Stallhof / Dresden / Sachsen (Saxony)
Der Stallhof in Dresden gehörte zum Baukomplex des Residenzschlosses und diente im 17. Jahrhundert als Schauplatz für große Reitturniere. Fertiggestellt wurde er 1591 unter Kurfürst Christian I. und ist damit einer der ältesten in der originalen Ausgestaltung erhaltenen Turnierplätze der Welt. Heute wird der Stallhof für kulturelle Veranstaltungen wie den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt genutzt. Gelegentlich werden hier auch heute noch Reitturniere und Theaterveranstaltungen ausgerichtet.
Langer Gang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der „Lange Gang“ verbindet den Georgenbau mit dem Stallgebäude (heute Johanneum) und war einst der Zuschauerraum für die höfischen Turniere und Hetzjagden. Innen befindet sich eine offene Bogenhalle mit einer Arkadenreihe aus 20 toskanischen Säulen. Oberhalb der Säulen sind die Wappen der Lande unter wettinischer Herrschaft zu sehen. Äußerlich ist der Gang mit einer Sgraffito-Malerei verziert. In der Mitte ist eine Sonnenuhr angebracht. Diese entstand im Jahr 1568 und wurde 1976 durch Gunter Herrmann nach historischem Vorbild restauriert. Bei der Uhr handelt es sich um eine Vertikaluhr mit römischen Zahlen, Angaben zur ungefähren Uhrzeit, Monatsangaben und den Tierkreiszeichen. Berechnet wurden die Angaben durch den Stralsunder Ernst Dambeck.[2] Auf der Außenseite des Ganges ist der Fürstenzug angebracht.
Im Inneren des „Langen Ganges“ befindet sich im Obergeschoss der „Lange Saal“, der bis 1731 die Ahnengalerie der Wettiner beherbergte. Danach war in diesem Raum die Gewehrgalerie August des Starken untergebracht, die er nach dem Vorbild von Ludwig XIV. einrichten ließ. Daraus ging später die Abteilung der Feuerwaffen in der Rüstkammer hervor. Heute befinden sich im „Langen Saal“ die Schifffahrtsausstellung des Verkehrsmuseums. Beim Umbau des Georgenbaus für die 800-Jahr-Feier des Hauses Wettin im Jahr 1901 wurde der Lange Gang auf die heutige Länge von etwa 100 Meter verkürzt.
Stallhof / Dresden / Sachsen (Saxony)
Der Stallhof in Dresden gehörte zum Baukomplex des Residenzschlosses und diente im 17. Jahrhundert als Schauplatz für große Reitturniere. Fertiggestellt wurde er 1591 unter Kurfürst Christian I. und ist damit einer der ältesten in der originalen Ausgestaltung erhaltenen Turnierplätze der Welt. Heute wird der Stallhof für kulturelle Veranstaltungen wie den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt genutzt. Gelegentlich werden hier auch heute noch Reitturniere und Theaterveranstaltungen ausgerichtet.
Langer Gang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der „Lange Gang“ verbindet den Georgenbau mit dem Stallgebäude (heute Johanneum) und war einst der Zuschauerraum für die höfischen Turniere und Hetzjagden. Innen befindet sich eine offene Bogenhalle mit einer Arkadenreihe aus 20 toskanischen Säulen. Oberhalb der Säulen sind die Wappen der Lande unter wettinischer Herrschaft zu sehen. Äußerlich ist der Gang mit einer Sgraffito-Malerei verziert. In der Mitte ist eine Sonnenuhr angebracht. Diese entstand im Jahr 1568 und wurde 1976 durch Gunter Herrmann nach historischem Vorbild restauriert. Bei der Uhr handelt es sich um eine Vertikaluhr mit römischen Zahlen, Angaben zur ungefähren Uhrzeit, Monatsangaben und den Tierkreiszeichen. Berechnet wurden die Angaben durch den Stralsunder Ernst Dambeck.[2] Auf der Außenseite des Ganges ist der Fürstenzug angebracht.
Im Inneren des „Langen Ganges“ befindet sich im Obergeschoss der „Lange Saal“, der bis 1731 die Ahnengalerie der Wettiner beherbergte. Danach war in diesem Raum die Gewehrgalerie August des Starken untergebracht, die er nach dem Vorbild von Ludwig XIV. einrichten ließ. Daraus ging später die Abteilung der Feuerwaffen in der Rüstkammer hervor. Heute befinden sich im „Langen Saal“ die Schifffahrtsausstellung des Verkehrsmuseums. Beim Umbau des Georgenbaus für die 800-Jahr-Feier des Hauses Wettin im Jahr 1901 wurde der Lange Gang auf die heutige Länge von etwa 100 Meter verkürzt.