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Dreiein'ger, großer Gott und Herr
Photo: Glocke der evangelischen Jacobskirche, Weimar, Thüringen
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Dreiein'ger, großer Gott und Herr
- Zur Glockenweihe -
1.) Dreiein'ger, großer Gott und Herr,
Heut sind zuerst erklungen,
Zu deines Namens Preis und Ehr'
Die neuen ehern Zungen.
Du hast sie uns zum Heil geschenkt,
Hast allen Unfall abgelenkt,
Wir danken dir von Herzen.
2.) Lass sie, ob früh, ob abends, uns
Aufrufen zum Gebete,
Dass jedermann in deinem Rat
Und Wort sein Werk antrete,
Dass wir uns, wenn die Nacht einbricht,
In deinem lieben Gnadenlicht
Getrost zur Ruhe legen.
3.) Lass ihren Klang an deinem Tag
Durch alle Herzen dringen,
Dass sie dein Volk mit hellem Schlag
Zu deinem Hause bringen,
Auch alle, die in Sündennacht
Verirret, dein nicht mehr gedacht,
zu dir, Herr, wieder rufen.
4.) Das Kind, das nach dem Vater weint,
Lad ein zum Kindschaftsbade. (a)
Den Sünder, der sich selber feind,
Lad ein zum Mahl der Gnade. (b)
Komm, komm, der Tisch ist dir gedeckt!
Dein Heiland Jesus Christus streckt
Auch dir die Arm entgegen.
5.) Und wallet zu dem Hochaltar
Zum Bunde heil'ger Ehe
Still betend ein verlobtes Paar,
So mahn' es aus der Höhe:
Nehmt mich in euren Bund hinein,
Ich segne und ich kann allein
Den rechten Einklang geben!
6.) Gehn wir dann einst den letzten Gang
Hinaus zur engen Kammer,
So töne uns der Glocken Klang
Zum Trost in ihren Jammer
Den Trauernden das Freudenwort:
Stillt euren Schmerz, ich hab ihn dort
Zu Gnaden angenommen!
7.) Dreiein'ger, großer Gott und Herr,
Lass es dir wohlgefallen,
Dass diese Glocken nimmermehr
Zu Krieg und Aufruhr schallen.
Nur deines hohen Namens Ruhm
Lass sie im Haus und Heiligtum
Zu aller Zeit vermehren!
(a) Taufe
(b) Abendmahl
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Autor: Johann Friedrich Ahlfeld
Melodie: Es ist das Heil uns kommen her
oder: Allein Gott in der Höh sei Ehr
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gefunden in:
(Evangelisches) Gesangbuch für die
Provinz Sachsen und Anhalt
Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses,
Halle/Saale und Berlin 1933.
Liednummer 439
Thema: Sonntag und Gottesdienst
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Johann Friedrich Ahlfeld (* 1. November 1810 in Mehringen (Stadtteil der Stadt Aschersleben im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt); † 4. März 1884 in Leipzig) war ein deutscher lutherischer Theologe und beliebter volkstümlicher Prediger und Autor.
Johann Friedrich Ahlfeld, der Sohn eines Zimmermanns und Tagelöhners, besuchte die Gymnasien in Aschersleben sowie Dessau und studierte in Halle Evangelische Theologie.
Ahlfeld wurde 1834 Gymnasiallehrer in Zerbst, wurde aber wgen seiner Zugehörigkeit zu einer Burschenschaft entlassen. 1837 wurde er Rektor in Wörlitz, 1838 Pastor in Alt-Alsleben, wo er sich vom Rationalisten zum Lutheraner wandelte. 1847 auf Betreiben von August Tholuck an die Laurentiuskirche in Halle/Saale berufen, trat er freireligiösen, rationalistischen Entwicklungen entgegen und stand auch der Revolution 1848/49 kritisch gegenüber. Ab 1851 war er Pfarrer an der Nikolaikirche in Leipzig, wo er 1882 in den Ruhestand trat. 2010 wurde ihm zu Ehren in seinem Geburtsort ein Gedenkstein errichtet.
Ahlfelds bildhafte, um die Themen von Gesetz, Sünde und Gnade kreisenden Predigten machten ihn zu einem beliebten und einflussreichen Erneuerer des Luthertums in Sachsen. Auf ihn geht der Entwurf des sächsischen Landesgesangbuchs von 1880 zurück. Daneben schrieb er seit 1846 unter einem Pseudonym Zeitbetrachtungen für das Volksblatt für Stadt und Land zur Belehrung und Unterhaltung. Später veröffentlichte er Erzählungen aus dem Volksleben, die wie seine Predigten und populärtheologischen Veröffentlichungen den politischen Konservatismus unterstützten. Sein gleichnamiger Sohn Johann Friedrich Ahlfeld wurde einer der bedeutendsten Geburtshelfer seiner Zeit.
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Dreiein'ger, großer Gott und Herr
Photo: Glocke der evangelischen Jacobskirche, Weimar, Thüringen
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Dreiein'ger, großer Gott und Herr
- Zur Glockenweihe -
1.) Dreiein'ger, großer Gott und Herr,
Heut sind zuerst erklungen,
Zu deines Namens Preis und Ehr'
Die neuen ehern Zungen.
Du hast sie uns zum Heil geschenkt,
Hast allen Unfall abgelenkt,
Wir danken dir von Herzen.
2.) Lass sie, ob früh, ob abends, uns
Aufrufen zum Gebete,
Dass jedermann in deinem Rat
Und Wort sein Werk antrete,
Dass wir uns, wenn die Nacht einbricht,
In deinem lieben Gnadenlicht
Getrost zur Ruhe legen.
3.) Lass ihren Klang an deinem Tag
Durch alle Herzen dringen,
Dass sie dein Volk mit hellem Schlag
Zu deinem Hause bringen,
Auch alle, die in Sündennacht
Verirret, dein nicht mehr gedacht,
zu dir, Herr, wieder rufen.
4.) Das Kind, das nach dem Vater weint,
Lad ein zum Kindschaftsbade. (a)
Den Sünder, der sich selber feind,
Lad ein zum Mahl der Gnade. (b)
Komm, komm, der Tisch ist dir gedeckt!
Dein Heiland Jesus Christus streckt
Auch dir die Arm entgegen.
5.) Und wallet zu dem Hochaltar
Zum Bunde heil'ger Ehe
Still betend ein verlobtes Paar,
So mahn' es aus der Höhe:
Nehmt mich in euren Bund hinein,
Ich segne und ich kann allein
Den rechten Einklang geben!
6.) Gehn wir dann einst den letzten Gang
Hinaus zur engen Kammer,
So töne uns der Glocken Klang
Zum Trost in ihren Jammer
Den Trauernden das Freudenwort:
Stillt euren Schmerz, ich hab ihn dort
Zu Gnaden angenommen!
7.) Dreiein'ger, großer Gott und Herr,
Lass es dir wohlgefallen,
Dass diese Glocken nimmermehr
Zu Krieg und Aufruhr schallen.
Nur deines hohen Namens Ruhm
Lass sie im Haus und Heiligtum
Zu aller Zeit vermehren!
(a) Taufe
(b) Abendmahl
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Autor: Johann Friedrich Ahlfeld
Melodie: Es ist das Heil uns kommen her
oder: Allein Gott in der Höh sei Ehr
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gefunden in:
(Evangelisches) Gesangbuch für die
Provinz Sachsen und Anhalt
Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses,
Halle/Saale und Berlin 1933.
Liednummer 439
Thema: Sonntag und Gottesdienst
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Johann Friedrich Ahlfeld (* 1. November 1810 in Mehringen (Stadtteil der Stadt Aschersleben im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt); † 4. März 1884 in Leipzig) war ein deutscher lutherischer Theologe und beliebter volkstümlicher Prediger und Autor.
Johann Friedrich Ahlfeld, der Sohn eines Zimmermanns und Tagelöhners, besuchte die Gymnasien in Aschersleben sowie Dessau und studierte in Halle Evangelische Theologie.
Ahlfeld wurde 1834 Gymnasiallehrer in Zerbst, wurde aber wgen seiner Zugehörigkeit zu einer Burschenschaft entlassen. 1837 wurde er Rektor in Wörlitz, 1838 Pastor in Alt-Alsleben, wo er sich vom Rationalisten zum Lutheraner wandelte. 1847 auf Betreiben von August Tholuck an die Laurentiuskirche in Halle/Saale berufen, trat er freireligiösen, rationalistischen Entwicklungen entgegen und stand auch der Revolution 1848/49 kritisch gegenüber. Ab 1851 war er Pfarrer an der Nikolaikirche in Leipzig, wo er 1882 in den Ruhestand trat. 2010 wurde ihm zu Ehren in seinem Geburtsort ein Gedenkstein errichtet.
Ahlfelds bildhafte, um die Themen von Gesetz, Sünde und Gnade kreisenden Predigten machten ihn zu einem beliebten und einflussreichen Erneuerer des Luthertums in Sachsen. Auf ihn geht der Entwurf des sächsischen Landesgesangbuchs von 1880 zurück. Daneben schrieb er seit 1846 unter einem Pseudonym Zeitbetrachtungen für das Volksblatt für Stadt und Land zur Belehrung und Unterhaltung. Später veröffentlichte er Erzählungen aus dem Volksleben, die wie seine Predigten und populärtheologischen Veröffentlichungen den politischen Konservatismus unterstützten. Sein gleichnamiger Sohn Johann Friedrich Ahlfeld wurde einer der bedeutendsten Geburtshelfer seiner Zeit.
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