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Die Friedensquerfront beim „Marsch auf Berlin“

Unter dem Label der „Montagsdemos“ haben sich in den vergangenen Monaten in mehreren Städten Deutschlands dubiose Kundgebungen gebildet. Die Teilnehmer haben die Reste linker Anti-Hartz-IV-Montagsdemos unterwandert - oder, wie in Berlin, eigene Demos geschaffen und kungeln mit der alten Friedensbewegung, der ebenfalls die Unterwanderung droht.

Wer für Kriege verantwortlich ist, dazu haben die Veranstalter sehr spezielle Vorstellungen. Im Internet gibt es mehrere Kampagnen gegen die Presse. Es wird versucht, die deutschen Medien dahin zu bringen, über die Mahnwachen (und auch kritiklos) zu berichten. So wurde auf der Facebook-Seite Anonymus.Kollektiv, die sich massiv für die Montagsmahnwachen einsetzt, zum „digitalen Guerillakrieg“ auf den Facebook-Seiten deutscher Sender, Zeitungen und Magazine aufgerufen, auch umgangssprachlich: Informationskrieg/Infokrieg genannt.

Die Seite vermittelt den Anschein, als gehöre sie der Internet-Hackergruppe Anonymous an. Das war sie früher auch, doch vor einiger Zeit soll sie von einem ihrer Administratoren gekapert worden sein, der alle anderen Moderatoren aussperrte. Anonymous-Aktivisten distanzieren sich von diesem Kollektiv.

 

Der Deutschlandfunk schrieb dazu:

(...) Es war eine konzertierte Aktion: Auf den Facebook-Seiten des Deutschlandfunks genauso wie vieler ARD-Anstalten, des ZDF und auch großer Medien wie Spiegel, Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung wurden innerhalb weniger Stunden jeweils hunderte Kommentare abgesetzt. Tenor: Sie berichten nicht über regelmäßig stattfindende Montagsdemonstrationen und würden amerikanische Propaganda für einen Weltkrieg unterstützen.

(…) Weiterer Vorwurf: Die deutschen Medien recherchierten nur noch selten kritisch, sondern nur das, was ihnen vorgelegt wird

(…) die Foren und Facebook-Seiten von ARD, Tagesschau und anderen Medien wurden über Stunden mit Beleidigungen, Vorwürfen und Pamphleten bombardiert. Pauschal wurde ihnen Lüge, Manipulation, Zensur und Kriegshetze, vorgeworfen.

 

Die Verfasser sammeln sich in der rechtsoffenen „Friedensbewegung 2014“ und sind getrieben von der Vorstellung, dass die „Medien-Mafia“ einen 3. Weltkrieg gegen Russland entfesseln will, weshalb sie Friedensaktivisten ignorieren. Hintergrund ist der Ukraine-Krieg, der seit Ende 2013 in der Ukraine tobt und der von Putin gewonnen werden will, so wie dieser Autokrat auch schon die Krim erfolgreich völkerrechtswidrig annektieren konnte. Dafür braucht es Kriegspropaganda, Fake-News bzgl. Westen und NATO, Gräuelfotos, massig Verschwörungsmythen sowie eine große Bewegung, die diese Kriegspropaganda getarnt als Frieden unter die Gesellschaft bringt.

 

Am 19. Juli 2014 fand daher in Berlin die erste zentralisierte bundesweite „Mahnwache für den Frieden“ statt, zu der bundesweite Orga´s zusammen kamen. „Sie soll die Kräfte der seit Monaten in der Republik stattfindenden Montagsdemos bündeln“. Anwesend waren u.a. Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und Oliver Janich.

 

Querfront par excellence

„Hallo liebe Neonazis, Antisemiten und Verschwörungstheoretiker“, begrüßte der QAnon-Verschwörungsgläubige und Rechtsextremist Oliver Janich die paar hundert Demonstranten, die sich bei brütender Hitze vor dem Berliner Roten Rathaus unweit des Neputnbrunnens eingefunden hatten. Nach einer ersten Schrecksekunde jubelten sie.

Die Nähe zum Alexanderplatz war nicht unüberlegt gewählt worden, laut Aufruf „Wende 2.0“ bezog man sich explizit auf die Demo vom 4. November 1989, an der sich über 500.000 Menschen beteiligten. Es war der Meilenstein der friedlichen Revolution der DDR. Der Neptunbrunnen ist aber eben nicht der Alexanderplatz.

Der im späteren Verlauf auf die Philippinen flüchtende Janich wurde am 17. August 2022 auf Grundlage eines deutschen Haftbefehls festgenommen. Er soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Die Staatsanwaltschaft München gab gegenüber dem „Spiegel“ bekannt, dass Ermittlungen gegen den ehemaligen Wirtschaftsjournalisten geführt werden. Es bestehe der Verdacht, „dass der Beschuldigte im Jahr 2020 bzw. 2021 – jeweils öffentlich über Telegram – eine andere Person beleidigte, dazu aufrief, die Exekution einer prominenten Person durchzuführen und die Tötung damaliger Regierungsmitglieder von Bund und Ländern“ in Deutschland forderte.

 

Es sollte ein großer Tag für die Mahnwachen werden, der Organisator der Berliner Mahnwache, Lars Mährholz, sprach immer wieder von 90 Städten bundesweit, von zehntausenden Abgesandten aus ganz Deutschland, die kommen würden.

Ken Jebsen nannte die Demo anfangs „Marsch auf Berlin“ und einige Kommentatoren dürften dabei schon feuchte Schlüpfer bekommen haben, die schon eine Massenbewegung sahen, die den Reichstag stürmt.

 

Vor Janich sprach Jürgen Elsässer unter immer wieder aufbrausenden Szenenapplaus. Der rechtsextreme Herausgeber des Magazins „Compact“ hat eine vielschichtige Karriere hinter sich. Als einstiger Kommunist war er bei der jungen welt, Neues Deutschland und beim Freitag bis zur „antideutschen“ Zeitschrift Jungle World und konkret.

Live hörte sich das dann so an: „Mein Name ist Jürgen Elsässer und meine Zielgruppe bleibt – das Volk“.

Vom Zionismus mochte er reden. Wehrlose Frauen, Kinder und alte Menschen würden ermordet. „Wer vom Zionismus nicht reden darf, muss auch vom Faschismus schweigen“, sagte er. Die "Ukrainekrise" sei Folge von "Nato-Faschismus", Putin habe keine Schuld. Auch sei es gut möglich, dass die Passagiermaschine von den „Nato-Faschisten“ in Kiew abgeschossen worden sei. Der Terroranschlag des 11. September 2001 sei schließlich auch ein „Inside Job“ gewesen.

„Immer waren Russen und Deutsche in Freundschaft verbunden, egal ob unter Bismarck oder unter Willy Brandt, war es gut nicht nur für unsere beiden Völker, sondern für den ganzen Kontinent“, sagte Elsässer unter geflissentlicher Auslassung des Hitler-Stalin-Pakts. Er sagte noch viel mehr, die Umstehenden jubelten und applaudierten.

Niemand protestierte.

 

Schon lange gilt Elsässer als Kreml-Propagandist, sei es dadurch, dass er seine Familienpolitik glorifiziert und den Initiatoren der ekelhaften Homo-Gesetzgebung Russlands eine Bühne bietet. Oder eben auch in jener Rede am Tag, wo er die deutsch-russische Freundschaft beschwörte, die seiner Meinung nach schon immer gut für die beiden „Völker“, ja für den ganzen Kontinent gewesen sei. Wie in dem Zusammenhang der Hitler-Stalin-Pakt zu sehen ist, ließ er leider aus. Sein politischer Aktivismus für das Konzept Eurasien reicht von der Gründung von Anti-EU-Initiativen über die Herausgabe seines Magazins bis hin zum publizistischen Einsatz für die in Teilen rechtsextremen Partei der AfD.

Wie immer schöpfte Elsässer aus seinem üblichen Repertoire und sprach weiter über die „Neue Weltordnung“, die von den „Eliten“ gesteuert wird, die „Sprachpolizei“ und die Political Correctness. Zionismus und Faschismus setzt er gleich und nannte die israelische Politik Völkermord. Als er Angela Merkel mit der Aussage „Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung“ zitierte, kamen Buhrufe aus dem Publikum.

  

In Berlin existiert seit Anfang Juli eine zweite Mahnwache (AK Berlin) und zwar: auf dem Alexanderplatz. Sie hat sich von der bisherigen abgespalten, da man seit dem Auftreten von Pedram Shahyar und der Distanzierung von Elsässer zu stark linke Tendenzen vermutet hat. Eine kategorische Distanzierung von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie wird von dieser Gruppe kritisiert, weswegen sich hier auch die größten Fürsprecher von Elsässer finden.

Immer wieder wiesen Mährholz und seine Anhänger darauf hin, dass es sich um eine politisch nicht gebundene Bewegung handelt, die weder rechts noch links sei. Jeder solle sich seine eigene Meinung bilden. Die Empfehlungslinks auf seiner Internetseite gehen jedoch fast alle in bestimmte Richtungen: Neben der Pauschalverurteilung der FED, die Mährholz als „private Bank“ bezeichnet, sind dort unter anderem eine Parteinahme für Russland sowie gegen die USA und Europa, eine pauschale Verdammung aller „Systemmedien“ sowie die Leugnung der Existenz des deutschen Staates zu finden.

Zum Thema Ukraine-Konflikt wird meist unreflektiert die Meinung der russischen Staatsmedien wiedergegeben. Im Gegenzug senden diese wohlwollende Beiträge über Mährholz‘ Friedensbewegung. Zeitweise verlinkte Mährholz auf ein Video von Karl Richter, einem Mitarbeiter der sächsischen NPD-Landtagsfraktion. Darin wirft Richter Deutschland, der EU und den USA vor, aktiv mit „faschistischen Mörderbanden“ in der Ukraine zu kooperieren. Inzwischen ist dieser Verweis verschwunden. In einer Video-Stellungnahme auf YouTube distanzierte sich Mährholz jedoch ausdrücklich nicht von den Inhalten von Richters Rede.

 

Demagogen locken Gutwillige auf „Friedensdemos“ – für Putins völkisches Eurasien, gegen Zins, amerikanische Notenbank und andere „Volksfremde“. Mal leugnen sie den Holocaust, mal schieben sie ihn dem „angloamerikanischen Finanzkapital“ in die Schuhe – bei „bestimmten Kreisen“ weiß dann jeder Antisemit, was gemeint ist. Kritiker diffamieren sie als „antideutsche SA“ oder „SAntifa“ und verharmlosen so den NS-Terror.

Sie knüpfen dabei an „linken“ Antiimperialismus an, der nahtlos in völkischen Antiamerikanismus übergeht. Dazu passt: der ehemalige Staatssekretär der DDR Klaus Blessing trat ebenfalls bei den Mahnwachen als Redner auf, der ansonsten beim rechten Compact-Magazin, aber auch beim Neuen Deutschland verortet ist.

Sie basteln brachiale Freund-Feind-Muster und nehmen einen antibürgerlichen Habitus ein. Das alles lässt sich auf den ersten Blick von vulgärlinken Orientierungen schwer unterscheiden.

So unappetitlich und absurd die verbreiteten Thesen auch sind, tausende Menschen lassen sich derzeit von der russischen Propagandamaschinerie zum politischen Aktionismus bewegen. Bei einigen mag politische Naivität eine Rolle spielen, andere dürften sich freuen über den Sumpf aus Antisemiten, Reichsbürgern, Neonazis, Chemtrail-Theoretikern, Anhängern der Truther-Bewegung und all den anderen obskuren Rechten, die um Einfluss buhlen – getreu dem Motto: Deutschland erwache.

Das kleinbürgerlich nationalistische Spektrum der „Montagsmahnwachen“ entsprach weitgehend der Leserschaft von Compact: Ressentiment geladener Antiamerikanismus, Deutschnationalismus und Verehrung für Putins Politik für ein eurasisch, völkisches Russland.

Berlin Register zur Erfassung antisemitischer, rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle dokumentierte für diesen Tag einen Eintrag über antisemitische Verschwörungsmythen und der Gleichsetzung von Israel mit den Nationalsozialisten.

 

Nachtrag

Nur ein paar Wochen zuvor gab es in Frankfurt am Main eine Pro-Russland-Demo, die mit Friedenstaube und dem Motto: „Das Problem heisst nicht Putin, sondern NATO“ sehr konzentriert erschien und bei der sich auch Regimeunterstützer des syrischen Diktators Baschar Al-Assad untermischten. Kinder in Uniform wurden mit Spielzeug-Kalaschnikows präsentiert und die massive Beflaggung erinnerte an die ProSyrien/ProRussland Demonstrationen sowie den Friedenswinter in Berlin, nur das bei der Rallye in Frankfurt auch eine Menge Deutschlandflaggen zugegen waren. Was die Mehrheit dieser devoten Teilnehmer eint: sie haben ein Faible für (ausländische) Regime und für autoritäre Führerfiguren.

 

hinzugezogene Quellen:

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste... archive.fo/5igBE

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste...

www.tagesschau.de/inland/mahnwachen100.html archive.fo/u2unH oder web.archive.org/web/20140417023317/http://www.tagesschau....

de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_(Kollektiv)#Gefälschter_Facebook-Auftritt

www.berliner-zeitung.de/politik/montagsdemos-voelkische-f...

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_der_Ukraine_seit_2014

de.wikipedia.org/wiki/Mahnwachen_für_den_Frieden

www.psiram.com/de/index.php/Oliver_Janich

www.endstation-rechts.de/news/oliver-janich-auf-den-phili...

www.chemtrail.de/wp-content/uploads/2014/07/Plakat-1.jpg

www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html archive.fo/RIGza

www.vice.com/de/article/zn5zp4/montagsdemo-initiator-lars... archive.fo/rvlGa

www.facebook.com/photo.php?fbid=738335396209154&set=a...

www.vice.com/de/article/4w84dw/die-montagsdemos-interessi... archive.ph/ewMKC

www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html

www.zeit.de/politik/deutschland/2014-07/juergen-elsaesser... archive.fo/7tuaM

www.facebook.com/pedram.shahyar/posts/10203029098061185 archive.fo/vHtyl

web.archive.org/web/20150620012542/http://www.gegengerade... archive.ph/pogbG

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720302...

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720302...

www.klaus-blessing.de archive.ph/ueVWV

www.berliner-register.de/vorfall/mitte/antisemtismus-bei-... archive.is/WcDUl

wat.livejournal.com/115276.html archive.fo/1KeyT

lh5.googleusercontent.com/-nYewYhhsUZQ/U17WWZ5L7VI/AAAAAA... archive.fo/eB49U

 

sonstige, interessante Verweise:

www.n-tv.de/politik/Wer-bin-ich-und-wenn-ja-wie-viele-art...

www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article127895626/Frieden...

web.archive.org/web/20180330185022/http://aluhut-fuer-ken...(Die%20Linke,%2026.05.2014).pdf.pdf

dfg-vk.de/wp-content/uploads/2021/02/dossier_die_friedens...

genfmblog.wordpress.com/2014/

linksunten.indymedia.org/node/111235/

meedia.de/2014/03/03/klagemauer-tv-co-wie-der-ukraine-kon...

blog.zeit.de/stoerungsmelder/2014/04/16/reichsbuerger-neo...

web.archive.org/web/20160308015556/http://www.hagalil.com...

www.facebook.com/1550718815185914/posts/1593085914282537/ archive.ph/uOCCx

 

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© Streichphotography

 

Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

 

Rechtlicher Hinweis:

Copyright:

Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.

Nutzungsrecht:

Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.

Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!

Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: Juli 2014/Text überarbeitet im Dezember 2022

Doppelte Sigrunen - Parkplatz Kirche Kall

 

Die 1925 gegründete Schutzstaffel (SS) war die einflussreichste Organisation innerhalb des Nationalsozialismus. Sie war u.a. für die Verwaltung der Konzentrations- und Vernichtungslager zuständig und organisierte im Rahmen der »Endlösung« Vernichtung und Völkermord.

Die SS vertrat einen eliminatorischen Rassismus und Antisemitismus und verstand sich als Elite des »Dritten Reiches«. Dazu passend gab sie sich den Charakter eines Ordens. In den Nürnberger Prozessen wurde die SS als verbrecherische Organisation verboten. Kennzeichen der SS waren die doppelte Sig-Rune, auch Doppelblitz genannt und der SS-Totenkopf sowie die Schwarze Sonne als religiöses Symbol. Die nur zum Teil verbotene SS-Symbolik und Terminologie ist in der neonazistischen Szene allgegenwärtig. Die öffentliche Darstellung geschieht meist in leicht verfremdeter und damit straffreier Form. In Gruppennamen wie Schwarze Division (RLP/HE), Bandnamen wie Schwarzer Orden oder Schwarzes Korps (publizistisches Organ der SS) wie auch in Liedtexten über »Divisionen in Schwarz«, »Jungs mit dem Doppelblitz« oder »Ritter der Schwarzen Sonne« stellen Neonazis positive Bezüge zur SS her. Die Schreibweise der Buchstabenfolge SS als doppelte Sig-Rune wird auch außerhalb des neonazistischen (Musik-)Spektrums verwendet. Den Totenkopf als martialisches Symbol für den kommenden Tod des Feindes verwendeten schon militärische Formationen der Kaiserzeit. Die SS griff dieses Symbol der anti-demokratischen Rechten in der Weimarer Republik auf. Der Totenkopf symbolisierte den bedingungslosen Einsatz für Ideen und Person Adolf Hitlers. Die SS verlieh einen mit Runen bestückten Totenkopfring als Zeichen »eines in Kampf und Pflicht erungenen inneren Wertes« und der »Treue zum Führer«. Der SS-Totenkopf ist in Deutschland verboten. Die Neonazi-Szene benutzt daher leicht verfremdete Darstellungen, die u.a. als Gürtelschnalle oder Motiv auf T-Shirts und Aufnähern angeboten werden. Die englische Band Death in June benutzt eine leicht abgewandelte Form des SS-Totenkopf als Band-Logo.

Am 10. November 2012 versuchte die NPD zum zweiten Mal innerhalb von acht Monaten in Frankfurt (Oder) aufzumarschieren. Insgesamt folgten etwa 120 Nazis aus Berlin und Brandenburg sowie kleineren Sektionen aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern folgten dem Aufruf "Raus aus der EU und Grenzen dicht".

 

Auch diesmal versuchte das Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)" den Naziaufmarsch zu stoppen. Jedoch anders als im März konnten die NPD-SympathisantInnen dank einer verschärften Polizeitaktik etwa 4km ungestört durch die Stadtteile Alt- und Neuberesinchen laufen, ehe sie auf der Leipziger Straße kurz vor erreichen des Stadtzentrums durch eine Blockade von mehreren hundert Gegendemonstrant_innen gestoppt wurden. Die NPD wollte an ihrer geplanten Route festhalten. Nach mehreren Stunden des Wartens verließen die ersten Nazis bereits den Aufmarsch in Richtung Hauptbahnhof, unter ihnen auch Sebastian Schmidtke, NPD-Landeschef von Berlin.

 

Nach einem versuchten Ausbruchsversuch seitens der Nazis brachen sie ihren Aufmarsch ab und und zogen gegen 17h wieder zurück zum Startpunkt ohne ihr eigentliches Ziel, die Grenzbrücke, zu erreichen.

 

Insgesamt waren über 600 Polizist_innen aus fünf Bundesländern sowie der Bundespolizei im Einsatz. Diese ging abseits der Kameras äußerst brutal gegen Gegendemonstrant_innen vor und verletzte mindestens zwei erheblich, so dass diese im Krankenhaus behandelt werden mussten. Es kam zu mehreren Gewahrsamnahmen.

 

Alle Rechte vorbehalten.

Die Friedensquerfront beim „Marsch auf Berlin“

Unter dem Label der „Montagsdemos“ haben sich in den vergangenen Monaten in mehreren Städten Deutschlands dubiose Kundgebungen gebildet. Die Teilnehmer haben die Reste linker Anti-Hartz-IV-Montagsdemos unterwandert - oder, wie in Berlin, eigene Demos geschaffen und kungeln mit der alten Friedensbewegung, der ebenfalls die Unterwanderung droht.

Wer für Kriege verantwortlich ist, dazu haben die Veranstalter sehr spezielle Vorstellungen. Im Internet gibt es mehrere Kampagnen gegen die Presse. Es wird versucht, die deutschen Medien dahin zu bringen, über die Mahnwachen (und auch kritiklos) zu berichten. So wurde auf der Facebook-Seite Anonymus.Kollektiv, die sich massiv für die Montagsmahnwachen einsetzt, zum „digitalen Guerillakrieg“ auf den Facebook-Seiten deutscher Sender, Zeitungen und Magazine aufgerufen, auch umgangssprachlich: Informationskrieg/Infokrieg genannt.

Die Seite vermittelt den Anschein, als gehöre sie der Internet-Hackergruppe Anonymous an. Das war sie früher auch, doch vor einiger Zeit soll sie von einem ihrer Administratoren gekapert worden sein, der alle anderen Moderatoren aussperrte. Anonymous-Aktivisten distanzieren sich von diesem Kollektiv.

 

Der Deutschlandfunk schrieb dazu:

(...) Es war eine konzertierte Aktion: Auf den Facebook-Seiten des Deutschlandfunks genauso wie vieler ARD-Anstalten, des ZDF und auch großer Medien wie Spiegel, Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung wurden innerhalb weniger Stunden jeweils hunderte Kommentare abgesetzt. Tenor: Sie berichten nicht über regelmäßig stattfindende Montagsdemonstrationen und würden amerikanische Propaganda für einen Weltkrieg unterstützen.

(…) Weiterer Vorwurf: Die deutschen Medien recherchierten nur noch selten kritisch, sondern nur das, was ihnen vorgelegt wird

(…) die Foren und Facebook-Seiten von ARD, Tagesschau und anderen Medien wurden über Stunden mit Beleidigungen, Vorwürfen und Pamphleten bombardiert. Pauschal wurde ihnen Lüge, Manipulation, Zensur und Kriegshetze, vorgeworfen.

 

Die Verfasser sammeln sich in der rechtsoffenen „Friedensbewegung 2014“ und sind getrieben von der Vorstellung, dass die „Medien-Mafia“ einen 3. Weltkrieg gegen Russland entfesseln will, weshalb sie Friedensaktivisten ignorieren. Hintergrund ist der Ukraine-Krieg, der seit Ende 2013 in der Ukraine tobt und der von Putin gewonnen werden will, so wie dieser Autokrat auch schon die Krim erfolgreich völkerrechtswidrig annektieren konnte. Dafür braucht es Kriegspropaganda, Fake-News bzgl. Westen und NATO, Gräuelfotos, massig Verschwörungsmythen sowie eine große Bewegung, die diese Kriegspropaganda getarnt als Frieden unter die Gesellschaft bringt.

 

Am 19. Juli 2014 fand daher in Berlin die erste zentralisierte bundesweite „Mahnwache für den Frieden“ statt, zu der bundesweite Orga´s zusammen kamen. „Sie soll die Kräfte der seit Monaten in der Republik stattfindenden Montagsdemos bündeln“. Anwesend waren u.a. Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und Oliver Janich.

 

Querfront par excellence

„Hallo liebe Neonazis, Antisemiten und Verschwörungstheoretiker“, begrüßte der QAnon-Verschwörungsgläubige und Rechtsextremist Oliver Janich die paar hundert Demonstranten, die sich bei brütender Hitze vor dem Berliner Roten Rathaus unweit des Neputnbrunnens eingefunden hatten. Nach einer ersten Schrecksekunde jubelten sie.

Die Nähe zum Alexanderplatz war nicht unüberlegt gewählt worden, laut Aufruf „Wende 2.0“ bezog man sich explizit auf die Demo vom 4. November 1989, an der sich über 500.000 Menschen beteiligten. Es war der Meilenstein der friedlichen Revolution der DDR. Der Neptunbrunnen ist aber eben nicht der Alexanderplatz.

Der im späteren Verlauf auf die Philippinen flüchtende Janich wurde am 17. August 2022 auf Grundlage eines deutschen Haftbefehls festgenommen. Er soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Die Staatsanwaltschaft München gab gegenüber dem „Spiegel“ bekannt, dass Ermittlungen gegen den ehemaligen Wirtschaftsjournalisten geführt werden. Es bestehe der Verdacht, „dass der Beschuldigte im Jahr 2020 bzw. 2021 – jeweils öffentlich über Telegram – eine andere Person beleidigte, dazu aufrief, die Exekution einer prominenten Person durchzuführen und die Tötung damaliger Regierungsmitglieder von Bund und Ländern“ in Deutschland forderte.

 

Es sollte ein großer Tag für die Mahnwachen werden, der Organisator der Berliner Mahnwache, Lars Mährholz, sprach immer wieder von 90 Städten bundesweit, von zehntausenden Abgesandten aus ganz Deutschland, die kommen würden.

Ken Jebsen nannte die Demo anfangs „Marsch auf Berlin“ und einige Kommentatoren dürften dabei schon feuchte Schlüpfer bekommen haben, die schon eine Massenbewegung sahen, die den Reichstag stürmt.

 

Vor Janich sprach Jürgen Elsässer unter immer wieder aufbrausenden Szenenapplaus. Der rechtsextreme Herausgeber des Magazins „Compact“ hat eine vielschichtige Karriere hinter sich. Als einstiger Kommunist war er bei der jungen welt, Neues Deutschland und beim Freitag bis zur „antideutschen“ Zeitschrift Jungle World und konkret.

Live hörte sich das dann so an: „Mein Name ist Jürgen Elsässer und meine Zielgruppe bleibt – das Volk“.

Vom Zionismus mochte er reden. Wehrlose Frauen, Kinder und alte Menschen würden ermordet. „Wer vom Zionismus nicht reden darf, muss auch vom Faschismus schweigen“, sagte er. Die "Ukrainekrise" sei Folge von "Nato-Faschismus", Putin habe keine Schuld. Auch sei es gut möglich, dass die Passagiermaschine von den „Nato-Faschisten“ in Kiew abgeschossen worden sei. Der Terroranschlag des 11. September 2001 sei schließlich auch ein „Inside Job“ gewesen.

„Immer waren Russen und Deutsche in Freundschaft verbunden, egal ob unter Bismarck oder unter Willy Brandt, war es gut nicht nur für unsere beiden Völker, sondern für den ganzen Kontinent“, sagte Elsässer unter geflissentlicher Auslassung des Hitler-Stalin-Pakts. Er sagte noch viel mehr, die Umstehenden jubelten und applaudierten.

Niemand protestierte.

 

Schon lange gilt Elsässer als Kreml-Propagandist, sei es dadurch, dass er seine Familienpolitik glorifiziert und den Initiatoren der ekelhaften Homo-Gesetzgebung Russlands eine Bühne bietet. Oder eben auch in jener Rede am Tag, wo er die deutsch-russische Freundschaft beschwörte, die seiner Meinung nach schon immer gut für die beiden „Völker“, ja für den ganzen Kontinent gewesen sei. Wie in dem Zusammenhang der Hitler-Stalin-Pakt zu sehen ist, ließ er leider aus. Sein politischer Aktivismus für das Konzept Eurasien reicht von der Gründung von Anti-EU-Initiativen über die Herausgabe seines Magazins bis hin zum publizistischen Einsatz für die in Teilen rechtsextremen Partei der AfD.

Wie immer schöpfte Elsässer aus seinem üblichen Repertoire und sprach weiter über die „Neue Weltordnung“, die von den „Eliten“ gesteuert wird, die „Sprachpolizei“ und die Political Correctness. Zionismus und Faschismus setzt er gleich und nannte die israelische Politik Völkermord. Als er Angela Merkel mit der Aussage „Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung“ zitierte, kamen Buhrufe aus dem Publikum.

  

In Berlin existiert seit Anfang Juli eine zweite Mahnwache (AK Berlin) und zwar: auf dem Alexanderplatz. Sie hat sich von der bisherigen abgespalten, da man seit dem Auftreten von Pedram Shahyar und der Distanzierung von Elsässer zu stark linke Tendenzen vermutet hat. Eine kategorische Distanzierung von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie wird von dieser Gruppe kritisiert, weswegen sich hier auch die größten Fürsprecher von Elsässer finden.

Immer wieder wiesen Mährholz und seine Anhänger darauf hin, dass es sich um eine politisch nicht gebundene Bewegung handelt, die weder rechts noch links sei. Jeder solle sich seine eigene Meinung bilden. Die Empfehlungslinks auf seiner Internetseite gehen jedoch fast alle in bestimmte Richtungen: Neben der Pauschalverurteilung der FED, die Mährholz als „private Bank“ bezeichnet, sind dort unter anderem eine Parteinahme für Russland sowie gegen die USA und Europa, eine pauschale Verdammung aller „Systemmedien“ sowie die Leugnung der Existenz des deutschen Staates zu finden.

Zum Thema Ukraine-Konflikt wird meist unreflektiert die Meinung der russischen Staatsmedien wiedergegeben. Im Gegenzug senden diese wohlwollende Beiträge über Mährholz‘ Friedensbewegung. Zeitweise verlinkte Mährholz auf ein Video von Karl Richter, einem Mitarbeiter der sächsischen NPD-Landtagsfraktion. Darin wirft Richter Deutschland, der EU und den USA vor, aktiv mit „faschistischen Mörderbanden“ in der Ukraine zu kooperieren. Inzwischen ist dieser Verweis verschwunden. In einer Video-Stellungnahme auf YouTube distanzierte sich Mährholz jedoch ausdrücklich nicht von den Inhalten von Richters Rede.

 

Demagogen locken Gutwillige auf „Friedensdemos“ – für Putins völkisches Eurasien, gegen Zins, amerikanische Notenbank und andere „Volksfremde“. Mal leugnen sie den Holocaust, mal schieben sie ihn dem „angloamerikanischen Finanzkapital“ in die Schuhe – bei „bestimmten Kreisen“ weiß dann jeder Antisemit, was gemeint ist. Kritiker diffamieren sie als „antideutsche SA“ oder „SAntifa“ und verharmlosen so den NS-Terror.

Sie knüpfen dabei an „linken“ Antiimperialismus an, der nahtlos in völkischen Antiamerikanismus übergeht. Dazu passt: der ehemalige Staatssekretär der DDR Klaus Blessing trat ebenfalls bei den Mahnwachen als Redner auf, der ansonsten beim rechten Compact-Magazin, aber auch beim Neuen Deutschland verortet ist.

Sie basteln brachiale Freund-Feind-Muster und nehmen einen antibürgerlichen Habitus ein. Das alles lässt sich auf den ersten Blick von vulgärlinken Orientierungen schwer unterscheiden.

So unappetitlich und absurd die verbreiteten Thesen auch sind, tausende Menschen lassen sich derzeit von der russischen Propagandamaschinerie zum politischen Aktionismus bewegen. Bei einigen mag politische Naivität eine Rolle spielen, andere dürften sich freuen über den Sumpf aus Antisemiten, Reichsbürgern, Neonazis, Chemtrail-Theoretikern, Anhängern der Truther-Bewegung und all den anderen obskuren Rechten, die um Einfluss buhlen – getreu dem Motto: Deutschland erwache.

Das kleinbürgerlich nationalistische Spektrum der „Montagsmahnwachen“ entsprach weitgehend der Leserschaft von Compact: Ressentiment geladener Antiamerikanismus, Deutschnationalismus und Verehrung für Putins Politik für ein eurasisch, völkisches Russland.

Berlin Register zur Erfassung antisemitischer, rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle dokumentierte für diesen Tag einen Eintrag über antisemitische Verschwörungsmythen und der Gleichsetzung von Israel mit den Nationalsozialisten.

 

Nachtrag

Nur ein paar Wochen zuvor gab es in Frankfurt am Main eine Pro-Russland-Demo, die mit Friedenstaube und dem Motto: „Das Problem heisst nicht Putin, sondern NATO“ sehr konzentriert erschien und bei der sich auch Regimeunterstützer des syrischen Diktators Baschar Al-Assad untermischten. Kinder in Uniform wurden mit Spielzeug-Kalaschnikows präsentiert und die massive Beflaggung erinnerte an die ProSyrien/ProRussland Demonstrationen sowie den Friedenswinter in Berlin, nur das bei der Rallye in Frankfurt auch eine Menge Deutschlandflaggen zugegen waren. Was die Mehrheit dieser devoten Teilnehmer eint: sie haben ein Faible für (ausländische) Regime und für autoritäre Führerfiguren.

 

hinzugezogene Quellen:

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste... archive.fo/5igBE

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste...

www.tagesschau.de/inland/mahnwachen100.html archive.fo/u2unH oder web.archive.org/web/20140417023317/http://www.tagesschau....

de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_(Kollektiv)#Gefälschter_Facebook-Auftritt

www.berliner-zeitung.de/politik/montagsdemos-voelkische-f...

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_der_Ukraine_seit_2014

de.wikipedia.org/wiki/Mahnwachen_für_den_Frieden

www.psiram.com/de/index.php/Oliver_Janich

www.endstation-rechts.de/news/oliver-janich-auf-den-phili...

www.chemtrail.de/wp-content/uploads/2014/07/Plakat-1.jpg

www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html archive.fo/RIGza

www.vice.com/de/article/zn5zp4/montagsdemo-initiator-lars... archive.fo/rvlGa

www.facebook.com/photo.php?fbid=738335396209154&set=a...

www.vice.com/de/article/4w84dw/die-montagsdemos-interessi... archive.ph/ewMKC

www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html

www.zeit.de/politik/deutschland/2014-07/juergen-elsaesser... archive.fo/7tuaM

www.facebook.com/pedram.shahyar/posts/10203029098061185 archive.fo/vHtyl

web.archive.org/web/20150620012542/http://www.gegengerade... archive.ph/pogbG

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720302...

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sonstige, interessante Verweise:

www.n-tv.de/politik/Wer-bin-ich-und-wenn-ja-wie-viele-art...

www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article127895626/Frieden...

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Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: Juli 2014/Text überarbeitet im Dezember 2022

Doppelte Sigrunen - Parkplatz Kirche Kall

 

Die 1925 gegründete Schutzstaffel (SS) war die einflussreichste Organisation innerhalb des Nationalsozialismus. Sie war u.a. für die Verwaltung der Konzentrations- und Vernichtungslager zuständig und organisierte im Rahmen der »Endlösung« Vernichtung und Völkermord.

Die SS vertrat einen eliminatorischen Rassismus und Antisemitismus und verstand sich als Elite des »Dritten Reiches«. Dazu passend gab sie sich den Charakter eines Ordens. In den Nürnberger Prozessen wurde die SS als verbrecherische Organisation verboten. Kennzeichen der SS waren die doppelte Sig-Rune, auch Doppelblitz genannt und der SS-Totenkopf sowie die Schwarze Sonne als religiöses Symbol. Die nur zum Teil verbotene SS-Symbolik und Terminologie ist in der neonazistischen Szene allgegenwärtig. Die öffentliche Darstellung geschieht meist in leicht verfremdeter und damit straffreier Form. In Gruppennamen wie Schwarze Division (RLP/HE), Bandnamen wie Schwarzer Orden oder Schwarzes Korps (publizistisches Organ der SS) wie auch in Liedtexten über »Divisionen in Schwarz«, »Jungs mit dem Doppelblitz« oder »Ritter der Schwarzen Sonne« stellen Neonazis positive Bezüge zur SS her. Die Schreibweise der Buchstabenfolge SS als doppelte Sig-Rune wird auch außerhalb des neonazistischen (Musik-)Spektrums verwendet. Den Totenkopf als martialisches Symbol für den kommenden Tod des Feindes verwendeten schon militärische Formationen der Kaiserzeit. Die SS griff dieses Symbol der anti-demokratischen Rechten in der Weimarer Republik auf. Der Totenkopf symbolisierte den bedingungslosen Einsatz für Ideen und Person Adolf Hitlers. Die SS verlieh einen mit Runen bestückten Totenkopfring als Zeichen »eines in Kampf und Pflicht erungenen inneren Wertes« und der »Treue zum Führer«. Der SS-Totenkopf ist in Deutschland verboten. Die Neonazi-Szene benutzt daher leicht verfremdete Darstellungen, die u.a. als Gürtelschnalle oder Motiv auf T-Shirts und Aufnähern angeboten werden. Die englische Band Death in June benutzt eine leicht abgewandelte Form des SS-Totenkopf als Band-Logo.

Die Friedensquerfront beim „Marsch auf Berlin“

Unter dem Label der „Montagsdemos“ haben sich in den vergangenen Monaten in mehreren Städten Deutschlands dubiose Kundgebungen gebildet. Die Teilnehmer haben die Reste linker Anti-Hartz-IV-Montagsdemos unterwandert - oder, wie in Berlin, eigene Demos geschaffen und kungeln mit der alten Friedensbewegung, der ebenfalls die Unterwanderung droht.

Wer für Kriege verantwortlich ist, dazu haben die Veranstalter sehr spezielle Vorstellungen. Im Internet gibt es mehrere Kampagnen gegen die Presse. Es wird versucht, die deutschen Medien dahin zu bringen, über die Mahnwachen (und auch kritiklos) zu berichten. So wurde auf der Facebook-Seite Anonymus.Kollektiv, die sich massiv für die Montagsmahnwachen einsetzt, zum „digitalen Guerillakrieg“ auf den Facebook-Seiten deutscher Sender, Zeitungen und Magazine aufgerufen, auch umgangssprachlich: Informationskrieg/Infokrieg genannt.

Die Seite vermittelt den Anschein, als gehöre sie der Internet-Hackergruppe Anonymous an. Das war sie früher auch, doch vor einiger Zeit soll sie von einem ihrer Administratoren gekapert worden sein, der alle anderen Moderatoren aussperrte. Anonymous-Aktivisten distanzieren sich von diesem Kollektiv.

 

Der Deutschlandfunk schrieb dazu:

(...) Es war eine konzertierte Aktion: Auf den Facebook-Seiten des Deutschlandfunks genauso wie vieler ARD-Anstalten, des ZDF und auch großer Medien wie Spiegel, Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung wurden innerhalb weniger Stunden jeweils hunderte Kommentare abgesetzt. Tenor: Sie berichten nicht über regelmäßig stattfindende Montagsdemonstrationen und würden amerikanische Propaganda für einen Weltkrieg unterstützen.

(…) Weiterer Vorwurf: Die deutschen Medien recherchierten nur noch selten kritisch, sondern nur das, was ihnen vorgelegt wird

(…) die Foren und Facebook-Seiten von ARD, Tagesschau und anderen Medien wurden über Stunden mit Beleidigungen, Vorwürfen und Pamphleten bombardiert. Pauschal wurde ihnen Lüge, Manipulation, Zensur und Kriegshetze, vorgeworfen.

 

Die Verfasser sammeln sich in der rechtsoffenen „Friedensbewegung 2014“ und sind getrieben von der Vorstellung, dass die „Medien-Mafia“ einen 3. Weltkrieg gegen Russland entfesseln will, weshalb sie Friedensaktivisten ignorieren. Hintergrund ist der Ukraine-Krieg, der seit Ende 2013 in der Ukraine tobt und der von Putin gewonnen werden will, so wie dieser Autokrat auch schon die Krim erfolgreich völkerrechtswidrig annektieren konnte. Dafür braucht es Kriegspropaganda, Fake-News bzgl. Westen und NATO, Gräuelfotos, massig Verschwörungsmythen sowie eine große Bewegung, die diese Kriegspropaganda getarnt als Frieden unter die Gesellschaft bringt.

 

Am 19. Juli 2014 fand daher in Berlin die erste zentralisierte bundesweite „Mahnwache für den Frieden“ statt, zu der bundesweite Orga´s zusammen kamen. „Sie soll die Kräfte der seit Monaten in der Republik stattfindenden Montagsdemos bündeln“. Anwesend waren u.a. Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und Oliver Janich.

 

Querfront par excellence

„Hallo liebe Neonazis, Antisemiten und Verschwörungstheoretiker“, begrüßte der QAnon-Verschwörungsgläubige und Rechtsextremist Oliver Janich die paar hundert Demonstranten, die sich bei brütender Hitze vor dem Berliner Roten Rathaus unweit des Neputnbrunnens eingefunden hatten. Nach einer ersten Schrecksekunde jubelten sie.

Die Nähe zum Alexanderplatz war nicht unüberlegt gewählt worden, laut Aufruf „Wende 2.0“ bezog man sich explizit auf die Demo vom 4. November 1989, an der sich über 500.000 Menschen beteiligten. Es war der Meilenstein der friedlichen Revolution der DDR. Der Neptunbrunnen ist aber eben nicht der Alexanderplatz.

Der im späteren Verlauf auf die Philippinen flüchtende Janich wurde am 17. August 2022 auf Grundlage eines deutschen Haftbefehls festgenommen. Er soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Die Staatsanwaltschaft München gab gegenüber dem „Spiegel“ bekannt, dass Ermittlungen gegen den ehemaligen Wirtschaftsjournalisten geführt werden. Es bestehe der Verdacht, „dass der Beschuldigte im Jahr 2020 bzw. 2021 – jeweils öffentlich über Telegram – eine andere Person beleidigte, dazu aufrief, die Exekution einer prominenten Person durchzuführen und die Tötung damaliger Regierungsmitglieder von Bund und Ländern“ in Deutschland forderte.

 

Es sollte ein großer Tag für die Mahnwachen werden, der Organisator der Berliner Mahnwache, Lars Mährholz, sprach immer wieder von 90 Städten bundesweit, von zehntausenden Abgesandten aus ganz Deutschland, die kommen würden.

Ken Jebsen nannte die Demo anfangs „Marsch auf Berlin“ und einige Kommentatoren dürften dabei schon feuchte Schlüpfer bekommen haben, die schon eine Massenbewegung sahen, die den Reichstag stürmt.

 

Vor Janich sprach Jürgen Elsässer unter immer wieder aufbrausenden Szenenapplaus. Der rechtsextreme Herausgeber des Magazins „Compact“ hat eine vielschichtige Karriere hinter sich. Als einstiger Kommunist war er bei der jungen welt, Neues Deutschland und beim Freitag bis zur „antideutschen“ Zeitschrift Jungle World und konkret.

Live hörte sich das dann so an: „Mein Name ist Jürgen Elsässer und meine Zielgruppe bleibt – das Volk“.

Vom Zionismus mochte er reden. Wehrlose Frauen, Kinder und alte Menschen würden ermordet. „Wer vom Zionismus nicht reden darf, muss auch vom Faschismus schweigen“, sagte er. Die "Ukrainekrise" sei Folge von "Nato-Faschismus", Putin habe keine Schuld. Auch sei es gut möglich, dass die Passagiermaschine von den „Nato-Faschisten“ in Kiew abgeschossen worden sei. Der Terroranschlag des 11. September 2001 sei schließlich auch ein „Inside Job“ gewesen.

„Immer waren Russen und Deutsche in Freundschaft verbunden, egal ob unter Bismarck oder unter Willy Brandt, war es gut nicht nur für unsere beiden Völker, sondern für den ganzen Kontinent“, sagte Elsässer unter geflissentlicher Auslassung des Hitler-Stalin-Pakts. Er sagte noch viel mehr, die Umstehenden jubelten und applaudierten.

Niemand protestierte.

 

Schon lange gilt Elsässer als Kreml-Propagandist, sei es dadurch, dass er seine Familienpolitik glorifiziert und den Initiatoren der ekelhaften Homo-Gesetzgebung Russlands eine Bühne bietet. Oder eben auch in jener Rede am Tag, wo er die deutsch-russische Freundschaft beschwörte, die seiner Meinung nach schon immer gut für die beiden „Völker“, ja für den ganzen Kontinent gewesen sei. Wie in dem Zusammenhang der Hitler-Stalin-Pakt zu sehen ist, ließ er leider aus. Sein politischer Aktivismus für das Konzept Eurasien reicht von der Gründung von Anti-EU-Initiativen über die Herausgabe seines Magazins bis hin zum publizistischen Einsatz für die in Teilen rechtsextremen Partei der AfD.

Wie immer schöpfte Elsässer aus seinem üblichen Repertoire und sprach weiter über die „Neue Weltordnung“, die von den „Eliten“ gesteuert wird, die „Sprachpolizei“ und die Political Correctness. Zionismus und Faschismus setzt er gleich und nannte die israelische Politik Völkermord. Als er Angela Merkel mit der Aussage „Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung“ zitierte, kamen Buhrufe aus dem Publikum.

  

In Berlin existiert seit Anfang Juli eine zweite Mahnwache (AK Berlin) und zwar: auf dem Alexanderplatz. Sie hat sich von der bisherigen abgespalten, da man seit dem Auftreten von Pedram Shahyar und der Distanzierung von Elsässer zu stark linke Tendenzen vermutet hat. Eine kategorische Distanzierung von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie wird von dieser Gruppe kritisiert, weswegen sich hier auch die größten Fürsprecher von Elsässer finden.

Immer wieder wiesen Mährholz und seine Anhänger darauf hin, dass es sich um eine politisch nicht gebundene Bewegung handelt, die weder rechts noch links sei. Jeder solle sich seine eigene Meinung bilden. Die Empfehlungslinks auf seiner Internetseite gehen jedoch fast alle in bestimmte Richtungen: Neben der Pauschalverurteilung der FED, die Mährholz als „private Bank“ bezeichnet, sind dort unter anderem eine Parteinahme für Russland sowie gegen die USA und Europa, eine pauschale Verdammung aller „Systemmedien“ sowie die Leugnung der Existenz des deutschen Staates zu finden.

Zum Thema Ukraine-Konflikt wird meist unreflektiert die Meinung der russischen Staatsmedien wiedergegeben. Im Gegenzug senden diese wohlwollende Beiträge über Mährholz‘ Friedensbewegung. Zeitweise verlinkte Mährholz auf ein Video von Karl Richter, einem Mitarbeiter der sächsischen NPD-Landtagsfraktion. Darin wirft Richter Deutschland, der EU und den USA vor, aktiv mit „faschistischen Mörderbanden“ in der Ukraine zu kooperieren. Inzwischen ist dieser Verweis verschwunden. In einer Video-Stellungnahme auf YouTube distanzierte sich Mährholz jedoch ausdrücklich nicht von den Inhalten von Richters Rede.

 

Demagogen locken Gutwillige auf „Friedensdemos“ – für Putins völkisches Eurasien, gegen Zins, amerikanische Notenbank und andere „Volksfremde“. Mal leugnen sie den Holocaust, mal schieben sie ihn dem „angloamerikanischen Finanzkapital“ in die Schuhe – bei „bestimmten Kreisen“ weiß dann jeder Antisemit, was gemeint ist. Kritiker diffamieren sie als „antideutsche SA“ oder „SAntifa“ und verharmlosen so den NS-Terror.

Sie knüpfen dabei an „linken“ Antiimperialismus an, der nahtlos in völkischen Antiamerikanismus übergeht. Dazu passt: der ehemalige Staatssekretär der DDR Klaus Blessing trat ebenfalls bei den Mahnwachen als Redner auf, der ansonsten beim rechten Compact-Magazin, aber auch beim Neuen Deutschland verortet ist.

Sie basteln brachiale Freund-Feind-Muster und nehmen einen antibürgerlichen Habitus ein. Das alles lässt sich auf den ersten Blick von vulgärlinken Orientierungen schwer unterscheiden.

So unappetitlich und absurd die verbreiteten Thesen auch sind, tausende Menschen lassen sich derzeit von der russischen Propagandamaschinerie zum politischen Aktionismus bewegen. Bei einigen mag politische Naivität eine Rolle spielen, andere dürften sich freuen über den Sumpf aus Antisemiten, Reichsbürgern, Neonazis, Chemtrail-Theoretikern, Anhängern der Truther-Bewegung und all den anderen obskuren Rechten, die um Einfluss buhlen – getreu dem Motto: Deutschland erwache.

Das kleinbürgerlich nationalistische Spektrum der „Montagsmahnwachen“ entsprach weitgehend der Leserschaft von Compact: Ressentiment geladener Antiamerikanismus, Deutschnationalismus und Verehrung für Putins Politik für ein eurasisch, völkisches Russland.

Berlin Register zur Erfassung antisemitischer, rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle dokumentierte für diesen Tag einen Eintrag über antisemitische Verschwörungsmythen und der Gleichsetzung von Israel mit den Nationalsozialisten.

 

Nachtrag

Nur ein paar Wochen zuvor gab es in Frankfurt am Main eine Pro-Russland-Demo, die mit Friedenstaube und dem Motto: „Das Problem heisst nicht Putin, sondern NATO“ sehr konzentriert erschien und bei der sich auch Regimeunterstützer des syrischen Diktators Baschar Al-Assad untermischten. Kinder in Uniform wurden mit Spielzeug-Kalaschnikows präsentiert und die massive Beflaggung erinnerte an die ProSyrien/ProRussland Demonstrationen sowie den Friedenswinter in Berlin, nur das bei der Rallye in Frankfurt auch eine Menge Deutschlandflaggen zugegen waren. Was die Mehrheit dieser devoten Teilnehmer eint: sie haben ein Faible für (ausländische) Regime und für autoritäre Führerfiguren.

 

hinzugezogene Quellen:

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste... archive.fo/5igBE

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste...

www.tagesschau.de/inland/mahnwachen100.html archive.fo/u2unH oder web.archive.org/web/20140417023317/http://www.tagesschau....

de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_(Kollektiv)#Gefälschter_Facebook-Auftritt

www.berliner-zeitung.de/politik/montagsdemos-voelkische-f...

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_der_Ukraine_seit_2014

de.wikipedia.org/wiki/Mahnwachen_für_den_Frieden

www.psiram.com/de/index.php/Oliver_Janich

www.endstation-rechts.de/news/oliver-janich-auf-den-phili...

www.chemtrail.de/wp-content/uploads/2014/07/Plakat-1.jpg

www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html archive.fo/RIGza

www.vice.com/de/article/zn5zp4/montagsdemo-initiator-lars... archive.fo/rvlGa

www.facebook.com/photo.php?fbid=738335396209154&set=a...

www.vice.com/de/article/4w84dw/die-montagsdemos-interessi... archive.ph/ewMKC

www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html

www.zeit.de/politik/deutschland/2014-07/juergen-elsaesser... archive.fo/7tuaM

www.facebook.com/pedram.shahyar/posts/10203029098061185 archive.fo/vHtyl

web.archive.org/web/20150620012542/http://www.gegengerade... archive.ph/pogbG

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720302...

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720302...

www.klaus-blessing.de archive.ph/ueVWV

www.berliner-register.de/vorfall/mitte/antisemtismus-bei-... archive.is/WcDUl

wat.livejournal.com/115276.html archive.fo/1KeyT

lh5.googleusercontent.com/-nYewYhhsUZQ/U17WWZ5L7VI/AAAAAA... archive.fo/eB49U

 

sonstige, interessante Verweise:

www.n-tv.de/politik/Wer-bin-ich-und-wenn-ja-wie-viele-art...

www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article127895626/Frieden...

web.archive.org/web/20180330185022/http://aluhut-fuer-ken...(Die%20Linke,%2026.05.2014).pdf.pdf

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genfmblog.wordpress.com/2014/

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meedia.de/2014/03/03/klagemauer-tv-co-wie-der-ukraine-kon...

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Stand: Juli 2014/Text überarbeitet im Dezember 2022

Frühlingsfrisuren 2018

 

Wavy, wet, gekämmt-back Geflochtene Frisuren-trends für den Frühling… hier ist die besten von denen, die innerhalb oder 2018. Fast alle seine Haare enthält details, die Berufung auf Frauen, die wollen, um einen Unterschied zu machen. Frühlingsfrisuren 2018 Hier, im Jahr 2018, Frisuren-Tipps.

 

Die trends, das ist einer der Faktoren, die bestimmen die Richtung für Ihre Kollektionen auf der Fashion Week und designer-Mode-berühmte Marken, die Sie geben sergilen Haare eigentlich. Zeigen Ihre Kollektionen auf dem Laufsteg Kleidung und Accessoires verwendet, um Aufmerksamkeit zu erregen, wenigstens machen Sie es mit Frisuren. 2018 Frühjahr-trends und Frisuren , wenn wir betrachten, durch die Augen, in der Tat, ohne die Spontaneität, nie nehmen Sie die Haar-trends kommen aus. Es ist möglich, zu sehen, wie viele Spuren der Vergangenheit in der Frisur auch. Ob eine Verallgemeinerung und, wenn nötig, Weg von Natürlichkeit, 2018 Haar-trends als eine Zusammenfassung von modernen Interpretationen der Vergangenheit, mit herrlichem Haar. Hier Frisuren-trends Frühjahr 2018

Frisuren Trends Frühling 2018

 

1 – Nass Aussehende Haare :

Je mehr wir denken, dass der Sommer Haar, nass aussehende Haare. Alles, was Sie tun müssen, um vorzubereiten für den Abend nach dem Meer-Schaum und gel, um ihm einige Form. So bequem, schnell und Weise des seins in der Lage, eine Form geben, um das Haar in der Haar suchen nasse Start-und Landebahn Designer angezogen werden, um die Attraktivität, so dass auch eine große Mehrheit. Tatsächlich, oft nass aussehende Haare in den 80er Jahren posierten mit Mode-Zeitschriften, Modelle, Berühmtheiten, die Sie sehen können. Daher, wie bereits erwähnt, ist die Einnahme von inspiration aus der Vergangenheit, eine Seite, die hat auch die Haare.

 

Diese Haare, sowie geben einen frischen look fügt Charme zu einer modernen person. Einladung der Nacht, wenn Sie gehen, um Haar verleiht einer Frau eine kraftvolle Haltung, die Sie einfach verwenden können, wenn Sie gehen, wirklich. Also, Alexander McQueen, Balmain, Stella McCartney, Givenchy hat sich entschieden, zu viele Marken, wie dieses Haar.

 

Nass aussehende Haare, ist es möglich, ein paar verschiedene Modelle. Gekämmt, gerader Rücken, trennten sich in der Mitte, so können Sie verwenden Sie auf das nasse Haar gesammelt auf einer Seite. Entsprechen die Form der Haare zu wählen, das Gesicht kommt es hier an, ist die Trennung. Auch wie Sie das getan haben für sich in Natürlichkeit in ein Brötchen und stieg aus der Dusche, nass aussehende Knöpfe, die Sie verwenden können. Hell und nass, um das Aussehen der natürlichen öle, Cremes, Gele profitieren können, können Sie den Schaum, um es zu sichern. Auch Ihre Haare immer gerade sein es nicht zu haben. Welliges Haar Frisuren sind auch Auffällig, weil im Jahr 2018. Der beste Teil ist, dass Sie nicht haben, um es perfekt Aussehen. Verlassen, verlassen, ein wenig chaotisch!

Frisuren Trends Frühling 2018

 

2 – Attraktives Haar-Accessoires

Haar-Accessoires zum Jahr 2018 ist noch viel wichtiger, viel mehr bemerkenswert , wirklich. Swie die open-Brosche, große Haarnadeln (vor allem mit zahlen chichewa-Modelle), Haarbänder, Haar-Gummis, die durch die Krone, die wir nicht erhalten, unsere Augen von Zubehör.

Bottega Veneta, Fendi Marken wie die eine Seite (meistens die linke), die an funkelnden, protzigen, verwendet eine Menge von Haarnadeln, es ist möglich zu sehen. Zac Sie sind mit einer Schnalle, die kompatibel mit der können auch Runden Sie Ihren look mit Ohrringen.

 

In der Tat teilte ich zuvor in einem anderen Beitrag mit den details von Haar-Accessoires. Nicht nur Frühling 2018, unsere aktuellen Herbst-winter gab Platz, um die Modelle featured in season Haar-Accessoire. Offenbar gibt es einen Platz für 2018 wird weiterhin seine Popularität aufrecht zu erhalten, Frühlingsfrisuren 2018 die in vielen Haar-Accessoire-trends der Frühjahr Saison.

 

Quelle: frisurenmitpony.com/fruhlingsfrisuren-2018/

Am 10. November 2012 versuchte die NPD zum zweiten Mal innerhalb von acht Monaten in Frankfurt (Oder) aufzumarschieren. Insgesamt folgten etwa 120 Nazis aus Berlin und Brandenburg sowie kleineren Sektionen aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern folgten dem Aufruf "Raus aus der EU und Grenzen dicht".

 

Auch diesmal versuchte das Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)" den Naziaufmarsch zu stoppen. Jedoch anders als im März konnten die NPD-SympathisantInnen dank einer verschärften Polizeitaktik etwa 4km ungestört durch die Stadtteile Alt- und Neuberesinchen laufen, ehe sie auf der Leipziger Straße kurz vor erreichen des Stadtzentrums durch eine Blockade von mehreren hundert Gegendemonstrant_innen gestoppt wurden. Die NPD wollte an ihrer geplanten Route festhalten. Nach mehreren Stunden des Wartens verließen die ersten Nazis bereits den Aufmarsch in Richtung Hauptbahnhof, unter ihnen auch Sebastian Schmidtke, NPD-Landeschef von Berlin.

 

Nach einem versuchten Ausbruchsversuch seitens der Nazis brachen sie ihren Aufmarsch ab und und zogen gegen 17h wieder zurück zum Startpunkt ohne ihr eigentliches Ziel, die Grenzbrücke, zu erreichen.

 

Insgesamt waren über 600 Polizist_innen aus fünf Bundesländern sowie der Bundespolizei im Einsatz. Diese ging abseits der Kameras äußerst brutal gegen Gegendemonstrant_innen vor und verletzte mindestens zwei erheblich, so dass diese im Krankenhaus behandelt werden mussten. Es kam zu mehreren Gewahrsamnahmen.

 

Alle Rechte vorbehalten.

Der Basstölpel (Morus bassanus) ist ein gänsegroßer Meeresvogel aus der Familie der Tölpel. Innerhalb dieser Familie ist er die am weitesten im Norden brütende Art und die einzige, die auch in Europa brütet. Seit 1991 ist der Basstölpel auch Brutvogel auf Helgoland. Typisch für den Basstölpel sind große Kolonien, in der mehrere tausend Brutpaare ihr jeweiliges Junges heranziehen. Basstölpel präferieren für die Anlage ihrer Nester steile Felsinseln, die vor der Küste liegen.

 

Wie die meisten Tölpelarten hat der Basstölpel sich eine Nahrungsnische erschlossen, in der er nur mit wenigen anderen Arten konkurriert. Seine bevorzugten Beutefische sind fetthaltige Fische wie Heringe und Makrelen. Innerhalb der Ordnung der Ruderfüßer entfernt er sich während seiner Nahrungssuche am weitesten von seiner Brutkolonie. Eine vergleichbare Flugleistung während des Nahrungserwerbs weist nur noch der Graufußtölpel auf. Der Basstölpel ist ein Stoßtaucher, der in schnellem Sturzflug ins Meer eintaucht, um so nach Fischen zu jagen. Zu seinen anatomischen Merkmalen gehört dementsprechend ein stromlinienförmiger Körper, lange schmale Flügel, ein in der vorderen Hälfte fein gezähnter Schnabel sowie große Schwimmfüße.

Köln, 18. Februar 2017: Im Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen wird ab dem 20. Februar innerhalb einer Woche das erste Nur-Holz (www.zimmerei-massivholzbau.de/nur-holz.html) Wohnhaus aufgebaut. Der Lohmarer Zimmerermeister Gerd Ribbeck errichtet nach den Plänen des Dortmunder Architekten Stephan Becker das Einfamilienhaus mit Einlieger-wohnung in einem ökologischen Massivholzsystem, das vollkommen CO2-neutral ist. "Damit erzielen wir einen positiven Effekt für Umwelt und Klima", erklärt Gerd Ribbeck. Die Wand-, Decken- und Dachelemente bestehen nur aus Holz, ganz ohne Leim, Nägel oder Schrauben. Im Sinne der Nachhaltigkeit arbeiten an dem Projekt mit rund 200 Quadratmetern Wohnfläche vor allem Unternehmen aus Köln und Umgebung mit, die Materialien stammen aus der Region.

 

Günstig wirkt sich die Holzbauweise auch auf die Gesundheit der künftigen Bewohner aus: Die Baumaterialien dünsten nicht aus, der Zimmerermeister verzichtet auf Leim. Die Massivholzbauweise generiert ein besonderes Klima im Hausinneren sowohl im Sommer als auch im Winter, die aktuellen Standards zur Energieeinsparung werden weit übertroffen. Ein Nur-Holz Bürogebäude in den Niederlanden wurde vor kurzem mit dem BREEAM Zertifikat (Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology) ausgezeichnet - das älteste und weltweit am weitesten verbreitete Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen.

 

Ökologischer Massivholzhaus Neubau im Sürther Feld

 

Das Grundstück des ökologischen Holzhauses liegt im Neu-baugebiet Sürther Feld in Köln-Rodenkirchen. Die Bauherren-familie stellt hohe Ansprüche an die ökologische Bauweise ihres künftigen Zuhauses: Oberstes Ziel ist es, dass die Baumaterialien möglichst lange verwendet und später wieder in den Stoffkreislauf eingegliedert werden können. Daher werden möglichst viele Bauteile geschraubt und nicht geklebt - aber nicht mit den üblichen Stahl-, sondern mit Holzschrauben. Der Holzfußboden wird geklammert und schwimmend verlegt, die Holzfassade geschraubt. Die Innenwände sind Leichtbauwände mit Dämmung aus nachwachsenden Rohstoffen und können problemlos wieder zerlegt werden. Außen bekommt das Gebäude im unteren Bereich eine Holz- und im oberen Bereich eine Putzfassade. Über eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wird Strom gewonnen, Solarkollektoren erzeugen warmes Wasser. Für die Fußbodenheizung nutzen die Bewohner Erdwärme über eine Wärmepumpe, durch Wärmerückgewinnung bei der Belüftung sparen sie weitere Energie ein.

 

Ökologische Materialien

 

Die Bodenplatte besteht aus anorganischem, mineralischem Glasschaumschotter als Dämmung unterhalb der Bodenplatte, die Fensterrahmen sind aus Holz, die Eingangstür ist eine Holzhaustür. Für das Dach, die Außenwand und die Fußböden verwendet Gerd Ribbeck Holzweichfaserplatten. Das Material hat von der Herstellung bis zur Entsorgung eine positive ökologische Bilanz: Die Platten bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen. Sie dämmen das Haus und bieten Schallschutz. Aus Holzfasern ist die Hausdämmung in Dach und Wand. Im Haus kommen Lehmbauplatten und Lehmputze zum Einsatz. Sie sind ökologische, aus natürlichen Rohstoffen bestehende Baumaterialien und dienen als Speichermasse im Leichtbau für die passive Nutzung der Sonnenenergie. Lehm ist feuchteregulierend und beeinflusst daher das Raumklima positiv.

 

Planung, Bau und Errichtung

 

Der Aufbau wird nun - gutes Wetter vorausgesetzt - eine Woche in Anspruch nehmen. Danach beginnt der Innenausbau.

 

"In anderen Regionen Deutschlands hat sich diese Nur-Holz-Bauweise bereits stärker durchgesetzt", sagt Gerd Ribbeck. Das Massivholzbausystem "Nur-Holz" ist so innovativ, dass es im Jahr 2013 den bayerischen Staatspreis erhalten hat. Das Haus in Köln soll - geht es nach dem Zimmerermeister - der Start für noch viel mehr Gebäude in dieser ökologischen, energieeffizienten Massivholzhaus-Bauweise auch über Nordrhein-Westfalen hinaus sein. Denkbar sind auch Gebäude wie Kindergärten, Schulen und Bürogebäude

 

Ansprechpartner:

Gerd Ribbeck

MCB International-TIMBER-WORK Limited

Hohn 15

53797 Lohmar

 

Büro Leichlingen: 02175 459517

Büro Lohmar: 02206 8647977

Handy: 0157 - 71 90 03 56

info@zimmerei-massivholzbau.de

 

Bild Material - die Rechte liegen bei Gerd Ribbeck und stehen mit Quellenangabe zur Verfügung:

 

Aktuelle Baustelle Köln:

goo.gl/photos/ZHHCE7xgsvB2pBjh6 (goo.gl/photos/ZHHCE7xgsvB2pBjh6)

 

Fertiggestelltes Bürogebäude, Gästehaus und 1 Familienhaus:

goo.gl/photos/zHEq5TGZ9hQqXPEK9 (goo.gl/photos/zHEq5TGZ9hQqXPEK9) ... pr-gateway.de/t/311483

Am 10. November 2012 versuchte die NPD zum zweiten Mal innerhalb von acht Monaten in Frankfurt (Oder) aufzumarschieren. Insgesamt folgten etwa 120 Nazis aus Berlin und Brandenburg sowie kleineren Sektionen aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern folgten dem Aufruf "Raus aus der EU und Grenzen dicht".

 

Auch diesmal versuchte das Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)" den Naziaufmarsch zu stoppen. Jedoch anders als im März konnten die NPD-SympathisantInnen dank einer verschärften Polizeitaktik etwa 4km ungestört durch die Stadtteile Alt- und Neuberesinchen laufen, ehe sie auf der Leipziger Straße kurz vor erreichen des Stadtzentrums durch eine Blockade von mehreren hundert Gegendemonstrant_innen gestoppt wurden. Die NPD wollte an ihrer geplanten Route festhalten. Nach mehreren Stunden des Wartens verließen die ersten Nazis bereits den Aufmarsch in Richtung Hauptbahnhof, unter ihnen auch Sebastian Schmidtke, NPD-Landeschef von Berlin.

 

Nach einem versuchten Ausbruchsversuch seitens der Nazis brachen sie ihren Aufmarsch ab und und zogen gegen 17h wieder zurück zum Startpunkt ohne ihr eigentliches Ziel, die Grenzbrücke, zu erreichen.

 

Insgesamt waren über 600 Polizist_innen aus fünf Bundesländern sowie der Bundespolizei im Einsatz. Diese ging abseits der Kameras äußerst brutal gegen Gegendemonstrant_innen vor und verletzte mindestens zwei erheblich, so dass diese im Krankenhaus behandelt werden mussten. Es kam zu mehreren Gewahrsamnahmen.

 

Alle Rechte vorbehalten.

Die Friedensquerfront beim „Marsch auf Berlin“

Unter dem Label der „Montagsdemos“ haben sich in den vergangenen Monaten in mehreren Städten Deutschlands dubiose Kundgebungen gebildet. Die Teilnehmer haben die Reste linker Anti-Hartz-IV-Montagsdemos unterwandert - oder, wie in Berlin, eigene Demos geschaffen und kungeln mit der alten Friedensbewegung, der ebenfalls die Unterwanderung droht.

Wer für Kriege verantwortlich ist, dazu haben die Veranstalter sehr spezielle Vorstellungen. Im Internet gibt es mehrere Kampagnen gegen die Presse. Es wird versucht, die deutschen Medien dahin zu bringen, über die Mahnwachen (und auch kritiklos) zu berichten. So wurde auf der Facebook-Seite Anonymus.Kollektiv, die sich massiv für die Montagsmahnwachen einsetzt, zum „digitalen Guerillakrieg“ auf den Facebook-Seiten deutscher Sender, Zeitungen und Magazine aufgerufen, auch umgangssprachlich: Informationskrieg/Infokrieg genannt.

Die Seite vermittelt den Anschein, als gehöre sie der Internet-Hackergruppe Anonymous an. Das war sie früher auch, doch vor einiger Zeit soll sie von einem ihrer Administratoren gekapert worden sein, der alle anderen Moderatoren aussperrte. Anonymous-Aktivisten distanzieren sich von diesem Kollektiv.

 

Der Deutschlandfunk schrieb dazu:

(...) Es war eine konzertierte Aktion: Auf den Facebook-Seiten des Deutschlandfunks genauso wie vieler ARD-Anstalten, des ZDF und auch großer Medien wie Spiegel, Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung wurden innerhalb weniger Stunden jeweils hunderte Kommentare abgesetzt. Tenor: Sie berichten nicht über regelmäßig stattfindende Montagsdemonstrationen und würden amerikanische Propaganda für einen Weltkrieg unterstützen.

(…) Weiterer Vorwurf: Die deutschen Medien recherchierten nur noch selten kritisch, sondern nur das, was ihnen vorgelegt wird

(…) die Foren und Facebook-Seiten von ARD, Tagesschau und anderen Medien wurden über Stunden mit Beleidigungen, Vorwürfen und Pamphleten bombardiert. Pauschal wurde ihnen Lüge, Manipulation, Zensur und Kriegshetze, vorgeworfen.

 

Die Verfasser sammeln sich in der rechtsoffenen „Friedensbewegung 2014“ und sind getrieben von der Vorstellung, dass die „Medien-Mafia“ einen 3. Weltkrieg gegen Russland entfesseln will, weshalb sie Friedensaktivisten ignorieren. Hintergrund ist der Ukraine-Krieg, der seit Ende 2013 in der Ukraine tobt und der von Putin gewonnen werden will, so wie dieser Autokrat auch schon die Krim erfolgreich völkerrechtswidrig annektieren konnte. Dafür braucht es Kriegspropaganda, Fake-News bzgl. Westen und NATO, Gräuelfotos, massig Verschwörungsmythen sowie eine große Bewegung, die diese Kriegspropaganda getarnt als Frieden unter die Gesellschaft bringt.

 

Am 19. Juli 2014 fand daher in Berlin die erste zentralisierte bundesweite „Mahnwache für den Frieden“ statt, zu der bundesweite Orga´s zusammen kamen. „Sie soll die Kräfte der seit Monaten in der Republik stattfindenden Montagsdemos bündeln“. Anwesend waren u.a. Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und Oliver Janich.

 

Querfront par excellence

„Hallo liebe Neonazis, Antisemiten und Verschwörungstheoretiker“, begrüßte der QAnon-Verschwörungsgläubige und Rechtsextremist Oliver Janich die paar hundert Demonstranten, die sich bei brütender Hitze vor dem Berliner Roten Rathaus unweit des Neputnbrunnens eingefunden hatten. Nach einer ersten Schrecksekunde jubelten sie.

Die Nähe zum Alexanderplatz war nicht unüberlegt gewählt worden, laut Aufruf „Wende 2.0“ bezog man sich explizit auf die Demo vom 4. November 1989, an der sich über 500.000 Menschen beteiligten. Es war der Meilenstein der friedlichen Revolution der DDR. Der Neptunbrunnen ist aber eben nicht der Alexanderplatz.

Der im späteren Verlauf auf die Philippinen flüchtende Janich wurde am 17. August 2022 auf Grundlage eines deutschen Haftbefehls festgenommen. Er soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Die Staatsanwaltschaft München gab gegenüber dem „Spiegel“ bekannt, dass Ermittlungen gegen den ehemaligen Wirtschaftsjournalisten geführt werden. Es bestehe der Verdacht, „dass der Beschuldigte im Jahr 2020 bzw. 2021 – jeweils öffentlich über Telegram – eine andere Person beleidigte, dazu aufrief, die Exekution einer prominenten Person durchzuführen und die Tötung damaliger Regierungsmitglieder von Bund und Ländern“ in Deutschland forderte.

 

Es sollte ein großer Tag für die Mahnwachen werden, der Organisator der Berliner Mahnwache, Lars Mährholz, sprach immer wieder von 90 Städten bundesweit, von zehntausenden Abgesandten aus ganz Deutschland, die kommen würden.

Ken Jebsen nannte die Demo anfangs „Marsch auf Berlin“ und einige Kommentatoren dürften dabei schon feuchte Schlüpfer bekommen haben, die schon eine Massenbewegung sahen, die den Reichstag stürmt.

 

Vor Janich sprach Jürgen Elsässer unter immer wieder aufbrausenden Szenenapplaus. Der rechtsextreme Herausgeber des Magazins „Compact“ hat eine vielschichtige Karriere hinter sich. Als einstiger Kommunist war er bei der jungen welt, Neues Deutschland und beim Freitag bis zur „antideutschen“ Zeitschrift Jungle World und konkret.

Live hörte sich das dann so an: „Mein Name ist Jürgen Elsässer und meine Zielgruppe bleibt – das Volk“.

Vom Zionismus mochte er reden. Wehrlose Frauen, Kinder und alte Menschen würden ermordet. „Wer vom Zionismus nicht reden darf, muss auch vom Faschismus schweigen“, sagte er. Die "Ukrainekrise" sei Folge von "Nato-Faschismus", Putin habe keine Schuld. Auch sei es gut möglich, dass die Passagiermaschine von den „Nato-Faschisten“ in Kiew abgeschossen worden sei. Der Terroranschlag des 11. September 2001 sei schließlich auch ein „Inside Job“ gewesen.

„Immer waren Russen und Deutsche in Freundschaft verbunden, egal ob unter Bismarck oder unter Willy Brandt, war es gut nicht nur für unsere beiden Völker, sondern für den ganzen Kontinent“, sagte Elsässer unter geflissentlicher Auslassung des Hitler-Stalin-Pakts. Er sagte noch viel mehr, die Umstehenden jubelten und applaudierten.

Niemand protestierte.

 

Schon lange gilt Elsässer als Kreml-Propagandist, sei es dadurch, dass er seine Familienpolitik glorifiziert und den Initiatoren der ekelhaften Homo-Gesetzgebung Russlands eine Bühne bietet. Oder eben auch in jener Rede am Tag, wo er die deutsch-russische Freundschaft beschwörte, die seiner Meinung nach schon immer gut für die beiden „Völker“, ja für den ganzen Kontinent gewesen sei. Wie in dem Zusammenhang der Hitler-Stalin-Pakt zu sehen ist, ließ er leider aus. Sein politischer Aktivismus für das Konzept Eurasien reicht von der Gründung von Anti-EU-Initiativen über die Herausgabe seines Magazins bis hin zum publizistischen Einsatz für die in Teilen rechtsextremen Partei der AfD.

Wie immer schöpfte Elsässer aus seinem üblichen Repertoire und sprach weiter über die „Neue Weltordnung“, die von den „Eliten“ gesteuert wird, die „Sprachpolizei“ und die Political Correctness. Zionismus und Faschismus setzt er gleich und nannte die israelische Politik Völkermord. Als er Angela Merkel mit der Aussage „Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung“ zitierte, kamen Buhrufe aus dem Publikum.

  

In Berlin existiert seit Anfang Juli eine zweite Mahnwache (AK Berlin) und zwar: auf dem Alexanderplatz. Sie hat sich von der bisherigen abgespalten, da man seit dem Auftreten von Pedram Shahyar und der Distanzierung von Elsässer zu stark linke Tendenzen vermutet hat. Eine kategorische Distanzierung von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie wird von dieser Gruppe kritisiert, weswegen sich hier auch die größten Fürsprecher von Elsässer finden.

Immer wieder wiesen Mährholz und seine Anhänger darauf hin, dass es sich um eine politisch nicht gebundene Bewegung handelt, die weder rechts noch links sei. Jeder solle sich seine eigene Meinung bilden. Die Empfehlungslinks auf seiner Internetseite gehen jedoch fast alle in bestimmte Richtungen: Neben der Pauschalverurteilung der FED, die Mährholz als „private Bank“ bezeichnet, sind dort unter anderem eine Parteinahme für Russland sowie gegen die USA und Europa, eine pauschale Verdammung aller „Systemmedien“ sowie die Leugnung der Existenz des deutschen Staates zu finden.

Zum Thema Ukraine-Konflikt wird meist unreflektiert die Meinung der russischen Staatsmedien wiedergegeben. Im Gegenzug senden diese wohlwollende Beiträge über Mährholz‘ Friedensbewegung. Zeitweise verlinkte Mährholz auf ein Video von Karl Richter, einem Mitarbeiter der sächsischen NPD-Landtagsfraktion. Darin wirft Richter Deutschland, der EU und den USA vor, aktiv mit „faschistischen Mörderbanden“ in der Ukraine zu kooperieren. Inzwischen ist dieser Verweis verschwunden. In einer Video-Stellungnahme auf YouTube distanzierte sich Mährholz jedoch ausdrücklich nicht von den Inhalten von Richters Rede.

 

Demagogen locken Gutwillige auf „Friedensdemos“ – für Putins völkisches Eurasien, gegen Zins, amerikanische Notenbank und andere „Volksfremde“. Mal leugnen sie den Holocaust, mal schieben sie ihn dem „angloamerikanischen Finanzkapital“ in die Schuhe – bei „bestimmten Kreisen“ weiß dann jeder Antisemit, was gemeint ist. Kritiker diffamieren sie als „antideutsche SA“ oder „SAntifa“ und verharmlosen so den NS-Terror.

Sie knüpfen dabei an „linken“ Antiimperialismus an, der nahtlos in völkischen Antiamerikanismus übergeht. Dazu passt: der ehemalige Staatssekretär der DDR Klaus Blessing trat ebenfalls bei den Mahnwachen als Redner auf, der ansonsten beim rechten Compact-Magazin, aber auch beim Neuen Deutschland verortet ist.

Sie basteln brachiale Freund-Feind-Muster und nehmen einen antibürgerlichen Habitus ein. Das alles lässt sich auf den ersten Blick von vulgärlinken Orientierungen schwer unterscheiden.

So unappetitlich und absurd die verbreiteten Thesen auch sind, tausende Menschen lassen sich derzeit von der russischen Propagandamaschinerie zum politischen Aktionismus bewegen. Bei einigen mag politische Naivität eine Rolle spielen, andere dürften sich freuen über den Sumpf aus Antisemiten, Reichsbürgern, Neonazis, Chemtrail-Theoretikern, Anhängern der Truther-Bewegung und all den anderen obskuren Rechten, die um Einfluss buhlen – getreu dem Motto: Deutschland erwache.

Das kleinbürgerlich nationalistische Spektrum der „Montagsmahnwachen“ entsprach weitgehend der Leserschaft von Compact: Ressentiment geladener Antiamerikanismus, Deutschnationalismus und Verehrung für Putins Politik für ein eurasisch, völkisches Russland.

Berlin Register zur Erfassung antisemitischer, rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle dokumentierte für diesen Tag einen Eintrag über antisemitische Verschwörungsmythen und der Gleichsetzung von Israel mit den Nationalsozialisten.

 

Nachtrag

Nur ein paar Wochen zuvor gab es in Frankfurt am Main eine Pro-Russland-Demo, die mit Friedenstaube und dem Motto: „Das Problem heisst nicht Putin, sondern NATO“ sehr konzentriert erschien und bei der sich auch Regimeunterstützer des syrischen Diktators Baschar Al-Assad untermischten. Kinder in Uniform wurden mit Spielzeug-Kalaschnikows präsentiert und die massive Beflaggung erinnerte an die ProSyrien/ProRussland Demonstrationen sowie den Friedenswinter in Berlin, nur das bei der Rallye in Frankfurt auch eine Menge Deutschlandflaggen zugegen waren. Was die Mehrheit dieser devoten Teilnehmer eint: sie haben ein Faible für (ausländische) Regime und für autoritäre Führerfiguren.

 

hinzugezogene Quellen:

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste... archive.fo/5igBE

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www.tagesschau.de/inland/mahnwachen100.html archive.fo/u2unH oder web.archive.org/web/20140417023317/http://www.tagesschau....

de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_(Kollektiv)#Gefälschter_Facebook-Auftritt

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www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html archive.fo/RIGza

www.vice.com/de/article/zn5zp4/montagsdemo-initiator-lars... archive.fo/rvlGa

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www.vice.com/de/article/4w84dw/die-montagsdemos-interessi... archive.ph/ewMKC

www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html

www.zeit.de/politik/deutschland/2014-07/juergen-elsaesser... archive.fo/7tuaM

www.facebook.com/pedram.shahyar/posts/10203029098061185 archive.fo/vHtyl

web.archive.org/web/20150620012542/http://www.gegengerade... archive.ph/pogbG

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720302...

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720302...

www.klaus-blessing.de archive.ph/ueVWV

www.berliner-register.de/vorfall/mitte/antisemtismus-bei-... archive.is/WcDUl

wat.livejournal.com/115276.html archive.fo/1KeyT

lh5.googleusercontent.com/-nYewYhhsUZQ/U17WWZ5L7VI/AAAAAA... archive.fo/eB49U

 

sonstige, interessante Verweise:

www.n-tv.de/politik/Wer-bin-ich-und-wenn-ja-wie-viele-art...

www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article127895626/Frieden...

web.archive.org/web/20180330185022/http://aluhut-fuer-ken...(Die%20Linke,%2026.05.2014).pdf.pdf

dfg-vk.de/wp-content/uploads/2021/02/dossier_die_friedens...

genfmblog.wordpress.com/2014/

linksunten.indymedia.org/node/111235/

meedia.de/2014/03/03/klagemauer-tv-co-wie-der-ukraine-kon...

blog.zeit.de/stoerungsmelder/2014/04/16/reichsbuerger-neo...

web.archive.org/web/20160308015556/http://www.hagalil.com...

www.facebook.com/1550718815185914/posts/1593085914282537/ archive.ph/uOCCx

 

-------------------------------------------------

 

© Streichphotography

 

Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

 

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Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.

Nutzungsrecht:

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Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!

Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: Juli 2014/Text überarbeitet im Dezember 2022

Am 10. November 2012 versuchte die NPD zum zweiten Mal innerhalb von acht Monaten in Frankfurt (Oder) aufzumarschieren. Insgesamt folgten etwa 120 Nazis aus Berlin und Brandenburg sowie kleineren Sektionen aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern folgten dem Aufruf "Raus aus der EU und Grenzen dicht".

 

Auch diesmal versuchte das Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)" den Naziaufmarsch zu stoppen. Jedoch anders als im März konnten die NPD-SympathisantInnen dank einer verschärften Polizeitaktik etwa 4km ungestört durch die Stadtteile Alt- und Neuberesinchen laufen, ehe sie auf der Leipziger Straße kurz vor erreichen des Stadtzentrums durch eine Blockade von mehreren hundert Gegendemonstrant_innen gestoppt wurden. Die NPD wollte an ihrer geplanten Route festhalten. Nach mehreren Stunden des Wartens verließen die ersten Nazis bereits den Aufmarsch in Richtung Hauptbahnhof, unter ihnen auch Sebastian Schmidtke, NPD-Landeschef von Berlin.

 

Nach einem versuchten Ausbruchsversuch seitens der Nazis brachen sie ihren Aufmarsch ab und und zogen gegen 17h wieder zurück zum Startpunkt ohne ihr eigentliches Ziel, die Grenzbrücke, zu erreichen.

 

Insgesamt waren über 600 Polizist_innen aus fünf Bundesländern sowie der Bundespolizei im Einsatz. Diese ging abseits der Kameras äußerst brutal gegen Gegendemonstrant_innen vor und verletzte mindestens zwei erheblich, so dass diese im Krankenhaus behandelt werden mussten. Es kam zu mehreren Gewahrsamnahmen.

 

Alle Rechte vorbehalten. Die Fotos

Ein Gebäude innerhalb der Alpirsbacher Klosterbrauerei.

Hatschepsuts Totentempel in Deir el-Bahari

 

Der Tempel wurde innerhalb von ca. 15 Jahren vom 7. bis zum 22. Regierungsjahr Pharao Hatschepsuts erbaut. Der Haushofmeister Senenmut wird als Architekt angesehen. Während der Damnatio memoriae, von der auch Königin Hatschepsut betroffen war, wurde der Tempel stark zerstört. Viele Wanddarstellungen und Statuen wurden vernichtet.

 

Von der Tempelanlage führt die gerade ca. einen Kilometer lange Prozessionsstraße nach Osten zum Taltempel der Hatschepsut am Rand des Fruchtlandes. Vom Taltempel aus weiter zum Nil und auf der anderen Seite des Flusses weiter zum Tempel des Amun-Re in Karnak. Die Prozessionsstraße war ursprünglich auf beiden Seiten von Sphingen gesäumt.

Die eigenwillige Tempelarchitektur unterscheidet sich von den klassischen Tempeln, die aus 1. Pylon → Hof → 2. Pylon → Hof → Säulenhalle bestehen, dadurch, dass hier die klassischen Pylone durch Portikus (Pfeilerhallen) ersetzt wurden und die anschließenden Höfe sich in Terrassen nach oben anschließen und durch Rampen miteinander verbunden sind.

 

de.wikipedia.org/wiki/Totentempel_der_Hatschepsut

 

de.wikipedia.org/wiki/Hatschepsut

Die Friedensquerfront beim „Marsch auf Berlin“

Unter dem Label der „Montagsdemos“ haben sich in den vergangenen Monaten in mehreren Städten Deutschlands dubiose Kundgebungen gebildet. Die Teilnehmer haben die Reste linker Anti-Hartz-IV-Montagsdemos unterwandert - oder, wie in Berlin, eigene Demos geschaffen und kungeln mit der alten Friedensbewegung, der ebenfalls die Unterwanderung droht.

Wer für Kriege verantwortlich ist, dazu haben die Veranstalter sehr spezielle Vorstellungen. Im Internet gibt es mehrere Kampagnen gegen die Presse. Es wird versucht, die deutschen Medien dahin zu bringen, über die Mahnwachen (und auch kritiklos) zu berichten. So wurde auf der Facebook-Seite Anonymus.Kollektiv, die sich massiv für die Montagsmahnwachen einsetzt, zum „digitalen Guerillakrieg“ auf den Facebook-Seiten deutscher Sender, Zeitungen und Magazine aufgerufen, auch umgangssprachlich: Informationskrieg/Infokrieg genannt.

Die Seite vermittelt den Anschein, als gehöre sie der Internet-Hackergruppe Anonymous an. Das war sie früher auch, doch vor einiger Zeit soll sie von einem ihrer Administratoren gekapert worden sein, der alle anderen Moderatoren aussperrte. Anonymous-Aktivisten distanzieren sich von diesem Kollektiv.

 

Der Deutschlandfunk schrieb dazu:

(...) Es war eine konzertierte Aktion: Auf den Facebook-Seiten des Deutschlandfunks genauso wie vieler ARD-Anstalten, des ZDF und auch großer Medien wie Spiegel, Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung wurden innerhalb weniger Stunden jeweils hunderte Kommentare abgesetzt. Tenor: Sie berichten nicht über regelmäßig stattfindende Montagsdemonstrationen und würden amerikanische Propaganda für einen Weltkrieg unterstützen.

(…) Weiterer Vorwurf: Die deutschen Medien recherchierten nur noch selten kritisch, sondern nur das, was ihnen vorgelegt wird

(…) die Foren und Facebook-Seiten von ARD, Tagesschau und anderen Medien wurden über Stunden mit Beleidigungen, Vorwürfen und Pamphleten bombardiert. Pauschal wurde ihnen Lüge, Manipulation, Zensur und Kriegshetze, vorgeworfen.

 

Die Verfasser sammeln sich in der rechtsoffenen „Friedensbewegung 2014“ und sind getrieben von der Vorstellung, dass die „Medien-Mafia“ einen 3. Weltkrieg gegen Russland entfesseln will, weshalb sie Friedensaktivisten ignorieren. Hintergrund ist der Ukraine-Krieg, der seit Ende 2013 in der Ukraine tobt und der von Putin gewonnen werden will, so wie dieser Autokrat auch schon die Krim erfolgreich völkerrechtswidrig annektieren konnte. Dafür braucht es Kriegspropaganda, Fake-News bzgl. Westen und NATO, Gräuelfotos, massig Verschwörungsmythen sowie eine große Bewegung, die diese Kriegspropaganda getarnt als Frieden unter die Gesellschaft bringt.

 

Am 19. Juli 2014 fand daher in Berlin die erste zentralisierte bundesweite „Mahnwache für den Frieden“ statt, zu der bundesweite Orga´s zusammen kamen. „Sie soll die Kräfte der seit Monaten in der Republik stattfindenden Montagsdemos bündeln“. Anwesend waren u.a. Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und Oliver Janich.

 

Querfront par excellence

„Hallo liebe Neonazis, Antisemiten und Verschwörungstheoretiker“, begrüßte der QAnon-Verschwörungsgläubige und Rechtsextremist Oliver Janich die paar hundert Demonstranten, die sich bei brütender Hitze vor dem Berliner Roten Rathaus unweit des Neputnbrunnens eingefunden hatten. Nach einer ersten Schrecksekunde jubelten sie.

Die Nähe zum Alexanderplatz war nicht unüberlegt gewählt worden, laut Aufruf „Wende 2.0“ bezog man sich explizit auf die Demo vom 4. November 1989, an der sich über 500.000 Menschen beteiligten. Es war der Meilenstein der friedlichen Revolution der DDR. Der Neptunbrunnen ist aber eben nicht der Alexanderplatz.

Der im späteren Verlauf auf die Philippinen flüchtende Janich wurde am 17. August 2022 auf Grundlage eines deutschen Haftbefehls festgenommen. Er soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Die Staatsanwaltschaft München gab gegenüber dem „Spiegel“ bekannt, dass Ermittlungen gegen den ehemaligen Wirtschaftsjournalisten geführt werden. Es bestehe der Verdacht, „dass der Beschuldigte im Jahr 2020 bzw. 2021 – jeweils öffentlich über Telegram – eine andere Person beleidigte, dazu aufrief, die Exekution einer prominenten Person durchzuführen und die Tötung damaliger Regierungsmitglieder von Bund und Ländern“ in Deutschland forderte.

 

Es sollte ein großer Tag für die Mahnwachen werden, der Organisator der Berliner Mahnwache, Lars Mährholz, sprach immer wieder von 90 Städten bundesweit, von zehntausenden Abgesandten aus ganz Deutschland, die kommen würden.

Ken Jebsen nannte die Demo anfangs „Marsch auf Berlin“ und einige Kommentatoren dürften dabei schon feuchte Schlüpfer bekommen haben, die schon eine Massenbewegung sahen, die den Reichstag stürmt.

 

Vor Janich sprach Jürgen Elsässer unter immer wieder aufbrausenden Szenenapplaus. Der rechtsextreme Herausgeber des Magazins „Compact“ hat eine vielschichtige Karriere hinter sich. Als einstiger Kommunist war er bei der jungen welt, Neues Deutschland und beim Freitag bis zur „antideutschen“ Zeitschrift Jungle World und konkret.

Live hörte sich das dann so an: „Mein Name ist Jürgen Elsässer und meine Zielgruppe bleibt – das Volk“.

Vom Zionismus mochte er reden. Wehrlose Frauen, Kinder und alte Menschen würden ermordet. „Wer vom Zionismus nicht reden darf, muss auch vom Faschismus schweigen“, sagte er. Die "Ukrainekrise" sei Folge von "Nato-Faschismus", Putin habe keine Schuld. Auch sei es gut möglich, dass die Passagiermaschine von den „Nato-Faschisten“ in Kiew abgeschossen worden sei. Der Terroranschlag des 11. September 2001 sei schließlich auch ein „Inside Job“ gewesen.

„Immer waren Russen und Deutsche in Freundschaft verbunden, egal ob unter Bismarck oder unter Willy Brandt, war es gut nicht nur für unsere beiden Völker, sondern für den ganzen Kontinent“, sagte Elsässer unter geflissentlicher Auslassung des Hitler-Stalin-Pakts. Er sagte noch viel mehr, die Umstehenden jubelten und applaudierten.

Niemand protestierte.

 

Schon lange gilt Elsässer als Kreml-Propagandist, sei es dadurch, dass er seine Familienpolitik glorifiziert und den Initiatoren der ekelhaften Homo-Gesetzgebung Russlands eine Bühne bietet. Oder eben auch in jener Rede am Tag, wo er die deutsch-russische Freundschaft beschwörte, die seiner Meinung nach schon immer gut für die beiden „Völker“, ja für den ganzen Kontinent gewesen sei. Wie in dem Zusammenhang der Hitler-Stalin-Pakt zu sehen ist, ließ er leider aus. Sein politischer Aktivismus für das Konzept Eurasien reicht von der Gründung von Anti-EU-Initiativen über die Herausgabe seines Magazins bis hin zum publizistischen Einsatz für die in Teilen rechtsextremen Partei der AfD.

Wie immer schöpfte Elsässer aus seinem üblichen Repertoire und sprach weiter über die „Neue Weltordnung“, die von den „Eliten“ gesteuert wird, die „Sprachpolizei“ und die Political Correctness. Zionismus und Faschismus setzt er gleich und nannte die israelische Politik Völkermord. Als er Angela Merkel mit der Aussage „Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung“ zitierte, kamen Buhrufe aus dem Publikum.

  

In Berlin existiert seit Anfang Juli eine zweite Mahnwache (AK Berlin) und zwar: auf dem Alexanderplatz. Sie hat sich von der bisherigen abgespalten, da man seit dem Auftreten von Pedram Shahyar und der Distanzierung von Elsässer zu stark linke Tendenzen vermutet hat. Eine kategorische Distanzierung von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie wird von dieser Gruppe kritisiert, weswegen sich hier auch die größten Fürsprecher von Elsässer finden.

Immer wieder wiesen Mährholz und seine Anhänger darauf hin, dass es sich um eine politisch nicht gebundene Bewegung handelt, die weder rechts noch links sei. Jeder solle sich seine eigene Meinung bilden. Die Empfehlungslinks auf seiner Internetseite gehen jedoch fast alle in bestimmte Richtungen: Neben der Pauschalverurteilung der FED, die Mährholz als „private Bank“ bezeichnet, sind dort unter anderem eine Parteinahme für Russland sowie gegen die USA und Europa, eine pauschale Verdammung aller „Systemmedien“ sowie die Leugnung der Existenz des deutschen Staates zu finden.

Zum Thema Ukraine-Konflikt wird meist unreflektiert die Meinung der russischen Staatsmedien wiedergegeben. Im Gegenzug senden diese wohlwollende Beiträge über Mährholz‘ Friedensbewegung. Zeitweise verlinkte Mährholz auf ein Video von Karl Richter, einem Mitarbeiter der sächsischen NPD-Landtagsfraktion. Darin wirft Richter Deutschland, der EU und den USA vor, aktiv mit „faschistischen Mörderbanden“ in der Ukraine zu kooperieren. Inzwischen ist dieser Verweis verschwunden. In einer Video-Stellungnahme auf YouTube distanzierte sich Mährholz jedoch ausdrücklich nicht von den Inhalten von Richters Rede.

 

Demagogen locken Gutwillige auf „Friedensdemos“ – für Putins völkisches Eurasien, gegen Zins, amerikanische Notenbank und andere „Volksfremde“. Mal leugnen sie den Holocaust, mal schieben sie ihn dem „angloamerikanischen Finanzkapital“ in die Schuhe – bei „bestimmten Kreisen“ weiß dann jeder Antisemit, was gemeint ist. Kritiker diffamieren sie als „antideutsche SA“ oder „SAntifa“ und verharmlosen so den NS-Terror.

Sie knüpfen dabei an „linken“ Antiimperialismus an, der nahtlos in völkischen Antiamerikanismus übergeht. Dazu passt: der ehemalige Staatssekretär der DDR Klaus Blessing trat ebenfalls bei den Mahnwachen als Redner auf, der ansonsten beim rechten Compact-Magazin, aber auch beim Neuen Deutschland verortet ist.

Sie basteln brachiale Freund-Feind-Muster und nehmen einen antibürgerlichen Habitus ein. Das alles lässt sich auf den ersten Blick von vulgärlinken Orientierungen schwer unterscheiden.

So unappetitlich und absurd die verbreiteten Thesen auch sind, tausende Menschen lassen sich derzeit von der russischen Propagandamaschinerie zum politischen Aktionismus bewegen. Bei einigen mag politische Naivität eine Rolle spielen, andere dürften sich freuen über den Sumpf aus Antisemiten, Reichsbürgern, Neonazis, Chemtrail-Theoretikern, Anhängern der Truther-Bewegung und all den anderen obskuren Rechten, die um Einfluss buhlen – getreu dem Motto: Deutschland erwache.

Das kleinbürgerlich nationalistische Spektrum der „Montagsmahnwachen“ entsprach weitgehend der Leserschaft von Compact: Ressentiment geladener Antiamerikanismus, Deutschnationalismus und Verehrung für Putins Politik für ein eurasisch, völkisches Russland.

Berlin Register zur Erfassung antisemitischer, rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle dokumentierte für diesen Tag einen Eintrag über antisemitische Verschwörungsmythen und der Gleichsetzung von Israel mit den Nationalsozialisten.

 

Nachtrag

Nur ein paar Wochen zuvor gab es in Frankfurt am Main eine Pro-Russland-Demo, die mit Friedenstaube und dem Motto: „Das Problem heisst nicht Putin, sondern NATO“ sehr konzentriert erschien und bei der sich auch Regimeunterstützer des syrischen Diktators Baschar Al-Assad untermischten. Kinder in Uniform wurden mit Spielzeug-Kalaschnikows präsentiert und die massive Beflaggung erinnerte an die ProSyrien/ProRussland Demonstrationen sowie den Friedenswinter in Berlin, nur das bei der Rallye in Frankfurt auch eine Menge Deutschlandflaggen zugegen waren. Was die Mehrheit dieser devoten Teilnehmer eint: sie haben ein Faible für (ausländische) Regime und für autoritäre Führerfiguren.

 

hinzugezogene Quellen:

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste... archive.fo/5igBE

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste...

www.tagesschau.de/inland/mahnwachen100.html archive.fo/u2unH oder web.archive.org/web/20140417023317/http://www.tagesschau....

de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_(Kollektiv)#Gefälschter_Facebook-Auftritt

www.berliner-zeitung.de/politik/montagsdemos-voelkische-f...

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_der_Ukraine_seit_2014

de.wikipedia.org/wiki/Mahnwachen_für_den_Frieden

www.psiram.com/de/index.php/Oliver_Janich

www.endstation-rechts.de/news/oliver-janich-auf-den-phili...

www.chemtrail.de/wp-content/uploads/2014/07/Plakat-1.jpg

www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html archive.fo/RIGza

www.vice.com/de/article/zn5zp4/montagsdemo-initiator-lars... archive.fo/rvlGa

www.facebook.com/photo.php?fbid=738335396209154&set=a...

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sonstige, interessante Verweise:

www.n-tv.de/politik/Wer-bin-ich-und-wenn-ja-wie-viele-art...

www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article127895626/Frieden...

web.archive.org/web/20180330185022/http://aluhut-fuer-ken...(Die%20Linke,%2026.05.2014).pdf.pdf

dfg-vk.de/wp-content/uploads/2021/02/dossier_die_friedens...

genfmblog.wordpress.com/2014/

linksunten.indymedia.org/node/111235/

meedia.de/2014/03/03/klagemauer-tv-co-wie-der-ukraine-kon...

blog.zeit.de/stoerungsmelder/2014/04/16/reichsbuerger-neo...

web.archive.org/web/20160308015556/http://www.hagalil.com...

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© Streichphotography

 

Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

 

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Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: Juli 2014/Text überarbeitet im Dezember 2022

Querdenken Aufmarsch mit 300 Personen wird nach wenigen Metern von der Polizei gekesselt.

 

Innerhalb der letzten zwei Monate scheint sich die Strategie der Querdenken-Proteste in Dresden vollständig geändert zu haben. Von "Querdenken 351" angemeldete Veranstaltungen erhalten vergleichsweise geringen Zulauf. Stattdessen wird via Telegram zu Protesten in vielen unterschiedlichen Stadtteilen aufgerufen. So versammelten sich am Montag etwa 300 Personen aus dem Querdenken-Spektrum am Wasaplatz in Dresden. Neben Personen aus dem "bürgerlichen" und esoterischen Milieu, befanden sich Teile der lokalen Neonazi- und Neurechten-Szene unter ihnen; mindestens ein Teilnehmer trug offen ein Messer mit sich. Einige andere Personen hatten ihre (Klein)Kinder dabei. Nachdem in der Vergangenheit Aufmärsche vom Wasaplatz wiederholt ohne polizeiliche Begleitung stattgefunden hatte, forderte diesmal die Polizei bereits vor 18 Uhr die Personen auf, den Platz zu verlassen, da sie die Ansammlung als eine, nach der Corona-Schutzverordnung, unerlaubte Versammlung einstufte.

Kurz nach 18 Uhr setzten sich die Personen in Richtung Bahnhof Strehlen in Bewegung. Über die Polizei hatte man sich offenbar nicht allzu große Gedanken gemacht, und so wurde der Aufzug bereits nach 200 Metern von Einsatzkräften umstellt.

Größere Personengruppen entkamen jedoch über die angrenzenden Grundstücke, sodass sich mit voranschreitender Zeit immer weniger Personen im Kessel befanden. Kurz darauf sprach ein Pressesprecher von etwa 150 Personen, welche ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren bekommen würden - im Endeffekt waren es dann noch 98.

Teile der umstehenden Personengruppen und weitere Personen bildeten eine Straße weiter - auf der Teplitzer Straße - einen erneuten Aufzug mit etwa 90 Personen. Auf Nachfrage teilte die Polizei mit, dass sie jedoch einfach keine Kräfte habe, um diesen begleiten bzw. aufhalten zu können.

 

Insgesamt beteiligten sich an verschiedenen Standorten in Dresden rund 1500 Personen an "Querdenken"-Protesten. Am Schillerplatz verhängte die Polizei 27 Ordnungswidrigkeiten, die restlichen Aufmärsche mit bis zu 400 Personen wurden zum Teil nicht einmal von der Polizei begleitet

Aussicht an der Aare zwischen dem U.nteraargletscher und dem G.rimselsee im Kanton

Bern in der Schweiz :

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x

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Aare

 

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Die Aare (frz. Aar, veraltet Arole) ist ein Nebenfluss des R.heins in der Schweiz. Gemessen

an der W.assermenge, die sie dem R.hein zuführt, ist sie mit weitem Abstand vor M.osel,

M.ain und N.eckar der wichtigste N.ebenfluss.

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Ihre Gesamtlänge beträgt 291 km, das Gefälle 1`565 m, ihr E.inzugsgebiet 17'620 km²

und der mittlere Abfluss 590 m³/s. Sie ist der längste Fluss, der von seiner Q.uelle bis

zur M.ündung innerhalb der Schweiz bleibt.

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V e r l a u f

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Sie entspringt den A.argletschern (O.beraar- und U.nteraargletscher) im G.rimselgebiet

einige K.ilometer südlich von G.uttannen, passiert I.nnertkirchen und durchquert die tief

eingeschnittene A.areschlucht oberhalb von M.eiringen im H.aslital.

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Bei B.rienz mündet sie in den B.rienzersee. In den B.rienzersee mündet die L.ütschine

aus dem J.ungfraugebiet. Dann durchquert die A.are den T.hunersee, wo sie die K.ander

einschliesslich S.imme und E.ngstlige aufnimmt. Der B.rienzer- und der T.hunersee sind

schiffbar.

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Bei T.hun verlässt die A.are den T.hunersee und fliesst durch das breite A.aretal zwischen

M.ünsingen und dem B.elpberg nach B.ern. Im B.elpmoos treffen die G.ürbe und die G.iesse

zusammen und münden gemeinsam in die Aare.

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In B.ern macht die Aare einen engen B.ogen um die auf einem G.eländesporn errichtete

A.ltstadt, wo mit einer seit dem M.ittelalter bestehenden langen S.taustufe, der S.chwelle,

ein kurzer K.anal abgeleitet ist, und wenig unterhalb in ähnlicher W.eise um die E.ngehalbinsel,

bevor sie im W.ohlensee zur S.tromgewinnung gestaut wird.

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Nach der E.inmündung der S.aane bei O.ltigen südlich von A.arberg fliesst die Aare durch

den k.ünstlichen H.agneck - K.anal und bei H.agneck in den B.ielersee. Bei N.idau verlässt

sie den B.ielersee durch den N.idau-B.üren-K.anal, so dass sie vor B.üren wieder auf ihr

altes F.lussbett trifft.

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Die S.trecke des ursprünglichen Fl.usslaufs zwischen A.arberg und B.üren an der Aare,

die sogenannte A.lte Aare, bildet ein weites n.aturbelassenes G.ebiet, das nördlich des

K.anals um den weiten, bei der F.lusskorrektion abgeschnittenen A.ltlauf im so

genannten H.äftli ergänzt wird. Die A.arestrecke von N.idau bis S.olothurn ist ebenso

wie der B.ielersee s.chiffbar.

 

Von B.üren an der Aare an fliesst die Aare in einer weiten E.bene, die durch V.erlandung

des so genannten S.olothurner S.ees am Ende der letzten E.iszeit entstand, dem J.ura

entlang in nordöstlicher Richtung durch S.olothurn nach L.uterbach, wo die E.mme mündet.

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Sie fliesst dann an W.angen an der Aare, B.annwil, A.arwangen, W.olfwil, M.urgenthal,

A.arburg, O.lten und A.arau vorbei und schliesslich in einer engen K.lus durch B.rugg.

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Dann nimmt sie kurz nacheinander R.euss und L.immat auf. Diese G.egend wird

W.asserschloss der Schweiz genannt, da sich dort drei der w.asserreichsten F.lüsse

der Schweiz vereinigen. Die Landschaft rechts der Aare zwischen T.hun und A.arwangen

wurde früher K.lein-B.urgund genannt.

 

60 Gemeinden in den A.gglomerationen A.arau, O.lten und Z.ofingen bildeten um 2005

eine regionale P.artnerschaft unter der Bezeichnung A.areland rund um die N.etzstadt

A.arau / O.lten / Z.ofingen.

 

Von B.rugg an fliesst die Aare bei S.tilli durch eine breite K.lus im J.ura nach N.orden.

 

Zwischen dem O.rtsteil F.elsenau der G.emeinde L.euggern und K.oblenz (CH) gegenüber

von W.aldshut (DE) mündet sie in den R.hein. Bemerkenswert ist, dass die Aare mit

590 m³/s der wasserreichere Fluss von beiden ist (R.hein: 439 m³/s). Aus hydrologischer

Sicht ist also der R.hein ein N.ebenfluss der Aare, nicht umgekehrt.

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( BeschriebAare AlbumAare Aare Aar Arole Fluss River Fiume Rivière Río Reka

Joki 川 Wasser Water Eau )

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Gefährdung des Gebietes beim U.nteraargletscher

 

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Leider ist diese wunderschöne L.andschaft bedroht durch ein Ausbau des G.rimselsee. Ist

ist hier wirklich sehr empfehlenswert, sich einmal ein Bild vor Ort zu machen.

 

Die K.raftwerke O.berhasli A.G (KWO) als Betreiberin der S.tauseen plant mit dem Projekt

"KWO plus" einen A.usbau der S.tauanlagen. Dabei soll mit einem 260 Mio. CHF teuren

Ausbau die S.taumauer des G.rimselsees um 23 Meter erhöht und damit sein Volumen um

75 Mio. m³ vergrössert werden.

 

Das Projekt wird dadurch begründet, dass derzeit im S.ommer ein zu hohes W.asserangebot

zu bewältigen ist, welches heute unwirtschaftlich verbraucht anstatt gespeichert wird.

 

Durch den höheren W.asserstand des G.rimselsees würde die heutige G.rimselstrasse auf

einer Länge von 700 m überflutet. Das P.rojekt sieht deshalb als Ersatz den Bau einer

S.chrägseilbrücke vor. Der G.rimselsee wird dabei von einer mit S.eilen an zwei über 70 m

hohen P.ylonen gehaltenen F.ahrbahn überquert.

 

U.mweltschützer befürchten, dass durch die Ausdehnung des G.rimselsees weitere im

O.berlauf des S.ees vorhandene M.oore von nationaler Bedeutung überflutet werden.

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Siehe auch : www.grimselverein.ch

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W.anderung zur L.autera.arh.ütte am Dienstag den 13. September 2011

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Mit dem Z.ug von B.ern über I.nterlaken O.st - M.eiringen nach I.nnertk.irchen und weiter mit dem P.osta.uto bis G.utt.annen und per A.utos.top bis zur G.rimsels.ee - S.taum.auer

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S.eeufere.gg (BE - 1`911m - 08.30 Uhr) - G.rimsel / S.taum.auer (BE - 1`911m) - G.rimsel H.ospitz (BE - 1`980m) - U.ntera.arg.letscher ( N.euer N.ame des G.letscher nach Z.usammenfluss von F.instera.arg.letscher + L.autera.arg.letscher ) - L.autera.arh.ütte

(BE - 2`393m - 2x - 13.00 Uhr) - L.eiterw.eg - U.ntera.arg.letscher - A.bstecher zum G.letschert.or des U.ntera.arg.letscher, einem der G.eburtsorte der A.are - S.eeu.fere.gg (BE - 1`911m - 18.15 Uhr)

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Per A.utos.top direkt zurück nach B.ern

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An dieser Stelle noch einen D.ank an alle A.utofahrer die die W.andervögel mitnehmen, ohne sie wären solche W.anderungen mit dem ö.ffentlichen V.erkehr nicht möglich.

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Hurni110913 AlbumZZZZ110913WanderungL.autera.arh.ütte AlbumUnterwegsindenBernerBergen

KantonBern AlbumGrimselgebiet AlbumAareQ.uelleA.ares.chlucht AlbumAare

 

E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch

 

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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 070223

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NIF

1000 Personen bei verschwörungsideologischen Aufmarsch durch Freiberg – Polizei ist beim Gegenprotest

 

Ende November und Anfang Dezember schaffte es die sächsische Kleinstadt Freiberg an jedem Montagabend in die Nachrichten. Innerhalb weniger Wochen kristallisierte sich Freiberg als eine Art Hochburg der Corona-Proteste heraus. Nach wochenlanger starker Zurückhaltung der Polizei bei den als Spaziergängen beworbenen Aufmärschen durch die Innenstadt, zeigte man bei entsprechender medialer Präsenz auch ein härteres Vorgehen.

Doch davon ist man am Abend des 17.01.2022 weit entfernt. An diesem Montagabend wurden im Stadtgebiet insgesamt 14 Versammlungen angezeigt, darunter auch eine Gegenkundgebung unter dem Motto: „Für ein Miteinander – gegen Corona“. Die Teilnehmenden der anderen Kundgebungen, darunter Versammlungen der AfD, schlossen sich um kurz nach 18 Uhr zu einem Aufmarsch zusammen. Obwohl es im Voraus keine große Mobilisation gab, schlossen sich dieser Demonstration etwa 1000 Personen an. Bis auf wenige Ausnahmen schienen die Teilnehmenden auch alle aus Freiberg zu kommen. Auch ein paar zum Teil vermummte Neonazis und augenscheinliche Reichsbürger schlossen sich dem Aufmarsch an und liefen Hand in Hand mit Familien und Personen aus dem Gesundheitswesen.

Nachdem in der ersten Hälfte des Aufzuges keine Polizei zu sehen war, zeigte sich beim Passieren des bürgerlichen Gegenprotest, wo sich die Beamt*innen aufhielten. Dieser war umstellt mit zahlreichen Polizeiwagen, um laut Polizei ein „Aufeinandertreffen“ der Versammlungen zu verhindern. Die rund 1000 Personen zogen ohne Abstand und Maske auch vorbei am Kreiskrankenhaus Freiberg bevor der Aufmarsch vor dem Albertpark endete und sich langsam auflöste.

Einige offensichtlich betrunkene Männer begannen die wenigen anwesenden Polizist*innen zu bepöbeln. Diese verhielten sich sehr passiv und versuchten die Männer freundschaftlich zu beruhigen, nachdem diese die Beamt*innen bereits beleidigt und mehrfach gegen ein Polizeiauto geschlagen hatten. Die Männer nahmen nun die wenigen anwesenden Journalist*innen in den Fokus. Sie begannen eine Reporterin der Sächsischen Zeitung verbal als „Pressefotze“ zu beleidigen. Auch wir wurden unteranderem als „Scheiß Juden“ bezeichnet, bevor ein Mann unseren Begleitschutz angriff.

Die Polizei ging ab diesem Zeitpunkt dazwischen, sah sich aber nicht in der Pflicht gegen eine der Personen eine polizeiliche Maßnahme durchzuführen. Stattdessen forderte ein Polizist uns auf, unsere Arbeit einzustellen, da die Kamera „unnötig provozieren“ würde. Anschließend kehrte langsam Ruhe in Freiberg ein.

Was bleibt ist das Gefühl, dass die Politik Gefahr läuft, in Kleinstädten wie Freiberg dauerhaft Teile der Stadtgesellschaft zu verlieren. Gerade die persönlichen Einschnitte in das Leben der Menschen macht es extrem Rechten Kräften wie der Kleinstpartei „Freie Sachsen“ umso leichter, die Menschen an sich zu binden. Freiberg scheint ein Exempel dieser Entwicklung zu sein.

 

Die Friedensquerfront beim „Marsch auf Berlin“

Unter dem Label der „Montagsdemos“ haben sich in den vergangenen Monaten in mehreren Städten Deutschlands dubiose Kundgebungen gebildet. Die Teilnehmer haben die Reste linker Anti-Hartz-IV-Montagsdemos unterwandert - oder, wie in Berlin, eigene Demos geschaffen und kungeln mit der alten Friedensbewegung, der ebenfalls die Unterwanderung droht.

Wer für Kriege verantwortlich ist, dazu haben die Veranstalter sehr spezielle Vorstellungen. Im Internet gibt es mehrere Kampagnen gegen die Presse. Es wird versucht, die deutschen Medien dahin zu bringen, über die Mahnwachen (und auch kritiklos) zu berichten. So wurde auf der Facebook-Seite Anonymus.Kollektiv, die sich massiv für die Montagsmahnwachen einsetzt, zum „digitalen Guerillakrieg“ auf den Facebook-Seiten deutscher Sender, Zeitungen und Magazine aufgerufen, auch umgangssprachlich: Informationskrieg/Infokrieg genannt.

Die Seite vermittelt den Anschein, als gehöre sie der Internet-Hackergruppe Anonymous an. Das war sie früher auch, doch vor einiger Zeit soll sie von einem ihrer Administratoren gekapert worden sein, der alle anderen Moderatoren aussperrte. Anonymous-Aktivisten distanzieren sich von diesem Kollektiv.

 

Der Deutschlandfunk schrieb dazu:

(...) Es war eine konzertierte Aktion: Auf den Facebook-Seiten des Deutschlandfunks genauso wie vieler ARD-Anstalten, des ZDF und auch großer Medien wie Spiegel, Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung wurden innerhalb weniger Stunden jeweils hunderte Kommentare abgesetzt. Tenor: Sie berichten nicht über regelmäßig stattfindende Montagsdemonstrationen und würden amerikanische Propaganda für einen Weltkrieg unterstützen.

(…) Weiterer Vorwurf: Die deutschen Medien recherchierten nur noch selten kritisch, sondern nur das, was ihnen vorgelegt wird

(…) die Foren und Facebook-Seiten von ARD, Tagesschau und anderen Medien wurden über Stunden mit Beleidigungen, Vorwürfen und Pamphleten bombardiert. Pauschal wurde ihnen Lüge, Manipulation, Zensur und Kriegshetze, vorgeworfen.

 

Die Verfasser sammeln sich in der rechtsoffenen „Friedensbewegung 2014“ und sind getrieben von der Vorstellung, dass die „Medien-Mafia“ einen 3. Weltkrieg gegen Russland entfesseln will, weshalb sie Friedensaktivisten ignorieren. Hintergrund ist der Ukraine-Krieg, der seit Ende 2013 in der Ukraine tobt und der von Putin gewonnen werden will, so wie dieser Autokrat auch schon die Krim erfolgreich völkerrechtswidrig annektieren konnte. Dafür braucht es Kriegspropaganda, Fake-News bzgl. Westen und NATO, Gräuelfotos, massig Verschwörungsmythen sowie eine große Bewegung, die diese Kriegspropaganda getarnt als Frieden unter die Gesellschaft bringt.

 

Am 19. Juli 2014 fand daher in Berlin die erste zentralisierte bundesweite „Mahnwache für den Frieden“ statt, zu der bundesweite Orga´s zusammen kamen. „Sie soll die Kräfte der seit Monaten in der Republik stattfindenden Montagsdemos bündeln“. Anwesend waren u.a. Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und Oliver Janich.

 

Querfront par excellence

„Hallo liebe Neonazis, Antisemiten und Verschwörungstheoretiker“, begrüßte der QAnon-Verschwörungsgläubige und Rechtsextremist Oliver Janich die paar hundert Demonstranten, die sich bei brütender Hitze vor dem Berliner Roten Rathaus unweit des Neputnbrunnens eingefunden hatten. Nach einer ersten Schrecksekunde jubelten sie.

Die Nähe zum Alexanderplatz war nicht unüberlegt gewählt worden, laut Aufruf „Wende 2.0“ bezog man sich explizit auf die Demo vom 4. November 1989, an der sich über 500.000 Menschen beteiligten. Es war der Meilenstein der friedlichen Revolution der DDR. Der Neptunbrunnen ist aber eben nicht der Alexanderplatz.

Der im späteren Verlauf auf die Philippinen flüchtende Janich wurde am 17. August 2022 auf Grundlage eines deutschen Haftbefehls festgenommen. Er soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Die Staatsanwaltschaft München gab gegenüber dem „Spiegel“ bekannt, dass Ermittlungen gegen den ehemaligen Wirtschaftsjournalisten geführt werden. Es bestehe der Verdacht, „dass der Beschuldigte im Jahr 2020 bzw. 2021 – jeweils öffentlich über Telegram – eine andere Person beleidigte, dazu aufrief, die Exekution einer prominenten Person durchzuführen und die Tötung damaliger Regierungsmitglieder von Bund und Ländern“ in Deutschland forderte.

 

Es sollte ein großer Tag für die Mahnwachen werden, der Organisator der Berliner Mahnwache, Lars Mährholz, sprach immer wieder von 90 Städten bundesweit, von zehntausenden Abgesandten aus ganz Deutschland, die kommen würden.

Ken Jebsen nannte die Demo anfangs „Marsch auf Berlin“ und einige Kommentatoren dürften dabei schon feuchte Schlüpfer bekommen haben, die schon eine Massenbewegung sahen, die den Reichstag stürmt.

 

Vor Janich sprach Jürgen Elsässer unter immer wieder aufbrausenden Szenenapplaus. Der rechtsextreme Herausgeber des Magazins „Compact“ hat eine vielschichtige Karriere hinter sich. Als einstiger Kommunist war er bei der jungen welt, Neues Deutschland und beim Freitag bis zur „antideutschen“ Zeitschrift Jungle World und konkret.

Live hörte sich das dann so an: „Mein Name ist Jürgen Elsässer und meine Zielgruppe bleibt – das Volk“.

Vom Zionismus mochte er reden. Wehrlose Frauen, Kinder und alte Menschen würden ermordet. „Wer vom Zionismus nicht reden darf, muss auch vom Faschismus schweigen“, sagte er. Die "Ukrainekrise" sei Folge von "Nato-Faschismus", Putin habe keine Schuld. Auch sei es gut möglich, dass die Passagiermaschine von den „Nato-Faschisten“ in Kiew abgeschossen worden sei. Der Terroranschlag des 11. September 2001 sei schließlich auch ein „Inside Job“ gewesen.

„Immer waren Russen und Deutsche in Freundschaft verbunden, egal ob unter Bismarck oder unter Willy Brandt, war es gut nicht nur für unsere beiden Völker, sondern für den ganzen Kontinent“, sagte Elsässer unter geflissentlicher Auslassung des Hitler-Stalin-Pakts. Er sagte noch viel mehr, die Umstehenden jubelten und applaudierten.

Niemand protestierte.

 

Schon lange gilt Elsässer als Kreml-Propagandist, sei es dadurch, dass er seine Familienpolitik glorifiziert und den Initiatoren der ekelhaften Homo-Gesetzgebung Russlands eine Bühne bietet. Oder eben auch in jener Rede am Tag, wo er die deutsch-russische Freundschaft beschwörte, die seiner Meinung nach schon immer gut für die beiden „Völker“, ja für den ganzen Kontinent gewesen sei. Wie in dem Zusammenhang der Hitler-Stalin-Pakt zu sehen ist, ließ er leider aus. Sein politischer Aktivismus für das Konzept Eurasien reicht von der Gründung von Anti-EU-Initiativen über die Herausgabe seines Magazins bis hin zum publizistischen Einsatz für die in Teilen rechtsextremen Partei der AfD.

Wie immer schöpfte Elsässer aus seinem üblichen Repertoire und sprach weiter über die „Neue Weltordnung“, die von den „Eliten“ gesteuert wird, die „Sprachpolizei“ und die Political Correctness. Zionismus und Faschismus setzt er gleich und nannte die israelische Politik Völkermord. Als er Angela Merkel mit der Aussage „Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung“ zitierte, kamen Buhrufe aus dem Publikum.

  

In Berlin existiert seit Anfang Juli eine zweite Mahnwache (AK Berlin) und zwar: auf dem Alexanderplatz. Sie hat sich von der bisherigen abgespalten, da man seit dem Auftreten von Pedram Shahyar und der Distanzierung von Elsässer zu stark linke Tendenzen vermutet hat. Eine kategorische Distanzierung von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie wird von dieser Gruppe kritisiert, weswegen sich hier auch die größten Fürsprecher von Elsässer finden.

Immer wieder wiesen Mährholz und seine Anhänger darauf hin, dass es sich um eine politisch nicht gebundene Bewegung handelt, die weder rechts noch links sei. Jeder solle sich seine eigene Meinung bilden. Die Empfehlungslinks auf seiner Internetseite gehen jedoch fast alle in bestimmte Richtungen: Neben der Pauschalverurteilung der FED, die Mährholz als „private Bank“ bezeichnet, sind dort unter anderem eine Parteinahme für Russland sowie gegen die USA und Europa, eine pauschale Verdammung aller „Systemmedien“ sowie die Leugnung der Existenz des deutschen Staates zu finden.

Zum Thema Ukraine-Konflikt wird meist unreflektiert die Meinung der russischen Staatsmedien wiedergegeben. Im Gegenzug senden diese wohlwollende Beiträge über Mährholz‘ Friedensbewegung. Zeitweise verlinkte Mährholz auf ein Video von Karl Richter, einem Mitarbeiter der sächsischen NPD-Landtagsfraktion. Darin wirft Richter Deutschland, der EU und den USA vor, aktiv mit „faschistischen Mörderbanden“ in der Ukraine zu kooperieren. Inzwischen ist dieser Verweis verschwunden. In einer Video-Stellungnahme auf YouTube distanzierte sich Mährholz jedoch ausdrücklich nicht von den Inhalten von Richters Rede.

 

Demagogen locken Gutwillige auf „Friedensdemos“ – für Putins völkisches Eurasien, gegen Zins, amerikanische Notenbank und andere „Volksfremde“. Mal leugnen sie den Holocaust, mal schieben sie ihn dem „angloamerikanischen Finanzkapital“ in die Schuhe – bei „bestimmten Kreisen“ weiß dann jeder Antisemit, was gemeint ist. Kritiker diffamieren sie als „antideutsche SA“ oder „SAntifa“ und verharmlosen so den NS-Terror.

Sie knüpfen dabei an „linken“ Antiimperialismus an, der nahtlos in völkischen Antiamerikanismus übergeht. Dazu passt: der ehemalige Staatssekretär der DDR Klaus Blessing trat ebenfalls bei den Mahnwachen als Redner auf, der ansonsten beim rechten Compact-Magazin, aber auch beim Neuen Deutschland verortet ist.

Sie basteln brachiale Freund-Feind-Muster und nehmen einen antibürgerlichen Habitus ein. Das alles lässt sich auf den ersten Blick von vulgärlinken Orientierungen schwer unterscheiden.

So unappetitlich und absurd die verbreiteten Thesen auch sind, tausende Menschen lassen sich derzeit von der russischen Propagandamaschinerie zum politischen Aktionismus bewegen. Bei einigen mag politische Naivität eine Rolle spielen, andere dürften sich freuen über den Sumpf aus Antisemiten, Reichsbürgern, Neonazis, Chemtrail-Theoretikern, Anhängern der Truther-Bewegung und all den anderen obskuren Rechten, die um Einfluss buhlen – getreu dem Motto: Deutschland erwache.

Das kleinbürgerlich nationalistische Spektrum der „Montagsmahnwachen“ entsprach weitgehend der Leserschaft von Compact: Ressentiment geladener Antiamerikanismus, Deutschnationalismus und Verehrung für Putins Politik für ein eurasisch, völkisches Russland.

Berlin Register zur Erfassung antisemitischer, rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle dokumentierte für diesen Tag einen Eintrag über antisemitische Verschwörungsmythen und der Gleichsetzung von Israel mit den Nationalsozialisten.

 

Nachtrag

Nur ein paar Wochen zuvor gab es in Frankfurt am Main eine Pro-Russland-Demo, die mit Friedenstaube und dem Motto: „Das Problem heisst nicht Putin, sondern NATO“ sehr konzentriert erschien und bei der sich auch Regimeunterstützer des syrischen Diktators Baschar Al-Assad untermischten. Kinder in Uniform wurden mit Spielzeug-Kalaschnikows präsentiert und die massive Beflaggung erinnerte an die ProSyrien/ProRussland Demonstrationen sowie den Friedenswinter in Berlin, nur das bei der Rallye in Frankfurt auch eine Menge Deutschlandflaggen zugegen waren. Was die Mehrheit dieser devoten Teilnehmer eint: sie haben ein Faible für (ausländische) Regime und für autoritäre Führerfiguren.

 

hinzugezogene Quellen:

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste... archive.fo/5igBE

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste...

www.tagesschau.de/inland/mahnwachen100.html archive.fo/u2unH oder web.archive.org/web/20140417023317/http://www.tagesschau....

de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_(Kollektiv)#Gefälschter_Facebook-Auftritt

www.berliner-zeitung.de/politik/montagsdemos-voelkische-f...

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_der_Ukraine_seit_2014

de.wikipedia.org/wiki/Mahnwachen_für_den_Frieden

www.psiram.com/de/index.php/Oliver_Janich

www.endstation-rechts.de/news/oliver-janich-auf-den-phili...

www.chemtrail.de/wp-content/uploads/2014/07/Plakat-1.jpg

www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html archive.fo/RIGza

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www.n-tv.de/politik/Wer-bin-ich-und-wenn-ja-wie-viele-art...

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web.archive.org/web/20180330185022/http://aluhut-fuer-ken...(Die%20Linke,%2026.05.2014).pdf.pdf

dfg-vk.de/wp-content/uploads/2021/02/dossier_die_friedens...

genfmblog.wordpress.com/2014/

linksunten.indymedia.org/node/111235/

meedia.de/2014/03/03/klagemauer-tv-co-wie-der-ukraine-kon...

blog.zeit.de/stoerungsmelder/2014/04/16/reichsbuerger-neo...

web.archive.org/web/20160308015556/http://www.hagalil.com...

www.facebook.com/1550718815185914/posts/1593085914282537/ archive.ph/uOCCx

 

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© Streichphotography

 

Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

 

Rechtlicher Hinweis:

Copyright:

Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.

Nutzungsrecht:

Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.

Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!

Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: Juli 2014/Text überarbeitet im Dezember 2022

Die Friedensquerfront beim „Marsch auf Berlin“

Unter dem Label der „Montagsdemos“ haben sich in den vergangenen Monaten in mehreren Städten Deutschlands dubiose Kundgebungen gebildet. Die Teilnehmer haben die Reste linker Anti-Hartz-IV-Montagsdemos unterwandert - oder, wie in Berlin, eigene Demos geschaffen und kungeln mit der alten Friedensbewegung, der ebenfalls die Unterwanderung droht.

Wer für Kriege verantwortlich ist, dazu haben die Veranstalter sehr spezielle Vorstellungen. Im Internet gibt es mehrere Kampagnen gegen die Presse. Es wird versucht, die deutschen Medien dahin zu bringen, über die Mahnwachen (und auch kritiklos) zu berichten. So wurde auf der Facebook-Seite Anonymus.Kollektiv, die sich massiv für die Montagsmahnwachen einsetzt, zum „digitalen Guerillakrieg“ auf den Facebook-Seiten deutscher Sender, Zeitungen und Magazine aufgerufen, auch umgangssprachlich: Informationskrieg/Infokrieg genannt.

Die Seite vermittelt den Anschein, als gehöre sie der Internet-Hackergruppe Anonymous an. Das war sie früher auch, doch vor einiger Zeit soll sie von einem ihrer Administratoren gekapert worden sein, der alle anderen Moderatoren aussperrte. Anonymous-Aktivisten distanzieren sich von diesem Kollektiv.

 

Der Deutschlandfunk schrieb dazu:

(...) Es war eine konzertierte Aktion: Auf den Facebook-Seiten des Deutschlandfunks genauso wie vieler ARD-Anstalten, des ZDF und auch großer Medien wie Spiegel, Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung wurden innerhalb weniger Stunden jeweils hunderte Kommentare abgesetzt. Tenor: Sie berichten nicht über regelmäßig stattfindende Montagsdemonstrationen und würden amerikanische Propaganda für einen Weltkrieg unterstützen.

(…) Weiterer Vorwurf: Die deutschen Medien recherchierten nur noch selten kritisch, sondern nur das, was ihnen vorgelegt wird

(…) die Foren und Facebook-Seiten von ARD, Tagesschau und anderen Medien wurden über Stunden mit Beleidigungen, Vorwürfen und Pamphleten bombardiert. Pauschal wurde ihnen Lüge, Manipulation, Zensur und Kriegshetze, vorgeworfen.

 

Die Verfasser sammeln sich in der rechtsoffenen „Friedensbewegung 2014“ und sind getrieben von der Vorstellung, dass die „Medien-Mafia“ einen 3. Weltkrieg gegen Russland entfesseln will, weshalb sie Friedensaktivisten ignorieren. Hintergrund ist der Ukraine-Krieg, der seit Ende 2013 in der Ukraine tobt und der von Putin gewonnen werden will, so wie dieser Autokrat auch schon die Krim erfolgreich völkerrechtswidrig annektieren konnte. Dafür braucht es Kriegspropaganda, Fake-News bzgl. Westen und NATO, Gräuelfotos, massig Verschwörungsmythen sowie eine große Bewegung, die diese Kriegspropaganda getarnt als Frieden unter die Gesellschaft bringt.

 

Am 19. Juli 2014 fand daher in Berlin die erste zentralisierte bundesweite „Mahnwache für den Frieden“ statt, zu der bundesweite Orga´s zusammen kamen. „Sie soll die Kräfte der seit Monaten in der Republik stattfindenden Montagsdemos bündeln“. Anwesend waren u.a. Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und Oliver Janich.

 

Querfront par excellence

„Hallo liebe Neonazis, Antisemiten und Verschwörungstheoretiker“, begrüßte der QAnon-Verschwörungsgläubige und Rechtsextremist Oliver Janich die paar hundert Demonstranten, die sich bei brütender Hitze vor dem Berliner Roten Rathaus unweit des Neputnbrunnens eingefunden hatten. Nach einer ersten Schrecksekunde jubelten sie.

Die Nähe zum Alexanderplatz war nicht unüberlegt gewählt worden, laut Aufruf „Wende 2.0“ bezog man sich explizit auf die Demo vom 4. November 1989, an der sich über 500.000 Menschen beteiligten. Es war der Meilenstein der friedlichen Revolution der DDR. Der Neptunbrunnen ist aber eben nicht der Alexanderplatz.

Der im späteren Verlauf auf die Philippinen flüchtende Janich wurde am 17. August 2022 auf Grundlage eines deutschen Haftbefehls festgenommen. Er soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Die Staatsanwaltschaft München gab gegenüber dem „Spiegel“ bekannt, dass Ermittlungen gegen den ehemaligen Wirtschaftsjournalisten geführt werden. Es bestehe der Verdacht, „dass der Beschuldigte im Jahr 2020 bzw. 2021 – jeweils öffentlich über Telegram – eine andere Person beleidigte, dazu aufrief, die Exekution einer prominenten Person durchzuführen und die Tötung damaliger Regierungsmitglieder von Bund und Ländern“ in Deutschland forderte.

 

Es sollte ein großer Tag für die Mahnwachen werden, der Organisator der Berliner Mahnwache, Lars Mährholz, sprach immer wieder von 90 Städten bundesweit, von zehntausenden Abgesandten aus ganz Deutschland, die kommen würden.

Ken Jebsen nannte die Demo anfangs „Marsch auf Berlin“ und einige Kommentatoren dürften dabei schon feuchte Schlüpfer bekommen haben, die schon eine Massenbewegung sahen, die den Reichstag stürmt.

 

Vor Janich sprach Jürgen Elsässer unter immer wieder aufbrausenden Szenenapplaus. Der rechtsextreme Herausgeber des Magazins „Compact“ hat eine vielschichtige Karriere hinter sich. Als einstiger Kommunist war er bei der jungen welt, Neues Deutschland und beim Freitag bis zur „antideutschen“ Zeitschrift Jungle World und konkret.

Live hörte sich das dann so an: „Mein Name ist Jürgen Elsässer und meine Zielgruppe bleibt – das Volk“.

Vom Zionismus mochte er reden. Wehrlose Frauen, Kinder und alte Menschen würden ermordet. „Wer vom Zionismus nicht reden darf, muss auch vom Faschismus schweigen“, sagte er. Die "Ukrainekrise" sei Folge von "Nato-Faschismus", Putin habe keine Schuld. Auch sei es gut möglich, dass die Passagiermaschine von den „Nato-Faschisten“ in Kiew abgeschossen worden sei. Der Terroranschlag des 11. September 2001 sei schließlich auch ein „Inside Job“ gewesen.

„Immer waren Russen und Deutsche in Freundschaft verbunden, egal ob unter Bismarck oder unter Willy Brandt, war es gut nicht nur für unsere beiden Völker, sondern für den ganzen Kontinent“, sagte Elsässer unter geflissentlicher Auslassung des Hitler-Stalin-Pakts. Er sagte noch viel mehr, die Umstehenden jubelten und applaudierten.

Niemand protestierte.

 

Schon lange gilt Elsässer als Kreml-Propagandist, sei es dadurch, dass er seine Familienpolitik glorifiziert und den Initiatoren der ekelhaften Homo-Gesetzgebung Russlands eine Bühne bietet. Oder eben auch in jener Rede am Tag, wo er die deutsch-russische Freundschaft beschwörte, die seiner Meinung nach schon immer gut für die beiden „Völker“, ja für den ganzen Kontinent gewesen sei. Wie in dem Zusammenhang der Hitler-Stalin-Pakt zu sehen ist, ließ er leider aus. Sein politischer Aktivismus für das Konzept Eurasien reicht von der Gründung von Anti-EU-Initiativen über die Herausgabe seines Magazins bis hin zum publizistischen Einsatz für die in Teilen rechtsextremen Partei der AfD.

Wie immer schöpfte Elsässer aus seinem üblichen Repertoire und sprach weiter über die „Neue Weltordnung“, die von den „Eliten“ gesteuert wird, die „Sprachpolizei“ und die Political Correctness. Zionismus und Faschismus setzt er gleich und nannte die israelische Politik Völkermord. Als er Angela Merkel mit der Aussage „Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung“ zitierte, kamen Buhrufe aus dem Publikum.

  

In Berlin existiert seit Anfang Juli eine zweite Mahnwache (AK Berlin) und zwar: auf dem Alexanderplatz. Sie hat sich von der bisherigen abgespalten, da man seit dem Auftreten von Pedram Shahyar und der Distanzierung von Elsässer zu stark linke Tendenzen vermutet hat. Eine kategorische Distanzierung von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie wird von dieser Gruppe kritisiert, weswegen sich hier auch die größten Fürsprecher von Elsässer finden.

Immer wieder wiesen Mährholz und seine Anhänger darauf hin, dass es sich um eine politisch nicht gebundene Bewegung handelt, die weder rechts noch links sei. Jeder solle sich seine eigene Meinung bilden. Die Empfehlungslinks auf seiner Internetseite gehen jedoch fast alle in bestimmte Richtungen: Neben der Pauschalverurteilung der FED, die Mährholz als „private Bank“ bezeichnet, sind dort unter anderem eine Parteinahme für Russland sowie gegen die USA und Europa, eine pauschale Verdammung aller „Systemmedien“ sowie die Leugnung der Existenz des deutschen Staates zu finden.

Zum Thema Ukraine-Konflikt wird meist unreflektiert die Meinung der russischen Staatsmedien wiedergegeben. Im Gegenzug senden diese wohlwollende Beiträge über Mährholz‘ Friedensbewegung. Zeitweise verlinkte Mährholz auf ein Video von Karl Richter, einem Mitarbeiter der sächsischen NPD-Landtagsfraktion. Darin wirft Richter Deutschland, der EU und den USA vor, aktiv mit „faschistischen Mörderbanden“ in der Ukraine zu kooperieren. Inzwischen ist dieser Verweis verschwunden. In einer Video-Stellungnahme auf YouTube distanzierte sich Mährholz jedoch ausdrücklich nicht von den Inhalten von Richters Rede.

 

Demagogen locken Gutwillige auf „Friedensdemos“ – für Putins völkisches Eurasien, gegen Zins, amerikanische Notenbank und andere „Volksfremde“. Mal leugnen sie den Holocaust, mal schieben sie ihn dem „angloamerikanischen Finanzkapital“ in die Schuhe – bei „bestimmten Kreisen“ weiß dann jeder Antisemit, was gemeint ist. Kritiker diffamieren sie als „antideutsche SA“ oder „SAntifa“ und verharmlosen so den NS-Terror.

Sie knüpfen dabei an „linken“ Antiimperialismus an, der nahtlos in völkischen Antiamerikanismus übergeht. Dazu passt: der ehemalige Staatssekretär der DDR Klaus Blessing trat ebenfalls bei den Mahnwachen als Redner auf, der ansonsten beim rechten Compact-Magazin, aber auch beim Neuen Deutschland verortet ist.

Sie basteln brachiale Freund-Feind-Muster und nehmen einen antibürgerlichen Habitus ein. Das alles lässt sich auf den ersten Blick von vulgärlinken Orientierungen schwer unterscheiden.

So unappetitlich und absurd die verbreiteten Thesen auch sind, tausende Menschen lassen sich derzeit von der russischen Propagandamaschinerie zum politischen Aktionismus bewegen. Bei einigen mag politische Naivität eine Rolle spielen, andere dürften sich freuen über den Sumpf aus Antisemiten, Reichsbürgern, Neonazis, Chemtrail-Theoretikern, Anhängern der Truther-Bewegung und all den anderen obskuren Rechten, die um Einfluss buhlen – getreu dem Motto: Deutschland erwache.

Das kleinbürgerlich nationalistische Spektrum der „Montagsmahnwachen“ entsprach weitgehend der Leserschaft von Compact: Ressentiment geladener Antiamerikanismus, Deutschnationalismus und Verehrung für Putins Politik für ein eurasisch, völkisches Russland.

Berlin Register zur Erfassung antisemitischer, rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle dokumentierte für diesen Tag einen Eintrag über antisemitische Verschwörungsmythen und der Gleichsetzung von Israel mit den Nationalsozialisten.

 

Nachtrag

Nur ein paar Wochen zuvor gab es in Frankfurt am Main eine Pro-Russland-Demo, die mit Friedenstaube und dem Motto: „Das Problem heisst nicht Putin, sondern NATO“ sehr konzentriert erschien und bei der sich auch Regimeunterstützer des syrischen Diktators Baschar Al-Assad untermischten. Kinder in Uniform wurden mit Spielzeug-Kalaschnikows präsentiert und die massive Beflaggung erinnerte an die ProSyrien/ProRussland Demonstrationen sowie den Friedenswinter in Berlin, nur das bei der Rallye in Frankfurt auch eine Menge Deutschlandflaggen zugegen waren. Was die Mehrheit dieser devoten Teilnehmer eint: sie haben ein Faible für (ausländische) Regime und für autoritäre Führerfiguren.

 

hinzugezogene Quellen:

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste... archive.fo/5igBE

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste...

www.tagesschau.de/inland/mahnwachen100.html archive.fo/u2unH oder web.archive.org/web/20140417023317/http://www.tagesschau....

de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_(Kollektiv)#Gefälschter_Facebook-Auftritt

www.berliner-zeitung.de/politik/montagsdemos-voelkische-f...

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_der_Ukraine_seit_2014

de.wikipedia.org/wiki/Mahnwachen_für_den_Frieden

www.psiram.com/de/index.php/Oliver_Janich

www.endstation-rechts.de/news/oliver-janich-auf-den-phili...

www.chemtrail.de/wp-content/uploads/2014/07/Plakat-1.jpg

www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html archive.fo/RIGza

www.vice.com/de/article/zn5zp4/montagsdemo-initiator-lars... archive.fo/rvlGa

www.facebook.com/photo.php?fbid=738335396209154&set=a...

www.vice.com/de/article/4w84dw/die-montagsdemos-interessi... archive.ph/ewMKC

www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html

www.zeit.de/politik/deutschland/2014-07/juergen-elsaesser... archive.fo/7tuaM

www.facebook.com/pedram.shahyar/posts/10203029098061185 archive.fo/vHtyl

web.archive.org/web/20150620012542/http://www.gegengerade... archive.ph/pogbG

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720302...

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720302...

www.klaus-blessing.de archive.ph/ueVWV

www.berliner-register.de/vorfall/mitte/antisemtismus-bei-... archive.is/WcDUl

wat.livejournal.com/115276.html archive.fo/1KeyT

lh5.googleusercontent.com/-nYewYhhsUZQ/U17WWZ5L7VI/AAAAAA... archive.fo/eB49U

 

sonstige, interessante Verweise:

www.n-tv.de/politik/Wer-bin-ich-und-wenn-ja-wie-viele-art...

www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article127895626/Frieden...

web.archive.org/web/20180330185022/http://aluhut-fuer-ken...(Die%20Linke,%2026.05.2014).pdf.pdf

dfg-vk.de/wp-content/uploads/2021/02/dossier_die_friedens...

genfmblog.wordpress.com/2014/

linksunten.indymedia.org/node/111235/

meedia.de/2014/03/03/klagemauer-tv-co-wie-der-ukraine-kon...

blog.zeit.de/stoerungsmelder/2014/04/16/reichsbuerger-neo...

web.archive.org/web/20160308015556/http://www.hagalil.com...

www.facebook.com/1550718815185914/posts/1593085914282537/ archive.ph/uOCCx

 

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Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

 

Rechtlicher Hinweis:

Copyright:

Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.

Nutzungsrecht:

Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.

Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!

Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: Juli 2014/Text überarbeitet im Dezember 2022

Am 10. November 2012 versuchte die NPD zum zweiten Mal innerhalb von acht Monaten in Frankfurt (Oder) aufzumarschieren. Insgesamt folgten etwa 120 Nazis aus Berlin und Brandenburg sowie kleineren Sektionen aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern folgten dem Aufruf "Raus aus der EU und Grenzen dicht".

 

Auch diesmal versuchte das Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)" den Naziaufmarsch zu stoppen. Jedoch anders als im März konnten die NPD-SympathisantInnen dank einer verschärften Polizeitaktik etwa 4km ungestört durch die Stadtteile Alt- und Neuberesinchen laufen, ehe sie auf der Leipziger Straße kurz vor erreichen des Stadtzentrums durch eine Blockade von mehreren hundert Gegendemonstrant_innen gestoppt wurden. Die NPD wollte an ihrer geplanten Route festhalten. Nach mehreren Stunden des Wartens verließen die ersten Nazis bereits den Aufmarsch in Richtung Hauptbahnhof, unter ihnen auch Sebastian Schmidtke, NPD-Landeschef von Berlin.

 

Nach einem versuchten Ausbruchsversuch seitens der Nazis brachen sie ihren Aufmarsch ab und und zogen gegen 17h wieder zurück zum Startpunkt ohne ihr eigentliches Ziel, die Grenzbrücke, zu erreichen.

 

Insgesamt waren über 600 Polizist_innen aus fünf Bundesländern sowie der Bundespolizei im Einsatz. Diese ging abseits der Kameras äußerst brutal gegen Gegendemonstrant_innen vor und verletzte mindestens zwei erheblich, so dass diese im Krankenhaus behandelt werden mussten. Es kam zu mehreren Gewahrsamnahmen.

 

Alle Rechte vorbehalten.

Gerade innerhalb der alten Stadtmauern, beim Wolfstor ist dieser Platz gelegen.

Just inside the old town wall, not far from the Wolfs tower is this small open space with it's own fountain.

Innerhalb der Stadt zählt der Neroberg, der Hausberg Wiesbadens, zu einem der beliebtesten Ausflugsziele. Die 245 Meter hohe Anhöhe, auf der auch der Neroberger Wein gedeiht, bietet neben der Aussicht über die Stadt auch mehrere Freizeitmöglichkeiten, darunter die "Erlebnismulde" für Kleinkunstaufführungen, einen Kletterpark, das Opel-Bad und ein Ausflugscafé. Ein Anziehungspunkt ist auch die Russische Kirche mit dem benachbarten russischen Friedhof.

 

Der runde Neroberg-Tempel wurde 1851 von Philipp Hoffmann errichtet.

Die Friedensquerfront beim „Marsch auf Berlin“

Unter dem Label der „Montagsdemos“ haben sich in den vergangenen Monaten in mehreren Städten Deutschlands dubiose Kundgebungen gebildet. Die Teilnehmer haben die Reste linker Anti-Hartz-IV-Montagsdemos unterwandert - oder, wie in Berlin, eigene Demos geschaffen und kungeln mit der alten Friedensbewegung, der ebenfalls die Unterwanderung droht.

Wer für Kriege verantwortlich ist, dazu haben die Veranstalter sehr spezielle Vorstellungen. Im Internet gibt es mehrere Kampagnen gegen die Presse. Es wird versucht, die deutschen Medien dahin zu bringen, über die Mahnwachen (und auch kritiklos) zu berichten. So wurde auf der Facebook-Seite Anonymus.Kollektiv, die sich massiv für die Montagsmahnwachen einsetzt, zum „digitalen Guerillakrieg“ auf den Facebook-Seiten deutscher Sender, Zeitungen und Magazine aufgerufen, auch umgangssprachlich: Informationskrieg/Infokrieg genannt.

Die Seite vermittelt den Anschein, als gehöre sie der Internet-Hackergruppe Anonymous an. Das war sie früher auch, doch vor einiger Zeit soll sie von einem ihrer Administratoren gekapert worden sein, der alle anderen Moderatoren aussperrte. Anonymous-Aktivisten distanzieren sich von diesem Kollektiv.

 

Der Deutschlandfunk schrieb dazu:

(...) Es war eine konzertierte Aktion: Auf den Facebook-Seiten des Deutschlandfunks genauso wie vieler ARD-Anstalten, des ZDF und auch großer Medien wie Spiegel, Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung wurden innerhalb weniger Stunden jeweils hunderte Kommentare abgesetzt. Tenor: Sie berichten nicht über regelmäßig stattfindende Montagsdemonstrationen und würden amerikanische Propaganda für einen Weltkrieg unterstützen.

(…) Weiterer Vorwurf: Die deutschen Medien recherchierten nur noch selten kritisch, sondern nur das, was ihnen vorgelegt wird

(…) die Foren und Facebook-Seiten von ARD, Tagesschau und anderen Medien wurden über Stunden mit Beleidigungen, Vorwürfen und Pamphleten bombardiert. Pauschal wurde ihnen Lüge, Manipulation, Zensur und Kriegshetze, vorgeworfen.

 

Die Verfasser sammeln sich in der rechtsoffenen „Friedensbewegung 2014“ und sind getrieben von der Vorstellung, dass die „Medien-Mafia“ einen 3. Weltkrieg gegen Russland entfesseln will, weshalb sie Friedensaktivisten ignorieren. Hintergrund ist der Ukraine-Krieg, der seit Ende 2013 in der Ukraine tobt und der von Putin gewonnen werden will, so wie dieser Autokrat auch schon die Krim erfolgreich völkerrechtswidrig annektieren konnte. Dafür braucht es Kriegspropaganda, Fake-News bzgl. Westen und NATO, Gräuelfotos, massig Verschwörungsmythen sowie eine große Bewegung, die diese Kriegspropaganda getarnt als Frieden unter die Gesellschaft bringt.

 

Am 19. Juli 2014 fand daher in Berlin die erste zentralisierte bundesweite „Mahnwache für den Frieden“ statt, zu der bundesweite Orga´s zusammen kamen. „Sie soll die Kräfte der seit Monaten in der Republik stattfindenden Montagsdemos bündeln“. Anwesend waren u.a. Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und Oliver Janich.

 

Querfront par excellence

„Hallo liebe Neonazis, Antisemiten und Verschwörungstheoretiker“, begrüßte der QAnon-Verschwörungsgläubige und Rechtsextremist Oliver Janich die paar hundert Demonstranten, die sich bei brütender Hitze vor dem Berliner Roten Rathaus unweit des Neputnbrunnens eingefunden hatten. Nach einer ersten Schrecksekunde jubelten sie.

Die Nähe zum Alexanderplatz war nicht unüberlegt gewählt worden, laut Aufruf „Wende 2.0“ bezog man sich explizit auf die Demo vom 4. November 1989, an der sich über 500.000 Menschen beteiligten. Es war der Meilenstein der friedlichen Revolution der DDR. Der Neptunbrunnen ist aber eben nicht der Alexanderplatz.

Der im späteren Verlauf auf die Philippinen flüchtende Janich wurde am 17. August 2022 auf Grundlage eines deutschen Haftbefehls festgenommen. Er soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Die Staatsanwaltschaft München gab gegenüber dem „Spiegel“ bekannt, dass Ermittlungen gegen den ehemaligen Wirtschaftsjournalisten geführt werden. Es bestehe der Verdacht, „dass der Beschuldigte im Jahr 2020 bzw. 2021 – jeweils öffentlich über Telegram – eine andere Person beleidigte, dazu aufrief, die Exekution einer prominenten Person durchzuführen und die Tötung damaliger Regierungsmitglieder von Bund und Ländern“ in Deutschland forderte.

 

Es sollte ein großer Tag für die Mahnwachen werden, der Organisator der Berliner Mahnwache, Lars Mährholz, sprach immer wieder von 90 Städten bundesweit, von zehntausenden Abgesandten aus ganz Deutschland, die kommen würden.

Ken Jebsen nannte die Demo anfangs „Marsch auf Berlin“ und einige Kommentatoren dürften dabei schon feuchte Schlüpfer bekommen haben, die schon eine Massenbewegung sahen, die den Reichstag stürmt.

 

Vor Janich sprach Jürgen Elsässer unter immer wieder aufbrausenden Szenenapplaus. Der rechtsextreme Herausgeber des Magazins „Compact“ hat eine vielschichtige Karriere hinter sich. Als einstiger Kommunist war er bei der jungen welt, Neues Deutschland und beim Freitag bis zur „antideutschen“ Zeitschrift Jungle World und konkret.

Live hörte sich das dann so an: „Mein Name ist Jürgen Elsässer und meine Zielgruppe bleibt – das Volk“.

Vom Zionismus mochte er reden. Wehrlose Frauen, Kinder und alte Menschen würden ermordet. „Wer vom Zionismus nicht reden darf, muss auch vom Faschismus schweigen“, sagte er. Die "Ukrainekrise" sei Folge von "Nato-Faschismus", Putin habe keine Schuld. Auch sei es gut möglich, dass die Passagiermaschine von den „Nato-Faschisten“ in Kiew abgeschossen worden sei. Der Terroranschlag des 11. September 2001 sei schließlich auch ein „Inside Job“ gewesen.

„Immer waren Russen und Deutsche in Freundschaft verbunden, egal ob unter Bismarck oder unter Willy Brandt, war es gut nicht nur für unsere beiden Völker, sondern für den ganzen Kontinent“, sagte Elsässer unter geflissentlicher Auslassung des Hitler-Stalin-Pakts. Er sagte noch viel mehr, die Umstehenden jubelten und applaudierten.

Niemand protestierte.

 

Schon lange gilt Elsässer als Kreml-Propagandist, sei es dadurch, dass er seine Familienpolitik glorifiziert und den Initiatoren der ekelhaften Homo-Gesetzgebung Russlands eine Bühne bietet. Oder eben auch in jener Rede am Tag, wo er die deutsch-russische Freundschaft beschwörte, die seiner Meinung nach schon immer gut für die beiden „Völker“, ja für den ganzen Kontinent gewesen sei. Wie in dem Zusammenhang der Hitler-Stalin-Pakt zu sehen ist, ließ er leider aus. Sein politischer Aktivismus für das Konzept Eurasien reicht von der Gründung von Anti-EU-Initiativen über die Herausgabe seines Magazins bis hin zum publizistischen Einsatz für die in Teilen rechtsextremen Partei der AfD.

Wie immer schöpfte Elsässer aus seinem üblichen Repertoire und sprach weiter über die „Neue Weltordnung“, die von den „Eliten“ gesteuert wird, die „Sprachpolizei“ und die Political Correctness. Zionismus und Faschismus setzt er gleich und nannte die israelische Politik Völkermord. Als er Angela Merkel mit der Aussage „Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung“ zitierte, kamen Buhrufe aus dem Publikum.

  

In Berlin existiert seit Anfang Juli eine zweite Mahnwache (AK Berlin) und zwar: auf dem Alexanderplatz. Sie hat sich von der bisherigen abgespalten, da man seit dem Auftreten von Pedram Shahyar und der Distanzierung von Elsässer zu stark linke Tendenzen vermutet hat. Eine kategorische Distanzierung von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie wird von dieser Gruppe kritisiert, weswegen sich hier auch die größten Fürsprecher von Elsässer finden.

Immer wieder wiesen Mährholz und seine Anhänger darauf hin, dass es sich um eine politisch nicht gebundene Bewegung handelt, die weder rechts noch links sei. Jeder solle sich seine eigene Meinung bilden. Die Empfehlungslinks auf seiner Internetseite gehen jedoch fast alle in bestimmte Richtungen: Neben der Pauschalverurteilung der FED, die Mährholz als „private Bank“ bezeichnet, sind dort unter anderem eine Parteinahme für Russland sowie gegen die USA und Europa, eine pauschale Verdammung aller „Systemmedien“ sowie die Leugnung der Existenz des deutschen Staates zu finden.

Zum Thema Ukraine-Konflikt wird meist unreflektiert die Meinung der russischen Staatsmedien wiedergegeben. Im Gegenzug senden diese wohlwollende Beiträge über Mährholz‘ Friedensbewegung. Zeitweise verlinkte Mährholz auf ein Video von Karl Richter, einem Mitarbeiter der sächsischen NPD-Landtagsfraktion. Darin wirft Richter Deutschland, der EU und den USA vor, aktiv mit „faschistischen Mörderbanden“ in der Ukraine zu kooperieren. Inzwischen ist dieser Verweis verschwunden. In einer Video-Stellungnahme auf YouTube distanzierte sich Mährholz jedoch ausdrücklich nicht von den Inhalten von Richters Rede.

 

Demagogen locken Gutwillige auf „Friedensdemos“ – für Putins völkisches Eurasien, gegen Zins, amerikanische Notenbank und andere „Volksfremde“. Mal leugnen sie den Holocaust, mal schieben sie ihn dem „angloamerikanischen Finanzkapital“ in die Schuhe – bei „bestimmten Kreisen“ weiß dann jeder Antisemit, was gemeint ist. Kritiker diffamieren sie als „antideutsche SA“ oder „SAntifa“ und verharmlosen so den NS-Terror.

Sie knüpfen dabei an „linken“ Antiimperialismus an, der nahtlos in völkischen Antiamerikanismus übergeht. Dazu passt: der ehemalige Staatssekretär der DDR Klaus Blessing trat ebenfalls bei den Mahnwachen als Redner auf, der ansonsten beim rechten Compact-Magazin, aber auch beim Neuen Deutschland verortet ist.

Sie basteln brachiale Freund-Feind-Muster und nehmen einen antibürgerlichen Habitus ein. Das alles lässt sich auf den ersten Blick von vulgärlinken Orientierungen schwer unterscheiden.

So unappetitlich und absurd die verbreiteten Thesen auch sind, tausende Menschen lassen sich derzeit von der russischen Propagandamaschinerie zum politischen Aktionismus bewegen. Bei einigen mag politische Naivität eine Rolle spielen, andere dürften sich freuen über den Sumpf aus Antisemiten, Reichsbürgern, Neonazis, Chemtrail-Theoretikern, Anhängern der Truther-Bewegung und all den anderen obskuren Rechten, die um Einfluss buhlen – getreu dem Motto: Deutschland erwache.

Das kleinbürgerlich nationalistische Spektrum der „Montagsmahnwachen“ entsprach weitgehend der Leserschaft von Compact: Ressentiment geladener Antiamerikanismus, Deutschnationalismus und Verehrung für Putins Politik für ein eurasisch, völkisches Russland.

Berlin Register zur Erfassung antisemitischer, rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle dokumentierte für diesen Tag einen Eintrag über antisemitische Verschwörungsmythen und der Gleichsetzung von Israel mit den Nationalsozialisten.

 

Nachtrag

Nur ein paar Wochen zuvor gab es in Frankfurt am Main eine Pro-Russland-Demo, die mit Friedenstaube und dem Motto: „Das Problem heisst nicht Putin, sondern NATO“ sehr konzentriert erschien und bei der sich auch Regimeunterstützer des syrischen Diktators Baschar Al-Assad untermischten. Kinder in Uniform wurden mit Spielzeug-Kalaschnikows präsentiert und die massive Beflaggung erinnerte an die ProSyrien/ProRussland Demonstrationen sowie den Friedenswinter in Berlin, nur das bei der Rallye in Frankfurt auch eine Menge Deutschlandflaggen zugegen waren. Was die Mehrheit dieser devoten Teilnehmer eint: sie haben ein Faible für (ausländische) Regime und für autoritäre Führerfiguren.

 

hinzugezogene Quellen:

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste... archive.fo/5igBE

www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste...

www.tagesschau.de/inland/mahnwachen100.html archive.fo/u2unH oder web.archive.org/web/20140417023317/http://www.tagesschau....

de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_(Kollektiv)#Gefälschter_Facebook-Auftritt

www.berliner-zeitung.de/politik/montagsdemos-voelkische-f...

taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/

de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_der_Ukraine_seit_2014

de.wikipedia.org/wiki/Mahnwachen_für_den_Frieden

www.psiram.com/de/index.php/Oliver_Janich

www.endstation-rechts.de/news/oliver-janich-auf-den-phili...

www.chemtrail.de/wp-content/uploads/2014/07/Plakat-1.jpg

www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html archive.fo/RIGza

www.vice.com/de/article/zn5zp4/montagsdemo-initiator-lars... archive.fo/rvlGa

www.facebook.com/photo.php?fbid=738335396209154&set=a...

www.vice.com/de/article/4w84dw/die-montagsdemos-interessi... archive.ph/ewMKC

www.nd-aktuell.de/artikel/939739.das-ist-demokratie.html

www.zeit.de/politik/deutschland/2014-07/juergen-elsaesser... archive.fo/7tuaM

www.facebook.com/pedram.shahyar/posts/10203029098061185 archive.fo/vHtyl

web.archive.org/web/20150620012542/http://www.gegengerade... archive.ph/pogbG

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720302...

www.flickr.com/photos/sozialfotografie/albums/72177720302...

www.klaus-blessing.de archive.ph/ueVWV

www.berliner-register.de/vorfall/mitte/antisemtismus-bei-... archive.is/WcDUl

wat.livejournal.com/115276.html archive.fo/1KeyT

lh5.googleusercontent.com/-nYewYhhsUZQ/U17WWZ5L7VI/AAAAAA... archive.fo/eB49U

 

sonstige, interessante Verweise:

www.n-tv.de/politik/Wer-bin-ich-und-wenn-ja-wie-viele-art...

www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article127895626/Frieden...

web.archive.org/web/20180330185022/http://aluhut-fuer-ken...(Die%20Linke,%2026.05.2014).pdf.pdf

dfg-vk.de/wp-content/uploads/2021/02/dossier_die_friedens...

genfmblog.wordpress.com/2014/

linksunten.indymedia.org/node/111235/

meedia.de/2014/03/03/klagemauer-tv-co-wie-der-ukraine-kon...

blog.zeit.de/stoerungsmelder/2014/04/16/reichsbuerger-neo...

web.archive.org/web/20160308015556/http://www.hagalil.com...

www.facebook.com/1550718815185914/posts/1593085914282537/ archive.ph/uOCCx

 

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© Streichphotography

 

Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

 

Rechtlicher Hinweis:

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Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.

Nutzungsrecht:

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Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!

Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: Juli 2014/Text überarbeitet im Dezember 2022

Zwei spektakuläre Stadtkurse innerhalb einer Woche: Auf die Formel 1-Premiere in Baku folgt das DTM-Saisonhighlight auf dem Norisring

 

Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten vom Wochenende

Neuigkeiten aus den Mercedes-AMG Motorsport-Teams

3 Fragen an Robert Wickens

Social Media News: Was ...

 

www.motorholic.de/motorsport/formel1/fahrerlager-geschich...

Mit einem Banner wurde innerhalb und außerhalb von Hofer Filialen gezeigt: "Ernährungssouverenität gibt es nicht an der Supermarkt-Kassa!". Kein Konzern darf diesen Begriff für sich vereinnahmen! Ernährungssouveränität setzt den akuten Krisen unserer Zeit die Vision einer bäuerlichen und vielfältigen Landwirtschaft, die unser Klima schützt entgegen. Dazu müssen jene die Lebensmittel produzieren, verarbeiten und verteilen, mitentscheiden, wie wir uns künftig ernähren.

heute ist es möglich, innerhalb kürzester zeit in die entferntesten regionen der welt zu reisen. man kann weltweit feststellen, daß der tourismus einheitliche strukturen und formen entwickelt hat. touristische Angebote, ja ganze reiseziele werden austauschbar. die tourismusindustrie steht in den kommenden jahren vor riesigen herausforderungen. geht es doch darum, das know how, das kapital in jene länder zu bringen, wo die größten zukunftshoffnungen liegen. weltweit haben praktisch alle volkswirtschaften den tourismus als entwicklungsförderer entdeckt. die so entstandenen überkapazitäten in allen touristischen sparten – bei den verkehrs-trägern, im beherbergungssektor, in sport- und freizeiteinrichtungen, bei den eventangeboten – werden zum motor der globalisierung.

Am 10. November 2012 versuchte die NPD zum zweiten Mal innerhalb von acht Monaten in Frankfurt (Oder) aufzumarschieren. Insgesamt folgten etwa 120 Nazis aus Berlin und Brandenburg sowie kleineren Sektionen aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern folgten dem Aufruf "Raus aus der EU und Grenzen dicht".

 

Auch diesmal versuchte das Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)" den Naziaufmarsch zu stoppen. Jedoch anders als im März konnten die NPD-SympathisantInnen dank einer verschärften Polizeitaktik etwa 4km ungestört durch die Stadtteile Alt- und Neuberesinchen laufen, ehe sie auf der Leipziger Straße kurz vor erreichen des Stadtzentrums durch eine Blockade von mehreren hundert Gegendemonstrant_innen gestoppt wurden. Die NPD wollte an ihrer geplanten Route festhalten. Nach mehreren Stunden des Wartens verließen die ersten Nazis bereits den Aufmarsch in Richtung Hauptbahnhof, unter ihnen auch Sebastian Schmidtke, NPD-Landeschef von Berlin.

 

Nach einem versuchten Ausbruchsversuch seitens der Nazis brachen sie ihren Aufmarsch ab und und zogen gegen 17h wieder zurück zum Startpunkt ohne ihr eigentliches Ziel, die Grenzbrücke, zu erreichen.

 

Insgesamt waren über 600 Polizist_innen aus fünf Bundesländern sowie der Bundespolizei im Einsatz. Diese ging abseits der Kameras äußerst brutal gegen Gegendemonstrant_innen vor und verletzte mindestens zwei erheblich, so dass diese im Krankenhaus behandelt werden mussten. Es kam zu mehreren Gewahrsamnahmen.

 

Alle Rechte vorbehalten.

.juchei: TROUBLE X geht auf reisen, teil 10!

 

...nach einem jahr auf tour wird die aktuelle ausstellung von TROUBLE X zum letzten mal zu sehen sein, diesmal in dresden. im links-alternativen wohnprojekt RM 16 wird es innerhalb einer woche sowohl eine aufregende vernissage als auch eine spannende finnisage mit dj_anes, schirm, charme und melone (= sekt, zines & merch) geben.

...ich freu mich schon sehr!

 

:t:

 

.details:

.vernissage: 17. oktober, 19h (+ sekt, zines & merch).

.öffnungs-zeiten: .täglich 16-20h.

.finissage mit dj_anes: 23. oktober, 20h.

.robertz-matzke str. 16.

.dresden.

 

...unmittelbar vor der vernissage wird es ab 14 uhr einen work­shop mit dr. heinz-​jür­gen voß zum thema "queer theo­ry und ka­pi­ta­lis­mus­kri­tik -​ eine not­wen­di­ge ver­bin­dung" geben!

.wie passend!

...und nach der finnissage gehts für die, die lust haben, noch zusammen weiter zu queerbeats!

 

...aus der ausstellungs-ankündigung:

 

"Die Ausdrucksstärke von Comics wird häufig unterschätzt. Erlebnisse aus dem Alltag sind als Inhalt kaum üblich. Das Format ist bekannt als lustige, bunte unterhaltende Bildergeschichte für Kinder. Bei den trouble x Comix aus Berlin ist das anders, sie thematisieren Konflikte, die mit den Gewohnheiten des Alltags entstehen. Ein A4 Comicstrip erzählt ...in schwarzweiß von den Schwierigkeiten die eigene Identität in der Realität durchzusetzen. Die Zeichnungen sind ein Versuch erfahrene Fremdzwänge und ersehntes Selbstkonzept auszubalancieren und verletzte, enttäuschte und entrüstete Gefühle auszudrücken. Das Ich, welches den Geschichten zu Grunde gelegt ist, hat eine plurale, linke und queere Identität. Die Fähigkeit sich mit sich selbst zu identifizieren, führt so zu einer Verfolgungsjagd pluraler Widersprüche: ?what do you want to be? boy or girl? both or none??

Um auf Prozesse aufmerksam zu machen, die Identität einschränken und die Schwierigkeiten des Ausbruchs aus einer festen Identität zu verdeutlichen, zeigen wir die trouble x-Arbeiten in einer kleinen Ausstellung vom 17. bis 23. Oktober in der Robert-Matzke-str. 16."

 

Kapelle innerhalb der Fuggerei.

Henrik Freischlader hat sich innerhalb von drei Jahren mit über 500 Konzerten und drei erfolgreichen CDs seinen Platz an der Spitze der Bluesszene erobert. Von einigen Musikkritikern schon zu Beginn seiner Kariere prophezeit, ist Henrik heute genau da, wo er immer sein wollte. Freischlager nutzt Blues als Sprache, als lebendige Form des Ausdrucks für Schmerz und Trauer, Ärger und Zorn, Humor und Freude, wodurch dem treuen und dankbaren Publikum immer wieder von neuem Einblick in die Virtuosität seiner schier unbegrenzten musikalischen Möglichkeiten gegeben wird.

1000 Personen bei verschwörungsideologischen Aufmarsch durch Freiberg – Polizei ist beim Gegenprotest

 

Ende November und Anfang Dezember schaffte es die sächsische Kleinstadt Freiberg an jedem Montagabend in die Nachrichten. Innerhalb weniger Wochen kristallisierte sich Freiberg als eine Art Hochburg der Corona-Proteste heraus. Nach wochenlanger starker Zurückhaltung der Polizei bei den als Spaziergängen beworbenen Aufmärschen durch die Innenstadt, zeigte man bei entsprechender medialer Präsenz auch ein härteres Vorgehen.

Doch davon ist man am Abend des 17.01.2022 weit entfernt. An diesem Montagabend wurden im Stadtgebiet insgesamt 14 Versammlungen angezeigt, darunter auch eine Gegenkundgebung unter dem Motto: „Für ein Miteinander – gegen Corona“. Die Teilnehmenden der anderen Kundgebungen, darunter Versammlungen der AfD, schlossen sich um kurz nach 18 Uhr zu einem Aufmarsch zusammen. Obwohl es im Voraus keine große Mobilisation gab, schlossen sich dieser Demonstration etwa 1000 Personen an. Bis auf wenige Ausnahmen schienen die Teilnehmenden auch alle aus Freiberg zu kommen. Auch ein paar zum Teil vermummte Neonazis und augenscheinliche Reichsbürger schlossen sich dem Aufmarsch an und liefen Hand in Hand mit Familien und Personen aus dem Gesundheitswesen.

Nachdem in der ersten Hälfte des Aufzuges keine Polizei zu sehen war, zeigte sich beim Passieren des bürgerlichen Gegenprotest, wo sich die Beamt*innen aufhielten. Dieser war umstellt mit zahlreichen Polizeiwagen, um laut Polizei ein „Aufeinandertreffen“ der Versammlungen zu verhindern. Die rund 1000 Personen zogen ohne Abstand und Maske auch vorbei am Kreiskrankenhaus Freiberg bevor der Aufmarsch vor dem Albertpark endete und sich langsam auflöste.

Einige offensichtlich betrunkene Männer begannen die wenigen anwesenden Polizist*innen zu bepöbeln. Diese verhielten sich sehr passiv und versuchten die Männer freundschaftlich zu beruhigen, nachdem diese die Beamt*innen bereits beleidigt und mehrfach gegen ein Polizeiauto geschlagen hatten. Die Männer nahmen nun die wenigen anwesenden Journalist*innen in den Fokus. Sie begannen eine Reporterin der Sächsischen Zeitung verbal als „Pressefotze“ zu beleidigen. Auch wir wurden unteranderem als „Scheiß Juden“ bezeichnet, bevor ein Mann unseren Begleitschutz angriff.

Die Polizei ging ab diesem Zeitpunkt dazwischen, sah sich aber nicht in der Pflicht gegen eine der Personen eine polizeiliche Maßnahme durchzuführen. Stattdessen forderte ein Polizist uns auf, unsere Arbeit einzustellen, da die Kamera „unnötig provozieren“ würde. Anschließend kehrte langsam Ruhe in Freiberg ein.

Was bleibt ist das Gefühl, dass die Politik Gefahr läuft, in Kleinstädten wie Freiberg dauerhaft Teile der Stadtgesellschaft zu verlieren. Gerade die persönlichen Einschnitte in das Leben der Menschen macht es extrem Rechten Kräften wie der Kleinstpartei „Freie Sachsen“ umso leichter, die Menschen an sich zu binden. Freiberg scheint ein Exempel dieser Entwicklung zu sein.

 

Kernkraftwerk Mühleberg an der Aare im Kanton Bern der Schweiz

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Aare

 

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Die Aare (frz. Aar, veraltet Arole) ist ein Nebenfluss des R.heins in der Schweiz. Gemessen

an der W.assermenge, die sie dem R.hein zuführt, ist sie mit weitem Abstand vor M.osel,

M.ain und N.eckar der wichtigste N.ebenfluss.

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Ihre Gesamtlänge beträgt 291 km, das Gefälle 1`565 m, ihr E.inzugsgebiet 17'620 km²

und der mittlere Abfluss 590 m³/s. Sie ist der längste Fluss, der von seiner Q.uelle bis

zur M.ündung innerhalb der Schweiz bleibt.

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V e r l a u f

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Sie entspringt den A.argletschern (O.beraar- und U.nteraargletscher) im G.rimselgebiet

einige K.ilometer südlich von G.uttannen, passiert I.nnertkirchen und durchquert die tief

eingeschnittene A.areschlucht oberhalb von M.eiringen im H.aslital.

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Bei B.rienz mündet sie in den B.rienzersee. In den B.rienzersee mündet die L.ütschine

aus dem J.ungfraugebiet. Dann durchquert die A.are den T.hunersee, wo sie die K.ander

einschliesslich S.imme und E.ngstlige aufnimmt. Der B.rienzer- und der T.hunersee sind

schiffbar.

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Bei T.hun verlässt die A.are den T.hunersee und fliesst durch das breite A.aretal zwischen

M.ünsingen und dem B.elpberg nach B.ern. Im B.elpmoos treffen die G.ürbe und die G.iesse

zusammen und münden gemeinsam in die Aare.

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In B.ern macht die Aare einen engen B.ogen um die auf einem G.eländesporn errichtete

A.ltstadt, wo mit einer seit dem M.ittelalter bestehenden langen S.taustufe, der S.chwelle,

ein kurzer K.anal abgeleitet ist, und wenig unterhalb in ähnlicher W.eise um die E.ngehalbinsel,

bevor sie im W.ohlensee zur S.tromgewinnung gestaut wird.

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Nach der E.inmündung der S.aane bei O.ltigen südlich von A.arberg fliesst die Aare durch

den k.ünstlichen H.agneck - K.anal und bei H.agneck in den B.ielersee. Bei N.idau verlässt

sie den B.ielersee durch den N.idau-B.üren-K.anal, so dass sie vor B.üren wieder auf ihr

altes F.lussbett trifft.

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Die S.trecke des ursprünglichen Fl.usslaufs zwischen A.arberg und B.üren an der Aare,

die sogenannte A.lte Aare, bildet ein weites n.aturbelassenes G.ebiet, das nördlich des

K.anals um den weiten, bei der F.lusskorrektion abgeschnittenen A.ltlauf im so

genannten H.äftli ergänzt wird. Die A.arestrecke von N.idau bis S.olothurn ist ebenso

wie der B.ielersee s.chiffbar.

 

Von B.üren an der Aare an fliesst die Aare in einer weiten E.bene, die durch V.erlandung

des so genannten S.olothurner S.ees am Ende der letzten E.iszeit entstand, dem J.ura

entlang in nordöstlicher Richtung durch S.olothurn nach L.uterbach, wo die E.mme mündet.

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Sie fliesst dann an W.angen an der Aare, B.annwil, A.arwangen, W.olfwil, M.urgenthal,

A.arburg, O.lten und A.arau vorbei und schliesslich in einer engen K.lus durch B.rugg.

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Dann nimmt sie kurz nacheinander R.euss und L.immat auf. Diese G.egend wird

W.asserschloss der Schweiz genannt, da sich dort drei der w.asserreichsten F.lüsse

der Schweiz vereinigen. Die Landschaft rechts der Aare zwischen T.hun und A.arwangen

wurde früher K.lein-B.urgund genannt.

 

60 Gemeinden in den A.gglomerationen A.arau, O.lten und Z.ofingen bildeten um 2005

eine regionale P.artnerschaft unter der Bezeichnung A.areland rund um die N.etzstadt

A.arau / O.lten / Z.ofingen.

 

Von B.rugg an fliesst die Aare bei S.tilli durch eine breite K.lus im J.ura nach N.orden.

 

Zwischen dem O.rtsteil F.elsenau der G.emeinde L.euggern und K.oblenz (CH) gegenüber

von W.aldshut (DE) mündet sie in den R.hein. Bemerkenswert ist, dass die Aare mit

590 m³/s der wasserreichere Fluss von beiden ist (R.hein: 439 m³/s). Aus hydrologischer

Sicht ist also der R.hein ein N.ebenfluss der Aare, nicht umgekehrt.

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( BeschriebAare AlbumAare Aare Aar Arole Fluss River Fiume Rivière Río Reka

Joki 川 Wasser Water Eau )

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Fahrradtour von B.ern nach A.arberg am Samstag den 20. Juni 2009

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Mit dem Z.ug von B.ern nach O.bwerwangen

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O.berwangen / S.tation (BE - 575m) - O.berwangenhubel (BE - 656m) - R.uine O.berwangen -

S.tundenstein (BE - 638m) - C.hessiboden (BE - 638m) - H.eltiweg (BE - 633m) -

U.nterstrassacker (BE - 582m) - D.enkmal S.chlacht bei N.euenegg - S.unnenrain (BE - 629m) –

S.chönenbrunnen - T.annholzweid (BE - 636m) - S.andgrube (BE - 592m) – C.hutzen bei

B.ramberg - B.rambergdenkmal (BE - 635m) - S.üri (BE - 613m) - R.osshäusern (BE - 600m) -

S.chnurenmüli (BE - 548m) - L.ohwald (BE - 595m) - A.llenlüften (BE - 639m) - B.uech

(BE - 634m) - M.ühleberg (BE - 557m) - F.uchsenried (BE - 551m) – M.ühlebergstauwehr –

rechtes A.areufer - O.berruntigen (BE - 579m) – B.esuch G.üggelisloch - O.ltigen (BE - 462m) –

N.iederriedstauwehr - N.iederried (BE - 468m) – linkes A.areufer – S.tauwehr A.arberg –

B.ahnhof A.arberg (BE – 449m)

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Mit dem Z.ug zurück nach B.ern

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Hurni090620 AlbumZZZZ090620VelotourAarberg KantonBern

 

E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch

 

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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 270815

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NIF

Die Libellen (Odonata) bilden eine Ordnung innerhalb der Klasse der Insekten (Insecta). Von den 5680 im Jahr 2008[1] bekannten Arten treten in Mitteleuropa etwa 85 auf. Die Flügelspannweite der Tiere beträgt in der Regel zwischen 20 und 110 mm, die Art Megaloprepus coerulatus (Zygoptera, Pseudostigmatidae; also eine „Kleinlibelle“) kann allerdings sogar eine maximale Spannweite von 190 mm erreichen.

Am 10. November 2012 versuchte die NPD zum zweiten Mal innerhalb von acht Monaten in Frankfurt (Oder) aufzumarschieren. Insgesamt folgten etwa 120 Nazis aus Berlin und Brandenburg sowie kleineren Sektionen aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern folgten dem Aufruf "Raus aus der EU und Grenzen dicht".

 

Auch diesmal versuchte das Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)" den Naziaufmarsch zu stoppen. Jedoch anders als im März konnten die NPD-SympathisantInnen dank einer verschärften Polizeitaktik etwa 4km ungestört durch die Stadtteile Alt- und Neuberesinchen laufen, ehe sie auf der Leipziger Straße kurz vor erreichen des Stadtzentrums durch eine Blockade von mehreren hundert Gegendemonstrant_innen gestoppt wurden. Die NPD wollte an ihrer geplanten Route festhalten. Nach mehreren Stunden des Wartens verließen die ersten Nazis bereits den Aufmarsch in Richtung Hauptbahnhof, unter ihnen auch Sebastian Schmidtke, NPD-Landeschef von Berlin.

 

Nach einem versuchten Ausbruchsversuch seitens der Nazis brachen sie ihren Aufmarsch ab und und zogen gegen 17h wieder zurück zum Startpunkt ohne ihr eigentliches Ziel, die Grenzbrücke, zu erreichen.

 

Insgesamt waren über 600 Polizist_innen aus fünf Bundesländern sowie der Bundespolizei im Einsatz. Diese ging abseits der Kameras äußerst brutal gegen Gegendemonstrant_innen vor und verletzte mindestens zwei erheblich, so dass diese im Krankenhaus behandelt werden mussten. Es kam zu mehreren Gewahrsamnahmen.

 

Alle Rechte vorbehalten.

Am 10. November 2012 versuchte die NPD zum zweiten Mal innerhalb von acht Monaten in Frankfurt (Oder) aufzumarschieren. Insgesamt folgten etwa 120 Nazis aus Berlin und Brandenburg sowie kleineren Sektionen aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern folgten dem Aufruf "Raus aus der EU und Grenzen dicht".

 

Auch diesmal versuchte das Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)" den Naziaufmarsch zu stoppen. Jedoch anders als im März konnten die NPD-SympathisantInnen dank einer verschärften Polizeitaktik etwa 4km ungestört durch die Stadtteile Alt- und Neuberesinchen laufen, ehe sie auf der Leipziger Straße kurz vor erreichen des Stadtzentrums durch eine Blockade von mehreren hundert Gegendemonstrant_innen gestoppt wurden. Die NPD wollte an ihrer geplanten Route festhalten. Nach mehreren Stunden des Wartens verließen die ersten Nazis bereits den Aufmarsch in Richtung Hauptbahnhof, unter ihnen auch Sebastian Schmidtke, NPD-Landeschef von Berlin.

 

Nach einem versuchten Ausbruchsversuch seitens der Nazis brachen sie ihren Aufmarsch ab und und zogen gegen 17h wieder zurück zum Startpunkt ohne ihr eigentliches Ziel, die Grenzbrücke, zu erreichen.

 

Insgesamt waren über 600 Polizist_innen aus fünf Bundesländern sowie der Bundespolizei im Einsatz. Diese ging abseits der Kameras äußerst brutal gegen Gegendemonstrant_innen vor und verletzte mindestens zwei erheblich, so dass diese im Krankenhaus behandelt werden mussten. Es kam zu mehreren Gewahrsamnahmen.

 

Alle Rechte vorbehalten.

Dort befanden sich innerhalb des umzäunten und ummauerten Areals bis 1994 unzählige russische Einrichtungen wie Schulen, Geschäfte, Kindergärten, Theater, Schwimmbäder und Sportplätze. Seit 1994 sind die Truppen weg. Was haben sie hinterlassen? Eine riesige menschenleere Geisterstadt rund um Das Haus der Offiziere und der riesigen Infanterieschule.

Zum zweiten Mal innerhalb von sechs Tagen war die Horst-Haug-Halle in Schwaigern überfüllt. Die Heilbronner Stimme hatte zum Wahl-Talk geladen.

 

Im Anschluss war ich noch mit meinen Partnerin, meinen Eltern und zwei guten Freunden, die extra nach Schwaigern gekommen sind, im Lamm. Ich will mich an dieser Stelle auch bei all meinen Freunden und Verwandten bedanken, die mich im Wahlkampf unterstützen!

 

Am 10. November 2012 versuchte die NPD zum zweiten Mal innerhalb von acht Monaten in Frankfurt (Oder) aufzumarschieren. Insgesamt folgten etwa 120 Nazis aus Berlin und Brandenburg sowie kleineren Sektionen aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern folgten dem Aufruf "Raus aus der EU und Grenzen dicht".

 

Auch diesmal versuchte das Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)" den Naziaufmarsch zu stoppen. Jedoch anders als im März konnten die NPD-SympathisantInnen dank einer verschärften Polizeitaktik etwa 4km ungestört durch die Stadtteile Alt- und Neuberesinchen laufen, ehe sie auf der Leipziger Straße kurz vor erreichen des Stadtzentrums durch eine Blockade von mehreren hundert Gegendemonstrant_innen gestoppt wurden. Die NPD wollte an ihrer geplanten Route festhalten. Nach mehreren Stunden des Wartens verließen die ersten Nazis bereits den Aufmarsch in Richtung Hauptbahnhof, unter ihnen auch Sebastian Schmidtke, NPD-Landeschef von Berlin.

 

Nach einem versuchten Ausbruchsversuch seitens der Nazis brachen sie ihren Aufmarsch ab und und zogen gegen 17h wieder zurück zum Startpunkt ohne ihr eigentliches Ziel, die Grenzbrücke, zu erreichen.

 

Insgesamt waren über 600 Polizist_innen aus fünf Bundesländern sowie der Bundespolizei im Einsatz. Diese ging abseits der Kameras äußerst brutal gegen Gegendemonstrant_innen vor und verletzte mindestens zwei erheblich, so dass diese im Krankenhaus behandelt werden mussten. Es kam zu mehreren Gewahrsamnahmen.

 

Alle Rechte vorbehalten.

1000 Personen bei verschwörungsideologischen Aufmarsch durch Freiberg – Polizei ist beim Gegenprotest

 

Ende November und Anfang Dezember schaffte es die sächsische Kleinstadt Freiberg an jedem Montagabend in die Nachrichten. Innerhalb weniger Wochen kristallisierte sich Freiberg als eine Art Hochburg der Corona-Proteste heraus. Nach wochenlanger starker Zurückhaltung der Polizei bei den als Spaziergängen beworbenen Aufmärschen durch die Innenstadt, zeigte man bei entsprechender medialer Präsenz auch ein härteres Vorgehen.

Doch davon ist man am Abend des 17.01.2022 weit entfernt. An diesem Montagabend wurden im Stadtgebiet insgesamt 14 Versammlungen angezeigt, darunter auch eine Gegenkundgebung unter dem Motto: „Für ein Miteinander – gegen Corona“. Die Teilnehmenden der anderen Kundgebungen, darunter Versammlungen der AfD, schlossen sich um kurz nach 18 Uhr zu einem Aufmarsch zusammen. Obwohl es im Voraus keine große Mobilisation gab, schlossen sich dieser Demonstration etwa 1000 Personen an. Bis auf wenige Ausnahmen schienen die Teilnehmenden auch alle aus Freiberg zu kommen. Auch ein paar zum Teil vermummte Neonazis und augenscheinliche Reichsbürger schlossen sich dem Aufmarsch an und liefen Hand in Hand mit Familien und Personen aus dem Gesundheitswesen.

Nachdem in der ersten Hälfte des Aufzuges keine Polizei zu sehen war, zeigte sich beim Passieren des bürgerlichen Gegenprotest, wo sich die Beamt*innen aufhielten. Dieser war umstellt mit zahlreichen Polizeiwagen, um laut Polizei ein „Aufeinandertreffen“ der Versammlungen zu verhindern. Die rund 1000 Personen zogen ohne Abstand und Maske auch vorbei am Kreiskrankenhaus Freiberg bevor der Aufmarsch vor dem Albertpark endete und sich langsam auflöste.

Einige offensichtlich betrunkene Männer begannen die wenigen anwesenden Polizist*innen zu bepöbeln. Diese verhielten sich sehr passiv und versuchten die Männer freundschaftlich zu beruhigen, nachdem diese die Beamt*innen bereits beleidigt und mehrfach gegen ein Polizeiauto geschlagen hatten. Die Männer nahmen nun die wenigen anwesenden Journalist*innen in den Fokus. Sie begannen eine Reporterin der Sächsischen Zeitung verbal als „Pressefotze“ zu beleidigen. Auch wir wurden unteranderem als „Scheiß Juden“ bezeichnet, bevor ein Mann unseren Begleitschutz angriff.

Die Polizei ging ab diesem Zeitpunkt dazwischen, sah sich aber nicht in der Pflicht gegen eine der Personen eine polizeiliche Maßnahme durchzuführen. Stattdessen forderte ein Polizist uns auf, unsere Arbeit einzustellen, da die Kamera „unnötig provozieren“ würde. Anschließend kehrte langsam Ruhe in Freiberg ein.

Was bleibt ist das Gefühl, dass die Politik Gefahr läuft, in Kleinstädten wie Freiberg dauerhaft Teile der Stadtgesellschaft zu verlieren. Gerade die persönlichen Einschnitte in das Leben der Menschen macht es extrem Rechten Kräften wie der Kleinstpartei „Freie Sachsen“ umso leichter, die Menschen an sich zu binden. Freiberg scheint ein Exempel dieser Entwicklung zu sein.

 

1000 Personen bei verschwörungsideologischen Aufmarsch durch Freiberg – Polizei ist beim Gegenprotest

 

Ende November und Anfang Dezember schaffte es die sächsische Kleinstadt Freiberg an jedem Montagabend in die Nachrichten. Innerhalb weniger Wochen kristallisierte sich Freiberg als eine Art Hochburg der Corona-Proteste heraus. Nach wochenlanger starker Zurückhaltung der Polizei bei den als Spaziergängen beworbenen Aufmärschen durch die Innenstadt, zeigte man bei entsprechender medialer Präsenz auch ein härteres Vorgehen.

Doch davon ist man am Abend des 17.01.2022 weit entfernt. An diesem Montagabend wurden im Stadtgebiet insgesamt 14 Versammlungen angezeigt, darunter auch eine Gegenkundgebung unter dem Motto: „Für ein Miteinander – gegen Corona“. Die Teilnehmenden der anderen Kundgebungen, darunter Versammlungen der AfD, schlossen sich um kurz nach 18 Uhr zu einem Aufmarsch zusammen. Obwohl es im Voraus keine große Mobilisation gab, schlossen sich dieser Demonstration etwa 1000 Personen an. Bis auf wenige Ausnahmen schienen die Teilnehmenden auch alle aus Freiberg zu kommen. Auch ein paar zum Teil vermummte Neonazis und augenscheinliche Reichsbürger schlossen sich dem Aufmarsch an und liefen Hand in Hand mit Familien und Personen aus dem Gesundheitswesen.

Nachdem in der ersten Hälfte des Aufzuges keine Polizei zu sehen war, zeigte sich beim Passieren des bürgerlichen Gegenprotest, wo sich die Beamt*innen aufhielten. Dieser war umstellt mit zahlreichen Polizeiwagen, um laut Polizei ein „Aufeinandertreffen“ der Versammlungen zu verhindern. Die rund 1000 Personen zogen ohne Abstand und Maske auch vorbei am Kreiskrankenhaus Freiberg bevor der Aufmarsch vor dem Albertpark endete und sich langsam auflöste.

Einige offensichtlich betrunkene Männer begannen die wenigen anwesenden Polizist*innen zu bepöbeln. Diese verhielten sich sehr passiv und versuchten die Männer freundschaftlich zu beruhigen, nachdem diese die Beamt*innen bereits beleidigt und mehrfach gegen ein Polizeiauto geschlagen hatten. Die Männer nahmen nun die wenigen anwesenden Journalist*innen in den Fokus. Sie begannen eine Reporterin der Sächsischen Zeitung verbal als „Pressefotze“ zu beleidigen. Auch wir wurden unteranderem als „Scheiß Juden“ bezeichnet, bevor ein Mann unseren Begleitschutz angriff.

Die Polizei ging ab diesem Zeitpunkt dazwischen, sah sich aber nicht in der Pflicht gegen eine der Personen eine polizeiliche Maßnahme durchzuführen. Stattdessen forderte ein Polizist uns auf, unsere Arbeit einzustellen, da die Kamera „unnötig provozieren“ würde. Anschließend kehrte langsam Ruhe in Freiberg ein.

Was bleibt ist das Gefühl, dass die Politik Gefahr läuft, in Kleinstädten wie Freiberg dauerhaft Teile der Stadtgesellschaft zu verlieren. Gerade die persönlichen Einschnitte in das Leben der Menschen macht es extrem Rechten Kräften wie der Kleinstpartei „Freie Sachsen“ umso leichter, die Menschen an sich zu binden. Freiberg scheint ein Exempel dieser Entwicklung zu sein.

 

Die Friedensquerfront beim „Marsch auf Berlin“

Unter dem Label der „Montagsdemos“ haben sich in den vergangenen Monaten in mehreren Städten Deutschlands dubiose Kundgebungen gebildet. Die Teilnehmer haben die Reste linker Anti-Hartz-IV-Montagsdemos unterwandert - oder, wie in Berlin, eigene Demos geschaffen und kungeln mit der alten Friedensbewegung, der ebenfalls die Unterwanderung droht.

Wer für Kriege verantwortlich ist, dazu haben die Veranstalter sehr spezielle Vorstellungen. Im Internet gibt es mehrere Kampagnen gegen die Presse. Es wird versucht, die deutschen Medien dahin zu bringen, über die Mahnwachen (und auch kritiklos) zu berichten. So wurde auf der Facebook-Seite Anonymus.Kollektiv, die sich massiv für die Montagsmahnwachen einsetzt, zum „digitalen Guerillakrieg“ auf den Facebook-Seiten deutscher Sender, Zeitungen und Magazine aufgerufen, auch umgangssprachlich: Informationskrieg/Infokrieg genannt.

Die Seite vermittelt den Anschein, als gehöre sie der Internet-Hackergruppe Anonymous an. Das war sie früher auch, doch vor einiger Zeit soll sie von einem ihrer Administratoren gekapert worden sein, der alle anderen Moderatoren aussperrte. Anonymous-Aktivisten distanzieren sich von diesem Kollektiv.

 

Der Deutschlandfunk schrieb dazu:

(...) Es war eine konzertierte Aktion: Auf den Facebook-Seiten des Deutschlandfunks genauso wie vieler ARD-Anstalten, des ZDF und auch großer Medien wie Spiegel, Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung wurden innerhalb weniger Stunden jeweils hunderte Kommentare abgesetzt. Tenor: Sie berichten nicht über regelmäßig stattfindende Montagsdemonstrationen und würden amerikanische Propaganda für einen Weltkrieg unterstützen.

(…) Weiterer Vorwurf: Die deutschen Medien recherchierten nur noch selten kritisch, sondern nur das, was ihnen vorgelegt wird

(…) die Foren und Facebook-Seiten von ARD, Tagesschau und anderen Medien wurden über Stunden mit Beleidigungen, Vorwürfen und Pamphleten bombardiert. Pauschal wurde ihnen Lüge, Manipulation, Zensur und Kriegshetze, vorgeworfen.

 

Die Verfasser sammeln sich in der rechtsoffenen „Friedensbewegung 2014“ und sind getrieben von der Vorstellung, dass die „Medien-Mafia“ einen 3. Weltkrieg gegen Russland entfesseln will, weshalb sie Friedensaktivisten ignorieren. Hintergrund ist der Ukraine-Krieg, der seit Ende 2013 in der Ukraine tobt und der von Putin gewonnen werden will, so wie dieser Autokrat auch schon die Krim erfolgreich völkerrechtswidrig annektieren konnte. Dafür braucht es Kriegspropaganda, Fake-News bzgl. Westen und NATO, Gräuelfotos, massig Verschwörungsmythen sowie eine große Bewegung, die diese Kriegspropaganda getarnt als Frieden unter die Gesellschaft bringt.

 

Am 19. Juli 2014 fand daher in Berlin die erste zentralisierte bundesweite „Mahnwache für den Frieden“ statt, zu der bundesweite Orga´s zusammen kamen. „Sie soll die Kräfte der seit Monaten in der Republik stattfindenden Montagsdemos bündeln“. Anwesend waren u.a. Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und Oliver Janich.

 

Querfront par excellence

„Hallo liebe Neonazis, Antisemiten und Verschwörungstheoretiker“, begrüßte der QAnon-Verschwörungsgläubige und Rechtsextremist Oliver Janich die paar hundert Demonstranten, die sich bei brütender Hitze vor dem Berliner Roten Rathaus unweit des Neputnbrunnens eingefunden hatten. Nach einer ersten Schrecksekunde jubelten sie.

Die Nähe zum Alexanderplatz war nicht unüberlegt gewählt worden, laut Aufruf „Wende 2.0“ bezog man sich explizit auf die Demo vom 4. November 1989, an der sich über 500.000 Menschen beteiligten. Es war der Meilenstein der friedlichen Revolution der DDR. Der Neptunbrunnen ist aber eben nicht der Alexanderplatz.

Der im späteren Verlauf auf die Philippinen flüchtende Janich wurde am 17. August 2022 auf Grundlage eines deutschen Haftbefehls festgenommen. Er soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Die Staatsanwaltschaft München gab gegenüber dem „Spiegel“ bekannt, dass Ermittlungen gegen den ehemaligen Wirtschaftsjournalisten geführt werden. Es bestehe der Verdacht, „dass der Beschuldigte im Jahr 2020 bzw. 2021 – jeweils öffentlich über Telegram – eine andere Person beleidigte, dazu aufrief, die Exekution einer prominenten Person durchzuführen und die Tötung damaliger Regierungsmitglieder von Bund und Ländern“ in Deutschland forderte.

 

Es sollte ein großer Tag für die Mahnwachen werden, der Organisator der Berliner Mahnwache, Lars Mährholz, sprach immer wieder von 90 Städten bundesweit, von zehntausenden Abgesandten aus ganz Deutschland, die kommen würden.

Ken Jebsen nannte die Demo anfangs „Marsch auf Berlin“ und einige Kommentatoren dürften dabei schon feuchte Schlüpfer bekommen haben, die schon eine Massenbewegung sahen, die den Reichstag stürmt.

 

Vor Janich sprach Jürgen Elsässer unter immer wieder aufbrausenden Szenenapplaus. Der rechtsextreme Herausgeber des Magazins „Compact“ hat eine vielschichtige Karriere hinter sich. Als einstiger Kommunist war er bei der jungen welt, Neues Deutschland und beim Freitag bis zur „antideutschen“ Zeitschrift Jungle World und konkret.

Live hörte sich das dann so an: „Mein Name ist Jürgen Elsässer und meine Zielgruppe bleibt – das Volk“.

Vom Zionismus mochte er reden. Wehrlose Frauen, Kinder und alte Menschen würden ermordet. „Wer vom Zionismus nicht reden darf, muss auch vom Faschismus schweigen“, sagte er. Die "Ukrainekrise" sei Folge von "Nato-Faschismus", Putin habe keine Schuld. Auch sei es gut möglich, dass die Passagiermaschine von den „Nato-Faschisten“ in Kiew abgeschossen worden sei. Der Terroranschlag des 11. September 2001 sei schließlich auch ein „Inside Job“ gewesen.

„Immer waren Russen und Deutsche in Freundschaft verbunden, egal ob unter Bismarck oder unter Willy Brandt, war es gut nicht nur für unsere beiden Völker, sondern für den ganzen Kontinent“, sagte Elsässer unter geflissentlicher Auslassung des Hitler-Stalin-Pakts. Er sagte noch viel mehr, die Umstehenden jubelten und applaudierten.

Niemand protestierte.

 

Schon lange gilt Elsässer als Kreml-Propagandist, sei es dadurch, dass er seine Familienpolitik glorifiziert und den Initiatoren der ekelhaften Homo-Gesetzgebung Russlands eine Bühne bietet. Oder eben auch in jener Rede am Tag, wo er die deutsch-russische Freundschaft beschwörte, die seiner Meinung nach schon immer gut für die beiden „Völker“, ja für den ganzen Kontinent gewesen sei. Wie in dem Zusammenhang der Hitler-Stalin-Pakt zu sehen ist, ließ er leider aus. Sein politischer Aktivismus für das Konzept Eurasien reicht von der Gründung von Anti-EU-Initiativen über die Herausgabe seines Magazins bis hin zum publizistischen Einsatz für die in Teilen rechtsextremen Partei der AfD.

Wie immer schöpfte Elsässer aus seinem üblichen Repertoire und sprach weiter über die „Neue Weltordnung“, die von den „Eliten“ gesteuert wird, die „Sprachpolizei“ und die Political Correctness. Zionismus und Faschismus setzt er gleich und nannte die israelische Politik Völkermord. Als er Angela Merkel mit der Aussage „Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung“ zitierte, kamen Buhrufe aus dem Publikum.

  

In Berlin existiert seit Anfang Juli eine zweite Mahnwache (AK Berlin) und zwar: auf dem Alexanderplatz. Sie hat sich von der bisherigen abgespalten, da man seit dem Auftreten von Pedram Shahyar und der Distanzierung von Elsässer zu stark linke Tendenzen vermutet hat. Eine kategorische Distanzierung von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie wird von dieser Gruppe kritisiert, weswegen sich hier auch die größten Fürsprecher von Elsässer finden.

Immer wieder wiesen Mährholz und seine Anhänger darauf hin, dass es sich um eine politisch nicht gebundene Bewegung handelt, die weder rechts noch links sei. Jeder solle sich seine eigene Meinung bilden. Die Empfehlungslinks auf seiner Internetseite gehen jedoch fast alle in bestimmte Richtungen: Neben der Pauschalverurteilung der FED, die Mährholz als „private Bank“ bezeichnet, sind dort unter anderem eine Parteinahme für Russland sowie gegen die USA und Europa, eine pauschale Verdammung aller „Systemmedien“ sowie die Leugnung der Existenz des deutschen Staates zu finden.

Zum Thema Ukraine-Konflikt wird meist unreflektiert die Meinung der russischen Staatsmedien wiedergegeben. Im Gegenzug senden diese wohlwollende Beiträge über Mährholz‘ Friedensbewegung. Zeitweise verlinkte Mährholz auf ein Video von Karl Richter, einem Mitarbeiter der sächsischen NPD-Landtagsfraktion. Darin wirft Richter Deutschland, der EU und den USA vor, aktiv mit „faschistischen Mörderbanden“ in der Ukraine zu kooperieren. Inzwischen ist dieser Verweis verschwunden. In einer Video-Stellungnahme auf YouTube distanzierte sich Mährholz jedoch ausdrücklich nicht von den Inhalten von Richters Rede.

 

Demagogen locken Gutwillige auf „Friedensdemos“ – für Putins völkisches Eurasien, gegen Zins, amerikanische Notenbank und andere „Volksfremde“. Mal leugnen sie den Holocaust, mal schieben sie ihn dem „angloamerikanischen Finanzkapital“ in die Schuhe – bei „bestimmten Kreisen“ weiß dann jeder Antisemit, was gemeint ist. Kritiker diffamieren sie als „antideutsche SA“ oder „SAntifa“ und verharmlosen so den NS-Terror.

Sie knüpfen dabei an „linken“ Antiimperialismus an, der nahtlos in völkischen Antiamerikanismus übergeht. Dazu passt: der ehemalige Staatssekretär der DDR Klaus Blessing trat ebenfalls bei den Mahnwachen als Redner auf, der ansonsten beim rechten Compact-Magazin, aber auch beim Neuen Deutschland verortet ist.

Sie basteln brachiale Freund-Feind-Muster und nehmen einen antibürgerlichen Habitus ein. Das alles lässt sich auf den ersten Blick von vulgärlinken Orientierungen schwer unterscheiden.

So unappetitlich und absurd die verbreiteten Thesen auch sind, tausende Menschen lassen sich derzeit von der russischen Propagandamaschinerie zum politischen Aktionismus bewegen. Bei einigen mag politische Naivität eine Rolle spielen, andere dürften sich freuen über den Sumpf aus Antisemiten, Reichsbürgern, Neonazis, Chemtrail-Theoretikern, Anhängern der Truther-Bewegung und all den anderen obskuren Rechten, die um Einfluss buhlen – getreu dem Motto: Deutschland erwache.

Das kleinbürgerlich nationalistische Spektrum der „Montagsmahnwachen“ entsprach weitgehend der Leserschaft von Compact: Ressentiment geladener Antiamerikanismus, Deutschnationalismus und Verehrung für Putins Politik für ein eurasisch, völkisches Russland.

Berlin Register zur Erfassung antisemitischer, rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle dokumentierte für diesen Tag einen Eintrag über antisemitische Verschwörungsmythen und der Gleichsetzung von Israel mit den Nationalsozialisten.

 

Nachtrag

Nur ein paar Wochen zuvor gab es in Frankfurt am Main eine Pro-Russland-Demo, die mit Friedenstaube und dem Motto: „Das Problem heisst nicht Putin, sondern NATO“ sehr konzentriert erschien und bei der sich auch Regimeunterstützer des syrischen Diktators Baschar Al-Assad untermischten. Kinder in Uniform wurden mit Spielzeug-Kalaschnikows präsentiert und die massive Beflaggung erinnerte an die ProSyrien/ProRussland Demonstrationen sowie den Friedenswinter in Berlin, nur das bei der Rallye in Frankfurt auch eine Menge Deutschlandflaggen zugegen waren. Was die Mehrheit dieser devoten Teilnehmer eint: sie haben ein Faible für (ausländische) Regime und für autoritäre Führerfiguren.

 

hinzugezogene Quellen:

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www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-montagsdemos-wer-ste... archive.fo/5igBE

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www.tagesschau.de/inland/mahnwachen100.html archive.fo/u2unH oder web.archive.org/web/20140417023317/http://www.tagesschau....

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www.berliner-register.de/vorfall/mitte/antisemtismus-bei-... archive.is/WcDUl

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lh5.googleusercontent.com/-nYewYhhsUZQ/U17WWZ5L7VI/AAAAAA... archive.fo/eB49U

 

sonstige, interessante Verweise:

www.n-tv.de/politik/Wer-bin-ich-und-wenn-ja-wie-viele-art...

www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article127895626/Frieden...

web.archive.org/web/20180330185022/http://aluhut-fuer-ken...(Die%20Linke,%2026.05.2014).pdf.pdf

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genfmblog.wordpress.com/2014/

linksunten.indymedia.org/node/111235/

meedia.de/2014/03/03/klagemauer-tv-co-wie-der-ukraine-kon...

blog.zeit.de/stoerungsmelder/2014/04/16/reichsbuerger-neo...

web.archive.org/web/20160308015556/http://www.hagalil.com...

www.facebook.com/1550718815185914/posts/1593085914282537/ archive.ph/uOCCx

 

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Vielen Dank!

Stand: Juli 2014/Text überarbeitet im Dezember 2022

Am 29.10.2025 habe ich mich entschlossen, nach der Schule fotografieren zu gehen, weil vermeintlich Vollsonne geschienen hat. Als ich dann allerdings in Mühldorf angekommen war, erblickte ich eine Enttäuschung: In Richtung Stelle zogen sehr viele Quellwolken auf. Ich entschied mich allerdings trotzdem zur Stelle zu fahren. Dort angekommen, bemerkte ich die fehlende Sonne und aufgrund des mangelnden Güterverkehrs wollte ich Richtung Zuhause aufbrechen. Doch ich sah, dass eine Fahrstraße nach Mühldorf aufgezogen wurde und die Sonne durch einer Wolkenlücke wieder scheint. Es war MEV 2159 264 mit Kesselwagen. Als ich wieder glücklich gehen wollte, rollte die weiße 248 995 mit einer unbekannten 212, beide in Smartrails Besitz, auf mich zu. Durch die wieder auferstandene Sonne gelangen mir beide Bilder sonnig.

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erbaut 1548 als Beobachtungs- und Verteidigungsanlage innerhalb des massiven Verteidigungssystems der Medici-Familie, Architekten: Giovanni Camerini und Giovan Battista Belluzzi;

Der Turm selbst wird vermutlich innerhalb der nächsten 8 bis 10 Jahre die Steilküste hinab stürzen, da sich der Küstenabbruch in den letzten Jahren verdoppelt hat und nun rund fünf Meter jährlich beträgt. Aus Wikipedia

 

It was expected that the tower would fall into the sea by 2023; however, works to relocate the lighthouse started on 14 August 2019, and on 22 October 2019 the 23 metres (75 ft) high lighthouse, weighing 720 tonnes, was moved 70 m (230 ft) inland on specially built rails. The cost of the move was 5 million Danish kroner (£0.6m; €0.7m; $0.75m) and was paid by Hjørring Council with government funding. The move is expected to secure the future of the lighthouse at least until around 2060.

aus Wikipedia

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