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Photo: Landschaft bei Schloss Freudenberg, Wiesbaden-Dotzheim
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Unendlicher Erbarmer
1.) Unendlicher Erbarmer,
Erstaunend bet ich vor dir an.
Wer bin ich Staub, ich Armer,
Dass du so viel an mir getan?
Entflamme mein Gemüt,
Das deinen Ruhm besingt,
Und für so reiche Güte
Ein schwaches Opfer (a) bringt.
Mir folgte ja dein Segen
Bisher von Schritt zu Schritt,
Und auf gebahnten Wegen
Ging Gnad' und Wahrheit mit.
2.) Doch wie viel schöne Stunden
Der schnell entflohnen Gnadenzeit
Sind ungebraucht entschwunden
Und im Geräusch der Welt entweiht!
Wie viele von den Gaben,
Die gnädig du geschenkt,
Hab ich zeither vergraben,
Auf's Eitle hingelenkt!
Wie war ich doch träge
Zu tun, was mir gebührt.
Wie langsam auf dem Wege,
Der in den Himmel führt!
3.) Lass, Vater, Gnade finden
Die Seele, die nicht ruhen kann,
Als bis die Last der Sünden
Von dem Gewissen abgetan.
Ach, sprich ein Wort und blicke
Auf dein gebeugtes Kind.
Wirf hinter dich zurücke,
Soviel der Schulden sind!
Lass keine mich beschämen,
Und in das neue Jahr
Nichts von dem alten nehmen,
Was dir missfällig war.
4.) Lass deinen Geist mich stärken,
Zieh immer näher mich zu dir
Und lass mich stündlich merken,
Wie mächtig deine Kraft in mir.
Hilf, Herr, dass es gelinge,
Gib Glauben, Mut und Fleiß,
Dir viele Frucht zu bringen,
Zu deines Namens Preis. (b)
Lass mich stets brünstig flehen
Und auf die Ewigkeit
Den guten Samen säen,
Des sich die Ernte freut.
5.) Soll mir ein Jahr der Leiden
Und Prüfungen beschieden sein,
Stellt sich auf allen Seiten
Bei mir des Kreuzes Trübsal ein:
Nun so gescheh' dein Wille.
Nur schenke mir in dir
Gelassenheit und Stille,
Und halte fest bei mir.
Ich weiß, von guten Händen
Kommt doch nichts Böses her.
Das Kreuz, das sie mir senden,
Drückt doch niemals zu schwer.
6.) Hast du, Herr meiner Tage,
In diesem Jahr mein Ziel bestimmt,
An dem der Wallfahrt Plage
Und Schmerz und Leid ein Ende nimmt.
O, mit welch' großen Freuden,
Wenn deine Gottesmacht
Dein gnäd'ges Vorbereiten
An mir zu Stand gebracht,
Sink ich dir in die Hände
Und feire mit der Schar,
Die triumphiert ohn' Ende,
Mein selig' Jubeljahr!
(a) Dankgabe
(b) Lob
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Autor: Andreas Rehberger
Melodie: Nun lob, mein Seel, den Herren
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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch der Stadtkirchen Leipzig
Erschienen im Verlag des Georgenhauses
Leipzig, 1844
Liednummer 31
Thema: Kirchen-Jahresanfang oder Neujahr
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Andreas Rehberger (* 18. November 1716 in Nürnberg, † 16. Mai 1769 ebenda) war evangelisch-lutherischer Pfarrer und Kirchenlieddichter. Sein Vater war ebenfalls Pfarrer, er selbst studierte seit 1734 an den Universitäten in Altdorf und Halle/Saale Theologie, stand seit 1740 in verschiedenen geistlichen Ämtern in Nürnberg vor und wurde 1761 zum Pfarrer der Kirche St. Jacobi in Nürnberg berufen, als welcher er am 1769 starb. Seit 1741 war er Mitglied des Pegnesischen Hirten- und Blumenordens, einer 1644 gegründete Nürnberger Sprach- und Literaturgesellschaft, die bis heute besteht. Er ist Dichter von 131 geistlichen Lieder, die Aufnahme in den beiden Liedersammlungen fanden, die der Buchdrucker Georg Christoph Rümler ab 1764 in Nürnberg unter dem Titel 'Evangelische Sterbe- und Todespsalmen' in zwei Sammlungen herausgab. Rehbergers bekanntestes Lied heißt 'Zu dir ist meine Seele stille'.
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Photo: 'Unter den Eichen' in Wiesbaden-Nordost
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Wie hat man's doch bei dir so gut
1.) Wie hat man's doch bei dir so gut,
Du Brunnquell edler Gaben!
Wer still an deinem Herzen ruht,
Kann volle G'nüge haben.
Du lenkst den Sinn
Vom Staube hin
Zu deinen ew'gen Höhen,
Und lehrst die Welt verschmähen.
2.) Wie hat man's doch bei dir so gut,
In dunklen Leidenstagen!
Man singt dein Lob mit frohem Mut,
Wenn Andre trostlos klagen.
Fühlt, dass das Leid
In dieser Zeit
Der Frucht in jenem Reiche,
Der Wonne dort nicht gleiche.
3.) Wie hat man's doch bei dir so gut,
Wenn stets ohn' eignes Wählen
Der Will' in d e i n e m Willen ruht,
Wo Rat und Licht uns fehlen.
Du gehst voran
Und brichst die Bahn,
Und zeichnest alle Pfade
Mit Spuren deiner Gnade.
4.) Wie hat man's doch bei dir so gut,
Wenn man dein Wort vollbringet.
Wenn Glaub' an dein Erlösungsblut
Zur Heiligung uns bringet!
Mit welcher Ruh'
Ergötzest du
Selbst bei der Schwachheit Fehlen
Die dir geweihten Seelen!
5.) Wie hat man's doch bei dir so gut,
Im kindlich-frommen Glauben!
Was nicht den Weisen kund sich tut,
Sieht Einfalt deiner Tauben.
Wenn Meinungsstreit
Die Welt entzweit,
Kann man zu deinen Füßen
Dein Wesen selbst genießen.
6.) Wie hat man's doch bei dir so gut,
Wenn man dir treu verbleibet,
Wenn bis zum Tod aus deiner Hut
Nicht Wohl noch Weh uns treibet!
Voll Dank und Preis
Entschlummert leis'
In deinen Schoß die Treuen,
Dort ewig sich zu freuen.
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Autor: Johann Wilhelm Leschke
Melodie: Was Gott tut, das ist wohlgetan
oder: Wir warten dein, o Gottessohn
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Evangelischer Liederschatz für Kirche, Schule und Haus
Band 1. Zweite, umgearbeitete Ausgabe
Gesammelt und bearbeitet von Albert Knapp,
J. G. Cottascher Verlag,
Stuttgart und Tübingen, 1850
Liednummer 1459
Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost
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Johann Wilhelm Leschke, auch Julius Wilhelm Leschke, (* 15. Juli 1809 in Frankfurt/Oder in der Preußischen Provinz Brandenburg, † 20. Oktober 1893) war ein deutscher Handwerker, Verleger und Lieddichter. Leschke hatte zunächst in Münsterberg in Schlesien das Handwerk eines Buchbinders erlernt, wurde dann aber im Jahr 1852 Inspektor des Rettungshauses in Schreiberhau im Riesengebirge, einem 1835 gegründeten Heim für vernachlässigte und behinderte Kinder. Anschließend gab er in Reichenbach in Schlesien das 'Patriotische Wochenblatt' heraus. Zeit seines Lebens hielt Leschke eine Beziehung zur Herrnhuter Brüdergemeine des Reichsgrafen Nikolaus von Zinzendorf (1700-1760) aufrecht, was nahelegt, dass Leschke evangelischer Konfession war. Er veröffentlichte 1835 eine Sammlung von Gedichten unter dem Titel 'Christlich-religiöse Gesänge', 1838 eine Erzählung und 'Christliche Gelegenheitsgedichte', sowie 1846 'Lieder für die streitende Kirche'. Albert Knapps Evangelischer Liederschatz, im Jahr 1850 in Stuttgart und Tübingen verlegt, enthält sechs Lieder von Leschke. In Hellmut Eberleins Buch 'Lobgesänge in der Nacht' aus dem Jahr 1954, in dem schlesische Dichter vorstellt werden, stehen einzelne Strophen aus den Gedichten Leschkes.
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Ein Jahr ist abermals durchlebt
1.) Ein Jahr ist abermals durchlebt,
Auf, Christen, Herz und Händ' erhebt
Zu Gottes Macht und Gnade!
Dankt ihm für seine Huld und Treu'.
Sie ist uns alle Morgen neu
Auf unserm Pilgerpfade.
Sein Wort und Brot,
Fried' und Freude,
Trost im Leide,
Kraft zum Leben
Hat er uns bisher gegeben.
2.) Wir gehn ins neue Jahr hinein,
Gott wird auch ferner mit uns sein,
Uns helfen, schützen, segnen,
Wenn wir, wie er geboten hat,
Mit Lieb' und Treu', mit Rat und Tat,
Einander stets begegnen.
Kein Neid, kein Streit
Uns betrübe.
Fried' und Liebe
Uns regiere
Und zu allem Guten führe!
3.) Da lebt sich's wohl, da lebt sich's leicht,
Wo man sich gern die Hände reicht
In gegenseit'ger Liebe,
Wo man die Leidenschaft bezwingt,
Nach Heiligung iúnd Tugend ringt
Aus einem edlen Triebe.
Richtig, züchtig
Lasst und wandeln,
Redlich handeln
Hier auf Erden,
Dann wird's auch ald besser werden.
4.) Gott, lass dies Jahr gesegnet sein,
Dass wir uns deiner Güte freun,
Du liebevoller Vater!
Behüt' uns vor Gefährlichkeit,
Vor Krankheit, Krieg und teurer Zeit,
Sei Helfer und Berater!
Schütze, segne
Alle Stände,
[Alle Hände,] (a)
Die arbeiten,
Glück und Wohlfahrt zu verbreiten.
5.) Schütz unsre Landesobrigkeit,
Gib, dass sie möge jederzeit
Des Volkes Wohl begründen.
Dass Recht und Pflichttreu ihren Lohn,
Und die, die diesem sprechen Hohn,
Verdiente Strafe finden.
Dass wir mit ihr
Stets ein stilles
Und zufriednes
Leben führen,
Wie es Christen will gebühren.
6.) Lass ferner auch dein heilges Wort
An jedem dir geweihten Ort
Uns gern und fleißig hören!
Gib deinen Dienern Mut und Kraft,
Dass sie es stets gewissenhaft
In Kirch' und Schule lehren,
Dass sich dein Reich
Dir zur Ehre
Stets vermehre,
Dass die Herde
Deines Sohnes größer werde.
7.) Ja, Herr, lass uns in dieser Zeit
Mit Weisheit und Gottseligkeit
Stets unser Leben führen!
Schnell eilen unsre Tage hin,
Ach, lass uns nicht aus Aug' und Sinn
Das große Ziel verlieren,
Dass wir nach dir
Nur verlangen,
Dir anhangen,
Dir vertrauen
Und dereinst dich ewig schauen.
8.) Dort werden wir im hellern Licht,
Von Angesicht zu Angesicht
Ihn, unsern Heiland, sehen.
Da wird kein Tag und Nacht mehr sein,
Nur Himmelsglanz, verklärter Schein
Und ew'ges Wohlergehen.
Jesus Christus
Wird uns geben
Nach dem Leben
Himmelsfreuden
Für die kurzen Erdenleiden.
9.) Dann werden mit der Engel Schar
Das ewig große neue Jahr
In höchster Lust wir feiern.
Wir werden unsre Lieben sehn,
Wie sie vor Gottes Throne stehn
Und stets sein Lob erneuern!
Heilig, heilig!
Wird's dort schallen
In den Hallen
Sel'ger Chöre,
Dem dreiein'gen Gott zur Ehre!
(a) diese Zeile fehlt, sie wurde sinngemäß ergänzt, um das Versmaß zu erfüllen
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Autor: Johann Heinrich Bräutigam
Melodie: Wie schön leuchtet der Morgenstern
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Schwarzburgisches Sion
oder Schwarzburgs geistliche Liederdichter in biographischen Skizzen nebst einer Auswahl ihrer Lieder
Druck der fürstl. priv. Hofbuchdruckerei
Rudolstadt, 1857
Thema: Kirchen-Jahresanfang oder Neujahr
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Johann Heinrich Bräutigam (* 23. November 1811 in Oberrottenbach, Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt; † unbekannt) war ein Lieddichter evangelisch-lutherischer Konfession. Bräutigam wurde als Sohn eines Bauern geboren und bewies schon zur Zeit seiner Schulzeit in der örtlichen Dorfschule ein aufgewecktes Wesen. Er war in der Lage, seinem Vater nach dem Kirchbesuch die Predigten des Pfarrers und ihre zentralen Aussagen wiederzugeben, wenn dieser wegen eines körperlichen Leidens am Kirchgang gehindert gewesen war. Nach der Ableistung seines Militärdienstes heiratete, gründete eine Familie und lebte als Landwirt in seiner Heimatgemeinde. Seine geistlichen Interessen bewies er, als er begann, Lieder zu schreiben, von denen eines in die 1857 in Rudolstadt aufgelegte Liedsammlung 'Schwarzburgisches Sion' aufgenommen wurde.
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Photo: Baum an der Sylter Straße in Wiesbaden-Dotzheim, OT Sauerland
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Wie dass du doch, o sündlichs Herz
1.) Wie dass du doch, o sündlichs Herz,
So wohlgemut kannst leben?
Empfindest du denn keinen Schmerz,
Wirst nicht mit Angst umgeben?
Ist denn die Furcht so ganz von hier,
Dass du nicht eins erwägst bei dir,
Was du dir hast erworben?
2.) Beschau dein Leben, das du führst,
Beschau all deine Wege:
Beschau, ob du dich so regierst,
Zu wandeln Gottes Stege?
Ist wohl dein Tun also gekehrt,
Wie es der Herr, dein Gott, begehrt?
Hast du ihn wohl geliebet?
3.) Ach, du hast nie an ihn gedacht,
Du folgst ja deinem Willen.
Was dir gefällt, wird gleich vollbracht,
Die Sünden zu erfüllen
Ist nur dein Will', was der verspricht,
Wird gleich von dir zu Werk gericht,
Dem folgest du ohn' Maßen.
4.) Du denkest nie an deinen Gott,
Wie es von dir begehret,
Stößt dann zur Hand dir Kreuz und Not,
So ist dein Herz gekehret
Den Augenblick zwar himmelan,
Doch ziehn dich nach der Erdenbahn
Bald wieder deine Sünden.
5.) Mit kalten Lippen dienst du Gott,
Weist nicht, was dein Mund saget:
Die Andacht ist dir nur ein Spott,
Die Sünde dir behaget.
Die Lust der Welt schwebt dir so vor,
Dass du nicht kannst die Seel' empor
Zu deinem Schöpfer richten.
6.) Hingegen dienest du der Welt
Mit heiß-ergebnem Herzen,
Und was derselben wohl gefällt,
Willst du niemals verscherzen.
Du richtest aus mit höchstem Fleiß
Des Satans Willen und Geheiß,
Der dich so ganz besessen.
7.) Kommt dir zuweilen denn schon ein
Die Reu' ob deinen Sünden,
Und wolltest gern befreiet sein,
Will Bess'rung sich nicht finden,
Da ist kein rechter Vorsatz nicht,
Dein Sinn bleibt vor wie nach gericht',
Die Sünde zu verüben.
8.) Dein' Andacht währet gar nicht lang,
Du lässest sie bald schießen.
Bei Gottesfurcht wird dir zu bang,
Du musst der Welt genießen.
Es kommt dir gar zu leichtlich an,
Zu gehen auf der Wollustbahn
Von Gottes Weg zu weichen.
9.) Deswegen trau'r du sichres Herz,
Wach auf von deinen Sünden,
Empfinde wahre Reu' und Schmerz,
So wird sich Gott auch finden.
Bitt' ihn, der dir so manches Mal
Erließ die Sünden ohne Zahl,
Dass er auch nun verzeihe.
10.) Er hat sich gütig oft erzeigt,
Dir deine Schuld vergeben,
Wenn du zu ihm dein Herz geneigt,
Und frömmer wollen leben.
Er tat dir gleich den Himmel auf
Wenn du, und zwar im schwachen Lauf,
Verzeihung kamst zu suchen.
11.) Also wird er sich auch jetzund
Nöch gütig lassen finden:
Wenn nur dein Herz ist wie der Mund,
Und lassen will von Sünden.
Bedau'r mit Tränen deine Schuld,
So wird des Höchsten Vaters Huld
Mit Gnade dir erscheinen.
12.) Bekehre dich zu deinem Gott,
So wird sich Gott auch kehren
Zu dir in deiner letzten Not,
Dir deine Bitt' gewähren.
Doch diesen Vorsatz hab dabei,
Hinfort von Sünd' zu leben frei,
Und deinem Gott zu dienen.
13.) Sag allen deinen Lüsten ab,
Sag ab all deinen Sünden,
Dein sündlichs Herz nur bald vergrab,
Willst du ein reines finden,
Sag zu, du wollest Gott allein
Hier deine Freude lassen sein,
Und ihn alleine lieben.
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Autor: Anton Ulrich von Braunschweig
Melodie: Aus tiefer Not schrei ich zu dir
oder: Such, wer da will ein ander Ziel
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Neu eingerichtetes [evangelisches]
Sachsen-Weimar-Eisenach-Jenaisches-Gesangbuch
Herausgegeben von Johann Georg Weber
Verlag Siegmund Heinrich, priv. Buchhändler
Weimar, 1755
Liednummer 353
Thema: Buß- und Bettag
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Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (* 4. Oktober 1633 in Hitzacker; † 27. März 1714 in Salzdahlum bei Wolfenbüttel) war Herzog zu Braunschweig und Lüneburg und Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel aus dem Haus der Welfen. Er war der Sohn des Herzogs August von Wolfenbüttel und jüngerer Bruder des Herzogs Rudolf August. Er interessierte sich schon früh für die Wissenschaften, Theologie und Dichtkunst und gehörte zu den gelehrtesten Fürsten seiner Zeit. Er studierte ab dem Jahr 1650 in Helmstädt und bereiste Deutschland, Holland, Frankreich und Italien. Er vermählte sich 1656 mit Elisabeth Juliane, der Tochter des Herzogs Friedrich von Holstein-Norberg. Als nach des Vaters Tode 1666 sein Bruder Rudolf August Herzog wurde, ernannte ihn dieser zum Statthalter und nahm ihn, da er selbst keine männlichen Nachkommen hatte, mit Bewilligung der Landstände 1685 zum Mitregenten an. Nachdem sein Bruder im Jahr 1704 verstorben war, trat Anton Ulrich allein die Regierung der Braunschweig-Wolfenbüttelschen Lande an. Als Greis von 77 Jahren trat er aus politischen Gründen zur katholischen Kirche über, was allerdings keinen Einfluss auf seinen Untertanen und sein Land hatte und ließ sich am Totenbett wieder von evangelischen Pfarrern Trost zusprechen. Er ist sowohl als Kirchenliederdichter als auch durch seine Romane bekannt geworden; seine Lieder erschienen 1667 in Nürnberg in der Sammlung 'Christfürstlichen Davids Harpffenspiel'.
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Photo: Wiesbaden-Dotzheim, Stegerwaldstraße
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Ist meine Wallfahrt nun vollbracht
1.) Ist meine Wallfahrt nun vollbracht
In diesen Lebenswegen?
Mein Sarg und Grab ist ausgemacht,
Darin will ich ablegen,
Was mir noch Sterbliches anklebt,
Und mich bisher beschweret,
Mein Geist hat gnug darin geschwebt,
Wird nun der Ruh' gewähret.
2.) Legt euch nun hin, mein Fleisch und Bein,
Der Zoll und Sold der Sünden
Muss doch einmal erleget sein,
Der Tod wird ihn wohl finden.
Ihr müsst hier zwar mit Haut und Haar
Vermodern und verwesen.
Doch wird euch Gott ganz hell und klar,
Auf's neu zusammenlesen.
3.) Das Weizenkorn bricht nicht herfür,
Es sei denn vor erstorben.
So meine Glieder seid auch ihr
Zwar tot, nicht gar verdorben,
Der Herr wird euch aus eurer Gruft
Bald wieder lassen blühen,
Und unverweslich durch die Luft
Zu eurer Seele ziehen.
4.) Mein Geist, nun hält dich nichts mehr an,
Fahr hin in diesem Kleide,
Das dir dein Jesus angetan
Von seiner Unschuldsseide.
Fahr hin, sein Blut beträufelt dich,
Und mischt sich in dein Weinen,
Fahr hin, so kannst du würdiglich
Vor Gottes Thron erscheinen.
5.) Nun wohl und selig, denn dich nu
Die Engel Gottes leiten,
Du wirst bald in die süße Ruh'
Der Auserwählten schreiten.
Fang immer an, ich höre schon
Ein dreifach 'Heilig' klingen,
Stimm ein, da ist der Lebens-Thron,
Gott Lob und Dank zu singen.
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Autor: Georg Sigismund Vorberg
Melodie: Was Gott will, das g'scheh allzeit
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Johann Anastatasii Freylinghausen
Geistreiches Gesang=Buch.
den Kern alter und neuer Lieder in sich haltend
Herausgegeben von Gotthilf August Francke
gedruckt in Halle, 1741
Im Verlag des Waisenhauses
Liednummer 1389
Thema: Tod und Ewigkeit
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Georg Sigismund Vorberg (* 27. Januar 1624 in Bautzen/Sachsen, + 5. Dezember 1669) war Jurist, Staatsbeamter und evangelisch-lutherischer Kirchenlieddichter. Er studierte in Wittenberg und Straßburg. Von seinem weiteren Leben nach derzeitiger Quelllage überliefert, dass er um 1652 Notar in Bautzen und ab 1660 Stadtkämmerer in seiner Heimatstadt war. Die ab 1904 in Gütersloh von Albert Fischer herausgegebene Sammlung 'Das deutsche Kirchenlied' enthält zwei Lieder von ihm. Sein Abendmahlslied 'Ich Erde, was erkühn ich mich' mit 26 Versen versah Johannes Crüger in einer Ausgabe seiner Liedersammlung 'Praxis pietatis melica' mit einer Melodie. Auch in das Straßbuger Gesangbuch von 1717 und in Freylinghausens Geistreiches Gesang-Buch von 1741 wurden Lieder von ihm aufgenommen.
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Georg Sigismund Vorbergs Lieder/ Hymns
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Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned
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Also hat Gott die Welt geliebt, dass er ihr seinen Jesum gibt
Ich Erde, was erkühn ich mich
Ist meine Wallfahrt nun vollbracht
Photo: Sylter Straße in Wiesbaden-Dotzheim, OT Sauerland
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Der Sommer ist entwichen
1.) Der Sommer ist entwichen
Mit seiner Flammenhitz,
Der Herbst heran geschlichen
Und herrschet nun der Schütz. (a)
Der treibt die trüben Wind'
Und in dem Nebelregen
Beschüttet allerwegen
Die auf dem Felde sind.
2.) Man sammelt Kraut und Ruben,
Es giert der trübe Most.
Man suchet warme Stuben
Und lieben der Vögel Kost.
Das Feld liegt ohne Frucht,
Doch muss es Wildpret tragen,
Das man, mit schnellen Jagen
Durch Berg und Täler sucht.
3.) Die Müh' und Arbeit schenket,
Was sonst kein Mensch vermag.
Wohl dem, der stets gedenket
Gott nähr' ihn alle Tag.
Auf viel und manche Weis,
Wenn wir Gott nicht vergessen
Und das Brot wollen essen
In unsrer Arbeit Schweiß.
4.) Indem die Blätter falben, (b)
Verschwindt der Bäume Zier,
Es wandern fort die Schwalben,
Der Winter bricht herfür.
Man sucht das warme Kleid
Und pfleget Holz zu spalten,
Dadurch wir uns erhalten
Im Frost und kalter Zeit.
5.) Mein Gott, der du uns liebest
Und segnest dieses Jahr.
Der du uns reichlich gibest,
Was uns vonnöten war.
Wir danken deiner Gnad!
Du wollest uns bewahren,
Dass wir kein Leid erfahren.
Dich lob, was Atem hat!
(a) das Sternzeichen des Schütze
(b) sich entfärben
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Autor: Johann Michael Dilherr
Melodie: Von Gott will ich nicht lassen
oder: Aus meines Herzens Grunde
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Der Text wurde von mir behutsam in
Strophenform übertragen und
für diese Veröffentlichung eingerichtet
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Christliche Betrachtungen Deß
Gläntzen Himmels flüchtigen
Zeit- und nichtigen Weltlauffe
von Johann Michael Dilherrn
In Verlegung Johann Andreae Endters
und Wolfgang des Jüngern, sel. Erben
Nürnberg, 1670
Thema: Herbstlied
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Johann Michael Dilherr (* 14. Oktober 1604 in Themar/Grafschaft Henneberg, heute Landkreis Hildburghausen in Thüringen; † 8. April 1669 in Nürnberg) war ein evangelischer Theologe, Philologe und Kirchenlieddichter in Jena und Nürnberg.
Ab 1623 studierte er an den Universitäten Jena, Leipzig, Wittenberg und Altdorf bei Nürnberg. Zu dieser Zeit nahm er auch eine Stelle als Hofmeister adliger Studenten an. 1630 erfolgte die Promotion zum Doktor der Theologie in Jena, wo er ab 1631 als Professor für Beredsamkeit und ab 1634 als Professor für Geschichte und Poesie wirkte. 1640 wurde ihm das Amt eines außerordentlichen Professors für Theologie in Jena übertragen. 1642 wurde er vom Rat der Stadt Nürnberg auf das Pfarramt an der Kirche zu St. Lorenz berufen. Zugleich sollte er als Aufseher das Schulwesen reformieren. 1644 heiratete er die Witwe Anna Maria Deschauer, die 1664 verstarb. 1646 übernahm er das Predigeramt an der Sebalduskirche in Nürnberg. Dilherr wirkte auch als Nürnberger Stadtbibliothekar. In Paul Pressels Sammlung 'Die geistliche Dichtung von Luther bis Klopstock', verlegt 1863 in Stuttgart, sind sechs Lieder von Dilherr enthalten.
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Dilherrs Lieder/ Hymns
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Bittgesänge, Gotteslob und -dank
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Buß- und Bettag
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Vor Gricht, Herr Jesu, steh ich hie
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Frühlingslied
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Gottes Reich und Eigenschaften
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Auf, auf, mein Herz, mein ganzer Sinn
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Morgenlied
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Ermuntre dich, Herz, Mut und Sinn
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Passion
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O Gott, mein Gott, Herr Zebaoth
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Sünde, Buße und Umkehr
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O Mensch, der Herr Jesus weint
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Tod und Ewigkeit
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Gehab dich wohl, du schnöde Welt
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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned
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Beweinet mich doch nicht so sehr
Das Aug der Welt ist dieser Zeit
Der Sommer ist entwichen
Der Sonnen Lauf belangt die Waage
Die helle Sonn am höchsten steht
Die Sonn ist aufgegangen
Endlich muss die Wahrheit siegen
Es muss numehr der Sonnenstrahl
Hör, liebe Seel, dir ruft der Herr, da sollst du Achtung geben
Ich hab mein Sach Gott heimgestellt, der machs
Ihr hohen Berg, ihr lehret mich
Jauchzet, ihr Winzer
Lasst uns mit süßen Weisen die Güte
Mein lieber Christ, was rechnest du
Mein Sach hab ich Gott heimgestellt
Nichts Guts an mir ich finden kann
Nun der güldne Sonnenwagen
Nun der Winter ist vergangen
Nun die Sonnenstrahlen weichen
O du betrübte Seele mein, stell doch einmal
Obgleich der Sonnenschein dahin
Warum soll ich bekümmert sein
Wir leben in der neuen Zeit
Wir Menschen sind lebendig tot
The word autumn comes from the ancient Etruscan root autu- and has within it connotations of the passing of the year.[9] It was borrowed by the neighbouring Romans, and became the Latin word autumnus. After the Roman era the word continued to be used as the Old French word autompne (automne in modern French), and was later normalised to the original Latin. In the Medieval period there are rare examples of its use as early as the 12th century, but by the 16th century it was in common use.
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Before the 16th century, harvest was the term usually used to refer to the season, as it is common in other West Germanic languages to this day However, as more people gradually moved from working the land to living in towns, the word harvest lost its reference to the time of year and came to refer only to the actual activity of reaping, and autumn, as well as fall, began to replace it as a reference to the season.
The alternative word fall for the season traces its origins to old Germanic languages. The exact derivation is unclear, with the Old English fiæll or feallan and the Old Norse fall all being possible candidates. However, these words all have the meaning "to fall from a height" and are clearly derived either from a common root or from each other. The term came to denote the season in 16th century England, a contraction of Middle English expressions like "fall of the leaf" and "fall of the year".
During the 17th century, English emigration to the British colonies in North America was at its peak, and the new settlers took the English language with them. While the term fall gradually became obsolete in Britain, it became the more common term in North America.
Shropshire Union Canal
23rd September 2014
Photo: Weinberg in Wiesbaden-Dotzheim mit Blick auf das Gebiet von Wiesbaden-Frauenstein
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Dem Ziele zu, es naht die Stunde
1.) Dem Ziele zu, es naht die Stunde
Wann wir dich sehn, dem wir geglaubt.
O sel'ges Wort, gewisse Kunde,
Dass nichts aus deiner Hand uns raubt!
Ob Sonnenschein, ob Sturmeswehn:
Bald werden wir Dich droben sehn.
2.) Bis hin zum Ziel - du hast's versprochen -
Willst du, o Jesu, bei uns sein.
Nie hast du je Dein Wort gebrochen:
Du bleibst bei uns, denn wir sind dein.
Ja, du wirst immer mit uns gehn,
Bis wir dich, Jesu, droben sehn.
3.) Bis hin zum Ziel: Der Erde Leiden,
Sie sind nicht wert der Herrlichkeit,
Die an uns wird in ew'gen Freuden
Dort offenbar nach kurzer Zeit.
Schnell wird die Nacht vorübergehn:
Der Morgen naht, da wir dich sehn.
4.) Bis hin zum Ziel, die Meilen schwinden,
Der Glaube siegt in Kampf und Streit.
In dir ist Kraft zum Überwinden,
Du trägst durch jede Schwierigkeit.
So lass in deiner Kraft uns gehn,
Bis wir dich, Jesus, ewig sehn.
5.) Dem Ziele zu! Im Friedenshafen
Läuft bald das Schiff droben ein.
Ob Du, Herr, kommst, ob wir entschlafen,
Wir werden jubelnd bei dir sein.
Wir werden dankend vor dir stehn,
Wir werden dich verherrlicht sehn.
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Autor: Georg von Viebahn
Melodie: Mir ist Erbarmung wiederfahren
oder: Wer nur den lieben Gott lässt walten
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Gemeinde-Psalter
Vierstimmige Ausgabe
6.-9. Tausend
Bundes-Verlag
Witten/Ruhr, 1938
Liednummer 717
Thema: Tod und Ewigkeit
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Gegenstand: Psalm Nr. 16
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Georg von Viebahn, genannt II. (der Zweite oder der Jüngere) (* 10. März 1888 in Engers am Rhein/Rheinprovinz (Preußen); † 7. Dezember 1915) war ein deutscher Landwirt und Lieddichter. Sein vollständiger Name lautete Wilhelm Heinrich Johann Georg von Viebahn und er wurde als Sohn des Generalleutnants Georg von Viebahn (1840-1915) geboren, der eine führende Stellung in der evangelischen Gemeinschaftsbewegung eingenommen hatte und dessen Bruder General Rudolf von Viebahn einer der Gründer der evangelischen Berneuchener Bewegung war. Georg von Viebahn II. war Landwirt auf Gut Rotenmoor in Mecklenburg und fiel im Ersten Weltkrieg als Artellerie-Abteilungs-Adjutant bei Somme-Py in der Champagne. Von seinen geistlichen Liedern ist eines überregional bekannt geworden; es ist ein Ewigkeitslied mit fünf Strophen und heißt 'Dem Ziele zu, es naht die Stunde'.
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Bild: Baum an der Sylter Straße in Wiesbaden-Dotzheim, OT Sauerland
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Mein Herz ist im Himmel, mein Herz ist nicht hier
1.) Mein Herz ist im Himmel, mein Herz ist nicht hier,
Mein Herz ist im Himmel, o Jesu, bei Dir!
Da droben verweil ich mit Herz und mit Sinn,
Und himmelwärts eil ich, wo immer ich bin.
Mein Herz ist im Himmel, mein Herz ist nicht hier,
|: Mein Herz ist im Himmel, o Jesu, bei Dir! :|
2.) Auf dornigem Pfade durchwall ich allhier
Die grausige Wüste, oft sinkend ins Knie,
Um einsam zu beten, mein Jesu, zu Dir.
Mein Herz ist im Himmel, mein Herz ist nicht hier!
Mein Herz ist im Himmel, mein Herz ist nicht hier,
|: Mein Herz ist im Himmel, o Jesu, bei Dir! :|
3.) Das Sehnen der Seele, das heimliche Weh,
Die Augen voll Tränen, gerichtet zur Höh,
Sie reden verständlich dem Heiland und mir:
Mein Herz ist im Himmel, mein Herz ist nicht hier!
Mein Herz ist im Himmel, mein Herz ist nicht hier,
|: Mein Herz ist im Himmel, o Jesu, bei Dir! :|
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Autor: Hermann Windolf
Melodie: eigene Melodie
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Friedrich Wilhelm Herman Windolf (* 8. Mai 1846 in Grünenplan/ Königreich Hannover; † 12. Februar 1922 in Queensland/Australien) war eine bedeutende Persönlichkeit der evangelisch-baptistischen Bewegung in Deutschland. Windolf hatte 1865 in Hamburg einen Missionskurs absolviert, war dort als Hafenmissionar tätig und anschließend in den Gemeinden Salzgitter, Holzminden, Herford und Einbeck tätig. Ab dem Jahr 1870 wirkte er in Braunschweig und wanderte im Jahr 1877 nach Australien aus, wo er Gemeinden in Marburg und Engelsburg in Queensland betreute. Er war als Schriftsteller tätig und verfasste geistliche Lieder für den Gottesdienst, die in mehreren Sammlungen erschienen. Darüber hinaus gab er die Predigten des Gründers der deutschen Baptistengemeinden Johann Gerhard Oncken (1800-1884) heraus. Im sog. Gemeinde-Psalter aus dem Jahr 1930, dem offiziellen Gesangbuch der Freien evangelischen Gemeinden, steht ein von Windolf verfasstes geistliches Lied.
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Photo: Herbstlandschaft bei Schloss Freudenberg, Wiesbaden-Dotzheim
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Prediget mit Freuden
1.) Prediget mit Freuden
Und von Jahr zu Jahr
Von des Heilands Leiden,
Ja, nur dies - fürwahr!
Denn das Werk, das e i n e,
Das den Vater ehrt,
Ist's, wenn die Gemeine
Seinen S o h n verehrt.
2.) Ach, Er liebt so herzlich,
Ohne dass man Ihn
Eben lang und schmerzlich
Müsste drum bemühn. -
J e d e s Kind der Sünde,
Wenn Er wird gewahr,
Dass sich's s e i n e m Kinde
Hingibt ganz und gar.
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Autor: Nikolaus Ludwig von Zinzendorf
Melodie: ohne Angaben
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gefunden in:
Geistliche Gedichte des
[Nikolaus Ludwig] Grafen von Zinzendorf
gesammelt und gesichtet von Albert Knapp
J.G. Cotta'scher Verlag
Stuttgart und Tübingen, 1845
Thema: Kirchen-Jahresende oder Jahresende
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Reichsgraf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf und Pottendorf, (* 26. Mai 1700 in Dresden/Kurfürstentum Sachsen; † 9. Mai 1760 in Herrnhut) war ein lutherisch-pietistischer Theologe und Lieddichter. Zinzendorf war der Sohn von Georg Ludwig Reichsgraf von Zinzendorf und Pottendorf (1662–1700) und Charlotte Justine von Gersdorff (1675–1763). Der berühmte evangelische Theologe Philipp Jacob Spener (1635-1705) war sein Taufpate. Zinzendorfs Vater verstarb früh; worauf der Sohn in Großhennersdorf in der Oberlausitz bei seiner frommen Großmutter, Henriette Katharina von Gersdorff (1648-1726), lebte. Er besuchte in den Jahren zwischen 1710 und 1715 das Pädagogium der Franckeschen Stiftungen in Halle, wo seine Neigung zum Pietismus verstärkt wurde. Zinzendorf immatrikulierte sich im Jahr 1716 an der Universität in Wittenberg, um Rechtswissenschaften zu studieren und unternahm von 1719 bis 1720 Bildungsreisen in die Niederlande und nach Frankreich. Von 1721 bis 1732 war er Hof- und Justizrat in Diensten Friedrich August I. von Sachsen (1670-1733) in Dresden, heiratete 1722 Erdmuthe Dorothea Gräfin Reuß-Ebersdorf (1700-1756) und übernahm 1722 von seiner Großmutter das Rittergut Mittelberthelsdorf am Hutberg in der Oberlausitz, das er für Glaubensflüchtlinge aus Mähren, Nachkommen der böhmisch-mährischen Brüder, öffnete. Diese gründeten die unterhalb des Hutbergs gelegene Siedlung Herrnhut, aus der die kirchlich eigenständige Brüdergemeine erwuchs. Seit 1731 wurden dort die bis heute in Buchform jährlich veröffentlichten 'Herrnhuter Losungen' herausgegeben, wobei die ermittelten Bibelverse ausgelost werden und als Leitgedanken für jeden Tag dienen. 1731 brachte Zinzendorf einen westindischen Sklaven von Kopenhagen nach Herrnhut. Dessen Berichte von St. Thomas motivierten die Gemeinde zur Missionsarbeit, die ab 1732 in Amerika und Afrika Menschen zum christlichen Glauben führte. Im Jahr 1734 erfuhr Zinzendorf die Ehre, als lutherischer Theologe ordiniert zu werden; bereits zwei Jahre später aber wurde er aus Sachsen verbannt, worauf er in die Wetterau in Hessen ging und dort die Gemeinden Marienborn, Burg Ronneburg und Herrnhaag gründete. 1737 wurde Zinzendorf durch den reformierten Hofprediger Daniel Ernst Jablonski, der zugleich Bischof der polnischen Brüder-Unität war, in Berlin zum Brüderbischof ordiniert. In den folgenden Jahren unternahm Zinzendorf Reisen als Prediger in die Ostseeprovinzen, nach England, Nordamerika, auf die Westindischen Inseln und Saint Thomas. Als ihm 1747 die Rückkehr nach Sachsen gestattet wurde, gelang es ihm, für die Herrnhuter Brüdergemeine die Freiheit der Verkündigung und die Tolerierung als Gemeinde zu erreichen und integrierte sie im Gegenzug in die lutherische sächsische Landeskirche. Von 1750 an lebte Zinzendorf meistens in London, ab 1755 in Berthelsdorf. Nach dem Tod seiner Frau Erdmuthe Dorothea, heiratete Zinzendorf einige Zeit später seine enge Mitarbeiterin Anna Nitschmann (1715-1760). Zinzendorf ist der Autor von annähernd 2000 geistlichen Liedern, von denen über 800 in die Gesangbücher der Brüdergemeine, aber auch in die der Landeskirchen aufgenommen wurden. Im Evangelischen Gesangbuch (EG) von 1993 stehen fünf seiner Lieder; das bekannteste ist das Christuslied 'Jesu, geh voran auf der Lebensbahn'. Das sog. 'Kleine Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeine' aus dem Jahr 1870 enthält 301 Lieder von Zinzendorf, die er gänzlich verfasst oder zu denen er einzelne Strophen beigetragen hat. Eine Sammlung seiner geistlichen Lieder erschien im Jahr 1845 in Stuttgart und Tübingen.
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Photo: Weinberg bei Wiesbaden-Dotzheim, oberhalb Frauenstein
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Herr, unser Meister, lehr uns glauben
- Missionslied -
1.) Herr, unser Meister, lehr uns glauben,
Dass wir auf dich gegründet bleiben.
Und pflanz in dich, als Weinstock, ein,
Was jetzt noch wilde Zweige sein.
2.) Kein Volk noch Sprach' ist zu geringe
Dir, Gott und Schöpfer aller Dinge,
Und deine treue Gnadenhand
Ist über alles ausgespannt.
3.) Drum hoffen wir von Grund der Seelen
Noch deine Treue zu erzählen
In manchem fernen Erdenteil.
Denn du bist auch der Heiden Heil.
4.) Wer weiß, in welcher Wüst' und rauen
Weltgegend, die man sonst mit Grauen
Für Fleisch und Blut pflegt anzusehn,
In kurzem deine Hütten stehn.
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Autor: Matthäus Stach
Melodie: Hier legt mein Sinn vor dir sich nieder
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Kleines Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeinde
Im Verlag der Buchhandlung der evangelischen Brüder-Unität
bei C.H. Pemsel, Gnadau, 1870
Liednummer 979
Thema: Nachfolge, Kirche und Mission
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Matthäus Stach, (*4. März 1711 in Mankendorf in Mähren, † 21. Dezember 1787), war erster Missionar der Brüder-Gemeine in Grönland und Herrnhuter Liederdichter. Er wurde als Sohn eines Mannes geboren, der unter dem Druck der Gegenreformation heimlich evangelisch blieb und seine Kinder versteckte musste, um sie nicht in die katholische Schule und Kirche schicken zu müssen. Stach ging 1728 nach Herrnhut in Sachsen, wo Nikolaus Ludwig von Zinzendorf eine christliche Brüdergemeinde auch für mährische Glaubensflüchtlinge eingerichtet hatte.
Dort verdingte er sich als Hausknecht im Waisenhause und verdiente dann durch Wollspinnen seinen täglichen Unterhalt. Er kehrte 1730 mit seinem Vetter Christian Stach kurz nach Mankendorf zurück, um Verwandte heimlich nach Herrnhut zu bringen. Im Januar 1733 ging Stach mit einigen Brüdern als Missionar nach Grönland. Sie wandten sich zuerst nach Kopenhagen, wo sie beim König freundliche Aufnahme und Unterstützung fanden. In Grönland angekommen, half ihnen der dort lebende dänische Missionar Hans Egede die grönländische und die dänische Sprache zu erlernen. Die ersten Jahre waren geprägt von Krankheit, Hungersnot, Widerstand der Grönländer und es bedurfte eines großen Glaubensmutes, bis nach sieben Jahren die ersten Grönländer getauft werden konnte. 1740 kehrte Stach kurz nach Deutschland zurück, um an einer Synode in Marienborn mitzuwirken. 1741 heiratete er Rosina Stach in Herrenhaag und wurde im Dezember zum Presbyter der Brüderkirche ordiniert. Er kehrte er im Juli 1742 nach Grönland zurück, wo er und seine Mitstreiter weitere Missionserfolge erzielten, so dass sie am 1747 auf der Station Neu-Herrnhut den Grundstein zur ersten evangelischen Kirche legen und sie noch im selben Jahr in Anwesenheit von ungefähr 300 bekehrten Grönländern einweihen konnte. Hierauf unternahm Stach eine Reise nach Europa und Nordamerika, diesmal außer von seiner Frau auch von fünf Grönländern begleitet. 1751 wurde Stach von Grönland abberufen, um als Missionar zu den Eskimos nach Labrador zu gehen, an die sich Visitationsarbeiten anschlossen. Er verfasste eine grönländische Grammatik und ein Wörterbuch für andere Missionare. 1771 legte er seine Ämter nieder und übersiedelte mit seiner Frau nach Nord-Carolina, wo er in Bethabara als Lehrer den Rest seines Lebens verbrachte, um im 77. Lebensjahr, angesehen und verehrt von seinen Brüdern, zu sterben. Stach verfasste auch geistliche Lieder, deren Gegenstand oft auf persönliche Erlebnisse zurückgeht; mehrere Lieder wurden in das 'Kleine Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeine' aufgenommen, zu anderen Liedern hat er einzelne Strophen beigesteuert.
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Stachs Lieder/ Hymns
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Das Heil aus deinem Tod, o du mein Herr und Gott
Der Erstgeborne erscheinet in der Welt
Der Freund der armen Sünder erquicket
Du für mich verwundtes Haupt
Es lebet Gottes Lamm, das sich für unser leben
Gottes Wort ist klar, dass der ganze Schar
Herr, unser Meister, lehr uns glauben
O die Liebe Jesu ist etwas Überschwängliches
Photo: Bäume an der Sylter Straße in Wiesbaden-Dotzheim, OT Sauerland
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Herr Jesu Christ, das Jahr wird neu
1.) Herr Jesu Christ, das Jahr wird neu,
Neu' Glück, neu' Gnade mir verleih,
Ein neues Leb'n daneben,
Lass dies' Jahr mein recht' Glücksjahr sein,
Dass ich mein Tun im Namen dein
Fein christlich mag anheben.
All' Stund'
Mein Mund
Und Gedanken
Ohne Wanken,
Auch die Seele,
Dir ich jetzt aufs neu befehle.
2.) In deinem Nam'n lass mich aufstehn,
In deinem Nam'n zu Bette gehn,
Ohn' dich lass mich nichts schaffen,
Dass all mein Tun sei wohl getan
Und ich des Nachts mein Ruh' mög' han,
Fein sanft und süße schlafen.
Mein Werk,
Herr, stärk',
Aus- und Eingang,
All mein Anfang,
Seg'n das Ende,
Dass ich's allzeit wohl vollende.
3.) In deinem Nam'n lass sein bereit
Mein' Händ' zu beten allezeit,
Das Herz empor sich schwinge,
Ein Segen bald den andern ruf,
Ein' Wohltat auf die andre hoff',
Und ich mit Dank dir singe.
Sprich du
Hierzu
Durch dein Namen
Selber Amen,
So wird kommen,
Was mir dient zu Nutz' und Frommen. (a)
4.) Wenn's Zeit ist, hin zum Tisch zu gehn
Und davon wieder aufzustehn,
Lass mich's tun in dein'm Namen,
Damit die Speis' mir wohl gedeih,
Dein Segen allzeit dabei sei,
Auch Leib und Seel' beisammen,
Reichlich
Durch dich
Werd' erquicket,
Fein geschmücket
In dem Leben,
Bis du's dort wirst besser geben.
5.) Lass dies Jahr sein in Gnadenjahr,
Dass mir Erbarmung widerfahr,
Wenn ich mein' Sünd' bereue.
Du bist der rechte Gnadenthron,
O Jesu, wahrer Gottessohn,
Aus Gnad' mir kannst verzeihen,
Heil mich,
Weil ich
Krank von Sünden,
Lass mich finden
Huld und Gnade,
Dass mir meine Sünd' nicht schade.
6.) Sei mein Jesus im Leben mein,
Mein Jesus im Sterbstündelein,
Mein Heiland und Fürsprecher,
Mein Jesus an dem Jüngsten Tag,
Wenn mich der Satan will anklag'n,
Gar scharf wie ein Bluträcher.
Begleit
Bei Zeit,
Mich zur Freude
Nach dem Leide,
Zu dein'm Throne,
Setz mir auf die Ehrenkrone.
7.) Dass ich im großen Jubeljahr
Mit der heiligen Engelschar
Ohn' Unterlass dich ehre.
Und seh dein lieblich Angesicht
Mit unverwandtem Augenlicht,
Dein' Ruhm und Lob vermehre,
Ei nu,
Jesu,
Komm behände,
Mach's ein Ende
Mit dem Leben,
Lass uns ewig vor dir schweben!
(a) Frommen ist ein anderes älteres Wort für Nutzen
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Autor: Johannes Niedling
Melodie: Wie schön leuchtet der Morgenstern
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Geistreiches Gesang-Buch oder
Alter und Neuer auserlesener Liederschatz
von Kaspar Neumann
Verlag von Johann Carl Drachstedt
Budissin (Bautzen), 1778
Liednummer 223
Thema: Kirchen-Jahresanfang oder Neujahr
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Johannes Niedling (* 1602 in Sangerhausen/Kurfürstentum Sachsen; † 14. Februar 1668 in Altenburg) war Lehrer und ein evangelisch-lutherischer Lieddichter. Niedling arbeitete ab 1626 als Lehrer an einem Altenburger Gymnasium. Er veröffentlichte 1635 am Verlagsort Leipzig ein Gesangbuch unter dem Titel 'Bußpsalmen, Chorlieder und Lobgesänge', das eigene und fremde geistliche Lieder enthält. Seine Lieder aus dieser Sammlung fanden teils weite Verbreitung. Das von dem Pfarrer und Hymnologen Albert Friedrich Wilhelm Fischer (1829-1896) initiierte und nach seinem Tod ab 1904 in Gütersloh von Wilhelm Christian Ludwig Tümpel (1855-1915) herausgegebene mehrbändige Werk 'Das deutsche evangelische Kirchenlied' enthält 17 Lieder von Niedling. Sein Pfingstlied 'O Heiliger Geist, o heiliger Gott, du Tröster wert' steht im Evangelischen Gesangbuch (EG) aus dem Jahr 1993 unter Nummer 131.
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1. HOMEZONE • PANORAMA-Blick 2012 • Landschaft - Waldhausen und Waldhäuser-Ost und SWT Erdgas Heizkraftwerk, Obere Viehweide Tübingen, 2. My outlook to the West - (south-west - to north-west) as Panorama . Landscape & cityscape . ON EXPLORE, Sep 12, 2013 #439, 3. Spiegelungen: Ufer der Platanen-allee , Neckar, Neckarmauer, Neckarfront in Tübingen am Neckar, 4. Tübingen (check notes) : Treppenabgang zur Anlegestelle, Neckarfront zum ~ flanieren ~ amüsieren: "Bellevue" Cafe-Restaurant:, 5. Kapelle - Andachts-Raum - Oratory, Medical Clinic Tübingen. HDR - 24 mm - 360° ., 6. Tübingen am Neckar: Neckarfront und Zwingel bei Regen [on Explore], 7. SNOW - Sunset - Landscape on Waldhausen and Horemer, Tübingen by eagle1effi, 8. PARIS - Cimetière Montparnasse - see note. My #002 top shot!,ever - paris, france, tower, eiffeltower, night, tour, europe, toureiffel, torre, francia,
9. Kater "Wölfle" - #ver.2 • On Explore 2014-04-08 #127, 10. The birds are singing - before sunrise Campus Morgenstelle Tübingen - ON EXPLORE 2014-04-02 #189. Sahara blowing dust . Sahara-Staub behindert Fernsicht., 11. sunset - camera limits. Panorama of Tuebingen "Steinenberg" aka "Stonehill"., 12. Mittwoch-Abend - Nacht-aufnahme - night -shot 41 mm ~ Human eye view, 13. Fliegenpilze - Amanita muscaria - fly agaric or fly amanita. Fliegenpilze am Quellwasser der "Glatt" *. Hallwangen., 14. Flughafen Stuttgart. STR. EDDS. Airport. - Flughafen "Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt", 15. vivid rainbow colors - RED ORANGE YELLOW GREEN BLUE INDIGO VIOLET. arcus caelestis, 16. Winterlich: Nervenklinik - UKT, Klinikum im Tal. Winter: City, Stadt, Tubinga ,Tuebingen ,Tubingen ,Tübingen, Dibenga, Germany ,Deutschland, Baden-Wuerttemberg ,Württemberg ,"Stadt Tübingen",city, Tubinga, Tuebingen, Tübingen am Neckar, Deutschland, Tü,
17. Wilhelma Stuttgart , Pelikane, Komerane und Störche - Langer See im zoologisch-botanischen Garten Wilhelma in Stuttgart, 18. Carina´s eye with light reflections through the window - ISO 400, with auto bracketing: Canon Powershot SX1, 19. Wilde Karde in Tübingen | Holderfeld | - Sümpfe - marsh - acquitrino - lamedal -, 20. EffiArT .:. sunset in march with backlight .:. red and yellow compo. EffiArt,Karma, 21. Blue apple - nature in blue, 22. on Explore: Crop a la Hani Al Mawash, Anemone hupehensis Macro, 23. Platanen-Allee Tübingen, Neckarinsel - so Explore Maschine - jetzt kannst Du zuschlagen, falls Du mich hörst, 24. sunset taken ; 2014 - 10 - 14 - ON EXPLORE - #378 - on Thursday, October 16, 2014,
25. flickr.com/photos/40036489@N00/15487705342/, 26. Carina´s left eye - magnified effects. Sunday - On Explore /2014/10/18. #30., 27. sibirischer Wolf - Alpha-Tier - HM - leader of the pack (she) Wolf (Canis lupus albus ). Tundra wolf., 28. Blaue Blume. Blou Blom. The romantic "blue flower", the blue Cornflower, blaue Kornblume, (Centaurea cyanus). Fiore azzurro. Flor azul . On Explore, 2014-08-17 , #187., 29. Schönes Wochenende * Happy WEEKEND * Bonne fin de semaine ! * Bom fim de semana! * Buen fin de semana * Buon fine settimana * Bon weekend *, 30. Schöllkraut, bewährtes Warzenkraut, ... - - The greater celandine - Chelidonium majus - the power of flowers, herbs. onExplore inExplore Explore explored, 31. SAMSUNG GALAXY S5 - Sommer und Fußball - Freude am Spiel - Wider den Erfolgsdruck! FIFA World Cup 2014 Champions Weltmeister, 32. SAMSUNG GALAXY S5. Collegiate Church. STIFTSKIRCHE TÜBINGEN.,
33. Mohnblume - Garten der freien Waldorfschule zu Tübingen - rosa, pink poppy, papaver. On Explore., 34. Depot Innenhof - ON EXPLORE Highest position: #16. About 35.000 views., 35. SAMSUNG GALAXY S5. Panorama. Panoramablick. Es sind Schön - Wetter - Wolken?, 36. SAMSUNG GALAXY S5 - Gerbera pink and yellow. #GalaxyS5. Selective DOF by tapping, 37. afrikanische Weissgesicht- Ohr-Eule, Büscheleule. White-faced Scops-Owl ., 38. Tübingen Neckarmauer - Stadtmauer zum Relaxen - Neckarfront - Stocherkahn, 39. SAMSUNG GALAXY S5 - Lila Tulpen - HDR on, 2014-04-22 - Tulipan, tulip, Tulpen, tulips,Tulpe, tulipan, Tulipe, Tulp, Tulipano, Tulipan, 40. Kastanien treiben aus • ON EXPLORE, #42. About 15.000 views!,
41. sunset on blue sky • On Explore 2014-04-09 , #226. Bluey, Nature in blue., 42. 500 Jahre Tübinger Vertrag - im kritischen Diskurs. ON EXPLORE 2014-04-05 #465, 43. Clyde - ON EXPLORE - 2014-04-04 #383, 44. Bonnie . She is called Möhrle aka Lillie - ON EXPLORE 2014-04-03 #370. Droppt now., 45. Tübingen Neckarfront mit Spiegelung - Frühjahr 2014 - Der Frühling ist angekommen, 46. Ulmer Münster - Hauptschiff - Langhaus - Basilika. My Photopedia., 47. Mercedes-Benz 500K - Armaturenbrett, Instrumententafel, dash-board. Mercedes-Benz 540K,1936, 48. Blitzermarathon 2014 - Schweben im Flugzeugmodus • Schneller als die Polizei erlaubt • Neulich (Februar 2014) haben sie ein Blitzer-Photo (B27) von mir gemacht! Lol. Das muss es aber verrissen haben!,
49. "stargate clouds" - Leewellen - nuvole lenticolari - Lee waves - Onde orographique - Ondas Estacionárias. PHOTOPEDIA., 50. Wurmlinger Kapelle von Kayh bei Herrenberg aus gesehen• On Explore, #157. 2014,Feb., 01., 51. ver.#02, einmal von vorne - Mandarin Duck, Mandarin-Ente, 52. REGIO DB Stuttgart – Tübingen – Balingen – Sigmaringen – Bad Saulgau – Aulendorf (Lankreis Ravensburg), 53. „Klagemauer für Frieden und Freiheit“ - Tübinger Klagemauer - Ost-mauer - virtuell - Wünsche für 2014. Tübingen´s Wailing Wall - East wall - virtually - Your Wishes for 2014, 54. Neckarfront Tübingen in der Nacht - Tübingen at night, 55. BESTE Architektur Architekture BEST ARCHITECTURE 2013 - Building Germany Deutschland -- UKT Management Tübingen - aka "Kiesel" Perspektive von unten - frog view. On Explore, #356, 56. Trauerweide in der Tübinger Platanenallee - im herbstlichen Stimmungshoch. Salix x sepulcralis . ON Explore, #56.,
57. Spinnen-netz mit gefrorenen Tautropfen - Rauhreif. Spinnennetz im Gegenlicht - Dew on spider web . #MistAndFog, 58. DIE SPINNEN DIE TÜBINGER, ON EXPLORE, # 428 on Wednesday, November 13, 2013. MACRO: Spinnennetz - spider-net. #MistAndFog, 59. Sunset - ON EXPLORE - Tuesday, November 11, 2013, 60. Agfa - Anastigmat - Jgestar - JGESTAR - f:7,7 - sepia effect - "sing", 61. November Wetter: alt-rosa Rose - voll mit Regentropfen - am Morgen - wet rose - sub rosa, 62. sunset over the "Black Forest" - taken by Nokia Lumia 800; smartphone, 63. punting tour for sightseeing City, Stadt, Tubinga ,Tuebingen ,Tubingen ,Tübingen, Dibenga, Germany ,Deutschland, Baden-Wuerttemberg ,Württemberg ,"Stadt Tübingen",city, Tubinga, Tuebingen, Tübingen am Neckar, Deutschland, Tübingen, Germany, 64. Mond Moon Luna,
65. Trauerweide: impressive Allee - Photoart - Platanenallee Tübingen, Neckarinsel mit Boden-Nebel - Foto-shooting, 66. Eiben MAKRO am Morgen, 67. LOGO, EMBLEM, CI, Mercedes-Benz , Mercedes-Stern mit den Deutschland-Farben. Mercedesstern. EffiArt., 68. sunflower and bee, 69. Storchenschnabel in lichten Farbtönen. Wild Geranium, cranesbills., 70. Jardins du Trocadéro, Paris & La Défense, 71. WALDHAUSEN - Landscape - Herbstbeginn - Fall is coming . HERBST: herfst; autumn ; automne; Harvest; autunno; autumnus; otoño; осень; jesień: syksy, höst; hazan;, 72. 50 Pfennig - Gerda Johanna „Jo“ Werner - Durchmesser: Soll: 20,00 mm, 2,0 cm
Created with fd's Flickr Toys
Photo: Bäume im Nebel
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Jesus, habe acht auf mich
1.) Jesus, habe acht auf mich,
Dass ich nicht verloren gehe!
Hab ich einst gekostet dich
Heiße Müh' und bittres Wehe, -
Wär es um so größre Pein,
Doch verloren einst zu sein.
2.) Lange durch ein weites Feld
Bin ich trostlos hingegangen.
Öde blieb die ganze Welt,
Ungestillet mein Verlangen.
Keiner Freude ward ich froh,
Jede kam und jede floh!
3.) Jesu, du gedachtest mein,
Als ich deiner nicht gedachte.
Längst verworfen würd' ich sein,
Wenn nicht dein Erbarmen wachte.
Tröstlich hat mich's angeschaut,
Dies Erbarmen preis ich laut.
4.) Du hast beten mich gelehrt,
Alles dir ans Herz zu legen.
Wenn ich mich zu dir gekehrt,
Kannst du freundlich mir entgegen.
War auch Schmerz und Buße da,
Dennoch warest du mir nah.
5.) Eingeprägt ist in mein Herz,
Dass mich nur dein Blut versühne,
Dass aus deinem Todesschmerz
Himmelslust und Leben grüne.
O, wie schwindet alle Last,
Wenn der Glaube dies umfasst! (a)
6.) O, wie wird das Herz so weit,
Überstromt mit sanften Freuden,
Wenn der Geist der Herrlichkeit
Ihm verkläret deine Leiden,
Wie die Gottesgabe frei
Von Gesetzeswerken sei!
7.) Wie du alles abgetan,
Ausgerichtet ganz alleine,
Was kein Mensch verdienen kann,
Ob er's noch so redlich meine. -
Ja, dies Evangelium
Sei mein Trost, mein höchster Ruhm!
8.) Herr, ich frage: Bin ich dein?
Bin ich dein von ganzer Seele?
Bin ich lauter, keusch und rein,
Während ich von dir erzähle? -
Ach, wie treibt mein falsches Herz
Oft mit Sünd' und Gnade Scherz!
9.) Leicht, ja mag ein lau' Gemüt
Auch um deine Wege wissen,
Wenn's auf breiter Straße zieht,
Und dein Liebesband zerrissen. -
Lass mich, Herr, ich flehe dich,
Also nicht betrügen mich!
10.) Leicht ja mag, verflossner Zeit
Lichts-Erfahrung uns betören,
Dass wir heut' in Sicherheit
Uns von deinem Lichte kehren. -
Lass mich, Herr, ich flehe dich,
Also nicht betrügen mich!
11.) Flehend neig' ich dieses Haupt,
Reuig liegt mein Geist im Staube.
Hab ich g e s t e r n dir geglaubt,
Gib, dass ich auch h e u t e glaube!
Ewig treu und ewig Dein,
Lass, Herr, meine Losung sein!
12.) Jesus, habe acht auf mich!
Wo ich sitze, wo ich stehe,
Will ich also flehen dich,
Schauend in die Himmelshöhe! -
Bring mich durch zum ewgen Licht!
Du vermagst's, - ich kann es nicht!
(a) versteht
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Autor: Albert Knapp
Melodie: Jesus, meine Zuversicht
oder: Jesus lebt, mit ihm auch ich
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Evangelischer Liederschatz für Kirche, Schule und Haus
Band 1. Zweite, umgearbeitete Ausgabe
Gesammelt und bearbeitet von Albert Knapp,
J. G. Cottascher Verlag,
Stuttgart und Tübingen, 1850
Liednummer 1383
Thema: Buß- und Bettag
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Albert Knapp (* 25. Juli 1798 in Tübingen; † 18. Juni 1864 in Stuttgart) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Dichter und Begründer des ersten Tierschutzvereins in Deutschland.
Albert Knapp war der Sohn des Hofgerichtsadvokaten und Verwaltungsbeamten Gottfried Gabriel Knapp (1764-1828) und der Henriette geb. Finckh (1775-1827). Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Alpirsbach, Rottweil und Tübingen. In Maulbronn, wo er 1814 in das evangelische Seminar eintrat, verfasste er bereits Gedichte und dramatische Texte.
1816 begann er das Studium der Evangelischen Theologie in Tübingen. Daneben interessierte er sich besonders für Geschichte, Philosophie und Poesie. Knapp war ein eifriger Burschenschafter, der 1819 am Jahrestag der Schlacht bei Waterloo eine aufrührerische Rede ('Gegen die autoritären Monarchen und für ein geeintes Deutschland') hielt.
Durch seinen Freund Ludwig Hofacker erhielt er 1820 eine Vikariatsstelle in Feuerbach bei Stuttgart. Knapp kämpfte gegen allzu einseitige pietistische Standpunkte. Weitere Stationen seiner geistlichen Laufbahn waren: Vikar in Gaisburg, Diakon in Sulz am Neckar (1825) und in Kirchheim unter Teck (1831). 1836 kam er nach Stuttgart an die Hospital- und die Stiftskirche und übernahm 1845 als Nachfolger von Gustav Schwab das Amt des Pfarrers der Leonhardskirche.
Im Dezember 1837 gründete er außerdem, inspiriert von seinem Freund und Vorbild, dem im Februar desselben Jahres verstorbenen pietistischen Pfarrer Christian Adam Dann, den ersten Tierschutzverein Deutschlands. Er entwarf ein Flugblatt, das 1838 dem Schwäbischen Merkur beigefügt wurde und zur Gründung von Ortsgruppen aufrief. Ein Vorwurf von ihm lautete, dass es noch kein öffentliches Gesetz gegen Tierquälerei gebe. Tierschutz sei ein zutiefst christliches Anliegen, wobei sich Knapp auf die Bibel im Römerbrief 8. Kapitel, Verse 18-23, berief.
Albert Knapp war dreimal verheiratet: 1828 mit Christiane von Beulwitz († 1835), 1836 mit der Witwe Emilie Osiander († 1849) und 1850 mit Minette Lerche († 1897). Er starb 1864 in Stuttgart im Alter von 65 Jahren. Sein Enkel war der Pazifist Paul Knapp.
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Photo: Baum am Veilchenweg, Wiesbaden-Dotzheim
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Nicht Tag, nicht Stunde weilen
1.) Nicht Tag, nicht Stunde weilen,
Schnell sehn wir sie entfliehn,
Auf Windesfittich eilen
Die Prüfungsjahre hin.
Ein Glück, das wir erlebten
In dem verflossnen Raum,
Gefahr, vor der wir bebten,
Was sind sie mehr, als Traum?
2.) Doch nicht dem Traumgebilde
Sein unsre Tage gleich,
Sie gab ein Gott voll Milde,
Sie sind an Folgen reich,
Indes die Flucht der Zeiten,
Des Lebens hohen Wert,
Den Wert für Ewigkeiten
Mit stillem Ernste lehrt.
3.) Wenn wir, mit Dank im Herzen,
Den guten Tag begehn,
Und das Gefühl der Schmerzen,
Still duldend überstehn,
Getreu der Tugend leben,
Die uns der Herr gebeut, (a)
Zu nützen eifrig streben
Die flügelschnelle Zeit,
4.) Mit echtem Christenmute,
Das schnöde Laster scheun,
Und wirksam für das Gute
Hier edlen Samen streun.
Den Nächsten redlich lieben
Und stets mit heiterm Sinn
Des Wohltuns Pflichten üben:
Welch herrlicher Gewinn!
5.) Dann mögen Zeiten eilen
Zur Ewigkeit hinab:
Mit hellem Blicke weilen
Wir einst am stillen Grab.
Denn durch des Grabes Tiefen
Strahlt Licht der Ewigkeit,
Den Guten, die da schliefen
Lohnt hohe Seligkeit.
(a) alte Form von 'gebietet'
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Autor: Johann Heinrich Keerl
Melodie: Ich dank dir lieber Herre
oder: Befiehl du deine Wege
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Sammlung geistlicher Lieder - Band 1 -
Herausgegeben von Nikolaus Joachim Guilliam Evers
Archediakonus an der Jakobi-Kirche, Hamburg
Druck und Verlag: G.F.Schniebes, E.E.Raths
Hamburg, 1817
Liednummer 1616
Thema: Kirchen-Jahresanfang oder Neujahr
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Johann Heinrich Keerl, (* 4. Februar 1759 in Klosterheidenheim/Markgraftum Brandenburg-Ansbach, † 21. Januar 1810), war Hof- und Regierungssekretär in Ansbach, später Konsistorialassessor, Appellationsgerichtsrat, Jurist, Dramatiker, Lyriker, Übersetzer, Herausgeber und evangelischer Kirchenlieddichter. Seine 40 geistlichen Lieder sind in zwei Sammlungen enthalten, die in den Jahren 1802 und 1803 am Verlagsort Ansbach gedruckt wurden.
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today, i need calm.
1. 93.365, 2. leaving, 3. Eye contact, 4. heading toward the sunset, 5. weeping cherry blossoms, 6. untitled-2, 7. sun loving arwen, 8. vintage, 9. march, word., 10. BLISS!, 11. light snow, 12. 0509_0105 White horse, 13. Autumnus, 14. whisp, 15. IMG_4424, 16. Watchin'
Gott, deiner Liebe Fülle
1.) Gott, deiner Liebe Fülle
Macht uns getrost und stille,
Wie steil der Weg auch ist.
Will Not uns niederbeuen
Und sich kein Ausweg zeigen -
Genug, dass Du die Liebe bist!
2.) Wir dürfen freudig sagen,
Dass Du in allen Lagen
Die Deinen nie vergisst.
Will uns der Feind betören,
Durch Zweifel gar uns stören -
Genug, dass Du die Liebe bist!
3.) Dein Lieben ohne gleichen
Wird nimmer von uns weichen,
Trotz Satans macht und List.
Wir dürfen aufwärts schauen
Und rufen voll Vertrauen:
Genug, dass Du die Liebe bist!
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Autor: unbekannt
Melodie: Nun ruhen alle Wälder
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Geistliche Lieder von Jean Emil Leonhardt
Privatdruck, Bad Homburg v.d. Höhe, ca. 1930
Liednummer 9
Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost
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Jean Emil Leonhardt (* 1853 in Bad Homburg vor der Höhe, † 24. August 1918) war deutscher Industrieller, Kaufmann und evangelisch-freikirchlicher Lieddichter. 1870 kam er während einer Ausbildung in England mit den 'Open Brethren' (Freigesinnten Brüdern) in Kontakt. Er schloss sich der auch nach ihrem Gründer John Darby 'Darbysten' genannten Freikirche an und begann, zurückgekehrt in seine Geburtsstadt, damit, eine eigene Sektion dieser Freikirche aufzubauen, die bis heute in Form einer evangelischen Freikirche weiter besteht. Ab 1887 sammelte er Gleichgesinnte um sich, mietete einen Saal für die Gottesdienste und die Gemeindearbeit und gründete mit Friedrich Kleemann einen Chor. Auch wirtschaftlich war Leonhardt erfolgreich: 1905 rief er eine eigene Firma, die Rex-Conservenglas-Gesellschaft, ins Leben. Im Jahr 1897 heiratete er Ida Schneider und hatte mit ihr fünf Söhne und drei Töchter. Anlässlich der 100. Wiederkehr seines Todestages veranstaltete die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde am 26. August 2018 in Bad Homburg einen Gedenk-Gottesdienst für ihren Gründer. 1930 erschien im Privatdruck eine Sammlung geistlicher Lieder, die Leonhardt für seine Freikirchengemeinde gesammelt und zum Teil selbst verfasst hatte.
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Was ist, o Himmelsfürst, der Mensch
Das beste Andenken
1.) Was ist, o Himmelsfürst, der Mensch, die Hand voll Kot
Dass du ihm unverdient so holde Liebe schenkest?
Was treibt dich, großer Gott,
Dass du so väterlich an Adams Erben denkest?
2.) Auf Erden ruht dein Fuß, im Himmel ist dein Thron,
Du bist der Heilige, der Starke, der Gerechte,
Der Mensch ist spröder Ton,
Befleckt, ohnmächtig, krank, ein sündliches Geschlechte.
3.) Doch hältst du über ihm genädig Aug' und Hand,
Es wallet gegen ihm dein brennendes Gemüte,
Dein Sohn ist selbst das Pfand
Der ungefärbten Huld, ein Zeuge deiner Güte.
4.) Wie aber denkt, o Gott! der schnöde Mensch an dich,
Hier ist nur Undank und Vergessenheit zu finden,
Erforsch ich selber mich,
So seh ich alle Spur der Dankbarkeit verschwinden.
5.) Ich denk am meisten, wie mir's zeitlich gehe wohl,
Und lasse hin und her zerstreute Sinnen wanken.
Was ich bedenken soll,
Drauf richt ich oftermals nur flüchtige Gedanken.
6.) Ich bin mir wenig Lieb und Treu zu dir bewusst,
Drum muss mich schwarze Reu' und bange Furcht bekränken,
Es kocht in meiner Brust
Gehäufter Sünden Schuld, betrübtes Angedenken.
7.) Ich leider! bin's, der dich, o Heiland, band und schlug,
Der dein geängstes Haupt mit Sündendornen ritzte,
Dir Holz zum Kreuze trug,
Und selbst für Hand und Fuß die scharfen Nägel spitzte.
8.) Ach Herr, gedenke nicht die Schulden junger Zeit,
Noch wie ich war bedacht das Sündenmaß zu füllen,
Denk in Barmherzigkeit
An mich und deinen Sohn, um deiner Güte willen.
9.) Denkst du in Gnaden mein, so bin ich wohl bedacht,
Mein Frevel aber bleibt in Ewigkeit vergessen.
Nun Erde, gute Nacht!
Ich denke nur an den, des Liebe nicht zu messen.
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Autor: Hans Abschatz von Assmann
Melodie: ohne Angaben
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen
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Blumen und Himmel-Schlüssel oder geistliche Gedichte
von Hans Abschatz von Assmann
Herausgeber: Christian Gryphius
Leipzig und Breslau, ab 1704
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Freiherr Hans Abschatz von Assmann, eigentlich Johann Erasmus Freiherr von Abschatz, Pseudonym Hans Erasmus Aßmann (* 4. Februar 1646 in Breslau; † 22. April 1699 in Liegnitz/Niederschlesien) war ein deutscher Lyriker und Übersetzer des Barocks, sowie evangelischer Kirchenlieddichter. Er gilt als bedeutender Vertreter der literarischen Zweiten Schlesischen Schule. Assmann wurde als Sohn eines Beamten im damals piastischen Herzogtum Liegnitz geboren, erkrankte mit vier Jahren an Blattern und verlor im selben Jahr den Vater, mit 13 Jahre seine Mutter. Von 1658 bis 1664 besuchte Abschatz das Gymnasium in Liegnitz und studierte anschließend in Straßburg und Leiden Rechtswissenschaften. Anschließend unternahm er eine Studienreise durch Holland, Frankreich und Italien. Nach der Rückkehr 1669 widmete er sich der Bewirtschaftung der geerbten Güter und heiratete im selben Jahr Anna, eine Tochter des Landesältesten des Fürstentums Liegnitz. Nachdem das Herzogtum Liegnitz 1675 infolge des Todes von Herzog Georg Wilhelm als erledigtes Lehen an die Krone Böhmen zurückgefallen war, wurde Abschatz 1679 Landesbestellter des Erbfürstentums Liegnitz und als Abgeordneter der Liegnitzer Stände zu den Schlesischen Fürstentagen entsandt, wo er sich hohes Ansehen erwarb, da er als standhafter und erfolgreicher Vertreter der Rechte der schlesischen Protestanten auftrat. Für seine Verdienste wurde er 1695 von Kaiser Leopold I. in den Freiherrnstand erhoben. Bei seinem Tod 1699 hinterließ er vier Söhne und zwei Töchter. Abschatz' Lieder sind in schlichtem und volkstümlichem Ton gehalten und fanden sich verstreut in Lyrikanthologien. Christian Gryphius sammelte die Gedichte und veröffentlichte sie zusammen mit einem ausführlichen Vorwort. In dieser Sammlung sind auch 59 religiöse Gedichte unter der Überschrift 'Himmelschlüssel oder Geistliche Gedichte' zu finden, die schnell Aufnahme in evangelische Gesangbücher fanden. Abschatz' Gedicht 'Betrachtung funffzig-jährigen Lebens-Lauffs' kann wegen der darin enthaltenen realistischen Schilderungen als authentische Autobiographie von großem geschichtlichen Wert gelten. Sein bekanntestes Lied ist ein Ewigkeitslied mit acht Strophen und heißt 'Nun hab ich überwunden durch Christi teures Blut'.
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Photo: 'Unter den Fichten' in Wiesbaden-Bierstadt
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Zeuch hin, mein liebes Kind
- Bei der Beerdigung eines Kindes -
1.) Zeuch (a) hin, mein liebes Kind,
Zeuch hin, mein halbes Leben,
Dieweil ich dich ja muss
Dem Schöpfer wieder geben,
Der dich gegeben mir.
Zeuch hin, du liebes Herz!
Ich aber leider, ach!
Bin einsam, voller Schmerz.
2.) Ich und dein Mütterlein
Sind nunmehr ganz verlassen
Von dir, doch nicht von Gott,
Betrübet höchster Maßen
Und haben schon vor Angst
Verwandelt unser Kleid.
Anstatt der Freud' ist nichts
Bei uns als Herzeleid.
3.) Ich will nun nichts mehr tun,
Als zu dem Höchsten schreien, (b)
Dieweil ich leb und bin,
Der wird mich wohl erfreuen.
Kommst du, mein liebes Kind,
Gleich wieder nicht zu mir,
So weiß ich doch gewiss,
Ich komme hin zu dir.
4.) Zeuch demnach immer hin
Zur englischen Gemeine (c),
Du liebes Herzelein,
Du herzgeliebtes Kleine!
Ich will, wenn meine Zeit,
Dich fröhlich wieder sehn.
D a s ist mein bester Trost, -
Wenn Gott will, solls geschehn.
5.) Herr Jesu, habe Dank,
Dass du an mich noch denkest
Und mich nach Vaters Art
Aus Lieb' ein wenig kränkest.
Lass mir dein tröstlich' Wort
Nun in der Traurigkeit,
So hab ich, was mich hier
Und ewig dort erfreut.
(a) alte Form von 'ziehe'
(b) hier im Sinn von 'klagen'
(c) zur Gemeinde der Engel
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Autor: Johann Hildebrandt
mögl. Melodie: Nun danket alle Gott
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gefunden in:
Das deutsche evangelische Kirchenlied
des siebzehnten Jahrhunderts
Herausgegeben von Albert Fischer und W. Tümpel
Erster Band
Druck und Verlag C. Bertelsmann
Gütersloh, 1904
Liednummer 546
Thema: Tod und Ewigkeit
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Johann Hildebrandt, auch Hildebrand (* Juni 1614 in Pretzsch an der Elbe, heute ein Ortsteil der Stadt Bad Schmiedeberg im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt, + 5. Juli 1684), war ein deutscher Komponist, Kantor, Organist, Schriftsteller und evangelisch-lutherischer Kirchenlieddichter.
Er übernahm 1637 das Amt des Organisten der Kirche St. Nikolai in Eilenburg/Sachsen und versah dieses bis zu seinem Tod. Er blieb in erster Linie wegen seiner Friedensmotette aus dem Jahr 1645 in Erinnerung, die unter dem Titel 'Krieges-Angst-Seufftzer bey itzigen grund-bösen kriegerischen Zeiten instendig zu gebrauchen' erschien.
Weitere Werke können möglicherweise auch Johann Heinrich Hildebrand, einem Kantor aus Ohrdruf/Thüringen zugeschrieben werden. Johann Hildebrand verfasste als Lieddichter die 1656 in Leipzig erschiene Vertonung von 50 Psalmen unter dem Titel 'Geistlicher Zeit-Vertreiber, so da bestehet in funffzig Psalmen'. Die ab 1904 in Gütersloh von Albert Fischer herausgegebene Sammlung 'Das deutsche Kirchenlied' enthält zwei Lieder von Hildebrandt.
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Autumnus est unus ex quattuor temporibus anni, tempus inter aestatem et hiemem.
Autumno saepe ventus fortis flat. Multae arbores folia amittunt.
Wicipaedia.
Photo: Blick in den Schlosspark, Hanau/Main
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Weil das alte Jahr vergangen
1.) Weil das alte Jahr vergangen
Und das neue kommt herbei,
So lass uns, o Gott, anfangen,
Dass es Dir gefällig sei.
Ach Herr, sieh uns gnädig an,
Was wir wider Dich getan,
Wollest du nicht mehr gedenken,
Und die Schuld aus Gnaden schenken.
2.) Was Du uns für Guts erwiesen
In der nun vergangnen Zeit,
Dafür sollst Du sein gepriesen
Jetzund und in Ewigkeit,
Dass Du uns so wohl ernährt
Und auch alles Gut's beschert,
Unsere Last auch helfen tragen,
Drum wir billig (a) Dir danksagen.
3.) Dann: dass wir noch aufrecht gehen,
Dass wir noch im Leben sein,
Müssen wir ja all' gestehen,
Dass es komm von Dir allein.
Du hast über uns gewacht
Und beschirmt vor fremder Macht,
Drum wir billig dir zu ehren
Sollen alles Fleiß ankehren.
4.) Du hast uns gesund gesparet
Und gesegnet unser Land,
Unser Haus und Hof bewahret
Vor den Räubern, Krieg und Brand,
Unsre Stadt und unsre Grenz'
Vor der Seuch' und Pestilenz.
Darum sollen wir dich loben,
Gott im hohen Himmel droben.
5.) Solche Gnad' wollst du erneuen
Auch in diesem neuen Jahr,
Neue Kräfte auch verleihen,
Dir zu dienen immerdar.
Neuen Segen uns bescher
Und uns künftig auch ernähr,
Einen neuen Geist uns schenke,
Unser auf das neu gedenke.
6.) Gib, dass wir vom Alten lassen,
Neues Leben stellen an,
Unsern alten Adam (b) hassen,
Dass der neu' Mensch leben kann,
Tun den alten Sau'rteig (c) weg,
Dass er uns nicht mehr befleck.
Lehr die alte Vorhaut b'schneiden (d)
Und den alten Wandel meiden.
7.) Dass wir neue Gunst erlangen
Bei dir, unserm lieben Gott,
Lehr uns, dir allein anhangen,
Hilf uns auch aus aller Not.
Wenn das letzte Jahr kommt her,
Hilf' und Trost auf's neu bescher,
Dass wir mögen selig sterben, -
Dort das neue Leben erben.
(a) billig' bedeutete früher 'recht', 'sehr', auch 'wie es sich gehört' und wurde als eine positive Bekräftigung verwendet. Vergleiche hierzu 'recht und billig', eine Redeweise, die den ursprünglich positiven Charakter des Worts zeigt und dessen Bedeutung später eine Einengung erfuhr.
(b) Nach christlicher Vorstellung unterliegt jeder Mensch der Erbsünde, die durch den Sündenfall Adams auf ihn gekommen ist und erst durch Jesus Christus und seinen Opfertod am Kreuz aufgehoben wurde. Adam oder Moses, zwei Personen des Alten Testaments, werden häufig als Personifizierungen der Erbsünde benannt. Der durch Christi Opfertod erlöste Mensch ist demgegenüber der neue Mensch, die neue Kreatur oder der neue Adam.
(c) Der Begriff des Sauerteigs hat im Neuen Testament einen ambivalenten Charakter. Zum einen steht er im Gleichnis vom Sauerteig für die Dynamik, die ein von Überzeugung getragener Glaube ausrichten kann (Evangelium des Matthäus, Kapitel 13, Vers 33), zum andern steht er für die Auffassung, dass alle schlechte Angewohnheiten abgelegt werden müssen, um ein neuer Mensch in Jesus Christus zu werden (vgl. 1. Brief an die Korinther, Kapitel 5, Vers 6)
(d) hier wird auf die Tradition der Juden der Beschneidung zurückgegriffen, um das alte überwundene Sündenleben bildlich endgültig zu entfernen
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Autor: Friedrich Greiff
Melodie: Wie nach einer Wasserquelle
oder: Freu dich sehr, o meine Seele
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen
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Das deutsche evangelische Kirchenlied des 17. Jahrhunderts
Herausgegeben von Albert Fischer (†) und
Wilhelm Christian Ludwig Tümpel, Dritter Band
Druck und Verlag C. Bertelsmann
Gütersloh, 1906
Liednummer 342
Thema: Kirchen-Jahresanfang oder Neujahr
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Friedrich Greiff (* 29. Oktober 1601 in Tübingen/Herzogtum Württemberg, † 20. November 1668) war Arzt, Apotheker, fürstlicher Rat und evangelisch-lutherischer Lieddichter. Er veröffentlichte mehrere Sammlungen eigener geistlicher Lieder, ein in Reimen gefasste Lebensbeschreibung Christi und gedichtete Andachten. Das von dem Pfarrer und Hymnologen Albert Friedrich Wilhelm Fischer (1829-1896) initiierte und nach seinem Tod ab 1904 in Gütersloh von Wilhelm Christian Ludwig Tümpel (1855-1915) herausgegebene mehrbändige Werk 'Das deutsche evangelische Kirchenlied des 17. Jahrhunderts' enthält sieben Lieder von Greiff.
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Photo: Schlosspark von Bad Homburg vor der Höhe, Hessen
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Sei getreu auf Jesu Wegen
1.) Sei getreu auf Jesu Wegen
Bei des Todes Furcht und Graus.
Gott wird allen Kummer legen,
Löschen gleich die Lampen aus.
Er sieht die beklemmten Tränen
Und des Herzens banges Sehnen.
Schwinget euch zur Ewigkeit,
Wo die Seele wird erfreut!
2.) Halte deinem Vater stille,
Er liebt dich in Kreuz und Schmerz.
Es ist sein gerechter Wille,
Drum so schenk ihm nur das Herz.
Er gibt nach dem Weinen Lachen
Und weiß alles wohl zu machen.
Sei getreu bis in den Tod,
Jesus hilft aus aller Not.
3.) Seid getreu, verzagte Seelen,
Euer Heiland lebet noch,
Der des Geistes schrecklich' Quälen
Und des Jammers schweres Joch
Wird mit starker Hand zerbrechen
Und ein liebreichs Urteil sprechen:
Die, so mir zur Rechten stehn,
Sollen in den Himmel gehn.
4.) Lass die Welt dich greulich drücken
Bei der Arbeit echter Treu.
Will der Feind das Herz bestricken:
Ei, du weißt, Gott steht dir bei,
Der wird in den Trübsalsgründen
Noch viel tausend Wege finden.
Nur getrost zur Himmelsbahn,
Jesus nimmt dich freudig an.
5.) Wohl dir, o du Kind der Treue,
Das in Jesu Wunden flieht,
Weil das Weh mit Angstgeschreie
Augenblicks vorüberzieht.
Er stärkt Augen, Herz und Hände
Und macht aller Qual ein Ende,
Ja, nach der betrübten Zeit
Folgt die frohe Herrlichkeit.
6.) Jesus reicht die Lebenskrone
Dem, der hier getreu gekämpft,
Da sein Glanz vom Himmels-Throne
Aller Feinde Wut gedämpft.
Wenn mich Gottes Flügel decken,
Kann der Tod mich nicht erschrecken.
Ei, so ruf die ganze Welt:
G'nug, dass mich mein Jesus hält.
7.) Kinder höret auf mit Weinen,
Ich steh hier vor Gottes Thron,
Wo viel tausend Sterne scheinen
In der schönsten Ehrenkron'!
O, der großen Freud' und Wonne!
O, wie helle glänzt die Sonne!
Ihr, die ihr noch klagt und weint,
Jesus bleibt der beste Freund.
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Autor: S.Fr. Bucher
Melodie: Alle Menschen müssen sterben
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Das mit allen Freuden sterbende Kind Gottes
Oder: Sammlung geistreicher und erbaulicher Begräbniß-Gesänge
Herausgegeben von Christian Wilhelm Spazier
4., unveränd. mit einem Anhange neuerer Gesänge vermehrte Original-Auflage.
Verlag: J.D. Schöpfische Buch- und Kunsthandlung
Druck: J.G. Seyfert. Zittau. 1839
Liednummer 229
Thema: Tod und Ewigkeit
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Nun ist der halbe Tag verflossen
1.) Nun ist der halbe Tag verflossen,
Die Sonne steht im höchsten Glanz.
Wie läuft sie doch so unverdrossen,
Und weiset ihre Strahlen ganz?
O käme unser Tugendschein
Mit solchem Glanze überein!
2.) O, hätten wir mit allen Schritten
Dem Guten also nachgeeilt,
Doch wir sind öfters abgeglitten
Und haben unsern Lauf verweilt.
Man hat gar schlecht an dich gedacht,
Und neuer Schulden viel gemacht.
3.) Doch hat kein Strahl von deiner Güte
Sich noch von uns zurück gekehrt,
Hierdurch erweichst du das Gemüte,
So wird der Missetat gewehrt.
Dir sei Dank, dass du unser schonst
Und noch hier mit Genaden wohnst.
4.) Ach Gott, lass dein Licht in mir scheinen,
Damit ich dich und mich erkenn,
Erwärm das Herz, und lass mich weinen,
Dass ich so oft mich von dir trenn'
Und hilf, dass ich den halben Tag
Viel Liebeswerk erweisen mag.
5.) Ist bisher was zurückgeblieben,
So wird es jetzt noch eingebracht,
Durch dich sei all mein Tun getrieben,
Mein Herz durch deine Furcht bewacht.
Dass ich nicht dein Gebot verlier'
Und Segen bei der Arbeit spür'.
6.) Regiere du derselben Leben,
Mit denen ich heut wandeln muss,
Dass sie mir keinen Fallstrick geben,
Noch sonst ein Unrecht und Verdruss.
Hinwieder leit auch mich dahin,
Dass ich niemand beschwerlich bin.
7.) Regiere die allhier noch wallen,
Und führe sie auf ebner Bahn,
Dass sie nicht in die Sünde fallen,
Nimm dich auch der Betrübten an,
Dass sie bei ihrer Kreuzes-Pein
In deiner Huld vergnüget sein.
8.) Verlöschet aber mit der Sonne
Zugleich auch vieler Lebens-Licht,
So führe sie zu jener Wonne,
Da ewig hin kein Glanz gebricht, (a)
Wo Christus, unsre Sonne, steht
Und weiter niemals untergeht.
(a) wo niemals der Glanz fehlen wird
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Autor: Friedrich Gude
Melodie: Wer nur den lieben Gott lässt walten
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Theologia in Hymnis oder
Universal=Gesangbuch
ausgefertigt von Johann Jakob Gottschald
Diacon zu Eubenstock
Verlegt bei Johann Christian Martini
Leipzig, 1737
Liednummer 28
Thema: Mittags- und Tischlied
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Friedrich Gude (* 1. Dezember 1669 in Görisseifen bei Löwenberg/Schlesien, † 6. März 1753 in Lauban), war evangelisch-lutherischer Pfarrer und geistlicher Liederdichter.
Gude wurde als Sohn eines Bauern geboren und besuchte in Niederwiese und am Gymnasium in Lauban die Schule. Nachdem er als Erzieher tätig war, wurde er 1696 Konrektor in Lauban, 1701 Diakon in Niederwiesa und stieg 1709 zuerst zum Rektor auf, um kurz danach in den kirchlichen Dienst zu wechseln, indem er Frühprediger an der Kirche zum Kreuze Christi in Lauban wurde. 1710 verlor er eines seiner Kinder und seine Frau, die er 1697 geheiratet hatte durch Krankheit. 1723 wurde er zum Archediakon und 1727 zum Pastor in Lauban berufen, wo er 1753 starb. Seine Lieder sind beispielsweise 1706 im Evangelisch-lutherischen Hausbuch seines Amtskollegen Johann Christoph Schwedler erschienen. Er selbst veröffentlichte Lieder in der Sammlung vom 'Neuvermehrten seufzenden Turteltäublein' (Lauban, 1723). Aufnahme fanden einige Lieder auch in das von seinem Sohn 1749 herausgegebene 'Neue Laubanische Gesangbuch zum Gebrauch beim öffentlichen Gottesdienst'. Sein Sohn Gottlob Friedrich Gude (1701-1756) war theologischer Schriftsteller und folgte ihm im Amt als Pfarrer.
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Photo: In Wiesbaden-Dotzheim, Gemarkung Im Himmelreich
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Herbst ist es jetzt, von Blättern leer die Bäume
1.) Herbst ist es jetzt, von Blättern leer die Bäume,
Nur hier und dort an Zweigen flattert eins,
Durchsichtig sind des Waldes tiefe Räume
Im Dämmerlicht des grauen Tagesscheins.
Die Wolken senken sich, wie schwere Träume,
Bis in die Kluft hinab des Felsgesteins.
Entflohen sind die schönen Sängerinnen, (a)
Und Raben krächzen um die öden Zinnen.
2.) Herbst ist es jetzt. Dein Schmuck ist dir genommen,
Du stolzer Wald, der Kranz ist dir geraubt.
Der raue Nord (b) ist über Nacht gekommen
Und hat dich, Kind des Südens, angeschnaubt,
Von gelben Wogen ist dein Fuß umschwommen,
An deinen Wurzeln rauscht es falb umlaubt.
Dein Feind, die Krone ganz dir zu verderben,
Tanzt stürmisch triumphierend auf den Scherben.
3.) Herbst ist es jetzt. Ich wühl mit meinem Stabe
Im Blättermeer, das wirbelnd mich umkreist.
Ich steh an meines Glückes offnem Grabe,
Und aus den Blättern spricht des Waldes Geist.
Der Vater, den ich heiß geliebet habe,
Erscheint mir, seinem Sohne, der verwaist.
Der Wald, ein Leichnam, liegt zu meinen Füßen,
Kein Trost, als des Entseelten Geistergrüßen:
4.) 'Herbst ist es jetzt!' so haucht der Blätter Flüstern,
Doch fasse dich, nicht für die Ewigkeit
Verfallen ist dein Freund dem Tod, dem düstern,
Bald kehrt der Tag der Jugendherrlichkeit,
Ein schöner Held wird wehren den Verwüstern,
Er heißet: Lenz! (c) Er ist's, der mich befreit.
Geh schlaf in deines Hüttleins warmer Ecke,
Bis freudebrausend ich dich auferwecke!'
5.) 'Herbst ist es jetzt!' muss ich dem Geist erwidern,
Du tröstest mich mit deiner Zukunft nicht.
Nun ist es aus mit meinen Waldesliedern,
Mit deinem Tod erstirbt mein Waldgedicht.
Wirst du im neuen Lenz dich neu befiedern,
Du bist's nicht mehr, du trautes Waldgesicht,
Du bist erbleicht, dich werd' ich nimmer sehen!
Leb wohl. Ins Hüttlein will ich schlafen gehen.'
(a) die Singvögel
(b) Nordwind
(c) Frühling
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Autor: Balthasar Reber
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Alpenrosen, ein Schweizer Almanach
auf das Jahr 1854
Herausgegeben von A.E. Fröhlich
Schweighausersche Verlagsbuchhandlung
Basel, 1854
Thema: Herbstlied
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Balthasar Reber (* 7. Dezember 1805 in Basel/Schweiz; † 13. März 1875 ebenda) war ein Schweizer evangelisch-reformierter Pfarrer, Historiker und Schriftsteller. Er wurde als Sohn des Kaufmanns Nicolaus Reber geboren und studierte von 1825 bis 1830 Philologie, Geschichte und Theologie in Berlin und Basel. Nach seiner Ordination war er zunächst als Pfarrer, dann ab 1840 als Lehrer für Geschichte tätig. Im Jahr 1845 promovierte er an der Universität Basel, wo er sich sechs Jahre später auch habilitierte. Ab 1853 wirkte er als Lehrer an der Gewerbeschule und ab 1855 zudem als außerordentlicher Professor für Schweizer Geschichte an der Universität Basel. Reber veröffentlichte Schriften zur Schweizer Geschichte, speziell des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit, die sich durch genaues Quellenstudium auszeichnen. Als Schriftsteller schrieb Reber Gedichte und historische Erzählungen. Im Jahr 1843 veröffentlichte Reber zusammen mit Wilhelm Wackernagel eine Sammlung vaterländischer Lieder unter dem Titel 'Zeitgedichten'. Seine Gedichte stehen auch in der Zeitschrift 'Alpenrose', die zwischen 1811 und 1854 in Basel erschien.
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Wenn in des Herbstes Morgenkühle
1.) Wenn in des Herbstes Morgenkühle
Aufsteigt der Nebel graues Gewühle
Und wie geheftet an Baumeswipfel,
Häusergiebel und Bergesgipfel
Lässt seine Schleier weben und wallen,
Auf alles Leben niederfallen,
Ist es, wie wenn in Grabeskammer
Läge der Erde Lust und Jammer.
2.) Doch eine kleine Weile, so regt sich's,
Hinter dem Vorhang rauscht und bewegt sich's,
Reißt durch der Schleier düstere Falten,
Bildet sie selbst zu weißen Gestalten,
Welche bald da, bald dorthin schweben,
Auf zum geöffneten Himmel streben
Und wie leibloser Seelen Gesichte
Schwanken am Äther im Mittaglichte.
3.) Und es wird Abend, der Sonne Strahlen
Gehen zur Rüste, und lieblich malen
Sie wie lebend'ge Leiber die weißen
Wolkengebild', die am Himmel kreisen,
Und nun mit Kränzen voll Schimmers der Rosen
Selig umwinden die Locken, die losen,
Licht, wie verklärte Kinder voll Leben
Ihre ersterbende Mutter umgeben.
4.) O meine Träume, meine Gedanken!
Möchtet ihr auch so auf euch ranken,
Morgennebel und mattes Taglicht
Hinter euch lassend, bis euch ein Tag bricht
Auf aus der Sonne Abendgluten,
Die da für uns ihr Leben lässt bluten,
Dass selbst das sterbende eigene Leben
Sel'ger Verklärung Strahlen umgeben.
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Autor: Gottlieb Christoph Adolf von Harleß
Melodie: ohne Angaben
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Aus dem Leben in Lied und Spruch
von [Gottlieb Christoph] Adolph von Harleß
Verlag S.G. Liesching
Stuttgart, 1865
Thema: Herbstlied
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Adolf Gottlieb Christoph von Harleß (* 21. November 1806 in Nürnberg; † 5. September 1879 in München) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und ein Mitbegründer der sogenannten Erlanger Schule. Harleß wurde als Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns geboren und durch die Eltern in die übliche gemäßigt rationalistische Richtung geprägt.
Harleß studierte ab 1823 in Erlangen zunächst Philosophie und Jura, wechselte dann aber zur Theologie. Hier wurde er vor allem von Georg Benedikt Winer und dann auch über die Theologie hinaus von der Persönlichkeit August Tholucks geprägt. Eine große Bedeutung für Harleß haben auch die Gedanken Georg W. F. Hegels, Friedrich Schellings und Baruch Spinozas. Von 1826 bis 1828 studierte er an der Universität Halle/Saale. 1828 wechselte er dann als Privatdozent für Philosophie zurück nach Erlangen, 1829 wurde er Privatdozent für Systematische Theologie und 1833 außerordentlicher Professor für Neues Testament. 1834 erschien sein 'Commentar über den Brief Pauli an die Epheser'. Schon hier kam Harleß zu seinem erfahrungstheologischen Ansatz, der Vorläufer im Denken Theodor Lehmus’ und Claus Harms’ hatte. 1836 wurde Harleß dann zum Ordinarius für Systematische Theologie ernannt und war ab 1836 zudem Universitätsprediger. 1837 wurde er Mitbegründer der 'Zeitschrift für Protestantismus und Kirche' (ZPK), die zum Forum der Erlanger Theologie wurde. Des Weiteren veröffentlichte er die 'Theologische Encyklopädie und Methodologie', womit er sich ebenso wie mit dem Epheser-Kommentar ausdrücklich auf kirchlichen Boden stellte: Die Offenbarung ist Harleß hier im Sinne der Erfahrungstheologie nur im Glauben fassbar.
1839 zog er als Abgeordneter der Universität Erlangen in den Münchener Landtag. Seine nachdrückliche ablehnende Haltung gegenüber dem Katholizismus brachte ihn in Bayern viel Ärger und Anfeindungen ein. 1845 sollte er als Konsistorialrat ins evangelisch-geprägte Bayreuth strafversetzt werden. Harleß kam dem zuvor, indem er 1845 einen Ruf nach Leipzig annahm wo er wegweisend im Kollegium der Leipziger Mission arbeitete. 1847 übernahm Harleß zusätzlich das Pfarramt St. Nicolai. In der Märzrevolution 1848/1849 organisierte er den militärischen Widerstand in Leipzig und wurde deswegen zeitweise steckbrieflich gesucht.
Nachdem er 1847 mehrere Predigten in Dresden gehalten hatte wurde Harleß 1850 dann Oberhofprediger in der sächsischen Residenzstadt. 1852 wurde er von König Maximilian II. als Präsident des Oberkonsistoriums nach Bayern zurückgerufen, wo es ihm gelang, Minderheiten in der Landeskirche, die mit Abspaltung drohten, wieder zu integrieren und die Stellung der lutherischen Lehre zu verfestigen. 1853 wurde auf der Bayreuther Generalsynode zahlreiche Reformen unter Harleß' Leitung vorgenommen, welche die einzelnen Richtungen in der Landeskirche wieder auf eine gemeinsame konfessionelle Grundlage stellte. Nach Außen vermochte Harleß, ein gegen die Preußische Union von lutherischen und reformierten Kirchen gerichtetes standfestes und bekenntnistreues gesamtdeutsches Luthertum zu etablieren. 1865 veröffentlichte er eine Sammlung von eigenen weltlichen und geistlichen Liedern unter dem Titel 'Aus dem Leben in Lied und Spruch'. 1879 wurde Adolf von Harleß emeritiert und verstarb noch im selben Jahr nach qualvollem Leiden, Einsamkeit und Erblindung.
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Gottlieb Christoph Adolf von Harleß' Lieder/ Hymns
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Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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O Friedebringer, der du bringst
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Offenbarung
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Winterlied
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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned
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Als du auf der Jünger Flehen
Begraben in des Jordans Fluten
Dein Haupt der Frevler Hand
Der du gen Himmel aufgefahren
Des Lebens volle Züge
Die Nacht ist hin, der Tag bricht an, wir feiern
Dir hab ich mich ergeben, o Jesu, Hirte treu
Einen kurzen Abend lang leide dich und weine
Er legt ein Senfkorn klein
Es ist die Nacht gekommen, in Dunkel
Gewälzt vom Grabe ist der Stein
Herr, auf den Felsen stelle mich
Herr, deine Kirche halte rein
Herr, der du thronst auf Wolken
Im Paradies ein Brünnlein quoll
In Ängsten ruf ich, Herre, dich
Lass heut am stillen Tage an deines Kreuzes Stamm
Nun still, o Herz, dein Zagen
O Labsal meinem Herzen
O süßer Morgenstern, du Licht der Welt
O Welt, die du durchglüht bist von dem Feuer
O, richte, Herr, mein Auge auf dich
Sie haben meinen Herrn hinweggenommen
So wir nur unsre Sünden bekennen
Vor Ewigkeiten in Gott verborgen
Wenn hinter dir die Erde liegt
Wenn in des Herbstes Morgenkühle
Wie der Oase milde Schattenbäume
Wir liegen hier zu dessen Füßen
Photo: Park- und Kuranlage in Hanau-Wilhelmsbad
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Reicher Gott, von deinen Gaben
1.) Reicher Gott, von deinen Gaben
Lass zugleich durch meine Hand
Einen Teil die Armen haben.
Sind sie doch nur wie ein Pfand,
Das du darum uns gegeben,
Dass es Arme wieder heben.
2.) Alles hat dein reicher Segen,
Herr, allein bei mir getan.
Gib mir Gnad', ihn anzulegen,
Wie es dir gefallen kann,
Dass bei Gütern dieser Erden
Ich kann reich in Gott auch werden.
3.) Gib, dass ich mich nicht erhebe,
Weil (a) ich bei Vermögen bin,
Noch in Pracht und Wollust lebe,
Denn der Tod reißt alles hin.
Nur was Kirch' und Arme kriegen,
Bleibt in deiner Hand mir liegen.
4.) Kann ich allen auch nicht raten: (b)
Lass mich niemand harte (c) sein.
Halte bei mir Wort und Taten
Frei von allem Heuchelschein.
Und sollt ich nicht Arme laben,
Lass mich lieber selbst nichts haben.
5.) Vater, ach, so lass in Liebe
Mich stets gegen Arme stehn.
Gib, dass ich mich fleißig übe,
Ihnen an die Hand zu gehn, (b)
Bis du einst mit bessern Schätzen
Reich und Arme wirst ergötzen.
(a) hier im Sinne von 'solange'
(b) hier im Sinn von 'helfen'
(c) hier im Sinn von 'geizig'
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Autor: Gottfried Balthasar Scharff
Melodie: Meine Seele, lass es gehen
oder: Werde licht, du Stadt der Heiden
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Allgemeines und vollständiges Evangelisches Gesangbuch
für die königl. preuß. schlesischen Lande
Druck und Verlag Wilhelm Gottl. Korn
Breslau, 1860
Liednummer 1265
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Gottfried Balthasar Scharff (* 19. März 1676 in Liegnitz/Niederschlesien im Fürstentum Liegnitz; † 9. August 1744 in Schweidnitz/Niederschlesien) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und Schriftsteller. Nach dem Besuch der Stadtschule in seiner Vaterstadt und des Gymnasiums Elisabethanum in Breslau studierte Scharff Theologie in Leipzig und Wittenberg und erwarb im Jahr 1699 den Magistertitel. Im Jahr 1700 übernahm er als Pfarrer eine Gemeinde in Gölschau in Schlesien und wurde 1708 erster Diakon an der nach dem Friedensschluss von Altranstädt eingerichteten evangelischen Friedenskirche in Schweidnitz, wo er im Jahr 1737 der Amtsnachfolger des berühmten Pfarrers und Lieddichters Benjamin Schmolck (1672-1737) war. Nach der preußischen Eroberung Schlesiens 1742 wurde er Kirchen- und Schulinspektor des Fürstentums Münsterberg und des Schweidnitzer Kreises. Von Scharff sind 20 geistliche Lieder überliefert, von denen vier überregional bekannt geworden sind und in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 18. bis 20. Jahrhunderts stehen. Sein bekanntestes Lied ist ein Ewigkeitslied mit zwölf Strophen und heißt 'Ich weiß wohl, dass ich sterben muss, weiß aber nicht die Stunde'. Die von dem Pfarrer und Hymnologe August Jakob Rambach (1777-1851) ab 1817 herausgegebene mehrbändige 'Anthologie christlicher Gesänge' enthält zwei Lieder von Scharff.
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Photo: Wiesbaden-Dotzheim, Stegerwaldstraße
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Gott, wir preisen deine Güte
1.) Gott, wir preisen deine Güte,
Loben dich mit Herz und Mund,
Und mit dankbarem Gemüte
Rühmen wir zu dieser Stund',
Dass du uns in unserm Leben
So viel Gutes hast gegeben.
2.) Alle Jahre, die verflossen,
Zeigen deine Vater-Treu,
Da viel Gutes wir genossen,
Jetzt wird deine Güte neu,
Die sich über uns ausbreitet,
Da dein Auge uns stets leitet.
3.) Elend, Krankheit und Beschwerden
Hast du von uns abgewandt,
Und viel Gutes hier auf Erden
Hat uns deine Vaterhand
Zugewandt, dass wir im Segen
Ihm das alte Jahr hinlegen!
4.) Ach, so lass auch deine Gnade
Walten dieses neue Jahr
Über uns, und aller Schade
Not und Trübsal und Gefahr
Müsse weit entfernet bleiben
Und zum Danken uns antreiben.
5.) Lass auf uns den Segen fließen,
Kröne uns mit deinem Gut,
Deiner Gnade uns genießen,
Halte uns in deiner Hut.
So wird denn in allen Dingen
Es uns allzeit wohl gelingen.
6.) Ja, lass uns zu allen Zeiten
Dich stets rühmen immerfort,
Dein Lob mehr und mehr ausbreiten,
Halten fest an deinem Wort.
Das verheißet Leben, Segen,
Und wir gehn auf rechten Wegen.
7.) Obrigkeit und Untertanen
Halte stets un deinem Schutz!
Lehrer, die den Weg uns bahnen,
Schütze. - Wehr der Feinde Trutz!
Niedrig, Hoher, Reich- und Armen
Wollst du ferner dich erbarmen.
8.) Stadt und Land sei dir ergeben,
Mache du des Kummers frei
Alle, die darinnen leben,
Stehe ihnen kräftig bei.
Über Junge und die Alten
Wollest du in Gnaden walten.
9.) Aller Menschen dich erbarme,
Denn sie sind ja einzig dein.
Und in deine Vaterarme
Lass sie eingeschlossen sein.
Gib, dass sie stets deinen Willen
Sich bemühen zu erfüllen.
10.) Auch die Kranken und Elenden
Wollst du gnädig sehen an,
Deine Hilfe ihnen senden,
Und - gehn sie des Todes Bahn -
Lass sie seliglich abscheiden
Und eingehn zur Himmelsfreuden!
11.) Unser Bitten und Begehren,
Gott, erhöre gnädiglich
Und desselben uns gewähren,
Schütze uns auch mächtiglich.
Dafür wollen wir dich preisen
Und uns dankbar dir erweisen.
12.) Endlich wenn die Zeit wird kommen,
Da sich endet der Weltlauf,
Alsdenn wirst du alle Frommen
Mit dir führen Himmel auf.
Gib, dass wir zu dir eingehen,
Als die Deinen vor dir stehen.
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Autor: Fürst zu Anhalt-Zerbst Johann August
Melodie: Herr, ich habe missgehandelt
oder: Werde licht, du Stadt der Heiden
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Wiederholtes Halleluja der Kinder Gottes auf Erden. Das ist: Neu aufgelegtes und verbessertes Gesangbuch der Stadt Dohma im Fürstentum Sachsen-Querfurth
Herausgegeben von Johann Gottlieb [Theophilus] Horwein
Verlag Johann Joachim Ahlfeld
Dahme und Wittenberg, 1764
Liednummer 115
Thema: Kirchen-Jahresanfang oder Neujahr
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Johann Adolf von Anhalt-Zerbst (* 2. Dezember 1654 in Zerbst/Fürstentum Anhalt-Zerbst; † 19. März 1726 ebenda) aus dem Geschlecht der Askanier war Militär und Lieddichter. Johann Adolf war der fünfte Sohn des Fürsten Johann von Anhalt-Zerbst (1621–1667) aus dessen Ehe mit Sophie Auguste (1630–1680), Tochter des Herzogs Friedrich III. von Holstein-Gottorp (1597-1659). Im Jahr 1606 waren alle anhaltischen Landesteile zur evangelisch-reformierten Konfession übergetreten, das Land und die regierende Familie kehrte jedoch 1644 zur lutherischen Konfession zurück, was auch für Johann Adolf Gültigkeit hatte. Nach dem Tod seines Vaters stand er unter der Vormundschaft seiner Mutter, des Landgrafen Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt (1630-1678) und des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693). Im Anschluss an seine, damals übliche, Kavalierstour durch Europa trat er zuerst 1674 in braunschweig-lüneburgische Militärdienste, anschließend in holländische, dänische und brandenburgische Anstellungen und nahm in den folgenden Jahren an mehreren Feldzügen und Kriegen teil. Im Jahr 1676 schloss er mit seinen Brüdern einen Hausvertrag, wobei im Land die Primogenitur, das Erstgeburtsrecht, eingeführt wurde, um eine Zersplitterung des Landes zu vermeiden. Johann Adolf schrieb mehrere geistliche Lieder, die u.a. in das Zerbster Gesangbuch von 1721 aufgenommen wurden und war Mitglied der literarischen 'Fruchtbringenden Gesellschaft', einer Sprachgesellschaft, die von 1617 bis 1680 bestand. Johann Adolf starb unverheiratet und kinderlos. In seinen letzten Lebensjahren hatte er sich um Kirchen und die Armenpflege verdient gemacht. Er wurde in der Zerbster Bartholomaikirche bestattet. In Johann Caspar Wetzel Kirchenliedsammlung 'Hymnopoeographia', am Verlagsort Herrnstadt von 1719 bis 1724 herausgegeben, sind 25 Lieder aus seiner Feder aufgeführt, wobei Wetzel die Lieder irrtümlich dem Fürsten Johann A u g u s t zu Anhalt-Zerbst zuschrieb.
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Photo: Landschaft des 'Lake Districts', Nordengland
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Nun läuft zu End' das alte Jahr
1.) Nun läuft zu End' das alte Jahr,
Und ward ein neues doch fürwahr.
2.) So geht dein altes Leben fort,
Und ward doch neu durch Gottes Wort.
3.) Ich werd' nicht fertig, klagt die Zeit:
Du bist es, spricht die Ewigkeit.
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Autor: Rudolf Alexander Schröder
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Rudolf Alexander Schröder -
Hundert geistliche Gedichte
eine Auswahl
Frankfurt am Main, 1951
Thema: Jahresende
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Rudolf Alexander Schröder (* 26. Januar 1878 in Bremen; † 22. August 1962 in Bad Wiessee) war ein deutscher Schriftsteller, Übersetzer, Dichter, evangelischer Kirchenlieddichter sowie Architekt und Maler.
Er wurde in Bremen als Sohn einer Kaufmannsfamilie geboren. Schon in der Schulzeit entwickelte er literarische Neigungen. 1897 ging er nach München, um dort Architektur, Musik und Kunstgeschichte zu studieren. Zusammen mit seinem Vetter Alfred Walter Heymel und in Verbindung mit dem Redakteur Otto Julius Bierbaum gründete er die Zeitschrift Die Insel, aus der später dann der Insel-Verlag erwachsen sollte. 1901 schied Schröder aus der Insel-Redaktion aus.
1935 verließ Schröder Bremen und siedelte sich im oberbayerischen Bergen (Chiemgau) an, wo er bis zum Tode 1962 lebte. Den Umzug zu Beginn des Dritten Reichs verstand er als Schritt in die Innere Emigration. Gleichzeitig trat er den Kreisen der Bekennenden Kirche bei und ließ sich 1942 zum Laienprediger berufen. Er leistete einen bedeutenden Beitrag zur Erneuerung des evangelischen Kirchenliedes im 20. Jahrhundert.
Schröder schloss sich der 'Bekennenden Kirche' an und hielt als Laienprediger der evangelisch-lutherischen Kirche Bayerns Gottesdienste. Von 1946 bis 1950 leitete er von Bergen aus die Bremer Kunsthalle und wurde danach zum Ehrenvorsitzenden des Kunstvereins gewählt. Seine Vaterstadt Bremen wählte ihn zum Ehrenbürger und nannte ihren Literaturpreis nach ihm. Dem unverheiratet Gebliebenen führte die Schwester Dora den Haushalt. Sie war auch als seine Sekretärin tätig.
Der fünffache Ehrendoktor starb 1962 in Bad Wiessee nach kurzem Aufenthalt in der dortigen Klinik und wurde im Bremer Familiengrab auf dem Riensberger Friedhof beigesetzt.
Für sein Leben bestimmend erwiesen sich Freundschaften mit Alfred Walter Heymel, Hugo von Hofmannsthal und Rudolf Borchardt sowie Begegnungen mit Rainer Maria Rilke, Gerhart Hauptmann und andern Schriftstellern der Zeit. Er pflegte auch Kontakte zu Stefan George, ohne zum Anhänger des George-Kreises zu werden.
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Photo: Wiesbaden-Dotzheim, Nähe Stegerwaldstraße
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Wohl dem, der weiß, an wen er gläubet
1.) Wohl dem, der weiß, an wen er gläubet,
Und sich mit Jesu treu vermählt!
Denn wer auf diesem Grunde bleibet,
Der hat das beste Teil erwählt,
Das selbst in Not die Probe (a) hält,
Und stets das Herz zufriedenstellt.
2.) Es kann dem Teufel nicht gelingen,
Ob er gleich Tag und Nacht bedacht,
Uns um dies Kleinod (b) gar zu bringen,
Sowohl durch List, als auch durch Macht.
Gott streitet mit in diesem Krieg,
Wer ihm vertraut, behält den Sieg.
3.) Der Tod muss den zum Leben bringen,
Der hier im Glauben feste steht,
Er kann die Siegesfahne schwingen,
Weil er zur Herrlichkeit eingeht:
Dann ist des Glaubens Ziel erreicht,
Die Seligkeit, der gar nichts gleicht.
(a) Beispiel
(b) unter Kleinod ist eigentlich ein Schmuckstück zu verstehen, im übertragenen Sinn ist es die Glaubensfrucht, der Ertrag eines lebenslangen Bemühens einer christlichen Biographie
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Autor: Sophie Karoline von Brandenburg-Kulmbach
Melodie: Wer nur den lieben Gott lässt walten
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Geistliche Gedichte
[von Sophie Karoline von Brandenburg-Kulmbach]
Zweite Auflage
Verlag der Rothenschen Buchhandlung
Kopenhagen, 1756
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Sophie Karoline von Brandenburg-Kulmbach, verh. Fürstin Sophie Karoline von Ostfriesland (* 31. März 1707 in Weferlingen; † 7. Juni 1764 auf Schloss Sorgenfri bei Kopenhagen) war eine Prinzessin von Brandenburg aus der Kulmbacher Nebenlinie des Kulmbach-Bayreuther Zweiges der jüngeren Linie der fränkischen Hohenzollern.
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Rasseln hör ich Blätter
1.) Rasseln hör ich Blätter,
Aufgejagt vom Wetter:
Wolken hangen schwer
Auf der Landschaft draußen,
Laut in wüstem Sausen
Kämpft der Winde Heer.
Rauer Herbst,
Wie wild verderbst
Du des Sommers letzte Spuren
Auf den kahlen Fluren.
2.) Innen auch ist's trübe!
Holder Strahl der Liebe,
Wo verbargst du dich?
Auch des Herzens Garten
Zagt in bangem Warten,
Ob der Stürme Strich
Ihn verweh?
Ob untergeh,
Was der Gärtner mühsam hegte
Und mit Liebe pflegte?
3.) O, Natur, der Winter
Lauert grimmig hinter
Deinem Herbstgeheul.
Sieh, der graue Riese
Zielt schon, dass er schieße
Der Zerstörung Pfeil!
Starrer Frost
Bricht ohne Trost
Bald herein: der Nächte Dauer
Kleidet's Land in Trauer.
4.) Retter, sende Schimmer
Deines Lichts, dass nimmer
Gleiches widerfahr
Dem bedräbgten Herzen!
Spar ihm Herbstes Schmerzen,
Winters Frostgefahr!
Du kannst schnell
Und sonnenhell
Durch die Finsternisse dringen,
Und den Frühling bringen.
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Autor: Johannes Baptista von Albertini
Melodie: Jesu meine Freude
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Geistliche Lieder von
Johannes Baptist von Albertini
Bischof der Brüderkirche
Verlag von Appuns Buchhandlung
Bunzlau, 1835
Liednummer 218
Thema: Herbstlied
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Johannes Baptista von Albertini (* 17. Februar 1769 in Neuwied; † 6. Dezember 1831 in Berthelsdorf bei Herrnhut (Oberlausitz)) war ein Bischof und Liederdichter der Herrnhuter Brüdergemeine. Daneben arbeitete er auch als Botaniker und Mykologe (Pilzkundler). Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Alb.“.
Ab 1782 war Albertini Schüler am Pädagogium in Niesky (Schlesien) und anschließend Seminarist am theologischen Seminar in Barby an der Elbe. Hier freundete er sich mit Friedrich Schleiermacher an. Nach Lehrerstellen 1788 in Niesky und ab 1789 in Barby, wurde er 1796 Dozent am Seminar in Niesky. 1804 wurde er Prediger in Niesky und 1814 in Gnadenberg. Am 24. August 1814 empfing er in Herrnhut bei Zittau (Oberlausitz) die Bischofsweihe. Er wurde 1818 Prediger in Gnadenfrei und 1821 Mitglied und 1824 Vorsitzender der Unitätsältestenkonferenz in Berthelsdorf.
Albertini galt als bedeutender namhafter Prediger und neben Friedrich von Hardenberg (Novalis) als einer der wichtigsten Liederdichter seiner Zeit. Er leistete namhafte Beiträge zu den evangelischen Gesangbüchern seiner Zeit.
Er arbeitete auch als Botaniker und Mykologe. So schrieb 1805 er zusammen mit Lewis David von Schweinitz ein Werk, dessen deutscher Titel ‚Betrachtung der Pilze der Oberlausitz, die auf den Feldern um Nisky wachsen’, lautet und das die Beschreibung von 1130 Arten enthält, wovon 127 Pilze zum ersten Mal aufgeführt wurden.
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Albertinis Lieder/ Hymns
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Bittgesänge, Gotteslob und -dank
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Himmelfahrt
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Triumph, Viktoria, wird ihm gesungen
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Johannisfest
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Vor Jesu ging der Größte der von Weibern
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Nachfolge, Kirche und Mission
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Männer, lasst in euern Kreis mich treten
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Sonntag und Gottesdienst
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Sei uns willkommen, du Herzog übers Heer
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Sünde, Buße und Umkehr
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Ich fühle Schmerz, du treues Herz
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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned
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Abzustoßen, anzuziehen
Ach heute streut sie der Palmen Zier
Ach Seele, die ewge lebendige Quelle
Ach, öffne mir dein Herz, das liebesvolle
Alles ist an Gottes Segen, Herz, vergiss es nicht
Allmacht, das ist deine hand
Allmächtger, deine Allkraft ist
Allmächtiger Glaube, du Sieger der Welt
Allwaltender, wenn ich den Blick erhebe
Als Hausfreund kommt der Herr
Als Nachtlicht brannt an dunklem Ort
Als Priester trete ihr Sünder vor den Thron
Am Horeb flammt in rotem Brand
An deinem Busen lass uns lernen
Arm in der Krippe liegst du da
Auf Felsengrunde festiglich
Auf, bewege rasch die glatten Spiegel
Auf, bewege rasch die glatten Spiegel
Auf, erwache, meine Seele, hoffnungsvoll
Auf, Evangelisten
Auf, Herzen, seid ihr wach
Auf, ihr Handelsleute
Auf, ihr Priester Gottes, heiligt euch
Auf, ihr Seelen, lasst uns singen
Auf, Kind des Segens, iss vom Brot
Auf, Seele, du Sängerin, werde zum Bilde
Auf, zu heilgen Fahn, ihr Streiter
Aus dunklem Vorgrund tritt
Aus Mitternächtlich tiefem Dunkel
Aus schwerem Drang des Lebens
Aus tiefen Nöten schrei ich
Bald siegen, bald erliegen
Bedenk ich, Heiland, wie sanft dein Hirtenton
Begleit uns durch die Sabbathstage
Bekümmert sitz ich da und weine
Beladne, säumet nicht
Berge, weichet, fallt, ihr Hügel, fallt
Betrübet nicht den Geist
Bewacht, ihr Engel Gottes, unsre Kleinen
Bewahre mich, mein Gott, dass ich das erste Wort
Bild alle Kirchenchöre
Blick empor, in Glanzgewimmel
Blickt auf und seht den Wunderstern
Blüh ihm empor, du Hoffnung künftger Zeiten
Blutige Hände, schwebet hernieder
Boten Gottes, stimmet selig
Brenne hell, du Lampe meiner Seele
Da hängt er, ach, des Todes schuldig
Dank sei der Arbeit deiner Seele
Das Rad der Zeit rollt raschen Flugs zurück
Deiner heilgen Gottheit Glanz
Deines Thrones Stufen
Den Feind lass lästern, so hart er will
Der Ahnung voll vom Vaterland
Der ein Paradies voll Frieden oben uns bereitet hat
Der Feinde schreckenvolles Staunen
Der Himmel himmel sind dein Thron
Der Kirche erstgeborne Kinder
Dich laben, Herr, die Seelen
Dichte, Herz, ein feines Lied
Die Augen hebt und schaut
Die finstre Gruft, in die du sankst
Die Himmel erzählen die Ehre des Herren
Diener am Altare seines Heiligtums
Dir dienen, Fürst, ist Seligkeit
Dir, der um unser ewigs Leben
Du Bittst die Feinde, Gottes Sohn
Du Brennpunkt, der ein Feuermeere
Du erstgeborner allmächtger Königsssohn
Du gingest jin und glaubtest
Du guter Hirt, welch Loblied wird
Du hast dich mit deiner Braut
Du hast, mein Gott, mich frei geschaffen
Du holdes Licht. das jede Nacht durchbricht
Du König der Liebe, mit feurigen Zungen
Du Meister von dem Stuhle
Du musstest leiden, Gottes Sohn
Du nahest den Leiden, Betrübnis des Herzens
Du Niedrige, bleib treu dem Namen
Du rettest meine unsterbliche Seele
Du schautest auf Jerusalem
Du schwebtest, Geist des Herrn
Du seliger Magnet, der Herzen
Du setzest, Auge des Königs
Du Tröster in der Einsamkeit
Du wohnest nicht im Sturmwind, nicht im Feuer
Du wunderguter Heiland, du Gott
Du, der du deine Feind als Mann
Durch langen Krieg von meinem Gott geschieden
Düster herrscht in deinem Herzen
Ehre sei, Ehre sei Gott in der Höh
Eine ist es, die du liebest
Einsam in der Felsenhöhle
Engel Gottes, die im Licht
Er gebot dem Sturm und Meere
Er liebt, lasst uns ihn wieder lieben
Erheitr uns, Tröster, den nassen Blick
Erheitre uns, Tröster, den nassen Blick
Erkennen ihn, den Liebenswerten
Ermüdet aus der Schlacht der Fürsten
Erscheine, wir harren verlangend zu hören
Erwach am frühen Morgen
Erwache früh mit mir, steh mir zur Arbeit bei
Es deckt dich, o Buch, des Geheimnis Schleier
Es ist genug, so nimm, Herr, meine Seele
Es nährt dich, Mensch von Erde
Finsternis bedeckt die Erde
Finsternis bedeckt die Erde
Floss nicht, um die edle Dirne zu befrein
Folge mir, riefest du dem Zöllner zu
Frei schwören wir, Herr, Treue dir
Freue dich der Lebensreise
Freund des Herrn, der Abendstern
Freund, komm in der Frühe, für des Tages Mühe
Freundesgruß, Bruderkuss
Freundlich, Vater, aus der Höhe
Freundschaft galt dem Jonathan
Friede taut von oben
Friede, gleich des Stroms Gewässern
Froh aus der Arche fliegt die Taube
Froh lag an Jesu Brust Johann
Frohe Festtagslieder, wie ein einger Mann
Fühlst du, Seele, dich erhoben
Für Recht lass Gnad ergehen
Fürst guter Hirten, du lässest hundert stehn
Fürsten, Helden, rüstet euch
Fürwahr, fürwahr, er träget
Gedulde dich, du auf dem starren harten Erdlager
Geh ein zur Ruh, die Lieb umpflanzt dein Grab
Geh hin in deine Kammer, geh
Geh hin in Frieden, altes Jahr
Geh und säe Tränensaat, streu ihn aus
Gepredigt wird es von Ort zu Ort
Glaube, selge Zuversicht
Gleich Nebeln tilgst du Missetat
Gnad und Heil, o Kinderchor
Gott, in deine treuen Vaterarme
Gott, unser Bruder, wir kommen mit Lieb
Gottes Wort, du Feuerschwert, heilger Brand
Gottes Wundergärten stehn
Harr, o Herz, in Freud und Schmerz
Heil dir, o Seele, Heil, du hast das gute Teil
Heiland, deine blutge Taufe
Heile Blutgestalt, all mein Innres wallt
Heilig will ich mich befleißen
Heiliger Herr und Gott, Jehova Zebaoth
Heimlich, o ihr Brüder, ists
Heinweh fühl ich, Sohn vom Hause
Heiß umarm ich dich, du kalte Leiche
Heran, ihr Menschenkinder, lasst euch laben
Herr, dein Schiff umbrausen Stürme
Herr, dein Schiff umbrausen Stürme
Hilf uns fliegen, Adlern gleich
Hoch erschallt, ihr Jubeltöne
Hoch sitzt ins Himmels Thron
Hoff in sachter Stille
Holdseliger Knabe
Huldigt ihm, o ihr erlöste Heere
Huldigt, o ihr Geister
Ich folg dem Herrn, sie gehen, kommen, wandern
Ich fühle Schmerz, du treues Herz
Ich geh in stillen Bitten
Ich hab, o Seele, wider dich
Ich habs vergeben, spricht der Herr
Ich lag im Kreuze hingesunken
Ich sehe dich, du Menschensohn
Ich thron im Himmel oben
Ich weiß, dass mein Erlöser lebet, ihn sehn
Ihr blutigen Locken
Ihr Hände voll Segen
Ihr Herzen, sagt, wer hier am Ölberg zagt
Ihr Hirte, auf, wir wallen froh zur Stadt
Ihr Jünglinge, geliebte Schar
Ihr Kinder, kommt heran
Ihr Pilger auf dem Lebensweg
Ihr Töchter Jerusalems. eilet und saget
Im blutigen Gewand, darin er immer
Im siebenten Jahre genoss das Gefilde
In Christe Schule lerne lieben
In dir, o Rat und Kraft und Held
In Dunkel hüllst du, heilge Nacht
In Hütten der Gerechten
In stiller Abendstunde, in festlich froher Ruh
Ist meine Sache gleich des Herrn
Ists möglich, Herz voll Zärtlichkeit
Jahre eilen zur Vergangenheit
Jede Brust durchwehe
Jesu, mein Erbarmer, ach, wer war ich Armer
Kein Feuerross, kein Flammenwagen
Kind, das Könige besuchen
Kirche, spricht zu deinem Hirten
Komm, du Treuer, holder Menschensohn
Komm, Segen aus der Höh
Kommt heran zum Winderbau
Kommt herzu, erlöste Sünder
Kommt, betet auf Gethsemane
König aller Königreiche
König, lass dein Salböl auf uns tauen
Konntest du erkalten, einzig warmes Herz
Lache du in stolzer Ruh
Lamm Gottes, widersinnig tönt
Längst suchest du, mein Geist ein nahes Wesen
Laut im Herzen halls euch nach
Laut tönt es durch die Zeiten
Lehr und lieben, wie du liebetest
Leset eures Heilands Lieben
Leuchte hell in finstern Stall
Licht ist dein Kleid, Monarch der Welt
Lieben, lieben, steh geschrieben
Liegst du da in leiser Stille
Mach hell der Lampen Schein
Mag jemand, Seelen, noch dem Wasser wehren
Männer, lasst in euern Kreis mich treten
Mehr als tausend Sonnen
Mein Feund, in Myrrhenduft
Mein Freund ist mein und ich bin sein in himmlischem
Mein Freund ist mein und ich bin sein, er sitzt
Mein Herr, mein Gott, du sahst mein Herz
Mich zu heben, stiegest du herab
Mit deiner Glut entzünde mich
Mit deiner Glut erheize mich
Mit dem Kusse deines blassen Mundes
Mit Wasser taufete Johann
Möge dann zugleich durch unsre Seelen
Möge deine selge Liebe
Monarch der Welt, wer führt dich vor
Mose, langen Wechsels müde
Mühsam klimmt am Felsenpfade
Nach Abend wende dich
Nach schwerverbotner Frucht zu langen
Neben dich begraben will ich einst
Nicht eignes Recht noch Würdigkeit
Nicht ich bin, was ich bin
Nicht lang nach diesen Zeiten
Nie wird es dir heimlich, du liebende Seele
Nimm der Morgenröte Flügel
Nimm für deine Mutterpflege, Geist der Liebe
Nimm hin das Kind und säug es mir
Nimm unsern Herzensdank, du unser Trost
Nimmermehr genüg uns Wissen
Nur Lieb allein schafft Werk in Gott getan
O Buch, du wunderbares Buch
O du nur einen Tag Entbehrter
O du wundervoller Knabe, Knd
O du zum Mahl im Heiligtum
O Eden, du verlorner Garten
O Freund, wach über Deinen
O Garten Gottes, blüh
O Geist der Herrlichkeit
O Geist, du Lehrer der Seligkeit
O Gemein, erheb die Kehle
O Gemeinde, sei gegrüßt
O glaube durchgeh mit kräftigem Geweh
O Grab, du finstre Schreckensstätte
O heilger Ost, du Gegend wert und lieb
O heiligs Buch der Offenbarung
O heiligs Haupt von reinem Gold
O Herz, du edler Boden Gottes
O herzliche Barmherzigkeit
O Himmelsspeise, Labsal der Pilgerschaft
O Hoffnung, treue Trösterin
O irdische Hoffnungen, farbige Bogen
O Jesu, seliger Name du
O Kelch des Heils, wir ergreifen dich
O Kindeskindlein in der Kripp
O Kreuzesbaum, ist deine Erstlingsfrucht
O Leiche, du geliebte
O Liebe du, für mich gingst du in Todesschmerzen
O Liebe, du, für mich gingst du
O Liebe, selge Himmelsleiter
O seligs Chor, ihr Seraphim
O Vater, Vorbild aller Väter
O Wasser, Geist und Blut
O Wort des Lebens, dem klingst du süß
O, ihr selgen Reigen
Perle, o du eine, köstlich, wie sonst keine
Pflanzen Gottes, euer Los
Preis dir, Fürst der Auferstehung
Preise, preise, Seele, deinen Gott
Rasseln hör ich Blätter aufgejagt vom Wetter
Reicht, Brüder, euch die Hände
Reine Kraft vom heitern Morgen
Reine Kraft vom heitern Morgen
Rote, schwarze Haufen
Rufet laut, Posaunen
Ruhig stehst du da, Lamm Gottes
Rüst immer, Herr, dir Diener aus
Sammelt euch voll Dank und Freude
Sammle dich, du froher Jugendreigen
Sanft ist dein Joch, leicht deine Last
Schau die Sonne an der Wand
Schaut umher in die Zerstörung
Schlaf, du liebes Kind, Gottes Engel
Schön bist du, o Königssohn
Seele, liebst du mich, herzlich lieb ich dich
Seelen, löschet euer Dürsten
Segne, Herr des Segens du
Seht der Welten König
Seht die Füße selger Boten
Seht, an diesem lieben Sohn
Sei du mir nur nie ein Schrecken
Sei du mir nur nie ein Schrecken
Sei gesegnet, Weihetag
Sei getrost, es hat dein Glaube
Seid gesegnet, Kinderscharen
Seit du, o Heiliger, die Grüfte
Seit ich an meine Brust dich, holder Knabe
Selbstvergessne Liebe, führe mich
Selig ist, mein Heiland, deine Liebe
Selig ist, unaussprechlich selig ist
Selig ist, wen hier auf Erden
Selig sind die geistlich Armen
Selig sind, die nicht sehn und doch lieben
Selig sind, die nicht sehn und doch lieben
Sie sahn des Vaters Herrlichkeit
Sie schlägt, die segensvolle Feierstunde
Sie sind doch meine, sind nicht falsche Kinder
Sie singen Hosianna, dir, Herr
Sieh des Himmels Pforte
Sieh, es sinkt die Abendsonne
Singt, ihr Kehlen, Abendlieder
So lang noch irgendwo
Stephanus, der Erstling deiner Zeugen
Stürmen, o du Gottesbote
Sünder hört, er reißt euch aus dem Jammer
Tief im Herzen, unbeweglich
Tod, wo ist dein Stachel, wo dein Sieg
Treuer und wahrhaftger Zeuge
Treuer Vater, Gott der Liebe
Treues stilles Friedenstal
Tröstet euch im Ungemach
Über Weltentrümmern schläft
Um Gottes hohen Thron
Um ihren Meister versammelt war
Umdunkelt harrt mein reger Sinn
Umhüll, o finstre Nacht
Unaussprechlich süße selge Herzgenüsse
Und wir, der Erretteten fröhliche Reigen
Unter tausend Prachtaltären
Unverhofft kommt Jesus oft
Unzähmbare Mutterliebe
Verborgen und versiegelt
Verborgen wirkt im Mehle
Vergisset seines Kindleins wohl
Versammle dich, Gemeine
Verschwunden sind, o Held, des Todes Schrecken
Vollendet ist der Tag
Vom Honig kosten wir seliglich
Von der Liebe Pfeil getroffen
Von Ewigkeit bestimmt zum Lieben
Von Osten rauscht ein Engelpaar
Von seiner ersten heißen Stunde
Vorausgerufen ward der Freund
Wachet auf im Schoß der Erde
Was bin ich Erdenstäublein doch
Was fordert Gott, der Herr, von dir
Was für ein Mann, schweig, wildes Meer
Was ists, mein Heiland, um dein Lieben
Was richtest du, vermessnes Herz
Was weinst du, Seele, wen suchest du
Weil du, Gemein, in Schmach und Last
Welch ein Gruß, holde Jungfrau
Wenn die Trauermelodien
Wenn Gott, der Herr, zur Gartenschau
Wenn ich erst um ihn verlegen weine
Wenn zum letzten Male Christi Ruf
Wer bist du dort im roten Kleid
Wer bist du, wunderbares Wesen
Wer da nicht hat, wird beraubt
Wer dir, o Freund, am Busen ruht
Wer fasst in seine Faust das Meer
Wer glauben hat, spricht er
Wer löst an Gottes Buch
Wer Ohren hat, höre, es ist vollbracht
Wer stärket mir zur Arbeit Mut und Hände
Wer weckte doch von Aufgang den Gerechten
Wer wird mich doch erlösen
Werft nicht das Heiligtum den Hunden
Wie bienen um die Blumen schweben
Wie dir die Seraphinen
Wie eitel. wie eilig ist alles hienieden
Wie Hanna, dort, die Beterin
Wie hat er die Ernte so lieb
Wie ich, sollt ihr euch lieben
Wie labte doch, o Gärtner, jede Blume
Wie lodert doch, sich Seelen zu erkaufen
Wie regentropfen an den Rosen hangen
Wie ruhn wir doch im Schoß des Glücks
Wie sagt die Ruh dir, Seele, zu
Wie Senf, das kleinste Samenkorn
Wie tust du uns so wohl
Wir ehren dich, o Vater, du treues Gottesherz
Wir fahren hinab auf dem leuchtenden Spiegel
Wir fühlen die sanfte Gewalt deiner Liebe
Wir gehn hinauf zur heilgen Stadt
Wir knien, du Märtyrer ewiger Liebe
Wir kommen dir entgegen
Wir kommen, weil du rufst, o Freund
Wo ist ein Schmerz gleich deinen Schmerzen
Woher, vom Vaterlande, vom Bluts- und Freundschaftsbande
Wohlan, wer bittet, der erhält
Wollt ihr weggehn, fragt der Meister
Wundergarten Gottes in der öden Heide
Wundergarten Gottes in der öden Heide
Zagest du für Gottes Haus
Zehntausend tausend geflügelte Helden
Zimmermann der Welten
Zu Zion hat er seinen Herd
Zu Zion hat er seinen Herd
Zum Himmel stiegest du empor
Zum Ölberg ruft des Abends Stille
Zur Perlenmuschel wähle
Photo: Herbststimmung im Kurpark von Hanau-Wilhelmsbad
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Noch einmal sind beisammen
1.) Noch einmal sind beisammen
Wir an des Jahres Schluss
Und flehn zu dir, Gott Amen:
Herr lass uns deinen Fuß
In unsrer Mitte spüren!
Durchwandle unsre Reihn,
Lass deinen Geist uns führen
Tief in dein Wort hinein!
2.) Lass alles in uns schweigen,
Was die Gemeinschaft stört.
Lass jedes Herz sich neigen
Vor dir, dem es gehört!
Hast du uns doch erkaufet
Mit deinem teuren Blut,
Mit deinem Geist getaufet
Zu deinem Erb und Gut!
3.) Entzünde unsre Herzen
Mit deiner Liebe Flamm',
Du Mann der Todesschmerzen,
Du heil'ges Gotteslamm,
Dass jedes Herz erfülle,
Herr, deiner Liebe Glut,
Und unser ganzer Wille
In deinem Willen ruht!
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Autor: Robert Kaiser
Melodie: Der du in Todesnächten
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Pilgerklänge
von Robert Kaiser
Selbstverlag 1926
Thema: Kirchen-Jahresende oder Jahresende
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Robert Kaiser (* 21. Januar 1862 in Hillesmühle/Kreis Waldbröl in der preußischen Rheinprovinz; † 16. Juni 1936) war ein deutscher evangelisch-freikirchlicher Pfarrer und Lieddichter. Kaiser war zunächst Müller und Landwirt und trat im Jahr 1886 in das Missionshaus in Neukirchen (Kreis Moers) ein. Im Jahr 1891 wurde er zum Pfarrer der Freien Evangelischen Gemeinde in Witten an der Ruhr berufen und übernahm im Jahr 1897 die Leitung des Diakonissenhauses 'Bethanien' in Wetter an der Ruhr. Ab 1927 leitete er das Altersheim 'Salem' in Wetter an der Ruhr, wo er im Jahr 1936 verstarb. Zum 70. Geburtstag erschien eine von Hartmut Weyel verfasste Würdigung der Lebensleistung Kaisers. Dieser veröffentlichte im Jahr 1922 ein Werk über 'Krankheit und Krankenheilung'; seine geistlichen Lieder erschienen 1926 in Witten unter dem Titel 'Pilgerklänge - Gelegenheits-Lieder und -Gedichte'. Im sog. Gemeinde-Psalter aus dem Jahr 1938, dem offiziellen Gesangbuch der Freien evangelischen Gemeinden, stehen vier Lieder von Kaiser.
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The word autumn comes from the ancient Etruscan root autu- and has within it connotations of the passing of the year.[9] It was borrowed by the neighbouring Romans, and became the Latin word autumnus. After the Roman era the word continued to be used as the Old French word autompne (automne in modern French), and was later normalised to the original Latin. In the Medieval period there are rare examples of its use as early as the 12th century, but by the 16th century it was in common use.
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Before the 16th century, harvest was the term usually used to refer to the season, as it is common in other West Germanic languages to this day However, as more people gradually moved from working the land to living in towns, the word harvest lost its reference to the time of year and came to refer only to the actual activity of reaping, and autumn, as well as fall, began to replace it as a reference to the season.
The alternative word fall for the season traces its origins to old Germanic languages. The exact derivation is unclear, with the Old English fiæll or feallan and the Old Norse fall all being possible candidates. However, these words all have the meaning "to fall from a height" and are clearly derived either from a common root or from each other. The term came to denote the season in 16th century England, a contraction of Middle English expressions like "fall of the leaf" and "fall of the year".
During the 17th century, English emigration to the British colonies in North America was at its peak, and the new settlers took the English language with them. While the term fall gradually became obsolete in Britain, it became the more common term in North America.
Shropshire Union Canal
23rd September 2014
Photo: Herbstlandschaft in Wiesbaden-Dotzheim, OT Sauerland
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Wenn wir unsern Lauf vollenden
1.) Wenn wir unsern Lauf vollenden,
Wenn wir unsre Seelen nun
Übergeben deinen Händen,
Bald in deinem Schoße ruhn,
Eilen wir aus allen Leiden
Hin zu deiner Engel Freuden,
Ewig, Gott, bei dir zu sein,
Ewig deiner uns zu freun.
2.) Wir, zu Gnaden angenommen,
Hoffen, Vater, voll Vertraun
Auch, wie sie, mit allen Frommen
Deine Herrlichkeit zu schaun.
Gleiche Hoheit wird uns schmücken,
Gleiche Wonn' uns dann entzücken.
Wir, erhoben in dein Reich,
Werden deinen Engeln gleich.
3.) Dieses Heiles der Erlösten,
Dieser Wonne, dich zu sehen,
Dürfen wir im Tod uns trösten,
Wenn wir deine Wege gehn.
Wenn wir ringen, schon auf Erden
Höhern Geistern gleich zu werden,
Standhaft in der Heiligkeit,
Dir zu dienen stets bereit.
4.) Wenn wir vor Begierde brennen,
Und den Engeln gleich, uns freun,
Immer mehr dich zu erkennen,
Immer heiliger zu sein.
Wenn wir hilfreich gern mit ihnen
Unsern schwächern Brüdern dienen,
Wenn ohn' allen Eigennutz
Wir ihn Beistand sind, ihr Schutz.
5.) Wenn wir Kinder in Gefahren
Leiten, - nie verführen, nie -
Sie, wie Engel tun, bewahren,
Kinderfreunde stets, wie sie.
Wenn durch Beispiel, wie durch Lehren,
Wir sie reizen, dich zu ehren,
Ihre Kindheit dir zu weihn,
Fromme Jünglinge zu sein.
6.) Welch ein Heil, Gott, schon auf Erden,
Engeln an Vollkommenheit
Immer ähnlicher zu werden,
Ähnlich einst an Seligkeit!
Lass uns nicht in eitlen Träumen
Dieses große Heil versäumen.
Lehr uns deine Wege gehn,
Einst wie sie, dich auch zu sehn!
7.) Wenn wir unsern Lauf vollenden,
Wenn wir unsre Seele nun
Übergeben deinen Händen
Bald in deinem Schoße ruhn.
Eilen wir aus allen Leiden
Hin zu deiner Engel Freuden.
Ewig, Gott, bei dir zu sein,
Ewig deiner uns zu freun.
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Autor: Johann Andreas Cramer
Melodie: ohne Angaben
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen
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gefunden in Sammlung der besten deutschen
prosaischen Schriftsteller und Dichter
Johann Andreas Cramers Gedichte
Verlegt bei Christian Gottlieb Schmieder
Karlsruhe, 1783
Thema: Tod und Ewigkeit
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Johann Andreas Cramer, (* 27. Januar 1723 in Jöhstadt bei Annaberg (Erzgebirge); † 12. Juni 1788 in Kiel), Freund und Biograph Gellerts, Konsistorialrat in Quedlinburg, evangelisch-lutherischer Hofprediger in Kopenhagen, Professor der Theologie in Kiel. Sein Gesangbuch für Schleswig-Holstein 1780 enthält viele rationalistische Umarbeitungen älterer Lieder, Cramer selbst dichtete über 400 geistliche Lieder, die zu seiner Zeit in großer Zahl in den Gesangbüchern zu finden waren.
---------- Langversion --------------
Johann Andreas Cramer (* 27. Januar 1723 in Jöhstadt bei Annaberg (Erzgebirge); † 12. Juni 1788 in Kiel) war ein deutscher Schriftsteller und lutherischer Theologe.
Der Pfarrerssohn besuchte zunächst die Fürstenschule in Grimma und studierte nach dem Tod seines Vaters 1742 an der Universität Leipzig. Er gehörte zu den Mitbegründern der literarischen Zeitschrift Bremer Beiträge. Seit 1745 hielt er als Magister Vorlesungen in Leipzig. 1748 wurde er Pfarrer in Kröllwitz bei Merseburg und kam 1750 als Oberhofprediger und Konsistorialrat nach Quedlinburg, wo sein Sohn Carl Friedrich Cramer geboren wurde. Auf Empfehlung Klopstocks und Bernstorffs berief der dänische König Friedrich V. Cramer 1754 als Hofprediger nach Kopenhagen, wo er gemeinsam mit Klopstock die Moralische Wochenschrift 'Der nordische Aufseher' herausgab. An der dortigen Universität erhielt er 1765 die theologische Professur. Sein Gönner Bernstorff wurde jedoch 1770 unter dem neuen König Christian VII. entlassen, hierdurch verlor auch Cramer 1771 sein Amt, der als Superintendent nach Lübeck ging. Bald danach wurde er vom dänischen König aber wieder zurückberufen, er erhielt im damals dänischen Kiel eine Professur der Theologie und 1784 das Kanzleramt der Universität. Dort starb Cramer starb am 12. Juni 1788.
Cramer stand als Gelehrter, Prediger und Dichter der Aufklärungszeit in hohem Ansehen. Seine schriftstellerische Tätigkeit begann er mit einer kommentierten Übersetzung der allgemeinen Weltgeschichte Bossuets, sowie der Predigten und kleinen Schriften des Kirchenvaters Johannes Chrysostomus in 10 Bänden. Seine Predigten wurden in mehr als 20 Bänden veröffentlicht. Das von ihm redigierte Gesangbuch für Schleswig-Holstein von 1780 enthielt umfangreiche Bearbeitungen von älteren Liedern im Sinne der Aufklärungstheologie und des Rationalismus. Cramer selbst dichtete über 400 geistliche Lieder, die zu seiner Zeit in großer Zahl in den Gesangbüchern zu finden waren. Davon ist heute noch das (umgearbeitete) Abendmahlslied 'Das sollt ihr, Jesu Jünger, nie vergessen' im Evangelischen Gesangbuch (EG 221) zu finden. Cramer war zeitlebens ein Freund von Christian Fürchtegott Gellerts, dessen Biograph er auch wurde.
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Johann Andreas Cramers Lieder/ Hymns
¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º°´°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸
Ach Gott, wie ein Geschätz verfließt die Zeit
Ach, die zweifelnden Gedanken
Ach, ewig wird die Strafe sein
Ach, rief Gott seinen Richterblick, der mich durchbohrt
Ach, wer auf späte Buße hofft
Ach, wer, Gott, vermag zu zählen
Ach, zürne nicht und dein Gericht
Alle Menschen müssen sterben alles Fleisch vergeht wie Heu
Allein an dir, mein Gott, hab ich gesündigt
Aller meiner Brüder Rechte lass, o Gott, mir heilig sein
Allgütiger, der gern erfreut
Als Gott dich deinen Menschen gab
Als ich in großen Schmerzen der Krankheit
Als in der Krankheit Schmerzen
Am Kreuze rief der Sohn, versenkt in Leiden
Anbetung, Jubel und Gesang und Lob
Auch für den Winter danken wir
Auch Sünder können selig sein
Auf dich, o Vater, schauen unsre Blicke
Auf Erden Wahrheit auszubreiten, die Wahrheit
Auf ewig ist der Herr mein Teil, mein Führer
Auf, mein Herz, ermanne dich
Aufrichtig, redlich, offen, frei ist Jesu Jünger
Aus deiner Quelle, Schöpfer, nimmt der Mensch, zur Seligkeit bestimmt
Aus einem tief vor dir gebeugten Herzen
Aus Erde ward mein Leib erbaut und wird auch wieder Erde
Aus seines Irrtums Finsternissen
Bald schwingt mein Geist sich auch vom Staube
Bedenk, o meine Seele, wozu du hier auf Erden bist
Beginnt ein Lied voll Dank mit feierndem Gemüte
Beglückt ist, wer mit Lust
Beglückt, beglückt ist, wer auf Erden
Bekenner Jesu, werdet nie vermessen
Berufen hast du mich, mein Gott
Besinget mit heiligen Zungen
Betet an, ihr Menschen, bringet dem Höchsten
Betet an, lasst uns lobsingen und Ehre
Bewaffnete, der Krieger Stand bewacht
Breit über mich, Herr, und mein Haus
Bringt dem milden Vater Dank
Bringt Ehre Gott, bringt Ehr ihm her
Christus, der uns selig macht, rein von Missetaten
Damit ich Pilger dieser Erde im Guten
Dank dem milden Vater, Dank
Danket Gott, erhebt ihn, singet
Das Amt der Lehrer, Herr ist dein
Das Recht, das uns der Herr gegeben, ist heilig
Das sollt ihr, Jesu Jünger, nie vergessen
Dass Gott unsträflich ist, des freue sich
Dass stets noch Christen streben
Dein bin ich, Herr, dir will ich mich zum Opfer geben
Dein ist das Licht, das uns erhellt
Dein Reich, o Gott, ist herrlich, ewig währen
Dein Wort, Herr unser Gott, ist ganz erfüllet worden
Dein Wort, o Höchster, ist vollkommen
Dein, Gott, ist unser Leben, du hast es uns gegeben
Deine Schöpfung, Erd und Himmel
Der du allein unendlich bist, du kennest alles
Der du beschlossest, als du schufst
Der du zu Gott erhöhet bist
Der du, o Gott, mein Schöpfer bist
Der Fürst des Landes freue sich
Der Geist, den uns der Sohn erwarb
Der Hang zum Bösen wohnt in mir
Der Herr ist der Begründer, der Kirche Zuversicht
Der Herr ist Gott und keiner mehr
Der Herr ist Gott, von Ewigkeiten
Der Herr ist in den Höhen
Der Herr sitzt auf dem Throne
Der Himmel Ruf erzählt und lehret
Der Sohn ist meine Heiligkeit
Der Sohn, der uns bei Gott vertrat
Der Unterricht, den du gegeben
Der Weise sagt zu seiner Seele
Des Herrn Gesetz verkündet den Gemeinen
Des Reiches Beherrscher
Des Wahns und Irrtums Finsternissen
Dich beten, Gott, die Himmel an
Dich ruf ich an, Gott, lass mich stets auf Erden
Die Erd ist, Jesu Christe, dein
Die ganze Schrift mit allen ihren Lehren
Die Himmel preisen Gottes Macht
Die Himmel rufen, jeder ehret die Größe
Die ihr beglückt mit Kindern seid
Die ihr des Lebens edle Zeit
Die ihr geübt in Künsten seid
Die ihr, wie ernste Pflicht gebeut
Die Kinder, deren wir uns freun
Die Menschen mögen herrschen oder dienen
Dienstfertig soll ich sein
Dies sind die Rechte, welche Gott
Dir zu leben, dir zu sterben, ewig, Vater, dein zu sein
Dir, Davids Gott, dir töne Harf und Psalter
Dir, Gott und Vater, dienen wir mit freudigem Gemüte
Dir, Gott, sei Preis und Dank gebracht
Dir, Herr, sei dieses Kind empfohlen
Dir, unserm Gott, sei Dank für deines Wortes Lehren
Dort hängt, durch viele Leiden schon
Du bist der Stifter unsrer Freuden
Du bist, o Gott, gerecht, du gibst
Du freies Volk, das keinen Nationen
Du Geist des Vaters, Geist des Sohns
Du gingst, o Heiland, hin, für uns zu leiden
Du hast den Kindern Jakobs nicht
Du siehst, mein Schöpfer und mein Herr
Du trauriges Gehölz, du Freund von meinem Leiden
Du willst, o Gott, du Stifter auch der Ehen
Du, Gott, bist unsre Hilf und Macht
Durch einen Menschen kam der Tod
Ehre gern die Obrigkeit, wie sie der Herr gebeut
Eifrig sei und fest mein Wille
Ein Fels ist Gott und Gottes Arm
Ein heilig Band vereint euch
Entreiß dich deinen Schranken
Er wird, erscheinen wird der schrecklichste der Tage
Erhalter, Menschenhüter, dank und Preis sei dir
Erheb, erheb, o meine Seele, Gott, meinen Schöpfer
Erhebe dich, mein Lobgesang
Erhebt den Herrn, dankt, dankt dem Gott der Götter
Erhebt und betet an zur Erde
Erhör uns, Gott, wir flehn um Licht
Erschalle laut, mein Lobgesang
Erwache, Harf und Psalter
Erwäg, o mein Seele, wozu du hier auf Erden bist
Erzeig an mir, Erbarmer, deine Gnade
Es ist ein Gott, er hat auch mich erschaffen
Es sei mein ernstlich Entschluss
Es strömt, o Gott, aus deiner Hand
Es werde Gott von dir erhoben
Ewig, ewig bin ich dein, teuer dir, mein Gott
Fallet nieder, fallet nieder, betet Gottes Wunder an
Fest steht zu Gottes Ruhme die Kirche
Fleug auf, mein Psalm, mein Lobgesang
Frohlockend dank ich, Vater, dir
Frohlockend, Vater, wach ich auf
Frohlocket Gott, lobsingt dem Herrn
Frohlockt zu Gottes Ruhme
Frohlockt, ihr Christen, preist und ehrt
Frohlockt, lobsinget Gott, der Heiland ist gekommen
Für unsern Nächsten beten wir
Für unsre Brüder beten wir, o Vater, wie für uns
Gedenk, o meine Seele, dass du für Gott
Geist des Vaters, komm hernieder
Gelobt sei Gott, ihm will ich fröhlich singen
Gepriesen sei der Herr für deines Wortes Lehren
Gib, Gott, dass ich der Wahrheit treu
Gott hats erfüllt, Gott hats erfüllt
Gott ist ein Schutz in Nöten und seiner Kirche Zuversicht
Gott ist heilig, sterben, sterben
Gott ist kein Mensch
Gott sei Preis und Dank gebracht, denn nun
Gott werde stets von dir erhoben, du, deines Schöpfers Bild
Gott, dein ist unser Leben, du hast es uns gegeben
Gott, deinen heiligen Befehlen will ich
Gott, deiner Stärke freue sich der König allezeit
Gott, der su unser Vater bist, der alles
Gott, dessen Macht des Feuers Kraft
Gott, durch Glauben und Vertrauen
Gott, grenzenlos, undenkbar groß
Gott, ich darf mich zu dir nahn
Gott, ich preise dich mit allen Frommen
Gott, meine ganze Seele macht deinen Ruhm bekannt
Gott, meine Seele singe dir
Gott, nur Eines Menschen Sünden, was für Übel
Gott, Schöpfer, jedes deiner Werke
Gott, unserm Gott sei Lob für seines Wortes Lehren
Gott, warum erwachst du nicht
Gott, welch Verderben wohnt in mir
Gott, Weltrichter, richte nicht
Gott, wer ist dir zu vergleichen, wer zählt
Gott, wie du bist, so warst du schon
Gott, wie verderbt ist von Natur mein Herz
Groß ist des höchsten Name
Groß ist, ihr Eltern, eure Pflicht
Groß wird des Sünders Elend sein
Halt im Gedächtnis Jesum Christ, o Seele
Halte dich mit hoher Liebe an den Herrn
Halte dich nicht länger, fließe, stille Zähre
Heil dem Gerechten, der auf Erden mit allen seinen Kräften strebe
Heil, Heil dem Manne, der vom bösen Rat
Heiland, der verheißen war
Heilig ist Gott, zu verderben ein Eifrer
Heilig, heilig ist das Band, das die Menschen
Heilig, heilig sei der Eid euch
Herr erhöre mein Gebet um deiner Wahrheit willen
Herr Jesu Christ, ich weiß es wohl, ich muss, ich werde
Herr Jesu, gib uns deinen Geist
Herr, dir ist niemand zu vergleichen
Herr, du erforschest mich, dir bin ich nicht verborgen
Herr, du erforschest mich, du kennest mich
Herr, du regierst, dass alles glücklich werde
Herr, eifr um deines Namens Ruhm
Herr, höre mein Gebet und lass es dir gefallen
Herr, höre meine Worte, nimm meine Bitte an
Herr, lehre mich auf deinen Willen sehen
Herr, segne mein Bestreben, nicht bloß für mich zu leben
Herr, unser Gott, du warst, du bist zu allen Zeiten
Herr, wie lange muss ich ringen, eh ich auf der steilen Bahn
Herr, wir singen deiner Ehre
Hier sind wir, Gott, und flehn um Licht
Hilf, Herr, wenn sich die kleine Zahl
Hilf, wo der wahren Christen Zahl
Himmel, Erde, Luft und Meer, aller Welten
Hochbegnadigt von dem Herrn
Höchster, dir will ich lobsingen und in meiner Trübsal
Ich bin des festen, redlichen Entschlusses
Ich freu, ich freue mich in dir
Ich fürchte Gott, was kann mir schaden
Ich hab, o Gott, mir ernstlich vorgenommen
Ich habe, Gott, mir vorgenommen, nie auf der Übertreter Pfad
Ich habe, Herr, von meiner Sünden Bürde
Ich kann, Unendlicher, schon hier durch eifriges Bestreben
Ich lag umringt mit Schmerzen
Ich preise dich und singe dir, Versöhner aller Sünder
Ich sah es, Myriaden Bitten ergossen sich
Ich soll zum Leben dringen
Ich such in Gott mein Glück
Ich weiß, dass Gott ist, Gott hat mich erschaffen
Ich will dem Herrn zu jeder Zeit vertrauen
Ich will in stiller Einsamkeit zu dir
Ich will, mein Gott du König, dir lobsingen
Ich, den du schufst, ich preise dich
Ihr alle, die ihr fromm und treu euch ohne List
Ihr Kinder Gottes, freuet euch
Ihr, die auch ohne Wissenschaft und ohne Kunst
Im Tugendeifer, Gott, nicht zu erkalten
In deiner Liebe, Gott, nicht zu erkalten
In deiner Stärke freue sich der König
In die Stille will ich fliehen
Ist gleich unerforschlich immer unsers Gottes Weg und Rat
Ja, Vater, du beschlossest schon
Ja, zur Stille will ich fliehen
Jauchzt unserm Gott, er ist von großer Güte
Jesu, Trost der armen Seelen, du lässt dich
Jesus Christus sprach Bewahre mich, Vater
Jesus ist mein Hirte, als ich mich verirrte
Jesus rief mit lauter Stimme
Kommt und lasst uns niederfallen, bewundernd rühmen
Kommt, kommt, den Herrn zu preisen
Kommt, lasst uns Gott lobsingen
Kommt, lasst uns Gott und seine Größ erheben
Kommt, Menschen, her und schauet
Lass, Herr, im Guten meinen Fleiß zu stärken
Lass, o Jesu, mich empfinden, welche Seligkeit
Lass, o Jesu, nicht vergebens
Lasst uns, Christen, hoch erfreut
Lasst unter Gottes Arm uns
Leben fließt aus Gottes Fülle
Lehrer aus des Himmels Höhn
Lernt, Menschen, wie gerecht
Lob, Ehr und Dank sei dir, o großer Gott, gesungen
Lobsinge Gott, erheb ihn, meine Seele
Lobsinge Gott, erwecke deine Kräfte
Lobsingt dem Heiland, meine Lieder
Lobsingt dem Herrn, dem Gnädigen, dem Treuen
Lobsingt dem Sohne, preiset ihn
Lobsingt, Gottes Huld und Macht
Lobsingt, ihr Völker, preist den Sohn
Lobsingt, lobsinget Gottes Sohn
Lobsingt, lobsingt dem Herrn, frohlocket Gott
Mein Erlöser, du mein Freund, Stifter meiner
Mein Gott, zu dem ich weinend flehe
Mein Leib ist dein Geschenk
Mein Leib soll, Gott, dein Tempel sein
Mein Los in dieser Welt sei stets
Nach dir verlangt, o Jesu, meine Seele
Nacht voll Heil, voll ewger Wonne
Nicht alle können herrschen
Nicht für die Felder Segen nur
Nicht länger traure Berg und Tal
Nicht mürrisch, finster, ungesellig
Nie kann ich meines Gottes Wege
Nimm deine Psalter, Volk der Christen
Nimmt Gott, dem wir vertrauen
Noch immer wechseln ordentlich des Jahres Zeiten
Nur nie verzagt, wenn euch nur Gott, ihr Frommen
O Geist des Vaters, Geist des Sohns, Lehrer, Tröster
O Gott, erbarme väterlich der Witwen
O Gott, von dem wir alles haben
O grabts mit Flammenschrift in Erz
O Herr, mein Vater, dein Gebot
O Schöpfer, jedes deiner Werke macht deiner größe
O Vater in der Höh, der mir in diesem Leben
O welch ein Segen ist ein Freund, der
Oft blühn Verbrecher auf und Gottes Fromme leiden
Preis dir, dem Heiligen, o lehr uns dir
Preis sei dem Gotte Zebaoth
Preis, Preis sei Gott, und Glück und Heil
Preist, Christen, mit Zufriedenheit, preist Gott
Preist, Christen, mit Zufriedenheit, preist Gott
Richte nicht, wenn Sünder sterben
Rühme, Seele, dein Gesang triumphiere
Rühmt, Christen, euern Gott, mit euern Liedern
Sanft und leicht ist Christi Joch
Schön ist die Tugend, mein Verlangen
Schön und lieblich prangen die Gefilde
Schuf mich Gott für Augenblicke
Schweigt, Verächter, spottet nicht
Schwingt, heilige Gedanken, euch von der Erde los
Sei mir gnädig, Menschen denken
Seinem eignen Herzen heucheln, Sünde tun
Selbst Engel sind gefallen, Herr
Selbst Jehova fordert Gaben
Sie kommt, sie kommt, die Zeit, die Gott
Singt unserm Gott mit dankendem Gemüte
So weit die Menschen deine Welt bewohnen
So weit die Menschen, Gott, auf Erden wohnen
So weit nur deine Sonnen glänzen
So weit, Herr, deine Himmel reichen
Sohn Gottes, du mein Herr, du bist mein Gott
Sohn, der du für uns starbst und lebst
Soll er von uns vergessen sein
Soll sich mein Geist, o Gott, zu dir erheben
Sollt ich an deiner Macht, o Gott, verzagen
Sollt ich meinem Herzen heucheln
Sollten Menschen, meine Brüder
Sorglos lebt in seinen Sünden
Standhaft sei, o Gott, mein Wille, reines Herzens
Stärke, Gott, mich in dem Glauben
Steig auf, mein Psalm, mein Lobgesang
Sterbend für das Heil der Sünder, rief Jesus laut
Still lächelnd wie ein frommer Greis
Teuer, wie mein eigen Leben
Tief anbetend, tief im Stande
Tief im Abgrund erklang des Himmels hoher Siegsgesang
Triumphiere, Gottes Stadt, die sein Sohn
Tugend und Religion will ich nie verlassen
Um als ein Christ zu leben
Um Erbarmen flehen wir, um Erbarmen
Um Erbarmen flehen wir, Weltenherrscher
Umsonst, umsonst verhüllst du dich, mein Herz
Unerforschlich sei mir immer meines Gottes Weg
Unermesslich ewig ist Gott, der Höchste
Unsre Kindheit, unsre Jugend
Verbergt euch, Sünder, meine Brüder
Vereint mit deinen guten Kindern, will ich des Bösen Umgang fliehn
Versammeln meine Sünden sich
Vollendet freudig euern Pfad
Vollendet freudig euren Lauf
Vom ganzem Herzen lieb ich dich, mein Heiland
Von dir in diese Welt gerufen, stehn, Vater, alle Menschen hier
Von dir sind, Gott, der Ehe Freuden
Von Furcht dahin gerissen
Von ganzem Herzen rühmen wir
Von Gott, o Landmann, ist dein Stand
Vor dir ist alles offenbar
Warum verschmähen Menschen doch
Was bös ist, hassest du
Was ist, o Gott im Himmel, was auf Erden
Welch eine hohe Seligkeit
Welch hohes Amt, Betrug und Wahn und Laster zu besreiten
Welt erwach und werde Licht
Wen wird, o Gott, die Wonne der Erlösten
Wenn auch Widerwärtigkeiten gegen meine Ruhe
Wenn du durch Widerwärtigkeiten
Wenn Gott dich über Brüder hebt
Wenn ich auf Gottes Wegen wanke
Wenn ich mein Auge, Gott, zu dir erhebe
Wenn jemals Zweifel sich in mir kühn wider deine Lehre
Wenn mein Verstand nicht denken kann
Wenn Menschen streben, dir an Güte und Wohltun
Wenn Menschenhilfe dir gebricht
Wenn sich der Frevler bläht und Tugendhafte leiden
Wenn sich, o Gott, mein Geist zu dir erhebet
Wenn uns, o Gott, durch deine Milde
Wenn wir unsern Lauf vollenden
Wenn, Gott, die Feinde deiner Lehre
Wenn, Jesu, meine Pilgerzeit nun ganz durchlebt
Wenn, Mittler, meine Pilgerzeit nun ganz
Wer arm und dürftig ist
Wer bekehret, wer gläubig ist, wer, ein Kind
Wer durch den Glauben lebet
Wer fühlt der Buße Schmerzen
Wer gehorcht, der tus mit Lust, er bleib immer sich bewußt
Wer gibt gebeugten bangen Sündern
Wer gleicht dir, Gott, undenkbar ist die Zahl
Wer hat den Glauben, dessen Früchte beweisen
Wer heilig ist, der bleib auch heilig
Wer herrscht, wer Fürst, wer König ist
Wer höher durch Geburt schon ist
Wer keine Furcht vor Menschen achtet
Wer leben will und glücklich, der betrübe
Wer mit Lust und Eifer strebte
Wer schwach ist, der vertrau auf Gott
Wer unter Gottes Schatten ruht, den mag kein Feind
Wer wird in deiner Allmacht Schirme
Wer zählet alle Gaben, die wir Beglückten
Wer zählt der Engel Heere, die du
Wer, neu durch dich, o Gott, geboren
Wer, o mein Gott, aus dir geboren
Wie du mit deiner Rache Heeren
Wie ein Geschwätz des Tags, verfließt
Wie eine Mutter sich erbarmt
Wie elend ist, wer arm und schwach
Wie gnädig warst du, Gott, von Alters
Wie groß ist Gottes Herrlichkeit, er sprach
Wie groß, wie angebetet ist dein Nam
Wie hart ist dessen Los, o Herr, ach, welche Lasten
Wie leicht verirren Menschen sich
Wie lieblich ist doch, Herr, die Stätte, da deines Namens
Wie liebt uns Gott so väterlich
Wie mannigfältig sind die Gaben, womit uns, Gott
Wie schön ist Gottes Welt
Wie selig bin ich, wenn mein Geist
Wie selig ist, wer gläubet und, von der Sünde Tyrannei
Wie, Völker, von dem Aberglauben
Wir alle sind ja Brüder, sind eines Leibes Glieder
Wir danken freudig dir für alle deine Gaben
Wir erscheinen hier vor dir, dich, o Vater, zu verehren
Wir kommen, Helfer, dir Gesang
Wir sind in Not, lass uns, o Gott
Wo deine Lehrer, Gott, dein Wort uns lehren
Wo find ich Gott, den meine Seele weit über alles schätze
Wo ich auch bin, will ich dem Herrn vertrauen
Wo ist die Nacht der Einsamkeit
Wo ist die Stätte des Verstandes
Wo ist ein Volk, wo ist ein Land
Wo ist wohl Not, wo Elend auf der Erde
Wo tönt das Lied, das dich erreicht
Wo wandeln Welten, wo ergießt deiner Sonnen
Wohl dem, dem seine Missetat der Schonende vergeben
Wohl dem, der Jesu angehöret
Wohl dem, der Jesu Christo treu
Wohl dir, o Landmann, denn dein Stand
Wohl dir, wohl dir, der du das Gute
Wohl euch, ihr Gläubigen, wohl euch, dass ihr dem Herren
Wohl uns, wenn wir, o Geist des Herrn im Guten
Wohl, wohl dem Menschen, der dem Rat der Frevler
Wohlauf, wohlauf, mein Saitenspiel
Wonnetrunkne Seel, ergieße dich
Wüsst ich nicht, Gott ist, Gott hat mich erschaffen
Distribution: E. European Russia to SW. Pacific (14 RUE 30 ALT BRY CTA IRK KRA TVA WSB YAK 31 AMU KHA KUR PRM SAK 33 TCS 34 AFG IRN IRQ 36 CHC CHH CHI CHM CHN CHQ CHS CHT CHX 37 MON 38 JAP KOR NNS TAI 40 ASS BAN EHM IND NEP PAK SRL WHM 41 MYA THA VIE 42 BOR JAW LSI MLY MOL PHI SUL SUM 43 NWG SOL 50 NSW QLD SOA TAS VIC 51 CTM NZN NZS 60 NUE NWC SAM TON VAN)
Lifeform: Hemicr. or tuber geophyte
Homotypic Names:
* Neottia sinensis Pers., Syn. Pl. 2: 511 (1807).
Gyrostachys australis var. sinensis (Pers.) Blume, Fl. Javae Nov. Ser.: 108 (1859).
Spiranthes australis var. sinensis (Pers.) Gagnep. in H.Lecomte, Fl. Indo-Chine 6: 546 (1933), nom. superfl.
(* Basionym/Replaced Synonym)
Heterotypic Synonyms:
Aristotelea spiralis Lour., Fl. Cochinch.: 522 (1790).
Epidendrum aristotelea Raeusch., Nomencl. Bot., ed. 3: 265 (1797), nom. superfl.
Neottia australis var. chinensis Lindl., Bot. Reg. 7: t. 602 (1821).
Spiranthes pudica Lindl., Coll. Bot.: t. 30 (1821).
Neottia pudica (Lindl.) Sweet, Hort. Brit.: 383 (1827).
Spiranthes indica Lindl. ex Steud., Nomencl. Bot., ed. 2, 2: 625 (1841), not validly publ.
Spiranthes australis var. pudica (Lindl.) F.Muell., Fragm. 10: 65 (1876).
Spiranthes neocaledonica Schltr., Bot. Jahrb. Syst. 39: 51 (1906).
Spiranthes papuana Schltr., Repert. Spec. Nov. Regni Veg. Beih. 1: 46 (1911).
Spiranthes aristotelea Merr., Philipp. J. Sci. 15: 230 (1919), nom. superfl.
Spiranthes spiralis (Lour.) Makino, J. Jap. Bot. 3: 25 (1926), nom. illeg.
Ibidium spirale (Lour.) Makino, J. Jap. Bot. 6: 37 (1929).
Spiranthes lancea var. chinensis (Lindl.) Hatus., J. Geobot. 16: 80 (1968).
Spiranthes sinensis f. autumnus Tsukaya, J. Pl. Res. 118: 17 (2005).
Spiranthes sinensis f. gracilis F.Maek. ex Tsukaya, J. Pl. Res. 118: 18 (2005), no type indicated.
Autumn
Autumn or fall is one of the four temperate seasons. Autumn marks the transition from summer into winter, usually in March (Southern Hemisphere) or September (Northern Hemisphere) when the arrival of night becomes noticeably earlier.
The equinoxes might be expected to be in the middle of their respective seasons, but temperature lag (caused by the thermal latency of the ground and sea) means that seasons appear later than dates calculated from a purely astronomical perspective. The actual lag varies with region, so some cultures regard the autumnal equinox as "mid-autumn" whilst others with a longer lag treat it as the start of autumn. Meteorologists (and most of the temperate countries in the southern hemisphere) use a definition based on months, with autumn being September, October and November in the northern hemisphere and March, April and May in the southern hemisphere.
Personification of Autumn (Currier & Ives lithograph, 1871).
Autumn starts on or around 8 August and ends on about 7 November in traditional East Asian solar term. In Ireland, the autumn months according to the national meteorological service, Met Éireann, are September, October and November. However, according to the Irish Calendar which is based on ancient Celtic traditions, autumn lasts throughout the months of August, September, and October, or possibly a few days later, depending on tradition. In Australia, autumn officially begins on 1 March and ends 31 May. The vast diversity of the ecological zones of the South American, African and Australian continents renders the rigid European, North Asian and North American seasonal calendar an imposed cultural concept rather than relevant to climactic conditions. The seasonal cycles as named and described by the various indigenous Aboriginal peoples of Australia differ substantially from one another according to their local geographical and ecological environment and are intricately dependent on local environmental events and resources.
Etymology
The word autumn comes from the Old French word autompne (automne in modern French), and was later normalised to the original Latin word autumnus. There are rare examples of its use as early as the 12th century, but it became common by the 16th century.
Before the 16th century, harvest was the term usually used to refer to the season. However, as more people gradually moved from working the land to living in towns (especially those who could read and write, the only people whose use of language we now know), the word harvest lost its reference to the time of year and came to refer only to the actual activity of reaping, and autumn, as well as fall, began to replace it as a reference to the season.
The alternative word fall is now mostly a North American English word for the season. It traces its origins to old Germanic languages. The exact derivation is unclear, the Old English fiæll or feallan and the Old Norse fall all being possible candidates. However, these words all have the meaning "to fall from a height" and are clearly derived either from a common root or from each other. The term came to denote the season in 16th century England, a contraction of Middle English expressions like "fall of the leaf" and "fall of the year".
During the 17th century, English emigration to the British colonies in North America was at its peak, and the new settlers took the English language with them. While the term fall gradually became obsolete in Britain, it became the more common term in North America, where autumn is nonetheless preferred in scientific and often in literary contexts.
Harvest association
Association with the transition from warm to cold weather, and its related status as the season of the primary harvest, has dominated its themes and popular images. In Western cultures, personifications of autumn are usually pretty, well-fed females adorned with fruits, vegetables and grains that ripen at this time. Most ancient cultures featured autumnal celebrations of the harvest, often the most important on their calendars. Still extant echoes of these celebrations are found in the mid-autumn Thanksgiving holiday of the United States, and the Jewish Sukkot holiday with its roots as a full moon harvest festival of "tabernacles" (huts wherein the harvest was processed and which later gained religious significance). There are also the many North American Indian festivals tied to harvest of autumnally ripe foods gathered in the wild, the Chinese Mid-Autumn or Moon festival, and many others. The predominant mood of these autumnal celebrations is a gladness for the fruits of the earth mixed with a certain melancholy linked to the imminent arrival of harsh weather.
This view is presented in English poet John Keats' poem To Autumn, where he describes the season as a time of bounteous fecundity, a time of 'mellow fruitfulness'.
Melancholy association
A brightly colored tree contrasts the green foliage which surrounds it
Autumn in poetry has often been associated with melancholy. The possibilities of summer are gone, and the chill of winter is on the horizon. Skies turn grey, and people turn inward, both physically and mentally. Rainer Maria Rilke, a German poet, has expressed such sentiments in one of his most famous poems, Herbsttag (Autumn Day), which reads
Who now has no house, will not build one (anymore).
Who now is alone, will remain so for long,
will wake, and read, and write long letters
and back and forth on the boulevards
will restlessly wander, while the leaves blow.
Similar examples may be found in Irish poet William Butler Yeats' poem The Wild Swans at Coole where the maturing season that the poet observes symbolically represents his own aging self. Like the natural world that he observes he too has reached his prime and now must look forward to the inevitability of old age and death. French poet Paul Verlaine's "Chanson d'automne" ("Autumn Song") is likewise characterized by strong, painful feelings of sorrow. Keats' To Autumn, written in September 1819, echoes this sense of melancholic reflection, but also emphasises the lush abundance of the season.
Season of mists and mellow fruitfulness,
Close bosom-friend of the maturing sun;
Conspiring with him how to load and bless
With fruit the vines that round the thatch-eves run;
To bend with apples the moss’d cottage-trees,
And fill all fruit with ripeness to the core;'
Other associations
Halloween pumpkins
Autumn is also associated with the Halloween season (which in turn was influenced by Samhain, a Celtic autumn festival),[12] and with it a widespread marketing campaign that promotes it. The television, film, book, costume, home decoration, and confectionery industries use this time of year to promote products closely associated with such holiday, with promotions going from early September to 31 October, since their themes rapidly lose strength once the holiday ends, and advertising starts concentrating on Christmas.
Since 1997, Autumn has been one of the top 100 names for girls in the United States.
In Indian mythology, autumn is considered to be the preferred season for the goddess of learning Saraswati, who is also known by the name of "goddess of autumn" (Sharada).
source: Wikipedia
Photo: Nordfriedhof in Wiesbaden im Herbst
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Herr des Todes, deine Rechte
- Beim Tod einer Ehefrau und Mutter -
1.) Herr des Todes, deine Rechte
Liegt auf unserm Herzen schwer.
Finster, wie des Grabes Nächte,
Öd' und traurig ist's umher.
Zürne nicht ob unsern Klagen!
Kaum zu fassen, kaum zu tragen,
Ach, so schwer auf unsrer Brust
Liegt der schmerzliche Verlust.
2.) Wie die Meereswelle flutet,
Steigt empor des Gatten Schmerz.
Wie aus Todeswunden blutet
Der verwaisten Kinder Herz.
Herz vom Herzen losgerissen,
Sollen sie die Teure missen.
Welche liebend uns beglückt,
Ach, sie ist uns nun entrückt!
3.) Gott, wir sinken vor dir nieder,
Vater, der die Wunde schlug,
Heil, o heile du sie wieder!
Sprich zum Gram: Es ist genug!
Dass wir nicht durch Unmut fehlen, (a)
Gib, o Gott, in unsre Seelen,
Wie dein heilig' Wort verheißt,
Uns den Tröster, deinen Geist.
4.) Sie ist heim zu dir gegangen.
Wir noch pilgern mühsam hier,
Und mit innigem Verlangen
Wünschen wir uns hin zu ihr.
Du wirst unsern Wunsch erfüllen,
Wirst den Drang der Liebe stillen,
Hebst auch uns einst zu dem Chor
Deiner Seligen empor.
5.) Lass auf unsers Leben Pfade
Leuchten deines Trostes Licht,
Und verlass mit deiner Gnade
Uns in unserm Jammer nicht!
Zieh uns immer mehr nach oben,
Wo die Engel, Herr, dich loben!
Richt' und hebe himmelwärts
Unsre Hoffnung, unser Herz!
(a) fehl gehen
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Autor: Christian Ludwig Neuffer
Melodie: Alle Menschen müssen sterben
oder: Du, o schönes Weltgebäude
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Sammlung christlicher Lieder zum Gebrauche
für die öffentliche und häusliche Andacht
als Entwurf eines Gesangbuches für die
Evangelisch-protestantische Kirche
des Großherzogtums Baden herausgegeben
Verlag von J.M. Katz, Witwe
Pforzheim, 1831
Liednummer 501
Thema: Tod und Ewigkeit
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Christian Ludwig Neuffer (* 26. Januar 1769 in Stuttgart/Herzogtum Württemberg; † 29. Juli 1839 in Ulm) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Pädagoge, Herausgeber und Schriftsteller. Neuffer wurde als Sohn des Registrators beim Konsortium in Stuttgart, Ludwig Ehrenreich Neuffer, und seiner griechischstämmigen Frau Magdalena Perlargus geboren, die beide einen pietistischen Gebetskreis besuchten. Nach Abschluss des Stuttgarter Gymnasiums studierte Neuffer in den Jahren zwischen 1786 und 1791 Theologie am Tübinger Stift. In dieser Zeit wurde Neuffer mit Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791) bekannt und half diesem bei der Herausgabe seiner Zeitschrift 'Teutsche Chronik'. Im Jahr 1795 verlor Neuffer durch Krankheit seine Verlobte, Rose Stäudlin, der er in der Figur der Erato in seinen Liedern ein Denkmal gesetzt hat. Nach dem Studium war Neuffer zunächst Hilfsgeistlicher in Stuttgart, gab Mädchen des Bürgertums Privatunterricht und war dann Pfarrer am Stuttgarter Waisenhaus. Im Jahr 1803 heiratete er Wilhelmine Louise Osterle und wurde als Diakon (Zweiter Pfarrer) nach Weilheim an der Teck berufen. Zwischen 1808 und 1819 übernahm er die Pfarrstelle in Zell unter Aichelberg, wo er sich dem literarischen Schaffen widmete. Im Jahr 1819 wurde Neuffer als Stadtpfarrer an das Ulmer Münster berufen, war dort zugleich Schulinspektor und gründete selbst eine Schule. 1821 wurde er als Mitglied in einen Gerichtssenat des Donaukreises berufen. Von acht Kindern, deren Existenz nachgewiesen ist, verlor Neuffer vier durch frühen Tod; vier weitere Töchter begleiteten ihn bei seinem Umzug nach Ulm. Seine Werke sind wie die vieler schwäbischer Dichter seiner Zeit vom Spätwerk Friedrich Schillers beeinflusst. Neuffer veröffentlichte eine Predigsammlung, einige Erbauungsbücher und gab eine Zeitschrift, die 'Monatsschrift für Geistes- und Herzensbildung junger Frauenzimmer' heraus, die von 1802 bis 1803 erschien. Er schrieb darüber hinaus Gedichte; seine weltlichen Gedichte erschienen in zwei Bänder ab 1805 in Hildburghausen und Stuttgart, von seinen geistlichen Liedern sind 18 überregional bekannt geworden und stehen in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 19. Jahrhunderts. Diese erschienen im Jahr 1820 in Leipzig unter dem Titel 'Christliche Urania'.
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Photo: Landschaft zwischen Wiesbaden-Dotzheim und Wiesbaden-Frauenstein
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Dem Rufe des Herrn gehorchen wir gern
1.) Dem Rufe des Herrn
Gehorchen wir gern.
Gehorsam ist Freiheit der Seelen.
Die Not ist vorbei
Für alle, die frei
Den Weg des Gehorsams erwählen.
2.) Führt steil auch die Bahn
Durch Arbeit hinan, -
Der Willigkeit muss es gelingen.
Das Wollen er schafft
Und gibt uns auch Kraft,
Im Glauben das Werk zu vollbringen.
3.) Der's treu mit uns meint,
Er hat uns vereint,
Mit Treue des Dienstes zu walten.
Es winket die Kron'
Der Treue zum Lohn,
Wenn wir bis ans Ende sie halten.
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Autor: Franz Härter
Melodie: Wirf Sorgen und Schmerz
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Gemeinde-Psalter
Vierstimmige Ausgabe
6.-9. Tausend
Bundes-Verlag
Witten/Ruhr, 1938
Liednummer 557
Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost
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Franz Heinrich Härter (* 1. August 1797 in Straßburg/Elsass; † 5. August 1874 ebenda) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Härter wurde als Sohn des Bäckers und Konditors Franz Härter und seiner Frau Luise Friederike, geb. Rhein, geboren und studierte nach dem Besuchs des Gymnasiums ab dem Jahr 1813 an der Universität seiner Vaterstadt Theologie 1820 absolvierte Härter eine Kur und lernte Henriette Elise Kampmann (1799–1828) kennen, mit der er sich verlobte und die er 1823 heiratete. Seinen Lebensunterhalt verdiente Härter nach seinem Studium mit Privatunterricht und setzte nach einer Bildungsreise durch Nordfrankreich und Deutschland sein Studium ab Herbst 1821 in Halle/Saale fort. Im Jahr 1823 wurde Härter ordiniert und übernahm eine Pfarrstelle in Ittenheim, während seine Frau sich um Kranke in der Familie und der Gemeinde ihres Mannes kümmerte und jungen Mädchen und Frauen Handarbeitsunterricht erteilte. Ihr Mann engagierte sich neben seinem geistlichen Amt auch um die Verbesserung der Lage in den Schulen, wobei er sich durch Elemente von Aufklärung und Erweckungsbewegung im Sinn des Theologen Johann Friedrich Oberlin (1740–1826) leiten ließ. Im Jahr 1828 starb Härters Frau an einer Infektion und hinterließ zwei Kinder. Im Mai 1829 wurde Härter vierter Pfarrer an der Neuen Kirche, der evangelisch-lutherischen Hauptkirche in Straßburg. Im März 1830 heiratete Härter Friederike Dorothea Rausch (1799–1842), die Tochter eines Kaufmanns und Jugendfreundin seiner verstorbenen ersten Frau, die ihm drei Kinder schenkte. Am Trinitatisfest des Jahres 1831 bekannte Härter sich vor seiner Gemeinde zum Pietismus, worauf die Gemeinde, die dem dem Rationalismus zuneigte, gegen ihn bei der Kirchenleitung vorging. Härter betätigte sich anschließend in zahlreichen Vereinen. Von 1831 bis 1839 war er im Vorstand der Neuhof-Anstalt, einer Schule für Jungen und Mädchen, die Grundschule und berufliche Ausbildung umfasste. Im Jahr 1834 gründete Härter die Straßburger Evangelische Gesellschaft und ließ für die Straßburger Erweckungsbewegung einen Versammlungsraum, die sogenannte 'Chapelle' bauen und war ein Jahr später an der Gründung der Evangelischen Missionsgesellschaft in Straßburg beteiligt. Ferner war er Mitglied der Gesellschaft der Freunde Israels, die der Judenmission diente, arbeitete in der Verwaltung der Straßburger Bibelgesellschaft und der Privatarmenanstalt mit und gründetet nach einem Besuch in Kaiserswerth legte Jahre 1839 den Grundstein für das spätere Straßburger Diakonissenhaus. Von Härter liegen zahlreiche Predigten und Erbauungsschriften im Druck vor. Ein geistliches Lied Härters, das Kreuzlied 'Dem Rufe des Herrn gehorchen wir gern', wurde in den sog. Gemeinde-Psalter aus dem Jahr 1938 aufgenommen, der das offizielle Gesangbuch der Freien evangelischen Gemeinden war.
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Photo: Skulptur auf dem Nordfriedhof in Wiesbaden
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Gedanke voller Seligkeit
1.) Gedanke voller Seligkeit,
Du bester Trost der Sterblichkeit,
Ich glaub ein ewig' Leben,
Was wär mein Dasein ohne dich?
Mit welchem Schauder würde mich
Die Zukunft oft durchbeben?
Umsonst erhöbe sich mein Herz
Zum Himmel bei so manchem Schmerz.
2.) Ich irrt' im dunklen Tal hinab
Bis an mein schreckensvolles Grab,
Das Ziel von meinen Tränen:
Was wäre meines Lebens Glück
Mehr als ein flücht'ger Augenblick,
Mehr als ein banges Sehnen?
Was sind die Freuden dieser Welt,
Wenn ew'ge Nacht uns einst befällt?
3.) Und ist der Leiden große Zahl
In diesem dunkeln Pilgertal
Nicht oft das Los des Lebens?
Ist nicht das Laster oft beglückt,
Und seufzt nicht, tief in Staub gedrückt,
Die Tugend oft vergebens?
Wie manchen Geist beugt Sklaverei
Und wer bleibt hier von Irrtum frei?
4.) O, wohl mir, dass mich Gott erschuf!
Die Ewigkeit ist mein Beruf,
Und Schule nur dies Leben.
Zwar diese Hülle fällt einst ab,
Und Staub und Moder füllt mein Grab,
Doch wird mein Geist sich heben.
Er selbst wird nie des Todes Raub,
Er schwingt sich über Grab und Staub.
5.) O Gott, mein frohes Aug' erblickt
Die Lieben einst, die nun beglückt
Schon längst den Sieg erstritten.
Und alle, alle folgen nach,
Er sammelt uns ein sel'ger Tag
In jene ew'gen Hütten,
Und meinem Blick enthüllt sich dann
Dein großer liebevoller Plan.
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Autor: Johann Benjamin Koppe
Melodie: O Ewigkeit, du Donnerwort
oder: Wir haben eine feste Stadt
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Christliches Gesangbuch zur Beförderung öffentlicher und häuslicher Andacht
Druck: Johann Georg Heyse
Bremen, 1837
Liednummer 329
Thema: Tod und Ewigkeit
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Johann Benjamin Koppe (* 19. August 1750 in Danzig; † 12. Februar 1791 in Hannover) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Koppe wurde als Sohn eines Tuchmachers geboren und besuchte das Gymnasium in Danzig. Er immatrikulierte sich im Jahr 1769 an der Universität in Leipzig, wo er Philologie und Theologie, unter anderem bei dem berühmten Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769) studierte. Ab 1772 setzte er seine Studien in Göttingen fort, übernahm dort das Amt eines Repetenten und wurde 1774 Lehrer für griechische Sprache am Gymnasium in Mitau. Ein Jahr später erhielt er eine Professur an der Universität in Göttingen, wo er ab 1777 zugleich Universitätspfarrer und ab 1778 auch Direktor des Predigerseminars wurde. Wichtigste Veröffentlichung in dieser Zeit war eine 1778 erschienene Bearbeitung des Neuen Testaments, das nach seinem Tod weiter- und erst im 19. Jahrhundert zu Ende geführt wurde. Außerdem ließ er Übersetzungen und theologische Abhandlungen drucken und gab ein Gesangbuch für die Universitätskirche heraus. Im Jahr 1784 wurde Koppe als Oberpfarrer, Oberkonsistorialrat und Generalsuperintendent nach Gotha berufen, wo er die Reorganisation und Erweiterung des Schullehrerseminars vorantrieb und am Landeskatechismus von 1790 mitarbeitete. 1788 wechselte er als Ersten Hofprediger an die Schlosskirche in Hannover, wo er zugleich die Ämter des Konsistorialrats und Generalsuperintendenten für die Generaldiözese Hoya-Diepholz versah. Er verstarb drei Jahre später im Alter von 40 Jahren. Koppe wurde auf dem Gartenfriedhof bestattet, wo sich noch heute sein denkmalgeschütztes Grabmal findet. Eine Sammlung seiner Predigten erschien postum in zwei Bänden in den Jahren 1792 und 1793. Von seinen geistlichen Liedern sind sieben überregional bekannt geworden und stehen in Kirchengesangbüchern des 19. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Lied ist ein Tauflied mit acht Strophen und heißt 'Dass ich in deiner Christenheit'.
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Erhabne Heiligkeit, du drei vereintes Wesen
1.) Erhabne Heiligkeit, du drei vereintes Wesen,
Gott Vater, Sohn und Geist, durch dich Herr Zebaoth,
Bin ich nach sichrer Ruh' des frohen Lichts genesen,
Mich zieht die Dankbarkeit vor dich auf dein Gebot.
2.) Ich überwinde mich schon früh von dir zu reden,
Der ich ein schändlich' Nichts, nur Erd' und Asche bin!
Doch wird dein hoher Glanz mich Schwachen nicht ertöten,
Mein Mittler spricht für mich und nimmt die Schulden hin.
3.) Er hat in seinem Volk mir auch ein End' erteilet:
Drum heißt ein Opferdienst gerechter Christen Pflicht.
Der Dank der jetzt für dich durch alle Wolken eilet,
Bleibt meine Morgengab' und du verschmähst sie nicht.
4.) Erbarmer, dir sei Preis für alle Lieb' und Treue,
Die mich im Schlaf bewacht, und der Gefahr gewehrt.
Dein gütigs Wesen zeigt sich alle Morgen neue,
Und deine Langmut trägt mich immer unversehrt.
5.) Wie düster war die Nacht, wie furchtsam ihre Schatten,
Doch muss auch dieser Stand den Deinen dienlich sein.
Denn mit der Finsternis muss sich die Ruhe gatten,
Und deren Wechsel zeigt den schönsten Gnadenschein.
6.) Der Schlaf, des Todes Bild, hat mich nun erst verlassen,
Ich steh von meinem Bett, gib auch von Sünden, auf!
Am Morgen endete mein Heiland sein Erblassen,
Am Morgen enden sich auch meiner Sünden Lauf.
7.) Ich seh die Morgenröt', durch meines Jesu Lieben,
Macht mich in seinem Blut schön, rot, versöhnt und rein.
Die Sonne hat die Nacht und Nebel schier vertrieben,
Auch meine Sündennacht wird bald zu Ende sein.
8.) Die Perlen von dem Tau sind prächtig anzusehen,
Jedoch des Himmels Tau verspricht mir bessre Frucht,
Befeuchte meine Seel', so wird o Gott, geschehen,
Dass sie, kraft deines Geists, nur deine Weisheit sucht.
9.) Die Arbeit wird sie stets nach deinem Willen wählen,
Der Glieder Dienst und Kraft bleibt, Vater, dir geweiht.
Des Leibs Gesundheit soll mein Leben nicht beseelen,
Wo nicht mein Speis' und Trank zu deinem Preis gedeiht.
10.) Dies ist der Segen, den ich heut von dir erbitte,
Um den ich heftiger, als dorten Jakob, ring.
Mich hört mein Bundesgott, er fördert meine Schritte,
Er tröstet meine Seel', wenn ich in Nöten bin.
11.) Jetzt will ich ganz getrost mein Tun und Werk besorgen,
Weil heut' Jehovah selbst in meinen Glieder wirkt:
Ein froher Abend folgt auf solchen Morgen.
Kraft dessen uns am Tag des Himmels Huld umzirkt. (a)
12.) Noch etwas neben mir, muss ich dir, Herr, empfehlen:
Das Liebste, welches uns Geblüt und Freundschaft zeigt.
Heut müsse sich ihr Glück mit deiner Treu vermählen,
Doch bleibst du ohnedem, dem frommen Volk geneigt.
(a) umgibt
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Autor: Christoph Bezzel
Melodie: Mein Vater, zeige mir, dein Kind
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Hrn. Benj[amin] Schmolkens
Gottgeheiligte Morgen- und Abendandachten
Verlag Trowitzsch & Sohn
Frankfurt/Oder und Berlin, 1802
Thema: Morgenlied
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Christoph Bezzel, (* 12. August 1692 in Hilpoltstein/Franken, + 27. März 1740 in Wöhrd bei Nürnberg) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Hymnologe und Kirchenlieddichter. Bezzel studierte von 1711 bis 1714 in Altdorf bei Nürnberg und schloss das Studium mit dem Magistergrad ab. Er setzte seine Studien in Jena, Leipzig, Halle, Dresden und Wittenberg fort und kehrte 1716 nach Altdorf zurück. Ab 1717 arbeitete er als Privatlehrer und Theologe, zunächst ab 1717 als Kandidat in Nürnberg und ab 1723 als Stadtvikar, ab 1729 als Pfarrer in Peringersdorf. Er war seit 1731 Mitglied des Pegnesischen Hirten- und Blumenordens, einer 1644 gegründete Nürnberger Sprach- und Literaturgesellschaft, die bis heute besteht. Er wählte den Mitgliedsnamen Belisander und war ein gekrönter Poet. Ab 1732 war er Pfarrer in Wöhrd, wo er starb. Er veröffentlichte 1739 am Verlagsort Nürnberg eine Sammlung von Kirchenliedern unter dem Titel 'Die mit Psalmen und Lob-Gesängen beschäftigte Christenstimme Oder ein zu denen Kirchen- und Haus-Andachten gerichteten und vermehrtes Gesangbuch'.
Er darf nicht verwechselt werden mit dem gleichnamigen Pfarrer und Kirchenlieddichter Christoph Bezzel (geboren vor 1627, + 1689) aus Magdeburg.
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Christoph_Franken Bezzels Lieder/ Hymns
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Du hast mich je und je geliebet, mein Herr
Erhabne Heiligkeit, du drei vereintes Wesen
Photo: Weinberge zwischen Wiesbaden-Dotzheim und Wiesbaden-Schierstein mit Blick auf Oberwalluf
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Das, was christlich ist, zu üben
1.) Das, was christlich ist, zu üben,
Nimmst du, Menschenkind, zu leicht.
Ist dir nichts zurückgeblieben?
Hast du denn das Ziel erreicht?
Traue nicht dem falschen Schein,
Willst du nicht betrogen sein.
Hast du alles wohlerwogen,
Dich auf Gottes Wort bezogen?
2.) Ehrbar sein, die Laster fliehen,
Davor auch ein Heid' erschrickt,
Um den Nächsten sich bemühen,
Wenn daraus ein Nutzen blickt.
Freundlich tun, den Zöllnern gleich,
Sein an guten Worten reich,
Hat noch keine rechten Proben,
Es als Heiligkeit zu loben.
3.) Wenn man ohne Tadel lebet,
Und das Aug' nichts schelten kann,
Wenn der Sinn nach Tugend strebet,
Feindet grobe Laster an.
Lobt die Frommen, rühmt was gut,
Hat im Leid gelinden Mut.
Sollte zu der Zahl der Fromen
Nicht mit Recht ein solcher kommen?
4.) Gottesdienst, Gebet und Feier,
Ein mild gewohnte Hand,
Fleiß im Amt und reiche Steuer,
Redlichkeit, der Treue Pfand,
Recht und Strafe mit Gebühr
Dem Verbrecher schreiben für.
Und was Gutes mehr zu preisen,
Kann kein Christentum beweisen?
5.) Nein, es ist ein göttlich Wesen,
Eine geisterfüllte Kraft,
Von der Welt sein auserlesen,
Tragen Christi Jüngerschaft.
Ohne Schatten, Schaum und Spreu
Zeigen, dass man himmlisch sei.
Der aus Gott ist neu geboren,
Ist in diese Zunft erkoren.
6.) Seele, willst du recht erlangen
Was dich Christo ähnlich macht,
Und nicht an dem Äußern hangen:
Meid der Worte Schein und Pracht.
Auf das Innre wend dein Aug',
Prüfe, ob es etwas taugt?
Durch Verleugnung musst du gehen,
Willst du Gottes Reichtum sehen.
7.) Wissen Gottes Sinn und Willen
Folgen seinem Rat und Zucht.
Seinen Durst an Jesu stillen,
Zeigen schöne Liebesfrucht,
Die der Glaub' umsonst gebiert,
Ist, was unsern Zweck berührt.
Buß tun, glauben, heilig leben,
Ist wonach die Christen streben.
8.) Glauben ist ein großes Wunder,
Weil er Jesum an sich zieht,
Ist des neuen Lebens Zunder,
Eine Burg, dahin man flieht.
Wenn der grimme Moses-Stab
Wirft der Hoffnung Grund herab.
Da muss Christi Blut gedeihen
Und für uns um Hilfe schreien.
9.) Ist der Glaube angezündet,
Riecht er wohl als eine Blum',
Der mit Gott sich eng verbindet,
Sucht nicht Ruhm und Eigentum.
Brennt vor Liebe, niedrig, treu.
Trägt vor kleinster Sünde Scheu.
Steht vor Gott ganz aufgedecket,
Da ein Heuchler sich verstecket.
10.) Findest du nun, lieber Christe!
Einen leeren Bilderkram,
Ein verblendtes Schaugerüste,
Drauf kein wahres Wesen kam.
Du bist eitel, taub und blind,
Leicht zum Bösen, wie der Wind,
Ohne Saft und Geistestreiben?
Muss dein Selbstlob unterbleiben.
11.) Ach, Herr Jesu, lass uns wissen,
Wie man dir gefallen soll.
Mach uns Guts zu tun geflissen
Und der wahren Frommheit voll.
Dein heilwerter Rat und Zug
Uns entdecke den Betrug,
Da viel tausend sich betören,
Meinen, dass sie dein gehören.
12.) Gieß den Geist in unsre Seelen,
Durch das Wort, das feurig ist,
Uns vom Irrtum loszuzählen
Der vom Fleisch verborgnen List.
Prüf und siehe, wie es steh,
Dass kein Schäflein untergeh.
Lass das Urteil einst erschallen,
Dass wir dir recht wohl gefallen.
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Autor: Johann Reinhard Hedinger
Melodie: ohne Angaben
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Die geistliche Dichtung von Luther bis Klopstock
ausgewählt und eingeleitet von Paul Pressel
erschienen als 5. Band der Evangelischen Volksbibliothek
Verlag Adolph Becher, Gustav Hoffmann
Stuttgart, 1863
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Johann Reinhard Hedinger (* 7. September 1664 in Stuttgart; † 28. Dezember 1704 in Stuttgart) war ein deutscher evangelischer Theologe, der als Vertreter des frühen Pietismus die Reformideen Philipp Jakob Speners in das Herzogtum Württemberg und seine Theologenausbildung einführte. Johann Reinhard Hedinger war der Sohn des Stuttgarter Hofadvokaten Johann Reinhard Hedinger (1639-1668) und der Prälatentochter Christiana geb. Schübel. Er besuchte zunächst die Deutsche Schule, dann die Lateinschule in Stuttgart und wechselte 1677 in die evangelische Klosterschule nach Hirsau, zwei Jahre später in die Klosterschule in Bebenhausen. Ab 1681 studierte er als Stipendiat des württembergischen Herzogs am Evangelischen Stift Tübingen. Danach wurde er Prinzenerzieher, Reise- und Feldprediger des Herzoghauses. Von 1694 bis 1699 war Hedinger Professor für Naturrecht, später auch für Völkerrecht, und Prediger an der Universität Gießen. 1699 wurde er Hofprediger und Konsistorialrat in Stuttgart. Seine Veröffentlichung einer kommentierten und korrigierten Luther-Bibel fand kontroverse Aufnahme. Er verfasste die maßgeblichen Lehrbücher für die Fächer der praktischen Theologie: Homiletik (Predigtlehre), Katechetik, Poimenik (Seelsorge). Auch ein Gesangbuch gab er heraus. Die Liturgie der württembergischen Konfirmation geht auf seinen Entwurf von 1704 zurück. Hedinger war seit 1694 verheiratet mit Christina Barbara geb. Zierfuß aus Kirchheim/Teck.
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Johann Reinhard Hedingers Lieder/ Hymns
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Ach Herr, wie glücklich waren nicht
Ach, ich steck in tiefen Nöten
Ach, Jesu, deine Sterbensnot
Ach, wo denkst du hin, hochbetrübter Sinn
Das, was christlich ist, zu üben
Du gehst nun, liebe Seel
Eben jetzo schlägt die Stunde
Einsamkeit, ich muss dich lieben
Herr der Himmels und der Erden, unsre Bitte
Ich stehe hier vor deinem Grab
Jesu, vertrautester Hirte der Seelen
Mein Jesu, was willst du so lange verweilen
Mein liebstes Herz, der Todesschmerz
Nimm von mir, Herr Jesu, nimm was dich betrübet
Saft vom Felsen, Blut des Hirten
Was willst du, Seele, trauern
Welch eine Sorg und Furcht soll nicht bei Christen wachen
Santa Caterina, Schio (Vicenza)
Prealpi Vicentine, Veneto Italy
Novembre 2008 - Canon EOS 300 (Analogic)
Pol Sberzè Jewels * Made in Italy
Immer gelber wird der Wald
1.) Immer gelber wird der Wald,
Blätterlos wohl steht er bald,
Seine Blumen welken still,
Drin kein Vöglein bleiben will.
2.) Armer Wald, du dauerst mich!
Grünend, blühend sah ich dich
Noch vor kurzem, und nun ganz
Seh ich schwinden deinen Glanz.
3.) Sachte, sachte, Menschenkind!
Meine Pracht ich wiederfind.
Aber du, wenn du stehst kahl,
Blühst du auch zum andern Mal?
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Autor: Marie Schmalenbach
Melodie: ohne Angaben
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Tropfen aus dem Wüstenquell
Gedichte von Marie Schmalenbach
Druck und Verlag C. Bertelsmann
Gütersloh, 1882
Thema: Herbstlied
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Marie Schmalenbach (* 23. Juni 1835 als Marie Emilie Huhold in Holtrup; † 10. März 1924 in Mennighüffen) war eine deutsche Pfarrersfrau. Sie verfasste Gedichte und Kirchenlieder.
Marie Schmalenbach wurde als drittes von elf Kindern des Pastors und späteren Superintendenten des Kirchenkreises Vlotho Ferdinand Huhold in Holtrup, heute Ortsteil von Porta Westfalica, geboren. Sieben ihrer Geschwister starben früh. Marie verbrachte eine für bürgerliche Töchter standesgemäße Kinder- und Jugendzeit: Sie war vermutlich einige Jahre Schülerin der Klosterschule Marienberg bei Helmstedt, sprach sehr gut Englisch und hatte gute Kenntnisse in Französisch und Latein.
Nach Abschluss ihrer Schulzeit hielt sie sich im Frühjahr des Jahres 1853 einige Monate in Hamburg bei ihrer Tante und ihrem Onkel mütterlicherseits auf. Diese wohlhabende Familie engagierte für ihre Nichte einen Englischlehrer und führte sie in das kulturelle Leben der Großstadt ein. Sie besuchte Konzerte, Theater und Opern. 1854 wurde Marie nach Lübbecke in die Familie des Pastors Möller geschickt, um dort die Führung eines bürgerlichen Haushalts zu lernen.
Mit noch nicht ganz 22 Jahren heiratete Marie 1857 Theodor Schmalenbach, damals evangelisch-lutherischen Hilfsprediger, später Pfarrer und Superintendent, mit dem sie zunächst in Minden und ab 1863 bis zu seinem Tode 1901 in Mennighüffen, heute ein Ortsteil von Löhne, lebte. Das Paar hatte fünf Kinder.
Marie Schmalenbach kränkelte lange Jahre und besuchte die Bäder Oeynhausen, Pyrmont und Norderney. Dennoch überlebte sie ihren Mann um 23 Jahre und verstarb 1924 im hohen Alter von 88 Jahren. Die Grabsteine von Marie und Theodor Schmalenbach stehen an der Kirche in Mennighüffen. Ihr Ewigkeitslied 'Brich herein, süßer Schein selger Ewigkeit' fand weitere Verbreitung und Aufnahme in einige evangelische Gesangbücher. Das Lied erschien zuerst 1882 in der Liedsammlung Schmalenbachs 'Tropfen aus dem Wüstenquell'.
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Marie Schmalenbachs Lieder/ Hymns
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Ach Herr, mich armen Menschen, mich sündge Kreatur
Ach, wär ich wie die Tanne grün
Ach, wie fleucht mein Leben hin
Ach, wird auch ein Herz beglückt
Achtunddreißig Jahre lang
Advent ists, Glocken künden die wunderselge Zeit
Allein auf dein Erbarmen
Alles um die Liebe und um Liebestreu
Als ob noch einmal der Lenz mir käm
An meinem letzten Ende
Auf des Meeres glattem Spiegel
Auf, auf, nimm deine Harfe, du Menschenkind, zur Hand
Aug in Auge, Herz in Herz
Aus der Tiefe, aus der Tiefe
Aus der Tiefe, Herr, mein Heil
Bange ist uns, doch verzagen
Bei uns auch hat ein Baum gebrannt
Blühe, Röslein, blühe, Gott hat dich gemacht
Brich herein, süßer Schein selger Ewigkeit
Da bin ich nun und walle
Das Ende muss erscheinen
Das ist die Schönste Nacht
Der Herr hat seinen Bogen
Der Lenz ist vergangen, die Tage sind hin
Der Tod ist auf Erden ein böser Gesell
Die Krone gen Himmel, die Zweige zur Seit
Die Sonne scheint, die Mutter weint
Dieses Buch, das Bibelbuch
Du bist mein Helfer, meine Seele rühmt
Du dürres Laub, du gelbes Laub
Du Meer mit deinen Wogen
Dunkel wars auf meinen Wegen
Ein Jahr dahinten voll Schmerz und Weh
Ein Kind im Himmelreich
Ein Kind, ein wunderbares Kind
Ein Stern ist aufgegangen so hell und wunderschön
Ein Wort, ein Wort, ein Gotteswort
Endlich, endlich muss es doch
Er hats gesagt, der Heiland, des Wort doch ewig gilt
Er ist so arm gewesen
Er musste gehn, von gott ward er gerufen
Es ist ein Tal der Tränen
Es ist kein Schade, wenn du arm auch bist
Es ladet dich zu schauen, o Mensch, in einem Stall
Es sammelt sich dort oben
Es war einmal auf Erden eine wonnereiche Zeit
Es waren grüne Fluren
Es weiß es keiner, ders nicht erlebt
Ewig nicht in deinen Himmel
Fort, fort, mein Herz, von hinnen
Freu dich, Christenherz
Freut euch, all ihr armen Leute
Fried und Freude, Sündenschuld
Gott sei Lob, so ruhst du nun
Gott, der ewge Himmelskönig
Gott, Heilger Geist, o Herr, du weißt
Großer Gott, Zebaoth, Herrscher in der Höhe
Gut Nacht, gut Nacht, schon schlafen
Halleluja, Pfingsten ist und die Zeit erfüllt
Hast du die stille Kammer schon gesehen
Herr, ich steh vor deiner Krippe
Herr, mein Gott, bei Tag und Nacht
Herr, mein Licht, ich hoff auf dich
Herr, speise mich, ich bitte dich
Herz, bekümmre dich nicht mehr
Herz, mein Herz, nun höre fein
Heut ist des Heilands Jubeltag
Hier in meines Gottes haus
Hilf, Helfer, hilf, sonst ist es aus
Hinter mir lieg eine Ferne
Ich hab nur dich, mein Heil, bin ich
Ich hebe meine Augen auf zu dir, dem Herrn
Ich sing von Gottes Liebe
Ich steh in einem Tale
Ich weiß nicht, ob das künftge Mal
Ich will singen von den Dingen
Ihn bekenn ich, Jesum Christ
Im Grünen Wald hat ich so bald
Immer gelber wird der Wald
In der Nacht bei Bethlehem
In die Gruft hinunter aus dem Frühlingslicht
In Zion zieht ein König ein
Israel, du bist das Volk, auserwählt vor allen
Ja, selig werden muss ich
Jesus hat am Kreuz gehangen
Jesus ruft mir Folge nach
Lange sinn ich hin und her
Lass mich deinen Geist empfangen
Lieben macht das Leben leicht
Lob, meine Seele, lob den Herrn
Man nimmt und fasst sich bei der Hand
Mein Freund ist mein und ich bin sein
Mein Herz hatt ich gesehen
Mein Herz, o Herr, will dichten
Mein König schließt die Augen
Meine Seel, erwache nun
Mögt ihr Blätter fallen
Nicht fromm und rein
Nicht mein Verdienst, nein, du allein
Nimm Isaak, den Einen, den du so herzlich liebst
Nun bin ich auf dem Wege
Nun bist du da, o Stunde
Nun da Weihnacht wieder hin
Nun dank ich dir, du gabst dich mir
Nun freuet euch, ihr Christen all
Nun hast du wieder mich gelabt
Nun leucht und lach hernieder
Nun sind sie beide im Himmel
Nun walte du, Herr, meine Ruh
Nun zage nicht, du süße Lieb
O Erdenkreis, verfinstre dich
O Freude, gen Himmel fährt Christus, der Herr
O Glockenton, o Glockenton
O Gott im Himmel, nur durch deine Gnade
O Herr, nicht enden will meine Freud
O Jesu, Davids Sohn, Erbarmen trag
O Jesu, diesen Morgen
O Kindlein, wundersüße
O lieben, Lieben - wirds auch beschrieben
O Stunde der Sünde, du wehvolle Stund
O, diese Weise, so lind, so leise
Osterglocken, froher Schall
Richtig wandeln, richtig wandeln
Ruhe, süße Ruhe, komm nun zu mir her
Satt kann werden nicht auf Erden
Schön und lieblich um mich her
Seht das Licht, es ist kommen
Sei gegrüßt und hochwillkommen
Sei, o Woche, mir gegrüßt
Sie haben sich versammelt
Sie schlafen, o, so stille
Siehe, das ist Gottes Lamm
Sonntag Ist, Jesus Christ öffnet seine Hütte
Steh auf, mein Herz, stell ein die Klag
Steh auf, o Mägdlein, Jesus sprichts
Stille, stille, Mutterherz
Tot ist Jesus, meine Liebe
Vor Gott, dem Höchsten, lege
Weine nicht, o höre Jesus selber sprichts
Wenn mitten wir im Winter
Wenn wir in höchsten Nöten sein, dann tut sich auf
Wie der Hirsch nach frischem Wasser schreit mein Herz
Wisst ihr, wisst ihr, wer ich bin
Zion, auf mit Lust und Freude
Zur Ewigkeit, zur Ewigkeit
Photo: Wiesbaden-Biebrich, Rheinufer
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Düstern grüßt mich heut im Nebelschleier
1.) Düstern grüßt mich heut im Nebelschleier,
Der sich dunkelnd durch die Täler zieht,
Die Natur, statt in dem Rosenlichte,
In dem sonst der goldne Morgen glüht.
2.) Gelb und loser hängen an den Bäumen,
Die kein froher Sänger mehr belebt,
Jene Blätter. Tausend andre liegen
Dort schon von dem Silberreif umwebt.
3.) Jene tausend Stimmen, die die Lüfte
Sonst erfüllten, sind hinweg geflohn.
Alle Blüten, die den Boden schmückten,
Sind verblühet oder modern schon.
4.) Bild des Lebens, Bild des düstern Alters,
Hör ich recht, was deine Stimme spricht?
Also welkst auch du, wie deine Freuden!
So verlischt auch deines Lebens Licht!
5.) Jenes Jugendfeuer, das die Glieder
Noch belebet, stärket und durchglüht,
Deines Lebens süße Zauberfreuden -
Alles stirbt allmählich ab, und flieht.
6.) Wie die reife Frucht dort von dem Baume,
Fällst auch du vom Baum des Lebens ab.
Und dann birgt, so wie der Schnee den Samen,
So auch dich in seinen Schoß das Grab.
7.) Bebe nicht, mein Herz, vor dem Gedanken,
Vor dem Bilde deiner Sterblichkeit.
Was verlierst du an dem armen Leben,
Was ist's gegen jene Ewigkeit?
8.) Und die hat dein Vater dir verheißen,
In dem Land, wo keine Träne fließt.
Wo der tugendhafte, fromme Dulder
Seiner Treue süße Frucht genießt.
9.) Denke daran, wie du dieses Leben
Würdig lebst dem göttlichen Beruf,
Für den deines Gottes weise Liebe
Dich auf seiner schönen Erde schuf.
10.) Schau! In tausendfachen reinen Bildern
Spricht zu dir des guten Vaters Wort.
Trachte nicht nach Freuden dieser Erde,
Denn dein wahres Vaterland ist dort.
11.) Schaue auf zu seinem hohen Himmel,
Dahin strebe in der Jugendzeit
Deines Daseins, höhere Vollendung
Wartet dein dort in der Ewigkeit.
12.) So wie jede Pflanze, jede Blume,
Eh' ihr Leben noch der Winter streift,
Sich vollendet, und in sich den Samen
In des Sommers heißen Gluten reift.
13.) Also reif auch du dem Tag entgegen,
Der zu Gottes Throne hin dich ruft.
Vorbereitet auf die ernste Stunde,
Blicke freudig in die düstre Gruft.
14.) Jene Liebe, die sich dir versöhnte,
Waltet liebend über Tod und Grab.
Du wirst einen schönern Morgen sehen!
Du bist mehr als jenes welke Laub!
15.) Siegend wirst du einstens auferstehen,
Nur der Leib wird der Vernichtung Raub.
Lass mich freudig diesen Morgen schauen,
Gott, mein Richter, nein, verwirf mich nicht!
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Autor: Christian Friedrich Leberecht Strack
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Eloah, Erhebungen des Herzens zu Gott
in einer Reihe von Gesängen und metrischen Gebeten
von D. [Christian]Fr[iedrich Leberecht] Strack
verlegt bei Heinrich Ludwig Brönner
Frankfurt a. M., 1817
Thema: Herbstlied
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Christian Friedrich Leberecht Strack (* 9. Mai 1781 in Kloster Roßleben; † 25. Juli 1852 in Bremen) war ein deutscher Pädagoge, Professor in Bremen und evangelischer Kirchenlieddichter.
Strack besuchte die Klosterschule Roßleben, studierte Theologie und Philosophie an der Universität Leipzig und erwarb sowohl den Magister- als auch den Doktortitel. Er war anfänglich als Prediger tätig. Seine weitere pädagogische Ausbildung erhielt er in Halle/Saale, wo er ab 1806 als Lehrer arbeitete. Im Jahr 1810 wechselte er an das Gymnasium von Wertheim am Main und 1814 nach Düsseldorf. 1817 wurde zum Vorsteher der Vorschule im Eschenhof an die Domsheide in Bremen, einer Abteilung der neugegründeten Hauptschule in Bremen, berufen. Er verfasste mehrere pädagogische Schriften und brachte zwei Gedichtbände heraus. Er war stark interessiert an naturwissenschaftlichen Themen und machte sich als Übersetzer der Schriften von Aristoteles und Plinius dem Jüngeren einen Namen. Besondere Verbreitung fand eine Sammlung geistlicher Gedichte, die er unter dem Titel: 'Eloah, Erhebungen des Herzens zu Gott in einer Reihe von Gesängen und metrischen Gebeten' herausgab; sie erschien zuerst 1814 (Frankfurt a. M. bei Brönner) und danach in sechs Folgeauflagen. In Nikolaus Joachim Evers 'Sammlung geistlicher Lieder', 1817 in Hamburg verlegt, sind sieben Lieder von ihm enthalten.
Der du Schuld vergibst und Wunden heilest
1.) Der du Schuld vergibst und Wunden heilest,
Herr, vergib uns, mach auch uns gesund!
Der Du gnädig auch bei Sündern weilest,
Nimm auch uns auf in den Gnadenbund!
2.) Wenn wir tragen, was wir schwer verschuldet,
Stehe Du mit Deiner Kraft uns bei,
Dass die Milde, die uns trägt und duldet,
Unser Trost in bangen Stunden sei.
3.) Wenn Du tröstend sprichst: Dir ist vergeben!
Wird die wohlverdienste Straf' uns leicht,
Und es reift in uns ein neues Leben,
Weil Dein Geist den Kelch des Heils uns reicht.
4.) Nicht verstoßen willst Du wunde Herzen,
Die gebeugt von ihrer Schuld Dir nahn.
Herr, wir kommen unter heißen Schmerzen,
Um Vergebung, Gnade zu empfahn. (a)
5.) Sei uns gnädig und lass schön hienieden
Leuchten über uns Dein Angesicht.
Gib den bangen Seelen Deinen Frieden,
Heil'ge uns in Deinem Himmelslicht!
(a) alte Form von 'empfangen'
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Autor: Friedrich August Köthe
Melodie: ohne Angaben
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Geistliche Lieder
von Dr. Friedrich August Köthe
Herausgegeben von Dr. Conrad Benjamin Meißner
Verlag F.A. Brockhaus
Leipzig, 1854
Thema: Buß- und Bettag
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Friedrich August Köthe, (* 30. Juli 1781 zu Lübben in der Niederlausitz/Kurfürstentum Sachsen, † 28. Oktober 1850), war evangelisch-lutherischer Pfarrer und Dichter geistlicher Lieder. Er besuchte zuerst die Schule in Lübben, wo sein Vater in kurfürstlichem Dienst stand, und wechselte im Jahr 1797 auf das Gymnasium in Bautzen. Hier befreundete er sich mit dem später als Dichter und Schriftsteller bekannt gewordenen Karl Friedrich Gottlob Wetzel (1779-1819) und studierte ab Ostern 1800 zusammen mit diesem an der Universität in Leipzig, wo Köthe 1803 den Magistertitel erwarb. Kurz darauf wurde er als Vesperprediger an die Paulinerkirche berufen, arbeitete nebenher als Hauslehrer und setzte sein Studium fort. Im Jahr 1806 zog er nach Dresden, folgte dann aber im Jahr 1810 einem Ruf, als außerordentlicher Professor der Philosophie in Jena zu unterrichten. 1812 wurde Köthe zugleich dort zum Garnisonprediger und Diakon an der Stadtkirche ernannt und erhielt 1817 die Stelle eines ordentlichen Professors für Theologie, wo sein Wirken vom Kampf gegen den nüchternen Rationalismus seiner Kirche geprägt war. Im selben Jahr heiratete er Silvia, die Tochter des gothaischen Ministers von Ziegesar. Nach einer Erkrankung nahm er 1819 die Stellung eines Superintendenten und Oberpfarrers in Allstädt bei Weimar an, wo er fortan ein stilleres Leben führen konnte. Ab dem Jahr 1829 veröffentlichte er eine Ausgabe der Werke Melanchthons in deutscher Sprache, die in sechs Teilen beim Verlag Brockhaus in Leipzig erschien. Ab 1830 gab er weitere kirchengeschichtliche Werke heraus. Unter dem Namen der 'Einsiedler bei St. Johannis' gab er zwei Novellen heraus, in denen er zum einen christliche Zeitfragen behandelte (Die Wiederkehr, 1843), während die andere (Die Woche, 1848) den Segen eines christlichen Familienlebens schilderte. Die meisten seiner fast 400 geistlichen Lieder hat er während der Krankheiten, die Folgen eines nicht ausgeheilten Herzleidens waren, gedichtet; diese erschienen teils in einzelnen von ihm selbst herausgegebenen Sammlungen (Stimmen der Andacht, 1823, Psalmen, 1845), teils in der 'Theodulia', einem 'Jahrbuch für häusliche Erbauung' (Greiz, 1827–1833). Nach seinem Tod gab sein Freund C. B. Meißner 1851 die vom Autor selbst noch zum Druck vorbereiteten 'Lieder eines Kranken für Kranke und Gesunde' heraus, während im gleichen Jahr eine Auswahl seiner Lieder unter dem Titel 'Geistliche Lieder nebst einer Biographie Köthe’s' in Leipzig erschien.
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Photo: In Wiesbaden-Dotzheim, Gemarkung Im Himmelreich mit Blick ins Rheintal
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Gott, der Friede hat gegeben
1.) Gott, der Friede hat gegeben,
Lass den Frieden ob (a) uns schweben,
Friede, Friede, Friede in dem Lande,
Glück und Heil zu allem Stande.
2.) Friede hat uns Gott gegeben,
Dass wir sollen friedlich leben,
Friede, Friede, Friede in dem Lande,
Glück und Heil zu allem Stande.
3.) Billig (b) wir vom Friede singen,
Loben Gott in allen Dingen,
Friede, Friede, Friede in dem Lande,
Glück und Heil zu allem Stande.
(a) über
(b) billig hier im Sinn von gerecht
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Autor: Herzog von Sachsen-Weimar Wilhelm II
Melodie: Trau auf Gott in allen Sachen
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Neuvermehrtes und wohleingerichtetes Naumburgisches Gesang-Buch, darinnen die erbaulichen Lieder Lutheri,
Gerhardi und anderer geistreicher Männer
[von Joh. Martinus Schamelius]
Druck und Verlag Balthasar Bossögel
Naumburg 1735
Liednummer 624
Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost
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Wilhelm von Sachsen-Weimar, der Zweite (* 11. April 1598 in Altenburg/Kurfürstentum Sachsen; † 17. Mai 1662 in Weimar) war von 1620 bis zu seinem Tode Herzog von Sachsen-Weimar. Er stammte aus der Familie der ernestinischen Wettiner, in deren Genealogie er auch als Wilhelm IV. gezählt wird. Wilhelm war der Sohn von Herzog Johann von Sachsen-Weimar und dessen Ehefrau Dorothea Maria von Anhalt. Er hatte sechs Brüder, mit denen er später zusammen auch Mitglied der 'Fruchtbringenden Gesellschaft', einer von 1617 bis 1680 bestehenden, deutschen nichtstaatlichen Sprachakademie werden sollte, deren Vorsitz er im Jahr 1651 übernahm. Herzog Wilhelm studierte an der Universität in Jena und begleitete ab 1617 seinen Bruder, den Herzog Friedrich, auf dessen Bildungsreise durch Europa. Im Alter von 23 Jahren gründete Herzog Wilhelm zusammen mit Freunden den 'Orden der Beständigkeit' und Ende 1622 einen patriotischen Bund, den 'Deutschen Friedbund', zur Wahrung von ständischer und religiöser Libertät. In dieser Zeit zog Herzog Wilhelm mit seinen Brüdern in den Böhmischen Krieg, diente als Obrist unter Graf Ernst von Mansfeld und dem Markgrafen von Durlach und stieg unter Christian von Halberstadt zum General auf. Im Jahr 1625 heiratete Herzog Wilhelm die Prinzessin Eleonore Dorothea von Anhalt-Dessau (1602–1664), eine Tochter von Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau, die ihm neun Kinder schenkte. Bei der Teilung der Regentschaften 1641 erhielt er unter anderem Weimar und Jena, nach Herzog Albrechts Tod 1644 zusätzlich Eisenach. Er stand als evangelisch-lutherischer Landesherr auf der Seite des Königs Gustav II. Adolf von Schweden, der die evangelischen Stände und Städte gegen den katholischen deutschen Kaiser schützte. Von Wilhelms geistlichen Liedern sind vier überregional bekannt geworden und stehen in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 17. bis 21. Jahrhunderts. In das Evangelische Gesangbuch (EG) von 1993 wurde sein berühmtes Sonntagslied 'Herr Jesu Christ, dich zu uns wend' mit vier Strophen aufgenommen und findet sich dort unter Nummer 155.
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