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Elton John - The Red Piano Tour

Hallenstadion Zürich, 16.10.09

 

Tages-Anzeiger, 17.10.09:

 

Und inmitten des Pathos erstrahlt Elton Johns bange Stimme

 

Das Rockkonzert als Rückblick auf ein Rockerleben: Elton John spielte am Freitag im fast ausverkauften Hallenstadion seine grössten Hits.

 

Da hat sich jemand etwas überlegt: Weil Elton John an diesem Abend vor allem über die Liebe singt, und weil die Farbe der Liebe das tiefe Rot ist, ist auch der Flügel rot. Am Ende dürfen sich ausgewählte Zuschauer (das heisst jene auf den ausgewählt teuren Plätzen) um ihn versammeln wie um ein knisterndes Kaminfeuer, und das ist natürlich der Höhepunkt dieser Show, die «The Red Piano» heisst, in Las Vegas von 2004 bis letzten Frühling gelaufen ist, seit zwei Jahren auch um die Welt tourt und am Freitag Abend nun schliesslich in Zürich angekommen ist, bei 10'300 Konzertbesuchern.

 

Verkleidet, aber nicht versteckt

 

Klar, das war und ist bis ins letzte Detail abgekartet, die Titel und die Reihenfolge der Lieder, die der 62-jährige Brite singt, sind seit Jahren unverändert. Wer aber routinierten Glamour erwartete, als weiss livrierte Diener das rote Klavier enthüllten, täuschte sich: Elton John war in seinen Liedern ja schon immer mehr ein Weltumarmer als eine illuster glitzernde Ikone. Da konnten ihn auch seine komischen Verkleidungen nie verstecken, seine strahlend bange Stimme verrät ihn immer; wohl darum, weil er die Umarmungen der Welt mindestens so sehr braucht.

 

So gibt es nach einem beschwingten Auftakt mit «Benny and the Jets» und «Philadelphia Freedom» viele von Elton Johns grossen Balladen zu hören in diesem Best-of-Programm, in dem der neueste Song vierzehn Jahre alt ist – die letzten Platten werden ignoriert. Elton Johns Stimme erweist sich auch an diesem Abend als unverwundbar, selbst wenn rund um sie der Pathos der klebrigen Musik und des Bühnenkitschs steigt wie eine heillose Flut. In «Rocket Man» kämpft der Sänger allerdings einen doppelten Kampf: auf der Bühne gegen die schmierigen Chöre, auf der Videoleinwand gegen die Einsamkeit des Superstars. Es ist, als hätte sich das jemand besonders raffiniert überlegt.

 

«Someone Saved My Life Tonight»

 

Ja, es geht in dieser Show auch um die Fährnisse dieses gefrässig-glamourösen Rockstars, der als Elton John um die Welt tingelt – bis hin zum Selbstmordversuch, den er 1975 in «Someone Saved My Life Tonight» geschildert hat und den er jetzt auch in einem neuen Videoclip nacherzählt. Man muss nur die Augen schliessen, um ihm zu glauben.

 

Aber natürlich sind auch diese alten Songs – drei Viertel des Repertoires stammen aus den Jahren 1970–1976 – längst Oldies, die einen grossen Teil ihrer biografischen Dringlichkeit verloren haben. Und nicht immer gewinnt Elton John im Hallenstadion den Kampf gegen die Routine einer x-tausendsten Wiederholung eines Songs: «Nikita» ist, alleine am Flügel aufgeführt, leer – und auch «Goodbye Yellow Brick Road» klingt verschliffen und alt. «Don’t Let the Sun Go Down on Me» und «Sorry Seems to Be the Hardest Words» sind dann aber wieder von der flehenden Grösse, die sie brauchen.

 

Und bald sitzt Elton John wieder allein am Klavier und singt «Your Song». Der Vorhang fällt, das rote Piano verschwindet in einem Hochsicherheitscontainer, und Zürich ist wieder unumarmt.

 

Why am I here? Why are you there? Is our humanity taking us forward to a bright future? Or are we destined to fail due to our collective inhumanity ... and be forced to start all over? I was struck by this poignant reflection, the young woman and the Silverback both so pensive. What do you think they're thinking?

 

Pathos Logos integrated amplifier

Nel personaggio ritratto si sente l'influsso della ritrattistica dei re ellenistici, con il relativo pathos rappresentativo.

Progetto Giovedì per i Giovani con Liceo Michelangelo, in occasione della mostra Bronzi ellenistici. Firenze, primavera 2015

 

Progetto Giovedì per i giovani realizzato in collaborazione con il Liceo Michelangelo di Firenze, in occasione della mostra Potere e pathos. Bornzi del mondo ellenistico (14 marzo-21 giugno 2015).

foto: Martino Margheri

Elton John - The Red Piano Tour

Hallenstadion Zürich, 16.10.09

 

Tages-Anzeiger, 17.10.09:

 

Und inmitten des Pathos erstrahlt Elton Johns bange Stimme

 

Das Rockkonzert als Rückblick auf ein Rockerleben: Elton John spielte am Freitag im fast ausverkauften Hallenstadion seine grössten Hits.

 

Da hat sich jemand etwas überlegt: Weil Elton John an diesem Abend vor allem über die Liebe singt, und weil die Farbe der Liebe das tiefe Rot ist, ist auch der Flügel rot. Am Ende dürfen sich ausgewählte Zuschauer (das heisst jene auf den ausgewählt teuren Plätzen) um ihn versammeln wie um ein knisterndes Kaminfeuer, und das ist natürlich der Höhepunkt dieser Show, die «The Red Piano» heisst, in Las Vegas von 2004 bis letzten Frühling gelaufen ist, seit zwei Jahren auch um die Welt tourt und am Freitag Abend nun schliesslich in Zürich angekommen ist, bei 10'300 Konzertbesuchern.

 

Verkleidet, aber nicht versteckt

 

Klar, das war und ist bis ins letzte Detail abgekartet, die Titel und die Reihenfolge der Lieder, die der 62-jährige Brite singt, sind seit Jahren unverändert. Wer aber routinierten Glamour erwartete, als weiss livrierte Diener das rote Klavier enthüllten, täuschte sich: Elton John war in seinen Liedern ja schon immer mehr ein Weltumarmer als eine illuster glitzernde Ikone. Da konnten ihn auch seine komischen Verkleidungen nie verstecken, seine strahlend bange Stimme verrät ihn immer; wohl darum, weil er die Umarmungen der Welt mindestens so sehr braucht.

 

So gibt es nach einem beschwingten Auftakt mit «Benny and the Jets» und «Philadelphia Freedom» viele von Elton Johns grossen Balladen zu hören in diesem Best-of-Programm, in dem der neueste Song vierzehn Jahre alt ist – die letzten Platten werden ignoriert. Elton Johns Stimme erweist sich auch an diesem Abend als unverwundbar, selbst wenn rund um sie der Pathos der klebrigen Musik und des Bühnenkitschs steigt wie eine heillose Flut. In «Rocket Man» kämpft der Sänger allerdings einen doppelten Kampf: auf der Bühne gegen die schmierigen Chöre, auf der Videoleinwand gegen die Einsamkeit des Superstars. Es ist, als hätte sich das jemand besonders raffiniert überlegt.

 

«Someone Saved My Life Tonight»

 

Ja, es geht in dieser Show auch um die Fährnisse dieses gefrässig-glamourösen Rockstars, der als Elton John um die Welt tingelt – bis hin zum Selbstmordversuch, den er 1975 in «Someone Saved My Life Tonight» geschildert hat und den er jetzt auch in einem neuen Videoclip nacherzählt. Man muss nur die Augen schliessen, um ihm zu glauben.

 

Aber natürlich sind auch diese alten Songs – drei Viertel des Repertoires stammen aus den Jahren 1970–1976 – längst Oldies, die einen grossen Teil ihrer biografischen Dringlichkeit verloren haben. Und nicht immer gewinnt Elton John im Hallenstadion den Kampf gegen die Routine einer x-tausendsten Wiederholung eines Songs: «Nikita» ist, alleine am Flügel aufgeführt, leer – und auch «Goodbye Yellow Brick Road» klingt verschliffen und alt. «Don’t Let the Sun Go Down on Me» und «Sorry Seems to Be the Hardest Words» sind dann aber wieder von der flehenden Grösse, die sie brauchen.

 

Und bald sitzt Elton John wieder allein am Klavier und singt «Your Song». Der Vorhang fällt, das rote Piano verschwindet in einem Hochsicherheitscontainer, und Zürich ist wieder unumarmt.

Tales From The Dollie Dungeon: A Holiday Interlude

 

Sequence Two: in which the production commences, and pathos ensues.

Clinical advisor James Shin MD, of the Johns Hopkins Department of Pathology, is shown here with students showing off PathoS’ Clearview, a new way to prepare histology slides for use during breast-cancer surgery. The CBID team includes Hector Neira, Vaishakhi, Qing Xiang Yee and Anjana Sinha (left to right).

the skies think they need to underline the drama and pathos-aspects of the new year.

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View On Black

 

www.youtube.com/watch?v=-TU7ruN3XUU

Cyprus taken on my Canon EOS 100D

Cyprus taken on my Canon EOS 100D

A photo of my neighbour and her (now deceased) dog. The dog was ailing and beyond her years, but hanging on to life and her master's love. The dog passed away less than a week after this shot was taken.

Details of a sunflower post bloom as it's petals deepend and twist into golden tones.

Passion was regarded as a motive power, a spring, and an incentive. Great deeds are done by those who are filled with ruah, with pathos.

-Abraham Joshua Heschel, The Prophets, The Philsophy of Pathos, pg. 38

the graffiti went up on the closed Ghanaian restaurant in Bekeley the day after Uruguay cruelly beat Ghana on penalties at the world cup. Pathos indeed

Buenos Aires, Argentina

January, 2012

biblioteca medica | giugno 08

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