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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

-----

 

Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

----------

    

*

 

Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

-----

 

Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

-----

 

Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

----------

   

*

 

Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

-----

 

Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

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www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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eine junge Schauspielerin: "Hab ich in der Schauspielschule gelernt: Sich immer schön dreckig machen"

Zitate aus dem Stück:

"Ein schöner Mann" "Wie ein Baum" (über den Tambourmajor)

"Trag sie ihre Auge zum Jud und laß sie sie putzen"

  

Snapshot Notes from Work

 

Part of "res noscenda" // Alltag // "Empty Padded ~ LeerGefüllt - Time at Work" - Left handed drawings and writings on the empty left pages of my prompter`s book: Soufflierbuch "Woyzeck" (Georg Büchner, Bob Wilson, Tom Waits) Seite 12 Drawing: 9.10.2013

 

DMC-G2 - P1690098 - 2013-10-09

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

-----

 

Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

----------

   

*

 

Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

-----

 

Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

-----

 

Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

----------

   

*

 

Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

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www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

-----

 

Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

----------

   

*

 

Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

-----

 

Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

-----

 

Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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my DIY version of a maverick - with some mustang elements...

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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GEMINI über das Operndorf Afrika, ein Projekt des visionären deutschen Künstlers Christoph Schlingensief in Burkina Faso.

Die Idee und der Gründer:

Christoph Schlingensief (1960-2010) war ein Grenzgänger zwischen Theater, Film und bildender Kunst, bekannt für seine provokanten und unkonventionellen Aktionen. Sein Traum war es, in Afrika einen Ort zu schaffen, der Kunst, Bildung und das tägliche Leben miteinander verbindet. Er wollte einen Raum für interkulturellen Austausch und kreative Entfaltung schaffen, der von den Menschen vor Ort getragen wird.

Die Gründung und das Konzept:

Im Jahr 2009 legte Schlingensief den Grundstein für das Operndorf in der Nähe der Hauptstadt Ouagadougou. Das Konzept sah vor, ein Dorf zu errichten, das verschiedene Einrichtungen umfasst:

* Ein Festspielhaus: Als zentraler Ort für Theateraufführungen, Konzerte, Filmvorführungen und andere kulturelle Veranstaltungen, aber auch nutzbar als Marktplatz oder Schulaula.

* Eine Schule: Um Kindern und Jugendlichen eine künstlerisch orientierte Bildung zu ermöglichen.

* Eine Krankenstation: Zur medizinischen Grundversorgung der Dorfbewohner und der umliegenden Gemeinden.

* Werkstätten und Proberäume: Für Künstler und Handwerker.

* Wohnhäuser: Für die Bewohner und Gastkünstler.

* Landwirtschaftliche Flächen: Um das Dorf mit Nahrungsmitteln zu versorgen und ökologische Nachhaltigkeit zu fördern.

Schlingensief betonte, dass es sich um ein "Experimentierdorf" handeln sollte, das sich organisch entwickelt und dessen endgültige Form nicht von Anfang an festgelegt ist. Er wollte keine europäische Blaupause über Afrika stülpen, sondern einen Ort schaffen, der aus der Begegnung verschiedener Kulturen entsteht.

Die Entwicklung nach Schlingensiefs Tod:

Christoph Schlingensief verstarb im August 2010, nur wenige Monate nach der Grundsteinlegung. Seine Witwe, Aino Laberenz, führt das Projekt jedoch in seinem Sinne weiter. Trotz vieler Herausforderungen, darunter logistische Schwierigkeiten und politische Instabilität in der Region, hat sich das Operndorf stetig weiterentwickelt.

Was das Operndorf heute ist:

Heute ist das Operndorf Afrika ein lebendiger Ort des kulturellen Austauschs und der Bildung. Es wurden bereits zahlreiche Gebäude errichtet, darunter eine Schule, eine Krankenstation und Wohnhäuser. Regelmäßig finden Workshops, kulturelle Veranstaltungen und künstlerische Projekte statt, an denen lokale Künstler und internationale Gäste teilnehmen.

Das Operndorf versteht sich als ein Ort, der:

* Bildung und Kreativität fördert: Durch die Schule und künstlerische Angebote.

* Kulturelle Begegnungen ermöglicht: Zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft.

* Zur Entwicklung der lokalen Gemeinschaft beiträgt: Durch Gesundheitsversorgung und wirtschaftliche Initiativen.

* Ein Zeichen der Hoffnung setzt: Indem es die Vielfalt und das Potenzial Afrikas sichtbar macht.

Das Operndorf Afrika ist ein einzigartiges und inspirierendes Projekt, das Christoph Schlingensiefs Vision auf beeindruckende Weise lebendig hält. Es ist ein Ort, an dem Kunst und Leben auf innovative Weise miteinander verbunden sind und der einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und Entwicklung in Burkina Faso leistet.

 

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

----------

   

*

 

Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

-----

 

Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

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NACHTTANZDEMO FÜR EIN AUTONOMES ZENTRUM - DARMSTADT 2008

 

Nachttanzdemo Sa. 24.05.2008

Kampagne für ein autonomes Zentrum in Darmstadt

azdarmstadt.blogsport.de/nachttanzdemo-2405

 

Für ein autonomes Zentrum in Darmstadt

 

Ein autonomes Zentrum ist ein selbstverwalteter und unabhängiger Ort, in dem Menschen Raum finden, um sich selbstbestimmt und frei entfalten zu können. Also um ihrer Kreativität, ihren Ideen, Bedürfnissen und Lebensvorstellungen, oder einfach ihren Vorstellungen von guter Unterhaltung, frei von gesellschaftlichen und kommerziellen Zwängen, Hierarchien, und anderem Blödsinn freien Lauf lassen zu können. Hier soll es prinzipiell erst mal jeder und jedem möglich sein, sich zu Treffen, Veranstaltungen aller Art vorzubereiten und durchzuführen, ohne dass es entscheidend ist, ob diese kommerziell verwertbar sind oder nicht, oder ob sie dem gesellschaftlichen Mainstream passen oder eben nicht.

 

Gerade deswegen aber auch ein Ort, an dem kein Platz für Faschismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und ähnlichem, menschenverachtenden Gedankengut und deren VertreterInnen ist. Einfach ein Ort also, an dem die Emanzipation der Individuen unterstützt und gefördert wird, anstatt sie zu behindern oder ihr gar entgegenzuwirken, ganz egal aus welchen Gründen dies auch immer an anderen Stellen geschehen mag.

 

Dem gesellschaftlichen Standard entsprechend, ist auch in Darmstadt Raum wie dieser nur Äußerst begrenzt auffindbar. Während Prestigeobjekte von Stadt und Land weiterhin mit zum Teil immensen Summen gesponsert werden, bleiben soziale und unkommerzielle Einrichtungen immer mehr auf der Strecke, leiden unter Kürzungen und strengen Auflagen oder werden ganz geschlossen. Ansonsten bleiben fast nur kommerzielle Veranstaltungsorte, bei denen sich das Programm nach den zu erwartenden Einnahmen richtet. Hier gibt es als Außenstehender praktisch keine Möglichkeit, sich selbst aktiv in das Programm einzubringen und die eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Das Publikum wird aufgrund seines Erscheinungsbildes und seiner potentiellen Kaufkraft selektiert. Menschen die weder Geld noch Lust haben, sich unter diesen Umständen an den entsprechenden Orten herumzudrücken, haben immer weniger Möglichkeiten ihre Zeit, die nach verrichteten Pflichtaktivitäten noch bleibt, halbwegs nett zu verbringen.

 

Die eigentlich einzige Alternative in Darmstadt zu diesem ganzen Schmock stellt die Oetinger Villa dar. Doch auch hier ist der vorhandene Raum mehr als begrenzt, das Haus platzt förmlich aus allen Nähten. Gerade weil in der Villa seit vielen Jahren sehr gute Arbeit geleistet wird, wächst der Bedarf an derartigen Angeboten, egal ob an Konzerten und anderen Kulturellen Events oder an Räumlichkeiten für Gruppen und Projekte, zunehmend. Auch die großen Demonstrationen mit Teilweise über 500 TeilnehmerInnnen, die stattfanden, als die Existenz der Villa durch den geplanten Einzug des Deutschen Polen-Instituts bedroht war, sowie das große öffentliche Interesse an dieser Angelegenheit machen überdeutlich, dass ein Bedarf an solchen Räumen auch in dieser Stadt besteht. Wir wollen keinesfalls bestreiten, dass die Menschen in und um die Villa diesem Bedürfnis sehr gut nachkommen.

 

Doch Darmstadt ist nicht so klein wie es oftmals erscheinen mag. Viele Menschen leben hier und so manche von ihnen brauchen und wollen ihre Freiräume. Die Villa ist zweifellos einer davon, aber sie darf nicht der einzige bleiben.Aber damit das klar ist: Nur weil wir einen Freiraum einfordern, kann das nicht und unter keinen Umständen heißen, das ein anderer statt dessen verschwindet! Unsere Forderungen beziehen sich ganz klar auf neue Möglichkeiten, zusätzlich zur, aber auch unabhängig von der Villa und keinesfalls anstatt dieser!

 

Ein Freiraum muss nicht zwangsläufig ein Veranstaltungsort sein, ein Freiraum meint Grundsätzlich „Räume“ ohne vorgefertigte Definition, Wertesystem und Funktion, ein Raum der nach belieben selbst gestaltet und gefüllt werden kann. Auch Versuche, Wohnformen abseits der normal üblichen Formen zu erproben sind wichtig und bei dieser Thematik nicht außer Acht zu lassen. In Darmstadt sind hier insbesondere die verschiedenen Bauwagenplätze zu nennen. Auch wenn diese nach Außen hin kaum wahrnehmbar sind, so stellen sie dennoch einen Versuch dar, die gesellschaftliche Norm aufzubrechen und alternativen zu ihr zu bieten. Auch wenn diese Lebensweise sicher nicht Jedermanns Sache ist, stellen die Wagenplätze doch auf jeden Fall eine Form von Freiraum dar, den es zu schützen und zu erhalten gilt.

 

Das Konzept „autonomes Zentrum“ besteht schon seit etlichen Jahren in vielen Städten sehr erfolgreich. Zum Beispiel in der KTS in Freiburg und oder in der Metzgerstraße in Hanau, wo die geschaffen Freiräume mit vielfältigen und wichtigen Inhalten gefüllt werden, auch über einfache Spaßkulturen und „eigene“ Angelegenheiten und Türschwellen hinaus, auch von Menschen außerhalb der so genannten Szene, wie zum Beispiel mit der Nutzung des „Umsonstladens“ oder durch das Flüchtlingscafe und andere Beratungs- und Informationsveranstaltungen. Ein anderes und in vieler Hinsicht besonderes Beispiele ist das „Institut für vergleichende Irrelevanz (IvI)“ in Frankfurt, das erst am 3. Dezember 2003 im Kontext der damaligen Studierenden-Proteste besetzt wurde. Dort wird vor allem durch Inhaltliche Veranstaltungen wie die „GegenUni“, Workshops und Seminare versucht, ein Gegengewicht zu den fortschreitenden Umstrukturierungen des Studienangebots an die Bedürfnisse des Marktes zu schaffen. Die Möglichkeit zu einem kritischen Wissenschaftsbetrieb soll hier also erhalten, erweitert oder geschaffen werden. Ebenso finden in den Räumlichkeiten natürlich auch ganz wunderbare Partys und Konzerte aller Art statt. Dies sind natürlich nur ein paar Beispiele, die den Erfolg selbstverwalteter Projekte illustrieren sollen. Bundes- und Weltweit existieren noch eine Vielzahl anderer derartiger oder auch ganz anderer autonomer und selbstverwalteter Projekte, die mit großem Erfolg arbeiten.

 

Leider werden diese für die freie Entwicklung vieler doch so wichtigen Einrichtung immer mehr aus dem Stadtbild verdrängt, kriminalisiert und durch die Räumung der betroffenen Häuser und Plätze zerstört. Die spektakulärsten Fälle waren hier sicherlich die Räumung des „Ungdomshuset“ in Kopenhagen, das im März 2007 geräumt und zerstört wurde (An dieser Stelle scheint uns jedoch die Randbemerkung wichtig, dass die Teilweise von dort betriebene Unterstützung der „Intifada“ mit den Gedanken emanzipatorischer und herrschaftsfreier Freiräume nicht das geringste zu tun haben kann und auch ansonsten einfach nicht zu rechtfertigen ist) und die Räumung des Bauwagenplatzes „Bambule“ in Hamburg 2002, sowie, regional betrachtet, die EX-Steffie in Karlsruhe, die trotz zahlreicher Proteste im April 2006 ebenfalls geräumt und abgerissen wurde. Auch das ist leider nur eine kleine Auswahl von sebstverwalteten Projekten, die durch staatliches Eingreifen vernichtet wurden, viele andere sind geräumt worden oder sind akut von einer Räumung bedroht. Die Erhaltung dieser bestehenden Freiräume hat für uns höchste Priorität und ist zentraler Bestandteil unserer Arbeit und unserer Forderungen.Wir wollen dieser Entwicklung entgegenwirken, bestehende Freiräume bewahren und neue schaffen.

 

Auch wird der öffentliche Raum, also Innenstädte, Parks und Dergleichen, zunehmend privatisiert, überwacht und für unerwünschte und sogenannte Randgruppen möglichst unzugänglich gemacht. Es gibt aber immer noch mehr als genug Menschen, die sich in diesen vordefinierten und fest gefertigten Strukturen nicht wiederfinden können oder wollen und dadurch ausgegrenzt werden weil für sie kaum Raum für ihre Ideen und Lebensvorstellungen bleibt.

 

Ein autonomes Zentrum kann für viele Menschen ein Ort sein, an dem sie sich aktiv einbringen und ihre eigenen Ideen und Konzepte umzusetzen können. Wir fordern Platz für Konzerte, Feten, Kneipen, Proberäume, Werkstätten, sportliche und künstlerische Tätigkeiten, um die unterschiedlichsten Gruppen und Einzelpersonen zusammen zu bringen, oder einfach nur zum Kommunizieren, Herumhängen und sich Wohlfühlen.

 

Kurz und bündig: Es geht uns darum die Bestehenden linken Freiräume zu verteidigen, sowohl die Oetinger Villa, als auch die Bauwagenplätze in dieser Stadt und alle anderen derartigen und progressiven Projekte in anderen Städten und Ländern. Es geht darum, neue Freiräume einzufordern, um in ihnen ein Leben zu erproben, das im Kontrast zu der Gesellschaftlichen Logik von Kapitalismus und Hierarchien steht, frei von Unterdrückungsmechanismen und rassistischen und sexistischen Ressentiments. Orte an denen es uns möglich ist neue Formen der Organisierung, der Mitbestimmung und einfach des Zusammenlebens zu erkunden, um auch neue gesamtgesellschaftliche Perspektiven zu entwickeln.

 

Wir wollen ein - nein - hundert Autonome Zentren in Darmstadt und sonstwo anders natürlich auch!

 

Diese Forderung mag in vielerlei Hinsicht maßlos erscheinen. Von Staat und Gesellschaft etwas auf diese Weise zu Fordern ist vielleicht dreist. In Anbetracht der Tatsache, dass soziale Bewegungen hierzulande, die wenn überhaupt, gerade mal an der Erhaltung des Status Quo interessiert sind, in der Regel nur ein kurzes, kümmerliches und vor allem erfolgloses Dasein fristen, mag es mancher vermessen finden, sogar mehr zu fordern als man hat. Mag sein, aber das ist uns Egal. Mehr noch: Es ist für uns noch ein zusätzlicher Grund zu handeln und einzufordern was wir uns wünschen. Soziale Gleichheit sowie ein freies und Selbstbestimmtes Leben für alle Menschen sind Anliegen, für die weiterhin gekämpft werden muss, sei es gesamtgesellschaftlich oder eben nur der Kampf um einen kleinen Freiraum im großen Falschen.

 

Dass die Mehrheit der Bevölkerung kein Interesse an derartigen Veränderungen zu haben scheint oder keine Hoffnung in diese mehr setzt, kann für uns kein Grund dafür sein, die Flinte ins Korn zu werfen. Auch wenn es maßlos und dreist erscheint, Freiräume werden immer noch erkämpft und nicht erbettelt.

 

Wie in jeder anderen Stadt gibt es auch hier viele dauerhaft leer stehende oder ungenutzte Gebäude. Wenn die US-Army im Laufe diesen Jahres aus Darmstadt abzieht, werden es noch mal weit mehr sein. Manche sind sicher ungeeignet für ein solches Projekt, aber letztendlich gibt es doch mehr als genug Häuser, in denen sich ein solches Zentrum verwirklichen lassen würde. Was wir an dieser Stelle fordern, ist eines von diesen, mit einer Bestandsgarantie und unabhängig von staatlichen oder wirtschaftlichen Einflussmaßnamen. Wir wollen kein Jugendzentrum oder dergleichen, sondern ein vollständig autonomes Zentrum.

 

Und um solch einen Ort zu bekommen und die bestehenden zu schätzen, starten wie diese Kampagne. Am 11. und 12. April 2008 finden die Internationalen Aktionstage für besetzte Häuser und autonome Freiräume statt. Diese wollen wir zum Anlas nehmen die ersten Aktionen zu starten und unsere Forderungen publik zu machen. Von hier an wollen wir mit der Mobilisierung zu der ersten großen Demonstration in der Kampagne am 24.05 beginnen, bei der wir durch die nächtlichen Straßen tanzen und feiern wollen, um unseren Forderungen weiter Ausdruck zu verschaffen.Wir wollen vom jetzt an regelmäßig und so lange es eben nötig ist, mit Demonstrationen und Aktionen in und um die Stadt präsent sein. Wir werden uns unsere Freiräume kurzzeitig da nehmen wo es uns passt. Wir werden Partys, Konzerte und Veranstaltungen überall da durchführen, wo wir es für Richtig halten, in leerstehenden Häusern, der Innenstadt, in Parks und vielen anderen Orten. Den Aktionsmöglichkeiten sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Der Aufruf geht klar an alle Menschen, die sich ihre Freiräume und ein selbstbestimmtes Leben wünschen:

 

Beteiligt euch an den Aktionen, aber werdet auch selbst aktiv, schließt euch zusammen und lasst euch was einfallen!

 

Helft mit, autonome Freiräume zu erkämpfen und zu erhalten, in Darmstadt und überall sonst!

 

azdarmstadt.blogsport.de

 

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Fotos : Nachttanzdemo 2008 : Wolfgang Sterneck : www.sterneck.net

 

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WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

Snapshot Notes from Work

 

Part of "res noscenda" // Alltag // "Empty Padded ~ LeerGefüllt - Time at Work" - Left handed drawings and writings on the empty left pages of my prompter`s book: Soufflierbuch "Woyzeck" (Georg Büchner, Bob Wilson, Tom Waits) Seite 9 Drawing: 8.10.2013

 

DMC-G2 - P1690083 - 2013-10-08

WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

Realm of Shades. Selfportrait. Part of: "Empty Chair . Van Gogh".

DMC-G2 - P1030265 During a pause in the rehearsal

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Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

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Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

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WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

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