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Der weithin sichtbare Wasserturm verdankt seine Entstehung einer Choleraepidemie 1892 in Hamburg. 10.000 Tote waren zu beklagen. Diese Epedemie erreichte zwar Cuxhaven nicht, warnte aber die Verantwortlichen des Amtes Ritzebüttel. Die Hamburger Bürgerschaft entschloss sich, eine zentrale Wasserversorgung aufzubauen, um die auftretenden Infektionskrankheiten zu vermeiden. Auch das zur Hansestadt gehörende Amt Ritzebüttel sollte dabei berücksichtigt werden.
Der weithin sichtbare Wasserturm verdankt seine Entstehung einer Choleraepidemie 1892 in Hamburg. 10.000 Tote waren zu beklagen. Diese Epedemie erreichte zwar Cuxhaven nicht, warnte aber die Verantwortlichen des Amtes Ritzebüttel. Die Hamburger Bürgerschaft entschloss sich, eine zentrale Wasserversorgung aufzubauen, um die auftretenden Infektionskrankheiten zu vermeiden. Auch das zur Hansestadt gehörende Amt Ritzebüttel sollte dabei berücksichtigt werden.
Die Bewohner des damaligen Cuxhaven benutzten damals für ihren Haushalt Oberflächenwasser oder Brunnenwasser aus öffentlichen Brunnen, z.B. in der Heinrichstraße oder der Hardewiek. Aber auch per Pferdewagen wurde Wasser aus einer Quelle in Brockeswalde in Ritzebüttel und Cuxhaven verkauft. (siehe Meiers Brunnen)
Ein zweites Argument für den Turm mit integriertem Speicher war der zunehmende Schiffsverkehr, hier vor allem am neu erbauten Neuen Hafen, der für die Trinkwasserbetankung der Schiffe kurzfristig große Mengen abverlangte.
Am 13. Mai 1896 beschloss die Hamburger Bürgerschaft die Einrichtung eines geschlossenen Leitungsnetzes, durch das die Gemeinden Cuxhaven und Döse in Zukunft mit sauberem Trinkwasser versorgt werden sollten. Dieses schloss den Bau eines Wasserturmes mit ein, der zur Druckerzeugung und als Reservoir benötigt wurde. Sehr schnell stand fest, das gute Trinkwasser im Bereich der Drangst zu nutzen.
Strittig war die Frage, wer Betreiber der geplanten Wasserversorgung werden sollte. Während der Cuxhavener Gemeindevorstand die Stadt Hamburg als Betreiber wünschte, vertraten die Ingenieure die Auffassung, einen Privatmann dafür zu gewinnen.
Schließlich erhielt ein Berliner, von dem bereits ein Angebot vorlag, den Zuschlag zur Erstellung und zum Betreiben des Turmes sowie des Wasserwerkes. 410.000 Mark wollte der Ingenieur Hoffmann investieren. Der Vertrag für die nun doch privat betriebene Wasserversorgung wurde über 25 Jahre abgeschlossen. Rund zwei Jahre später, am 6. Juli 1897, konnten die damals rund 6.000 Bürger Cuxhavens die feierliche Enthüllung des Turmes mit seiner goldenen Kugel erleben. Trotzdem gab es im Stadtgebiet weiterhin öffentliche Brunnen für die Trinkwasserversorgung, weil das Netz erst nach und nach erschlossen wurde. Vom Bau profitierte auch die Schifffahrt, die einen Anschluss direkt in den Hafen erhielt.
Zahlreiche Fremdarbeiter aus Schlesien waren am Bau beteiligt. Das geht aus Unterlagen hervor, die die Stadtwerke Cuxhaven bei einer Dacherneuerung 1967 in der Kugel entdeckten: neben den üblichen Schriften, Plänen und Verträgen wurden weitere Zettel gefunden. Darauf hatten sich die beteiligten Handwerker verewigt. Erwähnt wird darin außerdem „Mutter Hinrichsen", die damals eine Bierhalle betrieben haben muss und offenbar die Arbeiter in ihren Holzhütten versorgte.
Im Jahre 1912 ging die vom Berliner Ingenieur Hoffmann betriebene Wasserversorgung in Cuxhaven an die Stadt Hamburg über. Als das Groß-Hamburg-Gesetz 1937 Kraft trat, wurde die Stadt Cuxhaven zuständig. Der mächtige und weithin sichtbare Turm hatte die Aufgabe, Wasser zu speichern und den konstanten Druck zu garantieren. Für Gebäude im Cuxhavener Stadtgebiet, deren Wasseranschlüsse über 30 Meter hoch sind, wurden vor Ort zusätzliche Druckerhöhungsanlagen installiert.
900 Tonnen Gewicht mussten die Mauern des Bauwerkes seitdem „ertragen". Die Wände des 47 Meter hohen Turmes[1] sind 80 Zentimeter dick.
In dem unter Denkmalschutz gestellten Turm befinden sich vier wirklich runde Wohnungen - wohl die einzigen in Cuxhaven. Sie wurden von Betriebsangehörigen des Versorgungsunternehmens bewohnt. Bis auf eine Dach- und Fensterrenovierung sowie die Imprägnierung der Außenmauer steht der Turm seit seiner Einweihung unverändert am Schleusenpriel.
Der Wasserturm wurde am 6. Juli 1897 in Betrieb genommen.
Der Wasserturm wurde damals im Außendeichgelände errichtet, der Deich befand sich etwa dort, wo sich heute die Bahnhofstraße befindet (siehe Bild von 1899).
Im Jahre 2004 wurde der Wasserturm außer Betrieb genommen.
Das Bauwerk ist als technisches Denkmal ausgewiesen.
Mannheimer Wasserturm Shooting am 20.08.2021 mit Nikon Z7II und Nikon Z 14-24mm/2,8 im Test. RAW entwickelt und nachbearbeitet in Lightroom und PhotoShop.
Apparatehaus und Wasserturm des Gaswerks Friedrichsfelde
Baujahr 1913-1914
Bauherr: Gemeinde Friedrichsfelde
Blockdammweg 29
Hönower Wiesenweg
Denkmal 09095334
Unser Hohepunkt - Wasserturm Cuxhaven
Höhepunkt der Woche ist unser Besuch beim Wasserturm Cuxhaven.2017 kaufte die Familie Caboussat aus der Schweiz dieses Wahrzeichen von Cuxhaven. Und für uns war schon lange klar, dass wir dort mal vorbeischauen. Jetzt ist es soweit...1897 wurde der Wasserturm erbaut, in der Folge einer Epidemie. Mit seinen 48 m Höhe ist er auch das höchste öffentlich zugängliche Gebäude der Stadt. Bis 2004 war er in Betrieb.
Frühjahr 2022 Eröffnung
Nach dem Kauf durch Caboussat's begann der Umbau. Bereits nächsten Frühling soll das Cafe im Erdgeschoss des 7-stöckigen Gebäudes eröfffnet werden. Markus macht tolle Detailfotos im Inneren des Turms, ausserdem Sonnenuntergangsstimmung vom Stellplatz am alten Fischerhafen aus. Für uns ein ganz tolles Erlebnis mit der Hoffnung, dem Projekt etwas Gutes getan zu haben. Auf jeden Fall noch viel zu tun nach der vielen schon geleisteten Arbeit. Von unserer Seite nur die besten Wünsche zum Gelingen und wir sehen uns wieder...
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Als Wasserturm bin ich passé-
Die Einsicht tut mir ehrlich weh.
Fürs Wasser braucht man mich nicht mehr-
der Druck kommt ja woanders her.
Die Menschheit, die mich jüngst erfand,
versetzte mich in Ruhestand.
Das wär normalerweise schon
ein Grund für eine Depression.
Doch fandet ihr- ich danke sehr-
was neues für den Pensionär:
Ihr könnt euch jetzt fürs ganze Leben
bei mir im Turm das Jawort geben.
Ich bin zwar nicht dafür gebaut,
dass man in mir die Paare traut,
doch besser ist´s als Däumchen drehn
und nur als Turm herumzustehn.
Ihr habt mich prächtig renoviert,
ihr habt gewaltig investiert,
sogar, pardon, die Fensterscheiben-
nun kann ich mir die Augen reiben:
So seh ich jetzt die Hochzeitsleute,
besonders gern seh ich die Bräute,
die kommen mit den Bräutigammen.
Ich wünsche euch: Bleibt stets zusammen!
PS: bis heute hat´s gehalten ;-)