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Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.
Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.
Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.
Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.
[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com
Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.
Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.
Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.
Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.
[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...
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RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com
Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
Die Fotos unterstehen dem Copyright und können in druckbarer, also hochauflösender Qualität erfragt werden.
36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz am 30. Oktober 2010 in der Rheingoldhalle Mainz
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Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
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📷 | Wholecar OBB Graffiti Train :: rumoto image # 1794
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Wholecar
Bezeichnung für einen einzelnen Zugwaggon, dessen komplette Höhe und Länge mit Graffiti in einer Aktion bemalt wurde. In den meisten Fällen wird nur eine Waggonseite besprüht. Meistens teilen sich mehrere Writer die Arbeit an einem Zug; besprüht jedoch ein Writer einen Waggon allein, so spricht man von einem One-Man-Wholecar. Wholecars finden in der Writing-Szene hohes Ansehen. Für Fahrgäste und Verkehrsbetriebe ist diese Art von Besprühung auf Zügen sehr unangenehm, da durch die komplette Lackierung der Waggon verdunkelt wird.
Wholetrain
Bezeichnung für einen Zug, dessen Waggons von oben bis unten in einer Aktion bemalt wurden. Im Gegensatz zum Wholecar, besteht ein Wholetrain aus mehreren einzelnen Wholecars. Bei einem Wholetrain müssen wirklich alle Waggons (zumindest auf einer Seite) bemalt sein.
Bombing
Schnelles, auf Quantität ausgelegtes, illegales Sprühen; auch Bezeichnung für ein wenig aufwändiges (meistens chrom-schwarz) Piece (siehe auch Quickpiece, Silverpiece, Throw-up)
Trainbombing / Trainwriting
Allgemeine Bezeichnung für das Besprühen von Zügen.
Boss
Sicherheitsbeauftragter von Nahverkehrsbetrieben.
Botten
Schnelles Verlassen des Spots beim Sprühen.
Bust/gebustet werden
Das Auffassen eines Writers durch die Polizei.
Checker
Sicherheitsbeauftragte privater Firmen; auch Bezeichnung für eine Person, die vor dem Malen für andere Writer überprüft, ob eben solche, oder auch Polizei oder Putzer zugegen sind, die einen beim Besprühen diverser Objekte stören könnten.
Comment
Ein Comment ist ein neben oder in das Bild gesprühtes Statement oder ein Gruß (Fuck Police, One Love World Wide etc.).
Crew
Zusammenschluss von Writern die zusammen sprühen. Die Namen der Crews werden meistens mit mehreren Buchstaben abgekürzt z. B. SUK (Stick up Kids), UA (United Artists). Es finden auch Zahlen Verwendung als Gruppeninitial, z. B. der Postleitzahl des bewohnten oder repräsentierten Gebiets entnommen. Die Mitglieder einer Crew erhöhen deren Bekanntheitsgrad, indem sie das Crewkürzel ähnlich wie ihr eigenes Pseudonym in Bildern verarbeiten. Da mehrere Personen das gleiche Kürzel malen, kann ein höherer Bekanntheitsgrad erreicht werden.
End to End (auch „end2end“ oder „e2e“)
Zugbild, das sich über die Gesamtlänge eines Waggons erstreckt, aber nicht über die komplette Höhe (s. Wholetrain).
scouten
Für einen anderen Writer "Wache halten".
Spot (Platz/Stelle)
Explizit ausgewählte Orte, die zum Malen eines Bildes geeignet sind/wären.
Tag [tæg] (engl. tag ‚Markierung‘, ‚Etikett‘, ‚Schild‘)
Signaturkürzel, welches das Pseudonym eines Writers darstellt. Gilt als die Urform des sich daraus entwickelten Piece. Häufig als "Unterschrift" unter gesprühten Bildern zu finden, gilt aber auch in der jugendlichen Gang-Kultur als territoriale Markierung. Zum Anbringen der Tags werden neben der Sprühdose oft auch wasserfeste Stifte benutzt. Tags können allerdings auch genauso gut mit Malerrollen oder anderen Utensilien angebracht werden. Auch das Einritzen des Pseudonyms, was der Urform von Graffiti entspricht, ist üblich (siehe Scratching). Vorrangiges Ziel ist es, einen guten und innovativen Style zu haben, sekundäres Ziel, in einer Stadt, einem Bezirk oder einer Gegend, möglichst präsent zu sein. Dadurch entsteht eine Art von Wettkampfkultur. Das Übersprühen fremder Tags – auch Crossen genannt – wird als Beleidigung angesehen. Besonders in der Bandensubkultur der Vereinigten Staaten dienen Tags zur Markierung des Territoriums einer Straßengang. Sprüher der Writing-Bewegung versuchen in der Regel hingegen, ihren Namen überall zu verbreiten, nicht nur in einem begrenzten Gebiet. Auch Ultras markieren manchmal Orte auf ähnliche Weise. Vorläufer von Tags gab es, wie das Beispiel des Beamten Joseph Kyselak zeigt, bereits im Biedermeier.
taggen
Die Ausführung eines Tags.
Yard / Train-Yard
Gelände, auf dem Züge oder U-/S-Bahnen abgestellt werden, meistens zur Reinigung und Wartung.
Fundamentalistisch-christlicher „Marsch für das Leben“ stundenlang blockiert
Anhänger der Neuen Rechten, Konservative und Evangelikale marschieren alljährlich neben fanatisierten, christlichen Splittergruppen gegen Abtreibungen, Sterbehilfe und Präimplantationsdiagnostik (PID). Beobachter werfen den im Verband organisierten Gruppen ein nationalistisches, völkisches und antifeministisches Weltbild vor. Dazu gesellen sich jährlich AfD-Politiker und Grußworte von CDU/CSU-Spitzenpolitikern, die den „Marsch“ in der Mitte salonfähig machen.
Rund 5.000 Personen zogen am Samstag schweigend durch Berlin. Damit stagnierte die Teilnehmerzahl, die in den Jahren zuvor noch stetig gewachsen war. Nach einer Auftaktkundgebung vor dem Kanzleramt setzte sich der vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) veranstaltete Marsch für das Leben in Bewegung, dessen Teilnehmer das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen, aber auch jeder Form von Sterbehilfe forderten. Das Motto der Veranstaltung lautete »Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie!«. Auf der Kundgebung sprach Weihbischof Matthias Heinrich als Vertreter des Erzbistums Berlin und übermittelte die Grüße des neuen Erzbischofs der Hauptstadt, Heiner Koch, der ebenfalls am Samstag in sein Amt eingeführt wurde.
Über die Teilnahme verschiedener Bischöfe herrschte große Euphorie unter den Besuchern der Veranstaltung, die bereits zum elften Mal stattfand. Die bisherige Abwesenheit des religiösen Führungspersonals war im Vorfeld heftig beklagt worden. Auf mehreren Schildern wurde eine »Willkommenskultur für Ungeborene« gefordert. Die Kopplung der Themen Hilfe für Flüchtlinge und Ablehnung von Abtreibungen war offenkundig auch dem BVL Programm: Dessen Vorsitzender Martin Lohmann erklärte, Deutschland brauche eine »echte und glaubwürdige Willkommenskultur«, die »Flüchtlinge, Alte und Nichtgeborene« einbeziehe.
Beatrix von Storch, Europaabgeordnete der Alternative für Deutschland, die schon in den Vorjahren teilgenommen hatte, lief dieses Mal in der ersten Reihe mit.
Der Prozession der Abtreibungsgegner stellten sich zwei Bündnisse entgegen, die zu Demonstrationen aufgerufen hatten. Beide wandten sich gegen ein reaktionäres Frauen- und Familienbild. Laut Polizei nahmen insgesamt etwa 1.700 Menschen an den Gegenprotesten teil.
Das linksradikale und queerfeministische Bündnis "What the fuck" gab an, ihre Demonstration sei am Anhalter Bahnhof mit 2.000 Teilnehmern gestartet. Das linksfeministische "Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung" konnte vom Brandenburger Tor zum Gendarmenmarkt mobilisieren. Dort trafen beide Züge zusammen.
»What the fuck« hatte explizit dazu aufgerufen, den Marsch der Abtreibungsgegner zu blockieren. Dies konnte die Polizei auch mit rund 900 eingesetzten Beamten nicht verhindern. So wurde die Strecke der »Lebensschützer« stark verkürzt. Statt über den Potsdamer Platz und die Leipziger Straße wurden sie nördlich um das Brandenburger Tor herum und Unter den Linden entlanggeführt. Zwischen Charlottenstraße und Humboldt-Universität kam es zu mehreren hartnäckigen Blockaden, die den Marsch für gut zwei Stunden zum Stehen brachten.
Die teils brutalen Straßenräumungen begleiteten die Demonstranten mit lautstarken »Wo wart ihr in Heidenau?«-Rufen. Die Abtreibungsgegner wurden auf den letzten paar hundert Metern von einer Sambaband und Rufen wie »Wir sind die Perversen, wir sind euch auf den Fersen« oder »Wir klatschen laut Applaus, die Deutschen sterben aus« begleitet. Die Polizei ging mit massiven Einsatz von körperlicher Gewalt gegen die Blockierer vor. Bei den Auseinandersetzungen wurden zahlreiche Personen auf beiden Seiten verletzt, mindestens 28 Gegendemonstranten wurden vorläufig festgenommen.
Die Teilnehmer der „Marsch für das Leben“ Demo – zogen nach der Auflösung der Blockaden im Regen bis zu ihrem Abschlussort am Lustgarten – begleitet von den „Mittelalter, Mittelalter“-Rufen der Gegendemonstranten. Ein Gottesdienst im Dom wurde auch diesmal nicht ermöglicht. Zeitweise brachten Gegendemonstranten Banner an der Kuppel des Berliner Domes an. Zuvor hatten FEMEN-Aktivisten dort protestiert, wurden allerdings von der Polizei angehalten, diesen Protest zu beenden.
hinzugezogene Quellen:
www.vice.com/de/article/av8zze/aktivisten-machen-abtreibu...
web.archive.org/web/20151003034001/http://www.jungewelt.d...
www.sueddeutsche.de/panorama/abtreibungsgegner-marsch-fue...
www.nd-aktuell.de/artikel/985095.reaktionaerer-lebensschu...
www.belltower.news/lebensschutz-vs-anti-choice-samstag-ma...
web.archive.org/web/20180320143550/https://www.bz-berlin....
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© Streichphotography
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Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!
Vielen Dank!
Stand: September 2015
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
Die Fotos unterstehen dem Copyright und können in druckbarer, also hochauflösender Qualität erfragt werden.
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.
Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.
Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.
Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.
[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com
Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
Die Fotos unterstehen dem Copyright und können in druckbarer, also hochauflösender Qualität erfragt werden.
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto:H.-Chr. Gruber
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Die Karl-Theodor-Brücke, besser bekannt als Alte Brücke, ist eine Brücke über den Neckar in Heidelberg. Sie verbindet die Altstadt mit dem gegenüberliegenden Neckarufer am östlichen Ende des Stadtteils Neuenheim. Die Alte Brücke aus Neckartäler Sandstein wurde 1788 unter Kurfürst Karl Theodor als insgesamt neunte Brücke an dieser Stelle errichtet. Heute gehört sie zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Heidelbergs.
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
1.1 Vorgängerbauten
1.2 Eishochwasser 1784 und Bau der Karl-Theodor-Brücke
1.3 Kämpfe im 19. Jahrhundert
1.4 Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und Wiederaufbau
1.5 Umbau 1969/1970
2 Baubeschreibung
2.1 Brücke
2.2 Brückentor
2.3 Brückenfiguren
2.4 Brückenaffe
2.5 Nepomuk-Statue
3 Die Alte Brücke in der Dichtung
4 Quellen und weiterführende Informationen
4.1 Literatur
4.2 Weblinks
4.3 Einzelnachweise
Geschichte
Mit einem Alter von kaum mehr als zwei Jahrhunderten ist die 1788 fertiggestellte Alte Brücke tatsächlich vergleichsweise jung. Ihren (inoffiziellen) Namen erhielt die Alte Brücke, nachdem 1877 mit der weiter westlich gelegenen Friedrichsbrücke (heute Theodor-Heuss-Brücke) eine zweite Neckarquerung geschaffen wurde.[1] Allerdings hatten sich an der Stelle der Alten Brücke seit dem 13. Jahrhundert acht Vorgängerbrücken befunden, auf deren Fundamenten die Brücke gebaut ist. Auch das Brückentor am Südende der Brücke existiert seit dem Mittelalter.
Vorgängerbauten
Ansicht von Heidelberg in Sebastian Münsters Calendarium Hebraicum (1527)
Die ersten Brücken im Gebiet des heutigen Heidelberg waren bereits in römischer Zeit gebaut worden: Im 1. Jahrhundert n. Chr. errichteten die Römer eine Holzbrücke über den Neckar, die um das Jahr 200 durch eine Steinpfeilerbrücke ersetzt wurde.[2] Diese befand sich aber weiter westlich zwischen den heutigen Stadtteilen Neuenheim und Bergheim. Nachdem die Römerbrücke verfallen war, blieb Heidelberg für fast ein Jahrtausend brückenlos.
Erst nach der planmäßigen Stadtgründung Heidelbergs, die Ende des 12. oder Anfang des 13. Jahrhunderts stattfand, entstand wieder eine Brücke über den Neckar. Wann genau diese Brücke gebaut wurde, ist unbekannt, erstmals urkundlich erwähnt wird sie im Jahr 1284. Diese Brücke befand sich an der Stelle der heutigen Alten Brücke. Ihre Lage war genau auf den Stadtgrundriss Heidelbergs mit dem Marktplatz abgepasst. Gründe für den Brückenbau dürften die Verbindung zum rechts des Neckars gelegenen Kloster Schönau sowie wirtschaftliche Interessen gewesen sein, denn man hoffte den bislang an Heidelberg vorbeigegangenen Nord-Süd-Verkehr durch die Stadt umleiten zu können.[3] Es handelte sich bei der Brücke um eine sogenannte Außenbrücke, weil sie nicht zwei Stadtteile miteinander verband, sondern aus der Stadt herausführte. Tatsächlich stellte die Brücke sogar die Außengrenze der Kurpfalz dar, denn bis 1460 gehörte das nördliche Neckarufer zu Kurmainz. Dementsprechend war die Brücke in die Stadtbefestigung Heidelbergs integriert und durch das Brückentor gesichert.
1288 wurde die erste Brücke durch Eisgang zerstört. Auch den nächsten Brücken, die allesamt keine allzu lange Lebensdauer erreichten, war das gleiche Schicksal beschieden: Die zweite Brücke wurde 1308, die dritte Brücke 1340, die vierte Brücke um 1400 und die fünfte Brücke 1470 jeweils durch Eisgang zerstört.[4] Von den fünf ersten Brücken sind keine bildlichen Darstellungen überliefert. Anders bei der sechsten: Von dieser kennen wir zwei Darstellungen aus der Feder Sebastian Münsters, weshalb man sie auch als „Münster-Brücke“ bezeichnet. Ein kleiner, runder Holzschnitt in Münsters Calendarium Hebraicum aus dem Jahr 1527 zeigt eine einfache Ansicht von Heidelberg samt der Brücke. Detaillierter ist die Darstellung im Heidelberg-Panorama aus Münsters Cosmographia (1550). Aus diesen bildlichen Überlieferungen wird ersichtlich, dass es sich um eine Brücke mit acht steinernen Pfeilern und einer gedeckten, an den Seiten offenen hölzernen Brückenbahn handelte. Am Südende der Brücke befand sich bereits das Brückentor mit seinen doppelten Türmen, auf dem siebten Pfeiler stand am Nordende der Affenturm mit dem berühmten Brückenaffen.[5]
Matthäus Merian: Große Stadtansicht Heidelbergs, 1620, Ausschnitt
Alte Brücke und Brückentor im Thesaurus Palatinus (1747–1752)
Ein Eisgang zerstörte am 2. Februar 1565 den hölzernen Oberbau der Brücke. Auf den erhaltenen Steinpfeilern wurde die siebte Brücke gebaut, die man, weil sie von Matthäus Merian in seiner großen Heidelberger Stadtansicht von 1620 verewigt wurde, auch als „Merian-Brücke“ kennt. Ihr Aussehen entsprach dem ihrer Vorgängerin, außer dass zusätzlich die Brückenbahn zwischen dem Affenturm und dem neu geschaffenen Renaissancetor auf dem letzten Brückenpfeiler am Neuenheimer Ufer überdacht war. Die Eroberung Heidelbergs 1622 durch Tilly im Dreißigjährigen Krieg überstand die Brücke noch unbeschadet, am 2. März 1689 wurde sie aber im Pfälzischen Erbfolgekrieg bei der ersten Verwüstung der Stadt von den Franzosen unter Mélac gesprengt.[6]
Zunächst behalf man sich fast zwanzig Jahre mit Schiffsbrücken und Fähren. 1706–1708 wurde schließlich die achte Brücke errichtet. Hierzu setzte man die Pfeiler der Vorgängerbrücke wieder instand und baute auf sie eine gedeckte und seitlich geschlossene Konstruktion, wiederum aus Holz. Der Affenturm wurde ebenso wenig wiedererrichtet wie das Tor am nördlichen Ende. Dafür trugen der zweite und siebte Pfeiler, auf denen heute die Denkmäler Karl Theodors und der Minerva stehen, jeweils ein Wachhäuschen. Der Raum zwischen den Ufern und den Wachhäusern wurde von zwei steinernen Bögen überspannt, die später in die Karl-Theodor-Brücke integriert wurden und so heute noch erhalten sind. Die Türme des Brückentors, das die Zerstörung von 1689 überstanden hatte, wurden 1714 mit welschen Hauben ausgestattet. Am Neuenheimer Ufer stellte man 1738 eine Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk auf, dem die achte Brücke auch die Bezeichnung als „Nepomuk-Brücke“ verdankt.[7]
Eishochwasser 1784 und Bau der Karl-Theodor-Brücke
Hochwassermarken am süd-westlichen Brückenpfeiler
Ferdinand Kobell: Die Alte Brücke in Heidelberg nach dem Eisgang, 1784
Pfahlschuh von 1786 (Dritter von links)
Den Unmut Kurfürst Karl Philipps, der 1719 im Zerwürfnis mit den Heidelberger Bürgern drohte, die Brücke abzureißen, um die Stadt der Verarmung zu überlassen, überstand die achte Brücke ebenso wie einen Eisgang im Jahr 1724.[8] Sie wurde aber schließlich im katastrophalen Eishochwasser von 27. Februar 1784 zerstört. Der Winter 1783/1784 war außergewöhnlich kalt und schneereich gewesen. Als Ende Februar schließlich Tauwetter einsetzte, führte dies zum schwersten Hochwasser, das Heidelberg in historischer Zeit erlebt hat. Die Folgen der Flut wurden durch den Eisgang verschärft. Weil die Heidelberger Bürger auf das Hochwasser vorbereitet waren und die Katastrophe tagsüber eintrat, hatte die Stadt keine Todesopfer zu beklagen, der Sachschaden war aber enorm: Neben der Brücke wurden 39 Gebäude zerstört und 290 beschädigt.[9]
Gerade einmal zwei Wochen nach dem Hochwasser begannen die Planungen für den Wiederaufbau der Brücke. An diesen beteiligten sich alle führenden kurpfälzischen Beamten: Der Heidelberger Baudirektor Johann Andreas von Traitteur schlug in seinem Gutachten vor, die Brücke in Stein zu bauen und die vorhandenen Pfeiler zu erhöhen, um sie weniger anfällig für Hochwasser zu machen.[10] Der kurfürstliche Oberbaudirektor Nicolas de Pigage legte Pläne für eine hölzerne Bogenbrücke auf Steinpfeilern vor.[11] Zwischenzeitlich hatte man sich bereits für den Vorschlag des württembergischen Obristlieutenants von Mylius, der eine hölzerne Brücke auf Steinpfeilern vorsah, festgelegt. Uneinigkeit herrschte noch darüber, ob die Brücke an ihrem alten Ort oder weiter westlich auf Höhe der Haspelgasse wieder aufzubauen sei. Letztlich erteilte der Bauherr und Namensgeber der Brücke, Kurfürst Karl Theodor, am 1. Juli 1785 aber überraschend dem bis dahin eher unbekannten Bauinspektor Mathias Mayer für seinen nachträglich eingereichten Vorschlag, die Brücke auf den vorhandenen Pfeilern aus Stein zu bauen, den Zuschlag.[12]
Die Bauarbeiten begannen 1786 unter Aufsicht Mayers und wurden im Oktober oder November 1788 zum Abschluss gebracht. Insgesamt kostete der Brückenbau 165.282 Gulden, damit war die Brücke nach dem Mannheimer Schloss das teuerste Bauwerk in der damaligen Kurpfalz. Das Geld hatte die Stadt Heidelberg aufbringen müssen. Hierzu verschuldete sie sich beim Hoffaktor Aron Elias Seligmann und legte ihren Bürgern eine Sondersteuer auf.[13]
Kämpfe im 19. Jahrhundert
Friedrich Rottmann: Bestürmung der Heidelberger Brücke 1799
Zweimal war die Alte Brücke im 19. Jahrhundert Schauplatz von Kämpfen. Das erste Gefecht fand während der Koalitionskriege nach der Französischen Revolution statt: Am 16. Oktober 1799 versuchten die französischen Revolutionstruppen mit mehreren tausend Mann Heidelberg über die Alte Brücke zu erobern. Verteidigt wurde die Brücke von österreichischen Ulanen unter Fürst Schwarzenberg und Tiroler Infanteristen. Nachdem sieben Angriffe fehlgeschlagen waren, zogen sich die Franzosen nach Handschuhsheim zurück. Die österreichischen Verteidiger, nur 300 Mann an der Zahl und mit einer einzigen Kanone ausgestattet, erkannten aber die Aussichtslosigkeit ihrer Lage im Fall, dass die Franzosen mit Verstärkung erneut angreifen sollten, und zogen in der Nacht heimlich ab. Am nächsten Tag rückten die Franzosen kampflos in Heidelberg ein.[14]
Zum zweiten Mal wurde die Alte Brücke während der Badischen Revolution von 1848/1849 in Kriegshandlungen verwickelt. Die revolutionären Freischärler hatten sich auf dem Heiligenberg verschanzt, zogen sich aber beim Herannahen der preußischen Truppen nach Heidelberg zurück. Am 21. Juni 1849 bezog eine preußische Abteilung am gegenüberliegenden Neckarufer Stellung. Um deren Einzug nach Heidelberg zu verhindern, verminten die Freischärler die Brücke. Die Heidelberger versuchten, in der Ansicht, der Kampf gegen die Preußen sei aussichtslos, die Revolutionäre dazu zu bewegen, die Brücke zu verschonen. Es gelang sogar einigen Bürgern unter Führung des Feuerwehrhauptmanns Carl Metz, das in die Brücke eingesetzte Sprengfässchen auszugraben und in den Neckar zu werfen, was aber postwendend von den Freischärlern rückgängig gemacht wurde. Schließlich sahen diese aber doch ein, dass Widerstand gegen die preußische Übermacht zwecklos war, und zogen kampflos ab. Am nächsten Morgen zogen die Preußen ungehindert in die Stadt ein.[15]
Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und Wiederaufbau
Die zerstörte Alte Brücke
Von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs blieb Heidelberg weitgehend verschont. Gegen Ende des Krieges wurde aber die Alte Brücke schwer in Mitleidenschaft gezogen: Am 29. März 1945 sprengten Pioniereinheiten der deutschen Wehrmacht bei ihrem Rückzug vor den heranrückenden Amerikanern die Heidelberger Neckarbrücken. Bei der Alten Brücke wurden der fünfte und sechste Pfeiler gesprengt, die drei von ihnen getragenen Bögen stürzten ein. Die Sprengung war sinnlos: Schon am nächsten Tag konnte die 63. US-Infanteriedivision problemlos in Heidelberg einmarschieren.[16]
Sofort nach Kriegsende entschieden sich die Heidelberger zur Überraschung der amerikanischen Besatzer, die Alte Brücke vor der verkehrstechnisch zentraleren Friedrichsbrücke (heute Theodor-Heuss-Brücke) wieder aufzubauen. Es wurde eine Spendenaktion eingeleitet, durch die insgesamt 1.580.882,31 Reichsmark zusammenkamen.[17] Am 14. März 1946 begann der Wiederaufbau, und am 26. Juli 1947 konnte die wiederaufgebaute Brücke feierlich eingeweiht werden.
Umbau 1969/1970
Die B 37 unterquert die Alte Brücke (Zustand nach dem Umbau)
In den 1960er Jahren entwickelte sich durch den zunehmenden Autoverkehr die Alte Brücke immer mehr zu einem Nadelöhr der Bundesstraße 37, die am Neckarufer entlang unter den beiden Landbögen am südlichen Ende der Brücke hindurchführt. Die noch von der 1708 erbauten Vorgängerbrücke stammenden Bögen waren so niedrig, dass sie nur jeweils einspurig durchfahren werden konnten. Daher entschied der Heidelberger Stadtrat 1966, die Brücke umzubauen, um ein günstigeres Durchfahrtsprofil zu gewährleisten. Die Notwendigkeit des Umbaus wurde 1967 noch einmal deutlich, als ein leerer Tanklastzug mit dem zweiten Landbogen kollidierte. Im Frühjahr 1969 begannen die Bauarbeiten. Die beiden Landbögen wurden mitsamt dem Pfeiler komplett abgetragen und mit einem um 1,70 Meter erhöhten Scheitel wiederaufgebaut. Zugleich wurde die Ufermauer erhöht, um die Hochwassergefahr an der tief gelegenen Brückenunterführung zu mindern. Im Frühsommer 1970 war der Umbau abgeschlossen. Trotz des kritischen Eingriffes in die historische Bausubstanz gilt der Umbau nicht nur für den Verkehr als Gewinn: Durch die höhere Wölbung reichen die beiden Landbögen nun ebenso wie die übrigen Bögen der Brücke bis knapp unter die Fahrbahnhöhe und passen sich so harmonischer in das Bild der Alten Brücke ein.[18]
Baubeschreibung
Brücke
Alte Brücke vom Turm der Heiliggeistkirche aus
Alte Brücke und Schloss
Die barocke Alte Brücke führt als Verlängerung der Steingasse aus der Heidelberger Altstadt zur Neuenheimer Landstraße, die am gegenüberliegenden, zum Stadtteil Heidelberg-Neuenheim gehörenden Ufer am Fuße des Heiligenbergs parallel zum Neckar verläuft. Vom Neuenheimer Brückenkopf besteht über den Schlangenweg eine Verbindung zum Philosophenweg. Werktags von 6 bis 10 Uhr ist die Alte Brücke für den Autoverkehr geöffnet, ansonsten dient sie als Fußgängerbrücke. Auf der Altstädter Seite unterquert die Straße Am Hackteufel (Bundesstraße 37) die Landbögen der Alten Brücke.
Das Bauwerk hat eine Länge von 200 und eine mittlere Breite von 7 Metern. Es besteht bei einer Höhe von 4,4 bis 10,4 Metern aus neun Tonnengewölben mit Stützweiten von 12,20, 18,80, 5×22,00, 11,72 und 7,98 Metern. Hergestellt ist die Brücke aus Bruchsteinmauerwerk mit einer Werksteinverkleidung aus rotem Sandstein.[19] Der zweite und siebte von acht Pfeilern sind verbreitert und tragen die Standbilder des Karl Theodor und der Minerva. Die mittleren Brückenjoche sind deutlich erhöht, was der Brücke eine geschwungene Silhouette verleiht. Hintergrund dieser Konstruktionsweise war, dass durch den größeren Öffnungsquerschnitt im Falle von Eisgang oder eines Hochwassers die Wassermassen besser fließen können. Die Brüstung bildet in den mittleren drei Brückenjochen eine Horizontale, dadurch wird die Brücke in drei Kompartimente, einen ansteigenden, einen waagerechten, und einen absteigenden Teil gegliedert. Sie ist durch klassizistische Balkone über den Pfeilern geschmückt.
Die Alte Brücke ist eines der letzten großen Beispiele für die klassische Brückenbaukunst, ehe im 19. Jahrhundert der neue Baustoff Gusseisen vorherrschend und der Brückenbau zu einer reinen Ingenieursaufgabe wurde.[20] Ihre ästhetische Wirkung beruht neben ihrem Wert als Baudenkmal vor allem auf ihrer landschaftlichen Lage im Neckartal und dem Panorama, das sie mit der Altstadt und dem Schloss im Hintergrund bietet. Im Jahr 2002 wurde die Brücke in die damalige Liste der am meisten gefährdeten Denkmäler der Welt des World Monuments Fund aufgenommen.
Brückentor
Das Brückentor
Am Südende der Alten Brücke steht das in seiner Bausubstanz mittelalterliche Brückentor mit seinen 28 Meter hohen flankierenden Doppeltürmen. Ursprünglich war es in die Stadtbefestigung integriert. Am Tor mussten Auswärtige den Brückenzoll entrichten, im Verteidigungsfall konnte es durch ein Falltor verschlossen werden. Der Brückenzoll wurde 1878 aufgehoben, nachdem 1877 die „Neue Brücke“, heute Theodor-Heuss-Brücke, eröffnet war.[21]
Die ältesten Bauteile des Brückentores bilden die beiden schlanken Rundtürme, die ursprünglich Bestandteile der spätgotischen Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert waren. 1709/11 wurde die Toranlage barockisiert. Bei der Errichtung der Carl-Theodor-Brücke verlieh Bauinspektor Mathias Maier auch dem Brückentor seine heutige Gestalt, unter anderem setzte er den Türmen die spätbarocken Helme auf.
Der westliche Turm (Schuldturm) birgt drei niedrige Kerkerräume, im östlichen Turm führt eine Wendeltreppe hinauf zur über dem Torbogen gelegenen kleinen Wohnung des Brückenwächters. In diese zog nach dem Zweiten Weltkrieg der am Wiederaufbau der Brücke beteiligte Architekt und Kunsthistoriker Rudolf Steinbach ein. Ab 1956 bewohnte der Schriftsteller Gert Kalow die Torwohnung.[22]
Brückenfiguren
Auf dem zweiten und siebten Pfeiler der Alten Brücke stehen zwei von dem Bildhauer Franz Conrad Linck entworfene Statuen. Beide Denkmäler sind mittlerweile durch Kopien ersetzt, die Originale werden im Kurpfälzischen Museum aufbewahrt. Am südlichen Ende der Brücke ist es ein Standbild des Bauherren Kurfürst Karl Theodor, die Statue am nördlichen Ende stellt Minerva bzw. Athene dar. Die Statue des Kurfürsten wurde im Jahr der Einweihung der Brücke 1788 aufgestellt. Als Karl Theodor im selben Jahr die Brücke in Augenschein nahm, befand er, dass als Gegenstück auf die andere Seite ebenfalls eine Statue gesetzt werden sollte. 1790 wurde das Standbild der Minerva fertiggestellt.[23]
Karl-Theodor-Denkmal
Minerva-Denkmal
Das Karl-Theodor-Denkmal zeigt den Kurfürsten überlebensgroß in imposanter Pose mit Rüstung, Hermelinmantel und Allongeperücke, den Blick über das Brückentor zum Schloss gerichtet. Die Statue steht auf einem Piedestal, das mit Reliefs geschmückt ist. Das Relief auf der Vorderseite zeigt das Wappen von Pfalz-Bayern (seit 1777 wurden diese beiden Wittelsbacher Lande in Personalunion regiert). Die anderen drei Seiten sind mit 1792 nachträglich hinzugefügten Puttenreliefs ausgestattet. Das linke Relief stellt allegorisch die Vereinigung Bayerns und der Pfalz dar, auf dem rechten Relief ist die Minerva als Patronin der Heidelberger Universität dargestellt, das Relief auf der Rückseite schließlich thematisiert das 50-jährige Regierungsjubiläum Karl Theodors. Umkränzt wird das Piedestal durch vier Figuren von Flussgöttern, welche allegorisch die vier Hauptströme Pfalz-Bayerns darstellen. Oft findet man die Angabe, es handle sich um Rhein, Donau, Neckar und Mosel. Weil aber von den Figuren zwei männlich und zwei weiblich sind und von den vier Flüssen nur die Mosel in weiblicher Form dargestellt wird, scheint es wahrscheinlicher, dass statt des Neckars die Isar dargestellt ist.[24]
Das Minerva-Denkmal ist eindeutig als Pendant zur Statue des Kurfürsten entworfen. Die Göttin der Weisheit ist antikisierend samt ihren üblichen Attributen – Helm, Lanze, Schild und Eule – dargestellt. Die Minerva spielt im klassizistischen Bilderprogramm Karl Theodors eine große Rolle. So ließ er ihr auch im Schlosspark Schwetzingen einen Tempel errichten. Die Puttenreliefs des Piedestals zeigen allegorisch die Künste und Wissenschaften, als deren Förderer der Kurfürst sich verstand. Ebenso wie das Karl-Theodor-Denkmal ist auch das Minerva-Denkmal von vier allegorischen Figuren umgeben. Diese stellen die Verkörperungen der Gerechtigkeit (Iustitia), der Frömmigkeit (Pietas), des Ackerbaus (Ceres) und des Handels (Mercurius) dar.
Brückenaffe
Der Brückenaffe
Am ehemaligen nördlichen Brückenturm war ab dem frühen 17. Jahrhundert das Relief eines Affen angebracht, der sich ans Hinterteil fasste und sich gleichzeitig einen Spiegel vorhielt. Dieses Motiv geht ikonografisch vermutlich auf einen älteren Stadtaffen zurück, der sich an anderer Stelle der Stadt befunden hatte. Martin Zeiller dichtete über den Affen 1632 in seinem Werk Itinerarium Germaniae.[25]
Was thustu mich hie angaffen?
Hastu nicht gesehen den alten Affen
Zu Heydelberg / sich dich hin unnd her /
Da findestu wol meines gleichen mehr.
Bei der Zerstörung von 1689 wurde der Affenturm gesprengt und der Brückenaffe ging verloren. 1977 schrieb der Verein Alt-Heidelberg einen Wettbewerb für eine moderne Neugestaltung des Brückenaffen aus, der zugunsten eines Entwurfs des Bildhauers Gernot Rumpf entschieden wurde. Die 1979 geschaffene Bronzeskulptur am Südufer greift das Motiv der Selbstreflexion auf, indem sie dem Betrachter einen metaphorisch zu deutenden Spiegel vorhält. Neben dem Affen ist das besagte Spottgedicht angebracht. Zwei kleine Mausfiguren erinnern an das kurfürstliche Kornhaus, das sich ehemals an dieser Stelle neben dem Brückentor befand. Der Kopf des Affen ist hohl gestaltet, so dass man den eigenen Kopf in ihn hineinstecken kann – ein Motiv das gerne von Heidelberg-Touristen als Motiv für Erinnerungsfotos genutzt wird.
Nepomuk-Statue
Die Nepomuk-Statue
Alte Brücke mit Nepomuk von Christian Philipp Koester[26]
Die Statue des Johannes von Nepomuk stand, wie es so oft bei Bildnissen dieses Heiligen der Fall ist, ursprünglich auf der Brücke, genauer auf dem achten Pfeiler am Neuenheimer Ufer. Sie wurde 1738, gerade neun Jahre nach der Heiligsprechung Nepomuks, aufgestellt. Der Bildhauer der Statue ist unbekannt, es könnte sich aber um Pieter van den Branden, den Schöpfer der Kornmarkt-Madonna, gehandelt haben.[27] Im 18. Jahrhundert war der Nepomuk-Kult in den deutschsprachigen katholischen Ländern sehr verbreitet. Somit ist seine Statue ebenso wie die Kornmarkt-Madonna ein sichtbares Zeichen der Gegenreformation in der kurz vorher katholisch gewordenen Kurpfalz. Dies wird auch an der lateinischsprachigen Sockelinschrift deutlich, die den Betrachter mit „Bleib stehen, Wanderer!“ (Siste viator!) direkt anspricht und ihm den Heiligen als leuchtendes Vorbild des rechten Glaubens preist, ehe er mit „Gehe, Wanderer!“ (Ito viator!) wieder entlassen wird. Beim Hochwasser von 1784 stürzte die Nepomuk-Statue in den Fluss. Sie konnte geborgen werden, wurde aber, da sie nicht ins antikisierende Bilderprogramm Karl Theodors passte, nicht wieder auf der Brücke aufgestellt. Heute steht sie etwas abseits am Ufer an der Neuenheimer Landstraße. Ebenso wie bei den Brückenfiguren ist die Nepomuk-Statue mittlerweile durch eine Kopie ersetzt worden, das Original befindet sich im Kurpfälzischen Museum.[28]
Die Nepomuk-Statue zeigt den Heiligen auf einem Himmelsglobus, der auf einer Wolkensäule ruht und von zwei Engeln gestützt wird. Dadurch wird die Apotheose des Heiligen vorgeführt. Diese Darstellungsweise ist bei Außenplastiken Nepomuks eine Seltenheit.[29]
Die Alte Brücke in der Dichtung
Friedrich Rottmann: Heidelberg vom Neuenheimer Ufer, um 1800
Im Zusammenspiel des Flusstals, der Altstadt und des Schlosses prägt die Alte Brücke seit jeher das klassische Heidelberg-Panorama. So nimmt es auch nicht wunder, dass sie zusammen mit dem Schloss zu den am meisten gezeichneten und fotografierten Motiven Heidelbergs gehört. Die Wirkung der Alten Brücke liegt dabei vor allem in der Einbettung in die Landschaft. So beschrieb Johann Wolfgang von Goethe, der insgesamt achtmal Heidelberg besuchte, und sowohl den 1784 zerstörten Vorgängerbau als auch die Karl-Theodor-Brücke kannte, in seinem Tagebucheintrag von 26. August 1797 den Blick vom Karlstor flussabwärts zur Alten Brücke „Die Brücke zeigt sich von hier aus in einer Schönheit, wie vielleicht keine Brücke der Welt. Durch die Bogen sieht man den Neckar nach den flachen Rheingegenden fließen und über ihr die lichtblauen Gebirge jenseits des Reins in der Ferne. An der rechten Seite schließt ein bewachsner Fels mit röthlichen Seiten, der sich mit der Region der Weinberge verbindet, die Aussicht.“[30]
Zu den bekanntesten Erwähnungen Heidelbergs in der Dichtung gehört Friedrich Hölderlins Ode Heidelberg (1800). Deren zweite Strophe schildert die Alte Brücke:[31]
Wie der Vogel des Walds über die Gipfel fliegt,
Schwingt sich über den Strom, wo er vorbei dir glänzt,
Leicht und kräftig die Brüke,
Die vor Wagen und Menschen tönt.
Das bekannteste, explizit der Alte Brücke gewidmete Gedicht wurde indes 1849 von Gottfried Keller, der zwischen Herbst 1848 und Frühjahr 1850 in Heidelberg studierte, verfasst und trägt den Namen Die Brücke. Keller wohnte auf der Altstadtseite, nur wenige Häuser flussabwärts vom Brückenturm. Auf der anderen Seite des Flusses lebte in der Villa Zum Waldhorn die junge Johanna Kapp, die Tochter des Philosophiegelehrten Christian Kapp. Sie war schon 1841 – damals war sie 16 Jahre alt – eine Liebesbeziehung mit Ludwig Feuerbach eingegangen. Feuerbach allerdings war verheiratet und hatte sich 1846 offiziell für seine Familie entschieden. Johanna Kapp sollte Feuerbach aber bis zu ihrem frühen Tod treu bleiben, lehnte so 1847 einen Heiratsantrag des Dichters Hoffmann von Fallersleben ab, und auch Gottfried Keller, der regelmäßig im Kappschen Hause verkehrte, wurde trotz inniger Freundschaft nicht von ihr erhört. Von dieser unerwiderten Liebe handelt das Gedicht.[32]
Schöne Brücke, hast mich oft getragen,
Wenn mein Herz erwartungsvoll geschlagen
Und mit dir den Strom ich überschritt.
Und mich dünkte, deine stolzen Bogen
Sind in kühnerm Schwunge mitgezogen,
Und sie fühlten meine Freude mit.
Weh der Täuschung, da ich jetzo sehe,
Wenn ich schweren Leids hinübergehe,
Daß der Last kein Joch sich fühlend biegt;
Soll ich einsam in die Berge gehen
Und nach einem schwachen Stege spähen,
Der sich meinem Kummer zitternd fügt?
Aber sie, mit anderm Weh und Leiden
Und im Herzen andre Seligkeiten:
Trage leicht die blühende Gestalt!
Schöne Brücke, magst du ewig stehen,
Ewig aber wird es nie geschehen,
Daß ein bessres Weib hinüber wallt!
Quellen und weiterführende Informationen
Literatur
Herbert Fritz: Die Baugeschichte der alten Brücke über den Neckar bei Heidelberg. In: Mein Heimatländ, Badische Blätter für Volkskunde, 15. Jahrgang, Heft 5/6, Karlsruhe Juni/Juli 1928, S. 150–163.
J. Ph. A. Kintz: Feste Brücken im Heidelberger Stadtgebiet, Heidelberg 1928.
Helmut Prückner (Hrsg.): Die alte Brücke in Heidelberg. Braus, Heidelberg 1988, ISBN 3-925835-19-9.
Helmut Prückner: Die Alte Brücke. In: Elmar Mittler (Hrsg.): Heidelberg. Geschichte und Gestalt. Universitätsverlag C. Winter, Heidelberg 1996, ISBN 3-921524-46-6. S. 162–171.
Rudolf Steinbach: Die Alte Brücke in Heidelberg und die Problematik des Wiederaufbaus. In: Ulrich Conrads (Hrsg.):Die Städte himmeloffen. Reden und Reflexionen über den Wiederaufbau des Untergegangenen und die Wiederkehr des Neuen Bauens 1948/49. 171ff, Birkhäuser Architektur, Stuttgart 2002.
Sachsen, deine Frauen.
Es gibt zwei Seiten von Sachsen. 1989 waren es die Menschen auf den Straßen Leipzigs, Plauens und Dresdens, die die Friedliche Revolution ins Laufen brachten. 25 Jahre später stehen wieder Menschen auf den Straßen und rufen „Wir sind das Volk“ – diesmal im Rahmen von Pegida. Das ist die andere Seite. Zu dieser gehört auch Gewalt gegen Geflüchtete und stetig wachsende evangelikale Szene. Allesamt stehen sie für traditionelle und explizit antifeministische Überzeugungen. Was ist aus den emanzipierten Frauen aus der DDR geworden? Und was können Feminist_innen heute dieser Entwicklung entgegen setzen? Eine Podiumsdiskussion auf der Suche nach Antworten.
Mit:
Jennifer Stange (Journalistin und Autorin)
Samirah Kenawi (Gründerin Archiv Grau Zone, Berlin)
Petra Schickert (Kulturbüro Sachsen)
Katja Meier (MdL, Bündnis 90/Die Grünen)
Im Rahmen von Dare the im_possible / Wage das Un_mögliche (15.10.-18.10.2015)
Moderation: Katrin Gottschalk (Chefredakteurin Missy Magazine)
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.
Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.
Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.
Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.
[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...
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Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
Die Fotos unterstehen dem Copyright und können in druckbarer, also hochauflösender Qualität erfragt werden.
Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.
Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.
Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.
Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.
Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.
Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.
Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.
Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.
Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.
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36. Landessportball des Landessportbund Rheinland-Pfalz am 30. Oktober 2010 in der Rheingoldhalle Mainz
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Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.
Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.
Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.
Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.
[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com
Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.
Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.
Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.
Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.
Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
Das illustrierte Buch "A Gold Book" (1957) stellte eine von Warhols frühsten Druckserien dar Das Buch war für den Versand an potenzielle Auftragnehmer*innen, wie Mode-Magazine, gedacht. Die Seiten sind gefüllt mit romantischen Darstellungen verträumt blickender Männer und fragilen, zart koloriereten Blumen.
This illustrated volume titled "A Gold Book" (1957) was one of Warhol's first print series. It was intended to be sent out to potential clients such as fashion magazines. The pages are filled with romantic drawings of dreamy-looking men and fragile, delcately colored flowers.
Andy Warhol zählt zu den bekanntesten und meistdiskutierten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts. Während seine Werke von Konsumgütern und berühmten Persönlichkeiten weite Verbreitung fanden, bekam ein Thema, das sich bereits seit den späten 1940er-Jahren und bis zu seinem frühen Tod in 1987 wiederfindet, wenig Beachtung: Warhols kontinuierliche Suche nach einer Bildfindung für sein (meist männliches) Schönheitsideal und Begehren. Die Neue Nationalgalerie stellt nun zum ersten Mal einen großen Überblick zusammen, der sich thematisch auf diesen zentralen Aspekt in Warhols verschiedenen Schaffensphasen konzentriert. Mit mehr als 300 Werken, Gemälden, Drucken, Zeichnungen, Fotografien, Polaroids, Filmen und Collagen ermöglicht die Ausstellung in der oberen Halle ein umfassendes und inklusives Verständnis des Künstlers Andy Warhol, der zu Lebzeiten nie ein wirkliches „Coming-out“ hatte.
Von Warhols frühen Zeichnungen über die Screen-Tests und Filme der 1960er-Jahre, die Torso Gemälde der 1970er-Jahre bis hin zu seiner künstlerischen Zusammenarbeit mit Jean-Michel Basquiat in den 1980er-Jahren, und unzähligen Fotografien, erforscht er auf herausfordernde Weise körperliche Schönheit und Schwächen, Zerbrechlichkeit und Stärke sowie seine eigene Vielfalt und Fluidität in Form von vielen Selbstporträts. Zu seinen Lebzeiten wurden seine expliziten Körperdarstellungen teils als unmoralisch, pervers oder sogar als pornografisch und illegal angesehen. Daher erhielten viele dieser Werke wenig Sichtbarkeit in der Kunstwelt und wurden nie einer größeren Öffentlichkeit bekannt.
Der Titel der Ausstellung „Andy Warhol: Velvet Rage and Beauty“ ist eine Hommage an das Buch The Velvet Rage (2005), in dem der Autor Alan Downs das Gefühl beschreibt, als homosexueller Mann in einer heterosexuell dominierten Welt aufzuwachsen und zu leben. Warhol starb 1987 im Alter von nur 58 Jahren. Er hinterließ ein komplexes Werk, das nachfolgende Generationen von Künstler*innen beeinflusste, erfuhr aber zu Lebzeiten nie die offene Akzeptanz um sich diesem spezifischen Aspekt seines Werks zu widmen. Während diese Queerness heute wieder in zahlreichen Gesellschaften gefährdet scheint, nimmt die Ausstellung in Berlin im Jahr 2024 die Chance wahr, diese ausdrucksstarken Werke zum ersten und hoffentlich nicht zum letzten Mal zu versammeln.
Hinweis: Die Ausstellung zeigt sehr explizit Nacktheit und Sexualität sowie vielfältige Darstellungen von Gender und Körpern. (Entsprechend den Flickr-Regeln werde ich solche expliziten Bilder nicht posten können - riesebusch).
www.smb.museum/museen-einrichtungen/neue-nationalgalerie/...
Andy Warhol is arguably one of the most widely known and discussed artists of the twentieth century. While his depictions of consumer products and celebrities became household famous, there is a newly identified red thread through his career, starting in the late 1940s until his untimely death in the 1980s: a continuous searching to visualize his ideal of beauty, mostly male beauty, finding form and creating lasting images of what Warhol desired. Neue Nationalgalerie is for the first time putting together a large survey focused on Warhol’s search for a certain ideal beauty and shows that it is a central aspect and red thread throughout the artist’s different production phases and stages of career, from the 1940s to the 1980s. Bringing together more than 300 works, paintings, prints, drawings, photographs, Polaroids, films and collages, the exhibition allows an expansive and inclusive insight into a Warhol, that during his lifetime never had a real “coming-out”.
From the early drawings to his screen tests and films in 1960s, the torso paintings in the 1970s, through his collaborations with Jean-Michel Basquiat in 1980s, and countless photographs throughout all periods, there is a constant exploration to express this ideal and quest for beauty. When one looks closely and deeply at Warhol’s work, it becomes apparent that his artistic practice is intimately engaged with the body. In all mediums, he provocatively explores the body’s beauty and flaws, fragility and strength, as well as his own insecurities and torments in many self-portraits. During his lifetime many of these works on the human body were either considered inappropriate, immoral, deviant – or even pornographic or illegal. As a result, many of these works received little exposure in the art world and never became known to a wider public.
The exhibition Andy Warhol: Velvet Rage and Beauty takes its title as an homage to the book The Velvet Rage (2005) by Alan Downs that describes how it feels to grow up and live as a gay man in a predominantly straight world. Warhol died in 1987 at the age of only fifty-eight. He left an incredibly complex and influential body of work, but during his lifetime never experienced the open acceptance that we now have to look at these specific bodies of work. As this openness to queerness seems at risk again today through changes in so many societies, the exhibition takes on Berlin in 2024 as a window of opportunity, to bring these works together for the first and hopefully not for the last time.
Note: This exhibition features very explicit nudity, sexual content, and diverse representations of gender and the body.
(According to Flickr rules, I won't be able to post such explicit pictures - riesebusch).
www.smb.museum/en/museums-institutions/neue-nationalgaler...
Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.
Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.
Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.
Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.
[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...
Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.
RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
Sachsen, deine Frauen.
Es gibt zwei Seiten von Sachsen. 1989 waren es die Menschen auf den Straßen Leipzigs, Plauens und Dresdens, die die Friedliche Revolution ins Laufen brachten. 25 Jahre später stehen wieder Menschen auf den Straßen und rufen „Wir sind das Volk“ – diesmal im Rahmen von Pegida. Das ist die andere Seite. Zu dieser gehört auch Gewalt gegen Geflüchtete und stetig wachsende evangelikale Szene. Allesamt stehen sie für traditionelle und explizit antifeministische Überzeugungen. Was ist aus den emanzipierten Frauen aus der DDR geworden? Und was können Feminist_innen heute dieser Entwicklung entgegen setzen? Eine Podiumsdiskussion auf der Suche nach Antworten.
Mit:
Jennifer Stange (Journalistin und Autorin)
Samirah Kenawi (Gründerin Archiv Grau Zone, Berlin)
Petra Schickert (Kulturbüro Sachsen)
Katja Meier (MdL, Bündnis 90/Die Grünen)
Im Rahmen von Dare the im_possible / Wage das Un_mögliche (15.10.-18.10.2015)
Moderation: Katrin Gottschalk (Chefredakteurin Missy Magazine)
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Am Heutigen 15.02.2016 gedachten etwa 40 Neonazis der Bombardierung der Stadt Cottbus vor 71 Jahren. Aufgerufen hatte die lokale NPD, was wohl ein Grund dafür war, dass die Beteiligung schwächer als in den vergangenen Jahren war. Seit einiger Zeit verbucht die NPD im Raum Lausitz bei Versammlungen einen Zuspruchverlust. Da halfen auch die Reden der brandenburgischen NPD-Promis Ronny Zasowk, Aileen Rokohl und des Kreischefs Benjamin Mertsch nicht. Aus der krächzenden Anlage ohne Bass waren die Klänge klassischer Künstler wie Ludwig van Beethoven zu hören, wurden allerdings durch die Reden unterbrochen. Bei einer Rede von Ronny Zasowk beschrieb er, dass es keine Menschen, außer den deutschen Linken, gäbe, die ihr Volk und ihre Nation hassen würden. Explizit nannte er dabei die polnischen Linken. Woher der Politikwissenschaftler seine Kenntnisse hat, konnte man sich im weiteren Verlauf seiner Rede anhören. So forderte er, dass Schulkinder Geschichte nicht „interpretieren“, sondern lieber ihre „Ahnen“, die ja damals dabei waren, fragen sollten. Bei Nasskaltem Wetter konnten auch die beiden Fackeln nicht wärmen.
Wärmend dagegen war der Protest von mehr als 1.000 Menschen gegen die NPD-Kundgebung. Von Gewerkschaften bis Antifa waren alle vereint und blockierten kurzzeitig auch die Straße. Machte keinen Sinn und wurde auch nach zähen Verhandlungen durch Polizeikräfte aus Frankfurt/Oder beendet. Diese verbuchten zwei Gewahrsamnahmen innerhalb der Maßnahmen.
Die brandenburgische Polizei war mit einem viel zu großen Aufgebot vor Ort. Die abzusichernde Kundgebung fand gegenüber des Bahnhofs statt und eine Route wie im vergangenem Jahr konnte so nicht blockiert werden. Dennoch fanden sich aus allen vier Städten mit Einsatzhundertschaften Beamte in Cottbus wieder. Auch das Anti-Konflikt-Team konnte personell gefühlt locker mit der NPD-Kundgebung mithalten.
Nach dem die Neonazis Cottbus verlassen hatten, folgte die obligatorische Spontandemo der Gegendemonstranten in die Innenstadt.
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Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: Simon P. Haigermoser
Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber
Am Samstag fanden in Berlin parallel zueinander verschiedene Kundgebungen von Neonazis, Verschwörungsideolog:innen und Antisemit:innen statt, die sich das Thema Grundrechte auf die Fahnen geschrieben hatten und gegen die Corona-Infektionsschutzmaßnahmen protestierten.
Während die neonazistische Gruppe „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor eine Kundgebung mit kurzem Umzug hatte [1] und sich später der gemeinsamen Kundgebung von „Coronarebellen“ und „Nicht ohne uns“ der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand anschlossen, liefen die Reichsbürger der Gruppe „Gelbe Westen Berlin“ von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, wo sie nach einer kurzem Kundgebung von der Polizei direkt am „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ vorbei zur Russischen Botschaft geführt wurden.
Attila Hildmann hatte seine Anhänger:innen zu einem Autokorso geladen, der am Lustgarten sein Ende fand. Hier konnte Hildmann die Treppen des Alten Museum als Tribüne für seine kruden Reden nutzen. Unter seinen Anhänger:innen waren diverse Neonazis.
Die Kundgebung „Nicht ohne uns“ an der Siegelsäule, die sich explizit gegen Rechts aussprach, verkam schon in der Zusammenarbeit mit den „Coronarebellen“ zur Farce. Hier durften außerdem auch der Reichsbürger Heinz Mario Kiesel, Nikolai Nerling, sowie der gerade aus der Afd ausgeschlossene Landtagspolitiker aus Baden-Württemberg Stefan Räpple, sowie der Neonazis Eric Graziani auftreten. Beide sprachen vorher schon auf der Kundgebung der „Patriotic Opposition Europe“ am Brandenburger Tor. Wie man Symbole vollkommen entleert, zeigte am Ende dann „Captain Future“. Er ließ die Anwesenden, unter denen sich Impfgegner:innen, Antisemit:innen, Friedensquerfronter:innen und diverse Neonazis befanden, zu deutschen Schlagern tanzen. Auf der Bühne hatte er ein durchgestrichenes Hakenkreuz angebracht.
[1] www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72...
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RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com
Im Rahmen der Corona-Proteste veranstaltet der extrem rechte Verschwörungsideologe Thorsten Schulte mit seiner frisch gegründeten Partei „Die Direkte“ ab dem 05.04.2021 neue „Montagsdemos“, die an die antisemitischen Mahnwachen von 2014 anknüpfen und die historischen Montagsdemos der DDR instrumentalisieren. Unter dem Motto „Es Reicht!“ soll in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Redner_innen eingeladen und explizit eine Querfront angesprochen werden. Strategisch ist das wohl auch der Versuch, sich zu profilieren und unter den Corona-Maßnahmengegner_innen Wahlvolk zu gewinnen. Obwohl die Bandbreite an angekündigten Redner_innen von COMPACT-Magazin-Herausgeber Jürgen Elsässer, über Ex-AfD Heinrich Fiechtner bis hin zum selbsternannten Linken Anselm Lenz - seines Zeichens „Demokratischer Widerstandskämpfer“ und Herausgeber einer verschwörungsideologischen Zeitung - reichte, fiel das Interesse an dieser Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmer_innen bescheiden aus. Vor allem Dauer-Aktivist_innen gegen den Infektionsschutz und einige Neonazis aus dem Spektrum der Kleinpartei III. Weg, der NPD, für Jürgen Elsässer arbeitende Identitäre und Sven Liebich aus Halle, der als wandelnde Kunstfigur mit NS- und Shoah-Relativerung provoziert, hatten sich eingefunden.
Vom Publikum bejubelt, übertrafen sich die Redner_innen in der Verbreitung von Hass und Hetze. Hier fielen insbesondere die Reden von Jürgen Elsässer, Heinrich Fiechtner und „Geronimo“ auf, die Verschwörungserzählungen, antisemitische Chiffren und Gewalt - und Umsturzphantasien äußerten. Fiechtner trat theatralisch als eine Art Sven Liebich-Verschnitt auf, hob den Arm zum Hitlergruß, den er aber der Kanzlerin Merkel zuschrieb,- eine widerliche Gleichsetzung und Relativierung des Nationalsozialismus.
Währenddessen nutzten Thorsten Schulte und Eva Rosen ihre Redezeit, um sich mit jüdischen Kronzeugen gegen Kritik zu immunisieren oder in Lippenbekenntnissen von Antisemitismus zu distanzieren. Ebenfalls Redezeit erhielten hier der Reichsbürger und Chef der Kleingruppe „Widerstand für die Freiheit“ Olaf Brandt, der rücksichtslos vergnügungssüchtige Freedom-Parade-Veranstalter Michael Bründel alias „Captain Future“ und Autokorso-Veranstalter Dario Reeck, die alle versuchten hier Mitstreiter für eigene Veranstaltungen zu gewinnen. Der angekündigte Anselm Lenz war nicht vor Ort, er soll wegen Krankheit abgesagt haben.
Die Kundgebung drohte nach einer Ingewahrsamnahme Heinrich Fiechtners kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, als Teilnehmende geschlossen losmarschierten, um die Freilassung Fichtners zu erzwingen. Die in der Folge entstandene Unübersichtlichkeit nutzten dann insbesondere Neonazis um Sven Liebich aus, um Pressemenschen vulgär zu beleidigen und anzugreifen.
Wie sich diese Demo-Reihe in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist, dass der Versuch einer Fortführung der Montagsmahnwachen sich bereits jetzt schon als eine extrem rechte Hass-Veranstaltung zeigt, der sich immer mehr Neonazis anschließen könnten.
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Geographic Information Science als Wissenschaft und Geoinformatik als deren Methodik befassen sich nicht mit einem Gegenstand im Sinne einer fachlichen Domäne, sondern mit einer Perspektive. Als transversale Disziplin wird eine explizit räumliche Sichtweise in Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt eingebracht. In manchen traditionell ‚räumlichen‘ Fächern wie Planung, Ressourcenmanagement und Logistik sind GIS schon lange etabliert, andere, z.B. sozialwissenschaftliche Fächer erfahren aktuell den Mehrwert eines ‚spatial turn‘. Geoinformatik ist heute ein zentraler und zunehmend wichtiger Ansatz weit über die ‚Geo-Disziplinen‘ hinaus, indem aus räumlicher Perspektive ein Gewinn an Information und Wissen für bessere Entscheidungsabläufe generiert wird.
Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2019.
Foto: H.-Chr. Gruber