View allAll Photos Tagged qanon

Just over 20 Proud Boys (wearing their traditional yellow and black) acted as security at Raleigh's local World Wide Rally for Freedom event today. Over 70 people attended the event, carrying an assortment of flags, including Trump Train, QAnon, and Space Force. Approximately 20 counter-protesters stood in opposition and made noise throughout the event.

Panorama made out of three pictures stitched together.

 

"The event was organised to protest Finland’s EU membership, and called for Finland to leave the 27-member bloc under the banner ‘Fixit’."

newsnowfinland.fi/domestic/finns-party-mps-endorse-anti-e...

Karen had been feeling more unsure of herself ever since the prophesied day of reckoning, as predicted by QAnon, had failed to materialise. She fervently believed in the power of deposed president Donald J Trump to battle against the ‘elite satanic paedophile rings’ that she just knew must be operating covertly somewhere out there. The internet had told her so.

 

The funny thing was Karen was English, lived in Kent and had no bonds to America whatsoever. She did live alone with an indeterminate number of cats however. None of this was clearly any barrier to her becoming a believer though. Now, when she thinks about just about anything her thought process becomes hazy and she quickly becomes angry. Pretty much like her picture really.

 

Every day’s a learning day. Or so they say. I can definitely confirm this for the days I was using a palette knife to create this image. It started out as something else but ended up as Karen here. As is life.

 

Cheers

 

id-iom

 

"Q" möglicher Anhänger der QAnon-Verschwörungsideologie

Friedenstauben, "Ostfrontwünsche", Gräuelbanner und "Endsieglosungen" auf Plakaten; der Ruf nach Frieden mit Russland und einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg

Trotz Schneeregen und bitterer Kälte waren am heutigen Samstag viele Tausend Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zu einer Kundgebung in Berlin gefolgt. Das namentlich gut passende Tief Yigit machte dem Wochenende in vielerlei Hinsicht alle Ehre.

 

Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 13.000 Menschen. Mehrere unabhängige Journalisten vor Ort schätzen die Zahl der Teilnehmer ebenfalls in dieser Höhe ein und eine spätere Prüfung auf MapChecking bestätigte letztendlich diese Anzahl. Es gibt somit also nicht nur eine Quellenlage – nämlich die der Polizei (was viele kritisierten), sondern wie immer: mehrere und auch unabhängige.

Die Berliner Zeitung interessiert sich allerdings nicht für diese Faktenlage, sie rühmt sich bis heute mit einer Teilnehmerzahl von fast 50.000 Menschen - ganz so, wie es u.a. Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft rund um das aufstehen-Bündnis bereits auf der Kundgebung schon verkündet hatte und seitdem in dieser Form von Fake-News durch die sozialen Netzwerke geistert.

Funfact: Der Verleger der Berliner Zeitung: Holger Friedrich mit seiner unrühmlichen DDR-Vergangenheit gehörte zu Wagenknechts Erstunterzeichnern des "Manifest". Die Daten wurden in der Tagesszeitung nicht korrigiert. Eigentlich ein Fall für den Presserat.

 

Zu der Kundgebung hatten aber nicht nur Wagenknecht und Schwarzer aufgerufen, bei der im Vorfeld Wagenknecht darauf hinwies, das zwar rechtsextreme Flaggen und Symbole nicht geduldet seien, aber sie sagte auch: „Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ Schwarzer sagte im Vorfeld: „Selbstverständlich werden wir gegen jede Art von rechtsextremer Propaganda auf dem Platz angehen“ (...).

Wagenknechts Ehemann und ebenfalls Erstunterzeichner Oskar Lafontaine antwortete auf die Abgrenzung nach rechts auf einem Kanal aus dem Querdenken-Spektrum (Milena Preradovic) in einem Interview: „Da gibt es keine Gesinnungsprüfung, da wird auch niemand gefragt: ‚Welches Parteibuch hast du?‘ oder ,Wen hast du gewählt?'“

 

Auf Anordnung der Versammlungsbehörde gab es auf der Kundgebung Auflagen. Darüber informierte die Polizei via Twitter:

"Für die Versammlung am Brandenburger Tor hat unsere Versammlungsbehörde Beschränkungen erlassen. Insbesondere ist das Tragen von militärischen Uniformen, Abzeichen, St-Georgs-Bändern, den Buchstaben Z & V und anderen kriegsverherrlichenden Symboliken untersagt."

Ordnungsgemäß wurde dies zu Beginn der Kundgebung verlesen, daraufhin brach das Publikum in höhnendes Gelächter aus, die Auflage wurde ausgepfiffen, es erfolgten Buh- und Pfui-Rufe sowie Russija-Verlautbarungen.

Das Coop-Cafe hatte (wie sonst auch, da unerwünscht) entsprechend ihre diversen pro Regime-Bekundungen am Ende der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni verteilt, diese standen zusammen mit der DKP am Sowjetischen Ehrenmal am Tiergarten.

Das Bündnis "Heizung, Brot und Frieden" war wie erwartet ebenso vertreten sowie auch das "Unentdecktes Land" aus der stasinahen Vereinigung "Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden"; kurz OKV.

 

Auf mehreren Transparenten war der Auszug des Zitats aus der Sportpalastrede von Joseph Goebbels zu lesen: "Wollt ihr den totalen Krieg" - neben daneben wehenden Parteiflaggen der DIE LINKE. Auf einem anderen Schild wurde gefordert, bis zum „Endsieg“ zu frieren. Die USA und die Ukraine wurden mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und ein Banner mit der Überschrift: "Frieden schaffen ohne Waffen" bildete deutsche Politiker mit amputierten Gliedmaßen in Rollstühlen ab. Auf einer Panzer-Attrappe aus Holz wurden Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock unter anderem mit Adolf Hitler verglichen.

 

Unter den Teilnehmenden waren wie erwartet viele Russland-Freunde, Impfgegner, die Freie Linke und Regierungsgegner - ausgedrückt über Plakate, Fahnen, Regenschirme oder Buttons. Weiter: Rechtsextreme, Reichsbürger, QAnon-Gläubige, die rechtsextremen Freien Sachsen (teils mit abgeschnittenem Logo), das rechtsextreme Compact und Verschwörungsideologen sowie die Partei "Die Basis". Hauptfeindbild blieb in logischer Konsequenz dieser Leute Annalena Baerbock (resp. Die Grünen), aber auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.

 

Der rechte Russland-Fanboy Billy Six lief mir an der Tribüne über den Weg, ebenfalls der verurteilte Holocaustleugner und rechtsextreme Videoblogger Nicolai Nehrling ("Volkslehrer"), der zuletzt wegen Corona-Soforthilfebetrugs angeklagt war. Der ebenfalls verurteilte Holocaustleugner Reza Begi war ebenso vertreten wie auch Matthäus Westfal (Aktivist Mann) oder wie schon erwähnt: das rechtsextreme Compact-Magazin mit Jürgen Elsässer. Von der AfD wurden gesichtet: Lars Günther, Gunnar Lindemann, Jörg Urban und Hans-Thomas Tillschneider. Weiter: Martin Müller-Mertens von AUF1 und auch Wjatscheslaw Seewald, der einst Russia Today mit einer Petition nach Deutschland gebracht hatte. Von den Querdenker-Nicht-Größen ganz zu schweigen.

 

Auf der Ostseite des Brandenburger Tores gab es Gegenprotest von der Antiverschwurbelte Aktion und den Omas gegen rechts Berlin. Schräg gegenüber dem Holocaustmahnmal hatte sich Geradedenken mit der ukrainischen Diaspora rund um For The Right To Resist (Linke Ukraine-Solidarität Berlin) positioniert. Es gab immer wieder verbale Übergriffe auf die Aktivisten (aber auch auf ukrainische und pro-ukrainische Teilnehmer) und immer wieder wurden sie als Nazis und Faschisten beschimpft. Eine Teilnehmende von Omas gegen rechts wurde von einem Wagenknecht-Teilnehmer angegangen. Nicht nur, das sie eben nicht friedensbewegt sind, haben sie auch absolut keinen Anstand und Respekt vor der älteren Generation.

 

In einem Video des Journalisten Boris Klinge auf Facebook äußerte sich ein "friedensbewegter" Wagenknecht-Befürworter, das, "wenn es nach ihm ginge, Putin schon 2014 hätte bombardieren und Krieg (nicht "Spezialoperation") anfangen müssen".

Am Rande der Kundgebung gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der DIE LINKE rund um Christine Buchholz, die sich lautstark gegen die Teilnahme des rechtsextremen Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer wehrten. Dabei gab es von dort Rufe: "Keine Nazis fotografieren", als ich mich den Compact-Leuten näherte. Ob man diese durch nicht fotografieren damit und von der Veranstaltung unsichtbar machen wollte, ließ sich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.

 

Um von der Bühne aus fotografieren und filmen zu können, benötigte es eine Akkreditierung. Darauf hatte ich bei dieser Veranstaltung aus guten Gründen verzichtet.

An Ende der Kundgebung kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne und es wurde zum Abschluss zu "Imagine" von John Lennon geschunkelt.

 

Nach Beendigung der Kundgebung versammelten sich gut 1.000 Menschen am Potsdamer Platz, um den Tag mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte und Kreuzberg mit lauten Trommelklängen aus dem Querdenker-Spektrum ausklingen zu lassen. Diese Demonstration wurde letztendlich auf Berlin-Mitte verkürzt, wie dies die Polizei auf Twitter verkündete. Dort dominierten Compact-Flaggen samt Rechte- und Querdenker-Milieu; Jürgen Elsässer war dort allerdings nicht vertreten.

 

Ann-Katrin Müller vom Hauptstadtbüro DER SPIEGEL bilanzierte den Tag mit folgenden Worten:

Es waren zu sehr großen Teilen die Menschen auf der Straße, die ich schon die letzten Jahre bei Querdenker-Demos und Co gesehen habe: Verschwörungsideologen bis hin zu Q-Anon-Fans, Rechtsextreme, Reichsbürger, Regierungshasser und rechtsoffene Altkommunisten und Friedensbewegte. (...) Von der AfD waren hochrangige Funktionäre da, etwa der sächsische Landeschef Jörg Urban und der Landesvize Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt. Einziger Unterschied zu sonst: Buntere Fahnen und es gab weniger organisierte Neonazi-Kader, zumindest weniger sichtbare. Ansonsten alles wie immer: Russische Fahnen, Lieder und Plakate, dazu lautstarke Häme und Hetze gegenüber der Regierung und Medien.

 

Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kritisierte die Demonstration als eine „Irreführung der Bevölkerung“. „Jeder, der bei Sinnen und Verstand ist, wünscht sich Frieden“, sagte der Bundeswirtschaftsminister in einem ARD-"Brennpunkt". Wagenknecht und die ihr folgenden Leute wollten aber etwas als Frieden verkaufen, das ein „imperialistischer Diktator“ Europa aufzwinge. Wenn sich das durchsetze, wäre das eine Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die nächsten Länder zu überfallen.

 

hinzugezogene Quellen:

www.stern.de/politik/deutschland/-manifest-fuer-frieden--...

aufstand-fuer-frieden.de/manifest-fuer-frieden/ und archive.fo/sQ7yp

www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebun... und archive.fo/pL4D7

www.mapchecking.com/#bAAAAQGYQUkIi_1VBAACIQaMQUkJK_1VBcBB... und archive.fo/4Fmpk

www.focus.de/politik/analyse-von-hubertus-knabe-die-akte-...

www.tagesspiegel.de/politik/kundgebung-von-wagenknecht-un...

www.tagesspiegel.de/politik/demo-aufstand-fur-den-frieden...

twitter.com/bodoramelow/status/1627338657542578176?lang=de

taz.de/Wagenknecht-und-Schwarzer/!5912913/

querdenken-761.de/oesterreich-klage-gegen-pcr-test-von-dr...

www.spiegel.de/politik/deutschland/10-000-werden-am-brand...

twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1629472621107593216

twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328

www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenr... (Punkt 5, Seite 93)

twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602

twitter.com/DemocratiaBLN/status/1629478774847750146

twitter.com/O_Sundermeyer/status/1629455230654873602

www.facebook.com/bo.kreuzberg/videos/901857774366978/

twitter.com/Belltower_News/status/1629523843315380226

twitter.com/querdenkenwatch/status/1629604178027741184

twitter.com/JFDA_eV/status/1629473455102935040

twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328

twitter.com/PaulGaebler/status/1629478687459401729

twitter.com/daniluiz_foto/status/1629506152814747656

twitter.com/Jus_Koenig/status/1629485142795247616

twitter.com/Kei_Nie_/status/1629544402610798593

twitter.com/SchwarzePalmen/status/1629598572550160385

twitter.com/MarcTrevor4/status/1629506472760492032

twitter.com/AutonomeB/status/1629515300008804352

twitter.com/glr_berlin/status/1629468731700043776

twitter.com/glr_berlin/status/1629481619684835328

twitter.com/glr_berlin/status/1629467133317902339

twitter.com/akm0803/status/1629532510479679490 und twitter.com/akm0803/status/1629540528424353793

twitter.com/imaginistas/status/1629597915546021889

taz.de/Paul-Schaefer-zu-Friedensbewegung/!5915768/

www.zdf.de/nachrichten/politik/demonstration-ukraine-berl...

www.focus.de/politik/deutschland/manifest-fuer-frieden-de...

 

-------------------------------------------------

 

© Streichphotography

 

Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

 

Rechtlicher Hinweis:

Copyright:

Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.

Nutzungsrecht:

Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.

Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!

Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: Februar/März 2023

Die gestrige Kundgebung von Attila Hildmann vor dem Alten Museum im Lustgarten zog um die 150 Teilnehmende an, die im Regen einem über eine Stunde dauernden Monolog lauschten.

 

Hildmann, der es witzig fand, auf seine Initialen "AH" hinzuweisen und zu betonen, dass er, wenn es sein müsste, im Gefängnis „Mein Kampf 2.0“ schreiben würde, inszenierte sich als Opfer von bösartigen Verleumdungen. Obwohl er über Telegram über 60.000 Menschen erreicht und regelmäßig die Treppen des Alten Museums als Tribüne für seine kruden Reden nutzen darf, behauptete er, man wolle ihn mundtot machen, um die Wahrheit zu unterdrücken - nach Hildmann Charakteristikum für echten Faschismus. Er appellierte an den Verfassungsschutz, sich nicht zum Werkzeug machen zu lassen und seine Unschuld anzuerkennen. Dabei negierte er seinen Antisemitismus, nur um gleichzeitig den Vorwurf des Antisemitismus zur letzten Waffe der Mächtigen zu erklären und jüdischen Familien die Urheberschaft von großen Verschwörungen anzudichten. Desweiteren beschwor er seine Zuhörer:innen, sich der historischen Verantwortung für die Shoah zu entziehen.

 

In einer weiteren Redeeinheit bezog er sich positiv auf Trump und Putin, mit denen er eine Einheit gegen Merkel bilden würde. Für Hildmann ist Merkel nicht nur Kommunistin und Dämonin, sie steht gleichzeitig im Dienst von „Zionisten“, eine Chiffre für Juden und Jüdinnen. Das Corona-Virus nannte er ein trojanisches Pferd der Weltbänker, um die Menschen zu versklaven und zu verchippen.

Insgesamt gleichen Hildmanns Reden fanatischen Predigten und weisen religiöse Bezüge auf. In seinem Größenwahn wird er dabei selbst zu einer Art Messias, der unter Todesmut die Aufgabe auf sich nimmt, „die Wahrheit“ - ein Potpourri aus wildesten Verschwörungsmythen - unter die Menschen zu bringen.

 

Die Teilnehmendem beklatschten ihn und sprachen ihm bereitwillig die Losung „veritas victoria“ nach Aufforderung nach. Als Hildmann die Regierung beschuldigte, das Volk verraten zu haben, erhöhten diese das zu „Hochverrat“. Unter ihnen waren etliche, die die Wochen zuvor noch bei den Hygienedemos „nicht ohne uns“ am Rosa-Luxemburg-Platz zu sehen waren, darunter auch Anhänger:innen der QAnon-Sekte.

 

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

 

RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com

In Potsdam demonstrierten rund 150 Anhänger und Anhängerinnen krudester Reichsbürgerthesen für die Rückkehr in die Monarchie. Die Veranstaltung fand zu Ehren von Georg Friedrich Prinz von Preußen statt, Ururenkel des letzten Deutschen Kaisers Wilhelm II, der aufgefordert wurde, „Friedenskanzler“ zu werden und für „Heimath und Weltfrieden“ zu sorgen. Der Prinz kam nicht und hatte bereits im Vorfeld diese zweifelhafte Einladung abgelehnt.

 

Aufgerufen zu dieser Veranstaltung mit mehreren Rednern hatte der extrem rechte Politaktivist und Verschwörungsmystiker Frank Radon, der sich selbst als „Reichsdeutscher“ betrachtet, an Satanisten in Regierungsämtern glaubt und Pseudowissenschaften wie der „Neuen Germanischen Medizin“ anhängt. Etliche Fahnen wehten auf dieser Kundgebung, viele in den Farben schwarz-weiß-rot. Eine Reichsfahne mit der Losung „Treue um Treue“ wurde von der Polizei beschlagnahmt.

 

Während Radon sich in seiner Rede darüber empörte, dass man sie als Nazis stigmatisieren würde, trugen Teilnehmende neonazistische Kleidung, darunter Fan-Artikel der Rechtsrock-Bands „Lunikoff-Verschwörung“ um den Neonazi Michael Regener und „Kategorie C“. Ein weiterer Teilnehmer zeigte ein Tattoo mit dem Truppenkennzeichen der SS-Division „Totenkopf“ auf dem Handrücken, eine Frontdivision der deutschen Waffen-SS im zweiten Weltkrieg. Diese rekrutierte sich ursprünglich aus KZ-Wachmannschaften und war für zahlreiche Kriegsverbrechen verantwortlich. Dieser Totenkopf ist nach § 86a Strafgesetzbuch (StGB) verboten.

 

Neben Bekenntnissen zur Online-Sekte QAnon, ein aus den USA stammender antisemitischer und rassistischer Verschwörungsmythos, der den noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump glorifiziert und zum Heilsbringer stilisiert, waren auch Anstecker und Aufkleber der „Druschba-Friedensfahrten“, "Kündigt Ramstein Air Base“ und „Netzwerk freier Impfentscheid“ zu entdecken. Dabei handelt es sich um Folgeprojekte der antisemitischen „Mahnwachen für den Frieden“, die ab März 2014 vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise bundesweit für Kundgebungen sorgten.

Weiterhin gab es hier auch einen Bratwurst- und Pommes-Stand, sowie einen Pavillon, in dem zwei Frauen auf Schreibmaschinen getippte Anträge auf Reichsbürger-Ausweise entgegennahmen. Etliche Teilnehmende hatten sich Passbilder mitgebracht und standen dafür an.

 

Haben Reichsbürger und Reichsbürgerinnen in Berlin viel zu oft keinen Widerspruch zu erwarten, fand in Potsdam eine antifaschistische Gegenkundgebung in Sichtweite statt, die dieser anachronistischen Veranstaltung auch mit Humor begegnete.

  

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

 

recherchenetzwerk.berlin@yahoo.com

But if your dog reeks of third hand smoke and your car has gold package, all bets are off.

There's just something about Southerners. We can have the crappiest public health, public education, highways, as well as self-absorbed, silly politicians (OK, some of them are great), and we will always maintain that we have it the best in the country! And as far as actually being a defeated people following the Civil War, it turns out that WE WON!

#TedCruz #POS

 

Verbotene Querdenker-Demo eskaliert

Anhänger von Hygiene-Gegnern der Anti-Corona-Proteste rund um die verschwörungsideologische und antidemokratische Querdenken-Bewegung versuchten am Wochenende vom 31. Juli zum 1. August 2021 erneut an ihren Erfolg von 2020 anzuknüpfen.

Im letzten Jahr konnten sich ca. 20.000 Demonstranten ohne Maske und ohne Abstand sowie unbegleitet von der Polizei durch die Innenstadt Berlins bewegen; im späteren Verlauf endete dies mit dem Versuch, die Bundestagstreppe zu besetzen. Nur drei Polizisten konnten das Eindringen der Demonstranten verhindern.

Aus diesem Grund und in Verbindung mit der weiter anhaltenden pandemischen Lage im Zuge des Infektionsschutzgesetzes wurden fast alle Demonstrationen der Anti-Corona-Proteste mit bis zu 22.500 ursprünglich angemeldeten Teilnehmern verboten. Lediglich eine Kundgebung von u.a. der Partei dieBasis, das sich selbst sehende linke - aber Querbündnis rund um die Freie Linke und den Christen im Widerstand (Mandelzweig-Bewegung) auf dem Nettelbeckplatz in Berlin-Wedding konnte am 31. Juli stattfinden.

Die untersagten Menschenansammlungen wurden in der Querdenker-Szene dennoch stark beworben und es kam auch in diesem Jahr erneut zu nicht nur verbalen, sondern auch zu teils schweren körperlichen Übergriffen. Ein Querdenken-Anhänger verstarb im späteren Verlauf in der Charité.

 

Ohne Masken, ohne Abstand & ohne Anstand

Mit geformten Herz-Händen und gleichzeitig in Teilen aggressiv gegen Einsatzkräfte der Polizei aber auch gegen Journalisten protestierend; zogen in einem Katz- und Maus Spiel mit der Polizei am 1. August geschätzt 5.000 bis 8.000 Querdenker durch die Innenstadt Berlins. Rund um Mitte, Charlottenburg, Schöneberg und Kreuzberg bildeten sich an vielen Stellen Querdenker-Strömungen verschiedenster verbotener Demonstrationsrouten, um diese trotz Erlass dennoch aktiv und mit aller Macht durchzusetzen. Dies führte an besagten Stellen u.a. zu unzähligen Behinderungen im Straßenverkehr, da die Querdenker einfach befahrene Straßen passierten und für sich einnahmen. Das auch Notfallrettungen damit behindert würden, nahmen die Teilnehmer in Kauf. Die Polizei ging überwiegend konsequent im Handeln vor und beförderte die Teilnehmer immer wieder von ihren Einsatzfahrzeugen, ihrem Weg und von der Straße weg.

Die Polizei versuchte hier zu stoppen und die Menschenmassen zu zerstreuen. Dabei kam es immer wieder zu (auch „erfolgreichen“) Versuchen, die Polizeiketten zu durchbrechen; die Einsatzkräfte gingen dabei in Teilen sehr resolut vor.

Durch die Spontan-Aktionen der Querdenker wurde die Polizei immer wieder „auseinander gezogen“, in der Stadt verteilt und somit ausgedünnt, was zu einer perfekten Angriffsfläche, aber auch zur Narrenfreiheit für die Querdenker wurde. Mancherorts erinnerten die Szenen an 2020, weil zu wenig Einsatzkräfte eingesetzt waren und die in diesem Jahr laut eigenen Angaben mit nur 2.250 Polizisten beziffert wurden.

 

Feste Routen gab es durch das Verbot nicht und die Richtung konnte sich an jeder Ampel oder Straßenkreuzung immer wieder ändern, je nachdem, wie aktiv die Polizei vor Ort wurde. Zielpunkt sollte für viele wie im letzten Jahr: die Siegessäule sein, die allerdings im Vorfeld von der Polizei eingezäunt wurde. Bereitgestellte Wasserwerfer rundeten das Bild ab. Auf dem Weg durch Schöneberg und Mitte sah ich viele Kinder auf den verbotenen Demonstrationszügen unterwegs.

 

Immer wieder konnte ich beobachten, wie sich Querdenker der Polizei in den Weg stellten, vor allem auch dann, wenn die Kolonnen der Einsatzfahrzeuge zum nächsten Einsatz fuhren oder abgelöst wurden. Maskierte Einsatzkräfte in voller Ausrüstung rannten parallel neben den fahrenden Einsatzfahrzeugen mit; sie hatten vermutlich dafür zu sorgen, dass sich keine Teilnehmer an den Einsatzwagen zu schaffen machten oder gar “vor die Autos sprangen”, um diesen Polizeizug wieder zum Halten zu zwingen.

 

Gründungsmitglied der dieBasis am Abend verstorben – das Netz reagiert sofort

Nach einem versuchten Durchbruch der Polizeikette wurde ein Teilnehmer der Corona-Leugner festgesetzt, der bei dieser Maßnahme über kribbeln in Arm und Brust klagte. Er wurde medizinisch versorgt, verstarb jedoch später in der Charité – laut vorläufigen Obduktionsbericht: an einem Herzinfarkt. Er gehörte als Gründungsmitglied der Querdenker-Partei “die basis” an. Diese Partei kämpft seit dem Tod des 48 jährigen gegen die Versuche, den Todesfall zum Aufheizen zu instrumentalisieren.

 

“Schwerter zu Pflugscharen” Instrumentalisierung

Offensichtlich ist der ständige Versuch, die „Corona-Proteste“ in die Nähe des kirchlichen Engagements in der DDR zu stellen. Die Querdenker sammeln derzeit alle vermeintlichen, aber auch tatsächlich vorgefallenen Übergriffe seitens der Polizei anhand von Videosequenzen anderer Teilnehmer, um damit den Beweis zu erbringen, dass in Anlehnung an die einstige Oppositionsbewegung der DDR generell Polizeigewalt gegen Querdenker (im Eigenbild als „Andersdenkende“) ausgeübt wird, um diese “staatlich mundtot” zu machen. Es ist kein neues Phänomen und in rechten und Reichsbürgerkreisen in Ablehnung an den Staat (und somit auch Maßnahmen) sehr beliebt. Aber auch auf linken Protesten („Friedensquerfront“) kann man dies immer wieder vorfinden, wie z.B. beim Friedenswinter in 2014.

Sie sprechen vom “ersten Demo-Toten, der für die gute Sache starb”. Sie sehen in anderen Videos “den Beweis”, der das Ableben des Querdenkers “belegt”. Somit kann das Feindbild (der Staat & Unterstützer) schlussendlich aufrecht erhalten bleiben und man “kann sich endlich” (und nun noch mehr) in der “vermeintlichen Diktatur” bestätigt sehen. Es ist die typisch bediente Feindbild- und die Märtyrer-Rolle; Gegenschlag bei solchen Vorkommnissen nie ganz ausgeschlossen.

 

Templer unter Querdenkern auf dem Alexanderplatz

Angekommen am Alexanderplatz musste ich mich vor der Polizei als Pressevertreter ausweisen, denn dort war alles abgesperrt, obwohl dort keinerlei Protestierende anwesend waren. Nur kurze Zeit später war das Lagebild ein anderes. Der Platz war mittlerweile von Querdenkern befüllt und die Polizei gewährte nun allerdings jedem Einlass – von einer Absperrung war auf einmal weit und breit nichts mehr zu sehen. Das war sehr irritierend.

Auf dem Alexanderplatz gab es noch die "Bekanntschaft" von “Geistlichen” mit Templerkreuz auf den Kutten, die dort predigten, sangen und ebenfalls dazu einluden, es ihnen gleich zu tun. Sie nennen sich “Christlich Essenische Kirche” (CEK). Die CEK ist ein Zusammenschluss weiterer Orden (MO und O.T.C.H.E.), welche zum Aktionstag zur “Göttlichen Gnade” aufgerufen hatten. Auf ihrer Internetpräsenz cek.eu.com/aktuelles ist dazu eine aktuelle Pressemitteilung via Dropbox zu finden. Es waren also keine verkleideten Querdenker, wie viele das anfänglich dahinter noch vermuteten.

Das MO steht dabei für Marienorden “Orden der Königin des Himmels” und O.T.C.H.E. für Templerorden „Ordo Templi Christi Esseniorum“. Sie sind laut relinfo und REMID an die katholische Kirche ausgerichtet. Die CEK selbst bezeichnet sich als “Menschheitsfamilie”; ein Vokabular, wie es auch Verschwörungsideologen und Querdenker benutzen. Das Portal Religio (Informationssystem über neue religiöse und ideologische Gemeinschaften, Psychogruppen und Esoterik) berichtet auf ihrer Seite, das die CEK keinem Verständnis einer Kirche zuzuordnen ist, sondern mehr aus Anhängern eines ehemaligen Reiki-Meisters besteht, der zuvor als Anbieter esoterischer Lebenshilfe in Erscheinung getreten ist. Siehe dazu auch den Bericht auf ekir.de.

 

Brutaler Übergriff auf Presse und Polizei

Der Landesgeschäftsführer der Deutschen Journalisten Union (dju) Jörg Reichel wurde laut Tagesspiegel Opfer einer brutalen Attacke aus den Reihen der verbotenen Querdenken-Demo. Reichel, der als Demobeobachter vor Ort war, wurde dabei vom Fahrrad gezogen, geschlagen und getreten, um an sein Handy zu gelangen. Nur durch das beherzte eingreifen von Passanten ließen die Täter von ihm ab. Er befand sich kurzzeitig im Krankenhaus und erlitt Verletzungen an Schulter und Beinen, die Bundesgeschäftsführerin der dju sprach gegenüber ZAPP/NDR zudem von Traumatisierungen, die Reichel erlitt.

Ein anderer Pressevertreter musste einen zu Boden gestoßenen, verletzten Polizeibediensteten vor weiterer Gewalt schützen. Das sind erschreckende Zustände in einer neuen und besorgniserregenden Qualität, die nur noch sprachlos machen.

 

Während meiner Route von Westend über Schöneberg nach Mitte war die Polizei immer nur punktuell mit unzähligen Mannschaftswagen von A nach B im Einsatz unterwegs.

Immer für eine gewisse Zeit an den “Brennpunkten” der Querdenker – während die durch die voll befahrenen Straßen Berlin´s ziehenden bis teils rennenden Demonstrationszüge der Querdenker völlig unbegleitet blieben; ähnlich wie schon am 1. August 2020.

Auch von anderen Kollegen konnte man diese Beobachtungen aus erster Hand erfahren. Jörn Hasselmann z.B., langjähriger Polizeireporter für den Tagesspiegel, schrieb via Twitter:

 

"20 Jahre habe ich für den Tagesspiegel 100e Demos begleitet. Heute privat in Tiergarten und Schöneberg gewesen. Niemals hat sich die Polizei Berlin so vollständig aus dem Einsatzraum verabschiedet. Den Corona-Irren gelang es, wovon Links- + Rechtsextremisten immer träumten: die Anarchie der Straße."

 

Für mich war die vermeintliche “Zerstreuungs-Taktik” der Polizei reine Augenwischerei. Es waren einfach zu wenig eingesetzte Einsatzkräfte vorhanden und das Vorgehen der Polizei ging mancherorts weit über die Grenzen. Dabei ist aus der Vergangenheit bekannt, das Querdenker trotz Demoverbot aufmarschieren, vom starken Radikalisierungsfaktor (”Querdenker im Kampfmodus”) ganz abgesehen. Die Sueddeutsche Zeitung titelte dies mit dem Aufhänger: “Chronisch unterschätzt.”

 

Krude Propaganda von Initiatoren der anfänglichen Hygienebewegung

Chronisch unterschätzt geht es weiter, denn diese Bewegung, die ihren Ursprung mit den beginnenden “Hygiene Demos” des Anselm Lenz in Berlin nahm, hat sich schon seit längerer Zeit stark radikalisiert, weswegen sie bundesweit in Teilen auch vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Um mir am 1. August zwischendurch auch einmal etwas Luft zu verschaffen, lief ich als kleine Abkürzung die Stauffenbergstraße in Richtung Tiergarten entlang. Dort hätten allerdings auch die Querdenker ihre Abkürzung nehmen können. In der Stauffenbergstraße ist der Sitz des Bundesministerium für Verteidigung, die Gedenkstätte Deutscher Widerstand und auch die Gedenkstätte Stille Helden der Bundeswehr hat dort ihren Platz. Es war null Polizeipräsenz vor Ort. ´

In der seit 31. Juli 2021 online einsehbaren, neuesten Ausgabe vom “Demokratischen Widerstand” sind auf Seite 5 anhand eines Lageplans die so genannten “Sehenswürdigkeiten des Coronaregimes” gelistet. Dort ist das Verteidigungsministerium aufgeführt und auch die Gedenkstätte Deutscher Widerstand.

Als weitere “Empfehlungen” für scheinbar Berlin-Besucher wurden dort diverse Pressehäuser aufgeführt, 3 Standorte vom RKI (Robert-Koch-Institut), das Bundesamt für Verfassungsschutz (im Selbstverständnis der Querdenker als “Stasi” betitelt) sowie BND, diverse Parteizentralen, Flughafen und BVG in der Infrastruktur, der Bundestag mit Bundeskanzleramt und das Schloss Bellevue, Gewerkschaften, Microsoft und öffentliche Plätze. Hier fehlten eigentlich nur noch die Impf- und Testzentren.

 

Zur Erinnerung: In Berlin gab es einen Brandanschlag auf das RKI, in einem Testzentrum (auch aktuell) – in Holland gab es eine Explosion in diesem. In Bayern drohten Unbekannte dem Pharmaunternehmen Novartis sowie dem Gesundheitsamt mit einem Anschlag. In NRW werden immer wieder Polizeifahrzeuge in Brand gesetzt. Vor den Redaktionshäusern von ARD und ZDF zeigte die Polizei am 1. August 2021 sichtbare Präsenz.

 

“Ein Anlass, an Staufenberg zu denken”

In einem in Deutschland nicht mehr aufrufbaren (aber gesicherten) Livestream vom 1. August auf dem Alexanderplatz hat sich der Arzt, Aktivist von World Doctors Alliance und Ex-AfD Politiker Dr. Heinrich Fiechtner öffentlich zu Gewaltfantasien veräußert. Das Video liegt in voller Gänze vor.

Dr. Fiechtner sprach in diesem Stream: „Der Staat zeigt immer mehr seine hässliche diktatorische, faschistische Fratze. Letztlich wäre es ein Anlass an Stauffenberg zu denken (…) und an das was er gemacht hat oder machen wollte (…) um den Bürgern wieder Freiheit zu schaffen und sie von dieser Tyrannei zu befreien. Man kann diese Tyrannei ja an einzelnen Personen festmachen und hier ist dringende Abhilfe geboten“. Er fügte hinzu, das er nicht weiß, wie genau das gehen soll.

 

Peter Heilrath, Bundestagsabgeordneter der Grünen hat auf seinem Twitter-Account verkündet, deswegen bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen Fiechtner erstattet zu haben. Eine erste Analyse zum evtl. Straftatbestand liefert der durch die Corona-Pandemie bekannt gewordene QuatschJura Rechtsanwalt: Chan-jo Jun auf seinem YouTube-Kanal. In Fiechtner´s weiteren Erzählungen spricht er davon, das er am Vortag des 1. August beim Gottesdienst mit dem “Pastor” von “Christen im Widerstand” (Mandelzweig-Bewegung) gewesen sei. Die “Christen im Widerstand” waren bei der genehmigten Anti-Corona-Kundgebung am 31. Juli auf dem Nettelbeckplatz in Berlin-Wedding zugegen.

 

Christen im Widerstand (Mandelzweig-Bewegung)

Nicht weit entfernt vom Robert-Koch-Institut und auch in der gleichen Straße im Berliner Ortsteil Wedding betreibt “Pastor” Christian Stockmann das Café Mandelzweig. Dort sitzt auch der Verein Mandelzweig e.V.; die „Christen im Widerstand“ sind dort mit integriert. Der Mandelzweig war bis zu Beginn der Pandemie im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) vertreten, einer den Evangelikalen zugeordneten Glaubensgemeinschaft. Der BFP hat sich mittlerweile von Stockmann distanziert.

Stockmann führt z.B. wöchentlich am Mauer-Mahnmal/Spreebogen „Anbetungen am Bundestag“ durch. In seinem Video vom März 2020: „Kompromisslos wie Daniel“, welches auf dem eigenen Telegram-Kanal zu finden ist, vergleicht er seine Forderungen zum Widerstand mit den Montagsdemonstrationen 1989 in der DDR. Er sieht sich scheinbar als “Kirche in der Opposition” (“Kirche von Unten”/Gethsemane-Kirche); eine leider gern versuchte Instrumentalisierung in diesem Spektrum. Der SWR schreibt dazu:

 

(…) Der Berliner Pastor Christian Stockmann, einer der Köpfe des Netzwerks Christen im Widerstand, spricht in seinen Youtube-Videos von „bösen Mächten“, die „weltweit Menschen einschüchtern und versklaven und unter Kontrolle bringen wollen“. Diese „Pläne des Satans“, so stehe es in der Bibel, müsse man bekämpfen."

 

Die Querdenken-Bewegung, die in Teilen schon sehr sektenartig wirkt und bereits schon mehrmals in Verbindung zur Psychosekte Scientology gebracht wurde, hat Ende 2020 damit angefangen, Veranstaltungen als „Gottesdienste“ zu deklarieren. Sie sehen sich scheinbar als angebliche Verteidiger der Grundrechte – das Grundrecht (auch) auf Religionsfreiheit – instrumentalisieren und missbrauchen sie allerdings, um scheinbar vor allem in Pandemie-Zeiten somit Demonstrations-Auflagen durch rechtliche Lücken ausnutzen zu können und so die gesetzlich verordneten Corona-Maßnahmen zu umgehen. Nicht wenige neureligiöse Bewegungen, die man zu sektenmäßigen Strömungen zählen kann, berufen sich auf eine vermeintliche Religion, um sich Kritiken besser entziehen zu können (Religionsfreiheit) und um einen nach außen hin seriösen Anstrich vorzutäuschen und ihn zu bekommen.

Im Netz findet man einige Recherchearbeiten von antifaschistischen Gruppierungen bzgl. den “Christen im Widerstand” sowie der Kiez- und Streetarbeit, die im Wedding damit betrieben wird. Ebenfalls einen ausführlichen Bericht gibt es beim Humanistischen Pressedienst: “Evangelikaler Pastor ruft zum Widerstand gegen staatliche Corona-Maßnahmen auf”.

 

Resume des Querdenker-Wochenendes

Bei den illegalen Protesten der Querdenker-Szene gab es fast 1.000 Festnahmen und die Polizei leitete über 500 Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts des Widerstands und des tätlichen Angriffes gegen Vollstreckungsbeamte ein. Weitere Anzeigen gab es wegen des Verdachts des besonders schweren Landfriedensbruchs, der Gefangenenbefreiung, des Verstoßes gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz und der Teilnahme an einer verbotenen Versammlung sowie wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzvorschriften. Ein Demonstrationsteilnehmer erlag laut vorläufigen Obduktionsbericht einem Herzinfarkt. Es gab überbordende Gewalt gegen Journalisten und gegen Polizeieinsatzkräfte. Laut Tagesspiegel hat Berlins Innensenator Geisel das Vorgehen der Polizei gegen die Querdenker am Wochenende dennoch verteidigt. Im späteren Verlauf hat Geisel zu den Vorwürfen der zu klärenden Polizeigewalt Stellung bezogen, denen sich Nils Melzer (UN-Sonderberichterstatter) angenommen hatte. Geisel verspricht laut BZ Berlin, für lückenlose Aufklärung zu sorgen.

In Anbetracht dessen, dass Querdenker schon von Pandemiebeginn an versuchen, in sensible Bereiche zu unterwandern (siehe BMI-Leak); seit längerem mit Hilfe von ehemaligen Polizisten, QAnon-Anhängern, Reservisten und ausgedienten Bundeswehrsoldaten sich auf eine Art Paramilitär im Sinne der Reichsbürgerideologie auf den sogenannten “Tag X” hinarbeiten wollen, wäre es erstrebenswert, nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen, sondern (endlich) aktiv und konsequent im Sinne des demokratischenen Rechtsstaates gegen Verstöße vorzugehen.

 

Quellen & Verweise

Tagesspiegel: “Das ist die Frau, die zum Sturm auf den Reichstag rief” – vom 1. September 2020 www.tagesspiegel.de/berlin/heilpraktikerin-aus-der-eifel-... (Archiv: archive.fo/v29GR)

Tagesspiegel: “Partei für Energetiker, Aidsleugner und Holocaustverharmloser” – vom 6. Mai 2021 www.tagesspiegel.de/themen/reportage/wie-viel-querdenken-... (Archiv: archive.ph/1MocZ)

taz: “Protest gegen Bundesnotbremse” – vom 21. April 2021 taz.de/Aenderung-des-Infektionsschutzgesetzes/!5768105/

SWR Aktuell: „Christen im Widerstand“ wettern auch in Südbaden gegen Corona-Maßnahmen – vom 23. Oktober 2020 www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/christ... (archive.ph/by5Ge)

YouTube: “Karl Hilz, Nettelbeckplatz/Wedding” – vom 31. Juli 2021 youtube.com/watch?v=LGN09Dux5ks (Archiv: archive.ph/W6il2)

rbb: “OVG bestätigt weitere Verbote für „Querdenker“-Demos am Sonntag”, – vom 31. Juli 2021 www.rbb24.de/panorama/beitrag/2021/07/berlin-querdenker-d... (Archiv: archive.ph/lFchB)

Strafverfolgungsbehörden Generalstaatsanwaltschaft Berlin Pressemitteilung vom 2. August 2021 www.berlin.de/generalstaatsanwaltschaft/presse/pressemitt... (Archiv: archive.fo/Uaz0j)

WELT: “Wie Querdenker die Behörden in Berlin systematisch vorführten” – vom 3. August 2021 www.welt.de/politik/deutschland/article232889311/Proteste... (Archiv: archive.ph/CrWGL)

Belltower News: Brutal und hemmungslos durch Berlin – vom 2. August 2021 www.belltower.news/querdenken-brutal-und-hemmungslos-durc... (Archiv: archive.fo/A0rW1)

Martin Heller auf Twitte mit Videosequenzen von versuchten Durchbrüchen von Polizeiketten – vom 1. August 2021 twitter.com/Ma_Heller/status/1421885181645008905 (archive.ph/WQTFg)

Süddeutsche Zeitung: “Chronisch unterschätzt” – vom 1. August 2021 www.sueddeutsche.de/politik/berlin-demo-corona-querdenken... (Archiv: archive.ph/wUq93)

FAZ: Knapp tausend Festnahmen bei Protesten in Berlin – vom 2. August 2021 www.faz.net/aktuell/politik/inland/knapp-tausend-festnahm... (Archiv: archive.fo/yheSd)

Zeit Online: Proteste nach Demo-Verboten: Wasserwerfer an Siegessäule – vom 1. August 2021 www.zeit.de/news/2021-08/01/proteste-inberlin-wasserwerfe... (Archiv: archive.fo/ZQf17)

Spiegel: “Kriminalbeamte kritisieren Mitnahme von Kindern zu Querdenker«-Demos” – vom 3. August 2021 www.spiegel.de/panorama/justiz/querdenker-demonstration-i... (Archiv: archive.ph/2t4SW)

T-Online: „Basis-Partei kämpft um Würde von totem Demonstranten” – vom 3. August 2021 www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_9... (Archiv:archive.ph/AVT1m)

Psiram: “Matthäus Westfal” www.psiram.com/de/index.php/Matth%C3%A4us_Westfal

Belltower News: Das denkt die Verschwörungsszene über die Berliner Demo – vom 3. August 2021 www.belltower.news/querdenken-das-denkt-die-verschwoerung... (Archiv: archive.fo/ORMao)

Imago: rechtsextreme Identitäre versuchten mit DDR-Framing das Justizministerium zu besetzen – 19. Mai 2017 www.imago-images.de/st/0078710225 (Archiv: archive.fo/kFne2)

Bayern 2: “Psychologie der Dämonisierung” – vom 3. April 2017 www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/psychologie... (Archiv: archive.ph/HdDyC)

tip Berlin: “Giulia Silberberger über Verschwörungen, Querdenker und radikale Aluhüte” – vom 29. Oktober 2020 www.tip-berlin.de/stadtleben/politik/giulia-silberberger-... (archive.ph/2GjVc)

Homepage der Christlich Essenischen Kirche cek.eu.com/de/ (Archiv: archive.ph/CcBG0)

Pressemitteilung der Christlich Essenischen Kirche – vom 23. Juli 2021 www.dropbox.com/s/8q1x98lzsjlo7ts/Pressemitteilung_OTCHE_... (Archiv: archive.fo/XahNn)

relinfo: Christlich Essenische Kirche www.relinfo.ch/lexikon/theosophie-und-esoterik/esoterik/c... (Archiv: archive.ph/VSG6y)

REMID “Mitgliederzahlen/Sonstige” www.remid.de/info_zahlen/verschiedene/ (Archiv: archive.ph/AXFus)

Belltower News: „Querdenken“ heißt vereint sein im Kampf gegen die liberale und offene Gesellschaft – vom 13. November 2020 www.belltower.news/leipzig-nachlese-querdenken-heisst-ver... (Archiv: archive.fo/PAFEC)

EZ Religio: “Christlich-Essenische Kirche Deutschland” – vom 10. Oktober 2018 ez.religio.de/Religiolexikon/C/Christlich-Essenische-Kirc... (Archiv: archive.fo/VY8Y3)

EKIR: „Plastikblume im Garten Gottes“ – vom 28. April 2006 www.ekir.de/weltanschauungen/themen/plastikblume-im-garte... (Archiv: archive.ph/uguyj)

Tagesspiegel Demoblog (Liveticker): “Verbotene Corona-Proteste in Berlin” – ab 31. Juli 2021 www.tagesspiegel.de/berlin/verbotene-corona-proteste-in-b... (Archiv: archive.ph/ltZAM)

NDR/ZAPP: “DJU-Gewerkschafter Reichel erst beleidigt, dann angegriffen” www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/DJU-Gewerkschafter-jo... (Archiv: archive.ph/buAlP)

Spiegel: “Querdenker-Demo in Berlin: Journalist beschützt Polizisten” – vom 3. August 2021 www.youtube.com/watch?v=nJPiXvhYX3I oder www.spiegel.de/panorama/querdenker-demo-in-berlin-journal...

Twitter Jörn Hasselmann – vom 1. August 2021 twitter.com/Verkehrshassel/status/1421883675935969283 (Archiv: archive.ph/zWLWR)

Berliner Morgenpost: „Polizei weist Vorwürfe von UN-Berichterstatter zurück” – vom 8. August 2021 www.morgenpost.de/berlin/article232993085/Polizei-weist-V... (Archiv: archive.fo/dywbN)

ARD/Kontraste: „Querdenker im Kampfmodus“ – vom 5. August 2021 www.tagesschau.de/investigativ/kontraste/reichsbuerger-qu... (Archiv: archive.ph/ysT4b)

Süddeutsche Zeitung: “Chronisch unterschätzt” – vom 1. August 2021 www.sueddeutsche.de/politik/berlin-demo-corona-querdenken... (Archiv: archive.ph/wUq93)

Wikipedia: “Hygienedemos” in Berlin de.wikipedia.org/wiki/Proteste_gegen_Schutzmaßnahmen_zur...

taz: “Verschwörungsideologe Anselm Lenz” – vom 3. April 2021 taz.de/Verschwoerungsideologe-Anselm-Lenz/!5760168/

ARD: Verfassungsschutz – Querdenker werden nun bundesweit beobachtet” – vom 28. April 2021 www.tagesschau.de/inland/verfassungsschutz-querdenker-103... (Archiv: archive.ph/16Fhx)

Demokratischer Widerstand “Wochenzeitung 56” , Seite 5 – vom 31. Juli 2021 archiv.demokratischerwiderstand.de/media/W1siZiIsIjIwMjEvMDcvMzEvOWE4cDVwcXRxaV81Nl9XaWRlcnN0YW5kXzIwMjFfMDdfMzFfbmljaHRvaG5ldW5zLmRlLnBkZiJdXQ/56_Widerstand_2021_07_31_nichtohneuns.de.pdf?sha=794513c571a33934 (bit.ly/3tVR2JJ)

ZEIT Online: “Brandsätze gegen Gebäude des Robert Koch-Instituts geworfen” (Berlin) – vom 25. Oktober 2020 www.zeit.de/politik/deutschland/2020-10/berlin-rki-gebaeu... (Archiv: archive.ph/rVYoL)

Spiegel: “Brandanschlag auf Corona-Testzentrum” (Berlin) – vom 6. April 2021 www.spiegel.de/panorama/justiz/berlin-brandanschlag-auf-c... (Archiv: archive.fo/77WRk)

Polizeimeldung: “Corona-Testzelt angezündet” (Berlin) – vom 5. August 2021 www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2021/pressemitteil... (Archiv: archive.fo/RgzJL)

Berliner Zeitung: “Anschlag: Explosion bei Corona-Testzentrum in Holland” – vom 3. März 2021 www.berliner-zeitung.de/news/anschlag-explosion-bei-coron... (Archiv: archive.fo/N8AHG)

Apotheke adhoc: “Polizeieinsatz: Anschlagsdrohung gegen Novartis” – vom 10. August 2020 www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/panorama/polizei... (Archiv: archive.ph/YqI0Z)

Lokalstimme: “Getrieben vom Hass gegen das System: Der mutmaßliche Brandstifter der Polizeiautos in Altena” – vom 2. August 2021 lokalstimme.de/blog/2021/08/02/getrieben-vom-hass-gegen-d... (Archiv: archive.fo/rTbD4)

Psiram: “World Doctors Alliance” www.psiram.com/de/index.php/World_Doctors_Alliance

Psiram “Heinrich Fiechtner” www.psiram.com/de/index.php/Heinrich_Fiechtner

“Livestream von Oli`s MediaTour” via YouTubeTwitter (nicht mehr in Deutschland einsehbar), Video liegt in Gänze vor

Peter Heilrath auf Twitter – vom 1. August 2021 twitter.com/heilrath/status/1421928454585454592 (Archiv: archive.ph/m9lQD)

YouTube-Kanal von Rechtsanwalt Chan-jo Jun: “Justiz streng: Impfen als Holocaust und Mordphantasien strafbar, Moneypool ist Privatvermögen” vom 2. August 2021 Telegram Heinrich Fiechtner – vom 31. Juli 2021 t.me/Dr_Heinrich_Fiechtner/5752 (archive.fo/Jgkcp)

Twitter Ankündigung aller Veranstalter vom Nettelbeckplatz twitter.com/SchwarzePalmen/status/1419643950378352645 (Archiv: archive.fo/ifc8l)

BR24: “Wir beten für Deutschland” – vom 10. September www.br.de/nachrichten/kultur/wir-beten-fuer-deutschland-c... (Archiv: archive.ph/YBJ7i)

Telegram-Kanal: CiWi – Christen im Widerstand: Video “Kompromisslos wie Daniel” vom 28. November 2020 t.me/ChristenimWiderstand/34 (Archiv: archive.ph/TnFef)

SWR: “Wie umgehen mit fundamentalistischen Christen? Christen im Widerstand wettern auch in Südbaden gegen Corona-Maßnahmen –

vom 23. Oktober 2020 www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/christ... (Archiv: archive.ph/by5Ge)

Kontrapolis: “Coronaleugnung, Antifeminismus und rechte Christen raus aus dem Kiez! Weg mit dem rechten Treffpunkt „Cafe Mandelzweig“ in Berlin Wedding!” – vom 20. Juli 2021 kontrapolis.info/4388/ (Archiv: archive.ph/ip9m8)

Humanistischer Pressedienst (HPD): „Kompromisslos durch die Endzeit“ Evangelikaler Pastor ruft zum Widerstand gegen staatliche

Corona-Maßnahmen auf” – vom 27. März 2020 hpd.de/artikel/evangelikaler-pastor-ruft-zum-widerstand-g... (Archiv: archive.ph/2diU1)

T-Online: „Aktiver der ersten Stunde. Scientologe half Querdenken aus den Startlöchern“ – vom 29. Juni 2021 www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_90278716/scien... (Archiv: archive.ph/Upkkg)

SWR „Scientologe bei Querdenken“ www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/scientologe-bei-... (archive.ph/vNe0m)

BR24: “Kirchen: Münchner Querdenken-Demo war kein Gottesdienst” – vom 2. November 2020 www.br.de/nachrichten/kultur/corona-querdenken-demo-war-k... (Archiv: archive.ph/ct3Yb)

Berliner Kurier: “Lauftreff und Fake-Gottesdienst statt Großdemo: Die neuen Methoden der Corona-Leugner” – vom 26. Januar 2021 www.berliner-kurier.de/berlin/lauftreff-und-fake-gottesdi... (Archiv: archive.ph/Q284H)

FAZ: „Knapp tausend Festnahmen bei Protesten in Berlin“ – vom 2. August 2021 www.faz.net/aktuell/politik/inland/knapp-tausend-festnahm... (Archiv: archive.ph/yheSd)

Tagesspiegel: “Berlins Innensenator verteidigt Polizei-Taktik – „Was wäre die Alternative?“ – vom 3. August 2021 www.tagesspiegel.de/berlin/1000-festnahmen-bei-querdenker... (Archiv: archive.fo/dVkc5)

RND: “Querdenker-Demo: Politiker begrüßen UN-Untersuchung zu Vorwürfen von Polizeigewalt” – vom 6. August 2021 www.rnd.de/politik/polizeigewalt-auf-querdenker-demo-poli... (Archiv: archive.fo/nGK95)

BZ-Berlin: “Gab es doch Übergriffe von Polizisten auf der Querdenker“-Demo?” – vom 11. August 2021 www.bz-berlin.de/berlin/gab-es-doch-uebergriffe-von-poliz... (Archiv: archive.fo/qOKca)

Tagesspiegel: „So reagiert die SPD auf die Irrfahrt des Stephan Kohn“ – vom 14. Mai 2020 www.tagesspiegel.de/politik/autor-des-corona-papiers-im-b... (Archiv: archive.ph/n8T5d)

Süddeutsche Zeitung: „Ehemaliger Polizist muss nach Corona-Demo Geldstrafe zahlen“ – vom 12. April 2021 www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-polizist-corona-dem... (Archiv: archive.ph/GPlMu)

Spiegel: „Verschwörungs-Ideologie zum Mitmachen“ vom 5. August 2020 www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/qanon-verschwoerungsi... (Archiv: archive.ph/leAKr)

Spiegel: „Bundeswehr ermittelt gegen »Querdenker« in Uniform“ – vom 5. August 2021 www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-ermittelt-g... (Archiv: archive.ph/T4pMf)

ZDF: “Rechte Verschwörer – Angriff von innen?” – vom 29. Oktober 2020 www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/rechte-verschwoerer... (Archiv: archive.ph/sNYHr)

 

-------------------------------------------------

 

© Streichphotography

 

Die Bilder sind im Original vorhanden.

 

Rechtlicher Hinweis:

Copyright:

Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.

Nutzungsrecht:

Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.

Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!

Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: September 2021

Die gestrige Kundgebung von Attila Hildmann vor dem Alten Museum im Lustgarten zog um die 150 Teilnehmende an, die im Regen einem über eine Stunde dauernden Monolog lauschten.

 

Hildmann, der es witzig fand, auf seine Initialen "AH" hinzuweisen und zu betonen, dass er, wenn es sein müsste, im Gefängnis „Mein Kampf 2.0“ schreiben würde, inszenierte sich als Opfer von bösartigen Verleumdungen. Obwohl er über Telegram über 60.000 Menschen erreicht und regelmäßig die Treppen des Alten Museums als Tribüne für seine kruden Reden nutzen darf, behauptete er, man wolle ihn mundtot machen, um die Wahrheit zu unterdrücken - nach Hildmann Charakteristikum für echten Faschismus. Er appellierte an den Verfassungsschutz, sich nicht zum Werkzeug machen zu lassen und seine Unschuld anzuerkennen. Dabei negierte er seinen Antisemitismus, nur um gleichzeitig den Vorwurf des Antisemitismus zur letzten Waffe der Mächtigen zu erklären und jüdischen Familien die Urheberschaft von großen Verschwörungen anzudichten. Desweiteren beschwor er seine Zuhörer:innen, sich der historischen Verantwortung für die Shoah zu entziehen.

 

In einer weiteren Redeeinheit bezog er sich positiv auf Trump und Putin, mit denen er eine Einheit gegen Merkel bilden würde. Für Hildmann ist Merkel nicht nur Kommunistin und Dämonin, sie steht gleichzeitig im Dienst von „Zionisten“, eine Chiffre für Juden und Jüdinnen. Das Corona-Virus nannte er ein trojanisches Pferd der Weltbänker, um die Menschen zu versklaven und zu verchippen.

Insgesamt gleichen Hildmanns Reden fanatischen Predigten und weisen religiöse Bezüge auf. In seinem Größenwahn wird er dabei selbst zu einer Art Messias, der unter Todesmut die Aufgabe auf sich nimmt, „die Wahrheit“ - ein Potpourri aus wildesten Verschwörungsmythen - unter die Menschen zu bringen.

 

Die Teilnehmendem beklatschten ihn und sprachen ihm bereitwillig die Losung „veritas victoria“ nach Aufforderung nach. Als Hildmann die Regierung beschuldigte, das Volk verraten zu haben, erhöhten diese das zu „Hochverrat“. Unter ihnen waren etliche, die die Wochen zuvor noch bei den Hygienedemos „nicht ohne uns“ am Rosa-Luxemburg-Platz zu sehen waren, darunter auch Anhänger:innen der QAnon-Sekte.

 

Die Fotos unterliegen dem Copyright. Sie sind in druckbarer, hochauflösender Qualität ohne Wasserzeichen vorhanden und können für kommerzielle wie unkommerzielle Zwecke erfragt werden.

 

RechercheNetzwerk.Berlin@yahoo.com

Queer/Feministische Bündnisse gegen christliche Fundamentalisten

 

Der „Marsch für das Leben“ ist eine Demonstration der Lebensrechtsbewegung in Berlin. Veranstalter ist der Bundesverband Lebensrecht. Die Demonstration oder auch „Schweigemarsch“ richtet sich gegen Schwangerschaftsabbrüche und Praktiken der Sterbehilfe, Stammzellforschung und Präimplantationsdiagnostik.

Der Marsch fand 2002 zum ersten Mal statt und seit 2008 wird er von Gegenprotesten begleitet.

Jedes Jahr rufen unterschiedliche NGO´s, feministische Bündnisse, Vereine und Gruppen zu Gegenprotesten und Aktionen gegen Abtreibungsgegner auf. Vordergründig treten dabei das queerfemninistische Bündnis „What the Fuck“ und das „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ in Erscheinung.

 

Am heutigen Samstag haben die christlichen Fundamentalisten erneut in Berlin-Mitte hinter dem Brandenburger Tor gegen Abtreibungen demonstriert. Die Teilnehmerzahlen bei dem jährlichen „Marsch für das Leben“ lagen laut Polizei am Nachmittag im oberen vierstelligen Bereich.

Zum „Marsch für das Leben“ hatte unter anderem die Deutsche Bischofskonferenz aufgerufen. Sie kritisierte das EU-Parlament dafür, den Zugang zu Abtreibungen als Menschenrecht bezeichnet zu haben. Laut Berliner Zeitung hatte auch die AfD sowie Teile der CDU/CSU zu diesem Marsch aufgerufen bzw. tatkräftige Unterstützerworte ausgesprochen. Schon in den Jahren zuvor war u.a. Beatrix von Storch teils an der Demospitze mitgelaufen.

 

Auf Plakaten der selbst ernannten Lebensrechtler standen unter anderem „Kein Kind ist unzumutbar“, „Abtreibung ist keine Lösung“ und „Keine Kinder – keine Zukunft“. Als Vertreter der Kirchen wurden unter anderem die katholischen Bischöfe Wolfgang Ipolt (Görlitz) und Rudolf Voderholzer (Regensburg) sowie der Vorsitzende des Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD), Ekkehart Vetter, begrüßt.

Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) gab es bei der Demonstration der Abtreibungsgegner nationalsozialistische Vergleiche. So seien Abtreibungen mit der Ermordung Behinderter als „unwertes Leben“ im Dritten Reich verglichen worden. „Ungeborene sind keine Rohstoffe“ und „Töten ist keine ärztliche Kunst“ stand zudem auf Plakaten. Auf der Demo waren zwei Männer im Demonstrationszug mitgelaufen, einer davon trug auf seinem T-Shirt die Aufschrift „Babycaust“. Die Polizei zog diese beiden zwar kurzzeitig raus, aber diese konnten kurze Zeit später im Demonstrationszug mit besagtem T-Shirt weiterlaufen.

 

Auf der anderen Seite des Brandenburger Tors, auf dem Pariser Platz, fand der Gegenprotest vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung statt. Um 12 Uhr begann die Kundgebung mit anschließendem Demonstrationsumzug. Annika Kreitlow von medical students for choice informierte über die strafrechtlichen Folgen für Medizinerinnen und dem daraus resultierenden Versorgungsproblem für ungewollt Schwangere und Frauen, wenn § 219a und § 218 weiterhin im Strafgesetzbuch bestehen bleiben. Sie sagte: „Es gibt keine Abschaffung von Abtreibung – nur eine Abschaffung von sicherer Abtreibung.“ Die Abschlusskundgebung informierte über ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland und international. Vertreter*innen der queeren Community informierten über Missstände und Diskriminierung.

 

Dezentraler und spontaner Gegenprotest kam derweil vom queerfeministischen Bündnis „What the fuck“. Nachdem das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung den Pariser Platz längst schon wieder verlassen hatte, sorgten die „What the fuck“-Aktivistinnen immer wieder für kurze Störungen der Kundgebung der Abtreibungsgegner: So entstand kurz vor dem Brandenburger Tor ein kurzer Flashmob, als eine in Pink gekleidete Gruppe eine Performance darbot. Das Bündnis schreibt in ihrer Pressemitteilung:

„An der Route der christlichen FundamentalistInnen kam es ebenfalls zu lautstarken und aussagekräftigen Protesten. Eine Gruppe von queer-feministischen Aktivistinnen hatte eine ‚Pink Silver‘-Choreographie einstudiert, mit der sie ihre politischen Forderungen mit Hilfe von Parolen und Tanzeinlagen lautstark und mit Nachdruck auf die Straße trugen, andere Aktivistinnen anfeuerten und die AbtreibungsgegnerInnen verärgerten.“

Zuvor gab es laut WTF einen Flashmob am Berliner Hauptbahnhof. Aktivist*innen wiesen in einer Kunstaktion auf die hohe Zahl von 22.800 Menschen hin, die jedes Jahr weltweit an den Folgen illegalisierter Abtreibung sterben, indem sie sich in einem ‚Die-In‘ auf den Boden legten. Auf ihren T-Shirts waren Kleiderbügel und Blut zu sehen. Kleiderbügel werden oft als Instrument für eine Abtreibung benutzt, wenn sich Menschen aufgrund der Kriminalisierung von Abtreibung nicht anders zu helfen wissen.

Das queerfeministische Bündnis hatte bereits für Freitagabend (17.09.2021) in Berlin zu einer Protestkundgebung am Adenauerplatz aufgerufen. Laut eigener Pressemitteilung beziffert „What the Fuck“ ca. 2.000 Unterstützer, die am Samstag aktiv gegen Fundamentalisten unterwegs waren.

 

(Nicht nur) die Polizei hatte an diesem Tag im Vorfeld die Sorge, dass Coronaleugner und Querdenker diese Großdemonstration für sich vereinnahmen und sich unter das Demopublikum mischen könnten. Diese konnte man allerdings nur vereinzelt dort vorfinden. Laut taz trug z.B. ein Mann keine Maske – stattdessen an seinem Mantelkragen einen Anstecker mit dem Wort „Maskenbefreiung“. Eine andere Frau hatte einen „QAnon“-Sticker auf ihrem Beutel. Unterschiedliche Fotos vom Social Media Kanal Twitter zeigen Impfgegner, die sich teils mit Plakaten unter die Abtreibungsgegner gemischt hatten.

 

Am 18. September 2021 schaute ganz Berlin auf die Gegenproteste der Abtreibungsgegner. Das Bündnis „What the Fuck“ hatte diesen sehr bildhaft „die Show gestohlen“.

Der „Marsch für das Leben“ fiel im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls erheblich kleiner aus und er wirkte auch nicht mehr so mächtig, wie in den Jahren zuvor. Gegenprotest wirkt scheinbar.

 

Quellen:

de.wikipedia.org/wiki/Marsch_fuer_das_Leben

berliner-zeitung.de/wochenende/kommentar-lebensschutz-bun...

rnd.de/politik/streit-um-das-recht-auf-schwangerschaftsab...

fr.de/panorama/berlin-demo-marsch-fuer-das-leben-abtreibu...

taz.de/Demo-von-Abtreibungsgegnerinnen-in-Berlin/!5802335...

zeit.de/news/2021-09/18/mehrere-tausend-menschen-bei-abtr...

sexuelle-selbstbestimmung.de/17308/pressemitteilung-tause...

whatthefuck.noblogs.org/pressemitteilung-protest-marsch-f...

twitter.com/nofundis/status/1439182902235906053

twitter.com/DoraKristina/status/1439205287886479362

twitter.com/DoraKristina/status/1439190923934568449

tagesspiegel.de/berlin/coronavirus-in-der-hauptstadtregio...

twitter.com/reclaimrosalux1/status/1439176432660459524

twitter.com/herbstzeit2018/status/1439169234936995844

 

-------------------------------------------------

 

© Streichphotography

 

Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

 

Rechtlicher Hinweis:

Copyright:

Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers.

Nutzungsrecht:

Wenn Sie ein Foto für gewerbliche Zwecke verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.

Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!

Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

 

Vielen Dank!

Stand: September 2021

1 2 4 6 7 ••• 57 58