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Elton John - The Red Piano Tour
Hallenstadion Zürich, 16.10.09
Tages-Anzeiger, 17.10.09:
Und inmitten des Pathos erstrahlt Elton Johns bange Stimme
Das Rockkonzert als Rückblick auf ein Rockerleben: Elton John spielte am Freitag im fast ausverkauften Hallenstadion seine grössten Hits.
Da hat sich jemand etwas überlegt: Weil Elton John an diesem Abend vor allem über die Liebe singt, und weil die Farbe der Liebe das tiefe Rot ist, ist auch der Flügel rot. Am Ende dürfen sich ausgewählte Zuschauer (das heisst jene auf den ausgewählt teuren Plätzen) um ihn versammeln wie um ein knisterndes Kaminfeuer, und das ist natürlich der Höhepunkt dieser Show, die «The Red Piano» heisst, in Las Vegas von 2004 bis letzten Frühling gelaufen ist, seit zwei Jahren auch um die Welt tourt und am Freitag Abend nun schliesslich in Zürich angekommen ist, bei 10'300 Konzertbesuchern.
Verkleidet, aber nicht versteckt
Klar, das war und ist bis ins letzte Detail abgekartet, die Titel und die Reihenfolge der Lieder, die der 62-jährige Brite singt, sind seit Jahren unverändert. Wer aber routinierten Glamour erwartete, als weiss livrierte Diener das rote Klavier enthüllten, täuschte sich: Elton John war in seinen Liedern ja schon immer mehr ein Weltumarmer als eine illuster glitzernde Ikone. Da konnten ihn auch seine komischen Verkleidungen nie verstecken, seine strahlend bange Stimme verrät ihn immer; wohl darum, weil er die Umarmungen der Welt mindestens so sehr braucht.
So gibt es nach einem beschwingten Auftakt mit «Benny and the Jets» und «Philadelphia Freedom» viele von Elton Johns grossen Balladen zu hören in diesem Best-of-Programm, in dem der neueste Song vierzehn Jahre alt ist – die letzten Platten werden ignoriert. Elton Johns Stimme erweist sich auch an diesem Abend als unverwundbar, selbst wenn rund um sie der Pathos der klebrigen Musik und des Bühnenkitschs steigt wie eine heillose Flut. In «Rocket Man» kämpft der Sänger allerdings einen doppelten Kampf: auf der Bühne gegen die schmierigen Chöre, auf der Videoleinwand gegen die Einsamkeit des Superstars. Es ist, als hätte sich das jemand besonders raffiniert überlegt.
«Someone Saved My Life Tonight»
Ja, es geht in dieser Show auch um die Fährnisse dieses gefrässig-glamourösen Rockstars, der als Elton John um die Welt tingelt – bis hin zum Selbstmordversuch, den er 1975 in «Someone Saved My Life Tonight» geschildert hat und den er jetzt auch in einem neuen Videoclip nacherzählt. Man muss nur die Augen schliessen, um ihm zu glauben.
Aber natürlich sind auch diese alten Songs – drei Viertel des Repertoires stammen aus den Jahren 1970–1976 – längst Oldies, die einen grossen Teil ihrer biografischen Dringlichkeit verloren haben. Und nicht immer gewinnt Elton John im Hallenstadion den Kampf gegen die Routine einer x-tausendsten Wiederholung eines Songs: «Nikita» ist, alleine am Flügel aufgeführt, leer – und auch «Goodbye Yellow Brick Road» klingt verschliffen und alt. «Don’t Let the Sun Go Down on Me» und «Sorry Seems to Be the Hardest Words» sind dann aber wieder von der flehenden Grösse, die sie brauchen.
Und bald sitzt Elton John wieder allein am Klavier und singt «Your Song». Der Vorhang fällt, das rote Piano verschwindet in einem Hochsicherheitscontainer, und Zürich ist wieder unumarmt.
Elton John - The Red Piano Tour
Hallenstadion Zürich, 16.10.09
Tages-Anzeiger, 17.10.09:
Und inmitten des Pathos erstrahlt Elton Johns bange Stimme
Das Rockkonzert als Rückblick auf ein Rockerleben: Elton John spielte am Freitag im fast ausverkauften Hallenstadion seine grössten Hits.
Da hat sich jemand etwas überlegt: Weil Elton John an diesem Abend vor allem über die Liebe singt, und weil die Farbe der Liebe das tiefe Rot ist, ist auch der Flügel rot. Am Ende dürfen sich ausgewählte Zuschauer (das heisst jene auf den ausgewählt teuren Plätzen) um ihn versammeln wie um ein knisterndes Kaminfeuer, und das ist natürlich der Höhepunkt dieser Show, die «The Red Piano» heisst, in Las Vegas von 2004 bis letzten Frühling gelaufen ist, seit zwei Jahren auch um die Welt tourt und am Freitag Abend nun schliesslich in Zürich angekommen ist, bei 10'300 Konzertbesuchern.
Verkleidet, aber nicht versteckt
Klar, das war und ist bis ins letzte Detail abgekartet, die Titel und die Reihenfolge der Lieder, die der 62-jährige Brite singt, sind seit Jahren unverändert. Wer aber routinierten Glamour erwartete, als weiss livrierte Diener das rote Klavier enthüllten, täuschte sich: Elton John war in seinen Liedern ja schon immer mehr ein Weltumarmer als eine illuster glitzernde Ikone. Da konnten ihn auch seine komischen Verkleidungen nie verstecken, seine strahlend bange Stimme verrät ihn immer; wohl darum, weil er die Umarmungen der Welt mindestens so sehr braucht.
So gibt es nach einem beschwingten Auftakt mit «Benny and the Jets» und «Philadelphia Freedom» viele von Elton Johns grossen Balladen zu hören in diesem Best-of-Programm, in dem der neueste Song vierzehn Jahre alt ist – die letzten Platten werden ignoriert. Elton Johns Stimme erweist sich auch an diesem Abend als unverwundbar, selbst wenn rund um sie der Pathos der klebrigen Musik und des Bühnenkitschs steigt wie eine heillose Flut. In «Rocket Man» kämpft der Sänger allerdings einen doppelten Kampf: auf der Bühne gegen die schmierigen Chöre, auf der Videoleinwand gegen die Einsamkeit des Superstars. Es ist, als hätte sich das jemand besonders raffiniert überlegt.
«Someone Saved My Life Tonight»
Ja, es geht in dieser Show auch um die Fährnisse dieses gefrässig-glamourösen Rockstars, der als Elton John um die Welt tingelt – bis hin zum Selbstmordversuch, den er 1975 in «Someone Saved My Life Tonight» geschildert hat und den er jetzt auch in einem neuen Videoclip nacherzählt. Man muss nur die Augen schliessen, um ihm zu glauben.
Aber natürlich sind auch diese alten Songs – drei Viertel des Repertoires stammen aus den Jahren 1970–1976 – längst Oldies, die einen grossen Teil ihrer biografischen Dringlichkeit verloren haben. Und nicht immer gewinnt Elton John im Hallenstadion den Kampf gegen die Routine einer x-tausendsten Wiederholung eines Songs: «Nikita» ist, alleine am Flügel aufgeführt, leer – und auch «Goodbye Yellow Brick Road» klingt verschliffen und alt. «Don’t Let the Sun Go Down on Me» und «Sorry Seems to Be the Hardest Words» sind dann aber wieder von der flehenden Grösse, die sie brauchen.
Und bald sitzt Elton John wieder allein am Klavier und singt «Your Song». Der Vorhang fällt, das rote Piano verschwindet in einem Hochsicherheitscontainer, und Zürich ist wieder unumarmt.
“Who can explain the secret pathos of Nature's loveliness? It is a touch of melancholy inherited from our mother Eve. It is an unconscious memory of the lost Paradise. It is the sense that even if we should find another Eden, we would not be fit to enjoy it perfectly nor stay in it forever.” - Henry Van Dyke
Elton John - The Red Piano Tour
Hallenstadion Zürich, 16.10.09
Tages-Anzeiger, 17.10.09:
Und inmitten des Pathos erstrahlt Elton Johns bange Stimme
Das Rockkonzert als Rückblick auf ein Rockerleben: Elton John spielte am Freitag im fast ausverkauften Hallenstadion seine grössten Hits.
Da hat sich jemand etwas überlegt: Weil Elton John an diesem Abend vor allem über die Liebe singt, und weil die Farbe der Liebe das tiefe Rot ist, ist auch der Flügel rot. Am Ende dürfen sich ausgewählte Zuschauer (das heisst jene auf den ausgewählt teuren Plätzen) um ihn versammeln wie um ein knisterndes Kaminfeuer, und das ist natürlich der Höhepunkt dieser Show, die «The Red Piano» heisst, in Las Vegas von 2004 bis letzten Frühling gelaufen ist, seit zwei Jahren auch um die Welt tourt und am Freitag Abend nun schliesslich in Zürich angekommen ist, bei 10'300 Konzertbesuchern.
Verkleidet, aber nicht versteckt
Klar, das war und ist bis ins letzte Detail abgekartet, die Titel und die Reihenfolge der Lieder, die der 62-jährige Brite singt, sind seit Jahren unverändert. Wer aber routinierten Glamour erwartete, als weiss livrierte Diener das rote Klavier enthüllten, täuschte sich: Elton John war in seinen Liedern ja schon immer mehr ein Weltumarmer als eine illuster glitzernde Ikone. Da konnten ihn auch seine komischen Verkleidungen nie verstecken, seine strahlend bange Stimme verrät ihn immer; wohl darum, weil er die Umarmungen der Welt mindestens so sehr braucht.
So gibt es nach einem beschwingten Auftakt mit «Benny and the Jets» und «Philadelphia Freedom» viele von Elton Johns grossen Balladen zu hören in diesem Best-of-Programm, in dem der neueste Song vierzehn Jahre alt ist – die letzten Platten werden ignoriert. Elton Johns Stimme erweist sich auch an diesem Abend als unverwundbar, selbst wenn rund um sie der Pathos der klebrigen Musik und des Bühnenkitschs steigt wie eine heillose Flut. In «Rocket Man» kämpft der Sänger allerdings einen doppelten Kampf: auf der Bühne gegen die schmierigen Chöre, auf der Videoleinwand gegen die Einsamkeit des Superstars. Es ist, als hätte sich das jemand besonders raffiniert überlegt.
«Someone Saved My Life Tonight»
Ja, es geht in dieser Show auch um die Fährnisse dieses gefrässig-glamourösen Rockstars, der als Elton John um die Welt tingelt – bis hin zum Selbstmordversuch, den er 1975 in «Someone Saved My Life Tonight» geschildert hat und den er jetzt auch in einem neuen Videoclip nacherzählt. Man muss nur die Augen schliessen, um ihm zu glauben.
Aber natürlich sind auch diese alten Songs – drei Viertel des Repertoires stammen aus den Jahren 1970–1976 – längst Oldies, die einen grossen Teil ihrer biografischen Dringlichkeit verloren haben. Und nicht immer gewinnt Elton John im Hallenstadion den Kampf gegen die Routine einer x-tausendsten Wiederholung eines Songs: «Nikita» ist, alleine am Flügel aufgeführt, leer – und auch «Goodbye Yellow Brick Road» klingt verschliffen und alt. «Don’t Let the Sun Go Down on Me» und «Sorry Seems to Be the Hardest Words» sind dann aber wieder von der flehenden Grösse, die sie brauchen.
Und bald sitzt Elton John wieder allein am Klavier und singt «Your Song». Der Vorhang fällt, das rote Piano verschwindet in einem Hochsicherheitscontainer, und Zürich ist wieder unumarmt.
Painting Cabinet 134
Gerard Dou (1613 - 1675), active in Leiden
The Penitent Mary Magdalene in the desert, to 1635/40
Oil on oak wood
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
The famous as a genre painter Gerard Dou has occasionally also created history paintings. This early work showing the Holy Mary Magdalene as a penitent hermit with skywards directed view, stands out because of its almost Italian pathos.
Malereikabinett 134
Gerard Dou (1613 - 1675), tätig in Leiden
Die Büßende Maria Magdalena in der Einöde, um 1635/40
Öl auf Eichenholz
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Der als Genremaler berühmte Gerard Dou hat gelegentlich auch Historienbilder geschaffen. Dieses frühe Werk, das die heilige Maria Magdalena als reuige Einsiedlerin mit himmelndem Blick zeigt, fällt durch sein geradezu italienisches Pathos auf.
Collection
The foundation of the collection consists of 205 mostly French and Dutch paintings from the 17th and 18th centuries which Margravine Karoline Luise acquired 1759-1776. From this collection originate significant works, such as The portrait of a young man by Frans van Mieris the Elder, The winter landscape with lime kiln of Nicolaes Pieterszoon Berchem, The Lacemaker by Gerard Dou, the Still Life with hunting equipment and dead partridge of Willem van Aelst, The Peace in the Chicken yard by Melchior de Hondecoeter as well as a self-portrait by Rembrandt van Rijn. In addition, four still lifes of Jean Siméon Chardin and two pastoral scenes by François Boucher, having been commissioned directly by the Marchioness from artists.
A first significant expansion the museum received in 1858 by the collection of canon Johann Baptist von Hirscher (1788-1865) with works of religious art of the 15th and 16th centuries. This group includes works such as two tablets of the Sterzinger altar and the wing fragment The sacramental blessing of Bartholomew Zeitblom. From 1899 to 1920, the native of Baden painter Hans Thoma held the position of Director of the Kunsthalle. He acquired old masterly paintings as the tauberbischofsheim altarpiece by Matthias Grünewald and drove the expansion of the collection with art of the 19th century forward. Only his successors expanded the holdings of the Art Gallery with works of Impressionism and the following generations of artists.
The permanent exhibition in the main building includes approximately 800 paintings and sculptures. Among the outstanding works of art of the Department German painters of the late Gothic and Renaissance are the Christ as Man of Sorrows by Albrecht Dürer, the Carrying of the Cross and the Crucifixion by Matthias Grünewald, Maria with the Child by Lucas Cranach the Elder, the portrait of Sebastian Brant by Hans Burgkmair the elder and The Nativity of Hans Baldung. Whose Margrave panel due to property disputes in 2006 made it in the headlines and also led to political conflicts. One of the biggest buying successes which a German museum in the postwar period was able to land concerns the successive acquisition of six of the seven known pieces of a Passion altar in 1450 - the notname of the artist after this work "Master of the Karlsruhe Passion" - a seventh piece is located in German public ownership (Wallraf-Richartz Museum, Cologne).
In the department of Dutch and Flemish paintings of the 16th century can be found, in addition to the aforementioned works, the portrait of the Marchesa Veronica Spinola Doria by Peter Paul Rubens, Moses strikes the rock and water flows for the thirsty people of Israel of Jacob Jordaens, the still life with kitchen tools and foods of Frans Snyders, the village festival of David Teniers the younger, the still life with lemon, oranges and filled clay pot by Willem Kalf, a Young couple having breakfast by Gabriel Metsu, in the bedroom of Pieter de Hooch, the great group of trees at the waterfront of Jacob Izaaksoon van Ruisdael, a river landscape with a milkmaid of Aelbert Jacobsz. Cuyp as well as a trompe-l'œil still life of Samuel van Hoogstraten.
Further examples of French paintings of the 17th and 18th centuries are, the adoration of the golden calf of Claude Lorrain, preparations for dance class of the Le Nain brothers, the portrait of Marshal Charles-Auguste de Matignon by Hyacinthe Rigaud, the portrait of a young nobleman in hunting costume of Nicolas de Largillière, The storm of Claude Joseph Vernet and The minuet of Nicolas Lancret. From the 19th century can be found with Rocky wooded valley at Civita Castellana by Gustave Courbet, The Lamentation of Eugène Delacroix, the children portrait Le petit Lange of Édouard Manet, the portrait of Madame Jeantaud by Edgar Degas, the landscape June morning near Pontoise by Camille Pissarro, homes in Le Pouldu Paul Gauguin and views to the sea at L'Estaque by Paul Cézanne further works of French artists at Kunsthalle.
One focus of the collection is the German painting and sculpture of the 19th century. From Joseph Anton Koch, the Kunsthalle possesses a Heroic landscape with rainbow, from Georg Friedrich Kersting the painting The painter Gerhard Kügelgen in his studio, from Caspar David Friedrich the landscape rocky reef on the sea beach and from Karl Blechen view to the Monastery of Santa Scolastica. Other important works of this department are the disruption of Adolph Menzel as well as the young self-portrait, the portrait Nanna Risi and The Banquet of Plato of Anselm Feuerbach.
For the presentation of the complex of oeuvres by Hans Thoma, a whole wing in 1909 at the Kunsthalle was installed. Main oeuvres of the arts are, for example, the genre picture The siblings as well as, created on behalf of the grand-ducal family, Thoma Chapel with its religious themes.
Of the German contemporaries of Hans Thoma, Max Liebermann on the beach of Noordwijk and Lovis Corinth with a portrait of his wife in the museum are represented. Furthermore the Kunsthalle owns works by Ferdinand Georg Waldmüller, Carl Spitzweg, Arnold Böcklin, Hans von Marées, Wilhelm Leibl, Fritz von Uhde, Wilhelm Trübner and Max Klinger.
In the building of the adjacent Orangerie works of the collection and new acquisitions from the years after 1952 can be seen. In two integrated graphics cabinets the Kupferstichkabinett (gallery of prints) gives insight into its inventory of contemporary art on paper. From the period after 1945, the works Arabs with footprints by Jean Dubuffet, Sponge Relief RE 48; Sol. 1960 by Yves Klein, Honoring the square: Yellow center of Josef Albers, the cityscape F by Gerhard Richter and the Fixe idea by Georg Baselitz in the Kunsthalle. The collection of classical modernism wandered into the main building. Examples of paintings from the period to 1945 are The Eiffel Tower by Robert Delaunay, the Improvisation 13 by Wassily Kandinsky, Deers in the Forest II by Franz Marc, People at the Blue lake of August Macke, the self-portrait The painter of Ernst Ludwig Kirchner, the Merzpicture 21b by Kurt Schwitters, the forest of Max Ernst, Tower gate II by Lyonel Feininger, the Seven Deadly Sins of Otto Dix and the removal of the Sphinxes by Max Beckmann. In addition, the museum regularly shows special exhibitions.
Sammlung
Den Grundstock der Sammlung bilden 205 meist französische und niederländische Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts, welche Markgräfin Karoline Luise zwischen 1759 und 1776 erwarb. Aus dieser Sammlung stammen bedeutende Arbeiten, wie das Bildnis eines jungen Mannes von Frans van Mieris der Ältere, die Winterlandschaft mit Kalkofen von Nicolaes Pieterszoon Berchem, Die Spitzenklöpplerin von Gerard Dou, das Stillleben mit Jagdgeräten und totem Rebhuhn von Willem van Aelst, Der Friede im Hühnerhof von Melchior de Hondecoeter sowie ein Selbstbildnis von Rembrandt van Rijn. Hinzu kommen vier Stillleben von Jean Siméon Chardin und zwei Schäferszenen von François Boucher, die die Markgräfin bei Künstlern direkt in Auftrag gegeben hatte.
Eine erste wesentliche Erweiterung erhielt das Museum 1858 durch die Sammlung des Domkapitulars Johann Baptist von Hirscher (1788–1865) mit Werken religiöser Kunst des 15. und 16. Jahrhunderts. Zu dieser Gruppe gehören Werke wie zwei Tafeln des Sterzinger Altars und das Flügelfragment Der sakramentale Segen von Bartholomäus Zeitblom. Von 1899 bis 1920 bekleidete der aus Baden stammende Maler Hans Thoma die Position des Direktors der Kunsthalle. Er erwarb altmeisterliche Gemälde wie den Tauberbischofsheimer Altar von Matthias Grünewald und trieb den Ausbau der Sammlung mit Kunst des 19. Jahrhunderts voran. Erst seine Nachfolger erweiterten die Bestände der Kunsthalle um Werke des Impressionismus und der folgenden Künstlergenerationen.
Die Dauerausstellung im Hauptgebäude umfasst rund 800 Gemälde und Skulpturen. Zu den herausragenden Kunstwerken der Abteilung deutsche Maler der Spätgotik und Renaissance gehören der Christus als Schmerzensmann von Albrecht Dürer, die Kreuztragung und Kreuzigung von Matthias Grünewald, Maria mit dem Kinde von Lucas Cranach der Ältere, das Bildnis Sebastian Brants von Hans Burgkmair der Ältere und die Die Geburt Christi von Hans Baldung. Dessen Markgrafentafel geriet durch Eigentumsstreitigkeiten 2006 in die Schlagzeilen und führte auch zu politischen Auseinandersetzungen. Einer der größten Ankaufserfolge, welche ein deutsches Museum in der Nachkriegszeit verbuchen konnte, betrifft den sukzessiven Erwerb von sechs der sieben bekannten Tafeln eines Passionsaltars um 1450 – der Notname des Malers nach diesem Werk „Meister der Karlsruher Passion“ – eine siebte Tafel befindet sich in deutschem öffentlichen Besitz (Wallraf-Richartz Museum, Köln).
In der Abteilung niederländischer und flämischer Malerei des 16. Jahrhunderts finden sich, neben den erwähnten Werken, das Bildnis der Marchesa Veronica Spinola Doria von Peter Paul Rubens, Moses schlägt Wasser aus dem Felsen von Jacob Jordaens, das Stillleben mit Küchengeräten und Lebensmitteln von Frans Snyders, das Dorffest von David Teniers dem Jüngeren, das Stillleben mit Zitrone, Orangen und gefülltem Römer von Willem Kalf, ein Junges Paar beim Frühstück von Gabriel Metsu, Im Schlafzimmer von Pieter de Hooch, die Große Baumgruppe am Wasser von Jacob Izaaksoon van Ruisdael, eine Flusslandschaft mit Melkerin von Aelbert Jacobsz. Cuyp sowie ein Augenbetrüger-Stillleben von Samuel van Hoogstraten.
Weitere Beispiele französischer Malerei des 17. bzw. 18. Jahrhunderts sind Die Anbetung des Goldeen Kalbes von Claude Lorrain, die Vorbereitung zur Tanzstunde der Brüder Le Nain, das Bildnis des Marschalls Charles-Auguste de Matignon von Hyacinthe Rigaud, das Bildnis eines jungen Edelmannes im Jagdkostüm von Nicolas de Largillière, Der Sturm von Claude Joseph Vernet und Das Menuett von Nicolas Lancret. Aus dem 19. Jahrhundert finden sich mit Felsiges Waldtal bei Cività Castellana von Gustave Courbet, Die Beweinung Christi von Eugène Delacroix, dem Kinderbildnis Le petit Lange von Édouard Manet, dem Bildnis der Madame Jeantaud von Edgar Degas, dem Landschaftsbild Junimorgen bei Pontoise von Camille Pissarro, Häuser in Le Pouldu von Paul Gauguin und Blick auf das Meer bei L’Estaque von Paul Cézanne weitere Arbeiten französischer Künstler in der Kunsthalle.
Einen Schwerpunkt der Sammlung bildet die deutsche Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts. Von Joseph Anton Koch besitzt die Kunsthalle eine Heroische Landschaft mit Regenbogen, von Georg Friedrich Kersting das Gemälde Der Maler Gerhard Kügelgen in seinem Atelier, von Caspar David Friedrich das Landschaftsbild Felsenriff am Meeresstrand und von Karl Blechen den Blick auf das Kloster Santa Scolastica. Weitere bedeutende Werke dieser Abteilung sind Die Störung von Adolph Menzel sowie das Jugendliche Selbstbildnis, das Bildnis Nanna Risi und Das Gastmahl des Plato von Anselm Feuerbach.
Für die Präsentation des Werkkomplexes von Hans Thoma wurde 1909 in der Kunsthalle ein ganzer Gebäudetrakt errichtet. Hauptwerke des Künstlers sind etwa das Genrebild Die Geschwister sowie die, im Auftrag der großherzöglichen Familie geschaffene, Thoma-Kapelle mit ihren religiösen Themen.
Von den deutschen Zeitgenossen Hans Thomas sind Max Liebermann mit Am Strand von Noordwijk und Lovis Corinth mit einem Bildnis seiner Frau im Museum vertreten. Darüber hinaus besitzt die Kunsthalle Werke von Ferdinand Georg Waldmüller, Carl Spitzweg, Arnold Böcklin, Hans von Marées, Wilhelm Leibl, Fritz von Uhde, Wilhelm Trübner und Max Klinger.
Im Gebäude der benachbarten Orangerie sind Werke der Sammlung und Neuankäufe aus den Jahren nach 1952 zu sehen. In zwei integrierten Grafikkabinetten gibt das Kupferstichkabinett Einblick in seinen Bestand zeitgenössischer Kunst auf Papier. Aus der Zeit nach 1945 finden sich die Arbeiten Araber mit Fußspuren von Jean Dubuffet, Schwammrelief >RE 48:Sol.1960< von Yves Klein, Ehrung des Quadrates: Gelbes Zentrum von Josef Albers, das Stadtbild F von Gerhard Richter und die Fixe Idee von Georg Baselitz in der Kunsthalle. Die Sammlung der Klassischen Moderne wanderte in das Hauptgebäude. Beispiele für Gemälde aus der Zeit bis 1945 sind Der Eiffelturm von Robert Delaunay, die Improvisation 13 von Wassily Kandinsky, Rehe im Wald II von Franz Marc, Leute am blauen See von August Macke, das Selbstbildnis Der Maler von Ernst Ludwig Kirchner, das Merzbild 21b von Kurt Schwitters, Der Wald von Max Ernst, Torturm II von Lyonel Feininger, Die Sieben Todsünden von Otto Dix und der Abtransport der Sphinxe von Max Beckmann. Darüber hinaus zeigt das Museum regelmäßig Sonderausstellungen.
Elton John - The Red Piano Tour
Hallenstadion Zürich, 16.10.09
Tages-Anzeiger, 17.10.09:
Und inmitten des Pathos erstrahlt Elton Johns bange Stimme
Das Rockkonzert als Rückblick auf ein Rockerleben: Elton John spielte am Freitag im fast ausverkauften Hallenstadion seine grössten Hits.
Da hat sich jemand etwas überlegt: Weil Elton John an diesem Abend vor allem über die Liebe singt, und weil die Farbe der Liebe das tiefe Rot ist, ist auch der Flügel rot. Am Ende dürfen sich ausgewählte Zuschauer (das heisst jene auf den ausgewählt teuren Plätzen) um ihn versammeln wie um ein knisterndes Kaminfeuer, und das ist natürlich der Höhepunkt dieser Show, die «The Red Piano» heisst, in Las Vegas von 2004 bis letzten Frühling gelaufen ist, seit zwei Jahren auch um die Welt tourt und am Freitag Abend nun schliesslich in Zürich angekommen ist, bei 10'300 Konzertbesuchern.
Verkleidet, aber nicht versteckt
Klar, das war und ist bis ins letzte Detail abgekartet, die Titel und die Reihenfolge der Lieder, die der 62-jährige Brite singt, sind seit Jahren unverändert. Wer aber routinierten Glamour erwartete, als weiss livrierte Diener das rote Klavier enthüllten, täuschte sich: Elton John war in seinen Liedern ja schon immer mehr ein Weltumarmer als eine illuster glitzernde Ikone. Da konnten ihn auch seine komischen Verkleidungen nie verstecken, seine strahlend bange Stimme verrät ihn immer; wohl darum, weil er die Umarmungen der Welt mindestens so sehr braucht.
So gibt es nach einem beschwingten Auftakt mit «Benny and the Jets» und «Philadelphia Freedom» viele von Elton Johns grossen Balladen zu hören in diesem Best-of-Programm, in dem der neueste Song vierzehn Jahre alt ist – die letzten Platten werden ignoriert. Elton Johns Stimme erweist sich auch an diesem Abend als unverwundbar, selbst wenn rund um sie der Pathos der klebrigen Musik und des Bühnenkitschs steigt wie eine heillose Flut. In «Rocket Man» kämpft der Sänger allerdings einen doppelten Kampf: auf der Bühne gegen die schmierigen Chöre, auf der Videoleinwand gegen die Einsamkeit des Superstars. Es ist, als hätte sich das jemand besonders raffiniert überlegt.
«Someone Saved My Life Tonight»
Ja, es geht in dieser Show auch um die Fährnisse dieses gefrässig-glamourösen Rockstars, der als Elton John um die Welt tingelt – bis hin zum Selbstmordversuch, den er 1975 in «Someone Saved My Life Tonight» geschildert hat und den er jetzt auch in einem neuen Videoclip nacherzählt. Man muss nur die Augen schliessen, um ihm zu glauben.
Aber natürlich sind auch diese alten Songs – drei Viertel des Repertoires stammen aus den Jahren 1970–1976 – längst Oldies, die einen grossen Teil ihrer biografischen Dringlichkeit verloren haben. Und nicht immer gewinnt Elton John im Hallenstadion den Kampf gegen die Routine einer x-tausendsten Wiederholung eines Songs: «Nikita» ist, alleine am Flügel aufgeführt, leer – und auch «Goodbye Yellow Brick Road» klingt verschliffen und alt. «Don’t Let the Sun Go Down on Me» und «Sorry Seems to Be the Hardest Words» sind dann aber wieder von der flehenden Grösse, die sie brauchen.
Und bald sitzt Elton John wieder allein am Klavier und singt «Your Song». Der Vorhang fällt, das rote Piano verschwindet in einem Hochsicherheitscontainer, und Zürich ist wieder unumarmt.
811 Mil Mi-35P Hind-F/ Panther (023362) Cyprus Air Force -
Andreas Papandreou Airbase , Pathos International Airport Cyprus 08-11-2019
Aluna: Sheila Kauer
Foto: Denise Wichmann
Modelo: Joana (JOY)
Cabelo/maquiagem: Johnny Left
Tratamento de imagem: Luly Salle
Trabalho desenvolvido para o editorial do livro Pathos Projeta-me (disciplina Desenvolvimento de Coleções II, a qual ministro), onde o aluno desfilará a sua coleção no dia 11 de dezembro na Feevale.
Elton John - The Red Piano Tour
Hallenstadion Zürich, 16.10.09
Tages-Anzeiger, 17.10.09:
Und inmitten des Pathos erstrahlt Elton Johns bange Stimme
Das Rockkonzert als Rückblick auf ein Rockerleben: Elton John spielte am Freitag im fast ausverkauften Hallenstadion seine grössten Hits.
Da hat sich jemand etwas überlegt: Weil Elton John an diesem Abend vor allem über die Liebe singt, und weil die Farbe der Liebe das tiefe Rot ist, ist auch der Flügel rot. Am Ende dürfen sich ausgewählte Zuschauer (das heisst jene auf den ausgewählt teuren Plätzen) um ihn versammeln wie um ein knisterndes Kaminfeuer, und das ist natürlich der Höhepunkt dieser Show, die «The Red Piano» heisst, in Las Vegas von 2004 bis letzten Frühling gelaufen ist, seit zwei Jahren auch um die Welt tourt und am Freitag Abend nun schliesslich in Zürich angekommen ist, bei 10'300 Konzertbesuchern.
Verkleidet, aber nicht versteckt
Klar, das war und ist bis ins letzte Detail abgekartet, die Titel und die Reihenfolge der Lieder, die der 62-jährige Brite singt, sind seit Jahren unverändert. Wer aber routinierten Glamour erwartete, als weiss livrierte Diener das rote Klavier enthüllten, täuschte sich: Elton John war in seinen Liedern ja schon immer mehr ein Weltumarmer als eine illuster glitzernde Ikone. Da konnten ihn auch seine komischen Verkleidungen nie verstecken, seine strahlend bange Stimme verrät ihn immer; wohl darum, weil er die Umarmungen der Welt mindestens so sehr braucht.
So gibt es nach einem beschwingten Auftakt mit «Benny and the Jets» und «Philadelphia Freedom» viele von Elton Johns grossen Balladen zu hören in diesem Best-of-Programm, in dem der neueste Song vierzehn Jahre alt ist – die letzten Platten werden ignoriert. Elton Johns Stimme erweist sich auch an diesem Abend als unverwundbar, selbst wenn rund um sie der Pathos der klebrigen Musik und des Bühnenkitschs steigt wie eine heillose Flut. In «Rocket Man» kämpft der Sänger allerdings einen doppelten Kampf: auf der Bühne gegen die schmierigen Chöre, auf der Videoleinwand gegen die Einsamkeit des Superstars. Es ist, als hätte sich das jemand besonders raffiniert überlegt.
«Someone Saved My Life Tonight»
Ja, es geht in dieser Show auch um die Fährnisse dieses gefrässig-glamourösen Rockstars, der als Elton John um die Welt tingelt – bis hin zum Selbstmordversuch, den er 1975 in «Someone Saved My Life Tonight» geschildert hat und den er jetzt auch in einem neuen Videoclip nacherzählt. Man muss nur die Augen schliessen, um ihm zu glauben.
Aber natürlich sind auch diese alten Songs – drei Viertel des Repertoires stammen aus den Jahren 1970–1976 – längst Oldies, die einen grossen Teil ihrer biografischen Dringlichkeit verloren haben. Und nicht immer gewinnt Elton John im Hallenstadion den Kampf gegen die Routine einer x-tausendsten Wiederholung eines Songs: «Nikita» ist, alleine am Flügel aufgeführt, leer – und auch «Goodbye Yellow Brick Road» klingt verschliffen und alt. «Don’t Let the Sun Go Down on Me» und «Sorry Seems to Be the Hardest Words» sind dann aber wieder von der flehenden Grösse, die sie brauchen.
Und bald sitzt Elton John wieder allein am Klavier und singt «Your Song». Der Vorhang fällt, das rote Piano verschwindet in einem Hochsicherheitscontainer, und Zürich ist wieder unumarmt.
Elton John - The Red Piano Tour
Hallenstadion Zürich, 16.10.09
Tages-Anzeiger, 17.10.09:
Und inmitten des Pathos erstrahlt Elton Johns bange Stimme
Das Rockkonzert als Rückblick auf ein Rockerleben: Elton John spielte am Freitag im fast ausverkauften Hallenstadion seine grössten Hits.
Da hat sich jemand etwas überlegt: Weil Elton John an diesem Abend vor allem über die Liebe singt, und weil die Farbe der Liebe das tiefe Rot ist, ist auch der Flügel rot. Am Ende dürfen sich ausgewählte Zuschauer (das heisst jene auf den ausgewählt teuren Plätzen) um ihn versammeln wie um ein knisterndes Kaminfeuer, und das ist natürlich der Höhepunkt dieser Show, die «The Red Piano» heisst, in Las Vegas von 2004 bis letzten Frühling gelaufen ist, seit zwei Jahren auch um die Welt tourt und am Freitag Abend nun schliesslich in Zürich angekommen ist, bei 10'300 Konzertbesuchern.
Verkleidet, aber nicht versteckt
Klar, das war und ist bis ins letzte Detail abgekartet, die Titel und die Reihenfolge der Lieder, die der 62-jährige Brite singt, sind seit Jahren unverändert. Wer aber routinierten Glamour erwartete, als weiss livrierte Diener das rote Klavier enthüllten, täuschte sich: Elton John war in seinen Liedern ja schon immer mehr ein Weltumarmer als eine illuster glitzernde Ikone. Da konnten ihn auch seine komischen Verkleidungen nie verstecken, seine strahlend bange Stimme verrät ihn immer; wohl darum, weil er die Umarmungen der Welt mindestens so sehr braucht.
So gibt es nach einem beschwingten Auftakt mit «Benny and the Jets» und «Philadelphia Freedom» viele von Elton Johns grossen Balladen zu hören in diesem Best-of-Programm, in dem der neueste Song vierzehn Jahre alt ist – die letzten Platten werden ignoriert. Elton Johns Stimme erweist sich auch an diesem Abend als unverwundbar, selbst wenn rund um sie der Pathos der klebrigen Musik und des Bühnenkitschs steigt wie eine heillose Flut. In «Rocket Man» kämpft der Sänger allerdings einen doppelten Kampf: auf der Bühne gegen die schmierigen Chöre, auf der Videoleinwand gegen die Einsamkeit des Superstars. Es ist, als hätte sich das jemand besonders raffiniert überlegt.
«Someone Saved My Life Tonight»
Ja, es geht in dieser Show auch um die Fährnisse dieses gefrässig-glamourösen Rockstars, der als Elton John um die Welt tingelt – bis hin zum Selbstmordversuch, den er 1975 in «Someone Saved My Life Tonight» geschildert hat und den er jetzt auch in einem neuen Videoclip nacherzählt. Man muss nur die Augen schliessen, um ihm zu glauben.
Aber natürlich sind auch diese alten Songs – drei Viertel des Repertoires stammen aus den Jahren 1970–1976 – längst Oldies, die einen grossen Teil ihrer biografischen Dringlichkeit verloren haben. Und nicht immer gewinnt Elton John im Hallenstadion den Kampf gegen die Routine einer x-tausendsten Wiederholung eines Songs: «Nikita» ist, alleine am Flügel aufgeführt, leer – und auch «Goodbye Yellow Brick Road» klingt verschliffen und alt. «Don’t Let the Sun Go Down on Me» und «Sorry Seems to Be the Hardest Words» sind dann aber wieder von der flehenden Grösse, die sie brauchen.
Und bald sitzt Elton John wieder allein am Klavier und singt «Your Song». Der Vorhang fällt, das rote Piano verschwindet in einem Hochsicherheitscontainer, und Zürich ist wieder unumarmt.
Old Benny Boy! He'll go nowhere without that hat. However, even though he's smiling here, little did he know that outside - we were cooking his horse
Former West Midlands Travel 3106 F106FJW is seen in its new life as a Wedding bus in Pathos, Cyprus. Seen along the seafront af Pathos Harbour
A statue seen in South Wales, which appeals to emotions in the viewer. The title of the work is Shout and it was sculpted from Ancaster stone by Glyn Williams and is exhibited in the grounds of Margam Country Park near Port Talbot, South Wales, UK.
Elton John - The Red Piano Tour
Hallenstadion Zürich, 16.10.09
Tages-Anzeiger, 17.10.09:
Und inmitten des Pathos erstrahlt Elton Johns bange Stimme
Das Rockkonzert als Rückblick auf ein Rockerleben: Elton John spielte am Freitag im fast ausverkauften Hallenstadion seine grössten Hits.
Da hat sich jemand etwas überlegt: Weil Elton John an diesem Abend vor allem über die Liebe singt, und weil die Farbe der Liebe das tiefe Rot ist, ist auch der Flügel rot. Am Ende dürfen sich ausgewählte Zuschauer (das heisst jene auf den ausgewählt teuren Plätzen) um ihn versammeln wie um ein knisterndes Kaminfeuer, und das ist natürlich der Höhepunkt dieser Show, die «The Red Piano» heisst, in Las Vegas von 2004 bis letzten Frühling gelaufen ist, seit zwei Jahren auch um die Welt tourt und am Freitag Abend nun schliesslich in Zürich angekommen ist, bei 10'300 Konzertbesuchern.
Verkleidet, aber nicht versteckt
Klar, das war und ist bis ins letzte Detail abgekartet, die Titel und die Reihenfolge der Lieder, die der 62-jährige Brite singt, sind seit Jahren unverändert. Wer aber routinierten Glamour erwartete, als weiss livrierte Diener das rote Klavier enthüllten, täuschte sich: Elton John war in seinen Liedern ja schon immer mehr ein Weltumarmer als eine illuster glitzernde Ikone. Da konnten ihn auch seine komischen Verkleidungen nie verstecken, seine strahlend bange Stimme verrät ihn immer; wohl darum, weil er die Umarmungen der Welt mindestens so sehr braucht.
So gibt es nach einem beschwingten Auftakt mit «Benny and the Jets» und «Philadelphia Freedom» viele von Elton Johns grossen Balladen zu hören in diesem Best-of-Programm, in dem der neueste Song vierzehn Jahre alt ist – die letzten Platten werden ignoriert. Elton Johns Stimme erweist sich auch an diesem Abend als unverwundbar, selbst wenn rund um sie der Pathos der klebrigen Musik und des Bühnenkitschs steigt wie eine heillose Flut. In «Rocket Man» kämpft der Sänger allerdings einen doppelten Kampf: auf der Bühne gegen die schmierigen Chöre, auf der Videoleinwand gegen die Einsamkeit des Superstars. Es ist, als hätte sich das jemand besonders raffiniert überlegt.
«Someone Saved My Life Tonight»
Ja, es geht in dieser Show auch um die Fährnisse dieses gefrässig-glamourösen Rockstars, der als Elton John um die Welt tingelt – bis hin zum Selbstmordversuch, den er 1975 in «Someone Saved My Life Tonight» geschildert hat und den er jetzt auch in einem neuen Videoclip nacherzählt. Man muss nur die Augen schliessen, um ihm zu glauben.
Aber natürlich sind auch diese alten Songs – drei Viertel des Repertoires stammen aus den Jahren 1970–1976 – längst Oldies, die einen grossen Teil ihrer biografischen Dringlichkeit verloren haben. Und nicht immer gewinnt Elton John im Hallenstadion den Kampf gegen die Routine einer x-tausendsten Wiederholung eines Songs: «Nikita» ist, alleine am Flügel aufgeführt, leer – und auch «Goodbye Yellow Brick Road» klingt verschliffen und alt. «Don’t Let the Sun Go Down on Me» und «Sorry Seems to Be the Hardest Words» sind dann aber wieder von der flehenden Grösse, die sie brauchen.
Und bald sitzt Elton John wieder allein am Klavier und singt «Your Song». Der Vorhang fällt, das rote Piano verschwindet in einem Hochsicherheitscontainer, und Zürich ist wieder unumarmt.
Progetto Giovedì per i Giovani con Liceo Michelangelo, in occasione della mostra Bronzi ellenistici. Firenze, primavera 2015
Progetto Giovedì per i giovani realizzato in collaborazione con il Liceo Michelangelo di Firenze, in occasione della mostra Potere e pathos. Bornzi del mondo ellenistico (14 marzo-21 giugno 2015).
foto: Martino Margheri
The Sierra Leone-flagged EDRO III struck a rock and ran into trouble about ten miles from the shore of Paphos and became disabled. The Edro III drifted until it finally went ashore near Peyia, hitting the rocks between 4am and 5am on 8 December 2011 in heavy seas, during a voyage to Rhodes, from Limassol, Cyprus with a cargo of plasterboard. The ship got stuck broadside approximately 15 metres from the shore with the bow wedged in a rocky stretch of the beach.
At the time of the accident, the ship had nine crew members - seven Albanians and two Egyptians. The crew were rescued and airlifted to the safety of Paphos by a local British Military helicopter.
The EDRO III weighs about 2,345 tons and is over 80 meters in length.
Apollonius, Boxer at Rest, 1st century B.C.E. (may be a copy of a 4th century sculpture), bronze, Palazzo Massimo, Museo Nazionale Romano
Overshadowed by the pathos of the human figures, this mortally wounded horse is dying in the centre foreground. It's one of those things, like the dying dog cast at Pompeii, which just hit you at a deeper level somehow.
7 Deadly s{K}ins - Limited NORA Chestnut NO cleavage
.IsA Fantasy. Mona Red
#2::Duce::2# Stomped on Flames orange boot
Pathos Maitreya Nicole Nails
.ploom. Kelly (small) - Candy
Essences - Hangover Lipstick 07 (put on 1st)
**NOYA** - Spring Make up -27 Spring Colors: Dawn Eyeshadow + Orange Lipgloss (put on 2nd)
Curious Kitties - Passionate Lover eyes - Green
Elton John - The Red Piano Tour
Hallenstadion Zürich, 16.10.09
Tages-Anzeiger, 17.10.09:
Und inmitten des Pathos erstrahlt Elton Johns bange Stimme
Das Rockkonzert als Rückblick auf ein Rockerleben: Elton John spielte am Freitag im fast ausverkauften Hallenstadion seine grössten Hits.
Da hat sich jemand etwas überlegt: Weil Elton John an diesem Abend vor allem über die Liebe singt, und weil die Farbe der Liebe das tiefe Rot ist, ist auch der Flügel rot. Am Ende dürfen sich ausgewählte Zuschauer (das heisst jene auf den ausgewählt teuren Plätzen) um ihn versammeln wie um ein knisterndes Kaminfeuer, und das ist natürlich der Höhepunkt dieser Show, die «The Red Piano» heisst, in Las Vegas von 2004 bis letzten Frühling gelaufen ist, seit zwei Jahren auch um die Welt tourt und am Freitag Abend nun schliesslich in Zürich angekommen ist, bei 10'300 Konzertbesuchern.
Verkleidet, aber nicht versteckt
Klar, das war und ist bis ins letzte Detail abgekartet, die Titel und die Reihenfolge der Lieder, die der 62-jährige Brite singt, sind seit Jahren unverändert. Wer aber routinierten Glamour erwartete, als weiss livrierte Diener das rote Klavier enthüllten, täuschte sich: Elton John war in seinen Liedern ja schon immer mehr ein Weltumarmer als eine illuster glitzernde Ikone. Da konnten ihn auch seine komischen Verkleidungen nie verstecken, seine strahlend bange Stimme verrät ihn immer; wohl darum, weil er die Umarmungen der Welt mindestens so sehr braucht.
So gibt es nach einem beschwingten Auftakt mit «Benny and the Jets» und «Philadelphia Freedom» viele von Elton Johns grossen Balladen zu hören in diesem Best-of-Programm, in dem der neueste Song vierzehn Jahre alt ist – die letzten Platten werden ignoriert. Elton Johns Stimme erweist sich auch an diesem Abend als unverwundbar, selbst wenn rund um sie der Pathos der klebrigen Musik und des Bühnenkitschs steigt wie eine heillose Flut. In «Rocket Man» kämpft der Sänger allerdings einen doppelten Kampf: auf der Bühne gegen die schmierigen Chöre, auf der Videoleinwand gegen die Einsamkeit des Superstars. Es ist, als hätte sich das jemand besonders raffiniert überlegt.
«Someone Saved My Life Tonight»
Ja, es geht in dieser Show auch um die Fährnisse dieses gefrässig-glamourösen Rockstars, der als Elton John um die Welt tingelt – bis hin zum Selbstmordversuch, den er 1975 in «Someone Saved My Life Tonight» geschildert hat und den er jetzt auch in einem neuen Videoclip nacherzählt. Man muss nur die Augen schliessen, um ihm zu glauben.
Aber natürlich sind auch diese alten Songs – drei Viertel des Repertoires stammen aus den Jahren 1970–1976 – längst Oldies, die einen grossen Teil ihrer biografischen Dringlichkeit verloren haben. Und nicht immer gewinnt Elton John im Hallenstadion den Kampf gegen die Routine einer x-tausendsten Wiederholung eines Songs: «Nikita» ist, alleine am Flügel aufgeführt, leer – und auch «Goodbye Yellow Brick Road» klingt verschliffen und alt. «Don’t Let the Sun Go Down on Me» und «Sorry Seems to Be the Hardest Words» sind dann aber wieder von der flehenden Grösse, die sie brauchen.
Und bald sitzt Elton John wieder allein am Klavier und singt «Your Song». Der Vorhang fällt, das rote Piano verschwindet in einem Hochsicherheitscontainer, und Zürich ist wieder unumarmt.
Why am I here? Why are you there? Is our humanity taking us forward to a bright future? Or are we destined to fail due to our collective inhumanity ... and be forced to start all over? I was struck by this poignant reflection, the young woman and the Silverback both so pensive. What do you think they're thinking?
Aluna: Fernanda Casanova
Foto: Denise Wichmann
Modelo: Joana (JOY)
Cabelo/maquiagem: Johnny Left
Tratamento de imagem: Luly Salle
Trabalho desenvolvido para o editorial do livro Pathos Projeta-me (disciplina Desenvolvimento de Coleções II, a qual ministro), onde o aluno desfilará a sua coleção no dia 11 de dezembro na Feevale.