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Weissenhofsiedlung Stuttgart - Das Reihenhaus

Den äußeren Zustand der Häuser der Weissenhofsiedlung würde ich durchaus als Katastrophal bezeichnen. In anbetracht dessen, dass es sich bei dieser Siedlung um UNESCO Welterbe handelt, ist das ein Armutszeugnis für die Stadt Stuttgart. Ich habe mich deshalb auch schwer getan meine Aufnahmen zu veröffentlichen, wollte aber auch nicht auf die Präsentation dieser einzigartigen Architektur verzichten.Alles sieht noch viel schlimmer aus als hier gezeigt. Mit Nachbearbeitung konnte ich einiges kaschieren.

 

I would definitely describe the external condition of the houses on the Weissenhof estate as catastrophic. Considering that this settlement is a UNESCO World Heritage Site, this is a sad reflection on the city of Stuttgart. I therefore found it difficult to present my photographs, but I did not want to forego presenting this unique architecture.Everything looks much worse than shown here. I was able to conceal some of the damage with post-processing.

 

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Der niederländische Architekt Jacobus Johannes Pieter Oud gehörte zur Gruppe ausgewählter Architekten, welche für Entwürfe der Weissenhofsiedlung angefragt wurden. Anfänglich erhielt J.J.P. Oud zwei separate Aufträge, welche den Bau einer freistehenden Villa und vier Reihenhäuser für Arbeiter vorsahen. Nach seiner Intervention wurde ihm stattdessen der Bau von 5 Reihenhäusern zugestanden. In seinem Entwurf verfolgt J.J.P. Oud das Ziel, eine kleine Wohnung als Synthese neuer Materialien, Konstruktionsmethoden und Formen zu entwerfen. Der Entwurf orientierte sich dabei an den Prinzipien der Einfachheit, Effizienz und Funktionalität. Der Entwurf für die Weissenhofsiedlung war als Typologie zur wiederholenden Anwendung gedacht. Zumal aber in der Weissenhofsiedlung lediglich eine Reihe errichtet wurde, lässt sich die Konzeption von J.J.P. Oud nur bedingt nachvollziehen. Nach seiner Vorstellung wären die Reihen so repetiert worden, dass die Gärten einer Reihe auf den Küchenhof der nächsten Reihe treffen würde.

Die fünf aneinander gereihten Häuser wurden in Stahlbeton nach dem Kossel-System erbaut. Das Kossel-System war in den 1920er Jahre neu, und erlaubte die monolithische Bauweise. Die Materialpalette wird erweitert durch Metall für Fenster- und Türrähmen, Ruberiod für das Flachdach und Sperrholz für die Türen.

 

The Dutch architect Jacobus Johannes Pieter Oud was one of the group of selected architects who were asked to design buildings for the Weissenhofsiedlung. Initially, J.J.P. Oud received two separate commissions, which included the construction of a detached villa and four terraced houses for workers. After his intervention, he was allowed to build 5 terraced houses instead. In his design, J.J.P. Oud persued the goal of designing a small apartment as a synthesis of new materials, construction methods and shapes. The design was based on the principles of simplicity, efficiency and functionality. The design for the Weissenhofsiedlung was intended as a typology for repeated use. Especially since only one row was built in the Weissenhofsiedlung, the concept of J.J.P. Oud only partially understandable. In his mind the rows would have been repeated so that the gardens of one row would meet the kitchen courtyard of the next row.

The five row houses were built in reinforced concrete according to the Kossel system. The Kossel system was new in the 1920s and allowed a monolithic construction. The range of materials is expanded to include metal for window and door frames, ruberiod for the flat roof and plywood for the doors.

 

Source: archipicture.eu/Architekten/Netherland

 

 

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Uploaded on September 6, 2025
Taken on July 31, 2025