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Bottrop

Ruhrgebiet

NRW

  

„... Mitten im Pott. Ja. Und doch auch irgendwo am Arsch der Welt. Da findest Du mich hauptsächlich. Mit einem Bein im Abseits... Ich hoffe, Du hast auch einen Platz für Dich gefunden. Das ist so wichtig... Meine Sujets spielen nicht im schicken Stadion vor großem Publikum. Nein, uns findest Du auf dem Ascheplatz, ganz ohne Zuschauer... Mit einem Lächeln im Gesicht... Nicht das aufgesetzte Lächeln des Siegers. Sondern mit dem aufrichtigen Lächeln der Zufriedenheit... “

  

De la Soul - Dinninit

   

   

Bottrop

Ruhrgebiet

NRW

  

„… Nur habe ich dabei meine Augen offen... Die Möglichkeit, die Realität als Fiktion zu betrachten, bewahre ich mir... Ich definiere mich nicht über das, was ich habe. Sondern darüber, wie ich bin. Und ich bin schon zufrieden, wenn ich nicht jeden Tag ein Arsch bin. Was schon schwierig genug ist. Auch bin Respektlos. Aber eben so gut wie nie gegenüber meinen Mitmenschen. Ich denke in Diagonalen. Ich bin dabei die Hypotenuse im Dreieck meiner Umgebung. Und dabei bin ich zu sehr mit dem Denken beschäftigt und zu wenig mit dem Reden. Aber wären da wirklich genügend Worte, um zu erklären, was ich eigentlich meine? Lächeln und dabei auf den Boden blicken... Das Denken im Takt ist der Grund für meine Taktlosigkeit. Aber bei einem Quickie dahinten in neun Minuten bleibt keine Zeit für ein Vorspiel. Diese Metapher verstehst Du nicht. Entspringt sie doch einer Szene, die für Dich ebenso verborgen bleiben wird wie das, was irgendwo dort hinten zwischen den Waggons zu finden ist... Die Suche nach Möglichkeiten ist mir wichtiger als das eigentliche Nutzen dieser Möglichkeiten... Ich fürchte mich nicht vor den Konsequenzen meiner Offenheit. Weil da immer etwas vages und undefinierbares in meinen Worten bleibt. Das Ungesagte schwingt mit und bleibt doch unausgesprochen. Die Unbekannte in meiner Gleichung löst Du nicht auf... Diese Fotoserie hier ist für Dich wie der Fund einiger aus einem Künstlerkatalog heraus gerissener Seiten. Du erhältst einen kleinen Einblick. In diesem Fall weniger in das Schaffen sondern mehr in das Wirken... Ich selbst wäre bei so einem Fund vorsichtig, mir eine Meinung daraus zu bilden. Das sagt eigentlich viel über mich aus... Aus dem Off. Die Stimme der Vernunft...“

  

Teleluke, Melchior & DJ Dookie - Aus dem Off

   

   

Duisburg

Landschaftspark Nord

NRW

  

„... Mein Kopf ist kaputt, aber mein Bildaufbau ist nice... Ich suche diesen Ort freiwillig auf. Die Menschen, die hier vor vielen Jahren gearbeitet haben, waren bestimmt nicht immer gerne hier. An der Industrie ist nichts romantisch. Sie ist der Zwinger, in den man sich stundenweise einsperren lässt. Ich auch. Die Menschen, die sich dabei mit einsperren lassen, manchen es zwar erträglicher. Aber der Käfig kann trotzdem nie heimisch werden... Ein eiserner Käfig aus der Vergangenheit. Ein Monument. Und doch. Diejenigen, die vor mir hier waren würden sagen: Der Ort, zu dem wir gegangen sind, den gibt es so nicht mehr... Burnout, Depressionen, Erschöpfungssyndrom, Überforderung, mentale Kündigung. Begriffe, die im Leading Simple-Seminar für Führungskräfte mit aufgesetzter Mitleidsmiene abgenickt werden. In der Pause spricht dann einer aus, was sicherlich viele denken. Früher wurden die Mitarbeiter einfach Alkoholiker oder haben ihren Frust an der eigenen Familie ausgelassen. Heute feiern sie krank. Er wusste wohl nicht, dass ich dieses Seminar als Interessenvertreter der Arbeitnehmer besucht habe... Überspitzte Übertreibungen vielleicht. Vielleicht aber auch die traurige Wahrheit. Wie sarkastisch mag dann dieser Satz klingen: Die Menschen, die irgendwo auf der Welt für unsere Augen unsichtbar den Dreck produzieren, für den wir verantwortlich sind, wären vielleicht dankbar für Arbeitszustände wie zu zeiten der frühen Industrialisierung... Es darf nicht günstig, es muss billig sein. Koste es diese armen Schweine, was es wolle. Und alles muss jederzeit verfügbar sein. Ich bin ein Kind der Siebziger. Und weiß, es war mal anders... Das ist keine Gesellschaftskritik. Ich richte diese Worte an mich selbst und an niemanden sonst... Die Politik ist am Arsch, sobald die Politiker ins Spiel kommen. Macht korrumpiert und verwässert Ideale. Es werden immer neue Säue durch unser Dorf gejagt. Und wir dürfen keines davon schlachten. Weil sie noch gebraucht werden, um uns abzulenken und zu beschäftigen...“

   

   

Duisburg

Landschaftspark Nord

NRW

  

„... Das Experiment, das ich dokumentiere, kann ich nur auf der Basis der Erkenntnisse erklären, die selbst dabei gesammelt habe... Für mich gibt es einen elementaren Unterschied zwischen der Bitterkeit eines Ortes oder einer im eigenen inneren empfundenen Verbitterung. Ich habe keine Deutungshoheit. Denn ich erforsche nichts, sondern ich erfahre nur durch mein Leben... Er bleibt bestehen. Der Unterschied zwischen dem wahr genommen und dem dabei auch Ernst genommen werden... Ich hänge in der Luft. Ruhelos. Darum achte ich auf diejenigen, die noch weiter unten sind als es Wallraff jemals war... Mein Experiment. Bewerbungen ohne Grund. Zwei Ausbildungen, Zusatzqualifikationen und eine Studium. Interessante Stellen, unterirdische Bezahlung. Nicht einmal mit zwei Gehältern kannst Du eine Familie über Wasser halten. Und ich rede dabei nicht von einem Leben in Luxus... Die viertstärkste Wirtschaftsnation funktioniert nur durch niedrige Löhne, Lohndumping, unbezahlte Überstunden und der Angst vor einem Absturz. Um mich davon abzulenken, gibt es den Boulevardjournalismus und den Politikzirkus. Das Primat liegt schon lange nicht mehr bei den Parteien, sondern bei der Wirtschaft und ihren Interessenvertretern. Die Arbeit ist gegangen und zurück bleiben Mahnmale. Nichts war früher besser, nur anders. Mit einem Hauptschulabschluss hast Du eine Ausbildung bekommen. Heute brauchst Du Abitur... Jeder kann es zu etwas bringen, aber eben nicht alle. Fakt ist: Nur die wenigsten schaffen es tatsächlich... Die Herkunft und der familiäre Hintergrund entscheidet über den Werdegang. Da gibt es keine Gerechtigkeit. Behaupte ruhig etwas anderes. Ich glaube in diesem Fall an die Erkenntnisse meines Experimentes... Die wachsende Angst vor der erstarkenden Alternativen. Der lodernde Zorn der Wutbürger und Denkzettelverteiler. Und von oben wird noch Öl in das heißer werdende Feuer in diesem gesellschaftlichen Hochofen gegossen. Fakten werden mit Blick auf die Wahlumfragen bei Seite gewischt. Willkommen im neuen Amerika. Von dem jene Träumen, die behaupten, der Markt würde schon alles regeln. Und an das diejenigen denken, die wieder einen starken Führer wollen. Wobei Deutschlands dunkelste Wegstrecke hinter eben einem solchen Führer zurück gelegt wurde... Warum solche Gedanken an einem solchen Ort? Vor der Realität hängt ein Vorhang. Hier sollte es nicht so aussehen... Ziviler Ungehorsam gleicht Ungleichgewichte in den Möglichkeiten politischer Einflussnahmen aus. Ja, dem stimme ich zu. Die gelben Briefe, die mir meine Frau morgens zusammen mit der Tageszeitung aus dem Briefkasten holt und mit einem Lächeln auf den Tisch legt, das ich immer noch so sehr liebe. Vor genau zehn Jahren die Verhandlungen über die Werkschließung, die ich als Betriebsratsvorsitzender führen musste. Was ich daraus gelernt habe... Der Theorie ist die Praxis vollkommen egal. Gerade wenn es um wirtschaftliche Interessen geht. Willst Du Profite, musst Du alle und jeden gegeneinander ausspielen und wann immer es geht ablenken. Mit Ängsten, mit Unwahrheiten, mit vorgeschobenen Feindbildern. BILD gehört zu KKR. Mir erklärt das die aktuellen Schlagzeilen... Unser System ist am Arsch. Das sage ich, während ich in der politischen Mitte stehe. Wir gehen vor die Hunde und haben es eben nicht anders verdient. Die Scheiße, die uns umgibt, ist der Dünger auf den Feldern des ewigen Wachstums, von dem nicht wir alle, sondern nur sehr wenige profitieren... Ich bleibe ein Opfer und ich kann das System nicht ändern. Aber ich muss nicht stumm bleiben...“

   

Mit meiner Cousine machte ich Mannheim und somit auch den Luisenpark unsicher.

Letzten Endes trat sie mir dann auch in den Arsch, endlich mein verdammtes Makro Objektiv - ein Canon 100mm F2.8 L - auszupacken und von den dortigen Blumen Fotos zu machen (ja ich gestehe.....manchmal bin ich einfach faul :-D)

 

So ergab sich die Gelegenheit, diesem Augenblick, als die Biene die Margarite verließ, festzuhalten. Absolut nicht zu meinem Leidwesen.

BRAUNE BERGSCHAFE BEI BERCHTESGADEN

 

Berchtesgaden im Berchtesgadener Land mit den herzförmig umrahmenden neun Gebirgsstöcken der Berchtesgadener Alpen im Hintergrund und einer für die Alpenregion typischen Schafsrasse im Vordergrund.

Diese relativ großen Schafe sind cognacfarbene bis sattbraune Landschafe der Alpenregion mit hängenden Ohren, aber ohne Hörner.

  

Wer findet die schlafende Hexe?

 

Wie bei vielen markante Felsformationen, so ranken sich auch hier mehrere Sagen.

 

Eine Sage erzählt, dass die schlafende Hexe früher eine tüchtige Magd war.

Allerdings war sie nicht mehr jung und hatte schon manchen Zahn verloren. Aber rüstig ging sie ihrer Arbeit nach.

Da starb der alte Bauer und der Erbe war ein Hitzkopf. Durch Fluchen und Schimpfen wollte er zeigen, dass er nun der Herr sei.

Eines Tages war es so heiß gewesen und der Jungbauer hatte so zur Eile getrieben, dass die alte Magd erschöpft sich langlegen musste, um sich auszuruhen.

Der Bauer fluchte. Die alte Magd aber sagte: „Leck mich am Arsch, ich schlafe jetzt.“

Und nun schläft sie immer noch.

232 241-0 hatte am 15.09.2020 die Aufgabe einen Kokszug von Köthen nach Bernburg (Solvay) zu traktionieren. Hier sieht man sie kurz vor dem Haltepunkt Frenz, welcher mitten in der Pampa liegt...am Arsch der Welt sozusagen. Bis vor 5-6 Jahren gab es auch noch Kokszüge vom Hafen Aken nach Bernburg, jedoch scheint auf der Strecke Köthen-Aken momentan nichts mehr zu fahren.

 

The little station of Frenz lay's somethat away from the World, between Köthen and Biendorf. Once in a while some action takes place, like this coke train to Bernburg with 232 241-0. Not so long ago some of the coke was driven from the little city of Aken to Bernburg but this traffic dried up around 2016...seem like a lifetime ago.

 

 

15.09.2020

Mo-Torres - Übertrieben schön

Music

  

Wir zünden zu spät, alles im Arsch

Wir kommen, wir gehen, haben versagt

Mal wieder in 'nem Affenzahn

Die Karre an die Wand gefahren

Bisschen naiv, nicht immer nach Plan

Geht es mal schief, glaub' ich noch mehr dran

Immer wenn der Abgrund naht

Heben wir zusammen das Glas

Mit dem einen, der es wirklich fast geschafft hat

Der einen, die's verkackt hat

Wir haben das Leben nicht studiert

Mit denen, an die wir lange nicht gedacht haben

Sie strahlen uns in der Nacht an

Wir sind heute alle hier

 

Auf alles, was uns irgendwann mal Angst macht

Auf die Narben, die uns allen so gut stehen

Auf denselben Fehler, den wir schon zum dritten Mal begehen

Das alles macht uns übertrieben schön

Auf alles, was uns irgendwann mal Angst macht

Auf die Narben, die uns allen so gut stehen

Auf denselben Fehler, den wir schon zum dritten Mal begehen

Das alles macht uns übertrieben schön

 

Es geht immer mehr, doch alles im Lot

Schwimm' hinterher oder gegen den Strom

Nicht immer glattgebügelt

Doch nur dadurch wachsen Flügel

Auch wenn wir nicht sehen, was in uns steckt

Für irgendwen sind wir komplett

Kriegen wir kalte Füße

Teil' ich meine beste Lüge

Mit dem einen Typ, an den man nie geglaubt hat

Mit der einen aus der Hauptstadt

Die sich immer noch probiert

Mit dem einen, der sich zu neuen Ufern aufmacht

Da hat jeder kleine Traum Platz

Wir sind heute alle hier

 

Auf alles, was uns irgendwann mal Angst macht

Auf die Narben, die uns allen so gut stehen

Auf denselben Fehler, den wir schon zum dritten Mal begehen

Das alles macht uns übertrieben schön

Auf die nie gestellten Fragen, auf all das, was wir nicht haben

Auf die Laster, die seit Jahren nicht vergehen

Auf denselben Fehler, den wir schon zum dritten Mal begehen

Das alles macht uns übertrieben schön

Auf alles, was uns irgendwann mal Angst macht

Auf die Narben, die uns allen so gut stehen

Auf denselben Fehler, den wir schon zum dritten Mal begehen

Das alles macht uns übertrieben schön....

  

ღ๑ï๑ïღ

Über das diesjährige Wetter hierzulande muss ich glaube ich nicht viel erwähnen, außer vielleicht, dass sich meine Motivation für etwaige Bilder bei "schwammigen" Wettervorhersagen sehr in Grenzen hält. 2023 war dann eher nach dem Motto: "Ne, das ist mir zu unsicher, da bleibe ich lieber gleich Zuhause." Jeder dürfte es kennen, mal die richtige, mal die falsche Entscheidung.

 

Für den 22.11.2023 war es etwas anders. Es sollte mal wieder ein Militärzug aus der Heide fahren, überraschenderweise jedoch Morgens und nicht Nachmittags oder Nachts. Dieser Fakt, gepaart mit der Tatsache dass ja sogar ordentlich Sonne vorhergesagt war, lies mich dann auch nicht im Bett bleiben.

 

So bekam mein Polo auch mal wieder etwas Auslauf und ich steuerte bei Eiseskälte die Baumreihe in Dohnsen an, wo ich neben einigen bekannten Fotografen auch auf erstaunlich viel Laub an den Bäumen stieß. Gemeinsam rätselten wir darüber, wann und ob es die Sonne rechtzeitig über den Wald schafft und auch, wie lange der schnell ziehende Schlonz noch braucht und die Szenerie wieder zu verdunkeln...

 

Kurzum: Es passte wie Arsch auf Eimer! Die Strecke war noch im Schatten als der Zug hörbar näher kam, doch wir mussten nicht einmal weiter vorlaufen, da es die Sonne im letzten Moment auch bei uns über den Wald schaffte!

 

So gelang äußerst zufrieden das erste Bild der 233 511. Sieben Minuten später wurde in Huxahl noch ein weiteres Bild geschossen, ehe sich bei weiterer Verfolgung die Sonne verdrückte. Nichtsdestotrotz war es ein herrlicher Morgen und das frühe Aufstehen bei frostigen Temperaturen war schnell vergessen. ;-)

Our return journey from the icy north takes us once again past beautiful Scotland. And once again, we stop in the Outer Hebrides. But this time it's the Isle of Lewis, the northernmost of the archipelago.

To be more precise, we're actually at its northernmost point, called the Butt of Lewis (not quite the butt of the world, but still pretty remote).

And although it almost looks like the South of France, Spain, or Portugal, it's only 650 km from here to Iceland.

So you can expect the waters of the North Atlantic to be quite chilly down there. Despite the glorious sunshine, it's also well below 20 degrees Celsius up here.

As you can see from the hikers in the background on the left (if you can see them), I wasn't alone. They give you an idea of the impressive dimensions of these cliffs.

 

Unsere Rückreise aus dem eisigen Norden kommen wir einmal mehr am wunderschönen Schottland vorbei. Und erneut machen wir halt auf den Äußeren Hebriden. Doch dieses Mal ist es die Insel Lewis, die nördlichste der Inselgruppe.

Um noch genauer zu sein befinden wir uns sogar an deren nördlichsten Punkt, der Arsch von Lewis genannt (nicht ganz der Arsch der Welt, aber doch schon ganz schön abgelegen).

Und obwohl es hier fast aussieht, als wäre man in Südfrankreich, Spanien oder Portugal, sind es doch nur 650 km von hier bis nach Island.

Ihr könnt also davon ausgehen, dass das Wasser des Nordatlantiks dort unten recht kühl sein wird. Trotz des herrlichen Sonnenscheins ist es hier oben übrigens auch deutlich unter 20 Grad Celsius.

Wie Ihr an den Wanderern links im Hintergrund sehen könnt (falls Ihr sie sehen könnt), war ich auch nicht allein hier unterwegs. Durch sie bekommt Ihr eine Vorstellung über die beeindruckenden Dimensionen dieser Felsklippen.

Hier kann ich stundenlang (minutenlang) auf einem Stein hocken und glotzen. Bis der Arsch weht tut. Und die Knie. Und der Rest auch.

2025 geht zu Ende, was für ein Jahr ! Die Österreichische Band STS hat 1984 gesungen: "Nimm da vü vor, a wennst ned all's dapockst. Heb dein Arsch, sei ned faul. Hab nur kan Respekt, mit wache Knie hot no kana die Wöd nei entdeckt", was soviel heißt wie "Nimm dir viel vor, auch wenn du nicht alles schaffst. Hebe deinen Hintern hoch, sei nicht faul. Habe nur keine Furcht, mit weichen Knien hat noch keiner die Welt (neu) entdeckt..." Nach diesem Motto hatte ich mir für dieses Jahr viel vorgenommen, habe versucht fleißig zu sein und durfte so viel mehr Schönes sehen und erleben als ich erwartet hatte. Da waren allem voran die Reisen nach China und Polen, die Städtetrips nach Berlin, Brüssel und Frankfurt, Bergtouren in der Schweiz und schöne Ausflüge in unsere heimischen Mittelgebirge. Ich bin zudem wieder in die Analog-Fotografie eingestiegen, habe mit der Vogelfotografie und mit der Street-Fotografie angefangen. Dankbar bin ich meiner Familie für die Freiräume, die sie mir lässt dieses zeitraubende und nicht ganz günstige Hobby auszuüben. Dankbar bin ich auch dafür, dass es uns allgemein (noch) möglich ist weitgehend frei umherzureisen und (fast alles) zu fotografieren, was ja nicht unbedingt selbstverständlich ist. Auch danke ich Euch, meine lieben Flickr-Freunde für die eine oder andere Inspiration und Euer fleißiges Kommentieren. Und letztlich bin ich meiner in diesem Jahr verstorbenen Mutter dankbar, dass sie mich zum Reisen und Fotografieren inspiriert hat. R.I.P.

So und was kommt nun in 2026 ? 2025 lässt sich nicht toppen, das ist klar. Für mich wird's ein etwas schwierigeres Jahr, zumindest finanziell, das steht schon mal fest. Eine größere Reise ist geplant (und auch schon weitestgehend bezahlt, hurra), da freue ich mich schon sehr drauf. Und sonst ? Mal schauen, kleinere Ausflüge in die Mittelgebirge und bestimmt auch wieder in die Alpen, das wird auch im nächsten Jahr klappen, so hoffe ich...

Euch meinen lieben Flickr-Freunden wünsche ich das beste 2026, das man sich nur vorstellen kann. Friede, Freiheit, Gesundheit und dass Euch ganz viel Schönes vor die Linse kommt.

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2025 is drawing to a close, what a year! The Austrian band STS sang in 1984: "Take on a lot, even if you can't accomplish everything. Get your butt up, don't be lazy. Don't be afraid, no one has ever (re)discovered the world with wobbly knees..." Following this motto, I had set myself many goals for this year, tried to be diligent, and was able to see and experience so much more beauty than I had expected. Above all, there were the trips to China and Poland, the city breaks to Berlin, Brussels, and Frankfurt, mountain hikes in Switzerland, and lovely excursions in our local low mountain ranges. I also got back into analog photography, starting with bird photography and street photography. I'm grateful to my family for the freedom they give me to pursue this time-consuming and not-so-cheap hobby. I'm also grateful that we're (still) able to travel largely freely and photograph (almost everything), which isn't something to take for granted. I also want to thank you, my dear Flickr friends, for the occasional inspiration and your diligent comments. And finally, I'm grateful to my mother, who passed away this year, for inspiring me to travel and take photographs. R.I.P.

So, what's next for 2026? 2025 can't be topped, that's for sure. It'll be a somewhat more challenging year for me, at least financially, that much is certain. A major trip is planned (and already mostly paid for, hurray!), and I'm really looking forward to it. And what else? Let's see, shorter trips to the low mountain ranges and certainly back to the Alps again, that should work out next year too, I hope...

To all my dear Flickr friends, I wish you the best 2026 imaginable. Peace, freedom, health, and that you capture lots of beautiful things with your lens.

Da sass er nun also in seinem Hotelzimmer und versuchte, Frustration, Ärger und Wut mit dem – ja, dem wievielten eigentlich? Dem ersten jedenfalls nicht, dem zweiten oder dritten auch nicht, und eigentlich war es auch egal dem wievielten – Whisky, den er sich hatte aufs Zimmer bringen lassen, endgültig hinunterzuspülen. Gelingen würde es natürlich auch diesmal nicht.

 

Verärgert und wütend war er auch über sich selbst, das schon. Vor allem aber über die hohen Herren, die sich aufplusterten wie sonst was; jederzeit bereit für einen barschen Befehl oder ach so gut gemeinten Ratschlag, aber selbst nicht eine Minute im Einsatz zugebracht. Er solle, so hatte man ihm wörtlich gesagt (na ja, «gesagt» traf es eigentlich nicht), seinen Arsch in das Hotelzimmer bewegen und auf einen gewissen Handelsattaché Graf von und zu Storchenweier mit weiteren Befehlen warten.

 

Er war doch eigentlich erfolgreich gewesen. Mit der durch ihre rot-weissen «Neutralitätsstreifen» an Rumpf und Tragflächen vor einer übereifrigen Flugabwehr leidlich geschützten Maschine der Swissair war er von Stuttgart nach Zürich geflogen, auf der letzten der Gesellschaft verbliebenen Strecke.

 

Er war als absolut glaubhafter Industrievertreter des Deutschen Reiches gereist. Mit so jemandem wollte man es sich verständlicherweise nicht verderben. Als geschätzter Gast hatte er auf jenem edlen Bankett und bei eher klandestinen Zusammenkünften wichtige Männer (und schöne Frauen) getroffen. Und praktisch alle würden, ebenso wie ihre Hintermänner, tun, was auch immer man höflich von ihnen erfragte, damit die sehr diskret aufgenommenen Bilder, die sie in Unterhaltungen mit durchaus bemerkenswerten Gesprächspartnern zeigten, nur ja nicht in die falschen Hände gerieten oder gar öffentlich würden.

 

Sehr diskret hatte er sie alle auf Film festgehalten – oder eigentlich eben nicht. Denselben Film zweimal einzulegen und zu belichten, dass hätte nun wirklich nicht seien müssen.

 

(Teil der Serie: Ein Bild und eine Geschichte. Copyright Der Sekretär, 2024. Alle Rechte vorbehalten.)

 

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So there he was, sitting in his hotel room, trying to wash down his frustration, anger and rage with - well, how many? Not the first, nor the second, nor the third, and it didn't really matter which one - whisky, which he had ordered to be brought to his room. Of course, he wouldn't succeed this time either.

 

He was annoyed and furious with himself, of course. Above all, however, he was annoyed and furious with the high-ups, who were puffing themselves up like anything; always ready for a harsh order or oh-so-well-intentioned piece of advice, but hadn't spent a minute on a mission themselves. He had literally been told (well, "told" was actually not the right word) to get his ass into the hotel room and wait for a certain commercial attaché, Count von und zu Storchenweier, with further orders.

 

He had actually been successful. He had flown from Stuttgart to Zurich in the Swissair plane, fairly well protected from overzealous air defense by its red and white "neutrality stripes" on the fuselage and wings, on the company's last remaining route.

 

He had traveled as an absolutely credible industrial representative of the German Reich. Understandably, nobody wanted to mess things up with someone like that. As a valued guest, he had met important men (and beautiful women) at that noble banquet and at more clandestine events. And practically all of them, like their backers, would do whatever was politely asked of them to ensure that the very discreetly captured images they showed them in conversation with quite remarkable counterparts did not fall into the wrong hands or even become public.

 

He had very discreetly captured them all on film - or not, actually. There was really no need to load and expose the same film twice.

 

(Part of the series: A picture and a story. Copyright by Secretary, 2024, all rights reserved).

   

Norderney

Nordsee

  

„Aus dem Rahmen fallen... Ich ziere mich nicht, weil ich keine Zierde bin. Ich bin ein Hindernis. Mehr für mich selbst als für andere... Durch den Gedanken störe ich das Erscheinungsbild. Ich bin nicht der Letzte meiner Art, ich bin nur am Arsch. Erschöpft im Geist, Ausgebrannt in manchen Winkeln meines Verstandes. Mit der Asche zeichne ich Skizzen. Und schreibe ich Worte. Der Traum von einem Licht in der Dunkelheit. Die Flucht vor mir selbst führt mich hinein in meinen Verstand und lässt mich zweifelnd zurück. Leer, irrelevant. Dysfunktional. Die Störung meiner Umwelt verändert am Ende mein eigenes Erscheinungsbild...“

  

Artificial Intelligence - Take Me There (ft. Steo) (SCAR Remix)

www.youtube.com/watch?v=dnZh7dNlxOY

   

   

Essen

Ruhrgebiet

NRW

  

„...Rationalität. Konsens. Freiheit. Gleichheit. Nach der Zeitenwende 2.0 gibt es keinen Platz mehr für moralische Werte. Wir werden sie im Museum bestaunen und uns fragen, wie es einmal war. Gestern noch haben wir von Technologieoffenheit geredet und heute fallen wir zurück in alte Zeiten. Autokraten nehmen sich, was sie wollen. Populisten bestimmen die Themen in einer Gesellschaft. Ein Winter, der lange nicht enden wird. Opfer, die wir alle bringen werden. Aber wen kümmert es? Wie ist der Netzempfang, was läuft im Stream? Clicks und Likes als Balsam für die wunde Seele. Diese Welt ist am Arsch. Klimawandel? War da was? Krieg? Welchen Krieg meinst Du..? Pessimist oder Optimist? Ich halte mich für einen Realisten. Dem die Ungezwungenheit abhanden gekommen ist. Zu Lachen fällt mir immer schwerer... Ich bin ein Freiwilliger auf einem Feldzug...

   

Every once in a while when I'm out exploring – camera in tow – I get the notion that I'm going to be a cow photographer.

Turns out, a decent cow picture is really not that easy to obtain. It's hard to find the right cow in the right place at the right time.

And if you're trying to take one of those cute close-up bovine portraits, you have to contend with every cow having one of those ugly arsch number tags stuck in their ear, and that nuisance needing photoshopped out. Plus, there is the ever present cow snot problem that occurs every time two or more Holstein's get together to talk. Somebody is always wiping their nose on somebody else's forehead, leaving giant streaks of moo mucus across their pal's face. It's hard to get a good portrait when the personal grooming level is this bad.

So I've mostly settled on a long distance approach, staying well back on my side of the fence, and snapping away from a distance.

 

Olympus EM5 MarkII

Olympus M.12-200 f3.5-6.3

Camera converted to 580nm

   

Arnheim

Niederlande

  

„Wie werden Künstler heute in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Entweder, sie stehen im Rampenlicht oder aber sie sollen hinter dem Kunstwerk verschwinden. Ist die Kunst noch die sichtbar gewordene Freude am kreativen Erschaffen oder ist sie nicht eine Arbeit, die einem Künstler das Leben finanzieren soll? Aber was ist dann die wirkliche Kunst? Seine Lebenszeit trotz eines 40-Stunden-Jobs so einzuteilen, dass man noch Zeit hat, um etwas zu Erschaffen? Du kannst Dir jeden Tag im Atelier den Arsch aufreißen und nagst dann doch am Hungertuch. Wie waren noch einmal die Worte von Richard K. Weng? 'Der Markt mag keine unbekannten Künstler'. Definiert also der Markt den Wert der Kunst und was angesagt ist und was nicht? Darum will ich auch kein Künstler sein. Ich will keinen Markt bedienen. Und ich möchte keiner Szene dienen. Von Eitelkeiten zerfressene, selbsternannte Eliten fehlt die Demut. Die Kunst und die Kreativität wurden zur Unkenntlichkeit verzerrt. Was zählt die Person hinter dem Werk? Ich bin verrückt. Weil ich die Narrative in Frage stelle. Aber für mich sind Jazz, Hip Hop und Graffiti drei der wenigen kulturellen Neuerungen des 20. Jahrhunderts. Entstanden aus dem, was da war und doch auch aus dem Nichts. Mach Dein Ding. Gehe über Grenzen. Akzeptiere, dass es keine Fehler, sondern nur Möglichkeiten gibt... Improvisiere, sei frei... Die Stadt wird dominiert von Banktürmen, Verwaltungsgebäuden und Museen. Dieses Triumvirat diskutiert darüber, was Freiheit ist. Und nur in den Museen darf es Freiräume für die Kunst geben. Und was dort die freien Räume füllen darf, definieren bei er zeitgenössischen Kunst die Galerien und somit der Markt. Aber ich bin verrückt. Wem die Stadt gehört, beantworte ich mir selbst. Graffiti als entgleiste Kunst. Aber Du darfst Graffiti ruhig auch als entartete Kunst bezeichnen. Weil Kreativität keinen Normen unterliegen darf. Provokante Worte? Für mich nicht so provokant wie manche Preise auf Kunstauktionen. Alles endet im Aufstand. Aber am Ende kann ich zumindest sagen, ich war da... Auf der Flucht.“

   

memory of summer 2025

Erinnerung an den Sommer 2025

   

Norderney

Niedersachsen

Nordsee

Bild X von Y

  

„... Was die Möwe mir sagt? Das es sich nicht lohnt, bloß vom Fliegen zu träumen. In dem Moment, in dem ich versuche abzuheben, darf ich ruhig Angst haben. Aber diese Angst darf mich nie lähmen... Diese Idiotie der Freiheit. Vielen geht es nur um die eigene Ungebundenheit. Dabei wirkt zwischen uns allen eine Gravitation, die nur wenige vollständig verstehen. Ich gehöre nicht dazu. Nur verspüre ich diese Wechselwirkung zwischen uns jeden Tag... Ich belichte hin und wieder etwas länger. Aber ich denke ja auch gerne nach... Die Blindheit des sehenden Auges. Wir ignorieren die Warnungen der Welt um uns herum und wundern uns tatsächlich darüber, uns so in Gefahr zu bringen. Wo sind die Dichter und Denker, die den Sand aus unserem gesellschaftlichem Getriebe holen? Soll ich Rot vor Zorn oder Grün vor Neid werden ob der Dummheit, die manche so offen zur Schau stellen? Wer denkt noch selbst und wer lässt lieber denken? Geistige Ebbe und eine Flut von Fakenews und geistigem Durchfall... Aber ja. Jeder darf Trumpeltiere lieben. Oder Braun dem Bunt vorziehen. BILD, Reichelt und Co erklären den Mäusen die Welt und lassen sie dabei nach ihrer Pfeife in Richtung des vergifteten Wassers tanzen, in dem dann Alle und Alles einmal mehr untergehen werden? Nie wieder? Diese Worte sind nichts wert. Wenn sie denn nicht mit Leben gefüllt werden. So wie die Sandsäcke, die woanders zum Schutz vor Bomben gefüllt werden. Die in einem Krieg fallen, den man so nicht nennen darf in einem Land, in dem viele ein Vorbild sehen... Der Sturm hat das Wasserglas vor Jahren verlassen und findet nur noch in den Filterblasen der sozialen Medien statt. In einer Zeit, in der das Wissen tatsächlich überall präsent sein könnte, wächst statt dessen die Woge der Unwissenheit zu einer bedrohlichen Flut heran. Was für eine Ironie. Diese Welt ist am Arsch und wir haben es nicht anders verdient. Die Möwe lacht. Und ich lache mit ihr...“

   

   

Köln

NRW

  

„...Wie hart kann eine Nacht schon sein? Kann man Glück wirklich kaufen? Und ist nicht jeder neue Tag eine kleine Komödie? Ein Lustspiel. Nicht die Welt kann mich am Arsch lecken, sondern nur die, die sich für etwas besseres halten. Berauscht sich nicht jeder an irgend etwas? Für mich bitte kein Bier. Aber einen Doppelten... Meine Frau hat schon unten beim Frühstück auf mich gewartet. Unser fünfter Hochzeitstag. Beide sind wir jetzt Ü50. Aber fühlen uns oft wie 16. Dieses Leben gibt es nicht To Go. Und es gibt auch nicht die Leichtigkeit des Seins. Die harte Schule. Eiszeiten. Tristesse existiert nicht für mich. Das Dasein ist mein Grundbedarf. Und Ungezwungenheit mehr als nur ein Existenzminimum..“

   

Ach war das herrlich endlich mal wieder in den Urlaub zu fliegen.

Anfangs hatten wir ja schon Bammel und den Urlaub im Februar hatten wir sogar storniert.

Aber dann dachten wir: jeder andere fliegt auch, also warum sollen wir mit unserem Arsch zuhause bleiben ?

Es tat so wunderbar gut.

  

Dieses Bild ist an der Algarve, dem Arco de Albandeira entstanden.

Eigentlich fotografiert sich das Motiv im Winter etwas besser, da die Sonne dann über dem Meer aufgeht. Aber so war es jetzt auch nicht schlecht.

 

Wie dieses und drei weitere Bilder entstanden ist und warum ich meinen Job als NiSi Markenbotschafter gekündigt habe erfahrt ihr in diesem Video: youtu.be/GJBlCFPslNw

Canon EOS R5 - Canon RF 14-35 f4 IS L - 30 sek - f/18 - Iso 100 -14 mm - ND 0.9 - GND 0.9 Reverse

Sitting on a toilet and reading a newspaper? Perhaps diwan, you are right, ... a hungarian newspaper.

  

Hey, thats a paprika (capsicum) and nothing else. Just a hungarian a... äh paprika. Itch them!

 

Today is "world toilet day", no joke.

 

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Paprika ist halt Geschmackssache. Die einen mögen Paprika, andere nicht. Ich esse Paprika ganz gerne, egal welche Farbe. Die hier sieht doch zum Reinbeißen aus, oder?

Heute ist übrigens "Welttoilettentag", kein Scherz!

 

Für einen Po ist das Foto zu gelb und zu glänzend. Ich habe auch darüber nachgedacht dies in Photoshop zu ändern, aber ich lasse es so, denn sonst hätte ich ja gerade einen Arsch fotografieren können und es ist halt eine Paprika...

Kein Anschluss unter dieser Nummer, hier geht schon lange kein FAX raus!

   

Bad Driburg

NRW

  

5/x

  

„... Ich selbst bin ein Teil des Krieges, der hier an so vielen Stellen ausgefochten wird. Meine Lebensweise, meine Einstellung, meine Werte, mein Sein. Egal, in welchen Wind ich meine Fahne auch drehen mag. Ich bin eine der Kriegsparteien. Und ich bin Opfer und Täter zugleich. Aber nie bin ich ein Sieger. Das ist der Irrglaube, der jedem Krieg innewohnt. Es gibt keine Sieger. Selbst der Gewinner ist und bleibt ein Verlierer. Die Verluste sind am Ende da, egal auf welcher Seite. Und die Opfer sind nie zu zählen. Nur der Blutzoll wird bezahlt. Rotes Blut. Grüne Vegetation. Blaues Wasser. Schwarze Erde. Am Ende vergeht alles im Grau. Und im Grauen. Wenn das Klima mich tatsächlich auslöschen sollte, dann habe ich es nicht anders verdient. Wenn es tatsächlich einen grellen Lichtblitz am Horizont geben sollte, der mich zu Asche verbrennt, dann habe ich es nicht anders verdient. Was sind meine Werte wert, wenn ich ihren Preis doch nie wirklich werde bezahlen müssen? Ob ich bei diesen Gedanken etwas fühle? Ja. Scham... In den letzten Jahren hat meine Traurigkeit meine Wut unterdrückt. Ich saß in meinem eigenen Bunker, tief in mir selbst. Und draußen sind meine Emotionen an den Betonwänden zerschellt... Ich kann immer noch nichts ändern. Aber ich kann meine Wut zulassen. Auch auf mich selbst... Dieser Planet ist am Arsch. Nur wegen der ständigen Schwanzvergleiche, deren Primitivität wir mit Titel, Thesen und Temperamenten kaschieren wollen. Die Keule in meiner Hand heißt Wachstum. Wir vergewaltigen uns gegenseitig so, wie wir auch diesen Planeten vergewaltigen. Beißen in die Brust, die uns nährt. Wegen Profiten. Oder wegen Politik. Meine Schuld an der kommenden Generation... Mea culpa... Jede Mutter weint in jedem Krieg um ihre toten Kinder. Meine Mutter Erde wird mir keine Träne nachweinen... Und das ist meine eigene Schuld.“

   

Am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig

 

At the Monument to the Battle of the Nations in Leipzig

© by Ozan Danışman - All rights reserved

 

Meilenwerk Düsseldorf, 28.01.2007 - On tour with GMMF

FORSE QUESTO POTREBBE ESSERE PINOCCHIO.

IL LIBRO DI PINOCCHIO OGGI FESTEGGIA IL SUO 15O° ANNIVERSARIO.

 

Dal libro di Collodi:

 

Arrivò il carro che portava al

“Paese dei balocchi”, già tutto

pieno di ragazzi. Lucignolo

prese posto sulle stanghe,

mentre Pinocchio, dopo un

attimo di incertezza e ripetuti

tentativi dell’animale di evitare di trasportarlo, salì sulla

groppa di uno dei tanti ciuchini che lo tiravano.

Giunsero al paese il mattino seguente: c’erano allegria e chiasso dappertutto e branchi di monelli che giocavano, si rincorrevano, recitavano, cantavano …

Pinocchio e i compagni divennero in breve amici di tutti.

Il tempo trascorreva e, dopo cinque mesi di tale cuccagna, il burattino si accorse che gli stavano

crescendo gli orecchi d’asinello.

Pianse, strillò, si disperò, ma gli

orecchi diventavano sempre più

grandi e pelosi

Attirata da tanto rumore, entrò

nella stanza una marmottina

che gli disse che presto si sarebbe trasformato in un ciuchino, sorte che toccava ai ragazzi svogliati.

Disperato, Pinocchio si infilò in

testa un berretto e andò alla

ricerca di Lucignolo pensandolo

la causa dei suoi guai. Lo trovò

a casa e con lo stesso berretto in

testa. Entrambi si dissero che lo

aveva ordinato loro il medico …

… ma, decisi a toglierlo insieme,

si riscoprirono con le stesse orecchie asinine. Subito, tuttavia, anziché disperarsi, scoppiarono in

una gran risata..

Poco dopo, però, cominciarono a

barcollare, si piegarono carponi,

le gambe diventarono zampe, i visi si allungarono, le schiene si ricoprirono di peli e spuntò loro la

coda. Era tanta la vergogna che

fecero per piangere, ma emisero

dei ragli.Intanto furono intimati

dall’omino che li aveva trasportati

al paese ad aprire subito la porta.

  

CANON EOS 6D MarkII con ob. CANON EF 24-70 f./2,8 L USM

 

Eingeschnuerte Conchas

Hummeln im Arsch?

von Helmut Höge

Als Aushilfshausmeister hat man Anspruch auf eine anständige Mittagspause. Diese nutzte ich heute, um a) im Buchladen “Schwarze Risse” die neue Marx-Dogma-Zeitschrift “Exit” käuflich zu erwerben. Es gibt darin einen Aufsatz über Alfred Sohn-Rethel von Eske Bockelmann und einen über De Sade - “unser Freund?” von Anselm Jappe. Und b) um auf dem Bethlehemskirchfriedhof am Mehringdamm zu kucken, wo die Hummeln bleiben. Überall blüht es schon , aber ich habe noch keine einzige Hummel gesehen. Dabei kann die Königin schon bei Temperaturen ab 2 °C fliegen und Arbeiterinnen ab 6 °C. Dafür haben sie ja den Pelz und die Fähigkeit, durch Vibrationen der Brustmuskulatur Wärme zu erzeugen.

Auf dem Friedhof, obwohl auf fast jedem Grab Blumen blühten, war kein einziges Insekt zu entdecken,dabei schien die Sonne und es war schon richtig warm. Schließlich fragte ich eine Frau, die sich gerade über ein Grab beugte, um einige neue Blumen einzupflanzen. Die Frau erschrak, als ich sie ansprach. Und als sie sich umdrehte, erschrak ich etwas, denn es war Natascha Ungeheuer - und sie pflegte gerade das Grab ihres 2006 gestorbenen Lebenspartners Johannes Schenk. Ich wußte nicht einmal, dass man ihn in Berlin beerdigt hatte. Sie hätte in diesem Jahr schon alle möglichen Insekten dort gesehen - Wespen, Bienen und auch Hummeln, meinte Natascha Ungeheuer. Wegen des Wetters sei in diesem Jahr nur alles ein bißchen durcheinander geraten. Ich bedankte mich für die Auskunft und verabschiedete mich, damit sie sich wieder dem Grab von Johannes und vielleicht ihrer Trauer um ihn zuwenden konnte. Die beiden wohnten früher in der Dresdnerstraße in Kreuzberg 36, wo Johannes in einer Fabriketage so etwas wie ein Privatcafé betrieb. Während die Studentenbewegung wesentlich die Gegend links und rechts des Kurfürstendamms sowie den FU-Campus in Dahlem bespielte, hatten die beiden mit ihrem “Kreuzberger Straßentheater” sich auf den späteren “Problembezirk” konzentriert.

Natascha ist Malerin, ihren Stil könnte man vielleicht als romantischen oder naiven Realismus bezeichnen. Das spiegelte sich auch in der Gestaltung des Grabs von Johannes wieder. In den Siebzigerjahren gestaltete sie regelmäßig die erste Seite der von Tilmann Fichter gegründeten Zeitschrift “Der lange Marsch”. Der Titel spielte auf den “langen Marsch” der Befreiungsarmee von Mao tse tung an, der dann von Rudi Dutschke und Hans-Jürgen Krahl in die Vertikale umgedacht worden war. Die beiden “Studentenführer” wollten damit die Karriereleiter der Studenten gewissermaßen politisieren, indem sie ihnen nahelegten, ihren bevorstehenden “langen Marsch durch die Institutionen” subversiv anzugehen. Allerdings gaben sie ihnen dabei auch zu bedenken - auf der SDS-Delegiertenkonferenz 1967: “Das Sich-Verweigern in den eigenen Institutionsmilieus erfordert Guerilla-Mentalität, sollen nicht Integration und Zynismus die nächste Station sein.”

Zehn Jahre später machte der SDSler Tilmann Fichter daraus wie gesagt erst eine Zeitung: “Der lange Marsch” und ging dann selbst mit gutem Beispiel voran - durch die ganze SPD-Hierarchie. Anders als z.B. die Trotzkisten “integrierte” er sich jedoch darin - und fiel damit noch hinter Ernst Jüngers antiamerikanischem Individualpartisan zurück, den dieser nach dem verlorenen Krieg als einen “Waldgang” skizziert hatte, als den er Martin Heideggers “Holzweg” umdeutete - zur Existential-Utopie eines Vereinsamung riskierenden Unbeugsamen. “Der Wald ist der Ort des Widerstands, wo neue Formen der Freiheit aufgeboten werden gegen neue Formen der Macht,” so faßte Jüngers Verlag dessen “Waldgang” im Klappentext 1951 zusammen. Carl Schmitt kritisierte daran das Unpolitische: “Dann kann schließlich jeder Einzelgänger oder Non-Konformist ein Partisan genannt werden, sofern er auf eigene Rechnung und Gefahr Position bezieht und Partei nimmt”.

Johannes Schenk war ein Dichter, er stammte aus Worpswede, wo er sich noch oft aufhielt und einen Wohnwagen besaß. Er hatte Seeman gelernt und als Brunnenbauer gearbeitet. Immer mal wieder baute er sich ein Boot aus. Aus dessen Namen wurde dann der Titel eines Buches, das bei Wagenbach erschien. Einmal schipperte er von der Lesum aus mit seinem Schiff “Jona” in Richtung Casablanca, sein Boot kenterte jedoch in der Wesermündung bei Bremerhaven. Ein Frachter fischte ihn mitsamt seinem Schiff raus - und brachte beide sicher nach Marokko. Dort wurde Johannes aber schon bald so krank, dass er das Land verlassen mußte und wieder in Worpswede landete. So habe ich die “Jona”-Geschichte jedenfalls in Erinnerung. Berühmt waren vor allem seine Jacob-von-Hoddis-Vorträge.

Johannes Schenk hatte eine tolle Mutter, Heide Weichberger, die mit sehr interessanten Männern zusammenlebte. Einer war Johannes’ Vater - eine Art Landstreicher während der Nazizeit: Er veröffentlichte vor dem Krieg mehrere populäre Bücher über Pflanzen - u.a.. “Die Schwertlilie - Königin unter den Lippenblütern” - und eins über Arthur Rimbaud. 1945 machten ihn die Amerikaner zum Bürgermeister von Worpswede. Er war der einzige unbelastete Intellektuelle dort. Er trank jedoch sehr viel und verlor bald die Lust am Regieren. Dennoch empfahl sich sein Sohn Johannes, der eigentlich Seemann war, aber 1961 über Fürsprache von Erich Fried als Dichter von seinen Eltern akzeptiert wurde - als “Bürgermeisterkandidat” der mittlerweile eingegangenen Worpsweder “Künstlerpartei” - mit der Begründung: Er sei mindestens so trinkfest wie sein Vater. (1)

Ähnliches gilt auch für den Klavierstimmer Oskar Huth, der auf dem selben Friedhof wie Johannes Schenk und E.T.A.Hoffmann beerdigt wurde.

Der Weddinger Klavierstimmer war vielen von uns ein Vorbild. Im Merve-Verlag erschien unlängst der “Überlebenslauf” von Oskar Huth. Diese Kriegserzählung verhält sich zu Klaus Heinrichs Doktorarbeit “Versuch über die Schwierigkeit, Nein zu sagen” wie Hegels “Phänomenologie” zu Marx’ “Kapital”. Der “Überlebenslauf” ist jedoch, wie auch schon das vorangegene Buch zu Ehren Oskar Huths “Für den Fall der Nüchternheit” (1978 erschienen), genaugenommen ein Buch über Oskar Huth: Seine “Ansichten und Erinnerungen”, aufgezeichnet vom Maler Alf Trenk, der ebenso wie der Autor des ersten Buches ein Fan des Klavierstimmers Oskar Huth ist. Es gibt mindestens drei Fankreise in Berlin: in den Kneipen “Lusiada”, bei “Hoek” und im “Zwiebelfisch” am Savignyplatz. Nur dort konnte übrigens bis 1994 der “Überlebenslauf” käuflich erworben werden. Der Begriff der “Balance” ist darin zentral. Insbesondere gilt dies für die “Nazizeit” des 1946 von den Amerikanern zum “Evident of Anti-Nazi-Activities” erklärten Einzelkämpfers. Oskar Huth selbst spricht 1975 von einer “artistischen Balancemeierei - unvorstellbar!” Und erklärt sie wie folgt: “Was mir dazu geholfen haben muß, durchzukommen, ist wohl, daß mich die Leute hinsichtlich meiner Nervenfestigkeit, meiner physischen Kraft und (wenn ich’s mal ein bißchen eitel sagen darf) auch, was die Sache eines gewissen Witzes angeht, unterschätzt haben…” Später wird man ihm immerhin eine Stelle im Kultursenat antragen. Der “freischaffende Kunsttrinker” zieht es jedoch vor, selbständig zu bleiben. Im Gegensatz zu dem Mitbegründer der Freien Universität, Klaus Heinrich, der 1971 ebenda Professor für Religionsphilosophie wird.

In dessen bereits 1964 vorgelegter Habilitationsschrift, “Versuch über die Schwierigkeit, nein zu sagen”, geht es recht eigentlich um eine “Balance” des Protests - die sich heute (1982 erfolgte eine Neuausgabe im Verlag Roter Stern) wie ein vorweggenommenes Resümee der 68er-Protestbewegung liest. Nicht einmal der schon unvermeidlich gewordene “Exkurs über Buddhismus als Ausweg” fehlt in diesem “Frühwerk”, das den “induktiven Verfahren” den Vorzug gibt, denn “erst die Mittel heiligen den Zweck!”

Oskar Huth war pro forma als Zeichner im Botanischen Garten angestellt, 1941 tauchte er mit falschen Papieren unter. Am Breitenbachplatz betrieb er dann im Keller eine Druckwerkstatt, in der er Pässe und Lebensmittelkarten herstellte. Damit ermöglichte er fast sechzig Menschen, überwiegend Juden, die sich in Berlin versteckt hatten, das Überleben, dazu gehörte ab 1944 auch nach dem fehlgeschlagenen Hitler-Attentat untergetauchte Freiherr von Hammerstein: “Alles hing natürlich an einem seidenen Faden. Wer wirklich Leute versteckte, das waren die Proletarier untereinander. Die Ärmsten halfen den Armen. Und die Leute, die wirklich Möglichkeiten hatten - da war nichts, gar nichts.”

Tagtäglich war Oskar Huth zu Fuß unterwegs auf Buttertour zu den Versteckten, er selbst spricht von seinem “monsterhaften Latsch durch die Stadt” - zeitweilig auch bewaffnet. Einen besonders “widerwärtigen Nazi und Einpeitscher” brachte er sogar um: in den letzten Tagen des Krieges in einem Luftschutzkeller, wo der, im Rollstuhl sitzend, alle dort Schutzsuchenden herumkommandierte. Oskar Huth und ein arbeitsverpflichteter Franzose redeten dem Nazi schließlich ein: “Da hinten wär noch eine Tür offen. Wohin sie führt, das wollten wir jetzt mal ausprobieren. Er sollte mal mitkommen, die Sache überschauen. Wir nahmen den also mit. Aber diese Tür, die schon heiß war - dahinter gab es nichts mehr, da brannte es schon. Die machten wir auf, und weg mit dem Stuhl. So. Da war einer weniger da.”

1989 meinte Oskar Huth im Café Hegel dennoch: “Aber der Spielraum, aus sich was anderes zu machen, als einem prädestiniert ist, der ist ein lächerlich geringer.” Auch über die ewige Wiederkehr ist er sich - am Ende des Buches - nicht sicher: “Wenn es nach diesem Dasein nichts mehr gibt, dann hab’ ich versäumt, etliche Kanaillen abzumurksen…” Oskar Huth starb 1991, fünf Jahre vor Jes Petersen, in dessen Galerie in der Goethstraße Oskar fast täglich einige alkoholische Erfrischungsgetränke zu sich genommen hatte. R.W. Schnell ließ ihn in der “Geisterbahn” barocke Monologe halten, Matthias Koeppel pries ihn in “Starckdeutsch”, G.B.Fuchs schrieb Verse über den Freund…” In Thomas Kapielskis Buch “Der Einzige und sein Offenbarungseid” kommt Oskar Huth sogar selbst zu Wort. In einigen weiteren Berlinensia kommen beide - Johannes Schenk und Oskar Huth - vor., z.B. in Aras Örens Roman “Savignyplatz”.

Der Dichter Johannes hielt sich jedoch wie erwähnt oft in Worpswede auf, wo er in den letzten Jahren auch abstinent wurde, jedenfalls sah ich ihn dort stets Mineralwasser trinken. Über diesen Ort gäbe es ebenfalls viel zu sagen.

Das norddeutsche Teufelsmoor mit seiner Geestinsel Weyerberg, auf der das “Künstlerdorf” Worpswede liegt, geriet in der Nachkriegszeit ins Visier der Politik. Im Dorf lebten jedoch seit langem schon derart viele Künstler, die sich von der Moorlandschaft inspirieren ließen, dass sie selbstbewußt genug waren - als eine der ersten Bürgerinitiativen in der neuen Bundesrepublik den Widerstand gegen alle “Projektpläne” - abgesehen von den agrarischen - zu organisieren. Carl Einstein nannte speziell die “nordische Kunst” der berühmten Moormalerin Paula Becker-Modersohn, aber auch die Werke ihrer Kollegen im Dorf verächtlich “Worpswederei”. Heute wird der “staatlich anerkannte Erholungsort” mit dem weiten Himmel überm Teufelsmoor, das keins mehr ist, täglich von 5.000 Touristen besucht. 130 Künstler leben nun dort sowie 70 Millionäre. Worpswede wimmelt von “Museen, Kunsttreffs, Galeriepassagen und Malschulen”. Es ist wohl der einzige deutsche Ort, in dem am zentralen Parkplatz statt eines Gebührenautomaten ein Bronzebuddha lacht. Noch immer gilt hier die These des ersten “Verschönerungsvereins”: Je mehr Kunst desto weniger Polizei! (Die öffentliche Toilette ist doppelt so groß wie die Wache.) Es gibt ferner zwei kreative Managerschulungszentren und zwei Bordelle, eins für leitende Angestellte und eins für Freischaffende, sowie zwei Atelierhäuser: eins von oben (vom Land) und eins von unten (vom Gatten einer Künstlerin) initiiert: Martin Kausche. Die gesamte Dorf-Atmo wird von humanistisch-musisch gebildeten Frauen mit grauen Haarsträhnen geprägt, die sich nun nach Ehe und Kinderaufzucht der Kunst widmen. Erwähnt sei die Worpsweder Lampenfabrikantin Barbara Lippold, die gerade - mit 61 - eine Töpferlehre begann.

Die markantesten Gebäude wurden in den zwanziger Jahren im Auftrag des Kaffee-HAG-Gründers und Erfinders des coffeinfreien Kaffees Ludwig Roselius vom Bildhauer Bernhard Hoetger entworfen, der erst für die Arbeiterbewegung künstlerisch tätig war und sich dann - vergeblich - Hitler andiente.

Während der Gründer der Künstlerkommune, Heinrich Vogler, nach Rußland auswanderte, wo sein Sohn Jan eine ML- Professur bekam, wurde sein Mitkommunarde Uphoff während der Nazizeit “Kulturwart” vor Ort, und der “erste Worpsweder”, Fritz Mackensen, ließ sich mit “Major” anreden. Er hatte während der “Systemzeit” ein Gewehr erfunden, das um die Ecke schoß und das er als Patent an die Firma Zeiss verkaufte, die es dann nach England weiterverscherbelte. Mackensen brachte das wenig später die Partei-Rüge ein, den Feind unterstützt zu haben. Das Gewehr tauchte erst 1965 in dem Mexiko-Revolutionsfilm “Viva Maria” wieder auf, nach dem sich dann einige Jahre später eine Münchner Kommune benannte.

Nach dem Krieg war es zunächst wieder eine Künstlerin gewesen, mit der Worpswede in Schwung kam: die Keramikerin Heide Weichberger. Sie war erst mit dem Mexiko-Exilanten und Vogler-Schwiegersohn Gustav Regler liiert, dann mit dem Botaniker und Vagabunden Gustav Schenk, und schließlich mit dem Maler Philip Weichberger, mit dem sie einen weiteren Sohn zeugte: Tobias Weichberger. Er wurde ebenfalls Maler - und lebte in Worpswede, bis er 1998 starb. Wichtig für das Dorf war ferner der “Edelkommunist” und Galerist Fritz Netzel. In den fünfziger Jahren gründete er die oben erwähnte erste Bürgerinitiative: Sie verhinderte den Abbau des Weyerbergs durch ein Kalksandsteinwerk und wandelte sich dann in eine “unabhängige Wählergemeinschaft”, mit der die Nutzung des Teufelsmoors als “Nato-Bombenabwurfplatz” abgewehrt wurde, ebenso dann auch der SPD-Plan, aus den Hamme-Wiesen ein “Surf- und Badeparadies” zu machen. Diese “heimliche Regierung” wurde jedoch 1972 mit der SPD-Gebietsreform, die der bäuerlichen CDU aus den Dörfern eine Mehrheit bescherte, ausgebremst. Erst 1986 versuchten die “Künstler” - im von Vogler erbauten Bahnhof - einen neuen Anlauf, der sich diesmal auch gegen die “Trittbrettfahrer” (die Schickimicki-Kunstladenbesitzer) richtete, ihre Partei kam diesmal jedoch nicht mehr über den Stammtisch hinaus. 1994 starb Netzel. Aus seiner Galerie wurde eine Stiftung. Als Ortsberühmtheit gilt außerdem noch Frau Laves, die Schmuckschmiedin: Zu ihren “Kursen” - mit echten Sufis, indischen Yogis und dem Indianer Sunbear - reisen authentische Frauen von weither an.

Zurück zu den Hummeln, die ich wie gesagt in diesem Jahr noch nicht gesehen habe...

Zurück zu Helmut Höge: Helmut Höge, taz-Autor der ersten Stunde, arbeitet im taz-Verlagshaus in der Berliner Rudi-Dutschke-Straße (vormals: Kochstraße) als Aushilfshausmeister. Zuletzt erschien von ihm der Reiseroman “Neurosibirsk” (Peter Engstler Verlag), in Vorbereitung ist eine “Anti -Darwin”- Anthologie (Kadmos-Verlag), seit seine Gedächtnisleistungen altersbedingt zurückgehen, zieht es ihn verstärkt ins “facility management“

 

Zum Reinbeissen lecker

SchmeeiiiiiiSSS deine haare :P

Ne ne da hat der Fynn die Dusche am arsch gemacht

12.März 2021

Schlimmer als das Fallen ist das Liegenbleiben.

Also stehe ich in der Früh auf und mache mir Frühstück. Marmorkuchen mit dick Kalbsleberwurst, Quinoa-Brötchen, Vogelkirschenkonfitüre, Fasanenfüßchen in Aspik, getoastetes Knäckebrot und ein Schälchen Seitenbacher-Dill-Müsli versüßen mir den Einstieg in den Tag. Was sich nicht

schlucken lässt, spüle ich mit einem Boonekamp hinunter.

 

Den Vormittag verbringe ich damit, in meiner Wortschatzkiste zu wühlen und mir ein paar der gesammelten Kleinodien näher zu betrachten: GAMASCHEN, PARAPLUIE, BAUCHPINSELN, POUSSIEREN, SAUMSELIG und FRACKSAUSEN sind mir zur Stunde Lieblingsstücke.

ÖFFNUNGSSTRATEGIE, SCHNELLTESTBESTELLUNGSANKÜDIGUNG,

PANDEMIEMANAGEMENT, IMPFSTAU & MINISTERPRÄSIDENTENKOMPETENZ hingegen fallen heute durch und werden aussortiert. Dafür habe ich mir mal eine mit witzigen und bunten Stickern beklebte XLL-Camembert-Dünnholz-Schachtel bereitgestellt, die ich, wenn sie mit doofen oder bösen Wörtern zu zwei Dritteln befüllt ist, für achtundvierzig Stunden in die Tiefkühltruhe packe, wo sie von einem dort ebenfalls gelagerten, bei Astro-TV erworbenen „Schamanen-Würfel“ aus tibetanischer Birke multisphärisch so bestrahlt wird, dass ihr „negativer Inhalt“ quasi erfriert und sich in Eisdampf auflöst.

 

Als ich ins Atelier will, rattert das Faxgerät und spuckt mir eine Tapetenrolle voller Text aus, der sich als Nachricht von Brandt aus Köln entpuppt. Es würde den Rahmen des kleinen Diariums sprengen, ihn hier eins zu eins in die Seiten zu quetschen, drum will ich zusammenfassend nur zwei Dinge berichten:

a. Brandt geht jetzt ein paar Tage in die Wälder. Er möchte ein wenig wandern, in Baumkronen schlafen und Ruhe haben. Die Veröffentlichung meiner Tagebuchauszüge entfalle bis auf

weiteres…

b. In einer aktuellen Verlautbarung des Vatikans wird untersagt, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen. Das führt zu folgendem: In Köln dürfen nach wie vor Motorräder, Waffen der Schützenbruderschaften St. Grünrock und die Eisengitter, die an den Treppen vor dem Dom angebracht sind, von Priestern, Weih- und Erzbischöfen tatsächlich GESEGNET werden. Homosexuelle Menschen, die als Paar daherkommen, allerdings nicht!

 

Empört arbeite ich mein Erstaunen im Atelier ab. DER STIEFEL (s. Foto), den man den klerikalen Verfassern des Segnungsverbotes gezielt in den Arsch treten könnte, bevor man sie im nächsten Wildfreigehege aussetzt, ist schön spitz geraten.

 

Zur guten Nacht blättere ich noch ein wenig in Alban Stolz’ „Erziehungskunst“: „Das Turnen ist nicht ohne Gefahren des Leibes und der Seele. Das heftige Recken der Glieder kann die Bänder schwächen, statt sie zu stärken, nicht selten entstehen Bruch, Blutspeien oder sonstige Krankheiten … Für die Sittlichkeit hat aber das Turnen seine besondere heillose Gefahr. Das Klettern und Rutschen bewirkt zuweilen beim anpressen des Leibes einen angenehmen Reiz. Diese zufällige Entdeckung einer neuen Quelle sinnlicher Lust veranlasst dann manchen Knaben, solchen Reiz absichtlich zu erwecken.“

Ich rolle die Gymnastikmatte gar nicht erst aus und gehe sicherheitshalber kalt duschen.

Mit einer Werbebeilage der Tageszeitung statt mit ordentlicher Nachtlektüre trolle ich mich ins Bett. Ich jage die fette Werbebotschaft LÄSSIGE T-SHIRTS MIT GROßEM STYLE-APPEAL : ENTDECKE JETZT DIE NEW-ARRIVALS durch den Google-Translator. Heraus kommt: LÄSSIGE T-SHIRTS MIT GROßEM STIL-APPELL : ENTDECKE JETZT DIE NEUANKÖMMLINGE

 

Erheitert lösche ich das Licht.

Etwaige Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen wären rein zufällig und sind unbeabsichtigt

Gehobenere Beschreibung: Eine Toilette mit leicht verschobener Mündung zusammen mit einer Wanne mit halblüfternen Vorhang und eine Waage, die mehr wägt, als das sie es wagen würde

Pas de FAV sans commentaire.

No FAV without comment

 

Un chevalier cul-blanc en recherche de nourriture sur les bords de l'Allier.

 

Bonne journée à tous.

Merci pour vos visites et commentaires

 

en ---------------

 

A chevalier cul-blanc in search of food on the banks of the Allier.

 

Good day to all.

Thank you for your visits and comments

 

de ---------------

 

Ein ritter arsch-weiß in der suche nach nahrung an den ufern der Allier.

 

Guten tag an alle.

Danke für eure besuche und kommentare

 

es ---------------

 

Chevalier cul-blanc en busca de comida en los bancos de la Allier.

 

Buen día a todos.

Gracias por sus visitas y comentarios

 

nl ---------------

 

Een ridder cul-blanc, op zoek naar voedsel op de oevers van de Allier.

 

Goede dag allemaal.

Dank u voor uw bezoeken en opmerkingen

 

it ---------------

 

Un cavaliere cul-blanc in cerca di cibo, sulle rive del Allier.

 

Buona giornata a tutte.

Grazie per le vostre visite e commenti

 

pt ---------------

 

Um chevalier cul-blanc, em busca de alimento nas margens do Allier.

 

Bom dia a todos.

Obrigado por suas visitas e comentários de

King Papyros Hesperinos is currently enjoying much veneration in Western culture. Statues have been erected to him in numerous cities. Many of them carry inscriptions such as 'Dein Arsch ist Dein Gott' which I better not translate.

Mitakon Speedmaster 35mm manual lens at F 0.95; natural light (from above) plus a reflector (from below).

Bald haben wir es geschafft. Morgen ist Feiertag und ich wette der eine oder andere hat sich auch den Brückentag gegönnt.

Für mich als Einzelhändler steht ja noch immer der Samstag im Nacken, aber was willst du da machen? Was muss, das muss. Vor allem im Einzelhandel kann man sich da keine Auszeit nehmen, weil da wird es ja voll! Alle, die sich freinehmen, nutzen die Chance um sich Zeug zu kaufen, dass denen das lange Wochenende kaputtmacht.

 

Frage am Rande! Habt ihr ein Schaden? Erholt euch!

 

Ach ja, wie gerne hätte ich Freitag und Samstag freigemacht. Dann wär es ab ins Auto gegangen und mal schauen, was so geht. Eventuell Osten, oder eine quer durch Belgien? Vielleicht auch mal Frankreich umdrehen oder so. Hach das währe herrlich. Aber egal! Ich verkauf den Leuten nun die ach so wichtigen Teile, die sie benötigen, um das Wochenende sich zur Gänze zu versauen. Meins ist ja auch am Arsch!

  

Ihr dürft natürlich gerne Teilen, kommentieren, konstruktiv kritisieren und Folgen.

 

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