Back to photostream

Accra (3465x3465px… Zoom in and enjoy!)

Der Besuch am 23.12.2025 fiel in die trockene Jahreszeit an der Küste von Accra. Es war warm, sonnig und weitgehend wolkenlos, mit einer leichten Brise vom Atlantik, wie sie für diese Jahreszeit typisch ist.

 

Laboma Beach, häufig im Zusammenhang mit dem bekannten Labadi Beach genannt, liegt an der Atlantikküste im Süden von Accra. Der Küstenabschnitt gehört zu den historisch gewachsenen Strandzonen der Stadt, die seit Jahrhunderten von lokalen Gemeinschaften genutzt werden. Anders als formale historische Bauwerke ist der Strand selbst kein Denkmal im klassischen Sinn, doch seine Bedeutung ergibt sich aus der kontinuierlichen Nutzung durch die Küstenbevölkerung. Die Gegend um Labadi war bereits vor der kolonialen Zeit von Ga-Gemeinschaften besiedelt, deren Lebensweise eng mit dem Meer verbunden war.

Während der europäischen Präsenz an der Goldküste entwickelte sich Accra zu einem wichtigen Handelszentrum. Die offenen Strände spielten dabei eine funktionale Rolle als Anlandungsorte für Boote und Waren, insbesondere dort, wo keine befestigten Häfen existierten. Auch wenn Laboma Beach kein zentraler Ort des transatlantischen Handels wie einige Festungen war, war die Küste Teil des maritimen Systems, das Handel, Kommunikation und Versorgung ermöglichte.

Die Fischerei entlang der Labadi- und Laboma-Strandabschnitte ist eine der ältesten kontinuierlich ausgeübten Tätigkeiten in Accra. Über Generationen hinweg wurden Techniken, Kenntnisse über Strömungen, Windverhältnisse und Fischbestände weitergegeben. Diese Form der handwerklichen Fischerei stellt ein immaterielles Kulturerbe dar, das tief in der Geschichte der Region verwurzelt ist.

Die am Strand liegenden Kanus sind Ausdruck dieser Tradition. Sie werden gemeinschaftlich genutzt und gehören oft ganzen Familien oder Dorfgemeinschaften. Die Organisation der Fischerei folgt festen sozialen Strukturen, in denen Aufgaben wie Netzauswerfen, Einholen der Boote, Sortieren des Fangs und Weiterverarbeitung klar verteilt sind. Diese Abläufe sind historisch gewachsen und prägen das tägliche Leben entlang des Strandes bis heute.

 

Laboma Beach ist geprägt von einer offenen Küstenlandschaft mit feinem bis mittelkörnigem Sand, der durch Wellen, Wind und Gezeiten ständig umgelagert wird. Der Atlantik zeigt hier meist einen kräftigen Wellengang, der für die Region typisch ist. Die Meeresströmungen beeinflussen sowohl die Küstenerosion als auch die Verfügbarkeit von Fischbeständen in Ufernähe.

Die traditionellen Holzkanus sind ein prägendes Element der Strandlandschaft. Sie bestehen aus Holz und sind oft in kräftigen Farben bemalt. Die Bemalungen können Symbole, Schriftzüge oder religiöse Bezüge enthalten und dienen neben der Identifikation auch dem Ausdruck kultureller Zugehörigkeit. Die Bauweise der Kanus ist an die Bedingungen des offenen Meeres angepasst, mit flachem Boden und hoher Stabilität.

Ökologisch stellt der Strand einen Übergangsraum zwischen Meer und urbanem Raum dar. Im flachen Wasser nahe der Küste leben verschiedene Fischarten, die für die handwerkliche Fischerei von Bedeutung sind. Seevögel nutzen den Strand und das Küstenwasser zur Nahrungssuche. Gleichzeitig ist der Küstenabschnitt Umweltbelastungen ausgesetzt, die aus der Nähe zur Großstadt resultieren. Dazu zählen Abfall, Abwässer und der zunehmende Nutzungsdruck durch Bebauung und Freizeitaktivitäten.

Trotz dieser Belastungen bleibt der Strand ein wichtiger natürlicher Raum. Er erfüllt ökologische Funktionen wie die Dämpfung von Wellenenergie und bietet Lebensraum für marine und küstennahe Arten. Die tägliche Präsenz der Fischerei führt zudem zu einer engen Beobachtung der Umweltbedingungen, da Veränderungen im Meer unmittelbar Auswirkungen auf den Fang haben.

Die Verbindung von Natur und menschlicher Nutzung ist am Laboma Beach deutlich sichtbar. Der Strand dient als Arbeitsraum, sozialer Treffpunkt und Verkehrsfläche für die Boote. Gleichzeitig ist er Teil des sensiblen Küstenökosystems, dessen Stabilität von natürlichen Prozessen und nachhaltiger Nutzung abhängt. Die offene Lage am Meer macht zudem klimatische Einflüsse wie Wind, Sonne und Salzluft ständig erfahrbar.

 

Laboma Beach und der angrenzende Labadi-Strandbereich sind regelmäßig Bestandteil von Stadterkundungen in Accra und werden im Zusammenhang mit Küstenkultur, traditioneller Fischerei und urbanem Strandbesuch aufgesucht.

 

Wikipedia: en.wikipedia.org/wiki/Labadi_Beach

 

Kamera und Objektiv:

Sony ILCE-7CR und Sony SEL24240

 

Bildinformation:

12MP - 3465 x 3465 px - ca. 3 bis 6MB

Bildbearbeitung: Adobe Photoshop Express

 

#Ghana #Accra #LabomaBeach #LabadiBeach #Atlantikküste #Fischerei #Holzkanus #TraditionelleFischerei #Strand #Sand #Meer #Küstenkultur #Naturfotografie #Reisefotografie #Fotografie #Reisen #Sehenswürdigkeit #KulturellesErbe #Stadtküste #Umwelt #Küstenlandschaft #Entdecken #Welterkunden #Reisebericht #Afrika #Westafrika #Meerblick #AlltagAfrika #Tradition

 

#Ghana #Accra #LabomaBeach #LabadiBeach #AtlanticCoast #Fishing #WoodenCanoes #TraditionalFishing #Beach #Sand #Sea #CoastalCulture #NaturePhotography #TravelPhotography #Photography #Travel #Landmark #CulturalHeritage #UrbanCoast #Environment #CoastalLandscape #Exploring #WorldExploration #TravelStory #Africa #WestAfrica #Seaview #EverydayAfrica #Tradition

43 views
0 faves
0 comments
Uploaded on December 20, 2025
Taken on November 23, 2025