Descending
St. Pauli-Elbtunnel
Hamburg
"Am 30. November 1909 war ein erster Bauabschnitt, der Schacht in St. Pauli, im Rohbau fertig, am 29. März 1910 wurde schon die Oströhre durchgeschlagen, am 1. Juni folgte die Weströhre.
Auch oberirdisch sollte Hamburgs neuer Stolz Maßstäbe setzen. Verantwortlich dafür zeichnete Otto Wöhlecke vom Altonaer Architektenbüro Raabe & Wöhlecke, von dem auch das Landungsbrücken-Ensemble stammt. Der Elbtunnel galt als »Kathedrale der Technik«, Sinnbild unaufhaltsamen Fortschritts, und wurde entsprechend gestaltet. Die Eingangsgebäude waren – wenn schon, denn schon – mit Rotunde, Säulen und tempelartigen Giebeln dem Pantheon in Rom nachempfunden. Das stieß nicht überall auf ungeteilte Begeisterung: »Einem Mausoleum nicht unähnlich«, mäkelte die Zeitschrift Deutsche Bauhütte.
Die beiden Gebäude hatten identische Silhouetten, bestanden aber aus verschiedenen Materialien: rotem Backstein auf Steinwerder, passend zu den umliegenden Zoll- und Werftbauten, Tuffstein, Basalt und Granit in St. Pauli, um die Landungsbrücken optisch zu ergänzen."
www.zeit.de/2011/36/100-Jahre-Elbtunnel
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St. Pauli-Elbtunnel
Hamburg
"Am 30. November 1909 war ein erster Bauabschnitt, der Schacht in St. Pauli, im Rohbau fertig, am 29. März 1910 wurde schon die Oströhre durchgeschlagen, am 1. Juni folgte die Weströhre.
Auch oberirdisch sollte Hamburgs neuer Stolz Maßstäbe setzen. Verantwortlich dafür zeichnete Otto Wöhlecke vom Altonaer Architektenbüro Raabe & Wöhlecke, von dem auch das Landungsbrücken-Ensemble stammt. Der Elbtunnel galt als »Kathedrale der Technik«, Sinnbild unaufhaltsamen Fortschritts, und wurde entsprechend gestaltet. Die Eingangsgebäude waren – wenn schon, denn schon – mit Rotunde, Säulen und tempelartigen Giebeln dem Pantheon in Rom nachempfunden. Das stieß nicht überall auf ungeteilte Begeisterung: »Einem Mausoleum nicht unähnlich«, mäkelte die Zeitschrift Deutsche Bauhütte.
Die beiden Gebäude hatten identische Silhouetten, bestanden aber aus verschiedenen Materialien: rotem Backstein auf Steinwerder, passend zu den umliegenden Zoll- und Werftbauten, Tuffstein, Basalt und Granit in St. Pauli, um die Landungsbrücken optisch zu ergänzen."
www.zeit.de/2011/36/100-Jahre-Elbtunnel