View allAll Photos Tagged kellermann

참여사회연구소·프리드리히에버트재단 주관

2013년 사회정책연합 공동학술대회 특별세션 개최

 

2013년 10월 11일(금) 오후 2시 40분, 한국보건복지인력개발원 서래당(충북 오송)

 

참여연대 부설 참여사회연구소와 프리드리히 에버트 재단 한국사무소는 10월 11일~12일까지 충북 오송 한국보건복지인력개발원에서 열리는 '2013년 사회정책연합 공동학술대회'에서 특별세션을 개최했습니다. 이번 특별세션의 1부는 , 2부는 을 주제로, 10월 11일(금) 오후 2시 40분부터 한국보건복지인력개발원 내 서래당에서 개최했습니다.

 

참여사회연구소와 프리드리히 에버트 재단은 2011년부터 지속 가능한 복지국가로 나아가기 위한 이행전략과 비전을 연구해왔습니다. 특히 한국 고유의 특수성인 ‘분단체제’를 한국형 복지국가 건설에 있어 중요한 변수로 두고, '복지국가'와 '평화국가' 간의 유기적인 관계를 통한 평화복지국가의 가능성을 모색해왔습니다.

 

2011년과 2012년에는 각 각 국제심포지엄 와 를 개최했습니다. 올해는 을 주제로 평화복지국가 구상의 필요성과 담론을 구체화하고, 탈산업화 시대에 분단국가인 한국에서 평화복지국가를 실현할 수 있는 주체 역량과 사회윤리적 가치 기반을 탐색했습니다.

 

사회정책연합 공동학술대회 특별세션의 일환으로 개최되는 세션은 김영순 한국과학기술대학교 교수의 사회로 진행됐으며, 구갑우 북한대학교대학원 교수, 박명준 한국노동연구원 연구위원, 황규성 한신대학교 민주사회정책연구원 교수, 윤홍식 인하대학교 교수, 장지연 한국노동연구원 연구위원, 이양수 한양대 강의교수가 발표 및 토론자로 참여했습니다.

 

특별세션 2부 은 최근 몇 년간 유럽 전역의 학자, 활동가들을 중심으로 논의되고 있는 대안적 사회민주주의의 정치 구상인 '굿소사이어티(Good Society)' 담론의 문제의식과 지향을 탐색했습니다.

 

굿소사이어티 담론은 '제3의 길'을 선택했던 유럽 사민당들의 잇따른 선거 패배, 특히 '고삐 풀린 자본주의'의 결과라고 일컬어지기도 했던 세계금융위기가 사민주의의자들의 기대와 달리 새로운 기회가 되지 못하자, 경제적ㆍ정치적 문제를 가치중심적으로 분석하여 새로운 정치 비전을 수립하려는 차원에서 모색되고 있습니다. 이번 세션에서는 독일 사회적 시장경제 모델의 정책 대안과 더불어 지난 9월 치러진 독일 연방의회 선거 결과에 따른 정책 실현 가능성도 논의됐습니다.

 

사회는 홍윤기 참여사회연구소 소장(동국대학교 교수)이, 발표자로는 굿소사이어티 담론 구축에 주도적으로 참여하고 있는 헤닝 마이어(Henning Meyer) 런던정치경제대학교(LSE) 방문연구위원과《자본주의 고쳐 쓰기(Decent Capitalism)》의 공저자이자 독일사민당에서 전략·컨텐츠국 부국장으로 활동하고 있는 크리스티안 켈러만(Christian Kellermann) 박사, 이양수 한양대학교 강의교수가 참여했습니다.

  

© Mathias Kellermann 2013 - All rights reserved - This work is protected under international copyright laws and agreements.No part of this photostream may be reproduced, stored in retrieval system (except Flickr Expo system and Faves) , or transmitted, in any form or by any means, electronic, mechanical, photocopying, recording or otherwise, without my prior written permission.

L'exploitation et la reproduction à des fins commerciales ou non commerciales d'une oeuvre sans autorisation ecrite de son auteur constitue un acte de contrefaçon pénalement sanctionné au titre des articles L.122-4, L335-2 et L335-3 du CPI d'une peine ​allant jusqu’à 3 ans de prison et 300 000 euros d’amende.Click on the image to see with black frame.

My best pics on : www.flickr.com/photos/matkeller-as-titus1st/sets/72157625...

To visit my personal website : mathiaskellermann.wix.com/photographyThank you all for your comments, invitations and support :)

Wisdom never came to me without unhappiness, nor knowledge penetrated me without pain. / La sagesse ne m'est pas plus venue sans malheur, que le savoir ne m'a pénétré sans douleur.

 

© Mathias Kellermann 2012 - This work is protected under international copyright laws and agreements. No part of this photostream may be reproduced, stored in retrieval system (except Flickr Expo system and Faves) , or transmitted, in any form or by any means, electronic, mechanical, photocopying, recording or otherwise, without my prior written permission.

 

L'exploitation et la reproduction à des fins commerciales ou non commerciales d'une oeuvre sans autorisation ecrite de son auteur constitue un acte de contrefaçon pénalement sanctionné au titre des articles L.122-4, L335-2 et L335-3 du CPI d'une peine ​allant jusqu’à 3 ans de prison et 300 000 euros d’amende.

 

Click on the image to see with black frame.

 

My Best ☆ FAVES by you, on : www.flickr.com/photos/matkeller-as-titus1st/sets/72157625...

10 Jahre Dyke March Berlin - "The Future is Dyke"

Traditionell einen Tag vor der CSD-Parade in Berlin feierte der kommerzfreie Dyke March am 21. Juli 2023 sein zehnjähriges Bestehen. Angeführt von einer Dykes-on-Bikes-Gruppe mit ungefähr 50 Motorrädern/rollern waren geschätzt 8.500 bis zu 10.000 Teilnehmende am Freitag auf der Straße in Kreuzberg, Treptow und Neukölln vertreten. Auch u.a. Carolin Emcke und Georgine Kellermann nahmen daran teil.

Gestartet wurde der March etwas verspätet gegen 18:30 Uhr vor dem Festsaal Kreuzberg und führte als Demonstrationsroute durch die Puschkinallee – Bouchéstraße – Karl Kunger Straße – Wildenbruchstraße – Sonnenallee – Pannierstraße – Glogauer Straße – Reichenberger Straße – Ohlauer Straße – Wiener Straße – Lausitzer Strabe – Skalitzer Straße – Schlesische Straße – Puschkinallee und zurück zum Festsaal Kreuzberg, wo die offizielle Dyke March Abschlussparty „Dykes Do It Better!“ startete.

Von mehreren Teilnehmenden hörte ich die Kritik, das die Route nicht sichtbar genug gewählt wurde. So wünschte man sich einen March in belebten und stark frequentierten Kiezen mit viel "Raum auf den Straßen", um tatsächlich "von außen" gesehen und gehört zu werden.

 

Die Parade für Lesben, Dykes, bisexuelle Frauen, transgeschlechtliche und nichtbinäre Menschen sowie ihre Unterstützer für lesbische Sichtbarkeit ist keine Konkurrenz, sondern soll eine Ergänzung zum CSD sein. „Weil auch beim CSD die Lesben oft ein bisschen untergehen. Es ist doch meistens eine sehr männlich dominierte Veranstaltung“, sagte Daniela Bergmann, Mitorganisatorin des Dyke Marchs gegenüber zur taz.

Diese große lesbische Präsenz an einem Tag des Jahres steht eine weitgehende Unsichtbarkeit im restlichen Jahr gegenüber. Sie zeigt sich auch darin, dass es in ganz Deutschland nur noch eine Lesbenbar ("La Gata" in Frankfurt am Main) und in Berlin mit der "Begine" nur eine einzige Frauenkneipe existieren. Im Vergleich zur reichhaltigen Ausgeh-Infrastruktur der Schwulen in der Hauptstadt ist das ein trauriges Bild. Natürlich gehen auch lesbische Frauen hier aus, man findet sie zum Beispiel in der "Möbel Olfe", im "Südblock" oder der "Oya Bar" – Orte, die sie allerdings nicht für sich haben.

 

Gegen 19:45 Uhr brach auf Höhe der Sonnenallee (ungefährer Beginn des Demonstrationszuges) ein heftiger Sturzregen mit Gewitter aus. Dies führte kurzzeitig dazu, das sich der Dyke March verdünnte, nach dem Regenguss aber formierte sich der March laut Manuela Kay (Dyke-March-Organisatorin) gegenüber queer.de wieder größtenteils und gelangte schließlich zu seinem Endpunkt am Festsaal Kreuzberg, wo im Anschluss die große Party stieg.

Es war ein sehr großer, bunter und starker Dyke March in diesem Jahr, der weitestgehend frei von Übergriffigkeiten blieb. Bleibt zu hoffen, das er sich im nächsten Jahr nochmals verdoppelt.

 

Kontrast zum transinklusiven Dyke March

Bei vergangenen Dyke Marches gab es wiederholt transfeindliche Vorfälle, dies blieb allerdings in diesem Jahr aus. Das mag vielleicht auch daran gelegen haben, weil sich im Juni laut Berlin Register unter dem Motto „Lesbisch nicht Queer!“ bei einem eigenen "Real Dyke March" in Berlin-Charlottenburg ca. 26 Menschen zusammen gefunden hatten, um sich gegen die sogenannten selbst ernannten „Trans-Trends“ abzugrenzen. Der "Real Dyke March" wird seit einigen Jahren als Gegenstück zum transinklusiven Berliner "Dyke March" organisiert.

Den "Real Dyke March" unterstützen immer wieder auch streitbare Feministen mit Hang zu Verschwörungsmythen, dem verbreiten von Fake-News und teils auch rechtsoffenen Positionen und Bezügen, die als transfeindliche Hetze vorwiegend im Internet aus der TERF-Szene verbreitet werden, um dann auf die Straße zu gelangen. Das Akronym TERF steht dabei für "Trans-Exclusionary Radical Feminism" („Trans-ausschließender Radikalfeminismus“).

Große Unterstützung bekommt die TERF-Szene auch von der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer, die sich nicht als Putin-Versteherin sehen will - sie sich aber 2014 auf ihrer Seite genau so positionierte ("Warum ich trotz allem Putin verstehe!") und die sich schon vor vielen Jahren zum Instrument russischer Propaganda gemacht hat, als sie z.B. 2016 einen Kommentar der Chefredakteurin Margarita Simonjan von Russia Today in der EMMA übernahm, der dort bis heute vorzufinden ist.

Anfang diesen Jahres veranstaltete sie mit Sahra Wagenknecht die putinfreundliche Großkundgebung "Manifest für den Frieden", bei der auch nicht wenige Rechte, Rechtsextreme und Antidemokraten vertreten waren. Schwarzer´s Positionen finden sich oft und gern in rechtskonservativen und rechtsextremen Medien wieder, wo ihre Meinungen für die entsprechende Community beworben wird.

 

Das Selbstbestimmungsgesetz ist in Teilen ein sehr kontrovers versucht diskutiertes Thema. Meinen Beobachtungen zufolge haben sich die Fronten unlängst durch die TERF-Szene radikal, aber auch auf beiden Seiten verhärtet. Darüber hinaus gibt es Kritiker -einzelner Positionen- in Bezug auf das Selbstbestimmungsgesetz, die sich nicht in der TERF-Szene bewegen und sich darin auch nicht verorten, aber keinen sachlichen Austausch in der Community mehr vorfinden. Damit ist m.E. die versuchte Spaltung aus der TERF-Szene in naher Zukunft vorprogrammiert. Was sich daran in Zukunft evtl. ändern kann oder wird, wird wohl erst die Zeit zeigen.

 

hinzugezogene Quellen

dykemarchberlin.com/

taz.de/Dyke-March-in-Berlin/!5945112/

www.queer.de/detail.php?article_id=46415 (archive.fo/T1FLs)

www.nd-aktuell.de/artikel/1174892.jubilaeum-jahre-dyke-ma... (archive.fo/RWlJ4)

www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/vor-dem-dyk... (archive.fo/tiX2t)

twitter.com/GeorgineKellerm/status/1682444874237333506

www.youtube.com/watch?v=4apWdLXPhpg

 

twitter.com/kinkalitzken/status/1672319526845685772

www.lsvd.de/de/ct/6417-Selbstbestimmungsgesetz (archive.fo/K4U6s)

berliner-register.de/artikel/realdykemarch-504/ (archive.fo/aVycD)

www.queer.de/detail.php?article_id=46122 (archive.fo/wtUg8)

www.nd-aktuell.de/artikel/1174255.demonstration-realer-ge... (archive.fo/PxDir)

www.fr.de/meinung/kolumnen/alice-schwarzer-emma-und-terf-... (archive.fo/8VWKB)

www.deutschlandfunkkultur.de/alice-schwarzer-transsexuali... (archive.fo/SYloS)

www.zeit.de/news/2022-11/06/alice-schwarzer-sieht-sich-ni... (archive.fo/3HGAa)

www.aliceschwarzer.de/artikel/warum-ich-trotz-allem-putin... (archive.fo/2kCij)

www.emma.de/artikel/wir-wollen-nicht-mehr-sein-wie-ihr-33... (archive.fo/MAibE)

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720306...

web.archive.org/web/20170819034832/https://www.reporter-o...

 

-------------------------------------------------

 

© Streichphotography

 

Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

 

Rechtlicher Hinweis:

Copyright:

Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.

Nutzungsrecht:

Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.

Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!

Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: Juli 2023

참여사회연구소·프리드리히에버트재단 주관

2013년 사회정책연합 공동학술대회 특별세션 개최

 

2013년 10월 11일(금) 오후 2시 40분, 한국보건복지인력개발원 서래당(충북 오송)

 

참여연대 부설 참여사회연구소와 프리드리히 에버트 재단 한국사무소는 10월 11일~12일까지 충북 오송 한국보건복지인력개발원에서 열리는 '2013년 사회정책연합 공동학술대회'에서 특별세션을 개최했습니다. 이번 특별세션의 1부는 , 2부는 을 주제로, 10월 11일(금) 오후 2시 40분부터 한국보건복지인력개발원 내 서래당에서 개최했습니다.

 

참여사회연구소와 프리드리히 에버트 재단은 2011년부터 지속 가능한 복지국가로 나아가기 위한 이행전략과 비전을 연구해왔습니다. 특히 한국 고유의 특수성인 ‘분단체제’를 한국형 복지국가 건설에 있어 중요한 변수로 두고, '복지국가'와 '평화국가' 간의 유기적인 관계를 통한 평화복지국가의 가능성을 모색해왔습니다.

 

2011년과 2012년에는 각 각 국제심포지엄 와 를 개최했습니다. 올해는 을 주제로 평화복지국가 구상의 필요성과 담론을 구체화하고, 탈산업화 시대에 분단국가인 한국에서 평화복지국가를 실현할 수 있는 주체 역량과 사회윤리적 가치 기반을 탐색했습니다.

 

사회정책연합 공동학술대회 특별세션의 일환으로 개최되는 세션은 김영순 한국과학기술대학교 교수의 사회로 진행됐으며, 구갑우 북한대학교대학원 교수, 박명준 한국노동연구원 연구위원, 황규성 한신대학교 민주사회정책연구원 교수, 윤홍식 인하대학교 교수, 장지연 한국노동연구원 연구위원, 이양수 한양대 강의교수가 발표 및 토론자로 참여했습니다.

 

특별세션 2부 은 최근 몇 년간 유럽 전역의 학자, 활동가들을 중심으로 논의되고 있는 대안적 사회민주주의의 정치 구상인 '굿소사이어티(Good Society)' 담론의 문제의식과 지향을 탐색했습니다.

 

굿소사이어티 담론은 '제3의 길'을 선택했던 유럽 사민당들의 잇따른 선거 패배, 특히 '고삐 풀린 자본주의'의 결과라고 일컬어지기도 했던 세계금융위기가 사민주의의자들의 기대와 달리 새로운 기회가 되지 못하자, 경제적ㆍ정치적 문제를 가치중심적으로 분석하여 새로운 정치 비전을 수립하려는 차원에서 모색되고 있습니다. 이번 세션에서는 독일 사회적 시장경제 모델의 정책 대안과 더불어 지난 9월 치러진 독일 연방의회 선거 결과에 따른 정책 실현 가능성도 논의됐습니다.

 

사회는 홍윤기 참여사회연구소 소장(동국대학교 교수)이, 발표자로는 굿소사이어티 담론 구축에 주도적으로 참여하고 있는 헤닝 마이어(Henning Meyer) 런던정치경제대학교(LSE) 방문연구위원과《자본주의 고쳐 쓰기(Decent Capitalism)》의 공저자이자 독일사민당에서 전략·컨텐츠국 부국장으로 활동하고 있는 크리스티안 켈러만(Christian Kellermann) 박사, 이양수 한양대학교 강의교수가 참여했습니다.

  

Dans la tradition Toraja, les enfants mourant avant d'avoir atteint l'age de leur première dent sont enterrés dans le tronc des arbres à sève blanche. Ici un Tarra, mais cela peut tout aussi bien être un Kapok ou un Baniang. La tradition veut que l'arbre accueille l'enfant en son sein comme l'enfant reviendrait dans le ventre de la mère. Sa sève blanche rappelant le lait maternel. Plusieurs petits tombeaux creusés à même le tronc grandissent ainsi avec l'arbre pendant toute son existance.

 

In the traditional Toraja, the children dying before reaching the age of their first teeth are buried in the trunks of trees with white sap. A "Tarra" here, but it may as well be a "Kapok" or a "Baniang". The tree receives the child in its womb like child would be in the womb of his mother. Its white sap recalls the maternal milk. Several small tombs are dug into the trunk and the tree still growing with the childs throughout its existence...

 

10 Jahre Dyke March Berlin - "The Future is Dyke"

Traditionell einen Tag vor der CSD-Parade in Berlin feierte der kommerzfreie Dyke March am 21. Juli 2023 sein zehnjähriges Bestehen. Angeführt von einer Dykes-on-Bikes-Gruppe mit ungefähr 50 Motorrädern/rollern waren geschätzt 8.500 bis zu 10.000 Teilnehmende am Freitag auf der Straße in Kreuzberg, Treptow und Neukölln vertreten. Auch u.a. Carolin Emcke und Georgine Kellermann nahmen daran teil.

Gestartet wurde der March etwas verspätet gegen 18:30 Uhr vor dem Festsaal Kreuzberg und führte als Demonstrationsroute durch die Puschkinallee – Bouchéstraße – Karl Kunger Straße – Wildenbruchstraße – Sonnenallee – Pannierstraße – Glogauer Straße – Reichenberger Straße – Ohlauer Straße – Wiener Straße – Lausitzer Strabe – Skalitzer Straße – Schlesische Straße – Puschkinallee und zurück zum Festsaal Kreuzberg, wo die offizielle Dyke March Abschlussparty „Dykes Do It Better!“ startete.

Von mehreren Teilnehmenden hörte ich die Kritik, das die Route nicht sichtbar genug gewählt wurde. So wünschte man sich einen March in belebten und stark frequentierten Kiezen mit viel "Raum auf den Straßen", um tatsächlich "von außen" gesehen und gehört zu werden.

 

Die Parade für Lesben, Dykes, bisexuelle Frauen, transgeschlechtliche und nichtbinäre Menschen sowie ihre Unterstützer für lesbische Sichtbarkeit ist keine Konkurrenz, sondern soll eine Ergänzung zum CSD sein. „Weil auch beim CSD die Lesben oft ein bisschen untergehen. Es ist doch meistens eine sehr männlich dominierte Veranstaltung“, sagte Daniela Bergmann, Mitorganisatorin des Dyke Marchs gegenüber zur taz.

Diese große lesbische Präsenz an einem Tag des Jahres steht eine weitgehende Unsichtbarkeit im restlichen Jahr gegenüber. Sie zeigt sich auch darin, dass es in ganz Deutschland nur noch eine Lesbenbar ("La Gata" in Frankfurt am Main) und in Berlin mit der "Begine" nur eine einzige Frauenkneipe existieren. Im Vergleich zur reichhaltigen Ausgeh-Infrastruktur der Schwulen in der Hauptstadt ist das ein trauriges Bild. Natürlich gehen auch lesbische Frauen hier aus, man findet sie zum Beispiel in der "Möbel Olfe", im "Südblock" oder der "Oya Bar" – Orte, die sie allerdings nicht für sich haben.

 

Gegen 19:45 Uhr brach auf Höhe der Sonnenallee (ungefährer Beginn des Demonstrationszuges) ein heftiger Sturzregen mit Gewitter aus. Dies führte kurzzeitig dazu, das sich der Dyke March verdünnte, nach dem Regenguss aber formierte sich der March laut Manuela Kay (Dyke-March-Organisatorin) gegenüber queer.de wieder größtenteils und gelangte schließlich zu seinem Endpunkt am Festsaal Kreuzberg, wo im Anschluss die große Party stieg.

Es war ein sehr großer, bunter und starker Dyke March in diesem Jahr, der weitestgehend frei von Übergriffigkeiten blieb. Bleibt zu hoffen, das er sich im nächsten Jahr nochmals verdoppelt.

 

Kontrast zum transinklusiven Dyke March

Bei vergangenen Dyke Marches gab es wiederholt transfeindliche Vorfälle, dies blieb allerdings in diesem Jahr aus. Das mag vielleicht auch daran gelegen haben, weil sich im Juni laut Berlin Register unter dem Motto „Lesbisch nicht Queer!“ bei einem eigenen "Real Dyke March" in Berlin-Charlottenburg ca. 26 Menschen zusammen gefunden hatten, um sich gegen die sogenannten selbst ernannten „Trans-Trends“ abzugrenzen. Der "Real Dyke March" wird seit einigen Jahren als Gegenstück zum transinklusiven Berliner "Dyke March" organisiert.

Den "Real Dyke March" unterstützen immer wieder auch streitbare Feministen mit Hang zu Verschwörungsmythen, dem verbreiten von Fake-News und teils auch rechtsoffenen Positionen und Bezügen, die als transfeindliche Hetze vorwiegend im Internet aus der TERF-Szene verbreitet werden, um dann auf die Straße zu gelangen. Das Akronym TERF steht dabei für "Trans-Exclusionary Radical Feminism" („Trans-ausschließender Radikalfeminismus“).

Große Unterstützung bekommt die TERF-Szene auch von der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer, die sich nicht als Putin-Versteherin sehen will - sie sich aber 2014 auf ihrer Seite genau so positionierte ("Warum ich trotz allem Putin verstehe!") und die sich schon vor vielen Jahren zum Instrument russischer Propaganda gemacht hat, als sie z.B. 2016 einen Kommentar der Chefredakteurin Margarita Simonjan von Russia Today in der EMMA übernahm, der dort bis heute vorzufinden ist.

Anfang diesen Jahres veranstaltete sie mit Sahra Wagenknecht die putinfreundliche Großkundgebung "Manifest für den Frieden", bei der auch nicht wenige Rechte, Rechtsextreme und Antidemokraten vertreten waren. Schwarzer´s Positionen finden sich oft und gern in rechtskonservativen und rechtsextremen Medien wieder, wo ihre Meinungen für die entsprechende Community beworben wird.

 

Das Selbstbestimmungsgesetz ist in Teilen ein sehr kontrovers versucht diskutiertes Thema. Meinen Beobachtungen zufolge haben sich die Fronten unlängst durch die TERF-Szene radikal, aber auch auf beiden Seiten verhärtet. Darüber hinaus gibt es Kritiker -einzelner Positionen- in Bezug auf das Selbstbestimmungsgesetz, die sich nicht in der TERF-Szene bewegen und sich darin auch nicht verorten, aber keinen sachlichen Austausch in der Community mehr vorfinden. Damit ist m.E. die versuchte Spaltung aus der TERF-Szene in naher Zukunft vorprogrammiert. Was sich daran in Zukunft evtl. ändern kann oder wird, wird wohl erst die Zeit zeigen.

 

hinzugezogene Quellen

dykemarchberlin.com/

taz.de/Dyke-March-in-Berlin/!5945112/

www.queer.de/detail.php?article_id=46415 (archive.fo/T1FLs)

www.nd-aktuell.de/artikel/1174892.jubilaeum-jahre-dyke-ma... (archive.fo/RWlJ4)

www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/vor-dem-dyk... (archive.fo/tiX2t)

twitter.com/GeorgineKellerm/status/1682444874237333506

www.youtube.com/watch?v=4apWdLXPhpg

 

twitter.com/kinkalitzken/status/1672319526845685772

www.lsvd.de/de/ct/6417-Selbstbestimmungsgesetz (archive.fo/K4U6s)

berliner-register.de/artikel/realdykemarch-504/ (archive.fo/aVycD)

www.queer.de/detail.php?article_id=46122 (archive.fo/wtUg8)

www.nd-aktuell.de/artikel/1174255.demonstration-realer-ge... (archive.fo/PxDir)

www.fr.de/meinung/kolumnen/alice-schwarzer-emma-und-terf-... (archive.fo/8VWKB)

www.deutschlandfunkkultur.de/alice-schwarzer-transsexuali... (archive.fo/SYloS)

www.zeit.de/news/2022-11/06/alice-schwarzer-sieht-sich-ni... (archive.fo/3HGAa)

www.aliceschwarzer.de/artikel/warum-ich-trotz-allem-putin... (archive.fo/2kCij)

www.emma.de/artikel/wir-wollen-nicht-mehr-sein-wie-ihr-33... (archive.fo/MAibE)

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720306...

web.archive.org/web/20170819034832/https://www.reporter-o...

 

-------------------------------------------------

 

© Streichphotography

 

Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

 

Rechtlicher Hinweis:

Copyright:

Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.

Nutzungsrecht:

Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.

Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!

Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: Juli 2023

France, September 2009, a field near Valmy

 

View large on black...

  

HSV III, 2013/1014

hintere Reihe von links: Felix Karch, Christian König, Passon Habib, Pedram Rostami, Nika Purtseladze, Tom Nitzsche, Falk Kellermann, Tim Janßen

mittlere Reihe von links: Torwarttrainer Rüdiger Falkowski, Obmann Frank Schaube, Jama Rahmani, Sebastian Mahnke, Christoph Wintschel, Björn Gähler, Betreuer Andreas Irmisch, Trainer Michael Noffz

vordere Reihe von links: Alexander Damerau, Idris Yousofi, Müslüm Kayin, Sönke Wiebe, Mario Hartmann, Yannick Heuer, Lukas Schaube, Tobias Grabert, Florian Marr

nicht auf dem Bild: Daniel Quandt, Erik Berg, Gökhan Gencol, Manager Ralf Weißner

© Mathias Kellermann 2011 - This work is protected under international copyright laws and agreements. No part of this photostream may be reproduced, stored in retrieval system (except Flickr Expo system and Faves) , or transmitted, in any form or by any means, electronic, mechanical, photocopying, recording or otherwise, without my prior written permission.

 

L'exploitation et la reproduction à des fins commerciales ou non commerciales d'une oeuvre sans autorisation ecrite de son auteur constitue un acte de contrefaçon pénalement sanctionné au titre des articles L.122-4, L335-2 et L335-3 du CPI.

 

Click on the image to see with black frame.

 

My Best ☆ FAVES by you, on : www.flickr.com/photos/matkeller-as-titus1st/sets/72157625...

  

Thank you all for your comments, invitations and support :)

참여사회연구소·프리드리히에버트재단 주관

2013년 사회정책연합 공동학술대회 특별세션 개최

 

2013년 10월 11일(금) 오후 2시 40분, 한국보건복지인력개발원 서래당(충북 오송)

 

참여연대 부설 참여사회연구소와 프리드리히 에버트 재단 한국사무소는 10월 11일~12일까지 충북 오송 한국보건복지인력개발원에서 열리는 '2013년 사회정책연합 공동학술대회'에서 특별세션을 개최했습니다. 이번 특별세션의 1부는 , 2부는 을 주제로, 10월 11일(금) 오후 2시 40분부터 한국보건복지인력개발원 내 서래당에서 개최했습니다.

 

참여사회연구소와 프리드리히 에버트 재단은 2011년부터 지속 가능한 복지국가로 나아가기 위한 이행전략과 비전을 연구해왔습니다. 특히 한국 고유의 특수성인 ‘분단체제’를 한국형 복지국가 건설에 있어 중요한 변수로 두고, '복지국가'와 '평화국가' 간의 유기적인 관계를 통한 평화복지국가의 가능성을 모색해왔습니다.

 

2011년과 2012년에는 각 각 국제심포지엄 와 를 개최했습니다. 올해는 을 주제로 평화복지국가 구상의 필요성과 담론을 구체화하고, 탈산업화 시대에 분단국가인 한국에서 평화복지국가를 실현할 수 있는 주체 역량과 사회윤리적 가치 기반을 탐색했습니다.

 

사회정책연합 공동학술대회 특별세션의 일환으로 개최되는 세션은 김영순 한국과학기술대학교 교수의 사회로 진행됐으며, 구갑우 북한대학교대학원 교수, 박명준 한국노동연구원 연구위원, 황규성 한신대학교 민주사회정책연구원 교수, 윤홍식 인하대학교 교수, 장지연 한국노동연구원 연구위원, 이양수 한양대 강의교수가 발표 및 토론자로 참여했습니다.

 

특별세션 2부 은 최근 몇 년간 유럽 전역의 학자, 활동가들을 중심으로 논의되고 있는 대안적 사회민주주의의 정치 구상인 '굿소사이어티(Good Society)' 담론의 문제의식과 지향을 탐색했습니다.

 

굿소사이어티 담론은 '제3의 길'을 선택했던 유럽 사민당들의 잇따른 선거 패배, 특히 '고삐 풀린 자본주의'의 결과라고 일컬어지기도 했던 세계금융위기가 사민주의의자들의 기대와 달리 새로운 기회가 되지 못하자, 경제적ㆍ정치적 문제를 가치중심적으로 분석하여 새로운 정치 비전을 수립하려는 차원에서 모색되고 있습니다. 이번 세션에서는 독일 사회적 시장경제 모델의 정책 대안과 더불어 지난 9월 치러진 독일 연방의회 선거 결과에 따른 정책 실현 가능성도 논의됐습니다.

 

사회는 홍윤기 참여사회연구소 소장(동국대학교 교수)이, 발표자로는 굿소사이어티 담론 구축에 주도적으로 참여하고 있는 헤닝 마이어(Henning Meyer) 런던정치경제대학교(LSE) 방문연구위원과《자본주의 고쳐 쓰기(Decent Capitalism)》의 공저자이자 독일사민당에서 전략·컨텐츠국 부국장으로 활동하고 있는 크리스티안 켈러만(Christian Kellermann) 박사, 이양수 한양대학교 강의교수가 참여했습니다.

  

Silberpfeil / Piccolo-Heft

Das Urteil des Häuptlings

Zeichner: Walter Kellermann

Walter Lehning Verlag

(Hannover/Deutschland; 1957-1960)

ex libris MTP

www.comics.org/issue/809719/

Silberpfeil / Piccolo-Heft

Rotfeder

Zeichner: Walter Kellermann

Walter Lehning Verlag

(Hannover/Deutschland; 1957-1960)

ex libris MTP

www.comics.org/issue/809800/

참여사회연구소·프리드리히에버트재단 주관

2013년 사회정책연합 공동학술대회 특별세션 개최

 

2013년 10월 11일(금) 오후 2시 40분, 한국보건복지인력개발원 서래당(충북 오송)

 

참여연대 부설 참여사회연구소와 프리드리히 에버트 재단 한국사무소는 10월 11일~12일까지 충북 오송 한국보건복지인력개발원에서 열리는 '2013년 사회정책연합 공동학술대회'에서 특별세션을 개최했습니다. 이번 특별세션의 1부는 , 2부는 을 주제로, 10월 11일(금) 오후 2시 40분부터 한국보건복지인력개발원 내 서래당에서 개최했습니다.

 

참여사회연구소와 프리드리히 에버트 재단은 2011년부터 지속 가능한 복지국가로 나아가기 위한 이행전략과 비전을 연구해왔습니다. 특히 한국 고유의 특수성인 ‘분단체제’를 한국형 복지국가 건설에 있어 중요한 변수로 두고, '복지국가'와 '평화국가' 간의 유기적인 관계를 통한 평화복지국가의 가능성을 모색해왔습니다.

 

2011년과 2012년에는 각 각 국제심포지엄 와 를 개최했습니다. 올해는 을 주제로 평화복지국가 구상의 필요성과 담론을 구체화하고, 탈산업화 시대에 분단국가인 한국에서 평화복지국가를 실현할 수 있는 주체 역량과 사회윤리적 가치 기반을 탐색했습니다.

 

사회정책연합 공동학술대회 특별세션의 일환으로 개최되는 세션은 김영순 한국과학기술대학교 교수의 사회로 진행됐으며, 구갑우 북한대학교대학원 교수, 박명준 한국노동연구원 연구위원, 황규성 한신대학교 민주사회정책연구원 교수, 윤홍식 인하대학교 교수, 장지연 한국노동연구원 연구위원, 이양수 한양대 강의교수가 발표 및 토론자로 참여했습니다.

 

특별세션 2부 은 최근 몇 년간 유럽 전역의 학자, 활동가들을 중심으로 논의되고 있는 대안적 사회민주주의의 정치 구상인 '굿소사이어티(Good Society)' 담론의 문제의식과 지향을 탐색했습니다.

 

굿소사이어티 담론은 '제3의 길'을 선택했던 유럽 사민당들의 잇따른 선거 패배, 특히 '고삐 풀린 자본주의'의 결과라고 일컬어지기도 했던 세계금융위기가 사민주의의자들의 기대와 달리 새로운 기회가 되지 못하자, 경제적ㆍ정치적 문제를 가치중심적으로 분석하여 새로운 정치 비전을 수립하려는 차원에서 모색되고 있습니다. 이번 세션에서는 독일 사회적 시장경제 모델의 정책 대안과 더불어 지난 9월 치러진 독일 연방의회 선거 결과에 따른 정책 실현 가능성도 논의됐습니다.

 

사회는 홍윤기 참여사회연구소 소장(동국대학교 교수)이, 발표자로는 굿소사이어티 담론 구축에 주도적으로 참여하고 있는 헤닝 마이어(Henning Meyer) 런던정치경제대학교(LSE) 방문연구위원과《자본주의 고쳐 쓰기(Decent Capitalism)》의 공저자이자 독일사민당에서 전략·컨텐츠국 부국장으로 활동하고 있는 크리스티안 켈러만(Christian Kellermann) 박사, 이양수 한양대학교 강의교수가 참여했습니다.

  

Volkswagen T2 Bus Deutsche Bundespost. Reissue of CKO tinplate model, made in the Czech Republic by Kovap, item no. 0633. The base of this has the CKO and Kovap logos pressed into it.

Warsaw, office, Rhode & Kellermann & Wawrowsky, 2002-2004

Testpilot Speedy / Heft-Reihe

Die totbringenden Frösche

art: Walter Kellermann

Jupiter-Verlag (Darmstadt / Deutschland; 1955)

ex libris MTP

www.comics.org/issue/707602/

Automne en Argonne.

L'Argonne est une région naturelle de la France, s'étendant sur les départements de la Marne, les Ardennes et la Meuse, à l'est du bassin parisien. L'Argonne est une région de forêt et d'étangs. La principale localité de l'Argonne est Sainte-Menehould.

Longtemps, l'Argonne a été considérée, non comme une véritable entité, mais comme partagée entre les deux régions majeures que sont la Champagne et la Lorraine.

En 1782, l’Encyclopédie méthodique de géographie moderne1 décrit l'Argonne comme suit ;

« Contrée de France, qui s'étend en Champagne et dans le Barrois. Elle a environ 18 lieues de long sur une largeur fort inégale. Cette contrée n'est pour ainsi dire qu'une grande forêt, dans laquelle font des vuides où l'on a bâti des villes & des villages. Les habitants en cultivent les environs avec le plus grand soin ; mais indépendamment de ce que la qualité du sol n'est pas bien bonne, les bêtes fauves dont le pays est rempli, les privent en grande partie du fruit de leur labeur. Le bétail leur réussit mieux, et le commerce des bois leur est encore une ressource. Sainte-Menehould est la capitale de cette contrée ».

Dans l'histoire de France, la région de l'Argonne s'est forgé une réputation grâce surtout à trois évènements :

•l'arrestation à Varennes de Louis XVI en 1791,

•la bataille de Valmy en 1792 (C'est au célèbre Moulin de Valmy, le 20 septembre 1792, que l'armée révolutionnaire sous les ordres de Dumouriez et Kellermann arrêta l'invasion austro-prussienne, commandée par le duc de Brunswick.)

•la Grande Guerre de 1914-18, notamment lors de la Bataille de l'Argonne, en septembre 1915.

 

10 Jahre Dyke March Berlin - "The Future is Dyke"

Traditionell einen Tag vor der CSD-Parade in Berlin feierte der kommerzfreie Dyke March am 21. Juli 2023 sein zehnjähriges Bestehen. Angeführt von einer Dykes-on-Bikes-Gruppe mit ungefähr 50 Motorrädern/rollern waren geschätzt 8.500 bis zu 10.000 Teilnehmende am Freitag auf der Straße in Kreuzberg, Treptow und Neukölln vertreten. Auch u.a. Carolin Emcke und Georgine Kellermann nahmen daran teil.

Gestartet wurde der March etwas verspätet gegen 18:30 Uhr vor dem Festsaal Kreuzberg und führte als Demonstrationsroute durch die Puschkinallee – Bouchéstraße – Karl Kunger Straße – Wildenbruchstraße – Sonnenallee – Pannierstraße – Glogauer Straße – Reichenberger Straße – Ohlauer Straße – Wiener Straße – Lausitzer Strabe – Skalitzer Straße – Schlesische Straße – Puschkinallee und zurück zum Festsaal Kreuzberg, wo die offizielle Dyke March Abschlussparty „Dykes Do It Better!“ startete.

Von mehreren Teilnehmenden hörte ich die Kritik, das die Route nicht sichtbar genug gewählt wurde. So wünschte man sich einen March in belebten und stark frequentierten Kiezen mit viel "Raum auf den Straßen", um tatsächlich "von außen" gesehen und gehört zu werden.

 

Die Parade für Lesben, Dykes, bisexuelle Frauen, transgeschlechtliche und nichtbinäre Menschen sowie ihre Unterstützer für lesbische Sichtbarkeit ist keine Konkurrenz, sondern soll eine Ergänzung zum CSD sein. „Weil auch beim CSD die Lesben oft ein bisschen untergehen. Es ist doch meistens eine sehr männlich dominierte Veranstaltung“, sagte Daniela Bergmann, Mitorganisatorin des Dyke Marchs gegenüber zur taz.

Diese große lesbische Präsenz an einem Tag des Jahres steht eine weitgehende Unsichtbarkeit im restlichen Jahr gegenüber. Sie zeigt sich auch darin, dass es in ganz Deutschland nur noch eine Lesbenbar ("La Gata" in Frankfurt am Main) und in Berlin mit der "Begine" nur eine einzige Frauenkneipe existieren. Im Vergleich zur reichhaltigen Ausgeh-Infrastruktur der Schwulen in der Hauptstadt ist das ein trauriges Bild. Natürlich gehen auch lesbische Frauen hier aus, man findet sie zum Beispiel in der "Möbel Olfe", im "Südblock" oder der "Oya Bar" – Orte, die sie allerdings nicht für sich haben.

 

Gegen 19:45 Uhr brach auf Höhe der Sonnenallee (ungefährer Beginn des Demonstrationszuges) ein heftiger Sturzregen mit Gewitter aus. Dies führte kurzzeitig dazu, das sich der Dyke March verdünnte, nach dem Regenguss aber formierte sich der March laut Manuela Kay (Dyke-March-Organisatorin) gegenüber queer.de wieder größtenteils und gelangte schließlich zu seinem Endpunkt am Festsaal Kreuzberg, wo im Anschluss die große Party stieg.

Es war ein sehr großer, bunter und starker Dyke March in diesem Jahr, der weitestgehend frei von Übergriffigkeiten blieb. Bleibt zu hoffen, das er sich im nächsten Jahr nochmals verdoppelt.

 

Kontrast zum transinklusiven Dyke March

Bei vergangenen Dyke Marches gab es wiederholt transfeindliche Vorfälle, dies blieb allerdings in diesem Jahr aus. Das mag vielleicht auch daran gelegen haben, weil sich im Juni laut Berlin Register unter dem Motto „Lesbisch nicht Queer!“ bei einem eigenen "Real Dyke March" in Berlin-Charlottenburg ca. 26 Menschen zusammen gefunden hatten, um sich gegen die sogenannten selbst ernannten „Trans-Trends“ abzugrenzen. Der "Real Dyke March" wird seit einigen Jahren als Gegenstück zum transinklusiven Berliner "Dyke March" organisiert.

Den "Real Dyke March" unterstützen immer wieder auch streitbare Feministen mit Hang zu Verschwörungsmythen, dem verbreiten von Fake-News und teils auch rechtsoffenen Positionen und Bezügen, die als transfeindliche Hetze vorwiegend im Internet aus der TERF-Szene verbreitet werden, um dann auf die Straße zu gelangen. Das Akronym TERF steht dabei für "Trans-Exclusionary Radical Feminism" („Trans-ausschließender Radikalfeminismus“).

Große Unterstützung bekommt die TERF-Szene auch von der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer, die sich nicht als Putin-Versteherin sehen will - sie sich aber 2014 auf ihrer Seite genau so positionierte ("Warum ich trotz allem Putin verstehe!") und die sich schon vor vielen Jahren zum Instrument russischer Propaganda gemacht hat, als sie z.B. 2016 einen Kommentar der Chefredakteurin Margarita Simonjan von Russia Today in der EMMA übernahm, der dort bis heute vorzufinden ist.

Anfang diesen Jahres veranstaltete sie mit Sahra Wagenknecht die putinfreundliche Großkundgebung "Manifest für den Frieden", bei der auch nicht wenige Rechte, Rechtsextreme und Antidemokraten vertreten waren. Schwarzer´s Positionen finden sich oft und gern in rechtskonservativen und rechtsextremen Medien wieder, wo ihre Meinungen für die entsprechende Community beworben wird.

 

Das Selbstbestimmungsgesetz ist in Teilen ein sehr kontrovers versucht diskutiertes Thema. Meinen Beobachtungen zufolge haben sich die Fronten unlängst durch die TERF-Szene radikal, aber auch auf beiden Seiten verhärtet. Darüber hinaus gibt es Kritiker -einzelner Positionen- in Bezug auf das Selbstbestimmungsgesetz, die sich nicht in der TERF-Szene bewegen und sich darin auch nicht verorten, aber keinen sachlichen Austausch in der Community mehr vorfinden. Damit ist m.E. die versuchte Spaltung aus der TERF-Szene in naher Zukunft vorprogrammiert. Was sich daran in Zukunft evtl. ändern kann oder wird, wird wohl erst die Zeit zeigen.

 

hinzugezogene Quellen

dykemarchberlin.com/

taz.de/Dyke-March-in-Berlin/!5945112/

www.queer.de/detail.php?article_id=46415 (archive.fo/T1FLs)

www.nd-aktuell.de/artikel/1174892.jubilaeum-jahre-dyke-ma... (archive.fo/RWlJ4)

www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/vor-dem-dyk... (archive.fo/tiX2t)

twitter.com/GeorgineKellerm/status/1682444874237333506

www.youtube.com/watch?v=4apWdLXPhpg

 

twitter.com/kinkalitzken/status/1672319526845685772

www.lsvd.de/de/ct/6417-Selbstbestimmungsgesetz (archive.fo/K4U6s)

berliner-register.de/artikel/realdykemarch-504/ (archive.fo/aVycD)

www.queer.de/detail.php?article_id=46122 (archive.fo/wtUg8)

www.nd-aktuell.de/artikel/1174255.demonstration-realer-ge... (archive.fo/PxDir)

www.fr.de/meinung/kolumnen/alice-schwarzer-emma-und-terf-... (archive.fo/8VWKB)

www.deutschlandfunkkultur.de/alice-schwarzer-transsexuali... (archive.fo/SYloS)

www.zeit.de/news/2022-11/06/alice-schwarzer-sieht-sich-ni... (archive.fo/3HGAa)

www.aliceschwarzer.de/artikel/warum-ich-trotz-allem-putin... (archive.fo/2kCij)

www.emma.de/artikel/wir-wollen-nicht-mehr-sein-wie-ihr-33... (archive.fo/MAibE)

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720306...

web.archive.org/web/20170819034832/https://www.reporter-o...

 

-------------------------------------------------

 

© Streichphotography

 

Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

 

Rechtlicher Hinweis:

Copyright:

Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.

Nutzungsrecht:

Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.

Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!

Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: Juli 2023

Cérémonie funéraire en terre Toraja – Une culture à cheval entre tradition animiste et chrétienté

 

In the Toraja tradition, the cult of death is a real economic system. When someone dies in a family, a whole village, decorated and painted is built, to accommodate friends, family and everyone involved. The higher representatives of the community (and the wealthy) can receive over 2000 people for 15 days of ceremonies. The codes are specific and strict, offerings, dances, sings, sacrifices, mainly buffaloes and pigs, to follow the soul of the deceased to open the gates of paradise. It will also serve to feed the guests during the festivities. In the most important ceremonies like this one, over 40 buffaloes and nearly 400 pigs can be sacrificed to feed the guests.

 

Lors d'un décès dans une famille, un village entier, décoré et peint est construit pour recevoir les amis, la famille et toutes les personnes participantes. Les classes sociales les plus riches peuvent ainsi recevoir plus de 2000 personnes pendant 15 jours de cérémonie. Les codes sont précis et strictes, les offrandes, principalement des sacrifices de buffles et de cochons, accompagneront le défunt pour lui ouvrir les portes du paradis mais également pour nourrir les invités pendant la durée des festivités. Lors des cérémonies les plus importantes comme celle-ci, 40 buffles et près de 400 cochons serviront à alimenter les convives.

Je tiens à souligner que ces communautés ne se nourrissent pas de viande tous les jours, contrairement à beaucoup d'occidentaux. Ils ont une conscience de sa rareté et de sa valeur matérielle et spirituelle, ce que notre civilisation occulte beaucoup plus facilement.

 

Les « Cérémonies » rassemble les amis, la famille, qui peut atteindre plusieurs centaines de membres, se tiennent pour les grandes occasions, mariages, inauguration d’une maison, mais les plus connues sont celles des « funérailles » qui est l’aboutissement suprême de la vie d’un Toraja.

Nulle part ailleurs vous ne verrez des funérailles aussi fastueuses et aussi onéreuses. Leur durée (de 1 à 7 jours) et leur splendeur dépendent de la classe sociale du défunt. La collecte de fonds peut durer des mois voire des années et le défunt, embaumé reste tout ce temps au sein de la famille où il est traité comme s’il s’agissait d’un simple malade. La cérémonie peut comprendre plusieurs étapes, des combats de buffle, la mise en bière, l’accueil des invité dans des maisons temporaires construites à cet effet, les sacrifices … Toutes les bêtes abattues sont cuites dans de grandes marmites pour nourrir les inviter.

  

Silberpfeil / Piccolo-Heft

Freunde in der Not

Zeichner: Walter Kellermann

Walter Lehning Verlag

(Hannover/Deutschland; 1957-1960)

ex libris MTP

www.comics.org/issue/809793/

Beitrag der Gruppe Or-Om als Dank an Kerstin Kllermann für Ihren Artikel unter :

goo.gl/3t0tPt

Darben am Fuße der Aufstiegsleiter

Die Kinder vieler Gastarbeiter suchen ihre Wege aus traditionellen Zwängen - und landen in Parks und Wettbüros.

von KERSTIN KELLERMANN (Die Presse)

Ein junger Mann kauert auf unserem Dach, am Rande des Abgrundes. Ein Metallteil fällt ihm aus der Hand und landet drei Stockwerke tiefer im Hof. In seinem gelben Kapuzenpullover sieht er ein wenig aus wie ein Außerirdischer. Dabei ist er „bloß“ ein Bauspengler, der eine Schneesicherung montiert. Es sind Männer aus Ungarn, die für eine Schwechater Firma auf unserem alten, kaputten Dach akrobatisch ihre Arbeit verrichten. Der Wind ist böig, umso besorgter schau ich dem Treiben auf dem Dach draußen zu.

„Sei einen Kopf größer als ich“, sagte der türkische Vater zu seiner Tochter, der Rapperin Esra. Auch Bauspengler, meinte er damit, dass seine Kinder nicht in seine Fußstapfen treten und auch im Baugewerbe Arbeit finden sollten.

Die Kinder beziehungsweise die Enkel der Gastarbeiter sind in Schwierigkeiten geraten. Sie weigern sich, die zermürbenden und gesundheitsschädlichen Jobs ihrer schweigsamen Väter zu übernehmen. Sie wissen aber nicht so recht, wohin – und verlaufen sich dann in Parks oder in Wettcafés.

Eigentlich müsste jemand für die Kinder der Gastarbeiter neue Berufe erfinden, in denen sie ihren Sinn für Dramatik, ihre Energie und ihr soziales Gewissen in Unterstützung für andere ausleben können.

Die Wissenschaftlerin Irmtraud Karlsson hat in einer Studie aufgedeckt, dass hunderte Gastarbeiterkinder ihren Eltern weggenommen wurden. Dem Jugendamt reichte schon, wenn es keine Kochgelegenheit gab. Andere Kinder mussten jahrelang im Herkunftsland ohne Eltern zurechtkommen.

 

Allein gelassene Kids

Eine Belgraderin erzählte mir, dass sie als Baby mit 20 anderen Kindern, deren Eltern alle in Österreich als Gastarbeiter tätig waren, bei der Großmutter lebte. Sie lag nur in der Wiege herum, weil die Oma keine Zeit hatte, alle ihr anvertrauten Kinder zu betreuen.

Die österreichische Politik begünstigte solche Verhältnisse durch entsprechende Gesetze zur Familienzusammenführung oder trug sie stillschweigend mit. Nun wundert man sich, wenn diese Trennungskinder sich in Gruppen zusammentun und laut kreischend und als Angeber Aufmerksamkeit erheischen wollen. Wir sind diesen allein gelassenen Kids eigentlich etwas schuldig.

 

Bildung und Leistung

Gleichzeitig schießen sich rechte Populisten auf die zweite und dritte Generation der Gastarbeiter ein. Denn sie spüren intuitiv, dass diese Jugendlichen sich aus den traditionellen Berufshierarchien entfernen wollen. Diese Kids wollen keine schlecht bezahlten Jobs am Fuße der gesellschaftlichen Aufstiegsleiter mehr ausüben. Dann schon lieber auf das Arbeitsamt und weiter im Park herumsitzen.

Bildung sei etwas Genussvolles, sagt die Rapperin Esra, sie sollte deshalb nicht ständig mit dem Leistungsprinzip verbunden werden. Sie glaubt auch, dass der vom Integrationsstaatssekretär inzwischen zum Außenminister aufgestiegene Sebastian Kurz mit seiner Theorie, dass nur solche, die etwas leisten, Österreicher werden können, zu einer Verweigerungshaltung beitrage.

Ein klassisches, humanistisch gebildetes Bildungsbürgertum sollte Esras Wünsche verstehen und sollte die Gastarbeiterkinder, die sich viele Fragen stellen, wo es geht, auch unterstützen.

Esras Bruder Enes wiederum fragt: „Warum wird mein Vater nicht als Österreicher behandelt? Er ist seit 34 Jahren sozialversichert, er repariert hier die Dächer als Bauspengler. Was muss man noch machen, um als Österreicher zu gelten?“

Der junge Ungar erscheint in der offenen Dachbodentür, aus der es eiskalt zieht. Er trägt einen Cowboyhut. Er ist nicht vom Dach gestürzt. Eigentlich würde ich ihm einen Job wünschen, der nicht so gefährlich ist. Aber wer wird dann unser Dach reparieren?

Kerstin Kellermann ist freie Journalistin in Wien. Unter anderem schreibt sie regelmäßig für die Obdachlosenzeitung „Augustin“.

   

Jarro / Sonderband

Die goldene Stadt

cover: Walter Kellermann

Comicwelt Verlag (Deutschland; 1994)

Bemerkung: Limitierte und numerierte Ausgabe (350 Exemplare)

ex libris MTP

Place Jean Delay 03/05/2023 09h22

I took my 52-Weeks self portrait on this location the morning I took this picture:

18/52 Quartier des Peupliers (2023)

Seen in the direction of Boulevard Kellermann with the highrise building Tour Chambord in the extension of the Rue du Docteur-Lucas-Championnière (left from the pharmacie). Point of view is the Rue du Dr Leray.

 

Place Jean-Delay

Place Jean-Delay is a square in the 13ème arrondissement of Paris in the quartier Maison-Blanche. The neigbhourhood is also named Quartier des Peupliers.

This square took the name of the psychiatrist and writer Jean Delay (1907-1987).

The fountain Wallace was placed here in the end of 2011.

[ Wikipedia - Place Jean Delay ]

Silberpfeil / Piccolo-Heft

Mr. Scott

Zeichner: Walter Kellermann

Walter Lehning Verlag

(Hannover/Deutschland; 1957-1960)

ex libris MTP

www.comics.org/issue/809785/

참여사회연구소·프리드리히에버트재단 주관

2013년 사회정책연합 공동학술대회 특별세션 개최

 

2013년 10월 11일(금) 오후 2시 40분, 한국보건복지인력개발원 서래당(충북 오송)

 

참여연대 부설 참여사회연구소와 프리드리히 에버트 재단 한국사무소는 10월 11일~12일까지 충북 오송 한국보건복지인력개발원에서 열리는 '2013년 사회정책연합 공동학술대회'에서 특별세션을 개최했습니다. 이번 특별세션의 1부는 , 2부는 을 주제로, 10월 11일(금) 오후 2시 40분부터 한국보건복지인력개발원 내 서래당에서 개최했습니다.

 

참여사회연구소와 프리드리히 에버트 재단은 2011년부터 지속 가능한 복지국가로 나아가기 위한 이행전략과 비전을 연구해왔습니다. 특히 한국 고유의 특수성인 ‘분단체제’를 한국형 복지국가 건설에 있어 중요한 변수로 두고, '복지국가'와 '평화국가' 간의 유기적인 관계를 통한 평화복지국가의 가능성을 모색해왔습니다.

 

2011년과 2012년에는 각 각 국제심포지엄 와 를 개최했습니다. 올해는 을 주제로 평화복지국가 구상의 필요성과 담론을 구체화하고, 탈산업화 시대에 분단국가인 한국에서 평화복지국가를 실현할 수 있는 주체 역량과 사회윤리적 가치 기반을 탐색했습니다.

 

사회정책연합 공동학술대회 특별세션의 일환으로 개최되는 세션은 김영순 한국과학기술대학교 교수의 사회로 진행됐으며, 구갑우 북한대학교대학원 교수, 박명준 한국노동연구원 연구위원, 황규성 한신대학교 민주사회정책연구원 교수, 윤홍식 인하대학교 교수, 장지연 한국노동연구원 연구위원, 이양수 한양대 강의교수가 발표 및 토론자로 참여했습니다.

 

특별세션 2부 은 최근 몇 년간 유럽 전역의 학자, 활동가들을 중심으로 논의되고 있는 대안적 사회민주주의의 정치 구상인 '굿소사이어티(Good Society)' 담론의 문제의식과 지향을 탐색했습니다.

 

굿소사이어티 담론은 '제3의 길'을 선택했던 유럽 사민당들의 잇따른 선거 패배, 특히 '고삐 풀린 자본주의'의 결과라고 일컬어지기도 했던 세계금융위기가 사민주의의자들의 기대와 달리 새로운 기회가 되지 못하자, 경제적ㆍ정치적 문제를 가치중심적으로 분석하여 새로운 정치 비전을 수립하려는 차원에서 모색되고 있습니다. 이번 세션에서는 독일 사회적 시장경제 모델의 정책 대안과 더불어 지난 9월 치러진 독일 연방의회 선거 결과에 따른 정책 실현 가능성도 논의됐습니다.

 

사회는 홍윤기 참여사회연구소 소장(동국대학교 교수)이, 발표자로는 굿소사이어티 담론 구축에 주도적으로 참여하고 있는 헤닝 마이어(Henning Meyer) 런던정치경제대학교(LSE) 방문연구위원과《자본주의 고쳐 쓰기(Decent Capitalism)》의 공저자이자 독일사민당에서 전략·컨텐츠국 부국장으로 활동하고 있는 크리스티안 켈러만(Christian Kellermann) 박사, 이양수 한양대학교 강의교수가 참여했습니다.

  

Let us be children again, and count the days until Christmas!!

 

The Christmas Tree

 

According to Wikipedia ,

The custom of erecting a Christmas Tree can be historically traced to 15th century Livonia (present-day Estonia and Latvia) and 16th century Northern Germany.

According to the first documented uses of a Christmas tree in Estonia, in 1441, 1442, and 1514 the Brotherhood of the Blackheads erected a tree for the holidays in their brotherhood house in Reval (now Tallinn). At the last night of the celebrations leading up to the holidays, the tree was taken to the Town Hall Square where the members of the brotherhood danced around it.

In 1584, the pastor and chronicler Balthasar Russow wrote of an established tradition of setting up a decorated spruce at the market square where the young men “went with a flock of maidens and women, first sang and danced there and then set the tree aflame”.

In that period, the guilds started erecting Christmas trees in front of their guildhalls: Ingeborg Weber-Kellermann (Marburg professor of European ethnology) found a Bremen guild chronicle of 1570 which reports how a small tree was decorated with "apples, nuts, dates, pretzels and paper flowers" and erected in the guild-house, for the benefit of the guild members' children, who collected the dainties on Christmas Day.

10 Jahre Dyke March Berlin - "The Future is Dyke"

Traditionell einen Tag vor der CSD-Parade in Berlin feierte der kommerzfreie Dyke March am 21. Juli 2023 sein zehnjähriges Bestehen. Angeführt von einer Dykes-on-Bikes-Gruppe mit ungefähr 50 Motorrädern/rollern waren geschätzt 8.500 bis zu 10.000 Teilnehmende am Freitag auf der Straße in Kreuzberg, Treptow und Neukölln vertreten. Auch u.a. Carolin Emcke und Georgine Kellermann nahmen daran teil.

Gestartet wurde der March etwas verspätet gegen 18:30 Uhr vor dem Festsaal Kreuzberg und führte als Demonstrationsroute durch die Puschkinallee – Bouchéstraße – Karl Kunger Straße – Wildenbruchstraße – Sonnenallee – Pannierstraße – Glogauer Straße – Reichenberger Straße – Ohlauer Straße – Wiener Straße – Lausitzer Strabe – Skalitzer Straße – Schlesische Straße – Puschkinallee und zurück zum Festsaal Kreuzberg, wo die offizielle Dyke March Abschlussparty „Dykes Do It Better!“ startete.

Von mehreren Teilnehmenden hörte ich die Kritik, das die Route nicht sichtbar genug gewählt wurde. So wünschte man sich einen March in belebten und stark frequentierten Kiezen mit viel "Raum auf den Straßen", um tatsächlich "von außen" gesehen und gehört zu werden.

 

Die Parade für Lesben, Dykes, bisexuelle Frauen, transgeschlechtliche und nichtbinäre Menschen sowie ihre Unterstützer für lesbische Sichtbarkeit ist keine Konkurrenz, sondern soll eine Ergänzung zum CSD sein. „Weil auch beim CSD die Lesben oft ein bisschen untergehen. Es ist doch meistens eine sehr männlich dominierte Veranstaltung“, sagte Daniela Bergmann, Mitorganisatorin des Dyke Marchs gegenüber zur taz.

Diese große lesbische Präsenz an einem Tag des Jahres steht eine weitgehende Unsichtbarkeit im restlichen Jahr gegenüber. Sie zeigt sich auch darin, dass es in ganz Deutschland nur noch eine Lesbenbar ("La Gata" in Frankfurt am Main) und in Berlin mit der "Begine" nur eine einzige Frauenkneipe existieren. Im Vergleich zur reichhaltigen Ausgeh-Infrastruktur der Schwulen in der Hauptstadt ist das ein trauriges Bild. Natürlich gehen auch lesbische Frauen hier aus, man findet sie zum Beispiel in der "Möbel Olfe", im "Südblock" oder der "Oya Bar" – Orte, die sie allerdings nicht für sich haben.

 

Gegen 19:45 Uhr brach auf Höhe der Sonnenallee (ungefährer Beginn des Demonstrationszuges) ein heftiger Sturzregen mit Gewitter aus. Dies führte kurzzeitig dazu, das sich der Dyke March verdünnte, nach dem Regenguss aber formierte sich der March laut Manuela Kay (Dyke-March-Organisatorin) gegenüber queer.de wieder größtenteils und gelangte schließlich zu seinem Endpunkt am Festsaal Kreuzberg, wo im Anschluss die große Party stieg.

Es war ein sehr großer, bunter und starker Dyke March in diesem Jahr, der weitestgehend frei von Übergriffigkeiten blieb. Bleibt zu hoffen, das er sich im nächsten Jahr nochmals verdoppelt.

 

Kontrast zum transinklusiven Dyke March

Bei vergangenen Dyke Marches gab es wiederholt transfeindliche Vorfälle, dies blieb allerdings in diesem Jahr aus. Das mag vielleicht auch daran gelegen haben, weil sich im Juni laut Berlin Register unter dem Motto „Lesbisch nicht Queer!“ bei einem eigenen "Real Dyke March" in Berlin-Charlottenburg ca. 26 Menschen zusammen gefunden hatten, um sich gegen die sogenannten selbst ernannten „Trans-Trends“ abzugrenzen. Der "Real Dyke March" wird seit einigen Jahren als Gegenstück zum transinklusiven Berliner "Dyke March" organisiert.

Den "Real Dyke March" unterstützen immer wieder auch streitbare Feministen mit Hang zu Verschwörungsmythen, dem verbreiten von Fake-News und teils auch rechtsoffenen Positionen und Bezügen, die als transfeindliche Hetze vorwiegend im Internet aus der TERF-Szene verbreitet werden, um dann auf die Straße zu gelangen. Das Akronym TERF steht dabei für "Trans-Exclusionary Radical Feminism" („Trans-ausschließender Radikalfeminismus“).

Große Unterstützung bekommt die TERF-Szene auch von der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer, die sich nicht als Putin-Versteherin sehen will - sie sich aber 2014 auf ihrer Seite genau so positionierte ("Warum ich trotz allem Putin verstehe!") und die sich schon vor vielen Jahren zum Instrument russischer Propaganda gemacht hat, als sie z.B. 2016 einen Kommentar der Chefredakteurin Margarita Simonjan von Russia Today in der EMMA übernahm, der dort bis heute vorzufinden ist.

Anfang diesen Jahres veranstaltete sie mit Sahra Wagenknecht die putinfreundliche Großkundgebung "Manifest für den Frieden", bei der auch nicht wenige Rechte, Rechtsextreme und Antidemokraten vertreten waren. Schwarzer´s Positionen finden sich oft und gern in rechtskonservativen und rechtsextremen Medien wieder, wo ihre Meinungen für die entsprechende Community beworben wird.

 

Das Selbstbestimmungsgesetz ist in Teilen ein sehr kontrovers versucht diskutiertes Thema. Meinen Beobachtungen zufolge haben sich die Fronten unlängst durch die TERF-Szene radikal, aber auch auf beiden Seiten verhärtet. Darüber hinaus gibt es Kritiker -einzelner Positionen- in Bezug auf das Selbstbestimmungsgesetz, die sich nicht in der TERF-Szene bewegen und sich darin auch nicht verorten, aber keinen sachlichen Austausch in der Community mehr vorfinden. Damit ist m.E. die versuchte Spaltung aus der TERF-Szene in naher Zukunft vorprogrammiert. Was sich daran in Zukunft evtl. ändern kann oder wird, wird wohl erst die Zeit zeigen.

 

hinzugezogene Quellen

dykemarchberlin.com/

taz.de/Dyke-March-in-Berlin/!5945112/

www.queer.de/detail.php?article_id=46415 (archive.fo/T1FLs)

www.nd-aktuell.de/artikel/1174892.jubilaeum-jahre-dyke-ma... (archive.fo/RWlJ4)

www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/vor-dem-dyk... (archive.fo/tiX2t)

twitter.com/GeorgineKellerm/status/1682444874237333506

www.youtube.com/watch?v=4apWdLXPhpg

 

twitter.com/kinkalitzken/status/1672319526845685772

www.lsvd.de/de/ct/6417-Selbstbestimmungsgesetz (archive.fo/K4U6s)

berliner-register.de/artikel/realdykemarch-504/ (archive.fo/aVycD)

www.queer.de/detail.php?article_id=46122 (archive.fo/wtUg8)

www.nd-aktuell.de/artikel/1174255.demonstration-realer-ge... (archive.fo/PxDir)

www.fr.de/meinung/kolumnen/alice-schwarzer-emma-und-terf-... (archive.fo/8VWKB)

www.deutschlandfunkkultur.de/alice-schwarzer-transsexuali... (archive.fo/SYloS)

www.zeit.de/news/2022-11/06/alice-schwarzer-sieht-sich-ni... (archive.fo/3HGAa)

www.aliceschwarzer.de/artikel/warum-ich-trotz-allem-putin... (archive.fo/2kCij)

www.emma.de/artikel/wir-wollen-nicht-mehr-sein-wie-ihr-33... (archive.fo/MAibE)

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720306...

web.archive.org/web/20170819034832/https://www.reporter-o...

 

-------------------------------------------------

 

© Streichphotography

 

Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

 

Rechtlicher Hinweis:

Copyright:

Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.

Nutzungsrecht:

Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.

Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!

Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: Juli 2023

참여사회연구소·프리드리히에버트재단 주관

2013년 사회정책연합 공동학술대회 특별세션 개최

 

2013년 10월 11일(금) 오후 2시 40분, 한국보건복지인력개발원 서래당(충북 오송)

 

참여연대 부설 참여사회연구소와 프리드리히 에버트 재단 한국사무소는 10월 11일~12일까지 충북 오송 한국보건복지인력개발원에서 열리는 '2013년 사회정책연합 공동학술대회'에서 특별세션을 개최했습니다. 이번 특별세션의 1부는 , 2부는 을 주제로, 10월 11일(금) 오후 2시 40분부터 한국보건복지인력개발원 내 서래당에서 개최했습니다.

 

참여사회연구소와 프리드리히 에버트 재단은 2011년부터 지속 가능한 복지국가로 나아가기 위한 이행전략과 비전을 연구해왔습니다. 특히 한국 고유의 특수성인 ‘분단체제’를 한국형 복지국가 건설에 있어 중요한 변수로 두고, '복지국가'와 '평화국가' 간의 유기적인 관계를 통한 평화복지국가의 가능성을 모색해왔습니다.

 

2011년과 2012년에는 각 각 국제심포지엄 와 를 개최했습니다. 올해는 을 주제로 평화복지국가 구상의 필요성과 담론을 구체화하고, 탈산업화 시대에 분단국가인 한국에서 평화복지국가를 실현할 수 있는 주체 역량과 사회윤리적 가치 기반을 탐색했습니다.

 

사회정책연합 공동학술대회 특별세션의 일환으로 개최되는 세션은 김영순 한국과학기술대학교 교수의 사회로 진행됐으며, 구갑우 북한대학교대학원 교수, 박명준 한국노동연구원 연구위원, 황규성 한신대학교 민주사회정책연구원 교수, 윤홍식 인하대학교 교수, 장지연 한국노동연구원 연구위원, 이양수 한양대 강의교수가 발표 및 토론자로 참여했습니다.

 

특별세션 2부 은 최근 몇 년간 유럽 전역의 학자, 활동가들을 중심으로 논의되고 있는 대안적 사회민주주의의 정치 구상인 '굿소사이어티(Good Society)' 담론의 문제의식과 지향을 탐색했습니다.

 

굿소사이어티 담론은 '제3의 길'을 선택했던 유럽 사민당들의 잇따른 선거 패배, 특히 '고삐 풀린 자본주의'의 결과라고 일컬어지기도 했던 세계금융위기가 사민주의의자들의 기대와 달리 새로운 기회가 되지 못하자, 경제적ㆍ정치적 문제를 가치중심적으로 분석하여 새로운 정치 비전을 수립하려는 차원에서 모색되고 있습니다. 이번 세션에서는 독일 사회적 시장경제 모델의 정책 대안과 더불어 지난 9월 치러진 독일 연방의회 선거 결과에 따른 정책 실현 가능성도 논의됐습니다.

 

사회는 홍윤기 참여사회연구소 소장(동국대학교 교수)이, 발표자로는 굿소사이어티 담론 구축에 주도적으로 참여하고 있는 헤닝 마이어(Henning Meyer) 런던정치경제대학교(LSE) 방문연구위원과《자본주의 고쳐 쓰기(Decent Capitalism)》의 공저자이자 독일사민당에서 전략·컨텐츠국 부국장으로 활동하고 있는 크리스티안 켈러만(Christian Kellermann) 박사, 이양수 한양대학교 강의교수가 참여했습니다.

  

Wisdom never came to me without unhappiness, nor knowledge penetrated me without pain. / La sagesse ne m'est pas plus venue sans malheur, que le savoir ne m'a pénétré sans douleur.

 

© Mathias Kellermann 2012 - This work is protected under international copyright laws and agreements. No part of this photostream may be reproduced, stored in retrieval system (except Flickr Expo system and Faves) , or transmitted, in any form or by any means, electronic, mechanical, photocopying, recording or otherwise, without my prior written permission.

 

L'exploitation et la reproduction à des fins commerciales ou non commerciales d'une oeuvre sans autorisation ecrite de son auteur constitue un acte de contrefaçon pénalement sanctionné au titre des articles L.122-4, L335-2 et L335-3 du CPI.

 

Click on the image to see with black frame.

 

My Best ☆ FAVES by you, on : www.flickr.com/photos/matkeller-as-titus1st/sets/72157625...

Theme: Color Trends Autumn/Winter 2014/2015

First Name: Yaroslava

Surname: Kellermann

 

Facebook: www.facebook.com/ava.da.vinci

Blog: smallthingcounts.tumblr.com/

10 Jahre Dyke March Berlin - "The Future is Dyke"

Traditionell einen Tag vor der CSD-Parade in Berlin feierte der kommerzfreie Dyke March am 21. Juli 2023 sein zehnjähriges Bestehen. Angeführt von einer Dykes-on-Bikes-Gruppe mit ungefähr 50 Motorrädern/rollern waren geschätzt 8.500 bis zu 10.000 Teilnehmende am Freitag auf der Straße in Kreuzberg, Treptow und Neukölln vertreten. Auch u.a. Carolin Emcke und Georgine Kellermann nahmen daran teil.

Gestartet wurde der March etwas verspätet gegen 18:30 Uhr vor dem Festsaal Kreuzberg und führte als Demonstrationsroute durch die Puschkinallee – Bouchéstraße – Karl Kunger Straße – Wildenbruchstraße – Sonnenallee – Pannierstraße – Glogauer Straße – Reichenberger Straße – Ohlauer Straße – Wiener Straße – Lausitzer Strabe – Skalitzer Straße – Schlesische Straße – Puschkinallee und zurück zum Festsaal Kreuzberg, wo die offizielle Dyke March Abschlussparty „Dykes Do It Better!“ startete.

Von mehreren Teilnehmenden hörte ich die Kritik, das die Route nicht sichtbar genug gewählt wurde. So wünschte man sich einen March in belebten und stark frequentierten Kiezen mit viel "Raum auf den Straßen", um tatsächlich "von außen" gesehen und gehört zu werden.

 

Die Parade für Lesben, Dykes, bisexuelle Frauen, transgeschlechtliche und nichtbinäre Menschen sowie ihre Unterstützer für lesbische Sichtbarkeit ist keine Konkurrenz, sondern soll eine Ergänzung zum CSD sein. „Weil auch beim CSD die Lesben oft ein bisschen untergehen. Es ist doch meistens eine sehr männlich dominierte Veranstaltung“, sagte Daniela Bergmann, Mitorganisatorin des Dyke Marchs gegenüber zur taz.

Diese große lesbische Präsenz an einem Tag des Jahres steht eine weitgehende Unsichtbarkeit im restlichen Jahr gegenüber. Sie zeigt sich auch darin, dass es in ganz Deutschland nur noch eine Lesbenbar ("La Gata" in Frankfurt am Main) und in Berlin mit der "Begine" nur eine einzige Frauenkneipe existieren. Im Vergleich zur reichhaltigen Ausgeh-Infrastruktur der Schwulen in der Hauptstadt ist das ein trauriges Bild. Natürlich gehen auch lesbische Frauen hier aus, man findet sie zum Beispiel in der "Möbel Olfe", im "Südblock" oder der "Oya Bar" – Orte, die sie allerdings nicht für sich haben.

 

Gegen 19:45 Uhr brach auf Höhe der Sonnenallee (ungefährer Beginn des Demonstrationszuges) ein heftiger Sturzregen mit Gewitter aus. Dies führte kurzzeitig dazu, das sich der Dyke March verdünnte, nach dem Regenguss aber formierte sich der March laut Manuela Kay (Dyke-March-Organisatorin) gegenüber queer.de wieder größtenteils und gelangte schließlich zu seinem Endpunkt am Festsaal Kreuzberg, wo im Anschluss die große Party stieg.

Es war ein sehr großer, bunter und starker Dyke March in diesem Jahr, der weitestgehend frei von Übergriffigkeiten blieb. Bleibt zu hoffen, das er sich im nächsten Jahr nochmals verdoppelt.

 

Kontrast zum transinklusiven Dyke March

Bei vergangenen Dyke Marches gab es wiederholt transfeindliche Vorfälle, dies blieb allerdings in diesem Jahr aus. Das mag vielleicht auch daran gelegen haben, weil sich im Juni laut Berlin Register unter dem Motto „Lesbisch nicht Queer!“ bei einem eigenen "Real Dyke March" in Berlin-Charlottenburg ca. 26 Menschen zusammen gefunden hatten, um sich gegen die sogenannten selbst ernannten „Trans-Trends“ abzugrenzen. Der "Real Dyke March" wird seit einigen Jahren als Gegenstück zum transinklusiven Berliner "Dyke March" organisiert.

Den "Real Dyke March" unterstützen immer wieder auch streitbare Feministen mit Hang zu Verschwörungsmythen, dem verbreiten von Fake-News und teils auch rechtsoffenen Positionen und Bezügen, die als transfeindliche Hetze vorwiegend im Internet aus der TERF-Szene verbreitet werden, um dann auf die Straße zu gelangen. Das Akronym TERF steht dabei für "Trans-Exclusionary Radical Feminism" („Trans-ausschließender Radikalfeminismus“).

Große Unterstützung bekommt die TERF-Szene auch von der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer, die sich nicht als Putin-Versteherin sehen will - sie sich aber 2014 auf ihrer Seite genau so positionierte ("Warum ich trotz allem Putin verstehe!") und die sich schon vor vielen Jahren zum Instrument russischer Propaganda gemacht hat, als sie z.B. 2016 einen Kommentar der Chefredakteurin Margarita Simonjan von Russia Today in der EMMA übernahm, der dort bis heute vorzufinden ist.

Anfang diesen Jahres veranstaltete sie mit Sahra Wagenknecht die putinfreundliche Großkundgebung "Manifest für den Frieden", bei der auch nicht wenige Rechte, Rechtsextreme und Antidemokraten vertreten waren. Schwarzer´s Positionen finden sich oft und gern in rechtskonservativen und rechtsextremen Medien wieder, wo ihre Meinungen für die entsprechende Community beworben wird.

 

Das Selbstbestimmungsgesetz ist in Teilen ein sehr kontrovers versucht diskutiertes Thema. Meinen Beobachtungen zufolge haben sich die Fronten unlängst durch die TERF-Szene radikal, aber auch auf beiden Seiten verhärtet. Darüber hinaus gibt es Kritiker -einzelner Positionen- in Bezug auf das Selbstbestimmungsgesetz, die sich nicht in der TERF-Szene bewegen und sich darin auch nicht verorten, aber keinen sachlichen Austausch in der Community mehr vorfinden. Damit ist m.E. die versuchte Spaltung aus der TERF-Szene in naher Zukunft vorprogrammiert. Was sich daran in Zukunft evtl. ändern kann oder wird, wird wohl erst die Zeit zeigen.

 

hinzugezogene Quellen

dykemarchberlin.com/

taz.de/Dyke-March-in-Berlin/!5945112/

www.queer.de/detail.php?article_id=46415 (archive.fo/T1FLs)

www.nd-aktuell.de/artikel/1174892.jubilaeum-jahre-dyke-ma... (archive.fo/RWlJ4)

www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/vor-dem-dyk... (archive.fo/tiX2t)

twitter.com/GeorgineKellerm/status/1682444874237333506

www.youtube.com/watch?v=4apWdLXPhpg

 

twitter.com/kinkalitzken/status/1672319526845685772

www.lsvd.de/de/ct/6417-Selbstbestimmungsgesetz (archive.fo/K4U6s)

berliner-register.de/artikel/realdykemarch-504/ (archive.fo/aVycD)

www.queer.de/detail.php?article_id=46122 (archive.fo/wtUg8)

www.nd-aktuell.de/artikel/1174255.demonstration-realer-ge... (archive.fo/PxDir)

www.fr.de/meinung/kolumnen/alice-schwarzer-emma-und-terf-... (archive.fo/8VWKB)

www.deutschlandfunkkultur.de/alice-schwarzer-transsexuali... (archive.fo/SYloS)

www.zeit.de/news/2022-11/06/alice-schwarzer-sieht-sich-ni... (archive.fo/3HGAa)

www.aliceschwarzer.de/artikel/warum-ich-trotz-allem-putin... (archive.fo/2kCij)

www.emma.de/artikel/wir-wollen-nicht-mehr-sein-wie-ihr-33... (archive.fo/MAibE)

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720306...

web.archive.org/web/20170819034832/https://www.reporter-o...

 

-------------------------------------------------

 

© Streichphotography

 

Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

 

Rechtlicher Hinweis:

Copyright:

Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.

Nutzungsrecht:

Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.

Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!

Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: Juli 2023

© Mathias Kellermann 2013 - All rights reserved - This work is protected under international copyright laws and agreements.No part of this photostream may be reproduced, stored in retrieval system (except Flickr Expo system and Faves) , or transmitted, in any form or by any means, electronic, mechanical, photocopying, recording or otherwise, without my prior written permission.

L'exploitation et la reproduction à des fins commerciales ou non commerciales d'une oeuvre sans autorisation ecrite de son auteur constitue un acte de contrefaçon pénalement sanctionné au titre des articles L.122-4, L335-2 et L335-3 du CPI d'une peine ​allant jusqu’à 3 ans de prison et 300 000 euros d’amende.

Click on the image to see with black frame.My best pics on : www.flickr.com/photos/matkeller-as-titus1st/sets/72157625... To visit my personal website : mathiaskellermann.wix.com/photographyThank you all for your comments, invitations and support :)

Silberpfeil / Piccolo-Heft

Verrat

Zeichner: Walter Kellermann

Walter Lehning Verlag

(Hannover/Deutschland; 1957-1960)

ex libris MTP

www.comics.org/issue/809783/

1 2 ••• 19 20 22 24 25 ••• 79 80