Berolina
"Das Konsortium beauftragt den Architekten Peter Behrens, die beiden Bürogebäude am Alexanderplatz zu entwerfen. Dieser modifiziert daraufhin seine ursprünglichen Wettbewerbspläne grundlegend. Zunächst plant er die Errichtung von Wolkenkratzern, um den Platz als Kernpunkt der Stadt zu entwickeln. Doch bereits nach kurzer Zeit nimmt er selbst von diesen Plänen wieder Abstand. Er zieht damit die Konsequenz aus den Erfahrungen, die man in jenen Jahren in amerikanischen Städten machte, wo die in den Hochhäusern konzentrierten Menschenmengen erhebliche Verkehrsprobleme verursachten. Diese möchte Behrens in Berlin unbedingt vermeiden. Und so sehen seine endgültigen Entwürfe schließlich die Errichtung zweier Häuser mit jeweils acht Stockwerken vor: die Bürohäuser “Alexander” und “Berolina”.
Schon bald wird mit dem Bau der beiden parallel zur S-Bahn stehenden Häuser begonnen. Das Alexanderhaus errichtet man an der Stelle des ehemaligen Königstädtischen Theaters bzw. Aschinger-Hauses, während das Berolinahaus unter anderem anstelle des ehemaligen Wohn- und Atelierhauses des Bildhauers Jean-Pierre-Antoine Tassaert entsteht. Behrens’ Plänen zufolge sollen die beiden Gebäude als neues Stadttor zum Berliner Osten fungieren. Im Baustil der sogenannten Neuen Sachlichkeit in der hochmodernen Eisenbeton-Skelettbauweise errichtet, erhalten sie eine Muschelkalkfassade und eigens für sie angefertigte Stahlfenster. In rechteckige Kassetten werden jeweils zwei quadratische Fenster angeordnet - außer an der “Tordurchfahrt”, dort sind es jeweils drei. Jedes Fenster besteht dabei aus einem oberen und einem unteren Scheibenpaar, wobei ersteres mit Kippflügeln und letzteres mit Wendeflügeln versehen ist. Diese Fensterkonstruktion entwirft Behrens höchstselbst speziell für diese Gebäude."
Alexander Glintschert, Anderes Berlin
Berolina
"Das Konsortium beauftragt den Architekten Peter Behrens, die beiden Bürogebäude am Alexanderplatz zu entwerfen. Dieser modifiziert daraufhin seine ursprünglichen Wettbewerbspläne grundlegend. Zunächst plant er die Errichtung von Wolkenkratzern, um den Platz als Kernpunkt der Stadt zu entwickeln. Doch bereits nach kurzer Zeit nimmt er selbst von diesen Plänen wieder Abstand. Er zieht damit die Konsequenz aus den Erfahrungen, die man in jenen Jahren in amerikanischen Städten machte, wo die in den Hochhäusern konzentrierten Menschenmengen erhebliche Verkehrsprobleme verursachten. Diese möchte Behrens in Berlin unbedingt vermeiden. Und so sehen seine endgültigen Entwürfe schließlich die Errichtung zweier Häuser mit jeweils acht Stockwerken vor: die Bürohäuser “Alexander” und “Berolina”.
Schon bald wird mit dem Bau der beiden parallel zur S-Bahn stehenden Häuser begonnen. Das Alexanderhaus errichtet man an der Stelle des ehemaligen Königstädtischen Theaters bzw. Aschinger-Hauses, während das Berolinahaus unter anderem anstelle des ehemaligen Wohn- und Atelierhauses des Bildhauers Jean-Pierre-Antoine Tassaert entsteht. Behrens’ Plänen zufolge sollen die beiden Gebäude als neues Stadttor zum Berliner Osten fungieren. Im Baustil der sogenannten Neuen Sachlichkeit in der hochmodernen Eisenbeton-Skelettbauweise errichtet, erhalten sie eine Muschelkalkfassade und eigens für sie angefertigte Stahlfenster. In rechteckige Kassetten werden jeweils zwei quadratische Fenster angeordnet - außer an der “Tordurchfahrt”, dort sind es jeweils drei. Jedes Fenster besteht dabei aus einem oberen und einem unteren Scheibenpaar, wobei ersteres mit Kippflügeln und letzteres mit Wendeflügeln versehen ist. Diese Fensterkonstruktion entwirft Behrens höchstselbst speziell für diese Gebäude."
Alexander Glintschert, Anderes Berlin