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Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
Die Fotos unterstehen dem Copyright und können in druckbarer, also hochauflösender Qualität erfragt werden.
Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
Die Fotos unterstehen dem Copyright und können in druckbarer, also hochauflösender Qualität erfragt werden.
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto:H.-Chr. Gruber
Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
Die Fotos unterstehen dem Copyright und können in druckbarer, also hochauflösender Qualität erfragt werden.
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
Die Fotos unterstehen dem Copyright und können in druckbarer, also hochauflösender Qualität erfragt werden.
Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.
Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.
Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.
Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.
Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.
Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.
Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.
Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.
Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.
Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.
Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.
Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.
[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com
Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.
Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.
Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.
Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.
[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com
Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.
Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.
Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.
Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.
Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.
Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.
Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.
Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.
Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.
Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.
Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.
Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.
Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.
Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.
Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.
Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.
[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com
Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
Die Fotos unterstehen dem Copyright und können in druckbarer, also hochauflösender Qualität erfragt werden.
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.
Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.
Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.
Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.
[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com
Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
Die Fotos unterstehen dem Copyright und können in druckbarer, also hochauflösender Qualität erfragt werden.
Protestmarsch Letzte Generation nach Razzia, Berlin, 31/05/2023
Eine Woche nach einer bundesweiten Razzia gegen die Klimaschutzgruppe: "Letzte Generation" haben Anhänger und solidarische Unterstützer mit einem nicht angemeldeten Protestmarsch auch und erneut in Berlin auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht. Sie fordern ein deutlich entschiedeneres Vorgehen der Politik für Klimaschutz als bisher. Die Aktivisten hatten zuletzt in Berlin immer wieder Straßen blockiert und sich dabei teilweise festgeklebt. Am Mittwoch waren in mehr als 30 weiteren Städten ebensolche Aktionen geplant.
Gleichzeitig wandten sich Teilnehmer am Mittwoch dagegen, die Gruppe als kriminell einzustufen. "Unsere Kinder sind keine Verbrecher", stand auf einem Plakat, dass zwei ältere Demonstranten trugen.
Die Bundesregierung kriminalisiere friedlichen Protest, "um von ihrem Versagen abzulenken", heißt es in einer Mitteilung der Gruppierung. "Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir bringen unseren Protest auf die Straße. Auch und vor allem weiterhin in Berlin."
Nach Schätzung unterschiedlicher Medienvertreter, die vor Ort waren, nahmen bis zu 400 resp. 500 Menschen teil.
Unter die Teilnehmenden mischten sich auch 2-3 Personen der Kleinstpartei MLPD mit ebensolcher Flagge. Diesen wurde das zeigen der Parteiflagge explizit untersagt, die Frau aus der linksextremen Kleinstpartei weigerte sich allerdings verhement dagegen. Sie lief dann später ganz am Ende und doch etwas "abgenabelt" von der Letzten Generation mit.
Die MLPD versucht seit Jahrzehnten, neue Protestbewegungen zu unterwandern und für ihre eigenen Zwecke zu nutzen. Bei der Letzten Generation waren diese nicht erwünscht, ebenso keine Querdenker und weitere rechte Verfassungsfeinde. Dies wurde bei der Auftaktkundgebung ganz klar verlautbart.
Der Protestmarsch startete mit Reden und einer Kundgebung fast pünktlich ab 17 Uhr am Frankfurter Tor in Berlin-Friedrichshain und sollte als Demonstrationszug ursprünglich zum Kanzleramt im Regierungsviertel in Mitte führen, wo ein Offener Brief an Bundeskanzler Scholz übergeben werde sollte. Der Protestmarsch wurde allerdings bereits am Strausberger Platz und damit weit vor dem Ziel von der Polizei beendet.
Zu Beginn des Marsches verkündeten diese gegen 17.40 Uhr, das den Teilnehmenden eine Stunde Laufzeit zur Verfügung steht. Und: Das ihre Strecke auch in einer halben Stunde zu schaffen sei. Unter den Anhängern der Letzten Generation befanden sich viele Menschen mittleren Alters, aber auch die ältere Generation.
Ganz zu Beginn ließ die Polizei die Demonstranten allerdings nicht auf die Straße, hier war die Lage zu Beginn an etwas unklar. Die Folge war, das einzelne Protestler sehr rabiat von der Straße wieder auf den Fußweg gedrängt und getragen wurden.
Während des Protestmarsches vom Frankfurter Tor bis zum Strausberger Platz blieb es friedlich. Lediglich ein Autofahrer fuhr hupend und mit ausgestrectem Mittelfinger von der entgegengesetzten Fahrbahnseite am Protestzug vorbei.
Nach Beendigung des Protestmarsches der Letzten Generation versperrte die Polizei alle U-Bahn-Eingänge am Strausberger Platz. Hier kam es anfangs noch zu Versuchen, die allerdings sofort unterbunden wurden. Einige Demonstranten machten sich dann mit dem Fahrrad zum Bundeskanzleramt auf.
Kurze Zeit später konnte ich erfahren, das in den von der Polizei vorgegeben (und unklaren) Zeitabständen jeweils 5 Demonstranten zur U-Bahnnutzung eingelassen wurden. Welchen Zweck diese Taktik des "verdünnens" gehabt haben soll, erschloss sich mir nicht, zumal es keine große Protestmenge war.
Der Offene Brief an den Bundeskanzler wurde dennoch (stellvertretend) vor dem Bundeskanzleramt übergeben, wie es die Letzte Generation auf Twitter veräußerte.
Offener Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz
Die Aktionen sollen erst dann enden, wenn Bundeskanzler Scholz seiner Pflicht nachkommt, sich für die Klimapolitik einzusetzen und die Lebensgrundlagen zu schützen. Ein zentrale Forderung an die Bundesregierung ist zudem die Einberufung eines zufällig gelosten Gesellschaftsrats. Das Gremium soll nach dem Willen der Gruppe Maßnahmen erarbeiten, wie Deutschland bis 2030 die klimaschädliche Nutzung von Öl, Gas und Kohle beenden kann.
In einem Offenen Brief, der auf dem Protestmarsch verteilt und später (vertretend) an Bundeskanzler Scholz am Bundeskanzleramt übergeben wurde, steht:
"Sehr geehrter Herr Scholz,
in der Bevölkerung gibt es Verunsicherung. Ein Landeskriminalamt missachtet rechtsstaatliche Prinzipien, indem es die Letzte Generation – ohne Urteil eines Gerichts – als „kriminelle Vereinigung“ bezeichnet. Wir finden: Niemand darf sich über den Rechtsstaat hinwegsetzen.
Wenn schon so wie jetzt auf friedliche Sitzblockaden reagiert wird: Was passiert, wenn die Klimakrise unsere Gesellschaft und den Rechtsstaat unter Stress setzt? Wie wird der Rechtsstaat mit anhaltenden Dürren und Hunderten Millionen Geflüchteten umgehen? Wird unser Rechtsstaat dann zerfallen?
Kanzler Scholz, kommen Sie Ihrer Pflicht nach, den Rechtsstaat vor dem Klimachaos zu schützen?
Wir finden, angesichts des drohenden Klimachaos sollte auf die Bevölkerung gehört werden. Jetzt ist der Moment, in dem Sie mit Ihrer Regierung einen Gesellschaftsrat einberufen sollten. Dieses Mittel ist europaweit erprobt, in 11 unserer Nachbarländer gab es in den letzten Jahren nationale Räte mit ausgelosten Bürger*innen zur Klimapolitik.
Wir brauchen einen Gesellschaftsrat, in dem ein Querschnitt der Bevölkerung zusammenkommt – ein Mini-Deutschland. Der Autofan aus Neubrandenburg diskutiert mit der Veganerin aus Freiburg, wie wir als Gesellschaft aus der Klimakrise kommen. Dieser Gesellschaftsrat erarbeitet einen entschlossenen Plan, wie Deutschland sozial gerecht bis 2030 die Nutzung fossiler Brennstoffe beendet. So wird ein Weg aus der Klimakrise dank Bürger*innenbeteiligung aus der Mitte der Gesellschaft gefunden.
Die Menschen in diesem Land wollen mehr Klimaschutz. Immer mehr Menschen können es nicht mehr mit sich vereinbaren, zuzuschauen, wie unsere Lebensgrundlagen zerstört werden. Immer mehr Menschen beteiligen sich an Protestmärschen. Immer mehr Menschen sehen es als ihre Pflicht, sich dem todbringenden Alltag in den Weg zu setzen, sich an Sitzblockaden zu beteiligen. Unignorierbar zu alarmieren. Wir wissen, dass ein Gesellschaftsrat jetzt die beste Chance für die Bevölkerung ist, sodass wir Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und ein angemessenes Maß an Wohlstand noch erhalten können.
Insbesondere am Mittwoch wird es große Protestmärsche im ganzen Land geben.
(...) Wir wünschen uns, dass es unseren Protest nicht mehr braucht. Dass Ihre Regierung verfassungsgemäß handelt. Dass all die neuen Menschen, die gerade zur Letzten Generation strömen, es nicht mehr als notwendig erachten, Sitzblockaden zu machen. Wir werden unseren Protest beenden, sobald die Bundesregierung den Gesellschaftsrat einberuft.
Hochachtungsvoll,
die Bürger*innen der Letzten Generation vor den Kipppunkten"
Scholz hatte zuletzt gesagt, Aktivisten, die mit Verkehrsblockaden und dem Beschmieren von Kunst Aufmerksamkeit auf sich lenkten, seien „völlig bekloppt“. Zur Frage einer rechtlichen Einstufung als kriminelle Vereinigung wollte er sich nicht äußern. „Darüber habe nicht ich zu entscheiden, sondern unsere Justiz, und sie handelt unabhängig.“ Er fügte aber hinzu: „Erkennbar werden hier wiederholt Straftaten verübt, das kann der Rechtsstaat nicht ignorieren.“
Behördenfehler bei Razzia gegen "Letzte Generation"
Polizei und Staatsanwaltschaft waren vergangene Woche mit einer Razzia gegen die Letzte Generation vorgegangen. Dabei durchsuchten 170 Beamte 15 Wohnungen und Geschäftsräume in sieben Bundesländern, u.a. auch in Berlin. Der Vorwurf lautet auf Bildung oder Unterstützung einer kriminellen Vereinigung.
Die Münchener Generalstaatsanwaltschaft hatte die Razzien zusammen mit dem bayerischen Landeskriminalamt (LKA) durchgeführt. Auch die Homepage der Aktivistengruppe wurde beschlagnahmt. Darauf zu lesen war die Behauptung, die Letzte Generation sei eine kriminelle Organisation, obwohl dies gerichtlich überhaupt nicht bewiesen ist, denn: ob jemand als Mitglied in einer kriminellen Vereinigung verurteilt wird, entscheiden allein Gerichte. So geschehen etwa bei Mitgliedern des Rocker-Clubs Bandidos, bei Mitgliedern von Hooligan-Gruppen oder rechtsextremen Kameradschaften.
Die Generalstaatsanwaltschaft München hat mittlerweile eingeräumt, bei der Beschlagnahmung der Domain der "Letzten Generation" einen Fehler gemacht zu haben. Zuvor hatte das Bayerische Landeskriminalamt die Website der "Letzten Generation", die mit Protestaktionen auf den Klimawandel aufmerksam machen will, beschlagnahmt und auf eine Webseite der Polizei Bayern umgeleitet.
Dort war anschließend ein Hinweis eingeblendet gewesen, auf dem es hieß: "Die Letzte Generation stellt eine kriminelle Vereinigung gemäß § 129 StGB dar! (Achtung: Spenden an die Letzte Generation stellen mithin ein strafbares Unterstützen der kriminellen Vereinigung dar!)"
Die Generalstaatsanwaltschaft München räumte auf NDR-Anfrage ein, dass diese Formulierung unzutreffend sei und derzeit lediglich ein Anfangsverdacht dahingehend bestehe, dass es sich bei der "Letzten Generation" um eine kriminelle Vereinigung handeln könnte. Zuvor hatte ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamts erklärt, die Generalstaatsanwaltschaft München habe die entsprechende Formulierung vorgegeben.
Der Strafrechtler Mark Zöller von der Ludwig-Maximilians-Universität München erklärte auf Anfrage, er halte die Formulierung "für absolut unzulässig". Ob die "Letzte Generation" als kriminelle Vereinigung im Sinne des deutschen Strafgesetzbuchs eingestuft werden könne, sei stark umstritten und gerichtlich nicht ansatzweise geklärt.
"Alles andere ist reine Vorverurteilung und mit dem für staatliche Stellen geltenden Neutralitäts- und Sachlichkeitsgebot unvereinbar", so Zöller weiter.
Auch der Frankfurter Jura-Professor Matthias Jahn hält die bundesweiten Razzien gegen Mitglieder der Klimaaktivisten-Gruppe Letzte Generation für unverhältnismäßig.
Kritikpunkt eins: Die Ermittlungen über den Status der Letzten Generation sind nicht abgeschlossen, sondern haben erst begonnen. "Die Generalstaatsanwaltschaft München ist da zu früh und zu weit gesprungen", sagte Jahn gegenüber hessenschau.de. Nach allem, was Jahn bislang über den Gerichtsbeschluss des Amtsgerichts München gelesen habe -im Wortlaut liegt er ihm noch nicht vor- stellt er infrage, dass die Razzien verhältnismäßig sind.
Kritikpunkt zwei: Das Signal, welches die Handlung von Generalstaatsanwaltschaft und LKA aussenden. Gleich zu Beginn einer Ermittlung eine Organisation als kriminelle Organisation zu betiteln, kenne man "vielleicht vom FBI, die sagen das bei islamistischen Terroristen oder der Mafia".
Kritik und Strafanzeige sowie Strafantrag gegen Mitglieder der bayerischen Staatsregierung
Im Netz gibt es teils heftige Kritik. Greenpeace schreibt auf Twitter: "Menschen, die sich für mehr Klimaschutz einsetzen, dürfen nicht kriminalisiert werden, während die Politik Klimaziele ignoriert."
Die Klimaschutz-Aktivisten der Gruppe "Ende Gelände" kritisieren, ebenfalls auf Twitter, Razzien gebe es bei denen, "die vor der Klimakrise warnen, und nicht bei denen, die dafür verantwortlich sind". Die Klimaschutz-Gruppe "Extinction Rebellion" zeigte sich ebenfalls solidarisch mit der "Letzten Generation".
Der Extremismusforscher Matthias Quent schreibt auf Twitter, man treibe damit "eine bisher demokratische und friedliche Bewegung in die Radikalisierung".
Ein bayerisches Bündnis aus den Parteien DIE LINKE, Mut und Die Urbane sowie der Organisation noPAG hat laut Medienberichten Strafanzeige gegen mehrere Spitzenpolitiker erstattet – konkret gegen Ministerpräsident Markus Söder, Justizminister Georg Eisenreich, Innenminister Joachim Herrmann und den Münchner Generalstaatsanwalt Reinhard Röttle. Das Bündnis wirft den CSU-Politikern sowie dem Generalstaatsanwalt Verleumdung und Beleidigung vor.
In der Pressemitteilung des Bündnisses heißt es:
"Der Generalstaatsanwalt überschritt vorsätzlich und wider besseren Wissens seine Kompetenz, in dem er die `Letzte Generation´ in der öffentlichen Meinung herabwürdigte, seine Missachtung zum Ausdruck brachte und diese als kriminelle Vereinigung diskreditierte."
Für die bayrische Landessprecherin der Linken, Adelheid Rupp, ist das Vorgehen von Generalstaatsanwalt Röttle ein klarer Fall von Vorverurteilung: "Er hat hier nicht bedacht, dass die Unschuldsvermutung zu gelten hat. Es ist absolut unzulässig, im Wege einer derartigen Äußerung die Letzte Generation zu verleumden und zu beleidigen." Der als Tatsachenbehauptung formulierte Hinweis diene dazu, die "Letzte Generation" verächtlich zu machen. Und weiter:
Es gehe um "einer Demokratie rechtspolitisch nicht würdige Handlungen einer Staatsregierung". Es handele sich dabei zudem um Vorsatz, da die Politiker oder der Generalstaatsanwalt Kenntnis davon hätten, dass die Unschuldsvermutung zu berücksichtigen ist. Ohnehin sehe Rupp die staatliche Repression gegen die Letzte Generation als "primär politische Kraftmeierei". Die Anzeige gegen den Ministerpräsidenten und die führenden Politiker erfolge deshalb, weil nicht klar sei, ob und inwieweit die Generalstaatsanwaltschaft von Söder oder einzelnen Ministerien zu ihrem Agieren angewiesen wurde.
Die Razzia könnte also ein juristisches Nachspiel haben – und zwar nicht nur für die Klimaaktivisten selbst, sondern auch für die Staatsregierung.
"Ziviler Ungehorsam ist selbstverständlich unangenehm und nervt. Das ist aber auch die Funktion dieser Art von konfrontativem Protest, der auch zur Demokratie gehört. Dann ist die Frage, wie wir im demokratischen Prozess entscheiden und wo wir die Grenzen setzen. Und genau in diesem Prozess befinden wir uns." (Protestforscher Saldivia Gonzatti zu tagesschau.de)
hinzugezogene Quellen:
www.sueddeutsche.de/wissen/klima-berlin-protestmarsch-der... (archive.fo/2vLBf)
www.morgenpost.de/berlin/article238464727/klimakleber-ber... (archive.fo/kxJRo)
www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-beendet-protestmarsch-... (archive.fo/YmS1z)
twitter.com/AufstandLastGen/status/1664244294377414656 (archive.fo/pK2UR)
www.berliner-zeitung.de/news/letzte-generation-schreibt-o... (archive.fo/4TOGZ)
www.zdf.de/nachrichten/panorama/klimaschutzgruppe-letzte-... (archive.ph/Obs2N)
www.hessenschau.de/gesellschaft/letzte-generation-frankfu... (archive.fo/Urq6X)
www.tagesschau.de/investigativ/ndr/letzte-generation-webs... (archive.fo/Kk6c9)
rp-online.de/politik/deutschland/letzte-generation-wechse... (archive.fo/RxMGo)
www.zdf.de/nachrichten/politik/razzia-letzte-generation-1... (archive.fo/xO4Rm)
www.br.de/nachrichten/bayern/letzte-generation-razzia-anz... (archive.fo/PIRRF)
www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/razzia-letzte-gener... (archive.fo/Kdle3)
www.infranken.de/bayern/bayern-buendnis-zeigt-nach-razzia... (archive.fo/VeTZu)
www.t-online.de/region/berlin/id_100179554/-letzte-genera... (archive.fo/fC9Sh)
www.sueddeutsche.de/bayern/letzte-generation-anzeige-razz... (archive.fo/gHAl4)
www.t-online.de/region/muenchen/id_100184626/muenchen-anz... (archive.fo/6pr2L)
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Vielen Dank!
Stand: Juni 2023
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.
Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.
Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.
Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.
[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com
Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
Die Fotos unterstehen dem Copyright und können in druckbarer, also hochauflösender Qualität erfragt werden.
Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
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Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.
Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.
Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.
Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.
Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.
Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.
Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.
Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.
Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
"Frieden mit Russland" vereint mit DKP, Verschwörungsideologen des Coop-Cafe sowie Querdenkern beim diesjährigen Ostermarsch in Berlin
Am 16. April 2022 erfolgte in Berlin erneut der traditionell von der FRIKO Berlin (Friedenskoordination Berlin) organisierte Ostermarsch, der seit diesem Jahr unter dem Schatten des am 24. Februar begonnenen Angriffskrieges durch den russischen agierenden Despoten Wladimir Putin auf die Ukraine steht.
Unter dem Motto: „Die Waffen nieder! Politische Lösungen sind das Gebot der Stunde! Für eine neue Sicherheitsarchitektur von Lissabon bis Wladiwostok!“ trafen sich am 16. April ab 12 Uhr hunderte Kriegsgegner am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg.
Die eindeutig kremlfreundliche Veranstaltung, die überwiegend von älterem Publikum durchsetzt war, zog wie in den Jahren schon zuvor: rechtsoffenes, verschwörungsideologisches und demokratiefeindliches Klientel an, von denen man sich erneut vor Ort nicht distanzierte. Einzig der rechtsextreme „Volksbote“ wurde der Demonstration verwiesen, der sich seit einiger Zeit als „Journalist“ mit prorussischer Ausrichtung versucht.
Ebenfalls war das Mahnwachenspektrum auf dem diesjährigen Ostermarsch mit bekannten Akteuren wieder vertreten, die mit Daniele Ganser und dem Propagandafilm „Ukranian Agony“ von Mark Bartalmai warben. Auf der Rückseite ihres Schildes forderten sie u.a. ein „Nein zum Impfzwang“, „Nein zur Medienpropaganda“, „Nein zur WHO“ oder „Nein zur USA-NATO Politik“.
Weiter waren mehrere Mitglieder der Partei „die Basis“ (mit Megaphone) vor Ort, die selbst ernannte „Freie Linke“ (die ihre Website auf einer russischen Domain lagert) konnte sogar ihr Frontbanner ausgebreitet durch die Straßen Berlins tragen. Es waren Impfgegner und Sympathisanten der Corona-Querfront „Freedom Parade“ vor Ort, abseits davon wurde von der DKP und vom Coop-Cafe für Russland (und China) geworben; weiter war dort von anderen Protagonisten zu lesen „keine Waffen für US-inszenierte Kriege“, explizit keine Waffen an die Ukraine, "Banderas raus aus der Ukraine", für ein Eurasien welches auch die Ukraine beinhaltet, das die NATO gleich Krieg bedeutet – obwohl gerade zu dieser Zeit das „Eurasienfordernde Land“ diesen Krieg grausam, völkerrechtswidrig und kriegsverbrecherisch führt.
Redner auf dem diesjährigen Ostermarsch waren: Wolfram Adolphi (Journalist), Monika Auener (Religionspädagogin), Taylan Çiftçi (DIDF), Lühr Henken (Bundesausschuss Friedensratschlag, Christiane Reymann (Autorin) und N.N. (SDAJ-Jugendorganisation der DKP); die Moderation betrieb Jutta Kausch-Henken. Die Reden sind nachhörbar bei den Machern des Youtube-Kanals antikriegTV gelistet, die auch im Anna-News-Leak aus 2014 Erwähnung fanden und sich in Sachen Propaganda bis heute alle Ehre erweisen.
In den Fragen nach der Schuld am Krieg in der Ukraine sowie nach seinen Lösungsmöglichkeiten sieht sich die Friedensbewegung laut taz vor der Zerreißprobe. „Es gibt viele unterschiedliche Positionen zum Krieg“, sagte Reymann im Vorfeld des Ostermarsches, die dort eine Rede hielt. Von Wimmersperg betonte zuvor, eine „Dämonisierung des Feindes“ sei nicht zielführend. Und weiter: Nationalflaggen seien auf dem Ostermarsch nicht verboten, sagte die Initiative auf Nachfrage. Deswegen würde man auch nicht einschreiten, wenn Teilnehmer die russische Flagge tragen würden.
Banner mit Aufschriften wie „Putin der Aggressor“ seien hingegen nicht erwünscht, sie würden nicht zu den Positionen des Ostermarschs passen.
Bei der FRIKO suchte man am Samstag eine Verurteilung des russischen Aggressors vergebens. Nur konsequent, dass dann nicht nur Waffenlieferungen an die Ukraine, sondern auch weiterhin jegliche Sanktionen gegen Russland abgelehnt werden.
Die Forscherin Claudia Baumgart-Ochse vom Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung sprach sich im rbb-Inforadio für einen differenzierten Blick auf die Friedensbewegung aus. Der Impuls, für Frieden zu demonstrieren, sei erstmal eine gute Sache. Sie riet aber dazu, sich genau zu überlegen, mit wem man auf die Straße gehe, wer das organisiere und was die Begründungen für den Protest seien. In manchen Aufrufen habe sie den Eindruck, dass russische Propaganda durchscheine.
Alternativer Ostermarsch 2022
Aufgrund des haltungslosen Aufrufs der FRIKO organisierte -ähnlich wie Ende Februar- ein Bündnis aus ukrainischen Organisationen und syrischen Aktivisten (Vitsche Berlin-Allianz Ukrainischer Organisationen, Adopt a Revolution, SyriaNotSafe, Belarussische Gemeinschaft RAZAM e.V. und LeaveNoOneBehind) erstmalig den „Alternativen Ostermarsch“, der am Bebelplatz in Berlin-Mitte statt fand und im Laufe des Tages auf fast 1.000 Teilnehmer anwuchs.
Dort hieß es: Der Aufruf des “Berliner Ostermarsch” erwähnt die russische Aggression und das Recht auf Selbstverteidigung mit keinem Wort. Das entsetzt uns und bewegt uns, ukrainische und syrische Aktivisten, gemeinsam mit solidarischen Unterstützern, einen eigenen Ostermarsch anzumelden. Für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit und gegen russische Angriffskriege! Und weiter:
Auch in den letzten Jahren haben viele Ostermärsche sich vor allem darin geübt, die Aufrüstung der NATO zu kritisieren und eine Entwaffnung der Bundeswehr zu fordern. Dieser fundamentalistische Pazifismus blendet die Aggressoren aus – und hat so den Kriegen von Diktatoren und Autokraten rhetorisch den Weg bereitet. Wir finden: Es ist an der Zeit, endlich den Opfern der Kriege zuzuhören!
Der Ostermarsch Berlin im Rückblick
Der Ostermarsch Berlin wird tradtionell seit vielen Jahren von der Friedenskoordination Berlin (FRIKO Berlin) unter der Schirmherrschaft von Laura von Wimmersperg organisiert und mit teils gleichbleibenden Bündnissen abgehalten. An ihrer Seite steht Jutta Kausch-Henken.
In der Berliner Friedenskoordination treffen sich seit Herbst 1980 Vertreter aus weltanschaulich sehr unterschiedlichen Gruppierungen, um über ihre friedenspolitischen Aktivitäten zu informieren, ihre Arbeit zu vernetzen und gemeinsame Vorhaben zu planen. So schreibt es die Seite Friedenskooperative in der Vorstellung der FRIKO Berlin.
Gleichbleibend sind seit Beginn und seit sehr vielen Jahren und bis 2014 weitestgehend auch die Forderungen (jährliche Aufrufe) z.B. zur Abrüstung, des Dialogs, der Beendigung von Kriegen, der Abschaffung der NATO und somit die Abschaffung von Atomwaffen (und Stützpunkten), Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und Mali, Abschaffung von Drohnen usw. geblieben.
Unterstütztung in Sachen Friedensproteste bekommt von Wimmersperg dabei auch vom ehemaligen Stasi-Major Klaus (Peter) Meinel, der seit 1992 die LL-Demo in Berlin anmeldet und heute in der DKP ist. Meinel stieß gleich nach Mauerfall auf die westdeutsche Friedensbewegung FRIKO. Von Wimmersperg sagte gegenüber der taz, seine Stasi-Zeit spiele für sie keine Rolle, "Klaus ist kein Verräter". Er wisse immer so gut, was zu tun ist.
Im Februar 2014, also nur kurze Zeit vor dem Ostermarsch 2014, begann der von Putin anfangs noch versucht verdeckte Krieg in der Ostukraine. Es war das Jahr des plötzlichen Beginn´s der „Mahnwachen für den Frieden“ und dem Versuch vom „Friedenswinter“, was man wegen angeblicher „Solidarität zur Ukraine“ (gemeint ist die Solidarität und propagandistische Unterstützung von Putins Krieg „nur“ für die russisch besetzte Ostukraine) bundesweit „zum Leben erweckte“.
Die Mahnwachen und kommunistische Bündnisse/Parteien samt prorussischen Aktivisten rund um das Coop-Cafe, Mütter gegen den Krieg, Anti-Nato-Gruppe Berlin rund um den prorussisch, propagandandistisch agierenden Aktivisten Oleg Muzyka (Global Rights of Peaceful People) warben von Anfang an für Putin´s Politik und für einen „Frieden mit Russland“. Sie mischten sich seit 2014 auf fast jede relevanten Proteste und versuchten so, Menschen für ihre Ideologien anzuwerben. Muzyka selbst war mit Mitstreitern dabei auch auf rechten Protesten (Reichsbürger), aber Teile der LINKS-Partei hofierten und förderten trotz Belege weiterhin seine Propaganda-Ausstellungen und warben für diese. Das DDR-Kampfblatt junge Welt übernahm die entsprechende Berichterstattung.
Zu dieser Zeit entstanden auch unzählige prorussisch(rechts) besetzte Vereine und Organisationen unter dem Deckmantel von Solidarität (z.B. FBKO-Friedensbrücke Kriegsopferhilfe), Kunst & Kultur (z.B. das Tolstoi-Instutut), die sich gegen die Sanktionen in Russland stark machten und die -mal mehr, mal weniger offen- mit Positionen für die AfD, Compact & Co. warben; siehe auch das Druschba-Projekt des Rainer Rothfuß, der mittlerweile und seit 2018 offen bei der AfD angekommen ist.
Anfang 2015 bekam von Wimmersperg den „Menschenrechtspreis 2014“ der GBM („Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde“) verliehen. Die Laudatio hielt neben Jutta Kausch – Wolfgang Richter, Mitbegründer der GBM, der laut Berliner Verfassungsschutz die Verfolgung von Regimegegnern durch die DDR und die Staatssicherheit rechtfertigte. Hinter der GBM und dem zugehörigen weit verzweigten Vereinsnetzwerk verbirgt sich laut Berliner Innenverwaltung und T-Online eine „Interessenvertretung ehemaliger (alter) Stasimitarbeiter“. Vor ca. 15 Jahren versuchte die Berliner SPD, sie aus öffentlichen Einrichtungen zu verbannen, weil sich dort alte Kader organisieren.
Ab 2015 war auf den Ostermärschen vermehrt und -von fast immer gleichen Akteuren- prorussische Propaganda vertreten, wie auch in meinen anderen Alben zum Ostermarsch, Friedensbewegung & Co. dokumentiert. Das war neu – zumindest in dieser Intensität (siehe zum Vgl. Zeitleiste auf der Seite der FRIKO sowie vergangene Fotoreportagen von anwesenden Fotografen). Auch Gabriele Krone-Schmalz war 2015 in Berlin am Rande des Ostermarsches in Erscheinung getreten. In jenem Jahr veröffentlichte sie ihr Buch: „Russland verstehen. Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens“.
Nachtrag: Die Ex-Moskau-Korrespondentin Krone-Schmalz geht mit Stand 11/2022 mit Anwälten gegen eine Historikerin und Kritikerin vor, die ihr u.a. "Kremlpropaganda & Pseudo-Expertise in Deutschland" vorwarf. Derzeit rudert Krone-Schmalz allerdings wieder zurück, nachdem eine Feststellungsklage (Kritikpunkte wie Kreml-Nähe, Leugnung von /Kriegsverbrechen, Vorwürfe der Lügen und Falschbehauptungen auf Veranstaltungen und in Büchern, Verachtung von Putin-Opfern) angedroht wurde.
Den (optischen) Höhepunkt bildete meines Erachtens das Jahr 2018, wie auf einer Bildstrecke von Thorsten Strasas zu sehen ist. Neben DDR, Nordkorea- und „Neurussland“ Beflaggung war dort auch Diether Dehm anwesend, der den Außenminister Heiko Maas mit den vulgären und homophoben Worten: „gut gestylter NATO-Strichjunge“ öffentlich beim Ostermarsch diffamierte. Hintergrund der Äußerung war die Ausweisung russischer Diplomaten aus mehreren NATO-Staaten als Reaktion auf den Nervengiftanschlag auf den Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter.
2021 stand der Ostermarsch im Zeichen der Pandemie, entsprechend verschwörungsideologisch untermauert war dieser in jenem Jahr von Corona-Leugnern und Querdenkern, was man anhand der unten verlinkten Bildstrecke in den Quellenangaben auch noch einmal nachverfolgen kann.
Die „Anti-Krieg“-Initative rund um das Coop-Cafe beteiligte sich zwar nicht an den „Corona-Diktatur“ Slogans, nein – sie forderte propagandistisch u.a. Deutschland auf, Impfstoffe aus Kuba, China und Russland zuzulassen. Sie plakatierten ab 2020/21 auch die Berliner Innenstadt damit zu und versuchten sich in einer Art „Streetart“, welche in Pandemiezeiten besonders boomte und viele Menschen anzog. Im bis 2022 autoritär regierten Russland starben indes sehr viele Menschen, weil sie dem russischen Vakzin resp. dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin nicht trauen.
Der Umgang mit Kritikern damals und heute
Kritik übte schon mit Beginn der Mahnwachen-Bewegung ab 2014 der ehemalige Vorsitzende der DFG-VK Monty Schädel, der der Friedensbewegung eine Nicht-Abgrenzung zu den Mahnwachen „für den Frieden“ sowie die nachfolgenden Kampagnen „Friedenswinter“ und „Stopp Ramstein“ öffentlich attestierte, was Schädel eine Menge Gegenwind einbrachte. U.a. wurde er auf den „Mahnwachen für den Frieden“ von Ken Jebsen zum Feind ausgerufen. Nach schwerer Erkrankung wurde Schädel vom DFG-VK gekündigt, wie es in seiner Veröffentlichung aus 2017 heißt. Laut einem Interview mit der Junge Welt aus 2015 sprach Schädel von einer wahrgenommenen „organisierten Beeinflussung“, ähnlich schrieb es auch das Netzwerk gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus Leipzig (man beachte unten in den Quellen die dort erwähnten Akteure).
Weil die Junge Welt dieses Interview mit Schädel bzgl. dieser neuen „Friedensbewegung“ führte, kündigte Rainer Rupp (Ex-Stasi-Spion im Westen/NATO-Hauptquartier) dort seine Tätigkeit auf und veröffentlichte später noch einen Offenen Schmähbrief.
Wenn heute Kritiker dieser putingerichteten Friedensbewegung durch z.B. die LINKEN-Politikerin Sevim Dagdelen als reaktionäre Kriegstreiber betitelt werden, weil diese offen legen, das Frieden für jene Schein-Pazifisten nicht das Ziel, sondern nur das Mittel ist; dann hat man scheinbar den Kern getroffen. Sascha Lobo nennt diesen Teil der Friedensbewegung: Lumpenpazifismus – als eine zutiefst egozentrische Ideologie, die den eigenen Befindlichkeitsstolz über das Leid anderer Menschen stellt.
Viele kommunistische Friedensbewegte realisieren bis heute nicht, das Russland nicht die ehemalige Sowjetunion ist. Sie biedern sich in ihrer tief verankerten Ideologie einem Mann an, der einen faschistischen Krieg führt. Positionieren sie sich sonst angeblich gegen den Faschismus, laufen sie ihm weiter devot hinterher.
Das oft gebrauchte Zitat -in der Überlieferung- von Ignazio Silone hat leider eine beängstigende Aktualität bekommen, das da heißt: „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus». – Kreml-Sprech und Agitation seit 2014 von links und rechts (Friedensquerfront), wenn es darum geht, die Öffentlichkeit zu täuschen und diesen manipulativ Putin´s AgitProp weiterhin als "links" zu präsentieren.
Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) warnte vor „Pazifismus auf Kosten anderer“. Der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff nannte die Ostermarschierer „die fünfte Kolonne Putins“. Ein Argument, wie es auch die russische Seite für „westliche“ Aktivisten benutzt; benennen diese den Aggressor. Lambsdorff beschuldigte die Ostermarsch-Organisatoren laut Tagesspiege im WDR-Radio, sie seien keine Pazifisten, sondern „Interessenvertreter der russischen Position“ und versuchten, den Westen zu schwächen und die Ukraine zu diskreditieren.
Der Sprecher des Netzwerks Friedenskooperative, Kristian Golla, wies die Anschuldigungen Lambsdorffs als reine Polemik zurück. Das Netzwerk koordiniert die lokal und regional verantworteten Aktionen der Friedensbewegung, u.a. auch die für Berlin.
Unterwanderung der Friedensbewegung nach 1989
Die Friedensbewegung, zu der auch Ostermärsche zählen, wurde bereits ab den 60er Jahren durch u.a. die kommunistische Partei DKP vereinnahmt. Das die DDR die DKP als „Schläfer des Kalten Krieges“ finanziert und paramilitärisch für Anschläge („im bösen Nazi-Westen“) ausgebildet hat, ist keine Theorie oder Legende, auch wenn das die DKP samt Sympathisanten bis heute bestreitet. Die wenigstens wissen von dieser Historie; es erklärt auch die Parallelen bis in die heutige Zeit, was den „Westen“ und größtenteils auch die NATO betrifft. Die von der Stasi in Obhut genommene und einst mit neuer Identität ausgestattete frühere RAF-Terroristin Inge Viett ist z.B. bis heute ein gern gesehener Gast z.B. auf dem Ostermarsch, die nachweislich 2015 und 2016 im Duo in Berlin aktiv teilnahm. Es wurde mit einem "Frieden mit Russland" geworben (Plakat des Coop-Cafe) bzw. mit "Krieg ist Terror! Kriegstreiber sind Terroristen."
Ein doch sehr seltsam bekennender Pazifismus, der beim Ostermarsch zelebriert wird, bedenkt man, das auch der antiimperialistische Stopp Ramstein Sympathisant, ehemaliger AIZ-Terrorist (als Wannabe-Nachfolger der RAF) und heutiger Salafist Bernhard Falk immer wieder Gast bei diversen Stasi-Verbänden und der DKP vertreten ist.
Ganz groß in Mode gekommen ist auch die Zweckentfremdung von „Schwerter zu Pflugscharen“. Diese Friedensbewegung war die einzig nicht parteigesteuerte Bewegung in der DDR, die im Umfeld der Kirchen angesiedelt war. Wenn also Schilder wie „Schwerter zu Pflugscharen“ auf z.B. traditionellen Ostermärschen oder prorussisch abgehaltenen Veranstaltungen zu sehen sind, ist dies mehr als anmaßend und abstoßend, wenn damit Überzeugungen pro Diktatur resp. Faschismus und pro russische Besatzung anderer Länder vertreten sind. Es ist politisches Mimikry.
Diese zweckentfremdete Aneignung konnte ich bereits ab 2014 so auf Ostermärschen und beim Friedenswinter (mit DDR-Fahne) beobachten, aber auch auf den Corona-Protesten der Querdenker ab 2021, die ebenfalls versuchen, dieses Kapitel der Zeitgeschichte für sich und ihre antidemokratische Ideologie zu vereinnahmen und geschichtlich sowie politisch für sich umzudeuten.
So wie einst die prorussische, antisemitische, verschwörungsideologische, antiamerikanische und rechtsoffene Mahnwachenbewegung ab 2014/15 als selbsternannte „neue Friedensbewegung“ auf Ostermärschen vertreten war, sind es heute die Corona-Leugner und Querdenker; teils aus der Mahnwachenbewegung hervorgegangen, die damals wie heute und weiterhin -nebst „alten Friedensbewegten“- ihre prorussische Kriegspropaganda und verschwörungsideologische Agenda unter die Leute und in die Mitte der Gesellschaft ausbreiten wollen. Acht Jahre sind seit dem Beginn des Ukraine-Krieges vergangen und es wurde kein bisschen dazu gelernt.
hinzugezogene Quellen
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www.frikoberlin.de/intro.html (archive.ph/J5ZSG)
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taz.de/Ostermaersche-in-Berlin/!5844922/
www.youtube.com/@antikriegTV/videos
www.zdf.de/nachrichten/politik/ostermaersche-ruestung-waf...
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www.ndr.de/geschichte/chronologie/Vom-ersten-deutsche-Ost... (archive.ph/h9VsR)
www.spiegel.de/politik/letztes-aufgebot-a-6ab27dcc-0002-0...
www.bild.de/regional/berlin/berlin/in-der-verschwoerungsh... (archive.ph/kt8e0)
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taz.de/Schwert-und-Schild-der-Partei/!1162698/
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www.bild.de/bild-plus/politik/inland/politik-inland/mh17-... (archive.ph/I0Ki0) und archive.ph/MQ92P#selection-787.0-805.478 (ursprünglich: fact.international/2015/10/international-antifascist-forum/)
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www1.wdr.de/nachrichten/lambsdorff-ostermaersche-kritik-u... (archive.ph/inRek)
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www.welt.de/kultur/history/article13914857/Wie-die-DDR-Li... (archive.ph/E7akW)
de.wikipedia.org/wiki/Gruppe_Ralf_Forster (archive.ph/GWK9T)
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de.wikipedia.org/wiki/Inge_Viett
www.flickr.com/photos/uwehiksch/16828370187/in/album-7215...
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Stand: Fotos: April 2022/Text: Dezember 2022
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
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Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
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Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
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Foto:H.-Chr. Gruber
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
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Foto: Simon P. Haigermoser
Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
Die Fotos unterstehen dem Copyright und können in druckbarer, also hochauflösender Qualität erfragt werden.
Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.
Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.
Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.
Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.
Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.
Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.
Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.
Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.
[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...
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RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com
Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
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