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Kentaur (Zentaur)

Mischwesen aus der griechischen Mythologie

 

Centaur

Hybrid creatures from Greek mythology

In der Kentaur-Müle, Lützelflüh

Stockholm, Vasastan. Kentaur by Sigrid Fridman, 1939.

Sculpture by the Norwegian artist Fritz Røed (1928-2002)

(Detail Stuhlmannbrunnen)

May I introduce? - This is Triton, son of Poseidon/Neptune coming out of the sea to blow for his father, the god of the ocean!

 

Detail of the fountain of Neptune on the marketplace of Bremen, called "Domshof" next to the cathedral.

 

There is an article on the german Wikipedia about it. It's a work of the artist Waldemar Otto and exists since the beginning of the 1990s.

 

Best seen large on black or even original !!

Stahlplastik von B. Lothar Frieling

Theseustempel wurde von Peter Nobile im Jahr 1823 errichtet und zwar für die Skulptur "Theseus besiegt den Kentaur". Die Skulptur wurde 1891 ins damals neue Kunsthistorische Museum gebracht, wo sie noch heute im Stiegenaufgang steht.

Triton (Detail Stuhlmannbrunnen)

Hamburg

by

B. Lothar Frieling

The title is a quote by Nick Offerman.

  

"Bågspännande kentaur", sculpture by Sigrid Fridman.

 

Sigrid Fridman (1879-1963) - The Centaur (1939). Bronze. Placed at Observatoriekullen, Stockholm, seen at night from Observatorielunden, Sveavägen.

 

A daylight close-up of the statue here.

A Horse with no Name

 

HKD

 

Ein traumhaft schöner Morgen oder das Kürzel für quantiertes Bewusstsein

 

„Wie klug hast du dir dein Leben eingerichtet?” fragte der alte Mann seine etwa fünfzig jährige Tochter, mit der er unterwegs war. Er sprach leise und die Fahrgeräusche des Zuges übertönten einige seiner Worte.

„Was nennst du klug, Papa?“

„Klugheit wird der Eule zugesprochen, dem Vogel der Weisheit“, antwortete er.

„Du bist nicht mein Vater“, sagte sie, „und doch bist du es.“

„Die Weisheit des Paradoxen, ich verstehe. Als Schriftsteller habe ich mit ihr gearbeitet und sie auf diese Weise vertieft. Alles ist und ist doch nicht. Und weil das so ist, erkennt Weisheit die eigenen Möglichkeiten.“

„Das Pferd auf der Alm“, sagte die Tochter.

„Genau“, sagte der Vater. „Sonnenaufgang auf der Alm und ich bleibe stehen mit der Frage: Blickt das grasende Pferd auf und kommt mir näher oder bleibt es uninteressiert?“

Die Tochter nickte und sagte: „Aus dreißig Metern Entfernung kommt es auf dich zu und will von dir gekrault werden.“

„Das ist die Klugheit des Pferdes“, sagte der Vater. „Der Mensch hat seine eigene Klugheit.“

Die Tochter antwortete: „Darum suche ich die Schwingung in mir, um sie an andere zu verschenken. Das schöne Gefühl, verschenken zu können, ist ein Gefühl von Freiheit und Größe.“

„Persönliche Weisheit wird durch nichts übertroffen“, antwortete der Vater. „Ich bin nicht dein Vater, doch für mich bist du meine Tochter.“

Sie winkte ab mit der Hand und verneinte in der Geste eines leichten Kopfschüttelns. Dann sagte sie: „Ich glaube, diese Szene wird zu dick für das Stück.“

„Du bist die Regisseurin“, sagte er. „Ich richte mich ganz nach deinen Vorstellungen. Es ist zwar mein Buch, aber ein Film deiner Vorstellungen davon.“

„Ich muss angepasste Szenen einbauen. Im Film muss geschossen und gehetzt werden. Immerhin habe ich es als Traumsequenz eingeführt.“

Der Vater lächelte und nickte. „Geschickt, geschickt. Nur so hast du mich austricksen können.“

„Das wolltest du doch. Ich habe das Paradoxe für dich erhalten“, entgegnete sie. „Im Traum lief das Pferd langsam wieder zurück und dadurch bist du aufgewacht. Du wachst auf und stehst vor dem Pferd in der Wiese.“

„Ja“, sagte er. „Und dann kommt die Flugszene.“

„Genau“, bestätigt ihm die Tochter. „Als alles vorbei ist, landest du wieder auf der Alm und siehst in der Ferne das Pferd grasen. Diesmal aber bleibst du nicht stehen, sondern gehst weiter, um die anderen Möglichkeit auszuloten.“

„Die Geschichte mit dem jungen Mann…“ sagte er. „Dem das Pferd gehört und der es zum Aufsatteln holen will.“

„Es steht schon am Zaun, als der Mann kommt“, sagt die Tochter und der Vater fährt fort: „Ich sehe es von dem höheren Blickwinkel aus. Ich sehe für einen Augenblick, wie die beiden Körper miteinander verschmelzen und sie zu einem Kentaur werden, kraftvoll, dem Chiron ebenbürtig. “

„Wieder erkennst du, dass du träumst.“

„Ja“, antwortet der Vater. „Doch ich konzentriere mich auf meinen im Bett schlafenden Körper, um in meinen Alltagsfilm zu kommen. Allerdings klappt das nicht sofort. Ich spüre Panik und schnappe nach Luft. Peng, wieder ein Versuch gescheitert, normal aus dem QB-Zustand aufzuwachen.“

Ich erfuhr noch, dass QB das Kürzel für „Quantiertes Bewusstsein“ sei und bedauerte es sehr, dass die beiden ihren Zielbahnhof erreichten. Als der Zug bremste, gab es zum Schluss einen kleinen Ruck und ich erwachte. Das Abteil war leer.

  

HKD

 

Digital art based on own photography and textures

 

HKD

 

Berlin, Colonnade Courtyard at Museum Island: "Centaur with Nymph", bronze statue by Reinhold Begas 1831-1911), considered the most important German sculpture of the neo-Baroque style

 

Die ersten Säulengänge auf der Museumsinsel Berlin entstanden zwischen 1853 und 1860 auf Basis eines Entwurfes von Friedrich August Stüler. Sie erstreckten sich entlang der Ost- und Südseite des Neuen Museums und der Bodestraße. Für die Kolonnaden am Spreeufer und nördlich der Alten Nationalgalerie, erbaut zwischen 1876 und 1878, passten die Architekten Heinrich Strack und Georg Erbkam den ursprünglichen Stüler-Entwurf an. Sie ergänzten ihn um drei quadratische Pavillons mit Kuppeldach.Die Kolonnaden aus dem 19. Jahrhundert sind prägender Bestandteil der UNESCO-Welterbestätte Museumsinsel Berlin. Der Großteil der Säulengänge entlang der Spree, der Bodestraße und des Neuen Museums sowie der Kolonnadenhof waren bereits bis 2010 wiederhergestellt worden. Die Arbeiten für den letzten Bauabschnitt begannen 2020. Diese letzte, im August 2024 abgeschlossene Baumaßnahme umfasste die Restaurierung und Wiederherstellung der ursprünglichen Kolonnaden am Spreeufer nordöstlich der Alten Nationalgalerie. Stark geschädigte Bauteile wurden in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt demontiert, restauriert und später wieder eingefügt. Die zweigeschossigen Einbauten, die 1911 als zusätzliche Räume in die Kolonnaden eingebaut worden waren, wurden entfernt. Für die dort untergebrachte Skulpturenrestaurierungswerkstatt der Alten Nationalgalerie wurden zuvor neue hochprofessionelle Räume im Bode-Museum eingerichtet. Der 1957 errichtete Kopfbau am Nordende der Kolonnaden wurde unter Verwendung der historischen Säulen als offener Pavillon neu gestaltet: Auch hier wurden die Ausmauerungen entfernt und überdies eine Rampe eingebaut, um einen inklusiven Zugang zu schaffen.

 

www.preussischer-kulturbesitz.de/pressemitteilung/artikel...

 

The first colonnades on Berlin's Museum Island were built between 1853 and 1860 based on a design by Friedrich August Stüler. They stretched along the east and south sides of the Neues Museum (New Museum) and the Bodestrasse. For the colonnades on the banks of the Spree and north of the Alte Nationalgalerie (Old National Gallery), built between 1876 and 1878, the architects Heinrich Strack and Georg Erbkam adapted the original Stüler design. They added three square pavilions with domed roofs, and the 19th-century colonnades are a defining feature of the UNESCO World Heritage Site Museum Island Berlin. The majority of the colonnades along the Spree, Bodestraße and the Neues Museum as well as the Colonnade Courtyard had already been restored by 2010. Work began on the final construction phase in 2020, which was completed in August 2024 and included the restoration and reconstruction of the original colonnades on the banks of the Spree north-east of the Alte Nationalgalerie. Heavily damaged components were dismantled, restored and later reinstalled in close consultation with the State Monuments Office. The two-storey structures that had been built into the colonnades as additional rooms in 1911 were removed. The sculpture restoration workshop of the Alte Nationalgalerie housed there had previously been given new, highly professional premises in the Bode Museum. The head building at the northern end of the colonnades, built in 1957, was redesigned as an open pavilion using the historical columns: Here, too, the brickwork was removed and a ramp was installed to create inclusive access.

www.preussischer-kulturbesitz.de/pressemitteilung/artikel...

Berlin, Colonnade Courtyard at Museum Island: "Centaur with Nymph", bronze statue by Reinhold Begas 1831-1911), considered the most important German sculpture of the neo-Baroque style

 

Die ersten Säulengänge auf der Museumsinsel Berlin entstanden zwischen 1853 und 1860 auf Basis eines Entwurfes von Friedrich August Stüler. Sie erstreckten sich entlang der Ost- und Südseite des Neuen Museums und der Bodestraße. Für die Kolonnaden am Spreeufer und nördlich der Alten Nationalgalerie, erbaut zwischen 1876 und 1878, passten die Architekten Heinrich Strack und Georg Erbkam den ursprünglichen Stüler-Entwurf an. Sie ergänzten ihn um drei quadratische Pavillons mit Kuppeldach.Die Kolonnaden aus dem 19. Jahrhundert sind prägender Bestandteil der UNESCO-Welterbestätte Museumsinsel Berlin. Der Großteil der Säulengänge entlang der Spree, der Bodestraße und des Neuen Museums sowie der Kolonnadenhof waren bereits bis 2010 wiederhergestellt worden. Die Arbeiten für den letzten Bauabschnitt begannen 2020. Diese letzte, im August 2024 abgeschlossene Baumaßnahme umfasste die Restaurierung und Wiederherstellung der ursprünglichen Kolonnaden am Spreeufer nordöstlich der Alten Nationalgalerie. Stark geschädigte Bauteile wurden in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt demontiert, restauriert und später wieder eingefügt. Die zweigeschossigen Einbauten, die 1911 als zusätzliche Räume in die Kolonnaden eingebaut worden waren, wurden entfernt. Für die dort untergebrachte Skulpturenrestaurierungswerkstatt der Alten Nationalgalerie wurden zuvor neue hochprofessionelle Räume im Bode-Museum eingerichtet. Der 1957 errichtete Kopfbau am Nordende der Kolonnaden wurde unter Verwendung der historischen Säulen als offener Pavillon neu gestaltet: Auch hier wurden die Ausmauerungen entfernt und überdies eine Rampe eingebaut, um einen inklusiven Zugang zu schaffen.

 

www.preussischer-kulturbesitz.de/pressemitteilung/artikel...

 

The first colonnades on Berlin's Museum Island were built between 1853 and 1860 based on a design by Friedrich August Stüler. They stretched along the east and south sides of the Neues Museum (New Museum) and the Bodestrasse. For the colonnades on the banks of the Spree and north of the Alte Nationalgalerie (Old National Gallery), built between 1876 and 1878, the architects Heinrich Strack and Georg Erbkam adapted the original Stüler design. They added three square pavilions with domed roofs, and the 19th-century colonnades are a defining feature of the UNESCO World Heritage Site Museum Island Berlin. The majority of the colonnades along the Spree, Bodestraße and the Neues Museum as well as the Colonnade Courtyard had already been restored by 2010. Work began on the final construction phase in 2020, which was completed in August 2024 and included the restoration and reconstruction of the original colonnades on the banks of the Spree north-east of the Alte Nationalgalerie. Heavily damaged components were dismantled, restored and later reinstalled in close consultation with the State Monuments Office. The two-storey structures that had been built into the colonnades as additional rooms in 1911 were removed. The sculpture restoration workshop of the Alte Nationalgalerie housed there had previously been given new, highly professional premises in the Bode Museum. The head building at the northern end of the colonnades, built in 1957, was redesigned as an open pavilion using the historical columns: Here, too, the brickwork was removed and a ramp was installed to create inclusive access.

www.preussischer-kulturbesitz.de/pressemitteilung/artikel...

Stahlplastik von B. Lothar Frieling

Stuhlmannbrunnen

Hamburg

Svenstrup Church

 

Hornum hr., Ålborg amt, Ålborg stift. Himmerland. In the Middle Ages, the church was dedicated to Saint Morten. The apse, chancel and nave were built in Romanesque times by granite blocks over a sloping plinth plinth. The rectangular south door is in use, the north door is walled. The Romanesque east window and a Romanesque window in the north wall of the choir have been preserved. The tower and porch were built in the late Gothic period. The upper part of the tower was heavily rebuilt in 1808. In the porch is a tombstone over Niels Kaaes and Johanne Marie Kragelund. The church was renovated in 1959-60. At the church stands a memorial stone for Skipper Clement, who on 16 October 1534 triumphed over the Lutheran noble army near Svenstrup church, Skipper Clement was the leader of a popular uprising against the nobility and supported Christian II, the stone was erected by citizens of Svenstrup in 1924 .

 

The apse has retained its half-dome vault. In late Gothic times, the chancel and nave have had a built-in vault. The round choir arch is preserved with a sloping plinth and profiled collars. The apse's window had a stained glass window inserted in 1960. The altar table now stands in glossy wall but was previously covered by a panel from o.1600. On the altar is a new crucifix, a former crucifix from 1960 by Gunnar Hansen is now hung by the pulpit. The pulpit is from o.1575, the marbling is from the 18th century. In 1980, frescoes were uncovered in the church, they were in such poor condition that they were whitewashed again, but a single fragment stands out.

 

The Romanesque granite fountain has an octagonal basin with reliefs on the sides, here are evangelist symbols as well as the Tree of Life, Korslam, a woman (Mermaid?) And a Kentaur, the foot is from 1935 (Mackeprang p.352). The font may have been made by Mester Gotil. The font is registered in Mackeprang - North and Southern Jutland - Small groups and related, Religious motifs.

…again, as echo fallen slow, but faster

than snow flakes reverberating under

light from closed windows in Cluster

full of sleeping caves, at every day from

noisy step-by-steps along the layered

crowded places turned into swirling Ads

of Down-Town glares, to follow its twisted

Manifold adjoining trivial & meager lights

collected from exhausted streets, inserting

corners in the middle & between off

walking nameless humans' figurines

apparently Wind-bent at intersections

& underpass of traffic, through crossings

by extension of reflected dimmest light

from single pole above green-emerald

still blooming X-Mass Tree escaping

trimming, above electric wires

bright-flickering in Frost aloud paradigm

devouring mushy colors by aura &

silent dialogue with windows framed by a

single glass, & random list exotic words

inscribed by signage of abandoned stores:

"tobacco", "liquors", conquered & savagely

consumed, & looted by exotic parlance off

spelled antics from Romanesque victorious

cohort of rascals, its universal lingo fluent

from seasoned touristy refuge, enigma of

"Victorian" epoch assuming bloom, perfumes,

or may be style of dwelling pyramids intended

to repeat "Banzai!" extensive hides & timeless

finding & descend among fragments of

amphora's, lascivious Kentaurs, its bending

named equestrians, or precious artifacts

in trireme from ancient Athens, as league

of global influential relics, or pack of

mannequins from sadly haunted Cluster

of Orchard's crowd heralding gossips

between the bronze and marble monuments,

medieval diptychs, triptychs, battalions,

or regiments concurring tribes eons ago by

frozen winters, (or even more!) in caves of

Stone Age, apotheosis & symmetric

replication of shabby cannibals,

transmuted into essence Loving-Hearts…

However, back to immense of reality

recalling modern charm & technicality

possessed by Art itself as always

following intriguing script:

…subdued by fly of petals embraced

by touch of Wind extremely sensitive

to melody & tones, & hues transforming

colors to palette of ritual semantically

repeating Ego-self from season-into-season

with some variability of Light as part of

scenic Art, or - simply integrate attention to

details of an Ensembles Grosso, Mother-Nature,

accent of mastery juxtaposition arc across

the frame, plus shape & contour of greenish

flash of newborn Leaf with touch, or pinch

of nebulous "back-Light" in lower key,

on strict reality extending high contrast into

intensity of composition within entire

panorama by carousel-ling imagination

occupying Mind by tone, by pitch, & subtle

vibes...

 

Antoine Bourdelle's workshop.

Musée Bourdelle, Paris, France.

 

My museum collection : www.flickr.com/photos/9619972@N08/collections/72157702215...

 

Dying centaur : plaster version of a sculpture by Antoine Bourdelle at the Musée Bourdelle in Paris, France.

Kentaur und Nymphe ist eine um 1888 entstandene Bronzeplastik des deutschen Bildhauers Reinhold Begas, die 1997 im Kolonnadenhof vor dem Eingang der Alten Nationalgalerie in Berlin aufgestellt wurde.

...

Eine weitere Ausführung aus Bronze, die sich aber im Sitzmotiv der Nymphe von der von 1888 unterscheidet, befand sich ursprünglich vor dem Stadtschloss Dessau und wurde 1955 im Stadtpark Dessau neu aufgestellt.

 

de.wikipedia.org/wiki/Kentaur_und_Nymphe_(Begas)

 

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Zeitpunkt Aufnahme: 2017:26:10 17:03

Belichtung 1/60 s

Blende f/6.7

Brennweite 50 mm

 

Jugendlicher Athlet

Bildhauer: Josef Müllner

Material: Bronze, Steinsockel

Enthüllung: 1921

  

Standort: Dr.-Karl-Renner-Ring (Volksgarten, vor dem Theseustempel)

 

Der Theseustempel. Das klassizistische Bauwerk, vor dem Sie sich befinden, wurde in den Jahren 1819 bis 1823 vom Hofarchitekten Peter von Nobile errichtet. Seine ursprüngliche Bestimmung bestand darin, ein einziges Beispiel der zeitgenössischen Kunst aufzunehmen: Antonio Canovas aus weißem Marmor geschaffenes Meisterwerk THESEUS BESIEGT DEN KENTAUREN. Fast siebzig Jahre lang stand die Skulptur an diesem Ort, bis sie 1890 in das soeben fertig gestellte Kunsthistorische Museum übersiedelte, wo sie sich noch heute befindet. Mehr als ein Jahrhundert später führt eine neue Ausstellungsreihe des Kunsthistorischen Museums den Tempel wieder seinem ursprünglichen Zweck zu und präsentiert einmal im Jahr ein herausragendes Werk eines zeitgenössischen Künstlers.

Sculpture group by Antoine-Louis Barye at the Square Barye in Paris, France.

1992 06_12_497_499_Berlin5_014

R. Begas Kentaur mit Nymphe

Detail of the centaur mosaic from Hadrian's Villa, c. 130 AD, Altes Museum Berlin

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Zeitpunkt Aufnahme: 2013:04:14 16:35

Belichtung 1/1600

Blende f/6.30

Brennweite 120mm

 

Jugendlicher Athlet

 

Bildhauer: Josef Müllner

Material: Bronze, Steinsockel

Enthüllung: 1921

 

Standort: Dr.-Karl-Renner-Ring (Volksgarten, vor dem Theseustempel)

Der Theseustempel. Das klassizistische Bauwerk, vor dem Sie sich befinden, wurde in den Jahren 1819 bis 1823 vom Hofarchitekten Peter von Nobile errichtet. Seine ursprüngliche Bestimmung bestand darin, ein einziges Beispiel der zeitgenössischen Kunst aufzunehmen: Antonio Canovas aus weißem Marmor geschaffenes Meisterwerk THESEUS BESIEGT DEN KENTAUREN. Fast siebzig Jahre lang stand die Skulptur an diesem Ort, bis sie 1890 in das soeben fertig gestellte Kunsthistorische Museum übersiedelte, wo sie sich noch heute befindet. Mehr als ein Jahrhundert später führt eine neue Ausstellungsreihe des Kunsthistorischen Museums den Tempel wieder seinem ursprünglichen Zweck zu und präsentiert einmal im Jahr ein herausragendes Werk eines zeitgenössischen Künstlers.

 

Antonio Canova

Art History Museum, Vienna.

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Zeitpunkt Aufnahme: 2013:04:14 16:10

Belichtung 1/320

Blende f/11.0

Brennweite 80mm

 

Jugendlicher Athlet

Bildhauer: Josef Müllner

Material: Bronze, Steinsockel

Enthüllung: 1921

  

Standort: Dr.-Karl-Renner-Ring (Volksgarten, vor dem Theseustempel)

 

Der Theseustempel. Das klassizistische Bauwerk, vor dem Sie sich befinden, wurde in den Jahren 1819 bis 1823 vom Hofarchitekten Peter von Nobile errichtet. Seine ursprüngliche Bestimmung bestand darin, ein einziges Beispiel der zeitgenössischen Kunst aufzunehmen: Antonio Canovas aus weißem Marmor geschaffenes Meisterwerk THESEUS BESIEGT DEN KENTAUREN. Fast siebzig Jahre lang stand die Skulptur an diesem Ort, bis sie 1890 in das soeben fertig gestellte Kunsthistorische Museum übersiedelte, wo sie sich noch heute befindet. Mehr als ein Jahrhundert später führt eine neue Ausstellungsreihe des Kunsthistorischen Museums den Tempel wieder seinem ursprünglichen Zweck zu und präsentiert einmal im Jahr ein herausragendes Werk eines zeitgenössischen Künstlers.

 

op. You can see infinity in East Side Gallery di Kentaur

This started as a doodle, messing about with molecules on a dollar bill, and it turned into a full fledged model that I rather like. It's also my first money fold that's entirely my own creation.

 

I tried it out on a dollar bill first but I didn't like the way the color/patterning worked out and I thought the proportions could be improved slightly (that's why he's in the back). Once I locked down the design I folded him again from a new ten dollar bill and achieved what I think are better results.

Sigrid Fridman (1879-1963) - The Centaur (1939). Bronze. Placed at Observatoriekullen, Stockholm. Other castings in Örebro and Bollnäs.

Stahlplastik von B. Lothar Frieling

Auf der Rasenfläche vor dem Haus steht seit 1901 die Marmorgruppe "Kentaur und Nymphe" von Reinhold Begas

 

In front of the house you see the marble sculpture group "Centaur and Nymp" by Reinhold Begas, placed there in 1901.

 

Berlin boasts two zoological gardens, a consequence of decades of political and administrative division of the city. The older one, called Zoo Berlin, founded in 1844, is situated in what is now called "City West". It is the most species-rich zoo worldwide. The other one, called Tierpark Berlin ("Animal Park"), was established on the long abandoned premises of Friedrichsfelde Palace Park in the eastern borough of Lichtenberg, in 1954. Covering 160 ha, it is the largest landcape zoo in Europe, but with less species.

Stockholm. På Observatorielunden.

s0046b 7597 Brock14A14B Seite Seite 0046b: Russische Kunst. II. Brockhaus Konversationslexikon 14. Auflage 14. Band.

s0046a 7596 Brock14A14B Seite 0046a: Russische Kunst I 1. Reiterstandbild Peters d. Gr. zu Petersburg von Falconet (1782). 2. Iwan IV., der Schreckliche (Eremitage zu Petersburg), von Antokolski (1872). 3. Minin-Posharskij-Denkmal zu Moskau, von Martos (1818). 4. Donische Kosaken (Statuette), von Lanceray (19. Jahrh.). 5. Reiterstandbild Nikolaus' I. zu Petersburg, von Clodt (1859). Brockhaus Konversationslexikon 14. Auflage 14. Band.

Russische Kunst. Bis vor kurzem galt es als ausgemacht, daß die slawische und vor allem die R. K. nur eine Fortentwicklung oder gar eine willkürliche Verstümmelung der Byzantinischen Kunst (s. d.) sei; doch kann es nach neuern Forschungen keinem Zweifel mehr unterliegen, daß in den russ. Kunstformen nicht bloß byzant. Elemente, sondern auch aus dem klassischen Altertum überlieferte griechische sowie asiatische, indische, turanische und iranische (persische), besonders letztere, zu unterscheiden seien. Die Originalität der russ. Kunstformen besteht in der Verschmelzung aller dieser Elemente. (Hierzu die Tafeln: Russische Kunst I-III. - Taf. I: Bildnerei. Taf. II: Baukunst. Taf. III: Malerei.)

Der erste Zeitraum umfaßt die Anfänge der R. K. durch Aufnahme aller der erwähnten Kunstelemente und durch ihre Verschmelzung. In diesen Zeitraum fallen sowohl die ältesten, noch ganz barbarischen Kunstprodukte der Scythen und Sarmaten, als auch alle diejenigen Denkmäler slaw. und russ. Kunstthätigkeit, welche bis zum 11. Jahrh. unter dem Einfluß der erwähnten fremden Kunstelemente stehen. Diesen Zeitraum könnte man den kurhanischen nennen, weil die Kunstprodukte desselben fast ausschließlich aus Kurhanen, d. h. Gräbern, stammen.

Die monumentalen Überreste dieses ältesten Zeitraums slaw. Kunst bedecken den Süden Rußlands ziemlich dicht, im SO. vom Kaukasus beginnend, im NW. bis in die Gegenden von Tschernigow und Kiew reichend. Man hat bei den reichen Funden, welche die Ausgrabungen dieser Grabstätten besonders in den letzten Jahrzehnten zu Tage gefördert haben, hauptsächlich zwei große Klassen von Kunstprodukten zu unterscheiden: solche, die von einer hohen Kultur zeugen und meist griech. Ursprungs sind, und solche, die sich als das Werk einer niedern, vielfach noch barbarischen Kulturstufe darstellen. Die letztern sind wohl durchgängig als selbständige Kunstprodukte der Scythen, Sarmaten oder Slawen anzusehen, während die erstern zur griech. Archäologie gehören, aber dadurch von besonderm Interesse sind, daß sie vielfach das Leben, die Sitten, die Kleidung und Industrie jener barbarischen Völker zum Gegenstand haben. In letzterer Beziehung sind die bosporischen Altertümer, die in der Umgegend von Kertsch schon seit 1835 gefunden wurden, ganz besonders lehrreich. So ist z. B. auf der Halbinsel Taman in dem größern der beiden Kurhanen, die als "Zwillinge" bezeichnet werden, 1869 ein prächtiger goldener Frauenkopfschmuck, eine Art Diadem, im schönen griech. Stil aus dem 4. Jahrh. v. Chr. ausgegraben worden, auf dessen dünnen Platten Figuren befestigt sind, die den Kampf scyth. Barbaren mit Greifen darstellen. Ein anderer großer und reicher Kurhan, der Czertomlitzkische bei Nikopol, am rechten Ufer des untern Dnjepr, der einen ganzen Gräberkomplex umfaßt und auch einem barbarischen Fürsten gewidmet war, enthält unter vielen barbarischen Werken auch Gegenstände von feinster griech. Arbeit. Sie bieten eine Fülle von Material, das direkt sowohl über die Lebensart als die Geschmacksrichtung und die Kunstthätigkeit der alten Slawen aufklärt. Den prächtigsten Fund dieses Grabes und bis heute mit den schönsten Schmuck des so überaus reichen Museums der Eremitage in Petersburg bildet eine silberne Vase in Form einer Amphora, die wahrscheinlich als Kumysbehälter benutzt war. Ihre Ornamente bilden eine Apotheose des Pferdes und schildern in charakteristischen Darstellungen das Verhältnis der alten Slawen zu diesem Tiere. In den Gräbern finden sich auch viele andere Gegenstände, so Schwerter mit verzierten Griffen, Messer, Pferdegeschirre u. s. w. Auch hier sind neben griech. Formen orientalische, besonders pers. Motive sichtbar, die von direktem asiat. Einfluß zeugen. Den schlagendsten Beweis dieses Einflusses sowie überhaupt eine Ausbeute barbarischer Kunstprodukte boten die Ausgrabungen des Alexandropolschen Kurhans im Jekaterinoslawschen Kreise, 60-70 Werst vom Dnjepr entfernt, dann des Heremesowschen Kurhans, 50 Werst südöstlich vom vorhergehenden, des Krasnokutschen, zwischen Jekaterinoslaw und Nikopol, ebenfalls im Thale des Dnjepr, und schließlich des Zimbalowschen im Melitopolschen Kreise des Taurischen Gouvernements, in der Nähe des Asowschen Meers. Die meisten Gegenstände dieser Fürstengräber sind rohe barbarische Arbeiten, aber in den Ornamenten dieser Gegenstände findet man neben den persisch stilisierten Greifen, neben dem Lebensbaum und der Lotosblume eine absonderliche Verwertung der Pferdeköpfe mit langgedehnten, schlangenartig ineinander gewundenen Leibern, Menschenkörper mit Kleidern und Beinen, die in gewundene Schlangen- und andere Tierornamente auslaufen und sich als Anfänge origineller Kunstformen darstellen. Welchen Völkerstämmen auch die Verfertiger aller dieser Gegenstände angehörten, so viel ist sicher, daß der alte Slawe und speciell Russe sich ihre Geschmacksrichtung aneignete und daß in jenen Gegenständen schon alle die erwähnten Elemente der spätern R. K. enthalten sind.

Zweiter Zeitraum. Mit den ersten Anfängen des russ. Staatswesens in der zweiten Hälfte des 9. Jahrh. und ganz besonders mit der Annahme des Christentums durch die Großfürstin Olga 955 und ihren Sohn Wladimir 988 tritt die R. K. in ein neues Stadium; sie schafft eine Reihe großartiger Bauwerke, besonders Kirchen, die wohl neue und zwar byzant. Elemente an den Tag legen, aber in der Ausbildung dieser Elemente und insbesondere in ihrem ornamentalen Schmuck die natürliche Fortentwicklung der vorhergehenden Kunstäußerungen bilden. Das älteste, zum Teil erhaltene Denkmal dieses Zeitraums ist die 1037 vom Großfürsten Jaroslaw in Kiew zum Andenken an seinen Sieg über die Petschenegen errichtete Sophienkathedrale. Sie soll durch byzant. Meister nach dem Muster der Sophienkirche in Konstantinopel erbaut worden sein. Aus ältester Zeit stammen jedoch nur ihre mit Mosaikbildern und Fresken bedeckten Altarwände, aus neun Apsiden bestehend. Welcher Art die ursprüngliche Anlage dieses Baues war, und besonders welchen Charakter die Kuppel oder die Kuppeln hatten, ist heute nicht mehr zu ermitteln. Der gegenwärtige Bau stammt meist aus dem 17. Jahrh. und trägt den ausgebildeten russ. Stil dieser Zeit an sich. Den bedeutendsten Kunstschmuck dieser Kirche bildet das kolossale Mosaikbild der segnenden Mutter Gottes. Sowohl der reiche Goldgrund als die langgestreckten Formen der Gestalt und Kleidung, die Arme und Hände und schließlich der steife, aber würdevolle und erhabene Ausdruck des Gesichts zeugen von byzant. Abkunft dieses ältesten Bildes auf russ. Boden. Im 11. Jahrh. wurden in Kiew noch andere Bauten errichtet, wie das älteste Kloster Rußlands, die Kiewo-Peschtscherskaja Lawra, das Michaelskloster u. s. w.; aber ihr gegenwärtiger Zustand hat nichts mehr gemein mit den ursprünglichen Bauten, die diesen Namen trugen, und giebt daher keinen Begriff von den ersten Versuchen der Russen, sich den byzant. Stil in selbständiger Weise anzueignen. Dasselbe bezieht sich zum größten Teil auf die Bauten Nowgorods. Zu den wichtigsten erhaltenen Denkmälern selbständiger Umgestaltung des byzant. Stils in Rußland gehören die Kirchen in Wladimir und in dessen Umgegend. Sie entstanden hier, seit der Großfürst von Susdal, Andreas Bogolubski, die Hauptstadt von Kiew nach Wladimir verlegte (1169), und nachdem auch die kiewschen Metropoliten ihren Sitz in dieser neuen Hauptstadt nahmen. Schon 1129 wurden hier die Georgs- und 1160 die Verklärungskirche errichtet, doch bieten sie heute wenig Bemerkenswertes. Dagegen haben eine kunsthistor. Bedeutung sowohl die in der Nähe von Bogoljubow im Wladimirschen Gouvernement erbaute Pokrowsche Kirche aus der Mitte des 12. Jahrh., als auch die Kathedrale des heil. Demetrius in Wladimir vom Ende desselben Jahrhunderts (s. Taf. II, Fig. 1). Neben der byzant. Anlage des Grundplans zeichnen sich diese Bauten durch eine originelle, sonst im byzant. Stil nicht übliche Ornamentation der äußern Wände aus. Besonders charakteristisch ist in dieser Beziehung die letztgenannte Kirche. Jede ihrer vier Wände ist von oben bis unten durch leichte, dünne Säulen in drei Teile geteilt, welche oben in Halbkreise auslaufen. Jeder dieser langgestreckten Teile zerfällt wiederum in eine obere und eine untere Hälfte infolge eines Karnieses, der sich zwischen den leichten Hauptsäulen hinzieht und durch eine Reihe zarter, durch Bogen verbundener, auf Tragsteinen ruhender und im obern Viertel der untern Wandhälfte sich hinziehender kleiner Säulen gestützt wird. Unter der Linie dieser Säulen befindet sich im mittlern Teil der vordern Hauptwand die Eingangsthür, die durch auf leichten Säulen ruhende Bogen geschmückt wird. Von beiden Seiten sind in den andern untern Teilen kleine schmale Fenster angebracht. In den drei Teilen der obern Hälfte aller vier Wandseiten sieht man ebenfalls drei schmale, langgedehnte Fenster. Ferner bedeckte man an den äußern Wänden die großen freien Flächen, die in jedem Teile die Fenster umgeben, mit Basreliefs, die zusammen ein ebenso leichtes als phantastisches Ornament der Wände bilden. Es besteht aus einer eigentümlichen Verflechtung gewundener Pflanzen mit Blumen und Blättern, menschlichen Figuren und Tieren, darunter Löwen, Kentauren, Hirsche, Vögel, Greife u. s. w. Vergleicht man diese Ornamentik mit den oben erwähnten Verzierungen an barbarischen Arbeiten, die in den Gräbern Südrußlands gefunden wurden, so kann man ihre typische Übereinstimmung nicht bezweifeln. Dieser Stil unterliegt jedoch sehr bald in Moskau einer eigentümlichen Fortentwicklung, die zugleich eine weitere Umgestaltung des byzant. Stils nach sich zieht. Die ältesten Bauten Moskaus fallen in das 14. Jahrh., wo Moskau durch den Großfürsten Iwan Danilowitsch von Wladimir zur Hauptstadt erhoben und Sitz eines Metropoliten wurde (1328). Doch ist aus jener Zeit wenig erhalten. Im Kirchenbau wurde die ursprüngliche Centralkuppel von vier kleinern Kuppeln umgeben, welche die vier Evangelisten, die sich um Christus scharen, darstellen sollten. Ferner erhielten sie schon im 14. Jahrh. eine zwiebelartige, bauschige Form und wurden auf einen cylindrischen Unterbau aufgesetzt. Dieser Moskauer Stil verbreitete sich seit dem 15. Jahrh. über die meisten russ. Städte mit Einschluß von Kiew und Nowgorod, und wurde später, ungefähr seit der Mitte des 17. Jahrh., mustergültig für ganz Rußland, unter Vernachlässigung der Entwicklung, welcher dieser Stil noch im Laufe des 16. Jahrh. unterlag. In diesem Moskauer Stil wurden die Hauptkirchen Moskaus im 14. und 15. Jahrh. errichtet. So besonders die Kirchen des Kreml (s. Taf. II, Fig. 8): die Maria-Himmelfahrts-Kathedrale, in der die Kaiserkrönungen stattfinden, die Erzengel-Michael-Kathedrale und viele andere. Neben diesem Moskauer Stil wirkte jedoch der orient. Einfluß fort und bot der Phantasie der Architekten ein reiches Feld, besonders durch Vermehrung der Zahl der Kuppeln und ihre vielartige Gestaltung, ferner durch Anbauten von Glockentürmen und Vorhallen, die wiederum durch phantastische Oberbauten in der Art ind. Pagoden u. s. w. geschmückt wurden. Ein charakteristisches Bild dieser phantastischen Bauthätigkeit bietet die zum Andenken an die Eroberung von Kasan (1552) von Iwan IV. dem Schrecklichen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrh. erbaute Basiliuskathedrale in Moskau (s. Taf. II, Fig. 7). Es ist dies eine Verschmelzung der verschiedensten Bau- und Ornamentmotive des Orients und Occidents, des ind., pers., byzant., roman. Stils. Keine der dreizehn Kuppeln und Türme dieser Kirche gleicht der andern; jede erhebt sich eigenartig neben der andern, dennoch bilden sie alle zusammen ein Ganzes, das trotz seiner Eigentümlichkeit und Willkür einzig in seiner Art dasteht. In diesem phantastischen Stile zeichnet sich noch die 1628 erbaute Kirche der Grusinischen Mutter Gottes in Moskau sowie die um dieselbe Zeit errichtete Blagowjeschtschenskij-Kathedrale in Kasan aus. Daß bei den meisten Bauten ausländische, insbesondere byzant., ital. und deutsche Meister mitgewirkt haben, ist nicht zu bezweifeln; daß es aber schon in den frühesten Zeiten tüchtige einheimische Architekten gab, davon zeugt der Umstand, daß der Gesandte Ludwigs des Heiligen beim Hofe des mongol. Chan im 13. Jahrh. aus Rußland berufene Baumeister vorfand; auch betonen alte Chroniken vielfach, daß verschiedene Bauten, z. B. die in Wladimir, durch einheimische Kräfte ausgeführt wurden. Ferner zeugen von der selbständigen Kunstthätigkeit der Russen in der angedeuteten Richtung zahlreiche Miniaturen und Ornamente in Handschriften aus dem 11. und 12. Jahrh.; ferner Kirchengeräte, Kelche, Kreuze, Weihrauchbehälter u. s. w. Nur die Malerei, die in diesem zweiten Zeitraume fast ausschließlich auf Erzeugung des Kirchenschmucks und insbesondere der Heiligenbilder beschränkt war, behielt den steifen byzant. Charakter bei, und zwar deswegen, weil die traditionellen Typen der Heiligen kanonisch wurden und jede Abweichung von denselben vom 15. Jahrh. an bis heute untersagt ist. Dennoch hat sich der Schmuck der vor dem Altar aufgerichteten Wand, des sog. Ikonostas, ebenfalls in der angegebenen originellen Richtung entwickelt.

Dritter Zeitraum. Mit der Erhebung des Hauses Romanow auf den russ. Thron (1613) kommt Rußland in immer nähere Beziehung zu dem westl. Europa und tritt endlich durch Peter d. Gr. gegen Ende des 17. Jahrh. völlig in die Reihe der europ. Staaten. Der bisherige byzant. und asiat. Einfluß macht nun auf allen Gebieten der geistigen und materiellen Entwicklung dem westeuropäischen Platz. Dieser Wechsel äußert sich zunächst in der Baukunst während der letzten zwei Jahrhunderte. So verbindet die um 1680 von Peter I. in Moskau errichtete Kirche des heil. Nikolaus (genannt beim "Großen Kreuz") in fast komischer Weise die Renaissanceanlage und den äußern Rokokoschmuck mit den obligaten fünf Zwiebelkuppeln, die über dem flachen ital. Dache des hohen Baues ganz unmotiviert hervorragen. Als Rokokobau ist in Moskau aus derselben Zeit noch besonders die Kirche der Wladimirschen Mutter Gottes beim Nikolschen Thor hervorzuheben. Die Verlegung der Hauptstadt nach Petersburg (1703) hatte eine großartige monumentale Bauthätigkeit in dieser Stadt zur Folge, die über anderthalb Jahrhunderte dauerte und erst in der Vollendung der Isaakskathedrale (1858) ihren Abschluß fand. Sowohl Peter d. Gr. als seine Nachfolger, insbesondere Elisabeth, Katharina II., Alexander I. und Nikolaus I., trugen das Ihrige dazu bei, aus Petersburg eine europ. Hauptstadt in modernem Stil zu machen. Zu den hervorragendsten kirchlichen Bauten, die in diesem Zeitraume errichtet wurden, gehören: das Alexander-Newskij-Kloster (Lawra), 1713 von Tresani erbaut, und die in demselben später (1790) unter Katharina II. von Starow errichtete Dreifaltigkeitskirche, die Peter-Pauls-Kathedrale, 1714-33 erbaut, mit graziösem schlanken Turm von Schurawski, die Preobrashenskij-Kathedrale, 1742-54 von Tresin, die Kathedrale des heil. Andreas, neu erbaut 1764, die Kathedrale der Kasanschen Mutter Gottes von Woronichin (1801-11), die imposante Isaakskathedrale, von 1818 bis 1858 erbaut (s. Taf. II, Fig. 5). Unter den prächtigen Profanbauten sind besonders hervorzuheben: das Admiralitätsgebäude, 1718 nach Plänen von Peter d. Gr., später vielfach umgebaut, der kaiserl. Winterpalast, nach Plänen des Grafen Rastrelli 1754-64 erbaut und nach dem Brande von 1837 nach denselben Plänen wieder errichtet (s. Taf. II, Fig. 2), die Paläste von Zarskoje-Selo und Peterhof, das Anitschkowpalais (s. Taf. II, Fig. 3), die Palais der Grafen Woronzow und Stroganow, alle ebenfalls von Rastrelli, die Akademie der Künste, 1764 von Kokorin, die alte Eremitage, 1765 von Delamotte, das Marmorpalais, 1770-83 von demselben, das Taurische Schloß, nach dem Muster des Pantheon von Starow 1783, die Börse, von Thomon 1804-10, der Michaelpalast, von Rossi 1819-24, die neue Eremitage, 1840-52 von Klenze. Alle diese Bauten haben einen völlig westeurop. Charakter und bilden auf russ. Boden das Widerspiel der jeweiligen, im übrigen Europa herrschenden Kunstrichtungen, also der Renaissance, des Barock- und Rokokostils sowie des erneuerten Klassicismus. Erst in den letzten Jahrzehnten macht sich neben jenen Richtungen die specifisch nationale Richtung auf dem Gebiete der Kunst wieder geltend. Moskau scheint in dieser Richtung wieder die Oberhand gewinnen zu sollen. Hier hat schon Kaiser Nikolaus in seinen Kremlbauten vielfach der nationalen Tradition Rechnung getragen. In wahrhaft großartiger Weise findet aber die Rückkehr zum russ.-nationalen Stil ihren Ausdruck in der Erlöserkirche zu Moskau, 1839-83 erbaut nach den Plänen von Thon (gest. 1881) und Resanow (s. Taf. II, Fig. 4), sowie in der Gedächtniskirche bei Borki (s. Taf. II, Fig. 6).

Der westeurop. Einfluß führte in den letzten zwei Jahrhunderten auch eine rege Entwicklung der Bildnerei und Malerei in Rußland herbei. Die Bildnerei kam in dem vorhergehenden Zeitraume nicht auf infolge der byzant. Abneigung gegen die plastische Darstellung der Heiligen, während die Malerei auf das religiöse Gebiet eingeschränkt war und hier auch über den byzant. Kanon nicht hinauskam. Erst im 18. Jahrh. wurden in Rußland die ersten, dem Andenken großer Männer gewidmeten öffentlichen Denkmäler aufgestellt. Es war nicht mehr als natürlich und billig, daß zu den ersten Werken dieser Art das Denkmal des großen Reformators Rußlands, Peters I., gehörte. Noch zu Lebzeiten desselben entwarf der Bildbauer Graf Bartolomeo Rastrelli, der Vater des erwähnten Architekten, ein Modell Peters d. Gr. zu Pferde. Es wurde auch später (1747) in Bronze ausgeführt, fand aber keinen entsprechenden Platz und befriedigte wegen seiner akademischen Ruhe die Nachfolger Peters nicht. Katharina II. ließ daher durch Falconet Peter auf einem feurigen Rosse einen steilen Berg hinaufsprengend darstellen. Das Reiterstandbild ziert, 1782 in Erz gegossen, bis heute den Petersplatz an der Newa (s. Taf. I, Fig. 1). Unter den übrigen Denkmälern Rußlands seien erwähnt: das Minin- und Posharskijdenkmal in Moskau (s. Taf. I, Fig. 3), 1818 von Martos (Rektor der Kunstakademie zu Petersburg, gest. 1835); das Lomonossowdenkmal von demselben; die Monumente der Generale Kutusow und Barclay de Tolly, nach den Entwürfen von B. Orlowski 1818-36 ausgeführt und vor der Kasanschen Kathedrale in Petersburg ausgestellt; die Kolossalbüste Alexanders I. im Senat von demselben; die Gedenksäule Alexanders I. von Monferrand (1832), mit der Statue des Friedensengels von Orlowski; der Fabeldichter Krylow, 1855 von Baron Clodt im Sommergarten in Petersburg; das Reiterstandbild des Kaisers Nikolaus von demselben, 1859 vor der Isaakskathedrale aufgestellt (s. Taf. I, Fig. 5); das Nowgoroder Denkmal zur Erinnerung an den tausendjährigen Bestand Rußlands (1862) in Form einer Riesenglocke mit Scenen aus der Geschichte Rußlands von Mitjeschin; Katharina II. mit den Figuren ihrer Staatsmänner und Feldherren vor dem Alexandertheater, 1874 von demselben; das Puschkindenkmal in Moskau von Objekuschin und Bogomolow 1880; das Bohdan-Chmelnizkij-Denkmal in Kiew (1873) von Mikjeschin und viele andere. Zu den hervorragendsten Bildhauern der Gegenwart in Rußland gehören: M. Popow, M. Antokolski (s. Taf. I, Fig. 2), M. Tschischow, E. Lanceray (s. Taf. I, Fig. 4). Ein Realismus mit scharfer Charakteristik des dargestellten Gegenstandes ist ihnen allen gemein.

Die Malerei hat sich in Rußland während der letzten zwei Jahrhunderte unter westeurop. Einflüsse überaus reich und vielseitig entwickelt. Bis in die fünfziger Jahre des gegenwärtigen Jahrhunderts war die Nachahmung ital. Muster, der franz. Klassicismus und die streng akademische Richtung vorherrschend. Seitdem machte sich auch auf diesem Gebiete das nationale und volkstümliche Element mit realistischer Färbung nach Kräften geltend. Im 18. und im Anfang des 19. Jahrh. zeichneten sich besonders aus als religiöse und Historienmaler: Losenko (gest. 1773), Antropow (gest. 1792), Akimow (gest. 1814), Ugrjumow (gest. 1823), Lewitzki (gest. 1822), M. Iwanow (gest. 1823), Moschkow (gest. 1839) und andere; als Landschafts- und Marinemaler: Sim. und Sil. Schtschedrin (gest. 1804 und 1830), Pritschetnikow (gest. 1809), F. Aleksjejew, der russ. Canaletto (gest. 1824). Die akademische Richtung vertraten im Laufe des gegenwärtigen Jahrhunderts: Tropinin (gest. 1827), Warnek (gest. 1843), Lebedjew (gest. 1837), Worobjew (gest. 1855), K. Rabus (gest. 1857), Bruni (gest. 1875), Markow (gest. 1878), A. Beidemann (gest. 1869) und Willewalde. An der Spitze der romantischen Richtung standen: K. Brüllow (s. Taf. III, Fig. 4) und seine Schule. Zu dieser Richtung ist auch F. Bronnikow sowie die Landschafts- und Marinemaler Ajwasowskij (s. Taf. III, Fig. 5), Bogoljubow, L. Lagorio, A. Meschtscherski zu rechnen. Das volkstümliche Element führte A. Iwanow in die russische religiöse Malerei ein, während Fedotow, Makowski, Perow, Polenow (s. Taf. III, Fig. 1), Repin (s. Taf. III, Fig. 2), Wereschagin (s. Taf. III, Fig. 3) und viele andere Maler der Gegenwart die realistische Richtung, besonders im Genrebild, vertreten.

Litteratur. Die wichtigsten Publikationen über russ. Kunstgeschichte, meist in russ. Sprache verfaßt, sind: Martinow, Denkmäler der alten Kunst in Rußland (Mosk. 1850); Ramesanow, Materialien zur Geschichte der Kunst in Rußland (ebd. 1863); Kiprjanow, Beiträge zur Geschichte der Architektur in Rußland (Petersb. 1864); Geschichte des russ. Ornaments vom 10. bis 16. Jahrh., mit Abbildungen hg. vom Kunstindustriellen Museum in Moskau (1868-72); E. Viollet le Duc, L'art russe, ses origines, ses éléments constitutifs, son apogée, son avenir (Par. 1877); W. Butowski, Die R. K. und die Ansichten Viollet le Ducs und Buslajews über dieselben (Mosk. 1879); Graf I.^[Ivan] Tolstoj und N. Kondakow, Russ. Altertümer in den Denkmälern der Kunst: I. Klassische Altertümer Südrußlands (Petersb. 1889); II. Scythisch-Sarmatische Altertümer (ebd. 1889); III. Altertümer aus derZeit der Völkerwanderung (ebd. 1890). Ferner gehören hierher die von der Verwaltung der Eremitage herausgegebenen "Altertümer des Russischen Reichs", die Abhandlungen der Gesellschaft für altchristl. Kunst, Berichte der Kaiserl. Archäologischen Kommission in Petersburg, Berichte der Akademie der Künste in Petersburg, Abhandlungen der Kaiserl. Archäologischen Gesellschaft in Moskau. Schließlich enthält die Kunst-Encyklopädie von F. Bulgakow, deren zwei erste Bände 1886 und 1887 erschienen sind, manches dankenswerte Material. Die kurzgefaßte populäre Kunstgeschichte von P. Gnjedicz (Petersb. 1885) enthält einen Versuch, die R. K. neuerer Zeit in den Entwicklungsgang der Kunst wenigstens zum Teil einzureihen. Vgl. ferner N. P. Sobko, Lexikon russ. Künstler des 11. bis 19. Jahrh. (Petersb. 1893).

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Zeitpunkt Aufnahme: 2013:04:14 16:23

Belichtung 1/500

Blende f/6.3

Brennweite 80 mm

 

Jugendlicher Athlet

Bildhauer: Josef Müllner

Material: Bronze, Steinsockel

Enthüllung: 1921

  

Standort: Dr.-Karl-Renner-Ring (Volksgarten, vor dem Theseustempel)

 

Der Theseustempel. Das klassizistische Bauwerk, vor dem Sie sich befinden, wurde in den Jahren 1819 bis 1823 vom Hofarchitekten Peter von Nobile errichtet. Seine ursprüngliche Bestimmung bestand darin, ein einziges Beispiel der zeitgenössischen Kunst aufzunehmen: Antonio Canovas aus weißem Marmor geschaffenes Meisterwerk THESEUS BESIEGT DEN KENTAUREN. Fast siebzig Jahre lang stand die Skulptur an diesem Ort, bis sie 1890 in das soeben fertig gestellte Kunsthistorische Museum übersiedelte, wo sie sich noch heute befindet. Mehr als ein Jahrhundert später führt eine neue Ausstellungsreihe des Kunsthistorischen Museums den Tempel wieder seinem ursprünglichen Zweck zu und präsentiert einmal im Jahr ein herausragendes Werk eines zeitgenössischen Künstlers.

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