Neutrino Neutrinos ... In 8 seconds from sun to You
Neutrinos sind elektrisch neutrale Elementarteilchen mit sehr geringer Masse. Im Standardmodell der Elementarteilchenphysik existieren drei Arten (Generationen) von Neutrinos: Elektron-, Myon- und Tau-Neutrinos. Jede Neutrino-Generation besteht aus dem Neutrino selbst und seinem Anti-Neutrino.
Masse: < 2·10−36 kg
Wechselwirkungen: schwach; Gravitation
Spin: 1/2
Elektrische Ladung: neutral
Ruheenergie: < 1,1 eV
●
Sie kommen unzählig von der Sonne, aus dem All und aus Kernreaktoren: Neutrinos sind neben Photonen die häufigsten Teilchen im Universum.
●
Vorhergesagt wurden Neutrinos bereits in den 1930er-Jahren von Wolfgang Pauli. Der Physiker musste die Existenz eines elektrisch neutralen Teilchens postulieren, um die Impuls- und Energieerhaltung bei der Beschreibung eines radioaktiven Zerfalls zu wahren. Der experimentelle Nachweis gelang erst 1956 nahe einem amerikanischen Atomkraftwerk. Lange Zeit galten Neutrinos als masselos. Studien aus den vergangenen Jahrzehnten zeigen jedoch, dass sich die drei Neutrinotypen ineinander umwandeln können. Diese Neutrinooszillation ist nur bei massbehafteten Teilchen möglich.
■
Neben Lichtquanten sind Neutrinos die häufigsten Elementarteilchen im Universum: Jede Sekunde durchdringen uns Milliarden von ihnen – völlig ungehindert, denn Neutrinos treten kaum mit Materie in Wechselwirkung. Diese Eigenschaft macht ihren Nachweis zu einer Herausforderung.
■
Überall, wo Kernreaktionen und hochenergetische Prozesse stattfinden, entstehen auch Unmengen an Neutrinos – von Kernreaktoren und radioaktiven Zerfällen im Erdinneren bis hin zu Fusionsprozessen in Sternen oder bei einer Supernova. Neutrinos dringen fast ungehindert durch alle Materie und liefern uns darum Informationen über viele sonst kaum zugängliche Prozesse
○
Die meisten Neutrinos, die die Erde erreichen, stammen von unserer Sonne. Denn die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium im Zentrum der Sonne erfolgt über mehrere Zwischenschritte, bei denen auch Neutrinos erzeugt werden. Ein Neutrino, das im Zentrum der Sonne entsteht, erreicht nach gut zwei Sekunden die Oberfläche der Sonne und nach acht Minuten die Erde – und behält dabei exakt seine Energie.
#
www.weltderphysik.de/gebiet/teilchen/bausteine/neutrinos/...
Neutrino Neutrinos ... In 8 seconds from sun to You
Neutrinos sind elektrisch neutrale Elementarteilchen mit sehr geringer Masse. Im Standardmodell der Elementarteilchenphysik existieren drei Arten (Generationen) von Neutrinos: Elektron-, Myon- und Tau-Neutrinos. Jede Neutrino-Generation besteht aus dem Neutrino selbst und seinem Anti-Neutrino.
Masse: < 2·10−36 kg
Wechselwirkungen: schwach; Gravitation
Spin: 1/2
Elektrische Ladung: neutral
Ruheenergie: < 1,1 eV
●
Sie kommen unzählig von der Sonne, aus dem All und aus Kernreaktoren: Neutrinos sind neben Photonen die häufigsten Teilchen im Universum.
●
Vorhergesagt wurden Neutrinos bereits in den 1930er-Jahren von Wolfgang Pauli. Der Physiker musste die Existenz eines elektrisch neutralen Teilchens postulieren, um die Impuls- und Energieerhaltung bei der Beschreibung eines radioaktiven Zerfalls zu wahren. Der experimentelle Nachweis gelang erst 1956 nahe einem amerikanischen Atomkraftwerk. Lange Zeit galten Neutrinos als masselos. Studien aus den vergangenen Jahrzehnten zeigen jedoch, dass sich die drei Neutrinotypen ineinander umwandeln können. Diese Neutrinooszillation ist nur bei massbehafteten Teilchen möglich.
■
Neben Lichtquanten sind Neutrinos die häufigsten Elementarteilchen im Universum: Jede Sekunde durchdringen uns Milliarden von ihnen – völlig ungehindert, denn Neutrinos treten kaum mit Materie in Wechselwirkung. Diese Eigenschaft macht ihren Nachweis zu einer Herausforderung.
■
Überall, wo Kernreaktionen und hochenergetische Prozesse stattfinden, entstehen auch Unmengen an Neutrinos – von Kernreaktoren und radioaktiven Zerfällen im Erdinneren bis hin zu Fusionsprozessen in Sternen oder bei einer Supernova. Neutrinos dringen fast ungehindert durch alle Materie und liefern uns darum Informationen über viele sonst kaum zugängliche Prozesse
○
Die meisten Neutrinos, die die Erde erreichen, stammen von unserer Sonne. Denn die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium im Zentrum der Sonne erfolgt über mehrere Zwischenschritte, bei denen auch Neutrinos erzeugt werden. Ein Neutrino, das im Zentrum der Sonne entsteht, erreicht nach gut zwei Sekunden die Oberfläche der Sonne und nach acht Minuten die Erde – und behält dabei exakt seine Energie.
#
www.weltderphysik.de/gebiet/teilchen/bausteine/neutrinos/...