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Asia - Philippines / Transport

Als die US-amerikanischen Streitkräfte nach Ende des Zweiten Weltkriegs die Philippinen nach und nach verließen, gaben sie ihre, nun überflüssigen, Militär-Jeeps an die einheimische Bevölkerung ab. Diese bauten die Jeeps mittels Eisenbahnschienen so um, dass mit den so entstandenen Jeepneys mehr Passagiere transportiert werden konnten.

 

Zusätzlich erhielten die Jeepneys ein Metalldach, um so für Schatten zu sorgen. Gleichzeitig wurden sie häufig kunstvoll bemalt und verziert (vor allem religiöse Motive) und mit glänzenden Kühlerhauben und Radkästen aus Chrom versehen.

 

Als preisgünstiges Verkehrsmittel erfreuten sich die Jeepneys wachsender Beliebtheit, um damit das Fehlen eines öffentlichen Personen-Nahverkehrs auszugleichen, der nach Ende des Zweiten Weltkriegs nicht existierte. Um dem ungebremsten Wachstum während der letzten Jahrzehnte einen Riegel vorzuschieben, beschloss die Regierung die Zulassung der Fahrzeuge zu beschränken. Unter anderem müssen die Fahrer eine besondere Führerscheinklasse "Professional Driver's License" besitzen, eine reguläre Strecke abfahren und angemessene Fahrpreise erheben. Des Weiteren müssen die Besitzer an einem bestimmten Wochentag, der an der Farbe der Kennzeichen ersichtlich ist, ihre Vehikel in einer dafür vorgesehenen Garage parken.

 

Generell gilt auf den Philippinen:

 

* Grüne Kennzeichen (License Plate): Ausschließlich privat genutztes Fahrzeug

* Gelbes Kennzeichen (Busse, Jeepneys, Vans, Motorräder, Tricycles): Zugelassen für Personenbeförderung, häufig als Sammeltaxi im Einsatz

 

Die heutigen Jeepneys werden professionell in philippinischen Werken hergestellt. Die Verzierungen werden heute u. a. durch Comicmotive ergänzt. Das bekannteste dieser Werke ist Double AA. Sie wurde 1998 gegründet und ist in Besitz von Aristo Hernandez.

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Uploaded on February 5, 2010
Taken on July 17, 2007