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Meine Seele will ihr Leben
- Loblied der Maria am Fest Mariä Heimsuchung - (a)
1.) Meine Seele will ihr Leben,
Ihren Herrn und Hort erheben,
Ihren Ruhm und bestes Teil,
Mein Gemüte springt vor Freuden,
Sich in seinem Gott zu weiden,
Jauchzet über dessen Heil.
2.) Der sich hat zu mir gebücket,
Und mein Elend angeblicket,
Da ich schmählich lag versenkt:
Der an mir ein Werk erweiset,
Dass mich jeder selig preiset,
Wer an diese Wohltat denkt.
3.) Zwar ich schätze mich geringe
Gegen solche großen Dinge,
Die mein Heiland an mich wendt,
Er ist heilig, hoch und mächtig,
Seine Werke groß und prächtig,
Seine Gnade ohne End'.
4.) Er zerstreut die stolzen Sinnen,
Die aus Hoffart viel beginnen,
Dämpfet, was ihm widersteht.
Stürzt die Hohen von dem Throne
Und bescheret dem die Krone,
Den er aus dem Staub erhöht.
5.) Die verlangen sich zu laben,
Sättigt er mit milden Gaben,
Reiche, die in ihrem Schmer (b)
Sich mit großen Gütern brüsten,
Nie nach seiner Kost gelüsten,
Lässt er dürftig, arm und leer.
6.) Israel, dem frommen Knechte,
Biet er seine Hilf' und Rechte,
Nimmt ihn freundlich auf und an.
Wie er schwur bei seinem Namen,
Abraham, und dessen Samen, (c)
Bleibt er gnädig zugetan.
7.) Lieb die Ehre, die ich leiste,
Vater, Sohn und deinem Geiste,
Wie es war zu jederzeit,
Also soll es ferner bleiben,
Also wollen wir es treiben (d)
Bis in alle Ewigkeit.
(a) Am Fest Mariä Heimsuchung (lateinisch: Visitatio Mariae) am 2. Juli gedenken die römisch-katholische und die altkatholische Kirche sowie teilweise die anglikanischen und die lutherischen Kirchen der Episode, die im Evangelium des Lukas (1. Kapitel, Vers 39) im Anschluss an die Verkündigungsszene erzählt wird: Maria macht sich auf den Weg, um ihre Verwandte Elisabeth zu besuchen (daher 'Heimsuchung') und die Freude mit ihr zu teilen. Elisabeth, selbst im sechsten Monat schwanger (mit Johannes dem Täufer), grüßt sie mit den Worten: 'Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.' Maria antwortet mit ihrem berühmten Loblied, dem Magnificat.
(b) Überfluss, eigentlich: Fett, Schmalz
(c) Nachkommen
(d) hier im Sinn von 'halten'
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Autor: Christoph Wegleiter
Melodie: O, wie selig sind die Seelen
oder: Alles ist an Gottes Segen
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Johann Anastatasii Freylinghausen
Geistreiches Gesang=Buch, den Kern
alter und neuer Lieder in sich haltend
Herausgegeben von Gotthilf August Francke
gedruckt in Halle, 1741
Im Verlag des Waisenhauses
Liednummer 392
Thema: Mariä Heimsuchung
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Christoph Wegleiter, evangelischer Theologe und Kirchenliederdichter, wurde am 22. April 1659 als Sohn eines Buchhalters in Nürnberg geboren. Er studierte in Altdorf Theologie und wurde wegen seiner Neigung zur Dichtung schon 1679 in den Dichter-Orden der Pegnitzer Schäfer aufgenommen. Er besuchte hierauf eine ganze Reihe von Universitäten, machte sich auf seinen Reisen nach Holland und England mit Vertretern verschiedener Glaubenskreise bekannt. 1688 erfolgte seine Ernennung zum Professor und Diakon in Altdorf. Dort starb er am 16. August 1706.
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Christoph Wegleiters Lieder/ Hymns
¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º°´°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸
Beschränkt ihr Weisen dieser Welt
Beschwertes Herz, leg ab die Sorgen
Denkt mein Geist an jene Stunden
Der Mensch ist alles und doch nichts
Dies ist der Tag, zum Segen eingeweiht
Es jauchzen schon die Morgen???
Herr, der du für und für der Menschen Hilf
Ich stimme Gnad und Recht zu singen
Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und liebt
Ich wurde bitterlich betrübt
Meine Seele will ihr Leben
Ob schon die Sonne wird versteckt
Schauernd und mit nassen Wangen
Seele, lass die Speise stehen, die nur Ekel dir erweckt
Wenn meine Seel den Tag bedenket
Wer für der Menschen Seelen wacht
Wer nicht mehr, als er hat, begehrt
Wie ein Hirsch in vollem Schießen
Wie schön ist's doch, Herr Jesu Christ
1.) Wie schön ist's doch, Herr Jesu Christ,
Im Stande, da dein Segen ist,
Im Stande heil'ger Ehe! (a)
Wie steigt und neigt sich deine Gab'
Und alles Gut so mild herab
Aus deiner heil'gen Höhe!
Wenn sich
An dich
Fleißig halten
Jung und Alten,
Die im Orden
Eines Lebens einig worden.
2.) Wenn Mann und Weib sich wohlbegehn
Und unverrückt beisammen stehn
Im Bande reiner Treue,
Da geht das Glück in vollem Lauf,
Da sieht man, wie der Engel Hauf'
Im Himmel selbst sich freue.
Kein Sturm,
Kein Wurm
Kann zerschlagen
Kann zernagen,
Was Gott gibet
Dem Paar, das in ihm sich liebet.
3.) Vor allen gibt er seine Gnad,
In derer Schoß er früh und spat
Sein' Hochgeliebten heget.
Da spannt sein Arm sich täglich aus,
Da fasst er uns und unser Haus
Gleich wie ein Vater pfleget.
Da muss
Ein Fuß
Nach dem andern
Gehn und wandern,
Bis sie kommen
In das Zelt und Sitz der Frommen.
4.) Der Mann wird einem Baume gleich,
An Ästen schön, an Zweigen reich.
Das Weib gleich einem Reben,
Der seine Träublein trägt und nährt
Und sich je mehr und mehr vermehrt
Mit Früchten, die da leben.
Wohl dir,
O Zier,
Mannes Sonne,
Hauses Wonne,
Ehrenkrone!
Gott denkt dein bei seinem Throne.
5.) Dich, dich hat er sich auerkorn,
Dass aus dir ward herausgeborn
Das Volk, das sein Reich bauet.
Sein Wunderwerk geht immer fort,
Und seines Mundes starkes Wort
Macht, dass dein Auge schauet
Schöne
Söhne
Und die Tocken, (b)
Die den Wocken (c)
Abzuspinnen
Und mit Kunst die Zeit gewinnen.
6.) Sei gutes Muts! Wir sind es nicht,
Die diesen Orden aufgericht',
Es ist ein höh'rer Vater,
Der hat uns je und je geliebt
Und bleibt, wenn unsre Sorg' uns trübt,
Der beste Freund und Rater.
Anfang,
Ausgang
Aller Sachen,
Die zu machen,
Wir gedenken,
Wird er wohl und weislich lenken.
7.) Zwar bleibt's nicht aus, es kommt ja wohl
Ein Stündlein, da man Leidens voll
Die Tränen lässet schießen.
Jedennoch wer sich in Geduld
Ergibt, des' Leid wird Gottes Huld
In großen Freuden schließen.
Sitze,
Schwitze
Nur ein wenig,
Unser König
Wird behände
Machen, dass die Angst sich wende.
8.) Wohl her, mein König, nah herzu!
Gib Rat in Kreuz, in Nöten Ruh,
In Ängsten Trost und Freude.
Des' sollst du haben Ruhm und Preis,
Wir wollen singen bester Weis'
Und danken alle beide,
Bis wir
Bei dir,
Deinen Willen
Zu erfüllen,
Deinen Namen
Ewig loben werden. Amen.
(a) geheiligt, weil vor Gott geschlossen. Die Ehe selbst ist im evangelischen Sinn kein Sakrament und selbst nicht heilig
(b) Schläge
(c) Stock, auf dem der zu spinnende Flachs aufgewunden ist
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Autor: Paul Gerhardt
Melodie: Wie schön leuchtet der Morgenstern
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Coburgisches (evangelisches) Gesangbuch
Druck und Verlag Johann Carl Findeisen
Coburg, 1763
Liednummer 659
Thema: Trauung, Ehe, Beruf und Hausstand
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Paul Gerhardt, (* 12. März 1607 in Gräfenhainichen/Kurfürstentum Sachsen, † 27. Mai 1676 in in Lübben im Spreewald), war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und nach Martin Luther der bekannteste Lieddichter der evangelischen Kirche in Deutschland. Gerhardt immatrikulierte sich nach dem Besuch der Fürstenschule in Grimma 1628 an der Universität Wittenberg, wo er bedeutende Lehrer der lutherischen Orthodoxie fand. Er wirkte nach dem Studium zunächst als Hauslehrer in Wittenberg und Berlin und wurde 1651 zum evangelisch-lutherischer Propst in Mittenwalde in der Mark Brandenburg berufen. Ab dem Jahr 1657 war er dann Pfarrer an der Kirche St. Nikolai in Berlin, wo seit 1622 Johann Crüger als Kantor wirkte. Dieser hatte 1640 erstmals das berühmte Gesangbuch 'Praxis Pietatis Melica – Das ist Übung der Gottseligkeit in christlichen und trostreichen Gesängen' herausgegeben und nahm in die Folgeauflagen Lieder von Gerhardt auf. Zwischen ihm und Gerhardt entstand eine langjährige freundschaftliche und gedeihliche Zusammenarbeit; Crüger schrieb viele Melodien zu Gerhardts Lieder. Im Jahr 1667 wurde Gerhardt seines Amtes enthoben, weil er - als überzeugter Lutheraner - dem 1664 erlassenen Toleranzedikt des reformierten Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688) nicht zustimmen konnte, das jede Polemik gegen die evangelisch-reformierte Kirche verbot und damit nach lutherischer Meinung die Verbindlichkeit der Konkordienformel in Frage stellte. Im Jahr 1669 wurde er Archidiakonus in Lübben im Spreewald, wo er 1676 starb. 1667 erschien unter dem Titel 'Geistliche Andachten' die erste Gesamtausgabe der Lieder Gerhardts. Herausgeber war Johann Georg Ebeling, der als neuer Kantor an der Nikolaikirche der Nachfolger Johann Crügers war und der ebenfalls mehrere Lieder Gerhardts vertont hatte. Die etwa 130 Lieder Gerhardts bezeugen vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) persönliches Gottvertrauen und christliche Heilserfahrung und sind darüber hinaus von außergewöhnlicher literarischer Qualität und ungekünsteltem Bildreichtum, was ihre bedeutende Wirkung in der evangelischen Kirche und die bis heute anhaltende Verbreitung. Im Evangelischen Gesangbuch (EG) von 1993 stehen 26 seiner Lieder.
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O Jesu, seligste Ruh
1.) O Jesu, seligste Ruh,
Ach Heiland, wie süße bist du,
Ich komme mit Sünden,
Wo soll ich dich finden?
Helfer der Armen, ich eile dir zu.
2.) Mein Herze ruht einig in dir,
O Jesu, mein Hoffen und Zier!
Wie könnte die Erde,
Die voller Beschwerde,
Rechte Vergnügung vollbringen in mir.
3.) Ach, darum erfreue mich heut!
Du Quelle der ewigen Freud'.
Du Sabbath der Seelen,
Wenn soll ich erzählen?
Wunder, die du mir im Himmel bereit'.
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Autor: Friedrich Konrad Hiller
Melodie: Eigene Melodie
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Denck-Mahl der Erkenntniß, Liebe u. Lob Gottes,
in neuen geistlichen Li[e]dern, Arien und Cantaten
Aufgerichtet von Friedrich Konrad Hiller
Druck und Verlag Paul Treuen
Stuttgart, 1711
Thema: Christuslied
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Friedrich Konrad Hiller (* 9. Juni 1651 in Unteröwisheim/Kraichgau im Herzogtum Württemberg; † 23. Januar 1726 in Stuttgart) war ein deutscher Jurist und evangelisch-lutherischer Lieddichter. Hiller wurde als Sohn eines Pflegers geboren und studierte nach dem Schulbesuch ab dem Jahr 1680 in Tübingen Rechtswissenschaften. Im Jahr 1685 wurde er als herzoglicher Kanzleiadvokat in Stuttgart zugelassen. Er schrieb fast 200 geistliche Lieder, die er 1711 unter dem Titel 'Denck-Mahl der Erkenntniß' in Stuttgart veröffentlichte. Der Pfarrer und Hymnologe Albert Knapp (1798-1864) nahm in seine ab 1837 in Stuttgart erschienene Sammlung 'Evangelischer Liederschatz' drei Lieder von Hiller auf. Im aktuellen Evangelischen Gesangbuch (EG) ist Hiller mit einem Lied vertreten, es heißt 'Ich lobe dich von ganzer Seelen' und steht unter Nummer 250.
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"The rose is without 'why'; it blooms simply because it blooms." - Angelus Silesius
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Der Herre ist mein treuer Hirt
1.) Der Herre ist mein treuer Hirt
Und tut mich wohl versorgen.
Darum mir gar nichts mangeln wird
Am Abend und am Morgen.
Dieweil ich ihm ganz fest vertrau,
Weidet er mich auf grüner Au',
Führt mich zum frischen Wasser.
2.) Und er erquickt mein' liebe Seel',
Führt mich auf rechter Straßen,
Wenn ich in Trübsal bin und Qual,
Tut er mich nicht verlassen.
Um seines Namens willen gut
Hält er mich stets in guter Hut,
Drum sei ihm Lob gesungen.
3.) Und ob ich schon im finstern Tal
Wandelt in meinem Leben,
Fürcht ich kein Unglück oder Fall,
Denn du, Herr, tust mir geben
Dein Hilf' und Beistand sicherlich,
Dein Stecken und Stab trösten mich,
Und tust stets für mich sorgen.
4.) Du bereitetst für mich ein' Tisch
Gegen mein' Feinden alle,
Salbest mein Haupt mit Öle frisch,
Und dazu allenthalben
Schenkest du mir allzeit voll ein,
Genad', Lieb' und auch die Treue dein
Tust mir, Gott, erzeigen.
5.) Gutes und dein' Barmherzigkeit
Allhier auf dieser Erden
Mein Leben lang zu Trost und Freud'
Mir treulich folgen werden,
Und werde bleiben ohn' Gefahr
Im Haus des Herren immerdar,
Zu preisen meinen Schöpfen.
Amen.
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Autor: Johann Wagner
Melodie: O Mensch, bedenk zu dieser Frist
oder: Allein Gott in der Höh sei Ehr
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen
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Das deutsche evangelische Kirchenlied des 17. Jahrhunderts
Herausgegeben von Albert Fischer (†) und
Wilhelm Christian Ludwig Tümpel, Erster Band
Druck und Verlag C. Bertelsmann
Gütersloh, 1904
Liednummer 68
Thema: Christuslied
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Gegenstand: Psalm Nr. 23
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Johann Wagner war deutscher Schulmeister und evangelischer Lieddichter. Er stammte nach eigenem Bekunden aus Johannesthal (heute Tschechien) und lebte um das Jahr 1612 in Freiberg in Sachsen. Derzeitig sind weitere biographische Daten unbekannt. Die ab 1904 in Gütersloh herausgegebene Sammlung 'Das deutsche Kirchenlied' enthält zwei Lieder von Wagner und benennt als Quelle das Buch 'Der Christen Seelen-Schatz in Ewigen Leben', das 1612 in Freiberg erschienen ist und 53 Lieder enthält.
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I've noticed several times that when I take macro shots of flowers I'm always being observed by bugs and insects. If I look around I can always find at least one pair of eyes watching every move I make.
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Prüf, Herr Jesu, meinen Sinn
1.) Prüf, Herr Jesu, meinen Sinn
Und erfahre, wie ich's meine,
Ob ich dein zu sein nur scheine
Oder ob ich's wirklich bin,
Ob mein Mund zu dir nur fleht,
Oder ob's von Herzen geht.
2.) Ach, es macht mir bittern Schmerz,
Dass ich dich so oft noch kränke,
Dein so wenig noch gedenke,
Dir nicht weihe ganz mein Herz,
Dass die eitle Lust der Welt
Mir nicht selten noch gefällt.
3.) Hilf mir, Herr, aus dieser Not,
Dass ich selbst mich recht erkenne,
Stets nach dir in Sehnsucht brenne,
Leben find' in deinem Tod
Und von Lüg' und Heuchelei
Ganz und gar geschieden sei.
4.) Gib mir, Herr, ein treu' Gemüt,
Das zu dir allein sich kehret,
Dich in tiefster Andacht höret,
Nur für dich in Liebe glüht
Und nichts anders kann und weiß,
Als nur deines Namens Preis!
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Autor: Gustav Friedrich Ludwig Knak
Melodie: Meine Hoffnung steht auf Gott
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Geistlicher Liederschatz - Sammlung der vorzüglichsten geistlichen Lieder für Kirche, Schule und Haus und alle Lebensverhältnisse
Herausgegeben von Samuel Elsner und Emanuel Christian Gottlieb Langbecker
verlegt bei Samuel Elsner, Berlin, 1832
Liednummer 1580
Thema: Christuslied
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Gustav Friedrich Ludwig Knak (* 12. Juli 1806 in Berlin/Königreich Preußen; † 27. Juni 1878 in Dünnow/Hinterpommern) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Gustav Knak wurde als Sohn des Justizkommissars Christian Friedrich Ludwig Knak und seiner Ehefrau Friederike, geb. Straube, geboren und lebte nach dem Tode seines Vaters ab 1819 bei seinem Onkel, dem Propst Straube, in Mittenwalde. Bis 1826 besuchte Knak das Friedrich-Wilhelms-Gymnasium in Berlin und immatrikulierte sich an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin, wo er Theologie, u.a. bei Friedrich Schleiermacher und August Neander, studierte. Im Jahre 1829 wurde Knak Religionslehrer in Königs Wusterhausen und wirkte ab 1830 an einer Erneuerung des Evangelischen Kirchengesangbuchs Preußens mit. 1832 gründete er in Mittenwalde den Missionslesestunden-Verein und bestand 1833 das Zweite Theologische Examen. Im Jahr 1834 trat Knak sein erstes geistliches Amt an, als er zum Pfarrer im hinterpommerschen Wusterwitz berufen wurde, wo er als Initiator von Missionsfesten zur Förderung des Missionsgedankens in der Inneren Mission und Äußeren Mission beitrug. Im Jahre 1850 wurde er an die Bethlehemskirche der böhmisch-lutherischen Gemeinde in Berlin berufen, wo er die Nachfolge des bekannten Missionars und Lieddichter Johann Evangelista Goßner antrat. In Berlin übernahm Knak die Leitung zahlreicher kirchlicher Missionsvereine und arbeitete in der Berlinischen Missionsgesellschaft, dem heutigen Berliner Missionswerk, mit. Im Jahr 1843 erschien eine Sammlung seiner geistlichen Lieder unter dem Titel 'Zionsharfe'. Sein Missionslied 'Zieht in Frieden eure Pfade' fand auch Eingang in das Evangelische Gesangbuch (EG) von 1993.
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Selig ist der reine Geist
1.) Selig ist der reine Geist,
Den die Geilheit nicht beflecket,
Der von nichts dergleichen weiß,
Was in geilen Seelen stecket,
Dessen Nieren keusch und rein,
Wie die Himmelsgeister sein.
2.) Der sein eigen' Fleisch bekriegt,
Der die Lüste sucht zu dämpfen,
Der die Welt und sich besiegt,
Heldenmäßig in den Kämpfen,
Der wird künftig nach der Zeit
Schauen Gott in Ewigkeit.
3.) Schmücke darum meinen Sinn,
Keuscher Bräut'gam meiner Seelen!
Nimm mein Herz zu eigen hin!
Sich in Liebe zu vermählen.
Dass ich sei ein Herz mit Dir
Und hinwider du mit mir.
4.) Soll ich Gottes Tempel sein,
Ach, so ziere mich mit Gaben!
Lass die Glieder insgemein
Eine keusche Regung haben.
Eine Regung obenher,
Die den Tempel nicht zerstör.
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Autor: Friedrich Konrad Hiller
Melodie: Eigene Melodie
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen
und für diese Veröffentlichung eingerichtet
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Denck-Mahl der Erkenntniß, Liebe u. Lob Gottes,
in neuen geistlichen Li[e]dern, Arien und Cantaten
Aufgerichtet von Friedrich Konrad Hiller
Druck und Verlag Paul Treuen
Stuttgart, 1711
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Friedrich Konrad Hiller (* 9. Juni 1651 in Unteröwisheim/Kraichgau im Herzogtum Württemberg; † 23. Januar 1726 in Stuttgart) war ein deutscher Jurist und evangelisch-lutherischer Lieddichter. Hiller wurde als Sohn eines Pflegers geboren und studierte nach dem Schulbesuch ab 1680 in Tübingen Rechtswissenschaften. Im Jahr 1685 wurde er als herzoglicher Kanzleiadvokat in Stuttgart zugelassen. Während häufigen Krankheiten dichtete er fast 200 geistliche Lieder, die er 1711 unter dem Titel 'Denck-Mahl der Erkenntniß' in (Stuttgart) veröffentlichte. Der Pfarrer und Hymnologe Albert Knapp (1798-1864) nahm in seine ab 1837 in Stuttgart erschienene Sammlung 'Evangelischer Liederschatz' drei Lieder von Hiller auf. Im aktuellen Evangelischen Gesangbuch (EG) ist er mit einem Lied vertreten, es heißt 'Ich lobe dich von ganzer Seelen' und steht unter Nummer 250.
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Gib mir, großer Himmelskönig
1.) Gib mir, großer Himmelskönig,
Ein dir wohlgefällig' Herz.
Ohne dich bin ich zu wenig,
Reich mir die Glaubenskerz',
G'leite mich nach deinem Wort,
Führe mich zum Lebens-Port, (a)
Richte mein Gemüt und Dichten
In die rechten Christen-Pflichten.
2.) Es ist ja dies deine Gabe,
Du bist aller Weisheit Grund,
Reine Liebe, schönste Habe,
Ich steh auch in deinem Bund.
Christus hat auch mich erlöst,
Hat mich durch sein Blut getröst',
Bei ihm hab ich alle Stunden
Einen treuen Rat gefunden.
3.) Hilf, mein Retter, doch mir Armen
Aus dem tiefen Sündenmeer,
Ja, du wirst dich mein' erbarmen,
Mir auch schenken dein Gehör.
Freilich ja, so spricht mein Gott,
Rufe mich an in der Not,
Ei, so komm ich denn geschritten,
Jesu Wort wird für mich bitten.
4.) Heil'ger Geist, du Gottes Odem, (b)
Eile doch, und wohn in mir,
Rege dich in mir, als Totem,
Richte mein Herz und Begier
Von der Welt zu Gottes Lamm.
O, du schöne Himmels-Flamm',
Nach dir, Herr und deiner Güte
Sehnet sich mein' ganz Gemüte.
5.) Kröne mich demnach, mein Leben,
Heile mein' Schwachheit doch;
Wenn du willst, kannst du wohl geben,
Alles, was mir fehlet noch.
Reicher Tröster, säume nicht,
Zeige mir dein Angesicht,
Bleibe in mir, liebstes Leben,
All mein Tun sei dir ergeben.
6.) Christlich will ich mich aufführen,
Hier auf Erden immerfort,
Gottes Geist wird mich regieren,
Führen zu dem Glaubens-Port.
Bis ich, nach vollbrachtem Streit,
Finde das, was mich erfreut.
Und nach diesem Sündenleben
Selig kann bei Jesu schweben.
(a) Hafen, Ziel
(b) Atem
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Autor: Anna Elisabeth Behaim von Schwarzbach
Melodie: Jesu, deine tiefen Wunden
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Die nach den gewöhnlichsten Kirchen-Gesängen
eingerichtete Psalmen Davids
von Anna Elisabeth Behaim [von Schwarzbach]
Verlag: Peter Conrad Monath
Nürnberg, 1723
Thema: Christuslied
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Anna Elisabeth Behaim Freifrau von Schwarzbach, geborene von Schönberg (* 6. Juni 1685, † 21. Februar 1716) war eine deutsche Dichterin geistlicher Lieder. Sie wurde als Tochter von Caspar Abraham von Schönberg und Magdalena Sibylle Bosen geboren und heiratete am 9.11.1702 (nach anderen Quellen: 1704) Georg Friedrich von Behaim von Schwarzbach († 1714). Im Jahr 1723 erschien am Verlagsort Nürnberg postum ihre Liedsammlung 'Die nach den gewöhnlichsten Kirchen-Gesängen eingerichtete Psalmen Davids'.
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Photo: Rosen im Burghof in Eltville
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Propheten und Apostel kamen
1.) Propheten und Apostel kamen
Von Deinem Geiste angefacht:
Sie brachten, Herr, in deinem Namen
Das Licht, Dein Wort in unsre Nacht.
Du machst beredt der Heil'gen Mund,
Du machst durch sie Dein Heil uns kund.
2.) Und wenn wir ihre Weisheit hören,
Und schauen fromm ihr Vorbild an,
So kann die Welt uns nicht betören,
Nicht irren auf der Glaubensbahn.
Wer ihrem Zeugnis fest vertraut,
Der hat auf sichern Grund gebaut.
3.) Auch ihn hast, Vater, Du erkoren,
Ein Zeuge Deines Heils zu sein,
Johannes, der auch uns geboren,
Der Herold Christi, stark und rein.
Sein Vorbild und sein ernstes Wort,
Es leb' in Segen bei uns fort!
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Autor: Friedrich August Köthe
mögl. Melodie: Wer nur den lieben Gott lässt walten
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Geistliche Lieder
von Dr. Friedrich August Köthe
Herausgegeben von Dr. Conrad Benjamin Meißner
Verlag F.A. Brockhaus
Leipzig, 1854
Thema: Johannisfest
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Friedrich August Köthe (* 30. Juli 1781 zu Lübben in der Niederlausitz/Kurfürstentum Sachsen, † 28. Oktober 1850) war evangelisch-lutherischer Pfarrer, Hochschullehrer und Schriftsteller. Köthe besuchte zuerst die Schule in Lübben, wo sein Vater in kurfürstlichem Dienst stand, und wechselte im Jahr 1797 auf das Gymnasium in Bautzen. Hier befreundete er sich mit dem später als Dichter und Schriftsteller bekannt gewordenen Karl Friedrich Gottlob Wetzel (1779-1819) und studierte ab Ostern 1800 zusammen mit diesem an der Universität in Leipzig, wo Köthe 1803 den Magistertitel erwarb. Kurz darauf wurde er als Vesperprediger an die Paulinerkirche berufen, arbeitete nebenher als Hauslehrer und setzte sein Studium fort. Im Jahr 1806 zog er nach Dresden, folgte dann aber im Jahr 1810 einem Ruf, als außerordentlicher Professor der Philosophie in Jena zu unterrichten. 1812 wurde Köthe zugleich dort zum Garnisonprediger und Diakon an der Stadtkirche ernannt und erhielt 1817 die Stelle eines ordentlichen Professors für Theologie, wo sein Wirken vom Kampf gegen den nüchternen Rationalismus seiner Kirche geprägt war. Im selben Jahr heiratete er Silvia, die Tochter des gothaischen Ministers von Ziegesar. Nach einer Erkrankung nahm er 1819 die Stellung eines Superintendenten und Oberpfarrers in Allstädt bei Weimar an, wo er fortan ein stilleres Leben führen konnte. Ab dem Jahr 1829 veröffentlichte er eine Ausgabe der Werke Melanchthons in deutscher Sprache, die in sechs Teilen beim Verlag Brockhaus in Leipzig erschien. Ab 1830 gab er weitere kirchengeschichtliche Werke heraus. Unter dem Namen der 'Einsiedler bei St. Johannis' gab er zwei Novellen heraus, in denen er zum einen christliche Zeitfragen behandelte (Die Wiederkehr, 1843), während die andere (Die Woche, 1848) den Segen eines christlichen Familienlebens schilderte. Die meisten seiner fast 400 geistlichen Lieder hat er während der Krankheiten, die Folgen eines nicht ausgeheilten Herzleidens waren, gedichtet; diese erschienen teils in einzelnen von ihm selbst herausgegebenen Sammlungen (Stimmen der Andacht, 1823 und Psalmen, 1845), teils in der 'Theodulia', einem 'Jahrbuch für häusliche Erbauung' (Greiz, 1827–1833). Nach seinem Tod gab sein Freund C. B. Meißner 1851 die vom Autor selbst noch zum Druck vorbereiteten 'Lieder eines Kranken für Kranke und Gesunde' heraus, während im gleichen Jahr eine Auswahl seiner Lieder unter dem Titel 'Geistliche Lieder nebst einer Biographie Köthe’s' in Leipzig erschien.
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O du Herz der Liebe
1.) O du Herz der Liebe,
O ihr zarten Triebe,
Die mich von der Welt befreit
Und ins blut'ge Heil gekleidt!
2.) Jesu, dich alleine
Ich von Herzen meine:
Mache mich recht arm und klein,
Und von inn- und außen rein!
3.) Was soll ich dir geben?
Mein geliebtes Leben!
Ist's genug? - Da hast du mich,
Nimm und brauch mich ewiglich!
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Autor: Eva Maria Spangenberg
Melodie: Jesu, ewge Sonne
oder: Segne und behüte
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Kleines Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeine
Im Verlag der Buchhandlung der evangelischen Brüder-Unität bei C.H. Pemsel, Gnadau, 1870
Liednummer 297
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Eva Maria Spangenberg, geb. Ziegelbauer, verh. Immig (* 1696 in Dresden/Kurfürstentum Sachsen; † 23. März 1751) war eine deutsche Mitarbeiterin der Herrnhuter Brüdergemeine des Reichsgrafen Nikolaus von Zinzendorf (1700-1760) und Lieddichterin.
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Bild: Rose (nachbearbeitetes Photo)
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Ach, liebster Jesu, höre
1.) Ach, liebster Jesu, höre,
Schatz, höre meine Not!
Wie meiner armen Ehre
Der arge Teufel droht!
Wie er durch seine Freunde
Mir auf den Hals sich setzt
Und ungeheure Feinde
Zu meiner Schmach verhetzt.
2.) Ach, liebster Jesu, höre,
Schatz, rette meine Schmach!
Ich singe deiner Ehre
Dies ewig, ewig nach,
Dass du in deinem Herzen,
Das stets auf Rechte steht,
Dich hast es lassen schmerzen,
Wie mir's so unrecht geht.
3.) Stell's an der Sonnen Strahlen,
Leg's in der Sternen Licht,
Dass ich soll Unrecht zahlen,
Wovon ich kaum Bericht,
Kaum Wort und Weise wissen
In meiner Seelen kann!
Ich falle dir zu Füßen,
Schatz, nun dich meiner an!
4.) Hemm, Herr, nach deinen Rechten,
Den lügenhaften Mund
Des Teufels seinen Knechten
Und mache mich gesund.
Ach, mich, der ich nun kränke
Leib, Seele, Geist und Mut,
Dass Essen und Getränke
Sein Recht an mir nicht tut.
5.) Ich muss, und will auch suchen
Dich auf dein heil'ges Wort!
Hör, höchster, wie sie fluchen,
Ach, hör und sei mein Hort!
Lass jetzt dein Amt doch sehen,
Brauch jetzt doch deine Macht,
Und lass es nicht geschehen,
Dass an mich so verlacht.
6.) Ich will dich ewig loben,
Will, als dein armer Knecht,
Bei meiner Feinde Toben,
Herr, dein Gericht und Recht,
Dein wahres Urteil preisen,
So lang ich kenne dich,
Mit manchen schönen Weisen,
Ach, Herr, erhöre mich!
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Autor: David Trommer
Melodie: Ach, Herr, mich armen Sünder
oder: Befiehl du deine Wege
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M. David Trommers
Niekerische Poesie, oder drey unterschiedene Theile allerhand geistlicher und weltlicher Gedichte
Verlag Andre Löffler
Dresden 1670
Thema: Christuslied
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David Trommer (geboren um 1640 in Plauen im Vogtland, † 9. Februar 1714), war evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Nachweislich war er kursächsischer Pfarrer von Baggern und der Parochien Zülsdorf und Buckau, wo er noch am Ende des 17. Jahrhunderts sein Amt versah. Er erwarb die Würde eines kaiserlichen gekrönten Poeten und veröffentlichte Gedichte, Lieder und Sonette, sowie ein Singspiel von der Verehelichung Isaaks und Rebeccas, das im Jahr 1691 in Leipzig verlegt wurde. Eine Sammlung seiner Lieder erschien im Jahr 1693 in Dresden unter dem Titel 'Niekerische Poesie'. Von seinen geistlichen Liedern sind einige überregional bekannt geworden und stehen in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 17. bis 20. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Lied ist ein Passionslied mit acht Strophen und heißt 'Brich entzwei, mein armes Herze'.
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Bild: Rose
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Niemand war in der ganzen Welt
1.) Niemand war in der ganzen Welt,
Der uns durch seinen Namen
Befreien könnt, denn nur der Held,
Der, als des Weibes Samen, (a)
Sich bei uns in der Füll' der Zeit
Aus der verborgnen Ewigkeit
Im Fleisch hat eingestellet.
2.) So heißt er denn nicht Jesus nur,
Er ist auch, was er heißet,
Indem er unsere Natur
Aus allem Jammer reißet,
Dess' wollen wir uns ewig freun:
Denn Nam' und Tat stimmt überein,
Er h e i ß t und i s t auch Jesus. (b)
3.) Drum ist in keinem andern Heil,
Kein Nam' ist sonst gegeben,
In dem uns Gnade wird zu Teil
Und Fried und ewigs Leben,
Als nur der Name Jesu Christ,
Der unser Seligmacher ist,
Ihm sei Lob, Preis und Ehre.
(a) Hinweis auf die Jungfrauengeburt Jesu
(b) Jesus ist die griechische Form des hebräisch-aramäischen Vornamens Jeschua oder Jeschu, beides Kurzformen von Jehoschua und kann bedeutet 'Gott ist freigiebig' oder 'Gott ist vornehm', die Bibel stellt eine Beziehung her zu 'Gott rettet'. Dort heißt es im Evagelium nach Matthäus in Kapitel 1, Vers 21 'Und du sollst seinen Namen Jesus nennen; denn er wird sein Volk retten von seinen Sünden'.
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Autor: Johann Anastasius Freylinghausen
Melodie: Allein Gott in der Höh sei Ehr
oder: Such wer da will ein ander Ziel
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Kleines Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeine
Im Verlag der Buchhandlung der evangelischen Brüder-Unität bei C.H. Pemsel, Gnadau, 1870
Liednummer 193
Thema: Christuslied
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Johann Anastasius Freylinghausen (* 2. Dezember 1670 in Gandersheim/Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel; † 12. Februar 1739 in Halle/Saale) war einer der einflussreichsten evangelischen Theologen der pietistischen Halleschen Schule. Freylinghausen studierte in Jena lutherische Theologie, wo er u.a. Joachim Justus Breithaupt (1658-1732) kennenlernte, der als Theologe, Homiletiker (Lehrer der Predigtkunst) und Kirchenlieddichter eine hervorragenden Ruf genoss. Nachdem Freylinghausen ab 1715 an der Ulrichskirche in Halle eine Stlle als Pastor übernommen hatte, wurde er von August Hermann Francke (1663-1727) für den Pietismus gewonnen, der ihn 1695 als Schüler, Assistent und Nachfolger aufnahm; Freylinghausen starb 1739 in Halle als Direktor des Waisenhauses und Pädagogiums und wurde auf dem Halleschen Stadtgottesacker in der Familiengruft von August Hermann Francke bestattet. Freylinghausens Bedeutung liegt neben seiner administrativen Leistung vor allem auf dem Gebiete der Hymnologie, der Wissenschaft von geistlichen Lied und der Gesangbuchskunde. Er selbst dichtete 44 geistliche Lieder, gab aber mehrere größere Liedersammlungen heraus. Sein 'Geistreiches Gesangbuch' mit 1500 älteren und neueren geistlichen Liedern wurde als 'Freylinghausensche Gesangbuch' weithin bekannt. Es erlebte seit dem Erscheinen des ersten Teils 1704 schnell nacheinander mehrere Auflagen und wurde prägend für eine ganze Generation von Gesangbüchern. Seine 'Grundlegung der Theologie' ist ebenfalls ein vielgelesenes Standardwerk und wurde bis 1744 vierzehnmal aufgelegt worden.
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Bild: Rose (nachbearbeitetes Photo)
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Unter allen großen Gütern
1.) Unter allen großen Gütern,
Die uns Christus zugeteilt,
Ist die Lieb' in den Gemütern
Wie ein Balsam, der sie heilt,
Wie ein Stern, der herrlich blinket,
Wie ein Kleinod, dessen Preis
Niemand zu benennen weiß.
Wie die Schönheit, die uns winket,
Und die Lust, die jedermann
Zwingen und vergnügen kann.
2.) Liebe kann uns alles geben,
Was auf ewig nützt und ziert,
Und zum höchsten Stand erheben,
Der die Seelen aufwärts führt.
Menschen- oder Engelszungen,
Wo sich keine Liebe find,
Wie beherzt sie angedrungen,
Sind ein flüchtiger Gesang,
Sind ein Erz- und Schellenklang.
3.) Was ich von der Weisheit höre,
Der Erkenntnis tiefer Blick,
Die geheimnisvolle Lehre
Und des Glaubens Meisterstück,
Die der Berge Grund versetzet,
Was sich sonst in uns verklärt:
Das verlieret seinen Wert,
Alles wird für nichts geschätzet,
Wenn sich nicht dabei der Geist,
Der die Liebe wirkt, erweist.
4.) Hätt' ich alle meine Habe
Mild den Armen zugewandt,
Opfert' ich mich selbst dem Grabe,
Scheut ich nicht der Flammen Brand,
Gäb ich meinen Leib auf Erden
Ihnen zu verzehren hin
Und behielte meinen Sinn:
Würd ich doch nicht besser werden,
Bis mich wahre Lieb' erfüllt.
Die aus Gottes Herzen quillt.
5.) Glaubenssieg und Hoffnungsblüte
Stärken uns in dieser Welt,
Bis das irdische Gebiete
Und der Schöpfungsbau zerfällt.
Nur der Liebe weite Grenzen
Strecken sich in Ewigkeit.
Alle, welche sie bekleidt,
Werden unaufhörlich glänzen.
Glaub' und Hoffnung bleiben hier,
Liebe währet für und für.
6.) O du Geist der reinen Liebe,
Der von Gott du gehest aus,
Lass mich spüren deine Triebe,
Komm in meines Herzens Haus!
Alles, was sich selbst nur suchet,
Es nicht gut mit andern meint,
Sei es Feinde oder Freund':
Lass mich halten als verfluchet.
Lenke meinen ganzen Sinn,
Geist der Lieb', zur Liebe hin.
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Autor: Ernst Lange
Melodie: Sollt ich meinem Gott nicht singen
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Evangelisches Gesangbuch zur Einführung in der Provinz Brandenburg
Verlag von Trowitzsch und Sohn
Berlin, 1909
Liednummer 415
Thema: Christliches Leben, Nächstenliebe
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Ernst Lange (* 3. Januar 1650 in Danzig; † 20. August 1727 ebenda) war Danziger Ratsherr und geistlicher Lieddichter. Ernst Lange war evangelisch-lutherischer Konfession und besuchte ein Gymnasium seiner Vaterstadt. Anschließend war er Sekretär und wechselte anschließend an den polnischen Hof in Warschau. Im Jahr 1691 nach Danzig zurückgekehrt, übernahm er das Amt eines ehrenamtlichen Richters und wurde drei Jahre später zum Ratsherrn berufen. Im Jahr 1696 heiratete er eine Tochter des Astronomen Johannes Hevelius (1611-1687). Im Jahr 1698 reiste Lange in die Niederlande und wandte sich nach seiner Rückkehr den Mennoniten und Pietisten zu, was zu Verwerfungen mit der lutherischen Geistlichkeit seiner Heimatstadt führte. Schon seit früher Jugend dichtete Lange, veröffentlichte seine Werke aber erst in bereits fortgeschrittenem Lebensalter. Im Jahr 1708 gab er zudem Überarbeitungen der Lieder Luthers heraus und veröffentlichte drei Jahre später 61 eigene geistliche Lieder, von denen einige Aufnahme in evangelische Kirchengesangbücher fanden. Weitere in Verse gebrachten Psalmen veröffentlichte er 1713, wobei er Melodien aus hugenottischen Psaltern übernahm, die er 1720 dann durch Melodien aus lutherischen Kirchengesangbüchern ersetzte, einige von diesen fanden Aufnahme in den zweiten Teil des Freylinghausenschen Geistreichen Gesangbuchs, das im Jahr 1714 erschien. Albert Knapp nahm in seinen Liederschatz von 1850 zehn Lieder Langes auf. Als bekanntestes Lied gilt 'Unter den großen Gütern, die uns Christus zugeteilt' mit sechs Strophen.
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Bild: Rose (nachbearbeitetes Photo)
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Mein Gott, nimm dieses Seufzen an
- Loblied des Simeon - (a)
1.) Mein Gott, nimm dieses Seufzen an,
Das ich aus Schwachheit bringen kann,
Da Seel' und Geist in Unruh schwebet,
Ich finde hier in dieser Welt,
Wo lauter Netze sind gestellt,
Kein sichres Schloss, wo Ruhe klebet.
2.) Bald sucht des Satans Höllengeist,
Wie er mich ins Verderben reißt,
Und meine Seligkeit mir raubet,
Bald will auch die Gewissens-Pein
Mein innrer Seelenhenker sein,
So fühl ich Angst, die man kaum glaubet.
3.) Wo find ich den nun Ruh' und Rast,
Indem ich bin ein fremder Gast,
Der in der Welt, wie Gott will, lebet?
Da man mich jaget auf und ab,
Bis dass ich sinke hin ins Grab,
Worinnen die Verwesung klebet.
4.) Zu dir will ich nur fliehen hin,
Mein Jesu, du bist mein Gewinn,
In dir kann ich Vergnügung haben,
Stößt mich sonst alles von sich aus,
Versagt man mir Stuhl, Bett und Haus,
So weiß, dass du mich wirst laben.
5.) So nimm mich denn, mein Heiland, ein,
In deinen offnen Seitenschrein, (b)
Und lass mich drinnen sanfte liegen.
Ich bin gewiss, dass diese Ruh'
Der Seelen führt dem Himmel zu,
Drum will ich mich darinnen wiegen.
6.) Du wirst mich von der Sündennot
Und auch von ihrem Gräuel-Kot
Selbst reinigen und ledig machen,
Mich schmücken mit der Tugendzier,
So da stets ist gefällig dir,
Wenn Gottesfurcht dabei will wachen.
7.) Heißt mich dein Schluss einst sterben gehn,
Und auf der Totenbahre stehn,
So will ich doch dich nimmer lassen,
Du sollst bei mir im Grabe sein,
Und auch gehn mit in Himmel ein,
Drum Jesum will ich stets umfassen.
(a) Der Prophet Simeon ist eine Gestalt des Neuen Testaments. Im Lukas-Evangelium (Kapitel 2, Verse 25-35) wird beschrieben, wie er sehnsüchtig auf die Ankunft des Messias wartet und ihn schließlich bei dessen Erscheinung im Tempel in die Arme schließen kann. Er lobt Gott für die Erfüllung der Verheißung, er (Simeon) werde noch zu Lebzeiten den Messias sehen mit seinem Lobgesang. Dieses Geschehen wird am Feiertag der Darstellung des Herrn am 2. Februar gefeiert. Die katholische Bezeichnung ist Maria Lichtmess.
(b) Die Jesus Christus zum Nachweis seines Todes am Kreuz zugefügte Seitenwunde wird in übertragener Vorstellung des Christentums als Schutzraum der Gläubigen betrachtet.
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Autor: Johann Christoph Männling
Melodie: ohne Angaben
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Joh. Christoph Männlings
Poetischer Blumen-Garten
Oder: Teutsche Gedichte
Verlag Johann Georg Bleßing
Breßlau, 1717
Thema: Darstellung des Herrn
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Johann Christoph Männling (* 14. Oktober 1658 in Wabnitz bei Oels in Schlesien im Herzogtum Oels; † 4. Juli 1723 in Stargard/Pommern) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Dichter. Er besuchte Schule und Gymnasium in Breslau und immatrikulierte sich anschließend an der dortigen Universität, um Theologie zu studieren. Nachdem er an die Universität in Wittenberg gewechselt hatte, schloss er das Studium mit dem Magistergrad ab. Im Jahr 1685 veröffentlichte er eine Poetik unter dem Titel 'Europäischer Parnassus'. Im Jahr 1688 wurde er als Pfarrer nach Creutzburg in Schlesien berufen, von wo er zwölf Jahre später wegen der Protestantenverfolgungen nach Stargard fliehen musste. Dort erhielt er im Jahr 1700 eine Anstellung als Diakon (Zweiter Pfarrer) an der Johanniskirche, woran sich eine bis zu seinem Tod währende Tätigkeit als Hauptpfarrer an der Kirche St. Augustin und als Garnisonprediger anschloss. Männling war Zeit seines Lebens auch als Dichter tätig, wobei ein großer Teil der überlieferten Werke aus Nachdichtungen besteht. 160 seiner geistlichen Lieder erschienen im Jahr 1717 unter dem Titel 'Poetischer Blumen-Garten'; ein weiteres, 1694 verlegtes, Werk heißt 'Geistliche Sabbaths-Stunden'. Ein Großteil von Männlings sonstigen Schriften gilt als verschollen, darunter auch seine wahrscheinlich nie gedruckten Stargarder Schul-Dramen.
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2021 Taipei Rose Festival
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Bild: Mosaik zum Ostersonntag aus Rosen und einem Grabstein
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Triumphieret von Herzen
1.) Triumphieret von Herzen
Und nun singt miteinander:
Nach erlittenen Schmerzen
Ist heut' Christus erstanden,
Der durch des Todes Banden
Groß' Marter, Angst und Pein hat ausgestanden.
2.) Denn er hat überwunden
Den Tod, Teuf'l und die Höllen
Und erlöst uns von Sünden.
Darum wir danken sollen
Mit Mund und ganzem Herzen
Christo für seinen Sieg und große Schmerzen.
3.) Durch sein Leiden und Sterben
Und sein fröhlich Erstehen
Macht er uns zu sein' Erben,
Dass wir können eingehen
In seines Vaters Reiche,
Darin wir seinen Engeln solln sein gleiche.
4.) Drum lasst uns heut psallieren (a)
Mit den Engeln dort oben,
Dass wir mög'n jubilieren
Und von Herzen Gott loben
Für solche seine Güte,
Damit er uns hinfort allzeit behüte.
5.) Auch zugleich lasst uns danken
Dem Herrn Christo mit Schalle
Durch wahrn Glauben ohn' Wanken,
Dass wir mögen bald alle
Durch solch sein Auferstehen
In den Himmel zur ewig'n Freud' eingehen.
(a) (Psalmen) singen
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Autor: Matthäus Schwartz
Melodie: ohne Angaben
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gefunden in:
Das deutsche evangelische Kirchenlied
des siebzehnten Jahrhunderts
Herausgegeben von Albert Fischer und W. Tümpel
Zweiter Band
Druck und Verlag C. Bertelsmann
Gütersloh, 1905
Liednummer 320
Thema: Ostern
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Matthäus Schwartz war ein evanglisch-lutherischer Pfarrer in Obernjesa, heute ein Ortsteil der Gemeinde Rosdorf im Landkreis Göttingen, und lebte im 17. Jahrhundert. Er veröffentlichte eigene geistliche Lieder im Jahr 1625 am Verlgsort Leipzig unter dem Titel 'Schatzkästlein oder Geistliches Kleinod aller Evangelien und Episteln'. Zwei der Lieder nahm Albert Fischer in die von ihm ab 1904 in Gütersloh herausgegebene Sammlung 'Das deutsche Kirchenlied' auf.
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Bild: Rose
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Wo ihrer zwei beisammen sind
1.) Wo ihrer zwei beisammen sind,
Die sich in mir verbinden,
Da stell ich selbst mich mitten ein,
Dass sie mich fühlen, finden.
So lautet unsers Heilands Wort.
So muss man's auch erklären,
Wie wir's an einem andern Ort
Aus Pauli (a) Reden hören.
2.) Er spricht, man fühlt sich von dem Herrn,
Wie von der Luft umgeben.
Er ist von uns gewiss nicht fern.
In ihm wir leben, schweben.
So hat man zur Apostelzeit
Des Heilands Näh' empfunden.
Und diese Gnad' und Seligkeit
Ist seitdem nicht verschwunden.
3.) Er ist uns innig nah und hält,
Was er so teu'r versprochen.
Bis zu dem letzten Tag der Welt
Wird sein Wort nicht gebrochen.
Ja, jede klein' und große Schar
Ist eine Gotteshütte.
Er wohnt, ist er ihr alles gar,
Gewiss in ihrer Mitte.
4.) Zwar sieht ihn unser Auge nicht,
Doch fühlt das Herz die Nähe,
Und wenn er 'Friede' zu uns spricht,
Ist's ob das Aug' ihn sähe. -
Wie wenig wird dies doch bedacht,
Dass das, was unser Leben
Zum Himmel auf der Erde macht,
Nur Jesu Näh' kann geben.
5.) Wenn man den Heiland bei sich hat,
Vor seinen Augen schwebet,
Ihn kindlich liebt und früh und spat
In seinem Lichte lebet,
So kann man hier im Jammertal
Ein göttlich' Leben führen,
Und wenn man schwach wird, allemal
Gewisse (b) Hilfe spüren.
(a) Paulus von Tarsus (* vermutlich vor 10 n. Chr. in Tarsus/Kilikien; † nach 60 n. Chr., vermutlich in Rom) war nach dem Neuen Testament der Bibel einer der erfolgreichsten Missionare des Urchristentums und einer der ersten Theologen der Christentumsgeschichte.
(b) sichere
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Autor: E.R. Rehl
Melodie: Ach, alle Welt läuft
oder: Ich dank dir schon durch deinen Sohn
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Schatzkästlein enthaltend biblische Betrachtungen auf alle Tage im Jahre zur Beförderung häuslicher Andacht und Gottseligkeit
Von Johannes [Evangelista] Gossner
Verlegt bei Karl Tauchnitz, Leipzig, 1830
Thema: Sonntag und Gottesdienst
Thema: Christuslied
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E.R. Rehl ist ein unbekannter Lieddichter, von dem der evangelische Pfarrer und Schriftsteller Johannes Evangelista Goßner (1773-1858) fünf geistliche Lieder in seine Sammlung 'Schatzkästlein enthaltend biblische Betrachtungen auf alle Tage im Jahre' aufnahm, die im Jahr 1830 in Leipzig gedruckt wurde.
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Jesu, Jesu, du mein Leben
1.) Jesu, Jesu, du mein Leben,
Jesu, meiner Seelen Heil,
Sage, was soll ich dir geben,
Du, mein auserwähltes Teil.
Ich, ich will mich selbsten dir
Dir, o Jesu, meine Zier,
Gänzlich geben zu Leibeigen,
Nichts soll meinen Vorsatz beugen.
2.) Ich ergebe dir mein Herze,
Dieses soll dein eigen sein.
Auch der größte Höllenschmerze
Und all' andre Qual und Pein
Soll mich doch nicht kehren ab.
Dein verbleib ich bis ins Grab,
Ja, ich will in deinem Lieben
Mich ohn' Ende treulich üben.
3.) Dir ergeb ich meine Augen,
Diese sollen für und für,
Wenn sie gleich des Kreuzes Laugen
Beißet, dennoch sehn nach dir:
Du, o Jesu, du mein Licht,
Machest, dass mir nichts gebricht, (a)
Du bist meiner Augen Sonne,
Von dir hab ich Freud' und Wonne.
4.) Dir ergeb ich mein Gehöre,
Dass dasselbe fort und fort
Sich nach nichtes sonsten kehre
Als allein nach deinem Wort.
Dir ergeb ich meinen Mund,
Dass er dein Lob mache kund,
Dass er dir Dankopfer bringe,
Deinen Ehrenruhm besinge.
5.) Dir ergeb ich meine Hände,
Diese sollen allezeit
Deine Werk' ohn' einig Ende
Zu verrichten sein bereit.
Dir ergeb ich jeden Schritt,
Jeder Schritt und jeder Tritt
Soll geschehen dir zu Ehren,
Und dein' Ehre zu vermehren.
6.) Endlich will ich dir ergeben
Alles, alles, was ich bin.
Jesu, Jesu, liebstes Leben,
Nimm es gnädig von mir hin.
Schlägt gleich Kreuz und Unglück drein,
Sollen doch dein eigen sein
Meine Reden, meine Sinnen,
Mein Gedenken und Beginnen.
(a) fehlt, abgeht
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Autor: G.H. von Ende
nach anderen Quellen: Anna Sophia Landgräfin zu Hessen-Darmstadt
Melodie: Werde munter mein Gemüte
oder: Freu dich sehr, o meine Seele
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Vollständiges Gelenauisches Gesang-Buch
von M. Johann Christian Mehlhorn, Pastore zu Gelenau
Druck: Johann David Jungnicol
Erfurt, 1741
Liednummer 714
Thema: Christuslied
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Gegenstand: Psalm Nr. 42
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G.H. von Ende ist ein unbekannter Lieddichter, der mit einem Lied in Gesangbüchern des 18. Jahrhunderts vertreten ist. Sein Christuslied 'Jesu, Jesu, du mein Leben, Jesu, meiner Seelen Heil' ist erstmals in der im Jahr 1692 erschienenen Sammlung 'Geistliche Seelenfreude oder Davidische Haus-Capella' zu finden. Dieses Lied wird in anderen Quellen aber auch der Lieddichterin Anna Sophia Landgräfin zu Hessen-Darmstadt (1638-1683) zugeschrieben. Im Gelenauischen Gesangbuch von 1741 ist 'G.H. von Ende' als Verfasser vermerkt, wobei im biographischen Register der Hinweis 'ein Sächsischer von Adel' steht. Falls es sich um das Ur-Adelsgeschlecht der Freiherren von Ende aus Sachsen handelt, käme als Autor ggf. Georg Heinrich von Ende in Frage, der am 7. November 1624 in Königsfeld in Sachsen geboren wurde und am 12. Februar 1665 mit 40 Jahren verstarb. Dieser war als Kammerherr, Richter und Oberhofgerichtsassessor tätig. Nach derzeiiger Sachlage gibt es allerdings keinen Hinweis darauf, dass dieser Jurist auch als Schriftsteller tätig gewesen ist.
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Vor dir ist alles offenbar
1.) Vor dir ist alles offenbar
Und dein Verstand erkennet,
Was ist, was werden wird, was war,
Was nie ein Name nennet.
Er schaut, o Urquell alles Lichts,
Durch alle Finsternisse
Und Erd' und Himmel haben nichts,
Was er nicht seh und wisse,
Was er nicht ganz durchforscht.
2.) Mein blödes Aug' entdeckt allein,
Was, Gott, dein Lcht beglänzet.
Es sieht nichts ganz, nichts hell, noch rein,
In jedem Blick umgrenzet.
Es sieht im Spiegel der Natur,
Im Schatten deiner Werke,
Hier oder dort kaum eine Spur
Von deiner Hand und Stärke. -
Nie völlig ihre Größe.
3.) Nur dir ist, durch dich selbst erhellt,
Frei, offen, ohne Hülle,
Das Innre deiner Körperwelt,
Der Geister Rat und Wille.
Gedanken siehst du, ehe sie
In unsrer Seel' entstehen.
Vor dir verschwinden sie auch nie,
Wenn sie für uns vergehen,
Dir ewig gegenwärtig.
4.) Was wir verstehn, entdecken wir
In Schimmern von Empfindung,
Dir aber, sonnenhell war's dir
Schon vor der Welten Gründung.
Wir sammeln viel durch Unterricht,
Durch Schluss an Schluss zusammen.
Wie mühsam, dies zerstreute Licht
Strahlt, wie ein Meer voll Flammen,
Vor deinem Angesicht.
5.) Der Wesen nie gezählte Zahl,
Die je zum Dasein kamen,
Durchschaust du all, und auf einmal,
Und nennest sie bei Namen.
Dringst bis auf ihren Keim in sie
Der Täuschungen Gefahren
Entziehen deinem Auge nie
Das, was sie sind und waren.
Nie, was sie werden sollen.
6.) Solch ein Erkenntnis ist bei dir,
Mir schauert vor der Höhe
Und vor der Tiefe schauert mir,
An der ich zitternd stehe!
Ich weich, ich bebe, Gott, zurück.
Ich kann ihr Maß nicht finden!
Selbst nicht des ersten Engels Blick
Kann diese Tief' ergründen,
Kann diese Höhe messen?
7.) Dich, den ich nie erreichen kann,
Nie schauen ohne Hülle,
Dich, Wunderbarer, bet ich an
In schauervoller Stille,
Dass, (o wie du so gnädig bist!)
Aus deinem vollen Lichte
Ein Tröpflein Glanz auf mich auch fließt,
Und ich in seinem Lichte
Dich sehn darf, dich bewundern!
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Autor: Johann Andreas Cramer
Melodie: ohne Angaben
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gefunden in Sammlung der besten deutschen
prosaischen Schriftsteller und Dichter
Johann Andreas Cramers Gedichte
Verlegt bei Christian Gottlieb Schmieder
Karlsruhe, 1783
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Johann Andreas Cramer, (* 27. Januar 1723 in Jöhstadt bei Annaberg (Erzgebirge); † 12. Juni 1788 in Kiel), Freund und Biograph Gellerts, Konsistorialrat in Quedlinburg, evangelisch-lutherischer Hofprediger in Kopenhagen, Professor der Theologie in Kiel. Sein Gesangbuch für Schleswig-Holstein 1780 enthält viele rationalistische Umarbeitungen älterer Lieder, Cramer selbst dichtete über 400 geistliche Lieder, die zu seiner Zeit in großer Zahl in den Gesangbüchern zu finden waren.
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Hab Dank, Herr Jesu, dass du dich
1.) Hab Dank, Herr Jesu, dass du dich,
So tief erniedrigt hast für mich
Und aus dem Ehrenthrone
Vom Himmelssaal
Ins Jammertal
Ergeben dich zum Hohne.
2.) Du wirst ein Knecht und ich ein Herr,
Wir könntst du doch sein freundlicher,
Dein Dienst ist mein Regieren,
Und was du hast
In solcher Last
Getragen, soll mich zieren.
3.) Gib, dass ich deiner Lieb' und Treu',
Vergessen niemals mög' hierbei,
Lass mich rein sein und bleiben,
Auf dass ich hier
Und dort an dir
Mög' seliglich bekleiben. (a)
(a) ein alten Wort für verbleiben, kleben bleiben
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Autor: Johann Gottfried Olearius
Melodie: In dich hab ich gehoffet, Herr
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen
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gefunden in:
Geistliches Seelen-Paradies
Und Lust-Garten
von Johann Gottfried Olearius
verlegt bei Johann Hoffmann
Nürnberg, 1669
Thema: Passion
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Johann Gottfried Olearius (* 28. September 1635 in Halle an der Saale/Herzogtum Magdeburg; † 21. Mai 1711 in Arnstadt) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Lieddichter und Botaniker. Er wurde als ältester Sohn von Gottfried Olearius (1604–1685) geboren, der wiederum einer weitverzweigten Familie von Pfarrern entstammt. Johann Gottfried Olearius besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt und nahm 1652 an der Universität Leipzig ein Studium auf. Dort erwarb er im Jahr 1654 den Titel eines Baccalaureus und 1656 den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie. Im Anschluss unternahm er eine Bildungsreise, die ihn an die Universitäten in Straßburg, Heidelberg, Marburg und 1658 nach Jena führte. Zurückgekehrt nach Halle wurde er 1658 Pfarrgehilfe an der Marktkirche 'Unser Lieben Frauen', 1662 dort Diakon (Zweiter Pfarrer), 1685 Pfarrer und zugleich Inspektor des Saalkreises. 1688 folgte er einem Ruf als Oberpfarrer und Superintendent nach Arnstadt, wo er zugleich auch Assessor am Konsistorium und Schulleiter des Gymnasiums wurde. 1689 wurde er Konsistorialrat und erblindete im hohen Alter. Als lutherischer Theologe publizierte er vor allem Streitschriften zu zeitgenössischen Auseinandersetzungen und verfasste Erbauungsliteratur. Zudem trat er als Herausgeber von Gesangbüchern, Kirchenlieddichter und Botaniker in Erscheinung. Seine Liedersammlung 'Geistliches Seelen-Paradiss und Lust-Garten' erschien 1669 und wurde 1676 um weitere Lieder vermehrt herausgegeben. Von diesen Liedern sind 50 überregional bekannt geworden und stehen in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 17. bis 20. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Lied heißt 'Geht, ihr traurigen Gedanken, die ihr mir' und hat zwölf Strophen. Er darf nicht verwechselt werden mit dem gleichnamigen deutschen Pädagogen und evangelischen Theologen, der 6. Mai 1641 ebenfalls in Halle (Saale) geboren wurde und am 24. Januar 1675 in Burg bei Magdeburg starb.
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Ich bleib, o Jesu, ganz der Deine
1.) Ich bleib, o Jesu, ganz der Deine,
Dein Blut ist mir das Unterpfand.
Nur, Jesu, dir, dir nur alleine,
Nur dir und deiner treuen Hand
Ergeb ich mich und leb in Ruh'.
Du bist mein Fels, du, eben du.
Du bleibest ja meine, lass deine mich werden,
Mein Jesu, mein alles im Himmel und Erden.
2.) Die Wunden sind mir eine Höhle,
Dein Tod ist mir ein Zufluchtshaus,
Wo ich die arme Sündenseele
Kann sicher jagen ein und aus.
Regier, o Jesu, nur den Sinn,
Dass ich im Tod auch standhaft bin.
Du bleibest ja meine, lass deine mich werden,
Mein Jesu, mein alles im Himmel und Erden.
3.) So fass ich, Jesu, dich allein,
Dein' Name zwinget mich dahin,
Dass ich nun leb und sterb der deine,
Werf alles Leid und Sorgen hin.
Bei dir ist Reichtum Freud' und Ruh',
Du bist mein Fels, du, eben du.
Du bleibest ja meine, lass deine mich werden,
Mein Jesu, mein alles im Himmel und Erden.
4.) Drum bleib ich, Jesu, ganz der Deine,
Dein Blut ist mir das Unterpfand.
Nur, Jesu, dir, dir nur allein,
Nur dir und deiner treuen Hand
Ergeb ich mich und leb in Ruh'.
Du bist mein Fels, du, eben du.
Du bleibest ja meine, lass deine mich werden,
Mein Jesu, mein alles im Himmel und Erden.
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Autor: Andreas Tscherning oder Paul Tschernig
Melodie: ohne Angaben
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Geistliche Lieder der evangelischen Kirche
aus dem 17. und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts
von Dichter aus Schlesien und den umliegenden Landschaften verfasst
Erster Band
Herausgegeben von Julius Mützell,
Verlegt bei C. A. Schwetschke und Sohn,
Braunschweig, 1858
Thema: Christuslied
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Paul Tscherning, (* 25. Januar 1627 in Bunzlau/Böhmische Kronländer, † 17. September 1666) war ein deutscher Hofbeamter und Gesandter in schwedischen Diensten, sowie Lieddichter evangelisch-lutherischen Bekenntnisses. Seine Lyrik erschien in zeitgenössischen Liedsammlungen, wie etwa in den 1659 in Dresden erschienenen 'Fest- Buß- und Danckliedern' von Andreas Hammerschmidt. Das von dem Pfarrer und Hymnologen Albert Friedrich Wilhelm Fischer (1829-1896) initiierte und nach seinem Tod ab 1904 in Gütersloh von Wilhelm Christian Ludwig Tümpel herausgegebene mehrbändige Werk 'Das deutsche evangelische Kirchenlied' enthält zwei Lieder von Tscherning. Von seinen geistlichen Liedern ist eines überregional bekannt geworden und steht in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 17. bis 20. Jahrhunderts. Es ist ein Umkehrlied mit neun Strophen und heißt 'Sieh, Gott, mein Gott, auf dein Gemächte, verwirf nicht'.
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Andreas Tscherning (* 18. November 1611 in Bunzlau/Böhmische Kronländer; † 27. September 1659 in Rostock) war ein deutscher Lieddichter und Literaturtheoretiker in der Nachfolge von Martin Opitz. Er wurde als Sohn des Bürgers Andreas Tscherning und seiner Frau Margaretha, geb. Ruthard, geboren und besuchte, nachdem die Bedrückungen evangelischer Christen in Schlesien überhand genommen hatten, die Gymnasien in Görlitz und Breslau. Im Jahr 1635 immatrikulierte er sich an der Universität in Rostock, wo er für zwei Jahre Philologie und Philosophie studierte und die arabische Sprache erlernte. Danach verdiente er seinen Lebensunterhalt als Hauslehrer in Breslau, wo er durch Matthäus Apelles von Löwenstern (1594-1648) gefördert wurde, der ihm eine Fortsetzung seiner Studien ermöglichte. Nach 1641 kehrte Tscherning nach Rostock zurück, wo er den Magistertitel erwarb und ab 1644 Professor für Poesie wurde. Seine Gedichte erschienen unter den Titeln 'Deutscher Getichte Frühling' (Breslau, 1642) und 'Vortrab des Sommers deutscher Getichte' (Rostock, 1655); einige von diesen fanden Eingang in evangelische Kirchengesangbücher, insbesondere das Morgenlied 'Du sollst in allen Sachen mit Gott den Anfang machen'.
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Bild: Rose
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Anbetung dir, dem Lamme
1.) Anbetung dir, dem Lamme,
Das unsre Sünden trug.
Dort an des Kreuzes Stamme
Wardst du für uns ein Fluch!
Preis Dir, dass du gegeben
In heißer Liebesglut
Für uns dein teures Leben
Und dein Versöhnungsblut!
2.) Wer könnte je ergründen
Die Tiefen und die Höhn,
Und wer Verständnis finden
Von dem, was dort geschehn!
Du, alles Lebens Quelle,
Des ew'gen Gottes Sohn,
Du hast an unsrer Stelle
Geschmeckt der Sünde Lohn!
3.) Preis und Anbetung bringen
Wir dir, o Herr, dafür!
Von deiner Liebe singen
In Schwachheit wir schon hier.
Was wird es sein, wenn droben,
In deiner Herrlichkeit,
Dich jeder Mund wird loben,
O Lamm, in Ewigkeit!
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Autor: Julius Löwen
Melodie: Ich freue mich im Herren
oder: Lob Gott getrost mit Singen
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Gemeinde-Psalter
Vierstimmige Ausgabe
6.-9. Tausend
Bundes-Verlag
Witten/Ruhr, 1938
Liednummer 47
Thema: Christuslied
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Julius Löwen (* 31. Juli 1822 in Breckerfeld/Westfalen; † 9. August 1907 in Elberfeld) war ein deutscher Kaufmann, Seidenfabrikant und Lieddichter. Er gehörte der Gründergeneration der deutschen evangelisch-freikirchlichen Brüderbewegung an. Löwen wurde als ältester Sohn des Bäckers Johann Peter Nikolaus Löwen (1788–1862) und seiner Frau Anna Elisabeth geb. Flüs (1793–1881) geboren, die auch eine kleine Landwirtschaft sowie eine Kornmühle betrieben. Nach dem Besuch der Städtischen Rektoratsschule, trat er in Elberfeld eine Kaufmannslehre an. Sein weiterer beruflicher Werdegang führte ihn nach Mettmann, wo er in einer dort ansässigen Textilfabrik eine Anstellung als Kaufmann fand. 1850 machte er sich gemeinsam mit einem Freund selbstständig und gründete die Seidenweberei Löwen & Nordsieck. Julius Löwen heiratete 1851 die aus einer Unterbarmer Fabrikantenfamilie stammende Helene Langenbeck (1830–1915) und hatte mit ihr zwei Söhne. Mitte 1873 zog Löwen sich aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand zurück. Schon in jungen Jahren war Julius Löwen an theologischen Fragen hoch interessiert. Großen Einfluss auf ihn übte der reformierte Pastor Friedrich Wilhelm Krummacher (1796–1868) aus; den entscheidenden Impuls, sich der damals noch jungen Brüderbewegung anzuschließen, bekam Julius Löwen jedoch durch seinen Schwager Carl Brockhaus (1822-1899), der Löwen als Mitarbeiter im Lehr- und Seelsorgedienst der Bewegung und als Mitarbeiter der Zeitschrift 'Botschafter des Heils in Christo' gewann. Löwen hat sich darüber hinaus auch als Liederdichter einen Namen gemacht. Von Löwen stammt beispielsweise eine Vertonung der Bibelverse aus der Offenbarung des Johannes (1. Kapitel, Verse 5-6), die unter dem Titel 'Dem, der uns liebt' in verschiedene Gesangbücher Aufnahme fand, so zum Beispiel in 'Feiern & Loben' unter Nr. 155.
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Jesus ist die Himmelspforte
1.) Jesus ist die Himmelspforte,
Jesus ist der Lebensweg.
Der irrt weder hier noch dorte,
Der ihn geht, den sichern Steg.
Jesus scheint mit steter Klarheit,
Jesus ist die rechte Wahrheit.
2.) Jesus ist das Freudenleben,
Jesus ist der Ehrenpreis.
Wer nach Jesu pflegt zu streben,
Der erlangt das Paradeis.
Jesus ist der Sündenbüßer
Und der Höll'- und Todverschließer.
3.) Jesus ist das Heil der Sünder,
Jesus ist der Menschenfreund.
Jesus ist darum nichts minder
Auch der stärkste Teufelsfeind.
Jesus macht durch sein Verfechten
Sündenknechte zu Gerechten.
4.) Ohne ihn kann niemand kommen
In das herrlichst' Engelfeld.
Jesus hat uns aufgenommen
Und bezahlt das Lösegeld.
Da der Lebensfürst gelitten,
Hat er uns sein Reich erstritten.
5.) Jesus, weil du Mittler worden,
Weil du bist die Lebensbahn
Und weil du zum Engels-Orden
Nimmest eitel Sünder an,
Jesus, hol auch mich nichts minder!
Denn ich bin ein armer Sünder.
6.) Jesus, weil du bist die Wahrheit,
Die man nirgends fast mehr kennt,
Ach, so lass von deiner Klarheit
Nimmermehr mich sein getrennt.
Jesus, weil du Himmels-Schließer,
Mach auch mich zum Lückenbüßer.
7.) Jesus, weil du bist das Leben
Und der Ehren Freudenpreis.
Ach, so lass nach dir mich streben
Und hilf mir ins Paradeis.
Jesus, nimm von Sündenknechten
Mich auch unter die Gerechten.
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Autor: Constantin Christian Dedekind
mögl. Melodie: Werde licht, du Stadt der Heiden
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen
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Das deutsche evangelische Kirchenlied des 17. Jahrhunderts
Herausgegeben von Albert Fischer (†) und
Wilhelm Christian Ludwig Tümpel, Vierter Band
Druck und Verlag C. Bertelsmann
Gütersloh, 1908
Liednummer 197
Thema: Christuslied
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Constantin Christian Dedekind (* 2. April 1628 in Reinsdorf/Fürstentum Anhalt-Dessau; † vor dem 2. September 1715 in Dresden) war ein deutscher Dichter, Komponist der Barockzeit und evangelisch-lutherischer Lieddichter. Dedekind wurde als Enkel des Komponisten Henning Dedekind (1562–1626) und als Sohn des Musikers Stefan Dedekind (1595–1636) geboren und besuchte die Schule in der Reichsabtei Quedlinburg, wo die Äbtissin Landgräfin Anna Sophia von Hessen ihn förderte. Ungefähr ab 1647 lebte er in Dresden. Im Jahr 1652 wurde Dedekind von dem berühmten Lieddichter Johann Rist aus Hamburg zum Poeta laureatus gekrönt und einige Zeit später in den Elbschwanenorden aufgenommen. Im Jahr 1654 wurde Dedekind als Bassist in die kursächsische Kapelle berufen. Von 1666 bis 1675 wirkte er in Dresden als kurfürstlich sächsischer Konzertmeister. Er schuf eine Vielzahl geistlicher und weltlicher Lieder und Schauspiele, wobei sowohl die Texte als auch die Kompositionen von ihm stammen. Als kursächsischer Steuerkassierer kam Dedekind später zu einigem Vermögen; darüber hinaus war er Verleger von Musiknoten. 1680 flüchtete er vor der Pest aus Dresden und ging nach Meißen. Sein Spätwerk besteht fast ausschließlich aus geistlichen Dichtungen. Er war mit Anna Elisabeth Müller und in zweiter Ehe mit Maria Dorothea Weber verheiratet und hatte aus beiden Ehen fünf Kinder. Dedekind starb wahrscheinlich Ende August 1715 in Dresden und wurde am 2. September beerdigt. Das von dem Pfarrer und Hymnologen Albert Friedrich Wilhelm Fischer (1829-1896) initiierte und nach seinem Tod ab 1904 in Gütersloh von Wilhelm Christian Ludwig Tümpel herausgegebene mehrbändige Werk 'Das deutsche evangelische Kirchenlied' enthält sieben Lieder von Dedekind.
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Geht fröhlich nun dahin
- Nach einer Trauung -
1.) Geht fröhlich nun dahin
In stillem Gottvertrauen.
Ihr werdet fort und fort
Viel Heil, viel Gutes schauen.
Sehr gnädig ist der Herr!
Habt ihr ihn nur erwählt
Zum Freunde unter euch:
Dann nie sein Segen fehlt.
2.) Wie er in seiner Hand
Die Welten alle träget,
So lenkt er euren Fuß,
So euer Los er wäget.
Drum könnt ihr ihm vertraun
Und in ihm fröhlich sein.
Der Herr meint's ewig gut,
Lasst uns stets Dank ihm weihn!
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Autor: Emanuel Christian Gottlieb Langbecker
Melodie: Nun danket alle Gott
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Geistlicher Liederschatz - Sammlung der vorzüglichsten geistlichen Lieder für Kirche, Schule und Haus und alle Lebensverhältnisse
Herausgegeben von Samuel Elsner und Emanuel Christian Gottlieb Langbecker
verlegt bei Samuel Elsner, Berlin, 1832
Liednummer 568
Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost
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Emanuel Christian Gottlieb Langbecker, (* 31. August 1792 in Berlin, † 24. Oktober 1843) war Hymnologe (Kirchenliedforscher) und evangelischer Kirchenliederdichter. Er wurde als der Sohn eines Tuchmachermeisters in Berlin geboren und besuchte das Gymnasium zum grauen Kloster. Er beabsichtigte zunächst, Medizin zu studieren, entschied sich aber später, das Handwerk seines Vaters zu erlernen. Nach vollendeter Lehrzeit trat er bei diesem ins Geschäft, bildete sich aber weiter, wobei er sich vornehmlich mit dem deutschen evangelischen Kirchenlied befasste und das Orgelspiel erlernte, in dem er es bald zu einer solchen Meisterschaft brachte, dass man ihm in der St. Georgenkirche das Organistenamt übertrug. Die ersten Lieder Langbeckers erschienen ab 1822 in Berliner Wochenzeitungen. Sie stimmten in der Zeit des neu erwachenden kirchlichen Lebens einen entschieden evangelischen Ton an und zeichneten sich durch innige Frömmigkeit und eingängige Form aus. 1824 erschien ein erster Gedichtband mit seinen Kirchenliedern. 1827 wurde er zum Kammerdiener bei Hofe ernannt und veröffentlichte 1829 eine zweite Sammlung seiner Gedichte. Nach dem Tode seines Vaters 1829 heiratete er. Zu dieser Zeit arbeitete er an einer Geschichte des deutschen evangelischen Kirchenliedes und half 1830 Samuel Elsner (1778-1856), der schon ein kleineres Gesangbuch herausgegeben hatte, bei der Herausgabe eines größeren Gesangbuches. 1832 erschien im Selbstverlag Elsners eine der wichtigsten Sammlungen evangelischer Kirchenlieder unter dem Titel 'Geistlicher Liederschatz', zu dem Langenbecker die Lebensdaten der Liederdichter und eigene Lieder beigesteuert hatte. In den folgenden Jahren erschienen von ihm Ausgaben zu Crügers Choralmelodien und 1841 sein Hauptwerk: 'Leben und Lieder von Paulus Gerhardt'. Fast zeitgleich wurde er zum Hofstaatssekretär des Prinzen Waldemar von Preußen (1817–1849) ernannt. Er lebte in glücklichen Verhältnissen und genoss in weiten Kreisen ein hohes Ansehen und machte sich auch als Mitglied des Berliner Lehrervereins für das deutsche Volksschulwesen verdient. 1843 starb er an der Gallenruhr im 52. Lebensjahr.
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Bild: Rose (nachbearbeitetes Photo)
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Ungeschaffen, neu geboren
1.) Ungeschaffen, neu geboren,
Soll ich zu Gottes Kind erkoren,
Allein mich nur der Tugend weihn.
Soll nach jenem Kleinod streben,
Im Geiste, nicht im Fleische leben,
Soll Jesu Freund und Jünger sein.
Durch Wasser und durch Geist
Hast du, Gott sei gepreist,
Mich geheiligt!
Ich lebe dir,
Ich sterbe dir,
Doch ich nicht, Christus lebt in mir!
2.) Ich, zum Erben angenommen,
Bin zu dem Gottesreich gekommen,
Das Jesus hier gegründet hat.
Froh genieß ich alle Früchte
Des Glaubens, und einst im Gerichte
Erhöht er mich mit Huld und Gnad'.
Ist auch mein Glaube schwach -
Doch klimm ich Jesu nach
Von der Erde.
Gott schafft mich neu,
Ich bin getreu
Dem Glauben, dass er Vater sei!
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Autor: Heinrich Schmidt
Melodie: Wachet auf, ruft uns die Stimme
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gefunden in:
Feierklänge - Geistliche Lieder und Gebete
auf die Sonn- und Festtage
von zweien Predigern Süderdithmarschens
Heinrich Schmidt und Karl Julius Asschenfeldt
Lübeck, 1823
Verlag Friedrich Asschenfeldt
Liednummer 104
Thema: Nachfolge, Kirche und Mission
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Heinrich Schmidt (* 23. Dezember 1756 in Wewelsfleth im Herzogtum Holstein (heute Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein); † im Dezember 1846) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Sein Vater Johann Schmidt war Bäcker und Brauer. Heinrich Schmidt besuchte zunächst die Dorfschule und wechselte später an die Schule von Wilster. Er wurde auch von dem Pastor von Borsfleth Ewald vier Jahre lang unterrichtet, wofür er die Kinder des Pastors als Hauslehrer betreute. Im Jahr 1776 immatrikulierte sich Schmidt an der Universität in Kiel und übernahm dort 1781, nach seinem Studium, eine Stelle als Lehrer an der Stadtschule. Im Jahr 1783 wurde er, der im geistlichen Amt seine wirkliche Berufung sah, zum Diakon (Zweiten Pfarrer) in Eddelak gewählt, stieg um 1788 zum Hauptpastor auf und wurde schließlich 1830 Propst im Kirchenbezirk Süderdithmarschen. Zusammen mit seinem Amtskollegen, dem Superintendent von Flensburg Christoph Karl Julius Asschenfeldt (1792-1856) veröffentlichte Schmidt im Jahr 1823 am Verlagsort Lübeck ein Buch unter dem Titel 'Feierklänge, Geistliche Lieder', das eine Auswahl aus den geistlichen Liedern beider Autoren darstellt.
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Jesus, Lamm Gottes, in Herrlichkeit droben gekrönet
1.) Jesus, Lamm Gottes, in Herrlichkeit droben gekrönet,
Warest einst hier und hast sterbend am Kreuz uns versöhnet.
Ewiger Sohn,
Gingst von dem Kreuze zum Thron,
Du, der hienieden verhöhnet.
2.) Deine Geliebten, versammelt, um Dich zu erheben,
Die Du geführt hast vom Tode zum ewigen Leben,
Beten Dich an,
Der Du so Großes getan,
Selber Dich für uns gegeben.
3.) Preis und Anbetung sei Deinem hochheiligen Namen!
Hoch und erhaben ist er über jeglichen Namen.
Preis sei schon hier,
Preis einst in Herrlichkeit Dir,
Preis sei Dir ewiglich! Amen!
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Autor: Emil Dönges
Melodie: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren
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Geistliche Lieder von Jean Emil Leonhardt
Privatdruck, Bad Homburg v.d. Höhe, ca. 1930
Liednummer 4
Thema: Christuslied
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Amen, Lob, Preis und Herrlichkeit
- Schlusslied im Gottesdienst -
1.) Amen, Lob, Preis und Herrlichkeit
Sei unserm Gott zu aller Zeit!
Wir gehn wohl fort aus unserm Haus,
Doch Gottes Leuchte lischt nicht aus.
Das Lied verhallt, der Segen bleibt.
Das Wort steht, ob (a) die Welt zerstäubt.
2.) Herr, führ uns all auf Christi Bahn
Zu Licht und Freiheit himmelan!
Die Liebe mehr, den Glauben stärk
Und baue fort dein Ackerwerk
Bis alle Welt an Christum gläubt,
Der gestern, heut und ewig bleibt.
(a) hier ist Sinn von 'wenn auch gleich'
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Autor: Christian Friedrich Heinrich Sachse
Melodie: Vater unser im Himmelreich
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Geraisches (evangelisches) Gesangbuch
Hrsg.: Christian August Behr und
Johann David Friedrich Schottin
Gera, 1822
Liednummer 856
Thema: Sonntag und Gottesdienst
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Christian Friedrich Heinrich Sachse (* 2. Juli 1785 zu Eisenberg/Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg, † 9. Oktober 1860) war evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Sein Vater war Lehrer an der Stadtschule und Kantor an der Stadtkirche in Eisenberg. Christian Friedrich Heinrich Sachse besuchte das Lyzeum seiner Vaterstadt und immatrikulierte sich m Jahr 1804 an der Universität in Jena, wo er bis 1807 Theologie studierte. Danach war er längere Zeit Hauslehrer in der Familie eines Gutsbesitzers in Klein-Lauchstädt bei Meiseburg, wurde 1812 Diakon (Zweiter Pfarrer) in Meuselwitz bei Altenburg und 1823 als Hofprediger nach Altenburg berufen. Im Jahr 1831 erhielt er den Titel eines Konsistorialrats und promovierte im Jahr 1833 an der Universität Jena. Von persönlichen Schicksalsschlägen geschwächt, ließ er sich 1859 von der Tätigkeit im Konsistorium entbinden und 1860 auch als Pfarrer in den Ruhestand versetzen. Eine einzige ihm gebliebene Tochter pflegte ihn bis zu seinem Tod. Neben geistlichen Liedern hatte er u.a. anlässlich der 300-Jahr-Feier der Reformation 1817 mit Kollegen auch eine Sammlung von Liedern herausgegeben.
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Bild: Rose (nachbearbeitetes Photo)
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O Gottessohn, voll ewiger Gewalt
1.) O Gottessohn, voll ewiger Gewalt,
O Menschensohn in göttlicher Gestalt,
Der Gottes Macht und Ehren überkommen,
Du hochgelobter Jesu Christ,
Der du der Deinigen Verlangen bist,
Zu dir, zu dir, zu dir begehr auch ich,
Nur wo du bist, da find ich's wonniglich.
2.) Das Feld ist golden, blumenreich die Au,
Die Berge hehr und frei, der Himmel blau;
Wohl wird's dem Menschenkind auf dieser Erden.
Auch mir ist alles angenehm,
Doch g'nügt mir's nicht, ich will Jerusalem;
Da, wo du thronst, da treibt mein Segel hin,
Heimat wird's nur, wenn ich daheime bin.
3.) Dort flammt der Engel Heer in deinem Licht,
Und meine Väter schaun dein Angesicht;
Die hochgelobte Menschheit sondergleichen
Ist aufgedeckt vor ihrem Blick.
Von ihr wallt her ein unermesslich Glück
Den Seelen zu; es rauscht ihr Freudenton
Wie Meeresbrausen vor des Lammes Thron,
4.) Was hält mich auf? Lasst mich von dannen ziehn
Zu meinem Volk, dem Menschensohn zu sehn;
Den Blick nicht nur, die Seele will ich tauchen
In seine schöne Majestät.
Schon jetzo Freud' und Zittern mich durchweht
Lass mich hinweg, o Herr, hinauf zu dir,
Zu dir, zu deinem Anschaun schreit mein Geist in mir.
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Autor: Wilhelm Löhe
Melodie: eigene Melodie
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Diakonissen-Liederbuch
Dreizehnte, unveränderte, in Gemeinschaft mit dem Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissen-Mutterhäuser herausgegebene Auflage
Verlag der Diakonissen-Anstalt
Kaiserswerth, 1929
Liednummer 146
Thema: Christuslied
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Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth/Königreich Bayern; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Gründer der Diakonieanstalt Neuendettelsau und Lieddichter.
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