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"Frieden mit Russland" vereint mit DKP, Verschwörungsideologen des Coop-Cafe sowie Querdenkern beim diesjährigen Ostermarsch in Berlin
Am 16. April 2022 erfolgte in Berlin erneut der traditionell von der FRIKO Berlin (Friedenskoordination Berlin) organisierte Ostermarsch, der seit diesem Jahr unter dem Schatten des am 24. Februar begonnenen Angriffskrieges durch den russischen agierenden Despoten Wladimir Putin auf die Ukraine steht.
Unter dem Motto: „Die Waffen nieder! Politische Lösungen sind das Gebot der Stunde! Für eine neue Sicherheitsarchitektur von Lissabon bis Wladiwostok!“ trafen sich am 16. April ab 12 Uhr hunderte Kriegsgegner am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg.
Die eindeutig kremlfreundliche Veranstaltung, die überwiegend von älterem Publikum durchsetzt war, zog wie in den Jahren schon zuvor: rechtsoffenes, verschwörungsideologisches und demokratiefeindliches Klientel an, von denen man sich erneut vor Ort nicht distanzierte. Einzig der rechtsextreme „Volksbote“ wurde der Demonstration verwiesen, der sich seit einiger Zeit als „Journalist“ mit prorussischer Ausrichtung versucht.
Ebenfalls war das Mahnwachenspektrum auf dem diesjährigen Ostermarsch mit bekannten Akteuren wieder vertreten, die mit Daniele Ganser und dem Propagandafilm „Ukranian Agony“ von Mark Bartalmai warben. Auf der Rückseite ihres Schildes forderten sie u.a. ein „Nein zum Impfzwang“, „Nein zur Medienpropaganda“, „Nein zur WHO“ oder „Nein zur USA-NATO Politik“.
Weiter waren mehrere Mitglieder der Partei „die Basis“ (mit Megaphone) vor Ort, die selbst ernannte „Freie Linke“ (die ihre Website auf einer russischen Domain lagert) konnte sogar ihr Frontbanner ausgebreitet durch die Straßen Berlins tragen. Es waren Impfgegner und Sympathisanten der Corona-Querfront „Freedom Parade“ vor Ort, abseits davon wurde von der DKP und vom Coop-Cafe für Russland (und China) geworben; weiter war dort von anderen Protagonisten zu lesen „keine Waffen für US-inszenierte Kriege“, explizit keine Waffen an die Ukraine, "Banderas raus aus der Ukraine", für ein Eurasien welches auch die Ukraine beinhaltet, das die NATO gleich Krieg bedeutet – obwohl gerade zu dieser Zeit das „Eurasienfordernde Land“ diesen Krieg grausam, völkerrechtswidrig und kriegsverbrecherisch führt.
Redner auf dem diesjährigen Ostermarsch waren: Wolfram Adolphi (Journalist), Monika Auener (Religionspädagogin), Taylan Çiftçi (DIDF), Lühr Henken (Bundesausschuss Friedensratschlag, Christiane Reymann (Autorin) und N.N. (SDAJ-Jugendorganisation der DKP); die Moderation betrieb Jutta Kausch-Henken. Die Reden sind nachhörbar bei den Machern des Youtube-Kanals antikriegTV gelistet, die auch im Anna-News-Leak aus 2014 Erwähnung fanden und sich in Sachen Propaganda bis heute alle Ehre erweisen.
In den Fragen nach der Schuld am Krieg in der Ukraine sowie nach seinen Lösungsmöglichkeiten sieht sich die Friedensbewegung laut taz vor der Zerreißprobe. „Es gibt viele unterschiedliche Positionen zum Krieg“, sagte Reymann im Vorfeld des Ostermarsches, die dort eine Rede hielt. Von Wimmersperg betonte zuvor, eine „Dämonisierung des Feindes“ sei nicht zielführend. Und weiter: Nationalflaggen seien auf dem Ostermarsch nicht verboten, sagte die Initiative auf Nachfrage. Deswegen würde man auch nicht einschreiten, wenn Teilnehmer die russische Flagge tragen würden.
Banner mit Aufschriften wie „Putin der Aggressor“ seien hingegen nicht erwünscht, sie würden nicht zu den Positionen des Ostermarschs passen.
Bei der FRIKO suchte man am Samstag eine Verurteilung des russischen Aggressors vergebens. Nur konsequent, dass dann nicht nur Waffenlieferungen an die Ukraine, sondern auch weiterhin jegliche Sanktionen gegen Russland abgelehnt werden.
Die Forscherin Claudia Baumgart-Ochse vom Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung sprach sich im rbb-Inforadio für einen differenzierten Blick auf die Friedensbewegung aus. Der Impuls, für Frieden zu demonstrieren, sei erstmal eine gute Sache. Sie riet aber dazu, sich genau zu überlegen, mit wem man auf die Straße gehe, wer das organisiere und was die Begründungen für den Protest seien. In manchen Aufrufen habe sie den Eindruck, dass russische Propaganda durchscheine.
Alternativer Ostermarsch 2022
Aufgrund des haltungslosen Aufrufs der FRIKO organisierte -ähnlich wie Ende Februar- ein Bündnis aus ukrainischen Organisationen und syrischen Aktivisten (Vitsche Berlin-Allianz Ukrainischer Organisationen, Adopt a Revolution, SyriaNotSafe, Belarussische Gemeinschaft RAZAM e.V. und LeaveNoOneBehind) erstmalig den „Alternativen Ostermarsch“, der am Bebelplatz in Berlin-Mitte statt fand und im Laufe des Tages auf fast 1.000 Teilnehmer anwuchs.
Dort hieß es: Der Aufruf des “Berliner Ostermarsch” erwähnt die russische Aggression und das Recht auf Selbstverteidigung mit keinem Wort. Das entsetzt uns und bewegt uns, ukrainische und syrische Aktivisten, gemeinsam mit solidarischen Unterstützern, einen eigenen Ostermarsch anzumelden. Für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit und gegen russische Angriffskriege! Und weiter:
Auch in den letzten Jahren haben viele Ostermärsche sich vor allem darin geübt, die Aufrüstung der NATO zu kritisieren und eine Entwaffnung der Bundeswehr zu fordern. Dieser fundamentalistische Pazifismus blendet die Aggressoren aus – und hat so den Kriegen von Diktatoren und Autokraten rhetorisch den Weg bereitet. Wir finden: Es ist an der Zeit, endlich den Opfern der Kriege zuzuhören!
Der Ostermarsch Berlin im Rückblick
Der Ostermarsch Berlin wird tradtionell seit vielen Jahren von der Friedenskoordination Berlin (FRIKO Berlin) unter der Schirmherrschaft von Laura von Wimmersperg organisiert und mit teils gleichbleibenden Bündnissen abgehalten. An ihrer Seite steht Jutta Kausch-Henken.
In der Berliner Friedenskoordination treffen sich seit Herbst 1980 Vertreter aus weltanschaulich sehr unterschiedlichen Gruppierungen, um über ihre friedenspolitischen Aktivitäten zu informieren, ihre Arbeit zu vernetzen und gemeinsame Vorhaben zu planen. So schreibt es die Seite Friedenskooperative in der Vorstellung der FRIKO Berlin.
Gleichbleibend sind seit Beginn und seit sehr vielen Jahren und bis 2014 weitestgehend auch die Forderungen (jährliche Aufrufe) z.B. zur Abrüstung, des Dialogs, der Beendigung von Kriegen, der Abschaffung der NATO und somit die Abschaffung von Atomwaffen (und Stützpunkten), Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und Mali, Abschaffung von Drohnen usw. geblieben.
Unterstütztung in Sachen Friedensproteste bekommt von Wimmersperg dabei auch vom ehemaligen Stasi-Major Klaus (Peter) Meinel, der seit 1992 die LL-Demo in Berlin anmeldet und heute in der DKP ist. Meinel stieß gleich nach Mauerfall auf die westdeutsche Friedensbewegung FRIKO. Von Wimmersperg sagte gegenüber der taz, seine Stasi-Zeit spiele für sie keine Rolle, "Klaus ist kein Verräter". Er wisse immer so gut, was zu tun ist.
Im Februar 2014, also nur kurze Zeit vor dem Ostermarsch 2014, begann der von Putin anfangs noch versucht verdeckte Krieg in der Ostukraine. Es war das Jahr des plötzlichen Beginn´s der „Mahnwachen für den Frieden“ und dem Versuch vom „Friedenswinter“, was man wegen angeblicher „Solidarität zur Ukraine“ (gemeint ist die Solidarität und propagandistische Unterstützung von Putins Krieg „nur“ für die russisch besetzte Ostukraine) bundesweit „zum Leben erweckte“.
Die Mahnwachen und kommunistische Bündnisse/Parteien samt prorussischen Aktivisten rund um das Coop-Cafe, Mütter gegen den Krieg, Anti-Nato-Gruppe Berlin rund um den prorussisch, propagandandistisch agierenden Aktivisten Oleg Muzyka (Global Rights of Peaceful People) warben von Anfang an für Putin´s Politik und für einen „Frieden mit Russland“. Sie mischten sich seit 2014 auf fast jede relevanten Proteste und versuchten so, Menschen für ihre Ideologien anzuwerben. Muzyka selbst war mit Mitstreitern dabei auch auf rechten Protesten (Reichsbürger), aber Teile der LINKS-Partei hofierten und förderten trotz Belege weiterhin seine Propaganda-Ausstellungen und warben für diese. Das DDR-Kampfblatt junge Welt übernahm die entsprechende Berichterstattung.
Zu dieser Zeit entstanden auch unzählige prorussisch(rechts) besetzte Vereine und Organisationen unter dem Deckmantel von Solidarität (z.B. FBKO-Friedensbrücke Kriegsopferhilfe), Kunst & Kultur (z.B. das Tolstoi-Instutut), die sich gegen die Sanktionen in Russland stark machten und die -mal mehr, mal weniger offen- mit Positionen für die AfD, Compact & Co. warben; siehe auch das Druschba-Projekt des Rainer Rothfuß, der mittlerweile und seit 2018 offen bei der AfD angekommen ist.
Anfang 2015 bekam von Wimmersperg den „Menschenrechtspreis 2014“ der GBM („Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde“) verliehen. Die Laudatio hielt neben Jutta Kausch – Wolfgang Richter, Mitbegründer der GBM, der laut Berliner Verfassungsschutz die Verfolgung von Regimegegnern durch die DDR und die Staatssicherheit rechtfertigte. Hinter der GBM und dem zugehörigen weit verzweigten Vereinsnetzwerk verbirgt sich laut Berliner Innenverwaltung und T-Online eine „Interessenvertretung ehemaliger (alter) Stasimitarbeiter“. Vor ca. 15 Jahren versuchte die Berliner SPD, sie aus öffentlichen Einrichtungen zu verbannen, weil sich dort alte Kader organisieren.
Ab 2015 war auf den Ostermärschen vermehrt und -von fast immer gleichen Akteuren- prorussische Propaganda vertreten, wie auch in meinen anderen Alben zum Ostermarsch, Friedensbewegung & Co. dokumentiert. Das war neu – zumindest in dieser Intensität (siehe zum Vgl. Zeitleiste auf der Seite der FRIKO sowie vergangene Fotoreportagen von anwesenden Fotografen). Auch Gabriele Krone-Schmalz war 2015 in Berlin am Rande des Ostermarsches in Erscheinung getreten. In jenem Jahr veröffentlichte sie ihr Buch: „Russland verstehen. Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens“.
Nachtrag: Die Ex-Moskau-Korrespondentin Krone-Schmalz geht mit Stand 11/2022 mit Anwälten gegen eine Historikerin und Kritikerin vor, die ihr u.a. "Kremlpropaganda & Pseudo-Expertise in Deutschland" vorwarf. Derzeit rudert Krone-Schmalz allerdings wieder zurück, nachdem eine Feststellungsklage (Kritikpunkte wie Kreml-Nähe, Leugnung von /Kriegsverbrechen, Vorwürfe der Lügen und Falschbehauptungen auf Veranstaltungen und in Büchern, Verachtung von Putin-Opfern) angedroht wurde.
Den (optischen) Höhepunkt bildete meines Erachtens das Jahr 2018, wie auf einer Bildstrecke von Thorsten Strasas zu sehen ist. Neben DDR, Nordkorea- und „Neurussland“ Beflaggung war dort auch Diether Dehm anwesend, der den Außenminister Heiko Maas mit den vulgären und homophoben Worten: „gut gestylter NATO-Strichjunge“ öffentlich beim Ostermarsch diffamierte. Hintergrund der Äußerung war die Ausweisung russischer Diplomaten aus mehreren NATO-Staaten als Reaktion auf den Nervengiftanschlag auf den Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter.
2021 stand der Ostermarsch im Zeichen der Pandemie, entsprechend verschwörungsideologisch untermauert war dieser in jenem Jahr von Corona-Leugnern und Querdenkern, was man anhand der unten verlinkten Bildstrecke in den Quellenangaben auch noch einmal nachverfolgen kann.
Die „Anti-Krieg“-Initative rund um das Coop-Cafe beteiligte sich zwar nicht an den „Corona-Diktatur“ Slogans, nein – sie forderte propagandistisch u.a. Deutschland auf, Impfstoffe aus Kuba, China und Russland zuzulassen. Sie plakatierten ab 2020/21 auch die Berliner Innenstadt damit zu und versuchten sich in einer Art „Streetart“, welche in Pandemiezeiten besonders boomte und viele Menschen anzog. Im bis 2022 autoritär regierten Russland starben indes sehr viele Menschen, weil sie dem russischen Vakzin resp. dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin nicht trauen.
Der Umgang mit Kritikern damals und heute
Kritik übte schon mit Beginn der Mahnwachen-Bewegung ab 2014 der ehemalige Vorsitzende der DFG-VK Monty Schädel, der der Friedensbewegung eine Nicht-Abgrenzung zu den Mahnwachen „für den Frieden“ sowie die nachfolgenden Kampagnen „Friedenswinter“ und „Stopp Ramstein“ öffentlich attestierte, was Schädel eine Menge Gegenwind einbrachte. U.a. wurde er auf den „Mahnwachen für den Frieden“ von Ken Jebsen zum Feind ausgerufen. Nach schwerer Erkrankung wurde Schädel vom DFG-VK gekündigt, wie es in seiner Veröffentlichung aus 2017 heißt. Laut einem Interview mit der Junge Welt aus 2015 sprach Schädel von einer wahrgenommenen „organisierten Beeinflussung“, ähnlich schrieb es auch das Netzwerk gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus Leipzig (man beachte unten in den Quellen die dort erwähnten Akteure).
Weil die Junge Welt dieses Interview mit Schädel bzgl. dieser neuen „Friedensbewegung“ führte, kündigte Rainer Rupp (Ex-Stasi-Spion im Westen/NATO-Hauptquartier) dort seine Tätigkeit auf und veröffentlichte später noch einen Offenen Schmähbrief.
Wenn heute Kritiker dieser putingerichteten Friedensbewegung durch z.B. die LINKEN-Politikerin Sevim Dagdelen als reaktionäre Kriegstreiber betitelt werden, weil diese offen legen, das Frieden für jene Schein-Pazifisten nicht das Ziel, sondern nur das Mittel ist; dann hat man scheinbar den Kern getroffen. Sascha Lobo nennt diesen Teil der Friedensbewegung: Lumpenpazifismus – als eine zutiefst egozentrische Ideologie, die den eigenen Befindlichkeitsstolz über das Leid anderer Menschen stellt.
Viele kommunistische Friedensbewegte realisieren bis heute nicht, das Russland nicht die ehemalige Sowjetunion ist. Sie biedern sich in ihrer tief verankerten Ideologie einem Mann an, der einen faschistischen Krieg führt. Positionieren sie sich sonst angeblich gegen den Faschismus, laufen sie ihm weiter devot hinterher.
Das oft gebrauchte Zitat -in der Überlieferung- von Ignazio Silone hat leider eine beängstigende Aktualität bekommen, das da heißt: „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus». – Kreml-Sprech und Agitation seit 2014 von links und rechts (Friedensquerfront), wenn es darum geht, die Öffentlichkeit zu täuschen und diesen manipulativ Putin´s AgitProp weiterhin als "links" zu präsentieren.
Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) warnte vor „Pazifismus auf Kosten anderer“. Der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff nannte die Ostermarschierer „die fünfte Kolonne Putins“. Ein Argument, wie es auch die russische Seite für „westliche“ Aktivisten benutzt; benennen diese den Aggressor. Lambsdorff beschuldigte die Ostermarsch-Organisatoren laut Tagesspiege im WDR-Radio, sie seien keine Pazifisten, sondern „Interessenvertreter der russischen Position“ und versuchten, den Westen zu schwächen und die Ukraine zu diskreditieren.
Der Sprecher des Netzwerks Friedenskooperative, Kristian Golla, wies die Anschuldigungen Lambsdorffs als reine Polemik zurück. Das Netzwerk koordiniert die lokal und regional verantworteten Aktionen der Friedensbewegung, u.a. auch die für Berlin.
Unterwanderung der Friedensbewegung nach 1989
Die Friedensbewegung, zu der auch Ostermärsche zählen, wurde bereits ab den 60er Jahren durch u.a. die kommunistische Partei DKP vereinnahmt. Das die DDR die DKP als „Schläfer des Kalten Krieges“ finanziert und paramilitärisch für Anschläge („im bösen Nazi-Westen“) ausgebildet hat, ist keine Theorie oder Legende, auch wenn das die DKP samt Sympathisanten bis heute bestreitet. Die wenigstens wissen von dieser Historie; es erklärt auch die Parallelen bis in die heutige Zeit, was den „Westen“ und größtenteils auch die NATO betrifft. Die von der Stasi in Obhut genommene und einst mit neuer Identität ausgestattete frühere RAF-Terroristin Inge Viett ist z.B. bis heute ein gern gesehener Gast z.B. auf dem Ostermarsch, die nachweislich 2015 und 2016 im Duo in Berlin aktiv teilnahm. Es wurde mit einem "Frieden mit Russland" geworben (Plakat des Coop-Cafe) bzw. mit "Krieg ist Terror! Kriegstreiber sind Terroristen."
Ein doch sehr seltsam bekennender Pazifismus, der beim Ostermarsch zelebriert wird, bedenkt man, das auch der antiimperialistische Stopp Ramstein Sympathisant, ehemaliger AIZ-Terrorist (als Wannabe-Nachfolger der RAF) und heutiger Salafist Bernhard Falk immer wieder Gast bei diversen Stasi-Verbänden und der DKP vertreten ist.
Ganz groß in Mode gekommen ist auch die Zweckentfremdung von „Schwerter zu Pflugscharen“. Diese Friedensbewegung war die einzig nicht parteigesteuerte Bewegung in der DDR, die im Umfeld der Kirchen angesiedelt war. Wenn also Schilder wie „Schwerter zu Pflugscharen“ auf z.B. traditionellen Ostermärschen oder prorussisch abgehaltenen Veranstaltungen zu sehen sind, ist dies mehr als anmaßend und abstoßend, wenn damit Überzeugungen pro Diktatur resp. Faschismus und pro russische Besatzung anderer Länder vertreten sind. Es ist politisches Mimikry.
Diese zweckentfremdete Aneignung konnte ich bereits ab 2014 so auf Ostermärschen und beim Friedenswinter (mit DDR-Fahne) beobachten, aber auch auf den Corona-Protesten der Querdenker ab 2021, die ebenfalls versuchen, dieses Kapitel der Zeitgeschichte für sich und ihre antidemokratische Ideologie zu vereinnahmen und geschichtlich sowie politisch für sich umzudeuten.
So wie einst die prorussische, antisemitische, verschwörungsideologische, antiamerikanische und rechtsoffene Mahnwachenbewegung ab 2014/15 als selbsternannte „neue Friedensbewegung“ auf Ostermärschen vertreten war, sind es heute die Corona-Leugner und Querdenker; teils aus der Mahnwachenbewegung hervorgegangen, die damals wie heute und weiterhin -nebst „alten Friedensbewegten“- ihre prorussische Kriegspropaganda und verschwörungsideologische Agenda unter die Leute und in die Mitte der Gesellschaft ausbreiten wollen. Acht Jahre sind seit dem Beginn des Ukraine-Krieges vergangen und es wurde kein bisschen dazu gelernt.
hinzugezogene Quellen
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www.flickr.com/photos/uwehiksch/16828370187/in/album-7215...
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Stand: Fotos: April 2022/Text: Dezember 2022
15. Deutsches Turnfest Stuttgart 22.-30. Juli 1933. 0391 R Stutgart a
Das erste Deutsche Turnfest wurde 1860 in Coburg abgehalten. 1861 fand das zweite Deutsche Turnfest in Berlin statt. Anlass war die Errichtung des ersten deutschen Turnplatzes 50 Jahre vorher und die Grundsteinlegung für das Jahndenkmal in der Hasenheide. Die Turnfeste hatten nicht nur einen sportlichen Hintergrund. Im Sinne Turnvater Jahns sollten alle Turner immer nach der Einheit Deutschlands streben. In diesem Sinne war das Deutsche Turnfest auch eine politische Veranstaltung, dieser Aspekt verlor jedoch nach dem Erreichen des Ziels durch die Reichsgründung 1871 an Bedeutung.
In der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945 dienten die Deutschen Turnfeste vor allem der politischen Propaganda. 1933 war zunächst der Demokrat Alexander Dominicus als Vorsitzender der Deutschen Turnerschaft (DT) zurückgetreten, die als Dachorganisation für die Ausrichtung der Deutschen Turnfeste fungierte. Daraufhin ernannte sich Edmund Neuendorff zum neuen Führer der DT. Neuendorff versicherte Adolf Hitler in einem Brief vom 16. Mai 1933, "dass die Deutsche Turnerschaft sich unter ihrer Führung Seite an Seite neben SA und Stahlhelm stellt".[1] Kurz zuvor war von der Hauptausschusssitzung der DT am 8./9. April 1933 ohne Druck seitens der Nationalsozialisten für die Umsetzung bis zum Deutschen Turnfest in Stuttgart im Sommer desselben Jahres beschlossen worden, auf nationalsozialistischen Kurs zu gehen. Eingeführt wurden das Wehrturnen und das Führerprinzip sowie Ausschlüsse, etwa gegen Arbeiter, die in linken Verbünden organisiert waren, ebenso wie explizit rassistisch motivierte Ausschlussmaßnahmen, mit dem Ziel der "Vollarisierung" (sog. Arierparagraph). Beim Deutschen Turnfest in Breslau 1938 wurde der Einmarsch der Wehrmacht in die Tschechoslowakei PR-wirksam vorbereitet, indem das Propagandaministerium ohne Kenntnis der Öffentlichkeit die Teilnahme von ca. 27.000 Sudentendeutschen mit 1,3 Millionen Reichsmark finanzierte. Als "auslandsdeutsche" Frauen und Männer, die Hitler ergeben waren, wurde ihre Anwesenheit in die Dramaturgie des Deutschen Turnfestes eingeplant, indem speziell sie als Landsmannschaft medienwirksam in den Fokus gebracht wurden.
3 Jahre und 4 Monate Haft für Felix Reck
Am sechsten Prozesstag bekam die Thüringer Polizei endlich die Trennung von Neonazis und Antifas. So wurden Absperrgitter aufgezogen und Akkreditierungen verteilt. Demzufolge bekamen 8 Freunde von Felix Reck, sowie eine kritische Prozessbeobachtung Plätze. Fünf weitere Plätze waren für zwei Journalisten belegt, einer davon für die OTZ. Der OTZ-Journalist durfte sein Tablet mitnehmen, der Rest musste elektronische Geräte abgeben.
Der Prozess ging mit 25 Minuten Verspätung los, u.a. verspätete er sich weil der Angeklagte zu spät ankam.
Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich 50 Antifaschist*innen zu einer Kundgebung.
An den anderen Prozesstagen standen Neonazis und Antifas gemeinsam an der Gerichtstür, es gab teils hitzige Wortgefechte und auch Schubsereien. Neonazis waren bereits morgens um 6 Uhr, also 3,5 Stunden vor Verhandlungsbeginn am Gerichtsgebäude, um sich Plätze im Saal zu sichern, nachdem sie beim letzten Mal leer ausgingen.
Felix Reck betrat den Gerichtssaal in einem schwarzen Adidas Trainingsanzug, Adidas Sneaker und rasiert. Als Shirt trug er wieder ein schwarzes Label23-Shirt. Er grinste in den Zuschauerraum, das erste Mal waren seine Freunde in der Überzahl. Vertreten wurde er heute nur von seinem Pflichtverteidiger Kruppa, der Neonazi-Anwalt Waldschmidt fehlte, da er ein anderes Verfahren beiwohnen musste.
Es wurden zwei Zeug*innen zu zwei Nötigungsvorwürfen gehört. Im ersten Fall beschrieb eine Zeugin wie Felix Reck und Eric Holzhey mit einem Auto an einen Antifaschisten und ihr vorbeifuhren, in einem Kreisverkehr wendeten und anschließend auf die beiden zufuhren. Reck stieg aus dem Auto, schubste den Antifaschisten auf eine Wiese und bedrohte ihn. Es kam zu einem verbalen Schlagabtausch, anschließend verließ Reck den Tatort.
Richter Spahn wiederholte einige Worte u.a., dass die Zeugin aussagte, Reck habe den Betroffenen auf die Wiese geschubst. RA Kruppa sagte, dies solle der Richter nicht sagen, sondern die Zeugin sollte aussagen. Wütend und laut fuhr Richter Spahn RA Kruppa an „Haben Sie den zugehört?“, „Sie gehen hier aggressiv dazwischen“, „Sie haben mich angeblafft“. Darauf entgegnete RA Kruppa: „Wenn sie das für anblaffen halten, haben sie mich noch nicht wirklich blaffen hören.“ Es war heute eine gereizte Stimmung. In seinen Fragen versucht RA Kruppa die Zeugin schlecht dastehen zu lassen, suggeriert vermeintliche Absprachen mit dem Betroffenen.
Anschließend kam ein weiterer Zeuge zu einer Nötigung vor dem Saalfelder Klubhaus. Der Zeuge ist dort als Sozialarbeiter angestellt und beschrieb die Situation, in der Felix Reck mit seinem KFZ auf zwei Antifaschisten zuhielt, die auf Pollern saßen und ihre Beine ruckartig wegzogen. RA Kruppa kritisierte bereits zu Beginn die Fragestellung von Richter Spahn, es kam zum Wortgefecht. Der Vater von Felix Reck rief aus dem Zuschauerraum zum Richter „Wichser“, was aber ungehört blieb. Nur Felix Reck hörte es. Wie bei einem anderen Prozesstag zischt er seinen Vater an, legt die Hand auf die Lippen und sagt „Vadda“.
Der Zeuge erkannte den Fahrer des Autos wieder, da er Felix Reck von einem Gespräch aus dem Jahr 2015 kannte. Damals, so der Zeuge, nahm Felix Reck am Neonaziaufmarsch am 01.05. in Saalfeld teil, lief in der ersten Reihe des schwarzen Blocks. Felix Reck hatte damals eine Partnerin, die aus der linken Szene stammt und daher konfrontierte der Sozialarbeiter diesen. Er sagte damals zu Felix Reck, dass wenn dieser mit der rechten Szene nicht breche, „wenn er wo weiter macht, landet er im Knast.“
RA Kruppa fragte nach dem Auto, ob es ein SUV, Kombi oder was auch immer ist. Der Zeuge entgegnete, „ich bin kein Autohändler, ich weiß nicht wie die Bezeichnungen sind.“ Bei der nächsten Frage, wie nah das Fahrzeug an die Poller fuhr, sagte der Zeuge: „Das ist nicht meine Aufgabe ihnen was zu erklären.“ RA Kruppa dazu: „Ja, meine auch nicht.“
Der Zeuge wurde gefragt, warum es lange keine Anzeige gab. Der Zeuge dazu: „Herr Reck ist bekannt als Mensch, der einschüchtert und Leuten Gewalt antut.“
Anschließend sollten Chat-Verläufe zwischen Felix Reck und Eric Holzhey thematisiert werden. Zum Angriff auf Jena-Fans in einer Bowlingbahn sprachen beide über eigene Verletzungen und Verletzungen von Jena-Fans. Die Hand-Verletzungen eines Jena-Fans kommentierte Felix Reck mit den Worten: „Wieder ein Leben zerstört.“
Auch seine Tat an der Gedenkstätte für die von einem Neonazi ermordete Jana Georgi wurde durch Chat-Nachrichten bekannt. So verschickte er ein Bild der Gedenkstätte, anschließend verschickte er eine Sprach- und/oder Textnachricht mit den Worten: „Ich habe die Scheiße da alles weggetreten.“
Zur Verlesung von Telefonaten aus einer TKÜ-Maßnahme gegen den Erfurter Hooligan Theo Weiland, der derzeit in U-Haft sitzt, wurde nicht gelesen. RA Kruppa beanstandete diese, da er laut den Akten nicht prüfen kann, ob die TKÜ rechtmäßig war. Die TKÜ-Maßnahme fand im Rahmen eines 129er StGb-Verfahren gegen die Hooligangruppe „Jungsturm Erfurt“ statt. Während dieser Maßnahme telefonierte Theo Weiland mit Felix Reck, welcher bereits in U-Haft saß. In dem Telefonat ging es u.a. um Absprachen für ein Alibi bezogen auf einen Angriff Erfurter Hooligans auf Fans des FC Carl Zeiss Jena am Bhf Saalfeld.
Auch das soziale Leben von Felix Reck wurde beleuchtet, darunter sechs Vorstrafen aus der Zeit 2014 bis 2017. Sachbeschädigungen, Diebstahl, Nötigung, Widerstand gg Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Verstoß gegen das Vermummungsverbot. In zwei Fällen bekam er Geld- und Arbeitsauflagen, in einem Fall eine Geldstrafe, in drei weiteren Fällen „richterliche Weisungen“. Man ging auch auf seinen privaten Werdegang ein, so lebt er seit seinem fünften Lebensjahr bei seinem Vater, zur Mutter gibt es keinen Kontakt. Mit dem Vater soll es zu „regelmäßigen handfesten Konflikten kommen“. Nach einer erfolgreichen Ausbildung 2017 wurde er anderthalb Jahre später „betriebsbedingt“ gekündigt. Seitdem lebte er vom Geld seines Vaters bzw. arbeitete er gelegentlich als Security.
Nachdem Staatsanwaltschaft und Gericht erklärten, dass mehrere der 15 Verfahren gegen Reck eingestellt werden würden, überlegte RA Kruppa, ob er nach der geschlossenen Beweisaufnahme einen Antrag stellen würde auf Unterbrechung oder Vertagung der Verhandlung. Richter Spahn kommentierte dies höhnisch: „Ich lache mich tot Herr Kruppa.“ Anschließend billigte Richter Spahn eine Pause von 10 Minuten zur abschließenden Vorbereitung der Plädoyers. Ohne Antrag von RA Kruppa ging es in die langen Plädoyers, bei der jeder Fall bedacht wurde. Dabei lief Staatsanwalt Knoblauch eine Extremismus-Strategie. Er lobte den Neonazi RA Waldschmidt, dass dieser „akribisch herausgearbeitet hat, dass es [in Saalfeld] auch Linke gibt, die Straftaten begehen.“ Primär ging es dabei um Sprühereien mit „Kill Reck“, „Fuck Reck“, usw. Daneben gab es mindestens einen Übergriff auf Felix Reck persönlich, sowie einen auf sein Fahrzeug bei der ein vierstelliger Sachschaden entstand. Auch beschrieb der Staatsanwalt, dass es im Rahmen von Fußballübergriffen, auch zu einem ihm bekannten Überfall auf einen einzelnen Erfurt-Fan in Bad Blankenburg gekommen sein soll. Dies kommentierte er mit den Worten: „Das sind Vorfälle, die auch nicht in Ordnung sind“.
Bei den Vorwürfen der Nötigung verwies der StaAnw darauf, dass die Einschüchterung, z.B. ggü Zeugen entscheidend war, dass sich diese tw. Als selber Betroffene nicht für eine Anzeige entschieden. Dabei muss aus der Androhung von Übergriffen keine Tat erfolgen, er verglich es mit dem Auffahren von Fahrzeugen im Stadtverkehr, wobei die auffahrende Person keinen Unfall will, aber damit droht und dies als Nötigung gewertet wird. Bei einer Bedrohung eines Zeugen verwies der StaAnw auf die „körperliche Physis“ von Felix Reck, welche einschüchternd wirkt.
Beim Überfall von Erfurter Hooligans auf Jena-Fans am Bhf Saalfeld konnte Reck keine direkte Tatbeteiligung nachgewiesen werden. Der StaAnw sah aber eine gemeinschaftliche Tat als erwiesen an, selbst wenn Reck nicht in der eigentlichen Gruppe, sondern einer zweiten Gruppe im Hintergrund anwesend war. Die Anwesenheit von Reck sah er als erwiesen an.
Die Körperverletzungsdelikte sah der StaAnw als „lebensbedrohliche Handlung“ an, verwies auf das Video mit dem Ackermatch zwischen Hooligans aus Erfurt und der SGE Frankfurt. In dem Video sieht man Reck mehrfach sog. „Hammerschläge“ und Ellenbogenschläge auf Kopf und Oberkörper durchführen. Dies sind auch die Schläge, welche Zeug*innen und Betroffene berichteten.
Spannend wurden die Ausführungen des StaAnw zur vermeintlichen Störung der Totenruhe an der Gedenkstätte für Jana Georgi. So sieht das Gesetz und auch die Kommentierung nur ein Denkmal als ein solchen Ort vor, den man stören kann, doch verwies er auf „Gruppen in diesem Land“, die ihr Gedenken mit temporären Orten „Grafittis an Garagen“ und eben Kerzen durchführen. Er äußerte verfassungsrechtliche Bedenken was die Auslegung des Gesetzes-Textes angeht und plädierte somit dafür, dass auch temporäre antifaschistische Gedenkstätten unter als Denkmäler gezählt werden.
Zum Ackermatch verwies er auf das „Elbflorenz“-Urteil des BGH wonach zwar eine Körperverletzung mit Zustimmung erfolgen kann, aber nicht vor Straffreiheit schützt. Das BGH geht davon aus, dass aufgrund der Vielzahl an Übergriffen während der Aktion keine Einwilligung möglich sei und somit dies als „Beteiligung einer Schlägerei“ (StGb 231) und Körperverletzung (StGb 223) gewertet bleibt.
Mehrfach, auch in Hinblick auf die anderen Fälle verwies der StaAnw auf den §46 StGb. Er sah in den Tathandlungen „Menschenverachtende Motive“, da die Betroffenen „Opfer wurden, weil sie in den Augen des Täters für etwas stehen, ihnen das individuelle abgesprochen“ wurde. Somit handelte es sich für ihn um Hasskriminalität gegen Linke und konkurrierende Fußballfans.
Beim Überfall auf Jena-Fans am Bhf Saalfeld sah er ebenfalls diese Motive. Explizit sagte er, Fußball-Fan sein sei „kein Verhalten in unserer Gesellschaft, um Opfer zu werden.“ Dabei klammerte er aber die Jenaer Ultra-Gruppe „iena Branco“ aus, denen der Angriff eigentlich golt.
Zum Überfall auf einen Antifaschisten vor einer Kneipe äußerte er, „das ein Mensch in Saalfeld nicht vor eine Gaststätte treten darf, keinen Übergriff erleben muss, nur weil er Links ist. Das geht nicht.“ Er sah es offenbar als erwiesen an, dass der Angriff eine Vorgeschichte hatte, nämlich die Angriffe auf Reck selber. Dazu sagte er nur, dass Neonazis sich an Polizei und Staat wenden sollen, wenn sie Opfer von Antifas werden. Hintergrund ist ein Übergriff auf Reck, bei dem er die Namen der Täter wusste, diese gegenüber en Behörden nicht nannte und ohne Täter das Verfahren eingestellt wurde, was wiederrum RA Kruppa bemängelte. Dass es durchaus zu Verurteilungen gegen Antifas in der Region kommt, zeigte auch der StaAnw an und verwies auf einen Überfall von Antifas auf einen Anhänger der Thügida-Bewegung 2017 im Kontext eines rechten Aufmarsches in Saalfeld.
Beim Überfall auf Jena-Fans in einer Bowlingbahn verwies er u.a. auf Minderjährige, die angegriffen wurden. Er bemängelte allerdings die „merkwürdigen Aussagen“ der Betroffenen. „Was das mit Fußball zu zun hat, wissen nur die Beteiligten“, war sein abschließendes Statement.
Da das Amtsgericht nur zu maximal vier Jahren Haft verurteilen kann, entschied sich der Staatsanwalt drei Jahre und 10 Monate zu fordern. Gleichzeitig beantragte er den Haftbefehl nicht aufzuheben, da Verdunklungsgefahr bestehen würde.
Nachdem StaAnw kam das Plädoyer der Nebenklagevertretung RA Pietrzyk. Diese schloss sich überwiegend dem an was der StaAnw forderte und sagte, wollte aber noch den gesellschaftlichen Kontext des Verfahrens und der Taten von Reck herausheben. Sie sprach davon, dass die Taten im Rahmen der Agende als „klassische hegemoniale Taten der rechten Szene“ zu verstehen sind. Sie setzte die Tat in ein gesellschaftlichen Kontext mit anderen rechten Taten u.a. dem NSU, was zu Getuschel unter den Neonazis führte. Auch diese wurden direkt von ihr angesprochen. Sie verwies auf anwesende Neonazis, die im Ballstädt-Verfahren angeklagt waren, sowie einem Pseudo-Neonazi mit Selbstdarstellungsdrang und Gewaltaffinität aus Eisenach, welchen sie namentlich erwähnte. Im Saal saß ebenfalls Eric Holzhey, der bei mehreren der Gewalttaten anwesend war und u.a. mich am fünften Prozesstag bedrohte.
Laut der Nebenklage müssen die Taten des Täters nicht individuell betrachtet werden, sondern im Kontext seines Weltbildes. RA Kruppa lachte, was die Nebenklagevertreterin damit kommentierte, dass er lachen könne, da „sie als weißer Mann nicht zur Opfergruppe ihres Mandanten gehören“.
RA Kruppa, der heute weitaus aggressiver wirkte, als in den ersten Verhandlungstagen fing sein Plädoyer damit an, gegen antifaschistische Intervention zu agitieren. So sagte er, das Gericht solle sich nicht vom „Theater der Nebenklage, der Linken Szene, der Antifa“ beeinflussen lassen und es wären Frechheiten wie ein Livebericht aus dem Gerichtssaal und das Reck im Internet Taten zur Last gelegt, für die er nicht verurteilt wurde. Er wurde sofort schlecht, verwies auf das Alter von Felix Reck, 23, dass die „Haft nicht spurlos an ihm vorbeigegangen ist“ bzw. „beeindruckt“ hat. Er verwies auf vermeintliche Einschüchterungen gegen Reck durch Antifas, welche die Übergriffe wohl erklären sollten. Reck wollte den Betroffenen „nur mal eine Abreibung verpassen“. Die benutzten Quarzsandhandschuhe wertete er nicht als Waffen oder Werkzeug, dabei hat das BGH 2012 entschieden, dass Quarzsandhandschuhe sehr wohl als gefährliches Werkzeug im Sinne des StGb 224 zu sehen sind. Für RA Kruppa war nicht erwiesen, dass Reck die Handschuhe im Falle des Übergriffs auf den Antifaschisten nutzte, auch wenn sie unter seinem Sitz im Auto lagen. Grund: Er hatte frische Wunden an der Hand und auf den Handschuhen fand man keine DANN-Spuren etc.
Im Gegensatz zur StaAnw sah RA Kruppa keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Dies machte er u.a. daran fest, dass es nur wenige Schläge in kurzer Zeit waren. Dabei ist die Anzahl oder die Wucht nicht entscheidend. Verweisen möchte ich an dieser an Hartmut Balzke, der von einem Neonazi am 25.01.2003 in Erfurt mit einem wuchtigen Schlag zu Boden gebracht wurde. Balzke landete auf den Hinterkopf und verstarb wenig später an den Verletzungen.
Beim Ackermatch versuchte sich RA Kruppa in einem differenzierten Bild. So habe Reck „nicht nur ausgeteilt, sondern auch massiv eingesteckt.“ Auch gab er an, dass eine Einwilligung zur Körperverletzung durchaus möglich ist und straffrei bleibt, z.B. wenn man eine Impfung beim Arzt bekäme. Er glaubte nicht, dass Betroffene Angst vor Felix Reck haben, sagte, dies sei „blödsinn“. Stattdessen sah er einen „Belastungseifer der Antifaszene“, welche er laut Augenzeugen früher selber in Teilen als Anwalt vertreten hatte.
Er plädierte auf 1 Jahr und 2 Monate Haft, der Aufhebung des Haftbefehls, da Reck seine Taten bereits länger zurück liegen würden, er geständig war, die Verletzungen nicht gravierend und er seit dem 29.10.2019 in U-Haft stecke, sein erstes Mal in Haft.
Das letzte Wort hatte Felix Reck. Einstudiert und wie ein kleines Kind erklärte er: „Ich hatte lange Zeit nachzudenken, ich weiß jetzt, dass das dumm war. Gewalt ist keine Lösung. Ich möchte in Zukunft straffrei leben.“
Bevor es zum Urteil kam, verstärkte die Thüringer BePo ihre Kräfte im Saal. Vier BePos und zwei Justizbeamte sicherten den Saal. Richter Spahn verkündete drei Jahre und vier Monate Haft. Er sah vier gefährliche Körperverletzungen, eine Körperverletzung, zwei vollendete Nötigungen, eine versuchte Nötigung, Sachbeschädigung und den Besitz von illegalen Sprengkörpern („La Bomba“) als erwiesen an.
Direkt zu Beginn der Begründung ging Spahn auf RA Kruppa ein, der immer wieder während der Begründung nickte. Man habe das „Theater“ mitbekommen, aber ausgeblendet. Er sprach davon, dass man in der Chronik sieht „wie der Herr Reck sich in seiner Kriminalität steigert“. Dass sich Betroffene bei der Nötigung nicht selber bei der Polizei meldeten, wertete er als „Schwelle [die noch nicht] überschritten [war], um die Polizei einzuschalten“. Bezüglich des Besitzes der Quarzsandhandschuhe während eines Angriffs sprach RA Spahn davon, dass Felix diese besaß und dies „gegenüber vieler Staatsangehöriger in diesem Gerichtssaal“ ungewöhnlich sei. Bei der Dichte an Neonazis im Raum wäre eine statistische Erhebung sicher spannend gewesen.
Die Einschüchterung von Zeugen bezeichnete Richter Spahn als „dicker Hund, wenn nach so einer Tat, Zeugen unter Druck gesetzt werden.“ Beim Angriff auf Jena-Fans in der Bowlingbahn verwies der Richter auf das linke Image der Zeiss-Fans, welches er wohl als Motivbegleitend betrachtete. „Dann fährt hier Herr Reck rein und verkloppt die Leute“, so seine Analyse zum Überfall.
Er verwies auf die Chatverläufe mit Eric Holzhey, dem er eine Tatbeteiligung beim Überfall zusprach, während dieser im Saal in der zweiten Reihe saß und sich einen abgrinsen konnte.
Die Störung der Totenruhe sah er im Falle der Grabschändung von Jana Georgi nicht als gegeben an und verwies auf einen fehlenden „öffentlichen Widmungsakt“, den es z.B. mit Grabmälern, Denkmäler, u.ä. offenbar gibt.
Die Körperverletzungsdelikte bezeichnete er als „menschenverachtende Skrupelosigkeit“. Das Ackermatch wurde von ihm zur „Sportart“ erklärt, bei dem es ein „Mitverschulden des Opfers“ gibt was Verletzungen angeht.
Richter Spahn sah eine Steigerung der Skrupelosigkeiten von Felix Reck, die „man möchte sagen, von Woche zu Woche“, stattfanden. Aufgrund des § 46 StGb, sah Richter Spahn hier Hasskriminalität, welche für eine höhere Strafe führte.
Die Verfahrenskosten, die Kosten der Nebenklage habe Felix Reck zu tragen. Der Haftbefehl wird aufrechterhalten. Damit ist einer der gefährlichsten Neonazis in Saalfeld weiter außer Gefecht gesetzt. Als die Neonazi-Unterstützer von Felix Reck das Gebäude verließen brandete unter den 50 Antifas Jubel auf, Sektkorken flogen in die Luft. Es ist anzunehmen, dass das Verfahren durch die Verteidigung in die nächste Instanz gebracht wird. Dies wäre dann das Landesgericht Gera. Bis dahin bleibt Felix Reck aber weiter in Haft.
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Das Konzept des Geschlechts bezieht sich auf eine Reihe von Varianten, die zu Ideen im Allgemeinen, zur Unterscheidung der Arten und zur Reproduktion der Rasse führen. In der Biologie ist der Prozess, durch den sich Menschen und alle Arten paaren, was zu ihrer Reproduktion führt. All dieser Prozess, bei dem ein Ei befruchtet wird und sich bis zur Geburt im Mutterleib entwickelt, bestimmt das Geschlecht des Fötus. Beim Menschen ist der Geschlechtsakt komplexer, da er nicht die einfache Tatsache der Fortpflanzung einschließt, sondern eine der wenigen Arten ist, die Sex zum Vergnügen praktizieren.
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Es wird auch Sex zu dem Charakter genannt, der zu den Spezifikationen eines Exemplars eingefügt wird, das sind, was wir als weiblich und männlich oder männlich und weiblich kennen. Sex stellt auch eine wichtige Bevölkerungsrate dar, da er die menschliche Spezies in zwei Arten unterteilt und die Aufgaben und Übungen jedes Einzelnen definiert. Männer, männlich, Frauen, Frauen von ihren körperlichen und emotionalen Eigenschaften unterscheiden, während der Mann hat mehr Frauen Muskeln sie emotionale Qualitäten, die bezeichnen und ihm eine unverwechselbare Note geben, die sie gibt Weiblichkeit
Sex ist von Geschlecht zu unterscheiden, obwohl sie Hand in Hand gehen, unterscheidet Sex zwischen den physikalischen Eigenschaften zwischen einer Frau und einem Mann, die Art, die sie auf kulturelle Ebene in Beziehung zu tun oder sind männlich oder weiblich ist, was zu einer Bedingung, dass kann sich ändern oder modifizieren, obwohl dies von der Gesellschaft korrekt gesagt wurde. Hier treten Transgender ein.
In Bezug auf der Gesellschaft hat Sex in einem Gegenstand von Kontroversen und Diskussionen in Auseinandersetzungen zu präsentieren Frauen als das schwächere Geschlecht, ohne Kraft oder Macht, und legt einen Mann alle Macht und erreicht das Ende sexistisch Epitheton, dass er immer disqualifizieren zu Aktionen, die von beiden Seiten gegeben durch die Unterschiede betont und discriminándose in die Tat umzusetzen, was als feministische Frau bekannt ist oder off-road-4 × 4 und ein Macho Mann, der Herrschaft und Macht entweder Mann erreichen trägt nur auf die Frau oder die Frau über den Mann.
Definieren Sie Sex oder das Wort als solches und nicht umfasst alles, was sehr schwierig ich bringt, weil sie von den religiösen den Psychologen bis hin unendliche Vielfalt von Themen beinhalten, ohne die biologischen zu vergessen, wissen wir Markeneigenschaften zwischen Menschen, Tiere, markieren die Genitalien als Ausgangspunkt. Sex selbst ist aus den Geschlechtsorganen, Genitaltrakt als Mittel Verbreitung sowohl den reproduktiven Sex als Geschlecht oder Rasse der Wiedergabe die Art, Geschlecht oder Sex zum Vergnügen des Körpers und eingreifen, falls zu erweitern die Tiere die Art der Balz.
Sozialer oder soziologischer Bezug auf sexuelle und geschlechtliche Identität eines Individuum oder sexuation von sexueller richtigen Orientierung hin, die in einigen Fällen ihre Geburt Sex nichts zu tun hat oder nicht im Zusammenhang mit seiner Ausrichtung wird oder sexuelles Geschlecht, das vorgibt oder sein möchte, Sexualität als Ausdrucksform des Menschen, die zum Zeitpunkt sexueller Beziehungen keine Beziehung zum Sinnlichen hat.
Postures geben Sie diesen Bereich des Geschlechts, sind ein Teil davon, und es kommt der Wunsch nach einer rein fleischliche Befriedigung einer aktiven Sexualität eines Mannes und einer Frau, die nicht tragen oft Versicherung oder Vanillasex Krankheit zu verhindern.
Sex wurde Überschrift bekannteste und erfolgreichsten Bestseller, in der Geschichte der Menschheit in den literarischen Füllung Seiten geschrieben mit sexuellen expliziten Geschichten und bunt Illustrationen, einige der neuesten in der Trilogie von 50 Grautöne haben die Sänger unzählige Lieder gewidmet, wo der Protagonist die sexuelle Verlangen sie für ein Mädchen, als eine Darstellung der Liebe, Kino aus den 50er Jahren, durchgeführt unzähligen Filmen voller Neugier fühlen oder sehr konkret wie die sogenannten Pornografien, die voll sind von wörtlichen Szenen sexueller Beziehungen jeglicher Art.
In vielen Fällen nichts Liebe hatte mit Sex, Sexualität oder irgendetwas zu tun, die mit ihm zu tun haben, weil eine Aktivität von sexueller Natur zu haben, ist nicht notwendig, um die Liebe oder mit der anderen Person in der Liebe sein, und dass, wenn es zwischen Erwachsenen ist, sie eine einvernehmliche Beziehung haben können, um nur eine Ordnung zu erreichen, um eine physiologisch sprechende Bedingung zu erfüllen.
Sex in all seinen Zweideutigkeiten ist ein Teil der Gesellschaft, der für das tägliche Leben wichtig ist. Er hängt von der Fortpflanzung der Arten und der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der Bevölkerung ab.
Andy Warhol zählt zu den bekanntesten und meistdiskutierten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts. Während seine Werke von Konsumgütern und berühmten Persönlichkeiten weite Verbreitung fanden, bekam ein Thema, das sich bereits seit den späten 1940er-Jahren und bis zu seinem frühen Tod in 1987 wiederfindet, wenig Beachtung: Warhols kontinuierliche Suche nach einer Bildfindung für sein (meist männliches) Schönheitsideal und Begehren. Die Neue Nationalgalerie stellt nun zum ersten Mal einen großen Überblick zusammen, der sich thematisch auf diesen zentralen Aspekt in Warhols verschiedenen Schaffensphasen konzentriert. Mit mehr als 300 Werken, Gemälden, Drucken, Zeichnungen, Fotografien, Polaroids, Filmen und Collagen ermöglicht die Ausstellung in der oberen Halle ein umfassendes und inklusives Verständnis des Künstlers Andy Warhol, der zu Lebzeiten nie ein wirkliches „Coming-out“ hatte.
Von Warhols frühen Zeichnungen über die Screen-Tests und Filme der 1960er-Jahre, die Torso Gemälde der 1970er-Jahre bis hin zu seiner künstlerischen Zusammenarbeit mit Jean-Michel Basquiat in den 1980er-Jahren, und unzähligen Fotografien, erforscht er auf herausfordernde Weise körperliche Schönheit und Schwächen, Zerbrechlichkeit und Stärke sowie seine eigene Vielfalt und Fluidität in Form von vielen Selbstporträts. Zu seinen Lebzeiten wurden seine expliziten Körperdarstellungen teils als unmoralisch, pervers oder sogar als pornografisch und illegal angesehen. Daher erhielten viele dieser Werke wenig Sichtbarkeit in der Kunstwelt und wurden nie einer größeren Öffentlichkeit bekannt.
Der Titel der Ausstellung „Andy Warhol: Velvet Rage and Beauty“ ist eine Hommage an das Buch The Velvet Rage (2005), in dem der Autor Alan Downs das Gefühl beschreibt, als homosexueller Mann in einer heterosexuell dominierten Welt aufzuwachsen und zu leben. Warhol starb 1987 im Alter von nur 58 Jahren. Er hinterließ ein komplexes Werk, das nachfolgende Generationen von Künstler*innen beeinflusste, erfuhr aber zu Lebzeiten nie die offene Akzeptanz um sich diesem spezifischen Aspekt seines Werks zu widmen. Während diese Queerness heute wieder in zahlreichen Gesellschaften gefährdet scheint, nimmt die Ausstellung in Berlin im Jahr 2024 die Chance wahr, diese ausdrucksstarken Werke zum ersten und hoffentlich nicht zum letzten Mal zu versammeln.
Hinweis: Die Ausstellung zeigt sehr explizit Nacktheit und Sexualität sowie vielfältige Darstellungen von Gender und Körpern. (Entsprechend den Flickr-Regeln werde ich solche expliziten Bilder nicht posten können - riesebusch).
www.smb.museum/museen-einrichtungen/neue-nationalgalerie/...
Andy Warhol is arguably one of the most widely known and discussed artists of the twentieth century. While his depictions of consumer products and celebrities became household famous, there is a newly identified red thread through his career, starting in the late 1940s until his untimely death in the 1980s: a continuous searching to visualize his ideal of beauty, mostly male beauty, finding form and creating lasting images of what Warhol desired. Neue Nationalgalerie is for the first time putting together a large survey focused on Warhol’s search for a certain ideal beauty and shows that it is a central aspect and red thread throughout the artist’s different production phases and stages of career, from the 1940s to the 1980s. Bringing together more than 300 works, paintings, prints, drawings, photographs, Polaroids, films and collages, the exhibition allows an expansive and inclusive insight into a Warhol, that during his lifetime never had a real “coming-out”.
From the early drawings to his screen tests and films in 1960s, the torso paintings in the 1970s, through his collaborations with Jean-Michel Basquiat in 1980s, and countless photographs throughout all periods, there is a constant exploration to express this ideal and quest for beauty. When one looks closely and deeply at Warhol’s work, it becomes apparent that his artistic practice is intimately engaged with the body. In all mediums, he provocatively explores the body’s beauty and flaws, fragility and strength, as well as his own insecurities and torments in many self-portraits. During his lifetime many of these works on the human body were either considered inappropriate, immoral, deviant – or even pornographic or illegal. As a result, many of these works received little exposure in the art world and never became known to a wider public.
The exhibition "Andy Warhol: Velvet Rage and Beauty" takes its title as an homage to the book The Velvet Rage (2005) by Alan Downs that describes how it feels to grow up and live as a gay man in a predominantly straight world. Warhol died in 1987 at the age of only fifty-eight. He left an incredibly complex and influential body of work, but during his lifetime never experienced the open acceptance that we now have to look at these specific bodies of work. As this openness to queerness seems at risk again today through changes in so many societies, the exhibition takes on Berlin in 2024 as a window of opportunity, to bring these works together for the first and hopefully not for the last time.
Note: This exhibition features very explicit nudity, sexual content, and diverse representations of gender and the body.
(According to Flickr rules, I won't be able to post such explicit pictures - riesebusch).
www.smb.museum/en/museums-institutions/neue-nationalgaler...
Leider sind Erscheinungsort, Einband, Verlag etc. derzeit mir nicht ersichtlich. Das Erscheinungsjahr kann allerdings aus den Texten an anderer Stelle geschlossen werden, bzw. die Jahre 1937 und 1938 werden explizit genannt.
Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
Die Fotos unterstehen dem Copyright und können in druckbarer, also hochauflösender Qualität erfragt werden.
Vier von neuzehn Alleen in Arbeit
Lübtheen mit rund 90 Jahre altem Baumbestand
von Heiko Wruck
GESPRÄCH
Lübtheen/sb. Mit ihren Ortsteilen kommt die Stadt Lübtheen in Parks, Alleen und Nebenstraßen auf etwa 20.000 Bäume. Fast alle sind pflegebedürftig. Was dort gerade in Sachen Baumpflege passiert, erklärt Alexander Wulff vom Ordnungsamt Lübtheen in einem redaktionellen Gespräch.
Müssen die Bäume im Zuge der
Verkehrssicherung nicht ständig gepflegt werden?
Das werden sie auch, aber die jetzigen Maßnahmen liegen nicht im Bereich der Verkehrssicherung. Es geht nicht um die Schaffung von Lichtraumprofilen oder um bloße Totholzentnahme. Hier geht es um die Einkürzung der Kronen um bis zu 5 Meter. Die letzte Pflegemaßnahme dieser Art liegt schon lange zurück.
Werden alle 20.000 Bäume geprüft und gepflegt?
Nein, das wäre finanziell für die Stadt nicht leistbar. Gegenwärtig werden vier von neunzehn Alleen bearbeitet. Der Gesamtbestand der Alleebäume ist rund 90 Jahre alt und damit dringend pflegebedürftig. Solche Baumpflegemaßnahmen sind für unseren Bauhof auf solch einem großen ländlichen Stadtgebiet sehr schwierig, zeitintensiv und kaum leistbar. Dazu bedarf es einer Fachfirma.
Man könnte auch einfach
die Bäume fällen und neue setzen.
Hier geht es ganz klar um zwei Dinge: Baumerhalt und Artenschutz. Die Bäume sind im Kern gesund und stellen jeweils eigene Biotope dar. In den Kronen finden sich zudem sehr seltene Käfer, die lange als ausgestorben galten. Allein das Monitoring dafür hat gut ein Jahr gedauert.
Was kostet die aktuelle Pflegemaßnahme?
... insgesamt circa 55.000 Euro. Die Stadt trägt einen Eigenanteil von 11.000 Euro. 44.000 Euro kommen aus dem Alleenfonds des Landes zur Pflege schutzwürdiger Alleen. Diese Förderung ist jedoch an strenge Auflagen gebunden. Die Grabower Baumpflege GmbH setzt die Maßnahmen in Kooperation mit dem Biosphärenreservatsamt und der Stadt um.
Diese Maßnahmen passieren in der Brutzeit. Warum?
Warum dieser Zeitraum ausgerechnet so angesetzt wurde, kann ich Ihnen auch nicht sagen. Wir hatten deswegen verständlicherweise sehr große Diskussionen. Die Bürger verstehen nicht, warum sie selbst zwischen März und Oktober ihre eigenen Bäume nicht beschneiden dürfen, und wir machen es ihnen vor.
Die Vergabe der Fördung war explizit
an Medienveröffentlichungen gebunden,
die durch die Stadt nachzuweisen sind.
Wurde das irgendwie erklärt?
Nein, die Notwendigkeit dieser Auflage wurde uns nicht erklärt. Für uns ist sie nur eine Bedingung, um die Förderung zu bekommen. Ohne die Förderung könnte die Stadt diese Baumpflegemaßnahmen nicht leisten. Alles weitere müssen Sie im Ministerium erfragen.
Wenn diese Maßnahme beendet ist,
beginnt dann auch gleich die nächste Maßnahme?
Nein, noch nicht. Auch für weitere solcher Baumpflegemaßnahmen braucht die Stadt finanzielle Unterstützung. Das setzt einen entsprechenden Planungs- und Antragsprozess voraus. Immerhin muss jeder einzelne Baum untersucht und bewertet werden. Das braucht Zeit und Personal. Wir können ja solche Baumpflegemaßnahmen nicht blind beauftragen und durchführen. Bei der Planung ist immer zu berücksichtigen, dass ein so alter Baumbestand praktisch immer und fortwährend pflegebedürftig ist. Da muss man mit seinen Ressourcen sehr gezielt umgehen. Wir freuen uns jedenfalls, dass wir jetzt diese dringende Maßnahme bewerkstelligen konnten.
Bildunterschrift:
Alexander Wulff: Insgesamt müssen in der Stadt Lübtheen und in ihren Ortsteilen rund 20.000 Bäume gepflegt werden. Eine Aufgabe, die Lübtheen nicht ohne Hilfe stemmen kann. Foto: Heiko Wruck
Kontakt:
Heiko.Wruck@t-online.de
3 Jahre und 4 Monate Haft für Felix Reck
Am sechsten Prozesstag bekam die Thüringer Polizei endlich die Trennung von Neonazis und Antifas. So wurden Absperrgitter aufgezogen und Akkreditierungen verteilt. Demzufolge bekamen 8 Freunde von Felix Reck, sowie eine kritische Prozessbeobachtung Plätze. Fünf weitere Plätze waren für zwei Journalisten belegt, einer davon für die OTZ. Der OTZ-Journalist durfte sein Tablet mitnehmen, der Rest musste elektronische Geräte abgeben.
Der Prozess ging mit 25 Minuten Verspätung los, u.a. verspätete er sich weil der Angeklagte zu spät ankam.
Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich 50 Antifaschist*innen zu einer Kundgebung.
An den anderen Prozesstagen standen Neonazis und Antifas gemeinsam an der Gerichtstür, es gab teils hitzige Wortgefechte und auch Schubsereien. Neonazis waren bereits morgens um 6 Uhr, also 3,5 Stunden vor Verhandlungsbeginn am Gerichtsgebäude, um sich Plätze im Saal zu sichern, nachdem sie beim letzten Mal leer ausgingen.
Felix Reck betrat den Gerichtssaal in einem schwarzen Adidas Trainingsanzug, Adidas Sneaker und rasiert. Als Shirt trug er wieder ein schwarzes Label23-Shirt. Er grinste in den Zuschauerraum, das erste Mal waren seine Freunde in der Überzahl. Vertreten wurde er heute nur von seinem Pflichtverteidiger Kruppa, der Neonazi-Anwalt Waldschmidt fehlte, da er ein anderes Verfahren beiwohnen musste.
Es wurden zwei Zeug*innen zu zwei Nötigungsvorwürfen gehört. Im ersten Fall beschrieb eine Zeugin wie Felix Reck und Eric Holzhey mit einem Auto an einen Antifaschisten und ihr vorbeifuhren, in einem Kreisverkehr wendeten und anschließend auf die beiden zufuhren. Reck stieg aus dem Auto, schubste den Antifaschisten auf eine Wiese und bedrohte ihn. Es kam zu einem verbalen Schlagabtausch, anschließend verließ Reck den Tatort.
Richter Spahn wiederholte einige Worte u.a., dass die Zeugin aussagte, Reck habe den Betroffenen auf die Wiese geschubst. RA Kruppa sagte, dies solle der Richter nicht sagen, sondern die Zeugin sollte aussagen. Wütend und laut fuhr Richter Spahn RA Kruppa an „Haben Sie den zugehört?“, „Sie gehen hier aggressiv dazwischen“, „Sie haben mich angeblafft“. Darauf entgegnete RA Kruppa: „Wenn sie das für anblaffen halten, haben sie mich noch nicht wirklich blaffen hören.“ Es war heute eine gereizte Stimmung. In seinen Fragen versucht RA Kruppa die Zeugin schlecht dastehen zu lassen, suggeriert vermeintliche Absprachen mit dem Betroffenen.
Anschließend kam ein weiterer Zeuge zu einer Nötigung vor dem Saalfelder Klubhaus. Der Zeuge ist dort als Sozialarbeiter angestellt und beschrieb die Situation, in der Felix Reck mit seinem KFZ auf zwei Antifaschisten zuhielt, die auf Pollern saßen und ihre Beine ruckartig wegzogen. RA Kruppa kritisierte bereits zu Beginn die Fragestellung von Richter Spahn, es kam zum Wortgefecht. Der Vater von Felix Reck rief aus dem Zuschauerraum zum Richter „Wichser“, was aber ungehört blieb. Nur Felix Reck hörte es. Wie bei einem anderen Prozesstag zischt er seinen Vater an, legt die Hand auf die Lippen und sagt „Vadda“.
Der Zeuge erkannte den Fahrer des Autos wieder, da er Felix Reck von einem Gespräch aus dem Jahr 2015 kannte. Damals, so der Zeuge, nahm Felix Reck am Neonaziaufmarsch am 01.05. in Saalfeld teil, lief in der ersten Reihe des schwarzen Blocks. Felix Reck hatte damals eine Partnerin, die aus der linken Szene stammt und daher konfrontierte der Sozialarbeiter diesen. Er sagte damals zu Felix Reck, dass wenn dieser mit der rechten Szene nicht breche, „wenn er wo weiter macht, landet er im Knast.“
RA Kruppa fragte nach dem Auto, ob es ein SUV, Kombi oder was auch immer ist. Der Zeuge entgegnete, „ich bin kein Autohändler, ich weiß nicht wie die Bezeichnungen sind.“ Bei der nächsten Frage, wie nah das Fahrzeug an die Poller fuhr, sagte der Zeuge: „Das ist nicht meine Aufgabe ihnen was zu erklären.“ RA Kruppa dazu: „Ja, meine auch nicht.“
Der Zeuge wurde gefragt, warum es lange keine Anzeige gab. Der Zeuge dazu: „Herr Reck ist bekannt als Mensch, der einschüchtert und Leuten Gewalt antut.“
Anschließend sollten Chat-Verläufe zwischen Felix Reck und Eric Holzhey thematisiert werden. Zum Angriff auf Jena-Fans in einer Bowlingbahn sprachen beide über eigene Verletzungen und Verletzungen von Jena-Fans. Die Hand-Verletzungen eines Jena-Fans kommentierte Felix Reck mit den Worten: „Wieder ein Leben zerstört.“
Auch seine Tat an der Gedenkstätte für die von einem Neonazi ermordete Jana Georgi wurde durch Chat-Nachrichten bekannt. So verschickte er ein Bild der Gedenkstätte, anschließend verschickte er eine Sprach- und/oder Textnachricht mit den Worten: „Ich habe die Scheiße da alles weggetreten.“
Zur Verlesung von Telefonaten aus einer TKÜ-Maßnahme gegen den Erfurter Hooligan Theo Weiland, der derzeit in U-Haft sitzt, wurde nicht gelesen. RA Kruppa beanstandete diese, da er laut den Akten nicht prüfen kann, ob die TKÜ rechtmäßig war. Die TKÜ-Maßnahme fand im Rahmen eines 129er StGb-Verfahren gegen die Hooligangruppe „Jungsturm Erfurt“ statt. Während dieser Maßnahme telefonierte Theo Weiland mit Felix Reck, welcher bereits in U-Haft saß. In dem Telefonat ging es u.a. um Absprachen für ein Alibi bezogen auf einen Angriff Erfurter Hooligans auf Fans des FC Carl Zeiss Jena am Bhf Saalfeld.
Auch das soziale Leben von Felix Reck wurde beleuchtet, darunter sechs Vorstrafen aus der Zeit 2014 bis 2017. Sachbeschädigungen, Diebstahl, Nötigung, Widerstand gg Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Verstoß gegen das Vermummungsverbot. In zwei Fällen bekam er Geld- und Arbeitsauflagen, in einem Fall eine Geldstrafe, in drei weiteren Fällen „richterliche Weisungen“. Man ging auch auf seinen privaten Werdegang ein, so lebt er seit seinem fünften Lebensjahr bei seinem Vater, zur Mutter gibt es keinen Kontakt. Mit dem Vater soll es zu „regelmäßigen handfesten Konflikten kommen“. Nach einer erfolgreichen Ausbildung 2017 wurde er anderthalb Jahre später „betriebsbedingt“ gekündigt. Seitdem lebte er vom Geld seines Vaters bzw. arbeitete er gelegentlich als Security.
Nachdem Staatsanwaltschaft und Gericht erklärten, dass mehrere der 15 Verfahren gegen Reck eingestellt werden würden, überlegte RA Kruppa, ob er nach der geschlossenen Beweisaufnahme einen Antrag stellen würde auf Unterbrechung oder Vertagung der Verhandlung. Richter Spahn kommentierte dies höhnisch: „Ich lache mich tot Herr Kruppa.“ Anschließend billigte Richter Spahn eine Pause von 10 Minuten zur abschließenden Vorbereitung der Plädoyers. Ohne Antrag von RA Kruppa ging es in die langen Plädoyers, bei der jeder Fall bedacht wurde. Dabei lief Staatsanwalt Knoblauch eine Extremismus-Strategie. Er lobte den Neonazi RA Waldschmidt, dass dieser „akribisch herausgearbeitet hat, dass es [in Saalfeld] auch Linke gibt, die Straftaten begehen.“ Primär ging es dabei um Sprühereien mit „Kill Reck“, „Fuck Reck“, usw. Daneben gab es mindestens einen Übergriff auf Felix Reck persönlich, sowie einen auf sein Fahrzeug bei der ein vierstelliger Sachschaden entstand. Auch beschrieb der Staatsanwalt, dass es im Rahmen von Fußballübergriffen, auch zu einem ihm bekannten Überfall auf einen einzelnen Erfurt-Fan in Bad Blankenburg gekommen sein soll. Dies kommentierte er mit den Worten: „Das sind Vorfälle, die auch nicht in Ordnung sind“.
Bei den Vorwürfen der Nötigung verwies der StaAnw darauf, dass die Einschüchterung, z.B. ggü Zeugen entscheidend war, dass sich diese tw. Als selber Betroffene nicht für eine Anzeige entschieden. Dabei muss aus der Androhung von Übergriffen keine Tat erfolgen, er verglich es mit dem Auffahren von Fahrzeugen im Stadtverkehr, wobei die auffahrende Person keinen Unfall will, aber damit droht und dies als Nötigung gewertet wird. Bei einer Bedrohung eines Zeugen verwies der StaAnw auf die „körperliche Physis“ von Felix Reck, welche einschüchternd wirkt.
Beim Überfall von Erfurter Hooligans auf Jena-Fans am Bhf Saalfeld konnte Reck keine direkte Tatbeteiligung nachgewiesen werden. Der StaAnw sah aber eine gemeinschaftliche Tat als erwiesen an, selbst wenn Reck nicht in der eigentlichen Gruppe, sondern einer zweiten Gruppe im Hintergrund anwesend war. Die Anwesenheit von Reck sah er als erwiesen an.
Die Körperverletzungsdelikte sah der StaAnw als „lebensbedrohliche Handlung“ an, verwies auf das Video mit dem Ackermatch zwischen Hooligans aus Erfurt und der SGE Frankfurt. In dem Video sieht man Reck mehrfach sog. „Hammerschläge“ und Ellenbogenschläge auf Kopf und Oberkörper durchführen. Dies sind auch die Schläge, welche Zeug*innen und Betroffene berichteten.
Spannend wurden die Ausführungen des StaAnw zur vermeintlichen Störung der Totenruhe an der Gedenkstätte für Jana Georgi. So sieht das Gesetz und auch die Kommentierung nur ein Denkmal als ein solchen Ort vor, den man stören kann, doch verwies er auf „Gruppen in diesem Land“, die ihr Gedenken mit temporären Orten „Grafittis an Garagen“ und eben Kerzen durchführen. Er äußerte verfassungsrechtliche Bedenken was die Auslegung des Gesetzes-Textes angeht und plädierte somit dafür, dass auch temporäre antifaschistische Gedenkstätten unter als Denkmäler gezählt werden.
Zum Ackermatch verwies er auf das „Elbflorenz“-Urteil des BGH wonach zwar eine Körperverletzung mit Zustimmung erfolgen kann, aber nicht vor Straffreiheit schützt. Das BGH geht davon aus, dass aufgrund der Vielzahl an Übergriffen während der Aktion keine Einwilligung möglich sei und somit dies als „Beteiligung einer Schlägerei“ (StGb 231) und Körperverletzung (StGb 223) gewertet bleibt.
Mehrfach, auch in Hinblick auf die anderen Fälle verwies der StaAnw auf den §46 StGb. Er sah in den Tathandlungen „Menschenverachtende Motive“, da die Betroffenen „Opfer wurden, weil sie in den Augen des Täters für etwas stehen, ihnen das individuelle abgesprochen“ wurde. Somit handelte es sich für ihn um Hasskriminalität gegen Linke und konkurrierende Fußballfans.
Beim Überfall auf Jena-Fans am Bhf Saalfeld sah er ebenfalls diese Motive. Explizit sagte er, Fußball-Fan sein sei „kein Verhalten in unserer Gesellschaft, um Opfer zu werden.“ Dabei klammerte er aber die Jenaer Ultra-Gruppe „iena Branco“ aus, denen der Angriff eigentlich golt.
Zum Überfall auf einen Antifaschisten vor einer Kneipe äußerte er, „das ein Mensch in Saalfeld nicht vor eine Gaststätte treten darf, keinen Übergriff erleben muss, nur weil er Links ist. Das geht nicht.“ Er sah es offenbar als erwiesen an, dass der Angriff eine Vorgeschichte hatte, nämlich die Angriffe auf Reck selber. Dazu sagte er nur, dass Neonazis sich an Polizei und Staat wenden sollen, wenn sie Opfer von Antifas werden. Hintergrund ist ein Übergriff auf Reck, bei dem er die Namen der Täter wusste, diese gegenüber en Behörden nicht nannte und ohne Täter das Verfahren eingestellt wurde, was wiederrum RA Kruppa bemängelte. Dass es durchaus zu Verurteilungen gegen Antifas in der Region kommt, zeigte auch der StaAnw an und verwies auf einen Überfall von Antifas auf einen Anhänger der Thügida-Bewegung 2017 im Kontext eines rechten Aufmarsches in Saalfeld.
Beim Überfall auf Jena-Fans in einer Bowlingbahn verwies er u.a. auf Minderjährige, die angegriffen wurden. Er bemängelte allerdings die „merkwürdigen Aussagen“ der Betroffenen. „Was das mit Fußball zu zun hat, wissen nur die Beteiligten“, war sein abschließendes Statement.
Da das Amtsgericht nur zu maximal vier Jahren Haft verurteilen kann, entschied sich der Staatsanwalt drei Jahre und 10 Monate zu fordern. Gleichzeitig beantragte er den Haftbefehl nicht aufzuheben, da Verdunklungsgefahr bestehen würde.
Nachdem StaAnw kam das Plädoyer der Nebenklagevertretung RA Pietrzyk. Diese schloss sich überwiegend dem an was der StaAnw forderte und sagte, wollte aber noch den gesellschaftlichen Kontext des Verfahrens und der Taten von Reck herausheben. Sie sprach davon, dass die Taten im Rahmen der Agende als „klassische hegemoniale Taten der rechten Szene“ zu verstehen sind. Sie setzte die Tat in ein gesellschaftlichen Kontext mit anderen rechten Taten u.a. dem NSU, was zu Getuschel unter den Neonazis führte. Auch diese wurden direkt von ihr angesprochen. Sie verwies auf anwesende Neonazis, die im Ballstädt-Verfahren angeklagt waren, sowie einem Pseudo-Neonazi mit Selbstdarstellungsdrang und Gewaltaffinität aus Eisenach, welchen sie namentlich erwähnte. Im Saal saß ebenfalls Eric Holzhey, der bei mehreren der Gewalttaten anwesend war und u.a. mich am fünften Prozesstag bedrohte.
Laut der Nebenklage müssen die Taten des Täters nicht individuell betrachtet werden, sondern im Kontext seines Weltbildes. RA Kruppa lachte, was die Nebenklagevertreterin damit kommentierte, dass er lachen könne, da „sie als weißer Mann nicht zur Opfergruppe ihres Mandanten gehören“.
RA Kruppa, der heute weitaus aggressiver wirkte, als in den ersten Verhandlungstagen fing sein Plädoyer damit an, gegen antifaschistische Intervention zu agitieren. So sagte er, das Gericht solle sich nicht vom „Theater der Nebenklage, der Linken Szene, der Antifa“ beeinflussen lassen und es wären Frechheiten wie ein Livebericht aus dem Gerichtssaal und das Reck im Internet Taten zur Last gelegt, für die er nicht verurteilt wurde. Er wurde sofort schlecht, verwies auf das Alter von Felix Reck, 23, dass die „Haft nicht spurlos an ihm vorbeigegangen ist“ bzw. „beeindruckt“ hat. Er verwies auf vermeintliche Einschüchterungen gegen Reck durch Antifas, welche die Übergriffe wohl erklären sollten. Reck wollte den Betroffenen „nur mal eine Abreibung verpassen“. Die benutzten Quarzsandhandschuhe wertete er nicht als Waffen oder Werkzeug, dabei hat das BGH 2012 entschieden, dass Quarzsandhandschuhe sehr wohl als gefährliches Werkzeug im Sinne des StGb 224 zu sehen sind. Für RA Kruppa war nicht erwiesen, dass Reck die Handschuhe im Falle des Übergriffs auf den Antifaschisten nutzte, auch wenn sie unter seinem Sitz im Auto lagen. Grund: Er hatte frische Wunden an der Hand und auf den Handschuhen fand man keine DANN-Spuren etc.
Im Gegensatz zur StaAnw sah RA Kruppa keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Dies machte er u.a. daran fest, dass es nur wenige Schläge in kurzer Zeit waren. Dabei ist die Anzahl oder die Wucht nicht entscheidend. Verweisen möchte ich an dieser an Hartmut Balzke, der von einem Neonazi am 25.01.2003 in Erfurt mit einem wuchtigen Schlag zu Boden gebracht wurde. Balzke landete auf den Hinterkopf und verstarb wenig später an den Verletzungen.
Beim Ackermatch versuchte sich RA Kruppa in einem differenzierten Bild. So habe Reck „nicht nur ausgeteilt, sondern auch massiv eingesteckt.“ Auch gab er an, dass eine Einwilligung zur Körperverletzung durchaus möglich ist und straffrei bleibt, z.B. wenn man eine Impfung beim Arzt bekäme. Er glaubte nicht, dass Betroffene Angst vor Felix Reck haben, sagte, dies sei „blödsinn“. Stattdessen sah er einen „Belastungseifer der Antifaszene“, welche er laut Augenzeugen früher selber in Teilen als Anwalt vertreten hatte.
Er plädierte auf 1 Jahr und 2 Monate Haft, der Aufhebung des Haftbefehls, da Reck seine Taten bereits länger zurück liegen würden, er geständig war, die Verletzungen nicht gravierend und er seit dem 29.10.2019 in U-Haft stecke, sein erstes Mal in Haft.
Das letzte Wort hatte Felix Reck. Einstudiert und wie ein kleines Kind erklärte er: „Ich hatte lange Zeit nachzudenken, ich weiß jetzt, dass das dumm war. Gewalt ist keine Lösung. Ich möchte in Zukunft straffrei leben.“
Bevor es zum Urteil kam, verstärkte die Thüringer BePo ihre Kräfte im Saal. Vier BePos und zwei Justizbeamte sicherten den Saal. Richter Spahn verkündete drei Jahre und vier Monate Haft. Er sah vier gefährliche Körperverletzungen, eine Körperverletzung, zwei vollendete Nötigungen, eine versuchte Nötigung, Sachbeschädigung und den Besitz von illegalen Sprengkörpern („La Bomba“) als erwiesen an.
Direkt zu Beginn der Begründung ging Spahn auf RA Kruppa ein, der immer wieder während der Begründung nickte. Man habe das „Theater“ mitbekommen, aber ausgeblendet. Er sprach davon, dass man in der Chronik sieht „wie der Herr Reck sich in seiner Kriminalität steigert“. Dass sich Betroffene bei der Nötigung nicht selber bei der Polizei meldeten, wertete er als „Schwelle [die noch nicht] überschritten [war], um die Polizei einzuschalten“. Bezüglich des Besitzes der Quarzsandhandschuhe während eines Angriffs sprach RA Spahn davon, dass Felix diese besaß und dies „gegenüber vieler Staatsangehöriger in diesem Gerichtssaal“ ungewöhnlich sei. Bei der Dichte an Neonazis im Raum wäre eine statistische Erhebung sicher spannend gewesen.
Die Einschüchterung von Zeugen bezeichnete Richter Spahn als „dicker Hund, wenn nach so einer Tat, Zeugen unter Druck gesetzt werden.“ Beim Angriff auf Jena-Fans in der Bowlingbahn verwies der Richter auf das linke Image der Zeiss-Fans, welches er wohl als Motivbegleitend betrachtete. „Dann fährt hier Herr Reck rein und verkloppt die Leute“, so seine Analyse zum Überfall.
Er verwies auf die Chatverläufe mit Eric Holzhey, dem er eine Tatbeteiligung beim Überfall zusprach, während dieser im Saal in der zweiten Reihe saß und sich einen abgrinsen konnte.
Die Störung der Totenruhe sah er im Falle der Grabschändung von Jana Georgi nicht als gegeben an und verwies auf einen fehlenden „öffentlichen Widmungsakt“, den es z.B. mit Grabmälern, Denkmäler, u.ä. offenbar gibt.
Die Körperverletzungsdelikte bezeichnete er als „menschenverachtende Skrupelosigkeit“. Das Ackermatch wurde von ihm zur „Sportart“ erklärt, bei dem es ein „Mitverschulden des Opfers“ gibt was Verletzungen angeht.
Richter Spahn sah eine Steigerung der Skrupelosigkeiten von Felix Reck, die „man möchte sagen, von Woche zu Woche“, stattfanden. Aufgrund des § 46 StGb, sah Richter Spahn hier Hasskriminalität, welche für eine höhere Strafe führte.
Die Verfahrenskosten, die Kosten der Nebenklage habe Felix Reck zu tragen. Der Haftbefehl wird aufrechterhalten. Damit ist einer der gefährlichsten Neonazis in Saalfeld weiter außer Gefecht gesetzt. Als die Neonazi-Unterstützer von Felix Reck das Gebäude verließen brandete unter den 50 Antifas Jubel auf, Sektkorken flogen in die Luft. Es ist anzunehmen, dass das Verfahren durch die Verteidigung in die nächste Instanz gebracht wird. Dies wäre dann das Landesgericht Gera. Bis dahin bleibt Felix Reck aber weiter in Haft.
Die Fotos unterstehen dem Copyright. Bei Verwendungen bitte eine Mail an soeren.kohlhuber@yahoo.de
In diesem Beitrag geht es explizit um’s Mandalahäkeln.
Nebenbei, kurz bemerkt: Ab 8. Februar bin ich käuflich zu erwerben ;). Konkret heißt das: In Zusammenarbeit mit einem Verlag habe ich mir die Seele aus dem Leib gehäkelt. Konkret heißt das: Es ist ein Büchlein mit Anleitungen für Mandal...
www.haekelfieber.de/wp-blog/2015/12/tipps-fuer-ein-gutes-...
Delicate Arch ist ein 52 ft (16 m) hoch [1] freistehend natürlichen Bogen befindet Arches National Park in der Nähe von Moab , Utah .
It is the most widely-recognized landmark in Arches National Park and is depicted on Utah license plates and on a postage stamp commemorating Utah's centennial anniversary of statehood in 1996. Es ist das am weitesten anerkannte Wahrzeichen im Arches National Park und ist auf dargestellt Utah Nummernschilder und auf einer Briefmarke zum Gedenken an Utah hundertsten Jahrestag der Staatlichkeit im Jahr 1996. The Olympic torch relay for the 2002 Winter Olympics passed through the arch. [ 2 ] Der olympische Fackellauf für die Olympischen Winterspiele 2002 übergeben durch den Torbogen. [2]
Geschichte Because of its distinctive shape, the arch was known as "the Chaps" and "the Schoolmarm's Bloomers" by local cowboys. Wegen seiner markanten Form wurde der Bogen als "Chaps" und "die Gouvernante der Herbstzeitlosen" von lokalen Cowboys bekannt. It was given its current name by Frank Beckwith, leader of the Arches National Monument Scientific Expedition, who explored the area in the winter of 1933–1934. Es erhielt seinen heutigen Namen von Frank Beckers, Leiter des Arches National Monument Scientific Expedition, die das Gebiet im Winter 1933-1934 untersucht gegeben. (The story that the names of Delicate Arch and Landscape Arch were inadvertently exchanged due to a signage mixup by the National Park Service is false. [ 3 ] ) (Die Geschichte, die die Namen der Delicate Arch und Landscape Arch wurden versehentlich vertauscht aufgrund einer Verwechslung durch die Beschilderung des National Park Service , ist falsch. [3] )
This arch played no part in the original designation of the area as a US National Monument in 1929, and was not included within the original boundaries; it was added when the monument was enlarged in 1938. Dieser Bogen keine Rolle gespielt in der ursprünglichen Ausweisung des Gebiets als US National Monument im Jahre 1929, und war nicht inbegriffen Grenzen innerhalb der ursprünglichen, es war hinzugefügt, wenn das Denkmal wurde im Jahre 1938 vergrößert.
In the 1950s, the National Park Service investigated the possibility of applying a clear plastic coating to the arch to protect it from further erosion and eventual destruction. In den 1950er Jahren National Park Service untersuchten die die Möglichkeit der Anwendung einer klaren Kunststoff -Beschichtung auf den Bogen weiter zu schützen sie vor Erosion und möglichen Vernichtung. The idea was ultimately abandoned as impractical and contrary to NPS principles. [ 3 ] Die Idee wurde schließlich aufgegeben Grundsätze als unpraktisch und widerspricht NPS. [3]
[ edit ] Geology [ Bearbeiten ] Geologie Delicate Arch is formed of Entrada Sandstone . [ 4 ] The original sandstone fin was gradually worn away by weathering and erosion, eventually leaving the arch. Delicate Arch ist gebildet Entrada Sandstein . [4] Der ursprüngliche Sandstein Finne und war Erosion allmählich abgenutzt durch Verwitterung, schließlich Verlassen des Bogens. Other arches in the park were formed the same way but due to placement and less dramatic shape are not as famous. Andere Bögen im Park waren die gleiche Weise gebildet wird, sondern durch Vermittlung und weniger dramatische Form sind nicht so berühmt.
[ edit ] Hiking to the Arch [ Bearbeiten ] Wandern auf dem Bogen
The view of Delicate Arch at the end of the hiking trail . Der Blick auf Delicate Arch am Ende des Wanderweges . Delicate Arch is located at the end of a moderately strenuous, 1.5 mi (2.4 km) hiking trail from the parking area at Wolfe Ranch . Delicate Arch befindet sich an am Ende eines mäßig anstrengend, 1,5 km (2,4 km) Wanderweg vom Parkplatz Wolfe Ranch . Taking thirty to forty-five minutes each way, the round trip is slightly more than 3 mi (4.8 km) long and the Arch is completely hidden from view on this trail. Unter 30 bis 45 Minuten pro Strecke ist die Rundfahrt etwas mehr als 3 mi (4,8 km) lang und die Arch ist völlig aus dem Blick auf diesen Weg verborgen.
The first third of the hike is through rugged, brushy terrain and gains slightly in elevation. Das erste Drittel der Wanderung ist durch robuste, buschigen Gelände und gewinnt leicht in der Höhe. The middle third of the hike is along the face of an exposed slickrock outcrop and is strenuous due to the gain in elevation, but offers better views of the geology in the salt valley. Cairns (piles of rocks) have been placed by visitors and park staff to roughly suggest the otherwise unmarked trail to the top, yet visitors tend to wander all over the huge expanse of completely exposed sandstone . Das mittlere Drittel der Wanderung entlang dem Gesicht eines ausgesetzt Slickrock Aufschluss und ist anstrengend aufgrund der Gewinn in der Höhe, bietet aber eine bessere Aussicht auf die Geologie im Salz-Tal. Cairns (Steinhaufen) haben und Park gelegt von Besuchern Mitarbeiter auf rund deuten die sonst nicht markierten Weg an die Spitze, doch Besucher eher ausgesetzt wandern auf der ganzen riesigen Weiten des komplett aus Sandstein . The latter third of the trail is the most rugged, as hikers have now nearly reached the "top" of the plateau. Die letzten Drittel der Strecke ist die robuste, als Wanderer haben nun fast die "top" erreicht der Hochebene. The Arch is still invisible, and the trail runs around outcrops, through washes and between stands of twisted brush and trees. Der Bogen ist noch unsichtbar, und der Weg führt um Aufschlüsse über wäscht und zwischen Ständen von Twisted Pinsel und Bäumen. The trail may be easier to follow, but meanders as parts become muddy and difficult to walk through. Der Weg ist möglicherweise leichter zu folgen, sondern schlängelt sich als Teile schlammig und schwer zu Fuß durch geworden. During the 2004 fall season, the trail clearly followed the left (northern) side of the plateau, and brought visitors along a narrow shelf nearly 150 ft (46 m) above a dry wash. Während der 2004 Herbstsaison der Weg klar folgte der linken (nördlichen) Seite des Plateaus, und brachte Besucher auf einem schmalen Regal fast 150 ft (46 m) oberhalb einer trockenen waschen.
The arch comes into view suddenly around a corner in the trail and frames the La Sal Mountains to the southeast. Der Bogen in Sicht kommt plötzlich um die Ecke in den Weg und den Rahmen für die La Sal Mountains im Südosten. The immediate area around the Arch offers views of the southern expanse of the park, and has unguarded cliffs plunging one hundred feet or more. [ 5 ] [ 6 ] Die unmittelbare Umgebung des Arch bietet einen Blick auf die südliche Ausdehnung des Parks und hat unbewacht Klippen stürzen hundert Meter oder mehr. [5] [6]
[ edit ] Wildlife [ Bearbeiten ] Tierwelt During the summer months, White-throated Swifts ( Aeronautes saxatalis ) nest in the top of the arch. [ 7 ] Während der Sommermonate, White-throated Swifts (Aeronautes saxatalis) nisten in der Spitze des Bogens. [7]
[ edit ] Controversy [ Bearbeiten ] Kontroverse Nature photographer Michael Fatali started a fire under the arch in September 2000 to demonstrate nighttime photography techniques to a group of amateur photographers. Naturfotograf Michael Fatali ein Feuer unter dem Bogen im September 2000 zu nächtlichen Fotografie Techniken, um eine Gruppe von Amateur-Fotografen zeigen. The fire discolored portions of the sandstone near the arch. [ 8 ] Fatali was given probation and forced to pay $10,900 restitution to the National Park Service for the cost of cleanup efforts. [ 9 ] Das Feuer verfärbte Teile der Sandstein in der Nähe des Bogens. [8] Fatali war Haft auf Bewährung verurteilt und gezwungen, die zahlen $ 10.900 Rückgabe an die National Park Service die Kosten für Aufräumarbeiten. [9]
In May 2006, climber Dean Potter made the first recorded free solo (no ropes or protection) ascent of this formation. Im Mai 2006 Kletterer Dean Potter hat die erste aufgezeichnete free solo (keine Seile oder Schutz) Aufstieg dieser Formation. Climbing Delicate Arch was not explicitly forbidden under the rules in force at the time. Klettern Delicate Arch wurde nicht explizit im Rahmen der geltenden Bestimmungen verboten an der Zeit. It was understood, however, that the named-arch formations should not be climbed. Es war jedoch klar, dass die genannten Formationen nicht-Bogen sollte bestiegen werden. The Park Service has since closed the loophole by disallowing climbs on any named arch within the park year-round. Slacklining and the placement of new fixed anchors on new climbs is also prohibited. Der Park Service hat seit schloss die Lücke durch das Verbot des klettert auf jedem Bogen benannt innerhalb des Parks ganzjährig. Slacklinen und die Platzierung der neuen festen Anker auf neue Aufstiege ist ebenfalls untersagt. Controversy erupted when photographs taken after Potter's climb appeared to show damage caused by a climbing technique called top roping . Kontroverse ausgebrochen, als Bilder Aufstieg genommen, nachdem Potter heißt erschien Technik, um eine Show Schäden durch Klettern Toprope . Potter has stated on several occasions that he never top-roped the Arch and no photos exist of Potter using a top rope setup on the Arch. Potter hat mehrfach erklärt, dass er nie das Toprope-Arch und keine Fotos existieren von Potter mit einem Top Rope-Setup auf dem Bogen angegeben. It is possible that a previous climber had top-roped the Arch leaving the rope scars. [ 10 ] Es ist möglich, dass ein früherer Bergsteiger Arch hatte Toprope-der verlassen das Seil Narben.
3 Jahre und 4 Monate Haft für Felix Reck
Am sechsten Prozesstag bekam die Thüringer Polizei endlich die Trennung von Neonazis und Antifas. So wurden Absperrgitter aufgezogen und Akkreditierungen verteilt. Demzufolge bekamen 8 Freunde von Felix Reck, sowie eine kritische Prozessbeobachtung Plätze. Fünf weitere Plätze waren für zwei Journalisten belegt, einer davon für die OTZ. Der OTZ-Journalist durfte sein Tablet mitnehmen, der Rest musste elektronische Geräte abgeben.
Der Prozess ging mit 25 Minuten Verspätung los, u.a. verspätete er sich weil der Angeklagte zu spät ankam.
Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich 50 Antifaschist*innen zu einer Kundgebung.
An den anderen Prozesstagen standen Neonazis und Antifas gemeinsam an der Gerichtstür, es gab teils hitzige Wortgefechte und auch Schubsereien. Neonazis waren bereits morgens um 6 Uhr, also 3,5 Stunden vor Verhandlungsbeginn am Gerichtsgebäude, um sich Plätze im Saal zu sichern, nachdem sie beim letzten Mal leer ausgingen.
Felix Reck betrat den Gerichtssaal in einem schwarzen Adidas Trainingsanzug, Adidas Sneaker und rasiert. Als Shirt trug er wieder ein schwarzes Label23-Shirt. Er grinste in den Zuschauerraum, das erste Mal waren seine Freunde in der Überzahl. Vertreten wurde er heute nur von seinem Pflichtverteidiger Kruppa, der Neonazi-Anwalt Waldschmidt fehlte, da er ein anderes Verfahren beiwohnen musste.
Es wurden zwei Zeug*innen zu zwei Nötigungsvorwürfen gehört. Im ersten Fall beschrieb eine Zeugin wie Felix Reck und Eric Holzhey mit einem Auto an einen Antifaschisten und ihr vorbeifuhren, in einem Kreisverkehr wendeten und anschließend auf die beiden zufuhren. Reck stieg aus dem Auto, schubste den Antifaschisten auf eine Wiese und bedrohte ihn. Es kam zu einem verbalen Schlagabtausch, anschließend verließ Reck den Tatort.
Richter Spahn wiederholte einige Worte u.a., dass die Zeugin aussagte, Reck habe den Betroffenen auf die Wiese geschubst. RA Kruppa sagte, dies solle der Richter nicht sagen, sondern die Zeugin sollte aussagen. Wütend und laut fuhr Richter Spahn RA Kruppa an „Haben Sie den zugehört?“, „Sie gehen hier aggressiv dazwischen“, „Sie haben mich angeblafft“. Darauf entgegnete RA Kruppa: „Wenn sie das für anblaffen halten, haben sie mich noch nicht wirklich blaffen hören.“ Es war heute eine gereizte Stimmung. In seinen Fragen versucht RA Kruppa die Zeugin schlecht dastehen zu lassen, suggeriert vermeintliche Absprachen mit dem Betroffenen.
Anschließend kam ein weiterer Zeuge zu einer Nötigung vor dem Saalfelder Klubhaus. Der Zeuge ist dort als Sozialarbeiter angestellt und beschrieb die Situation, in der Felix Reck mit seinem KFZ auf zwei Antifaschisten zuhielt, die auf Pollern saßen und ihre Beine ruckartig wegzogen. RA Kruppa kritisierte bereits zu Beginn die Fragestellung von Richter Spahn, es kam zum Wortgefecht. Der Vater von Felix Reck rief aus dem Zuschauerraum zum Richter „Wichser“, was aber ungehört blieb. Nur Felix Reck hörte es. Wie bei einem anderen Prozesstag zischt er seinen Vater an, legt die Hand auf die Lippen und sagt „Vadda“.
Der Zeuge erkannte den Fahrer des Autos wieder, da er Felix Reck von einem Gespräch aus dem Jahr 2015 kannte. Damals, so der Zeuge, nahm Felix Reck am Neonaziaufmarsch am 01.05. in Saalfeld teil, lief in der ersten Reihe des schwarzen Blocks. Felix Reck hatte damals eine Partnerin, die aus der linken Szene stammt und daher konfrontierte der Sozialarbeiter diesen. Er sagte damals zu Felix Reck, dass wenn dieser mit der rechten Szene nicht breche, „wenn er wo weiter macht, landet er im Knast.“
RA Kruppa fragte nach dem Auto, ob es ein SUV, Kombi oder was auch immer ist. Der Zeuge entgegnete, „ich bin kein Autohändler, ich weiß nicht wie die Bezeichnungen sind.“ Bei der nächsten Frage, wie nah das Fahrzeug an die Poller fuhr, sagte der Zeuge: „Das ist nicht meine Aufgabe ihnen was zu erklären.“ RA Kruppa dazu: „Ja, meine auch nicht.“
Der Zeuge wurde gefragt, warum es lange keine Anzeige gab. Der Zeuge dazu: „Herr Reck ist bekannt als Mensch, der einschüchtert und Leuten Gewalt antut.“
Anschließend sollten Chat-Verläufe zwischen Felix Reck und Eric Holzhey thematisiert werden. Zum Angriff auf Jena-Fans in einer Bowlingbahn sprachen beide über eigene Verletzungen und Verletzungen von Jena-Fans. Die Hand-Verletzungen eines Jena-Fans kommentierte Felix Reck mit den Worten: „Wieder ein Leben zerstört.“
Auch seine Tat an der Gedenkstätte für die von einem Neonazi ermordete Jana Georgi wurde durch Chat-Nachrichten bekannt. So verschickte er ein Bild der Gedenkstätte, anschließend verschickte er eine Sprach- und/oder Textnachricht mit den Worten: „Ich habe die Scheiße da alles weggetreten.“
Zur Verlesung von Telefonaten aus einer TKÜ-Maßnahme gegen den Erfurter Hooligan Theo Weiland, der derzeit in U-Haft sitzt, wurde nicht gelesen. RA Kruppa beanstandete diese, da er laut den Akten nicht prüfen kann, ob die TKÜ rechtmäßig war. Die TKÜ-Maßnahme fand im Rahmen eines 129er StGb-Verfahren gegen die Hooligangruppe „Jungsturm Erfurt“ statt. Während dieser Maßnahme telefonierte Theo Weiland mit Felix Reck, welcher bereits in U-Haft saß. In dem Telefonat ging es u.a. um Absprachen für ein Alibi bezogen auf einen Angriff Erfurter Hooligans auf Fans des FC Carl Zeiss Jena am Bhf Saalfeld.
Auch das soziale Leben von Felix Reck wurde beleuchtet, darunter sechs Vorstrafen aus der Zeit 2014 bis 2017. Sachbeschädigungen, Diebstahl, Nötigung, Widerstand gg Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Verstoß gegen das Vermummungsverbot. In zwei Fällen bekam er Geld- und Arbeitsauflagen, in einem Fall eine Geldstrafe, in drei weiteren Fällen „richterliche Weisungen“. Man ging auch auf seinen privaten Werdegang ein, so lebt er seit seinem fünften Lebensjahr bei seinem Vater, zur Mutter gibt es keinen Kontakt. Mit dem Vater soll es zu „regelmäßigen handfesten Konflikten kommen“. Nach einer erfolgreichen Ausbildung 2017 wurde er anderthalb Jahre später „betriebsbedingt“ gekündigt. Seitdem lebte er vom Geld seines Vaters bzw. arbeitete er gelegentlich als Security.
Nachdem Staatsanwaltschaft und Gericht erklärten, dass mehrere der 15 Verfahren gegen Reck eingestellt werden würden, überlegte RA Kruppa, ob er nach der geschlossenen Beweisaufnahme einen Antrag stellen würde auf Unterbrechung oder Vertagung der Verhandlung. Richter Spahn kommentierte dies höhnisch: „Ich lache mich tot Herr Kruppa.“ Anschließend billigte Richter Spahn eine Pause von 10 Minuten zur abschließenden Vorbereitung der Plädoyers. Ohne Antrag von RA Kruppa ging es in die langen Plädoyers, bei der jeder Fall bedacht wurde. Dabei lief Staatsanwalt Knoblauch eine Extremismus-Strategie. Er lobte den Neonazi RA Waldschmidt, dass dieser „akribisch herausgearbeitet hat, dass es [in Saalfeld] auch Linke gibt, die Straftaten begehen.“ Primär ging es dabei um Sprühereien mit „Kill Reck“, „Fuck Reck“, usw. Daneben gab es mindestens einen Übergriff auf Felix Reck persönlich, sowie einen auf sein Fahrzeug bei der ein vierstelliger Sachschaden entstand. Auch beschrieb der Staatsanwalt, dass es im Rahmen von Fußballübergriffen, auch zu einem ihm bekannten Überfall auf einen einzelnen Erfurt-Fan in Bad Blankenburg gekommen sein soll. Dies kommentierte er mit den Worten: „Das sind Vorfälle, die auch nicht in Ordnung sind“.
Bei den Vorwürfen der Nötigung verwies der StaAnw darauf, dass die Einschüchterung, z.B. ggü Zeugen entscheidend war, dass sich diese tw. Als selber Betroffene nicht für eine Anzeige entschieden. Dabei muss aus der Androhung von Übergriffen keine Tat erfolgen, er verglich es mit dem Auffahren von Fahrzeugen im Stadtverkehr, wobei die auffahrende Person keinen Unfall will, aber damit droht und dies als Nötigung gewertet wird. Bei einer Bedrohung eines Zeugen verwies der StaAnw auf die „körperliche Physis“ von Felix Reck, welche einschüchternd wirkt.
Beim Überfall von Erfurter Hooligans auf Jena-Fans am Bhf Saalfeld konnte Reck keine direkte Tatbeteiligung nachgewiesen werden. Der StaAnw sah aber eine gemeinschaftliche Tat als erwiesen an, selbst wenn Reck nicht in der eigentlichen Gruppe, sondern einer zweiten Gruppe im Hintergrund anwesend war. Die Anwesenheit von Reck sah er als erwiesen an.
Die Körperverletzungsdelikte sah der StaAnw als „lebensbedrohliche Handlung“ an, verwies auf das Video mit dem Ackermatch zwischen Hooligans aus Erfurt und der SGE Frankfurt. In dem Video sieht man Reck mehrfach sog. „Hammerschläge“ und Ellenbogenschläge auf Kopf und Oberkörper durchführen. Dies sind auch die Schläge, welche Zeug*innen und Betroffene berichteten.
Spannend wurden die Ausführungen des StaAnw zur vermeintlichen Störung der Totenruhe an der Gedenkstätte für Jana Georgi. So sieht das Gesetz und auch die Kommentierung nur ein Denkmal als ein solchen Ort vor, den man stören kann, doch verwies er auf „Gruppen in diesem Land“, die ihr Gedenken mit temporären Orten „Grafittis an Garagen“ und eben Kerzen durchführen. Er äußerte verfassungsrechtliche Bedenken was die Auslegung des Gesetzes-Textes angeht und plädierte somit dafür, dass auch temporäre antifaschistische Gedenkstätten unter als Denkmäler gezählt werden.
Zum Ackermatch verwies er auf das „Elbflorenz“-Urteil des BGH wonach zwar eine Körperverletzung mit Zustimmung erfolgen kann, aber nicht vor Straffreiheit schützt. Das BGH geht davon aus, dass aufgrund der Vielzahl an Übergriffen während der Aktion keine Einwilligung möglich sei und somit dies als „Beteiligung einer Schlägerei“ (StGb 231) und Körperverletzung (StGb 223) gewertet bleibt.
Mehrfach, auch in Hinblick auf die anderen Fälle verwies der StaAnw auf den §46 StGb. Er sah in den Tathandlungen „Menschenverachtende Motive“, da die Betroffenen „Opfer wurden, weil sie in den Augen des Täters für etwas stehen, ihnen das individuelle abgesprochen“ wurde. Somit handelte es sich für ihn um Hasskriminalität gegen Linke und konkurrierende Fußballfans.
Beim Überfall auf Jena-Fans am Bhf Saalfeld sah er ebenfalls diese Motive. Explizit sagte er, Fußball-Fan sein sei „kein Verhalten in unserer Gesellschaft, um Opfer zu werden.“ Dabei klammerte er aber die Jenaer Ultra-Gruppe „iena Branco“ aus, denen der Angriff eigentlich golt.
Zum Überfall auf einen Antifaschisten vor einer Kneipe äußerte er, „das ein Mensch in Saalfeld nicht vor eine Gaststätte treten darf, keinen Übergriff erleben muss, nur weil er Links ist. Das geht nicht.“ Er sah es offenbar als erwiesen an, dass der Angriff eine Vorgeschichte hatte, nämlich die Angriffe auf Reck selber. Dazu sagte er nur, dass Neonazis sich an Polizei und Staat wenden sollen, wenn sie Opfer von Antifas werden. Hintergrund ist ein Übergriff auf Reck, bei dem er die Namen der Täter wusste, diese gegenüber en Behörden nicht nannte und ohne Täter das Verfahren eingestellt wurde, was wiederrum RA Kruppa bemängelte. Dass es durchaus zu Verurteilungen gegen Antifas in der Region kommt, zeigte auch der StaAnw an und verwies auf einen Überfall von Antifas auf einen Anhänger der Thügida-Bewegung 2017 im Kontext eines rechten Aufmarsches in Saalfeld.
Beim Überfall auf Jena-Fans in einer Bowlingbahn verwies er u.a. auf Minderjährige, die angegriffen wurden. Er bemängelte allerdings die „merkwürdigen Aussagen“ der Betroffenen. „Was das mit Fußball zu zun hat, wissen nur die Beteiligten“, war sein abschließendes Statement.
Da das Amtsgericht nur zu maximal vier Jahren Haft verurteilen kann, entschied sich der Staatsanwalt drei Jahre und 10 Monate zu fordern. Gleichzeitig beantragte er den Haftbefehl nicht aufzuheben, da Verdunklungsgefahr bestehen würde.
Nachdem StaAnw kam das Plädoyer der Nebenklagevertretung RA Pietrzyk. Diese schloss sich überwiegend dem an was der StaAnw forderte und sagte, wollte aber noch den gesellschaftlichen Kontext des Verfahrens und der Taten von Reck herausheben. Sie sprach davon, dass die Taten im Rahmen der Agende als „klassische hegemoniale Taten der rechten Szene“ zu verstehen sind. Sie setzte die Tat in ein gesellschaftlichen Kontext mit anderen rechten Taten u.a. dem NSU, was zu Getuschel unter den Neonazis führte. Auch diese wurden direkt von ihr angesprochen. Sie verwies auf anwesende Neonazis, die im Ballstädt-Verfahren angeklagt waren, sowie einem Pseudo-Neonazi mit Selbstdarstellungsdrang und Gewaltaffinität aus Eisenach, welchen sie namentlich erwähnte. Im Saal saß ebenfalls Eric Holzhey, der bei mehreren der Gewalttaten anwesend war und u.a. mich am fünften Prozesstag bedrohte.
Laut der Nebenklage müssen die Taten des Täters nicht individuell betrachtet werden, sondern im Kontext seines Weltbildes. RA Kruppa lachte, was die Nebenklagevertreterin damit kommentierte, dass er lachen könne, da „sie als weißer Mann nicht zur Opfergruppe ihres Mandanten gehören“.
RA Kruppa, der heute weitaus aggressiver wirkte, als in den ersten Verhandlungstagen fing sein Plädoyer damit an, gegen antifaschistische Intervention zu agitieren. So sagte er, das Gericht solle sich nicht vom „Theater der Nebenklage, der Linken Szene, der Antifa“ beeinflussen lassen und es wären Frechheiten wie ein Livebericht aus dem Gerichtssaal und das Reck im Internet Taten zur Last gelegt, für die er nicht verurteilt wurde. Er wurde sofort schlecht, verwies auf das Alter von Felix Reck, 23, dass die „Haft nicht spurlos an ihm vorbeigegangen ist“ bzw. „beeindruckt“ hat. Er verwies auf vermeintliche Einschüchterungen gegen Reck durch Antifas, welche die Übergriffe wohl erklären sollten. Reck wollte den Betroffenen „nur mal eine Abreibung verpassen“. Die benutzten Quarzsandhandschuhe wertete er nicht als Waffen oder Werkzeug, dabei hat das BGH 2012 entschieden, dass Quarzsandhandschuhe sehr wohl als gefährliches Werkzeug im Sinne des StGb 224 zu sehen sind. Für RA Kruppa war nicht erwiesen, dass Reck die Handschuhe im Falle des Übergriffs auf den Antifaschisten nutzte, auch wenn sie unter seinem Sitz im Auto lagen. Grund: Er hatte frische Wunden an der Hand und auf den Handschuhen fand man keine DANN-Spuren etc.
Im Gegensatz zur StaAnw sah RA Kruppa keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Dies machte er u.a. daran fest, dass es nur wenige Schläge in kurzer Zeit waren. Dabei ist die Anzahl oder die Wucht nicht entscheidend. Verweisen möchte ich an dieser an Hartmut Balzke, der von einem Neonazi am 25.01.2003 in Erfurt mit einem wuchtigen Schlag zu Boden gebracht wurde. Balzke landete auf den Hinterkopf und verstarb wenig später an den Verletzungen.
Beim Ackermatch versuchte sich RA Kruppa in einem differenzierten Bild. So habe Reck „nicht nur ausgeteilt, sondern auch massiv eingesteckt.“ Auch gab er an, dass eine Einwilligung zur Körperverletzung durchaus möglich ist und straffrei bleibt, z.B. wenn man eine Impfung beim Arzt bekäme. Er glaubte nicht, dass Betroffene Angst vor Felix Reck haben, sagte, dies sei „blödsinn“. Stattdessen sah er einen „Belastungseifer der Antifaszene“, welche er laut Augenzeugen früher selber in Teilen als Anwalt vertreten hatte.
Er plädierte auf 1 Jahr und 2 Monate Haft, der Aufhebung des Haftbefehls, da Reck seine Taten bereits länger zurück liegen würden, er geständig war, die Verletzungen nicht gravierend und er seit dem 29.10.2019 in U-Haft stecke, sein erstes Mal in Haft.
Das letzte Wort hatte Felix Reck. Einstudiert und wie ein kleines Kind erklärte er: „Ich hatte lange Zeit nachzudenken, ich weiß jetzt, dass das dumm war. Gewalt ist keine Lösung. Ich möchte in Zukunft straffrei leben.“
Bevor es zum Urteil kam, verstärkte die Thüringer BePo ihre Kräfte im Saal. Vier BePos und zwei Justizbeamte sicherten den Saal. Richter Spahn verkündete drei Jahre und vier Monate Haft. Er sah vier gefährliche Körperverletzungen, eine Körperverletzung, zwei vollendete Nötigungen, eine versuchte Nötigung, Sachbeschädigung und den Besitz von illegalen Sprengkörpern („La Bomba“) als erwiesen an.
Direkt zu Beginn der Begründung ging Spahn auf RA Kruppa ein, der immer wieder während der Begründung nickte. Man habe das „Theater“ mitbekommen, aber ausgeblendet. Er sprach davon, dass man in der Chronik sieht „wie der Herr Reck sich in seiner Kriminalität steigert“. Dass sich Betroffene bei der Nötigung nicht selber bei der Polizei meldeten, wertete er als „Schwelle [die noch nicht] überschritten [war], um die Polizei einzuschalten“. Bezüglich des Besitzes der Quarzsandhandschuhe während eines Angriffs sprach RA Spahn davon, dass Felix diese besaß und dies „gegenüber vieler Staatsangehöriger in diesem Gerichtssaal“ ungewöhnlich sei. Bei der Dichte an Neonazis im Raum wäre eine statistische Erhebung sicher spannend gewesen.
Die Einschüchterung von Zeugen bezeichnete Richter Spahn als „dicker Hund, wenn nach so einer Tat, Zeugen unter Druck gesetzt werden.“ Beim Angriff auf Jena-Fans in der Bowlingbahn verwies der Richter auf das linke Image der Zeiss-Fans, welches er wohl als Motivbegleitend betrachtete. „Dann fährt hier Herr Reck rein und verkloppt die Leute“, so seine Analyse zum Überfall.
Er verwies auf die Chatverläufe mit Eric Holzhey, dem er eine Tatbeteiligung beim Überfall zusprach, während dieser im Saal in der zweiten Reihe saß und sich einen abgrinsen konnte.
Die Störung der Totenruhe sah er im Falle der Grabschändung von Jana Georgi nicht als gegeben an und verwies auf einen fehlenden „öffentlichen Widmungsakt“, den es z.B. mit Grabmälern, Denkmäler, u.ä. offenbar gibt.
Die Körperverletzungsdelikte bezeichnete er als „menschenverachtende Skrupelosigkeit“. Das Ackermatch wurde von ihm zur „Sportart“ erklärt, bei dem es ein „Mitverschulden des Opfers“ gibt was Verletzungen angeht.
Richter Spahn sah eine Steigerung der Skrupelosigkeiten von Felix Reck, die „man möchte sagen, von Woche zu Woche“, stattfanden. Aufgrund des § 46 StGb, sah Richter Spahn hier Hasskriminalität, welche für eine höhere Strafe führte.
Die Verfahrenskosten, die Kosten der Nebenklage habe Felix Reck zu tragen. Der Haftbefehl wird aufrechterhalten. Damit ist einer der gefährlichsten Neonazis in Saalfeld weiter außer Gefecht gesetzt. Als die Neonazi-Unterstützer von Felix Reck das Gebäude verließen brandete unter den 50 Antifas Jubel auf, Sektkorken flogen in die Luft. Es ist anzunehmen, dass das Verfahren durch die Verteidigung in die nächste Instanz gebracht wird. Dies wäre dann das Landesgericht Gera. Bis dahin bleibt Felix Reck aber weiter in Haft.
Die Fotos unterstehen dem Copyright. Bei Verwendungen bitte eine Mail an soeren.kohlhuber@yahoo.de
Unter Beteiligung von knapp 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Studierenden fand am 28. Februar das dritte Dialogforum der PLUS statt, das sich explizit der gemeinsamen Erarbeitung des kommenden Entwicklungsplans 2025-2030 widmete.
Foto: Simon P. Haigermoser
(EN) Kebab saloon in Sulaymaniyah, Iraqi Kurdistan. (DE) Kebabsalon in Sulaymania, irakisch Kurdistan.
Entsprechend ist die touristische Infrastruktur noch kaum vorhanden. Anstelle von öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es nur Sammeltaxis, und auch diese nicht auf allen Strecken. Auf diese ist man angewiesen, wenn man riskante Busfahrten durch Mosul und Kirkuk vermeiden will - ohnehin ein spezielles Gefühl beim Reisen, gewisse Städte explizit zu meiden, da sie sogar die Einheimischen für gefährlich halten. Die Sammeltaxis sind nicht sehr teuer (z.B. ca 15'000 Dinar / 10 Euro von Erbil nach Sulaymania mit Umsteigen in Koya), das Benzin ohnehin staatlich subventioniert.
Das Preis/Leistungsverhältnis der Hotels ist generell sehr schlecht: Einerseits gibt es sehr teure und massiv bewachte Hotels mit einem gewissen Komfort, in denen sich westliche Journalisten, Hilfswerks-Arbeiter und Geschäftsleute aufhalten, andererseits die von Irakern benutzten Absteigen, meist in der Umgebung der Märkte. Auch in diesen kostet eine Übernachtung pro Person in der Regel etwa 30'000 irakische Dinar (20 Euro), es handelt sich jeweils um unansehnliche Löcher. In Sulaymania etwa stand in unserem Zimmer die WC-Tür samt Türrahmen unter Strom, in Erbil bescherte uns sehr laut scheppernde Musik eines Händlers direkt unter dem Fenster bis weit nach Mitternacht und danach ein Notstromaggregat eine Nacht fast ohne Schlaf.
Kulinarisch gibt der Irak leider wenig her. Restaurants servieren in der Regel nur Kebab (Hackfleischspiesse, ähnlich dem türkischen Adana Kebab), Pouletspiesse und Poulet mit Reis und dazu etwas Salat, Suppe, Bohnen und Oliven. Es schmeckt überall etwa gleich, was die Auswahl zwischen den Restaurants erleichtert. Hinzu kommen einige chinesische und türkische Restaurants sowie in Erbil der "Deutsche Hof", der authentisch Bratwurst mit Sauerkraut, Braten, eine gute Auswahl deutscher Biere und dergleichen serviert. Bier (in Form von Efes und Tuborg) ist übrigens recht einfach erhältlich: In jeder Stadt gibt es auf Alkohol spezialisierte Geschäfte und einzelne Restaurants und Bars, die Bier ausschenken. Jene in Dohuk haben aber getönte Scheiben und sehen wie zwielichtige Etablissements aus. Die Iraker selbst trinken offensichtlich am liebsten Tee, den es an jeder Ecke gibt. Auch die Fruchtsäfte sind sehr gut.
Grundsätzlich ist das Preisniveau im Irak ziemlich hoch und fast auf mitteleuropäischem Niveau. Dies liegt daran, dass fast alle Produkte des täglichen Bedarfs - auch landwirtschaftliche - aus den Nachbarländern, insbesondere aus der Türkei, importiert werden. Im Irak selber gibt es kaum mehr funktionierende Industrie. Die irakische Währung ist sehr stabil, es gibt nur Banknoten. Der kleinste Wert ist mit 250 Dinar (ca. 20 Rappen) doch recht hoch, ausserdem gibt es Noten zu 500 (selten), 1'000, 5'000, 10'000 und 25'000 Dinar.
Anders als in anderen arabischen Staaten wird man in irakisch Kurdistan überhaupt nicht von einheimischen Verkäufern, Kellnern und anderen Leuten, die einem etwas andrehen wollen belästigt - die Einheimischen sind vielmehr ruhig, respektvoll und bei Bedarf auch sehr hilfsbereit. Nur haben sie ein etwas eigenes Verhältnis zum Thema Krieg: Spielzeug-Maschinengewehre für Kinder erfreuen sich grosser Beliebtheit, und in Sulaymania haben wir sogar Werbung für ein Paintball-Feld namens "War Zone" gesehen - wo doch die südliche Nachbarstadt Kirkuk einer solchen gleicht…
Reisebericht Irak 2012
Teil 2: Touristische Infrastruktur
Teil 3: Sprache und Bevölkerung
Teil 4: Städte und Sehenswürdigkeiten
Ten highlights of a trip to Iraq
Andere Reiseberichte / Other travel reports:
2011 Ägypten während der Revolution / Egypt during Revolution
3 Jahre und 4 Monate Haft für Felix Reck
Am sechsten Prozesstag bekam die Thüringer Polizei endlich die Trennung von Neonazis und Antifas. So wurden Absperrgitter aufgezogen und Akkreditierungen verteilt. Demzufolge bekamen 8 Freunde von Felix Reck, sowie eine kritische Prozessbeobachtung Plätze. Fünf weitere Plätze waren für zwei Journalisten belegt, einer davon für die OTZ. Der OTZ-Journalist durfte sein Tablet mitnehmen, der Rest musste elektronische Geräte abgeben.
Der Prozess ging mit 25 Minuten Verspätung los, u.a. verspätete er sich weil der Angeklagte zu spät ankam.
Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich 50 Antifaschist*innen zu einer Kundgebung.
An den anderen Prozesstagen standen Neonazis und Antifas gemeinsam an der Gerichtstür, es gab teils hitzige Wortgefechte und auch Schubsereien. Neonazis waren bereits morgens um 6 Uhr, also 3,5 Stunden vor Verhandlungsbeginn am Gerichtsgebäude, um sich Plätze im Saal zu sichern, nachdem sie beim letzten Mal leer ausgingen.
Felix Reck betrat den Gerichtssaal in einem schwarzen Adidas Trainingsanzug, Adidas Sneaker und rasiert. Als Shirt trug er wieder ein schwarzes Label23-Shirt. Er grinste in den Zuschauerraum, das erste Mal waren seine Freunde in der Überzahl. Vertreten wurde er heute nur von seinem Pflichtverteidiger Kruppa, der Neonazi-Anwalt Waldschmidt fehlte, da er ein anderes Verfahren beiwohnen musste.
Es wurden zwei Zeug*innen zu zwei Nötigungsvorwürfen gehört. Im ersten Fall beschrieb eine Zeugin wie Felix Reck und Eric Holzhey mit einem Auto an einen Antifaschisten und ihr vorbeifuhren, in einem Kreisverkehr wendeten und anschließend auf die beiden zufuhren. Reck stieg aus dem Auto, schubste den Antifaschisten auf eine Wiese und bedrohte ihn. Es kam zu einem verbalen Schlagabtausch, anschließend verließ Reck den Tatort.
Richter Spahn wiederholte einige Worte u.a., dass die Zeugin aussagte, Reck habe den Betroffenen auf die Wiese geschubst. RA Kruppa sagte, dies solle der Richter nicht sagen, sondern die Zeugin sollte aussagen. Wütend und laut fuhr Richter Spahn RA Kruppa an „Haben Sie den zugehört?“, „Sie gehen hier aggressiv dazwischen“, „Sie haben mich angeblafft“. Darauf entgegnete RA Kruppa: „Wenn sie das für anblaffen halten, haben sie mich noch nicht wirklich blaffen hören.“ Es war heute eine gereizte Stimmung. In seinen Fragen versucht RA Kruppa die Zeugin schlecht dastehen zu lassen, suggeriert vermeintliche Absprachen mit dem Betroffenen.
Anschließend kam ein weiterer Zeuge zu einer Nötigung vor dem Saalfelder Klubhaus. Der Zeuge ist dort als Sozialarbeiter angestellt und beschrieb die Situation, in der Felix Reck mit seinem KFZ auf zwei Antifaschisten zuhielt, die auf Pollern saßen und ihre Beine ruckartig wegzogen. RA Kruppa kritisierte bereits zu Beginn die Fragestellung von Richter Spahn, es kam zum Wortgefecht. Der Vater von Felix Reck rief aus dem Zuschauerraum zum Richter „Wichser“, was aber ungehört blieb. Nur Felix Reck hörte es. Wie bei einem anderen Prozesstag zischt er seinen Vater an, legt die Hand auf die Lippen und sagt „Vadda“.
Der Zeuge erkannte den Fahrer des Autos wieder, da er Felix Reck von einem Gespräch aus dem Jahr 2015 kannte. Damals, so der Zeuge, nahm Felix Reck am Neonaziaufmarsch am 01.05. in Saalfeld teil, lief in der ersten Reihe des schwarzen Blocks. Felix Reck hatte damals eine Partnerin, die aus der linken Szene stammt und daher konfrontierte der Sozialarbeiter diesen. Er sagte damals zu Felix Reck, dass wenn dieser mit der rechten Szene nicht breche, „wenn er wo weiter macht, landet er im Knast.“
RA Kruppa fragte nach dem Auto, ob es ein SUV, Kombi oder was auch immer ist. Der Zeuge entgegnete, „ich bin kein Autohändler, ich weiß nicht wie die Bezeichnungen sind.“ Bei der nächsten Frage, wie nah das Fahrzeug an die Poller fuhr, sagte der Zeuge: „Das ist nicht meine Aufgabe ihnen was zu erklären.“ RA Kruppa dazu: „Ja, meine auch nicht.“
Der Zeuge wurde gefragt, warum es lange keine Anzeige gab. Der Zeuge dazu: „Herr Reck ist bekannt als Mensch, der einschüchtert und Leuten Gewalt antut.“
Anschließend sollten Chat-Verläufe zwischen Felix Reck und Eric Holzhey thematisiert werden. Zum Angriff auf Jena-Fans in einer Bowlingbahn sprachen beide über eigene Verletzungen und Verletzungen von Jena-Fans. Die Hand-Verletzungen eines Jena-Fans kommentierte Felix Reck mit den Worten: „Wieder ein Leben zerstört.“
Auch seine Tat an der Gedenkstätte für die von einem Neonazi ermordete Jana Georgi wurde durch Chat-Nachrichten bekannt. So verschickte er ein Bild der Gedenkstätte, anschließend verschickte er eine Sprach- und/oder Textnachricht mit den Worten: „Ich habe die Scheiße da alles weggetreten.“
Zur Verlesung von Telefonaten aus einer TKÜ-Maßnahme gegen den Erfurter Hooligan Theo Weiland, der derzeit in U-Haft sitzt, wurde nicht gelesen. RA Kruppa beanstandete diese, da er laut den Akten nicht prüfen kann, ob die TKÜ rechtmäßig war. Die TKÜ-Maßnahme fand im Rahmen eines 129er StGb-Verfahren gegen die Hooligangruppe „Jungsturm Erfurt“ statt. Während dieser Maßnahme telefonierte Theo Weiland mit Felix Reck, welcher bereits in U-Haft saß. In dem Telefonat ging es u.a. um Absprachen für ein Alibi bezogen auf einen Angriff Erfurter Hooligans auf Fans des FC Carl Zeiss Jena am Bhf Saalfeld.
Auch das soziale Leben von Felix Reck wurde beleuchtet, darunter sechs Vorstrafen aus der Zeit 2014 bis 2017. Sachbeschädigungen, Diebstahl, Nötigung, Widerstand gg Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Verstoß gegen das Vermummungsverbot. In zwei Fällen bekam er Geld- und Arbeitsauflagen, in einem Fall eine Geldstrafe, in drei weiteren Fällen „richterliche Weisungen“. Man ging auch auf seinen privaten Werdegang ein, so lebt er seit seinem fünften Lebensjahr bei seinem Vater, zur Mutter gibt es keinen Kontakt. Mit dem Vater soll es zu „regelmäßigen handfesten Konflikten kommen“. Nach einer erfolgreichen Ausbildung 2017 wurde er anderthalb Jahre später „betriebsbedingt“ gekündigt. Seitdem lebte er vom Geld seines Vaters bzw. arbeitete er gelegentlich als Security.
Nachdem Staatsanwaltschaft und Gericht erklärten, dass mehrere der 15 Verfahren gegen Reck eingestellt werden würden, überlegte RA Kruppa, ob er nach der geschlossenen Beweisaufnahme einen Antrag stellen würde auf Unterbrechung oder Vertagung der Verhandlung. Richter Spahn kommentierte dies höhnisch: „Ich lache mich tot Herr Kruppa.“ Anschließend billigte Richter Spahn eine Pause von 10 Minuten zur abschließenden Vorbereitung der Plädoyers. Ohne Antrag von RA Kruppa ging es in die langen Plädoyers, bei der jeder Fall bedacht wurde. Dabei lief Staatsanwalt Knoblauch eine Extremismus-Strategie. Er lobte den Neonazi RA Waldschmidt, dass dieser „akribisch herausgearbeitet hat, dass es [in Saalfeld] auch Linke gibt, die Straftaten begehen.“ Primär ging es dabei um Sprühereien mit „Kill Reck“, „Fuck Reck“, usw. Daneben gab es mindestens einen Übergriff auf Felix Reck persönlich, sowie einen auf sein Fahrzeug bei der ein vierstelliger Sachschaden entstand. Auch beschrieb der Staatsanwalt, dass es im Rahmen von Fußballübergriffen, auch zu einem ihm bekannten Überfall auf einen einzelnen Erfurt-Fan in Bad Blankenburg gekommen sein soll. Dies kommentierte er mit den Worten: „Das sind Vorfälle, die auch nicht in Ordnung sind“.
Bei den Vorwürfen der Nötigung verwies der StaAnw darauf, dass die Einschüchterung, z.B. ggü Zeugen entscheidend war, dass sich diese tw. Als selber Betroffene nicht für eine Anzeige entschieden. Dabei muss aus der Androhung von Übergriffen keine Tat erfolgen, er verglich es mit dem Auffahren von Fahrzeugen im Stadtverkehr, wobei die auffahrende Person keinen Unfall will, aber damit droht und dies als Nötigung gewertet wird. Bei einer Bedrohung eines Zeugen verwies der StaAnw auf die „körperliche Physis“ von Felix Reck, welche einschüchternd wirkt.
Beim Überfall von Erfurter Hooligans auf Jena-Fans am Bhf Saalfeld konnte Reck keine direkte Tatbeteiligung nachgewiesen werden. Der StaAnw sah aber eine gemeinschaftliche Tat als erwiesen an, selbst wenn Reck nicht in der eigentlichen Gruppe, sondern einer zweiten Gruppe im Hintergrund anwesend war. Die Anwesenheit von Reck sah er als erwiesen an.
Die Körperverletzungsdelikte sah der StaAnw als „lebensbedrohliche Handlung“ an, verwies auf das Video mit dem Ackermatch zwischen Hooligans aus Erfurt und der SGE Frankfurt. In dem Video sieht man Reck mehrfach sog. „Hammerschläge“ und Ellenbogenschläge auf Kopf und Oberkörper durchführen. Dies sind auch die Schläge, welche Zeug*innen und Betroffene berichteten.
Spannend wurden die Ausführungen des StaAnw zur vermeintlichen Störung der Totenruhe an der Gedenkstätte für Jana Georgi. So sieht das Gesetz und auch die Kommentierung nur ein Denkmal als ein solchen Ort vor, den man stören kann, doch verwies er auf „Gruppen in diesem Land“, die ihr Gedenken mit temporären Orten „Grafittis an Garagen“ und eben Kerzen durchführen. Er äußerte verfassungsrechtliche Bedenken was die Auslegung des Gesetzes-Textes angeht und plädierte somit dafür, dass auch temporäre antifaschistische Gedenkstätten unter als Denkmäler gezählt werden.
Zum Ackermatch verwies er auf das „Elbflorenz“-Urteil des BGH wonach zwar eine Körperverletzung mit Zustimmung erfolgen kann, aber nicht vor Straffreiheit schützt. Das BGH geht davon aus, dass aufgrund der Vielzahl an Übergriffen während der Aktion keine Einwilligung möglich sei und somit dies als „Beteiligung einer Schlägerei“ (StGb 231) und Körperverletzung (StGb 223) gewertet bleibt.
Mehrfach, auch in Hinblick auf die anderen Fälle verwies der StaAnw auf den §46 StGb. Er sah in den Tathandlungen „Menschenverachtende Motive“, da die Betroffenen „Opfer wurden, weil sie in den Augen des Täters für etwas stehen, ihnen das individuelle abgesprochen“ wurde. Somit handelte es sich für ihn um Hasskriminalität gegen Linke und konkurrierende Fußballfans.
Beim Überfall auf Jena-Fans am Bhf Saalfeld sah er ebenfalls diese Motive. Explizit sagte er, Fußball-Fan sein sei „kein Verhalten in unserer Gesellschaft, um Opfer zu werden.“ Dabei klammerte er aber die Jenaer Ultra-Gruppe „iena Branco“ aus, denen der Angriff eigentlich golt.
Zum Überfall auf einen Antifaschisten vor einer Kneipe äußerte er, „das ein Mensch in Saalfeld nicht vor eine Gaststätte treten darf, keinen Übergriff erleben muss, nur weil er Links ist. Das geht nicht.“ Er sah es offenbar als erwiesen an, dass der Angriff eine Vorgeschichte hatte, nämlich die Angriffe auf Reck selber. Dazu sagte er nur, dass Neonazis sich an Polizei und Staat wenden sollen, wenn sie Opfer von Antifas werden. Hintergrund ist ein Übergriff auf Reck, bei dem er die Namen der Täter wusste, diese gegenüber en Behörden nicht nannte und ohne Täter das Verfahren eingestellt wurde, was wiederrum RA Kruppa bemängelte. Dass es durchaus zu Verurteilungen gegen Antifas in der Region kommt, zeigte auch der StaAnw an und verwies auf einen Überfall von Antifas auf einen Anhänger der Thügida-Bewegung 2017 im Kontext eines rechten Aufmarsches in Saalfeld.
Beim Überfall auf Jena-Fans in einer Bowlingbahn verwies er u.a. auf Minderjährige, die angegriffen wurden. Er bemängelte allerdings die „merkwürdigen Aussagen“ der Betroffenen. „Was das mit Fußball zu zun hat, wissen nur die Beteiligten“, war sein abschließendes Statement.
Da das Amtsgericht nur zu maximal vier Jahren Haft verurteilen kann, entschied sich der Staatsanwalt drei Jahre und 10 Monate zu fordern. Gleichzeitig beantragte er den Haftbefehl nicht aufzuheben, da Verdunklungsgefahr bestehen würde.
Nachdem StaAnw kam das Plädoyer der Nebenklagevertretung RA Pietrzyk. Diese schloss sich überwiegend dem an was der StaAnw forderte und sagte, wollte aber noch den gesellschaftlichen Kontext des Verfahrens und der Taten von Reck herausheben. Sie sprach davon, dass die Taten im Rahmen der Agende als „klassische hegemoniale Taten der rechten Szene“ zu verstehen sind. Sie setzte die Tat in ein gesellschaftlichen Kontext mit anderen rechten Taten u.a. dem NSU, was zu Getuschel unter den Neonazis führte. Auch diese wurden direkt von ihr angesprochen. Sie verwies auf anwesende Neonazis, die im Ballstädt-Verfahren angeklagt waren, sowie einem Pseudo-Neonazi mit Selbstdarstellungsdrang und Gewaltaffinität aus Eisenach, welchen sie namentlich erwähnte. Im Saal saß ebenfalls Eric Holzhey, der bei mehreren der Gewalttaten anwesend war und u.a. mich am fünften Prozesstag bedrohte.
Laut der Nebenklage müssen die Taten des Täters nicht individuell betrachtet werden, sondern im Kontext seines Weltbildes. RA Kruppa lachte, was die Nebenklagevertreterin damit kommentierte, dass er lachen könne, da „sie als weißer Mann nicht zur Opfergruppe ihres Mandanten gehören“.
RA Kruppa, der heute weitaus aggressiver wirkte, als in den ersten Verhandlungstagen fing sein Plädoyer damit an, gegen antifaschistische Intervention zu agitieren. So sagte er, das Gericht solle sich nicht vom „Theater der Nebenklage, der Linken Szene, der Antifa“ beeinflussen lassen und es wären Frechheiten wie ein Livebericht aus dem Gerichtssaal und das Reck im Internet Taten zur Last gelegt, für die er nicht verurteilt wurde. Er wurde sofort schlecht, verwies auf das Alter von Felix Reck, 23, dass die „Haft nicht spurlos an ihm vorbeigegangen ist“ bzw. „beeindruckt“ hat. Er verwies auf vermeintliche Einschüchterungen gegen Reck durch Antifas, welche die Übergriffe wohl erklären sollten. Reck wollte den Betroffenen „nur mal eine Abreibung verpassen“. Die benutzten Quarzsandhandschuhe wertete er nicht als Waffen oder Werkzeug, dabei hat das BGH 2012 entschieden, dass Quarzsandhandschuhe sehr wohl als gefährliches Werkzeug im Sinne des StGb 224 zu sehen sind. Für RA Kruppa war nicht erwiesen, dass Reck die Handschuhe im Falle des Übergriffs auf den Antifaschisten nutzte, auch wenn sie unter seinem Sitz im Auto lagen. Grund: Er hatte frische Wunden an der Hand und auf den Handschuhen fand man keine DANN-Spuren etc.
Im Gegensatz zur StaAnw sah RA Kruppa keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Dies machte er u.a. daran fest, dass es nur wenige Schläge in kurzer Zeit waren. Dabei ist die Anzahl oder die Wucht nicht entscheidend. Verweisen möchte ich an dieser an Hartmut Balzke, der von einem Neonazi am 25.01.2003 in Erfurt mit einem wuchtigen Schlag zu Boden gebracht wurde. Balzke landete auf den Hinterkopf und verstarb wenig später an den Verletzungen.
Beim Ackermatch versuchte sich RA Kruppa in einem differenzierten Bild. So habe Reck „nicht nur ausgeteilt, sondern auch massiv eingesteckt.“ Auch gab er an, dass eine Einwilligung zur Körperverletzung durchaus möglich ist und straffrei bleibt, z.B. wenn man eine Impfung beim Arzt bekäme. Er glaubte nicht, dass Betroffene Angst vor Felix Reck haben, sagte, dies sei „blödsinn“. Stattdessen sah er einen „Belastungseifer der Antifaszene“, welche er laut Augenzeugen früher selber in Teilen als Anwalt vertreten hatte.
Er plädierte auf 1 Jahr und 2 Monate Haft, der Aufhebung des Haftbefehls, da Reck seine Taten bereits länger zurück liegen würden, er geständig war, die Verletzungen nicht gravierend und er seit dem 29.10.2019 in U-Haft stecke, sein erstes Mal in Haft.
Das letzte Wort hatte Felix Reck. Einstudiert und wie ein kleines Kind erklärte er: „Ich hatte lange Zeit nachzudenken, ich weiß jetzt, dass das dumm war. Gewalt ist keine Lösung. Ich möchte in Zukunft straffrei leben.“
Bevor es zum Urteil kam, verstärkte die Thüringer BePo ihre Kräfte im Saal. Vier BePos und zwei Justizbeamte sicherten den Saal. Richter Spahn verkündete drei Jahre und vier Monate Haft. Er sah vier gefährliche Körperverletzungen, eine Körperverletzung, zwei vollendete Nötigungen, eine versuchte Nötigung, Sachbeschädigung und den Besitz von illegalen Sprengkörpern („La Bomba“) als erwiesen an.
Direkt zu Beginn der Begründung ging Spahn auf RA Kruppa ein, der immer wieder während der Begründung nickte. Man habe das „Theater“ mitbekommen, aber ausgeblendet. Er sprach davon, dass man in der Chronik sieht „wie der Herr Reck sich in seiner Kriminalität steigert“. Dass sich Betroffene bei der Nötigung nicht selber bei der Polizei meldeten, wertete er als „Schwelle [die noch nicht] überschritten [war], um die Polizei einzuschalten“. Bezüglich des Besitzes der Quarzsandhandschuhe während eines Angriffs sprach RA Spahn davon, dass Felix diese besaß und dies „gegenüber vieler Staatsangehöriger in diesem Gerichtssaal“ ungewöhnlich sei. Bei der Dichte an Neonazis im Raum wäre eine statistische Erhebung sicher spannend gewesen.
Die Einschüchterung von Zeugen bezeichnete Richter Spahn als „dicker Hund, wenn nach so einer Tat, Zeugen unter Druck gesetzt werden.“ Beim Angriff auf Jena-Fans in der Bowlingbahn verwies der Richter auf das linke Image der Zeiss-Fans, welches er wohl als Motivbegleitend betrachtete. „Dann fährt hier Herr Reck rein und verkloppt die Leute“, so seine Analyse zum Überfall.
Er verwies auf die Chatverläufe mit Eric Holzhey, dem er eine Tatbeteiligung beim Überfall zusprach, während dieser im Saal in der zweiten Reihe saß und sich einen abgrinsen konnte.
Die Störung der Totenruhe sah er im Falle der Grabschändung von Jana Georgi nicht als gegeben an und verwies auf einen fehlenden „öffentlichen Widmungsakt“, den es z.B. mit Grabmälern, Denkmäler, u.ä. offenbar gibt.
Die Körperverletzungsdelikte bezeichnete er als „menschenverachtende Skrupelosigkeit“. Das Ackermatch wurde von ihm zur „Sportart“ erklärt, bei dem es ein „Mitverschulden des Opfers“ gibt was Verletzungen angeht.
Richter Spahn sah eine Steigerung der Skrupelosigkeiten von Felix Reck, die „man möchte sagen, von Woche zu Woche“, stattfanden. Aufgrund des § 46 StGb, sah Richter Spahn hier Hasskriminalität, welche für eine höhere Strafe führte.
Die Verfahrenskosten, die Kosten der Nebenklage habe Felix Reck zu tragen. Der Haftbefehl wird aufrechterhalten. Damit ist einer der gefährlichsten Neonazis in Saalfeld weiter außer Gefecht gesetzt. Als die Neonazi-Unterstützer von Felix Reck das Gebäude verließen brandete unter den 50 Antifas Jubel auf, Sektkorken flogen in die Luft. Es ist anzunehmen, dass das Verfahren durch die Verteidigung in die nächste Instanz gebracht wird. Dies wäre dann das Landesgericht Gera. Bis dahin bleibt Felix Reck aber weiter in Haft.
Die Fotos unterstehen dem Copyright. Bei Verwendungen bitte eine Mail an soeren.kohlhuber@yahoo.de
3 Jahre und 4 Monate Haft für Felix Reck
Am sechsten Prozesstag bekam die Thüringer Polizei endlich die Trennung von Neonazis und Antifas. So wurden Absperrgitter aufgezogen und Akkreditierungen verteilt. Demzufolge bekamen 8 Freunde von Felix Reck, sowie eine kritische Prozessbeobachtung Plätze. Fünf weitere Plätze waren für zwei Journalisten belegt, einer davon für die OTZ. Der OTZ-Journalist durfte sein Tablet mitnehmen, der Rest musste elektronische Geräte abgeben.
Der Prozess ging mit 25 Minuten Verspätung los, u.a. verspätete er sich weil der Angeklagte zu spät ankam.
Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich 50 Antifaschist*innen zu einer Kundgebung.
An den anderen Prozesstagen standen Neonazis und Antifas gemeinsam an der Gerichtstür, es gab teils hitzige Wortgefechte und auch Schubsereien. Neonazis waren bereits morgens um 6 Uhr, also 3,5 Stunden vor Verhandlungsbeginn am Gerichtsgebäude, um sich Plätze im Saal zu sichern, nachdem sie beim letzten Mal leer ausgingen.
Felix Reck betrat den Gerichtssaal in einem schwarzen Adidas Trainingsanzug, Adidas Sneaker und rasiert. Als Shirt trug er wieder ein schwarzes Label23-Shirt. Er grinste in den Zuschauerraum, das erste Mal waren seine Freunde in der Überzahl. Vertreten wurde er heute nur von seinem Pflichtverteidiger Kruppa, der Neonazi-Anwalt Waldschmidt fehlte, da er ein anderes Verfahren beiwohnen musste.
Es wurden zwei Zeug*innen zu zwei Nötigungsvorwürfen gehört. Im ersten Fall beschrieb eine Zeugin wie Felix Reck und Eric Holzhey mit einem Auto an einen Antifaschisten und ihr vorbeifuhren, in einem Kreisverkehr wendeten und anschließend auf die beiden zufuhren. Reck stieg aus dem Auto, schubste den Antifaschisten auf eine Wiese und bedrohte ihn. Es kam zu einem verbalen Schlagabtausch, anschließend verließ Reck den Tatort.
Richter Spahn wiederholte einige Worte u.a., dass die Zeugin aussagte, Reck habe den Betroffenen auf die Wiese geschubst. RA Kruppa sagte, dies solle der Richter nicht sagen, sondern die Zeugin sollte aussagen. Wütend und laut fuhr Richter Spahn RA Kruppa an „Haben Sie den zugehört?“, „Sie gehen hier aggressiv dazwischen“, „Sie haben mich angeblafft“. Darauf entgegnete RA Kruppa: „Wenn sie das für anblaffen halten, haben sie mich noch nicht wirklich blaffen hören.“ Es war heute eine gereizte Stimmung. In seinen Fragen versucht RA Kruppa die Zeugin schlecht dastehen zu lassen, suggeriert vermeintliche Absprachen mit dem Betroffenen.
Anschließend kam ein weiterer Zeuge zu einer Nötigung vor dem Saalfelder Klubhaus. Der Zeuge ist dort als Sozialarbeiter angestellt und beschrieb die Situation, in der Felix Reck mit seinem KFZ auf zwei Antifaschisten zuhielt, die auf Pollern saßen und ihre Beine ruckartig wegzogen. RA Kruppa kritisierte bereits zu Beginn die Fragestellung von Richter Spahn, es kam zum Wortgefecht. Der Vater von Felix Reck rief aus dem Zuschauerraum zum Richter „Wichser“, was aber ungehört blieb. Nur Felix Reck hörte es. Wie bei einem anderen Prozesstag zischt er seinen Vater an, legt die Hand auf die Lippen und sagt „Vadda“.
Der Zeuge erkannte den Fahrer des Autos wieder, da er Felix Reck von einem Gespräch aus dem Jahr 2015 kannte. Damals, so der Zeuge, nahm Felix Reck am Neonaziaufmarsch am 01.05. in Saalfeld teil, lief in der ersten Reihe des schwarzen Blocks. Felix Reck hatte damals eine Partnerin, die aus der linken Szene stammt und daher konfrontierte der Sozialarbeiter diesen. Er sagte damals zu Felix Reck, dass wenn dieser mit der rechten Szene nicht breche, „wenn er wo weiter macht, landet er im Knast.“
RA Kruppa fragte nach dem Auto, ob es ein SUV, Kombi oder was auch immer ist. Der Zeuge entgegnete, „ich bin kein Autohändler, ich weiß nicht wie die Bezeichnungen sind.“ Bei der nächsten Frage, wie nah das Fahrzeug an die Poller fuhr, sagte der Zeuge: „Das ist nicht meine Aufgabe ihnen was zu erklären.“ RA Kruppa dazu: „Ja, meine auch nicht.“
Der Zeuge wurde gefragt, warum es lange keine Anzeige gab. Der Zeuge dazu: „Herr Reck ist bekannt als Mensch, der einschüchtert und Leuten Gewalt antut.“
Anschließend sollten Chat-Verläufe zwischen Felix Reck und Eric Holzhey thematisiert werden. Zum Angriff auf Jena-Fans in einer Bowlingbahn sprachen beide über eigene Verletzungen und Verletzungen von Jena-Fans. Die Hand-Verletzungen eines Jena-Fans kommentierte Felix Reck mit den Worten: „Wieder ein Leben zerstört.“
Auch seine Tat an der Gedenkstätte für die von einem Neonazi ermordete Jana Georgi wurde durch Chat-Nachrichten bekannt. So verschickte er ein Bild der Gedenkstätte, anschließend verschickte er eine Sprach- und/oder Textnachricht mit den Worten: „Ich habe die Scheiße da alles weggetreten.“
Zur Verlesung von Telefonaten aus einer TKÜ-Maßnahme gegen den Erfurter Hooligan Theo Weiland, der derzeit in U-Haft sitzt, wurde nicht gelesen. RA Kruppa beanstandete diese, da er laut den Akten nicht prüfen kann, ob die TKÜ rechtmäßig war. Die TKÜ-Maßnahme fand im Rahmen eines 129er StGb-Verfahren gegen die Hooligangruppe „Jungsturm Erfurt“ statt. Während dieser Maßnahme telefonierte Theo Weiland mit Felix Reck, welcher bereits in U-Haft saß. In dem Telefonat ging es u.a. um Absprachen für ein Alibi bezogen auf einen Angriff Erfurter Hooligans auf Fans des FC Carl Zeiss Jena am Bhf Saalfeld.
Auch das soziale Leben von Felix Reck wurde beleuchtet, darunter sechs Vorstrafen aus der Zeit 2014 bis 2017. Sachbeschädigungen, Diebstahl, Nötigung, Widerstand gg Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Verstoß gegen das Vermummungsverbot. In zwei Fällen bekam er Geld- und Arbeitsauflagen, in einem Fall eine Geldstrafe, in drei weiteren Fällen „richterliche Weisungen“. Man ging auch auf seinen privaten Werdegang ein, so lebt er seit seinem fünften Lebensjahr bei seinem Vater, zur Mutter gibt es keinen Kontakt. Mit dem Vater soll es zu „regelmäßigen handfesten Konflikten kommen“. Nach einer erfolgreichen Ausbildung 2017 wurde er anderthalb Jahre später „betriebsbedingt“ gekündigt. Seitdem lebte er vom Geld seines Vaters bzw. arbeitete er gelegentlich als Security.
Nachdem Staatsanwaltschaft und Gericht erklärten, dass mehrere der 15 Verfahren gegen Reck eingestellt werden würden, überlegte RA Kruppa, ob er nach der geschlossenen Beweisaufnahme einen Antrag stellen würde auf Unterbrechung oder Vertagung der Verhandlung. Richter Spahn kommentierte dies höhnisch: „Ich lache mich tot Herr Kruppa.“ Anschließend billigte Richter Spahn eine Pause von 10 Minuten zur abschließenden Vorbereitung der Plädoyers. Ohne Antrag von RA Kruppa ging es in die langen Plädoyers, bei der jeder Fall bedacht wurde. Dabei lief Staatsanwalt Knoblauch eine Extremismus-Strategie. Er lobte den Neonazi RA Waldschmidt, dass dieser „akribisch herausgearbeitet hat, dass es [in Saalfeld] auch Linke gibt, die Straftaten begehen.“ Primär ging es dabei um Sprühereien mit „Kill Reck“, „Fuck Reck“, usw. Daneben gab es mindestens einen Übergriff auf Felix Reck persönlich, sowie einen auf sein Fahrzeug bei der ein vierstelliger Sachschaden entstand. Auch beschrieb der Staatsanwalt, dass es im Rahmen von Fußballübergriffen, auch zu einem ihm bekannten Überfall auf einen einzelnen Erfurt-Fan in Bad Blankenburg gekommen sein soll. Dies kommentierte er mit den Worten: „Das sind Vorfälle, die auch nicht in Ordnung sind“.
Bei den Vorwürfen der Nötigung verwies der StaAnw darauf, dass die Einschüchterung, z.B. ggü Zeugen entscheidend war, dass sich diese tw. Als selber Betroffene nicht für eine Anzeige entschieden. Dabei muss aus der Androhung von Übergriffen keine Tat erfolgen, er verglich es mit dem Auffahren von Fahrzeugen im Stadtverkehr, wobei die auffahrende Person keinen Unfall will, aber damit droht und dies als Nötigung gewertet wird. Bei einer Bedrohung eines Zeugen verwies der StaAnw auf die „körperliche Physis“ von Felix Reck, welche einschüchternd wirkt.
Beim Überfall von Erfurter Hooligans auf Jena-Fans am Bhf Saalfeld konnte Reck keine direkte Tatbeteiligung nachgewiesen werden. Der StaAnw sah aber eine gemeinschaftliche Tat als erwiesen an, selbst wenn Reck nicht in der eigentlichen Gruppe, sondern einer zweiten Gruppe im Hintergrund anwesend war. Die Anwesenheit von Reck sah er als erwiesen an.
Die Körperverletzungsdelikte sah der StaAnw als „lebensbedrohliche Handlung“ an, verwies auf das Video mit dem Ackermatch zwischen Hooligans aus Erfurt und der SGE Frankfurt. In dem Video sieht man Reck mehrfach sog. „Hammerschläge“ und Ellenbogenschläge auf Kopf und Oberkörper durchführen. Dies sind auch die Schläge, welche Zeug*innen und Betroffene berichteten.
Spannend wurden die Ausführungen des StaAnw zur vermeintlichen Störung der Totenruhe an der Gedenkstätte für Jana Georgi. So sieht das Gesetz und auch die Kommentierung nur ein Denkmal als ein solchen Ort vor, den man stören kann, doch verwies er auf „Gruppen in diesem Land“, die ihr Gedenken mit temporären Orten „Grafittis an Garagen“ und eben Kerzen durchführen. Er äußerte verfassungsrechtliche Bedenken was die Auslegung des Gesetzes-Textes angeht und plädierte somit dafür, dass auch temporäre antifaschistische Gedenkstätten unter als Denkmäler gezählt werden.
Zum Ackermatch verwies er auf das „Elbflorenz“-Urteil des BGH wonach zwar eine Körperverletzung mit Zustimmung erfolgen kann, aber nicht vor Straffreiheit schützt. Das BGH geht davon aus, dass aufgrund der Vielzahl an Übergriffen während der Aktion keine Einwilligung möglich sei und somit dies als „Beteiligung einer Schlägerei“ (StGb 231) und Körperverletzung (StGb 223) gewertet bleibt.
Mehrfach, auch in Hinblick auf die anderen Fälle verwies der StaAnw auf den §46 StGb. Er sah in den Tathandlungen „Menschenverachtende Motive“, da die Betroffenen „Opfer wurden, weil sie in den Augen des Täters für etwas stehen, ihnen das individuelle abgesprochen“ wurde. Somit handelte es sich für ihn um Hasskriminalität gegen Linke und konkurrierende Fußballfans.
Beim Überfall auf Jena-Fans am Bhf Saalfeld sah er ebenfalls diese Motive. Explizit sagte er, Fußball-Fan sein sei „kein Verhalten in unserer Gesellschaft, um Opfer zu werden.“ Dabei klammerte er aber die Jenaer Ultra-Gruppe „iena Branco“ aus, denen der Angriff eigentlich golt.
Zum Überfall auf einen Antifaschisten vor einer Kneipe äußerte er, „das ein Mensch in Saalfeld nicht vor eine Gaststätte treten darf, keinen Übergriff erleben muss, nur weil er Links ist. Das geht nicht.“ Er sah es offenbar als erwiesen an, dass der Angriff eine Vorgeschichte hatte, nämlich die Angriffe auf Reck selber. Dazu sagte er nur, dass Neonazis sich an Polizei und Staat wenden sollen, wenn sie Opfer von Antifas werden. Hintergrund ist ein Übergriff auf Reck, bei dem er die Namen der Täter wusste, diese gegenüber en Behörden nicht nannte und ohne Täter das Verfahren eingestellt wurde, was wiederrum RA Kruppa bemängelte. Dass es durchaus zu Verurteilungen gegen Antifas in der Region kommt, zeigte auch der StaAnw an und verwies auf einen Überfall von Antifas auf einen Anhänger der Thügida-Bewegung 2017 im Kontext eines rechten Aufmarsches in Saalfeld.
Beim Überfall auf Jena-Fans in einer Bowlingbahn verwies er u.a. auf Minderjährige, die angegriffen wurden. Er bemängelte allerdings die „merkwürdigen Aussagen“ der Betroffenen. „Was das mit Fußball zu zun hat, wissen nur die Beteiligten“, war sein abschließendes Statement.
Da das Amtsgericht nur zu maximal vier Jahren Haft verurteilen kann, entschied sich der Staatsanwalt drei Jahre und 10 Monate zu fordern. Gleichzeitig beantragte er den Haftbefehl nicht aufzuheben, da Verdunklungsgefahr bestehen würde.
Nachdem StaAnw kam das Plädoyer der Nebenklagevertretung RA Pietrzyk. Diese schloss sich überwiegend dem an was der StaAnw forderte und sagte, wollte aber noch den gesellschaftlichen Kontext des Verfahrens und der Taten von Reck herausheben. Sie sprach davon, dass die Taten im Rahmen der Agende als „klassische hegemoniale Taten der rechten Szene“ zu verstehen sind. Sie setzte die Tat in ein gesellschaftlichen Kontext mit anderen rechten Taten u.a. dem NSU, was zu Getuschel unter den Neonazis führte. Auch diese wurden direkt von ihr angesprochen. Sie verwies auf anwesende Neonazis, die im Ballstädt-Verfahren angeklagt waren, sowie einem Pseudo-Neonazi mit Selbstdarstellungsdrang und Gewaltaffinität aus Eisenach, welchen sie namentlich erwähnte. Im Saal saß ebenfalls Eric Holzhey, der bei mehreren der Gewalttaten anwesend war und u.a. mich am fünften Prozesstag bedrohte.
Laut der Nebenklage müssen die Taten des Täters nicht individuell betrachtet werden, sondern im Kontext seines Weltbildes. RA Kruppa lachte, was die Nebenklagevertreterin damit kommentierte, dass er lachen könne, da „sie als weißer Mann nicht zur Opfergruppe ihres Mandanten gehören“.
RA Kruppa, der heute weitaus aggressiver wirkte, als in den ersten Verhandlungstagen fing sein Plädoyer damit an, gegen antifaschistische Intervention zu agitieren. So sagte er, das Gericht solle sich nicht vom „Theater der Nebenklage, der Linken Szene, der Antifa“ beeinflussen lassen und es wären Frechheiten wie ein Livebericht aus dem Gerichtssaal und das Reck im Internet Taten zur Last gelegt, für die er nicht verurteilt wurde. Er wurde sofort schlecht, verwies auf das Alter von Felix Reck, 23, dass die „Haft nicht spurlos an ihm vorbeigegangen ist“ bzw. „beeindruckt“ hat. Er verwies auf vermeintliche Einschüchterungen gegen Reck durch Antifas, welche die Übergriffe wohl erklären sollten. Reck wollte den Betroffenen „nur mal eine Abreibung verpassen“. Die benutzten Quarzsandhandschuhe wertete er nicht als Waffen oder Werkzeug, dabei hat das BGH 2012 entschieden, dass Quarzsandhandschuhe sehr wohl als gefährliches Werkzeug im Sinne des StGb 224 zu sehen sind. Für RA Kruppa war nicht erwiesen, dass Reck die Handschuhe im Falle des Übergriffs auf den Antifaschisten nutzte, auch wenn sie unter seinem Sitz im Auto lagen. Grund: Er hatte frische Wunden an der Hand und auf den Handschuhen fand man keine DANN-Spuren etc.
Im Gegensatz zur StaAnw sah RA Kruppa keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Dies machte er u.a. daran fest, dass es nur wenige Schläge in kurzer Zeit waren. Dabei ist die Anzahl oder die Wucht nicht entscheidend. Verweisen möchte ich an dieser an Hartmut Balzke, der von einem Neonazi am 25.01.2003 in Erfurt mit einem wuchtigen Schlag zu Boden gebracht wurde. Balzke landete auf den Hinterkopf und verstarb wenig später an den Verletzungen.
Beim Ackermatch versuchte sich RA Kruppa in einem differenzierten Bild. So habe Reck „nicht nur ausgeteilt, sondern auch massiv eingesteckt.“ Auch gab er an, dass eine Einwilligung zur Körperverletzung durchaus möglich ist und straffrei bleibt, z.B. wenn man eine Impfung beim Arzt bekäme. Er glaubte nicht, dass Betroffene Angst vor Felix Reck haben, sagte, dies sei „blödsinn“. Stattdessen sah er einen „Belastungseifer der Antifaszene“, welche er laut Augenzeugen früher selber in Teilen als Anwalt vertreten hatte.
Er plädierte auf 1 Jahr und 2 Monate Haft, der Aufhebung des Haftbefehls, da Reck seine Taten bereits länger zurück liegen würden, er geständig war, die Verletzungen nicht gravierend und er seit dem 29.10.2019 in U-Haft stecke, sein erstes Mal in Haft.
Das letzte Wort hatte Felix Reck. Einstudiert und wie ein kleines Kind erklärte er: „Ich hatte lange Zeit nachzudenken, ich weiß jetzt, dass das dumm war. Gewalt ist keine Lösung. Ich möchte in Zukunft straffrei leben.“
Bevor es zum Urteil kam, verstärkte die Thüringer BePo ihre Kräfte im Saal. Vier BePos und zwei Justizbeamte sicherten den Saal. Richter Spahn verkündete drei Jahre und vier Monate Haft. Er sah vier gefährliche Körperverletzungen, eine Körperverletzung, zwei vollendete Nötigungen, eine versuchte Nötigung, Sachbeschädigung und den Besitz von illegalen Sprengkörpern („La Bomba“) als erwiesen an.
Direkt zu Beginn der Begründung ging Spahn auf RA Kruppa ein, der immer wieder während der Begründung nickte. Man habe das „Theater“ mitbekommen, aber ausgeblendet. Er sprach davon, dass man in der Chronik sieht „wie der Herr Reck sich in seiner Kriminalität steigert“. Dass sich Betroffene bei der Nötigung nicht selber bei der Polizei meldeten, wertete er als „Schwelle [die noch nicht] überschritten [war], um die Polizei einzuschalten“. Bezüglich des Besitzes der Quarzsandhandschuhe während eines Angriffs sprach RA Spahn davon, dass Felix diese besaß und dies „gegenüber vieler Staatsangehöriger in diesem Gerichtssaal“ ungewöhnlich sei. Bei der Dichte an Neonazis im Raum wäre eine statistische Erhebung sicher spannend gewesen.
Die Einschüchterung von Zeugen bezeichnete Richter Spahn als „dicker Hund, wenn nach so einer Tat, Zeugen unter Druck gesetzt werden.“ Beim Angriff auf Jena-Fans in der Bowlingbahn verwies der Richter auf das linke Image der Zeiss-Fans, welches er wohl als Motivbegleitend betrachtete. „Dann fährt hier Herr Reck rein und verkloppt die Leute“, so seine Analyse zum Überfall.
Er verwies auf die Chatverläufe mit Eric Holzhey, dem er eine Tatbeteiligung beim Überfall zusprach, während dieser im Saal in der zweiten Reihe saß und sich einen abgrinsen konnte.
Die Störung der Totenruhe sah er im Falle der Grabschändung von Jana Georgi nicht als gegeben an und verwies auf einen fehlenden „öffentlichen Widmungsakt“, den es z.B. mit Grabmälern, Denkmäler, u.ä. offenbar gibt.
Die Körperverletzungsdelikte bezeichnete er als „menschenverachtende Skrupelosigkeit“. Das Ackermatch wurde von ihm zur „Sportart“ erklärt, bei dem es ein „Mitverschulden des Opfers“ gibt was Verletzungen angeht.
Richter Spahn sah eine Steigerung der Skrupelosigkeiten von Felix Reck, die „man möchte sagen, von Woche zu Woche“, stattfanden. Aufgrund des § 46 StGb, sah Richter Spahn hier Hasskriminalität, welche für eine höhere Strafe führte.
Die Verfahrenskosten, die Kosten der Nebenklage habe Felix Reck zu tragen. Der Haftbefehl wird aufrechterhalten. Damit ist einer der gefährlichsten Neonazis in Saalfeld weiter außer Gefecht gesetzt. Als die Neonazi-Unterstützer von Felix Reck das Gebäude verließen brandete unter den 50 Antifas Jubel auf, Sektkorken flogen in die Luft. Es ist anzunehmen, dass das Verfahren durch die Verteidigung in die nächste Instanz gebracht wird. Dies wäre dann das Landesgericht Gera. Bis dahin bleibt Felix Reck aber weiter in Haft.
Die Fotos unterstehen dem Copyright. Bei Verwendungen bitte eine Mail an soeren.kohlhuber@yahoo.de
3 Jahre und 4 Monate Haft für Felix Reck
Am sechsten Prozesstag bekam die Thüringer Polizei endlich die Trennung von Neonazis und Antifas. So wurden Absperrgitter aufgezogen und Akkreditierungen verteilt. Demzufolge bekamen 8 Freunde von Felix Reck, sowie eine kritische Prozessbeobachtung Plätze. Fünf weitere Plätze waren für zwei Journalisten belegt, einer davon für die OTZ. Der OTZ-Journalist durfte sein Tablet mitnehmen, der Rest musste elektronische Geräte abgeben.
Der Prozess ging mit 25 Minuten Verspätung los, u.a. verspätete er sich weil der Angeklagte zu spät ankam.
Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich 50 Antifaschist*innen zu einer Kundgebung.
An den anderen Prozesstagen standen Neonazis und Antifas gemeinsam an der Gerichtstür, es gab teils hitzige Wortgefechte und auch Schubsereien. Neonazis waren bereits morgens um 6 Uhr, also 3,5 Stunden vor Verhandlungsbeginn am Gerichtsgebäude, um sich Plätze im Saal zu sichern, nachdem sie beim letzten Mal leer ausgingen.
Felix Reck betrat den Gerichtssaal in einem schwarzen Adidas Trainingsanzug, Adidas Sneaker und rasiert. Als Shirt trug er wieder ein schwarzes Label23-Shirt. Er grinste in den Zuschauerraum, das erste Mal waren seine Freunde in der Überzahl. Vertreten wurde er heute nur von seinem Pflichtverteidiger Kruppa, der Neonazi-Anwalt Waldschmidt fehlte, da er ein anderes Verfahren beiwohnen musste.
Es wurden zwei Zeug*innen zu zwei Nötigungsvorwürfen gehört. Im ersten Fall beschrieb eine Zeugin wie Felix Reck und Eric Holzhey mit einem Auto an einen Antifaschisten und ihr vorbeifuhren, in einem Kreisverkehr wendeten und anschließend auf die beiden zufuhren. Reck stieg aus dem Auto, schubste den Antifaschisten auf eine Wiese und bedrohte ihn. Es kam zu einem verbalen Schlagabtausch, anschließend verließ Reck den Tatort.
Richter Spahn wiederholte einige Worte u.a., dass die Zeugin aussagte, Reck habe den Betroffenen auf die Wiese geschubst. RA Kruppa sagte, dies solle der Richter nicht sagen, sondern die Zeugin sollte aussagen. Wütend und laut fuhr Richter Spahn RA Kruppa an „Haben Sie den zugehört?“, „Sie gehen hier aggressiv dazwischen“, „Sie haben mich angeblafft“. Darauf entgegnete RA Kruppa: „Wenn sie das für anblaffen halten, haben sie mich noch nicht wirklich blaffen hören.“ Es war heute eine gereizte Stimmung. In seinen Fragen versucht RA Kruppa die Zeugin schlecht dastehen zu lassen, suggeriert vermeintliche Absprachen mit dem Betroffenen.
Anschließend kam ein weiterer Zeuge zu einer Nötigung vor dem Saalfelder Klubhaus. Der Zeuge ist dort als Sozialarbeiter angestellt und beschrieb die Situation, in der Felix Reck mit seinem KFZ auf zwei Antifaschisten zuhielt, die auf Pollern saßen und ihre Beine ruckartig wegzogen. RA Kruppa kritisierte bereits zu Beginn die Fragestellung von Richter Spahn, es kam zum Wortgefecht. Der Vater von Felix Reck rief aus dem Zuschauerraum zum Richter „Wichser“, was aber ungehört blieb. Nur Felix Reck hörte es. Wie bei einem anderen Prozesstag zischt er seinen Vater an, legt die Hand auf die Lippen und sagt „Vadda“.
Der Zeuge erkannte den Fahrer des Autos wieder, da er Felix Reck von einem Gespräch aus dem Jahr 2015 kannte. Damals, so der Zeuge, nahm Felix Reck am Neonaziaufmarsch am 01.05. in Saalfeld teil, lief in der ersten Reihe des schwarzen Blocks. Felix Reck hatte damals eine Partnerin, die aus der linken Szene stammt und daher konfrontierte der Sozialarbeiter diesen. Er sagte damals zu Felix Reck, dass wenn dieser mit der rechten Szene nicht breche, „wenn er wo weiter macht, landet er im Knast.“
RA Kruppa fragte nach dem Auto, ob es ein SUV, Kombi oder was auch immer ist. Der Zeuge entgegnete, „ich bin kein Autohändler, ich weiß nicht wie die Bezeichnungen sind.“ Bei der nächsten Frage, wie nah das Fahrzeug an die Poller fuhr, sagte der Zeuge: „Das ist nicht meine Aufgabe ihnen was zu erklären.“ RA Kruppa dazu: „Ja, meine auch nicht.“
Der Zeuge wurde gefragt, warum es lange keine Anzeige gab. Der Zeuge dazu: „Herr Reck ist bekannt als Mensch, der einschüchtert und Leuten Gewalt antut.“
Anschließend sollten Chat-Verläufe zwischen Felix Reck und Eric Holzhey thematisiert werden. Zum Angriff auf Jena-Fans in einer Bowlingbahn sprachen beide über eigene Verletzungen und Verletzungen von Jena-Fans. Die Hand-Verletzungen eines Jena-Fans kommentierte Felix Reck mit den Worten: „Wieder ein Leben zerstört.“
Auch seine Tat an der Gedenkstätte für die von einem Neonazi ermordete Jana Georgi wurde durch Chat-Nachrichten bekannt. So verschickte er ein Bild der Gedenkstätte, anschließend verschickte er eine Sprach- und/oder Textnachricht mit den Worten: „Ich habe die Scheiße da alles weggetreten.“
Zur Verlesung von Telefonaten aus einer TKÜ-Maßnahme gegen den Erfurter Hooligan Theo Weiland, der derzeit in U-Haft sitzt, wurde nicht gelesen. RA Kruppa beanstandete diese, da er laut den Akten nicht prüfen kann, ob die TKÜ rechtmäßig war. Die TKÜ-Maßnahme fand im Rahmen eines 129er StGb-Verfahren gegen die Hooligangruppe „Jungsturm Erfurt“ statt. Während dieser Maßnahme telefonierte Theo Weiland mit Felix Reck, welcher bereits in U-Haft saß. In dem Telefonat ging es u.a. um Absprachen für ein Alibi bezogen auf einen Angriff Erfurter Hooligans auf Fans des FC Carl Zeiss Jena am Bhf Saalfeld.
Auch das soziale Leben von Felix Reck wurde beleuchtet, darunter sechs Vorstrafen aus der Zeit 2014 bis 2017. Sachbeschädigungen, Diebstahl, Nötigung, Widerstand gg Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Verstoß gegen das Vermummungsverbot. In zwei Fällen bekam er Geld- und Arbeitsauflagen, in einem Fall eine Geldstrafe, in drei weiteren Fällen „richterliche Weisungen“. Man ging auch auf seinen privaten Werdegang ein, so lebt er seit seinem fünften Lebensjahr bei seinem Vater, zur Mutter gibt es keinen Kontakt. Mit dem Vater soll es zu „regelmäßigen handfesten Konflikten kommen“. Nach einer erfolgreichen Ausbildung 2017 wurde er anderthalb Jahre später „betriebsbedingt“ gekündigt. Seitdem lebte er vom Geld seines Vaters bzw. arbeitete er gelegentlich als Security.
Nachdem Staatsanwaltschaft und Gericht erklärten, dass mehrere der 15 Verfahren gegen Reck eingestellt werden würden, überlegte RA Kruppa, ob er nach der geschlossenen Beweisaufnahme einen Antrag stellen würde auf Unterbrechung oder Vertagung der Verhandlung. Richter Spahn kommentierte dies höhnisch: „Ich lache mich tot Herr Kruppa.“ Anschließend billigte Richter Spahn eine Pause von 10 Minuten zur abschließenden Vorbereitung der Plädoyers. Ohne Antrag von RA Kruppa ging es in die langen Plädoyers, bei der jeder Fall bedacht wurde. Dabei lief Staatsanwalt Knoblauch eine Extremismus-Strategie. Er lobte den Neonazi RA Waldschmidt, dass dieser „akribisch herausgearbeitet hat, dass es [in Saalfeld] auch Linke gibt, die Straftaten begehen.“ Primär ging es dabei um Sprühereien mit „Kill Reck“, „Fuck Reck“, usw. Daneben gab es mindestens einen Übergriff auf Felix Reck persönlich, sowie einen auf sein Fahrzeug bei der ein vierstelliger Sachschaden entstand. Auch beschrieb der Staatsanwalt, dass es im Rahmen von Fußballübergriffen, auch zu einem ihm bekannten Überfall auf einen einzelnen Erfurt-Fan in Bad Blankenburg gekommen sein soll. Dies kommentierte er mit den Worten: „Das sind Vorfälle, die auch nicht in Ordnung sind“.
Bei den Vorwürfen der Nötigung verwies der StaAnw darauf, dass die Einschüchterung, z.B. ggü Zeugen entscheidend war, dass sich diese tw. Als selber Betroffene nicht für eine Anzeige entschieden. Dabei muss aus der Androhung von Übergriffen keine Tat erfolgen, er verglich es mit dem Auffahren von Fahrzeugen im Stadtverkehr, wobei die auffahrende Person keinen Unfall will, aber damit droht und dies als Nötigung gewertet wird. Bei einer Bedrohung eines Zeugen verwies der StaAnw auf die „körperliche Physis“ von Felix Reck, welche einschüchternd wirkt.
Beim Überfall von Erfurter Hooligans auf Jena-Fans am Bhf Saalfeld konnte Reck keine direkte Tatbeteiligung nachgewiesen werden. Der StaAnw sah aber eine gemeinschaftliche Tat als erwiesen an, selbst wenn Reck nicht in der eigentlichen Gruppe, sondern einer zweiten Gruppe im Hintergrund anwesend war. Die Anwesenheit von Reck sah er als erwiesen an.
Die Körperverletzungsdelikte sah der StaAnw als „lebensbedrohliche Handlung“ an, verwies auf das Video mit dem Ackermatch zwischen Hooligans aus Erfurt und der SGE Frankfurt. In dem Video sieht man Reck mehrfach sog. „Hammerschläge“ und Ellenbogenschläge auf Kopf und Oberkörper durchführen. Dies sind auch die Schläge, welche Zeug*innen und Betroffene berichteten.
Spannend wurden die Ausführungen des StaAnw zur vermeintlichen Störung der Totenruhe an der Gedenkstätte für Jana Georgi. So sieht das Gesetz und auch die Kommentierung nur ein Denkmal als ein solchen Ort vor, den man stören kann, doch verwies er auf „Gruppen in diesem Land“, die ihr Gedenken mit temporären Orten „Grafittis an Garagen“ und eben Kerzen durchführen. Er äußerte verfassungsrechtliche Bedenken was die Auslegung des Gesetzes-Textes angeht und plädierte somit dafür, dass auch temporäre antifaschistische Gedenkstätten unter als Denkmäler gezählt werden.
Zum Ackermatch verwies er auf das „Elbflorenz“-Urteil des BGH wonach zwar eine Körperverletzung mit Zustimmung erfolgen kann, aber nicht vor Straffreiheit schützt. Das BGH geht davon aus, dass aufgrund der Vielzahl an Übergriffen während der Aktion keine Einwilligung möglich sei und somit dies als „Beteiligung einer Schlägerei“ (StGb 231) und Körperverletzung (StGb 223) gewertet bleibt.
Mehrfach, auch in Hinblick auf die anderen Fälle verwies der StaAnw auf den §46 StGb. Er sah in den Tathandlungen „Menschenverachtende Motive“, da die Betroffenen „Opfer wurden, weil sie in den Augen des Täters für etwas stehen, ihnen das individuelle abgesprochen“ wurde. Somit handelte es sich für ihn um Hasskriminalität gegen Linke und konkurrierende Fußballfans.
Beim Überfall auf Jena-Fans am Bhf Saalfeld sah er ebenfalls diese Motive. Explizit sagte er, Fußball-Fan sein sei „kein Verhalten in unserer Gesellschaft, um Opfer zu werden.“ Dabei klammerte er aber die Jenaer Ultra-Gruppe „iena Branco“ aus, denen der Angriff eigentlich golt.
Zum Überfall auf einen Antifaschisten vor einer Kneipe äußerte er, „das ein Mensch in Saalfeld nicht vor eine Gaststätte treten darf, keinen Übergriff erleben muss, nur weil er Links ist. Das geht nicht.“ Er sah es offenbar als erwiesen an, dass der Angriff eine Vorgeschichte hatte, nämlich die Angriffe auf Reck selber. Dazu sagte er nur, dass Neonazis sich an Polizei und Staat wenden sollen, wenn sie Opfer von Antifas werden. Hintergrund ist ein Übergriff auf Reck, bei dem er die Namen der Täter wusste, diese gegenüber en Behörden nicht nannte und ohne Täter das Verfahren eingestellt wurde, was wiederrum RA Kruppa bemängelte. Dass es durchaus zu Verurteilungen gegen Antifas in der Region kommt, zeigte auch der StaAnw an und verwies auf einen Überfall von Antifas auf einen Anhänger der Thügida-Bewegung 2017 im Kontext eines rechten Aufmarsches in Saalfeld.
Beim Überfall auf Jena-Fans in einer Bowlingbahn verwies er u.a. auf Minderjährige, die angegriffen wurden. Er bemängelte allerdings die „merkwürdigen Aussagen“ der Betroffenen. „Was das mit Fußball zu zun hat, wissen nur die Beteiligten“, war sein abschließendes Statement.
Da das Amtsgericht nur zu maximal vier Jahren Haft verurteilen kann, entschied sich der Staatsanwalt drei Jahre und 10 Monate zu fordern. Gleichzeitig beantragte er den Haftbefehl nicht aufzuheben, da Verdunklungsgefahr bestehen würde.
Nachdem StaAnw kam das Plädoyer der Nebenklagevertretung RA Pietrzyk. Diese schloss sich überwiegend dem an was der StaAnw forderte und sagte, wollte aber noch den gesellschaftlichen Kontext des Verfahrens und der Taten von Reck herausheben. Sie sprach davon, dass die Taten im Rahmen der Agende als „klassische hegemoniale Taten der rechten Szene“ zu verstehen sind. Sie setzte die Tat in ein gesellschaftlichen Kontext mit anderen rechten Taten u.a. dem NSU, was zu Getuschel unter den Neonazis führte. Auch diese wurden direkt von ihr angesprochen. Sie verwies auf anwesende Neonazis, die im Ballstädt-Verfahren angeklagt waren, sowie einem Pseudo-Neonazi mit Selbstdarstellungsdrang und Gewaltaffinität aus Eisenach, welchen sie namentlich erwähnte. Im Saal saß ebenfalls Eric Holzhey, der bei mehreren der Gewalttaten anwesend war und u.a. mich am fünften Prozesstag bedrohte.
Laut der Nebenklage müssen die Taten des Täters nicht individuell betrachtet werden, sondern im Kontext seines Weltbildes. RA Kruppa lachte, was die Nebenklagevertreterin damit kommentierte, dass er lachen könne, da „sie als weißer Mann nicht zur Opfergruppe ihres Mandanten gehören“.
RA Kruppa, der heute weitaus aggressiver wirkte, als in den ersten Verhandlungstagen fing sein Plädoyer damit an, gegen antifaschistische Intervention zu agitieren. So sagte er, das Gericht solle sich nicht vom „Theater der Nebenklage, der Linken Szene, der Antifa“ beeinflussen lassen und es wären Frechheiten wie ein Livebericht aus dem Gerichtssaal und das Reck im Internet Taten zur Last gelegt, für die er nicht verurteilt wurde. Er wurde sofort schlecht, verwies auf das Alter von Felix Reck, 23, dass die „Haft nicht spurlos an ihm vorbeigegangen ist“ bzw. „beeindruckt“ hat. Er verwies auf vermeintliche Einschüchterungen gegen Reck durch Antifas, welche die Übergriffe wohl erklären sollten. Reck wollte den Betroffenen „nur mal eine Abreibung verpassen“. Die benutzten Quarzsandhandschuhe wertete er nicht als Waffen oder Werkzeug, dabei hat das BGH 2012 entschieden, dass Quarzsandhandschuhe sehr wohl als gefährliches Werkzeug im Sinne des StGb 224 zu sehen sind. Für RA Kruppa war nicht erwiesen, dass Reck die Handschuhe im Falle des Übergriffs auf den Antifaschisten nutzte, auch wenn sie unter seinem Sitz im Auto lagen. Grund: Er hatte frische Wunden an der Hand und auf den Handschuhen fand man keine DANN-Spuren etc.
Im Gegensatz zur StaAnw sah RA Kruppa keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Dies machte er u.a. daran fest, dass es nur wenige Schläge in kurzer Zeit waren. Dabei ist die Anzahl oder die Wucht nicht entscheidend. Verweisen möchte ich an dieser an Hartmut Balzke, der von einem Neonazi am 25.01.2003 in Erfurt mit einem wuchtigen Schlag zu Boden gebracht wurde. Balzke landete auf den Hinterkopf und verstarb wenig später an den Verletzungen.
Beim Ackermatch versuchte sich RA Kruppa in einem differenzierten Bild. So habe Reck „nicht nur ausgeteilt, sondern auch massiv eingesteckt.“ Auch gab er an, dass eine Einwilligung zur Körperverletzung durchaus möglich ist und straffrei bleibt, z.B. wenn man eine Impfung beim Arzt bekäme. Er glaubte nicht, dass Betroffene Angst vor Felix Reck haben, sagte, dies sei „blödsinn“. Stattdessen sah er einen „Belastungseifer der Antifaszene“, welche er laut Augenzeugen früher selber in Teilen als Anwalt vertreten hatte.
Er plädierte auf 1 Jahr und 2 Monate Haft, der Aufhebung des Haftbefehls, da Reck seine Taten bereits länger zurück liegen würden, er geständig war, die Verletzungen nicht gravierend und er seit dem 29.10.2019 in U-Haft stecke, sein erstes Mal in Haft.
Das letzte Wort hatte Felix Reck. Einstudiert und wie ein kleines Kind erklärte er: „Ich hatte lange Zeit nachzudenken, ich weiß jetzt, dass das dumm war. Gewalt ist keine Lösung. Ich möchte in Zukunft straffrei leben.“
Bevor es zum Urteil kam, verstärkte die Thüringer BePo ihre Kräfte im Saal. Vier BePos und zwei Justizbeamte sicherten den Saal. Richter Spahn verkündete drei Jahre und vier Monate Haft. Er sah vier gefährliche Körperverletzungen, eine Körperverletzung, zwei vollendete Nötigungen, eine versuchte Nötigung, Sachbeschädigung und den Besitz von illegalen Sprengkörpern („La Bomba“) als erwiesen an.
Direkt zu Beginn der Begründung ging Spahn auf RA Kruppa ein, der immer wieder während der Begründung nickte. Man habe das „Theater“ mitbekommen, aber ausgeblendet. Er sprach davon, dass man in der Chronik sieht „wie der Herr Reck sich in seiner Kriminalität steigert“. Dass sich Betroffene bei der Nötigung nicht selber bei der Polizei meldeten, wertete er als „Schwelle [die noch nicht] überschritten [war], um die Polizei einzuschalten“. Bezüglich des Besitzes der Quarzsandhandschuhe während eines Angriffs sprach RA Spahn davon, dass Felix diese besaß und dies „gegenüber vieler Staatsangehöriger in diesem Gerichtssaal“ ungewöhnlich sei. Bei der Dichte an Neonazis im Raum wäre eine statistische Erhebung sicher spannend gewesen.
Die Einschüchterung von Zeugen bezeichnete Richter Spahn als „dicker Hund, wenn nach so einer Tat, Zeugen unter Druck gesetzt werden.“ Beim Angriff auf Jena-Fans in der Bowlingbahn verwies der Richter auf das linke Image der Zeiss-Fans, welches er wohl als Motivbegleitend betrachtete. „Dann fährt hier Herr Reck rein und verkloppt die Leute“, so seine Analyse zum Überfall.
Er verwies auf die Chatverläufe mit Eric Holzhey, dem er eine Tatbeteiligung beim Überfall zusprach, während dieser im Saal in der zweiten Reihe saß und sich einen abgrinsen konnte.
Die Störung der Totenruhe sah er im Falle der Grabschändung von Jana Georgi nicht als gegeben an und verwies auf einen fehlenden „öffentlichen Widmungsakt“, den es z.B. mit Grabmälern, Denkmäler, u.ä. offenbar gibt.
Die Körperverletzungsdelikte bezeichnete er als „menschenverachtende Skrupelosigkeit“. Das Ackermatch wurde von ihm zur „Sportart“ erklärt, bei dem es ein „Mitverschulden des Opfers“ gibt was Verletzungen angeht.
Richter Spahn sah eine Steigerung der Skrupelosigkeiten von Felix Reck, die „man möchte sagen, von Woche zu Woche“, stattfanden. Aufgrund des § 46 StGb, sah Richter Spahn hier Hasskriminalität, welche für eine höhere Strafe führte.
Die Verfahrenskosten, die Kosten der Nebenklage habe Felix Reck zu tragen. Der Haftbefehl wird aufrechterhalten. Damit ist einer der gefährlichsten Neonazis in Saalfeld weiter außer Gefecht gesetzt. Als die Neonazi-Unterstützer von Felix Reck das Gebäude verließen brandete unter den 50 Antifas Jubel auf, Sektkorken flogen in die Luft. Es ist anzunehmen, dass das Verfahren durch die Verteidigung in die nächste Instanz gebracht wird. Dies wäre dann das Landesgericht Gera. Bis dahin bleibt Felix Reck aber weiter in Haft.
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Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.
Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.
Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.
Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.
Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.
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Fundamentalistisch-christlicher „Marsch für das Leben“ stundenlang blockiert
Anhänger der Neuen Rechten, Konservative und Evangelikale marschieren alljährlich neben fanatisierten, christlichen Splittergruppen gegen Abtreibungen, Sterbehilfe und Präimplantationsdiagnostik (PID). Beobachter werfen den im Verband organisierten Gruppen ein nationalistisches, völkisches und antifeministisches Weltbild vor. Dazu gesellen sich jährlich AfD-Politiker und Grußworte von CDU/CSU-Spitzenpolitikern, die den „Marsch“ in der Mitte salonfähig machen.
Rund 5.000 Personen zogen am Samstag schweigend durch Berlin. Damit stagnierte die Teilnehmerzahl, die in den Jahren zuvor noch stetig gewachsen war. Nach einer Auftaktkundgebung vor dem Kanzleramt setzte sich der vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) veranstaltete Marsch für das Leben in Bewegung, dessen Teilnehmer das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen, aber auch jeder Form von Sterbehilfe forderten. Das Motto der Veranstaltung lautete »Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie!«. Auf der Kundgebung sprach Weihbischof Matthias Heinrich als Vertreter des Erzbistums Berlin und übermittelte die Grüße des neuen Erzbischofs der Hauptstadt, Heiner Koch, der ebenfalls am Samstag in sein Amt eingeführt wurde.
Über die Teilnahme verschiedener Bischöfe herrschte große Euphorie unter den Besuchern der Veranstaltung, die bereits zum elften Mal stattfand. Die bisherige Abwesenheit des religiösen Führungspersonals war im Vorfeld heftig beklagt worden. Auf mehreren Schildern wurde eine »Willkommenskultur für Ungeborene« gefordert. Die Kopplung der Themen Hilfe für Flüchtlinge und Ablehnung von Abtreibungen war offenkundig auch dem BVL Programm: Dessen Vorsitzender Martin Lohmann erklärte, Deutschland brauche eine »echte und glaubwürdige Willkommenskultur«, die »Flüchtlinge, Alte und Nichtgeborene« einbeziehe.
Beatrix von Storch, Europaabgeordnete der Alternative für Deutschland, die schon in den Vorjahren teilgenommen hatte, lief dieses Mal in der ersten Reihe mit.
Der Prozession der Abtreibungsgegner stellten sich zwei Bündnisse entgegen, die zu Demonstrationen aufgerufen hatten. Beide wandten sich gegen ein reaktionäres Frauen- und Familienbild. Laut Polizei nahmen insgesamt etwa 1.700 Menschen an den Gegenprotesten teil.
Das linksradikale und queerfeministische Bündnis "What the fuck" gab an, ihre Demonstration sei am Anhalter Bahnhof mit 2.000 Teilnehmern gestartet. Das linksfeministische "Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung" konnte vom Brandenburger Tor zum Gendarmenmarkt mobilisieren. Dort trafen beide Züge zusammen.
»What the fuck« hatte explizit dazu aufgerufen, den Marsch der Abtreibungsgegner zu blockieren. Dies konnte die Polizei auch mit rund 900 eingesetzten Beamten nicht verhindern. So wurde die Strecke der »Lebensschützer« stark verkürzt. Statt über den Potsdamer Platz und die Leipziger Straße wurden sie nördlich um das Brandenburger Tor herum und Unter den Linden entlanggeführt. Zwischen Charlottenstraße und Humboldt-Universität kam es zu mehreren hartnäckigen Blockaden, die den Marsch für gut zwei Stunden zum Stehen brachten.
Die teils brutalen Straßenräumungen begleiteten die Demonstranten mit lautstarken »Wo wart ihr in Heidenau?«-Rufen. Die Abtreibungsgegner wurden auf den letzten paar hundert Metern von einer Sambaband und Rufen wie »Wir sind die Perversen, wir sind euch auf den Fersen« oder »Wir klatschen laut Applaus, die Deutschen sterben aus« begleitet. Die Polizei ging mit massiven Einsatz von körperlicher Gewalt gegen die Blockierer vor. Bei den Auseinandersetzungen wurden zahlreiche Personen auf beiden Seiten verletzt, mindestens 28 Gegendemonstranten wurden vorläufig festgenommen.
Die Teilnehmer der „Marsch für das Leben“ Demo – zogen nach der Auflösung der Blockaden im Regen bis zu ihrem Abschlussort am Lustgarten – begleitet von den „Mittelalter, Mittelalter“-Rufen der Gegendemonstranten. Ein Gottesdienst im Dom wurde auch diesmal nicht ermöglicht. Zeitweise brachten Gegendemonstranten Banner an der Kuppel des Berliner Domes an. Zuvor hatten FEMEN-Aktivisten dort protestiert, wurden allerdings von der Polizei angehalten, diesen Protest zu beenden.
hinzugezogene Quellen:
www.vice.com/de/article/av8zze/aktivisten-machen-abtreibu...
web.archive.org/web/20151003034001/http://www.jungewelt.d...
www.sueddeutsche.de/panorama/abtreibungsgegner-marsch-fue...
www.nd-aktuell.de/artikel/985095.reaktionaerer-lebensschu...
www.belltower.news/lebensschutz-vs-anti-choice-samstag-ma...
web.archive.org/web/20180320143550/https://www.bz-berlin....
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Stand: September 2015
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Wholecar
Bezeichnung für einen einzelnen Zugwaggon, dessen komplette Höhe und Länge mit Graffiti in einer Aktion bemalt wurde. In den meisten Fällen wird nur eine Waggonseite besprüht. Meistens teilen sich mehrere Writer die Arbeit an einem Zug; besprüht jedoch ein Writer einen Waggon allein, so spricht man von einem One-Man-Wholecar. Wholecars finden in der Writing-Szene hohes Ansehen. Für Fahrgäste und Verkehrsbetriebe ist diese Art von Besprühung auf Zügen sehr unangenehm, da durch die komplette Lackierung der Waggon verdunkelt wird.
Wholetrain
Bezeichnung für einen Zug, dessen Waggons von oben bis unten in einer Aktion bemalt wurden. Im Gegensatz zum Wholecar, besteht ein Wholetrain aus mehreren einzelnen Wholecars. Bei einem Wholetrain müssen wirklich alle Waggons (zumindest auf einer Seite) bemalt sein.
Bombing
Schnelles, auf Quantität ausgelegtes, illegales Sprühen; auch Bezeichnung für ein wenig aufwändiges (meistens chrom-schwarz) Piece (siehe auch Quickpiece, Silverpiece, Throw-up)
Trainbombing / Trainwriting
Allgemeine Bezeichnung für das Besprühen von Zügen.
Boss
Sicherheitsbeauftragter von Nahverkehrsbetrieben.
Botten
Schnelles Verlassen des Spots beim Sprühen.
Bust/gebustet werden
Das Auffassen eines Writers durch die Polizei.
Checker
Sicherheitsbeauftragte privater Firmen; auch Bezeichnung für eine Person, die vor dem Malen für andere Writer überprüft, ob eben solche, oder auch Polizei oder Putzer zugegen sind, die einen beim Besprühen diverser Objekte stören könnten.
Comment
Ein Comment ist ein neben oder in das Bild gesprühtes Statement oder ein Gruß (Fuck Police, One Love World Wide etc.).
Crew
Zusammenschluss von Writern die zusammen sprühen. Die Namen der Crews werden meistens mit mehreren Buchstaben abgekürzt z. B. SUK (Stick up Kids), UA (United Artists). Es finden auch Zahlen Verwendung als Gruppeninitial, z. B. der Postleitzahl des bewohnten oder repräsentierten Gebiets entnommen. Die Mitglieder einer Crew erhöhen deren Bekanntheitsgrad, indem sie das Crewkürzel ähnlich wie ihr eigenes Pseudonym in Bildern verarbeiten. Da mehrere Personen das gleiche Kürzel malen, kann ein höherer Bekanntheitsgrad erreicht werden.
End to End (auch „end2end“ oder „e2e“)
Zugbild, das sich über die Gesamtlänge eines Waggons erstreckt, aber nicht über die komplette Höhe (s. Wholetrain).
scouten
Für einen anderen Writer "Wache halten".
Spot (Platz/Stelle)
Explizit ausgewählte Orte, die zum Malen eines Bildes geeignet sind/wären.
Tag [tæg] (engl. tag ‚Markierung‘, ‚Etikett‘, ‚Schild‘)
Signaturkürzel, welches das Pseudonym eines Writers darstellt. Gilt als die Urform des sich daraus entwickelten Piece. Häufig als "Unterschrift" unter gesprühten Bildern zu finden, gilt aber auch in der jugendlichen Gang-Kultur als territoriale Markierung. Zum Anbringen der Tags werden neben der Sprühdose oft auch wasserfeste Stifte benutzt. Tags können allerdings auch genauso gut mit Malerrollen oder anderen Utensilien angebracht werden. Auch das Einritzen des Pseudonyms, was der Urform von Graffiti entspricht, ist üblich (siehe Scratching). Vorrangiges Ziel ist es, einen guten und innovativen Style zu haben, sekundäres Ziel, in einer Stadt, einem Bezirk oder einer Gegend, möglichst präsent zu sein. Dadurch entsteht eine Art von Wettkampfkultur. Das Übersprühen fremder Tags – auch Crossen genannt – wird als Beleidigung angesehen. Besonders in der Bandensubkultur der Vereinigten Staaten dienen Tags zur Markierung des Territoriums einer Straßengang. Sprüher der Writing-Bewegung versuchen in der Regel hingegen, ihren Namen überall zu verbreiten, nicht nur in einem begrenzten Gebiet. Auch Ultras markieren manchmal Orte auf ähnliche Weise. Vorläufer von Tags gab es, wie das Beispiel des Beamten Joseph Kyselak zeigt, bereits im Biedermeier.
taggen
Die Ausführung eines Tags.
Yard / Train-Yard
Gelände, auf dem Züge oder U-/S-Bahnen abgestellt werden, meistens zur Reinigung und Wartung.
Am Abend des 16.08.2017 haben in Berlin über 200 Menschen an einer Kundgebung zur Erinnerung an Heather Heyer beteiligt. Die 32 Jahre alte Heather wurde am vergangenen Samstag in Charlottesville, Virgina von einem Neonazi ermordet, nachdem dieser mit seinem Fahrzeug absichtlich in eine Menschenmenge gerast ist. Während 19 Menschen zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen erlitten, starb Heather an den Folgen ihrer schweren Verletzungen. Der 20jährige Täter soll mit der sogenannten rechten Alt-Right-Bewegung sympathisiert haben und zuvor an der gewaltsamen neonazistischen „Unite the Right“ Aufmarsch teilgenommen haben. Dementsprechend richtete sich der Protest gegen Neonazis, Rassismus, Rechtspopulismus und Intoleranz. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Über 200 Menschen sind am 16. August 2017 in Berlin auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus, Neonazis und Intoleranz zu demonstrieren. Anlass für den Protest sind brutalen Übergriffe und Attacken auf antirassistische Demonstranten am vergangenen Wochenende in Charlottesville, Virgina. Dabei fuhr ein Neonazi mit seinem Auto absichtlich mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Gegendemonstranten und tötete dabei die 32jährige Heather Heyer. 19 weitere Personen erlitten zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen. Anschließend floh der Täter vom Tatort, jedoch konnte die Polizei das Fahrzeug mehrere Blocks entfernt stoppen und den Fahrer festnehmen. Es soll sich um den 20-jährigen James Alex Fields, Jr. aus Maumee (Ohio) handeln. Ihm wird „Mord mit bedingtem Vorsatz, vorsätzliche Körperverletzung und Flucht von einem Unfall mit Todesfolge“ vorgeworfen.
Die 32 Jahre alte Heather hatte als Anwaltsgehilfin für die Kanzlei Miller Law in Virgina gearbeitet. An der Demonstration habe sie teilgenommen, um eine klare Botschaft an Neo-Nazis und Ku-Klux-Klan-Sympathisanten zu senden. Freunde starteten nach Heyers tragischem Tod eine Crowdfunding Kampagne, um Geld für ihre Familie zu sammeln. Innerhalb weniger Stunden spendeten fast 3.000 Menschen insgesamt 225.000 Dollar und hinterließen unterstützende Kommentare. Nicht wenige bezeichneten Heyer dabei als „Heldin, die nicht umsonst starb“.
In mehreren Redebeiträgen wurden die Aussagen des US-Präsident Donald Trump heftig kritisiert. Insbesondere deswegen, weil er die Neonazis der White-Supremacy-Bewegung nicht explizit verurteilte. Er hatte zunächst allgemein Hass und Fanatismus auf "vielen Seiten" angeprangert. Erst am Montag distanzierte Trump sich dann doch ausdrücklich von Neonazis und kritisierte konkret Gruppen wie den Ku-Klux-Klan (KKK) sowie Neonazis, um jedoch zwei Tage später wieder zurück zu rudern. So forderte Trump stärker zu differenzieren, denn „nicht Teilnehmer des Marsches waren Neonazis und nicht alle von ihnen Vertreter der Überzeugung einer weißen Vorherrschaft". Trumps Aussagen waren die Fortsetzung seines Zickzackkurses, den er nach den Ausschreitungen von Charlottesville eingeschlagen hat.
Zu dem heutigen Protest heutigen unter dem Motto „Berlin Stands with Charlottesville“ hatte unter anderem das Aktionsbündnis „The Coalition“ aufgerufen. Hierbei handelt es sich um ein Zusammenschluss diverser Gruppen, zu denen unter anderem auch die „American Voices Abroad Berlin“, die Linke Internationals“, Women United, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V., Pussy Grabs Back!, RAZEM Berlin sowie die Salaam-Schalom Initiative gehören. Die Demonstranten versammelten sich am frühen Abend auf dem Pariser Platz zur Gedenkkundgebung. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Hintergrund:
Zu dem Aufmarsch am vergangenen Wochenende aufgerufen hatte neben dem Ku Klux Klan (KKK) auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und Amerikas Präsident Donald Trump unterstützt. Anlass für die Kundgebung unter dem Motto "Unite the Right" (dt. „Vereinigt die Rechte“) war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-General Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen. Die Konföderierten kämpften unter anderem für den Fortbestand der Sklaverei. Die Stadt Charlottesville ist heute überwiegend demokratisch geprägt.
Wohl deshalb war die Universitätsstadt ein besonderes Ziel der rechten Demonstranten, denn bereits in der Nacht zu Samstag sind mehrere hundert rechte Demonstranten mit Fackeln durch die Stadt marschiert. An beiden Protesttagen kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den schwerbewaffneten Neonazis und Gegendemonstranten. Dabei wurden rund 40 Menschen verletzt. Bei einem Absturz eines Polizeihubschraubers, aus dem die Proteste aus der Luft beobachtet worden waren, starben zwei Polizisten. Die Absturzursache ist bisher nicht bekannt.
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Vielen Dank / Thanks!
PM Cheung Photography
Stand: Juli 2016
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Unfortunately i forgot to take note of the technical details, the date and the owner of the work.
Andy Warhol zählt zu den bekanntesten und meistdiskutierten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts. Während seine Werke von Konsumgütern und berühmten Persönlichkeiten weite Verbreitung fanden, bekam ein Thema, das sich bereits seit den späten 1940er-Jahren und bis zu seinem frühen Tod in 1987 wiederfindet, wenig Beachtung: Warhols kontinuierliche Suche nach einer Bildfindung für sein (meist männliches) Schönheitsideal und Begehren. Die Neue Nationalgalerie stellt nun zum ersten Mal einen großen Überblick zusammen, der sich thematisch auf diesen zentralen Aspekt in Warhols verschiedenen Schaffensphasen konzentriert. Mit mehr als 300 Werken, Gemälden, Drucken, Zeichnungen, Fotografien, Polaroids, Filmen und Collagen ermöglicht die Ausstellung in der oberen Halle ein umfassendes und inklusives Verständnis des Künstlers Andy Warhol, der zu Lebzeiten nie ein wirkliches „Coming-out“ hatte.
Von Warhols frühen Zeichnungen über die Screen-Tests und Filme der 1960er-Jahre, die Torso Gemälde der 1970er-Jahre bis hin zu seiner künstlerischen Zusammenarbeit mit Jean-Michel Basquiat in den 1980er-Jahren, und unzähligen Fotografien, erforscht er auf herausfordernde Weise körperliche Schönheit und Schwächen, Zerbrechlichkeit und Stärke sowie seine eigene Vielfalt und Fluidität in Form von vielen Selbstporträts. Zu seinen Lebzeiten wurden seine expliziten Körperdarstellungen teils als unmoralisch, pervers oder sogar als pornografisch und illegal angesehen. Daher erhielten viele dieser Werke wenig Sichtbarkeit in der Kunstwelt und wurden nie einer größeren Öffentlichkeit bekannt.
Der Titel der Ausstellung „Andy Warhol: Velvet Rage and Beauty“ ist eine Hommage an das Buch The Velvet Rage (2005), in dem der Autor Alan Downs das Gefühl beschreibt, als homosexueller Mann in einer heterosexuell dominierten Welt aufzuwachsen und zu leben. Warhol starb 1987 im Alter von nur 58 Jahren. Er hinterließ ein komplexes Werk, das nachfolgende Generationen von Künstler*innen beeinflusste, erfuhr aber zu Lebzeiten nie die offene Akzeptanz um sich diesem spezifischen Aspekt seines Werks zu widmen. Während diese Queerness heute wieder in zahlreichen Gesellschaften gefährdet scheint, nimmt die Ausstellung in Berlin im Jahr 2024 die Chance wahr, diese ausdrucksstarken Werke zum ersten und hoffentlich nicht zum letzten Mal zu versammeln.
Hinweis: Die Ausstellung zeigt sehr explizit Nacktheit und Sexualität sowie vielfältige Darstellungen von Gender und Körpern. (Entsprechend den Flickr-Regeln werde ich solche expliziten Bilder nicht posten können - riesebusch).
www.smb.museum/museen-einrichtungen/neue-nationalgalerie/...
Andy Warhol is arguably one of the most widely known and discussed artists of the twentieth century. While his depictions of consumer products and celebrities became household famous, there is a newly identified red thread through his career, starting in the late 1940s until his untimely death in the 1980s: a continuous searching to visualize his ideal of beauty, mostly male beauty, finding form and creating lasting images of what Warhol desired. Neue Nationalgalerie is for the first time putting together a large survey focused on Warhol’s search for a certain ideal beauty and shows that it is a central aspect and red thread throughout the artist’s different production phases and stages of career, from the 1940s to the 1980s. Bringing together more than 300 works, paintings, prints, drawings, photographs, Polaroids, films and collages, the exhibition allows an expansive and inclusive insight into a Warhol, that during his lifetime never had a real “coming-out”.
From the early drawings to his screen tests and films in 1960s, the torso paintings in the 1970s, through his collaborations with Jean-Michel Basquiat in 1980s, and countless photographs throughout all periods, there is a constant exploration to express this ideal and quest for beauty. When one looks closely and deeply at Warhol’s work, it becomes apparent that his artistic practice is intimately engaged with the body. In all mediums, he provocatively explores the body’s beauty and flaws, fragility and strength, as well as his own insecurities and torments in many self-portraits. During his lifetime many of these works on the human body were either considered inappropriate, immoral, deviant – or even pornographic or illegal. As a result, many of these works received little exposure in the art world and never became known to a wider public.
The exhibition "Andy Warhol: Velvet Rage and Beauty" takes its title as an homage to the book The Velvet Rage (2005) by Alan Downs that describes how it feels to grow up and live as a gay man in a predominantly straight world. Warhol died in 1987 at the age of only fifty-eight. He left an incredibly complex and influential body of work, but during his lifetime never experienced the open acceptance that we now have to look at these specific bodies of work. As this openness to queerness seems at risk again today through changes in so many societies, the exhibition takes on Berlin in 2024 as a window of opportunity, to bring these works together for the first and hopefully not for the last time.
Note: This exhibition features very explicit nudity, sexual content, and diverse representations of gender and the body.
(According to Flickr rules, I won't be able to post such explicit pictures - riesebusch).
www.smb.museum/en/museums-institutions/neue-nationalgaler...
Am Abend des 16.08.2017 haben in Berlin über 200 Menschen an einer Kundgebung zur Erinnerung an Heather Heyer beteiligt. Die 32 Jahre alte Heather wurde am vergangenen Samstag in Charlottesville, Virgina von einem Neonazi ermordet, nachdem dieser mit seinem Fahrzeug absichtlich in eine Menschenmenge gerast ist. Während 19 Menschen zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen erlitten, starb Heather an den Folgen ihrer schweren Verletzungen. Der 20jährige Täter soll mit der sogenannten rechten Alt-Right-Bewegung sympathisiert haben und zuvor an der gewaltsamen neonazistischen „Unite the Right“ Aufmarsch teilgenommen haben. Dementsprechend richtete sich der Protest gegen Neonazis, Rassismus, Rechtspopulismus und Intoleranz. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Über 200 Menschen sind am 16. August 2017 in Berlin auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus, Neonazis und Intoleranz zu demonstrieren. Anlass für den Protest sind brutalen Übergriffe und Attacken auf antirassistische Demonstranten am vergangenen Wochenende in Charlottesville, Virgina. Dabei fuhr ein Neonazi mit seinem Auto absichtlich mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Gegendemonstranten und tötete dabei die 32jährige Heather Heyer. 19 weitere Personen erlitten zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen. Anschließend floh der Täter vom Tatort, jedoch konnte die Polizei das Fahrzeug mehrere Blocks entfernt stoppen und den Fahrer festnehmen. Es soll sich um den 20-jährigen James Alex Fields, Jr. aus Maumee (Ohio) handeln. Ihm wird „Mord mit bedingtem Vorsatz, vorsätzliche Körperverletzung und Flucht von einem Unfall mit Todesfolge“ vorgeworfen.
Die 32 Jahre alte Heather hatte als Anwaltsgehilfin für die Kanzlei Miller Law in Virgina gearbeitet. An der Demonstration habe sie teilgenommen, um eine klare Botschaft an Neo-Nazis und Ku-Klux-Klan-Sympathisanten zu senden. Freunde starteten nach Heyers tragischem Tod eine Crowdfunding Kampagne, um Geld für ihre Familie zu sammeln. Innerhalb weniger Stunden spendeten fast 3.000 Menschen insgesamt 225.000 Dollar und hinterließen unterstützende Kommentare. Nicht wenige bezeichneten Heyer dabei als „Heldin, die nicht umsonst starb“.
In mehreren Redebeiträgen wurden die Aussagen des US-Präsident Donald Trump heftig kritisiert. Insbesondere deswegen, weil er die Neonazis der White-Supremacy-Bewegung nicht explizit verurteilte. Er hatte zunächst allgemein Hass und Fanatismus auf "vielen Seiten" angeprangert. Erst am Montag distanzierte Trump sich dann doch ausdrücklich von Neonazis und kritisierte konkret Gruppen wie den Ku-Klux-Klan (KKK) sowie Neonazis, um jedoch zwei Tage später wieder zurück zu rudern. So forderte Trump stärker zu differenzieren, denn „nicht Teilnehmer des Marsches waren Neonazis und nicht alle von ihnen Vertreter der Überzeugung einer weißen Vorherrschaft". Trumps Aussagen waren die Fortsetzung seines Zickzackkurses, den er nach den Ausschreitungen von Charlottesville eingeschlagen hat.
Zu dem heutigen Protest heutigen unter dem Motto „Berlin Stands with Charlottesville“ hatte unter anderem das Aktionsbündnis „The Coalition“ aufgerufen. Hierbei handelt es sich um ein Zusammenschluss diverser Gruppen, zu denen unter anderem auch die „American Voices Abroad Berlin“, die Linke Internationals“, Women United, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V., Pussy Grabs Back!, RAZEM Berlin sowie die Salaam-Schalom Initiative gehören. Die Demonstranten versammelten sich am frühen Abend auf dem Pariser Platz zur Gedenkkundgebung. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Hintergrund:
Zu dem Aufmarsch am vergangenen Wochenende aufgerufen hatte neben dem Ku Klux Klan (KKK) auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und Amerikas Präsident Donald Trump unterstützt. Anlass für die Kundgebung unter dem Motto "Unite the Right" (dt. „Vereinigt die Rechte“) war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-General Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen. Die Konföderierten kämpften unter anderem für den Fortbestand der Sklaverei. Die Stadt Charlottesville ist heute überwiegend demokratisch geprägt.
Wohl deshalb war die Universitätsstadt ein besonderes Ziel der rechten Demonstranten, denn bereits in der Nacht zu Samstag sind mehrere hundert rechte Demonstranten mit Fackeln durch die Stadt marschiert. An beiden Protesttagen kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den schwerbewaffneten Neonazis und Gegendemonstranten. Dabei wurden rund 40 Menschen verletzt. Bei einem Absturz eines Polizeihubschraubers, aus dem die Proteste aus der Luft beobachtet worden waren, starben zwei Polizisten. Die Absturzursache ist bisher nicht bekannt.
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PM Cheung Photography
Stand: Juli 2016
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Fraumünster Zürich ( Gotteshaus reformiert - Baujahr 874 eingeweiht - Erwähnt 1267 - Ehemalige Klosterkirche - Züricher Altstadtkirche Fraumünsterabtei Chiuche church église temple chiesa ) in der Altstadt - Stadt Zürich im Kanton Zürich der Schweiz
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Fraumünster Zürich
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- Baujahr :
- Erste Erwähung :
- Besonderes : Fotografieren im Innern nicht erlaubt
- O.rgel : Ja
- Schutz der Kulturgüter Kategorie : A
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Das Fraumünster steht in der Altstadt - Stadt Zürich im Kanton Zürich in der Schweiz.
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Das Kloster Fraumünster war ein Benediktinerinnen - Stift in Zürich im Kanton Zürich
in der Schweiz. Die ehemalige Klosterkirche ist eines der Wahrzeichen und eine der
drei Altstadtkirchen Zürichs.
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Gründungslegende
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Nach der überlieferten Gründungslegende seien die zwei Töchter des ostfränkischen
Königs Ludwig des D.eutschen, Hildegard und Bertha, auf die B.urg B.aldern auf dem
A.lbis gezogen, um in der Abgeschiedenheit ihr Leben Gott zu widmen.
Oft seien sie ins nahe Zürich gewandert, um dort in der K.apelle der Heiligen Felix und
Regula zu beten. Gott habe den frommen Schwestern dabei jeweils einen weissen
H.irsch mit auf den W.eg gegeben, dessen G.eweih hell leuchtete und ihnen dadurch
den W.eg durch den dunklen W.ald wies.
Der H.irsch habe ihnen schliesslich eine S.telle bei der L.immat gezeigt, wo sie eine
Kirche errichten sollten. Ludwig der D.eutsche habe darauf an dem bezeichneten Ort
die Fraumünsterabtei gestiftet, der zuerst Hildegard, anschliessend ihre Schwester
Bertha vorstand.
Die Gründungslegende wurde von Paul Bodmer für die Ausmalung des Fraumünster-
kreuzgangs 1.9.2.4 – 1.9.3.4 aufgegriffen. Auch die Gesellschaft zu Fraumünster, die
1.9.8.8 gegründet wurde, bezog die Legende in ihr Wappen ein, das einen weissen
H.irsch auf blauem Grund mit drei gelben L.ichtern im G.eweih aufweist.
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Geschichte => Name
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Seit dem 9. Jahrhundert wurde das Kloster lateinisch als Monasterium Thuricense be-
zeichnet. Das d.eutsche «Münster» erscheint erstmals 1.2.6.7, «Fraumünster» im ältesten
J.ahrbuch der Stadt Zürich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts.
Unter der Bezeichnung «Gotshus von Zürich» wird das Kloster im Richtebrief, dem ältesten
schriftlichen Stadtrecht von Zürich erwähnt. Vom 14. Jahrhundert bis 1.5.2.4 wird die Be-
zeichnung Gotzhus zu Frowenmünster gebräuchlich.
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Geschichte => Gründung
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Das Kloster Fraumünster wurde am 21. J.uli 8.5.3. von Ludwig dem D.eutschen, einem
Enkel K.arls des G.rossen, gegründet, indem er ein bereits bestehendes kleines Kloster
an seine älteste Tochter Hildegard überschrieb.
Die Schenkung war verbunden mit beträchtlichem Landbesitz im U.rnerland, dem H.of
C.ham, dem A.lbiswald, dem S.ihlwald, L.andbesitz in H.orgen, L.angnau und dem
R.eppischtal.
Zudem erhielt das Kloster eine eigene Gerichtsbarkeit, d.h. es wurde von der gräflichen
Gewalt ausgenommen, und den Königshof in Zürich. Nach dem Aussterben der Karolinger
wurde ein Reichsvogt zum Schutz des Stiftes und seiner Rechte bestellt. Die Gründungs-
u.rkunde, die in der königlichen Kanzlei in R.egensburg ausgestellt wurde, ist die älteste
schriftliche Urkunde im Staatsarchiv des Kantons Zürich.
Während der gesamten Lebensdauer des Klosters wurden vor allem Frauen aus dem
H.ochadel gegen Zahlung einer Mitgift ins Kloster aufgenommen, die zwar nach der bene-
diktinischen Ordensregel lebten, aber das Recht hatten auszutreten und zu heiraten.
Das Adelsprivileg, dass nur Frauen de Comitum genere procreatae in das Fraumünster-
kloster aufgenommen werden dürfen, bestand offenbar lange nur informell, da es erst in
einer Bulle von Papst Innozenz VII. vom 6. F.ebruar 1.4.0.6 aus Viterbo urkundlich fest-
gehalten wurde.
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Geschichte => Blütezeit
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Die Reichsvogtei über das Fraumünster lag nach 1.0.9.7 bei den Herzögen von Z.ähringen,
ging dann um 1.1.5.3 an die Grafen von L.enzburg, um nach deren Aussterben 1.1.7.3 an
die Herzöge von Z.ähringen zurückzufallen. Die Äbtissin erhielt von Kaiser Heinrich III. das
Z.oll-, M.arkt- und Münzrecht und wurde somit die eigentliche Stadtherrin von Zürich.
Die salischen Könige weilten wiederholt in Zürich und besuchten dabei auch das Frau-
münster. An W.eihnachten 1.0.5.5 feierte König Heinrich IV. in der Fraumünsterkirche
seine Verlobung mit Berta von S.avoyen.
Im 13. Jahrhundert erreichte das Kloster den Höhepunkt seiner Macht und Bedeutung:
1.2.1.8 übernahm Kaiser Friedrich II. die Reichsvogtei über das Fraumünster wieder
selber, das Fraumünster wurde reichsunmittelbar.
Anstelle eines mächtigen Adelsgeschlechts wie dasjenige der Z.ähringer übernahmen
nun Bürger von Zürich das Amt des Reichsvogtes jeweils für zwei Jahre, was der Abtei
bedeutend mehr Spielraum liess. König Heinrich VII., Statthalter von Kaiser Friedrich II.,
erhob schliesslich Äbtissin Judenta von H.agenbuch vor 1.2.3.4 in den Reichsfürstenstand.
Als Fürstäbtissinnen nahmen die Klostervorsteherinnen beträchtlichen politischen Einfluss
auf die Stadt und die Umgebung Zürichs. Wenig später erkämpfte sich die Stadt Zürich
während des Interregnums 1.2.6.2 jedoch Autonomie gegenüber dem Kloster.
Eine bedeutende Gestalt unter den F.ürstäbtissinnen jener Jahre war E.lisabeth von
W.etzikon, Äbtissin von 1.2.7.0 bis 1.2.9.8.
In den Umwälzungen von 1.3.3.6 unter Rudolf Brun verlor das Kloster Fraumünster das
Recht zur Ernennung des Schultheissen und die niedere Gerichtsbarkeit, behielt aber das
Begnadigungsrecht, durch das sie die Gerichtsurteile der Stadtgerichtsbarkeit aufheben
konnte. 1.4.0.0 erwarb die Stadt Zürich endgültig die Reichsvogtei.
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Besitz und Herrschaftsgebiet
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In der Gründungsurkunde ist die ursprüngliche Ausstattung der Fraumünsterabtei durch
Ludwig den D.eutschen folgendermassen festgehalten: «...unsern Hof Zürich, gelegen im
Herzogtum Alemannien im Lande T.hurgau, mit allem, was bei demselben liegt oder dazu-
gehört oder anderswo davon abhängt, das heisst das Ländchen U.ri, mit Kirchen, Häusern
und adern draufstehenden Gebäuden, mit Eigenen jeden Geschlechtes und Alters, mit ge-
bautem und unangebautem Lande, mit W.äldern, W.iesen und W.eiden, mit stehenden und
fliessenden G.ewässern, W.egen, A.usgängen und E.ingängen, mit Erworbenem oder zu
Erwerbendem, mit allen Zinsen und den verschiedenen Gefällen, überdies auch unsern
F.orst, A.lbis genannt, und alles, was an jenen O.rten unseres Rechtes und Besitzes Eigen
ist und gegenwärtig zu unsern Handen gehörig erscheint, ganz und vollständig übergeben
unserem Kloster...».
In späterer Zeit wurde anlässlich von Gerichtsfällen das Gut genauer umrissen. Der H.of
Zürich ( Der H.of S.t. P.eter mit dem Gebiet zwischen L.immat und S.ihl und der S.tadelhof
mit dem Gebiet zwischen dem rechten S.eeufer bis ins G.latttal sowie die U.nterhöfe
A.eugst, I.llingen, F.ällanden, H.ofstetten, M.eilen), Besitz in M.aur, R.ümlang, W.ipkingen,
B.oswil, Zins vom Z.ürichberg, der H.of C.ham, der A.lbis sowie die ehemaligen königlichen
Güter in U.ri, insbesondere sämtliche Kirchensätze mit den damit verbundenen Kirchen-
zehnten.
Durch Schenkungen kam später noch umfangreicher Grundbesitz in B.irmensdorf,
R.iesbach, H.üttikon, L.udretikon, W.iedikon sowie H.öfe im L.and H.asli sowie im E.lsass
( A.ltheim, A.mmersweyer ( A.mmerschweier ), K.iensheim ( K.ientzheim ), K.arsbach,
S.chlettstadt ). Damit war die Fraumünsterabtei – was den Besitz anging – das bedeuten-
dste Kloster auf dem Gebiet der heutigen Schweiz und übertraf sogar S.t. G.allen und
R.eichenau.
In der heutigen Stadt Zürich besass das Fraumünster auf beiden Seiten der L.immat zahl-
reiche H.äuser, H.ofstätten und G.ärten. Insbesondere gehörten alle M.ühlen an der S.ihl
und in der L.immat der Abtei sowie der Boden, auf dem die T.ürme der Ministerialenge-
schlechter M.ülner, M.anesse, B.iber usw. entstanden.
Weitere Einkünfte erzielte die Abtei vom Markt-, Münz- und Zollrecht in Zürich. König
Heinrich III. überliess diese Rechte mit allen Regalien der Abtei zwischen 1.0.4.5 und
1.0.9.6, Heinrich V. bestätigte diese Schenkung 1.1.1.4 explizit.
Wegen dieser umfangreichen Machtposition in Zürich wird die Äbtissin heute auch zu recht
als mittelalterliche «Stadtherrin» von Zürich bezeichnet. Tatsächlich regierte sie die Stadt
über die von ihr geschaffenen und ursprünglich mit ihren Ministerialen besetzten Ämter
des Schultheissen, Amtmanns, Münzmeisters und Zollherrn.
Später entstand aus diesen Ämtern der Stadtrat. Die ältesten erhaltenen Münzen der Abtei
stammen aus der Zeit um 1.1.0.0. Der Münzkreis, in dem diese Münzen exklusiv galten,
beinhaltete den T.hurgau, den Z.ürichgau und den A.argau bis zum H.auenstein, ausge-
nommen Gebiete am B.odensee. Das Münzrecht wurde bald an verschiedene Personen
und Institutionen verpachtet und ging schliesslich an die Stadt über, wenn es auch rechtlich
bis zur Aufhebung bei der Abtei blieb.
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Säkularisierung
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Nach einer längeren Phase des inneren Niedergangs hatten sich die wenigen im Kloster
verbliebenen Konventualinnen – zeitweise waren es noch drei – fast völlig von der Bene-
diktinerregel emanzipiert.
Die Frauen lebten jede in einer eigenen W.ohnung und betrieben einen H.aushalt mit
Dienerschaft. Sie trugen weltliche Kleidung, die aus Stoffen in den Farben weiss, grau,
schwarz und rot bestehen durfte. Weiter galt das Privileg, dass die Konventualinnen aus
dem Kloster austreten und heiraten durften.
Dieser Zustand wurde von Papst Innozenz VII. in seiner Bulle von 1.4.0.6 ausdrücklich be-
stätigt. Das Kloster wurde vom Papst denn auch als saecularis ecclesia – weltliche Kirche
– und nicht als Kloster bezeichnet. Als einzige klösterliche Pflicht mussten die Frauen
weiterhin das Chorgebet verrichten. Der R.at von Zürich zeigte sich des Öfteren über die
schlechten Zustände im Konvent besorgt und bemühte sich um Reformen.
Die letzte Äbtissin, Katharina von Zimmern, hob im Zuge der Reformation unter Ulrich
Zwingli am 30. N.ovember 1.5.2.4 den Konvent auf und übergab alle Rechte und Be-
sitzungen dem Rat von Zürich.
Die Stadt verwaltete die Besitzungen durch das Fraumünsteramt und liess die Einkünfte
der Stadtkasse zufliessen. Katharina wurde Bürgerin der Stadt Zürich und heiratete
1.5.2.5 den Ritter Eberhard von R.ischach ( eigentlich von R.eischach ).
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Fraumünsterkirche
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Die Kirche des Fraumünsters wurde ab Mitte des 9. Jahrhunderts erbaut und 874 einge-
weiht. Aus dem Grab von Felix und Regula im Grossmünster wurden Reliquien in die
neue Kirche überführt.
Zusammen mit der W.asserkirche und dem G.rossmünster bildete die Fraumünster -
Kirche bis zur Reformation eine Prozessionsachse in Bezug auf die Heiligen Felix und
Regula.
1.1.5.0 und 1.2.5.0 wurde je ein Turm erbaut, von denen der südliche 1.7.2.8 abgerissen,
der nördliche dafür 1.7.3.2 erhöht wurde.
Ab Mitte des 13. Jahrhundert wurde die Kirche im gotischen Stil umgebaut und erweitert.
Das Langhaus wurde zuletzt 1.9.1.1 umgebaut. Die ganze Kirche wurde während der
Reformation bis 1.5.2.7 von den A.ltären, dem B.ildschmuck und der O.rgel entkleidet.
1.5.4.4 wurde zur Predigt eine K.anzel eingebaut.
1.8.4.7 legte Ferdinand Keller die mittelalterlichen Wandmalereien wieder frei und liess sie
durch Franz Hegi aquarellieren. Das bedeutendste Gemälde, das wahrscheinlich kurz um
1.3.0.0 entstand, hing im südlichen Querschiff und zeigte die Gründungslegende. Es ist
heute grösstenteils zerstört. Die letzte umfassende Innen- und A.ussenrenovation des
Fraumünsters fand zwischen 2.0.0.6 und 2.0.0.7 statt.
Damals wurde im Innenraum eine problematische filmbildende Latexfarbe wieder entfernt,
die von der Renovation von 1.9.7.9 stammte. Dabei konnten die noch bestehenden mittel-
alterlichen D.ecken- und W.andmalereien untersucht und konserviert werden.
Der Chorraum von 1.2.5.0 – 1.2.7.0 wurde ab 1.9.6.7 mit fünf G.lasfenstern von Marc
Chagall ausgestattet. 1.9.7.8 schuf Chagall ausserdem ein Fenster für die R.osette des
südlichen Q.uerschiffs. Ein weiteres bedeutendes G.lasfenster ist Das himmlische Paradies
( 1.9.4.5 ) von A.ugusto G.iacometti im n.ördlichen Q.uerschiff. Die O.rgel des Frau-
münsters ist mit 5.7.9.3 P.feifen die grösste des Kantons Zürich.
Die Klostergebäude beherbergten bis 1.8.0.3 das Fraumünsteramt. Im W.estflügel hatte
1.6.0.1 – 1.8.3.2 das Collegium humanitatis seinen Sitz. 1.7.1.5 wurde das sogenannte
Haberhaus zu einem Musiksaal umgebaut. Im 19. Jahrhundert richtete die Stadt Zürich
in den leeren Klostergebäuden eine S.chule ein.
1.8.9.8 wurde die Klosteranlage für den Bau des neuen Zürcher Stadthauses abgebrochen.
Teile des romanischen K.reuzgangs wurden im I.nnenhof des S.tadthauses wiederver-
wertet. Ein F.reskenzyklus von Paul Bodmer stellt die Legende der Klostergründung und
der Stadtheiligen Felix und Regula dar.
Damals wurden vom Stadtbaumeister Gustav Gull auch zwei neue E.ingänge im W.esten
und O.sten gebaut und die früheren, die auf den M.ünsterhof führten, geschlossen. Es be-
stehen Pläne, diesen Umbau im Rahmen der Neugestaltung des Münsterhofs teilweise
rückgängig zu machen, so dass der H.aupteingang dann wieder zum künftig verkehrs-
befreiten P.latz führt.
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O.rgel
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Die O.rgelanlage besteht aus H.auptorgel und C.hororgel mit insgesamt 95 Registern.
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O.rgel => H.auptorgel
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Die Hauptorgel wurde 1.9.5.3 von der O.rgelbaufirma G.enf AG ( G.enf ) erbaut. Das
Schleifladen - Instrument hat 82 Register auf vier Manualwerken und Pedal und einen
F.reipfeifenprospekt. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektrisch.
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O.rgel => Chororgel
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Die C.hororgel wurde 1.9.7.1 von der Manufacture d’Orgues M.uhleisen ( S.trassburg )
erbaut. Das Schleifladen - Instrument hat 13 Register auf zwei Manualen und Pedal.
Die Spiel- und Registertrakturen sind mechanisch. Die C.hororgel lässt sich als F.ern-
werk von der H.auptorgel anspielen.
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G.locken
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Im T.urm hängt ein Geläut aus fünf G.locken. Die vier grossen G.locken wurden durch
Jakob Keller in U.nterstrass 1.8.7.4 gegossen. Da sie jedoch nicht in das Zürcher Stadt-
geläut passten, wurden sie einen halben Ton tiefer gestimmt.
Seit Pfingsten 2.0.0.7 füllt eine kleine, fünfte G.locke das leere Gefach im H.olzglocken-
s.tuhl aus. Sie wurde in der G.lockengiesserei R.üetschi zu A.arau gegossen. Seitdem
erklingt das Geläut in den Tönen b0, es1, g1, b1 und c2.
Jeden Samstagabend um 19 Uhr zum Sonntageinläuten und unmittelbar vor dem Haupt-
gottesdienst am S.onntag ist es jeweils während einer Viertelstunde zu hören. Zum
H.auptgottesdienst gibt es – wie in Zürich üblich – zwei Zeichen. Das erste Vorläuten
beginnt um 8.55 Uhr, das zweite um 9.25 Uhr.
In der Regel wird hierfür die zweitgrösste G.locke verwendet, die an Festtagen durch die
grösste und zu den höchsten Festtagen durch den Akkord der drei grossen G.locken er-
setzt wird. Für gewöhnlich läutet die grosse G.locke den Gottesdienst aus, an Festtagen
läuten alle. Der Uhrschlag erfolgt über die Glocken 4 und 3 ( Viertelstunden ) und 1 ( volle
Stunden ).
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Kirchgemeinde Fraumünster
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Die Fraumünster - Kirche ist heute die Kirche der Kirchgemeinde Fraumünster, die mit
200 Mitgliedern die kleinste der 34 evangelisch - reformierten Kirchgemeinden der Stadt
Zürich ist.
Die Kirchgemeinde hat jedoch eine Predigtgemeinde, die weit über das eigene Gemeinde-
gebiet hinausreicht. Zeichen dafür sind die 200 bis 400 Gottesdienstbesucher, die jede
Woche ins Fraumünster kommen, und der Fraumünsterverein, dem 1.1.0.0 Predigthörer
angehören, die nicht im Gemeindegebiet wohnen. Grund dafür ist die seit dem 19. Jahr-
hundert gepflegte hochstehende Predigttradition der Kirche, zu der zeitenweise die in der
Gemeinde lebenden Theologieprofessoren der Universität Zürich wie Emil Brunner bei-
trugen.
Der seit 1.8.7.1 bestehende F.raumünsterchor mit über 100 Mitgliedern führt, neben der
Mitwirkung am Gottesdienst, jedes Jahr unter der Leitung des Fraumünster - O.rganisten
ein sakrales Werk mit Orchesterbegleitung auf.
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( BeschriebKircheFraumünster BeschriebFraumünsterZürich BeschriebKircheStadtZürich
BeschriebKircheZürich AlbumKirchenundKapellenimKantonZürich Kirche KantonZürich
Zürich KircheKantonZürich AlbumKircheKantonZürich Kirche Church Eglise Chiuche Züri
Chiuchli Iglesia Kirke Kirkko Εκκλησία Chiesa 教会 Kerk Kościół Igreja Церковь Schweiz
Switzerland Suisse Svizzera Suissa Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Suíça
Szwajcaria Suiza )
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Ausflug nach Z.ürich am Donnerstag den 16. Januar 2014
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Mit dem Z.ug von B.ern infolge 20 Minuten Verspätung des
d.irekten I.C via B.aden nach Z.ürich
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Spaziergang durch die A.lts.tadt von Z.ürich und B.esuch des L.andesm.useum
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Mit dem Z.ug von Z.ürich wieder zurück nach B.ern
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Hurni140116 KantonZürich AlbumStadtZürich StadtZürich
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 290521
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NIF
Fraumünster Zürich ( Gotteshaus reformiert - Baujahr 874 eingeweiht - Erwähnt 1267 - Ehemalige Klosterkirche - Züricher Altstadtkirche Fraumünsterabtei Chiuche church église temple chiesa ) in der Altstadt - Stadt Zürich im Kanton Zürich der Schweiz
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Fraumünster Zürich
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- Erste Erwähung :
- Besonderes : Fotografieren im Innern nicht erlaubt
- O.rgel : Ja
- Schutz der Kulturgüter Kategorie : A
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Das Fraumünster steht in der Altstadt - Stadt Zürich im Kanton Zürich in der Schweiz.
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Das Kloster Fraumünster war ein Benediktinerinnen - Stift in Zürich im Kanton Zürich
in der Schweiz. Die ehemalige Klosterkirche ist eines der Wahrzeichen und eine der
drei Altstadtkirchen Zürichs.
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Gründungslegende
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Nach der überlieferten Gründungslegende seien die zwei Töchter des ostfränkischen
Königs Ludwig des D.eutschen, Hildegard und Bertha, auf die B.urg B.aldern auf dem
A.lbis gezogen, um in der Abgeschiedenheit ihr Leben Gott zu widmen.
Oft seien sie ins nahe Zürich gewandert, um dort in der K.apelle der Heiligen Felix und
Regula zu beten. Gott habe den frommen Schwestern dabei jeweils einen weissen
H.irsch mit auf den W.eg gegeben, dessen G.eweih hell leuchtete und ihnen dadurch
den W.eg durch den dunklen W.ald wies.
Der H.irsch habe ihnen schliesslich eine S.telle bei der L.immat gezeigt, wo sie eine
Kirche errichten sollten. Ludwig der D.eutsche habe darauf an dem bezeichneten Ort
die Fraumünsterabtei gestiftet, der zuerst Hildegard, anschliessend ihre Schwester
Bertha vorstand.
Die Gründungslegende wurde von Paul Bodmer für die Ausmalung des Fraumünster-
kreuzgangs 1.9.2.4 – 1.9.3.4 aufgegriffen. Auch die Gesellschaft zu Fraumünster, die
1.9.8.8 gegründet wurde, bezog die Legende in ihr Wappen ein, das einen weissen
H.irsch auf blauem Grund mit drei gelben L.ichtern im G.eweih aufweist.
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Seit dem 9. Jahrhundert wurde das Kloster lateinisch als Monasterium Thuricense be-
zeichnet. Das d.eutsche «Münster» erscheint erstmals 1.2.6.7, «Fraumünster» im ältesten
J.ahrbuch der Stadt Zürich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts.
Unter der Bezeichnung «Gotshus von Zürich» wird das Kloster im Richtebrief, dem ältesten
schriftlichen Stadtrecht von Zürich erwähnt. Vom 14. Jahrhundert bis 1.5.2.4 wird die Be-
zeichnung Gotzhus zu Frowenmünster gebräuchlich.
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Geschichte => Gründung
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Das Kloster Fraumünster wurde am 21. J.uli 8.5.3. von Ludwig dem D.eutschen, einem
Enkel K.arls des G.rossen, gegründet, indem er ein bereits bestehendes kleines Kloster
an seine älteste Tochter Hildegard überschrieb.
Die Schenkung war verbunden mit beträchtlichem Landbesitz im U.rnerland, dem H.of
C.ham, dem A.lbiswald, dem S.ihlwald, L.andbesitz in H.orgen, L.angnau und dem
R.eppischtal.
Zudem erhielt das Kloster eine eigene Gerichtsbarkeit, d.h. es wurde von der gräflichen
Gewalt ausgenommen, und den Königshof in Zürich. Nach dem Aussterben der Karolinger
wurde ein Reichsvogt zum Schutz des Stiftes und seiner Rechte bestellt. Die Gründungs-
u.rkunde, die in der königlichen Kanzlei in R.egensburg ausgestellt wurde, ist die älteste
schriftliche Urkunde im Staatsarchiv des Kantons Zürich.
Während der gesamten Lebensdauer des Klosters wurden vor allem Frauen aus dem
H.ochadel gegen Zahlung einer Mitgift ins Kloster aufgenommen, die zwar nach der bene-
diktinischen Ordensregel lebten, aber das Recht hatten auszutreten und zu heiraten.
Das Adelsprivileg, dass nur Frauen de Comitum genere procreatae in das Fraumünster-
kloster aufgenommen werden dürfen, bestand offenbar lange nur informell, da es erst in
einer Bulle von Papst Innozenz VII. vom 6. F.ebruar 1.4.0.6 aus Viterbo urkundlich fest-
gehalten wurde.
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Geschichte => Blütezeit
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Die Reichsvogtei über das Fraumünster lag nach 1.0.9.7 bei den Herzögen von Z.ähringen,
ging dann um 1.1.5.3 an die Grafen von L.enzburg, um nach deren Aussterben 1.1.7.3 an
die Herzöge von Z.ähringen zurückzufallen. Die Äbtissin erhielt von Kaiser Heinrich III. das
Z.oll-, M.arkt- und Münzrecht und wurde somit die eigentliche Stadtherrin von Zürich.
Die salischen Könige weilten wiederholt in Zürich und besuchten dabei auch das Frau-
münster. An W.eihnachten 1.0.5.5 feierte König Heinrich IV. in der Fraumünsterkirche
seine Verlobung mit Berta von S.avoyen.
Im 13. Jahrhundert erreichte das Kloster den Höhepunkt seiner Macht und Bedeutung:
1.2.1.8 übernahm Kaiser Friedrich II. die Reichsvogtei über das Fraumünster wieder
selber, das Fraumünster wurde reichsunmittelbar.
Anstelle eines mächtigen Adelsgeschlechts wie dasjenige der Z.ähringer übernahmen
nun Bürger von Zürich das Amt des Reichsvogtes jeweils für zwei Jahre, was der Abtei
bedeutend mehr Spielraum liess. König Heinrich VII., Statthalter von Kaiser Friedrich II.,
erhob schliesslich Äbtissin Judenta von H.agenbuch vor 1.2.3.4 in den Reichsfürstenstand.
Als Fürstäbtissinnen nahmen die Klostervorsteherinnen beträchtlichen politischen Einfluss
auf die Stadt und die Umgebung Zürichs. Wenig später erkämpfte sich die Stadt Zürich
während des Interregnums 1.2.6.2 jedoch Autonomie gegenüber dem Kloster.
Eine bedeutende Gestalt unter den F.ürstäbtissinnen jener Jahre war E.lisabeth von
W.etzikon, Äbtissin von 1.2.7.0 bis 1.2.9.8.
In den Umwälzungen von 1.3.3.6 unter Rudolf Brun verlor das Kloster Fraumünster das
Recht zur Ernennung des Schultheissen und die niedere Gerichtsbarkeit, behielt aber das
Begnadigungsrecht, durch das sie die Gerichtsurteile der Stadtgerichtsbarkeit aufheben
konnte. 1.4.0.0 erwarb die Stadt Zürich endgültig die Reichsvogtei.
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Besitz und Herrschaftsgebiet
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In der Gründungsurkunde ist die ursprüngliche Ausstattung der Fraumünsterabtei durch
Ludwig den D.eutschen folgendermassen festgehalten: «...unsern Hof Zürich, gelegen im
Herzogtum Alemannien im Lande T.hurgau, mit allem, was bei demselben liegt oder dazu-
gehört oder anderswo davon abhängt, das heisst das Ländchen U.ri, mit Kirchen, Häusern
und adern draufstehenden Gebäuden, mit Eigenen jeden Geschlechtes und Alters, mit ge-
bautem und unangebautem Lande, mit W.äldern, W.iesen und W.eiden, mit stehenden und
fliessenden G.ewässern, W.egen, A.usgängen und E.ingängen, mit Erworbenem oder zu
Erwerbendem, mit allen Zinsen und den verschiedenen Gefällen, überdies auch unsern
F.orst, A.lbis genannt, und alles, was an jenen O.rten unseres Rechtes und Besitzes Eigen
ist und gegenwärtig zu unsern Handen gehörig erscheint, ganz und vollständig übergeben
unserem Kloster...».
In späterer Zeit wurde anlässlich von Gerichtsfällen das Gut genauer umrissen. Der H.of
Zürich ( Der H.of S.t. P.eter mit dem Gebiet zwischen L.immat und S.ihl und der S.tadelhof
mit dem Gebiet zwischen dem rechten S.eeufer bis ins G.latttal sowie die U.nterhöfe
A.eugst, I.llingen, F.ällanden, H.ofstetten, M.eilen), Besitz in M.aur, R.ümlang, W.ipkingen,
B.oswil, Zins vom Z.ürichberg, der H.of C.ham, der A.lbis sowie die ehemaligen königlichen
Güter in U.ri, insbesondere sämtliche Kirchensätze mit den damit verbundenen Kirchen-
zehnten.
Durch Schenkungen kam später noch umfangreicher Grundbesitz in B.irmensdorf,
R.iesbach, H.üttikon, L.udretikon, W.iedikon sowie H.öfe im L.and H.asli sowie im E.lsass
( A.ltheim, A.mmersweyer ( A.mmerschweier ), K.iensheim ( K.ientzheim ), K.arsbach,
S.chlettstadt ). Damit war die Fraumünsterabtei – was den Besitz anging – das bedeuten-
dste Kloster auf dem Gebiet der heutigen Schweiz und übertraf sogar S.t. G.allen und
R.eichenau.
In der heutigen Stadt Zürich besass das Fraumünster auf beiden Seiten der L.immat zahl-
reiche H.äuser, H.ofstätten und G.ärten. Insbesondere gehörten alle M.ühlen an der S.ihl
und in der L.immat der Abtei sowie der Boden, auf dem die T.ürme der Ministerialenge-
schlechter M.ülner, M.anesse, B.iber usw. entstanden.
Weitere Einkünfte erzielte die Abtei vom Markt-, Münz- und Zollrecht in Zürich. König
Heinrich III. überliess diese Rechte mit allen Regalien der Abtei zwischen 1.0.4.5 und
1.0.9.6, Heinrich V. bestätigte diese Schenkung 1.1.1.4 explizit.
Wegen dieser umfangreichen Machtposition in Zürich wird die Äbtissin heute auch zu recht
als mittelalterliche «Stadtherrin» von Zürich bezeichnet. Tatsächlich regierte sie die Stadt
über die von ihr geschaffenen und ursprünglich mit ihren Ministerialen besetzten Ämter
des Schultheissen, Amtmanns, Münzmeisters und Zollherrn.
Später entstand aus diesen Ämtern der Stadtrat. Die ältesten erhaltenen Münzen der Abtei
stammen aus der Zeit um 1.1.0.0. Der Münzkreis, in dem diese Münzen exklusiv galten,
beinhaltete den T.hurgau, den Z.ürichgau und den A.argau bis zum H.auenstein, ausge-
nommen Gebiete am B.odensee. Das Münzrecht wurde bald an verschiedene Personen
und Institutionen verpachtet und ging schliesslich an die Stadt über, wenn es auch rechtlich
bis zur Aufhebung bei der Abtei blieb.
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Säkularisierung
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Nach einer längeren Phase des inneren Niedergangs hatten sich die wenigen im Kloster
verbliebenen Konventualinnen – zeitweise waren es noch drei – fast völlig von der Bene-
diktinerregel emanzipiert.
Die Frauen lebten jede in einer eigenen W.ohnung und betrieben einen H.aushalt mit
Dienerschaft. Sie trugen weltliche Kleidung, die aus Stoffen in den Farben weiss, grau,
schwarz und rot bestehen durfte. Weiter galt das Privileg, dass die Konventualinnen aus
dem Kloster austreten und heiraten durften.
Dieser Zustand wurde von Papst Innozenz VII. in seiner Bulle von 1.4.0.6 ausdrücklich be-
stätigt. Das Kloster wurde vom Papst denn auch als saecularis ecclesia – weltliche Kirche
– und nicht als Kloster bezeichnet. Als einzige klösterliche Pflicht mussten die Frauen
weiterhin das Chorgebet verrichten. Der R.at von Zürich zeigte sich des Öfteren über die
schlechten Zustände im Konvent besorgt und bemühte sich um Reformen.
Die letzte Äbtissin, Katharina von Zimmern, hob im Zuge der Reformation unter Ulrich
Zwingli am 30. N.ovember 1.5.2.4 den Konvent auf und übergab alle Rechte und Be-
sitzungen dem Rat von Zürich.
Die Stadt verwaltete die Besitzungen durch das Fraumünsteramt und liess die Einkünfte
der Stadtkasse zufliessen. Katharina wurde Bürgerin der Stadt Zürich und heiratete
1.5.2.5 den Ritter Eberhard von R.ischach ( eigentlich von R.eischach ).
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Fraumünsterkirche
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Die Kirche des Fraumünsters wurde ab Mitte des 9. Jahrhunderts erbaut und 874 einge-
weiht. Aus dem Grab von Felix und Regula im Grossmünster wurden Reliquien in die
neue Kirche überführt.
Zusammen mit der W.asserkirche und dem G.rossmünster bildete die Fraumünster -
Kirche bis zur Reformation eine Prozessionsachse in Bezug auf die Heiligen Felix und
Regula.
1.1.5.0 und 1.2.5.0 wurde je ein Turm erbaut, von denen der südliche 1.7.2.8 abgerissen,
der nördliche dafür 1.7.3.2 erhöht wurde.
Ab Mitte des 13. Jahrhundert wurde die Kirche im gotischen Stil umgebaut und erweitert.
Das Langhaus wurde zuletzt 1.9.1.1 umgebaut. Die ganze Kirche wurde während der
Reformation bis 1.5.2.7 von den A.ltären, dem B.ildschmuck und der O.rgel entkleidet.
1.5.4.4 wurde zur Predigt eine K.anzel eingebaut.
1.8.4.7 legte Ferdinand Keller die mittelalterlichen Wandmalereien wieder frei und liess sie
durch Franz Hegi aquarellieren. Das bedeutendste Gemälde, das wahrscheinlich kurz um
1.3.0.0 entstand, hing im südlichen Querschiff und zeigte die Gründungslegende. Es ist
heute grösstenteils zerstört. Die letzte umfassende Innen- und A.ussenrenovation des
Fraumünsters fand zwischen 2.0.0.6 und 2.0.0.7 statt.
Damals wurde im Innenraum eine problematische filmbildende Latexfarbe wieder entfernt,
die von der Renovation von 1.9.7.9 stammte. Dabei konnten die noch bestehenden mittel-
alterlichen D.ecken- und W.andmalereien untersucht und konserviert werden.
Der Chorraum von 1.2.5.0 – 1.2.7.0 wurde ab 1.9.6.7 mit fünf G.lasfenstern von Marc
Chagall ausgestattet. 1.9.7.8 schuf Chagall ausserdem ein Fenster für die R.osette des
südlichen Q.uerschiffs. Ein weiteres bedeutendes G.lasfenster ist Das himmlische Paradies
( 1.9.4.5 ) von A.ugusto G.iacometti im n.ördlichen Q.uerschiff. Die O.rgel des Frau-
münsters ist mit 5.7.9.3 P.feifen die grösste des Kantons Zürich.
Die Klostergebäude beherbergten bis 1.8.0.3 das Fraumünsteramt. Im W.estflügel hatte
1.6.0.1 – 1.8.3.2 das Collegium humanitatis seinen Sitz. 1.7.1.5 wurde das sogenannte
Haberhaus zu einem Musiksaal umgebaut. Im 19. Jahrhundert richtete die Stadt Zürich
in den leeren Klostergebäuden eine S.chule ein.
1.8.9.8 wurde die Klosteranlage für den Bau des neuen Zürcher Stadthauses abgebrochen.
Teile des romanischen K.reuzgangs wurden im I.nnenhof des S.tadthauses wiederver-
wertet. Ein F.reskenzyklus von Paul Bodmer stellt die Legende der Klostergründung und
der Stadtheiligen Felix und Regula dar.
Damals wurden vom Stadtbaumeister Gustav Gull auch zwei neue E.ingänge im W.esten
und O.sten gebaut und die früheren, die auf den M.ünsterhof führten, geschlossen. Es be-
stehen Pläne, diesen Umbau im Rahmen der Neugestaltung des Münsterhofs teilweise
rückgängig zu machen, so dass der H.aupteingang dann wieder zum künftig verkehrs-
befreiten P.latz führt.
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O.rgel
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Die O.rgelanlage besteht aus H.auptorgel und C.hororgel mit insgesamt 95 Registern.
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O.rgel => H.auptorgel
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Die Hauptorgel wurde 1.9.5.3 von der O.rgelbaufirma G.enf AG ( G.enf ) erbaut. Das
Schleifladen - Instrument hat 82 Register auf vier Manualwerken und Pedal und einen
F.reipfeifenprospekt. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektrisch.
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O.rgel => Chororgel
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Die C.hororgel wurde 1.9.7.1 von der Manufacture d’Orgues M.uhleisen ( S.trassburg )
erbaut. Das Schleifladen - Instrument hat 13 Register auf zwei Manualen und Pedal.
Die Spiel- und Registertrakturen sind mechanisch. Die C.hororgel lässt sich als F.ern-
werk von der H.auptorgel anspielen.
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G.locken
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Im T.urm hängt ein Geläut aus fünf G.locken. Die vier grossen G.locken wurden durch
Jakob Keller in U.nterstrass 1.8.7.4 gegossen. Da sie jedoch nicht in das Zürcher Stadt-
geläut passten, wurden sie einen halben Ton tiefer gestimmt.
Seit Pfingsten 2.0.0.7 füllt eine kleine, fünfte G.locke das leere Gefach im H.olzglocken-
s.tuhl aus. Sie wurde in der G.lockengiesserei R.üetschi zu A.arau gegossen. Seitdem
erklingt das Geläut in den Tönen b0, es1, g1, b1 und c2.
Jeden Samstagabend um 19 Uhr zum Sonntageinläuten und unmittelbar vor dem Haupt-
gottesdienst am S.onntag ist es jeweils während einer Viertelstunde zu hören. Zum
H.auptgottesdienst gibt es – wie in Zürich üblich – zwei Zeichen. Das erste Vorläuten
beginnt um 8.55 Uhr, das zweite um 9.25 Uhr.
In der Regel wird hierfür die zweitgrösste G.locke verwendet, die an Festtagen durch die
grösste und zu den höchsten Festtagen durch den Akkord der drei grossen G.locken er-
setzt wird. Für gewöhnlich läutet die grosse G.locke den Gottesdienst aus, an Festtagen
läuten alle. Der Uhrschlag erfolgt über die Glocken 4 und 3 ( Viertelstunden ) und 1 ( volle
Stunden ).
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Kirchgemeinde Fraumünster
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Die Fraumünster - Kirche ist heute die Kirche der Kirchgemeinde Fraumünster, die mit
200 Mitgliedern die kleinste der 34 evangelisch - reformierten Kirchgemeinden der Stadt
Zürich ist.
Die Kirchgemeinde hat jedoch eine Predigtgemeinde, die weit über das eigene Gemeinde-
gebiet hinausreicht. Zeichen dafür sind die 200 bis 400 Gottesdienstbesucher, die jede
Woche ins Fraumünster kommen, und der Fraumünsterverein, dem 1.1.0.0 Predigthörer
angehören, die nicht im Gemeindegebiet wohnen. Grund dafür ist die seit dem 19. Jahr-
hundert gepflegte hochstehende Predigttradition der Kirche, zu der zeitenweise die in der
Gemeinde lebenden Theologieprofessoren der Universität Zürich wie Emil Brunner bei-
trugen.
Der seit 1.8.7.1 bestehende F.raumünsterchor mit über 100 Mitgliedern führt, neben der
Mitwirkung am Gottesdienst, jedes Jahr unter der Leitung des Fraumünster - O.rganisten
ein sakrales Werk mit Orchesterbegleitung auf.
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( BeschriebKircheFraumünster BeschriebFraumünsterZürich BeschriebKircheStadtZürich
BeschriebKircheZürich AlbumKirchenundKapellenimKantonZürich Kirche KantonZürich
Zürich KircheKantonZürich AlbumKircheKantonZürich Kirche Church Eglise Chiuche Züri
Chiuchli Iglesia Kirke Kirkko Εκκλησία Chiesa 教会 Kerk Kościół Igreja Церковь Schweiz
Switzerland Suisse Svizzera Suissa Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Suíça
Szwajcaria Suiza )
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Ausflug nach Z.ürich am Donnerstag den 16. Januar 2014
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Mit dem Z.ug von B.ern infolge 20 Minuten Verspätung des
d.irekten I.C via B.aden nach Z.ürich
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Spaziergang durch die A.lts.tadt von Z.ürich und B.esuch des L.andesm.useum
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Mit dem Z.ug von Z.ürich wieder zurück nach B.ern
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Hurni140116 KantonZürich AlbumStadtZürich StadtZürich
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 290521
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NIF
Am Abend des 16.08.2017 haben in Berlin über 200 Menschen an einer Kundgebung zur Erinnerung an Heather Heyer beteiligt. Die 32 Jahre alte Heather wurde am vergangenen Samstag in Charlottesville, Virgina von einem Neonazi ermordet, nachdem dieser mit seinem Fahrzeug absichtlich in eine Menschenmenge gerast ist. Während 19 Menschen zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen erlitten, starb Heather an den Folgen ihrer schweren Verletzungen. Der 20jährige Täter soll mit der sogenannten rechten Alt-Right-Bewegung sympathisiert haben und zuvor an der gewaltsamen neonazistischen „Unite the Right“ Aufmarsch teilgenommen haben. Dementsprechend richtete sich der Protest gegen Neonazis, Rassismus, Rechtspopulismus und Intoleranz. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Über 200 Menschen sind am 16. August 2017 in Berlin auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus, Neonazis und Intoleranz zu demonstrieren. Anlass für den Protest sind brutalen Übergriffe und Attacken auf antirassistische Demonstranten am vergangenen Wochenende in Charlottesville, Virgina. Dabei fuhr ein Neonazi mit seinem Auto absichtlich mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Gegendemonstranten und tötete dabei die 32jährige Heather Heyer. 19 weitere Personen erlitten zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen. Anschließend floh der Täter vom Tatort, jedoch konnte die Polizei das Fahrzeug mehrere Blocks entfernt stoppen und den Fahrer festnehmen. Es soll sich um den 20-jährigen James Alex Fields, Jr. aus Maumee (Ohio) handeln. Ihm wird „Mord mit bedingtem Vorsatz, vorsätzliche Körperverletzung und Flucht von einem Unfall mit Todesfolge“ vorgeworfen.
Die 32 Jahre alte Heather hatte als Anwaltsgehilfin für die Kanzlei Miller Law in Virgina gearbeitet. An der Demonstration habe sie teilgenommen, um eine klare Botschaft an Neo-Nazis und Ku-Klux-Klan-Sympathisanten zu senden. Freunde starteten nach Heyers tragischem Tod eine Crowdfunding Kampagne, um Geld für ihre Familie zu sammeln. Innerhalb weniger Stunden spendeten fast 3.000 Menschen insgesamt 225.000 Dollar und hinterließen unterstützende Kommentare. Nicht wenige bezeichneten Heyer dabei als „Heldin, die nicht umsonst starb“.
In mehreren Redebeiträgen wurden die Aussagen des US-Präsident Donald Trump heftig kritisiert. Insbesondere deswegen, weil er die Neonazis der White-Supremacy-Bewegung nicht explizit verurteilte. Er hatte zunächst allgemein Hass und Fanatismus auf "vielen Seiten" angeprangert. Erst am Montag distanzierte Trump sich dann doch ausdrücklich von Neonazis und kritisierte konkret Gruppen wie den Ku-Klux-Klan (KKK) sowie Neonazis, um jedoch zwei Tage später wieder zurück zu rudern. So forderte Trump stärker zu differenzieren, denn „nicht Teilnehmer des Marsches waren Neonazis und nicht alle von ihnen Vertreter der Überzeugung einer weißen Vorherrschaft". Trumps Aussagen waren die Fortsetzung seines Zickzackkurses, den er nach den Ausschreitungen von Charlottesville eingeschlagen hat.
Zu dem heutigen Protest heutigen unter dem Motto „Berlin Stands with Charlottesville“ hatte unter anderem das Aktionsbündnis „The Coalition“ aufgerufen. Hierbei handelt es sich um ein Zusammenschluss diverser Gruppen, zu denen unter anderem auch die „American Voices Abroad Berlin“, die Linke Internationals“, Women United, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V., Pussy Grabs Back!, RAZEM Berlin sowie die Salaam-Schalom Initiative gehören. Die Demonstranten versammelten sich am frühen Abend auf dem Pariser Platz zur Gedenkkundgebung. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Hintergrund:
Zu dem Aufmarsch am vergangenen Wochenende aufgerufen hatte neben dem Ku Klux Klan (KKK) auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und Amerikas Präsident Donald Trump unterstützt. Anlass für die Kundgebung unter dem Motto "Unite the Right" (dt. „Vereinigt die Rechte“) war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-General Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen. Die Konföderierten kämpften unter anderem für den Fortbestand der Sklaverei. Die Stadt Charlottesville ist heute überwiegend demokratisch geprägt.
Wohl deshalb war die Universitätsstadt ein besonderes Ziel der rechten Demonstranten, denn bereits in der Nacht zu Samstag sind mehrere hundert rechte Demonstranten mit Fackeln durch die Stadt marschiert. An beiden Protesttagen kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den schwerbewaffneten Neonazis und Gegendemonstranten. Dabei wurden rund 40 Menschen verletzt. Bei einem Absturz eines Polizeihubschraubers, aus dem die Proteste aus der Luft beobachtet worden waren, starben zwei Polizisten. Die Absturzursache ist bisher nicht bekannt.
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Stand: Juli 2016
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Sachsen, deine Frauen.
Es gibt zwei Seiten von Sachsen. 1989 waren es die Menschen auf den Straßen Leipzigs, Plauens und Dresdens, die die Friedliche Revolution ins Laufen brachten. 25 Jahre später stehen wieder Menschen auf den Straßen und rufen „Wir sind das Volk“ – diesmal im Rahmen von Pegida. Das ist die andere Seite. Zu dieser gehört auch Gewalt gegen Geflüchtete und stetig wachsende evangelikale Szene. Allesamt stehen sie für traditionelle und explizit antifeministische Überzeugungen. Was ist aus den emanzipierten Frauen aus der DDR geworden? Und was können Feminist_innen heute dieser Entwicklung entgegen setzen? Eine Podiumsdiskussion auf der Suche nach Antworten.
Mit:
Jennifer Stange (Journalistin und Autorin)
Samirah Kenawi (Gründerin Archiv Grau Zone, Berlin)
Petra Schickert (Kulturbüro Sachsen)
Katja Meier (MdL, Bündnis 90/Die Grünen)
Im Rahmen von Dare the im_possible / Wage das Un_mögliche (15.10.-18.10.2015)
Moderation: Katrin Gottschalk (Chefredakteurin Missy Magazine)
Am Abend des 16.08.2017 haben in Berlin über 200 Menschen an einer Kundgebung zur Erinnerung an Heather Heyer beteiligt. Die 32 Jahre alte Heather wurde am vergangenen Samstag in Charlottesville, Virgina von einem Neonazi ermordet, nachdem dieser mit seinem Fahrzeug absichtlich in eine Menschenmenge gerast ist. Während 19 Menschen zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen erlitten, starb Heather an den Folgen ihrer schweren Verletzungen. Der 20jährige Täter soll mit der sogenannten rechten Alt-Right-Bewegung sympathisiert haben und zuvor an der gewaltsamen neonazistischen „Unite the Right“ Aufmarsch teilgenommen haben. Dementsprechend richtete sich der Protest gegen Neonazis, Rassismus, Rechtspopulismus und Intoleranz. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Über 200 Menschen sind am 16. August 2017 in Berlin auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus, Neonazis und Intoleranz zu demonstrieren. Anlass für den Protest sind brutalen Übergriffe und Attacken auf antirassistische Demonstranten am vergangenen Wochenende in Charlottesville, Virgina. Dabei fuhr ein Neonazi mit seinem Auto absichtlich mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Gegendemonstranten und tötete dabei die 32jährige Heather Heyer. 19 weitere Personen erlitten zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen. Anschließend floh der Täter vom Tatort, jedoch konnte die Polizei das Fahrzeug mehrere Blocks entfernt stoppen und den Fahrer festnehmen. Es soll sich um den 20-jährigen James Alex Fields, Jr. aus Maumee (Ohio) handeln. Ihm wird „Mord mit bedingtem Vorsatz, vorsätzliche Körperverletzung und Flucht von einem Unfall mit Todesfolge“ vorgeworfen.
Die 32 Jahre alte Heather hatte als Anwaltsgehilfin für die Kanzlei Miller Law in Virgina gearbeitet. An der Demonstration habe sie teilgenommen, um eine klare Botschaft an Neo-Nazis und Ku-Klux-Klan-Sympathisanten zu senden. Freunde starteten nach Heyers tragischem Tod eine Crowdfunding Kampagne, um Geld für ihre Familie zu sammeln. Innerhalb weniger Stunden spendeten fast 3.000 Menschen insgesamt 225.000 Dollar und hinterließen unterstützende Kommentare. Nicht wenige bezeichneten Heyer dabei als „Heldin, die nicht umsonst starb“.
In mehreren Redebeiträgen wurden die Aussagen des US-Präsident Donald Trump heftig kritisiert. Insbesondere deswegen, weil er die Neonazis der White-Supremacy-Bewegung nicht explizit verurteilte. Er hatte zunächst allgemein Hass und Fanatismus auf "vielen Seiten" angeprangert. Erst am Montag distanzierte Trump sich dann doch ausdrücklich von Neonazis und kritisierte konkret Gruppen wie den Ku-Klux-Klan (KKK) sowie Neonazis, um jedoch zwei Tage später wieder zurück zu rudern. So forderte Trump stärker zu differenzieren, denn „nicht Teilnehmer des Marsches waren Neonazis und nicht alle von ihnen Vertreter der Überzeugung einer weißen Vorherrschaft". Trumps Aussagen waren die Fortsetzung seines Zickzackkurses, den er nach den Ausschreitungen von Charlottesville eingeschlagen hat.
Zu dem heutigen Protest heutigen unter dem Motto „Berlin Stands with Charlottesville“ hatte unter anderem das Aktionsbündnis „The Coalition“ aufgerufen. Hierbei handelt es sich um ein Zusammenschluss diverser Gruppen, zu denen unter anderem auch die „American Voices Abroad Berlin“, die Linke Internationals“, Women United, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V., Pussy Grabs Back!, RAZEM Berlin sowie die Salaam-Schalom Initiative gehören. Die Demonstranten versammelten sich am frühen Abend auf dem Pariser Platz zur Gedenkkundgebung. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Hintergrund:
Zu dem Aufmarsch am vergangenen Wochenende aufgerufen hatte neben dem Ku Klux Klan (KKK) auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und Amerikas Präsident Donald Trump unterstützt. Anlass für die Kundgebung unter dem Motto "Unite the Right" (dt. „Vereinigt die Rechte“) war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-General Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen. Die Konföderierten kämpften unter anderem für den Fortbestand der Sklaverei. Die Stadt Charlottesville ist heute überwiegend demokratisch geprägt.
Wohl deshalb war die Universitätsstadt ein besonderes Ziel der rechten Demonstranten, denn bereits in der Nacht zu Samstag sind mehrere hundert rechte Demonstranten mit Fackeln durch die Stadt marschiert. An beiden Protesttagen kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den schwerbewaffneten Neonazis und Gegendemonstranten. Dabei wurden rund 40 Menschen verletzt. Bei einem Absturz eines Polizeihubschraubers, aus dem die Proteste aus der Luft beobachtet worden waren, starben zwei Polizisten. Die Absturzursache ist bisher nicht bekannt.
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Stand: Juli 2016
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Fraumünster Zürich ( Gotteshaus reformiert - Baujahr 874 eingeweiht - Erwähnt 1267 - Ehemalige Klosterkirche - Züricher Altstadtkirche Fraumünsterabtei Chiuche church église temple chiesa ) in der Altstadt - Stadt Zürich im Kanton Zürich der Schweiz
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Fraumünster Zürich
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- Baujahr :
- Erste Erwähung :
- Besonderes : Fotografieren im Innern nicht erlaubt
- O.rgel : Ja
- Schutz der Kulturgüter Kategorie : A
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Das Fraumünster steht in der Altstadt - Stadt Zürich im Kanton Zürich in der Schweiz.
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Das Kloster Fraumünster war ein Benediktinerinnen - Stift in Zürich im Kanton Zürich
in der Schweiz. Die ehemalige Klosterkirche ist eines der Wahrzeichen und eine der
drei Altstadtkirchen Zürichs.
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Gründungslegende
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Nach der überlieferten Gründungslegende seien die zwei Töchter des ostfränkischen
Königs Ludwig des D.eutschen, Hildegard und Bertha, auf die B.urg B.aldern auf dem
A.lbis gezogen, um in der Abgeschiedenheit ihr Leben Gott zu widmen.
Oft seien sie ins nahe Zürich gewandert, um dort in der K.apelle der Heiligen Felix und
Regula zu beten. Gott habe den frommen Schwestern dabei jeweils einen weissen
H.irsch mit auf den W.eg gegeben, dessen G.eweih hell leuchtete und ihnen dadurch
den W.eg durch den dunklen W.ald wies.
Der H.irsch habe ihnen schliesslich eine S.telle bei der L.immat gezeigt, wo sie eine
Kirche errichten sollten. Ludwig der D.eutsche habe darauf an dem bezeichneten Ort
die Fraumünsterabtei gestiftet, der zuerst Hildegard, anschliessend ihre Schwester
Bertha vorstand.
Die Gründungslegende wurde von Paul Bodmer für die Ausmalung des Fraumünster-
kreuzgangs 1.9.2.4 – 1.9.3.4 aufgegriffen. Auch die Gesellschaft zu Fraumünster, die
1.9.8.8 gegründet wurde, bezog die Legende in ihr Wappen ein, das einen weissen
H.irsch auf blauem Grund mit drei gelben L.ichtern im G.eweih aufweist.
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Geschichte => Name
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Seit dem 9. Jahrhundert wurde das Kloster lateinisch als Monasterium Thuricense be-
zeichnet. Das d.eutsche «Münster» erscheint erstmals 1.2.6.7, «Fraumünster» im ältesten
J.ahrbuch der Stadt Zürich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts.
Unter der Bezeichnung «Gotshus von Zürich» wird das Kloster im Richtebrief, dem ältesten
schriftlichen Stadtrecht von Zürich erwähnt. Vom 14. Jahrhundert bis 1.5.2.4 wird die Be-
zeichnung Gotzhus zu Frowenmünster gebräuchlich.
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Geschichte => Gründung
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Das Kloster Fraumünster wurde am 21. J.uli 8.5.3. von Ludwig dem D.eutschen, einem
Enkel K.arls des G.rossen, gegründet, indem er ein bereits bestehendes kleines Kloster
an seine älteste Tochter Hildegard überschrieb.
Die Schenkung war verbunden mit beträchtlichem Landbesitz im U.rnerland, dem H.of
C.ham, dem A.lbiswald, dem S.ihlwald, L.andbesitz in H.orgen, L.angnau und dem
R.eppischtal.
Zudem erhielt das Kloster eine eigene Gerichtsbarkeit, d.h. es wurde von der gräflichen
Gewalt ausgenommen, und den Königshof in Zürich. Nach dem Aussterben der Karolinger
wurde ein Reichsvogt zum Schutz des Stiftes und seiner Rechte bestellt. Die Gründungs-
u.rkunde, die in der königlichen Kanzlei in R.egensburg ausgestellt wurde, ist die älteste
schriftliche Urkunde im Staatsarchiv des Kantons Zürich.
Während der gesamten Lebensdauer des Klosters wurden vor allem Frauen aus dem
H.ochadel gegen Zahlung einer Mitgift ins Kloster aufgenommen, die zwar nach der bene-
diktinischen Ordensregel lebten, aber das Recht hatten auszutreten und zu heiraten.
Das Adelsprivileg, dass nur Frauen de Comitum genere procreatae in das Fraumünster-
kloster aufgenommen werden dürfen, bestand offenbar lange nur informell, da es erst in
einer Bulle von Papst Innozenz VII. vom 6. F.ebruar 1.4.0.6 aus Viterbo urkundlich fest-
gehalten wurde.
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Geschichte => Blütezeit
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Die Reichsvogtei über das Fraumünster lag nach 1.0.9.7 bei den Herzögen von Z.ähringen,
ging dann um 1.1.5.3 an die Grafen von L.enzburg, um nach deren Aussterben 1.1.7.3 an
die Herzöge von Z.ähringen zurückzufallen. Die Äbtissin erhielt von Kaiser Heinrich III. das
Z.oll-, M.arkt- und Münzrecht und wurde somit die eigentliche Stadtherrin von Zürich.
Die salischen Könige weilten wiederholt in Zürich und besuchten dabei auch das Frau-
münster. An W.eihnachten 1.0.5.5 feierte König Heinrich IV. in der Fraumünsterkirche
seine Verlobung mit Berta von S.avoyen.
Im 13. Jahrhundert erreichte das Kloster den Höhepunkt seiner Macht und Bedeutung:
1.2.1.8 übernahm Kaiser Friedrich II. die Reichsvogtei über das Fraumünster wieder
selber, das Fraumünster wurde reichsunmittelbar.
Anstelle eines mächtigen Adelsgeschlechts wie dasjenige der Z.ähringer übernahmen
nun Bürger von Zürich das Amt des Reichsvogtes jeweils für zwei Jahre, was der Abtei
bedeutend mehr Spielraum liess. König Heinrich VII., Statthalter von Kaiser Friedrich II.,
erhob schliesslich Äbtissin Judenta von H.agenbuch vor 1.2.3.4 in den Reichsfürstenstand.
Als Fürstäbtissinnen nahmen die Klostervorsteherinnen beträchtlichen politischen Einfluss
auf die Stadt und die Umgebung Zürichs. Wenig später erkämpfte sich die Stadt Zürich
während des Interregnums 1.2.6.2 jedoch Autonomie gegenüber dem Kloster.
Eine bedeutende Gestalt unter den F.ürstäbtissinnen jener Jahre war E.lisabeth von
W.etzikon, Äbtissin von 1.2.7.0 bis 1.2.9.8.
In den Umwälzungen von 1.3.3.6 unter Rudolf Brun verlor das Kloster Fraumünster das
Recht zur Ernennung des Schultheissen und die niedere Gerichtsbarkeit, behielt aber das
Begnadigungsrecht, durch das sie die Gerichtsurteile der Stadtgerichtsbarkeit aufheben
konnte. 1.4.0.0 erwarb die Stadt Zürich endgültig die Reichsvogtei.
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Besitz und Herrschaftsgebiet
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In der Gründungsurkunde ist die ursprüngliche Ausstattung der Fraumünsterabtei durch
Ludwig den D.eutschen folgendermassen festgehalten: «...unsern Hof Zürich, gelegen im
Herzogtum Alemannien im Lande T.hurgau, mit allem, was bei demselben liegt oder dazu-
gehört oder anderswo davon abhängt, das heisst das Ländchen U.ri, mit Kirchen, Häusern
und adern draufstehenden Gebäuden, mit Eigenen jeden Geschlechtes und Alters, mit ge-
bautem und unangebautem Lande, mit W.äldern, W.iesen und W.eiden, mit stehenden und
fliessenden G.ewässern, W.egen, A.usgängen und E.ingängen, mit Erworbenem oder zu
Erwerbendem, mit allen Zinsen und den verschiedenen Gefällen, überdies auch unsern
F.orst, A.lbis genannt, und alles, was an jenen O.rten unseres Rechtes und Besitzes Eigen
ist und gegenwärtig zu unsern Handen gehörig erscheint, ganz und vollständig übergeben
unserem Kloster...».
In späterer Zeit wurde anlässlich von Gerichtsfällen das Gut genauer umrissen. Der H.of
Zürich ( Der H.of S.t. P.eter mit dem Gebiet zwischen L.immat und S.ihl und der S.tadelhof
mit dem Gebiet zwischen dem rechten S.eeufer bis ins G.latttal sowie die U.nterhöfe
A.eugst, I.llingen, F.ällanden, H.ofstetten, M.eilen), Besitz in M.aur, R.ümlang, W.ipkingen,
B.oswil, Zins vom Z.ürichberg, der H.of C.ham, der A.lbis sowie die ehemaligen königlichen
Güter in U.ri, insbesondere sämtliche Kirchensätze mit den damit verbundenen Kirchen-
zehnten.
Durch Schenkungen kam später noch umfangreicher Grundbesitz in B.irmensdorf,
R.iesbach, H.üttikon, L.udretikon, W.iedikon sowie H.öfe im L.and H.asli sowie im E.lsass
( A.ltheim, A.mmersweyer ( A.mmerschweier ), K.iensheim ( K.ientzheim ), K.arsbach,
S.chlettstadt ). Damit war die Fraumünsterabtei – was den Besitz anging – das bedeuten-
dste Kloster auf dem Gebiet der heutigen Schweiz und übertraf sogar S.t. G.allen und
R.eichenau.
In der heutigen Stadt Zürich besass das Fraumünster auf beiden Seiten der L.immat zahl-
reiche H.äuser, H.ofstätten und G.ärten. Insbesondere gehörten alle M.ühlen an der S.ihl
und in der L.immat der Abtei sowie der Boden, auf dem die T.ürme der Ministerialenge-
schlechter M.ülner, M.anesse, B.iber usw. entstanden.
Weitere Einkünfte erzielte die Abtei vom Markt-, Münz- und Zollrecht in Zürich. König
Heinrich III. überliess diese Rechte mit allen Regalien der Abtei zwischen 1.0.4.5 und
1.0.9.6, Heinrich V. bestätigte diese Schenkung 1.1.1.4 explizit.
Wegen dieser umfangreichen Machtposition in Zürich wird die Äbtissin heute auch zu recht
als mittelalterliche «Stadtherrin» von Zürich bezeichnet. Tatsächlich regierte sie die Stadt
über die von ihr geschaffenen und ursprünglich mit ihren Ministerialen besetzten Ämter
des Schultheissen, Amtmanns, Münzmeisters und Zollherrn.
Später entstand aus diesen Ämtern der Stadtrat. Die ältesten erhaltenen Münzen der Abtei
stammen aus der Zeit um 1.1.0.0. Der Münzkreis, in dem diese Münzen exklusiv galten,
beinhaltete den T.hurgau, den Z.ürichgau und den A.argau bis zum H.auenstein, ausge-
nommen Gebiete am B.odensee. Das Münzrecht wurde bald an verschiedene Personen
und Institutionen verpachtet und ging schliesslich an die Stadt über, wenn es auch rechtlich
bis zur Aufhebung bei der Abtei blieb.
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Säkularisierung
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Nach einer längeren Phase des inneren Niedergangs hatten sich die wenigen im Kloster
verbliebenen Konventualinnen – zeitweise waren es noch drei – fast völlig von der Bene-
diktinerregel emanzipiert.
Die Frauen lebten jede in einer eigenen W.ohnung und betrieben einen H.aushalt mit
Dienerschaft. Sie trugen weltliche Kleidung, die aus Stoffen in den Farben weiss, grau,
schwarz und rot bestehen durfte. Weiter galt das Privileg, dass die Konventualinnen aus
dem Kloster austreten und heiraten durften.
Dieser Zustand wurde von Papst Innozenz VII. in seiner Bulle von 1.4.0.6 ausdrücklich be-
stätigt. Das Kloster wurde vom Papst denn auch als saecularis ecclesia – weltliche Kirche
– und nicht als Kloster bezeichnet. Als einzige klösterliche Pflicht mussten die Frauen
weiterhin das Chorgebet verrichten. Der R.at von Zürich zeigte sich des Öfteren über die
schlechten Zustände im Konvent besorgt und bemühte sich um Reformen.
Die letzte Äbtissin, Katharina von Zimmern, hob im Zuge der Reformation unter Ulrich
Zwingli am 30. N.ovember 1.5.2.4 den Konvent auf und übergab alle Rechte und Be-
sitzungen dem Rat von Zürich.
Die Stadt verwaltete die Besitzungen durch das Fraumünsteramt und liess die Einkünfte
der Stadtkasse zufliessen. Katharina wurde Bürgerin der Stadt Zürich und heiratete
1.5.2.5 den Ritter Eberhard von R.ischach ( eigentlich von R.eischach ).
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Fraumünsterkirche
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Die Kirche des Fraumünsters wurde ab Mitte des 9. Jahrhunderts erbaut und 874 einge-
weiht. Aus dem Grab von Felix und Regula im Grossmünster wurden Reliquien in die
neue Kirche überführt.
Zusammen mit der W.asserkirche und dem G.rossmünster bildete die Fraumünster -
Kirche bis zur Reformation eine Prozessionsachse in Bezug auf die Heiligen Felix und
Regula.
1.1.5.0 und 1.2.5.0 wurde je ein Turm erbaut, von denen der südliche 1.7.2.8 abgerissen,
der nördliche dafür 1.7.3.2 erhöht wurde.
Ab Mitte des 13. Jahrhundert wurde die Kirche im gotischen Stil umgebaut und erweitert.
Das Langhaus wurde zuletzt 1.9.1.1 umgebaut. Die ganze Kirche wurde während der
Reformation bis 1.5.2.7 von den A.ltären, dem B.ildschmuck und der O.rgel entkleidet.
1.5.4.4 wurde zur Predigt eine K.anzel eingebaut.
1.8.4.7 legte Ferdinand Keller die mittelalterlichen Wandmalereien wieder frei und liess sie
durch Franz Hegi aquarellieren. Das bedeutendste Gemälde, das wahrscheinlich kurz um
1.3.0.0 entstand, hing im südlichen Querschiff und zeigte die Gründungslegende. Es ist
heute grösstenteils zerstört. Die letzte umfassende Innen- und A.ussenrenovation des
Fraumünsters fand zwischen 2.0.0.6 und 2.0.0.7 statt.
Damals wurde im Innenraum eine problematische filmbildende Latexfarbe wieder entfernt,
die von der Renovation von 1.9.7.9 stammte. Dabei konnten die noch bestehenden mittel-
alterlichen D.ecken- und W.andmalereien untersucht und konserviert werden.
Der Chorraum von 1.2.5.0 – 1.2.7.0 wurde ab 1.9.6.7 mit fünf G.lasfenstern von Marc
Chagall ausgestattet. 1.9.7.8 schuf Chagall ausserdem ein Fenster für die R.osette des
südlichen Q.uerschiffs. Ein weiteres bedeutendes G.lasfenster ist Das himmlische Paradies
( 1.9.4.5 ) von A.ugusto G.iacometti im n.ördlichen Q.uerschiff. Die O.rgel des Frau-
münsters ist mit 5.7.9.3 P.feifen die grösste des Kantons Zürich.
Die Klostergebäude beherbergten bis 1.8.0.3 das Fraumünsteramt. Im W.estflügel hatte
1.6.0.1 – 1.8.3.2 das Collegium humanitatis seinen Sitz. 1.7.1.5 wurde das sogenannte
Haberhaus zu einem Musiksaal umgebaut. Im 19. Jahrhundert richtete die Stadt Zürich
in den leeren Klostergebäuden eine S.chule ein.
1.8.9.8 wurde die Klosteranlage für den Bau des neuen Zürcher Stadthauses abgebrochen.
Teile des romanischen K.reuzgangs wurden im I.nnenhof des S.tadthauses wiederver-
wertet. Ein F.reskenzyklus von Paul Bodmer stellt die Legende der Klostergründung und
der Stadtheiligen Felix und Regula dar.
Damals wurden vom Stadtbaumeister Gustav Gull auch zwei neue E.ingänge im W.esten
und O.sten gebaut und die früheren, die auf den M.ünsterhof führten, geschlossen. Es be-
stehen Pläne, diesen Umbau im Rahmen der Neugestaltung des Münsterhofs teilweise
rückgängig zu machen, so dass der H.aupteingang dann wieder zum künftig verkehrs-
befreiten P.latz führt.
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O.rgel
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Die O.rgelanlage besteht aus H.auptorgel und C.hororgel mit insgesamt 95 Registern.
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O.rgel => H.auptorgel
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Die Hauptorgel wurde 1.9.5.3 von der O.rgelbaufirma G.enf AG ( G.enf ) erbaut. Das
Schleifladen - Instrument hat 82 Register auf vier Manualwerken und Pedal und einen
F.reipfeifenprospekt. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektrisch.
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O.rgel => Chororgel
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Die C.hororgel wurde 1.9.7.1 von der Manufacture d’Orgues M.uhleisen ( S.trassburg )
erbaut. Das Schleifladen - Instrument hat 13 Register auf zwei Manualen und Pedal.
Die Spiel- und Registertrakturen sind mechanisch. Die C.hororgel lässt sich als F.ern-
werk von der H.auptorgel anspielen.
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G.locken
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Im T.urm hängt ein Geläut aus fünf G.locken. Die vier grossen G.locken wurden durch
Jakob Keller in U.nterstrass 1.8.7.4 gegossen. Da sie jedoch nicht in das Zürcher Stadt-
geläut passten, wurden sie einen halben Ton tiefer gestimmt.
Seit Pfingsten 2.0.0.7 füllt eine kleine, fünfte G.locke das leere Gefach im H.olzglocken-
s.tuhl aus. Sie wurde in der G.lockengiesserei R.üetschi zu A.arau gegossen. Seitdem
erklingt das Geläut in den Tönen b0, es1, g1, b1 und c2.
Jeden Samstagabend um 19 Uhr zum Sonntageinläuten und unmittelbar vor dem Haupt-
gottesdienst am S.onntag ist es jeweils während einer Viertelstunde zu hören. Zum
H.auptgottesdienst gibt es – wie in Zürich üblich – zwei Zeichen. Das erste Vorläuten
beginnt um 8.55 Uhr, das zweite um 9.25 Uhr.
In der Regel wird hierfür die zweitgrösste G.locke verwendet, die an Festtagen durch die
grösste und zu den höchsten Festtagen durch den Akkord der drei grossen G.locken er-
setzt wird. Für gewöhnlich läutet die grosse G.locke den Gottesdienst aus, an Festtagen
läuten alle. Der Uhrschlag erfolgt über die Glocken 4 und 3 ( Viertelstunden ) und 1 ( volle
Stunden ).
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Kirchgemeinde Fraumünster
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Die Fraumünster - Kirche ist heute die Kirche der Kirchgemeinde Fraumünster, die mit
200 Mitgliedern die kleinste der 34 evangelisch - reformierten Kirchgemeinden der Stadt
Zürich ist.
Die Kirchgemeinde hat jedoch eine Predigtgemeinde, die weit über das eigene Gemeinde-
gebiet hinausreicht. Zeichen dafür sind die 200 bis 400 Gottesdienstbesucher, die jede
Woche ins Fraumünster kommen, und der Fraumünsterverein, dem 1.1.0.0 Predigthörer
angehören, die nicht im Gemeindegebiet wohnen. Grund dafür ist die seit dem 19. Jahr-
hundert gepflegte hochstehende Predigttradition der Kirche, zu der zeitenweise die in der
Gemeinde lebenden Theologieprofessoren der Universität Zürich wie Emil Brunner bei-
trugen.
Der seit 1.8.7.1 bestehende F.raumünsterchor mit über 100 Mitgliedern führt, neben der
Mitwirkung am Gottesdienst, jedes Jahr unter der Leitung des Fraumünster - O.rganisten
ein sakrales Werk mit Orchesterbegleitung auf.
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( BeschriebKircheFraumünster BeschriebFraumünsterZürich BeschriebKircheStadtZürich
BeschriebKircheZürich AlbumKirchenundKapellenimKantonZürich Kirche KantonZürich
Zürich KircheKantonZürich AlbumKircheKantonZürich Kirche Church Eglise Chiuche Züri
Chiuchli Iglesia Kirke Kirkko Εκκλησία Chiesa 教会 Kerk Kościół Igreja Церковь Schweiz
Switzerland Suisse Svizzera Suissa Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Suíça
Szwajcaria Suiza )
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Ausflug nach Z.ürich am Donnerstag den 16. Januar 2014
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Mit dem Z.ug von B.ern infolge 20 Minuten Verspätung des
d.irekten I.C via B.aden nach Z.ürich
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Spaziergang durch die A.lts.tadt von Z.ürich und B.esuch des L.andesm.useum
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Mit dem Z.ug von Z.ürich wieder zurück nach B.ern
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Hurni140116 KantonZürich AlbumStadtZürich StadtZürich
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 290521
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NIF
VorlageKircheStadtZürich VorlageKircheZürich VorlageFraumünsterZürich Vorlage
Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.
Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.
Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.
Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.
[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com
History
Already 3500 years BC, the area was populated. A village existed probably in the 12th century, the first written mentions date from 1240. In 1260 King Přemysl Otakar II raised the settlement to a city with German rights, the place is also mentioned in the lists of the German King Rudolf of Habsburg on the 6th of May 1277 as Krumlov. The addition Moravian (Moravský) was added in the 17th century to distinguish the place from Bohemian Český Krumlov. In the 13th century, the German Knights' Order established a settlement in the city.
In 1289 the castle of the lords of Obrzan (z Obřan), whose family died out in 1312, was mentioned. The town then became the property of King John of Luxembourg, who pledged it to Henry of Leipa in 1312. The city then passed through several hands. Among the noblemen who belonged to Moravský Krumlov were the lords of Kravař, who during the Hussite wars drove out the German and Catholic population. It was followed by the nobility of Cimburk and Leipa. During the Hussite wars the place was plundered and the Augustinian monastery destroyed. From 1423, the Taborites used the city as a base and plundered from here the northern regions of the then and present Austria. After the end of the Hussite wars in 1447, the privileges of the German inhabitants were confirmed. The town also received two new annual markets in 1458. At the beginning of the 16th century, the first Anabaptists and Moravian brethren settled down in Moravia and also in the Moravian-Kromau. Through this and the beginning of the Reformation, the city becomes partly Protestant. In the city was also a Hutterischer Bruderhof (Hutterites).
In 1539, during the Thirty Years' War (1623), the plague raged in the city. After the Battle of White Mountain, the city was plundered and depopulated. Because of the expropriations of the Bohemian insurgents by the Habsburgs, the lords of Leipa lost the rule. In 1624 Gundakar of Liechtenstein bought the confiscated rule of Moravian Kromau for 600,000 guilders. The Princes of Liechtenstein reached the conclusion that the rule was declared their hereditary duchy. Under them, the monastery was rebuilt in 1641 and occupied by Piarists. In the "Moravian Kromau" officially designated as "City of Liechtenstein", the princes introduced German as their official language, and they also promoted the development of the craftsman's guilds. It came to the Germanization of the inhabitants. The Reformed Anabaptists of the country were also expelled and the city was re-catholicized. This was followed by occupying forces from Sweden (1645) and conflagrations, which repeatedly caused destruction. On June 20, 1644, Gundakar of Liechtenstein granted a coat-of-arms improvement (augmentation of honor) by adding to the old coat of arms the family coat of arms of Liechtenstein.
The year 1663 was one of the most devastating for the city, so the city was plagued by Turkish invasions, a flood, a great fire and plague. Even later destructive fires raged in the city, for instance, 1690, when a large part of the city was destroyed. During the First Silesian War the Prussians occupied the city. To visit the castle in November 23, 1805 was Napoléon Bonaparte, whose ten thousand soldiers camped four years later for five months in the area.
A further setback for reconstruction was the Prussian-Austrian War, which had been carried out in the city, in 1866-1867. The Prussian soldiers occupied the city and brought cholera with them. From September 15, 1870, the city was connected to the rail network (the StEG line Brno-Vienna with the branch to Znojmo) and thus got its own station. In 1885 Kromau received the addition "Moravian". From 1898 onwards some industrial buildings and road lighting had already been electrified in Moravský Krumlov. The rest of the city followed in 1918. Likewise, until 1906, water pipes were laid in the city. In 1901 Krumlov fell to the Bohemian nobility of Kinsky. In the pre-war period, Moravský Krumlov was a popular summer destination for the Viennese people. In 1903 belonged to the dominion of Krumlov Aschmeritz, Babitz, Bohmdorf, Chlupitz, Damitz, Gubschitz, Hosterlitz, Irritz Kaschnitzfeld, Kodau, Lidmeritz, Mißlitz, Nispitz, Klein-Seelowitz, Socherl, Tullnitz, Wenzeldorf and Wolframitz.
After the First World War, which cost the lives of 116 Krumlov people, the multicultural state of Austria-Hungary collapsed. The Peace Treaty of Saint Germain 1919 declared the place as part of the new Czechoslovak Republic. This year, Rakschitz was incorporated and in the framework of Czechoslovakia all German officials (about 100) were transferred to Czech places in Bohemia. German schools are also closed in the city. According to the census of 1910, 72.4% of the inhabitants gave German language as conversational language. The census in 1921, on the other hand, produced only 502 (14.4%) German Moravians and a large majority of the Czechs in the city. This result was doubted by the old Austrians. Despite this protest, the census was validated and confirmed by the results of the next census in 1930. At that time 3047 inhabitants were called Czechs and 349 as Germans. After the land reform in 1924, 16 of the 17 farms of the Kinsky family were expropriated. According to the Munich Agreement of 1938, which dictated the transfer of the Sudeten German territories to Germany, German troops entered the town in October, which from then on belonged to the Gau Niederdonau (Lower Danube) until 1945. In the next few years many Czech officials and merchants moved to Bohemia.
The Second World War demanded 48 victims of the inhabitants and ended on 8 May 1945 with a gruesome Soviet air attack, in which three quarters of the city were laid in rubble. The territories transferred to Germany in the Munich Agreement (1938), including Moravian Krumau, were returned to Czechoslovakia in the recourse to the Treaty of Saint-Germain (1919). After the withdrawal of the Red Army, the place was occupied by militant Czechs. Excesses on the German-Moravian population and old Austrians resulted in 22 civilian deaths. In the attempt to establish a post-war regime, the Victory Powers of the Second World War on August 2, 1945, in the Potsdam Protocol, Article XIII, did not comment on the wild and collective expulsions of the German population. Explicitly, however, they demanded an "orderly and humane transfer" of the "German population" who "remained in Czechoslovakia (and also Poland and Hungary)". On March 30, 1946, a forced resettlement of 22 persons took place. All private and public property of German local residents was confiscated by the Beneš decree 108, the property of the Protestant church was liquidated by the Beneš decree 131, and the Catholic Church was expropriated in the communist era. The Czech Republic did not make reparation.
In accordance with the original transfer modalities of the Potsdam Communique, the Red Army demanded in January 1946 the removal of all ethnic Germans from Austria to Germany. Nevertheless, about a quarter of the Moravian Krumlov families remained in Austria, all others were transferred to Bavaria and Baden-Württemberg. The city has been running register books since 1685.
Geschichte
Bereits 3500 Jahre v.Chr. war die Gegend besiedelt. Ein Dorf existierte wohl im 12. Jahrhundert, die ersten schriftlichen Erwähnungen stammen von 1240. 1260 erhob König Přemysl Otakar II. die Siedlung zur Stadt mit deutschen Rechten, erwähnt wird der Ort auch in den Verzeichnissen des Deutschen Königs Rudolf von Habsburg am 6. Mai 1277 als Krumlov. Der Zusatz Mährisch (Moravský) kam im 17. Jahrhundert hinzu, um den Ort vom böhmischen Český Krumlov unterscheiden zu können. Im 13. Jahrhundert errichtete der Deutsche Ritterorden eine Kommende (Niederlassung) in der Stadt.
1289 wurde auch die Burg der Herren von Obrzan (z Obřan) erwähnt, deren Geschlecht 1312 ausstarb. Danach ging die Stadt in das Eigentum des Königs Johann von Luxemburg über, der sie 1312 an Heinrich von Leipa verpfändete. Die Stadt ging anschließend durch mehrere Hände. Zu den Adeligen, denen Moravský Krumlov gehörte, gehörten die Herren von Kravař, die während der Hussitenkriege die deutsche und katholische Bevölkerung verjagten. Es folgten die Adelsgeschlechter von Cimburk und von Leipa. Während der Hussitenkriege wurde der Ort geplündert und das Augustinerkloster zerstört. Ab 1423 verwendeten die Taboriten die Stadt als Stützpunkt und plünderten von hier aus die nördlichen Gebiete des damaligen und heutigen Österreichs. Nach dem Ende der Hussitenkriege im Jahre 1447 wurden den deutschen Bewohnern der Stadt die Privilegien bestätigt. Auch erhielt die Stadt 1458 zwei neue Jahrmärkte. Anfang des 16. Jahrhunderts lassen sich die ersten Täufer und Mährischen Brüder in Mähren und auch in der Mährisch-Kromau nieder. Durch diese und der beginnenden Reformation wird die Stadt teilweise evangelisch. In der Stadt befand sich auch ein hutterischer Bruderhof.
1539 und während des Dreißigjährigen Krieges (1623) wütete die Pest in der Stadt. Nach der Schlacht am Weißen Berg war die Stadt ausgeplündert und entvölkert. Aufgrund der Enteignungen der böhmischen Aufständischen durch die Habsburger verloren die Herren von Leipa die Herrschaft. Im Jahr 1624 kaufte Gundakar von Liechtenstein die konfiszierte Herrschaft Mährisch Kromau für 600.000 Gulden. Die Fürsten von Liechtenstein erreichten, dass die Herrschaft zu ihrem Erbfürstentum (Herzogtum) erklärt wurde. Unter ihnen wurde das Kloster im Jahre 1641 wieder aufgebaut und mit Piaristen besetzt. In dem nun auch amtlich als "Stadt Liechtenstein" bezeichneten Mährisch Kromau führten die Fürsten Deutsch als Amtssprache ein, daneben förderten sie die Entwicklung der Handwerkerzünfte. Es kam zur Germanisierung der Einwohner. Auch wurden die reformatorischen Täufer des Landes verwiesen und die Rekatholisierung der Stadt eingeleitet. Es folgten Besatzungen durch Schweden (1645) und Feuersbrünste, die immer wieder für Zerstörungen sorgten. Am 20. Juni 1644 verlieh Gundakar von Liechtenstein eine Wappenbesserung, indem dem alten Stadtwappen das Familienwappen der Liechtenstein hinzugefügt wurde.
Das Jahr 1663 war eines der verheerendsten für die Stadt, so wurde die Stadt von Türkeneinfällen, einem Hochwasser, einem Großbrand und von Seuchen geplagt. Auch später wüteten zerstörerische Brände in der Stadt, so z.B. 1690, als ein Großteil der Stadt zerstört wurde. Während des Ersten Schlesischen Krieges besetzten die Preußen die Stadt. Zu Besuch auf dem Schloss war 23. November 1805 Napoléon Bonaparte, dessen zehntausende Soldaten vier Jahre später fünf Monate lang in der Gegend lagerten.
Ein weiterer Rückschlag für den Wiederaufbau war der in der Stadt ausgetragene Preußisch-Österreichische Krieg 1866–1867. Die preußischen Soldaten besetzten die Stadt und brachten die Cholera mit sich. Ab dem 15. September 1870 war die Stadt an das Schienennetz (die StEG-Linie Brünn - Wien mit der Abzweigung nach Znaim) angeschlossen und erhielt damit einen eigenen Bahnhof. Im Jahre 1885 erhielt Kromau den Zusatz „Mährisch-“. Ab 1898 waren in Mährisch-Kromau bereits einige Industriebetriebe und die Straßenbeleuchtung elektrifiziert worden. Der Rest der Stadt folgte im Jahre 1918. Ebenso wurden bis 1906 Wasserleitungen in der Stadt verlegt. 1901 fiel Krumlov dem böhmischen Adelsgeschlecht von Kinsky zu. In der Vorkriegszeit war Mährisch-Kromau ein beliebtes Sommerfrischeziel für die Wiener. Zur Herrschaft Kromau gehörten im Jahre 1903 Aschmeritz, Babitz, Böhmdorf, Chlupitz, Damitz, Gubschitz, Hosterlitz, Irritz Kaschnitzfeld, Kodau, Lidmeritz, Mißlitz, Nispitz, Klein-Seelowitz, Socherl, Tullnitz, Wenzeldorf und Wolframitz.
Nach dem Ersten Weltkrieg, der 116 Kromauer das Leben kostete, zerfiel der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn. Der Friedensvertrag von Saint Germain 1919 erklärte den Ort zum Bestandteil der neuen Tschechoslowakischen Republik. In diesem Jahr wird Rakschitz eingemeindet und im Rahmen der Tschechisierung wurden alle deutschen Beamten (ca. 100) in tschechische Orte nach Böhmen versetzt. Ebenso werden deutsche Schulen in der Stadt geschlossen. Laut Volkszählung 1910 haben 72,4 % der Einwohner Deutsch als Umgangssprache angegeben. Die Volkszählung im Jahre 1921 ergab hingegen nur 502 (14,4 %) Deutschmährer und eine große Mehrheit der Tschechen in der Stadt. Dieses Ergebnis wurde von den Altösterreichern angezweifelt. Trotz dieses Protestes wurde die Volkszählung für gültig erklärt und durch die Resultate der nächsten Volkszählung im Jahre 1930 bestätigt. Damals bezeichneten sich 3047 Einwohner als Tschechen und 349 als Deutsche. Nach der Bodenreform im Jahre 1924 wurden 16 der 17 Meierhöfe der Familie Kinsky enteignet. Nach dem Münchner Abkommen 1938, das die Abtretung der sudetendeutschen Gebiete an Deutschland diktierte, rückten im Oktober deutsche Truppen im Ort ein, der fortan, bis 1945, zum Gau Niederdonau gehörte. In den nächsten Jahren zogen viele tschechische Beamte und Kaufleute nach Böhmen.
Der Zweite Weltkrieg forderte 48 Opfer von den Einwohnern und endete am 8. Mai 1945 mit einem grausigen Sowjet-Luftangriff, in welchem drei Viertel der Stadt im Trümmer gelegt wurden. Die im Münchener Abkommen (1938) an Deutschland übertragenen Territorien, also auch Mährisch Krumau, wurden im Rückgriff auf den Vertrag von Saint-Germain (1919) wieder der Tschechoslowakei zurückgegeben. Nach Abzug der Rotarmisten wurde der Ort von militanten Tschechen besetzt. Bei Exzessen an der deutschmährischen Bevölkerung und Altösterreichern kam es zu 22 Ziviltoten. Beim Versuch einer Nachkriegsordnung nahmen die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges am 2. August 1945 im Potsdamer Protokoll, Artikel XIII, zu den wilden und kollektiv verlaufenden Vertreibungen der deutschen Bevölkerung konkret nicht Stellung. Explizit forderten sie jedoch einen „geordneten und humanen Transfer“ der „deutschen Bevölkerungsteile“, die „in der Tschechoslowakei (und auch Polen und Ungarn) zurückgeblieben sind“. Am 30 März 1946 erfolgte die Zwangsaussiedlung von 22 Personen. Alles private und öffentliche Vermögen der deutschen Ortsbewohner wurde durch das Beneš-Dekret 108 konfisziert, das Vermögen der evangelischen Kirche durch das Beneš-Dekret 131 liquidiert und die katholische Kirche in der kommunistischen Ära enteignet. Eine Wiedergutmachung ist seitens der Tschechischen Republik nicht erfolgt.
In Übereinstimmung mit den ursprünglichen Transfermodalitäten des Potsdamer Kommuniques verlangte im Jänner 1946 die Rote Armee den Abschub aller Volksdeutschen aus Österreich nach Deutschland. Trotzdem konnte ca. ein Viertel der Mährisch-Kromauer Familien in Österreich verbleiben, alle anderen wurden nach Bayern bzw. Baden-Württemberg weitertransferiert.
Die Stadt führte Matriken seit dem Jahre 1685.
Unter Beteiligung von knapp 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Studierenden fand am 28. Februar das dritte Dialogforum der PLUS statt, das sich explizit der gemeinsamen Erarbeitung des kommenden Entwicklungsplans 2025-2030 widmete.
Foto: Simon P. Haigermoser
Studierende wurden als Arbeitskräfte für die Beseitigung von Bombenschutt, den Rücktransport verlagerter Bücher und Laborgeräte sowie für die Wiederherstellung zerstörter Gebäude eingesetzt.
Bereits am 20. April 1945 erfolgte die Wahl des akademischen Senats. Am 25. April wurde mit dem Juristen Ludwig Adamovich sen. der erste Nachkriegsrektor der Universität Wien gewählt (Amtsantritt 1. Mai 1945) und trotz Wiederaufbauarbeiten – das Hauptgebäude wurde von 26 Bomben getroffen – begann am 29. Mai 1945 der Vorlesungsbetrieb für das Sommersemester. Adamovich berichtete später, dass es Prof. Josef Keil gewesen war, der provisorisch das Rektorat übernommen und die ersten Professorenversammlungen einberufen hatte.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Involvierung in den Nationalsozialismus nicht grundlegend aufgearbeitet. Die „Entnazifizierung“ der Lehrenden und Studierenden der Universität Wien zog sich bis in die späten 1950er Jahre hin und etwa die Hälfte der „belasteten“ Professoren setzen nach einigen Jahren ihre Universitätslaufbahn wieder fort. Von den 1938 Vertriebenen kehrten hingegen nur wenige an die Universität zurück, konzentrierte sich die Politik des Ministeriums doch vor allem die Berufung katholisch-konservativ orientierter Lehrkräfte. Wie sehr exponierte Nationalsozialisten als Lehrende das politische Milieu der Wiener Hochschulen in den Nachkriegsjahrzehnten prägten, wurde 1965 vor allem an der Affäre um die offenen antisemitischen Aussagen des Professors für Wirtschaftsgeschichte Taras Borodajkewycz sichtbar. Die öffentliche Aufmerksamkeit und Empörung führte jedoch langfristig erstmals zu einer Auseinandersetzung mit der Geschichte der Hochschulen im Nationalsozialismus.
Aufarbeitung der Rolle der Universität im Nationalsozialismus
Um die Präsidentschaftskandidatur Kurt Waldheims 1986 und das „Bedenkjahr“ 1988 (50 Jahre „Anschluss“ an das Deutsche Reich) begann auch an der Universität Wien allmählich eine Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus an der eigenen Institution. Wichtige frühe Initiativen, die sich dem Engagement einzelner HistorikerInnen verdankten, waren in diesem Zusammenhang die Ringvorlesung „Die Universität Wien 1938–1945“ (1988), oder die Gedenkinschrift für den 1936 in der Universität ermordeten Philosophen Moritz Schlick (1993). Zum 625. Universitätsjubiläum veröffentlichte die Universität Wien 1990 mit der Broschüre „Vertriebene Intelligenz“ erstmals ein zentrales Werk zur Vertreibung der Lehrenden 1938.
Rund um die Jahrtausendwende kam es zunehmend zur aktiven Auseinandersetzung der Universität mit ihrer NS-Vergangenheit, wie etwa 1998 beim Senatsprojekt „Untersuchungen zur anatomischen Wissenschaft in Wien 1938–1945“ und bei der im Arkadenhof enthüllten Gedenktafel für die vertriebenen Lehrenden und Studierenden der Medizinischen Fakultät, die erstmals explizit die Mitverantwortung der Universität benennt. Zu den Aktivitäten zählen auch mehrere wissenschaftliche Symposien, Aufarbeitungsprojekte zur Vertreibung der Studierenden und Lehrenden 1938 sowie Provenienzforschung, Lehrveranstaltungen sowie Publikationen und nicht zuletzt die Etablierung des Forums „Zeitgeschichte der Universität Wien“ als Koordinationsstelle von Aktivitäten zur Aufarbeitung der Universitätsgeschichte im 20. und 21. Jahrhundert (2006–2015).
geschichte.univie.ac.at/de/themen/die-wiedereroeffnung-de...
(Veraltet) Logo (druckfreundlich) der Piratenpartei Deutschland auf orangem Grund
Eine Variante dieser Datei steht auch in einem Vektorformat zur Verfuegung:
wiki.piratenpartei.de/Datei:Logo_normal_.svg
Quelle: Piratenpartei Deutschland - Eine explizite Nennung der Quelle ist jedoch bei diesem Bild nicht notwendig.
Am Abend des 16.08.2017 haben in Berlin über 200 Menschen an einer Kundgebung zur Erinnerung an Heather Heyer beteiligt. Die 32 Jahre alte Heather wurde am vergangenen Samstag in Charlottesville, Virgina von einem Neonazi ermordet, nachdem dieser mit seinem Fahrzeug absichtlich in eine Menschenmenge gerast ist. Während 19 Menschen zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen erlitten, starb Heather an den Folgen ihrer schweren Verletzungen. Der 20jährige Täter soll mit der sogenannten rechten Alt-Right-Bewegung sympathisiert haben und zuvor an der gewaltsamen neonazistischen „Unite the Right“ Aufmarsch teilgenommen haben. Dementsprechend richtete sich der Protest gegen Neonazis, Rassismus, Rechtspopulismus und Intoleranz. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Über 200 Menschen sind am 16. August 2017 in Berlin auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus, Neonazis und Intoleranz zu demonstrieren. Anlass für den Protest sind brutalen Übergriffe und Attacken auf antirassistische Demonstranten am vergangenen Wochenende in Charlottesville, Virgina. Dabei fuhr ein Neonazi mit seinem Auto absichtlich mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Gegendemonstranten und tötete dabei die 32jährige Heather Heyer. 19 weitere Personen erlitten zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen. Anschließend floh der Täter vom Tatort, jedoch konnte die Polizei das Fahrzeug mehrere Blocks entfernt stoppen und den Fahrer festnehmen. Es soll sich um den 20-jährigen James Alex Fields, Jr. aus Maumee (Ohio) handeln. Ihm wird „Mord mit bedingtem Vorsatz, vorsätzliche Körperverletzung und Flucht von einem Unfall mit Todesfolge“ vorgeworfen.
Die 32 Jahre alte Heather hatte als Anwaltsgehilfin für die Kanzlei Miller Law in Virgina gearbeitet. An der Demonstration habe sie teilgenommen, um eine klare Botschaft an Neo-Nazis und Ku-Klux-Klan-Sympathisanten zu senden. Freunde starteten nach Heyers tragischem Tod eine Crowdfunding Kampagne, um Geld für ihre Familie zu sammeln. Innerhalb weniger Stunden spendeten fast 3.000 Menschen insgesamt 225.000 Dollar und hinterließen unterstützende Kommentare. Nicht wenige bezeichneten Heyer dabei als „Heldin, die nicht umsonst starb“.
In mehreren Redebeiträgen wurden die Aussagen des US-Präsident Donald Trump heftig kritisiert. Insbesondere deswegen, weil er die Neonazis der White-Supremacy-Bewegung nicht explizit verurteilte. Er hatte zunächst allgemein Hass und Fanatismus auf "vielen Seiten" angeprangert. Erst am Montag distanzierte Trump sich dann doch ausdrücklich von Neonazis und kritisierte konkret Gruppen wie den Ku-Klux-Klan (KKK) sowie Neonazis, um jedoch zwei Tage später wieder zurück zu rudern. So forderte Trump stärker zu differenzieren, denn „nicht Teilnehmer des Marsches waren Neonazis und nicht alle von ihnen Vertreter der Überzeugung einer weißen Vorherrschaft". Trumps Aussagen waren die Fortsetzung seines Zickzackkurses, den er nach den Ausschreitungen von Charlottesville eingeschlagen hat.
Zu dem heutigen Protest heutigen unter dem Motto „Berlin Stands with Charlottesville“ hatte unter anderem das Aktionsbündnis „The Coalition“ aufgerufen. Hierbei handelt es sich um ein Zusammenschluss diverser Gruppen, zu denen unter anderem auch die „American Voices Abroad Berlin“, die Linke Internationals“, Women United, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V., Pussy Grabs Back!, RAZEM Berlin sowie die Salaam-Schalom Initiative gehören. Die Demonstranten versammelten sich am frühen Abend auf dem Pariser Platz zur Gedenkkundgebung. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Hintergrund:
Zu dem Aufmarsch am vergangenen Wochenende aufgerufen hatte neben dem Ku Klux Klan (KKK) auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und Amerikas Präsident Donald Trump unterstützt. Anlass für die Kundgebung unter dem Motto "Unite the Right" (dt. „Vereinigt die Rechte“) war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-General Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen. Die Konföderierten kämpften unter anderem für den Fortbestand der Sklaverei. Die Stadt Charlottesville ist heute überwiegend demokratisch geprägt.
Wohl deshalb war die Universitätsstadt ein besonderes Ziel der rechten Demonstranten, denn bereits in der Nacht zu Samstag sind mehrere hundert rechte Demonstranten mit Fackeln durch die Stadt marschiert. An beiden Protesttagen kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den schwerbewaffneten Neonazis und Gegendemonstranten. Dabei wurden rund 40 Menschen verletzt. Bei einem Absturz eines Polizeihubschraubers, aus dem die Proteste aus der Luft beobachtet worden waren, starben zwei Polizisten. Die Absturzursache ist bisher nicht bekannt.
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Sachsen, deine Frauen.
Es gibt zwei Seiten von Sachsen. 1989 waren es die Menschen auf den Straßen Leipzigs, Plauens und Dresdens, die die Friedliche Revolution ins Laufen brachten. 25 Jahre später stehen wieder Menschen auf den Straßen und rufen „Wir sind das Volk“ – diesmal im Rahmen von Pegida. Das ist die andere Seite. Zu dieser gehört auch Gewalt gegen Geflüchtete und stetig wachsende evangelikale Szene. Allesamt stehen sie für traditionelle und explizit antifeministische Überzeugungen. Was ist aus den emanzipierten Frauen aus der DDR geworden? Und was können Feminist_innen heute dieser Entwicklung entgegen setzen? Eine Podiumsdiskussion auf der Suche nach Antworten.
Mit:
Jennifer Stange (Journalistin und Autorin)
Samirah Kenawi (Gründerin Archiv Grau Zone, Berlin)
Petra Schickert (Kulturbüro Sachsen)
Katja Meier (MdL, Bündnis 90/Die Grünen)
Im Rahmen von Dare the im_possible / Wage das Un_mögliche (15.10.-18.10.2015)
Moderation: Katrin Gottschalk (Chefredakteurin Missy Magazine)
Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.
Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.
Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.
Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.
[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com
Am Abend des 16.08.2017 haben in Berlin über 200 Menschen an einer Kundgebung zur Erinnerung an Heather Heyer beteiligt. Die 32 Jahre alte Heather wurde am vergangenen Samstag in Charlottesville, Virgina von einem Neonazi ermordet, nachdem dieser mit seinem Fahrzeug absichtlich in eine Menschenmenge gerast ist. Während 19 Menschen zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen erlitten, starb Heather an den Folgen ihrer schweren Verletzungen. Der 20jährige Täter soll mit der sogenannten rechten Alt-Right-Bewegung sympathisiert haben und zuvor an der gewaltsamen neonazistischen „Unite the Right“ Aufmarsch teilgenommen haben. Dementsprechend richtete sich der Protest gegen Neonazis, Rassismus, Rechtspopulismus und Intoleranz. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Über 200 Menschen sind am 16. August 2017 in Berlin auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus, Neonazis und Intoleranz zu demonstrieren. Anlass für den Protest sind brutalen Übergriffe und Attacken auf antirassistische Demonstranten am vergangenen Wochenende in Charlottesville, Virgina. Dabei fuhr ein Neonazi mit seinem Auto absichtlich mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Gegendemonstranten und tötete dabei die 32jährige Heather Heyer. 19 weitere Personen erlitten zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen. Anschließend floh der Täter vom Tatort, jedoch konnte die Polizei das Fahrzeug mehrere Blocks entfernt stoppen und den Fahrer festnehmen. Es soll sich um den 20-jährigen James Alex Fields, Jr. aus Maumee (Ohio) handeln. Ihm wird „Mord mit bedingtem Vorsatz, vorsätzliche Körperverletzung und Flucht von einem Unfall mit Todesfolge“ vorgeworfen.
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Zu dem heutigen Protest heutigen unter dem Motto „Berlin Stands with Charlottesville“ hatte unter anderem das Aktionsbündnis „The Coalition“ aufgerufen. Hierbei handelt es sich um ein Zusammenschluss diverser Gruppen, zu denen unter anderem auch die „American Voices Abroad Berlin“, die Linke Internationals“, Women United, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V., Pussy Grabs Back!, RAZEM Berlin sowie die Salaam-Schalom Initiative gehören. Die Demonstranten versammelten sich am frühen Abend auf dem Pariser Platz zur Gedenkkundgebung. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
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Wohl deshalb war die Universitätsstadt ein besonderes Ziel der rechten Demonstranten, denn bereits in der Nacht zu Samstag sind mehrere hundert rechte Demonstranten mit Fackeln durch die Stadt marschiert. An beiden Protesttagen kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den schwerbewaffneten Neonazis und Gegendemonstranten. Dabei wurden rund 40 Menschen verletzt. Bei einem Absturz eines Polizeihubschraubers, aus dem die Proteste aus der Luft beobachtet worden waren, starben zwei Polizisten. Die Absturzursache ist bisher nicht bekannt.
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Am Abend des 16.08.2017 haben in Berlin über 200 Menschen an einer Kundgebung zur Erinnerung an Heather Heyer beteiligt. Die 32 Jahre alte Heather wurde am vergangenen Samstag in Charlottesville, Virgina von einem Neonazi ermordet, nachdem dieser mit seinem Fahrzeug absichtlich in eine Menschenmenge gerast ist. Während 19 Menschen zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen erlitten, starb Heather an den Folgen ihrer schweren Verletzungen. Der 20jährige Täter soll mit der sogenannten rechten Alt-Right-Bewegung sympathisiert haben und zuvor an der gewaltsamen neonazistischen „Unite the Right“ Aufmarsch teilgenommen haben. Dementsprechend richtete sich der Protest gegen Neonazis, Rassismus, Rechtspopulismus und Intoleranz. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Über 200 Menschen sind am 16. August 2017 in Berlin auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus, Neonazis und Intoleranz zu demonstrieren. Anlass für den Protest sind brutalen Übergriffe und Attacken auf antirassistische Demonstranten am vergangenen Wochenende in Charlottesville, Virgina. Dabei fuhr ein Neonazi mit seinem Auto absichtlich mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Gegendemonstranten und tötete dabei die 32jährige Heather Heyer. 19 weitere Personen erlitten zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen. Anschließend floh der Täter vom Tatort, jedoch konnte die Polizei das Fahrzeug mehrere Blocks entfernt stoppen und den Fahrer festnehmen. Es soll sich um den 20-jährigen James Alex Fields, Jr. aus Maumee (Ohio) handeln. Ihm wird „Mord mit bedingtem Vorsatz, vorsätzliche Körperverletzung und Flucht von einem Unfall mit Todesfolge“ vorgeworfen.
Die 32 Jahre alte Heather hatte als Anwaltsgehilfin für die Kanzlei Miller Law in Virgina gearbeitet. An der Demonstration habe sie teilgenommen, um eine klare Botschaft an Neo-Nazis und Ku-Klux-Klan-Sympathisanten zu senden. Freunde starteten nach Heyers tragischem Tod eine Crowdfunding Kampagne, um Geld für ihre Familie zu sammeln. Innerhalb weniger Stunden spendeten fast 3.000 Menschen insgesamt 225.000 Dollar und hinterließen unterstützende Kommentare. Nicht wenige bezeichneten Heyer dabei als „Heldin, die nicht umsonst starb“.
In mehreren Redebeiträgen wurden die Aussagen des US-Präsident Donald Trump heftig kritisiert. Insbesondere deswegen, weil er die Neonazis der White-Supremacy-Bewegung nicht explizit verurteilte. Er hatte zunächst allgemein Hass und Fanatismus auf "vielen Seiten" angeprangert. Erst am Montag distanzierte Trump sich dann doch ausdrücklich von Neonazis und kritisierte konkret Gruppen wie den Ku-Klux-Klan (KKK) sowie Neonazis, um jedoch zwei Tage später wieder zurück zu rudern. So forderte Trump stärker zu differenzieren, denn „nicht Teilnehmer des Marsches waren Neonazis und nicht alle von ihnen Vertreter der Überzeugung einer weißen Vorherrschaft". Trumps Aussagen waren die Fortsetzung seines Zickzackkurses, den er nach den Ausschreitungen von Charlottesville eingeschlagen hat.
Zu dem heutigen Protest heutigen unter dem Motto „Berlin Stands with Charlottesville“ hatte unter anderem das Aktionsbündnis „The Coalition“ aufgerufen. Hierbei handelt es sich um ein Zusammenschluss diverser Gruppen, zu denen unter anderem auch die „American Voices Abroad Berlin“, die Linke Internationals“, Women United, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V., Pussy Grabs Back!, RAZEM Berlin sowie die Salaam-Schalom Initiative gehören. Die Demonstranten versammelten sich am frühen Abend auf dem Pariser Platz zur Gedenkkundgebung. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Hintergrund:
Zu dem Aufmarsch am vergangenen Wochenende aufgerufen hatte neben dem Ku Klux Klan (KKK) auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und Amerikas Präsident Donald Trump unterstützt. Anlass für die Kundgebung unter dem Motto "Unite the Right" (dt. „Vereinigt die Rechte“) war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-General Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen. Die Konföderierten kämpften unter anderem für den Fortbestand der Sklaverei. Die Stadt Charlottesville ist heute überwiegend demokratisch geprägt.
Wohl deshalb war die Universitätsstadt ein besonderes Ziel der rechten Demonstranten, denn bereits in der Nacht zu Samstag sind mehrere hundert rechte Demonstranten mit Fackeln durch die Stadt marschiert. An beiden Protesttagen kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den schwerbewaffneten Neonazis und Gegendemonstranten. Dabei wurden rund 40 Menschen verletzt. Bei einem Absturz eines Polizeihubschraubers, aus dem die Proteste aus der Luft beobachtet worden waren, starben zwei Polizisten. Die Absturzursache ist bisher nicht bekannt.
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PM Cheung Photography
Stand: Juli 2016
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Am Abend des 16.08.2017 haben in Berlin über 200 Menschen an einer Kundgebung zur Erinnerung an Heather Heyer beteiligt. Die 32 Jahre alte Heather wurde am vergangenen Samstag in Charlottesville, Virgina von einem Neonazi ermordet, nachdem dieser mit seinem Fahrzeug absichtlich in eine Menschenmenge gerast ist. Während 19 Menschen zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen erlitten, starb Heather an den Folgen ihrer schweren Verletzungen. Der 20jährige Täter soll mit der sogenannten rechten Alt-Right-Bewegung sympathisiert haben und zuvor an der gewaltsamen neonazistischen „Unite the Right“ Aufmarsch teilgenommen haben. Dementsprechend richtete sich der Protest gegen Neonazis, Rassismus, Rechtspopulismus und Intoleranz. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Über 200 Menschen sind am 16. August 2017 in Berlin auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus, Neonazis und Intoleranz zu demonstrieren. Anlass für den Protest sind brutalen Übergriffe und Attacken auf antirassistische Demonstranten am vergangenen Wochenende in Charlottesville, Virgina. Dabei fuhr ein Neonazi mit seinem Auto absichtlich mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Gegendemonstranten und tötete dabei die 32jährige Heather Heyer. 19 weitere Personen erlitten zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen. Anschließend floh der Täter vom Tatort, jedoch konnte die Polizei das Fahrzeug mehrere Blocks entfernt stoppen und den Fahrer festnehmen. Es soll sich um den 20-jährigen James Alex Fields, Jr. aus Maumee (Ohio) handeln. Ihm wird „Mord mit bedingtem Vorsatz, vorsätzliche Körperverletzung und Flucht von einem Unfall mit Todesfolge“ vorgeworfen.
Die 32 Jahre alte Heather hatte als Anwaltsgehilfin für die Kanzlei Miller Law in Virgina gearbeitet. An der Demonstration habe sie teilgenommen, um eine klare Botschaft an Neo-Nazis und Ku-Klux-Klan-Sympathisanten zu senden. Freunde starteten nach Heyers tragischem Tod eine Crowdfunding Kampagne, um Geld für ihre Familie zu sammeln. Innerhalb weniger Stunden spendeten fast 3.000 Menschen insgesamt 225.000 Dollar und hinterließen unterstützende Kommentare. Nicht wenige bezeichneten Heyer dabei als „Heldin, die nicht umsonst starb“.
In mehreren Redebeiträgen wurden die Aussagen des US-Präsident Donald Trump heftig kritisiert. Insbesondere deswegen, weil er die Neonazis der White-Supremacy-Bewegung nicht explizit verurteilte. Er hatte zunächst allgemein Hass und Fanatismus auf "vielen Seiten" angeprangert. Erst am Montag distanzierte Trump sich dann doch ausdrücklich von Neonazis und kritisierte konkret Gruppen wie den Ku-Klux-Klan (KKK) sowie Neonazis, um jedoch zwei Tage später wieder zurück zu rudern. So forderte Trump stärker zu differenzieren, denn „nicht Teilnehmer des Marsches waren Neonazis und nicht alle von ihnen Vertreter der Überzeugung einer weißen Vorherrschaft". Trumps Aussagen waren die Fortsetzung seines Zickzackkurses, den er nach den Ausschreitungen von Charlottesville eingeschlagen hat.
Zu dem heutigen Protest heutigen unter dem Motto „Berlin Stands with Charlottesville“ hatte unter anderem das Aktionsbündnis „The Coalition“ aufgerufen. Hierbei handelt es sich um ein Zusammenschluss diverser Gruppen, zu denen unter anderem auch die „American Voices Abroad Berlin“, die Linke Internationals“, Women United, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V., Pussy Grabs Back!, RAZEM Berlin sowie die Salaam-Schalom Initiative gehören. Die Demonstranten versammelten sich am frühen Abend auf dem Pariser Platz zur Gedenkkundgebung. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
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Zu dem Aufmarsch am vergangenen Wochenende aufgerufen hatte neben dem Ku Klux Klan (KKK) auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und Amerikas Präsident Donald Trump unterstützt. Anlass für die Kundgebung unter dem Motto "Unite the Right" (dt. „Vereinigt die Rechte“) war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-General Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen. Die Konföderierten kämpften unter anderem für den Fortbestand der Sklaverei. Die Stadt Charlottesville ist heute überwiegend demokratisch geprägt.
Wohl deshalb war die Universitätsstadt ein besonderes Ziel der rechten Demonstranten, denn bereits in der Nacht zu Samstag sind mehrere hundert rechte Demonstranten mit Fackeln durch die Stadt marschiert. An beiden Protesttagen kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den schwerbewaffneten Neonazis und Gegendemonstranten. Dabei wurden rund 40 Menschen verletzt. Bei einem Absturz eines Polizeihubschraubers, aus dem die Proteste aus der Luft beobachtet worden waren, starben zwei Polizisten. Die Absturzursache ist bisher nicht bekannt.
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Wohl deshalb war die Universitätsstadt ein besonderes Ziel der rechten Demonstranten, denn bereits in der Nacht zu Samstag sind mehrere hundert rechte Demonstranten mit Fackeln durch die Stadt marschiert. An beiden Protesttagen kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den schwerbewaffneten Neonazis und Gegendemonstranten. Dabei wurden rund 40 Menschen verletzt. Bei einem Absturz eines Polizeihubschraubers, aus dem die Proteste aus der Luft beobachtet worden waren, starben zwei Polizisten. Die Absturzursache ist bisher nicht bekannt.
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Zu dem heutigen Protest heutigen unter dem Motto „Berlin Stands with Charlottesville“ hatte unter anderem das Aktionsbündnis „The Coalition“ aufgerufen. Hierbei handelt es sich um ein Zusammenschluss diverser Gruppen, zu denen unter anderem auch die „American Voices Abroad Berlin“, die Linke Internationals“, Women United, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V., Pussy Grabs Back!, RAZEM Berlin sowie die Salaam-Schalom Initiative gehören. Die Demonstranten versammelten sich am frühen Abend auf dem Pariser Platz zur Gedenkkundgebung. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
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Wohl deshalb war die Universitätsstadt ein besonderes Ziel der rechten Demonstranten, denn bereits in der Nacht zu Samstag sind mehrere hundert rechte Demonstranten mit Fackeln durch die Stadt marschiert. An beiden Protesttagen kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den schwerbewaffneten Neonazis und Gegendemonstranten. Dabei wurden rund 40 Menschen verletzt. Bei einem Absturz eines Polizeihubschraubers, aus dem die Proteste aus der Luft beobachtet worden waren, starben zwei Polizisten. Die Absturzursache ist bisher nicht bekannt.
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Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
LEGAL NOTICE | protected work • All Rights reserved! © B. Egger photographer retains ownership and all copyrights in this work.
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Wholecar
Bezeichnung für einen einzelnen Zugwaggon, dessen komplette Höhe und Länge mit Graffiti in einer Aktion bemalt wurde. In den meisten Fällen wird nur eine Waggonseite besprüht. Meistens teilen sich mehrere Writer die Arbeit an einem Zug; besprüht jedoch ein Writer einen Waggon allein, so spricht man von einem One-Man-Wholecar. Wholecars finden in der Writing-Szene hohes Ansehen. Für Fahrgäste und Verkehrsbetriebe ist diese Art von Besprühung auf Zügen sehr unangenehm, da durch die komplette Lackierung der Waggon verdunkelt wird.
Wholetrain
Bezeichnung für einen Zug, dessen Waggons von oben bis unten in einer Aktion bemalt wurden. Im Gegensatz zum Wholecar, besteht ein Wholetrain aus mehreren einzelnen Wholecars. Bei einem Wholetrain müssen wirklich alle Waggons (zumindest auf einer Seite) bemalt sein.
Bombing
Schnelles, auf Quantität ausgelegtes, illegales Sprühen; auch Bezeichnung für ein wenig aufwändiges (meistens chrom-schwarz) Piece (siehe auch Quickpiece, Silverpiece, Throw-up)
Trainbombing / Trainwriting
Allgemeine Bezeichnung für das Besprühen von Zügen.
Boss
Sicherheitsbeauftragter von Nahverkehrsbetrieben.
Botten
Schnelles Verlassen des Spots beim Sprühen.
Bust/gebustet werden
Das Auffassen eines Writers durch die Polizei.
Checker
Sicherheitsbeauftragte privater Firmen; auch Bezeichnung für eine Person, die vor dem Malen für andere Writer überprüft, ob eben solche, oder auch Polizei oder Putzer zugegen sind, die einen beim Besprühen diverser Objekte stören könnten.
Comment
Ein Comment ist ein neben oder in das Bild gesprühtes Statement oder ein Gruß (Fuck Police, One Love World Wide etc.).
Crew
Zusammenschluss von Writern die zusammen sprühen. Die Namen der Crews werden meistens mit mehreren Buchstaben abgekürzt z. B. SUK (Stick up Kids), UA (United Artists). Es finden auch Zahlen Verwendung als Gruppeninitial, z. B. der Postleitzahl des bewohnten oder repräsentierten Gebiets entnommen. Die Mitglieder einer Crew erhöhen deren Bekanntheitsgrad, indem sie das Crewkürzel ähnlich wie ihr eigenes Pseudonym in Bildern verarbeiten. Da mehrere Personen das gleiche Kürzel malen, kann ein höherer Bekanntheitsgrad erreicht werden.
End to End (auch „end2end“ oder „e2e“)
Zugbild, das sich über die Gesamtlänge eines Waggons erstreckt, aber nicht über die komplette Höhe (s. Wholetrain).
scouten
Für einen anderen Writer "Wache halten".
Spot (Platz/Stelle)
Explizit ausgewählte Orte, die zum Malen eines Bildes geeignet sind/wären.
Tag [tæg] (engl. tag ‚Markierung‘, ‚Etikett‘, ‚Schild‘)
Signaturkürzel, welches das Pseudonym eines Writers darstellt. Gilt als die Urform des sich daraus entwickelten Piece. Häufig als "Unterschrift" unter gesprühten Bildern zu finden, gilt aber auch in der jugendlichen Gang-Kultur als territoriale Markierung. Zum Anbringen der Tags werden neben der Sprühdose oft auch wasserfeste Stifte benutzt. Tags können allerdings auch genauso gut mit Malerrollen oder anderen Utensilien angebracht werden. Auch das Einritzen des Pseudonyms, was der Urform von Graffiti entspricht, ist üblich (siehe Scratching). Vorrangiges Ziel ist es, einen guten und innovativen Style zu haben, sekundäres Ziel, in einer Stadt, einem Bezirk oder einer Gegend, möglichst präsent zu sein. Dadurch entsteht eine Art von Wettkampfkultur. Das Übersprühen fremder Tags – auch Crossen genannt – wird als Beleidigung angesehen. Besonders in der Bandensubkultur der Vereinigten Staaten dienen Tags zur Markierung des Territoriums einer Straßengang. Sprüher der Writing-Bewegung versuchen in der Regel hingegen, ihren Namen überall zu verbreiten, nicht nur in einem begrenzten Gebiet. Auch Ultras markieren manchmal Orte auf ähnliche Weise. Vorläufer von Tags gab es, wie das Beispiel des Beamten Joseph Kyselak zeigt, bereits im Biedermeier.
taggen
Die Ausführung eines Tags.
Yard / Train-Yard
Gelände, auf dem Züge oder U-/S-Bahnen abgestellt werden, meistens zur Reinigung und Wartung.
Fundamentalistisch-christlicher „Marsch für das Leben“ stundenlang blockiert
Anhänger der Neuen Rechten, Konservative und Evangelikale marschieren alljährlich neben fanatisierten, christlichen Splittergruppen gegen Abtreibungen, Sterbehilfe und Präimplantationsdiagnostik (PID). Beobachter werfen den im Verband organisierten Gruppen ein nationalistisches, völkisches und antifeministisches Weltbild vor. Dazu gesellen sich jährlich AfD-Politiker und Grußworte von CDU/CSU-Spitzenpolitikern, die den „Marsch“ in der Mitte salonfähig machen.
Rund 5.000 Personen zogen am Samstag schweigend durch Berlin. Damit stagnierte die Teilnehmerzahl, die in den Jahren zuvor noch stetig gewachsen war. Nach einer Auftaktkundgebung vor dem Kanzleramt setzte sich der vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) veranstaltete Marsch für das Leben in Bewegung, dessen Teilnehmer das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen, aber auch jeder Form von Sterbehilfe forderten. Das Motto der Veranstaltung lautete »Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie!«. Auf der Kundgebung sprach Weihbischof Matthias Heinrich als Vertreter des Erzbistums Berlin und übermittelte die Grüße des neuen Erzbischofs der Hauptstadt, Heiner Koch, der ebenfalls am Samstag in sein Amt eingeführt wurde.
Über die Teilnahme verschiedener Bischöfe herrschte große Euphorie unter den Besuchern der Veranstaltung, die bereits zum elften Mal stattfand. Die bisherige Abwesenheit des religiösen Führungspersonals war im Vorfeld heftig beklagt worden. Auf mehreren Schildern wurde eine »Willkommenskultur für Ungeborene« gefordert. Die Kopplung der Themen Hilfe für Flüchtlinge und Ablehnung von Abtreibungen war offenkundig auch dem BVL Programm: Dessen Vorsitzender Martin Lohmann erklärte, Deutschland brauche eine »echte und glaubwürdige Willkommenskultur«, die »Flüchtlinge, Alte und Nichtgeborene« einbeziehe.
Beatrix von Storch, Europaabgeordnete der Alternative für Deutschland, die schon in den Vorjahren teilgenommen hatte, lief dieses Mal in der ersten Reihe mit.
Der Prozession der Abtreibungsgegner stellten sich zwei Bündnisse entgegen, die zu Demonstrationen aufgerufen hatten. Beide wandten sich gegen ein reaktionäres Frauen- und Familienbild. Laut Polizei nahmen insgesamt etwa 1.700 Menschen an den Gegenprotesten teil.
Das linksradikale und queerfeministische Bündnis "What the fuck" gab an, ihre Demonstration sei am Anhalter Bahnhof mit 2.000 Teilnehmern gestartet. Das linksfeministische "Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung" konnte vom Brandenburger Tor zum Gendarmenmarkt mobilisieren. Dort trafen beide Züge zusammen.
»What the fuck« hatte explizit dazu aufgerufen, den Marsch der Abtreibungsgegner zu blockieren. Dies konnte die Polizei auch mit rund 900 eingesetzten Beamten nicht verhindern. So wurde die Strecke der »Lebensschützer« stark verkürzt. Statt über den Potsdamer Platz und die Leipziger Straße wurden sie nördlich um das Brandenburger Tor herum und Unter den Linden entlanggeführt. Zwischen Charlottenstraße und Humboldt-Universität kam es zu mehreren hartnäckigen Blockaden, die den Marsch für gut zwei Stunden zum Stehen brachten.
Die teils brutalen Straßenräumungen begleiteten die Demonstranten mit lautstarken »Wo wart ihr in Heidenau?«-Rufen. Die Abtreibungsgegner wurden auf den letzten paar hundert Metern von einer Sambaband und Rufen wie »Wir sind die Perversen, wir sind euch auf den Fersen« oder »Wir klatschen laut Applaus, die Deutschen sterben aus« begleitet. Die Polizei ging mit massiven Einsatz von körperlicher Gewalt gegen die Blockierer vor. Bei den Auseinandersetzungen wurden zahlreiche Personen auf beiden Seiten verletzt, mindestens 28 Gegendemonstranten wurden vorläufig festgenommen.
Die Teilnehmer der „Marsch für das Leben“ Demo – zogen nach der Auflösung der Blockaden im Regen bis zu ihrem Abschlussort am Lustgarten – begleitet von den „Mittelalter, Mittelalter“-Rufen der Gegendemonstranten. Ein Gottesdienst im Dom wurde auch diesmal nicht ermöglicht. Zeitweise brachten Gegendemonstranten Banner an der Kuppel des Berliner Domes an. Zuvor hatten FEMEN-Aktivisten dort protestiert, wurden allerdings von der Polizei angehalten, diesen Protest zu beenden.
hinzugezogene Quellen:
www.vice.com/de/article/av8zze/aktivisten-machen-abtreibu...
web.archive.org/web/20151003034001/http://www.jungewelt.d...
www.sueddeutsche.de/panorama/abtreibungsgegner-marsch-fue...
www.nd-aktuell.de/artikel/985095.reaktionaerer-lebensschu...
www.belltower.news/lebensschutz-vs-anti-choice-samstag-ma...
web.archive.org/web/20180320143550/https://www.bz-berlin....
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Stand: September 2015
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Blau....
Im Aquarium in CapeTown. Die Quallen haben in allen erdenklichen Farben geleuchtet!
Wikipedia:
Die Ohrenqualle (Aurelia aurita) gehört zur Klasse der Schirmquallen (Scyphozoa) innerhalb der Nesseltiere (Cnidaria). Sie ist nahezu weltweit in den Ozeanen von etwa 70° Nord bis etwa 55° Süd verbreitet. Sie kommt auch an der deutschen Nordseeküste vor und ist inzwischen auch in weite Bereiche der Ostsee vorgedrungen. Die Fortpflanzung findet in der westlichen Ostsee bis in die südliche Boddensee statt. Neuere molekulargenetische Untersuchungen deuten aber darauf hin, dass es sich um einen Komplex von mehreren kryptischen Arten handelt.
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© mbofotografie (Maik Bolbeth)
Fundamentalistisch-christlicher „Marsch für das Leben“ stundenlang blockiert
Anhänger der Neuen Rechten, Konservative und Evangelikale marschieren alljährlich neben fanatisierten, christlichen Splittergruppen gegen Abtreibungen, Sterbehilfe und Präimplantationsdiagnostik (PID). Beobachter werfen den im Verband organisierten Gruppen ein nationalistisches, völkisches und antifeministisches Weltbild vor. Dazu gesellen sich jährlich AfD-Politiker und Grußworte von CDU/CSU-Spitzenpolitikern, die den „Marsch“ in der Mitte salonfähig machen.
Rund 5.000 Personen zogen am Samstag schweigend durch Berlin. Damit stagnierte die Teilnehmerzahl, die in den Jahren zuvor noch stetig gewachsen war. Nach einer Auftaktkundgebung vor dem Kanzleramt setzte sich der vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) veranstaltete Marsch für das Leben in Bewegung, dessen Teilnehmer das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen, aber auch jeder Form von Sterbehilfe forderten. Das Motto der Veranstaltung lautete »Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie!«. Auf der Kundgebung sprach Weihbischof Matthias Heinrich als Vertreter des Erzbistums Berlin und übermittelte die Grüße des neuen Erzbischofs der Hauptstadt, Heiner Koch, der ebenfalls am Samstag in sein Amt eingeführt wurde.
Über die Teilnahme verschiedener Bischöfe herrschte große Euphorie unter den Besuchern der Veranstaltung, die bereits zum elften Mal stattfand. Die bisherige Abwesenheit des religiösen Führungspersonals war im Vorfeld heftig beklagt worden. Auf mehreren Schildern wurde eine »Willkommenskultur für Ungeborene« gefordert. Die Kopplung der Themen Hilfe für Flüchtlinge und Ablehnung von Abtreibungen war offenkundig auch dem BVL Programm: Dessen Vorsitzender Martin Lohmann erklärte, Deutschland brauche eine »echte und glaubwürdige Willkommenskultur«, die »Flüchtlinge, Alte und Nichtgeborene« einbeziehe.
Beatrix von Storch, Europaabgeordnete der Alternative für Deutschland, die schon in den Vorjahren teilgenommen hatte, lief dieses Mal in der ersten Reihe mit.
Der Prozession der Abtreibungsgegner stellten sich zwei Bündnisse entgegen, die zu Demonstrationen aufgerufen hatten. Beide wandten sich gegen ein reaktionäres Frauen- und Familienbild. Laut Polizei nahmen insgesamt etwa 1.700 Menschen an den Gegenprotesten teil.
Das linksradikale und queerfeministische Bündnis "What the fuck" gab an, ihre Demonstration sei am Anhalter Bahnhof mit 2.000 Teilnehmern gestartet. Das linksfeministische "Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung" konnte vom Brandenburger Tor zum Gendarmenmarkt mobilisieren. Dort trafen beide Züge zusammen.
»What the fuck« hatte explizit dazu aufgerufen, den Marsch der Abtreibungsgegner zu blockieren. Dies konnte die Polizei auch mit rund 900 eingesetzten Beamten nicht verhindern. So wurde die Strecke der »Lebensschützer« stark verkürzt. Statt über den Potsdamer Platz und die Leipziger Straße wurden sie nördlich um das Brandenburger Tor herum und Unter den Linden entlanggeführt. Zwischen Charlottenstraße und Humboldt-Universität kam es zu mehreren hartnäckigen Blockaden, die den Marsch für gut zwei Stunden zum Stehen brachten.
Die teils brutalen Straßenräumungen begleiteten die Demonstranten mit lautstarken »Wo wart ihr in Heidenau?«-Rufen. Die Abtreibungsgegner wurden auf den letzten paar hundert Metern von einer Sambaband und Rufen wie »Wir sind die Perversen, wir sind euch auf den Fersen« oder »Wir klatschen laut Applaus, die Deutschen sterben aus« begleitet. Die Polizei ging mit massiven Einsatz von körperlicher Gewalt gegen die Blockierer vor. Bei den Auseinandersetzungen wurden zahlreiche Personen auf beiden Seiten verletzt, mindestens 28 Gegendemonstranten wurden vorläufig festgenommen.
Die Teilnehmer der „Marsch für das Leben“ Demo – zogen nach der Auflösung der Blockaden im Regen bis zu ihrem Abschlussort am Lustgarten – begleitet von den „Mittelalter, Mittelalter“-Rufen der Gegendemonstranten. Ein Gottesdienst im Dom wurde auch diesmal nicht ermöglicht. Zeitweise brachten Gegendemonstranten Banner an der Kuppel des Berliner Domes an. Zuvor hatten FEMEN-Aktivisten dort protestiert, wurden allerdings von der Polizei angehalten, diesen Protest zu beenden.
hinzugezogene Quellen:
www.vice.com/de/article/av8zze/aktivisten-machen-abtreibu...
web.archive.org/web/20151003034001/http://www.jungewelt.d...
www.sueddeutsche.de/panorama/abtreibungsgegner-marsch-fue...
www.nd-aktuell.de/artikel/985095.reaktionaerer-lebensschu...
www.belltower.news/lebensschutz-vs-anti-choice-samstag-ma...
web.archive.org/web/20180320143550/https://www.bz-berlin....
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Stand: September 2015
www.beatport.com/release/sturm-und-drang/1025854
Released by: Chibar Records
Release/catalogue number: CRMK128
Release date: Feb 24, 2013
Sturm Und Drang:
Sven Sileno & Alex V3rsino - Drum Monster 06:48
Alex V3rsino - Paranormal Voices 05:48
Sven Sileno & Alex V3rsino - Slicer 05:10
Sven Sileno - To Much 06:21
Sven Sileno & Alex V3rsino - Der Track 05:39
Sven Sileno - Explizit 06:00
Edmund Carl Ferdinand Maria Steppes, Burghausen 1873 - Deggendorf 1968
Die Zeit des Kuckucks / The time of the cuckoo (1907)
Edmund Steppes war ein deutscher Landschaftsmaler, dessen innovativer Stil bereits zu seinen Lebzeiten von Kunsthistorikern diskutiert wurde. Nicht leicht in das Korsett einer Definition zu zwängen, lassen sich in seinen Bildern sowohl impressionistische Impulse wiederfinden als auch explizit konservative.
Quelle: Wikipedia