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Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/PaulGaebler/status/1629478687459401729
twitter.com/daniluiz_foto/status/1629506152814747656
twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Peaks Island, Maine USA • Beavers' • progress • update: Here in the Peaks Island Land Preserve, the beavers are rapidly transforming this isolated ecosystem. Ponds are multiplying and expanding; water levels are up a foot in some areas, since my last visit. • Beavers: Nature's Landscape Architects.
☞ FunFacts: Beavers eat the bark and spit the chips. –•– "They are the largest rodents (gnawing animals) in the world except for the capybara of South America. Unlike most other kinds of mammals, beavers keep growing throughout their lives. Most beavers look larger than they really are because of their humped backs and thick fur. Thousands of years ago, some beavers of North America were about 7 1/2 feet (2.3 meters) long, including the tail--almost as long as the grizzly bears. No one knows why these huge beavers disappeared." – from WorldBook's excellent summary.
And get this: an average beaver can cut down as many as 200 trees a year !
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
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www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
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taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/PaulGaebler/status/1629478687459401729
twitter.com/daniluiz_foto/status/1629506152814747656
twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/PaulGaebler/status/1629478687459401729
twitter.com/daniluiz_foto/status/1629506152814747656
twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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© Streichphotography
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Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
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www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
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taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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© Streichphotography
Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.
Rechtlicher Hinweis:
Copyright:
Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.
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Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.
Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
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www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
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twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
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Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
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Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/PaulGaebler/status/1629478687459401729
twitter.com/daniluiz_foto/status/1629506152814747656
twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
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twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
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twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/PaulGaebler/status/1629478687459401729
twitter.com/daniluiz_foto/status/1629506152814747656
twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
It is the "Macomb County Building."
Yea verily architect George J. Haas was mayor of Hamtramck. The first five stories were finished and occupied by 1933, and the rest was built in stages through 1944. Great Depression!
-----------------------
In downtown Mount Clemens, Michigan, on July 31st, 2021, the Macomb County Building at intersection of Cass Avenue with North Main Street and Gratiot Avenue (Highway M-3).
-----------------------
Getty Thesaurus of Geographic Names terms:
• Macomb (county) (1002617)
• Mount Clemens (2052720)
Art & Architecture Thesaurus terms:
• architectural sculpture (300379328)
• county courthouses (300005979)
• Art Deco (300021426)
• busts (sculpture) (300417950)
• high-rise buildings (300004810)
• Indiana limestone (300011321)
• public buildings (governmental buildings) (300008059)
Wikidata items:
• 31 July 2021 (Q69306130)
• 1930s in architecture (Q16482516)
• 1940s in architecture (Q60996001)
• 1944 in architecture (Q2811846)
• Art Deco architecture (Q12720942)
• Great Depression (Q8698)
• July 31 (Q2715)
• July 2021 (Q61312805)
• M-3 (Q435735)
• Metro Detroit (Q1925718)
• Southeast Michigan (Q3502886)
• Treaty of Detroit (Q1639077)
Library of Congress Subject Headings:
• County government (sh85033484)
• Courthouses—Michigan (sh94008985)
• Public buildings—Michigan (sh98007914)
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/PaulGaebler/status/1629478687459401729
twitter.com/daniluiz_foto/status/1629506152814747656
twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
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www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
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querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
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www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
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Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.
Rechtlicher Hinweis:
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Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.
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Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.
Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
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www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
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taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
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twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
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Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
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Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/PaulGaebler/status/1629478687459401729
twitter.com/daniluiz_foto/status/1629506152814747656
twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Funfact: The girls are wearing the exact same style of wig from Crobidoll, just in different colors.
Kawah Ijen in East Java, Indonesia is the only Volcano is the World that has Luminous Blue Fire and a massive acid Lake.
#gofabbie #gaming #fabology #fabfacts #interestingfacts #quiz #livegamesapp #funfacts #knowledge #trivia #amazingfacts #skills #education #didyouknow #schooloffabology #indonesia #kawahijen #volcano
Peaks Island, Maine USA • Beavers' • Progress • Update: Here in the Peaks Island Land Preserve, the beavers are rapidly transforming this isolated ecosystem. Ponds are multiplying and expanding; water levels are up more than three feet in some areas, since my last visit. • Beavers: Nature's Landscape Architects.
☞ FunFacts: Beavers eat the bark and spit the chips. –•– "They are the largest rodents (gnawing animals) in the world except for the capybara of South America. Unlike most other kinds of mammals, beavers keep growing throughout their lives. Most beavers look larger than they really are because of their humped backs and thick fur. Thousands of years ago, some beavers of North America were about 7 1/2 feet (2.3 meters) long, including the tail--almost as long as the grizzly bears. No one knows why these huge beavers disappeared." – from WorldBook's excellent summary.
And get this: an average beaver can cut down as many as 200 trees a year !
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
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www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
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twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
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twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
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twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/PaulGaebler/status/1629478687459401729
twitter.com/daniluiz_foto/status/1629506152814747656
twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/PaulGaebler/status/1629478687459401729
twitter.com/daniluiz_foto/status/1629506152814747656
twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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© Streichphotography
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Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
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www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
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taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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© Streichphotography
Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.
Rechtlicher Hinweis:
Copyright:
Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.
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Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.
Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
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www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
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twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
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Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
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Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/PaulGaebler/status/1629478687459401729
twitter.com/daniluiz_foto/status/1629506152814747656
twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
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twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
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twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/PaulGaebler/status/1629478687459401729
twitter.com/daniluiz_foto/status/1629506152814747656
twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
My friend Calhoun has the keenest, quickest, and most prolifically funny mind of any person in America. This is from Church Bus Magazine, a publication he created just to screw with people's minds. I think he told me he printed up 1000 copies and stuck one under the windshield wipers of all the church buses assembled in Richmond for the Southern Baptist Convention.
Shortly after an article about the history of the church bus and safety rules for church bus drivers to follow, he provided two "Fun Pages" for the drivers to enjoy. I recommend clicking this to see the larger image.
Part one of the "Church Bus Fun Facts" centerfold from my friend Calhoun's Church Bus Magazine (1986).
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
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www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
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twitter.com/PaulGaebler/status/1629478687459401729
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twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
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twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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© Streichphotography
Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.
Rechtlicher Hinweis:
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Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.
Nutzungsrecht:
Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.
Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Quote from Garrett's instagram: Happy #MHMonday!!! I present #ElleEedee from #BooYorkBooYork! #funfact: Elle’s robot torso, lower arms and lower legs first came to life for a later edition #CreateAMonster add-on pack that got dropped. The parts were so gore-geous they just had to be brought to unlife somewhere so I design a futuristic robot girl to join our cast of #Ghouls and #mansters in the #booyork movie! #designing Elle with all the sparkly metallics was so fun! Once we got to the 3D model the necklace just wasn’t working so I changed her belt to be a larger more statement piece and made it silver so it stood out more. Her satellite headpiece was changed to wrap around her ponytail, which made it stay on better and to a metallic blue to stand out better against her purple hued hair. She lost her bracelet, but she really didn’t need it, the shimmer in her skin made her sparkle on her own! I love her cape it’s so pretty and the print turned out so nice! As I was working on her face design I made her iris’ into the photo shutter style, all the rest of her was so unique she needed that special something in her eyes as well! And my absolute favorite part is her speaker-like ears and that her earrings are like earphone jacks and plug in! I also love that we have a steampunk robot and a futuristic robot in the line! Not every robot is built the same!
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
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taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
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www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
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www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
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taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.
Rechtlicher Hinweis:
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Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.
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Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Peak's Island, Maine USA • An Ansel Adams-esque view along the beaver-caused swamp, on the way to Battery Steele (1942), an abandoned WWII defensive position. A slip would drop a person up to the knees in muck.
☞ FunFacts: Beavers eat the bark and spit the chips. –•– "They are the largest rodents (gnawing animals) in the world except for the capybara of South America. Unlike most other kinds of mammals, beavers keep growing throughout their lives. Most beavers look larger than they really are because of their humped backs and thick fur. Thousands of years ago, some beavers of North America were about 7 1/2 feet (2.3 meters) long, including the tail--almost as long as the grizzly bears. No one knows why these huge beavers disappeared." – from WorldBook's excellent summary.
And get this: an average beaver can cut down as many as 200 trees a year !
Peaks Island, Maine USA • Beavers' • Progress • Update: Here in the Peaks Island Land Preserve, the beavers are rapidly transforming this isolated ecosystem. Ponds are multiplying and expanding; water levels are up more than three feet in some areas, since my last visit. • Beavers: Nature's Landscape Architects.
☞ FunFacts: Beavers eat the bark and spit the chips. –•– "They are the largest rodents (gnawing animals) in the world except for the capybara of South America. Unlike most other kinds of mammals, beavers keep growing throughout their lives. Most beavers look larger than they really are because of their humped backs and thick fur. Thousands of years ago, some beavers of North America were about 7 1/2 feet (2.3 meters) long, including the tail--almost as long as the grizzly bears. No one knows why these huge beavers disappeared." – from WorldBook's excellent summary.
And get this: an average beaver can cut down as many as 200 trees a year !
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
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www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
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www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
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twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
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taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
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taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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© Streichphotography
Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.
Rechtlicher Hinweis:
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Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.
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Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.
Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/PaulGaebler/status/1629478687459401729
twitter.com/daniluiz_foto/status/1629506152814747656
twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
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Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
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www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
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www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
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twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
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Stand: Februar/März 2023
They have been around for thousands of years. They are called fairy tales, even though most don’t have any fairies. Nor do they have anything to do with fairs. The term comes to us from French conte de fées (fairy tales). French fairy tales apparently did include fairies.
A better term might be folk tales that include talking animals with a sprinkling of magic and enchantment. We have the term “fairy-tale ending” which implies a happily-ever-after, but what we have these days is really a sanitized version of the stories. Originally, fairy tales rarely had a fairy-tale ending, a reflection of hard life in those days.
After years of telling and retelling, these stories have left a mark on the language. Many of the characters have stepped out from the pages of the books and walked into the language. This week we’ll meet five terms coined after fairy-tale characters.
As you might've guessed, today's word comes from Goldilocks, the golden-haired girl in the fairy tale “Goldilocks and the Three Bears”. In the story, she visits a bear house and chooses Baby Bear’s chair, bed, and porridge because they are just right. Papa Bear’s porridge is too hot, Mama Bear’s too cold, for example. Earliest documented use: 1949. The story was first published in 1837. The earliest documented use in the literal sense of the word is from 400 years earlier.
Did you know? The word is often seen in astronomy, as the Goldilocks zone, meaning an area that’s at just the right distance from a star for a planet there to support life.
Learn more at: wordsmith.org/words/goldilocks.html
Hey Kids!
Here's another fun fact about how telephones worked in the old days! The phones were all connected by wires! If you accidentally pulled the phone wire all of the other phones would fall off of tables or knock over glasses and things! Everyone would get really mad! You couldn't take the phone anywhere because it had to have a wire on it! And the phone was too big to put in your pocket! When you called someone the sound went thru the wires to the other phone even if it was thousands of miles away! That meant there were wires for telephones all over the world! There were lots of wires! The telephone wires were attached to big wooden sticks called telephone poles that kept the wires from laying on the ground where people might trip on them! Sometimes birds would sit on the wires and poop whenever they felt like it! It was gross! There's a real telephone pole in the picture! It has real wires on it!
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www.demotix.com/news/4896710/fbi-executes-search-warrant-...
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abc7news.com/news/subject-of-fbi-raid-in-sf-may-have-had-...
Ryan Chamberlain was an elected member of the SF Republican Central Committee and worked for Gavin Newsom's 2003 mayoral campaign and for SFSOS
2006 26 page anti Chris Daly free ebook
www.lulu.com/us/en/shop/ryan-chamberlain/the-case-against...
sfist.com/2006/10/10/everybody_hates_chris_the_district_6...
www.slideshare.net/poliholic1/ryan-chamberlain-portfolio
www.sfbg.com/politics/2008/11/04/cheng-pulls-fourth-distr...
He is this video
youtube.com/watch?v=WCvTvyXzwL8
www.triplepundit.com/2011/03/change-apparel-industry/
blogs.sfweekly.com/thesnitch/2010/01/theresa_sparks_campa...
www.fogcityjournal.com/news_in_brief/overheard_061106.shtml
He claims to be a social media guru, but his petition only got 16 supporters
www.change.org/petitions/san-francisco-bay-area-49ers-fan...
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/PaulGaebler/status/1629478687459401729
twitter.com/daniluiz_foto/status/1629506152814747656
twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616
twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339
twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...
aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328
www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/
twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226
twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184
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twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352
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twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793
twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889
taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Stand: Februar/März 2023
Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.
Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.
Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.
Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.
Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).
Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“
Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:
"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."
Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.
Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.
Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.
Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.
Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.
Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.
Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.
In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".
Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.
Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.
An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.
Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.
Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:
Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.
hinzugezogene Quellen:
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aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp
www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7
www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk
www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...
www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...
www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...
twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de
taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/
querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...
www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...
twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216
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www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)
twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602
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twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593
twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385
twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032
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taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/
www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...
www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...
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Stand: Februar/März 2023