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Aus Tirols traurigster Zeit. Vor wenigen Tagen wurde in Lienz in aller Stille an der Vorderseite der dem hochw. Herrn Max Hölzl gehörigen Angerburg eine würdige Gedenktafel aus Syenit enthüllt, welche die Inschrift trägt: „Im Garten des alten Adelansitzes Angerburg wurden am 2. Hornung 1810 von den Franzosen erschossen die hochwürdigen Herrn Johann Damascen Sigmund, Pfarrer von Virgen ex Ord. Carmel in Lienz, geboren zu Lienz am 15. Juli 1747 und Martin Unterkircher, Kooperator in Virgen, geboren zu St. Jakob in Defereggen am 11. November 1779. Diese beiden Opfer der Vaterlandsliebe wurden am 27. Hornung 1810 auf den hiesigen Friedhof übertragen.“ Bekanntlich waren die beiden Gemordeten die letzten Opfer unter der Schreckensherrschaft, die der französische Divisions-General Reichsgraf Broussier in der hiesigen Gegend nach der endgültigen Niederwerfung der Tiroler Erhebung im Jahr 1809 ausübte.
Die Besetzung der Iseltaler Orte durch wenige Soldaten verlief daraufhin friedlich. Doch der Lienzer Platzkommandant übte einen unguten Einfluss aus, sodass es im dau- und Iseltal unruhig blieb. Den allerletzten Waffengang wagten die Iseltaler, als sie am 8. Dezember den Einmarsch von einigen hundert Franzosen vor Ainet stoppten. Durch die Missachtung der Friedens- und Amnestieangebote hatten sich die Aufständischen jede Schonung verwirkt. Im Pustertal und im Iseltal errichteten die Franzosen ein wahres Schreckensregiment. – In Matrei erschien der französische General Broussier am Weihnachtstag und quartierte seine 5000 Soldaten in den 80 Häusern des Marktes ein. Die Häuser der geflohenen Anführer Panzl und Wallner wurden zerstört, die beiden Schützenhauptleute Franz Obersamer und Johann Weber wurden am 29. Dezember hingerichtet. Das gleiche Schicksal erlitten Franz Frandl aus Mitteldorf, Josef Taxer aus Hopfgarten, Johann Oblasser aus Ainet und Stephan Groder aus Kals.
www.bataillon.at/wb/media/2009/09_batvers_praegr/referat_...
Überall in Lienz gibt es Blumenbeete so wie hier an der Isel. Im Hintergrund ist die Spitalbrücke erkennbar.
150 JAHRE ALBIN EGGER-LIENZ 1868/2018
WERK, LEBEN UND MENSCH IN AUSSTELLUNG UND SONDERVERANSTALTUNGEN
19. Mai bis 26. Oktober 2018
Haupttrakt
Am 29. Jänner 2018 feierte Albin Egger-Lienz seinen 150. Geburtstag. Anlässlich des Jubiläumsjahres bieten Sonderveranstaltungen, etwa Sonntagsmatineen zu Leben, Werk und Mensch Egger-Lienz mit Gastvortragenden aus unterschiedlichsten Fachbereichen, einen ergänzenden Blick auf den großen Sohn Tirols - nicht jedoch, ohne seine großen Werke in einer würdigen Ausstellung zu präsentieren.
Nach „Totentanz. Egger-Lienz und der Krieg“, der beeindruckenden Kooperation mit der Österreichischen Galerie Belvedere im Sommer 2014, nimmt das Museum Schloss Bruck die Gelegenheit wahr, seine umfangreichen Egger-Lienz-Bestände – ergänzt mit einigen Highlights aus externen Sammlungen – neu adaptiert zu zeigen. In 12 Themenkreisen werden Persönlichkeit und Schaffen des bedeutendsten Tiroler Malers des 20. Jahrhunderts, aber auch Fragenkomplexe wie „Rezeption“ und „Restitution“ dem Publikum nähergebracht. Durch seine entscheidenden Werke wird dabei deutlich, dass sich der Maler dort zum Kronzeugen gegen sich selbst aufruft, wo er zur Bildung des Klischees „Blut und Boden“ beigetragen hat.
Werke der Ikone der Österreichischen Moderne, Albin Egger-Lienz, wurde bereits vielfach in den imposanten Museumsräumen von Schloss Bruck gezeigt. Doch immer wieder gelingt es, neue Facetten an seinem Werk, in seinem Leben zu entdecken. Aus diesen wurde die neue Dauerausstellung „Ich male keine Bauern, sondern Formen" konzipiert. Im Spannungsfeld zwischen außergewöhnlichen Leihgaben und den hervorragenden Stücken der hauseigenen Sammlung des Museums der Stadt Lienz werden die Persönlichkeit und das Schaffen Egger-Lienz‘ präsentiert. Die zeitgenössische Intervention des Südtiroler Bildhauers Lois Anvidalfarei „Ecce Homo" stellt wie Albin Egger-Lienz die menschliche Figur in den Mittelpunkt und stellt die Frage: Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?
www.museum-schlossbruck.at/aktuelles-ausstellungen/progra...
Hauptschule
Objekt ID: 2984, Muchargasse 8
Katastralgemeinde: Lienz. Das zwischen 1903 und 1904 als Knaben-Volks- und -Hauptschule errichtete, dreigeschoßige Gebäude wurde von Viktor Rizzardi geplant und im Stil des strengen Historismus ausgeführt.
de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_O...
Albin Egger-Lienz
eb. 29. Januar 1868 in Stribach, gest. 4. November 1926 in St. Justina
Der österreichische Maler Albin Egger-Lienz wurde durch seine monumental-dekorativen Ölgemälde bekannt, welcher 1899 für sein Bild Das Kreuz die Große Goldene Staatsmedaille des Künstlerhauses Wien erhielt.
Albin Egger-Lienz Vater war der Kirchenmaler Georg Egger. Von 1884 bis 1893 studierte er Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Danach arbeitete er als freischaffender Künstler. In Wien wurde ihm 1899 für sein Bild Das Kreuz die Große Goldene Staatsmedaille verliehen. Er war dort Mitglied des Hagenbundes und der Wiener Secession. Wegen gesundheitlicher Probleme musste Egger-Lienz im Ersten Weltkrieg nur kurz zum Militär. Für einige Zeit arbeitete er als Kriegsmaler. Nach dem Krieg wurde ihm eine Professur an der Wiener Akademie angeboten, die er jedoch ablehnte. Kurz vor seinem Tod wurde er zum Ehrendoktor der Universität Innsbruck ernannt.
Egger-Lienz malte hauptsächlich Ölbilder. Während des Studiums war es sein Lehrer, der Historienmaler Wilhelm Lindenschmit, und Franz von Defregger, durch den er geprägt wurde. Später beeinflussten ihn unter anderem die Werke des schweizerischen Malers Ferdinand Hodler, die ihn zu einer monumental-dekorativen Arbeitsweise inspirierten. Im Bild Finale von 1918 zeigt sich die Hinwendung zum deutschen Expressionismus im Spätwerk.
Thematisch beschäftigte sich Egger-Lienz mit existentiellen Situationen, mit Leid, Tod, Werden und Vergehen. Ab 1906 griff er wiederholt das Motiv des Totentanzes auf.
Das Dorotheum konnte bei einer Auktion im Mai 2006 den bisher höchsten Preis für ein Werk von Albin Egger-Lienz erzielen mit 760.000 Euro für eine Version des Totentanz von 1809.
www.dorotheum.com/sparten/k/bilder/kuenstler/albin-egger-...
Wohnhaus und Atelier
ObjektID: 7531
seit 2015
Schweizergasse 33
KG: Lienz
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