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Hindenburgbrücke

 

 

Die Hindenburgbrücke war eine Eisenbahnbrücke über den Rhein zwischen Rüdesheim am Rhein und Bingen-Kempten, benannt seit 1918 nach dem Generalfeldmarschall und späteren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Die 1915 in Betrieb genommene Brücke wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und danach nicht wiederaufgebaut.

 

Die Brücke überquerte den Rhein auf einer Gesamtlänge von 1175 Metern und bestand im Vorland aus zwei Gewölbereihenbrücken sowie im Strombereich aus einer 741 Meter langen Stahlbrücke. Diese setzte sich aus zwei Bogenbrückenkonstruktionen und fünf Parallelfachwerkträgern mit jeweils untenliegender Fahrbahn zusammen. Die Bogenträger mit Zugband wiesen mit je 169,4 Metern eine für die damalige Zeit ungewöhnlich hohe Stützweite auf, die Fachwerkträger hatten Spannweiten von einmal 94,2 Meter und viermal 77,0 Meter. Die 11.608 Tonnen schweren eisernen Überbauten kosteten rund 3,5 Millionen Mark. Sie wurden durch eine Arbeitsgemeinschaft der Unternehmen MAN-Werk Gustavsburg und Gutehoffnungshütte errichtetDie zweigleisige Brücke wies eine Gesamtbreite von 12 Metern auf, davon 7 Meter für die Gleisanlagen. An beiden Seiten befand sich ein Fußweg.

 

 

Ab August 1942 war die Brücke mehrfach das Ziel von Luftangriffen. Am 13. Januar 1945 wurde dabei die Vorbrücke zerstört. Die endgültige Zerstörung der Hindenburgbrücke erfolgte um den 15. März 1945 durch Pioniere der Wehrmacht, die damit das Vorrücken der amerikanischen Streitkräfte behindern wollten.

 

Von der Vegetation überwucherte Reste der Vorbrücken finden sich auf beiden Seiten des Rheins, insbesondere auf der linksrheinischen Seite. Auch Teile der Bahndämme sind noch vorhanden. Die Bundesstraße 42 führt am östlichen Ortsausgang von Rüdesheim am Rhein in einem der erhaltenen Unterführungsbögen durch den Damm hindurch. Einige der Basaltpfeiler sind noch im Rhein zu sehen. Der noch erhaltene Brückentorso ist Teil der Route der Industriekultur Rhein-Main.

 

Seit Jahrzehnten wird darüber diskutiert, die Rheinbrücke wieder zu errichten. Geplant ist dies seitens der Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz als kommunale Mautbrücke unter Führung der angrenzenden Landkreise Mainz-Bingen und Rheingau-Taunus-Kreis im Range einer Kreisstraße. Politisch ist der Brückenbau umstritten. Nach der rheinland-pfälzischen Kommunalwahl 2004 bildete sich im Kreistag Mainz-Bingen eine neue Mehrheit aus SPD, Grünen und FWG, die sich gegen den Brückenbau wandte, während der Landrat des Kreises, Claus Schick, zu den Befürwortern des Projektes gehört.

 

From Wikipedia, the free encyclopedia

 

 

The Hindenburg Bridge was a railway bridge over the Rhine between Rüdesheim in the German state of Hesse and Bingen-Kempten state of Rhineland-Palatinate, named in 1918 after Field Marshal Paul von Hindenburg, later German President. The bridge was put in service in 1915, destroyed in the Second World War and never rebuilt.

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Uploaded on April 19, 2015
Taken on March 11, 2015