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Faschisten in der Ukraine: Staat im Staat und NATO-Killerelite. »Wir haben Spaß am Töten«
(Susann Witt-Stahl, aus www.jungewelt.de/artikel/427013.ukraine-konflikt-wir-habe...)
Die Regierung in Kiew und ihre westlichen Partner leugnen beharrlich die Gefahr, die von militanten Rechten ausgeht – zunehmend aggressiv seit der Eskalation des Krieges gegen Russland. Doch eine bittere Wahrheit, über die sich sogar Denkfabriken in der EU und den USA vor wenigen Jahren noch sehr besorgt geäußert haben, lässt sich im gegenwärtigen Ausnahmezustand immer schwerer verbergen: Der Ultranationalismus der Banderisten und anderer Faschisten, die einst Hitlerdeutschland dienten, ist längst zu einem festen Bestandteil der Staatsideologie der Ukraine geronnen. (jW)
Unter Hochdruck wird das Narrativ der Ukraine als blühende liberale Demokratie ausgebaut. Spätestens seit Beginn des russischen Einmarschs sind westliche Medien, Stiftungen, Politiker und Parteien intensiv und erfolgreich bemüht, Bilder, Zeugenaussagen und andere Belege für die Gewalttaten nationalistischer und faschistischer Kräfte aus ihrer Berichterstattung und anderen Veröffentlichungen herauszuhalten. Kaum ein Wort über die brutalen Morde, Entführungen und Folterungen von Oppositionellen, die Menschenjagden auf »Moskals«, Roma und andere ethnische Minderheiten, die Überfälle des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU gemeinsam mit Nazis des Rechten Sektors oder des berüchtigten »Asow«-Regiments auf »Bolschewiken« und linke Journalisten. Statt dessen nur hochgradig emotionalisierendes Storytelling über den heroischen Verteidigungskampf eines gestern von der Sowjetunion und heute von Putin unterdrückten Volkes, angeführt von einem aufopferungsvollen Präsidenten (einem Steuerbetrüger, dessen Offshorefirmen in eine Geldwäscheaffäre verwickelt sind – eine Tatsache, von der westliche Qualitätsmedien ebenfalls nichts mehr wissen wollen).
SS-Insignien und Todeskitsch
Diese von den strahlenden Siegern des Propagandakriegs gegen Russland ventilierten alternativen Fakten über die Ukraine werden jedoch immer wieder von einer schaurigen Realität erschüttert: Die rot-schwarze Flagge der Banderisten – benannt nach dem Gründer der für Massenmorde an Juden verantwortlichen faschistischen Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), Stepan Bandera – etwa bei Trauerzeremonien für gefallene Militärs lässt sich schwer übersehen. Das Gleiche gilt für das blau-gelbe Wappen mit Schwert der Melnykisten, benannt nach dem OUN-Mitgründer Andrij Melnyk. Auf den Uniformen, Helmen und Bannern ukrainischer Soldaten – längst nicht nur der explizit rechten Einheiten – prangen die Schwarze Sonne, spirituelles Symbol der Waffen-SS, die Wolfsangel, einst von der SA-Standarte »Feldherrenhalle« und der 2. SS-Panzerdivision »Das Reich« als Zeichen ihrer Wehrhaftigkeit ausgewählt, und andere Naziinsignien. Selbst einige SBU-Beamte tragen Abzeichen mit dem Namen der Waffen-SS-Division »Galizien«, die 1943 in Lemberg gegründet wurde und eine der ukrainischen Einheiten war, die für Hitlerdeutschland die Drecksarbeit erledigte (Vernichtung von Partisanen, Massaker an der polnischen Zivilbevölkerung, etwa in Pidkamin und Palikrowy).
Diese hässlichen Phänomene könnten als Ausdruck einer sich häufig in Kriegen ausbreitenden nationalistischen Subkultur erklärt werden, die die ukrainische Regierung angesichts der Übermacht der russischen Invasoren wohl oder übel dulde, weil sie der Steigerung der Kampfmoral diene. Spätestens seit dem Auftritt von Wolodimir Selenskij mit zwei Mitgliedern des »Asow«-Regiments Anfang April ausgerechnet vor dem nationalen Parlament Griechenlands, der »Wiege der Demokratie« in Europa, ist diese Interpretation schwer vermittelbar. Denn dieses Szenario kann kaum als etwas anderes als ein demonstrativer Schulterschluss des Präsidenten mit den Faschisten verstanden werden. Er hatte sich bereits im Dezember 2021 mit der Verleihung der höchsten Auszeichnung des Staates, »Held der Ukraine«, an den Kommandeur des Rechten Sektors Dmytro Kozjubailo und im März mit der Ernennung von Maxim Martschenko, dem ehemaligen Kommandeur des »Ajdar«-Bataillons, dem Menschenrechtsorganisationen Folterungen, Entführungen und andere schwere Gewalttaten nachgewiesen haben, zum Gouverneur der Oblast Odessa, deutlich abgezeichnet. Verfestigt hat Selenskij diesen Eindruck noch, indem er ohne direkten Verweis an einen von der rechten »Identitären Bewegung« reanimierten Mythos anknüpfte. Dieser ist immer wieder von Nazis fetischisiert worden, seit Hermann Göring ihn in seiner vor Todeskitsch strotzenden historische Rede angesichts der verheerenden Niederlage der 6. Armee der Wehrmacht in Stalingrad verwendet hatte. So verglich Selenskij den Abwehrkampf der Ukraine gegen die »barbarischen russischen Truppen« mit der Schlacht bei den Thermopylen zu Beginn des Zweiten Perserkriegs 480 vor unserer Zeit. Vor »Jahrtausenden da stand in einem kleinen Engpass in Griechenland ein unendlich tapferer und kühner Mann mit 300 seiner Männer, stand Leonidas mit 300 Spartiaten«, sagte Göring am 30. Januar 1943 im Ehrensaal des Reichsluftfahrtministeriums in Berlin vor Soldaten. »Das sind die neuen Thermopylen«, verkündete Selenskij nun rund 80 Jahre später – eine Aussage, die besonders in den deutschen Medien konsequent nicht zitiert wurde.
Bei der Parlamentswahl in der Ukraine 2019 konnten Faschisten keinen nennenswerten Erfolg erzielen. Das Nationale Korps, der parlamentarische Arm des »Asow«-Regiments, kam lediglich auf 2,15 Prozent. Ein Teil der nationalistischen Ultras lehnt die bürgerliche Demokratie rigoros ab, stellte sich gar nicht erst zur Wahl; zudem sind die ideologischen Differenzen zwischen ihnen zu groß, um gemeinsam antreten zu können. Die Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung würde den Nazis und anderen fanatischen Nationalisten ohnehin nicht trauen, erklärt der linke Journalist Dmitri Kowalewitsch. Daher konzentrierten sich die ukrainischen Faschisten und andere Ultrarechte nicht zuletzt darauf, ihre Macht auf der Straße auszuüben. Für ihre Großdemonstrationen können sie – das galt beispielsweise für den »Marsch der nationalen Würde« 2017 in Kiew – mühelos 10.000 ihrer stets gewaltbereiten Anhänger mobilisieren.
Sie wirken auch tief hinein in die Politik der sogenannten bürgerlichen Mitte. »Seit dem Euromaidan zwingen die militanten Nationalisten den gemäßigten und konservativen Parteien, wie Witali Klitschkos UDAR, ihre ultranationalistische Agenda auf«, so Kowalewitsch weiter. Selbst die Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) beklagte noch 2020 eine Zusammenarbeit der nationalliberalen Eliten, die sich etwa in der Poroschenko-Partei versammelt haben, mit Rechtsradikalen und erklärte diese mit der großen politischen Schnittmenge von Positionen zwischen den Lagern – vor allem der von beiden gepflegten Todfeindschaft gegen Russland und konsequent prowestlichen Haltung. »Da die Ultranationalisten zu großen Teilen ähnliche Antworten auf diese Fragen geben wie viele ukrainische Nationalliberale, werden erstere von letzteren immer mehr akzeptiert«, so die BPB. Entsprechend sei »die Distanz zwischen dem Mainstream und extremistischer Politik, zwischen ziviler und unziviler Gesellschaft geschrumpft«, Neonazis seien zunehmend integriert und die offizielle Rhetorik der Ukraine »mit jedem Jahr militanter und patriotischer geworden«. Dmitri Kowalewitsch meint sogar: »Die gesamte politische Landschaft ist nur noch eine Monokultur in verschiedenen Brauntönen.«
Noch Anfang Februar 2022 bescheinigte die der deutschen Bundesregierung nahestehende Stiftung Wissenschaft und Politik der Ukraine, es bis zum Amtsantritt Selenskijs 2019 lediglich zu einer »limitierten Demokratie« gebracht zu haben. Ihre Justiz sei von politischen Interessen geleitet, und »mächtige informelle Akteure« würden großen Einfluss ausüben, so die Begründung. Aber auch der neue Präsident würde den Vorrang des Rechts bei wichtigen Entscheidungen ignorieren und sei mit einem »reform- und modernisierungsresistenten ›deep state‹« konfrontiert, der im Verteidigungsministerium und anderen Schlüsselministerien vorherrsche. Das gilt besonders für das Innenministerium: Zu erheblicher Macht sind die Faschisten durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Inlandsgeheimdienst gelangt.
Krieger des Westens
»Wenn wir Informationen haben, geben wir sie an den SBU weiter. Hat er Informationen, gibt er sie manchmal an uns weiter«, sagte der Gründer der Jugendorganisation der nazistischen Swoboda-Partei C14, Jewgen Karas, 2017 in einem Interview mit liga.net, einem der größten ukrainischen Nachrichtenportale. Wenn etwa prorussische Kundgebungen angemeldet werden, dann »informiert der SBU nicht nur uns, sondern auch »Asow«, den Rechten Sektor und so weiter«. Karas plauderte auch freimütig über Geldgeschenke, die C14 von Parlamentsabgeordneten bekommen würde. Fakt ist seit Jahren, dass ihre »nationalpatriotischen Bildungsprojekte« großzügig mit Staatsgeldern finanziert werden und die Organisation im Auftrag der Stadt Kiew als Hilfspolizei in den Straßen der Hauptstadt patrouilliert. Entsprechend glaubwürdig sind Karas’ Berichte über Prügelorgien und andere Selbstjustiz an politischen Gegnern, über Einschüchterung von Beamten durch seine Nazischläger, auch über Festnahmen, die sie eigenmächtig vornehmen, sowie andere »Arbeit«, die sie für den SBU »erledigen«. Auf die Frage, ob Mitarbeiter des Inlandsgeheimdiensts, unter denen sich nach Karas’ Angaben auch Mitglieder seiner Organisation finden, die Nationalisten nur benutze, antwortete er machtbewusst: »Das glaube ich nicht. Vielleicht sind wir diejenigen, die den SBU benutzen?« Karas prahlte auch mit seinen vorzüglichen Kontakten zu dem damaligen Justizminister und Mitgründer der Volksfront-Partei, Pawlo Petrenko, und Generalstaatsanwalt Jurij Luzenko. Entsprechend glaubwürdig ist seine Aussage, dass er und seine Leute noch nie strafrechtlich belangt worden seien.
Der mühsame Marsch durch die Institutionen, die Erringung von Mehrheiten im Parlament und damit von Einfluss auf die Legislative habe für die Faschisten und andere Nationalisten auch keine Priorität, weil sie ihre Agenda des Terrors und der Unterdrückung stets risikolos direkt durchsetzen können; vorbei an der ukrainischen Verfassung und den geltenden Gesetzen – auf kriminellem Wege. »Neonazis können tun, was sie wollen«, so Kowalewitsch. Die paramilitärischen Nazigruppen würden völlige Straffreiheit genießen, selbst wenn sie Geschäftsleute ausrauben, allemal wenn sie Regierungsgegner und kritische Journalisten umbringen.
Würden sie für ihre Verbrechen zur Rechenschaft gezogen, fehlte es an militanten Kräften, die für das Regime und die NATO kämpfen. »Wir sind die Fahnenträger hier, weil wir einen Krieg begonnen haben, den es seit 60 Jahren nicht mehr gegeben hat«, beschrieb Jewgen Karas jüngst die Mission der unter Waffen stehenden Ultranationalisten. »Wir sind die einzigen, die die Aufgaben des Westens erfüllen, denn wir haben Spaß am Töten.« Daher verfüge niemand auf dem europäischen Kontinent – außer vielleicht die Streitkräfte Großbritanniens, wo die Panzerabwehrraketen auch produziert werden – über so viele »Javelins«-Rakete wie seine Krieger, ergänzte Karas und sprach eine unmissverständliche Warnung aus: »Mit diesem Waffenpotential werden alle Probleme bekommen, die versuchen, uns Probleme zu machen.«
»Asow« ist Mainstreampop
Selenskij und seine Regierung könnten die faschistischen Gruppierungen nicht mehr verbieten – höchstwahrscheinlich würden sie den Präsidenten schon bei dem bloßen Versuch absetzen, fürchtet Kowalewitsch. So dürfte es nicht nur seiner Arbeitsüberlastung geschuldet sein, dass Selenskij die im Mai 2021 vom ukrainischen Parlament beschlossenen -Strafrechtsreformen, die unter anderem eine umfassende Definition der Verbrechen gegen die Menschheit und anderer spezifischer Kriegsverbrechen sowie die Aufhebung von deren Verjährung vorsehen, bis heute nicht unterzeichnet hat.
Bereits 2018 konnte Olena Semenjaka, internationale Sekretärin des Nationalen Korps, die seit Jahren an der globalen Vernetzung ihrer Partei mit Faschisten in der ganzen westlichen Welt arbeitet, stolz verkünden, was seit 2014 erreicht wurde: »Innerhalb von nur vier Jahren hat sich die »Asow«-Bewegung zu einem kleinen Staat im Staat entwickelt.« Keineswegs eine Selbstüberschätzung: Die Bundeszentrale für politische Bildung warnte noch vor zwei Jahren, dass die »facettenreiche« und »multidimensionale« Bewegung mit ihrem regulären Regiment, das der Nationalgarde der Ukraine angehört, Verbindungen zur Führung des Innenministeriums, ihrer Partei Nationales Korps, ihrer unbewaffneten Bürgerwehr Nazionalni drushyny und diversen anderen Ablegern eine beachtliche Macht erlangt hat, und bezeichnete sie als »größte Bedrohung« von rechts.
»Asow« habe »den extrem rechten Nationalismus zur Mode gemacht«, erklärte die ukrainische Soziologin Hanna Hrytsenko gegenüber Radio Free Europe/Radio Liberty, dem Propagandakanal der CIA. Dies sei nicht zuletzt dadurch gelungen, dass sich die Bewegung in der Öffentlichkeit von einigen klassischen Naziklischees verabschiedet und mittlerweile einen moderateren Ton anschlage: »Das hat Asow geholfen, aus der Subkultur zum Mainstream aufzusteigen.«
Spätestens seit der Eskalation des Krieges ist Präsident Selenskij nur allzugern dabei behilflich: »Sie sind nun mal, wie sie sind«, erwiderte er leicht gereizt auf die vorsichtige Erwähnung der unzähligen Greueltaten des »Asow«-Regiments durch einen Moderator von Fox News. »Sie verteidigen unser Land«, machte er in Anlehnung an das berühmte Diktum von Franklin D. Roosevelt aus dem Jahr 1939 (damals über das faschistische Folterregime von Anastasio Somoza García in Nicaragua) deutlich, dass die »Asow«-Krieger, zu denen auch die als besonders brutal geltende Misanthropic Division (»Töten für Wotan«) gehört, zwar »Hurensöhne« seien – aber eben seine »Hurensöhne«, und die des Westens.
Regelmäßig wird Selenskijs jüdische Herkunft instrumentalisiert, um die faschistische Raserei in der Ukraine zu verschleiern. Abgesehen von der Tatsache, dass längst nicht alle Faschismen antisemitisch sind: Mit großem Nachdruck behaupten westliche Politiker und Medien unisono, Juden könnten unmöglich Faschisten oder deren Bewunderer sein – obwohl diese steile These ebenso durch die Existenz des Kahanismus wie durch die stattliche Gefolgschaft, die Mussolini einst unter jüdischen Rechten verbuchen konnte, widerlegt ist: »In Italien gab es, relativ gesehen, sogar noch mehr jüdische Faschisten als nichtjüdische«, erklärte der israelische Historiker Zeev Sternhell 2000 in einem Interview. Bis heute finden sich in der israelischen Rechten viele jüdische Bewunderer des »Duce«. Der jüdische Oligarch Igor Kolomojskyj, der Kopfgelder auf prorussische Aktivisten ausgesetzt und Selenskij mit einer gigantischen Medienkampagne an die Macht gehievt hatte, gilt als Sympathisant des ukrainischen Faschismus. 2014 hatte er den Aufbau des »Asow«-Regiments finanziert. Auch der ehemalige Kommandeur der »Jüdischen Hundert«-Einheit, die auf dem Maidan mit Waffengewalt den Putsch gegen Wiktor Janukowitsch unterstützt hatte und zu den Mitgründern von »Asow« gehört, Natan Khazin, bekennt sich zum Banderismus.
Andriy Biletsky, Nazi, Gründer von »Asow« und mittlerweile Chef des Nationalen Korps – laut der britischen Tageszeitung Daily Telegraph hatte er noch 2010 zum »Kreuzzug gegen die von -Semiten angeführten Untermenschen« aufgerufen –, versucht seit Jahren, seine Lüge, er sei kein Antisemit, glaubhaft zu machen, indem er sich selbst einen Koscherstempel verpasst und bei jeder Gelegenheit betont, Israel sei ein -wegweisendes Vorbild für die ukrainische Gesellschaft: eine Ethnokratie, die seit Jahrzehnten von Rechten regiert wird und deren intensive freundschaftliche Beziehungen zu Antisemiten wie Viktor Orbán und den Führern der Evangelikalenbewegung, etwa John Hagee und Robert Jeffress, allzu oft bewiesen haben, dass Zionismus und Judenhass einander keineswegs ausschließen müssen.
Dmitri Kowalewitsch geht davon aus, dass die Faschisten ihre bis vor wenigen Monaten noch ungeahnten Möglichkeiten entdeckt haben, die sich gegenwärtig für sie im Windschatten der NATO-Kriegspropaganda und -Desinformationskampagnen ergeben. Er verweist auf eine vielsagende Bemerkung eines der prominentesten Nazis in der Ukraine: »Versuchen Sie doch jetzt mal, uns des Nazismus zu beschuldigen«, triumphierte der ehemalige Anführer der Ukrainischen Nationalversammlung und deren paramilitärischen Arms Ukrainische Nationale Selbstverteidigung, Dmytro Korchynsky. Und er führte aus, wie günstig es derzeit sei, dass der Präsident der Ukraine ein Jude ist.
Verhöhnung der Holocaustopfer
Dieser Umstand lenkt davon ab, dass die Ukraine ein gewaltiges Antisemitismusproblem hat. »In den vergangenen fünf Jahren gibt es einen unglaublichen Anstieg des Antisemitismus«, sagte der Direktor des Ukrainischen Jüdischen Komitees, Eduard Dolinski, 2020 in einer Rede bei der European Jewish Association. Darin kritisierte er auch mit scharfen Worten, dass Präsident Selenskij nicht nur den virulenten Judenhass in der ukrainischen Gesellschaft leugne, sondern ihn objektiv sogar noch fördere: »Unsere Regierung ermutigt nationalistische Gruppen zur Glorifizierung von Nazikollaborateuren, Massenmördern und Judenmördern«, so Dolinski weiter. Er verwies auf die Hunderten von Denkmälern, welche für ukrainische Faschisten errichtet worden sind, die während der Besatzung der Sowjetunion durch Hitlerdeutschland für Verbrechen gegen die Menschheit verantwortlich waren. Es gebe praktisch jeden Tag antisemitische Vorfälle, wie die Schändung von Holocaustgedenkstätten, beispielsweise in Babin Jar bei Kiew (an den Massenerschießungen von 33.000 Juden durch die deutsche Sicherheitspolizei und den SD 1941 waren auch ukrainische Nazis beteiligt). Diese Delikte würden systematisch totgeschwiegen – selbst von regierungsnahen Repräsentanten der jüdischen Gemeinschaft –, klagte Dolinski und berichtete, dass die Täter keine Strafverfolgung zu fürchten haben.
Er protestiert auch seit Jahren vergeblich gegen die vom Staat finanzierte Verehrung und umfangreiche Verbreitung des Banderismus in Kultur und Bildung. Beispielsweise kritisierte er vor zwei Jahren die Ehrung des Historikers und Initiators der SS-Division »Galizien«, Wolodymyr Kubijowytsch – er hatte 1942 der Bevölkerung mit drakonischen Strafen gedroht für jeden Versuch, Juden vor dem Transport in das Vernichtungslager Bełżec zu retten – durch eine Ausstellung in der Wernadskyj-Nationalbibliothek der Ukraine in Kiew. »Die Verdienste von Kubijowytsch werden in der unabhängigen Ukraine sehr geschätzt«, meint Dolinski. In Lviv, Iwano-Frankiwsk und Kolomyja wurden Straßen nach dem Naziverbrecher benannt, und das ukrainische Parlament hat ihn offiziell gewürdigt. Ebenso skandalisierte Dolinski die Ausstellung des Nationalmuseums der Geschichte der Ukraine – Kooperationspartner der von dem US-amerikanischen Filmregisseur Steven Spielberg ins Leben gerufenen Survivors of the Shoah Visual History Foundation (!) – zum 130. Geburtstag des OUN-Nazikollaborateurs Andrij Melnyk. »Eine absolute Schande«, so Dolinski, »und eine grausame Verhöhnung der Ukrainer, die gegen den Nationalsozialismus gekämpft haben, der Opfer des Holocaust und unserer Erinnerung!«
Verlust des Gewaltmonopols
Wegen seiner antifaschistischen Haltung wurde Dolinski 2021 auf der Internetseite -Myrotvorets (Friedensstifter) an den virtuellen Pranger gestellt und der »Teilnahme an Akten der humanitären Aggression gegen die Ukraine« sowie der Verbreitung »spekulativer, unzuverlässiger Informationen über ›Nationalsozialismus und Antisemitismus in der Ukraine‹« beschuldigt. Myrotvorets war 2014 von dem damaligen Gouverneur der Oblast Lugansk und späteren stellvertretenden Minister für die Reintegration der vorübergehend besetzten Gebiete, George Tuka, initiiert worden. Auf dem Steckbriefportal findet sich eine Liste von zu »Feinden der Ukraine« erklärten Politikern, Journalisten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens mit deren illegal durch Hacking und Phishing erbeuteten persönlichen Daten. Wer dort landet, gilt praktisch als vogelfrei, ist Drohungen, Schikanen und physischen Attacken ausgesetzt und schwebt sogar in Lebensgefahr – wiederholt kam es zu Morden. Der Berater des ukrainischen Innenministeriums Anton Geraschtschenko ist nach eigenen Angaben Miturheber von Myrotvorets, der SBU Partner des Projekts, die Neonazigruppe C14 laut ihres Anführers sogar inkorporiert.
Die OSZE und internationale NGOs zum Schutz der Pressefreiheit, wie das Committee to Protect Journalists, äußerten sich noch vor einigen Jahren sehr besorgt über die permanente Gefahr, in der unerwünschte Medienvertreter und Personen mit regierungskritischen Meinungen in der Ukraine schweben, und forderten ein Ende der Repression. Vergeblich. Myrotvorets wird bis heute betrieben und agiert seit dem Angriff Russlands noch aggressiver als zuvor. Die Proteste sind mittlerweile verstummt. Das gilt auch für die eindringlichen Warnungen von europäischen und US-amerikanischen Denkfabriken vor der stetigen Ausweitung des Machtbereichs militanter Faschisten in der Ukraine: Besorgniserregend seien nicht die Wahlchancen der Rechten – dass diese eher gering sind, ist gegenwärtig das am beharrlichsten in Anschlag gebrachte Argument, mit dem das Establishment westlicher Politik und Medien den Faschismus in der Ukraine verschleiern. Das Problem sei »vielmehr die mangelnde Bereitschaft oder Unfähigkeit des Staates, gewalttätigen Gruppen entgegenzutreten, deren Straffreiheit zu beenden« und sein Gewaltmonopol durchzusetzen, hatte noch 2018 der Atlantic Council kritisiert, der dem Pentagon und der Rüstungslobby nahesteht.
Fetisch des Untergangs
Deutschland wie die anderen EU- und NATO-Länder finanzieren und rüsten seit Jahren denselben mörderischen Faschismus im dunkeln hoch, den sie in Yad Vashem und in der Gedenkstätte Auschwitz, bevorzugt im Scheinwerferlicht der Weltpresse, mit großen Gesten verurteilen. Das kann nur diejenigen verwundern, die sich die neoliberale Ideologie zu eigen gemacht und die zentrale Erkenntnis über sein Wesen vergessen haben: Faschismus ist »nacktester, frechster, erdrückendster und betrügerischster Kapitalismus«, wie es in Brechts »Fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit« heißt. Genau als solcher ist er allen lieb und teuer, denen der Rechte Sektor, »Asow« und deren Komplizen in der Kiewer Regierung den lang gehegten Wunsch erfüllten, die sozialistische Linke und alles auszumerzen, was in der Ukraine von der Sowjetunion geblieben war. Allemal Rheinmetall und andere Konzerne, die schon am Zweiten Weltkrieg prächtig verdient haben und nichts mehr herbeisehnen, als dass es wieder zum totalen und finalen Krieg gegen Moskau kommt. Dieser lässt sich perfekt mit den als »Freiheitskämpfer« verklärten ukrainischen Nazis ästhetisieren, die im Asow-Stahlwerk mit einigem Erfolg die instrumentelle Vernunft der Profiteure, denen sie als Klassenkrieger dienen, mit der Irrationalität eines neuen »unsterblichen Mythos« überblendet haben. Denn niemand kann den Fetisch des Untergangs eindrucksvoller zelebrieren als die politischen Nachkommen derer, die einst an der Seite von Himmlers »Rassekriegern« die Schwarze Sonne anbeteten.
Der Beitrag erschien zuerst Anfang Mai auf dem Webportal hintergrund.de, dort mit einem umfangreichen Fußnotenapparat, der hier aus Platzgründen wegfallen musste.
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The very beginning of sunset during extreme haze.
Coucher de soleil
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Sonnenuntergang
Als Sonnenuntergang bezeichnet man sowohl das Verschwinden (Untergang) der Sonne unter dem Horizont als auch den Zeitpunkt dieses täglichen Phänomens im Sonnenlauf sowie die Himmelserscheinung als solche mit all ihren Phänomenen. Auf den Sonnenuntergang folgt die Zeit der Abenddämmerung, die je nach geografischer Breite unterschiedlich lang ist. Obwohl der Sonnenuntergang in einigen Kulturen, beispielsweise bei den alten Germanen, im Judentum und im Islam, den Tagesbeginn markiert(e), beginnt der bürgerliche Tag (auf internationaler Ebene) um Mitternacht.
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Der wahre Sonnenuntergang ist der Moment, an dem die Oberkante der Sonnenscheibe den wahren Horizont unterschreitet. Der wahre Horizont, auch als geozentrische Horizontalebene bekannt, ist die senkrecht zum Lot des Beobachters stehende, durch den Erdmittelpunkt verlaufende Ebene.
In diesem Moment ist zwischen Sonne und Horizont ein Abstand von etwa 2/3 ihres Durchmessers zu sehen.
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Sunset, also known as sundown, is the daily disappearance of the Sun below the horizon due to Earth's rotation.
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As a ray of white sunlight travels through the atmosphere to an observer, some of the colors are scattered out of the beam by air molecules and airborne particles, changing the final color of the beam the viewer sees. Because the shorter wavelength components, such as blue and green, scatter more strongly, these colors are preferentially removed from the beam.
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Während ein weißer Sonnenstrahl durch die Atmosphäre zum Betrachter gelangt, werden einige Farben durch Luftmoleküle und Partikel aus dem Strahl gestreut, wodurch sich die endgültige Farbe des Strahls ändert, den der Betrachter sieht. The very beginning of sunset
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Da die Komponenten mit kürzerer Wellenlänge, wie z. B. Blau und Grün, stärker streuen, werden diese Farben vorzugsweise aus dem Strahl entfernt.
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Sunset colors are typically more brilliant than sunrise colors, because the evening air contains more particles than morning air.
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Sonnenuntergangsfarben sind in der Regel brillanter als Sonnenaufgangsfarben, da die Abendluft mehr Partikel enthält als die Morgenluft.
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edition by Photoshop
Android
Canon PowerShot SX70 HS
Date and Time (Digitized) -
2019:08:29
20:07:15
ƒ/8.0
188.0 mm aka 100 mm
1/125
ISO 100
Dunst entfernt
klarer
schärfer
farbiges Rauschen korrigiert
Komischerweise hat die SX60 und SX70 kein eigenes Sonnenuntergang (SCN sunset, sunrise) Szenen-programm mehr.
Schon die SX1 hatte ein fantastisches SZN Programm für Sonnenuntergang.
Es hat etwas gedauert diese Technick der SX70 beizubringen.
Zum Glück gibt es das Selfie Programm.
Canon PowerShot SX70 HS
Da kann man wie bei einer DSLR per Info button,
Hintergrundschärfe,
Helligkeit und
Rauschen einstellen.
Die Einstellungen bleiben erhalten.
Der Fokus wird per grünen Rechecken eingeblendet.
Blenden Erweiterung über F8 bei sehr großer Helligkeit
bis F11, F16, .. F22, etc.
Leider erwähnt dies Canon nirgends explizit.
Canon Powershot SX70 HS
Canon Powershot SX70 HS
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Faktencheck: Wie sicher sind die Impfungen?
Eine Auswertung amtlicher Zahlen aus den USA und der EU zeigt: Bei den neuartigen mRNA-Präparaten sind die Risiken für Nebenwirkungen im Vergleich zur Grippeschutzimpfung relativ pro behandelter Person je nach Nebenwirkung 20 bis 400-fach erhöht. Das Risiko von Fehlgeburten bei Schwangeren ist 300-fach erhöht. Von Regierungen und Gesundheitsbehörden werden die alarmierenden Zahlen ignoriert.
(KARSTEN MONTAG, 22. Dezember 2021, multipolar-magazin.de/artikel/faktencheck-sicherheit-impf...)
Vorbemerkung der Redaktion: Der erste Teil dieses Faktenchecks (multipolar-magazin.de/artikel/faktencheck-wirksamkeit-imp...), der sich mit der unbelegten Wirksamkeit der neuen Präparate und der mangelhaften diesbezüglichen Datenerhebung durch das Robert Koch-Institut befasst, wurde am 21.12. veröffentlicht. Zur Sicherheit der Stoffe publizierte Multipolar darüberhinaus im November eine Analyse der amtlichen Zahlen, die sich auf die Situation in Deutschland bezieht: multipolar-magazin.de/artikel/sicherheitsbericht-todesfal... Im vorliegenden Faktencheck ist der Fokus auf die EU und die USA erweitert.
Sowohl die oberste Gesundheitsbehörde der USA, die Centers for Disease Control and Prevention (CDC), als auch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) sammeln Meldungen zu Verdachtsfällen von Nebenwirkungen durch Impfungen in eigenen Datenbanken. In den USA ist dies das Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS), und in der EU die Europäische Datenbank gemeldeter Verdachtsfälle von Arzneimittelnebenwirkungen.
Um zu verdeutlichen, welche Gefahren möglicherweise von den COVID-19-Impfungen – die aus medizinischer Sicht Gentherapien entsprechen –, ausgehen, eignet sich der Vergleich mit einer anderen Impfung, die jährlich verabreicht wird und deren Impfquote ähnlich hoch ist wie bei der COVID-19-Impfung: die Grippeschutzimpfung. In den USA lag die Quote der Impfungen gegen die Influenza in der Grippesaison 2020/21 bei 52,1 Prozent, und aktuell liegt die Quote der mindestens einmal verabreichten COVID-19-Impfung bei 73 Prozent. Analog für die Europäische Union liegt die Quote für die Grippeschutzimpfung bei circa 43 Prozent und die Quote für die mindestens einmal verabreichten COVID-19-Impfungen bei 72 Prozent.
Anhand der Nebenwirkungen aus den Datenbanken sowie den Impfquoten lassen sich die jeweiligen Impfnebenwirkungen je 10 Millionen Geimpfte gegenüberstellen. Die folgende Abbildung zeigt die Impfnebenwirkungsereignisse wie Praxisbesuche, Krankenhauseinlieferungen und Todesfälle in den USA.
Abbildung 1: (für größere Darstellung hier klicken) Eigene Darstellung, Quelle: The Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS), Stand: 10.12.2021
Deutlich zu erkennen ist die im Vergleich zur Grippeschutzimpfung um den Faktor 30 bis 90 höhere Anzahl von Verdachtsfällen (90 mal mehr Krankenhauseinlieferungen, 75 mal mehr lebensbedrohliche Ereignisse). Ähnlich sieht es beim Vergleich der Nebenwirkungen selbst aus.
Abbildung 2: (für größere Darstellung hier klicken) Eigene Darstellung, Quelle: The Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS), Stand: 10.12.2021
Hier liegt die Anzahl der Verdachtsfälle um den Faktor 21 bis 133 höher als bei der Grippeschutzimpfung (zum Beispiel 90 mal mehr Fälle von Atemnot). Die Fälle von Nebenwirkungen aus der Europäischen Datenbank gemeldeter Verdachtsfälle von Arzneimittelnebenwirkungen bestätigen die Zahlen aus den USA.
Abbildung 3: (für größere Darstellung hier klicken) Eigene Darstellung, Quelle: Europäische Datenbank gemeldeter Verdachtsfälle von Arzneimittelnebenwirkungen, Stand: 18.12.2021
Im Europäischen Wirtschaftsraum liegt die Anzahl der Verdachtsfälle sogar um den Faktor 25 bis 400 höher als bei der Grippeschutzimpfung (über 200 mal mehr Fälle von Atemnot, über 400 mal mehr Fälle von Schüttelfrost).
Obwohl die Verdachtsfälle von Nebenwirkungen explizit erhoben werden, um von verantwortlichen Regulierungsbehörden bei der Prüfung der Sicherheit eines Arzneimittels herangezogen zu werden, finden sie sich kaum in den Studien zur Sicherheit der COVID-19-Impfstoffe wieder. Dies soll im Folgenden anhand einer auffallend hohen Anzahl von Fehlgeburten nach der COVID-19-Impfung näher dargestellt werden.
Fehlgeburtsrisiko 300-fach erhöht
Insgesamt wurden seit Beginn der Impfungen in den USA 1.167 Verdachtsfälle von Fehlgeburten nach einer COVID-19-Impfung sowie 1.930 Fälle in Europa gemeldet.
Abbildung 4: Eigene Darstellung, Quellen: The Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS), Stand: 26.11.2021; Europäische Datenbank gemeldeter Verdachtsfälle von Arzneimittelnebenwirkungen, Stand: 04.12.2021
In den USA wurden 2019 circa 3,75 Millionen Kinder geboren. Rechnet man noch die Fehlgeburten, die jährlich bei 11 bis 16 Prozent aller Schwangerschaften auftreten, hinzu, ergeben sich aktuell etwa 4,5 Millionen Schwangerschaften pro Jahr. Gemäß der obersten Gesundheitsbehörde CDC sind 35 Prozent der schwangeren Frauen vor oder während der Schwangerschaft doppelt gegen COVID-19 geimpft worden. Bei circa 1,5 Millionen doppelt geimpften Schwangeren ergeben 1.167 Verdachtsfälle einer Fehlgeburt durch die Impfung ein potentielles Risiko von circa 0,1 Prozent.
Im Vergleich dazu wurden in den USA im Jahr 2020 nur sieben Verdachtsfälle einer Fehlgeburt nach einer Grippeschutzimpfung gemeldet. Bei einer Impfquote der schwangeren Frauen von 61 Prozent liegt das Risiko eines Verdachtsfalls einer Fehlgeburt nach einer Grippeschutzimpfung lediglich bei 0,0003 Prozent und damit 300-fach unter demjenigen nach einer COVID-19-Impfung.
Abbildung 5: Eigene Darstellung, Quelle: The Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS), Stand: 26.11.2021
In Europa wurden nach einer Grippeschutzimpfung im Jahr 2020 lediglich zwei Verdachtsfälle einer Fehlgeburt gemeldet. Somit bestätigt sich das geringe Risiko von Verdachtsfällen einer Fehlgeburt nach Grippeschutzimpfungen auch durch die Zahlen in Europa.
Studien können den Verdacht des erhöhten Fehlgeburtsrisikos nicht entkräften
Mehrere Forschergruppen sind der Frage nachgegangen, ob eine COVID-19-Impfung vor oder während der Schwangerschaft die Gefahr einer Fehlgeburt erhöht. Ihre Studien vergleichen die Fehlgeburten von geimpften Schwangeren mit denen von nicht geimpften Schwangeren. Aufgrund des relativ hohen allgemeinen Risikos einer Fehlgeburt von 11 bis 16 Prozent in den ersten 20 Wochen geht das aus der VAERS-Datenbank ermittelte Risiko nach einer Impfung von 0,1 Prozent selbst in einer Studie mit sehr vielen Teilnehmerinnen unter.
Die von Elyse O. Kharbanda et al. im September 2021 veröffentlichte Studie „Spontaneous Abortion Following COVID-19 Vaccination During Pregnancy“ (zu Deutsch: „Fehlgeburten nach einer COVID-19-Impfung während der Schwangerschaft“) hat 105.446 individuelle Schwangerschaften im Zeitraum zwischen Ende 2020 und Mitte 2021 untersucht. Davon sind 13.160 als Fehlgeburten geendet. Das sich daraus ergebene Risiko für eine Fehlgeburt von 12,5 Prozent liegt im Rahmen des allgemeinen Risikos einer Fehlgeburt von 11 bis 16 Prozent.
Leider ist der Studie nicht die Anzahl der Fehlgeburten von individuellen Schwangerschaften mit COVID-19-Impfungen zu entnehmen. Stattdessen wurden Schwangerschaften in jeweils vierwöchigen Zeitabschnitten beobachtet, so dass doppelte Zählungen über den gesamten Beobachtungszeitraum auftreten. Das macht es unmöglich, das tatsächliche Risiko einer Fehlgeburt in der Gruppe der geimpften Schwangeren zu berechnen. Zwar stellt die Studie am Ende fest, dass das Risiko einer Fehlgeburt nach einer COVID-19-Impfung über alle Teilnehmerinnen minimal höher sein soll als ohne. Jedoch sei dies durch die unterschiedliche Altersstruktur der Teilnehmerinnen in der geimpften und ungeimpften Gruppe erklärbar.
Zu erwähnen ist, dass drei der Co-Autoren der Studie für den Pharmakonzern Pfizer tätig waren oder Forschungsgelder von dem Unternehmen erhalten haben.
Die Studie von Lauren Head Zauche et al. „Receipt of mRNA COVID-19 vaccines preconception and during pregnancy and risk of self-reported spontaneous abortions“ (zu Deutsch: „Erhalt von mRNA COVID-19-Impfungen vor der Empfängnis und während der Schwangerschaft und das Risiko einer selbst gemeldeten Fehlgeburt“) vom August 2021 basiert auf Daten aus einem Smartphone-basierten CDC-Projekt namens „v-safe“ mit freiwilligen Teilnehmern und hat mit einer enorm großen Dunkelziffer hinsichtlich des Schwangerschaftsstatus von 253 der ursprünglich 2.456 teilnehmenden geimpften Schwangeren nach 20 Wochen zu kämpfen. Mit einem unsicheren Anteil von über zehn Prozent lässt sich ein vermutlich um 0,1 Prozent erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt nach einer COVID-19-Impfung nicht ausfindig machen.
Auch die bereits im Juni 2020 von Tom T. Shimabukuro et al. veröffentlichte Studie „Preliminary Findings of mRNA Covid-19 Vaccine Safety in Pregnant Persons“ (zu Deutsch: „Vorläufige Ergebnisse zur Sicherheit von mRNA-Covid-19-Impfstoffen bei Schwangeren“) basiert auf den Daten des Projektes v-safe. Von 5.230 geimpften Schwangeren konnte der Schwangerschaftsstatus von 912 am Ende des Beobachtungszeitraums nicht ermittelt werden. Dies entspricht einer Unsicherheit von 17 Prozent.
Bemerkenswert ist, dass keine der Studien zu diesem Thema der im Vergleich zu anderen Impfstoffen außerordentlich hohen Anzahl von gemeldeten Fehlgeburten nachgeht, geschweige denn diese überhaupt erwähnt.
Im Bericht über Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Komplikationen nach der COVID-19-Impfung des Paul-Ehrlich-Instituts vom 26. Oktober 2021 verweisen die Autoren hinsichtlich der Sicherheit von Impfungen von Schwangeren auf die gemeinsame Studie des Instituts mit dem Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryotoxikologie der Charité in Berlin. Wie in den Studien aus en USA werden Häufigkeiten unerwünschter Ereignisse zwischen geimpften und nicht-geimpften Teilnehmern verglichen. Zwar sind noch keine Ergebnisse verfügbar, jedoch ist davon auszugehen, dass aufgrund des hohen allgemeinen Risikos einer Fehlgeburt in den ersten 20 Wochen einer Schwangerschaft auch von dieser Studie keine signifikanten Erkenntnisse zu Fehlgeburten nach einer COVID-19-Impfung zu erwarten sind.
Grundannahmen zur Pandemie bleiben fraglich
Bei allen Diskussionen um Lockdowns, 3G- und 2G-Regelungen sowie Pflichtimpfungen darf man eines niemals vergessen: Bis heute ist nicht eindeutig erwiesen, dass es aufgrund von COVID-19 in Deutschland zu einer außerordentlichen Belastung des Gesundheitssystems und höheren Sterbefallzahlen gekommen ist. Die Auswertungen der Abrechnungsdaten der Krankenhäuser haben gezeigt, dass es in Deutschland seit Beginn der Corona-Krise Anfang 2020 zu einer Rekordunterauslastung der Krankenhäuser gekommen ist. Auch die Auswertung der wöchentlichen Sterbefallzahlen der letzten 19 Jahre zeigt keinen außerordentlichen und unerwarteten Anstieg der Sterbefälle in Deutschland.
Abbildung 6: (für größere Darstellung hier klicken) Eigene Darstellung, Quelle: Statistisches Amt der Europäischen Union, Stand: 19.12.2021
Aus Abbildung 6 lassen sich drei Schlüsse ziehen:
Erstens steigt die Anzahl der Sterbefälle in Deutschland seit Anfang der 2000er Jahre kontinuierlich an. Auch die kurzfristigen Spitzen während der Grippesaisons werden höher. Dies liegt jedoch nicht an schwereren Krankheitswellen, sondern an einer anhaltenden Überalterung der deutschen Gesellschaft.
Zweitens kann man an dem Anstieg der Sterbefallzahlen im Winter 2020/21 erkennen, dass die Lockdowns ganz offensichtlich kaum einen senkenden Einfluss auf das Sterbegeschehen in Deutschland hatten.
Drittens lässt sich am aktuellen Anstieg der Sterbefallzahlen ablesen, dass auch die Impfungen keine entlastenden Auswirkungen auf das Sterbegeschehen haben. Bei einer Impfquote von über 88 Prozent unter den über 60-jährigen, die den Großteil der Sterbefälle ausmachen, hätte man bei einer hohen Impfeffektivität eine deutliche Auswirkung auf die Sterbefallzahlen in Deutschland erwarten können.
Diese einfachen Schlüsse reichen im Grunde aus, um zu erkennen, wie unangebracht und wenig wirksam die deutsche Coronapolitik ist. Stattdessen werden Menschen, die aufgrund ihres Alters und Gesundheitszustandes kaum etwas von der Krankheit befürchten müssen, sowie auch ungeborenes Leben den nicht ausreichend erforschten Risiken von nur bedingt zugelassenen, neuartigen Präparaten ausgesetzt.
Über den Autor: Karsten Montag, Jahrgang 1968, hat Maschinenbau an der RWTH Aachen, Philosophie, Geschichte und Physik an der Universität in Köln sowie Bildungswissenschaften in Hagen studiert. Er war viele Jahre Mitarbeiter einer gewerkschaftsnahen Unternehmensberatung, zuletzt Abteilungs- und Projektleiter in einer Softwarefirma, die ein Energiedatenmanagement- und Abrechnungssystem für den Energiehandel hergestellt und vertrieben hat. Er ist regelmäßiger Autor für Multipolar. Seine im Oktober hier veröffentlichten Recherchen zu den Abrechnungsdaten der Krankenkassen mit Blick auf COVID-19 wurden von verschiedenen Medien aufgegriffen.
Weitere Artikel zum Thema:
Faktencheck: Wie wirksam sind die Impfungen? (Karsten Montag, 21.12.2021)
Faktencheck: Sind die mRNA-Injektionen Impfungen oder Gentherapie? (Paul Schreyer, 3.12.2021)
Neue Krankenhausdaten und Studien zeigen: Triftige Gründe für eine Impfpflicht fehlen (Karsten Montag, 25.11.2021)
Immunologische Schubumkehr (Bert Ehgartner, 10.11.2021)
Neuer Sicherheitsbericht: 54 mal mehr Todesfallmeldungen bei Corona-Vakzinen als bei allen anderen Impfungen zusammen (Susan Bonath, 4.11.2021)
Abrechnungsdaten der Krankenkassen: Nur jeder zweite „Corona-Patient“ wegen Corona-Verdacht im Krankenhaus (Karsten Montag, 30.10.2021)
„Traurige Realität“: Mangelhafte Überwachung der Impf-Nebenwirkungen (Tilo Gräser, 23.6.2021)
Wie erwartbare Sterbefälle und Krankenhausbelegungen zur COVID-19-Notlage erklärt werden (Karsten Montag, 24.5.2021)
Warum die Corona-Todeszahlen in ganz Europa nicht plausibel sind (Karsten Montag, 29.4.2021)
Betrugsverdacht: Warum die Todeszahlen des Robert Koch-Instituts nicht plausibel sind (Karsten Montag, 16.4.2021)
Wurde vom Paul-Ehrlich-Institut eine gefährliche Nebenwirkung der Impfung ausgeblendet? (Wolfgang Wodarg, 21.2.2021)
Zweifel an Wirksamkeit des Impfstoffs: Ministerium weicht aus, Medien schweigen (Paul Schreyer, 22.1.2021)
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HELENE BELLIS, 22. Dezember 2021, 20:20 UHR
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Es verwundert mich ein wenig, daß nur so wenige Studien über Schwangere bezüglich der »Corona-Impfung« vorliegen sollen. In der Epoch Times gab es vor wenigen Wochen einen interessanten Artikel zum Thema. Als ich diesen gerade eben aufgerufen habe, durfte ich feststellen, daß die Autoren der Studie, die einen sehr hohen Anteil spontaner Schwangerschaftsabbrüche festgestellt hatten, genötigt wurden, ihre Studie zurückzuziehen. Unten der Link zum ursprünglichen Artikel sowie die Infos zur Stallorder. Der Vorgesetzte (?) der beiden Autoren schrieb tatsächlich:
„Ich unternehme den außergewöhnlichen Schritt, […] eine jüngste Veröffentlichung eines Mitarbeiters öffentlich zu kritisieren, weil dieser Artikel in der Öffentlichkeit für Furore gesorgt hat, und um den Mitarbeitern zu bestätigen, dass ich mit den Ergebnissen des Artikels nicht einverstanden bin“, schrieb Prof. Scragg in seinem „regulären COVID-Newsletter“.
Heutzutage muß also jeder mit den Ergebnissen einer Studie einverstanden sein, weil sie ansonsten nicht veröffentlicht wird? Und für Furore sorgen geht auch nicht? Heiße Zeiten.
www.epochtimes.de/gesundheit/bis-zu-90-prozent-fehlgeburt...
JÖRG G, 23. Dezember 2021, 08:50 UHR
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In den Berichten der letzten Monaten ist meiner Beobachtung nach die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des RKI aus dem Fokus der Berichterstattung geraten. Nach wie vor gibt es auf der Seite [1] wöchentliche Berichte mit den für Deutschland repräsentativen Zahlen der akuten Atemwegserkrankungen (ARE). Neben der Inzidenz der ARE (unabhängig von verursachendem Erreger) die permanent um ein Vielfaches höher liegt, als die Covid-19-Inzidenz (und hier sind gewiss nicht alle Infektionen „akut“) zeigt der Bericht, welche Viren prozentual beteiligt sind. Der aktuelle Wochenbericht (KW50) zeigt, dass SARS-CoV-2 nur in 7% der untersuchten Proben von ARE-Patienten zu finden ist.
Alle schauen wie gebannt nur auf Covid-19. Wie oben gezeigt, macht Covid-19 aber nur einen Bruchteil der ARE aus. Auch beim Vergleich von Geimpften und Ungeimpften wird nur auf Covid-19 geschaut. Einem Menschen ist es doch aber egal, was seine ARE verursacht. Es ist durchaus möglich, dass Geimpfte einen besseren Schutz gegen schwere Verläufe (verursacht durch SARS-CoV-2) haben, gleichzeitig aber anfälliger für ARE durch andere Erreger sind, weil ihr Immunsystem durch die Impfung geschwächt wurde. Bei der aktuellen Fokussierung auf Covid-19, würde das aber nicht auffallen. Es ist dringend notwendig, Geimpfte und Ungeimpfte in Bezug auf das Risiko von ARE allgemein zu vergleichen. Noch weiter gefasst wäre es natürlich notwendig, Geimpfte und Ungeimpfte in Bezug auf schwere Erkrankungen und Tod ganz allgemein zu vergleichen. Leider konzentrieren sich die Sicherheitsstudien der Gen-Präparate hauptsächlich auf Covid-19-Endpunkte und nicht auf Krankheit und Tod allgemein.
Hinweise, dass die Impfung (trotz eines gewissen, zeitlich beschränkten Schutzes vor schwerem Covid-19) das allgemeine Sterberisiko erhöht, gibt es allerdings aus seriösen Quellen:
– Daten aus dem Britischen Office for National Statistics zeigen eine erhöhte Sterblichkeit bei Geimpften [2]
– In einer Studie von Pfizer [3] zur Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs zeigt sich, dass zwar weniger Geimpfte an Covid-19 versterben, aber in Summe (unabhängig von Ursache) mehr Geimpfte versterben, als Ungeimpfte. Als Video die Erläuterungen hier: [4]
– Die Übersterblichkeit nimmt in diesem Jahr in vielen Ländern parallel zur Impfkampagne zu [5] [6] [7] – auch bei jüngeren Altersgruppen [8].
[1] influenza.rki.de/wochenberichte.aspx
[2] sciencefiles.org/2021/12/13/vaccination-kills-erschrecken...
[3] www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2110345
[4] alschner-klartext.de/2021/12/12/was-sagen-die-pfizer-date...
[5] www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20212/die-ueber...
[6] sciencefiles.org/2021/12/16/mit-covid-19-impfung-steigt-d...
[7] tkp.at/2021/12/11/uebersterblichkeit-durch-impfung-in-oes...
[8] de.rt.com/meinung/128273-wachsende-uebersterblichkeit-nun...
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German:
Historische Bücher in der Stiftsbibliothek St. Gallen.
Auf Anfrage haben wir freundlicherweise die Genehmigung erhalten, diesen einzigartigen Barocksaal in unserem Heimatkanton zu fotografieren. Die Bilder unterliegen striktem Copyright. Jegliche Weiterverwendung ohne schriftliche Erlaubnis ist explizit untersagt. Bei Interesse kontaktieren Sie mich bitte.
English:
Historic books in the abbey library St. Gallen.
www.stibi.ch/en-us/museum/portrait/baroquehall.aspx
On request we obtained the friendly permission to shoot in this unique historic baroque hall in our home canton. The pictures are strictly protected by copyright. Any further use without written permission is prohibited. In case of interest, please contact me.
Das Land der Gegensätze.
So weit das Auge sehen kann schwarze Lavasandwüste. Unwirtlich kalt und leblos. Nur die grün bewachsenen "Hügel" erheben sich als kontrastreiche kleine Oasen aus der sonst so tristen Umgebung.
Anmerkungen \\ Copyright
Keines meiner Bilder darf ohne explizite Zustimmung verwendet, oder weitergegeben werden
© mbofotografie (Maik Bolbeth)
German:
Historische Bücher in der Stiftsbibliothek St. Gallen.
Auf Anfrage haben wir freundlicherweise die Genehmigung erhalten, diesen einzigartigen Barocksaal in unserem Heimatkanton zu fotografieren. Die Bilder unterliegen striktem Copyright. Jegliche Weiterverwendung ohne schriftliche Erlaubnis ist explizit untersagt. Bei Interesse kontaktieren Sie mich bitte.
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Zumindest sagt man Brennnesseln diese positive Wirkung durch das bei Kontakt mit der Haut in den Körper gelangende Acetylcholin nach. Also möglichst mit nackten Beinen darauf sitzen - mehr entblößte Körperteile will ich hier nicht explizit aufführen...
Scan Fujifilm Expired 2015 und Minolta XG-1
36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz am 30. Oktober 2010 in der Rheingoldhalle Mainz
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Oktober 1917 - Oktober 2017: Eine Ausstellung in Berlin zur Revolution von 1917 (bis 15.04.2018)
Von Alexander Reich, Christof Meueler und Peter Merg in www.jungewelt.de/
Das Deutsche Historische Museum in Berlin gratuliert der Oktoberrevolution zum Hundertsten: »1917. Revolution. Russland und Europa« heißt die Ausstellung, Kuratorin Kristiane Janeke ist seit ungefähr zweieinhalb Jahren mit ihr befasst. Eröffnung war am vergangenen Mittwoch, aber Janeke ist noch mitten drin. Zum Beispiel fehlt noch die Legende zum Höhepunkt der Ausstellung, einem großen Wimmelgemälde in Öl von Isaak Brodski, das den Zweiten -Kominternkongress von 1920 zeigt.
Nicht alles funktioniert schon, wie es soll, anderes fällt schon wieder aus. Im Eingangsbereich sollte ein Bildschirm nicht blau sein, zwei andere sind leider schwarz. Die übrigen zeigen Talking heads. Marianne Birthler ist überraschend prominent plaziert, beim Anblick von Andrej Hermlin käme man nicht auf Swing-Band-Leader, und Wladimir Kaminer ist mal wieder ganz schön lässig. Man erwartet gesteigerten Antikommunismus, aber der ist in der Ausstellung doch sehr gedämpft. Die Kuratorinnen Janeke und Julia Franke haben sichtlich damit gerungen, dem Verhältnis von Befreiungsutopie und Gewalt gerecht zu werden, das sie linksliberal nur als »ambivalentes«, nicht als dialektisch vermitteltes denken möchten.
Pflastersteine
Im ersten Raum liegt eine Handvoll Pflastersteine in einer Vitrine. Wie sehr viele Exponate Leihgaben des Staatlichen Historischen Museums in Moskau. Die Steine seien in der Revolution 1905 in Moskau zum Einsatz gekommen, erklärt Janeke, im Arbeiterviertel Krasnaja Presnja. Dann zeigt sie auf ein Stück Stahl des Panzerkreuzers »Potemkin« an der Wand gegenüber. Hier macht die gute alte Gewalt durchaus den freundlichen Eindruck einer »Geburtshelferin jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht« (Friedrich Engels).
Es geht dann vorbei an einem »DDR-Souvenir« (Janeke) hinter Panzerglas, wunderschön ausgeleuchtet: einem kleinen Holzmodell des Gebäudes in Minsk, in dem 1898 der Erste Parteitag der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands stattfand. Vorher sah man Bilder der hungernden Landbevölkerung und eine Fotografie der Zarenfamilie, in der ab und an geisterhaft der Kopf von Karl Marx aufleuchtet, wie bei einem Computerspiel. Später sieht man eine grüne Fahne der russischen Armee, die Soldaten nach der Oktoberrevolution verändert haben: Bei der Parole »Für Glück, Zar und Vaterland« ist das Wort »Zar« mit einem Stück aus roten Stoff überklebt. Die Revolution beendete den Krieg, doch dann wurde ihr ein neuer aufgezwungen. Kaum waren die Bolschewiki an der Macht, kämpften sie mit der von Leo Trotzki geführten Roten Armee gegen die »Weißen«, gegen monarchistische Truppen, die von Großbritannien, Frankreich, den USA und Japan, den alten Verbündeten des Zarenreichs, unterstützt wurden. Mit acht bis zehn Millionen Toten hatte Russland im Bürgerkrieg mehr Opfer zu beklagen als im Ersten Weltkrieg. Am Ende stand die Gründung der Sowjetunion: am 31. Dezember 1922.
Antisemitismus
Auf einem Propagandaplakat der Weißen von 1919 thront ein teuflisch roter Trotzki mit Hakennase und Davidstern an einer Goldkette über einem Berg von Totenschädeln, während »asiatisch« aussehende Soldaten einen Gefangenen malträtieren, der an Jesus erinnert. Eine der Stärken der Ausstellung ist es herauszustellen, wie sich nach dem Beginn der Revolution in ganz Europa Antikommunismus mit Antisemitismus und Rassismus verband. Dagegen heißt es auf einem Plakat der KPÖ von 1920: »Stärkt die rote Welle!« Sie kommt aus Russland und strömt nach Mittel- und Westeuropa, wo sich die neuen kommunistischen Parteien bilden, deren Mitgliederzahlen in die Höhe schießen.
In der Ausstellung gibt es schiefe Wände, überall Zacken und gebrochene Schrifttafeln, »Keile«, sagt Janeke – was die Aufmachung angeht, haben sich die Macher an El Lissitzky orientiert. Auf der Tafel neben der Reproduktion seines Plakates »Schlag die Weißen mit dem Roten Keil« (1920) ist das ausdrücklich so vermerkt: »Seine Formen des Keils und des Kreises nimmt die Ausstellung in ihrer Architektur auf.« Überhaupt hat sie einen klar kulturhistorischen Schwerpunkt mit Beispielen aus avantgardistischer Malerei, Film, Literatur und Design. Um ihre Vorstellungen auch in die letzten Winkel des riesigen Landes zu tragen, setzten die Bolschewiki auf Bildung. Sie bekämpften den Analphabetismus, veranstalteten Straßentheater und setzten Agitationszüge als mobile Bibliotheken in Bewegung.
Und doch kommen die gewaltigen Auswirkungen der Revolution auf den Alltag zu kurz. Inwiefern die »Massen« von der neuen Ordnung profitierten, die in ihrem Namen aufgebaut wurde, wird weitgehend ausgespart. Statt dessen werden die Retuschen und Bildfälschungen der beginnenden Stalin-Zeit thematisiert, einmal mehr gibt es das Foto von Lenins Ansprache an die Rotarmisten auf dem Moskauer Swerdlow-Platz im Mai 1920, im Original mit Leo Trotzki und Lew Kamenew an der Tribüne, dann ohne sie.
Heutzutage interessanter sind die Fluchtbewegungen des alten Herrschaftsapparates nach seiner Niederlage. Zu Hunderttausenden verließen sie das Land, die Angehörigen der Aristokratie, des Militärs, des Bürgertums und der konservativen Intelligenz. Zu sehen ist der »Nansen-Pass«, den der Völkerbund 1922 als Reisedokument für Staatenlose explizit aus diesem Anlass einführte – hier ausgestellt für die Schauspielerin Tamara Matul, die spätere Lebensgefährtin von Rudolf Sieber, dem Ehemann von Marlene Dietrich.
Im Kollektiv
Der erwartbare Lenin-Kult findet nicht statt. Neben ein paar Büsten in einer Vitrine wird er nur auf einer kleinen Sammlung sowjetischer Briefmarken herausgestellt. Laut Kuratorin Franke ist er die weltweit meistabgebildete Person auf Briefmarken. Die Ausstellung betont mehr das Kollektiv der Bolschewiki. So auch auf dem anfangs erwähnten Wimmelbild, das Isaak Brodski 1924 nach vierjähriger Arbeit fertigstellte. Lenin eröffnet 1920 in Petrograd den Zweiten Kominternkongress inmitten von 600 Delegierten, die allesamt porträtiert sind. Von ihnen hätten »die russischen Kollegen« bislang 580 historischen Personen zugeordnet, sagt Janeke. Die Bildlegende, die noch kommen soll, wird nicht vollständig sein können. »Vielleicht 20« Teilnehmer könne man vorstellen, sagt Janeke und zeigt erst auf den Vertreter der indischen KP, dann auf Clara Zetkin, die in einem Filmschnipsel ein paar Meter weiter mit einem toten Fuchs um dem Hals einen bejubelten Auftritt vor Arbeitern hat. Auf dem Podium hinter Lenin sitzen Karl Radek, Grigori Sinowjew, John Reed, in der Menge lauscht ihm u. a. Béla Kun, dessen Reiseschreibmaschine (Ungarisch) aus dem sowjetischen Exil in der Ausstellung zu sehen ist. Alexandra Kollontai lehnt im Hintergrund an einer Säule. Joseph Stalin und am äußersten rechten Bildrand Feliks Dzierzynski blicken den Betrachter an.
Zum Elend der Vermittlung gehören die Stationen in »Leichter Sprache«. »Bolschewik« wird da »Bolsche*wik« geschrieben. Weil es ein Fremdwort ist, erklärt Janeke. Das darf nur zwei Silben haben, sonst können die Leute das nicht mehr aufnehmen. Während die Revolutionäre den Ärmsten noch in großen Kampagnen Lesen und Schreiben beibrachten, kämpfen die Berliner Kuratorinnen mit den neuen Lese- und Konzentrationsschwächen. Experten haben die Texte »leicht« formuliert, auch die depressive Schlussbemerkung im vorletzten Raum:
»In Russland denken heute einige Menschen lieber an den Zaren als an die Revolution. Denn der Zar war sehr mächtig und hatte ein großes Reich. Einige Menschen sagen:
– Die Revolution hat die Menschen voneinander getrennt.
– Die Revolution hat viel Unordnung gebracht.
Diese Menschen wollen keine Revolution mehr.«
Alle anderen schon.
(Bis 15. April, Deutsches Historisches Museum, Berlin.
Zum umfangreichen Begleitprogramm gehören Diskussionen, Vorträge und ein Filmprogramm im Zeughauskino. Weitere Informationen unter: dhm.de/ausstellungen/1917-revolution)
P1330955sc3-60
Unfassbar, dass es sowas heute noch gibt in Deutschland!
Die Gründung der „Ahnenstätte“ Petershagen-Seelenfeld reicht in die Weimarer Republik zurück. Ihre Wurzeln hat sie bis heute in der Bewegung der sogenannten „Ludendorffer“. Angesichts dieses völkischen Hintergrunds und aktueller Berichterstattung in den Medien bedarf es einer erneuten historischen wie politischen Einordnung.
Vor knapp 90 Jahren wurde die „Ahnenstätte“ Seelenfeld geründet, die sich an vorgeblich germanischen Begräbnisstätten orientierte. Sie wurde zur Gründungszeit durch den explizit völkisch-antisemitischen Geist ihrer Gründer getragen. Heute wird sie durch einen Verein betrieben; das Gräberfeld ist vergrößert worden.
Später mehr dazu an dieser Stelle!
Infos:
www.hiergeblieben.de/pages/textanzeige.php?limit=50&o...
www.nw.de/nachrichten/regionale_politik/22060366_Friedhof...
Auch wenn man es kaum glauben kann, aber tatsächlich schafft man es teilweise auch relativ weite Strecken einsam zu durchwandern. Und das was einem dann geboten wird ist mehr als atemberaubend.
Anmerkungen \\ Copyright
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36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz am 30. Oktober 2010 in der Rheingoldhalle Mainz
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Die lateinamerikanische bürgerliche und kleinbürgerliche „Linke“ lässt Julian Assange im Stich und entpuppt sich damit als rechts.
(von Bill Van Auken aus www.wsws.org/de/)
Der ecuadorianische Präsident Lenín Moreno machte am letzten Freitag deutlich, dass seine Regierung aktiv über die Auslieferung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange an die britischen Behörden verhandelt. Die Polizei wartet bereits vor der ecuadorianischen Botschaft und wird ihn verhaften, sobald er einen Fuß auf die Straßen Londons setzt.
Sollte er den britischen Behörden in die Hände fallen, so müsste er mit einer langen Haft und schließlich der Auslieferung an die USA rechnen, wo ihm eine langjährige Gefängnisstrafe oder sogar die Todesstrafe wegen Spionage und Verschwörung droht.
Moreno reist momentan durch Europa, um sich und seine Regierung den imperialistischen Großmächten anzubiedern. Am Freitag gab er sich größte Mühe, Assange zu verteufeln.
Er erklärte: „Ich war nie damit einverstanden, was Assange tut. Ich habe es nie für richtig gehalten, anderer Leute E-Mails abzufangen, um Informationen zu erhalten, egal, wie wertvoll es ist, einige ungute Aktivitäten von Regierungen und Personen aufzudecken ... Das kann man auch auf korrekten und legalen Wegen tun.“
Zuvor hatte Moreno Assange einen „Hacker“, ein „geerbtes Problem“ und einen „Stein in unserem Schuh“ genannt.
Es gibt keinen Beweis dafür, dass Assange oder WikiLeaks irgendjemandes E-Mail-Konten gehackt oder überhaupt gegen ein Gesetz verstoßen haben. Assange hat als mutiger und einfallsreicher Journalist unschätzbare Arbeit geleistet. Er hat der Weltbevölkerung Informationen über imperialistische Kriegsverbrechen, Massenüberwachung, undemokratische Machenschaften und Verschwörungen Washingtons, anderer Regierungen und transnationaler Konzerne zur Verfügung gestellt.
Assange erhielt im Jahr 2012 Asyl von der früheren ecuadorianischen Regierung unter Präsident Rafael Correa, weil es eindeutige Beweise gab, dass er wegen der Enthüllung dieser Verbrechen politisch verfolgt wurde.
Als Quito seine Entscheidung bekanntgab, Assange Asyl zu gewähren, erklärte der damalige Außenminister Ricardo Patina, Washingtons Vergeltung für Assanges Enthüllungen „könnte seine Sicherheit, Integrität und sogar sein Leben gefährden. ... Die Beweislage zeigt, dass Assange nicht mit einem fairen Prozess rechnen könnte, wenn er in die USA ausgeliefert würde. Es ist keineswegs unmöglich, dass er Opfer grausamer und erniedrigender Behandlung werden und zu lebenslanger Haft oder sogar zum Tod verurteilt werden könnte.“
Was hat sich seither geändert? Assange saß die letzten sechs Jahre über in der ecuadorianischen Botschaft fest. Die Trump-Regierung hat die Pläne der USA nur expliziter ausgesprochen. Der ehemalige CIA-Direktor und derzeitige Außenminister Mike Pompeo erklärte, WikiLeaks sei ein „nichtstaatlicher feindlicher Geheimdienst, der oft von staatlichen Akteuren wie Russland unterstützt wird“, und behauptete, die Tätigkeiten von WikiLeaks seien nicht durch den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung geschützt.
US-Justizminister Jeff Sessions hat es zur „Priorität“ seines Ministeriums erhoben, Assange in Ketten zu einer abgekarteten Anklage in die USA zu bringen.
Am Freitag erklärte der ecuadorianische Präsident Moreno: „Wir wollen nur eine Garantie, dass sein Leben nicht in Gefahr geraten wird. Wir haben mit Assanges Anwälten und mit der britischen Regierung darüber gesprochen und kümmern uns natürlich darum.“
Offenbar fordert die ecuadorianische Regierung als Gegenleistung für die Aberkennung von Assanges Asyl und seine Auslieferung an die britischen und amerikanischen Behörden lediglich die wertlose Zusage, dass er nicht hingerichtet wird. Die anderen Gefahren, die die ecuadorianischen Behörden 2012 nannten, u.a. „grausame und erniedrigende Behandlung“ und „lebenslange Freiheitsstrafe“ gelten jetzt offenbar als hinnehmbar.
Neben seinen Gesprächen mit der britischen Regierung unterzeichnete Moreno bei einem Besuch in Spanien ein Sicherheitsabkommen mit der rechten PSOE-Minderheitsregierung von Pedro Sanchez. Gleichzeitig garantierte er den spanischen Kapitalisten ungehinderten Zugang zu den ecuadorianischen Märkten, Rohstoffen und billigen Arbeitskräften.
Berichten zufolge hat Spanien die Moreno-Regierung dazu gebracht, Assange den Internetzugang zu sperren und keine Anrufe und Besucher zu ihm durchzulassen, sodass er praktisch in Isolationshaft sitzt und weniger Rechte besitzt als ein Strafgefangener. Zuvor hatte Assange Madrid für den Haftbefehl gegen den ehemaligen katalanischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont verurteilt.
Nicht nur die Regierung von Lenín Moreno, sondern alle Regierungen der so genannten „rosa Flut“ und ihre pseudolinken Anhängsel haben einen scharfen Rechtsruck vollzogen.
Moreno wurde von Präsident Rafael Correa, der sich selbst als Partisan der „bolivarischen Revolution“ des mittlerweile verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez bezeichnete, persönlich als Nachfolger bestimmt. Moreno und Carrea haben sich zwar seither stark zerstritten, doch die Politik der Annäherung an den Imperialismus und die zunehmenden Angriffe auf die Arbeiterklasse begannen bereits unter Correa. Seine Regierung hatte Assange erstmals den Internetzugang gesperrt, nachdem er E-Mails veröffentlicht hatte, aus denen hervorging, wie die Demokratische Partei den Vorwahlkampf 2016 manipuliert hatte, damit sich Hillary Clinton gegen Bernie Sanders durchsetzen konnte.
Gleichzeitig wurden auch andere Regierungen, die als Teil des „Linksrucks“ in Lateinamerika galten, grundlegend diskreditiert. Chavez' Nachfolger Nicolas Maduro hat der Arbeiterklasse die gesamte Last der schweren Wirtschaftskrise Venezuelas aufgebürdet und gleichzeitig den Reichtum und die Privilegien der Oligarchen und Militärkommandanten sowie die Schuldenzahlungen an die internationalen Banken geschützt.
In Nicaragua hat der sandinistische Präsident Daniel Ortega ein Blutbad mit bereits mehr als 400 Todesopfern angerichtet, um die Proteste der Bevölkerung gegen Austeritätsmaßnahmen zu unterdrücken. In Brasilien sitzt der ehemalige PT-Präsident Lula im Gefängnis, während die PT („Arbeiterpartei“) selbst durch ihre undemokratischen Maßnahmen und Angriffe auf die Rechte der Arbeiter völlig diskreditiert ist. Vor diesem Hintergrund konnte die rechteste Regierung seit der Militärdiktatur an die Macht kommen und der bekennende Faschist Jair Bolsonaro zum Präsidentschaftskandidaten aufsteigen.
Die lateinamerikanischen Pseudolinken, die von kleinbürgerlichem Nationalismus geprägt sind und sich an den nationalen Gewerkschaftsbürokratien, der Jagd nach Parlamentsposten und Identitätspolitik orientieren, haben die Angriffe auf Assange weitgehend ignoriert. Sie weigern sich, einen Finger zu seiner Verteidigung zu rühren oder die lateinamerikanischen Arbeiter über die wichtigen demokratischen und sozialen Interessen zu informieren, die mit seinem Schicksal in Verbindung stehen.
Beispielhaft dafür ist die Reaktion, genauer gesagt, das Ausbleiben einer Reaktion der pseudolinken Parteien in Argentinien: der PTS (Sozialistische Arbeiterpartei) und der PO (Arbeiterpartei), die trotz ihrer Differenzen in einem prinzipienlosen Wahlbündnis namens „Front der Linken und Arbeiter“ (FIT) vereint sind.
Die Website der PTS Izquierda Diario veröffentlichte am 3. April 2017 ihren letzten nennenswerten Artikel über Assange. In der Schlagzeile hieß es: „Durch den Sieg von Lenín Moreno muss Assange keine Ausweisung aus der ecuadorianischen Botschaft mehr fürchten“. Mit der Verbreitung von Illusionen über den rechten bürgerlichen Politiker Moreno und die Verharmlosung der Gefahren für Assange behindert die PTS die Verteidigung des WikiLeaks-Herausgebers.
Die PO ignoriert das Thema Assange vollständig und hat seit mehr als fünf Jahren nichts mehr über ihn geschrieben0. Diese Partei strebt ein Bündnis mit der peronistischen Gewerkschaftsbürokratie im Inland und den rechtsextremen Kräften des russischen Stalinismus im Ausland an. Sie verkörpert die reaktionäre Perspektive des kleinbürgerlichen lateinamerikanischen Nationalismus, der im Fall Assange ebenso wie in allen anderen wichtigen politischen Fragen als Werkzeug dient, mit dem der Imperialismus Druck auf die Arbeiterklasse ausübt.
Die Verteidigung von Julian Assange, und allgemeiner die Verteidigung der sozialen und demokratischen Rechte der arbeitenden Bevölkerung sowie die Befreiung Lateinamerikas von imperialistischer Unterdrückung, sozialer Ungleichheit und Armut, ist nur möglich durch die politische Mobilisierung der Arbeiterklasse – unabhängig von allen vorgeblich „linken“ bürgerlichen Parteien und den kleinbürgerlich-pseudolinken Gruppen, die sie unterstützen.
Die Arbeiterklasse ist die einzige echte Basis für die Verteidigung demokratischer Rechte. Sie muss sich dazu weltweit zusammenschließen, um das kapitalistische System abzuschaffen und die Menschheit von der Bedrohung durch Weltkrieg und Diktatur zu befreien.
Die Arbeiter Lateinamerikas müssen sich mit den Arbeitern im Rest der Welt verbünden und Assange zu Hilfe kommen. Sie müssen die ecuadorianische Regierung dazu zwingen, ihre reaktionären Bestrebungen einzustellen, ihm das Asyl zu entziehen. Sie müssen für seine sofortige Freiheit vor Verfolgung durch die amerikanischen und britischen Behörden kämpfen und Massenproteste und Streiks gegen alle Versuche vorbereiten, ihn zu verhaften oder auszuliefern.
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Die Parkanlage wurde 1746/47 im Auftrag von Abt Thomas Pauer von Franz Sebastian Rosenstingl geplant. Die Anlage gehört zu den bedeutendsten gartenarchitektonischen Denkmalen Österreichs und steht als solches explizit unter Denkmalschutz. - Quelle: Wikipedia
Bundesregierung weist US-Sanktionen gegen Russland scharf zurück
(von Johannes Stern in www.wsws.org/de)
Die transatlantischen Spannungen zwischen Deutschland und den USA drohen in offene Gegnerschaft umzuschlagen. Am Donnerstag veröffentlichte das Auswärtige Amt eine ungewöhnlich scharfe Pressemitteilung des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel (SPD) und des österreichischen Bundeskanzlers Christian Kern (SPÖ) gegen die Außen- und Wirtschaftspolitik der USA.
Republikaner und Demokraten hatten am Mittwoch im US-Senat nahezu geschlossen, mit 97 zu 2 Stimmen für neue Sanktionen gegen Russland gestimmt. Der Senat begründete die Maßnahmen als Strafe für die angebliche Einmischung der russischen Regierung in den US-Wahlkampf, die Annexion der Krim und die Unterstützung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Der überparteiliche Gesetzentwurf sei „das Sanktionspaket, das der Kreml für seine Taten verdient“, erklärte die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen.
Gabriel und Kern wiesen das Vorgehen des US-Senats brüsk zurück. Beim verabschiedeten Gesetzesentwurf gehe es in Wirklichkeit „um den Verkauf amerikanischen Flüssiggases und die Verdrängung russischer Erdgaslieferungen vom europäischen Markt“, so die beiden sozialdemokratischen Politiker. Das gehe aus dem Text „in bemerkenswerter Offenheit hervor“. Ziel sei es, „Arbeitsplätze in der Erdgas- und Erdölindustrie der USA zu sichern“.
Seit 2014 hätten Europa und die USA zwar „Seite an Seite und in enger partnerschaftlicher Abstimmung auf die völkerrechtswidrige Annexion der Krim und das russische Vorgehen in der Ostukraine geantwortet“. Nicht akzeptieren könne man „allerdings die Drohung mit völkerrechtswidrigen extraterritorialen Sanktionen gegen europäische Unternehmen, die sich am Ausbau der europäischen Energieversorgung beteiligen!“ Europas Energieversorgung sei „eine Angelegenheit Europas, und nicht der Vereinigten Staaten von Amerika!“
Gabriel und Kern warnen weiter: „Politische Sanktionsinstrumente sollten nicht mit wirtschaftlichen Interessen in Verbindung gebracht werden.“ Europäischen Unternehmen „auf dem US-Markt mit Bestrafungen zu drohen“, wenn diese sich z.B. an Erdgasprojekten wie Nord Stream II mit Russland beteiligen oder sie finanzieren, bringe „eine völlig neue und sehr negative Qualität in die europäisch-amerikanischen Beziehungen“.
Am Freitag stellte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel explizit hinter ihren Außenminister. Es gebe „ganz große inhaltliche Übereinstimmungen mit dem Text der Erklärung Gabriels“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. „Es ist, vorsichtig gesagt, ein eigenwilliges Vorgehen des US-Senats.“ Es sei befremdlich, dass bei der Sanktionierung russischen Verhaltens die europäische Wirtschaft ins Visier gerate. „Das darf nicht sein“, betonte Seibert.
Das überparteiliche Vorgehen des US-Senats und die heftige Reaktion der Bundesregierung darauf machen deutlich, dass sich die Konflikte zwischen Deutschland und den USA nicht einfach wegen des neuen US-Präsidenten Donald Trump verschärfen, sondern tiefe objektive Ursachen haben. 25 Jahre nach der Auflösung der Sowjetunion brechen die Konflikte zwischen den imperialistischen Mächten, die im 20. Jahrhundert zu zwei Weltkriegen geführt haben, wieder offen auf.
Merkel hatte bereits nach dem G-7 Gipfel vor drei Wochen in einem Münchener Bierzelt das Bündnis mit den USA, das in der Nachkriegszeit die Grundlage für die deutsche Außenpolitik bildete, zur Disposition gestellt. „Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei,“ erklärte sie und leitete daraus die Forderung ab: „Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in unsere eigene Hand nehmen“ und „selber für unsere Zukunft kämpfen“.
Seitdem arbeitet die Bundesregierung systematisch am Ausbau ihrer globalen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen. Nachdem Anfang des Monats der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang und der indische Premierminister Narendra Modi in Deutschland zu Gast waren und Merkel in der letzten Woche Argentinien und Mexiko besuchte, veranstaltete die Bundesregierung Anfang dieser Woche einen großen Afrika-Gipfel in Berlin.
In dem Maße wie die deutsche Regierung daran geht, „die Räume, die Amerika frei macht, zu nutzen“ (Gabriel), wachsen die Spannungen mit Washington. Bereits in der letzten Woche kritisierte Gabriel das von der US-Regierung unterstützte Vorgehen Saudi-Arabiens gegen Katar, das vor allem auch auf den Iran zielt. In einer Erklärung nahm Gabriel das Emirat in Schutz und warnte vor einer „Trumpisierung des Umgangs miteinander“. Die „jüngsten gigantischen Rüstungsdeals des amerikanischen Präsidenten Trump mit den Golfmonarchien“ verschärften „das Risiko einer neuen Aufrüstungsspirale“. Das sei „eine völlig falsche Politik, und sicher nicht die Politik Deutschlands“.
Gabriels Statements gegen die USA haben nichts mit Pazifismus zu tun. Ihm geht es nicht um „Frieden“, sondern die Durchsetzung der Interessen des deutschen Imperialismus, die in immer stärkerem Widerspruch zu denen der USA geraten. Während die Vereinigten Staaten unter Trump wieder zunehmend auf Kriegskurs gegen Teheran gehen, strebt die Bundesregierung die weitere Öffnung des Landes an, um im Nahen und Mittleren Osten neue Absatzmärkte für die deutsche Exportwirtschaft und Investitionsmöglichkeiten für deutsches Kapital zu erschließen.
Das gleiche gilt für Russland. Die Bundesregierung hat 2014 zwar gemeinsam mit den USA den rechten Putsch gegen den pro-russischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch unterstützt und Kampftruppen an der russischen Grenze stationiert, aber einen offenen Krieg mit Russland um die Ukraine abgelehnt. Gabriel prahlt in seinem aktuellen Buch „Neuvermessungen“ damit, dass „stellvertretend für Europa Deutschland und Frankreich mit dem Friedensabkommen von Minsk erstmals einen eskalierenden Konflikt zwar nicht gelöst, aber doch massiv eingedämmt“ hätten – und zwar „ohne die USA“.
Washington sei damals „kurz davor“ gewesen, „Waffen in die Ukraine zu liefern“, berichtet der Außenminister. „Mit der zynischen Idee, dass Russland zwar militärisch nicht zu besiegen, aber bei hohem ‚Blutzoll‘ schneller zu Friedensverhandlungen zu bewegen sei. Aus dem Krieg in der Ukraine wäre ein Krieg um die Ukraine geworden.“ Europa sei jedoch „erwachsen genug“ gewesen, „um das vorherzusehen und Deutschland und Frankreich für sich handeln zu lassen“.
Nach dem Brexit, der Wahl von Trump und dem Wahlsieg des pro-europäischen Präsidenten Emmanuel Macron in Frankreich fühlt sich Berlin anscheinend „erwachsen“ genug, um sich verstärkt von den USA abzunabeln und den schrittweisen Aufbau einer europäischen Armee unter deutscher Führung voranzutreiben.
„Europas Sicherheit liegt in Europas eigener Verantwortung“, betont Gabriel in seinem Buch. „Wir müssen außen- und sicherheitspolitisch strategie- und handlungsfähig werden, denn wir sind es noch nicht ausreichend. Dazu gehört, dass wir unsere europäischen Interessen definieren und unabhängig von den USA artikulieren. Dieser Eigensinn erfordert in gewissem Maße auch die Emanzipation von Weichenstellungen, die in Washington vorgenommen werden.“
Und weiter: „Wer eigene Ziele hat, sollte aber auch die Fähigkeiten entwickeln, sie zu erreichen. Die EU muss sich stärker als sicherheitspolitische Macht verstehen. Unsere Verteidigungshaushalte müssen darauf eingestellt werden. Die Ausrüstungen der europäischen Armeen müssen modernisiert, operativ einsetzbar und auf die militärischen Aufgaben neu orientiert werden.“
Gabriels erklärtes Ziel ist der Aufbau einer veritablen europäischen Streitmacht, die in der Lage ist, ihre globalen Interessen auch unabhängig von der Nato und den USA und notfalls gegen letztere durchzusetzen. Es gehe nicht „nur darum, mehr Waffen anzuschaffen. Es geht darum, die Rüstungsindustrie in Europa stärker zu integrieren und die Kräfte zu bündeln. Es geht darum, eine gemeinsame europäische Sicherheitsidentität zu schaffen, die über immer stärker integrierte Strukturen den Weg zur europäischen Armee eröffnet.“
Diese Politik, die von allen deutschen Parteien – von der CDU/CSU über die SPD und die Grünen bis zur Linkspartei – unterstützt wird, hat eine unausweichliche Logik. Wie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts führt die zunehmende Rivalität zwischen den imperialistischen Mächte um Rohstoffe, Absatzmärkte und geostrategische Einflusszonen wieder in einen großen Krieg, wenn die internationale Arbeiterklasse nicht mit ihrer eigenen, unabhängigen sozialistischen Strategie eingreift.
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Ein schmutziges offenes Geheimnis: Die USA haben die ISIS geschaffen und finanziert. (Bekanntlich finanzierten und steuerten die USA bereits in den 1980er Jahren terroristische Islamisten in Afghanistan, welche die dortige progressive und mit Russland verbündete Regierung stürzen sollten.)
von Stephen Lendman
Es ist eins der schmutzigsten der schmutzigen offenen Geheimnisse. Dokumente des US-Verteidigungsgeheimdienstes (DIA) beweisen es – sie wurden von Judicial Watch mit Hilfe einer FOIA-Klage beschafft.
Sie zeigen, dass ISIS, al Qaida und gleichgesinnte Terror-Guppen die „stärksten Kräfte“ sind, die als US-Fußsoldaten in Syrien, Irak und sonstwo eingesetzt werden.
Der Mythos von den sogenannten „moderaten Rebellen“ ist seit langem diskreditiert worden. Doch die Behauptung, dass es sie gibt, besteht immer noch.
Die DIA-Dokumente beweisen, dass Amerika, die NATO, Saudiarabien und andere regionale Schurkenstaaten ein Islamisches Kaliphat unterstützt haben, um Bashar al-Assad herauszufordern, zu stürzen und mit einer imperialen Marionette zu ersetzen.
Seit langem bestehende US/israelische Pläne fordern eine Neugestaltung der Karte vom Nahen Osten durch Farben-Revolutionen und Kriege, indem unabhängige Regierungen durch westliche Marionetten-Regime ersetzt werden und Syrien, Irak und der Iran balkanisiert werden, um leichter kontrolliert zu werden, leichter ihren Reichtum plündern und ihre Völker ausbeuten zu können.
Im Januar 2016 hat James Fetzer in Iran Review die Beweise der ISIS-Schaffung durch die USA diskutiert. Im Februar 2015 hat die irakische Armee „zwei englische Transportflugzeuge heruntergeholt, die Waffen für die ISIL an Bord hatten“, erklärte er.
Im März 2015 „schossen Volkskräfte im Irak einen US-Helikopter in der Anbar-Provinz ab, der Waffen für die ISIL transportierte“. Das zeigten fotografische Beweise.
Als Antwort auf die syrische Forderung vom April 2015, die ISIL (ISIS) als Terroristen-Organisation zu bezeichnen, „bekam Syrien von den USA, England, Frankreich und Jordanien eine glatte Weigerung“.
Ein DIA-Dokument von 2012 erklärt, dass der Westen den Aufstieg der ISIS ermöglichte, „um das syrische Regime zu isolieren“.
Der ehemalige CIA-Lieferant Steven Kelly sagte, Washington habe „ISIL geschaffen zum Wohle Israels“ und „für einen niemals endenden Krieg im Nahen Osten“, um den jüdischen Staat zur vorherrschenden regionalen Macht zu machen und einen „ständigen Strom von Waffen-Bestellungen vom militärisch-industriellen Komplex zuhause zu erhalten“.
Die ISIS Kämpfer werden in einer Menge Länder rekrutiert, auch aus westlichen.
Im Oktober 2015 hat der Duma-Vorsitzende des Komitees für Internationale Angelegenheiten Alexei Puschkow erklärt, dass „die USA überhaupt nicht die ISIS bombardieren und Obama das amerikanische Volk belügt“.
Im November 2015 sagte Wladimir Putin, dass dutzende Länder die ISIS unterstützen, einschließlich die USA und andere westliche Regierungen.
Fetzer:
„Es gibt noch viele andere Quellen, die bestätigen, dass die ISIS von den USA geschaffen und von Westmächten unterstützt wurde, um ihre eigene politische Agenda zu befördern, und dass nichts, was aus der Obama-Verwaltung kommt, glaubwürdig ist.
Seit der Streichung des Smith-Mundt Gesetzes 1948 (das innerhalb der USA die Technik der Propaganda und Falschinformation ausschloss) durch die NDAA 2013, gab es in der USA kein glaubwürdiges (Mainstream) Nachrichtenblatt mehr in den USA.“
In Washington „wird die ISIS allgemein die ‚John McCains Armee“ genannt …einer der frühesten Befürworter der militärischen Aktion in der Region“ unter dem schwachen Vorwand, die ISIS zu bekämpfen.
Am Sonntag zitierten die Fars News den stellvertretenden Generalstabschef der iranischen Streitkräfte General Mostafa Izadi:
„Wir besitzen Dokumente und Informationen, die die direkte Hilfe des US-Imperialismus für diese äußerst widerwärtige Strömung (ISIS) in der Region, die islamische Länder zerstört hat und eine Welle von Massakern und Zusammenstöße verursachte.“
Washington benutzt die ISIS und gleichgesinnte Gruppen als Instrumente für einen regonalen „Stellvertreterkrieg“.
Am Freitag zitierten Fars News den Parlamentssprecher Ali Larijani, der sagte:
„die USA hat sich mit der ISIL in der Region verbündet.“
ISIS, al Qaida, al-Nusrah (ISIS in Syrien) und gleichgesinnte Gruppen sind US-Schöpfungen. Sie werden als Fußsoldaten benutzt, um ihren Imperialismus zu stärken und sie helfen Washington bei der Plünderung und der Zerstörung von einem Land nach dem anderen.
Die meisten Amerikaner kennen nicht die diabolische Agenda Washingtons im Nahen Osten, Zentralasien, Nordafrika und anderswo in ihrem Namen – eine überparteiliche Verschwörung gegen den Weltfrieden, die Stabilität und Sicherheit, egal wie hoch die menschlichen Kosten sind.
Stehen Lendmans Blog heißt sjlendman.blogspot.com
(Quellen: linkezeitung.de/2017/06/17/ein-schmutziges-offenes-geheim... und einarschlereth.blogspot.de)
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Organhandel per Gesetz – demnächst auf der Autobahn ausgeweidet – durch staatlich organisierte kapitalistische Enteignung unserer Körper und Organe. CDU, CSU, SPD und AfD planen das große Organhandel-Geschäft - im Dienst der privaten Pharmaindustrie
(Jörn Baumann, aus www.volldraht.de/index.php/recht/rechtswillkuer/1680-orga...)
Um den weltweit steigenden Bedarf an menschlichen Ersatzteilen zu befriedigen, hat sich der Gesundheitsminister Spahn ein feines Entscheidungsverfahren ausgedacht. Wo bisher die explizite Zustimmung vorliegen musste, damit beim noch lebenden Menschen die Organe entnommen werden können, hat der Pharmalobbyist Spahn jetzt eine geniale Idee. Muss er auch, denn der Posten ist eh nur der Schleudersitz für eine zukünftige Anstellung in der Pharmaindustrie. Jeder neue Minister hat nur eine Aufgabe, die nächste wahnwitzige Pharma-Lobby-Vorgaben umzusetzen und wenn er verbrannt ist, schwups, Absicherung in der Industrie und der "nächste Bitte"
Zurück zum Renditetreiber, Gesundheitsminister Jens Spahn, der Lobbylümmel hat sich die Widerspruchslösung ausgedacht bzw. zur Umsetzung angewiesen bekommen. „Nur so kann die Organspende zum Normalfall werden“, sagte der CDU-Politiker der „Bild“-Zeitung. Selbstverständlich wird das Vorhaben von der Raute des Grauens unterstützt. Es geht schließlich um Arbeitsplätze.
Widerspruchslösung bedeutet, dass jeder automatisch als Organspender gilt.
Jetzt wird auch die Einwanderungspolitik plausibel, woher sollen die armen importierten Ersatzteillager wissen das Sie „Nein“ sagen müssen, wenn sie jemand fragt, ob sie gesund sind. Für den indigenen Deutschen bedeutet das aber auch, sobald ein Rettungssanitäter im Krankenwagen das Skalpell zückt, sofort erschießen, denn die haben die aktuellen Listen für die dringenden Bestellungen. Vermeiden Sie also Unfälle auf der Autobahn, wenn Sie in der Klinik ankommen, sind sie bereits ausgeweidet.
Denn der Sunnyboy der Pharmaindustrie ist ein plietsches Kerlchen, er lernt schnell. Mit der EU-Rechtssprechung ist das Töten von "Aufständischen" endlich legitim geworden und dadurch kann die peinliche Diskrepanz zwischen freiwilligen Spendern und der Höhe von Transplationen verhindert werden.
Zitat von Karl Albrecht Schachtschneider:
"Die Grundrechtecharta ermöglicht ausdrücklich in den aufgenommenen „Erläuterungen“ und deren „Negativdefinitionen“ zu den Grundrechten, entgegen der durch das Menschenwürdeprinzip gebotenen Abschaffung der Todesstrafe in Deutschland (Art. 102 GG), Österreich und anderswo, die Wiedereinführung der Todesstrafe im Kriegsfall oder bei unmittelbar drohender Kriegsgefahr, aber auch die Tötung von Menschen, um einen Aufstand oder einen Aufruhr niederzuschlagen."
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36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz am 30. Oktober 2010 in der Rheingoldhalle Mainz
Dieses Foto untersteht dem Copyright von Jan-Hendrik Hühne. Verwendung in Beiträgen und Weblogs über den 36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz sowie persönlicher und nicht kommerzieller Verwendung ist mit expliziter Quellenangabe mit Link zurück zu dieser Seite gestattet. Alle anderen Rechte vorbehalten. Bitte nehmen Sie für jedwede andere Verwendung Kontakt via Email auf.
36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz am 30. Oktober 2010 in der Rheingoldhalle Mainz
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WISSENSCHAFT STATT PROPAGANDA
Giftige Propaganda: Von NATO-Söldnern durchgeführte sowie vorgetäuschte Einsätze von Chemiewaffen im Syrien-Krieg waren wiederholt der Vorwand für militärische Interventionen der USA. Die umfassende Unterstützung von Islamisten durch NATO-Staaten wird dabei ausgeblendet
Von Wiebke Diehl in www.jungewelt.de/artikel/331221.giftige-propaganda.html
Zahlreiche Male sollen während des Syrien-Kriegs chemische Waffen zum Einsatz gekommen sein. In den meisten Fällen wurden die Anschuldigungen weder einer unabhängigen Untersuchung unterzogen, noch wurde nachgewiesen, woher das Giftgas stammte und wer für seinen Einsatz verantwortlich zeichnete. Westliche Staats- und Regierungschefs und NGO warteten teils binnen Minuten mit Schuldzuweisungen an die Regierung Baschar Al-Assads auf. Keine Konfliktpartei außer der syrischen Regierung verfügen über chemische Waffen, sagten diejenigen, die es längst besser wussten. Angeblich vorhandene Indizien und Beweise wurden der Öffentlichkeit nicht präsentiert. Die große Mehrzahl der Medien zieht widerspruchslos mit. Da heißt es nicht etwa, »möglicherweise« oder »nach Informationen der Gegner Assads« habe ein Angriff mit Chemiewaffen stattgefunden. Vielmehr wird der Eindruck vermittelt, die Schuld sei bereits erwiesen, und Bezüge zu früheren Giftgasangriffen werden hergestellt – auch hier ohne Beweise. Dass z. B. das Mandat der Experten der Vereinten Nationen zur Untersuchung des Giftgasangriffes in der Ostghuta im Jahr 2013 eine Aussage über die Urheberschaft gar nicht zuließ, wird gerne verschwiegen. Gegenläufige Analysen und Indizien werden ignoriert, egal welche Reputation deren Autoren genießen.
Die Bilder von getöteten oder sterbenden Kindern lieferte jahrelang fast ausschließlich eine in London ansässige Ein-Mann-Organisation namens »Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte«, die ihre Informationen nach eigenem Bekunden von bewaffneten Oppositionellen erhält. Seitdem Zweifel an ihrer Seriosität laut geworden sind, werden bevorzugt Bilder der sogenannten Weißhelme verwendet. Die nennen sich selbst »syrische Zivilrettung«, ihren Mitgliedern wurden zuhauf sowohl die Fälschung und Zweckentfremdung von Bild- und Videomaterial sowie die Zugehörigkeit zu islamistisch-terroristischen Gruppen und gar die Beteiligung an brutalsten Ermordungen von Zivilisten nachgewiesen. Dem Vorsitzenden der »Weißhelme« wurde die Einreise in die USA wegen »terroristischer Aktivitäten« verwehrt. Laut den »Schwedischen Ärzten für Menschenrechte« sind die »Hilfsmaßnahmen« der Weißhelme teils medizinisch sinnlos, teils sogar gefährlich: Deren völlig falsche Handhabung einer Adrenalinspritze etwa hätte für einen betroffenen Jungen – sofern er noch am Leben war – tödlich sein können.¹ Erstaunlich ist auch, dass die »Zivilnotretter« zumeist in strahlend weißen T-Shirts und glänzend weißen Helmen Kinder aus Schutt und Trümmern retten und trotz des direkten Kontakts mit mutmaßlichen Giftgasopfern selbst niemals Schaden nehmen. Gegründet wurde die Organisation im Frühjahr 2013 von einem ehemaligen britischen Militär. Die USA und die EU-Staaten unterstützen sie bisher mit mindestens 100 Millionen Euro; allein die Bundesregierung sponserte sie 2016 mit sieben Millionen Euro aus Steuergeldern.²
Jedes zivile Opfer ist zu viel, unabhängig davon, wer für dessen Tod verantwortlich ist. In den sieben Jahren des Syrienkrieges aber wurden unbelegte Beschuldigungen von Politikern, NGO und Medien kolportiert, um militärische Interventionen in Syrien zu provozieren und zu »rechtfertigen«. Genau wie 2003 die längst widerlegte Behauptung der Existenz von »Massenvernichtungswaffen« im Irak und die »Brutkastengeschichte« von 1991 konstruiert wurden, um den Irak völkerrechtswidrig zu überfallen, liefern heute Organisationen wie die »Weißhelme« das Material für militärische Schläge gegen Syrien. Auch in »linken« Kreisen wird regelmäßig der Propaganda bezichtigt, wer – anhand von Indizien, die eindeutig für die Urheberschaft der Extremisten sprechen – die Verantwortlichkeit Assads für ihm zugeschriebene Massaker in Zweifel zieht. Nur ein Beispiel unter vielen ist die Ermordung von über hundert regierungstreuen Bewohnern des Dorfes Al-Hula im Jahr 2012, die beinahe zu einer Intervention der UNO geführt hätte. Zeugenaussagen aus al-Hula, die klar für eine Urheberschaft der oppositionellen Faruk-Brigaden, ihrerseits Teil der Freien Syrischen Armee (FSA), sprechen, wurden ebenso ignoriert wie die Tatsache, dass der Chef der zwischen April und August 2012 knapp vier Monate arbeitenden Beobachtermission der Vereinten Nationen in Syrien (UNSMIS), Robert Mood, in Folge seiner Gespräche mit Zeugen keinesfalls der Regierung die Schuld zuzuschieben bereit war.³
Die militärische und logistische Unterstützung der bewaffneten Opposition durch Saudi-Arabien, die Türkei, Katar, die USA, Frankreich und Großbritannien ist bereits für die Frühphase des Konflikts nachgewiesen, ebenso wie lang gehegte Pläne für einen Regime-Change in Syrien. Einer direkten militärischen Konfrontation aber war man aus dem Weg gegangen – sehr zur Enttäuschung derjenigen, die Assads Sturz nicht erwarten konnten. Im August 2013 war die syrische Armee auf dem Vormarsch und hatte bereits große Teile insbesondere des dichtbesiedelten Westens des Landes zurückerobert. Die für die Islamisten, welche die sogenannten moderaten Rebellen längst abgelöst hatten und die Bevölkerung terrorisierten und massakrierten, wichtige Verbindung über den Libanon war gekappt worden. Russland verhinderte mit seinem Vetorecht im Sicherheitsrat eine UN-mandatierte Intervention in Syrien, die Konsequenzen in Libyen noch vor Augen. Moskaus Einschätzung, dass die stärksten Gegner Assads gefährliche Dschihadisten sind, war hierfür ursächlich. Versuche Russlands, mit Hilfe des ehemaligen finnischen Präsidenten Martti Ahtisaari eine für alle Seiten würdevolle Lösung und eine Zukunftsperspektive für das Land zu organisieren, hatten die westlichen Mächte stets abgelehnt.
Wessen Sarin?
In dieser Situation kamen die grausamen Bilder vom Morgen des 21. August 2013 den Verfechtern eines Regime-Change nur zu gelegen. Bei einer Reihe von Angriffen mit Giftgas auf von Rebellen gehaltene Stellungen in der Region Ghuta sollen nach unterschiedlichen Angaben 281 bis 1.729 Menschen ums Leben gekommen sein. Die Opfer: vor allem Kinder. Später sollte der Bericht des »Internationalen Unterstützungsteams für Aussöhnung in Syrien« (ISTEAMS) Aussagen von Eltern festhalten, die ihre von der Nusra-Front entführten Kinder in den Videos wiedererkannt hatten.⁴ Dass allein »das syrische Regime« für den Tod von durch Sarin getöteten Menschen verantwortlich sei, stand für westliche Politiker indes nie in Frage.
Laut einer Anfang Januar 2014 veröffentlichten Untersuchung von Richard Lloyd und Theodore A. Postol vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) hingegen hatten die sarinhaltigen Raketen eine so kurze Reichweite, dass sie nur aus von »Rebellen« kontrolliertem Gebiet abgefeuert worden sein konnten und eben nicht von einer Militärbasis in Damaskus.⁵ Der im Dezember 2013 veröffentlichte Untersuchungsbericht der Vereinten Nationen bestätige ihre Recherchen, schreiben Lloyd und Postol. Im UN-Report heißt es, die Experten seien erst fünf Tage nach dem Angriff am von »Rebellen« kontrollierten Ort des Geschehens gewesen. Auch auf die mögliche Manipulation von Beweismitteln, die nach Aussage der Experten ganz offensichtlich bewegt worden waren, wurde explizit hingewiesen.⁶
Der investigative US-Journalist Seymour Hersh konstatierte im Dezember 2013 in seinem Artikel »Wessen Sarin?« unter Berufung auf aktive und ehemalige Geheimdienstkreise, ihnen sei spätestens im Mai 2013 bekannt gewesen, dass die Al-Nusra-Front mit Hilfe der Türkei und Saudi-Arabiens in den Besitz sowohl der für die Produktion von Sarin notwendigen Stoffe als auch des technischen Knowhows gelangen konnte.⁷ Auch in türkischen Medien fanden sich bereits zu diesem Zeitpunkt vereinzelte Berichte, dass die syrischen Islamisten über Sarin und andere chemische Kampfstoffe verfügten. Wie aus von Edward Snowden geleakten Dokumenten bekannt war, hatten die USA in Syrien ein geheimes Sensorsystem installiert, das jede Bewegung chemischer Waffen sofort meldete und das im Dezember 2012 während einer Übung der syrischen Armee einwandfrei angeschlagen habe. Damals war Obama sofort vor die Kameras getreten und hatte die syrische Regierung gewarnt, der Einsatz von Chemiewaffen werde auf keinen Fall toleriert. In den Tagen vor dem 21. August aber habe es, so Hersh, keine Meldung des Sensorsystems gegeben, in den morgendlichen Briefings der Geheimdienste hätten syrische Chemiewaffen keine Rolle gespielt. Die Behauptung Obamas und Kerrys, man habe im voraus von den Angriffen vom 21. August Kenntnis gehabt, sei frei erfunden. Ohnehin fragt sich, warum die US-Administration, hätte sie tatsächlich über entsprechende Informationen verfügt, nichts unternahm, um die potentiellen Opfer zu warnen.
Aus Sicht der syrischen Regierung wäre der Einsatz von Chemiewaffen drei Tage nach Ankunft der von ihr selbst eingeladenen Chemiewaffeninspekteure der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) politischer Selbstmord gewesen. Dass die Untersuchung früherer Chemiewaffenangriffe, welche die syrische Regierung der Opposition zuschreibt, nun angesichts der Untersuchung im Gebiet der Ostghuta an Bedeutung verlor, konnte ebenfalls nicht im Interesse Assads sein.
Im April 2014 beschrieb Hersh – erneut unter Verweis auf hochrangige Geheimdienstler – unter dem Titel »Die rote Linie und die Rattenlinie«, wie seit Anfang 2012 und unter Aufsicht der CIA Waffen aus Libyen nach Syrien geschmuggelt worden waren. Beteiligt waren auch Saudi-Arabien, Katar und die Türkei. Festgehalten war all dies in einem als vertraulich eingestuften Anhang zu einem Bericht des für Geheimdienstangelegenheiten zuständigen Senatsausschuss vom September 2012 über den Angriff auf das US-Konsulat in Benghasi, bei dem der Botschafter ums Leben kam.⁸ Die USA beendeten demnach in Folge des Attentats ihre Lieferungen. Waffen – auch chemische – kamen aber weiter über die Türkei nach Syrien. Im Oktober 2013 legten zwei Abgeordnete der türkischen Republikanischen Volkspartei (CHP), Eren Erdem und Ali Seker, Beweise vor, dass in der Türkei produziertes Sarin an syrische Islamisten weitergegeben wurde. Sie hätten Einsicht in Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft in Adana gehabt. Für keinen der beschuldigten türkischen Geschäftsleute aber hatten die Machenschaften ernste Konsequenzen. Dass die Islamisten der Nusra-Front im Besitz von chemischen Kampfstoffen waren und eine Chemiewaffenfabrik in Aleppo unter ihrer Kontrolle stand, hatte die syrische Regierung schon nach dem Angriff in Khan Al-Assal im Frühjahr 2013 gegenüber den Vereinten Nationen erklärt. Meldungen über den Diebstahl chemischer Kampfstoffe aus ihrem Besitz hatte Damaskus mehrfach gemacht, war sie sich doch der Gefahr einer »False Flag Operation«, die ihr in die Schuhe geschoben werden könnte, nur zu bewusst. Anfang 2013 sagte UN-Ermittlerin Carla Del Ponte, die »Rebellen« hätten entsprechende Waffen eingesetzt – und wurde sogleich zurückgepfiffen. Reisewarnungen des amerikanischen Außenministeriums enthalten allerdings inzwischen einen Hinweis auf den Einsatz von Chemiewaffen durch terroristische Gruppen wie den IS, Hayat Tahrir Al-Sham »und andere«.⁹
Moskaus diplomatischer Erfolg
Ray McGovern, 27 Jahre lang Mitarbeiter der CIA und am Ende seiner Laufbahn für die morgendlichen Berichte an den Präsidenten zuständig, hat die Ergebnisse Hershs bestätigt: Es sei bekannt gewesen, dass die Türkei islamistische Rebellen bei der Herstellung und dem Transport von Chemiewaffen unterstützt habe, in den Augen der Geheimdienste sei Ostghuta eine »False Flag Operation« der Islamisten gewesen. Die bewaffnete Opposition habe offensichtlich gemeinsam mit der Türkei versucht, eine Intervention der USA zu erzwingen, da der Vormarsch Assads sonst unaufhaltsam gewesen wäre. Der Sinneswandel Obamas, der nach zehn Tagen der Kriegstrommelei am 31. August im Rosengarten des Weißen Hauses verkündete, das Votum des Kongresses einholen zu wollen, wurde laut McGovern durch einen Bericht des Vorsitzenden der Stabschefs, General Martin E. Dempsey, ausgelöst: Die von russischem Personal in Ostghuta genommenen und an London weitergeleiteten Proben, die unter Aufsicht des britischen Geheimdienstes MI 6 im Londoner Labor Porton Down untersucht worden waren, stammten nicht aus den Beständen der syrischen Armee.¹⁰
Den Ausweg bot ein diplomatisches Meisterstück Moskaus: Die syrische Regierung erklärte sich – bei Betonung, sie habe niemals Chemiewaffen eingesetzt¹¹ – bereit, ihre gesamten Bestände auszuhändigen. Bereits am 26. September 2013 wurde eine UN-Resolution verabschiedet, die syrischen Chemiewaffen wurden auf einem US-Schiff im Mittelmeer vernichtet. Im Oktober trat Syrien offiziell der Internationalen Chemiewaffenkonvention bei, und im August 2014 bescheinigte die »Gemeinsame Mission« der UNO und der OPCW der Regierung Assad die Zerstörung der letzten Bestände.
Die Chemiewaffenangriffe in Syrien rissen indes nicht ab, wenn sie auch in kleinerem Umfang und mit weit geringerem Medienecho erfolgten. Mit dem Eingreifen Russlands in den Krieg im September 2015 wendete sich das Blatt endgültig zugunsten der syrischen Armee. Mit ihrem Sieg in Aleppo Ende 2016 galt der Krieg als entschieden. Dass die Regierung Assad in dieser Situation Chemiewaffen einsetzte, wie angeblich im April 2017 in Khan Scheichun geschehen, ist unwahrscheinlich. Dennoch erklärte US-Präsident Donald Trump Assad zum Schuldigen und befehligte einen US-Militärangriff auf die syrische Luftwaffenbasis Schairat, von der der angebliche Angriff geflogen worden sein soll.
Unterschiedliche Erklärungen kursierten: Neben einem Luftschlag wäre eine vom Boden ausgelöste Explosion genauso möglich wie ein versehentliches Austreten giftiger Gase in Folge eines Luftangriffs der syrischen Armee, die an diesem Morgen einen den Amerikanern lange angekündigten Angriff auf ein Treffen mehrerer Dschihadistenführer geflogen haben soll. Diese sollen in dem getroffenen Gebäude neben Lebensmitteln auch chemische Stoffe gelagert haben.¹² Im Juni 2017 legten UN und OPCW ihren gemeinsamen Bericht zu Khan Scheichun vor. Aus Sorge um ihre Sicherheit hatten die Inspektoren keine eigenen Untersuchungen der Angriffsstelle vorgenommen. Warum sie die unter Kontrolle der Nusra-Front und mit türkischer Unterstützung genommenen Proben als beweiskräftig einschätzten, bleibt schleierhaft. Begriffe wie »wahrscheinlich« oder »wahrscheinlicher« dominieren den Bericht, wenn es um die Schuldzuweisung an die syrische Regierung geht. Indizien, die andere Schlüsse nahelegten, wie die im Report genannte für Sarin-Opfer nicht adäquate medizinische Versorgung von Betroffenen oder der Fakt, dass etwa 57 Personen bereits vor dem Ereignis in Krankenhäuser eingeliefert worden waren, bis hin zur Feststellung, alternative Versionen hätten nicht widerlegt werden können, hielten die Kommission nicht davon ab, Assad zu beschuldigen. Die russische Regierung hat der Kommission vorgeworfen, deren Untersuchung und vor allem die daraus gezogenen Schlüsse seien keineswegs unabhängig gewesen.
Erneuter Angriff unterstellt
Anfang April 2018 stand die syrische Armee kurz vor der kompletten Einnahme der Ghuta bei Damaskus. In der Nacht vom 7. zum 8. -April, auf den Tag ein Jahr nach dem US-Angriff auf die Militärbasis Schairat, warfen die Weißhelme der Regierung Assad vor, Giftgas in Duma eingesetzt zu haben. Die zugehörigen Videos liefen auf allen Fernsehkanälen, der Schuldige war wieder schnell ausgemacht. Besonders pikant: Die russische Regierung hatte seit Wochen gewarnt, ihr lägen Informationen über eine geplante »False Flag Operation« der Islamisten in Ghuta vor.
»Sie [die Raketen] werden kommen, nett und neu und ›smart‹« twitterte Trump in üblich martialischer Manier, nachdem Russland angekündigt hatte, auf Syrien abgefeuerte Raketen abzuschießen. Trotz der Gefahr einer direkten Konfrontation mit Russland und ohne – wie eigentlich Usus – Moskau vorab zu informieren, griffen in der Nacht zum 14. April die USA, Frankreich und Großbritannien drei Einrichtungen des syrischen Militärs an, in denen angeblich Chemiewaffen produziert und gelagert wurden. Dass Spezialisten der OPCW diese Einrichtungen regelmäßig inspiziert und bescheinigt hatten, chemische Kampfstoffe würden dort weder produziert noch gelagert, verschwieg man. Da das Gebiet nicht weiträumig evakuiert wurde und auch nicht Tausende von Opfern durch freigesetzte chemische Kampfstoffe zu beklagen sind, ist zumindest klar, dass es dort kein Giftgas gegeben hat. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat inzwischen mehrfach die Wichtigkeit der nun durch die OPCW in Angriff genommenen Untersuchungen betont, die von russischer und syrischer Seite bereits am 8. April gefordert worden waren, die abzuwarten die angreifenden Mächte aber offensichtlich nicht für nötig hielten. Der völkerrechtswidrige Angriff der USA, Frankreichs und Großbritanniens fand exakt in der Nacht vor der angekündigten Ankunft der Experten der OPCW in Syrien statt.
Moskau bezweifelt, dass in Duma überhaupt ein Angriff mit Chemiewaffen stattgefunden hat. Russische ABC-Abwehrspezialisten gaben an, einen Tag nach der vorgeblichen Attacke trotz intensiver Suche in Duma keinerlei Spuren chemischer Kampfstoffe gefunden zu haben. Auch habe man in den Krankenhäusern keinen einzigen Patienten angetroffen, der von Giftgas verletzt worden sei, das Klinikpersonal habe die Einlieferung von Betroffenen verneint.13 Der britische Reporter Robert Fisk, der Duma einige Tage nach dem vorgeblichen Einsatz von Chemiewaffen besuchte, erntete von den Bewohnern vor allem erstaunte Blicke. Er sprach auch mit dem Leiter des Krankenhauses, in dem die Aufnahmen der Opfer entstanden sind. Nach dessen Aussage litten die Betroffenen in den Tunneln und Kellern, in denen sie Schutz gesucht hatten, zwar an Atemnot, keinesfalls aber an einer Gasvergiftung.
Die »Weißhelme« waren bei der Ankunft Fisks in Duma nicht auffindbar. Sie waren wie Ende 2016 in Aleppo in die von der syrischen Regierung bereitgestellten grünen Busse gestiegen, die sie in die immer weiter schrumpfenden Rückzugsgebiete der Islamisten brachten. In diese Busse stiegen auch die Angehörigen der Dschaisch Al-Islam, die Duma in der Nacht zum 8. April kontrollierte und damit prahlt, Chemiewaffen nicht nur zu besitzen, sondern bereits eingesetzt zu haben. Gefunden haben syrische und russische Truppen in Ghuta übrigens nach eigenen Angaben ein Chemiewaffenlabor sowie ein Filmstudio der »Weißhelme«.
Anmerkungen:
1 Erklärungen der Schwedischen Ärzte für Menschenrechte vom März 2017: theindicter.com/white-helmets-video-swedish-doctors-for-h...; theindicter.com/white-helmets-movie-updated-evidence-from...
2 www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/160923-weisshelme/283680; www.rubikon.news/artikel/die-lugen-der-weisshelme
3 Tim Anderson: Der schmutzige Krieg gegen Syrien, 2016, S. 156
4 International Support Team for Mussalaha in Syria (ISTEAMS), »The Chemical Attacks on East Ghouta«, www.globalresearch.ca/STUDY_THE_VIDEOS_THAT_SPEAKS_ABOUT_...
5 Richard Lloyd/Theodore A. Postol: »Possible Implications of Faulty US Technical Intelligence in the Damascus Nerve Agent Attack of August 21, 2013«, Januar 2014; www.voltairenet.org/IMG/pdf/possible-implications-of-bad-...
6 UNMIAUCWSSA (2013): »Final Report«, Unites Nations Mission to Investigate Allegations of the Use of Chemical Weapons in the Syrian Arab Republic, 12. Dezember 2013: unoda-web.s3.amazonaws.com/wp-content/uploads/2013/12/rep...
7 Vgl.: Seymour Hersh: »Whose Sarin?«, Dezember 2013; www.lrb.co.uk/v35/n24/seymour-m-hersh/whose-sarin
8 Seymour Hersh: »The Red Line and the Rat Line«, April 2014; www.lrb.co.uk/v36/n08/seymour-m-hersh/the-red-line-and-th...
9 Security Message for U.S. Citizens: Travel Warning – Syria, Oktober 2018; sy.usembassy.gov/security-message-u-s-citizens-travel-war...
10 Nachdenkseiten: »Die Übersetzung eines Videos mit Ray McGovern zu den Hintergründen des Gezerres um die Giftgaseinsätze in Syrien«, April 2017; www.nachdenkseiten.de/?p=38084
11 Tim Anderson: Der schmutzige Krieg gegen Syrien, 2016, S. 176. Die syrische Regierung hat, nachdem sie die Existenz von Chemiewaffen im eigenen Land immer abgestritten hat, die Abschreckung des Kriegsgegners Israel als Grund für den eigenen Besitz von Chemiewaffen angeführt.
12 Seymour Hersh: »Trump’s Red Line«, Juni 2017; www.welt.de/politik/ausland/article165905578/Trump-s-Red-...
13 »Versöhnungszentrum: Syrische Regierung hat vollständige Kontrolle über Duma übernommen«, 12.4.2017; deutsch.rt.com/der-nahe-osten/68200-versohnungszentrum-in...
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Wholecar
Bezeichnung für einen einzelnen Zugwaggon, dessen komplette Höhe und Länge mit Graffiti in einer Aktion bemalt wurde. In den meisten Fällen wird nur eine Waggonseite besprüht. Meistens teilen sich mehrere Writer die Arbeit an einem Zug; besprüht jedoch ein Writer einen Waggon allein, so spricht man von einem One-Man-Wholecar. Wholecars finden in der Writing-Szene hohes Ansehen. Für Fahrgäste und Verkehrsbetriebe ist diese Art von Besprühung auf Zügen sehr unangenehm, da durch die komplette Lackierung der Waggon verdunkelt wird.
Wholetrain
Bezeichnung für einen Zug, dessen Waggons von oben bis unten in einer Aktion bemalt wurden. Im Gegensatz zum Wholecar, besteht ein Wholetrain aus mehreren einzelnen Wholecars. Bei einem Wholetrain müssen wirklich alle Waggons (zumindest auf einer Seite) bemalt sein.
Bombing
Schnelles, auf Quantität ausgelegtes, illegales Sprühen; auch Bezeichnung für ein wenig aufwändiges (meistens chrom-schwarz) Piece (siehe auch Quickpiece, Silverpiece, Throw-up)
Trainbombing / Trainwriting
Allgemeine Bezeichnung für das Besprühen von Zügen.
Boss
Sicherheitsbeauftragter von Nahverkehrsbetrieben.
Botten
Schnelles Verlassen des Spots beim Sprühen.
Bust / gebustet werden
Das Auffassen eines Writers durch die Polizei.
Checker
Sicherheitsbeauftragte privater Firmen; auch Bezeichnung für eine Person, die vor dem Malen für andere Writer überprüft, ob eben solche, oder auch Polizei oder Putzer zugegen sind, die einen beim Besprühen diverser Objekte stören könnten.
Comment
Ein Comment ist ein neben oder in das Bild gesprühtes Statement oder ein Gruß (Fuck Police, One Love World Wide etc.).
Crew
Zusammenschluss von Writern die zusammen sprühen. Die Namen der Crews werden meistens mit mehreren Buchstaben abgekürzt z. B. SUK (Stick up Kids), UA (United Artists). Es finden auch Zahlen Verwendung als Gruppeninitial, z. B. der Postleitzahl des bewohnten oder repräsentierten Gebiets entnommen. Die Mitglieder einer Crew erhöhen deren Bekanntheitsgrad, indem sie das Crewkürzel ähnlich wie ihr eigenes Pseudonym in Bildern verarbeiten. Da mehrere Personen das gleiche Kürzel malen, kann ein höherer Bekanntheitsgrad erreicht werden.
End to End (auch „end2end“ oder „e2e“)
Zugbild, das sich über die Gesamtlänge eines Waggons erstreckt, aber nicht über die komplette Höhe (s. Wholetrain).
scouten
Für einen anderen Writer "Wache halten".
Spot (Platz / Stelle)
Explizit ausgewählte Orte, die zum Malen eines Bildes geeignet sind/wären.
Tag [tæg] (engl. tag ‚Markierung‘, ‚Etikett‘, ‚Schild‘)
Signaturkürzel, welches das Pseudonym eines Writers darstellt. Gilt als die Urform des sich daraus entwickelten Piece. Häufig als "Unterschrift" unter gesprühten Bildern zu finden, gilt aber auch in der jugendlichen Gang-Kultur als territoriale Markierung. Zum Anbringen der Tags werden neben der Sprühdose oft auch wasserfeste Stifte benutzt. Tags können allerdings auch genauso gut mit Malerrollen oder anderen Utensilien angebracht werden. Auch das Einritzen des Pseudonyms, was der Urform von Graffiti entspricht, ist üblich (siehe Scratching). Vorrangiges Ziel ist es, einen guten und innovativen Style zu haben, sekundäres Ziel, in einer Stadt, einem Bezirk oder einer Gegend, möglichst präsent zu sein. Dadurch entsteht eine Art von Wettkampfkultur. Das Übersprühen fremder Tags – auch Crossen genannt – wird als Beleidigung angesehen. Besonders in der Bandensubkultur der Vereinigten Staaten dienen Tags zur Markierung des Territoriums einer Straßengang. Sprüher der Writing-Bewegung versuchen in der Regel hingegen, ihren Namen überall zu verbreiten, nicht nur in einem begrenzten Gebiet. Auch Ultras markieren manchmal Orte auf ähnliche Weise. Vorläufer von Tags gab es, wie das Beispiel des Beamten Joseph Kyselak zeigt, bereits im Biedermeier.
taggen
Die Ausführung eines Tags.
Yard / Train-Yard
Gelände, auf dem Züge oder U-/S-Bahnen abgestellt werden, meistens zur Reinigung und Wartung.
Graffiti Art 480 B.C. Sparta ÖBB Train Austria (c) Bernard Egger rumoto images 8377 bw
Ausstellung "Antifaschistische Denkmale in Osteuropa":
# bis 9. November 2018
# Eintritt frei
# in der Ladengalerie von 'junge Welt', Torstraße 6, 10119 Berlin (Nähe Rosa-Luxemburg-Platz). Öffnungszeiten: Montag-Donnerstag 11-18 Uhr, Freitag 10-14 Uhr. Kontakt: Tel. 030-536355-56
Die Ladengalerie realisiert diese Gemeinschaftsausstellung mit Fotografien von Andrea Kähler, Dagmar Rubisch, Gabriele Senft, Ernest Kaltenegger, Benjamin Renter, Alexandre Sladkevich und Jens Schulze u.a. mit Fotografien von Denkmalen in Bulgarien, Russland, Ukraine, Lettland, Litauen, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Italien (Triest). Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 9.11.2018.
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Republikflucht hält an
Weniger Menschen, dafür mehr Arme: Trübe Aussichten für den Osten 28 Jahre nach dem Beitritt zur BRD (Andere sagen: Annexion der DDR)
(Von Nico Popp, 2.10.2018, aus www.jungewelt.de/artikel/340898.armut-und-abwanderung-im-...)
Der »Tag der deutschen Einheit« steht an; und damit einmal mehr auch die besorgte und ziemlich verlogene Frage, ob das denn alles so geklappt hat und weiterhin klappt mit dem für alle Beteiligten vorteilhaften »Zusammenwachsen von Ost und West«. Offenbar nicht: In Westdeutschland, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit, lebten 2017 rund fünf Millionen Menschen mehr als 1990 (plus 8,2 Prozent). Dagegen ist die Einwohnerzahl in Ostdeutschland (einschließlich Berlin) im gleichen Zeitraum um rund zwei auf 16,2 Millionen (minus elf Prozent) zurückgegangen. Sachsen-Anhalt wird einer Studie des Prognos-Instituts zufolge in den nächsten beiden Jahrzehnten noch einmal jeden fünften Einwohner verlieren, Mecklenburg-Vorpommern jeden siebten.
Der Grund für die seit Jahrzehnten anhaltende Abwanderung ist eigentlich kein Geheimnis: Es war im Osten (nach 1990) lange nicht einfach, überhaupt als Lohnarbeiter Verwendung zu finden. Und die, denen das gelang und weiter gelingt, müssen ihr Leben häufig am oder nahe am Niveau des Mindestlohns ausrichten. Wer hier lebt, ist im Durchschnitt ärmer als Menschen im Westen. Der Sozialverband VdK erklärte am Montag, die Armutsquote im Osten Deutschlands sei »vor allem deshalb so hoch, weil dort so viele Menschen nur prekär und im Niedriglohnsektor beschäftigt sind«. Viele Beschäftigte erhielten nur den gesetzlichen Mindestlohn. »Er verhindert Armut nicht«, sagte Verbandspräsidentin Verena Bentele. Der Mindestlohn müsse auf über zwölf Euro angehoben, Leiharbeit und Minijobs müssten zurückgedrängt werden.
Auf das gleiche Problem hat auch die Bundestagsfraktion der Partei Die Linke am Montag hingewiesen. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, warf der Bundesregierung bei der Armutsbekämpfung »Totalversagen« vor. Mehr als ein Vierteljahrhundert nach der »Einheit« sei es nicht nachvollziehbar, dass es immer noch ein deutliches Einkommensgefälle zwischen West und Ost gebe, sagte sie gegenüber dpa.
Eigentlich ist es das schon, und ändern wird es sich nicht. Prognos nimmt an, dass der Osten wirtschaftlich und sozial langfristig weiter zurückfallen wird. »Bis 2045 nimmt das Gefälle nach unseren Prognosen wieder zu«, heißt es in der Studie, aus der die dpa vorab zitierte. Liege die Wirtschaftsleistung pro Kopf im Osten heute bei drei Vierteln des Westniveaus, sinke sie bis 2045 auf weniger als zwei Drittel und damit sogar noch unter den Wert aus dem Jahr 2000. »Bei einer Fortsetzung der bisherigen Politik werden sich die materiellen Lebensverhältnisse zwischen Ost und West nicht angleichen«, schreiben die Autoren. Dafür machen sie allerdings nicht die spezielle Logik der kapitalistischen Produktionsweise in Ostdeutschland, sondern »Abwanderung und geringe Geburtenzahlen« verantwortlich – so elegant kann man Ursache und Wirkung verwechseln.
Joachim Ragnitz, Koautor einer gerade veröffentlichten Studie des Ifo-Instituts, stellte unterdessen sorgenvoll fest, dass im Osten »das Vertrauen« in die »demokratischen Institutionen« geringer ausgeprägt sei als im Westen. Kritische Linke sollte das eher ermuntern. Freunde jeder Form von »Einheit« sind ihnen prinzipiell verdächtig, Rufe nach »Zusammenhalt« in einer Klassengesellschaft verhasst, »Vertrauen« in den bürgerlichen Staat gedenken sie nicht zu fördern. Sie wollen wissen, wie die Klassengesellschaft und ihr politischer Überbau funktionieren – und was man dagegen tun kann. Im Osten und im Westen.
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»Schöne Worthülsen nutzen niemandem«
Vor »Tag der deutschen Einheit«: Ostdeutsches Netzwerk kritisiert weiter bestehende Ungerechtigkeiten. Gespräch mit Matthias Werner, Präsident des Ostdeutschen Kuratoriums von Verbänden e. V.
(Interview: Jan Greve, aus www.jungewelt.de/artikel/340805.protest-gegen-einheitsfei...)
An diesem Mittwoch steht der sogenannte Tag der deutschen Einheit an. Sie laden zu einer Protestveranstaltung, einer »alternative Einheitsfeier«, ein.
(»Alternative Einheitsfeier« am 3.10., 10 Uhr, Bürgerhaus Neuenhagen bei Berlin, okv-ev.de) Überschrieben ist diese mit dem Satz »Die Würde des Menschen ist unantastbar«. Wieso ist es Ihnen wichtig, das an diesem Tag hervorzuheben?
Seit dem Anschluss der DDR an die BRD wird die Würde der Menschen in Ostdeutschland in den Dreck gezogen. Umfragen ergeben, dass sie sich weiterhin als »Bürger zweiter Klasse« fühlen. Ihre Lebensleistung wird nicht anerkannt. Und nach wie vor hinken Löhne und Renten denen im Westen hinterher. All das ist letztlich nur ein Ausdruck dafür, dass Lebensjahre in der DDR als quasi »verlorene« Jahre hingestellt werden – als Zeit, die die Menschen in einem »falschen System« verbracht haben. Es ist notwendig, den Finger in die Wunde zu legen und auf die bestehenden Ungerechtigkeiten hinzuweisen.
Der hervorgehobene Satz ist bekanntlich im Grundgesetz zu finden. Es gibt also auch Dinge in der BRD, auf die Sie sich positiv beziehen?
Dem Artikel 1 des Grundgesetzes ist nicht zu widersprechen. Wir fordern die Bundesregierung auf, dementsprechend Politik zu machen. Sie tut aber das genaue Gegenteil: Die Spaltung zwischen Arm und Reich nimmt zu, ebenso wie die zwischen In- und Ausländern. Menschen werden durch die Hartz-Gesetze gedemütigt. Die Unantastbarkeit der Würde ist also in der praktischen Politik nicht umgesetzt. Wir fordern, den Sozialabbau zu stoppen und für eine Angleichung der Lebensverhältnisse zu sorgen. Schöne Worthülsen nutzen niemandem.
Am vergangenen Mittwoch, eine Woche vor dem 3. Oktober, hat die Bundesregierung ihren Jahresbericht zum »Stand der deutschen Einheit« vorgestellt. Dort wurde ein im Grundsatz positives Fazit gezogen: Es gebe Fortschritte bei der wirtschaftlichen Entwicklung, auch wenn man noch nicht am Ziel angelangt sei. Was sagen Sie dazu?
Nach wie vor fehlen im Osten qualitativ hochwertige Arbeitsplätze ebenso wie flächendeckend gute Bildungsangebote. Die gut ausgebildete Jugend wandert in die alten Bundesländer aus. Ich will das mit einem Bild verdeutlichen. Die sächsische Stadt Görlitz hat herrliche Bauten und wird durch Restaurierung und Instandsetzung immer schöner. Aber sie ist leer. Westdeutsche Senioren werden dorthin gekarrt, um sich Eigentumswohnungen anzuschaffen, damit dort wieder jemand lebt. Das zeigt den Widerspruch: Was nutzt mir das schönste Haus, wenn ich die Miete nicht bezahlen kann? Gravierende Probleme dieser Art führen zu Unzufriedenheit in der ostdeutschen Bevölkerung. Vorne eine schöne Fassade für Gutverdienende und Superreiche, aber dahinter sieht sich der Großteil der Bevölkerung – wir reden von Millionen Menschen – mit Sozialabbau oder einer Beschäftigung im Niedriglohnbereich konfrontiert.
Bei der Vorstellung des Jahresberichts hieß es, es gebe die Lohnunterschiede zwischen Ost und West, weil die Struktur der Wirtschaftsbetriebe eine andere sei. In den alten Bundesländern seien nun mal die großen Konzerne angesiedelt. Das Argument überzeugt Sie nicht?
Ganz bestimmt nicht. Zielgerichtet wurde die Industrie der DDR zerstört – und damit auch die Möglichkeit der Menschen, ihr Leben zu gestalten oder zu verbessern. Erst wurden vorhandene Wirtschaftsstrukturen zerschlagen, um dann Almosen zu verteilen und darauf hinzuweisen, man solle sich damit zufrieden geben. Gegen solch eine Form von Geschichtsklitterung versuchen wir uns zu stemmen.
Neben diesen dicken Brettern, die Sie bohren wollen: Was ließe sich konkret und schnell in die Wege leiten, um etwas an der Situation zu verbessern?
Einfach umzusetzen wäre die Angleichung der Ost- an die Westrenten. Es ist genug Geld in den Kassen, das könnte sofort angegangen werden. Wir haben in diesem Zusammenhang eine Verfassungsbeschwerde zu dem sogenannten Rentenüberleitungsabschlussgesetz eingereicht. Mit dieser Regelung, die die Bundesregierung im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hat, würde alles beim alten bleiben. Dagegen klagen wir. Derzeit sammeln wir Spenden für die Kosten der Verfahren
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Tag der Einheit?: „Das Gebiet der DDR wird vom Westen wie eine Kolonie behandelt“
(Alexander Boos, aus de.sputniknews.com/gesellschaft/20181002322501245-ossis-w...)
Die Bundesrepublik hat bei der Wiedervereinigung viele Fehler gemacht. „Der größte Fehler war, all die guten Aspekte der DDR wie Frieden oder die Sicherheit des Arbeitsplatzes einfach hinwegzufegen“, erklärte der Ost-Berliner Jurist Hans Bauer im Sputnik-Interview. „Viele Ostdeutsche fühlen sich dadurch übergangen und beleidigt.“
„Wir werden auch an diesem dritten Oktober unsere ‚Alternative Einheitsfeier‘ abhalten“, sagte Hans Bauer, Berliner Rechtsanwalt und Vorsitzender der „Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung“ (GRH), im Sputnik-Interview. Die Gesellschaft gehört dem „Ostdeutschen Kuratorium von Verbänden“ (OKV) an, einem Zusammenschluss von 25 ostdeutschen Organisationen, die die jährliche Protestveranstaltung ausrichten. „Dort bringen wir praktisch unsere Bilanz zu bestimmten Themen zum Ausdruck, die die Einheit und Ostdeutschland berühren.“ Darüber berichtete auch die Zeitung „Junge Welt“ in ihrer Montagsausgabe.
„Das ist unser alternativer Protest zu den glorifizierenden offiziellen Feiern, die jedes Jahr in einem der neuen Bundesländer stattfinden“, erklärte der Ost-Berliner Jurist. „Das ist ein Gegenstück dazu. Wir bringen dort zum Ausdruck, wie es tatsächlich aussieht, wie wir es empfinden und was sich im Osten ändern müsste, um die Verhältnisse zu verbessern.“
Wirtschaftliche Schieflage Ost
Der Sozialabbau im Westen sei nur deshalb möglich, weil die DDR nicht mehr existiere. „Aber das wird man von den Machthabern in Berlin nicht erwarten können, dass sie das zugeben.“ Um tatsächlich gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost und West herzustellen, „müsste man ökonomisch und sozial handeln“. So schnell wie möglich müssten die Löhne und die Renten angeglichen werden.
Das ehemalige Staatsgebiet der DDR werde vom Westen wie eine Kolonie behandelt. „Ich würde mir wünschen, dass dieses Kolonialgebaren verschwindet. Dass man dazu aber auch die dafür extra eingerichteten Institutionen verändert, reformiert oder auflöst.“ Er nannte die „Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik“ (BStU, „Stasi-Unterlagenbehörde“) als solch eine Institution.
„Auf Befindlichkeiten der Ostdeutschen eingehen“
Der gravierendste Fehler bei der Wiedervereinigung war, dass „all das Gute abgeschafft wurde, was die DDR ausmachte. Also Frieden, Sicherheit und Arbeitsplätze“. Da es zur Zeit der Wende nicht die Möglichkeit des „gegenseitigen Einbringens von Ideen“ gab, fühlen sich heute viele Menschen im Osten „beleidigt und übergangen. Auf die Befindlichkeit der Ostdeutschen müsste man viel stärker eingehen.“
Dazu gehöre ebenso die „gleichberechtigte Geschichtsbeurteilung. Nicht: Die Einen die Guten, die anderen die Bösen. Also diese Schwarz-Weiß-Malerei der Vergangenheit, die bis in die Gegenwart hineinreicht, muss man überwinden.“ Auch die Auswahl der Gedenkorte sei falsch gewesen, weil damit die DDR „in die Nähe des faschistischen Regimes“ gestellt wird. Es gab eine lange antifaschistische Tradition in der DDR. Dagegen sei die bundesdeutsche Gedenkpolitik „eine Beleidigung“, weil die DDR-Bürger „antifaschistisch erzogen wurden. Alles das sind Dinge, die die Befindlichkeit der Menschen betreffen.“ Auch werde die Aufbauarbeit der Ostdeutschen neben weiteren kulturellen und sozialen Leistungen in der Regel „nicht anerkannt“.
(>>Andere Sputnik-Artikel: Wozu Wessis die Ossis brauchen – Westdeutsche Dominanz statt echter Einheit)
Problem des Rechtspopulismus im Osten
Die Folge dieser Vernachlässigung der Menschen durch die Bundespolitik: „Die Menschen im Osten fühlen sich als Bürger zweiter Klasse. Weil sie in diesem Staat, in der Bundesrepublik so behandelt werden.“ Das treibe viele in die Arme von rechtspopulistischen Parteien wie die AfD oder ähnlichen Gruppierungen, meinte Bauer auch mit Blick auf die jüngsten Vorkommnisse in der sächsischen Stadt Chemnitz.
„Irgendwo wollen sie ihren Frust loswerden. Ich glaube aber nicht, dass diese rechten Botschaften auch die Köpfe der Bürger erreichen.“ Sondern dieser Zulauf sei Ausdruck der ostdeutschen Unzufriedenheit. Das „antifaschistische Erbe“ der DDR bleibe weiterhin spürbar und in der Gesellschaft verankert, betonte Bauer.
Neuer Russland-Kurs nötig
Außerdem würde er sich einen pazifistischen Kurs in der bundesdeutschen Außenpolitik wünschen. „Was Kriege und diese ganze Militarisierung gegen Russland betrifft, muss das schleunigst aufhören“, forderte der Ost-Berliner Anwalt. „Diese Nähe, diese freundschaftliche Verbundenheit, diese Befreiung vom Faschismus durch Russland, die ist so tief eingegraben – auch bei nachfolgenden Generationen, so dass das eigentlich ein gutes Verhältnis ist. Ganz anders, als das heute von der Politik praktiziert wird. Da wurde direkt wieder eine Feindschaft entwickelt.“
Besonders bei diesem Punkt könne die aktuelle Bundesregierung einiges von der DDR lernen. Schließlich gilt die untergegangene Republik bis heute als historisch einziger Staat, der den Antifaschismus je zur Staatsdoktrin erhob.
Das Radio-Interview mit Hans Bauer (GRH) zum Nachhören:
soundcloud.com/sna-radio/ra-h-bauer-zum-tag-der-deutschen...
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„Die Restauration des Kapitalismus ist kein Grund zu feiern“ (Von Matthias Witte, aus de.sputniknews.com/gesellschaft/20181002322503880-westen-...)
An diesem Mittwoch wird der „Tag der deutschen Einheit“ gefeiert. Doch für den Armutsforscher Michael Klundt ist die „Wiedervereinigung“ kein Grund zu feiern. Schon der Begriff ist ihm zufolge ein Etikettenschwindel. Der Wissenschaftler aus Westdeutschland nennt den Prozess eine „Restauration des Kapitalismus“.
Der Politikwissenschaftler und Professor für Kinderpolitik an der Hochschule Magdeburg-Stendal, Michael Klundt, stört sich aus mehreren Gründen an dem Begriff Einheit: „Rein juristisch gab es keine Einheit und keine Vereinigung nach Grundgesetz-Artikel 146, der eine neue Verfassung und eine Volksabstimmung vorgesehen hätte. Sondern es gab einen Beitritt. Oder, wie Wolfgang Schäuble 1991 sagte, es gab einen Anschluss. Ostdeutschland wurde vollständig vom westlichen System übernommen. Alle Spitzenpositionen in Wirtschaft, Militär, Justiz, Politik, hoher Ministerialbürokratie und in der Wissenschaft werden in westdeutsche Hand übergehen. Und die Treuhandanstalt besorgt noch einen gigantischen Privatisierungsprozess.“ Das sei das Problem, über das seit 28 Jahren nicht gesprochen werde.
Nach Wende: Ostdeutschland verlor zwei Millionen Einwohner
Am Einheitsbericht der Bundesregierung werde das deutlich. Klundt sagt, sicher gebe es im Osten Erfolgsgeschichten. Er nennt die Beispiele Jena und Leipzig. In diesen Städten sei der wirtschaftliche Aufschwung spürbar. Diese lokalen Erfolgsgeschichten täuschen den Armutsforscher jedoch nicht über die sozialen Unterschiede hinweg, die auch im Einheitsbericht erfasst werden: „Im Schnitt höhere Armutsquoten, höhere Arbeitslosigkeit, niedrigere Löhne, niedrigere Ausbildungsvergütungen, in der Regel mit der Arbeitslosigkeit verbunden niedrigere Renten, mehr Niedriglöhne, weniger Tarifbindung als im Westen beziehungsweise in den westlichen Flächenstaaten, und dann die Tatsache, dass nach 1990 keine einzige DAX-Firmenzentrale in den Osten gegangen ist. Das heißt, dass man im Prinzip strukturell verlängerte Werkbänke organisiert hat.“ In Summe führe das dazu, dass die Steuern weitestgehend im Westen entrichtet werden, weil die Konzernzentralen und die Forschungsabteilungen im Westen geblieben sind.
Innerdeutsche Migration nach der Wende
Ob es die Perspektivlosigkeit war oder die Hoffnung, im vermeintlich „goldenen Westen“ sein Glück zu finden, ist unklar. Fest steht: Nach der Wende fand eine gewaltige Abwanderung von Ost nach West statt. „Ich habe gelesen, dass nur in Leipzig über Nacht 100.000 Menschen ihre Arbeit verloren haben. Innerhalb kürzester Zeit verließen 700.000 Menschen Sachsen. Das ist innerdeutsche Migration. Eine solche Abwanderung muss eine Region erst einmal verkraften.“
Dann sei etwas geschehen, was der ostdeutsche Autor Olaf Georg Klein als „strukturelle Gewalt des Westens“ bezeichnete. In Zeitungsredaktionen, Verlagen und an Universitäten werden Ostdeutsche mehr und mehr zurückgedrängt und durch Westdeutsche ersetzt. Das führte zu einer Entfremdung zwischen den Eliten und der Bevölkerung.
Die Bevorzugung Westdeutscher in Führungspositionen kritisiert Klundt schon lange. Das Phänomen beobachtet er auch an den Hochschulen. Eine Erklärung dafür hat er nicht, erinnert sich aber an den Forscher Steffen Mau, der gegenüber der „Zeit“ sagte: „Wären die Ostdeutschen als solche erkennbar, hätten sie eine andere Haarfarbe oder lange Ohren, wäre eine solche Schieflage schon längst zum Politikum geworden, Rufe nach Quoten inklusive.“ Es sei einfach so auffällig, dass die Führungsebenen in Ostdeutschland, in Gesamtdeutschland sowieso, nur von Westdeutschen gestellt werden.
Frust-Ossi wählt AfD? Klundt: „Das ist zu einfach“
Das führt zur sozialen Spaltung zwischen Ost- und Westdeutschland, zu Frustration. Diese reicht Klundt aber nicht als Begründung, warum viele Ostdeutsche AfD wählen: „Aus meiner Sicht ist das nicht so einfach. Der Aufstieg der AfD hat auch mit dem Aufstieg von rechten, rassistischen Ideologien in der Mitte, Standortnationalismus, den Thesen von Sarrazin, die im Diskurs der Mitte etabliert wurden, zu tun. Das Reden über gierige und faule Griechen in der Wirtschaftskrise, die Verachtung gegenüber ärmeren Ländern, und das auch im vorherrschenden Mediendiskurs, nicht etwa nur bei Rechtsextremen – all das hat zu einem, man könnte schon sagen, Zivilisationsbruch in Deutschland geführt.“ Auch Hartz IV spiele eine Rolle.
Außerdem gebe es auch in Westdeutschland eine breite Unterstützung der AfD – eine wohlstandschauvinistische Basis von Menschen ohne größere soziale Probleme. Klundt geht noch explizit auf Sachsen ein, wo sich in den letzten 28 Jahren neonazistische Strukturen unter einer CDU-Regierung, die das sehenden Auges toleriert habe, sehr wohl fühlen und gut organisieren konnten. „Von der Sozialarbeit bis zur Schule, von der Politik bis zum Sportverein – die Regierungen haben weggeschaut. Jetzt ist da eine ganz neue Generation herangewachsen, die seit ihrer Kindheit nur neonazistische Propaganda kennt.“
Deutsche Einheit möglich – wenn …
Michael Klundt möchte deshalb nicht gerade die Sektkorken für den 3. Oktober knallen lassen. „Diese Restauration des Kapitalismus ist aus meiner Sicht kein Grund zu feiern.“
Bleibt die Frage, wie die Deutschen trotz sozialer Unterschiede, Frustration und bei aller Diskrepanz letztlich doch als Einheit zusammenfinden. Zu einer Einheit, die diesen Namen verdient. Laut Klundt müsste sich ökonomisch einiges tun. Konzerne müssten sich fragen, was sie bisher in Ostdeutschland getan hätten. Die westdeutschen Eliten müssten sich fragen, was sie in den letzten 28 Jahren gegen Rechtsextremismus und für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung unternommen haben. Der Armutsforscher richtet aber vor allem einen Appell an die Betroffenen selbst:
„Zuletzt geht es darum, dass die Menschen sich selbst organisieren. Sie müssen tatsächlich selbst ihr Leben in die Hand nehmen. Das Verführerische, was jetzt durch rassistische Angebote vorliegt, ist eine kurzzeitige Handlungsfähigkeit, die hergestellt werden kann. Man kann durch Rechtswählen oder rechtsextrem Demonstrieren sich und seine Unzufriedenheit spüren.
Aber die Frage ist natürlich: Gibt es nicht auch andere Möglichkeiten, mit anderen gemeinsam solidarisch etwas zu verändern und zu verbessern? Und das gibt es auch in Ostdeutschland. Da gibt es auch in Ostdeutschland viele Menschen, die das tun. Vielleicht wäre es da einfach wichtiger, diese Menschen zu unterstützen. Menschen, die nicht neonazistisch sind, die in Regionen Sachsens leben, die sich als national befreite Zonen betrachten. Das sind Menschen, die trotzdem als Demokraten dort weiterleben wollen, aber permanent von Neonazis mit dem Leben bedroht werden.“
Es ist ein langer Weg. Vorerst wird Michael Klundt am 3. Oktober nicht auf den „Tag der Deutschen Einheit“ anstoßen.
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Vier von neuzehn Alleen in Arbeit
Lübtheen mit rund 90 Jahre altem Baumbestand
von Heiko Wruck
GESPRÄCH
Lübtheen/sb. Mit ihren Ortsteilen kommt die Stadt Lübtheen in Parks, Alleen und Nebenstraßen auf etwa 20.000 Bäume. Fast alle sind pflegebedürftig. Was dort gerade in Sachen Baumpflege passiert, erklärt Alexander Wulff vom Ordnungsamt Lübtheen in einem redaktionellen Gespräch.
Müssen die Bäume im Zuge der
Verkehrssicherung nicht ständig gepflegt werden?
Das werden sie auch, aber die jetzigen Maßnahmen liegen nicht im Bereich der Verkehrssicherung. Es geht nicht um die Schaffung von Lichtraumprofilen oder um bloße Totholzentnahme. Hier geht es um die Einkürzung der Kronen um bis zu 5 Meter. Die letzte Pflegemaßnahme dieser Art liegt schon lange zurück.
Werden alle 20.000 Bäume geprüft und gepflegt?
Nein, das wäre finanziell für die Stadt nicht leistbar. Gegenwärtig werden vier von neunzehn Alleen bearbeitet. Der Gesamtbestand der Alleebäume ist rund 90 Jahre alt und damit dringend pflegebedürftig. Solche Baumpflegemaßnahmen sind für unseren Bauhof auf solch einem großen ländlichen Stadtgebiet sehr schwierig, zeitintensiv und kaum leistbar. Dazu bedarf es einer Fachfirma.
Man könnte auch einfach
die Bäume fällen und neue setzen.
Hier geht es ganz klar um zwei Dinge: Baumerhalt und Artenschutz. Die Bäume sind im Kern gesund und stellen jeweils eigene Biotope dar. In den Kronen finden sich zudem sehr seltene Käfer, die lange als ausgestorben galten. Allein das Monitoring dafür hat gut ein Jahr gedauert.
Was kostet die aktuelle Pflegemaßnahme?
... insgesamt circa 55.000 Euro. Die Stadt trägt einen Eigenanteil von 11.000 Euro. 44.000 Euro kommen aus dem Alleenfonds des Landes zur Pflege schutzwürdiger Alleen. Diese Förderung ist jedoch an strenge Auflagen gebunden. Die Grabower Baumpflege GmbH setzt die Maßnahmen in Kooperation mit dem Biosphärenreservatsamt und der Stadt um.
Diese Maßnahmen passieren in der Brutzeit. Warum?
Warum dieser Zeitraum ausgerechnet so angesetzt wurde, kann ich Ihnen auch nicht sagen. Wir hatten deswegen verständlicherweise sehr große Diskussionen. Die Bürger verstehen nicht, warum sie selbst zwischen März und Oktober ihre eigenen Bäume nicht beschneiden dürfen, und wir machen es ihnen vor.
Die Vergabe der Fördung war explizit
an Medienveröffentlichungen gebunden,
die durch die Stadt nachzuweisen sind.
Wurde das irgendwie erklärt?
Nein, die Notwendigkeit dieser Auflage wurde uns nicht erklärt. Für uns ist sie nur eine Bedingung, um die Förderung zu bekommen. Ohne die Förderung könnte die Stadt diese Baumpflegemaßnahmen nicht leisten. Alles weitere müssen Sie im Ministerium erfragen.
Wenn diese Maßnahme beendet ist,
beginnt dann auch gleich die nächste Maßnahme?
Nein, noch nicht. Auch für weitere solcher Baumpflegemaßnahmen braucht die Stadt finanzielle Unterstützung. Das setzt einen entsprechenden Planungs- und Antragsprozess voraus. Immerhin muss jeder einzelne Baum untersucht und bewertet werden. Das braucht Zeit und Personal. Wir können ja solche Baumpflegemaßnahmen nicht blind beauftragen und durchführen. Bei der Planung ist immer zu berücksichtigen, dass ein so alter Baumbestand praktisch immer und fortwährend pflegebedürftig ist. Da muss man mit seinen Ressourcen sehr gezielt umgehen. Wir freuen uns jedenfalls, dass wir jetzt diese dringende Maßnahme bewerkstelligen konnten.
Bildunterschrift:
Alexander Wulff: Insgesamt müssen in der Stadt Lübtheen und in ihren Ortsteilen rund 20.000 Bäume gepflegt werden. Eine Aufgabe, die Lübtheen nicht ohne Hilfe stemmen kann. Foto: Heiko Wruck
Kontakt:
Heiko.Wruck@t-online.de
"Unterwegs in der Schweiz, in viaggio per la Svizzera, en route en Swisse"
Darf ich vorstellen? "Die Edelweiß" - mit einem EZ! :)
Wenn schon verkehrsrote Lok der Baureihe 185, dann wenigstens - wie auf diesem Bild hier - die optisch unterscheidbare 1. Bauserie. :)
Ja, das ist sicher Geschmackssache. Ich nehme mich explizit nicht aus der Reihe derjenigen aus, die bei einer verkehrsroten 185 auch einfach mal nicht den Auslöser betätigen. Irgendwie gibt es dann doch auch einfach zu viele davon - und darüberhinaus gehört sie auch einfach oft nicht zu den bevorzugten Baureihen der Fotografen. Die Loks der 1. Bauserie hingegen, die die Loks 185 001 bis 185 200 umfasst, bilden da bei mir zumindest eine Ausnahme. So sind sie doch optisch recht gut von der 2. Bauserie (ab 185 201) zu unterscheiden.
Auch an diesem Tag war dann bereits am Beginn der langgezogenen Kurve deutlich erkennbar, dass da eine rote 185 kommen wird. Somit wurde die Kamera erst einmal wieder "entschärft"...
Erst in der allerletzten Sekunde war klar: Hoppla, das ist doch "die Edelweiß", wie die Werbelok 185 142 liebevoll auch genannt wird. Das Bild ist somit wirklich ein absoluter Notschuss - dafür aber glücklicherweise immerhin vorzeigbar geworden. Die Lok wirbt trilingual ("unterwegs in der Schweiz", "in viaggio per la Svizzera", "en route en Swisse") für die - Achtung, Überraschung! :) - schöne Schweiz. Am Haken hatte die Lok einen EZ und war - vermutlich - auf dem Weg nach München Nord Rangierbahnhof.
Bei der Zuggattung EZ handelt es sich übrigens um einen so genannten Einzelwagenzug. Ein solcher EZ besteht in der Regel aus vielen einzelnen bzw. unterschiedlichen Wagen, die in einem (Güter-)Bahnhof zu einem Zug zusammengestellt wurden und von dort dann zu einem anderen (Güter-)Bahnhof gefahren werden, um dort wieder auf einzelne andere Güterzüge verteilt zu werden - im oberen Fall also vermutlich der große Rangierbahnhof München Nord. Es handelt sich dabei also um einen Zug zwischen Zugbildungsanlagen. Auf dem Bild zu erkennen sind z.B. Kesselwagen, Rungenwagen mit Holz und Schiebewandwagen.
Achso, bevor ich es vergesse: Herzliche Grüße an die an diesem Tag ebenfalls anwesenden Fotografen meiner geliebten "Hebertshausener Selbsthilfe...äh...Knipsergruppe"! :) (y)
Hebertshausen, 29.04.2017
Fotografiert mit der Revue 400 SE und Kodak Portra 400 Expired 8/18
Das Problem Nr. 1 ist, dass die Stadt angeblich "Pleite ist", die nötigste Reparaturen nicht mehr durchführen kann, aber für diese sinnlose Malerei 3,5 Millionen auf den Kopf haut!
Das Problem Nr. 2 ist, dass mittlerweile selbst der Durchschnittsradfahrer sowieso alle Wege für sich in Beschlag nimmt! Straßen werden zu dritt oder viert nebeneinander befahren - Überholen wird Autofahrern unmöglich gemacht, Bürgersteige, ausgewiesene Geh- und Spazierwege - egal, Fußgängerzonen werden im Slalom genommen - Passanten werden hochgradig gefährdet, und all das nicht im Schrittempo! Kein Fußgänger ist verpflichtet, "Spur zu halten", und die Kampfradler kommen lautlos von hinten angerast, meist sogar hautnah! Ein kleiner Schlenker des Fußgängers und er wird gerammt. (Meinem Nachbarn vor drei Jahren passiert, er geht immer noch an einer Unterarmgestütze.)
Und Problem Nr. 3 ist, dass der Polizei das am A*** vorbei geht, sie schaut explizit weg - oft genug beobachtet. Ein oder zweimal im Jahr medienwirksam angekündigte "Schwerpunktkontrollen" für eine Woche sind ebenfalls was für den A***! Und mit "du, du, du" und erhoben Zeigefinger ist es meist dann getan.
Radfahrer fühlen sich vor allem im grünen Münster als die besseren Menschen, um den Begriff "Gutmensch" zu vermeiden. Und 60.000 Studenten, die in der Provinz vielleicht höchstens Laufraderfahrung haben, sehen das Fahrrad als Spaßobjekt an, dabei ist es ein Verkehrsmittel für das die StVO gilt.
Versicherungskennzeichen wie am Mofa würde die Anonymität der Kampfradler aufweichen, beim Unfall den Geschädigten finanziell abdecken und die Flut der Schrotträder eindämmen. Der Lobbyist ADFC aber kämpft vehement für die absolute Freiheit der Fahrradfahrer und argumentiert z. B. so platt, die Nummernschilder könne man eh nicht lesen, sie wäre zu klein. Aber die E-Scoter müssen auch welche haben, sogar noch wesentlich kleinere: so what? Aber Fußgänger haben halt keine Lobby in Deutschland, höchsten in den großspurigen Reden der Lokalpolitiker.
Mein Fazit: Wenn Radfahrer die Rücksicht und Toleranz den anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber walten ließen, die sie selbst von den anderen einfordern, wäre alles in Ordnung!
36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz am 30. Oktober 2010 in der Rheingoldhalle Mainz
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Ende 2024 endete die Betriebserlaubnis der Karlsruher Turmbergbahn Turmbergbahn durch den TÜV. Jetzt fährt sie erst mal nicht, während die Strecke umgebaut und bis zur Straßenbahnhaltestelle verlängert wird.
Und noch mal ganz explizit für alle Karlsruher NIMBYs:
Ja die Turmbergbahn hat ein Upgrade auf den heutigen Stand der Technik und Barrierefreiheit sowie die Verlängerung bis zur Straßenbahn nötig. Und ich finde es gut, dass die Stadt auch in Tourismus und Wahrzeichen investiert und nicht auf die dortigen NIMBYs hören will.
Die Turmbergbahn wurde bereits in den 60ern komplett umgebaut. Historisch ist die also nicht wirklich. Die hat damals den Status als älteste Standseilbahn nicht verloren und wird es auch diesmal nicht. Wer eine tatsächlich historische Bergbahn sehen will, kann gerne die Nerobergbahn in Wiesbaden besuchen. Die wurde im selben Jahr wie die Turmbergbahn eröffnet (1888, nur ein paar Monate später) und musste in der Zwischenzeit nie umgebaut werden. Vor allem auch, weil diese von Anfang an an ihrer Talstation eine direkte Verknüpfung mit Straßenbahn/Bus hatte.
Die Karlsruher haben sich in den 60ern mit dem neuen Status Quo angefreundet und sie werden es diesmal auch wieder tun. Die paar Jahre Sperrpause werden in der bald über 150 Jährigen Geschichte dieser Bahn als Fußnote eingehen.
36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz am 30. Oktober 2010 in der Rheingoldhalle Mainz
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Wholecar
Bezeichnung für einen einzelnen Zugwaggon, dessen komplette Höhe und Länge mit Graffiti in einer Aktion bemalt wurde. In den meisten Fällen wird nur eine Waggonseite besprüht. Meistens teilen sich mehrere Writer die Arbeit an einem Zug; besprüht jedoch ein Writer einen Waggon allein, so spricht man von einem One-Man-Wholecar. Wholecars finden in der Writing-Szene hohes Ansehen. Für Fahrgäste und Verkehrsbetriebe ist diese Art von Besprühung auf Zügen sehr unangenehm, da durch die komplette Lackierung der Waggon verdunkelt wird.
Wholetrain
Bezeichnung für einen Zug, dessen Waggons von oben bis unten in einer Aktion bemalt wurden. Im Gegensatz zum Wholecar, besteht ein Wholetrain aus mehreren einzelnen Wholecars. Bei einem Wholetrain müssen wirklich alle Waggons (zumindest auf einer Seite) bemalt sein.
Bombing
Schnelles, auf Quantität ausgelegtes, illegales Sprühen; auch Bezeichnung für ein wenig aufwändiges (meistens chrom-schwarz) Piece (siehe auch Quickpiece, Silverpiece, Throw-up)
Trainbombing / Trainwriting
Allgemeine Bezeichnung für das Besprühen von Zügen.
Boss
Sicherheitsbeauftragter von Nahverkehrsbetrieben.
Botten
Schnelles Verlassen des Spots beim Sprühen.
Bust / gebustet werden
Das Auffassen eines Writers durch die Polizei.
Checker
Sicherheitsbeauftragte privater Firmen; auch Bezeichnung für eine Person, die vor dem Malen für andere Writer überprüft, ob eben solche, oder auch Polizei oder Putzer zugegen sind, die einen beim Besprühen diverser Objekte stören könnten.
Comment
Ein Comment ist ein neben oder in das Bild gesprühtes Statement oder ein Gruß (Fuck Police, One Love World Wide etc.).
Crew
Zusammenschluss von Writern die zusammen sprühen. Die Namen der Crews werden meistens mit mehreren Buchstaben abgekürzt z. B. SUK (Stick up Kids), UA (United Artists). Es finden auch Zahlen Verwendung als Gruppeninitial, z. B. der Postleitzahl des bewohnten oder repräsentierten Gebiets entnommen. Die Mitglieder einer Crew erhöhen deren Bekanntheitsgrad, indem sie das Crewkürzel ähnlich wie ihr eigenes Pseudonym in Bildern verarbeiten. Da mehrere Personen das gleiche Kürzel malen, kann ein höherer Bekanntheitsgrad erreicht werden.
End to End (auch „end2end“ oder „e2e“)
Zugbild, das sich über die Gesamtlänge eines Waggons erstreckt, aber nicht über die komplette Höhe (s. Wholetrain).
scouten
Für einen anderen Writer "Wache halten".
Spot (Platz/Stelle)
Explizit ausgewählte Orte, die zum Malen eines Bildes geeignet sind/wären.
Tag [tæg] (engl. tag ‚Markierung‘, ‚Etikett‘, ‚Schild‘)
Signaturkürzel, welches das Pseudonym eines Writers darstellt. Gilt als die Urform des sich daraus entwickelten Piece. Häufig als "Unterschrift" unter gesprühten Bildern zu finden, gilt aber auch in der jugendlichen Gang-Kultur als territoriale Markierung. Zum Anbringen der Tags werden neben der Sprühdose oft auch wasserfeste Stifte benutzt. Tags können allerdings auch genauso gut mit Malerrollen oder anderen Utensilien angebracht werden. Auch das Einritzen des Pseudonyms, was der Urform von Graffiti entspricht, ist üblich (siehe Scratching). Vorrangiges Ziel ist es, einen guten und innovativen Style zu haben, sekundäres Ziel, in einer Stadt, einem Bezirk oder einer Gegend, möglichst präsent zu sein. Dadurch entsteht eine Art von Wettkampfkultur. Das Übersprühen fremder Tags – auch Crossen genannt – wird als Beleidigung angesehen. Besonders in der Bandensubkultur der Vereinigten Staaten dienen Tags zur Markierung des Territoriums einer Straßengang. Sprüher der Writing-Bewegung versuchen in der Regel hingegen, ihren Namen überall zu verbreiten, nicht nur in einem begrenzten Gebiet. Auch Ultras markieren manchmal Orte auf ähnliche Weise. Vorläufer von Tags gab es, wie das Beispiel des Beamten Joseph Kyselak zeigt, bereits im Biedermeier.
taggen
Die Ausführung eines Tags.
Yard / Train-Yard
Gelände, auf dem Züge oder U-/S-Bahnen abgestellt werden, meistens zur Reinigung und Wartung...
Hauptgeschäft Reusten, Gemeinde Verbund Ammerbuch, Landkreis Tübingen.
Altinger Str. 10
72119 Ammerbuch-Reusten
Filiale Wendelsheim, bei Rottenburg.
In Tübingen keine Filiale.
In Reusten gibt es einen Friedhof und einen Kindergarten.
Ferner befinden sich eine Metzgerei und ein kleiner Dorfladen, sowie das Gasthaus zum Löwen im Ortskern.
Die Grund- und Förderschule wurde wegen zu niedriger Schülerzahlen geschlossen. Grundschüler besuchen nun die Grundschule in Poltringen, für Förderschüler ist die Förderschule Rottenburg zuständig. Die Schule wird derzeit von der Gemeinschaftsschule Ammerbuch belegt
Die evangelische Kirche von Reusten befindet sich in der Ortsmitte.
1760 wurde die ehemalige Bebenhauser Weinkelter in eine Kirche umgewandelt.
metzgerei-egeler.de/unsere-geschaefte/?loadMap=true#map
Gute Produkte.
Maultaschen.
Leider hat man nicht selbst geschlachtet, wie es Tradition ist.
Skandal im Schlachthof Gärtringen, zwischen Böblingen und Tübingen.
Metzger Meister Egeler war im Vorstand der Schlachthof Genossenschaft.
Der private Verein „Soko Tierschutz“ hatte Ende August 2020 Bildmaterial aus dem Schlachthof veröffentlicht.
Das Landratsamt
BÖBLINGEN (BB)
wertet das vollständige Videomaterial aktuell aus. Dabei gehe es um die Rolle der Amtstierärzte im Zusammenhang mit darin gezeigten Verstößen gegen das Tierschutzrecht, teilte die Behörde weiter mit.
●
Nach schweren Vorwürfen bezüglich Tierquälerei im Gärtringer Schlachthof ermittelt nun die Staatsanwaltschaft gegen die Betreiber.
Der Tierschutz Verein
wirft Mitarbeitern unter anderem vor, Schweine geschlagen und getreten sowie Elektroschocker eingesetzt und die Tiere unprofessionell betäubt zu haben.
Das Landratsamt muss die Arbeit und die organisatorische Aufstellung seines Veterinäramtes dringend überprüfen und alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, dass das Veterinäramt leistungsfähig ist und die Einhaltung der tierschutzrechtlichen Bestimmungen sichergestellt wird. Mögliches Fehlverhalten von Behördenmitarbeitern ist aufzuklären und daraus die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.
■
„Mit Entsetzen und Abscheu haben wir die schrecklichen Bilder aus dem in Gärtringen ansässigen Schlachthof zur Kenntnis nehmen müssen“, so der Bürgermeister der Gemeinde Gärtringen, Thomas Riesch
.
In den letzten Jahren habe die Genossenschaft, die den Schlachthof betreibt, explizit mit Regionalität und gutem Umgang mit den Tieren geworben. Durch die nun veröffentlichten Bilder sei das Vertrauen der Verbraucher aber auch der Bauern und Metzger, die sich auf die Einhaltung der tierschutzrechtlichen Bestimmungen verlassen hätten, zerstört worden.
Zuständig ist hier allein das staatliche Veterinäramt beim Landratsamt Böblingen und das Ministerium in Stuttgart.
www.gaertringen.de/verwaltung-politik/rathaus-aktuell?tx_...
Der Schlachthof ist schon seit 2018 durch übelste Missstände aufgefallen.
Zwangsgelder verfehlten ihre Wirkung.
Mit einem Hackbeil wurden den Schweinen auf den Kopf gehämmert.
Betäubung fand nicht statt.
Videos beweisen systematischen Tierquälerei-Skandal.
Veterinäramt soll vor Ort tatenlos zugeschaut haben.
Anzeigen gegen einzelne Personen sind nicht bekannt.
####
www.ardmediathek.de/swr/video/swr-aktuell-baden-wuerttemb...
SWR Aktuell Baden-Württemberg: Skandal um Schlachthof in Gärtringen,
Landkreis Böblingen,
weitet sich aus | Video der Sendung
Skandal um Schlachthof in Gärtringen weitet sich aus
29.09.2020 ∙ SWR Aktuell Baden-Württemberg ∙ SWR Baden-Württemberg
Der Tierquälerei-Skandal um einen Schlachthof in Gärtringen (Kreis Böblingen) bekommt nun auch eine politische Dimension. Tierschützer werfen dem Landwirtschaftsministerium vor, Maßnahmen torpediert zu haben.
Betroffen sind rund 60 Metzgereien der Umgebung und Direktvermarkter und etwa die gleiche Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe.
Bedeutung für die Region
Geschlachtet werden wöchentlich etwa
900 bis 1000 Schweine,
60 bis 80 Rinder und
50 bis 80 Lämmer.
www.bwagrar.de/Aktuelles/Fleisch-aus-der-Region,QUlEPTU0M...
Das bewältigt die Lohnschlächterei Willi Schäfer mit ihren rund 14 Beschäftigten. Mit insgesamt über 20 Beschäftigten und den Arbeitskräften in den Metzgereien und Erzeugerbetrieben hat der Schlachthof Gärtringen eine große wirtschaftliche Bedeutung für die gesamte Region.
Der Einzugsbereich erstreckt sich über einen Radius von rund 50 km von Freudenstadt über Stuttgart bis Ludwigsburg, von Calw über Tübingen bis Reutlingen. Die Genossenschaft finanziert sich über Dienstleistungsgebühren.
www.regio-tv.de/mediathek/video/schlachthof-gaertringen-i...
36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz am 30. Oktober 2010 in der Rheingoldhalle Mainz
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Das Stift Melk, offiziell Abtei Melk (lateinisch Abbatia SS. App. Petri et Pauli apud Melk), ist eine Abtei der Benediktiner im Bundesland Niederösterreich in der Stadt Melk am rechten Ufer der Donau. Der heutige Barockbau wurde in den Jahren 1702–1746 von Jakob Prandtauer errichtet. Als Wahrzeichen der Wachau gehört es zum UNESCO-Welterbe. Es wurde als „sinnbildlichstes und dominantestes Barockgebäude“ beschrieben. Weiters beherbergt es das Stiftsgymnasium Melk, die älteste noch bestehende Schule Österreichs. Abt des Stiftes ist Georg Wilfinger. Die Stiftskirche von Melk trägt – obschon der Schutzpatron des Stiftes der hl. Koloman und die Kirche auch dessen Grablege ist – das Patrozinium St. Petrus und Paulus. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt Melk und der Wachau und gilt als eine der schönsten Barockkirchen in Österreich.
Neben dem Portal befindet sich der Eingang zum Stiftspark. Die Parkanlage wurde 1746/47 im Auftrag von Abt Thomas Pauer von Franz Sebastian Rosenstingl geplant, und ist den Grundzügen original erhalten. Die Anlage gehört zu den bedeutendsten gartenarchitektonischen Denkmalen Österreichs und steht als solches explizit unter Denkmalschutz.
Im Garten steht ein barocker Gartenpavillon, der von Franz Munggenast 1747 bis 1748 erbaut wurde. Die Räume des Pavillons wurden 1763 bis 1764 von Johann Baptist Wenzel Bergl mit Fresken ausgemalt, die exotische Motive zeigen. Heute ist im Gartenpavillon ein Café eingerichtet, und er wird auch für Konzerte genutzt.
Der Stiftspark ist in verschiedene Bereiche unterteilt, unter denen besonders das Paradiesgärtlein sowie das barocke Wasserreservoir mit den 250-jährigen Lindenbäumen zu erwähnen sind.
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Melk Abbey (German: Stift Melk) is a Benedictine abbey above the town of Melk, Lower Austria, on a rocky outcrop overlooking the Danube river, adjoining the Wachau valley.[1] The abbey contains the tomb of Saint Coloman of Stockerau and the remains of several members of the House of Babenberg, Austria's first ruling dynasty
Ein großer Vorteil, wenn man zeichnet. In der St. Galler Sftiftsbibliothek darf man weder fotografieren noch filmen, zeichnen ist aber explizit erlaubt (an der Kasse bekommt man sogar Papier und Stifte!).
Yokugo no onna (mujer después de darse un baño)
Yokugo no onna (Frau nach dem Bad)
Yokugo no onna (Lady after Her Bath)
MAK muestra "SHUNGA. Arte erótico de Japón"
Viena (OTS) - Con su aparente enfoque indiferente de la desnudez y la sexualidad, se dan Shunga del Asia Oriental (imágenes de Primavera) una moral sexual más libre que nos fue inculcado en Europa. La exposición MAK "SHUNGA. Arte erótico de Japón" demuestra la calidad artística de los grabados en madera explícitamente eróticas, a pesar de la prohibición de larga duración por el gobierno Japonés celebrando un fenómeno de masas. Hojas sueltas, álbumes y libros de maestros reconocidos como Suzuki Harunobu, Katsushika Hokusai o Kitagawa Utamaro, en gran parte en préstamo de la colección privada de Leopold dan en el MAK una visión representativa en esta faceta a menudo tabú de la historia del arte japonés. Fotografías de desnudos contemporáneas de Nobuyoshi Araki tienden un arco hasta el presente.
La colección MAK grabados en madera de color japoneses con alrededor de 4 200 hojas es una de las más importantes colecciones de ukiyo-e en Europa. Ukiyo-e (pinturas del mundo flotante), a las que se atribuye la Shunga, ilustran placeres urbanos y así como los fenómenos cotidianos burgueses alrededor del teatro y de ocio de Edo, la actual Tokio. El contenido sexual explícito en la shunga bloqueó los grabados mucho tiempo la entrada en las colecciones europeas. La colección MAK también alberga sólamente un rodillo de imagen de un maestro anónimo de la segunda mitad del siglo 17 - el objeto más antiguo de la exposición mostrado en el MAK.
El manejo formal de los cuerpos desnudos y en ocasiones complejos arreglos de pliegues del kimono se diferencian Shunga significativamente de representaciones naturalistas de hacer el amor. Características son el grado de precisión anatómico, a veces posturas extremas y los genitales presentados de gran tamaño. A menudo Shunga también muestran escenas de humor, como una niña mirando a través de ojo de cerradura de una pareja de amantes y llamando:
"Le diré a mamá".
Un laberinto de paneles lleva a los visitantes (hombres y mujeres!) a través de la exposición cronológicamente estructurado en el MAK Design Lab. El preludio del curso forman series de Shunga tempranas desde el siglo 17, siguiendo el ciclo de los doce meses y - con una página de título - dan trece estampados que constituyen un conjunto. Suzuki Harunobu (ca. 1725-1770), uno de los principales diseñadores de Shunga, profundizó los grabados en madera, inicialmente monocromáticos, en estampados multi-colores y sedujo, por ejemplo, con sus parábolas entre la poesía china y la erótica japonesa entre otros los ricos y educados capas de ciudadanos (hombres y mujeres) de Edo.
Casi todos los conocidos artistas de ukiyo-e también diseñan grabados en madera eróticos, por lo que la calidad artística de Shunga se explicó. Kitagawa Utamaro (1753-1806) transformó las escenas eróticas originalmente soñadores de Harunobus en imágenes más claras. Él da el género más naturalidad y también demuestra escenas domésticas semi-eróticos como la belleza (bijin) con la higiene personal. Los álbumes de Utamaro hoy día en el mercado del arte casi no más disponible son algunos de los trabajos más codiciados del arte japonés. Su serie "Negai sin itoguchi [despertar del deseo]" (1799) es completamente visible en el MAK.
Fantasías eróticas y el mundo de la mitología y fantasmas vincula el no sólo por su serie "36 vistas del monte Fuji" famoso Katsushika Hokusai (1760-1849). Durante la era Meiji (1868-1912) varía la calidad de la Shunga. El enfoque ya no es la belleza (bijin), pero se trata de motivos eróticos, como la joven estudiante o la mujer segura. Debido a las nuevas posibilidades técnicas de la fotografía, la xilografía de color como un medio de masas a partir del último cuarto del siglo 19 perdió en importancia. El artista Hashiguchi Goyo (1880-1921) hizo revivir la tradición de Ukiyo-e como uno de los primeros en "estampados nuevos" (Shin Hanga) y creó una imagen de la mujer moderna, segura de sí misma que recuerda las hojas de Utamaro.
La exposición MAK concluye con fotografías seleccionadas del artista japonés Nobuyoshi Araki (nacido en 1940), que en varios series de fotografía de desnudos hace referencia a la Shunga de la era Edo.
La mayoría de las obras demostradas en "SHUNGA Arte Erótica de Japón" proviene de la colección excepcional de Ukiyo-e de Rudolf Leopold (1925-2010), que ahora es propiedad de su hijo Diethard Leopold, que amplía la colección de manera constante. La representación desinhibida del sexo en los grabados en madera impresionó en Europa y sólo ha sido desarrollado por Schiele Egon en semejante forma directa metódicamente en enteras series de hojas. Los grabados en madera son una parte constitutiva de la colección de Rudolf Leopold, que amasó una visión global de Viena en 1900 alredero del núcleo de Schiele. Parte de la colección completa de Shunga se pudo ver en el Museo Leopold en 2012/2013 coordinada por Diethard Leopold en la exposición de Japón "fragilidad de la existencia".
Mientras Shunga probablemente en el momento de su creación fueron consideradas con pornografía, hoy la importanica historia del arte es en el punto de mira. En la operación de la exposición, hasta ahora, unos grabados en madera eróticos casi nunca aparecían ya que los límites entre el arte erótico y la pornografía a menudo estan difíciles de discernir. El Museo Británico se encontraba con su exposición a gran escala "Shunga: el sexo y el placer en el arte japonés" en 2013 en posición pionera en la presentación en Europa. En el propio Japón en 2015 el fue seguida por la primera gran exposición en el Museo Shunga Eisei Bunko en Tokio.
Con motivo de la exposición se ha publicado un catálogo epónimo, divulgado por el MA, con textos de Susanne Klien, Diethard Leopold y Sepp Linhart, cerca de 200 páginas, 80 ilustraciones. Disponible en el MAK Design Shop.
Esta exposición contiene imágenes eróticas explícitas que pueden ofender los sentimientos morales de las personas menores de 16 años.
MAK zeigt "SHUNGA. Erotische Kunst aus Japan"
Wien (OTS) - Mit ihrem scheinbar unbekümmerten Umgang mit Nacktheit und Sexualität vermitteln ostasiatische Shunga (Frühlingsbilder) eine freiere Sexualmoral, als sie uns in Europa anerzogen wurde. Die MAK-Ausstellung "SHUNGA. Erotische Kunst aus Japan" zeigt die künstlerische Qualität der explizit erotischen Farbholzschnitte auf, die trotz langen Verbots durch die japanische Regierung zum Massenphänomen avancierten. Einzelblätter, Alben und Bücher von namhaften Meistern wie Suzuki Harunobu, Katsushika Hokusai oder Kitagawa Utamaro, großteils Leihgaben aus der Leopold Privatsammlung, geben im MAK einen repräsentativen Einblick in diese oft tabuisierte Facette der japanischen Kunstgeschichte. Zeitgenössische Aktfotografien von Nobuyoshi Araki spannen den Bogen bis in die Gegenwart.
Die MAK-Sammlung japanischer Farbholzschnitte zählt mit rund 4 200 Blättern zu den bedeutenden Ukiyo-e-Sammlungen in Europa. Ukiyo-e (Bilder der fließenden Welt), denen die Shunga zuzuordnen sind, illustrieren urbane Vergnügungen sowie bürgerliche Alltagsphänomene rund um die Theater- und Vergnügungsviertel von Edo, dem heutigen Tokio. Die explizite Darstellung von Sexualität in den Shunga versperrte den erotischen Drucken lange Zeit den Eingang in europäische Sammlungen. Auch die MAK-Sammlung beherbergt nur eine Bildrolle eines anonymen Meisters aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhundert – das älteste in der MAK-Ausstellung gezeigte Objekt.
Der formale Umgang mit nackten Körpern und die zum Teil vielschichtigen Anordnungen von Kimonofaltungen heben Shunga deutlich von naturalistischen Darstellungen des Liebesspiels ab. Charakteristisch sind die anatomische Detailgenauigkeit, manchmal extreme Körperstellungen und übergroß dargestellte Genitalien. Oft zeigen Shunga auch humorvolle Szenen, wie beispielsweise ein kleines Mädchen, das durchs Schlüsselloch ein Liebespaar beobachtet und ruft:
„Ich sag’s der Mama“.
Ein Labyrinth aus Panelen leitet die BesucherInnen durch die chronologisch gegliederte Ausstellung im MAK DESIGN LABOR. Den Auftakt zum Parcours bilden frühe Shunga-Serien aus dem 17. Jahrhundert, die dem Zyklus der zwölf Monate folgen und – mit einem Titelblatt – dreizehn zusammengehörige Drucke ergeben. Suzuki Harunobu (ca. 1725–1770), einer der wichtigsten Entwerfer von Shunga, entwickelte die anfangs in schwarz-weiß umgesetzten Holzschnitte zu Vielfarbendrucken weiter und sprach zum Beispiel mit seinen Parabeln zwischen chinesischer Dichtkunst und japanischer Erotik unter anderem die reiche und gebildete BürgerInnenschicht Edos an.
Fast alle bekannten Ukiyo-e-Künstler entwarfen auch erotische Farbholzschnitte, wodurch sich die künstlerische Qualität von Shunga erklärt. Kitagawa Utamaro (1753–1806) wandelte die ursprünglich verträumten erotischen Szenen Harunobus zu eindeutigeren Darstellungen. Er verleiht dem Genre mehr Selbstverständlichkeit und zeigt auch halberotische häusliche Szenen wie die Schönheit (Bijin) bei der Körperpflege. Die heute am Kunstmarkt kaum noch erhältlichen Alben Utamaros zählen zu den begehrtesten Werken der japanischen Kunst. Seine Serie "Negai no itoguchi [Erwachen der Begierde]" (1799) ist im MAK vollständig zu sehen.
Erotische Phantasien und die Welt der Mythologie und der Geister verknüpft der – nicht nur durch seine Serie "36 Ansichten des Berges Fuji" weltberühmte – Katsushika Hokusai (1760–1849). Während der Meiji-Ära (1868–1912) variiert die Qualität der Shunga. Im Zentrum steht nicht länger die Schönheit (Bijin), vielmehr geht es um erotische Motive wie die junge Studentin oder die selbstbewusste Frau. Durch die neuen technischen Möglichkeiten der Fotografie verlor der Farbholzschnitt als Massenmedium ab dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts an Bedeutung. Der Künstler Hashiguchi Goyō (1880–1921) ließ die Tradition der Ukiyo-e als einer der ersten in "neuen Drucken" (Shin hanga) wieder aufleben und schuf ein modernes, selbstbewusstes Frauenbild, das an die Blätter Utamaros erinnert.
Die MAK-Ausstellung schließt mit ausgewählten Fotografien des japanischen Künstlers Nobuyoshi Araki (geb. 1940), der in mehreren Aktfotografie-Serien auf Shunga aus der Edo-Periode Bezug nimmt.
Der Großteil der in "SHUNGA. Erotische Kunst aus Japan" gezeigten Werke stammt aus der herausragenden Ukiyo-e Sammlung Rudolf Leopolds (1925–2010), die sich heute im Eigentum seines Sohnes Diethard Leopold befindet, der die Sammlung stetig erweitert. Die tabulose Darstellung des Geschlechts in den Farbholzschnitten beeindruckte in Europa und wurde erst durch Egon Schiele in ähnlich direkter Form methodisch in ganzen Serien von Blättern umgesetzt. Die Holzschnitte sind ein konstitutiver Bestandteil der Sammlung Rudolf Leopolds, der um den Schiele-Kern eine Gesamtschau von Wien um 1900 zusammentrug. Ein Teil der umfassenden Shunga-Sammlung war in der von Diethard Leopold kuratierten Japan-Ausstellung "Fragilität des Daseins" im Leopold Museum im Jahr 2012/2013 zu sehen.
Während Shunga zur Zeit ihrer Entstehung wahrscheinlich als Pornografie galten, steht heute die kunstgeschichtliche Bedeutung im Fokus. Im Ausstellungsbetrieb kamen erotische Farbholzschnitte bisher kaum vor, da die Grenzen zwischen erotischer Kunst und Pornografie oft verschwimmen. Das British Museum war mit seiner großangelegten Ausstellung "Shunga: sex and pleasure in Japanese art" im Jahr 2013 ein Vorreiter der Präsentation in Europa. In Japan selbst folgte 2015 die erste große Shunga-Ausstellung im Museum Eisei Bunko in Tokio.
Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog, herausgegeben vom MAK, mit Textbeiträgen von Susanne Klien, Diethard Leopold und Sepp Linhart, ca.200 Seiten, 80 Abbildungen. Erhältlich im MAK Design Shop.
Diese Ausstellung enthält explizit erotische Darstellungen, die das moralische Empfinden von Personen unter 16 Jahren verletzen könnten.
www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160830_OTS0075/mak-zeig...
The history of the Austrian Museum of Applied Art/Contemporary Art
1863 / After many years of efforts by Rudolf Eitelberger decides emperor Franz Joseph I on 7 March on the initiative of his uncle archduke Rainer, following the model of the in 1852 founded South Kensington Museum (now the Victoria and Albert Museum, London) the establishment of the "k.u.k. Austrian Museum for Art and Industry" and appoints Rudolf von Eitelberger, the first professor of art history at the University of Vienna director. The museum should be serving as a specimen collection for artists, industrialists, and public and as a training and education center for designers and craftsmen.
1864/ on 12th of May, opened the museum - provisionally in premises of the ball house next to the Vienna Hofburg, the architect Heinrich von Ferstel for museum purposes had adapted. First exhibited objects are loans and donations from the imperial collections, monasteries, private property and from the k.u.k. Polytechnic in Vienna. Reproductions, masters and plaster casts are standing value-neutral next originals.
1865-1897 / The Museum of Art and Industry publishes the journal Communications of Imperial (k.u.k.) Austrian Museum for Art and Industry .
1866 / Due to the lack of space in the ballroom the erection of an own museum building is accelerated. A first project of Rudolf von Eitelberger and Heinrich von Ferstel provides the integration of the museum in the project of imperial museums in front of the Hofburg Imperial Forum. Only after the failure of this project, the site of the former Exerzierfelds (parade ground) of the defense barracks before Stubentor the museum here is assigned, next to the newly created city park at the still being under development Rind Road.
1867 / Theoretical and practical training are combined with the establishment of the School of Applied Arts. This will initially be housed in the old gun factory, Währinger street 11-13/Schwarzspanier street 17, Vienna 9.
1868 / With the construction of the building at Stubenring is started as soon as it is approved by emperor Franz Joseph I. the second draft of Heinrich Ferstel.
1871 / The opening of the building at Stubering takes place after three years of construction, 15 November. Designed according to plans by Heinrich von Ferstel in the Renaissance style, it is the first built museum building at the Ring. Objects from now on could be placed permanently and arranged according to main materials. / / The School of Arts and Crafts (Kunstgewerbeschule) moves into the house at Stubenring. / / Opening of Austrian arts and crafts exhibition.
1873 / Vienna World Exhibition. / / The Museum of Art and Industry and the Vienna School of Arts and Crafts are exhibiting together at Stubenring. / / Rudolf von Eitelberger organizes in the framework of the World Exhibition the worldwide first international art scientific congress in Vienna, thus emphasizing the orientation of the Museum on teaching and research. / / During the World Exhibition major purchases for the museum from funds of the Ministry are made, eg 60 pages of Indo-Persian Journal Mughal manuscript Hamzanama.
1877 / decision on the establishment of taxes for the award of Hoftiteln (court titels). With the collected amounts the local art industry can be promoted. / / The new building of the School of Arts and Crafts, adjoining the museum, Stubenring 3, also designed by Heinrich von Ferstel, is opened.
1878 / participation of the Museum of Art and Industry as well as of the School of Arts and Crafts at the Paris World Exhibition.
1884 / founding of the Vienna Arts and Crafts Association with seat in the museum. Many well-known companies and workshops (led by J. & L. Lobmeyr), personalities and professors of the School of Arts and Crafts join the Arts and Crafts Association. Undertaking of this association is to further develop all creative and executive powers the arts and craft since the 1860s has obtained. For this reason are organized various times changing, open to the public exhibitions at the Imperial Austrian Museum for Art and Industry. The exhibits can also be purchased. These new, generously carried out exhibitions give the club the necessary national and international resonance.
1885 / After the death of Rudolf von Eitelberger, Jacob von Falke, his longtime deputy, is appointed manager. Falke plans all collection areas al well as publications to develop newly and systematically. With his popular publications he influences significantly the interior design style of the historicism in Vienna.
1888 / The Empress Maria Theresa exhibition revives the contemporary discussion with the high Baroque in the history of art and in applied arts in particular.
1895 / end of directorate of Jacob von Falke. Bruno Bucher, longtime curator of the Museum of metal, ceramic and glass, and since 1885 deputy director, is appointed director.
1896 / The Vienna Congress exhibition launches the confrontation with the Empire and Biedermeier style, the sources of inspiration of Viennese Modernism.
1897 / end of the directorate of Bruno Bucher. Arthur von Scala, director of the Imperial Oriental Museum in Vienna since its founding in 1875 (renamed Imperial Austrian Trade Museum 1887), takes over the management of the Museum of Art and Industry. / / Scala wins Otto Wagner, Felician of Myrbach, Koloman Moser, Josef Hoffmann and Alfred Roller to work at the museum and School of Arts and Crafts. / / The style of the Secession is crucial for the Arts and Crafts School. Scala propagates the example of the Arts and Crafts Movement and makes appropriate acquisitions for the museum's collection.
1898 / Due to differences between Scala and the Arts and Crafts Association, which sees its influence on the Museum wane, archduke Rainer puts down his function as protector. / / New statutes are written.
1898-1921 / The Museum magazine Art and Crafts replaces the Mittheilungen (Communications) and soon gaines international reputation.
1900 / The administration of Museum and Arts and Crafts School is disconnected.
1904 / The Exhibition of Old Vienna porcelain, the to this day most comprehensive presentation on this topic, brings with the by the Museum in 1867 definitely taken over estate of the "k.u.k. Aerarial Porcelain Manufactory" (Vienna Porcelain Manufactory) important pieces of collectors from all parts of the Habsburg monarchy together.
1907 / The Museum of Art and Industry takes over the majority of the inventories of the Imperial Austrian Trade Museum, including the by Arthur von Scala founded Asia collection and the extensive East Asian collection of Heinrich von Siebold .
1908 / Integration of the Museum of Art and Industry in the Imperial and Royal Ministry of Public Works.
1909 / separation of Museum and Arts and Crafts School, the latter remains subordinated to the Ministry of Culture and Education. / / After three years of construction, the according to plans of Ludwig Baumann extension building of the museum (now Weiskirchnerstraße 3, Wien 1) is opened. The museum thereby receives rooms for special and permanent exhibitions. / / Arthur von Scala retires, Eduard Leisching follows him as director. / / Revision of the statutes.
1909 / Archduke Carl exhibition. For the centenary of the Battle of Aspern. / / The Biedermeier style is discussed in exhibitions and art and arts and crafts.
1914 / Exhibition of works by the Austrian Art Industry from 1850 to 1914, a competitive exhibition that highlights, among other things, the role model of the museum for arts and crafts in the fifty years of its existence.
1919 / After the founding of the First Republic it comes to assignments of former imperial possession to the museum, for example, of oriental carpets that are shown in an exhibition in 1920. The Museum now has one of the finest collections of oriental carpets worldwide.
1920 / As part of the reform of museums of the First Republic, the collection areas are delimited. The Antiquities Collection of the Museum of Art and Industry is given away to the Museum of Art History.
1922 / The exhibition of glasses of classicism, the Empire and Biedermeier time offers with precious objects from the museum and private collections an overview of the art of glassmaking from the former Austro-Hungarian Empire. / / Biedermeier glass serves as a model for contemporary glass production and designs, such as of Josef Hoffmann.
1922 / affiliation of the museal inventory of the royal table and silver collection to the museum. Until the institutional separation the former imperial household and table decoration is co-managed by the Museum of Art and Industry and is inventoried for the first time by Richard Ernst.
1925 / After the end of the directorate of Eduard Leisching, Hermann Trenkwald is appointed director.
1926 / The exhibition Gothic in Austria gives a first comprehensive overview of the Austrian panel painting and of arts and crafts of the 12th to 16th Century.
1927 / August Schestag succeeds Hermann Trenkwald as director.
1930 / The Werkbund (artists' organization) Exhibition Vienna, a first comprehensive presentation of the Austrian Werkbund, takes place on the occasion of the meeting of the Deutscher (German) Werkbund in Austria, it is organized by Josef Hoffmann in collaboration with Oskar Strnad, Josef Frank, Ernst Lichtblau and Clemens Holzmeister.
1931 / August Schestag concludes his directorate.
1932 / Richard Ernst is new director.
1936 and 1940 / In exchange with the Kunsthistorisches Museum (Museum of Art History), the museum at Stubenring gives away part of the sculptures and takes over arts and crafts inventories of the collection Albert Figdor and the Kunsthistorisches Museum.
1937 / The Collection of the Museum of Art and Industry is newly set up by Richard Ernst according to periods. / / Oskar Kokoschka exhibition on the 50th birthday of the artist.
1938 / After the "Anschluss" (annexation) of Austria by Nazi Germany, the museum is renamed into "National Museum of Arts and Crafts in Vienna".
1939-1945 / The museums are taking over numerous confiscated private collections. The collection of the "State Museum of Arts and Crafts in Vienna" in this way also is enlarged.
1945 / Partial destruction of the museum building by impact of war. / / War losses on collection objects, even in the places of rescue of objects.
1946 / The return of the outsourced objects of art begins. A portion of the during the Nazi time expropriated objects is returned in the following years.
1947 / The "State Museum of Arts and Crafts in Vienna" is renamed into "Austrian Museum of Applied Arts".
1948 / The "Cathedral and Metropolitan Church of St. Stephen" organizes the exhibition The St. Stephen's Cathedral in the Museum of Applied Arts. History, monuments, reconstruction.
1949 / The Museum is reopened after repair of the war damages.
1950 / As last exhibition under director Richard Ernst takes place Great art from Austria's monasteries (Middle Ages).
1951 / Ignaz Schlosser is appointed manager.
1952 / The exhibition Social home decor, designed by Franz Schuster, makes the development of social housing in Vienna again the topic of the Museum of Applied Arts.
1955 / The comprehensive archive of the Wiener Werkstätte (workshop) is acquired.
1955-1985 / The Museum publishes the periodical ancient and modern art .
1956 / Exhibition New Form from Denmark, modern design from Scandinavia becomes topic of the museum and model.
1957 / On the occasion of the exhibition Venini Murano glass, the first presentation of Venini glass in Austria, there are significant purchases and donations for the collection of glass.
1958 / End of the directorate of Ignaz Schlosser
1959 / Viktor Griesmaier is appointed as new director.
1960 / Exhibition Artistic creation and mass production of Gustavsberg, Sweden. Role model of Swedish design for the Austrian art and crafts.
1963 / For the first time in Europe, in the context of a comprehensive exhibition art treasures from Iran are shown.
1964 / The exhibition Vienna around 1900 (organised by the Cultural Department of the City of Vienna) presents for the frist time after the Second World War, inter alia, arts and crafts of Art Nouveau. / / It is started with the systematic work off of the archive of the Wiener Werkstätte. / / On the occasion of the founding anniversary offers the exhibition 100 years Austrian Museum of Applied Arts using examples of historicism insights into the collection.
1965 / The Geymüllerschlössel (small castle) is as a branch of the Museum angegliedert (annexed). Simultaneously with the building came the important collection of Franz Sobek - old Viennese clocks, made between 1760 and the second half of the 19th Century - and furniture from the years 1800 to 1840 in the possession of the MAK.
1966 / In the exhibition Selection 66 selected items of modern Austrian interior designers (male and female ones) are brought together.
1967 / The Exhibition The Wiener Werkstätte. Modern Arts and Crafts from 1903 to 1932 is founding the boom that continues until today of Austria's most important design project in the 20th Century.
1968 / To Viktor Griesmaier follows Wilhelm Mrazek as director.
1969 / The exhibition Sitting 69 shows at the international modernism oriented positions of Austrian designers, inter alia by Hans Hollein.
1974 / For the first time outside of China Archaeological Finds of the People's Republic of China are shown in a traveling exhibition in the so-called Western world.
1979 / Gerhart Egger is appointed director.
1980 / The exhibition New Living. Viennese interior design 1918-1938 provides the first comprehensive presentation of the spatial art in Vienna during the interwar period.
1981 / Herbert Fux follows Gerhart Egger as director.
1984 / Ludwig Neustift is appointed interim director. / / Exhibition Achille Castiglioni: designer. First exhibition of the Italian designer in Austria
1986 / Peter Noever is appointed director and starts with the building up of the collection contemporary art.
1987 / Josef Hoffmann. Ornament between hope and crime is the first comprehensive exhibition on the work of the architect and designer.
1989-1993 / General renovation of the old buildings and construction of a two-storey underground storeroom and a connecting tract. A generous deposit for the collection and additional exhibit spaces arise.
1989 / Exhibition Carlo Scarpa. The other city, the first comprehensive exhibition on the work of the architect outside Italy.
1990 / exhibition Hidden impressions. Japonisme in Vienna 1870-1930, first exhibition on the theme of the Japanese influence on the Viennese Modernism.
1991 / exhibition Donald Judd Architecture, first major presentation of the artist in Austria.
1992 / Magdalena Jetelová domestication of a pyramid (installation in the MAK portico).
1993 / The permanent collection is newly put up, interventions of internationally recognized artists (Barbara Bloom, Eichinger oder Knechtl, Günther Förg, GANGART, Franz Graf, Jenny Holzer, Donald Judd, Peter Noever, Manfred Wakolbinger and Heimo Zobernig) update the prospects, in the sense of "Tradition and Experiment". The halls on Stubenring accommodate furthermore the study collection and the temporary exhibitions of contemporary artists reserved gallery. The building in the Weiskirchner street is dedicated to changing exhibitions. / / The opening exhibition Vito Acconci. The City Inside Us shows a room installation by New York artist.
1994 / The Gefechtsturm (defence tower) Arenbergpark becomes branch of the MAK. / / Start of the cooperation MAK/MUAR - Schusev State Museum of Architecture Moscow. / / Ilya Kabakov: The Red Wagon (installation on MAK terrace plateau).
1995 / The MAK founds the branch of MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles, in the Schindler House and at the Mackey Apartments, MAK Artists and Architects-in-Residence Program starts in October 1995. / / Exhibition Sergei Bugaev Africa: Krimania.
1996 / For the exhibition Philip Johnson: Turning Point designs the American doyen of architectural designing the sculpture "Viennese Trio", which is located since 1998 at the Franz-Josefs-Kai/Schottenring.
1998 / The for the exhibition James Turrell. The other Horizon designed Skyspace today stands in the garden of MAK Expositur Geymüllerschlössel. / / Overcoming the utility. Dagobert Peche and the Wiener Werkstätte, the first comprehensive biography of the work of the designer of Wiener Werkstätte after the Second World War.
1999 / Due to the Restitution Act and the Provenance Research from now on numerous during the Nazi time confiscated objects are returned.
2000 / Outsourcing of Federal Museums, transformation of the museum into a "scientific institution under public law". / / The exhibition Art and Industry. The beginnings of the Austrian Museum of Applied Arts in Vienna is dealing with the founding history of the house and the collection.
2001 / In the course of the exhibition Franz West: No Mercy, for which the sculptor and installation artist developed his hitherto most extensive work, the "Four lemurs heads" are placed at the bridge Stubenbrücke, located next to the MAK. / / Dennis Hopper: A System of Moments.
2001-2002 / The CAT Project - Contemporary Art Tower after New York, Los Angeles, Moscow and Berlin is presented in Vienna.
2002 / Exhibition Nodes. symmetrical-asymmetrical. The historical Oriental Carpets of the MAK presents the extensive rug collection.
2003 / Exhibition Zaha Hadid. Architecture. / / For the anniversary of the artist workshop, takes place the exhibition The Price of Beauty. 100 years Wiener Werkstätte. / / Richard Artschwager: The Hydraulic Door Check. Sculpture, painting, drawing.
2004 / James Turrell's MAKlite is since November 2004 permanently on the facade of the building installed. / / Exhibition Peter Eisenmann. Barefoot on White-Hot Walls, large-scaled architectural installation on the work of the influential American architect and theorist.
2005 / Atelier Van Lieshout: The Disciplinator / / The exhibition Ukiyo-e Reloaded presents for the first time the collection of Japanese woodblock prints of the MAK on a large scale.
2006 / Since the beginning of the year, the birthplace of Josef Hoffmann in Brtnice of the Moravian Gallery in Brno and the MAK Vienna as a joint branch is run and presents annually special exhibitions. / / The exhibition The Price of Beauty. The Wiener Werkstätte and the Stoclet House brings the objects of the Wiener Werkstätte to Brussels. / / Exhibition Jenny Holzer: XX.
2007/2008 / Exhibition Coop Himmelb(l)au. Beyond the Blue, is the hitherto largest and most comprehensive museal presentation of the global team of architects.
2008 / The 1936 according to plans of Rudolph M. Schindler built Fitzpatrick-Leland House, a generous gift from Russ Leland to the MAK Center LA, becomes with the aid of a promotion that granted the Bureau of Educational and Cultural Affairs of the U.S. Department the MAK Center, center of the MAK UFI project - MAK Urban Future Initiative. / / Julian Opie: Recent Works / / The exhibition Recollecting. Looting and Restitution examines the status of efforts to restitute expropriated objects from Jewish property from museums in Vienna.
2009 / The permanent exhibition Josef Hoffmann: Inspiration is in the Josef Hoffmann Museum, Brtnice opened. / / Exhibition Anish Kapoor. Shooting into the Corner / / The museum sees itself as a promoter of Cultural Interchange and discusses in the exhibition Global:lab Art as a message. Asia and Europe 1500-1700 the intercultural as well as the intercontinental cultural exchange based on objects from the MAK and from international collections.
2011 / After Peter Noever's resignation, Martina Kandeler-Fritsch takes over temporarily the management. / /
Since 1 September Christoph Thun-Hohenstein is director of the MAK and declares "change through applied art" as the new theme of the museum.
2012 / With future-oriented examples of mobility, health, education, communication, work and leisure, shows the exhibition MADE4YOU. Designing for Change, the new commitment to positive change in our society through applied art. // Exhibition series MAK DESIGN SALON opens the MAK branch Geymüllerschlössel for contemporary design positions.
2012/2013 / opening of the newly designed MAK Collection Vienna 1900. Design / Decorative Arts from 1890 to 1938 in two stages as a prelude to the gradual transformation of the permanent collection under director Christoph Thun-Hohenstein
2013 / SIGNS, CAUGHT IN WONDER. Looking for Istanbul today shows a unique, current snapshot of contemporary art production in the context of Istanbul. // The potential of East Asian countries as catalysts for a socially and ecologically oriented, visionary architecture explores the architecture exhibition EASTERN PROMISES. Contemporary Architecture and production of space in East Asia. // With a focus on the field of furniture design NOMADIC FURNITURE 3.0. examines new living without bounds? the between subculture and mainstream to locate "do-it-yourself" (DIY) movement for the first time in a historical context.
2014 / Anniversary year 150 years MAK // opening of the permanent exhibition of the MAK Asia. China - Japan - Korea // Opening of the MAK permanent exhibition rugs // As central anniversary project opens the dynamic MAK DESIGN LABORATORY (redesign of the MAK Study Collection) exactly on the 150th anniversary of the museum on May 12, 2014 // Other major projects for the anniversary: ROLE MODELS. MAK 150 years: from arts and crafts to design // // HOLLEIN WAYS OF MODERN AGE. Josef Hoffmann, Adolf Loos and the consequences.
M wie mieses Wetter, aber auch M wie Militärzug:
185 155 mit einigen Militärfahrzeugen auf dem Weg nach Freilassing! :)
Subjektive Ansicht:
Wenn schon verkehrsrote Lok der Baureihe 185, dann wenigstens die optisch unterscheidbare 1. Bauserie. :)
Ja, das ist sicher Geschmackssache. Ich nehme mich ja bekanntlich explizit nicht aus der Reihe derjenigen aus, die bei einer verkehrsroten 185 auch einfach mal nicht den Auslöser betätigen, sofern nicht gerade das Motiv gut und die Lichtverhältnisse optimal sind. Irgendwie gibt es dann doch auch einfach zu viele davon - und darüberhinaus gehört sie womöglich auch einfach oft nicht zu den bevorzugten Baureihen der Fotografen. Die Loks der 1. Bauserie hingegen, die die Lok 185 001 bis 185 200 umfasst, bilden da bei mir zumindest eine Ausnahme. So sind sie doch optisch recht gut von der 2. Bauserie (ab 185 201) zu unterscheiden.
Leider war das Wetter erkennbar schlecht, als die 185 155 (DB Cargo) am Tag dieser Aufnahme um die Ecke bog und direkt hinter der Lok ein Personenwagen erkennbar war. Alleine schon diese Tatsache weckte durchaus Interesse, hängt doch hinter einer DB Cargo-Lok eher selten ein Personenwagen...
Bei der weiteren Beladung wurde dann recht schnell klar:
das ist doch ein Militärzug! Denn am vergangenen Freitag war 185 155 mit zahlreichen Militärfahrzeugen, die vermutlich zu Die Bundeswehr in Bayern gehören, als M 62591 (Zuggattung M = Sonderzug für militärische Aufgaben) unterwegs von Würzburg nach Freilassing, von dort aus vermutlich weiter nach Bad Reichenhall. Der Zug dürfte zum Zeitpunkt der Aufnahme etwa 3 Stunden Verspätung gehabt haben.
Jedenfalls war dieser Militärzug ein sehr interessanter und nicht alltäglicher Fang, wenngleich dem Zug die Sonne leider verwehrt blieb... beim nächsten Mal dann vielleicht. :)
Paindorf, 23.03.2018
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☆ Fine Art photography | alpine & mediterranean landscapes ☆
☆ classic sportscars & motorcycles | traveling | Россия | Europe
location | Bad Mitterndorf, county Liezen, Styria 💚 Austria
📷 | Graffiti Art 480 B.C. Sparta ÖBB :: rumoto image # 8381 bw
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Wholecar
Bezeichnung für einen einzelnen Zugwaggon, dessen komplette Höhe und Länge mit Graffiti in einer Aktion bemalt wurde. In den meisten Fällen wird nur eine Waggonseite besprüht. Meistens teilen sich mehrere Writer die Arbeit an einem Zug; besprüht jedoch ein Writer einen Waggon allein, so spricht man von einem One-Man-Wholecar. Wholecars finden in der Writing-Szene hohes Ansehen. Für Fahrgäste und Verkehrsbetriebe ist diese Art von Besprühung auf Zügen sehr unangenehm, da durch die komplette Lackierung der Waggon verdunkelt wird.
Wholetrain
Bezeichnung für einen Zug, dessen Waggons von oben bis unten in einer Aktion bemalt wurden. Im Gegensatz zum Wholecar, besteht ein Wholetrain aus mehreren einzelnen Wholecars. Bei einem Wholetrain müssen wirklich alle Waggons (zumindest auf einer Seite) bemalt sein.
Bombing
Schnelles, auf Quantität ausgelegtes, illegales Sprühen; auch Bezeichnung für ein wenig aufwändiges (meistens chrom-schwarz) Piece (siehe auch Quickpiece, Silverpiece, Throw-up)
Trainbombing / Trainwriting
Allgemeine Bezeichnung für das Besprühen von Zügen.
Boss
Sicherheitsbeauftragter von Nahverkehrsbetrieben.
Botten
Schnelles Verlassen des Spots beim Sprühen.
Bust / gebustet werden
Das Auffassen eines Writers durch die Polizei.
Checker
Sicherheitsbeauftragte privater Firmen; auch Bezeichnung für eine Person, die vor dem Malen für andere Writer überprüft, ob eben solche, oder auch Polizei oder Putzer zugegen sind, die einen beim Besprühen diverser Objekte stören könnten.
Comment
Ein Comment ist ein neben oder in das Bild gesprühtes Statement oder ein Gruß (Fuck Police, One Love World Wide etc.).
Crew
Zusammenschluss von Writern die zusammen sprühen. Die Namen der Crews werden meistens mit mehreren Buchstaben abgekürzt z. B. SUK (Stick up Kids), UA (United Artists). Es finden auch Zahlen Verwendung als Gruppeninitial, z. B. der Postleitzahl des bewohnten oder repräsentierten Gebiets entnommen. Die Mitglieder einer Crew erhöhen deren Bekanntheitsgrad, indem sie das Crewkürzel ähnlich wie ihr eigenes Pseudonym in Bildern verarbeiten. Da mehrere Personen das gleiche Kürzel malen, kann ein höherer Bekanntheitsgrad erreicht werden.
End to End (auch „end2end“ oder „e2e“)
Zugbild, das sich über die Gesamtlänge eines Waggons erstreckt, aber nicht über die komplette Höhe (s. Wholetrain).
scouten
Für einen anderen Writer "Wache halten".
Spot (Platz / Stelle)
Explizit ausgewählte Orte, die zum Malen eines Bildes geeignet sind/wären.
Tag [tæg] (engl. tag ‚Markierung‘, ‚Etikett‘, ‚Schild‘)
Signaturkürzel, welches das Pseudonym eines Writers darstellt. Gilt als die Urform des sich daraus entwickelten Piece. Häufig als "Unterschrift" unter gesprühten Bildern zu finden, gilt aber auch in der jugendlichen Gang-Kultur als territoriale Markierung. Zum Anbringen der Tags werden neben der Sprühdose oft auch wasserfeste Stifte benutzt. Tags können allerdings auch genauso gut mit Malerrollen oder anderen Utensilien angebracht werden. Auch das Einritzen des Pseudonyms, was der Urform von Graffiti entspricht, ist üblich (siehe Scratching). Vorrangiges Ziel ist es, einen guten und innovativen Style zu haben, sekundäres Ziel, in einer Stadt, einem Bezirk oder einer Gegend, möglichst präsent zu sein. Dadurch entsteht eine Art von Wettkampfkultur. Das Übersprühen fremder Tags – auch Crossen genannt – wird als Beleidigung angesehen. Besonders in der Bandensubkultur der Vereinigten Staaten dienen Tags zur Markierung des Territoriums einer Straßengang. Sprüher der Writing-Bewegung versuchen in der Regel hingegen, ihren Namen überall zu verbreiten, nicht nur in einem begrenzten Gebiet. Auch Ultras markieren manchmal Orte auf ähnliche Weise. Vorläufer von Tags gab es, wie das Beispiel des Beamten Joseph Kyselak zeigt, bereits im Biedermeier.
taggen
Die Ausführung eines Tags.
Yard / Train-Yard
Gelände, auf dem Züge oder U-/S-Bahnen abgestellt werden, meistens zur Reinigung und Wartung.
Ein Mahnmal ist eine Spezialform des Denkmals, das durch seine öffentliche Präsenz mahnend an ein historisches Ereignis erinnern soll. Mahnmale sollen im Betrachter Betroffenheit erzeugen und das Erinnern über die Generationen hinweg tradieren.
Mahnmale können künstlerisch gestaltet sein (z. B. das Holocaust-Mahnmal in Berlin), oder aber aus einem Objekt bestehen, das ursprünglich einem anderen Zweck diente und nach dem Ereignis, an welches erinnert werden soll, zum Mahnmal umgewidmet wurde (z. B. Kriegstrümmer). Ein Beispiel für die letztere Kategorie ist die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin, die als Ruine konserviert wurde und bewusst an die Gründe ihrer Zerstörung erinnern soll.
Komplexere Anlagen dieser Art, wie die Überreste der Konzentrationslager aus der Zeit des Nationalsozialismus, werden eher als Gedenkstätten bezeichnet
Quelle: wikipedia.org
Anmerkungen \\ Copyright
Keines meiner Bilder darf ohne explizite Zustimmung verwendet, oder weitergegeben werden
© mbofotografie (Maik Bolbeth)
36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz am 30. Oktober 2010 in der Rheingoldhalle Mainz
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Wer hier Sport macht, sieht gut aus! Explizit handhabt meine Frau das hier mit ausgezeichnetem Erfolg seit Jahren.
36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz am 30. Oktober 2010 in der Rheingoldhalle Mainz
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36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz am 30. Oktober 2010 in der Rheingoldhalle Mainz
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36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz am 30. Oktober 2010 in der Rheingoldhalle Mainz
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Nakatani Tsuru en traje de verano
Nakatani Tsuru im Sommerkleid
Nakatani Tsuru in Summer Attire
MAK muestra "SHUNGA. Arte erótico de Japón"
Viena (OTS) - Con su aparente enfoque indiferente de la desnudez y la sexualidad, se dan Shunga del Asia Oriental (imágenes de Primavera) una moral sexual más libre que nos fue inculcado en Europa. La exposición MAK "SHUNGA. Arte erótico de Japón" demuestra la calidad artística de los grabados en madera explícitamente eróticas, a pesar de la prohibición de larga duración por el gobierno Japonés celebrando un fenómeno de masas. Hojas sueltas, álbumes y libros de maestros reconocidos como Suzuki Harunobu, Katsushika Hokusai o Kitagawa Utamaro, en gran parte en préstamo de la colección privada de Leopold dan en el MAK una visión representativa en esta faceta a menudo tabú de la historia del arte japonés. Fotografías de desnudos contemporáneas de Nobuyoshi Araki tienden un arco hasta el presente.
La colección MAK grabados en madera de color japoneses con alrededor de 4 200 hojas es una de las más importantes colecciones de ukiyo-e en Europa. Ukiyo-e (pinturas del mundo flotante), a las que se atribuye la Shunga, ilustran placeres urbanos y así como los fenómenos cotidianos burgueses alrededor del teatro y de ocio de Edo, la actual Tokio. El contenido sexual explícito en la shunga bloqueó los grabados mucho tiempo la entrada en las colecciones europeas. La colección MAK también alberga sólamente un rodillo de imagen de un maestro anónimo de la segunda mitad del siglo 17 - el objeto más antiguo de la exposición mostrado en el MAK.
El manejo formal de los cuerpos desnudos y en ocasiones complejos arreglos de pliegues del kimono se diferencian Shunga significativamente de representaciones naturalistas de hacer el amor. Características son el grado de precisión anatómico, a veces posturas extremas y los genitales presentados de gran tamaño. A menudo Shunga también muestran escenas de humor, como una niña mirando a través de ojo de cerradura de una pareja de amantes y llamando:
"Le diré a mamá".
Un laberinto de paneles lleva a los visitantes (hombres y mujeres!) a través de la exposición cronológicamente estructurado en el MAK Design Lab. El preludio del curso forman series de Shunga tempranas desde el siglo 17, siguiendo el ciclo de los doce meses y - con una página de título - dan trece estampados que constituyen un conjunto. Suzuki Harunobu (ca. 1725-1770), uno de los principales diseñadores de Shunga, profundizó los grabados en madera, inicialmente monocromáticos, en estampados multi-colores y sedujo, por ejemplo, con sus parábolas entre la poesía china y la erótica japonesa entre otros los ricos y educados capas de ciudadanos (hombres y mujeres) de Edo.
Casi todos los conocidos artistas de ukiyo-e también diseñan grabados en madera eróticos, por lo que la calidad artística de Shunga se explicó. Kitagawa Utamaro (1753-1806) transformó las escenas eróticas originalmente soñadores de Harunobus en imágenes más claras. Él da el género más naturalidad y también demuestra escenas domésticas semi-eróticos como la belleza (bijin) con la higiene personal. Los álbumes de Utamaro hoy día en el mercado del arte casi no más disponible son algunos de los trabajos más codiciados del arte japonés. Su serie "Negai sin itoguchi [despertar del deseo]" (1799) es completamente visible en el MAK.
Fantasías eróticas y el mundo de la mitología y fantasmas vincula el no sólo por su serie "36 vistas del monte Fuji" famoso Katsushika Hokusai (1760-1849). Durante la era Meiji (1868-1912) varía la calidad de la Shunga. El enfoque ya no es la belleza (bijin), pero se trata de motivos eróticos, como la joven estudiante o la mujer segura. Debido a las nuevas posibilidades técnicas de la fotografía, la xilografía de color como un medio de masas a partir del último cuarto del siglo 19 perdió en importancia. El artista Hashiguchi Goyo (1880-1921) hizo revivir la tradición de Ukiyo-e como uno de los primeros en "estampados nuevos" (Shin Hanga) y creó una imagen de la mujer moderna, segura de sí misma que recuerda las hojas de Utamaro.
La exposición MAK concluye con fotografías seleccionadas del artista japonés Nobuyoshi Araki (nacido en 1940), que en varios series de fotografía de desnudos hace referencia a la Shunga de la era Edo.
La mayoría de las obras demostradas en "SHUNGA Arte Erótica de Japón" proviene de la colección excepcional de Ukiyo-e de Rudolf Leopold (1925-2010), que ahora es propiedad de su hijo Diethard Leopold, que amplía la colección de manera constante. La representación desinhibida del sexo en los grabados en madera impresionó en Europa y sólo ha sido desarrollado por Schiele Egon en semejante forma directa metódicamente en enteras series de hojas. Los grabados en madera son una parte constitutiva de la colección de Rudolf Leopold, que amasó una visión global de Viena en 1900 alredero del núcleo de Schiele. Parte de la colección completa de Shunga se pudo ver en el Museo Leopold en 2012/2013 coordinada por Diethard Leopold en la exposición de Japón "fragilidad de la existencia".
Mientras Shunga probablemente en el momento de su creación fueron consideradas con pornografía, hoy la importanica historia del arte es en el punto de mira. En la operación de la exposición, hasta ahora, unos grabados en madera eróticos casi nunca aparecían ya que los límites entre el arte erótico y la pornografía a menudo estan difíciles de discernir. El Museo Británico se encontraba con su exposición a gran escala "Shunga: el sexo y el placer en el arte japonés" en 2013 en posición pionera en la presentación en Europa. En el propio Japón en 2015 el fue seguida por la primera gran exposición en el Museo Shunga Eisei Bunko en Tokio.
Con motivo de la exposición se ha publicado un catálogo epónimo, divulgado por el MA, con textos de Susanne Klien, Diethard Leopold y Sepp Linhart, cerca de 200 páginas, 80 ilustraciones. Disponible en el MAK Design Shop.
Esta exposición contiene imágenes eróticas explícitas que pueden ofender los sentimientos morales de las personas menores de 16 años.
MAK zeigt "SHUNGA. Erotische Kunst aus Japan"
Wien (OTS) - Mit ihrem scheinbar unbekümmerten Umgang mit Nacktheit und Sexualität vermitteln ostasiatische Shunga (Frühlingsbilder) eine freiere Sexualmoral, als sie uns in Europa anerzogen wurde. Die MAK-Ausstellung "SHUNGA. Erotische Kunst aus Japan" zeigt die künstlerische Qualität der explizit erotischen Farbholzschnitte auf, die trotz langen Verbots durch die japanische Regierung zum Massenphänomen avancierten. Einzelblätter, Alben und Bücher von namhaften Meistern wie Suzuki Harunobu, Katsushika Hokusai oder Kitagawa Utamaro, großteils Leihgaben aus der Leopold Privatsammlung, geben im MAK einen repräsentativen Einblick in diese oft tabuisierte Facette der japanischen Kunstgeschichte. Zeitgenössische Aktfotografien von Nobuyoshi Araki spannen den Bogen bis in die Gegenwart.
Die MAK-Sammlung japanischer Farbholzschnitte zählt mit rund 4 200 Blättern zu den bedeutenden Ukiyo-e-Sammlungen in Europa. Ukiyo-e (Bilder der fließenden Welt), denen die Shunga zuzuordnen sind, illustrieren urbane Vergnügungen sowie bürgerliche Alltagsphänomene rund um die Theater- und Vergnügungsviertel von Edo, dem heutigen Tokio. Die explizite Darstellung von Sexualität in den Shunga versperrte den erotischen Drucken lange Zeit den Eingang in europäische Sammlungen. Auch die MAK-Sammlung beherbergt nur eine Bildrolle eines anonymen Meisters aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhundert – das älteste in der MAK-Ausstellung gezeigte Objekt.
Der formale Umgang mit nackten Körpern und die zum Teil vielschichtigen Anordnungen von Kimonofaltungen heben Shunga deutlich von naturalistischen Darstellungen des Liebesspiels ab. Charakteristisch sind die anatomische Detailgenauigkeit, manchmal extreme Körperstellungen und übergroß dargestellte Genitalien. Oft zeigen Shunga auch humorvolle Szenen, wie beispielsweise ein kleines Mädchen, das durchs Schlüsselloch ein Liebespaar beobachtet und ruft:
„Ich sag’s der Mama“.
Ein Labyrinth aus Panelen leitet die BesucherInnen durch die chronologisch gegliederte Ausstellung im MAK DESIGN LABOR. Den Auftakt zum Parcours bilden frühe Shunga-Serien aus dem 17. Jahrhundert, die dem Zyklus der zwölf Monate folgen und – mit einem Titelblatt – dreizehn zusammengehörige Drucke ergeben. Suzuki Harunobu (ca. 1725–1770), einer der wichtigsten Entwerfer von Shunga, entwickelte die anfangs in schwarz-weiß umgesetzten Holzschnitte zu Vielfarbendrucken weiter und sprach zum Beispiel mit seinen Parabeln zwischen chinesischer Dichtkunst und japanischer Erotik unter anderem die reiche und gebildete BürgerInnenschicht Edos an.
Fast alle bekannten Ukiyo-e-Künstler entwarfen auch erotische Farbholzschnitte, wodurch sich die künstlerische Qualität von Shunga erklärt. Kitagawa Utamaro (1753–1806) wandelte die ursprünglich verträumten erotischen Szenen Harunobus zu eindeutigeren Darstellungen. Er verleiht dem Genre mehr Selbstverständlichkeit und zeigt auch halberotische häusliche Szenen wie die Schönheit (Bijin) bei der Körperpflege. Die heute am Kunstmarkt kaum noch erhältlichen Alben Utamaros zählen zu den begehrtesten Werken der japanischen Kunst. Seine Serie "Negai no itoguchi [Erwachen der Begierde]" (1799) ist im MAK vollständig zu sehen.
Erotische Phantasien und die Welt der Mythologie und der Geister verknüpft der – nicht nur durch seine Serie "36 Ansichten des Berges Fuji" weltberühmte – Katsushika Hokusai (1760–1849). Während der Meiji-Ära (1868–1912) variiert die Qualität der Shunga. Im Zentrum steht nicht länger die Schönheit (Bijin), vielmehr geht es um erotische Motive wie die junge Studentin oder die selbstbewusste Frau. Durch die neuen technischen Möglichkeiten der Fotografie verlor der Farbholzschnitt als Massenmedium ab dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts an Bedeutung. Der Künstler Hashiguchi Goyō (1880–1921) ließ die Tradition der Ukiyo-e als einer der ersten in "neuen Drucken" (Shin hanga) wieder aufleben und schuf ein modernes, selbstbewusstes Frauenbild, das an die Blätter Utamaros erinnert.
Die MAK-Ausstellung schließt mit ausgewählten Fotografien des japanischen Künstlers Nobuyoshi Araki (geb. 1940), der in mehreren Aktfotografie-Serien auf Shunga aus der Edo-Periode Bezug nimmt.
Der Großteil der in "SHUNGA. Erotische Kunst aus Japan" gezeigten Werke stammt aus der herausragenden Ukiyo-e Sammlung Rudolf Leopolds (1925–2010), die sich heute im Eigentum seines Sohnes Diethard Leopold befindet, der die Sammlung stetig erweitert. Die tabulose Darstellung des Geschlechts in den Farbholzschnitten beeindruckte in Europa und wurde erst durch Egon Schiele in ähnlich direkter Form methodisch in ganzen Serien von Blättern umgesetzt. Die Holzschnitte sind ein konstitutiver Bestandteil der Sammlung Rudolf Leopolds, der um den Schiele-Kern eine Gesamtschau von Wien um 1900 zusammentrug. Ein Teil der umfassenden Shunga-Sammlung war in der von Diethard Leopold kuratierten Japan-Ausstellung "Fragilität des Daseins" im Leopold Museum im Jahr 2012/2013 zu sehen.
Während Shunga zur Zeit ihrer Entstehung wahrscheinlich als Pornografie galten, steht heute die kunstgeschichtliche Bedeutung im Fokus. Im Ausstellungsbetrieb kamen erotische Farbholzschnitte bisher kaum vor, da die Grenzen zwischen erotischer Kunst und Pornografie oft verschwimmen. Das British Museum war mit seiner großangelegten Ausstellung "Shunga: sex and pleasure in Japanese art" im Jahr 2013 ein Vorreiter der Präsentation in Europa. In Japan selbst folgte 2015 die erste große Shunga-Ausstellung im Museum Eisei Bunko in Tokio.
Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog, herausgegeben vom MAK, mit Textbeiträgen von Susanne Klien, Diethard Leopold und Sepp Linhart, ca.200 Seiten, 80 Abbildungen. Erhältlich im MAK Design Shop.
Diese Ausstellung enthält explizit erotische Darstellungen, die das moralische Empfinden von Personen unter 16 Jahren verletzen könnten.
www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160830_OTS0075/mak-zeig...
The history of the Austrian Museum of Applied Art/Contemporary Art
1863 / After many years of efforts by Rudolf Eitelberger decides emperor Franz Joseph I on 7 March on the initiative of his uncle archduke Rainer, following the model of the in 1852 founded South Kensington Museum (now the Victoria and Albert Museum, London) the establishment of the "k.u.k. Austrian Museum for Art and Industry" and appoints Rudolf von Eitelberger, the first professor of art history at the University of Vienna director. The museum should be serving as a specimen collection for artists, industrialists, and public and as a training and education center for designers and craftsmen.
1864/ on 12th of May, opened the museum - provisionally in premises of the ball house next to the Vienna Hofburg, the architect Heinrich von Ferstel for museum purposes had adapted. First exhibited objects are loans and donations from the imperial collections, monasteries, private property and from the k.u.k. Polytechnic in Vienna. Reproductions, masters and plaster casts are standing value-neutral next originals.
1865-1897 / The Museum of Art and Industry publishes the journal Communications of Imperial (k.u.k.) Austrian Museum for Art and Industry .
1866 / Due to the lack of space in the ballroom the erection of an own museum building is accelerated. A first project of Rudolf von Eitelberger and Heinrich von Ferstel provides the integration of the museum in the project of imperial museums in front of the Hofburg Imperial Forum. Only after the failure of this project, the site of the former Exerzierfelds (parade ground) of the defense barracks before Stubentor the museum here is assigned, next to the newly created city park at the still being under development Rind Road.
1867 / Theoretical and practical training are combined with the establishment of the School of Applied Arts. This will initially be housed in the old gun factory, Währinger street 11-13/Schwarzspanier street 17, Vienna 9.
1868 / With the construction of the building at Stubenring is started as soon as it is approved by emperor Franz Joseph I. the second draft of Heinrich Ferstel.
1871 / The opening of the building at Stubering takes place after three years of construction, 15 November. Designed according to plans by Heinrich von Ferstel in the Renaissance style, it is the first built museum building at the Ring. Objects from now on could be placed permanently and arranged according to main materials. / / The School of Arts and Crafts (Kunstgewerbeschule) moves into the house at Stubenring. / / Opening of Austrian arts and crafts exhibition.
1873 / Vienna World Exhibition. / / The Museum of Art and Industry and the Vienna School of Arts and Crafts are exhibiting together at Stubenring. / / Rudolf von Eitelberger organizes in the framework of the World Exhibition the worldwide first international art scientific congress in Vienna, thus emphasizing the orientation of the Museum on teaching and research. / / During the World Exhibition major purchases for the museum from funds of the Ministry are made, eg 60 pages of Indo-Persian Journal Mughal manuscript Hamzanama.
1877 / decision on the establishment of taxes for the award of Hoftiteln (court titels). With the collected amounts the local art industry can be promoted. / / The new building of the School of Arts and Crafts, adjoining the museum, Stubenring 3, also designed by Heinrich von Ferstel, is opened.
1878 / participation of the Museum of Art and Industry as well as of the School of Arts and Crafts at the Paris World Exhibition.
1884 / founding of the Vienna Arts and Crafts Association with seat in the museum. Many well-known companies and workshops (led by J. & L. Lobmeyr), personalities and professors of the School of Arts and Crafts join the Arts and Crafts Association. Undertaking of this association is to further develop all creative and executive powers the arts and craft since the 1860s has obtained. For this reason are organized various times changing, open to the public exhibitions at the Imperial Austrian Museum for Art and Industry. The exhibits can also be purchased. These new, generously carried out exhibitions give the club the necessary national and international resonance.
1885 / After the death of Rudolf von Eitelberger, Jacob von Falke, his longtime deputy, is appointed manager. Falke plans all collection areas al well as publications to develop newly and systematically. With his popular publications he influences significantly the interior design style of the historicism in Vienna.
1888 / The Empress Maria Theresa exhibition revives the contemporary discussion with the high Baroque in the history of art and in applied arts in particular.
1895 / end of directorate of Jacob von Falke. Bruno Bucher, longtime curator of the Museum of metal, ceramic and glass, and since 1885 deputy director, is appointed director.
1896 / The Vienna Congress exhibition launches the confrontation with the Empire and Biedermeier style, the sources of inspiration of Viennese Modernism.
1897 / end of the directorate of Bruno Bucher. Arthur von Scala, director of the Imperial Oriental Museum in Vienna since its founding in 1875 (renamed Imperial Austrian Trade Museum 1887), takes over the management of the Museum of Art and Industry. / / Scala wins Otto Wagner, Felician of Myrbach, Koloman Moser, Josef Hoffmann and Alfred Roller to work at the museum and School of Arts and Crafts. / / The style of the Secession is crucial for the Arts and Crafts School. Scala propagates the example of the Arts and Crafts Movement and makes appropriate acquisitions for the museum's collection.
1898 / Due to differences between Scala and the Arts and Crafts Association, which sees its influence on the Museum wane, archduke Rainer puts down his function as protector. / / New statutes are written.
1898-1921 / The Museum magazine Art and Crafts replaces the Mittheilungen (Communications) and soon gaines international reputation.
1900 / The administration of Museum and Arts and Crafts School is disconnected.
1904 / The Exhibition of Old Vienna porcelain, the to this day most comprehensive presentation on this topic, brings with the by the Museum in 1867 definitely taken over estate of the "k.u.k. Aerarial Porcelain Manufactory" (Vienna Porcelain Manufactory) important pieces of collectors from all parts of the Habsburg monarchy together.
1907 / The Museum of Art and Industry takes over the majority of the inventories of the Imperial Austrian Trade Museum, including the by Arthur von Scala founded Asia collection and the extensive East Asian collection of Heinrich von Siebold .
1908 / Integration of the Museum of Art and Industry in the Imperial and Royal Ministry of Public Works.
1909 / separation of Museum and Arts and Crafts School, the latter remains subordinated to the Ministry of Culture and Education. / / After three years of construction, the according to plans of Ludwig Baumann extension building of the museum (now Weiskirchnerstraße 3, Wien 1) is opened. The museum thereby receives rooms for special and permanent exhibitions. / / Arthur von Scala retires, Eduard Leisching follows him as director. / / Revision of the statutes.
1909 / Archduke Carl exhibition. For the centenary of the Battle of Aspern. / / The Biedermeier style is discussed in exhibitions and art and arts and crafts.
1914 / Exhibition of works by the Austrian Art Industry from 1850 to 1914, a competitive exhibition that highlights, among other things, the role model of the museum for arts and crafts in the fifty years of its existence.
1919 / After the founding of the First Republic it comes to assignments of former imperial possession to the museum, for example, of oriental carpets that are shown in an exhibition in 1920. The Museum now has one of the finest collections of oriental carpets worldwide.
1920 / As part of the reform of museums of the First Republic, the collection areas are delimited. The Antiquities Collection of the Museum of Art and Industry is given away to the Museum of Art History.
1922 / The exhibition of glasses of classicism, the Empire and Biedermeier time offers with precious objects from the museum and private collections an overview of the art of glassmaking from the former Austro-Hungarian Empire. / / Biedermeier glass serves as a model for contemporary glass production and designs, such as of Josef Hoffmann.
1922 / affiliation of the museal inventory of the royal table and silver collection to the museum. Until the institutional separation the former imperial household and table decoration is co-managed by the Museum of Art and Industry and is inventoried for the first time by Richard Ernst.
1925 / After the end of the directorate of Eduard Leisching, Hermann Trenkwald is appointed director.
1926 / The exhibition Gothic in Austria gives a first comprehensive overview of the Austrian panel painting and of arts and crafts of the 12th to 16th Century.
1927 / August Schestag succeeds Hermann Trenkwald as director.
1930 / The Werkbund (artists' organization) Exhibition Vienna, a first comprehensive presentation of the Austrian Werkbund, takes place on the occasion of the meeting of the Deutscher (German) Werkbund in Austria, it is organized by Josef Hoffmann in collaboration with Oskar Strnad, Josef Frank, Ernst Lichtblau and Clemens Holzmeister.
1931 / August Schestag concludes his directorate.
1932 / Richard Ernst is new director.
1936 and 1940 / In exchange with the Kunsthistorisches Museum (Museum of Art History), the museum at Stubenring gives away part of the sculptures and takes over arts and crafts inventories of the collection Albert Figdor and the Kunsthistorisches Museum.
1937 / The Collection of the Museum of Art and Industry is newly set up by Richard Ernst according to periods. / / Oskar Kokoschka exhibition on the 50th birthday of the artist.
1938 / After the "Anschluss" (annexation) of Austria by Nazi Germany, the museum is renamed into "National Museum of Arts and Crafts in Vienna".
1939-1945 / The museums are taking over numerous confiscated private collections. The collection of the "State Museum of Arts and Crafts in Vienna" in this way also is enlarged.
1945 / Partial destruction of the museum building by impact of war. / / War losses on collection objects, even in the places of rescue of objects.
1946 / The return of the outsourced objects of art begins. A portion of the during the Nazi time expropriated objects is returned in the following years.
1947 / The "State Museum of Arts and Crafts in Vienna" is renamed into "Austrian Museum of Applied Arts".
1948 / The "Cathedral and Metropolitan Church of St. Stephen" organizes the exhibition The St. Stephen's Cathedral in the Museum of Applied Arts. History, monuments, reconstruction.
1949 / The Museum is reopened after repair of the war damages.
1950 / As last exhibition under director Richard Ernst takes place Great art from Austria's monasteries (Middle Ages).
1951 / Ignaz Schlosser is appointed manager.
1952 / The exhibition Social home decor, designed by Franz Schuster, makes the development of social housing in Vienna again the topic of the Museum of Applied Arts.
1955 / The comprehensive archive of the Wiener Werkstätte (workshop) is acquired.
1955-1985 / The Museum publishes the periodical ancient and modern art .
1956 / Exhibition New Form from Denmark, modern design from Scandinavia becomes topic of the museum and model.
1957 / On the occasion of the exhibition Venini Murano glass, the first presentation of Venini glass in Austria, there are significant purchases and donations for the collection of glass.
1958 / End of the directorate of Ignaz Schlosser
1959 / Viktor Griesmaier is appointed as new director.
1960 / Exhibition Artistic creation and mass production of Gustavsberg, Sweden. Role model of Swedish design for the Austrian art and crafts.
1963 / For the first time in Europe, in the context of a comprehensive exhibition art treasures from Iran are shown.
1964 / The exhibition Vienna around 1900 (organised by the Cultural Department of the City of Vienna) presents for the frist time after the Second World War, inter alia, arts and crafts of Art Nouveau. / / It is started with the systematic work off of the archive of the Wiener Werkstätte. / / On the occasion of the founding anniversary offers the exhibition 100 years Austrian Museum of Applied Arts using examples of historicism insights into the collection.
1965 / The Geymüllerschlössel (small castle) is as a branch of the Museum angegliedert (annexed). Simultaneously with the building came the important collection of Franz Sobek - old Viennese clocks, made between 1760 and the second half of the 19th Century - and furniture from the years 1800 to 1840 in the possession of the MAK.
1966 / In the exhibition Selection 66 selected items of modern Austrian interior designers (male and female ones) are brought together.
1967 / The Exhibition The Wiener Werkstätte. Modern Arts and Crafts from 1903 to 1932 is founding the boom that continues until today of Austria's most important design project in the 20th Century.
1968 / To Viktor Griesmaier follows Wilhelm Mrazek as director.
1969 / The exhibition Sitting 69 shows at the international modernism oriented positions of Austrian designers, inter alia by Hans Hollein.
1974 / For the first time outside of China Archaeological Finds of the People's Republic of China are shown in a traveling exhibition in the so-called Western world.
1979 / Gerhart Egger is appointed director.
1980 / The exhibition New Living. Viennese interior design 1918-1938 provides the first comprehensive presentation of the spatial art in Vienna during the interwar period.
1981 / Herbert Fux follows Gerhart Egger as director.
1984 / Ludwig Neustift is appointed interim director. / / Exhibition Achille Castiglioni: designer. First exhibition of the Italian designer in Austria
1986 / Peter Noever is appointed director and starts with the building up of the collection contemporary art.
1987 / Josef Hoffmann. Ornament between hope and crime is the first comprehensive exhibition on the work of the architect and designer.
1989-1993 / General renovation of the old buildings and construction of a two-storey underground storeroom and a connecting tract. A generous deposit for the collection and additional exhibit spaces arise.
1989 / Exhibition Carlo Scarpa. The other city, the first comprehensive exhibition on the work of the architect outside Italy.
1990 / exhibition Hidden impressions. Japonisme in Vienna 1870-1930, first exhibition on the theme of the Japanese influence on the Viennese Modernism.
1991 / exhibition Donald Judd Architecture, first major presentation of the artist in Austria.
1992 / Magdalena Jetelová domestication of a pyramid (installation in the MAK portico).
1993 / The permanent collection is newly put up, interventions of internationally recognized artists (Barbara Bloom, Eichinger oder Knechtl, Günther Förg, GANGART, Franz Graf, Jenny Holzer, Donald Judd, Peter Noever, Manfred Wakolbinger and Heimo Zobernig) update the prospects, in the sense of "Tradition and Experiment". The halls on Stubenring accommodate furthermore the study collection and the temporary exhibitions of contemporary artists reserved gallery. The building in the Weiskirchner street is dedicated to changing exhibitions. / / The opening exhibition Vito Acconci. The City Inside Us shows a room installation by New York artist.
1994 / The Gefechtsturm (defence tower) Arenbergpark becomes branch of the MAK. / / Start of the cooperation MAK/MUAR - Schusev State Museum of Architecture Moscow. / / Ilya Kabakov: The Red Wagon (installation on MAK terrace plateau).
1995 / The MAK founds the branch of MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles, in the Schindler House and at the Mackey Apartments, MAK Artists and Architects-in-Residence Program starts in October 1995. / / Exhibition Sergei Bugaev Africa: Krimania.
1996 / For the exhibition Philip Johnson: Turning Point designs the American doyen of architectural designing the sculpture "Viennese Trio", which is located since 1998 at the Franz-Josefs-Kai/Schottenring.
1998 / The for the exhibition James Turrell. The other Horizon designed Skyspace today stands in the garden of MAK Expositur Geymüllerschlössel. / / Overcoming the utility. Dagobert Peche and the Wiener Werkstätte, the first comprehensive biography of the work of the designer of Wiener Werkstätte after the Second World War.
1999 / Due to the Restitution Act and the Provenance Research from now on numerous during the Nazi time confiscated objects are returned.
2000 / Outsourcing of Federal Museums, transformation of the museum into a "scientific institution under public law". / / The exhibition Art and Industry. The beginnings of the Austrian Museum of Applied Arts in Vienna is dealing with the founding history of the house and the collection.
2001 / In the course of the exhibition Franz West: No Mercy, for which the sculptor and installation artist developed his hitherto most extensive work, the "Four lemurs heads" are placed at the bridge Stubenbrücke, located next to the MAK. / / Dennis Hopper: A System of Moments.
2001-2002 / The CAT Project - Contemporary Art Tower after New York, Los Angeles, Moscow and Berlin is presented in Vienna.
2002 / Exhibition Nodes. symmetrical-asymmetrical. The historical Oriental Carpets of the MAK presents the extensive rug collection.
2003 / Exhibition Zaha Hadid. Architecture. / / For the anniversary of the artist workshop, takes place the exhibition The Price of Beauty. 100 years Wiener Werkstätte. / / Richard Artschwager: The Hydraulic Door Check. Sculpture, painting, drawing.
2004 / James Turrell's MAKlite is since November 2004 permanently on the facade of the building installed. / / Exhibition Peter Eisenmann. Barefoot on White-Hot Walls, large-scaled architectural installation on the work of the influential American architect and theorist.
2005 / Atelier Van Lieshout: The Disciplinator / / The exhibition Ukiyo-e Reloaded presents for the first time the collection of Japanese woodblock prints of the MAK on a large scale.
2006 / Since the beginning of the year, the birthplace of Josef Hoffmann in Brtnice of the Moravian Gallery in Brno and the MAK Vienna as a joint branch is run and presents annually special exhibitions. / / The exhibition The Price of Beauty. The Wiener Werkstätte and the Stoclet House brings the objects of the Wiener Werkstätte to Brussels. / / Exhibition Jenny Holzer: XX.
2007/2008 / Exhibition Coop Himmelb(l)au. Beyond the Blue, is the hitherto largest and most comprehensive museal presentation of the global team of architects.
2008 / The 1936 according to plans of Rudolph M. Schindler built Fitzpatrick-Leland House, a generous gift from Russ Leland to the MAK Center LA, becomes with the aid of a promotion that granted the Bureau of Educational and Cultural Affairs of the U.S. Department the MAK Center, center of the MAK UFI project - MAK Urban Future Initiative. / / Julian Opie: Recent Works / / The exhibition Recollecting. Looting and Restitution examines the status of efforts to restitute expropriated objects from Jewish property from museums in Vienna.
2009 / The permanent exhibition Josef Hoffmann: Inspiration is in the Josef Hoffmann Museum, Brtnice opened. / / Exhibition Anish Kapoor. Shooting into the Corner / / The museum sees itself as a promoter of Cultural Interchange and discusses in the exhibition Global:lab Art as a message. Asia and Europe 1500-1700 the intercultural as well as the intercontinental cultural exchange based on objects from the MAK and from international collections.
2011 / After Peter Noever's resignation, Martina Kandeler-Fritsch takes over temporarily the management. / /
Since 1 September Christoph Thun-Hohenstein is director of the MAK and declares "change through applied art" as the new theme of the museum.
2012 / With future-oriented examples of mobility, health, education, communication, work and leisure, shows the exhibition MADE4YOU. Designing for Change, the new commitment to positive change in our society through applied art. // Exhibition series MAK DESIGN SALON opens the MAK branch Geymüllerschlössel for contemporary design positions.
2012/2013 / opening of the newly designed MAK Collection Vienna 1900. Design / Decorative Arts from 1890 to 1938 in two stages as a prelude to the gradual transformation of the permanent collection under director Christoph Thun-Hohenstein
2013 / SIGNS, CAUGHT IN WONDER. Looking for Istanbul today shows a unique, current snapshot of contemporary art production in the context of Istanbul. // The potential of East Asian countries as catalysts for a socially and ecologically oriented, visionary architecture explores the architecture exhibition EASTERN PROMISES. Contemporary Architecture and production of space in East Asia. // With a focus on the field of furniture design NOMADIC FURNITURE 3.0. examines new living without bounds? the between subculture and mainstream to locate "do-it-yourself" (DIY) movement for the first time in a historical context.
2014 / Anniversary year 150 years MAK // opening of the permanent exhibition of the MAK Asia. China - Japan - Korea // Opening of the MAK permanent exhibition rugs // As central anniversary project opens the dynamic MAK DESIGN LABORATORY (redesign of the MAK Study Collection) exactly on the 150th anniversary of the museum on May 12, 2014 // Other major projects for the anniversary: ROLE MODELS. MAK 150 years: from arts and crafts to design // // HOLLEIN WAYS OF MODERN AGE. Josef Hoffmann, Adolf Loos and the consequences.
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Graffiti –Jargon (Wikipedia):
de.wikipedia.org/wiki/Graffiti-Jargon
Wholecar
Bezeichnung für einen einzelnen Zugwaggon, dessen komplette Höhe und Länge mit Graffiti in einer Aktion bemalt wurde. In den meisten Fällen wird nur eine Waggonseite besprüht. Meistens teilen sich mehrere Writer die Arbeit an einem Zug; besprüht jedoch ein Writer einen Waggon allein, so spricht man von einem One-Man-Wholecar. Wholecars finden in der Writing-Szene hohes Ansehen. Für Fahrgäste und Verkehrsbetriebe ist diese Art von Besprühung auf Zügen sehr unangenehm, da durch die komplette Lackierung der Waggon verdunkelt wird.
Wholetrain
Bezeichnung für einen Zug, dessen Waggons von oben bis unten in einer Aktion bemalt wurden. Im Gegensatz zum Wholecar, besteht ein Wholetrain aus mehreren einzelnen Wholecars. Bei einem Wholetrain müssen wirklich alle Waggons (zumindest auf einer Seite) bemalt sein.
Bombing
Schnelles, auf Quantität ausgelegtes, illegales Sprühen; auch Bezeichnung für ein wenig aufwändiges (meistens chrom-schwarz) Piece (siehe auch Quickpiece, Silverpiece, Throw-up)
Trainbombing/Trainwriting
Allgemeine Bezeichnung für das Besprühen von Zügen.
Boss Sicherheitsbeauftragter von Nahverkehrsbetrieben
Botten Schnelles Verlassen des Spots beim sprühen
Bust/gebustet werden
Das Auffassen eines Writers durch die Polizei
Checker
Sicherheitsbeauftragte privater Firmen; auch Bezeichnung für eine Person, die vor dem Malen für andere Writer überprüft, ob eben solche, oder auch Polizei oder Putzer zugegen sind, die einen beim Besprühen diverser Objekte stören könnten.
Comment
Ein Comment ist ein neben oder in das Bild gesprühtes Statement oder ein Gruß (Fuck Police, One Love World Wide etc.).
Crew
Zusammenschluss von Writern die zusammen sprühen. Die Namen der Crews werden meistens mit mehreren Buchstaben abgekürzt z. B. SUK (Stick up Kids), UA (United Artists). Es finden auch Zahlen Verwendung als Gruppeninitial, z. B. der Postleitzahl des bewohnten oder repräsentierten Gebiets entnommen. Die Mitglieder einer Crew erhöhen deren Bekanntheitsgrad, indem sie das Crewkürzel ähnlich wie ihr eigenes Pseudonym in Bildern verarbeiten. Da mehrere Personen das gleiche Kürzel malen, kann ein höherer Bekanntheitsgrad erreicht werden.
End to End (auch „end2end“ oder „e2e“)
Zugbild, das sich über die Gesamtlänge eines Waggons erstreckt, aber nicht über die komplette Höhe (s. Wholetrain).
scouten Für einen anderen Writer "Wache halten".
Spot (Platz/Stelle)
Explizit ausgewählte Orte, die zum Malen eines Bildes geeignet sind/wären.
Tag [tæg] (engl. tag ‚Markierung‘, ‚Etikett‘, ‚Schild‘)
Signaturkürzel, welches das Pseudonym eines Writers darstellt. Gilt als die Urform des sich daraus entwickelten Piece. Häufig als "Unterschrift" unter gesprühten Bildern zu finden, gilt aber auch in der jugendlichen Gang-Kultur als territoriale Markierung. Zum Anbringen der Tags werden neben der Sprühdose oft auch wasserfeste Stifte benutzt. Tags können allerdings auch genauso gut mit Malerrollen oder anderen Utensilien angebracht werden. Auch das Einritzen des Pseudonyms, was der Urform von Graffiti entspricht, ist üblich (siehe Scratching). Vorrangiges Ziel ist es, einen guten und innovativen Style zu haben, sekundäres Ziel, in einer Stadt, einem Bezirk oder einer Gegend, möglichst präsent zu sein. Dadurch entsteht eine Art von Wettkampfkultur. Das Übersprühen fremder Tags – auch Crossen genannt – wird als Beleidigung angesehen. Besonders in der Bandensubkultur der Vereinigten Staaten dienen Tags zur Markierung des Territoriums einer Straßengang. Sprüher der Writing-Bewegung versuchen in der Regel hingegen, ihren Namen überall zu verbreiten, nicht nur in einem begrenzten Gebiet. Auch Ultras markieren manchmal Orte auf ähnliche Weise. Vorläufer von Tags gab es, wie das Beispiel des Beamten Joseph Kyselak zeigt, bereits im Biedermeier.
taggen Die Ausführung eines Tags.
Yard/Train-Yard
Gelände, auf dem Züge oder U-/S-Bahnen abgestellt werden, meistens zur Reinigung und Wartung...
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Wholecar
Bezeichnung für einen einzelnen Zugwaggon, dessen komplette Höhe und Länge mit Graffiti in einer Aktion bemalt wurde. In den meisten Fällen wird nur eine Waggonseite besprüht. Meistens teilen sich mehrere Writer die Arbeit an einem Zug; besprüht jedoch ein Writer einen Waggon allein, so spricht man von einem One-Man-Wholecar. Wholecars finden in der Writing-Szene hohes Ansehen. Für Fahrgäste und Verkehrsbetriebe ist diese Art von Besprühung auf Zügen sehr unangenehm, da durch die komplette Lackierung der Waggon verdunkelt wird.
Wholetrain
Bezeichnung für einen Zug, dessen Waggons von oben bis unten in einer Aktion bemalt wurden. Im Gegensatz zum Wholecar, besteht ein Wholetrain aus mehreren einzelnen Wholecars. Bei einem Wholetrain müssen wirklich alle Waggons (zumindest auf einer Seite) bemalt sein.
Bombing
Schnelles, auf Quantität ausgelegtes, illegales Sprühen; auch Bezeichnung für ein wenig aufwändiges (meistens chrom-schwarz) Piece (siehe auch Quickpiece, Silverpiece, Throw-up)
Trainbombing / Trainwriting
Allgemeine Bezeichnung für das Besprühen von Zügen.
Boss
Sicherheitsbeauftragter von Nahverkehrsbetrieben.
Botten
Schnelles Verlassen des Spots beim Sprühen.
Bust/gebustet werden
Das Auffassen eines Writers durch die Polizei.
Checker
Sicherheitsbeauftragte privater Firmen; auch Bezeichnung für eine Person, die vor dem Malen für andere Writer überprüft, ob eben solche, oder auch Polizei oder Putzer zugegen sind, die einen beim Besprühen diverser Objekte stören könnten.
Comment
Ein Comment ist ein neben oder in das Bild gesprühtes Statement oder ein Gruß (Fuck Police, One Love World Wide etc.).
Crew
Zusammenschluss von Writern die zusammen sprühen. Die Namen der Crews werden meistens mit mehreren Buchstaben abgekürzt z. B. SUK (Stick up Kids), UA (United Artists). Es finden auch Zahlen Verwendung als Gruppeninitial, z. B. der Postleitzahl des bewohnten oder repräsentierten Gebiets entnommen. Die Mitglieder einer Crew erhöhen deren Bekanntheitsgrad, indem sie das Crewkürzel ähnlich wie ihr eigenes Pseudonym in Bildern verarbeiten. Da mehrere Personen das gleiche Kürzel malen, kann ein höherer Bekanntheitsgrad erreicht werden.
End to End (auch „end2end“ oder „e2e“)
Zugbild, das sich über die Gesamtlänge eines Waggons erstreckt, aber nicht über die komplette Höhe (s. Wholetrain).
scouten
Für einen anderen Writer "Wache halten".
Spot (Platz/Stelle)
Explizit ausgewählte Orte, die zum Malen eines Bildes geeignet sind/wären.
Tag [tæg] (engl. tag ‚Markierung‘, ‚Etikett‘, ‚Schild‘)
Signaturkürzel, welches das Pseudonym eines Writers darstellt. Gilt als die Urform des sich daraus entwickelten Piece. Häufig als "Unterschrift" unter gesprühten Bildern zu finden, gilt aber auch in der jugendlichen Gang-Kultur als territoriale Markierung. Zum Anbringen der Tags werden neben der Sprühdose oft auch wasserfeste Stifte benutzt. Tags können allerdings auch genauso gut mit Malerrollen oder anderen Utensilien angebracht werden. Auch das Einritzen des Pseudonyms, was der Urform von Graffiti entspricht, ist üblich (siehe Scratching). Vorrangiges Ziel ist es, einen guten und innovativen Style zu haben, sekundäres Ziel, in einer Stadt, einem Bezirk oder einer Gegend, möglichst präsent zu sein. Dadurch entsteht eine Art von Wettkampfkultur. Das Übersprühen fremder Tags – auch Crossen genannt – wird als Beleidigung angesehen. Besonders in der Bandensubkultur der Vereinigten Staaten dienen Tags zur Markierung des Territoriums einer Straßengang. Sprüher der Writing-Bewegung versuchen in der Regel hingegen, ihren Namen überall zu verbreiten, nicht nur in einem begrenzten Gebiet. Auch Ultras markieren manchmal Orte auf ähnliche Weise. Vorläufer von Tags gab es, wie das Beispiel des Beamten Joseph Kyselak zeigt, bereits im Biedermeier.
taggen
Die Ausführung eines Tags.
Yard / Train-Yard
Gelände, auf dem Züge oder U-/S-Bahnen abgestellt werden, meistens zur Reinigung und Wartung.
Hirano Hakuhô (1879-1957)
Fijarse el cabello en frente de una ventana, en 1932
Grabado en madera de color
Leopold Colección privada
Sich vor einem Fenster das Haar richten, 1932
Farbholzschnitt
Leopold Privatsammlung
Woman Arranging Her Hair in front of a Window, 1932
Color woodblock print
Leopold Private Collection
MAK muestra "SHUNGA. Arte erótico de Japón"
Viena (OTS) - Con su aparente enfoque indiferente de la desnudez y la sexualidad, se dan Shunga del Asia Oriental (imágenes de Primavera) una moral sexual más libre que nos fue inculcado en Europa. La exposición MAK "SHUNGA. Arte erótico de Japón" demuestra la calidad artística de los grabados en madera explícitamente eróticas, a pesar de la prohibición de larga duración por el gobierno Japonés celebrando un fenómeno de masas. Hojas sueltas, álbumes y libros de maestros reconocidos como Suzuki Harunobu, Katsushika Hokusai o Kitagawa Utamaro, en gran parte en préstamo de la colección privada de Leopold dan en el MAK una visión representativa en esta faceta a menudo tabú de la historia del arte japonés. Fotografías de desnudos contemporáneas de Nobuyoshi Araki tienden un arco hasta el presente.
La colección MAK grabados en madera de color japoneses con alrededor de 4 200 hojas es una de las más importantes colecciones de ukiyo-e en Europa. Ukiyo-e (pinturas del mundo flotante), a las que se atribuye la Shunga, ilustran placeres urbanos y así como los fenómenos cotidianos burgueses alrededor del teatro y de ocio de Edo, la actual Tokio. El contenido sexual explícito en la shunga bloqueó los grabados mucho tiempo la entrada en las colecciones europeas. La colección MAK también alberga sólamente un rodillo de imagen de un maestro anónimo de la segunda mitad del siglo 17 - el objeto más antiguo de la exposición mostrado en el MAK.
El manejo formal de los cuerpos desnudos y en ocasiones complejos arreglos de pliegues del kimono se diferencian Shunga significativamente de representaciones naturalistas de hacer el amor. Características son el grado de precisión anatómico, a veces posturas extremas y los genitales presentados de gran tamaño. A menudo Shunga también muestran escenas de humor, como una niña mirando a través de ojo de cerradura de una pareja de amantes y llamando:
"Le diré a mamá".
Un laberinto de paneles lleva a los visitantes (hombres y mujeres!) a través de la exposición cronológicamente estructurado en el MAK Design Lab. El preludio del curso forman series de Shunga tempranas desde el siglo 17, siguiendo el ciclo de los doce meses y - con una página de título - dan trece estampados que constituyen un conjunto. Suzuki Harunobu (ca. 1725-1770), uno de los principales diseñadores de Shunga, profundizó los grabados en madera, inicialmente monocromáticos, en estampados multi-colores y sedujo, por ejemplo, con sus parábolas entre la poesía china y la erótica japonesa entre otros los ricos y educados capas de ciudadanos (hombres y mujeres) de Edo.
Casi todos los conocidos artistas de ukiyo-e también diseñan grabados en madera eróticos, por lo que la calidad artística de Shunga se explicó. Kitagawa Utamaro (1753-1806) transformó las escenas eróticas originalmente soñadores de Harunobus en imágenes más claras. Él da el género más naturalidad y también demuestra escenas domésticas semi-eróticos como la belleza (bijin) con la higiene personal. Los álbumes de Utamaro hoy día en el mercado del arte casi no más disponible son algunos de los trabajos más codiciados del arte japonés. Su serie "Negai sin itoguchi [despertar del deseo]" (1799) es completamente visible en el MAK.
Fantasías eróticas y el mundo de la mitología y fantasmas vincula el no sólo por su serie "36 vistas del monte Fuji" famoso Katsushika Hokusai (1760-1849). Durante la era Meiji (1868-1912) varía la calidad de la Shunga. El enfoque ya no es la belleza (bijin), pero se trata de motivos eróticos, como la joven estudiante o la mujer segura. Debido a las nuevas posibilidades técnicas de la fotografía, la xilografía de color como un medio de masas a partir del último cuarto del siglo 19 perdió en importancia. El artista Hashiguchi Goyo (1880-1921) hizo revivir la tradición de Ukiyo-e como uno de los primeros en "estampados nuevos" (Shin Hanga) y creó una imagen de la mujer moderna, segura de sí misma que recuerda las hojas de Utamaro.
La exposición MAK concluye con fotografías seleccionadas del artista japonés Nobuyoshi Araki (nacido en 1940), que en varios series de fotografía de desnudos hace referencia a la Shunga de la era Edo.
La mayoría de las obras demostradas en "SHUNGA Arte Erótica de Japón" proviene de la colección excepcional de Ukiyo-e de Rudolf Leopold (1925-2010), que ahora es propiedad de su hijo Diethard Leopold, que amplía la colección de manera constante. La representación desinhibida del sexo en los grabados en madera impresionó en Europa y sólo ha sido desarrollado por Schiele Egon en semejante forma directa metódicamente en enteras series de hojas. Los grabados en madera son una parte constitutiva de la colección de Rudolf Leopold, que amasó una visión global de Viena en 1900 alredero del núcleo de Schiele. Parte de la colección completa de Shunga se pudo ver en el Museo Leopold en 2012/2013 coordinada por Diethard Leopold en la exposición de Japón "fragilidad de la existencia".
Mientras Shunga probablemente en el momento de su creación fueron consideradas con pornografía, hoy la importanica historia del arte es en el punto de mira. En la operación de la exposición, hasta ahora, unos grabados en madera eróticos casi nunca aparecían ya que los límites entre el arte erótico y la pornografía a menudo estan difíciles de discernir. El Museo Británico se encontraba con su exposición a gran escala "Shunga: el sexo y el placer en el arte japonés" en 2013 en posición pionera en la presentación en Europa. En el propio Japón en 2015 el fue seguida por la primera gran exposición en el Museo Shunga Eisei Bunko en Tokio.
Con motivo de la exposición se ha publicado un catálogo epónimo, divulgado por el MA, con textos de Susanne Klien, Diethard Leopold y Sepp Linhart, cerca de 200 páginas, 80 ilustraciones. Disponible en el MAK Design Shop.
Esta exposición contiene imágenes eróticas explícitas que pueden ofender los sentimientos morales de las personas menores de 16 años.
MAK zeigt "SHUNGA. Erotische Kunst aus Japan"
Wien (OTS) - Mit ihrem scheinbar unbekümmerten Umgang mit Nacktheit und Sexualität vermitteln ostasiatische Shunga (Frühlingsbilder) eine freiere Sexualmoral, als sie uns in Europa anerzogen wurde. Die MAK-Ausstellung "SHUNGA. Erotische Kunst aus Japan" zeigt die künstlerische Qualität der explizit erotischen Farbholzschnitte auf, die trotz langen Verbots durch die japanische Regierung zum Massenphänomen avancierten. Einzelblätter, Alben und Bücher von namhaften Meistern wie Suzuki Harunobu, Katsushika Hokusai oder Kitagawa Utamaro, großteils Leihgaben aus der Leopold Privatsammlung, geben im MAK einen repräsentativen Einblick in diese oft tabuisierte Facette der japanischen Kunstgeschichte. Zeitgenössische Aktfotografien von Nobuyoshi Araki spannen den Bogen bis in die Gegenwart.
Die MAK-Sammlung japanischer Farbholzschnitte zählt mit rund 4 200 Blättern zu den bedeutenden Ukiyo-e-Sammlungen in Europa. Ukiyo-e (Bilder der fließenden Welt), denen die Shunga zuzuordnen sind, illustrieren urbane Vergnügungen sowie bürgerliche Alltagsphänomene rund um die Theater- und Vergnügungsviertel von Edo, dem heutigen Tokio. Die explizite Darstellung von Sexualität in den Shunga versperrte den erotischen Drucken lange Zeit den Eingang in europäische Sammlungen. Auch die MAK-Sammlung beherbergt nur eine Bildrolle eines anonymen Meisters aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhundert – das älteste in der MAK-Ausstellung gezeigte Objekt.
Der formale Umgang mit nackten Körpern und die zum Teil vielschichtigen Anordnungen von Kimonofaltungen heben Shunga deutlich von naturalistischen Darstellungen des Liebesspiels ab. Charakteristisch sind die anatomische Detailgenauigkeit, manchmal extreme Körperstellungen und übergroß dargestellte Genitalien. Oft zeigen Shunga auch humorvolle Szenen, wie beispielsweise ein kleines Mädchen, das durchs Schlüsselloch ein Liebespaar beobachtet und ruft:
„Ich sag’s der Mama“.
Ein Labyrinth aus Panelen leitet die BesucherInnen durch die chronologisch gegliederte Ausstellung im MAK DESIGN LABOR. Den Auftakt zum Parcours bilden frühe Shunga-Serien aus dem 17. Jahrhundert, die dem Zyklus der zwölf Monate folgen und – mit einem Titelblatt – dreizehn zusammengehörige Drucke ergeben. Suzuki Harunobu (ca. 1725–1770), einer der wichtigsten Entwerfer von Shunga, entwickelte die anfangs in schwarz-weiß umgesetzten Holzschnitte zu Vielfarbendrucken weiter und sprach zum Beispiel mit seinen Parabeln zwischen chinesischer Dichtkunst und japanischer Erotik unter anderem die reiche und gebildete BürgerInnenschicht Edos an.
Fast alle bekannten Ukiyo-e-Künstler entwarfen auch erotische Farbholzschnitte, wodurch sich die künstlerische Qualität von Shunga erklärt. Kitagawa Utamaro (1753–1806) wandelte die ursprünglich verträumten erotischen Szenen Harunobus zu eindeutigeren Darstellungen. Er verleiht dem Genre mehr Selbstverständlichkeit und zeigt auch halberotische häusliche Szenen wie die Schönheit (Bijin) bei der Körperpflege. Die heute am Kunstmarkt kaum noch erhältlichen Alben Utamaros zählen zu den begehrtesten Werken der japanischen Kunst. Seine Serie "Negai no itoguchi [Erwachen der Begierde]" (1799) ist im MAK vollständig zu sehen.
Erotische Phantasien und die Welt der Mythologie und der Geister verknüpft der – nicht nur durch seine Serie "36 Ansichten des Berges Fuji" weltberühmte – Katsushika Hokusai (1760–1849). Während der Meiji-Ära (1868–1912) variiert die Qualität der Shunga. Im Zentrum steht nicht länger die Schönheit (Bijin), vielmehr geht es um erotische Motive wie die junge Studentin oder die selbstbewusste Frau. Durch die neuen technischen Möglichkeiten der Fotografie verlor der Farbholzschnitt als Massenmedium ab dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts an Bedeutung. Der Künstler Hashiguchi Goyō (1880–1921) ließ die Tradition der Ukiyo-e als einer der ersten in "neuen Drucken" (Shin hanga) wieder aufleben und schuf ein modernes, selbstbewusstes Frauenbild, das an die Blätter Utamaros erinnert.
Die MAK-Ausstellung schließt mit ausgewählten Fotografien des japanischen Künstlers Nobuyoshi Araki (geb. 1940), der in mehreren Aktfotografie-Serien auf Shunga aus der Edo-Periode Bezug nimmt.
Der Großteil der in "SHUNGA. Erotische Kunst aus Japan" gezeigten Werke stammt aus der herausragenden Ukiyo-e Sammlung Rudolf Leopolds (1925–2010), die sich heute im Eigentum seines Sohnes Diethard Leopold befindet, der die Sammlung stetig erweitert. Die tabulose Darstellung des Geschlechts in den Farbholzschnitten beeindruckte in Europa und wurde erst durch Egon Schiele in ähnlich direkter Form methodisch in ganzen Serien von Blättern umgesetzt. Die Holzschnitte sind ein konstitutiver Bestandteil der Sammlung Rudolf Leopolds, der um den Schiele-Kern eine Gesamtschau von Wien um 1900 zusammentrug. Ein Teil der umfassenden Shunga-Sammlung war in der von Diethard Leopold kuratierten Japan-Ausstellung "Fragilität des Daseins" im Leopold Museum im Jahr 2012/2013 zu sehen.
Während Shunga zur Zeit ihrer Entstehung wahrscheinlich als Pornografie galten, steht heute die kunstgeschichtliche Bedeutung im Fokus. Im Ausstellungsbetrieb kamen erotische Farbholzschnitte bisher kaum vor, da die Grenzen zwischen erotischer Kunst und Pornografie oft verschwimmen. Das British Museum war mit seiner großangelegten Ausstellung "Shunga: sex and pleasure in Japanese art" im Jahr 2013 ein Vorreiter der Präsentation in Europa. In Japan selbst folgte 2015 die erste große Shunga-Ausstellung im Museum Eisei Bunko in Tokio.
Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog, herausgegeben vom MAK, mit Textbeiträgen von Susanne Klien, Diethard Leopold und Sepp Linhart, ca.200 Seiten, 80 Abbildungen. Erhältlich im MAK Design Shop.
Diese Ausstellung enthält explizit erotische Darstellungen, die das moralische Empfinden von Personen unter 16 Jahren verletzen könnten.
www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160830_OTS0075/mak-zeig...
The history of the Austrian Museum of Applied Art/Contemporary Art
1863 / After many years of efforts by Rudolf Eitelberger decides emperor Franz Joseph I on 7 March on the initiative of his uncle archduke Rainer, following the model of the in 1852 founded South Kensington Museum (now the Victoria and Albert Museum, London) the establishment of the "k.u.k. Austrian Museum for Art and Industry" and appoints Rudolf von Eitelberger, the first professor of art history at the University of Vienna director. The museum should be serving as a specimen collection for artists, industrialists, and public and as a training and education center for designers and craftsmen.
1864/ on 12th of May, opened the museum - provisionally in premises of the ball house next to the Vienna Hofburg, the architect Heinrich von Ferstel for museum purposes had adapted. First exhibited objects are loans and donations from the imperial collections, monasteries, private property and from the k.u.k. Polytechnic in Vienna. Reproductions, masters and plaster casts are standing value-neutral next originals.
1865-1897 / The Museum of Art and Industry publishes the journal Communications of Imperial (k.u.k.) Austrian Museum for Art and Industry .
1866 / Due to the lack of space in the ballroom the erection of an own museum building is accelerated. A first project of Rudolf von Eitelberger and Heinrich von Ferstel provides the integration of the museum in the project of imperial museums in front of the Hofburg Imperial Forum. Only after the failure of this project, the site of the former Exerzierfelds (parade ground) of the defense barracks before Stubentor the museum here is assigned, next to the newly created city park at the still being under development Rind Road.
1867 / Theoretical and practical training are combined with the establishment of the School of Applied Arts. This will initially be housed in the old gun factory, Währinger street 11-13/Schwarzspanier street 17, Vienna 9.
1868 / With the construction of the building at Stubenring is started as soon as it is approved by emperor Franz Joseph I. the second draft of Heinrich Ferstel.
1871 / The opening of the building at Stubering takes place after three years of construction, 15 November. Designed according to plans by Heinrich von Ferstel in the Renaissance style, it is the first built museum building at the Ring. Objects from now on could be placed permanently and arranged according to main materials. / / The School of Arts and Crafts (Kunstgewerbeschule) moves into the house at Stubenring. / / Opening of Austrian arts and crafts exhibition.
1873 / Vienna World Exhibition. / / The Museum of Art and Industry and the Vienna School of Arts and Crafts are exhibiting together at Stubenring. / / Rudolf von Eitelberger organizes in the framework of the World Exhibition the worldwide first international art scientific congress in Vienna, thus emphasizing the orientation of the Museum on teaching and research. / / During the World Exhibition major purchases for the museum from funds of the Ministry are made, eg 60 pages of Indo-Persian Journal Mughal manuscript Hamzanama.
1877 / decision on the establishment of taxes for the award of Hoftiteln (court titels). With the collected amounts the local art industry can be promoted. / / The new building of the School of Arts and Crafts, adjoining the museum, Stubenring 3, also designed by Heinrich von Ferstel, is opened.
1878 / participation of the Museum of Art and Industry as well as of the School of Arts and Crafts at the Paris World Exhibition.
1884 / founding of the Vienna Arts and Crafts Association with seat in the museum. Many well-known companies and workshops (led by J. & L. Lobmeyr), personalities and professors of the School of Arts and Crafts join the Arts and Crafts Association. Undertaking of this association is to further develop all creative and executive powers the arts and craft since the 1860s has obtained. For this reason are organized various times changing, open to the public exhibitions at the Imperial Austrian Museum for Art and Industry. The exhibits can also be purchased. These new, generously carried out exhibitions give the club the necessary national and international resonance.
1885 / After the death of Rudolf von Eitelberger, Jacob von Falke, his longtime deputy, is appointed manager. Falke plans all collection areas al well as publications to develop newly and systematically. With his popular publications he influences significantly the interior design style of the historicism in Vienna.
1888 / The Empress Maria Theresa exhibition revives the contemporary discussion with the high Baroque in the history of art and in applied arts in particular.
1895 / end of directorate of Jacob von Falke. Bruno Bucher, longtime curator of the Museum of metal, ceramic and glass, and since 1885 deputy director, is appointed director.
1896 / The Vienna Congress exhibition launches the confrontation with the Empire and Biedermeier style, the sources of inspiration of Viennese Modernism.
1897 / end of the directorate of Bruno Bucher. Arthur von Scala, director of the Imperial Oriental Museum in Vienna since its founding in 1875 (renamed Imperial Austrian Trade Museum 1887), takes over the management of the Museum of Art and Industry. / / Scala wins Otto Wagner, Felician of Myrbach, Koloman Moser, Josef Hoffmann and Alfred Roller to work at the museum and School of Arts and Crafts. / / The style of the Secession is crucial for the Arts and Crafts School. Scala propagates the example of the Arts and Crafts Movement and makes appropriate acquisitions for the museum's collection.
1898 / Due to differences between Scala and the Arts and Crafts Association, which sees its influence on the Museum wane, archduke Rainer puts down his function as protector. / / New statutes are written.
1898-1921 / The Museum magazine Art and Crafts replaces the Mittheilungen (Communications) and soon gaines international reputation.
1900 / The administration of Museum and Arts and Crafts School is disconnected.
1904 / The Exhibition of Old Vienna porcelain, the to this day most comprehensive presentation on this topic, brings with the by the Museum in 1867 definitely taken over estate of the "k.u.k. Aerarial Porcelain Manufactory" (Vienna Porcelain Manufactory) important pieces of collectors from all parts of the Habsburg monarchy together.
1907 / The Museum of Art and Industry takes over the majority of the inventories of the Imperial Austrian Trade Museum, including the by Arthur von Scala founded Asia collection and the extensive East Asian collection of Heinrich von Siebold .
1908 / Integration of the Museum of Art and Industry in the Imperial and Royal Ministry of Public Works.
1909 / separation of Museum and Arts and Crafts School, the latter remains subordinated to the Ministry of Culture and Education. / / After three years of construction, the according to plans of Ludwig Baumann extension building of the museum (now Weiskirchnerstraße 3, Wien 1) is opened. The museum thereby receives rooms for special and permanent exhibitions. / / Arthur von Scala retires, Eduard Leisching follows him as director. / / Revision of the statutes.
1909 / Archduke Carl exhibition. For the centenary of the Battle of Aspern. / / The Biedermeier style is discussed in exhibitions and art and arts and crafts.
1914 / Exhibition of works by the Austrian Art Industry from 1850 to 1914, a competitive exhibition that highlights, among other things, the role model of the museum for arts and crafts in the fifty years of its existence.
1919 / After the founding of the First Republic it comes to assignments of former imperial possession to the museum, for example, of oriental carpets that are shown in an exhibition in 1920. The Museum now has one of the finest collections of oriental carpets worldwide.
1920 / As part of the reform of museums of the First Republic, the collection areas are delimited. The Antiquities Collection of the Museum of Art and Industry is given away to the Museum of Art History.
1922 / The exhibition of glasses of classicism, the Empire and Biedermeier time offers with precious objects from the museum and private collections an overview of the art of glassmaking from the former Austro-Hungarian Empire. / / Biedermeier glass serves as a model for contemporary glass production and designs, such as of Josef Hoffmann.
1922 / affiliation of the museal inventory of the royal table and silver collection to the museum. Until the institutional separation the former imperial household and table decoration is co-managed by the Museum of Art and Industry and is inventoried for the first time by Richard Ernst.
1925 / After the end of the directorate of Eduard Leisching, Hermann Trenkwald is appointed director.
1926 / The exhibition Gothic in Austria gives a first comprehensive overview of the Austrian panel painting and of arts and crafts of the 12th to 16th Century.
1927 / August Schestag succeeds Hermann Trenkwald as director.
1930 / The Werkbund (artists' organization) Exhibition Vienna, a first comprehensive presentation of the Austrian Werkbund, takes place on the occasion of the meeting of the Deutscher (German) Werkbund in Austria, it is organized by Josef Hoffmann in collaboration with Oskar Strnad, Josef Frank, Ernst Lichtblau and Clemens Holzmeister.
1931 / August Schestag concludes his directorate.
1932 / Richard Ernst is new director.
1936 and 1940 / In exchange with the Kunsthistorisches Museum (Museum of Art History), the museum at Stubenring gives away part of the sculptures and takes over arts and crafts inventories of the collection Albert Figdor and the Kunsthistorisches Museum.
1937 / The Collection of the Museum of Art and Industry is newly set up by Richard Ernst according to periods. / / Oskar Kokoschka exhibition on the 50th birthday of the artist.
1938 / After the "Anschluss" (annexation) of Austria by Nazi Germany, the museum is renamed into "National Museum of Arts and Crafts in Vienna".
1939-1945 / The museums are taking over numerous confiscated private collections. The collection of the "State Museum of Arts and Crafts in Vienna" in this way also is enlarged.
1945 / Partial destruction of the museum building by impact of war. / / War losses on collection objects, even in the places of rescue of objects.
1946 / The return of the outsourced objects of art begins. A portion of the during the Nazi time expropriated objects is returned in the following years.
1947 / The "State Museum of Arts and Crafts in Vienna" is renamed into "Austrian Museum of Applied Arts".
1948 / The "Cathedral and Metropolitan Church of St. Stephen" organizes the exhibition The St. Stephen's Cathedral in the Museum of Applied Arts. History, monuments, reconstruction.
1949 / The Museum is reopened after repair of the war damages.
1950 / As last exhibition under director Richard Ernst takes place Great art from Austria's monasteries (Middle Ages).
1951 / Ignaz Schlosser is appointed manager.
1952 / The exhibition Social home decor, designed by Franz Schuster, makes the development of social housing in Vienna again the topic of the Museum of Applied Arts.
1955 / The comprehensive archive of the Wiener Werkstätte (workshop) is acquired.
1955-1985 / The Museum publishes the periodical ancient and modern art .
1956 / Exhibition New Form from Denmark, modern design from Scandinavia becomes topic of the museum and model.
1957 / On the occasion of the exhibition Venini Murano glass, the first presentation of Venini glass in Austria, there are significant purchases and donations for the collection of glass.
1958 / End of the directorate of Ignaz Schlosser
1959 / Viktor Griesmaier is appointed as new director.
1960 / Exhibition Artistic creation and mass production of Gustavsberg, Sweden. Role model of Swedish design for the Austrian art and crafts.
1963 / For the first time in Europe, in the context of a comprehensive exhibition art treasures from Iran are shown.
1964 / The exhibition Vienna around 1900 (organised by the Cultural Department of the City of Vienna) presents for the frist time after the Second World War, inter alia, arts and crafts of Art Nouveau. / / It is started with the systematic work off of the archive of the Wiener Werkstätte. / / On the occasion of the founding anniversary offers the exhibition 100 years Austrian Museum of Applied Arts using examples of historicism insights into the collection.
1965 / The Geymüllerschlössel (small castle) is as a branch of the Museum angegliedert (annexed). Simultaneously with the building came the important collection of Franz Sobek - old Viennese clocks, made between 1760 and the second half of the 19th Century - and furniture from the years 1800 to 1840 in the possession of the MAK.
1966 / In the exhibition Selection 66 selected items of modern Austrian interior designers (male and female ones) are brought together.
1967 / The Exhibition The Wiener Werkstätte. Modern Arts and Crafts from 1903 to 1932 is founding the boom that continues until today of Austria's most important design project in the 20th Century.
1968 / To Viktor Griesmaier follows Wilhelm Mrazek as director.
1969 / The exhibition Sitting 69 shows at the international modernism oriented positions of Austrian designers, inter alia by Hans Hollein.
1974 / For the first time outside of China Archaeological Finds of the People's Republic of China are shown in a traveling exhibition in the so-called Western world.
1979 / Gerhart Egger is appointed director.
1980 / The exhibition New Living. Viennese interior design 1918-1938 provides the first comprehensive presentation of the spatial art in Vienna during the interwar period.
1981 / Herbert Fux follows Gerhart Egger as director.
1984 / Ludwig Neustift is appointed interim director. / / Exhibition Achille Castiglioni: designer. First exhibition of the Italian designer in Austria
1986 / Peter Noever is appointed director and starts with the building up of the collection contemporary art.
1987 / Josef Hoffmann. Ornament between hope and crime is the first comprehensive exhibition on the work of the architect and designer.
1989-1993 / General renovation of the old buildings and construction of a two-storey underground storeroom and a connecting tract. A generous deposit for the collection and additional exhibit spaces arise.
1989 / Exhibition Carlo Scarpa. The other city, the first comprehensive exhibition on the work of the architect outside Italy.
1990 / exhibition Hidden impressions. Japonisme in Vienna 1870-1930, first exhibition on the theme of the Japanese influence on the Viennese Modernism.
1991 / exhibition Donald Judd Architecture, first major presentation of the artist in Austria.
1992 / Magdalena Jetelová domestication of a pyramid (installation in the MAK portico).
1993 / The permanent collection is newly put up, interventions of internationally recognized artists (Barbara Bloom, Eichinger oder Knechtl, Günther Förg, GANGART, Franz Graf, Jenny Holzer, Donald Judd, Peter Noever, Manfred Wakolbinger and Heimo Zobernig) update the prospects, in the sense of "Tradition and Experiment". The halls on Stubenring accommodate furthermore the study collection and the temporary exhibitions of contemporary artists reserved gallery. The building in the Weiskirchner street is dedicated to changing exhibitions. / / The opening exhibition Vito Acconci. The City Inside Us shows a room installation by New York artist.
1994 / The Gefechtsturm (defence tower) Arenbergpark becomes branch of the MAK. / / Start of the cooperation MAK/MUAR - Schusev State Museum of Architecture Moscow. / / Ilya Kabakov: The Red Wagon (installation on MAK terrace plateau).
1995 / The MAK founds the branch of MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles, in the Schindler House and at the Mackey Apartments, MAK Artists and Architects-in-Residence Program starts in October 1995. / / Exhibition Sergei Bugaev Africa: Krimania.
1996 / For the exhibition Philip Johnson: Turning Point designs the American doyen of architectural designing the sculpture "Viennese Trio", which is located since 1998 at the Franz-Josefs-Kai/Schottenring.
1998 / The for the exhibition James Turrell. The other Horizon designed Skyspace today stands in the garden of MAK Expositur Geymüllerschlössel. / / Overcoming the utility. Dagobert Peche and the Wiener Werkstätte, the first comprehensive biography of the work of the designer of Wiener Werkstätte after the Second World War.
1999 / Due to the Restitution Act and the Provenance Research from now on numerous during the Nazi time confiscated objects are returned.
2000 / Outsourcing of Federal Museums, transformation of the museum into a "scientific institution under public law". / / The exhibition Art and Industry. The beginnings of the Austrian Museum of Applied Arts in Vienna is dealing with the founding history of the house and the collection.
2001 / In the course of the exhibition Franz West: No Mercy, for which the sculptor and installation artist developed his hitherto most extensive work, the "Four lemurs heads" are placed at the bridge Stubenbrücke, located next to the MAK. / / Dennis Hopper: A System of Moments.
2001-2002 / The CAT Project - Contemporary Art Tower after New York, Los Angeles, Moscow and Berlin is presented in Vienna.
2002 / Exhibition Nodes. symmetrical-asymmetrical. The historical Oriental Carpets of the MAK presents the extensive rug collection.
2003 / Exhibition Zaha Hadid. Architecture. / / For the anniversary of the artist workshop, takes place the exhibition The Price of Beauty. 100 years Wiener Werkstätte. / / Richard Artschwager: The Hydraulic Door Check. Sculpture, painting, drawing.
2004 / James Turrell's MAKlite is since November 2004 permanently on the facade of the building installed. / / Exhibition Peter Eisenmann. Barefoot on White-Hot Walls, large-scaled architectural installation on the work of the influential American architect and theorist.
2005 / Atelier Van Lieshout: The Disciplinator / / The exhibition Ukiyo-e Reloaded presents for the first time the collection of Japanese woodblock prints of the MAK on a large scale.
2006 / Since the beginning of the year, the birthplace of Josef Hoffmann in Brtnice of the Moravian Gallery in Brno and the MAK Vienna as a joint branch is run and presents annually special exhibitions. / / The exhibition The Price of Beauty. The Wiener Werkstätte and the Stoclet House brings the objects of the Wiener Werkstätte to Brussels. / / Exhibition Jenny Holzer: XX.
2007/2008 / Exhibition Coop Himmelb(l)au. Beyond the Blue, is the hitherto largest and most comprehensive museal presentation of the global team of architects.
2008 / The 1936 according to plans of Rudolph M. Schindler built Fitzpatrick-Leland House, a generous gift from Russ Leland to the MAK Center LA, becomes with the aid of a promotion that granted the Bureau of Educational and Cultural Affairs of the U.S. Department the MAK Center, center of the MAK UFI project - MAK Urban Future Initiative. / / Julian Opie: Recent Works / / The exhibition Recollecting. Looting and Restitution examines the status of efforts to restitute expropriated objects from Jewish property from museums in Vienna.
2009 / The permanent exhibition Josef Hoffmann: Inspiration is in the Josef Hoffmann Museum, Brtnice opened. / / Exhibition Anish Kapoor. Shooting into the Corner / / The museum sees itself as a promoter of Cultural Interchange and discusses in the exhibition Global:lab Art as a message. Asia and Europe 1500-1700 the intercultural as well as the intercontinental cultural exchange based on objects from the MAK and from international collections.
2011 / After Peter Noever's resignation, Martina Kandeler-Fritsch takes over temporarily the management. / /
Since 1 September Christoph Thun-Hohenstein is director of the MAK and declares "change through applied art" as the new theme of the museum.
2012 / With future-oriented examples of mobility, health, education, communication, work and leisure, shows the exhibition MADE4YOU. Designing for Change, the new commitment to positive change in our society through applied art. // Exhibition series MAK DESIGN SALON opens the MAK branch Geymüllerschlössel for contemporary design positions.
2012/2013 / opening of the newly designed MAK Collection Vienna 1900. Design / Decorative Arts from 1890 to 1938 in two stages as a prelude to the gradual transformation of the permanent collection under director Christoph Thun-Hohenstein
2013 / SIGNS, CAUGHT IN WONDER. Looking for Istanbul today shows a unique, current snapshot of contemporary art production in the context of Istanbul. // The potential of East Asian countries as catalysts for a socially and ecologically oriented, visionary architecture explores the architecture exhibition EASTERN PROMISES. Contemporary Architecture and production of space in East Asia. // With a focus on the field of furniture design NOMADIC FURNITURE 3.0. examines new living without bounds? the between subculture and mainstream to locate "do-it-yourself" (DIY) movement for the first time in a historical context.
2014 / Anniversary year 150 years MAK // opening of the permanent exhibition of the MAK Asia. China - Japan - Korea // Opening of the MAK permanent exhibition rugs // As central anniversary project opens the dynamic MAK DESIGN LABORATORY (redesign of the MAK Study Collection) exactly on the 150th anniversary of the museum on May 12, 2014 // Other major projects for the anniversary: ROLE MODELS. MAK 150 years: from arts and crafts to design // // HOLLEIN WAYS OF MODERN AGE. Josef Hoffmann, Adolf Loos and the consequences.
36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz am 30. Oktober 2010 in der Rheingoldhalle Mainz
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Remembering and commemorating
The topic of National Socialism also took center stage for the first time as a focus of a critical commemorative culture of the university. In 1998, for example, the 24 passages of the new campus of the University of Vienna (former General Hospital) were dedicated as "Gates of Remembrance". Explicitly, women and teachers expelled under National Socialism - hitherto underrepresented groups - were chosen as namesakes. The existing former Jewish prayer house on the new campus was opened in 2005 as a memorial and meeting place DENK-MAL Marpe Lanefesch.
This changed, reflective attitude of the university towards its involvement in National Socialism was particularly evident in the historical and artistic contextualization of the German national monument "Siegfriedskopf (Siegfried's Head)" completed in 2006 and its relocation from the auditorium of the main building to the arcade courtyard of the University of Vienna. The vacancy left by the "Siegfriedskopf" in the auditorium occupied the university with statements in two commemorative niches for which it stands today: Remembrance of the Victims of National Socialism, "For the Freedom of Sciences and Respect for Human Rights" and "Against War and Violence ". As part of the refurbishment of the auditorium in 2006, the installation "Nobel Prize and University - a group picture with question marks" was opened, which also addresses the involvement of Julius Wagner-Jauregg and Konrad Lorenz in the National Socialism.
In addition to these universally accepted commemoration and memorial politics, projects of individual disciplines such as the decentrally organized "Memorial for the marginalized, emigres and murdered of the Kunsthistorisches Institut der Universität Wien 1933/34 | 1938 | 1945 "(2008).
As an innovation in the context of commemoration but also virtual forms can be mentioned, such as the online "Memorial Book for the victims of National Socialism at the University of Vienna in 1938", which is presented since 2009 as "work in progress" on the Internet and constantly expanded.
Katharina Kniefacz
Erinnern und Gedenken
Auch als Schwerpunkt einer kritischen Gedenkkultur der Universität rückte das Thema Nationalsozialismus erstmals in den Mittelpunkt. 1998 wurden zum Beispiel 1998 die 24 Durchgänge des neuen Campus der Universität Wien (ehemaliges Allgemeines Krankenhaus) als „Tore der Erinnerung“ gewidmet. Explizit wurden Frauen und die im Nationalsozialismus vertriebenen Lehrenden – bis dahin unterrepräsentierte Gruppen –, als NamengeberInnen ausgewählt. Das noch bestehende ehemalige jüdisches Bethaus am neuen Campus wurde 2005 als Gedenk- und Begegnungsort DENK-MAL Marpe Lanefesch eröffnet.
Besonders deutlich zeigte sich diese veränderte, reflektierte Haltung der Universität gegenüber ihrer Involvierung in den Nationalsozalismus in der 2006 fertiggestellten historischen und künstlerischen Kontextualisierung des deutschnationalen Denkmals „Siegfriedskopf“ und dessen Verlagerung von der Aula des Hauptgebäudes in den Arkadenhof der Universität Wien. Die Leerstelle, die der „Siegfriedskopf“ in der Aula hinterließ, besetzte die Universität mit Statements in zwei Gedenknischen, für die sie heute steht: Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, „Für die Freiheit der Wissenschaften und die Achtung der Menschenrechte“ und „gegen Krieg und Gewalt“. Im Zuge der Umgestaltung der Aula wurde 2006 auch die Installation "Nobelpreis und Universität – ein Gruppenbild mit Fragezeichen" eröffnet, die auch auf die Involvierung von Julius Wagner-Jauregg und Konrad Lorenz in den Nationalsozialismus eingeht.
Neben diesen gesamtuniversitären gedenk- und erinnerungspolitischen Setzungen fallen in diese Zeit auch Projekte einzelner Disziplinen wie das dezentral organisierte „Denkmal für Ausgegrenzte, Emigrierte und Ermordete des Kunsthistorischen Instituts der Universität Wien 1933/34 | 1938 | 1945“ (2008).
Als Neuerung sind im Kontext Gedenken aber auch virtuelle Formen zu nennen, wie das Online-"Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938", das seit 2009 als „work in progress“ im Internet präsentiert und laufend ausgebaut wird.
Katharina Kniefacz
geschichte.univie.ac.at/de/themen/die-wiedereroeffnung-de...
Vier von neuzehn Alleen in Arbeit
Lübtheen mit rund 90 Jahre altem Baumbestand
von Heiko Wruck
GESPRÄCH
Lübtheen/sb. Mit ihren Ortsteilen kommt die Stadt Lübtheen in Parks, Alleen und Nebenstraßen auf etwa 20.000 Bäume. Fast alle sind pflegebedürftig. Was dort gerade in Sachen Baumpflege passiert, erklärt Alexander Wulff vom Ordnungsamt Lübtheen in einem redaktionellen Gespräch.
Müssen die Bäume im Zuge der
Verkehrssicherung nicht ständig gepflegt werden?
Das werden sie auch, aber die jetzigen Maßnahmen liegen nicht im Bereich der Verkehrssicherung. Es geht nicht um die Schaffung von Lichtraumprofilen oder um bloße Totholzentnahme. Hier geht es um die Einkürzung der Kronen um bis zu 5 Meter. Die letzte Pflegemaßnahme dieser Art liegt schon lange zurück.
Werden alle 20.000 Bäume geprüft und gepflegt?
Nein, das wäre finanziell für die Stadt nicht leistbar. Gegenwärtig werden vier von neunzehn Alleen bearbeitet. Der Gesamtbestand der Alleebäume ist rund 90 Jahre alt und damit dringend pflegebedürftig. Solche Baumpflegemaßnahmen sind für unseren Bauhof auf solch einem großen ländlichen Stadtgebiet sehr schwierig, zeitintensiv und kaum leistbar. Dazu bedarf es einer Fachfirma.
Man könnte auch einfach
die Bäume fällen und neue setzen.
Hier geht es ganz klar um zwei Dinge: Baumerhalt und Artenschutz. Die Bäume sind im Kern gesund und stellen jeweils eigene Biotope dar. In den Kronen finden sich zudem sehr seltene Käfer, die lange als ausgestorben galten. Allein das Monitoring dafür hat gut ein Jahr gedauert.
Was kostet die aktuelle Pflegemaßnahme?
... insgesamt circa 55.000 Euro. Die Stadt trägt einen Eigenanteil von 11.000 Euro. 44.000 Euro kommen aus dem Alleenfonds des Landes zur Pflege schutzwürdiger Alleen. Diese Förderung ist jedoch an strenge Auflagen gebunden. Die Grabower Baumpflege GmbH setzt die Maßnahmen in Kooperation mit dem Biosphärenreservatsamt und der Stadt um.
Diese Maßnahmen passieren in der Brutzeit. Warum?
Warum dieser Zeitraum ausgerechnet so angesetzt wurde, kann ich Ihnen auch nicht sagen. Wir hatten deswegen verständlicherweise sehr große Diskussionen. Die Bürger verstehen nicht, warum sie selbst zwischen März und Oktober ihre eigenen Bäume nicht beschneiden dürfen, und wir machen es ihnen vor.
Die Vergabe der Fördung war explizit
an Medienveröffentlichungen gebunden,
die durch die Stadt nachzuweisen sind.
Wurde das irgendwie erklärt?
Nein, die Notwendigkeit dieser Auflage wurde uns nicht erklärt. Für uns ist sie nur eine Bedingung, um die Förderung zu bekommen. Ohne die Förderung könnte die Stadt diese Baumpflegemaßnahmen nicht leisten. Alles weitere müssen Sie im Ministerium erfragen.
Wenn diese Maßnahme beendet ist,
beginnt dann auch gleich die nächste Maßnahme?
Nein, noch nicht. Auch für weitere solcher Baumpflegemaßnahmen braucht die Stadt finanzielle Unterstützung. Das setzt einen entsprechenden Planungs- und Antragsprozess voraus. Immerhin muss jeder einzelne Baum untersucht und bewertet werden. Das braucht Zeit und Personal. Wir können ja solche Baumpflegemaßnahmen nicht blind beauftragen und durchführen. Bei der Planung ist immer zu berücksichtigen, dass ein so alter Baumbestand praktisch immer und fortwährend pflegebedürftig ist. Da muss man mit seinen Ressourcen sehr gezielt umgehen. Wir freuen uns jedenfalls, dass wir jetzt diese dringende Maßnahme bewerkstelligen konnten.
Bildunterschrift:
Alexander Wulff: Insgesamt müssen in der Stadt Lübtheen und in ihren Ortsteilen rund 20.000 Bäume gepflegt werden. Eine Aufgabe, die Lübtheen nicht ohne Hilfe stemmen kann. Foto: Heiko Wruck
Kontakt:
Heiko.Wruck@t-online.de
LEGAL NOTICE | protected work • All Rights reserved! © B. Egger photographer retains ownership and all copyrights in this work.
photographer | Bernard Egger.. • collections.. • sets..
location | Bad Mitterndorf, Styria 💚 Austria
📷 | Wholecar OBB Graffiti Train :: rumoto images # 1783
Todos los Derechos Reservados • Tous droits réservés • Todos os Direitos Reservados • Все права защищены • Tutti i diritti riservati
licence | for any user agreement please contact Bernard Egger.
© Dieses Foto darf ohne vorherige Lizenzvereinbarung keinesfalls publiziert oder an nicht berechtigte Nutzer weiter gegeben werden.
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Wholecar
Bezeichnung für einen einzelnen Zugwaggon, dessen komplette Höhe und Länge mit Graffiti in einer Aktion bemalt wurde. In den meisten Fällen wird nur eine Waggonseite besprüht. Meistens teilen sich mehrere Writer die Arbeit an einem Zug; besprüht jedoch ein Writer einen Waggon allein, so spricht man von einem One-Man-Wholecar. Wholecars finden in der Writing-Szene hohes Ansehen. Für Fahrgäste und Verkehrsbetriebe ist diese Art von Besprühung auf Zügen sehr unangenehm, da durch die komplette Lackierung der Waggon verdunkelt wird.
Wholetrain
Bezeichnung für einen Zug, dessen Waggons von oben bis unten in einer Aktion bemalt wurden. Im Gegensatz zum Wholecar, besteht ein Wholetrain aus mehreren einzelnen Wholecars. Bei einem Wholetrain müssen wirklich alle Waggons (zumindest auf einer Seite) bemalt sein.
Bombing
Schnelles, auf Quantität ausgelegtes, illegales Sprühen; auch Bezeichnung für ein wenig aufwändiges (meistens chrom-schwarz) Piece (siehe auch Quickpiece, Silverpiece, Throw-up)
Trainbombing / Trainwriting
Allgemeine Bezeichnung für das Besprühen von Zügen.
Boss
Sicherheitsbeauftragter von Nahverkehrsbetrieben.
Botten
Schnelles Verlassen des Spots beim Sprühen.
Bust/gebustet werden
Das Auffassen eines Writers durch die Polizei.
Checker
Sicherheitsbeauftragte privater Firmen; auch Bezeichnung für eine Person, die vor dem Malen für andere Writer überprüft, ob eben solche, oder auch Polizei oder Putzer zugegen sind, die einen beim Besprühen diverser Objekte stören könnten.
Comment
Ein Comment ist ein neben oder in das Bild gesprühtes Statement oder ein Gruß (Fuck Police, One Love World Wide etc.).
Crew
Zusammenschluss von Writern die zusammen sprühen. Die Namen der Crews werden meistens mit mehreren Buchstaben abgekürzt z. B. SUK (Stick up Kids), UA (United Artists). Es finden auch Zahlen Verwendung als Gruppeninitial, z. B. der Postleitzahl des bewohnten oder repräsentierten Gebiets entnommen. Die Mitglieder einer Crew erhöhen deren Bekanntheitsgrad, indem sie das Crewkürzel ähnlich wie ihr eigenes Pseudonym in Bildern verarbeiten. Da mehrere Personen das gleiche Kürzel malen, kann ein höherer Bekanntheitsgrad erreicht werden.
End to End (auch „end2end“ oder „e2e“)
Zugbild, das sich über die Gesamtlänge eines Waggons erstreckt, aber nicht über die komplette Höhe (s. Wholetrain).
scouten
Für einen anderen Writer "Wache halten".
Spot (Platz/Stelle)
Explizit ausgewählte Orte, die zum Malen eines Bildes geeignet sind/wären.
Tag [tæg] (engl. tag ‚Markierung‘, ‚Etikett‘, ‚Schild‘)
Signaturkürzel, welches das Pseudonym eines Writers darstellt. Gilt als die Urform des sich daraus entwickelten Piece. Häufig als "Unterschrift" unter gesprühten Bildern zu finden, gilt aber auch in der jugendlichen Gang-Kultur als territoriale Markierung. Zum Anbringen der Tags werden neben der Sprühdose oft auch wasserfeste Stifte benutzt. Tags können allerdings auch genauso gut mit Malerrollen oder anderen Utensilien angebracht werden. Auch das Einritzen des Pseudonyms, was der Urform von Graffiti entspricht, ist üblich (siehe Scratching). Vorrangiges Ziel ist es, einen guten und innovativen Style zu haben, sekundäres Ziel, in einer Stadt, einem Bezirk oder einer Gegend, möglichst präsent zu sein. Dadurch entsteht eine Art von Wettkampfkultur. Das Übersprühen fremder Tags – auch Crossen genannt – wird als Beleidigung angesehen. Besonders in der Bandensubkultur der Vereinigten Staaten dienen Tags zur Markierung des Territoriums einer Straßengang. Sprüher der Writing-Bewegung versuchen in der Regel hingegen, ihren Namen überall zu verbreiten, nicht nur in einem begrenzten Gebiet. Auch Ultras markieren manchmal Orte auf ähnliche Weise. Vorläufer von Tags gab es, wie das Beispiel des Beamten Joseph Kyselak zeigt, bereits im Biedermeier.
taggen
Die Ausführung eines Tags.
Yard / Train-Yard
Gelände, auf dem Züge oder U-/S-Bahnen abgestellt werden, meistens zur Reinigung und Wartung.