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Photo: Landschaft bei Schloss Freudenberg, Wiesbaden-Dotzheim

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Unendlicher Erbarmer

 

1.) Unendlicher Erbarmer,

Erstaunend bet ich vor dir an.

Wer bin ich Staub, ich Armer,

Dass du so viel an mir getan?

Entflamme mein Gemüt,

Das deinen Ruhm besingt,

Und für so reiche Güte

Ein schwaches Opfer (a) bringt.

Mir folgte ja dein Segen

Bisher von Schritt zu Schritt,

Und auf gebahnten Wegen

Ging Gnad' und Wahrheit mit.

 

2.) Doch wie viel schöne Stunden

Der schnell entflohnen Gnadenzeit

Sind ungebraucht entschwunden

Und im Geräusch der Welt entweiht!

Wie viele von den Gaben,

Die gnädig du geschenkt,

Hab ich zeither vergraben,

Auf's Eitle hingelenkt!

Wie war ich doch träge

Zu tun, was mir gebührt.

Wie langsam auf dem Wege,

Der in den Himmel führt!

 

3.) Lass, Vater, Gnade finden

Die Seele, die nicht ruhen kann,

Als bis die Last der Sünden

Von dem Gewissen abgetan.

Ach, sprich ein Wort und blicke

Auf dein gebeugtes Kind.

Wirf hinter dich zurücke,

Soviel der Schulden sind!

Lass keine mich beschämen,

Und in das neue Jahr

Nichts von dem alten nehmen,

Was dir missfällig war.

 

4.) Lass deinen Geist mich stärken,

Zieh immer näher mich zu dir

Und lass mich stündlich merken,

Wie mächtig deine Kraft in mir.

Hilf, Herr, dass es gelinge,

Gib Glauben, Mut und Fleiß,

Dir viele Frucht zu bringen,

Zu deines Namens Preis. (b)

Lass mich stets brünstig flehen

Und auf die Ewigkeit

Den guten Samen säen,

Des sich die Ernte freut.

 

5.) Soll mir ein Jahr der Leiden

Und Prüfungen beschieden sein,

Stellt sich auf allen Seiten

Bei mir des Kreuzes Trübsal ein:

Nun so gescheh' dein Wille.

Nur schenke mir in dir

Gelassenheit und Stille,

Und halte fest bei mir.

Ich weiß, von guten Händen

Kommt doch nichts Böses her.

Das Kreuz, das sie mir senden,

Drückt doch niemals zu schwer.

 

6.) Hast du, Herr meiner Tage,

In diesem Jahr mein Ziel bestimmt,

An dem der Wallfahrt Plage

Und Schmerz und Leid ein Ende nimmt.

O, mit welch' großen Freuden,

Wenn deine Gottesmacht

Dein gnäd'ges Vorbereiten

An mir zu Stand gebracht,

Sink ich dir in die Hände

Und feire mit der Schar,

Die triumphiert ohn' Ende,

Mein selig' Jubeljahr!

 

(a) Dankgabe

(b) Lob

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Autor: Andreas Rehberger

Melodie: Nun lob, mein Seel, den Herren

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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch der Stadtkirchen Leipzig

Erschienen im Verlag des Georgenhauses

Leipzig, 1844

Liednummer 31

Thema: Kirchen-Jahresanfang oder Neujahr

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Andreas Rehberger (* 18. November 1716 in Nürnberg, † 16. Mai 1769 ebenda) war evangelisch-lutherischer Pfarrer und Kirchenlieddichter. Sein Vater war ebenfalls Pfarrer, er selbst studierte seit 1734 an den Universitäten in Altdorf und Halle/Saale Theologie, stand seit 1740 in verschiedenen geistlichen Ämtern in Nürnberg vor und wurde 1761 zum Pfarrer der Kirche St. Jacobi in Nürnberg berufen, als welcher er am 1769 starb. Seit 1741 war er Mitglied des Pegnesischen Hirten- und Blumenordens, einer 1644 gegründete Nürnberger Sprach- und Literaturgesellschaft, die bis heute besteht. Er ist Dichter von 131 geistlichen Lieder, die Aufnahme in den beiden Liedersammlungen fanden, die der Buchdrucker Georg Christoph Rümler ab 1764 in Nürnberg unter dem Titel 'Evangelische Sterbe- und Todespsalmen' in zwei Sammlungen herausgab. Rehbergers bekanntestes Lied heißt 'Zu dir ist meine Seele stille'.

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Photo: 'Unter den Eichen' in Wiesbaden-Nordost

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Wie hat man's doch bei dir so gut

 

1.) Wie hat man's doch bei dir so gut,

Du Brunnquell edler Gaben!

Wer still an deinem Herzen ruht,

Kann volle G'nüge haben.

Du lenkst den Sinn

Vom Staube hin

Zu deinen ew'gen Höhen,

Und lehrst die Welt verschmähen.

 

2.) Wie hat man's doch bei dir so gut,

In dunklen Leidenstagen!

Man singt dein Lob mit frohem Mut,

Wenn Andre trostlos klagen.

Fühlt, dass das Leid

In dieser Zeit

Der Frucht in jenem Reiche,

Der Wonne dort nicht gleiche.

 

3.) Wie hat man's doch bei dir so gut,

Wenn stets ohn' eignes Wählen

Der Will' in d e i n e m Willen ruht,

Wo Rat und Licht uns fehlen.

Du gehst voran

Und brichst die Bahn,

Und zeichnest alle Pfade

Mit Spuren deiner Gnade.

 

4.) Wie hat man's doch bei dir so gut,

Wenn man dein Wort vollbringet.

Wenn Glaub' an dein Erlösungsblut

Zur Heiligung uns bringet!

Mit welcher Ruh'

Ergötzest du

Selbst bei der Schwachheit Fehlen

Die dir geweihten Seelen!

 

5.) Wie hat man's doch bei dir so gut,

Im kindlich-frommen Glauben!

Was nicht den Weisen kund sich tut,

Sieht Einfalt deiner Tauben.

Wenn Meinungsstreit

Die Welt entzweit,

Kann man zu deinen Füßen

Dein Wesen selbst genießen.

 

6.) Wie hat man's doch bei dir so gut,

Wenn man dir treu verbleibet,

Wenn bis zum Tod aus deiner Hut

Nicht Wohl noch Weh uns treibet!

Voll Dank und Preis

Entschlummert leis'

In deinen Schoß die Treuen,

Dort ewig sich zu freuen.

 

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Autor: Johann Wilhelm Leschke

Melodie: Was Gott tut, das ist wohlgetan

oder: Wir warten dein, o Gottessohn

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Evangelischer Liederschatz für Kirche, Schule und Haus

Band 1. Zweite, umgearbeitete Ausgabe

Gesammelt und bearbeitet von Albert Knapp,

J. G. Cottascher Verlag,

Stuttgart und Tübingen, 1850

Liednummer 1459

Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost

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Johann Wilhelm Leschke, auch Julius Wilhelm Leschke, (* 15. Juli 1809 in Frankfurt/Oder in der Preußischen Provinz Brandenburg, † 20. Oktober 1893) war ein deutscher Handwerker, Verleger und Lieddichter. Leschke hatte zunächst in Münsterberg in Schlesien das Handwerk eines Buchbinders erlernt, wurde dann aber im Jahr 1852 Inspektor des Rettungshauses in Schreiberhau im Riesengebirge, einem 1835 gegründeten Heim für vernachlässigte und behinderte Kinder. Anschließend gab er in Reichenbach in Schlesien das 'Patriotische Wochenblatt' heraus. Zeit seines Lebens hielt Leschke eine Beziehung zur Herrnhuter Brüdergemeine des Reichsgrafen Nikolaus von Zinzendorf (1700-1760) aufrecht, was nahelegt, dass Leschke evangelischer Konfession war. Er veröffentlichte 1835 eine Sammlung von Gedichten unter dem Titel 'Christlich-religiöse Gesänge', 1838 eine Erzählung und 'Christliche Gelegenheitsgedichte', sowie 1846 'Lieder für die streitende Kirche'. Albert Knapps Evangelischer Liederschatz, im Jahr 1850 in Stuttgart und Tübingen verlegt, enthält sechs Lieder von Leschke. In Hellmut Eberleins Buch 'Lobgesänge in der Nacht' aus dem Jahr 1954, in dem schlesische Dichter vorstellt werden, stehen einzelne Strophen aus den Gedichten Leschkes.

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Ein Jahr ist abermals durchlebt

 

1.) Ein Jahr ist abermals durchlebt,

Auf, Christen, Herz und Händ' erhebt

Zu Gottes Macht und Gnade!

Dankt ihm für seine Huld und Treu'.

Sie ist uns alle Morgen neu

Auf unserm Pilgerpfade.

Sein Wort und Brot,

Fried' und Freude,

Trost im Leide,

Kraft zum Leben

Hat er uns bisher gegeben.

 

2.) Wir gehn ins neue Jahr hinein,

Gott wird auch ferner mit uns sein,

Uns helfen, schützen, segnen,

Wenn wir, wie er geboten hat,

Mit Lieb' und Treu', mit Rat und Tat,

Einander stets begegnen.

Kein Neid, kein Streit

Uns betrübe.

Fried' und Liebe

Uns regiere

Und zu allem Guten führe!

 

3.) Da lebt sich's wohl, da lebt sich's leicht,

Wo man sich gern die Hände reicht

In gegenseit'ger Liebe,

Wo man die Leidenschaft bezwingt,

Nach Heiligung iúnd Tugend ringt

Aus einem edlen Triebe.

Richtig, züchtig

Lasst und wandeln,

Redlich handeln

Hier auf Erden,

Dann wird's auch ald besser werden.

 

4.) Gott, lass dies Jahr gesegnet sein,

Dass wir uns deiner Güte freun,

Du liebevoller Vater!

Behüt' uns vor Gefährlichkeit,

Vor Krankheit, Krieg und teurer Zeit,

Sei Helfer und Berater!

Schütze, segne

Alle Stände,

[Alle Hände,] (a)

Die arbeiten,

Glück und Wohlfahrt zu verbreiten.

 

5.) Schütz unsre Landesobrigkeit,

Gib, dass sie möge jederzeit

Des Volkes Wohl begründen.

Dass Recht und Pflichttreu ihren Lohn,

Und die, die diesem sprechen Hohn,

Verdiente Strafe finden.

Dass wir mit ihr

Stets ein stilles

Und zufriednes

Leben führen,

Wie es Christen will gebühren.

 

6.) Lass ferner auch dein heilges Wort

An jedem dir geweihten Ort

Uns gern und fleißig hören!

Gib deinen Dienern Mut und Kraft,

Dass sie es stets gewissenhaft

In Kirch' und Schule lehren,

Dass sich dein Reich

Dir zur Ehre

Stets vermehre,

Dass die Herde

Deines Sohnes größer werde.

 

7.) Ja, Herr, lass uns in dieser Zeit

Mit Weisheit und Gottseligkeit

Stets unser Leben führen!

Schnell eilen unsre Tage hin,

Ach, lass uns nicht aus Aug' und Sinn

Das große Ziel verlieren,

Dass wir nach dir

Nur verlangen,

Dir anhangen,

Dir vertrauen

Und dereinst dich ewig schauen.

 

8.) Dort werden wir im hellern Licht,

Von Angesicht zu Angesicht

Ihn, unsern Heiland, sehen.

Da wird kein Tag und Nacht mehr sein,

Nur Himmelsglanz, verklärter Schein

Und ew'ges Wohlergehen.

Jesus Christus

Wird uns geben

Nach dem Leben

Himmelsfreuden

Für die kurzen Erdenleiden.

 

9.) Dann werden mit der Engel Schar

Das ewig große neue Jahr

In höchster Lust wir feiern.

Wir werden unsre Lieben sehn,

Wie sie vor Gottes Throne stehn

Und stets sein Lob erneuern!

Heilig, heilig!

Wird's dort schallen

In den Hallen

Sel'ger Chöre,

Dem dreiein'gen Gott zur Ehre!

 

(a) diese Zeile fehlt, sie wurde sinngemäß ergänzt, um das Versmaß zu erfüllen

 

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Autor: Johann Heinrich Bräutigam

Melodie: Wie schön leuchtet der Morgenstern

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Schwarzburgisches Sion

oder Schwarzburgs geistliche Liederdichter in biographischen Skizzen nebst einer Auswahl ihrer Lieder

Druck der fürstl. priv. Hofbuchdruckerei

Rudolstadt, 1857

Thema: Kirchen-Jahresanfang oder Neujahr

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Johann Heinrich Bräutigam (* 23. November 1811 in Oberrottenbach, Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt; † unbekannt) war ein Lieddichter evangelisch-lutherischer Konfession. Bräutigam wurde als Sohn eines Bauern geboren und bewies schon zur Zeit seiner Schulzeit in der örtlichen Dorfschule ein aufgewecktes Wesen. Er war in der Lage, seinem Vater nach dem Kirchbesuch die Predigten des Pfarrers und ihre zentralen Aussagen wiederzugeben, wenn dieser wegen eines körperlichen Leidens am Kirchgang gehindert gewesen war. Nach der Ableistung seines Militärdienstes heiratete, gründete eine Familie und lebte als Landwirt in seiner Heimatgemeinde. Seine geistlichen Interessen bewies er, als er begann, Lieder zu schreiben, von denen eines in die 1857 in Rudolstadt aufgelegte Liedsammlung 'Schwarzburgisches Sion' aufgenommen wurde.

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Photo: Baum an der Sylter Straße in Wiesbaden-Dotzheim, OT Sauerland

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Wie dass du doch, o sündlichs Herz

 

1.) Wie dass du doch, o sündlichs Herz,

So wohlgemut kannst leben?

Empfindest du denn keinen Schmerz,

Wirst nicht mit Angst umgeben?

Ist denn die Furcht so ganz von hier,

Dass du nicht eins erwägst bei dir,

Was du dir hast erworben?

 

2.) Beschau dein Leben, das du führst,

Beschau all deine Wege:

Beschau, ob du dich so regierst,

Zu wandeln Gottes Stege?

Ist wohl dein Tun also gekehrt,

Wie es der Herr, dein Gott, begehrt?

Hast du ihn wohl geliebet?

 

3.) Ach, du hast nie an ihn gedacht,

Du folgst ja deinem Willen.

Was dir gefällt, wird gleich vollbracht,

Die Sünden zu erfüllen

Ist nur dein Will', was der verspricht,

Wird gleich von dir zu Werk gericht,

Dem folgest du ohn' Maßen.

 

4.) Du denkest nie an deinen Gott,

Wie es von dir begehret,

Stößt dann zur Hand dir Kreuz und Not,

So ist dein Herz gekehret

Den Augenblick zwar himmelan,

Doch ziehn dich nach der Erdenbahn

Bald wieder deine Sünden.

 

5.) Mit kalten Lippen dienst du Gott,

Weist nicht, was dein Mund saget:

Die Andacht ist dir nur ein Spott,

Die Sünde dir behaget.

Die Lust der Welt schwebt dir so vor,

Dass du nicht kannst die Seel' empor

Zu deinem Schöpfer richten.

 

6.) Hingegen dienest du der Welt

Mit heiß-ergebnem Herzen,

Und was derselben wohl gefällt,

Willst du niemals verscherzen.

Du richtest aus mit höchstem Fleiß

Des Satans Willen und Geheiß,

Der dich so ganz besessen.

 

7.) Kommt dir zuweilen denn schon ein

Die Reu' ob deinen Sünden,

Und wolltest gern befreiet sein,

Will Bess'rung sich nicht finden,

Da ist kein rechter Vorsatz nicht,

Dein Sinn bleibt vor wie nach gericht',

Die Sünde zu verüben.

 

8.) Dein' Andacht währet gar nicht lang,

Du lässest sie bald schießen.

Bei Gottesfurcht wird dir zu bang,

Du musst der Welt genießen.

Es kommt dir gar zu leichtlich an,

Zu gehen auf der Wollustbahn

Von Gottes Weg zu weichen.

 

9.) Deswegen trau'r du sichres Herz,

Wach auf von deinen Sünden,

Empfinde wahre Reu' und Schmerz,

So wird sich Gott auch finden.

Bitt' ihn, der dir so manches Mal

Erließ die Sünden ohne Zahl,

Dass er auch nun verzeihe.

 

10.) Er hat sich gütig oft erzeigt,

Dir deine Schuld vergeben,

Wenn du zu ihm dein Herz geneigt,

Und frömmer wollen leben.

Er tat dir gleich den Himmel auf

Wenn du, und zwar im schwachen Lauf,

Verzeihung kamst zu suchen.

 

11.) Also wird er sich auch jetzund

Nöch gütig lassen finden:

Wenn nur dein Herz ist wie der Mund,

Und lassen will von Sünden.

Bedau'r mit Tränen deine Schuld,

So wird des Höchsten Vaters Huld

Mit Gnade dir erscheinen.

 

12.) Bekehre dich zu deinem Gott,

So wird sich Gott auch kehren

Zu dir in deiner letzten Not,

Dir deine Bitt' gewähren.

Doch diesen Vorsatz hab dabei,

Hinfort von Sünd' zu leben frei,

Und deinem Gott zu dienen.

 

13.) Sag allen deinen Lüsten ab,

Sag ab all deinen Sünden,

Dein sündlichs Herz nur bald vergrab,

Willst du ein reines finden,

Sag zu, du wollest Gott allein

Hier deine Freude lassen sein,

Und ihn alleine lieben.

 

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Autor: Anton Ulrich von Braunschweig

Melodie: Aus tiefer Not schrei ich zu dir

oder: Such, wer da will ein ander Ziel

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Neu eingerichtetes [evangelisches]

Sachsen-Weimar-Eisenach-Jenaisches-Gesangbuch

Herausgegeben von Johann Georg Weber

Verlag Siegmund Heinrich, priv. Buchhändler

Weimar, 1755

Liednummer 353

Thema: Buß- und Bettag

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Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (* 4. Oktober 1633 in Hitzacker; † 27. März 1714 in Salzdahlum bei Wolfenbüttel) war Herzog zu Braunschweig und Lüneburg und Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel aus dem Haus der Welfen. Er war der Sohn des Herzogs August von Wolfenbüttel und jüngerer Bruder des Herzogs Rudolf August. Er interessierte sich schon früh für die Wissenschaften, Theologie und Dichtkunst und gehörte zu den gelehrtesten Fürsten seiner Zeit. Er studierte ab dem Jahr 1650 in Helmstädt und bereiste Deutschland, Holland, Frankreich und Italien. Er vermählte sich 1656 mit Elisabeth Juliane, der Tochter des Herzogs Friedrich von Holstein-Norberg. Als nach des Vaters Tode 1666 sein Bruder Rudolf August Herzog wurde, ernannte ihn dieser zum Statthalter und nahm ihn, da er selbst keine männlichen Nachkommen hatte, mit Bewilligung der Landstände 1685 zum Mitregenten an. Nachdem sein Bruder im Jahr 1704 verstorben war, trat Anton Ulrich allein die Regierung der Braunschweig-Wolfenbüttelschen Lande an. Als Greis von 77 Jahren trat er aus politischen Gründen zur katholischen Kirche über, was allerdings keinen Einfluss auf seinen Untertanen und sein Land hatte und ließ sich am Totenbett wieder von evangelischen Pfarrern Trost zusprechen. Er ist sowohl als Kirchenliederdichter als auch durch seine Romane bekannt geworden; seine Lieder erschienen 1667 in Nürnberg in der Sammlung 'Christfürstlichen Davids Harpffenspiel'.

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Photo: Wiesbaden-Dotzheim, Stegerwaldstraße

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Ist meine Wallfahrt nun vollbracht

 

1.) Ist meine Wallfahrt nun vollbracht

In diesen Lebenswegen?

Mein Sarg und Grab ist ausgemacht,

Darin will ich ablegen,

Was mir noch Sterbliches anklebt,

Und mich bisher beschweret,

Mein Geist hat gnug darin geschwebt,

Wird nun der Ruh' gewähret.

 

2.) Legt euch nun hin, mein Fleisch und Bein,

Der Zoll und Sold der Sünden

Muss doch einmal erleget sein,

Der Tod wird ihn wohl finden.

Ihr müsst hier zwar mit Haut und Haar

Vermodern und verwesen.

Doch wird euch Gott ganz hell und klar,

Auf's neu zusammenlesen.

 

3.) Das Weizenkorn bricht nicht herfür,

Es sei denn vor erstorben.

So meine Glieder seid auch ihr

Zwar tot, nicht gar verdorben,

Der Herr wird euch aus eurer Gruft

Bald wieder lassen blühen,

Und unverweslich durch die Luft

Zu eurer Seele ziehen.

 

4.) Mein Geist, nun hält dich nichts mehr an,

Fahr hin in diesem Kleide,

Das dir dein Jesus angetan

Von seiner Unschuldsseide.

Fahr hin, sein Blut beträufelt dich,

Und mischt sich in dein Weinen,

Fahr hin, so kannst du würdiglich

Vor Gottes Thron erscheinen.

 

5.) Nun wohl und selig, denn dich nu

Die Engel Gottes leiten,

Du wirst bald in die süße Ruh'

Der Auserwählten schreiten.

Fang immer an, ich höre schon

Ein dreifach 'Heilig' klingen,

Stimm ein, da ist der Lebens-Thron,

Gott Lob und Dank zu singen.

 

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Autor: Georg Sigismund Vorberg

Melodie: Was Gott will, das g'scheh allzeit

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Johann Anastatasii Freylinghausen

Geistreiches Gesang=Buch.

den Kern alter und neuer Lieder in sich haltend

Herausgegeben von Gotthilf August Francke

gedruckt in Halle, 1741

Im Verlag des Waisenhauses

Liednummer 1389

Thema: Tod und Ewigkeit

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Georg Sigismund Vorberg (* 27. Januar 1624 in Bautzen/Sachsen, + 5. Dezember 1669) war Jurist, Staatsbeamter und evangelisch-lutherischer Kirchenlieddichter. Er studierte in Wittenberg und Straßburg. Von seinem weiteren Leben nach derzeitiger Quelllage überliefert, dass er um 1652 Notar in Bautzen und ab 1660 Stadtkämmerer in seiner Heimatstadt war. Die ab 1904 in Gütersloh von Albert Fischer herausgegebene Sammlung 'Das deutsche Kirchenlied' enthält zwei Lieder von ihm. Sein Abendmahlslied 'Ich Erde, was erkühn ich mich' mit 26 Versen versah Johannes Crüger in einer Ausgabe seiner Liedersammlung 'Praxis pietatis melica' mit einer Melodie. Auch in das Straßbuger Gesangbuch von 1717 und in Freylinghausens Geistreiches Gesang-Buch von 1741 wurden Lieder von ihm aufgenommen.

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Georg Sigismund Vorbergs Lieder/ Hymns

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Glaube, Kampf und Rechtfertigung

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O Jesu, sieh dein armes Kind

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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned

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Also hat Gott die Welt geliebt, dass er ihr seinen Jesum gibt

Ich Erde, was erkühn ich mich

Ist meine Wallfahrt nun vollbracht

Photo: Sylter Straße in Wiesbaden-Dotzheim, OT Sauerland

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Der Sommer ist entwichen

 

1.) Der Sommer ist entwichen

Mit seiner Flammenhitz,

Der Herbst heran geschlichen

Und herrschet nun der Schütz. (a)

Der treibt die trüben Wind'

Und in dem Nebelregen

Beschüttet allerwegen

Die auf dem Felde sind.

 

2.) Man sammelt Kraut und Ruben,

Es giert der trübe Most.

Man suchet warme Stuben

Und lieben der Vögel Kost.

Das Feld liegt ohne Frucht,

Doch muss es Wildpret tragen,

Das man, mit schnellen Jagen

Durch Berg und Täler sucht.

 

3.) Die Müh' und Arbeit schenket,

Was sonst kein Mensch vermag.

Wohl dem, der stets gedenket

Gott nähr' ihn alle Tag.

Auf viel und manche Weis,

Wenn wir Gott nicht vergessen

Und das Brot wollen essen

In unsrer Arbeit Schweiß.

 

4.) Indem die Blätter falben, (b)

Verschwindt der Bäume Zier,

Es wandern fort die Schwalben,

Der Winter bricht herfür.

Man sucht das warme Kleid

Und pfleget Holz zu spalten,

Dadurch wir uns erhalten

Im Frost und kalter Zeit.

 

5.) Mein Gott, der du uns liebest

Und segnest dieses Jahr.

Der du uns reichlich gibest,

Was uns vonnöten war.

Wir danken deiner Gnad!

Du wollest uns bewahren,

Dass wir kein Leid erfahren.

Dich lob, was Atem hat!

 

(a) das Sternzeichen des Schütze

(b) sich entfärben

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Autor: Johann Michael Dilherr

Melodie: Von Gott will ich nicht lassen

oder: Aus meines Herzens Grunde

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Der Text wurde von mir behutsam in

Strophenform übertragen und

für diese Veröffentlichung eingerichtet

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Christliche Betrachtungen Deß

Gläntzen Himmels flüchtigen

Zeit- und nichtigen Weltlauffe

von Johann Michael Dilherrn

In Verlegung Johann Andreae Endters

und Wolfgang des Jüngern, sel. Erben

Nürnberg, 1670

Thema: Herbstlied

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Johann Michael Dilherr (* 14. Oktober 1604 in Themar/Grafschaft Henneberg, heute Landkreis Hildburghausen in Thüringen; † 8. April 1669 in Nürnberg) war ein evangelischer Theologe, Philologe und Kirchenlieddichter in Jena und Nürnberg.

Ab 1623 studierte er an den Universitäten Jena, Leipzig, Wittenberg und Altdorf bei Nürnberg. Zu dieser Zeit nahm er auch eine Stelle als Hofmeister adliger Studenten an. 1630 erfolgte die Promotion zum Doktor der Theologie in Jena, wo er ab 1631 als Professor für Beredsamkeit und ab 1634 als Professor für Geschichte und Poesie wirkte. 1640 wurde ihm das Amt eines außerordentlichen Professors für Theologie in Jena übertragen. 1642 wurde er vom Rat der Stadt Nürnberg auf das Pfarramt an der Kirche zu St. Lorenz berufen. Zugleich sollte er als Aufseher das Schulwesen reformieren. 1644 heiratete er die Witwe Anna Maria Deschauer, die 1664 verstarb. 1646 übernahm er das Predigeramt an der Sebalduskirche in Nürnberg. Dilherr wirkte auch als Nürnberger Stadtbibliothekar. In Paul Pressels Sammlung 'Die geistliche Dichtung von Luther bis Klopstock', verlegt 1863 in Stuttgart, sind sechs Lieder von Dilherr enthalten.

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Dilherrs Lieder/ Hymns

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Bittgesänge, Gotteslob und -dank

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Nun laßt uns Gottes Güte

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Buß- und Bettag

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Vor Gricht, Herr Jesu, steh ich hie

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Frühlingslied

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Wir sollen uns erfreuen

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Gottes Reich und Eigenschaften

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Auf, auf, mein Herz, mein ganzer Sinn

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Morgenlied

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Ermuntre dich, Herz, Mut und Sinn

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Passion

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O Gott, mein Gott, Herr Zebaoth

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Sünde, Buße und Umkehr

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O Mensch, der Herr Jesus weint

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Tod und Ewigkeit

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Gehab dich wohl, du schnöde Welt

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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned

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Beweinet mich doch nicht so sehr

Das Aug der Welt ist dieser Zeit

Der Sommer ist entwichen

Der Sonnen Lauf belangt die Waage

Die helle Sonn am höchsten steht

Die Sonn ist aufgegangen

Endlich muss die Wahrheit siegen

Es muss numehr der Sonnenstrahl

Hör, liebe Seel, dir ruft der Herr, da sollst du Achtung geben

Ich hab mein Sach Gott heimgestellt, der machs

Ihr hohen Berg, ihr lehret mich

Jauchzet, ihr Winzer

Lasst uns mit süßen Weisen die Güte

Mein lieber Christ, was rechnest du

Mein Sach hab ich Gott heimgestellt

Nichts Guts an mir ich finden kann

Nun der güldne Sonnenwagen

Nun der Winter ist vergangen

Nun die Sonnenstrahlen weichen

O du betrübte Seele mein, stell doch einmal

Obgleich der Sonnenschein dahin

Warum soll ich bekümmert sein

Wir leben in der neuen Zeit

Wir Menschen sind lebendig tot

The word autumn comes from the ancient Etruscan root autu- and has within it connotations of the passing of the year.[9] It was borrowed by the neighbouring Romans, and became the Latin word autumnus. After the Roman era the word continued to be used as the Old French word autompne (automne in modern French), and was later normalised to the original Latin. In the Medieval period there are rare examples of its use as early as the 12th century, but by the 16th century it was in common use.

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Before the 16th century, harvest was the term usually used to refer to the season, as it is common in other West Germanic languages to this day However, as more people gradually moved from working the land to living in towns, the word harvest lost its reference to the time of year and came to refer only to the actual activity of reaping, and autumn, as well as fall, began to replace it as a reference to the season.

 

The alternative word fall for the season traces its origins to old Germanic languages. The exact derivation is unclear, with the Old English fiæll or feallan and the Old Norse fall all being possible candidates. However, these words all have the meaning "to fall from a height" and are clearly derived either from a common root or from each other. The term came to denote the season in 16th century England, a contraction of Middle English expressions like "fall of the leaf" and "fall of the year".

 

During the 17th century, English emigration to the British colonies in North America was at its peak, and the new settlers took the English language with them. While the term fall gradually became obsolete in Britain, it became the more common term in North America.

 

Shropshire Union Canal

23rd September 2014

Photo: Weinberg in Wiesbaden-Dotzheim mit Blick auf das Gebiet von Wiesbaden-Frauenstein

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Dem Ziele zu, es naht die Stunde

 

1.) Dem Ziele zu, es naht die Stunde

Wann wir dich sehn, dem wir geglaubt.

O sel'ges Wort, gewisse Kunde,

Dass nichts aus deiner Hand uns raubt!

Ob Sonnenschein, ob Sturmeswehn:

Bald werden wir Dich droben sehn.

 

2.) Bis hin zum Ziel - du hast's versprochen -

Willst du, o Jesu, bei uns sein.

Nie hast du je Dein Wort gebrochen:

Du bleibst bei uns, denn wir sind dein.

Ja, du wirst immer mit uns gehn,

Bis wir dich, Jesu, droben sehn.

 

3.) Bis hin zum Ziel: Der Erde Leiden,

Sie sind nicht wert der Herrlichkeit,

Die an uns wird in ew'gen Freuden

Dort offenbar nach kurzer Zeit.

Schnell wird die Nacht vorübergehn:

Der Morgen naht, da wir dich sehn.

 

4.) Bis hin zum Ziel, die Meilen schwinden,

Der Glaube siegt in Kampf und Streit.

In dir ist Kraft zum Überwinden,

Du trägst durch jede Schwierigkeit.

So lass in deiner Kraft uns gehn,

Bis wir dich, Jesus, ewig sehn.

 

5.) Dem Ziele zu! Im Friedenshafen

Läuft bald das Schiff droben ein.

Ob Du, Herr, kommst, ob wir entschlafen,

Wir werden jubelnd bei dir sein.

Wir werden dankend vor dir stehn,

Wir werden dich verherrlicht sehn.

 

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Autor: Georg von Viebahn

Melodie: Mir ist Erbarmung wiederfahren

oder: Wer nur den lieben Gott lässt walten

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Gemeinde-Psalter

Vierstimmige Ausgabe

6.-9. Tausend

Bundes-Verlag

Witten/Ruhr, 1938

Liednummer 717

Thema: Tod und Ewigkeit

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Gegenstand: Psalm Nr. 16

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Georg von Viebahn, genannt II. (der Zweite oder der Jüngere) (* 10. März 1888 in Engers am Rhein/Rheinprovinz (Preußen); † 7. Dezember 1915) war ein deutscher Landwirt und Lieddichter. Sein vollständiger Name lautete Wilhelm Heinrich Johann Georg von Viebahn und er wurde als Sohn des Generalleutnants Georg von Viebahn (1840-1915) geboren, der eine führende Stellung in der evangelischen Gemeinschaftsbewegung eingenommen hatte und dessen Bruder General Rudolf von Viebahn einer der Gründer der evangelischen Berneuchener Bewegung war. Georg von Viebahn II. war Landwirt auf Gut Rotenmoor in Mecklenburg und fiel im Ersten Weltkrieg als Artellerie-Abteilungs-Adjutant bei Somme-Py in der Champagne. Von seinen geistlichen Liedern ist eines überregional bekannt geworden; es ist ein Ewigkeitslied mit fünf Strophen und heißt 'Dem Ziele zu, es naht die Stunde'.

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Bild: Baum an der Sylter Straße in Wiesbaden-Dotzheim, OT Sauerland

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Mein Herz ist im Himmel, mein Herz ist nicht hier

 

1.) Mein Herz ist im Himmel, mein Herz ist nicht hier,

Mein Herz ist im Himmel, o Jesu, bei Dir!

Da droben verweil ich mit Herz und mit Sinn,

Und himmelwärts eil ich, wo immer ich bin.

Mein Herz ist im Himmel, mein Herz ist nicht hier,

|: Mein Herz ist im Himmel, o Jesu, bei Dir! :|

 

2.) Auf dornigem Pfade durchwall ich allhier

Die grausige Wüste, oft sinkend ins Knie,

Um einsam zu beten, mein Jesu, zu Dir.

Mein Herz ist im Himmel, mein Herz ist nicht hier!

Mein Herz ist im Himmel, mein Herz ist nicht hier,

|: Mein Herz ist im Himmel, o Jesu, bei Dir! :|

 

3.) Das Sehnen der Seele, das heimliche Weh,

Die Augen voll Tränen, gerichtet zur Höh,

Sie reden verständlich dem Heiland und mir:

Mein Herz ist im Himmel, mein Herz ist nicht hier!

Mein Herz ist im Himmel, mein Herz ist nicht hier,

|: Mein Herz ist im Himmel, o Jesu, bei Dir! :|

 

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Autor: Hermann Windolf

Melodie: eigene Melodie

Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung

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Friedrich Wilhelm Herman Windolf (* 8. Mai 1846 in Grünenplan/ Königreich Hannover; † 12. Februar 1922 in Queensland/Australien) war eine bedeutende Persönlichkeit der evangelisch-baptistischen Bewegung in Deutschland. Windolf hatte 1865 in Hamburg einen Missionskurs absolviert, war dort als Hafenmissionar tätig und anschließend in den Gemeinden Salzgitter, Holzminden, Herford und Einbeck tätig. Ab dem Jahr 1870 wirkte er in Braunschweig und wanderte im Jahr 1877 nach Australien aus, wo er Gemeinden in Marburg und Engelsburg in Queensland betreute. Er war als Schriftsteller tätig und verfasste geistliche Lieder für den Gottesdienst, die in mehreren Sammlungen erschienen. Darüber hinaus gab er die Predigten des Gründers der deutschen Baptistengemeinden Johann Gerhard Oncken (1800-1884) heraus. Im sog. Gemeinde-Psalter aus dem Jahr 1930, dem offiziellen Gesangbuch der Freien evangelischen Gemeinden, steht ein von Windolf verfasstes geistliches Lied.

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Photo: Herbstlandschaft bei Schloss Freudenberg, Wiesbaden-Dotzheim

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Prediget mit Freuden

 

1.) Prediget mit Freuden

Und von Jahr zu Jahr

Von des Heilands Leiden,

Ja, nur dies - fürwahr!

Denn das Werk, das e i n e,

Das den Vater ehrt,

Ist's, wenn die Gemeine

Seinen S o h n verehrt.

 

2.) Ach, Er liebt so herzlich,

Ohne dass man Ihn

Eben lang und schmerzlich

Müsste drum bemühn. -

J e d e s Kind der Sünde,

Wenn Er wird gewahr,

Dass sich's s e i n e m Kinde

Hingibt ganz und gar.

 

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Autor: Nikolaus Ludwig von Zinzendorf

Melodie: ohne Angaben

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gefunden in:

Geistliche Gedichte des

[Nikolaus Ludwig] Grafen von Zinzendorf

gesammelt und gesichtet von Albert Knapp

J.G. Cotta'scher Verlag

Stuttgart und Tübingen, 1845

Thema: Kirchen-Jahresende oder Jahresende

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Reichsgraf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf und Pottendorf, (* 26. Mai 1700 in Dresden/Kurfürstentum Sachsen; † 9. Mai 1760 in Herrnhut) war ein lutherisch-pietistischer Theologe und Lieddichter. Zinzendorf war der Sohn von Georg Ludwig Reichsgraf von Zinzendorf und Pottendorf (1662–1700) und Charlotte Justine von Gersdorff (1675–1763). Der berühmte evangelische Theologe Philipp Jacob Spener (1635-1705) war sein Taufpate. Zinzendorfs Vater verstarb früh; worauf der Sohn in Großhennersdorf in der Oberlausitz bei seiner frommen Großmutter, Henriette Katharina von Gersdorff (1648-1726), lebte. Er besuchte in den Jahren zwischen 1710 und 1715 das Pädagogium der Franckeschen Stiftungen in Halle, wo seine Neigung zum Pietismus verstärkt wurde. Zinzendorf immatrikulierte sich im Jahr 1716 an der Universität in Wittenberg, um Rechtswissenschaften zu studieren und unternahm von 1719 bis 1720 Bildungsreisen in die Niederlande und nach Frankreich. Von 1721 bis 1732 war er Hof- und Justizrat in Diensten Friedrich August I. von Sachsen (1670-1733) in Dresden, heiratete 1722 Erdmuthe Dorothea Gräfin Reuß-Ebersdorf (1700-1756) und übernahm 1722 von seiner Großmutter das Rittergut Mittelberthelsdorf am Hutberg in der Oberlausitz, das er für Glaubensflüchtlinge aus Mähren, Nachkommen der böhmisch-mährischen Brüder, öffnete. Diese gründeten die unterhalb des Hutbergs gelegene Siedlung Herrnhut, aus der die kirchlich eigenständige Brüdergemeine erwuchs. Seit 1731 wurden dort die bis heute in Buchform jährlich veröffentlichten 'Herrnhuter Losungen' herausgegeben, wobei die ermittelten Bibelverse ausgelost werden und als Leitgedanken für jeden Tag dienen. 1731 brachte Zinzendorf einen westindischen Sklaven von Kopenhagen nach Herrnhut. Dessen Berichte von St. Thomas motivierten die Gemeinde zur Missionsarbeit, die ab 1732 in Amerika und Afrika Menschen zum christlichen Glauben führte. Im Jahr 1734 erfuhr Zinzendorf die Ehre, als lutherischer Theologe ordiniert zu werden; bereits zwei Jahre später aber wurde er aus Sachsen verbannt, worauf er in die Wetterau in Hessen ging und dort die Gemeinden Marienborn, Burg Ronneburg und Herrnhaag gründete. 1737 wurde Zinzendorf durch den reformierten Hofprediger Daniel Ernst Jablonski, der zugleich Bischof der polnischen Brüder-Unität war, in Berlin zum Brüderbischof ordiniert. In den folgenden Jahren unternahm Zinzendorf Reisen als Prediger in die Ostseeprovinzen, nach England, Nordamerika, auf die Westindischen Inseln und Saint Thomas. Als ihm 1747 die Rückkehr nach Sachsen gestattet wurde, gelang es ihm, für die Herrnhuter Brüdergemeine die Freiheit der Verkündigung und die Tolerierung als Gemeinde zu erreichen und integrierte sie im Gegenzug in die lutherische sächsische Landeskirche. Von 1750 an lebte Zinzendorf meistens in London, ab 1755 in Berthelsdorf. Nach dem Tod seiner Frau Erdmuthe Dorothea, heiratete Zinzendorf einige Zeit später seine enge Mitarbeiterin Anna Nitschmann (1715-1760). Zinzendorf ist der Autor von annähernd 2000 geistlichen Liedern, von denen über 800 in die Gesangbücher der Brüdergemeine, aber auch in die der Landeskirchen aufgenommen wurden. Im Evangelischen Gesangbuch (EG) von 1993 stehen fünf seiner Lieder; das bekannteste ist das Christuslied 'Jesu, geh voran auf der Lebensbahn'. Das sog. 'Kleine Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeine' aus dem Jahr 1870 enthält 301 Lieder von Zinzendorf, die er gänzlich verfasst oder zu denen er einzelne Strophen beigetragen hat. Eine Sammlung seiner geistlichen Lieder erschien im Jahr 1845 in Stuttgart und Tübingen.

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Photo: Weinberg bei Wiesbaden-Dotzheim, oberhalb Frauenstein

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Herr, unser Meister, lehr uns glauben

 

- Missionslied -

 

1.) Herr, unser Meister, lehr uns glauben,

Dass wir auf dich gegründet bleiben.

Und pflanz in dich, als Weinstock, ein,

Was jetzt noch wilde Zweige sein.

 

2.) Kein Volk noch Sprach' ist zu geringe

Dir, Gott und Schöpfer aller Dinge,

Und deine treue Gnadenhand

Ist über alles ausgespannt.

 

3.) Drum hoffen wir von Grund der Seelen

Noch deine Treue zu erzählen

In manchem fernen Erdenteil.

Denn du bist auch der Heiden Heil.

 

4.) Wer weiß, in welcher Wüst' und rauen

Weltgegend, die man sonst mit Grauen

Für Fleisch und Blut pflegt anzusehn,

In kurzem deine Hütten stehn.

 

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Autor: Matthäus Stach

Melodie: Hier legt mein Sinn vor dir sich nieder

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Kleines Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeinde

Im Verlag der Buchhandlung der evangelischen Brüder-Unität

bei C.H. Pemsel, Gnadau, 1870

Liednummer 979

Thema: Nachfolge, Kirche und Mission

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Matthäus Stach, (*4. März 1711 in Mankendorf in Mähren, † 21. Dezember 1787), war erster Missionar der Brüder-Gemeine in Grönland und Herrnhuter Liederdichter. Er wurde als Sohn eines Mannes geboren, der unter dem Druck der Gegenreformation heimlich evangelisch blieb und seine Kinder versteckte musste, um sie nicht in die katholische Schule und Kirche schicken zu müssen. Stach ging 1728 nach Herrnhut in Sachsen, wo Nikolaus Ludwig von Zinzendorf eine christliche Brüdergemeinde auch für mährische Glaubensflüchtlinge eingerichtet hatte.

Dort verdingte er sich als Hausknecht im Waisenhause und verdiente dann durch Wollspinnen seinen täglichen Unterhalt. Er kehrte 1730 mit seinem Vetter Christian Stach kurz nach Mankendorf zurück, um Verwandte heimlich nach Herrnhut zu bringen. Im Januar 1733 ging Stach mit einigen Brüdern als Missionar nach Grönland. Sie wandten sich zuerst nach Kopenhagen, wo sie beim König freundliche Aufnahme und Unterstützung fanden. In Grönland angekommen, half ihnen der dort lebende dänische Missionar Hans Egede die grönländische und die dänische Sprache zu erlernen. Die ersten Jahre waren geprägt von Krankheit, Hungersnot, Widerstand der Grönländer und es bedurfte eines großen Glaubensmutes, bis nach sieben Jahren die ersten Grönländer getauft werden konnte. 1740 kehrte Stach kurz nach Deutschland zurück, um an einer Synode in Marienborn mitzuwirken. 1741 heiratete er Rosina Stach in Herrenhaag und wurde im Dezember zum Presbyter der Brüderkirche ordiniert. Er kehrte er im Juli 1742 nach Grönland zurück, wo er und seine Mitstreiter weitere Missionserfolge erzielten, so dass sie am 1747 auf der Station Neu-Herrnhut den Grundstein zur ersten evangelischen Kirche legen und sie noch im selben Jahr in Anwesenheit von ungefähr 300 bekehrten Grönländern einweihen konnte. Hierauf unternahm Stach eine Reise nach Europa und Nordamerika, diesmal außer von seiner Frau auch von fünf Grönländern begleitet. 1751 wurde Stach von Grönland abberufen, um als Missionar zu den Eskimos nach Labrador zu gehen, an die sich Visitationsarbeiten anschlossen. Er verfasste eine grönländische Grammatik und ein Wörterbuch für andere Missionare. 1771 legte er seine Ämter nieder und übersiedelte mit seiner Frau nach Nord-Carolina, wo er in Bethabara als Lehrer den Rest seines Lebens verbrachte, um im 77. Lebensjahr, angesehen und verehrt von seinen Brüdern, zu sterben. Stach verfasste auch geistliche Lieder, deren Gegenstand oft auf persönliche Erlebnisse zurückgeht; mehrere Lieder wurden in das 'Kleine Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeine' aufgenommen, zu anderen Liedern hat er einzelne Strophen beigesteuert.

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Stachs Lieder/ Hymns

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Das Heil aus deinem Tod, o du mein Herr und Gott

Der Erstgeborne erscheinet in der Welt

Der Freund der armen Sünder erquicket

Du für mich verwundtes Haupt

Es lebet Gottes Lamm, das sich für unser leben

Gottes Wort ist klar, dass der ganze Schar

Herr, unser Meister, lehr uns glauben

O die Liebe Jesu ist etwas Überschwängliches

Photo: Bäume an der Sylter Straße in Wiesbaden-Dotzheim, OT Sauerland

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Herr Jesu Christ, das Jahr wird neu

 

1.) Herr Jesu Christ, das Jahr wird neu,

Neu' Glück, neu' Gnade mir verleih,

Ein neues Leb'n daneben,

Lass dies' Jahr mein recht' Glücksjahr sein,

Dass ich mein Tun im Namen dein

Fein christlich mag anheben.

All' Stund'

Mein Mund

Und Gedanken

Ohne Wanken,

Auch die Seele,

Dir ich jetzt aufs neu befehle.

 

2.) In deinem Nam'n lass mich aufstehn,

In deinem Nam'n zu Bette gehn,

Ohn' dich lass mich nichts schaffen,

Dass all mein Tun sei wohl getan

Und ich des Nachts mein Ruh' mög' han,

Fein sanft und süße schlafen.

Mein Werk,

Herr, stärk',

Aus- und Eingang,

All mein Anfang,

Seg'n das Ende,

Dass ich's allzeit wohl vollende.

 

3.) In deinem Nam'n lass sein bereit

Mein' Händ' zu beten allezeit,

Das Herz empor sich schwinge,

Ein Segen bald den andern ruf,

Ein' Wohltat auf die andre hoff',

Und ich mit Dank dir singe.

Sprich du

Hierzu

Durch dein Namen

Selber Amen,

So wird kommen,

Was mir dient zu Nutz' und Frommen. (a)

 

4.) Wenn's Zeit ist, hin zum Tisch zu gehn

Und davon wieder aufzustehn,

Lass mich's tun in dein'm Namen,

Damit die Speis' mir wohl gedeih,

Dein Segen allzeit dabei sei,

Auch Leib und Seel' beisammen,

Reichlich

Durch dich

Werd' erquicket,

Fein geschmücket

In dem Leben,

Bis du's dort wirst besser geben.

 

5.) Lass dies Jahr sein in Gnadenjahr,

Dass mir Erbarmung widerfahr,

Wenn ich mein' Sünd' bereue.

Du bist der rechte Gnadenthron,

O Jesu, wahrer Gottessohn,

Aus Gnad' mir kannst verzeihen,

Heil mich,

Weil ich

Krank von Sünden,

Lass mich finden

Huld und Gnade,

Dass mir meine Sünd' nicht schade.

 

6.) Sei mein Jesus im Leben mein,

Mein Jesus im Sterbstündelein,

Mein Heiland und Fürsprecher,

Mein Jesus an dem Jüngsten Tag,

Wenn mich der Satan will anklag'n,

Gar scharf wie ein Bluträcher.

Begleit

Bei Zeit,

Mich zur Freude

Nach dem Leide,

Zu dein'm Throne,

Setz mir auf die Ehrenkrone.

 

7.) Dass ich im großen Jubeljahr

Mit der heiligen Engelschar

Ohn' Unterlass dich ehre.

Und seh dein lieblich Angesicht

Mit unverwandtem Augenlicht,

Dein' Ruhm und Lob vermehre,

Ei nu,

Jesu,

Komm behände,

Mach's ein Ende

Mit dem Leben,

Lass uns ewig vor dir schweben!

 

(a) Frommen ist ein anderes älteres Wort für Nutzen

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Autor: Johannes Niedling

Melodie: Wie schön leuchtet der Morgenstern

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Geistreiches Gesang-Buch oder

Alter und Neuer auserlesener Liederschatz

von Kaspar Neumann

Verlag von Johann Carl Drachstedt

Budissin (Bautzen), 1778

Liednummer 223

Thema: Kirchen-Jahresanfang oder Neujahr

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Johannes Niedling (* 1602 in Sangerhausen/Kurfürstentum Sachsen; † 14. Februar 1668 in Altenburg) war Lehrer und ein evangelisch-lutherischer Lieddichter. Niedling arbeitete ab 1626 als Lehrer an einem Altenburger Gymnasium. Er veröffentlichte 1635 am Verlagsort Leipzig ein Gesangbuch unter dem Titel 'Bußpsalmen, Chorlieder und Lobgesänge', das eigene und fremde geistliche Lieder enthält. Seine Lieder aus dieser Sammlung fanden teils weite Verbreitung. Das von dem Pfarrer und Hymnologen Albert Friedrich Wilhelm Fischer (1829-1896) initiierte und nach seinem Tod ab 1904 in Gütersloh von Wilhelm Christian Ludwig Tümpel (1855-1915) herausgegebene mehrbändige Werk 'Das deutsche evangelische Kirchenlied' enthält 17 Lieder von Niedling. Sein Pfingstlied 'O Heiliger Geist, o heiliger Gott, du Tröster wert' steht im Evangelischen Gesangbuch (EG) aus dem Jahr 1993 unter Nummer 131.

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57. Spinnen-netz mit gefrorenen Tautropfen - Rauhreif. Spinnennetz im Gegenlicht - Dew on spider web . #MistAndFog, 58. DIE SPINNEN DIE TÜBINGER, ON EXPLORE, # 428 on Wednesday, November 13, 2013. MACRO: Spinnennetz - spider-net. #MistAndFog, 59. Sunset - ON EXPLORE - Tuesday, November 11, 2013, 60. Agfa - Anastigmat - Jgestar - JGESTAR - f:7,7 - sepia effect - "sing", 61. November Wetter: alt-rosa Rose - voll mit Regentropfen - am Morgen - wet rose - sub rosa, 62. sunset over the "Black Forest" - taken by Nokia Lumia 800; smartphone, 63. punting tour for sightseeing City, Stadt, Tubinga ,Tuebingen ,Tubingen ,Tübingen, Dibenga, Germany ,Deutschland, Baden-Wuerttemberg ,Württemberg ,"Stadt Tübingen",city, Tubinga, Tuebingen, Tübingen am Neckar, Deutschland, Tübingen, Germany, 64. Mond Moon Luna,

 

65. Trauerweide: impressive Allee - Photoart - Platanenallee Tübingen, Neckarinsel mit Boden-Nebel - Foto-shooting, 66. Eiben MAKRO am Morgen, 67. LOGO, EMBLEM, CI, Mercedes-Benz , Mercedes-Stern mit den Deutschland-Farben. Mercedesstern. EffiArt., 68. sunflower and bee, 69. Storchenschnabel in lichten Farbtönen. Wild Geranium, cranesbills., 70. Jardins du Trocadéro, Paris & La Défense, 71. WALDHAUSEN - Landscape - Herbstbeginn - Fall is coming . HERBST: herfst; autumn ; automne; Harvest; autunno; autumnus; otoño; осень; jesień: syksy, höst; hazan;, 72. 50 Pfennig - Gerda Johanna „Jo“ Werner - Durchmesser: Soll: 20,00 mm, 2,0 cm

 

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Photo: Bäume im Nebel

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Jesus, habe acht auf mich

 

1.) Jesus, habe acht auf mich,

Dass ich nicht verloren gehe!

Hab ich einst gekostet dich

Heiße Müh' und bittres Wehe, -

Wär es um so größre Pein,

Doch verloren einst zu sein.

 

2.) Lange durch ein weites Feld

Bin ich trostlos hingegangen.

Öde blieb die ganze Welt,

Ungestillet mein Verlangen.

Keiner Freude ward ich froh,

Jede kam und jede floh!

 

3.) Jesu, du gedachtest mein,

Als ich deiner nicht gedachte.

Längst verworfen würd' ich sein,

Wenn nicht dein Erbarmen wachte.

Tröstlich hat mich's angeschaut,

Dies Erbarmen preis ich laut.

 

4.) Du hast beten mich gelehrt,

Alles dir ans Herz zu legen.

Wenn ich mich zu dir gekehrt,

Kannst du freundlich mir entgegen.

War auch Schmerz und Buße da,

Dennoch warest du mir nah.

 

5.) Eingeprägt ist in mein Herz,

Dass mich nur dein Blut versühne,

Dass aus deinem Todesschmerz

Himmelslust und Leben grüne.

O, wie schwindet alle Last,

Wenn der Glaube dies umfasst! (a)

 

6.) O, wie wird das Herz so weit,

Überstromt mit sanften Freuden,

Wenn der Geist der Herrlichkeit

Ihm verkläret deine Leiden,

Wie die Gottesgabe frei

Von Gesetzeswerken sei!

 

7.) Wie du alles abgetan,

Ausgerichtet ganz alleine,

Was kein Mensch verdienen kann,

Ob er's noch so redlich meine. -

Ja, dies Evangelium

Sei mein Trost, mein höchster Ruhm!

 

8.) Herr, ich frage: Bin ich dein?

Bin ich dein von ganzer Seele?

Bin ich lauter, keusch und rein,

Während ich von dir erzähle? -

Ach, wie treibt mein falsches Herz

Oft mit Sünd' und Gnade Scherz!

 

9.) Leicht, ja mag ein lau' Gemüt

Auch um deine Wege wissen,

Wenn's auf breiter Straße zieht,

Und dein Liebesband zerrissen. -

Lass mich, Herr, ich flehe dich,

Also nicht betrügen mich!

 

10.) Leicht ja mag, verflossner Zeit

Lichts-Erfahrung uns betören,

Dass wir heut' in Sicherheit

Uns von deinem Lichte kehren. -

Lass mich, Herr, ich flehe dich,

Also nicht betrügen mich!

 

11.) Flehend neig' ich dieses Haupt,

Reuig liegt mein Geist im Staube.

Hab ich g e s t e r n dir geglaubt,

Gib, dass ich auch h e u t e glaube!

Ewig treu und ewig Dein,

Lass, Herr, meine Losung sein!

 

12.) Jesus, habe acht auf mich!

Wo ich sitze, wo ich stehe,

Will ich also flehen dich,

Schauend in die Himmelshöhe! -

Bring mich durch zum ewgen Licht!

Du vermagst's, - ich kann es nicht!

 

(a) versteht

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Autor: Albert Knapp

Melodie: Jesus, meine Zuversicht

oder: Jesus lebt, mit ihm auch ich

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Evangelischer Liederschatz für Kirche, Schule und Haus

Band 1. Zweite, umgearbeitete Ausgabe

Gesammelt und bearbeitet von Albert Knapp,

J. G. Cottascher Verlag,

Stuttgart und Tübingen, 1850

Liednummer 1383

Thema: Buß- und Bettag

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Albert Knapp (* 25. Juli 1798 in Tübingen; † 18. Juni 1864 in Stuttgart) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Dichter und Begründer des ersten Tierschutzvereins in Deutschland.

Albert Knapp war der Sohn des Hofgerichtsadvokaten und Verwaltungsbeamten Gottfried Gabriel Knapp (1764-1828) und der Henriette geb. Finckh (1775-1827). Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Alpirsbach, Rottweil und Tübingen. In Maulbronn, wo er 1814 in das evangelische Seminar eintrat, verfasste er bereits Gedichte und dramatische Texte.

1816 begann er das Studium der Evangelischen Theologie in Tübingen. Daneben interessierte er sich besonders für Geschichte, Philosophie und Poesie. Knapp war ein eifriger Burschenschafter, der 1819 am Jahrestag der Schlacht bei Waterloo eine aufrührerische Rede ('Gegen die autoritären Monarchen und für ein geeintes Deutschland') hielt.

Durch seinen Freund Ludwig Hofacker erhielt er 1820 eine Vikariatsstelle in Feuerbach bei Stuttgart. Knapp kämpfte gegen allzu einseitige pietistische Standpunkte. Weitere Stationen seiner geistlichen Laufbahn waren: Vikar in Gaisburg, Diakon in Sulz am Neckar (1825) und in Kirchheim unter Teck (1831). 1836 kam er nach Stuttgart an die Hospital- und die Stiftskirche und übernahm 1845 als Nachfolger von Gustav Schwab das Amt des Pfarrers der Leonhardskirche.

Im Dezember 1837 gründete er außerdem, inspiriert von seinem Freund und Vorbild, dem im Februar desselben Jahres verstorbenen pietistischen Pfarrer Christian Adam Dann, den ersten Tierschutzverein Deutschlands. Er entwarf ein Flugblatt, das 1838 dem Schwäbischen Merkur beigefügt wurde und zur Gründung von Ortsgruppen aufrief. Ein Vorwurf von ihm lautete, dass es noch kein öffentliches Gesetz gegen Tierquälerei gebe. Tierschutz sei ein zutiefst christliches Anliegen, wobei sich Knapp auf die Bibel im Römerbrief 8. Kapitel, Verse 18-23, berief.

Albert Knapp war dreimal verheiratet: 1828 mit Christiane von Beulwitz († 1835), 1836 mit der Witwe Emilie Osiander († 1849) und 1850 mit Minette Lerche († 1897). Er starb 1864 in Stuttgart im Alter von 65 Jahren. Sein Enkel war der Pazifist Paul Knapp.

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Photo: Baum am Veilchenweg, Wiesbaden-Dotzheim

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Nicht Tag, nicht Stunde weilen

 

1.) Nicht Tag, nicht Stunde weilen,

Schnell sehn wir sie entfliehn,

Auf Windesfittich eilen

Die Prüfungsjahre hin.

Ein Glück, das wir erlebten

In dem verflossnen Raum,

Gefahr, vor der wir bebten,

Was sind sie mehr, als Traum?

 

2.) Doch nicht dem Traumgebilde

Sein unsre Tage gleich,

Sie gab ein Gott voll Milde,

Sie sind an Folgen reich,

Indes die Flucht der Zeiten,

Des Lebens hohen Wert,

Den Wert für Ewigkeiten

Mit stillem Ernste lehrt.

 

3.) Wenn wir, mit Dank im Herzen,

Den guten Tag begehn,

Und das Gefühl der Schmerzen,

Still duldend überstehn,

Getreu der Tugend leben,

Die uns der Herr gebeut, (a)

Zu nützen eifrig streben

Die flügelschnelle Zeit,

 

4.) Mit echtem Christenmute,

Das schnöde Laster scheun,

Und wirksam für das Gute

Hier edlen Samen streun.

Den Nächsten redlich lieben

Und stets mit heiterm Sinn

Des Wohltuns Pflichten üben:

Welch herrlicher Gewinn!

 

5.) Dann mögen Zeiten eilen

Zur Ewigkeit hinab:

Mit hellem Blicke weilen

Wir einst am stillen Grab.

Denn durch des Grabes Tiefen

Strahlt Licht der Ewigkeit,

Den Guten, die da schliefen

Lohnt hohe Seligkeit.

 

(a) alte Form von 'gebietet'

 

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Autor: Johann Heinrich Keerl

Melodie: Ich dank dir lieber Herre

oder: Befiehl du deine Wege

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Sammlung geistlicher Lieder - Band 1 -

Herausgegeben von Nikolaus Joachim Guilliam Evers

Archediakonus an der Jakobi-Kirche, Hamburg

Druck und Verlag: G.F.Schniebes, E.E.Raths

Hamburg, 1817

Liednummer 1616

Thema: Kirchen-Jahresanfang oder Neujahr

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Johann Heinrich Keerl, (* 4. Februar 1759 in Klosterheidenheim/Markgraftum Brandenburg-Ansbach, † 21. Januar 1810), war Hof- und Regierungssekretär in Ansbach, später Konsistorialassessor, Appellationsgerichtsrat, Jurist, Dramatiker, Lyriker, Übersetzer, Herausgeber und evangelischer Kirchenlieddichter. Seine 40 geistlichen Lieder sind in zwei Sammlungen enthalten, die in den Jahren 1802 und 1803 am Verlagsort Ansbach gedruckt wurden.

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Projeto Templo Zu Lai

 

Gott, deiner Liebe Fülle

 

1.) Gott, deiner Liebe Fülle

Macht uns getrost und stille,

Wie steil der Weg auch ist.

Will Not uns niederbeuen

Und sich kein Ausweg zeigen -

Genug, dass Du die Liebe bist!

 

2.) Wir dürfen freudig sagen,

Dass Du in allen Lagen

Die Deinen nie vergisst.

Will uns der Feind betören,

Durch Zweifel gar uns stören -

Genug, dass Du die Liebe bist!

 

3.) Dein Lieben ohne gleichen

Wird nimmer von uns weichen,

Trotz Satans macht und List.

Wir dürfen aufwärts schauen

Und rufen voll Vertrauen:

Genug, dass Du die Liebe bist!

 

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Autor: unbekannt

Melodie: Nun ruhen alle Wälder

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Geistliche Lieder von Jean Emil Leonhardt

Privatdruck, Bad Homburg v.d. Höhe, ca. 1930

Liednummer 9

Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost

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Jean Emil Leonhardt (* 1853 in Bad Homburg vor der Höhe, † 24. August 1918) war deutscher Industrieller, Kaufmann und evangelisch-freikirchlicher Lieddichter. 1870 kam er während einer Ausbildung in England mit den 'Open Brethren' (Freigesinnten Brüdern) in Kontakt. Er schloss sich der auch nach ihrem Gründer John Darby 'Darbysten' genannten Freikirche an und begann, zurückgekehrt in seine Geburtsstadt, damit, eine eigene Sektion dieser Freikirche aufzubauen, die bis heute in Form einer evangelischen Freikirche weiter besteht. Ab 1887 sammelte er Gleichgesinnte um sich, mietete einen Saal für die Gottesdienste und die Gemeindearbeit und gründete mit Friedrich Kleemann einen Chor. Auch wirtschaftlich war Leonhardt erfolgreich: 1905 rief er eine eigene Firma, die Rex-Conservenglas-Gesellschaft, ins Leben. Im Jahr 1897 heiratete er Ida Schneider und hatte mit ihr fünf Söhne und drei Töchter. Anlässlich der 100. Wiederkehr seines Todestages veranstaltete die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde am 26. August 2018 in Bad Homburg einen Gedenk-Gottesdienst für ihren Gründer. 1930 erschien im Privatdruck eine Sammlung geistlicher Lieder, die Leonhardt für seine Freikirchengemeinde gesammelt und zum Teil selbst verfasst hatte.

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Was ist, o Himmelsfürst, der Mensch

 

Das beste Andenken

 

1.) Was ist, o Himmelsfürst, der Mensch, die Hand voll Kot

Dass du ihm unverdient so holde Liebe schenkest?

Was treibt dich, großer Gott,

Dass du so väterlich an Adams Erben denkest?

 

2.) Auf Erden ruht dein Fuß, im Himmel ist dein Thron,

Du bist der Heilige, der Starke, der Gerechte,

Der Mensch ist spröder Ton,

Befleckt, ohnmächtig, krank, ein sündliches Geschlechte.

 

3.) Doch hältst du über ihm genädig Aug' und Hand,

Es wallet gegen ihm dein brennendes Gemüte,

Dein Sohn ist selbst das Pfand

Der ungefärbten Huld, ein Zeuge deiner Güte.

 

4.) Wie aber denkt, o Gott! der schnöde Mensch an dich,

Hier ist nur Undank und Vergessenheit zu finden,

Erforsch ich selber mich,

So seh ich alle Spur der Dankbarkeit verschwinden.

 

5.) Ich denk am meisten, wie mir's zeitlich gehe wohl,

Und lasse hin und her zerstreute Sinnen wanken.

Was ich bedenken soll,

Drauf richt ich oftermals nur flüchtige Gedanken.

 

6.) Ich bin mir wenig Lieb und Treu zu dir bewusst,

Drum muss mich schwarze Reu' und bange Furcht bekränken,

Es kocht in meiner Brust

Gehäufter Sünden Schuld, betrübtes Angedenken.

 

7.) Ich leider! bin's, der dich, o Heiland, band und schlug,

Der dein geängstes Haupt mit Sündendornen ritzte,

Dir Holz zum Kreuze trug,

Und selbst für Hand und Fuß die scharfen Nägel spitzte.

 

8.) Ach Herr, gedenke nicht die Schulden junger Zeit,

Noch wie ich war bedacht das Sündenmaß zu füllen,

Denk in Barmherzigkeit

An mich und deinen Sohn, um deiner Güte willen.

 

9.) Denkst du in Gnaden mein, so bin ich wohl bedacht,

Mein Frevel aber bleibt in Ewigkeit vergessen.

Nun Erde, gute Nacht!

Ich denke nur an den, des Liebe nicht zu messen.

 

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Autor: Hans Abschatz von Assmann

Melodie: ohne Angaben

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Der Text wurde von mir behutsam, soweit

es die Strophenform und der Endreim zu-

ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen

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Blumen und Himmel-Schlüssel oder geistliche Gedichte

von Hans Abschatz von Assmann

Herausgeber: Christian Gryphius

Leipzig und Breslau, ab 1704

Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung

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Freiherr Hans Abschatz von Assmann, eigentlich Johann Erasmus Freiherr von Abschatz, Pseudonym Hans Erasmus Aßmann (* 4. Februar 1646 in Breslau; † 22. April 1699 in Liegnitz/Niederschlesien) war ein deutscher Lyriker und Übersetzer des Barocks, sowie evangelischer Kirchenlieddichter. Er gilt als bedeutender Vertreter der literarischen Zweiten Schlesischen Schule. Assmann wurde als Sohn eines Beamten im damals piastischen Herzogtum Liegnitz geboren, erkrankte mit vier Jahren an Blattern und verlor im selben Jahr den Vater, mit 13 Jahre seine Mutter. Von 1658 bis 1664 besuchte Abschatz das Gymnasium in Liegnitz und studierte anschließend in Straßburg und Leiden Rechtswissenschaften. Anschließend unternahm er eine Studienreise durch Holland, Frankreich und Italien. Nach der Rückkehr 1669 widmete er sich der Bewirtschaftung der geerbten Güter und heiratete im selben Jahr Anna, eine Tochter des Landesältesten des Fürstentums Liegnitz. Nachdem das Herzogtum Liegnitz 1675 infolge des Todes von Herzog Georg Wilhelm als erledigtes Lehen an die Krone Böhmen zurückgefallen war, wurde Abschatz 1679 Landesbestellter des Erbfürstentums Liegnitz und als Abgeordneter der Liegnitzer Stände zu den Schlesischen Fürstentagen entsandt, wo er sich hohes Ansehen erwarb, da er als standhafter und erfolgreicher Vertreter der Rechte der schlesischen Protestanten auftrat. Für seine Verdienste wurde er 1695 von Kaiser Leopold I. in den Freiherrnstand erhoben. Bei seinem Tod 1699 hinterließ er vier Söhne und zwei Töchter. Abschatz' Lieder sind in schlichtem und volkstümlichem Ton gehalten und fanden sich verstreut in Lyrikanthologien. Christian Gryphius sammelte die Gedichte und veröffentlichte sie zusammen mit einem ausführlichen Vorwort. In dieser Sammlung sind auch 59 religiöse Gedichte unter der Überschrift 'Himmelschlüssel oder Geistliche Gedichte' zu finden, die schnell Aufnahme in evangelische Gesangbücher fanden. Abschatz' Gedicht 'Betrachtung funffzig-jährigen Lebens-Lauffs' kann wegen der darin enthaltenen realistischen Schilderungen als authentische Autobiographie von großem geschichtlichen Wert gelten. Sein bekanntestes Lied ist ein Ewigkeitslied mit acht Strophen und heißt 'Nun hab ich überwunden durch Christi teures Blut'.

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Photo: 'Unter den Fichten' in Wiesbaden-Bierstadt

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Zeuch hin, mein liebes Kind

 

- Bei der Beerdigung eines Kindes -

 

1.) Zeuch (a) hin, mein liebes Kind,

Zeuch hin, mein halbes Leben,

Dieweil ich dich ja muss

Dem Schöpfer wieder geben,

Der dich gegeben mir.

Zeuch hin, du liebes Herz!

Ich aber leider, ach!

Bin einsam, voller Schmerz.

 

2.) Ich und dein Mütterlein

Sind nunmehr ganz verlassen

Von dir, doch nicht von Gott,

Betrübet höchster Maßen

Und haben schon vor Angst

Verwandelt unser Kleid.

Anstatt der Freud' ist nichts

Bei uns als Herzeleid.

 

3.) Ich will nun nichts mehr tun,

Als zu dem Höchsten schreien, (b)

Dieweil ich leb und bin,

Der wird mich wohl erfreuen.

Kommst du, mein liebes Kind,

Gleich wieder nicht zu mir,

So weiß ich doch gewiss,

Ich komme hin zu dir.

 

4.) Zeuch demnach immer hin

Zur englischen Gemeine (c),

Du liebes Herzelein,

Du herzgeliebtes Kleine!

Ich will, wenn meine Zeit,

Dich fröhlich wieder sehn.

D a s ist mein bester Trost, -

Wenn Gott will, solls geschehn.

 

5.) Herr Jesu, habe Dank,

Dass du an mich noch denkest

Und mich nach Vaters Art

Aus Lieb' ein wenig kränkest.

Lass mir dein tröstlich' Wort

Nun in der Traurigkeit,

So hab ich, was mich hier

Und ewig dort erfreut.

 

(a) alte Form von 'ziehe'

(b) hier im Sinn von 'klagen'

(c) zur Gemeinde der Engel

 

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Autor: Johann Hildebrandt

mögl. Melodie: Nun danket alle Gott

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gefunden in:

Das deutsche evangelische Kirchenlied

des siebzehnten Jahrhunderts

Herausgegeben von Albert Fischer und W. Tümpel

Erster Band

Druck und Verlag C. Bertelsmann

Gütersloh, 1904

Liednummer 546

Thema: Tod und Ewigkeit

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Johann Hildebrandt, auch Hildebrand (* Juni 1614 in Pretzsch an der Elbe, heute ein Ortsteil der Stadt Bad Schmiedeberg im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt, + 5. Juli 1684), war ein deutscher Komponist, Kantor, Organist, Schriftsteller und evangelisch-lutherischer Kirchenlieddichter.

Er übernahm 1637 das Amt des Organisten der Kirche St. Nikolai in Eilenburg/Sachsen und versah dieses bis zu seinem Tod. Er blieb in erster Linie wegen seiner Friedensmotette aus dem Jahr 1645 in Erinnerung, die unter dem Titel 'Krieges-Angst-Seufftzer bey itzigen grund-bösen kriegerischen Zeiten instendig zu gebrauchen' erschien.

Weitere Werke können möglicherweise auch Johann Heinrich Hildebrand, einem Kantor aus Ohrdruf/Thüringen zugeschrieben werden. Johann Hildebrand verfasste als Lieddichter die 1656 in Leipzig erschiene Vertonung von 50 Psalmen unter dem Titel 'Geistlicher Zeit-Vertreiber, so da bestehet in funffzig Psalmen'. Die ab 1904 in Gütersloh von Albert Fischer herausgegebene Sammlung 'Das deutsche Kirchenlied' enthält zwei Lieder von Hildebrandt.

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Autumnus est unus ex quattuor temporibus anni, tempus inter aestatem et hiemem.

Autumno saepe ventus fortis flat. Multae arbores folia amittunt.

Wicipaedia.

 

Photo: Blick in den Schlosspark, Hanau/Main

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Weil das alte Jahr vergangen

 

1.) Weil das alte Jahr vergangen

Und das neue kommt herbei,

So lass uns, o Gott, anfangen,

Dass es Dir gefällig sei.

Ach Herr, sieh uns gnädig an,

Was wir wider Dich getan,

Wollest du nicht mehr gedenken,

Und die Schuld aus Gnaden schenken.

 

2.) Was Du uns für Guts erwiesen

In der nun vergangnen Zeit,

Dafür sollst Du sein gepriesen

Jetzund und in Ewigkeit,

Dass Du uns so wohl ernährt

Und auch alles Gut's beschert,

Unsere Last auch helfen tragen,

Drum wir billig (a) Dir danksagen.

 

3.) Dann: dass wir noch aufrecht gehen,

Dass wir noch im Leben sein,

Müssen wir ja all' gestehen,

Dass es komm von Dir allein.

Du hast über uns gewacht

Und beschirmt vor fremder Macht,

Drum wir billig dir zu ehren

Sollen alles Fleiß ankehren.

 

4.) Du hast uns gesund gesparet

Und gesegnet unser Land,

Unser Haus und Hof bewahret

Vor den Räubern, Krieg und Brand,

Unsre Stadt und unsre Grenz'

Vor der Seuch' und Pestilenz.

Darum sollen wir dich loben,

Gott im hohen Himmel droben.

 

5.) Solche Gnad' wollst du erneuen

Auch in diesem neuen Jahr,

Neue Kräfte auch verleihen,

Dir zu dienen immerdar.

Neuen Segen uns bescher

Und uns künftig auch ernähr,

Einen neuen Geist uns schenke,

Unser auf das neu gedenke.

 

6.) Gib, dass wir vom Alten lassen,

Neues Leben stellen an,

Unsern alten Adam (b) hassen,

Dass der neu' Mensch leben kann,

Tun den alten Sau'rteig (c) weg,

Dass er uns nicht mehr befleck.

Lehr die alte Vorhaut b'schneiden (d)

Und den alten Wandel meiden.

 

7.) Dass wir neue Gunst erlangen

Bei dir, unserm lieben Gott,

Lehr uns, dir allein anhangen,

Hilf uns auch aus aller Not.

Wenn das letzte Jahr kommt her,

Hilf' und Trost auf's neu bescher,

Dass wir mögen selig sterben, -

Dort das neue Leben erben.

 

(a) billig' bedeutete früher 'recht', 'sehr', auch 'wie es sich gehört' und wurde als eine positive Bekräftigung verwendet. Vergleiche hierzu 'recht und billig', eine Redeweise, die den ursprünglich positiven Charakter des Worts zeigt und dessen Bedeutung später eine Einengung erfuhr.

(b) Nach christlicher Vorstellung unterliegt jeder Mensch der Erbsünde, die durch den Sündenfall Adams auf ihn gekommen ist und erst durch Jesus Christus und seinen Opfertod am Kreuz aufgehoben wurde. Adam oder Moses, zwei Personen des Alten Testaments, werden häufig als Personifizierungen der Erbsünde benannt. Der durch Christi Opfertod erlöste Mensch ist demgegenüber der neue Mensch, die neue Kreatur oder der neue Adam.

(c) Der Begriff des Sauerteigs hat im Neuen Testament einen ambivalenten Charakter. Zum einen steht er im Gleichnis vom Sauerteig für die Dynamik, die ein von Überzeugung getragener Glaube ausrichten kann (Evangelium des Matthäus, Kapitel 13, Vers 33), zum andern steht er für die Auffassung, dass alle schlechte Angewohnheiten abgelegt werden müssen, um ein neuer Mensch in Jesus Christus zu werden (vgl. 1. Brief an die Korinther, Kapitel 5, Vers 6)

(d) hier wird auf die Tradition der Juden der Beschneidung zurückgegriffen, um das alte überwundene Sündenleben bildlich endgültig zu entfernen

 

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Autor: Friedrich Greiff

Melodie: Wie nach einer Wasserquelle

oder: Freu dich sehr, o meine Seele

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Der Text wurde von mir behutsam, soweit

es die Strophenform und der Endreim zu-

ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen

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Das deutsche evangelische Kirchenlied des 17. Jahrhunderts

Herausgegeben von Albert Fischer (†) und

Wilhelm Christian Ludwig Tümpel, Dritter Band

Druck und Verlag C. Bertelsmann

Gütersloh, 1906

Liednummer 342

Thema: Kirchen-Jahresanfang oder Neujahr

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Friedrich Greiff (* 29. Oktober 1601 in Tübingen/Herzogtum Württemberg, † 20. November 1668) war Arzt, Apotheker, fürstlicher Rat und evangelisch-lutherischer Lieddichter. Er veröffentlichte mehrere Sammlungen eigener geistlicher Lieder, ein in Reimen gefasste Lebensbeschreibung Christi und gedichtete Andachten. Das von dem Pfarrer und Hymnologen Albert Friedrich Wilhelm Fischer (1829-1896) initiierte und nach seinem Tod ab 1904 in Gütersloh von Wilhelm Christian Ludwig Tümpel (1855-1915) herausgegebene mehrbändige Werk 'Das deutsche evangelische Kirchenlied des 17. Jahrhunderts' enthält sieben Lieder von Greiff.

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Photo: Schlosspark von Bad Homburg vor der Höhe, Hessen

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Sei getreu auf Jesu Wegen

 

1.) Sei getreu auf Jesu Wegen

Bei des Todes Furcht und Graus.

Gott wird allen Kummer legen,

Löschen gleich die Lampen aus.

Er sieht die beklemmten Tränen

Und des Herzens banges Sehnen.

Schwinget euch zur Ewigkeit,

Wo die Seele wird erfreut!

 

2.) Halte deinem Vater stille,

Er liebt dich in Kreuz und Schmerz.

Es ist sein gerechter Wille,

Drum so schenk ihm nur das Herz.

Er gibt nach dem Weinen Lachen

Und weiß alles wohl zu machen.

Sei getreu bis in den Tod,

Jesus hilft aus aller Not.

 

3.) Seid getreu, verzagte Seelen,

Euer Heiland lebet noch,

Der des Geistes schrecklich' Quälen

Und des Jammers schweres Joch

Wird mit starker Hand zerbrechen

Und ein liebreichs Urteil sprechen:

Die, so mir zur Rechten stehn,

Sollen in den Himmel gehn.

 

4.) Lass die Welt dich greulich drücken

Bei der Arbeit echter Treu.

Will der Feind das Herz bestricken:

Ei, du weißt, Gott steht dir bei,

Der wird in den Trübsalsgründen

Noch viel tausend Wege finden.

Nur getrost zur Himmelsbahn,

Jesus nimmt dich freudig an.

 

5.) Wohl dir, o du Kind der Treue,

Das in Jesu Wunden flieht,

Weil das Weh mit Angstgeschreie

Augenblicks vorüberzieht.

Er stärkt Augen, Herz und Hände

Und macht aller Qual ein Ende,

Ja, nach der betrübten Zeit

Folgt die frohe Herrlichkeit.

 

6.) Jesus reicht die Lebenskrone

Dem, der hier getreu gekämpft,

Da sein Glanz vom Himmels-Throne

Aller Feinde Wut gedämpft.

Wenn mich Gottes Flügel decken,

Kann der Tod mich nicht erschrecken.

Ei, so ruf die ganze Welt:

G'nug, dass mich mein Jesus hält.

 

7.) Kinder höret auf mit Weinen,

Ich steh hier vor Gottes Thron,

Wo viel tausend Sterne scheinen

In der schönsten Ehrenkron'!

O, der großen Freud' und Wonne!

O, wie helle glänzt die Sonne!

Ihr, die ihr noch klagt und weint,

Jesus bleibt der beste Freund.

 

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Autor: S.Fr. Bucher

Melodie: Alle Menschen müssen sterben

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Das mit allen Freuden sterbende Kind Gottes

Oder: Sammlung geistreicher und erbaulicher Begräbniß-Gesänge

Herausgegeben von Christian Wilhelm Spazier

4., unveränd. mit einem Anhange neuerer Gesänge vermehrte Original-Auflage.

Verlag: J.D. Schöpfische Buch- und Kunsthandlung

Druck: J.G. Seyfert. Zittau. 1839

Liednummer 229

Thema: Tod und Ewigkeit

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Nun ist der halbe Tag verflossen

 

1.) Nun ist der halbe Tag verflossen,

Die Sonne steht im höchsten Glanz.

Wie läuft sie doch so unverdrossen,

Und weiset ihre Strahlen ganz?

O käme unser Tugendschein

Mit solchem Glanze überein!

 

2.) O, hätten wir mit allen Schritten

Dem Guten also nachgeeilt,

Doch wir sind öfters abgeglitten

Und haben unsern Lauf verweilt.

Man hat gar schlecht an dich gedacht,

Und neuer Schulden viel gemacht.

 

3.) Doch hat kein Strahl von deiner Güte

Sich noch von uns zurück gekehrt,

Hierdurch erweichst du das Gemüte,

So wird der Missetat gewehrt.

Dir sei Dank, dass du unser schonst

Und noch hier mit Genaden wohnst.

 

4.) Ach Gott, lass dein Licht in mir scheinen,

Damit ich dich und mich erkenn,

Erwärm das Herz, und lass mich weinen,

Dass ich so oft mich von dir trenn'

Und hilf, dass ich den halben Tag

Viel Liebeswerk erweisen mag.

 

5.) Ist bisher was zurückgeblieben,

So wird es jetzt noch eingebracht,

Durch dich sei all mein Tun getrieben,

Mein Herz durch deine Furcht bewacht.

Dass ich nicht dein Gebot verlier'

Und Segen bei der Arbeit spür'.

 

6.) Regiere du derselben Leben,

Mit denen ich heut wandeln muss,

Dass sie mir keinen Fallstrick geben,

Noch sonst ein Unrecht und Verdruss.

Hinwieder leit auch mich dahin,

Dass ich niemand beschwerlich bin.

 

7.) Regiere die allhier noch wallen,

Und führe sie auf ebner Bahn,

Dass sie nicht in die Sünde fallen,

Nimm dich auch der Betrübten an,

Dass sie bei ihrer Kreuzes-Pein

In deiner Huld vergnüget sein.

 

8.) Verlöschet aber mit der Sonne

Zugleich auch vieler Lebens-Licht,

So führe sie zu jener Wonne,

Da ewig hin kein Glanz gebricht, (a)

Wo Christus, unsre Sonne, steht

Und weiter niemals untergeht.

 

(a) wo niemals der Glanz fehlen wird

 

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Autor: Friedrich Gude

Melodie: Wer nur den lieben Gott lässt walten

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Theologia in Hymnis oder

Universal=Gesangbuch

ausgefertigt von Johann Jakob Gottschald

Diacon zu Eubenstock

Verlegt bei Johann Christian Martini

Leipzig, 1737

Liednummer 28

Thema: Mittags- und Tischlied

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Friedrich Gude (* 1. Dezember 1669 in Görisseifen bei Löwenberg/Schlesien, † 6. März 1753 in Lauban), war evangelisch-lutherischer Pfarrer und geistlicher Liederdichter.

Gude wurde als Sohn eines Bauern geboren und besuchte in Niederwiese und am Gymnasium in Lauban die Schule. Nachdem er als Erzieher tätig war, wurde er 1696 Konrektor in Lauban, 1701 Diakon in Niederwiesa und stieg 1709 zuerst zum Rektor auf, um kurz danach in den kirchlichen Dienst zu wechseln, indem er Frühprediger an der Kirche zum Kreuze Christi in Lauban wurde. 1710 verlor er eines seiner Kinder und seine Frau, die er 1697 geheiratet hatte durch Krankheit. 1723 wurde er zum Archediakon und 1727 zum Pastor in Lauban berufen, wo er 1753 starb. Seine Lieder sind beispielsweise 1706 im Evangelisch-lutherischen Hausbuch seines Amtskollegen Johann Christoph Schwedler erschienen. Er selbst veröffentlichte Lieder in der Sammlung vom 'Neuvermehrten seufzenden Turteltäublein' (Lauban, 1723). Aufnahme fanden einige Lieder auch in das von seinem Sohn 1749 herausgegebene 'Neue Laubanische Gesangbuch zum Gebrauch beim öffentlichen Gottesdienst'. Sein Sohn Gottlob Friedrich Gude (1701-1756) war theologischer Schriftsteller und folgte ihm im Amt als Pfarrer.

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Photo: In Wiesbaden-Dotzheim, Gemarkung Im Himmelreich

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Herbst ist es jetzt, von Blättern leer die Bäume

 

1.) Herbst ist es jetzt, von Blättern leer die Bäume,

Nur hier und dort an Zweigen flattert eins,

Durchsichtig sind des Waldes tiefe Räume

Im Dämmerlicht des grauen Tagesscheins.

Die Wolken senken sich, wie schwere Träume,

Bis in die Kluft hinab des Felsgesteins.

Entflohen sind die schönen Sängerinnen, (a)

Und Raben krächzen um die öden Zinnen.

 

2.) Herbst ist es jetzt. Dein Schmuck ist dir genommen,

Du stolzer Wald, der Kranz ist dir geraubt.

Der raue Nord (b) ist über Nacht gekommen

Und hat dich, Kind des Südens, angeschnaubt,

Von gelben Wogen ist dein Fuß umschwommen,

An deinen Wurzeln rauscht es falb umlaubt.

Dein Feind, die Krone ganz dir zu verderben,

Tanzt stürmisch triumphierend auf den Scherben.

 

3.) Herbst ist es jetzt. Ich wühl mit meinem Stabe

Im Blättermeer, das wirbelnd mich umkreist.

Ich steh an meines Glückes offnem Grabe,

Und aus den Blättern spricht des Waldes Geist.

Der Vater, den ich heiß geliebet habe,

Erscheint mir, seinem Sohne, der verwaist.

Der Wald, ein Leichnam, liegt zu meinen Füßen,

Kein Trost, als des Entseelten Geistergrüßen:

 

4.) 'Herbst ist es jetzt!' so haucht der Blätter Flüstern,

Doch fasse dich, nicht für die Ewigkeit

Verfallen ist dein Freund dem Tod, dem düstern,

Bald kehrt der Tag der Jugendherrlichkeit,

Ein schöner Held wird wehren den Verwüstern,

Er heißet: Lenz! (c) Er ist's, der mich befreit.

Geh schlaf in deines Hüttleins warmer Ecke,

Bis freudebrausend ich dich auferwecke!'

 

5.) 'Herbst ist es jetzt!' muss ich dem Geist erwidern,

Du tröstest mich mit deiner Zukunft nicht.

Nun ist es aus mit meinen Waldesliedern,

Mit deinem Tod erstirbt mein Waldgedicht.

Wirst du im neuen Lenz dich neu befiedern,

Du bist's nicht mehr, du trautes Waldgesicht,

Du bist erbleicht, dich werd' ich nimmer sehen!

Leb wohl. Ins Hüttlein will ich schlafen gehen.'

 

(a) die Singvögel

(b) Nordwind

(c) Frühling

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Autor: Balthasar Reber

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Alpenrosen, ein Schweizer Almanach

auf das Jahr 1854

Herausgegeben von A.E. Fröhlich

Schweighausersche Verlagsbuchhandlung

Basel, 1854

Thema: Herbstlied

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Balthasar Reber (* 7. Dezember 1805 in Basel/Schweiz; † 13. März 1875 ebenda) war ein Schweizer evangelisch-reformierter Pfarrer, Historiker und Schriftsteller. Er wurde als Sohn des Kaufmanns Nicolaus Reber geboren und studierte von 1825 bis 1830 Philologie, Geschichte und Theologie in Berlin und Basel. Nach seiner Ordination war er zunächst als Pfarrer, dann ab 1840 als Lehrer für Geschichte tätig. Im Jahr 1845 promovierte er an der Universität Basel, wo er sich sechs Jahre später auch habilitierte. Ab 1853 wirkte er als Lehrer an der Gewerbeschule und ab 1855 zudem als außerordentlicher Professor für Schweizer Geschichte an der Universität Basel. Reber veröffentlichte Schriften zur Schweizer Geschichte, speziell des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit, die sich durch genaues Quellenstudium auszeichnen. Als Schriftsteller schrieb Reber Gedichte und historische Erzählungen. Im Jahr 1843 veröffentlichte Reber zusammen mit Wilhelm Wackernagel eine Sammlung vaterländischer Lieder unter dem Titel 'Zeitgedichten'. Seine Gedichte stehen auch in der Zeitschrift 'Alpenrose', die zwischen 1811 und 1854 in Basel erschien.

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Wenn in des Herbstes Morgenkühle

 

1.) Wenn in des Herbstes Morgenkühle

Aufsteigt der Nebel graues Gewühle

Und wie geheftet an Baumeswipfel,

Häusergiebel und Bergesgipfel

Lässt seine Schleier weben und wallen,

Auf alles Leben niederfallen,

Ist es, wie wenn in Grabeskammer

Läge der Erde Lust und Jammer.

 

2.) Doch eine kleine Weile, so regt sich's,

Hinter dem Vorhang rauscht und bewegt sich's,

Reißt durch der Schleier düstere Falten,

Bildet sie selbst zu weißen Gestalten,

Welche bald da, bald dorthin schweben,

Auf zum geöffneten Himmel streben

Und wie leibloser Seelen Gesichte

Schwanken am Äther im Mittaglichte.

 

3.) Und es wird Abend, der Sonne Strahlen

Gehen zur Rüste, und lieblich malen

Sie wie lebend'ge Leiber die weißen

Wolkengebild', die am Himmel kreisen,

Und nun mit Kränzen voll Schimmers der Rosen

Selig umwinden die Locken, die losen,

Licht, wie verklärte Kinder voll Leben

Ihre ersterbende Mutter umgeben.

 

4.) O meine Träume, meine Gedanken!

Möchtet ihr auch so auf euch ranken,

Morgennebel und mattes Taglicht

Hinter euch lassend, bis euch ein Tag bricht

Auf aus der Sonne Abendgluten,

Die da für uns ihr Leben lässt bluten,

Dass selbst das sterbende eigene Leben

Sel'ger Verklärung Strahlen umgeben.

 

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Autor: Gottlieb Christoph Adolf von Harleß

Melodie: ohne Angaben

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Aus dem Leben in Lied und Spruch

von [Gottlieb Christoph] Adolph von Harleß

Verlag S.G. Liesching

Stuttgart, 1865

Thema: Herbstlied

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Adolf Gottlieb Christoph von Harleß (* 21. November 1806 in Nürnberg; † 5. September 1879 in München) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und ein Mitbegründer der sogenannten Erlanger Schule. Harleß wurde als Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns geboren und durch die Eltern in die übliche gemäßigt rationalistische Richtung geprägt.

Harleß studierte ab 1823 in Erlangen zunächst Philosophie und Jura, wechselte dann aber zur Theologie. Hier wurde er vor allem von Georg Benedikt Winer und dann auch über die Theologie hinaus von der Persönlichkeit August Tholucks geprägt. Eine große Bedeutung für Harleß haben auch die Gedanken Georg W. F. Hegels, Friedrich Schellings und Baruch Spinozas. Von 1826 bis 1828 studierte er an der Universität Halle/Saale. 1828 wechselte er dann als Privatdozent für Philosophie zurück nach Erlangen, 1829 wurde er Privatdozent für Systematische Theologie und 1833 außerordentlicher Professor für Neues Testament. 1834 erschien sein 'Commentar über den Brief Pauli an die Epheser'. Schon hier kam Harleß zu seinem erfahrungstheologischen Ansatz, der Vorläufer im Denken Theodor Lehmus’ und Claus Harms’ hatte. 1836 wurde Harleß dann zum Ordinarius für Systematische Theologie ernannt und war ab 1836 zudem Universitätsprediger. 1837 wurde er Mitbegründer der 'Zeitschrift für Protestantismus und Kirche' (ZPK), die zum Forum der Erlanger Theologie wurde. Des Weiteren veröffentlichte er die 'Theologische Encyklopädie und Methodologie', womit er sich ebenso wie mit dem Epheser-Kommentar ausdrücklich auf kirchlichen Boden stellte: Die Offenbarung ist Harleß hier im Sinne der Erfahrungstheologie nur im Glauben fassbar.

1839 zog er als Abgeordneter der Universität Erlangen in den Münchener Landtag. Seine nachdrückliche ablehnende Haltung gegenüber dem Katholizismus brachte ihn in Bayern viel Ärger und Anfeindungen ein. 1845 sollte er als Konsistorialrat ins evangelisch-geprägte Bayreuth strafversetzt werden. Harleß kam dem zuvor, indem er 1845 einen Ruf nach Leipzig annahm wo er wegweisend im Kollegium der Leipziger Mission arbeitete. 1847 übernahm Harleß zusätzlich das Pfarramt St. Nicolai. In der Märzrevolution 1848/1849 organisierte er den militärischen Widerstand in Leipzig und wurde deswegen zeitweise steckbrieflich gesucht.

Nachdem er 1847 mehrere Predigten in Dresden gehalten hatte wurde Harleß 1850 dann Oberhofprediger in der sächsischen Residenzstadt. 1852 wurde er von König Maximilian II. als Präsident des Oberkonsistoriums nach Bayern zurückgerufen, wo es ihm gelang, Minderheiten in der Landeskirche, die mit Abspaltung drohten, wieder zu integrieren und die Stellung der lutherischen Lehre zu verfestigen. 1853 wurde auf der Bayreuther Generalsynode zahlreiche Reformen unter Harleß' Leitung vorgenommen, welche die einzelnen Richtungen in der Landeskirche wieder auf eine gemeinsame konfessionelle Grundlage stellte. Nach Außen vermochte Harleß, ein gegen die Preußische Union von lutherischen und reformierten Kirchen gerichtetes standfestes und bekenntnistreues gesamtdeutsches Luthertum zu etablieren. 1865 veröffentlichte er eine Sammlung von eigenen weltlichen und geistlichen Liedern unter dem Titel 'Aus dem Leben in Lied und Spruch'. 1879 wurde Adolf von Harleß emeritiert und verstarb noch im selben Jahr nach qualvollem Leiden, Einsamkeit und Erblindung.

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Gottlieb Christoph Adolf von Harleß' Lieder/ Hymns

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Glaube, Kampf und Rechtfertigung

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O Friedebringer, der du bringst

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Offenbarung

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Ohn Wandel und ohn Wende

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Winterlied

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Als die Bäume rings im Hag

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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned

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Als du auf der Jünger Flehen

Begraben in des Jordans Fluten

Dein Haupt der Frevler Hand

Der du gen Himmel aufgefahren

Des Lebens volle Züge

Die Nacht ist hin, der Tag bricht an, wir feiern

Dir hab ich mich ergeben, o Jesu, Hirte treu

Einen kurzen Abend lang leide dich und weine

Er legt ein Senfkorn klein

Es ist die Nacht gekommen, in Dunkel

Gewälzt vom Grabe ist der Stein

Herr, auf den Felsen stelle mich

Herr, deine Kirche halte rein

Herr, der du thronst auf Wolken

Im Paradies ein Brünnlein quoll

In Ängsten ruf ich, Herre, dich

Lass heut am stillen Tage an deines Kreuzes Stamm

Nun still, o Herz, dein Zagen

O Labsal meinem Herzen

O süßer Morgenstern, du Licht der Welt

O Welt, die du durchglüht bist von dem Feuer

O, richte, Herr, mein Auge auf dich

Sie haben meinen Herrn hinweggenommen

So wir nur unsre Sünden bekennen

Vor Ewigkeiten in Gott verborgen

Wenn hinter dir die Erde liegt

Wenn in des Herbstes Morgenkühle

Wie der Oase milde Schattenbäume

Wir liegen hier zu dessen Füßen

Photo: Park- und Kuranlage in Hanau-Wilhelmsbad

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Reicher Gott, von deinen Gaben

 

1.) Reicher Gott, von deinen Gaben

Lass zugleich durch meine Hand

Einen Teil die Armen haben.

Sind sie doch nur wie ein Pfand,

Das du darum uns gegeben,

Dass es Arme wieder heben.

 

2.) Alles hat dein reicher Segen,

Herr, allein bei mir getan.

Gib mir Gnad', ihn anzulegen,

Wie es dir gefallen kann,

Dass bei Gütern dieser Erden

Ich kann reich in Gott auch werden.

 

3.) Gib, dass ich mich nicht erhebe,

Weil (a) ich bei Vermögen bin,

Noch in Pracht und Wollust lebe,

Denn der Tod reißt alles hin.

Nur was Kirch' und Arme kriegen,

Bleibt in deiner Hand mir liegen.

 

4.) Kann ich allen auch nicht raten: (b)

Lass mich niemand harte (c) sein.

Halte bei mir Wort und Taten

Frei von allem Heuchelschein.

Und sollt ich nicht Arme laben,

Lass mich lieber selbst nichts haben.

 

5.) Vater, ach, so lass in Liebe

Mich stets gegen Arme stehn.

Gib, dass ich mich fleißig übe,

Ihnen an die Hand zu gehn, (b)

Bis du einst mit bessern Schätzen

Reich und Arme wirst ergötzen.

 

(a) hier im Sinne von 'solange'

(b) hier im Sinn von 'helfen'

(c) hier im Sinn von 'geizig'

 

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Autor: Gottfried Balthasar Scharff

Melodie: Meine Seele, lass es gehen

oder: Werde licht, du Stadt der Heiden

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Allgemeines und vollständiges Evangelisches Gesangbuch

für die königl. preuß. schlesischen Lande

Druck und Verlag Wilhelm Gottl. Korn

Breslau, 1860

Liednummer 1265

Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung

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Gottfried Balthasar Scharff (* 19. März 1676 in Liegnitz/Niederschlesien im Fürstentum Liegnitz; † 9. August 1744 in Schweidnitz/Niederschlesien) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und Schriftsteller. Nach dem Besuch der Stadtschule in seiner Vaterstadt und des Gymnasiums Elisabethanum in Breslau studierte Scharff Theologie in Leipzig und Wittenberg und erwarb im Jahr 1699 den Magistertitel. Im Jahr 1700 übernahm er als Pfarrer eine Gemeinde in Gölschau in Schlesien und wurde 1708 erster Diakon an der nach dem Friedensschluss von Altranstädt eingerichteten evangelischen Friedenskirche in Schweidnitz, wo er im Jahr 1737 der Amtsnachfolger des berühmten Pfarrers und Lieddichters Benjamin Schmolck (1672-1737) war. Nach der preußischen Eroberung Schlesiens 1742 wurde er Kirchen- und Schulinspektor des Fürstentums Münsterberg und des Schweidnitzer Kreises. Von Scharff sind 20 geistliche Lieder überliefert, von denen vier überregional bekannt geworden sind und in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 18. bis 20. Jahrhunderts stehen. Sein bekanntestes Lied ist ein Ewigkeitslied mit zwölf Strophen und heißt 'Ich weiß wohl, dass ich sterben muss, weiß aber nicht die Stunde'. Die von dem Pfarrer und Hymnologe August Jakob Rambach (1777-1851) ab 1817 herausgegebene mehrbändige 'Anthologie christlicher Gesänge' enthält zwei Lieder von Scharff.

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Photo: Wiesbaden-Dotzheim, Stegerwaldstraße

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Gott, wir preisen deine Güte

 

1.) Gott, wir preisen deine Güte,

Loben dich mit Herz und Mund,

Und mit dankbarem Gemüte

Rühmen wir zu dieser Stund',

Dass du uns in unserm Leben

So viel Gutes hast gegeben.

 

2.) Alle Jahre, die verflossen,

Zeigen deine Vater-Treu,

Da viel Gutes wir genossen,

Jetzt wird deine Güte neu,

Die sich über uns ausbreitet,

Da dein Auge uns stets leitet.

 

3.) Elend, Krankheit und Beschwerden

Hast du von uns abgewandt,

Und viel Gutes hier auf Erden

Hat uns deine Vaterhand

Zugewandt, dass wir im Segen

Ihm das alte Jahr hinlegen!

 

4.) Ach, so lass auch deine Gnade

Walten dieses neue Jahr

Über uns, und aller Schade

Not und Trübsal und Gefahr

Müsse weit entfernet bleiben

Und zum Danken uns antreiben.

 

5.) Lass auf uns den Segen fließen,

Kröne uns mit deinem Gut,

Deiner Gnade uns genießen,

Halte uns in deiner Hut.

So wird denn in allen Dingen

Es uns allzeit wohl gelingen.

 

6.) Ja, lass uns zu allen Zeiten

Dich stets rühmen immerfort,

Dein Lob mehr und mehr ausbreiten,

Halten fest an deinem Wort.

Das verheißet Leben, Segen,

Und wir gehn auf rechten Wegen.

 

7.) Obrigkeit und Untertanen

Halte stets un deinem Schutz!

Lehrer, die den Weg uns bahnen,

Schütze. - Wehr der Feinde Trutz!

Niedrig, Hoher, Reich- und Armen

Wollst du ferner dich erbarmen.

 

8.) Stadt und Land sei dir ergeben,

Mache du des Kummers frei

Alle, die darinnen leben,

Stehe ihnen kräftig bei.

Über Junge und die Alten

Wollest du in Gnaden walten.

 

9.) Aller Menschen dich erbarme,

Denn sie sind ja einzig dein.

Und in deine Vaterarme

Lass sie eingeschlossen sein.

Gib, dass sie stets deinen Willen

Sich bemühen zu erfüllen.

 

10.) Auch die Kranken und Elenden

Wollst du gnädig sehen an,

Deine Hilfe ihnen senden,

Und - gehn sie des Todes Bahn -

Lass sie seliglich abscheiden

Und eingehn zur Himmelsfreuden!

 

11.) Unser Bitten und Begehren,

Gott, erhöre gnädiglich

Und desselben uns gewähren,

Schütze uns auch mächtiglich.

Dafür wollen wir dich preisen

Und uns dankbar dir erweisen.

 

12.) Endlich wenn die Zeit wird kommen,

Da sich endet der Weltlauf,

Alsdenn wirst du alle Frommen

Mit dir führen Himmel auf.

Gib, dass wir zu dir eingehen,

Als die Deinen vor dir stehen.

 

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Autor: Fürst zu Anhalt-Zerbst Johann August

Melodie: Herr, ich habe missgehandelt

oder: Werde licht, du Stadt der Heiden

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Wiederholtes Halleluja der Kinder Gottes auf Erden. Das ist: Neu aufgelegtes und verbessertes Gesangbuch der Stadt Dohma im Fürstentum Sachsen-Querfurth

Herausgegeben von Johann Gottlieb [Theophilus] Horwein

Verlag Johann Joachim Ahlfeld

Dahme und Wittenberg, 1764

Liednummer 115

Thema: Kirchen-Jahresanfang oder Neujahr

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Johann Adolf von Anhalt-Zerbst (* 2. Dezember 1654 in Zerbst/Fürstentum Anhalt-Zerbst; † 19. März 1726 ebenda) aus dem Geschlecht der Askanier war Militär und Lieddichter. Johann Adolf war der fünfte Sohn des Fürsten Johann von Anhalt-Zerbst (1621–1667) aus dessen Ehe mit Sophie Auguste (1630–1680), Tochter des Herzogs Friedrich III. von Holstein-Gottorp (1597-1659). Im Jahr 1606 waren alle anhaltischen Landesteile zur evangelisch-reformierten Konfession übergetreten, das Land und die regierende Familie kehrte jedoch 1644 zur lutherischen Konfession zurück, was auch für Johann Adolf Gültigkeit hatte. Nach dem Tod seines Vaters stand er unter der Vormundschaft seiner Mutter, des Landgrafen Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt (1630-1678) und des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693). Im Anschluss an seine, damals übliche, Kavalierstour durch Europa trat er zuerst 1674 in braunschweig-lüneburgische Militärdienste, anschließend in holländische, dänische und brandenburgische Anstellungen und nahm in den folgenden Jahren an mehreren Feldzügen und Kriegen teil. Im Jahr 1676 schloss er mit seinen Brüdern einen Hausvertrag, wobei im Land die Primogenitur, das Erstgeburtsrecht, eingeführt wurde, um eine Zersplitterung des Landes zu vermeiden. Johann Adolf schrieb mehrere geistliche Lieder, die u.a. in das Zerbster Gesangbuch von 1721 aufgenommen wurden und war Mitglied der literarischen 'Fruchtbringenden Gesellschaft', einer Sprachgesellschaft, die von 1617 bis 1680 bestand. Johann Adolf starb unverheiratet und kinderlos. In seinen letzten Lebensjahren hatte er sich um Kirchen und die Armenpflege verdient gemacht. Er wurde in der Zerbster Bartholomaikirche bestattet. In Johann Caspar Wetzel Kirchenliedsammlung 'Hymnopoeographia', am Verlagsort Herrnstadt von 1719 bis 1724 herausgegeben, sind 25 Lieder aus seiner Feder aufgeführt, wobei Wetzel die Lieder irrtümlich dem Fürsten Johann A u g u s t zu Anhalt-Zerbst zuschrieb.

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Photo: Landschaft des 'Lake Districts', Nordengland

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Nun läuft zu End' das alte Jahr

 

1.) Nun läuft zu End' das alte Jahr,

Und ward ein neues doch fürwahr.

 

2.) So geht dein altes Leben fort,

Und ward doch neu durch Gottes Wort.

 

3.) Ich werd' nicht fertig, klagt die Zeit:

Du bist es, spricht die Ewigkeit.

 

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Autor: Rudolf Alexander Schröder

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Rudolf Alexander Schröder -

Hundert geistliche Gedichte

eine Auswahl

Frankfurt am Main, 1951

Thema: Jahresende

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Rudolf Alexander Schröder (* 26. Januar 1878 in Bremen; † 22. August 1962 in Bad Wiessee) war ein deutscher Schriftsteller, Übersetzer, Dichter, evangelischer Kirchenlieddichter sowie Architekt und Maler.

Er wurde in Bremen als Sohn einer Kaufmannsfamilie geboren. Schon in der Schulzeit entwickelte er literarische Neigungen. 1897 ging er nach München, um dort Architektur, Musik und Kunstgeschichte zu studieren. Zusammen mit seinem Vetter Alfred Walter Heymel und in Verbindung mit dem Redakteur Otto Julius Bierbaum gründete er die Zeitschrift Die Insel, aus der später dann der Insel-Verlag erwachsen sollte. 1901 schied Schröder aus der Insel-Redaktion aus.

1935 verließ Schröder Bremen und siedelte sich im oberbayerischen Bergen (Chiemgau) an, wo er bis zum Tode 1962 lebte. Den Umzug zu Beginn des Dritten Reichs verstand er als Schritt in die Innere Emigration. Gleichzeitig trat er den Kreisen der Bekennenden Kirche bei und ließ sich 1942 zum Laienprediger berufen. Er leistete einen bedeutenden Beitrag zur Erneuerung des evangelischen Kirchenliedes im 20. Jahrhundert.

Schröder schloss sich der 'Bekennenden Kirche' an und hielt als Laienprediger der evangelisch-lutherischen Kirche Bayerns Gottesdienste. Von 1946 bis 1950 leitete er von Bergen aus die Bremer Kunsthalle und wurde danach zum Ehrenvorsitzenden des Kunstvereins gewählt. Seine Vaterstadt Bremen wählte ihn zum Ehrenbürger und nannte ihren Literaturpreis nach ihm. Dem unverheiratet Gebliebenen führte die Schwester Dora den Haushalt. Sie war auch als seine Sekretärin tätig.

Der fünffache Ehrendoktor starb 1962 in Bad Wiessee nach kurzem Aufenthalt in der dortigen Klinik und wurde im Bremer Familiengrab auf dem Riensberger Friedhof beigesetzt.

Für sein Leben bestimmend erwiesen sich Freundschaften mit Alfred Walter Heymel, Hugo von Hofmannsthal und Rudolf Borchardt sowie Begegnungen mit Rainer Maria Rilke, Gerhart Hauptmann und andern Schriftstellern der Zeit. Er pflegte auch Kontakte zu Stefan George, ohne zum Anhänger des George-Kreises zu werden.

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Photo: Wiesbaden-Dotzheim, Nähe Stegerwaldstraße

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Wohl dem, der weiß, an wen er gläubet

 

1.) Wohl dem, der weiß, an wen er gläubet,

Und sich mit Jesu treu vermählt!

Denn wer auf diesem Grunde bleibet,

Der hat das beste Teil erwählt,

Das selbst in Not die Probe (a) hält,

Und stets das Herz zufriedenstellt.

 

2.) Es kann dem Teufel nicht gelingen,

Ob er gleich Tag und Nacht bedacht,

Uns um dies Kleinod (b) gar zu bringen,

Sowohl durch List, als auch durch Macht.

Gott streitet mit in diesem Krieg,

Wer ihm vertraut, behält den Sieg.

 

3.) Der Tod muss den zum Leben bringen,

Der hier im Glauben feste steht,

Er kann die Siegesfahne schwingen,

Weil er zur Herrlichkeit eingeht:

Dann ist des Glaubens Ziel erreicht,

Die Seligkeit, der gar nichts gleicht.

 

(a) Beispiel

(b) unter Kleinod ist eigentlich ein Schmuckstück zu verstehen, im übertragenen Sinn ist es die Glaubensfrucht, der Ertrag eines lebenslangen Bemühens einer christlichen Biographie

 

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Autor: Sophie Karoline von Brandenburg-Kulmbach

Melodie: Wer nur den lieben Gott lässt walten

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Geistliche Gedichte

[von Sophie Karoline von Brandenburg-Kulmbach]

Zweite Auflage

Verlag der Rothenschen Buchhandlung

Kopenhagen, 1756

Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung

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Sophie Karoline von Brandenburg-Kulmbach, verh. Fürstin Sophie Karoline von Ostfriesland (* 31. März 1707 in Weferlingen; † 7. Juni 1764 auf Schloss Sorgenfri bei Kopenhagen) war eine Prinzessin von Brandenburg aus der Kulmbacher Nebenlinie des Kulmbach-Bayreuther Zweiges der jüngeren Linie der fränkischen Hohenzollern.

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Rasseln hör ich Blätter

 

1.) Rasseln hör ich Blätter,

Aufgejagt vom Wetter:

Wolken hangen schwer

Auf der Landschaft draußen,

Laut in wüstem Sausen

Kämpft der Winde Heer.

Rauer Herbst,

Wie wild verderbst

Du des Sommers letzte Spuren

Auf den kahlen Fluren.

 

2.) Innen auch ist's trübe!

Holder Strahl der Liebe,

Wo verbargst du dich?

Auch des Herzens Garten

Zagt in bangem Warten,

Ob der Stürme Strich

Ihn verweh?

Ob untergeh,

Was der Gärtner mühsam hegte

Und mit Liebe pflegte?

 

3.) O, Natur, der Winter

Lauert grimmig hinter

Deinem Herbstgeheul.

Sieh, der graue Riese

Zielt schon, dass er schieße

Der Zerstörung Pfeil!

Starrer Frost

Bricht ohne Trost

Bald herein: der Nächte Dauer

Kleidet's Land in Trauer.

 

4.) Retter, sende Schimmer

Deines Lichts, dass nimmer

Gleiches widerfahr

Dem bedräbgten Herzen!

Spar ihm Herbstes Schmerzen,

Winters Frostgefahr!

Du kannst schnell

Und sonnenhell

Durch die Finsternisse dringen,

Und den Frühling bringen.

 

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Autor: Johannes Baptista von Albertini

Melodie: Jesu meine Freude

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Geistliche Lieder von

Johannes Baptist von Albertini

Bischof der Brüderkirche

Verlag von Appuns Buchhandlung

Bunzlau, 1835

Liednummer 218

Thema: Herbstlied

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Johannes Baptista von Albertini (* 17. Februar 1769 in Neuwied; † 6. Dezember 1831 in Berthelsdorf bei Herrnhut (Oberlausitz)) war ein Bischof und Liederdichter der Herrnhuter Brüdergemeine. Daneben arbeitete er auch als Botaniker und Mykologe (Pilzkundler). Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Alb.“.

Ab 1782 war Albertini Schüler am Pädagogium in Niesky (Schlesien) und anschließend Seminarist am theologischen Seminar in Barby an der Elbe. Hier freundete er sich mit Friedrich Schleiermacher an. Nach Lehrerstellen 1788 in Niesky und ab 1789 in Barby, wurde er 1796 Dozent am Seminar in Niesky. 1804 wurde er Prediger in Niesky und 1814 in Gnadenberg. Am 24. August 1814 empfing er in Herrnhut bei Zittau (Oberlausitz) die Bischofsweihe. Er wurde 1818 Prediger in Gnadenfrei und 1821 Mitglied und 1824 Vorsitzender der Unitätsältestenkonferenz in Berthelsdorf.

Albertini galt als bedeutender namhafter Prediger und neben Friedrich von Hardenberg (Novalis) als einer der wichtigsten Liederdichter seiner Zeit. Er leistete namhafte Beiträge zu den evangelischen Gesangbüchern seiner Zeit.

Er arbeitete auch als Botaniker und Mykologe. So schrieb 1805 er zusammen mit Lewis David von Schweinitz ein Werk, dessen deutscher Titel ‚Betrachtung der Pilze der Oberlausitz, die auf den Feldern um Nisky wachsen’, lautet und das die Beschreibung von 1130 Arten enthält, wovon 127 Pilze zum ersten Mal aufgeführt wurden.

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Albertinis Lieder/ Hymns

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Bittgesänge, Gotteslob und -dank

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Segne, Herr des Segens du

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Himmelfahrt

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Triumph, Viktoria, wird ihm gesungen

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Johannisfest

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Vor Jesu ging der Größte der von Weibern

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Nachfolge, Kirche und Mission

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Männer, lasst in euern Kreis mich treten

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Sonntag und Gottesdienst

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Sei uns willkommen, du Herzog übers Heer

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Sünde, Buße und Umkehr

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Ich fühle Schmerz, du treues Herz

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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned

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Abzustoßen, anzuziehen

Ach heute streut sie der Palmen Zier

Ach Seele, die ewge lebendige Quelle

Ach, öffne mir dein Herz, das liebesvolle

Alles ist an Gottes Segen, Herz, vergiss es nicht

Allmacht, das ist deine hand

Allmächtger, deine Allkraft ist

Allmächtiger Glaube, du Sieger der Welt

Allwaltender, wenn ich den Blick erhebe

Als Hausfreund kommt der Herr

Als Nachtlicht brannt an dunklem Ort

Als Priester trete ihr Sünder vor den Thron

Am Horeb flammt in rotem Brand

An deinem Busen lass uns lernen

Arm in der Krippe liegst du da

Auf Felsengrunde festiglich

Auf, bewege rasch die glatten Spiegel

Auf, bewege rasch die glatten Spiegel

Auf, erwache, meine Seele, hoffnungsvoll

Auf, Evangelisten

Auf, Herzen, seid ihr wach

Auf, ihr Handelsleute

Auf, ihr Priester Gottes, heiligt euch

Auf, ihr Seelen, lasst uns singen

Auf, Kind des Segens, iss vom Brot

Auf, Seele, du Sängerin, werde zum Bilde

Auf, zu heilgen Fahn, ihr Streiter

Aus dunklem Vorgrund tritt

Aus Mitternächtlich tiefem Dunkel

Aus schwerem Drang des Lebens

Aus tiefen Nöten schrei ich

Bald siegen, bald erliegen

Bedenk ich, Heiland, wie sanft dein Hirtenton

Begleit uns durch die Sabbathstage

Bekümmert sitz ich da und weine

Beladne, säumet nicht

Berge, weichet, fallt, ihr Hügel, fallt

Betrübet nicht den Geist

Bewacht, ihr Engel Gottes, unsre Kleinen

Bewahre mich, mein Gott, dass ich das erste Wort

Bild alle Kirchenchöre

Blick empor, in Glanzgewimmel

Blickt auf und seht den Wunderstern

Blüh ihm empor, du Hoffnung künftger Zeiten

Blutige Hände, schwebet hernieder

Boten Gottes, stimmet selig

Brenne hell, du Lampe meiner Seele

Da hängt er, ach, des Todes schuldig

Dank sei der Arbeit deiner Seele

Das Rad der Zeit rollt raschen Flugs zurück

Deiner heilgen Gottheit Glanz

Deines Thrones Stufen

Den Feind lass lästern, so hart er will

Der Ahnung voll vom Vaterland

Der ein Paradies voll Frieden oben uns bereitet hat

Der Feinde schreckenvolles Staunen

Der Himmel himmel sind dein Thron

Der Kirche erstgeborne Kinder

Dich laben, Herr, die Seelen

Dichte, Herz, ein feines Lied

Die Augen hebt und schaut

Die finstre Gruft, in die du sankst

Die Himmel erzählen die Ehre des Herren

Diener am Altare seines Heiligtums

Dir dienen, Fürst, ist Seligkeit

Dir, der um unser ewigs Leben

Du Bittst die Feinde, Gottes Sohn

Du Brennpunkt, der ein Feuermeere

Du erstgeborner allmächtger Königsssohn

Du gingest jin und glaubtest

Du guter Hirt, welch Loblied wird

Du hast dich mit deiner Braut

Du hast, mein Gott, mich frei geschaffen

Du holdes Licht. das jede Nacht durchbricht

Du König der Liebe, mit feurigen Zungen

Du Meister von dem Stuhle

Du musstest leiden, Gottes Sohn

Du nahest den Leiden, Betrübnis des Herzens

Du Niedrige, bleib treu dem Namen

Du rettest meine unsterbliche Seele

Du schautest auf Jerusalem

Du schwebtest, Geist des Herrn

Du seliger Magnet, der Herzen

Du setzest, Auge des Königs

Du Tröster in der Einsamkeit

Du wohnest nicht im Sturmwind, nicht im Feuer

Du wunderguter Heiland, du Gott

Du, der du deine Feind als Mann

Durch langen Krieg von meinem Gott geschieden

Düster herrscht in deinem Herzen

Ehre sei, Ehre sei Gott in der Höh

Eine ist es, die du liebest

Einsam in der Felsenhöhle

Engel Gottes, die im Licht

Er gebot dem Sturm und Meere

Er liebt, lasst uns ihn wieder lieben

Erheitr uns, Tröster, den nassen Blick

Erheitre uns, Tröster, den nassen Blick

Erkennen ihn, den Liebenswerten

Ermüdet aus der Schlacht der Fürsten

Erscheine, wir harren verlangend zu hören

Erwach am frühen Morgen

Erwache früh mit mir, steh mir zur Arbeit bei

Es deckt dich, o Buch, des Geheimnis Schleier

Es ist genug, so nimm, Herr, meine Seele

Es nährt dich, Mensch von Erde

Finsternis bedeckt die Erde

Finsternis bedeckt die Erde

Floss nicht, um die edle Dirne zu befrein

Folge mir, riefest du dem Zöllner zu

Frei schwören wir, Herr, Treue dir

Freue dich der Lebensreise

Freund des Herrn, der Abendstern

Freund, komm in der Frühe, für des Tages Mühe

Freundesgruß, Bruderkuss

Freundlich, Vater, aus der Höhe

Freundschaft galt dem Jonathan

Friede taut von oben

Friede, gleich des Stroms Gewässern

Froh aus der Arche fliegt die Taube

Froh lag an Jesu Brust Johann

Frohe Festtagslieder, wie ein einger Mann

Fühlst du, Seele, dich erhoben

Für Recht lass Gnad ergehen

Fürst guter Hirten, du lässest hundert stehn

Fürsten, Helden, rüstet euch

Fürwahr, fürwahr, er träget

Gedulde dich, du auf dem starren harten Erdlager

Geh ein zur Ruh, die Lieb umpflanzt dein Grab

Geh hin in deine Kammer, geh

Geh hin in Frieden, altes Jahr

Geh und säe Tränensaat, streu ihn aus

Gepredigt wird es von Ort zu Ort

Glaube, selge Zuversicht

Gleich Nebeln tilgst du Missetat

Gnad und Heil, o Kinderchor

Gott, in deine treuen Vaterarme

Gott, unser Bruder, wir kommen mit Lieb

Gottes Wort, du Feuerschwert, heilger Brand

Gottes Wundergärten stehn

Harr, o Herz, in Freud und Schmerz

Heil dir, o Seele, Heil, du hast das gute Teil

Heiland, deine blutge Taufe

Heile Blutgestalt, all mein Innres wallt

Heilig will ich mich befleißen

Heiliger Herr und Gott, Jehova Zebaoth

Heimlich, o ihr Brüder, ists

Heinweh fühl ich, Sohn vom Hause

Heiß umarm ich dich, du kalte Leiche

Heran, ihr Menschenkinder, lasst euch laben

Herr, dein Schiff umbrausen Stürme

Herr, dein Schiff umbrausen Stürme

Hilf uns fliegen, Adlern gleich

Hoch erschallt, ihr Jubeltöne

Hoch sitzt ins Himmels Thron

Hoff in sachter Stille

Holdseliger Knabe

Huldigt ihm, o ihr erlöste Heere

Huldigt, o ihr Geister

Ich folg dem Herrn, sie gehen, kommen, wandern

Ich fühle Schmerz, du treues Herz

Ich geh in stillen Bitten

Ich hab, o Seele, wider dich

Ich habs vergeben, spricht der Herr

Ich lag im Kreuze hingesunken

Ich sehe dich, du Menschensohn

Ich thron im Himmel oben

Ich weiß, dass mein Erlöser lebet, ihn sehn

Ihr blutigen Locken

Ihr Hände voll Segen

Ihr Herzen, sagt, wer hier am Ölberg zagt

Ihr Hirte, auf, wir wallen froh zur Stadt

Ihr Jünglinge, geliebte Schar

Ihr Kinder, kommt heran

Ihr Pilger auf dem Lebensweg

Ihr Töchter Jerusalems. eilet und saget

Im blutigen Gewand, darin er immer

Im siebenten Jahre genoss das Gefilde

In Christe Schule lerne lieben

In dir, o Rat und Kraft und Held

In Dunkel hüllst du, heilge Nacht

In Hütten der Gerechten

In stiller Abendstunde, in festlich froher Ruh

Ist meine Sache gleich des Herrn

Ists möglich, Herz voll Zärtlichkeit

Jahre eilen zur Vergangenheit

Jede Brust durchwehe

Jesu, mein Erbarmer, ach, wer war ich Armer

Kein Feuerross, kein Flammenwagen

Kind, das Könige besuchen

Kirche, spricht zu deinem Hirten

Komm, du Treuer, holder Menschensohn

Komm, Segen aus der Höh

Kommt heran zum Winderbau

Kommt herzu, erlöste Sünder

Kommt, betet auf Gethsemane

König aller Königreiche

König, lass dein Salböl auf uns tauen

Konntest du erkalten, einzig warmes Herz

Lache du in stolzer Ruh

Lamm Gottes, widersinnig tönt

Längst suchest du, mein Geist ein nahes Wesen

Laut im Herzen halls euch nach

Laut tönt es durch die Zeiten

Lehr und lieben, wie du liebetest

Leset eures Heilands Lieben

Leuchte hell in finstern Stall

Licht ist dein Kleid, Monarch der Welt

Lieben, lieben, steh geschrieben

Liegst du da in leiser Stille

Mach hell der Lampen Schein

Mag jemand, Seelen, noch dem Wasser wehren

Männer, lasst in euern Kreis mich treten

Mehr als tausend Sonnen

Mein Feund, in Myrrhenduft

Mein Freund ist mein und ich bin sein in himmlischem

Mein Freund ist mein und ich bin sein, er sitzt

Mein Herr, mein Gott, du sahst mein Herz

Mich zu heben, stiegest du herab

Mit deiner Glut entzünde mich

Mit deiner Glut erheize mich

Mit dem Kusse deines blassen Mundes

Mit Wasser taufete Johann

Möge dann zugleich durch unsre Seelen

Möge deine selge Liebe

Monarch der Welt, wer führt dich vor

Mose, langen Wechsels müde

Mühsam klimmt am Felsenpfade

Nach Abend wende dich

Nach schwerverbotner Frucht zu langen

Neben dich begraben will ich einst

Nicht eignes Recht noch Würdigkeit

Nicht ich bin, was ich bin

Nicht lang nach diesen Zeiten

Nie wird es dir heimlich, du liebende Seele

Nimm der Morgenröte Flügel

Nimm für deine Mutterpflege, Geist der Liebe

Nimm hin das Kind und säug es mir

Nimm unsern Herzensdank, du unser Trost

Nimmermehr genüg uns Wissen

Nur Lieb allein schafft Werk in Gott getan

O Buch, du wunderbares Buch

O du nur einen Tag Entbehrter

O du wundervoller Knabe, Knd

O du zum Mahl im Heiligtum

O Eden, du verlorner Garten

O Freund, wach über Deinen

O Garten Gottes, blüh

O Geist der Herrlichkeit

O Geist, du Lehrer der Seligkeit

O Gemein, erheb die Kehle

O Gemeinde, sei gegrüßt

O glaube durchgeh mit kräftigem Geweh

O Grab, du finstre Schreckensstätte

O heilger Ost, du Gegend wert und lieb

O heiligs Buch der Offenbarung

O heiligs Haupt von reinem Gold

O Herz, du edler Boden Gottes

O herzliche Barmherzigkeit

O Himmelsspeise, Labsal der Pilgerschaft

O Hoffnung, treue Trösterin

O irdische Hoffnungen, farbige Bogen

O Jesu, seliger Name du

O Kelch des Heils, wir ergreifen dich

O Kindeskindlein in der Kripp

O Kreuzesbaum, ist deine Erstlingsfrucht

O Leiche, du geliebte

O Liebe du, für mich gingst du in Todesschmerzen

O Liebe, du, für mich gingst du

O Liebe, selge Himmelsleiter

O seligs Chor, ihr Seraphim

O Vater, Vorbild aller Väter

O Wasser, Geist und Blut

O Wort des Lebens, dem klingst du süß

O, ihr selgen Reigen

Perle, o du eine, köstlich, wie sonst keine

Pflanzen Gottes, euer Los

Preis dir, Fürst der Auferstehung

Preise, preise, Seele, deinen Gott

Rasseln hör ich Blätter aufgejagt vom Wetter

Reicht, Brüder, euch die Hände

Reine Kraft vom heitern Morgen

Reine Kraft vom heitern Morgen

Rote, schwarze Haufen

Rufet laut, Posaunen

Ruhig stehst du da, Lamm Gottes

Rüst immer, Herr, dir Diener aus

Sammelt euch voll Dank und Freude

Sammle dich, du froher Jugendreigen

Sanft ist dein Joch, leicht deine Last

Schau die Sonne an der Wand

Schaut umher in die Zerstörung

Schlaf, du liebes Kind, Gottes Engel

Schön bist du, o Königssohn

Seele, liebst du mich, herzlich lieb ich dich

Seelen, löschet euer Dürsten

Segne, Herr des Segens du

Seht der Welten König

Seht die Füße selger Boten

Seht, an diesem lieben Sohn

Sei du mir nur nie ein Schrecken

Sei du mir nur nie ein Schrecken

Sei gesegnet, Weihetag

Sei getrost, es hat dein Glaube

Seid gesegnet, Kinderscharen

Seit du, o Heiliger, die Grüfte

Seit ich an meine Brust dich, holder Knabe

Selbstvergessne Liebe, führe mich

Selig ist, mein Heiland, deine Liebe

Selig ist, unaussprechlich selig ist

Selig ist, wen hier auf Erden

Selig sind die geistlich Armen

Selig sind, die nicht sehn und doch lieben

Selig sind, die nicht sehn und doch lieben

Sie sahn des Vaters Herrlichkeit

Sie schlägt, die segensvolle Feierstunde

Sie sind doch meine, sind nicht falsche Kinder

Sie singen Hosianna, dir, Herr

Sieh des Himmels Pforte

Sieh, es sinkt die Abendsonne

Singt, ihr Kehlen, Abendlieder

So lang noch irgendwo

Stephanus, der Erstling deiner Zeugen

Stürmen, o du Gottesbote

Sünder hört, er reißt euch aus dem Jammer

Tief im Herzen, unbeweglich

Tod, wo ist dein Stachel, wo dein Sieg

Treuer und wahrhaftger Zeuge

Treuer Vater, Gott der Liebe

Treues stilles Friedenstal

Tröstet euch im Ungemach

Über Weltentrümmern schläft

Um Gottes hohen Thron

Um ihren Meister versammelt war

Umdunkelt harrt mein reger Sinn

Umhüll, o finstre Nacht

Unaussprechlich süße selge Herzgenüsse

Und wir, der Erretteten fröhliche Reigen

Unter tausend Prachtaltären

Unverhofft kommt Jesus oft

Unzähmbare Mutterliebe

Verborgen und versiegelt

Verborgen wirkt im Mehle

Vergisset seines Kindleins wohl

Versammle dich, Gemeine

Verschwunden sind, o Held, des Todes Schrecken

Vollendet ist der Tag

Vom Honig kosten wir seliglich

Von der Liebe Pfeil getroffen

Von Ewigkeit bestimmt zum Lieben

Von Osten rauscht ein Engelpaar

Von seiner ersten heißen Stunde

Vorausgerufen ward der Freund

Wachet auf im Schoß der Erde

Was bin ich Erdenstäublein doch

Was fordert Gott, der Herr, von dir

Was für ein Mann, schweig, wildes Meer

Was ists, mein Heiland, um dein Lieben

Was richtest du, vermessnes Herz

Was weinst du, Seele, wen suchest du

Weil du, Gemein, in Schmach und Last

Welch ein Gruß, holde Jungfrau

Wenn die Trauermelodien

Wenn Gott, der Herr, zur Gartenschau

Wenn ich erst um ihn verlegen weine

Wenn zum letzten Male Christi Ruf

Wer bist du dort im roten Kleid

Wer bist du, wunderbares Wesen

Wer da nicht hat, wird beraubt

Wer dir, o Freund, am Busen ruht

Wer fasst in seine Faust das Meer

Wer glauben hat, spricht er

Wer löst an Gottes Buch

Wer Ohren hat, höre, es ist vollbracht

Wer stärket mir zur Arbeit Mut und Hände

Wer weckte doch von Aufgang den Gerechten

Wer wird mich doch erlösen

Werft nicht das Heiligtum den Hunden

Wie bienen um die Blumen schweben

Wie dir die Seraphinen

Wie eitel. wie eilig ist alles hienieden

Wie Hanna, dort, die Beterin

Wie hat er die Ernte so lieb

Wie ich, sollt ihr euch lieben

Wie labte doch, o Gärtner, jede Blume

Wie lodert doch, sich Seelen zu erkaufen

Wie regentropfen an den Rosen hangen

Wie ruhn wir doch im Schoß des Glücks

Wie sagt die Ruh dir, Seele, zu

Wie Senf, das kleinste Samenkorn

Wie tust du uns so wohl

Wir ehren dich, o Vater, du treues Gottesherz

Wir fahren hinab auf dem leuchtenden Spiegel

Wir fühlen die sanfte Gewalt deiner Liebe

Wir gehn hinauf zur heilgen Stadt

Wir knien, du Märtyrer ewiger Liebe

Wir kommen dir entgegen

Wir kommen, weil du rufst, o Freund

Wo ist ein Schmerz gleich deinen Schmerzen

Woher, vom Vaterlande, vom Bluts- und Freundschaftsbande

Wohlan, wer bittet, der erhält

Wollt ihr weggehn, fragt der Meister

Wundergarten Gottes in der öden Heide

Wundergarten Gottes in der öden Heide

Zagest du für Gottes Haus

Zehntausend tausend geflügelte Helden

Zimmermann der Welten

Zu Zion hat er seinen Herd

Zu Zion hat er seinen Herd

Zum Himmel stiegest du empor

Zum Ölberg ruft des Abends Stille

Zur Perlenmuschel wähle

Trier (Germany) '24

Rheinisches Landesmuseum

 

Trier (Feldstraße), 4th Century AD

Photo: Herbststimmung im Kurpark von Hanau-Wilhelmsbad

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Noch einmal sind beisammen

 

1.) Noch einmal sind beisammen

Wir an des Jahres Schluss

Und flehn zu dir, Gott Amen:

Herr lass uns deinen Fuß

In unsrer Mitte spüren!

Durchwandle unsre Reihn,

Lass deinen Geist uns führen

Tief in dein Wort hinein!

 

2.) Lass alles in uns schweigen,

Was die Gemeinschaft stört.

Lass jedes Herz sich neigen

Vor dir, dem es gehört!

Hast du uns doch erkaufet

Mit deinem teuren Blut,

Mit deinem Geist getaufet

Zu deinem Erb und Gut!

 

3.) Entzünde unsre Herzen

Mit deiner Liebe Flamm',

Du Mann der Todesschmerzen,

Du heil'ges Gotteslamm,

Dass jedes Herz erfülle,

Herr, deiner Liebe Glut,

Und unser ganzer Wille

In deinem Willen ruht!

 

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Autor: Robert Kaiser

Melodie: Der du in Todesnächten

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Pilgerklänge

von Robert Kaiser

Selbstverlag 1926

Thema: Kirchen-Jahresende oder Jahresende

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Robert Kaiser (* 21. Januar 1862 in Hillesmühle/Kreis Waldbröl in der preußischen Rheinprovinz; † 16. Juni 1936) war ein deutscher evangelisch-freikirchlicher Pfarrer und Lieddichter. Kaiser war zunächst Müller und Landwirt und trat im Jahr 1886 in das Missionshaus in Neukirchen (Kreis Moers) ein. Im Jahr 1891 wurde er zum Pfarrer der Freien Evangelischen Gemeinde in Witten an der Ruhr berufen und übernahm im Jahr 1897 die Leitung des Diakonissenhauses 'Bethanien' in Wetter an der Ruhr. Ab 1927 leitete er das Altersheim 'Salem' in Wetter an der Ruhr, wo er im Jahr 1936 verstarb. Zum 70. Geburtstag erschien eine von Hartmut Weyel verfasste Würdigung der Lebensleistung Kaisers. Dieser veröffentlichte im Jahr 1922 ein Werk über 'Krankheit und Krankenheilung'; seine geistlichen Lieder erschienen 1926 in Witten unter dem Titel 'Pilgerklänge - Gelegenheits-Lieder und -Gedichte'. Im sog. Gemeinde-Psalter aus dem Jahr 1938, dem offiziellen Gesangbuch der Freien evangelischen Gemeinden, stehen vier Lieder von Kaiser.

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The word autumn comes from the ancient Etruscan root autu- and has within it connotations of the passing of the year.[9] It was borrowed by the neighbouring Romans, and became the Latin word autumnus. After the Roman era the word continued to be used as the Old French word autompne (automne in modern French), and was later normalised to the original Latin. In the Medieval period there are rare examples of its use as early as the 12th century, but by the 16th century it was in common use.

.

Before the 16th century, harvest was the term usually used to refer to the season, as it is common in other West Germanic languages to this day However, as more people gradually moved from working the land to living in towns, the word harvest lost its reference to the time of year and came to refer only to the actual activity of reaping, and autumn, as well as fall, began to replace it as a reference to the season.

 

The alternative word fall for the season traces its origins to old Germanic languages. The exact derivation is unclear, with the Old English fiæll or feallan and the Old Norse fall all being possible candidates. However, these words all have the meaning "to fall from a height" and are clearly derived either from a common root or from each other. The term came to denote the season in 16th century England, a contraction of Middle English expressions like "fall of the leaf" and "fall of the year".

 

During the 17th century, English emigration to the British colonies in North America was at its peak, and the new settlers took the English language with them. While the term fall gradually became obsolete in Britain, it became the more common term in North America.

 

Shropshire Union Canal

23rd September 2014

Photo: Herbstlandschaft in Wiesbaden-Dotzheim, OT Sauerland

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Wenn wir unsern Lauf vollenden

 

1.) Wenn wir unsern Lauf vollenden,

Wenn wir unsre Seelen nun

Übergeben deinen Händen,

Bald in deinem Schoße ruhn,

Eilen wir aus allen Leiden

Hin zu deiner Engel Freuden,

Ewig, Gott, bei dir zu sein,

Ewig deiner uns zu freun.

 

2.) Wir, zu Gnaden angenommen,

Hoffen, Vater, voll Vertraun

Auch, wie sie, mit allen Frommen

Deine Herrlichkeit zu schaun.

Gleiche Hoheit wird uns schmücken,

Gleiche Wonn' uns dann entzücken.

Wir, erhoben in dein Reich,

Werden deinen Engeln gleich.

 

3.) Dieses Heiles der Erlösten,

Dieser Wonne, dich zu sehen,

Dürfen wir im Tod uns trösten,

Wenn wir deine Wege gehn.

Wenn wir ringen, schon auf Erden

Höhern Geistern gleich zu werden,

Standhaft in der Heiligkeit,

Dir zu dienen stets bereit.

 

4.) Wenn wir vor Begierde brennen,

Und den Engeln gleich, uns freun,

Immer mehr dich zu erkennen,

Immer heiliger zu sein.

Wenn wir hilfreich gern mit ihnen

Unsern schwächern Brüdern dienen,

Wenn ohn' allen Eigennutz

Wir ihn Beistand sind, ihr Schutz.

 

5.) Wenn wir Kinder in Gefahren

Leiten, - nie verführen, nie -

Sie, wie Engel tun, bewahren,

Kinderfreunde stets, wie sie.

Wenn durch Beispiel, wie durch Lehren,

Wir sie reizen, dich zu ehren,

Ihre Kindheit dir zu weihn,

Fromme Jünglinge zu sein.

 

6.) Welch ein Heil, Gott, schon auf Erden,

Engeln an Vollkommenheit

Immer ähnlicher zu werden,

Ähnlich einst an Seligkeit!

Lass uns nicht in eitlen Träumen

Dieses große Heil versäumen.

Lehr uns deine Wege gehn,

Einst wie sie, dich auch zu sehn!

 

7.) Wenn wir unsern Lauf vollenden,

Wenn wir unsre Seele nun

Übergeben deinen Händen

Bald in deinem Schoße ruhn.

Eilen wir aus allen Leiden

Hin zu deiner Engel Freuden.

Ewig, Gott, bei dir zu sein,

Ewig deiner uns zu freun.

 

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Autor: Johann Andreas Cramer

Melodie: ohne Angaben

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Der Text wurde von mir behutsam, soweit

es die Strophenform und der Endreim zu-

ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen

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gefunden in Sammlung der besten deutschen

prosaischen Schriftsteller und Dichter

Johann Andreas Cramers Gedichte

Verlegt bei Christian Gottlieb Schmieder

Karlsruhe, 1783

Thema: Tod und Ewigkeit

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Johann Andreas Cramer, (* 27. Januar 1723 in Jöhstadt bei Annaberg (Erzgebirge); † 12. Juni 1788 in Kiel), Freund und Biograph Gellerts, Konsistorialrat in Quedlinburg, evangelisch-lutherischer Hofprediger in Kopenhagen, Professor der Theologie in Kiel. Sein Gesangbuch für Schleswig-Holstein 1780 enthält viele rationalistische Umarbeitungen älterer Lieder, Cramer selbst dichtete über 400 geistliche Lieder, die zu seiner Zeit in großer Zahl in den Gesangbüchern zu finden waren.

---------- Langversion --------------

Johann Andreas Cramer (* 27. Januar 1723 in Jöhstadt bei Annaberg (Erzgebirge); † 12. Juni 1788 in Kiel) war ein deutscher Schriftsteller und lutherischer Theologe.

Der Pfarrerssohn besuchte zunächst die Fürstenschule in Grimma und studierte nach dem Tod seines Vaters 1742 an der Universität Leipzig. Er gehörte zu den Mitbegründern der literarischen Zeitschrift Bremer Beiträge. Seit 1745 hielt er als Magister Vorlesungen in Leipzig. 1748 wurde er Pfarrer in Kröllwitz bei Merseburg und kam 1750 als Oberhofprediger und Konsistorialrat nach Quedlinburg, wo sein Sohn Carl Friedrich Cramer geboren wurde. Auf Empfehlung Klopstocks und Bernstorffs berief der dänische König Friedrich V. Cramer 1754 als Hofprediger nach Kopenhagen, wo er gemeinsam mit Klopstock die Moralische Wochenschrift 'Der nordische Aufseher' herausgab. An der dortigen Universität erhielt er 1765 die theologische Professur. Sein Gönner Bernstorff wurde jedoch 1770 unter dem neuen König Christian VII. entlassen, hierdurch verlor auch Cramer 1771 sein Amt, der als Superintendent nach Lübeck ging. Bald danach wurde er vom dänischen König aber wieder zurückberufen, er erhielt im damals dänischen Kiel eine Professur der Theologie und 1784 das Kanzleramt der Universität. Dort starb Cramer starb am 12. Juni 1788.

Cramer stand als Gelehrter, Prediger und Dichter der Aufklärungszeit in hohem Ansehen. Seine schriftstellerische Tätigkeit begann er mit einer kommentierten Übersetzung der allgemeinen Weltgeschichte Bossuets, sowie der Predigten und kleinen Schriften des Kirchenvaters Johannes Chrysostomus in 10 Bänden. Seine Predigten wurden in mehr als 20 Bänden veröffentlicht. Das von ihm redigierte Gesangbuch für Schleswig-Holstein von 1780 enthielt umfangreiche Bearbeitungen von älteren Liedern im Sinne der Aufklärungstheologie und des Rationalismus. Cramer selbst dichtete über 400 geistliche Lieder, die zu seiner Zeit in großer Zahl in den Gesangbüchern zu finden waren. Davon ist heute noch das (umgearbeitete) Abendmahlslied 'Das sollt ihr, Jesu Jünger, nie vergessen' im Evangelischen Gesangbuch (EG 221) zu finden. Cramer war zeitlebens ein Freund von Christian Fürchtegott Gellerts, dessen Biograph er auch wurde.

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Johann Andreas Cramers Lieder/ Hymns

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Ach Gott, wie ein Geschätz verfließt die Zeit

Ach, die zweifelnden Gedanken

Ach, ewig wird die Strafe sein

Ach, rief Gott seinen Richterblick, der mich durchbohrt

Ach, wer auf späte Buße hofft

Ach, wer, Gott, vermag zu zählen

Ach, zürne nicht und dein Gericht

Alle Menschen müssen sterben alles Fleisch vergeht wie Heu

Allein an dir, mein Gott, hab ich gesündigt

Aller meiner Brüder Rechte lass, o Gott, mir heilig sein

Allgütiger, der gern erfreut

Als Gott dich deinen Menschen gab

Als ich in großen Schmerzen der Krankheit

Als in der Krankheit Schmerzen

Am Kreuze rief der Sohn, versenkt in Leiden

Anbetung, Jubel und Gesang und Lob

Auch für den Winter danken wir

Auch Sünder können selig sein

Auf dich, o Vater, schauen unsre Blicke

Auf Erden Wahrheit auszubreiten, die Wahrheit

Auf ewig ist der Herr mein Teil, mein Führer

Auf, mein Herz, ermanne dich

Aufrichtig, redlich, offen, frei ist Jesu Jünger

Aus deiner Quelle, Schöpfer, nimmt der Mensch, zur Seligkeit bestimmt

Aus einem tief vor dir gebeugten Herzen

Aus Erde ward mein Leib erbaut und wird auch wieder Erde

Aus seines Irrtums Finsternissen

Bald schwingt mein Geist sich auch vom Staube

Bedenk, o meine Seele, wozu du hier auf Erden bist

Beginnt ein Lied voll Dank mit feierndem Gemüte

Beglückt ist, wer mit Lust

Beglückt, beglückt ist, wer auf Erden

Bekenner Jesu, werdet nie vermessen

Berufen hast du mich, mein Gott

Besinget mit heiligen Zungen

Betet an, ihr Menschen, bringet dem Höchsten

Betet an, lasst uns lobsingen und Ehre

Bewaffnete, der Krieger Stand bewacht

Breit über mich, Herr, und mein Haus

Bringt dem milden Vater Dank

Bringt Ehre Gott, bringt Ehr ihm her

Christus, der uns selig macht, rein von Missetaten

Damit ich Pilger dieser Erde im Guten

Dank dem milden Vater, Dank

Danket Gott, erhebt ihn, singet

Das Amt der Lehrer, Herr ist dein

Das Recht, das uns der Herr gegeben, ist heilig

Das sollt ihr, Jesu Jünger, nie vergessen

Dass Gott unsträflich ist, des freue sich

Dass stets noch Christen streben

Dein bin ich, Herr, dir will ich mich zum Opfer geben

Dein ist das Licht, das uns erhellt

Dein Reich, o Gott, ist herrlich, ewig währen

Dein Wort, Herr unser Gott, ist ganz erfüllet worden

Dein Wort, o Höchster, ist vollkommen

Dein, Gott, ist unser Leben, du hast es uns gegeben

Deine Schöpfung, Erd und Himmel

Der du allein unendlich bist, du kennest alles

Der du beschlossest, als du schufst

Der du zu Gott erhöhet bist

Der du, o Gott, mein Schöpfer bist

Der Erde mütterlicher Schoß

Der Fürst des Landes freue sich

Der Geist, den uns der Sohn erwarb

Der Hang zum Bösen wohnt in mir

Der Herr ist der Begründer, der Kirche Zuversicht

Der Herr ist Gott und keiner mehr

Der Herr ist Gott, von Ewigkeiten

Der Herr ist in den Höhen

Der Herr sitzt auf dem Throne

Der Himmel Ruf erzählt und lehret

Der Sohn ist meine Heiligkeit

Der Sohn, der uns bei Gott vertrat

Der Unterricht, den du gegeben

Der Weise sagt zu seiner Seele

Des Herrn Gesetz verkündet den Gemeinen

Des Reiches Beherrscher

Des Wahns und Irrtums Finsternissen

Dich beten, Gott, die Himmel an

Dich ruf ich an, Gott, lass mich stets auf Erden

Die Erd ist Jesu Christi

Die Erd ist, Jesu Christe, dein

Die ganze Schrift mit allen ihren Lehren

Die Himmel preisen Gottes Macht

Die Himmel rufen, jeder ehret die Größe

Die ihr beglückt mit Kindern seid

Die ihr des Lebens edle Zeit

Die ihr geübt in Künsten seid

Die ihr, wie ernste Pflicht gebeut

Die Kinder, deren wir uns freun

Die Menschen mögen herrschen oder dienen

Dienstfertig soll ich sein

Dies sind die Rechte, welche Gott

Dir zu leben, dir zu sterben, ewig, Vater, dein zu sein

Dir, Davids Gott, dir töne Harf und Psalter

Dir, Gott und Vater, dienen wir mit freudigem Gemüte

Dir, Gott, sei Preis und Dank gebracht

Dir, Herr und Vater

Dir, Herr, sei dieses Kind empfohlen

Dir, unserm Gott, sei Dank für deines Wortes Lehren

Dort hängt, durch viele Leiden schon

Du bist der Stifter unsrer Freuden

Du bist, o Gott, gerecht, du gibst

Du freies Volk, das keinen Nationen

Du Geist des Vaters, Geist des Sohns

Du gingst, o Heiland, hin, für uns zu leiden

Du hast den Kindern Jakobs nicht

Du siehst, mein Schöpfer und mein Herr

Du trauriges Gehölz, du Freund von meinem Leiden

Du willst, o Gott, du Stifter auch der Ehen

Du, Gott, bist unsre Hilf und Macht

Durch einen Menschen kam der Tod

Ehre gern die Obrigkeit, wie sie der Herr gebeut

Eifrig sei und fest mein Wille

Ein Fels ist Gott und Gottes Arm

Ein heilig Band vereint euch

Entreiß dich deinen Schranken

Er ist gekommen

Er wird, erscheinen wird der schrecklichste der Tage

Erhalter, Menschenhüter, dank und Preis sei dir

Erheb, erheb, o meine Seele, Gott, meinen Schöpfer

Erhebe dich, mein Lobgesang

Erhebt den Herrn, dankt, dankt dem Gott der Götter

Erhebt und betet an zur Erde

Erhör uns, Gott, wir flehn um Licht

Erschalle laut, mein Lobgesang

Erwache, Harf und Psalter

Erwäg, o mein Seele, wozu du hier auf Erden bist

Erzeig an mir, Erbarmer, deine Gnade

Es ist ein Gott, er hat auch mich erschaffen

Es sei mein ernstlich Entschluss

Es strömt, o Gott, aus deiner Hand

Es werde Gott von dir erhoben

Ewig, ewig bin ich dein, teuer dir, mein Gott

Fallet nieder, fallet nieder, betet Gottes Wunder an

Fest steht zu Gottes Ruhme die Kirche

Fleug auf, mein Psalm, mein Lobgesang

Frohlockend dank ich, Vater, dir

Frohlockend, Vater, wach ich auf

Frohlocket Gott, lobsingt dem Herrn

Frohlockt zu Gottes Ruhme

Frohlockt, ihr Christen, preist und ehrt

Frohlockt, lobsinget Gott, der Heiland ist gekommen

Für unsern Nächsten beten wir

Für unsre Brüder beten wir, o Vater, wie für uns

Gedenk, o meine Seele, dass du für Gott

Geerntet ist der Felder Saat

Geist des Vaters, komm hernieder

Gelobt sei Gott, ihm will ich fröhlich singen

Gepriesen sei der Herr für deines Wortes Lehren

Gib, Gott, dass ich der Wahrheit treu

Gott hats erfüllt, Gott hats erfüllt

Gott ist ein Schutz in Nöten und seiner Kirche Zuversicht

Gott ist heilig, sterben, sterben

Gott ist kein Mensch

Gott sei Preis und Dank gebracht, denn nun

Gott werde stets von dir erhoben, du, deines Schöpfers Bild

Gott, dein ist unser Leben, du hast es uns gegeben

Gott, deinen heiligen Befehlen will ich

Gott, deiner Stärke freue sich der König allezeit

Gott, der su unser Vater bist, der alles

Gott, dessen Macht des Feuers Kraft

Gott, durch Glauben und Vertrauen

Gott, grenzenlos, undenkbar groß

Gott, ich darf mich zu dir nahn

Gott, ich preise dich mit allen Frommen

Gott, meine ganze Seele macht deinen Ruhm bekannt

Gott, meine Seele singe dir

Gott, nur Eines Menschen Sünden, was für Übel

Gott, Schöpfer, jedes deiner Werke

Gott, unserm Gott sei Lob für seines Wortes Lehren

Gott, warum erwachst du nicht

Gott, welch Verderben wohnt in mir

Gott, Weltrichter, richte nicht

Gott, wer ist dir zu vergleichen, wer zählt

Gott, wie du bist, so warst du schon

Gott, wie verderbt ist von Natur mein Herz

Groß ist des höchsten Name

Groß ist, ihr Eltern, eure Pflicht

Groß wird des Sünders Elend sein

Halt im Gedächtnis Jesum Christ, o Seele

Halte dich mit hoher Liebe an den Herrn

Halte dich nicht länger, fließe, stille Zähre

Heil dem Gerechten, der auf Erden mit allen seinen Kräften strebe

Heil, Heil dem Manne, der vom bösen Rat

Heiland, der verheißen war

Heilig ist Gott, zu verderben ein Eifrer

Heilig, heilig ist das Band, das die Menschen

Heilig, heilig sei der Eid euch

Herr erhöre mein Gebet um deiner Wahrheit willen

Herr Jesu Christ, ich weiß es wohl, ich muss, ich werde

Herr Jesu, gib uns deinen Geist

Herr, dir ist niemand zu vergleichen

Herr, du erforschest mich, dir bin ich nicht verborgen

Herr, du erforschest mich, du kennest mich

Herr, du regierst, dass alles glücklich werde

Herr, eifr um deines Namens Ruhm

Herr, höre mein Gebet und lass es dir gefallen

Herr, höre meine Worte, nimm meine Bitte an

Herr, lehre mich auf deinen Willen sehen

Herr, segne mein Bestreben, nicht bloß für mich zu leben

Herr, unser Gott, du warst, du bist zu allen Zeiten

Herr, wie lange muss ich ringen, eh ich auf der steilen Bahn

Herr, wir singen deiner Ehre

Hier sind wir, Gott, und flehn um Licht

Hilf, Herr, wenn sich die kleine Zahl

Hilf, wo der wahren Christen Zahl

Himmel, Erde, Luft und Meer, aller Welten

Hochbegnadigt von dem Herrn

Höchster, dir will ich lobsingen und in meiner Trübsal

Ich bin des festen, redlichen Entschlusses

Ich freu, ich freue mich in dir

Ich fürchte Gott, was kann mir schaden

Ich hab, o Gott, mir ernstlich vorgenommen

Ich habe, Gott, mir vorgenommen, nie auf der Übertreter Pfad

Ich habe, Herr, von meiner Sünden Bürde

Ich kann, Unendlicher, schon hier durch eifriges Bestreben

Ich lag umringt mit Schmerzen

Ich lobe dich und preise dich

Ich preise dich und singe dir, Versöhner aller Sünder

Ich sah es, Myriaden Bitten ergossen sich

Ich soll zum Leben dringen

Ich such in Gott mein Glück

Ich weiß, dass Gott ist, Gott hat mich erschaffen

Ich will dem Herrn zu jeder Zeit vertrauen

Ich will in stiller Einsamkeit zu dir

Ich will, mein Gott du König, dir lobsingen

Ich, den du schufst, ich preise dich

Ihr alle, die ihr fromm und treu euch ohne List

Ihr Kinder Gottes, freuet euch

Ihr, die auch ohne Wissenschaft und ohne Kunst

Im Tugendeifer, Gott, nicht zu erkalten

In deiner Liebe, Gott, nicht zu erkalten

In deiner Stärke freue sich der König

In die Stille will ich fliehen

Ist gleich unerforschlich immer unsers Gottes Weg und Rat

Ja, Vater, du beschlossest schon

Ja, zur Stille will ich fliehen

Jauchzt unserm Gott, er ist von großer Güte

Jesu, Trost der armen Seelen, du lässt dich

Jesus Christus sprach Bewahre mich, Vater

Jesus ist mein Hirte, als ich mich verirrte

Jesus rief mit lauter Stimme

Kommt und lasst uns niederfallen, bewundernd rühmen

Kommt, kommt, den Herrn zu preisen

Kommt, lasst uns Gott lobsingen

Kommt, lasst uns Gott und seine Größ erheben

Kommt, Menschen, her und schauet

Lass, Herr, im Guten meinen Fleiß zu stärken

Lass, o Jesu, mich empfinden, welche Seligkeit

Lass, o Jesu, nicht vergebens

Lasst uns, Christen, hoch erfreut

Lasst unter Gottes Arm uns

Leben fließt aus Gottes Fülle

Lehrer aus des Himmels Höhn

Lernt, Menschen, wie gerecht

Lob, Ehr und Dank sei dir, o großer Gott, gesungen

Lobsinge Gott, erheb ihn, meine Seele

Lobsinge Gott, erwecke deine Kräfte

Lobsinget Gott und betet an

Lobsinget Gottes starke Macht

Lobsingt dem Heiland, meine Lieder

Lobsingt dem Herrn, dem Gnädigen, dem Treuen

Lobsingt dem Sohne, preiset ihn

Lobsingt, Gottes Huld und Macht

Lobsingt, ihr Völker, preist den Sohn

Lobsingt, lobsinget Gottes Sohn

Lobsingt, lobsingt dem Herrn, frohlocket Gott

Mein Erlöser, du mein Freund, Stifter meiner

Mein Gott, zu dem ich weinend flehe

Mein Leib ist dein Geschenk

Mein Leib soll, Gott, dein Tempel sein

Mein Los in dieser Welt sei stets

Nach dir verlangt, o Jesu, meine Seele

Nacht voll Heil, voll ewger Wonne

Nicht alle können herrschen

Nicht für die Felder Segen nur

Nicht länger traure Berg und Tal

Nicht mürrisch, finster, ungesellig

Nie kann ich meines Gottes Wege

Nimm deine Psalter, Volk der Christen

Nimmt Gott, dem wir vertrauen

Noch immer wechseln ordentlich des Jahres Zeiten

Nur nie verzagt, wenn euch nur Gott, ihr Frommen

O du, den Jesus uns verheißt

O Geist des Vaters, Geist des Sohns, Lehrer, Tröster

O Gott, erbarme väterlich der Witwen

O Gott, von dem wir alles haben

O grabts mit Flammenschrift in Erz

O Herr, mein Vater, dein Gebot

O Schöpfer, jedes deiner Werke macht deiner größe

O Vater in der Höh, der mir in diesem Leben

O welch ein Segen ist ein Freund, der

Oft blühn Verbrecher auf und Gottes Fromme leiden

Preis dir, dem Heiligen, o lehr uns dir

Preis sei dem Gotte Zebaoth

Preis, Preis sei Gott, und Glück und Heil

Preist, Christen, mit Zufriedenheit, preist Gott

Preist, Christen, mit Zufriedenheit, preist Gott

Richte nicht, wenn Sünder sterben

Rühme, Seele, dein Gesang triumphiere

Rühmt, Christen, euern Gott, mit euern Liedern

Sanft und leicht ist Christi Joch

Schön ist die Tugend, mein Verlangen

Schön und lieblich prangen die Gefilde

Schuf mich Gott für Augenblicke

Schweigt, Verächter, spottet nicht

Schwingt, heilige Gedanken, euch von der Erde los

Sei mir gnädig, Menschen denken

Seinem eignen Herzen heucheln, Sünde tun

Selbst Engel sind gefallen, Herr

Selbst Jehova fordert Gaben

Sie kommt, sie kommt, die Zeit, die Gott

Singt unserm Gott mit dankendem Gemüte

So weit die Menschen deine Welt bewohnen

So weit die Menschen, Gott, auf Erden wohnen

So weit nur deine Sonnen glänzen

So weit, Herr, deine Himmel reichen

Sohn Gottes, du mein Herr, du bist mein Gott

Sohn, der du für uns starbst und lebst

Sohn, der uns verheißen war

Soll er von uns vergessen sein

Soll sich mein Geist, o Gott, zu dir erheben

Sollt ich an deiner Macht, o Gott, verzagen

Sollt ich meinem Herzen heucheln

Sollten Menschen, meine Brüder

Sorglos lebt in seinen Sünden

Standhaft sei, o Gott, mein Wille, reines Herzens

Stärke, Gott, mich in dem Glauben

Steig auf, mein Psalm, mein Lobgesang

Sterbend für das Heil der Sünder, rief Jesus laut

Still lächelnd wie ein frommer Greis

Teuer, wie mein eigen Leben

Tief anbetend, tief im Stande

Tief im Abgrund erklang des Himmels hoher Siegsgesang

Triumphiere, Gottes Stadt, die sein Sohn

Tugend und Religion will ich nie verlassen

Um als ein Christ zu leben

Um Erbarmen flehen wir, um Erbarmen

Um Erbarmen flehen wir, Weltenherrscher

Umsonst, umsonst verhüllst du dich, mein Herz

Unerforschlich sei mir immer meines Gottes Weg

Unermesslich ewig ist Gott, der Höchste

Unsre Kindheit, unsre Jugend

Verbergt euch, Sünder, meine Brüder

Vereint mit deinen guten Kindern, will ich des Bösen Umgang fliehn

Versammeln meine Sünden sich

Vollendet freudig euern Pfad

Vollendet freudig euren Lauf

Vom ganzem Herzen lieb ich dich, mein Heiland

Von dir in diese Welt gerufen, stehn, Vater, alle Menschen hier

Von dir sind, Gott, der Ehe Freuden

Von Furcht dahin gerissen

Von ganzem Herzen rühmen wir

Von Gott, o Landmann, ist dein Stand

Vor dir ist alles offenbar

Warum verschmähen Menschen doch

Was bös ist, hassest du

Was ist, o Gott im Himmel, was auf Erden

Welch eine hohe Seligkeit

Welch hohes Amt, Betrug und Wahn und Laster zu besreiten

Welt erwach und werde Licht

Wen wird, o Gott, die Wonne der Erlösten

Wenn auch Widerwärtigkeiten gegen meine Ruhe

Wenn du durch Widerwärtigkeiten

Wenn Gott dich über Brüder hebt

Wenn ich auf Gottes Wegen wanke

Wenn ich mein Auge, Gott, zu dir erhebe

Wenn jemals Zweifel sich in mir kühn wider deine Lehre

Wenn mein Verstand nicht denken kann

Wenn Menschen streben, dir an Güte und Wohltun

Wenn Menschenhilfe dir gebricht

Wenn sich der Frevler bläht und Tugendhafte leiden

Wenn sich, o Gott, mein Geist zu dir erhebet

Wenn uns, o Gott, durch deine Milde

Wenn wir unsern Lauf vollenden

Wenn, Gott, die Feinde deiner Lehre

Wenn, Jesu, meine Pilgerzeit nun ganz durchlebt

Wenn, Mittler, meine Pilgerzeit nun ganz

Wer arm und dürftig ist

Wer bekehret, wer gläubig ist, wer, ein Kind

Wer durch den Glauben lebet

Wer fühlt der Buße Schmerzen

Wer gehorcht, der tus mit Lust, er bleib immer sich bewußt

Wer gibt gebeugten bangen Sündern

Wer gleicht dir, Gott, undenkbar ist die Zahl

Wer hat den Glauben, dessen Früchte beweisen

Wer heilig ist, der bleib auch heilig

Wer herrscht, wer Fürst, wer König ist

Wer höher durch Geburt schon ist

Wer keine Furcht vor Menschen achtet

Wer leben will und glücklich, der betrübe

Wer mit Lust und Eifer strebte

Wer schwach ist, der vertrau auf Gott

Wer unter Gottes Schatten ruht, den mag kein Feind

Wer wird in deiner Allmacht Schirme

Wer zählet alle Gaben, die wir Beglückten

Wer zählt der Engel Heere, die du

Wer, neu durch dich, o Gott, geboren

Wer, o mein Gott, aus dir geboren

Wie du mit deiner Rache Heeren

Wie ein Geschwätz des Tags, verfließt

Wie eine Mutter sich erbarmt

Wie elend ist, wer arm und schwach

Wie gnädig warst du, Gott, von Alters

Wie groß ist Gottes Herrlichkeit, er sprach

Wie groß, wie angebetet ist dein Nam

Wie hart ist dessen Los, o Herr, ach, welche Lasten

Wie leicht verirren Menschen sich

Wie lieblich ist doch, Herr, die Stätte, da deines Namens

Wie liebt uns Gott so väterlich

Wie mannigfältig sind die Gaben, womit uns, Gott

Wie schön ist Gottes Welt

Wie selig bin ich, wenn mein Geist

Wie selig ist, wer gläubet und, von der Sünde Tyrannei

Wie, Völker, von dem Aberglauben

Wir alle sind ja Brüder, sind eines Leibes Glieder

Wir danken freudig dir für alle deine Gaben

Wir erscheinen hier vor dir, dich, o Vater, zu verehren

Wir kommen, Helfer, dir Gesang

Wir sind in Not, lass uns, o Gott

Wo deine Lehrer, Gott, dein Wort uns lehren

Wo find ich Gott, den meine Seele weit über alles schätze

Wo ich auch bin, will ich dem Herrn vertrauen

Wo ist die Nacht der Einsamkeit

Wo ist die Stätte des Verstandes

Wo ist ein Volk, wo ist ein Land

Wo ist wohl Not, wo Elend auf der Erde

Wo tönt das Lied, das dich erreicht

Wo wandeln Welten, wo ergießt deiner Sonnen

Wohl dem, dem seine Missetat der Schonende vergeben

Wohl dem, der Jesu angehöret

Wohl dem, der Jesu Christo treu

Wohl dir, o Landmann, denn dein Stand

Wohl dir, wohl dir, der du das Gute

Wohl euch, ihr Gläubigen, wohl euch, dass ihr dem Herren

Wohl uns, wenn wir, o Geist des Herrn im Guten

Wohl, wohl dem Menschen, der dem Rat der Frevler

Wohlauf, wohlauf, mein Saitenspiel

Wonnetrunkne Seel, ergieße dich

Wüsst ich nicht, Gott ist, Gott hat mich erschaffen

 

Distribution: E. European Russia to SW. Pacific (14 RUE 30 ALT BRY CTA IRK KRA TVA WSB YAK 31 AMU KHA KUR PRM SAK 33 TCS 34 AFG IRN IRQ 36 CHC CHH CHI CHM CHN CHQ CHS CHT CHX 37 MON 38 JAP KOR NNS TAI 40 ASS BAN EHM IND NEP PAK SRL WHM 41 MYA THA VIE 42 BOR JAW LSI MLY MOL PHI SUL SUM 43 NWG SOL 50 NSW QLD SOA TAS VIC 51 CTM NZN NZS 60 NUE NWC SAM TON VAN)

Lifeform: Hemicr. or tuber geophyte

 

Homotypic Names:

* Neottia sinensis Pers., Syn. Pl. 2: 511 (1807).

Gyrostachys australis var. sinensis (Pers.) Blume, Fl. Javae Nov. Ser.: 108 (1859).

Spiranthes australis var. sinensis (Pers.) Gagnep. in H.Lecomte, Fl. Indo-Chine 6: 546 (1933), nom. superfl.

(* Basionym/Replaced Synonym)

 

Heterotypic Synonyms:

Aristotelea spiralis Lour., Fl. Cochinch.: 522 (1790).

Epidendrum aristotelea Raeusch., Nomencl. Bot., ed. 3: 265 (1797), nom. superfl.

Neottia australis var. chinensis Lindl., Bot. Reg. 7: t. 602 (1821).

Spiranthes pudica Lindl., Coll. Bot.: t. 30 (1821).

Neottia pudica (Lindl.) Sweet, Hort. Brit.: 383 (1827).

Spiranthes indica Lindl. ex Steud., Nomencl. Bot., ed. 2, 2: 625 (1841), not validly publ.

Spiranthes australis var. pudica (Lindl.) F.Muell., Fragm. 10: 65 (1876).

Spiranthes neocaledonica Schltr., Bot. Jahrb. Syst. 39: 51 (1906).

Spiranthes papuana Schltr., Repert. Spec. Nov. Regni Veg. Beih. 1: 46 (1911).

Spiranthes aristotelea Merr., Philipp. J. Sci. 15: 230 (1919), nom. superfl.

Spiranthes spiralis (Lour.) Makino, J. Jap. Bot. 3: 25 (1926), nom. illeg.

Ibidium spirale (Lour.) Makino, J. Jap. Bot. 6: 37 (1929).

Spiranthes lancea var. chinensis (Lindl.) Hatus., J. Geobot. 16: 80 (1968).

Spiranthes sinensis f. autumnus Tsukaya, J. Pl. Res. 118: 17 (2005).

Spiranthes sinensis f. gracilis F.Maek. ex Tsukaya, J. Pl. Res. 118: 18 (2005), no type indicated.

View On Black

  

Autumn

 

Autumn or fall is one of the four temperate seasons. Autumn marks the transition from summer into winter, usually in March (Southern Hemisphere) or September (Northern Hemisphere) when the arrival of night becomes noticeably earlier.

The equinoxes might be expected to be in the middle of their respective seasons, but temperature lag (caused by the thermal latency of the ground and sea) means that seasons appear later than dates calculated from a purely astronomical perspective. The actual lag varies with region, so some cultures regard the autumnal equinox as "mid-autumn" whilst others with a longer lag treat it as the start of autumn. Meteorologists (and most of the temperate countries in the southern hemisphere) use a definition based on months, with autumn being September, October and November in the northern hemisphere and March, April and May in the southern hemisphere.

  

Personification of Autumn (Currier & Ives lithograph, 1871).

Autumn starts on or around 8 August and ends on about 7 November in traditional East Asian solar term. In Ireland, the autumn months according to the national meteorological service, Met Éireann, are September, October and November. However, according to the Irish Calendar which is based on ancient Celtic traditions, autumn lasts throughout the months of August, September, and October, or possibly a few days later, depending on tradition. In Australia, autumn officially begins on 1 March and ends 31 May. The vast diversity of the ecological zones of the South American, African and Australian continents renders the rigid European, North Asian and North American seasonal calendar an imposed cultural concept rather than relevant to climactic conditions. The seasonal cycles as named and described by the various indigenous Aboriginal peoples of Australia differ substantially from one another according to their local geographical and ecological environment and are intricately dependent on local environmental events and resources.

 

Etymology

 

The word autumn comes from the Old French word autompne (automne in modern French), and was later normalised to the original Latin word autumnus. There are rare examples of its use as early as the 12th century, but it became common by the 16th century.

Before the 16th century, harvest was the term usually used to refer to the season. However, as more people gradually moved from working the land to living in towns (especially those who could read and write, the only people whose use of language we now know), the word harvest lost its reference to the time of year and came to refer only to the actual activity of reaping, and autumn, as well as fall, began to replace it as a reference to the season.

The alternative word fall is now mostly a North American English word for the season. It traces its origins to old Germanic languages. The exact derivation is unclear, the Old English fiæll or feallan and the Old Norse fall all being possible candidates. However, these words all have the meaning "to fall from a height" and are clearly derived either from a common root or from each other. The term came to denote the season in 16th century England, a contraction of Middle English expressions like "fall of the leaf" and "fall of the year".

During the 17th century, English emigration to the British colonies in North America was at its peak, and the new settlers took the English language with them. While the term fall gradually became obsolete in Britain, it became the more common term in North America, where autumn is nonetheless preferred in scientific and often in literary contexts.

 

Harvest association

 

Association with the transition from warm to cold weather, and its related status as the season of the primary harvest, has dominated its themes and popular images. In Western cultures, personifications of autumn are usually pretty, well-fed females adorned with fruits, vegetables and grains that ripen at this time. Most ancient cultures featured autumnal celebrations of the harvest, often the most important on their calendars. Still extant echoes of these celebrations are found in the mid-autumn Thanksgiving holiday of the United States, and the Jewish Sukkot holiday with its roots as a full moon harvest festival of "tabernacles" (huts wherein the harvest was processed and which later gained religious significance). There are also the many North American Indian festivals tied to harvest of autumnally ripe foods gathered in the wild, the Chinese Mid-Autumn or Moon festival, and many others. The predominant mood of these autumnal celebrations is a gladness for the fruits of the earth mixed with a certain melancholy linked to the imminent arrival of harsh weather.

This view is presented in English poet John Keats' poem To Autumn, where he describes the season as a time of bounteous fecundity, a time of 'mellow fruitfulness'.

  

Melancholy association

  

A brightly colored tree contrasts the green foliage which surrounds it

Autumn in poetry has often been associated with melancholy. The possibilities of summer are gone, and the chill of winter is on the horizon. Skies turn grey, and people turn inward, both physically and mentally. Rainer Maria Rilke, a German poet, has expressed such sentiments in one of his most famous poems, Herbsttag (Autumn Day), which reads

 

Who now has no house, will not build one (anymore).

Who now is alone, will remain so for long,

will wake, and read, and write long letters

and back and forth on the boulevards

will restlessly wander, while the leaves blow.

 

Similar examples may be found in Irish poet William Butler Yeats' poem The Wild Swans at Coole where the maturing season that the poet observes symbolically represents his own aging self. Like the natural world that he observes he too has reached his prime and now must look forward to the inevitability of old age and death. French poet Paul Verlaine's "Chanson d'automne" ("Autumn Song") is likewise characterized by strong, painful feelings of sorrow. Keats' To Autumn, written in September 1819, echoes this sense of melancholic reflection, but also emphasises the lush abundance of the season.

 

Season of mists and mellow fruitfulness,

Close bosom-friend of the maturing sun;

Conspiring with him how to load and bless

With fruit the vines that round the thatch-eves run;

To bend with apples the moss’d cottage-trees,

And fill all fruit with ripeness to the core;'

  

Other associations

  

Halloween pumpkins

Autumn is also associated with the Halloween season (which in turn was influenced by Samhain, a Celtic autumn festival),[12] and with it a widespread marketing campaign that promotes it. The television, film, book, costume, home decoration, and confectionery industries use this time of year to promote products closely associated with such holiday, with promotions going from early September to 31 October, since their themes rapidly lose strength once the holiday ends, and advertising starts concentrating on Christmas.

 

Since 1997, Autumn has been one of the top 100 names for girls in the United States.

 

In Indian mythology, autumn is considered to be the preferred season for the goddess of learning Saraswati, who is also known by the name of "goddess of autumn" (Sharada).

 

source: Wikipedia

Photo: Nordfriedhof in Wiesbaden im Herbst

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Herr des Todes, deine Rechte

 

- Beim Tod einer Ehefrau und Mutter -

 

1.) Herr des Todes, deine Rechte

Liegt auf unserm Herzen schwer.

Finster, wie des Grabes Nächte,

Öd' und traurig ist's umher.

Zürne nicht ob unsern Klagen!

Kaum zu fassen, kaum zu tragen,

Ach, so schwer auf unsrer Brust

Liegt der schmerzliche Verlust.

 

2.) Wie die Meereswelle flutet,

Steigt empor des Gatten Schmerz.

Wie aus Todeswunden blutet

Der verwaisten Kinder Herz.

Herz vom Herzen losgerissen,

Sollen sie die Teure missen.

Welche liebend uns beglückt,

Ach, sie ist uns nun entrückt!

 

3.) Gott, wir sinken vor dir nieder,

Vater, der die Wunde schlug,

Heil, o heile du sie wieder!

Sprich zum Gram: Es ist genug!

Dass wir nicht durch Unmut fehlen, (a)

Gib, o Gott, in unsre Seelen,

Wie dein heilig' Wort verheißt,

Uns den Tröster, deinen Geist.

 

4.) Sie ist heim zu dir gegangen.

Wir noch pilgern mühsam hier,

Und mit innigem Verlangen

Wünschen wir uns hin zu ihr.

Du wirst unsern Wunsch erfüllen,

Wirst den Drang der Liebe stillen,

Hebst auch uns einst zu dem Chor

Deiner Seligen empor.

 

5.) Lass auf unsers Leben Pfade

Leuchten deines Trostes Licht,

Und verlass mit deiner Gnade

Uns in unserm Jammer nicht!

Zieh uns immer mehr nach oben,

Wo die Engel, Herr, dich loben!

Richt' und hebe himmelwärts

Unsre Hoffnung, unser Herz!

 

(a) fehl gehen

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Autor: Christian Ludwig Neuffer

Melodie: Alle Menschen müssen sterben

oder: Du, o schönes Weltgebäude

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Sammlung christlicher Lieder zum Gebrauche

für die öffentliche und häusliche Andacht

als Entwurf eines Gesangbuches für die

Evangelisch-protestantische Kirche

des Großherzogtums Baden herausgegeben

Verlag von J.M. Katz, Witwe

Pforzheim, 1831

Liednummer 501

Thema: Tod und Ewigkeit

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Christian Ludwig Neuffer (* 26. Januar 1769 in Stuttgart/Herzogtum Württemberg; † 29. Juli 1839 in Ulm) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Pädagoge, Herausgeber und Schriftsteller. Neuffer wurde als Sohn des Registrators beim Konsortium in Stuttgart, Ludwig Ehrenreich Neuffer, und seiner griechischstämmigen Frau Magdalena Perlargus geboren, die beide einen pietistischen Gebetskreis besuchten. Nach Abschluss des Stuttgarter Gymnasiums studierte Neuffer in den Jahren zwischen 1786 und 1791 Theologie am Tübinger Stift. In dieser Zeit wurde Neuffer mit Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791) bekannt und half diesem bei der Herausgabe seiner Zeitschrift 'Teutsche Chronik'. Im Jahr 1795 verlor Neuffer durch Krankheit seine Verlobte, Rose Stäudlin, der er in der Figur der Erato in seinen Liedern ein Denkmal gesetzt hat. Nach dem Studium war Neuffer zunächst Hilfsgeistlicher in Stuttgart, gab Mädchen des Bürgertums Privatunterricht und war dann Pfarrer am Stuttgarter Waisenhaus. Im Jahr 1803 heiratete er Wilhelmine Louise Osterle und wurde als Diakon (Zweiter Pfarrer) nach Weilheim an der Teck berufen. Zwischen 1808 und 1819 übernahm er die Pfarrstelle in Zell unter Aichelberg, wo er sich dem literarischen Schaffen widmete. Im Jahr 1819 wurde Neuffer als Stadtpfarrer an das Ulmer Münster berufen, war dort zugleich Schulinspektor und gründete selbst eine Schule. 1821 wurde er als Mitglied in einen Gerichtssenat des Donaukreises berufen. Von acht Kindern, deren Existenz nachgewiesen ist, verlor Neuffer vier durch frühen Tod; vier weitere Töchter begleiteten ihn bei seinem Umzug nach Ulm. Seine Werke sind wie die vieler schwäbischer Dichter seiner Zeit vom Spätwerk Friedrich Schillers beeinflusst. Neuffer veröffentlichte eine Predigsammlung, einige Erbauungsbücher und gab eine Zeitschrift, die 'Monatsschrift für Geistes- und Herzensbildung junger Frauenzimmer' heraus, die von 1802 bis 1803 erschien. Er schrieb darüber hinaus Gedichte; seine weltlichen Gedichte erschienen in zwei Bänder ab 1805 in Hildburghausen und Stuttgart, von seinen geistlichen Liedern sind 18 überregional bekannt geworden und stehen in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 19. Jahrhunderts. Diese erschienen im Jahr 1820 in Leipzig unter dem Titel 'Christliche Urania'.

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Photo: Landschaft zwischen Wiesbaden-Dotzheim und Wiesbaden-Frauenstein

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Dem Rufe des Herrn gehorchen wir gern

 

1.) Dem Rufe des Herrn

Gehorchen wir gern.

Gehorsam ist Freiheit der Seelen.

Die Not ist vorbei

Für alle, die frei

Den Weg des Gehorsams erwählen.

 

2.) Führt steil auch die Bahn

Durch Arbeit hinan, -

Der Willigkeit muss es gelingen.

Das Wollen er schafft

Und gibt uns auch Kraft,

Im Glauben das Werk zu vollbringen.

 

3.) Der's treu mit uns meint,

Er hat uns vereint,

Mit Treue des Dienstes zu walten.

Es winket die Kron'

Der Treue zum Lohn,

Wenn wir bis ans Ende sie halten.

 

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Autor: Franz Härter

Melodie: Wirf Sorgen und Schmerz

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Gemeinde-Psalter

Vierstimmige Ausgabe

6.-9. Tausend

Bundes-Verlag

Witten/Ruhr, 1938

Liednummer 557

Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost

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Franz Heinrich Härter (* 1. August 1797 in Straßburg/Elsass; † 5. August 1874 ebenda) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Härter wurde als Sohn des Bäckers und Konditors Franz Härter und seiner Frau Luise Friederike, geb. Rhein, geboren und studierte nach dem Besuchs des Gymnasiums ab dem Jahr 1813 an der Universität seiner Vaterstadt Theologie 1820 absolvierte Härter eine Kur und lernte Henriette Elise Kampmann (1799–1828) kennen, mit der er sich verlobte und die er 1823 heiratete. Seinen Lebensunterhalt verdiente Härter nach seinem Studium mit Privatunterricht und setzte nach einer Bildungsreise durch Nordfrankreich und Deutschland sein Studium ab Herbst 1821 in Halle/Saale fort. Im Jahr 1823 wurde Härter ordiniert und übernahm eine Pfarrstelle in Ittenheim, während seine Frau sich um Kranke in der Familie und der Gemeinde ihres Mannes kümmerte und jungen Mädchen und Frauen Handarbeitsunterricht erteilte. Ihr Mann engagierte sich neben seinem geistlichen Amt auch um die Verbesserung der Lage in den Schulen, wobei er sich durch Elemente von Aufklärung und Erweckungsbewegung im Sinn des Theologen Johann Friedrich Oberlin (1740–1826) leiten ließ. Im Jahr 1828 starb Härters Frau an einer Infektion und hinterließ zwei Kinder. Im Mai 1829 wurde Härter vierter Pfarrer an der Neuen Kirche, der evangelisch-lutherischen Hauptkirche in Straßburg. Im März 1830 heiratete Härter Friederike Dorothea Rausch (1799–1842), die Tochter eines Kaufmanns und Jugendfreundin seiner verstorbenen ersten Frau, die ihm drei Kinder schenkte. Am Trinitatisfest des Jahres 1831 bekannte Härter sich vor seiner Gemeinde zum Pietismus, worauf die Gemeinde, die dem dem Rationalismus zuneigte, gegen ihn bei der Kirchenleitung vorging. Härter betätigte sich anschließend in zahlreichen Vereinen. Von 1831 bis 1839 war er im Vorstand der Neuhof-Anstalt, einer Schule für Jungen und Mädchen, die Grundschule und berufliche Ausbildung umfasste. Im Jahr 1834 gründete Härter die Straßburger Evangelische Gesellschaft und ließ für die Straßburger Erweckungsbewegung einen Versammlungsraum, die sogenannte 'Chapelle' bauen und war ein Jahr später an der Gründung der Evangelischen Missionsgesellschaft in Straßburg beteiligt. Ferner war er Mitglied der Gesellschaft der Freunde Israels, die der Judenmission diente, arbeitete in der Verwaltung der Straßburger Bibelgesellschaft und der Privatarmenanstalt mit und gründetet nach einem Besuch in Kaiserswerth legte Jahre 1839 den Grundstein für das spätere Straßburger Diakonissenhaus. Von Härter liegen zahlreiche Predigten und Erbauungsschriften im Druck vor. Ein geistliches Lied Härters, das Kreuzlied 'Dem Rufe des Herrn gehorchen wir gern', wurde in den sog. Gemeinde-Psalter aus dem Jahr 1938 aufgenommen, der das offizielle Gesangbuch der Freien evangelischen Gemeinden war.

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Photo: Skulptur auf dem Nordfriedhof in Wiesbaden

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Gedanke voller Seligkeit

 

1.) Gedanke voller Seligkeit,

Du bester Trost der Sterblichkeit,

Ich glaub ein ewig' Leben,

Was wär mein Dasein ohne dich?

Mit welchem Schauder würde mich

Die Zukunft oft durchbeben?

Umsonst erhöbe sich mein Herz

Zum Himmel bei so manchem Schmerz.

 

2.) Ich irrt' im dunklen Tal hinab

Bis an mein schreckensvolles Grab,

Das Ziel von meinen Tränen:

Was wäre meines Lebens Glück

Mehr als ein flücht'ger Augenblick,

Mehr als ein banges Sehnen?

Was sind die Freuden dieser Welt,

Wenn ew'ge Nacht uns einst befällt?

 

3.) Und ist der Leiden große Zahl

In diesem dunkeln Pilgertal

Nicht oft das Los des Lebens?

Ist nicht das Laster oft beglückt,

Und seufzt nicht, tief in Staub gedrückt,

Die Tugend oft vergebens?

Wie manchen Geist beugt Sklaverei

Und wer bleibt hier von Irrtum frei?

 

4.) O, wohl mir, dass mich Gott erschuf!

Die Ewigkeit ist mein Beruf,

Und Schule nur dies Leben.

Zwar diese Hülle fällt einst ab,

Und Staub und Moder füllt mein Grab,

Doch wird mein Geist sich heben.

Er selbst wird nie des Todes Raub,

Er schwingt sich über Grab und Staub.

 

5.) O Gott, mein frohes Aug' erblickt

Die Lieben einst, die nun beglückt

Schon längst den Sieg erstritten.

Und alle, alle folgen nach,

Er sammelt uns ein sel'ger Tag

In jene ew'gen Hütten,

Und meinem Blick enthüllt sich dann

Dein großer liebevoller Plan.

 

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Autor: Johann Benjamin Koppe

Melodie: O Ewigkeit, du Donnerwort

oder: Wir haben eine feste Stadt

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Christliches Gesangbuch zur Beförderung öffentlicher und häuslicher Andacht

Druck: Johann Georg Heyse

Bremen, 1837

Liednummer 329

Thema: Tod und Ewigkeit

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Johann Benjamin Koppe (* 19. August 1750 in Danzig; † 12. Februar 1791 in Hannover) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Koppe wurde als Sohn eines Tuchmachers geboren und besuchte das Gymnasium in Danzig. Er immatrikulierte sich im Jahr 1769 an der Universität in Leipzig, wo er Philologie und Theologie, unter anderem bei dem berühmten Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769) studierte. Ab 1772 setzte er seine Studien in Göttingen fort, übernahm dort das Amt eines Repetenten und wurde 1774 Lehrer für griechische Sprache am Gymnasium in Mitau. Ein Jahr später erhielt er eine Professur an der Universität in Göttingen, wo er ab 1777 zugleich Universitätspfarrer und ab 1778 auch Direktor des Predigerseminars wurde. Wichtigste Veröffentlichung in dieser Zeit war eine 1778 erschienene Bearbeitung des Neuen Testaments, das nach seinem Tod weiter- und erst im 19. Jahrhundert zu Ende geführt wurde. Außerdem ließ er Übersetzungen und theologische Abhandlungen drucken und gab ein Gesangbuch für die Universitätskirche heraus. Im Jahr 1784 wurde Koppe als Oberpfarrer, Oberkonsistorialrat und Generalsuperintendent nach Gotha berufen, wo er die Reorganisation und Erweiterung des Schullehrerseminars vorantrieb und am Landeskatechismus von 1790 mitarbeitete. 1788 wechselte er als Ersten Hofprediger an die Schlosskirche in Hannover, wo er zugleich die Ämter des Konsistorialrats und Generalsuperintendenten für die Generaldiözese Hoya-Diepholz versah. Er verstarb drei Jahre später im Alter von 40 Jahren. Koppe wurde auf dem Gartenfriedhof bestattet, wo sich noch heute sein denkmalgeschütztes Grabmal findet. Eine Sammlung seiner Predigten erschien postum in zwei Bänden in den Jahren 1792 und 1793. Von seinen geistlichen Liedern sind sieben überregional bekannt geworden und stehen in Kirchengesangbüchern des 19. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Lied ist ein Tauflied mit acht Strophen und heißt 'Dass ich in deiner Christenheit'.

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Erhabne Heiligkeit, du drei vereintes Wesen

 

1.) Erhabne Heiligkeit, du drei vereintes Wesen,

Gott Vater, Sohn und Geist, durch dich Herr Zebaoth,

Bin ich nach sichrer Ruh' des frohen Lichts genesen,

Mich zieht die Dankbarkeit vor dich auf dein Gebot.

 

2.) Ich überwinde mich schon früh von dir zu reden,

Der ich ein schändlich' Nichts, nur Erd' und Asche bin!

Doch wird dein hoher Glanz mich Schwachen nicht ertöten,

Mein Mittler spricht für mich und nimmt die Schulden hin.

 

3.) Er hat in seinem Volk mir auch ein End' erteilet:

Drum heißt ein Opferdienst gerechter Christen Pflicht.

Der Dank der jetzt für dich durch alle Wolken eilet,

Bleibt meine Morgengab' und du verschmähst sie nicht.

 

4.) Erbarmer, dir sei Preis für alle Lieb' und Treue,

Die mich im Schlaf bewacht, und der Gefahr gewehrt.

Dein gütigs Wesen zeigt sich alle Morgen neue,

Und deine Langmut trägt mich immer unversehrt.

 

5.) Wie düster war die Nacht, wie furchtsam ihre Schatten,

Doch muss auch dieser Stand den Deinen dienlich sein.

Denn mit der Finsternis muss sich die Ruhe gatten,

Und deren Wechsel zeigt den schönsten Gnadenschein.

 

6.) Der Schlaf, des Todes Bild, hat mich nun erst verlassen,

Ich steh von meinem Bett, gib auch von Sünden, auf!

Am Morgen endete mein Heiland sein Erblassen,

Am Morgen enden sich auch meiner Sünden Lauf.

 

7.) Ich seh die Morgenröt', durch meines Jesu Lieben,

Macht mich in seinem Blut schön, rot, versöhnt und rein.

Die Sonne hat die Nacht und Nebel schier vertrieben,

Auch meine Sündennacht wird bald zu Ende sein.

 

8.) Die Perlen von dem Tau sind prächtig anzusehen,

Jedoch des Himmels Tau verspricht mir bessre Frucht,

Befeuchte meine Seel', so wird o Gott, geschehen,

Dass sie, kraft deines Geists, nur deine Weisheit sucht.

 

9.) Die Arbeit wird sie stets nach deinem Willen wählen,

Der Glieder Dienst und Kraft bleibt, Vater, dir geweiht.

Des Leibs Gesundheit soll mein Leben nicht beseelen,

Wo nicht mein Speis' und Trank zu deinem Preis gedeiht.

 

10.) Dies ist der Segen, den ich heut von dir erbitte,

Um den ich heftiger, als dorten Jakob, ring.

Mich hört mein Bundesgott, er fördert meine Schritte,

Er tröstet meine Seel', wenn ich in Nöten bin.

 

11.) Jetzt will ich ganz getrost mein Tun und Werk besorgen,

Weil heut' Jehovah selbst in meinen Glieder wirkt:

Ein froher Abend folgt auf solchen Morgen.

Kraft dessen uns am Tag des Himmels Huld umzirkt. (a)

 

12.) Noch etwas neben mir, muss ich dir, Herr, empfehlen:

Das Liebste, welches uns Geblüt und Freundschaft zeigt.

Heut müsse sich ihr Glück mit deiner Treu vermählen,

Doch bleibst du ohnedem, dem frommen Volk geneigt.

 

(a) umgibt

 

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Autor: Christoph Bezzel

Melodie: Mein Vater, zeige mir, dein Kind

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Hrn. Benj[amin] Schmolkens

Gottgeheiligte Morgen- und Abendandachten

Verlag Trowitzsch & Sohn

Frankfurt/Oder und Berlin, 1802

Thema: Morgenlied

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Christoph Bezzel, (* 12. August 1692 in Hilpoltstein/Franken, + 27. März 1740 in Wöhrd bei Nürnberg) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Hymnologe und Kirchenlieddichter. Bezzel studierte von 1711 bis 1714 in Altdorf bei Nürnberg und schloss das Studium mit dem Magistergrad ab. Er setzte seine Studien in Jena, Leipzig, Halle, Dresden und Wittenberg fort und kehrte 1716 nach Altdorf zurück. Ab 1717 arbeitete er als Privatlehrer und Theologe, zunächst ab 1717 als Kandidat in Nürnberg und ab 1723 als Stadtvikar, ab 1729 als Pfarrer in Peringersdorf. Er war seit 1731 Mitglied des Pegnesischen Hirten- und Blumenordens, einer 1644 gegründete Nürnberger Sprach- und Literaturgesellschaft, die bis heute besteht. Er wählte den Mitgliedsnamen Belisander und war ein gekrönter Poet. Ab 1732 war er Pfarrer in Wöhrd, wo er starb. Er veröffentlichte 1739 am Verlagsort Nürnberg eine Sammlung von Kirchenliedern unter dem Titel 'Die mit Psalmen und Lob-Gesängen beschäftigte Christenstimme Oder ein zu denen Kirchen- und Haus-Andachten gerichteten und vermehrtes Gesangbuch'.

Er darf nicht verwechselt werden mit dem gleichnamigen Pfarrer und Kirchenlieddichter Christoph Bezzel (geboren vor 1627, + 1689) aus Magdeburg.

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Christoph_Franken Bezzels Lieder/ Hymns

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Du hast mich je und je geliebet, mein Herr

Erhabne Heiligkeit, du drei vereintes Wesen

Mein Gott, die Nacht ist eingetreten

 

Photo: Weinberge zwischen Wiesbaden-Dotzheim und Wiesbaden-Schierstein mit Blick auf Oberwalluf

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Das, was christlich ist, zu üben

 

1.) Das, was christlich ist, zu üben,

Nimmst du, Menschenkind, zu leicht.

Ist dir nichts zurückgeblieben?

Hast du denn das Ziel erreicht?

Traue nicht dem falschen Schein,

Willst du nicht betrogen sein.

Hast du alles wohlerwogen,

Dich auf Gottes Wort bezogen?

 

2.) Ehrbar sein, die Laster fliehen,

Davor auch ein Heid' erschrickt,

Um den Nächsten sich bemühen,

Wenn daraus ein Nutzen blickt.

Freundlich tun, den Zöllnern gleich,

Sein an guten Worten reich,

Hat noch keine rechten Proben,

Es als Heiligkeit zu loben.

 

3.) Wenn man ohne Tadel lebet,

Und das Aug' nichts schelten kann,

Wenn der Sinn nach Tugend strebet,

Feindet grobe Laster an.

Lobt die Frommen, rühmt was gut,

Hat im Leid gelinden Mut.

Sollte zu der Zahl der Fromen

Nicht mit Recht ein solcher kommen?

 

4.) Gottesdienst, Gebet und Feier,

Ein mild gewohnte Hand,

Fleiß im Amt und reiche Steuer,

Redlichkeit, der Treue Pfand,

Recht und Strafe mit Gebühr

Dem Verbrecher schreiben für.

Und was Gutes mehr zu preisen,

Kann kein Christentum beweisen?

 

5.) Nein, es ist ein göttlich Wesen,

Eine geisterfüllte Kraft,

Von der Welt sein auserlesen,

Tragen Christi Jüngerschaft.

Ohne Schatten, Schaum und Spreu

Zeigen, dass man himmlisch sei.

Der aus Gott ist neu geboren,

Ist in diese Zunft erkoren.

 

6.) Seele, willst du recht erlangen

Was dich Christo ähnlich macht,

Und nicht an dem Äußern hangen:

Meid der Worte Schein und Pracht.

Auf das Innre wend dein Aug',

Prüfe, ob es etwas taugt?

Durch Verleugnung musst du gehen,

Willst du Gottes Reichtum sehen.

 

7.) Wissen Gottes Sinn und Willen

Folgen seinem Rat und Zucht.

Seinen Durst an Jesu stillen,

Zeigen schöne Liebesfrucht,

Die der Glaub' umsonst gebiert,

Ist, was unsern Zweck berührt.

Buß tun, glauben, heilig leben,

Ist wonach die Christen streben.

 

8.) Glauben ist ein großes Wunder,

Weil er Jesum an sich zieht,

Ist des neuen Lebens Zunder,

Eine Burg, dahin man flieht.

Wenn der grimme Moses-Stab

Wirft der Hoffnung Grund herab.

Da muss Christi Blut gedeihen

Und für uns um Hilfe schreien.

 

9.) Ist der Glaube angezündet,

Riecht er wohl als eine Blum',

Der mit Gott sich eng verbindet,

Sucht nicht Ruhm und Eigentum.

Brennt vor Liebe, niedrig, treu.

Trägt vor kleinster Sünde Scheu.

Steht vor Gott ganz aufgedecket,

Da ein Heuchler sich verstecket.

 

10.) Findest du nun, lieber Christe!

Einen leeren Bilderkram,

Ein verblendtes Schaugerüste,

Drauf kein wahres Wesen kam.

Du bist eitel, taub und blind,

Leicht zum Bösen, wie der Wind,

Ohne Saft und Geistestreiben?

Muss dein Selbstlob unterbleiben.

 

11.) Ach, Herr Jesu, lass uns wissen,

Wie man dir gefallen soll.

Mach uns Guts zu tun geflissen

Und der wahren Frommheit voll.

Dein heilwerter Rat und Zug

Uns entdecke den Betrug,

Da viel tausend sich betören,

Meinen, dass sie dein gehören.

 

12.) Gieß den Geist in unsre Seelen,

Durch das Wort, das feurig ist,

Uns vom Irrtum loszuzählen

Der vom Fleisch verborgnen List.

Prüf und siehe, wie es steh,

Dass kein Schäflein untergeh.

Lass das Urteil einst erschallen,

Dass wir dir recht wohl gefallen.

  

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Autor: Johann Reinhard Hedinger

Melodie: ohne Angaben

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Die geistliche Dichtung von Luther bis Klopstock

ausgewählt und eingeleitet von Paul Pressel

erschienen als 5. Band der Evangelischen Volksbibliothek

Verlag Adolph Becher, Gustav Hoffmann

Stuttgart, 1863

Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung

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Johann Reinhard Hedinger (* 7. September 1664 in Stuttgart; † 28. Dezember 1704 in Stuttgart) war ein deutscher evangelischer Theologe, der als Vertreter des frühen Pietismus die Reformideen Philipp Jakob Speners in das Herzogtum Württemberg und seine Theologenausbildung einführte. Johann Reinhard Hedinger war der Sohn des Stuttgarter Hofadvokaten Johann Reinhard Hedinger (1639-1668) und der Prälatentochter Christiana geb. Schübel. Er besuchte zunächst die Deutsche Schule, dann die Lateinschule in Stuttgart und wechselte 1677 in die evangelische Klosterschule nach Hirsau, zwei Jahre später in die Klosterschule in Bebenhausen. Ab 1681 studierte er als Stipendiat des württembergischen Herzogs am Evangelischen Stift Tübingen. Danach wurde er Prinzenerzieher, Reise- und Feldprediger des Herzoghauses. Von 1694 bis 1699 war Hedinger Professor für Naturrecht, später auch für Völkerrecht, und Prediger an der Universität Gießen. 1699 wurde er Hofprediger und Konsistorialrat in Stuttgart. Seine Veröffentlichung einer kommentierten und korrigierten Luther-Bibel fand kontroverse Aufnahme. Er verfasste die maßgeblichen Lehrbücher für die Fächer der praktischen Theologie: Homiletik (Predigtlehre), Katechetik, Poimenik (Seelsorge). Auch ein Gesangbuch gab er heraus. Die Liturgie der württembergischen Konfirmation geht auf seinen Entwurf von 1704 zurück. Hedinger war seit 1694 verheiratet mit Christina Barbara geb. Zierfuß aus Kirchheim/Teck.

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Johann Reinhard Hedingers Lieder/ Hymns

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Ach Herr, wie glücklich waren nicht

Ach, ich steck in tiefen Nöten

Ach, Jesu, deine Sterbensnot

Ach, wo denkst du hin, hochbetrübter Sinn

Das, was christlich ist, zu üben

Du gehst nun, liebe Seel

Eben jetzo schlägt die Stunde

Einsamkeit, ich muss dich lieben

Herr der Himmels und der Erden, unsre Bitte

Ich stehe hier vor deinem Grab

Jesu, vertrautester Hirte der Seelen

Mein Jesu, was willst du so lange verweilen

Mein liebstes Herz, der Todesschmerz

Nimm von mir, Herr Jesu, nimm was dich betrübet

Saft vom Felsen, Blut des Hirten

Was willst du, Seele, trauern

Welch eine Sorg und Furcht soll nicht bei Christen wachen

 

Santa Caterina, Schio (Vicenza)

Prealpi Vicentine, Veneto Italy

Novembre 2008 - Canon EOS 300 (Analogic)

 

Pol Sberzè Jewels * Made in Italy

www.instagram.com/pol_sberze_jewels/

www.facebook.com/PolSberzeJewels/

Immer gelber wird der Wald

 

1.) Immer gelber wird der Wald,

Blätterlos wohl steht er bald,

Seine Blumen welken still,

Drin kein Vöglein bleiben will.

 

2.) Armer Wald, du dauerst mich!

Grünend, blühend sah ich dich

Noch vor kurzem, und nun ganz

Seh ich schwinden deinen Glanz.

 

3.) Sachte, sachte, Menschenkind!

Meine Pracht ich wiederfind.

Aber du, wenn du stehst kahl,

Blühst du auch zum andern Mal?

 

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Autor: Marie Schmalenbach

Melodie: ohne Angaben

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Tropfen aus dem Wüstenquell

Gedichte von Marie Schmalenbach

Druck und Verlag C. Bertelsmann

Gütersloh, 1882

Thema: Herbstlied

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Marie Schmalenbach (* 23. Juni 1835 als Marie Emilie Huhold in Holtrup; † 10. März 1924 in Mennighüffen) war eine deutsche Pfarrersfrau. Sie verfasste Gedichte und Kirchenlieder.

Marie Schmalenbach wurde als drittes von elf Kindern des Pastors und späteren Superintendenten des Kirchenkreises Vlotho Ferdinand Huhold in Holtrup, heute Ortsteil von Porta Westfalica, geboren. Sieben ihrer Geschwister starben früh. Marie verbrachte eine für bürgerliche Töchter standesgemäße Kinder- und Jugendzeit: Sie war vermutlich einige Jahre Schülerin der Klosterschule Marienberg bei Helmstedt, sprach sehr gut Englisch und hatte gute Kenntnisse in Französisch und Latein.

Nach Abschluss ihrer Schulzeit hielt sie sich im Frühjahr des Jahres 1853 einige Monate in Hamburg bei ihrer Tante und ihrem Onkel mütterlicherseits auf. Diese wohlhabende Familie engagierte für ihre Nichte einen Englischlehrer und führte sie in das kulturelle Leben der Großstadt ein. Sie besuchte Konzerte, Theater und Opern. 1854 wurde Marie nach Lübbecke in die Familie des Pastors Möller geschickt, um dort die Führung eines bürgerlichen Haushalts zu lernen.

Mit noch nicht ganz 22 Jahren heiratete Marie 1857 Theodor Schmalenbach, damals evangelisch-lutherischen Hilfsprediger, später Pfarrer und Superintendent, mit dem sie zunächst in Minden und ab 1863 bis zu seinem Tode 1901 in Mennighüffen, heute ein Ortsteil von Löhne, lebte. Das Paar hatte fünf Kinder.

Marie Schmalenbach kränkelte lange Jahre und besuchte die Bäder Oeynhausen, Pyrmont und Norderney. Dennoch überlebte sie ihren Mann um 23 Jahre und verstarb 1924 im hohen Alter von 88 Jahren. Die Grabsteine von Marie und Theodor Schmalenbach stehen an der Kirche in Mennighüffen. Ihr Ewigkeitslied 'Brich herein, süßer Schein selger Ewigkeit' fand weitere Verbreitung und Aufnahme in einige evangelische Gesangbücher. Das Lied erschien zuerst 1882 in der Liedsammlung Schmalenbachs 'Tropfen aus dem Wüstenquell'.

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Marie Schmalenbachs Lieder/ Hymns

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Ach Herr, mich armen Menschen, mich sündge Kreatur

Ach, wär ich wie die Tanne grün

Ach, wie fleucht mein Leben hin

Ach, wird auch ein Herz beglückt

Achtunddreißig Jahre lang

Advent ists, Glocken künden die wunderselge Zeit

Allein auf dein Erbarmen

Alles um die Liebe und um Liebestreu

Als ob noch einmal der Lenz mir käm

An meinem letzten Ende

Auf des Meeres glattem Spiegel

Auf, auf, nimm deine Harfe, du Menschenkind, zur Hand

Aug in Auge, Herz in Herz

Aus der Tiefe, aus der Tiefe

Aus der Tiefe, Herr, mein Heil

Bange ist uns, doch verzagen

Bei uns auch hat ein Baum gebrannt

Blühe, Röslein, blühe, Gott hat dich gemacht

Brich herein, süßer Schein selger Ewigkeit

Da bin ich nun und walle

Da ist die Sonne wieder

Das Ende muss erscheinen

Das ist die Schönste Nacht

Der Herr hat seinen Bogen

Der Lenz ist vergangen, die Tage sind hin

Der Tod ist auf Erden ein böser Gesell

Die Krone gen Himmel, die Zweige zur Seit

Die Sonne scheint, die Mutter weint

Dieses Buch, das Bibelbuch

Du bist mein Helfer, meine Seele rühmt

Du dürres Laub, du gelbes Laub

Du Meer mit deinen Wogen

Dunkel wars auf meinen Wegen

Ein Jahr dahinten voll Schmerz und Weh

Ein Kind im Himmelreich

Ein Kind, ein wunderbares Kind

Ein Stern ist aufgegangen so hell und wunderschön

Ein Wort, ein Wort, ein Gotteswort

Endlich, endlich muss es doch

Er hats gesagt, der Heiland, des Wort doch ewig gilt

Er ist so arm gewesen

Er musste gehn, von gott ward er gerufen

Es ist ein Tal der Tränen

Es ist kein Schade, wenn du arm auch bist

Es ladet dich zu schauen, o Mensch, in einem Stall

Es sammelt sich dort oben

Es war einmal auf Erden eine wonnereiche Zeit

Es waren grüne Fluren

Es weiß es keiner, ders nicht erlebt

Ewig nicht in deinen Himmel

Fort, fort, mein Herz, von hinnen

Freu dich, Christenherz

Freut euch, all ihr armen Leute

Fried und Freude, Sündenschuld

Gott sei Lob, so ruhst du nun

Gott, der ewge Himmelskönig

Gott, Heilger Geist, o Herr, du weißt

Großer Gott, Zebaoth, Herrscher in der Höhe

Gut Nacht, gut Nacht, schon schlafen

Halleluja, Pfingsten ist und die Zeit erfüllt

Hast du die stille Kammer schon gesehen

Herr, ich steh vor deiner Krippe

Herr, mein Gott, bei Tag und Nacht

Herr, mein Licht, ich hoff auf dich

Herr, speise mich, ich bitte dich

Herz, bekümmre dich nicht mehr

Herz, mein Herz, nun höre fein

Heut ist des Heilands Jubeltag

Hier in meines Gottes haus

Hilf, Helfer, hilf, sonst ist es aus

Hinter mir lieg eine Ferne

Ich hab nur dich, mein Heil, bin ich

Ich hebe meine Augen auf zu dir, dem Herrn

Ich sing von Gottes Liebe

Ich steh in einem Tale

Ich weiß nicht, ob das künftge Mal

Ich will singen von den Dingen

Ihn bekenn ich, Jesum Christ

Im Grünen Wald hat ich so bald

Immer gelber wird der Wald

In der Nacht bei Bethlehem

In die Gruft hinunter aus dem Frühlingslicht

In Zion zieht ein König ein

Israel, du bist das Volk, auserwählt vor allen

Ja, selig werden muss ich

Jesus hat am Kreuz gehangen

Jesus ruft mir Folge nach

Lange sinn ich hin und her

Lass mich deinen Geist empfangen

Lieben macht das Leben leicht

Lob, meine Seele, lob den Herrn

Man nimmt und fasst sich bei der Hand

Mein Freund ist mein und ich bin sein

Mein Herz hatt ich gesehen

Mein Herz, o Herr, will dichten

Mein König schließt die Augen

Meine Seel, erwache nun

Mögt ihr Blätter fallen

Nicht fromm und rein

Nicht mein Verdienst, nein, du allein

Nimm Isaak, den Einen, den du so herzlich liebst

Nun bin ich auf dem Wege

Nun bist du da, o Stunde

Nun da Weihnacht wieder hin

Nun dank ich dir, du gabst dich mir

Nun freuet euch, ihr Christen all

Nun hast du wieder mich gelabt

Nun leucht und lach hernieder

Nun sind sie beide im Himmel

Nun walte du, Herr, meine Ruh

Nun zage nicht, du süße Lieb

O Erdenkreis, verfinstre dich

O Freude, gen Himmel fährt Christus, der Herr

O Glockenton, o Glockenton

O Gott im Himmel, nur durch deine Gnade

O Herr, nicht enden will meine Freud

O Jesu, Davids Sohn, Erbarmen trag

O Jesu, diesen Morgen

O Kindlein, wundersüße

O lieben, Lieben - wirds auch beschrieben

O Stunde der Sünde, du wehvolle Stund

O, diese Weise, so lind, so leise

Osterglocken, froher Schall

Richtig wandeln, richtig wandeln

Ruhe, süße Ruhe, komm nun zu mir her

Satt kann werden nicht auf Erden

Schön und lieblich um mich her

Seht das Licht, es ist kommen

Sei gegrüßt und hochwillkommen

Sei, o Woche, mir gegrüßt

Sie haben sich versammelt

Sie schlafen, o, so stille

Siehe, das ist Gottes Lamm

Sonntag Ist, Jesus Christ öffnet seine Hütte

Steh auf, mein Herz, stell ein die Klag

Steh auf, o Mägdlein, Jesus sprichts

Stille, stille, Mutterherz

Tot ist Jesus, meine Liebe

Vor Gott, dem Höchsten, lege

Weine nicht, o höre Jesus selber sprichts

Wenn mitten wir im Winter

Wenn wir in höchsten Nöten sein, dann tut sich auf

Wie der Hirsch nach frischem Wasser schreit mein Herz

Wisst ihr, wisst ihr, wer ich bin

Zion, auf mit Lust und Freude

Zur Ewigkeit, zur Ewigkeit

 

Photo: Wiesbaden-Biebrich, Rheinufer

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Düstern grüßt mich heut im Nebelschleier

 

1.) Düstern grüßt mich heut im Nebelschleier,

Der sich dunkelnd durch die Täler zieht,

Die Natur, statt in dem Rosenlichte,

In dem sonst der goldne Morgen glüht.

 

2.) Gelb und loser hängen an den Bäumen,

Die kein froher Sänger mehr belebt,

Jene Blätter. Tausend andre liegen

Dort schon von dem Silberreif umwebt.

 

3.) Jene tausend Stimmen, die die Lüfte

Sonst erfüllten, sind hinweg geflohn.

Alle Blüten, die den Boden schmückten,

Sind verblühet oder modern schon.

 

4.) Bild des Lebens, Bild des düstern Alters,

Hör ich recht, was deine Stimme spricht?

Also welkst auch du, wie deine Freuden!

So verlischt auch deines Lebens Licht!

 

5.) Jenes Jugendfeuer, das die Glieder

Noch belebet, stärket und durchglüht,

Deines Lebens süße Zauberfreuden -

Alles stirbt allmählich ab, und flieht.

 

6.) Wie die reife Frucht dort von dem Baume,

Fällst auch du vom Baum des Lebens ab.

Und dann birgt, so wie der Schnee den Samen,

So auch dich in seinen Schoß das Grab.

 

7.) Bebe nicht, mein Herz, vor dem Gedanken,

Vor dem Bilde deiner Sterblichkeit.

Was verlierst du an dem armen Leben,

Was ist's gegen jene Ewigkeit?

 

8.) Und die hat dein Vater dir verheißen,

In dem Land, wo keine Träne fließt.

Wo der tugendhafte, fromme Dulder

Seiner Treue süße Frucht genießt.

 

9.) Denke daran, wie du dieses Leben

Würdig lebst dem göttlichen Beruf,

Für den deines Gottes weise Liebe

Dich auf seiner schönen Erde schuf.

 

10.) Schau! In tausendfachen reinen Bildern

Spricht zu dir des guten Vaters Wort.

Trachte nicht nach Freuden dieser Erde,

Denn dein wahres Vaterland ist dort.

 

11.) Schaue auf zu seinem hohen Himmel,

Dahin strebe in der Jugendzeit

Deines Daseins, höhere Vollendung

Wartet dein dort in der Ewigkeit.

 

12.) So wie jede Pflanze, jede Blume,

Eh' ihr Leben noch der Winter streift,

Sich vollendet, und in sich den Samen

In des Sommers heißen Gluten reift.

 

13.) Also reif auch du dem Tag entgegen,

Der zu Gottes Throne hin dich ruft.

Vorbereitet auf die ernste Stunde,

Blicke freudig in die düstre Gruft.

 

14.) Jene Liebe, die sich dir versöhnte,

Waltet liebend über Tod und Grab.

Du wirst einen schönern Morgen sehen!

Du bist mehr als jenes welke Laub!

 

15.) Siegend wirst du einstens auferstehen,

Nur der Leib wird der Vernichtung Raub.

Lass mich freudig diesen Morgen schauen,

Gott, mein Richter, nein, verwirf mich nicht!

 

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Autor: Christian Friedrich Leberecht Strack

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Eloah, Erhebungen des Herzens zu Gott

in einer Reihe von Gesängen und metrischen Gebeten

von D. [Christian]Fr[iedrich Leberecht] Strack

verlegt bei Heinrich Ludwig Brönner

Frankfurt a. M., 1817

Thema: Herbstlied

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Christian Friedrich Leberecht Strack (* 9. Mai 1781 in Kloster Roßleben; † 25. Juli 1852 in Bremen) war ein deutscher Pädagoge, Professor in Bremen und evangelischer Kirchenlieddichter.

Strack besuchte die Klosterschule Roßleben, studierte Theologie und Philosophie an der Universität Leipzig und erwarb sowohl den Magister- als auch den Doktortitel. Er war anfänglich als Prediger tätig. Seine weitere pädagogische Ausbildung erhielt er in Halle/Saale, wo er ab 1806 als Lehrer arbeitete. Im Jahr 1810 wechselte er an das Gymnasium von Wertheim am Main und 1814 nach Düsseldorf. 1817 wurde zum Vorsteher der Vorschule im Eschenhof an die Domsheide in Bremen, einer Abteilung der neugegründeten Hauptschule in Bremen, berufen. Er verfasste mehrere pädagogische Schriften und brachte zwei Gedichtbände heraus. Er war stark interessiert an naturwissenschaftlichen Themen und machte sich als Übersetzer der Schriften von Aristoteles und Plinius dem Jüngeren einen Namen. Besondere Verbreitung fand eine Sammlung geistlicher Gedichte, die er unter dem Titel: 'Eloah, Erhebungen des Herzens zu Gott in einer Reihe von Gesängen und metrischen Gebeten' herausgab; sie erschien zuerst 1814 (Frankfurt a. M. bei Brönner) und danach in sechs Folgeauflagen. In Nikolaus Joachim Evers 'Sammlung geistlicher Lieder', 1817 in Hamburg verlegt, sind sieben Lieder von ihm enthalten.

Der du Schuld vergibst und Wunden heilest

 

1.) Der du Schuld vergibst und Wunden heilest,

Herr, vergib uns, mach auch uns gesund!

Der Du gnädig auch bei Sündern weilest,

Nimm auch uns auf in den Gnadenbund!

 

2.) Wenn wir tragen, was wir schwer verschuldet,

Stehe Du mit Deiner Kraft uns bei,

Dass die Milde, die uns trägt und duldet,

Unser Trost in bangen Stunden sei.

 

3.) Wenn Du tröstend sprichst: Dir ist vergeben!

Wird die wohlverdienste Straf' uns leicht,

Und es reift in uns ein neues Leben,

Weil Dein Geist den Kelch des Heils uns reicht.

 

4.) Nicht verstoßen willst Du wunde Herzen,

Die gebeugt von ihrer Schuld Dir nahn.

Herr, wir kommen unter heißen Schmerzen,

Um Vergebung, Gnade zu empfahn. (a)

 

5.) Sei uns gnädig und lass schön hienieden

Leuchten über uns Dein Angesicht.

Gib den bangen Seelen Deinen Frieden,

Heil'ge uns in Deinem Himmelslicht!

 

(a) alte Form von 'empfangen'

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Autor: Friedrich August Köthe

Melodie: ohne Angaben

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Geistliche Lieder

von Dr. Friedrich August Köthe

Herausgegeben von Dr. Conrad Benjamin Meißner

Verlag F.A. Brockhaus

Leipzig, 1854

Thema: Buß- und Bettag

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Friedrich August Köthe, (* 30. Juli 1781 zu Lübben in der Niederlausitz/Kurfürstentum Sachsen, † 28. Oktober 1850), war evangelisch-lutherischer Pfarrer und Dichter geistlicher Lieder. Er besuchte zuerst die Schule in Lübben, wo sein Vater in kurfürstlichem Dienst stand, und wechselte im Jahr 1797 auf das Gymnasium in Bautzen. Hier befreundete er sich mit dem später als Dichter und Schriftsteller bekannt gewordenen Karl Friedrich Gottlob Wetzel (1779-1819) und studierte ab Ostern 1800 zusammen mit diesem an der Universität in Leipzig, wo Köthe 1803 den Magistertitel erwarb. Kurz darauf wurde er als Vesperprediger an die Paulinerkirche berufen, arbeitete nebenher als Hauslehrer und setzte sein Studium fort. Im Jahr 1806 zog er nach Dresden, folgte dann aber im Jahr 1810 einem Ruf, als außerordentlicher Professor der Philosophie in Jena zu unterrichten. 1812 wurde Köthe zugleich dort zum Garnisonprediger und Diakon an der Stadtkirche ernannt und erhielt 1817 die Stelle eines ordentlichen Professors für Theologie, wo sein Wirken vom Kampf gegen den nüchternen Rationalismus seiner Kirche geprägt war. Im selben Jahr heiratete er Silvia, die Tochter des gothaischen Ministers von Ziegesar. Nach einer Erkrankung nahm er 1819 die Stellung eines Superintendenten und Oberpfarrers in Allstädt bei Weimar an, wo er fortan ein stilleres Leben führen konnte. Ab dem Jahr 1829 veröffentlichte er eine Ausgabe der Werke Melanchthons in deutscher Sprache, die in sechs Teilen beim Verlag Brockhaus in Leipzig erschien. Ab 1830 gab er weitere kirchengeschichtliche Werke heraus. Unter dem Namen der 'Einsiedler bei St. Johannis' gab er zwei Novellen heraus, in denen er zum einen christliche Zeitfragen behandelte (Die Wiederkehr, 1843), während die andere (Die Woche, 1848) den Segen eines christlichen Familienlebens schilderte. Die meisten seiner fast 400 geistlichen Lieder hat er während der Krankheiten, die Folgen eines nicht ausgeheilten Herzleidens waren, gedichtet; diese erschienen teils in einzelnen von ihm selbst herausgegebenen Sammlungen (Stimmen der Andacht, 1823, Psalmen, 1845), teils in der 'Theodulia', einem 'Jahrbuch für häusliche Erbauung' (Greiz, 1827–1833). Nach seinem Tod gab sein Freund C. B. Meißner 1851 die vom Autor selbst noch zum Druck vorbereiteten 'Lieder eines Kranken für Kranke und Gesunde' heraus, während im gleichen Jahr eine Auswahl seiner Lieder unter dem Titel 'Geistliche Lieder nebst einer Biographie Köthe’s' in Leipzig erschien.

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Photo: In Wiesbaden-Dotzheim, Gemarkung Im Himmelreich mit Blick ins Rheintal

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Gott, der Friede hat gegeben

 

1.) Gott, der Friede hat gegeben,

Lass den Frieden ob (a) uns schweben,

Friede, Friede, Friede in dem Lande,

Glück und Heil zu allem Stande.

 

2.) Friede hat uns Gott gegeben,

Dass wir sollen friedlich leben,

Friede, Friede, Friede in dem Lande,

Glück und Heil zu allem Stande.

 

3.) Billig (b) wir vom Friede singen,

Loben Gott in allen Dingen,

Friede, Friede, Friede in dem Lande,

Glück und Heil zu allem Stande.

 

(a) über

(b) billig hier im Sinn von gerecht

 

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Autor: Herzog von Sachsen-Weimar Wilhelm II

Melodie: Trau auf Gott in allen Sachen

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Neuvermehrtes und wohleingerichtetes Naumburgisches Gesang-Buch, darinnen die erbaulichen Lieder Lutheri,

Gerhardi und anderer geistreicher Männer

[von Joh. Martinus Schamelius]

Druck und Verlag Balthasar Bossögel

Naumburg 1735

Liednummer 624

Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost

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Wilhelm von Sachsen-Weimar, der Zweite (* 11. April 1598 in Altenburg/Kurfürstentum Sachsen; † 17. Mai 1662 in Weimar) war von 1620 bis zu seinem Tode Herzog von Sachsen-Weimar. Er stammte aus der Familie der ernestinischen Wettiner, in deren Genealogie er auch als Wilhelm IV. gezählt wird. Wilhelm war der Sohn von Herzog Johann von Sachsen-Weimar und dessen Ehefrau Dorothea Maria von Anhalt. Er hatte sechs Brüder, mit denen er später zusammen auch Mitglied der 'Fruchtbringenden Gesellschaft', einer von 1617 bis 1680 bestehenden, deutschen nichtstaatlichen Sprachakademie werden sollte, deren Vorsitz er im Jahr 1651 übernahm. Herzog Wilhelm studierte an der Universität in Jena und begleitete ab 1617 seinen Bruder, den Herzog Friedrich, auf dessen Bildungsreise durch Europa. Im Alter von 23 Jahren gründete Herzog Wilhelm zusammen mit Freunden den 'Orden der Beständigkeit' und Ende 1622 einen patriotischen Bund, den 'Deutschen Friedbund', zur Wahrung von ständischer und religiöser Libertät. In dieser Zeit zog Herzog Wilhelm mit seinen Brüdern in den Böhmischen Krieg, diente als Obrist unter Graf Ernst von Mansfeld und dem Markgrafen von Durlach und stieg unter Christian von Halberstadt zum General auf. Im Jahr 1625 heiratete Herzog Wilhelm die Prinzessin Eleonore Dorothea von Anhalt-Dessau (1602–1664), eine Tochter von Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau, die ihm neun Kinder schenkte. Bei der Teilung der Regentschaften 1641 erhielt er unter anderem Weimar und Jena, nach Herzog Albrechts Tod 1644 zusätzlich Eisenach. Er stand als evangelisch-lutherischer Landesherr auf der Seite des Königs Gustav II. Adolf von Schweden, der die evangelischen Stände und Städte gegen den katholischen deutschen Kaiser schützte. Von Wilhelms geistlichen Liedern sind vier überregional bekannt geworden und stehen in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 17. bis 21. Jahrhunderts. In das Evangelische Gesangbuch (EG) von 1993 wurde sein berühmtes Sonntagslied 'Herr Jesu Christ, dich zu uns wend' mit vier Strophen aufgenommen und findet sich dort unter Nummer 155.

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