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Coconut juice (known as 'Island Champagne') and rainwater are the only things to dring on the Carteret Islands.
The Carteret Islands are a ring of six atolls 50 miles off the coast of Papua New Guinea. The islands will soon be underwater as rising sea levels will leave them submerged within five years. 3000 inhabitants must leave. The Carterret Islanders are being slowly relocated to Tinputz parish, on Bougainville. The Catholic Church has made diocesan land available. The families being relocated receive a plot of hand for their new home and an area to start farming. So far less than 10 have made the move. Meanwhile, on the islands, conditions are worsening as food runs out and high tides wash away more land each year.
Credit: Patrick Nicholson/Caritas 2012
I don't know how this image came out. we were heading to Sao Tomé and had quite a long stop over in Lisbon airport. I was bored and picked up camera and SB800 and started doing weird stuff. This is one of them, even more distorted after the editing....
Miss Gao Liling is my 4th mathematics teacher dring my last year in the senior middle school and she is quite good and kind-hearted. This photo is taken on her entering the classroom. I like her way of teaching and her class is always lively.
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Photo: Hauseingang in Wiesbaden
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Nun hab ich es vernommen
1.) Nun hab ich es vernommen:
Mein Herz, ach, dank dafür,
Wie Jesus sei gekommen
In's Fleisch zu mir, zu mir,
Zu allen auf der Erde,
Und künftig kommen werde
Auch wieder zum Gericht.
2.) Wie nimmer zu erkennen
Getrennet Sonn' und Licht
Also lässt sich auch trennen
Das Heil von Jesus nicht.
Wo diese Himmelssonne,
Allda ist Freud' und Wonne
Und Seligkeit gewiss.
3.) Darum, wenn Jesus kommet
Im Wort und Sakrament,
Mein Herze ihn annimmet
Im Glauben bis ans End'.
Es soll der Mund, das Leben
Von ihm stets Zeugnis geben
Und nie verleugnen ihn.
4.) Ich will ihn stets bekennen -
Ich glaub' und drum ich red' -
Ihn Gott und auch Mensch nennen,
Ihm trauen festiglich.
Dies soll mein Vorsatz bleiben,
Nichts soll mich davon treiben,
So lange er mir hilft.
5.) Er ist es, der getreten
Zu uns mit seiner Lehr',
Er ist's, der uns mit Beten
Vertritt zu seiner Ehr',
Er ist's, der mir zu gute
In seinem heil'gen Blute
Schafft Fried' und Seligkeit.
6.) Gott lob, ich kenn den Meinen,
Du bist mein Schatz, mein Hirt.
Du kennest auch den Deinen,
Die Taub', die nach dir girrt,
Die Braut, die dir sich gibet,
Das Schäflein, das dich liebet,
Du kennst am Besten mich.
7.) Dies Kennen und Bekennen
Lass, Jesu, standhaft sein,
Mich dein, dich meine nennen,
Nie sagen wieder nein.
Weil ich versichert deiner,
Und du versichert meiner
So lass uns trennen nicht.
8.) Dabei gib, dass ich immer
Mich frage: Wer bist du?
Um mich mich stets bekümmer,
Ob ich gesinnt wie du,
Damit auf meine Frage
Mir mein Gewissen sage:
Ich sei ein Gotteskind.
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Autor: Ämelie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt
Melodie: Herr Gott, nun sei gepreiset
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Der Gräfin Aemilie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt
Geistliche Lieder
Auswahl von Julius Leopold Pasig
Verlag Julius Fricke,
Halle [Saale],1855
Thema: Advent
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Ämilie (auch Æmilie geschrieben) Juliane Reichsgräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, geb. Gräfin von Barby und Mühlingen (* 19. August 1637 auf der Heidecksburg in Rudolstadt; †3. Dezember 1706 in Rudolstadt) war eine bedeutende Dichterin geistlicher evangelischer Kirchenlieder.
Ämilie Juliane war die Tochter des Grafen Albert Friedrich von Barby und Mühlingen und seiner Gattin Ursula, geb. von Oldenburg-Delmenhorst. Während des Dreißigjährigen Krieges wohnte die Familie bei Graf Ludwig Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1581–1646) auf der Heidecksburg. Ämilie Julianes Vater starb 1641 und die Mutter 1642, worauf sie von Graf Ludwig Günther adoptiert und mit dessen Kindern zusammen erzogen wurde. Ihr Hofmeister in Rudolstadt war der Kirchenliederdichter und spätere Kanzler Ahasverus Fritsch.
Am 7. Juli 1665 heiratete sie ihren Vetter, den Reichsgrafen Albert Anton von Schwarzburg-Rudolstadt. 1667 und 1668 wurden zwei Kinder geboren, wovon eines schon drei Tage später starb. Sie war mit Ludmilla Elisabeth von Schwarzburg-Rudolstadt verschwägert, welche – Ämilies Vorbild folgend – ebenfalls geistliche Lieder verfasste.
Ämilie Juliane dichtete nahezu 600 geistliche Lieder, die beiden bekanntesten sind: ‚Bis hierher hat mich Gott gebracht’ (EG 329) und ‚Wer weiß, wie nahe mir mein Ende’ (EG 530).
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Ämelie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadts Lieder/ Hymns
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Advent
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Auf, auf, mein Herz, der Herr ist nah
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Bittgesänge, Gotteslob und -dank
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Gottvertrauen, Kreuz und Trost
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Ich bin in allem wohl zufrieden
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Morgenlied
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Habe Dank, mein Hirt und Hüter
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Passion
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Mein Jesus kommt, mein Herr und Gott
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Reiselied
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Gott Vater nimm in deine Hände hiermit mein Leib
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Sommerlied
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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned
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Ach, Herr, schon deines Volkes doch
Ach, ich selig Jesuskind
Ach, Jesu, hilf, mir ist sehr bange
Ach, Jesu, komm, erquicke mich
Ach, Jesus lebt in mir, was fang ich an vor Freuden
Ach, Vater, Vater, zürne nicht
Ach, wann werd ich dahin kommen
Ach, wenn ich mich doch könnt in Jesu Lieb versenken
Ach, wie so sehnlich wart ich drauf
Anjetzo will sich enden
Auf, Christenherz, bei Leib nicht säum
Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke deinen Tod
Bei dem Anfang dieser Wochen
Bis hierher hat mich Gott gebracht
Das alte Jahr ist nun zum Ende kommen
Das walt Gott Vater und Gott Sohn, und Heilger Geist im höchsten Thron 2
Das Wetter ist vorbei, durch Gottes Vatertreu
Dein, o Gott, soll ewig sein
Der Tod kommt nimmer mir zu früh
Dies ist der Tag, den Gott gemacht, an dem mir gute Post
Dieweil den Nächsten gleich als mich
Dreieinger Gott, dir sei Lob, Dank
Dreieiniger Gott, hab Lob und Dank
Dreieiniger Gott, mein Licht, mein Leben
Du allerliebster Jesu, du, wie groß ist deine Liebe
Du weißt es schon, mein Gott, wozu ich bin gebeten
Eh ich geh den Weg aller Welt
Ein Herz, das seinen Jesum liebt
Erhalt uns, Herr der Herrlichkeit
Es freuen sich jetzt Leut und Land
Es geht zur Hochzeit zu, die Krone blinkt von oben
Es ist dir, Jesu, unverborgen
Es kommt ein Wetter, wie ich hör
Es kommt her an unsre Grenze
Es kommt her mit schneller Schritten
Es sind dir, Gott, wohl schlechte Sachen
Flügel her, nur Flügel her, Jesu, ich will gerne scheiden
Freu dich, du werte Christenheit, dies ist der Tag des Herren, der Anfang
Gott lob, dass deines Wortes Schall
Gott lob, der Tag ist überstanden
Gott lob, die Hilfe ist erbeten
Gott lob, ich hab gestreuet
Gott lob, mir ists gelungen
Gott sei Lob, der Tag ist kommen
Gott Vater, Heilger Geist, ach, jetzt, jetzt Beistand leist
Gott Vater, ich ergebe dir mein gegebnes Kind
Gott Vater, sei gepriesen für deine große Vatertreu
Gott weiß es alles wohl zu machen
Gott, dein Wille ist geschehn
Gott, der du voller Güte bist
Gott, dich lob ich jetzt spate
Gott, du meines Herzens Teil
Gott, Heilger Geist, dir sei die Ehr
Gott, Heilger Geist, salb meine Seel
Gott, Heiliger Geist, ich flieh zu dir, lass mich nicht
Gott, mein Herz dir Dank zusendet, dir ich Preis und Ehre
Gott, mein Herze Dank dir sendet, weil mit Wohltun
Gott, sieh mich armen Sünder an
Groß ist, Herr, deine Güte, sehr groß ist deine Treu
Großer Gott, wir armen Sünder bitten dich aus Herzensgrund, siehe auf uns
Hab dank, Gott, dass du hast mir deine Lieb erwiesen
Hab Dank, Gott, dass du heut aus lauter Vatersgnaden
Halleluja, der Tag ist glücklich überlebet
Herr, mein Gott, lehre mich stets meine Tage zählen
Herr, meinen Geist befehl ich dir
Ich dank dir auf den Knien
Ich danke dir, mein Gott und Hort
Ich fall auf meine Knie
Ich halte mich zu dir, halt, Jesu, dich zu mir
Ich hebe Aug und Händ aufwärts
Ich hör dich donnern, Gott, und sehe deine Blitzen
Ich lasse Gott in allem walten, er mach es nur
Ich muss einen Herren haben
Ich schwöre dir, mein Gott
Ich werf bei diesem Morgen mich armes Sündenkind
Ich will bei Augaufschlagen dir gleich
Ich will es frei bekennen
Ich will nicht mehr sein meine
Ich will, Gott, nach deiner Hand
Ich ziehe in mein Haus mit Gott in Jesu Namen
In großer Schwachheit liegt dein Kind
Jesu Güte hat kein Ende, sie ist alle Morgen neu
Jesu, du hast meine Seele jetzt entrissen
Jesu, lass mir Gnad zukommen
Jetzt tret ich zu dem Gnadenthron
Komm Heilger Geist, mein Trost und Licht
Liebster Jesu, hier bin ich, soll ich ein neu Jahr anschreiten
Mein Freund ist mein und ich bin sein, der unter Rosen
Mein Freund, mein Herr und Gott, ich will dich
Mein Glaube sieht, wie Gottes Sohn verlässt
Mein Gott hat's mit mir gewandt
Mein Gott, der Monat ist dahin
Mein Gott, was du gegeben mir
Mein Gott, weil es dir so gefällt
Mein Herz sich fröhlich reget
Mein Herz vor Freuden hüpft und springt
Mein Herze mir im Leibe springt
Mein Jesu, ach wie froh bin ich
Mein Jesu, deine Lieb, Verdienst und bitter Leiden
Mein Jesu, der du alles weißt
Mein Jesu, habe Dank, dass du zu helfen kommen
Mein Jesu, ich bin eins mir dir
Mein Jesu, nimm mich auf, mein Helfer
Mein Jesus lebt in mir
Mein Vater, lehre mich stets meine tage zählen
Mein Werk will ich mit Gott anfangen
Mit Freudigkeit in diesem Nu zu dir
Nun geht es, sieh Gott Vater, hier jetzt an
Nun hab ich es vernommen
Nun ist auch diese Woche hin
Nun ist der Tag verflossen
Nun, Jesu, ists an dem, dass ich zu dir mich nahe
Nun, wir sind auch diesmal satt, da uns Gott vergnügt
Nur einen Mittler habe ich
O du dreieiniger Gott, den ich mir auserlesen
O Freude, o Freude der glücklichen Stunden
O Gott, ich fall in deine Rut, die sich durch Krankheit zeiget
O heilige Dreieinigkeit, erhalt uns unsre Obrigkeit
Ohn Glauben dir, Gott, nichts gefällt
Seele, denke, was du machest
Segne, Vater, unsre Seelen
Sei, liebster Gott, gelobt, dass du durch Jesu Wunden
So mir was Widrigs widerfährt
Soll, mein Gott, ich jetzo sterben
Um mich hab ich mich ausbekümmert
Vater, ach, ich hab gesündigt
Vergiss, mein Herz, nicht, was Gott spricht
Vor aller Welt gesteh ichs gern
Warum betrübst du dich, mein Herz
Wer ist wohl, o Herr Jesu Christ, der dich
Wer kann so fröhlich, als wie ich
Wer weiß, wie nahe mir mein Ende, hin geht die Zeit
Wie bin ich doch so herzlich froh
Wie es, Gott, dein Auge schauet
Wie gut es sei, mit Jesu wandern
Wie ich wohl und christlich lebe
Wie spielst du doch mit deinem Kinde
Wieder eine Woche geendet
Wir danken dir, Dreieinigkeit
Wir haben, Gott, dein Fest gehalten
Wird mein Bräutgam nicht bald kommen
Wo ist Jesus, mein Verlangen
Wohl dem, der allzeit gottgelassen
Zu dir ich, Jesu, dringe, um deinen Hals
Zur Lammeshochzeit komm ich, Gott
Photo: Glocke der evangelischen Jacobskirche, Weimar, Thüringen
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Dreiein'ger, großer Gott und Herr
- Zur Glockenweihe -
1.) Dreiein'ger, großer Gott und Herr,
Heut sind zuerst erklungen,
Zu deines Namens Preis und Ehr'
Die neuen ehern Zungen.
Du hast sie uns zum Heil geschenkt,
Hast allen Unfall abgelenkt,
Wir danken dir von Herzen.
2.) Lass sie, ob früh, ob abends, uns
Aufrufen zum Gebete,
Dass jedermann in deinem Rat
Und Wort sein Werk antrete,
Dass wir uns, wenn die Nacht einbricht,
In deinem lieben Gnadenlicht
Getrost zur Ruhe legen.
3.) Lass ihren Klang an deinem Tag
Durch alle Herzen dringen,
Dass sie dein Volk mit hellem Schlag
Zu deinem Hause bringen,
Auch alle, die in Sündennacht
Verirret, dein nicht mehr gedacht,
zu dir, Herr, wieder rufen.
4.) Das Kind, das nach dem Vater weint,
Lad ein zum Kindschaftsbade. (a)
Den Sünder, der sich selber feind,
Lad ein zum Mahl der Gnade. (b)
Komm, komm, der Tisch ist dir gedeckt!
Dein Heiland Jesus Christus streckt
Auch dir die Arm entgegen.
5.) Und wallet zu dem Hochaltar
Zum Bunde heil'ger Ehe
Still betend ein verlobtes Paar,
So mahn' es aus der Höhe:
Nehmt mich in euren Bund hinein,
Ich segne und ich kann allein
Den rechten Einklang geben!
6.) Gehn wir dann einst den letzten Gang
Hinaus zur engen Kammer,
So töne uns der Glocken Klang
Zum Trost in ihren Jammer
Den Trauernden das Freudenwort:
Stillt euren Schmerz, ich hab ihn dort
Zu Gnaden angenommen!
7.) Dreiein'ger, großer Gott und Herr,
Lass es dir wohlgefallen,
Dass diese Glocken nimmermehr
Zu Krieg und Aufruhr schallen.
Nur deines hohen Namens Ruhm
Lass sie im Haus und Heiligtum
Zu aller Zeit vermehren!
(a) Taufe
(b) Abendmahl
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Autor: Johann Friedrich Ahlfeld
Melodie: Es ist das Heil uns kommen her
oder: Allein Gott in der Höh sei Ehr
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gefunden in:
(Evangelisches) Gesangbuch für die
Provinz Sachsen und Anhalt
Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses,
Halle/Saale und Berlin 1933.
Liednummer 439
Thema: Sonntag und Gottesdienst
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Johann Friedrich Ahlfeld (* 1. November 1810 in Mehringen (Stadtteil der Stadt Aschersleben im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt); †4. März 1884 in Leipzig) war ein deutscher lutherischer Theologe und beliebter volkstümlicher Prediger und Autor.
Johann Friedrich Ahlfeld, der Sohn eines Zimmermanns und Tagelöhners, besuchte die Gymnasien in Aschersleben sowie Dessau und studierte in Halle Evangelische Theologie.
Ahlfeld wurde 1834 Gymnasiallehrer in Zerbst, wurde aber wgen seiner Zugehörigkeit zu einer Burschenschaft entlassen. 1837 wurde er Rektor in Wörlitz, 1838 Pastor in Alt-Alsleben, wo er sich vom Rationalisten zum Lutheraner wandelte. 1847 auf Betreiben von August Tholuck an die Laurentiuskirche in Halle/Saale berufen, trat er freireligiösen, rationalistischen Entwicklungen entgegen und stand auch der Revolution 1848/49 kritisch gegenüber. Ab 1851 war er Pfarrer an der Nikolaikirche in Leipzig, wo er 1882 in den Ruhestand trat. 2010 wurde ihm zu Ehren in seinem Geburtsort ein Gedenkstein errichtet.
Ahlfelds bildhafte, um die Themen von Gesetz, Sünde und Gnade kreisenden Predigten machten ihn zu einem beliebten und einflussreichen Erneuerer des Luthertums in Sachsen. Auf ihn geht der Entwurf des sächsischen Landesgesangbuchs von 1880 zurück. Daneben schrieb er seit 1846 unter einem Pseudonym Zeitbetrachtungen für das Volksblatt für Stadt und Land zur Belehrung und Unterhaltung. Später veröffentlichte er Erzählungen aus dem Volksleben, die wie seine Predigten und populärtheologischen Veröffentlichungen den politischen Konservatismus unterstützten. Sein gleichnamiger Sohn Johann Friedrich Ahlfeld wurde einer der bedeutendsten Geburtshelfer seiner Zeit.
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Aus Protest gegen Kohlekraft und wegen der in Bonn stattfindenden Weltklimakonferenz dringen Aktivisten der Initiative EndeGelände in den Tagebau Hambach ein und versuchen auf einen Bagger zu gelangen. Bild: Polizei kesselt Aktivisten in der Grube.
"A sweetheart is a bottle of wine, a wife is a wine bottle."
Charles Baudelaire
No Group Invites/Graphics Please.
© 2010 Alex Stoen, All rights reserved.
Sushi, Sashimi Japanese Dining at Unkai Japanese Restaurant at Grand Hotel Wien, 5-star luxury hotel in Vienna, close to Vienna State Opera, Belvedere & Albertina Museums.
3fm dj's Coen Swijnenberg, Paul Rabbering en Giel Beelen
3FM Serious Request draait dit jaar om diarree. Jaarlijks overlijden er wereldwijd 800.000 kinderen aan de gevolgen van diarree en om dat aantal terug te dringen, zetten 3FM en het Rode Kruis zich van 18 t/m 24 december vanuit Leeuwarden in om zoveel mogelijk geld in te zamelen voor deze stille ramp. Details: www.3fm.nl
Een curiositeit dat deze film nog gemaakt kan worden (in Italië). In feite is het dansen bij het lijk van de Roomse Kerk. Maar de film baadt vol tevredenheid in de weelde van haar onverminderde aanwezigheid.
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Het is het jaar 1858. In de Joodse wijk in Bologna, dringen soldaten van de Paus het huis van de Mortara’s binnen. Op bevel van de kardinaal moeten ze de zevenjarige zoon Edgardo meenemen. Als baby schijnt hij in het geheim te zijn gedoopt door het kindermeisje, met als gevolg dat hij nu volgens de Roomse wetten een katholieke opvoeding moet krijgen. Edgardo’s ouders blijven in wanhoop achter en doen er alles aan om hun zoon terug te krijgen. Met brede steun van binnen en buiten de Joodse gemeenschap krijgt de strijd van de Mortara’s al snel een politieke lading. Terwijl de Kerk en de paus hun machtspositie zien wankelen met de steeds luidere roep om een verenigd Italië, weigeren ze de jongen op te geven.
Unkai Japanese Restaurant at Grand Hotel Wien, 5-star luxury hotel in Vienna, close to Vienna State Opera, Belvedere & Albertina Museums.
Caro Emerald treed op tijdens de eindshow van Serious Request. 3FM Serious Request draait dit jaar om diarree. Jaarlijks overlijden er wereldwijd 800.000 kinderen aan de gevolgen van diarree en om dat aantal terug te dringen, zetten 3FM en het Rode Kruis zich van 18 t/m 24 december vanuit Leeuwarden in om zoveel mogelijk geld in te zamelen voor deze stille ramp. Details: www.3fm.nl
Caro Emerald treed op tijdens de eindshow van Serious Request. 3FM Serious Request draait dit jaar om diarree. Jaarlijks overlijden er wereldwijd 800.000 kinderen aan de gevolgen van diarree en om dat aantal terug te dringen, zetten 3FM en het Rode Kruis zich van 18 t/m 24 december vanuit Leeuwarden in om zoveel mogelijk geld in te zamelen voor deze stille ramp. Details: www.3fm.nl
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Der vermeintliche Tod des Lazarus und seine Auferweckung durch Jesus Christus sind für das Ostergeschehen von zentraler Bedeutung. Versuch einer Erklärung.
„Diese Krankheit führt nicht zum Tode.“
Joh. 11, 4
Ostern gibt Gelegenheit, inne zu halten und sich den großen Rätselfragen des Lebens zuzuwenden. Die geheimnisvolle Auferweckung des Lazarus, wie sie das Johannes-Evangelium schildert, gibt dazu eine besondere Gelegenheit. Das Erkenntnisbedürfnis des modernen Menschen will nicht beim bloßen Wunderglauben stehenbleiben, den die erstarrten Kirchen fordern, sondern in die Tiefe dringen, um Klarheit zu erlangen, was diesem Geschehen zugrunde liegt. Zumal es die Passion Christi einleitet, also offensichtlich in einer starken inneren Beziehung zu dem ja noch rätselvolleren Ostergeschehen steht.
Die Auferweckung des Lazarus wird von den katholischen und evangelischen Theologen als eine Auferweckung von den Toten aufgefasst und als die siebte und größte der Wundertaten Jesu angesehen, die er nach dem Johannes-Evangelium vollbracht hat. Vordergründig spricht ja auch die Tatsache, dass Lazarus krank wurde, man dann offenbar seinen Tod diagnostizierte und ihn ins Grab legte, für den Eintritt des Todes, aus dem ihn Christus nach über drei Tagen auferweckte.
Auferweckung vom Tode?
Doch schon der Text lässt eine solche eindeutige Interpretation nicht zu. Denn gleich in Vers 4 des 11. Kapitels antwortet Christus auf die Nachricht der offenbar sehr besorgten Schwestern des Lazarus, dass ihr Bruder krank sei: „Diese Krankheit führt nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes“, wie es in der Übersetzung Luthers heißt; in treffenderer Übersetzung: „sondern zur Erscheinung des Gottes in ihm; die Schöpfermacht des Sohnes Gottes soll sich offenbaren durch sie.“[1]
Er blieb ja auch unbesorgt noch zwei weitere Tage an der Taufstelle des Täufers am Jordan, wo er gerade mit den anderen Jüngern weilte. Und als er aufbrechen wollte, sprach er: „Lazarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken.“ Und die Jünger sagten: „ Herr, wenn er schläft, so wird er wieder gesund.“ (Joh. 11, 11- 12)
Da schiebt merkwürdigerweise der Evangelist die Bemerkung ein: „Jesus aber hatte von seinem Tode gesprochen, und sie meinten, er spräche vom Schlafe.“ Und er setzt zur Bestätigung hinzu: „Darauf sprach Jesus in aller Offenheit zu ihnen: Lazarus ist gestorben. Und ich bin froh um euretwillen, dass ich nicht dort war, auf dass euer Glaube erwache. Aber jetzt lasst uns zu ihm gehen.“
Christus äußert sich also vollkommen widersprüchlich. Einmal sagt er, die Krankheit führe nicht zum Tode, also Lazarus werde nicht sterben, um zwei Tage später, physisch weit entfernt von Lazarus, zu erklären, er sei gestorben. Wenn man nicht in die menschliche Plattheit verfällt, der Gottessohn, der von sich sagt, er sei der Herr des Lebens, ja das Leben selbst, habe sich halt anfangs geirrt und Lazarus sei wider Erwarten doch gestorben, muss man sich fragen: Was will Christus damit zum Ausdruck bringen, dass er hier bewusst diesen Widerspruch setzt: zwei Aussagen, die sich für das gewöhnliche Verständnis völlig ausschließen? Offensichtlich fordert er damit zu einer tieferen Erkenntnissuche auf, der wir im Kontext des ganzen beschrieben Vorganges nachgehen sollen.
Wenn sich beide Aussagen gegenseitig ausschließen, heben sie sich logisch auf, d.h. keine kann alleinige Geltung beanspruchen, so wie man sie gewöhnlich versteht, sondern es muss ein drittes, eine Synthese gemeint sein, in der beide enthalten, in etwas Mittleres aufgehoben sind. Lazarus muss danach in einem Zustand sein, in dem er nicht wirklich tot ist, sondern sich wie in einem tiefen Schlaf befindet, aber doch gegenüber dem gewöhnlichen Schlaf wie gestorben erscheint. Er muss in einem todähnlichen Schlaf liegen, den Christus offensichtlich in geographischer Entfernung kontrolliert verfolgt, um ihn nach Ablauf von etwas mehr als drei Tagen zu beenden.
Wir kennen ja auch heute viele Fälle, wo der Leib eines Menschen nach Unfall oder Krankheit alle Symptome des Todes zeigte und von den Ärzten für tot erklärt wurde, der Geist des Menschen aber unerklärlicherweise nach kurzer Zeit wieder in seinen Leib zurückkehrte.[2] Ich will solche Fälle nicht mit dem des Lazarus auf eine Stufe stellen, sondern damit nur die Richtung andeuten, in die sich unsere Vorstellung bewegen kann. Die Frage entsteht: Knüpft Jesus hier an eine Praxis an, die den Gebildeten, insbesondere den sehr zornig reagierenden Pharisäern und Priestern nicht unbekannt war, die in den Tempeln der alten Welt ausgeübt wurde? Aber zu welchem Ziel?
Mysterien-Einweihung
Bei allen Völkern des Altertums gab es Mysterien, in denen Auserwählte durch eine jahrelange geheime Schulung danach strebten, die niedere Erkenntnis der Sinneswelt hinter sich zu lassen und erkennend und erlebend in die dahinter wirkende geistige Welt der schöpferischen Götter aufzusteigen. Die lange Vorbereitung gipfelte in dem zentralen Akt der Initiation, der Einweihung, in der ein hoher Eingeweihter den Schüler in einen todähnlichen Schlaf versetzte, in dem dieser seinen Leib wie beim Tode verlassen sollte, um in die göttliche Welt einzutreten. Diese Vorgänge und Erlebnisse mussten bei Strafe des Todes streng geheim gehalten werden, damit nicht Unvorbereitete Unheil damit anrichten konnten.
Der Franzose Eduard Schuré versuchte aus seinen Forschungen eine solche Szene in den ägyptischen Mysterien zu beschreiben:
„In der Dämmerung begleiteten Priester des Osiris, Fackeln haltend, den neuen Adepten in eine niedrige Krypta, die vier von Sphinxen getragene Pfeiler stützten. In einem Winkel befand sich ein marmorner Sarkophag. ´Kein Mensch`, sagte der Hierophant, ´entgeht dem Tod, und jede lebendige Seele ist zur Auferstehung bestimmt. Der Adept schreitet lebendig durch das Grab, um in diesem Leben schon einzutreten in das Licht des Osiris. Lege dich also hin in diesen Sarg und erwarte das Licht. Diese Nacht wirst du durch das Tor des Schreckens schreiten und die Schwelle der Meisterschaft erreichen.` Der Adept legte sich in den offenen Sarkophag, der Hierophant streckte seine Hand aus, um ihn zu segnen, und der Zug der Eingeweihten entfernte sich schweigend aus dem Grabgewölbe.“[3]
Der britische Schriftsteller Charles William Heckethorn kam noch zu wesentlich detaillierteren Schilderungen und beschrieb auch bei den Einweihungen der keltischen Druiden die Bedeutung des Sarges: „Der Aufnahmebewerber wurde in einen Sarg gelegt, womit der Tod Hu`s – d.h. der Sonne – angedeutet werden sollte, während seine Auferstehung im dritten Grade das Wiederscheinen der Sonne symbolisierte.“[4] Wobei m.E. mit dem Wiedererscheinen der Sonne wohl die Geburt des sonnenhaften höheren Menschen in dem neuen Eingeweihten gemeint ist.
Der Ägyptologe Frank Teichmann weist darauf hin, dass die ägyptischen Pyramiden heute nur als riesige Grabstätten gesehen werden. Das seien sie z.T. auch gewesen. Aber aus den von ihm untersuchten Phänomenen lasse sich vermuten, dass sie auch als zentrale Stätten der Einweihung gebaut worden seien. Zwischen Tod und Einweihung bestehe eben ein Zusammenhang. „Weil der Pharao, um in den Weltinnenraum der Isis (die göttliche Welt) eingeführt werden zu können, die Schwelle des Todes überschreiten musste, d.h. sterben musste, so liegt es nahe, dass der Ort dieser Initiation auch äußerlich mit dem Grabe verbunden sein musste.“ [5]
Auferweckung des Lazarus / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library, Ikonografie und Malerei: ift.tt/2pVsuyO
Die Seele, der „Ba“, des Einzuweihenden stieg aus der zentralen Grabkammer in der sich nach oben zuspitzenden Pyramide empor und ließ immer mehr Materie hinter sich. „Welch schönes Bild für den Aufstieg des Ba, sein Immer-unabhängiger-Werden vom Irdischen haben wir da in der Pyramide vor uns! Je höher der Ba steigt, desto mehr nimmt der quadratische Querschnitt der Pyramide ab, bis er schließlich im obersten Punkt des Pyramidions die Sinnenwelt verlässt.“[6]
Die Einweihung bestand also darin, dass Einzelne schon während des Lebens erfuhren, was sie normalerweise erst nach dem Tode erfahren konnten: die unmittelbar erlebte Gemeinschaft mit den höheren, göttlichen Wesen. So deutete noch der nordafrikanische Weise Apuleius im 2. Jahrhundert vom Erlebnis seiner Einweihung an: „Ich kam bis zur Grenze des Todes, ich betrat Proserpinas (Herrscherin über die Toten) Schwelle, und nachdem ich durch alle Elemente gefahren, kehrte ich wieder zurück. Um Mitternacht sah ich die Sonne in hellem Lichte erstrahlen. Ich schaute die unteren und die oberen Götter von Angesicht zu Angersicht und stand anbetend nahe vor ihnen.“[7]
Tiefe Vorbereitung
Der Grieche Plutarch (45-120 n.Chr.), der sich verschiedentlich als einen Eingeweihten bezeichnete, weist in seiner Schrift „Über das ´EI` (´Du bist`) zu Delphi“ auf die Notwendigkeit einer tiefen Selbst- und Welterkenntnis des Menschen hin, die Voraussetzung für eine Einweihung ist. Der Gott begrüße jeden mit der Inschrift am Tempel von Delphi: „Erkenne dich selbst“. „Wir aber erwidern darauf der Gottheit mit den Worten: Du bist, und bringen ihr damit den Gruß des Seins als den wahren, ursprünglichen und allein ihr zukommenden. – Denn wir haben eigentlich hier keinen Anteil an diesem Sein, sondern eine jede sterbliche Natur, indem sie zwischen Entstehung und Untergang in der Mitte liegt, zeigt bloß eine Erscheinung und ein schwaches und unsicheres Wähnen von sich selbst.“[8]
Der Mensch müsse zu einer Weisheit kommen, durch die er die Scheinhaftigkeit des sinnlichen Lebens durchschaut, das immer nur in einem unaufhörlichen Fluss der Veränderung, des Entstehens und Vergehens, bestehe, nirgends aber zu einem in sich ruhenden Sein gelange. Weil wir das wahre Sein nicht kennen, verführe uns die sinnliche Wahrnehmung dazu, sie, die bloß scheint, für das Sein zu halten. Geburt und Tod verlören für eine höhere Erkenntnis ihre Bedeutung, da sie auch nur Augenblicke temporären Entstehens und Vergehens sind, wie alles, was sonst geschieht.
Der Geist aber schaue zurück auf das Vergangene und voraus auf das Zukünftige. Er stehe über dem Vergänglichen, in und an dem er sich nur offenbart. Im Geiste leben die schöpferischen Kräfte, aus denen alles Sinnliche geboren ist, so auch im Geiste des Menschen. Es lebe mehr in ihm, als was er sinnlich wahrnimmt. Es leuchte in ihm etwas auf, was alles geschaffen habe, auch seine physische Erscheinung, was vor dieser da war und nach ihr sein wird. Er fühle so das Ewige, das Göttliche in sich als ein höheres „Ich“, das hinausreiche über die Grenzen seines sinnlichen Werdens, das vor seiner Geburt war und nach seinem Tode sein werde. Er erkenne, dass seine sinnliche Persönlichkeit ein Geschöpf dieses höheren „Ich“ sei.[9]
Nach jahrelanger Vorbereitung kam dann der Zeitpunkt, um zum Schauen dieses höheren „Ich“ und zum Eintritt in die Welt der Götter geführt zu werden. Dazu mussten eben an einem abgeschlossenen Ort alle Sinneseindrücke zum Schweigen und die Seele zum Verlassen des physischen Leibes gebracht werden, jedoch ohne die letzte Verbindung zu lösen. Die Mysterienschüler wurden „durch dreieinhalb Tage der Welt entrückt und dazu an einen Ort gebracht …, wo ihr Körper in einem todähnlichen Zustand war, und nach dreieinhalb Tagen wurden sie wieder auferweckt; da wurde ihre Seele in den Körper zurückgerufen. Dann waren solche Menschen fähig, sich an das, was sie als Anschauung der höheren Welten empfangen hatten, zu erinnern und selber von den geistigen Welten zu künden.“[10]
Einweihung des Lazarus durch Christus
Christus versetzte seinen Schüler Lazarus in einen todähnlichen Schlaf, aus dem er ihn nach über drei Tagen wieder erweckte. Es ist offensichtlich, dass Christus gleichsam als höchster göttlicher Eingeweihter an Lazarus die Initiation vollzog, die bis dahin nur in den geheimnisvollen Tiefen der Mysterien vorgenommen wurde. Die beiden Schwestern des Lazarus konnten das Geschehen nicht durchschauen. Sie hielten ihren Bruder für tot. Als Christus in Bethanien ankam, sagte er zur klagenden Martha: „Dein Bruder wird auferstehen.“ Sie aber glaubte, er meine die Auferstehung am Ende der Zeit. Doch Christus antwortete: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer sich glaubend mit meiner Kraft erfüllt, wird leben, auch wenn er stirbt. …“
Damit weist er darauf hin, dass in ihm die Kraft der Auferstehung, des schöpferischen göttlichen Lebens, anwesend ist, die auch in den Mysterien den Schüler während seines Lebens in der göttlichen Welt durchdrang, so dass er als ein verwandelter, höherer Mensch aus dem „Tode“ zurückkam. In Jesus ist das göttliche Leben, aus dem alles entstanden ist, das Ewige, das im Urbeginne war, der „Logos“, das schöpferische Wort, „Fleisch“ geworden, wie es im Prolog des Evangeliums heißt.[11] Das Ewige, zu dem man sich in den Mysterien erheben musste, um von ihm die Kraft aufzunehmen, mit der man dann wieder auferweckt werden konnte, war auf die Erde herunter gekommen und in Jesus-Christus Mensch geworden. In ihm stand der Geist der Auferstehung und des Lebens unmittelbar vor den Menschen. Wer sich mit seiner Kraft erfüllt, kann dasselbe erreichen, was in den Mysterien nur wenige Auserwählte erreichten.
„Ist er wirklich die Auferstehung: dann ist das ´Ewige, Anfängliche` in Lazarus auferstanden. Man hat es also mit einer Auferweckung des ewigen ´Wortes` zu tun. Und dieses ´Wort` ist das Leben, zu dem Lazarus auferweckt worden ist. (…) Ist in Lazarus das ´ewige Wort` auferstanden, dann dient wirklich der ganze Vorgang dazu, den Gott in Lazarus erscheinen zu lassen. Denn Lazarus ist durch den ganzen Vorgang ein anderer geworden. Vorher lebte nicht das ´Wort`, der Geist, in ihm; jetzt lebt dieser Geist in ihm. (…) Gewiss ist doch mit jeder Geburt eine Krankheit, die Krankheit der Mutter, verknüpft. Aber diese Krankheit führt nicht zum Tode, sondern zu neuem Leben. Bei Lazarus wird dasjenige ´krank`, aus dem der ´neue Mensch`, der vom ´Wort` durchdrungene Mensch, geboren wird. (…) Es ist der Geist in ihm lebendig geworden. Er ist des Lebens teilhaftig geworden, das ewig ist.“[12]
Das christliche Mysterium
Lazarus ist im Sinne der Mysterien ein Initiierter, ein Eingeweihter, geworden. Er wurde fähig, sich in die höheren Welten zu erheben. Jesus vollzog in aller Öffentlichkeit eine Einweihung, die bis dahin nur verborgen in den Mysterien stattfand. Auf den Verrat von Einzelheiten, erst recht die vollkommen öffentliche Vollziehung – ein ungeheurer, noch nie dagewesener Vorgang – stand die Todesstrafe. Als daher die Hohenpriester und die Pharisäer davon erfuhren, beriefen sie eine Versammlung des Hohen Rates ein und beschlossen, ihn zu töten. (Joh. 11, 45-53)
Ganz offensichtlich erklärte Christus mit dieser Tat die Zeit der alten Einweihung der Mysterien für abgelaufen. Mit der Einweihung des Lazarus zog er das Geschehen in die volle Öffentlichkeit. Sie bildete einen Übergang in die Einweihung durch die Kräfte des Christus, mit denen von nun an sich jeder Mensch auf Erden verbinden kann. Der Schöpfergott, der Logos, der von den alten Eingeweihten in den Mysterien als das Höchste gesucht wurde, war zur Erde gekommen, so dass nicht nur wenige Auserwählte, sondern alle Menschen sich wieder erkennend in die göttliche Welt, die Welt des Vaters, erheben können.
„Niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“
An die Stelle der vielen Mysterien sollte sozusagen das eine christliche Urmysterium treten. Christus, der Fleisch gewordene Logos, wurde zum Initiator der ganzen Menschheit. Nicht Absonderung und Heil einiger Auserwählter sollte mehr stattfinden, sondern der allmähliche Zusammenschluss aller Menschen. Nicht nur jene sollen selig werden, die sich in den exklusiven Mysterientempeln zum Schauen der höheren Welten erheben können, sondern: „Selig sind, die nicht schauen und doch glauben.“ Auch wenn sie zunächst noch im Dunkeln tappen, das Licht des Logos, mit dem sie sich vertrauenden Herzens verbinden, wird in ihnen zu leuchten beginnen.[13]
Das Ostergeschehen
Mit dem Beschluss des Hohen Rates, Jesus zu töten, wurde seine Passion und das Ostergeschehen eingeleitet. Was spielte sich nun vor aller Welt in Jerusalem ab? Jesus ließ zu, dass er ans Kreuz geschlagen wurde, was er selbstverständlich hätte verhindern können. Verbot er doch bei seiner Gefangennahme Petrus den Widerstand und sagte: „Oder meinst du, ich könnte nicht meinen Vater um Hilfe bitten? Er kann mir auf der Stelle mehr als zwölf Legionen von Engeln zur Seite stellen. Aber wie könnte sich dann das Schriftwort erfüllen, dass alles so geschehen muss?“ (Mt. 26, 53-54) Er durchlitt den Tod und vollbrachte am dritten Tage die Auferstehung von den Toten.
Er vollzog also an sich selbst in aller Öffentlichkeit, was zuvor nur verborgen in den Mysterien stattfand – aber mit einem wesentlichen Unterschied. Er ging nicht in einen todähnlichen Schlaf, sondern in den wirklichen, realen Tod. Die Mysten in den Mysterien kehrten wieder in ihren unverändert intakten physischen Leib zurück. Ihr seelisch-geistiges Wesen hatte eine große Umwandlung erfahren, ihr Leib aber war derselbe sterbliche Leib geblieben. Jesus dagegen starb wirklich, sein Leib war tot. Und er führte ihn zur Auferstehung, indem er ihn zu einem neuen, höheren Leben erweckte, das vom Tod nicht mehr zerstört werden kann. Dies ist in einem Artikel vor einem Jahr hier genauer betrachtet worden.[14]
Die Einweihung in den Mysterien war gleichsam so etwas wie eine Vorbereitung zu dem Geschehen auf Golgatha, in dem Christus sie als offenes historisches Ereignis auf eine noch höhere Stufe hob und in Jesus die Vergeistigung bis in den physischen Leib vollzog – als Vorbild und Same für die ganze Menschheit. Von da an strömt das, was sich früher in den Mysterien auf wenige Auserwählte ausgegossen hatte, von dem „Mysterium von Golgatha“ auf diejenigen, die sich mit ihm verbinden und seine Kraft in sich aufnehmen wollen.
Das Christentum ist mehr als eine Religion und Jesus Christus mehr als ein Religionsstifter. Das Zentrale ist nicht die Lehre, sondern die nur anfänglich zu begreifende Tat, die er als Opfer für die ganze Menschheit vollbracht hat. Man kann sich ja nur langsam der Dimension dieses Mysteriums nähern und ahnend versuchen, es in Worte zu fassen.
„Die Welt ist tief und tiefer als der Tag gedacht.“[15]
Anmerkungen
[1] Vgl. Rudolf Steiner: Das Christentum als mystische Tatsache. TB 2002, S. 123
[2] Vergl. GEOLITICO, Herbert Ludwig: „Reise zur anderen Seite des Lebens“
[3] Eduard Schuré: Die großen Eingeweihten, 1979, S. 130
[4] in: Geheime Gesellschaften, Geheimbünde und Geheime Lehren, 1900, S. 33 ff., obiges Zitat S. 60, ift.tt/2GvcQQI
[5] Frank Teichmann: Der Mensch und sein Tempel – Ägypten, Stuttg. 1978, S. 90
[6] a.a.O. S. 92 und zdf.de/dokumentation
[7] zitiert nach Albrecht Meyer: Gavr´inis, Stuttg. 1974, S. 195
[8] zitiert nach Rudolf Steiner: Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums, Dornach 2002, TB, S. 27 f.
[9] Vgl. Rudolf Steiner a.a.O. S. 29 f.
[10] Rudolf Steiner im Vortrag vom 26.9.1909 in GA 114, S. 202
[11] Vergl. GEOLITICO, Herbert Ludwig, „Der Verlust des Weltenlogos“
[12] Rudolf Steiner s. Anm. 8, S. 123-124, 125
[13] Vgl. Rudolf Steiner a.a.O., S. 143
[14] Vergl. GEOLITICO, Herbert Ludwig, „Der Gekreuzigte unter uns“
[15] Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra
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Quelle
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Foto's BZ | Aad Meijer
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Photo: Grabmal auf dem Nordfriedhof in Wiesbaden
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Unsrer Wiege gleicht das Grab
1.) Unsrer Wiege gleicht das Grab
Und der Tod dem Morgenschlummer.
Ruht der Müden Wanderstab,
Dann ist Sorge, Schmerz und Kummer,
Eitelkeit und blinder Wahn,
Alle Schwachheit abgetan.
2.) Sieh! Das arme Erdenkind
Nimmt sie auf, die Mutter Erde,
Wiegt es, pflegt es treu und lind,
Dass ein Himmelskind es werde.
Aus dem tiefen, stillen Schoß
Windet's einst verklärt sich los.
3.) Und die ew'ge Liebe wacht
An der Gruft, wie an der Wiege.
Aus der bangen Grabesnacht
Ruft sie uns zum Licht, zu Siege.
Neues Leben einst ersteht,
Wo ihr Lebensatem weht.
4.) Breite deine Arme aus,
Ew'ge Liebe, wenn wir ringen,
Um aus diesem engen Haus
Zu dem Licht empor zu dringen!
Lebend, sterbend bleiben wir,
Liebe, sel'ge Lieb', in dir.
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Autor: Friedrich August Köthe
Melodie: Jesus meine Zuversicht
oder: Jesus lebt, mit ihm auch ich
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Evangelischer Liederschatz für
Kirche, Schule und Haus,
- Band 1 -
Zweite, umgearbeitete Ausgabe
Gesammelt und bearbeitet von Albert Knapp,
J. G. Cotta'scher Verlag,
Stuttgart und Tübingen, 1850
Liednummer 2931
Thema: Tod und Ewigkeit
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Friedrich August Köthe (* 30. Juli 1781 zu Lübben in der Niederlausitz/Kurfürstentum Sachsen, †28. Oktober 1850) war evangelisch-lutherischer Pfarrer, Hochschullehrer und Schriftsteller. Köthe besuchte zuerst die Schule in Lübben, wo sein Vater in kurfürstlichem Dienst stand, und wechselte im Jahr 1797 auf das Gymnasium in Bautzen. Hier befreundete er sich mit dem später als Dichter und Schriftsteller bekannt gewordenen Karl Friedrich Gottlob Wetzel (1779-1819) und studierte ab Ostern 1800 zusammen mit diesem an der Universität in Leipzig, wo Köthe 1803 den Magistertitel erwarb. Kurz darauf wurde er als Vesperprediger an die Paulinerkirche berufen, arbeitete nebenher als Hauslehrer und setzte sein Studium fort. Im Jahr 1806 zog er nach Dresden, folgte dann aber im Jahr 1810 einem Ruf, als außerordentlicher Professor der Philosophie in Jena zu unterrichten. 1812 wurde Köthe zugleich dort zum Garnisonprediger und Diakon an der Stadtkirche ernannt und erhielt 1817 die Stelle eines ordentlichen Professors für Theologie, wo sein Wirken vom Kampf gegen den nüchternen Rationalismus seiner Kirche geprägt war. Im selben Jahr heiratete er Silvia, die Tochter des gothaischen Ministers von Ziegesar. Nach einer Erkrankung nahm er 1819 die Stellung eines Superintendenten und Oberpfarrers in Allstädt bei Weimar an, wo er fortan ein stilleres Leben führen konnte. Ab dem Jahr 1829 veröffentlichte er eine Ausgabe der Werke Melanchthons in deutscher Sprache, die in sechs Teilen beim Verlag Brockhaus in Leipzig erschien. Ab 1830 gab er weitere kirchengeschichtliche Werke heraus. Unter dem Namen der 'Einsiedler bei St. Johannis' gab er zwei Novellen heraus, in denen er zum einen christliche Zeitfragen behandelte (Die Wiederkehr, 1843), während die andere (Die Woche, 1848) den Segen eines christlichen Familienlebens schilderte. Die meisten seiner fast 400 geistlichen Lieder hat er während der Krankheiten, die Folgen eines nicht ausgeheilten Herzleidens waren, gedichtet; diese erschienen teils in einzelnen von ihm selbst herausgegebenen Sammlungen (Stimmen der Andacht, 1823 und Psalmen, 1845), teils in der 'Theodulia', einem 'Jahrbuch für häusliche Erbauung' (Greiz, 1827–1833). Nach seinem Tod gab sein Freund C. B. Meißner 1851 die vom Autor selbst noch zum Druck vorbereiteten 'Lieder eines Kranken für Kranke und Gesunde' heraus, während im gleichen Jahr eine Auswahl seiner Lieder unter dem Titel 'Geistliche Lieder nebst einer Biographie Köthe’s' in Leipzig erschien.
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