View allAll Photos Tagged ein...

this sky simply screamed for HDR! Sorry!

aufgenommen im Schmetterlingspark Friedrichsruh....

bei der Fürstin Elisabeth von Bismarck....

 

Na das ist doch was *g*.

 

Garten der Schmetterlinge in Friedrichsruh

 

Seit mehr als 25 Jahren fliegen in Friedrichsruh die Schmetterlinge der Fürstin Elisabeth von Bismarck. Deutschlands ältester Schmetterlingsgarten lockt Jahr für Jahr über 80.000 Besucher in den Sachsenwald.

  

Eine Blume, die in herbstlich graue Tage etwas Farbe bringt.

(Zuchtform)

Oktober 2016

...eine bessere gibt es nicht.

 

Herr K. betritt zögernd mit mattem Gang das Sprechzimmer. Seine Mimik ist ernst, von der Umgebung unberührt. Stockend und mühsam berichtet er: Er fühle sich stimmungsmäßig leer, wie versteinert, er empfinde nichts mehr, nicht einmal mehr Traurigkeit. Es fehle ihm Kraft und Antrieb, auch nur das Nötigste zu tun, obwohl er ständig dagegen anzukämpfen versuche. Obwohl er unendlich müde sei, habe er seit Wochen nicht mehr durchgeschlafen, die frühen Morgenstunden brächten die schlimmsten, grauenvollsten Stunden seines Lebens mit sich: Erwachend aus qualvollen Angstträumen beschleiche ihn entsetzliche Furcht vor dem langen, langen Tag mit seinen unendlichen Minuten, in denen sich alles nur noch zum Schlimmeren wenden würde. Das Aufstehen, das Heben der Beine aus dem Bett, bedeute eine Qual für ihn. Obwohl er körperlich gesund sei, fühle er sich wie abgeschlagen, sei appetitlos, verspüre einen Druck über der Brust und im Kopf, die Kehle sei wie zugeschnürt. Das Denken trete auf der Stelle, er könne kaum noch Zeitung lesen, habe an nichts mehr Interesse, falle ins Grübeln über Vergangenes. Er habe das Gefühl überflüssig zu sein, er sei für seine Familie nur noch Balast. Die Besorgtheit der Angehörigen mache alles noch schlimmer, weil er sich deshalb immer mehr Schuldgefühle wegen seines Verhaltens machen müsse.

 

There... beneath the table, an explanation.

Die Erfolgsgeschichte der manuellen Minolta-Spiegelreflexkameras begann wohl 1966 mit der SR-T 101. Diese robuste Modellreihe wurde mit Modifikationen bis Anfang der 80er Jahre gebaut.

 

Dazwischen brachte Minolta auch andere bemerkenswerte SLRs auf den Markt, die man durchaus als Meilensteine bezeichnen kann, z. B. die XD-7.

 

Und auch die 1974 erschienene XE-1 würde ich dazu zählen.

 

Diese Kamera (eine Zeitautomatik) war eine Frucht der 1972 begonnenen Zusammenarbeit von Minolta und Leitz, was auch in der Bedienungsanleitung nicht verschwiegen wird:

 

Der CLS(Copal-Leitz-Shutter)-Verschluß wurde grundsätzlich entwickelt von der Fa. Ernst Leitz GmbH, Wetzlar, unter Mitarbeit der japanischen Firma Copal Co. Ltd., die ihre Erfahrungen und Ideen einbrachte. Minolta wirkte bei diesem Projekt durch Unterstützung beider Firmen mit.

 

Dieser vertikal ablaufende Metall-Lamellen-Verschluss war eine der Gemeinsamkeiten mit der Leica R3, die 1976 erschien. Auch sonst waren sich XE-1 und R3 sehr ähnlich, Hauptunterschiede waren die Elektronik, die Belichtungsmessung, der Sucher und – natürlich – das Bajonett.

 

Der Verschluss wurde übrigens danach von Seiko neu konstruiert und in der Minolta XD-7 und allen folgenden Leica-R-Kameras eingesetzt.

 

Die XE-1 ist groß und schwer – allein das Gehäuse wiegt 775 g. Das kann man durchaus als Vorteil betrachten: die Verwacklungsgefahr ist geringer.

 

Man griff auf die schon mit der SR-T 101 eingeführte CLC-Belichtungsmessung zurück: Zwei CdS-Fotowiderstände im Sucher ermitteln einen Wert, der besonders bei hohen Kontrasten für optimale Belichtung sorgt (die genaue technische Beschreibung dieses Systems umfasst in der einschlägigen Literatur mehrere Seiten).

 

Die Zeit-Automatik steuert stufenlos den Verschluss von 4 Sek. bis 1/1000 Sek. Manuell kann man ihn auch stufenweise einstellen. Rechts im Sucher sieht man die Verschlusszeiten-Skala mit analoger Nadel und am oberen Rand ist die vorgewählte Blende sichtbar.

 

Die Stromversorgung erfolgt durch zwei 1,5-V-Silberoxid-Zellen (SR44), die auch heute noch erhältlich sind. Als Batterietest dient ein kleiner Hebel an der Seite, der beim Betätigen und voller Batterie ein rotes Lämpchen aufleuchten lässt. Ferner kann man die Elektrik ganz ausschalten, dadurch wird auch der Auslöser blockiert. Ein Okularverschluss ist ebenso vorhanden wie eine optische Filmtransportkontrolle.

 

Mittenkontakt für den Blitz und Selbstauslöser sind für die damalige Zeit natürlich schon selbstverständliche Ausstattungsmerkmale. Außer dem X-Synchronisations-Kontakt ist auch noch ein FP-Anschluss für Blitzbirnchen vorhanden.

 

Ach ja: Der Abblendhebel der XE-1 schaltet den Offenblenden-Simulator aus. So werden auch bei Arbeitsblendenmessung korrekte Belichtungswerte ermittelt.

 

Alles in allem: robust, zuverlässig, genau, durchdachte Bedienung.

Ein wirklich sehr schönes Ausflugsziel auf Mallorca

Hirsch von Erich Bödeker, ca. 1960

 

Kolumba Köln, Ausstellung "Pas de deux",

zusammen mit dem Römisch-Germanischen Museum Köln

 

'Der Pas de deux zweier Museumssammlungen möchte die Notwendigkeit bewusst machen, in einer zunehmend bedrohlicher werdenden Welt die vielfältigen Aspekte des Menschseins präsent zu halten. ... Die Idee des Tanzes beschreibt das spielerische Moment im Hin und Her zwischen Antike, Mittelalter nd Gegenwart sowie die Zusammenhänge durch die Konstanten kultureller Prägung.' (aus dem Begleitheft zur Ausstellung)

 

war wohl an der Sanierung eines Wohngebäudes aus der Vorkriegszeit in meiner Nachbarschaft beteiligt! Der Eingangsbereich wurde mit teilweise transparenten Glaselementen versehen, die bei speziellen Sonnenständen die Wohnadresse inklusive Hausnummer auf den Boden projizieren! Echt nettes Gadget!

Ein heißer, aber erträglicher Sommertag an einem sehr schönen Ort. Diese Strandpromenade ist mit ihren großen Steinen ganz anders aber sehr schön!

Aufgenommen auf Paradies 200.

Ein wunderschön erhaltenes spätmittelalterliches "Badehäusle" am Ortsausgang von Leidringen. // A beautifully preserved late medieval small bathhouse on the outskirts of Leidringen.

ein Kirchenbesucher der anderen Art - dieser kleine eddy macht gerade eine Weltreise

A cheerful grandma with a crazy hairstyle sits in a colorful kitchen. Surrounded by colors and patterns, it radiates pure joy of life. Her smile and playful hairstyle reflect a unique personality.

Ein VT2E der HLB (609 017) auf der RB15 nach Bad Homburg bei Hundstadt am 31.03.19

Tamika und Elefantenkuh Tana

Am 26. Juni hat Elefantenkuh Tana (15) ein gesundes weibliches Elefantenkalb zur Welt gebracht. Das kleine Mädchen war zum Zeitpunkt der Geburt 88 cm hoch und wog 91,7 Kg.

Vater ist der Elefantenbullen Abu (15), welcher im Alter von 5 Jahren 2006 aus Wien nach Halle kam.

 

laut: www.zoo-halle.de/cms/index.php

Ein Auto fährt durch den Te Paki Stream in der Te Paki Giant Sanddunes in Neuseeland.

Tonight, my buddy Jarmo and I did a little light-painting trial. I put together an LED light stick, of my own design, and we put it through its paces with his shiny, red Bimmer as my own slightly older and less flashy 325i sat patiently nearby... she's such a trooper. ;)

 

This image was created from 47 frames at 10 seconds each, layered in PS CC. All in all it was a successful experiment. I shot 3 different images and Jarmo shot 2. It was 2°C, which isn't really cold, but after 2 1/2 hours of shooting, it felt pretty cold and batteries were dropping like flies.

 

Das Kaverliershaus wurde schon 1804 errichtet, 1824/25 erweitert. Es diente zur Unterbringung der Gäste und des Dienstpersonals. Seit 1825 wird es auch das Danziger Haus genannt, da die verzierenden Fassadenteile aus Danzig von einem dortigen Haus mittels

Lastkähnen zur Pfaueninsel gebracht wurden. Bereits vorher (vor 1480) sollen diese Fassadenteile schon in Nürnberg (seit 1360) ein Haus verziert haben, und zuvor in Venedig hergestellt worden sein soll. Die Bausubstanz des Kavaliershauses ist heute schlecht, eine Sanierung für dien nächsten Jahre angekündigt. Das Haus wird heute von zwei Familien

bewohnt und kann daher nicht innen besichtigt werden. (Quelle: www.berliner-verkehrsseiten.de/pfaueninsel/ )

 

The Cavalier House was built as early as 1804 and extended in 1824/25. It served as accommodation for guests and service personnel. Since 1825 it has also been called the Dantzig House, because the decorative façade parts were removed from a house in there and brought to Peacock Island by barges. It is said that these parts of the façade had already decorated a house in Nuremberg (since 1360), and that they had previously been made in Venice. The building condition of the Cavalier House is poor today, a renovation is announced for the next years. Today two families live in the house.

 

(Source: www.berliner-verkehrsseiten.de/pfaueninsel/ )

 

The gardening and architectural design of 67-hectare Peacock Island began at the end of the 18th century under King Frederick William II and his mistress Wilhelmine Encke. They had the small summer palace and a dairy constructed in a picturesque building style resembling a monastery gone to ruin, based on English and French models, with references to an ancient Roman style as well.

Modeled on islands in the South Pacific discovered approximately 20 years before, exotic trees and plants gradually took root on this island – as did the colorful peacocks and menagerie completing the exoticism of Peacock Island. However, most of its animals were given to the zoological garden in Berlin in 1842, which led to the foundation of the current zoo.

Later, during the era of Queen Luise, the island was transformed into an aesthetically stylized ornamental mock farm, but with farming practices intended to yield profits at the same time. The project was abandoned shortly thereafter, and Peter Joseph Lenné designed a picturesque landscape park in its place.

Today, Peacock Island – its palace, dairy and the other park buildings, its charming footpaths with beautiful views, nearly 400 old oaks and the oldest rose garden in Berlin – is a popular destination for leisurely strolls in peaceful surroundings. The island is part of the UNESCO World Heritage and is a protected flora and fauna habitat.

 

Peacock Island is a world-renowned example of garden design. Please help us to maintain the park as a place of culture and recreation.

 

www.spsg.de/en/palaces-gardens/object/peacock-island/

 

Lokomotive 23 1021 der Baureihe 23.10. Die Baureihe wurde ab 1955 von der deutschen Reichsbahn als Weiterentwicklung der Einheitsdampflokomotiven der Baureihe 23 von 1941 gebaut. Lok 23 1021 wurde 1958 in Pasewalk in Dienst genommen und war später auch in Gera und Nossen stationiert. 1976 erfolgte die Ausmusterung. Später diente die Lok als stationäre Dampferzeugungsanlage in einem oberlausitzer Textilwerk in Zittau. Zwischen 1992 und 1994 wurde die marode Lok wieder aufgearbeitet und in den Originalzustand zurück versetzt.

------------------------

Instagram I Homepage

------------------------

Dieses Foto ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung meinerseits zulässig. Dies gilt auch für die Nutzung auf privaten Homepages.

------------------------

Please Note: This photo ist (C) Copyrighted & All Rights Reserved. Do not use this image in any form without my written permission.

------------------------

Rallye Suedliche Weinstrasse 2017

 

Der Lancia Fulvia ist ein Automobil des italienischen Herstellers Lancia. Das Fahrzeug wurde von Herbst 1963 bis Anfang 1976 gebaut.

Auf dem Turiner Autosalon stellte Lancia im März 1965 das elegante Fulvia 1.2 Coupé vor. Mit seinem zeitlosen, grazilen Design gilt das Fulvia Coupé als das Meisterwerk Pietro Castagneros. Das Fulvia Coupé basierte auf der auf 2330 mm Radstand verkürzten Bodengruppe der Limousine.

Quelle: wikipedia

 

Some of my groups and albums

DIES UND DAS - BITS AND PIECES

STRASSENPHOTOGRAPHIE - STREET PHOTOGRAPHY

VINTAGE PHOTOGEAR

AUTOPORTRAETS - CAR PORTRAITS

ASPHALT VETERANEN - BLACKTOP VETERANS

OPEL TOTAL

OPEL / VAUXHALL CLASSICS

OPEL RARITIES AND SPECIALS

MASCHINE UND BEWEGUNG - MACHINE AND MOVING

NIMM PLATZ - TAKE A SEAT

MONOCHROME

 

TO SEE ONLY IN 30/60 OPTED OUT GROUPS !

NUR IN GRUPPEN OHNE 30/60 RESTRIKTION ZU SEHEN !

Das DAF-Lager "Waldfrieden"

 

[...]

 

Hiltrup war ein stark industrialisiertes Dorf mit Bedeutung für die Kriegswirtschaft. Gleichzeitig hatten sich NS-Funktionäre dort etabliert, die im Dorf und in den Wirtschaftsbetrieben versuchten, den Ton anzugeben. Neben den Parteifunktionären der NSDAP hatte sich vor allem die Deutsche Arbeitsfront (DAF) in Hiltrup angesiedelt. Sie unterhielt ein Zentrallager Kleidung für Zwangsarbeiter für den Gau Westfalen-Nord und 1943 die “Bauhilfe der DAF für den sozialen Wohnungsbau” mit dem Betrieb des Bauhofes Westfalen-Nord. Letzterer wurde 1943 zum Lager Mecklenbeck verlegt.

 

Von Hiltrup kamen Aufseherinnen für das große Entbindungslager für Ostarbeiterinnen und Polinnen in Waltrop Kreis Recklinghausen. Auch die Organisation Todt (OT), eine NS-Bauorganisation, die vor allem Militäranlagen errichtete, ließ sich während des Krieges auch in Hiltrup nieder. Ihr Einsatzleiter hatte sein Büro beim NS-Bürgermeister Elfering. Die OT war berüchtigt für ihren menschenverachtenden Umgang mit ihren Arbeitskräften. Gegen Ende des Krieges ließ sie wohl zwei Doppelreihen von primitiven Hütten in einer Aussandung der Hohen Ward errichten, wie zwei Hiltruper Zeugen beschreiben. Das Lager war, wie alle OT-Lager, bewacht. Vermutlich waren die Lagerinsassen bei Instandsetzungsarbeiten der Reichsbahn eingesetzt. Ebenso kamen Niederländer der Rotterdamer Massendeportation (50.000 Männer) vom November 1944 nach Hiltrup und kampierten in der alten Mädchenschule und in der Jungenschule an der Patronatsstraße. Sie arbeiteten an der Reichsbahn.

 

“Glasurit” und die Hiltruper Röhrenwerke (Hoesch) waren die beiden größten Unternehmen und bekamen auch die meisten Kriegsgefangenen und Zivilarbeiter zugewiesen. Glasurit stellte Tarnfarben her, die Röhrenwerke produzierten Rohre für Geschütze. Bei Glasurit arbeiteten vor allem Franzosen, die nach Aussagen von Zeitzeugen in der Gaststätte Ötte Vogt Quartier hatten. Auf dem Werksgelände der Hiltruper Röhrenwerke befand sich ein großes Gemeinschaftslager, mehrfach genannt unter Industriestraße 4 (heute Nobelstraße). Ende 1940 sollen 45 französische Zivilarbeiter für die Röhrenwerke in das Lager “Waldfrieden” eingewiesen worden sein. Wegen des schlechten Essens aus der Lagerküche sollen sie mit Arbeitsniederlegung gedroht haben. Der Bürgermeister suchte daraufhin Frau R., Besitzerin der ehemaligen Kanalbaukantine, später “Haus Sonnenborn”, auf und teilte ihr mit, sie habe diese Franzosen aufzunehmen und für sie zu kochen. Ihr Mann war bereits eingezogen, sie mit den Kindern allein. Sie hat dann für die mehrheitlich aus der Normandie stammenden Bauernsöhne gekocht. Zwei Tage vor Einmarsch der Alliierten haben sie sich nach einem Luftangriff auf Hiltrup abgesetzt. Frau R. wurde dann von Polen aus dem OT-Lager in der Hohen Ward überfallen, die Schnaps haben wollten.

 

Mit dem Fall Stalingrads am 1. Februar 1943 vollzog sich die Wende im Zweiten Weltkrieg. Die deutschen Truppen befanden sich an der Ostfront auf dem Rückzug. Um so brutaler reagierten die Partei- und SS-Führer. Reichskommissar Koch und Himmler verfügten ab April 1943 “eine große konzentrierte Bandenbekämpfungsaktion in den Nordgebieten (der Sowjetunion) mit dem Ziel der völligen Evakuierung der Bevölkerung und restlosen Erfassung aller Arbeitskräfte für das Reich.” Daneben blieb der Barbarossabefehl bestehen, nach dem alle Dörfer, aus denen nur der geringste Widerstand kam, mit allen Bewohnern niedergebrannt wurden. Ein Viertel der weißrussischen Bevölkerung wurde so vernichtet.

 

Und Iwan Putschinski, der uns in Münster besuchte, verlor so die Eltern und den jüngsten Bruder und sein Heimatdorf. Mit zehn Jahren wurde er nach Münster deportiert und kam in das Lager “Waldfrieden”, wo er so schrecklich hungerte, weil er als Kind nur die Hälfte der Erwachsenen-Hungerration erhielt: 1/2 Liter Steckrübensuppe und 1 Scheibe Russenbrot, aus Roggenschrot und Baumrinde gebacken. In Abmachung mit dem Lagerkommandanten ließ er sich zwei Jahre älter machen, damit er die doppelte Menge erhielt. Allerdings musste er dann auch 12 Stunden täglich arbeiten. Mit 13 Jahren kehrte er 1945 heim und musste bei einem Bauern seinen Unterhalt verdienen. So blieb er Analphabet.

 

Im Rahmen eines umfangreichen Schriftwechsels mit ehemaligen Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen aus Russland und der Ukraine berichteten sieben damalige Kinder und Minderjährige, die damals allein oder mit Angehörigen in Hiltrup waren. Alexandra Pawlowna T. kam mit 15 Jahren in die Hiltruper Röhrenwerke, Iwan Putschinski mit 10 Jahren und zwei Brüder in das Lager “Waldfrieden”, ebenso Nikolai Karpow mit der Großmutter, Nadeshda Jegorowna A. mit Vater, Mutter und Schwester, Valentina Fjodorovna St. mit Vater, Nina L. mit Mutter und Schwester und Nadeshda Wladimirowna M. mit Vater, Mutter, Bruder und zwei Schwestern.

 

Im Archiv des Internationalen Suchdienstes in Arolsen hat sich eine Liste der in Hiltrup beschäftigten Ausländer erhalten, die vom Landkreis Münster am 21.2.1949 der britischen Militärverwaltung übergeben wurde. Sie enthält die Namen von 351 ausländischen Arbeitskräften, ist aber bezüglich Glasurit unvollständig, da sie nur 10 Namen nennt. Es fehlen die französischen Namen gänzlich, außerdem waren mehr Polen und Sowjetrussen beschäftigt. Die Liste nennt für die Hiltruper Röhrenwerke 181 ausländische Arbeitskräfte, 118 Männer und 63 Frauen. Alle anderen ausländischen Arbeitskräfte verteilten sich im gesamten Dorf bei Landwirten, Handwerksbetrieben und in Privathaushalten: Russen, Ukrainer, Polen, Franzosen, Niederländer, Italiener, Jugoslawen, Staatenlose und Belgier, unter ihnen ein Kind. “Europa im Reichseinsatz” hieß es großspurig bei den Nazis. Nach den standesamtlichen Eintragungen wurden von Frauen aus den Hiltruper Röhrenwerken 4 “Russenkinder” geboren.

 

Die Arbeitsverhältnisse in den Hiltruper Röhrenwerken, die zu Hoesch gehörten, waren durch den Werksleiter, einen fanatischen Nazi, für die Ausländer lebensgefährlich. Er hortete Waffen, schlug Russen und Polen, lieferte sie an die Gestapo, so dass nachweislich zwei Polen umgebracht wurden, wohl auch ein Franzose, dessen Flugzeug abgeschossen wurde und der sich mit dem Fallschirm retten wollte. Er wurde von diesem Werksleiter beschossen – gegen jedes Völkerrecht – und ist wohl gestorben. Dieser Werksleiter wurde aufgrund von Anzeigen aus dem Werk von den Alliierten verhaftet und landete in Warschau in Haft. Nach vier Jahren wurde er entlassen und arbeitete dann wieder im Werk. Die Aussagen gegenüber den alliierten Gerichten liegen vor, ebenso die von Kollegen und dem Firmendirektor. Sie machen das verbrecherische Tun deutlich.

 

Das Lager “Waldfrieden” wird in der Meldung des Landkreises im Jahre 1949 überhaupt nicht erwähnt. Es galt wohl als “städtisch” und wurde deshalb nicht genannt. Wie verhielt es sich mit diesem Lager, von dem heute nur noch die drei alten Erdbunker im Wald, eine alte Karte, ein Foto von der Lagerführerbaracke erhalten sind und von dem die ehemaligen Zwangsarbeiterkinder in Briefen und bei ihren Besuchen berichteten und vor allem Nikolai Karpow in seiner Erzählung “Der kleine Ostarbeiter” (Ardey Verlag Münster/Buchhandel) schreibt.

 

Im Stadtarchiv Münster befindet sich ein Mietvertrag der Stadt Münster mit der “Bauhilfe der DAF für den sozialen Wohnungsbau” für das Jahr 1943 zur Unterbringung einer französischen Dachdeckerkompanie, die sich dann bis zum 31.8.1943 im Lager befand. In der Kriegschronik des früheren Stadtarchivars Wiemers (Stadtarchiv) befindet sich ein Foto: Handwerker vor der Rückfahrt ins Handwerkerlager Hiltrup. Dem Mietvertrag lag ein Plan des Lagers vom 26.8.1941 bei. Danach bestand das Lager 1943 aus:

 

1 Führerbaracke

8 Mannschaftsbaracken

1 Gemeinschaftsanlage mit Kücheneinrichtung, Kantine und Gemeinschaftsraum

1 Abort- und Waschbaracke mit Duschanlage, Wäschetrockenraum

und Heizungsanlage

1 Waschbaracke

1 Kohlenschuppen mit Stallung

3 Luftschutzsplittergräben

1 Lebensmittelbunker

 

Die vierteljährliche Miete betrug 11.175 RM. Bereits am 12. Mai 1943 verwies die Bauhilfe darauf, dass das Lager weiterhin als Durchgangslager “für die uns zu überweisenden Ostarbeiter erforderlich ist.”

 

Für die DAF-Lager Gremmendorf und “Waldfrieden” werden gern die deutschen Nachkriegsangaben gegenüber belgischen Ermittlern angeführt, die Lager seien offene Wohnlager ohne Bewachung gewesen. Das mag für die Anfangsjahre zutreffen. Spätestens im Spätsommer 1943 wurden beide Lager mit Stacheldraht hoch umzäunt, den die damals aus der Sowjetunion ankommenden Kinder als “noch nicht rostig” und “neu” in Erinnerung haben. Ebenso gab es in beiden Lagern bewaffnete Wachmänner, von denen auch Anwohner berichten, denen allein die Bunker zur Verfügung standen.

 

Die dann im Laufe des Jahres 1943 in großer Zahl eintreffenden Zivilisten aus der Sowjetunion kamen in Münster vor allem in die Reichsbahnlager und in die beiden DAF-Lager Mecklenbeck und Gremmendorf.

 

Jevgenij Viktorowitsch P., Jahrgang 1930, beschreibt seine Ankunft in Münster: “Es war später, dunkler Abend. Man stellte uns in Reih und Glied in einer großen Kolonne auf und führte uns (die Wachmannschaft war bewaffnet) in die Vorstadt. Ich weiß noch, dass der Weg asphaltiert war. Wir gingen etwa drei bis vier Kilometer bis zum Lager Mecklenbeck, in dem Baracken und auch Bunker standen. Zu essen gab es ein kleines Stückchen Brot und gekochte Steckrüben. Mutter verzichtete auf ihr Brot und gab es mir. Dann begann unsere Arbeit.”

 

Nikolai Karpow schildert seine Ankunft in Münster: “Den Bestimmungsort erreichten wir lange vor Tagesanbruch. Die Begleitsoldaten befahlen uns, mit unseren Sachen auszusteigen und uns auf keinen Fall von unseren Ältesten zu entfernen. Unter unseren Füßen war sauberer, kalter Asphalt. Es begann hell zu werden, durch den Morgennebel waren die Umrisse nahestehender fremdartiger Häuser zu sehen. An jedem Waggon fuhr ein Lastwagen mit Anhänger vor; wir mussten aufsteigen und wurden, wie uns mit Hilfe einer Dolmetscherin erklärt wurde, in ein Lager bei Gremmendorf gebracht.

 

Das Lager, in das wir kamen, war von Stacheldraht umgeben; der Draht war neu, vom Regen und Nebel noch nicht rostig geworden. Zum Tor führte eine asphaltierte Straße, aber auf dem Gelände des Lagers waren die Wege mit Schlacke ausgefüllt, die unter den Füßen knirschte. Vor dem Gebäude, in dem die Kommandantur untergebracht war, gab es eine Art Platz, auf dem man uns antreten ließ, um uns die Ordnung des Lagerlebens zu erklären. Es sprach der Kommandant – ein kleiner dunkelhaariger Mann mit einer Prothese an Stelle der rechten Hand. Unsere Dolmetscherin Tonja übersetzte. In der Rede des Kommandanten kam am häufigsten das Wort “verboten” vor, das wir schon von der Besatzung her kannten. Die Leute, die vom Hunger auf der Reise und nach einer schlaflosen Nacht erschöpft waren, hörten fast nicht zu und warteten ergeben darauf, dass der Kommandant zu reden aufhöre und man uns auf die Baracken verteilte.

 

In den dunkelgrün gestrichenen Baracken mit weißen Fensterrahmen gab es jeweils drei Räume, und in jedem davon wurden zwanzig Personen untergebracht. In den Räumen standen zweistöckige Pritschen an den Wänden und ein großer, aus einem Benzinkanister gebauter Ofen. Auf den Pritschen lagen Strohsäcke, mit Stroh gestopfte Kissen und dünne Baumwolldecken. Großmutter und ich erhielten die Pritschen direkt an der Tür. Wir legten unsere Sachen ab und saßen lange da, ohne uns zu rühren, dann streckten wir uns aus und lagen dort bis zum Abend. Gegen sieben Uhr kam die Dolmetscherin in die Baracke und erklärte, dass wir mit unseren aus Pappe angefertigten Nummern in die Küche gehen könnten, um dort die Verpflegung für einen Tag in Empfang zu nehmen.” (aus: Der kleine Ostarbeiter)

 

Etliche Familien wurden dann im Herbst 1943 aus den Lagern Mecklenbeck und Gremmendorf u.a. in das Lager “Waldfrieden” verlegt, vermutlich, um für die bis 1944 nachweisbar ankommenden Transporte insbesondere aus dem Norden Russlands Platz zu machen.

 

Das Lager “Waldfrieden” war, wie ein damaliger Baulehrling, der am Aufbau der Lager eingesetzt war, berichtete, von derselben Baufirma aus Gremmendorf errichtet worden, die auch das Gremmendorfer Lager gebaut hatte, dort allerdings mit festen Betonfundamenten, wie man an der Birkenheide in Gremmendorf, der ehemaligen Lagerstraße, noch sehen kann. Nach dem Krieg haben einige ihre Häuser drauf gebaut. Die Baracken waren hier wie dort grün gestrichen und bestanden aus drei Räumen für jeweils 20 Personen.

 

Nadeshda Wladimirovna M., die 1943 als Elfjährige nach Hiltrup kam schreibt: “Das Lager war mit Stacheldraht umzäunt, das eiserne Tor war hoch. Links war die Küche, wo für uns das Essen gekocht wurde; geradeaus – die Blumenbeete und der Platz, auf dem wir uns morgens und abends aufstellen mussten. In der Baracke Nr. 1 Zimmer 2 wohnte ich mit meiner Familie: Die Mutter, der Vater, zwei Schwester, mein Bruder und ich, die Kleinste. Das Zimmer war groß, da wohnten mehrere Familien und mehrere Alleinstehende. Aber ich erinnere mich nicht, dass es Streit gab. Es wurde nicht viel erzählt, und gelacht wurde auch nicht.

 

Nikolai Karpow, der als Zwölfjähriger zwischendurch, wie mehrere andere Jungen, in einer Gaststätte – in der Zoogaststätte – arbeiten musste, erfuhr, dass die Großmutter von Gremmendorf nach Hiltrup verlegt worden sei. Er fuhr von der zentralen Arbeitsvermittlung am Hörster Platz mit einem Lastwagen nach Hiltrup. „Ich erblickte das Tor mit dem Schilderhäuschen und dem Posten. Der Lastwagen fuhr auf das Lagergelände, wir stiegen herunter, und ich machte mich auf die Suche nach Großmutter. Ich betrat den ersten Raum der ersten Baracke und begegnete zufällig der Dolmetscherin Tonja, die mit ihrer hochbetagten Mutter und ihrem Mann, einem ehemaligen Polizisten, zusammen ein Zimmer bewohnte, in dem im Lager sonst zwanzig Menschen zusammengepfercht leben mussten.” … “Ich fand Großmutter in der Baracke 3. Mein Platz war auch hier erhalten geblieben, und wieder schliefen Großmutter und ich in der Nähe der Tür, doch diesmal nicht weit vom Kanonenofen.” … “Hinter dem Zaun unserer Baracke floss ein winziger trüber Bach, der irgendwo außerhalb des Lagers in den großen Kanal mündete.” In einem Telefonat bestätigte Nikolai Karpow, dass alle 8 Baracken von Ostarbeitern belegt gewesen seien.

 

Im Gegensatz zum brutalen, gewalttätigen Lagerführer in Gremmendorf schildert Nikolai Karpow den Lagerführer in “Waldfrieden” als gutmütigen Mann, der Kranke nicht zur Arbeit trieb und schlug, niemanden anschrie. Schwächliche Frauen und Mädchen mussten in der Küche helfen, die ja wohl auch für die Lagerinsassen der Hiltruper Röhrenwerke kochte. Mit der Belegung durch sog. Ostarbeiter wurde das umzäunte Lager durch Wachmänner bewacht.

 

Die meisten Lagerinsassen wurden jeden Morgen von Gremmendorf wie Hiltrup mit Lastwagen oder Trecker mit Anhänger nach Münster gefahren. Dort befand sich auf dem Hörster Platz eine Art Wohnwagen, die Arbeitsbörse, wo Deutsche ihren “Bedarf” anmeldeten. Die “Fremdarbeiter” – vornehmlich sowjetrussische Männer, Frauen und Kinder ab 12 Jahre versammelten sich auf der Wiese an der Fürstenbergstraße, von wo sie von ihren “Arbeitsherren” mitgenommen wurden. Meist mussten sie Trümmerschutt wegräumen. Um 18 Uhr mussten sie wieder abgeliefert werden. Dann fuhr man sie in die Lager zurück. Zu Essen bekamen sie nur einmal täglich am Abend: Suppe aus Steckrüben und Mohrrüben und zwei Scheiben “Russenbrot”.

 

Der Hunger war vor allem für die Kinder die größte Qual. Deshalb ließ sich der kleine Iwan älter machen. Als wir am ersten Abend des Besuches von Nikolai Karpow einige Schritte vom Kiepenkerl in Richtung Lambertikirche gingen, blieb er plötzlich stehen, zeigte auf den Alten Steinweg und sagte: “Da haben wir Trümmer geräumt, und in die Kirche” – er zeigte auf Lamberti – “bin ich mittags immer gegangen, um zu beten, weil ich so einen Hunger hatte.”

 

Zum Lagerleben schreibt Nikolai Karpow: “Feuchter, schwerer Schnee weckt in mir immer die Erinnerung an die milden und nassen Winter in Deutschland. Oft denke ich an einen Sonntag im Lager, an dem uns kein für den Verkauf fertig gestelltes Spielzeug zur Verfügung stand und Großmutter und ich bei dem trüben Licht des erwachenden Tages auf der Pritsche saßen und die auf dem kleinen Ofen gewärmte Suppe aßen. Danach legten wir uns wieder auf die Strohmatratzen. Wir lagen, jeder hing seinen Gedanken nach. Die anderen achtzehn Leute aus unserem Raum verbrachten den Sonntag ganz ähnlich. Einige konnten sich nicht beherrschen, verschlangen die ganze Ration auf einmal, starrten dann mit gierigen Augen die an, die sich das Essen einteilten, und hätten am liebsten zu betteln begonnen. Alle erwarteten sehnsüchtig die Essensausgabe am Abend und gingen bis dahin den gewohnten Arbeiten nach, brachten ihre Kleider in Ordnung, kämmten Läuse aus und wuschen der Reihe nach Wäsche im kalten Wasser in einer Schüssel, die für den ganzen Raum ausreichen musste.” Nikolai sagte, dass sie zwar Wasseranschluss in der Baracke gehabt hätten, aber in jedem Raum nur eine Schüssel. Die Lagerinsassen durften die Duschen und Waschräume nicht benutzen. Sie seien nur einmal in der ganzen Zeit alle gemeinsam mit LKWs nach Recklinghausen gefahren worden, wo sie geduscht und desinfiziert und auch die Kleidung desinfiziert wurden. Für die Lagerinsassen befanden sich in der Mitte des Lagers Latrinen.

 

Die Zwangsarbeiter waren mehr noch als die Deutschen den Schrecken und Bedrohungen des Bombenkriegs ausgesetzt, weil sie nur selten in Bunkern Schutz suchen durften. Allerdings befanden sich im Franziskusbunker 1944 im Eingangsbereich “Fremdarbeiter”, Männer, Frauen und Kinder. Eine damals Fünfzehnjährige, die in einem Friseurgeschäft helfen musste, schrieb, dass ihre Chefin sie in den Schützenhofbunker mitgenommen hätte. Nadeshda M. berichtet für “Waldfrieden”: “Im Sommer 1944 wurden Münster und Hiltrup stark bombardiert. Ich und noch einige Menschen waren an dem Tag im Lager: Rauch, Staub, Explosionen – und wir saßen an die Tür des Bunkers gelehnt – der Wachmann hat die Tür nicht geöffnet. Aber das Schrecklichste kam später, als am Abend die Zwangsarbeiter aus Münster gebracht wurden. Es hatte Tote und Verwundete gegeben. Auch meine Schwester wurde verwundet. An dem Tag sind auch viele Deutsche und Kriegsgefangene umgekommen. Erst als sich in den letzten Kriegstagen das gesamte Lagerpersonal in Hiltrup abgesetzt hatte, konnten die sowjetrussischen Lagerinsassen während der Kämpfe an der Kanalbrücke in den Erdbunkern Schutz suchen.

 

Die Hiltruper haben das “Russenlager” im Herrenbrock wahrgenommen. Die Kindergefangenen hatten den Kriegsgefangenen das gebastelte Spielzeug abgeguckt, bauten selbst Holzflugzeuge und tauschten sie gegen Essbares ein. Manche Männer seien geschickt beim Besohlen der Schuhe gewesen. Mehrheitlich aber hielt sich die Bevölkerung entsprechend den Nazibestimmungen zurück. Nadeshda M. berichtet jedoch: “Die auf dem Lagerplatz gebliebenen Arbeiter wurden von Privatleuten abgeholt. Meinen Bruder nahm eine deutsche Frau zu sich. Er bat die Frau, auch mich mitzunehmen. Als wir zu der Frau kamen, stellte sich heraus, dass sie keine Arbeiter brauchte, sie nutzte nur die Gelegenheit, uns zu essen zu geben und gab uns die Möglichkeit, uns von dem Lagerleben zu erholen. Und dieser Tag war herrlich lustig und sonnig.

 

Ich erinnere mich noch: In dem Wald hinter dem Lager baute man Häuser für die Deutschen. Das haben die russischen Zwangsarbeiter gebaut. Da waren auch meine Mutter und ich beteiligt. Der Bauleiter war sehr streng, aber die Leute gingen gerne zu ihm arbeiten, nicht weil die Baustelle in der Nähe war, sondern weil er den Arbeitern Mittagessen gegeben hat. Er war ein MENSCH !”

 

Seit dem 3. April hatten Jungen des Lagers Amerikaner durch Hiltrup fahren sehen. Die Deutschen hatten längst das Lager verlassen und die Insassen sich selbst überlassen. Die alliierten Soldaten jedoch hatten das Lager noch nicht wahrgenommen. Inzwischen hatte Nikolai am Bahnhof einen offenen Waggon mit Fleisch entdeckt und alle liefen hin, um sich große Teile zu holen. Sie kochten und brieten es – und manch einer bekam fürchterliche Bauchschmerzen, weil er das Fleisch nicht mehr vertrug. Nikolai wurde von seiner Großmutter ermahnt, alles ganz langsam zu kauen und nur kleine Bissen zu nehmen.

 

Nach kurzer Zeit wurden sie alle in die nun verlassene Luftwaffenkaserne (heutige York-Kaserne) am Albersloher Weg verlegt, wo die Amerikaner alle Familien, die Frauen und Kinder sammelten, versorgten, kleideten und für die Kinder eine Schule einrichteten, denn die Nazis hatten ja für die Sklavenkinder keine Schulen vorgesehen. Manche glaubten den Versprechungen der sowjetischen Offiziere nicht und wanderten lieber in andere europäische Länder oder in die USA aus. Im August 1945 begann dann die Repatriierung in die Sowjetunion. Doch zuvor mussten alle durch die Filtrationslager in der sowjetische besetzten Zone, wo sie vom NKWD verhört wurden.

 

Die meisten Männer, ob Kriegsgefangene oder Zwangsarbeiter, auch viele Frauen, die in der Rüstung arbeiten mussten, fuhren in den Zügen gleich weiter in die Gulags, denn Stalin hatte alle, die in deutsche Hände gefallen waren, zu” Verrätern des Vaterlandes” erklärt. Den Jugendlichen wurde ein Studium verboten. Valentina, die in Münster geboren wurde, musste sich in ihrem Studium in jedem Semester rechtfertigen, weil sie den Geburtsort Münster hatte. Die meisten Zwangsarbeiter und -arbeiterinnen kamen 1945 vom Regen in die Traufe. Sie litten in zwei totalitären Regimen. Erst unter Gorbatschow wurden sie rehabilitiert. Da waren die meisten schon nach einem elenden Leben gestorben.

 

(Text: Dr. Gisela Schwarze, Historikerin, Münster)

Quelle: hiltrup.eu/geschichte/zwangsarbeit-in-hiltrup [Abgerufen am 25.02.2018)

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Eine rote Paprika welche auf der Heizung im Wohnzimmer überwinterte

 

Der Gemeine Goldregen (Laburnum anagyroides), auch Gewöhnlicher Goldregen genannt, ist eine stark giftige Pflanzenart aus der Gattung Goldregen (Laburnum).

Ein netter Tag mit vielen netten Leuten...und alle haben das selbe Hobby. Ein toller Sport!

1 2 ••• 31 32 34 36 37 ••• 79 80