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Die Großfunkstelle Nauen ist die älteste noch bestehende Sendeanlage der Welt. Sie wurde am 1. April 1906 vom Telefunken-Ingenieur Richard Hirsch ins Leben gerufen, indem er nördlich von Nauen vom Fideikommissar Fritz Stotze aus Neukammer ein 40 Hektar großes Grundstück pachtete. Die heutigen Sendeantennen wurden 1964 und 1997 fertiggestellt und sind 70 Meter und 80,5 Meter hoch. Die Station diente bis 2011 der Ausstrahlung des Programms der Deutschen Welle über Kurzwelle.
Von Hier aus begann die Geschichte des Auslandsrundfuks Deutschlands.
Stichworte sind u.a. Nachrichtenübermittlung zu den deutschen Kolonien Kamerun, Südwest-Afrika (Namibia).
Der Auslandsdienst der DDR wurde von hier bis zur Wende betrieben ( RBI = Radio Berlin International ).
Nach der Wende wurde die Sendeeinrichtung von der Deutschen Welle übernommen.
Heute gehört die Anlage der Media Broadcast GmbH mit Sitz in Köln und bietet von hier aus Sendedienstleistungen in alle Welt an.
Zwei Drehstandantennen von Thomcast, Mannheim, die von 1995 bis 1997 für die Deutsche Welle errichtet wurden.
Drehstandantennen hört sich zwar etwas seltsam an, dazu muss man aber bemerken, das es in der Tat Antennenanlagen gibt, die auf Schienen montiert im Kreis gefahren werden.
Aufbau einer Drehstandantenne von Thomcast*
In einem soliden Betongebäude befindet sich der Sender, auf dem Dach wurde der um 360 Grad drehbare ca 80m hohe Sendeturm montiert.
Die Leisungsübergabe vom Sender zur Antenne erfolgt über Schleifkontakte und das bei 500kW.
Das Modulationssignal wird aus dem Leitzentrum per Kabel zugeführt.
Die Ausrichtung der Antenne natürlich auch :-))