throne Hall décor) were mingled in an eclectic fashion and supplemented with 19th-century technical achievements. The Patrona Bavariae and Saint George on the court face of the Palas (main building) are depicted in the local Lüftlmalerei style, a fresco technique typical for Allgäu farmers' houses, while the unimplemented drafts for the Knights' House gallery foreshadow elements of Art Nouveau. Characteristic of Neuschwanstein's design are theatre themes: Christian Jank drew on coulisse drafts from his time as a scenic painter.
The basic style was originally planned to be neo-Gothic but the palace was primarily built in Romanesque style in the end. The operatic themes moved gradually from Tannhäuser and Lohengrin to Parsifal.
In 1868, the ruins of the medieval twin castles were completely demolished; the remains of the old keep were blown up. The foundation stone for the palace was laid on 5 September 1869; in 1872 its cellar was completed and in 1876, everything up to the first floor, the gatehouse being finished first. At the end of 1882 it was completed and fully furnished, allowing Ludwig to take provisional lodgings there and observe the ongoing construction work. In 1874, management of the civil works passed from Eduard Riedel to Georg von Dollmann. The topping out ceremony for the Palas was in 1880, and in 1884, the king was able to move in to the new building. In the same year, the direction of the project passed to Julius Hofmann, after Dollmann had fallen from the King's favour.
The palace was erected as a conventional brick construction and later encased in various types of rock. The white limestone used for the fronts came from a nearby quarry. The sandstone bricks for the portals and bay windows came from Schlaitdorf in Württemberg. Marble from Untersberg near Salzburg was used for the windows, the arch ribs, the columns and the capitals. The Throne Hall was a later addition to the plans and required a steel framework.
The transport of building materials was facilitated by scaffolding and a steam crane that lifted the material to the construction site. Another crane was used at the construction site. The recently founded Dampfkessel-Revisionsverein (Steam Boiler Inspection Association) regularly inspected both boilers.
For about two decades the construction site was the principal employer in the region. In 1880, about 200 craftsmen were occupied at the site, not counting suppliers and other persons indirectly involved in the construction. At times when the king insisted on particularly close deadlines and urgent changes, reportedly up to 300 workers per day were active, sometimes working at night by the light of oil lamps. Statistics from the years 1879/1880 support an immense amount of building materials: 465 tonnes (513 short tons) of Salzburg marble, 1,550 t (1,710 short tons) of sandstone, 400,000 bricks and 2,050 cubic metres (2,680 cu yd) of wood for the scaffolding.
In 1870, a society was founded for insuring the workers, for a low monthly fee, augmented by the king. The heirs of construction casualties (30 cases are mentioned in the statistics) received a small pension.
In 1884, the king was able to move into the (still unfinished) Palas, and in 1885, he invited his mother Marie to Neuschwanstein on the occasion of her 60th birthday. By 1886, the external structure of the Palas (hall) was mostly finished. In the same year, Ludwig had the first, wooden Marienbrücke over the Pöllat Gorge replaced by a steel construction.
Despite its size, Neuschwanstein did not have space for the royal court, but contained only the king's private lodging and servants' rooms. The court buildings served decorative, rather than residential purposes: The palace was intended to serve Ludwig II as a kind of inhabitable theatrical setting. As a temple of friendship it was also dedicated to the life and work of Richard Wagner, who died in 1883 before he had set foot in the building. In the end, Ludwig II lived in the palace for a total of only 172 days.
Neuschwanstein welcomes almost 1.5 million visitors per year making it one of the most popular tourist destinations in Europe. For security reasons the palace can only be visited during a 35-minute guided tour, and no photography is allowed inside the castle. There are also special guided tours that focus on specific topics. In the peak season from June until August, Neuschwanstein has as many as 6000 visitors per day, and guests without advance reservation may have to wait several hours. Ticket sales are processed exclusively via the ticket centre in Hohenschwangau. As of 2008, the total number of visitors was more than 60 million In 2004, the revenues were booked as €6.5 million.
Neuschwanstein is a global symbol of the era of Romanticism. The palace has appeared prominently in several movies such as Helmut Käutner's Ludwig II (1955) and Luchino Visconti's Ludwig (1972), both biopics about the king; the musical Chitty Chitty Bang Bang (1968) and the war drama The Great Escape (1963). It served as the inspiration for Disneyland's Sleeping Beauty Castle and later, similar structures. It is also visited by the character Grace Nakimura alongside Herrenchiemsee in the game The Beast Within: A Gabriel Knight Mystery (1996).
In 1977, Neuschwanstein Castle became the motif of a West German definitive stamp, and it appeared on a €2 commemorative coin for the German Bundesländer series in 2012. In 2007, it was a finalist in the widely publicised on-line selection of the New Seven Wonders of the World.
A meteorite that reached Earth spectacularly on 6 April 2002, at the Austrian border near Hohenschwangau was named Neuschwanstein after the palace. Three fragments were found: Neuschwanstein I (1.75 kg (3.9 lb), found July 2002) and Neuschwanstein II (1.63 kg (3.6 lb), found May 2003) on the German side, and Neuschwanstein III (2.84 kg (6.3 lb), found June 2003) on the Austrian side near Reutte. The meteorite is classified as an enstatite chondrite with unusually large proportions of pure iron (29%), enstatite and the extremely rare mineral sinoite (Si2N2O).
Since 2015, Neuschwanstein and Ludwig's Linderhof and Herrenchiemsee palaces are on the German tentative list for a future designation as UNESCO World Heritage Sites. A joint candidature with other representative palaces of the romantic historicism is discussed (including Schwerin Palace, for example).
(Wikipedia)
Das Schloss Neuschwanstein steht oberhalb von Hohenschwangau bei Füssen im südöstlichen bayerischen Allgäu. Der Bau wurde ab 1869 für den bayerischen König Ludwig II. als idealisierte Vorstellung einer Ritterburg aus der Zeit des Mittelalters errichtet. Die Entwürfe stammen von Christian Jank, die Ausführung übernahmen Eduard Riedel und Georg von Dollmann. Der König lebte nur wenige Monate im Schloss, er starb noch vor der Fertigstellung der Anlage. Neuschwanstein wurde ursprünglich als Neue Burg Hohenschwangau bezeichnet, seinen heutigen Namen trägt es seit 1886. Eigentümer des Schlosses ist der Freistaat Bayern; es wird von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen betreut und bewirtschaftet.
Neuschwanstein ist das berühmteste der Schlösser Ludwigs II. und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Es wird jährlich von etwa 1,5 Millionen Touristen besucht. Das oftmals als „Märchenschloss“ bezeichnete Neuschwanstein ist nahezu ganzjährig für Besucher geöffnet. Die Architektur und Innenausstattung sind vom romantischen Eklektizismus des 19. Jahrhunderts geprägt; das Schloss gilt als ein Hauptwerk des Historismus. Eine Aufnahme der „Ludwig-Schlösser“ Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO wird angestrebt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde ein »Castrum Swangowe« im Jahre 1090. Damit gemeint waren die im Mittelalter an der Stelle des heutigen Schlosses Neuschwanstein stehenden zwei kleinen Burgen: Die aus einem Palas und einem Bergfried bestehende Burg Vorderhohenschwangau an der Stelle des heutigen Palas und, nur durch einen Halsgraben getrennt, ein befestigter Wohnturm namens Hinterhohenschwangau, der sich dort befand, wo zwischen heutigem Ritterhaus und Kemenate auch Ludwig II. einen hohen Bergfried geplant hatte, zu dessen Errichtung er jedoch nicht mehr kam. Beide Gebäude gingen auf die Herren von Schwangau zurück, die in der Region als Lehensnehmer der Welfen (bis 1191) und der Staufer (bis 1268), danach als reichsunmittelbare Ritter ansässig waren, bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1536. Der Minnesänger Hiltbolt von Schwangau stammt aus diesem Geschlecht. Hinterhohenschwangau war wahrscheinlich der Geburtsort von Margareta von Schwangau, der Ehefrau des Minnesängers Oswald von Wolkenstein. Als 1363 Herzog Rudolf IV. von Österreich Tirol unter habsburgische Herrschaft brachte, verpflichteten sich Stephan von Schwangau und seine Brüder, ihre Festen Vorder- und Hinterschwangau, die Burg Frauenstein und den Sinwellenturm dem österreichischen Herzog offenzuhalten.
Eine Urkunde von 1397 nennt zum ersten Mal den Schwanstein, das heutige Schloss Hohenschwangau, das um diese Zeit unterhalb der älteren Doppelburg auf einer Anhöhe zwischen Alpsee und Schwansee errichtet worden war. Seit dem 16. Jahrhundert befand sich die reichsunmittelbare Herrschaft Schwangau unter Oberhoheit der Wittelsbacher, welche die Burg Schwanstein zur Bärenjagd sowie als Sitz für jüngere Söhne und später für ein Pfleggericht nutzten. Sie hatten den gesamten Besitz 1567 aus dem Nachlass der bankrotten Augsburger Patrizierfamilie Baumgartner erworben.
Im 19. Jahrhundert waren die beiden oberen Burgen zu Ruinen verfallen, die Überreste Hinterhohenschwangaus zu einem Sylphenturm genannten Aussichtsplatz umgestaltet. Ludwig II. verbrachte einen Teil seiner Kindheit in der Nähe der Burgruinen auf dem benachbarten Schloss Hohenschwangau, das sein Vater König Maximilian II. um 1837 von einer spätmittelalterlichen Burg zu einem wohnlichen Schloss im Sinne der Romantik hatte umgestalten lassen. Hohenschwangau war ursprünglich als Schloss Schwanstein bekannt, seine neue Bezeichnung erhielt es erst während des Wiederaufbaus. Damit wurden die Namen der Burg Schwanstein und der älteren Doppelburg Vorder- und Hinterhohenschwangau vertauscht. Max II. hatte 1855 Baurat Eduard Riedel beauftragt, für den Turm von Hinterhohenschwangau zunächst einen Aussichtspavillon in Glas-Eisen-Konstruktion zu entwerfen, im Jahr darauf dann einen Plan für die Reparatur des Turms und die Herstellung eines Zimmers mit einem Zeltdach darüber. Beides wurde jedoch zurückgestellt.
Die oberhalb des Wohnschlosses gelegenen Ruinen waren dem Kronprinzen – wie auch der Frauenstein und der Falkenstein – häufiges Wanderziel und deshalb gut bekannt. 1859 zeichnete er die Überreste der Vorderhohenschwangauer Burg erstmals in sein Tagebuch. 1837 pries ein Anonymus das wiederaufgebaute Schloss Hohenschwangau als „die Wiege einer neuen Romantik“ und schwärmte von dem Gedanken, dass „auch die Ruinen von dem vorderen Schlosse Schwangau (gemeint war die Doppelburg Vorder- und Hinterhohenschwangau), die mit Falkenstein und Hohen-Freyberg ein langgezogenes Dreieck bilden, zu einem großen einfachen Fest- und Sängersaal wiederaufgerichtet werden …“ Damit war die Idee eines Wiederaufbaus der Ruinen im Sinne einer Wiedergeburt des Austragungsortes des Sängerkriegs auf der Wartburg in der Welt; 20 Jahre bevor die thüringische Wartburg durch Hugo von Ritgen wiederaufgebaut wurde und 30 Jahre bevor Ludwig II. die Idee in die Tat umsetzte, indem er auf dem „Jugend“ genannten Burgfelsen von Vorder- und Hinterhohenschwangau ein neues „Sängerschloss“ nach dem Vorbild der Wartburg errichten ließ.
ach der Regierungsübernahme durch den jungen König 1864 war der Wiederaufbau der Vorderhohenschwangauer Burgruine – des späteren Neuschwansteins – das erste größere Schlossbauprojekt Ludwigs II. Er plante damit durchaus nichts Außergewöhnliches: In ganz Europa bauten sich zur gleichen Zeit gekrönte Häupter und Adelsfamilien Schlösser und Burgen in historischen Stilen oder ließen bedeutende mittelalterliche Monumente rekonstruieren. Kurz nach dem väterlichen Hohenschwangau hatte Ludwigs Onkel, König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, das Schloss Stolzenfels und von 1850 bis 1867 die Burg Hohenzollern wiedererrichten lassen. Der hannoversche König hatte von 1858 bis 1869 das Schloss Marienburg gebaut. Die britische Königin Victoria ließ ab 1845 Osborne House und kurz darauf Balmoral Castle umbauen, nachdem ihr Onkel Georg IV. schon zwischen 1820 und 1830 Windsor Castle bedeutend erweitert hatte. Ein weiteres Beispiel aus Europa war ab 1840 der Bau des Palácio Nacional da Pena durch den portugiesischen König Ferdinand II. Zur gleichen Zeit ließen die Fürsten zu Schwarzenberg das böhmische Schloss Frauenberg errichten und die Fürsten von Urach das Schloss Lichtenstein bauen. Auch die umfangreiche Restaurierung der Hohkönigsburg im Elsass durch den deutschen Kaiser, die allerdings erst im frühen 20. Jahrhundert stattfand, kann hier erwähnt werden.
Dem als Sinnbild einer Ritterburg gedachten Neuschwanstein folgten mit Linderhof noch ein Lustschloss aus der Epoche des Rokoko und mit Schloss Herrenchiemsee ein barocker Palast, der als Denkmal für die Zeit des Absolutismus stand. Angeregt zu dem Bau Neuschwansteins wurde Ludwig II. durch zwei Reisen: Im Mai 1867 besuchte er mit seinem Bruder Otto die wieder aufgebaute Wartburg bei Eisenach, im Juli desselben Jahres besichtigte er in Frankreich Schloss Pierrefonds, das damals von Eugène Viollet-le-Duc für Kaiser Napoleon III. von einer Burgruine zu einem historistischen Schloss umgestaltet wurde. Im Verständnis des Königs entsprachen beide Bauten einer romantischen Darstellung des Mittelalters, ebenso wie die musikalischen Sagenwelten Richard Wagners. Dessen Werke Tannhäuser und Lohengrin hatten den König nachhaltig beeindruckt. Am 15. Mai 1868 teilte er dem befreundeten Komponisten in einem Brief mit:
„Ich habe die Absicht, die alte Burgruine Hohenschwangau bei der Pöllatschlucht neu aufbauen zu lassen, im echten Styl der alten deutschen Ritterburgen“
Durch den Tod seines 1848 abgedankten Großvaters Ludwig I. konnte der junge König ab 1868 dessen Apanage einbehalten, wodurch ihm umfangreiche finanzielle Mittel zur Verfügung standen. Der König wollte mit dem nun entstehenden Bauprojekt in der ihm aus Kindertagen vertrauten Landschaft ein privates Refugium abseits der Hauptstadt München schaffen, in dem er seine Vorstellung des Mittelalters erleben konnte, zumal das von ihm gern genutzte Schloss Hohenschwangau jeweils während der Sommermonate von seiner ungeliebten Mutter, der Königin Marie, besetzt war. Die Entwürfe für das neue Schloss lieferte der Münchner Theatermaler Christian Jank, umgesetzt wurden sie durch den Architekten Eduard Riedel. Überlegungen, die Burgruinen in den Bau zu integrieren, wurden wegen der damit verbundenen technischen Schwierigkeiten nicht weiter verfolgt. Erste Pläne für das Schloss, die sich stilistisch an der Nürnberger Burg orientierten und einen schlichten Neubau anstelle der alten Burg Vorderhohenschwangau vorsahen, wurden wieder verworfen und gegen zunehmend umfangreichere Entwürfe ersetzt, die zu einem größeren Schloss nach dem Vorbild der Wartburg führten. Der König bestand auf einer detaillierten Planung und ließ sich jeden Entwurf zur Genehmigung vorlegen. Sein Einfluss auf die Entwürfe reichte so weit, dass das Schloss vor allem als seine eigene Schöpfung und weniger als die seiner beteiligten Architekten gelten kann.
Mit dem Bau des Schlosses wurde 1869 begonnen. Die Wünsche und Ansprüche Ludwigs II. wuchsen mit dem Bau ebenso wie die Ausgaben, und die Entwürfe und Kostenvoranschläge mussten mehrfach überarbeitet werden. So war anstelle des großen Thronsaales ursprünglich nur ein bescheidenes Arbeitszimmer geplant, und vorgesehene Gästezimmer wurden aus den Entwürfen wieder gestrichen, um Platz für einen Maurischen Saal zu schaffen, der aufgrund der ständigen Geldknappheit nicht realisiert werden konnte. Die ursprünglich schon für 1872 vorgesehene Fertigstellung des Schlosses verzögerte sich wiederholt. Als Dank für den Kaiserbrief erhielt der König ab 1871 zwar Zuwendungen aus dem Welfenfonds durch Bismarck, doch wurden seine finanziellen Mittel nun zunehmend auch durch seine weiteren Bauprojekte vereinnahmt. Der Palas und das Torhaus Neuschwansteins waren bis 1886 im Außenbau weitgehend fertiggestellt; ab 1884 konnte der König den Palas erstmals bewohnen. Ludwig II. lebte bis zu seinem Tod 1886 insgesamt nur 172 Tage im Schloss, das bis dahin noch einer Großbaustelle glich. 1885 empfing er hier anlässlich ihres 60. Geburtstags seine auf dem unteren Hohenschwangau residierende Mutter, die vormalige Königin Marie.
Neuschwanstein sollte Ludwig II. gewissermaßen als bewohnbare Theaterkulisse dienen. Es war als Freundschaftstempel dem Leben und Werk Richard Wagners gewidmet, der es jedoch nie betreten hat. Trotz seiner Größe war das Schloss nicht für die Aufnahme eines Hofstaats vorgesehen; es bot lediglich der Privatwohnung des Königs und Zimmern für die Dienerschaft Raum. Die Hofgebäude dienten weniger Wohn- als vielmehr dekorativen Zwecken. So war zum Beispiel der Bau der Kemenate – die erst nach Ludwigs Tod vollendet wurde – eine direkte Reminiszenz an den zweiten Akt von Lohengrin, wo ein solches Gebäude einen der Schauplätze darstellte.
Ludwig II. bezahlte seine Bauprojekte selbst aus seinem Privatvermögen und dem Einkommen seiner Zivilliste. Anders als oft kolportiert wird, wurde die Staatskasse für seine Bauten nicht belastet. Die Baukosten Neuschwansteins betrugen bis zum Tod des Königs 6.180.047 Mark, ursprünglich veranschlagt waren 3,2 Millionen Mark. Seine privaten Mittel reichten für die ausufernden Bauprojekte jedoch nicht mehr aus, und so musste der König laufend neue Kredite aufnehmen. 1883 war er bereits mit über 7 Millionen Mark verschuldet, 1885 drohte ihm erstmals eine Pfändung.
Die Streitigkeiten um die Verschuldung des Staatsoberhaupts veranlassten die bayerische Regierung 1886, den König zu entmündigen und für regierungsunfähig erklären zu lassen. Ludwig II. hielt sich zur Zeit seiner Entmündigung am 9. Juni 1886 in Neuschwanstein auf; es war das letzte seiner selbst in Auftrag gegebenen Schlösser, das er bewohnte. Die anlässlich seiner bevorstehenden Absetzung am 10. Juni 1886 nach Neuschwanstein gereiste Regierungskommission ließ der König im Torhaus festsetzen. Nach einigen Stunden wurden die Mitglieder der Kommission freigelassen. Am 11. Juni erschien eine zweite Kommission unter der Leitung Bernhard von Guddens. Der König musste Neuschwanstein daraufhin am 12. Juni 1886 verlassen und wurde nach Schloss Berg verbracht, wo er am 13. Juni 1886 im Starnberger See ertrank.
Ludwig II. errichtete Schloss Neuschwanstein nicht als Repräsentationsbau oder zur Machtdemonstration, sondern ausschließlich als seinen privaten Rückzugsort. Im Gegensatz dazu steht die heutige Bedeutung des Schlosses als eines der wichtigsten Touristenziele Deutschlands. Der Deutsche Tourismusverband macht auf internationaler Ebene mit Neuschwanstein Werbung für Bayern als ein Land der Märchenschlösser. So nimmt es nicht Wunder, dass bei einer Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) unter 15.000 ausländischen Gästen über deren liebstes Besucherziel das Schloss Neuschwanstein Platz 1 erreichte. Im nationalen Vergleich wählten 350.000 Teilnehmer die Schlossanlage in der ZDF-Show Unsere Besten – die Lieblingsorte der Deutschen indes nur auf Rang 19. Bei der Abstimmung über die neuen Weltwunder im Jahr 2007 war Schloss Neuschwanstein auf dem achten Platz zu finden.
Seit ihrer Öffnung für den Besucherverkehr im Todesjahr Ludwigs zählt die Anlage beständig steigende Gästezahlen. Allein in den ersten acht Wochen besuchten rund 18.000 Menschen das Schloss. 1913 zählte es über 28.000 Gäste, 1939 waren es bereits 290.000. Bis 2001 war die Zahl auf rund 1,3 Millionen Besucher angewachsen, darunter 560.000 Deutsche und 385.000 Amerikaner sowie Engländer. Drittstärkste Gruppe waren in jenem Jahr die 149.000 Japaner. Bis 2005 wurden insgesamt über 50 Millionen Besucher gezählt. 2013 wurde mit 1,52 Millionen Besuchern ein neuer Rekord aufgestellt, das waren 31 Prozent der gesamten Besucher in den staatlichen Schlössern, Burgen und Residenzen. Damit ist Schloss Neuschwanstein der unangefochtene Besuchermagnet der Bayerischen Schlösserverwaltung und deren einzige Anlage, die mehr Gewinn einbringt als Kosten verursacht. 2004 wurden über 6,5 Millionen Euro an Einnahmen verbucht. Die Anlage zählt in der Hochsaison von Juni bis August durchschnittlich mehr als 6000 Besucher am Tag, in Stoßzeiten bis zu 10.000. Aufgrund des hohen Andrangs müssen Gäste ohne Voranmeldung zum Teil mit mehreren Stunden Wartezeit rechnen. Der Ticketverkauf erfolgt – vor Ort und online – ausschließlich über das Ticketcenter in Hohenschwangau. Aus Gründen der Sicherheit ist es nur im Rahmen einer etwa 35-minütigen Führung möglich, das Schloss zu besichtigen. Daneben gibt es noch sogenannte Themenführungen, die sich beispielsweise mit den Sagenwelten der jeweiligen Bilder befassen.
Der mit Neuschwanstein verbundene Massentourismus ist für die Region jedoch nicht nur ein lukratives Geschäft, sondern bringt auch Probleme mit sich. Vor allem in den Sommermonaten ist die Verkehrssituation rund um die Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein extrem angespannt. Der ausufernde Parksuchverkehr in Schwangau wirkt belastend auf die Bewohner, und der sich stauende Verkehr in der Augsburger Straße in Füssen ist zu einem Drittel auf den An- und Abreiseverkehr der Schlosstouristen zurückzuführen. Seit über 20 Jahren stehen die Stadt Füssen und die Gemeinde Schwangau in Verhandlung zur Beseitigung ihrer Verkehrsprobleme, doch die verschiedenen Interessenlagen und gegensätzliche Positionen der Beteiligten führten bislang zu keiner Lösung. Trotz langer Parkplatzsuche sowie Schlangestehen vor dem Ticketcenter und dem Schlossportal reißt der Besucherstrom nach Schloss Neuschwanstein nicht ab, denn
„Der Nimbus des „Märchenkönigs“ übt offensichtlich auf die Umwelt eine derartige Faszination aus, dass jeder Versuch, die Besucherströme auf andere, weniger besuchte Objekte abzulenken, bisher vergeblich war und wohl auch bleiben wird.“
Die bayerische Regierung investiert regelmäßig Summen in Millionenhöhe in die Erhaltung des Schlosses und in die touristische Erschließung der Anlage. 1977 musste der Felsberg unter der Kemenate für 500.000 DM saniert werden. Mit rund 640.000 DM schlug noch einmal die damalige Sanierung der Marienbrücke zu Buche, während für die Erneuerung der Schlossdächer 2,1 Millionen Mark aufgewendet werden mussten. In den 1980er Jahren war das Abtäufen eines Treppenhauses und die Anlage eines weiteren Besucheraufgangs nötig geworden. Sie kosteten insgesamt 4,2 Millionen Mark. In der Zeit von 1990 bis 2008 gab der Freistaat weitere 14,5 Millionen Euro für Instandhaltungsmaßnahmen – darunter die Instandsetzung der einzigen Zufahrtsstraße sowie eine jahrelange Fassadensanierung – und die Verbesserung der Besucherbetreuung aus. Auch die Innenräume müssen regelmäßig instandgesetzt und restauriert werden. So wurden 2009 und 2011 für über 425.000 Euro die original erhaltenen Textilien im Schlaf- sowie Wohnzimmer Ludwigs II. restauriert und durch Licht- sowie Tastschutz vor weiterem Verfall bewahrt.
Die Schlossverwaltung warnt davor, dass mit jährlich etwa 1,5 Millionen Besuchern das Schloss an die Grenzen seiner Kapazität gelangt sei. Die Besuchermassen würden – zusammen mit dem alpinen Klima und dem Licht – die wertvollen Möbel und Textilien stark belasten. Eine besondere Rolle scheint dabei die von den Besuchern ausgeatmete Feuchtigkeit zu spielen. Wissenschaftler sollen untersuchen, inwiefern die Schlossverwaltung diese Belastung verringern kann.
Neuschwanstein gilt als Sinnbild für die Zeit der Romantik und ist weltweit bekannt. In amerikanischer Werbung ist es das meistgenutzte Schlossmotiv. Schon im Mai 1954 zeigte die amerikanische Illustrierte Life in einer Sonderausgabe über das deutsche Wirtschaftswunder Schloss Neuschwanstein auf seiner Titelseite.
Das Schloss inspirierte Künstler wie Andy Warhol, der es zum Thema einer seiner Pop-Art-Sequenzen machte, nachdem er es 1971 besucht hatte. 2002 stürzten in der Nähe Neuschwansteins Trümmerstücke eines Meteoriten auf die Erde, die seitdem unter dem Namen des Schlosses katalogisiert sind.
Die Anlage war Vorbild für mehrere Bauten auf der ganzen Welt, allen voran für das Sleeping-Beauty-Schloss im Disneyland Resort im kalifornischen Anaheim. Auch das Dornröschen-Schloss im Disneyland Paris wurde dem bayerischen „Märchenschloss“ nachempfunden und folgt der internationalen Einordnung, die den Anblick von Neuschwanstein mit Disney's Cinderella bzw. mit Aschenputtel in Verbindung bringt. Ähnliches gilt für das Excalibur Hotel & Casino in Las Vegas. Der 1990 eröffnete, 290 Millionen Dollar teure Komplex zeigt starke Anlehnungen an Neuschwanstein. In Deutschland ließ der Kommerzienrat Friedrich Hoepfner in der Karlsruher Haid-und-Neu-Straße von 1896 bis 1898 seine „Hoepfner-Burg“ nach Plänen von Johann Hantschel errichten. Der als Betriebsgebäude für Hoepfners Brauerei errichtete Bau zeigt ebenfalls Reminiszenzen an Schloss Neuschwanstein.
Schloss Neuschwanstein diente unzählige Male als Kulisse für Verfilmungen über das Leben Ludwigs II. Es war zum Beispiel Drehort für Filme wie Helmut Käutners Ludwig II. von 1955 und Luchino Viscontis Ludwig II. von 1972. Auch die neueste Filmbiografie, Ludwig II. von Peter Sehr und Marie Noëlle aus dem Jahr 2012, wurde an Originalschauplätzen gedreht.
Die Anlage kam aber nicht nur bei Verfilmungen des Lebens Ludwigs II. zum Einsatz. Zum Beispiel fand auch ein Teil der Dreharbeiten zu Ken Hughes’ Fantasy-Komödie Tschitti Tschitti Bäng Bäng aus dem Jahr 1968 dort statt, und in Mel Brooks’ 1987 veröffentlichter Star-Wars-Parodie Spaceballs stellte Schloss Neuschwanstein das Zuhause von Prinzessin Vespa auf dem Planeten Druidia dar. Auch für Peter Zadeks Die wilden Fünfziger von 1983 und in dem 2008 erstmals ausgestrahlten TV-Spielfilm Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen diente Neuschwanstein als Kulisse.
In dem DEFA-Märchenfilm Die vertauschte Königin von Dieter Scharfenberg findet in der Anfangssequenz ein Schlossmodell Verwendung, das eine Adaption Neuschwansteins ist.
Die in dem Film Sherlock Holmes: Spiel im Schatten aus dem Jahr 2011 gezeigte Festung in den Schweizer Alpen wurde digital gestaltet, als Vorlage diente neben der Festung Hohenwerfen auch Schloss Neuschwanstein.
(Wikipedia)
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must not surrender to terror
Vélo Courses à Francfort - Sport ne doit pas capituler devant la terreur
Auch in diesem Jahr wollte ich wieder Fotos vom traditionellen "Radrennen rund um den Finanzplatz" machen. Denn wie jedes Jahr würden großartige Radrennprofis wie John Degenkolb vor unserer Haustür vorbei rasen und sich die Hänge des Taunus hinauf kämpfen. Spektakulär... Aber da wird nichts draus. Dieses Jahr kämpft hier nur die Polizei - gegen den Terror. Das Radrennen wurde aus Angst vor einem islamistisch motivierten Anschlag abgesagt.
Was in Boston und Paris noch weit weg schien, ist jetzt also im wahrsten Sinne des Wortes vor unserer Haustür angekommen. In der bundesweiten Presse, im Fernsehen und im Internet tauchen seit gestern unsere Strassen und meine Lieblings-Ecken auf dem Feldberg auf. Überall stehen Uniformen und Einsatzwagen. Die Polizei sucht hier nach Bomben und potentiellen Heckenschützen. Die Räder stehen still.
Was für ein Triumph für die kranken, niederträchtigen, feigen Hirne, die seit Wochen nichts anderes planen als den Tod unschuldiger Menschen, die ihrer Leidenschaft frönen. Was für eine Enttäuschung ist diese - verständliche und weise - Absage für tausende Radfahrer, Profis wie Amateure und deren Teams, die sich in der gleichen Zeit wochenlang für dieses Rennen vorbereitet haben. Was für ein Frust für die Helfer an der Strecke, die hier gestern unter Hochdruck die Streckenposten und Podien hochgezogen haben. Was für eine Riesenenttäuschung für eine Million Fans, die an der Strecke bereits vor Tagen ihre Sprüche auf die Strasse gesprüht hatten. Alles umsonst.
Ihnen allen sei an dieser Stelle eine kleine Fotostrecke meiner Bilder der letzten zwei Jahre gewidmet.
Eine große Bitte, liebe Veranstalter und Sportler: Lasst es nächstes Jahr weiter gehen! Sport – als Ausdruck unseres Lebens in Freiheit – darf nicht vor Terror kapitulieren
#JeSuisSports #SportsIsFreedom
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As always, I wanted to take pictures of this year's traditional "bicycle race around the financial center Frankfurt". Because like every year racing pros like John Degenkolb would pass by our doorsteps fighting their way up on the steep slopes of Taunus mountains. But - nothing. This year only the police fights here in front of our houses and on the streets - against terror. The bike race was canceled for fear of an islamist motivated attack. A wise decision.
However, I would like to dedicate a small photo gallery of my last years' pictures of the race to all the disappointed fans and teams. I am as disappointed and shocked as you are.
But please, dear cyclists, pros and amateurs, be back next year and thrill us with your performances. The show must go on. Sports – as a representative of our life in freedom – must not surrender to terror #JeSuisSports.
In 1929 NSU had sold its Heilbronn factory (near the river Neckar) to Fiat due to the economic crisis. Fiat started to produce under license Fiat Topolinos and Balillas in this factory under the brand NSU-Fiat (at the same time, the same cars were produced under license in France by SIMCA-Fiat).
In 1957, NSU decided to restart the production of personnel cars, and asked to this Fiat licensee to change its name, and therefore NSU-Fiat became Neckar. Neckar was producing less than 25,000 vehicles a year, Fiat 500 (Neckar Weinsberg), 600 (Neckar Jagst) and 1100 (Neckar Europa) slightly modified, often more luxurious and sporty than the Fiat produced in Turin.
The launch of the Fiat 1500 in 1961 and of the Neckar Panorama (derived from the Autobianchi Panoramica) allowed Neckar to reach a yearly production of 50,000 units in 1962. A nice coupe derived from the 1500 and called the Neckar Mistral was designed. A coupe and a convertible based on the Fiat 600 was produced as the Neckar Riviera. The Fiat 850 (as the Neckar Adria) was the last model produced by Neckar.
The high cost of the German workforce (compared to the Italian one) doomed Neckar. Fiat refused to sell the license of the new Fiat 124, 125 and 128 to Neckar. Production of Neckar slowed down from 1963. 50,000 cars were produced in 1962, down to 44,000 units in 1963, 22,000 in 1964, 18,000 in 1967 and 12,000 in 1970. Neckar closed in 1971 having produced 370,000 cars in total.
(Wikipedia)
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NSU-Fiat war eine Vertriebs- und Lizenzproduktionsgesellschaft für Fiat-Automobile in Deutschland. Die Vereinigten Fahrzeugwerke AG Neckarsulm, die durch die erzwungene Übernahme der Schebera Automobilwerke AG in Berlin in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen waren, wurden vom italienischen Fiat-Konzern und der Dresdner Bank gestützt. Im Sommer 1929 gründete man die NSU Automobil AG mit einem Aktienwert von 2,0 Mio. RM, die von NSU das neue Heilbronner Werk und einige NSU-7/34-PS-Wagen übernahm. Davon unabhängig existierte NSU in Neckarsulm weiter, was später zu Namenskonflikten führte (siehe unten).
Dieses NSU-Modell wurde noch bis 1931 weitergebaut. Zusätzlich versuchte man, den Fiat 522 als NSU herauszubringen, was jedoch nicht zu den erhofften Ergebnissen führte.
1934 wurde erstmals ein NSU-Fiat 1000 aus eigener Produktion herausgebracht, der eine Lizenzversion des italienischen Fiat 508 Ballila war. Wie das italienische Original erhielt der Wagen 1938 auch einen 1100-cm³-Motor. 1936 kam der NSU-Fiat 1500 und 1937 der NSU-Fiat 500, ebenfalls italienische Lizenzprodukte, dazu. Nebenbei wurden auch Fiat-Wagen aus italienischer Produktion in Deutschland vertrieben. 1941 stellte die Gesellschaft kriegsbedingt ihre Aktivitäten ein.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bot man wieder Lizenzfertigungen italienischer Fiat-Modelle an, und zwar folgende:
NSU-Fiat 500 C (= Fiat 500 Topolino C) 1951−1955, 9.064 Stück
NSU-Fiat Weinsberg (ein Coupé auf Basis des Fiat Nuova 500) 1959−1963, 6.228 Stück
NSU-Fiat Jagst 600/770 (= Fiat 600) 1956−1969, 171.355 Stück
NSU-Fiat 850 Adria (= Fiat 850) 1965−1967, 6.619 Stück
NSU-Fiat Neckar / Europa (= Fiat 1100-103) 1953−1968, 159.731 Stück
NSU-Fiat 1400 (= Fiat 1400) 1953−1954, 1.400 Stück
NSU-Fiat 1900 (= Fiat 1900) s. Fiat 1400
Fiat 124 1967−1972, 18.979 Stück
Fiat 125 1968−1972, 13.033 Stück
Fiat 128 1970−1973, 27.088 Stück
1958 begann NSU in Neckarsulm mit der Produktion des NSU Prinz. Damit gab es auf dem deutschen Markt zwei Autos von verschiedenen Herstellern mit dem gleichen Markenzeichen. Nach einem Rechtsstreit zwischen FIAT und NSU kam es im Oktober 1959 zu einer gütlichen Einigung. Zum 1. Januar 1960 nannte sich die NSU Automobil AG nun Neckar Automobilwerke AG Heilbronn, vorm. NSU Automobil AG. Zum 1. September 1966 wurde dann auf den Markennamen NSU ganz verzichtet. 1968 verschwand auch der Name Neckar.
1973 stellte die Gesellschaft die Automobilproduktion endgültig ein. Die deutsche Vertriebsgesellschaft von Fiat hatte bis 2006 in Heilbronn ihren Sitz und ist weiterhin dort präsent, obwohl der Geschäftssitz Ende 2007 nach Frankfurt verlegt wurde.
(Wikipedia)
Kleine Orgel - Kirchenorgel der ...
Heiliggeistkirche Bern ( Gotteshaus reformiert - Erwähnt 1228 - Baujahr Neubau 1726 - 1729 - Geweiht dem heiligen Geist - Kirche Chiuche church église temple chiesa ) in der Altstadt - Stadt Bern im Berner Mittelland im Kanton Bern der Schweiz
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Heiliggeistkirche Bern
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- Baujahr : Neubau 1726 bis 1729
- Erste Erwähung : 1233
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- O.rgel : Erste O.rgel 1806 => Heutige O.rgel der Firma Metzler 1980 - 1981 umfasst 31 Register
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Die Heiliggeistkirche ist ein reformiertes Kirchengebäude gegenüber dem L.oebegge an
der Spitalgasse 44 in der Berner Altstadt der Stadt Bern im Kanton Bern in der Schweiz.
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Sie wurde 1726 bis 1729 von Niklaus Schiltknecht als Ersatz für die spätmittelalterliche
K.apelle des H.ospitals zum Heiligen Geist erbaut und gilt als die schönste reformierte
Barockkirche der Schweiz.
Das Innere wird durch 14 monolithische Säulen aus Sandstein und eine freistehende
K.anzel im Nordteil des Mittelschiffes beherrscht.
Wie die K.athedrale St. P.ierre in G.enf besitzt die Heiliggeistkirche 2000 Sitzplätze und
übertrifft darin in der Schweiz jede andere reformierte Kirche.
1693 bis 1698 war als Oberspitalprediger an der Heiliggeistkirche der pietistische Theologe
Samuel König tätig, und als Vikar wirkte hier von 1829 bis 1830 der Dichter Jeremias Gotthelf.
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Anfänge
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Als «hospitale» im Kirchen- und Klosterverzeichnis der Diözese L.ausanne 1228 zum ersten
Mal erwähnt, erhält das hospitale prope Bernum ordinis sancti spiritu im September 1233 die
Erlaubnis, einen eigenen F.riedhof zu errichten.
Die von den Zähringern 1191 gegründete Stadt reicht zu dieser Zeit bis zum Z.eitglockenturm –
das kleine S.pital steht 150 Meter westlich vor dem T.or, an der Strasse nach F.reiburg. Nach
dem Sickingerschen S.tadtplan umfasst es eine kleine K.apelle, nach O.sten ausgerichtet,
eventuell mit einem kleinen Dachreitter versehen, dazuwestlich angebaut einem kleinen
K.rankensaal und der U.nterkunft für vier bis fünf S.pital - Brüder.
Neben dem ummauerten F.riedhof lässt sich die S.cheune, weitere landwirtschaftliche Neben-
gebäude sowie ein O.bst- und G.emüsegarten erkennen. Das kleine mittelalterliche Heilig-
geistspital dürfte eine Art Grosshaushalt mit hohem Selbstversorgungsgrad gewesen sein.
Es nimmt Bettler, Pilger, Kranke, heimatlose Leute von der L.andstrasse auf, mehr und mehr
aber auch bettlägerige ältere Menschen aus der Stadt.
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2. Frühe Verpfründung / Kommunalisierung
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Das H.eiliggeistspital Bern wird in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in den deutschen
Verband des Heiliggeistordens eingeordnet, M.utterhaus ist S.tephansfeld im D.épartement
H.aut R.hin.
1307 baut die Stadt ein eigenes, neues S.pital beim N.ydeggstalden – das H.eiliggeistspital
wird fortan zur Unterscheidung das «O.bere S.pital» genannt. Neben den Laienbrüdern für die
Krankenpflege erscheint 1316 erstmals ein kleiner Ordenskonvent mit einem Priester, Meister
Peter. S.pital und Konvent werden vermögensrechtlich schon 1320 getrennt.
Bereits 1328 setzt der Rat für die Armen und Bettlägerigen des H.eiliggeistspitals einen städt-
ischen Meister ein, der die Schenkungen und Güter für das S.pital zu verwalten hat. 1340 wird
festgelegt, dass im S.pital niemand gerichtlich belangt werden darf, weder Personen noch
Güter.
Hintergrund für diese Massnahme ist, dass dem Spital namhafte Schenkungen für die
Krankenpflege, den Unterhalt der Gebäude, zunehmend auch für Jahrzeit- und Toten-
messen zukommen und der R.at der Stadt die ordnungsgemässe Verwendung dieser
Stiftungen überwachen und kontrollieren will.
1345 wird das H.eiliggeistspital in die letzte Stadterweiterung einbezogen und liegt nun
unmittelbar hinter der S.tadtmauer, neben dem W.esttor – dem C.hristoffeltor. Der Weg
von einer Armen- und P.ilgerherberge zu einem städtischen A.ltersheim ( P.frundanstalt )
ist damit vorgezeichnet. Eine vergleichbare Entwicklung lässt sich übrigens bei fast allen
H.eiliggeistspitälern im deutschen Sprachraum beobachten.
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3. Klerikalisierung des Konventes
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Ab dem 14. Jahrhundert werden neben der Alters- und Krankenpflege die Messestiftungen
immer wichtiger. Entsprechend nimmt die Zahl der geweihten Priester im Konvent zu, die-
jenige der Laienbrüder ab.
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wird zum ersten Mal eine Bruderschaft Mariä Empfängnis in
der Kirche des O.beren S.pitals erwähnt, die sich für ein ehrbares Begräbnis und die Toten-
und Gedächtnismessen ihrer Mitglieder verpflichtet weiss und namhafte Stiftungen einrichtet.
Zum 1335 genannten M.arienaltar kommt 1406 ein A.ntoniusaltar. Die Anzahl der Priester
wird bereits 1411 auf fünf erhöht. Verschiedene Messestiftungen zeigen, wie reiche Erb-
lasser die lebenslange Versorgung unehelicher oder nachgeborener Töchter und Söhne im
H.eiliggeistspital mit der Stiftung «ewiger» Totenmessen für sich und die Familienange-
hörigen verknüpfen.
1425 wird ein dritter A.ltar eingerichtet, gestiftet zu Ehren des Hl. Benedikt (?), 1426 ein vierter
A.ltar zu Ehren der heiligen M.ärtyrer. Um 1430 zählt das S.pital 30 Pfründer im A.ltersheim.
Diese Belegung bleibt sich ungefähr gleich bis zur Aufhebung des S.pitals in der Reform-
ationszeit, 1528.
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4. Kirchenbau und der Streit um das Kollektenwesen ( Quest )
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Nach der Vermehrung der A.ltäre und Priester entsteht in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts
der Wunsch nach einer Vergrösserung, bzw. einem Neubau von Kirche und Konvent. Neben
den Schenkungen aus Stadt und Umgebung versucht der Konvent, durch eine Almosen-
sammlung zu weiteren finanziellen Mitteln zu gelangen.
1458 erlangt das S.pital vom Generalmeister des Ordens in R.om das Recht, in den deutsch-
sprachigen Teilen der Diözesen S.itten und L.ausanne, später auch in den eidgenössischen
Teilen der Diözese K.onstanz Kollekten zur Erneuerung des Hauses einzusammeln. Im Ge-
biet des B.istums K.onstanz geraten die Berner in einen langwierigen Konflikt mit ihren
Ordensbrüdern aus M.arkgröningen bei St.uttgart, die das Privileg zur Almosensammlung
schon früher dem B.ischof von K.onstanz abgekauft hatten.
Der Neubau von Kirche und S.pital scheint um 1460 begonnen worden zu sein – vermehrte
Schenkungen zu Gunsten des Baues werden aktenkundig. Andrerseits verkauft der Konvent
Grundbesitz, um den Bau zu finanzieren. Die erwähnte Bruderschaft Maria Empfängnis zieht
um an die V.inzenzkirche ( M.ünster ) und wird bald ersetzt durch eine neu gegründete
Heiliggeistbruderschaft.
1496 ( ? ) kann die neu gebaute Kirche wieder eröffnet werden. Zur Kirche gehört ein eigenes
G.ebäude für das S.pital – wie bisher westlich an die Kirche angebaut – und ein Gebäude für
den Konvent. Dazu kommen B.einhaus und W.irtschaftsgebäude. Die Bauten scheinen um
1510 vollendet.
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5. Niedergang und E.nde des Heiliggeist - Konventes
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Der Niedergang des Konventes ab Mitte 15. Jahrhundert steht im Zusammenhang mit dem
personellen Ungenügen der Priester und Laienbrüder und der zunehmenden Bevormund-
ung durch den städtischen R.at.
Zeichen dafür: die 1462 durch den Meister von Stephansfeld erneuerte Konstitution für den
Heiliggeistkonvent in Bern ist nur im S.tadtbuch überliefert und ohne Zutun des Rates nicht
denkbar.
Sie schärft den K.lerikern die Ordensregeln neu ein, insbesondere die Gehorsamspflicht
gegenüber dem M.eister, Fasten und Schweigen, die Klausur, die anständige Distanz zur
Stadt und zu den Laien, mit denen die Konventualen offenbar nach dem Abendgebet noch
regelmässig zu spielen und zu zechen pflegen.
Spannungen im Konvent bewegen den R.at, 1497 die Auswechslung sämtlicher Priester
und Brüder zu verlangen. Ein Jahr später erfolgt ein Schriftwechsel wegen eines unehelichen
Kindes, das der verstorbene Meister Johannes Mülhauser hinterlassen haben soll.
Trotz aller Bemühungen dauern die Zerwürfnisse im Konvent an, sodass sich Meister und
Brüder in einer Verhandlung vor dem R.at offen der H.urerei, S.pielerei, S.chuldenmacherei
und K.etzerei beschuldigen. Dieser legt auf Betreiben der Brüder und des Klostervogtes
den Meister in den Klosterkerker, wo sich dieser aus Verzweiflung erhängt. ( Chronik des
Valerius Anshelm )
Nach 1500 folgen sich im raschen Wechsel verschiedene Meister. 1519 umfasst der Kon-
vent lediglich noch zwei Brüder. Die Entsendung neuer Brüder aus D.eutschland beruhigt
die Situation kaum; Visitationen der Ordensoberen schlagen fehl.
1522 visitiert der Rat selber den Konvent und findet den Meister und zwei Priester so zer-
stritten, dass er den Meister und den einen Priester auf der Stelle entlässt. Darüber hinaus
stellt der R.at übermässigen W.einkonsum fest, eine Menge S.chulden und das F.ehlen je-
glicher Vorräte für den W.inter.
Anlass zu dieser Visitation gab der gewaltsame Tod des Bruders und ehemaligen Meisters
Jakob Rosenstil, der kurz zuvor «zue ungebührlicher zit, umb die zächende stund vor mitter-
nacht us sinem gotzhus gangen und von einem, den unsern, vom läben zum tod gebracht»
worden war.
Im O.ktober des gleichen Jahres beschlagnahmt der R.at U.rkunden, S.chlüssel und S.ilber-
geschirr des H.eiliggeistkonventes und setzt einen neuen Meister, Mathias Wunderer, ein.
Das verschafft dem Konvent noch einmal etwas Ruhe, die nur einmal durch eine aktenkun-
dige Messerstecherei zwischen Bruder Hans Hug und einem Bürger von Bern gestört wird.
1528 umfasst der Konvent noch den Meister Hans Wunderer und einen einzigen Bruder,
Hans Haberstich. Nach Einführung der Reformation werden diese mit 220, bzw. 100 Gul-
den abgefunden und aus Bern weggeschickt.
K.onventshaus, G.arten und Kirche werden dem H.eiliggeistspital zugeschlagen, das
seinerseits der Beherbergung von fremden Bettlern und Pilgern dienen soll. Der F.riedhof
wird zur öffentlichen B.egräbnisstätte erklärt. Die Kirche dient fortan als K.ornhaus des
Spitals. Der Name «Heiliggeist» allerdings bleibt am Ort haften bis heute.
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1. Gründung und Organisation
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Der Heiliggeistorden wird von Guido, einem Sohn des Grafen Wilhelm VI ( VII ) von M.ontpellier
um 1170 - 1175 als Laienorden zur Krankenpflege gegründet. In M.ontpellier entsteht ein erstes
S.pital; bis 1198 sind bereits zehn Niederlassungen dokumentiert.
Am 23.4. 1198 erteilt P.apst Innozenz III den «regularis ordo» und stellt den O.rden unter
päpstlichen Schutz. Dem Orden werden die bisherigen Besitzungen des Spitals in M.ontpellier
bestätigt, wird ungehinderter B.esitzerwerb zugesichert und erlaubt, unter Einwilligung des
Ortsbischofs weitere S.pitäler und Oratorien zu erbauen. Er darf jederzeit alle freien oder frei-
gelassenen Personen als Brüder in den Orden aufnehmen.
Für die geistliche Betreuung seien Kapläne – gemeint ist, geweihte Priester – einzusetzen.
Die Ordensbrüder tragen auf schwarzen Mänteln ein weisses D.oppelkreuz.
Der Heiliggeistorden folgt der Regel des Augustinus. Die drei Hauptgelübde, Armut ( individ-
uelle Besitzlosigkeit ), K.euschheit und G.ehorsam werden ergänzt durch das vierte Gelübde,
den Dienst an Armen und Kranken. Die ersten Ordensstatuten orientieren sich am Vorbild
der J.ohanniter und an der G.ründungsurkunde ihres berühmten ( K.reuzritter ) S.pitals in
J.erusalem.
Die Laienbrüder werden unterstützt durch Priesterbrüder, sowie durch Hospitalschwestern.
Die Tätigkeit des Heiliggeistordens wird zunehmend durch zahlreiche Bruderschaften ge-
fördert. In R.om gehören der Bruderschaft zum Heiligen Geist zahlreiche Kardinäle und ver-
schiedene P.äpste an.
In der Blütezeit im 15. Jahrhundert umfasst der Orden ca. 740 Niederlassungen in ganz
Europa. In D.eutschland gehören die Hospitäler von M.emmingen, M.arkgröningen, N.eu-
m.arkt ( O.berpfalz ) und P.forzheim dazu, die zusammen mit den Spitälern von S.tephans-
f.eld ( E.lsass / Dép. H.aut R.hin), R.ufach und Bern die Provinz Alemania Superior bilden.
Allerdings – lange nicht alle Heiliggeist Spitäler lassen sich auf die Tätigkeit des Ordens
zurückführen. Oft handelt es sich um städtische Gründungen.
Die wirtschaftliche Grundlage für die Spitäler bilden Schenkungen, Messestiftungen zum
Andenken an Verstorbene, Kollekten, Almosensammlungen ( Quest ) und zunehmend die
eingebrachten Kapitalien der Pfründerinnen und Pfründer.
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2. Laien und Priester – Konflikte
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Guido begründet den Heiliggeistorden als Laienorden. Nach mittelalterlichem Verständnis
ist Krankenpflege allerdings nicht denkbar ohne tägliche Messe und Krankenkommunion,
Krankensalbung und dem fürbittenden Gebet für die Verstorbenen. Dazu braucht der Orden
von Anfang an Priester.
Der Streit um die Einsetzung der Priester, um die Zuständigkeit und die Rechte des Ortsbi-
schofs einerseits und den Rechten des Ordensgenerals andrerseits, um die Verwaltung
der geistlichen Stiftungen und Schenkungen begleitet die ganze Ordensgeschichte.
Dazu kommt eine unselige Rivalität zwischen M.ontpellier und R.om. Bereits 1204, sechs
Jahre nach der Bestätigung der Ordensregel des Guido, vereinigt der P-apst das aus der
um 725 gegründeten S.chola S.axonum hervorgegangene Spital S.anta M.aria in S.assia
in R.om mit dem S.pital in M.ontpellier und unterstellt es der Regel des Heiliggeistordens.
Guido wird zum Vorsteher beider S.pitäler ernannt.
Dem r.ömischen S.pital obliegt vor allem die Beherbergung der Pilgerströme zu den Apostel-
gräbern in R.om. Es wird mit reichen Schenkungen bedacht. Es soll um 1200 bis zu tausend
Arme und dreihundert Kranke mit F.leisch und B.rot und W.ein verpflegt haben.
Nach Guidos Tod 1208 setzt eine jahrhundertlange Rivalität um die Leitung des Ordens ein. -
1228 bestimmt P.apst Gregor IX, dass der Magister des R.ömer S.pitals die Ordensleitung
innehabe – die f.ranzösischen Niederlassungen wehren sich und so droht der Orden ständig
in einen r.ömisch - p.äpstlichen- und einem f.ranzösischen Zweig zu zerfallen. Die formelle
T.rennung erfolgt allerdings erst 1625.
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Das Elend mit den Q.uellen
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Die Quellenlage für die Erforschung der Ordensgeschichte ist prekär. Die mittelalterlichen
Schriftbestände in M.ontpellier gingen 1562 während der H.ugenottenkriege zu Grunde. Die
mittelalterlichen Schriftbestände in R.om wurden zerstört, als 1527 beim « Sacco di R.oma »
H.ospital und Kirche S.t. M.aria in S.assia in F.lammen aufgingen.
In den V.atikanischen Archiven sind K.opien zur Ordensgeschichte vorhanden, die allerdings
alle unter dem Verdacht der Fälschung stehen und bisher nicht historisch kritisch aufgearbei-
tet und publiziert worden
sind.
Dazu kommt eine systematische Fälschung vieler Dokumente und Kopien. P.apst Urban VIII
verkauft 1625 einem Oliviers de la T.rau, Sieur de la Terrade, der sich als Restaurator des
Ordens aufspielt, den Titel eines Général de l'ordre du S.aint E.sprit en deça des monts.
Oliviers de la Trau will die im Laufe der Zeit verlorenen Güter des Heiliggeistordens in F.rank-
reich zurückfordern und – gegen Geld – an Dritte weiterverleihen und vermieten. Die Lehens-
nehmer bekommen mit einer U.rkunde die Mitgliedschaft in einem vollständig erfundenen
“R.itterorden zum Heiliggeist” bestätigt und fühlen sich damit geadelt.
Die überlieferte Ordensregel wird im Sinne eines Ritterordens massiv gefälscht und umform-
uliert. Es findet sich die Behauptung, der Orden habe seinen Ursprung in R.om, er sei von
der Hl. Martha eingerichtet worden und erster General sei der Hl. Lazarus gewesen. In fiktiven
L.isten von Heiliggeistspitälern werden Häuser aufgenommen, die nachweislich sehr viel
später gegründet worden sind oder gar nie etwas mit dem Orden zu tun hatten.
Eine kritische Sichtung des Quellenmaterials steht noch aus. Das gilt auch für die Ordens-
regel in ihren verschiedenen Fassungen. Entsprechende Vorsicht ist bei allen Dokumenten
aus dem Schoss des Ordens geboten.
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Wiedereröffnung Mai 1604
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Nachdem 1528 durch die Annahme der Reformation durch R.at und Bürgerschaft der Stadt
auch die Heiliggeistkirche geräumt und für den Gottesdienst aufgehoben worden ist, dient
das Kirchengebäude zunächst als K.ornmagazin für das S.pital.
Das Konventsgebäude wird dem S.tadtarzt Valerius A.nshelm als A.mtswohnung zugewiesen.
Den letzten S.pitalmeister, Mathias Wunderer, treffen wir nach kurzem Exil 1529 als reformierten
Pfarrer von W.ohlen.
Der Rat beschliesst 1534 den Abbruch der Kirche. Einige Monate später verzichtet er darauf
mit der Begründung « weil ja auch in andern Städten bei den Spitälern Kirchen seien ».
Im Mai 1604 wird die spätmittelalterliche Heiliggeistkirche teilweise wieder für den Gottes-
dienst geöffnet. Die Bevölkerung ist stark gewachsen, auch vor der S.tadtmauer, wo die so
genannten Hausleute siedeln, Mägde und Knechte, Handwerker und Gesellen, die in der
Stadt arbeiten.
Die Insassen des « Schallenwerks » ( Gefängnis, Zuchthaus – die Gefangenen tragen
Schellen am Körper, damit sie beim Entsorgen des Kehrichts in der Stadt rasch bemerkt
werden ) und der Spinnstube sollen einen wöchentlichen Gottesdienst besuchen können.
Die Heiliggeistkirche soll auch wieder der Armenfürsorge dienen – der städtische Almos-
ner teilt nach dem Gottesdienst den Stadtarmen das Almosen aus.
Als Vorbereitung auf die Wiedereröffnung wird bereits 1595 ein neuer Turmhelm mit vier
Türmchen errichtet, die Glockenstube erhöht und mit drei neuen G.locken, gegossen in der
bekannten Giesserei Zehender beim G.olatenmatttor, versehen.
Aus Kostengründen wird allerdings keine ordentliche Pfarrstelle geschaffen. Zwei Kandidaten
der Theologie übernehmen den Predigtdienst. Das M.orgenbrot und eine geringe Entlöhnung
bekommen sie beim Spitalmeister.
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2. Die Gemeinde wächst – das 17. Jahrhundert
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Die Anstellung von Theologiekandidaten bewährt sich nicht, es gibt zu viele Wechsel. Schon
zwei Jahre später erfolgt der Antrag an den Rat: «etwas Kostens anzuwenden zur Erhaltung
eines sonderbaren Seelsorgers...» Der R.at zögert und betraut zunächst Theologieprofessoren
zusätzlich zur Lehre mit dem Pfarramt an der Heiliggeistkirche. Ein attraktives Angebot, denn
das Professorengehalt ist merklich kleiner als der Lohn eines Stadtpfarrers.
Offenbar wurde nur ein Teil des Kirchenraumes wirklich geräumt, denn 1609 und 1618 erfolgt
die zweimalige Bitte an den R.at, «man möchte das noch in einem Winkel der Kirche liegende
Getreide entfernen…»
Ab 1615 werden die Gefangenen des Schallenwerkes der Kirche zugeteilt; sie erhalten einen
speziellen Kircheneingang. Ab 1631 kommen «die mutwilligen Bettler, Trunkelbolde, die unbe-
scheidenen Taglöhner und die verwahrlosten und armen Jugendlichen» dazu, die in der be-
nachbarten S.pinnstube beschäftigt werden. 1632 fragt der Kirchenrat, «ob man nicht thunlich
funde, dass auch zu dem Heiliggeist allhier mit dem jungen Bättelvolk Kinderlehr angestellt
wurden, damit sy besser in der Forcht Gottes uferzogen wurdind?»
1650 folgt die Verordnung des R.ates, «Hausleute und Kinder sollen alle Sontag in der Kilchen
beim Heiligen Geist den Gottesdienst besuchen. Es soll ebenso Kinder-Unterricht und die
Unterweisung gehalten werden.»
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Um– und Erweiterungsbauten
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Ab 1651 wird die Kirche repariert und erweitert: Anstelle des alten, baufälligen Konvents-
gebäudes wird ein neues S.chiff angebaut.
1676 werden K.anzel und A.bendmahlstisch versetzt, der C.horbogen abgebrochen und neue
Stühle für Männer und Frauen und für die Burgerschaft eingerichtet.
1686 sähe der Rat «gerne, dass andere, sonderlich etwann ehrliche Burger aus der Nachbar-
schaft auch Platz haben möchten...» Der Spitalmeister antwortet innerhalb von zwei Tagen:
«dass, wenn jedem Burger und seiner Frauwen droben in der Kirchen zum heiligen Geist
ein eigener Stuhl würde zugetheilt werden, die Armen, für die selbige fürnehmlich gewidmet,
würden ausgeschlossen werden.» In seiner Eigenschaft als Kirchmeier müsse er darauf dringen, «dass Unordnung und Missbrauch verhütet und in erster Linie die Armen versorgt
würden.»
1693 erste Vorschläge für die Erweiterung der Kirche. 1694: Das S.chiff wird verbreitert und
der westliche H.aupteingang verlegt.
1704: Kirchenchor und Posaunisten werden neu auf der Chorempore platziert. Das Innere und
der T.urm werden aufgefrischt. Die Kirche bietet nun ca. 750 Menschen Platz.
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Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse
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Mit Dekret des Grossen Rates vom 4. und 5. Dezember 1720 werden die kirchlichen Verhält-
nisse in der Stadt neu geordnet. Es entstehen fünf neue Kirchgemeinden, darunter als letzte
die Gemeinde zum Heiligen Geist. Damit erhält die Heiliggeistkirche die Rechtsstellung einer
Pfarrkirche. Sie wird mit einer Pfarrer- und einer Pfarrhelferstelle ausgestattet. Der Pfarrer soll
am S.onntag die Predigt halten, am D.onnerstag die Kinderpredigt und den Katechismus-
unterricht.
Der Pfarrhelfer predigt am D.onnerstag und hält am S.onntag die Kinderlehre. Im Pflichtenheft
des Pfarrers ist nachzulesen: «Aufsicht und Besuchung der Haushaltungen, Verpflegung und
Trost der Kranken und Armen, sonderlich genauwer Beobachtung ergerlicher Leuthen zu
halten, damit mehrere Erkanntnus Gottes gepflanzet, Sündt und Laster entdeckt, bestraffet
und abgethan werden möge.»
1721 wird Georg Langhans als erster Pfarrer eingesetzt, Rudolf Isenschmid als Helfer gewählt.
Im selben Jahr 1721 erfolgt indes die dringliche Warnung an den Rat, die Heiliggeistkirche sei
trotz aller Reparaturen und Unterhaltsarbeiten akut einsturzgefährdet. Ein Augenschein ergibt
laut Protokoll, «dass, wan nicht allerfürdersamst Fürsehung getahn würde, man in Besorgung
einichen Unglücks stehen müsste – was Gott verhüten möge.»
Der Rat befiehlt, den Bau mit Baumstämmen zu unterstützen. Der Gottesdienst wird in die
P.redigerkirche verlegt. Abbruch der alten Kirche 1726, Einweihung der neuen Heiliggeistkirche
November 1729.
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Heiliggeistkirche von 1729 – Kunsthistorische Würdigung
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Die allseits freistehende Kirche ist auf einem einfachen Rechteck in nordsüdlicher Richtung
entwickelt: sein Längen - Breiten Verhältnis von annähernd 5:3 entspricht der zähringischen
H.ofstatt. Das M.ittelportal, flankiert von freistehenden Säulenpaaren und Nebenportalen,
führt in die T.urmhalle.
Die übrigen Fronten weisen je ein Portal auf. Im Inneren scheiden vierzehn in einem Oktogon
angeordnete mächtige korinthische Säulen den mit Emporen umgebenen Umgang vom
Raumkern. Im konsequent durchgebildeten Predigtsaal ist kein Chor ausgeschieden, da-
gegen dominiert die hoch aufgerichtete S.teinkanzel den H.allenraum.
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Aussenbau
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Strenge Geschlossenheit der Fassaden in Art vorbarocker Kirchen in R.om oder der huge-
nottischen «Temples» aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert An der Hauptfassade steht
vor der spröden zweigeschossigen Pilasterordnung eine starke Portal - Ädikula aus zwei
kompositen Säulenpaaren, darüber kräftiger Segmentgiebel und Obergeschoss mit flan-
kierenden Voluten und Tympanon mit der T.aube des heiligen Geistes im S.trahlenkranz.
Unmittelbar hinter der selbständigen Front durchstösst der elegante Turm das Satteldach.
Auf dem sichtbaren kurzen Schafft mit vier Zifferblättern sitzt eine «welsche Haube» und ein
mit schlankem Spitzhelm gedecktes G.lockentürmchen.
Längsfronten mit hohem Kalksteinsockel. Darüber eine durchgehende Ordnung hoher
Rundbogen - Hochfenster zwischen Kompositpilastern, darüber ein reich profiliertes
Kranzgesimse, bekrönt mit vasenbesetzter Balustrade mit zierlichen Obelisken an den
Eckpunkten.
Rückseite: angeglichen an die Hauptfront. Interessant die aus einem einzigen G.ranitfindling
gehauene, 1824 eingebaute F.reitreppe an der N.ordseite.
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Innenraum
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Der Innenraum wirkt wie aus einem Guss. Beherrschendes Element sind die vierzehn hohen
M.onolith - S.andsteinsäulen. Sie tragen das wuchtige, mit Balkenkopffries nach innen ausla-
dende Längsachteck - Gebälk und die schreinartige fensterlose Mitteltonne.
Diese erhält Gewicht und Relief durch die schwere umlaufende Galerie. Konstruktiv und räumlich überzeugt die Einbindung der Turmhalle in den doppelschalig umfassten Haupt-
raum.
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Ausstattung
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- T.aufstein, gehauen von J. F. Calame, in schwarzem Marmor – ein Findling.
- Kanzel, gehauen von Hans Jakob Langhans, wahrscheinlich beste S.teinkanzel des
. bernischen Barocks.
- Stuckierung durch Joseph Anton Feuchtmayer aus St. Peter im S.chwarzwald. Hauptwerk der
. Régencestuckatur in Bern, in zarten Tönen und grosser Lebendigkeit.
Erst 1806 wird eine erste O.rgel eingebaut; das heutige Instrument wurde von der Firma Metzler
1980 - 1981 erbaut, es umfasst 31 Register.
Von den sechs G.locken wurde die eine kleine S.tundenglocke aus der Vorgängerkirche über-
nommen, ein Guss von Abraham Zehender von 1596. Das moderne Des Dur Geläute in der
G.lockenstube des Turmschaftes stammt aus der Werkstatt Gebr. Rüetschi in A.arau. (1860).
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Würdigung
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Im hoch komplizierten Entwurfsprozess zu dieser Kirche ist heute kaum mehr auszumachen,
welche Elemente dem jungen Architekten Albrecht Stürler und welche dem Architekten und
Stadtbaumeister Niklaus Schiltknecht zu verdanken sind.
Grundriss und Innenraum lassen den Einfluss des Typus des hugenottischen Predigtraumes
erkennen. ( Temple von C.harenton II, 1623-25, erbaut von Salomon de Brosses ) Ein naher,
kleinerer Verwandter findet sich in G.enf, im T.emple N.euf an der P.lace de la F.usterie, erbaut
von Jean Vennes, 1713-15. Im Aussenbau wirken die Kirchenfronten r.ömischer Kirchen aus
dem Spätmanierismus nach. Stilbildend waren sicher auch die Architekturlehrbücher von
François Blondel.
Die L.ängsfronten erinnern in ihrer zurückhaltenden, fast schon frühklassizistisch anzu-
sprechenden Gliederung an Andrea Palladio und seine Kirchen in V.enedig. ( R.edentore,
S. P.ietro di C.astello)
Zum Schluss ein Zitat von P. Hofer: «Anders als in G.enf, L.ausanne, Z.ürich oder B.asel be-
gegnet der Besucher nach Verlassen des H.auptbahnhofes nicht heterogenem 19. und 20.
Jahrhundert, sondern einem scharf profilierten, aussagekräftigen Werk des westeuropäisch
disziplinierten Barocks, Hauptdenkmal des protestantischen Sakralbaus mindestens im
Westen unseres Landes und zugleich Wahrzeichen des Westeingangs in den Stadtkern
Bern.»
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Baugeschichte => Vorgeschichte, Planungsphase
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Noch 1694 wird die alte Spitalkirche erweitert, 1704 Inneres und Turm aufgefrischt, da alarmiert
am 24. Juni 1721 ein Bericht den Rat, die Kirche drohe einzustürzen. Ein knappes Jahr später
beschliesst der Rat, Kirche und S.pital am alten Ort neben dem C.hristoffeltor neu aufzuführen.
Allerdings, die innere R.ingmauer steht einer Vergrösserung des Spitalkomplexes entgegen,
obwohl vorsorglich 14 H.äuser und S.cheunen an der Spital– und Neuengasse angekauft
werden.
Niklaus Schiltknecht, Heinrich Propstatt aus L.uzern, Daniel Stürler und Abraham Wild reichen
Entwürfe für Kirche und S.pital ein – sie alle lassen sich aus Platzgründen nur unter Schleifung
der R.ingmauer realisieren.
Nach längerem Hin und Her fällt im ersten Halbjahr 1725 die Entscheidung, vorerst nur die
Kirche innerhalb der S.tadtmauern neu zu errichten. Der Neubau des S.pitals folgt erst nach
1732 ausserhalb der S.tadtmauer. Damit ist neben der organisatorischen- auch die räum-
liche Trennung von S.pitalkirche und S.pital vollzogen.
Am 18. April tritt die neu gewählte Spitalkommission für den Spital- und Kirchenbau erstmals
zusammen. Diese Kommission übt auf Planung und Realisation des Neubaus ständig mass-
geblichen Einfluss aus.
Die Entwürfe von Stürler und Schiltknecht kommen in die engere Wahl – sie werden auf
Weisung der Kommission stark überarbeitet: verlangt werden zweitausend Sitzplätze und ein
stark erhöhter Turm, damit das Glockengeläute auch ausserhalb der M.auern zu hören sei.
Am 20. Februar 1726 vergibt der Rat die ersten grossen Bauaufträge.
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Baugeschichte => Abbruch und Neubau
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Am 17. März 1726 predigt Pfarrer Langhans zum letzten Mal in der alten S.pitalkirche; zwei
Tage später wird das Dach abgedeckt; der Abbruch kommt zügig voran. Dabei kommen
mit Asche gefüllte heidnische Krüge und ein s.ilbernes B.eilchen, offenbar ein im Bernbiet
auch anderswo nachgewiesenes g.allorömisches V.otivbeilchen, zum Vorschein.
Mitte Juni 1726 fällt der entscheidende Beschluss, die Haupttonne auf vierzehn korinthische
K.olossalsäulen zu stellen und den Bau durch einheitliche Hochfenster zu beleuchten. Offen
bleibt, ob die E.mporen in H.olz oder S.tein auszuführen seien.
Im S.ommer 1727 ist der Bau der Südfront und der Längsfassaden abgeschlossen. Anfangs
A.ugust werden die S.chwarzmarmorsäulen des Haupteinganges an der S.pitalgasse aufge-
richtet.
Erst im D.ezember fällt die lange uneinig gebliebene Baukommission den Entscheid, den Em-
porenumgang durch N. Schiltknecht in Stein ausführen zu lassen. Die Idee, die neue Kirche
als emporenlose Halle zu errichten, wird längere Zeit diskutiert, aber später fallengelassen.
Aus dieser Planungsphase erklären sich die nicht geteilten Hochfenster an den Längsfass-
aden.
Im M.ai 1728 beschliesst die Kommission, die nördliche Fassade nicht wie die Längsseiten
zu gliedern, sondern als zweite-, der Südseite angeglichene Schaufront zu realisieren. Das
bedingt die Umänderung des vorgesehenen Walmdaches in ein schlichtes Satteldach.
Ebenfalls im Mai geht mit der Aufrichtung des Turmhelms der Aussenbau der Vollendung
entgegen.
Im Inneren kommt die Stuckierung der Gewölbe durch Joseph Anton Feuchtmayr rasch vor-
an. Noch ungeklärt bleibt der S.tandort der K.anzel und einer allfälligen O.rgel. Die Vollen-
dung der turmseitigen Empore wird hinausgezögert, bis sich zeigt, dass der G.lockenaufzug
nur im Kircheninnern, durch den Sprengring des ersten Turmgeschosses, technisch möglich
ist.
Die turmseitige Empore wird zu einem schmalen Verbindungsgang reduziert. Auf eine
O.rgel wird verzichtet. K.anzel und A.bendmahlstisch kommen nach einem erst im
N.ovember 1728 gefällten Entscheid ans Nordende des Schiffes zu stehen.
Am O.stermontag 1729 folgt die Aufstellung der K.anzel, E.nde O.ktober ist der Innenaus-
bau vollendet.
Unter grosser öffentlicher Anteilnahme wird am 6. November 1729 die Kirche eingeweiht.
Pfarrer Samuel Lupichius hält eine lange Weihepredigt, sie liegt gedruckt vor.
Gemäss Bauabrechnung kostete der Bau bei 49 000 Kronen.
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Baugeschichte => Veränderungen am Bau
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Erste Unterhaltsarbeiten betreffen das U.hrwerk, die Z.ifferblätter und das Geläute. Ein Sturm-
schaden bedingt 1760 die Erneuerung der Helmspitze.
1798 wird die Kirche von der italienischen A.rmee N.apoleons mit Material belegt. Die knappen
Mittel reichen nicht, um die entstandenen Schäden zu beheben.
Im Mai 1860 wird der K.opfbahnhof der C.entralbahn eingeweiht – die engen Zugänge zur
Kirche werden durch P.fosten abgesichert. Es entstehen die so genannten «Perrons».
Im Frühjahr 1865 – die entscheidende Versammlung fand übrigens in der Heiliggeistkirche
statt – wird der C.hristoffelturm abgebrochen – an der Südseite der Kirche kommen so plötz-
lich zahlreiche Schäden zum Vorschein.
1866 werden die verwitterten S.chwarzmarmorsäulen durch Hartsandsteinsäulen ersetzt: die
Fassade verliert viel von ihrer ursprünglichen Farbigkeit.
1884 wird die N.ordfassade restauriert – 1892 wird die erste H.eizung eingebaut, 1895 -
1897 Turm und S.üdseite, 1907 die B.estuhlung erneuert, neu mit zwei Mittelgängen. Eine
weitere Aussenrenovation 1907 - 1914.
1952/62: Gesamterneuerung aller vier Fassaden. 1956/57 Restauration der S.tuckaturen von
Feuchtmayr.
Ab 2003 Erneuerung des gesamten Daches, Beginn der Restauration der N.ord - Westfas-
sade. Heute sind die originalen Bestände am Äusseren der Kirche praktisch durchwegs er-
setzt. Authentische Bauteile bewahrt nur das Innere.
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Siehe auch Originaltext mit Bildern =>
www.heiliggeistkirche.ch/sidebar_uploads/heiliggeist_945b...
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( BeschriebHeiliggeistkirche KantonBern StadtBern AlbumStadtBern Bern Berne Bernä
Bärn Kirche Church Eglise Chiuche Chiuchli Iglesia Kirke Kirkko Εκκλησία Chiesa 教会
kerk Kościół Igreja Церковь Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa Swiss Sveitsi
Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza Stadt City Ville シティ By 城市
Città Город Stad UNESCO Welterbe World Heritage BeschriebHeiliggeistkircheBern )
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A.lbert A.nker A.usstellung im K.unstmuseum B.ern am Donnerstag den 16. September 2010
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Hurni100916 KantonBern StadtBern AlbumStadtBern
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 140316
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NIF
Erwin Wurm has long been one of the world stars of contemporary art. The ALBERTINA is now dedicating an exhibition of the thematically and technically very versatile drawings of recent years to the exceptional Austrian artist. Whether at home or on the move: Erwin Wurm draws almost every day. He works with the paper available on site, in various qualities and formats, with a pencil, colored pencil, ballpoint pen or watercolor. The drawings are reflection, world commentary as well as memory of ideas and encompass the artist's entire work cosmos.
Thematically, they resemble a diary, as in them appear in addition to self-portraits but especially people with whom Erwin Wurm is in contact - artist friends and family members. Furthermore, in his works on paper, well-known personalities from politics, art and cultural history occupy him. In common Wurm's drawings have his snappish-humorous view of the world and of mankind with all its inadequacies, as well as his sense for situation comedy and precarious moments.
The exhibition will be on view from 21st November 2018 to 10th February 2019.
Erwin Wurm zählt längst zu den Weltstars der zeitgenössischen Kunst. Die ALBERTINA widmet dem österreichischen Ausnahmekünstler nun eine Ausstellung seiner thematisch wie technisch sehr vielseitigen Zeichnungen der letzten Jahre. Ob daheim oder unterwegs: Erwin Wurm zeichnet fast täglich. Dabei arbeitet er mit dem vor Ort verfügbaren Papier, in verschiedenen Qualitäten und Formaten, mit Bleistift, Farbstift, Kugelschreiber oder auch Wasserfarbe. Die Zeichnungen sind Reflexion, Weltkommentar sowie Ideenspeicher und umfassen den gesamten Werkkosmos des Künstlers.
Thematisch gleichen sie einem Tagebuch, tauchen darin neben Selbstporträts doch vor allem Menschen auf, mit denen Erwin Wurm in Kontakt ist - Künstlerfreundinnen und –freunde sowie Familienmitglieder. Darüber hinaus beschäftigen ihn in seinen Arbeiten auf Papier auch bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Kunst- und Kulturgeschichte. Gemeinsam ist den Zeichnungen Wurms bissig-humorvoller Blick auf die Welt und den Menschen mit all seinen Unzulänglichkeiten sowie sein Sinn für Situationskomik und prekäre Momente.
Die Ausstellung ist von 21. November 2018 bis 10. Februar 2019 zu sehen.
Schützenbrunnen Bern in der Marktgasse und im Hintergrund der Zytglogge - Turm in der Altstadt von Bern in der Schweiz
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S c h ü t z e n b r u n n e n B e r n
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Der Schützenbrunnen gehört zu den Berner Altstadtbrunnen aus dem 16. Jahrhundert und steht
in der Marktgasse in der Altstadt - Stadt Bern im Kanton Bern der Schweiz
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Der Brunnen stammt aus dem Jahre 1527 und erhielt 1543 von Hans Gieng die Brunnenfigur
eines geharnischten Obmanns der Schützen, der in der Rechten das Banner mit dem
Zeichen der Büchsenschützen trägt und mit der Linken den Griff eines langen Schwertes
umfasst. Zwischen seinem Beinen zielt ein Bärenjunges mit einer Büchse auf die Passanten
in der Gasse.
Bis 1.8.8.9 stand er vor dem Haus der Schützengesellschaft (ebenfalls in der Marktgasse ),
wurde dann um einige Häuser verschoben und kam 1.9.3.1 an seinen heutigen Standort.
Der heutige Name des Brunnens taucht im frühen 17. Jahrhundert auf.
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Der Brunnen von 1527 erhielt 1543 die Schützenfigur von Hans Gieng. Kapitell und Säule
wurden 1.6.7.0 von A.braham D.ünz I. ersetzt. Der früher einröhrige Brunnen hat seit der Mitte
des 18. Jh. vier Röhren. Der Trog wurde 1.7.8.4 ersetzt, das Banner letztmals 1.8.8.9. Der
Name Schützenbrunnen tritt im frühen 17. Jh. auf.
Die Figur blickte bis 1.9.3.1 nach O.sten und wurde 1.9.3.9 westwärts gewendet aufgestellt.
Standort : Vor 1.8.8.9 vor dem Haus der Schützengesellschaft ( Marktgasse 24 / 28); 1.8.8.9
bis 1.9.3.1 an der Schattseite ( vor den Häusern Nr. 27/29 ); seit der Neuaufstellung 1.9.3.9
vor dem Haus Nr. 16
Historisch - topographisches L.exikon der Stadt Bern von B.erchtold W.eber ( 1.9.7.6 )
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Der Schützenbrunnen unten an der Marktgasse hat, im Gegensatz zum S.eilerbrunnen,
den Z.eitglockenturm als H.intergrund.
Dieser Brunnen stand früher an der Stelle des 1527 von Anshelm erwähnten steinernen
Stockbrunnens in der «Nüwenstatt», vor dem Hause Nummer 28 an der Marktgasse, in
welchem die Büchsenschützen ihre Stube hatten.
Auch hier besteht die Möglichkeit einer Stiftung oder eines Kostenbeitrages dieser
Gesellschaft. Vermutlich wurden vorerst nur Säule und Figur zu dem bereits
bestehenden steinernen Brunnen erstellt.
Nach dem Sickingersehen Plan hatte der Brunnen 1.6.0.7 ein sechseckiges Becken.
Die Brunnensäule stand ausserhalb des Troges an einer Sechseckseite.
Vor dem Jahre 1.7.5.4 muss er ein neues achteckiges Becken erhalten haben, aus dessen
Mitte sich die Säule erhob.
Auch wird man ihn damals schon auf vier R.öhren umgebaut haben; denn in der
Brunnenkontrolle von 1.7.5.4 ist er bereits mit vier R.öhren erwähnt.
Auf einem korinthisierenden Kapitäl, das mit zierlichen E.ngelsköpfchen geschmückt ist,
steht auf der runden Deckplatte in meisterhafter Komposition stolz und selbstbewusst
ein geharnischter Schützenobmann.
In der Rechten trägt er das Banner mit dem Zeichen der Büchsenschützen, in Rot zwei
gekreuzte Büchsen, begleitet von drei goldenen Flammen.
Die linke Hand umfasst entschlossen den Griff des langen Schwertes. Das gesträusste
Barett verrät, dass der waffentragende Krieger nicht in den Krieg, sondern ins fröhliche
Waffenspiel auszieht.
Geschickt hat der Künstler ein Bärlein zwischen seine Beine gesetzt, um dem Standbild
die nötige Stütze zu verleihen.
Keck zielt das kleine bewaffnete Wappentier mit einer Büchse auf die Passanten in der
schattseitigen Laube. Am achteckigen Brunnenstock waren früher an vier Seiten
aufrechtstehende Bären angebracht.
Den ebenfalls achteckigen Säulensockel zieren Akanthusblätter, während der
Säulenschaft mit einer Nesselblattverzierung bedeckt ist.
Bis 1.9.3.1 war der Schaft der Säule schwarzbraun bemalt, die Blattränder mit Goldfarbe
betont.
Die barocke, mit Pilasterkonsolen verzierte Brunnenschale datiert aus dem Jahre 1.7.8.4
und wurde in S.olothurn hergestellt. Sie besteht aus zwei Stücken, von denen jedes gegen
acht Tonnen wiegt.
Verschiedene Autoren sehen in der Figur den Schützenobmann A.nton B.ischoff, andere
gar den S.eckelmeister J.ohann F.rischherz.
Diese Deutungen dürfen ruhig in das Gebiet der Fabel verwiesen werden; denn B.ischoff
wurde bereits sieben Jahre vor Errichtung des Brunnens e.nthauptet, und als F.rischherz
das B.lutgerüst besteigen musste, schrieb man bereits 1.6.4.0.
Der Brunnen aber wurde 1543 errichtet. Dieses Datum ist am oberen Rand am
Harnischrücken gleichsam als Verzierung erhaben ausgemeisselt.
Nach den Stadtrechnungen von 1.5.5.8 und 1.5.5.9 erhielt die Figur ein neues Schwert,
das vermutlich schon aus Eisen war, denn es kostete 2 Pfund.
Die Rechnungen enthalten folgende Angaben: «1.5.5.9 Franz Güder geben um das sehwert
uf dem brunnen von den schützen 2 Pfund 13 S. 4 xer», und «1.5.5.8 Hanns Rudolf Vögeli
geben von dem sehwert ze malen uffen Brunnen vor den Schützen.»
Das Renovationsdatum von 1.7.8.4 ist am Abakus eingemeisselt. Bei dieser Gelegenheit
erhielt der Brunnen das oben bereits erwähnte, neue Becken.
Als im Jahre 1.8.9.0 der Brunnen nach den Zeichnungen B.ühlers renoviert und etwas
versetzt wurde, erhielt das Banner sein heutiges Zeichen. Es ist identisch mit der Fahne
der Reismusketen-Gesellschaft. Vorher hatte es in den 40er Jahren in Rot zwei gekreuzte
Musketen, den Rand mit goldenen Flammen belegt. Nach einer Darstellung bei Streit war
das Banner mit goldenen Flammen belegt, in der Mitte eine Schildkontur und zwei
gekreuzte Musketen, während nach einer andern Darstellung das Zeichen der
Flitzbogengesellschaft angebracht war.
Das viereckige Banner entstand wahrscheinlich bei der Renovation von 1.7.8.4; denn vorher
wird die Figur ein dreieckiges Fähnlein getragen haben.
Das Fähnlein der Schützen war stets dreieckig; die viereckige Form dem Banner
vorbehalten. Auf diese heraldischen Gesetze wurde früher sehr streng geachtet.
Bis ins Jahr 1.9.3.1 befand sich der Schützenbrunnen ungefähr hundert Meter weiter oben
in der Gasse. Der Blick der Figur war gassabwärts gerichtet. Er stand auch nicht in der
Achse der Gasse, so dass die S.trassenbahn den Brunnen in beiden Richtungen auf der
Sonnseite umfahren musste. Das bedingte, dass die T.ramführer die Kreuzung ober- oder
unterhalb des «Verkehrshindernisses» abwarten mussten, das sie dann beim N.eubau
eines G.eschäftshauses gerne verschwinden sahen. Durch das B.augerüst war beim
Brunnen ein wirklich hinderlicher Engpass entstanden, so dass der Brunnen abgebrochen
werden musste.
Fast hätte man diesen schönen Brunnen vergessen. Anlässlich der Neupflästerung der
Gasse wurden Stimmen zur Wiederaufstellung des Brunnens laut, und als im H.erbst
1.9.3.9 ein mit B.lachen geschütztes B.augerüst den neuen Platz des Brunnens
kennzeichnete, näherte sich dem A.rchitekten des B.auamtes ein biederer Bürger und redete
ihn an: «So, muess jitz scho wieder eine vo dene schöne Brünnen abprotzet sy.» Eines
Tages im S.pätherbst stand der Schützenvenner renoviert an seinem neuen Platz, den
Blick gassaufwärts gerichtet, und von neuem erfreuten sich der Berner wie die fremden
Besucher an diesem künstlerisch beachtenswerten Standbild aus dem 16. Jahrhundert.
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( BeschriebSchützenbrunnen StadtBern AlbumStadtBern AlbumBernerBrunnen Stadt City
AlbumBrunnenmitBrunnenfigurinderSchweiz Ville fountain springvand suihkulähde fontaine
fontana 噴水 fontein fontene fontanna fonte fontän fuente UNESCO Weltkulturerbe Welterbe
Unesco World Heritage Berner Brunnen fountain springvand suihkulähde fontaine fontana
噴水 fontein fontene fontanna fonte fontän fuente fountain Schweiz Suisse Switzerland Suissa
Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Svizzera Sveits Szwajcaria Suíça Suiza )
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Z y t g l o g g e - T u r m
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Der Zytgloggeturm ( Zeitglockenturm - Zytglogge - Zeitglocke ) bildete das alte westliche
Stadttor der Berner Altstadt in der Stadt Bern im Kanton Bern in der Schweiz
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Erbaut im Jahr 1191 war er bis 1.2.5.6 das erste Westtor und bildete einst den Abschluss
der ersten Stadterweiterung. Er änderte im Laufe der Jahre sein Aussehen sehr stark,
im Zytgloggeturm sind M.odelle aus den verschiedenen Epochen ausgestellt
Durch die Entwicklung der Stadt rückte der Turm mit jeder Erweiterung immer mehr ins
Zentrum der Stadt.
Für einige Zeit ist der Turm gar als F.rauengefängnis genutzt worden - Pfaffendirnen-
gefängnis
Nach dem grossen B.rand von 1.4. M.ai 1.4.0.5, der nahezu die gesamte Stadt in S.chutt
und A.sche legte, wurde er zum „ Zytglogge “ umfunktioniert.
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In seiner Chronik schildert der C.hronist C.onrad J.ustinger das Ausmass der K.atastrophe :
Also verbrann die alt kebie, do die zitglogge inne hanget, darinne verbrunnen siben pfaffen-
dirnen. ... Also verbrunnen bi sechshundert hüsern, gros und klein, und gros guot darinne
und me denne hundert mönschen.
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Z y t g l o g g e
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Die Zytglogge, die G.locke, die seither im neuen Turm die Stunden verkündet, wurde noch
im gleichen Jahr durch J.ohann R.eber aus A.arau gegossen. Sie war es, die dem Turm
den heutigen Namen gab : Zytglogge.
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Ihre Inschrift lautet:
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+ anno d[omi]ni mccccv mense octobris fusa sum a ma[gi]stro ioh[ann]e d[i]c[t]o reber de
arow sum vas et cer[a] et cunctis [...] gero diei horas.
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( Im Jahre 1.4.0.5 im Monat O.ktober wurde ich von M.eister J.ohannes genannt R.eber aus
A.arau gegossen. Ich bin G.efäss und W.achs (?) ...und allen verkünde ich die Stunden
des Tages ).
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U.hrwerk
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Zur Zeitmessung gehörte natürlich auch ein U.hrwerk. Gleichzeitig mit der G.locke, wurde
also auch eine U.hr mit einem Stundenschlagwerk eingebaut. Über den Erbauer und über
die Ausmasse der U.hr ist leider nichts bekannt.
Hingegen wissen wir, dass das noch heute vorhandene A.strolabium bereits damals den
Turm zierte. Wie bei andern K.unstuhren diente es vorwiegend als Repräsentationsobjekt.
Es gehörte zum Ansehen einer Stadt, technische Spitzenleistungen öffentlich zur Schau
zu stellen und damit Bewunderung auszulösen.
Nebst vielen astronomischen Indikationen konnte man beiläufig auch noch die Zeit ab-
lesen. Dies war aber schwierig und überhaupt nicht das Ziel. Wichtig war die akustische
Zeitangabe durch die G.locke.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts häuften sich die Reparaturen am bereits über 100
jährigen Uhrwerk. Es wurde immer offensichtlicher, dass das Werk ausgedient hatte.
1.5.2.7 erhielt der damalige W.affenschlosser und Zeitglockenrichter, K.aspar B.runner,
den Auftrag, ein neues U.hrwerk zu bauen. Es stand von Anfang an fest, dass die Uhr
grösser, schöner und kunstvoller sein musste als die alte von 1.4.0.5.
1.5.3.0 präsentierte B.runner den Bernern eine M.onumentaluhr mit kunstreichem Figuren-
spiel und einem R.äderwerk von gewaltigem Ausmass, wie es bis jetzt noch nicht ge-
baut wurde. Von Brunner sind keine weiteren Uhrwerke bekannt, dieses scheint sein
einziges zu sein.
Die Ausmasse, die Robustheit und die kunstvolle Bauweise ( Räder mit einzeln einge-
setzten Zähnen, massive Wellen, die Gewehrläufen ähneln ) zeugen vom Meister, der
sich im Bau von Waffen und Geschützen auskannte, aber auch in der Lage war, eine
aussergewöhnliche Uhr zu realisieren.
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An der O.stseite des Zytgloggeturms ist ein sehr schönes G.lockenspiel angebracht, unter
anderem mit B.ärenfiguren und, hoch oben im D.ach des Turms, der S.tatue von H.ans
T.hann, einem R.itter in voller R.üstung.
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Das F.igurenspiel - G.lockenspiel
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Jede volle Stunde läuft das beliebte und vor allem von T.ouristen viel beachtete F.igurenspiel
ab :
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Ca. 3 Minuten vor dem Stundenschlag kräht der H.ahn und eröffnet das Spiel.
Kurz darauf kreist der B.ärenreigen, er symbolisiert die S.tadtwache, die pflichtbewusst ihre
Runden dreht. Dazu schlägt der N.arr die Stunde an seine zwei G.löcklein. ( Zu früh, aber
das ist Narrenfreiheit )
Nun kräht der H.ahn zum zweiten Mal.
Sobald die volle Stunde erreicht ist, schlägt die Viertelstundenglocke vier Viertel, mitten
im Spielerker auf seinem T.hron dreht C.hronos, der G.ott der Zeit, die S.anduhr; dann
hebt er das Z.epter in seiner linken H.and und gibt den Auftakt zum Stundenschlag.
Nun schwingt H.ans von T.hann, der goldene G.lockenschläger, seinen H.ammer und führt
die erforderliche Anzahl Schläge aus. C.hronos hört aufmerksam zu und zählt die Schläge,
indem er seinen M.und öffnet und schliesst.
Der L.öwe, Symbol des Stadtgründers, H.erzog B.erchtold V. von Z.ähringen, quittiert jeden
Schlag mit einer leichten Kopfdrehung. Zum Schluss schlägt der H.ahn ein drittes Mal
und kündet damit den Beginn einer neuen Stunde an.
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Es ist ein wahres Meisterwerk der mittelalterlichen Uhrmacherkunst.
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A.stronomische U.hr
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Unter dem großen Z.ifferblatt ist eine astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert zu be-
wundern.
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Es handelt sich um ein A.strolabium mit südlicher Projektion, wie sie vorwiegend an
Kunstuhren bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhundert gebaut wurden.
Der S.tundenzeiger zeigt mit der g.oldenen H.and die modernen Stunden und mit dem
S.onnenemblem den S.onnenstand gegenüber dem aufgemalten P.lanisphärium, wobei
links der S.onnenaufgang im O.sten, oben der S.onnenhöchststand im S.üden und rechts
der S.onnenuntergang im W.esten dargestellt ist.
Die K.ugel ( mit einer goldenen und einer schwarzen Hälfte ) zeigt die aktuelle M.ondphase
an.
Auch der aktuelle M.ondstand kann aufgrund der relativen Position zum S.onnenzeiger ab-
gelesen werden. Auf der beweglichen exzentrischen S.cheibe der E.kliptik zeigt die S.onne
das aktuelle T.ierkreiszeichen an.
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Der Turm und das U.hrwerk können mit einer Führung besichtigt werden.
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Siehe auch :
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bern-altstadt.ch/htm/zytgloggeturm.htm
www.berninfo.com/de/page.cfm/CityToursAusfluege/Stadtfueh...
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( BeschriebZytglogge BeschriebZeitglocke BeschriebZytgloggeturm BeschriebZeitglockenturm AlbumZytgloggeturm AlbumStadtBern Bern Berne Berna Bärn Stadt City Ville kaupunki città シティ
stad ciudad Stadtturm Turm torre tower torni tour tårn wieża torn Mittelalter Geschichte History
Wehrbau Frühgeschichte Burganlage Festung Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa
Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza UNESCO Weltkulturerbe
Unesco World Heritage )
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Mit dem F.ahrrad durch die Altstadt von Bern am Montag den 14. April 2008
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Hurni080414 KantonBern AlbumStadtBern StadtBern
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 250216
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NIF
Extrazug mit ...
SBB Lokomotive Ae 3/6 II 10439 ( Baujahr 1925 - Hersteller SLM Nr. 3013 - MFO - Elektrolokomotive Triebfahrzeug - Stangenantrieb ) und ..
SBB Lokomotive Be 4/7 12504 ( Baujahr 1921 - Hersteller SLM Nr. 2716 - SAAS - Spitzname grosse Sécheron - Elektrolokomotive Triebfahrzeug ) am ...
Bahnhof Luzern ( Lucerne Lucerna ) im Kanton Luzern in der Zentralschweiz - Innerschweiz der Schweiz
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SBB Lokomotive Be 4/7
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- Nummerierung : 1 2 5 0 1-1 2 5 0 6
- Anzahl : 6
- Hersteller : SAAS, SLM
- Baujahr(e) : 1921
- Ausmusterung : M.ärz 1 9 6 6 - F.rühling 1 9 7 6
- Achsformel : (1’Bo1’)(Bo1’)
- Länge über Puffer : 16’240 mm
- Höhe : 4’540 mm
- Dienstmasse : 111 t
- Reibungsmasse : 74 t
- Höchstgeschwindigkeit : 75 km/h / 80 km/h
- Stundenleistung : 1'770 kW ( 2’400 PS ) bei 56 km/h
- Dauerleistung : 1’530 kW ( 2’080 PS ) bei 60 km/h
- Treibraddurchmesser : 1'610 mm
- Laufraddurchmesser : 950 mm
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Die Be 4/7 war eine Drehgestelllokomotive für den Einsatz auf der Gotthardstrecke der SBB.
Im Gegensatz zu den anderen Lokomotiven der ersten Stunde hatte die Be 4/7 keinen
Stangenantrieb, sondern einen Einzelachsantrieb mit direkt auf die Triebachsen wirkenden,
abgefederten Antrieben.
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Vorgeschichte
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Als im Juli 1918 die zweite Serie der Be 4/6 1 2 3 0 3 - 1 2 3 4 2 bestellt wurde, entschieden
sich die SBB, zur gleichen Zeit eine neuartige Lokomotive zu bestellen, die in vielfacher Hin-
sicht von den anderen bestellten Lokomotivtypen abwich.
Die Firma SAAS hatte zusammen mit der SLM eine Lokomotive offeriert, die keinen Stangen-
antrieb hatte, sondern einen Einzelachsantrieb. Der vorgeschlagene Antrieb stammte von der
Firma Westinghouse in den USA.
Für die ausschliessliche Verwendung in der Schweiz hatte die Firma Sécheron die Lizenz
erworben. Anwendungen, insbesondere mit einer Leistung von über 500 kW pro Radsatz
lagen nicht vor. Trotzdem wurde eine Offerte eingereicht.
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Pflichtenheft
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Die SBB verlangten von der Industrie die Erfüllung des nachfolgenden Pflichtenheftes:
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- Höchstgeschwindigkeit : 75 km/h
- Beförderung von 300 t Anhängelast auf 26 ‰ Steigung bei 50 km/h
- Sicheres Anfahren auf 26 ‰ Steigung und Beschleunigen derselben Last auf 50 km/h in
. 4 Minuten
- drei Hin- und Rückfahrten L.uzern – C.hiasso innerhalb 24 Stunden (1'360 km)
- Elektrische Bremse zur Abbremsung des Lokomotivgewichtes im Gefälle
- Möglichkeit der Vielfachsteuerung.
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Auftragsvergabe und Projektierung
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Der Auftrag für die Personenzuglokomotive wurde wie folgt erteilt:
- SAAS/SLM : Projektierung und Bau der Personenzuglokomotive
Neben der Einhaltung des Pflichtenheftes gaben die SBB den Konstrukteuren grosse Freiheit
beim Ausarbeiten der Entwürfe.
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Inbetriebnahme
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Am 18. Oktober 1921 wurde die Be 4/7 1 2 5 0 1 von den SBB übernommen und für Probe-
fahrten eingesetzt. Anschliessend erfolgten planmässige Einsätze zwischen B.ern und T.hun.
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Technik
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Der mechanische Teil
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Fahrwerk
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Das Fahrwerk bestand aus zwei Drehgestellen. Wegen des Einzelachsantriebes waren die
Rahmen als Aussenrahmen ausgestaltet. In jedem Drehgestell befanden sich zwei Triebachsen
und eine als Bisselachse ausgebildete Laufachse.
Das Drehgestell auf der Lokomotivseite I besass innen zusätzlich eine als Adamsachse
ausgebildete Laufachse. Diese zusätzliche Achse, die der Lokomotive die asymmetrische
Achsfolge (1’B1’)(B1’) gab, war notwendig, da man die statische Achslast von 18.5 t nicht
überschreiten wollte, um dynamische Lasten vom gefederten Einzelachsantrieb zu kompen-
sieren. Beim Gesamtgewicht der Lokomotive ging man dabei davon aus, dass es nicht kleiner
sein würde als das einer Be 4/6.
Die äusseren Laufachsen hatten ein Seitenspiel von 2 x 83 mm, die mittlere Adamsachse ein
solches von 2 x 57 mm gegenüber dem Drehgestellrahmen.
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Zugkraftübertragung
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Die Übertragung der Zug- und Stosskräfte erfolgte von den Triebachsen auf die zwei Dreh-
gestelle. Von dort wurden die Kräfte aussen auf die Zughaken und Puffer weitergeleitet.
Innen waren die Drehgestelle für die Zug- und Druckkraftübertragung über ein mit Kegel-
federn an den Drehgestellen befestigtes Kuppeleisen verbunden. Zusätzlich waren die Dreh-
gestelle noch mit zwei als Notkupplungen dienenden Kuppelstangen verbunden. Eine ge-
lenkige Querkupplung zwischen den Drehgestellen verbesserte den Kurvenlauf der Lokomotive.
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Antrieb
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Zwillings- oder Doppelmotoren waren in den Drehgestellen auf Querbalken abgestützt und
mit Trägern verschraubt. Das Drehmoment jedes Doppelmotors wurde über ein Ritzel auf
ein gemeinsames Grosszahnrad übertragen. Dieses war auf einer Hohlwelle befestigt, die
im gemeinsamen Motorgehäuse gelagert war und die Triebachse umschloss. Diese Hohlwelle
trieb über Mitnehmer und Schraubenfedern die Triebräder an. Die Triebräder waren dabei so
dimensioniert, dass Radreifen der D.ampflokomotiven A 3 / 5 9 0 1 - 9 3 8 der ehemaligen
Gotthardbahn-Gesellschaft verwendet werden konnten. Diese Lokomotiven standen kurz vor
der Ausmusterung.
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Lokomotivkasten
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Der Lokomotivkasten bestand aus einer durchgehenden Brücke mit aufgeschraubtem Kasten-
teilen ohne Vorbauten. Die Lokomotivbrücke stützte sich an drei Punkten auf die zwei Dreh-
gestelle:
- Festes Drehzapfenlager zwischen den beiden Triebachsen des Drehgestells I.
- Drehzapfenlager mit Längsspiel zwischen der äusseren Triebachse und der Bisselachse
. des Drehgestells II.
- gefedertes Rollenstützlager über der inneren Kupplung des Drehgestells II.
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Zug- und Druckkräfte wurden vom Lokomotivkasten nicht übernommen. Der Boden der
Lokomotivbrücke hatte die Form eines Kastens. In diesen ragten die Motoren und Triebräder
hinein. Die Zugänglichkeit der Motoren war durch Deckel von oben und in den Längswänden
gewährleistet. Ein über die ganze Länge des Maschinenraums reichender Kühlluftkanal war
an der Decke des Kastens angeschraubt.
Der Lokomotivkasten enthielt die gesamte elektrische Ausrüstung. Der Transformator befand
sich in der Mitte des Kastens.
Im Gegensatz zu den meisten Zeitgenossinnen besass die Be 4/7 keine seitlichen
Lüftungsjalousien im Lokomotivkasten, da die ganze Lüftung vom Dach her erfolgte.
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Bremsanlage
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Die automatische Bremse und die Regulierbremse wirkten pro Drehgestell auf die Trieb-
chsen und die innere Laufachse. Die äusseren Laufachsen waren ungebremst. Jeder
Führerstand hatte eine Handbremse, die auf das jeweilige Drehgestell wirkte.
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Höchstgeschwindigkeit
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In der zweiten Hälfte der dreissiger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde die Höchst-
eschwindigkeit von 75 km/h auf 80 km/h geändert.
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Der elektrische Teil
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Hauptstromkreis
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Die Hochspannung aus der Fahrleitung wurde mit zwei Stromabnehmern abgenommen.
Von jedem Abnehmer wurde der Strom über ein Trennmesser, eine B.litzschutzspule dem
elektropneumatisch betriebenen Öl - Hauptschalter zugeführt. Von dort gelangt der Strom
zum Transformator. Die Kühlung des Transformatorenöls erfolgte über Rohrbündel, die am
Deckel des Transformators befestigt waren und ins Öl eintauchten. Die Rohrbündel waren
von Ventilationsluft durchströmt. Die B.litzschutzspulen wurden später, weil nicht notwendig,
entfernt.
Die vier Zwillingsmotoren waren parallel geschaltet. Sie erhielten den Fahrstrom über eine
Batterie von zweimal neun elektropneumatischen Einzelschaltern ( Hüpfer ). Der Trans-
formator hatte 8 Anzapfungen von 100V bis 864V. Die 28 Fahrstufen entstanden durch die
Zusammenschaltung der Hüpfer mit einem Zusatztransformator und drei Drosselspulen.
Jeder Zwillingsmotor hatte einen separaten Wendeschalter. Die zwei Wendeschalter jedes
Drehgestells wurden dabei über je einen gemeinsamen elektropneumatischen Antrieb ange-
steuert. Die Wendeschalter hatten die Stellungen „Vorwärts“, „Rückwärts“ und „Elektrisch
Bremsen“. Durch Blockierung in der Nullstellung konnten einzelne defekte Zwillingsmotoren
abgetrennt werden.
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Hilfsbetriebe
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Auf der Lokomotive befanden sich die nachfolgend beschriebenen, mit 220 V betriebenen
. Hilfsbetriebe :
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- Ein Rotationskompressor.
- Zwei Ventilatoren. Diese leiteten die Kühlluft durch Jalousien im Lokomotivdach in den
.Maschinenraum, über den Lüftungskanal zu den Fahrmotoren, durch die Ölkühlrohre
. im Transformator und durch die Widerstandsschächte.
- Eine Umformergruppe für die Batterieladung.
- Führerstandsheizung und Ölwärmeplatten.
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Die Speisung der Zugsheizung ursprünglich mit den Spannungen 800V, 1’000V und 1’200V
erfolgte über gegenseitig verriegelte Hüpfer vom Transformator. Später wurden die Spannungen
auf 600V, 800V und 1’000V geändert. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden die Stufen 600V
und 800V ausgebaut.
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Elektrische Bremse
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Als elektrische Bremse gelangte wie bei den Be 4/6 der zweiten Serie eine fremderregte
Wechselstrom - Widerstandsbremse zur Anwendung. Den Erregerstrom lieferte der oben
erwähnte Zusatztransformator. Die Steuerung erfolgte über die normalen Stufenanzapfungen.
Die erzeugte Energie wurde in Bremswiderständen vernichtet, die sich aber, anders als bei
den Be 4./.6, nicht auf dem Lokomotivdach, sondern in Schächten beidseitig neben dem
Haupttransformator befanden. Zur Kühlung dienten automatisch gesteuerte Klappen, die die
Ventilationsluft durch die Schächte leiteten. Die Bremswiderstände wurden im Fahrbetrieb
zum Teil als Wendepol - Shuntwiderstand für die Fahrmotoren verwendet.
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Vielfachsteuerung
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Eine Vielfachsteuerung war bei den Be 4/7 nie vorhanden.
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Wartungsfreundlichkeit
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Verglichen mit der übersichtlichen und wartungsfreundlichen Einrichtung des Lokomotiv-
kastens der Be 4./.6 war der Kasten bei die Be 4/7 schlichtweg „vollgestopft“. Schon die
Kontrolle eines Fahrmotors war durch die vorhandenen Wartungsklappen ein artistisches
Unterfangen.
Im Gegensatz zu den Be 4./.6 befanden sich die Batterien im Lokomotivkasten. Am
Lokomotivkasten befand sich seitlich eine abschraubbare Klappe. Am Lokomotivdach waren
Ösen befestigt, die das Einhängen einer Kranbahn mit Laufkatze erlaubten. Dass ein
Batteriewechsel damit nicht so einfach war, ist offensichtlich. Mit dem Auftreten von Hub-
staplern wurden deshalb später die zu tauschenden Batterien meist durch ein Fenster
hineingereicht und im Innern von Hand platziert.
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Betriebseinsatz
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Am 18 Oktober 1921 wurde die Be 4/7 1 2 5 0 1 von den SBB übernommen. Sie wurde
sofort planmässig für Probefahrten zwischen B.ern und T.hun eingesetzt. Ende Dezember
1921 wurde sie für Anfahrversuche auf der G.otthard - N.ordrampe verschoben.
Es sollte der Beweis erbracht werden, dass sie inbezug der Leistung den Be 4./.6 ebenbürtig
war. Im Rahmen dieser Versuche beschleunigte sie einen Versuchszug von 300 t Anhänge-
last innerhalb von 2 Minuten aus dem Stand auf 50 km/h.
Die Auslieferung aller sechs Lokomotiven war Mitte 1922 abgeschlossen. Zu diesem Zeit-
punkt waren alle Lokomotiven im D.epot B.ern stationiert. Ihre Karriere am G.otthard begann
im Mai 1923 vom D.epot E.rstfeld aus.
Alle sechs Maschinen waren von 1923 bis 1928 im Umlaufplan. Bis 1927 erfolgte ihr Einsatz
vom D.epot E.rstfeld aus, anschliessend vom D.epot B.ellinzona. In den Jahren 1926 bis
1929 legten die Lokomotiven durchschnittlich 112’000 -km - 132’000 km jährlich zurück. Bei
den Be 4./.6 war es etwa die Hälfte, was aber insofern zu relativieren ist, dass die plan-
mässigen Tagesleistungen der Be 4./.6 am G.otthard zwischen E.rstfeld und B.ellinzona etwa
die gleichen waren, vor allem die durchgehenden Züge zwischen L.uzern und C.hiasso.
Die Lokomotiven waren beim Fahrpersonal sehr beliebt, da sie verglichen mit der holprigen
Be 4./.6 eine ausgezeichnete Laufruhe hatten. Deshalb waren in den Plänen meistens alle
sechs Lokomotiven eingesetzt.
Als ab Mai 1928 die ersten A.e 4./.7 am Gotthard auftauchten, wurden die Be - Maschinen
nach und nach verschoben. 1930 kamen die Nummern 1 2 5 0 1-1 2 5 0 3 in den Kreis I
( Westschweiz ) nach L.ausanne. 1931 wurden sie nach B.ern versetzt. In der Fahrplan-
periode 1930 / 1931 waren die Nummern 1 2 5 0 1 - 1 2 5 0 3 vor allem am S.implon im
V.orspann- und S.chiebedienst D.omodossola – I.selle im Einsatz. Sie führten auch
einzelne G.üterzüge D.omodossola – B.rig – D.omodossola.
1932 wurden die 1 2 5 0 4 und 1936 die 1 2 5 0 5 und 1 2 5 0 6 nach B.ern versetzt. 1940
erfolgte die Versetzung des Unterhaltes von der H.auptwerkstätte B.ellinzona zur H.aupt-
w.erkstätte Y.verdon. Das D.epot B.ern hatte für die sechs Maschinen einen Umlaufplan,
der B.asel ( über D.elémont, P.orrentruy, La C.haux-de-F.onds, F.ribourg, Th.un und O.lten
umfasste. Dieser beinhaltete auch ein Schnellzugspaar B.asel – D.elémont – B.asel.
Die Depotzuteilung änderte sich im Jahr 1966. Obwohl sie schon vorher zusammen mit den
Be 4./.6 des D.epots B.iel in einem gemeinsamen Plan liefen, wurden sie erst in diesem
Jahr B.iel zugeteilt.
Für den Unterhalt fuhren die Lokomotiven jeden zweiten Tag nach B.ern und pro Woche
einmal nach B.iel. Sie waren zu dieser Zeit rund um B.ern und B.iel bis T.hun, L.uzern
( über L.angnau ), F.ribourg, T.ravers, Le L.ocle, P.orrentruy und A.arau.
Die Be 4/7 1 2 5 0 3 wurde im März 1966 wegen gravierender Fahrmotorschäden als erste
ihrer Serie ausgemustert. Im Mai 1967 wurde für fünf Be 4/7 und drei Be 4./.6 der letzte
Umlaufplan aufgestellt. Sie fuhren im oben beschriebenen Aktionsgebiet und leisteten im
Mittel pro Tag 237 km. Teilweise waren die Be 4/7 schon vorher als stationäre Transformer
für die Lieferung von 220V in Unterwerken im Einsatz. Dies waren die Nummer 1 2 5 0 3 im
Sommer 1965 in C.ourtemaîche und die 1 2 5 0 4 1966 in B.urgdorf und 1969 in E.tzwilen.
Die Nummer 1 2 5 0 2 wurde im Juni 1968 nach einem Fahrmotorschaden ausrangiert. Ihr
folgte nach einem Brand die Nummer 1 2 5 0 1.
Die restlichen drei Be 4/7 wurden im Frühling 1976 ausser Dienst gestellt. Die Nummer 12504
blieb als weitestgehend in den Ursprungszustand zurückversetztes Exemplar als betriebs-
fähige Lokomotive erhalten. 1 2 5 0 6 wurde nach einem Aufenthalt bis im November 1978 im
V.erkehrshaus der Schweiz in L.uzern ebenfalls abgebrochen.
Es bleibt zu hinterfragen, warum die SBB von dieser eigentlich ausgezeichneten Lokomotive
nicht Nachbeschaffungen ausgelöst hatten. Der Entscheid zur Beschaffung weiterer Be 4./.6
war erfolgt, da man unter Zeitdruck stand und der Einzelachsantrieb zum Zeitpunkt der Nach-
bestellung von G.otthardlokomotiven nicht erprobt war.
Dass sich die Lokomotiven anschliessend wirklich bewährten, konnte zum Zeitpunkt der Nach-
bestellung also nicht vorhergesehen werden.
Neben allen Vorzügen waren die grösste Schwäche der Lokomotiven die Schraubenfedern
des Einzelachsantriebes. Diese brachen häufig. Auf der Lokomotive 1 2 5 01 wurde deshalb
von 1930 bis 1934 mit einem Antrieb der MFO experimentiert. In den fünfziger Jahren des
letzten Jahrhunderts wurden die Schraubenfedern bei allen Lokomotiven durch Gummiklötze
ersetzt. Diese Anpassungen wurden übrigens auch bei den A.e 3./.5 und den A.e 3./.6.I.I.I
vorgenommen.
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( BeschriebBe4/7 Zug Train Juna Zoug Trainen Tog Tren Поезд Lokomotive Паровоз Locomotora Lok Lokomotiv Locomotief Locomotiva Locomotive Eisenbahn Railway Rautatie chemin de fer Ferrovia 鉄道 Spoorweg Железнодорожный Centralstation Ferroviaria AlbumBahnenderSchweiz )
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SBB Lokomotive Ae 3/6 II
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- Nummerierung : 1 0 4 0 1 - 1 0 4 6 0
- Anzahl : 60
- Hersteller : SLM W.interthur, Maschinenfabrik O.erlikon
- Baujahr(e) : 1921-1926
- Ausmusterung : 1965 - 1977
- Achsformel : 2’C1’
- Länge über Puffer : 14’090 mm
- Höhe : 4’500 mm
- Dienstmasse : 98.5 t ( 1 0 4 0 1 - 1 0 4 2 0 ) bzw. 96.7 t ( 1 0 4 2 1 - 1 0 4 6 0 )
- Reibungsmasse : 55.3 t ( 1 0 4 0 1 - 1 0 4 2 0 ) bzw. 56.3 t ( 1 0 4 2 1 - 1 0 4 6 0 )
- Höchstgeschwindigkeit : 100 km/h
- Stundenleistung : 1'475 kW ( 2’000 PS ) bei 65 km/h
- Dauerleistung : 1’225 kW ( 1’665 PS ) bei 75 km/h
- Treibraddurchmesser : 1'610 mm
- Laufraddurchmesser : 950 mm
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Die Ae 3/6II war eine Schnellzuglokomotive der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB).
Ihr geplantes Einsatzgebiet waren die Hauptstrecken der SBB, die nach Abschluss der
Elektrifizierung der G.otthardbahn in rascher Folge elektrifiziert wurden. Diese Aufgabe
teilte sie mit den Ae 3./.6.I, Ae 3./.5 und Ae 3./.6.I.I.I.
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Vorgeschichte
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Die SBB bestellten 24. Mai 1921 bei SLM und MFO 13 Lokomotiven der Serie Ae 3/6 II.
Ab 1924 wurden in vier Losen weitere 47 Maschinen bestellt.
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Pflichtenheft
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Die SBB verlangten von der Industrie die Erfüllung des nachfolgenden Pflichtenheftes:
- Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
- Beförderung von 480 t Anhängelast auf 2 ‰ Steigung bei 90 km/h
- drei Hin- und Rückfahrten Z.ürich – St. G.allen (85 km) mit 480 t Anhängelast in 10 Stunden
- drei Hin- und Rückfahrten V.illeneuve – B.rig (117 km) mit 480 t Anhängelast in 11½ Stunden
.. mit jeweils 15 Minuten Aufenthalt in den Endbahnhöfen
- Anfahren einer Anhängelast von 480 t auf einer Steigung von 10 ‰ und Beschleunigung auf
.. 55 km/h in höchstens vier Minuten
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Inbetriebnahme
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Die Ae 3/6II 1 0 4 0 1 wurde bereits am 19. Januar 1923 in Betrieb genommen und
in der Folge sofort ausgiebig erprobt. Die Inbetriebnahme der restlichen Lokomotiven
erfolgte zwischen F.rühling 1924 und S.ommer 1926.
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Technik
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Der mechanische Teil
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Die Ae 3/6II basiert auf der Konstruktion der Probelokomotive B.e 3./.5. Da aber anstatt
deren zwei nur ein Transformator eingebaut wurde und in der Lokomotivmitte wegen
der grossen Triebmotoren kein Platz vorhanden war, musste der Transformator nach
aussen versetzt eingebaut werden. Dies führte zur Achsfolge 2’C1’.
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Fahrwerk
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Das Fahrwerk bestand aus drei fest im Lokomotivrahmen gelagerten Triebachsen. Die
mittlere Triebachse hatte dabei ein Seitenspiel von 2 x 15 mm. Am einen Ende der
Lokomotive war eine Laufachse angeordnet. Diese war als Bisselachse ausgebildet
und hatte ein Seitenspiel von 2 x 83 mm ( 1 0 4 0 1 - 1 0 4 2 0 ) bzw. 2 x 70 mm ( 1 0 4 2 1 -
1 0 4 6 0 ). Auf der anderen Seite befand sich das zweiachsige Laufachsdrehgestell.
Diese hatte als ganzes ein Seitenspiel von 2 x 80 mm.
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Zugkraftübertragung
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Die Übertragung der Zug- und Stosskräfte erfolgte von den Triebachsen auf den
Lokomotivrahmen.
Von dort wurden die Kräfte aussen auf die Zughaken und Puffer weitergeleitet.
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Antrieb
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Die zwei hochliegenden Fahrmotoren waren im Lokomotivrahmen fest verschraubt.
Von den gefederten Fahrmotorritzeln wurde das Drehmoment auf zwei Vorgelegewellen
übertragen, die auch fest im Lokomotivrahmen gelagert waren. Die beiden Vorgelege-
wellen trugen gemeinsam eine Schlitztreibstange. Diese trieb über ein vertikal verschieb-
bares Lager direkt die mittlere Triebachse an. An der dreiecksförmigen Schlitztreibstange
( Dreieckstange ) waren kurze Kuppelstangen gelagert, welche die äusseren Triebachsen
antrieben.
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Lokomotivkasten
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Der Lokomotivkasten der Fahrzeuge war auf dem Rahmen aufgeschraubt. An den Seiten-
wänden befanden sich zwei Jalousien, ab Nummer 1 0 4 2 1 waren es drei. Ebenfalls ab
Nummer 1 0 4 2 1 wurden über den zwei grossen Führerstandsfenstern kleine Sonnen-
blenden angeordnet. Die Fahrmotoren waren durch Trennwände vom restlichen
Maschinenraum abgetrennt. Zugänglich waren sie durch Türen im rechten Seitengang.
Der Dachaufbau über den Motoren beinhaltete ohmschen Fahrmotorshunts und die
Überschaltdrosselspule. Bei der Lokomotive 1 0 4 0 1 war auch die B.litzschutzspule in
diesem Aufbau angeordnet. Die Kühlluft für die Fahrmotoren wurde mit einem Ventilator
aus dem Maschinenraum angesaugt. Nach Kühlung der bestrichenen Apparate
verliess sie die Lokomotive durch die seitlichen Jalousien des Dachaufbaus.
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Bremsanlage
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Die automatische, einlösige Westinghouse - Bremse und die Regulierbremse wirkten
beidseitig auf jedes der drei Triebräder und einseitig auf die Räder des Laufdrehgestells.
Die Bisselachse war ungebremst.
.
.
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Sandstreueinrichtung
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Die druckluftbetriebene Sandstreueinrichtung konnte einfach gehalten werden, da
die drei Triebachsen durch Kuppelstangen verbunden waren und deshalb, anders
als beim Einzelachsantrieb, eine einzelne Achse alleine nicht Schleudern konnte.
Es wurde deshalb nur die jeweils vorauslaufende Triebachse gesandet.
.
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Der elektrische Teil
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Hauptstromkreis
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Auf dem Dach der Lokomotive befanden sich die zwei von den Führerständen pneumatisch
betätigten Stromabnehmer. Von diesen wurde der Fahrleitungsstrom dem Ölhauptschalter
zugeführt. Dieser befand sich bei den Nummern 1 0 4 0 1 -1 0 4 1 3 in einem rechteckigen
Gehäuse und war elektropneumatisch betätigt. Die den Nummern 1 0 4 1 4 -1 0 4 6 0 ein
elektromotorisch angetriebener Ölhauptschalter in einem runden Gehäuse eingebaut, der
ab diesem Zeitpunkt als Normalapparat bei allen SBB-Lokomotiven eingebaut wurde. Bei
den Lokomotiven 1 0 4 0 1 - 1 0 4 1 3 konnte der Hauptschalter notfalls auch von Hand mit
einem Steckschlüssel am Schalter selbst eingeschaltet werden. Bei den restlichen
Lokomotiven erfolgte dies von den Führerständen aus. Für die Notauslösung des Haupt-
schalters war in jedem Führerstand in unmittelbarer Reichweite des Lokomotivführers ein
Hebel vorhanden.
Vom Hauptschalter gelangte der Strom zum Transformator. Dieser befand sich über der
ersten Triebachse und dem Drehgestell im Lokomotivkasten. Niederspannungsseitig
besass er zwei Wicklungshälften mit je acht Anzapfungen zur Stromversorgung der Fahr-
motoren. Die Spannungen an diesen Anzapfungen lagen beiden den Nummern 1 0 4 0 1 -
1 0 4 2 0 zwischen 134 V und 536 V, bei den restlichen Lokomotiven zwischen 99 V und
545 V.
An einer Wicklungshälfte waren bei allen Lokomotiven überdies Anzapfungen für 220 V
für die Hilfsbetriebe. Diese Wicklungshäflte hatte dazu noch eine Zusatzwicklung für
Zugheizung mit 800 V und 1’000 V ( bei den Nummern 1 0 4 0 1 - 1 0 4 2 0 ursprünglich
auch für 600 V ).
Die Leistung des Transformators der Nummern 1 0 4 0 1 - 1 0 4 2 0 erwies sich für die
thermisch reichlich dimensionierten Fahrmotoren als etwas zu schwach. Deshalb
wurde bei den folgenden Lokomotiven ein leistungsfähiger, aber gleichzeitig auch
leichterer Transformator eingebaut. Deshalb waren die Lokomotiven 1 0 4 2 1 - 1 0 4 6 0
mit einem Dienstgewicht von 96.7 t auch etwas leichter als die Vormodelle mit 98.5 t.
Ein weiterer Nachteil bei den Transformatoren der ersten 20 Maschinen war die grobe
Abstufung der ersten Fahrstufen. Das Anfahren war deshalb sehr ruppig und manchmal
auch schwierig bis unmöglich.
Für die Regulierung der Spannung waren zwei Stufenschalter vorhanden. Dies waren
vor dem Transformator in Längsrichtung angeordnet und vom Führerstand I aus zu-
gänglich. Die Stufenschalter waren als nockengesteuerte Hebelwerke mit Funkenlösch-
Schaltern und Überschalt-Drosselspulen gebaut. Sie waren elektromotorisch ange-
trieben an konnten insgesamt 17 Fahrstufen schalten. Im Falle einer Störung konnten
die Stufen mittels eines aufsteckbaren Handrades von beiden Führerständen aus ge-
schaltet werden.
Bei der Stufenschalterkonstruktion handelte es sich übrigens um die Gleiche, die schon
für die C.e 6./.8.I.I. Die gleiche Schaltung wurde später auch für die C.e 6./.8.I.I.I wieder
verwendet.
Die Fahrmotoren wogen etwa 10 t und hatten einen Durchmesser von 1'800 mm. Sie
waren die grössten je für die SBB gebauten Motoren. Sie waren dauernd in Serie ge-
schaltet. Fiel ein Motor aus, konnte am zugehörigen Wendeschalter das Trennmesser
entfernt und zwischen den Motoren eingelegt werden. In gleicher Weise wurde verfahren,
wenn ein Stufenschalter oder Wendeschalter ausfiel. Es konnte dann, wenn möglich,
mit halber Leistung weitergefahren werden.
Die Betätigung der Wendeschalter erfolgte mechanisch von den Führerständen aus.
Abweichend davon hatte die Nummer 1.0.4.0.1 elektropneumatische Wendeschalter,
die auch nach dem Ausbau der Rekuperationsbremse beibehalten wurden.
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Hilfsbetriebe
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Auf der Lokomotive befanden sich die nachfolgend beschriebenen, mit 220 V betriebenen
Hilfsbetriebe :
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- ein Kompressor hinter dem Führerstand II ( 1 0 4 0 1 - 1 0 4 3 5 : Rotations-,
. 1 0 4 3 6 - 1 0 4 6 0 Kolbenkompressor
- ein Ventilator für die Kühlung der Fahrmotoren, direkt mit ihnen zusammengebaut
. eine Ölpumpe mit Ölkühler hinter dem Führerstand II
- Umformergruppe für die Batterieladung über die Ölpumpe
- Führerstandsheizung und Ölwärmeplatte
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Elektrische Bremse
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Die Ae 3/6II 1 0 4 0 1 besass eine Rekuperationsbremse. Sie war damit bis zu deren
Stilllegung und der weitgehenden Normalisierung der Ausrüstung im Jahr 1928 ein
Einzelgänger.
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Vielfachsteuerung
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Die Ae 3/6II besassen nie eine Vielfachsteuerung.
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Wesentliche Umbauten
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Die Ae 3/6II waren vor grösseren Umbauten verschont. Die wesentlichen Änderungen waren:
- Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h auf 100 km/h im Jahre 1929
- Versuche mit fett- statt ölgeschmierten Stangenlagern in verschiedenen Varianten ab
. 1957 bei den Nummern 1 0 4 0 6, 1 0 4 0 7, 1 0 4 1 5 und 1 0 4 3 9. Die Variante auf
. der 1 0 4 0 6 mit sogenannten schwimmenden Büchsen aus Tokat - Bronze mit Stahl-
. seele war dabei die Beste und wurde ab 1960 eingebaut.
- Nach Versuchen mit geteilten Bremsklötzem und Bremgestängestellern ab 1961 auf
. der Lokomotive 1 0 4 4 9 wurde diese Anordnung bei den meisten Lokomotiven noch
. eingebaut.
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Betriebseinsatz
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Mit der Ae 3/6II 1 0 4 0 1 wurden nach der vorzeitigen Indienststellung am 19. Januar
1923 sofort intensive Probefahrten durchgeführt. Dass der Transformator etwas schwach
war, stellte sich dabei sehr bald heraus. Ansonsten gab es aber keine Probleme mit der
Erfüllung des Pflichtenheftes.
Ab April 1924 begann dann die Ablieferung der Serie. Diese erstreckte sich bis zum Juni
1926. Die Depotzuteilung ab Fabrik war dabei wie in der nachfolgenden Tabelle gezeigt:
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Nummern Depots
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- 1 0 4 0 1 - 1 0 4 0 4 Z.ürich
- 1 0 4 0 5 - 1 0 4 1 3 O.lten
- 1 0 4 1 4 - 1 0 4 3 8 B.asel
- 1 0 4 3 9 - 1 0 4 4 9 O.lten
- 1 0 4 5 0 -1 0 4 6 0 L.uzern
.
.
.
Die Anzahl der gelieferten Lokomotiven überstieg dabei den Bedarf. Die im Sommer
1925 abgelieferten Nummern 1 0 4 3 3 - 1 0 4 3 8 wurden im SBB-Kreis II als „über-
zählig“ erklärt. Mit Fortschritt der Elektrifizierung in den zwanziger Jahren des 20.
Jahrhunderts war der Bedarf aber durchaus gegeben und die Lokomotiven wechselten
in der Folge die Depotzuteilung und die Einsätze häufig.
.
.
.
Die Lokomotive 1 0 4 5 2 wurde weitgehend in ihren Ursprungszustand ( inklusive
braunem Anstrich ) zurückversetzt und bleibt so der Nachwelt als betriebsfähige
Lokomotive erhalten. Weil zuerst zugunsten der Erhaltung von 10439 entschieden
worden war, diese sich aber in schlechtem Zustand befand, wurde 1 0 4 5 2 zu
10439 umnummeriert. Um Stillstandsschäden zu vermeiden, wird sie von Zeit zu
Zeit mit leichten Aufgaben auf die Strecke geschickt. Ansonsten steht sie für
Sonderfahrten zur Verfügung.
.
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Fazit
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Die Lokomotive war in ihrer Konstruktion zwar robust, aber mit dem Stangenantrieb
nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Entwicklung, was darauf zurückzuführen war,
dass die MFO, anders als ihre Konkurrenten BBC und SAAS, über keinen erprobten
Einzelachsantrieb verfügte.
Die Lokomotive war dank ihrer hochliegenden Fahrmotoren im Winterbetrieb wesentlich
unempfindlicher als ihre Schwestern Ae 3./.6.I, Ae 3./.5 und Ae 3./.6.I.I.I. Der Instand-
haltungsaufwand war aber, insbesondere wegen des Stangenantriebs, wesentlich höher.
.
.
.
.
( BeschriebAe3/6II AlbumBahnenderSchweiz Zug Train Juna Zoug Trainen Tog Tren Поезд Lokomotive Паровоз Locomotora Lok Lokomotiv Locomotief Locomotiva Locomotive Elektrolokomotive Eisenbahn Railway Rautatie chemin de fer Ferrovia 鉄道
Spoorweg Железнодорожный Centralstation Ferroviaria )
.
.
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.
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A.usf.lug an den G.otth.ard am Samstag den 06. Oktober 2012
.
.
Mit dem Z.ug von B.ern nach L.uzern
.
.
F.otografieren des E.xtraz.uges am B.ahnh.of L.uzern
.
.
Mit dem Z.ug von L.uzern nach F.aido an der G.otth.ard S.üdr.ampe
.
.
F.otografieren des E.xtraz.uges oberhalb F.aido
.
.
Mit dem Z.ug von F.aido nach A.irolo und weiter per A.utos.top ( ? ) auf den G.otth.ardp.ass
.
.
B.esichtigung des S.asso S.an G.ottardo ( F.estung aus dem z.weiten W.eltkrieg )
.
.
Per A.utostop ( A.G ) vom G.otth.ardp.ass nach G.öschenen und weiter mit dem B.us bis W.assen
.
.
F.otografieren des E.xtraz.ug in W.assen bei der K.irche
.
.
Per A.utos.top ( U.R ) von W.assen nach E.rstf.eld und weiter mit dem Z.ug bis L.uzern
.
.
F.otografieren des E.xtraz.ug am B.ahnh.of L.uzern
.
.
Mit dem Z.ug von L.uzern zurück nach B.ern
.
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Hurni121006 AlbumZZZZ121006A.usf.lugG.otth.ardp.ass KantonLuzern AlbumBahnenDerSchweiz
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 231223
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NIF
Flauberto Künstler
Curriculum
Einzelausstellungen
Exposições Individuais
2013 „ Wer kontrolliert, was Sie denken“ „Who Controls What You Think” Embassy of Brazil in Berlin 15 years retrospective of art, paintings, photography and drawings.
2012 Galeria A livararia Berlim „ Wer kontrolliert, was Sie denken „ „Who Controls What You Think „ five years retrospective of photography.
2009 Galeria Syguaraia Berlim „O Bolo do casamento“ "The Wedding Cake". photos and paintings
2005 – Restrospectiva – 10 anos de desenhos / Retrospective - 10 years of drawings
Galeria Archidy Picado – FUNESC João Pessoa – PB – Brazil
2004 - Brasilianische Botschaft Berlin- Brazilian Embassy in Berlin Anlässlich des Benefizkonzerts des Klenke-Quartetts Weimar Am 25. Mai 2004 Beehrt sich die Brasilianische Botschaft Pinturas Berlim - Alemanha
2003 - Anlässlich des Nationalfeiertages Am 9. September 2003 Beehrt sich die Brasilianische Botschaft - Exposição do feriado Nacional . Pinturas Berlim - Alemanha
2003 – Brasilianische Künstler in Berlin- Brazilian Artist in Berlin Preisträger des Forums im Ethnologischen Museum Dahlem Brasilianische Botschaft – Artistas brasileiros em Berlim.
Flauberto Pinturas / Berlim – Alemanha
2003 - Mercedes Benz BerlinFlauberto / Pinturas / Gämalde /Paintings
Berlim - Alemanha / Berlin - Deutschland
2002 – Akademie Der Kunst Berlin – Art Academy Berlin
Flauberto / Pinturas / Gemälde / Paintings Berlin - Deutschland / Berlin – Germany.
2002 - Where Does The Sun Come First?
Brasilianische Botschaft – Brazilian Embassy – Embaixada do Brasil
Flauberto Pinturas / gemälde / Paintings Berlim - Alemanha
2001 - Diamantés Surround Brasilianisches Kulturinstitut in Deutschland / Brazilian´s Institut of Culture in Germany Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
Berlim - Alemanha
2001 - Unbewußt Unterbewußt
Galerie Gert Papke, Bamberg, Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
Berlim - Alemanha
1998 - Eu Flauberto- Ich Flauberto – I Flauberto Pinacoteca UFPB, Flauberto Pinturas /Gemälde / Paintings João Pessoa PB / Brazil.
1997- Flauberto Pinturas Núcleo de Arte Contemporânea, Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings, João Pessoa PB / Brazil
1997 - Eu Flauberto- Ich Flauberto – I Flauberto Galerie Aliança Francesa, Flauberto Desenhos / Zeichnung / Drawing João Pessoa PB Brazil
1997 - Pichações e Paixões Juazeirinho Galerie Caixa Econômica, Flauberto Pinturas João Pessoa PB / Brazil
1995 - Depois Que O Rio Passou Galerie Aliança Francesa, Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings João Pessoa PB / Brazil /
Exposições Coletivas / Collective Exhibition
2004 – United Buddy Bears
Kitzbuehel – Österreich www.united-bears.com
2004 – United Buddy BearsPequin / China www.united-bears.com
2004 – United Buddy Bears
Hong Kong / China www.united-bears.com
2003 – United Buddy Bears
Brandenburger – Tor
Berlim - Alemanha /
2002 – United Buddy Bears
Brandenburger – Tor
Berlim - Alemanha .
2000 - Kunst zum Verschenken
Galerie No Ter, Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
Berlim - Alemanha /
1999 - Museum Haus Checkpoint Charlie
Weihnachtsversteigerung
Flauberto Pinturas Berlim - Alemanha
1999 – Geração 90
Núcleo de Arte Contemporânea
Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
João Pessoa - PB / Brasil / Brasilien / Brazil.
1999 - Arte Contemporânea da Paraíba
Museu de Arte Assis Chateaubriand
Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
Canpina Grande - PB / Brasil / Brasilien / Brazil.
1999 – 1.500 Via Pedro II
Centro Cultural São Francisco
Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
Kurator / Curador: Fabio Queiroz
João Pessoa - PB / Brasil / Brasilien / Brazil.
1999 - Galerie Gamela 20 anos
Flauberto Pinturas / Gemälde /Paintings
Kuratorin / Curadora: Roseli Garciaoão Pessoa - PB / Brasil
1999 - Salão Funjop
Fundação Cultural de João Pessoa
Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
João Pessoa - PB /Brasil / Brasilien / Brazil.
1999 - Banco de Dados Itaú Cultural
Itaú Cultural, São Paulo
Flauberto Pinturas /Gemälde / Paintings
São Paulo / Brasil / Brasilien / Brazil.
1998 - 1ª Revista da Pintura Paraibana
Núcleo de Arte Contemporânea
Kurator / Curador: Cacá Santa Cruz
Flauberto Pinturas / Gemälde / Paintings
João Pessoa - PB / Brasil / Brasilien / Brazil.
1998 - Em Defesa das Águas
Parque Sólon de Lucena
João Pessoa –PB / Brasil / Brasilien / Brazil.
1997 - Arte da Paraíba
Museu de Arte Contemporânea Assis Chateaubriand
Campina Grande - PB – Brasilien - Brazil.
1996 - Apocalipse VII
Centro Cultural São Francisco
Kurator / Curador: Gabriel Bechara
João Pessoa - PB – Brasilien - Brazil
1996 - Coletiva NAC
Museu de Arte Contemporânea Assis Chateaubriand
Kurator / Curador: Gabriel Bechara
Campina Grande - PB - Brasilien – Brazil.
1996 - Coletiva NAC
Núcleo de Arte Contemporânea da UFPB
Kurator / Curador: Gabriel Bechara
João Pessoa PB – Brasilien – Brazil.
1996 - Momento Contemporâneo
Sebrae
João Pessoa - PB – – Brazil.
1996 - Momento Contemporâneo
Manaira Shopping
João Pessoa - PB – – Brazil.
1995 - Arte da Paraíba
Fundação Espaço Cultural da Paraíba
João Pessoa - PB – – Brazil.
1995 - COPEART
Galeria Teatro Municipal Severino Cabral
Campina Grande - PB – – Brazil.
1995 - Extase Up
Galpão Porto do Capim
João Pessoa - PB – – Brazil.
1994 - Recentes Pinturas Verdes Pintores
Galerie Caixa Econômica
João Pessoa - PB – – Brazil.
1994 - Recentes pinturas Verdes Pintores
Galerie Teatro Municipal Severino Cabral
Campina Grande - PB – – Brazil.
Bienal
2003 – Novosibirsk / Rússia / Russland
Bienal / Desenho / Drawing / Zeichnung /
Salão de Arte / Art Salon
1994 VI - SamapJoão Pessoa - PB – Brasilien – Brazil
1996 - V Salão / Sesc / Prêmio/ Prize /Preis
João Pessoa - PB – Brasilien – Brazil.
1996 - VII - SAMAP / Prêmio
Oficinas e Arte / Workshops
2005 – Oficina de desenho exprimental
Ministrante Flauberto, FUNESC, João Pessoa, PB, Brasil
1998 - EU
Ministrante Flauberto e Fabiano Gonper João Pessoa, PB Brazil
1998 - Pedras de Fogo
Intercâmbio Suíça e Paraíba / Dadi Wirz coordenação João Pessoa PB Brazil
1997 - Coisas
Fenart / FUNESC /João Pessoa PB Brazil
1996 - Visões do Cabo Branco
FUNESC João Pessoa PB Brazil
Bibliografia / Bibliographie
2013 www.tagesspiegel.de/kultur/finissage/8847078.html
Flauberto: Artworks 1997 bis 2013.
2012 - www.tagesspiegel.de/kultur/vernissage/7271356.html
2012-http://www.berlinda.org/Kalender/Kalender/Eintrage/2012/11/19_17.11.2012__Tag_der_afro-brasilianischen_Kultur___Naunyn_Ritze_2.html
Jornal A União 2005
Flauberto abre workshop de desenho experimental
Jornal Correio da Paraíba janeiro de 2005
Flauberto abre exposição retrospectiva de desenho
Jornal da Paraíba janeiro de 2005
Flauberto abre exposição retrospectiva de desenho
United Buddy Bears Berlin 2003
Catálogo / www.united-buddy-bears.com/
Berlin / Alemanha / Deutschland / Germany
Jornal Correio da Paraíba 04 / 01 / 2003
Paraibano representa o Brasil na Alemanha por ( Bianca Donatangelo ) www.jornalcorreiodaparaiba.com.br
Jornal a União 18 / 07 / 2002
Paraibanos em Berlim (Adriana Crisanto)
www.auniao.jpa.com.br/anteriores/18.07.2002/cultural.htm
Neues Deutschland 06 / 08 / 2002
Brasilianische Kunst Zeigt Viel Brisanz, Galerie der Botschaft Zeigt zwei Ausstellungen ( Von Almut Schöter ) redaktion@nd-online.de
Jornal da Paraíba 07 / 08 / 2002
Paraibanos em Berlim ( Andre Cananea )
www.jornaldaparaiba.globo/vida-2-070802.html
18 / 07 /2002 Hannah Abullah
Vielseitig! Brasilianische Zeitgnössische kunst
Die Ausdehnung und Weite des Lands spiegelt sich der kunst Wider
2001 – A arte e os artistas da Paraíba.
Perfis jornalísticos – Elinaldo Rodrigues.
Der tagesspiegel 10 /06 / 2001
Berlin Kultur Seite 28 n°17432 ( DER LANGE VEG NACH MITTE) www.tagesspigel.de
22 / 02 / Bis 07 / 03 / 2001 Ilustrierte stadzaeitung ZITTY
N° 5 / 2001 / A 8.500 www.zitty.de Diamantés Surround drei wahlberliner unterschiedlicher herkunft präsentiert das Icbra
08 / 03 / bis 21 / 03 / 2001 Ilustriet ( ZITTY ) stadzaeitung
N° 6 / 2001 Für iedes Bedürfnis Sabiana Maria Van Der linden Flauberto, Ogar Grafe, Ausstellung "Diamantés Surround " in der icbra galeria www.zity.de/kunst
TIP MAGAZIN 22 / 02 /2002
Instituto Cultural Brasileiro em Berlin ( DIAMANTES SURROUND
ARTERY BERLIN 2001
Brasilianisches Kulturinstitut (Diamantes Surroud ) grenzgänge entre fronteiras Sabina Maria Calligraphy Niederlande, Flauberto Brasilien Malerei/ Painting, Ogar Grafe Deutschland stickrei, fotografia und obejcts mail. artery-berlin@t-online.de
Jornal O Norte 01 /03 / 2001
Paraibano expõe suas obras em importante galeria na Alemanha www.jornaldaparaiba.globo.com/
Jornal Correio da Paraíba 24 / 02 / 2001
Paraibano expõe na Alemanha www.correiodaparaiba.com.br
Frankischertag 23 / 08 / 2000 Bamberg
167 / nummer 193 www.frankischer-tag.de
Brasilien Meets Bamberg maler flauberto der Sandkerwa Zu Gast zur 8 H-aus-stellung Hat Der gallery gert Papke den Brasilianischen Künstler Flauberto Eingelanden
WOCHEN BLATT 23/ 08 / 2000
n° 34 Bamberg der Brasilianische Maler Flauberto zu gast bei der sandkerwa gallery Get Papke www.wochenblatt-bamberg.de
Fankische Nacht 23 / 08 / 2000
Monatsmagazin für Bamberg und gebung N° 160 / 14 Brasilien Meets Bamberg www.fraenkischer-tag.de
Frankischertag 23 / 08/ 2000 Bamberg
167 N° 193 Brasilien Mets Bamberg maler Fauberto www.fraenkischer-tag.de
Jornal a União 03 / 07 / 1999
1 500 VIA PEDRO II Exposição no Centro Cultural São Francisco
Beliner Kunst Kalender 1999
Museu Haus am Checkpoint Charlie Berlin
25° Weihnachtsverdteigerung moderation Detlef gosselek Berlin deutschland
Jornal O Norte 04 / 06 / 1999
Os primeiros registros de Flauberto surgem na infância.
por Celia Leal, João Pessoa PB Brazil
Jornal A União 03 /07 /1999
Seus trabalhos gritam urgências trepidam como seu próprio tempo. Fabio Queiroz, João Pessoa PB Brazil.
Jornal o Norte 10 / 12 / 1998
Pintura em revista no NAC Flauberto revelação recente da arte da Paraíba. João Pessoa PB Brazil Caca Santa Cruz.
Jornal O Norte 03 / 12 / 1997
A natureza revelou para ele uma espécie de perversão das cores Jose Rufino,João Pessoa PB Brazil
Jornal a União 16 / 10 / 1997
Flauberto e assim mesmo vai fundo em suas raízes e explode seus sentidos em desenhos e pinturas. Margarete Naponuceno João Pessoa PB Brazil.
Jornal Correio da Paraíba 15 / 01 / 1997
Flauberto abre exposição a partir de hoje no NAC ( Carlos Azevedo ) João Pessoa PB Brazil.
Jornal o Norte 15 / 01 / 1997
Telas disformes em mostra no NAC vida registrada em pinturas coloridas e desenhos disformes ( Sheila Raposo) João Pessoa PB Brazil.Jornal Correio da Paraíba 01 / 12 / 1997
A obra do artista está calcada na infância, o artista e declaradamente infantil
Augusto Magalhães, João Pessoa PB Brazil.
Jornal a União 13 / 12 / 1997
Excertos de corpo e memória o olhar de Flauberto sobre a existência, passa pelos devaneios e surpresas de um curioso menino de Juazeirinho ( Jose Rufino ) João Pessoa PB Brazil.
Jornal o Norte 01 / 11 / 1996
Mostra NAC 96 A nova artes plástica da Paraíba
João Pessoa PB Brazil ( Sheila Raposo )
Jornal A União 17 / 11 / 1995
Flauberto abre hoje na aliança francesa a exposição (depois que o rio passou ) João Pessoa PB Brazil.
Jornal O Norte 01 / 11 /1994
Coletiva na cef tem abstracionismo predominante, Flauberto sua obra e a fusão visual das emoções da infância, com as de hoje ( Ricardo Anísio ) João Pessoa PB Brazil.
Information about the art of the artist.
Flauberto ist in der kleinen Stadt Juazeirinhio, Paraiba geboren. Er lebt seit zehn
Jahren in Berlin und nahm bereits an bedeutenden Gemeinschaftsaustellungen
u.a. in Brasilien, USA, Deutschland und de Schweiz teil.
„Flauberto findet seine Inspiration in der überfüllten Welt unserer Alltäglichen
und aus Wortfetzen bestehenden, von Hektik geprägten Umwelt. In den
Straßen der Großstadt, den Korridoren von U-Bahnhöfen oder den tausendfach
überklebten Outdoors an den Häuserwänden finden sich die grafischen
Elemente seiner Bilder wieder. Die Leinwand scheint den gestalterischen
Gestus von Flauberto nur vorübergehend festzuhalten, denn die Intention des
Striches und der Farbkombinantionen weisen weit aus dem verschlossenen,
geordneten Innenleben eines Raumes in die Unbegrenztheit einer ungewissen
Außenwelt unter freiem Himmel.“ Flauberto“ ist einer der herausragenden Künstler der brasilianischen Kunstszene in Deutschland. Seine Werke, das sind Gemälde, Fotos und Zeichnungen zeigen einen einzigartigen Stil und befinden sich in ständigen Sammlungen der brasilianischen Botschaft, dem „Museu de Arte Contemporânea Assis Chateaubriand“ und Privatsammlungen in Russland, Schweiz, Deutschland und den USA. Außerdem wird er von den brasilianischen Medien zu den wichtigsten fünf aktuellen bildenden Künstlern des Bundesstaates Paraíba in Brasilien gezählt. Der Künstler präsentierte seine Werke unter anderem im Jahr 2003 auf der Bienale von Novosibirsk in Russland und in einer Ausstellung in der Akademie der Künste in Berlin, erhielt im Jahr 2002 den Preis des Museums in Berlin-Dahlem als „ausgezeichneter Künstler der brasilianischen Kunstszene Deutschland“. 2002 realisierter er ebenfalls eine Retrospektive in den ehemaligen Räumen des brasilianischen Kulturinstituts (ICBRA) aber auch weitere Ausstellungen in Deutschland und im Ausland, wie die Teilnahme als Repräsentant Brasiliens am Projekt „United-Buddy-Bears“ in Berlin, Tokio, Sidney, Istambul, Shangai und Peking. 1998 wurde er in einer Galerie in Zürich und auch in Basel gehandelt. 1995 wurden seine Werke in einem Workshop in Minneapolis (USA) vorgestellt und besproche.
Dr:Tiago de Oliveira Pinto
Eine sich aufweitende Kunst
Oder vielleicht eine Unordnung, die aus dem dunkeln der Rohmaterie seiner Kunst entnommen ist
Die ersten Aufzeichnungen des künstlerischen Schaffens von Flauberto stammen aus seiner Kindheit in Juazeirinho, einer kleinen und armen Stadt, die durch die Bundesstrasse BR-230 in der Mitte durchschnitten wird, eingewachsen in der gühenden Hitze in der desolaten Region von Cariri im Bundesstaat Paraiba. Seine Unruhe verschonte nicht die Wände der Häuser, die Mauern des Klassenzimmers, die grossen Türen der Lagerhäuser, die Banken und die Wände der Schule.
Es ist dieses weit zurückliegende Gedächtnis, welches sich in der emotionalen Fracht seiner aktuellen Arbeit verfasst, wenn die Welt und das Leben in Reichtweite ist, auf diesem Weg der seine Geschichte in der Mitte zerschneidet.
Das Ziel seiner Kunst ist mehr als die Bewusstheit, es ist die Besessenheit an Grenzüberschreitungen. Seine Arbeiten schreien nach Dringlichkeiten, sie beben wie die eigene Zeit und verlangen nach der Kolektivität.
“Ich habe ab 1994 angefangen intensiv Kunst zu machen, so dass Leben und Kunst in einem gemeinsamen Weg meinen künstlerischen Prozess begleitet haben. Bei der künstlerischen Tätigkeit habe ich sehr früh eine besessene, systematische und impulsive Form entwickelt . In den letzten 19 Jahren meines Schaffens habe ich mich besonders mit Zeichnungen und Malerei beschäftigt, habe aber auch Projekte mit Skulptur und Instalationen entwickelt. Die Themen meines Lebens waren immer die meines Lebens, wie Sex, Macht, Geld, und Religion, die immer verwirrende und festigende Elemente meiner Existenz waren.
Ich wusste nie zu erklären wie sich diese Dinge von einer Form in die andere (im Leben und in der Kunst) wandelten, jedoch bin ich ein autodidaktischer Künstler mit Intension und Selbstbildung. Sehr früh habe ich eine Art von Aversion zum Model der schulischen Bildung entwickelt , als ich das Studium an der Universität verlassen habe.
Seit Juazeirinho, die Stadt in der ich geboren bin und gelebt habe, fühle ich mich wie ein impulsives, obzesives und ängstliches Individuum, welches sich aus der Dunkelheit mit seinem eigenen Licht entzieht.
Ich will Fragen beantworten: Wer bin ich? zu wem gehöre ich? oder warum meine Kunst in meiner Kondition und meinem kreativen Prozess nachhallen wird
Ich und meine Kunst gehören zusammen, von den vorhandenen Händen mit der verzweifelten Lust am Fleisch.
Ich schaffe es nicht aufzuhören meinen Umkreis zu observieren, sei es in João Pessoa, Salvador, Rio de Janeiro, Basel, in der Schweiz, oder in Berlin.Städte die die Tragig meines Lebens darstellen.
Ab 2002 begann ich einen Prozess zu entwickeln der Fotografie mit Techniken wie Kollage, Foto-Kollage und digitale Manipulation, als Mittel oder Unterstützung aufweist. Ich habe in der Fotogafie ein Mittel gefunden, der persönlichen und pofessionellen Verwirklichung so klar und Transparent wie anderen Unterstützungen die ich schon genutzt habe, und die ich noch nutze. Ich setze in meine Fotografien die Unnachgiebigkeit und die Obzession der Grenzen von meiner Lust. Alles was ich mache ist ein Teil einer extrem persönlichen Entschlossenheit. Als ich mich entschloss die Fotografie in meinen Prozess der Produktion und Kreation einzubinden, machte ich dies, um an eine Objektivität und Tranzperenz des Mittels zu glauben um meine Ideen zu transportieren. Das erste Projekt von Fotos, dass ich 2002 begonnen hatte, versammelt 500 Fotografien die meine privaten Wünsche des Lebens und meine Augen vor der Welt ausdrücken. Um das Projekt zu realisieren, griff ich zum Universum der Informationen, wie Zeitungen, Jornale, Bücher, Fotos und Bilder die von anderen Künstlern gemacht wurden, also letztendlich alles was ich mit meinem lüsternden Blick erreichen konnte. Auf dem Weg der Hin und Rückfahrt nach Hause werde ich Stücke des Lebens gesammelt haben, die meine Wünschen berühren. »
Flauberto Artist
Die Perversion der Farben.
Es gab keinen anderen Weg für Flauberto wenn nicht die Kunst. Die Natur hat ihm eine Art der Perversation der Farben bereitgestellt. Als Kind seine Ziele am Abend in Juazeirinho, Paraibanischen Cariri, waren unfeiwilligerweise einfallen durch eine Leuchtende Kraft des “in den Augenen stechenden Grüns”.
Als Regen fiel füllte sich die Vegetation mit Blättern, und der Blick Flaubertos verlohr sich im kräftigen Grün des Juazeiro-Baumes, des Umbu-Baumes und des Catinga-Baumes.
Der Blick Flaubertos ist so - unterschiedlich, verzerrt und trügerisch. Aber in einer semantischen Frage, waren die Farben für Ihn immer eine Herausforderung, denn er muss nicht nur seine Namen lernen, denn auch mit einer Art bösen Magie leben, die mit einigen Farben, prinzipiell mit Grün, erscheint, die in Zusammenhang mit dem Kontext in welchem die gleichen eingefügt waren hervorstechen.
Aktuell hat Flauberto eine Sicht dieser Situation: die Fraben sehen wie kodiert aus, dominiert um zu malen. Er entwickelte eine quasi machanisiert Technik, wo es für jede Farbe einen vorbestimmten Platz gibt. Jede Farbe hält eine bestimmte Distanz zur anderen und jede Farbe ist vorbereitet und nur einmal anwendbar, niemals aber in vielen Töpfen zur gleichen Zeit.
Ich lernte die Malerei von Flauberto kennen bevor ich Ihn persönlich kennengelernt habe, als ich an etwas anderes denkend eine Bank betrat, an jenem Platz der für Ausstellungen vorgesehen war, die mir immer ein Lächeln in meinen
Mundwinkeln hervorrief. An diesem Tag hielt ich verblüfft vor einer ausgestellten Zusammenstellung an.
Vom Nahen stellte ich die Unvollkommenheit in der Vorbeitung der Farben und der Leinwände des Künstlers fest und blieb verwirrt im Akzeptieren der primitiven Kunst oder einer bewussten oder gelehrten Manifestation von einem jungen Künstler.
Ich ging heraus mit Assoziationen von Grafiken von Keith Hering, und mit den unbearbeiteten Figuren von A.R. Penk, und mit den infantilen Malereien von Donald Baechler, ohne zu wissen was sozusagen der noch unbekannte Anfänger Flauberto mit der Produktion dieser Künstler gemeinsam hatte.
Die vigorosen Grafiken Flaubertos sind Übungen der Dichotomie, schwingen wie ein taumelnder und aus den Fugen tretender Tanz zwischen einer kartesische Organisation und einem unkontrolliertem und rudimentären Kaos.
Es sind Variiationen zwischen ausschweifenden Pinselstrichen des Malers bis hin zu den feinen Linien und Strichen die sich in den etwas grosseren Kompositionen verlieren. Seine Farben gehen von der Künstlichkeit von einem fluesziereneden Orange die Übelkeit hervorrufen, bis zu friedlichen Pasteltönen.
Persönlichkeit und Malerei wechseln sich zwischen lebhaft und trüb, grob und fein, populär und gelehrt, klever und naiv, bewusst und verwirt ab. Die letzten Malereien von Flauberto zeigen schon eine Annäherung mit einigen Konzepten, die im Wiebelwind von Aufnahmen der zeitgenossischen Kunst gelernt wurden in der der Künstler sich in den letzten Jahren befand.
Es scheint aber, dass er alles mit viel Personalität behandelt. Akademische Konzepte wie Gleichgewicht und Einigkeit die bei den meisten Künstlern aus unser Generation noch zu finden sind werden meistens missachtet. Die Organisation von Flaubertos Arbeitsmaterial wirkt in den Augen zu aller erst trostlos. Schwere Figuren werden auf leichte gelegt, senkrechte Bäume schweben aus den Seiten und harte Figuren drängeln sich in außergewöhnlicher und störender Masse durch.
Seine Malerei ändert sich als ob er sie aufgrund der brasilianischen Musik und Rock geschaffen hat. Ich selber kenne keinen anderen Maler der für sich selbst eine Art von chronologischen Aktionen, die von der technischen Verbesserung bis hin zu Marketing-Aktionen gehen und sich in Stars der brasilianische Musik hineinversetzt. Er hat sich selbst vorgenommen Sachen zu schaffen, die sich jüngere Maler gar nicht trauen.
Wenn ich mit Ihnen über einige seiner Malereien spreche, scheint es als ob er immer schon einen fertige Antwort zu meinen Fragen hat. Ich muss zugeben, dass ich einige Zeit benötige um die Ergebnisse verarbeiten zu können und will meistens auch schon mal sagen z.B. dass ich nie solch ein Rot oder Lila benutzen würde. Seine Malereien überschreiten immer den Punkt bis zu dem ich kommen würde.
An diesem Punkt könnte ich Jean Dubuffet mit seinem Art Brut Konzept erwähnen, oder andererseits in diesen wirren Zeiten der Multikulturalität die Diskussionen der Kritiker der modernen Kunst durchgehen, um zu versuchen die Arbeit von Flauberto zu verstehen, aber ich verbleibe lieber auf dem Feld der Zweifel, offen für die unerwarteten Schläge der Malerei von Flauberto aus Cariri
Os primeiros registros da expressão artística de Flauberto surgem já na infância
em Juazeirinho, uma cidade pequena e pobre cortada ao meio pela Br-230,
encravada na escaldante e desolada região do Cariri paraibano.
A sua inquietude não poupava as paredes das casas, os muros do grupo escolar, as imensas portas dos armazéns de estivas, as carteiras e as paredes do colégio.
É essa memória remota que vai se constituir na carga emocional de seu trabalho atual, quando o mundo e a vida estão ao seu alcance, nessa estrada que corta a sua
história ao meio. Mais do que consciência, o objeto de sua arte é a obsessão dos limites. Seus trabalhos gritam por urgência, trepidam como o seu próprio tempo, reinvidicando a condição coletiva. “Comecei a produzir profissionalmente a partir de 1994, embora a vida e a arte tenham
caminhado juntas no desenvolvimento do meu processo artístico. Desde muito cedo
desenvolvi uma forma obsessiva, sistemática e compulsiva de se fazer arte. Nos últimos
dez anos a minha produção esteve baseada principalmente no desenho e na pintura,
mas também desenvolvi, projetos como escultura e instalação.
Os temas da minha vida sempre foram também os da minha arte. Sexo, poder,
dinheiro e religião sempre foram elementos pertubadores e condicionadores da minha
existência. Eu nunca soube explicar como estas coisas se transmutaram de uma condição à outra ( da vida para a arte) , pois sou um artista de intenção e formação autodidatas. Desde muito cedo desenvolvi um tipo de aversão ao modelo de aprendizado escolar, quando abandonei em definitivo os estudos da universidade.
Desde Juazeirinho, cidade onde nasci e vivi, sinto e percebo-me como um indivíduo
compulsivo, obsessivo, agonizante o qual retira do escuro a sua própria luz.
Eu procuro responder à perguntas como: Quem sou ? a quem pertenço? ou por que a minha arte reverbera na minha condição e no meu processo criativo?
Eu e minha arte estamos juntos, de mãos dadas com o desesperador prazer da carne.
Não consigo parar de observar o meu redor, seja em João Pessoa, Salvador,
Rio de Janeiro, Basel, na Suíça, ou em Berlim, cidades que compõem a minha tragetória de vida.
A partir de 2002 comecei a desenvolver um processo que tem a fotografia como meio
e suporte. através de técnicas como colagem, foto-montagem, e manipulação digital.
Encontrei na fotografia um meio de realização pessoal e profissional tão claro e transparentes quanto os outros suportes que já explorei, e que continuo explorando.
Coloco nas minhas fotografias a intransigência e a obsessão dos limites do meu prazer.
Tudo o que eu faço é parte de uma resolução extremamente pessoal.
Quando resolvi incluir a fotografia no meu processo de produção e criação, fiz por acreditar na objetividade e transparência do meio para veicular minha idéias.
Este projeto inicial de fotos que iniciei em 2002, reúne quinhentas fotografias que expressam os meus desejos privados pela vida e os meus olhos diante do mundo.
Para a realização deste projeto, lanço mão do universo da informação como revistas, jornais, livros, fotos ou imagens produzidas por outros artistas, em fim, tudo o que eu vou alcançando com o meu olhar carnal. Nos caminhos de ida e volta para casa vou juntando pedaços da vida que mexem com os meus desejos. ”
Texto: Fabio Queiroz + Flauberto
A peversão da cores.
Não havia outra saída para Flauberto a não ser a arte. A natureza
reservou para ele uma espécie de peversão das cores. Quando criança seus fins de tarde na cidade de Juazeirinho, Cariri paraibano, eram involutariamente invadidos por uma luminosidade “verde de doer nos olhos”.
Quando caiam a chuvas e a vegetação se enchia rapidamente de folhas, o olhar de Flauberto se perdia na “vermelhidão” dos juazeiros, umbuzeiros e catingueiras.
O olhar de Flauberto é assim; diferente,distorcido e enganoso. Mais que uma questão
de semânticas, as cores para ele sempre foram um desafio, era preciso aprender
não apenas seus nomes, mas também conviver com uma espécie de magia maldosa a qual fazia com que algumas cores, principalmente o verde, desaparecesse de acordo
com o contexto no qual estavam as mesmas inseridas.
Atualmente Flauberto tem um aparente domnio desta situação: as cores parecem estar
codificadas, dominadas para pintar. Ele desenvolveu uma técnica quase mecanizada
onde para cada tinta há um lugar pré-determinado. Mantendo cada uma, uma certa distancia da outra e cada cor é preparada e aplicada de uma só vez, nunca apartir de vários potes ao mesmo tempo.
Conheci a pintura de Flauberto antes mesmo de conhecê-lo ao entrar distraidamente
em uma agência bancária, cujo lugar destinado à exposicoes, sempre me causou
sorrisos no canto da boca. Naquele dia fui desviado com espanto para um conjunto
de grandes pinturas de cores fortes e composições rudimentares.
De perto percebi a imaturidade do artista no preparo das tintas e das telas e fiquei confuso em aceitar aceitar aquilo como arte primitiva ou uma manifestação consciênte e erudita de um jovem artista. Sai dali fazendo associações com o s grafismos de Keith Hering, e com as figuras toscas de A. R. Penk, e com as pinturas infantilizadas de Donald Baechler, sem saber que o então iniciante Flauberto desconhecia totalmente a producao destes artistas.
Os grafismos vigorosos de Flauberto são exercícios de dicotomia, oscilam como uma
dança desengonçada entre uma organização cartesiana, e um caos descontrolado e rudimentar. Variam entre grossas pinceladas de pintor de parede até finos e delicados
traços que se perdem nas composições mais pesadas.
Suas cores vão do artificialismo de um laranja fluorescente de causar náuseas, ao pacifico tons pastéis. Personalidade e pintura alternam-se entre o vibrante e o opaco,
o rude o delicado, o popular e o erudito, o esperto e o ingênuo, o consciênte e o alienado.
As últimas pinturas de Flauberto já revelam uma aproximação com alguns conceitos
apreendidos do turbilhão de imagens da arte contemporânea a qual o artista tem
se submetido nos últimos anos.
Mas ele parece tratar tudo isso com muita personalidade. Conceitos academicos como
equilibrio e unidade, ainda presente na maioria dos artistas da nossa geração,
são completamente ingnorados. A “organizacao” do espaço pictórico de Flauberto
chega a causar um desconforto no olhar. Figuras pesadas são colocadas em cima das
leves, àrvores horizontais pendem das laterais e figuras duras cortam tudo de forma
desconcertante e incômoda.
Sua pintura muda de ritmo como se pintasse ao som de música popular brasileira e rock pesado. Desconheço qualquer artista que tenha traçado para sí próprio uma espécie de cronograma de ação que vai desde o aprimoramento técnico até ações de marketing. Flauberto tem pressa na sua conquista e está sempre se espelhando em estrelas da música popular. Ele almeja galgar rapidamente os degraus que outros artistas jovens nem cogitam.
Quando o interpelo sobre algumas de suas pinturas, Flauberto parece já ter uma resposta para meus questionamentos. Confesso que demoro algum tempo para processar seus resultados, e fico sempre com vontade de dizer , por exemplo, que eu jamais usaria este vermelho ou aquele roxo. A pintura de Flauberto sempre passa do ponto onde eu pararia.
Eu poderia evocar aqui Jean Dubuffet, com seu conceito de Art Brut, ou por outro lado,
recorrer as discurssões dos criticos de arte contemporânea nesses tempos turvos de
multiculturalismo, para tentar compreender o trabalho de Flauberto, mais prefiro permanecer no campo das dúvidas, abertos para os golpes inesperados da pintura deste Flauberto do Cariri.
Texto Jose Rufino Artista plastico
Finissage 26 / 09 / 2013
Ausstellung / Exhibition
Künstler - Artist Flauberto
Who Controls What You Think
Artworks 1997 bis 2013 / Kunstwerke 1997 bis 2013
Finissage 26- 09- 2013
Open 18 hours to 20 hours
Exhibition show September 6 to September 30, 2013
Open in embassy visits from 10 to 17 hours
Visiting hours a week: Monday to Friday
Ausstellung und Show 5. September - 31. September, 2013
Zeit in Botschaft Besuche von 10 bis 17 Stunden
Besuch Tage von Montag bis Freitag
Brasilianische Botschaft in Berlin / Embassy of Brazil in Berlin
Adresse:
Wallstrasse 57
10179 – Berlin
cultural.berlim@itamaraty.gov.br
Artist Contact. flauberto.world@gmail.com Flauberto ist in der kleinen Stadt Juazeirinhio, Paraiba geboren. Er lebt seit fünfJahren in Berlin und nahm bereits an bedeutenden Gemeinschaftsaustellungenu.a. in Brasilien, USA, Deutschland und de Schweiz teil.„Flauberto findet seine Inspiration in
der überfüllten Welt unserer Alltäglichenund aus Wortfetzen bestehenden, von Hektik geprägten Umwelt. In denStraßen der Großstadt, den Korridoren von U-Bahnhöfen oder den tausendfachüberklebten Outdoors an den Häuserwänden finden sich die grafischenElemente seiner Bilder wieder. Die Leinwand scheint den gestalterischenGestus von Flauberto nur vorübergehend festzuhalten, denn die Intention desStriches und der Farbkombinantionen weisen weit aus dem verschlossenen,geordneten Innenleben eines Raumes in die Unbegrenztheit einer ungewissenAußenwelt unter freiem Himmel.“Flauberto“ ist einer der herausragenden Künstler der brasilianischen Kunstszene in Deutschland. Seine Werke, das sind Gemälde, Fotos und Zeichnungen zeigen einen einzigartigen Stil und befinden sich in ständigen Sammlungen der brasilianischen Botschaft, dem „Museu de Arte Contemporânea Assis Chateaubriand“ und Privatsammlungen in Russland, Schweiz, Deutschland und den USA. Außerdem wird er von den brasilianischen Medien zu den wichtigsten fünf aktuellen bildenden Künstlern des Bundesstaates Paraíba in Brasilien gezählt.Der Künstler präsentierte seine Werke unter anderem im Jahr 2003 auf der Bienale von Novosibirsk in Russland und in einer Ausstellung in der Akademie der Künste in Berlin, erhielt im Jahr 2002 den Preis des Museums in Berlin-Dahlem als „ausgezeichneter Künstler der brasilianischen Kunstszene Deutschland“.2002 realisierter er ebenfalls eine Retrospektive in den ehemaligen Räumen des brasilianischen Kulturinstituts (ICBRA) aber auch weitere Ausstellungen in Deutschland und im Ausland, wie die Teilnahme als Repräsentant Brasiliens am Projekt „United-Buddy-Bears“ in Berlin, Tokio, Sidney, Istambul, Shangai und Peking. 1998 wurde er in einer Galerie in Zürich und auch in Basel gehandelt. 1995 wurden seine Werke in einem Workshop in Minneapolis (USA) vorgestellt und besprochen
Die Perversion der Farben.
Es gab keinen anderen Weg für Flauberto wenn nicht die Kunst. Die Natur hat ihm eine Art der Perversation der Farben bereitgestellt. Als Kind seine Ziele am Abend in Juazeirinho, Paraibanischen Cariri, waren unfreiwilligerweise einfallen durch eine Leuchtende Kraft des “in den Augenen stechenden Grüns”.
Als Regen fiel füllte sich die Vegetation mit Blättern, und der Blick Flaubertos verlohr sich im kräftigen Grün des Juazeiro-Baumes, des Umbu-Baumes und des Catinga-Baumes.
Der Blick Flaubertos ist so - unterschiedlich, verzerrt und trügerisch. Aber in einer semantischen Frage, waren die Farben für Ihn immer eine Herausforderung, denn er muss nicht nur seine Namen lernen, denn auch mit einer Art bösen Magie leben, die mit einigen Farben, prinzipiell mit Grün, erscheint, die in Zusammenhang mit dem Kontext in welchem die gleichen eingefügt waren hervorstechen.
Aktuell hat Flauberto eine Sicht dieser Situation: die Fraben sehen wie kodiert aus, dominiert um zu malen.
Er entwickelte eine quasi machanisiert Technik, wo es für jede Farbe einen vorbestimmten Platz gibt. Jede Farbe hält eine bestimmte Distanz zur anderen und jede Farbe ist vorbereitet und nur einmal anwendbar, niemals aber in vielen Töpfen zur gleichen Zeit.
Ich lernte die Malerei von Flauberto kennen bevor ich Ihn persönlich kennengelernt habe, als ich an etwas anderes denkend eine Bank betrat, an jenem Platz der für Ausstellungen vorgesehen war, die mir immer ein Lächeln in meinen
Mundwinkeln hervorrief. An diesem Tag hielt ich verblüfft vor einer ausgestellten Zusammenstellung an.
Vom Nahen stellte ich die Unvollkommenheit in der Vorbeitung der Farben und der Leinwände des Künstlers fest und blieb verwirrt im Akzeptieren der primitiven Kunst oder einer bewussten oder gelehrten Manifestation von einem jungen Künstler.
Ich ging heraus mit Assoziationen von Grafiken von Keith Hering, und mit den unbearbeiteten Figuren von A.R. Penk, und mit den infantilen Malereien von Donald Baechler, ohne zu wissen was sozusagen der noch unbekannte Anfänger Flauberto mit der Produktion dieser Künstler gemeinsam hatte.
Die vigorosen Grafiken Flaubertos sind Übungen der Dichotomie, schwingen wie ein taumelnder und aus den Fugen tretender Tanz zwischen einer kartesische Organisation und einem unkontrolliertem und rudimentären Kaos.
Es sind Variiationen zwischen ausschweifenden Pinselstrichen des Malers bis hin zu den feinen Linien und Strichen die sich in den etwas grosseren Kompositionen verlieren. Seine Farben gehen von der Künstlichkeit von einem fluesziereneden Orange die Übelkeit hervorrufen, bis zu friedlichen Pasteltönen.
Persönlichkeit und Malerei wechseln sich zwischen lebhaft und trüb, grob und fein, populär und gelehrt, klever und naiv, bewusst und verwirt ab. Die letzten Malereien von Flauberto zeigen schon eine Annäherung mit einigen Konzepten, die im Wiebelwind von Aufnahmen der zeitgenossischen Kunst gelernt wurden in der der Künstler sich in den letzten Jahren befand.
Es scheint aber, dass er alles mit viel Personalität behandelt. Akademische Konzepte wie Gleichgewicht und Einigkeit die bei den meisten Künstlern aus unser Generation noch zu finden sind werden meistens missachtet. Die Organisation von Flaubertos Arbeitsmaterial wirkt in den Augen zu aller erst trostlos. Schwere Figuren werden auf leichte gelegt, senkrechte Bäume schweben aus den Seiten und harte Figuren drängeln sich in außergewöhnlicher und störender Masse durch.
Seine Malerei ändert sich als ob er sie aufgrund der brasilianischen Musik und Rock geschaffen hat. Ich selber kenne keinen anderen Maler der für sich selbst eine Art von chronologischen Aktionen, die von der technischen Verbesserung bis hin zu Marketing-Aktionen gehen und sich in Stars der brasilianische Musik hineinversetzt. Er hat sich selbst vorgenommen Sachen zu schaffen, die sich jüngere Maler gar nicht trauen.
Wenn ich mit Ihnen über einige seiner Malereien spreche, scheint es als ob er immer schon einen fertige Antwort zu meinen Fragen hat. Ich muss zugeben, dass ich einige Zeit benötige um die Ergebnisse verarbeiten zu können und will meistens auch schon mal sagen z.B. dass ich nie solch ein Rot oder Lila benutzen würde. Seine Malereien überschreiten immer den Punkt bis zu dem ich kommen würde.
An diesem Punkt könnte ich Jean Dubuffet mit seinem Art Brut Konzept erwähnen, oder andererseits in diesen wirren Zeiten der Multikulturalität die Diskussionen der Kritiker der modernen Kunst durchgehen, um zu versuchen die Arbeit von Flauberto zu verstehen, aber ich verbleibe lieber auf dem Feld der Zweifel, offen für die unerwarteten Schläge der Malerei von Flauberto aus Cariri
Texto Von ( Jose Rufino)
Künstler - Artist Flauberto
Who Controls What You Think
Artworks 1997 bis 2013 / Kunstwerke 1997 bis 2013
Finissage 27 /09 / 2013
exhibition and show September 6 to September 29, 2013
Time in embassy visits from 10 to 17 hours
Visiting hours a week: Monday to Friday
Ausstellung und Show 6. September - 29. September, 2013
Zeit in Botschaft Besuche von 10 bis 17 Stunden
Besuch Tage von Montag bis Freitag
Brasilianische Botschaft in Berlin / Embassy of Brazil in Berlin
Adresse:
Wallstrasse 57
10179 – Berlin
cultural.berlim@itamaraty.gov.br
Artist Contact. flauberto.world@gmail.com