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Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: Simon P. Haigermoser

Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.

 

Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.

 

Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.

 

Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.

 

Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.

  

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

  

Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.

 

Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Angela Merkel zuschrieb - eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.

 

Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der extrem rücksichtslose Pandemie-Leunger und Freedom Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und der Veranstalter der rechten, verschwörungsideologischen Autokorsos Dario Reeck, die hier ihre eigenen Veranstaltungen bewarben. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.

 

Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.

 

Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.

  

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

  

Ein kleiner Ausschnitt aus meiner Maturitätsarbeit zum Thema "Happy Meal - Unsere Esskultur"

 

Wer zu McDonalds geht, entscheidet sich freiwillig für diese Illusion, die das Wahre überschattet. Er müsste zugeben, dass er in diesen Laden hineingehen, sich das Essen mit den Händen ins Maul stopfen und es hinunterschlingen wird. Damit er das nicht tun muss, ist die nach psychologischen Regeln erzeugte Illusion omnipräsent. Heerscharen von Psychologen, Soziologen und Marketingforschern haben jahrelang daran gearbeitet, jeden Stuhl richtig zu platzieren. Wer an der Theke steht, sieht die Produktbilder und wird von dem Satz „Willkommen bei McDonalds, was kann ich für Sie tun?“ begrüsst. Dieser „Dialog“ ist schon das Zweite, was genau durchdacht ist. Er besteht aus sieben Schritten: „Begrüssung des Kunden, Aufnehmen der Bestellung, Zusammenstellen der Bestellung, Übergabe des Bestellten, Entgegennehmen der Bezahlung, Bedanken beim Kunden und die Bitte, wiederzukommen.“66 Man soll sich ernst genommen und individuell behandelt fühlen, obwohl dies das Letzte ist, was McDonalds für einen tun möchte. Man bekommt ein Tablett mit einem Papier, das vergnügte Menschen zeigt oder auf das Sponsoring von McDonalds hinweist. Man geht platzsuchend umher, die Wände, die Stühle, alle rot oder gelb, die Farben von McDonalds, die für Liebe oder Wärme stehen.67 Man setzt sich hin und legt sich alles zurecht und sieht eine riesige Portion, eine weitere Illusion, der wir danke der Verpackung auf den Leim gegangen sind. Als Beispiel, die Pommes Frites Verpackung, aus der, wenn man sie in der Hand hält, die Pommes immer herausquellen und man das Gefühl bekommt, dass die Verkäuferin mehr als normalerweise gegeben hat. Dabei ist es nur die Form der Verpackung, die oben breiter als unten ist und eine erhöhte „Rückwand“ hat, die das alles so aussehen lässt. Hätte die Packung gleich hohe Wände, so wäre sie gerade knapp gefüllt. Aber so sieht es nach mehr aus, als es in Tat und Wahrheit ist.68 Sogar das Essen selbst ist vergrössert worden. Die Hamburger bestehen aus zwei riesigen, luftigen Broten, die den Hamburger grösser aussehen lassen, als er aufgrund der Fleischdicke, die einen Hamburger ausmacht, ist. Der Verstand suggeriert, dass man für wenig Geld viel Essen bekommen hat, was nicht der Fall ist. Pommes Frites werden mit einer Marge von bis zu 400% verkauft, was verdeutlicht, dass der Produzent und nicht der Konsument der Gewinner ist. Bei „Soft Drinks“ wie Coca-Cola ist es noch offensichtlicher. Wenn man das Getränk nicht explizit ohne Eis verlangt, wird kräftig Eis dazugegeben, was im Vergleich zum teuren Coca-Cola spottbillig ist, so sehen 6.5 dl wie 7.5 dl aus.

  

History

Already 3500 years BC, the area was populated. A village existed probably in the 12th century, the first written mentions date from 1240. In 1260 King Přemysl Otakar II raised the settlement to a city with German rights, the place is also mentioned in the lists of the German King Rudolf of Habsburg on the 6th of May 1277 as Krumlov. The addition Moravian (Moravský) was added in the 17th century to distinguish the place from Bohemian Český Krumlov. In the 13th century, the German Knights' Order established a settlement in the city.

In 1289 the castle of the lords of Obrzan (z Obřan), whose family died out in 1312, was mentioned. The town then became the property of King John of Luxembourg, who pledged it to Henry of Leipa in 1312. The city then passed through several hands. Among the noblemen who belonged to Moravský Krumlov were the lords of Kravař, who during the Hussite wars drove out the German and Catholic population. It was followed by the nobility of Cimburk and Leipa. During the Hussite wars the place was plundered and the Augustinian monastery destroyed. From 1423, the Taborites used the city as a base and plundered from here the northern regions of the then and present Austria. After the end of the Hussite wars in 1447, the privileges of the German inhabitants were confirmed. The town also received two new annual markets in 1458. At the beginning of the 16th century, the first Anabaptists and Moravian brethren settled down in Moravia and also in the Moravian-Kromau. Through this and the beginning of the Reformation, the city becomes partly Protestant. In the city was also a Hutterischer Bruderhof (Hutterites).

In 1539, during the Thirty Years' War (1623), the plague raged in the city. After the Battle of White Mountain, the city was plundered and depopulated. Because of the expropriations of the Bohemian insurgents by the Habsburgs, the lords of Leipa lost the rule. In 1624 Gundakar of Liechtenstein bought the confiscated rule of Moravian Kromau for 600,000 guilders. The Princes of Liechtenstein reached the conclusion that the rule was declared their hereditary duchy. Under them, the monastery was rebuilt in 1641 and occupied by Piarists. In the "Moravian Kromau" officially designated as "City of Liechtenstein", the princes introduced German as their official language, and they also promoted the development of the craftsman's guilds. It came to the Germanization of the inhabitants. The Reformed Anabaptists of the country were also expelled and the city was re-catholicized. This was followed by occupying forces from Sweden (1645) and conflagrations, which repeatedly caused destruction. On June 20, 1644, Gundakar of Liechtenstein granted a coat-of-arms improvement (augmentation of honor) by adding to the old coat of arms the family coat of arms of Liechtenstein.

The year 1663 was one of the most devastating for the city, so the city was plagued by Turkish invasions, a flood, a great fire and plague. Even later destructive fires raged in the city, for instance, 1690, when a large part of the city was destroyed. During the First Silesian War the Prussians occupied the city. To visit the castle in November 23, 1805 was Napoléon Bonaparte, whose ten thousand soldiers camped four years later for five months in the area.

A further setback for reconstruction was the Prussian-Austrian War, which had been carried out in the city, in 1866-1867. The Prussian soldiers occupied the city and brought cholera with them. From September 15, 1870, the city was connected to the rail network (the StEG line Brno-Vienna with the branch to Znojmo) and thus got its own station. In 1885 Kromau received the addition "Moravian". From 1898 onwards some industrial buildings and road lighting had already been electrified in Moravský Krumlov. The rest of the city followed in 1918. Likewise, until 1906, water pipes were laid in the city. In 1901 Krumlov fell to the Bohemian nobility of Kinsky. In the pre-war period, Moravský Krumlov was a popular summer destination for the Viennese people. In 1903 belonged to the dominion of Krumlov Aschmeritz, Babitz, Bohmdorf, Chlupitz, Damitz, Gubschitz, Hosterlitz, Irritz Kaschnitzfeld, Kodau, Lidmeritz, Mißlitz, Nispitz, Klein-Seelowitz, Socherl, Tullnitz, Wenzeldorf and Wolframitz.

After the First World War, which cost the lives of 116 Krumlov people, the multicultural state of Austria-Hungary collapsed. The Peace Treaty of Saint Germain 1919 declared the place as part of the new Czechoslovak Republic. This year, Rakschitz was incorporated and in the framework of Czechoslovakia all German officials (about 100) were transferred to Czech places in Bohemia. German schools are also closed in the city. According to the census of 1910, 72.4% of the inhabitants gave German language as conversational language. The census in 1921, on the other hand, produced only 502 (14.4%) German Moravians and a large majority of the Czechs in the city. This result was doubted by the old Austrians. Despite this protest, the census was validated and confirmed by the results of the next census in 1930. At that time 3047 inhabitants were called Czechs and 349 as Germans. After the land reform in 1924, 16 of the 17 farms of the Kinsky family were expropriated. According to the Munich Agreement of 1938, which dictated the transfer of the Sudeten German territories to Germany, German troops entered the town in October, which from then on belonged to the Gau Niederdonau (Lower Danube) until 1945. In the next few years many Czech officials and merchants moved to Bohemia.

The Second World War demanded 48 victims of the inhabitants and ended on 8 May 1945 with a gruesome Soviet air attack, in which three quarters of the city were laid in rubble. The territories transferred to Germany in the Munich Agreement (1938), including Moravian Krumau, were returned to Czechoslovakia in the recourse to the Treaty of Saint-Germain (1919). After the withdrawal of the Red Army, the place was occupied by militant Czechs. Excesses on the German-Moravian population and old Austrians resulted in 22 civilian deaths. In the attempt to establish a post-war regime, the Victory Powers of the Second World War on August 2, 1945, in the Potsdam Protocol, Article XIII, did not comment on the wild and collective expulsions of the German population. Explicitly, however, they demanded an "orderly and humane transfer" of the "German population" who "remained in Czechoslovakia (and also Poland and Hungary)". On March 30, 1946, a forced resettlement of 22 persons took place. All private and public property of German local residents was confiscated by the Beneš decree 108, the property of the Protestant church was liquidated by the Beneš decree 131, and the Catholic Church was expropriated in the communist era. The Czech Republic did not make reparation.

In accordance with the original transfer modalities of the Potsdam Communique, the Red Army demanded in January 1946 the removal of all ethnic Germans from Austria to Germany. Nevertheless, about a quarter of the Moravian Krumlov families remained in Austria, all others were transferred to Bavaria and Baden-Württemberg. The city has been running register books since 1685.

 

Geschichte

Bereits 3500 Jahre v.Chr. war die Gegend besiedelt. Ein Dorf existierte wohl im 12. Jahrhundert, die ersten schriftlichen Erwähnungen stammen von 1240. 1260 erhob König Přemysl Otakar II. die Siedlung zur Stadt mit deutschen Rechten, erwähnt wird der Ort auch in den Verzeichnissen des Deutschen Königs Rudolf von Habsburg am 6. Mai 1277 als Krumlov. Der Zusatz Mährisch (Moravský) kam im 17. Jahrhundert hinzu, um den Ort vom böhmischen Český Krumlov unterscheiden zu können. Im 13. Jahrhundert errichtete der Deutsche Ritterorden eine Kommende (Niederlassung) in der Stadt.

1289 wurde auch die Burg der Herren von Obrzan (z Obřan) erwähnt, deren Geschlecht 1312 ausstarb. Danach ging die Stadt in das Eigentum des Königs Johann von Luxemburg über, der sie 1312 an Heinrich von Leipa verpfändete. Die Stadt ging anschließend durch mehrere Hände. Zu den Adeligen, denen Moravský Krumlov gehörte, gehörten die Herren von Kravař, die während der Hussitenkriege die deutsche und katholische Bevölkerung verjagten. Es folgten die Adelsgeschlechter von Cimburk und von Leipa. Während der Hussitenkriege wurde der Ort geplündert und das Augustinerkloster zerstört. Ab 1423 verwendeten die Taboriten die Stadt als Stützpunkt und plünderten von hier aus die nördlichen Gebiete des damaligen und heutigen Österreichs. Nach dem Ende der Hussitenkriege im Jahre 1447 wurden den deutschen Bewohnern der Stadt die Privilegien bestätigt. Auch erhielt die Stadt 1458 zwei neue Jahrmärkte. Anfang des 16. Jahrhunderts lassen sich die ersten Täufer und Mährischen Brüder in Mähren und auch in der Mährisch-Kromau nieder. Durch diese und der beginnenden Reformation wird die Stadt teilweise evangelisch. In der Stadt befand sich auch ein hutterischer Bruderhof.

1539 und während des Dreißigjährigen Krieges (1623) wütete die Pest in der Stadt. Nach der Schlacht am Weißen Berg war die Stadt ausgeplündert und entvölkert. Aufgrund der Enteignungen der böhmischen Aufständischen durch die Habsburger verloren die Herren von Leipa die Herrschaft. Im Jahr 1624 kaufte Gundakar von Liechtenstein die konfiszierte Herrschaft Mährisch Kromau für 600.000 Gulden. Die Fürsten von Liechtenstein erreichten, dass die Herrschaft zu ihrem Erbfürstentum (Herzogtum) erklärt wurde. Unter ihnen wurde das Kloster im Jahre 1641 wieder aufgebaut und mit Piaristen besetzt. In dem nun auch amtlich als "Stadt Liechtenstein" bezeichneten Mährisch Kromau führten die Fürsten Deutsch als Amtssprache ein, daneben förderten sie die Entwicklung der Handwerkerzünfte. Es kam zur Germanisierung der Einwohner. Auch wurden die reformatorischen Täufer des Landes verwiesen und die Rekatholisierung der Stadt eingeleitet. Es folgten Besatzungen durch Schweden (1645) und Feuersbrünste, die immer wieder für Zerstörungen sorgten. Am 20. Juni 1644 verlieh Gundakar von Liechtenstein eine Wappenbesserung, indem dem alten Stadtwappen das Familienwappen der Liechtenstein hinzugefügt wurde.

Das Jahr 1663 war eines der verheerendsten für die Stadt, so wurde die Stadt von Türkeneinfällen, einem Hochwasser, einem Großbrand und von Seuchen geplagt. Auch später wüteten zerstörerische Brände in der Stadt, so z.B. 1690, als ein Großteil der Stadt zerstört wurde. Während des Ersten Schlesischen Krieges besetzten die Preußen die Stadt. Zu Besuch auf dem Schloss war 23. November 1805 Napoléon Bonaparte, dessen zehntausende Soldaten vier Jahre später fünf Monate lang in der Gegend lagerten.

Ein weiterer Rückschlag für den Wiederaufbau war der in der Stadt ausgetragene Preußisch-Österreichische Krieg 1866–1867. Die preußischen Soldaten besetzten die Stadt und brachten die Cholera mit sich. Ab dem 15. September 1870 war die Stadt an das Schienennetz (die StEG-Linie Brünn - Wien mit der Abzweigung nach Znaim) angeschlossen und erhielt damit einen eigenen Bahnhof. Im Jahre 1885 erhielt Kromau den Zusatz „Mährisch-“. Ab 1898 waren in Mährisch-Kromau bereits einige Industriebetriebe und die Straßenbeleuchtung elektrifiziert worden. Der Rest der Stadt folgte im Jahre 1918. Ebenso wurden bis 1906 Wasserleitungen in der Stadt verlegt. 1901 fiel Krumlov dem böhmischen Adelsgeschlecht von Kinsky zu. In der Vorkriegszeit war Mährisch-Kromau ein beliebtes Sommerfrischeziel für die Wiener. Zur Herrschaft Kromau gehörten im Jahre 1903 Aschmeritz, Babitz, Böhmdorf, Chlupitz, Damitz, Gubschitz, Hosterlitz, Irritz Kaschnitzfeld, Kodau, Lidmeritz, Mißlitz, Nispitz, Klein-Seelowitz, Socherl, Tullnitz, Wenzeldorf und Wolframitz.

Nach dem Ersten Weltkrieg, der 116 Kromauer das Leben kostete, zerfiel der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn. Der Friedensvertrag von Saint Germain 1919 erklärte den Ort zum Bestandteil der neuen Tschechoslowakischen Republik. In diesem Jahr wird Rakschitz eingemeindet und im Rahmen der Tschechisierung wurden alle deutschen Beamten (ca. 100) in tschechische Orte nach Böhmen versetzt. Ebenso werden deutsche Schulen in der Stadt geschlossen. Laut Volkszählung 1910 haben 72,4 % der Einwohner Deutsch als Umgangssprache angegeben. Die Volkszählung im Jahre 1921 ergab hingegen nur 502 (14,4 %) Deutschmährer und eine große Mehrheit der Tschechen in der Stadt. Dieses Ergebnis wurde von den Altösterreichern angezweifelt. Trotz dieses Protestes wurde die Volkszählung für gültig erklärt und durch die Resultate der nächsten Volkszählung im Jahre 1930 bestätigt. Damals bezeichneten sich 3047 Einwohner als Tschechen und 349 als Deutsche. Nach der Bodenreform im Jahre 1924 wurden 16 der 17 Meierhöfe der Familie Kinsky enteignet. Nach dem Münchner Abkommen 1938, das die Abtretung der sudetendeutschen Gebiete an Deutschland diktierte, rückten im Oktober deutsche Truppen im Ort ein, der fortan, bis 1945, zum Gau Niederdonau gehörte. In den nächsten Jahren zogen viele tschechische Beamte und Kaufleute nach Böhmen.

Der Zweite Weltkrieg forderte 48 Opfer von den Einwohnern und endete am 8. Mai 1945 mit einem grausigen Sowjet-Luftangriff, in welchem drei Viertel der Stadt im Trümmer gelegt wurden. Die im Münchener Abkommen (1938) an Deutschland übertragenen Territorien, also auch Mährisch Krumau, wurden im Rückgriff auf den Vertrag von Saint-Germain (1919) wieder der Tschechoslowakei zurückgegeben. Nach Abzug der Rotarmisten wurde der Ort von militanten Tschechen besetzt. Bei Exzessen an der deutschmährischen Bevölkerung und Altösterreichern kam es zu 22 Ziviltoten. Beim Versuch einer Nachkriegsordnung nahmen die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges am 2. August 1945 im Potsdamer Protokoll, Artikel XIII, zu den wilden und kollektiv verlaufenden Vertreibungen der deutschen Bevölkerung konkret nicht Stellung. Explizit forderten sie jedoch einen „geordneten und humanen Transfer“ der „deutschen Bevölkerungsteile“, die „in der Tschechoslowakei (und auch Polen und Ungarn) zurückgeblieben sind“. Am 30 März 1946 erfolgte die Zwangsaussiedlung von 22 Personen. Alles private und öffentliche Vermögen der deutschen Ortsbewohner wurde durch das Beneš-Dekret 108 konfisziert, das Vermögen der evangelischen Kirche durch das Beneš-Dekret 131 liquidiert und die katholische Kirche in der kommunistischen Ära enteignet. Eine Wiedergutmachung ist seitens der Tschechischen Republik nicht erfolgt.

In Übereinstimmung mit den ursprünglichen Transfermodalitäten des Potsdamer Kommuniques verlangte im Jänner 1946 die Rote Armee den Abschub aller Volksdeutschen aus Österreich nach Deutschland. Trotzdem konnte ca. ein Viertel der Mährisch-Kromauer Familien in Österreich verbleiben, alle anderen wurden nach Bayern bzw. Baden-Württemberg weitertransferiert.

Die Stadt führte Matriken seit dem Jahre 1685.

de.wikipedia.org/wiki/Moravsk%C3%BD_Krumlov

Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.

 

Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.

 

Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.

 

Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.

 

Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.

  

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Irgendwie fand auf dem Film und explizit bei diesem Bild viel Staub den Weg auf das Negativ - Mir gefällts - Ein weiche wirbelt viel Staub auf :)

 

----- Google Transaltation ----

Somehow found on the film and explicitly in this picture the way a lot of dust on the negative - I like it - a soft swirls on a lot of dust:)

 

Camera: Mamiya 645 1000s

Film: Ilford FP4 125 120

Developer: Ilford ID 11

 

 

 

Visit me on: Facebook Page || Website

Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.

 

Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.

 

Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.

 

Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.

 

Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.

  

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

  

In unmittelbarer Nähe zur Neuen Nationalgalerie und dem Kupferstichkabinett sticht ein Gebäude zwischen all den modernen Bauten des Kulturforums heraus: die St. Matthäuskirche. Das enorme Bevölkerungswachstum, was Berlin zur Mitte des 19. Jahrhunderts verzeichnete, verlangte nach einer entsprechenden Anzahl an Pfarrkirchen in der Stadt. Im Bereich des südlichen Tiergartens entstand Ende der 1830er Jahre das sogenannte „Geheimratsviertel“, in dem vorrangig Höhere Beamte, Unternehmer, Künstler und Wissenschaftler wohnten. Die Gründung einer eigenen Gemeinde wurde durch einen Kirchenbauverein unterstützt, der die Planung und Durchführung des Kirchenbaus überwachte.

 

Der dreischiffige Kirchenbau wurde nach den Plänen von August Stüler errichtet und orientierte sich an der oberitalienischen Romanik. Die Kirche wurde nach knapp anderthalbjähriger Bauzeit im Herbst 1845 fertiggestellt und am 17. Mai 1846 in einer feierlichen Zeremonie eingeweiht.

 

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges kam es rund um das Gotteshaus zu heftigen Kämpfen, die letztlich zu einem Brand in der Kirche führten. Die heute unter Denkmalschutz stehende Kirche wurde zwischen 1956 und 1960 wiederaufgebaut und ist inzwischen Teil des Kulturforums geworden.

 

Quelle: www.berlin.de

 

Der Skulpturenbestand im Außenbereich der Neuen Nationalgalerie konnte durch eine Skulptur von Thomas Schütte mit dem Titel "Vater Staat" aus dem Jahr 2011 bereichert werden.

 

Der Kauf der überlebensgroßen Statue von 3,83 Meter Höhe und 1,55 Meter Breite wurde durch Nicolas Berggruen ermöglicht. Als Standort für die 1,1 Tonnen schwere Skulptur wurde die Terrasse der Neuen Nationalgalerie an der Potsdamer Straße mit Blick auf das Kulturforum gewählt, auch als Zeichen der engen Verbindung des Museum Berggruens mit der Neuen Nationalgalerie, wo ebenfalls Kunst der Klassischen Moderne gezeigt wird.

 

Thomas Schütte wurde 1954 in Oldenburg geboren und hat an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert, wo er noch heute lebt und arbeitet. Der Bildhauer Thomas Schütte gilt als vielseitiger Künstler. Bei der Kunstbiennale Venedig wurde er im Jahre 2005 mit dem "Goldenen Löwen" als bester Einzelkünstler der Ausstellung ausgezeichnet.

 

Thomas Schütte selbst sagt, dass sich mit "Vater Staat" keine explizit politische Aussage verbinde, da er von "Bekenntnis-Skulpturen" generell nichts halte. Den Titel der etwa doppelt lebensgroßen Bronzearbeit ersannen Mitarbeiter seines Ateliers, weil das erste Miniaturmodell dem damaligen deutschen Innenminister Wolfgang Schäuble ähnelte.

 

Vater Staat sind jedoch sichtlich die Hände abhanden gekommen und die Arme zur Handlungsunfähigkeit abgeschnürt. Kann er überhaupt noch agieren? Auch scheint der feste Stand eher den Gewandfalten als stabilen Füßen geschuldet zu sein und drückt so eine "Kombination von Macht und Feigheit" (Tony Cragg) aus. Obgleich Schütte behauptet, "mehr spielerisch" zu arbeiten, lässt die imposante Figur in ihrer starren Frontalität verschiedene Assoziationen zu: Sie erinnert etwa an die zahlreichen monumentalen Bismarck-Statuen der Kaiserzeit, aber auch an den ähnlich aufwendig bemantelten Balzac (1893-97) Auguste Rodins.

 

Quelle: www.smb.de

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: Simon P. Haigermoser

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: Simon P. Haigermoser

Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.

 

Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.

 

Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.

 

Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.

 

Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.

  

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

  

Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.

 

Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.

 

Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.

 

Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.

 

Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.

  

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

  

50 Jahre UN-Sozialpakt – Wo bleiben die Sozialen Grundrechte?

Menschenwürdige Lebens-bedingungen, Zugang zur medi-zinischen Versorgung, eine angemessene Unterkunft oder der Zugang zur Bildung zielen nicht nur auf materielle Versor-gungsleistungen ab, sondern vorrangig auf die Überwindung einseitiger gesellschaftlicher Abhängigkeitsverhältnisse. Der Kampf für soziale Gerechtigkeit ist eine politische Auseinander-setzung um eine gerechte Gesellschaftsordnung.

 

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 1966 sowohl den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN-Sozial-pakt) als auch den Internatio-nalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte (UN-Zivilpakt) als gleichrangige normative Dokumente verabschiedet. Sozialen Menschenrechten, die im UN-Sozialpakt verbrieft wurden, kommt eine immer größere gesellschaftliche Bedeutung zu. Seine Normen sind verbindlicher Bestandteil der deutschen Rechtsordnung und können vor deutschen Gerichten geltend gemacht werden. Soziale Menschenrechte können jedoch nicht über eine Verfassungsbeschwerde eingeklagt werden, da ihnen kein Verfassungsrang eingeräumt wurde.

 

Ein Fakultativprotokoll zum UN-Sozialpakt, ermöglicht nach Ausschöpfung des innerstaatlichen Rechtsweges die Einreichung einer Beschwer-de an den zuständigen UN-Sozialausschuss. Obgleich sich Deutschland international für die Entstehung des Fakultativ-protokolls engagiert hat, unter-zeichnet und ratifiziert die Bundesregierung das Protokoll nicht.

 

Im Grundgesetz sind Soziale Grundrechte bislang nicht explizit benannt oder konkreti-siert. Vor diesem Hintergrund möchten wir bei dieser Internati-onalen Konferenz eine Bestandsaufnahme vornehmen und mit Vertreterinnen und Vertretern Sozialer Bewegungen über die Notwendigkeit und die Möglichkeit der Aufnahme sozialer Grundrechte in das Grundgesetz diskutieren.

Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.

 

Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.

Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.

 

Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.

 

[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...

 

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

 

RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: Simon P. Haigermoser

Frühe Neuzeit - Herrschafft der Grafen von Hanau-Lichtenberg

1333 wurde die Herrschaft Zweibrücken geteilt, Pirmasens und umliegende Länder fielen an die neu entstandene Linie Zweibrücken-Bitsch, zu denen auch die hohe Gerichtsbarkeit wanderte. Nachdem das Geschlecht 1570 mit Graf Jakob von Zweibrücken-Bitsch ausstarb, fiel der Besitz an dessen Schwiegersohn Philipp V. von Hanau-Lichtenberg. Dieser führte um 1575 die Reformation in seinen Gebieten und auch in Pirmasens ein. Die katholische Pfarrei wurde aufgelöst und eine lutherische eingerichtet.

Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges lebten schätzungsweise über 230 Einwohner in Pirmasens. Anfänglich blieb das Dorf von direkten Kriegsfolgen verschont, dies änderte sich jedoch 1622 mit der Ankunft spanischer und kaiserlicher Truppen. Neben Zwangseinquartierungen kam es auch zu Plünderungen und Brandschatzung. Vier Pirmasenser Bürger wurden hingerichtet, weil sie vier Soldaten entwaffnet und getötet hatten. Viele Menschen flohen vor den Truppen. 1635 rückte das kaiserliche Heer erneut ein und richtete wiederum großen Schaden an.

Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges erholte sich die Gegend nur langsam. 1661 wurden 21 Familien in Pirmasens verzeichnet, viele umliegende Dörfer wie Simten, Eppenbrun und Trulben waren verlassen worden und verödeten. Hinzu kam der Ausbruch der Pest 1666, der weitere Opfer forderte, ebenso wie die französischen Eroberungskriege in den 1670er und 1680er Jahren, welche die gesamte linksrheinische Pfalz mit einbezogen. 1677 wurde Pirmasens von den Franzosen niedergebrannt, 1689 kam es erneut zu Plünderungen durch vorbeiziehende französische Truppen. Zu dieser Zeit drohte auch Pirmasens auszusterben, 1691 wurden nur noch 16 Bewohner verzeichnet.

Durch Zuwanderung aus umliegenden Gebieten sowie aus der Schweiz und Tirol erholte sich Pirmasens jedoch. 1697 wurde der Amtssitz von Lemberg nach Pirmasens verlegt, da Lemberg verlassen und seine Burg zerstört worden war. Um 1720 errichtete Graf Johann Reinhard III. von Hanau-Lichtenberg ein Jagdschloss in Pirmasens, da die umliegenden Wälder reich an Wild waren und sich gut zur Jagd eigneten. Seit 1722 gibt es Hinweise auf die Existenz eines Rathauses.

Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt

[Bild: commons.wikimedia.org/wiki/File%3AMus%]

Der Erbe Graf Johann Reinhards III., sein Enkel Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt, zeigte weitaus mehr Interesse an Pirmasens als seine Vorgänger. Er besuchte nach dem Tod seines Großvaters 1736 mehrmals das Jagdschloss und ließ sich schließlich nach mehreren Jahren im preußischen Militärdienst 1757 endgültig in Pirmasens nieder. Ludwig IX. liebte militärische Schaustellungen und wünschte seine eigenen Kompanien zu leiten. Bereits 1741 gründete er die erste Kompanie seiner Leibgrenadiere in Buchsweiler, wo er zu dieser Zeit residierte. Er verlegte die Garnison nach Pirmasens und arbeitete gezielt am Ausbau seiner Truppen und infolgedessen auch am Ausbau von Pirmasens.

1746 bestand sein Regiment aus 297 Soldaten, vier Jahre später waren es bereits 730 Mann. Ein weiterer Anstieg erfolgte, nachdem er seine Residenz ins Pirmasenser Jagdschloss verlegte. 1760 bestand sein Regiment aus 1394 Mann und schließlich 1764 aus 1515 Mann. Eine erneute Erweiterung des Militärs erwies sich als zu kostspielig, sodass die Zahlen die nächsten Jahre stagnierten. Bei den Soldaten handelte es sich Männer aus unterschiedlichen Gegenden, da Ludwig IX. vor allem hoch gewachsene, kräftige Männer für sein Regiment bevorzugte und dafür weitläufig rekrutieren ließ. Dadurch erlebte Pirmasens einen schnellen Bevölkerungsanstieg innerhalb weniger Jahrzehnte, die Zahl kletterte schnell auf über 4000 Einwohner.

Daneben förderte Ludwig IX. zahlreiche Baumaßnahmen in der Stadt. Das Jagdschloss wurde erweitert, 1757 wurde die baufällige Lutherkirche abgetragen und als Hof- und Garnisonskirche neu aufgebaut und eingerichtet. Ein Jahr später ließ Ludwig IX. einen Palisadenzaun um Pirmasens errichten. Dadurch sollten vor allem die Deserteure aufgehalten werden, die aus dem Dienst fliehen wollten. Dafür wurde auch eine Kompanie Husaren eingestellt, welche die Mauer patrouillierten und Deserteure wieder einzufangen hatten. Ebenso wurden Wohnhäuser für die Soldaten eingerichtet, 1758 wurde außerdem ein großer Exerzierplatz angelegt. 1771 wurde auch der Bau eines neuen Rathauses begonnen.

Ebenso bemühte sich Ludwig XI. um Ansiedlung von Gewerbe in Pirmasens, um Wirtschaft und Handel zu stärken, die meisten scheiterten jedoch früh, vor allem wegen der abgelegenen Lage des Dorfes und der schlechten Verkehrsanbindung. Den Soldaten war es erlaubt, selbst ein Handwerk auszuüben und ihr Gehalt zu verbessern. Vor allem lederverarbeitende Berufe wie der Schuhmacher erwiesen sich als lukrativ, da die Garnison ständig neuen Nachschub an Stiefeln brauchte.

1763 wurde Pirmasens als Stadt anerkannt und eine neue Stadtmauer gebaut. 1769 verlieh Ludwig XI. Pirmasens seine expliziten Stadtrechte, Stadtschultheiß und Stadtrat wurden eingesetzt, die Leibeigenschaft abgeschafft und Abgaben und Frondienste geregelt. Durch die zahlreichen Baumaßnahmen war Pirmasens zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits verschuldet, ebenso Ludwig IX. selbst, der mit dem Unterhalt seines privaten Militärs seine eigenen Einnahmen überstrapazierte.

Mit dem Tod seines Vaters wurde Ludwig XI. im Jahre 1768 zum Landgrafen von Hessen-Darmstadt. Entgegen der Erwartungen seiner Familie verlegte er seine Residenz nicht nach Darmstadt, wo seine Vorgänger gelebt hatten, sondern blieb in Pirmasens und betrieb weiterhin den Ausbau der Stadt. 1770 baute er eine große Exerzierhalle, um dort auch während schlechten Wetters exerzieren zu können. 1777 gründete er ein weiteres Regiment, so dass schließlich bis zu 2400 Soldaten in Pirmasens dienten.

Als Ludwig IX. nach mehreren Schlaganfällen am 6. April 1790 starb, lebten in Pirmasens etwa 9000 Einwohner. Ein Teil der Regimenter wurde vom neuen Landgrafen Ludwig X. nach Darmstadt verlegt, der Rest bis auf vier Kompanien entlassen. Mit dem Verlust der Hauptbeschäftigungs- und Nahrungsquelle setzte eine massive Auswanderungswelle ein, da es für so viele Personen keine alternativen Verdienstmöglichkeiten gab.

Religiöse Gemeinden in Pirmasens

Die Pirmasenser Bevölkerung war vornehmlich lutherisch. Mit der Einwanderung von Tirolern und Schweizern mehrte sich die Zahl der Reformierten in der Stadt, die schließlich 1750 die Erlaubnis bekamen, eine eigene Kirche zu bauen. St. Johannes steht bis heute gegenüber dem Exerzierplatz im Zentrum der Stadt.

Um 1760 bildete sich auch eine jüdische Gemeinde, nachdem Ludwig IX. bei seinen Bemühungen, Gewerbe und Handel in der Stadt zu fördern, auch Juden in die Stadt einlud. Anfänglich richtete die jüdische Gemeinde eine behelfsmäßige Synagoge im Wohnhaus eines ihrer Mitglieder ein, bis 1780/81 der Bau der Synagoge im sogenannten Judengässel fertiggestellt wurde. Erst 1880 sollte diese durch einen Neubau ersetzt werden.

www.regionalgeschichte.net/pfalz/staedte-doerfer/orte-p/p...

Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.

 

Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.

Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.

 

Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.

 

[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...

 

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

 

RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: H.-Chr. Gruber

Die Friedensquerfront beim „Marsch auf Berlin“

Unter dem Label der „Montagsdemos“ haben sich in den vergangenen Monaten in mehreren Städten Deutschlands dubiose Kundgebungen gebildet. Die Teilnehmer haben die Reste linker Anti-Hartz-IV-Montagsdemos unterwandert - oder, wie in Berlin, eigene Demos geschaffen und kungeln mit der alten Friedensbewegung, der ebenfalls die Unterwanderung droht.

Wer für Kriege verantwortlich ist, dazu haben die Veranstalter sehr spezielle Vorstellungen. Im Internet gibt es mehrere Kampagnen gegen die Presse. Es wird versucht, die deutschen Medien dahin zu bringen, über die Mahnwachen (und auch kritiklos) zu berichten. So wurde auf der Facebook-Seite Anonymus.Kollektiv, die sich massiv für die Montagsmahnwachen einsetzt, zum „digitalen Guerillakrieg“ auf den Facebook-Seiten deutscher Sender, Zeitungen und Magazine aufgerufen, auch umgangssprachlich: Informationskrieg/Infokrieg genannt.

Die Seite vermittelt den Anschein, als gehöre sie der Internet-Hackergruppe Anonymous an. Das war sie früher auch, doch vor einiger Zeit soll sie von einem ihrer Administratoren gekapert worden sein, der alle anderen Moderatoren aussperrte. Anonymous-Aktivisten distanzieren sich von diesem Kollektiv.

 

Der Deutschlandfunk schrieb dazu:

(...) Es war eine konzertierte Aktion: Auf den Facebook-Seiten des Deutschlandfunks genauso wie vieler ARD-Anstalten, des ZDF und auch großer Medien wie Spiegel, Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung wurden innerhalb weniger Stunden jeweils hunderte Kommentare abgesetzt. Tenor: Sie berichten nicht über regelmäßig stattfindende Montagsdemonstrationen und würden amerikanische Propaganda für einen Weltkrieg unterstützen.

(…) Weiterer Vorwurf: Die deutschen Medien recherchierten nur noch selten kritisch, sondern nur das, was ihnen vorgelegt wird

(…) die Foren und Facebook-Seiten von ARD, Tagesschau und anderen Medien wurden über Stunden mit Beleidigungen, Vorwürfen und Pamphleten bombardiert. Pauschal wurde ihnen Lüge, Manipulation, Zensur und Kriegshetze, vorgeworfen.

 

Die Verfasser sammeln sich in der rechtsoffenen „Friedensbewegung 2014“ und sind getrieben von der Vorstellung, dass die „Medien-Mafia“ einen 3. Weltkrieg gegen Russland entfesseln will, weshalb sie Friedensaktivisten ignorieren. Hintergrund ist der Ukraine-Krieg, der seit Ende 2013 in der Ukraine tobt und der von Putin gewonnen werden will, so wie dieser Autokrat auch schon die Krim erfolgreich völkerrechtswidrig annektieren konnte. Dafür braucht es Kriegspropaganda, Fake-News bzgl. Westen und NATO, Gräuelfotos, massig Verschwörungsmythen sowie eine große Bewegung, die diese Kriegspropaganda getarnt als Frieden unter die Gesellschaft bringt.

 

Am 19. Juli 2014 fand daher in Berlin die erste zentralisierte bundesweite „Mahnwache für den Frieden“ statt, zu der bundesweite Orga´s zusammen kamen. „Sie soll die Kräfte der seit Monaten in der Republik stattfindenden Montagsdemos bündeln“. Anwesend waren u.a. Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und Oliver Janich.

 

Querfront par excellence

„Hallo liebe Neonazis, Antisemiten und Verschwörungstheoretiker“, begrüßte der QAnon-Verschwörungsgläubige und Rechtsextremist Oliver Janich die paar hundert Demonstranten, die sich bei brütender Hitze vor dem Berliner Roten Rathaus unweit des Neputnbrunnens eingefunden hatten. Nach einer ersten Schrecksekunde jubelten sie.

Die Nähe zum Alexanderplatz war nicht unüberlegt gewählt worden, laut Aufruf „Wende 2.0“ bezog man sich explizit auf die Demo vom 4. November 1989, an der sich über 500.000 Menschen beteiligten. Es war der Meilenstein der friedlichen Revolution der DDR. Der Neptunbrunnen ist aber eben nicht der Alexanderplatz.

Der im späteren Verlauf auf die Philippinen flüchtende Janich wurde am 17. August 2022 auf Grundlage eines deutschen Haftbefehls festgenommen. Er soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Die Staatsanwaltschaft München gab gegenüber dem „Spiegel“ bekannt, dass Ermittlungen gegen den ehemaligen Wirtschaftsjournalisten geführt werden. Es bestehe der Verdacht, „dass der Beschuldigte im Jahr 2020 bzw. 2021 – jeweils öffentlich über Telegram – eine andere Person beleidigte, dazu aufrief, die Exekution einer prominenten Person durchzuführen und die Tötung damaliger Regierungsmitglieder von Bund und Ländern“ in Deutschland forderte.

 

Es sollte ein großer Tag für die Mahnwachen werden, der Organisator der Berliner Mahnwache, Lars Mährholz, sprach immer wieder von 90 Städten bundesweit, von zehntausenden Abgesandten aus ganz Deutschland, die kommen würden.

Ken Jebsen nannte die Demo anfangs „Marsch auf Berlin“ und einige Kommentatoren dürften dabei schon feuchte Schlüpfer bekommen haben, die schon eine Massenbewegung sahen, die den Reichstag stürmt.

 

Vor Janich sprach Jürgen Elsässer unter immer wieder aufbrausenden Szenenapplaus. Der rechtsextreme Herausgeber des Magazins „Compact“ hat eine vielschichtige Karriere hinter sich. Als einstiger Kommunist war er bei der jungen welt, Neues Deutschland und beim Freitag bis zur „antideutschen“ Zeitschrift Jungle World und konkret.

Live hörte sich das dann so an: „Mein Name ist Jürgen Elsässer und meine Zielgruppe bleibt – das Volk“.

Vom Zionismus mochte er reden. Wehrlose Frauen, Kinder und alte Menschen würden ermordet. „Wer vom Zionismus nicht reden darf, muss auch vom Faschismus schweigen“, sagte er. Die "Ukrainekrise" sei Folge von "Nato-Faschismus", Putin habe keine Schuld. Auch sei es gut möglich, dass die Passagiermaschine von den „Nato-Faschisten“ in Kiew abgeschossen worden sei. Der Terroranschlag des 11. September 2001 sei schließlich auch ein „Inside Job“ gewesen.

„Immer waren Russen und Deutsche in Freundschaft verbunden, egal ob unter Bismarck oder unter Willy Brandt, war es gut nicht nur für unsere beiden Völker, sondern für den ganzen Kontinent“, sagte Elsässer unter geflissentlicher Auslassung des Hitler-Stalin-Pakts. Er sagte noch viel mehr, die Umstehenden jubelten und applaudierten.

Niemand protestierte.

 

Schon lange gilt Elsässer als Kreml-Propagandist, sei es dadurch, dass er seine Familienpolitik glorifiziert und den Initiatoren der ekelhaften Homo-Gesetzgebung Russlands eine Bühne bietet. Oder eben auch in jener Rede am Tag, wo er die deutsch-russische Freundschaft beschwörte, die seiner Meinung nach schon immer gut für die beiden „Völker“, ja für den ganzen Kontinent gewesen sei. Wie in dem Zusammenhang der Hitler-Stalin-Pakt zu sehen ist, ließ er leider aus. Sein politischer Aktivismus für das Konzept Eurasien reicht von der Gründung von Anti-EU-Initiativen über die Herausgabe seines Magazins bis hin zum publizistischen Einsatz für die in Teilen rechtsextremen Partei der AfD.

Wie immer schöpfte Elsässer aus seinem üblichen Repertoire und sprach weiter über die „Neue Weltordnung“, die von den „Eliten“ gesteuert wird, die „Sprachpolizei“ und die Political Correctness. Zionismus und Faschismus setzt er gleich und nannte die israelische Politik Völkermord. Als er Angela Merkel mit der Aussage „Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung“ zitierte, kamen Buhrufe aus dem Publikum.

  

In Berlin existiert seit Anfang Juli eine zweite Mahnwache (AK Berlin) und zwar: auf dem Alexanderplatz. Sie hat sich von der bisherigen abgespalten, da man seit dem Auftreten von Pedram Shahyar und der Distanzierung von Elsässer zu stark linke Tendenzen vermutet hat. Eine kategorische Distanzierung von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie wird von dieser Gruppe kritisiert, weswegen sich hier auch die größten Fürsprecher von Elsässer finden.

Immer wieder wiesen Mährholz und seine Anhänger darauf hin, dass es sich um eine politisch nicht gebundene Bewegung handelt, die weder rechts noch links sei. Jeder solle sich seine eigene Meinung bilden. Die Empfehlungslinks auf seiner Internetseite gehen jedoch fast alle in bestimmte Richtungen: Neben der Pauschalverurteilung der FED, die Mährholz als „private Bank“ bezeichnet, sind dort unter anderem eine Parteinahme für Russland sowie gegen die USA und Europa, eine pauschale Verdammung aller „Systemmedien“ sowie die Leugnung der Existenz des deutschen Staates zu finden.

Zum Thema Ukraine-Konflikt wird meist unreflektiert die Meinung der russischen Staatsmedien wiedergegeben. Im Gegenzug senden diese wohlwollende Beiträge über Mährholz‘ Friedensbewegung. Zeitweise verlinkte Mährholz auf ein Video von Karl Richter, einem Mitarbeiter der sächsischen NPD-Landtagsfraktion. Darin wirft Richter Deutschland, der EU und den USA vor, aktiv mit „faschistischen Mörderbanden“ in der Ukraine zu kooperieren. Inzwischen ist dieser Verweis verschwunden. In einer Video-Stellungnahme auf YouTube distanzierte sich Mährholz jedoch ausdrücklich nicht von den Inhalten von Richters Rede.

 

Demagogen locken Gutwillige auf „Friedensdemos“ – für Putins völkisches Eurasien, gegen Zins, amerikanische Notenbank und andere „Volksfremde“. Mal leugnen sie den Holocaust, mal schieben sie ihn dem „angloamerikanischen Finanzkapital“ in die Schuhe – bei „bestimmten Kreisen“ weiß dann jeder Antisemit, was gemeint ist. Kritiker diffamieren sie als „antideutsche SA“ oder „SAntifa“ und verharmlosen so den NS-Terror.

Sie knüpfen dabei an „linken“ Antiimperialismus an, der nahtlos in völkischen Antiamerikanismus übergeht. Dazu passt: der ehemalige Staatssekretär der DDR Klaus Blessing trat ebenfalls bei den Mahnwachen als Redner auf, der ansonsten beim rechten Compact-Magazin, aber auch beim Neuen Deutschland verortet ist.

Sie basteln brachiale Freund-Feind-Muster und nehmen einen antibürgerlichen Habitus ein. Das alles lässt sich auf den ersten Blick von vulgärlinken Orientierungen schwer unterscheiden.

So unappetitlich und absurd die verbreiteten Thesen auch sind, tausende Menschen lassen sich derzeit von der russischen Propagandamaschinerie zum politischen Aktionismus bewegen. Bei einigen mag politische Naivität eine Rolle spielen, andere dürften sich freuen über den Sumpf aus Antisemiten, Reichsbürgern, Neonazis, Chemtrail-Theoretikern, Anhängern der Truther-Bewegung und all den anderen obskuren Rechten, die um Einfluss buhlen – getreu dem Motto: Deutschland erwache.

Das kleinbürgerlich nationalistische Spektrum der „Montagsmahnwachen“ entsprach weitgehend der Leserschaft von Compact: Ressentiment geladener Antiamerikanismus, Deutschnationalismus und Verehrung für Putins Politik für ein eurasisch, völkisches Russland.

Berlin Register zur Erfassung antisemitischer, rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle dokumentierte für diesen Tag einen Eintrag über antisemitische Verschwörungsmythen und der Gleichsetzung von Israel mit den Nationalsozialisten.

 

Nachtrag

Nur ein paar Wochen zuvor gab es in Frankfurt am Main eine Pro-Russland-Demo, die mit Friedenstaube und dem Motto: „Das Problem heisst nicht Putin, sondern NATO“ sehr konzentriert erschien und bei der sich auch Regimeunterstützer des syrischen Diktators Baschar Al-Assad untermischten. Kinder in Uniform wurden mit Spielzeug-Kalaschnikows präsentiert und die massive Beflaggung erinnerte an die ProSyrien/ProRussland Demonstrationen sowie den Friedenswinter in Berlin, nur das bei der Rallye in Frankfurt auch eine Menge Deutschlandflaggen zugegen waren. Was die Mehrheit dieser devoten Teilnehmer eint: sie haben ein Faible für (ausländische) Regime und für autoritäre Führerfiguren.

 

hinzugezogene Quellen:

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste... archive.fo/5igBE

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste...

www.tagesschau.de/inland/mahnwachen100.html archive.fo/u2unH oder web.archive.org/web/20140417023317/http://www.tagesschau....

de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_(Kollektiv)#Gefälschter_Facebook-Auftritt

www.berliner-zeitung.de/politik/montagsdemos-voelkische-f...

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_der_Ukraine_seit_2014

de.wikipedia.org/wiki/Mahnwachen_für_den_Frieden

www.psiram.com/de/index.php/Oliver_Janich

www.endstation-rechts.de/news/oliver-janich-auf-den-phili...

www.chemtrail.de/wp-content/uploads/2014/07/Plakat-1.jpg

www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html archive.fo/RIGza

www.vice.com/de/article/zn5zp4/montagsdemo-initiator-lars... archive.fo/rvlGa

www.facebook.com/photo.php?fbid=738335396209154&set=a...

www.vice.com/de/article/4w84dw/die-montagsdemos-interessi... archive.ph/ewMKC

www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html

www.zeit.de/politik/deutschland/2014-07/juergen-elsaesser... archive.fo/7tuaM

www.facebook.com/pedram.shahyar/posts/10203029098061185 archive.fo/vHtyl

web.archive.org/web/20150620012542/http://www.gegengerade... archive.ph/pogbG

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720302...

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720302...

www.klaus-blessing.de archive.ph/ueVWV

www.berliner-register.de/vorfall/mitte/antisemtismus-bei-... archive.is/WcDUl

wat.livejournal.com/115276.html archive.fo/1KeyT

lh5.googleusercontent.com/-nYewYhhsUZQ/U17WWZ5L7VI/AAAAAA... archive.fo/eB49U

 

sonstige, interessante Verweise:

www.n-tv.de/politik/Wer-bin-ich-und-wenn-ja-wie-viele-art...

www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article127895626/Frieden...

web.archive.org/web/20180330185022/http://aluhut-fuer-ken...(Die%20Linke,%2026.05.2014).pdf.pdf

dfg-vk.de/wp-content/uploads/2021/02/dossier_die_friedens...

genfmblog.wordpress.com/2014/

linksunten.indymedia.org/node/111235/

meedia.de/2014/03/03/klagemauer-tv-co-wie-der-ukraine-kon...

blog.zeit.de/stoerungsmelder/2014/04/16/reichsbuerger-neo...

web.archive.org/web/20160308015556/http://www.hagalil.com...

www.facebook.com/1550718815185914/posts/1593085914282537/ archive.ph/uOCCx

 

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Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: Juli 2014/Text überarbeitet im Dezember 2022

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: H.-Chr. Gruber

Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.

 

Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.

Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.

 

Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.

 

[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...

 

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

 

RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com

Fundamentalistisch-christlicher „Marsch für das Leben“ stundenlang blockiert

Anhänger der Neuen Rechten, Konservative und Evangelikale marschieren alljährlich neben fanatisierten, christlichen Splittergruppen gegen Abtreibungen, Sterbehilfe und Präimplantationsdiagnostik (PID). Beobachter werfen den im Verband organisierten Gruppen ein nationalistisches, völkisches und antifeministisches Weltbild vor. Dazu gesellen sich jährlich AfD-Politiker und Grußworte von CDU/CSU-Spitzenpolitikern, die den „Marsch“ in der Mitte salonfähig machen.

 

Rund 5.000 Personen zogen am Samstag schweigend durch Berlin. Damit stagnierte die Teilnehmerzahl, die in den Jahren zuvor noch stetig gewachsen war. Nach einer Auftaktkundgebung vor dem Kanzleramt setzte sich der vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) veranstaltete Marsch für das Leben in Bewegung, dessen Teilnehmer das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen, aber auch jeder Form von Sterbehilfe forderten. Das Motto der Veranstaltung lautete »Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie!«. Auf der Kundgebung sprach Weihbischof Matthias Heinrich als Vertreter des Erzbistums Berlin und übermittelte die Grüße des neuen Erzbischofs der Hauptstadt, Heiner Koch, der ebenfalls am Samstag in sein Amt eingeführt wurde.

Über die Teilnahme verschiedener Bischöfe herrschte große Euphorie unter den Besuchern der Veranstaltung, die bereits zum elften Mal stattfand. Die bisherige Abwesenheit des religiösen Führungspersonals war im Vorfeld heftig beklagt worden. Auf mehreren Schildern wurde eine »Willkommenskultur für Ungeborene« gefordert. Die Kopplung der Themen Hilfe für Flüchtlinge und Ablehnung von Abtreibungen war offenkundig auch dem BVL Programm: Dessen Vorsitzender Martin Lohmann erklärte, Deutschland brauche eine »echte und glaubwürdige Willkommenskultur«, die »Flüchtlinge, Alte und Nichtgeborene« einbeziehe.

Beatrix von Storch, Europaabgeordnete der Alternative für Deutschland, die schon in den Vorjahren teilgenommen hatte, lief dieses Mal in der ersten Reihe mit.

 

Der Prozession der Abtreibungsgegner stellten sich zwei Bündnisse entgegen, die zu Demonstrationen aufgerufen hatten. Beide wandten sich gegen ein reaktionäres Frauen- und Familienbild. Laut Polizei nahmen insgesamt etwa 1.700 Menschen an den Gegenprotesten teil.

Das linksradikale und queerfeministische Bündnis "What the fuck" gab an, ihre Demonstration sei am Anhalter Bahnhof mit 2.000 Teilnehmern gestartet. Das linksfeministische "Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung" konnte vom Brandenburger Tor zum Gendarmenmarkt mobilisieren. Dort trafen beide Züge zusammen.

»What the fuck« hatte explizit dazu aufgerufen, den Marsch der Abtreibungsgegner zu blockieren. Dies konnte die Polizei auch mit rund 900 eingesetzten Beamten nicht verhindern. So wurde die Strecke der »Lebensschützer« stark verkürzt. Statt über den Potsdamer Platz und die Leipziger Straße wurden sie nördlich um das Brandenburger Tor herum und Unter den Linden entlanggeführt. Zwischen Charlottenstraße und Humboldt-Universität kam es zu mehreren hartnäckigen Blockaden, die den Marsch für gut zwei Stunden zum Stehen brachten.

Die teils brutalen Straßenräumungen begleiteten die Demonstranten mit lautstarken »Wo wart ihr in Heidenau?«-Rufen. Die Abtreibungsgegner wurden auf den letzten paar hundert Metern von einer Sambaband und Rufen wie »Wir sind die Perversen, wir sind euch auf den Fersen« oder »Wir klatschen laut Applaus, die Deutschen sterben aus« begleitet. Die Polizei ging mit massiven Einsatz von körperlicher Gewalt gegen die Blockierer vor. Bei den Auseinandersetzungen wurden zahlreiche Personen auf beiden Seiten verletzt, mindestens 28 Gegendemonstranten wurden vorläufig festgenommen.

 

Die Teilnehmer der „Marsch für das Leben“ Demo – zogen nach der Auflösung der Blockaden im Regen bis zu ihrem Abschlussort am Lustgarten – begleitet von den „Mittelalter, Mittelalter“-Rufen der Gegendemonstranten. Ein Gottesdienst im Dom wurde auch diesmal nicht ermöglicht. Zeitweise brachten Gegendemonstranten Banner an der Kuppel des Berliner Domes an. Zuvor hatten FEMEN-Aktivisten dort protestiert, wurden allerdings von der Polizei angehalten, diesen Protest zu beenden.

 

hinzugezogene Quellen:

www.vice.com/de/article/av8zze/aktivisten-machen-abtreibu...

web.archive.org/web/20151003034001/http://www.jungewelt.d...

www.sueddeutsche.de/panorama/abtreibungsgegner-marsch-fue...

www.nd-aktuell.de/artikel/985095.reaktionaerer-lebensschu...

www.belltower.news/lebensschutz-vs-anti-choice-samstag-ma...

web.archive.org/web/20180320143550/https://www.bz-berlin....

 

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Vielen Dank!

Stand: September 2015

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: H.-Chr. Gruber

Andy Warhol zählt zu den bekanntesten und meistdiskutierten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts. Während seine Werke von Konsumgütern und berühmten Persönlichkeiten weite Verbreitung fanden, bekam ein Thema, das sich bereits seit den späten 1940er-Jahren und bis zu seinem frühen Tod in 1987 wiederfindet, wenig Beachtung: Warhols kontinuierliche Suche nach einer Bildfindung für sein (meist männliches) Schönheitsideal und Begehren. Die Neue Nationalgalerie stellt nun zum ersten Mal einen großen Überblick zusammen, der sich thematisch auf diesen zentralen Aspekt in Warhols verschiedenen Schaffensphasen konzentriert. Mit mehr als 300 Werken, Gemälden, Drucken, Zeichnungen, Fotografien, Polaroids, Filmen und Collagen ermöglicht die Ausstellung in der oberen Halle ein umfassendes und inklusives Verständnis des Künstlers Andy Warhol, der zu Lebzeiten nie ein wirkliches „Coming-out“ hatte.

Von Warhols frühen Zeichnungen über die Screen-Tests und Filme der 1960er-Jahre, die Torso Gemälde der 1970er-Jahre bis hin zu seiner künstlerischen Zusammenarbeit mit Jean-Michel Basquiat in den 1980er-Jahren, und unzähligen Fotografien, erforscht er auf herausfordernde Weise körperliche Schönheit und Schwächen, Zerbrechlichkeit und Stärke sowie seine eigene Vielfalt und Fluidität in Form von vielen Selbstporträts. Zu seinen Lebzeiten wurden seine expliziten Körperdarstellungen teils als unmoralisch, pervers oder sogar als pornografisch und illegal angesehen. Daher erhielten viele dieser Werke wenig Sichtbarkeit in der Kunstwelt und wurden nie einer größeren Öffentlichkeit bekannt.

Der Titel der Ausstellung „Andy Warhol: Velvet Rage and Beauty“ ist eine Hommage an das Buch The Velvet Rage (2005), in dem der Autor Alan Downs das Gefühl beschreibt, als homosexueller Mann in einer heterosexuell dominierten Welt aufzuwachsen und zu leben. Warhol starb 1987 im Alter von nur 58 Jahren. Er hinterließ ein komplexes Werk, das nachfolgende Generationen von Künstler*innen beeinflusste, erfuhr aber zu Lebzeiten nie die offene Akzeptanz um sich diesem spezifischen Aspekt seines Werks zu widmen. Während diese Queerness heute wieder in zahlreichen Gesellschaften gefährdet scheint, nimmt die Ausstellung in Berlin im Jahr 2024 die Chance wahr, diese ausdrucksstarken Werke zum ersten und hoffentlich nicht zum letzten Mal zu versammeln.

 

Hinweis: Die Ausstellung zeigt sehr explizit Nacktheit und Sexualität sowie vielfältige Darstellungen von Gender und Körpern. (Entsprechend den Flickr-Regeln werde ich solche expliziten Bilder nicht posten können - riesebusch).

 

www.smb.museum/museen-einrichtungen/neue-nationalgalerie/...

Andy Warhol is arguably one of the most widely known and discussed artists of the twentieth century. While his depictions of consumer products and celebrities became household famous, there is a newly identified red thread through his career, starting in the late 1940s until his untimely death in the 1980s: a continuous searching to visualize his ideal of beauty, mostly male beauty, finding form and creating lasting images of what Warhol desired. Neue Nationalgalerie is for the first time putting together a large survey focused on Warhol’s search for a certain ideal beauty and shows that it is a central aspect and red thread throughout the artist’s different production phases and stages of career, from the 1940s to the 1980s. Bringing together more than 300 works, paintings, prints, drawings, photographs, Polaroids, films and collages, the exhibition allows an expansive and inclusive insight into a Warhol, that during his lifetime never had a real “coming-out”.

 

From the early drawings to his screen tests and films in 1960s, the torso paintings in the 1970s, through his collaborations with Jean-Michel Basquiat in 1980s, and countless photographs throughout all periods, there is a constant exploration to express this ideal and quest for beauty. When one looks closely and deeply at Warhol’s work, it becomes apparent that his artistic practice is intimately engaged with the body. In all mediums, he provocatively explores the body’s beauty and flaws, fragility and strength, as well as his own insecurities and torments in many self-portraits. During his lifetime many of these works on the human body were either considered inappropriate, immoral, deviant – or even pornographic or illegal. As a result, many of these works received little exposure in the art world and never became known to a wider public.

 

The exhibition Andy Warhol: Velvet Rage and Beauty takes its title as an homage to the book The Velvet Rage (2005) by Alan Downs that describes how it feels to grow up and live as a gay man in a predominantly straight world. Warhol died in 1987 at the age of only fifty-eight. He left an incredibly complex and influential body of work, but during his lifetime never experienced the open acceptance that we now have to look at these specific bodies of work. As this openness to queerness seems at risk again today through changes in so many societies, the exhibition takes on Berlin in 2024 as a window of opportunity, to bring these works together for the first and hopefully not for the last time.

 

Note: This exhibition features very explicit nudity, sexual content, and diverse representations of gender and the body.

(According to Flickr rules, I won't be able to post such explicit pictures - riesebusch).

www.smb.museum/en/museums-institutions/neue-nationalgaler...

36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz am 30. Oktober 2010 in der Rheingoldhalle Mainz

 

Dieses Foto untersteht dem Copyright von Jan-Hendrik Hühne. Verwendung in Beiträgen und Weblogs über den 36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz sowie persönlicher und nicht kommerzieller Verwendung ist mit expliziter Quellenangabe mit Link zurück zu dieser Seite gestattet. Alle anderen Rechte vorbehalten. Bitte nehmen Sie für jedwede andere Verwendung Kontakt via Email auf.

Berlin 30.07.2011.

What the fuck! - Kundgebung vor dem Büro der Deutschen Bischofskonferenz ( Papstbesuch ).

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Gegen Antisemitismus, Sexismus und Homophobie.

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ca. 50 Personen

 

von Facebook:

 

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Der Papst in Berlin? What the Fuck!

Gegen Antisemitismus, Sexismus und Homophobie

 

Am 22. September wird Joseph Aloisius Ratzinger Berlin besuchen. Das verdiente an sich keine große Aufmerksamkeit, wenn er nicht von vielen hundert Millionen Verblendeter als „Benedictus PP. XVI“, als Stellvertreter eines übermenschlichen Wesens auf der Erde, angesehen und verehrt würde. Was sich anhört wie ein UFO-Kult, ist im Falle der Katholischen Kirche leider traurige Realität.

 

Wir nehmen den Besuch dieses Menschen also zum Anlass, unsere grundsätzliche Kritik an Religion, an der Katholischen Kirche im Speziellen und an diesem Papst im Besonderen Ausdruck zu verleihen und rufen hiermit dazu auf, diese Kritik auf der Straße und bei den verschiedenen Veranstaltungen zu verdeutlichen. Denn Joseph Ratzinger ist ein Mensch, dessen Denken und Äußerungen sich großzügig aus dem Pool reaktionärer Ideologien speisen. Antisemitismus, Sexismus, Homophobie und Rassismus sind die tragenden Pfeiler seines erzreaktionären Weltbildes. Wenig verwunderlich also, dass ausgerechnet er sich an der Spitze eines Systems wiederfindet, das seit Jahrhunderten die Herrschaft von Menschen über Menschen bereitwillig legitimiert und die Gegnerschaft zu Emanzipation und befreiter Gesellschaft verkörpert wie kaum ein anderer. Ein System, das bekämpft und zurückgedrängt gehört. Diese Entmachtung der Religion wurde trotz Aufklärung und vermeintlicher Säkularisierung bürgerlicher Gesellschaften längst noch nicht erreicht. Bis zur Verwirklichung der befreiten Gesellschaft gar, ist es noch ein steiniger Weg, die „Katholische Kirche“ ist dabei jedoch einer der größeren Brocken, die im Weg liegen. Einer, dessen Tritt in den Rinnstein der Geschichte längst überfällig ist.

 

Den ersten Tritt wollen wir der Kirche mit unserer Kundgebung am 30.7. vor dem Haus der deutschen Bischofskonferenz verpassen. Die Deutsche Bischofskonferenz ist das höchste Entscheidungsorgan der katholischen Kirche in Deutschland. Hier werden die grundlegenden Entscheidungen getroffen, die Anweisungen und Vorgaben aus dem Vatikan interpretiert und die politische Einflussnahme der katholischen Kirche geplant. Ein Großteil der Mitglieder dieser Vereinigung vertreten eine explizit antidemokratische, antiaufklärerische und rechtskonservative Ideologie, allen voran der neu ernannte Erzbischof von Berlin, Rainer Woelki. Woelki steht nicht nur dem Opus Dei nahe und unterstützt die autoritäre Linie des Vatikans in praktisch allen Fragen, er äußert sich auch relativ offen zu seiner Ansicht, dass Homosexualität ein Vergehen gegen die christliche Schöpfungslehre wäre.

  

Kundgebung vor dem Haus der deutschen Bischofskonferenz

30.07.2011 · 15:00 Uhr · Hannoversche Straße 5

 

Wir erwarten auf unserer Kundgebung einen besonderen Gast!

 

What the fuck! - Bündnis gegen Antisemitismus, Sexismus und Homophobie!

 

whatthefuck.blogspo​rt.de/

www.facebook.com/wh​atthepope

 

P.S.: Schonmal in den Terminkalender schreiben: Am 20. August findet eine Kundgebung vor der Botschaft des Vatikans statt und am 17. September gilt es wieder einmal, die 1000 Kreuze der Abtreibungsgegner_innen in die Spree zu werfen! Und natürlich: Kommt zu den Aktionen gegen den Papstbesuch am 22. September!

LEGAL NOTICE | protected work • All Rights reserved! © B. Egger photographer retains ownership and all copyrights in this work.

 

photographer | Bernard Egger.. collections..sets..

 

location | Bad Mitterndorf, Styria 💚 AT

📷 | Wholecar Graffiti ÖBB Train # 1787

 

Todos los Derechos Reservados • Tous droits réservés • Todos os Direitos Reservados • Все права защищены • Tutti i diritti riservati

licence | for any user agreement please contact Bernard Egger.

 

© Dieses Foto darf ohne vorherige Lizenzvereinbarung keinesfalls publiziert oder an nicht berechtigte Nutzer weiter gegeben werden.

 

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Wholecar

Bezeichnung für einen einzelnen Zugwaggon, dessen komplette Höhe und Länge mit Graffiti in einer Aktion bemalt wurde. In den meisten Fällen wird nur eine Waggonseite besprüht. Meistens teilen sich mehrere Writer die Arbeit an einem Zug; besprüht jedoch ein Writer einen Waggon allein, so spricht man von einem One-Man-Wholecar. Wholecars finden in der Writing-Szene hohes Ansehen. Für Fahrgäste und Verkehrsbetriebe ist diese Art von Besprühung auf Zügen sehr unangenehm, da durch die komplette Lackierung der Waggon verdunkelt wird.

 

Wholetrain

Bezeichnung für einen Zug, dessen Waggons von oben bis unten in einer Aktion bemalt wurden. Im Gegensatz zum Wholecar, besteht ein Wholetrain aus mehreren einzelnen Wholecars. Bei einem Wholetrain müssen wirklich alle Waggons (zumindest auf einer Seite) bemalt sein.

 

Bombing

Schnelles, auf Quantität ausgelegtes, illegales Sprühen; auch Bezeichnung für ein wenig aufwändiges (meistens chrom-schwarz) Piece (siehe auch Quickpiece, Silverpiece, Throw-up)

 

Trainbombing / Trainwriting

Allgemeine Bezeichnung für das Besprühen von Zügen.

 

Boss

Sicherheitsbeauftragter von Nahverkehrsbetrieben.

 

Botten

Schnelles Verlassen des Spots beim Sprühen.

 

Bust/gebustet werden

Das Auffassen eines Writers durch die Polizei.

 

Checker

Sicherheitsbeauftragte privater Firmen; auch Bezeichnung für eine Person, die vor dem Malen für andere Writer überprüft, ob eben solche, oder auch Polizei oder Putzer zugegen sind, die einen beim Besprühen diverser Objekte stören könnten.

 

Comment

Ein Comment ist ein neben oder in das Bild gesprühtes Statement oder ein Gruß (Fuck Police, One Love World Wide etc.).

 

Crew

Zusammenschluss von Writern die zusammen sprühen. Die Namen der Crews werden meistens mit mehreren Buchstaben abgekürzt z. B. SUK (Stick up Kids), UA (United Artists). Es finden auch Zahlen Verwendung als Gruppeninitial, z. B. der Postleitzahl des bewohnten oder repräsentierten Gebiets entnommen. Die Mitglieder einer Crew erhöhen deren Bekanntheitsgrad, indem sie das Crewkürzel ähnlich wie ihr eigenes Pseudonym in Bildern verarbeiten. Da mehrere Personen das gleiche Kürzel malen, kann ein höherer Bekanntheitsgrad erreicht werden.

 

End to End (auch „end2end“ oder „e2e“)

Zugbild, das sich über die Gesamtlänge eines Waggons erstreckt, aber nicht über die komplette Höhe (s. Wholetrain).

 

scouten

Für einen anderen Writer "Wache halten".

 

Spot (Platz/Stelle)

Explizit ausgewählte Orte, die zum Malen eines Bildes geeignet sind/wären.

 

Tag [tæg] (engl. tag ‚Markierung‘, ‚Etikett‘, ‚Schild‘)

Signaturkürzel, welches das Pseudonym eines Writers darstellt. Gilt als die Urform des sich daraus entwickelten Piece. Häufig als "Unterschrift" unter gesprühten Bildern zu finden, gilt aber auch in der jugendlichen Gang-Kultur als territoriale Markierung. Zum Anbringen der Tags werden neben der Sprühdose oft auch wasserfeste Stifte benutzt. Tags können allerdings auch genauso gut mit Malerrollen oder anderen Utensilien angebracht werden. Auch das Einritzen des Pseudonyms, was der Urform von Graffiti entspricht, ist üblich (siehe Scratching). Vorrangiges Ziel ist es, einen guten und innovativen Style zu haben, sekundäres Ziel, in einer Stadt, einem Bezirk oder einer Gegend, möglichst präsent zu sein. Dadurch entsteht eine Art von Wettkampfkultur. Das Übersprühen fremder Tags – auch Crossen genannt – wird als Beleidigung angesehen. Besonders in der Bandensubkultur der Vereinigten Staaten dienen Tags zur Markierung des Territoriums einer Straßengang. Sprüher der Writing-Bewegung versuchen in der Regel hingegen, ihren Namen überall zu verbreiten, nicht nur in einem begrenzten Gebiet. Auch Ultras markieren manchmal Orte auf ähnliche Weise. Vorläufer von Tags gab es, wie das Beispiel des Beamten Joseph Kyselak zeigt, bereits im Biedermeier.

 

taggen

Die Ausführung eines Tags.

 

Yard / Train-Yard

Gelände, auf dem Züge oder U-/S-Bahnen abgestellt werden, meistens zur Reinigung und Wartung.

Leihgabe aus der Sammlung John Chelm

 

On loan from the Joh Chelm Collection

 

Andy Warhol zählt zu den bekanntesten und meistdiskutierten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts. Während seine Werke von Konsumgütern und berühmten Persönlichkeiten weite Verbreitung fanden, bekam ein Thema, das sich bereits seit den späten 1940er-Jahren und bis zu seinem frühen Tod in 1987 wiederfindet, wenig Beachtung: Warhols kontinuierliche Suche nach einer Bildfindung für sein (meist männliches) Schönheitsideal und Begehren. Die Neue Nationalgalerie stellt nun zum ersten Mal einen großen Überblick zusammen, der sich thematisch auf diesen zentralen Aspekt in Warhols verschiedenen Schaffensphasen konzentriert. Mit mehr als 300 Werken, Gemälden, Drucken, Zeichnungen, Fotografien, Polaroids, Filmen und Collagen ermöglicht die Ausstellung in der oberen Halle ein umfassendes und inklusives Verständnis des Künstlers Andy Warhol, der zu Lebzeiten nie ein wirkliches „Coming-out“ hatte.

Von Warhols frühen Zeichnungen über die Screen-Tests und Filme der 1960er-Jahre, die Torso Gemälde der 1970er-Jahre bis hin zu seiner künstlerischen Zusammenarbeit mit Jean-Michel Basquiat in den 1980er-Jahren, und unzähligen Fotografien, erforscht er auf herausfordernde Weise körperliche Schönheit und Schwächen, Zerbrechlichkeit und Stärke sowie seine eigene Vielfalt und Fluidität in Form von vielen Selbstporträts. Zu seinen Lebzeiten wurden seine expliziten Körperdarstellungen teils als unmoralisch, pervers oder sogar als pornografisch und illegal angesehen. Daher erhielten viele dieser Werke wenig Sichtbarkeit in der Kunstwelt und wurden nie einer größeren Öffentlichkeit bekannt.

Der Titel der Ausstellung „Andy Warhol: Velvet Rage and Beauty“ ist eine Hommage an das Buch The Velvet Rage (2005), in dem der Autor Alan Downs das Gefühl beschreibt, als homosexueller Mann in einer heterosexuell dominierten Welt aufzuwachsen und zu leben. Warhol starb 1987 im Alter von nur 58 Jahren. Er hinterließ ein komplexes Werk, das nachfolgende Generationen von Künstler*innen beeinflusste, erfuhr aber zu Lebzeiten nie die offene Akzeptanz um sich diesem spezifischen Aspekt seines Werks zu widmen. Während diese Queerness heute wieder in zahlreichen Gesellschaften gefährdet scheint, nimmt die Ausstellung in Berlin im Jahr 2024 die Chance wahr, diese ausdrucksstarken Werke zum ersten und hoffentlich nicht zum letzten Mal zu versammeln.

 

Hinweis: Die Ausstellung zeigt sehr explizit Nacktheit und Sexualität sowie vielfältige Darstellungen von Gender und Körpern. (Entsprechend den Flickr-Regeln werde ich solche expliziten Bilder nicht posten können - riesebusch).

 

www.smb.museum/museen-einrichtungen/neue-nationalgalerie/...

Andy Warhol is arguably one of the most widely known and discussed artists of the twentieth century. While his depictions of consumer products and celebrities became household famous, there is a newly identified red thread through his career, starting in the late 1940s until his untimely death in the 1980s: a continuous searching to visualize his ideal of beauty, mostly male beauty, finding form and creating lasting images of what Warhol desired. Neue Nationalgalerie is for the first time putting together a large survey focused on Warhol’s search for a certain ideal beauty and shows that it is a central aspect and red thread throughout the artist’s different production phases and stages of career, from the 1940s to the 1980s. Bringing together more than 300 works, paintings, prints, drawings, photographs, Polaroids, films and collages, the exhibition allows an expansive and inclusive insight into a Warhol, that during his lifetime never had a real “coming-out”.

 

From the early drawings to his screen tests and films in 1960s, the torso paintings in the 1970s, through his collaborations with Jean-Michel Basquiat in 1980s, and countless photographs throughout all periods, there is a constant exploration to express this ideal and quest for beauty. When one looks closely and deeply at Warhol’s work, it becomes apparent that his artistic practice is intimately engaged with the body. In all mediums, he provocatively explores the body’s beauty and flaws, fragility and strength, as well as his own insecurities and torments in many self-portraits. During his lifetime many of these works on the human body were either considered inappropriate, immoral, deviant – or even pornographic or illegal. As a result, many of these works received little exposure in the art world and never became known to a wider public.

 

The exhibition "Andy Warhol: Velvet Rage and Beauty" takes its title as an homage to the book The Velvet Rage (2005) by Alan Downs that describes how it feels to grow up and live as a gay man in a predominantly straight world. Warhol died in 1987 at the age of only fifty-eight. He left an incredibly complex and influential body of work, but during his lifetime never experienced the open acceptance that we now have to look at these specific bodies of work. As this openness to queerness seems at risk again today through changes in so many societies, the exhibition takes on Berlin in 2024 as a window of opportunity, to bring these works together for the first and hopefully not for the last time.

 

Note: This exhibition features very explicit nudity, sexual content, and diverse representations of gender and the body.

(According to Flickr rules, I won't be able to post such explicit pictures - riesebusch).

www.smb.museum/en/museums-institutions/neue-nationalgaler...

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: Simon P. Haigermoser

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: Simon P. Haigermoser

Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.

 

Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.

 

Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.

 

Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.

 

Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.

  

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

  

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: Simon P. Haigermoser

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: Simon P. Haigermoser

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: Simon P. Haigermoser

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: Simon P. Haigermoser

Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.

 

Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.

 

Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.

 

Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.

 

Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.

  

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

  

PROJECTS

"Seizures. The parliament building in the dictatorships between 1933 and 1945 "

Research project to review the history of Parliament between 1933 and 1945

Project Management: Assoz.-Prof. Dr. Bertrand Perz

Project staff: Mag. Dr. Verena Pawlowsky / Mag.a Ina Markova

Financing: Austrian Parliament

Duration: 2015-2018

The central question of the study is: how did the two anti-democratic systems - the Corporative State and the Nazi regime - make use of the parliament between 1933 and 1945? The Parliament building, which during the Corporative State was house of the Federal Legislation and after the "Anschluss" (annexation) of Austria to the German Reich was the seat of the Reich Commissioner for Reunification and later the Gauhaus of the NSDAP, has never been just a building, but always a symbolic place. The misuse of a magnificent building dedicated explicitly to parliamentarism in those years in which the parliamentary structures in Austria were repealed raises several questions.

Since the Parliament has always been the center of power, so to speak, inscribed with this meaning, it is important to determine whether this meaning first had to be eradicated before it could be re-used or whether it could be transformed for one's own purposes. The reconstruction of the structure of authorities and departments, which was implemented in the parliament building after 1933, but especially after 1938, has only been marginal to date.

For Vienna there were - as for other cities of the German Reich - plans for the establishment of a Gauforum (i.e. district), but within these plans the parliament building would have no function. Therefore, it should be clarified why this building was chosen as Gauhaus, which discussion and decision processes preceded the use of the house, whether there were other, fundamental topographical considerations for the placement of the party seat in the city or what role the Vienna Parliament building in the National Socialist Urban planning would have played, this would have been implemented.

The occupation of a building is usually accompanied by structural adaptations. Targeted conversions and a destructive handling of the relics - still from "parliamentary" time - busts and pictures, but also furniture and carpets -, misappropriations and war-related dislocations are to be assumed. The analysis of the changes in architecture and inventory allows conclusions to be drawn as to the significance attributed by the Corporate State and Nazi regime to the acquired building.

Also the questions about the character of the concrete use of the house as official residence is relevant. Above all, for the years in which the parliament was Gauhaus, it must first be analyzed whether the Gauhaus was hermetic seat of an acting autocratically Gauleitung or an open official administrative and party building and was generally accessible.

This question leads directly to the staff employed here. Exemplary biographies will show who worked here between 1933 and 1945 and what the workplace Parliament meant for the protagonists of various political systems operating here and for the long-standing staff - for example, the chancery office or the building services.

After the inappropriate use of Parliament, it was re-appropriated after 1945, which was undoubtedly not only an act of restoration, but also an eminently symbolic one. The construction of the new Austria is reflected again in the construction of the representative buildings of the re-established state. The parliament building played an important role in the iconology of reconstruction. The eradication of the Nazi traces and the destruction of the war, the reconstruction of the external façade, and the partial modernization of the interior are all parts of this process of re-appropriation, which lasted more than ten years.

The Parliamentary Directorate commissioned the project team to carry out the study in 2015, after - inspired by the provenance research in the library of the house ( www.parlament.gv.at/ZUSD/PDF/NS-Provenienzforschung.pdf ) - in a pilot study the feasibility of a comprehensive project on the history of parliament between 1933 and 1945 had been raised, National Council President Doris Bures presented the project in a press conference on 26 June 2015

 

PROJEKTE

„Inbesitznahmen. Das Parlamentsgebäude in den Diktaturen zwischen 1933 und 1945“

Forschungsprojekt zur Aufarbeitung der Geschichte des Parlaments zwischen 1933 und 1945

Projektleitung: Assoz.-Prof. Dr. Bertrand Perz

Projektmitarbeiterinnen: Mag.a Dr.in Verena Pawlowsky / Mag.a Ina Markova

Finanzierung: Österreichisches Parlament

Laufzeit: 2015–2018

Die zentrale Frage der Studie lautet: Wie haben sich die beiden antidemokratischen Systeme – Ständestaat und NS-Regime – zwischen 1933 und 1945 des Parlaments bedient. Das Parlamentsgebäude, das während des Ständestaates Haus der Bundesgesetzgebung und nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich zunächst Sitz des Reichskommissars für die Wiedervereinigung und später Gauhaus der NSDAP war, ist nie nur Gebäude, sondern immer auch symbolischer Ort gewesen. Die zweckfremde Nutzung eines explizit dem Parlamentarismus gewidmeten Prachtbaues in jenen Jahren, in denen die parlamentarischen Strukturen in Österreich außer Kraft gesetzt waren, wirft daher mehrere Fragen auf.

Da das Parlament immer Machtzentrum war, ihm diese Bedeutung gleichsam eingeschrieben ist, gilt es, festzustellen, ob diese Bedeutung vor der Neuverwendung erst getilgt werden musste oder für die je eigenen Zwecke transformiert werden konnte. Die Rekonstruktion der Behörden- und Dienststellenstruktur, die im Parlamentsgebäude nach 1933, aber vor allem nach 1938 implementiert wurde, ist bis heute erst marginal erfolgt.

Für Wien gab es – wie für andere Städte des Deutschen Reiches – Pläne zur Errichtung eines Gauforums, doch innerhalb dieser Pläne wäre dem Parlamentsgebäude keine Funktion zugekommen. Geklärt werden soll daher, wieso gerade dieses Gebäude als Gauhaus gewählt wurde, welche Diskussions- und Entscheidungsprozesse der Nutzung des Hauses vorangingen, ob es andere, grundsätzliche topografische Überlegungen zur Platzierung des Parteisitzes in der Stadt gab bzw. welche Rolle dem Wiener Parlamentsgebäude in der nationalsozialistischen Stadtplanung zugekommen wäre, wäre diese umgesetzt worden.

Die Inbesitznahme eines Gebäudes geht zumeist mit baulichen Adaptionen einher. Gezielte Umbauten und ein zerstörerischer Umgang mit den noch aus „parlamentarischer“ Zeit stammenden Relikten – Büsten und Bildern, aber auch Mobiliar und Teppichen –, Entwendungen und kriegsbedingte Verlagerungen sind anzunehmen. Die Analyse der Veränderungen an Architektur und Inventar erlaubt Rückschlüsse darauf, welche Bedeutung Ständestaat und NS-Regime dem übernommenen Gebäude zuschrieben.

Auch die Fragen nach dem Charakter der konkreten Nutzung des Hauses als Amtssitz ist relevant. Vor allem für die Jahre, in denen das Parlament Gauhaus war, muss erst analysiert werden, ob das Gauhaus hermetischer Sitz einer autokratisch agierenden Gauleitung oder offenes Amts- und Parteigebäude und allgemein betretbar war.

Diese Frage leitet unmittelbar zu jener nach dem hier beschäftigten Personal. Exemplarische Biografien werden zeigen, wer hier zwischen 1933 und 1945 arbeitete und was der Arbeitsplatz Parlament für die hier tätigen Protagonisten verschiedener politischer Systeme und was für die langjährigen Bediensteten – etwa des Kanzleidienstes oder der Haustechnik – bedeutete.

Nach der zweckfremden Nutzung des Parlaments erfolgte nach 1945 seine Wiederaneignung, was zweifellos nicht nur ein Akt der Wiederinstandsetzung, sondern ein auch eminent symbolischer war. Der Aufbau des neuen Österreich spiegelt sich wieder im Aufbau der Repräsentativgebäude des wiederentstandenen Staates. Dem Parlamentsgebäude kam dabei eine wichtige Rolle in der Ikonologie des Wiederaufbaus zu. Die Tilgung der NS-Spuren und der Kriegszerstörungen, die Rekonstruktion der Außenfassade, bei gleichzeitiger Teilmodernisierung des Inneren sind Teile dieses Prozesses der Wiederaneignung, der sich über mehr als zehn Jahre zog.

Mit der Durchführung der Studie beauftragte die Parlamentsdirektion das Projektteam 2015, nachdem – angeregt durch die Provenienzforschung in der Bibliothek des Hauses (www.parlament.gv.at/ZUSD/PDF/NS-Provenienzforschung.pdf)– im Rahmen einer Pilotstudie die Machbarkeit eines umfangreichen Projektes zur Geschichte des Parlaments zwischen 1933 und 1945 erhoben worden war. Nationalratspräsidentin Doris Bures stellte das Projekt am 26. Juni 2015 in einer Pressekonferenz vor (www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2015/PK0730/index.shtml).

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: Simon P. Haigermoser

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: Simon P. Haigermoser

Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.

 

Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.

Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.

 

Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.

 

[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...

 

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

 

RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com

Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.

 

Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.

Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.

 

Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.

 

[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...

 

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

 

RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: Simon P. Haigermoser

Andy Warhol zählt zu den bekanntesten und meistdiskutierten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts. Während seine Werke von Konsumgütern und berühmten Persönlichkeiten weite Verbreitung fanden, bekam ein Thema, das sich bereits seit den späten 1940er-Jahren und bis zu seinem frühen Tod in 1987 wiederfindet, wenig Beachtung: Warhols kontinuierliche Suche nach einer Bildfindung für sein (meist männliches) Schönheitsideal und Begehren. Die Neue Nationalgalerie stellt nun zum ersten Mal einen großen Überblick zusammen, der sich thematisch auf diesen zentralen Aspekt in Warhols verschiedenen Schaffensphasen konzentriert. Mit mehr als 300 Werken, Gemälden, Drucken, Zeichnungen, Fotografien, Polaroids, Filmen und Collagen ermöglicht die Ausstellung in der oberen Halle ein umfassendes und inklusives Verständnis des Künstlers Andy Warhol, der zu Lebzeiten nie ein wirkliches „Coming-out“ hatte.

Von Warhols frühen Zeichnungen über die Screen-Tests und Filme der 1960er-Jahre, die Torso Gemälde der 1970er-Jahre bis hin zu seiner künstlerischen Zusammenarbeit mit Jean-Michel Basquiat in den 1980er-Jahren, und unzähligen Fotografien, erforscht er auf herausfordernde Weise körperliche Schönheit und Schwächen, Zerbrechlichkeit und Stärke sowie seine eigene Vielfalt und Fluidität in Form von vielen Selbstporträts. Zu seinen Lebzeiten wurden seine expliziten Körperdarstellungen teils als unmoralisch, pervers oder sogar als pornografisch und illegal angesehen. Daher erhielten viele dieser Werke wenig Sichtbarkeit in der Kunstwelt und wurden nie einer größeren Öffentlichkeit bekannt.

Der Titel der Ausstellung „Andy Warhol: Velvet Rage and Beauty“ ist eine Hommage an das Buch The Velvet Rage (2005), in dem der Autor Alan Downs das Gefühl beschreibt, als homosexueller Mann in einer heterosexuell dominierten Welt aufzuwachsen und zu leben. Warhol starb 1987 im Alter von nur 58 Jahren. Er hinterließ ein komplexes Werk, das nachfolgende Generationen von Künstler*innen beeinflusste, erfuhr aber zu Lebzeiten nie die offene Akzeptanz um sich diesem spezifischen Aspekt seines Werks zu widmen. Während diese Queerness heute wieder in zahlreichen Gesellschaften gefährdet scheint, nimmt die Ausstellung in Berlin im Jahr 2024 die Chance wahr, diese ausdrucksstarken Werke zum ersten und hoffentlich nicht zum letzten Mal zu versammeln.

 

Hinweis: Die Ausstellung zeigt sehr explizit Nacktheit und Sexualität sowie vielfältige Darstellungen von Gender und Körpern. (Entsprechend den Flickr-Regeln werde ich solche expliziten Bilder nicht posten können - riesebusch).

 

www.smb.museum/museen-einrichtungen/neue-nationalgalerie/...

Andy Warhol is arguably one of the most widely known and discussed artists of the twentieth century. While his depictions of consumer products and celebrities became household famous, there is a newly identified red thread through his career, starting in the late 1940s until his untimely death in the 1980s: a continuous searching to visualize his ideal of beauty, mostly male beauty, finding form and creating lasting images of what Warhol desired. Neue Nationalgalerie is for the first time putting together a large survey focused on Warhol’s search for a certain ideal beauty and shows that it is a central aspect and red thread throughout the artist’s different production phases and stages of career, from the 1940s to the 1980s. Bringing together more than 300 works, paintings, prints, drawings, photographs, Polaroids, films and collages, the exhibition allows an expansive and inclusive insight into a Warhol, that during his lifetime never had a real “coming-out”.

 

From the early drawings to his screen tests and films in 1960s, the torso paintings in the 1970s, through his collaborations with Jean-Michel Basquiat in 1980s, and countless photographs throughout all periods, there is a constant exploration to express this ideal and quest for beauty. When one looks closely and deeply at Warhol’s work, it becomes apparent that his artistic practice is intimately engaged with the body. In all mediums, he provocatively explores the body’s beauty and flaws, fragility and strength, as well as his own insecurities and torments in many self-portraits. During his lifetime many of these works on the human body were either considered inappropriate, immoral, deviant – or even pornographic or illegal. As a result, many of these works received little exposure in the art world and never became known to a wider public.

 

The exhibition Andy Warhol: Velvet Rage and Beauty takes its title as an homage to the book The Velvet Rage (2005) by Alan Downs that describes how it feels to grow up and live as a gay man in a predominantly straight world. Warhol died in 1987 at the age of only fifty-eight. He left an incredibly complex and influential body of work, but during his lifetime never experienced the open acceptance that we now have to look at these specific bodies of work. As this openness to queerness seems at risk again today through changes in so many societies, the exhibition takes on Berlin in 2024 as a window of opportunity, to bring these works together for the first and hopefully not for the last time.

 

Note: This exhibition features very explicit nudity, sexual content, and diverse representations of gender and the body.

(According to Flickr rules, I won't be able to post such explicit pictures - riesebusch).

www.smb.museum/en/museums-institutions/neue-nationalgaler...

Massage ist bei einem Urlaub in Thailand eine willkommene Entspannung. Auch Fußpflege und Maniküre wird angeboten.

Falls ein Mann mit der Hand befriedigt werden will (happy end), ist er am Strand völlig falsch. Aber auch einige Massagesalons weisen explizit aus, dass man danach gar nicht erst fragen soll. Jeder muss selbst wissen, warum er nach Thailand reist.

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: H.-Chr. Gruber

Berlin, New National Gallery, Andy Warhol Exposition: "Male Portrait", from the series "Studies for a Boy Book", 1956, black ball pen on paper

 

Leihgabe aus einer Privatsammlung, London

 

On loan from a private collection, London

 

Andy Warhol zählt zu den bekanntesten und meistdiskutierten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts. Während seine Werke von Konsumgütern und berühmten Persönlichkeiten weite Verbreitung fanden, bekam ein Thema, das sich bereits seit den späten 1940er-Jahren und bis zu seinem frühen Tod in 1987 wiederfindet, wenig Beachtung: Warhols kontinuierliche Suche nach einer Bildfindung für sein (meist männliches) Schönheitsideal und Begehren. Die Neue Nationalgalerie stellt nun zum ersten Mal einen großen Überblick zusammen, der sich thematisch auf diesen zentralen Aspekt in Warhols verschiedenen Schaffensphasen konzentriert. Mit mehr als 300 Werken, Gemälden, Drucken, Zeichnungen, Fotografien, Polaroids, Filmen und Collagen ermöglicht die Ausstellung in der oberen Halle ein umfassendes und inklusives Verständnis des Künstlers Andy Warhol, der zu Lebzeiten nie ein wirkliches „Coming-out“ hatte.

Von Warhols frühen Zeichnungen über die Screen-Tests und Filme der 1960er-Jahre, die Torso Gemälde der 1970er-Jahre bis hin zu seiner künstlerischen Zusammenarbeit mit Jean-Michel Basquiat in den 1980er-Jahren, und unzähligen Fotografien, erforscht er auf herausfordernde Weise körperliche Schönheit und Schwächen, Zerbrechlichkeit und Stärke sowie seine eigene Vielfalt und Fluidität in Form von vielen Selbstporträts. Zu seinen Lebzeiten wurden seine expliziten Körperdarstellungen teils als unmoralisch, pervers oder sogar als pornografisch und illegal angesehen. Daher erhielten viele dieser Werke wenig Sichtbarkeit in der Kunstwelt und wurden nie einer größeren Öffentlichkeit bekannt.

Der Titel der Ausstellung „Andy Warhol: Velvet Rage and Beauty“ ist eine Hommage an das Buch The Velvet Rage (2005), in dem der Autor Alan Downs das Gefühl beschreibt, als homosexueller Mann in einer heterosexuell dominierten Welt aufzuwachsen und zu leben. Warhol starb 1987 im Alter von nur 58 Jahren. Er hinterließ ein komplexes Werk, das nachfolgende Generationen von Künstler*innen beeinflusste, erfuhr aber zu Lebzeiten nie die offene Akzeptanz um sich diesem spezifischen Aspekt seines Werks zu widmen. Während diese Queerness heute wieder in zahlreichen Gesellschaften gefährdet scheint, nimmt die Ausstellung in Berlin im Jahr 2024 die Chance wahr, diese ausdrucksstarken Werke zum ersten und hoffentlich nicht zum letzten Mal zu versammeln.

Hinweis: Die Ausstellung zeigt sehr explizit Nacktheit und Sexualität sowie vielfältige Darstellungen von Gender und Körpern. (Entsprechend den Flickr-Regeln werde ich solche expliziten Bilder nicht posten können - riesebusch).

www.smb.museum/museen-einrichtungen/neue-nationalgalerie/...

Andy Warhol is arguably one of the most widely known and discussed artists of the twentieth century. While his depictions of consumer products and celebrities became household famous, there is a newly identified red thread through his career, starting in the late 1940s until his untimely death in the 1980s: a continuous searching to visualize his ideal of beauty, mostly male beauty, finding form and creating lasting images of what Warhol desired. Neue Nationalgalerie is for the first time putting together a large survey focused on Warhol’s search for a certain ideal beauty and shows that it is a central aspect and red thread throughout the artist’s different production phases and stages of career, from the 1940s to the 1980s. Bringing together more than 300 works, paintings, prints, drawings, photographs, Polaroids, films and collages, the exhibition allows an expansive and inclusive insight into a Warhol, that during his lifetime never had a real “coming-out”.

 

From the early drawings to his screen tests and films in 1960s, the torso paintings in the 1970s, through his collaborations with Jean-Michel Basquiat in 1980s, and countless photographs throughout all periods, there is a constant exploration to express this ideal and quest for beauty. When one looks closely and deeply at Warhol’s work, it becomes apparent that his artistic practice is intimately engaged with the body. In all mediums, he provocatively explores the body’s beauty and flaws, fragility and strength, as well as his own insecurities and torments in many self-portraits. During his lifetime many of these works on the human body were either considered inappropriate, immoral, deviant – or even pornographic or illegal. As a result, many of these works received little exposure in the art world and never became known to a wider public.

 

The exhibition Andy Warhol: Velvet Rage and Beauty takes its title as an homage to the book The Velvet Rage (2005) by Alan Downs that describes how it feels to grow up and live as a gay man in a predominantly straight world. Warhol died in 1987 at the age of only fifty-eight. He left an incredibly complex and influential body of work, but during his lifetime never experienced the open acceptance that we now have to look at these specific bodies of work. As this openness to queerness seems at risk again today through changes in so many societies, the exhibition takes on Berlin in 2024 as a window of opportunity, to bring these works together for the first and hopefully not for the last time.

 

Note: This exhibition features very explicit nudity, sexual content, and diverse representations of gender and the body.

(According to Flickr rules, I won't be able to post such explicit pictures - riesebusch).

www.smb.museum/en/museums-institutions/neue-nationalgaler...

Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.

 

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.

 

Foto: Simon P. Haigermoser

Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.

 

Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.

Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.

 

Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.

 

[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...

 

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

 

RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com

Fundamentalistisch-christlicher „Marsch für das Leben“ stundenlang blockiert

Anhänger der Neuen Rechten, Konservative und Evangelikale marschieren alljährlich neben fanatisierten, christlichen Splittergruppen gegen Abtreibungen, Sterbehilfe und Präimplantationsdiagnostik (PID). Beobachter werfen den im Verband organisierten Gruppen ein nationalistisches, völkisches und antifeministisches Weltbild vor. Dazu gesellen sich jährlich AfD-Politiker und Grußworte von CDU/CSU-Spitzenpolitikern, die den „Marsch“ in der Mitte salonfähig machen.

 

Rund 5.000 Personen zogen am Samstag schweigend durch Berlin. Damit stagnierte die Teilnehmerzahl, die in den Jahren zuvor noch stetig gewachsen war. Nach einer Auftaktkundgebung vor dem Kanzleramt setzte sich der vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) veranstaltete Marsch für das Leben in Bewegung, dessen Teilnehmer das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen, aber auch jeder Form von Sterbehilfe forderten. Das Motto der Veranstaltung lautete »Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie!«. Auf der Kundgebung sprach Weihbischof Matthias Heinrich als Vertreter des Erzbistums Berlin und übermittelte die Grüße des neuen Erzbischofs der Hauptstadt, Heiner Koch, der ebenfalls am Samstag in sein Amt eingeführt wurde.

Über die Teilnahme verschiedener Bischöfe herrschte große Euphorie unter den Besuchern der Veranstaltung, die bereits zum elften Mal stattfand. Die bisherige Abwesenheit des religiösen Führungspersonals war im Vorfeld heftig beklagt worden. Auf mehreren Schildern wurde eine »Willkommenskultur für Ungeborene« gefordert. Die Kopplung der Themen Hilfe für Flüchtlinge und Ablehnung von Abtreibungen war offenkundig auch dem BVL Programm: Dessen Vorsitzender Martin Lohmann erklärte, Deutschland brauche eine »echte und glaubwürdige Willkommenskultur«, die »Flüchtlinge, Alte und Nichtgeborene« einbeziehe.

Beatrix von Storch, Europaabgeordnete der Alternative für Deutschland, die schon in den Vorjahren teilgenommen hatte, lief dieses Mal in der ersten Reihe mit.

 

Der Prozession der Abtreibungsgegner stellten sich zwei Bündnisse entgegen, die zu Demonstrationen aufgerufen hatten. Beide wandten sich gegen ein reaktionäres Frauen- und Familienbild. Laut Polizei nahmen insgesamt etwa 1.700 Menschen an den Gegenprotesten teil.

Das linksradikale und queerfeministische Bündnis "What the fuck" gab an, ihre Demonstration sei am Anhalter Bahnhof mit 2.000 Teilnehmern gestartet. Das linksfeministische "Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung" konnte vom Brandenburger Tor zum Gendarmenmarkt mobilisieren. Dort trafen beide Züge zusammen.

»What the fuck« hatte explizit dazu aufgerufen, den Marsch der Abtreibungsgegner zu blockieren. Dies konnte die Polizei auch mit rund 900 eingesetzten Beamten nicht verhindern. So wurde die Strecke der »Lebensschützer« stark verkürzt. Statt über den Potsdamer Platz und die Leipziger Straße wurden sie nördlich um das Brandenburger Tor herum und Unter den Linden entlanggeführt. Zwischen Charlottenstraße und Humboldt-Universität kam es zu mehreren hartnäckigen Blockaden, die den Marsch für gut zwei Stunden zum Stehen brachten.

Die teils brutalen Straßenräumungen begleiteten die Demonstranten mit lautstarken »Wo wart ihr in Heidenau?«-Rufen. Die Abtreibungsgegner wurden auf den letzten paar hundert Metern von einer Sambaband und Rufen wie »Wir sind die Perversen, wir sind euch auf den Fersen« oder »Wir klatschen laut Applaus, die Deutschen sterben aus« begleitet. Die Polizei ging mit massiven Einsatz von körperlicher Gewalt gegen die Blockierer vor. Bei den Auseinandersetzungen wurden zahlreiche Personen auf beiden Seiten verletzt, mindestens 28 Gegendemonstranten wurden vorläufig festgenommen.

 

Die Teilnehmer der „Marsch für das Leben“ Demo – zogen nach der Auflösung der Blockaden im Regen bis zu ihrem Abschlussort am Lustgarten – begleitet von den „Mittelalter, Mittelalter“-Rufen der Gegendemonstranten. Ein Gottesdienst im Dom wurde auch diesmal nicht ermöglicht. Zeitweise brachten Gegendemonstranten Banner an der Kuppel des Berliner Domes an. Zuvor hatten FEMEN-Aktivisten dort protestiert, wurden allerdings von der Polizei angehalten, diesen Protest zu beenden.

 

hinzugezogene Quellen:

www.vice.com/de/article/av8zze/aktivisten-machen-abtreibu...

web.archive.org/web/20151003034001/http://www.jungewelt.d...

www.sueddeutsche.de/panorama/abtreibungsgegner-marsch-fue...

www.nd-aktuell.de/artikel/985095.reaktionaerer-lebensschu...

www.belltower.news/lebensschutz-vs-anti-choice-samstag-ma...

web.archive.org/web/20180320143550/https://www.bz-berlin....

 

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Die Bilder sind im Original und in druckbarer Qualität vorhanden.

 

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Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: September 2015

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