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Painted this one in Knox in the outskirts of Melbourne together with the nice gentlemen of the SDM crew, Ethik and Dvate.
Great fieldtrip day in great company, the spot was very cool and calm and everything went perfect except darkness catching up with us at the end. Still Dvate hooked up the daytime photos like a pro...
Lil' Lak white for the highlight-win!
Protagonistinnen:
Schülerin und junge Human-Medizinerin.
50 - 70 Affen (Primaten) sollen in den Tübinger Forschungsinstituten
Max Planck, (MPI)
www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.max-planck-institut-in-...
Hertie Institut und UKT Kliniken zu Forschungszwecken untergebracht sein.
Damit hätte Tübingen die meisten Menschenaffen in Gefangenschaft in Deutschland.
Offizielle Zahlen sind nicht zu erhalten.
Die Anzahl "über 50" scheint aber bestätigt zu sein.
2018
es gibt Veränderungen bei Max Planck, (MPI).
Was aber mit den Alt-Tieren geschehen ist bleibt unbekannt.
Nur in andere Länder und Institut weiter verkauft?
Das Leiden geht woanders weiter??
Möge „das Hohelied der jagdlichen Ethik“ Eugen Wyler’s [1] nie verklingen! legt doch der Brandenburgische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Axel Vogel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) ein Entwurf zum neuen Landesjagdgesetz vor, dass „den Wildbestand in Brandenburg reduzieren und damit den ökologischen Waldumbau“ vorantreiben soll … für mich — unfassbar!
Aber vielleicht hatte ja Philipp Freiherr von und zu Guttenberg Recht, als er auf der 5. Regionalkonferenz des Landesjagdverbandes NRW in Bielefeld 2014 sagte: die politischen Grünen „sind eine fehlgeleitete urbane Schutztruppe“ [2]
Hier zum unsäglichen Artikel:
www.natuerlich-jagd.de/im-original/entwurf-fuer-landesjag...
[1] Zitat aus: „Das ungeschriebene Gesetz“ Eine Erinnerung an den grünen Mahner Eugen Wyler
Von: Andreas Gautschi
Verlag: Neumann-Neudamm
[2] ab ca. Minute 21 ist Philipp Freiherr von und zu Guttenberg zu vernehmen:
www.podcast.de/episode/577706130/jlb008-5-regionalkonfere...
Two Fountains, University Tubinga, Germany, retro style
Zwei gestiftete Springbrunnen von ehemaligen Studenten der Universität Tübingen, Alumni genannt.
Alumni (Plural von lat. alumnus, Zögling ) - das sind im weitesten Sinne alle ehemaligen Studierenden, Absolventinnen und Absolventen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Emeritae und Emeriti der Eberhard Karls Universität Tübingen aus dem In- und Ausland.
Über die Ehemaligen-Vereinigung ALUMNI TÜBINGEN möchte die Universität in Kontakt bleiben, einen lebendigen Austausch pflegen und den Kontakt der Alumni untereinander fördern.
Mehr als 10.000 Ehemalige haben sich bereits als aktive Mitglieder bei ALUMNI TÜBINGEN angemeldet.
ALUMNI TÜBINGEN
Dear Alumnae and Alumni,
We would like to invite you, your family and friends to come to Tübingen to visit your alma mater.
We would be delighted to welcome you back to the University of Tübingen.
...
Alumni (the plural of latin alumnus/alumna, pupil) – are all the former members of the University of Tübingen: students, graduates, employees, emeritae and emeriti, in Germany and all over the world. The alumni society ALUMNI TÜBINGEN aims to maintain contact between the University and its former members, to promote exchange between them and to enable greater contact between the alumni themselves.
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LOCATION
Geschwister-Scholl-Platz, Neue Aula Tübingen.
Eberhard Karls Universität Tübingen
Above Sea Level
GPS Altitude 322 m
Die Eberhard Karls Universität Tübingen (www.uni-tuebingen.de →) bietet über 150 Studiengänge an sieben Fakultäten.
Etwa 400 Professoren und über 2.000 Wissenschaftler arbeiten hier.
Sie umfasst das gesamte Fächerspektrum einer klassischen Universität und richtet ständig neue Fachrichtungen wie Bioinformatik, Computerlinguistik oder Ethik in den Wissenschaften ein. Im bundesweit einzigartigen Studiengang Rhetorik kann die "Theorie und Praxis der menschlichen Beredsamkeit" studiert werden.
Rund 25.000 Studierende sind an der Universität Tübingen eingeschrieben. Die Vielfalt der Studienangebote und das hohe Niveau der Forschung sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Walter Jens, der renommierte Rhetorikprofessor, hat die besondere Tübinger Situation einst so beschrieben: Köln hat eine Universität, Hamburg hält sich eine Universität, Tübingen ist eine Universität.
Übrigens: Mit einem Durchschnittsalter der Einwohnerinnen und Einwohner von rund 40 Jahren gehört Tübingen zu den jüngsten Städten Deutschlands (www.statistik-bw.de →).
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++++ FRAOM WIKIPEDIA ++++
Die Moschee im Schwetzinger Schlossgarten (auch als „Rote Moschee“ bekannt) ist ein Bauwerk im Garten des Schwetzinger Schlosses, das von Hofarchitekt Nicolas de Pigage Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde.
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Architektur
2.1 Grundriss
2.2 Wandelgang
2.3 Fassade
2.4 Innenraum
2.5 Inschriften
3 Literatur
4 Weblinks
5 Einzelnachweise
Geschichte
Die erste Stufe der Bauarbeiten war 1776 der „Jardin Turc“ (frz.: türkischer Garten). Der Moscheebau wurde im Jahr 1779 begonnen und 1792/93 beendet, wobei die Minarette erst in den Jahren 1795/96 fertiggestellt wurden. Die Kosten beliefen sich auf ca. 120.000 Gulden. Damit war die Moschee das teuerste Bauwerk der Gartenanlage. Zur Zeit des Baubeginns war der Hof schon nach München umgezogen, weil Carl Theodor im Jahr 1778 Kurfürst von Pfalz-Bayern wurde.
Das Bauwerk hatte nicht die Funktion eines islamischen Gotteshauses, sondern sollte, dem aufklärerischen Gesamtkonzept des Schwetzinger Schlossgartens folgend, der Toleranz gegenüber allen Religionen und Kulturen der Welt Ausdruck verleihen. Der Islam vertritt dabei die mit dem Orient assoziierten Weisheitslehren.
Obwohl dem Gebäude einige für Moscheen typische Elemente fehlen, wurde es doch zeitweise tatsächlich für islamische Gottesdienste genutzt, so nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71, als Kriegsgefangene aus dem Maghreb (vermutlich Turkos) in der Nähe von Schwetzingen in Lazaretten untergebracht waren, sowie in den 1980er Jahren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten Amerikaner den Innenraum als Jazz- und Swing-Club.[1]
Seit 1970 erfolgten nach einem Parkpflegeplan Rekonstruktionen an der gesamten Schwetzinger Schlossanlage. In den 1990er Jahren wurde auch mit der Restaurierung der Moschee begonnen, die 2007 abgeschlossen wurde. Das Land Baden-Württemberg investierte dabei rund 2,5 Millionen Euro für die Außeninstandsetzung der Moschee, 6 Millionen Euro in die Sanierung der Gebetsgänge und 1,5 Millionen Euro für die Innenarbeiten.[2]
Architektur
Das Gebäude wird stilistisch der sogenannten Türkenmode zugeordnet. Zwar sieht es einer Moschee ähnlich, weicht aber in mancher Hinsicht von einer „echten“ Moschee ab: Diese ist normalerweise mit einem geschlossenen Innenhof versehen, zu dem hin die Fassade auch geschmückt ist, während sie an der Außenseite schlicht gearbeitet ist. Dies ist in Schwetzingen nicht der Fall. Zudem besitzt die Schwetzinger Moschee einen Wandelgang, der seine Entsprechung eher im Kreuzgang eines christlichen Klosters finden würde, und eine Kuppel, welche die St Paul’s Cathedral in London imitiert. Auch fehlen sämtliche liturgischen Einrichtungen, die eine Moschee benötigt. So befindet sich im Innenhof normalerweise ein Brunnen für die rituelle Reinigung vor dem Gebet (Wudu’); zur Inneneinrichtung gehören eine Kanzel und eine Nische, die die Richtung nach Mekka angibt (Qibla). Der Gesamteindruck von Kuppel, Portikus und frei stehenden Türmen erinnert am ehesten an die Wiener Karlskirche.
Jan Snoek[3] versucht, alle Gartengebäude und Teile in einem großen freimaurerischen Zusammenhang zu sehen. Die Moschee repräsentiere mit ihren mit Sternen verzierten Decken die Nacht sowie den Himmel im geistig-seelischen Sinn und sei damit gleichzeitig Symbol für das Leben nach dem Tod.
Grundriss
Der türkische Garten mit der Moschee bildet ein Rechteck, dessen Längsseiten in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet sind. Das Gelände ist im Norden, Süden und Westen von einer Mauer umgeben. An der Ostseite verläuft ein Weg, der den türkischen Garten vom Obstgarten trennt. Die Moschee ist in die westliche Mauer eingeschrieben und liegt mit ihrer Kuppel genau auf der Ost-West-Mittelachse des Obstgartens.
Der Wandelgang orientiert sich mit seinem Grundriss an diesem Rechteck; er nimmt ungefähr zwei Drittel der Grundfläche ein. In der Ost-West-Achse ist er durch zwei quadratische Portalbauten unterbrochen: an der Ostseite durch den Zugang zum Wandelgang und an der Westseite durch den Zugang zur Moschee. Die vier Ecken werden durch schräg gestellte Pavillons akzentuiert. An den beiden Längsseiten, West und Ost, sind jeweils auf halbem Wege zwischen Eckpavillons und Portalbauten kleine Pavillons mit Treillagegängen an der Außenseite des Wandelgangs angebaut.
An den beiden Schmalseiten, Nord und Süd, finden sich ebenfalls Pavillons, die mit einem kurzen Treillage-Verbindungsgang an den Wandelgang angebaut sind. Diese als Priesterkabinette bezeichneten Bauten sind etwas größer als die Pavillons an den Längsseiten.
Die Moschee ist mit dem westlichen Portalbau durch einen hallenartigen Verbindungstrakt an den Wandelgang angebunden. Zum Eingangstor der Moschee führen sieben Stufen. Das Gelände um den Wandelgang ist von Büschen und kleinen Bäumen umgeben. Geschotterte Wege verlaufen sowohl auf der Innen- als auch auf der Außenseite um den Kreuzgang herum. Rechts und links der Moschee sind zwei kleine Wege, die zu den Portalen unterhalb der Minarette führen; durch sie kann man vor den Westbau der Moschee gelangen. An der südwestlichen Ecke der Mauer findet man versteckt hinter Büschen eine steinerne Bank, zu der man nur über ein Rasenstück in Form eines verschlungenen Weges gelangen kann.
Der Grundriss von Moschee und Wandelgang ist von Kreis, Rechteck, Quadrat und Achteck bestimmt. Der ursprünglich quadratische Grundriss des Kubus des Kuppelbaus nähert sich durch konkav einschwingende Ecken einem Achteck. Diese Ecken sind zu Viertelkreisen ausgeformt; in der Nord-Ost-Ecke und in der Süd-Ost-Ecke sind die runden Treppentürme eingeschrieben. Der Grundriss des Innenraums entspricht jedoch völlig einem regelmäßigen Achteck.
Aus diesem Kubus erhebt sich im kreisförmigen Grundriss der Tambour, auf dem die Kuppel sitzt. Nördlich und südlich schließen sich an diesen Kuppelbau quadratische Räume, westlich der rechteckige Portikus und östlich die oben erwähnte rechteckige Verbindungshalle, an. Von den quadratischen Anbauten aus zieht sich eine Mauer konkav nach Westen zu den etwas vorgelagerten, achteckig geformten Sockeln der Minarette. Aus diesen erheben sich wiederum die kreisförmigen Minarett-Türme.
Die Idee Quadrat-Kreis-Achteck wurde in allen Bauteilen konsequent verfolgt.
Wandelgang
Wandelgang mit Eckpavillon
Der Wandelgang besteht aus Treillage-Gängen, die von den beiden Portalbauten und den Eckpavillons unterbrochen werden. Die Gänge bestehen aus beige lackierten Gittern, die von den grün lackierten tragenden Teilen gerahmt sind und regelmäßig von Durchgängen unterbrochen werden. Diese Durchgänge sind von Giebeln überfangen, die an der Vorderfront von einem Dreipass geziert werden. Der Dachquerschnitt hat an diesen Stellen die Form eines Eselsrückenbogens. Das Dach über den Gängen ist ein mit Schiefer eingedecktes Satteldach. In die Gevierte sind Bündelpfeiler mit Blattkapitellen eingestellt; die Sockel haben ebenfalls einen achteckigen Grundriss. Die Gänge haben flache Decken, während die Decken der Durchgänge gewölbt sind und diese dadurch gegen die Gänge absetzen. Beide sind mit verschiedenen Mustern verziert.
Die Portalbauten sowie die Eckpavillons sind anderthalbgeschossig. Auf Höhe des Geschosswechsels zieht sich jeweils ein Sims um die Gebäude. Die Portalbauten haben einen balkonartigen Aufbau, in dessen Mitte sich eine kleine, runde Kuppel aus dem Flachdach erhebt. Im halben Geschoss befindet sich eine rundbogige Fensteröffnung, die an einen Halbmond erinnert.
Die Eckpavillons haben wie die Moschee einen kreisförmigen Tambour mit runden Fenstern, auf dem eine runde Kuppel sitzt, die von einem korbartigen Aufsatz gekrönt wird.
Die vier kleinen Pavillons an den Breitseiten sind eingeschossige Bauten, die zur Außenseite hin jeweils ein Spitzbogenfenster und zu den Schmalseiten hin ein Rundfenster haben. Die Bauten werden von Glockendächern gedeckt.
Alle eben aufgezählten Gebäudearten haben spitzbogige Eingänge.
Die Priesterkabinette sind ebenfalls eingeschossig. Der Eingang ist durch eine zweiflügelige Holztür verschlossen. In den kurzen Schrägseiten befindet sich jeweils ein kleines Spitzbogenfenster, in den Seitenwänden sind Rundfenster. Das Ganze wird durch ein pagodenförmiges Dach gedeckt, in das vier spitzbogige Dachfenster eingelassen sind.
Alle Gebäude sind im gleichen Rot-Ton wie die Moschee gehalten.
Fassade
Portikus der Moschee
Die Gestaltung der Fassade ist von der Fassade der Karlskirche in Wien beeinflusst. Der Westeingang der Moschee wird von einem Portikus bestimmt. Dessen Giebel wird von vier Vollsäulen und vier Dreiviertelsäulen getragen, die paarweise angeordnet sind, um so den Blick auf den Eingang freizugeben. Die Säulen sind komposit; über dem korinthischen Akanthusblatt-Kranz sind, streng davon getrennt, die ionischen Voluten. Auf den Kapitellen stehen Kämpfer, die in den Architrav einschneiden und diesen merkwürdig unterbrechen.
Die Decke des Portikus ist entsprechend der Säulenordnung dreigeteilt und in den Vertiefungen mit Zierfeldern ausgestattet.
Auf dem Architrav ruht ein Gesims, welches das gesamte Bauwerk umspannt. Über diesem schließt sich ein Attika-Geschoss an, das ebenfalls das ganze Gebäude umläuft. Der Giebel des Portikus ist in drei Spitzbögen aufgeteilt, wobei der mittlere höher aufragt als die beiden seitlichen. Ihn ziert im Innenfeld eine arabische Inschrift, die übersetzt lautet: „Es gibt nur einen einzigen wahren Gott.“
Zur Gebäudewand hin zieht sich ein Fries, der wie ein gotisches Maßwerk geformt ist. Die Sima ist mit tropfenförmigen Guttae dekoriert – eine Verzierung, wie sie oft am Hof Carl Theodors zu finden ist.
Das Portal ist im Gegensatz zu dem aufwendigen Portikus eher schlicht gehalten. Über der doppelflügeligen Tür befindet sich eine spitzbogige, mit Glas gefasste Lünette. Über dem Eingang befindet sich ein Zierfeld in Form eines gestelzten Halbkreises. Ein Strahlenkranz aus lanzettförmigen Blättern umschließt einen Stern in der Mitte.
Direkt an den Portikus schließen sich links und rechts konkav eingezogene Ecken an, die sowohl unter- als auch oberhalb des Simses von Zierfeldern geschmückt sind. Darauf folgen die Außenwände der Anbauten des Kuppelsaals. Im unteren Bereich werden diese von einem Spitzbogenfenster und im oberen Bereich, jedoch unterhalb des Simses, von einem flachen Rundbogenfenster durchbrochen. Oberhalb des Simses, im Attika-Geschoss, findet sich wieder ein Zierfeld.
Nun folgen die konkav nach außen gezogenen Mauern, die die Minarette mit dem Hauptgebäude verbinden. Diese werden von je drei Spitzbogennischen sowie an der Westseite von rosettengezierten Tondi, die sich auch am Tambour wiederfinden lassen, geschmückt. Zur Ostseite, zum Kreuzgang hin, sind die Wände unverziert. Ein Gesims läuft unterhalb der Mauerkante bis zu den Minaretten, die davon noch umschlossen werden.
Die Minarette haben einen achteckigen Sockel mit Zierfeldern auf allen frei stehenden Seiten. Es folgt das eben erwähnte Gesims, aus dem eine Wölbung erwächst, die zum Turm überleitet. Zwischen Balkon und Sockel ist auf halber Strecke noch ein wulstförmiges Zierband um den Turm geschlungen. Die Türen zu den Balkons sind nach Westen gerichtet. Das Dach ist eine Mischung aus Zwiebel- und Faltkuppel. Die Turmtreppen sind links gewendelt – eine unübliche Art der Wendlung, die aber auch im Merkur-Tempel verwendet wird.
Die Seiten der Anbauten haben jeweils mittig eine Spitzbogentür und darüber ein Rundbogenfenster. Im Attika-Geschoss befindet sich wieder ein längliches Zierfeld. Die Ostseite wird von der rechteckigen Eingangshalle beherrscht, die an dieser Seite die Stelle des Portikus einnimmt und das Hauptgebäude mit dem Portalbau des Wandelganges verbindet. Bezüglich der Gliederung gleicht sie der Westfassade, außer dass in die konkav eingezogenen Ecken die Treppentürme eingeschrieben sind. Diese haben im unteren Bereich eine Spitzbogenpforte sowie zwei Spitzbogenfenster – eine Aufteilung, die sich nach oben hin auf der Plattformebene spiegelt. Die Türme enden auf der Höhe des Attika-Geschosses und sind mit einer halbkugelförmigen Kuppel gedeckt.
Aus dem Kubus der Haupthalle erhebt sich der zylindrische Tambour. Im unteren Teil hat dieser als Sockel ein glattes, schmales Band. Darüber liegt ein kanneliertes Band, das mit einem Gesims abschließt. Das Gesims ist gleichzeitig die Sohlbank der acht Fenster. Diese haben eine spitzbogige Form und werden von einem Dreiecksgiebel überfasst. Zwischen den Dreiecksgiebeln befinden sich die oben erwähnten Tondi. Ein Spitzbogenfries schließt den Tambour ab und bildet die Überleitung zur halbkugelförmigen Kuppel. Diese ist wie alle Dächer mit Schiefer eingedeckt und hat korrespondierend zu den Tambourfenstern 16 Giebelfenster, die in zwei Reihen übereinander angeordnet sind. Den Abschluss der Kuppel bildet eine Zwiebel, die mit einem fünfzackigen Blitzableiter bekrönt ist.
Innenraum
Innenansicht der Moscheekuppel
Sternbild der kleinen Kuppel im Seitenraum
Zierfeld mit Inschrift
Der Innenraum der Moschee, und damit hauptsächlich der Kuppelbau, besteht aus dem Erdgeschoss, einem Emporengeschoss und der Kuppel, deren Rundung im Innenraum auf Höhe der Tambourfenster beginnt. Dadurch hat die Moschee sozusagen eine innere Kuppel, der eine äußere aufgesetzt ist. Von den sechzehn Dachfenstern in der Außenkuppel ist daher im Inneren nichts zu sehen.
Der Kuppelsaal hat im Erdgeschoss einen achteckigen Grundriss. Auf der Außenseite entsteht dieser durch die konkave Einziehung der Ecken, auf der Innenseite durch die Arkaden-Nischen. Die Ecken, an denen diese zusammentreffen, sind mit Säulen verstellt, deren Sockel ebenfalls achteckig ist. Die Säulenschäfte sind kanneliert, und die Kapitelle gehören zur ionischen Ordnung. Die Säulen sind am Sockel und am Kämpfer mit den Wänden verbunden. Sie tragen Rundbogen-Arkaden, über denen der Tambour entsteht. Die Wandnischen dazwischen sind zweigeschossig. In den Hauptachsen des Erdgeschosses befinden sich sowohl die Eingangstüren zum Kuppelsaal als auch die Durchgangstüren zu den beiden Anbauten. Über diesen befinden sich auf drei Seiten Emporen, während über der Westseite in Scheinarchitektur ein aufgemalter Vorhang zu sehen ist.
Die anderen vier Wandnischen sind aufwendig verziert. In den Rundbögen sind wiederum Schrifttafeln mit Weisheiten angebracht.
Die Archivolte ist mit einem Band aus Akanthusblättern geschmückt, die sich mit Rosetten abwechseln. Am Scheitel sitzt ein strahlender Stern, über dem eine Kartusche mit dem Wort "Allah" in arabischen Schriftzeichen angebracht ist.
Darüber erstreckt sich ein ausladendes Konsolgesims, aus dem der Tambour erwächst. Er ist auf der Innenseite viel kürzer als auf der Außenseite. Die innere Kuppel sitzt unterhalb der äußeren und ist mit dieser vermutlich durch ein Dachstuhlgebälk verbunden, in das auch die sechzehn Dachfenster münden. Der Tambour ist in achtundvierzig senkrecht stehende Zierfeldern gegliedert, die auf den Schmalseiten spitz zulaufen und einen floralen Schmuck aufweisen.
Über dem Tambour erhebt sich die Kuppel mit ihren acht Fenstern, die mit Stichkappen tief in diese einschneiden. Zwischen ihnen befinden sich wieder arabeske Zierfelder mit Weisheiten in arabischer Schrift, deren deutsche Übersetzung in einem rechteckigen, sockelartigen Feld darunter zu lesen sind. Die Leibungen der Stichkappen sind ebenfalls mit einem rautenförmigen Muster verziert. Im Zentrum der Kuppel steht ein goldener, achteckiger Stern auf blauem Grund. Wenn man in der Mitte des Raumes stehend nach oben in die Kuppel schaut, hat man den Eindruck, als ob die Stichkappen der Fenster auf den Stern in der Mitte weisen. Dadurch entsteht das Gefühl, dass die ganze Innenraum-Architektur auf diesen Stern zentriert ist.
Die beiden quadratischen Seitenräume sind gleich gestaltet. In der Nord-Süd-Achse befinden sich jeweils die Türen zum Kuppelsaal beziehungsweise nach außen in den Garten. Ost- und Westwände sind durch spitzbogige Fenster gegliedert. In den Ecken stehen kubische Säulen, die die Schildbogen tragen. Sie sind wie ihre Pendants im Kuppelsaal kanneliert; ihre Kapitelle sind eine Kombination der dorischen und der ionischen Ordnung. In der Mitte der Decke befindet sich ein kreisförmiges Loch, über dem sich eine Kuppel wölbt. Auch an dieser Stelle findet man wieder den Stern.
Inschriften
Die arabischen Weisheiten, die in den Zierfeldern des Innenraums und der Außenfassade angebracht sind, haben keinen rein islamischen Charakter, sondern sind aus dem arabischen Raum entliehene, humanistisch-monotheistische Lehren. Im Außenbereich findet man sie an den Eingangspavillons des Wandelganges und der Moschee; im Innenbereich findet man sie im Tambour zwischen den Fenstern und im unteren Bereich in den Arkadenbögen. Sie sind, bis auf die Inschriften an der Westfassade, die nur in arabischer Schrift gehalten sind, jeweils mit einer deutschen Übersetzung in lateinischer Schrift kombiniert, wobei die arabische Version stets über der deutschen Übersetzung erscheint. Insgesamt sind es 23 Inschriften, wovon 20 sich auf einen arabischen Ursprung zurückführen lassen.
Außer den nicht übersetzten Inschriften der Westfassade, die einen eindeutig religiösen Bezug haben, sind die anderen allgemeingültige Weisheiten zu Ethik und Moral. Bei den arabischen Schriftzeichen fällt auf, dass fast alle Tafeln Fehler in der Punktierung der Konsonanten sowie der Vokalisierung der arabischen Sprache haben. Der Künstler, der die Inschriften anbrachte, war der arabischen Sprache offenbar nicht mächtig und hat wohl die Schrift von Druckvorlagen übernommen. Die Themenbereiche umfassen Weisheit und Torheit, Mitteilsamkeit und Verschwiegenheit, Fleiß und Müßiggang, ferner das Streben nach Gütern sowie Vergänglichkeit und Ermahnendes.
Die Inschriften an der Westfassade sind die einzigen, die einen deutlichen Bezug zum Koran haben und nicht übersetzt wurden. So steht über dem Hauptportal der erste Teil des muslimischen Glaubensbekenntnisses, der lautet: „Es gibt keinen Gott außer Gott“. Auf den beiden Tafeln rechts des Portikus sind verkürzte Formen von Koran-Suren, deren deutsche Übersetzungen lauten: „Gebt Spenden, bevor der Tod kommt“ und „Weder ist er gezeugt worden, noch kommt ihm einer gleich“. Die obere Tafel links des Portikus ist eine verkürzte Gebets-Sequenz und bedeutet in der Übersetzung: „Gepriesen seist Du, und Dein ist das Lob. Gesegnet ist dein Name, und außer Dir gibt es keinen Gott.“ Die untere Tafel ist wiederum die Verkürzung einer Sure und lautet: „Dann lobpreise deinen Herrn und bitte ihn um Vergebung! Er ist gnädig!“
Innenhof der Moschee mit Wandelgang und Eckpavillons im Schwetzinger Schlossgarten
Literatur
Carl-Ludwig Fuchs, Claus Reisinger: Schloss und Garten zu Schwetzingen. Werner, Worms 2001, ISBN 3-88462-164-5.
Wiltrud Heber: Die Arbeiten des Nicolas de Pigage in den ehemals kurpfälzischen Residenzen Mannheim und Schwetzingen. Werner, Worms 1986, ISBN 3-88462-909-3, Manuskripte zur Kunstwissenschaft in der Wernerschen Verlagsgesellschaft 10, (Zugleich: Heidelberg, Univ., Diss., 1977).
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Horror
I’ve got the power to make you fear!
HKD
Ansichtssache
Thema Nr. 3
Was sind meine Ansichten über Angst und Bedrohung?
Als Kind fühlte ich mich ständig von Angst überwältigt und zu einem defensiven Verhalten genötigt. Die Angst vor den Konsequenzen meines Handelns ließ mich schnell angepasst und erwachsen werden.
Anpassung steckte mich in eine Zwangsjacke, die so eng geschnürt war, dass es lange Jahre brauchte, bis ich sie in ihren Details erkannte und sie dann auflösen konnte.
Mit zunehmender Durchdringung der Wurzeln und Strukturen der Angst und Bedrohung wurde das Unheimliche, Gewalttätige und Brutale immer lichter und ich erkannte, dass jene Quelle, die meine Angst verursacht, auch jene Quelle ist, die mir Schutz gewährt (die "eine" Gottheit).
Doch Schutz, Liebe, Zuneigung, Wärme wurden mir entzogen, wenn ich mein Verhalten nicht den gewünschten Normen (der Autorität) anpasste.
Sobald ich als Kind bei Tisch meine Ansichten ausdrücken wollte, wurde mir Stillsein befohlen. Mein Vater war Offizier gewesen und dann Unternehmer. Für ihn waren Ruhe und Ordnung die erste Bürgerpflicht.
Staatsgewalt droht jedem, der bestimmte Grenzen überschreitet. Und dort, wo der Staat nicht hinreicht, drohen göttliche Strafen. Moral, Ethik, Gewissen.
Innerpsychische Faktoren wurden bei mir aktiv und Selbstverurteilung sowie Selbstbestrafung lösten die äußeren Restriktionen ab.
Zu Beginn meines Lebens hatte ich Angst vor den Eltern, vor Lehrern und gewaltbereiten Mitschülern. Ich hatte Angst vor Friedhöfen, dunklen Wäldern und großen Tieren. Meine Zeit beim Militär war geprägt von der Angst vor Bestrafung. Allgemein fürchtete ich, mit den Anforderungen nicht zurechtzukommen.
Die Arbeit als Bauunternehmer und Immobilienhändler wuchs mir über den Kopf. Mir fehlte die Kraft, Menschen zu leiten, wie es mein Vater konnte und ich hatte Angst, ihn zu enttäuschen. Während einer wirtschaftlichen Krise verlor ich das finanzielle Gleichgewicht und ich musste meinen Vater bitten, mir zu helfen.
Ich war enttäuscht von mir. Meine Eltern hielten sich mit ihrer Kritik in Grenzen. Meine Angst zu Versagen hatte sich bestätigt. Träume, die mich in einer blamablen Situation zeigten, hatten mir schon Jahre zuvor immer Angst bereitet. Durch Angst gesetzte Grenzen entspringen meinem Inneren (der dunklen Seite der inneren Gottheit).
Als ich mich wirtschaftlich kleiner setzte und nun „nur“ noch als Antiquitätenhändler arbeitete, begann ich, mich mit Psychologie zu beschäftigen. Ich wollte ergründen, warum ich Ängste hatte, die ich in unterschiedlichster Ausprägung mehr oder minder stark spürte und teilweise auch unterdrückte.
Ich lernte viel über die Formen der Angst und über jene Menschen, die keine oder nur wenig Angst haben. Heute weiß ich, dass Mut aus einer Quelle gespeist wird, die ich A1 nenne. Diese Motivationskraft lässt Menschen zu todesmutigen Helden werden. Ich selbst spürte ein hohes Maß an Angst, reagierte für den Sohn eines Kämpfers viel zu sensibel und erschien meinem besorgten Vater als „lebensuntauglich“.
Diese von ihm meiner Mutter gegenüber ausgedrückte Sorge machte mir Angst. Ich wusste nicht wer ich war, wusste nicht, dass mein Innerstes das Gegenteil von jener Kraft war, die mein Vater verkörperte.
Wäre ich in einem Umfeld aufgewachsen, das Philosophie, Psychologie, Spiritualität oder Meditation schätzt, wäre kein Bruch zwischen meinem Selbstanspruch und meinem wahren Sein entstanden. Meinen Vater als Vorbild vor Augen fühlte ich die Angst vor seiner Herrschaft (Einschüchterung) und vor meinem Versagen.
Heute weiß ich, warum mich zahllose Ängste plagten, warum ich sie und mit welchen Mitteln ich sie unterdrückte oder vor mir leugnete. In einer Umgebung, die kämpferische Tugenden schätzt, entwickelt ein pazifistisch orientierter Mensch ganz spezifische Ängste. Zum Beispiel die Angst davor, Angst zu zeigen.
Mit zunehmender Aufklärung wurde der Strom meiner diversen Ängste immer geringer. Angst dient mir nun als feiner Seismograph und ich vermeide Situationen, die mir nicht bekömmlich sind. Beispielsweise meide ich Menschen, die mir aus ihrem unbewussten Muster heraus Angst bereiten. Egal wovor sie warnen und mich angeblich schützen wollen, ich lasse mich von ihren Weltuntergangsszenearien (Bedrohungen) nicht mehr ins Bockshorn jagen.
Wer stark von der Motivationskraft A1 beeinflusst und zu einem Herrscher wird, regiert instinktiv mit der Energie, andere Menschen einzuschüchtern und zu ängstigen. Kontrolle, Struktur, Grenzen, Recht, keine Gesellschaft die regiert wird, kommt ohne die Mittel von Macht, Drohungen und Angst aus.
Angst aber ist auch ein autonomer Faktor in meiner Psyche und es sind nicht nur Menschen oder Situationen im Außen, die Angst in mir auslösen.
Mit Angst übe ich Selbstkontrolle aus. Ich bin manchem erotischen Abenteuer fern geblieben, weil ich mich vor unerwünschter Vaterschaft oder Geschlechtskrankheiten fürchtete.
Angst versteckt sich überall. Es erscheint mir sehr sinnvoll, die Ecken und Winkel auszuleuchten, in denen sie gewöhnlich hockt, vor allem dann, wenn sie in einer gewissen Lebensphase überhand genommen hat und nicht mit dem Mut in Balance steht.
Wenn es an Mut (A1) fehlt, regiert die Angst (B1). Regiert der Übermut, mangelt es an Vorsicht. In der Mitte liegt das Glück. Es gehört Mut dazu, die Angst zu akzeptieren.
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Forschung: Ethik und Verantwortung -
Demut und Achtsamkeit
===========================
Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.
Luther-bibel
( 3
Brüder, ... dass ihr nichts aus Ehrgeiz und nichts aus Prahlerei tut.
Sondern in Demut schätze einer den andern höher ein als sich selbst.
4
Jeder achte nicht nur auf das eigene
Wohl , sondern auch auf das der anderen.
ökumenische Einheitsübersetzung
setzt den Schwepunkt etwas anders
durch ein "nicht nur")
»Demut bedeutet für mich: Respektvoll zu sein. Gegenüber allen Menschen, egal welchen Alters, welcher Herkunft, Bildung und sozialer Stellung. Vor allem aber auch vor der eigenen Bedeutung. Wir sind alle nur Bestandteil einer großen Geschichte, das sollte jedem bewusst sein, egal wer er ist.«
Matthias Sammer -
Spiegel, Mai, 2012
(Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg menschlich zu bleiben
Effi)
Philipper 2,3-4
Let nothing be done through strife or vainglory; but in lowliness of mind let each esteem other better than themselves.
Look not every man on his own
things, but every man also on the things of others.
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Bad Vilbel Dortelweil 2024
Artist: Indian (Sebastian Stehr)
Thema: Was ist Liebe
What is love
the child of the universe spoke
People who have a sense of aesthetics
Also often have a sense of ethics
Because people who have a sense of beauty
Also often have a sense of justice
Because justice is beauty
To share is beautiful
Giving is beautiful
Caring is beautiful
Doing good is beautiful
Because to give and to share
Means you are having enough
To do good and care for people
Means you’re doing well enough
It’s something natural
A deep desire
A feeling of beauty
Was ist Liebe
Das Kind des Universums sprach
Menschen die Sinn für Ästhetik haben
Haben auch oft einen Sinn für Ethik
Weil Menschen die Sinn für das Schöne haben
Haben auch oft einen Sinn für Gerechtigkeit
Gerechtigkeit ist Schönheit
Zu teilen ist schön
Zu geben ist schön
Sich zu kümmern ist schön
Anderen Gutes zu tun ist schön
Zu geben und zu teilen
Heißt das du genug hast
Menschen Gutes zu tun und dich zu kümmern
Heißt das es dir gut genug geht
Es ist etwas Natürliches
Ein tiefes Verlangen
Ein Gefühl von Schönheit
Photo: Landschaft bei Wiesbaden-Dotzheim
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Sei mir gegrüßt, des Lebens und der Hoffnung
1.) Sei mir gegrüßt, des Lebens und der Hoffnung
Heil'ge Jahrszeit! Frohes Allerwachen
Der Natur, der Schöpfungen Gottes
Schöne Verjüngung!
2.) Göttlicher, eile, wecke deine Blumen
Auf den grünenden Tälern, gib dem Haine
Seine traute Finsternis. Ihr Lauben
Liebenden wieder!
3.) Aber, vor allem - lass den Geist des Friedens
Niedersäuseln! Des Krieges Dämon weiche,
Bade nicht die Kinder des holden Mai's in
Wellen des Blutes!
4.) Ruhe geleite sanft den Tritt des Weisen,
Wenn er einsam dich feiert, und dein Zauber
Ihm mit mächtigen Ahnungen Gott und
Zukunft verkündigt!
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Autor: Karl Heinrich Heydenreich
Melodie: ohne Angaben
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Meyers Groschen-Bibliothek
der deutschen Classiker
Eine Anthologie in 300 Bändchen
Einhundertsechsundsechzigstes Bändchen
Ausgewählte Gedichte von
Karl Heinrich Heydenreich
Hildburgshausen [1870]
Thema: Frühlingslied
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Karl Heinrich Heydenreich, auch Carl Heinrich Heydenreich, (* 19. Februar 1764 in Stolpen/Sächsische Schweiz; † 26. April 1801 in Burgwerben/Burgenlandkreis) war ein deutscher Schriftsteller und Philosoph.
Die früheste Erziehung erhielt der Sohn eines Pfarrers in seinem Elternhaus. Mit 14 Jahren ging er nach Leipzig auf die Thomasschule und 1782 bezog er die dortige Universität, wo er 1785 promovierte. 1789 erhielt er dort eine Philosophieprofessur und lehrte bis 1797 vornehmlich Vernunftreligion, Natürliches und Öffentliches Recht, Ethik, Ästhetik, Logik und Psychologie. Seit 1790 gehörte er der Leipziger Freimaurerloge 'Minerva zu den drei Palmen an'. Sein von Schulden, Alkoholmissbrauch und Drogenkonsum gezeichnetes Privatleben brachte ihn 1797/98 über einen geplatzten Wechsel ins Gefängnis. 1798 gab er seine akademische Laufbahn auf und zog sich nach Burgwerben zurück, wo die dortigen Pfarrleute ihn bis zu seinem Tod umsorgten.
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Stanza della Segnatura, Musei Vaticani (Room of the Signature, Vatican Museums)
In der Stanza della Segnatura (Arbeitszimmer Julius' II. della Rovere) sind die ersten Arbeiten zu sehen, die Raffael 1509 nach seiner Ankunft in Rom ausführte. Alle wichtigen Werke in diesem Raum stammen von seiner Hand. Die Dekorationen befassen sich mit dem Thema des menschlichen Geistes in seinen höchsten Ausformungen: Religion, Wissenschaft, Kunst, Philosophie und Ethik.
Das Fresko 'Die Schule von Athen' symbolisiert die wissenschaftliche Wahrheit. Denker und Wissenschaftler der Antike, einige mit den Gesichtszügen von Zeitgenossen Raffaels, sind in ein Gespräch vertieft, während sie in einer eindrucksvollen Basilika umherschlendern.
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Die Moschee im Schwetzinger Schlossgarten (auch als „Rote Moschee“ bekannt) ist ein Bauwerk im Garten des Schwetzinger Schlosses, das von Hofarchitekt Nicolas de Pigage Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde.
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Architektur
2.1 Grundriss
2.2 Wandelgang
2.3 Fassade
2.4 Innenraum
2.5 Inschriften
3 Literatur
4 Weblinks
5 Einzelnachweise
Geschichte
Die erste Stufe der Bauarbeiten war 1776 der „Jardin Turc“ (frz.: türkischer Garten). Der Moscheebau wurde im Jahr 1779 begonnen und 1792/93 beendet, wobei die Minarette erst in den Jahren 1795/96 fertiggestellt wurden. Die Kosten beliefen sich auf ca. 120.000 Gulden. Damit war die Moschee das teuerste Bauwerk der Gartenanlage. Zur Zeit des Baubeginns war der Hof schon nach München umgezogen, weil Carl Theodor im Jahr 1778 Kurfürst von Pfalz-Bayern wurde.
Das Bauwerk hatte nicht die Funktion eines islamischen Gotteshauses, sondern sollte, dem aufklärerischen Gesamtkonzept des Schwetzinger Schlossgartens folgend, der Toleranz gegenüber allen Religionen und Kulturen der Welt Ausdruck verleihen. Der Islam vertritt dabei die mit dem Orient assoziierten Weisheitslehren.
Obwohl dem Gebäude einige für Moscheen typische Elemente fehlen, wurde es doch zeitweise tatsächlich für islamische Gottesdienste genutzt, so nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71, als Kriegsgefangene aus dem Maghreb (vermutlich Turkos) in der Nähe von Schwetzingen in Lazaretten untergebracht waren, sowie in den 1980er Jahren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten Amerikaner den Innenraum als Jazz- und Swing-Club.[1]
Seit 1970 erfolgten nach einem Parkpflegeplan Rekonstruktionen an der gesamten Schwetzinger Schlossanlage. In den 1990er Jahren wurde auch mit der Restaurierung der Moschee begonnen, die 2007 abgeschlossen wurde. Das Land Baden-Württemberg investierte dabei rund 2,5 Millionen Euro für die Außeninstandsetzung der Moschee, 6 Millionen Euro in die Sanierung der Gebetsgänge und 1,5 Millionen Euro für die Innenarbeiten.[2]
Architektur
Das Gebäude wird stilistisch der sogenannten Türkenmode zugeordnet. Zwar sieht es einer Moschee ähnlich, weicht aber in mancher Hinsicht von einer „echten“ Moschee ab: Diese ist normalerweise mit einem geschlossenen Innenhof versehen, zu dem hin die Fassade auch geschmückt ist, während sie an der Außenseite schlicht gearbeitet ist. Dies ist in Schwetzingen nicht der Fall. Zudem besitzt die Schwetzinger Moschee einen Wandelgang, der seine Entsprechung eher im Kreuzgang eines christlichen Klosters finden würde, und eine Kuppel, welche die St Paul’s Cathedral in London imitiert. Auch fehlen sämtliche liturgischen Einrichtungen, die eine Moschee benötigt. So befindet sich im Innenhof normalerweise ein Brunnen für die rituelle Reinigung vor dem Gebet (Wudu’); zur Inneneinrichtung gehören eine Kanzel und eine Nische, die die Richtung nach Mekka angibt (Qibla). Der Gesamteindruck von Kuppel, Portikus und frei stehenden Türmen erinnert am ehesten an die Wiener Karlskirche.
Jan Snoek[3] versucht, alle Gartengebäude und Teile in einem großen freimaurerischen Zusammenhang zu sehen. Die Moschee repräsentiere mit ihren mit Sternen verzierten Decken die Nacht sowie den Himmel im geistig-seelischen Sinn und sei damit gleichzeitig Symbol für das Leben nach dem Tod.
Grundriss
Der türkische Garten mit der Moschee bildet ein Rechteck, dessen Längsseiten in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet sind. Das Gelände ist im Norden, Süden und Westen von einer Mauer umgeben. An der Ostseite verläuft ein Weg, der den türkischen Garten vom Obstgarten trennt. Die Moschee ist in die westliche Mauer eingeschrieben und liegt mit ihrer Kuppel genau auf der Ost-West-Mittelachse des Obstgartens.
Der Wandelgang orientiert sich mit seinem Grundriss an diesem Rechteck; er nimmt ungefähr zwei Drittel der Grundfläche ein. In der Ost-West-Achse ist er durch zwei quadratische Portalbauten unterbrochen: an der Ostseite durch den Zugang zum Wandelgang und an der Westseite durch den Zugang zur Moschee. Die vier Ecken werden durch schräg gestellte Pavillons akzentuiert. An den beiden Längsseiten, West und Ost, sind jeweils auf halbem Wege zwischen Eckpavillons und Portalbauten kleine Pavillons mit Treillagegängen an der Außenseite des Wandelgangs angebaut.
An den beiden Schmalseiten, Nord und Süd, finden sich ebenfalls Pavillons, die mit einem kurzen Treillage-Verbindungsgang an den Wandelgang angebaut sind. Diese als Priesterkabinette bezeichneten Bauten sind etwas größer als die Pavillons an den Längsseiten.
Die Moschee ist mit dem westlichen Portalbau durch einen hallenartigen Verbindungstrakt an den Wandelgang angebunden. Zum Eingangstor der Moschee führen sieben Stufen. Das Gelände um den Wandelgang ist von Büschen und kleinen Bäumen umgeben. Geschotterte Wege verlaufen sowohl auf der Innen- als auch auf der Außenseite um den Kreuzgang herum. Rechts und links der Moschee sind zwei kleine Wege, die zu den Portalen unterhalb der Minarette führen; durch sie kann man vor den Westbau der Moschee gelangen. An der südwestlichen Ecke der Mauer findet man versteckt hinter Büschen eine steinerne Bank, zu der man nur über ein Rasenstück in Form eines verschlungenen Weges gelangen kann.
Der Grundriss von Moschee und Wandelgang ist von Kreis, Rechteck, Quadrat und Achteck bestimmt. Der ursprünglich quadratische Grundriss des Kubus des Kuppelbaus nähert sich durch konkav einschwingende Ecken einem Achteck. Diese Ecken sind zu Viertelkreisen ausgeformt; in der Nord-Ost-Ecke und in der Süd-Ost-Ecke sind die runden Treppentürme eingeschrieben. Der Grundriss des Innenraums entspricht jedoch völlig einem regelmäßigen Achteck.
Aus diesem Kubus erhebt sich im kreisförmigen Grundriss der Tambour, auf dem die Kuppel sitzt. Nördlich und südlich schließen sich an diesen Kuppelbau quadratische Räume, westlich der rechteckige Portikus und östlich die oben erwähnte rechteckige Verbindungshalle, an. Von den quadratischen Anbauten aus zieht sich eine Mauer konkav nach Westen zu den etwas vorgelagerten, achteckig geformten Sockeln der Minarette. Aus diesen erheben sich wiederum die kreisförmigen Minarett-Türme.
Die Idee Quadrat-Kreis-Achteck wurde in allen Bauteilen konsequent verfolgt.
Wandelgang
Wandelgang mit Eckpavillon
Der Wandelgang besteht aus Treillage-Gängen, die von den beiden Portalbauten und den Eckpavillons unterbrochen werden. Die Gänge bestehen aus beige lackierten Gittern, die von den grün lackierten tragenden Teilen gerahmt sind und regelmäßig von Durchgängen unterbrochen werden. Diese Durchgänge sind von Giebeln überfangen, die an der Vorderfront von einem Dreipass geziert werden. Der Dachquerschnitt hat an diesen Stellen die Form eines Eselsrückenbogens. Das Dach über den Gängen ist ein mit Schiefer eingedecktes Satteldach. In die Gevierte sind Bündelpfeiler mit Blattkapitellen eingestellt; die Sockel haben ebenfalls einen achteckigen Grundriss. Die Gänge haben flache Decken, während die Decken der Durchgänge gewölbt sind und diese dadurch gegen die Gänge absetzen. Beide sind mit verschiedenen Mustern verziert.
Die Portalbauten sowie die Eckpavillons sind anderthalbgeschossig. Auf Höhe des Geschosswechsels zieht sich jeweils ein Sims um die Gebäude. Die Portalbauten haben einen balkonartigen Aufbau, in dessen Mitte sich eine kleine, runde Kuppel aus dem Flachdach erhebt. Im halben Geschoss befindet sich eine rundbogige Fensteröffnung, die an einen Halbmond erinnert.
Die Eckpavillons haben wie die Moschee einen kreisförmigen Tambour mit runden Fenstern, auf dem eine runde Kuppel sitzt, die von einem korbartigen Aufsatz gekrönt wird.
Die vier kleinen Pavillons an den Breitseiten sind eingeschossige Bauten, die zur Außenseite hin jeweils ein Spitzbogenfenster und zu den Schmalseiten hin ein Rundfenster haben. Die Bauten werden von Glockendächern gedeckt.
Alle eben aufgezählten Gebäudearten haben spitzbogige Eingänge.
Die Priesterkabinette sind ebenfalls eingeschossig. Der Eingang ist durch eine zweiflügelige Holztür verschlossen. In den kurzen Schrägseiten befindet sich jeweils ein kleines Spitzbogenfenster, in den Seitenwänden sind Rundfenster. Das Ganze wird durch ein pagodenförmiges Dach gedeckt, in das vier spitzbogige Dachfenster eingelassen sind.
Alle Gebäude sind im gleichen Rot-Ton wie die Moschee gehalten.
Fassade
Portikus der Moschee
Die Gestaltung der Fassade ist von der Fassade der Karlskirche in Wien beeinflusst. Der Westeingang der Moschee wird von einem Portikus bestimmt. Dessen Giebel wird von vier Vollsäulen und vier Dreiviertelsäulen getragen, die paarweise angeordnet sind, um so den Blick auf den Eingang freizugeben. Die Säulen sind komposit; über dem korinthischen Akanthusblatt-Kranz sind, streng davon getrennt, die ionischen Voluten. Auf den Kapitellen stehen Kämpfer, die in den Architrav einschneiden und diesen merkwürdig unterbrechen.
Die Decke des Portikus ist entsprechend der Säulenordnung dreigeteilt und in den Vertiefungen mit Zierfeldern ausgestattet.
Auf dem Architrav ruht ein Gesims, welches das gesamte Bauwerk umspannt. Über diesem schließt sich ein Attika-Geschoss an, das ebenfalls das ganze Gebäude umläuft. Der Giebel des Portikus ist in drei Spitzbögen aufgeteilt, wobei der mittlere höher aufragt als die beiden seitlichen. Ihn ziert im Innenfeld eine arabische Inschrift, die übersetzt lautet: „Es gibt nur einen einzigen wahren Gott.“
Zur Gebäudewand hin zieht sich ein Fries, der wie ein gotisches Maßwerk geformt ist. Die Sima ist mit tropfenförmigen Guttae dekoriert – eine Verzierung, wie sie oft am Hof Carl Theodors zu finden ist.
Das Portal ist im Gegensatz zu dem aufwendigen Portikus eher schlicht gehalten. Über der doppelflügeligen Tür befindet sich eine spitzbogige, mit Glas gefasste Lünette. Über dem Eingang befindet sich ein Zierfeld in Form eines gestelzten Halbkreises. Ein Strahlenkranz aus lanzettförmigen Blättern umschließt einen Stern in der Mitte.
Direkt an den Portikus schließen sich links und rechts konkav eingezogene Ecken an, die sowohl unter- als auch oberhalb des Simses von Zierfeldern geschmückt sind. Darauf folgen die Außenwände der Anbauten des Kuppelsaals. Im unteren Bereich werden diese von einem Spitzbogenfenster und im oberen Bereich, jedoch unterhalb des Simses, von einem flachen Rundbogenfenster durchbrochen. Oberhalb des Simses, im Attika-Geschoss, findet sich wieder ein Zierfeld.
Nun folgen die konkav nach außen gezogenen Mauern, die die Minarette mit dem Hauptgebäude verbinden. Diese werden von je drei Spitzbogennischen sowie an der Westseite von rosettengezierten Tondi, die sich auch am Tambour wiederfinden lassen, geschmückt. Zur Ostseite, zum Kreuzgang hin, sind die Wände unverziert. Ein Gesims läuft unterhalb der Mauerkante bis zu den Minaretten, die davon noch umschlossen werden.
Die Minarette haben einen achteckigen Sockel mit Zierfeldern auf allen frei stehenden Seiten. Es folgt das eben erwähnte Gesims, aus dem eine Wölbung erwächst, die zum Turm überleitet. Zwischen Balkon und Sockel ist auf halber Strecke noch ein wulstförmiges Zierband um den Turm geschlungen. Die Türen zu den Balkons sind nach Westen gerichtet. Das Dach ist eine Mischung aus Zwiebel- und Faltkuppel. Die Turmtreppen sind links gewendelt – eine unübliche Art der Wendlung, die aber auch im Merkur-Tempel verwendet wird.
Die Seiten der Anbauten haben jeweils mittig eine Spitzbogentür und darüber ein Rundbogenfenster. Im Attika-Geschoss befindet sich wieder ein längliches Zierfeld. Die Ostseite wird von der rechteckigen Eingangshalle beherrscht, die an dieser Seite die Stelle des Portikus einnimmt und das Hauptgebäude mit dem Portalbau des Wandelganges verbindet. Bezüglich der Gliederung gleicht sie der Westfassade, außer dass in die konkav eingezogenen Ecken die Treppentürme eingeschrieben sind. Diese haben im unteren Bereich eine Spitzbogenpforte sowie zwei Spitzbogenfenster – eine Aufteilung, die sich nach oben hin auf der Plattformebene spiegelt. Die Türme enden auf der Höhe des Attika-Geschosses und sind mit einer halbkugelförmigen Kuppel gedeckt.
Aus dem Kubus der Haupthalle erhebt sich der zylindrische Tambour. Im unteren Teil hat dieser als Sockel ein glattes, schmales Band. Darüber liegt ein kanneliertes Band, das mit einem Gesims abschließt. Das Gesims ist gleichzeitig die Sohlbank der acht Fenster. Diese haben eine spitzbogige Form und werden von einem Dreiecksgiebel überfasst. Zwischen den Dreiecksgiebeln befinden sich die oben erwähnten Tondi. Ein Spitzbogenfries schließt den Tambour ab und bildet die Überleitung zur halbkugelförmigen Kuppel. Diese ist wie alle Dächer mit Schiefer eingedeckt und hat korrespondierend zu den Tambourfenstern 16 Giebelfenster, die in zwei Reihen übereinander angeordnet sind. Den Abschluss der Kuppel bildet eine Zwiebel, die mit einem fünfzackigen Blitzableiter bekrönt ist.
Innenraum
Innenansicht der Moscheekuppel
Sternbild der kleinen Kuppel im Seitenraum
Zierfeld mit Inschrift
Der Innenraum der Moschee, und damit hauptsächlich der Kuppelbau, besteht aus dem Erdgeschoss, einem Emporengeschoss und der Kuppel, deren Rundung im Innenraum auf Höhe der Tambourfenster beginnt. Dadurch hat die Moschee sozusagen eine innere Kuppel, der eine äußere aufgesetzt ist. Von den sechzehn Dachfenstern in der Außenkuppel ist daher im Inneren nichts zu sehen.
Der Kuppelsaal hat im Erdgeschoss einen achteckigen Grundriss. Auf der Außenseite entsteht dieser durch die konkave Einziehung der Ecken, auf der Innenseite durch die Arkaden-Nischen. Die Ecken, an denen diese zusammentreffen, sind mit Säulen verstellt, deren Sockel ebenfalls achteckig ist. Die Säulenschäfte sind kanneliert, und die Kapitelle gehören zur ionischen Ordnung. Die Säulen sind am Sockel und am Kämpfer mit den Wänden verbunden. Sie tragen Rundbogen-Arkaden, über denen der Tambour entsteht. Die Wandnischen dazwischen sind zweigeschossig. In den Hauptachsen des Erdgeschosses befinden sich sowohl die Eingangstüren zum Kuppelsaal als auch die Durchgangstüren zu den beiden Anbauten. Über diesen befinden sich auf drei Seiten Emporen, während über der Westseite in Scheinarchitektur ein aufgemalter Vorhang zu sehen ist.
Die anderen vier Wandnischen sind aufwendig verziert. In den Rundbögen sind wiederum Schrifttafeln mit Weisheiten angebracht.
Die Archivolte ist mit einem Band aus Akanthusblättern geschmückt, die sich mit Rosetten abwechseln. Am Scheitel sitzt ein strahlender Stern, über dem eine Kartusche mit dem Wort "Allah" in arabischen Schriftzeichen angebracht ist.
Darüber erstreckt sich ein ausladendes Konsolgesims, aus dem der Tambour erwächst. Er ist auf der Innenseite viel kürzer als auf der Außenseite. Die innere Kuppel sitzt unterhalb der äußeren und ist mit dieser vermutlich durch ein Dachstuhlgebälk verbunden, in das auch die sechzehn Dachfenster münden. Der Tambour ist in achtundvierzig senkrecht stehende Zierfeldern gegliedert, die auf den Schmalseiten spitz zulaufen und einen floralen Schmuck aufweisen.
Über dem Tambour erhebt sich die Kuppel mit ihren acht Fenstern, die mit Stichkappen tief in diese einschneiden. Zwischen ihnen befinden sich wieder arabeske Zierfelder mit Weisheiten in arabischer Schrift, deren deutsche Übersetzung in einem rechteckigen, sockelartigen Feld darunter zu lesen sind. Die Leibungen der Stichkappen sind ebenfalls mit einem rautenförmigen Muster verziert. Im Zentrum der Kuppel steht ein goldener, achteckiger Stern auf blauem Grund. Wenn man in der Mitte des Raumes stehend nach oben in die Kuppel schaut, hat man den Eindruck, als ob die Stichkappen der Fenster auf den Stern in der Mitte weisen. Dadurch entsteht das Gefühl, dass die ganze Innenraum-Architektur auf diesen Stern zentriert ist.
Die beiden quadratischen Seitenräume sind gleich gestaltet. In der Nord-Süd-Achse befinden sich jeweils die Türen zum Kuppelsaal beziehungsweise nach außen in den Garten. Ost- und Westwände sind durch spitzbogige Fenster gegliedert. In den Ecken stehen kubische Säulen, die die Schildbogen tragen. Sie sind wie ihre Pendants im Kuppelsaal kanneliert; ihre Kapitelle sind eine Kombination der dorischen und der ionischen Ordnung. In der Mitte der Decke befindet sich ein kreisförmiges Loch, über dem sich eine Kuppel wölbt. Auch an dieser Stelle findet man wieder den Stern.
Inschriften
Die arabischen Weisheiten, die in den Zierfeldern des Innenraums und der Außenfassade angebracht sind, haben keinen rein islamischen Charakter, sondern sind aus dem arabischen Raum entliehene, humanistisch-monotheistische Lehren. Im Außenbereich findet man sie an den Eingangspavillons des Wandelganges und der Moschee; im Innenbereich findet man sie im Tambour zwischen den Fenstern und im unteren Bereich in den Arkadenbögen. Sie sind, bis auf die Inschriften an der Westfassade, die nur in arabischer Schrift gehalten sind, jeweils mit einer deutschen Übersetzung in lateinischer Schrift kombiniert, wobei die arabische Version stets über der deutschen Übersetzung erscheint. Insgesamt sind es 23 Inschriften, wovon 20 sich auf einen arabischen Ursprung zurückführen lassen.
Außer den nicht übersetzten Inschriften der Westfassade, die einen eindeutig religiösen Bezug haben, sind die anderen allgemeingültige Weisheiten zu Ethik und Moral. Bei den arabischen Schriftzeichen fällt auf, dass fast alle Tafeln Fehler in der Punktierung der Konsonanten sowie der Vokalisierung der arabischen Sprache haben. Der Künstler, der die Inschriften anbrachte, war der arabischen Sprache offenbar nicht mächtig und hat wohl die Schrift von Druckvorlagen übernommen. Die Themenbereiche umfassen Weisheit und Torheit, Mitteilsamkeit und Verschwiegenheit, Fleiß und Müßiggang, ferner das Streben nach Gütern sowie Vergänglichkeit und Ermahnendes.
Die Inschriften an der Westfassade sind die einzigen, die einen deutlichen Bezug zum Koran haben und nicht übersetzt wurden. So steht über dem Hauptportal der erste Teil des muslimischen Glaubensbekenntnisses, der lautet: „Es gibt keinen Gott außer Gott“. Auf den beiden Tafeln rechts des Portikus sind verkürzte Formen von Koran-Suren, deren deutsche Übersetzungen lauten: „Gebt Spenden, bevor der Tod kommt“ und „Weder ist er gezeugt worden, noch kommt ihm einer gleich“. Die obere Tafel links des Portikus ist eine verkürzte Gebets-Sequenz und bedeutet in der Übersetzung: „Gepriesen seist Du, und Dein ist das Lob. Gesegnet ist dein Name, und außer Dir gibt es keinen Gott.“ Die untere Tafel ist wiederum die Verkürzung einer Sure und lautet: „Dann lobpreise deinen Herrn und bitte ihn um Vergebung! Er ist gnädig!“
Innenhof der Moschee mit Wandelgang und Eckpavillons im Schwetzinger Schlossgarten
Literatur
Carl-Ludwig Fuchs, Claus Reisinger: Schloss und Garten zu Schwetzingen. Werner, Worms 2001, ISBN 3-88462-164-5.
Wiltrud Heber: Die Arbeiten des Nicolas de Pigage in den ehemals kurpfälzischen Residenzen Mannheim und Schwetzingen. Werner, Worms 1986, ISBN 3-88462-909-3, Manuskripte zur Kunstwissenschaft in der Wernerschen Verlagsgesellschaft 10, (Zugleich: Heidelberg, Univ., Diss., 1977).
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links oben:
Alte Burse (Börse)
Der Name ist eine Anspielung auf die dicken Geldbeutel (Börse) der betuchten Eltern.
Im evangelischen Stift dagegen war diese Unterbringung kostenlos, jedoch konnte man nur Pfarrer werden.
Der Zweckbau wurde 1478 bis 1482 als Studentenwohnhaus erbaut. Der Baubeginn lag also nur ein Jahr nach der Gründung der Eberhard-Karls-Universität. Im Mittelträger des Eingangsbereichs der Burse sind die Palme sowie der Wahlspruch "Attempto" eingeschnitzt, die bis heute das Logo der Universität bilden.
Die junge Universität zu Tübingen bildet junge Wissenschaftler bei Kost und Logis aus, bezahlt wird aus der Börse, also bar.
Die Burse erinnert mit einer Gedenktafel an der Südseite an den Reformator Philipp Melanchthon, der dort lernte und lehrte.
Friedrich Schiller (1759-1805), kommt im März 1794 für einige Tage nach Tübingen, wo er in der baufällig gewordenen Burse bei seinem Lehrer Jakob Friedrich Abel (1751-1829) zu Gast ist.
spätere Nutzung:
Erste Klinik der Universität.
Der amtierende Universitätskanzler und Professor der Medizin Ferdinand Autenrieth (1772-1835) übernimmt 1805 die baufällige Burse und den spätmittelalterlichen Fachwerkbau. Er läßt die baufällige alte Burse zum ersten Klinikum der Universität umbauen.
Dabei erhält die Burse mit dem halbrunden Fenster im Frontgiebel und dem Walmdach ihr klassizistisches, die Symmetrie betonendes Aussehen, das sie im Urteil der Zeitgenossen zu einem der schönsten Gebäude der Stadt macht.
Weil Professor Autenrieth für seine Klientel mehr Licht, Luft und Sonne haben wollte, ließ er die gegenüberliegenden Häuser, Scheuern und Werkstätten kurzerhand abreißen.
Seither öffnet sich vor der Burse der kleine freundliche Platz, der auf der Neckarseite durch die Reste der Stadtmauer begrenzt wird.
Damals wurden hier die Platanen gepflanzt, die heute die Burse überragen und den nach Süden gelegenen Arbeitszimmern einen natürlichen Schatten spenden.
Hier wurden nicht allein Kranke und Schwangere versorgt, sondern zudem die erste psychiatrische Krankenabteilung Deutschlands eingerichtet.
Dort wurde von September 1806 bis Mai 1807 Friedrich Hölderlin behandelt.
Das hervorrganede Charakteristikum des Gebäudes sind die beiden Treppenaufgänge -
Diese architektonische Pointe geht zurück auf den frühneuzeitlichen Universalienstreit, der in Tübingen dazu führte, daß man die Burse von oben bis unten durch eine im Gebäude errichtete Mauer in zwei Hälften unterteilte und für die auseinanderführenden »Wege«, die Via antiqua und die Via moderna, jeweils einen separaten Eingang schuf, links für die »Nominalisten«, rechts für die »Realisten«. Erst als mit der Reformation weiter ausgreifende und umwälzende Konflikte aufbrachen, wurde die Mauer wieder entfernt. Die beiden Eingänge aber sind geblieben, ein Denkmal für in unversöhnlichem Streit liegende Auffassungen von Wissenschaftlichkeit - ein Streit, der auch heute keineswegs als geschlichtet gelten kann.
Heute
wieder Teil der Universität
Seit 1972 befinden sich in der Burse das Philosophische Seminar.
Zu Gebieten in der Lehre gehören demgemäß vielfältige klassische Themen wie Platons Ideenlehre, Aristoteles Theorie des Guten, Thomas von Aquins Erkenntnistheorie, Descartes Metaphysik, Humes Theorie des Geistes, Kants Erkenntnistheorie, Ehtik und Ästhetik, Fichtes Theorie des Selbstbewusstseins, die Hermeneutik Gadamers und Heideggers, Wittgensteins Sprachphilosophie. Aber auch die systematischen Forschungsgebiete der Gegenwart sind umfassend vertreten mit Themen wie Bewusstseinstheorien, Selbstbewusstseinsforschung, Wahrnehmungstheorien, Wissen und Wahrheit, Erkenntnis und Skepsis, Wissenschaftstheorie, Naturphilosophie, Angewandte Ethik, Bioethik, Medizinische Ethik, Politische Philosophie (Gerechtigkeitstheorien), Ästhetik.
Sowie das Kunsthistorische Institut der Universität Tübingen.
Das Gebäude ist nach § 12 DSchG ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung. Eigentümer ist das Land Baden-Württemberg.
Published: globalvoices.org/2021/05/18/protecting-its-people-and-pre...
de.ejo-online.eu/qualitaet-ethik/verschwoerung-entzaubern...
Frankfurt. Fourth manifestation against the Corona restrictions.
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++++ FRAOM WIKIPEDIA ++++
Die Moschee im Schwetzinger Schlossgarten (auch als „Rote Moschee“ bekannt) ist ein Bauwerk im Garten des Schwetzinger Schlosses, das von Hofarchitekt Nicolas de Pigage Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde.
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Architektur
2.1 Grundriss
2.2 Wandelgang
2.3 Fassade
2.4 Innenraum
2.5 Inschriften
3 Literatur
4 Weblinks
5 Einzelnachweise
Geschichte
Die erste Stufe der Bauarbeiten war 1776 der „Jardin Turc“ (frz.: türkischer Garten). Der Moscheebau wurde im Jahr 1779 begonnen und 1792/93 beendet, wobei die Minarette erst in den Jahren 1795/96 fertiggestellt wurden. Die Kosten beliefen sich auf ca. 120.000 Gulden. Damit war die Moschee das teuerste Bauwerk der Gartenanlage. Zur Zeit des Baubeginns war der Hof schon nach München umgezogen, weil Carl Theodor im Jahr 1778 Kurfürst von Pfalz-Bayern wurde.
Das Bauwerk hatte nicht die Funktion eines islamischen Gotteshauses, sondern sollte, dem aufklärerischen Gesamtkonzept des Schwetzinger Schlossgartens folgend, der Toleranz gegenüber allen Religionen und Kulturen der Welt Ausdruck verleihen. Der Islam vertritt dabei die mit dem Orient assoziierten Weisheitslehren.
Obwohl dem Gebäude einige für Moscheen typische Elemente fehlen, wurde es doch zeitweise tatsächlich für islamische Gottesdienste genutzt, so nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71, als Kriegsgefangene aus dem Maghreb (vermutlich Turkos) in der Nähe von Schwetzingen in Lazaretten untergebracht waren, sowie in den 1980er Jahren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten Amerikaner den Innenraum als Jazz- und Swing-Club.[1]
Seit 1970 erfolgten nach einem Parkpflegeplan Rekonstruktionen an der gesamten Schwetzinger Schlossanlage. In den 1990er Jahren wurde auch mit der Restaurierung der Moschee begonnen, die 2007 abgeschlossen wurde. Das Land Baden-Württemberg investierte dabei rund 2,5 Millionen Euro für die Außeninstandsetzung der Moschee, 6 Millionen Euro in die Sanierung der Gebetsgänge und 1,5 Millionen Euro für die Innenarbeiten.[2]
Architektur
Das Gebäude wird stilistisch der sogenannten Türkenmode zugeordnet. Zwar sieht es einer Moschee ähnlich, weicht aber in mancher Hinsicht von einer „echten“ Moschee ab: Diese ist normalerweise mit einem geschlossenen Innenhof versehen, zu dem hin die Fassade auch geschmückt ist, während sie an der Außenseite schlicht gearbeitet ist. Dies ist in Schwetzingen nicht der Fall. Zudem besitzt die Schwetzinger Moschee einen Wandelgang, der seine Entsprechung eher im Kreuzgang eines christlichen Klosters finden würde, und eine Kuppel, welche die St Paul’s Cathedral in London imitiert. Auch fehlen sämtliche liturgischen Einrichtungen, die eine Moschee benötigt. So befindet sich im Innenhof normalerweise ein Brunnen für die rituelle Reinigung vor dem Gebet (Wudu’); zur Inneneinrichtung gehören eine Kanzel und eine Nische, die die Richtung nach Mekka angibt (Qibla). Der Gesamteindruck von Kuppel, Portikus und frei stehenden Türmen erinnert am ehesten an die Wiener Karlskirche.
Jan Snoek[3] versucht, alle Gartengebäude und Teile in einem großen freimaurerischen Zusammenhang zu sehen. Die Moschee repräsentiere mit ihren mit Sternen verzierten Decken die Nacht sowie den Himmel im geistig-seelischen Sinn und sei damit gleichzeitig Symbol für das Leben nach dem Tod.
Grundriss
Der türkische Garten mit der Moschee bildet ein Rechteck, dessen Längsseiten in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet sind. Das Gelände ist im Norden, Süden und Westen von einer Mauer umgeben. An der Ostseite verläuft ein Weg, der den türkischen Garten vom Obstgarten trennt. Die Moschee ist in die westliche Mauer eingeschrieben und liegt mit ihrer Kuppel genau auf der Ost-West-Mittelachse des Obstgartens.
Der Wandelgang orientiert sich mit seinem Grundriss an diesem Rechteck; er nimmt ungefähr zwei Drittel der Grundfläche ein. In der Ost-West-Achse ist er durch zwei quadratische Portalbauten unterbrochen: an der Ostseite durch den Zugang zum Wandelgang und an der Westseite durch den Zugang zur Moschee. Die vier Ecken werden durch schräg gestellte Pavillons akzentuiert. An den beiden Längsseiten, West und Ost, sind jeweils auf halbem Wege zwischen Eckpavillons und Portalbauten kleine Pavillons mit Treillagegängen an der Außenseite des Wandelgangs angebaut.
An den beiden Schmalseiten, Nord und Süd, finden sich ebenfalls Pavillons, die mit einem kurzen Treillage-Verbindungsgang an den Wandelgang angebaut sind. Diese als Priesterkabinette bezeichneten Bauten sind etwas größer als die Pavillons an den Längsseiten.
Die Moschee ist mit dem westlichen Portalbau durch einen hallenartigen Verbindungstrakt an den Wandelgang angebunden. Zum Eingangstor der Moschee führen sieben Stufen. Das Gelände um den Wandelgang ist von Büschen und kleinen Bäumen umgeben. Geschotterte Wege verlaufen sowohl auf der Innen- als auch auf der Außenseite um den Kreuzgang herum. Rechts und links der Moschee sind zwei kleine Wege, die zu den Portalen unterhalb der Minarette führen; durch sie kann man vor den Westbau der Moschee gelangen. An der südwestlichen Ecke der Mauer findet man versteckt hinter Büschen eine steinerne Bank, zu der man nur über ein Rasenstück in Form eines verschlungenen Weges gelangen kann.
Der Grundriss von Moschee und Wandelgang ist von Kreis, Rechteck, Quadrat und Achteck bestimmt. Der ursprünglich quadratische Grundriss des Kubus des Kuppelbaus nähert sich durch konkav einschwingende Ecken einem Achteck. Diese Ecken sind zu Viertelkreisen ausgeformt; in der Nord-Ost-Ecke und in der Süd-Ost-Ecke sind die runden Treppentürme eingeschrieben. Der Grundriss des Innenraums entspricht jedoch völlig einem regelmäßigen Achteck.
Aus diesem Kubus erhebt sich im kreisförmigen Grundriss der Tambour, auf dem die Kuppel sitzt. Nördlich und südlich schließen sich an diesen Kuppelbau quadratische Räume, westlich der rechteckige Portikus und östlich die oben erwähnte rechteckige Verbindungshalle, an. Von den quadratischen Anbauten aus zieht sich eine Mauer konkav nach Westen zu den etwas vorgelagerten, achteckig geformten Sockeln der Minarette. Aus diesen erheben sich wiederum die kreisförmigen Minarett-Türme.
Die Idee Quadrat-Kreis-Achteck wurde in allen Bauteilen konsequent verfolgt.
Wandelgang
Wandelgang mit Eckpavillon
Der Wandelgang besteht aus Treillage-Gängen, die von den beiden Portalbauten und den Eckpavillons unterbrochen werden. Die Gänge bestehen aus beige lackierten Gittern, die von den grün lackierten tragenden Teilen gerahmt sind und regelmäßig von Durchgängen unterbrochen werden. Diese Durchgänge sind von Giebeln überfangen, die an der Vorderfront von einem Dreipass geziert werden. Der Dachquerschnitt hat an diesen Stellen die Form eines Eselsrückenbogens. Das Dach über den Gängen ist ein mit Schiefer eingedecktes Satteldach. In die Gevierte sind Bündelpfeiler mit Blattkapitellen eingestellt; die Sockel haben ebenfalls einen achteckigen Grundriss. Die Gänge haben flache Decken, während die Decken der Durchgänge gewölbt sind und diese dadurch gegen die Gänge absetzen. Beide sind mit verschiedenen Mustern verziert.
Die Portalbauten sowie die Eckpavillons sind anderthalbgeschossig. Auf Höhe des Geschosswechsels zieht sich jeweils ein Sims um die Gebäude. Die Portalbauten haben einen balkonartigen Aufbau, in dessen Mitte sich eine kleine, runde Kuppel aus dem Flachdach erhebt. Im halben Geschoss befindet sich eine rundbogige Fensteröffnung, die an einen Halbmond erinnert.
Die Eckpavillons haben wie die Moschee einen kreisförmigen Tambour mit runden Fenstern, auf dem eine runde Kuppel sitzt, die von einem korbartigen Aufsatz gekrönt wird.
Die vier kleinen Pavillons an den Breitseiten sind eingeschossige Bauten, die zur Außenseite hin jeweils ein Spitzbogenfenster und zu den Schmalseiten hin ein Rundfenster haben. Die Bauten werden von Glockendächern gedeckt.
Alle eben aufgezählten Gebäudearten haben spitzbogige Eingänge.
Die Priesterkabinette sind ebenfalls eingeschossig. Der Eingang ist durch eine zweiflügelige Holztür verschlossen. In den kurzen Schrägseiten befindet sich jeweils ein kleines Spitzbogenfenster, in den Seitenwänden sind Rundfenster. Das Ganze wird durch ein pagodenförmiges Dach gedeckt, in das vier spitzbogige Dachfenster eingelassen sind.
Alle Gebäude sind im gleichen Rot-Ton wie die Moschee gehalten.
Fassade
Portikus der Moschee
Die Gestaltung der Fassade ist von der Fassade der Karlskirche in Wien beeinflusst. Der Westeingang der Moschee wird von einem Portikus bestimmt. Dessen Giebel wird von vier Vollsäulen und vier Dreiviertelsäulen getragen, die paarweise angeordnet sind, um so den Blick auf den Eingang freizugeben. Die Säulen sind komposit; über dem korinthischen Akanthusblatt-Kranz sind, streng davon getrennt, die ionischen Voluten. Auf den Kapitellen stehen Kämpfer, die in den Architrav einschneiden und diesen merkwürdig unterbrechen.
Die Decke des Portikus ist entsprechend der Säulenordnung dreigeteilt und in den Vertiefungen mit Zierfeldern ausgestattet.
Auf dem Architrav ruht ein Gesims, welches das gesamte Bauwerk umspannt. Über diesem schließt sich ein Attika-Geschoss an, das ebenfalls das ganze Gebäude umläuft. Der Giebel des Portikus ist in drei Spitzbögen aufgeteilt, wobei der mittlere höher aufragt als die beiden seitlichen. Ihn ziert im Innenfeld eine arabische Inschrift, die übersetzt lautet: „Es gibt nur einen einzigen wahren Gott.“
Zur Gebäudewand hin zieht sich ein Fries, der wie ein gotisches Maßwerk geformt ist. Die Sima ist mit tropfenförmigen Guttae dekoriert – eine Verzierung, wie sie oft am Hof Carl Theodors zu finden ist.
Das Portal ist im Gegensatz zu dem aufwendigen Portikus eher schlicht gehalten. Über der doppelflügeligen Tür befindet sich eine spitzbogige, mit Glas gefasste Lünette. Über dem Eingang befindet sich ein Zierfeld in Form eines gestelzten Halbkreises. Ein Strahlenkranz aus lanzettförmigen Blättern umschließt einen Stern in der Mitte.
Direkt an den Portikus schließen sich links und rechts konkav eingezogene Ecken an, die sowohl unter- als auch oberhalb des Simses von Zierfeldern geschmückt sind. Darauf folgen die Außenwände der Anbauten des Kuppelsaals. Im unteren Bereich werden diese von einem Spitzbogenfenster und im oberen Bereich, jedoch unterhalb des Simses, von einem flachen Rundbogenfenster durchbrochen. Oberhalb des Simses, im Attika-Geschoss, findet sich wieder ein Zierfeld.
Nun folgen die konkav nach außen gezogenen Mauern, die die Minarette mit dem Hauptgebäude verbinden. Diese werden von je drei Spitzbogennischen sowie an der Westseite von rosettengezierten Tondi, die sich auch am Tambour wiederfinden lassen, geschmückt. Zur Ostseite, zum Kreuzgang hin, sind die Wände unverziert. Ein Gesims läuft unterhalb der Mauerkante bis zu den Minaretten, die davon noch umschlossen werden.
Die Minarette haben einen achteckigen Sockel mit Zierfeldern auf allen frei stehenden Seiten. Es folgt das eben erwähnte Gesims, aus dem eine Wölbung erwächst, die zum Turm überleitet. Zwischen Balkon und Sockel ist auf halber Strecke noch ein wulstförmiges Zierband um den Turm geschlungen. Die Türen zu den Balkons sind nach Westen gerichtet. Das Dach ist eine Mischung aus Zwiebel- und Faltkuppel. Die Turmtreppen sind links gewendelt – eine unübliche Art der Wendlung, die aber auch im Merkur-Tempel verwendet wird.
Die Seiten der Anbauten haben jeweils mittig eine Spitzbogentür und darüber ein Rundbogenfenster. Im Attika-Geschoss befindet sich wieder ein längliches Zierfeld. Die Ostseite wird von der rechteckigen Eingangshalle beherrscht, die an dieser Seite die Stelle des Portikus einnimmt und das Hauptgebäude mit dem Portalbau des Wandelganges verbindet. Bezüglich der Gliederung gleicht sie der Westfassade, außer dass in die konkav eingezogenen Ecken die Treppentürme eingeschrieben sind. Diese haben im unteren Bereich eine Spitzbogenpforte sowie zwei Spitzbogenfenster – eine Aufteilung, die sich nach oben hin auf der Plattformebene spiegelt. Die Türme enden auf der Höhe des Attika-Geschosses und sind mit einer halbkugelförmigen Kuppel gedeckt.
Aus dem Kubus der Haupthalle erhebt sich der zylindrische Tambour. Im unteren Teil hat dieser als Sockel ein glattes, schmales Band. Darüber liegt ein kanneliertes Band, das mit einem Gesims abschließt. Das Gesims ist gleichzeitig die Sohlbank der acht Fenster. Diese haben eine spitzbogige Form und werden von einem Dreiecksgiebel überfasst. Zwischen den Dreiecksgiebeln befinden sich die oben erwähnten Tondi. Ein Spitzbogenfries schließt den Tambour ab und bildet die Überleitung zur halbkugelförmigen Kuppel. Diese ist wie alle Dächer mit Schiefer eingedeckt und hat korrespondierend zu den Tambourfenstern 16 Giebelfenster, die in zwei Reihen übereinander angeordnet sind. Den Abschluss der Kuppel bildet eine Zwiebel, die mit einem fünfzackigen Blitzableiter bekrönt ist.
Innenraum
Innenansicht der Moscheekuppel
Sternbild der kleinen Kuppel im Seitenraum
Zierfeld mit Inschrift
Der Innenraum der Moschee, und damit hauptsächlich der Kuppelbau, besteht aus dem Erdgeschoss, einem Emporengeschoss und der Kuppel, deren Rundung im Innenraum auf Höhe der Tambourfenster beginnt. Dadurch hat die Moschee sozusagen eine innere Kuppel, der eine äußere aufgesetzt ist. Von den sechzehn Dachfenstern in der Außenkuppel ist daher im Inneren nichts zu sehen.
Der Kuppelsaal hat im Erdgeschoss einen achteckigen Grundriss. Auf der Außenseite entsteht dieser durch die konkave Einziehung der Ecken, auf der Innenseite durch die Arkaden-Nischen. Die Ecken, an denen diese zusammentreffen, sind mit Säulen verstellt, deren Sockel ebenfalls achteckig ist. Die Säulenschäfte sind kanneliert, und die Kapitelle gehören zur ionischen Ordnung. Die Säulen sind am Sockel und am Kämpfer mit den Wänden verbunden. Sie tragen Rundbogen-Arkaden, über denen der Tambour entsteht. Die Wandnischen dazwischen sind zweigeschossig. In den Hauptachsen des Erdgeschosses befinden sich sowohl die Eingangstüren zum Kuppelsaal als auch die Durchgangstüren zu den beiden Anbauten. Über diesen befinden sich auf drei Seiten Emporen, während über der Westseite in Scheinarchitektur ein aufgemalter Vorhang zu sehen ist.
Die anderen vier Wandnischen sind aufwendig verziert. In den Rundbögen sind wiederum Schrifttafeln mit Weisheiten angebracht.
Die Archivolte ist mit einem Band aus Akanthusblättern geschmückt, die sich mit Rosetten abwechseln. Am Scheitel sitzt ein strahlender Stern, über dem eine Kartusche mit dem Wort "Allah" in arabischen Schriftzeichen angebracht ist.
Darüber erstreckt sich ein ausladendes Konsolgesims, aus dem der Tambour erwächst. Er ist auf der Innenseite viel kürzer als auf der Außenseite. Die innere Kuppel sitzt unterhalb der äußeren und ist mit dieser vermutlich durch ein Dachstuhlgebälk verbunden, in das auch die sechzehn Dachfenster münden. Der Tambour ist in achtundvierzig senkrecht stehende Zierfeldern gegliedert, die auf den Schmalseiten spitz zulaufen und einen floralen Schmuck aufweisen.
Über dem Tambour erhebt sich die Kuppel mit ihren acht Fenstern, die mit Stichkappen tief in diese einschneiden. Zwischen ihnen befinden sich wieder arabeske Zierfelder mit Weisheiten in arabischer Schrift, deren deutsche Übersetzung in einem rechteckigen, sockelartigen Feld darunter zu lesen sind. Die Leibungen der Stichkappen sind ebenfalls mit einem rautenförmigen Muster verziert. Im Zentrum der Kuppel steht ein goldener, achteckiger Stern auf blauem Grund. Wenn man in der Mitte des Raumes stehend nach oben in die Kuppel schaut, hat man den Eindruck, als ob die Stichkappen der Fenster auf den Stern in der Mitte weisen. Dadurch entsteht das Gefühl, dass die ganze Innenraum-Architektur auf diesen Stern zentriert ist.
Die beiden quadratischen Seitenräume sind gleich gestaltet. In der Nord-Süd-Achse befinden sich jeweils die Türen zum Kuppelsaal beziehungsweise nach außen in den Garten. Ost- und Westwände sind durch spitzbogige Fenster gegliedert. In den Ecken stehen kubische Säulen, die die Schildbogen tragen. Sie sind wie ihre Pendants im Kuppelsaal kanneliert; ihre Kapitelle sind eine Kombination der dorischen und der ionischen Ordnung. In der Mitte der Decke befindet sich ein kreisförmiges Loch, über dem sich eine Kuppel wölbt. Auch an dieser Stelle findet man wieder den Stern.
Inschriften
Die arabischen Weisheiten, die in den Zierfeldern des Innenraums und der Außenfassade angebracht sind, haben keinen rein islamischen Charakter, sondern sind aus dem arabischen Raum entliehene, humanistisch-monotheistische Lehren. Im Außenbereich findet man sie an den Eingangspavillons des Wandelganges und der Moschee; im Innenbereich findet man sie im Tambour zwischen den Fenstern und im unteren Bereich in den Arkadenbögen. Sie sind, bis auf die Inschriften an der Westfassade, die nur in arabischer Schrift gehalten sind, jeweils mit einer deutschen Übersetzung in lateinischer Schrift kombiniert, wobei die arabische Version stets über der deutschen Übersetzung erscheint. Insgesamt sind es 23 Inschriften, wovon 20 sich auf einen arabischen Ursprung zurückführen lassen.
Außer den nicht übersetzten Inschriften der Westfassade, die einen eindeutig religiösen Bezug haben, sind die anderen allgemeingültige Weisheiten zu Ethik und Moral. Bei den arabischen Schriftzeichen fällt auf, dass fast alle Tafeln Fehler in der Punktierung der Konsonanten sowie der Vokalisierung der arabischen Sprache haben. Der Künstler, der die Inschriften anbrachte, war der arabischen Sprache offenbar nicht mächtig und hat wohl die Schrift von Druckvorlagen übernommen. Die Themenbereiche umfassen Weisheit und Torheit, Mitteilsamkeit und Verschwiegenheit, Fleiß und Müßiggang, ferner das Streben nach Gütern sowie Vergänglichkeit und Ermahnendes.
Die Inschriften an der Westfassade sind die einzigen, die einen deutlichen Bezug zum Koran haben und nicht übersetzt wurden. So steht über dem Hauptportal der erste Teil des muslimischen Glaubensbekenntnisses, der lautet: „Es gibt keinen Gott außer Gott“. Auf den beiden Tafeln rechts des Portikus sind verkürzte Formen von Koran-Suren, deren deutsche Übersetzungen lauten: „Gebt Spenden, bevor der Tod kommt“ und „Weder ist er gezeugt worden, noch kommt ihm einer gleich“. Die obere Tafel links des Portikus ist eine verkürzte Gebets-Sequenz und bedeutet in der Übersetzung: „Gepriesen seist Du, und Dein ist das Lob. Gesegnet ist dein Name, und außer Dir gibt es keinen Gott.“ Die untere Tafel ist wiederum die Verkürzung einer Sure und lautet: „Dann lobpreise deinen Herrn und bitte ihn um Vergebung! Er ist gnädig!“
Innenhof der Moschee mit Wandelgang und Eckpavillons im Schwetzinger Schlossgarten
Literatur
Carl-Ludwig Fuchs, Claus Reisinger: Schloss und Garten zu Schwetzingen. Werner, Worms 2001, ISBN 3-88462-164-5.
Wiltrud Heber: Die Arbeiten des Nicolas de Pigage in den ehemals kurpfälzischen Residenzen Mannheim und Schwetzingen. Werner, Worms 1986, ISBN 3-88462-909-3, Manuskripte zur Kunstwissenschaft in der Wernerschen Verlagsgesellschaft 10, (Zugleich: Heidelberg, Univ., Diss., 1977).
achtsam - mindful, attentive, social awareness - regardfulness → care
innere Einstellung und Bereitschaft, das wahrzunehmen, was einem begegnet
-
Achtsamkeit - im englischen sind das Bereiche:
1 Achtsamkeit (care), Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse und Belange anderer Menschen, Begriff der Care-Ethik.
2 Achtsamkeit (mindfulness), Aufmerksamkeit in Zusammenhang mit einem besonderen Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand des Hier und Jetzt im Rahmen von Buddhismus und Psychologie.
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Achtsamkeit hat doch bestimmt buddhistische Wurzeln?
Ja. Achtsamkeit ist ein zentrales Prinzip buddhistischer Übungspraxis.
Dem us-amerikanischen Mediziner J. Kabat-Zinn gebührt ein großer Teil des Verdiensts, das Übungsprinzip Achtsamkeit befreit von philosophisch-religiösem Überbau in die Humanwissenschaft eingeführt zu haben.
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Jon Kabat-Zinn ist emeritierter Professor an der University of Massachusetts Medical School in Worcester. Er unterrichtet Achtsamkeitsmeditation, um Menschen zu helfen, besser mit Stress, Angst und Krankheiten umgehen zu können: das Programm der Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) .
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Research by Kabat-Zinn includes the effect of MBSR on psoriasis, pain, anxiety, brain function, and immune function.
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••• "Wunder-waffe?" - « méditation de la pleine conscience » (mindfulness meditation)
MBSR has been adapted for use by the US military to improve combatants' "operational effectiveness," apparently with Kabat-Zinn's approval, which has provoked some controversy among mindfulness practitioners.
-
??
Although he has been "trained in Buddhism and espouses its principles," he rejects the label of "Buddhist," preferring to "apply mindfulness within a scientific rather than a religious frame.
• - Vivere momento per momento - Lebe den Moment.
•Mehr Gleichgewicht, Stabilität, Souveränität und Lebensfreude entwickeln und diese auch angesichts schwieriger Situationen oder Lebensumstände behalten.
... Muss ich dazu Mönch werden? Nein.
Jeder kann diesen existentiellen Modus erlernen und praktizieren.
Meditaiton und Zen als Lebenspraxis auch für die westliche Zivilisation.
...
Textauszug:
Gegen das Auftreten beider Pilzarten kann nur Achtsamkeit beim Melken und Fernhalten aller Unreinlichkeit helfen.
Die Landfrau, 20.06.1925
eigentlich ist das Achtsamkeit :
the precautionary forethought to avoid harm or risk.
• Freundlich aber bestimmt Grenzen setzen.
The school shooting of Winnenden was heralded by an advertising internet troll 6½ hours before the killing spree began.
chronology of the infamous 3/11-chat:
#555168 = Tim Kretschmer, #848121 = Bernd_1, #830431 = Bernd_2.
Tim Kretschmer: 2009-03-11 02:45:35 555168 Nr. 485465
>> Crap, Bernd, I've had enough. I'm fed up with this dissolute life. It's always the same: Everybody is laughing at me, nobody is realizing my potential.
Bernd_1: 2009-03-11 02:47:20 848121 Nr. 485466
>> lol, you are kidding
Tim Kretschmer: 2009-03-11 02:5X:XX 555168 Nr. 485467
>> I mean it seriously, Bernd. I've got firearms here, and tomorrow morning I'll visit my previous school and I'll give a stylish grill party. Maybe I'll get away with it.
>> Be prepared to listen, Bernds, tomorrow you'll hear from me. Just remember the name of the scene: Winnenden. And for now no report to the police, don't be afraid, I'm just trolling
Bernd_2: 2009-03-11 02:57:19 830431 Nr. 485468
>> pics or never happened!
Tim Kretschmer: 2009-03-11 02:45:35 555168 Nr. 485465
>> Scheiße, Bernd, es reicht mir. Ich habe das Lotterleben satt. Es ist immer dasselbe: Alle lachen mich aus, niemand erkennt mein Potenzial.
Bernd_1: 2009-03-11 02:47:20 848121 Nr. 485466
>> lol, ja is klar
Tim Kretschmer: 2009-03-11 02:5X:XX 555168 Nr. 485467
>> Ich meine es ernst Bernd - ich habe Waffen hier, und ich werde morgen früh an meine frühere Schule gehen und mal so richtig gepflegt grillen. Vielleicht komme ich ja auch davon.
>> Haltet die Ohren offen Bernds, ihr werdet morgen von mir hören. Merkt Euch nur den Namen des Orts: Winnenden. Und jetzt keine Meldung an die Polizei, keine Angst, ich trolle nur
Bernd_2: 2009-03-11 02:57:19 830431 Nr. 485468
>> Bilder oder nie passiert!
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I. troll a mythical, cave-dwelling being depicted in folklore as either a giant or a dwarf, typically having a very ugly appearance.
ORIGIN: from Old Norse and Swedish troll, Danish trold, German Kobold: adopted into English from Scandinavian in the mid 19th cent.
II. troll 1.) the action of trolling for fish 2.) a posting provoking a response in the reader by containing errors. [_NODE_1984_]
internet-troll: There are two main types:
-- 1. "psycho trolls" believe to be someone that they are not.
-- 2. "bona fide trolls" pretend to be someone that they are not.
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Die Ankündigung der Rachemaßnahme war laut Aussage des Vaters von Tim Kretschmer auf der Festplatte seines Sohnes gespeichert:
1. Das Screenshot lässt erkennen, dass der Beitrag nicht, wie von den Medien behauptet, in einem Chat oder Blog geschrieben wurde, sondern in einem Imageboard - und die zeichnen sich primär durch einen ziemlich krassen Humor aus. Das "kreative Nachbearbeiten" von Fotos, Screenshots und dergleichen gehört dort zum Tagesprogramm.
2. "Bernd" ist die deutsche Entsprechung von "Anonymous" - siehe oben.
3. "grillen gehen" ist in deutschsprachigen Imageboards ein Synonym für Suizid, allerdings nicht wirklich im ernsthaften Kontext, siehe oben.
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_____krautchan versucht zu verschleiern_____
12.3.2009 21:35: Amok-Ankündigung von Tim K. wird offiziell angezweifelt (nal/imo/tsp/dpa)
Der Online-Service Krautchan.net hatte am Nachmittag auf seiner Seite behauptet, dass der von der Polizei veröffentlichte Eintrag gefälscht.
Ein Experte zur Quellenprüfung im Internet, der Berliner Journalist Albrecht Ude sagte, dass eine abschließende Beurteilung nicht mehr möglich sei, da alle Seiten gelöscht worden seien. "Die Firma, wo das Forum registriert ist, ist aber schon einmal durch eine Fälschung aufgefallen." Allerdings sei es seltsam, dass die Inhalte allesamt verschwunden seien. "Wenn man behauptet, dass das ganze eine Fälschung ist, mutet es seltsam an, wenn alle Beweise, die dies belegen, gelöscht worden sind." (nal/imo/tsp/dpa)
13.03.2009, 01:01: Amokdrohung eine Fälschung? (tagesschau.de)
Die Polizei Waiblingen und die Staatsanwaltschaft Stuttgart teilten mit, es gebe zwei Zeugen, die unabhängig voneinander behauptet hätten, den Chat-Eintrag gesehen zu haben.
..... Die Betreiber der Seite erklärten nach Bekanntwerden des angeblichen Eintrags, dass der Eintrag eine Fälschung sei: "Hier wurde kein Amoklauf angekündigt, es gibt hier nur Leute, die mit Photoshop umgehen können." Die Überprüfung der Behauptung, dass ein Bild manipuliert worden sei, wurde dadurch erschwert, dass die "krautchan.net"-Betreiber die komplette Seite bis auf eine Eingangserklärung abschalteten.
... Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart, Claudia Krauth, sagte, ihr sei zunächst von den zuständigen Experten die Existenz des Internet-Chats zugetragen worden ... "Jetzt müssen wir prüfen, ob das tatsächlich falsch ist, wie das geschehen konnte und wer das war", sagte Krauth. Bezüglich des Amokläufers stünden die Ermittlungen nun aber wieder ganz am Anfang. "Wir hatten ja heute in eine Richtung vermutet, was das Motiv angeht."
15.03.2009, 12:06: www.ksta.de/html/artikel/1236866641919.shtml (Kölner Stadtanzeiger)
Der baden-württembergische Innenminister Heribert Rech hatte auf der Pressekonferenz am 11.März 2009 die Ankündigung des Massakers dem späteren Amokläufer zugeordnet.
- Am nächsten Tag jedoch verlautbarten die deutschen Medien plötzlich, daß erst nach Sichtung eines noch nicht aufgefundenen Laptop der Familie Kretschmer und den Informationen des in den USA sitzenden Chatroom-Betreibers der Sachverhalt endgültig aufzuklären wäre.
15.03.2009, 22:02: www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1973351_0_9848_krautc... (Stuttgarter Zeitung)
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The difference is in what is considered derivative and what aggregation. fsf (GNU) thinks placing an image in a text creates a derivative work, while Creative Commons [_All or Some Rights Reserved_] treats that as aggregation. Derivation or Aggregation?
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With a Creative Commons license, you keep your copyright but allow people to copy and distribute your work provided they give you credit.
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___politisches aftermath___
22.03.2009, 14:00: Angehörige der Opfer fordern Aufklärung der Tat (AP)
Die Angehörigen fordern Polizei und Politik zu einer Aufarbeitung des Amoklaufs auf: «Wir wollen, dass die Tat aufgeklärt und aufgearbeitet wird.»
«Wir wollen wissen, an welchen Stellen unsere ethisch-moralischen und gesetzlichen Sicherungen versagt haben.» Dazu gehörten auch das Aufzeigen der persönlichen Verantwortung und die daraus folgenden - auch juristischen - Konsequenzen.
«Wir wollen, dass sich etwas ändert in dieser Gesellschaft, und wir wollen mithelfen, damit es kein zweites Winnenden mehr geben kann.»
22.03.2009, 16:00: Kann Politik Amokläufe verhindern helfen? (AFP)
Uwe Schünemann (CDU) sagte der "Super Illu", Killerspiele hätten in Kinderzimmern "nichts verloren". Ein Verbot von gewaltexzessiven Computerspielen sei kein Populismus oder hilfloser Aktionismus. "Im Gegenteil: Wer die wachsende Kinder- und Jugendgewalt ernsthaft eindämmen will, kommt an diesem Thema nicht vorbei."
«Ich sehe nichts, was die Politik nach der Katastrophe von Winnenden ändern könnte. Ich kann nur davor warnen, den Eindruck zu erwecken, dass man einen solchen Amoklauf auf irgendeine Weise verhindern könnte.»
«Die ganzen Vorschläge, die jetzt gemacht werden, halte ich für populistisch und vordergründig. Sie entspringen der Hilflosigkeit und dem Drang, wahrgenommen zu werden», sagte Beck dem «Hamburger Abendblatt». (Kurt Beck, SPD)
22.03.2009, 16:00 Köhler prangert Konsum gewaltverherrlichender Computerspiele an (AFP)
Köhler fragte bei der Trauerfeier für die Opfer des Amoklaufs vor eineinhalb Wochen: «Sagt uns nicht der gesunde Menschenverstand, dass ein Dauerkonsum solcher Produkte schadet?» Dieser Art von «Marktentwicklung» solle Einhalt geboten werden, verlangte das Staatsoberhaupt. Dabei sei aber nicht nur der Staat gefordert. Es sei auch eine Frage der Selbstachtung, welche Filme man sich anschaue, welche Spiele man spiele, welches Vorbild man seinen Freunden, Kindern und Mitmenschen gebe.
Ungeachtet dessen forderte der Berliner Innensenator Ehrhart Körting eine Reduzierung privater Schusswaffen. «Wir haben ganz klar zu viele Waffen in diesem Land», sagte der SPD-Politiker dem «Spiegel». Körting will eine Initiative für eine Verschärfung des Waffenrechts starten: «Meine SPD-Kollegen werden eine Linie verfolgen», erklärte er dem Bericht zufolge, «die meiner ähnlich ist».
Gunmen kill 17 people at a drug rehab in Mexico (AP 3 Sept 2009) Gunmen broke into a drug rehabilitation center and shot 17 people dead in a northern Mexican border city, an official said. The attackers on Wednesday broke down the door of El Aliviane center in Ciudad Juarez, lined up their victims against a wall and opened fire, said Arturo Sandoval, a spokesman for the regional prosecutors' office. ... Ciudad Juarez, across the border from El Paso, Texas, is Mexico's most violent city, with at least 1,400 people killed this year alone.
Study: Gun Shows Main Source Of Guns Used In Crime (at CBS 13 / CW 31 Sacramento – 2 Sept 2009) A new report from UC Davis researchers finds that American gun shows are the leading source of guns used in crimes, not just in the United States, but Mexico and Canada as well. Amanda Sanchez reports.
18 March 2009: Alienated schools may be breeding grounds for teen killers by Linda Geddes
"Shootings appear more likely in schools characterised by a high degree of social stratification and low bonding and attachment between teachers and students," Wike says. "They provide rewards and recognition for only an elite few, and create social dynamics that promote disrespectful behaviour, bullying, and peer harassment."
25. März 2009 Online Flyer Nr. 190: Zum „School Shooting" von Winnenden in Neue Rheinische Zeitung von Prof. em. Freerk Huisken
... Gelernt haben sie, dass jede zugegebene Schwäche, jedes angezeigte Defizit in allen Konkurrenzlagen - solchen, an denen die Existenz, und solchen, an denen das Selbstbewusstsein hängt - von den Veranstaltern der Konkurrenz und von Mitkonkurrenten zum eigenen Vorteil ausgenutzt wird. Dann wird man als Versager, Schwächling, als Loser, als Opfer einsortiert und behandelt. So etwas darf nicht sein, weswegen die Welt der Heranwachsenden nur aus „coolen Typen“ besteht, die es sich den psychologischen Selbstbetrug zur zweiten Natur werden lassen. Als ohnmächtige Wichte, die sie sind und bleiben, ziehen sie dann schon einmal aus der dauerhaft und quälend erfahrenen Ohnmacht den ziemlich verkehrten Schluss, selbst einmal Macht, und gelegentlich sogar Macht in seiner existenziellsten Form als Macht über Leben und Tod auszuüben.
Die Amokläufer sind also keine defekten Monster, die ihre Mordgelüste eine Zeit lang hinter der Fassade des „unauffälligen, ruhigen Jungen“ verstecken. Es handelt sich vielmehr um aus dem Ruder gelaufene brave Lehrlinge eines pädagogisch und politisch intendierten Curriculums, mit dem sie in Schule und Gesellschaft von Kindesbeinen an traktiert werden. (PK)
März 2009: „School Shooting“ - eine Geisteskrankheit? von Prof. em. Freerk Huisken
Tim K. war in psychiatrischer Behandlung, hieß es bald! Die Gemeinde der professionellen Betroffenen atmete auf. Der Massenmord von Winnenden war geklärt: Dieser junge Mensch war krank, ein Psychopath, vielleicht sogar ein „Zombie“, wie ein Sprecher der deutschen Sportschützen ausführte, der sich ja bei seinen Waffenbrüdern auskennt; auf jeden Fall von schweren Depressionen geplagt, die sich schlussendlich in einem „erweiterten Suizid“ – welch zynischer Psychologismus! – entladen haben. Zudem, auch das passt ins genehme Bild, hatte er im Elternhaus leichten Zugang zu Waffen und Munition, ist vom Vater sogar in der „Kunst des Schießens“ unterwiesen worden und war obendrein Besitzer von Computerspielen der einschlägigen Art. Das „Unfassbare“, wie ein junger Mensch, der als völlig „ruhig und unauffällig“ galt, der nie aggressiv geworden ist und eher schüchtern war, sich und 15 weitere Menschen vom Leben zum Tode befördern kann, ist nun leicht fassbar. Die seelische Störung, „seine Krankheit“, über die man dann auch gar nichts weiter wissen muss, erklärt einfach alles.
... „Unfassbar“ ist all das nicht, und dass sich „die Tat jeder rationalen Deutung entziehe“, wie es nach jedem Amoklauf im Rahmen der ritualisierten Betroffenheitsorgien regelmäßig heißt – so etwas fällt den Wills, Plaßbergs oder Illners bei „Kollateralschäden“ auf Kriegsschauplätzen im Nahen Osten nie ein –, ist ein Urteil, das nicht zur Kenntnis nehmen will, was da passiert ist. Der Tat selbst und ihren Umständen lässt sich bereits so einiges entnehmen – vielleicht sogar schlüssiger als den Chat-Ankündigungen von Tätern, in denen sie auch nur ihre Motivlage mehr oder weniger ungeordnet ausbreiten.
... eine Konkurrenz, deren Protagonisten wissen, warum sie am Jahresende anlässlich der Zeugnisvergabe pädagogische Seelsorge anbieten und hoffen, dass sich keiner ihrer Schüler das Leben nimmt, weil er sich „mit dem Zeugnis“ nicht nach Hause traut; eine Lernkonkurrenz, in der sich Schüler immer zugleich das Rüstzeug fürs ganz normale Durchwursteln in der sich anschließenden Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt und im Berufsleben aneignen: Denn sie erfahren, dass sie nur dann nicht zu den Verlierern gehören, wenn sie dazu beitragen, andere zu Verlierern zu machen, was Anschwärzen ebenso einschließt, wie Neid und Missgunst; wenn sie dem „Schein“ den Vorrang über ihr „Sein“ geben, also Können vortäuschen, andere der Täuschung überführen und was der weiteren Tugenden des gar nicht so „heimlichen Lehrplans“ der Konkurrenz mehr sind. Schüler selbst ergänzen heutzutage diese Leistungskonkurrenz, deren Zwecken sie sich unterwerfen müssen, deren Mittel – dabei handelt es sich nicht um das Lernen, sondern das zensierte Lernen – sie gar nicht in der Hand haben und deren Resultaten sie ohnmächtig gegenüber stehen, um eine eigene, eben die Anerkennungskonkurrenz. In der führen sie sich als die Herren ihrer Konkurrenzmittel auf: Alle rohen Formen der Angeberei und des Mobbing – geschlechtsspezifisch sortiert – stehen dabei hoch im Kurs. Da wird geklaut und erpresst, geschlagen und ausgegrenzt, werden Schulen demoliert und Mutproben der brutalsten Art abverlangt. Gelernt haben die Kids, dass der Mensch ohne Selbstbewusstsein nichts ist, dass man also mit einer Portion Selbstbewusstsein die Zumutungen von Schule, Familie und Straße besser aushält – und nur deswegen ist das Selbstbewusstsein zum Erziehungsziel avanciert. Und das übersetzen sie sich in den Selbstbefund, irgendwie „Superstar“ zu sein, wenn nicht der „Deutschlands“, dann doch wenigstens der der Schule oder der Klasse. Der Anerkennungswahn, der sich hier austobt, erweist sich als ein Psycho-Produkt von Konkurrenzerfahrungen, das inzwischen das Privatleben derart okkupiert hat, dass jede vernünftige Bilanzierung des materiellen Gehalts einer individuellen Lebenslage nur allzu oft überlagert wird von der Frage, wie viel Beifall man für neue Klamotten, geschwollenen Bizeps, Sexual- und Saufleistungen, nebst Frech- und Rohheiten aller Art von Mitmenschen erhält, die denselben anerzogenen und inzwischen durchgesetzten geistigen Deformationen anhängen. Wenn zudem heute Schüler mit 9 oder 10 Jahren ihre Schulhefte auf Lehrergeheiß mit dem Spruch „Ich bin wertvoll!“ zieren – das fällt sachgemäß unter Ethik-Erziehung –, dann darf man sich endgültig nicht wundern, dass dabei der eine oder andere Robert S. oder Tim K. herauskommt. Denn wo in Schule, Familie und Umfeld vermehrt Erfahrungen gemacht werden, die diesen Spruch gerade nicht mit Material unterfüttern, wenn Niederlagen dieser oder jener Art sich vielmehr zu Frust verdichten, dann lässt er sich ebenso in die selbstzerstörerische Frage: „Bin ich wirklich wertvoll?“, wie auch in den fremdzerstörerischen Beschluss: „Denen werde ich es zeigen, dass ich wertvoll bin!“, umsetzen. Es schließt eben die radikalisierte Sorge ums eigene Selbstbewusstsein durchaus beide brutalen Verlaufsformen ein: die Tötung und die Selbsttötung.
Noch etwas ist der Tat zu entnehmen. Täter machen ihren „Frust“ zur Privatsache, die andere nicht nur nichts angeht, die sogar vor anderen geheim gehalten werden muss. Nicht zuletzt deswegen ist Tim K. „unauffällig“. Denn wer seine Schwächen, Beschädigungen und jene Ohnmacht offenbart, die seine tatsächliche Lage nun einmal kennzeichnen, der erfährt nur allzu oft, dass ihm all dies als seine höchst persönliche Eigenschaft um die Ohren und manchmal nicht nur um diese geschlagen wird. Der weiß auch, dass jede zugegebene Schwäche in allen Konkurrenzlagen – solchen, an denen die Existenz, und solchen, an denen das Selbstbewusstsein hängt – von anderen brutal zum eigenen Vorteil ausgenutzt wird. Dann wird man als Schwächling, als Loser, als Opfer einsortiert und be-handelt. So etwas darf nicht sein, weswegen die Welt der Heranwachsenden nur aus „coolen Typen“ besteht, die sich den psychologischen Selbstbetrug zur zweiten Natur werden lassen. Als ohnmächtige Wichte, die sie sind und bleiben, ziehen sie dann schon einmal aus der dauerhaft und quälend erfahrenen Ohnmacht den ziemlich verkehrten Schluss, selbst einmal Macht, und gelegentlich sogar Macht in seiner existenziellsten Form als Macht über Leben und Tod auszuüben.
So etwas registrieren die einschlägigen Talkshow-Runden hier und da. Jedoch nur um blöd anzu-mahnen, dass „wir alle“ mehr „aufeinander zugehen“, uns „mehr umeinander kümmern“ sollten und dass den Lehrern „mehr Zeit für die lieben Kleinen“ eingeräumt werden müsste. Lauter Idealisierungen herrschender Konkurrenzverhältnisse werden da als konkrete Vorschläge ausgerechnet von denen unterbreitet, die gerade eine Schulreform beschlossen haben, in der schulischer Leistungsstress verschärft, Konkurrenz unter Lehrern institutionalisiert, Schulzeit verkürzt, das standardisierte Testwesen ins Zentrum des Unterrichts gerückt wird und allen Ernstes eine Erziehung zu mehr „Frustrationstoleranz“ jede Überlegung, was sich gegen die Ursachen des „Frusts“ machen lässt, erschlägt; die aber auch an anderen Fronten, so auf dem Arbeitsmarkt, in der Berufswelt, in den Sozialsystemen, auf dem Wohnungsmarkt und in der Familie dafür sorgen, dass den Bürgern als Mittel zur Sicherung ihrer Privatexistenz allein der Weg bleibt, sich gegen andere Privatexistenzen – mit erlaubten Mitteln oder solchen am Rande der Legalität – konkurrierend durchzusetzen. Da lässt sich gut „aufeinander zugehen“, da lässt sich gut um den „Mitmenschen kümmern“! Neu ist das alles nicht, aber heftiger wird’s schon. Weswegen es erneut nicht verwundern darf, dass Menschen, deren Kopf randvoll ist mit unbewältigten Lebens- und Anerkennungsproblemen, diese so lange mit sich selbst ausmachen, bis sie meinen, der Welt auf jene Weise Beweise für ihren erfundenen Selbstwert zeigen zu müssen, die sie von der Welt gelernt haben: als Machtausübung mit den Mitteln der Gewalt!
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Freerk Huisken war bis März 2006 Professor für Politische Ökonomie des Ausbildungssektors (Hauptwerk: "Erziehung im Kapitalismus") an der Universität Bremen. Er hat sich in zahlreichen Büchern mit dem Thema Jugendgewalt und schulische Bildung (z.B. "Der 'PISA-Schock' und seine Bewältigung") befasst. Sein zuletzt erschienenes Buch: "Über die Unregierbarkeit des Schulvolks - Rütli-Schulen, Erfurt, Emsdetten usw.", 176 Seiten, 2007, VSA-Verlag, 12.80 Euro - ISBN 978-3-89965-210-9, endet mit dem Kapitel "Erfurt, Emsdetten… – der nächste Amoklauf kommt bestimmt. Über Konkurrenzverlierer und Selbstbewusstseinskult, über verletzte Ehre und demonstrative Rache".
Amokläufer von Winnenden: Eltern von Tim K. äußern sich erstmals öffentlich spiegel online Panorama lgr/dpa/AFP 18. Mai 2014
Tims Urne setzten die Eltern anonym in einem Friedwald bei: "Die Polizei warnte vor einem Begräbnis, man könne nicht für die Sicherheit der Beerdigungsteilnehmer garantieren, und man könne auch nicht garantieren, dass niemand das Grab schänden wird", sagte der 55-jährige Jörg K.
Der damals 17-jährige Tim K. war am 11. März 2009 in die Albertville-Realschule in der baden-württembergischen Kleinstadt Winnenden eingedrungen und hatte mit der Pistole seines Vaters während des Unterrichts acht Schülerinnen, einen Schüler und drei Lehrerinnen ermordet. Insgesamt starben 15 Menschen und K. selbst, auf seiner Flucht hatte er drei weitere Menschen und sich selbst erschossen.
Der Vater war später zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt worden, weil er die Waffe nicht ordnungsgemäß weggesperrt, sondern sie unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt hatte.
Die Stadt Winnenden kündigte außerdem eine Klage gegen die Eltern von Tim K. an. Sie seien nicht bereit gewesen, sich "in irgendeiner Weise" an der Schadensregulierung zu beteiligen, hieß es. Die Versicherung und die Anwälte der Opfer und Angehörigen haben unterdessen eine Lösung gefunden.
Aber auch der Vater von Tim K. selbst streitet zivilgerichtlich: Er will, dass das Zentrum für Psychiatrie in Weinsberg mögliche Schadensersatzforderungen übernimmt. Die Klinik habe ihm nicht von der Gefahr berichtet, die von seinem Sohn ausging. Dieser war 2008 in psychiatrischer Behandlung und hatte von Hass und Tötungsphantasien gesprochen.
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public speculations about the possible objective factors & subjective motivations that lead to the killing rampage
1. alienated schools
-------> "Erziehung im Kapitalismus" (FH)
2. killer games
3. hate against women
4. psychiatric medications
5. too many firearms
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STATISTICS
19 Mar 2009 posted
19 Feb 2013: 4.532
2014
29 Mar 2014: 11.271
25 July 2014: 13.751
08 Dec 2014: 17.090
2015
28 Mar @ 15.34 ..... 20,232
28 Mar @ 20.50..... 20,246
31 Mar @ 16.55 ..... 20,342
1 April @ 12.46 ...... 20,368
30 Nov @ 17.35..... 25,122
2016
23.Juli: ... 28.313
2017
15.Jan: ... 30.817
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++++ FRAOM WIKIPEDIA ++++
Die Moschee im Schwetzinger Schlossgarten (auch als „Rote Moschee“ bekannt) ist ein Bauwerk im Garten des Schwetzinger Schlosses, das von Hofarchitekt Nicolas de Pigage Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde.
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Architektur
2.1 Grundriss
2.2 Wandelgang
2.3 Fassade
2.4 Innenraum
2.5 Inschriften
3 Literatur
4 Weblinks
5 Einzelnachweise
Geschichte
Die erste Stufe der Bauarbeiten war 1776 der „Jardin Turc“ (frz.: türkischer Garten). Der Moscheebau wurde im Jahr 1779 begonnen und 1792/93 beendet, wobei die Minarette erst in den Jahren 1795/96 fertiggestellt wurden. Die Kosten beliefen sich auf ca. 120.000 Gulden. Damit war die Moschee das teuerste Bauwerk der Gartenanlage. Zur Zeit des Baubeginns war der Hof schon nach München umgezogen, weil Carl Theodor im Jahr 1778 Kurfürst von Pfalz-Bayern wurde.
Das Bauwerk hatte nicht die Funktion eines islamischen Gotteshauses, sondern sollte, dem aufklärerischen Gesamtkonzept des Schwetzinger Schlossgartens folgend, der Toleranz gegenüber allen Religionen und Kulturen der Welt Ausdruck verleihen. Der Islam vertritt dabei die mit dem Orient assoziierten Weisheitslehren.
Obwohl dem Gebäude einige für Moscheen typische Elemente fehlen, wurde es doch zeitweise tatsächlich für islamische Gottesdienste genutzt, so nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71, als Kriegsgefangene aus dem Maghreb (vermutlich Turkos) in der Nähe von Schwetzingen in Lazaretten untergebracht waren, sowie in den 1980er Jahren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten Amerikaner den Innenraum als Jazz- und Swing-Club.[1]
Seit 1970 erfolgten nach einem Parkpflegeplan Rekonstruktionen an der gesamten Schwetzinger Schlossanlage. In den 1990er Jahren wurde auch mit der Restaurierung der Moschee begonnen, die 2007 abgeschlossen wurde. Das Land Baden-Württemberg investierte dabei rund 2,5 Millionen Euro für die Außeninstandsetzung der Moschee, 6 Millionen Euro in die Sanierung der Gebetsgänge und 1,5 Millionen Euro für die Innenarbeiten.[2]
Architektur
Das Gebäude wird stilistisch der sogenannten Türkenmode zugeordnet. Zwar sieht es einer Moschee ähnlich, weicht aber in mancher Hinsicht von einer „echten“ Moschee ab: Diese ist normalerweise mit einem geschlossenen Innenhof versehen, zu dem hin die Fassade auch geschmückt ist, während sie an der Außenseite schlicht gearbeitet ist. Dies ist in Schwetzingen nicht der Fall. Zudem besitzt die Schwetzinger Moschee einen Wandelgang, der seine Entsprechung eher im Kreuzgang eines christlichen Klosters finden würde, und eine Kuppel, welche die St Paul’s Cathedral in London imitiert. Auch fehlen sämtliche liturgischen Einrichtungen, die eine Moschee benötigt. So befindet sich im Innenhof normalerweise ein Brunnen für die rituelle Reinigung vor dem Gebet (Wudu’); zur Inneneinrichtung gehören eine Kanzel und eine Nische, die die Richtung nach Mekka angibt (Qibla). Der Gesamteindruck von Kuppel, Portikus und frei stehenden Türmen erinnert am ehesten an die Wiener Karlskirche.
Jan Snoek[3] versucht, alle Gartengebäude und Teile in einem großen freimaurerischen Zusammenhang zu sehen. Die Moschee repräsentiere mit ihren mit Sternen verzierten Decken die Nacht sowie den Himmel im geistig-seelischen Sinn und sei damit gleichzeitig Symbol für das Leben nach dem Tod.
Grundriss
Der türkische Garten mit der Moschee bildet ein Rechteck, dessen Längsseiten in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet sind. Das Gelände ist im Norden, Süden und Westen von einer Mauer umgeben. An der Ostseite verläuft ein Weg, der den türkischen Garten vom Obstgarten trennt. Die Moschee ist in die westliche Mauer eingeschrieben und liegt mit ihrer Kuppel genau auf der Ost-West-Mittelachse des Obstgartens.
Der Wandelgang orientiert sich mit seinem Grundriss an diesem Rechteck; er nimmt ungefähr zwei Drittel der Grundfläche ein. In der Ost-West-Achse ist er durch zwei quadratische Portalbauten unterbrochen: an der Ostseite durch den Zugang zum Wandelgang und an der Westseite durch den Zugang zur Moschee. Die vier Ecken werden durch schräg gestellte Pavillons akzentuiert. An den beiden Längsseiten, West und Ost, sind jeweils auf halbem Wege zwischen Eckpavillons und Portalbauten kleine Pavillons mit Treillagegängen an der Außenseite des Wandelgangs angebaut.
An den beiden Schmalseiten, Nord und Süd, finden sich ebenfalls Pavillons, die mit einem kurzen Treillage-Verbindungsgang an den Wandelgang angebaut sind. Diese als Priesterkabinette bezeichneten Bauten sind etwas größer als die Pavillons an den Längsseiten.
Die Moschee ist mit dem westlichen Portalbau durch einen hallenartigen Verbindungstrakt an den Wandelgang angebunden. Zum Eingangstor der Moschee führen sieben Stufen. Das Gelände um den Wandelgang ist von Büschen und kleinen Bäumen umgeben. Geschotterte Wege verlaufen sowohl auf der Innen- als auch auf der Außenseite um den Kreuzgang herum. Rechts und links der Moschee sind zwei kleine Wege, die zu den Portalen unterhalb der Minarette führen; durch sie kann man vor den Westbau der Moschee gelangen. An der südwestlichen Ecke der Mauer findet man versteckt hinter Büschen eine steinerne Bank, zu der man nur über ein Rasenstück in Form eines verschlungenen Weges gelangen kann.
Der Grundriss von Moschee und Wandelgang ist von Kreis, Rechteck, Quadrat und Achteck bestimmt. Der ursprünglich quadratische Grundriss des Kubus des Kuppelbaus nähert sich durch konkav einschwingende Ecken einem Achteck. Diese Ecken sind zu Viertelkreisen ausgeformt; in der Nord-Ost-Ecke und in der Süd-Ost-Ecke sind die runden Treppentürme eingeschrieben. Der Grundriss des Innenraums entspricht jedoch völlig einem regelmäßigen Achteck.
Aus diesem Kubus erhebt sich im kreisförmigen Grundriss der Tambour, auf dem die Kuppel sitzt. Nördlich und südlich schließen sich an diesen Kuppelbau quadratische Räume, westlich der rechteckige Portikus und östlich die oben erwähnte rechteckige Verbindungshalle, an. Von den quadratischen Anbauten aus zieht sich eine Mauer konkav nach Westen zu den etwas vorgelagerten, achteckig geformten Sockeln der Minarette. Aus diesen erheben sich wiederum die kreisförmigen Minarett-Türme.
Die Idee Quadrat-Kreis-Achteck wurde in allen Bauteilen konsequent verfolgt.
Wandelgang
Wandelgang mit Eckpavillon
Der Wandelgang besteht aus Treillage-Gängen, die von den beiden Portalbauten und den Eckpavillons unterbrochen werden. Die Gänge bestehen aus beige lackierten Gittern, die von den grün lackierten tragenden Teilen gerahmt sind und regelmäßig von Durchgängen unterbrochen werden. Diese Durchgänge sind von Giebeln überfangen, die an der Vorderfront von einem Dreipass geziert werden. Der Dachquerschnitt hat an diesen Stellen die Form eines Eselsrückenbogens. Das Dach über den Gängen ist ein mit Schiefer eingedecktes Satteldach. In die Gevierte sind Bündelpfeiler mit Blattkapitellen eingestellt; die Sockel haben ebenfalls einen achteckigen Grundriss. Die Gänge haben flache Decken, während die Decken der Durchgänge gewölbt sind und diese dadurch gegen die Gänge absetzen. Beide sind mit verschiedenen Mustern verziert.
Die Portalbauten sowie die Eckpavillons sind anderthalbgeschossig. Auf Höhe des Geschosswechsels zieht sich jeweils ein Sims um die Gebäude. Die Portalbauten haben einen balkonartigen Aufbau, in dessen Mitte sich eine kleine, runde Kuppel aus dem Flachdach erhebt. Im halben Geschoss befindet sich eine rundbogige Fensteröffnung, die an einen Halbmond erinnert.
Die Eckpavillons haben wie die Moschee einen kreisförmigen Tambour mit runden Fenstern, auf dem eine runde Kuppel sitzt, die von einem korbartigen Aufsatz gekrönt wird.
Die vier kleinen Pavillons an den Breitseiten sind eingeschossige Bauten, die zur Außenseite hin jeweils ein Spitzbogenfenster und zu den Schmalseiten hin ein Rundfenster haben. Die Bauten werden von Glockendächern gedeckt.
Alle eben aufgezählten Gebäudearten haben spitzbogige Eingänge.
Die Priesterkabinette sind ebenfalls eingeschossig. Der Eingang ist durch eine zweiflügelige Holztür verschlossen. In den kurzen Schrägseiten befindet sich jeweils ein kleines Spitzbogenfenster, in den Seitenwänden sind Rundfenster. Das Ganze wird durch ein pagodenförmiges Dach gedeckt, in das vier spitzbogige Dachfenster eingelassen sind.
Alle Gebäude sind im gleichen Rot-Ton wie die Moschee gehalten.
Fassade
Portikus der Moschee
Die Gestaltung der Fassade ist von der Fassade der Karlskirche in Wien beeinflusst. Der Westeingang der Moschee wird von einem Portikus bestimmt. Dessen Giebel wird von vier Vollsäulen und vier Dreiviertelsäulen getragen, die paarweise angeordnet sind, um so den Blick auf den Eingang freizugeben. Die Säulen sind komposit; über dem korinthischen Akanthusblatt-Kranz sind, streng davon getrennt, die ionischen Voluten. Auf den Kapitellen stehen Kämpfer, die in den Architrav einschneiden und diesen merkwürdig unterbrechen.
Die Decke des Portikus ist entsprechend der Säulenordnung dreigeteilt und in den Vertiefungen mit Zierfeldern ausgestattet.
Auf dem Architrav ruht ein Gesims, welches das gesamte Bauwerk umspannt. Über diesem schließt sich ein Attika-Geschoss an, das ebenfalls das ganze Gebäude umläuft. Der Giebel des Portikus ist in drei Spitzbögen aufgeteilt, wobei der mittlere höher aufragt als die beiden seitlichen. Ihn ziert im Innenfeld eine arabische Inschrift, die übersetzt lautet: „Es gibt nur einen einzigen wahren Gott.“
Zur Gebäudewand hin zieht sich ein Fries, der wie ein gotisches Maßwerk geformt ist. Die Sima ist mit tropfenförmigen Guttae dekoriert – eine Verzierung, wie sie oft am Hof Carl Theodors zu finden ist.
Das Portal ist im Gegensatz zu dem aufwendigen Portikus eher schlicht gehalten. Über der doppelflügeligen Tür befindet sich eine spitzbogige, mit Glas gefasste Lünette. Über dem Eingang befindet sich ein Zierfeld in Form eines gestelzten Halbkreises. Ein Strahlenkranz aus lanzettförmigen Blättern umschließt einen Stern in der Mitte.
Direkt an den Portikus schließen sich links und rechts konkav eingezogene Ecken an, die sowohl unter- als auch oberhalb des Simses von Zierfeldern geschmückt sind. Darauf folgen die Außenwände der Anbauten des Kuppelsaals. Im unteren Bereich werden diese von einem Spitzbogenfenster und im oberen Bereich, jedoch unterhalb des Simses, von einem flachen Rundbogenfenster durchbrochen. Oberhalb des Simses, im Attika-Geschoss, findet sich wieder ein Zierfeld.
Nun folgen die konkav nach außen gezogenen Mauern, die die Minarette mit dem Hauptgebäude verbinden. Diese werden von je drei Spitzbogennischen sowie an der Westseite von rosettengezierten Tondi, die sich auch am Tambour wiederfinden lassen, geschmückt. Zur Ostseite, zum Kreuzgang hin, sind die Wände unverziert. Ein Gesims läuft unterhalb der Mauerkante bis zu den Minaretten, die davon noch umschlossen werden.
Die Minarette haben einen achteckigen Sockel mit Zierfeldern auf allen frei stehenden Seiten. Es folgt das eben erwähnte Gesims, aus dem eine Wölbung erwächst, die zum Turm überleitet. Zwischen Balkon und Sockel ist auf halber Strecke noch ein wulstförmiges Zierband um den Turm geschlungen. Die Türen zu den Balkons sind nach Westen gerichtet. Das Dach ist eine Mischung aus Zwiebel- und Faltkuppel. Die Turmtreppen sind links gewendelt – eine unübliche Art der Wendlung, die aber auch im Merkur-Tempel verwendet wird.
Die Seiten der Anbauten haben jeweils mittig eine Spitzbogentür und darüber ein Rundbogenfenster. Im Attika-Geschoss befindet sich wieder ein längliches Zierfeld. Die Ostseite wird von der rechteckigen Eingangshalle beherrscht, die an dieser Seite die Stelle des Portikus einnimmt und das Hauptgebäude mit dem Portalbau des Wandelganges verbindet. Bezüglich der Gliederung gleicht sie der Westfassade, außer dass in die konkav eingezogenen Ecken die Treppentürme eingeschrieben sind. Diese haben im unteren Bereich eine Spitzbogenpforte sowie zwei Spitzbogenfenster – eine Aufteilung, die sich nach oben hin auf der Plattformebene spiegelt. Die Türme enden auf der Höhe des Attika-Geschosses und sind mit einer halbkugelförmigen Kuppel gedeckt.
Aus dem Kubus der Haupthalle erhebt sich der zylindrische Tambour. Im unteren Teil hat dieser als Sockel ein glattes, schmales Band. Darüber liegt ein kanneliertes Band, das mit einem Gesims abschließt. Das Gesims ist gleichzeitig die Sohlbank der acht Fenster. Diese haben eine spitzbogige Form und werden von einem Dreiecksgiebel überfasst. Zwischen den Dreiecksgiebeln befinden sich die oben erwähnten Tondi. Ein Spitzbogenfries schließt den Tambour ab und bildet die Überleitung zur halbkugelförmigen Kuppel. Diese ist wie alle Dächer mit Schiefer eingedeckt und hat korrespondierend zu den Tambourfenstern 16 Giebelfenster, die in zwei Reihen übereinander angeordnet sind. Den Abschluss der Kuppel bildet eine Zwiebel, die mit einem fünfzackigen Blitzableiter bekrönt ist.
Innenraum
Innenansicht der Moscheekuppel
Sternbild der kleinen Kuppel im Seitenraum
Zierfeld mit Inschrift
Der Innenraum der Moschee, und damit hauptsächlich der Kuppelbau, besteht aus dem Erdgeschoss, einem Emporengeschoss und der Kuppel, deren Rundung im Innenraum auf Höhe der Tambourfenster beginnt. Dadurch hat die Moschee sozusagen eine innere Kuppel, der eine äußere aufgesetzt ist. Von den sechzehn Dachfenstern in der Außenkuppel ist daher im Inneren nichts zu sehen.
Der Kuppelsaal hat im Erdgeschoss einen achteckigen Grundriss. Auf der Außenseite entsteht dieser durch die konkave Einziehung der Ecken, auf der Innenseite durch die Arkaden-Nischen. Die Ecken, an denen diese zusammentreffen, sind mit Säulen verstellt, deren Sockel ebenfalls achteckig ist. Die Säulenschäfte sind kanneliert, und die Kapitelle gehören zur ionischen Ordnung. Die Säulen sind am Sockel und am Kämpfer mit den Wänden verbunden. Sie tragen Rundbogen-Arkaden, über denen der Tambour entsteht. Die Wandnischen dazwischen sind zweigeschossig. In den Hauptachsen des Erdgeschosses befinden sich sowohl die Eingangstüren zum Kuppelsaal als auch die Durchgangstüren zu den beiden Anbauten. Über diesen befinden sich auf drei Seiten Emporen, während über der Westseite in Scheinarchitektur ein aufgemalter Vorhang zu sehen ist.
Die anderen vier Wandnischen sind aufwendig verziert. In den Rundbögen sind wiederum Schrifttafeln mit Weisheiten angebracht.
Die Archivolte ist mit einem Band aus Akanthusblättern geschmückt, die sich mit Rosetten abwechseln. Am Scheitel sitzt ein strahlender Stern, über dem eine Kartusche mit dem Wort "Allah" in arabischen Schriftzeichen angebracht ist.
Darüber erstreckt sich ein ausladendes Konsolgesims, aus dem der Tambour erwächst. Er ist auf der Innenseite viel kürzer als auf der Außenseite. Die innere Kuppel sitzt unterhalb der äußeren und ist mit dieser vermutlich durch ein Dachstuhlgebälk verbunden, in das auch die sechzehn Dachfenster münden. Der Tambour ist in achtundvierzig senkrecht stehende Zierfeldern gegliedert, die auf den Schmalseiten spitz zulaufen und einen floralen Schmuck aufweisen.
Über dem Tambour erhebt sich die Kuppel mit ihren acht Fenstern, die mit Stichkappen tief in diese einschneiden. Zwischen ihnen befinden sich wieder arabeske Zierfelder mit Weisheiten in arabischer Schrift, deren deutsche Übersetzung in einem rechteckigen, sockelartigen Feld darunter zu lesen sind. Die Leibungen der Stichkappen sind ebenfalls mit einem rautenförmigen Muster verziert. Im Zentrum der Kuppel steht ein goldener, achteckiger Stern auf blauem Grund. Wenn man in der Mitte des Raumes stehend nach oben in die Kuppel schaut, hat man den Eindruck, als ob die Stichkappen der Fenster auf den Stern in der Mitte weisen. Dadurch entsteht das Gefühl, dass die ganze Innenraum-Architektur auf diesen Stern zentriert ist.
Die beiden quadratischen Seitenräume sind gleich gestaltet. In der Nord-Süd-Achse befinden sich jeweils die Türen zum Kuppelsaal beziehungsweise nach außen in den Garten. Ost- und Westwände sind durch spitzbogige Fenster gegliedert. In den Ecken stehen kubische Säulen, die die Schildbogen tragen. Sie sind wie ihre Pendants im Kuppelsaal kanneliert; ihre Kapitelle sind eine Kombination der dorischen und der ionischen Ordnung. In der Mitte der Decke befindet sich ein kreisförmiges Loch, über dem sich eine Kuppel wölbt. Auch an dieser Stelle findet man wieder den Stern.
Inschriften
Die arabischen Weisheiten, die in den Zierfeldern des Innenraums und der Außenfassade angebracht sind, haben keinen rein islamischen Charakter, sondern sind aus dem arabischen Raum entliehene, humanistisch-monotheistische Lehren. Im Außenbereich findet man sie an den Eingangspavillons des Wandelganges und der Moschee; im Innenbereich findet man sie im Tambour zwischen den Fenstern und im unteren Bereich in den Arkadenbögen. Sie sind, bis auf die Inschriften an der Westfassade, die nur in arabischer Schrift gehalten sind, jeweils mit einer deutschen Übersetzung in lateinischer Schrift kombiniert, wobei die arabische Version stets über der deutschen Übersetzung erscheint. Insgesamt sind es 23 Inschriften, wovon 20 sich auf einen arabischen Ursprung zurückführen lassen.
Außer den nicht übersetzten Inschriften der Westfassade, die einen eindeutig religiösen Bezug haben, sind die anderen allgemeingültige Weisheiten zu Ethik und Moral. Bei den arabischen Schriftzeichen fällt auf, dass fast alle Tafeln Fehler in der Punktierung der Konsonanten sowie der Vokalisierung der arabischen Sprache haben. Der Künstler, der die Inschriften anbrachte, war der arabischen Sprache offenbar nicht mächtig und hat wohl die Schrift von Druckvorlagen übernommen. Die Themenbereiche umfassen Weisheit und Torheit, Mitteilsamkeit und Verschwiegenheit, Fleiß und Müßiggang, ferner das Streben nach Gütern sowie Vergänglichkeit und Ermahnendes.
Die Inschriften an der Westfassade sind die einzigen, die einen deutlichen Bezug zum Koran haben und nicht übersetzt wurden. So steht über dem Hauptportal der erste Teil des muslimischen Glaubensbekenntnisses, der lautet: „Es gibt keinen Gott außer Gott“. Auf den beiden Tafeln rechts des Portikus sind verkürzte Formen von Koran-Suren, deren deutsche Übersetzungen lauten: „Gebt Spenden, bevor der Tod kommt“ und „Weder ist er gezeugt worden, noch kommt ihm einer gleich“. Die obere Tafel links des Portikus ist eine verkürzte Gebets-Sequenz und bedeutet in der Übersetzung: „Gepriesen seist Du, und Dein ist das Lob. Gesegnet ist dein Name, und außer Dir gibt es keinen Gott.“ Die untere Tafel ist wiederum die Verkürzung einer Sure und lautet: „Dann lobpreise deinen Herrn und bitte ihn um Vergebung! Er ist gnädig!“
Innenhof der Moschee mit Wandelgang und Eckpavillons im Schwetzinger Schlossgarten
Literatur
Carl-Ludwig Fuchs, Claus Reisinger: Schloss und Garten zu Schwetzingen. Werner, Worms 2001, ISBN 3-88462-164-5.
Wiltrud Heber: Die Arbeiten des Nicolas de Pigage in den ehemals kurpfälzischen Residenzen Mannheim und Schwetzingen. Werner, Worms 1986, ISBN 3-88462-909-3, Manuskripte zur Kunstwissenschaft in der Wernerschen Verlagsgesellschaft 10, (Zugleich: Heidelberg, Univ., Diss., 1977).
n der Stanza della Segnatura, dem Arbeitszimmer von Julius II. della Rovere (Pontifikat 1503 - 1515) sind die ersten Arbeiten zu sehen, die Raffael 1509 nach seiner Ankunft in Rom ausführte. Alle wichtigen Werke in diesem Raum stammen von seiner Hand. Die Dekorationen befassen sich mit dem Thema des menschlichen Geistes in seinen höchsten Ausformungen: Religion, Wissenschaft, Kunst, Philosophie und Ethik.
Das Wandfresko der Disputation des Sakraments müßte eigentlich den Titel "Triumph der Religion" tragen. Es verherrlicht den christlichen Glauben mit der Hostie als Mittelpunkt des Bildes, auf die alle perspektivischen Linien zusammenlaufen. Die Eucharistie ist das Liebesgeschenk des Himmels an die Erde und gleichzeitig die Einladung, zu den Höhen der Dreifaltigkeit aufzusteigen, und bildet zusammen mit der Dreifaltigkeit die Mittelachse des Freskos.
Zu beiden Seiten der heiligen Dreifaltigkeit zwischen Maria und Johannes dem Täufer ist auf der Wolke die triumphierende Kirche dargestellt und zwar abwechselnd mit Patriarchen und Propheten des Alten Testaments und Aposteln und Märtyrern. Von links nach rechts sind zu sehen: Hl. Petrus, Adam, hl. Johannes der Evangelist, David, hl. Laurentius, Judas Makkabäus (?), hl. Stephanus, Moses, hl. Jakobus der Ältere, Abraham, hl. Paulus.
Die untere Zone des Bildes stellt die streitende Kirche des 16. Jh auf der Erde dar. Kirchenväter und Theologen (in diesem Ausschnitt nur teilweise sichtbar) stehen zu Seiten des Altars und diskutieren über die Religionsgeheimnisse.
Photo: Kreuze bei der Klosterruine von Clonmacnoise, Irland
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Wann, ach, wann wird doch erscheinen
- In und nach der Zeit eines Krieges -
1.) Wann, ach, wann wird doch erscheinen
Der gewünschte Friedenstag
Und sich stillen unser Leiden
Nach so langer Not und Plag?
Nach dem blutig schweren Streit
In der teuren Christenheit?
Wohl mir, wenn ich hören sollte,
Dass Gott Frieden senden wollte!
2.) Goldner Friede, wieder blicke
Auf uns! Ach, du wichest ganz!
Kehre wieder und erquicke
Land und Volk mit deinem Glanz!
Brich hervor, du Himmelskind,
Dass man dich auf Erden findt!
Wohl mir, wenn ich hören sollte,
Dass Gott Frieden senden wollte!
3.) Wie so schön und lieblich grünet
Alles bei der süßen Ruh',
Da man seinem Höchsten dienet
Ungehindert immerzu,
Da die Friedensboten schön
Auf den Gotteshöhen stehn!
Wohl mir, wenn ich hören sollte,
Dass Gott Frieden senden wollte!
4.) Guter Ordnung wird gepfleget,
Dass sie blühe segensvoll.
Recht und Billigkeit erwäget,
Wahrheit auch gedeihet wohl.
Bei des Friedens schöner Zeit
Sieht man Dorf und Stadt erfreut.
Wohl mir, wenn ich hören sollte,
Dass Gott Frieden senden wollte!
5.) Alle Höf' und Hütten lachen,
Sehen wieder froher aus.
Friede nur kann fröhlich machen,
Und es stehet wohl um's Haus.
Kirch' und Schule wohl gedeiht,
Unschuld, Zucht und Ehrbarkeit.
Wohl mir, wenn ich hören sollte,
Dass Gott Frieden senden wollte!
6.) Alle Länder sich ergötzen
An der edeln Sicherheit.
Bei des Friedens reichen Schätzen
Schweigt man von Verlust und Leid.
Froher schifft man auf der See,
Pflügt im Tal und auf der Höh'.
Wohl mir, wenn ich hören sollte,
Dass Gott Frieden senden wollte!
7.) Herrscher über Sonn' und Sterne,
Guter Gott, wir bitten dich,
Lass die Völker nah und ferne
Wieder ruhen gnädiglich!
Lenke du der Menschen Sinn
Zu der wahren Weisheit hin!
Wohl mir, wenn ich hören sollte,
Dass Gott Frieden senden wollte!
8.) Gott, du bist von höchster Stärke,
Du kannst immer helfen noch.
Ach, erweis' es jetzt im Werke,
Nimm hinweg des Krieges Joch!
Mach uns frei von Krieges-Pein,
Send des Friedens Sonnenschein!
Wohl mir, wenn ich hören sollte,
Dass Gott Frieden senden wollte!
9.) Wann, ach, wann wird doch erscheinen
Der gewünschte Friedenstag,
Und sich stillen unser Weinen
Nach so langer Not und Plag?
Ach, Gott, soll's allhier nicht sein,
So führ uns zum Himmel ein,
Dass wir in der Friedensfeste
Dir lobsingen auf das Beste!
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Autor: Balthasar Meisner (Zuschreibung unsicher)
Melodie: Der am Kreuz ist meine Liebe
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Christliches Gesangbuch
zur Beförderung der öffentlichen und häuslichen Andacht
für die evangelisch-protestantische Kirche
im Großherzogthum Baden
Druck und Verlag: Christian Theodor Gross
Baden, 1844
Liednummer 3
Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost
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Balthasar Meisner, auch: Meißner (* 3. Februar 1587 in Dresden; † 29. Dezember 1626 in Wittenberg) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und Ethiker.
Als Sohn des gleichnamigen Dresdner Predigers und seiner Frau Anna, einer Tochter des kurfürstlichen Hofdieners Franziskus Crantz, konnte er sich, nach dem Unterricht durch Privatlehrer und den Besuch der Stadtschule seiner Heimatstadt, im Juni 1602 an der Universität Wittenberg immatrikulieren. Unterstützt durch ein kurfürstliches Stipendium fand er in Wittenberg Aufnahme im Haus des Ägidius Hunnius dem Älteren (1550-1603), der sein Förderer wurde. Zunächst absolvierte Meisner ein Studium an der philosophischen Fakultät, wo er zum Abschluss des Studiums der freien Künste 1604 den akademischen Grad eines Magisters erwarb und sich anschließend theologischen Studien widmete.
1608 wurde er als Adjunkt in die philosophische Fakultät aufgenommen wurde und begab sich zu weiteren Studien an die neu gegründete Universität Gießen, 1609 an die Universität Straßburg, im Oktober an die Universität Basel und die Universität Tübingen. Als 1611 die Professur für Ethik und Politik an der philosophischen Fakultät vakant wurde, konnte diese Meisner auf Vermittlung Matthias Hoë von Hoënegg und seines Vaters erhalten.
Schon mit seiner Berufung erhielt Meisner von Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen die Erlaubnis, neben seinen Vorlesungen im Fach Ethik auch in der Theologie zu unterrichten, wofür er 1611 den Grad eines Lizenziaten erwarb. Im Jahr 1612 promovierte Meisner zum Doktor der Theologie und rückte 1613 auf die theologische Professur von Johannes Förster auf. Am 21. Januar 1612 ging er eine Ehe mit Magdalena Person ein, der Tochter des Wittenberger Professors für Rechtswissenschaften Ludwig Person. Aus der 15-jährigen Verbindung gingen neun Kinder hervor.
Von nun an widmete er sich den kirchlichen Zeitfragen ausgiebig und bekämpfte die Thesen der Widersacher der Lutherischen Orthodoxie, denen er eine aus dem Herzen tragende Frömmigkeit entgegenstellte. Über die theologischen Auseinandersetzungen hinaus beteiligte er sich aktiv an der organisatorischen Gestaltung des Universitätslebens, war sieben Mal Dekan der theologischen Fakultät und war Rektor der Hochschule in den Wintersemestern 1614, 1620 und 1626. Während seiner letzten Amtszeit verstarb er und wurde in der Schlosskirche Wittenberg beigesetzt, wo ihm ein Epitaph errichtet wurde.
Das von Meisner verfasste geistliche Lied 'Wann, ach, wann wird doch erscheinen der gewünschte Friedenstag' fand Aufnahme in einige evangelische Gesangbücher.
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Dienst am Wort (Predigtzeitschrift)
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Unsere Post…
Gegenstand war: Planung, Herstellung, Vertrieb und Betrieb von Fernüberwachungs-, Steuer- und Regelungsgeräte, Anlagen zur Erzeugung und Umwandlung von Energie, Erzeugung und Verkauf von Wärme und Strom, Erbringung von Beratungsdiensten für umweltschonende Energienutzung, die damit im Zusammenhang…
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GmbH Gesetz: Firmengründung – Industriezweig: annehmen
(1) Wer gewerbsmäßig den Abschluss von Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen im Sinne des § 491 Absatz 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs oder entsprechende entgeltliche Finanzierungshilfen im Sinne des § 506 des Bürgerlichen Gesetzbuchs vermitteln will oder Dritte zu solchen Verträgen beraten will (Immobiliardarlehensvermittler), bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde. Die Erlaubnis kann inhaltlich beschränkt und mit Nebenbestimmungen verbunden werden, soweit dies zum Schutz der Allgemeinheit oder der Darlehensnehmer erforderlich ist; unter derselben Voraussetzung ist auch die nachträgliche Aufnahme, Änderung und Ergänzung von Nebenbestimmungen zulässig.
(2) Die Erlaubnis ist zu versagen, wenn
1. Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass der Antragsteller oder eine der Personen, die mit der Leitung des Betriebes oder einer Zweigniederlassung beauftragt sind, die für den Gewerbebetrieb erforderliche Zuverlässigkeit nicht besitzt; die erforderliche Zuverlässigkeit besitzt in der Regel nicht, wer in den letzten fünf Jahren vor Antragstellung wegen eines Verbrechens oder wegen Diebstahls, Unterschlagung, Erpressung, Betruges, Untreue, Geldwäsche, Urkundenfälschung, Hehlerei, Wuchers oder einer Insolvenzstraftat rechtskräftig verurteilt worden ist,
2. der Antragsteller in ungeordneten Vermögensverhältnissen lebt; dies ist in der Regel der Fall, wenn über das Vermögen des Antragstellers das Insolvenzverfahren eröffnet worden oder er in das Schuldnerverzeichnis nach § 882b der Zivilprozessordnung eingetragen ist,
3. der Antragsteller den Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung oder gleichwertigen Garantie nicht erbringen kann,
4. der Antragsteller nicht durch eine vor der Industrie- und Handelskammer erfolgreich abgelegte Prüfung nachweist, dass er die Sachkunde über die fachlichen und rechtlichen Grundlagen sowie über die Kundenberatung besitzt, die für die Vermittlung von und Beratung zu Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen oder entsprechenden entgeltlichen Finanzierungshilfen notwendig ist, oder
5. der Antragsteller seine Hauptniederlassung oder seinen Hauptsitz nicht im Inland hat oder seine Tätigkeit als Immobiliardarlehensvermittler nicht im Inland ausübt.
(3) Keiner Erlaubnis nach Absatz 1 Satz 1 bedürfen Kreditinstitute, für die eine Erlaubnis nach § 32 Absatz 1 des Kreditwesengesetzes erteilt wurde, und Zweigstellen von Unternehmen im Sinne des § 53b Absatz 1 Satz 1 des Kreditwesengesetzes.
(4) Keiner Erlaubnis nach Absatz 1 Satz 1 bedarf ein Immobiliardarlehensvermittler, der den Abschluss von Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen oder entsprechenden entgeltlichen Finanzierungshilfen vermitteln oder Dritte zu solchen Verträgen beraten will und dabei im Umfang seiner Erlaubnis handelt, die nach Artikel 29 der Richtlinie 2014/17/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Februar 2014 über Wohnimmobilienkreditverträge für Verbraucher und zur Änderung der Richtlinien 2008/48/EG und 2013/36/EU und der Verordnung (EU) Nr. 1093/2010 (ABl. L 60 vom 28.2.2014, S. 34) durch einen anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einen anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erteilt worden ist. Vor Aufnahme der Tätigkeit im Geltungsbereich dieses Gesetzes muss ein Verfahren nach Artikel 32 Absatz 3 der Richtlinie 2014/17/EU stattgefunden haben.
(5) Gewerbetreibende nach den Absätzen 1 und 4, die eine unabhängige Beratung anbieten oder als unabhängiger Berater auftreten (Honorar-Immobiliardarlehensberater),
1. müssen für ihre Empfehlung für oder gegen einen Immobiliar-Verbraucherdarlehensvertrag oder eine entsprechende entgeltliche Finanzierungshilfe eine hinreichende Anzahl von entsprechenden auf dem Markt angebotenen Verträgen heranziehen und
2. dürfen vom Darlehensgeber keine Zuwendungen annehmen und von ihm in keiner Weise abhängig sein.
(6) Gewerbetreibende nach Absatz 1 dürfen Personen, die bei der Vermittlung oder Beratung mitwirken oder in leitender Position für diese Tätigkeit verantwortlich sind, nur beschäftigen, wenn sie sicherstellen, dass diese Personen über einen Sachkundenachweis nach Absatz 2 Nummer 4 verfügen und wenn sie überprüft haben, dass diese Personen zuverlässig sind. Die Beschäftigung einer bei der Vermittlung oder Beratung mitwirkenden Person kann dem Gewerbetreibenden untersagt werden, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass die Person die für ihre Tätigkeit erforderliche Sachkunde oder Zuverlässigkeit nicht besitzt. Die Sätze 1 und 2 sind auf Gewerbetreibende nach Absatz 4, die ihre Tätigkeit im Inland über eine Zweigniederlassung ausüben, entsprechend anzuwenden.
(7) Bei Gewerbetreibenden nach Absatz 1 darf die Struktur der Vergütung der in dem Gewerbebetrieb beschäftigten Personen deren Fähigkeit nicht beeinträchtigen, im besten Interesse des Darlehensnehmers zu handeln; insbesondere darf die Vergütungsstruktur nicht an Absatzziele gekoppelt sein.
(8) Gewerbetreibende nach Absatz 1 sind verpflichtet,
1. sich unverzüglich nach Aufnahme ihrer Tätigkeit in das Register nach § 11a Absatz 1 eintragen zu lassen,
2. die unmittelbar bei der Vermittlung oder Beratung mitwirkenden oder die in leitender Position für diese Tätigkeit verantwortlichen Personen unverzüglich nach Aufnahme ihrer Tätigkeit in das Register nach § 11a Absatz 1 eintragen zu lassen und
3. Änderungen gegenüber den im Register gespeicherten Daten der Registerbehörde unverzüglich mitzuteilen.
(9) Die zuständige Behörde kann jede in das Gewerbezentralregister nach § 149 Absatz 2 einzutragende, nicht mehr anfechtbare Entscheidung wegen Verstoßes gegen Bestimmungen dieses Gesetzes oder einer Rechtsverordnung nach § 34j öffentlich bekannt machen, sofern eine solche Bekanntgabe die Stabilität der Finanzmärkte nicht ernstlich gefährdet und den Beteiligten keinen unverhältnismäßig hohen Schaden zufügt. Die Bekanntmachung erfolgt durch Eintragung in das Register nach § 11a Absatz 1.
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Der Festvortrag wurde von Herrn Univ.-Prof. DDr. Clemens Sedmak gehalten.
Er ist Leiter des von der Erzdiözese Salzburg geförderten Zentrums für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg und seit 2018 Professor für Sozialethik an der Keough School of Global Affairs der University of Notre Dame in den USA.
Fotos: Kay Müller
Das Foto hat Notizen.
In der Stanza della Segnatura, dem Arbeitszimmer von Julius II. della Rovere (Pontifikat 1503 - 1515) sind die ersten Arbeiten zu sehen, die Raffael 1509 nach seiner Ankunft in Rom ausführte. Alle wichtigen Werke in diesem Raum stammen von seiner Hand. Die Dekorationen befassen sich mit dem Thema des menschlichen Geistes in seinen höchsten Ausformungen: Religion, Wissenschaft, Kunst, Philosophie und Ethik.
In diesem Ausschnitt sind in dem Tondi der Zimmerdecke die Theologie, Adam und Eva sowie Apollo und Marsyas dargestellt.
Das Wandfresko der Disputation des Sakraments müßte eigentlich den Titel "Triumph der Religion" tragen. Es verherrlicht den christlichen Glauben mit der Hostie als Mittelpunkt des Bildes, auf die alle perspektivischen Linien zusammenlaufen. Die Eucharistie ist das Liebesgeschenk des Himmels an die Erde und gleichzeitig die Einladung, zu den Höhen der Dreifaltigkeit aufzusteigen, und bildet zusammen mit der Dreifaltigkeit die Mittelachse des Freskos.
Zu beiden Seiten der heiligen Dreifaltigkeit zwischen Maria und Johannes dem Täufer ist auf der Wolke die triumphierende Kirche dargestellt und zwar abwechselnd mit Patriarchen und Propheten des Alten Testaments und Aposteln und Märtyrern. Von links nach rechts sind zu sehen: Hl. Petrus, Adam, hl. Johannes der Evangelist, David, hl. Laurentius, Judas Makkabäus (?), hl. Stephanus, Moses, hl. Jakobus der Ältere, Abraham, hl. Paulus.
Die untere Zone des Bildes stellt die streitende Kirche des 16. Jh auf der Erde dar. Kirchenväter und Theologen (in diesem Ausschnitt nur teilweise sichtbar) stehen zu Seiten des Altars und diskutieren über die Religionsgeheimnisse.