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Kaiser Wilhelm-Denkmal

The Emperor William Monument near the town of Porta Westfalica in the North Rhine-Westphalian county of Minden-Lübbecke, is a colossal monument above the Weser gorge of Porta Westfalica, the "Gateway to Westphalia". It was erected by the then Prussian Province of Westphalia between 1892 and 1896 and emerged against the background of a rising German national identity. The monument, which is around 88 metres high, is classified as one of Germany’s national monuments.

 

The architect of this prominent monument was Bruno Schmitz and the sculptor was Kaspar von Zumbusch. Since 2008, the monument has formed part of the Road of Monuments. As a result of its dominant geographical site, it is the most important landmark of the town of Porta Westfalica and of northern East Westphalia.

 

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DEUTSCH:

 

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica ist ein Kaiser-Wilhelm-Denkmal, das oberhalb des Weser-Durchbruchstals Porta Westfalica, dem „Tor nach Westfalen“, auf dem Gebiet der Stadt Porta Westfalica im nordrhein-westfälischen Kreis Minden-Lübbecke steht. Es wurde durch die damalige preußische Provinz Westfalen von 1892 bis 1896[1] errichtet und entstand vor dem Hintergrund der nationalen Ideen in Deutschland. Das insgesamt rund 88 m hohe Denkmal reiht sich ein in die Reihe der deutschen Nationaldenkmale.

 

Architekt des landschaftsprägenden Denkmals war Bruno Schmitz, das Kaiserstandbild entwarf der Bildhauer Caspar von Zumbusch. Seit 2008 gehört das Denkmal zu der Straße der Monumente. Durch seine herausragende geographische Lage ist es wichtigstes Wahrzeichen der Stadt Porta Westfalica und des nördlichen Ostwestfalens.

 

Nach dem Tod von Kaiser Wilhelm I. wurden vielerorts in Preußen Kaiser-Wilhelm-Denkmäler in Auftrag gegeben. Der Bau des Denkmals folgt im Auftrag des Landtags der Provinz Westfalen, der am 15. März 1889 mit knapper Mehrheit als Standort für das Kaiser-Wilhelm-Denkmal jenen an der Porta Westfalica festlegte. Als Alternativstandort war die Hohensyburg in der Nähe des Ruhrgebiets diskutiert worden.Der Standort in Ostwestfalen konnte trotz im Vergleich zum Ruhrgebiet geringer Bevölkerung sich als besser geeignet duchsetzen: Das Denkmal ist hier weithin sichtbar – von Schiene, Straße und Fluss. Der genaue Standort wurde durch eine Landtagskommission unter der Leitung des Oberpräsidenten Stutz bei einer Begehung am 5. Juni 1889 festgelegt. 1902 wurde auf der östlich gegenüberliegenden Seite des Durchbruchstals Porta Westfalica auf dem Jakobsberg im Wesergebirge der Bismarckturm Porta Westfalica errichtet.

 

Als Bildhauer für die Bronzefigur Wilhelm I. wurde der aus Herzebrock stammende Caspar von Zumbusch gewonnen. Für die architektonische Gestaltung schrieb die Provinz einen Architektenwettbewerb aus, zu dem 58 Entwürfe eingingen. Vom Preisgericht, dem auch von Zumbusch angehörte, wurde ein Preis an den jungen Berliner Architekten Bruno Schmitz vergeben, der ein Jahr zuvor schon den Wettbewerb für das Kyffhäuser-Denkmal gewonnen hatte und später auch das Denkmal am Deutschen Eck in Koblenz (1897) und das Leipziger Völkerschlachtdenkmal (1913) gestaltet hat. Sein Entwurf ist dann auch für die Umsetzung ausgewählt worden. Einen weiteren ersten Preis erhielten die Dresdner Architekten Richard Reuter und Theodor Fischer.

 

Die Vorbereitungen zum Bau begannen im Sommer 1892. Die Baukosten für das gesamte Denkmal inklusive Landerwerb und der Zufahrtsstraße wurden mit rund 800.000 Goldmark veranschlagt; am Ende kostete es 833.000 Goldmark, anderen Angaben zufolge sogar 1.000.000 Goldmark.

 

Es wurden rund 13.000 Kubikmeter Mauerwerk ausgeführt und 3.000 Meter Treppenstufen verlegt. Am 18. Oktober 1896 wurde das Denkmal im Beisein von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria im Rahmen einer Feier eingeweiht, an der zwischen 15.000 und 20.000 Menschen teilnahmen. Die Initiative für den Denkmalbau ging vom Landrat des Kreises Minden Alexander von Oheimb aus, der 1868 Besitzer des südlich vom Denkmal in Holzhausen befindlichen Gut Oheimb wurde. Er war Vorsitzender des Denkmal-Komitees, das für den hiesigen Standort warb. Im Beisein des Kaiserpaares hielt er die Eröffnungsansprache: In dieser betonte er „die Verdienste des Kaisers Wilhelm I um die Reichseinigung.

 

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal ist im Zyklopenstil des Spätwilhelminismus ausgeführt und bereits aus großen Entfernungen zu erkennen. Damit ist es landschaftsprägend für die Region um das Durchbruchstal Porta Westfalica.

 

Der Bau erhebt sich über einer Ringterrasse, die teils aus dem Felsen herausgearbeitet, teils künstlich angelegt wurde. Der beim Herausarbeiten der Terrasse gewonnene Kalkstein wurde gleich wieder zum Aufbau des restlichen Teils und für die Hintermauerung beim eigentlichen Denkmal genutzt. Während des Baues der Plattform traten im Erdreich Setzungen auf, die dazu führten, dass sich Steine lösten und teilweise sogar abstürzten. Über der Plattform ordnete Schmitz einen zwölf Meter hohen Unterbau mit einer Hochterrasse an, zu dem eine stattliche Treppe hinaufführt. Hinter dieser befindet sich zwischen zwei Wappenschilden die Inschrift „Wilhelm dem Großen – die Provinz Westfalen“. Über diese Inschrift ist lange diskutiert worden, sollen hier doch zunächst eine Schmucktafel mit dem Wappen des Deutschen Reichs und der Provinz Westfalen angebracht werden. Von der Hochterrasse ragt der Kuppelbau mit dem das Kaiserstandbild schützenden Baldachin empor, der auf sechs relativ schmalen Pfeilern ruht, um eine möglichst gute Sicht auf das Standbild zu gewährleisten.

 

Für alle sichtbaren Architekturteile wurde Portasandstein aus dem in der Nähe gelegenen Steinbruch „Wolfsschlucht“ verwendet. Die Steine aus diesem Bruch besitzen grobes Korn bei graubrauner, etwas grünlich schimmernder Färbung. Häufig treten zusätzlich dunkle Streifen infolge starken Eisengehalts auf. Die dem Regen ausgesetzten Sandsteinflächen wurden zur besseren Witterungsbeständigkeit mit Testalin getränkt.

 

Der Kuppelbau, ein auf sechs Strebepfeilern gestützter Baldachin, hat im oberen Teil die Form einer Kaiserkrone mit Kugel und Kreuz auf der Spitze. Auch die Strebepfeiler schließen mit einer Krone ab. Der Baldachin beinhaltet das Standbild, das aus gegossener Bronze besteht. Das Standbild Wilhelm I. zeigt diesen in Uniform des Garde du Corps mit hohen Stiefeln, Waffenrock und Küraß. Von den Schultern wallt der Krönungsmantel. Die rechte Hand hat Wilhelm I. erhoben, die linke auf den Pallasch gestützt. Auf dem Kopf trägt er einen Lorbeerkranz.

 

Quelle: wikipedia

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Uploaded on January 19, 2019
Taken on January 19, 2019