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Kleiner Nimmersatt im Heidelberger Zoo

Am Gehege der Hausschweine im Heidelberger Zoo drängen sich die Besucher und schauen belustigt einer ganz besonderen Rasselbande zu. 25 quirlige Ferkel toben über die Anlage, buddeln im Sand, säugen und kuscheln sich an ihre Mütter. Schwein Juli brachte kürzlich gleich 14 Ferkel auf die Welt. Sie gehört der alten Haustierrasse Schwäbisch-Hällisches Schwein an, gut an der schwarzen Färbung von Kopf und Hinterteil zu erkennen, die sie auch allen ihren Ferkeln vererbt hat. Die Hohenloher Bauern haben das Fleisch zu einem besonderem Produkt entwickelt, dem "Schwäbisch-Hällischen Qualitätsschweinefleisch", das neben der Rassezugehörigkeit auch Aufzuchtbedingungen und Fütterung auf hohem Niveau garantieren soll.

 

Nur einen Tag später komplettierte Duroc-Schwein Dolores die Großfamilie mit elffachem Nachwuchs. Diese Rasse wurde in den USA angeblich aus roten Schweinen aus Guinea und iberischen Schweinen gezüchtet. Mit ihrem rotbraunen Haar entsprechen sie gar nicht dem klassischen Bild des rosa Schweinchens. Neben dem guten Fleisch steht in der Rassebeschreibung "stressresistent und gutmütig". Erwachsene Sauen können über 300 Kilo wiegen. "Wir haben uns für diese zwei Rassen entschieden, weil sie für Fleischqualität stehen. Sie passen exzellent in unsere Strategie "Vom Alltagsbraten zum Sonntagsbraten", in der wir uns dafür einsetzen, dass wir weniger, dafür aber besseres Fleisch aus tiergerechter Haltung genießen. Deshalb gibt es auch am Schweinegehege das "Vegetarische Rezept des Monats" zum Mitnehmen", erläutert Zoodirektor Klaus Wünnemann. "Außerdem wollen wir unseren Besuchern zeigen, wie groß ein richtiges Schwein ist. Die meisten kennen Schweine ja nur noch vom Spanferkel und den kleinen Hängebauchschweinen in Streichelgehegen." Auch die Ferkel von Juli und Dolores werden eines Tages geschlachtet und auf dem Teller landen. Nach der Aufzucht im Zoo werden sie bei einem Bauern mit tiergerechter Haltung groß werden. Die kleinen Ferkel werden im Zoo noch den ganzen Sommer über mit ihren Müttern herumtollen können, dafür steht ihnen derzeit auch noch die Anlage der Poitou-Esel zur Verfügung.

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Uploaded on May 27, 2015
Taken on May 22, 2015