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Matera: Stormy clouds

Matera has gained international fame for its ancient town, the "Sassi di Matera" (meaning "stones of Matera"). The Sassi originate from a prehistoric (troglodyte) settlement, and are suspected to be some of the first human settlements in Italy. The Sassi are houses dug into the calcareous rock itself, which is characteristic of Basilicata and Apulia. Many of these "houses" are really only caverns, and the streets in some parts of the Sassi often are located on the rooftops of other houses. The ancient town grew in height on one slope of the ravine created by a river that is now a small stream. The ravine is known locally as "la Gravina". In the 1950s, the government of Italy forcefully relocated most of the population of the Sassi to areas of the developing modern city.

 

Until the late 1980s this was considered an area of poverty, since these houses were, and in most areas still are, mostly unlivable. Current local administration, however, has become more tourism-oriented, and has promoted the re-generation of the Sassi with the aid of the European Union, the government, UNESCO, and Hollywood. Today there are many thriving businesses, pubs, and hotels.

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Die Sassi von Matera, hier der Sasso Barisano, sind ein außergewöhnliches Beispiel einer Höhlensiedlung im mediterranen Raum. Das bereits seit der Jungsteinzeit besiedelte Gebiet kann als eine der ältesten Städte der Welt gelten. Nach der griechischen, römischen, langobardischen und byzantinischen Geschichte, die Matera mit ganz Süditalien teilt, verwüsteten im Jahr 938 Sarazenen den Ort. Er kam 1043 unter normannische Herrschaft, wurde Königssitz und gelangte so zu beträchtlichem Reichtum. Diese Blüte setzte sich unter den anschließenden Regimentern der Staufer und Anjou fort. Danach wurde Matera mehrere Jahrhunderte von lokalen Adeligen beherrscht, wobei es zu Rivalitäten, Machtkämpfen und Revolten kam.

 

Mitte des 20. Jahrhunderts galt es als Kulturschande, dass in Italien Menschen immer noch in Höhlen lebten; Carlo Levis Erinnerungsbuch Christus kam nur bis Eboli (1944) und der gleichnamige Film von Francesco Rosi (1978) machten die katastrophalen hygienischen Zustände weltbekannt. So wurden die Bewohner in den 1950er und 1960er Jahren in neugebaute Wohnblocks umgesiedelt. 30 Jahre später erst begreift man in Italien, welcher einzigartige kulturhistorische Schatz wenige Meter unter der Oberfläche allmählich verfällt und unwiederbringlich verloren geht, wenn nicht unverzüglich etwas passiert. Die Behörden setzen eine umfassende Sanierung in Gang, die ganz gemächlich vonstatten geht und bis heute andauert.

Die Sassi sind 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. (Wikipedia)

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Uploaded on December 1, 2013
Taken on September 30, 2013