Student Studentica Burschenschaft Korporacja 1900-1914
Ein Student mit Schmiss.
Der Schmiss ist eine Verletzung sowie die daraus entstehende Narbe, die infolge einer Mensur entstanden ist, wie sie in schlagenden Studentenverbindungen gefochten wird.
Die Versorgung des Schmisses geschieht gewöhnlich durch den bei jeder Mensur anwesenden Paukarzt.
Von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre war der Schmiss das Erkennungszeichen mitteleuropäischer Akademiker schlechthin, das durchaus mit Stolz getragen wurde, symbolisierte es doch das nach damaliger Auffassung herrschende Ideal eines tatkräftigen, unerschrockenen Mannes, der auch vor bedrohlichen Situationen nicht zurückschreckt.
Viele junge Männer eiferten diesem Ideal dann auch im Übermaße nach. So gab es angeblich Methoden, aus einer empfangenen kleineren Wunde „stolze Kampfnarben” entstehen zu lassen, z. B. durch das Einreiben mit Salz oder Einlegen von Rosshaaren, so dass der Heilungsprozess verschlechtert und die Narbenbildung verstärkt wurde. Das Einlegen von Rosshaaren diente damals aber in Wirklichkeit als Drainage und hatte daher medizinische Gründe. Das Einreiben von Salz ist eher in den Bereich der Legenden zu verweisen. Häufiger dürfte hingegen das so genannte Schmissziehen gewesen sein, bei dem die Heilung durch Auseinanderziehen der Wunde behindert wurde. Das Schmissziehen war bei vielen Verbindungen streng verboten.
Student Studentica Burschenschaft Korporacja 1900-1914
Ein Student mit Schmiss.
Der Schmiss ist eine Verletzung sowie die daraus entstehende Narbe, die infolge einer Mensur entstanden ist, wie sie in schlagenden Studentenverbindungen gefochten wird.
Die Versorgung des Schmisses geschieht gewöhnlich durch den bei jeder Mensur anwesenden Paukarzt.
Von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre war der Schmiss das Erkennungszeichen mitteleuropäischer Akademiker schlechthin, das durchaus mit Stolz getragen wurde, symbolisierte es doch das nach damaliger Auffassung herrschende Ideal eines tatkräftigen, unerschrockenen Mannes, der auch vor bedrohlichen Situationen nicht zurückschreckt.
Viele junge Männer eiferten diesem Ideal dann auch im Übermaße nach. So gab es angeblich Methoden, aus einer empfangenen kleineren Wunde „stolze Kampfnarben” entstehen zu lassen, z. B. durch das Einreiben mit Salz oder Einlegen von Rosshaaren, so dass der Heilungsprozess verschlechtert und die Narbenbildung verstärkt wurde. Das Einlegen von Rosshaaren diente damals aber in Wirklichkeit als Drainage und hatte daher medizinische Gründe. Das Einreiben von Salz ist eher in den Bereich der Legenden zu verweisen. Häufiger dürfte hingegen das so genannte Schmissziehen gewesen sein, bei dem die Heilung durch Auseinanderziehen der Wunde behindert wurde. Das Schmissziehen war bei vielen Verbindungen streng verboten.