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Notarzteinsatzfahrzeug mit Rettungswache

  

Muss ein schwieriger oder unberechenbarer Patient transportiert werden, kann eine Posey-Zwangsjacke eingesetzt werden. Um einen widerspenstigen Patienten zu kontrollieren, wird er in die Zwangsjacke eingeführt, indem er zunächst seine Arme in die langärmeligen Jackenärmel steckt, diese dann vorn kreuzt und durch eine vertikale Schlaufe an der Brust des Patienten gesichert wird. Anschließend wird die Jacke auf der Rückseite festgeschnallt, wodurch die Arme praktisch am Körper fixiert werden. Ein Beckengurt verhindert, dass der Patient die Zwangsjacke über den Kopf zieht.

Ministry of Culture

 

Ministerium für Kultur

 

In one of the parisian scenarios of the French Revolution, close to Palais Royal and the Louvre, is the block called Bons Enfants, redesigned to house the once scattered premises of the Ministry of Culture and Communication. The historic quarter, comprising among others the Bourse, Banque de France and Place Vendôme, is the ideal environment for the new building, which combines the monumentality of the twenties, the rationalism of the sixties and the excesses of the eighties decade.

 

The previous construction consisted essentially of two buildings opposite one another: on the street of Saint Honoré, a six-story building of the twenties decade, with a stone facade and steel structure; on the street of Montesquieu, a rationalist building from the sixties, altered in the eighties to house the facilities of the Ministry of Finance; between both, a closed and shady courtyard. Strategic demolitions, widening of slabs and a unitary treatment for the facade are key in the creation of the new headquarters. Towards Montesquieu, the corner roundabout is eliminated along with some projections to obtain a rectilinear facade; towards Bons Enfants, the operation is more radical, and part of the volume from the sixties decade is demolished opening a courtyard onto the street: with the entry of light, and given the climatic conditions of the site, this becomes an experimental garden of 170 square meters with plants from Tasmania and New Zealand recreating a mini rainforest. Lastly, the slabs have been extended towards the street and the courtyard giving greater depth to the offices that, with interior divisions of translucent glass and large windows towards the exterior, make up for the increase in depth.

 

But what gives unity to the whole is the latticework made up of 12 mm thick stainless steel panels covering a surface of 5,000 square meters, and that wraps all the facades facing the street (those of the courtyard remain glazed) and part of the roof. The model drawing for the design of the latticework comes from the frescoes of Giulio Romano at the Tea Palace in Mantua, from which six motifs were chosen and later deformed with a computer program. Each one of the motifs covers one level, extending over stone, glass and aluminum depending on the case. The latticework is formed by 450 laser-cut panels of 3,80 x 3 meters made of an alloy rich in nickel to resist pollution. The panels are welded to the frames and rest on brackets anchored to the slab...

 

(arquitecturaviva.com)

 

Im Vergleich zum Jardin und zur Place du Palais Royal ist die gleich nebenan liegende Placede Valois winzig und nahezu unbekannt. Tritt man aus der Brasserie „Le Royal Valois“ am Nordrand des Platzes, führt linker Hand eine kleine Passage zur Straßenecke Rue des Bons Enfants/Rue Montesquieu. Von hier aus drängt sich die Rückseite des neuen Kulturministeriums mit dem riesigen Kopfbau des nördlichen Gebäudeflügels in den Raum. Sie ist mit hellgrau lackiertem Aluminiumblech verkleidet und schwingt sich im großen Bogen konvex nach oben. Der Architekt Francis Soler hat sich hier gegen eine Abtreppung der oberen Geschosse entschieden.

 

Auf dieser gewölbten Fläche ist über die ganzen 30 Meter der Fassade eine dekorative Struktur aufgebracht worden. Die Verkleidung besteht aus einer Edelstahl-Konstruktion mit

schwungvoll gestalteter Textur, die die Dominanz des weitgehend geschlossenen Blocks, der nur an den Seiten durch vertikale Fensterschlitze untergliedert ist, etwas zurücknimmt. Geht man die Rue Montesquieu entlang nach Osten, zeigt sich, dass das stählerne Gerüst sogar auf der Glasfassade in gesamter Länge und in ganzer Höhe des Gebäudeflügels fortgeführt wurde. Die einheitliche Front ist von der Straße zurückgesetzt und bietet dadurch Raum

für eine Tiefgarageneinfahrt und einen Grünstreifen mit neu gepflanzten Eschen. Auch auf der Ostseite des Blocks, an der Rue Croix des Petits Champs, zieht sich das Stahlgitter in gleicher Form fort. Der Architekt bezeichnet die Konstruktion als „Netz“, das in geschosshohen Einzeltafeln 30 bis 40 Zentimeter vor dem eigentlichen Gebäude fest montiert wurde. Nur bei den Feuerwehr-Austritten wurden Sonderanfertigungen erforderlich, die im Notfall zur Seite geschoben werden können.

 

Diese alles dominierende Struktur hat eine Vorgeschichte. Francis Soler konzipiert schon seit vielen Jahren Motive auf Glas mit formal und farbig auffälliger Textur als Gebäudehaut. Diese serigraphisch bearbeiteten Glastafeln wurden zum architektonischen Leitmotiv bei den Fassaden seines Wohnblocks neben der Bibliothèque Nationale de France in Paris und seiner Wohnanlage in Clichy. Repetitiv eingesetzt, dienen sie als Sichtschutz, als eine Art Paravent, der zur Seite geschoben werden kann. Diese gläsernen Strukturen sind fester Bestandteil der Gebäude. Hüllen mit Ornamenten als Fassade sind nichts Besonderes. Zahlreiche Architekten wie Herzog & de Meuron haben dieses Thema schon seit längerem wieder neu entdeckt; und natürlich war das Ornament auch in der Baugeschichte immer schon ein zentraler Bestandteil der Gestaltgebung. Neu sind eigentlich nur die Materialien und der serielle Einsatz des gewählten Dekors.

 

Zurück zum Rundgang: Nimmt man den Weg von Süden, von der viel befahrenen Rue Saint Honoré, so präsentiert sich der Block des Kulturministeriums ganz anders und doch wieder gleich. Hier steht der zweite Gebäudeflügel, ein 1920 vollendeter steinerner Altbau mit abgerundeten Ecken, der zunächst als „Grand Magasin du Louvre“ diente. Auch ihm wurde – mit deutlich mehr Mühe – das stählerne Geflecht vorgehängt. Da die neue innere Glaskonstruktion ein Stück weit vom steinernen Äußeren zurückgenommen wurde, ergeben sich geschützte Raucher- und Reinigungsaustritte, die je nach Lage auch einen räumlichen Reiz haben. Das Ganze hinterlässt allerdings auch beim Gebäudeflügel im Norden – den Eindruck, hier sei ein Haus in einen Käfig gesperrt. Zwar handelt es sich um ein durchaus luftiges Gitter, doch ist zu vermuten, dass die Kulturbeamten irgendwann vom Wirrwarr vor ihren Fenstern genug haben, vor allem in den oberen Geschossen, wo der Blick frei über die Dächer von Paris schweifen könnte.

 

Beim nördlichen Gebäudeflügel des U-förmigen Blocks handelt es sich ebenfalls um einen „Altbau“. Das Bürogebäude, entworfen von dem Architekten Lahalle, entstand Anfang der sechziger Jahre, als der Block vom Finanzministerium genutzt wurde, in den achtziger Jahren erhielt es dann eine Ergänzung. Für die Um- und Erweiterungsbauten von Soler wurde es völlig von seinen Fassaden entblößt und zum Innenhof hin ein Stück weit erweitert. Die Arbeit des Architekten bestand also darin, einen vorhandenen Block mit zwei deutlich sich unterscheidenden, doch annähernd U-förmigen Bauten um einen Hof für die Neunutzung komplett umzubauen, zu ergänzen und als Ganzes neu zusammenzuführen. Dafür wählte er das einheitliche „Fassadengeflecht“. Das Kulturministerium und damit der gesamte Stadtblock werden zu einem signifikanten Sonderbau erklärt, der sich vom Quartier loslöst. Wie anders als mit einem solchen radikalen Konzept hätte diese gewünschte Einheitlichkeit und Prägnanz erzielt werden können? Der Architekt verfolgte also nicht den Weg der Spurensuche und der Bewahrung von Spuren in dem zuvor heterogen gestalteten Block – er wollte die Transformation des Bestehenden und darüber hinaus eine geheimnisvolle Dynamik erreichen, ein Gebäude, das „in Bewegung“ kommt. Für Soler braucht ein Ort von einer solchen außerordentlicher Bedeutung für die Stadt eine künstlerische Gestaltung, einen mutigen Eingriff von Modernität. Nur wenige Schritte entfernt befinden sich der Grand Louvre, der Palais Royal, die Comédie Française – und die Staatsbank. Für den Betrachter bleibt jedoch das „Netz“ seltsam, in seiner Gestalt schwer nachvollziehbar. Zudem stellte die Konstruktion den Architekten hier und dort vor erhebliche Probleme, die bis zu ungelösten Detaillösungen reichen. Besonders in den Schrägen des 6. Obergeschosses, wo die Tafeln vor Ort angepasst werden mussten, überzeugt das Konzept nicht.

 

Unabhängig von der neuen äußeren Gestalt hat Soler mit zwei baulichen Maßnahmen den Gebäudeblock in seiner Kubatur stark verändert: mit dem Abriss von zwei Vorbauten an der Rue Montesquieu, der dazu führte, dass die Straße jetzt auf ganzer Länge des Ministeriums in einer Flucht verläuft, und der Öffnung des Innenhofs nach Westen. Hier wurde ein rund 15 Meter breites Gebäudestück komplett abgerissen – sehr zur Freude des kleinen Hotels „Le Loiret“ schräg gegenüber. Durch den Abriss erhalten die Gästezimmer in der zuvor düsteren und engen Straße viel Licht. Man blickt nun auf den begrünten – ansonsten aber grauen– Hof des Ministeriums. Der Wert des Gebäudes soll dadurch um das Sechsfache gestiegen sein.

 

Was der Architekt mit seinem ungewöhnlichen Konzept an diesem historischen Ort im ersten Pariser Arrondissement an Überzeugungsarbeit leisten musste, verdeutlicht allein schon

die lange Entstehungsgeschichte mit vielen Unwägbarkeiten, die im Einzelnen auszuführen den Rahmen einer Gebäudepräsentation sprengen würde. Der politische Hintergrund sei nur kurz dargestellt: Allein sechs Kulturminister der Linken und Rechten waren am Projekt beteiligt. Alles fing mit Jacques Toubon an, der Mitte der neunziger Jahre den Wettbewerb ausgelobt hatte, nachdem der Entschluss gefasst worden war, die acht Direktionen des Ministeriums, die an 15 Standorten im Stadtgebiet verstreut lagen, in einem Haus zu konzentrieren. Dem damaligen Premierminister Lionel Jospin war es zu verdanken, dass der Gebäudeblock an der Rue Saint Honoré nicht an eine Hotelkette verkauft wurde, die eine neue Luxusherberge am Louvre bauen wollte und bereit war, eine hohe Summe zu zahlen. Von Anfang anstand aber fest, dass der Kulturminister und sein Stab in den André-Malraux-Salons mit Terrasse zum Jardin du Palais Royal, der in drei Minuten zu Fuß zu erreichen ist, bleiben werden. Die prachtvollen Empire-Räume gehören eigentlich zum Conseil d’Etat, der im Palais Royal angesiedelt ist und dem Kulturminsterium überlassen wurde. Der Kopf des Hausesbleibt also am alten Standort und empfängt dort die offiziellen Gäste.

 

Nach Jacques Toubon folgten im Rhythmus von weniger als einem Jahr bis zu zwei Jahren fünf weitere Kulturminister: Philippe Douste Blazy, Catherine Trautmann, die die Baustelle startete, Catherine Tasca und Jean-Jacques Aillagon. Seit Ende März 2004 ist Renaud Donnedieu de Vabres Kulturminister – beim nahezu fertig gestellten Gebäude hat er sich aber erst im Oktober zum ersten Mal blicken lassen. Wie so oft verbindet man in Frankreich mit einem staatlichen Bauprojekt eine politische Persönlichkeit – hier, im stetigen Wechsel der Minister und einer sonderbaren, bei den Beamten umstrittenen Architektur, kam der Zuspruch allerdings nur sehr zögerlich. Zudem war bei dem komplizierten, häufig wechselnden Programm– jeweils vom Vorgänger übernommen – das Interesse gering, sich besonders zu engagieren.

 

Innen wurden für die Neunutzung beide Gebäudeteile komplett umgestaltet. Im Altbau an der Rue Saint Honoré entstand eine offene Erdgeschossebene. Im Norden, wo jetzt ein paar Stufen erhöht der Pressesaal mit Blick in den Innenhof anschließt, wurde das Gebäude um sieben Meter ergänzt. Die zwei ausladenden Treppenhäuser blieben erhalten, wurden saniert und mit neuen Aufzügen versehen. Die Büroebenen erfuhren auf allen Geschossen eine neue Aufgliederung der Flächen. Besonders gelungen sind die unterschiedlichen Frei- und Erschließungszonen mit den schräggestellten gläsernen Wandelementen der Büroräume. Beim nördlichen Gebäudeflügel werden sie zweibündig erschlossen, ebenfalls mit gläsernen Wandelementen und himbeerfarbenem Teppichband als ein alle Büroebenen verbindender „Weg“. Um den Höhenversatz der Geschosse beider Gebäudeflügel und die Ergänzung des südlichen Flügels auszugleichen, waren in den Fluren unterschiedlich hohe Treppenübergänge erforderlich. Unter dem von Michel Desvigne dicht bepflanzten Garten des Innenhofs befinden sich die noch nicht fertiggestellten Veranstaltungssäle. Soler hat sich für schwarz verkleidete Boxen entschieden, die kaum in Erscheinung treten. Die Verkleidung der Boxen und der Bodenbelag des Innenhofs bestehen auf Basaltplatten, die eigens für das Ministerium in Tschechien hergestellt wurden,

in der Nähe von Marienbad. Die Firma, die sonst vor allem Aschenbecher produziert, hat sie alle mit dem gleichen Schriftzug „Bons Enfants“ versehen – dem inoffiziellen Namen

des Neubaus an der Rue des Bons Enfants.

 

(bauwelt.de)

Posey 8118 S,Psychiatriemuseum,Anwendungsinstruktionen:

Nebenwirkungen:

• Schwere emotionale, psychische oder körperliche Probleme können

auftreten: wenn das angewandte Gerät unbequem ist; oder wenn es streng ist

begrenzt die Bewegung. Wenn der Patient wahrscheinlich Verletzungen verursacht

sich selbst oder andere, Hilfe von einem qualifizierten medizinischen erhalten

Autorität, um eine alternative Intervention oder Methode der Zurückhaltung zu finden.

Hinweise zur Verwendung:

• Patienten, bei denen eine extreme Verletzungsgefahr festgestellt wurde

selbst oder für andere.

Kontraindikationen:

ÜBERWACHUNG

• Posey empfiehlt eine ständige direkte Überwachung für Patienten

als gefährdet angesehen werden, sich selbst oder andere zu verletzen. Zum

Zeiten, in denen direkte Überwachung nicht möglich ist, Überwachung durch

Sichtlinie oder durch ein Video / Audio-Gerät.

• NIEMALS einem Patienten Zugang zu Werkzeugen, Utensilien,

oder ein Objekt, mit dem Manschetten entsperrt oder beschädigt werden können.

• Seien Sie sich bewusst, dass ein plötzlicher Stimmungsumschwung zu Unruhe führen kann

aggressives Verhalten. Kontaktieren Sie das medizinische Team AT ONCE wenn

das kommt vor. Kein Überwachungsniveau kann das Risiko von

schwere Verletzung von hochgradig bewegten oder aggressiven Patienten.

• NIEMALS bei einem Patienten verwenden:

• mit einer Dislokation oder Fraktur an der zurückgehaltenen Extremität; oder

• Wenn eine IV oder Wundstelle vom Gerät beeinträchtigt werden könnte.

Weitere Optionen für einen solchen Patienten finden Sie im Posey-Katalog.

• Vor jedem Gebrauch auf Risse, Ausfransen oder übermäßigen Verschleiß prüfen;

oder gebrochene oder gebrochene Schnallen oder Schlösser; und / oder dieser Haken

und Schleife haftet sicher. Entsorgen Sie das Gerät, wenn es beschädigt ist.

• Wenn Sie Fragen zur Patientensicherheit haben, fragen Sie die

geeignete medizinische Behörde für Alternativen.

• Stellen Sie sicher, dass der Patient zum Schutz eine geeignete Unterwäsche trägt

Haut.

• Verwenden Sie dieses Gerät bei einem Patienten, der:

lebensmüde; sehr aggressiv oder kämpferisch; selbstzerstörerisch;

oder als unmittelbare Gefahr für andere angesehen werden,

Der Patient wird ständig überwacht.

1. Legen Sie die Arme des Patienten mit der Öffnung auf der Rückseite durch

die Ärmel.

2. Schließen Sie die Rückseite, indem Sie die Enden der Gurte durch beide führen

der vier entsprechenden Schnallen.

3. Kreuzen Sie die Arme des Patienten vor und führen Sie jeden Arm durch

die vertikale Schleife auf Brusthöhe.

4. Führen Sie jeden Arm durch die vertikalen Schlaufen an den Seiten

der Jacke unter dem Arm.

5. Sichern Sie die beiden Hülsenenden mit dem Rücken des Patienten hinter dem Rücken des Patienten

befestigte Riemen.

6. Führen Sie den Beckengurt zwischen die Beine des Patienten und sichern Sie ihn

mit der Schnalle

Deutschland / Bayern - Watzmann Ostwand

 

seen from Fagstein (2,164 m).

 

gesehen vom Fagstein (2.164 m)

 

The Watzmann (Bavarian: Watzmo) is a mountain in the Berchtesgaden Alps south of the village of Berchtesgaden. It is the third highest in Germany, and the highest located entirely on German territory.

 

Three main peaks array on a N-S axis along a ridge on the mountain's taller western half: Hocheck (2,651 m), Mittelspitze (Middle Peak, 2,713 m) and Südspitze (South Peak, 2,712 m).

 

The Watzmann massif also includes the 2,307 m Watzmannfrau (Watzmann Wife, also known as Kleiner Watzmann or Small Watzmann), and the Watzmannkinder (Watzmann Children), five lower peaks in the recess between the main peaks and the Watzmannfrau.

 

The entire massif lies inside Berchtesgaden National Park.

 

Watzmann Glacier and other icefields

 

The Watzmann Glacier is located below the famous east face of the Watzmann in the Watzmann cirque and is surrounded by the Watzmanngrat arête, the Watzmannkindern and the Kleiner Watzmann.

 

The size of the glacier reduced from around 30 hectares (74 acres) in 1820 until it split into a few fields of firn, but between 1965 and 1980 it advanced significantly again and now has an area of 10.1 hectares (25 acres).

 

Above and to the west of the icefield lie the remains of a JU 52 transport-bomber that crashed in October 1940.

 

Amongst the other permanent snow and icefields the Eiskapelle ("Ice Chapel") is the best known due to its easy accessibility from St. Bartholomä. The Eiskapelle may well be the lowest lying permanent snowfield in the Alps. Its lower end is only 930 metres high in the upper Eisbach valley and is about an hour's walk from St. Bartholomä on the Königssee. The Eiskapelle is fed by mighty avalanches that slide down from the east face of the Watzmann in spring and accumulate in the angle of the rock face. Sometimes a gate-shaped vault forms in the ice at the point where the Eisbach emerges from the Eiskapelle. Before entering there is an urgent warning sign that others have been killed by falling ice.

 

In the east face itself is another icefield in the so-called Schöllhorn cirque, called the Schöllhorneis, which is crossed by the Kederbach Way (Kederbacher-Weg). The cirque and icefield are named after the Munich citizen, Christian Schöllhorn, who was the first victim on the east face. On 26 May 1890 he fell at the upper end of the icefield into the randkluft and was fatally injured. Another small nameless snowfield is located several hundred metres below the Mittelspitze also in the east face.

 

Climbing

 

From the North

 

The best climbing period is June through September, in some years October. The easiest route is to follow hiking trails from the village of Ramsau near the small town of Berchtesgaden up to the Watzmann Hut at 1,928 metres, such as hiking trail 441 from Wimbachbrücke. This is quoted as taking four hours, though an experienced hiker can do it in less than three. One typically spends the night there and then climbs to the summit the next morning. The climb from the hut to the Hocheck peak (2,651 m) is quite straightforward, though a head for heights is required on the peak. The Hocheck is around two hours from the Watzmann Hut. From the Hocheck, hikers can return to the hut or continue and traverse to the Mittelspitze and from there to the Südspitze. The traverse is more challenging, at the easier end of UIAA Class II, and very exposed. Permanent cables once existed along the ridge, but were dismantled at some points to prevent inexperienced hikers from attempting the traverse, having a false sense of security. From the Südspitze, most hikers will not return to the Watzmann Hut but continue to descend into the Wimbachgries valley and from there back to Ramsau. One should estimate 12 to 17 hours for the complete circuit, stable weather conditions are essential as drastic weather change on the ridge between the peaks can be fatal.

 

Archenkanzel

 

On the northeastern face of the massif at 1,346 m (4,416 ft) is a scenic viewpoint called Archenkanzel. From there, it is possible to look down to lake Königssee, which is 743 meters below, and also to St. Bartholomew's Church.

 

East Face

 

A much more serious and challenging climb is the famous East Face (Watzmann-Ostwand), which rises from the Hirschau peninsula at lake Königssee to the main peaks in a vertical ascent of around 1,800 metres (the longest wall in the Eastern Alps). While the easiest routes through the east wall is rated UIAA Class III, the wall has claimed almost 100 lives so far. Difficulties include the length of the climb, route-finding, and deteriorating weather conditions approaching from west, the predominant direction for weather change in the area, difficult to ascertain from the face. A simple emergency shelter has been erected in the wall. Even experienced climbers are advised to hire a local guide for the wall as finding the route can be challenging.

 

(Wikipedia)

 

Der Watzmann ist der zentrale Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen. Der höchste Gipfel ist die Watzmann-Mittelspitze (2713 m ü. NHN), zugleich der höchste Punkt im deutschen Teil der Berchtesgadener Alpen. Um den Watzmann und seine Nebengipfel (Kleiner Watzmann bzw. Watzmannfrau und Watzmannkinder) rankt sich die Watzmannsage. Die Watzmann-Ostwand ist die höchste Wand der Ostalpen. Unter den deutschen Hauptgipfeln ist der Watzmann der dritthöchste.

 

Lage und Morphologie

 

Der Watzmann liegt im äußersten Südosten Oberbayerns im Nationalpark Berchtesgaden in den Gemeinden Ramsau und Schönau am Königssee. Die Gemeindegrenze verläuft über Mittel- und Südspitze. Der Gebirgsstock hat eine Grundfläche von rund 50 km². Der höchste Punkt, die Mittelspitze (2713 m), befindet sich etwa 10 km südwestlich von Berchtesgaden und 30 km südwestlich der am Alpennordrand gelegenen Stadt Salzburg. Westlich des Watzmanns, jenseits des Wimbachtals, erhebt sich der Hochkalter (2607 m), nördlich, jenseits des Tals der Ramsauer Ache, der Tote Mann (1392 m) und südlich der Schneiber (2330 m). Östlich, jenseits des Königssees, liegen der Jenner (1874 m) und der Kahlersberg (2350 m).

 

Der Watzmann ist nach den Gipfeln des Hochkönigstocks (bis 2941 m) die höchste Erhebung der Berchtesgadener Alpen, die zu den nördlichen Kalkalpen zählen. Der Zugang erfolgt meist von Norden, ausgehend vom Ramsauer Ortsteil Wimbachbrücke oder aus der Hinterschönau vom Parkplatz Hammerstiel über das Watzmannhaus (1928 m). Ramsau bzw. Schönau liegen als Talorte mehr als 2000 Höhenmeter unter dem Gipfel – damit weist der Watzmann eine für die Ostalpen bemerkenswerte Höhendifferenz auf, die alpenweit oft nur von Viertausendern übertroffen wird.

 

Das größte Teilmassiv des Watzmanns wird Großer Watzmann genannt. Es besitzt einen etwa 4,5 km langen, annähernd NNO-SSW verlaufenden Hauptgrat, den Watzmanngrat. Dieser verbindet den Hauptgipfel, die Mittelspitze (2713 m), mit der Südspitze (2712 m, früher auch: Schönfeldspitze) und dem Hocheck (2651 m). Abgesehen von diesen drei dominierenden Erhebungen sind vor allem der östlich des Großen Watzmanns gelegene Kleine Watzmann („Watzmannfrau“, 2307 m) und die östlich der Mittelspitze an einem Quergrat aufgereihten Watzmannkinder (max. 2270 m hoch) bekannt (siehe auch: Andere Gipfel des Watzmannmassivs). Der Abschnitt des Watzmanngrates nördlich der Mittelspitze, die Watzmannkinder und der Kleine Watzmann umschließen das Watzmannkar, an dessen oberen Ende sich der sehr kleine Watzmanngletscher befindet (siehe auch Schnee- und Eisfelder am Watzmann).

 

Geologie

 

Die Gipfelregionen des Großen und Kleinen Watzmanns bestehen aus relativ verwitterungsresistentem, gebanktem Dachsteinkalk und Plattenkalk. Diese Sedimentgesteine stammen aus der jüngeren Trias (Norium, um 215 mya). Die bankige Schichtung des Dachsteinkalks ist besonders deutlich an der Ostwand zu erkennen. Die ehemals horizontalen Schichten fallen dort heute in einem Winkel von 30 bis 40 Grad nach Norden ein, da sie bei der Alpenentstehung gefaltet wurden. Typisch für diese Kalksteinformationen ist deren Fossilarmut. Lediglich stellenweise finden sich Massenvorkommen von Megalodonten („Kuhtritte“).

 

Der Sockel des Berges besteht aus einem relativ brüchigen Dolomit, dem sogenannten Karnisch-Norischen Dolomit, sowie aus Ramsaudolomit, einem lateralen Äquivalent des Wettersteinkalks. Diese Gesteinseinheiten sind erdgeschichtlich älter und stammen aus der frühen oberen bzw. mittleren Trias (Ladinium-Norium, ca. 235 bis 220 mya). Alle Gesteine des Watzmannmassivs bildeten sich auf dem Schelf der westlichen Tethys und wurden während der Alpenbildung in Form einer tektonischen Decke nach Norden an ihre heutigen Positionen verfrachtet. Die Dolomitgesteine treten vorwiegend auf der West- und Südwestseite des Großen Watzmanns im aufgeschotterten Wimbachtal sowie an den Hängen des Eisbachtals zu Tage.

 

Der Eisbach (oder auch Eisgraben) hat am Westrand des Königssees einen Schwemmkegel aufgeschüttet, der den ohnehin recht schmalen See an dieser Stelle zusätzlich eingeengt hat. Bei anhaltendem Transport von Schutt aus dem Eisbachtal nach Osten wird dieser Schwemmkegel den Königssee in erdgeschichtlich naher Zukunft schließlich in zwei Hälften geteilt haben.

 

Flora und Fauna

 

Der Watzmann hat aufgrund seiner großen Höhendifferenzen und der großen ökologischen Vielfalt eine besonders artenreiche Pflanzen- und Tierwelt. Dabei werden die Tieflagen von montanen Buchenwäldern dominiert, welche in subalpine Mischwälder übergehen. Die obere Waldstufe wird bestimmt durch Nadelgehölze, vor allem durch Fichte, Lärche und Zirbe. Diese natürlichen Wälder wurden vor allem auf der leicht zugänglichen Nordseite des Massivs für den großen Holzbedarf der Berchtesgadener Saline durch Fichten-Monokulturen ersetzt. Die Baumgrenze liegt bei etwa 2000 m, die Waldgrenze etwas tiefer. Darüber dominieren Zwergstrauchheiden, die beispielsweise aus der Bewimperten Alpenrose (Rhododendron hirsutum) gebildet werden, Latschen- und Grünerlengebüsche, Rasengesellschaften (Blaugras-Horstseggenrasen, Rostseggenrasen und Polsterseggenrasen) sowie Felsspalten- und Felsschuttgesellschaften.

 

Im Nationalpark und auch speziell am Watzmann kommen zahlreiche Pflanzenarten der Ostalpen vor, die im übrigen bayerischen Alpenraum fehlen, etwa das Wilde Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens), die Schneerose (Helleborus niger), Einseles Akelei (Aquilegia einseleana), Clusius-Schlüsselblume (Primula clusiana), Bursers Steinbrech (Saxifraga burseriana), der Dolomiten-Mannsschild (Androsace hausmannii), das Tauernblümchen (Lomatogonium carinthiacum), die Österreichische Bärenklau (Heracleum austriacum) und das Eberrauten-Greiskraut (Senecio abrotanifolius).

 

Die Tierwelt des gesamten Nationalparks Berchtesgaden ist geprägt durch verschiedene Huftiere wie das Reh, Rot- und Gamswild. Hinzu kommen alpine Tiere wie der Schneehase, das Auerhuhn und das Birkhuhn sowie das Alpenschneehuhn und das Haselhuhn, der Steinadler, der Alpensalamander sowie die schwarze Kreuzotter. Das Alpenmurmeltier kommt nur in der Umgebung des Passes Trischübel vor. Der Alpensteinbock ist als Wechselwild aus dem Hagengebirge und der Röth nur gelegentlich am Watzmann anzutreffen. Viele weitere Tierarten sind in den verschiedenen Höhenlagen des Watzmanns heimisch.

 

Schnee- und Eisfelder

 

Am Watzmann halten sich ganzjährig einige Schnee- und Eisfelder, von denen der Watzmanngletscher das größte und die Eiskapelle aufgrund ihrer leichten Erreichbarkeit von St. Bartholomä das bekannteste ist.

 

Der bereits von Berchtesgaden aus sichtbare Watzmanngletscher wird seit 1959 von der Kommission für Glaziologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften wieder als Gletscher betrachtet. Die Einordnung als Gletscher ist aufgrund seiner Größe und seiner nur geringen Fließgeschwindigkeit unter Wissenschaftlern umstritten. Der Watzmanngletscher liegt östlich des Grates zwischen dem Hocheck und der Mittelspitze mit einer mittleren Höhe von 2060 m im oberen Watzmannkar. Im Jahr 2018 betrug seine Fläche noch 4,8 ha bei einer mittleren Dicke von 2,9 m, einer maximalen Dicke von 10 m und einem Volumen von 140.000 m³ (gegenüber einem Volumen von 600.000 m³ im Jahr 2009; siehe auch Gletscherschwund seit 1850). In den Jahren vor 2007 verlor das Eisfeld jährlich durchschnittlich 1 m an Mächtigkeit. Wahrscheinlich wird der Watzmanngletscher in einigen Jahren verschwunden sein. Auf dem Eisfeld und westlich davon liegen Überreste eines im Oktober 1940 abgestürzten Transportflugzeugs JU 52.

 

Bei der Eiskapelle dürfte es sich um das am niedrigsten gelegene ganzjährig vorhandene Schneefeld der Alpen handeln. Bei der ersten vollständigen topografischen Aufnahme der bayerischen Gletscher durch Sebastian Finsterwalder 1892 stellte sich die Eiskapelle noch als eigenständiger kleiner Gletscher dar, der aber bereits zwischen 1920 und 1950 seine Gletscherzunge verlor und heute nur mehr ein Schneefeld ist.[3] Ihr unteres Ende liegt auf 930 m Höhe im oberen Eisbachtal und ist in etwa einer Stunde Fußmarsch von St. Bartholomä am Königssee erreichbar. Die Eiskapelle speist sich aus den Lawinen, die im Frühjahr über die Ostwand des Watzmanns stürzen und sich im Wandwinkel sammeln. Bisweilen bildet sich ein torartiges Gewölbe im Eis an der Stelle, wo der Eisbach aus der Eiskapelle hervortritt. Vor dem Betreten wird dringend gewarnt, es hat hier durch herabstürzendes Eis bereits Tote gegeben.

 

In der Ostwand selbst befindet sich im so genannten Schöllhornkar ein weiteres Eisfeld, Schöllhorneis genannt, über das bei einer Durchsteigung des Kederbacher-Weges aufgestiegen wird. Kar und Eisfeld tragen den Namen des Müncheners Christian Schöllhorn, der das erste Opfer der Ostwand wurde. Am 26. Mai 1890 stürzte er am oberen Ende des Eisfelds in die Randkluft und verletzte sich tödlich. Ein weiteres kleines namenloses Schneefeld befindet sich einige hundert Meter unterhalb der Mittelspitze ebenfalls in der Ostwand.

 

Geotope

 

Der Watzmann-Gletscher und die Eiskapelle sind vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als wertvolle Geotope (Geotop-Nummern: 172R027 und 172R025) ausgewiesen.

 

Alpinismus

 

Die Mittelspitze wurde im August 1800 erstmals durch den slowenischsprachigen Österreicher Valentin Stanič erstiegen, auch wenn andere Quellen bereits 1799 als Jahr der Erstbesteigung nennen. Wenige Tage nachdem Stanič den Gipfel des Großglockners am Tag nach dessen Erstbesteigung erreichte, erkletterte er auch den höchsten Punkt des Watzmanns vom Hocheck her kommend.

 

Die Südspitze wurde erstmals 1832 von Peter Karl Thurwieser über das Schönfeld bestiegen.

 

Die erste Überschreitung des Großen Watzmanns (Hocheck, Mittelspitze, Südspitze) wurde 1868 vom Ramsauer Bergführer Johann Grill, dem Kederbacher, und Johann Punz durchgeführt. Diese beiden erreichten auch den Gipfel des Kleinen Watzmanns im Jahr 1852 als erste. Die Watzmann-Ostwand wurde zum ersten Mal 1881 ebenfalls von Johann Grill mit seinem Gast Otto Schück durchstiegen.

 

Grill war von 1888 bis 1905 der erste Wirt des Watzmannhauses. Die Alpenvereinshütte liegt nördlich unter dem Hocheck auf 1930 m Höhe auf dem Falzköpfl und ist ein wichtiger Stützpunkt für die Überschreitung des Gebirgsstocks.

 

Watzmannüberschreitung

 

Bei der Überschreitung des Watzmanngrates, kurz „Watzmannüberschreitung“ genannt, werden die drei Gipfel des Hauptkammes, Hocheck, Mittelspitze und Südspitze, meist von Norden nach Süden überschritten. Oft wird diese Tour in zwei Etappen gegangen. Am ersten Tag steigt man bis zum Watzmannhaus, um am zweiten Tag nach einer Übernachtung die drei Gipfel zu passieren und in das Wimbachgries abzusteigen. Der Abstieg über 1400 Höhenmeter in das Wimbachgries erfolgt über einen steilen, absturz- und steinschlaggefährdeten Pfad, auf dem unterschiedliche alpine Landschaftsformen passiert werden. Über das Gries, einen großen Schuttstrom, gelangt man zu den Ausgangspunkten zurück. Im Notfall ist auch das Biwakieren in einer Unterstandshütte auf dem Hocheck möglich.

 

Die Gesamtgehzeit für die Überschreitung beträgt je nach Können, Kondition und Pausendauer im Regelfall 12 bis 15 Stunden. Der Ramsauer Extremsportler Toni Palzer hält mit 2 Stunden und 47 Minuten die Rekordzeit. Am 26. Juni 2020 lief er die Strecke von der Wimbachbrücke bis zum Watzmannhaus in 49 Minuten, weiter zum Hocheck in 32 Minuten, vom Hocheck bis zur Südspitze in 24 Minuten und von der Südspitze zurück zur Wimbachbrücke in 62 Minuten. Die Dauer der Überschreitung kann bei widrigen Verhältnissen und Konditionsproblemen durchaus mehr als 15 Stunden betragen. Wegen der Beliebtheit der Tour kann es jedoch zu Verzögerungen kommen, da sie an manchen Tagen von mehr als hundert Bergsteigern begangen wird. Vom Hocheck zum Mittelgipfel sind die Schwierigkeiten moderat, zwischen Mittelgipfel und Südgipfel sind Kletterstellen bis zum II. Grad zu bewältigen. Schlechtwetter-Einflüsse erhöhen den Anspruch, da der abgekletterte Fels durch Feuchtigkeit von Schnee, Regen oder Nebel noch rutschiger wird. Drahtseilversicherungen entschärfen die Schlüsselstellen, jedoch gibt es auch sehr ausgesetzte Passagen, die nicht mittels Drahtseil gesichert sind. Die Tour ist deshalb kein Klettersteig im eigentlichen Sinne, doch verwenden viele ein Klettersteigset.

 

Watzmann-Ostwand

 

Höchste Wand der Ostalpen

 

Die Ostwand der Watzmann-Südspitze, auch Bartholomäwand genannt, ist eine der bekanntesten Felswände der Alpen. Ob ihr auch das Prädikat der höchsten Ostalpenwand gebührt, war lange umstritten, sind doch die in der Literatur oft zitierten 1800 m Wandhöhe niedriger als die 1900 m, die der Alpenvereinsführer „Julische Alpen“ für die Westwand des Montasch (2754 m) angibt. Tatsächlich beziehen sich die 1900 m beim Montasch auf den Höhenunterschied zwischen einem vorgelagerten Tal und dem Gipfel, nicht aber auf die eigentliche Wand, die eine geringere Höhe – etwa 1400 m – aufweist.

 

Die Watzmann-Ostwand übertrifft mit ihrer Wandhöhe von etwa 1800 m auch alle weiteren hohen Wände der Ostalpen: Die Nordwand des Triglav (2864 m) in den Julischen Alpen (ca. 1500 m Wandhöhe), die Südwand des Birnhorns (2634 m) in den Leoganger Steinbergen und die Nordwand des Hochwanners im Wettersteingebirge (beide ca. 1400 bis 1500 m Wandhöhe), die Nordwand des Schermbergs im Toten Gebirge (1400 m Wandhöhe) und die Nordwand des Hochstadels (2680 m) in den Lienzer Dolomiten (ca. 1300 bis 1400 m Wandhöhe). Die Watzmann-Ostwand ist somit die höchste Felswand der Ostalpen. Höher sind nur weniger steile Flanken wie beispielsweise die Ostflanke des Wiesbachhorns mit 2400 m.

 

In der Zeitschrift des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins wurden 1922 die Triglav-Nordwand, die Hochstadel-Nordwand und die Watzmann-Ostwand als die drei höchsten Felswände der Ostalpen bezeichnet.[8] Früher wurde die Watzmann-Ostwand mitunter gar die „höchste durchkletterte Felswand der Alpen“ genannt.

 

Die Watzmann-Ostwand und die Eiskapelle werden vom Bayerischen Landesamt für Umwelt zu den hundert schönsten Geotopen Bayerns gezählt (Geotop-Nr. 172R025).

 

Schwierigkeiten und Gefahren

 

Seit der Erstdurchsteigung 1881 durch Johann Grill, den „Kederbacher“, und den von ihm geführten Wiener Alpinisten Otto Schück fanden mehr als 100 Menschen in der Ostwand den Tod. Damit hat sie mehr Todesopfer gefordert als die Eiger-Nordwand. Die höhere absolute Anzahl tödlicher Unfälle erwächst jedoch aus dem Umstand, dass sich eine insgesamt viel höhere Anzahl von Bergsteigern am Watzmann versucht, oft ohne aber der Wand gewachsen zu sein.

 

Allerdings ist die Wand technisch nicht besonders schwierig: Auf dem leichtesten Weg, dem von Josef Aschauer und Hellmuth Schuster 1947 zufällig gefundenen Berchtesgadener Weg, ist in einer 80 m langen Passage und mehreren weiteren kurzen Stellen „nur“ der dritte Schwierigkeitsgrad gefordert; der überwiegende Teil der Route führt über leichtes Fels- (I–II) und Gehgelände. Jedoch stellt die Wand Ansprüche an den Kletterer, auf die er sich in kleineren Wänden und im Klettergarten kaum vorbereiten kann. Die erforderliche physische und mentale Kondition, die oft schwierige Orientierung und die fehlende Möglichkeit, von Westen heranziehende Schlechtwetterfronten frühzeitig zu erkennen, werden immer wieder unterschätzt. Ein Rückzug ist je nach eingeschlagener Route spätestens ab Wandmitte ebenso schwierig wie der weitere Aufstieg. Es besteht Steinschlaggefahr, insbesondere an schönen Wochenenden, wenn viele Seilschaften im Berchtesgadener Weg unterwegs sind. Im Winter oder Frühjahr, wenn die Felsen von Eis oder Schnee überzogen sind und Lawinengefahr herrscht, ist die Watzmann-Ostwand (wie auch die Watzmann-Überschreitung) nur Profis und Gebietskennern vorbehalten. Insbesondere zur Zeit der Schneeschmelze, in den Monaten Mai und Juni, fordert die Wand immer wieder Todesopfer, da tonnenschwere Altschneemassen von den abwärts geschichteten Bändern abrutschen und Bergsteiger erschlagen können. Erst wenn diese massiven Altschneeansammlungen abgerutscht oder abgeschmolzen sind, beginnen die Berchtesgadener Bergführer mit regelmäßigen Führungen durch die Wand.

 

Routen

 

Abgesehen vom Berchtesgadener Weg ziehen noch einige weitere Routen durch die Wand zur Südspitze, namentlich sind dies der Kederbacherweg (benannt nach dem Erstdurchsteiger, obwohl die Seilschaft im oberen Teil den Weg zur Mittelspitze und nicht wie heute üblich zur Südspitze wählte), der Salzburger Weg, der Münchner Weg, der Frankfurter Weg, der Polenweg, der Franz-Rasp-Gedächtnisweg und noch einige weitere. Varianten sind in dieser stark gegliederten und nicht sonderlich steilen Wand oft möglich.

 

Besondere alpinistische Leistungen

 

Eine der größten alpinistischen Leistungen, die am Watzmann vollbracht wurden, ist die Winterbegehung des Salzburger Weges durch Hermann Buhl in der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März 1953. Für die Durchsteigung dieser schwierigen Route durch die tief verschneite Ostwand benötigte Buhl von St. Bartholomä bis zur Südspitze nur rund neun Stunden. Anschließend überschritt er noch den ganzen Watzmanngrat über Mittelspitze und Hocheck. Buhl, der mit seiner Frau Eugenie in der nahegelegenen Ramsau lebte, diente diese Tour als Vorbereitung auf die im selben Jahr anstehende Nanga-Parbat-Expedition, der er – ebenfalls im Alleingang – mit der Erstbesteigung des Achttausenders zum Erfolg verhalf.

 

Die meisten Durchstiege der Ostwand kann mit 410 (Stand: September 2015) der Bergführer Heinz Zembsch vorweisen. Vor ihm war Franz Rasp der langjährige „Hausmeister“ der Ostwand: Er durchstieg mehrere Routen als erster im Alleingang und war wohl der beste Kenner der Wand. Am 1. Januar 1988 stürzte Rasp bei seiner 295. Durchsteigung mit einem weiteren Bergsteiger tödlich ab.

 

Den Rekord für die schnellste Durchsteigung der Ostwand hält seit dem 12. Oktober 2018 Philipp Reiter, der in 1 Stunde und 53 Minuten von St. Bartholomä über den Berchtesgadener Weg auf die Südspitze stieg.

 

Biwakschachtel

 

Im oberen Wandteil der Watzmann-Ostwand befindet sich auf 2380 m (unter dem „Massigen Pfeiler“) eine Biwakschachtel, die vor allem bei Wetterstürzen als Notunterkunft dient.

 

Westflanke

 

Die Watzmann-Westflanke bricht zwischen Schüttalpelschneid und Griesspitze mit einer Höhendifferenz von bis zu 1700 m gegen das Wimbachtal ab. Auf etwa 2000 m befindet sich die Grenze zwischen Ramsaudolomit und Dachsteinkalk. Oberhalb ist die Flanke im Allgemeinen vergleichbar mit der Ostwand, nur etwas flacher. Unterhalb durchziehen zwei mächtige Grabensysteme die hier sehr brüchige und latschenbewachsene Flanke. Die Routen durch die Westflanke sind sehr mühsam und stellen hohe Anforderungen an die Orientierung. Um 1900 erfreute sich die Watzmann-Westwand noch einigen Interesses und wurde diverse Male auf verschiedenen Routen durchstiegen; auch kamen bei Durchsteigungsversuchen Bergsteiger ums Leben. Heute werden die verschiedenen Durchstiege durch die Westflanke selten und dann meist im Abstieg begangen.

 

Weitere Kletterrouten

 

Neben den Ostwandführen (siehe oben) gibt es noch eine Vielzahl anderer, meist hochalpiner und anspruchsvoller Klettereien. Die meisten befinden sich in der Westwand des Kleinen Watzmanns, die fast senkrecht über dem Watzmannkar aufragt und auch vom Wanderweg, der zum Watzmannhaus hinaufführt, gut sichtbar ist. Es gibt hier Dutzende Kletterrouten verschiedener Schwierigkeitsgrade, darunter das Sakrische Eck, die erste Route des Schwierigkeitsgrads VII (UIAA) im Berchtesgadener Land. Weitere Kletterrouten finden sich hauptsächlich an den Südabstürzen der Watzmannkinder.

 

Erwähnenswert ist die Wiederroute vom Watzmannkar durch die sogenannte kleine Ostwand auf die Mittelspitze, eine landschaftlich sehr eindrucksvolle Kletterei (UIAA III−). Routen durch andere Wände des Watzmannmassivs, z. B. die Hachelkopf-Nordwand, von Franz Rasp solo begangen, haben meist lange Zustiege und sind damit für viele Kletterer uninteressant.

 

Andere Gipfel des Watzmannmassivs

 

Kleiner Watzmann (Watzmannfrau)

 

Der bedeutendste Gipfel des Watzmannmassivs nach den Hauptgipfeln des Großen Watzmanns ist der Kleine Watzmann (2307 m), auch Watzmannfrau, Watzmannweib oder (selten) Watzfrau genannt. Der Normalweg auf diesen Gipfel führt von der Kührointalm von Norden über die Kederbichel genannte eiszeitliche Moräne auf den Grat, der sich bald zu einer im Volksmund „Gendarm“ genannten ausgesetzten Kletterstelle verengt. Wie die noch folgenden Kletterpassagen überschreitet man am Gendarm nicht den zweiten Schwierigkeitsgrad. Im Gegensatz zum Großen Watzmann gibt es weder Drahtseilsicherungen noch deutliche Markierungen. In den Platten kurz unterhalb des Gipfels befindet sich eine kleine Höhle mit engem Eingang, die gegebenenfalls auch zum Biwakieren genutzt werden kann. In Verbindung mit dem Abstieg über den Ostgrat zum Mooslahnerkopf lässt der Kleine Watzmann eine Überschreitung zu; der Ostgrat ist im Aufstieg die technisch einfachste Route auf die Watzmannfrau, aber deutlich länger als der Normalweg und nur stellenweise mit Steinmännern markiert. Vom Gipfel des Kleinen Watzmanns ist über die Scharte zum ersten Watzmannkind in östlicher Richtung weglos ein Abstieg zum Königssee möglich. Dabei kommt man am Watzmannlabl vorbei, einer kleinen Wiese. Die sehr steile Westwand des Kleinen Watzmanns ist nach der Südspitze-Ostwand die bedeutendste Kletterwand am Watzmann.

 

Watzmannkinder

 

Die Watzmannkinder schließen das Watzmannkar am oberen Ende ab. Der Sage nach sind es sieben; jedoch sind nur fünf als eigenständige Gipfel ausgeprägt; Nummerierung von Ost nach West: 1. Kind 2247 m, 2. Kind 2232 m, 3. Kind 2213 m, 4. Kind („Watzmann-Jungfrau“) 2270 m, 5. Kind 2225 m. Der neue Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen alpin spricht auch von einem sechsten Watzmannkind (2225 m) und meint damit den Aufschwung am Fuß der Mittelspitze-Ostwand, an dem sich die Watzmann-Skischarte befindet. Die genauen Höhen der einzelnen Watzmannkinder sind wiederholt Gegenstand von Diskussionen. Insbesondere das 3. Kind, das als Skitourenziel große Bedeutung hat, ist in der Literatur sehr häufig mit 2232 m angegeben, wobei es sich aber vermutlich um eine fälschliche Übernahme der Höhe des 2. Kindes handelt. Auch die unzutreffenden Höhenangaben 2165 m oder 2167 m finden sich in Tourenbeschreibungen. Verzeichnete die amtlichen topographische Karte 1:25.000 von 1959 noch 1., 2., 4. und 5. Kind mit Höhenangaben, so enthielten die Karten in den Ausgaben von 1967 bis 2008 nur die Höhen von 1. und 2. Kind. Die aktuellen topographischen Karten 1:10.000 und 1:25.000 des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung verzeichnen heute alle 5 Watzmannkinder mit Höhenkoten.

 

Die Watzmannkinder sind am leichtesten von Norden aus dem Watzmannkar zu erreichen (teils über Pfade, teils weglos und in Kletterei) und werden gerne im Winter im Zuge einer Skitour besucht. Nach Süden brechen die Watzmannkinder mit steilen Wänden von über 1000 Metern ins Eisbachtal ab. Eine selten durchgeführte, aber unter Gebietskennern geschätzte Tour ist die Überkletterung aller Watzmannkinder.

 

Bei der Watzmann-Skischarte handelt es sich nicht um den tiefsten Punkt zwischen dem fünften Watzmannkind und der Watzmann-Mittelspitze, sondern um eine 2428 m[18] hoch gelegene, wenig deutliche Einschartung unmittelbar am Fuß der Mittelspitze-Ostwand. Der tiefste Punkt zwischen den Watzmannkindern und dem Großen Watzmann trägt keinen eigenen Namen.

 

Grünstein

 

Der Grünstein ist mit 1304 m Höhe der kleinste und zugleich der am leichtesten zu besteigende Gipfel des Watzmannmassivs. Er erhebt sich unmittelbar über der Schönau und ist über Wanderwege entweder vom Parkplatz Hammerstiel oder von der Königssee-Rodelbahn aus erreichbar. Etwas unterhalb des Gipfels befindet sich eine bewirtschaftete Hütte, die Grünsteinhütte. Wegen seiner relativ geringen alpinistischen Anforderungen und des Rundblicks über den Berchtesgadener Talkessel ist der Grünstein ein beliebtes Wanderziel.

 

Am 21. Juni 2009 wurde mit dem Bau eines Klettersteigs auf den Grünstein begonnen. Acht Wochen später war der Bau abgeschlossen, und der Isidor-Klettersteig (benannt nach Isidor Grassl) wurde eröffnet. Der Steig führt im Klettersteig-Schwierigkeitsgrad C auf den Gipfel, außerdem gibt es noch die schwierige Variante im Grad D/E mit dem Einstieg weiter rechts, die nach ca. einem Drittel der Steiglänge über eine Hängebrücke in die Isidor-Variante mündet. Seit 2011 gibt es einen dritten Einstieg, die sogenannte Räuberleiter, ebenfalls im Grad D/E, jedoch länger als die schwierige Variante, in die sie kurz unter der Hängebrücke mündet.

 

Hirschwiese

 

Die Hirschwiese (auch Hirschwieskopf), 2114 m, der südlichste Gipfel des Watzmannmassivs, ist die Verlängerung des Felsgrates, der von der Watzmann-Südspitze herabzieht und in der Schönfeldscharte seinen tiefsten Punkt erreicht. Vom Trischübel (1765 m), dem Sattel zwischen Watzmann und Steinernem Meer, führt ein markierter Pfad durch steiles Grasgelände auf die kleine Gipfelhochfläche mit den beiden Gipfeln, die wenige Minuten auseinanderliegen. Der Berg wird von Wanderern wegen der leichten Erreichbarkeit und dem Ausblick insbesondere auf den Watzmann sehr häufig bestiegen.

 

Weitere Gipfel

 

Aufgrund seiner Kompaktheit und geringen Fläche weist der Watzmannstock nur noch wenige weitere Gipfel auf:

 

Großer Hachelkopf (2066 m): Der höchste der Hachelköpfe, eines Grates, der von der Hirschwiese ostwärts abzweigt und über den Burgstallstein nach St. Bartholomä hinabzieht. Er ist von der Hirschwiese aus weglos und mühsam zu besteigen und wird wegen seiner Entlegenheit und mangelnden Bekanntheit nur selten besucht, bietet jedoch einen guten Einblick in die Watzmann-Ostwand.

 

Grießspitze (auch Griesspitze, 2257 m): Die einzige markante Erhebung des Westsüdwest-Grates der Watzmann-Südspitze, der zusammen mit dem Südgrat der Watzmann-Südspitze das Schönfeld einrahmt. Nur weglos und in Kletterei zu erreichen, wird sie nur selten bestiegen.

 

Mooslahnerkopf (1815 m): Streng genommen kein eigenständiger Gipfel, sondern nur eine untergeordnete Erhebung im Kamm, der vom Kleinen Watzmann ostwärts hinabzieht. Er ist von Kühroint aus ohne klettertechnische Schwierigkeiten über einen Pfad erreichbar und bietet imposante Tiefblicke zum Königssee. Der Mooslahnerkopf gilt als einer der schönsten Aussichtspunkte des Berchtesgadener Landes. Der Grat, der von ihm westwärts zur Watzmannfrau hinaufführt, ist der technisch einfachste Anstieg auf diese, weniger schwierig als der markierte Normalweg von Kühroint über den Kederbichl.

 

Falzköpfl (1928 m): Ebenfalls kein eigenständiger Gipfel, sondern eine untergeordnete, weithin sichtbare Erhebung im breiten Hang, der vom Watzmann-Hocheck nördlich ins Tal hinunterzieht. Auf dem Falzköpfl steht das Watzmannhaus, die wichtigste Bergsteigerunterkunft am Watzmann.

 

Schapbachriedel (1329 m): Eine bewaldete Kuppe im nördlichen Teil des Watzmannmassivs, unmittelbar südwestlich des Grünsteins. Trotz seiner größeren Höhe ist der Schapbachriedel im Gegensatz zum Grünstein so gut wie unbekannt. Er ist vollständig bewaldet, bietet daher keinen guten Talblick und weist keinen markierten Wanderweg auf.

 

Sonstiges

 

Verschiedentlich findet man die – irrige – Ansicht, der Watzmann sei nach der Zugspitze der zweithöchste Berg Deutschlands. Tatsächlich ist er nach der Zugspitze und dem Hochwanner (2744 m) im Wettersteinmassiv der dritthöchste Hauptgipfel Deutschlands. Über die beiden letztgenannten verläuft die deutsch-österreichische Grenze. Der Watzmann ist der höchste Berg, dessen Massiv sich vollständig auf deutschem Staatsgebiet befindet.

 

Der Watzmann in Kunst und Kultur

 

Kulturelle Traditionen

 

Watzmannsage

 

Der Sage nach wurde das Land einst vom grausamen König Waze oder Wazemann beherrscht, der mit seiner Frau und den Kindern Furcht und Schrecken verbreitete. Als er eine Bauernfamilie mit seinem Ross zerstampfte, fluchte die Bäuerin, dass Gott ihn und seine Familie zu Stein verwandeln solle. Danach tat sich die Erde auf, spuckte Feuer und verwandelte den König und seine Familie zu Stein. In manchen Varianten der Sage wird noch erzählt, dass der Königs- und Obersee durch das zusammengeflossene Blut der Königsfamilie entstanden sei und Watzmanns Hunde am Hundstod abstürzten.

 

Der Eindruck einer nebeneinander aufgereihten „Familie“ ergibt sich, wie häufig auf Fotos und Bildern abgebildet, aus der Ansicht von Norden her; von links nach rechts erscheinen so die Watzmannfrau, die Kinder und der Große Watzmann, der sich aus den Hauptgipfeln ergibt.

 

Watzmann-Gams

 

Die „Watzmann-Gams“ ist ein seit 1971 jährlich vom Deutschen Alpenverein (DAV) veranstalteter Wettkampf im Skibergsteigen, der am Watzmann ausgetragen wird.

 

Populärkultur

 

Weg mit dem Watzmann, freie Sicht aufs Mittelmeer! ist einer der in vielen Varianten bekannten Sponti-Sprüche.

 

Bildende Kunst

 

Insbesondere im 19. Jahrhundert haben mehrere Maler wie August Leu, Johann Matthias Ranftl, Julius Lange, Heinrich Reinhold, Otto Schäffenacker und Ludwig Richter den Watzmann zum Motiv ihrer Bilder gemacht. Eines der bekanntesten Werke hierzu stammt von Caspar David Friedrich (Der Watzmann). Doch auch zeitgenössische Künstler setzen sich mit dem Berg auseinander, der zum werbeträchtigen Berchtesgadener Wahrzeichen geworden ist.

 

Literatur

 

Die Watzmannsage wurde mehrfach in Nacherzählungen bearbeitet, unter anderem von Ludwig Bechstein.

 

Ludwig Ganghofer nutzte Motive der Watzmannsage für seinen Roman Die Martinsklause, um sie mit der historisch belegten ersten Besiedelung Berchtesgadens durch Augustiner-Chorherren zu Anfang des 12. Jahrhunderts zu verbinden.

 

Von 1982 bis 1985 war er namensgebend für das vom Karikaturisten Helmut Vogl herausgegebene österreichische Satiremagazin Watzmann.

 

Musik

 

Der Watzmann ruft ist der Titel des 1974 entstandenen Konzeptalbums (die Autoren nennen es „Rustical“, abgeleitet von Musical und rustikal) von Wolfgang Ambros, Manfred Tauchen und Joesi Prokopetz, das später zu einem Musical ausgearbeitet wurde.

 

Marke und Logo

 

Der Watzmann ist Bestandteil des offiziellen Logos des Landkreises Berchtesgadener Land. Er ist auch das Logo des Zweckverbandes Bergerlebnis Berchtesgaden. Die Bergader Privatkäserei hat sich Watzmann 1968 als Wortmarke für ihre Produkte schützen lassen. Auch die Packungen der Berchtesgadener Land Milch ziert der Watzmann. Darüber hinaus haben noch zahlreiche andere Markenrechte am Watzmann.

 

Neben Unternehmen aus der Region verwenden den bekannten Berg als Symbol aber auch andere ohne jeden Bezug zum Berchtesgadener Land.

 

(Wikipedia)

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