Schloss Varchentin
Das sogenannte Schloss Varchentin ist ein denkmalgeschütztes ehemaliges Herrenhaus in Varchentin, einem Ortsteil der Gemeinde Groß Plasten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (Mecklenburg-Vorpommern).
1847 im Tudorstil erbaut durch den Hamburger Bankier Gottlieb Jenisch nach Plänen des Schweizer Architekten Auguste de Meuron, später um einen Südtrakt erweitert. Zum großzügigen Schloss gehören mehrere stattliche Wirtschaftsgebäude, darunter auch die etwas entfernt befindliche Orangerie und Fasanerie, sowie das südlich vom Schloss im Wald befindliche und 1895 im Stil der Neorenaissance erbaute Mausoleum der Grafen Grote. Der Landschaftspark wurde nach Entwürfen von Peter Joseph Lenné gestaltet. Im Park befindet sich eine künstlich geschaffene Kanalverbindung der beiden Varchentiner Seen, die durch den abgesunkenen Grundwasserspiegel trockengefallen ist.
Der breitgelagerte verputzte Bau steht über einem unregelmäßigen Grundriss. Er wurde 1847 von dem aus der Schweiz stammenden Hamburger Architekten Auguste de Meuron in Anlehnung an die Formen englischer und venezianischer Gotik (Tudorstil) errichtet. Bauherr war der Hamburger Kaufmann Gottlieb Jenisch. Die Silhouette zeigt Gebäudeteile in unterschiedliche Höhe. Seitlich wird das Gebäude von einer Zinnenbekrönung und Türmen geprägt. Der Besitz ging 1875 durch Heirat an die Grafen Grote, der letzte Besitzer aus dieser Familie war Friedrich Franz Graf Grote. Die Gebäude wurden nach 1945 geplündert. In der folgenden Zeit wurde die Anlage für die Unterbringung von Flüchtlingen und dann als Schule für Forsttechnik genutzt.
Anfang 2006 wurde das Schloss von einem Investor gekauft, der es sanieren und zu einer Hotelanlage umbauen wollte. 2008 wurde dieses Projekt aufgegeben. Im Jahr 2015 entschloss sich der bisherige Eigentümer, Schloss und umgebende Anlage zu verkaufen. Im Juli 2016 erwarb der Verein Varchentiner Schloss e.V. das Schloss mit Nebengebäuden und Lennè-Park, um das Denkmal zu erhalten und einer öffentlichen, sozialen und kulturellen Nutzung zuzuführen. Der Kauf wurde jedoch rückgängig gemacht, die Zukunft des Schlosses ist damit seit September 2018 wieder ungewiss. Das Schloss und der Gutshof wurde Ende 2018 erneut veräußert.
Dem Schloss ist ein denkmalgeschützter Landschaftspark vorgelagert. Er wurde 1838 im Auftrag von Gottlieb Jenisch nach Plänen von Peter Joseph Lenné angelegt. Die ausgedehnte Anlage bietet eindrucksvolle Sichtachsen und einen direkten Durchblick zum See unterhalb des Herrenhauses.
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Fujifilm X-S10
Fujinon XF14mm F2.8 R
Schloss Varchentin
Das sogenannte Schloss Varchentin ist ein denkmalgeschütztes ehemaliges Herrenhaus in Varchentin, einem Ortsteil der Gemeinde Groß Plasten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (Mecklenburg-Vorpommern).
1847 im Tudorstil erbaut durch den Hamburger Bankier Gottlieb Jenisch nach Plänen des Schweizer Architekten Auguste de Meuron, später um einen Südtrakt erweitert. Zum großzügigen Schloss gehören mehrere stattliche Wirtschaftsgebäude, darunter auch die etwas entfernt befindliche Orangerie und Fasanerie, sowie das südlich vom Schloss im Wald befindliche und 1895 im Stil der Neorenaissance erbaute Mausoleum der Grafen Grote. Der Landschaftspark wurde nach Entwürfen von Peter Joseph Lenné gestaltet. Im Park befindet sich eine künstlich geschaffene Kanalverbindung der beiden Varchentiner Seen, die durch den abgesunkenen Grundwasserspiegel trockengefallen ist.
Der breitgelagerte verputzte Bau steht über einem unregelmäßigen Grundriss. Er wurde 1847 von dem aus der Schweiz stammenden Hamburger Architekten Auguste de Meuron in Anlehnung an die Formen englischer und venezianischer Gotik (Tudorstil) errichtet. Bauherr war der Hamburger Kaufmann Gottlieb Jenisch. Die Silhouette zeigt Gebäudeteile in unterschiedliche Höhe. Seitlich wird das Gebäude von einer Zinnenbekrönung und Türmen geprägt. Der Besitz ging 1875 durch Heirat an die Grafen Grote, der letzte Besitzer aus dieser Familie war Friedrich Franz Graf Grote. Die Gebäude wurden nach 1945 geplündert. In der folgenden Zeit wurde die Anlage für die Unterbringung von Flüchtlingen und dann als Schule für Forsttechnik genutzt.
Anfang 2006 wurde das Schloss von einem Investor gekauft, der es sanieren und zu einer Hotelanlage umbauen wollte. 2008 wurde dieses Projekt aufgegeben. Im Jahr 2015 entschloss sich der bisherige Eigentümer, Schloss und umgebende Anlage zu verkaufen. Im Juli 2016 erwarb der Verein Varchentiner Schloss e.V. das Schloss mit Nebengebäuden und Lennè-Park, um das Denkmal zu erhalten und einer öffentlichen, sozialen und kulturellen Nutzung zuzuführen. Der Kauf wurde jedoch rückgängig gemacht, die Zukunft des Schlosses ist damit seit September 2018 wieder ungewiss. Das Schloss und der Gutshof wurde Ende 2018 erneut veräußert.
Dem Schloss ist ein denkmalgeschützter Landschaftspark vorgelagert. Er wurde 1838 im Auftrag von Gottlieb Jenisch nach Plänen von Peter Joseph Lenné angelegt. Die ausgedehnte Anlage bietet eindrucksvolle Sichtachsen und einen direkten Durchblick zum See unterhalb des Herrenhauses.
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