Wolfsangel

Die Wolfsangel als Symbol hat im Forstbereich eine weit zurückreichende Geschichte. Bereits in einem 1616 geschlossenen Grenzvertrag zwischen Braunschweig-Lüneburg und Hessen wurde die braunschweigische Grenzmarkierung „als ein Wulffsangel“ bezeichnet. Sie wurde nicht nur auf Grenzsteinen eingesetzt, sondern es gibt auch Nachweise über den Gebrauch im Schriftverkehr der Forstämter aus dem Jahre 1674.

 

Später wurde die Wolfsangel auch als Symbol auf Forstuniformen verwandt. In einem Aktenkonvolut (Schriftstück) von 1792 werden die Stellungnahmen der Oberforstmeister zu einer neuen Forstuniform wiedergegeben. Hierbei schlägt der Oberforstmeister Adolf Friedrich von Stralenheim vor, die Uniformknöpfe mit den Buchstaben „GR“ und einem Symbol zu versehen. Das von ihm zeichnerisch dargestellte Symbol glich der Wolfsangel, wurde aber von ihm selbst als „Forstzeichen“ beschriftet.

 

König Ernst August von Hannover machte die Wolfsangel dann Mitte des 19. Jahrhunderts offiziell zum Symbol des hannoverschen Forst- und Jagddienstes. Dem Wappenbild mit einem auf dem Rasen laufenden Sachsenross wurde eine Wolfsangel zugefügt. Diese wurde somit Bestandteil verschiedener Uniformteile wie Knöpfen, Epauletten, Leibkoppelschlössern und Schulterriemenbeschlägen. Die Wolfsangeln fanden sich auch auf den Forstkoppelschlössern des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg, jedoch mit genau entgegengesetzter Ausrichtung der Haken.

 

Später wurde die Wolfsangel auch als alleiniges Abzeichen in Messing an den Dienstmützen und auf den Knöpfen der hannoverschen Forstaufseher getragen. Im Braunschweigischen wurde sie den privaten Forst- und Jagdaufsehern ebenfalls als Dienstabzeichen an der Kopfbedeckung vorgeschrieben.[6]

 

Noch immer wird die Wolfsangel in verschiedenen Forstrevieren in Niedersachsen als Grenzmarkierung, insbesondere bei Abteilungsgrenzen, eingesetzt. Dieser Brauch scheint schon mindestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts zu existieren. So schrieb Heinrich Burckhardt 1875 in einem Beitrag über die „Sprache im Walde“ auch etwas über die Wolfsangel. Unter anderem bezeichnet er das liegende oder auch stehende Wolfsangelzeichen als Ritzmarke, „die er {der Forstmann} mit dem Reißhaken schnell in die Rinde der Bäume hineinreißt.“ Heute wird der Reißhaken häufig durch die Farbsprühdose ersetzt.

 

Auch im Jagdbereich hat sich die Wolfsangel bis heute erhalten. So ist sie Bestandteil des Wappens der Landesjägerschaft Niedersachsen und des „Vereins Hirschmann“, der sich um die Zucht und jagdliche Ausbildung der Hannoverschen Schweißhunde kümmert. (Auszug aus Wikipedia)

 

Weitere Infos: de.wikipedia.org/wiki/Wolfsangel

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Uploaded on May 8, 2021
Taken on May 8, 2021