View allAll Photos Tagged Proberaum

English wikipedia: Karl Kraus

 

Die letzten Tage der Menschheit ~ "The Last Days of Mankind: a Tragedy in Five Acts" (a play about World War I)

 

"Da schreibt einer an seine Eltern, sie sollen unbesorgt sein, für den Notfall hat er ein weißes Tuch immer bei sich -- der Brief kommt an mit dem Vermerk -- Absender standrechtlich erschossen. [...] Ich schau nicht rechts ich schau nicht links."

 

Selbstporträt AbesseAdesse: Radiergummi, Fallminenstifte, Federpennal, "ja natürlich" Buttermilch Himbeere, Listen, Textbuch

 

Part of ""res noscenda note notiz sketch skizze material sammlung collection entwurf überlegung gedanke brainstorming musterbogen schnittmuster zwischenbilanz bestandsaufnahme rückschau vorschau"" // Alltag // Aquarius // Wien um 1900 // "Empty Padded ~ LeerGefüllt - Time at Work" - Left handed drawings and writings on the empty left pages of my prompter`s book: Soufflierbuch "Die letzten Tage der Menschheit" (Karl Kraus) Drawing: Page 4 - 26.3.2014

 

DMC-G2 - P1780681 - 2014-03-26

WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

Emmendinger Musiknacht

 

ist eine Seite von das Blog "Gedanken über uns ..." auf blog.peterkulpe.eu ...

 

Blogger, Fotograf, Indie-Autor, Internetjournalist Peter Kulpe zeigt ...

     

Palio >>>

  

Homepage

  

Blackwood Mary >>>

  

Homepage

  

Foto

  

Café Emotion >>>

  

Homepage

  

Fishermans Fall >>>

  

Homepage

  

Foto

  

Caffé Narona >>>

  

Facebook

  

ACA-coustic >>>

  

Homepage

  

Foto

  

Shamrock >>>

  

Facebook

  

Bähd en bluh >>>

  

Homepage

  

Foto

  

Bierbörse >>>

  

Homepage

  

Sturmtief >>>

  

Facebook

  

Foto

  

Fux'n >>>

  

Homepage

  

XX Cult >>>

  

Homepage

  

Foto

  

Schloßkeller >>>

  

Homepage

  

Nevermind >>>

  

Homepage

  

Foto

  

Café Hinterhaus >>

  

Homepage

  

Damn Delicious >>>

  

Facebook

  

Foto

  

Emmendinger Musiknacht - Wer nicht warten möchte die Musik der einzelnen Bands Live zu hören oder Information über die angesagte Musikrichtung erfahren oder sich einen Gesamtüberblick verschaffen möchte, bedient sich der einzelnen Verlinkungen zu der gewünschten Band ...

 

===========================================================

  

Emmendinger Musiknacht - Blackwood Mary So lauten Bandname und Motto der Anfang 2015 neu gegründeten Formation aus St. Peter im Schwarzwald.

 

Zusammen steht das für vielseitige, immer rockige, manchmal recht raue und handgemachte Musik für „alle“ Altersklassen.

 

Dabei sollte man weder den Bollenhut, noch das Rindshorn im Logo allzu ernst nehmen. Beides ist vielmehr als Hommage zu verstehen.

 

Einmal an die Heimat in der wir leben, zum Anderen an die Heimat einiger neuer Songs unseres Programms. Aber bitte immer mit einem Zwinkern im Auge.

 

Schließlich machen wir alle Musik wegen des großen Spaßes.

  

Nach dem Ende der Band „77-Sunsetstrip“ war klar, dass dies das Ende einer Ära für uns alle sein wird – aber keinesfalls das Ende der musikalischen Entwicklung.

So war es nur logisch, dass sich nach nur zwei Jahren aus dem Urkern eine neue Band formieren wird.

Die musikalische Basis um die beiden Sänger, Gitarristen und Vorkämpfer Dirk Kürner und Frank Weber, Bassist Wilfried Schwär, sowie Keyboarder Michael Weber wurde seither erweitert um Wilfrieds Bruder Norbert „Nobi“ Schwär am Schlagzeug, sowie Michaels Sohn Julian „July“ an Gitarre und Gesang.

Beide wahrlich keine Anfänger im musikalischen Business und daher mitunter Treiber, Forderer und Ideengeber.

So wurde das musikalische Programm von Grunde auf neu aufgebaut und innerhalb der letzten achtzehn Monate eingespielt.

Doch keine Sorge: Neben vielen neuen, rockigen Stücken auch aus dem Bereich des „Modern Country“, finden sich große Klassiker von Bryan Adams, John Fogerty und den Stones im Programm.

Nach der Club-Premiere im „Isle of Innisfree“ in Freiburg und der Open-Air-Premiere beim „Rock am Freihof“ in Freiamt gastiert „BLACKWOOD MARY“ nun am 2.Oktober im Rahmen der Emmendinger Musiknacht im „Palio“ direkt am Marktplatz.

Und das sei den Gästen des „Palio“ versprochen:

- Das Programm wird Euch mitreißen. Versprochen.

- Es wird laut und heiß. Garantiert.

- Das Programm wird ein wenig anders sein – Freut Euch darauf.

- Ihr werdet einiges wiedererkennen - Und sicher auch mitsingen.

  

===========================================================

 

Emmendinger Musiknacht - Fishermans Fall

 

Allgmeini Informatione

Genre Mundart Rock

Gründig 1992

Website fishermansfall.de/

Gründungsmitglider

Gsang, Akkordeon, Drehleier:

Ralf Busch

Giddarre, Mandolin:

Ralf Ziser

Aktuelli Bsetzig

Gsang, Akkordeon, Drehleier:

Ralf Busch

Giddarre, Mandolin:

Ralf Ziser

Schlagzüg:

Arne Busch

Bass:

Harald Ringswald

Giddarre:

Stefan Franke

Querflöte, Gsang:

Martina Vetter

  

Fisherman's Fall sin e Musikgruppe usem Kaiserstuehl wo alemannischi Liedli schriibe un vertone duet.

  

Ihri Musik isch e Mischig us lockere un luschtige Hymne wi Liebe vergeht, Hektar besteht un flotti Rockmusik.

 

Gschicht

Ihre erste Uftritt hen d Fisherman's Fall im Johr 1992 gha.

 

Im Johr 2003 het d' Gruppe de 1. Platz bim Gerhard Jung-Wettbewerb für jungi Mundart vo dr Stadt Zell im Wiisedal belegt un 2006 hän si dr 1. Platz gmacht bim Wettbewerb "Badenwürttemberg musiziert" wu ibar 70 Gruppä üs´m ganzä Ländli mitgmacht hän.

 

S Lied "SC Freiburg immer wieder vor" isch in dr Fuessball-Bundesliga-Saison 2008/2009 dr Hit vum SC Friiburg wore. Des Lied het d Band zämme mit dr Spiler vum SC Friiburg iigspilt.

 

Bsetzig

De Ralf Busch (Gsang, Akkordeon un Drehleier) un de Ralf Ziser Giddarre un Mandolin hen 1988 usere "Bierlaune" - wi si sälber sage - selli Musikgruppe gründet. Beidi hen zue sellere Zyt eigentlich no gar kei Instrument spiile chönne.

 

Am 30. April 1992 hän si ihr erschtes Konzert gä. Scho e Johr spöter sin si scho uff verschiidene regionale Freiluft-Konzärt gsi un hen viil Spass un Erfolg gha.

 

Am Aafang hen si no änglischi Lieder grschriibe un au uf CD usebrocht, aber noch de zweite Schiibe hen si sich denn uf 's Alemannisch bsunne. Sither sin fascht alli neue Lieder uf kaiserstiählerischs Alemannisch.

 

Au bi ihre Uftritt wird numme Alemannisch gschwätzt, was bim Publikum guet aakunnt.

 

Miitlerwiil isch d'Gruppe zue sechst, d'Martina Vetter spiilt Querflöte und singt.

  

===========================================================

 

Emmendinger Musiknacht - ACA-coustic Hinter ACA-coustic verbergen sich drei Namen. Attila ´Atze´ Gökdemir, Carmen Gökdemir-Kölblin und Andy Wolk.

 

Die drei Musiker sind schon in zahlreichen Rock- und Hardrock Bands zu hören gewesen.

 

Darunter: MP, 4Volt, Atze/Datze, Farmer´s Delight, Manuel Torres Duo oder The Strat Pack.

  

In dieser Formation haben sie sich nun dem Acoustic Guitar Rock verschrieben und spielen Meilensteine der Rockgeschichte unplugged und schnörkellos!

 

Ihre Versionen in zum Teil eigener Interpretation der Songs von Pink Floyd, Deep Purple, Amanda Marshall oder den Beatles sind nur einige aus dem umfangreichen Repertoire.

  

===========================================================

 

Emmendinger Musiknacht - Bähd en bluh Let the good times roll! Handgemachte Rock-Klassiker, aber auch gefühlvolle Balladen, das sind Bähd en bluh.

 

Das Erfolgsrezept der Band liegt in der gelungenen Mischung beliebter und alive and kickin‘ dargebotener Songs von Deep Purple, Rainbow, Gary Moore, Manfred Mann’s Earth Band, Uriah Heep, Whitesnake und vielen weiteren Ikonen der Rockgeschichte.

 

Wer schon früher bei Deep Purple, Uriah Heep, Manfred Mann, Gary Moore die Kontrolle über sich verlor und auch sonst nichts anbrennen ließ, wird sich bei dieser Band wiederfinden: Bähd en bluh stehen für Rock straight , authentisch, rockend.

  

Im Jahr 1997 als Bluesband gegründet, zeigte sich schnell, dass die eigentlichen Vorlieben von Bähd en bluh in den Rock-Klassikern der 1970er bis 1990er Jahre liegen.

 

Das ist die Musik, mit der die 6 Musiker aus dem südbadischem Raum groß geworden sind.

   

===========================================================

 

Emmendinger Musiknacht - Sturmtief Die Band gründete sich im Dezember 2010 aus ein paar ehemaligen Mitgliedern einer Jugend-Coverband.

Der Wunsch endlich eigene Lieder und Melodien zu schreiben war groß, woraus eine neue Band mit anfangs drei Mitgliedern entstand.

 

Patrik Kern (Leadgitarre), Moritz Haas (Schlagzeug) und Nico Bühler (Gesang) trafen sich zu Beginn im Proberaum der alten Band.

 

Da die drei Jungs schnell feststellten das man zum Abschleppen von Frauen gutes Aussehen oder Geld benötigt, sie dieses Geld aber leider (noch) nicht hatten, beschlossen sie einen Bassisten anzuheuern.

 

Nach langer Suche und unzähligen Absagen trat Dominik Schillinger (Bass) im März 2011 der Band bei.

 

Dieser wertete die Band optisch allerdings nicht im gewünschten Maße auf, jedoch konnte er durch seine Standhaftigkeit - 6 Promille, Bass unverändert - schnell überzeugen.

 

Außerdem gefiel der Band sein tiefschwarzer Humor.

  

Um die Optik der Band an das gesellschaftliche Idealbild von Jonas Brothers, Miley Cyrus und Justin Bieber anzugleichen eröffnete man die Jagd auf einen zweiten Gitarristen.

 

Es wurde in Lokalzeitungen im Sie-sucht-Ihn Teil inseriert: "Junge Band sucht Rhythmusgitarristen zwischen 16 und 22 Jahren. Wir spielen Deutschrock und hauptsächlich eigene Lieder."

  

Rick Matthis (Gitarre), der einzige Interessent, betrat die Bildfläche im Juli 2011. Nachdem die drei anderen fiktiven Gitarristen als untauglich erklärt wurden entschied man sich für den jungen Wilden mit dem gewissen Etwas (Bravocover).

  

Die Band war komplett, die Schaffensphase begann.

 

===========================================================

 

Emmendinger Musiknacht - XX Cult Was haben eine Industriekauffrau, ein Informatiker, ein Bankdirektor, ein angehender Musikstudent, ein Steinmetz und ein selbstständiger Bauingenieur gemeinsam?

 

Ganz einfach: Die Lust auf handgemachte Rockmusik - die Musik zu machen, an der das eigene Herz hängt und natürlich die Sehnsucht nach der Bühne!

 

Dies war die Triebfeder zur Gründung von XX CULT - der ultimativen Spaß(cover)band.

 

So haben sich sechs Musiker mit einem Altersunterschied von vier(!) Jahrzehnten zu einer gemeinsamen Musikrichtung zusammengefunden.

 

Diese unterschiedliche Kultur war auch Pate für den Bandnamen.

  

Jeder Ton wird hier live gespielt und gesungen!

 

Die Musik von XX CULT ist ein Spiegelbild der Zeitepochen der Popmusik - angefangen von den 60er Jahren bis heute.

 

XX CULT spielte bereits mit einigen bekannten Sängern und Bands zusammen, u.a. Lucy (No Angels), Hiss, The Rattles, Fools Garden, Chris Norman (Smokie), Spider Murphy Gang.

  

===========================================================

  

Emmendinger Musiknacht - Nevermind Punkrock

Mitglieder der Band

Matze (voc/git)

Petra (bass/voc)

Toto (drums/voc)

Heimatstadt Schlitz

Plattenfirma NIX GUT

  

Fern ab von der heißdiskutierten „Quote für deutschsprachige Musik" macht NEVERMIND Punkrock mit deutschen Texten. Dominierten früher hauptsächlich lockere, spaßige Themen, sind auch ... www.nevermind-punk.de

Biografie

Seit unserem „ self casting " 1995 verspüren wir in derselben Besetzung (Matze git/voc, Petra bass/voc und Toto drums/voc) mehr Drang denn je, live aufzutreten und Menschen mit unserer Musik zu begeistern.

 

Das „Schnuppern im Rock'n'roll Business" hat uns das nötige Selbstbewusstsein gegeben um jetzt richtig durchzustarten und 100 Prozent loszulegen.

 

Und eine Schublade reicht für die musikalische Genrebestimmung längst nicht mehr aus – Musik von NEVERMIND bedeutet ein bunter Blumenstrauß aus von Schlagzeug und Bass getriebenen E-Gitarren, melodiösen Midtempo-Nummern mit Ohrwurmgarantie und sogar akustischen, balladesken Klängen, die für Gänsehaut sorgen.

 

NEVERMIND live erleben bedeutet sich auf eine fette Rock'n'roll Party einzulassen. Der ultimative Knockout für jeden gelangweilten Konzertgänger.

 

Selbst die hartgesottenste „Musikerpolizei" im Publikum legt freiwillig die Uniform ab – rumstehen und kritisch beäugen ist zwecklos, mitrocken ist angesagt, Interaktion die Devise.

 

Überraschung bei eigens interpretierter Coverversion kurz vor Schluss.

  

===========================================================

 

Emmendinger Musiknacht - Damn Delicious

 

Genre Punk´n´Roll, Rock, Balladen. Mitglieder der Band:

  

Julian - drums

Passi - bass

Mojo - git

Robert - git/voc

Heimatstadt - Emmendingen

Plattenfirma - Hahahaha-schön-wärs-RECORDS

Kurze Beschreibung - Rock aus "EM ROCK CITY"

Ausführliche Beschreibung

Auferstanden aus Ruinen:

Die Band, als "Nachfolgerin" von SHAKIN REVOLUTION, rockt mit viel Selbstironie, Tempo und Spaß am ...

 

Biografie

2011: Geburt

2012: Erster gemeinsamer Gig

Aktueller Wohnort Maaskantje

Geschäftsführer Ernie und Bert

Weitere Künstler, die wir gut finden ... Ähm, uns???!

Einflüsse

BEATSTEAKS, Beatles, Mark Knopfler, Freddie Mercury, alle dicken alten Männer mit Gitarre und dem Blues in der Stimme, viele ...

Interessen der Band

Krach, Bier, Schweiß und Frauen ...

  

Facebook

 

===========================================================

 

Hier findet Ihr die Lokalitäten:

  

Emmendinger Musiknacht - Für die Kommentare. So oder so.

  

Emmendinger Musiknacht - Gastrozirkel Emmendingen auf Facebook und der Macher dahinter (Palio-Wirt Hubert Bührer) muss erwähnt werden. Ohne Ihn gäbe es die Emmendinger Musiknacht nicht. web1295.fge1.5hosting.com/webapps/webapp_3447/emmendinger...

The first Moog instruments were modular synthesizers. In 1971 Moog Music began production of the Minimoog Model D which was among the first widely available, portable and relatively affordable synthesizers. Unlike the modular synthesizer, the Minimoog was specifically designed as a self-contained musical instrument for keyboard players (besides the extremely user-friendly physical design, it also stayed in tune reasonably well) and was the first to really solidify the synthesizer's popular image as a "keyboard" instrument. The Minimoog became the most popular monophonic synthesizer of the 1970s, selling approximately 13,000 units between 1971 and 1982.

 

Another widely used and extremely popular Moog synthesizer was the Taurus bass pedal synthesizer. Released in 1975, its pedals were similar in design to organ pedals and triggered synthetic bass sounds. The Taurus was known for a "fat" bass sound and was used by the bands Genesis, Rush, Electric Light Orchestra, Yes, Pink Floyd and many others. Production of the original was discontinued in 1981, when it was replaced by the Taurus II.

 

Moog Music was the first company to commercially release a keytar, the Moog Liberation.

-wikipedia-

Snapshot Notes from work

 

Part of "res noscenda" // Alltag // "Empty Padded ~ LeerGefüllt - Time at Work" - Left handed drawings and writings on the empty left pages of my prompter`s book: Soufflierbuch "Woyzeck" (Georg Büchner, Bob Wilson, Tom Waits) Seite 9 Drawing: 8.10., 9.10.2013

 

DMC-G2 - P1690099 - 2013-10-09

Ich: "Ist die damit ich besser schlafen kann?"

H.M.B.: "Die ist für Deine schöne Heinzelmännchenschrift. Zuerst kamen die Blockbuchstaben und dann die Heinzelmännchenschrift. Ich bin ja bei den Blockbuchstaben stehen geblieben."

 

H.M.B. puts the night cap on my place

I: "Is it that I can better sleep during rehearsal?"

H.M.B.:"It is for your nice Heinzelmännchenschrift ("leprechaun-handwriting" = block letters)"

 

Snapshot Notes from Work

 

Part of "res noscenda" // Alltag // "Empty Padded ~ LeerGefüllt - Time at Work" - Left handed drawings and writings on the empty left pages of my prompter`s book: Soufflierbuch "Woyzeck" (Georg Büchner, Bob Wilson, Tom Waits) Seite 12 Drawing: 9.10.2013

 

DMC-G2 - P1690096 - 2013-10-09

Mixed Live Sessions @ Import Export Munich - N A Q / Lindermayr / Bordenave / Klöckner / Fukumori / TOM SUE und Genelabo

N A Q

IPPIO PAYO & Genelabo performen Nobody Answers Questions.

Ein audio-visuelles Klang-Bilderlebniss.

Nach unzähligen Zusammenarbeiten zwischen Josip Pavlov und Gene Aichner in den letzten 12 Jahren ist N A Q für beide Neuland. Sie haben nur das notwendigste dabei für die Überfahrt. Das musikalische und künstlerische Verständnis der beiden zueinander nimmt das Publikum mit. Alle begeben sich auf eine Reise im Unterdeck eines Schiffes – unangenehm, geborgen, ungemütlich, vertraut, eng, unbekannt – eine Reise ins Ungewisse voller Fragen – wer wird sie beantworten?

N A Q im Import Export Proberaum : vimeo.com/206420766

naq.genelabo.de/

 

Lindermayr/Bordenave/Klöckner/Fukumori

Im Jazz ist alles möglich, zumindest bei diesem neugegründeten Quartett um den Münchner Trompeter Matthias Lindermayr. Die Einflüsse reichen von Sigur Ros bis Thundercat und von John Coltrane bis Mathias Eick. Eine Musik mit Liebe zur Freiheit und zur Melodie. Sie bricht aus, trägt einen davon, wirft einen um und baut einen zugleich auf. Es passiert nicht oft, dass vier Musiker von der ersten Begegnung an so gut harmonieren. Und so muss hier der gemeinsame musikalische Nenner nicht erst gefunden werden, er war von Anfang an da.

Matthias Lindermayr (trp, flh), Matthieu Bordenave (sax), Ludwig Klöckner (bs, flh), Shinya Fukumori (dr)

youtube.com/watch?v=XFVC5yXJ1Lo

youtube.com/watch?v=aIsU6yKw_8w

matthiaslindermayr.de/

 

TOM SUE

Zusammen mit N!klas ist Tom Sue in Clubs wie Kater Blau, Wilde Renate oder Rote Sonne als Live Act unterwegs. Für etwas introvertiertere Momente experimentiert er jetzt solo mit einem instrumentalen Side Project. Dazu verbrachte Tom Sue im tiefen Winter eine Woche in einer Hütte am Fuße des Breitensteins. In dieser Einsamkeit, umgeben nur von seinem Musik Equipment und der Natur, produzierte er atmosphärische Instrumental Tracks, die er als Album mit dem Titel „TRIAS“ herausbringen wird.

tomsue.com

tomsuefeatniklas.com

 

Genelabo – Visuals & Projektionen seit 1998

Michael `Gene` Aichner (geb. 1975 in München), alias Genelabo, setzt seit 19 Jahren, mit ausgefallenen Projektionen visuelle Akzente. Das Zusammenspiel von Bild, Licht, Video, Idee und Technik lässt eindrucksvolle visuelle Arbeiten entstehen.

Seine großflächigen Installationen überziehen Räume und Gebäude mit Collagen und Strukturen aus Licht und verändern die Wahrnehmung des Raumes.

Es entstehen neue und spannende Projekte - Diainstallationen, Gebäudeprojektionen, interaktive Installationen, Live Konzerte, Modeschauen, Videomapping, Sportevents & Produktpräsentationen – einzigartig und ästhetisch in Szene gesetzt.

Das ganze jetzt schon über 1700mal – u.a. mit / für Burning Man Festival, Registratur, BASSart, Münchner Philharmoniker, Bananafishbones, Jimi Tenor, Majmoon, Bartmes und viele andere mehr…

flickr.com/photos/genelabo/

genelabo.de/

 

thanks to Leon & Fabian

Behind the scenes of Emerald TV

Behind the scenes of Emerald TV

WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

Behind the scenes of Emerald TV

Dieses Areal gehört zum Feministischen/Autonomen Lesben-Frauen-Mädchen-Zentrum. Es wird Autonom verwaltet/gestaltet/geplant! Respect this! Women only!!!

 

WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

Behind the scenes of Emerald TV

Behind the scenes of Emerald TV

"Die Patres haben immer freundlich lächelnd zugeschlagen" (H. über die Klosterschule)

 

Marie zu Woyzeck: "Was hast du Franz, du siehst so verstört"

 

Snapshot Notes from Work

 

Part of "res noscenda" // Alltag // "Empty Padded ~ LeerGefüllt - Time at Work" - Left handed drawings and writings on the empty left pages of my prompter`s book: Soufflierbuch "Woyzeck" (Georg Büchner, Bob Wilson, Tom Waits) Seite 13 Drawing: 8.10.2013

 

DMC-G2 - P1690084 - 2013-10-08

Begräbnis Otto Habsburg, Stephansdom "Kaiserhymne: Gott erhalte unsern Kaiser, Gott beschütze" inbrünstig gesungen im Jahr 2011 im demokratischen Österreich, in dem der Adel abgeschafft ist ( ._.?)

(Komponist: Joseph Haydn / youtube)

 

English wikipedia: Karl Kraus

Die letzten Tage der Menschheit ~ "The Last Days of Mankind: a Tragedy in Five Acts" (a play about World War I)

 

"Aber - die hätt sich doch rasieren lassen! Wenn sie ein Spion wäre. /Damit mrs net mirkt, daß Spionen san, lassen s` ihnern Bart stehn! / Das is ein weiblicher Spion und damit mrs net mirkt, hat s`an Bart aufpappt! / Das is ein weiblicher Spion, was sich für ein Mannsbild ausgebn tut! / Nein, das is ein Mannsbild, was sich für ein weiblichen Spion ausgeben tut! / Jedenfalls ein Verdächtiger, der ghört weg !! / Kaiserhymne: Gott erhalte, Gott beschütze"

 

Part of ""res noscenda note notiz sketch skizze material sammlung collection entwurf überlegung gedanke brainstorming musterbogen schnittmuster zwischenbilanz bestandsaufnahme rückschau vorschau"" // Alltag // Aquarius // "Empty Padded ~ LeerGefüllt - Time at Work" - Left handed drawings and writings on the empty left pages of my prompter`s book: Soufflierbuch "Die letzten Tage der Menschheit" (Karl Kraus) Drawing: Page 6 - 27.3.2014

 

Diptych: DMC-G2 - P1780717 - 2014-03-28_DMC-G2 - P1780719 - 2014-03-28

Behind the scenes of Emerald TV

Behind the scenes of Emerald TV

Die Holzstraße ist in Düren so ziemlich die einzige Möglichkeit, sich "an einem zusammenhängenden Stück" ein Bild davon zu machen, wie diese Stadt vor dem Zweiten Weltkrieg einmal ausgesehen hat - nämlich wunderschön! So war Düren auch einmal als "Die Reichste Stadt Deutschlands" in aller Munde - vor allem der dürerner Mäuler - aber eigentlich wieder eine nurmehr unnötig-fragwürdige Statistik mehr und das war noch vor dem Ersten Weltkrieg. Denn es gab und gibt da auch viele andere Viertel, wie zum Beispiel jenes am Bahnhof, wo freilich nicht so opulent gebaut wurde und sich die Gestalung der Fassaden etwas schlichter gab:

www.flickr.com/photos/120911602@N02/17949876788/in/datepo...

Nennenswerte industrielle Schwerpunkte lagen /liegen hier in der Papier, sowie Textilindustrie, weswegen die Stadt sich einst aufmachte etwas zu gelten - zwischen den weit größeren und bekannteren Städten gelegen, wie Aachen, Düsseldorf und Köln. Neben einem recht vorzeigbaren Museum: www.flickr.com/photos/120911602@N02/14414969101/in/datepo... gab es auch ein - nicht minder prunkvolles - Theater, welches aber nach der Bombadierung durch die Britische Airforce im November des Jahres 1944 nicht wieder aufgebaut wurde. Neben diesem Museum wurden auch sämliche Kirchen im Stadtzentrum zerstört, sowie das Stadtzentrum selber dem Erdboden gleich gemacht.

Eine bittere Anmerkung in Eingedenk der Gegenwart:

Obgleich Deutschland zu diesem Zeitpunkt schon lange hoffnungslos am Boden lag und es keinerlei nennenswerte Luftverteidigung mehr gab, wurde dieser massive Luftangriff gegen eine schutzlose und größtenteils aus Zivilpersonen bestehende "Masse" geführt - es sollte schliesslich "EIN VOLK" um jeden Preis demoralisiert werden, welches aber schon lange am Boden lag und nicht mehr kämpfen wollte. Neben dieser sinnlosen Zerstörungwut in dieser Zeit und vieler anderer Städte, die das in dieser Zeit betraf, starben etliche tausende Menschen bei diesem Bombardement einen grausamen und unnötigen Tod. Zitat von Daniele Ganser:

 

"Man kann keinen Frieden herbeibomben!"

 

Und man übersah auch einiges... bewusst...

oder unbewusst?!

Düren / Gürzenich, heute in 2015:

www.flickr.com/photos/120911602@N02/16120690951/in/datepo...

----

Aber nun weiter in der "Glanz & Glorie - Duria oder Durania".... so nannte sich nämlich Düren, als es von den Römern erschlossen und erstmals erwähnt wurde. Dies ist mir allerdings nur mündlich überliefert worden - und so war Düren vermutlich auch nur ein kleiner Zwischen oder Vorposten, um den Rhein nehmen zu können und Colonia / alias Köln zu begründen?! Wer weiss...

...so gesehen , wäre die Impertinenz und Überheblichkeit seitens mancher Kölner gegenüber Düren & Dürenern "überdenkenswert" und bedürfte einer Neuauflage der Gedanken...aber wer weiss das schon - ich jedenfalls, lasse ihnen das - sie sind mit dem Karneval und ihrer "Düsseldorf-phobie" bestraft genug! :)

Aber kommen wir wieder in die Gegenwart zurück, des Dürens in moderneren Zeiten:

Düren hatte sogar einmal in den Jahren (ca.) 1986 bis 1995 - als mir einzig bekannte Stadt - den "Telefontreff" (www.zockernetz.de/threads/telefontreff-02421-2020.23785/). Das war eine Art Bundesweiter-Telefon-Chat. Man wählte eine Nummer und konnte sich dann in vier oder fünf Telefonleitungen (bzw. voneinander unabhängigen "Kanälen" ) mit dutzenden Leuten gleichzeitig unterhalten und jeder Neuzugang, wurde mit einem LAUTEN "DING-DOOOONG" angepriesen. Und weil diese neue Form der " geselligen Runde" sehr erfolgreich war, und sehr viele Menschen - auch bundesweit - mitachten, behaupte ich jetzt mal, daß dies quasie ein Vorläufer des Chattens war, wie wir es heute in so genannten Main-Chatrooms kennen. Alles brabbelte durcheinander und es wurde nie langweilig! Und das, lange bevor es hierzulande so etwas wie eine Flatrate oder "Internetzugang für alle" gab. Düren und Technik! " Eine Hightech-Future-World-City!" ... wo es "Netcolone" nicht mal auf einem Bierdeckel skizziert gab!

Welcher Dürener braucht da also Köln oder Düsseldorf? ^^

*hüstel & ironie-button-off*

Zuletzt war Düren sogar - mit der "im Prinzip selben Sache" gleich zweimal & zeitgleich im Guinessbuch der Rekorde gelistet; nämlich dem kleinsten und größten künstlichen Loch der Welt! Von dem kleinsten Loch der Welt kann ich leider kein Bild präsentieren. Aber von dem Größten!: www.flickr.com/photos/120911602@N02/14829733712/in/datepo...

Ausserdem kommt auch "Prominenz" aus dieser Stadt- hier nur ein paar Namen, die Sie bestimmt schonmal gehört haben; Toni Schumacher (Ex-Nationaltorhüter), Rudolf Schock (Opernsänger) und Wilfried Hannes (ebenfalls Fußballer und Ex-Nationalspieler ) aus Düren.

Und apropo`s "Löcher" ...auch Heino hat sich entschlossen, nahe Düren anzusiedeln - ist jedoch DEFINITV KEIN echter Dürener. Aber genug davon. Düren ist im übrigen auch noch in höchstem Maße EXPlOSIV! Das erfuhr ich während den Vorbereitungen zu einer Bandprobe, irgendwann in den Jahren zwischen 2000 und 2005.

In einem seicht abfallenden und von augenscheinlichicher Ruhe geprägten Tal gelegen, umgeben von Maaren aus ur-urzeitlichen Sphären, die weit über die Eifel hinaus laufen und sich noch weiter hinter Hambach und anderes Umland erstrecken, bis hin zur Porta Westfalica und anderen Landen, bilden sie einen riesigen Cluster aus Urzeit-Vuklanen.

Aus seinen vielen wunderschönen Stauseen und natürlichen Seen bestehend, liegt diese weite Ebene, in denen sich viele dutzende Maare, von Zauberwäldchen umgeben ausnehmen wie Hobbit-Idylle pur - mit dem Unterschied, daß es Kraterlöcher sind, durch die raue Natur und heissem Feuer, eines um das andere in Zeiten - noch vor den Dinosauriern, Kraterloch um Kraterloch durch diverse ungezählter Einschläge von ungebetener ausserirdischer Materie, das kleine Detail auf diese Welt brachte, wodurch durchaus und gewiss altes zerstört, aber auch nues erschaffen wurde und sich über etliche Quadratkilometer weit aneinander-reihend, eine beschauliche-schöne Landschaft formte, die zwar auf einem so genannten "Hot-spot" der übleren Art ruht, bis sie irgendwann einmal "in die Luft gehen werden, und vermutlich alles, was zwischen Köln, Aachen und Düsseldorf liegt, mit sich in die Luft nehmen wird" Es war ein ehemaliger Bandkollege und Studiosus dieser Thematik, der mit dieser Kunde eines Tages panisch und unvermittelt in unseren Proberaum gelaufen kam. Bewaffnet mit allerlei Kopien von irgendwelchen Karten,die niemand von uns verstand , Karten und noch mehr Karten, sowie diverser Ausdrucke von geografischer Darstellungen, Erdaufwerfungen, Geo-statischen-Berechnugnen- WAHRSCHEINLICHKEITS-STATISTIKEN usw. bewaffnet, bis unter beide Arme, kam er in unseren Proberaum gestürmt, um uns das Ende der Welt verklärend darzulegen:

"Wir leben auf einem verdammten HOTSPOT liebe Leute und werte Mitmusiker! Von der "Vor-Eifel-titatinic" bis runter nach Trier...nichts wird bleiben, wenns denn mal knallt!" ...sprach`s, und so wurde an diesem Abend dann auch mehr das Ende der Welt ordendlichst begossen, als denn geprobt wurde...was mir gut in Erinnerung geblieben ist. Vielleicht sind die Dürener ja auch sowas, wie eine Gegenversion, aus dem Werke von Tolkin...eine Art rheinländischer Hobbit - oder besser - der "Rurhobbit" und seine Verachtung von aussen, ist in Wahrheit nurmehr Neid? Neid auf diese vielen tollen Dinge, diese Eigenschaften, die dem Dürener zu eigen sind. Und auch Neid, daß dieser Dürener, obgleich der großen Gefahren, in denen der Dürener schwebt, ohne sich darüber tagtaglich zu erfreuen oder zu beklagen, einfach weiterlebt. Tja... heute "rühmt" sich diese Stadt, als "Juwel" der 50er-Jahre-Architektur und könnte weitaus mehr sein, als sie ist. Mir persönlich ist Düren inzwischen genauso lieb oder egal, wie ich es für Düren bin.. ich schätze, wir gehen uns bewusst am Arsch vorbei. Und manchmal glaube ich, wir existieren beide garnicht, weil wir auch beide nicht wahrgenommen werden. Düren und seine Probleme auf seine Weise - ich auf die meine. Düren ist wie ein Mars ohne Schokolade.. oder ein Raiders mit weichem Keks! Neigt zur stumpflosen Grausamkeit... www.flickr.com/photos/120911602@N02/14216398409/in/datepo... und ist doch fähig, zur Gelassenheit.... www.flickr.com/photos/120911602@N02/15463426074/in/datepo...

Aber auch zu anderen Dingen... www.flickr.com/photos/120911602@N02/16422222438/in/datepo...

Wie auch immer... ich bin BIRKESDÖRRPER - und hier ein Lied, welches die Mentalität hier in Düren wiederspiegelt - leider finde ich nicht das Orginal ... DANKE FUCKING GEMA! Aber nett betanzt... ;) www.youtube.com/watch?v=IeHvoFaw6aY

Als Liebhaber des Trivialwissens, sind Sie aber nun in jedem Fall um ein paar Perlen der Weisheit aus dem RUR-gebiet bereichert. Und wers tatsächlich bis hier hin gelesen hat, dem sei Gratuliert! ;)

WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

English wikipedia: Karl Kraus

Die letzten Tage der Menschheit ~ "The Last Days of Mankind: a Tragedy in Five Acts" (a play about World War I)

 

Part of ""res noscenda note notiz sketch skizze material sammlung collection entwurf überlegung gedanke brainstorming musterbogen schnittmuster zwischenbilanz bestandsaufnahme rückschau vorschau"" // Alltag // Aquarius // "Empty Padded ~ LeerGefüllt - Time at Work" - Left handed drawings and writings on the empty left pages of my prompter`s book: Soufflierbuch "Die letzten Tage der Menschheit" (Karl Kraus) Drawing: Page 15 - 31.3.2014, 3.4.2014

 

DMC-G2 - P1790084 - 2014-04-03

Behind the scenes of Emerald TV

Dieses Areal gehört zum Feministischen/Autonomen Lesben-Frauen-Mädchen-Zentrum. Es wird Autonom verwaltet/gestaltet/geplant! Respect this! Women only!!!

 

WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

Behind the scenes of Emerald TV

Was wären die "Sounds der Helden" ohne Menschen die ganze Generationen mit ihrem Sound geprägt und inspiriert haben? Kreiere deinen Sound wie es B.B. King getan hat. Sounds der Helden - Effektpedal-Einstellungen für deine Gitarre.

Heute Nacht... Ja heute Nacht... gehts wie jeden Dienstag in den Proberaum zum Üben an der Gitarre. Die "Sounds der Helden": Einstellungen für dein BOSS Effektpedal!

 

www.bossmusik.de

online.rolandmusik.de

Ein Sound der sich gewaschen hat... Rory Gallagher´s "Laundromat" zum nachspielen auf der Stratocaster. Sounds der Helden!

WUK (Kulturzentrum)

Das WUK (2005)

Kunsthalle Exnergasse im WUK

Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund.

Geschichte

WUK (2011)

„Lokomotivfabrik"

Der Gebäudekomplex des WUK war anfangs eine Lokomotivfabrik, die im Jahr 1855 vom Schlosser und Industriepionier Georg Sigl (1811–1887) auf dem damaligen grünen Himmelpfortgrund errichtet wurde. An der Währinger Straße gelegen ließ sich der Direktor, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach, einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten. Ab 1861 war Sigl auch Eigentümer der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik.

1873 musste er in der Folge des Börsenkrachs seine Wiener Neustädter Fabrik verkaufen und Teile der Wiener Fabrik untervermieten, wie zum Beispiel an die Elektrofabrik Kremenetzky und andere Unternehmen. Die Produktion wurde auf allgemeinen Maschinenbau umgestellt. Umgesetzt wurden nun Projekte der damaligen Wiener Hochkultur, wie zum Beispiel die Bühnenmaschinerie für die Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche.

Lehr- und Forschungsbetrieb

1884 zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM), von Wilhelm Exner initiiert und vom niederösterreichischen Gewerbeverein unterstützt, in die ehemalige Fabrik ein. Im Jahr 1905 übernahm der Bund das TGM, da der Gewerbeverein den Unterhalt der Ausbildungsstätte nicht mehr finanzieren konnte. 1933 wurde die umfangreiche technische Sammlung des TGM in das Technische Museum übersiedelt.

Aufgrund der in den 1970er Jahren geburtenstarken Jahrgänge, dem sogenannten „Bildungsboom“ und der überdies mittlerweile überalterten Infrastruktur und technischen Einrichtungen, wurde ein Neubau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau beschlossen. In den Jahren 1979/80 war das neue Schulgebäude fertig und das TGM übersiedelte.

1970er Jahre

Von den Besetzungen als Wendepunkt...

Amerlinghaus

Die Stadtentwicklung der 1970er war geprägt von einer Abriss- und Neubaupolitik. Anfang der 1970er sollten großflächig Ensembles des Spittelbergs abgetragen und an deren Stelle Gemeindebauten errichtet werden. Bürgerproteste verhinderten das vorerst und der Spittelberg wurde 1973 unter Schutz gestellt. Die nun im Eigentum der Gemeinde Wien stehenden Gebäude waren in desolatem Zustand, eine Renovierung des Stadtviertels war angekündigt. Im Sommer 1975 kam es zur Besetzung des Amerlinghauses durch Anrainer aus der Nachbarschaft und einer Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern. Sie forderten von der Stadt Wien, ein Kommunikations- und Kulturzentrum zu ermöglichen und zu finanzieren, das mit einem Konzept der Selbstverwaltung betrieben werden sollte. Nach langen Verhandlungen mit den verantwortlichen Politikern rund um Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner und dem Akzeptieren einiger Auflagen, wurde drei Jahre nach der Besetzung im Frühjahr 1978 dem Verein Kulturzentrum Spittelberg das frisch renovierte Haus übergeben.

Arena

Mitte der 1970er begannen Planungen, nach denen der Wiener Naschmarkt einer Autobahn weichen und als künftiger Großmarkt an den Stadtrand übersiedelt werden sollte. Das Spittelbergviertel war zwar seit 1973 unter Schutz gestellt, verfiel zusehends weiter (siehe oben). Andererseits fehlten in Wien Orte für die Alternativ- und Gegenkultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen waren und fehlte es an ganzjährig betriebenen alternativen Jugendkulturzentren.

Die Arena gab es seit 1970 und war im ursprünglichen Sinn eine Veranstaltungsreihe der Wiener Festwochen. Im Jahr 1975 wurde erstmals der Auslandsschlachthof, Teil des aufgelassenen Schlachthof St. Marx, als Arena bespielt. Nach Willen der Wiener SPÖ sollte der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien an die Textilkette Schöps übertragen werden. 1976 fanden Architekturstudenten der Klasse Peichl die bereits vorliegenden Abbruchpläne.

Am Abend des 27. Juni 1976, dem letzten Veranstaltungstag der Festwochen, wurde in der Arena das Musical Schabernack der Gruppe Misthaufen aufgeführt, das sich mit dem geplanten Autobahn-statt-Naschmarkt-Projekt auseinandersetzte. Nach dem Musical verteilten die Architekturstudenten Flugblätter mit der Parole „Der Schlachthof darf nicht sterben.“, und die Besucher wurden aufgefordert zu Bleiben.

Zur gleichen Zeit wie die Veranstaltung in der Arena wurde an anderer Stelle des Schlachthofgeländes mit einem „Fest gegen die Schleifung des Naschmarkts“ demonstriert. Die auftretenden Gruppen Schmetterlinge rund um Willi Resetarits und Beatrix Neundlinger und Keif riefen nach ihren Konzerten ihr Publikum auf, in die Arena zu übersiedeln. Was als Rettungsaktion für den Naschmarkt begann, ging in die Besetzung der Arena über, die bis in den Herbst (1976) andauerte. Wiederum war es an Kulturstadträtin Fröhlich-Sandner eine Lösung zu finden, die den „jungen Menschen die Chance geben [wollte], sich selbst zu verwirklichen“, andererseits aber die Interessen der Stadt Wien mit aufrechten Verträgen mit der Textilkette Schöps und einer Tiefkühlfirma einzuhalten.

Die zwei Bürgerinitiativen zur Rettung des Naschmarktes und zur Rettung des Spittelberges brachten eine Art Trendwende in die Stadtpolitik. Mit einem Kompromiss im Gemeinderat wurde der Naschmarkt in der Form, wie er heute noch besteht, gerettet. Die Arena als selbstverwaltetes Kulturzentrum musste aber weichen und wurde ein Jahr später im kleineren Inlandsschlachthof angesiedelt. An die früheren Erfolge konnte nicht mehr angeknüpft werden.

Die Besetzung der Arena, die an diesem Abend des Juni 1976 ihren Anfang nahm, sowie schon ein Jahr zuvor die Besetzung des Amerlinghauses, die den Beginn weiterer Besetzungen und daraus entstehende Selbstverwaltungsbetriebe wie das WUK einläuteten, kamen daher nicht überraschend.

Was geht bzw. angeblich nicht geht, war jedoch nach Amerlinghaus und Arena nicht mehr so klar. In Wien, aber auch darüber hinaus, gab es zahlreiche Projekte, für die im Grunde die Arena die Initialzündung oder den Durchbruch bedeutete. In Wien folgten noch die Hausbesetzung Gassergasse und durch die sogenannten Ägidi-Spalos die Besetzung des Häuserblocks Ägidi-/Spalowskygasse in Mariahilf. Das WUK wurde in diesem Klima der 1970er als selbstverwaltetes Kulturzentrum geschaffen.

… zum WUK

Im Jahr 1978, als der Auszug des TGM bevorstand und bereits abzusehen war, dass die Gemeindeparteien die Immobilie „sinnvoll als Grünfläche mit Tiefgarage oder als Wohnhausanlage verplanen“ wollten und der Bund an den Einzug universitärer Institutionen dachte, formierte sich eine Bürgerinitiative um das historische, denkmalgeschützte Ensemble zu erhalten und einer breiten Nachnutzung zugänglich zu machen. So trafen sich unter dem Motto „Rettet das TGM“ Personen aus den Berufsbereichen der Sozialarbeit, Künste, Architektur und Lehrende, dazu Vertreterinnen aus Frauengruppen ebenso wie Studierende und bereits in Pension stehende Personen. Ziel war es, die inhaltlichen und materiellen Voraussetzungen für einen alternativen und autonomen Kulturbetrieb zu schaffen.

1979 wurde der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK) gegründet, im Februar wurde mit einem ersten Parkfest auf sich aufmerksam gemacht. Wöchentliche Treffen fanden im Amerlinghaus statt, es gab Pressekonferenzen und Unterschriftenaktionen, Informationsstände und Postwurfsendungen. Ein Vereinsblatt WUK-Info wurde herausgegeben. Helmut Zilk, damals Kulturstadtrat, erkannte das Potential der Initiative und subventionierte den Verein mit 2.500 Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 430 Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit. 1997 erhielt das WUK bereits eine Subvention von 6,75 Millionen Schilling (das sind etwa 490.000 Euro) und für das Jahr 2013 wurden 130.000,- Euro genehmigt.

1980er Jahre

Innenhof (2012)

Clara Luzia, Konzert im Großen Saal (2011)

Tinariwen, Konzert im Großen Saal (2011)

Am 10. Mai 1980 wurde vor der Staatsoper ein „Kehraus der verstaubten Hochkultur“ abgehalten. Am 4. Juni folgte mit „Uns fehlt ein Dach über dem Kopf“ vor dem Gebäude des TGM, in dem zwischenzeitlich der schrittweise Verfall „des geschichtsträchtigen Hauses“ einsetzte, eine weitere Aktion. Ebenfalls 1980 wurde ein WUK-Mitgliederseminar in Bernstein zur Schulung in Organisation und Selbstverwaltung abgehalten.

1981 wurde das Gebäude des ehemaligen TGM durch Aktivisten des Vereins besetzt, schließlich erfolgte die Schlüsselübergabe an den Verein unter dem Versprechen von Bürgermeister Gratz dem WUK das TGM zur provisorischen Nutzung zu überlassen. Auch bei Bundeskanzler Kreisky erregte das Projekt Aufmerksamkeit, der sich darüber informieren ließ. Es erfolgte die Besiedlung des Hauses von diversen WUK-Gruppen und Vereinen wie dem Verein Frauenkommunikationszentrum und es begannen erste Putz- und Restaurierungsmaßnahmen. Am 3. Oktober wurde das Eröffnungsfest abgehalten. Mit Datum 20. November erhielt der Verein eine Subvention in der Höhe von einer Million Schilling (nach heutiger Kaufkraft etwa 150.000 Euro), für die Helmut Zilk als Privatbürge eingesprungen war.

Am 10. Februar 1982 wurde in einer Generalversammlung ein zwölfköpfiger Vorstand gewählt, dem der Gründungsobmann Walter Hnat vorstand: „Für das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben für alle und gegen alles, was dies aufhält!“ Es folgten noch Plenen in unbeheizten Räumen, permanente Neuaufnahmen von Gruppen sowie Putz- und Aufbaubauwochen. Im Rahmen dieser Wochen putzte am 16. Juli auch Stadtrat Helmut Zilk ein WUK-Fenster. Veranstaltungen des Jahres 1982 waren antifaschistisch, solidarisch, pädagogisch, ohne Maulkorb, „etwas frech und nicht zu bieder“, etc. und nannten sich zum Beispiel „Das WUK ist kein Hotel“, „Wer da aller auf die Chefs wartet?“, sowie von der Gruppe Atheismus „Das jüngste Gericht tagt nicht". Flohmärkte, Blumenaktionen, und das „Kinderhaus-Eröffnungsfest“ rundeten das Jahresprogramm ab.

21. Jahrhundert

Heute beherbergt das WUK Proberäume, drei Kindergruppen, eine Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie einen Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Die über 400 Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher an (2012), 200.000 Menschen insgesamt besuchen und nutzen das WUK pro Jahr. Mit über 12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört es zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Im Oktober 2011 feierte das WUK sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto "WUK 30 - und es wächst". Eine Woche lang präsentierte das WUK ein Programm entlang seiner Themenschwerpunkte, das von "der Basis" aus, den Gruppen, Initiativen und Künstlern, die im WUK ihre Heim- und Arbeitsstätte haben, gestaltet wurde.

Walter Hnat

Walter Hnat gilt als Mitglied der Arena-Bewegung und einer der Gründerväter des WUK. Als Gründungsobmann war der im Jahr 1920 geborene Senior immer integrativer Teil zwischen den Generationen im WUK.

Im Juni 2001 wurde der damals 81-jährige Obmann des Wiener Seniorenzentrums im WUK mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.

Am 1. Dezember 2009 verstarb Walter Hnat im 90. Lebensjahr. Ihm zu Ehren wurde am 18. März 2010 eine Erinnerungsveranstaltung unter dem Motto „Nicht locker lassen! – Hommage an Walter Hnat und das WUK“ abgehalten.

WUK als Verein

WUK (2011)

Der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist wie schon zu Beginn der Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der die strategische Ausrichtung entscheidet. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung der Vorstand neu gewählt. Aktuell (Oktober 2013) hat der WUK-Verein rund 630 Mitglieder.

Im Wesentlichen setzt sich das WUK aus drei Teilbereichen zusammen:

WUK Kulturbetrieb mit den Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und der Kunsthalle Exnergasse.

WUK Bildung und Beratung, das seit 1983 Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen führt und initiiert. An neun Standorten in Wien und Niederösterreich unterstützen elf Einrichtungen und Projekte jährlich mehr als 2500 Menschen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt (2012). Angeboten werden Beratungen, Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Die Selbstverwaltung, die neben dem Verein, dem WUK Kulturbetrieb und WUK Bildung und Beratung alle autonomen WUK-Strukturen und -aktivitäten umfasst. Unter dem Dach der sieben selbstverwalteten Bereiche bildende Kunst, gesellschaftspolitische Initiativen, interkulturelle Initiativen, Kinder und Jugend, Musik, Tanztheaterperformance und Werkstätten finden rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen (Stand Oktober 2013) ihren Platz. Alle in den autonomen Bereichen zu fällenden Entscheidungen erfolgen in basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen und in einem monatlichen Plenum.

Zitate

Graffiti im Inneren eines der Gebäude (2010)

Zur Entstehung des WUK

„Erwiesenermaßen fehlt es an Kulturstätten, die eine Alltagskultur als Lebenspraxis fördern und soziale Modelle erproben, welche gemeinschaftsbezogenes Verhalten unterstützen. In einem offenen Kultur- und Werkstättenhaus sieht der Verein eine Möglichkeit, diesen Mangel weitgehend zu beheben und im TGM einen solchen Modellfall zu schaffen.“

– Helmut Fielhauser, Walter Hnat, Christine Leinfellner: Aus einem Brief über die Gründungsabsichten des WUK, 1980

Zur Idee hinter dem WUK

„Als Alternative zu (mehr oder minder) geschlossenen "Musentempeln" sind mithin, wie bisherige Bemühungen und Erfahrungen in mehreren Ländern, aber auch in Österreich bekunden, offene Kulturhäuser zu entwickeln. Ihr Kulturbegriff soll nicht mehr von "musischer Bereicherung", sondern von sozialem Interesse getragen sein und ist daher, entgegen den üblichen spartenspezifischen Attraktionen, in bewusstem Ineinandergreifen vielfältiger Aktivitäten zu prägen. Inhalte wie Gestaltungs- und Vermittlungsformen sind entgegen bisheriger Basisfremdheit nun konkret lebensbezogen zu entwickeln. Zugleich sind alle Kulturprozesse, einschließlich der künstlerischen, als aktive wie aktivierende Arbeitsprozesse nachzuweisen (in vielsagend zahlreichen Fällen ja überhaupt erst zu ermöglichen!), so dass solche Kulturhäuser auch ebenbürtig offene Werkstättenhäuser sein müssen. Kulturelle werden organisch mit anderen sozialen Aktivitäten verbunden.“

– Aus dem 8-Punkte-Programm von 1979

„Das WUK ist ein offener Kulturraum, ein Raum für die gelebte Verbindung von Kunst, Politik und Sozialem. Darin manifestiert sich ein erweiterter Kulturbegriff, der über die Bedeutung von Kultur im Alltagssprachlichen hinausweicht.“

– Aus WUK Leitbild von 1994

de.wikipedia.org/wiki/WUK_(Kulturzentrum)

RV-5 + OS-2 = ZZ Top. Das ist keine mathematische Formel, sondern die Aufforderung sich die Gitarre zu schnappen und die Sounds der Helden nachzuspielen

*

 

Leerstand zu Wohnraum!

Demo - Hamburg 23.10.2010

 

" Wir freuen uns auf das Spektakel von Polizei-Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen.

Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren.

Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. (...) "*

 

-----

 

Leerstand zu Wohnraum!

 

Demo am 23.10.2010, 13 h, Unicampus:

 

"Ohne Abweichung von der Norm ist Fortschritt nicht möglich."

(Frank Zappa, zitiert nach: www.astraturm.de )

 

In Hamburg herrscht seit Jahren ein erschreckender Notstand an bezahlbaren Wohnungen – gleichzeitig stehen knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Büroraum leer. Das muss sich ändern: Leerstand zu Wohnraum!

 

Leerstand zu Wohnraum!

Der Aufruf

 

Die Mieten in Hamburg steigen kontinuierlich. In den innerstädtischen Vierteln ist es kaum noch möglich, eine Wohnung unter 10 Euro/qm zu finden. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude leer, der Leerstand an Büroflächen beträgt momentan 1,17 Mio. Quadratmeter und trotzdem wird immer mehr Büroraum gebaut.

 

Die Wohnungsnot in Hamburg, die vor allem auf Kosten von Menschen mit geringem Einkommen geht, ist aber kein tragisches Schicksal, sondern Ergebnis eines kapitalistischen Immobilienmarktes und einer Wohnungspolitik des Hamburger Senats, die einseitig die Interessen von Unternehmen und VermieterInnen vertritt.

 

In den vergangenen Jahren sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Hamburg von 8 auf heute 10,25 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Insbesondere in den von beschleunigter Aufwertung (Gentrifizierung) betroffenen Stadtteilen sind die Mieten rasant gestiegen - in Altona-Altstadt in den letzten vier Jahren um 12 % und in St. Pauli sogar um 28 %! Die steigenden Mieten und der zunehmende Bau von Eigentumswohnungen bringen es mit sich, dass sich immer weniger Menschen ihre Wohnungen leisten können und zunehmend aus den innerstädtischen Vierteln verdrängt werden.

 

Gleichzeitig stehen besagte 1,17 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Hamburg leer. Und es wird immer weiter gebaut: Trotz einer Leerstandsquote von ca. 10% wurden im Jahr 2009 237.000 Quadratmeter Büroraum fertig gestellt. In der Presse wird mit dem Bau von weiteren 600.000 Quadratmetern für die nächsten Jahre gerechnet. Der Hintergrund dieser absurden Vorgänge ist, dass sich Leerstand für viele Firmen lohnt und dieses Geschäftsmodell zudem gesetzlich verankert ist. Leerstehende Gewerbeflächen können nämlich als Verluste von der Steuer abgeschrieben werden. Anders als bei Wohnraum besteht keine Verpflichtung, den Raum zu vermieten. Mit dem Bau von immer neuen Gewerbeflächen wird gleichzeitig verhindert, dass Wohnraum entstehen kann. Die Knappheit an Wohnraum treibt wiederum die Mieten in die Höhe.

 

Ein herausragendes Beispiel für die Absurdität des kapitalistischen Immobilienmarktes ist der Astraturm auf St. Pauli, der nach seiner Fertigstellung 2007 bei einer Gesamtfläche von rund 11.300 Quadratmetern heute zu über 70% leersteht.

 

Aber wie wäre es denn, wenn dieser Raum einfach genutzt wird? Wenn leere Büros für Wohnungslose offen stehen? Wenn Menschen, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind, einfach in eine der zahlreichen ungenutzten Büroetagen ziehen? Wenn Studierende sich zum Anfang des Semesters den fehlenden Wohnraum nehmen? Wenn soziale, kulturelle und politische Einrichtungen auch mal in Neubauten ziehen? Wenn der gute Ausblick nicht nur Hintergrund zum Arbeiten bleibt? Wenn Apfelbäume auf den Flachdächern über der Stadt wachsen? Wenn...

 

Gegen den Irrsinn aus massiver Wohnungsnot und steigenden Mieten bei gleichzeitigem Leerstand setzen wir ein Recht auf Wohnraum. Der vorhandene Leerstand an Büroraum würde Platz für rund 40.000 Wohnungen bieten.

 

Am 23. Oktober werden wir deshalb mit einer großen und bunten Demonstration zum Astraturm ziehen, um unserer Kritik an der Hamburger Wohnungspolitik Ausdruck zu verleihen. Nicht nur der Astraturm steht leer. Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen, Kopfkissen etc. mit.

 

Bündnis "Leerstand zu Wohnraum"

 

Die Unterstützer_innen

8DMAtribe + Abbildungszentrum + Adelante Umzugskollektiv + AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt + AG-Altona-St.Pauli + AK Wohnraum für junge Menschen + AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg + Ambulante Hilfe Hamburg e.V. + Andere Umstände + annaelbe + Antirakneipe + Anwohnerini-Schanzenviertel + Apfelbaum braucht Wurzelraum + ASP-Linse e.V. + AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg + ASta der HAW + ASta der HCU + AStA der HFBK + Asta TU Hamburg-Harburg + Bambule + BellaStoria Film + Bramfelder Kulturladen e.V + Brandshof bleibt + Brot&Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft + BUKO Hamburg Gruppe StadtRaum + BULG Hamburg + Café Knallhart + Centro Sociale + die leute:real + Die Linke Landesverband Hamburg + DIE LINKE.SDS Uni Hamburg + Druckerei im Gängeviertel + Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. + elbdeich e.V. + Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification + Fachschaftsrat Germanistik + Fachschaftsrat Sozialwissenschaften + Fanladen St.Pauli + FAU Hamburg + Frappant e.V. + Freizeithaus Kirchdorf-Süd + Gängeviertel + GEW Studis Hamburg + Gewerkschaftliche Hochschulgruppe (GSHG) Hamburg + GWA St. Pauli e.V. + HafenVokü + Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. + Hart Backbord + Hedonistische Internationale Hamburg + Hinz & Kunzt + HUDE - Jugendsozialarbeit in Hamburg-Nord + IG Metall Studis Hamburg + Initiative "Einen Gang zulegen" + Initiative ESSO-Häuser + Initiative Nüßlerkamp + Initiative Recht auf Wohnraum + Initiative Rock gegen Rechts + Insel-Lichtspiele e.V. + Isebek-Initiative + Kein IKEA in Altona! + KEMENATE Tagestreff für wohnungslose Frauen + Kinderhaus am Pinnasberg + Kirchengemeinde Altona-Ost + Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V. + las Garrapatas Sankt Pauli + LINDA e.V. + LOMU + M.O.B. St. Pauli + medibüro hamburg + Mietshäuser Syndikat HH + Monkeydick-Productions + Moorburg forever + Moorburgtrasse stoppen + MOTTE + nachtspeicher23 e.V. + Nautilus Buchhandlung + Netzwerk Recht auf Stadt + No BNQ + Not In Our Name, Marke Hamburg + Noya Hamburg + Plenum Hafenstraße + Plenum Rote Flora + PoKoBi + Punkrock St. Pauli + quartieren.org + Regenbogen/Alternative Linke Uni Hamburg + Rote Szene Hamburg + Rotzige Beatz + Schlupfloch - Gästewohnungen für obdachlose Jugendliche in Rahlstedt + Schröderstift + SOPO -Sozialpolitische Opposition Hamburg + Spielplatzverein Baschu e.V. + St. Pauli-Archiv e.V. + Stadtteilbüro in Mümmelmannsberg + Stadtteilladen Eimsbüttel + Straßensozialarbeit Rahlstedt + Supra Magazin + Taca Taca Ta e.V. + Tanzinitiative Hamburg e.V. + T-Stube + Ultrà Sankt Pauli + ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen + ver.di-Landesbezirk Hamburg + Verlag Assoziation A + Wasserturm-Ini + Wohnprojekt Bahnhofstraße e.V. + Wohnprojekt Eschenhof + Wohnprojekt FS 115 + Wohnprojekt Ludwigstrasse + Wohnprojekt Parkhaus

 

Die Route

Unicampus – Rentzelstr. – Karolinenstr. – Marktstr. – Glashüttenstr. – Feldstr. – Zwischenkundgebung an der Alten Rindermarkthalle (Ex-Real) – Budapester Str. – Millerntor - Zwischenkundgebung am Millerntor – Reeperbahn/Spielbudenplatz – Taubenstr. (Esso-Tankstelle) – Kastanienallee - Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Str. – Schlusskundgebung in der Bernhard-Nocht-Str. vor dem Brauquartier. (der Platz im Brauquartier neben dem Astraturm ist Privatgelände und darf für die Demo nicht genutzt werden)

 

Termin:

23. October 2010 - 13:00

 

www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/demo-am-23102010-13...

 

-----

 

Leerstand zu Wohnraum!

 

Die HI ravt mit - Leerstand zu Wohnraum!

Samstag, 23.10. 13h Uni-Campus Dammtor zum AstraTurm St.Pauli.

 

Wo Nichts ist kann noch Was werden: Leerstand mit Inhalt füllen!

 

Eine Million Quadratmeter überflüssige Investitionsfläche in Citylage fristen ihr Dasein als abgeschriebene Steuerverlustvorträge, während nebenan die Mieten steigen, die Clubs schließen, die Leute keine Wohnung finden, in die vermeintlich preiswerten Aussenzonen ausziehen müssen und einige gar draußen frieren.

 

Doch immer noch fließen enorme Summen auch öffentlicher Gelder in die Errichtung und Infrastruktur seelenloser, aber damit immerhin artgerechter, Gebäude für die langweilige hamburger Segel- und Golfklasse, während anderswo rote Stifte dicke Striche ziehen durch alles was nach Kultur klingt oder sozial schmeckt.

 

Das Hedonistische Kommando “Bürofassaden zu Klangkulissen” freut sich auf das Spektakel von Hundertschaften, die leere Räume vor der Gefahr sinnvoller Nutzungen beschützen. Festungen des Nichts. Schöner lässt sich das Vakuum der politischen Phantasie kaum symbolisieren. Das ist visionäre Stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn Dinge und Immobilien nicht nach Bedarf und Nutzen, sondern auf Finanzmärkten verteilt werden. achja, Finanzmärkte - wie war das, mit diesen real estate.. und wer zahlt das noch? Ja, so bitter is das: Gemeinschaftsgelder stützen den Immobilienmarkt und subventionieren den Leerstand, der dafür sorgt, dass die Mieten steigen.

 

Als innovative Raum-Nutzungskonzepte schlägt die der Zukunft zugewandte Hedonistische Internationale vor:

 

Recht auf Stadt! Bezahlbarer Wohnraum! Soziale Zentren! Kitaplätze! Proberäume! Ikea-Altona und Kreuzfahrsterminals nach Stuttgart oder unter die Erde! Theaterbühnen! Loft-wgs! Kinderstuben! Musikstudios! Afterhourorte! Kleinkunst! Groß-Raves! Opiumhöhlen! Hängende Gärten! Vergnügungsparks! Alleinstehende Immobilien befeiern, wer übrig bleibt darf drin bleiben!

 

Vergesellschaftung von Eigentum and Grund und Boden!

Freie Räume zu Freiräumen!

 

subkultur.blogsome.com/2010/10/21/leerstand-zu-wohnraum

www.hedonist-international.org/?q=de/node/1

 

----------

   

Sounds der Helden, Effektpedal Einstellungen für Gitarristen. Hmmm, das hatten wir doch schonmal... kann es sein, dass jede Woche ein Titel gepostet wird? Oder ist das ein DejaVu Erlebnis?

Bitte schön, die Sounds der Helden Effektpedal Einstellungen für eure Gitarre zum Song "God Gave Rock" von Kiss!

 

Ihr sucht die Effektpedal-Einstellungen zu den Gitarrensounds bestimmter Songs...? Dann checkt die Sounds der Helden. Jede Woche 1 Song. Diese Woche einer von Free. All Right Now?

1 3 5 6 7 ••• 79 80