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In Romantisch- Engelse landschapsstijl aangelegd wijkpark Middenhoven badend in het fraaie ochtendzonlicht van de nazomer.
Vanaf morgen een aantal beelden van die prachtige september in Amsterdam.
Autumn in Amsterdam: Volkswagen T2 ´bathing´in Autumn leaves...
Herfst in Amsterdam: VW T2 'badend' in de herfstbladeren...
Amsterdam, Roetersstraat - 31 oktober 2012
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Den Haag Man met djellaba جلابة) en Kufi
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Beste Roel
Mag ik u een vraag stellen over deze prachtige foto? Heel toevallig ontdekte mijn collega zijn oude vader op deze foto, zo leuk! Mijn vraag is de volgende, heeft u wellicht nog meer foto's van deze man op het bankje ? Ik zou het fijn vinden om die dan aan hem te geven, mijn collega heeft niet veel foto's van zijn vader
Deutschland / Nordrhein-Westfalen - Tecklenburger Land
Teutoschleife Tecklenburger Bergpfad - Naturschutzgebiet am Kleeberg
Das Tecklenburger Land ist eine Region mit elf Städten und Gemeinden im nördlichen Westfalen, umgeben vom Münsterland, dem Emsland und dem Osnabrücker Land. In seiner heutigen Ausdehnung ist das Gebiet im Jahr 1816 mit der Gründung des Kreises Tecklenburg aus den westfälischen Gebieten der alten Grafschaft Tecklenburg des 14. Jahrhunderts entstanden. Nach der Gebietsreform in den 1970er Jahren ist die Region heute Teil des neu entstandenen Kreises Steinfurt im Regierungsbezirk Münster, der zu den sogenannten Münsterlandkreisen zählt.
Der Name Tecklenburger Land steht in Verbindung mit dem Grafenhaus Tecklenburg als Ausdruck für das Land der Tecklenburger Grafen. Die Region verbindet eine über mehrere Jahrhunderte gemeinsame Geschichte, durch die sich in der Bevölkerung ein ausgeprägtes Regionalbewusstsein aufgrund von politischen, geschichtlichen und religiösen Differenzen zum Münsterland entwickelte.
(Wikipedia)
Der Tecklenburger Bergpfad zeichnet sich durch unberührte Natur, herrliche Panoramablicke und mittelalterlichem Charme aus. Er führt aus der Fachwerkidylle Tecklenburgs mit urigen Gaststuben in die Stille des Teutoburger Waldes.
Einen aussichtsreichen Auftakt prophezeit der Aufstieg auf den Bismarckturm. Anschließend greift der abwechslungsreiche Rundweg die schönsten Streckenabschnitte des Hermannweges und des Waldlehrpfades auf, der mit Baumwundern aus der ganzen Welt begeistert. Für einen Kunstgenuss in diesem glanzvollen Landschaftsbild sorgt die goldene Treppe. Auf schattigen Pfaden geht es dann zur lauschigen Waldkapelle und weiter zum markanten Naturdenkmal Blücherfelsen.
Nach dem Abstieg führt ein schmaler Wiesenpfad an dem idyllischen Ortskern von Brochterbeck vorbei und bringt den Wanderer in das Naturschutzgebiet am Kleeberg, einem ehemaligen Steinbruch. Am Wegesrand blühen wilde Orchideen und blauer Fransenenzian. Mit etwas Glück grast eine große Herde robuster Bentheimer Landschafe auf der Weide. Auf dem Weg zurück lassen sich mitten im Wald der Heidentempel und das Rolandsgrab entdecken. Der Anstieg zum Ausgangspunkt führt über den Hexenpfad und ist „teuflisch“ steil. Doch in dem romantischen Burgstädtchen Tecklenburg warten viele wanderfreundliche Gasthäuser, in denen man das Natur- und Kulturerlebnis entspannt ausklingen lassen kann.
(teutoschleifen.de)
Naturschutz am Kleeberg bei Lengerich
Der Schatz im Silbersee
Der Blick über die Felskante erinnert ein wenig an den Drehort eines alten Karl-May-Films. Wenn man ausblendet, dass die Autobahn A1 und das westfälische Lengerich nur ein paar Hundert Meter entfernt sind, wirkt der Blick auf den türkisfarbenen See vor der hellen Felswand geradezu exotisch. "Canyon" wird der ehemalige Steinbruch am Hang des Teutoburger Waldes in der Region deshalb auch genannt. Wegen seiner artenreichen Pflanzen und Tierwelt ist das 80 Hektar große Mosaik aus Magerrasen, Gebüschen, Stillgewässern, Felsen und Halden seit 1989 als Naturschutzgebiet "Steinbruch im Kleefeld" gesichert.
Dabei ist der Canyon alles andere als ein natürlich entstandener Lebensraum: Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts grasten auf dem Kleeberg Schafe und Ziegen. Dann begann der industrielle Gesteinsabbau und fraß eine einen Kilometer lange, mehr als 100 Meter breite und etwa 30 Meter tiefe künstliche Schlucht in den Berg, deren Boden sich schließlich mit Wasser füllte. Der Schatz, den man hier 75 Jahre lang suchte, waren die feinkörnigen kreidezeitlichen Kalke, ein begehrter Rohstoff der Zementindustrie. Vor fast 100 Millionen Jahren waren die hellgrauen Gesteinsschichten als Sedimente eines warmen Meeres entstanden.
Der Schatz lebt!
Als der Steinbruchbetrieb im Jahr 1977 eingestellt wurde, waren die steilen Hänge des Canyons so gut wie kahl. Erst in den Folgejahren siedelte sich eine schüttere Pioniervegetation an. Anfangs hatte man sogar versucht, die schwer zugänglichen Böschungen künstlich zu begrünen, doch das misslang. Zum Glück, muss man heute sagen, denn als Rohboden- und Felsbiotop übte der Steinbruch am Kleeberg eine hohe Anziehungskraft auf gefährdete Tier- und Pfl anzenarten aus. Allerdings nicht nur auf die. Im Hochsommer kamen trotz entsprechender Betretungsverbote immer wieder "Strandbesucher", die sich das Eintrittsgeld fürs Freibad sparen wollten. Dass sie dabei die Pioniervegetation zertrampelten und den Fortpflanzungserfolg störungsempfindlicher Tiere gefährdeten, war ihnen nicht bewusst, von achtlos zurückgelassenem Abfall gar nicht zu reden. Das änderte sich auch nicht, als der Steinbruch und seine unmittelbare Umgebung 1989 unter Schutz gestellt wurden. Die "Blaue Lagune" am Grund des Canyons hatte sich mittlerweile zu einem wichtigen Laichgewässer für Amphibien entwickelt. Der neue Schatz im Lengericher Silbersee bestand jetzt unter anderem aus dem gemeinsamen Vorkommen aller vier heimischen Molcharten, darunter dem streng geschützten und gefährdeten Kammmolch.
Erst Zementindustrie, jetzt Ziegen
Naturfreunde, die sich an der landschaftlichen Eigenart des Gebiets erfreuen wollen, sind durchaus willkommen, nur eben nicht als Badende, sondern auf den markierten Wegen. "Betreten erwünscht" heißt es auch, wenn die "Interessengemeinschaft Teutoburger Wald e. V.", wieder einmal zu einem Pflegeeinsatz einlädt, bei dem beispielsweise die allzu wuchskräftigen Birken beseitigt werden. Zuletzt stellten die Landschaftsschützer auch einen Weidezaun auf. Der soll zum einen verhindern, dass sich im Sommer weiterhin unerlaubt Badegäste ins Schutzgebiet "verirren", zum anderen begrenzt er den Claim einer Ziegenherde, die während der Vegetationsperiode auf den Hängen des Canyons weidet. Weil Ziegen bevorzugt das Laub von Sträuchern und niedrigen Bäumen abknabbern, sind sie die wichtigsten Verbündeten beim Kampf gegen den imaginären Feind namens Sukzession. Mit diesem Fachwort bezeichnen Ökologen das natürliche, aber an dieser Stelle unerwünschte Wiederaufwachsen von Wald. Der würde nämlich den lichthungrigen Kalkmagerrasen die Lebensgrundlage nehmen.
Viel spannender als der schweißtreibende Besuch an einem heißen Sommertag ist für Naturfreunde übrigens eine Rundwanderung bei klarer und kühler Witterung. Mit etwas Glück ist in der Dämmerung der Uhu, der seit einigen Jahren regelmäßig am Felshang brütet, in Balzstimmung und sein sonorer Ruf hallt durch den Canyon.
(nrw-stiftung.de)
Alces alces ♀
Moose ....... shaking
Elch ............ schüttelt sich
Elg .............. ryster sig
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Badende Tauben
Es gibt nicht mehr so viele Tauben auf dem Marcusplatz, wie noch vor 20 Jahren. Füttern der Tauben ist strengstens verboten. Das hat zu einer Reduzierung der Anzahl der Tauben auf dem Platz geführt.
Freie Kunst im Öffentlichen Raum: Immer zur Zeit der Skulptur Projekte in Münster auftretend und von den Offiziellen nicht gut gelitten. Die Bekinischönheit schaut verträumt auf die Wasserfläche zu ihrer Rechten mit den Badenden Damen, in deren unmittelbare Nähe "Kunstbanausen" sie installiert haben - Scan Fujifilm Epion 1010 MRC Tiara ix und APS Film Kodak Star 200, Expired 2002.
Gewaltige Wellen und Brandung sind für viele Badende ein gewaltiges Hindernis um wieder zurück an den Strand zu gelangen.
" And who do you think you are
Running around leaving scars
Collecting your jar of hearts
And tearing love apart,
You're gonna catch a cold
From the ice inside your soul
So don't come back for me.
Who do you think you are?"
Jar of Hearts
Christina Perri
Die 1. Fotoausstellung im Museum Barberini.
Die Ausstellung untersucht die Wechselwirkungen zwischen Malerei und historischer Photographie.
Foto: Antonin Personnaz.
"Armand Guillaumin beim Malen von Badende bei Crozemt"
Minolta X-300
28 - 55MM 1:3.5 ~ 4.5
Kodak Gold 200 35mm Film
Composition of a still-life and ruin of a monastery
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Unverfroren gerade-aus / Ein Stimmungsbild
[...]
Sind wir doch alle Sucher des Sinns-
Getriebene von Begierden-
Sklaven des Verlangens
Und des Hoffnungs Bild!
Amor fati wispert
die letzte Seelennische-
baren Körpers entblößt
des irren Blicks idealistischer Verheißungen!
Badend in der Lethe um die wilde Weisheit
zertränkend zu vergessen das Delta
utopischer Erinnerungen in der
erkalteten Welt des undankbaren-
Zweibeiners, der sich selbst nicht mal
am nächsten sein kann,
da er sein Innerstes fürchtet!
Die Gedankengewalt die den Sternenstaub
umküsste
güldenes Vließ zu zerreißen und -nähen
versuchte-
Zeichen des nimmerbeginnenden Anfangs-
und Schlussakts des Daseins
und so die Zeitlichkeit in Teer versenkte!
Pein der Lust!
Wiege und Sarg wurde mir das Leben
Atem schöpfte ich in den letzten Schindungen
der Agonie
Auferstanden bin ich fortwährend
aus eigensten Überwindungen!
Wandelnd als Ton und doch so fern
der Urharmonie!
(Ohnmacht)
[Auszug, Elvin Karda, 2022]
Paul Cézanne, Aix-en-Provence 1839 – 1906
Badende – Bathers – Les grandes Baigneuses (ca. 1894 – 1905)
National Gallery, London
Von 1870 bis zu seinem Lebensende stellte Cézanne das Motiv der Badenden in etwa 200 Gemälden dar. Sein Ziel war es, den Menschen in der Landschaft aufgehen zu lassen. Er verband alle Elemente in einer Art gemeinsamen Architektur, kein Element ist dem anderen überlegen. Im Gegensatz zu Renoir maß Cézanne nicht dem nackten Fleisch sondern den Körpern, die den Raum gliedern, die größte Bedeutung bei. Der Impressionismus klingt einzig in den sich auftürmenden Wolken an.
Garçons au bain / Boys bathing / Badende Knaben
Oeuvre de Max Liebermann (1847-1935)
1900
Huile sur toile
Oeuvre présentée dans l'exposition "Conflict on lake Wannsee" à la Villa Liebermann
Le musée de la villa du peintre Max Liebermann à Wannsee
...scheinen die Möwen hier veranstaltet zu haben! Sonst an der kalten Nordseeküste nicht so überreichlich vertreten, war hier scheinbar ein Nest der stacheligen und für Badende nicht so angenehmen Gesellen ;-)
Lepcke erschuf diese Skulptur ausdrücklich als "Phryne". Da sie jedoch über viele Jahrzehnte an der Badewiese am Schlachtensee stand, wurde sie gegen seinen Willen als "Die Badende" Bezeichnet.
Seit einigen Jahren steht sie auf dem Hohenzollernplatz vor dem S-Bahnhof Nikolassee und darf wieder als 'Phryne' bezeichnet werden.
Der Name Phryne bedeutet eigentlich 'Kröte', aber nicht wegen der Hässlichkeit dieser Frau sondern wegen des leicht grünlichen Schimmers ihrer Haut.
"Sie machte ihre Schönheit zu ihrer Stärke, als weltliches Abbild der Liebesgöttin Aphrodite wurde sie eine verehrte und reiche Liebesdienerin (Hetäre), der - wie überliefert ist - niemand widerstehen konnte. Als die Athener sie ob des Vergleichs mit Aphrodite wegen Frevels gegen die Götter anklagten, wusste ihr Verteidiger (der ihr ebenfalls verfallen war), wie man sie vor der Verurteilung bewahren konnte: Er enthüllte ihren Körper vor Gericht. (...) gebannt, geblendet, überwältigt, ratlos, verschüchtert, erschüttert reagieren die Richter auf diese überirdische Schönheit und sprechen sie anschließend frei. Wie gut, wenn man in der Not einen klugen Verteidiger hat!"
(Hier zitiert nach dem wunderbaren Blog "http://www.flanieren-in-berlin.de")
Die Entstehung des "Römus"
In der Sitzung vom 23. Mai 1834 beschloß der Magistrat der Stadt Lindau, die damals nur die Insel umfasste, die Einrichtung einer Schwimmschule für "junge Leute vom Civilstande" und für die Schuljugend zwischen der Sternschanze und dem Pulvermagazin...Der Platz-Commandant Major Graf von Ysenburg bot dabei an, die Militär-Schwimmschule täglich zu bestimmten Zeiten für die Schwimmübungen der männlichen Schuljugend und der übrigen Personen vom Civilstande zur Verfügung zu stellen, zog die Zusage aber ein Jahr später wieder zurück..In der Sitzung vom 24. Juni 1836 machte man sich aber auch Gedanken über die weibliche Jugend. Im Protokoll ist darüber festgehalten:
"So wie hiernach für die männliche Jugend Vorsorge getroffen worden sei, so erscheine es ebenfalls als Bedürfnis, auch für die Mädchen eine schickliche Badestelle auszumitteln, wozu der Platz bei der Leuchtbastion die beste Gelegenheit darbieten würde.
Durch die Herstellung einer Badehütte könnten die Badenden dem Auge des Publikums entzogen und durch Aufstellung einer im Schwimmen geübten Frauensperson, wozu die Fischertochter Johanna Haider ganz geeignet wäre, Sicherheit und Ordnung erzweckt werden."In der Sitzung vom 31. August 1838 ist erstmals die Rede vom Bedürfnis, eine allgemeine Badeanstalt zu errichten. Bürgermeister Rebmann schlug dabei unter Hinweis auf den Geldmangel die Gründung einer Aktiengesellschaft vor, der sowohl die Planung als auch die Auswahl des Platzes für das Bad überlasen werden sollte. Schon im Dezember 1838 berichtete der Ausschuß der zwischenzeitlich gegründeten Seebad-Actiengesellschaft, daß er glaube, den für die Austellung der Badeanstalt tauglichsten Platz, "der reines, ruhiges Wasser nebst gehöriger Tiefe aufweise", gefunden zu haben - an der südlichen Seite der Römerschanze. Dieser Platzwahl wird am 30. Dezember 1838 zugestimmt. Ab dem Sommer 1839 gab es dann das Römerbad. Man lese und staune, damals vorübergehend für beide Geschlechter.
Zwei Badende blicken entspannt auf die Passanten ...
Der Lebensalter-Brunnen von Waldemar Grzimek auf dem südlichen Teil des Wittenbergplatzes im Berliner Westen ist als offene Anlage konzipiert, in der sich die Menschen in einem begehbaren Bereich unter die Figuren mischen können und sich auch einzelne Figuren zwanglos unter die Menschen mischen.
s0254 4422 Brock14A2B Bäder I. Brockhaus' Konversations-Lexikon Vierzehnte vollständig neubearbeitete Auflage. Baths I.
1. Frigidarium der Thermen des Caracalla zu Rom; Rekonstruktion von Viollet-Le-Duc.
2. Tepidarium der 1824 ausgegrabenen Thermen zu Pompeji. 3. Türkisches Bad (Bruckbad) zu Ofen.
4. Badezimmer der Fugger zu Augsburg.
5. Marmorbad in der Aue bei Cassel.
Bad (Balneum), im engern Sinne die Eintauchung des Körpers oder einzelner Teile desselben in eine tropfbare Flüssigkeit; im weitern Sinne auch das Eintauchen in Dämpfe sowie in festere Stoffe (Moor, Sand u. s. w.); auch bezeichnet man die Anwendung strömender oder fallender Flüssigkeiten auf den Körper als B. (Douche). Ebenso heißen danach Ort und Anstalten mit den zum Baden nötigen Stoffen und Vorrichtungen kurz B.
In kulturgeschichtlicher Beziehung betrachtet, bat das Baden jederzeit auf das allgemeine gesellschaftliche Dasein einen besondern Einfluß geübt. Bei den Völkern des Orients war es eng mit dem Kultus verknüpft, indem man durch die körperliche Reinigung auch eine sittliche Reinheit andeuten wollte. Die alten Juden waren durch religiöse Vorschriften verpflichtet zu baden, und sie betrachteten die Reinigungsbäder nach gewissen körperlichen Funktionen, Berührungen und Krankheiten als wichtige rituelle Handlungen. Bei den Griechen werden schon zur Zeit Homers den ankommenden Freunden und Gästen warme B. bereitet. Der Grieche lagerte sich nicht zum Mahl, bevor er sich nicht gebadet, und sein Hausbad befand sich im Innern des Hauses. Auch mit religiösen Handlungen stand bei den Griechen das B. in Verbindung, so mit den Vorbereitungen zum Opfern, zum Empfange der Orakelsprüche, zur Hochzeit u. s. w. Auch benutzten schon die Griechen die beißen Quellen oder Thermen als Heilbäder. Die Männer badeten in Griechenland gemeinschaftlich; daß es auch für die Frauen öffentliche B. gab, ist wahrscheinlich.
Bei den Römern kamen die warmen B. (thermae) erst später in Aufnahme, wurden aber dann außerordentlich beliebt, obschon zuletzt der allgemeine Luxus den eigentlichen Zweck des B. mehr und mehr in den Hintergrund drängte, so daß die öffentlichen B. wesentlich als allgemeine Vergnügungsorte betrachtet wurden. Die meisten derselben wurden zur Zeit vor und unter den Kaisern Nero, Vespasian, Titus, Trajan, Caracalla, Diocletian u. s. w. erbaut. In Rom allein gab es deren über 800. Ihrer Einrichtung (s. unten) nach ähnelten sie dem heutigen türk. und russ. Bade. Durch eine leichte Bewegung zum B. vorbereitet, ging man zuerst in das Auskleidezimmer, dann in das Wärmzimmer, wo man sich mit Öl salbte, und dies ward auch während des B. wiederholt. Demnächst wurde der Körper mit Striegeln (strigilis) behandelt, worauf man sich in das Wärmzimmer begab, um entweder nur zu schwitzen, oder auch das heiße Wasserbad zu gebrauchen. War dieses vorüber, so ließ man sich mit kaltem Wasser übergießen und ging dann sogleich in das kalte B., um durch dieses die erschlaffte Haut wieder zu stärken, worauf der Körper nochmals mit Öl gesalbt wurde. Die öffentlichen B. für Frauen waren von gleicher Einrichtung und wurden fleißig auch von den vornehmsten Frauen besucht. Übrigens badeten diese wie die Männer gemeinschaftlich. Der Unsitte, daß Männer und Frauen zusammen badeten, wird auch von den alten Schriftstellern gedacht, wie denn überhaupt in späterer Zeit die B. Orte der Schwelgerei jeder Art wurden.
Vgl. Wichelhausen, über die B. des Altertums (Mannh. u. Heidelb. 1851); Confeld, Das altröm. B. und seine Bedeutung für die Heilkunde (Darmst. 1863); Guhl und Koner, Das Leben der Griechen und Römer (5. Aufl., Berl. 1882).
Die Völker des Islams haben das B. vollständig in ihre Sitten und Gebräuche aufgenommen. Der Islam schreibt seinen Bekennern sorgfältige Beobachtung der körperlichen Reinlichkeit und zu diesem Zwecke wiederholte tägliche Waschungen vor. Gewisse Umstände und Zeiten veranlassen noch außerdem vorschriftsmäßig sowohl Männer wie Frauen zum Gebrauch des B. Die Araber brachten die Vorliebe für reich ausgestattete B. mit nach Spanien. Die christl. Spanier verurteilten aber diese ihnen fremde Sitte und zerstörten nach Vertreibung der Araber die maurischen B. Die Einrichtung der B. ist bei den Völkern des Orients, bei den Persern, Türken, in Syrien, Ägypten u. s. w. fast eine gleiche. Der Badende entkleidet sich, wickelt sich in wollene Decken, zieht, um sich gegen die Hitze des Fußbodens zu schützen, hölzerne Pantoffeln an und begiebt sich in das Badezimmer. Hier dringt bald ein allgemeiner Schweiß durch die Haut, der mit kaltem Wasser abgewaschen wird. Hierauf wird der Körper mit wollenen Tüchern gerieben und mit einer der Haut zuträglichen Seife oder Salbe bestrichen. Gewöhnlich wird damit noch die Operation des Knetens (Massierens) verbunden, die der Badewärter an dem Badenden vollzieht. Darauf reibt er mit einem Tuche von grober Wolle den ganzen Körper, reibt mit Bimsstein die harte Haut auf den Füßen ab, salbt den Badenden mit Seife und Wohlgerüchen, und endigt damit, daß er ihm den Bart und die Haare abschert. Nach dem B., welches etwa dreiviertel Stunde dauert, ruht man in einem kühlern Zimmer auf einem Lager aus. - Freunde von B. jeder Art, von Dampf-, See- und warmen B. sind die Japaner, bei denen beide Geschlechter jeden Alters in öffentlichen Badeanstalten zusammen baden.
In Deutschland, Frankreich und England waren öffentliche Badeanstalten lange Zeit unbekannt. Erst als während der Kreuzzüge die Abendländer mit den Sitten der Morgenländer bekannt wurden, entstanden in Deutschland öffentliche Badestuben. Diese wurden bald beliebt, so daß es herkömmlich wurde, am Vorabend hoher Kirchenfeste, vor der Hochzeit, dem Ritterschlage und andern Feierlichkeiten ein B. zu nehmen; Handwerksgesellen wurden jeden Sonnabend von einem Badejungenchor durch Beckenmusik zum B. eingeladen. Die Fürsten machten die Badestuben zu einträglichen Regalien und verliehen den Städten das Recht, städtische Badestuben einzurichten, die verpachtet oder in Erblehn gegeben wurden. In ihnen fand man Schwitzbäder, in denen der Körper des Badenden durch Badediener kunstgemäß mit Badequasten, Seife u. s. w. gereinigt wurde. Nach und nach bildete sich die Zunft und das Gewerbe der Bader (s. d.) und Barbiere (s. d.) aus. Der deutsche Bürger und selbst die Bauern legten sich auch in ihren eigenen Häusern ein «Badestüblein» an, das gewissermaßen den Salon des Hauses bildete; hier badete und trank man mit guten Freunden. Im 12. Jahrh, kamen in Deutschland auch Dampfbäder auf. Noch mehr aber hob sich der allgemeine Badegebrauch im Mittelalter bei dem Umsichgreifen des Aussatzes. Mildthätige Personen stifteten zu jener Zeit für Arme Freibäder, sog. Seelenbäder. Allein die größere Ausbreitung des Aussatzes und der Syphilis mit der vermehrten Gefahr der Ansteckung, der mehr und mehr ins Volk übergehende Gebrauch der leinenen Leibwäsche und Veränderungen in den bitten und Gewohnheiten, besonders auch die vielfach mit ihnen verknüpfte Liederlichkeit verursachten, daß sich der Besuch der öffentlichen Badestuben allmählich verminderte. Ärzte, Geistliche und Regierungen traten schon im Anfang des 17. Jahrh, gegen dieselben auf, und das Volk entwöhnte sich der Sitte des häufigen Badens. Dagegen kam dann der Besuch der Wildbäder und der Mineralwässer als Vergnügungsorte, die sog. Badefahrten, in Deutschland in Aufnahme. In Frankreich fand das Baden in öffentlichen Anstalten sowie in Heilquellen oder Thermen schon mit der Herrschaft der Römer Eingang, und blieb daselbst mehr oder weniger heimisch. Karl d. Gr. brachte seinerzeit besonders die warmen B. in Aachen in Aufnahme. Später war Baden im Aargau einer der berühmtesten Badeorte. Im Mittelalter wurden Dampfbäder (étuves, lat. stufa) von der Zunft der Bader (estuveurs) gehalten. Der Humanist Johann Franz Poggio Bracciolini aus Florenz (1380-1459) stellt in einem Briefe die geselligen Freuden Badens weit über jene der antiken B. von Puteoli. Das Leben in den B. war im Mittelalter und in den nächsten Zeiten darauf ein freies, unbefangenes und zum Teil lockeres. Beide Geschlechter besuchten einander in den B., man trank, sang und musizierte darin und tanzte nachher. Nachdem in Deutschland, und zum großen Teil auch anderwärts, das Baden als Volksgebrauch fast ganz aufgehört, kamen zu Anfang des 18. Jahrh. von England aus kalte und Seebäder wiederum in Aufnahme. Reisende Ärzte machten auf die dortigen Badeanstalten aufmerksam, und so erstanden namentlich infolge der Ermahnung der Ärzte Halm, Marcard, Ferro, Hufeland u. s. w. in den civilisierten Ländern Europas wiederum zahlreiche Badeanstalten. Doch erst im 19. Jahrh. begann das Badewesen durch Einführung öffentlicher Badeanstalten wieder einen wirklichen Aufschwung zu nehmen. Ebenso war es erst dem 19. Jahrh. vorbehalten, Wert und Bedeutung der Mineralbäder für die Heilkunde in wissenschaftlichem Sinne zu bearbeiten (s. Mineralwässer und Balneographie).
Vgl. Zappert, Über das mittelalterliche Badewesen (im «Archiv für Kunde österr. Geschichtsquellen», Bd. 21, Wien 1859).
In hygieinischer Beziehung sind die B. von der größten Bedeutung. Man hat sie hinsichtlich ihres Zwecks in Reinigungs- und Heilbäder eingeteilt. Sie zerfallen in allgemeine oder ganze B. (Vollbäder), bei denen der ganze Körper in die Flüssigkeit eintaucht, und in partielle oder örtliche B. (Sitz-, Fuß-, Arm-, Handbäder u. dgl.). Ihre Wirkungen auf den menschlichen Körper hängen ab von den Bestandteilen des B. und deren Menge, der Dauer und Gebrauchsweise, vorzugsweise aber von dem Grade der Wärme oder Kälte. Die Wasserbäder reinigen die Haut von Schmutz und Hauttalg, fördern durch Aufweichen die Abstoßung der obersten Hautschichten und hierdurch die Verjüngung der Haut selbst. Ferner kommt der Effekt der verminderten Ausdünstung und der Verschiedenheit des Drucks von außen zur Geltung, da das Wasser 700-mal dichter ist als das Medium der Luft. Die Frage, ob im Wasserbade eine Aufsaugung und Aufnahme des Wassers sowie der im Wasser gelösten Bestandteile in den Körper stattfindet, ist noch immer als eine offene zu betrachten; die Absorption kann gewiß nur eine geringe sein, da man beobachtet hat, daß nach dem B. nicht eine Vermehrung, sondern eine Verminderung des Körpergewichts eintritt, sei es durch Abgabe von Stoffen durch die Haut, sei es durch Vermehrung der Lungenthätigkeit. Man unterscheidet hinsichtlich der Temperatur das kalte B. bis 15° R., das kühle B. 16 bis 22° R., das lauwarme B. 23 bis 27° R., das warme B. 27 bis 30° R. und das heiße B. von 30° R. und darüber.
Das kalte B. vermindert je nach der Heftigkeit und Plötzlichkeit der Abkühlung die Blutwärme, vermehrt die Kohlensäureausscheidung, verlangsamt den Puls- und Herzschlag sowie die Atmung, während die Reizbarkeit der Haut zwar anfangs erhöht, dann aber vermindert und nach beendetem B. wiederum gehoben wird; die Haut verliert ihren Blutreichtum, indem sich die kleinen Blutgefäße zusammenziehen, die innern Organe mehr mit Blut füllen. Bald nach den: kalten B. tritt wieder erhöhte Körpertemperatur, verstärkter Blutstrom nach der Haut, im Nerven- und Muskelsystem das Gefühl der Erfrischung, der Elasticität und der Kraft ein; mit der erhöhten Wärmeproduktion ist eine allgemeine Reaktion und eine nicht geringe Anregung des Stoffwechsels verbunden. Bei öfterer Wiederholung ist das kalte B. das vorzüglichste Mittel, durch welches die Haut geübt werden kann, Temperaturwechsel zu ertragen. Deshalb wird es vorzugsweise solchen Personen angeraten, welche an einer Neigung zu Erkältungskrankheiten, zu Rheumatismen und Katarrhen leiden. Da sich nach jedem kalten B. der Umsatz der Stoffe neu belebt, so benutzt man das wiederholte kalte B. auch dazu, die Ernährung des Körpers zu verbessern, fehlerhafte Blutmischungen und sogar krankhafte Veränderungen einzelner Organe zu beseitigen. Nachteilig wirkt das kalte B. bei großer Blutarmut, hochgradiger Nervosität, Herzkrankheiten und Schwächezuständen der verschiedensten Art. Am häufigsten benutzt man die kalten B. in Form der Flußbäder und der B. im Schwimmbassin, die stets von kurzer Dauer, d. h. höchstens 5, 10 bis 15 Minuten, und mit Schwimmbewegungen verbunden sein sollen; vorher lasse man den Körper abtrocknen und abkühlen, nach dem B. reibe man den Körper trocken, kleide sich rasch an und mache sich alsbald Bewegung; die beste Zeit für Flußbäder ist etwas vor dem Frühstück oder vor Sonnenuntergang. Kurze Zeit nach dem Essen, insbesondere nach einer reichlichen Mahlzeit, zu baden vermeide man, bade aber auch nicht des Morgens, ohne etwas gegessen zu haben. Die Seebäder (s. d.) wirken ebenfalls als kalte B., doch kommt bei ihnen auch Wellenschlag und Salzgehalt des Wassers zur Wirkung. Zur Herabsetzung der übermäßig erhöhten Körpertemperatur wendet man kalte und kühle B. bei schweren fieberhaften Krankheiten mit außerordentlich günstigem Erfolg an; durch die energische Anwendung kalter B. ist namentlich die Mortalitätsziffer der typhösen Fieber beträchtlich herabgesetzt worden. (S. Kaltwasserkur.)
Bei den lauwarmen B. ist jene Reizung der Empfindungsnerven der Haut nicht wahrzunehmen, die Reinigung der Haut geht durch sie unter schnellerer Beseitigung der Oberhauttrümmer, welche die Hautfunktion hemmen, besser von statten; der gelindere Reiz erweckt in den Muskeln eine angenehme Empfindung, und nach ihrem Gebrauche schwindet das Gefühl der Ermüdung. Man wendet die lauwarmen B. an zur Beruhigung und Beseitigung schmerzhafter Nervenleiden; sie bekommen schwächlichen, zarten und in hohem Grade zu Erkältungen geneigten Personen am besten. Warme Wasserbäder haben vorzüglich die Erweichung der Haut zur Beförderung der Ausdünstung und Abschälung zum Zwecke und finden deshalb ihre Anwendung bei Krankheiten, wo durch diese Wirkung eine Heilung erzielt werden soll, besonders bei Hautkrankheiten. Sie steigern aber auch die organischen Funktionen und den Stoffwechsel, ohne daß ein heftiger Reiz eine starke Reaktion verlangt; und indem sie den Wärmeverlust vermindern, stimmen sie die normale ausgleichende Reaktion herab, sie wirken somit beruhigend, weshalb man sich ihrer bei krampfhaften Affektionen und bei erhöhter Nervenreizbarkeit mit Vorteil bedient; doch beschleunigen sie auch schließlich den Blutkreislauf in der Haut und in den der Wärme zugänglichen Teilen und fördern durch Erweiterung der Gefäße die Aufsaugung krankhafter Stoffe im Körper. Hierauf beruht ihre wohlthätige Wirkung bei Rheumatismus und Gicht. Die warmen B. dürfen jedoch nicht zu oft angewendet werden, weil die Haut sonst zu sehr erschlafft und für äußere Einwirkungen zu empfänglich gemacht wird, weshalb auch unmittelbar nach dem jedesmaligen Gebrauche die Haut vorsichtig vor Kälte zu schützen ist, wenn man nicht vorzieht, die Haut durch eine kalte Übergießung am Schlüsse des B. zu kräftigen.
Ähnliche Wirkungen wie die warmen B., nur in erhöhtem Grade, besitzt das allgemeine Wasserdampfbad, von welchem nicht nur die ganze äußere Oberfläche des Körpers, sondern auch die innere Auskleidung der Respirationsorgane berührt wird. Dasselbe fördert die Abschälung der Haut und die Abschleimung der Schleimhäute sowie die Schweißabsonderung sehr bedeutend und ist eins der wichtigsten Zerteilungs- und Heilungsmittel bei gichtischen und rheumatischen Übeln, Nervenschmerzen, alten Katarrhen u. s. w. (S. Dampfbad.) Man hat nicht bloß Dampfbäder in eigens dazu hergerichteten Badestuben, sondern man erfand auch tragbare Apparate (unter anderm: Ricklis «Bettdampfbad», Triest 1861), bei welchen man aus einer mit Wasser gefüllten kupfernen Blase, die durch Weingeist erhitzt wird, den Dampf erzeugt. Die einfachsten Vorrichtungen derart sind die sogenannten engl. Spiritusdampfbäder, bei welchen die mit einer wollenen Decke umhüllte Person auf einem Stuhle über einer Spirituslampe sitzt. Ferner hat man Dampf nicht bloß von Wasser, sondern auch von verschiedenen Stoffen, z. B. von Schwefel, Terpentin, Fichten- und Kiefernadelextrakt, angewendet. (S. hierüber unten die Rauchbäder.) Ähnlich wirkt das B. in heißer trockn er Luft, bei dem der reichlich ausgeschiedene Schweiß die obern Hautschichten aufweicht, der Körper eine große Menge von Flüssigkeit durch die Haut ausscheidet, dem Blute viel Wasser entzogen und manche krankhafte Ablagerung im Körper durch Aufsaugung beseitigt wird. Daher wird auch das heiße Luftbad zur Kur bei Gicht, Rheumatismus und allgemeinen Blutkrankheiten empfohlen. Hierzu benutzt man vor allem das Irisch-Römische Bad (s. d.), doch auch die natürlichen Höhlen mit heißer Luft, z. B. die Grotte von Monsummano (s. d.). In neuerer Zeit hat man begonnen, komprimierte Luft zu Heilzwecken anzuwenden. Der Kranke weilt hierbei längere Zeit in einem sog. pneumatischen Kabinett, in einem Raume, in welchem die Luft durch Maschinen einem langsam steigenden, später (bei 300 mm) gleichbleibenden Druck ausgesetzt wird. Für diese sog. pneumatischen B. hat man besondere transportable Apparate konstruiert (s. Komprimierte Luft). Schließlich werden von manchen die sog. elektrischen B. gegen Neurasthenie und andere Nervenleiden empfohlen. (S. Elektrotherapie.)
Hinsichtlich der örtlichen oder Teilbäder gilt im allgemeinen die Regel, daß heißes Wasser das Blut nach dem von ihm umgebenen Teile zieht, kaltes hingegen es von dem bezüglichen Teile verdrängt. Daher wendet man heiße Fuß- und Handbäder an, um den Blutandrang vom Gehirn und von den Lungen nach den Extremitäten hinzuleiten. Kalte Sturz-, Tropf-, Regen- und Staubbäder werden angewendet, um das Blut aus gewissen Teilen (besonders aus dem Kopfe, z. B. bei manchen Geisteskrankheiten) zu vertreiben und die erweiterten Gefäßchen wieder zusammenzuziehen, sind daher Zerteilungsmittel bei Entzündungen. Doch bewirkt auch das Eintauchen in kaltes Wasser in der Nachwirkung stärkern Blutzudrang nach den eingetauchten Teilen. Sehr energisch wirken die Douchebäder. Ein mehr oder weniger starker Wasserstrahl wird hierbei auf einen Punkt des Körpers geleitet, wo er Belebung, Zerteilung, aber auch bei Übermaß Entzündung und Geschwulst hervorbringen kann. Man benutzt diese B. besonders bei Affektionen des Nervensystems und krankhaften Ablagerungen, als aufsteigende Douche bei Hämorrhoiden, Gebärmutterkrankheiten, Störungen der Menstruation, Leukorrhöe, Stuhlverstopfung, und als schottische Douche (abwechselnd heiß und kalt) gegen Lähmungen. (S. Douche.)
Die Dauer aller dieser B. ist gewöhnlich keine lange; sie werden meist nur 10 Minuten bis eine halbe Stunde, höchstens eine ganze Stunde lang angewendet, während man ehedem viel länger in den B. zu verweilen gewohnt war. In neuerer Zeit hat man indes vielfach mit Vorteil permanente Warmwasserbäder angewendet, bei welchen der Kranke tage-, ja wochenlang im Wannenbade zubringen muß zur Linderung der Schmerzen, Verminderung des Fiebers und Förderung des Heilungsprozesses. Dieselben sind insbesondere bei ausgebreiteten Verbrennungen und manchen hartnäckigen Hautkrankheiten nützlich. Auch örtlich, d.h. nur für einzelne Körperteile, wendet man solche permanente B. insbesondere bei eingewachsenen Nägeln, Fußgeschwüren, nach Operationen u. s. w. an.
Die medizinischen B., denen man mineralische oder vegetabilische Stoffe beigemischt hat, standen früher bei den Ärzten in größerm Ansehen als jetzt, wo die physiol. Schule ihre Kraft und Wirkungsweise genauer geprüft und auf ein richtigeres Maß zurückgeführt hat. Die Haut ist für das Eindringen fremder Körper allerdings nur in sehr beschränktem Grade zugänglich. Zwar noch bis vor kurzem hielt man dieses Organ für dasjenige, durch welches man Arzneimittel in größerer Menge dem Körper bequem einzuverleiben im stände sei, indem es zur Aufnahme dieser Stoffe eine verhältnismäßig große Oberfläche darbietet. Allein die jüngsten Untersuchungen haben gelehrt, daß eine Absorption salziger, im B. aufgelöster Stoffe, wenn sie stattfindet, nur gering sein kann; viele Ärzte sind jetzt sogar der Meinung, daß die Wirkung salzhaltiger B. sich besser auf mechan. als auf chem. Weise erklären lasse; sie behaupten, daß der Reiz des Salzwassers auf die Haut ein mächtigerer Faktor dieser Wirkung sei als die chemische, durch die aufgenommenen Salzbestandteile bedingte Umwandlung des Blutes. Dies betrifft die Würdigung der B. hinsichtlich ihres Gehalts an Eisen, Kalk, Glauber-, Bittersalz, Natron, Jod, Brom, Arsenik und Kochsalz. Dagegen steht die Aufsaugung der im B. befindlichen Gase unzweifelhaft fest, indem beispielsweise Schwefelwasserstoffgas, Kohlensäure, überhaupt flüchtige Stoffe durch die Haut in das Blut übergehen, somit auch in demselben eine chem. Wirkung entfalten können. Von den arzneilichen B. werden am häufigsten benutzt: alkalische B. oder Laugenbäder (150-500 g rohe Pottasche oder 250-1000 g Soda zum Vollbade), Ameisenbäder (1-2 kg zerquetschte Ameisen in einem leinenen Beutel gebrüht und dem B. zugesetzt), aromatische B. (150-500 g aromatische Kräuter auf das Vollbad), Baldrianbäder (Aufguß von 250-500 g Baldrianwurzel auf das Vollbad), Chlorkalkbäder (250-500 g Chlorkalk zu einem Vollbad), Eisenbäder (30-60 g reines Eisenvitriol und 120 g gereinigte Pottasche, oder 30 g reines Eisenvitriol, 60 g Kochsalz und 90 g doppeltkohlensaures Natron auf das Vollbad), Fichtennadelbäder (Aufguß von 2-5 kg Fichten- oder Kiefernadeln oder Zusatz von 150 bis 500 g Fichtennadelextrakt zu einem Vollbad), Jodbäder (in Holzwannen, 10-15 g Jod mit 20-30 g Jodkalium in 1 kg Wasser gelöst und dem Vollbad zugesetzt; die Wanne ist während des Badens zu bedecken, um das Einatmen der Joddämpfe zu verhüten), Kleienbäder (1-3 kg Weizenkleie werden in einem leinenen Beutel eine halbe Stunde lang mit 4-8 l Wasser gekocht und dann dem Vollbad zugesetzt), Leimbäder (½-1 kg Tierleim oder Gelatine in Wasser gelöst als Zusatz zu einem Vollbad), Malzbäder (Abkochung von 1-3 kg Gerstenmalz in 4-6 l Wasser auf das Vollbad), Mineralsäurebäder (in Holzwannen, 50-120 g Scheidewasser oder je 30-60 g Salz- und Salpetersäure auf das Vollbad), moussierende B. oder Kohlensäurebäder (200 g doppeltkohlensaures Natron und nach dessen vollständiger Lösung beim Besteigen der Wanne 200 g rohe Salzsäure unter Umrühren dem Vollbad zugesetzt), Schwefelbäder (in Holzwannen, 50-150 g Schwefelkalium auf das Vollbad), Seifenbäder (100-250 g geschabte weiße Kaliseife oder 60-100 g Seifenspiritus auf das Vollbad), Senfbäder (2 g Senföl in 25 g Spiritus gelöst auf das Vollbad), Solbäder (6-8 kg Koch- oder Seesalz, oder 2-5 kg Koch- oder Seesalz mit 2 kg Mutterlaugensalz auf das Vollbad), Sublimat- oder Quecksilberchloridbäder (in Holzwannen, 3-10 g Quecksilberchlorid in 50-200 g Wasser gelöst auf das Vollbad), Tanninbäder (10-50 g Tannin in 200 g Wasser gelöst auf das Vollbad), Walnußblätterbäder (Abkochung von ½-1 kg frischer Walnußblätter auf das Vollbad). Kochsalzhaltige B. wirken außerordentlich belebend und kräftigend auf die Haut und namentlich auf das Drüsensystem und bilden deshalb ein souveränes Heilmittel gegen alle skrofulösen Haut- und Drüsenkrankheiten. (S. Solbäder.) Auch dem Wasser, welches man als Dampf auf den Körper einwirken läßt, hat man mit gutem Erfolg Arzneistoffe zugesetzt, die natürlich flüchtiger Natur sein müssen. Hieran schließen sich die sog. Rauchbäder oder medikamentösen Räucherungen, in denen der ganze Körper oder einzelne Teile desselben, mit Ausschluß des Kopfes, mit Dämpfen in Berührung gebracht werden, die man durch vollständige oder teilweise Verflüchtigung trockner Arzneistoffe erzeugt. Angewendet werden hierzu harzige aromatische Substanzen, Weihrauch, Myrrhe, Benzoe, Bernstein, auch Schwefel, Zinnober und Quecksilber. Die größte Vorsicht ist bei den Rauchbädern von Schwefel und Quecksilber nötig, weil sie leicht gefährliche Zufälle herbeiführen. Die Anwendung muß in einem sog. Räucherungskasten geschehen, in welchem nur der bestimmte Körperteil mit den Dämpfen eingeschlossen wird, damit die Respirationsorgane nicht belästigt werden. Am beliebtesten sind jetzt die Fichten- oder Kiefernadeldampfbäder (bei Rheumatismen u. s. w.). Seit früher Zeit benutzt man übrigens zu ähnlichem Zwecke die in manchen Gegenden aus vulkanischem Boden aufsteigenden heißen Dämpfe, z. B. in der Nähe von Pozzuoli bei Neapel.
Ein eigentümliches Dunstbad sind die sog. Animalischen Bäder (s. d.), welche schon den Alten bekannt waren und besonders bei Lähmungen großen Ruf hatten. Von Gasbädern sind besonders die von Schwefelwasserstoffgas (Schwefelbäder) und die von kohlensaurem Gas gebräuchlich, namentlich an gewissen Heilquellen. Das Schwefelwasserstoffgas, in geringer Quantität der atmosphärischen Luft beigemischt, stimmt die Reizbarkeit der Luftwege herab und mäßigt die Beschwerden bei manchen Atmungskrankheiten. In stärkerer Quantität mit der Haut in Berührung gebracht, leistet es bei Hautkrankheiten, Rheumatismus, Syphilis, Lähmungen und chronischen Metallvergiftungen treffliche Dienste. Das kohlensaure Gas wirkt lebhaft erregend auf die Haut und das Nervensystem, fördert den Monatsfluß und wird besonders in Form von Halbbädern an manchen Kurorten, z. B. in Ems und Vichy, häufig gebraucht. B. in festweichen Substanzen sind die Moorbäder (s. d.), auch Schlammbäder genannt. Unter die B. in festen Stoffen rechnet man das Schneebad, das Erdbad, das Sandbad, das Aschenbad (s. d.) und das Laubbad. Das Schneebad wendet man an, um Erfrorene wieder ins Leben zurückzurufen; man umgiebt den ganzen Körper mit Schnee und bringt diesen durch äußere Wärme zum Schmelzen. Das Erdbad, das Eingraben oder Bedecken des ganzen Körpers, ausschließlich des Kopfes, mit frischer Erde, wird bei Scheintod nach dem Blitzschlage angewendet. Bei den nassen warmen Sandbädern (Arenationen) wird der Badende in Gruben eingegraben; man gebrauchte sie ehemals als Volksmittel bei Wiederbelebung Ertrunkener. Trockne Sandbäder, mäßig erwärmt, gebraucht man zur Schwitzkur bei Gicht, Rheumatismen, Brightscher Nierenkrankheit, Metallvergiftung u. s. w. in den Anstalten zu Dresden (Dr. Flemming), Köstritz (Dr. Sturm), Berka; hier giebt man Sandbäder von 47 bis 50° C. oder 38 bis 40° N. und von der Dauer von 25 bis 45 Minuten. Der trockne Sand wird auf heißen Eisenplatten erwärmt, und eine Sandschicht von 10 bis 12 cm auf die Extremitäten und die Beckengegend und 1 cm stark auf den Unterleib gedeckt. Allgemeine oder örtliche Laubbäder werden bereitet aus trocknen Birken-, Ellern-, Kiefern- und andern Blättern, mit denen man den kranken Teil überschüttet. Sie sind Volksmittel gegen Wassersucht und wirken kräftig schweißtreibend. Angewandt werden schließlich einfache Luft- und Sonnenbäder, wobei sich der an allgemeiner Blutarmut und Schwäche leidende Kranke entkleidet in einer Hängematte der vollen Einwirkung der atmosphärischen (Berg-) Luft und des Sonnenlichts aussetzt.
Litteratur. Unter den Schriften, welche sich im allgemeinen über Baden und B. (mit Ausschluß der Mineralquellen und Kaltwasserheilanstalten) verbreiten, sind hervorzuheben: Marcard, Über die Natur und Gebrauch der B. (Hannov. 1793); Speyer, Ideen über die Natur und Anwendungsart natürlicher und künstlicher B. (Jena 1805): Kausch, Über die B. (Lpz. 1806); Bischoff, Über das Bedürfnis von B. (Bonn 1843); Meißner, Abhandlung über die B. (Lpz. 1832): Bell, A treatise on baths (2. Aufl., Philad. 1859): Lersch, Geschichte der Balneologie u. s. w. (Würzb. 1863): ders., Polymorphe Balneologie: eine Abhandlung über Sand-, Moor-, Schlamm- und Kiefernadelbäder u. s. w. (Erlangen 1871); Wilson, Modern hydropathy (5. Aufl., Lond. 1871); Rahn, Bäderkunde und Bäderbeilkunde (Sangerh. 1874); Holm, Die Technik des Badens. Anleitung zum Gebrauche von B. (Wiesb. 1887); Lassar, Die Kulturaufgabe der Volksbäder (Berl. 1889). (S. auch Balneographie.)
Bäder oder Badeanstalten als besondere Gebäude wurden zu allen Zeiten, je nach der Art des Badens, mit größerm oder geringerm Aufwande errichtet. In der griechischen Zeit waren die B. mit Palästen und Gymnasien verbunden, wie es u. a. die aus der hellenistischen Periode erhaltene Anlage in Olympia veranschaulicht. Außer den Ankleidezimmern (Apodyteria) und den Räumen, die zur Einreibung mit Öl dienten (Elaeothesia), bestand das eigentliche B. in dem Lakonikon oder Schwitzbad, einem Gemach mit Bänken, das mittels Röhren mit dem Hypokauston, einem großen Ofen, in Verbindung stand, sowie aus dem trocknen Schwitzzimmer (Pyriateria), wo das Schwitzen bloß durch Erhitzung der Luft bewirkt wurde. Die öffentlichen B. der Römer hießen Thermen (Thermae) und waren reicher ausgestattet als die griechischen. Zu einer Therme gehörte 1) das Hypocaustum oder Heizzimmer im Kellergeschoß zur Erwärmung sowohl der Badezimmer als auch des Badewassers; 2) das Apodyterium oder Auskleidezimmer; 3) das Frigidarium, ein Zimmer mit einem Bassin zum kalten B.; 4) das Tepidarium, ein Raum mit mäßig trockner Wärme, das sowohl zum Baden im lauwarmen Wasser wie zur Vorbereitung auf die höhere Temperatur des nächsten Zimmers, wohl auch zum Einsalben des Körpers gedient haben mag; 5) das Caldarium für das warme B. Getrennt davon und nicht notwendig zum B. gehörig ist 6) das Laconicum, das trockne Schwitzbad, auch Sudatorium genannt. Dieser Raum, dessen Fußboden auf kleinen Pfeilern ruhte, die auf dem mit Ziegeln überdeckten Hypocaustum aufstanden, war so eingerichtet, daß sich in ihm die Hitze vom Hypocaustum aus nach allen Richtungen hin verbreiten konnte, denn sowohl der Fußboden als auch die Seitenwände waren hohl und ließen beiße Luft durch. In den Badezimmern befanden sich Bassins zur Aufnahme des Wassers, an den Wänden befanden sich Bänke, die im Caldarium amphitheatralisch erhöht waren, um den Badenden die Wahl zwischen der höhern Temperatur des obern Zimmerteils und der mäßigern des untern Raums zu gestatten. Letzteres Zimmer enthielt auch noch ein Becken (labrum) von mehrern Metern im Durchmesser, das mit kaltem Wasser gefüllt war. Mit diesen wesentlichen Teilen eines B. standen gewöhnlich noch in Verbindung ein Unctuarium, d. h. ein Zimmer zum Salben des Körpers, außerdem oft Gärten, bedeckte Spazierwege, Säle zum Spielen u. s. w. Dem entsprechend wachsen die B. aus dem Bedürfnis dienenden Gebäuden zu mächtigen Prachtanlagen empor. Zu Rom legte zuerst, zur Zeit des Augustus, Agrippa auf dem Marsfelde Thermen zu unentgeltlicher Benutzung an; nach ihm Nero, dessen Thermen Alexander Severus erneuerte. Dann baute Titus auf dem Esquilin seine großen Thermen, denen Trajan kleinere hinzufügte. Große und prächtige Thermen errichtete Caracalla (s. Tafel: Bäder I, Fig. 1) in dem Stadtteil Piscina publica, die wieder von denen des Diocletian auf dem östlichsten Teile des Quirinals überboten wurden. Die letzten in Rom errichteten Thermen waren die des Konstantin auf dem westlichsten Teile des Quirinals. Die erheblichsten Überreste stammen von den Thermen des Titus, Caracalla und Diocletian. Der Hauptsaal der letztern bildet jetzt nach öftern Umgestaltungen die Kirche Sta. Maria degli Angeli; der berühmte Kuppelbau des Pantheons gehörte zu den Thermen des Agrippa; die des Caracalla bildeten ein Geviert von etwa 400 m und enthielten großartige Säle, Schwimmbassins, Vorzimmer u. s. w. Für die Kenntnis der innern Einrichtung dieser Anlagen sind die drei wohlerhaltenen Thermengebäude von Pompeji, von denen das Innere eines Tepidariums Taf. I, Fig. 2 abgebildet ist, von großer Bedeutung. Auch in den Provinzen finden sich zahlreiche Reste von Thermen: so in Frankreich, England, den Rhein-, Mosel- und Neckargegenden (Badenweiler, Trier u. a.), in den Donauprovinzen (Ofen, Deutsch-Altenburg), Afrika, Kleinasien u. s. w.
Vgl. Palladio, Les thermes des Romains (Vicenza 1785); Blouet, Restauration des thermes d'Antonin Caracalla à Rome (Par. 1828); Overbeck, Pompeji (4. Aufl., Lpz. 1884); Marquardt und Mommsen, Handbuch der röm. Altertümer, Bd. 7: «Das Privatleben der Römer» (2. Aufl., ebd. 1886); J. Durm, Die Baukunst der Römer (im «Handbuch der Architektur», Bd. 2, Darmst. 1885); Baumeister, Denkmäler des klassischen Altertums, Bd. 3 (Münch. 1888).
Bei den Orientalen sind die B. (arab. Hamam) aus Stein gebaut, die Badezimmer haben Fußböden von Marmor, der von unten erhitzt wird, und Röhren in den Wänden leiten die Wärme nach allen Seiten. Zum Teil sind auch diese B. mit großer Pracht ausgestattet, namentlich in Damaskus und Kairo. Ein merkwürdiges Beispiel bietet das von Pascha Mustafa Sokoli 1570-77 errichtete, 1880 erneuerte Bruckbad in Ofen (s. Taf. I, Fig. 3) mit einer 10 m im Durchmesser weiten, das Becken überdeckenden Kuppel. Während größere, technisch und künstlerisch durchgeführte B. im Mittelalter nicht entstanden, wendete sich die Renaissance ihrem Schmucke wieder zu. Berühmt waren die Badestuben der Fugger in Augsburg (s. Taf. I, Fig. 4). Im 17. und 18. Jahrh. wurden die fürstlichen B. Gegenstand monumentaler Ausgestaltung. Die Badenburg im Park zu Nymphenburg bei München, das Marmorbad in der Aue bei Cassel (s. Taf. I, Fig. 5), mit reichem plastischem Schmuck von Pierre Francois Monnot (geb. zu Besançon 1600, gest. zu Rom 1730), das B. Lazienki bei Warschau u. a. sind hervorragende Beispiele hierfür.
In neuerer Zeit wurde der Baukunst die Aufgabe gestellt, dem gesteigerten Bedürfnis entsprechende Anlagen zu schaffen. In England entstand 1842 die erste öffentliche Badeanstalt in Liverpool, der bald andere in London folgten. In den fünfziger Jahren wurden zu den Wannenbädern, die bisher in diesen Anstalten allein üblich waren, die Schwimmbäder und seit 18556 (zuerst zu St. Ann's Hill, Irland) die Dampfbäder hinzugefügt. In Deutschland gingen Wien (Dianabad, erbaut 1842 von Förster und Etzel, im Winter Tanzlokal) und Hamburg mit der Errichtung großer Warmwasser-Schwimmbäder voraus. Die Privatindustrie hat sich der Anlage von Badeanstalten überall bemächtigt. Fast jede größere Stadt besitzt mehrere wohleingerichtete Badeanstalten. Frankreich steht in dieser Beziehung andern Ländern nach. Die Anstalt «Le Hammam» zu Paris ist die einzige, die als glänzend eingerichtet zu bezeichnen wäre. London besitzt neben zahlreichen öffentlichen B. vielleicht die am besten eingerichteten, in denen für ein einfaches B. freilich bis 5 M. berechnet wird. In Wien ist das Römische B. (1872-73 erbaut von Klauß und Groß, Kosten über 2½ Mill. M.) eine mustergültige Anlage. Berlin besitzt mehrere treffliche Anstalten dieser Art.
Als Beispiel einer solchen stellt Taf. II, Fig. 10 u. 11 das Quirinusbad zu Aachen dar, in welchem neben den Speise-, Lese- und Wartezimmern sich in einer stattlichen Halle 19 Einzelbäder und 4 Schwitzbäder finden. An diese legt sich die Schwimmhalle mit ihren Entkleidungszellen. Besondere B. für Frauen, breite Treppen, ein Fahrstuhl u. a. schließen sich den Haupträumen an. Die obern Geschosse des Vorderhauses dienen Hotelzwecken. Eine Badezelle aus dem Kaiserbad zu Aachen (s. Taf. II, Fig. 9) zeigt die reicher entwickelte Anlage, eine solche aus der Solbadeanstalt zu Donaueschingen (s. Taf. II, Fig. 3) die mittlere Ausdehnung, wie denn dieses ganze B. (s. Taf. II, Fig. 1-3) mit seinen 18 Badezellen den Typus eines kleinern Heilbades vergegenwärtigt. Endlich wurde die Arbeiterbadeanstalt zu Leinhausen bei Hannover (f. Taf. II, Fig. 6-8), ein mit beschränkten Mitteln ausgeführter Bau, dargestellt, bei welchem neben 4 Zellen mit Wannen, zwei für das Dampfbad und einer für Brause noch ein größerer Waschraum vorhanden ist.
In den Einrichtungen für Fluß- und Seebäder sind große Fortschritte zu verzeichnen. Erstere bestehen aus festen oder schwimmenden Badeanstalten, meist leichten Holzbauten, die ein großes Bassin umschließen und von Kabinen (zum Auskleiden bestimmten Kammern) umgeben sind. Offene B. nennt man solche, die gegen das Wasser zu den Schwimmern freie Bahn lassen. Solche sind vorzugsweise an der See geboten. Während man an den Meeren mit starker Ebbe und Flut Badekarren gebraucht (auf Räder gestellte Kabinen, die bis zur gehörigen Tiefe ins Meer hinausgefahren werden), hat man an der Ostsee und am Mittelmeere stehende Anlagen bevorzugt und zum Teil mit großem Aufwand hergerichtet (in Heringsdorf, Triest u. a. O.). Als typische Anlage ist auf Taf. II, Fig. 4 u. 5 die Badeanstalt in der Außenalster bei Hamburg dargestellt, welche in den Pavillons offene Hallen mit Sitzbänken und Kleiderbaken, in den Zwischenflügeln Ankleidezimmer und die Verwaltungsräume enthält.
Vgl. Ofthoff, B. und Badeanstalten der Neuzeit (Lpz. 1887); Stübben, öffentliche Badeanstalten, in der «Baukunde des Architekten», Bd. 2 (Berl. 1884); G. Charles, Appareils balnéaires (Par. 1875): R. Schultze, Bau und Betrieb von Volksbadeanstalten (Bonn 1893); Vetter, Moderne B. (Stuttg. 1894).
Bad, im chemischen Laboratorium eine Vorrichtung zum Übertragen gleichmäßiger Wärme an zu erwärmende Körper, die zum Digerieren, Destillieren, Verdampfen und Trocknen dient. Je nach dem die Wärme übertragenden Medium unterscheidet man Wasser-, Sand-, Öl-, Paraffin-, Metall-, Dampf-, Luftbäder (s. die einzelnen Artikel). Zur Erhaltung einer konstanten Temperatur in durch Gas geheizten B. bedient man sich der Thermostaten (s. d.).
Badachschan, Alpenland in Turkestan, zu Afghanistan gehörig, zwischen dem Hindukusch und der Krümmung, welche der Amu-darja mit seinem südl. Quellflusse, dem Pändsch, bildet, erstreckt sich von 36 bis 38° nördl. Br. und 69° 30' bis 72° östl. L. von Greenwich und wird vom Kutscha-darja und seinen vielen Zuflüssen durchströmt. Im O. grenzt es an die Landschaften Wachan (oberes Thal des Pändsch, afghanisch), Schignan und Roschan, im N. an Kuljab und Darwas (die letztern 4 Länder gehören zu Buchara), im S. an Kafiristan. B. ist berühmt durch gesundes Klima, liebliche Thäler und Bäche, durch Früchte, Blumen und Nachtigallen, besonders durch seine frühern Rubingruben in den niedrigern Bergen nahe am Fluß; die Rubine finden sich in einer weißen Erde drusenartig in Krystallmassen eingelagert. Das höhere Gebirge liefert Eisen, Salz, Schwefel und viel Lapis Lazuli. Letzterer bildet Adern von bedeutender Mächtigkeit in einem grauen Muttergestein. Die Einwohner des Landes sind persisch sprechende Schiiten, Tadschik, Usbeken und sunnitische Araber, gelten als ungemein gesellig und gastfrei und werden auf 100000 Seelen geschätzt. Der wichtigste Industriezweig ist Eisengießerei; der Handel wird namentlich von den Afghanen betrieben. Die Hauptstadt Faisabad am Kutscha war durch die Eroberungszüge des Chans von Kundus sehr verödet und durch Erdbeben 1832 verwüstet worden, hat sich aber wieder erholt. Die Bevölkerung treibt Eisenindustrie und Massenfabrikation, namentlich auch Handel mit geraubten Sklaven und mit Pferden. Im SO. von ihr liegt der Ort Dscherm, mit 1500 E., früher Hauptstadt. Der westlich von Faisabad gelegene Ort Rustak ist der Haupthandelsplatz des Landes und Knotenpunkt der Straßen von Kaschgar, Tschitral, Faisabad, Chulm, Balch und Kuljab.
Vgl. General report of the great trigonometrical survey of India (Dehra-Dun 1871); Wood, A journey to the source of the river oxus (Lond. 1872).
Brinkman en Van der Vlugt, Van Nelle Fabriek, Rotterdam, 1927-1930 Collectie NAi, BROX 5t4302
Het mocht niet zomaar een fabriek worden voor de verwerking van koffie, thee en tabak. Met deze moderne fabriek schiepen de architecten en hun opdrachtgever, C. Van der Leeuw, een gezonde werkomgeving voor hun medewerkers. Met een fabriek badend in daglicht, een novum in die tijd, met sanitaire voorzieningen, een schone en doelmatige ondersteuning van het werkproces, schiepen zij een sociale utopie. De gemeenschappelijke samenhorigheid kreeg vorm in sportvoorzieningen en een rijk verenigingsleven. Het welbevinden van de fabrieksarbeider was niet alleen belangrijk vanuit een economisch standpunt, maar kwam ook voort uit een sociale maatschappelijke verantwoordelijkheid.
Brinkman en Van der Vlugt, Van Nelle Factory, Rotterdam, 1927-1930. NAI Collection, TENT n198
A common or everyday factory for processing coffee, tea and tobacco was out of the question. With this modern factory, the architects and their client C. van der Leeuw created a healthy working environment for the employees. They created a social utopia by designing a factory bathed in daylight, which was a novelty in those days, with sanitary facilities and a clean and functional support of the work process. The communal solidarity was embodied in sports facilities and a diversity of clubs. The welfare of the factory worker was not just important from an economic standpoint, but stemmed from social responsibility as well.
Lepcke erschuf diese Skulptur ausdrücklich als "Phryne". Da sie jedoch über viele Jahrzehnte an der Badewiese am Schlachtensee stand, wurde sie gegen seinen Willen als "Die Badende" Bezeichnet.
Seit einigen Jahren steht sie auf dem Hohenzollernplatz vor dem S-Bahnhof Nikolassee und darf wieder als 'Phryne' bezeichnet werden.
Der Name Phryne bedeutet eigentlich 'Kröte', aber nicht wegen der Hässlichkeit dieser Frau sondern wegen des leicht grünlichen Schimmers ihrer Haut.
"Sie machte ihre Schönheit zu ihrer Stärke, als weltliches Abbild der Liebesgöttin Aphrodite wurde sie eine verehrte und reiche Liebesdienerin (Hetäre), der - wie überliefert ist - niemand widerstehen konnte. Als die Athener sie ob des Vergleichs mit Aphrodite wegen Frevels gegen die Götter anklagten, wusste ihr Verteidiger (der ihr ebenfalls verfallen war), wie man sie vor der Verurteilung bewahren konnte: Er enthüllte ihren Körper vor Gericht. (...) gebannt, geblendet, überwältigt, ratlos, verschüchtert, erschüttert reagieren die Richter auf diese überirdische Schönheit und sprechen sie anschließend frei. Wie gut, wenn man in der Not einen klugen Verteidiger hat!"
(Hier zitiert nach dem wunderbaren Blog "http://www.flanieren-in-berlin.de")
Statue @ Mechelsesteenweg, Antwerpen
Badende kinderen door Stig Blomberg (1935)
Thanks to Fried for the ID ( www.flickr.com/photos/kampes/ )
Stig Blomberg (October 16, 1901 – December 19, 1970) was a Swedish sculptor.
He was born in Linköping.
In 1936 he won a bronze medal in the art competitions of the summer Olympic Games for his "Brottande pojkar" ("Wrestling Youths").
Fountain, on 't Zand square, Brugge
't Zand is another square in Brugge. On this square you'll find the lovely fountain and sculptures by Stefaan Depuydt and Livia Canestraro (1985- 86). The four sculptural groups represent "bathing women" (symbolic representation of the cities of Bruges, Ghent, Antwerp and Kortrijk), "landscape in Flanders", "the fishermen" (symbolizing the relationship between Bruges and the sea) and "the cyclists".
Mushroom rock, Wadi Rum
Een iconische paddenstoelvormige rotsformatie, gevormd door erosie, staat majestueus in het woestijnlandschap van Wadi Rum, Jordanië, badend in het warme licht van de late namiddag.
Locatie: Mushroom rock, Wadi Rum, Jordanië
Wadi Rum, ook bekend als de Vallei van de Maan, is een spectaculair woestijnlandschap in het zuiden van Jordanië, beroemd om zijn zandstenen bergen en rotsformaties. De Mushroom Rock is een van de meest herkenbare geologische wonderen van het gebied, gevormd door wind- en watererosie die de zachtere steen onder de hardere bovenlaag heeft weggevreten.
Technische informatie
* Belichting: 1/50 sec at Æ’ / 14
* Brandpuntsafstand: 46 mm
* Lens: 24.0-120.0 mm f/4.0
* ISO: ISO 64
* Cameramodel: NIKON D850
* Cameramerk: Nikon
* Fotograaf: Jacob Otten
Das Ensemble mit der bronzenen Badende und dem plätschernden Delphin wurde von Heinrich Apel geschaffen. Die "Badewanne" ist allerdings tatsächlich eine historische Steinbadewanne.
Alces alces ♀
Moose ... taking a midnight bath and feeding on submerged vegetation
Elch ........ frißt Wasserpflanzen beim Mitternachtsbad
Elg .......... tager midnatbad mens den spiser vandplanter
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Brinkman en Van der Vlugt, Van Nelle Fabriek, Rotterdam, 1927-1930 Collectie NAi, BROX 5t2960
Het mocht niet zomaar een fabriek worden voor de verwerking van koffie, thee en tabak. Met deze moderne fabriek schiepen de architecten en hun opdrachtgever, C. Van der Leeuw, een gezonde werkomgeving voor hun medewerkers. Met een fabriek badend in daglicht, een novum in die tijd, met sanitaire voorzieningen, een schone en doelmatige ondersteuning van het werkproces, schiepen zij een sociale utopie. De gemeenschappelijke samenhorigheid kreeg vorm in sportvoorzieningen en een rijk verenigingsleven. Het welbevinden van de fabrieksarbeider was niet alleen belangrijk vanuit een economisch standpunt, maar kwam ook voort uit een sociale maatschappelijke verantwoordelijkheid.
Brinkman en Van der Vlugt, Van Nelle Factory, Rotterdam, 1927-1930. NAI Collection, TENT n198
A common or everyday factory for processing coffee, tea and tobacco was out of the question. With this modern factory, the architects and their client C. van der Leeuw created a healthy working environment for the employees. They created a social utopia by designing a factory bathed in daylight, which was a novelty in those days, with sanitary facilities and a clean and functional support of the work process. The communal solidarity was embodied in sports facilities and a diversity of clubs. The welfare of the factory worker was not just important from an economic standpoint, but stemmed from social responsibility as well.