View allAll Photos Tagged @9

Der 9. Mai wird in Erinnerung an die militärische Zerschlagung von NS-Deutschland durch die Armeen der Anti-Hitler-Koalition auch in Berlin an den sowjetischen Ehrenmalen, wie hier im Treptower Park, als "Tag des Sieges" mehr oder weniger feierlich begangen.

Weniger feierlich ist es wenn man auf die Communitys schaut, die dieses Datum für sich nun schon seit vielen Jahren vereinnahmen. Ein großes Ärgernis dabei sind die Reichsbürger:innen von "Staatenlos.Info" mit ihrem "(An)Führer" Rüdiger Hoffmann, der über den ganzen Tag als Allein-Unterhalter seine skurrilen Thesen verbreitete. Jahr für Jahr findet dort dieses Schauspiel statt und es regte sich bisher wenig bzw. kein Protest dagegen.

Auf dem Gelände des Treptower Ehrenmals sind 7200 sowjetische Rotarmist:innen begraben, die in den letzten Tagen vor der endgültigen militärischen Zerschlagung von Nazi-Deutschland in Berlin noch gefallen sind, darunter u. a. auch 1500 aus der Ukraine, 500 aus Weißrussland, 150 aus Kasachstan, 100 aus Litauen und weitere aus anderen früheren Sowjetrepubliken.

Das monumentale Ehrenmal wurde am 8. Mai 1949 eingeweiht und ist eines der größten antifaschistischen Denkmäler in Europa. Seitdem war das sowjetische Ehrenmal in Treptow in der Epoche des "realen Sozialismus" der damaligen DDR ein wichtiger Ort für kommunistische Großveranstaltungen. Nach dem Ende der DDR, und dem sich auflösenden "realen Sozialismus" in den osteuropäischen Ländern verschoben sich die politischen Koordinaten dort sowie auch weltweit nach rechts. Das Ehrenmal wird nun von Gruppen und sehr vielen Menschen angesteuert, die mit dem russischen Nationalismus à la Putin und dem Angriffskrieg gegen die Ukraine kein Problem haben, so z. B. auch die DKP, die Initiative „Heizung, Brot und Frieden” und die Friko-Berlin (Friedenskoordination Berlin). Weiterhin sind auch viele Personen aus dem Spektrum der 2014 entstandenen verschwörungsaffinen Friedensmahnwachenbewegung, Pandemieleugner:innen und Impfgegner:innen am Ehrenmal anzutreffen, darunter auch Qanon-Anhänger:innen, die „Freie Linke” etc.. Dieses ganze Spektrum, das dem russischen Narrativ der „militärischen Spezialoperation” bzw. auch dem, das Russland sich in einem „allumfassenden Krieg mit dem kollektiven Westen befindet” folgt, feiert dann auch die Putin-Rocker „Nachtwölfe” immer wieder wie Rockstars.

Es gab aber auch einen Gegenpart zu den vielen „pro Putin/Russland-Fans”, der allerdings vergleichsweise von erheblich weniger Menschen unterstützt wurde. Zum einen hat dort die Initiative Demokrati-JA am 8. und 9. Mai für zwei Tage in der Nähe der Skulptur „Mutter Heimat” ein kleines Zeltlager mit Ausstellungsmaterial und einer kleinen Bühne aufgebaut. Zum anderen war am 9. Mai über den ganzen Tag die Berliner VVN mit einer Kundgebung und Infotisch ebenfalls in Sichtweite zur „Mutter Heimat” präsent. Beide Gruppen positionieren sich gegen die militärische Aggression Russlands in der Ukraine, haben jedoch unterschiedliche Positionen wie ein dauerhafter Frieden dort erreicht werden kann. Für Demokrati-JA, eine Initiative russischer Emigranten in Berlin als ein Projekt innerhalb von Solidarus (Solidarität mit der Bürgerbewegung in Russland eV.), kann das nur durch einen militärischen Sieg der Ukraine über Russland erreicht werden. In der Agenda der Berliner VVN wendet man sich gegen die militärische und nationalistische Logik in Russland und in der Ukraine sowie gegen den Bellizismus hier in Deutschland und weltweit.

Die Berliner Polizei wollte mit einer Reihe von Verboten verhindern, u. a. keine russischen und ukrainischen Flaggen und keine Bilder von Putin und Selenskyj, dass das Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 78 Jahren für Kriegspropaganda missbraucht wird. Das Berliner Verwaltungsgericht kippte das Verbot, zumindest für ukrainische Flaggen und Symbole. Das Zeigen der russischen Nationalfahne, des Sankt-Georgs-Band und auch der sowjetischen Fahne blieb weiterhin verboten. Diese Praxis ist durchaus zu kritisieren und hat auch nicht dazu beigetragen, dass die russische und ukrainische Community sich gegenseitig respektierten. Angehörige beider Nationalismen sind immer wieder aneinander geraten. Aufgrund der polizeilichen Präsenz konnten Konfrontationen jedoch immer wieder entschärft werden

  

Rechtlicher Hinweis:

 

Copyright:

Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers. Sie dürfen ohne Genehmigung des Urhebers weder kopiert, genutzt oder veröffentlicht werden.

 

Nutzungsrecht:

Wenn Sie ein Foto verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail. Veröffentlichung nur mit Fotografennennung, sowie gegen Honorar!

 

Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!

 

Alle Verstöße werden rechtlich verfolgt!

 

Please note:

All rights reserved! Don't publish without copyright!

 

**********************************************

 

Paul Hanewacker

E-Mail: paulhanewacker@yahoo.de

 

**********************************************

Dolina Białej Wody

これはホテルに戻ってから撮影したんだけど、長く探してた

ペッパーミルをパリで買えて嬉しかった。いまいち、大きさや価格、

デザインのバランスがいいものが日本では見つけられなくて。

민속체험 다녀왔어요

아이들이 직접 선택한 활동들을

정성껏 만들어 보았답니다.

국악체험도 하고 자개로 목걸이도

만들어 즐거워합니다.

멋진 부엉이를 색칠할 땐 더 진지한 모습입니다.~

덥지만 신나는 활동이었답니다.

 

Ex-grazing by horse. In cultivation for market garden production max 2 years.

Fallow this year.

Aspect: Flat, but open only to south east.

1 2 ••• 59 60 62 64 65 ••• 79 80