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Herr, voll heißer Dankbarkeit
- Vor der Trauung -
1.) Herr, voll heißer Dankbarkeit
Werf ich mich zu deinen Füßen!
Sieh, du Gott der Freundlichkeit,
Sieh des Dankes Zähre (a) fließen!
Dies entbrannte Herz in mir
Opfert nichts als Tränen dir.
2.) Gott der Liebe! Gott, mein Heil!
Höre meines Preises (b) Lallen;
Lass mich für mein herrlich' Teil
Dankbar vor die niederfallen;
Sieh mit deinem Vaterblick
Dein Geschöpf im schönsten Glück!
3.) Glück, das deine Hand mir gab -
Worte können's nicht ermessen!
Herr! ich werde bis ins Grab
Deiner Güte nie vergessen,
Und vor deinem Angesicht
Schweigt mein Dank dort ewig nicht.
4.) Herr, mein Gott, dich lass ich nicht!
Du musst meine Seele segnen!
Lass dein freundlich' Angesicht,
Unser Gott, uns jetzt begegnen!
Denn dein Blick ist Freundlichkeit,
Und dein Anschaun Seligkeit.
5.) Hier, o Herr, ist dein Altar -
O, wie heilig ist die Stätte!
Du, so wenig wert ich's war,
Rufst mich, dass ich sie betrete.
O, wie lieblich ist mein Los,
Deine Güte, Gott, wie groß!
6.) Segne denn das teure Band,
Heilige das Band der Liebe!
Knüpf es fest durch deine Hand!
Du sahst unsrer Sehnsucht Triebe,
Halfst aus Leiden und Gefahr,
Und verzeihst, was Schwachheit war.
7.) Nun wir nahn uns - göttlich Licht
Scheint von deinem Throne wieder;
Glanz von deinem Angesicht
Strömt, wie Himmel, auf uns nieder;
Sprich dein kräftig' Segenswort,
Lass uns eins sein hier und dort!
(a) Träne
(b) Der Lobpreis oder kurz Preis ist eine Form des Gebetes im Christentum, das auf die Lobgesänge Israels zurückgeht, wie sie im Alten Testament im Psalter zu finden sind.
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Autor: Caroline Friederike von Kamiensky
Melodie: Großer Gott, wir loben dich
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gefunden in der
Anthologie christlicher Gesänge
aus allen Jahrhunderten der Kirche
Sechster Band
Herausgegeben von August Jakob Rambach
verlegt bei J. F. Hammerich,
Altona und Leipzig, 1833
Thema: Trauung, Ehe, Beruf und Hausstand
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Caroline Friederike von Kamiensky, auch Kamienska (* 21. Januar 1756 in Dresden/Kurfürstentum Sachsen, † 29. November 1813 ebenda), war eine deutsche Schriftstellerin und Herausgeberin .
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Jesu, sieh zu deinem Thron
1.) Jesu, sieh zu deinem Thron
Nahen wir uns arme Sünder.
Gottes und des Menschen Sohn,
Hör die Seufzer deiner Kinder:
Lass uns deiner Weisheit Lehren
Ganz von Andacht wohl anhören.
2.) Lass uns in der Dunkelheit
Deiner Weisheit Licht umgeben,
In Bekümmernis und Leid
Deines Wortes Kraft beleben,
Dass wir allzeit dich erkennen
Und von Liebe zu dir brennen.
3.) Lass uns schon hier in der Zeit
Einen Schatz im Himmel haben,
Dort in jener Herrlichkeit,
Wo die Diebe nicht nachgraben,
Den kein Spötter uns kann rauben,
Wenn wir halten fest am Glauben.
4.) Endlich führ uns an den Ort
Der vollkommenen Gerechten,
Wo wir einst nach deinem Wort
Mit unzähligen Geschlechten
Ewig dir Dankopfer bringen,
Ewig Halleluja singen!
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Autor: Johann Wilhelm Wolfgang Breithaupt
Melodie: Liebster Jesu, wir sind hier
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Johann Wilhelm Wolfgang Breithaupt (* 22. November 1738 in Helmstedt/Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel; † 29. November 1818 in Braunschweig) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Breithaupt wurde als Sohn eines Helmstedter Pfarrers geboren und besuchte in den Jahren zwischen 1752 und 1758 das Gymnasium in Schöningen, worauf er bis 1762 an der Universität in Helmstedt Theologie studierte. Er wurde 1772 als Diakon (Zweiter Pfarrer) nach Clausthal berufen, erhielt 1776 die Stelle eines Pastors an der Braunschweiger Martinikirche und nahm ab 1786 zusätzlich die Aufgaben eines Superintendenten der Inspektion Querum wahr. Er schrieb weit über 150 geistliche Lieder, die Aufnahme in evangelische Gesangbücher und Liedsammlungen des 18. und 19. Jahrhunderts fanden. Zwischen 1767 und 1771 wurden seine Gedichte in drei Bänden unter dem Titel 'Heilige Lieder' veröffentlicht.
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Nun ist der Tag der Seligkeit
1.) Nun ist der Tag der Seligkeit
Den Sündern angebrochen,
Nun ist des Teufels Mord und Neid
Gedämpfet und gerochen. (a)
Denn Gottes Sohn,
Du Gnadenthron,
Ist selbst in's Mittel kommen,
Das höchste Gut
Hat Fleisch und Blut
Von Menschen angenommen.
2.) Nun ist des Vaters Wort erfüllt,
Der Gläubigen Verlangen
Ist nun nach Herzenswunsch gestillt,
Denn Jesus ist empfangen.
Der uns erhält,
Hat sich gesellt
Zu den verlornen Sündern.
War er gleich reich,
Wird er doch gleich
Den armen Menschenkindern.
3.) O süßer Trost, o großes Glück,
Das aller Welt entstehet,
Gott gibt uns einen Gnadenblick
Und hat uns hoch erhöhet,
Dass unser Stand
Ist nah verwandt
Mit Gott und seinem worte.
Nun haben wir
Durch Jesum hier
Zum Himmel eine Pforte.
4.) Gott hat sich unser Fleisch vermählt
Und unter uns auf Erden
Sich seinen Himmel auserwählt,
Auf dass wir himmlisch werden.
Zu seiner Braut
Hat er vertraut
Das menschliche Geschlechte,
Und uns bedacht
Aus Liebesmacht
Mit seinen Kindesrechten.
5.) Trotz sei nun dir, du Seelenfeind,
Trotz allen deinen Pfeilen!
Denn unter uns wohnt unser Freund,
Der Heiland, uns zu heilen.
Hier ist der Mann,
Der helfen kann,
Und deinen Kopf zertreten. (b)
Hier ist ein Kind,
Das sich verbindt,
Uns ewig zu verbeten.
6.) O Jesu, trauter Gottessohn,
Der du zwar Mensch geboren,
Und doch von deinem Ehrenthron
Und Gottheit nichts verloren:
Hilf, dass wir dich
Nun ewiglich
In unsern Herzen tragen
Durch Kreuz und Leid
Zur Herrlichkeit
Mit dir uns durchzuschlagen.
(a) alte Form von gerächt
(b) Jesus Christus als der Erlöser der Menschheit von den Erbsünden wird oft als Schlangen(zer)treter bezeichnet oder dargestellt
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Autor: Salomon Liskow
Melodie: Durch Adams Fall ist ganz verderbt
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gefunden in:
M. Salomon Liscovius geistliche Lieder
herausgegeben von Julius Leopold Pasig
Im Rahmen der Edition Geistliche Sänger
der christlichen Kirche deutscher Nation,
herausgegeben von Wilhelm Schircks
gedruckt Halle [an der Saale], 1855
Verlag Julius Fricke
Thema: Verkündigung des Herrn
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Salomon Liskow, auch Liscow, Liscovius oder Lischkow, (* 25. Oktober 1640 in Niemitzsch, † 5. Dezember 1689 in Wurzen) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Er stammt aus der Gegend zwischen Ober- und Niederlausitz und wirkte als Pfarrer in Wurzen. Liskows Vater Johann war in Niemitzsch Pfarrer gewesen, ihn und seine Mutter hatte Salomon Liskow früh verlor. Er ging als Schüler in die Dresdner Kreuzschule und konnte ab 1660 mit einem Stipendium Theologie in Wittenberg studieren. Bereits damals zeigte sich seine hohe Begabung der Dichtkunst, mit der er bekannt wurde. 1664 wurde er Pfarrer in Otterwisch und Stockheim im Kirchenbezirk Grimma. Im Juni desselben Jahres heiratete er Margaretha Nicolai, eine Tochter eines Amtsbruders aus Schwepnitz bei Bautzen, die ihm neun Söhne und vier Töchter schenkte. 1685 wechselte er nach Wurzen, wo er vier Jahre später im Alter von 49 Jahren starb. In seinem Leben dichtete er weltliche und etwa 70 geistliche Lieder, die schnell Aufnahme in die evangelischen Kirchengesangbücher fanden. Seine Poesie entspricht dem frühen Pietismus, er gehört zu den besten Dichtern der evangelischen Christenheit und wurde oft mit Paul Gerhardt verglichen. Zwei eigene Liedsammlungen von Liskow sind erhalten, sein 'Geistlicher Tugendspiegel', der im Jahr 1672 zum ersten Mal in Leipzig gedruckt wurde, erlebte mehrere Auflagen.
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Er mai yn 1791 y codwyd capel yma, adeiladwyd yr adeilad hwn yn 1839 a chafodd ei newid yn 1881.
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Evit d'an templ-man bezan savet e 1791, e voe savet ar vatimant-man e 1839, ha kemmou a oa graet c'hoazh e 1881.
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Although this chapel was built originally in 1791, this building dates from 1839, and changes were made to it in 1881.
O unerforschte höchste Macht
1.) O unerforschte höchste Macht,
Du Urquell aller Leben!
Wer zählt, was du hervorgebracht,
Du gibst, du schon gegeben?
Wer die Geschöpf auf Berg und Tal?
Wer zählt der Silbersterne Zahl?
Wer Tiere, Menschen, Welten?
2.) Herr, der du Erd' und Himmel füllst,
Des Himmel sind und Erde!
Es schafft und wirket, was du willst,
Dein still fortschallend' 'Werde!'
Zu hoch ist nichts für deine Kraft,
Zu tief nichts, alles, alles schafft
Dein tief verborgner Wille.
3.) Du willst und winkst, und da ist schnell
Dein Werk nach deinem Willen!
Du sprichst - die ewge Nacht wird hell,
und Wesenheere füllen
Den leeren Raum, - und alles lebt,
Und fühlt sich, freut sich, jauchzet, strebt
Mit Kraft nach neuen Kräften.
4.) O hohe Hand, die alles hält
Und lenket, Erd' und Meere,
Den Ufersand, den niemand zählt,
Und alle Sonnenheere!
O Quell des Lebens und des Lichts,
Gott, ohne dich, wie alles nichts!
Anbetung dir, o Erster!
5.) O du, vor dessen Angesicht
Zehntausend Sonnen prangen!
Gott, welche, welche Zuversicht
Kann fest g'nug dich umfangen?
Du bist, was ich nicht bin! Du hast
Wie viel mehr, als die Seele fasst,
Als alle Seelen fassen!
6.) Ich bete dich mit Ehrfurcht an,
Allmächtiger Beleber!
Du gibst, was niemand geben kann,
Unendlich reicher Geber!
In jeder Ohnmacht, jeder Not,
Verlassen ganz, in Nacht und Tod,
O Allmacht, bist du nahe!
7.) O Allmacht, außer mir zu sehn,
Und in mir zu empfinden,
In allen Tiefen, allen Höhn
Zu suchen, leicht zu finden!
O Allmacht, die mich schuf und trägt,
Mich ganz belebt, mich stets bewegt,
Wie kann ich dich anbeten!
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Autor: Johann Caspar Lavater
Melodie: Allein Gott in der Höh sei Ehr
oder: Such wer da will ein ander Ziel
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gefunden in der
Anthologie christlicher Gesänge
aus allen Jahrhunderten der Kirche
Fünfter Band
Herausgegeben von August Jakob Rambach
verlegt bei J. F. Hammerich,
Altona und Leipzig, 1832
Thema: Gottes Reich und Eigenschaften
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Johann Caspar Lavater, geb. 1741 in Zürich, reformierter Theologe, Prediger am Waisenhaus, dann Pfarrer in St. Peter in Zürich, Freund des jungen Goethe, Verfasser der 'Physiognomischen Studien', durch seine Briefe und zahlreichen erbaulichen Schriften biblisch-spiritualistischer Prägung Seelsorger einer weltweiten Gemeinde; gest. 1801 in Zürich.
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So schön von Art bist du ganz zart
1.) So schön von Art bist du ganz zart,
O König Christe lobesam!
In allem Reich
Ist dir nichts gleich
Solch edler Herr und schöner Nam'.
Darum billig (a) ich rühme dich,
Und bleib dir auch ganz untertan,
Mein einigs Haupt und höchste Kron'!
2.) Wenn ich mit Fug könnt' allen Schmuck
Des Messias aussinnen gar.
Wie gern mit Treu
Wollt ichs ohn' Scheu
Erzählen und beschreiben klar.
Denn er ist Gott, von welchem hat
Den Ursprung alle Schöpfung gleich,
Der doch verließ sein herrlich' Reich.
3.) Und wagt sein Gut auf mein' Armut,
Mit Tod für mich litt großen Krieg,
Aus Satans Joch
Bringt er mich hoch
Ins Himmelreich, durch seinen Sieg.
Die Lippen sein sind süß und fein
Die haben mich im Herz ergötzt
Und g'heilet, da ich war verletzt.
4.) Herr, deine Treu ist ja nicht neu,
Darum sie auch die beste ist.
Denn sie fürwahr
Die erste war,
Derhalb ich bleib an dir, mein Christ!
Du Menschensohn, du bist mein Lohn,
Beraub' mich nur dein selber nicht,
Darum ich dich von Herzen bitt'.
(a) zurecht
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Autor: Valentin Triller
Melodie: Eigene Melodie
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Der Text wurde von mir behutsam in
Strophenform übertragen und
für diese Veröffentlichung eingerichtet
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Schatz des evangelischen Kirchengesangs
im ersten Jahrhundert der Reformation
Herausgegeben von Gottlieb Freiherr von Tucher
Druck und Verlag Breitkopf und Härtel
Leipzig, 1848
Liednummer 403
Thema: Christuslied
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Valentin Triller (* 1493 in Guhrau in Schlesisches Fürstentum Liegnitz; † 1573 in Nimptsch/Schlesien) war deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Autor und Komponist von Kirchenliedern. Triller war Pfarrer in Oberpantenau bei Nimptsch in Schlesien. Er gab 1555 in Breslau das 'Schlesisch Singebüchlein' heraus, in welchem er neben eigenen Texten auch mittelalterliches Liedgut aufnahm. Von Valentin Triller stammt die Melodie des Kirchenliedes 'Den die Hirten lobeten sehre' (Quem pastores laudavere), das im Evangelischen Gesangbuch (EG) aus dem Jahr 1993 unter Nummer 29 steht; sowie die Melodie und erste Strophe zu 'Wir wollen fröhlich singen Gott', das am angegebenen Ort unter Nummer 167 zu finden ist. Von Triller stammt auch die zusätzliche Strophe 'Es kam ein Engel hell und klar' zu Martin Luthers Weihnachtslied 'Vom Himmel hoch, da komm ich her'. Von seinen geistlichen Liedern sind viele überregional bekannt geworden und stehen in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 17. bis 19. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Lied ist ein Bußlied mit sieben Strophen und heißt 'Ach, mein Gott, sprich mir freundlich zu'. In den vierten Band der zwischen 1841 und 1877 herausgegebenen Sammlung 'Das deutsche Kirchenlied' von Karl Eduard Philipp Wackernagel (1800-1877) wurden 111 geistliche Lieder von Triller aufgenommen.
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Dein Haupt der Frevler Hand
1.) Dein Haupt der Frevler Hand
Umwand mit Dorngeflechte,
Es teilten dein Gewand
Die fremden Kriegesknechte,
Ihr Speer' durchbohrt die Seite,
Draus Blut und Wasser floss -
Da wars, dass solchem Leide
Dein Friedensreich entspross.
2.) Mag drum dich heute noch
Die Welt mit Dornen krönen,
Mag sie dein süßes Joch
Mit bitterm Spott verhöhnen,
Mag sie in Wut zerreißen
Dein heiliges Gewand -
Du wirst trotz ihr erweisen
Die Wunder deiner Hand.
3.) Der Bau, den du bedacht,
Kann kein Zerstörer hindern,
Das Reich, das du gebracht,
Das kann kein Reichsfeind mindern,
Es wächst an Macht im Kriege,
Es stirbt im Tode nicht,
Es geht durch Fall zum Siege,
Zum Leben durch Gericht.
4.) Die Erde bebt - sie bebt
Vor deines Zornes Grimme.
Ein Angstruf sich erhebt,
Denn du erhebst die Stimme.
Es kommt die stolzen Geister
Ein heimlich' Zittern an,
Denn du ihr Herr und Meister
Betrittst die Siegesbahn.
5.) Drum soll uns kümmern nicht
Der Völker dunkles Toben.
Wir suchen hier nicht Licht, -
Das Licht kommt uns von oben.
Sie mögen hoch auftürmen
Den Bau, der bald zerschellt,
Uns kommt erst recht in Stürmen
Der Bau, der ewig hält.
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Autor: Gottlieb Christoph Adolf von Harleß
Melodie: ohne Angaben
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Aus dem Leben in Lied und Spruch
von [Gottlieb Christoph] Adolph von Harleß
Verlag S.G. Liesching
Stuttgart, 1865
Thema: Christuslied
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Gottlieb Christoph Adolf von Harleß (* 21. November 1806 in Nürnberg; † 5. September 1879 in München) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Hochschullehrer und Lieddichter. Harleß wurde als Sohn eines Kaufmanns geboren und studierte nach dem Schulbesuch ab 1823 in Erlangen Philosophie und Rechtswissenschaften, worauf er zur Theologie wechselte. Ab dem Jahr 1826 besuchte er die Universität in Halle/Saale, kehrte im Jahr 1828 als Privatdozent für Philosophie nach Erlangen zurück, lehrte ab 1829 Systematische Theologie und wurde im Jahr 1833 zum außerordentlichen Professor für Neues Testament ernannt. Es folgte im Jahr 1836 die Ernennung zum Ordinarius für Systematische Theologie und die Übernahme des Amts eines Universitätspfarrers. Ab dem Jahr 1837 gab Harleß mit anderen die 'Zeitschrift für Protestantismus und Kirche' (ZPK) heraus und veröffentlichte die 'Theologische Encyklopädie und Methodologie'. Zudem vertrat er ab dem Jahr 1839 als Abgeordneter die Universität Erlangen im Münchner Landtag. Seine nachdrücklich ablehnende Haltung gegenüber dem Katholizismus brachte ihm in Bayern viel Ärger und Anfeindungen ein, weswegen er 1845 als Konsistorialrat ins evangelisch-geprägte Bayreuth versetzt werden sollte, was Harleß verhinderte, indem er 1845 einen Ruf an die Universität in Leipzig annahm, wo er zudem seine Schaffenskraft im Kollegium der Leipziger Mission einsetzte und 1847 zusätzlich das Pfarramt an der Kirche St. Nicolai übernahm. Nachdem er 1847 mehrere Predigten in Dresden gehalten hatte wurde Harleß 1850 als Oberhofprediger dorthin berufen, wurde aber zwei Jahre später von König Maximilian II. als Präsident des Oberkonsistoriums nach Bayern zurückgeholt, wo es ihm gelang, Minderheiten in der Landeskirche, die mit Abspaltung drohten, wieder zu integrieren und die Stellung der lutherischen Lehre zu verfestigen. Im Jahr 1853 wurden unter Harleß' Leitung auf der Bayreuther Generalsynode zahlreiche Reformen vorgenommen, welche die erschiedenen Richtungen in der Landeskirche wieder auf eine gemeinsame konfessionelle Grundlage stellte. Im Jahr 1879 wurde Adolf von Harleß emeritiert und verstarb noch im selben Jahr. Im Jahr 1865 veröffentlichte er eine Sammlung von eigenen weltlichen und geistlichen Liedern unter dem Titel 'Aus dem Leben in Lied und Spruch'. Von seinen geistlichen Liedern sind viele überregional bekannt geworden und stehen in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 19. und 20. Jahrhunderts.
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2021 Taipei Rose Festival
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An deinem Wort, Herr, will ich bleiben
1.) An deinem Wort, Herr, will ich bleiben
Du gibst es heut' uns wieder ein.
Das Geisteswort durch deine Boten
Soll heilig mir und teuer sein,
Durch das du aus der Sünde Jammer
Und aus des Todes finstrer Nacht
Und aus der Hölle Haft und Banden
Mich hast erlöst und freigemacht.
2.) An deinem Wort Herr, will ich bleiben,
Drauf lässt sichs bauen felsenfest,
Ich weiß ja, dass von deinen Worten
Du keins zu Boden fallen lässt.
Es werden Berg und Hügel weichen,
Es stürzt der ganze Weltkreis ein,
Eh auch das kleinste deiner Worte,
Herr Jesus, unerfüllt wird sein.
3.) An deinem Wort, Herr will ich bleiben,
Scheint's auch der Welt gering und klein.
Das kleinste Wort aus deinem Munde
Soll teurer als die Welt mir sein.
Du sprachst ein Wort, und sie entstanden,
Die Kreaturen ohne Zahl,
Du sprichst ein Wort, und Herzen schmelzen,
Die härter sind als Erz und Stahl.
4.) An deinem Wort, Herr, will ich bleiben,
Das heute uns gegeben ist,
Und ob auch keiner dran verbliebe;
Ich weiß ja, was dein Wort mir ist.
Das Wort, das meines Fußes Leuchte.
Ein Licht auf meinem Wege ist,
Lass reichlich bei den Deinen wohnen
Du mein Erlöser Jesus Christ!
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Autor: Adolf Morath
Melodie: ohne Angaben
Anlass: Sonntag und Gottesdienst
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Adolf Morath, auch Adolph bzw. Moraht (* 28. November 1805 in Hamburg, † 6. Dezember 1884 in Mölln), war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und Liederdichter. Er wurde als Sohn von Jakob Daniel Mathias Morath geboren, der als Kaufmann und später Bevollmächtigter einer Seeversicherungsgesellschaft arbeitete. Adolf Morath besuchte zuerst eine Privatschule und später das Johanneum seiner Vaterstadt. Er studierte ab 1825 an der Universität in Halle/Saale Theologie, wechselte 1827 zur Universität in Göttingen und promovierte im Jahr 1828 im Fach Philosophie. Nach der Rückkehr nach Hamburg arbeitete er zuerst als Privatlehrer und engagierte sich in der Inneren Mission, wo er unter anderem an der Gründung der Rettungsanstalt des Rauhen Hauses in Horn bei Hamburg mitwirkte. Ostern 1838 kam Morath als Zweiter Pfarrer nach Mölln im Herzogtum Sachsen-Lauenburg, rückte hier 1846 zum Ersten Pfarrer auf und wirkte als solcher bis zu seinem Tod. Seine geistlichen Gedichte erschienen 1840 unter dem Titel 'Harfenklänge - Eine Sammlung christlicher Gedichte'. Sein bekanntestes Lied ist ein Tauflied mit vier Strophen und heißt 'Ich bleib bei dir, wo könnt ichs besser haben'.
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2021 Taipei Rose Festival
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Bild: Rose (nachbearbeitetes Photo)
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Nah oder fern, ihr Schwestern und ihr Brüder
1.) Nah oder fern, ihr Schwestern und ihr Brüder,
Kein Raum trennt uns, sind wir nur Glieder
An ihm, dem treuen Morgenstern.
Er ist der Weg, der uns zum Vater leitet,
Durch ihn ist dort uns Wiedersehn bereitet!
Nah oder fern, - nur auf dem Weg des Herrn!
2.) Nord oder Süd', - wenn nur in unsern Herzen,
Erzeugt, genähret durch des Glaubens Kerzen,
Der heilgen Liebe Feuer glüht!
Nur Lauen ist verhängnisvoll der Norden,-
Den Warmen blüht die Ros' im Tal auch dorten.
Nord oder Süd', - wenn Sarons (a) Blum' nur blüht!
3.) Stadt oder Land. - Nur weite Herzensräume,
Geeignet zum Gedeihn der Lebensbäume,
Isais Sprössling anverwandt!
Und wären auch im Kerker wir gebunden:
Zur Freistatt dienen uns fünf heil'ge Wunden!
Stadt oder Land,- Heil dem, der diese fand!
4.) Arm oder reich. - Habt großes Gut, hebt wenig,-
Wir alle habens von dem ew'gen König.
Aus Gnaden, Brüder, schenkt er's euch!
Denn uns gebricht Verdienst und alle Würde:
Ein jeder schleppt an seiner Sündenbürde.
Arm oder reich. - Wir Sünder sind uns gleich.
5.) Blass oder rot. - Nur auf beschämten Wangen
Der Reue Trän' und glühendes Verlangen
Nach der Vergebung Himmelbrot.
'Tut Buße!' ruft uns Gottes Lamm entgegen!
'Ich litt und starb ja eurer Sünden wegen.' -
Blass oder tot - Bekehrung tut uns Not!
6.) Jung oder Alt. - Ein Tag und tausend Jahre
Sind gleich vor d e m , des' Wort vom Kreuzaltare
Durch Erd' und Himmel widerhallt:
'Es ist vollbracht! - O Brüder, lasst euch rühren,
Und lasst noch heut' euch hin zum Heiland führen! -
Jung oder Alt. - Nur nicht für Jesum kalt!
7.) Schlaf oder Tod. - Willkommen, Zwillingsbrüder!
Der Jünger Christi fällt nur dankend nieder,
Und preist in Demut seinen Gott
Für dich, o Schlaf, du Labsal matter Glieder,
O Tod, für dich. Im Innern hallt's ihm wider:
Schlaf oder Tod. - Hell glänzt das Morgenrot!
(a) Saronsblume, Bezeichnung einer biblischen Pflanze, deren Namen Luther mit 'Rose' übersetzt, wobei er sich auf das Hohelied Salomos (Kapitel 2, Vers 1) bezieht:
Ich bin ein Blumen zu Saron, und ein Rose im Tal.
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Autor: Heinrich Möves
Melodie: Eigene Melodie
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Evangelischer Liederschatz für Kirche, Schule und Haus
Band 1. Zweite, umgearbeitete Ausgabe
Gesammelt und bearbeitet von Albert Knapp,
J. G. Cottascher Verlag,
Stuttgart und Tübingen, 1850
Liednummer 1075
Thema: Nachfolge, Kirche und Mission
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Heinrich Möves, auch Möwes oder Moeves (* 25. Februar 1793 in Magdeburg/Herzogtum Magdeburg, † 14. Oktober 1834) war ein deutscher Lehrer, Theologe, Seelsorger und Schriftsteller. Nach dem frühen Tode seines Vaters nahm sich ein Onkel, der Pfarrer war, seiner an und schickte ihn auf die Domschule in Magdeburg. Hier gewann Möves an einem Mitschüler Karl Blum einen Freund, der ihm Halt gab. Die Freunde gingen zusammen nach Göttingen, wo Möves zunächst evangelische Theologie studierte. Beide Freunde traten aus patriotischer Begeisterung im Freiheitskrieg gegen Napoleon einem westfälischen Jägercorps bei, mit dem sie nach Frankreich zogen, wo Blum verwundet wurde. Nach Deutschland zurückgekehrt, setzte Möves das Studium der Theologie in Halle/Saale fort. Nach beendetem Studium wurde er zunächst Lehrer an der Domschule in Magdeburg, um 1818, vom Grafen von der Schulenburg-Angern zum Prediger berufen, in Angern und Wenddorf wirkte und die Schwester seines Freundes Blum heiratete. Möves widmete sich vor allem der Weiterentwicklung des Schulwesens und fand nach und nach zu einem lebendigen Glauben. Im Jahr 1822 berief ihn der Graf von Schulenburg-Altenhausen auf die Pfarrstelle in Altenhausen und Wenrode. Nachdem er hier sechs Jahre gewirkt hatte, brach bei ihm im Jahr 1828 eine Lungenkrankheit aus, so dass er vier Jahre später sein Amt niederlegen musste. Er zog nach Magdeburg und widmete sich der Schriftstellerei. Er verfasste 1831 ein Trostlied gegen die Cholera und im Jahr 1832 die Novelle 'Der Pfarrer von Andouse'. Ab 1834 konnte er, nach Altenhausen zurückgekehrt, wieder auf der Kanzel stehen. Er starb zwei Jahre später nachdem sein Leiden wieder aufgetreten war. Seine Gedichte, einige davon sind gereimte Rätsel, wurden 1836 nebst einem Abriss seines Lebens herausgegeben.
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Lobt den Herrn mit Freudenliedern
- Lied am Geburtstag -
1.) Lobt den Herrn mit Freudenliedern
Bringet euern Dank ihm dar!
Schön vor allen seinen Brüdern
Ist der Tag, der uns gebar.
2.) Lobt den Herrn! Des Baches Welle
Wird zum Strome, groß und breit:
Und aus eines Tages Quelle
Strömt ein Meer voll Seligkeit.
3.) Lobt den Herrn! Aus Leben quillet
Immer neues Leben aus.
Und mit frohen Bürgern füllet
Sich des Schöpfers großes Haus!
4.) Lobt den Herrn, er hat das Leben
Uns zur Freude hier verliehn,
Uns zur Weisheit zu erheben,
Uns zum Himmel zu erziehn.
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Autor: Gottlob Nathanael Fischer
Melodie: ohne Angaben
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Lieder der Weisheit und Tugend
zur Bildung des Gesangs und des Herzens
[von Karl Friedrich Splittegarb]
Verlag Siegismund Friedrich Hesse
Berlin 1786
Thema: Bittgesänge, Gotteslob und -dank
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Gottlob Nathanael Fischer, Pseudonym: Franciscus Maria Xaver ab Indagine (* 12. Januar 1748 in Graba/Thüringen; † 20. März 1800 in Halberstadt) war ein deutscher Pädagoge und evangelisch-lutherischer Theologe der Aufklärungszeit.
Fischer stammte aus einer Pfarrersfamilie. Nach der Versetzung seines Vaters wurde er zunächst an die Stadtschule von Saalfeld unter Joachim Justus Breithaupt (1658-1732) unterrichtet. Nach dem Tod des Vaters 1763 ging er an das Pädagogium in Halle/Saale der Franckeschen Stiftungen. Nach Abschluss der Schulausbildung 1766 immatrikulierte er sich an der Universität Halle um Theologie zu studieren. Darüber hinaus sammelte er durch das Studium auch Wissen im Bereich der Philologie, Geschichts- und Naturwissenschaften. Nach dem Studium ging er 1769 zunächst als ordentlicher Lehrer zurück an das Pädagogium Halle.
Fischer folgte auf Initiative Johann Wilhelm Ludwig Gleims (1719-1803), zu dessen Halberstädter Dichterkreis er gehörte, 1775 als Rektor an das Martineum in Halberstadt. 1783 erhielt er einen Ruf an die Halberstädter Domschule Stephaneum, an der er ebenfalls als Rektor tätig wurde. Allerdings verfügte er über ein zeitraubende private Bildungsinteressen, die mit seinen beruflichen Verpflichtungen in Kollision gerieten. Fischer war unter anderem in der Halberstädter literarischen Gesellschaft aktives Mitglied und wirkte als Schriftsteller und Herausgeber zu vielen gesellschaftlichen und theologischen Themen seiner Zeit. Eine Sammlung seiner Gedichte erschien 1805 posthum herausgegeben von Christian Friedrich Bernhard Augustin (1771-1856) unter dem Titel 'Auserlesene Gedichte'.
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Wir singen schon auf Erden das Lob
1.) Wir singen schon auf Erden das Lob
Das Lob, das Dir gehört;
Im Himmel soll es werden
Viel besser, ungestört:
Dem, welcher hat gerungen
Für uns in Angst und Schweiß,
Sei ewig Lob gesungen,
Sei ewig Ruhm und Preis!
2.) Dem, welcher hat gerufen
Am Kreuz: 'Es ist vollbracht!' -
Sei vor des Thrones Stufen
Anbetung, Kraft und Macht!
Der, welcher hat gebüßet
Für unsre Sünden schwer,
Sei demutsvoll begrüßet
Von der Erlösten Herr!
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Autor: Andreas Stoll
Melodie: eigene Melodie
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Geistliche Lieder von Jean Emil Leonhardt
Privatdruck, Bad Homburg v. d. Höhe, ca. 1930
Liednummer 30
Thema: Christuslied
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Andreas Stoll, in Gesangbüchern oft A. Stoll (*1837; †1918) war ein deutscher Dichter, dessen Lieder vor allem in evangelisch-freikirchlichen Gesangbüchern zu finden sind. Zu einigen Liedern hat Stoll auch die Melodie komponiert. Im Gesangbuch Glaubenslieder 1 & 2, das 2010 in der Christlichen Verlagsgesellschaft in Dillingen erschienen ist, wurden fünf Lieder von Stoll berücksichtigt.
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Bild: Rose (nachbearbeitetes Photo)
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Du scheinest unter deinem Volke
1.) Du scheinest unter deinem Volke,
Du Sonne der Gerechtigkeit,
Wie unter einer dunklen Wolke,
Des Himmels Licht den Tag erneut.
Er wird gar merklich licht und helle,
Es zeiget längst der Morgenstern,
Der volle Glanz sei nicht mehr fern.
Doch sieht man nicht des Lichtes Quelle.
2.) So leuchtet noch an manchem Orte
Der Gnaden-Zukunft teures Licht,
In Sakramenten und im Worte,
Im Leben nur da kennt man's nicht.
Man ehrt der Diener schöne Gaben,
Den Eifer, den beredten Mund,
Man rühmet sich, der Taufe Bund
Und der Versöhnung Amt zu haben.
3.) O, freilich Männer, die zu ehren,
Als Freunde von dem Bräutigam.
Doch die so oft von ihnen hören:
Ihr Jesus sei das Gotteslamm
Die müssen auch für ihre Sünden,
Das Opfer und die Heilungskraft,
Die dieses Lamm alleine schafft,
In dessen Blut und Unschuld finden.
4.) Gelobt sei Gott, der uns zu Gute,
Der heil'gen Taufe Wasserbad,
Das Testament in seinem Blute,
Der Kirchen anvertrauet hat.
Der Glaube sieht in Menschenhänden
Mit Wasser, Brot und Rebensaft,
Des Himmels Pfand und seine Kraft,
Gott, als den Stifter, selbst ausspenden.
5.) Herr, was die Wege dir bereiten,
Und mich mit dir verbinden kann,
Das kann mich auch von dir verleiten,
Häng ich mich ohne Glauben dran.
Wo du nicht selbst ans Herz gekommen,
Wo nicht von deinem Blut und Geist
Die Taufe in den Adern fließt,
Da bist du nicht mehr aufgenommen.
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Autor: Johann David Heidmann
Melodie: Mein Jesu, dem die Seraphinen
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gefunden in:
J[ohann] D[avid] Heidmanns ehemaligen Rectors zu Verden
Geistliche Lieder [...]
zum Gebrauche der Chorschüler entworfen
Gedruckt und verlegt von Conrad König
Hamburg, 1745
Thema: Christuslied
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Johann David Heidmann war Rektor in Verden und lebte im 18. Jahrhundert. Er verfasste geistliche Lyrik, die er 1745 mit Verlagsort Hamburg unter dem Titel 'Geistliche Lieder nach der Veranlassung der Sonn- und Festtage' herausgab und die er für den Chor seiner Schule zu bekannten evangelischen Kirchenmelodien abfasste. Die 55 Lieder orientieren sich nach Thema und Anordnung an der Festordnung des Kirchenjahrs vom Advent bis zur Wiederkunft Christi.
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Ach, wann find ich endlich Ruh?
1.) 'Ach, wann find ich endlich Ruh?'
Also, Dulder, seufzest du
Und erhebst den Blick im Schmerz
Schwer von Tränen himmelwärts.
2.) Denke, was dein Heiland litt,
Als er Sündern Heil erstritt,
Der, von aller Sünde rein,
Ruh' erst fand nach herber Pein!
3.) Folge mir zum Ölberg nach,
Wo er zu den Jüngern sprach:
Meine Seel' in tiefer Not
Ist betrübt bis in den Tod!'
4.) Sieh ihn auf sein Angesicht
Hingesunken, da er spricht:
Lass, mein Vater, kann's geschehn,
Diesen Kelch vorübergehn!'
5.) Folge mir nach Golgatha,
Tritt im Geist dem Kreuze nah,
Wo er blutend ausgespannt
Qual an Leib und Seel' empfand!
6.) Hör ihn rufen änstiglich:
Gott, mein Gott, verlässt du mich?'
Denk, wie unter Schmerz und Schmach
Das getreue Herz ihm brach!
7.) Und nun lass uns fürder gehn
Und die heil'ge Stätte sehn,
Wo er nach so schwerem Stand
Seine Ruh' im Grabe fand!
8.) Doch vergiss das Wort auch nicht,
Welches der Vollender spricht,
Tröstend dir, so früh wie spät
Tränensaaten ausgesät.
9.) 'Eure Stätte weih ich euch
Droben in des Vaters Reich,
Wo auf kurze Traurigkeit
Ewig euer Herz sich freut.'
10.) Nun so trag, o Christenherz,
Gottergeben deinen Schmerz.
Sei getrost, da Jesus Christ
Vorbild dir und Tröster ist!
11.) Endlich, Dulder, findest du
In dem Grabe sanfte Ruh'
Und nach frohem Auferstehn
Himmelswonn' in Gottes Höhn.
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Autor: Fürchtegott Christian Fulda
Melodie: ohne Angaben
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Geistliche Oden und Lieder
von Fürchtegott Christian Fulda
Druck und Verlag von Karl Grunert
Halle [Saale], 1827
Thema: Passion
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Fürchtegott Christian Fulda, Pseudonym: Justus Miser, (* 29. September 1768 in Otterwisch bei Leipzig; † 30. April 1854 in Halle/Saale) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und Dichter geistlicher Lieder. Er wurde als Sohn des Pfarrers Johann Julius Christian Fulda geboren und besuchte die Stadtschule von Bernburg. Im Jahr 1794 wurde er als Lehrer am königlichen Pädagogium in Halle angestellt und wechselte im Jahr 1798 in den geistlichen Beruf, als er Pfarrer in Schochwitz im preußischen Mannsfelder Land wurde. Anschließend war er Pfarrer in Halle an der Saale an der Kirche 'Unsere lieben Frauen' und zwischen 1811 und 1817 auch Superintendent. Fulda verfasste rund 50 Kirchenlieder, unter anderem das erste Lied, dass die Mitmenschlichkeit gegenüber den Tieren fordert. Eine Sammlung seiner geistlichen Lieder erschien im Jahr 1827 in einem Verlag in Halle/Saale. Sein bekanntestes Lied heißt 'Der weise Schöpfer, dessen Ruf' und hat zehn Strophen.
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Jesu, Jesu, meine Freude
1.) Jesu, Jesu, meine Freude,
Jesu, meines Herzens Zier,
Meiner Seelen beste Weide,
Ach, wie dürstet mich nach dir.
Jesu, Jesu, komm hernieder
Und erquicke Herz und Glieder.
2.) Lass mich deinen Trost genießen,
Lass doch deiner Liebe Fluss
Auf mein mattes Herze fließen,
Und erfreu mit süßem Gruß,
Jesu, meine Seele wieder
Und erquicke Herz und Glieder.
3.) Jesu, Jesu, mein Regierer,
Jesu, heller Himmelsglanz,
Meines Lebens bester Führer,
Meiner Seelen Ehrenkranz,
Lass mich lieb von aus und innen,
Liebster Jesu, dich gewinnen.
4.) Meine Seel' und ganzes Leben
Und dies alles, was ich bin,
Sei dir, Jesu, jetzt ergeben,
Nimm es in Genaden hin.
Schütze, rette und regiere
Und den Weg zum Himmel führe.
5.) Jesu, Jesu, meine Sonne,
Jesu, meines Herzens Trost,
Meiner Seelen Freud und Wonne,
O, du süße Himmelskost,
Ach, erquicke Herz und Glieder,
Liebster Jesu, jetzund wieder.
6.) Schau, o Jesu, schau vom Himmel
Mich betrübten Sünder an,
Den in diesem Angstgetümmel
Durchaus nichts erfreuen kann.
Jesu, Jesu, komm hernieder
Und erquicke Herz und Glieder.
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Autor: Johann Rudolf Ahle (Zuschreibung unsicher) (Zuschreibung unsicher)
Melodie: Werde licht, du Stadt der Heiden
oder: Tut mir auf die schöne Pforte
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Thüringisches [evangelisches] Gesangbuch
Verlag und Druck der W. Rode'schen Buchdruckerei
Mühlhausen in Thüringen, 1861
Liednummer 395
Thema: Christuslied
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Johann Rudolf Ahle, auch Rudolph (* 24. Dezember 1625 in Mühlhausen/Thüringen; † 9. Juli 1673 ebenda) war ein deutscher Komponist, Organist, evangelischer Kirchenmusiker und Lieddichter. Nach seiner schulischen Ausbildung in Mühlhausen und Göttingen begann der Sohn eines Seifensieders ein Studium der Theologie in Erfurt. Zu seiner musikalischen Ausbildung existieren keine gesicherten Quellen. Bereits im Jahr 1646 übernahm er die Stelle des Kantors an der Kirche St. Andreas zu Erfurt und veröffentlichte im Jahr 1648 er das 'Compendium pro tenellis', ein lateinisches, theoretisches Werk über den Chorgesang, das sich großer Beliebtheit erfreute und wurde noch 50 Jahre später nachgedruckt wurde. Im Jahr 1649 trat Ahle die Stelle des Organisten an der Kirche St. Blasien in Mühlhausen an und heiratete im Jahr 1650 Anna Maria Wölfer. Mitte der fünfziger Jahre des 17. Jahrhunderts wählte man ihn in den Rat der Stadt Mühlhausen, im Jahre 1673, dem Jahr seines Todes, wurde er Erster Bürgermeister Mühlhausens. Sein kompositorisches Schaffen schlägt sich hauptsächlich in geistlichen Kunstliedern nieder. Neben seinen eigenen Liedern und Gedichten vertonte er Gedichte von Johann Bockerodt, Ludwig Stark sowie Franz Joachim Burmeister und schrieb die Texte zahlreicher geistlicher Lieder. Sein 1650 geborener Sohn Johann Georg Ahle machte sich ebenfalls als Komponist und Organist einen Namen und war genau wie sein Vater auch dichterisch tätig. Er trat nach seinem Tod dessen Nachfolger als Organist an der Kirche St. Blasien an. Von Johann Rudolf Ahles geistlichen Liedern sind acht überregional bekannt geworden und stehen in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 18. bis 20. Jahrhunderts.
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Gott, du bist selbst die Liebe
1.) Gott, du bist selbst die Liebe.
Wer liebet ohne dich
Und folgt nicht deinem Triebe,
Der ladet Fluch auf sich.
Du musst der Anfang sein
Und auch das Ende machen
Bei allen meinen Sachen
Durch deinen Gnadenschein.
2.) Wir opfern unsre Herzen
Vor deinem Throne hier.
Zünd an die Liebes-Kerzen,
Verbind uns erst mit dir
Und gib uns deinen Geist,
Der unsern Sinn regiere,
Zum rechten Zweck uns führe,
Der wahre Liebe heißt.
3.) Du bist ein reines Wesen,
Mach unsre Herzen rein,
Was uns wird vorgelesen,
Drück in die Seelen ein,
Hilf denken an den Eid,
Was wir vor dir versprechen,
Das lass uns nimmer brechen,
Bis Grab und Tod uns scheid't.
4.) Der Himmel träufe Segen
Auf unsern Ehestand,
Führ uns auf allen Wegen
Durch deine Vaterhand.
Stört uns der arge Feind,
So treib ihn in die Wüsten
Und lass uns nicht gelüsten,
Was dir zuwider scheint.
5.) Gib uns vergnügte Herzen
In Lieb und auch im Leid.
Versüße du die Schmerzen
Des Kreuzes Bitterkeit.
Schenkst du uns Tränen ein
Und schlägst uns eine Wunde,
So kommt doch wohl in Stunde,
Da Wasser wird zu Wein.
6.) Lass uns in Friede leben,
Des Friedens Kinder sein.
Wenn wir die Hand drauf geben,
So schlage du mit ein.
Dein Amen sei das Wort,
Das Siegel unsrer Liebe,
Wir folgen deinem Triebe:
Hier ist der Segens-Ort.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++
Text: Benjamin Schmolck
Melodie: Von Gott will ich nicht lassen
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gefunden in:
Sammlung der vorzüglichsten Lieder
für Kirche, Schule und Haus
verlegt bei Samuel Elsner, Berlin, 1832
Liednummer 615 - Von der Trauung
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Benjamin Schmolck, (* 21. Dezember 1672 in Schweidnitz/Schlesien), † 12. Februar 1737 ebenda) war evangelisch-lutherischer Pfarrer und bekannt als Erbauungsschriftsteller, der über 1200 geistliche Lieder schrieb. Schmolck wurde 1702 Pfarrer an der Friedenskirche in Schweidnitz, einer der nach dem westfälischen Frieden nur drei verbliebenen evangelischen Kirchen in Schlesien, wo sein Wirken vor allem vom Kampf gegen die Gegenreformation gekennzeichnet war. Seine Gemeinde umfasste 14.000 Gläubige, jährlich wurden 1500 Kinder getauft. Er dichtete etwa 1200 Lieder, die in 20 Sammlungen herausgegeben wurden, und verfasste zahlreiche Erbauungs- und Gebetbücher. Beeinflusst durch den Pietismus war er ein herausragender und bekannter Kirchenlieddichter von ungewöhnlicher Frömmigkeit, Standhaftigkeit und ausgeprägter Christusliebe, dessen Lieder die Betonung eines persönlichen Verhältnisses zu Gott in einem lebendigen Glauben mit der festen Verwurzelung im Grunde des lutherischen Bekenntnisses verband. Seine Lieder treffen einen volkstümlichen Ton, was ihre Beliebtheit und weite Verbreitung erklärt. Das gegenwärtige 'Evangelische Gesangbuch' enthält fünf seiner Lieder, darunter 'Jesus soll die Losung sein' (EG 62), 'Schmückt das Fest mit Maien' (EG 135) und das allseits beliebte Sonntagslied 'Tut mir auf die schöne Pforte' (EG 166).
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Dir, Herr der Herrlichkeit
1.) Dir, Herr der Herrlichkeit dankt dein verpflichtet' Kind,
Das sich vor deine Füß in Jesu Namen find,
Und in des Geistes Kraft, der 'Vater' rufen lehret
In tiefster Niedrigkeit dich seinen Vater ehret.
2.) Du bist's, der mich mir selbst, und was ich an mir hab'
Und was ich vor mir seh' aus lauter Liebe gab.
Du bist's, der mich ans Licht aus Mutterleibe führte,
Mit Gliedern, Haut und Fleisch, Verstand, Vernunft auszierte.
3.) Du bist's, der mich bis heut' auf diese Stund' ernährt,
Der, wenn kein Mittel mehr, viel Mittel hat beschert,
Der wenn der Zeiten Sturm mich Blöden wollt ersaufen,
Mich mit der Vater Hand zog aus den größten Tiefen.
4.) Du bist's, der mich so hoch da ich dein Feind geschätzt,
Dass du dein einigs Kind vor mich hast aufgesetzt,
Dass ich durch dessen Dienst die Freiheit möcht' ererben
Schenkst du das Leben mir durch sein erschrecklich' Sterben.
5.) Ich werde durch sein Blut von meinen Gräueln rein,
Und geh' durch seine Schmach ins Reich der Ehren ein.
Er zahlet mein Schuld, er ist für mich verhöhnet,
Er trug den Fluch für mich, durch ihn bin ich versöhnet.
6.) Er schenkt, was er erwarb, mir ganz zum Eigentum,
Er gibt mir seinen Geist, sein Unschuld ist mein Ruhm.
Sein Fleisch ist meine Speis, er reist mich aus den Stricken
Der Höll', und will mein Herz mit seinem Blut erquicken.
7.) Er zeiget mir den Weg zur höchsten Herrlichkeit,
Er ist die Wahrheit selbst und führt aus Zank und Streit.
Er ist, (O Wunder-Lieb! O höchste Treu!) das Leben,
Er ist's, der alles mir zugleich mit sich gegeben.
8.) Dir Herr der Herrlichkeit dankt dein verpflichtet' Kind,
Das sich vor deinen Füß' in Jesu Namen find',
Und in des Geistes Kraft, der 'Vater' rufen lehret,
In tiefster Niedrigkeit dich, seinen Vater, ehret.
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen
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Text: Andreas Gryphius
Melodie: ohne Angaben
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gefunden in:
Andreas Gryphius: Gesamtausgabe der
deutschsprachigen Werke.
Band 3, Tübingen 1963
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen
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Andreas Gryphius (eigentlich von Greif), geb. am 2. Oktober 1616 in Glogau (Schlesien), war ein deutscher Dichter und Dramatiker des Barock. Er war der bedeutendste deutsche Sonettdichter des 17. Jahrhunderts.
Er absolvierte nach schwerer Jugend in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges Studien in Danzig und Leiden (Niederlande), bereiste Frankreich und Italien und war ab 1650 Syndikus der Landstände des Fürstentums Glogau. Er war sprachmächtiger und gedankentiefer Dichter des deutschen Barock, der die Erfahrung der Vergänglichkeit mit christlicher Hoffnung verbindet und bedeutender Dramatiker mit Trauer- und Lustspielen, Lyriker mit Sammlungen meisterhafter Sonette. Gestorben am 16. Juli 1664 in Glogau.
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Andreas Gryphius (11 October 1616 - 16 July 1664) was a German lyric poet and dramatist.
Gryphius was born as Andreas Greif in Glogów (Großglogau) in Silesia, where his father was a clergyman. The family name was Greif, latinized, according to the prevailing fashion, as Gryphius. Left early an orphan and driven from his native town by the troubles of the Thirty Years' War, he received his schooling in various places, but notably at Wschowa (Fraustadt) where he enjoyed an excellent classical education.
In 1634 he went to Danzig (Gdansk Poland) where he met professors Peter Crüger and Johann Mochinger at the Danzig Gymnasium, who introduced Gryphius to the new German language poetry. Crüger had for years close contacts to Martin Opitz, who became known as 'father of German poetry'. Greatly influenced by Crüger, he is the only one Gryphius dedicated poems to. Gryphius wrote Latin language poetry as well as German poems and a number of Sonetten.
Gryphius grew up during the Thirty Years War and witnessed the destruction of large parts of Germany, which had lasting effects for centuries. No German dramatic writer before him had risen to so high a level, nor had he worthy successors until about the middle of the 18th century.
Miz C'hwevrer
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An Gearran
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Feabhra
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Otsaila
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February
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Parc Bute / Bute Park
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Caerdydd / Kerdiz / Cardiff
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Wedi ei ailolygu: 1/2017
Gott lob, ich hab gestreuet
- Lied eines Predigers nach der Predigt -
1.) Gott lob, ich hab gestreuet
Nun deinen Samen aus.
Hilf, Gott, das ihn erfreuet
Ein jeder trag nach Haus.
Dass in dem Herzensland
Dein Wort durch Jesu Wunden
Hab guten Acker 'funden,
Bring Lebensfrücht' zum Pfand.
2.) Hilf, dass wie Schnee und Regen
Befeuchtet Tag und Nacht,
Und so durch deinen Segen
Die Erde fruchtbar macht,
Schafft Brot und Samen hier.
So dein Wort uns auch fromme, (a)
Und leer nie wieder kommen,
Tu, was gefället dir.
3.) Dass es ihm stets gelinge,
Dazu du es gesandt,
Dass es viel Früchte bringe,
Dein Volk, das dich erkannt.
In Freud' und Frieden geh'
Durch Christi Blut und Leiden,
Ja, wie das Gras und Weiden
An Wasserbächen steh. (b)
(a) nütze
(b) fruchtbar sei
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Autor: Ämelie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt
Melodie: Von Gott will ich nicht lassen
oder: Aus meines Herzens Grunde
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Der Gräfin Aemilie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt Geistliche Lieder
Auswahl von Julius Leopold Pasig
Verlag Julius Fricke, Halle/Saale,1855
Thema: Sonntag und Gottesdienst
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Ämilie (auch Æmilie geschrieben) Juliane Reichsgräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, geb. Gräfin von Barby und Mühlingen (* 19. August 1637 auf der Heidecksburg in Rudolstadt/Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt; † 3. Dezember 1706 in Rudolstadt) war eine bedeutende Dichterin geistlicher Lieder evangelisch-lutherischer Konfession. Ämilie Juliane war die Tochter des Grafen Albert Friedrich von Barby und Mühlingen (1597-1641) und seiner Gattin Sophie Ursula von Oldenburg (1601-1642). Während des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) wohnte die Familie bei Graf Ludwig Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1581–1646) auf der Heidecksburg. Ämilie Julianes Vater starb 1641 und die Mutter 1642, worauf sie von Ludwig Günther Graf von Schwarzburg-Rudolstadt (1581-1646) adoptiert und mit dessen Kindern zusammen erzogen wurde. Ihr Hofmeister in Rudolstadt war der Kirchenliederdichter und spätere Kanzler Ahasverus Fritsch (1629 -1701). Im Jahr 1665 heiratete sie ihren Vetter, den Reichsgrafen Albert Anton von Schwarzburg-Rudolstadt (1641-1710). In den Jahren 1667 und 1668 wurden zwei Kinder geboren, wovon eines schon drei Tage später starb. Sie war mit Ludmilla Elisabeth von Schwarzburg-Rudolstadt (1640-1672) verschwägert, welche – Ämilies Vorbild folgend – ebenfalls geistliche Lieder von hoher Qualität verfasste. Ämilie Juliane dichtete nahezu 600 geistliche Lieder, die beiden bekanntesten stehen im aktuellen Evangelischen Gesangbuch (EG) von 1993 und heißen 'Bis hierher hat mich Gott gebracht' (Nr. 329) und 'Wer weiß, wie nahe mir mein Ende' (Nr. 530). Eine Sammlung ihrer Lieder erschien, von Julius Leopold Pasig zusammengestellt, im Jahr 1855 am Verlagsort Halle/Saale unter dem Titel 'Der Gräfin Aemilie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt Geistliche Lieder'.
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Bild: Rosenbusch (nachbearbeitetes Photo)
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So bald der achte Tag sich find
So bald der achte Tag sich find
Wird, nach der Juden Sitten,
Das neugeborne Freudenkind
Zu Bethlehem beschnitten.
Sein Name Jesus wird genannt,
Den Gabriel von Gott gesandt
Dem Kindlein hatt' gegeben.
Eh es noch (ein Wunderding!)
Seiner Mutter Leib empfing.
Der bringt uns Heil und Leben.
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Autor: Johannes Gottfried Heermann
Melodie: Ein Kindelein so löbelich
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Geistliche Lieder der evangelischen Kirche
aus dem 17. und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts
von Dichter aus Schlesien und den umliegenden Landschaften verfasst
Erster Band
Herausgegeben von Julius Mützell,
Verlegt bei C. A. Schwetschke und Sohn,
Braunschweig, 1858
Thema: Beschneidungsfest
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Johann Heermann, auch Johannes, (* 11. Oktober 1585 in Raudten bei Lüben im Herzogtum Glogau/Schlesien; † 17. Februar 1647 in Lissa) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und zählt zu den bedeutendsten deutschen Kirchenliederdichtern der Barockzeit. Als Sohn eines Kürschners aufgewachsen, studierte Heermann nach Schulabschluss in Straßburg Theologie und wurde 1608 in Brieg zum 'poeta laureatus' gekrönt. Ab 1611 hatte er das Pfarramt in Köben bei Glogau inne. Das Schlesien dieser Zeit war geprägt durch Stadtbrand, Pest, Kriegsplünderungen, Familienleid und Bedrückung der evangelischen Gemeinden durch die katholische Gegenreformation, was bewirkte, dass Heermann 1638 sein Köbener Amt aufgeben musste und sich nach Lissa zurückzog. Als Liederdichter ist er von Martin Opitz und dessen Dichtungsreform beeinflusst. Heermanns Werk wirkt prägend für Andreas Gryphius (1616-1664), Paul Gerhardt (1607-1676) und andere. Er dichtete etwa 400 Lieder. Heermann wurde als 'Sänger der Trübsal und des Kampfes, doch auch des ungebrochenen Glaubensmuts' beschrieben. Erste Veröffentlichungen finden sich in 'Devota musica cordis', Hauß- und Hertz-Musica (1630). Außerdem erschienen von ihm die Gedichtsammlung 'Teutsche Poemata' (1640), sowie theologische Abhandlungen. Heermanns geistliche Lieder wie 'O Gott, du frommer Gott', 'Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen' und 'O Jesu Christe, wahres Licht' sind in die evangelischen wie auch katholischen Gesangbücher übergegangen und seit 400 Jahren im Gebrauch. Im Evangelischen Gesangbuch (EG) von 1993 stehen neun seiner Lieder.
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Photo: Turm der Kurfürstlichen Burg Eltville in Eltville am Rhein
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Alles hat der Sonnenschein
1.) Alles hat der Sonnenschein
Lieblich klar erhellt,
Traurig sollte niemand sein
In der weiten Welt.
2.) Freude sollt an jedem Ort
Klingen spät und früh,
Aus der Tat und aus dem Wort,
Aus der Last und Müh'.
3.) Aber immer wollen wir
Höher noch hinaus,
Obwohl nimmer dir und mir
Frommet das Gebraus.
4.) Lass das Klimmen in die Höh',
Kümmern um Genuss.
Auf der Höhe ist das Weh,
Ist der Überdruss.
5.) Lass das Stürmen (a) nach Gewinn,
Nach dem kalten Erz. (b)
Nichts ersetzt den frohen Sinn,
Das zufriedne Herz.
6.) Lässt die Sorge dir nicht Ruh',
Denke Gott ist nah.
Fröhlich nur dein Lichte zu,
Dann ists immer da.
7.) Nicht umsonst hat Gott die Welt
Dir so schön geschmückt,
Nicht umsonst mit Licht erhellt,
Was dich quält und drückt.
8.) Nicht umsonst lacht Blumenglanz
Und der Blüten Pracht,
Lacht der Sterne Feuerkranz
Über Erdennacht.
9.) Alles ruft dir mahnend zu:
Freu dich, Menschenkind!
Öffne Augen, Herz und Ruh',
Und das Leid dem Wind!
10.) Alles hat der Sonnenschein
Lieblich klar erhellt:
Traurig sollte niemand sein
In der weiten Welt.
(a) Streben
(b) Geld
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Autor: Theobald Buddeus
Melodie: ohne Angaben
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Harfe und Leyer
Jahrbuch lyrischer Originalien
herausgegeben von Ludwig Grote
Zweiter Jahrgang
Verlag Carl Rümpler
Hannover, 1855
Thema: Sommerlied
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Theobald Buddeus, (1816 - 1903), war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Herausgeber und Schriftsteller. Nach derzeitiger Quelllage ist nur bekannt, dass er nach dem Studium der Theologie um 1856 Garnisonprediger in Gotha, Diakon zu Waltershausen und Pfarrer an der Kirche St. Blasii in Zella, heute Zella-Mehlis, war. Er sammelte Märchen, schrieb Gedichte und beteiligte sich an Erbauungsbüchern für Soldaten. Darüber hinaus verfasste er heimatgeschichtliche Werke. Er ging 1898 in den Ruhestand und lebte zuletzt in Gotha, wo er wahrscheinlich auch geboren worden war.
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Theobald Buddeus' Lieder/ Hymns
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Morgenlied
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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned
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Vom Himmel sinkt der Abend nieder
Ward dir Glück entrissen
Bild: Rose
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Gott ist ganz mein und ich bin sein
1.) Gott ist ganz mein und ich bin sein,
Den Einen lieb ich ganz allein.
Und was ich also liebe,
Das liebt auch unaussprechlich mich
Und zieht mich mit Gewalt in sich,
Wie wenn ein Strom mich triebe.
Ja, was mich also ziehet hin,
Des' bin ich mehr, als ich mein bin.
2.) Drum, wer von Gott die Lieb' erlangt,
Dass er ihm wesentlich anhangt,
Der wird ein Kind der Liebe
Durch ihn, der selbst die Liebe heißt,
Und ihn mit seinem Leben speist.
Was ist, das den betrübe? -
Er ist ja mein, sobald ich ihn
Erwähl', und nicht mein eigen bin.
3.) Ach, wer hat wahre Seligkeit,
Als wen die Liebe zubereit't
Und göttlich überwunden.
Wo Liebe von der Liebe Stärk'
Erobert ist, und Gottes Werk
Die Seel' in sich gefunden?
O reine, wesentliche Lieb',
Ich fleh' um deinen ew'gen Trieb!
4.) Da wird nichts mehr, als Lieb' allein
Und Herz mit Herz vereinigt sein
In stolzer Gottesruhe.
Da wird nur Jesus in der Brust
Gebieten, dass ein Geist mit Lust
Mir Guts um Gutes tue. -
O Jesu, möchten alle dein
Und du in allen alles sein.
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Autor: Gottfried Arnold
Melodie: Mein Glaub ist meines Lebens Ruh
oder: O Ewigkeit, du Donnerwort
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Evangelischer Liederschatz für Kirche, Schule und Haus
Band 1. Zweite, umgearbeitete Ausgabe
Gesammelt und bearbeitet von Albert Knapp,
J. G. Cottascher Verlag,
Stuttgart und Tübingen, 1850
Liednummer 1732
Thema: Christuslied
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Gottfried Arnold (* 5. September 1666 in Annaberg im Erzgebirge/Kurfürstentum Sachsen; † 30. Mai 1714 in Perleberg) war ein deutscher evangelischer Theologe und Kirchenlieddichter pietistischer Richtung. Gottfried Arnold wurde als Sohn eines Präzeptors geboren und besuchte das Gymnasium in Gera, um anschließend in Wittenberg Theologie zu studieren. Beeinflusst durch Philipp Jakob Spener (1635-1705) zog nach Frankfurt am Main, dem damaligen Wohnort Speners. Danach vermittelte Spener Arnold Stellen als Hauslehrer in Dresden (1689 bis 1693) und Quedlinburg (1693 bis 1696). 1697 wurde Arnold nach dem großen Erfolg seiner Schrift 'Die Erste Liebe der Gemeinden Jesu Christi' als Professor der Geschichte an die pietistisch geprägte Universität Gießen berufen. Irritiert vom ruhmsüchtigen Vernunftwesen des akademischen Lebens verließ er Gießen aber bereits nach einem Semester wieder und kehrte im Frühjahr 1698 zurück nach Quedlinburg, wo 1699 sein Hauptwerk 'Unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie' erschien, in dem er die Ansicht vertrat, dass die christliche Wahrheit oft nicht in der Volkskirche sondern bei kleinen Gebetkreisen zu finden sei. 1701 heiratete er Anna Maria Sprögel, die Tochter des Werbener Superintendenten Johann Heinrich Sprögel. Darüber hinaus wurde Arnold 1702 Schlosspfarrer in Allstedt, nahm also ein offizielles kirchliches Amt an und vertrat ab da wieder den eher gemäßigten Pietismus seines Förderers Spener. 1705 übernahm Gottfried Arnold in Werben das Amt des Pfarrers und Superintendenten. Ab 1707 übte er diese Ämter in Perleberg aus. Neben der Gemeindearbeit setzte er seine schriftstellerische Arbeit fort. Am 30. Mai 1714 starb der bereits durch Skorbut stark geschwächte Arnold wenige Tage nachdem Rekrutenwerber Friedrich Wilhelms I. seinen Pfingstgottesdienst gestürmt und junge Männer beim Abendmahl vom Altar weggerissen hatten, um sie zum Kriegsdienst zu zwingen.
1698 veröffentlichte Arnold unter dem Titel 'Göttliche Liebes-Funken' 169 Gedichte und Lieder. Arnold gilt mit seiner mystischen Poesie als einflussreichster Dichter des frühen Pietismus. Seine beiden Lieder 'O Durchbrecher aller Bande' (EG 388) und 'So führst du doch recht selig, Herr, die Deinen' fanden in fast allen evangelischen Gesangbüchern Eingang. Johann Sebastian Bach hat Lied Arnolds 'Vergiss mein nicht' vertont (BWV 504 und 505).
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Gott ließ mit Wasser seinen Sohn
1.) Gott ließ mit Wasser seinen Sohn
In seinem Namen täufen,
Johannes musst den Sündenhohn
An Ihm für uns ersäufen.
Das Alter kam auf dreißig Jahr,
Als Ihn Gott taufen hieße,
Bethabara der Taufort war,
Da Satan zum Verdrieße
Sich Jesus taufen ließe.
2.) Aufs Beten wand Er stracks die Zeit,
Wie's Taufen war geschehen.
Drauf hat sich die Dreieinigkeit
Gar klärlich lassen sehen.
Der Vater rief: Dies ist mein Sohn,
Den hört, es soll euch glücken,
Am Wasser stand der Gnadenthron,
Der Geist ließ zum Erquicken
Sich, als ein Täublein, blicken.
3.) Nun sind die Sünden ganz ersäuft
Durch meines Jesu Taufe.
Hier liegt mein Seelenheil gehäuft,
Die Sünde bleibt im Laufe.
Für diese Gnade dank ich dir,
Ich will dir, Herr, Lob singen.
Ich will, mein Jesu, für und für
Mit Fleiße danach ringen,
Dankopfer dir zubringen.
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Autor: Georg Gewin
Melodie: Christ, unser Herr, zum Jordan kam
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Jesuslieder
zur Erklärung und Wiederholung
des ganzen Haupt-Artikels von Christo
Schriftmäßig aufgesetzet von
M. Georgio Gewin,
Pfarrer zu Crosig im Erzstift Magdeburg
Salfeldische Druckerei, Hall[e, 1671]
Thema: Johannisfest
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Georg Gewin, auch Gewinn, seltener Georgius (23. Oktober 1627 in Borna/Kurfürstentum Sachsen, † 22. Oktober 1703 in Kölleda) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Er wurde als Sohn des Porpsteiverwalters Martin Gewin aus Merseburg geboren. Georg Gewin besuchte die Schulen in Merseburg und Berlin und studierte Theologie in Wittenberg. Anschließend arbeitete er zunächst als Lehrer in Halle/Saale und wurde dann zum Pfarrer in Möckerling berufen. Dieser Ort lag im 20. Jahrhundert im ehemaligen Landkreis Merseburg-Querfurt in Sachsen-Anhalt und ist dem Braunkohleabbau im Geiseltal zum Opfer gefallen. Anschließend wirkte Gewin als Pfarrer in Balgstädt (heute im Burgenlandkreis im Süden von Sachsen-Anhalt), Krosigk (heute eine Ortschaft der Gemeinde Petersberg im Saalekreis in Sachsen-Anhalt) und schließlich Kölleda in Thüringen. Aus seiner Feder erschien 1671 das Werk 'Jesuslieder' in der Saalfeldischen Druckerei. Das von dem Pfarrer und Hymnologen Albert Friedrich Wilhelm Fischer (1829-1896) initiierte und nach seinem Tod ab 1904 in Gütersloh von Wilhelm Christian Ludwig Tümpel (1855-1915) herausgegebene mehrbändige Werk 'Das deutsche evangelische Kirchenlied' enthält zwei Lieder von Gewin.
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Ich bitte dich mit Schmerzen
1.) Ich bitte dich mit Schmerzen,
So sehr ich bitten kann:
Zünd Du in meinem Herzen
Dein heilig' Feuer an.
2.) Das Feuer, dessen Brennen
Du selber hast gewollt:
Dass ich Dich ganz erkennen
Und ganz Dich lieben sollt.
3.) Noch geh ich nicht in Klarheit,
Noch ist mein Auge blind,
Noch bin ich, Herr der Wahrheit.
Dein unerzognes Kind.
4.) Noch muss ich vor Dich treten,
Armselig, sündenvoll,
Noch weiß ich nicht zu beten,
So wie ich beten soll.
5.) Ach, wolle gnädig stillen,
All, was noch tobt in mir,
Brich Du den trotz'gen Willen,
Der sich nicht beugt vor Dir.
6.) Lass mich Dein eigen werden,
Mit allem, was ich bin,
Herr, reiß mich von der Erden,
Und zwing mich zu Dir hin.
7.) Zwing zum Gebet die Hände,
Lass es mir wehe tun,
Nur lasse mich am Ende
Zu deinen Füßen ruhn.
8.) Ich bitte dich mit Schmerzen,
So sehr ich bitten kann:
Zünd Du in meinem Herzen
Dein heilig' Feuer an.
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Autor: Helene Most
Melodie: Ach bleib mit deiner Gnade
oder: Jesus, der ist mein Leben
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Mein Lied dem Herrn
von Helene Most
Verlag Friedrich Alber
Ravensburg, o. J. (1910?)
Thema: Bittgesänge, Gotteslob und -dank
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Helene Most (* 1883 in Stettin/Königreich Preußen; † 1913) war eine deutsche Dichterin und Dominikanerin, die sich nach ihrem Ordenseintritt im Jahr 1907 Maria Regina Most nannte. Sie wurde als Tochter eines Kaufmanns geboren und evangelisch-lutherisch getauft. Sie verlor früh ihre Mutter und studierte ab dem 16. Lebensjahr am Lehrerinnenseminar in Berlin. Mit 17 Jahren trat sie nach längerer Kränklichkeit zur katholischen Konfession über und später in das Dominikanerinnen-Kloster St. Magdalena in Speyer ein. Ihre geistliche Lyrik erschien ohne Jahresangabe (um 1910) im Friedrich-Alber-Verlag Ravensburg unter dem Titel 'Mein Lied dem Herrn'.
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O Jesu, König hochgeboren
1.) O Jesu, König hochgeboren,
Der du mich dir zur Braut erkoren,
Und auf dein Hochzeitsfest
So freundlich laden lässt,
Schau, hier komm ich gegangen,
Mein Herze brennt und flammt in mir,
Dich, aller Menschenkinder Zier,
Dich, Himmels-Bräutigam,
In Liebe zu empfangen.
2.) Ach, komm, o Sonne meiner Seele!
Bezieh doch dieses Herzens Höhle,
Mein Bräut'gam weiß und rot, (a)
Du wahrer Mensch und Gott!
Du schöne Saronsblume, (b)
Komm, zieh in deinen Garten ein,
Lass hier dein Zelt und Wohnung sein,
Und nimm mich gänzlich dir
Zum ew'gen Eigentume.
3.) Hier bin ich in dem Hochzeitskleide
Von deiner Unschuld reinster Seide.
Die schönste Purpurtracht
Hat mir dein Blut gebracht.
Der Glanz der holden Strahlen,
O Schatz, von deiner Gottheit Pracht
Ist, der mich Sternen gleiche macht,
Und mich (ob ich schon schwarz) (c)
Kann englisch-schöne (d) mahlen.
4.) Dein Wort ist die Vermählungskette,
Das Himmelreich ist's Hochzeitsbette,
Mein zugebrachtes Gut
Ist meines Glaubens Glut,
Dies sind die Morgengaben,
Drauf werd ich wohl dein Paradies,
O süßer Bräutigam, gewiss,
Und deines Vaters Reich
Zu einem Mahl-Schatz haben.
5.) Komm, holder Bräut'gam, nimm mich immer
Und führe mich ins Hochzeitszimmer,
Das schon von Ewigkeit
Ist durch dein Blut geweiht.
Das Heer der Seraphinen
Hat sich um unser Bett gelegt,
Die Stern', und was der Himmel trägt,
Stehn da, auf dein Gebot,
Uns ewig zu bedienen.
6.) Zu guter Nacht, ihr Eitelkeiten!
Ich ruh' an meines Bräut'gams Seiten
Und tret jetzt ohn' Verdruss
Die Welt hier untern Fuß.
Wer sich will so vermählen,
Wer sich wünscht in die Zahl der Gäst'
Bei dieses Lammes Hochzeitsfest,
Dem muss das Hochzeitskleid,
Der Glaube, ja nicht fehlen.
(a) Hinweis auf die Unschuld und den Opfertod Christi
(b) Saronsblume, Bezeichnung einer biblischen Pflanze, deren Namen Luther mit 'Rose' übersetzt, wobei er sich auf das Hohelied Salomos (Kapitel 2, Vers 1) bezieht:
Ich bin ein Blumen zu Saron, und ein Rose im Tal.
(c) Hinweis auf die Erbsünde
(d) engelhaft
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Autor: Hans von Assig und Siegersdorf
Melodie: ohne Angaben
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen
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Herrn Hannß von Aßig Gesammlete Schrifften
Bestehend theils aus Geistl. und Vermischten Gedichten
Verlag Michael Hubert
Breslau, 1719
Thema: Christuslied
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Hans von Assig und Siegersdorf, aus Hans von Ussig (* 8. März 1650 in Breslau, † 1706) war ein schlesischer Barockdichter, dessen geistliche Lieder auch in evangelische Gesangbücher und Kirchenliedsammlungen aufgenommen wurden. Assig studierte Rechtswissenschaften in Leipzig, trat im Jahr 1674 in schwedische Dienste und kämpfte als Seeoffizier auf dem Admiralsschiff im schwedisch-dänischen Krieg. Nach dem Tode seines Vaters kehrte er in die Heimat zurück, trat aber, da er hier keine öffentliche Stellung fand, in kurbrandenburgischen Dienste und wurde 1692 zum Schlosshauptmann, Burglehns- und Kammeramtsdirektor des Kreises Schwiebus ernannt. In dem erst 1719 erschienenen Band seiner Gesammelten Schriften finden sich außer seinem Lebenslauf u. a. das Märtyrerlied über den sterbenden Stephanus 'So versiegelt der Gerechte sein Bekenntnis durch den Tod' und das Schwiebuser Kirchweihlied 'Dreifaltig heilig großer Gott'. Von seinen geistlichen Liedern sind 55 überregional bekannt geworden und stehen in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 17. bis 20. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Lied ist ein Osterlied mit zehn Strophen und heißt 'Jesus, meine Zuversicht und mein Heiland ist im Leben'.
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Was ist, ach mein Herr Jesu, dass
- Zum Gedenktag der unschuldigen Kinder - (a)
1.) Was ist, ach mein Herr Jesu, dass
Als du kaum wardst geboren,
Dir stracks war des Herodes Hass
Zur Elendsflucht erkoren?
Da deine Mutter freute sich
Ob dem, womit die Weisen dich
Nach ihrer Art geehret:
Ward ihre große Herzensfreud'
In ein so großes Jammerleid
Fast unversehns verkehret?
2.) Auf, sagte stracks des Engels Wort
Dem Joseph: Du musst fliehen,
Und eilend in Ägypten fort
Mit Weib und Kind hinziehen.
Daselbst bleibe, bis ich dir
Ein anders sag. Auf, auf von hier,
Der Wüt'rich will ermorden
Das Wunderkindlein, dessen du
Wie ich dir sprach vor diesem zu,
Gemeiner Pfleger (b) worden.
3.) Das war gewiss ein harter Stoß,
Den wir auch heut' erfahren,
Der dich, o Herr, recht zart und bloß
Im Herzen will verwahren.
Auf diesen lau'rt der Höllendrach'
Mit Schrecken, Drangsal, Angst und Schmach,
Sucht ihn gar zu verjagen.
Wohl aber, wer sich findet drein,
Will gerne dir gehorsam sein,
Was du ihm lässest sagen.
4.) Denn was, Herr Jesu, von der Welt
Begegnet deinen Frommen,
Ob sie zwar List und Tück bestellt,
Weil du sie doch genommen
In deine Pfleg' und Vatertreu
Kommt ihnen nichtes doch herbei
Hier ohne deinen Willen.
Ach, mein Herr Jesu, lehre mich,
Wie ich mich halte fest an dich,
Dein Wort recht zu erfüllen.
5.) Du kennest meiner Seelen Kraft,
Du prüfest ihr Vermögen,
Wo deine Hand nicht Rettung schafft,
Wenn sich der Drach' will regen,
So fället alles bloß dahin,
Du kennest, Herr, mich, wer ich bin,
Lass mich ja nicht erliegen.
Ich nehme gerne, was dein Rat
Auch über mich beschlossen hat,
Will unter dich mich schmiegen.
6.) Du setzest allem Maß und Ziel,
Was wir hier müssen leiden.
Kein Christ ist, der nicht nehmen will,
Was du ihm hat bescheiden. (c)
Du weißest Mittel, Ort und Stund',
Wo dir liebt (d) aus dem Höllenschlund
Die Deinigen zu führen.
Wer dir vertraut in Kreuz und Not,
Fiel auf ihn gleich gar selbst der Tod,
Wird endlich Rettung spüren.
7.) Drum, meine Selle, bleib so lang,
Als er will, hier gedrucket,
Und wollte dir gleich werden bang,
Wenn sich der Adam rucket (e),
Und wäre gerne Banden frei:
Getrost, getrost nur immer schrei,
Das Stündlein wird bald kommen,
Da deine Plagen fallen hin,
Und du kannst allem dich entziehn,
Was dir den Mut benommen.
8.) Indes halt dein Gewissen rein
In deinem Christenleben
Und lass Gott deinen Pfleger sein,
Bleib ihm allein ergeben.
In Armut schaffet er dir Brot,
Im Elend sieht er deine Not,
Weiß sie gar leicht zu wenden:
Mit seinem Gleit (f) verwahrt er dich,
Und fortan - glaub es sicherlich -
Hilft er dir aller Enden.
(a) Der Gedenktag bezieht sich auf den Versuch des König Herodes, sich des neugeborenen Jesus zu entledigen, indem er alle kleinen Kinder in seinem Machtbereich ermorden ließ, um zu verhindern, dass der neugeborene Messias seiner Herrschaft gefährlich werden könne. Deswegen musste die heilige Familie nach Ägypten ausweichen. (vgl. Evangelium nach Matthäus, Kapitel 2.) Die römisch-katholische, anglikanische und orthodoxe Kirche begehen das Fest der unschuldigen Kinder. Im Evangelischen Gottesdienstbuch ist er als besonderer Gedenktag der Kirche verzeichnet und liegt auf dem 28. Dezember.
(b) allgemeiner, umfassender Vormund
(c) beschieden, zugemessen
(d) beliebt
(e) Nach christlicher Vorstellung unterliegt jeder Mensch der Erbsünde, die durch den Sündenfall Adams auf ihn gekommen ist und erst durch Jesus Christus und seinen Opfertod am Kreuz aufgehoben wurde.
(f) Begleitung, Schutz, vgl. Schutzgeleit
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Autor: Johannes Vogel
Melodie: An Wasserflüssen Babylons
oder: Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld
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Andacht-Übung aus den Sonn-, Fest- und Feyr-täglichen
Evangelien zu Erweckung und Fortsetzung gottseeliger Sabbat-Gedancken
von Johann Vogel
Druck Wolff Eberhard Felßecker,
Nürnberg 1661
Thema: Tag der unschuldigen Kinder
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Johannes Vogel (* 5. September 1589 in Nürnberg; † 8. März 1663 ebenda) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Vogel wurde als Sohn eines Waffenschmiedes geboren und besuchte nach dem Abschluss seiner Schulausbildung die Universitäten in Altdorf und Wittenberg. Im Anschluss unternahm er, den Sitten der damaligen Zeit entsprechend, eine Bildungsreise, die ihn auch nach Polen und Ungarn führte, wobei er christliche Splittergruppen besuchte, deren Lehren er in dieser Zeit anhing. Nachdem er diese Haltung widerrufen hatte, erhielt er im Jahr 1621 ein Pfarramt an der Kirche St. Egidien und zugleich das Rektorenamt an einer Schule seiner Vaterstadt; im Jahr 1634 wechselte er an die Kirche St. Sebald. Im Jahr 1638 veröffentlichte Vogel 'Die Psalmen Davids', die überarbeitet 1653 unter dem Titel 'Psalmen, geistliche Lieder und Hausgesänge' in Nürnberg erschienen. Im Jahr 1661 wurde eine Sammlung von Vogels Liedern unter dem Titel 'Andacht-Übung aus dem Sonn-, Fest- und Feyrtäglichen Evangelien' gedruckt. Im Nürnberger Gesangbuch von 1677 finden sich fünf seiner fast 200 Lieder. Das von dem Pfarrer und Hymnologen Albert Friedrich Wilhelm Fischer (1829-1896) initiierte und nach seinem Tod ab 1904 in Gütersloh von Wilhelm Christian Ludwig Tümpel herausgegebene mehrbändige Werk 'Das deutsche evangelische Kirchenlied' enthält 20 Lieder von Vogel. Sein bekanntestes Lied ist ein Abendmahlslied mit vier Strophen und heißt 'Ich preise dich von Herzen, o du mein Heiland'.
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O Jesu, meine Zier
1.) O Jesu, meine Zier,
Du gibest Licht und Leben.
Du wollest Leben, Licht
Und Weisheit mir auch geben,
Dass ich im rechten Grund
Erkenne mich und dich,
So werd' ich lieben dich
Allein, und hassen mich.
2.) O Jesu, meine Zier.
Du prüfest Herz und Nieren,
Lass meiner Sünden Gräul
Zu meinem Heil mich spüren,
Und was für Sündenstraf'
Ich habe bracht auf dich,
So werd' ich loben dich
Allein, und schelten mich.
3.) O Jesu, meine Zier,
Lass deine Leuchte brennen,
Und deiner Gnaden Heil
Mich inniglich erkennen,
Und was ich hab und bin
Durch dich und ohne dich,
Werd' ich behalten dich
Allein, und lassen mich.
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Autor: Martin Rinckart
mögl. Melodie: Nun danket alle Gott
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gefunden in:
Martin Rinkarts Geistliche Lieder
Herausgeber: Johannes Link
verlegt bei Friedrich Andreas Perthes
Gotha, 1886
Thema: Christuslied
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Martin Rinckart (* 24. April 1586 in Eilenburg bei Leipzig/Kurfürstentum Sachsen; † 8. Dezember 1649 ebenda) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer, Pädagoge, Kantor, Dichter und Kirchenmusiker. Rinckart wurde als Sohn eines Böttchers geboren und besuchte ab dem Jahr 1601 die Thomasschule in Leipzig. Drei Jahre später wurde er Mitglied des Thomanerchores und studierte ab 1602 Theologie und Philosophie an der Leipziger Universität. Im Jahr 1610 wurde er als Kantor an die Kirche St. Nikolai in Eisleben gerufen, wo er zugleich Lehrer an der dortigen Lateinschule war. Im Jahr 1611 erhielt er die Stelle eines Diakons (Zweiten Pfarrers) an der St.-Annen-Kirche in Eisleben und Ende 1613 war Pfarrer für die Gemeinde im nahegelegenen Erdeborn. Im Jahr 1615 wurde er zum 'Poeta laureatus' gekrönt um erwarb im darauf folgenden Jahr den Magistertitel. Im Jahr 1617 wurde er als Archidiakonus in seine Vaterstadt Eilenburg berufen; hier lebte er während des Dreißigjährigen Krieges in großen Nöten und bewahrte seine Vaterstadt mehrfach vor Brandschatzungen. Nur ein Jahr nach dem Westfälischen Frieden starb Martin Rinckart 1649 in seiner Geburtsstadt Eilenburg, wo er in der St.-Nicolai-Kirche bestattet wurde. Von seinen vielen Schriften und fast 100 Lieddichtungen blieb vor allem das weltweit bekannte und beliebte Kirchenlied 'Nun danket alle Gott' lebendig, das er 1630 zur Hundertjahrfeier der Augsburger Konfession geschrieben hatte und das im Evangelischen Gesangbuch (EG) von 1993 unter Nummer 321 zu finden ist. Große Berühmtheit erlangte das Lied als 'Choral von Leuthen', als die überlebenden preußischen Soldaten nach der Schlacht Rinckarts Lied anstimmten. Seine Lieder erschienen in den Sammlungen 'Meisnische Thränen-Saat' von 1637 und 'Herzbüchlein' von 1663. Rinckart schrieb neben geistlichen Liedern auch sieben Lutherdramen.
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Ar Skol-Veur Gozh, Aberystwyth
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An t-Seann Cholaisde, Aberystwyth
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Seddon Room, Old College, Aberystwyth
Bild: Rose (nachbearbeitetes Photo)
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Gott der Ordnung, der du liebest
1.) Gott der Ordnung, der du liebest
Ordnung in der ganzen Welt,
Dessen Hand die Obern (a) gibet
Und auch uns zu gut erhält,
Der du willst, dass jedermann
Sei den Obern untertan.
2.) Lass mich meine Pflicht bedenken,
Und zur Ehrfurcht jederzeit
Mein Herz und Gemüte lenken,
Dass ich sei zu dem bereit,
Was nach deinem Wort und Sinn
Ich zu leisten schuldig bin.
3.) Lass mich Ungehorsam meiden,
Treibe von mir Spötterei,
Lass mich ihre Zucht gern leiden,
Mach mich von Murren (b) frei,
Was man will als Last ansehn,
Lass von mir mit Lust geschehn.
4.) Lass mich ehren auf der Erden,
Was du selber hast geehrt,
Dass im Herz, Werk und Gebärden (c)
Sich die Ehr-Erbietung mehrt,
Denn sie sind an deiner Statt,
Die dein Rat geordnet hat.
5.) Wie du untertänig worden,
Jesu, das stell ich mir für (d),
Ich gehör zu deinem Orden,
Darum folge ich auch dir,
Bis wir werden allzugleich
Sein in deinem [Himmel]reich.
(a) die Obrigkeit, Regierung
(b) Unzufriedenheit
(c) Verhalten
(d) vor
In Klammern [] gesetzte Wörter wurden eingefügt
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Autor: Johann Christian Mehlhorn
Melodie: Gott des Himmels und der Erden
oder: Tut mir auf die schöne Pforte
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Vollständiges Gelenauisches Gesang-Buch
von M. Johann Christian Mehlhorn, Pastore zu Gelenau
Druck: Johann David Jungnicol
Erfurt, 1741
Liednummer 816
Thema: Gottes Reich und Eigenschaften
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Johann Christian Mehlhorn, auch Melhorn (* 12. Dezember 1698 in Chemnitz/Kurfürstentum Sachsen; † 14. Februar 1760 in Delitzsch) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Hymnologe, Herausgeber und Lieddichter. Mehlhorn wurde als Sohn eines Tuchhändlers geboren und besuchte das Gymnasium in Chemnitz. Er immatrikulierte sich im Jahr 1717 an der Universität in Wittenberg, wo er 1721 den Magistertitel erwarb. Anschließend setzte er sein Studium an der Universität Leipzig fort. Im Jahr 1724 trat er ins geistliche Amt, als er Substitut (Pfarrgehilfe) in Gelenau bei Annaberg im Erzgebebirge wurde, wo er ein Jahr später die Position des Pfarrers übernahm. Im Jahr 1743 wurde Mehlhorn als Superintendenten nach Weida berufen und wechselte in gleicher Position 1751 nach Delitzsch, wo er auch die Ämter des Pastor Primarius (Ersten Pfarrers) und des Direktors der Schulen versah. Er gab 1741 das Gesangbuch von Gelenau heraus, das sich durch Genauigkeit der Texte und brauchbare hymnologische Informationen auszeichnete und im Jahr 1744 in Weida wieder aufgelegt wurde. Mehlhorn hat auch selbst Lieder verfasst, die sich in beiden Ausgaben seines Gesangbuches, sowie im Delitzschen Gesangbuch, finden.
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