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Gedenkstätte Augustaschacht

Der Augustaschacht Ohrbeck war ein Bergwerk zur Erzgewinnung. In der alten Pumpstation des Geländes richtete die Gestapo Osnabrück Anfang 1944 ein Arbeitserziehungslager ein, das in Dokumenten aus dieser Zeit auch als Arbeitserziehungslager Ohrbeck bezeichnet wird.

 

Heute ist es ein Mahnmal zum Gedenken an das Arbeitserziehungslager in Hasbergen-Ohrbeck in der Zeit des Nationalsozialismus. Die am 27. Januar 1998 eingeweihte Gedenkstätte beherbergt eine Dauerausstellung über Zwangsarbeit im Osnabrücker Land und zeigt wechselnde Sonderausstellungen, zum Beispiel über Kriegsgefangene am Piesberg oder über das Kriegsende 1945 in der Region.

 

Südwestlich von Osnabrück erstreckt sich der Höhenzug des Hüggel, ein historisches Bergbaugebiet, woran heute noch Stollen und Steinbrüche erinnern. Im 19. Jahrhundert begann das Klöckner-Werk dort mit dem Erz-Abbau, übernahm zu diesem Zweck den Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenverein und errichtete neben industriellen Anlagen auch eine Eisenbahnverbindung, die Hüggelbahn.

 

Am nördlichen Eingang zur Hüggelschlucht, direkt an der Stadtgrenze zu Georgsmarienhütte-Holzhausen, liegt in einem Wäldchen direkt neben den Gleisen der Hüttenbahn der Augustaschacht mit der alten Pumpstation, die 1860 erbaut wurde. Anfang 1944 richtete hier die Gestapo Osnabrück ein Arbeitserziehungslager ein, das vor allem der Bestrafung „auffällig“ gewordener ausländischer Zwangsarbeiter diente. Es war eines von insgesamt etwa 100 Lagern der Kategorie AEL oder AZL, die zwischen 1940 und 1945 von der Gestapo betrieben wurden. Auch deutsche Häftlinge gab es zuweilen in diesen Lagern, sie waren aber gegenüber den Ausländern bei weitem in der Minderzahl.

 

Das auch „AZ-Lager Ohrbeck“ genannte Lager war zeitweise eine Zweigstelle des größeren Arbeitserziehungslager Farge und bestand rund 15 Monate, bis der Krieg für den Osnabrücker Raum Anfang April 1945 zu Ende ging. Nach der Befreiung des AZ-Lagers plünderten die Insassen die umliegenden Höfe, bei denen es auch zu tödlichen Zwischenfällen kam. Es ist wahrscheinlich von rund 2.000 Häftlingen durchlaufen worden, die durchschnittlich für 8 Wochen, mitunter auch erheblich länger, einsaßen.[1] Unter den Häftlingen waren insgesamt 17 Nationen vertreten. Die größte Gruppe bildeten dabei die Niederländer, von denen etwa 500 namentlich bekannt sind. Die Häftlinge wurden zur Zwangsarbeit im nahe gelegenen Hüttenwerk oder zum Räumen von Bombentrümmern in Osnabrück eingesetzt.

 

In Ohrbeck lebten jeweils etwa 250 Insassen. Der Aufenthalt als Häftling dauerte in der als Erziehungslager genutzten Stätte zumeist nur wenige Wochen. Dann wurden die Zwangsarbeiter zurück an ihren ursprünglichen Einsatzort gebracht.

 

Der Augustaschacht wird heute als eine Gedenkstätte an die NS-Herrschaft genutzt. Hier wird an die Opfer erinnert und soll zum Verständnis der Bedeutung von Demokratie und Menschenrechten beigetragen werden. Um die Düsternis des Ortes zu unterstreichen, hat der Künstler Volker-Johannes Trieb an den Außenwänden meterlange, verkohlte Baumstümpfe angebracht. Außerdem wurde am Bahndamm oberhalb des Augustaschachts ein Mahnmal aus rostigen Metallstelen mit den Namen ehemaliger Häftlinge errichtet.

 

Quelle: Wikipedia

Info-Links:

 

www.gedenkstaetten-augustaschacht-osnabrueck.de/Augustasc...

friedenskultur.osnabrueck.de/index.php?id=362

 

 

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Uploaded on December 25, 2015
Taken on August 8, 2015